OFFIZIELLE WKA WETTKAMPFREGELN

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OFFIZIELLE WKA WETTKAMPFREGELN
WKA
WORLD KARATE ASSOCIATION
WORLD KICKBOXING ASSOCIATION
OFFIZIELLE WKA WETTKAMPFREGELN
Deutschland
Stand 06.02.2005
Präambel
Dieses Regelwerk ersetzt alle früheren Ausgaben und reflektiert die anlässlich der Weltmeisterschaft 2003 in
Killarney / Irland bis auf weiteres festgelegten offziellen Wettkampfregeln der WKA.
Die vorliegenden Regeln gelten für alle Mitgliedsländer der WKA, wobei den örtlichen gesetztlichen
Bestimmungen der jeweiligen Mitgliedsländer abweichend Rechnung getragen werden kann, sofern das Gesetz
dies vorschreibt.
Die offizielle Sprache des International Rules Committee (IRC) ist Englisch. Diese Ausgabe der Regeln wurde
nach bestem Wissen und Gewissen auf Deutsch übersetzt. Im Zweifelsfalle gelten aber immer die Bestimmungen
in der englischen Orginalausgabe.
Ohne die ausdrückliche schriftliche Zustimmung der WKA oder des IRC darf dieses Regelwerk weder kopiert
noch in anderer (z. Bsp. elektronischer) Form publiziert und/oder weitergegeben werden.
Orginalausgaben des Regelwerks tragen das Logo der WKA (Weltkugel mit Schwarzgurt und Schriftzug „World
Kickboxing and Karate Association“ in Schwarz, sowie der Bezeichnung WKA in Rot) und sind mit einem
Originalstempel versehen.
Das Regelwerk kann über die offzielle Website des IRC (www.wka-irc.com) bestellt werden. Der Preis ist 10.EUR. Nationale Verbände welche mehr als 20 Exemplare bestellen erhalten Sonderkonditionen.
© 2003, WKA / IRC
Inhaltsverzeichnis
1. Teil - Allgemeines
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
WKA / IRC
Amateur Status (Deffinition, Abgrenzung zum Profi)
Doping (Deffinition, Kontrollen)
Registrierung (Sportpass, Lizenz, Identifikation)
Altersklassen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Veteranen)
Gewichtsklassen / Gewichtskontrolle / Ärztliche Untersuchung
Wettkampforganisation (Kampfflächen, Boxringe)
Kampfrichter (Lizenz, Aufgaben, Kleidung)
2. Teil - Point-Fighting (Semikontakt)
3. Teil - Formen
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
FHS
FKO
FSS
FFS
FWM
FWN
FVT
– Formen Hard Style
– Formen Koreanisch
– Formen Soft Style
– Formen Free Style
– Formen Waffen mit Musik
– Formen Waffen ohne Musik
– Formen Veteranen Traditionell
4. Teil - Disziplinen
8.
9.
10.
11.
LCT
FCT
KBX
TBX
– Leicht-Kontakt
– Vollkontakt
– Kickboxen mit Lowkick
– Thai-Boxen
I. Teil – Allgemeines
1.
WKA / IRC
1.1
WKA
Unter dem Begriff WKA ist der Welt Kickbox- und Karateverband (World Kickboxing and Karate
Association) mit Sitz in Birmingham / England gemeint. Die WKA ist der Weltverband, welcher die
angeschlossenen Nationalen Verbände vereint.
1.2
IRC
Unter dem Begriff IRC ist das Internationale Regelkommittee (International Rules Committee) mit Sitz
in Rotkreuz / Schweiz gemeint. Das IRC besteht aus einzelnen ausgewählten Schiedsrichtern, welche
Vorschläge zur Regelanpassung ausarbeiten, und in Streitfragen als Schiedsstelle eingesetzt werden.
Das IRC verwaltet auch das Schiedsrichterwesen an grossen Turnieren.
2.
Amateur Status
2.1
Mit dem Begriff Amateur ist hier nicht wie früher ein Kämpfer der Vollkontakt-, Kickbox oder
Thaibox Disziplin gemeint, sondern ein Amateur allgemein im Sinne von „nicht Profi“, egal welcher
Disziplin.
2.2
Als Amateure gelten alle Kämpfer, sofern nicht eine oder mehre der folgenden Bedingungen zutrifft:
2.2.1
Der Kämpfer steht in einem professionellen Vertragsverhältnis.
2.2.2
Der Kämpfer hat an einem Turnier oder einer Gala einen Kampf über 5 Runden zu 3 Minuten bestritten
(Thai Box A-Klasse).
2.2.3
Der Kämpfer hat an einem Turnier oder einer Gala einen Kampf von mehr als 5 Runden bestritten.
2.2.4
Der Kämpfer wird auf einer Profi Rangliste einer der folgenden, oder ähnlichen Organisationen
namentlich geführt:
a)
b)
c)
d)
e)
f)
g)
h)
ISKA
NASKA
WAKO PRO
WKA
WKL
WKN
WMC
WPKA
Nicht aufgeführte Organisationen mit ähnlichem Charakter gelten ebenfalls als eingeschlossen.
Obige Liste ist nur ein Auszug ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
2.2.5
Glaubt der Kämpfer zu Unrecht auf einer dieser Listen geführt zu sein, so beantragt er bei seinem
nationalen Verband eine Bewilligung zur Erhaltung des Amateurstatus, und veranlasst die Löschung
bei der betroffenen Organisation. Über den Antrag entscheidet das IRC endgültig, er hat aufschiebende
Wirkung.
2.3
Nicht Amateuren ist Teilname an für Amateure bestimmten Wettkämpfen, namentlich an den AmateurWeltmeisterschaften, nicht erlaubt. Erhällt das IRC Kenntnis davon, so können eine odere mehrere der
folgenden Massnahmen eingeleitet werden:
a) Die Disqualifizierung des Nicht-Amateurs
b) Eine Wettkampfsperre auf eine vom IRC bestimmte Zeit
c) Eine Geldbusse von mindestens 100 EUR
d) Die Aberkennung des erkämpften Titels, wobei es bei Weltmeistertiteln die Zustimmung des
WKA Exekutivkommittees benötigt
3.
Doping
3.1
Die Einnahme von Substanzen zur Leistungssteigerung ist verboten, sofern es sich um ein von den
enstprechenden Organisationen (IOC, Anti-Doping Agency, Nationale Olympische Kommittees etc.)
als verbotene Substanz bezeichnetes Dopingmittel handelt.
3.2
Die WKA, das IRC, die Turnierveranstalter, sowie der Wettkampfarzt kann und darf entsprechende
Kontrollen durchführen. Da wo das örtliche Gesetz dies ausdrücklich bezeichnet, sind auch weitere
qualifizierte Organisationen oder Personen berechtigt Doping-Kontrollen durchzuführen.
3.3
Kämpfer die sich einer solchen Kontrolle entziehen, oder die Durchführung einer Kontrolle bewusst
erschweren, bzw. Manipulieren, können disqualifiziert, und von der Teilnahme an weiteren
Wettkämpfen für eine vom IRC zu bestimmende Dauer ausgeschlossen werden.
3.4
Auf die Privatsphäre, insbesondere von weiblichen Sportlerinnen, und Kindern ist in besonderem
Masse zu achten. – Dopingkontrollen sind grundsätzlich von einer Fachperson des gleichen
Geschlechts durchzuführen. Wo dies nicht möglich ist, beaufsichtigt ein Mitglied des IRC des gleichen
Geschlechts die Kontrolle und überwacht die Entnahme der Probe entsprechend.
4.
Registrierung
4.1
Berechtigt zur Teilnahme an Turnieren, Wettkämpfen und Galas sind Kämpfer, welche:
a) Über einen von der WKA ausgegebenen oder anerkannten Sportpass verfügen;
b) In ihrem WKA Sportpass eine für das laufende Jahr gültige Jahressichtmarke eingeklebt haben;
c) Durch Eintrag im WKA Sportpass, oder durch Vorlage eines Arztzeugnisses, nicht älter als 12
Monate, ihre Wettkampftauglichkeit nachweisen können (Teilnehmer die nur in der Disziplin
Formen starten sind davon befreit);
d) Nicht aus medizinischen oder anderen Gründen gesperrt oder von einer Teilnahme ausgeschlossen
sind;
e) Den Nachweis eines negativen Befunds einer EEG Untersuchung beibringen, sofern im der
Teilnehmer in den letzen 12 Monaten 3 oder mehr „Head Knock-Outs“ erlitt, wobei das Datum des
EEG nach der Sperrfrist liegen muss.
f) Sofern, bei weiblichen Teilnehmern, keine Schwangerschaft besteht.
4.2
Einträge im WKA Sportpass
4.2.1
Die Veranstalter eines Turniers, Wettkampfes oder einer Gala haben folgende Einträge in den
Sportpässen vorzunehmen:
a) Ort, Datum und Bezeichnung der Veranstaltung;
b) Disziplin und Platzierung des Kämpfers;
c) Die Tatsache eines Knock-Outs (K.O.) durch Schlag auf den Kopf.
4.2.2
An Stelle des Veranstalters kann auch der zuständige Chef-Schiedsrichter der WKA, ein WKA
Supervisor, oder (im Falle eines Knock-Outs) der anwesende Arzt die Eintragungen vornehmen.
4.2.3
Die Sperrzeit bei K.O. durch Schlag auf den Kopf beträgt:
a) 1 Monat beim ersten K.O. innerhalb von 12 Monaten
b) 3 Monate beim zweiten K.O. innerhalb von 12 Monaten
c) 12 Monate beim dritten K.O. innerhalb von 12 Monaten (EEG notwendig)
Nach einer Sperrzeit von 12 Monaten aufgrund dreier K.O.’s innerhalb von 12 Monaten muss
ausserdem noch der negative Befund einer EEG Untersuchung beigebracht werden.
4.3
Identifizierung der Kämpfer
4.3.1
An internationalen Turnieren, Wettkämpfen oder Galas, haben die Kämpfer den Nachweis ihrer
Personalien und ihrer Nationalität durch Vorlage eines amtlichen Ausweises zu erbringen.
4.3.2
Von diesem Nachweis befreit, sind Kämpfer, welche eine von der WKA ausgegebene ID-Karte mit 5stelliger MAP-Nummer haben, und deren Identität durch Hinterlage einer Ausweiskopie (ID-Scan) bei
der WKA bereits nachgewiesen ist.
4.4
Ausnahme vom Nationaitätenprinzip
4.4.1
Wer der WKA seine besondere Verbundenheit zu einem anderen Land als das seiner Nationalität
(Wahlland) nachweisen kann, namentlich durch Vorlage:
a) Eines Geburtsscheins des Wahlland
b) Einer Heiratsurkunde mit einem/einer Staatsbürgers/In des Wahllands
c) Ständiger Aufenthaltstitel oder Wohnsitzbescheinigung im Wahlland
Kann auf Antrag für das Wahlland starten. – Der Antrag hat schriftlich an den Nationalen Verband zu
erfolgen, welcher die Anfrage an die WKA weiterleitet. Wer sich einmal für ein Wahlland entscheided,
kann erst wieder wechseln, wenn er nach der Wahl eine weitere Staatsbürgerschaft annimmt, oder er
dauernd seinen Lebensmittelpunkt in ein anderes Land verlegt.
4.4.2
Das WKA Exekutivkommittee entscheided endgültig über solche Anträge. Diese sind
bis spätestens 1 Monat vor der geplanten Teilnahme an einem Turnier einzureichen.
5
Altersklassen
Stichtag für die Berechnung der jeweiligen Altersklasse ist immer der dem letzten Wettkampftag
folgende Tag.
5.1
Kinder
Als Kind startet, wer am Stichtag noch nicht 13 Jahre alt ist.
5.2
Jugendliche
Als Jugendlicher startet, wer am Stichtag mindestens 13 Jahre alt, aber nicht älter als 18 Jahre ist.
5.3
Erwachsene
Als Erwachsener startet, wer am Stichtag mindestens 18 Jahre alt ist, aber nicht älter als:
a) 35 Jahre für Vollkontakt, Kickboxen mit Lowkicks und Thaiboxen
b) 37 Jahre für Leichtkontakt
c) 40 Jahre für Semikontakt
5.4
Veteranen
Als Veteran startet, wer am Stichtag mindestens 35 Jahre alt ist.
6
Gewichstsklassen / Gewichtskontrolle
6.1
Die folgenden Gewichtsklassen gelten für alle Disziplinen:
Bezeichnung
Bantam weight
Feather weight
Light weight
Erwachsene
Männer
Frauen
-54kg
-50kg
-57kg
-54kg
-60kg
-57kg
Jugendliche
Jungs
-40kg
-45kg
Mädchen
Kinder
gemischt
-40kg
-25kg
-30kg
Light welter weight
Welter weight
Light middle weight
Middle weight
Light heavy weight
Cruiser weight
Heavy weight
Super heavy weight
-64kg
-67kg
-71kg
-75kg
-81kg
-86kg
-91kg
+91kg
-60kg
-63kg
-66kg
+66kg
6.2
Gewichtskontrolle und sportärztliche Untersuchungen
6.2.1
Zeitpunkt
-51kg
-55kg
-59kg
-63kg
-67kg
-71kg
+71kg
-45kg
-51kg
-55kg
-59kg
-63kg
+63kg
-35kg
-40kg
-45kg
-50kg
-55kg
+55kg
Die Gewichtskontrolle hat bis spätestens 2 Stunden vor dem ersten Kampf erfolgt zu sein.
6.2.2
Internationale Turniere, Wettkämpfe oder Galas
Bei Internationalen Anlässen überwacht eine Auswahl freiwilliger Schiedsrichter, nach Möglichkeit
unterschiedlicher Nationalität, die in der Regel am Vortag durchzuführende Gewichtskontrolle.
6.2.3
Männliche und weibliche Teilnehmer
Wo männliche und weibliche Wettkämpfer teilnehmen, sind die sportärztlichen Untersuchungen in
getrennten Räumen, oder zumindest zeitlich gestaffelt vorzunehmen. Die Untersuchungen haben von
einem Arzt, bzw. einer Ärztin des gleichen Geschlechts zu erfolgen.
