Über Campus X Berichte Bewerben Infos vom Campus

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Über Campus X Berichte Bewerben Infos vom Campus
Infos vom Campus
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Berichte
Über Campus X
Das Magazin von Campus X - Eine Initiative des FAV Pforzheim
WS 2010/2011 | Ausgabe Nr. 7
X-PRESS Nr. 7
Vorwort
In ferne Länder reisen …
In diesem Moment hältst du die siebte Ausgabe der X-PRESS in der Hand.
Mit viel Liebe haben wir jede Menge interessante Themen zusammen gepackt und uns zu Ende etwas ganz Besonderes ausgedacht: Vielleicht findest du ja noch heute dein Glück!
Felix Drabe
Vorstand Marketing/X-PRESS
4. Semester | Werbung
[email protected]
Wie jedes Semester sind die Studenten der Hochschule Pforzheim in die
weite Welt gereist und berichten aus vielen exotischen Ländern. Ob nun
zum Arbeiten oder Studieren – ein Auslandsaufenthalt birgt immer eine
Menge unglaublicher Erlebnisse und atemberaubender Eindrücke. Und das,
was man wieder mit nach Hause nimmt, kann einem niemand mehr nehmen. Ein Leben lang trägt man die schönsten Erinnerungen mit sich. Dazu
gehören ganz bestimmt gewonnene Freundschaften in einer unbekannten
Kultur, ein waghalsiger Blick über die Grenzen Deutschlands sowie die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.
Und nicht zu vergessen, ein gewisses Gefühl von Freiheit …
Fernes Asien, nördliches Amerika und benachbarte Schweiz: Auf der ganzen
Welt gibt es spannende Orte zu sehen, zu fühlen, zu erleben. Dabei lassen
wir nicht einmal den Mittelpunkt der Erde aus und zeigen die schönsten
Impressionen der Stadt Quito direkt am Äquator!
Viola Schier
Projektleitung X-PRESS
3. Semester | Werbung
[email protected]
Doch auch aus näherer Umgebung gibt es Wissenswertes zu lesen: Wie sieht
das Tagesgeschäft eines Mediaplaners bei einer großen Agentur aus und in
welcher Branche kannst du das meiste Geld verdienen? Welche Schwierigkeiten treten während der Konversation zwischen dir und einem Engländer
auf und wie zukunftsfähig ist eigentlich Deutschlands Automobilindustrie?
Eine angenehme Lektüre wünschen
Über Campus X
Work hard. Party hard.
Teamplayer werden?
Menschliche Grenzen überschreiten
Berichte
Shanghai
BSH Group, New Bern
SWISS
Indonesien
Tuscaloosa
Quito
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Der Beruf Mediaplaner/in
Working with the British
Einflussfaktoren auf Ihr Einstiegsgehalt
Infos vom Campus
Bachelor-Rezept
Wie zukunftsfähig ist Deutschlands Automobilindustrie?
Professor auf Auslandsmission in China
Campus X Gewinnspiel
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Work hard. Party hard.
12. Oktober: Infoabend
Zu Beginn des Semesters wurden wieder
kräftig neue Mitglieder für die Initiative geworben. Am Infoabend wurde den interessierten Studenten die Arbeit von Campus X
und auch die damit verbundenen Vorteile
näher gebracht. Mit ingesamt 57 Membern,
davon 23 neuen, haben wir nun unsere anvisierte Wunschgröße erreicht.
28. Oktober: Erste Vollversammlung und
SurpriX
Zur ersten großen Vollversammlung wurde
allen neuen und alten Mitglieder der Plan
für das Wintersemester 2010/2011 vorgestellt. Anschließend fand der „SurpriX“ statt.
An diesem Event hatten die Member wieder
die Gelegenheit, sich in lockerer Atmosphäre kennen zu lernen.
3. November: Lunch-Hour-Talks mit der
KPMG AG
Bei den Lunch-Hour-Talks hatten 25 Studierende die Möglichkeit sich mit Beratern der
KPMG AG über aktuelle Karrierechancen
auszutauschen. Sie erfuhren Interessantes
über den Alltag eines Beraters oder Wirtschaftsprüfers und konnten erste Kontakte
knüpfen.
9. November: Werksführung bei Dr. Ing.
h.c. F. Porsche AG
In diesem Semester durften wir 30 Studierende zu einer Werksführung bei der Dr. Ing.
h.c. F. Porsche AG einladen. Der Andrang
auf diese 30 Plätze war sehr groß und alle
Beteiligten waren von diesem einmaligen
Erlebnis hellauf begeistert.
10. November: Como-Party
Wie jedes Semester fand natürlich wieder
die legendäre „Campus X meets Como Club
Gold“ – Party statt. Sie stand dieses Mal unter dem Motto „Dress to eXpress“ und war
ein voller Erfolg. Die Bilder der Como-Party
sind auf der Campus X – Homepage zu finden.
24. November: X-PRESS Release
Zum krönenden Abschluss des Projektes XPRESS haltet ihr nun die siebte Ausgabe in
den Händen.
25. November: Messe-Knigge
Dieses Semester erhaltet ihr erneut die
Möglichkeit, euch über die Tipps und Tricks
für einen erfolgreichen Messebesuch zu informieren.
27. November: Internationales
Bewerbertraining
In Kooperation mit dem Institut für Fremdsprachen IFS veranstaltet Campus X wieder
ein internationales Bewerbertraining.
24. November: Messe-Knigge
Dieses Semester erhaltet ihr erneut die
Möglichkeit, euch über die Tipps und Tricks
für einen erfolgreichen Messebesuch zu informieren.
2. Dezember: X-DAY
Am 2. Dezember ist es soweit. Der fünfzehnte X-DAY findet statt. Auf der Firmenkontaktmesse X-DAY haben Studierende jedes Semester die Möglichkeit, wichtige Kontakte für ihre berufliche Zukunft zu knüpfen.
15. 14. Dezember: IHR mit KPMG
Beim Inhouse Recruiting habt ihr die einmalige Möglichkeit euch für einen Job bei der
KPMG AG zu empfehlen. Nutzt diese Chanche und bewerbt euch!
Dezember: Weihnachtsfeier
Als Abschluss für ein erfolgreiches Wintersemester lassen wir dieses wieder durch eine
Weihnachtsfeier in gemütlichem Rahmen
ausklingen – Work hard. Party hard.
Über Campus X
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Infos vom Campus
Das Campus X Wintersemester 2010/2011
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Teamplayer werden?
Campus X stellt sich vor
Bist du ein Wirtschaftsrechtler mit Liebe
zum Texte schreiben? Ein Marktforscher mit
Hang zum Organisieren? Oder ein Maschinenbauer, der gerne Events plant? Studierst
du vielleicht Marketing, hast aber auch
Spaß an Informatik?
Unabhängig von deinem Studiengang
kannst du bei Campus X deine Interessen
ausleben, verborgene Talente entdecken
und einfach mal über den Tellerrand deines
Studiums hinaus schauen ...
Workshop & Event
Genau mein Ding... Ich organisiere gerne
Veranstaltungen! Die gemeinsame Planung
beginnt mit der Ideenfindung und Akquirierung von Unternehmen. Nach einigen Werbekampagnen kümmere ich mich um die
eigentliche Durchsetzung des Events. Auf
dem Programm stehen unsere Inhouse Recruitings, Werksführungen, Workshops und
verschiedene Seminare. Natürlich darf hier
auch nicht die Gestaltung der legendären
Campus X meets Como Party fehlen!
Marktforschung & Akquise
Es macht mir Spaß, Fragebögen zu erstellen und Umfragen auszuwerten. Ich bin ein
sehr kommunikativer Mensch, der gerne
mit bekannten Unternehmen in Kontakt
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treten würde. Habe ich sie erst einmal zu einer Zusammenarbeit mit Campus X geworben, kann ich sie am X-DAY rundum betreuen. So fällt es mir leicht, mit Firmenvertretern ins Gespräch zu kommen... Will ich mir
schon heute wichtige Connections sichern?
Marketing & PR
Ich lasse der Kreativität gerne freien Lauf
und habe Spaß daran, jegliche Werbemittel
rund um Campus X und den X-DAY zu gestalten. Für die nächste X-PRESS bastle ich an
Artikeln und Layout und plane ein atemberaubendes Release! Abends treffe ich mich
ganz gerne auf ein Bier im Initiativenbüro
und arbeite im Team an Marketingkonzepten und Presseberichten... Bin ich vielleicht
die neue Marketing-Muse von Campus X?
IT
Ohne mich geht nichts! Ich kümmere mich
um alle Member, die mit IT-Problemen zu
mir kommen, und pflege EDV, Server, Administration sowie Benutzerverwaltung.
Unsere Homepage ist mein Revier – ich bin
für Design und Aktualisierungen zuständig. Mich interessieren neue Technologien
und Support im Unternehmensumfeld. Am
wichtigsten Tag, dem X-DAY, bin ich für die
IT-Betreuung natürlich unerlässlich!
Orga/HR
Als Allround-Talent bin ich Planung, Organisation und Durchführung in einem. Neben
Personalplanung und Datenpflege organisieren wir jegliche Infoveranstaltungen
von Campus X. Die immer wieder kreative
Gestaltung unserer internen Events wie des
SurpriX, des Sommerfests und der Weihnachtsfeier macht mir besonders Spaß.
Gerne übernehme ich aber auch mal Verantwortung oder halte vor mehreren Menschen eine Rede. So kann ich nach jedem
X-DAY umso stolzer auf mich sein, dass dank
der ausgiebigen Vorbereitungen alles reibungslos verlaufen ist. Schlummert da in
mir vielleicht ein zukünftiger Vorstand?
Welches Team du auch lebst – eins ist
sicher: In jedem erwarten dich neue,
interessante Erfahrungen und Erlebnisse,
eine ordentliche Portion Zusammengehörigkeit und (nicht auszuschließen)
natürlich jede Menge Spaß!
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Menschliche Grenzen
überschreiten
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Heilpädagogisches Reiten: Ein soziales Projekt der Gustav-Heinemann-Schule und Campus X
Vertrauen in sich selbst, Selbstbewusstsein
und Gruppenzughörigkeit – Werte, die in
der heutigen Gesellschaft häufig im Mittelpunkt stehen und die es zu erreichen gilt.
Ob im Berufs- oder im persönlichen Leben,
jedermann versucht sich weiterzuentwickeln, wertvolle Erfahrungen zu sammeln
und am Ende des Tages sagen zu können:
„Heute habe ich etwas erreicht!“ Leider
werden jedoch oft die vergessen, für die
das Erreichen dieses Ziels eine große Hürde
darstellt und für die jeder Schritt nach vorne
durch Stolpersteine erschwert wird. Menschen, die durch Behinderungen und Erkrankungen den normalen Lauf des Lebens
nicht nehmen können und auf die Hilfe ihrer
Mitmenschen angewiesen sind.
Glücklicherweise ist ein Ort, an dem diese
Menschen helfend zur Hand genommen
werden genau vor unserer Haustür: die Gustav-Heinemann-Schule in Pforzheim. Eine
Schule für schwer erziehbare und behinderte Kinder, deren Projekte Campus X in der
Vergangenheit durch Spenden unterstützen
konnte.
Was in den vergangenen Semestern eine
kleine Spende war, ist dieses Semester zu
einem einmaligen und vielversprechenden
Großprojekt geworden: die Unterstützung
heilpädagogischer Reitstunden für behinderte Kinder.
Fokus des Projekts, welches von Christine
Kaiser, Lehrerin an der Gustav-HeinemannSchule, geleitet wird, ist, Kindern ein Mal
die Woche die Möglichkeit zu geben, selbst
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Platz auf dem Rücken eines Pferdes zu nehmen. Kindern, die sich sonst nur mit Hilfe
eines Rollstuhles fortbewegen können, wird
hier ein völlig neues Körpergefühl vermittelt.
„Einzigartig, großartig, unbedingt zu unterstützen!“, so denkt Campus X.
Die Frage, die sich jedoch zunächst stellt,
ist: Was genau bedeutet heilpädagogisches
Reiten?
Heilpädagogisches Reiten stellt eine Behandlungsform dar, durch die über das
Pferd positive Verhaltensänderungen eingeleitet und erzielt werden. Das Pferd besitzt die Gabe, menschliche Grenzen zu
überschreiten und die Kinder mittels eines
so genannten siebten Sinns körperlich,
emotional-geistig und sozial anzusprechen.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass sogar autistische Kinder eine Verbindung zum Pferd
aufbauen und ihr Vertrauen und Selbstwertgefühl erheblich stärken. So lernen
sie dadurch, dass sie selbstständig auf dem
Pferd sitzen und dieses lenken und weisen,
mit eigenen Ängsten und Verunsicherungen
umzugehen. Denn nicht „für jedes Kind ist
es eine Leichtigkeit, den Sprung aufs Pferd
zu wagen und in einer ihm ungewohnten
Höhe den Ritt durchs Gelände zu beginnen“, so Christine Kaiser. Ebenfalls werden
durch das therapeutische Reiten positive
Effekte im sozialen Verhalten erzielt. Neben dem gemeinsamen Arbeiten in einer
Gruppe lernen die Kinder eine Beziehung
zum Partner aufzubauen und ihr kooperatives Verhalten zu schulen. Sie müssen nicht
Text: Marina Thiel
nur dem Pferd ihre eigenen Grenzen zeigen
und diese deutlich und unmissverständlich
vermitteln, sondern auch die Grenzen des
Pferdes erlernen und den richtigen Umgang
mit ihm pflegen. Keine leichte Aufgabe –
insbesondere, wenn man bedenkt, dass
es den Kindern meist verwehrt bleibt, ihre
kommunikativen Fähigkeiten im normalen
Alltag in solch einer besonderen Art und
Weise auszubauen.
