hier bei Reya

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hier bei Reya
Achtung, Warnung: Da dies mein erster Artikel ist, übernehme ich keine
Haftung über die Qualität dieses literarischen Ergusses. Das Lesen geschieht
auf Gefahr der eigenen Verblödung.
Die Planung
Nach dem die Küstenzauberer ihren Grand Prix-Plan für 2012 veröffentlicht
hatten, war für mich schnell klar, welche Städte interessant werden würden:
- Malmö
- Gent
- Manchester
- Bochum
- Lyon
- Turin.
Als dann endlich die Formate veröffentlicht wurden, vielen aus Gründen wie
Zeit usw. bereits viele Grand Prix flach.
Zumindestens Malmö konnte mitgenommen werden - dummerweise zu
einem weiteren ungünstigen Zeitpunkt, wie sich später herausstellen sollte.
Denn in Malmö trat der Grand Prix in den Hintergrund, denn das Champions League Finale „da hoam“ war dann doch relevanter.
All solche Dinge sollten aber in Gent nicht auftreten - der Fussball hat Sommerpause, die Vorlesungen und Übungen sind vorbei, alle Klausuren sind
bereits korrigiert und auch andere Verpflichtungen standen nicht an.
Doch blicken wir noch weiter zurück. Die Planungen für Gent gingen sofort
los, als das Format bekannt gegeben wurde - Legacy. Die Organisation ging
zeitnah los und musste folgende Fragen beantworten:
- Mitstreiter aus Dresden
- Unterkunft
- Transportmittel
- das Deck der Wahl.
1
Wobei natürlich die ersten drei Fragen stark korreliert sind. Bei den Interessenten ging es hin und her - Zusagen und Absagen wechselten sich ab.
Aber nach einiger Zeit standen dann die Mitstreiter fest - bzw. der Mitstreiter in Person des Philipp Staat. Damit konnte auch sofort das Transmittel
der Wahl gebucht werden - die Bahn. Die Suche nach der Unterkunft sollte
von allen organisatorischen Problemen das am schnellsten gelöste werden.
Bezogen wurde das Hotel „Holiday Inn Gent Expo“, welches in Steinwurfreichweite zum Austragungsort des Grand Prix lag.
Blieb noch ein Punkt: Das Deck.
Das Deck
Folgende Decks standen zur Auswahl:
1. das gute T1-Fetchland-Ravnica Dual-Shardvolley-go Deck
2. Pattern-Rector
3. Loam.dec in einer kontrollorientierten Variante
4. Veteran Explorer-Rock
Deck #1 viel relativ schnell aus der Auswahl heraus, da es zwar lustig
ist, die Effektivität allerdings zu wünschen übrig lässt. Ausser man will den
Sieg durch totlachen erringen.
#2 habe ich bereits in Amsterdam pilotiert und hätte es fast in den Tag
2 geschafft. Dieses Deck lebt vor allem von seinem Überraschungsmomenten. Ein kleines Beispiel aus Amsterdam: Der Reanimatormagier zerstört in
Spiel 1 mit seinem Angel of Despair meinen Academy Rector - woraufhin
sein Engel konfisziert wurde und ihn umhaut. Gleichfalls ist es durchaus
amüsant, wenn sich die Gegner alle Karten durchlesen müssen, wie es zBsp
der TempoTresh-Magier aus Runde 1 tat, welcher folgende Karten noch nie
gesehen hat: Rector, Patter, Phyrexian Ghoul, Phyrexian Tower, Reccuring
Nightmare - und den Obersten Holzeinschläger. Zugegeben, die meisten Karten sind vor seiner Geburt gedruckt wurden. Man wird einfach alt. Dieses
Deck viel dann allerdings auch aus der engeren Auswahl heraus, da es zwar
super lustig ist, allerdings auch zu oft Draws hat, wo man einfach nichts
macht und entsprechend nochmal überarbeitet werden muss. Das nächste
mal dann ;-)
#3 ist ein Deck, welches ich seit vielen Jahren mehr oder weniger erfolgreich
in den diversen Extendetnachfolgern gezockt habe und welches nur darauf
wartet, einmal das Licht der Welt im Legacy zu erblicken. Allerdings hatte
2
ich nicht so richtig Bock darauf und nahm es nur als Alternative mit, falls
die Motivationskurve spontan doch noch ansteigt.
