Rena Lange Halbjahres

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Rena Lange Halbjahres
 Liebe Investoren, Freunde und G eschäftspartner der REN A LAN GE H olding
Gm bH ,
wir blicken auf ein ereignisreiches erstes Halbjahr der RENA LANGE Holding GmbH zurück. In
den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 haben wir unter anderem daran gearbeitet, die
Finanzierung unserer Gesellschaft auf eine breitere Basis zu stellen, um unser Wachstum wie geplant
fortzusetzen zu können. Dies ist uns mit der im Dezember 2013 begebenen Anleihe erfolgreich
gelungen. Da die Anleihebegebung ursprünglich früher geplant war, haben sich auch die
Wachstumsprojekte von RENA LANGE zeitlich nach hinten verschoben, so dass wir erst im
Dezember 2013 voll in die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie einsteigen konnten.
Im ersten Schritt ist es uns gelungen, das traditionsreiche Modeunternehmen ST. EMILE zu
erwerben. Rückwirkend zum 1. November 2013 hat die RENA LANGE Holding 80% der Anteile an
der Josef Reis GmbH & CO. KG (ST. EMILE), mit Sitz in Kleinwallstadt, übernommen. Die
verbleibenden 20 % werden weiterhin von Herrn Jürdens gehalten, der, gemeinsam mit den anderen
Mitgliedern der bisherigen Geschäftsleitung, auch in Zukunft an der Spitze von ST. EMILE steht.
Die Mode von ST. EMILE richtet sich an die Frau ab 30 mit gehobenem Einkommen und ist damit
an der Grenze von Luxus- und Premiumsegment positioniert. Ziel der Übernahme ist es, Synergien in
den Bereichen Einkauf und Vertrieb zu heben und das Geschäft von ST. EMILE gezielt weiter
auszubauen, so dass letztlich die Ertragskraft beider Unternehmen weiter gestärkt wird. So sieht z.B.
die strategische Ausrichtung der Premiummarke ST. EMILE eine Erweiterung des Sortiments um
die Produktlinien Eyewear und Fragrance vor.
Neben der Hebung von Synergien mit ST. EMILE haben wir aber auch daran gearbeitet, die Marke
RENA LANGE selbst weiter nach vorne zu bringen. Zum einen haben wir das Geschäftsmodell
weiter optimiert: Hier konnten wir z.B. durch die Bereinigung der Kundenstruktur und Stores im
Großhandel Kosten senken und Ressourcen für andere Themen aktivieren. Zum anderen haben wir
unsere Projekte zur Marken- und Geschäftsentwicklung voran getrieben. So arbeiten wir derzeit an
der Entwicklung der neuen Accessoire Linie (Taschen, Leder Accessoires, Tücher, Schuhe, Lingerie)
sowie der neuen Linie von speziellen Abend- und Cocktailkleidern, die wir aktuell im Markt vorstellen
und welche auf große Zustimmung trifft. Wir sind daher zuversichtlich, dass wir hier auf dem
richtigen Weg sind. Auch die anderen Wachstumsprojekte werden aktuell umgesetzt. So sind wir
dabei die neuen Retail Stores in Paris und New York zu eröffnen und der geplante Markteintritt in
China schreitet ebenfalls voran. Wir werden Sie, liebe Investoren, darüber auch in Zukunft weiter auf
dem Laufenden halten.
Die bereits erwähnte Verschiebung in unserem Zeitplan wird sich auch in den Jahreszahlen
widerspiegeln. Zwar werden wir ein Halbjahr von ST. EMILE voll konsolidieren können und planen
daher mit einem Umsatz in zwischen 30 – 32 Mio. Euro. aber die volle Wirkung unserer Maßnahmen
wird sich erst im kommenden Geschäftsjahr zeigen. Hier sehen wir wie gesagt auch noch Potenzial
durch die neue Accessoires Linie, zusätzliche Retail Stores und den Markteintritt in China. Das
Jahresergebnis wird somit wie geplant zwischen -0,7 bis -1,0 Mio. Euro liegen. Darin sind
Einmaleffekte in Höhe von 1,0 Mio. Euro durch die außerordentlichen Finanzierungskosten für die
Anleihe sowie die Transaktionskosten für die Übernahme von ST. EMILE enthalten.
Die aktuellen Halbjahreszahlen weisen zwar einen Verlust aus, waren für uns jedoch keine
Überraschung. Das erste Halbjahr spiegelt bei unserem Geschäftsjahr (Geschäftsjahresende 30. April)
nicht die eigentlichen Entwicklungen wider, da es keinen konstanten Saisonverlauf gibt, sondern
eigentlich zwei Saisons. Zum Zeitpunkt des Halbjahresabschlusses, also im Oktober, wird bereits die
neue Ware/Kollektion voll produziert und ist vor allem auch bezahlt. Die Auslieferung erfolgt aber
erst in den Monaten Dezember und Januar, so dass den erhöhten Kosten in der Gewinn- und
Verlustrechnung für das erste Halbjahr keine entsprechenden Umsatzerlöse gegenüberstehen. Vor
diesem Hintergrund ist auch ein Periodenfehlbetrag von -1,4 Mio. Euro keinesfalls beunruhigend,
sondern rein stichtagsbedingt und voll im Rahmen unserer Geschäftsplanung. Operativ sind wir mit
dem erwirtschafteten Umsatz in Höhe von 9,9 Mio. Euro zufrieden. Zwar lag der Retail-Bereich
unter dem Vorjahr, dies ist aber im Kalenderjahr 2013 leider eine ganz normale Entwicklung.
Verantwortlich hierfür sind die jahreszeitlichen Wetterkapriolen und die allgemeinen schwache
Kundenfrequenz im gesamten Textileinzelhandel. Mit unseren geplanten Maßnahmen, die sich zum
größten Teil schon in der Umsetzung befinden, sind wir jedoch zuversichtlich, diesen Rückgang im
Retail-Bereich wieder aufholen zu können. Dagegen konnten wir im Großhandel einen durchaus
positiven Geschäftsverlauf verzeichnen und auch die aktuellen Vororderzahlen entwickeln sich gut
und liegen über den Vorjahreswerten. Die erwähnten Kostensenkungsmaßnahmen, durch die unsere
Kostenstrukturen weiter optimiert werden, tragen ebenfalls dazu bei, unser Unternehmen nachhaltig
positiv zu entwickeln.
An dieser Stelle möchte ich mich auch bei allen unseren Mitarbeitern bedanken, die die aktuellen
Entwicklungen durch ihren täglichen Einsatz tatkräftig unterstützen. Darüber hinaus gilt mein Dank
auch den Investoren, deren Vertrauen und Engagement uns die zeitnahe Umsetzung unserer
Wachstumspläne ermöglicht hat.
Wir freuen uns auf weitere Meilensteine und eine positive Geschäftsentwicklung von RENA
LANGE in der Zukunft.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Siegmund Rudigier