7 Traktoren im Test - Landtechnik Moosbrugger

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7 Traktoren im Test - Landtechnik Moosbrugger
Landtechnik
TOP
AGRARTEST
Was tut sich in der zweiten Reihe der Zulassungsstatistik?
Wir haben uns sieben Traktoren angesehen – und nur wenige
sind wirklich zweitklassig.
J
ohn Deere, Fendt, New Holland,
Massey Ferguson, Deutz-Fahr und
Case IH – die Leitmarken der großen Konzerne führen mit ihren Topmodellen auch die Zulassungsstatistiken an. Höchste Zeit für einen Test, der
sich auf die zweite Reihe konzentriert.
Wir haben diese Traktoren unter die
Lupe genommen, alle holen aus Vierzylinder-Motoren 100 bis 110 PS:
• Belarus MTS 1025.4
• John Deere 6115M
• Kubota M110 GX
• McCormick X60.50
• Same Virtus 120
• Valtra N113
• Zetor Forterra 110 HSX.
Auch Lindner und Steyr waren zum
Test eingeladen, konnten aber leider keinen Schlepper liefern. Bei John Deere
bilden die 6M-Modelle eine eigene Baureihe unterhalb des 6R. Den Same gibt
es auch baugleich als Deutz-Fahr 5120 in
verschiedenen Ausführungen.
Den Test haben wir zusammen mit
der niederländischen Zeitschrift Boerderij, der französischen La France Agricole und der britischen Farmers Weekly
durchgeführt. Es unterstützten uns der
Versuchsbetrieb PPO und das Ausbildungszentrum PTC+ in Lelystad. Die
Messungen übernahm die Firma MaHa.
Preis pro PS: Da gerade in diesem Seg-
ment der Anschaffungspreis eine wichtige Rolle spielt, haben wir den Preis pro
PS berechnet. Mit nur 30 000 € und
110 PS gewinnt der Belarus in dieser Kategorie mit deutlichem Abstand. Der
McCormick bietet viel für wenig Geld
und ist pro kW sogar günstiger als der
Zetor. Valtra und Same sind dagegen
vergleichsweise teuer, können aber in
anderen Kategorien punkten. Alle
Foto: Riswick
Sieben
Zweitklässler?
Traktoren –
mit
Ausnahme des Belarus
– hinterlassen einen
guten ersten Eindruck. Im Weißrussen
dagegen fühlt man sich um
etwa 30 Jahre in der Zeit zurückversetzt. „Eisen“ und Mechanik dominieren das Bild in der einfachen Kabine. Die Verarbeitung ist im
John Deere am besten.
Traktoren dieser Klasse werden vielfältig eingesetzt, entsprechend oft steigt
man auf und ab. Bei durchschnittlich
51 cm beginnt die erste Stufe. Sie liegt
bei Zetor und Same am höchsten. Kubota punktet mit einer sehr niedrigen
Stufe (42 cm) und viel Platz im Einstieg
(engste Stelle 80 cm). Im Belarus ist die
schmalste Stelle im Einstieg nur 42 cm
breit.
Übersicht 1: So bewerten wir die Traktoren
Valtra N113
Hightech 5
Same Virtus
IL 120
John Deere
6115M
McCormick
X60.50
Zetor Forterra 110 HSX
Kubota
M110 GX
Belarus MTS
1025.4
Faktor1)
Verarbeitung
2,5
2,5
2
3
2
3
4
2
Kabine
2,5
2
2
2
2
3
4
4
Geräusch
2,5
2,5
2,5
2
2,5
3
4
2
Motor
2,5
2,5
2
2,5
2
3
2,5
3
Getriebe
1,5
2
3
2,5
3
2,5
4,5
3
2
2
1,5
3
2,5
2,5
4
2
Kraftheber
2
2,5
2,5
2,5
3
2
3,5
3
Hydraulik
2,5
3
2
3
2
3
3,5
3
Zapfwelle
2
1,5
2,5
2,5
2,5
2
4
3
4WD/Achsen
2
2
3,5
3
3,5
3
2
1
Preis pro kW
3,5
3,5
3,5
2,5
3,5
3
1,5
3
Gesamtnote
2,34
2,38
2,41
2,53
2,71
2,79
3,47
Fahrkomfort
1) mit dieser Gewichtung gehen die Noten in die Gesamtnote ein.
Die Ergebnisse in Schulnoten mit knappen Abständen: Valtra schneidet am besten ab, dicht gefolgt von Same und John Deere.
90
top agrar 6/2014
Außer Valtra
und Belarus haben
die
Traktoren
ein
Dachfenster. Die Rundumsicht ist
im allgemeinen prima. Es gibt aber
Unterschiede in der Sicht nach vorne.
Beim John Deere fällt die wuchtige Motorhaube auf. Der Fahrer sieht die
Straße vor sich erst ab etwa 6,55 m vor
dem Traktor. Durch die kleine Motorhaube des McCormick sieht der Fahrer
schon bei etwa 4,40 m den Boden.