#4 besticht durch eine große Auswahl an Varianten - GB, GBW, GBR,
GBU, GBx, welche alle durchaus spielstark sind. Mittlerweile ist dieses Deck
durchaus in Mode gekommen und wird von einer größeren Anzahl an Spielern
gezockt. Am Ende sollte es ein Deck dieses Types werden.
Veteran Explorer Rock
Kurzer Einschub(Anfang): Dieses Deck wird im Internet oftmals als NicFit
bezeichnet, allerdings finde ich dieses Namen einfach nur bäähh, weswegen
ich es hier als Veteran Explorer Rock bezeichne. Kurzer Einschub(Ende).
Alle Varianten des Decks basieren auf dem gleichen Grundstock:
4 Veteran Explorer (wer hätte das gedacht)
4 Cabal Therapy
1 Phyrexian Tower
2 + Pernicious Deed
2 + Eternal Witness
X eine Kombination aus Green Suns Zenith, Birthing Pod und Living
Wish je nach Ausrichtung des Decks
2 + Planeswalker
Worin unterscheiden sich jetzt die einzelnen Varianten? BG ist meist
die aggressivste Variante und kann auf eine höhere Anzahl an BB-Karten
wie Hymn to Tourach zurückgreifen, welche für die anderen Varianten aus
Gründen der Manastabilität meist zu riskant sind. BGW zeichnet sich durch
den Zugriff auf Swords to Plowshare und Academy Rector aus. BGU darf sich
über Brainstorm, Jace 2.0, Gifts Ungiven, Fact or Fiction, Snapcaster Mage
und evenetuelle Kontermagie freuen. BGR erlaubt den Zugriff auf Punishing
Fire + Grove of the Burnwillows, Burning Wish und Lightning Bolt.
Die GBW-Variante featuring den Academy Rector habe ich bereits bei einem
LOL getestet und die Variante wurde für gut befunden. Dabei stellten sich
einige Vor- und Nachteile heraus:
Vorteile:
+ sehr stabil/konstant
3
+ lässt sich relativ brauchbar mulliganen
+ sehr gutes Matchup gegen Decks, welche durch Angriffe mit fairen
Kreaturen gewinnen wollen
+ Rectortoolbox
Nachteile:
- das Burn-Matchup
- das Combo-Matchup
Desweiteren verliert man gerne mal gegen Delver gegen den Flip-T2, Counter, Counter, Counter, Counter-draw. Ebenso unschön kann Reanimator werden, wenn man keinen Discard hat und der Gegner T2 Jin-Gitaxias ins Spiel
bekommt. Diese kleinen Beispiele zeigen das Problem des Decks - es ist teilweise einfach zu behebig, speziell bei einem Draw ohne Veteran Explorer +
etwas, um ihn zu opfern.
Die Variante mit blau habe ich bisher nicht getestet, kann zu ihr also nichts
sagen (das nächste mal vielleicht) - sie scheint mir aber ähnliche Probleme
zu haben wie GBW. Obwohl wohl das Combo-Matchup besser sein sollte.