6.3
Tolleranzwerte
6.3.1
Grundsätzlich besteht kein Anspruch auf eine Tolleranz. Der offizielle WKA Vertreter kann aber bei
der Gewichtskontrolle bei Kindern eine Diffenenz von bis zu 500g bewilligen.
6.3.2
Pro Gewichtsklasse und Land sind 3 Teilnehmer gestattet, wobei folgende 2 Ausnahmen gelten:
a)
Bei Kindern und Jugendlichen kann sich das Gewicht vom Zeitpunkt der nationalen Selektion, bis
zur Teilnahme an der Weltmeisterschaft stark verändern. Eine Gewichts- / Altersklasse kann
deshalb mit mehr als 3 Teilnehmern pro Land überbelegt werden, sofern dies auf eine
Gewichtsveränderung, bzw. Wechsel der Altersklasse seit der nationalen Ausscheidung eines
Kindes oder eines Jugendlichen Teilnehmers zurückzuführen ist.
b) Pro Land dürfen in den Kategorien Erwachsene und Veteranen (Männer und Frauen) gesamthaft
fünf Überbelegungen vorgenommen werden, sofern dadurch in einer einzelnen Gewichts- /
Altersklasse nicht mehr als 5 Teilnehmer des gleichen Lands resultieren.
6.3.3
Überbelegungen der jeweiligen Alters- / Gewichtsklassen sind durch Kämpfe der Teilnehmer des
gleichen Landes in der ersten Runde soweit auszugleichen, dass maximal 3 Kämpfer im Pool
verbleiben.
6.3.4
Der jeweilige Nationaltrainer, bzw. der Landesvertreter kann bei der Platzierung seiner Teilnehmer für
solche Ausgleichskämpfe Einfluss nehmen.
7
Wettkampforganisation
7.1
Kampfläche / Ring
7.1.1
Kampffläche (Point-Fighting, Formen und Leicht-Kontakt)
a) Die Kampfläche muss quadratisch sein, und eine Seitenlänge von 6m - 8m aufweisen.
b) An zwei gegenüberliegenden Seiten, sind 1m von der Mitte des Quadrats nach Aussen zwei
paralelle Markierungslinien von 1m Länge anzubringen, auf welchen sich die Kämpfer zu Beginn
des Kampfes aufzustellen haben.
c)
Um die Kampfläche ist ein Sicherheitsstreifen von mindestens 2m Breite freizuhalten, in welchem
sich keine Zuschauer und Kampfrichtertische befinden dürfen. Der Sicherheitsstreifen kann
markiert werden.
d) Die Zeitnehmer und Listenführer befinden sich am Kampfrichtertisch gegenüber dem
Hauptkampfrichter.
e) Sofern nur eine Kampffläche in Betrieb ist, ist auch ausreichend Platz am Kampfrichtertisch für
Arzt und/oder Sanitäter vorzusehen.
f) Der Kampfrichtertisch muss mit folgendem Material ausgerüstet sein:
•
•
•
•
•
•
•
•
7.1.2
Wettkampflisten
Punktetafeln
6 Klicker (ausser Point-Fighting)
Tisch-Stoppuhr, 1 reserve Hand-Stoppuhr
Akustisches Signal (Gong, Trillerpfeife, Hupe)
Erlaubt ist auch ein Bohnensack, od. ähnliches
Ersatzpapier / Schreibzeug
PC und Drucker sind zugelassen
Boxring
a)
b)
c)
d)
e)
f)
g)
h)
i)
j)
k)
l)
m)
Vollkontakt-Kämpfe werden im Ring ausgetragen. Die Boxringe haben der AIBA-Norm
(Association International de Box Amateur) zu entsprechen.
Der Boxring sowie alle Polster und Seile müssen vor dem 1. Kampf vom Ring Inspektor auf ihre
Tauglichkeit und Sicherheit kontrolliert werden.
Die übliche Seitenlänge des Seilquadrats beträgt mindestens 4.5m und maximal 6.10m (Innenmass)
und wird besteht aus 4 Seilen.
Die 4 Eckpfeiler des Boxrings müssen aus Metall sein, und düfen eine Diagonale von 10.16m
(Aussenmass) nicht überschreiten.
Die Höhe der Pfeiler gemessen vom Ringboden darf nicht mehr als 1.32m (52“) betragen.
Alle Pfeiler müssen mit einem handelsüblichen Polster geschützt werden, um Unfällen
vorzubeugen.
Keines der 4 Seile darf einen Durchmesser von weniger als 2.5cm (1“) aufweisen.
Das unterste Seil muss 33.02cm (13“), das höchste Seil maximal 1.32m über dem Ringboden
angebracht sein.
Sie Seile müssen mit einem weichen Überzeug gesichert sein, der nicht verrutschen darf.
Der Ringboden selbst, darf nicht höher als 1.21m über dem Hallenboden liegen, und muss mit
einem Filz oder ähnlichem Material unter der Plane gepolstert werden.
In der roten und blauen Ecke muss je eine Treppe vorhanden sein.
Für die Betreuer müssen in jeder Ecke genügend Stühle bereitgestellt werden.
Der Kampfrichtertisch muss mit folgendem Material ausgerüstet sein:
•
•
•
•
•
•
•
Wettkampflisten
Punkteprotokolle
6 Klicker
Tisch-Stoppuhr und Hand-Stoppuhr (als Reserve)
Akustisches Signal (Gong, Trillerpfeife oder Hupe)
PC und Drucker sind zugelassen
Ersatzpapier und Schreibzeug
n) An drei weiteren Seiten des Rings sind Tische und Stühle für die Punkterichter zu platzieren.
o) Sofern nur ein Ring in Betrieb ist, ist auch ausreichend Platz am Kampfrichtertisch für Arzt
und/oder Sanitäter vorzusehen.
p) Wegen der Verletzungsgefahr, ist es den Kameraleuten nicht gestattet während den Runden auf
dem Ringboden an den Seilen zu bleiben.
8
Kampfrichter
8.1
Kampfrichter-Klassen
8.1.1
International gelten folgende Kampfrichterklassen:
a) „IRC“ – Mitglied des Internationalen Regelkommittees – gleichwertig wie „A“.
b) „X“ – Mitglieder des WKA Exekutivkommittees – gleichwertig wie „A“.
c) „A“ – Berechtigung an einer Weltmeisterschaft als Hauptkampfrichter, bzw. an einem
internationalen Titelkampf als Supervisor eingesetzt zu werden.
d) „B“ – Berechtigung an einer Weltmeisterschaft als Kapmfrichter in Finalen, bzw. als Schieds- /
Punkterichter bei internationalen Titelkämpfen eingesetzt zu werden.
e) „C“ – Berechtigung an einer Weltmeisterschaft als Kampfrichter bei Ausscheidungskämpfen, bzw.
bei nationalen Titelkämpfen als Punkterichter eingesetzt zu werden.
8.1.2
Mitglieder des WKA Exekutivkommittees und des Internationalen Regelkommittees (IRC) weisen sich
durch eine „rote“ ID-Karte mit dem Schriftzug „OFFICIAL“ aus.
8.1.3
Kampfrichter der Klassen „A“, „B“ und „C“ weisen sich durch eine „gelbe“ ID-Karte mit dem
Schriftzug „REFEREE“ aus.
8.1.4
Für die Ernennung als „A“ – Kampfrichter ist die Zustimmung der Mehrheit aller IRC Mitglieder
notwendig.
8.1.5
Für die Ernennung als „B“ – Kampfrichter ist die Zustimmung des IRC Vorsitzenden notwendig.
8.1.6
Für die Ernennung als „C“ – Kampfrichter ist der Vorschlag des jeweiligen Landesvertreters, bzw.
Chef-Kampfrichters notwendig.
8.1.7
Das IRC kann die Ernennung zum „B“ oder „A“ Kampfrichter vom Besuch von Seminaren, oder vom
Bestehen einer Prüfung sowie von den Sprachkentnissen in Englisch (der offiziellen Sprache des IRC),
abhängig machen.
8.1.8
Die Ernennungen werden periodisch, mindestens aber alle 2 Jahre überprüft.
8.1.9
Lizensierte Kampfrichter werden in einer zentralen Datenbank erfasst. Deren Namen, Kategorie,
Nationalität und MAP-Nummer werden auf der offiziellen Internet-Seite des IRC (www.wka-irc.com)
publizert.
8.2
Nationalität
8.2.1
Für die Zusammensetzung des Kampfrichterteams an Kontinental- und Weltmeisterschaften gelten
folgende zwei Varianten:
a)
Ein Kampfrichter der gleichen Nationalität wie der Kämpfer in der blauen Ecke, einer gleich wie
der Kämpfer der roten Ecke, und einer oder weitere von einem Drittland, oder
b) Alle Kampfrichter von anderen Ländern als die Nationalität des Kämpfers in der blauen und roten
Ecke.
8.2.2
Besitzt ein Kampfrichter mehrere Nationalitäten, oder hat er sich aufgrund der Ausnahmeregelung
betreffend des Nationalitätenprinzips für eine Wahlland entschieden, so hat er bei Kämpfern aller
eigenen Nationalitäten, bzw. des Wahllands in den Ausstand zu treten.
8.3
Interessenskonflikt
8.3.1
Wer als Kampfrichter bei einer Veranstaltung eingesetzt ist, kann nicht gleichzeitig als Betreuer,
Kämpfer oder Landesvertreter auftreten.
8.3.2
Die Kampfrichter sind verpflichtet, von sich aus auf einen möglichen Interessenskonflikt hinzuweisen.
Im Unterlassungsfall entscheiden die anwesenden IRC Mitglieder nach Anhörung des
Hauptkampfrichters über eine oder mehrere der folgenden Massnahmen:
d)
e)
f)
g)
Verwarnung
Ausschluss von der weiteren Teilnahme als Schiedsrichter am Wettkampf
Kürzung des Taggelds
Entzug der Schiedsrichterlizenz auf eine vom IRC zu bestimmende Zeit
8.4
Hauptkampfrichter (Head Referee)
8.4.1
An jedem Wettkampf wird ein Hauptkampfrichter bestimmt. Er ist verantwortlich für die gesamte
Kampfrichterorganisation, und überwacht die Arbeit an allen Kampfflächen, bzw. Boxrings.
8.4.2
Er setzt bei Wettkämpfen mit mehreren Kampflächen sog. „Ring-Inspektoren“ ein, welche ihrerseits
wiederum alle Vorgänge einer bestimmten Kampfläche, bzw. eines bestimmten Boxrings überwachen.
8.4.3
Der Hauptkampfrichter kann offensichtlich parteiische, oder gegen die Regeln verstossende
Kampfrichter austauschen, und deren Entscheide revidieren („overrulen“).
8.5
Ring – Inspektor / Supervisor
8.5.1
Der Ring-Inspektor teilt auf seiner Kampffläche, bzw. an seinem Boxring die Kampfrichter unter
Berücksichtigung der Herkunft (Nationalität, Schule, Club, Verwandschaft) selbständig ein, und
überwacht die korrekte Notierung der Resultate.
8.5.2
Er leitet die Resultate nach Weisungen des Hauptkampfrichters weiter.
8.5.3
An Anlässen mir nur einer Kampffläche / Ring übernimmt der Supervisor die Funktion des Ring –
Inspektors.
8.6
Proteste
8.6.1
Die Wertungen der jeweiligen Kampfrichter sind nicht anfechtbar.
8.6.2
Entscheide des Wettkampfarztes sind nicht anfechtbar.
8.6.3
Proteste sind nur in folgenden Fällen möglich, und müssen unter Hinterlage von einer Protest-Gebühr
von 100 EUR in bar beim Ring-Inspektor, bzw. Hauptkampfrichter deponiert werden:
a)
b)
c)
d)
Es besteht eine nachweisliche Absprache unter den Kampfrichtern
Die mathematische Addition der Punkte ist offensichtlich falsch
Es besteht eine Verwechslung zwischen der blauen / roten Ecke
Die offiziellen WKA Regeln wurden verletzt
8.6.4
Ein Protest kann nicht auf Video-Aufnahmen abgestützt werden.
8.6.5
Ein Protest hat keine aufschiebende Wirkung, der Hauptkampfrichter kann aber die Fortsetzung der
Kämpfe kurz unterbrechen, sofern der Entscheid Einfluss auf den weiteren Wettkampfverlauf hat.
8.6.6
Der Hauptkampfrichter entscheidet nach Anhörung der Parteien und der Kampfrichter über den Protest
abschliessend
8.6.7
Die Protestgebühr fliesst in die allgemeine Kasse des IRC zur Förderung der Kampfrichterausbildung
8.6.8
Werden die Umstände, die zum Protest führen erst nach der Veranstaltung bekannt, so entscheidet das
IRC unter Anhörung der betroffenen Kampfrichter und Kämpfer, bzw. deren Vertreter. Dem
Landesverband ist eine Frist von 30 Tagen zur Stellungnahme einzuräumen.
8.6.9
Kann die Beurteilung des Protests zu einer Aberkennung eines Europa- oder Weltmeistertitels führen,
so liegt der Entscheid schlussendlich beim Exekutivkommittee der WKA.
8.7
Kleidung
8.7.1
Während den Ausscheidungskämpfen bis und mit Halbfinal sind von der WKA mit dem Schriftzug
„OFFICIAL“ oder „REFEREE“ ausgegebene T-Shirts zulässig, sowie eine grauer oder schwarze Hose.
8.7.2
Für die Finale, bzw. an Titelkämpfen haben alle Schiedsrichter eine graue oder schwarze Hose, ein
weisses Hemd mit WKA Aufdruck und Fliege, sowie ggf. einen dunkelblauen Blazer mit WKA Logo
zu tragen. (Der Blazer kann während den Kämpfen abgelegt werden).
Um Verletzungen vorzubeugen ist das Tragen von jeglichem Schmuck, Uhren,
Kugelschreiber etc.
untersagt.
(Ausgenommen
Punkteund
Formen
Kampfrichter bei denen keine Körperkontakt
möglich ist).
8.7.3
Die Verwendung von medizinischen Handschuhen wird bei Körperkontakt empfohlen.
