Bedienungsanleitung MA8390-1

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Bedienungsanleitung MA8390-1
Bedienungsanleitung
Universaltransmitter
ALMEMO® 8390-1
V1.2
01.10.2004
ALMEMO 8390-1
1
Inhaltsverzeichnis
Bedienungsanleitung
Universaltransmitter
ALMEMO® 8390-1
Ergänzung durch ALMEMO®-Handbuch
Inhaltsverzeichnis
Seite
4
4
8
1.
1.1
1.2
EINFÜHRUNG
Funktionen
Bedienelemente
2.
INBETRIEBNAHME
3.
3.1
3.2
3.3
3.4
STROMVERSORGUNG
Versorgung über Netzadapter
Gleichspannungsversorgung (Option U)
Fühlerversorgung
Datensicherung, Neuinitialisierung
10
10
10
10
11
4.
4.1
4.2
ANSCHLUSS DER MESSWERTGEBER
Meßwertgeber
Meßeingänge und Zusatzkanäle
11
11
11
5.
5.1
FÜHLERPROGRAMMIERUNG
Meßbereich
13
13
6.
6.1
6.2
6.3
6.4
MESSEN
Digitale Schnittstelle
RS485-Schnittstelle (Option I)
Ethernet-Schnittstelle (Option E)
Zyklische Meßdatenausgabe eines Gerätes
Vernetzung der Geräte
Zyklische Meßdatenausgabe vernetzter Geräte
15
15
15
15
16
16
17
7.
ANALOGAUSGANG
17
2
ALMEMO 8390-1
9
Inhaltsverzeichnis
8.
FEHLERSUCHE
18
9.
ELEKTROMAGNETISCHE VERTRÄGLICHKEIT
19
ANHANG
Technische Daten
Produktübersicht
Ihre Ansprechpartner
20
20
20
21
ALMEMO 8390-1
3
Einführung
1. EINFÜHRUNG
Der Universaltransmitter ALMEMO® 8390-1 ist ein Vertreter einer einzigartigen
Familie von Meßgeräten, die alle mit dem von der Fa. Ahlborn patentierten
ALMEMO®-Stecker-System ausgerüstet sind. Der intelligente ALMEMO®-Stekker bietet beim Anschluß der Fühler und Peripheriegeräte entscheidende Vorteile, weil alle Parameter im Stecker in einem EEPROM gespeichert sind und
damit beim Anstecken jegliche Programmierung entfällt.
Alle Fühler und Ausgabemodule sind bei allen ALMEMO®-Meßgeräten in gleicher Weise anschließbar. Die Funktionsweise und Programmierung aller Einheiten ist weitgehend identisch. Deshalb sind folgende für alle Geräte geltende
Punkte des ALMEMO®-Meßsystems in einem eigenen ALMEMO®-Handbuch
ausführlich beschrieben, das ebenfalls zum Lieferumfang jeden Gerätes gehört:
Genaue Erläuterung des ALMEMO®-Systems (Hb. Kap.1),
Übersicht über Funktionen und Meßbereiche der Geräte (Hb. Kap.2),
Alle Fühler mit Grundlagen, Bedienung und technischen Daten (Hb. Kap.3),
Die Anschlußmöglichkeiten eigener Sensoren (Hb. Kap.4),
Alle analogen und digitalen Ausgangsmodule (Hb. Kap.5.1),
Die Schnittstellenmodule RS232, LWL, Centronics (Hb. Kap.5.2),
Das gesamte ALMEMO®-Vernetzungssystem (Hb. Kap.5.3),
Alle Funktionen und ihre Bedienung über die Schnittstelle (Hb. Kap.6)
Komplette Schnittstellenbefehlsliste mit allen Druckbildern (Hb. Kap.7)
In der vorliegenden Anleitung sind nur noch die gerätespezifischen Eigenschaften und Bedienelemente aufgeführt und häufig wird auf eine weitergehende Erläuterung im Handbuch (Hb. x.x.x) hingewiesen.
1.1 Funktionen
Das Universaltransmitter ALMEMO® 8390-1 hat einen Meßeingang für alle ALMEMO®-Fühler. Über 4 Kanäle in den Fühlersteckern mit über 70 Meßbereichen stehen nahezu unbegrenzte Meßmöglichkeiten zur Verfügung. An der
Ausgangsbuchse sind die ALMEMO®-Ausgangsmodule Analogausgang oder
eine digitale Schnittstelle anschließbar. Über ALMEMO®-Netzverteiler lassen
sich mehrere Geräte vernetzen. Die Programmierung der Fühler und die Konfigurierung der Meßgeräte zur Datenausgabe erfolgt bei Bedarf über die Schnittstelle am besten mit der beiliegenden Software AMR-Control. Zur Montage
wird ein Wandhalter mitgeliefert. Über Optionen werden ein oder zwei eingebaute Analogausgänge, eine RS485-Schnittstelle oder sogar ein Ethernet-Anschluß angeboten.
4
ALMEMO 8390-1
Funktionen
FÜHLERPROGRAMMIERUNG
Die Meßkanäle werden durch die ALMEMO®-Fühlerstecker automatisch vollständig programmiert. Die Programmierung läßt sich im Bedarfsfall über die
Schnittstelle ändern oder ergänzen.
Meßbereiche
Für Sensoren mit nichtlinearer Kennlinie, wie z.B 10 Thermoelementarten, Ntcund Pt100-Fühler, Infrarotsensoren, sowie Strömungsaufnehmer (Flügelräder,
Thermoanemometer, Staurohre) sind entsprechende Meßbereiche vorhanden.
Für Feuchtefühler gibt es zusätzlich Funktionskanäle, die auch die Feuchtegrößen Taupunkt, Mischungsverhältnis, Dampfdruck und Enthalpie berechnen.
Auch komplexe chemische Sensoren werden unterstützt. Die Meßwerte anderer Sensoren können über die Spannungs-, Strom- und Widerstandsbereiche
mit individueller Skalierung im Stecker problemlos erfaßt werden. Vorhandene
Sensoren sind ohne weiteres verwendbar, es muß nur der passende ALMEMO®-Stecker einfach über seine Schraubklemmen angeschlossen werden. Für
digitale Eingangssignale und Frequenzen sind außerdem Adapterstecker mit
integriertem Microcontroller erhältlich. Auf diese Weise lassen sich fast alle
Sensoren an jedes ALMEMO®- Meßgerät anschließen und untereinander austauschen, ohne irgendeine Einstellung vornehmen zu müssen.
