1 Minas Dimitriou Historische Entwicklungstendenzen des

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1 Minas Dimitriou Historische Entwicklungstendenzen des
Dimitriou, Minas (2007): Historische Entwicklungstendenzen des internationalen Mediensports. In: Thomas, Schierl (Hrsg.):
Handbuch Medien, Kommunikation und Sport. Beiträge zur Lehre und Forschung im Sport, Bd. 159. Schorndorf: Hofmann
Verlag, 42-54.
Minas Dimitriou
Historische Entwicklungstendenzen des internationalen Mediensports
Der Beitrag beleuchtet die historische Entwicklung des internationalen Mediensports. Dabei
sollen vor allem die Wechschelbeziehung zwischen Sport und Medien unter Berücksichtigung
der jeweiligen historischen Zusammenhänge dargestellt werden. Das Hauptaugenmerk richtet
sich
dabei
auf
die
internationalen
Entwicklungstendenzen,
die
von
den
ersten
sportjournalistischen Beiträgen in der Presse des 17. Jahrhunderts bis hin zur Genese und
Etablierung der Sportberichterstattung im Rundfunk und Fernsehen des 20. Jahrhunderts
beschrieben werden.
1. Einleitung und Forschungsstand
Während die wechselseitige Beziehung zwischen Sport und Medien in den vergangenen
Jahren häufig zum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen wurde, gilt für die
Aufarbeitung der historischen Zusammenhänge des Mediensports der gegenteilige Befund. So
konzentrieren sich die wenigen vorhandenen Arbeiten entweder auf die Anfänge und die
Etablierung der Sportberichterstattung in vereinzelten Ländern (Weischenberg, 1976, 1978;
Lever & Wheeler, 1993; Boyle & Haynes, 2000) oder begrenzen sich auf die geschichtliche
Entwicklung nur eines Mediums (Weischenberg, 1976, 1978; Gödecke 1976, 1978;
Hackforth, 1975, 1978; Harris 1998). Insgesamt ist zu feststellen, dass es, bis auf die aus den
70er Jahren stammenden Studien von Weischenberg, im deutschsprachigen Raum an
grundlegender Literatur zur Entwicklung des internationalen Mediensports fehlt und sich
zudem die Quellenlage oft als schwierig gestaltet.
2. Die Anfänge der Sportpresse
Die Anfänge der Sportberichterstattung in den Medien sind eng mit dem so genannten
patronized sport verknüpft, der sich in England seit Ende des 16. Jahrhunderts entwickelte.
Dabei handelte es sich um die Teilnahme von Bediensteten des Adels an sportlichen
Wettkämpfen wie beispielsweise Wettläufen, Boxen, Rudern und Kricket - meist zum Zwecke
des Wettens und des gegenseitigen Vergleichs. Schon bald fanden sich in der im 17.
Jahrhundert entwickelnden Tagespresse, die sich zunächst auf Grund des hohen Preises und
des in unteren Gesellschaftsschichten verbreiteten Analphabetismus an eine soziale
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Oberschicht richtete, in Form von Ankündigungen oder Ergebnissen auch Sportnachrichten,
die sich auf diese Wettkämpfe bezogen. So gehörten, als 1681 im Blatt True Protestant
Mercury erstmals eine kurze Meldung über einen Boxwettkampf veröffentlicht wurde
(Beckmann, 1933, S. 485, Weischenberg 1976, S. 121), Pferderennen, Boxveranstaltungen
oder Wettläufe zum Alltag des englischen Adels.
Im 18. Jahrhundert nahm die Sportberichterstattung deutlich zu und leistete einen nicht
unbedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Kommunikation zwischen den Sporttreibenden
und zur Verbreitung des Regelwerkes der traditionellen Sportarten. So veröffentlichte der
Racing Calendar (1793–1815) Regeln für Pferderennen, die als Voraussetzung für die
Durchführung dieser in England attraktiven Sportart galten (Vamplew, 1988).1 Im frühen 19.
Jahrhundert
avancierte
die
(Sport-)presse
zudem
zu
einer
der
wichtigsten
Informationsplattformen der Wettaktivitäten. Die Ankündigung der Wettkämpfe und die
Bekanntmachung der Ergebnisse erfolgte über die Zeitungen.