8.8
Meldung der Kampfrichter pro Land bei Weltmeisterschaften
8.8.1
Pro 25 Teilnehmer eines Landes ist jeweils ein Kampfrichter zu stellen:
•
•
•
•
•
•
1-25 Teilnehmer
1 Kampfrichter
26-50 Teilnehmer
2 Kampfrichter
51-75 Teilnehmer
3 Kampfrichter
76-100 Teilnehmer
4 Kampfrichter
101-125 Teilnehmer
5 Kampfrichter
126 und mehr Teilnehmer 6 Kampfrichter
8.8.2
Länder die dieses Kontingent nicht erfüllen, werden mit einer Sanktionsgebühr von 250 EUR pro
fehlenden Kampfrichter zu Gunsten der allgemeinen Kasse des IRC belegt.
8.8.3
Die jeweiligen Länder sind verantwortlich, dass für den Zeitpunkt der Teilnahme an den
Weltmeisterschaften genügend ausgebildete und lizensierte Kampfrichter zur Verfügung stehen.
8.8.4
Die Ausbildung der Kampfrichter „C“ ist grundsätzlich Sache der Länder. Das IRC kann Seminare
anbieten.
8.8.5
Die Kampfrichter derjenigen Länder, welche sich vor den Weltmeisterschaften anmelden, und deren
Einschreibung vom IRC bestätigt wurde erhalten Priorität.
8.8.6
Die Entschädigung der Kampfrichter wird in der Höhe einer Startgebühr pro Tag entrichtet, und am
Morgen vor den Finalkämpfen der Veranstaltung ausbezahlt.
8.8.7
Der Veranstalter hat für die geeignete Verpflegung der Kampfrichter zu sorgen. Dazu gehört auch das
zur Verfügung stellen eines separaten Aufenthaltsraums. – Mineralwasser ohne Kohlensäure ist an den
Kampfrichtertischen bereit zu stellen.
2. Teil
Point-Fighting (Semikontakt)
§1
§2
§3
§4
Kleidung und Erscheinungsbild
Kämpfe, Gewichtsklassen & Kampfzeiten
Aufgaben des Referee
Beginn, Unterbrechung und Ende des Kampfes
§5
§6
§7
§8
§9
Regeln und Kampfrichter
Punkte und Bewertungen
Verwarnungen und Minuspunkte
Die Sicherheitsbestimmungen
Proteste und Entscheidungen
§1
KLEIDUNG UND ERSCHEINUNGSBILD
A
DIE KÄMPFER
Alle Kämpfer müssen sauber und ordentlich bekleidet sein.
Die Teilnehmer müssen ein reines T-Shirt und eine lange Kickboxhose verwenden. Die Ärmel müssen den
Oberarm bedecken, „ Muskelshirt „ sind nicht zulässig.
Die Hosen müssen bis zum Knöchel reichen und unten ausgestellt sein. Sie dürfen keine Zippverschlüsse,
Hosentaschen oder Knöpfe aufweisen. Um das Risiko von Verletzungen zu vermindern sind alle
Metallgegenstände sowie Schmuck in jeder Form verboten.( z.B. Ohrringe, Piercing, Halsketten, Armbanduhren
usw. ) Der Gebrauch von Brillen ist verboten, weiche Kontaktlinsen sind auf eigene Verantwortung des
Kämpfers erlaubt. Traditionelle Karate GI oder Taekwondo Dobok sind erlaubt. Jeder Kämpfer muß zum
erkennen der Gürtellinie einen farbigen Budogürtel verwenden. Die Verwendung eines solchen Budogürtel ist
nicht notwendig, wenn durch die farblich unterschiedliche Kleidung die Gürtellinie einwandfrei hervorgeht.
( z.B. weißes T-Shirt und schwarze Hosen )
Die Kämpfer dürfen Werbeaufnäher ihres Clubs, Verbandes oder Sponsor verwenden, sofern diese nicht gegen
die guten Sitten verstoßen.
Die Verwendung von Haarbändern oder Haarnetzen sind wegen der Möglichkeit des Verschiebens verboten.
Lange Haare müssen mit einem Gummiband zusammengebunden werden.
Alle Teilnehmer müssen zwingend folgende Ausrüstungsgegenstände verwenden:
Kopfschutz
Zahnschutz - american football Zahnschutz mit Kinnriemen sind nicht erlaubt
open hands, die Finger und der Daumen müssen eingeschlossen sein, oder 10 oz Boxhandschuhe
Passender Fußschutz
Tiefschutz für Damen und Herren (unter der Kleidung getragen)
Schienbeinschutz (unter der Kleidung getragen)
Oberkörperschutz nur für weibliche Junioren und allgemeine Damen Klasse (unter der Kleidung getragen)
Erlaubte Ausrüstung:
Handbandagen mit einer maximalen Länge von 2,5 Metern, daß Tapen der Knöcheln ist verboten. Weiters sind
Ellbogen- und Knieschützer erlaubt.
Oberkörperschutz nur für weibliche Kinder wird bei Bedarf empfohlen (unter der Kleidung getragen)
Der Coach muß ebenso passende Sportkleidung mit Sportschuhen tragen. Wenn der Coach den Anweisungen
der Kampfrichter nicht folgeleistet oder sich nicht diszipliniert verhält, wird sein Kämpfer verwarnt. Im
Wiederholungsfalle wird er mit Minuspunkten bestraft oder, falls es die Umstände erfordern, Disqualifiziert.
§2
KÄMPFE, GEWICHTSKLASSEN & KAMPFZEITEN
Kindern von 8 -13 Jahren wird eine Gewichts Toleranz von 500 Gramm eingeräumt.
Stichtag für die Berechnung der jeweiligen Altersklasse ist immer der dem letzten Wettkampftag folgende Tag.
Kinder : als Kind startet, wer am Stichtag noch nicht 13 Jahre alt ist.
Junioren: als Junioren startet, wer am Stichtag mindestens 13 Jahre alt, aber nicht älter als 18 Jahre ist.
Herren
Bantam weight
Feder weight
Light weight
Light welter weight
Welter weight
Light middle weight
Middle weight
Light heavy weight
Cruiser weight
Heavy weight
alle
Disziplinen
- 54 Kg
- 57 Kg
- 60 Kg
- 64 Kg
- 67 Kg
- 71 Kg
- 75 Kg
- 81 Kg
- 86 Kg
- 91 Kg
Damen
alle Kinder Junioren girls Junioren boys
13 -17
alle
13-17
8-12
Jahre
Disziplinen
Jahre
Jahre
- 50 Kg
- 54 Kg
- 25 Kg
- 40 Kg
- 57 Kg
- 30 Kg
- 40 Kg
- 45 Kg
- 60 Kg
- 35 Kg
- 51 Kg
- 63 Kg
- 40 Kg
- 45 Kg
- 55 Kg
- 45 Kg
- 51 Kg
- 59 Kg
- 66 Kg
- 50 Kg
- 55 Kg
- 63 Kg
- 55 Kg
- 59 Kg
- 67 Kg
- 63 Kg
- 71 Kg
+ 66 Kg
+ 55
+ 63 Kg
+ 71 Kg
Super heavy weight
+ 91 Kg
Senioren Klasse Herren:
Über 35 Jahre, zwei Gewichtsklassen, - 76 Kg / + 76 Kg
Senioren Klasse Damen:
Über 35 Jahre , zwei Gewichtsklassen, - 63 Kg / + 63Kg
International sind Setzlisten basierend auf Ergebnislisten des Vorjahrs üblich.
Kampfzeit :
Vorrunden : eine Runde zu zwei Minuten Bruttokampfzeit, Finale zwei Runden zu zwei Minuten
Bruttokampfzeit. Das bedeutet, die Kampfzeit wird nur auf Weisung des Hauptkampfrichters unterbrochen.
Verlängerungsregel im Falle eines unentschieden :
Ohne eine Pause beginnt sofort die Verlängerung für eine weitere Minute Kampfzeit. Sollte nach Ablauf der
Zeit neuerlich keine Entscheidung erzielt worden sein, wird ohne Pause der Kampf sofort weitergeführt, bis ein
Kämpfer eine erste Wertung erzielt. ( sudden death )
B
TEAMBEWERB
Die jeweiligen Manschaftsführer stellen jeweils abwechseln einen Kämpfer. Das Team besteht aus fünf
männlichen oder drei weiblichen Teilnehmern. Für den Fall einer Verletzung ist ein KämpferIn als Reserve
zulässig. Einer der Kämpfer wird vom Team zum Manschaftsführer bestimmt.
Die Gewichtsklassen gelten nur für Kinder
männlich: - 30 Kg / - 40 Kg / - 50 Kg / - 55 Kg / + 55 Kg
weiblich: - 30 Kg / - 40 Kg / - 50 Kg
Im Teambewerb für Junioren und allgemeine Klasse gibt es keine Gewichtsklassen.
Es werden die Siege gezählt und bis zum letzten Kampf addiert. Die Punkte der Einzelwertungen sind nicht
relevant, außer bei einem Unentschieden, wo sie addiert werden und zur Ermittlung des Siegers herangezogen
werden. Sollte sich auch nach den Punkten ein Unentschieden ergeben, gilt die Verlängerungsregel „extra time
rule “ für die letzten beiden Kämpfer.
Kampfzeit: eine Runde zu zwei Minuten,
§3
Aufgaben des Referee
1
Nur der Referee kann einen Kampf unterbrechen.
2
Der Referee kann auf verlangen alle Offiziellen auf seiner Kampffläche austauschen
3
Wenn ein Kämpfer zum dritten mal die Kämpffläche verläßt muss er einen Minuspunkt aussprechen
4
Wenn ein Kämpfer zum vierten mal die Kampffläche verläßt muss er eine Disqualifikation aussprechen
5
Er muss nach zwei Verwarnung bei erneutem Regelverstoss einen Minuspunkt aussprechen
6
Er muss nach Verwarnung bei Regelverstoss durch den Coach einen Minuspunkt aussprechen
7
Er muss für Unsportlichkeit des Kämpfers oder Coach einen Punkt abziehen
8
Er kann einen Kämpfer disqualifizieren, der trotz Aufruf nach 1 Minute nicht zum Kampf erscheint
9
Er kann einen Kämpfer disqualifizieren, der nach 1 Minute nicht korrekt adjustiert zum Kampf
erscheint
Der Referee kann nicht
1
einen Kämpfer aus anderen als den vorher genannten Gründen Disqualifizieren
2
aus welchen Gründen auch immer die Regeln ändern oder verfälschen
3
eine Wertung „overrulen“ die eine Mehrheit auf sich vereinigen kann. Ausgenommen davon sind
Wertungen, die auf einen Regelverstoss basieren. Dann ist der Ringinspektor einzuschalten.
§4
BEGINN, UNTERBRECHUNG UND ENDE DES KAMPFES
Der Kampf wird von einem Hauptkampfrichter geleitet der von zwei Seitenkampfrichtern unterstützt wird.
Beide Seitenrichter stehen dabei dem Hauptkampfrichter gegenüber. Das bedeutet, daß sich die Seitenrichter
ebenfalls ständig in Bewegung befinden müssen und keinesfalls nur auf einer Position verweilen dürfen.
A
KONTROLLE DER AUSRÜSTUNG
Vor Beginn des Kampfes muß zuerst die Schutzausrüstung der beiden Kämpfer von den beiden
Seitenkampfrichtern auf ihre Vollständigkeit überprüft werden. Jeder Seitenkampfrichter ist dabei für seinen
Kämpfer verantwortlich. Er beginnt mit der Kontrolle von oben nach unten, ebenso wird auch der Tiefschutz
und Oberkörperschutz der weiblichen Junioren und Damen durch befragen der Teilnehmerinnen kontrolliert.
Sollte ein Teilnehmer aufgrund fehlender Schutzausrüstung eine Verletzung erleiden, wird er / sie zusätzlich
Disqualifiziert.
Der Oberkörperschutz wir bei bedarf auch den weiblichen Kindern empfohlen.
Der jeweilige Seitenrichter ist dabei verantwortlich, daß der Kämpfer keine Art von Schmuck oder Metall trägt
und das die Fußnägel kurz geschnitten sind. Der Gebrauch von Brillen, auch von eigenen Kunststoff
Sportbrillen, ist verboten, ebenso Helme mit Klarsicht Visier. Weiche Kontaktlinsen sind auf eigene
Verantwortung des Kämpfers erlaubt.
B
BEGINN DES KAMPFES
Der Hauptkampfrichter nimmt seinen Platz in der Mitte, mit Blick auf den Kampfrichtertisch, zwischen den
beiden Kämpfern ein. Er wartet bis seine Seitenkampfrichter die Kontrolle beendet haben, die Zeitnehmer und
Listenführer bereit sind und das der Arzt / Sanitäter beim Kampfrichtertisch anwesend ist. Sollten mehrere
Kampfflächen in der Halle sein, muß sich der Arzt / Sanitäter in der nähe der Wettkampfflächen aufhalten.
Abschließend kontrolliert der Hauptkampfrichter mit einem Blick die Anzeigetafeln, daß sie keine Punkte oder
Verwarnungen anzeigen.
Nach dem Kommando „ shake hands „ oder „ touch gloves „ zu den Kämpfern beginnt er den Kampf mit dem
Kommando „ fight „ .
C
UNTERBRECHUNG DES KAMPFES
Wenn der Hauptkampfrichter eine bewertbare Technik eines Kämpfers erkennt muß er selbst SOFORT auch die
Wertung anzeigen und den Kampf mit dem Kommando „ stop „ unterbrechen. Beide Kämpfer nehmen sofort
ihre Ausgangspositionen ein, dabei wird die Kampfzeit nicht unterbrochen.
Der Hauptkampfrichter nimmt ebenfalls seine Position ein und zeigt mit der Hand und der Wertung auf den
Kämpfer, der die Wertung erzielt hat. Er registriert die Wertung seiner Seitenkampfrichter und nur im Falle
einer Mehrheitsentscheidung vergibt er die Punkte und gibt die Wertung dem Listenführer am Kampfrichtertisch
bekannt.