Nur Valtra mit AdBlue: Der Valtra ist
der einzige Traktor, der AdBlue benötigt. Same kommt ohne Filter und AdBlue aus, es ist nur ein Katalysator
(DOC) und Abgasrückführung (AGR)
verbaut. Die anderen verwenden auch
Im niederländischen
Lelystad mussten die
Traktoren zeigen, was sie
können.
Partikelfilter. Die
Vierzylindermotoren der Testkandidaten haben eine durchschnittliche maximale Leistung von 74,8 kW (101,8 PS).
Bei der Messung bringt der N113 von
Valtra mit 82,8 kW (112,7 PS) die höchste
Leistung. Der Kubota liegt mit 65,4 kW
(88,8 PS) deutlich unter seiner Nennleistung. Auffällig war, dass der Kubota
seine maximale Leistung erst bei über
2 500 Umdrehungen erbringt. Zum Vergleich: John Deere und McCormick er-
reichen die maximale Leistung schon
bei ca. 1 700 Motorumdrehungen. Das
maximale Drehmoment liegt durchschnittlich bei 427,3 Nm bei 1 450 Umdrehungen. Der Kubota (316,8 Nm) liegt
auch hier hinten. Der Deere (478,9 Nm)
erreicht das höchste Drehmoment
schon bei 1 363 Motorumdrehungen.
Auch der McCormick und Valtra zeigen
hier ihre Stärken. Der Verbrauch liegt
durchschnittlich bei 269,5 g/kWh über
den gesamten Drehzahlbereich und gut
top agrar 6/2014
91
Landtechnik
Unterschiede in der Hubkraft:Eine
EHR ist Standard (bei Belarus eine Option). Elektrische Hydraulikventile sind
dagegen nur bei wenigen Herstellern
lieferbar, serienmäßig werden alle Ventile mechanisch bedient. Nur Same hat
einen Kreuzhebel integriert. Bei Belarus
sitzen die Hebel nicht in der Seitenkonsole, sondern im Armaturenbrett.
Bei der Hubkraft- und Hydraulikmessung gibt es große Unterschiede. Der
maximale Öldurchfluss liegt bei John
Deere (110 Liter) und Valtra (95 Liter)
am höchsten. Dann kommen Zetor und
Kubota mit jeweils 75 Litern pro Minute. Der Maximaldruck erreicht bei
jedem Traktor über 200 Bar. Bei vollem
Druck sinkt aber teils die Ölmenge.
John Deere punktet hier und liefert bei
190 Bar Druck noch 95 l pro Minute.
Beim Kraftheber sind Zetor und
Valtra mit 8 500 und 9 000 kg Hubkraft
im Heck stark. Die anderen stemmten
rund 5 000 kg. Same und John Deere fal-
Noch mehr Infos und Bilder zu
den sieben Traktoren aus der
zweiten Reihe finden Sie unter
www.topagrar.com
Marke
Valtra
Same
John Deere
McCormick
Zetor
Kubota
Belarus
N113
Virtus IL 120
6115M
X 60.50 (T3)
Forterra 110
HSX 16v
M110 GX
MTS 1025.4
Agco (Sisu)
Deutz
John Deere
Perkins
Zetor
Kubota
MMW
4,4
3,6
4,5
4,4
4,16
3,77
4,8
4,2
71,6 (97,4)
74,8
(101,8)
len hier zwar ab, verkaufen den Schlepper nach eigenen Angaben in Deutschland aber fast ausschließlich mit gesteigerter Hubkraft.
Zapfwellen unterschiedlich:540 und
1 000 Umdrehungen der Zapfwelle sind
üblich, eine Sparzapfwelle nicht. Neben
dem Belarus haben selbst der sonst gut
ausgerüstete Kubota und Valtra keine.
Bei beiden ist 540E eine Option, dann
fällt aber die 1 000er weg. Gut: Same und
Zetor liefern eine Eco-Drehzahl auch
für die 1 000er-Zapfwellen. In Sachen
Automatik für Allrad und Differenzialsperre gibt es große Unterschiede. Der
Belarus überrascht mit einer reicheren
Ausstattung, besser als im John Deere.
Der Valtra (2,67 m) hat den größten
Radstand und der McCormick (2,45 m)
den kleinsten. Beachtlich: Beide Traktoren haben zusammen mit dem Zetor einen kleinen Wendekreis von ca. 10 Metern. Nur der Kubota kann das toppen,
wenn er die Sonderfunktion Bi-Speed
nutzt (9,25 m). Belarus und John Deere
brauchen am meisten Platz (12,4 m).
Das Durchschnittsgewicht liegt bei
5 t, wobei der Kubota mit 4 050 kg der
leichteste und der Valtra mit 5 945 kg
der schwerste sind. Vorderachs- und Kabinenfederung sind nicht üblich, aber
teils lieferbar. John Deere, Valtra und
Same sind komfortabel auf der Straße.
Nicht zweitklassig: Die Traktoren
hinterlassen überwiegend einen guten
Gesamteindruck. Die Bezeichnung
zweitklassig wird vielen deshalb nicht
gerecht. Auf den folgenden Seiten finden Sie die Testresultate zu den einzelnen Modellen in der Reihenfolge der
Bewertung.