In dieser Zeit lässt sich auch eine weitere Ausweitung der Sportberichterstattung in den
Tageszeitungen beobachten, die zunächst von England ausging. Betrachtet man diese erste
Entwicklungsphase der (Sport-) Presse im angelsächsischen Raum, ist festzustellen, dass die
Eingliederung des Sports als thematischer Schwerpunkt in die Zeitungen schrittweise erfolgte:
Zunächst wurde über Sport nur in Beilagen berichtet, dann schließlich in Rubriken und später
in eigenen Ressorts (Blöbaum, 1994).
Eine eigene Sportrubrik führte 1817 erstmal weltweit die englische Tageszeitung Morning
Herald and daily advertiser ein. Ab 1818 fand sich dann ein regelmäßig erscheinender
Sportteil in der Tageszeitung The Globe und ab 1822 schließlich auch in der von Pierce Egan
herausgegebenen Tageszeitung Bell’s Life in London. In dem umfangreichen Sportteil waren
sowohl gesammelte Nachrichten aus der Welt des Sports als auch „Klatsch und Tratsch“ aus
den Wettkreisen zu lesen (Clapson, 1992). Auch die Londoner Times führte 1829 eine Rubrik
unter dem Titel „Sporting intelligence“ ein, in der regelmäßig sportspezifische Themen
dargestellt wurden (Kohl, 1844). Als weitere Zeitungen der Pionierzeit der englischen
Sportberichterstattung gelten Bell’s Life in London and Sporting Chronicle, die bis 1859 eine
stabile hohe Auflage von 30.000 Stück täglich vorwies (Reid, 1971), die Wochenzeitung The
Illustrated Sporting and Dramatic News und die Sporting Chronicle and Athletic News.
In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts machten sich dann weiter deutliche
Kommerzialisierungsansätze in der englischen Sportpresse bemerkbar: Zum einen war eine
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Die Sportzeitschrift The Sporting Magazine (1792-1815) gilt als erste Zeitschrift mit Schwerpunkt Jagd- und
Pferdesport (Harvey, 2004).
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deutliche Pressekonzentration zu erkennen, zum anderen führte die Einführung von Werbung,
die die rapide ansteigenden Produktionskosten finanzieren sollte, zu einer auffälligen
Änderung von Form und Inhalt der Sportblätter (Boyle & Haynes, 2000).
Eine ähnliche Entwicklung zeichnete sich auch in den USA ab, datieren auch hier die
Anfänge der Sportberichterstattung im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. Die erste USamerikanische Sportzeitschrift namens The American Farmer wurde 1819 von John Skinner
in Baltimore gegründet, zehn Jahre später wurde sie in American Turf Register & Sporting
Magazine umbenannt. Bis zu ihrer Einstellung im Jahre 1844 thematisierten die Beiträge vor
allem die Sportarten Fischen, Jagen, Schießen und Radfahren (Menna, 1994).
In Deutschland begründete hingegen die Turnfachpresse den Anfang des Sportjournalismus –
die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts erschienenen Turnfachblätter sollten eine die Ideologie
der körperlichen Ertüchtigung propagieren (Häupler, 1950). Der Arzt Michael Friedrich
Richter gab 1842 die erste Turnerzeitschrift Allgemeine Turn-Zeitung in Erlangen heraus
(Weischenberg, 1978). 1846 folgten dann der in Dresden herausgegebene Turner, und zehn
Jahre später die Deutsche Turnzeitung. Diese in Leipzig gegründete Zeitung war damals das
wichtigste „Fachblatt in Deutschland, in dem auch die ersten Anfänge einer geordneten
Berichterstattung nach den damaligen journalistischen Prinzipien festzustellen sind.“
(Häupler, 1950, S. 42; zur genaueren Entwicklung der deutschen Sportpresse vgl. den Beitrag
von Eggers in diesem Band).