Nachdem er die Wertung ausgesprochen hat, beginnt er den Kampf wieder mit dem Kommando „ fight „ . Der
Hauptkampfrichter muß immer die Anzeigetafeln am Kampfrichtertisch im Auge behalten um sich zu
vergewissern, daß auch die richtige Wertung angezeigt wird.
WICHTIG: wenn die Seitenkampfrichter ihre Wertung nicht vor dem Kommando stop durch
ihre Handzeichen anzeigen ist die einzige mögliche Entscheidung: keine Wertung. Das
anzeigen der Bewertung nach dem Kommando stop ist zu spät und daher ungültig.
Außer dem Hauptkampfrichter kann nur der Arzt / Sanitäter den Kampf jederzeit unterbrechen. Der Coach oder
Kämpfer nur zum richten der Schutzausrüstung oder zum Zeichen der Aufgabe durch werfen des Handtuches.
Der Kampfrichter unterbricht den Kampf auch, wenn ein oder beide Kämpfer die Kampffläche verlassen oder
wenn die Schutzausrüstung nicht ordentlich sitzt und daher in Ordnung gebracht werden muß.
Wichtig: die Kampfzeit kann nur vom Hauptkampfrichter oder auf Anweisung des Arzt / Sanitäter unterbrochen
werden.
Der Referee muss die Kampfzeit stoppen wenn:
der Kämpfer die Kampffläche übertreten oder verlassen hat, für die Vergabe von Verwarnungen und
Minuspunkten, oder der Überzeit von 10 Sekunden, oder wenn die Ausrüstung verschoben ist.
D
ENDE DES KAMPFES
Die Kampfzeit ist zu Ende, wenn der Zeitnehmer das Akustische Zeichen dazu gibt.
Der Kampf ist zu Ende, wenn der Hauptkampfrichter den Kampf mit dem Kommando „ stop „ beendet und
keinesfalls vorher.
Sollten gültige Treffer zwischen dem Ende der Kampfzeit und dem Ende des Kampfes erfolgen, so sind diese zu
bewerten.
Danach dreht er sich in Richtung zum Kampfrichtertisch, ergreift je eine Hand der Kämpfer und gibt den Sieger
unter Angabe des Endstandes bekannt.
§5
REGELN
A
SEMIKONTAKT TECHNIKEN
Erlaubte Techniken
Verbotene Techniken
vordere und hintere Gerade
Rückhandschlag
Innenhandkante
Fußstoß vorwärts
Fußstoß seitwärts
Fußstoß rückwärts aus der Drehung
Halbkreis Fußschlag
Hackenfußstoß
Kreisfußschlag
Beinschlag von oben
Beinfeger
Innenseite der Hand
Rückhandschlag aus der Drehung
Handkante
Schlag mit dem Ellbogen
Würfe
Stoßen mit den Armen
Low kick
Kniestoß
Kopfstoß
Fußschläge mit dem Schienbein
Beinfeger aus der Drehung
B
GÜLTIGE TREFFERFLÄCHEN
der Kopf: vorne, seitlich und Hinterkopf
der Körper: vorne und seitlich,
die Füße: Beinfeger nur in Knöchelhöhe am Fußschutz
ein Gegner der sich durch fallenlassen dem Kampf zu entziehen versucht, darf innerhalb 3 Sekunden angegriffen
werden. Der Kampfrichter unterbricht in diesem Fall erst nach drei Sekunden den Kampf
Alle Aktionen müssen gut kontrolliert und exakt ausgeführt werden.
C
VERBOTENE AKTIONEN
Beinfeger oberhalb des Knöchels und low kick
Angriffe zum Unterleib
Angriffe zum Rücken oder zur Schädeldecke
Kratzten, beißen oder bespucken, Schimpfnamen gegen den Gegner oder die Kampfrichter
unkontrollierte Aktionen
Angriffe nach dem Stop des Hauptkampfrichters
dem Kampf entziehen durch Flucht vor dem Gegner, vor dem Kampf davonlaufen
absichtliches Verlassen der Kampffläche oder fallenlassen um Kampfzeit zu schinden
Das anhalten der Zeit bei der Vergabe von Punkten ist nicht üblich.
Bei Verwarnungen oder Minuspunkten ist die Kampfzeit jedoch anzuhalten.
Ein Coach ist zugelassen und hat am dafür vorgesehenen Stuhl Platz zunehmen. Wenn der Coach eine
Regelwidrigkeit oder Benachteiligung vermutet, hat er sich durch das Handzeichen „T“ für time beim Referee
bemerkbar zu machen. Niemand darf jedoch aus diesem Grund die Kampffläche betreten. Sollte der Coach im
emotionellen Übereifer doch die Kampffläche betreten, ist sein Kämpfer mit einem Minuspunkt zu bestrafen.
§6
PUNKTE UND BEWERTUNGEN
A
PUNKTE
Jede erlaubte, saubere und klare Technik, die ein erlaubtes Angriffsziel mit kontrolliertem Kontakt trifft, wird je
nach Schwierigkeitsgrad mit folgenden Punkten bewertet:
alle Handtechniken
Beinfeger
Beintechnik zum Körper
Beintechnik zum Kopf
gesprungene Beintechnik zum Körper
gesprungene Beintechnik zum Kopf
1 Punkt
1 Punkt eine Folgetechnik ist nicht erlaubt
1 Punkt
2 Punkte
2 Punkte
3 Punkte
Bei einem Unterschied von 5 Punkten in den Vorrunden wird der Kampf vorzeitig wegen TKO abgebrochen.
Beispiel: Wenn Kämpfer A 2 Punkte und Kämpfer B 7 Punkte auf seinem Konto hat, ist der Kämpfer B sofort
zum Sieger durch TKO zu erklären , unabhängig ob die Kampfzeit zu Ende ist oder nicht. Im Teambewerb gilt
diese TKO Regel nicht.
B
BEWERTUNG
Die Bewertung obliegt dem Hauptkampfrichter und erfolgt nur nach dem Mehrheitsprinzip.
Wenn der Hauptkampfrichter oder die Seitenkampfrichter eine bewertbare Technik erkennen, müssen sie diese
sofort durch die dafür bestimmten Handzeichen anzeigen. Nach jeder erkannten Wertung wird der Kampf ( nicht
die Zeit ) unterbrochen und die Wertung vergeben. Punkte können ausschließlich nur durch Übereinstimmung
oder Mehrheitsentscheid vergeben werden. ( 3:0 oder 2:1 )
Wenn keine mehrheitliche Entscheidung zustande kommt ist die einzige mögliche
Bewertung: keine Wertung.
In jedem Fall muß der Hauptkampfrichter ebenfalls sofort seine Wertung optisch zum
Ausdruck bringen. Er kann keinesfalls eine Wertung vergeben, ohne selbst vor dem Stop
durch Handzeichen seine Punkte fixiert zu haben, wenn sonst keine Mehrheit vorhanden ist.
1. Beispiel: Wenn nur ein Seitenrichter einen Punkt wertet, der zweite Seitenrichter zeigt
„ nichts gesehen „ oder „ keine Wertung „ und der Hauptkampfrichter hat selbst keine Wertung abgegeben ist
die einzige mögliche Bewertung: keine Wertung
2. Beispiel: wenn zwei Kampfrichter auf „ gleichzeitiger Treffer „ entscheiden und jeweils
für beide Kämpfer Punkte vergeben, der dritte Kampfrichter sich jedoch nur für einen Kämpfer entscheidet, gibt
es die Bewertung „ keine Wertung „ oder „ beide Kämpfer ein Punkt „ da sich hier so oder so die Wertung
aufhebt. Die Meinung der Kampfrichter ist maßgeblich, nicht die Anzahl der „ Arme oder Finger „ . In diesem
Fall hat die Mehrheit der Kampfrichter ( 2:1 ) auf „ gleichzeitiger Treffer „ entschieden.
WICHTIG: wenn die Seitenkampfrichter ihre Wertung nicht vor dem Kommando stop
durch ihre Handzeichen anzeigen ist die einzige mögliche Entscheidung: keine Wertung.
Das anzeigen der Bewertung nach dem Kommando stop ist zu spät und daher ungültig.
Übertreten „exit“ Regel
Als Übertreten gilt, wenn sich zumindest ein Fuss ausserhalb der Kampfläche befindet.
Wenn ein Kämpfer übertreten hat und der andere einen korrekten Treffer von innerhalb erzielt, so ist dies
Wertung zu geben.
Wenn sich der Hauptkampfrichter über die Handzeichen seiner Seitenkampfrichter nicht im klaren ist, muß er
die Kampfzeit unterbrechen. danach muß er die Seitenkampfrichter zu sich rufen um sich nochmals zu
vergewissern. Danach erfolgt neuerlich das Kommando „ Wertung „
und alle Kampfrichter zeigen gleichzeitig ihre Wertung an. Diese Wertung ist dann endgültig.
Folgende Meinungen und daraus resultierende Handzeichen sind für alle Kampfrichter möglich:
Meinung:
Handzeichen:
1.
Ja, ich habe den Punkt gesehen
mit dem Arm in Richtung des Kämpfers
zeigen, dabei mit der Hand die Punkte
2.
Nein, ich habe nichts gesehen
beide Hände vor die Augen kreuzen
3.
Ja, ich sah die Aktion gebe aber
keine Wertung
beide Hände vor den Beinen kreuzen
4.
Kämpfer hat die Begrenzung übertreten
Auf die Linie zeigen, dabei den Arm auf
und ab bewegen
5.
Gleichzeitiger Treffer
Auf beide Kämpfer und alle Punkte zeigen
6.
Verbotene Technik
den Arm heben und die Hand kreisen
Im Falle eines gleichzeitigen Treffers müssen die Wertung für beide Kämpfer geben werden.
Für den Hauptkampfrichter sind zusätzlich folgende Handzeichen möglich.
Um gegen einen Kämpfer eine negative Wertung auszusprechen muß der Kämpfer vorher darüber informiert
werden, warum oder wofür er bestraft wird. Die Vergabe der negativ Wertung hat in klarer und emotionsloser
Form zu geschehen.
Zuerst ist das Vergehen zu zeigen, dann mit dem Zeigefinger „ Nein „ zeigen und gleichzeitig laut und deutlich
„ No „ aussprechen.
Meinung:
Handzeichen:
1.
zu starker Kontakt
mit der Faust in die eigene Hand schlagen
2.
Angriff auf ein verbotenes Ziel
zeigen des verbotenen Zieles
3.
Angriff ohne Blickkontakt
Fauststoß mit abgedrehten Kopf
4.
Festhalten oder Klammern
Fassen und ziehen am eigenen Unterarm
5.
Abdrehen oder Mattenflucht
Dementsprechend
6.
sprechen während des Kampfes
Finger und Daumen öffnen und schließen
In Semikontakt gibt es kein Anzählen.
Im Falle einer Verletzung durch Schlageinwirkung eines Kämpfers hat der Hauptkampfrichter
sofort die Kampfzeit zu unterbrechen. Danach muß er seine Seitenrichter fragen „ was haben Sie gesehen, war
es ein Vergehen oder nicht ? „ Wenn die Mehrheit der Kampfrichter auf ein Vergehen entscheidet, muß der
betreffende schuldige Kämpfer bestraft werden. Wenn die Kampfrichter aber Mehrheitlich auf „ Zusammenstoß
„ entscheiden, erfolgt keine Bestrafung.
Im Falle einer Verletzung eines der Kämpfers liegt es ausschließlich in der Verantwortung des Wettkampfarztes
zu entscheiden, ob der Kampf fortgesetzt werden kann oder nicht.
Natürlich kann auch der Kämpfer jederzeit von sich aus den Kampf aufgeben.
Keinesfalls kann ein Kampfrichter von sich aus entscheiden, ob eine Verletzung den Abruch eines Kampfes
rechtfertigt, in jedem Fall muß er den Wettkampfarzt beiziehen !
Wenn der Kampf aufgrund eines Vergehens zu Ende ist, wird der unschuldige Kämpfer zum Sieger erklärt. Im
Falle eines Zusammenstoßes gewinnt der Kämpfer, der die höchste Punketzahl erreicht hat, bei Gleichstand der
Unverletzte.
Wenn ein Kämpfer aus Konditionsmangel nicht mehr in der Verfassung ist, den Kampf fortzusetzen, muß der
Hauptkampfrichter - nach Rücksprache mit seinen Seitenrichtern - den Kampf zu Gunsten des Gegners
abbrechen. Die Entscheidung lautet hier RSC.
§7
VERWARNUNGEN UND MINUSPUNKTE
Alle Verstöße gegen das Wettkampfreglements werden je nach Schwere des Vergehens mit Verwarnung,
Minuspunkt oder Disqualifikation bestraft. Alle Verwarnungen bleiben während des gesamten Kampfes
aufrecht. Die Verwarnungen wegen „ Übertreten “ - oder Exit - werden extra gewertet. Im Teambewerb
werden die Verwarnungen nach Ende jedes Kampfes gestrichen.
Wenn ein Kämpfer aus Zeitgründen mehrmals aus der Kampffläche läuft oder absichtlich Übertritt kann der
Kampfrichter eine einmalige „Überzeit“ von 10 Sekunden aussprechen. Sollte der Kämpfer danach neuerlich
übertreten muss die Disqualifikation ausgesprochen werden. Andere Verwarnungen sind davon nicht betroffen.
Es liegt im Ermessen des Hauptkampfrichters, gleich beim ersten Vergehen sofort einen Minuspunkt anstelle
einer Verwarnung auszusprechen, wenn seiner Meinung nach das Vergehen einen Minuspunkt rechtfertigt.
( Fallenlassen oder Zeitschinden ! )
Die Zeit wird bei der Vergabe von Verwarnungen oder Minuspunkten angehalten.
Die Verwarnungen und Minuspunkte werden sowohl für alle Vergehen des Kämpfers wie auch für
Disziplinloses Verhalten seines Coach gegeben.
Das Verfahren ist folgendermaßen:
erste Verwarnung
zweite Verwarnung
dritte Verwarnung
zweiter Minuspunkt
gleichzeitig wird der erste Minuspunkt ausgesprochen
gleichzeitig wird die Disqualifikation ausgesprochen
Dieses Verfahren ist für alle Verwarnungen anzuwenden.