Doch was genau hat Campus X mit dem Projekt zu tun?
Da das überaus erfolgreiche Projekt ausschließlich über Spenden finanziert wird,
stand für Campus X schnell fest, dass eine
Unterstützung der Gustav-HeinemannSchule von äußerst großer Bedeutung für
die Kinder sein würde. Um jedoch einen
größeren Beitrag leisten zu können und
somit den Kindern die bestmögliche Hilfe
anzubieten, rief Campus X zu Beginn des
Semesters einen großen Spendenaufruf ins
Leben. Die Resonanz fiel sehr positiv aus
und schon bald konnten weitere begeisterte Unterstützer des Projektes gefunden
werden – nicht nur ein Erfolg für Campus X,
sondern auch für die Kinder! Denn viel war
in Planung… und viel wird geschehen!
Es werden nicht nur drei komplette Sitzgarnituren für die Reitmittagspause von der
Johannes-Diakonie in Mosbach gespendet,
sondern auch der Bau eines für die Reittherapie wichtigen Bestandteils vonstattengehen: einer Aufstiegsrampe! Zurzeit besteht
leider keinerlei Möglichkeit für die Kinder
ohne große Kraftanstrengung auf dem Rü-
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cken des Pferdes Platz zu nehmen. Wollen
sie ihr Reiterlebnis beginnen, so müssen
sie mit Hilfe zweier Helfer - und mit großer Mühe - auf das Pferd getragen werden.
Die Aufstiegsrampe wird für alle Beteiligten
eine große Erleichterung sein und insbesondere den Kindern, die große Kraftanstrengung zu Beginn des Reiterlebnisses ersparen. Ihr Bau ist bereits in Planung, voraussichtlich wird sie bereits Ende des Jahres
ihren Platz auf dem Reiterhof Nonnenmann
in Pforzheim gefunden haben.
Sowohl wir als auch die Gustav-HeinemannSchule können es kaum erwarten bis das
Projekt vollendet ist! Monate des Planens
sind bereits vergangen und mit jedem Tag
rückt das Ziel – den Kindern das Glück der
Erde näher bringen – näher. Und bei einem
sind wir uns alle ganz besonders sicher:
Wie fantastisch ist es doch zu sehen, was
bewirkt werden kann, wenn der Zusammenhalt groß ist und alle am gleichen
Strang ziehen!
Wir danken:
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Shanghai
Über Campus X
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Infos vom Campus
Eine der beeindruckensten und facettenreichsten Städte Chinas!
„Ja, warum eigentlich nicht Shanghai? Die
Erfahrung kann dir später niemand mehr
nehmen!“ Und so entschied ich mich dafür,
mein Praxissemester in Shanghai zu absolvieren.
Natürlich hatte ich vor dem Abflug am 10.
August ein paar Zweifel: „Wäre es nicht doch
besser, ein wenig chinesisch zu sprechen?
Versteht mich dort überhaupt jemand?
Bekomme ich die Wohnung, die ich mir im
Internet angeschaut habe? Was ist wenn
nicht? Wie sind meine Kollegen? Finde ich
mich in dieser riesigen Stadt zurecht?“
Zum Glück haben sich meine Zweifel nicht
bestätigt. Ganz allein und ohne jegliche
Sprachkenntnisse kam ich nach 12 Stunden
Flug in Shanghai an - voller Erwartungen.
Ich bezog mein Apartment im Stadtteil Xujiahui, das ich zusammen mit drei Mitbewohnern bewohne und komme mit meinem
Englisch ganz gut zurecht, auch wenn mich
meine Mitbewohner mit ihrem Chinesisch
bei manchen Dingen etwas unterstützen
mussten. Da ich aber direkt am nächsten
Tag nach meiner Ankunft arbeiten musste,
hat das dazu geführt, dass ich mich hier
überhaupt nicht orientieren konnte und
nicht mal ohne Probleme zu meiner Wohnung gefunden habe. Die Stadt ist eben
doch so riesig und auf den ersten Blick sieht
dann alles sehr ähnlich aus. So brauchte ich
ein paar Tage um mich zu orientieren, aber
mittlerweile würde ich sagen, dass ich mich
in Shanghai richtig gut auskenne.
Mein erster Arbeitstag begann dann mit
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einer obligatorischen shanghainesischen
Metrofahrt, die circa eine Stunde dauerte,
bis ich schließlich bei meiner Firma ankam.
Dort wurde ich auch schon erwartet und
nach der Sicherheitseinführung lernte ich
gleich meinen chinesischen Chef kennen. Er
ist wie eigentlich alle meine Kollegen sehr
nett und hilfsbereit. Englisch sprechen im
Büro auch fast alle und so habe ich keine
Probleme mich dort zu verständigen.
Da wir Wirtschaftsingenieure auch Marketingvorlesungen haben, ist es gar nicht so
verwunderlich, dass ich mich in der Marketingabteilung der Firma wiederfand. Als
einzige Praktikantin der Firma in Shanghai,
arbeite ich im strategischen Marketing und
habe dort meine eigenen Aufgaben und
Projekte, die ich selbstständig bearbeiten
darf. Hinter mir steht das gesamte asiatische Marketingteam der Firma, mit dem
ich eng zusammen arbeite, das heißt ich
habe ständigen Kontakt mit meinen Kollegen aus Japan, Taiwan, Korea, Thailand,
Indien und natürlich China. Für mich ist es
sehr spannend zu sehen wie verschieden
die Arbeitsweisen sind und doch sind wir
ein tolles Team, in dem jeder jeden unterstützt und um Hilfe fragen kann. Außerdem
ist es besonders toll, dass ich als vollwertiges Teammitglied angesehen werde und
nicht als die kaffeekochende Praktikantin.
Das heißt für mich natürlich auch viel Verantwortung und selbstständige Arbeit. Also
genau das, was man sich wünscht!
Neben der Arbeit, die mir wirklich viel Spaß
macht, habe ich an den Wochenenden
Text: Katrin Heyer
Zeit, Shanghai und die Umgebung kennenzulernen. Der einzige Nachteil daran: An
den Wochenenden ist es einfach überall
unglaublich überfüllt. Ich habe so große
Menschenmassen noch nirgendwo gese
hen, man fühlt sich ständig so, als ob man
auf einem Festival ist oder sich ein Fußballspiel im Stadion anschaut. Ruhe findet man
kaum, das liegt aber vor allem daran, dass
die Chinesen von ihrer Art her sehr laut und
lebhaft sind.
Generell sind die Menschen in Shanghai
sehr freundlich, offen und hilfsbereit.
Sie bemühen sich sehr, einem Dinge zu erklären und zu zeigen - zur Not eben auch auf
Chinesisch, das ich zwar dann nicht verstehe, aber ihre Hilfe dennoch sehr zu schätzen
weiß.
Während meines Ausflugs nach Beijing
ist es mir dagegen ganz anders ergangen.
Während der National Holidays, dem chinesischen Nationalfeiertag an dem alle
Chinesen eine Woche lang frei haben und
ihre Vereinigung feiern, bin ich nach Beijing
gereist und habe dort ganz erstaunt festgestellt, dass es so viel weniger international ist als Shanghai. Überrascht hat es
mich deshalb, weil die olympischen Spiele
2008 in Beijing stattgefunden haben und in
Shanghai gerade ein anderes Großereig
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nis, die Expo 2010, stattfindet. Hier gibt es
deshalb wirklich überall englische Beschriftungen und viele englischsprechende Volunteers, aber in Beijing? Fehlanzeige! Auch
die Hilfsbereitschaft der Menschen ist nicht
mit Shanghai zu vergleichen. Würde ich
länger in Beijing leben, müsste ich definitiv chinesisch lernen. Shanghai und Beijing
unterscheiden sich auch sonst stark: Beijing
empfand ich als sehr viel schmutziger und
natürlich wesentlich älter als Shanghai.
Shanghai ist eine moderne Metropole, in
der das Leben pulsiert, doch Beijing zeigt
mehr das alte China. Etwas mehr Flair von
Beijing hatte ich mir dennoch versprochen,
ich war eigentlich sogar fast enttäuscht von
der Hauptstadt Chinas. Sicherlich hat auch
der Smog seinen Anteil dazu beigetragen,
denn den habe ich in solcher Heftigkeit in
Shanghai noch nie erlebt.
Mein Höhepunkt des Trips war dann der
Besuch der chinesischen Mauer. Dort habe
ich zum ersten Mal das China gesehen, das
meinen meisten Erwartungen entspricht:
Die Natur, der Ausblick und das Alter der
Mauer haben mich tief beeindruckt und
deshalb ist die große Mauer für mich das
beeindruckendste Bauwerk, das ich jemals
gesehen habe.
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Die Mauer strahlt eine unglaubliche Ruhe
aus, wenn man sieht wie sie sich
durch das Gebirge schlängelt, so friedlich und doch so imposant. Hier kann
man Geschichte fühlen. Einfach traumhaft!
Immer wieder schön sind auch die Kanalstädte rund um Shanghai. Innerhalb von
ein bis zwei Stunden ist man in ländlicheren
Regionen und kann dort kleine Städte besuchen, die von Kanälen durchzogen sind,
links und rechts gesäumt von kleinen alten
Häuschen. Auf den Kanälen fahren Boote,
die von einem Chinesen allein gesteuert
werden - ähnlich wie von einem Gondoliere
in Venedig. Ein Kaffee oder ein Tee in einer
der gemütlichen Teestuben lassen einen
den Trubel der Stadt vergessen. Je mehr
ich von China sehe, desto mehr bemerke
ich, wie sehr sich Shanghai vom Rest unterscheidet. Ich habe eigentlich erst jetzt festgestellt, wie speziell Shanghai wirklich ist.
Der im Kolonialstil erstrahlende Bund mit
dem einzigartigen Blick auf das nachts hellbeleuchtete Finanzviertel Pudong, die vielen kleinen Gässchen im berühmten Künstlerviertel TianZiFang, die Natur im Century
Park - das ist Shanghai und das findet man
nirgendwo anders in China, und auch nichts
Vergleichbares auf der Welt.
Ich habe für mich beschlossen, Shanghai so
zu nehmen wie es ist: modern, einzigartig
und auf eine besondere Weise schön.
Ich freue mich sehr, auch die nächsten
Monate hier verbringen zu können, um
die große Stadt weiter zu erkunden und
natürlich meine Arbeit als Praktikantin erfolgreich abzuschließen. Schon jetzt kann
ich sagen, dass ich die Entscheidung nach
Shanghai zu gehen immer wieder treffen
würde und nicht bereue.
Die Stadt hat mich in ihren Bann gezogen
und schafft es immer wieder mich zu faszinieren.
Wann immer ihr die Chance habt, hinaus
in die Welt zu gehen, kann ich euch nur raten: Macht es! Natürlich ist es nicht immer
leicht, aber jede Erfahrung lässt uns wachsen und schenkt uns Erinnerungen, die uns
unser ganzes Leben lang begleiten und uns
den Blick für die Welt öffnen.
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BSH Group, New Bern
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Infos vom Campus
Praktikum bei der Bosch Siemens Home Appliances Group im Bereich Qualitätsmanagement
Dass ich für mein Praktikum ins Ausland
möchte, war mir von Anfang an klar. Dass es
so schwer sein würde eine passende Stelle
zu finden, hätte ich nicht gedacht. Letztendlich habe ich ein Angebot von Bosch
Siemens Home Appliances Group in New
Bern, North Carolina angenommen. BSH in
New Bern… ?! Klingt auf Anhieb nicht sehr
spannend. Daher bin ich auch ohne große
Erwartungen Ende August in den Flieger gestiegen.
Abflug: Frankfurt bei regnerischen 17 °C.
Ankunft: New Bern, 30 °C und strahlend
blauer Himmel. Das ist doch schon mal ein
guter Start für die nächsten sieben Monate!
Um eine Unterkunft musste ich mich nicht
kümmern. BSH hat für seine insgesamt 16
Deutsche Praktikanten geräumige Appartements in einem sehr schönen Viertel mit
Pool gemietet, nur zehn Minuten von der
Arbeit entfernt. Außerdem wohnen in New
Bern noch Deutsche Ex-Patriots, die meist
ein bis drei Jahre bleiben, sowie Amerikanischen Co-Ops, die für drei Monate da
sind. Junge Leute, mit denen man etwas unternehmen kann, gibt es also genug.
Über Campus X
New Bern ist eine sehr schöne Hafenstadt
mit circa 28.000 Einwohnern an der Atlantikküste von North Carolina.
Und BSH ist mit 1.000 Mitarbeiter der
zweitgrößte Arbeitgeber der Stadt. Am
Standort New Bern gibt es drei Fabriken,
die unter den Namen Bosch und der LuxusMarke Thermador Herde, Spülmaschinen
sowie Waschmaschinen und Trockner für
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den nordamerikanischen Markt produzieren. Ich arbeite im Bereich Qualitätsmanagement in der Six Sigma Abteilung und
bin somit in allen Fabriken tätig. Neben der
regelmäßigen Berichterstattung über den
Stand der Six Sigma Projekte an den drei
Fabriken führe ich zwei Six Sigma Projekte:
Das eine dient dazu, den Fertigungsablauf
an zwei Stationen mit Engpass zu optimieren, das andere zur Bestandsreduzierung
und Prozessoptimierung im Lager. Unter
Six Sigma versteht man eine systematische
Vorgehensweise (DMAIC Zyklus), die zur
Prozessverbesserung unter Anwendung
analytischer und statistischer Methoden
führt. Um zu lernen, wie genau man dabei
vorgeht, habe ich in den ersten vier Wochen
einige Schulungen besucht, unter anderem
eine zweiwöchige Green Belt Schulung
(angelehnt an die Rangkennzeichen japanischer Kampfsportarten) und eine ProjektManagement-Schulung.