Funktionskanäle
Max-, Minwerte oder die Differenz von bestimmten Meßstellen können als
Funktionskanäle programmiert und wie normale Meßstellen weiterverarbeitet
und ausgedruckt werden.
Dimension
Die zweistellige Dimension kann bei jedem Meßkanal geändert werden, sodaß
immer die physikalisch richtige angezeigt wird. Die Umrechnung von °C in °F
erfolgt bei der entsprechenden Dimension automatisch.
Meßwertbezeichnung
Zur Identifizierung der Fühler ist außerdem eine 10-stellige alphanumerische
Bezeichnung vorgesehen. Sie wird über die Schnittstelle eingegeben und erscheint dann im Ausdruck oder bei PC-Auswertung auf dem Bildschirm.
Meßwertkorrektur
Zur Meßwertkorrektur kann der Meßwert jedes Meßkanals in Nullpunkt- und
Steigung korrigiert werden, sodaß auch Fühler austauschbar werden, die normalerweise erst justiert werden müssen (Dehnung, Kraft, pH). Nullpunkt- und
teilweise auch Steigungsabgleich auf Tastendruck.
Skalierung
Mit Basiswert und Faktor ist der korrigierte Meßwert jedes Meßkanals in Nullpunkt und Steigung zusätzlich skalierbar. Die Stellung des Dezimalpunktes läßt
sich mit dem Exponenten einstellen.
Grenzwerte und Alarm
ALMEMO 8390-1
5
Funktionen
Für jeden Meßkanal lassen sich zwei Grenzwerte (1 Max und 1 Min) festlegen.
Überschreitungen werden bei der digitalen Ausgabe gekennzeichnet.
Fühlerverriegelung
Alle Fühlerdaten, die im EEPROM des Steckers gespeichert sind, lassen sich
über eine gestaffelte Verriegelung vor ungewolltem Zugriff schützen.
MESSUNG
Für jeden Meßwertaufnehmer stehen bis zu 4 Meßkanäle zur Verfügung, d.h.
es können auch Doppelfühler, unterschiedlich skalierte Fühler oder Fühler mit
Funktionskanälen ausgewertet werden. Alle programmierten Meßstellen werden mit einer Wandlungsrate von max. 10 Messungen/Sekunde kontinuierlich
abgefragt, der Meßwert berechnet und abgespeichert, sowie, wenn vorhanden,
auf einen Analogausgang ausgegeben.
Meßwert
Kontinuierliche Erfassung des Meßwertes der angewählten Meßstelle mit Autozero, sowie bei Bedarf mit Meßwertkorrektur.
Bei den meisten Fühlern wird ein Fühlerbruch automatisch erkannt (außer bei
Steckern mit Shunt, Teilern oder Zusatzelektronik).
Meßfunktionen
Zur optimalen Meßwerterfassung sind bei einigen Sensoren spezielle Meßfunktionen erforderlich. Für Thermoelemente steht die Vergleichsstellenkompensation und für Staudruck-, pH- und Leitfähigkeitssonden eine Temperaturkompensation zur Verfügung. Bei Infrarotfühlern werden die Parameter Nullpunkt- und Steigungskorrektur als Hintergrundtemperatur und Emissionsfaktor
verwendet.
Analogausgang und Skalierung
Der angezeigte Meßwert kann mit Analoganfang und Analogende so skaliert
werden, daß der damit bestimmte Meßbereich den ganzen Analogausgangsbereich (2V, 10V oder 20mA) nutzt.
Max- und Minwert
Bei jeder Messung wird der Maximal- und der Minimalwert erfaßt und abgespeichert. Diese Werte können abgefragt und gelöscht werden.
Differenzmessung
Durch Nullsetzen des Meßwertes sind Pseudodifferenzmessungen zu einem
Bezugswert möglich, mit 2 Sensoren und gleichen Meßgrößen können Sie
aber auch echte Differenzmessungen durchführen.
6
ALMEMO 8390-1
Funktionen
ABLAUFPROGRAMMIERUNG
Um die Meßwerte aller angesteckten Fühler digital zu erfassen, ist eine zyklische Meßstellenabfrage über eine Meßwerterfassungssoftware oder eine interne zeitliche Ablaufsteuerung erforderlich. Dafür steht neben einer Softwareuhr
der Druckzyklus zur Verfügung. Die Messung kann über die Schnittstelle gestartet und gestoppt werden.
Zeit und Datum
Datum und Uhrzeit wird beim Einschalten auf 01.01.00 00:00:00 gesetzt. Zur
Protokollierung einer Messung muß sie jedesmal neu gesetzt werden.
Druckzyklus
Zur zyklischen Ausgabe der Meßwerte auf die Schnittstelle ist ein Zyklus zwischen 1 s und 24 h programmierbar.
Druckzyklusfaktor
Zur Begrenzung der Datenflut kann die Datenausgabe von bestimmten Kanälen mit dem Druckzyklusfaktor nach Bedarf eingeschränkt bzw. unterbunden
werden. Außerdem lassen sich damit Impulse über längere Zyklen summieren.
Mittelwert über Meßstellenabfragen
Die Meßwerte von Meßstellenabfragen lassen sich wahlweise über mehrere
Meßstellen oder einzeln über die gesamte Meßdauer oder über den Druckzyklus mitteln. Zur zyklischen Ausgabe von Mittelwerten gibt es Funktionskanäle.
Ausgabe
Alle Meß- und Programmierwerte sind über verschiedene Interfacekabel mit
RS232-, RS422-, LWL- oder Ethernet-Schnittstelle zugänglich. Die Meßdaten
können wahlweise als Liste untereinander, in Kolonnen nebeneinander oder im
Tabellenformat ausgegeben werden. Dateien im Tabellenformat werden von
jeder Tabellenkalkulation direkt verarbeitet. Der Druckkopf ist firmen- oder anwendungsspezifisch programmierbar.