Auch in Österreich bildeten sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts erste Sportzeitungen
heraus. 1878 wurde die Illustrirte Sport-Zeitung in Wien gegründet; allerdings wurde das
Blatt bereits ein Jahr später eingestellt. Inhaltlich standen hier die aristokratischen
Betätigungsfelder wie Reitsport und Jagd im Vordergrund.
Erfolgreicher war die 1880 von Victor Silberer in Wien herausgegebene Allgemeine
Sportzeitung. Sie hielt sich mehr als vier Jahrzehnte am Markt und leistete einen erheblichen
Beitrag zur Verbreitung des Sports im zentraleuropäischen Raum. Die Inhalte reichten von
Pferdesport, der inhaltlich dominierte, über Rudern, Schießen, Radfahren, Jagd, Fechten,
Fischen, Schach bis hin zu grundsätzlichen Beiträgen über die Bedeutung von Leibesübungen.
Zusätzlich waren Reiseberichte sowie Theater- und Literaturaufsätze zu lesen (Braun, 1968).
Daneben wurden in dieser Zeit auch in der Wiener Allgemeine Zeitung Beiträge, die Sport
zum Inhalt hatten, publiziert (Müllner, 2002).
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Im skandinavischen Raum wurden seit den 1870er Jahren erste Fachzeitungen
herausgegeben, die - wie die Turnblätter in Deutschland - Nachrichten und Beiträge über das
Vereinwesen und den Schulsport publizierten. 1874 erschien in Schweden erstmals die
Tidsskrift i Gymnastik und 1881 die Tidning för Idrott. Im gleichen Jahr erschien die
Wochenzeitung Sporten (ab 1898 als Suomen Urheilulehti) in Finnland und 1883 folgte das
Norsk Idraetsblat (ab 1913 als Sportsmanden) in Norwegen sowie 1884 die Tidskrift for Sport
in Dänemark (Gasch, 1920).
3. Sportberichterstattung als massenattraktiver Inhalt
Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Presse zu einem Massenmedium, das als
Informations- und Unterhaltungsquelle für eine breite Bevölkerung diente – die soziale
Oberschicht war nicht mehr alleinige Zielgruppe. Insbesondere für die infolge der
industriellen Revolution formierte bürgerliche Mittelschicht entstanden diverse Zeitungen, die
Nachrichten nun in neuer Form präsentierten: Statt langer Texte dominierten nun kurze
Berichte, die menschlichen Themen und Sport zum Thema hatten. Auch Grafiken und
Fotografien gewannen an Bedeutung.
Zu den Pionieren zählte der englische Journalist und Verleger Alfred Harmsworth, der 1896
in London mit der Daily Mail die erste Zeitung dieser Art gründete (Lake, 1984). Die
Sportberichterstattung orientierte sich inhaltlich an den Interessensgebieten der englischen
Mittelschicht: Thematisiert wurden neben Pferderennen und Kricket nun auch Sportarten wie
Fußball und Rugby (Kamper, 2004). Eine ähnliche Entwicklung wird auch in den Vereinigten
Staaten sichtbar. Hier zählten bald Boxen, Basketball, Baseball und American Football zu den
in den Medien dominanten Sportarten (Lever & Wheeler 1993).
Diese Entwicklung geht einher mit einer schnellen Verbreitung der britischen Sportbewegung,
der Entwicklung einer Vielzahl neuer Sportveranstaltungen und der Gründung von
zahlreichen Sportvereinen im gesamten europäischen Raum. In der Folge entstanden in ganz
Europa eine Reihe neuer Sporttageszeitungen, so etwa in Italien (1896, Gazzeta dello Sport),
in Frankreich (1900, L’ Equipe) und Spanien (1906, El Mundo Deportivo). Neben
Pferdesport, Tennis, Rudern und Schwimmen, standen jetzt auch moderne Sportarten wie
Radfahren und Teamspiele wie Fußball im Vordergrund (Boyle & Haynes 2000, Westerbeek
& Smith, 2003).
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Auch im deutschsprachigen Raum erfuhr der Sport nun eine immer größere Popularität.