Die Arbeitsweise in den USA ist sehr unterschiedlich zu der, die ich bis dato aus
Deutschland kannte. Die Abteilungsleiter
beherrschen vollkommen den Laissez-FairStil und um Kritik zu bekommen, musste
man hier, glaube ich, die ganze Firma in den
Sand setzten. Lob und Anerkennung dagegen sind an der Tagesordnung. In Sachen
Arbeitszeiten ist man hier ebenfalls nicht so
streng: Wenn gerade keine Arbeit ansteht,
geht hier der ein oder andere mal zum Friseur, einkaufen oder bringt sein Auto in die
Werkstatt. Dafür bleibt man abends schon
mal länger in der Firma und hat weniger
Urlaub. Auch was den Kleidungsstil betrifft
Text: Hanna Vonk
ist alles etwas lockerer. Ausnahmslos jeder
läuft mit Sportschuhen, Jeans und Shirt
herum. Und zu ganz besonderen Anlässen
trägt mein Chef auch schon einmal gerne
sein Mickymaus-Poloshirt. Die Mitarbeiter
erscheinen mir hier weniger gestresst und
besser gelaunt - das Konzept scheint also
aufzugehen.
Auch außerhalb der Arbeit ist man in New
Bern im Umgang miteinander sehr offen
und freundlich. Es ist hier üblich sich mit
einem „Hi, How are you doing?“ zu begrüßen. Keiner will zwar wirklich wissen wie es
dem anderen geht, aber diese Begrüßungsart führt viel schneller zu neuen Bekanntschaften als ein deutsches „Hallo“. Auch als
Ausländer ist man hier immer willkommen
und hat keine Probleme sich zu integrieren.
Wenn jemand heraus bekommt, dass man
auch Deutscher ist, bekommt man oft den
gleichen Satz zu hören: „Germany? Yeah,
I’m from Germany as well!“... Bei genauem
Nachfragen stellt sich dann allerdings
schnell herraus, dass der Ur-Ur-Ur-Ur-Opa
aus Deutschland kam… Ahhh ja!
Die Amerikaner sind (wer hätte das gedacht) sehr bequem. Für alles gibt es einen Drive-Through, sogar bei der Bank. In
jedem Supermarkt gibt es Elektroeinkaufswagen und die Kassiererinnen sortieren und
packen alles sofort in Plastiktüten. Ob das
nun umweltfreundlich ist oder nicht, ist egal
- praktisch ist es auf jeden Fall. Eine andere Annehmlichkeit sind die Öffnungszeiten:
Generell kann man hier die ganze Woche
einkaufen gehen. Die großen Supermärkte
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haben sogar 24 Stunden, sieben Tage die
Woche geöffnet. Auch in Restaurants ist
der Service, aufgrund der trinkgeldabhängigen Gehälter, exzellent. Sobald man nur
ansatzweise an seinem Getränk genippt
hat, kommt sofort eine Kellnerin und füllt
kostenlos nach, ganz gleich ob Wasser, Cola
oder Kaffee - nur bei Bier funktioniert es leider nicht!
Die größten Preisunterschiede findet man
bei Lebensmittel und Sprit. Im Supermarkt
zahlt man hier viel mehr als in Deutschland,
zumindest wenn man auf der Suche nach
etwas Gesundem ist. Fast Food hingegen ist
viel günstiger, außerdem gibt eine riesige
Auswahl an Fast Food Restaurants.
Letztendlich ist es jedoch egal, ob man italienisch, asiatisch, mexikanisch oder eben
amerikanisch essen geht, Burger haben sie
hier alle!
Sprit hingegen ist wirklich sehr günstig, daher nutzen wir auch jedes Wochenende,
um aus der Kleinstadt zu entfliehen. Doch
um mobil zu sein, musste ich mir erst mal
ein Auto kaufen, denn ohne kommt man
hier nicht mal zur Arbeit. Fahrradwege
gibt es nicht und Busse fahren nur für die
Schulkinder. Bis ich allerdings die Pflichtversicherung sowie den Führerschein bekam,
musste ich mich durch einen wahnsinnig
bürokratischen Prozess kämpfen, der ganze
zwei Monate dauerte. Die Führerscheinprüfung an sich ging dann keine fünf Minuten
und war so einfach, dass es kein Wunder ist,
dass hier alle so schlecht fahren.
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Die Investition in einen alten Ford Escort
hat sich auf jeden Fall gelohnt: Es gibt hier
so viel zu sehen! Nur 45 Minuten von New
Bern entfernt liegt Atlantic City mit seinen
riesigen Stränden, an denen wir schon öfters unseren Feierabend verbracht haben.
Von dort aus erreicht man nach einer zweistündigen Fahrt mit der Fähre die Outer
Banks, eine schmale Inselkette mit kilometerlangen Sandstränden und riesigen Dünen. Ein perfekter Ort, um am Wochenende
zu zelten. Vom Strand aus kann man mit etwas Glück sogar Delfine beobachten. Wenn
die Sonne untergeht zünden wir dann ein
Lagerfeuer und essen Smores (Marshmallows mit Schokolade und Kekse)...
In Raleigh, der Hauptstadt von North Carolina, kann man in den riesigen Malls und
Outlets einkaufen gehen und abends die
Stadt unsicher machen. Oder man geht zu
einem College Football Spiel der NC State
und erlebt die berühmten „Tailgate“ Partys
(engl. für Heckklappe eines Pick-Ups), bei
denen die Studenten die Zeit vor dem Spiel
mit Trinkspielen verbringen. Etwas weiter
im Westen von North Carolina erstreckt sich
das Mittelgebirge der Appalachen. Die Blue
Ridge Mountains sind ideal für stundenlange Wanderungen oder zum Tubing: Dabei
setzt man sich in riesige Schwimmreifen
und lässt sich ein paar Stunden lang den
Fluss abwärts treiben.
Amerikanische Gemütlichkeit eben!
D.C. und Miami bereisen - die Routen stehen schon fest.
Das Wetter hat sich seit meiner Ankunft
Ende August kaum geändert, zurzeit sind es
immer noch um die 25 °C warm und keine
Wolke ist am Himmel zu sehen. Einmal hat
es jedoch richtig geregnet, und zwar für sieben Tage am Stück. Da es hier kein Abwassersystem wie in Deutschland gibt, waren
nach ein paar Tagen alle Straßen überflutet
und die Gärten ähnelten einem riesengroßen Teich. Eines unserer Autos ist nach einer
größeren Pfütze einfach stehen geblieben,
ein anderes musste aus der "Pfütze" geschoben werden - Ergebnis: Wasser im Fußraum! Hurrikans sind hier angeblich keine
Seltenheit, allerdings streifen diese an New
Bern meist vorbei. Bei Hurrikane Earl Anfang September wurde aber schon einmal
sicherheitshalber die Fabrik geschlossen.
Für den Notfall funktionieren die Toiletten
in der Firma auch als „Hurricane Shelter“
(engl. für Bunker), da diese besonders verstärkt gebaut sind. Allerdings gab es trotz
Warnung bisher nicht einmal einen kleinen
Sturm.
Mein persönliches Fazit: BSH in New Bern
- Langeweile gleich Fehlanzeige. Die Arbeit
bei der BSH ist interessant und ich habe
bereits Vieles gelernt. Und bis Anfang März
habe ich auch genügend Zeit, um noch Einiges zu erkunden. Das Abenteuer Praktikum in den USA hat für mich erst begonnen!
Und wenn wir bald über die Feiertage frei
haben, werden wir New York, Washington
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SWISS
Praktikum bei der SWISS WorldCargo im Bereich Marketing und Produktplanung
„Qualität in jedem Detail“
zu Gold oder Automobile wird eigentlich
alles transportiert.
Die letzten sechs Monate verbrachte ich in
der Schweiz, wo ich mein Praxissemester
bei SWISS WorldCargo absolvierte. SWISS
WorldCargo ist die Fracht Division der
SWISS International Air Lines AG. Während
des Praktikums war ich im Bereich Marketing, Marktforschung und Produktplanung
angestellt. Dort analysierte ich verschiedene Strecken auf die Auslastung der verschiedenen Produktarten wie zum Beispiel
Expresssendungen oder gekühlte Fracht.
SWISS sieht sich als Qualitätsairline der
Schweiz. Nicht umsonst hat SWISS im Frühjahr den begehrten Skytrax 2010 World
Airline Award für „Staff Service Excellence“
Europa erhalten. Es ist ein junges Unternehmen mit klaren Zielen. Gerne wird auch hier
das Betriebsklima mit „Lebenseinstellung
SWISS“ benannt.
Besonders das Betriebsklima habe ich zu
schätzen gelernt. Es hat schon etwas Besonderes, wenn der CCO (Chief Cargo Officer)
als Oliver vorgestellt wird und man generell
alle Personen der Firma, auch mit denen
man noch nichts zu tun hatte, duzen kann.
Dabei blieb der Respekt aber auch nicht auf
der Strecke.
Aber was ist eigentlich Fracht? „Das ist doch
das Gepäck der Passagiere“, sagen viele. Mit
Gepäck hat die Fracht nichts zu tun. Fracht
ist fast alles andere. Angefangen von Postsendungen und Pakete über Pflanzen, Reifen, Medikamente und Lebensmittel bis hin
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Generell kann ich ein Praktikum in der
Schweiz weiterempfehlen. Das Salär stimmt
mit den höheren Ausgaben überein. Für
ein Praktikum bei einer Schweizer Bank
bekommt man schon mal 3.000 Euro. Das
wäre aber auch eine der besser bezahlten
Stellen.
Im Sommer ist es überragend nach Feierabend an die Promenade des Züricher Sees
zu kommen und dort ein Bier zu trinken.
Aber auch am Wochenende ist dort jeden Abend sehr viel los: Die Stadt besticht
durch eine Vielzahl von Bars und Kneipen,
die über die ganze Stadt verteilt sind. In diversen Clubs und Discotheken kann schon
mal bis zum frühen Morgen durchgetanzt
werden, auch wenn sich das nicht gerade
als günstig gestaltet. Zürich ist eine sehr
saubere Stadt. Dies repräsentiert auch die
ordentliche Mentalität der Schweizer. Und
für alle, die Städte gerne auf dem Fahrrad
erkunden, hat Zürich ein Programm aufgebaut, bei dem man an mehreren Stationen
kostenlos ein gutes Fahrrad für einen Tag
ausleihen oder sein eigenes zwischenlagern kann. Das Ganze nennt sich „Züri-rollt“
und findet besonders an schönen Tagen
regen Zulauf. Und wer an warmen, sonnigen Tagen auch noch grillieren und im See
schwimmen will, ist im Chinagarten oder
bei einem anderen der vielen Parks direkt
am See sehr gut aufgehoben. Hier kommt
einem ein weiteres Projekt der Stadt Zürich
zu Gute: Rund um den See sind Elektrogrill-
Text: Julian Schütz
stationen aufgebaut, an denen sich jeder
kostenlos seine Würstchen und Steaks auflegen kann. Gepaart mit einer abkühlenden
Runde Schwimmen im See ist das die perfekte Freizeitbeschäftigung! Grillieren ist in
der Schweiz auch noch in Wäldern erlaubt.
Das Beste ist, dass es immer wieder Regale
mit kostenlosen Holzstücken gibt. So kann
man sich spontan dazu entschließen, ein
Feuer am See zu machen, ohne noch mühsam Holz im Wald sammeln gehen zu müssen.
Besonders sehenswert ist auch der Böögg,
ein riesiger, künstlicher Schneemann, der
jedes Jahr an Sechseläuten auf einem großen Scheiterhaufen angezündet wird. Er symbolisiert den Winter und es heißt, dass je
schneller der Kopf des mit Böllern gefüllten
Körpers explodiert, desto schöner wird der
Sommer. Statistisch gesehen ist hier aber
nichts belegbar. Mit einem großen Umzug
ziehen tagsüber viele verschiedene Zünfte
durch die Stadt. Und am Abend, wenn von
dem Böögg nur noch ein riesiger Haufen
Glut übrig ist, wird begonnen, darauf zu grillieren - ein Event, das sich mittlerweile bei
den jungen Leuten fest etabliert hat!
Ein weiteres Highlight ist die Streetparade,
bei der hundertausende Leute in ziemlich
freakigen Outfits mit Techno, Party und Alkohol durch die Stadt ziehen. Und wer solch
einen Tag gemütlich in einem Club ausklingen lassen möchte, muss auch für Schweizerverhältnisse tief in die Tasche greifen: Da
kostet der Eintritt umgerechnet schon einmal 50 Euro – ohne Freiverzehr!
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Indonesien
Über Campus X
Berichte
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Infos vom Campus
Ein erlebnisreiches Semester an der Gadjah Mada University in Yogyakarta
„Studieren“ auf Indonesisch …
... lässt wohl jedes Backpacker-Herz höher
schlagen und hält noch so manche Überraschung bereit!