Ø
Typenbezeichnung
Motor
Hubraum (l)
max. Leistung kW (PS)1)
82,8 (112,7)
79,6 (108,3)
78 (106,1)
77,5 (105,5)
69 (93,9)
65,2 (88,8)
Drehzahl bei max. Leistung (U/min)
1 957
1 748
1 753
1 828
1 942
2 507
2 122
1 980
durchschnittlicher Verbrauch (g/kWh)
252,6
269,5
270,0
244,3
257,5
286,3
306,3
269,5
Verbrauch bei max. Leistung (g/kWh)
251,7
248,1
254,8
247,6
252,1
294,4
268,1
259,5
Maximalverbrauch (g/kWh)
268,7
299,5
295,2
254,6
275,9
323
375
298,8
Verbrauch bei max. Drehmoment (g/kWh)
236,5
243,8
253
235,1
239,2
250,7
239,3
242,5
468 bei 1 441
460,8 bei 1 564
478,9 bei 1 363
469 bei 1 251
414,7 bei 1 356
316,8 bei 1 506
383,4 bei 1 675
427,3
76,4
max. Drehmoment (Nm) bei Drehzahl (U/min)
Kraftheber und Hydraulik
max. Durchflussmenge (l)
95
60
110
60
75
75
60
max. Druck (bar)
225
210
230
210
220
205
205
215
Leerlauf (l bei bar)
80 bei 185
50 beij 160
95 bei 190
50 bei 185
55 bei 190
55 bei 175
45 bei170
61,4
8 990
4 680 (6 6002))
4 870 (6 3002))
5 120
8 540
5 700
5 050
6 136
30/30
60/60
24/24
36/12
30/30
24/24
16.08.14
5
3
4
3
3
8
0
Hubkraft (kg)
Getriebe
Anzahl Gänge (V/R)
Anzahl Lastschaltstufen
Gänge zwischen 4 und 14 km/h
11
17
10
18
15
9
8
13
42 (Eco)
40 (Eco)
40 (Eco)
40 (Eco)
40
40
40
40
10,8/10,9
11,8/12
12,5/12,55
10,5/10,8
11,8/11,9
10,65/10,65
(9,25 BiSpeed)
12,4/12,3
Lenkradumdrehungen
4,75
3)
4 (2 )
3,5
4,25
4,5
3,5
3,75
Radstand (cm)
267
246
261
245
259
248
256
255
40
max. Geschwindigkeit (km/h)
Maße und Gewicht
Wendekreis links/rechts (m)
Bodenfreiheit (cm)
39
52
46
40
33
33
29
Länge x Breite x Höhe (cm)
451x289x236
431x287x251
446 x 280 x 239
428x281x241
445x281x229
426x282x228
441x283x210
Kabine
156x137x138
142x137x139
140 x142x139
142x145x136
140x154x138
140x153x147
152x128x132
(L x B x H) Inhalt Kabine (m³)
2,94
2,7
2,76
2,8
2,97
3,15
2,57
2,8
Kabinenbodenhöhe (cm)
126
131
124 1
15
123
119
120
123
Höhe erste Stufe (cm)
46
57
53
56
57
42
45
51
Punkt sichtbar vor Motorhaube (cm)
511
462
655
441
538
485
510
515
Michelin
Michelin
Michelin
Michelin
Mitas
Trelleborg
Beshina
Reifengröße vorne
420/70 R28
520/60 R28
540/65 R24
480/65 R24
480/65 R24
380/70 R24
360/70 R24
Schnell gelesen
Reifengröße hinten
520/70 R38
650/60 R38
600/65 R38
600/65 R34
600/65 R38
520/70 R34
18.4 R34
• Der Valtra schneidet in unserem Test am besten ab. Er punktet
5 945
5 640
5 495
4 615
4 610
4 050
4 810
Gewichtsverteilung vorne/hinten (kg)
2 575/3 370
2 460/3 190
2 365/3 130
1 915/2 700
2 110/2 500
1 815/2 235
1 945/2 865
73,1
73,4
70,5
69,4
76,3
73,7
88,2
74,9
mit seinem guten Motor und dem komfortablen Getriebe.
Kabineneingang (cm) Reifen
Gewicht exkl. Frontgewichte (kg
Geräuschpegel, max. Drehzahl (dB(A))
5 024
• Same und John Deere folgen auf den Plätzen zwei und drei.
Preis
• McCormick und Zetor bieten in vielen Details gute Lösungen,
Preis ab (€ exkl. MwSt.)
76 500
70 550
60 104
65 362
58 750
67 000
29 975
61 177
Preis getestete Ausführung (€ exkl. MwSt.)
92 127
87 850
81 847
69 139
64 045
68 500
29 975
70 497
818
811
771
655
682
771
308
688
der Kubota hat Probleme bei der Motorleistung.
• Preis-Sieger ist der Belarus, vor allem das Getriebe und der
Komfort machen dem Weißrussen aber zu schaffen.