Optional ist auch ein integrierter Ethernet-Anschluß zum unmittelbaren Einbinden in ein PC-Netzwerk erhältlich.
Vernetzung
Der Transmitter ist adressierbar und kann über ALMEMO®-Netzverteiler auch
über große Entfernungen vernetzt werden.
Software
Mit jedem ALMEMO®-Handbuch wird das Programm AMR-Control ausgeliefert,
das die komplette Programmierung der Fühler und die Konfiguration des Meßgerätes erlaubt. Mit dem integrierten Terminal sind auch Online-Messungen
mit Datenspeicherung im Rechner möglich. Zur Meßdatenaufnahme mit graphischer Darstellung und komplexer Datenverarbeitung steht die WINDOWS®Software WIN-Control zur Verfügung.
ALMEMO 8390-1
7
Bedienelemente
1.2 Bedienelemente
(2)
(1)
Frontseite:
(1) ALMEMO®-Meßeingang M0
M0
für alle ALMEMO®-Fühler
M1..M3
Zusatzkanäle
(2) Buchse für Klemmstecker
6 7 1. Analogausgang A-, A+
0..10V Option R2/R22
0/4..20mA Option R3/R32
4 5 2. Analogausgang A-, A+
0..10V Option R22
0/4..20mA Option R32
(3)
Rückseite:
(4)
(3) Adresskodierschalter
Geräteadresse 00..99
(4) Kontrollampe
ON Versorgung, Schnittstelle blinkt
(5) Buchse für Klemmstecker
+ - Stromversorgung mit
Netzadapter (ZB1012-NA1, 12V/0.2A)
RS485 Schnittstelle (OA 8390-I)
0 1 Eingang A, B (RX+, RX-)
2 3 Ausgang Y, Z (TX+, TX-)
(5)
(6)
(6) ALMEMO®-Ausgangsbuchse A1
Analogausgang (ZA 1601-RK)
V24-Schnittstelle (ZA 1909-DK5/DKL)
(7) Option Ethernet:
Ausgangsbuchse A1
Ethernetausgang RJ45(OA 8390-E)
(7)
8
ALMEMO 8390-1
Inbetriebnahme
2. INBETRIEBNAHME
1. Meßwertgeber an die Buchse M0 (1) anstecken s. 4.
2. Stromversorgung mit Netzadapter sicherstellen s. 3.1, 3.2
3. Analogausgabe mit Registrierkabel ZA 1601-RK an Buchse A1 (6)
oder Option R2/3 an Buchse Buchse 2 Pin 6 und 7 (s. Hb. 5.1.1)
4. Programmierung oder Datenausgabe über Schnittstelle
Rechner mit Schnittstellenkabel an Buchse A1 (6) anschließen s. Hb. 5.2,
Mitgelieferte Software AMR-Control aufrufen,
Über ´Setup-Schnittstelle´ COM-Port und Baudrate 9600 bd einstellen,
Fühlerprogrammierung über ´Meßstellen-Liste-Programmieren´,
Meßwertdarstellung und Fühlerabgleich über ´Meßstellen-Meßwerte´,
Datenaufzeichnung im Rechner:
Druckzyklus programmieren über ´Geräte-Programmieren´,
Terminalfenster öffnen über ´Datei-Terminal´,
Datei öffnen über ´Datei-Öffnen´ und Dateinamen eingeben,
Messung starten mit Schaltfläche ´Start´,
Messung stoppen mit Schaltfläche ´Stop´,
Datei schließen über ´Datei-Schließen´.
Verfügbare Optionen und die entsprechende Anschlußbelegung
sind aus dem Typenschild auf der Unterschale des Gerätes
ersichtlich!
ALMEMO 8390-1
9
Stromversorgung
3. STROMVERSORGUNG
Zur Stromversorgung haben Sie folgende Möglichkeiten zur Auswahl:
Netzadapter 12V/200mA
ZB 1012-NA1
Gleichspannungsversorgung 7..13V DC
Gleichspannungsversorgung 9..30V DC, galv. getr. OA 8390-U
3.1 Versorgung über Netzadapter
Auf der Rückseite des Gerätes befindet sich die Buchse (5) für eine externe
Spannungsversorgung. An die Klemmen + und - wird standardmäßig der Netzadapter ZB 1012-NA1 (12V/200mA) mit dem Klemmstecker angeschlossen.
Sie können aber auch eine andere Gleichspannungsquelle (7...13V) verwenden.
Wird jedoch eine galvanische Trennung zwischen Versorgung und Meßwertgebern benötigt, dann ist die Opion U erforderlich.
3.3 Gleichspannungsversorgung (Option U)
Die Option U (OA 8390-U) stellt eine galvanisch getrennte Gleichspannungsversorgung mit einem weiten Eingangsspannungsbereich von 9 bis 30V zur
Verfügung. Die Spannung ist ebenfalls an die Steckschraubklemme der Buchse (5) des Gerätes über den Klemmstecker anzuschließen. Das Meßgerät
kann damit auch in 12- oder 24-V-Bordnetzen betrieben werden.
3.4 Fühlerversorgung
Bei jeder Stromversorgung steht im ALMEMO®-Stecker an den Klemmen - und
+ eine Fühlerversorgungsspannung von ca. 12V DC (max. 70mA) zur Verfügung. Mit speziellen Steckern sind auch 15V oder 24V DC oder Referenzspannungen von 5V und 2.5V verfügbar.
3.5 Datensicherung, Neuinitialisierung
Die Programmierwerte der Fühler sind im Stecker, die Kalibrierung und Ablaufsteuerung im Gerät in einem EEPROM gespeichert und bleiben bei Stromunterbrechung erhalten, Datum und Uhrzeit gehen jedoch verloren und werden
mit Anschluß der Stromversorgung zurückgesetzt (01.01.00 00:00:00).
Sollen die Geräteparameter auf ihre Standardwerte gesetzt werden, insbesondere die Baudrate auf 9600 bd, dann sind beim Einschalten die Kodierschalter
für die Adresse einmalig auf 99 zu stellen. Danach muß die Adresse natürlich
wieder zurückgestellt werden.