Studenten großen Spaß auch wenn man mit
langer Hose und Hemd (Dresscode) manchmal bei circa 40 °C mehr schwitzt als man
durch eine Soto oder einen Fruit Juice in der
Mittagspause wieder an Flüssigkeit aufnehmen kann.
Die Reise um die halbe Welt war uns nicht
zu weit, um unserem Studien-Alltag in Pforzelona zu entfliehen und uns neuen, unvorhersehbaren Herausforderungen zu stellen.
Zum einen wäre da die Herausforderung,
sich einer neuen Kultur zu stellen, die sich
von der deutschen bzw. westeuropäischen
nicht vielmehr unterscheiden könnte. Die
offene Art der Indonesier hat es uns von Anfang an sehr leicht gemacht, tiefe Einblicke
in die Kultur zu erlangen.
Neben den Vorbereitungen für die zahlreichen Präsentationen und Essays bleibt
uns dennoch genug Zeit, um nicht nur Yogyakarta und sein Nachtleben zu genießen,
sondern auch traumhafte Strände zu „besurfen“, in kristallklarem Wasser mit Haien
und Schildkröten zu tauchen und aktive
Vulkane bei Nacht zu besteigen, um einen
unvergesslichen Sonnenaufgang zu bestaunen. So führte uns einer unserer ersten Aus-
Die kulturellen Unterschiede spiegeln sich
auch deutlich im Alltag an der Universität
wieder. So ist die Vorlesungslänge zwar
auf zweieinhalb Stunden angesetzt, aber
auf Grund der indonesischen Spontanität
kann es auch schon einmal sein, dass der
Professor 40 Minuten zu spät zum Unterricht erscheint. Und die Vorlesung an sich
ist ausschließlich durch Diskussionen und
Präsentationen der Studenten geprägt. Der
Umgang zwischen Professoren und denStudierenden unterscheidet sich nicht sehr zu
unserer Erfahrung in Pforzheim. Insofern
ist die Zeit an der Uni mehr als angenehm
und man hat mit den anderen International Students sowie mit den einheimischen
flüge zum Gipfel des 2911 Meter hohen
Gunung Merapi, welcher immer noch zu
einem der aktivsten Vulkane der Welt zählt.
Dieses hat er uns in den letzten Tagen eindrucksvoll bewiesen, indem er ganze Landstriche in Asche gehüllt hat und tausende
Menschen dazu gezwungen hat, ihr Hab
und Gut zurückzulassen. Durch unsere zahlreichen Ausflüge auf Java, Bali und Lombok
haben wir bereits viele Facetten des Landes
kennengelernt und mussten feststellen,
dass unser Lebensstandart hier in Yogyakarta nicht das Leben des Großteils der Bevölkerung wiederspiegelt. Es ist manchmal
kaum vorstellbar, mit welch geringen Mitteln die Menschen gezwungen sind ihren
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Text: Martin Hepp, Marvin Kiefer
Lebensalltag zu bestreiten, um hier zu überleben. Andererseits ist es beeindruckend zu
sehen, welch positive Ausstrahlung diese
Menschen dennoch zum Ausdruck bringen.
Neben den prägenden Erfahrungen mit den
Indonesiern beeindruckt uns die atemberaubende Landschaft jedes Mal aufs Neue.
Wir haben verzweifelt versucht, treffende
Formulierungen zu finden, um unsere Erlebnisse in die X-Press zu pressen, und sind
zum Schluss gekommen, dass es Eindrücke gibt, die einfach nicht erzählt, sondern
selbst erlebt werden müssen…
Zu guten Schluss ist es lustig zu merken,
dass man anfängt bei 25 °C zu frieren, dass
man seit einer Woche seine Badehose nicht
ausgezogen hat, sich darüber aufregt, wenn
das Duschwasser wärmer als Eiskalt ist und
man für sein Abendessen mehr als 2,50 €
zahlen muss!
Zu den Verkehrsregeln lässt sich nur eins sagen: Außer der gemeinsamen Fahrtrichtung
gibt es keine und wir suchen noch immer
nach dem einen Indonesier, der auf die gloreiche Idee gekommen ist, Zebrastreifen auf
die Straßen zu malen, deren Markierungen
genau so viel Bedeutung haben wie die
Nachbarbeschwerden bei den Wohnheimpartys.
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Tuscaloosa
Roll Tide Roll: Ein Praxissemester bei Mercedes-Benz in Alabama, USA
Für ein halbes Jahr nach Amerika ins Praxissemester zu Mercedes nach Tuscaloosa?
Warum nicht, dachte ich mir und hab mich
kurzfristig im Mai beworben. Idealerweise
kam die Zusage von Mercedes bereits Ende
Juni. Also ab ans Planen für Visa, Flug, Auto,
Wohnung und allem was so dazugehört.
Finanziell stellt sich der Aufenthalt als eine
Herausforderung dar, aber so ein Praktikum
im Ausland zahlt sich sicher einmal in der
Zukunft aus. Und soviel kann ich schon sagen: die zwei Monate, die ich nun hier bin
sind es auf jeden Fall wert.
Da mir im Vorhinein klar war, dass Daimler auch auf der restlichen Welt ein eher
deutsches Unternehmen ist, fand ich es
sehr wichtig mit Amerikanern zu leben, um
deren Kultur und Sprache besser kennenzulernen.
So wohne ich jetzt mit zwei Studenten der
„University of Alabama“ in einem kleinen
Haus direkt im Studenten-Viertel nahe der
Universität. An der UA, wie sie auch genannt wird, sind circa 30.000 Studenten
eingeschrieben. Dass alles hier ein wenig
größer ist, als man es kennt, merkt man
auch schnell mit einem Blick auf das Stadion
von Tuscaloosa: Hunderttausend Menschen
finden hier Platz. Soviele Einwohner hat
ganz Tuscaloosa nicht. Dafür aber das beste
College Team des warmen Südens und jede
Menge Fans, die bereit sind mehrere Stunden Fahr auf sich zu nehmen, um „Crimson
Tide“ zu sehen und jedem Passanten, den
sie treffen, „Roll Tide Roll“ entgegenzu-
schmettern. Und wenn man in einer Bar
landet, in der beim Ausschrei „Roll Tide
Roll“ der Fans nicht zumindest 90 Prozent
der Bar „Roll Tide Roll“ zurückrufen, weiß
man, dass man wohl im falschen Laden ist zumindestens was Alabama betrifft.
Bar-technisch hat Alabama eine ganze Menge zu bieten, mit Clubs sieht es da schon anders aus. Da sollte man eher nach Birmingham fahren, um auf seine Kosten auch noch
nach 2:00 pm zu kommen.
„Everything is bigger in the U.S.“
Das spiegelt sich auch in den Distanzen
wieder. Um zur Arbeit zu kommen fahre ich
50 Meilen am Tag. Und am Wochenende
nehmen wir schon einmal 1.000 Meilen auf
uns, um etwas zu sehen:
Nashville, zum Beispiel, ist die wohl größte Country Music Metropole auf dem Globus und bietet live Musik vom Feinsten.
Es scheint fast so als wäre hier jeder ein
Country Star und dafür muss man nicht mal
Country Music mögen.
Florida mit seinen Gulf Shores bietet sehr
schöne Möglichkeiten zum Chillen und Feiern. Hier kann man das Leben genießen,
während man mit einem SeaDoo (Jet-Ski)
mit 130 PS über das Meer rauscht.
Text: Tobias Böse
wurde. Das „French Quarter“ ist auf jeden Fall einen Besuch wert und die etwas
grotesk wirkenden Friedhöfe mitten in der
Stadt lohnen sich auch einer Besichtigung.
Nicht umsonst gehen viele junge Amerikaner Ende Oktober für Halloween nach New
Orleans.
Essenstechnisch sollte man hier allerdingsnicht zu viel erwarten, solange man in eines
der Fast Food Restaurants geht. Ganz im Gegenteil zu den kleinen Restaurants, die von
allen Nationalitäten betrieben werden. Hier
bekommt man zumeist preiswertes Essen,
das in jeden Fall gut schmeckt. Im Allgemeinen sind die USA, was Dinge des täglichen
Bedarfs angeht, eher teuer und man sollte
auf jeden Fall Angebote auschecken, um
mehr Geld zum Reisen zu haben. Autoteile
dagegen sind recht günstig, ebenso wie
Benzin, Öl und Strom. Die Mietpreise in Tuscaloosa und Umgebung sind für deutsche
Verhältnisse extrem hoch, was nicht zuletzt
durch die Uni und Mercedes Benz, als einen
der größten Arbeitgeber in der Gegend, zu
Stande kommt.
Mein persönliches Fazit nach zwei Monaten: „Roll Tide Roll!!!“
New Orleans, oder Sin City des Südens, ist
wohl eine der schönsten Städte in der Gegend, wenn sie auch durch einen Hurrikane
vor ein paar Jahren sehr mitgenommen
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Die Altstadt
Mit über 320 Hektar hat
Quito die größte historische
Altstadt des amerikanischen
Kontinents. Zahlreiche Kirchen,
Kapellen und Kathedralen; die
im barocken Kolonialstil errichtet worden sind machen den
besonderen Charme der Stadt
aus. Nicht umsonst wurde sie
1978 von der UNESCO als erste Stadt zum Weltkulturerbe
erklärt.
Auf dem Panecillo
Eine große Marienstatue ragt in den
Himmel. Wir sind auf dem zentralen
Stadthügel Panecillo angelangt, der auf
einem ehemaligen Sonnentempel der
Inkas errichtet ist. Unterhalb der Besucherplattform befindet sich eine aus
Lehm gebrannte Zisterne. Damit wurde
1809 die Wasserversorgung der spanischen Truppen in den Gefechten gegen
die Unabhängigkeitskämpfer gesichert.
Infos vom Campus
Die Mitte der Welt
Bei einem Besuch in Quito lohnt es sich auch
die Umgebung zu erforschen. Mit dem einen
Fuß auf der Nord- und mit dem anderen auf
der Südhalbkugel stehen? Das ist hier in San
Antonio de Pinchincha möglich. Hier befindet
sich im wahrsten Sinne des Wortes die Mitte
der Welt. Ein großes Äquatordenkmal markiert diese Linie.
Über Campus X
Berichte
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Geographisches
Ecuadors Hauptstadt Quito liegt nur
20 Kilometer südlich des Äquators
und ist die höchstgelegene Hauptstadt
der Welt. Mit 1,4 Millionen Einwohnern zählt Quito nach Guayaquil zur
zweitgrößten Stadt des Landes. Umgeben von zahlreichen aktiven und
inaktiven Vulkanen liegt die Stadt in
einem 2.850 Meter hohen Becken
der Anden. Als die „Stadt des ewigen
Frühlings“ liegen die durchschnittlichen Tagetemperaturen bei 18 bis 21
°C - und das trotz äquatornaher Lage!
Quito: Die Mitte der Welt
Ein architektonisches Wunderwerk auf Höhe des Äquators! Text: Mimi Tran
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Der Präsidentenpalast
Weißer Stuck und perfekte Symmetrie
auf dem Plaza de la Independencia:
Das fällt jedem Besucher beim ersten
Anblick des Präsidentenpalastes ins
Auge. Vorbei an den Grenadieren von
Tarqui, zwei Wächter in blau-goldenen
Uniformen, kann man den Palast auch
von Innen besichtigen. Erst seit 2007 ist
er auch für die breite Öffentlichkeit in
Teilen begehbar.
Convento de Santo Domingo
Als das vielleicht schönste Gebäude der Stadt
gilt das Convento de Santo Domingo - das Dominikanerkloster. Ein üppiger Garten unter hohen
Bögen im Schatten zweier weißer Glockentürme
lädt zu einem gemütlichen Rundgang ein.
Teleférico
Die höchste Seilbahn Südamerikas bringt
Passagiere in 4.050 Meter Höhe auf den
Vulkan Pichincha. Nach etwa 2,5 Kilometern
und knapp 15 Minuten Fahrtzeit erwarten
einen eine faszinierende Aussicht über Quito und die Anden.
Iglesia de San Francisco
Diese Kirche ist die älteste und größte der Stadt. Gestützt von 104
Säulen besteht sie außerdem aus drei Kirchenschiffen und war
damals ein wichtiger Treffpunkt und Handelsplatz der Quitu-CaraIndianer. Ein genauso prächtiger und heller Klostergarten verleihen
diesem Ort eine romantische Atmosphäre.
Teatro Nacional Sucre
Konzerte, Ballet und Oper. Hier kommt der Kulturliebhaber voll auf
seine Kosten. Eingerichtet wurde das Theater 1886, um den Bürgern mehr als nur Stierkämpfe zur Unterhaltung zu bieten. Die Baupläne gehen auf den deutschen Architekten Frank Schmidt zurück.
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Der Beruf
Mediaplaner/in
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Infos vom Campus
Interview mit Lynn Halligan, Junior Mediaplanerin der Mediaagentur Mediaplus, Teil der Agenturengruppe Serviceplan
Campus X: Lynn, du hast an der Hochschule
Pforzheim International Marketing studiert
und bist nun seit circa 10 Monaten bei der
Agentur Serviceplan im Bereich Mediaplanung tätig. Wie dürfen wir uns die Aufgaben
einer Mediaplanerin vorstellen?