92
Unsere Testkandidaten im Überblick
HEFT +
Fotos: Riswick
260 
g/kWh bei maximaler Leistung.
Same und McCormick sind bei maximaler Leistung am sparsamsten (je ca.
248 g/kWh), Kubota verbraucht mit
294 g/kWh am meisten, gefolgt vom
Belarus (268 g/kWh). Valtra, Zetor und
John Deere liegen in Sachen Verbrauch
bei maximaler Leistung ordentlich um
die 252 g/kWh.
Alle Traktoren, außer der Belarus,
hatten ein Wendegetriebe mit Shuttle.
Standard sind drei bis vier Lastschaltstufen. Nur Kubota hat acht, Valtra
fünf und Belarus keine. Lastschalt- und
Kupplungstaster befinden sich bei allen,
außer Belarus, auf dem Schalthebel.
Drei Hersteller (John Deere, Same,
Valtra) liefern einen 50 km/h- oder ein
40 
km/h
Eco-Getriebe.
Schalt­
automatiken gibt’s nicht bei allen.
Der McCormick fährt rückwärts nur
in der zweiten Lastschaltstufe. Kubota
nutzt im Automatik-Modus nur vier der
acht Lastschaltstufen. Durchschnittlich
13 Gänge zwischen 4 und 12 km/h stehen bei den Traktoren zur Verfügung.
Die meisten bieten McCormick (18),
Same (17) und Zetor (15).
top agrar 6/2014
Test-Preis pro PS (gemessene Leistung)
1) gemessen an der Zapfwelle 2) mit Zusatzausrüstung lt. Hersteller; 3) Optionale Schnelllenkung
top agrar 6/2014
93
Landtechnik
Valtra N113
Same Virtus IL 120
Fotos: Riswick
Der Valtra
N113 hat
einen
starken
Motor,
schaltet
gut und
hebt viel.
Kabine: Sechssäulenkabine
mit gutem Fahrersitz. Die
Rundumsicht ist gut, die
B-Säulen behindern etwas
die Sicht zur Seite. Die
Anordnung und die Beschriftung der Knöpfe sind
verbesserungswürdig. Viele
Funktionen arbeiten mit
Knopfkombinationen und
manchmal undeutlichen
Menüsymbolen. Leiser
Traktor (73,1 dB(A)).
Motor: Acgo Power-Vierzylinder Motor mit 83 kW
(113 PS), stärkster im Test.
Der durchschnittliche Verbrauch von 252 g/kWh ist
gut. Der AdBlue-Verbrauch
liegt laut Hersteller bei fünf
Prozent des Kraftstoffverbrauchs. Praktischer Handgas-Drehknopf seitlich. Ein
zusätzlicher Drehzahlspeicher ist optional erhältlich.
Getriebe: Bestes Getriebe im
Test, schaltet fast ruckfrei. Es
hat vier Gruppen und fünf
Lastschaltstufen. Die Schalthebel sind gut platziert. Die
Parkbremse ist in den Shuttle-Hebel integriert – praktisch. Ist sie aktiv, sinkt das
Standgas von 850 auf 650
Umdrehungen pro Minute.
Elf Gänge von 4 bis 14 km/h.
Höchstgeschwindigkeit
42 km/h. Gute Automatikfunktionen mit einstellbaren
Schaltpunkten. Mit AutoTraction kann man das Gaspedal als Fahrpedal benutzen.
Kraftheber: Der Valtra hebt
fast 9 Tonnen. Der Kraftheber ist komplett ausgestattet,
Die Bedienung gut platziert.
Zusätzliche Taster zur Hubwerkbedienung hinten in der
Kabine. Hubhöhenbegrenzer
in acht Stufen, keine durch-
94
top agrar 6/2014
gehende Skala. Kein Anschlag bei der Tiefenregelung.
Hydraulik: Hoher Öldurchfluss mit 95 l/min. Leichtgängige Bedienung, gute Markierung. Das Einstecken aller
Schläuche von einer Seite ist
durch die schrägen Kuppler
schwierig. Erstes Ventil mit
Durchflussregelung.
Zapfwelle: Nur zwei Zapfwellendrehzahlen, Schalter
ein bisschen zu weit hinten.
Darunter befindet sich die
Auto-Funktion: Nur „Aus“
beim Anheben. Starrer
Wahlhebel für die Drehzahlen. Die Aggressivität beim
Einschalten der Zapfwelle
ist einstellbar. Außenbedienung auf den Kotflügeln.
Allrad/Differenzial: Differenzial mit Kraftheber-Automatik. Beim Allrad arbeitet die Automatik geschwindigkeitsabhängig.
Fahrkomfort: Liegt sher gut
auf der Straße. Vorderachsfederung dämpft gut. Mechanisch gefederte Kabine.
Preis pro PS: Der teuerste
in der Testgruppe mit
92 127 €. Preis pro PS: 818 €.
++Viele Automatikfunktionen.
++Gute Verarbeitung
++Schaltet flüssig und
stoßfrei.