10
ALMEMO 8390-1
Anschluß der Meßwertgeber
4. ANSCHLUSS DER MESSWERTGEBER
An die ALMEMO®-Eingangsbuchse M0 (1) sind alle ALMEMO®-Fühler ansteckbar. Zum Anschluß von eigenen Sensoren wird lediglich ein entsprechender
ALMEMO®-Stecker angeklemmt.
4.1 Meßwertgeber
Das umfangreiche ALMEMO®-Fühlerprogramm (s. Hb. Kap. 3) und der Anschluß von eigenen Sensoren (s. Hb. Kap. 4) an die ALMEMO®-Geräte ist im
ALMEMO®-Handbuch ausführlich beschrieben. Alle serienmäßigen Fühler mit
ALMEMO®-Stecker sind generell mit Meßbereich und Dimension programmiert
und daher ohne weiteres an jede Eingangsbuchse ansteckbar. Eine mechanische Kodierung sorgt dafür, daß Fühler und Ausgangsmodule nur an die richtigen Buchsen angesteckt werden können. Außerdem hat jeder ALMEMO®Stecker zwei Verriegelungshebel, die beim Einstecken in die Buchse einrasten
und ein Herausziehen am Kabel verhindern. Zum Abziehen des Steckers sind
die beiden Hebel an den Seiten zu drücken.
4.2 Meßeingänge und Zusatzkanäle
Das Meßgerät ALMEMO 8390-1 besitzt 1 Eingangsbuchse M0 (1), der zunächst der Meßkanal M0 zugeordnet ist. ALMEMO®-Fühler können jedoch bei
Bedarf 4 Kanäle bereitstellen. Zusatzkanäle sind vor allem bei Feuchtefühlern
(Temperatur/Feuchte/Taupunkt/Mischungsverhältnis) oder Strömungs- und
chemischen Sonden mit Temperaturfühler vorhanden. Bei Bedarf ist ein Sensor auch mit mehreren Bereichen oder Skalierungen programmierbar oder,
wenn es die Anschlußbelegung erlaubt, können auch 2 Sensoren in einem
Stecker kombiniert werden (z.B. rH/Ntc, mV/V, mA/V u.ä.).
Meßstellennummerierung:
Die zusätzlichen Meßkanäle in einem Stecker liegen jeweils eine Ebene höher.
Die Nummerierung der Ebenen ist bei dieser neuen Serie jetzt standardmäßig
dekadisch, d.h. die vorderste Ziffer zeigt die Ebene an. Auf diese Weise bleiben die Meßstellennummer und damit auch programmierte Bezugskanäle bei
allen Geräten mit 1, 2, 5 oder 10 Eingängen immer gleich. Wenn Bezugskanäle programmiert sind, die im Gerät nicht vorhanden sind, wird der Standardbezugskanal (1. im Stecker) verwendet.
Bei dem Meßgerät ergibt sich somit folgende Kanalbelegung:
ALMEMO 8390-1
11
Anschluß der Meßwertgeber
Fühler
4.Kanal
30
3.Kanal
20
2.Kanal
10
1.Kanal
0
M0
8390-1
Kombinierte Sensoren innerhalb eines Steckers und Fühler mit
Stromversorgung sind galvanisch miteinander verbunden und
müssen deshalb isoliert betrieben werden. Die Spannung an
den Meßeingängen selbst (zwischen B,C,D und A bzw. -) darf
± 5V nicht überschreiten.
Die Vergleichsstellenkompensation zur Thermoelementmessung ist im Gerät
in der Buchse M0 eingebaut.
12
ALMEMO 8390-1
Fühlerprogrammierung
5. FÜHLERPROGRAMMIERUNG
Da bei ALMEMO®-Geräten die gesamte Fühlerprogrammierung im ALMEMO®Anschlußstecker gespeichert ist, können Sie alle ALMEMO®-Fühler anstecken,
ohne eine Programmierung vorzunehmen. Wenn Sie eigene Fühler anschließen wollen, können Sie entsprechend programmierte ALMEMO®-Stecker bestellen. Wenn jedoch Fühler selbst kreiert, skaliert oder Sensorfehler dauerhaft
korrigiert werden sollen, können Sie die Programmierung (s. Hb. 6.3) über die
serielle Schnittstelle und die Software AMR-Control vornehmen.
5.1 Meßbereiche
In der Programmierung der Meßstellen erscheinen die Kürzel der Meßbereiche
gemäß folgenden Tabelle:
Meßwertgeber
Pt100-1 (ITS90)
Pt100-2 (ITS90)
Ni100
NiCr-Ni (K) (ITS90)
NiCroSil-NiSil (N) (ITS90)
Fe-CuNi (L)
Fe-CuNi (J) (ITS90)
Cu-CuNi (U)
Cu-CuNi (T) (ITS90)
PtRh10-Pt (S) (ITS90)
PtRh13-Pt (R) (ITS90)
PtRh30-PtRh6 (B) (ITS90)
Au-FeCr
Ntc Typ N
Millivolt
Millivolt 1
Millivolt 2
Volt
Differenz Millivolt
Differenz Millivolt 1
Differenz Millivolt 2
Differenz Volt
Fühlerspannung
Milliampere
Prozent (4-20mA)
Ohm
Frequenz
Impulse
Digitaleingang
Digitale Schnittstelle
Fühler/Stecker
FP Axxx
FP Axxx
ZA 9030-FS3
FT Axxx
ZA 9020-FSN
ZA 9000-FSL
ZA 9000-FSJ
ZA 9000-FSU
ZA 9000-FST
FS Axxx
ZA 9000-FSR
ZA 9000-FSB
ZA 9000-FSA
FN Axxx
ZA 9000-FS0
ZA 9000-FS1
ZA 9000-FS2
ZA 9000-FS3
ZA 9050-FS0
ZA 9050-FS1
ZA 9050-FS2
ZA 9050-FS3
beliebig
ZA 9601-FS1
ZA 9601-FS2
ZA 9003-FS
ZA 9909-AK1
ZA 9909-AK2
ZA 9000-EK2
ZA 9919-AKxx
Meßbereich
Dim Kürzel
-200.0... +850.0
°C
P104
-200.00...+300.00
°C
P204
-60.0... +240.0
°C
N104
-200.0...+1370.0
°C
NiCr
-200.0...+1300.0
°C
NiSi
-200.0... +900.0
°C
FeCo
-200.0...+1000.0
°C
IrCo
-200.0... +600.0
°C
CuCo
-200.0... +400.0
°C
CoCo
0.0...+1760.0
°C
Pt10
0.0...+1760.0
°C
Pt13
+400.0...+1800.0
°C
EL18
-270.0... +60.0
°C
AuFe
-30.00...+125.00
°C
Ntc
-10.000...+55.000
mV
mV
-26.000...+26.000
mV
mV 1
-260.00...+260.00
mV
mV 2
-2.0000...+2.6000
V
Volt
-10.000...+55.000
mV
D 55
-26.000...+26.000
mV
D 26
-260.00...+260.00
mV
D260
-2.0000...+2.6000
V
D2.6
0.00...20.00
V
Batt
-26.000...+26.000
mA
I032
0.00... 100.00
%
P420
0.0... 500.0
Ohm
Ω
0... 32000
Hz
Freq
0... 65000
Puls
0.0... 100.0
%
Inp
-65000... +65000
DIGI
ALMEMO 8390-1
13
Fühlerprogrammierung
Meßwertgeber
Infrarot 1
Infrarot 4
Infrarot 6
Schnappkopf Normal 20
Schnappkopf Normal 40
Schnappkopf Mikro 20
Schnappkopf Mikro 40
Makro
Water-Mikro
Staudruck 40 m/s m. TK, LK
Staudruck 90 m/s m. TK, LK
Rel. Luftfeuchte kap.