Ich habe mich letztendlich für folgende Variante mit rot entschieden:
4
Anzahl
4
1
1
2
1
1
3
4
2
1
3
1
3
2
2
3
3
4
3
2
1
1
4
2
2
3
1
Main
Veteran Explorer
Kitchen Finks
Thragtusk
Eternal Witness
Broodmate Dragon
Wickerbough Elder
Punishing Fire
Cabal Therapy
Kozileks Inquisition
Reanimate
Senseis Divining Top
Innocent Blood
Pernicious Deed
Maelstrom Pulse
Liliana of the Veil
Living Wish
Green Suns Zenith
Verdant Catacombs
Wooded Foothills
Bayou
Taiga
Badlands
Forest
Swamp
Mountain
Grove of the Burnwillows
Phyrexian Tower
Anzahl
1
1
1
1
1
3
1
1
1
3
1
Sideboard
Grove of the Burnwillows
Faerie Macabre
Innocent Blood
Grave Titan
Fleshback Marrauder
Red Elemental Blast
Bojuka Bog
Karakas
Obstinate Baloth
Duress
Mindslicer
Warum ausgerechnet rot?
- Interaktion zwischen Liliana und Punishing Fire
- Broodmate Dragon als einer der besten Finisher in diesem Decktyp
- REB im SB, welche einige Matchups wesentlich verbessern (zBsp Hivemind oder High Tide)
Warum ist der Drache jetzt besser als die Kokurrenz? Schauen wir uns zunächst einmal die anderen Kandidaten an: die Titanen, Kokusho, Josei und
noch viele andere. Alle sind sie von beachtlicher Power für ihre Manakosten.
Der größte Vorteil des Drachen liegt allerdings in seinen Manakosten: 3GRB.
5
Dieses eine grüne Mana macht ihn in einem Deck, welches GSZ spielt zum
besten Finisher - da tutorbar. Allerdings sind die anderen mächtigen Karten
einzeln meist stärker (Sun Titan + Dead oder ORing oder Witness, Grave
Titan bring Power 10 auf den Tisch usw). Dieses Problem wurde umgangen
durch die Verwendung von Living Wish und einer entsprechenden Toolbox
im SB inclusive eines Finishers in Form des Grave Titans.
Das Vorspiel
Der Donnerstag
Wenn man einen Grand Prix spielen will, muss man auch irgendwie hinfahren. Also hies es am Donnerstag - 08:23 Abfahrt mit dem Zug. Die Motivation
auf diesen Teil des Gentbesuches war super groß, schliesslich warteten 10h
feinstes zugfahren auf mich. 10h unter der Vorraussetzung, das alles klappt Bahnfahrer werden mich verstehen ;). In Dresden ging es also bei hochsommerlichern 16◦ C und starker Bewölkung los. Und auf dem Bahnsteig wartet
gleich der erste Schock auf mich - 60min Verspätung. Ging also gut los. Zu
meinem Glück stellte sich schnell heraus, dass die Anzeige fehlerhaft war und
der vorherige Zug Amsterdam-DD-Prag diese Verspätung hatte und mein
Zug pünktlich den Hauptbahnhof verlassen wird. Glück gehabt. Das Umsteigen in Hannover verlief auch reibungslos. Eingestiegen kam der nächste
Schock - der ICE war vollkommen überfüllt und es kam 61-Feeling auf. Aber
irgendwo auf dem Boden war ja zum Glück noch Platz - ein ICE hat in der
2. Klasse ja Teppich. Irgendwann wurde plötzlich im Nichts gehalten und die
Hälfte der Leute stieg plötzlich aus - da ging das große Rätselraten bei mir
und den Leuten in meiner Umgebung los. Es stellte sich heraus, das wir in
Bielefeld waren, aber die Ankündigung vergessen wurde. Wenn das mal nicht
dem Klischee entspricht ;). Ab Bielefeld war der Zug dann auch einigermaßen leerer, auch wenn alle Sitzplätze weiterhin besetzt waren. Zum Glück traf
ich einen Mitfahrer, welcher das gleiche Problem hatte - und einfach mal 2
Campingstühle organisierte. Auf einem Campingstuhl sitzend ICE fahren ist
echt entspannend - es fehlte nur noch das Bier für richtiges Campingfeeling.