Das Verfahren für Exit ist folgendermaßen:
erste Verwarnung
zweite Verwarnung
dritte Verwarnung
zweiter Minuspunkt
gleichzeitig wird der erste Minuspunkt ausgesprochen
gleichzeitig wird die Disqualifikation ausgesprochen
§8
Die Sicherheitsbestimmungen
Die Anwesenheit eines Arztes und eines Sanitätsteams ist unumgänglich.
Im Interesse der Gesundheit und Sicherheit der Kämpfer hat der Arzt / Sanitäter folgende Verpflichtungen:
Eine ärztliche Untersuchung vor einem Turnier sowie die Verpflichtung einer Ambulanz wird jedem
Veranstalter empfohlen.
Alle Kämpfer nehmen ausschließlich auf eigenes Risiko an allen Veranstaltungen der WKA teil,
wenn sie Sportgesund sind.
Der head referee wird keine Startfreigabe erteilen, wenn der Kämpfer einen Verband oder Pflaster am Körper
trägt. Der Gebrauch von Brillen ist verboten, weiche Kontaktlinsen sind auf eigene Verantwortung des
Kämpfers erlaubt.
Vor oder während der Veranstaltung sind keine Lokalen Betäubungsmittel zulässig.
Während der Veranstaltung muß sich der Arzt / Sanitäter direkt bei der Kampffläche in der nähe des
Zeitnehmers aufhalten. Sollte der Arzt / Sanitäter abwesend sein oder auf einer anderen Kampffläche eine
größere Behandlung vornehmen, müssen die Kämpfe auf den anderen Kampfflächen unterbrochen werden. Erst
wenn der Arzt / Sanitäter wieder bei der Kampffläche anwesend ist, darf der Kampf wieder aufgenommen
werden.
Sollte der Arzt / Sanitäter der Meinung sein, daß ein Kämpfer in Gefahr ist Gesundheitlichen Schaden zu
nehmen, hat er das Recht, jeden Kampf jederzeit zu unterbrechen oder die Fortführung ganz zu untersagen.
Dazu braucht er nur laut „ stop „ zu rufen oder den Gong zu schlagen. Er hat weiters die Pflicht, auf Ersuchen
des Hauptkampfrichters einen verletzten Kämpfer zu Untersuchen und ihm gegebenenfalls aus dem Bewerb zu
nehmen.
Der Arzt / Sanitäter darf die Sporthalle erst verlassen wenn alle Kämpfe beendet sind und er sich vergewissert
hat, daß seine ärztliche Hilfe nicht mehr benötigt wird.
Alle Entscheidungen des Arzt / Sanitäter sind verbindlich, ein Protest ist daher nicht zulässig.
§9
PROTESTE UND ENTSCHEIDUNGEN
Die Entscheidungen über Wertungen der Hauptkampfrichter sind endgültig und bindend.
Proteste gegen die Entscheidungen der Referee und Seitenrichter können nur Erfolg haben, wenn die WKA
Regeln und Bestimmungen für Semikontakt nicht Korrekt eingehalten wurden.
In diesem Fall muß der Protest sofort dem Ringinspektor angezeigt werden und gleichzeitig ist eine
Protestgebühr in der Höhe von € 100 .- ( $ 100.-) zu übergeben. Der Grund des Protestes muß ausführlich und
in ruhiger, sachlicher Form dem Ringinspektor vorgebracht werden.
Die Protestgebühr wird für zukünftige Referee Ausbildung auf das Konto der IRC überwiesen.
Der Kampfinspektor muß nach beiderseitigem Parteiengehör und Befragung der betreffenden Kampfrichter über
den Protest entscheiden. Die Verwendung von Videoaufnahmen ist nicht zulässig. Die Entscheidung des
Kampfinspektors ist bindend und endgültig.
Alle Entscheidungen des Wettkampfarztes sind verbindlich, ein Protest ist daher nicht zulässig.
3. Teil
FORMEN
1.
FHS
– Formen Hard Style
2.
FKO
– Formen Koreanisch
3.
FSS
– Formen Soft Style
4.
FFS
– Formen Free Style
5.
FWM
– Formen Waffen mit Musik
6.
FWN
– Formen Waffen ohne Musik
7.
FVT
– Formen Veteranen Traditionell
Jeder Teilnehmer, der eine Form / Kata zeigt muß in einer Realistischen mentalen und physischen Art und
Weise die Form vortragen. Dabei müssen die imaginären Gegner des Vortragenden deutlich zum Ausdruck
kommen.
Die Techniken müssen mit Kime, kräftig und Explosiv ausgeführt werden. Die logische Handhabung der
Basistechniken in der Form müssen klar ersichtlich sein. Jeder Formenläufer muß vor der Ausführung dem
Kampfgericht seinen eigenen Namen, den Namen seiner Form und den seines Vereines vorstellen.
Die Altersklassen unterteilen sich wie auch in den Kampfbewerben.
Stichtag für die Berechnung der jeweiligen Altersklasse ist immer der dem letzten Wettkampftag folgende Tag.
Kinder : als Kind startet, wer am Stichtag noch nicht 13 Jahre alt ist.
Junioren: als Junioren startet, wer am Stichtag mindestens 13 Jahre alt, aber nicht älter als 18 Jahre ist.
Die Kata / Formen können auf der Kampffläche oder auf Matten stattfinden, die Entscheidung obliegt dem
Veranstalter. Kampfrichter für Formen müssen Erfahrung in einer traditionellen Kampfkunst vorweisen können
und mindesten den 1. DAN Grad ( oder eine vergleichbare Graduierung ) besitzen.
BEWERTUNG:
Fünf Kampfrichter bewerten die Form, wobei die höchste und die niederste Wertung gestrichen werden. Alle
Punkte werden auf eine Dezimalstelle genau vergeben. In den Vorrunden liegt die Wertung zwischen 6 und 8
( Mittelwert 7 ) und im Finale zwischen 8 und 9, 9 ( Mittelwert 9 ).
In allen 6 Disziplinen sind die jeweils 4 erstplazierten der Vorrunde für das Finale Qualifiziert und ergeben in
umgekehrter Reihenfolge die Finalisten. Im Finale kann auch die selbe Form wie in den Vorrunden gezeigt
werden, ausgenommen bei einem Unentschieden.
Im Falle eines Unentschieden bei Hardstyle oder Softstyle sollte der Teilnehmer eine andere Form / Kata
präsentieren können. Im internationalen Standard ist es durchaus üblich, daß ein versierter Formenläufer
mindestens zwei gleich gute Formen / Kata im Repertoire hat. Sollte der Teilnehmer die gleiche Form zeigen,
werden ihm von allen 5 Kampfrichtern 0,5 Punkte abgezogen. In Freestyle darf die gleich Form / Kata
präsentiert werden. Wenn ein Teilnehmer im Freestyle eine Waffenform zeigt und er dabei seine Waffe verliert,
wird das als Ungeschicklichkeit ausgelegt und der Teilnehmer wird ohne Bewertung Disqualifiziert. Bewertet
wird Hauptsächlich die Handhabung der Waffe, nicht die Kicks oder Show.
Falls der Teilnehmer ein Waffe paarweise ( z.B. Kama oder Sai ) verwendet, dürfen diese nicht ungewollt
zusammenstoßen oder ein Punkte Abzug von 0,5 Punkten von jedem Kampfrichter ist die Folge. Das gilt nicht
für Freestyle Formen. Ein Zeitnehmer wird bei Bedarf eingeteilt.
Die Präsentation soll entsprechen: einem sauberen und ordentlichen Gesamtbild der Vorstellung, gute Etikette,
und Vorstellung der Kata / Form.
HARDSTYLE JAPANISCH TRADITIONELL
Diese Formen / Kata dürfen nur aus traditionellen Bewegungen und Stellungen bestehen. Auf einzelne
traditionelle Bewegungen und Genauigkeit der Ausführung wird größter Wert gelegt. Die Veränderung der
traditionellen Formen / Kata ist unzulässig. Eine traditionelle Adaptierung in der Form / Kata wird nur bei
maximal einer Technik erlaubt. Eine Fusstechnik darf nicht höher als der eigene Kopf getreten werden. Ein
traditioneller Karate GI muß verwendet werden, Musik oder der Gebrauch von Waffen ist verboten. Ein
Zeitlimit ist nicht gegeben.
Bewertung:
Balance:
Stellung:
speziell während dem Wechsel zwischen zwei Techniken
alle Stellungen müssen in einer korrekten Höhe mit korrekten Blocks oder Techniken
ausgeführt werden
Kime und Kraft:
alle Techniken müssen mit Konzentration, sichtbarer Energie und kraftvoll ausgeführt
werden.
Alle Formenläufer müssen sich vor beginn der Ausführung mit Namen, Stilrichtung, Schule und international
mit bekanntgabe der Nationalität vorstellen.
Die Kampfrichter dürfen sich nicht davon beeinflussen lassen, wenn der Formenläufer bei jeder Technik einen
Kampfschrei einbindet. Das bedeutet keinesfalls, daß alle Techniken auch wirklich stark und korrekt ausgeführt
werden.
HARDSTYLE KOREANISCH TRADITIONELL
Diese Formen / Kata dürfen nur aus dem WTF und ITF bekannten traditionellen Bewegungen und Stellungen
bestehen. Auf einzelne traditionelle Bewegungen und Genauigkeit der Ausführung wird größter Wert gelegt.
Die Veränderung der traditionellen Formen / Pomse / Hyong ist unzulässig. Eine traditionelle Adaptierung in
der Formen / Pomse / Hyong wird nur bei maximal einer Technik erlaubt. Eine Fusstechnik darf nicht höher als
der eigene Kopf getreten werden. Ein traditioneller Dobok muß verwendet werden, Musik oder der Gebrauch
von Waffen ist verboten. Ein Zeitlimit ist nicht gegeben.
Bewertung:
Balance:
Stellung:
Kime und Kraft:
speziell während dem Wechsel zwischen zwei Techniken
alle Stellungen müssen in einer korrekten Höhe mit korrekten Blocks oder Techniken
ausgeführt werden
alle Techniken müssen mit Konzentration, sichtbarer Energie und kraftvoll ausgeführt
werden.
Alle Formenläufer müssen sich vor beginn der Ausführung mit Namen, Stilrichtung, Schule und international
mit bekanntgabe der Nationalität vorstellen.
Die Kampfrichter dürfen sich nicht davon beeinflussen lassen, wenn der Formenläufer bei jeder Technik einen
Kampfschrei einbindet. Das bedeutet keinesfalls, daß alle Techniken auch wirklich stark und korrekt ausgeführt
werden.
SOFTSTYLE
Der Gebrauch von weichen Schuhen ist gestattet, wenn sie auch im betreffenden Stil vorgesehen sind. Typische
gymnastische Bewegungen sind nicht zulässig, außer sie entsprechen dem Stil und sind traditionelle , praktische
Bewegungen. Eine traditionelle Adaption in der Form wird nur bei maximal einer Technik erlaubt. Eine
traditionelle Kleidung muß dem Stil entsprechend getragen werden, Musik oder der Gebrauch von Waffen ist
verboten. Ein Zeitlimit von maximal 3 Minuten ist vorgeschrieben, ein Zeitnehmer wird eingeteilt.
Bewertung:
Balance:
Bewegung:
Kraft:
speziell während dem Wechsel zwischen zwei Techniken oder Sprüngen
die Techniken müssen fließend und ohne stocken gezeigt werden
alle Techniken müssen Kraft und Energie vermitteln
Die Kampfrichter dürfen sich von akrobatischen Show - Einlagen nicht beeinflussen lassen.
FREESTYLE
Showform mit Musik ohne Waffen
Der Formenläufer muß Musik zwingend verwenden werden und die Choreographie zur Musik ist von höchster
Bedeutung. Die Verwendung von Budo - Waffen ist hier Verboten.
Der Gebrauch von Zusatzmitteln wie Laser, Rauch oder Feuer sowie die Verwendung von Trockeneis ist
verboten. Die Verwendung von Phantasiekostümen oder Tanzbewegungen ist ebenso verboten. Der
Kampfkunstaspekt muß trotz Show klar und deutlich erkennbar sein. Die Dauer einer Freestyle Form darf nur
zwischen 1 und 3 Minuten betragen. Die Zeit läuft nach der Vorstellung des Formenläufers, ab der ersten
Bewegung , ein Zeitnehmer wird eingeteilt.
In jeder Form sind nur drei gymnastische Bewegung erlaubt, oder ein Punkte Abzug von 0,5 Punkten von jedem
Kampfrichter ist die Folge.
Bewertung:
Synchronisation: der Bewegungen und Techniken zur Musik und die Musikwahl
Balance:
speziell während dem Wechsel zwischen zwei Techniken
Schwierigkeit:
die Techniken müssen fließend und ohne stocken gezeigt werden, Technisch
anspruchsvollere Formen müssen höher bewertet werden.
Kraft und Technik:
Kraft bei langsamen Beintechniken, Kime, Geschwindigkeit und ausführung der
Technik, Stabilität und Präzision der Ausführung
Waffen mit Musik
Showform mit Musik und Waffen
Die Verwendung von Budo - Waffen und Musik sind zwingend Vorgeschrieben und die Choreographie zur
Musik ist von höchster Bedeutung.
Der Gebrauch von Zusatzmitteln wie Laser, Rauch oder Feuer sowie die Verwendung von Trockeneis ist
verboten. Die Verwendung von Phantasiekostümen oder Tanzbewegungen ist ebenso verboten. Der
Kampfkunstaspekt muß trotz Show klar und deutlich erkennbar sein.
Die Dauer einer Freestyle Waffenform darf nur zwischen 1 und 3 Minuten betragen. Die Zeit läuft nach der
Vorstellung des Formenläufers, ab der ersten Bewegung, ein Zeitnehmer wird eingeteilt.
Alle Budo - Waffen die verwendet werden, müssen sauber, sicher und gut gewartet sein. Weiters müssen sie als
herkömmliche Budo - Waffe bekannt sein, daher sind Phantasie Waffen nicht zulässig. Die Kampfrichter haben
jedenfalls das Recht, die Waffe vorher zu inspizieren und deren Gebrauch gegebenenfalls zu untersagen.