Rel. Luftfeuchte kap. m. TK
Mischungsverhältnis kap. m. LK
Taupunkttemperatur kap.
Partialdampfdruck kap.
Enthalpie kap.
Feuchttemperatur
Rel. Feuchte psychr. m. LK
Mischungsverhält. psychr. m. LK
Taupunkt psychr. m. LK
Partialdampfdruck psychr. m. LK
Enthalpie psychr. m. LK
Leitfähigkeitssonde m. TK
CO2-Sensor
O2-Sättigung m. TK, LK
O2-Konzentration m. TK
Funktionskanäle:
Differenz Kanäle Mb1-Mb2
Maximalwert von Kanal Mb1
Minimalwert von Kanal Mb1
Mittelwert M(t) über Zeit von Mb1
Mittelwert M(n) von Mb2 bis Mb1
Summe S(n) von Mb2 bis Mb1
Gesamtpulszahl S(t) von Mb1
Pulszahl/Druckzyklus von Mb1
Alarmwert von Kanal Mb1
Wet-Bulb-Globe-Temperatur
Fühler/Stecker
Meßbereich
Dim Kürzel
FI A628-1/5
0.0... +200.0
°C
Ir 1
FI A628-4
-30.0... +100.0
°C
Ir 4
FI A628-6
0.0... +500.0
°C
Ir 6
FV A915-S120
0.30... 20.00
ms
S120
FV A915-S140
0.40... 40.00
ms
S140
FV A915-S220
0.50... 20.00
ms
S220
FV A915-S240
0.60... 40.00
ms
S240
FV A915-MA1
0.10... 20.00
ms
L420
FV A915-WM1
0.00... 5.00
ms
L605
FD A612-M1
0.50... 40.00
ms
L840
FD A612-M6
1.00... 90.00
ms
L890
FH A646
0.0... 100.0
%H
% rH
FH A646-R
0.0... 100.0
%H
H rH
FH A646
0.0 ... 500.0
gk
H AH
FH A646
-25.0... 100.0
°C
H DT
FH A646
0.0 ...1050.0
mb
H VP
FH A646
0.0 ... 400.0
kJ
H En
FN A846
-30.00 ... +125.00
°C
P HT
FN A846
0.0 ... 100.0
%H
P RH
FN A846
0.0 ... 500.0
gk
P AH
FN A846
-25.0 ... +100.0
°C
P DT
FN A846
0.0 ...1050.0
mb
P UP
FN A846
0.0 ... 400.0
kJ
P En
FY A641-LF
0.0 ... 20.000
mS
LF
FY A600-CO2
0.0 ... 2.500
%
CO2
FY A640-O2
0 ... 260
%
O2-S
FY A640-O2
0 ... 40.0
mg
O2-C
beliebig
beliebig
beliebig
beliebig
beliebig
beliebig
ZA 9909-AK2
0... 65000
ZA 9909-AK2
0... 65000
beliebig
ZA 9000-FS
beliebig
Meßwert von Mb1
beliebig
Vergleichsstellentemperatur
Anzahl gemittelter Werte v. Mb1 beliebig
Volumenstrom m3/h M(t)(Mb1)*Q beliebig
TK=Temperaturkompensation, LK=Luftdruckkompensation
14
ALMEMO 8390-1
°C
°C
mh
Diff
Max
Min
M(t)
M(n)
S(n)
S(t)
S(P)
Alrm
WBGT
Mess
CJ
n(t)
Flow
Messen
6. MESSEN
Beim Meßgerät ALMEMO® 8390-1 werden bis zu 4 Meßkanäle, soweit programmiert, mit einer Wandlungsrate von 2.5 oder 10 Messungen/Sekunde
halbkontinuierlich erfaßt, sodaß auch eine Feuchtegrößenberechnung oder eine Temperaturkompensation von Staudruck- und chemischen Sonden laufend
gewährleistet ist (s. Hb. 6.5).
Zur Meßwertausgabe sind folgende Möglichkeiten vorgesehen:
1. Meßwertausgabe auf einen Analogausgang (Option) s. Hb. 5.1.1
2. Einmalige Meßdatenausgabe über die Schnittstelle s. Hb. 6.5.1.1
3. Zyklische Meßdatenausgabe über die Schnittstelle s. Hb. 6.5.1.2
4. Kontinuierliche Meßdatenausgabe über die Schnittstelle s. Hb. 6.5.1.3
6.1 Digitale Schnittstellen
Zur Kommunikation mit dem Transmitter gibt es als Zubehör das V24- Schnittstellenkabel ZA 1909-DK5 (s. Hb. 5.2.1), bei besonders gestörter Umgebung
auch in Lichtwellenleiter-Technik (ZA 1909-DKL). Es wird an die Buchse A1 (6)
angesteckt. Die Baudrate beträgt serienmäßig 9600 Baud, das Datenformat ist
unveränderbar 8 Datenbit, keine Parität, 1 Stopbit.