In Köln umgestiegen und noch eine junge Mitfahrerin kennen gelernt, welche
ebenfalls nach Brüssel wollte. Da war wenigstens für etwas gepflegte KOnversation gesorgt. Kurz vor Brüssel dann der nächste Schock: in Belgien werden
die Gleise nicht vorher veröffentlicht, sondern nur sind nur im Bahnhof einsehbar. Der kurze Blick auf die Umsteigezeit, <10min, vehieß nichts gutes, da
auch noch 4 min Verspätung anstanden. Also 6min in Brüssel zum umsteigen
- und das zur Hauptverkehrszeit in einem Bahnhof, welcher gefühlt 4x so
6
groß ist wie der Leipziger. Der richtige Bahnsteig wurde dann doch schnell
genug gefunden. Dort angekommen, nochmal kurz bei den Pfadfinderinnen
nachgefragt, ob dies auch wirklich der Zug nach Gent ist und dann beruhigt
eingestiegen. Es lässt sich aber sagen - überfüllt ist eine starke Untertreibung
des Befüllungszustandes des Zuges, denn es sa ungefähr so aus:
In Gent angekommen folgte noch eine halbstündige Wanderung durch
strömenden Regen und dann hatte die Reise endlich ein Ende.
Nach der Ankunft des Mitstreiters ging es dann noch einmal in die Innenstadt von Gent (es hatte mittlerweile aufgehört mit schiffen, bzw gab es nur
ganz kurzes nieseln), wo zu dieser Zeit ein Musikfestival (vergleichbar mit
der BRN) stattfand. Zu Gent ist zu sagen - eine schöne Stadt, kann ich nur
empfehlen, mal hinzufahren und anzuschauen.
Abends folgte dann die nächste Katastrophe. Vorm pennen das Fenster aufgemacht - wo an einer besonders einsehbaren Stelle in besonders großer Stelle
stand: „Achtung, Fenster öffnen wegen Moskitos auf eigene Gefahr“, wie wir
am Freitag feststellten. In der Nacht wurde dann irgendwann das Fenster
geschlossen, da es gar nicht mehr ging.
Der Freitag
Am Freitag wurde zunächst festgestellt, dass das Zimmer Mückenverseucht
ist. Davon liesen wir uns nicht vertreiben und bauten erstmal die Decks
fertig. Ich wählte GBr-Veteran Explorer (Deckliste siehe oben) und Philipp
NO-RUG. Auf Grund gewisser Karten gab es dann noch 2 Questes für den
GP:
1. reanimiere einen gegnerischen Grisselbrand
7
2. zerstöre die Hand eines Kombomagiers mit dem Mindslicer
3. und als Zusatz: töte 20 Mücken
Ansonsten verlieft der Freitag nicht besonders aufregend - Gent erforscht und
die Turnierhalle besucht inclusive tauschen und anmelden. Und was passiert
natürlich als erstes, wenn man die Halle betritt? Mann trifft eine Nase aus
Dresden - die Klinke. Beste Abstimmung mal wieder :-).
Der Höhepunkt
Der Grand Prix ging erstmal gut los - bis 8 Uhr ausschlafen. Dies gab es
bisher bei noch keinem GP, den ich mitgespielt habe. Zum GP selber kann
man sagen, rein organisatorisch war er der beste, den ich bisher je erlebt
habe, da kaum Verzögerungen abseits von den obligatorischen Extraturns.
Und was besonders erwähnenswert ist - das Kloproblem wurde gelöst. Wer
mit in Stuttgart war, wo es bisher am schlimmsten war, kennt das Problem
- 1 Klo für 1300 Männer. Dabei ist die Lösung so einfach wie genial:
Abbildung 1: ein Pissbecken, wie es überall in der Stadt rumsteht (aktuell
war da ein Festival- keine Ahnung, ob die immer dort rumstehen). Und vor
und hinter der Halle waren auch eine größe Stückzahl vorhanden
Aber kommen wir zu den einzelnen Spielen. Da ich sie aus dem Gedächtnis niederschreibe, werde ich nicht alles rekonstruieren können. Aber für die
Schlüsselsituationen reicht es noch ;-).