Lynn Halligan: Wenn man sich eine Werbeagentur vorstellt, denkt man gewöhnlich
an den Kundenberater, Texter, oder Art Director. Auch im Studium wurde das Thema „Media“ – wenn überhaupt – nur am
Rande behandelt. Der Beruf „Mediaplaner“
mag also vielen Studenten nicht bekannt
sein.
Über Campus X
Berichte
Dabei ist die Media ein sehr wichtiger Bestandteil der Werbung – denn was bringt
schon eine tolle Kreation, wenn diese die
richtigen Personen nicht erreicht?
Und: die großen Budgets fließen in der
Werbung nicht in die Kreation, sondern in
die Media!
Laut Fachjargon ist Mediaplanung die zielgruppenspezifische Auswahl optimaler Medien oder Werbeträger zur Übermittlung
von Werbebotschaften. In meinen Worten
beschäftigen wir uns also mit der Frage:
„WEN soll eine Kampagne WO und WANN
erreichen?“.
Der erste Schritt ist oft die Herleitung der
Zielgruppe für die Kampagne. Mit Hilfe
dieser und diverser Marktforschungsdaten
bestimmen wir dann die grobe Mediennutzung der Zielgruppe bis hin zur Feinauswahl
der Medien. Doch auch Kreativität ist ge-
fragt: Um nicht im riesigen Wust klassischer
Werbung unterzugehen, suchen wir regelmäßig nach neuen, kreativen Werbeformen
und stringenten Mediastrategien, um möglichst aufmerksamkeitsstark zu sein.
Campus X: Kannst du uns einen typischen
Tagesablauf im Leben einer Mediaplanerin
beschreiben?
Lynn Halligan: Einen typischen Tagesablauf
zu beschreiben ist sehr schwierig, denn die
Aufgaben sind so vielseitig, dass kaum ein
Tag dem anderen gleicht. Doch folgende
Aufgaben gehören zum täglich Brot der Mediaplaner: Das Erstellen von Präsentationen
zur Erläuterung der Mediastrategien, sowie
das Erstellen von Kostenplänen und internen Buchungsaufträgen, das Abhalten von
Brainstormings, um kreative Mediaideen zu
finden, betreuende Telefonate mit Kunden,
Recherche-Arbeiten, Anfragen bei diversen
Vermarktern, usw.
Campus X: Viele Studierende, die im Bereich
Werbung oder Marketing an unserer Hochschule studieren, möchten lieber in einem
Unternehmen als in einer Werbeagentur
arbeiten. Warum hast du den Weg in die
Agentur gewählt und was macht das Agenturleben so besonders?
Mir wurde schnell klar, dass die Mediaplanung all die Bereiche vereint, die mir Spaß
machen: Zahlen, Strategie und Kreativität.
Neben den vielseitigen Aufgaben gefällt mir
vor allem die Atmosphäre und der Umgang
unter den Kollegen: Statt Beamtentum duzt
man sich, die Kollegen sowie die Hierarchien sind sehr locker und auch Freunde
des Feierns kommen auf Ihre Kosten. All das
sind Dinge, die ich gerade am Anfang des
Arbeitslebens nicht missen möchte.
Campus X: Was hat dir das Studium an der
Hochschule Pforzheim für deinen Beruf als
Mediaplanerin gebracht?
Lynn Halligan: Gerade das Grundstudium ist
bei vielen Studenten ja nicht gerade beliebt.
„Wofür brauche ich DAS denn?!“. Doch gerade die ersten Semester haben mir Verständnis für die globalen Zusammenhänge
und wichtiges Grundwissen vermittelt. Aus
dem Hauptstudium ziehe ich vor allem Soft
Skills, wie z.B. die Übung im Erstellen und
Halten von Präsentation, Zusammenarbeit
mit unterschiedlichsten Studenten, schnell
zu erkennen, was wichtig ist, etc. Abgesehen davon ist Mediaplanung aber ein typischer „learning-by-doing“ Job. Probiert es
doch bei einem Praktikum mal aus!
Lynn Halligan: Bereits im Anschluss an mein
Abitur hatte ich Kontakt mit der Werbebranche, denn ich entschied mich vorerst
für eine Ausbildung zur Werbekauffrau
(Schwerpunkt Media) bei der Agenturgruppe Serviceplan.
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Working with the British
Über Campus X
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Infos vom Campus
Tipps des Englischmagazins Business Spotlight
Man kennt sich vermeintlich gut — aber
eben nicht gut genug. Auch zwischen
Briten und Deutschen führen kulturelle Unterschiede oft zu Missverständnissen. Wie
es dazu kommen kann, schildert Robert
Gibson. Der Business Spotlight-Autor ist
bei der Siemens AG in München für interkulturelles Training verantwortlich.
Business people from German-speaking
countries usually expect cultural difficulties
when working with countries from eastern
Europe or Asia. Those preparing to work
with Britain, on the other hand, often underestimate the importance of subtle cultural differences in communication and
management styles. To work effectively
with the British, you need to be sensitive to
differences in attitudes, values and behaviour, and know how to cope with them. This
article gives some advice on how to work
well with one of continental Europe’s most
important trading partners.
ENGLAND, BRITAIN AND EUROPE
The first trap is to confuse the terms “England”, “United Kingdom” (UK) and “Great
Britain”. Great Britain or, simply, Britain,
consists of England, Scotland and Wales.
Scottish and Welsh citizens, who have a
strong sense of national identity, do not like
to be called “English”. The United Kingdom
consists of Great Britain plus Northern Ireland, although the terms “Britain” and “the
UK” are often used as if they were identical.
Another pitfall is to assume that the British
have the same enthusiasm for Europe that
a lot of French or Germans have. For many
British people, “Europe” still means continental Europe. It is not uncommon to hear
people say things like “we are going to Europe on holiday this year”. Many British people see their relationship with other European countries as determined by pragmatic
trading or holiday interests rather than by a
vision of a strong European Union.
BODY TALK
Although the British shake hands in formal
situations — for example, when meeting
business partners for the first time — it is
unusual in Britain for colleagues to shake hands every day or for people to shake
hands in informal situations. In contrast, a
British banker going to a meeting in Germany was advised by a colleague to “shake
hands with everything that moves”.
The feeling for body distance and an appropriate “comfort zone” is also different in Britain. Try to avoid getting too close to people
in public spaces whenever possible.
One gesture that should be used with great care in Britain is the “V-sign”. If you raise
two fingers in a Vshape — for example, for
“victory” or “two beers please” — remember to have the palm of your hand facing
away from you. If you have your hand the
other way round, this is a vulgar sign.
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Text: Robert Gibson
TO SAY OR NOT TO SAY?
Germans tend to be more explicit than the
British, and German marketing and advertising material often contains more information.
Another important information-related
difference concerns job applications. In
Britain, it is common to send a one-page
letter and a curriculum vitae (CV) of a maximum of two pages. Copies of certificates
or testimonials from past employers are not
usually sent with the application. Instead, it
is common to include the names of two or
three referees who can be contacted, normally by phone, for more information.
SOCIAL MATTERS
The British tend to combine task orientation with more person orientation than Germans do. So, if you are sending an important or critical e-mail to a British colleague,
it is a good idea to back it up with a short
phone call or a personal meeting.
Small talk also plays a significant role in British business relations. British colleagues
are likely to start phone calls with a question such as “How are you?”. You are not
expected to give a detailed analysis of your
state of health; instead the question should
be seen as an invitation to make small talk.
To take another example, enquiring about
the past weekend is appreciated as a sign of
interest in your staff. It is important to “oil
the machine” before work starts. In Britain,
the divide between work and pleasure is
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BOOST YOUR BUSINESS ENGLISH
Ohne sattelfeste Englischkenntnisse sieht man im Berufsleben alt aus… Business Spotlight hilft, Wortschatz und Grammatik zu verbessern: Die Zeitschrift
präsentiert im englischen O-Ton Tipps für den Job-Alltag und informiert über
Wirtschafts-Trends. Schwieriges Vokabular ist auf jeder Seite übersetzt. Außerdem in jeder Ausgabe: der neue Wortschatz-Trainer Skill Up!
Neugierig? Unter www.business-spotlight.de gibt es Karriere-Tipps, ein kostenloses Podcast-Angebot, Englisch-Tests und Infos zum Abo mit StudentenErmäßigung.
less strict than in Germany. It is not unusual
for colleagues to go to the pub together regularly after work.
TOO LITTLE INFORMATION?
It is worth thinking carefully about what and
how much you communicate to your British
business partners. British staff members,
who are used to receiving a lot of information from their managers, often feel excluded when German bosses pass on only the
information that is directly relevant to their
area of responsibility. On the one hand, this
German tendency to compartmentalize can
be seen positively as being focused on the
task in question. On the other hand, it can
also be seen negatively as a failure to take
responsibility outside one’s direct sphere of
influence.
WHAT ARE THEY THINKING?
Germans sometimes find it difficult to know
what their British counterparts are really
thinking. Everyone seems to be polite and
to agree, but often action is not taken as expected. One reason is that the British tend
to be indirect. They may express criticism
through an indirect or ironic remark. Note
that it is not language that is the barrier
here, but the different role of humour.
Another area that can be confusing is selfdeprecation, which is seen as something
positive in Britain. For example, a German
audience at an important conference was
confused when a British expert started his
speech by saying: “I don’t know why they
invited me to this conference; I am only just
getting into this topic”. On the other hand,
Germanspeakers who list all their qualifications and achievements are in danger of
confirming the British stereotype that Germans are arrogant.
showed that it was important to them to be
seen as risk-taking entrepreneurs. This was
in contrast to the more cautious colleagues
at German headquarters, who were concerned with the project managers’ failure
to follow established procedures. The different attitudes to risk and uncertainty can
also be seen in the fact that, on average,
Germans have more insurance policies than
the British.
DETAILS LATER
Further differences between the British and
the Germans are found in their presentation
styles. It is common for British presenters
to begin with a personal anecdote or joke,
and the emphasis is often on winning over
the audience for the key message. There
will usually be less detail than in a German
presentation; facts are less important than
the benefits of the ideas being presented.
Also, in British presentations, audiences will
often be encouraged to interrupt with questions or comments.
Although it would be unwise to try to copy
the British style, it is useful to think about
the impression you make on your audience,
and to change your style as necessary. In
particular, avoid long presentations; the
KISS motto — Keep It Short and Simple — is
popular in Britain.
THE MEETING IS THE WORK
Research shows that British managers
spend more of their day working with other
people than German managers do. Indeed, German managers who work in British
teams often comment on the time “wasted”
in meetings, saying that it prevents people
from doing their work. Of course, time is
often wasted in meetings, but it is also important to understand that, for many British
managers, the meeting is the work.
NO RISK, NO FUN?
Another fundamental difference is the attitude to risk. Interviews with British project
managers working for a German company
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Einflussfaktoren auf Ihr
Einstiegsgehalt
Ein Artikel unseres Kooperationspartners Klaus Resch Verlag KG / berufsstart.de
1. Gehaltstabellen alleine reichen NICHT
aus!
Bei der Recherche nach einem Richtwert
für Ihr Einstiegsgehalt, werden Sie immer
wieder auf tabellarische Übersichten stoßen. Machen Sie nicht den Fehler und orientieren Sie sich ausschließlich an diesen
Tabellen. Laut Nicola Holzapfel, Autorin des
Buches ‚Ich verdiene mehr Gehalt‘ können
„Alle gemachten Verdienstangaben (...) nur
Anhaltspunkte liefern“. Ihre Aufgabe ist es,
mit diesen Anhaltspunkten weiterzuarbeiten. Informieren Sie sich zusätzlich immer
über branchenrelevante Fachmagazine,
Verbände, Organisationen etc. und tauschen Sie sich mit anderen aus. Verwenden
Sie außerdem niemals nur eine Übersicht
als Grundlage für die Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen, sondern vergleichen Sie.
Am Ende des Artikels finden Sie hilfreiche
Adressen, anhand derer Sie sich weiter informieren können.
Gehaltstabellen geben Durchschnittswerte
an, d.h. es kann nach oben oder nach unten
Abweichungen geben. Das ist der Grund,
warum die Angabe von Gehaltsspannen
üblich ist. Und während die eine Übersicht
nach Branchen sortiert ist, orientieren sich
andere an der Position oder der Einstiegsform der Befragten. Wenn Sie Gehaltstabellen nutzen, dann sollten Sie diese deshalb
immer genau analysieren. Viele Bewerber
übernehmen die Angaben einfach, ohne
sich die Kriterien genauer anzuschauen
oder über die wirkliche Aussagekraft der
Übersichten nachzudenken. Überprüfen Sie
die Kriterien deshalb und, wenn möglich,
auch die Art der Datenerhebung. Wer wur-
de befragt, wieviele Personen und wie ist
das geschehen?
Ein direkter Vergleich im wörtlichen Sinne
ist somit gar nicht möglich, aber eine Gegenüberstellung. Für Berufseinsteiger am
sinnvollsten sind Gehaltstabellen, denen
auch wirklich Berufseinsteiger als Befragte
zugrunde liegen. Die Betrachtung verschiedener Kriterien ist sogar ratsam. Personalverantwortliche stellen die Frage nach den
Gehaltsvorstellungen gerne als Stressfrage,
denn das Gehalt selbst steht in den meisten Fällen bereits im Vorfeld fest. Abweichungen sind daher die Ausnahme. Für den
potenziellen Arbeitgeber von Interesse sind
vor allem Ihre Reaktion und Ihre Argumentation.