In jeder Form sind nur drei gymnastische Bewegung erlaubt, oder ein Punkte Abzug von 0,5 Punkten von jedem
Kampfrichter ist die Folge.
Bewertung:
Waffe:
Handhabung der Waffe, Schwierigkeitsgrad und Art der Waffe
Synchronisation:
der Bewegungen und Techniken zur Musik und die Musikwahl
Balance:
speziell während dem Wechsel zwischen zwei Techniken
Schwierigkeit:
die Techniken müssen fließend und ohne stocken gezeigt werden, Technisch
anspruchsvollere Formen müssen höher bewertet werden.
Kraft und Technik:
Kraft bei langsamen Beintechniken, Kime, Geschwindigkeit und ausführung der
Technik, Stabilität und Präzision der Ausführung
Diese Form wird hauptsächlich nach dem Gebrauch und Handhabung der Waffe beurteilt.
Waffen
Traditionelle Waffen Form ohne Musik
Diese Formen / Kata dürfen ausschließlich nur aus traditionellen Bewegungen und Stellungen bestehen. Auf
einzelne traditionelle Bewegungen und Genauigkeit der Ausführung wird größter Wert gelegt. Die Verwendung
von Wu - Shu oder Budo - Waffen ist zwingend Vorgeschrieben. Ein traditioneller Karate GI, Dobok oder WuShu Kleidung muß verwendet werden, Musik ist verboten.
Die Dauer einer traditionellen Waffenform darf nur zwischen 1 und 3 Minuten betragen. Die Zeit läuft nach der
Vorstellung des Formenläufers, ab der ersten Bewegung , ein Zeitnehmer wird eingeteilt.
Der Gebrauch von Zusatzmitteln wie Laser, Rauch oder Feuer sowie die Verwendung von Trockeneis ist
verboten. Die Verwendung von Phantasiekostümen oder Tanzbewegungen ist ebenso verboten. Der
Kampfkunstaspekt muß trotz Show klar und deutlich erkennbar sein.
Alle Waffen die verwendet werden, müssen sauber, sicher und gut gewartet sein. Weiters müssen sie als
herkömmliche Waffe bekannt sein, daher sind Phantasie Waffen nicht zulässig. Die Kampfrichter haben
jedenfalls das Recht, alle Waffen vorher zu inspizieren und deren Gebrauch gegebenenfalls zu untersagen.
Bewertung:
Balance:
Bewegung:
Stellung:
Technik:
Waffen:
speziell während dem Wechsel zwischen zwei Techniken
die Techniken müssen fließend und ohne stocken gezeigt werden,
alle Stellungen müssen in einer korrekten Höhe ausgeführt werden
Kime, Stabilität und Präzision der Ausführung
Handhabung der Waffe, Kime, Schwierigkeitsgrad der Form, Geschwindigkeit und
Technik
Kime und Kraft:
alle Techniken müssen mit Konzentration, sichtbarer Energie und kraftvoll ausgeführt
werden.
VETERANEN TRADITIONELL
Traditionelle Form ohne Musik
Diese Formen / Kata dürfen nur aus den Japanischen , WTF und ITF bekannten traditionellen Bewegungen und
Stellungen bestehen. Auf einzelne traditionelle Bewegungen und Genauigkeit der Ausführung wird größter Wert
gelegt. Die Veränderung der traditionellen Formen / Pomse / Hyong ist unzulässig. Eine traditionelle
Adaptierung in der Formen / Pomse / Hyong wird nur bei maximal einer Technik erlaubt. Eine Fusstechnik darf
nicht höher als der eigene Kopf getreten werden. Ein traditioneller Gi oder Dobok muß verwendet werden,
Musik oder der Gebrauch von Waffen ist verboten. Ein Zeitlimit ist nicht gegeben.
Bewertung:
Balance:
Stellung:
Kime und Kraft:
speziell während dem Wechsel zwischen zwei Techniken
alle Stellungen müssen in einer korrekten Höhe mit korrekten Blocks oder Techniken
ausgeführt werden
alle Techniken müssen mit Konzentration, sichtbarer Energie und kraftvoll ausgeführt
werden.
Alle Formenläufer müssen sich vor beginn der Ausführung mit Namen, Stilrichtung, Schule und international
mit bekanntgabe der Nationalität vorstellen.
Die Kampfrichter dürfen sich nicht davon beeinflussen lassen, wenn der Formenläufer bei jeder Technik einen
Kampfschrei einbindet. Das bedeutet keinesfalls, daß alle Techniken auch wirklich stark und korrekt ausgeführt
werden.
4. Teil
REGELN UND BESTIMMUNGEN FÜR
AMATEURKICKBOXEN
für
Leichtkontakt, Vollkontakt, Kickboxing und Thaiboxen
§ 1.
§ 2.
§ 3.
§ 4.
§ 5.
§ 6.
§ 7.
§ 8.
WKA AMATEUR GEWICHTSKLASSEN
ÄRZTLICHE BESTIMMUNGEN
DISZIPLINEN & RUNDENANZAHL
BESTIMMUNGEN IN- UND AUSSERHALB DES RINGES
KÄMPFER & BETREUER
BESTIMMUNGEN FÜR VOLLKONTAKT, KICKBOXING & THAIBOXEN
BEWERTUNGSRICHTLINIEN IN ALLEN AMATEURDISZIPLINEN
PROTESTE UND ENTSCHEIDUNGEN
§ 1. WKA AMATEUR GEWICHTSKLASSEN
LEICHTKONTAKT
VOLLKONTAKT
KICKBOXING (mit low kicks)
gemäß AIBA Standard, Bestimmungen und Gewichtsklassen
THAIBOXEN
Stichtag für die Berechnung der jeweiligen Altersklasse ist immer der dem letzten Wettkampftag folgende Tag.
Als Kind startet, wer am Stichtag noch nicht 13 Jahre alt ist. Kinder und Junioren dürfen nur in Leichtkontakt
teilnehmen und ausdrücklich nicht in Vollkontakt, Kickboxing oder Thaiboxen teilnehmen. Kindern von 8 -13
Jahren wird eine Gewichts Toleranz von 500 Gramm eingeräumt.
Junioren: als Junioren startet, wer am Stichtag mindestens 13 Jahre alt, aber nicht älter als 18 Jahre ist.
Herren
alle
Disziplinen
Damen
alle Kinder Junioren girls Junioren boys
13 -17
alle
13-17
8-12
Jahre
Disziplinen
Jahre
Jahre
Bantam weight
Feder weight
Light weight
Light welter weight
Welter weight
Light middle weight
Middle weight
Light heavy weight
Cruiser weight
Heavy weight
Super heavy weight
- 54 Kg
- 57 Kg
- 60 Kg
- 64 Kg
- 67 Kg
- 71 Kg
- 75 Kg
- 81 Kg
- 86 Kg
- 91 Kg
+ 91 Kg
- 50 Kg
- 54 Kg
- 57 Kg
- 60 Kg
- 63 Kg
- 66 Kg
+ 66 Kg
- 25 Kg
- 30 Kg
- 35 Kg
- 40 Kg
- 45 Kg
- 50 Kg
- 55 Kg
+ 55
- 40 Kg
- 45 Kg
- 51 Kg
- 55 Kg
- 59 Kg
- 63 Kg
+ 63 Kg
- 40 Kg
- 45 Kg
- 51 Kg
- 55 Kg
- 59 Kg
- 63 Kg
- 67 Kg
- 71 Kg
+ 71 Kg
Senioren Klasse Herren:
36 - 40 Jahre, zwei Gewichtsklassen, - 76 Kg / + 76 Kg
40 Jahre und mehr, zwei Gewichtsklassen, - 76 Kg / + 76 Kg
Senioren Klasse Damen:
Über 36 Jahre , zwei Gewichtsklassen, - 63 Kg / + 63Kg
International sind Setzlisten basierend auf Ergebnislisten des Vorjahrs üblich.
Nach dem Wiegen und der üblichen Medizinischen Untersuchung erfolgt die Auslosung. Bei allen
Meisterschaften sollten alle Teams durch einen Vertreter anwesend sein, um Irrtümern Vorzubeugen. Jeder
Kämpfer muss mit Namen, Nationalität und Startnummer aufgelistet sein. In jeder Gewichtsklasse ist eine
mindestanzahl von vier Kämpfern vorgeschrieben. Sind es weniger als vier Kämpfer, müssen sie in die nächst
höhere Gewichtsklasse aufsteigen.
Ein Protest nach bereits erfolgter Auslosung ist nicht möglich. Eine Computer Auslosung ist zulässig und bei
Europa- und Weltmeisterschaften muss jedes Team (Nation) mindestens ein Exemplar der Listen Gratis
erhalten.
§ 2.
ÄRZTLICHE BESTIMMUNGEN
Alle Kämpfer müssen eine gültige ärztliche Bestätigung vorweisen können, die nicht länger als 12 Monate
zurückliegt, Formenläufer sind von dieser Regel ausgenommen.
Die Anwesenheit eines zugelassenen Arztes ist zwingend erforderlich. Ein Erste Hilfe Team allein ist
ausdrücklich nicht ausreichend.
Dieser offizielle Arzt ist die oberste Autorität betreffend der Sicherheit und Gesundheit der
Wettkämpfer.
Weiters hat sich der Arzt während der Veranstaltung ständig beim Ring oder, bei mehreren Ringen, Zentral und
deutlich sichtbar im Wettkampfbereich aufzuhalten. Bei mehr als 200 aktiven Teilnehmern müssen zwei Ärzte
anwesend sein.
Kein Wettkampf darf ohne Beisein eines Arztes beginnen. Der Veranstaltungsarzt darf die Sporthalle erst
verlassen, wenn er sich Vergewissert hat, dass seine Anwesenheit nicht länger Erforderlich ist.
Der Arzt hat jederzeit das Recht, einen Kampf zu Unterbrechen oder zu Beenden, wenn er einen
Kämpfer in seiner Gesundheit gefährdet sieht. Wenn er von einem Referee zum Ring gerufen wird muss er
ebenfalls entscheiden, ob der betreffende Kämpfer weiterkämpfen darf oder ob er eine ärztliche Behandlung
vornehmen muss. In diesem Fall ist der Kampf sofort zu Ende durch TKO oder Disqualifikation . Niemand,
auch nicht die Sekundanten des Kämpfers dürfen einen Kämpfer während einer Runde Versorgen, bevor nicht
der anwesende Veranstaltungsarzt diesen Kämpfer gesehen hat.
Gegen eine Entscheidung des Arztes ist kein Protest zulässig.
Wenn ein Kämpfer seinen Sportpass nicht vorweisen kann, keine WKA Jahresmarke hat oder über keine gültige
Ärztliche Untersuchung verfügt, kann er/sie am Wettkampf keinesfalls teilnehmen.
§ 3.
DISZIPLINEN & RUNDENANZAHL
Jeder Kämpfer muss in guter Sportlicher Verfassung sein. Ebenso muss auch das Erscheinungsbild des
Kämpfers korrekt sein. Die Finger- und Zehennägel müssen kurz geschnitten sein, lange Haare müssen sauber
sein und von einem Gummiband zusammengehalten werden.
Die vier WKA Amateur Disziplinen
Übersicht:
Leichtkontakt, Vollkontakt, Kickboxing mit low Kicks und Thaiboxen
Leichtkontakt
Vollkontakt
Kickboxing
Thaiboxen
Kicks über die Gürtellinie
Kicks über die Gürtellinie
mit low kicks
Knie und Ellbogen
Rundenanzahl
Im Leichtkontakt betragen die Kampfzeiten
lange Hosen mit T-Shirt
lange Hosen mit freiem Oberkörper
Thai Hosen mit freiem Oberkörper
Thai Hosen mit freiem Oberkörper
Kids 1 x 2 Minuten
Jugend 1x 2 Minuten
Erwachsene 1 x 3 Minuten
§ 4.
Finale 1 x 2 Minuten
Finale 2 x 2 Minuten
Finale 2 x 2 Minuten
BESTIMMUNGEN IN- UND AUSSERHALB DES RINGES
Wenn ein Kämpfer wegen mangelnder oder Verrutschter Sicherheitsausrüstung nicht weiter kämpfen kann,
muss er einen Schritt zurück treten und eine Hand heben als sichtbares Zeichen, dass etwas in Unordnung
geraten ist.
Wenn ein Kämpfer angezählt werden muss hat sich sein Gegner sofort in die gegenüberliegende, neutrale Ecke
zu begeben und darf diese erst auf Anweisung des Referee wieder verlassen.
Wenn ein Kämpfer verwarnt wird, hat er dem Referee durch ein kurzes Kopfnicken zu bestätigen, dass er die
Verwarnung gegen ihn registriert hat.
Nach Ende des Kampfes kommen beide Kämpfer in die Ringmitte um das Urteil der Punktrichter zu hören, und
der Referee hebt die Hand des Siegers. Danach sollte ein „Shake hands“ auch mit dem gegnerischen Betreuer
erfolgen um so die Sportlichkeit zu demonstrieren.
Verletzungen der WKA Wettkampfregeln und Bestimmungen sowie Verstösse gegen die ungeschriebenen
Gesetzte der Sportlichkeit können von Verwarnung bis Sperre alle möglichen Folgen nach sich ziehen.
Der Kämpfer
Alle Kämpfer müssen eine saubere und Ordnungsgemässe Kleidung, entsprechend ihrer Kampfdisziplin,
verwenden. Übermässig lange Haare, Bärte, Koteletten oder eine Kombination von allen sind, wenn sie den
Kampfverlauf beeinträchtigen könnten, verboten. Der übermässige Gebrauch von Vaseline oder ähnlichen
Fetten auf Gesicht oder Körper ist verboten.
Der Referee kann in solchen Fällen ein Haarnetz oder ähnliches Verlangen, ebenso wie die Entfernung des
Vaselins.