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Runde 1 - Bernd mit Comboelfen
Die erste Runde gleich gegen einen Landsmann aus der Nähe von Nürnberg.
Er macht sich auch gleich unsympathisch, in dem er den Würfelwurf mit
10 > 3 gewinnt. Das Spiel beginnt mit Topf meinerseits, während er einen
Manaelfen legt. In Runde 2 legt er Fetchland und einen Wirewood Symbioten, während ich nur ein Land lege. EoT wird das Fetchland noch in ein
Dryad Arbor umgewandelt. In Runde 3 spielt er Glimps, wobei in response
der Symbiote per Punishing Fire entsorgt wird. Er spielt 1 Manaelfen und
gibt ab, da er nichts findet. In meinem Zugsegment ziehe ich ein Grove of
the Burnwillows, was zusammen mit Punishing Fire gegen Elfen sicher nicht
ganz schlecht ist. Also wird in der Mainphase das Punishing Fire auf die
Hand geholt und dann stellte sich die Frage - Dryad Arbor oder der Manaelf? Da Legacyelfen meist Crop Rotation und Chord of Calling spielen,
kann er sowohl Arbor als auch Elf beschützen. Ich entscheide mich für den
Elfen, da er wichtiger ist - und es kommt, wie es kommen muss: Chord in
Reaktion auf das Fire und Symbiote geholt, welcher den Elf rettet. In Runde 4 spielt er ein weiteres Glimpse und legt das Schlachtfeld mit Elfen voll,
während gleichzeitig seine Hand nicht abnimmt. Ich kann in meiner Runde
nicht viel machen, ausser einen Symbioten zu töten. In seiner Runde spielt er
ein weiteres Glimpse und ich werde auskombiniert. Spiel 2 verläuft ähnlich.
Ich entsorge die ersten 2 Elfen per Innocent Blood und Punishing Fire und
3 Runden später sorgt eine gute Tat für ein leeres Board. Allerdings hat er
auch in diesem Spiel 3 Glimpse, so das selbst eine Deed nicht reicht, um
ihn wirklich Schaden zuzufügen und so sterbe ich recht schnell, da mir die
relevanten Karten ausgehen. Es zeigte sich sehr eindrucksvoll - Punishing
Fire + Grove oder Spotremoal + Deed allein reichen nicht aus, wenn nicht
noch mindestens ein Discard für die Glimpse anwesend ist. Bernd hat sich
auch als sehr kompetenter Spieler erwiesen, welcher es in den Tag 2 schaffte und er war ausgesprochen sympathisch. Solche Gegner hat man gern (nagut,
verlieren ist schon blöd ....).
Stand: 0-1
Runde 2 - Yoni mit random.Haufen
In Runde 2 traf ich auf einen Belgier, welcher einen noch größeren Haufen
pilotierte als ich - und den Würfelwurf gewann. Meine erste Karte spielte ich
auch gleich in Runde 1 - eine Inquisition of Kozilek. Und ich staunte nicht
schlecht, sah ich doch eine Hand aus Pili-Pala, Master Transmuter, Grand
9
Architect (durfte gehen), Master of Etherium und 2 Inseln. Weitere Karten, mit denen ich mich im Laufe des Spiels rumschlagen durfte: Quicksilver
Amulet, Memnarch, Wormcoil Engine, Blightsteel Colossus, Inkmoth Nexus,
Etherium Sculptor und Contation Clasp. Sein Deck basierte darauf, per PiliPala und Grand Architect beliebig viel Mana herzustellen und dann einen
richtig großen Mann zu beschwören - oder eben per Amulett reinzucheaten. Am Ende kann ich ihn besiegen trotz T3 Memnarch und T4 Wormcoil
Engine. Im zweiten Spiel hat er keine Chance, da ich mit REB/Inquisition
seine relevanten Kreaturen entsorge und er somit nicht auf das Mana kommt
(Architect), um die großen Dudes zu beschwören, als auch keinen Druck aufzubauen (Master of Etherium). Nach dem Spiel stellte sich heraus, das Yoni
seinen ersten GP spielt. Ich gebe ihn dann noch den Tipp, das er mal über
Sundering Titan nachdenken könnte, da er doch wesentlich stärker ist als
Memnarch oder Colossus - speziell im Legacy mit seinen duallastigen Manabasen. Er freut sich über diesen Tipp und geht fröhlich seines Weges.