++Wende­schaltung mit
Parkbremse.
--Höchster Preis.
--Hydraulik-Ventile
nach außen gerichtet.
--Benötigt AdBlue.
--Schalter-Beschriftung
Der Same
Virtus
bietet viele
Gänge und
viel
Komfort,
aber eine
kleine
Kabine.
Kabine: Hoher Kabinenboden und hohe erste Stufe,
aber große Türen. Die (Fern-)
Sicht nach hinten oben wird
durch das nach unten gezogene und überstehende Dach
behindert. Die Sicht auf den
Kraftheber und die Rundumsicht sind gut. Scheinwerfer
mit zentralem Bedienungspaneel. Farbliche Bedienungselemente, nicht sehr
aufgeräumt. Der Traktor ist
mit 73,4 dB(A) sehr leise.
Motor: Der 3,6 Liter Deutz
mit DOC und AGR liefert
79,6 kW (108,3 PS) an die
Zapfwelle, Platz zwei in der
Testgruppe. Der Vierzylinder erreicht die maximale
Leistung schon bei 1 748 Umdrehungen, der Verbrauch
an diesem Punkt ist mit
248,1 g/kW gut. Praktischer
Drehzahlspeicher.
Getriebe: 40 km/h Eco-Getriebe mit 60 Gängen vorund rückwärts. Schalthebel
ist gut erreichbar. In der Kulisse liegt der zweite Gang
nicht gegenüber dem ersten.
Die dreistufige Lastschaltung schaltet flüssig. Der
Gruppenhebel liegt zu niedrig und schaltet ruckelig. Die
einfache Aggressivitätseinstellung des Shuttles ist
praktisch. Ein Plus gibt’s
auch für die „Stop and
Go“-Funktion. Beim Tritt
auf die Bremse kuppelt der
Schlepper.
Kraftheber: Die Hubkraft
ist mit 4 680 kg die niedrigste
(mit Zusatzzylinder laut Hersteller 6 600 kg). Die Bedienung ist OK. Alles hätte etwas mehr zusammen gruppiert werden können.
Praktischer Kippschalter für
das Ankuppeln hinten in der
Kabine.
Hydraulik: Drei doppelt wirkende Ventile, integrierter
mechanischer Kreuzhebel. In
Testausstattung mit EcoPumpe pumpt der Same maximal 60 Liter schon bei 1 600
Motorumdrehungen pro Minute. Die Eco-Funktion ist
abschaltbar. Als Option gibt
es eine 90 l-Pumpe.
Zapfwelle:Vier Zapfwellengeschwindigkeiten: 540/1 000
und jeweils Eco. An- und
Ausschalter etwas fragil, die
Bedienung auf beiden Kotflügeln ist gut. Automatische
Zapfwelle schaltet beim Heben aus und beim Senken
wieder ein, wenn der Schlepper fährt – gut.
Allrad/Differenzial: Sehr
gut ausgestattet mit Automatik. Bedienung über Schalter
und die ASM-Funktion.
Fahrkomfort: Durch gefederte Vorderachse und Kabine ist der Fahrkomfort gut,
trotz des kurzen Radstandes.
Preis pro PS: Same ist mit
87 850 € nach dem Valtra der
teuerste im Test, macht
811 € pro PS.
++Viele Gänge, gute
Lastschaltung.
++Viel Komfort, gute
Ausstattung.
++Gute, einstellbare
Wendeschaltung.
++Stop and Go-Funktion
(Kupplung).
--Kleine Kabine.
--Gruppenhebel niedrig
und ruckelig.
--Hoher Preis.
John Deere 6115M
Der John
Deere
6115M aus
Mannheim
ist ein
gelungener,
robuster
Traktor.
Kabine: Der Einstieg ist gut,
trotz der kleinen Türen. Die
Seitenkonsole beeinträchtigt
die Sicht nach rechts unten
etwas. Die Sicht auf die
Kraftheber nach hinten ist
gut, auch wenn dieser komplett abgesenkt ist. Nach
vorne stört die riesige Motorhaube. Der Platz zwischen
Handbremse links neben
dem Sitz und Kotflügel ist zu
klein. Lenkrad und Armaturenbrett sind in Neigung und
Abstand verstellbar. Lüftungsöffnungen gibt es nur
am Armaturenbrett. Der
Blinker stoppt nicht automatisch, hat aber einen lauten
Piep-Ton. In der Kabine ist es
leise mit 70,5 dB(A).
Motor: Der PowerTech-Motor zeigt eine zähe Charakteristik. Guter Verbrauchswert bei maximaler Leistung (255 g/kWh).
Drehzahlbegrenzer auf der
Seitenkonsole.
Getriebe: 24V/24R PowrQuad-Getriebe mit sechs
Gruppen und vier Lastschaltstufen. Der lange Hebel macht lange Wege. In
Gang E ist er zu weit weg.
Zusätzliche Lastschaltungs-Taster auf der Seitenkonsole bei der Bedienung
für den Kraftheber. Es gibt
Speedmatching beim Gruppenwechsel, aber keine
Schaltautomatik (optional
Auto-Quad-Getriebe).