Wenn Sie die Ergebnisse verschiedener
Gehaltstabellen gegenübergestellt haben,
müssen Sie in einem nächsten Schritt weitere Einflussfaktoren berücksichtigen, die
sich auf das Gehalt auswirken können (siehe "Weitere Einflussfaktoren für Ihr Einkommen"). Diese Faktoren sind für jeden
individuell und situationsspezifisch.
Fazit: Gehaltstabellen...
... können nur Anhaltspunkte bieten.
... geben nur Durchschnittswerte an.
... beruhen auf unterschiedlichen
Bewertungskriterien und Erhebungsmethoden.
... müssen analysiert, hinterfragt und
gegenübergestellt werden.
Tipp! Betrachten Sie IMMER mehrere
Gehaltsübersichten.
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Text: Caroline Duscha
2. Weitere Einflussfaktoren für Ihr Einkommen
Durch die Gegenüberstellung verschiedener
Gehaltstabellen erhalten Sie einen Eindruck
über Durchschnittsgehälter z.B. nach Branchen, Positionen und nach Einstiegsformen
sortiert. Weitere Einflussfaktoren, die eine
Rolle spielen sind:
Studiengang und Abschluss
Der Einfluss von Studiengängen und Abschlüssen auf das Einstiegsgehalt ist zwar
durchaus gegeben, deutlich stärker wirken
sich allerdings die Branche und die Unternehmensgröße aus. Grundsätzlich lässt
sich sagen, dass Berufseinsteiger mit einem
technischen Studienfach durchschnittlich
mehr verdienen als solche, aus wirtschaftswissenschaftlichen Fachrichtungen. Finanziell am schlechtesten positioniert sind üblicherweise Bewerber aus den Geistes- und
Sozialwissenschaften.
Bei den Abschlüssen entstehen die Differenzen vor allem zwischen den drei zu unterscheidenden Qualifikationsstufen:
1. Bachelor
2. Diplom, Master (Uni./FH)
3. Promotion
Beobachtungen zeigen, dass sich die Vergütung für ein Diplom und einen Masterabschluss bei vielen Unternehmen angleichen.
Leichte Unterschiede ergeben sich außerdem durch die Hochschulformen Universität und Fachhochschule.
Arbeitsmarktlage und Branche
Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt bzw. in bestimmten Branchen bestim-
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Infos vom Campus
Bewerben
Berichte
Über Campus X
men ganz entscheidend, was Sie verlangen
können. Wenn Sie bei der Recherche also
Gehaltstabellen zu Rate ziehen oder sich im
Internet informieren, dann sollten die Informationsquellen einerseits möglichst aktuell
und andererseits möglichst seriös sein.
Je größer der Fachkräftemangel in bestimmten Branchen ist, umso eher können Sie Ihre
Forderungen im oberen Bereich der durchschnittlichen Gehaltsspanne ansetzen. Je
stärker sich Ihr Qualifikationsprofil dann
noch mit dem Anforderungsprofil der Stellenausschreibung deckt, umso besser ist
Ihre Argumentationsgrundlage. Bringen Sie
sogar vorteilhafte Zusatzqualifikationen für
die Stelle mit, stärkt das Ihre Position weiter. Vor allem dann, wenn Sie von nur wenigen Mitbewerbern ausgehen können.
Unternehmensgröße
Studien in unterschiedlichen Branchen
zeigen, dass mit der Unternehmensgröße
auch das Einstiegsgehalt für Hochschulabsolventen ansteigt. Dabei sind die Unterschiede zwischen Kleinunternehmen
und Mittelständlern höher als zwischen
mittelständischen Unternehmen und Großkonzernen. Neben der Branche stellt das
Kriterium Unternehmensgröße für Berufsanfänger den wichtigsten Einflussfaktor zur
Bestimmung des Startgehaltes dar.
Bundesland und Region
Untersuchungen führender Personal- und
Managementberatungen wie Kienbaum
oder personalmarkt belegen den Einfluss
des Unternehmensstandortes auf das Gehalt. Das gilt auch für Berufseinsteiger. Der
Unterschied zwischen Ballungszentren und
Großstädten gegenüber ländlichen Regionen kann durchaus mehrere tausend Euro
Unterschied hinsichtlich des Jahresgehaltes
ausmachen. Genauso verhält es sich bei
dem Vergleich zwischen den Bundesländern. Am meisten wird im Süden gezahlt,
am wenigsten im Osten. Zu berücksichtigen
ist dabei, dass die Lebenslerhaltungskosten
in Großstädten und Ballungszentren deutlich höher sind. Ein weiterer Grund sind regionale Unterschiede bei den Tarifverträgen
der Branchen. Auch in diesem Fall muss die
Situation deshalb immer nach Branchen unterschieden werden.
Fazit: Einflussfaktoren zur Bestimmung
Ihres Gehaltes:
1. Hauptfaktoren
• Arbeitsmarktlage
• Branche
• Unternehmensgröße
2. Weitere Faktoren
• Unternehmensstandort
• Studiengang
• Abschluss
Tipp! Diskutieren mit anderen an Ihrem
Beispiel die Wertigkeit der verschiedenen Einflussfaktoren.
zung von zwölf Monatsgehältern“, sagt die
anfangs bereits erwähnte Autorin Nicola
Holzapfel in Ihrem Buch „Ich verdiene mehr
Gehalt“ und erläutert in dem Kapitel „So
setzt sich ein Gehalt zusammen“ verschiedene mögliche Bestandteile:
• 13. Monatsgehalt
• Jahressonderzahlungen
• Leistungszulagen
• Provision
• Ausgleich von Überstunden
• Urlaubsgeld
• Vermögenswirksame Leistungen
• Weihnachtsgeld
• Zusatzleistungen
4. Hilfreiche Adressen
www.igmetall.de
www.tarifspiegel.de
www.lohnspiegel.de
www.studentsatwork.org
www.kienbaum.de
www.abgabenrechner.de
www.steuerzahler.de
www.finanztest.de
Buchtipp: „Ich verdiene mehr Gehalt – Was
Sie für Ihre erfolgreiche Gehaltsverhandlung wissen müssen“, Nicola Holzapfel Campus Verlag: 2009 – Kosten: 17,90 Euro
Tipp! Nutzen Sie außerdem den Gehaltsanalyser auf www.berufsstart.de
3. Leistungen, die zum Gehalt dazukommen können
„Ein Gehalt ist mehr als die Zusammenset-
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Quelle:
Klaus Resch Verlag KG / berufsstart.de
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Bachelor-Rezept
Ich back mir meinen Abschluss! Zutaten:
1 Portion
1 Pkch
2 Hände
2 Hände
1 TL
1 TL
1 Prise
1 Tablett
5 Tassen
10
100
Geduld
Durchhaltevermögen
Organisationstalent
Zeitmanagement
Kondition
Ausdauer
Schnelligkeit
Mensaessen à 3000 kcal
Kaffee
Kompetente Professoren
Hilfsbereite Mitstudenten
Unbegrenztes Druckguthaben
1 Portion Sozialengagement
1 Portion Interkulturelle Kompetenz
1
Reservierter Sitzplatz in der BIB
30 Stck
Kugelschreiber
5 Stck
Blöcke
1
Gefüllter Süßigkeitenautomat
1
Tischkicker inklusive Ball
1 Portion Glück
1
Ausgeprägtes Kurzzeitgedächtnis
Vorbereitung:
Für einen leckeren Bachelor nehme man
eine Person mit Abitur oder je nach Geschmack auch Fachhochschulreife. Bei der
Auswahl sollte man auf Qualitätskriterien
wie einen guten Notendurchschnitt oder
genügend Wartezeit achten. Man gebe sie
in eine Schüssel mit einer Portion Geduld,
einem Päckchen Durchhaltevermögen,
sowie jeweils zwei Händen voll Organisationstalent und Zeitmanagement. Man
Text: Mimi Tran, Anja von Treuenfels, Melanie Maier
rühre diese Zutaten gleichmäßig mit dem
Handrührgerät bis zu Beginn des Semesters. Anschließend nehme man die Masse
und schiebe sie zum Vorbacken in den Bus,
vorzugsweise das Modell Linie 5: Hochschule/Wildpark. Dabei sollte darauf geachtet
werden, dass keine Platzangst entsteht.
Falls gerade kein Bus zur Hand ist, sei es
wegen Verspätung oder Ausfall, kann man
auch noch jeweils einen Teelöffel Kondition
und Ausdauer hinzufügen, damit der gedeihende Bachelor problemlos den steilen
Berg der Tiefenbronner Straße bestreiten
kann.
Nach dem Vorbacken lasse man den Teig
drei Tage (aus-)gehen, um sicherzustellen,
dass sich ausreichend Partyausdauer bildet. Anschließend gebe man noch eine Prise Schnelligkeit hinzu, damit gewährleistet
werden kann, dass die benötigte Literatur
aus der Bibliothek bezogen wird. Während
der kommenden Semester sollten täglich
ein Tablett Mensaessen à 3000 kcal sowie
fünf Tassen Kaffee zugefügt werden. So
kann der Teig richtig aufgehen! Mindestens
10 kompetente Professoren verleihen dem
Bachelor die richtige Form. Sollten gerade nicht genügend zur Hand sein, könnten
hilfsbereite Mitstudenten in vielen Fällen
Defizite ausgleichen: Sei es durch kopierte
Skripte und Mitschriebe oder durch eine
ausgeliehene Mensakarte, die in Zeiten
erhöhten Stresses den gesteigerten Kalorienbedarf ausgleichen kann. Die Hinzugabe
von unbegrenztem Druckguthaben trägt
ebenfalls zu bestem Gelingen bei. Möchte man den Bachelor zusätzlich mit einem
erweiterten Horizont ausstatten, sollte an
dieser Stelle eine Portion Sozialengagement
sowie interkulturelle Kompetenz hinzugegeben werden.
Backen:
Zum finalen Backen stecke man den Bachelor für 4 Wochen in die Bib auf einen reservierten Sitzplatz. Man gebe an dieser Stelle
30 Kugelschreiber sowie 5 Blöcke, wahlweise kariert oder liniert hinzu. Das ganze wird
mit einem gut gefüllten Süßigkeitenautomaten sowie einem Tischkicker inklusive
Ball abgeschmeckt. Beim Herausnehmen
bestreue man das Ganze mit einer Portion
Glück und einem ausgeprägten Kurzzeitgedächtnis. Nun befindet er sich in einer sehr
kritischen zweiwöchigen Prüfungsphase, in
der er leicht zusammenfallen kann. Diese
wird mit ausgiebiger Feierei abgeschlossen,
in der der Bachelor leicht blau werden kann.
Anschließend muss der Bachelor noch einige Wochen ruhen, um das endgültige Ergebnis absehen zu können.
Wurde beim Backen dieses Rezeptes alles
eingehalten, sollte man nun einen gereiften
und überaus gelungenen Bachelor in seinen
Händen halten.
Gutes Gelingen!
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Wie zukunftsfähig ist
Deutschlands
Automobilindustrie?
Infos vom Campus
Status Quo: Chancen und Risiken im internationalen Wettbewerb
Jeder siebte Arbeitsplatz in Deutschland
hängt direkt oder indirekt von der Automobilindustrie und ihren Zulieferern ab – der
Ausdruck Schlüsselbranche Deutschlands
erscheint nicht übertrieben.
Berichte
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Aber wird dies auch in Zukunft so bleiben?
Fundierte Überlegungen dazu sind nicht nur
für Studenten wichtig, die ihre Arbeitsplatzwahl vor sich haben.
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt viel
Glanz: von der Erfindung des Automobils
und Namen wie Benz, Daimler und Maybach über eine nun schon mehr als 100jährige Weiterentwicklung prägen deutsche
Unternehmen und Produkte den weltweiten Aufstieg automobiler Mobilität. Sie
haben Wirtschaftsgeschichte geschrieben
– historisches Beispiel der millionenhafte
Erfolg des VW Käfer – sie haben den Motorsport als Qualitätsbeweis neuer Technologien vorangetrieben und nicht zuletzt durch
jahrzehntelange Forschung das Autofahren
nicht nur bequemer, sondern auch sicherer
gemacht.
Über Campus X
In den letzten Jahren hat sich der einstige
Glanz der deutschen Autoindustrie allerdings eingetrübt:
• Stagnierender Nachfrage in den etablierten Abnehmerländern standen Überkapazitäten in der Produktion gegenüber.
• Für die boomende Nachfrage von Schwellenländern wie China oder Indien bot die
deutsche Industrie zwar teure Premium-
Fahrzeuge für Eliten und Aufsteiger, aber
kaum Angebote zur Motorisierung breiter
Bevölkerungsschichten.
• Alternative Antriebskonzepte im Bereich
der Elektrofahrzeuge wurden zwar immer
wieder als Pilotprojekte angegangen, aber
nicht systematisch weiterentwickelt.
• Den Markt für Hybridfahrzeuge, der nach
Meinung vieler Experten in den nächsten
zehn bis fünfzehn Jahren den Übergang zur
vollständigen Elektrifizierung bilden wird,
haben deutsche Hersteller komplett dem
Wettbewerb überlassen – dabei hätte der
Markterfolg des Toyota Prius ein Lehrstück
sein können.
• Spätestens die Abwrackprämie ab Herbst
2009 zeigte, dass etliche deutsche Hersteller im Produktportfolio falsch aufgestellt
waren. Gefragt waren nun preisgünstige
Fahrzeuge im Kompakt- und KleinwagenSegment, aber nicht leistungsstarke, schwere und teure Premium-Fahrzeuge.