Stand: 1-1
Runde 3 - David mit Canadian Tresh
In Runde 3 dann endlich das Traummatchup. David gewinnt den Würfelwurf und fängt mit Mystic Rainfores-Go an. Mein Sumpf-Inquisition-Play
wird per Fetch auf Volcanic Island featuring Spellpierce vereitelt. Ab diesem
Zeitpunkt war klar, was er spielt. Er legt dann Tropical + Mungo, während
bei mir Forest + Explorer kommt, welcher den Mungo ersteinmal abstellt.
Sein darauf gespielter Delver flippt sofort und haut micht auf 8 Leben, während wir beide Länder legen, ich fleissig topfe und weitere Explorer lege. Auf
8 Leben kann ich den Delver per Fire entsorgen und die Hutzel per GSZ in
das Spiel bringen. Sein nächster Delver wird ber Deed entsorgt, welche alles
ausser den Hutzelen entsorgt. Den Zug darauf werden die Hutzel therapiert,
um David eine Force aus der Hand zu entfernen, damit ich GSZ auf Thragtusk casten kann. Zu diesem Zeitpunkt ist das Spiel entschieden, da ich auf
gemütlichen 15 Leben bin und einen 5/3-Mann habe sowie eine halbwegs
volle Hand+Topf und er nichts. Spiel 2 ist wesentlich unspannender - ich
entsorge seine ersten beiden Kreaturen und rampe mich hoch, während er
sich selbst in den Fetchlandlock setzt. Da ich allerdings auch keine Kreaturen ziehe, liegen ausser vielen Ländern und einer bösen Tat keine Karten auf
dem Schlachtfeld. Als ich dann endlich mal eine Kreatur ziehe (Thragtusk),
zieht er auch einen Brainstorm (into Brainstom + 2 Nichtfetchlandländer).
Da er aber seine Fetchländer alle schon verbraucht hat, kann er seine Hand
10
nicht verbessern und stirbt zeitnah.
Stand:2-1
Runde 4 - Eduardo mit Esperblade
In Runde 4 gewinn ich erstmals den Würfelwurf und darf anfangen. Ich halte
eine reaktive Hand mit Explorer, 3 Ländern, 1 Pulse und 2 Dead. Wir spielen
erstmal nur Länder und mein Explorer haut ihn etwas. Irgendwann spielt er
Inquision, Snapcaster auf Inqusition und meine Hand ist besiegt. Zu diesem
Zeitpunkt ist das Spiel schon quasi vorbei und wird 2 Züge später von Jace
2.0 besiegelt, da ich bis dahin nichts relevantes gezogen habe. Spiel 2 ist
wesentlich spannender, da ich seine Bedrohungen entferne. Da ich allerdings
selber keinen Druck aufbauen kann, zieht sich das Spiel in die Länge. Relevant dabei ist, dass ich Punishing Fire + ein Grove of the Burnwillows habe
- da allerdings diese Art on Decks Surgical Extraction im SB spielt, kann
ich mein Punishing Fire nicht benutzen ohne den Totalverlust zu riskieren.