Kraftheber: Die Bedienung
ist nahezu ideal. Unter einer
Klappe befinden sich zwei
Drehknöpfe für Höhe und
Senkgeschwindigkeit. Weitere Einstellungen über das
Display. Gut einstellbarer
Anschlag auf dem Positions-
schieber. Die Hubkraft haben wir mit 4 870 kg gemessen. In Deutschland wird der
Schlepper laut Hersteller nur
mit 6 300 kg verkauft.
Hydraulik: Mit 110 Litern
pro Minute größter Durchfluss. Zwei doppelt wirkende
Ventile, als Option bis zu
vier. Gut beschriftet. Hebel
etwas schwergängig, aber
mit guter Sicherung.
Zapfwelle: 540, 540E und
1 000. Der Wahlhebel bewegt sich schwer. Zapfwellenknopf sitzt gut platziert
auf der Seitenkonsole. Zapfwellenumdrehungszahl steht
digital auf dem Armaturenbrett. Die Außenbedienung
ist übertrieben gesichert.
Allrad/Differenzial: Allrad
über Kippschalter. Bodenschalter für Differenzial. Automatik als Option.
Fahrkomfort: Der 6 115M
fährt sehr gut auf der
Straße. Die Vorderachsfederung lässt sich allerdings
nicht richtig ausschalten
oder einstellen.
Preis pro PS: Der getestete
6M kostet 81 847 €, das sind
pro PS 771 €.
++Gute Verarbeitung,
starker Motor.
++Angenehme Kraft­
heberbedienung.
++Einfache, bewährte
Bedienung.
--Altmodisches Bodenschalter-Differential.
--Hohe Motorhaube beschränkt die Sicht.
--Schaltet teils schwergängig.
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Landtechnik
McCormick X60.50
Zetor Forterra 110 HSX
Fotos: Riswick
Der
McCormick
fällt durch
sein gutes
Preis-Leistungsverhältnis
und gute
Motorleistungen auf.
Kabine: Die Türen stehen
weit auf, breiter Einstieg.
Innen herrscht gutes Basis-Qualitätsniveau, kein
Luxus. Das Gummi zwischen Frontscheibe und Motorhaube behindert etwas
die Sicht nach vorne. Die
Rundumsicht in der Vierpfosten-Kabine ist ansonsten gut, die Platzierung der
Bedienungselemente meist
logisch. Die Knöpfe für den
Kraftheber sind nicht gruppiert. Die Feinabstimmung
versteckt sich unter einer
Klappe. Der McCormick hat
den niedrigsten Geräuschpegel mit 69,4 dB(A).
Motor: Der 4,4 Liter bringt
die Maximalleistung von
77,5 kW (105,5 PS) bei 1 825
Umdrehungen. Beim Verbrauch erreicht der McCormick mit 247,6 g/kWh den
besten Wert bei maximaler
Leistung. Insgesamt ein gelungenes Perkins-Triebwerk.
Getriebe: Das 36V/12R-Getriebe schaltet ordentlich,
aber die Dreistufen-Lastschaltung reagiert nicht sehr
gleichmäßig. Manchmal direkt, manchmal einen kurzen Moment später. Keine
Automatik. Einstellbares
Shuttle. Rückwärts geht es
nur in der zweiten Lastschaltstufe. Keine weiteren
Lastschaltknöpfe auf der
Seitenkonsole.
Kraftheber: Mit 5 120 kg
hebt der X60.50 mehr als
der Hersteller angibt. Die
Bedienung ist in Ordnung.
Die Sicherung des Oberlenkers sollte McCormick noch
verbessern.
Hydraulik: Nur 60 l/min
Öldurchfluss. Bei 210 Bar
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maximalem Pumpendruck
werden nur noch 50 Liter
geliefert. Die Nummerierung der Anschlüsse außen
unterscheidet sich von der
in der Kabine. Die Durchflussregelung auf dem Ventilblock ist vom Sitz aus gut
zu erreichen.
Zapfwelle: 540, 540E und
1 000, Verstellung schwergängig. Betätigung per praktischem Knopf zum Drücken auf der Seitenkonsole.
Auf beiden Kotflügeln externe Bedienung, die nur
funktioniert, wenn die Zapfwelle innen aktiviert ist.
Allrad/Differenzial: Ohne
Automatik per Kippschalter.
Das Differenzial kann man
auch mit der Bremse ausschalten.
Fahrkomfort: Ohne Frontgewichte ist der Traktor
vorne ein bisschen zu leicht.
Die Höchstgeschwindigkeit
von 40 km/h wird schon
bei 1 800 Umdrehungen erreicht – gut.
Preis pro PS: Mit 65 362 €,
also nur 655 € pro PS, ist er
nach dem Belarus der günstigste der Gruppe.
++Gute Vierpfosten-
Kabine.
++Niedrige Geräusch­
belastung.
++Kleiner Wendekreis.
++Einfache Bedienung.
--Niedrige Kabine.
--Zapfwellen-Schaltung.