Die Schutzausrüstung
Alle Kämpfer/Innen müssen in allen Disziplinen die jeweils Vorgeschriebene Schutzausrüstung verwenden.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Brustschutz nur für weibliche Junioren und Senioren in allen Disziplinen, weiblichen Kindern empfohlen
Passender Tiefschutz für alle Junioren, Frauen und Männer in allen Disziplinen
Fußschutz in Leichtkontakt, Vollkontakt und Kickboxing
Schienbeinschutz in Leichtkontakt und Vollkontakt
Schienbeinschutz in Kickboxing mit Lowkick wird freigestellt
Passender Kopfschutz, der Oberteil des Kopfschutzes muss ebenfalls gepolstert sein, einfache Taekwondo
Helme oder alte Boxhelme aus Leder mit einer Schnürung sind Verboten
7. Passender Zahnschutz
8. Hand Bandagen mit einer Länge von max. 2,5 Metern
9. Handschuh mit 10 OZ in allen Gewichtsklassen und Disziplinen, für alle Klassen und Kämpfer
10. Handschuhe für Kinder dürfen 10 oder 12 Unzen enthalten
Alle Kämpfer sind für die Vollständigkeit ihrer Schutzausrüstung immer selbst Verantwortlich
Die Hände der Kämpfer müssen von einer weichen, leicht elastischen Bandage von einer maximalen Länge von
2,5 m und einer maximale Breite von 5 cm geschützt werden. Pflaster oder Tape zum Kleben der Bandagen sind
nur gut sichtbar am Handgelenk erlaubt, keinesfalls an den Knöcheln oder gar unter den Bandagen.
Auf jedem Fall muss jedes Pflaster oder Tape mindestens 2,54 cm von den Knöcheln einer Faust entfernt sein.
Der Referee muss im Ring die Bandagen einer optischen Prüfung unterziehen.
§ 5.
KÄMPFER & BETREUER
Kein Kämpfer darf ohne vorweisen des gültigen Sportpass an einem WKA Turnier teilnehmen.
Vertreter des lokalen WKA Verbandes müssen gewährleisten, dass alle Kämpfer in der Richtigen
Gewichtsklasse teilnehmen. Die Anzahl der Siege bestimmt die Klassifizierung der Kämpfer und nicht die
Anzahl der Kämpfe.
N-
Klasse, steht für Neulinge oder Newcomer, nach zwei Siegen Aufstieg in die C klasse
C-
Klasse, Anfänger Kämpfer, nach 6 weiteren Siegen Aufstieg in die B Klasse
B-
Klasse, Amateurkämpfer, bis hierher darf jeder an allen Amateurturnieren Teilnehmen
A-
Klasse, Profikämpfer, darf an keinen Amateurturnieren mehr teilnehmen.
Wenn ein Kämpfer einen Kampfvertrag auch nur unterschreibt verliert er sofort seinen Amateurstatus und gilt
als Profikämpfer.
Betreuer
Der Betreuer kann jederzeit in Namen seines Kämpfers durch Werfen des Schwammes oder Handtuch in die
Ringmitte den Kampf aufgeben. Während dieser Besprechung können die Regeln nicht geändert werden.
Vor einem Turnier sollte der Kampfinspektor eine kurze Besprechung abhalten, um eventuelle Unklarheiten
oder Irrtümer in der Regelauslegung der Betreuer zu beseitigen.
Die Betreuer dürfen ihren Kämpfer nur in den Rundenpausen betreuen oder behandeln. Jeder Kämpfer darf nur
2 Betreuer haben, wovon nur einer den Ring betreten darf.
Während eines Kampfes darf kein Betreuer den Kampfablauf stören oder in den Ring steigen. Alle Betreuer
haben sich immer den Anordnungen des Referee ohne Widerspruch zu fügen. Nach der Rundenpause müssen
sie ggf. ihre Ecke von Wasser säubern, Handtücher, Trinkflaschen und sonstiges Zubehör vom Ring entfernen.
Während den Runden sind Zurufe der Betreuer für ihren Kämpfer nur in Ordentlicher und ruhiger Form
möglich. Sollte ein Betreuer zu heftig agieren, kann er vom Referee von Verwarnung bis zum Ringverweis
bestraft werden. In diesem besonderen Fall darf er bei diesem Turnier nicht mehr als Betreuer fungieren.
§ 6. BESTIMMUNGEN FÜR VOLLKONTAKT, KICKBOXING & THAIBOXEN
ERLAUBTE TECHNIKEN
Vollkontakt
Alle AIBA erprobten Boxtechniken in Kombination mit Beintechniken oberhalb der Gürtellinie.
Beintechniken mit beiden Beinen zum Körper oder Kopf, auch gesprungen und/oder aus der Drehung mit
Blickkontakt, mit vollem Kontakt getreten, sind erlaubt. Weiters ist der Beinfeger in Knöchelhöhe erlaubt.
zusätzlich in Kickboxing
Low kicks zur Innen- und Aussenseite der Oberschenkel
zusätzlich in Thaiboxen
Angriffe mit dem Knie zum Körper, sowie Angriffe mit dem Schienbein gegen Oberschenkel und Körper
Angriffe mit dem Ellbogen gegen den Körper, auch aus der Drehung mit Blickkontakt
„Clinching“ für 5 Sekunden und gleichzeitiges Attackieren mit Knie, Ellbogen oder anderen Techniken
Flache Würfe unter der Gürtellinie nur in „Clinch Situation“
Faustrücken Schlag aus der Drehung (spinning backfist) ist ausdrücklich nur mit Blickkontakt erlaubt.
Verwarnungen und Minuspunkte
Sollte ein oder beide Kämpfer einen Regelverstoss begehen, so muss der Referee den Kampf mit dem
Kommando “stop“ unterbrechen und die entsprechende Handlung setzen. Eine Verwarnung muss in eindeutiger
und klarer Weise erfolgen, damit sichergestellt ist, dass der betreffende Kämpfer den Grund der Verwarnung
erkannt hat. Der Referee wendet sich dazu dem schuldigen Kämpfer zu und spricht mit der Begründung und mit
dem Handzeichen “no“ die Verwarnung aus. Wenn ein Kämpfer eine Verwarnung bekommt bedeutet das noch
keinen Punktabzug aber der Gegner bekommt auf der Punktmaschine einen Hilfspunkt (Klick) gleich wie für
einen Handtreffer gutgeschrieben. Wenn ein Kämpfer eine weitere Verwarnung bekommt bedeutet das noch
keinen Punktabzug aber der Gegner bekommt auf der Punktmaschine zwei Hilfspunkte (Klicks) gleich wie für
einen Fusstreffer gutgeschrieben. Nachdem die Verwarnung ausgesprochen wurde, gibt der Referee den Kampf
mit dem Kommando “fight“ wieder frei.
Wenn ein Kämpfer in einem Kampf die dritte Verwarnung ausgesprochen bekommt, ist das gleichbedeutend mit
dem Erhalt des ersten Minuspunkt und ein voller Punkt wird sofort nach beenden der Runde abgezogen.
Wenn ein Kämpfer in einem Kampf den dritten Minuspunkt ausgesprochen bekommt, ist das gleichbedeutend
mit der Disqualifikation des schuldigen Kämpfers. Verwarnungen und Minuspunkte werden für den Einsatz von
Unerlaubten Techniken ausgesprochen. Ebenso für Unsportlichkeit des Kämpfers und auch der Betreuer.
UNERLAUBTE TECHNIKEN
Thaiboxen
¾
¾
¾
¾
¾
¾
¾
¾
¾
¾
¾
Beissen
Schlagen mit der Handfläche oder Innenhand
Alle Angriffe gegen den Rücken und gegen das Genick
Kopfstösse
Angriffe gegen die Gelenke
Angriffe gegen den Unterleib
Angriffe gegen einen gestürzten Gegner
Absichtliches Ausspucken des Zahnschutzes
Jede Art von Wurf über der Gürtellinie oder alle Würfe ausserhalb von „clinch situation“
Während eines Angriffes das Bein des Gegners Festhalten
Mit einer oder beiden Händen am Seil festhalten und den Gegner angreifen, auch nicht im „clinch“
zusätzlich in Kickboxing
¾
¾
¾
¾
¾
Alle Arten von Würfe, ausgenommen Beinfeger
Alle Arten von „clinch“ oder halten des Gegners
Angriffe mit dem Ellbogen
Angriffe mit dem Knie
Handrückenschlag aus der Drehung ( spinning Backfist)
zusätzlich im Vollkontakt
Alle Angriffe gegen die Oberschenkel oder unterhalb der Gürtellinie, ausgenommen Beinfeger, sind Verboten.
§ 7. BEWERTUNGSRICHTLINIEN IN ALLEN AMATEURDISZIPLINEN
Die Bewertung in allen Amateurdisziplinen erfolgt mittels eines Zehner Punktsystem. Das bedeutet, das der
Sieger der Runde 10 Punkte bekommt, der Verlierer im Normalfall 9 Punkte. Der Gebrauch von
Punktmaschinen oder sogenannten “Klicker“ wird empfohlen.
Folgende Bewertungen sind möglich:
¾
¾
¾
¾
¾
¾
Jede Handtechnik zum Körper und Kopf
Beinfeger wenn der Gegner mit einem anderen
Körperteil ausser den Beinen den Boden berührt
Jede Beintechnik zum Körper
Jede Beintechnik zum Kopf
Jede gesprungene Beintechnik zum Körper
Jede gesprungene Beintechnik zum Kopf
1 Punkt
1 Punkt
1 Punkte
2 Punkte
2 Punkte
3 Punkte
Die Punktrichter bewerten den Kampf nach folgenden Kriterien:
9
9
9
9
9
9
9
Bessere Technik
Bessere Kombinationsfähigkeit
Effektivere Paraden und Gegenangriffe
Kampfgeist und Einsatz
Sportliches Verhalten
Anzahl der gezählten Punkte
Anzahl der erfolgten Verwarnungen und Minuspunkte
Um mit einer Technik eine Wertung zu erzielen, muss mit der gültigen Trefferfläche der Handschuhe auf ein
erlaubtes Ziel mit einer erlaubten Technik, ohne geblockt oder abgewehrt worden zu sein, getroffen werden.
BEWERTUNGEN IN VOLLKONTAKT, KICKBOXING UND THAIBOXEN
Entscheidungen sind nach folgenden Richtlinien möglich:
Sieg nach Punkte (P)
Wenn keiner der Kämpfer in einer Runde eindeutige Vorteile für sich verbuchen kann, ist diese Runde mit 10:10
zu bewerten. Abgezogen werden lediglich Minuspunkte mit je einem vollen Punkt.
Wenn ein Kämpfer leichte Vorteile für sich erarbeitet hat und sein Gegner nur geringfügig schlechter war, ist
diese Runde mit 10:9 Punkte zu bewerten.
Nur wenn ein Kämpfer Übermächtige Vorteile für sich erarbeitet hat und sein Gegner deutlich auffallend
schlechter war, ist diese Runde mit 10:8 Punkte zu bewerten.
Wurde eine Verwarnung ausgesprochen bekommt der andere Kämpfer auf der Punktmaschine einen Hilfspunkt
(Klick) gleich wie für einen Handtreffer gutgeschrieben. Gleichzeitig wird diese Verwarnung mit dem
Buchstaben W (für warning) in der Spalte “fouls“ protokolliert.
Wurde ein Minuspunkt ausgesprochen müssen die Punktrichter diesen Minuspunkt sofort mit dem Buchstaben
M (für minuspoint) in der Spalte “fouls“ protokollieren. Jeder Punktrichter muss am Ende dieser Runde dem
schuldigen Kämpfer einen vollen Punkt abziehen. Wurde ein weiterer Minuspunkt in der selben Runde
ausgesprochen, müssen die Punktrichter auch diesen Minuspunkt ebenso protokollieren. Jeder Punktrichter muss
am Ende dieser Runde dem schuldigen Kämpfer in diesem Fall zwei volle Punkte abziehen. (z.B. 10:8)
Im Fall eines dritten Minuspunktes für den selben Kämpfer endet der Kampf sofort durch Disqualifikation.
Wurde ein Kämpfer angezählt, müssen die Punktrichter diese Niederschlag sofort mit dem Buchstaben K (für
knock down) in der Spalte „KD“ protokollieren. Jeder Punktrichter muss am Ende dieser Runde dem
betreffenden Kämpfer einen vollen Punkt abziehen.
Ein Ergebnis mit weniger als 8 Punkten ist nur möglich, wenn ein Punktrichter eine Runde mit 10:8 wertet und
zusätzlich Punkte abgezogen werden müssen.
Am Ende des Kampfes werden die Wertungen aller Runden addiert (z.B. 30:27) der Kämpfer mit der höheren
Punktzahl gewinnt und wird zum Sieger erklärt.
Sollte ein Punktrichter eine Regelverletzung beobachten, die der Referee nicht ahndet oder Sehen konnte, muss
der Punktrichter diese Regelverletzung sofort mit dem Buchstaben J (für judges minus) Protokollieren und
daneben mit einem kurzen Begleittext begründen.
Sieg nach “Entscheidung des Veranstaltungsarztes“ oder durch Verletzung (DOD)
Der Veranstaltungsarzt ist die höchste Medizinische Autorität in Fragen der Sicherheit der Kämpfer und kann
jederzeit, bei Gefahr in Verzug und nach eigenem Ermässen jeden Kampf unterbrechen oder beenden, gleich ob
es sich um die letzte Runde eines Finale einer Weltmeisterschaft handelt oder um einen anderen Kampf.
Wenn ein Kämpfer Verletzt ist, ist sofort der Arzt zu konsultieren und es obliegt nur dem Veranstaltungsarzt
diesen Kampf zu beenden. Selbstverständlich kann auch der Kämpfer oder sein Betreuer jederzeit von sich aus
den Kampf aufgeben.
Wenn der Veranstaltungsarzt einen Kampf stoppen möchte, muss er sofort zuerst den amtierenden Referee
Informieren. Danach muss der Referee den Kampf sofort unterbrechen und der Arzt kann nun den Kämpfer
oberflächlich Untersuchen um kurzfristig zu Entscheiden, ob dieser Kämpfer den Kampf Fortsetzen kann oder
nicht. Diese oberflächliche Untersuchung muss sofort im Ring und ohne weiteren Aufwand geschehen und darf
die Zeit von einer Minute keinesfalls überschreiten. Wenn die Zeit überschritten wird oder wenn der Arzt den
Kämpfer behandeln muss ist der Kampf sofort zu Ende und der Gegner ist der Sieger.