Die Programmierung der Fühler und die gesamte Konfiguration des Transmitters erfolgt über die Schnittstellen am besten mit der Konfiguriersoftware
AMR-Control oder mit einem Terminal (PC) (s. Hb. Kap. 6).
RS485-Schnittstelle (Option I)
Ist mit der Option I eine RS485-Schnittstelle eingebaut, braucht man zum Anschluß des ersten Gerätes an einen Rechner den RS422/485-Bustreiber ZA
5099-AS (s. Hb. 5.3.3) oder den RS422-Ausgang eines Netzverteilers. Dabei
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Messen
müssen die Sende- und Empfangsleitungen einmal gekreuzt werden. Dann
lassen sich bis zu 32 weitere Geräte mit einer parallelen 4-adrigen Verdrahtung
auch über große Entfernungen (max. 1km) einfach vernetzen (s. Hb. 5.3.3).
Bei kürzeren Entfernungen (max. 100m) kann mit 6-adriger Verdrahtung auch
die Stromversorgung über den Bus geführt werden. Der Transmitter ist in jedem Fall vom Bus galvanisch getrennt.
Ethernet-Schnittstelle (Option E)
Mit der Ethernet-Schnittstelle ist es möglich, den Transmitter an ein EthernetPC-Netz anzuschließen. Auf diese Weise ist sogar eine Anbindung an das Internet möglich. Über einen RJ45 (10BASE-T) Steckverbinder (7) wird er direkt
mit einem PC, Switch oder Hub verbunden. Zur Kontrolle der Ethernet-Verbindung sind zusätzlich LED´s vorhanden.
Die Einbindung eines Ethernet-Transmitters in die Meßwerterfassung ist bei
der Software Win-Control WC3 serienmäßig, ansonsten mit der Option WCO6
nachrüstbar. Mit der Zusatzsoftware AMR2ips SW5500-C22 ist auch die Verwendung einer größeren Zahl von Ethernet-Transmittern möglich.
Einstellen der IP-Adresse
Der Ethernet-Transmitter wird mit der voreingestellten IP-Adresse 0.0.0.0 ausgeliefert. Mit dieser Einstellung ist es möglich mit einem DHCP-Server Verbindung herzustellen. Der DHCP-Server versorgt den Ethernet-Netzverteiler mit
einer freien IP-Adresse, einer Gateway Adresse und der Subnet-Mask.
In Netzwerken ohne DHCP-Server ist es erforderlich in dem Ethernet-Transmitter eine feste IP-Adresse manuell einzustellen. Die benötigte Software
XPort-Installer und die Anleitung dazu sind auf der AMR-CD ab V5.0 im Verzeichnis Zubehör\Ethernet\XPort Installer zu finden (oder im Internet unter
www.ahlborn.com).
Benötigte Komponenten:
PC mit Betriebssystem Windows 9x / Me / NT 4.0 / 2000 SP2
Microsoft Internet Explorer 5 oder höher
Crosslink-Kabel (Bei direkter Verbindung zum PC)
Starten Sie die selbstentpackende Installationsroutine „Setup.exe“ und folgen
den Anweisungen am Bildschirm.
Über das Menü können Sie die Hardware-Ethernet-Adresse (s. Typenschild),
die gewünschte IP-Adresse und die Subnet-Maske eintragen. Auch die Baudrate zum Transmitter ist bei Bedarf einstellbar.
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Messen
6.2 Zyklische Meßdatenausgabe eines Gerätes
Ist nur ein Transmitter vorhanden, kann er auch selbsttätig mit eigener Zeitsteuerung über den Druckzyklus automatisch die Meßdaten über die Schnittstelle ausgeben (s. Hb. 6.5). Mit einem Terminalprogramm auf dem PC (AMRControl oder Windows-Terminal) ist es möglich, die Meßwerte online in eine
Datei zu schreiben und später über eine Tabellenkalkulation auszuwerten (s.
Hb. 6.1).
6.3 Vernetzung der Geräte
Wie alle ALMEMO-Geräte lassen sich auch die Transmitter ALMEMO 8390-1
vernetzen. Da serienmäßig nur die Buchse A1 (6) zur Verfügung steht, ist die
Vernetzung nur über Netzverteiler möglich (s. Hb. 5.3.3). Bei Verwendung des
Netzverteilers ZA 5099-NVB kann sogar die Versorgung über das Netz erfolgen (s. Hb. 5.3.3.4). Zur Kommunikation mit vernetzten Geräten ist es unbedingt erforderlich, daß jedes Gerät seine eigene Adresse hat, da auf jeden Befehl nur ein Gerät antworten darf. Vor jedem Netzwerkbetrieb müssen deshalb
alle Meßgeräte auf unterschiedliche Gerätenummern eingestellt werden. Beim
ALMEMO 8390-1 geschieht dies mit zwei Kodierschaltern (3) auf der Rückseite des Gerätes.
Beispiel: Moduladresse 01
Im Netzbetrieb sollten nur aufeinanderfolgende Adressen zwischen 01 und 99
verwendet werden, damit das Gerät 00 bei einer Stromunterbrechung nicht ungerechtfertigt adressiert wird. Vor jeder Kommunikation mit einem Gerät muß
die gewünschte Adresse ausgegeben werden (s. Hb. 6.2.1). Die Ansprache
der einzelnen Geräte kann manuell von einen Terminal, einem Rechner oder
einer AMR-Meßwerterfassungs-Software erfolgen.
6.4 Zyklische Meßdatenausgabe vernetzter Geräte
Zur automatischen Meßstellenabfrage von mehreren vernetzten Modulen ist
eine Meßwerterfassungssoftware erforderlich, die auch die Adressierung der
einzelnen Module übernimmt. Dafür dient standardmäßig die Software WinControl (Windows 3.xx, 95, 98 und NT) in vielen Ausbaustufen. Sie ermöglicht
die Online-Darstellung der Daten als Liniendiagramm, Balkendiagramm oder
Tabelle und die Speicherung der Daten. Außerdem lassen sich die Daten auch
offline wieder aufrufen, auswerten und ausdrucken.