„Entscheidende Ursache für diesen endgültigen Durchbruch der Sportberichterstattung war
die Nutzung der unterhaltenden Elemente des Sports. Weder die Unterrichtung eines
zahlenmäßig kleinen Bevölkerungsteils über seine Freizeitvergnügungen noch fachliche
Informationen einer Gruppe von Eingeweihten hätten einen solche Umsatzsteigerung
herbeiführen können. Vielmehr war im geschichtlichen Umfeld das Bedürfnis nach
Ablenkung durch Massenvergnügungen entstanden.“ (Weischenberg, 1978, S. 15). So
erfolgte 1921 die Gründung der Zeitung Sport in der Schweiz und ein Jahr später die
Gründung der Agentur Sportinformation. 1923 erschien in der Nationalzeitung erstmals eine
Sportseite, bald darauf folgten Sportseiten in der Neuen Züricher Zeitung (1929), dem TagesAnzeiger (1930) und der Zeitung Der Bund (1931). Erst Ende der 30er Jahre wurden dann
eigentliche Sportressorts in den Schweizer Zeitungen eingerichtet (Schanne & Schulz, 1993).
Insgesamt lässt sich in Europa in dieser Zeit eine Entwicklung hin zu einem auf Unterhaltung
ausgerichteten Journalismus erkennen. Beispielhaft für diese Entwicklung steht die 1923 in
Paris gegründete Abendzeitung Paris-Soir, die zunächst aus nur sechs Seiten bestand.
Spätestens ab 1930 zeichnete sich eine Wende hin zu einem Boulevardblatt ab: In ihrem
Erscheinungsbild war die Zeitung durch die zahlreichen Abbildungen, dominierende
Schlagzeilen sowie die thematische Orientierung an Katastrophen, Skandalen, Attentaten und
Sport geprägt. Dieses Konzept was so erfolgreich, dass sich das Blatt vor dem Zweiten
Weltkrieg zur größten Tageszeitung in Frankreich entwickelte. Die Paris-Soir beschäftigte
rund 140 Sportjournalisten, schon diese Zahl verdeutlicht die außerordentliche Bedeutung des
Sportressorts (Bellanger, 1970).
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde den Zeitungsverlagen die ökonomische Bedeutung des
Ressorts Sport mehr und mehr bewusst. Gezielt versuchte man Auflagenzuwächse durch die
Steigerung des Anteils der Sportberichterstattung zu erreichen (Fischer 1993). Inhaltlich
wurde seit den 60er Jahren, insbesondere aufgrund der stärkeren Berücksichtigung des Sports
in Boulevardzeitungen, eine Tendenz zur personenbezogenen Berichterstattung sichtbar.
Weiterhin spielen in der Sportberichterstattung auch Faktoren wie Aktualität oder
Leistungsorientierung eine bedeutende Rolle, wie verschiedene Studien aus den 70er und 80er
Jahren belegen (vgl. Loosen, 1998; Wernecken, 2000).
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4. Die historische Entwicklung der Sportberichterstattung im Hörfunk
Mit dem Hörfunk entstand in den 20er Jahren ein neues Medium, das bald auch für den
Sportjournalismus große Bedeutung erlangte. Schon zu Beginn der 20er Jahre wurden in den
USA - wo 1922 etwa eine Million Menschen die Sendungen von 200 Rundfunkgesellschaften
hörten - Sportveranstaltungen im Radio übertragen. Als erste Sportübertragung im Rundfunk
gilt ein Schwergewichts-Boxkampf zwischen Jack Dempsey und George Carpenter in
Pittsburgh 1921 durch den Pittsburgher Sender KDKA (Nichols et al., 2002). Kommentator
war Florent Gibson von der Zeitung Pittsburgh Star. Es ist nicht verwunderlich, dass gerade
ein Boxkampf für die erste Übertragung ausgewählt wurde, denn die erwähnte Sportart genoss
große Beliebtheit beim Publikum und fand deshalb ein außerordentliches Echo in der
amerikanischen Sportpresse (Halberstam, 1999).