Wird ein Kampf aufgrund einer Verletzung die durch ein Faul entstanden ist beendet, wird der Unschuldige
Kämpfer zum Sieger erklärt. Im Falle einer Beendigung aufgrund eines Zusammenstosses ohne Verschulden
müssen die Punktrichter ihre Punktprotokolle abschliessen und der Kämpfer mit der höheren Anzahl an Punkten
ist der Sieger. Wenn beide Kämpfer Verletzt sind oder der Fall eines beidseitigen K.O. eintritt und keiner der
Kämpfer den Kampf Fortsetzten kann, müssen die Punktrichter ihre Punktprotokolle zum Zeitpunkt des
Vorfalls abschliessen und der Kämpfer mit der höheren Anzahl an Punkten ist der Sieger.
Sollte sich dieser Vorfall bereits in der ersten Runde Ereignen wird der Kampf als „no contest“ gewertet.
Sieg durch Aufgabe (SUR)
Im Falle einer freiwilligen Aufgabe wegen einer Verletzung oder auch aus jedem anderen beliebigen Grund,
auch wenn der Kämpfer nach der Rundenpause nicht mehr aus der Ecke kommt und sich zum Kampf stellt, wird
der Gegner zum Sieger erklärt. In diesen Fällen sollte der Betreuer zum Zeichen der Aufgabe ein Handtuch oder
einen Schwamm in die Ringmitte werfen.
Sieg durch Referee Abruch (RSC)
Wenn ein Kämpfer offensichtlich zu Unterlegen oder gar Wehrlos ist, soll der Referee den Kampf beenden, um
so auch den unterlegenen Kämpfer vor Verletzungen oder anderen Schäden zu schützen.
Wenn ein Kämpfer offensichtlich Verletzt ist muss die Kampfzeit angehalten werden und zwingend der
Veranstaltungsarzt hinzugezogen werden, der dann seine Verbindliche Entscheidung zu treffen hat.
Kein Referee kann von sich aus Entscheiden, wann eine Verletzung einen Kampf
beendet, er muss dazu den Arzt hinzuziehen
Kein Kampf (NC)
Ein Kampf darf vom Referee unter folgenden Bedingungen vor der Zeit beendet werden:
¾
¾
¾
¾
¾
Wenn ein Kampf vor Ende der ersten Runde aus bekannten Umständen zu Ende ist
Die Polsterungen und Sicherheitsausrüstung des Ringes gebrochen oder sonst Defekt sind
Die Sicherheitsbestimmungen des Ringes nicht mehr gegeben sind
Die Beleuchtung ausfällt
Wenn durch „Höhere Gewalt“ ein fortführen des Kampfes unmöglich scheint
In diesen Fällen wird der Kampf beendet und als “no contest“ nicht gewertet.
Sieg durch Rücktritt vom Kampf (WO)
Wenn ein Kämpfer kampfbereit und Zeitgerecht im Ring steht und sein Gegner erscheint trotz mehrmaligem
Aufruf nicht zum Kampf wird der Zeitnehmer vom Referee aufgefordert, die Uhr Einzuschalten um die letzte
Frist von einer Minute einzuleiten. Verstreicht auch diese Minute ohne das der Gegner erscheint wird der Gong
geschlagen und der anwesende Kämpfer wird zum Sieger durch „WO“ erklärt.
BEWERTUNGEN IN LEICHTKONTAKT
In Leichtkontakt sind Siege durch „knock out“ nicht möglich.
Entscheidungen sind nach folgenden Richtlinien möglich:
Sieg nach Punkte (P)
Wenn keiner der Kämpfer in einer Runde eindeutige Vorteile für sich verbuchen kann, ist diese Runde mit 10:10
zu bewerten. Abgezogen werden lediglich Minuspunkte mit je einem vollen Punkt.
Wenn ein Kämpfer leichte Vorteile für sich erarbeitet hat und sein Gegner nur geringfügig schlechter war, ist
diese Runde mit 10:9 Punkte zu bewerten.
Nur wenn ein Kämpfer Übermächtige Vorteile für sich erarbeitet hat und sein Gegner auffallend schlechter war,
ist diese Runde mit 10:8 Punkte zu bewerten.
Wurde eine Verwarnung ausgesprochen bekommt der andere Kämpfer auf der Punktmaschine einen Hilfspunkt
(Klick) gleich wie für einen Handtreffer gutgeschrieben. Wurde eine weitere Verwarnung ausgesprochen
bekommt der andere Kämpfer auf der Punktmaschine zwei Hilfspunkte (Klicks) gleich wie für einen Fusstreffer
gutgeschrieben Gleichzeitig wird diese Verwarnung mit dem Buchstaben W (für warning) in der Spalte
“fouls“ protokolliert.
Wurde ein Minuspunkt ausgesprochen müssen die Punktrichter diesen Minuspunkt sofort mit dem Buchstaben
M (für minuspoint) in der Spalte “fouls“ protokollieren. Jeder Punktrichter muss am Ende dieser Runde dem
schuldigen Kämpfer einen vollen Punkt abziehen. Wurde ein weiterer Minuspunkt in der selben Runde
ausgesprochen, müssen die Punktrichter auch diesen Minuspunkt ebenso protokollieren. Jeder Punktrichter muss
am Ende dieser Runde dem schuldigen Kämpfer zwei volle Punkte abziehen. (z.B. 10:8)
Im Fall eines dritten Minuspunktes für den selben Kämpfer endet der Kampf sofort durch Disqualifikation.
In Falle von Konditionsmängel ist ein Anzählen im Leichtkontakt möglich, um dem Kämpfer eine Atempause
zu Ermöglichen. Jeder Punktrichter muss in diesem Fall jedoch gleichzeitig dieses Anzählen mit dem
Buchstaben C (für counting) in der Spalte “KD“ protokollieren. Jeder Punktrichter muss am Ende dieser Runde
dem betroffenen Kämpfer einen vollen Punkt abziehen.
Muss ein Kämpfer wegen einem “foul“ (z.B. Tiefschlag) angezählt werden, erfolgt kein Punktabzug und der
Verursacher bekommt einen Minuspunkt ausgesprochen. Im Falle einer Verletzung muss der Referee zuerst den
Kampf unterbrechen. Danach muss er seine Punktrichter befragen, wie sie den Vorfall gesehen haben. Wenn die
Mehrheit der Punktrichter auf Faul entscheidet, wird der Verursacher entsprechend bestraft. Entscheidet die
Mehrheit auf Zusammenstosses ohne Verschulden, erfolgt keine Bestrafung und ein etwaiges Anzählen wird
nicht Protokolliert und nicht abgezogen.
Ein Ergebnis mit weniger als 8 Punkten kann nur eintreten, wenn ein Punktrichter eine Runde mit 10:8 wertet
und zusätzlich Punkte abgezogen werden müssen.
Am Ende aller Runden werden die Wertungen aller Runden addiert (z.B. 30:27) und der Kämpfer mit der
höheren Punktzahl gewinnt und wird zum Sieger erklärt.
Sollte ein Punktrichter eine Regelverletzung beobachten, die der Referee nicht Ahndet oder Sehen konnte, muss
der Punktrichter diese Regelverletzung sofort mit dem Buchstaben J (für judges minus) Protokollieren und
daneben mit einem kurzen Begleittext begründen.
Die Entscheidungen in Leichtkontakt bei DOD
SUR
RSC
NC
WO sind gleichlautend.
Im Leichtkontakt muss der Referee höchste Aufmerksamkeit auf die Schlaghärte legen.
Alle Techniken müssen ausnahmslos mit leichtem Kontakt durchgeführt werden
Verwarnungen, Minuspunkte oder Disqualifikation werden für folgende Aktionen ausgesprochen:
Für alle Verbotenen Techniken (fouls) oder für alle Hand- und Beintechniken, die ohne Kontrolle und mit
vollem Kontakt durchgeführt werden. Selbst der offensichtliche Versuch, auch wenn er nicht das Ziel trifft, wird
entsprechend bestraft.
Diese Disziplin ermöglicht Kämpfern in Leichtkontakt und ohne Risiko von Verletzung unter höchsten
Sicherheitsbestimmungen zu Kämpfen. Daher ist diese Disziplin für Junioren und Neulingen bei Senioren
beiderlei Geschlechts bestens geeignet.
Im Leichtkontakt darf auf einer Kampffläche oder im WKA genormten Boxring gekämpft werden.
ERLAUBTE TECHNIKEN IM LEICHTKONTAKT
Alle AIBA erprobten Boxtechniken in Kombination mit Beintechniken oberhalb der Gürtellinie.
Beintechniken mit beiden Beinen zum Körper oder Kopf, auch gesprungen und/oder aus der Drehung mit
Blickkontakt, mit Leichten Kontakt getreten, sind erlaubt. Weiters ist der Beinfeger in Knöchelhöhe erlaubt.
Verwarnungen und Minuspunkte
Sollte ein oder beide Kämpfer einen Regelverstoss begehen, so muss der Referee den Kampf mit dem
Kommando “stop“ unterbrechen und die entsprechende Handlung setzen. Eine Verwarnung muss in eindeutiger
und klarer Weise erfolgen, damit sichergestellt ist, dass der betreffende Kämpfer den Grund der Verwarnung
erkannt hat. Der Referee wendet sich dazu dem schuldigen Kämpfer zu und spricht mit der Begründung und mit
dem Handzeichen “no“ die Verwarnung aus.
Es liegt im Ermäßen des Referee eine Verwarnung oder sofort einen Minuspunkt auszusprechen, wenn seiner
Meinung nach die Regelwidrigkeit das Verlangt. Für die Aussprache der Verwarnungen und Minuspunkte wird
die Zeit angehalten.
Wenn ein Kämpfer eine Verwarnung bekommt bedeutet das noch keinen Punktabzug aber der Gegner bekommt
auf der Punktmaschine einen Hilfspunkt (Klick) gleich wie für einen Handtreffer gutgeschrieben. Wenn ein
Kämpfer eine weitere Verwarnung bekommt bedeutet das noch keinen Punktabzug aber der Gegner bekommt
auf der Punktmaschine zwei Hilfspunkte (Klicks) gleich wie für einen Fusstreffer gutgeschrieben. Nachdem die
Verwarnung ausgesprochen wurde, gibt der Referee den Kampf mit dem Kommando “fight“ wieder frei.
Wenn ein Kämpfer in einem Kampf die dritte Verwarnung ausgesprochen bekommt, ist das gleichbedeutend mit
dem Erhalt des ersten Minuspunkt und ein voller Punkt wird sofort nach beenden der Runde abgezogen.
Wenn ein Kämpfer in einem Kampf den dritten Minuspunkt ausgesprochen bekommt, ist das gleichbedeutend
mit der Disqualifikation des schuldigen Kämpfers.
Verwarnungen und Minuspunkte werden für den Einsatz von Unerlaubten Techniken ausgesprochen. Ebenso
für Unsportlichkeit des Kämpfers und auch der Betreuer.
UNERLAUBTE TECHNIKEN IM LEICHTKONTAKT
Unkontrollierte Angriffe oder Angriffe mit vollem Kontakt
sowie
¾
¾
¾
¾
¾
¾
¾
¾
¾
¾
¾
¾
¾
¾
Klammern, Clinchen und Beissen
Schlagen mit der Handfläche oder Innenhand oder Beintechniken mit der Ferse gegen den Kopf
Alle Angriffe gegen den Rücken und gegen das Genick
Kopfstösse, Ellbogenstösse, Kniestösse und low kicks
Angriffe gegen die Gelenke
Angriffe gegen den Unterleib
Handrückenschlag aus der Drehung ( spinning Backfist)
Angriffe gegen einen gestürzten Gegner
Absichtliches Ausspucken des Zahnschutzes
Jede Art von Wurf, ausgenommen Beinfeger in Knöchelhöhe
Während eines Angriffes das Bein des Gegners Festhalten
Mit einer oder beiden Händen am Seil festhalten und den Gegner angreifen
Keine Haken oder Uppercuts für Kinder in Leichtkontakt
Mattenflucht, - sich durch absichtliches Übertreten der Kampffläche dem Kampf zu entziehen
§ 8.
PROTESTE UND ENTSCHEIDUNGEN
Die Wertungen der Referee und Punktrichter sind endgültige Entscheidungen.
Proteste gegen die Entscheidungen der Referee und Punktrichter können nur Erfolg haben, wenn die WKA
Regeln und Bestimmungen für Amateurkickboxen für Leichtkontakt, Vollkontakt, Kickboxing und Thaiboxen
nicht Korrekt eingehalten wurden.
Ein Punktrichter Urteil hat solange Gültigkeit, bis ein Kampfinspektor oder das WKA Referee Komitee
das Urteil unter folgenden Voraussetzungen aufhebt:
Eine illegale Absprache oder Vereinbarung hat nachweislich das Urteil eines Kampfes beeinflusst. Die
rechnerische Addition der Punktprotokolle ist fehlerhaft, ein Punktrichter hat die farbigen Ecken vertauscht und
der falsche Kämpfer wurde aus diesen Gründen zum Sieger erklärt. Eine Verletzung der WKA Regeln und
Bestimmungen für Amateurkickboxen für Leichtkontakt, Vollkontakt, Kickboxing und Thaiboxen liegen dem
vorliegendem Urteil zu Grunde.
In diesem Fall muß der Protest sofort dem Kampfinspektor angezeigt werden und gleichzeitig ist eine
Protestgebühr in der Höhe von € 100 .- ( $ 100.-) zu übergeben. Der Grund des Protestes muß ausführlich und
in ruhiger, sachlicher Form vorgebracht werden.
Die Protestgebühr wird für zukünftige Referee Ausbildung auf das Konto der IRC überwiesen.
Der Kampfinspektor muß nach beiderseitigem Parteiengehör und Befragung der betreffenden Kampfrichter über
den Protest entscheiden. Die Verwendung von Videoaufnahmen ist nicht zulässig. Die Entscheidung des
Kampfinspektors ist bindend und endgültig.
Alle Entscheidungen des Wettkampfarztes sind verbindlich, ein Protest ist daher nicht zulässig.