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Analogausgang
7. Analogausgang
Zur analogen Registrierung der angewählten Meßstelle können Sie an die
Buchse A1 entweder ein Analogausgangskabel ZA 1601-RK (s. Hb. 5.1.1) ohne galv. Trennung oder ein Relais-Trigger-Analog-Adapter ZA 8000-RTA (s.
Hb. 5.1.3) mit galv. getrenntem Analogausgang anstecken. Verfügt das Gerät
über eingebaute Analogausgänge (Option Rxx), dann stehen die Analogsignale bei einem Einfachausgang an den Klemmen 6,7 bzw. bei einem Doppelausgang für Doppelfühler an den Klemmen 4,5 und 6,7 der Buchse (4) an.
Skalierung
Mit den Funktionen Analogausgang-Anfang und Analogausgang-Ende ist
es möglich, einen beliebigen Teilmeßbereich auf das Normausgangssignal der
drei möglichen Varianten 0-2V, 0-10V, 0/4-20mA zu spreizen, z.B. 0-20mA für
-10.0 bis +50.0°C (s. Hb. 6.10.7).
Anwahl des Meßkanals
ALMEMO®-Fühler stellen bis zu 4 Meßkanäle zur Verfügung. Soll z.B. bei einem Feuchtefühler der Taupunkt auf dem Analogausgang ausgegeben werden, dann ist der Kanal 2 anzuwählen. Zur Realisierung dieser Aufgabe ohne
Schnittstelle ist der Kodierschalter (7) verwendbar. Mit folgenden Schalterstellungen wird beim Einschalten der Meßkanal eingestellt und dauerhaft gespeichert, d. h. danach können die Kodierschalter wieder zur Adresseinstellung
eingesetzt werden:
9 1
9 1
Schalterstellung: 90
Kanal: 0
91
1
92
2
Kanalwahl . . . . 9
93
3
Meßkanal 2 . . . . . . . . 2
Mit Schalterstellung 99 wird ein Reset durchgeführt und wieder der angewählte
Meßkanal eingestellt.
0
78
4 56
78
0
456
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23
23
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Fehlersuche
8. FEHLERSUCHE
Der Transmitter ALMEMO® 8390-1 ist sehr vielfältig konfigurierbar und programmierbar. Er erlaubt den Anschluß sehr vieler unterschiedlicher Fühler, zusätzlicher Meßgeräte und Peripheriegeräte. Daher kann es vorkommen, daß er
sich unter gewissen Umständen nicht so verhält, wie man es erwartet. Dies
liegt in den seltensten Fällen an einem Defekt des Gerätes, sondern meist an
einer Fehlbedienung, einer falschen Einstellung oder einer unzulässigen Verkabelung. Versuchen Sie mit Hilfe der folgenden Tests, den Fehler zu beheben
oder genau festzustellen.
Fehler: Falsche Meßwerte
Abhilfe: Programmierung des Kanals genau überprüfen (AMR-Control),
Komplette Programmierung abfragen mit Befehl P15 (s. Hb. 6.2.3)
und f1 P15 (s. Hb. 6.10.1)
Fehler: Schwankende Meßwerte, zyklische Meßstellenabfrage bleibt stehen
Abhilfe: Verkabelung auf unzulässige galv. Verbindung testen,
alle verdächtigen Fühler abstecken,
Handfühler in Luft oder Phantome (Kurzschluß AB bei Thermoelementen, 100Ω bei Pt100-Fühlern) anstecken und prüfen,
danach Fühler wieder sukzessive anstecken und prüfen,
tritt bei einem Anschluß ein Fehler auf,
Verdrahtung prüfen, evtl. Fühler isolieren,
Störeinflüße durch Schirmung oder Verdrillen beseitigen
Fehler: Datenübertragung über die Schnittstelle funktioniert nicht
Abhilfe: Stromversorgung prüfen, aus- und wieder einschalten,
Schnittstellenmodul, Anschlüsse und Einstellung prüfen:
Sind beide Geräte auf gleiche Baudrate und Übertragungsmodus
eingestellt (s. Hb. 6.10.12)?
Wird beim Rechner die richtige COM-Schnittstelle angesprochen?
Sind die Handshakeleitungen DTR und DSR aktiv?
Zur Überprüfung des Datenflusses und der Handshakeleitungen ist ein
kleiner Schnittstellentester mit Leuchtdioden sehr nützlich (Im Bereitschaftszustand liegen die Datenleitungen TXD, RXD auf negativem Potential von ca. -9V und die Dioden leuchten grün, die Handshakeleitungen DSR, DTR, RTS, CTS haben dagegen mit ca. +9V eine positive
Spannung und leuchten rot. Während der Datenübertragung müssen die
Datenleitungen rot aufblitzen).
Test der Datenübertragung mit einer Terminalsoftware (AMR-Control, WIN-Control, WINDOWS-Hyper-Terminal):
Moduladresse und Kodierschalterstellung prüfen (s. 6.3),
Modul mit der Gerätenummer Gxy adressieren (s. Hb. 6.2.1),
Programmierung abfragen mit P15 (s. Hb. 6.2.3)
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Elektromagnetische Verträglichkeit
Fehler: Datenübertragung im Netzwerk funktioniert nicht
Abhilfe: Test, ob alle Module auf unterschiedliche Adressen eingestellt sind,
Module über Terminal und Befehl Gxy einzeln adressieren,
Adressiertes Modul ok, wenn als Echo wenigstens y CR LF kommt,
Ist weiterhin keine Übertragung möglich, externe Geräte abstecken
und einzeln am Datenkabel des Rechners prüfen (s.o.),
Verdrahtung auf Kurzschluß oder Kabeldreher hin prüfen,
sind alle Netzverteiler mit Strom versorgt?
Geräte sukzessive wieder vernetzen und prüfen (s.o.)
Sollte sich das Gerät nach vorstehender Überprüfung immer noch nicht so verhalten, wie es in der Bedienungsanleitung beschrieben ist, dann muß es mit einer kurzen Fehlerbeschreibung und evtl. Kontrollausdrucken ins Werk nach
Holzkirchen eingeschickt werden. Das Programm AMR-Control erlaubt es, die
Protokolle im Terminalbetrieb abzuspeichern und mit dem Editor auszudrukken.