Das neue Medium wurde allerdings auch mit Skepsis aufgenommen. So fürchteten die
Tageszeitungen auf Grund der hohen Aktualität des Hörfunks eine zu starke Konkurrenz. So
erreichte die Newspaper Proprietor´s Association (NPA) kurz nach Einführung des Hörfunks
1922
in
Großbritannien,
dass
Sportergebnisse
im
Radio
ausschließlich
als
Tageszusammenfassungen nach sieben Uhr abends präsentiert werden durften (Briggs, 1961).
Schon bald wurde Sport zu einem immer wichtigeren Programmbestandteil: So fanden sich
seit 1926 im BBC-Sportprogramm unter anderem Berichte von Zuschauern und Interviews.
Sport war, obwohl das Programm der BBC auch kulturelle und politische Themen, sowie
Berichte über Reisen, Literatur und Theater beinhaltete, ausschlaggebend für die große
Zuhörerschaft (Boyle & Haynes, 2000).
Auch im deutschsprachigen Raum entwickelte sich Sport zu einem wichtigen Bestandteil der
Hörfunkprogramme: Die erste Rundfunkreportage eines Sportereignisses (Ruderregatta) fand
am 13. Juli 1924 in Hamburg statt. Am 12. Juli 1925 übertrug Bernhard Ernst von der
„Westdeutschen Funkstunde“ in Münster eine Ruderregatta vom Dortmund-Ems-Kanal
(Gödecke, 1978). Drei Jahre später (1928) erfolgte die erste Hörfunkübertragung von
Olympischen Spielen in St. Moritz, als die Eröffnungsfeier der Winterspiele vom Sender
Radio-Bern ausgestrahlt wurde (Fischer, 1979). 1928 fand die erste Radioübertragung in
Österreich anlässlich eines Fußballländerspiels gegen Ungarn statt. Willy Schmieger
vermittelte im Auftrag der Radioverkehrs AG (RAVAG) 10.000 Radiohörern den
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Spielverlauf per Rundfunk. Im gleichen Jahr übernahm der letztgenannte Radiopionier die
Übertragung der Eishockeypartie zwischen der Mannschaft der britischen Universität
Cambridge und dem Wiener Eishockeyteam (Godler et al., 2004).
Von der sich immer weiter entwickelnden Rundfunktechnik profitierte im Laufe der Zeit auch
die Sportberichterstattung: Live-Erlebnisse waren dank des neuen Mediums erstmals möglich.
Der Sport erreichte ein Massenpublikum. Erste internationale Live-Übertragungen in
Deutschland, die ein Millionenpublikum erreichten, waren: 1929 das Fußball-Länderspiel
Deutschland - Italien und 1930 der Boxkampf M. Schmeling gegen J. Sharkey (Gerhards &
Klinger, 2004). Im Vergleich zu den Printmedien hatte der Hörfunk mit solchen
Übertragungen den Vorteil einer deutlich erhöhten Aktualität. Die Offenheit des Ausgangs,
das Miterleben des spannenden Ablaufs und der Möglichkeit zur Identifikation mit einer
Wettkampfpartei oder mit einem Sportidol waren weitere Aspekte der hohen Attraktivität des
Hörfunks.
Inhaltlich erreichte die Sportart Fußball in der Hörfunk-Sportberichterstattung in Europa bis
heute eine dominierende Stellung, so dass andere Sportarten eine geringere Berücksichtigung
fanden. In Österreich zählten neben Fußball auch die Skiwettbewerbe zu den bevorzugten
Bestandteilen der Sportberichterstattung.
5. Sport im Fernsehen
Mit der Entwicklung des Fernsehens mussten sich Printmedien und Hörfunk einem weiteren
Konkurrenz-Medium stellen. Die gravierenden Veränderungen, die sich im Bereich der
medialen Präsentation, Inszenierung und Vermarktung des Sports in den letzten Jahrzehnten
vollzogen
haben,
lassen
sich
insbesondere
auf
den
Wandel
der
technischen
Rahmenbedingungen zurückführen, die das Medium Fernsehen mit sich brachte.