Aufgrund der im Automobilbau mehrjährigen Planungs- und Entwicklungsphase
vor dem Markteintritt neuer Fahrzeuge ist
ein kurzfristiges Reagieren auf diese Problemfelder nicht möglich. Was heute neu
zum Kunden rollt, wurde bereits vor Jahren
unter damals anderen Bedingungen konzipiert. Nur: Man hätte die Zeichen der Zeit
rascher erkennen müssen, und man hatte
auch die Instrumente dazu in Form betrieblicher Markt- und Trendforschungs-Abteilungen. Umlernen können hätte man auch
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Text: Prof. Dr. Werner Hagstotz
durch eine unvoreingenommene Analyse
innovativer Wettbewerber, vom Großkonzern bis zum oft aufgeschlosseneren Mittelstand. Allerdings bildet das Lernen vom
Wettbewerb eine Übung, bei der deutsche
Konzerne insbesondere im Premium-Segment sich traditionell schwer tun.
Inzwischen hat auf breiter Front ein Umdenken bei der deutschen Automobilindustrie und ihren Zulieferern eingesetzt.
Die Volumenhersteller und allen voran
Volkswagen bieten immer effizientere Kompakt- und Kleinwagen und demnächst auch
Elektrofahrzeuge an; japanische Hersteller
und Renault haben allerdings mit bereits
marktfähigen und demnächst lieferbaren
E-Fahrzeugen die Nase vorn. Premium-Anbieter wie Audi, BMW und Mercedes, die
jahrzehntelang den Verbrennungsmotor
leistungsmäßig perfektioniert haben, sorgen wenigstens für ein gutes Gewissen ihrer
Kunden, in dem sie ihre stärksten Fahrzeuge
mit effizienzsteigernden Hybridkonzepten
anbieten. Nahezu alle deutschen Hersteller haben sich zudem in die bisher führende fernöstliche Batterie- und Akkutechnik
eingekauft, um so rasch verlorenes Terrain
wieder gut zu machen.
Dank der herausragenden Qualität deutscher Ingenieure und Entwickler stehen
ihre Chancen gut.
Die Chancen, im zukünftigen globalen Wettbewerb zu bestehen, definieren sich allerdings nicht nur durch die rasche Marktreife
alternativer Antriebskonzepte und ein nach
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unten abgerundetes Produkt-Portfolio. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass
insbesondere jüngere Menschen in den
weltweiten Ballungsgebieten zunehmend
Mobilität anders definieren als durch Fahrzeug-Besitz: wozu ein teures Auto kaufen,
das zu 98% der Zeit ungenutzt herumsteht
– falls man überhaupt einen Parkplatz findet? Hinzu kommt, dass diese ZukunftsZielgruppen ihren Status nicht mehr über
Automobilbesitz definieren, sondern durch
das neueste Handy, IPod oder Macbook. Da
in den nächsten Jahren mehr als die Hälfte
der Weltbevölkerung in Ballungsräumen leben wird, ist dies ein wichtiger Trend für die
Zukunft der Branche.
Daraus folgt, dass für immer mehr Zielgruppen Mobilität umdefiniert werden muss:
Zukünftig erfolgreich werden Hersteller
sein, die nicht nur Autos verkaufen, sondern überdies clevere Mobilitätslösungen
bereitstellen.
Daimler hat mit der Marke smart einen Anfang gemacht: das in Ulm laufende Projekt
„Car2Go“ zeigt, wohin der Trend geht.
Bei diesem Pilotprojekt erwirbt der Nutzer lediglich einen am Führerschein angebrachten Aufkleber mit Chip, mit dem sich
die im Stadtgebiet Ulm bereitgestellten
smart-Zweisitzer öffnen und mieten lassen. Bezahlt wird nur die Nutzungsdauer,
abgerechnet über den Chip, und selbst das
Parkplatzproblem wird durch für dieses Projekt reservierte Parkplätze erleichtert – einfacher kann Mobilität nicht sein. Smart wird
dieses erfolgreiche Projekt in den nächsten
Jahren international ausweiten, dabei auch
die Elektroversion des Zweisitzers anbieten
und so wertvolle Piloterfahrungen sammeln.
Der Wettbewerb in Gestalt des französischen Herstellers Peugeot hat bereits die
nächste Entwicklungsstufe gemieteter Mobilität konzipiert: das Projekt Mü. Dabei
kann über eine ähnliche Registrierung wie
„Car2Go“ die gesamte Fahrzeugpalette von
Peugeot gemietet werden. Die Bandbreite
reicht vom elektrisch unterstützten Fahrrad (E-Pedelec) über Motorroller und PKW
einschließlich Cabrio für die Frühlingstour
bis zum Transporter für den gelegentlich
anstehenden Umzug. So faszinierend der
Ansatz sein mag: er steht und fällt mit der
Verfügbarkeit dieser Fahrzeuge in einer
für den Mieter zumutbaren Nähe. Deshalb
kommen nur Millionenstädte und entsprechende Ballungsräume für die Umsetzung
in Frage.
Vom Wettbewerb lernen kann Deutschlands
Autoindustrie auch beim bisher vernachlässigten Thema Zwei- bzw. Dreiräder. Hintergrund ist die Tatsache, dass in Metropolen
wie Barcelona, Madrid, Paris oder Rom motorisierte Zweiräder insbesondere in Form
von Motorrollern einen erheblichen Anteil
der Verkehrsleistung übernommen haben.
Mit ihnen ist ein Durchkommen auch im
Verkehrsstau möglich, sie brauchen wenig
Parkraum und verursachen geringere Kosten als ein PKW. Für viele Haushalte haben
diese praktischen Fahrzeuge längst den
früheren Zweitwagen ersetzt. Sowohl der
italienische Konzern Piaggio als auch Peugeot sind hier neben japanischen Anbietern
erfolgreich im Geschäft und weiten ihre
Marktchancen demnächst durch Hybridmodelle und elektrische Zwei- und Dreiräder wie den Piaggio MP3-Roller aus. BMW
hatte von 2000 bis 2003 mit dem C1-Roller
mit innovativem Sicherheitskonzept (Überrollbügel, Fahrer angeschnallt) einen für die
damalige Zeit aus Verbrauchersicht gewöhnungsbedürftigen Versuch gestartet. Nach
mehrjähriger Pause erlebte der C1 auf der
diesjährigen Motorrad-Messe INTERMOT
ein Comeback als Prototyp – nun allerdings
mit Elektroantrieb. Wünschen wir BMW
den Mut, dieses Konzept im zweiten Anlauf
zum Erfolg zu bringen.
Chancen und Risiken für die deutsche Automobilindustrie im internationalen Wettbewerb müssen auch vor dem Hintergrund
der politischen Rahmenbedingungen gesehen werden. Dem erklärten Ziel der deutschen Regierung, bis zum Jahr 2020 eine
Million Elektro-Autos auf die Straßen zu
bringen, steht bislang wenig umsetzungsorientiertes Handeln gegenüber. Deutsche
Politik fördert zwar traditionell die Grundlagenforschung, aber nicht die Umsetzung
marktreifer Konzepte. Anders die meisten
europäischen Staaten, Japan, China und die
USA, wo der Kauf eines Elektro-Autos mit
7.500 Dollar Steuerrabatt gefördert wird.
Da elektrisch betriebene Fahrzeuge bisher
durch hohe Entwicklungskosten, Kleinserien und teure Akkus über den Marktpreisen konventionell angetriebener Fahrzeuge
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Infos vom Campus
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liegen, beeinflussen diese politischen Rahmenbedingungen in hohem Maße die
Marktchancen der Hersteller und ihrer Produkte.
Nahezu alle Branchenexperten sind sich einig, dass angesichts begrenzter Ölvorkommen und zunehmender Umweltbelastung
die Zukunft individueller Mobilität in der
Elektrifizierung der Fahrzeugantriebe liegt.
Innerhalb von zehn bis fünfzehn Jahren
dürfte dies für die breite Mehrzahl der neu
liegen, beeinflussen diese politischen Rahmenbedingungen in hohem Maße die
Marktchancen der Hersteller und ihrer Produkte.
Über Campus X
Berichte
Nahezu alle Branchenexperten sind sich einig, dass angesichts begrenzter Ölvorkommen und zunehmender Umweltbelastung
die Zukunft individueller Mobilität in der
Elektrifizierung der Fahrzeugantriebe liegt.
Innerhalb von zehn bis fünfzehn Jahren
dürfte dies für die breite Mehrzahl der neu
zugelassenen Fahrzeuge gelten, ob motorisiertes Zwei- oder Dreirad oder PKW. Dafür werden allerdings spezielle Produkte
in sehr hohen Stückzahlen benötigt, deren
Herstellung ebenfalls Rohstoffe und sogenannte Seltene Erden erfordert: man benötigt beispielsweise Kupfer und Neodym für
Elektromotoren, Platin und Scandium für
Brennstoffzellen oder Kobalt für die Produktion von Akkus. China hat in den letzten Jahren weltweit zahlreiche Vorkommen dieser
Rohstoffe und Seltenen Erden aufgekauft
und könnte diese Marktmacht einsetzen,
um Wettbewerber der chinesischen Fahrzeugindustrie von den benötigten Ressourcen abzuschneiden. Dies bedroht allerdings
nicht nur die deutsche Autoindustrie, sondern auch deren Wettbewerber in anderen
Ländern.
Zusammenfassend lassen sich Status Quo,
Chancen und Risiken für die deutsche Automobilindustrie auf folgenden Nenner bringen:
• Die deutsche Autoindustrie hat sich etwas zu lange im Glanz der letzten 100 Jahre
gesonnt und auf grundlegend veränderte
Marktanforderungen spät reagiert. Hersteller und Zulieferer haben dies inzwischen
erkannt und sind dabei, den Vorsprung einiger Wettbewerber aufzuholen.
• Große Chancen für die Zukunft liegen
nicht nur in technisch innovativen Konzepten, sondern auch der hohen Qualität der
Produkte, ihrem Design und einem hervorragenden Markenimage. Hier positioniert
sich die deutsche Autoindustrie eindeutig
vor dem Wettbewerb.
künftig zahlreicheren Elektro-Fahrzeuge
beim Nichtbetrieb auch als Stromspeicher
eingesetzt werden können.
• Die Risiken für die deutsche Automobilindustrie sind teilweise hausgemacht:
angesichts wieder steigender Exportzahlen besteht die Gefahr, dass notwendige
interne Umstrukturierungen hin zu mehr
Sensibilität für Marktveränderungen (Stichwort Stellenwert von Markt- und Trendforschung) ausbleiben.
• Externe Risiken gehen außer der globalen Entwicklung (Krisen, Verteilungskämpfe um Rohstoffe) auch von der Politik aus,
die wie aufgezeigt die Rahmenbedingungen
für unternehmerisches Handeln definiert.
Diese Rahmenbedingungen sollten im realistischen Bereich des technisch und wirtschaftlich Erreichbaren bleiben.
Insgesamt ist mehr Licht als Schatten zu
sehen, wenn die notwendigen Anpassungsprozesse zügig umgesetzt werden. Hoffen
wir für die Inhaber der zu Beginn des Beitrags erwähnten Arbeitsplätze in der Autoindustrie, dass es so kommen wird.
• Zukunftschancen sind überdies in neuen strategischen Partnerschaften und
Geschäftsfeldern zu sehen, die sich mit
der Elektrifizierung der Fahrzeugantriebe
ergeben. Dies sind bisher vor allem Energieversorgungs-Unternehmen, die den benötigten Strom zum Betrieb der Fahrzeuge
liefern. Mittelfristig kommen auch Bau- und
Planungsgesellschaften hinzu, da die zu-
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Professor auf
Auslandsmission
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Drei Jahre lehrte er an der CEIBS Shanghai: Prof. Dr. Waldemar Pförtsch
Seit dem Wintersemester 2000/01 lehrt
Prof. Pförtsch an der Hochschule Pforzheim
im Bereich International Business mit den
Schwerpunkten USA und Japan. Vor drei
Jahren zog es ihn jedoch aus Forschungsgründen nach Shanghai. Schon während
seinen Lehrtätigkeiten in den USA hatte er
die Gelegenheit viele Chinesen genauer
kennen zu lernen.
Ihn interessierte vor allem die Einstellung
der chinesischen Studenten, ihren Willen
und Ehrgeiz. Eine unglaubliche Motivation,
die er in diesem Ausmaß von Deutschland
nicht kannte.
Und spätestens als die Volksrepublik China
2002 der Welthandelsorganisation WTO
beitrat, war für ihn klar: „Da tut sich etwas…“. Schon 2006 stellte er eine Exkursion mit seinen Pforzheimer Studenten nach
Shanghai auf die Beine. Er wollte verstehen,
was sich seit der Marktöffnung im Inneren
Chinas tat, „denn alleine von außen konnte
man kein klares Bild gewinnen.“
Was ihn besonders an dem Land reizt, ist
seine unglaubliche Entwicklungsgeschichte.
Seit über 30 Jahren wächst die Wirtschaft
ungebremst – und es ist auch noch kein
Ende in Sicht. Von Deutschland kennt man
das kurzweilige Wachstumswunder in den
50er und 60er Jahren. Durch die Beteiligung
Westdeutschlands am expandieren Weltwirtschaftssystem erreichte die Bundesrepublik rasend schnell ein Wohlstandsniveau. Genauso schnell ebbte dieses Wachstum jedoch auch wieder ab. China hingegen
wächst und wächst und wächst… und das
noch dazu in einer ganz anderen Größenordnung: Mit einer Zahl von 1,33 Milliarden
hat die Volksrepublik über 16 Mal so viele
Einwohner wie wir. Nicht zu verachten ist
auch, dass China bis zum 15. Jahrhundert
noch Weltmacht war und auf technischem
und gesellschaftlichem Niveau Mitteleuropa weit voraus. Durch den Boxeraufstand
1900, die Japanische Invasion 1941, die Abschaffung der Kaiserdynastie und schließlich durch den 2. Weltkrieg wurde China jedoch wirtschaftlich stark zurück geworfen.