--Keine Lastschaltstufen
rückwärts.
--Durchschnittlich für
Transport.
Zetor
punktet mit
vier Zapfwellen­
drehzahlen,
Wendeschaltung
und Schaltautomatik.
Kabine: Geräumige, gefederte Sechssäulenkabine.
Wenig Stauraum, aber ein
moderner, einklappbarer
Beifahrersitz. Niedriges Kabinendach , hohe Kotflügel
und Motorhaube. Trotzdem
ist die Rundumsicht gut. Die
Sicht auf den Kraftheber ist
okay, sogar das untere Zugmaul ist sichtbar. Großes
Armaturenbrett. Lenkrad
horizontal und vertikal verstellbar. Außenspiegel und
Heckscheibe sind beheizt.
Auf dem sehr kleinen Infobildschirm im Armaturenbrett: Lastschaltstufe, Tageszähler, Spannung, Geschwindigkeit und
zurückgelegte Strecke.
Mit 76,3 dB(A) ist es in der
Kabine relativ laut.
Motor: Der laute 4,2 LiterMotor leistet nur maximal
69 kW (94 PS) an der Zapfwelle. Die Verbrauchswerte
(252 g/kWh bei Maximalleistung) gehen in Ordnung.
Getriebe: 30V/30R, fünf
Gänge, zwei Gruppen, drei
Lastschaltstufen. Gute
Wendeschaltung mit Neu­
tralposition. Die Anordnung
der Gänge ist spiegelverkehrt. Im fünften Gang
stößt der Hebel gegen die
Bedienung des Krafthebers.
Die Lastschaltung schaltet
nahezu ruckfrei. Der Gruppenhebel ist ein altmodischer, nicht synchronisierter
Zughebel. Schaltautomatik
innerhalb der Lastschaltstufen. Das Einstellen geht
leicht, auch bei Stillstand.
Kraftheber: Gut ausgestattet und stark mit 8,5 t Hubkraft. Typische Bosch-Bedienung. Mit Bosch-Neuheit
HitchTronic – automatische
Einstellung der Zugkraftregelung.
Hydraulik: Die Hydraulikhebel sind unpraktisch auf
den Kotflügeln angebracht.
Die Förderleistung von
75 l/min ist gut.
Zapfwelle: Vier Zapfwellenumdrehungszahlen. Oranger
Wahlhebel 540/1 000 auf
B-Säule. Gelber Wahlhebel
normal/Eco hinten in der
Kabine. Oranger An-/AusKippschalter mit störender
Sicherung auf der B-Säule.
Außenbedienung vorhanden.
Allrad/Differenzial: Einschalten vom Allrad und
Differenzial mit einem
Kipptaster. LED-Lämpchen
im Schalter schwach, keine
Automatik.
Fahrkomfort: Bei höheren
Geschwindigkeiten unruhige Lenkung. Mit nur
10,7 Metern Wendekreis sehr
wendig. Hüpft bei Höchstgeschwindigkeit. Schaltautomatik und Kupplungstaster arbeiten gut.
Preis pro PS: Testversion:
64 045 €. Der Preis pro PS
liegt bei 682 €.
++Guter Kraftheber mit
logischer Bedienung.
++Schaltautomatik.
++Gute Wendeschaltung.
++Vier ZW-Drehzahlen.
--Nicht synchronisierter
Gruppenhebel.
--Position Hydraulik­
hebel.
--Altmodische Kabine.
--Gaspedal reagiert empfindlich.
Kubota M110 GX
Belarus MTS 1025.4
Der Kubota
M110 GX ist
vollgepackt
mit
Elektronik
und hat
eine
moderne
Kabine.
Kabine: Moderne Viersäulenkabine mit Türen und
kleinem Dachfenster - vorzügliche Rundumsicht.
Nicht ins Bild passen die
vielen, billig anmutenden
Plastikteile. Für Fahrer über
1,80 m kann der Fahrersitz
nicht weit genug nach hinten gestellt werden. Wenig
Stauraum. Der Kubota ist
der einzige im Test mit Multifuktionsarmlehne.
Schnellaushub, Drehzahlspeicher, Positionsregelung
Kraftheber, Handgas und
die Lastschaltung sind integriert. Mit 73,7 dB(A) ist der
Motor sehr präsent.
Motor: Schwacher Motor.
Das kleine Triebwerk liefert
nur maximal 65,5 kW (89 PS)
an der Zapfwelle. Kubota
vermutet einen technischen
Defekt, die Leistung sollte
bei mindestens 71,6 kW liegen. Bei Maximalleistung
hat der Kubota den höchsten
Verbrauch, gemittelt liegt er
auf dem vorletzten Platz. Es
gibt einen Drehzahlbegrenzer und zwei Drehzahlspeicher. Praktisch ist Work
Cruise, eine Art einschaltbarer Powerboost bei Teilbelastung. Die Steuerung der Filterregeneration wurde mittlerweile vereinfacht.