Die erste Übertragung einer Sportveranstaltung fand 1931 in Japan statt. Unter der Leitung
des Japaners Y. Tadaoki wurde ein Baseballspiel des Waseda University Baseball Club in
Tokio über eine Kabelverbindung in das elektrotechnische Laboratorium der WasedaUniversität übertragen und war dort auf einem quadratischen Bildschirm mit rund 90 cm
Seitenlänge zu sehen. In Berlin wurde 1935 mit dem Fernsehsender Paul Nipkow der erste
regelmäßige Fernsehprogrammdienst der Welt eröffnet. Wegen des damals prohibitiv hohen
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Anschaffungspreises (2500 Reichsmark) der Fernsehempfänger richtete die Deutsche
Reichspost in Berlin, Potsdam und Leipzig insgesamt 28 „öffentliche Fernsehstellen“ ein, in
denen 1936 von den Olympischen Spielen in Berlin die wichtigsten Wettbewerbe in Teilen
live übertragen wurden (Zeutschner, 1995). In England übertrug die BBC 1938 mit dem
Rugbyspiels zwischen England und Schottland erstmals live eine Sportveranstaltung (Boyle
& Haynes 2000).
Nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte sich das Fernsehen bald zu einem Massenmedium:
So übertrug die BBC die Olympischen Spiele von 1948 in London (Whannel, 1992). Eine
Reihe von technischen Innovationen – so wurden beispielsweise 1951 Zoom-Objektive bei
einem Pferderennen in Ascot eingesetzt – ermöglichte den Rezipienten einen näheren
Einblick in das Sportgeschehen (Boyle & Haynes 2000). In Deutschland leistete die FußballWeltmeisterschaft 1954 in der Schweiz einen erheblichen Beitrag sowohl zur Verbreitung der
Fernsehengeräte
als
auch
zur
Etablierung
des
Fernsehens
als
wichtigstem
Übertragungsmedium in Europa (Zielinski 1989). „Die Übertragungen von der FußballWeltmeisterschaft 1954 sind gleichbedeutend mit dem Aufbau des europäischen
Fernsehnetzes“
(Hackforth,
1989).
Zur
Übertragung
grenzüberschreitender
Fernsehprogramme (etwa die Übertragung der Olympischen Spiele) und für einen täglichen
Fernsehnachrichtenaustausch gründete die Europäische Rundfunk-Union 1954 die Eurovision
mit Sitz der Programmkoordination in Genf und der technischen Koordination in Brüssel.
In den Folgejahren führten Neuentwicklungen wie die Magnetbandaufzeichnung, die
Verbesserung der Möglichkeit der Live-Übertragungen zu einer immer stärkeren medialen
Präsenz auch des Sports in den Medien. So ermöglichte beispielsweise die neue SatellitenTechnik (Syncom III) die weltweite Übertragung der Olympischen Spiele von Tokio 1964.
Diese Entwicklung trug nicht nur dazu bei, dass die Veranstaltung einen globalen Charakter
erhielt, sondern führte auch zur Verbesserung der Vermarktungsmöglichkeiten der Spiele
(Verdier, 1996).
Als weitere Entwicklung zeichnete sich ab, dass Sportveranstaltungen nicht mehr primär für
den Wettkampfbesucher, sondern für den Fernsehkonsumenten inszeniert wurden. Dabei
waren die USA im Hinblick auf die die organisatorische und die technische Qualität der
Wettkämpfe als auch der Übertragungen prägend. Roberts und Olsen (1989) bezeichneten
diesen Wandel nach dem ABC-Sportchef Roone Arledge als „Roone revolution“. Er führte
1961 bei den Sportübertragungen zahlreiche technische Innovationen wie beispielsweise
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Handkameras, Krankameras, geteilter Bildschirm, Instant Replay und eine neuartige
Tonübertragung (Richtmikrophone) ein (Rader, 1984). Ziel war es, dem Fernsehzuschauer die
Stadionatmosphäre direkt nach Hause zu liefern.
In Europa etablierte sich der Fußball als dominante Mediensportart. Die wachsende
Konkurrenz auf dem Fernsehmarkt in Folge der Einführung des dualen Rundfunksystems in
vielen europäischen Staaten in den 80er Jahren ließ Fußball daher zu einem begehrten
Programminhalt werden (Leder, 2004; zur ökonomischen Entwicklung des Sports im TV vgl.