Und nun, seit den 80er Jahren, steigt Chinas
Wirtschaft wieder kontinuierlich an. Zurzeit
hat das Land eine Wachstumsrate von 10%,
was nahezu unfassbar und für alle ein Riesenerfolg ist. Millionen Menschen konnten
so schon aus der Armut befreit werden –
ein Millennium-Entwicklungsziel, das bisher
nur China erreichen kann! Doch woher holt
die Volksrepublik diese gewaltige Kraft? Vor
allem liegt es am starken Eigeninteresse der
Chinesen am Wirtschaftswachstum. Zum
einen möchten sie selbst, dass es den Einwohnern besser geht, zum anderen wollen
sie natürlich an der Macht bleiben und der
ganzen Welt zeigen, dass ihr System funktioniert. Nach dem Tod Mao Zedongs hat
sich China geöffnet und führt nun eine kontrollierte Planwirtschaft mit integriertem
Kapitalismus – ein System, das durch den
staatlichen Eingriff auftretenden Problemen entgegensteuern kann und die Chinesen gleichzeitig nach dem Motto von Deng
Xiaoping nach Gewinn streben lässt:
„Reich werden ist ehrenhaft.“
Text: Viola Schier
Wie wir sehen hat China eine gewaltige Geschichte und ein noch gewaltigeres Wachstumspotenzial. Gründe, die Prof. Pförtsch
nicht lange zweifeln ließen, ein ganz bestimmtes Angebot anzunehmen: Drei Jahre
als Gastprofessor an der China Europe International Business School CEIBS in Shanghai zu lehren. Beurlaubt von der Hochschule Pforzheim zog er im Juli 2007 mit
der ganzen Familie in Shanghais Stadtteil
Pudong. Nun war er endlich an der Quelle
und hatte die Möglichkeit hinter die Kulissen des unfassbaren Wirtschaftswachstums
zu schauen.
Als erste Business School Chinas hob sich
die CEIBS im Gründungsjahr 1994 gänzlich
von den bisherigen, traditionellen Universitäten des Landes ab und führt bis heute
zwei Studien-Programme. Einmal den „normalen“ MBA, Master of Business Administration, der auf Englisch gelesen wird. Hier
sind die Studenten im Alter von 25 bis 35
Jahren und kommen etwa zur Hälfe aus China und aus der ganzen Welt. Und zum andern den Executiven MBA, der von älteren
Chinesen neben einem festen Job wahrgenommen wird. Da die Lehrsprache chinesisch ist, haben englischsprachige Dozenten
während der Vorlesung einen Dolmetscher
zur Seite.
Prof. Pförtsch war in beiden Studiengängen
aktiv und las die Fächer International Business sowie B2B Marketing. Was für uns wie
ein normaler Vorlesungsstoff klingt, ist für
chinesische Studenten eher ungewohnt.
Denn gerade im Bereich Marketing hat Chi-
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na viel aufzuholen. Bedingt durch die zentrale, direkt planende Regierung wird im
Land immer nur nach Kapazitäten geplant.
Das heißt, an Fabriken, Straßen oder Flughäfen mangelt es nicht. China ist zum Beispiel in der Lage 15 Millionen Autos pro Jahr
zu produzieren. Verkauft hingegen werden
in 2009 nur 13 Millionen. Andererseits, was
heißt „nur“ 13 Millionen? Deutschland verkauft zum Vergleich 3 Millionen Autos pro
Jahr. Es ist alles da, was der Konsument
sich wünscht. Was der Volksrepublik jedoch
fehlt, sind echte chinesische Produkte. Wir
alle kennen den Aufdruck „Made in China“.
Doch was für eine Marke steckt dahinter?
Richtig, eine deutsche, französische, italienische, amerikanische… jedenfalls keine
chinesische.
China produziert zwar am laufenden Band,
schafft aber keine eigenen Marken.
Man könnte das Land eher als verlängerte
Werkbank für die westlichen Unternehmen
beschreiben.
An diesem Schwachpunkt konnte Prof.
Pförtsch als Marketing-Spezialist angreifen
und an der CEIBS gezielt B2B Marketing lehren. Er brachte den chinesischen Studenten
das komplexe Thema Markenmanagement
näher und versuchte, sie verstehen zu lassen, wie wichtig der Wert einer geschaffenen Marke ist. Dass eine Marke eine viel
größere Bedeutung und Reichweite als eine
lediglich produzierte Ware hat und wesentlich zum Erfolg eines Unternehmens
beiträgt. Gemeinsam mit dem US-amerika-
nischen Marketing-Guru Philip Kotler hat er
dazu das Buch „B2B Brand Management“
verfasst. Dieses sowie das aktuelles Werk
mit Professor Kotler „Ingredient Branding:
Making the invisible visible“ sind im Springer Verlag zu erhalten.
Natürlich waren die Lehrtätigkeiten an der
CEIBS in Shanghai für Prof. Pförtsch eine
große Umstellung. Mit Methoden, wie man
sie aus den USA kennt, stand dort ein lebhafter und interaktiver Unterricht an der Tagesordnung. In so genannten Case Studies
werden exemplarische Fälle von Unternehmen in Krisensituationen vorgeführt und in
Form von Gruppendiskussionen Lösungen
erarbeitet. Da die meisten Chinesen jedoch
sehr schweigsam sind (in den konservativen Schulen haben sie gelernt, still zu sein,
während der Lehrer vorne spricht) ist diese
Form des Unterrichts für sie sehr schwierig.
Studenten aus anderen Ländern hingegen
sind viel offener und gesprächiger, was für
Prof. Pförtsch vor eine besondere Herausforderung stellte: „Die einen mussten gefördert werden, die anderen gebremst“.
Fasziniert hat ihn vor allem das extrem
hohe Wissensbedürfnis und Lernniveau der
chinesischen Studenten, das man so aus
Deutschland weniger kennt. Besonders im
executiven Master-Studiengang, in dem die
Studenten alle aus der Wirtschaft kommen,
musste er sich sehr intensiv auf die Vorlesungen vorbereiten, um auf wirklich alle gestellten Fragen eingehen zu können. Doch
so konnte er die Studenten persönlich kennen lernen, ihre Umsetzung des Gelernten
in die Praxis mitverfolgen und einen echten
Einblick über die Wirtschaftsdynamik Chinas bekommen.
Eine „Win-Win-Situation“, wie Prof.
Pförtsch es nennt: Die Beziehung zwischen
Professoren und Studenten an der CEIBS ist
ein ständiges Geben und Nehmen.
Eine Erfahrung, die einerseits sehr spannend ist, auf Dauer aber auch sehr anstrengend werden kann, da die Vorlesungen
permanent ein höchstes Level an Konzentration verlangen, was durch einen ständig
mitredenden Dolmetscher nicht gerade begünstigt wird!
Im Sommer diesen Jahres ist Prof. Pförtsch
wieder nach Deutschland gezogen und
möchte nun sein gewonnenes Wissen an
der Hochschule Pforzheim einsetzten. Zuerst einmal kann er in Ruhe Luft holen, da
die chinesischen Studenten uns in Sachen
Ehrgeiz und Engagement weit voraus sind.
Doch auch wenn die Studienatmosphäre
hier viel entspannter ist, lässt ihn die Faszination China noch lange nicht los: Um die
Globalisierung chinesischer Marken weiter
zu beobachten, ist er noch immer im Rahmen eines Research Fellowships mit der
CEIBS in Shanghai verbunden. Und in einem
ist er sich ganz sicher:
„In den nächsten zehn Jahren werden eine
ganze Menge chinesische Firmen auftauchen, auch mit eigenen Marken, die das
Wirtschaften in der Welt verändern werden.“
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100 € Douglas Gutschein
Und so könnt ihr ihn gewinnen:
1. Beginnt bei Frage 1 und verbindet die drei Zahlen der richtigen Antwort der Reihefolge nach.
2. Setzt dann den Stift nicht ab, sondern knüpft an das Lösungs-Trio der Frage 2 an.
3. So malt ihr weiter, bis ihr euer Glück gefunden habt!
4. Das fertige Bild gebt ihr bitte bis zum 1. Dezember mit euren Daten im Campus X Büro ab.
5. Am X-DAY wird der Sieger gekürt. Viel Spaß!
HIER ABTRENNEN
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Campus X Mitglieder dürfen am Gewinnspiel leider nicht teilnehmen
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Name, Vorname________________________________________ Matrikelnummer________________________
Studiengang________________________________ E-Mail-Adresse________________________________
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Fragen:
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Was geben Gehaltstabellen an?
A Duchschnittswerte
B Maximalwerte
C Minimalwerte
6 I 25 I 7
95 I 52 I 21
74 I 24 I 90
Für wen startete Campus X zu Beginn des Semesters einen Spendenaufruf?
A Rotes Kreuz
59 I 19 I 75
B Krankenhaus Pforzheim
89 I 32 I 61
C Gustav-Heinemann-Schule
13 I 21 I 24
Wodurch kam Lynn Halligan zum ersten Mal mit
der Werbebranche in Berührung?
A Studium an der HS Pforzheim
74 I 60 I 27
B Fachmesse für Mediaplaner
3 I 8 I 9h
C Ausbildung zur Werbekauffrau
97 I 75 I 40
Wo ist das Jahresgehalt in Deutschland am
höchsten?
A Osten
8 I 79 I 72
B Süden
12 I 16 I 1h
C Norden
40 I 56 I 26
Wie heißt die Hauptstadt des US-Bundesstaates
North Carolina?
10 I 76 I 69
A New Bern
85 I 62 I 84
B Carolina
30 I 55 I 29
C Raleigh
6
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8
9
10
Was soll den Kindern in Rollstühlen in Zukunft helfen,
leichter auf das Pferd zu steigen?
A Aufstiegsrampe
2 I 47 I 36
B Spezieller Aufstiegssattel
57 I 48 I 38
C Aufstiegslift
91 I 76 I 30
Was ist ausschlaggebend für das Gehalt eines hochschulabsolventen?
A Rechtsform
44 I 41 I 68
B Unternehmensgröße
4 I 11 I 33
C Noten
38 I 68 I 73
Wie lautet der Vorname des Chief Cargo Officers von
Swiss WorldCargo?
73 I 65 I 88
A Oliver
11 I 61 I 65
B Olivier
32 I 89 I 88
C Oliviero
Die Haltung der Briten zur Eurpäischen Union/Europa ist…
A …sehr positiv
46 I 99 I 28
B ...tendenziell gleichgültig.
26 I 78 I 89
C ...eher pragmatisch und distanziert.
20 I 5 I 15
Wie hoch ist die Auflage der X-PRESS?
A 1000
B 2500
C 2000
5 I 59 I 19
7 I 25 I 21
41 I 22 I 6h
Impressum
X-PRESS Ausgabe Nr. 7 | WS 2010/11
Herausgeber
Campus X
Eine Initiative des FAV Pforzheim
Tiefenbronner Str. 65
75175 Pforzheim
http://www.campusx.org
Projektleitung
Felix Drabe, Viola Schier
Redaktion
Mimi Tran, Theresa Janke, Natalie Göbel, Carolin Aufrecht, Michael Kühn,
Melanie Maier, Viola Schier, Felix Drabe
Gestaltung und Layouting
Magdalena Gut, Kristin Kühnlein, Veronika Menig, Viola Schier, Felix Drabe
Druck
Service
Werbe
Agentur
Internet
Service
Werbe
Technik
Autoren
Campus X: Marina Thiel, Mimi Tran, Anja von Treuenfels, Melanie Maier, Viola Schier
Campus X Alumni: Julian Schütz
Hochschule: Hanna Vonk, Tobias Böse, Martin Hepp, Marvin Kiefer, Katrin Heyer
Professoren: Prof. Dr. Werner Hagstotz, Prof. Dr. Waldemar Pförtsch
Extern: Caroline Duscha (berufssart.de), Vitesse Hoepfner (Business Spotlight),
Lynn Halligan (Serviceplan)
Artikel von Campus X externen Autoren geben nicht unbedingt die Meinung von Campus X wieder.
Anzeigen
Aldi GmbH & Co. KG, Serviceplan GmbH & Co. KG, PAUL HARTMANN AG,
Sparkasse Pforzheim Calw, Hansgrohe AG, Brunner Druck,
The Lorenz Bahlsen Snack-World GmbH & Co KG Germany
Druck
Jost Brunner
Sachsenstraße 12
75177 Pforzheim
Brunner Druck+Medien
Auflage
2.000 Stück
Besonderer Dank gilt dem FAV Pforzheim.
Fotokunst
Unikate
auf Leinwand
Jost Brunner
Sachsenstraße 12
75177 Pforzheim
Telefon 35 72 72
www.media-mix.de
www.brunner-photoart.de
Mimi Tran
Magdalena Gut
Kristin Kühnlein
Nathalie Göbel
Veronika Menig
Theresa Janke
Anja v. Treuenfels
Carolin Aufrecht
Michael Kühn
Melanie Maier