ERASMUSBERICHT VALENCIA SS 2013 Dieser

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ERASMUSBERICHT VALENCIA SS 2013 Dieser
ERASMUSBERICHT VALENCIA SS 2013
Dieser Bericht beinhaltet die Erlebnisse und Erfahrungen im Zusammenhang mit meinem
Erasmus-Auslandssemester im Sommer 2013 in Valencia, Spanien.
Der Bericht ist in fünf Abschnitte aufgeteilt die sich auf das Stadium meines Aufenthalts
beziehen.
Vor Abreise
Wenn man vor hat ein Auslandssemester zu machen muss das, wie ich gemerkt habe,
wirklich weit im voraus geschehen. Schon ein halbes Jahr vor Abreise habe ich mich bei
meiner Fakultät für ein Auslandssemester in Spanien beworben. Der Grund warum ich
Spanien gewählt habe, war Hauptsächlich die Sprache, die ich weiter lernen und vertiefen
wollte. Meine Fakultät kooperiert in diesem Land mit 5 verschiedenen Universitäten und
ich entschied mich für Valencia. Um dort angenommen zu werden musste ich bis August
2012 ein Motivationsschreiben, ein Portfolio und ein preferiertes Learning Agreement
abgeben. Es ist also sehr wichtig sich früh im klaren zu sein, wo man gerne hin möchte.
Nach der Bewerbung an meiner Fakultät wurde ich zu einen Gespräch eingeladen und
schließlich von den Auslands-Koordinatoren in Köln an der Universidad Politecnica de
Valencia vorgeschlagen.
Kurze Zeit später war klar, dass ich meinen Sommer dort verbringen würde. Noch im
Sommer 2012 beantragte ich Auslands-Bafög und Erasmus-Auslandsförderung.
Die suche nach einer Wohnung wurde mir sehr leicht gemacht, da eine Studentin des
höheren Semesters meiner Fakultät ihr Wintersemester in Valencia verbrachte und zum
Sommer eine Nachmieterin suchte. Aber auch ohne so ein Glück ist die Suche nach einer
Wohnung in Valencia zumindest zur Zeit sehr einfach. Es gibt sehr viele günstige
Unterkünfte. Mir war es besonders wichtig nah an der Uni und am Meer zu wohnen. Da ich
in Köln immer eine halbe Stunde zur Uni brauche und weiß wir viel Zeit das in Anspruch
nimmt. Die nähe zum Meer war ebenso ein großer Wunsch, da ich gerne Wassersport
betreibe und am Strand joggen gehe.
Die erste Woche
In der ersten Woche verlief alles noch etwas ungeplant. Wir hatten 2 Wochen Zeit uns aus
allen Fächern des neuen wie auch alten Systems und aus einer anderen Fakultät unsere
Fächer aussuchen. Leider konnte mir von meiner spanischen Mitbewohnerin, sowie auch
von meinem Tutor wenig geholfen werden, da beide im alten System studieren.
Zusammen mit einer Freundin versuchte ich dann im Internet und beim International Office
Informationen über Kurse, Zeiten und Kursinhalte herauszubekommen. Erst ungefähr
nach 4 Wochen hatten wir sicher unsere gewünschten Fächer.
Neben der Uni lief in der ersten Woche aber alles gut. Meine Mitbewohnerin nahm mich
mit zu Freunden und in Bars und gab mir einen ersten Einblick in die Stadt. Mit einer
Freundin aus Köln kaufte ich mir dann ein Fahrrad auf dem Flohmarkt. Valencia ist eine
fahrradfreundliche Stadt und ich könnte alles per Rad erreichen.
Don´t miss
Am Anfang meiner Zeit in Valencia habe ich mich viel in Erasmus-Kreisen bewegt. Es war
sehr einfach bei den ganzen Erasmus-Angeboten Studenten aus ganz Europa
kennenzulernen, aber sehr schwierig Kontakt zu den einheimischen Studenten zu
bekommen. Ich rate jeden zu versuchen ein gutes mittel zwischen Erasmus Party und
dem wirklichen Leben im Ausland zu finden. Es wäre wahrscheinlich gut möglich das
Semester nur englisch oder sogar nur deutsch sprechend zu verbringen.
Und das ist ja nicht Sinn der Sache.
Um einen Ausgleich zu schaffen habe ich an Kulturangeboten teilgenommen, war auf
typischen Volksfesten und bin mit spanischen Freunden über das Wochenende in ihre
Heimatorte gefahren.
An die spanischen Essens- und Ausgehzeiten habe ich mich sehr schnell gewöhnt und ich
fand es schön meinen Tagesablauf umzustellen und mich anzupassen.
Wichtige Infos für Valencia
Wenn man gut informiert ist, ist es umso einfacher sich in Valencia zurecht zu finden und
keine wichtigen Ereignisse zu verpassen.
Um sich in Valencia fortzubewegen gibt es Busse und die Metro/Straßenbahn. Für 2Euro
kann man sich eine Karte kaufen, die man immer wieder mit 10er Bus- bzw. Metrofahrten
aufladen kann. Eine Fahrt kostet dann nur 80Cent bzw. 1Euro. Die Stadt verfügt auch über
öffentliche Fahrräder, die ähnlich wie die DB-Räder bei uns funktionieren.
Eine Valenbisi-Karte kostet 25Euro im Jahr und man kann jederzeit Räder bis zu einer
halben Stunde kostenfrei benutzen. Für alle Erasmus-Angebote sollte man sich bei
„Happy Erasmus Valencia“ anmelden und für alle Ereignisse in der Stadt die Facebook
Seite „LoveValencia“ liken.
Schönste Erlebnisse
Zu den schönsten Erlebnissen zählt auf jeden Fall der Besuch auf einem valencianischen
Markt, auf dem man traditionelles Essen und Weine aus der Region probieren konnte und
hauptsächlich Valencianer unterwegs waren. Die Partys in einem Club am Strand, nach
denen man den Sonnenaufgang am Strand gucken konnte. Die Noche San Juan, mit
Lagerfeuern und Live Musik am Strand. Am Strand barfuß joggen zu gehen. Und zu
merken, dass einem manche spanische Wörter schneller einfallen als die englischen.
Fazit
Ich kann jeden nur empfehlen ein Auslandssemester zu machen. Auch wenn es einen im
studierten Fach nicht immer weiterbringt , bringt es doch eine menge gute Erfahrungen mit
sich. Man wird selbständiger und offener gegenüber anderen.
Durch mein Semester in Spanien habe ich gemerkt wie eng Europa zusammenhängt.
Ich könnte mir vorstellen im europäischen Ausland meinen Master zu machen oder
eventuell sogar zu arbeiten. Man macht Bekanntschaften mit Studenten aus vielen
verschiedenen Ländern und lernt dadurch nicht nur die spanische Kultur kennen, sondern
auch Wörter, Essen und Traditionen aus Frankreich, Italien, der Türkei usw.