Kapitel IV in diesem Band; zur jüngeren Entwicklung der inhaltlichen Ausrichtung und des
Sportangebots vgl. Zubayr in diesem Band).
6. Die Anfänge des Mediensponsorings
Die in der jüngsten Zeit in der Forschung konstatierte enge Verzahnung von Sport und
Medien, geht auf eine lange Tradition zurück. So agierten bereits in der zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts Medienunternehmen als Ausrichter von Sportveranstaltungen. So initiierte und
organisierte der Herausgeber der Allgemeinen Sportzeitung Victor Silberer zahlreiche
Veranstaltungen in Wien. „Einen überaus mächtigen Impuls erhielten verschiedene
Sportzweige durch die zahlreichen Meisterschaftskämpfe, die der Herausgeber der
Allgemeinen Sportzeitung vom Jahr 1881 an ins Leben rief, so die Meisterschaften auf der
Donau im Rudern und im Schwimmen, die Meisterschaften von Österreich im Schwimmen
und im Springen, im Radfahren, im Florett- und Säbelfechten, auf dem Billard u.u.“ (Plecher,
1916, S. 8, zitiert nach Müllner, 2002, S. 85).
Die Zeitungen agierten jedoch nicht nur als Ausrichter, sondern wurden auch in vielfältiger
Weise als Sponsoren aktiv. So sponsorten Zeitungen und Magazine um die Jahrhundertwende
in England zahlreiche Sportveranstaltungen in England. Beispielhaft sei die Zeitung News of
the World genannt, die das Sponsoring der Professional Golfers Association (PGA) übernahm
und bei der ersten Meisterschaft 200 Pfund zum Preisgeld beisteuerte.
Auch heute noch bekannte Sportveranstaltungen haben ihren Ursprung in dieser Zeit: So
wurde die Tour de France 1903 von der auf eine Auflagensteigerung bedachten Sportzeitung
L'Auto gegründet. Der Chefredakteur des Blattes, Henri Desgrange, übernahm bis zu seinem
Tod 1939 den Posten des Tour-Direktors (Beckmann, 1933).
In Italien sind in dieser Zeit ähnliche Entwicklungen zu beobachten. So fand sich bereits auf
der Titelseite der ersten Ausgabe der Gazzetta dello Sport, die 1896 aus Il Ciclista (Radfahrer)
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und La Tripletta (Drei Tore) entstand, die Ankündigung des von der Sportzeitung
ausgerichteten Radrennens Mailand-Monza-Lecco-Erba. Drei Jahre später (1899) wurde die
bis heute bestehende Farbe rosa für die erwähnte Zeitung eingeführt.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts konnten seitens der Inhaber des Blattes die Bemühungen zur
Gründung eines Radrennens intensiviert werden. So machte die Gazzetta dello Sport im
August 1908 dann auf der Titelseite die Veranstaltung des 1. Giro d'Italia für das Jahr 1909
bekannt und kam so der Tageszeitung Il Corriere della Sera zuvor, die nach dem großen
Erfolg eines von ihr organisierten Autorennens ebenfalls ein Radrennen plante. Der erste Giro
d'Italia begann am 13. März 1909 mit der Teilnahme von 127 Radfahrern. Der Sieger des
Rennens erhielt 3.000 Lire – prämiert wurden sie von der Zeitung Corriere della Sera
(Beckmann, 1933). Mit der Einführung des rosa Trikots – der Farbe der Gazzetta – das den
führenden Rennfahrer auszeichnete, konnte im Jahre 1931 die enge Verbindung des Rennens
mit der populären Sportzeitung dokumentiert werden.
Die erwähnten Initiativen auf regionaler und internationaler Ebene leisteten bis in die 70er
Jahren hinein einen hervorragenden Beitrag zur Verbreitung und Etablierung des Sports. Im
Rahmen der aufkommenden Kommerzialisierung tritt Anfang der 80er Jahre eine neue Art
von Sponsoring - nämlich das Sportsponsoring - in Erscheinung, das die Entwicklung des
modernen Sports maßgeblich beeinflusst hat.
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