Getriebe: Gutes Getriebe
mit drei Gruppen und acht
Lastschaltstufen. Schaltet
etwas ruckelig. Guter Shuttle-Hebel. Im Transportmodus schaltet der Traktor maximal vier Lastschaltstufen
selber je nach Gaspedalstellung und der Belastung. Im
Feldmodus schaltet das Getriebe automatisch beim
Ausheben um ein, zwei oder
drei Stufen (einstellbar) zurück. Speedmatching beim
Gruppenwechsel.
Kraftheber: 5,7 Tonnen
Hubkraft gehen in Ordnung. Tiefenregelung mit
Anschlag auf der Armlehne,
Feinabstimmung auf der
Seitenkonsole.
Hydraulik: Vier Ventile
möglich, zwei sind Standard.
Alle mit Schwimmstellung,
drei mit Arretierung. 75 l/
min Durchfluss.
Zapfwelle: Drehzahl nur
540 und 1 000. Einschalten
mit einem einfachen, gut
sichtbaren Drehdrückknopf.
Zu kurzer Drehzahlwahlhebel, geht sehr schwergängig.
Externe Bedienung optional.
Allrad/Differenzial: Typisch
Kubota sind die Portalachsen
mit Bi-Speed, was eine sehr
enge Wende unter 8 km/h
erlaubt (9,25 m). Hackenpedal für Differenzialsperre.
Fahrkomfort: Etwas
schwammig bei Höchstgeschwindigkeit.
Preis pro PS: Die Testversion kostet 68 500 €. Pro PS
aber 771 €, da schwache Motormesswerte.
++Vollständiges
Getriebe.
++Moderner Kabinen­
entwurf.
++Wendig mit Bi-Speed.
++Zwei Motor-Drehzahl­
speicher.
--Keine Sparzapfwelle.
--Schwacher Motor,
Regeneration DPF.
--Viele Piep-Geräusche
in der Kabine.
Der Belarus
ist spottbillig, aber in
Sachen
Ergonomie
eher
schlecht.
Kabine: Altmodische
Sechssäulenkabine, verkleidet mit schwarzem Kunstleder. Schmaler Einstieg. Typisch Belarus: Lenkrad ein
bisschen rechts. Ordentlicher Sitz, gute Rundumsicht. Lange Motorhaube,
großes Armaturenbrett und
Quersäulen schränken die
Sicht nach vorne ein. Im Armaturenbrett viele analoge
Anzeigen. Bosch Bordcomputer: Kraftstoffverbrauch,
Motorumdrehungen, Spannung und Getriebeöltemperatur. Umständliche Menüführung. Stehende, aber
leichtgängige Pedale. Mit
88,2 dB(A) bei Vollgas (unbelastet) sehr laut.
Motor: Der 4,8 Liter-Motor
leistet 74 kW (101 PS) bei
2 190 Umdrehungen. Die
Charakteristik ist veraltet.
Bei Maximalleistung extrem
hoher Verbrauch, bei reduzierter Drehzahl noch okay.
Getriebe: Vier Gruppen
und vier Gänge ergeben
16V/8R. Kein Schuttle oder
Lastschaltung. Getriebe
scheint einfach, aber die
Schaltung ist ein Rätsel
durch umständliche Gruppenwahl. Schwer schaltender, nicht synchronisierter
Gruppenhebel. Gangschaltung synchronisiert, aber in
unlogischer H-Form angeordnet. Traktor kaum für
Transporte nutzbar.
Kraftheber: Mechanisch
bedienter Kraftheber mit
zwei Hebeln für Zugkraft
und Lage. Beim Lagehebel
fehlt der Anschlag. Beide
Hebel sind gut positioniert,
lassen sich aber schwergängig bewegen. Zugkraftrege-
lung funktioniert altmodisch über den Oberlenker.
Elektrische Bedienung von
Bosch ist auch lieferbar.
Keine Außenbedienung auf
den Kotflügeln. 5 050 kg
Hubkraft.
Hydraulik: Drei Hydraulikhebel rechts, schlecht zu erreichen. Zwei doppelt wirkende Ventile. 60 l/min bei
205 Bar.
Zapfwelle: 540 oder 1 000
Umdrehungen, umstellen
außen mit Werkzeug. Kupplung rechts in der Kabine.
Keine Warnlampe, Automatik oder Außenbedienung.
Allrad/Differenzial: Permanente Automatik von Allrad
und Differenzial. Drehen
sich die Hinterräder schneller als die Vorderräder,
schaltet sich der Vierradantrieb automatisch ein. Gute
Automatikfunktionen.
Fahrkomfort: Etwas gewöhnungsbedürftig. Bei Höchstgeschwindigkeit vibrieren
das Lenkrad und der Kabinenboden.
Preis pro PS: Sehr günstig
mit 308 €/kW. Der Schlepper kostet 29 975 €.
++Sehr günstiger Preis.
++Automatischer 4WD
und Differenzial.
++Gute Rundumsicht.
--ZW-Geschwindigkeit
nur mit Werkzeug verstellbar.
--Altmodische Kabine.
--Umständliches Getriebe.
--Lenkrad nicht in der
Mitte.
top agrar 6/2014
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