Service-Adresse:
Fa. AHLBORN
Mess- und Regelungstechnik GmbH
Eichenfeldstr. 1-3
D-83607 HOLZKIRCHEN
9. ELEKTROMAGNETISCHE VERTRÄGLICHKEIT
Das Meßgerät ALMEMO 8390-1 entspricht den wesentlichen Schutzanforderungen, die in der Richtlinie des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften
der Mitgliedstaaten über die elektromagnetische Verträglichkeit (89/336/EWG)
festgelegt sind.
Zur Beurteilung der Erzeugnisse wurden folgende Normen herangezogen:
IEC 61326:1997+A1:1998+A2:2000
IEC 61000-6-1:1997
IEC 61000-6-3:1996
IEC 61000-4-2: 1995+A1:1998+A2:2000 8kV
IEC 61000-4-3: 1995+A1:1998+A2:2000 3V/m
IEC 61000-4-4: 1995+A1:2000 2kV
Beim Betrieb des Gerätes sind folgende Hinweise zu beachten:
1. Bei Verlängerung der Standardfühler (1.5 m) ist darauf zu achten, daß die Meßleitungen nicht zusammen mit Starkstromleitungen verlegt oder fachgerecht geschirmt werden, um eine Einkopplung von Störsignalen zu vermeiden.
2. Wird das Gerät in starken elektromagnetischen Feldern betrieben, so ist mit einem
zusätzlichen Meßfehler zu rechnen (<50uV bei 3V/m und 1.5m Thermoelementfühler). Nach dem Ende der Einstrahlung arbeitet das Gerät wieder innerhalb seiner technischen Spezifikation.
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ALMEMO 8390-1
Anhang
Technische Daten (s.a. Hb. 2.2)
1 ALMEMO®-Buchse für alle ALMEMO®-Fühler
4 Kanäle/Fühler max., (Meß- und Funktionskanäle,
fühlertypabhängig)
Fühlerspannungsversorgung: Netzadapter:
ca. 12V, max. 70mA
Meßrate:
2.5, 10 Messungen/s kontinuierlich alle Kanäle
Systemgenauigkeit:
± 0.05% v.Mw. ± 2 Digit
Temperaturdrift:
0.01%/K
Vergleichsstellenkompensation: ± 0.2K ±0.01K/°C (-30... +80°C)
Meßeingänge:
Kanäle:
Ausgänge:
Option OA 8390-E
Option OA 8390-I
Option OA 8390-Rx
OptionOA 8390- Rx2
1 ALMEMO®-Buchse für Analogmodul o. Schnittstelle
oder
Ethernet-Schnittstelle galv. getr. eingebaut
Buchse: RJ45 10/100Base-T, Umschaltg. automatisch
RS485-Schnittstelle galv. getr. eingebaut
Signale: RX+, RX-, TX+, TX-, Leitung max. 1km
Analogausgang R2: 0-10V, R3: 0/4-20mA
2 Analogausgänge R22: 0-10V, R32: 0/4-20mA
Ausgänge galv. getrennt
Genauigkeit: ± 0.1% ± 6 Digit, Auflösung: 15bit
Temperaturdrift: ± 0.01%/K
Ausstattung:
AD-Wandler:
Mikroprozessor:
Delta-Sigma 16 bit, 2.5/10 Messungen/Sek.
NEC 78F0078
Spannungsversorgung:
Option OA 8390-U
7 bis 13V DC nicht galv. getrennt
7 bis 30V DC galv. getrennt
ZB 1012-NA1 230V AC auf 12V DC/200mA galv. getr.
ohne Ein- und Ausgangsmodule: ca. 4.5 mA
mit Option Ethernet-Schnittstelle: ca. 100 mA
mit Option Analogausgang: ca. 50 mA+2.5 x Iout
Netzadapter:
Stromverbrauch:
Gehäuse:
Arbeitstemperatur:
Lagertemperatur:
Umgebungsluftfeuchte:
Lieferumfang:
108 x 60 x 29 mm, ABS schlagzäh (max. 70°C)
-10 ... +60 °C
-30 ... +60 °C
10 ... 90 % rH (nicht kondensierend)
Meßgerät ALMEMO 8390-1
Bedienungsanleitung ALMEMO 8390-1
ALMEMO®-Handbuch
Software AMR-Control auf CD
ALMEMO 8390-1
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Anhang
Produktübersicht
Universaltransmitter ALMEMO 8390-1
1 Eingang, 4 Kanäle, 1 ALMEMO®-Ausgang für Analogausgang
oder Schnittstelle (vernetzbar)
Optionen:
Option U: Gleichstromversorgung galv. getrennt 7-30V DC
Option I:
RS485-Interface galv. getrennt (incl. Option U)
Option E:
Ethernet-Interface (Option U nicht möglich)
Option R2: Einfachanalogausgang 0-10V, 15bit, galv. getrennt
Option R3: Einfachanalogausgang 0/4-20mA, 15bit, galv. getrennt
Option R22: Doppelanalogausgang 0-10V, 15bit, galv. getrennt
Option R32: Doppelanalogausgang 0/4-20mA, 15bit, galv. getrennt
Option HS: Halter für Hutschienenmontage
Zubehör:
Montageplatte mit 2 Klammern
Netzadapter 12V/200mA
ALMEMO®-V24-Datenkabel, galv. getr., 9600Bd (max. 115.2kBd), 1mA
ALMEMO®-Registrierkabel -1,25 bis 2,00 V, 0.1 mV/Digit
Best.-Nr.
MA 8390-1
OA 8390-U
OA 8390-I
OA 8390-E
OA 8390-R2
OA 8390-R3
OA 8390-R22
OA 8390-R32
OA 2290-HS
ZB 8390-H
ZB 1012-NA1
ZB 1909-DK5
ZA 1601-RK
Meßwerterfassungssoftware Win-Control
SW 5500-WCx
Softwareoption zum Anschluß eines Ethernet-Transmitters (nicht WC3) SW 5500-WC06
Zusatzsoftware AMR2ips für mehrere Ethernet-Transmitter
SW 5500-C22
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ALMEMO 8390-1
Anhang
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Anhang
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ALMEMO 8390-1