Also versauert es im Friedhof, da ich auch keinen Discard ziehe. Irgendwann
schafft er es, die Kontrolle per Jace 2.0 sowie Intuition auf 3 Lingering Souls
zu gewinnen und ich sterbe langsam. Am Ende des Spiels sagte er mir, dass
er nie eine Extraction auf der Hand hatte - blöd gelaufen.
Stand: 2-2
Runde 5 - Wenzel mit Reanimator
Runde 5 also gegen einen der Malmömitfahrer. Ich gewinne den Würfelwurf
und fange mit Inquisition auf ihn an. Er hat auf der Hand: 2 Underground
Sea, Ponder, Thoughtsize (muss gehen), Reanimate, Animate Dead und Daze. Er legt den Underground Sea und gibt ab. Ich lege Explorer und gebe
ab - denkste: EoT kommt das Entomb und in seinem Zug dann Animate
Dead auf Grisselbrand. Ich schaue auf das Reanimate in meiner Hand und
weine innerlich - so knapp an der Erfüllung des Quests gescheitert. Da ich
auch nur einen weiteren Explorer legen kann, während er 7 Karten zieht,
seinen Tidespout Tyrant reanimiert und mich mit Grisselbrand haut - bin
ich einfach zerstört.... aber mal so richtig. Spiel 2 läuft auch nicht besser, da
er 2 Liliana + Kontermagie hat und ich nur eine. Bumm - und tot.
Stand: 2-3
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Runde 6 - Aron mit Meervolk
Ich gewinne den Würfelwurf und starte mit Land + Topf. Aron beginnt mit
Insel + Viole - was das wohl sein wird *hust*? Ich lege nur ein Land und
gebe ab, während er Viole +1 verwendet sowie Chalice auf 1 legt. Da habe
ich erstmal ordentlich geguckt - Chalice in so einem Deck? Am Ende wohl
doch kein Meervolk, sondern was total abgedrehtes? Naja, ich lege nur ein
Grove als Land und gebe ab, er legt eine Marke auf die Viole, zieht, legt
Insel und spielt einen Cursecatcher. Die Lacher hatte er definitiv auf seiner
Seite. Ich lege nur Land und gebe ab - er bringt EoT einen Lord herein,
welcher am Punishing Fire stirbt. In meinem nächsten Zug leiste ich mir den
zweitgrößten Fehler des Tages und den größten Fehler im Turnier - ich spiele
einen Veteran Explorer aus. Ganz großes Damenminigolf, aber wir haben
beide ob unserer Blödheit gelacht. War am Ende aber auch egal, da er gegen
die Kombination aus Punishing Fire + Grove sowie weiteres Removal auf
der Hand nicht gewinnen kann. Spiel 2 ist gleich wesentlich spannender - er
beginnt wieder mit Viole Runde 1. Ich habe einen Explorer und therapier
ihn Runde 2 - und nehme ihn insgesamt 2 Lords weg. Das Board bestand aus
2 Explorern + Hutzel bei mir, 2 Mutavault + Cursecatcher bei ihm. Doch
dann kommt die größte Überraschung: Er bringt einen Lord of Atlantis per
Viole herein - und spielt Spreading Seas auf meinen einzigen Mountain. Tolle Wurste, die halbe Hand ist besiegt (2 Punishing Fire) und seine Männer
können nicht mehr geblockt werden. Er haut mich also 2 Runden, bis ich die
Therapy finde, um meine Deed durchzubringen. Ab diesen Zeitpunkt ist das
Spiel gewonnen, da ich seine Mutavault per feuriger Bestrafung entsorgen
kann und einen großen Drachen featuring seinen Bruder nachlegen kann.
Stand:3-3
Runde 7 - Jean mit Meervolk
Jean ist Franzose und spricht ganz brauchbar Englisch. Da dies so selten ist,
muss es einfach mal erwähnt werden ;). Er gewinnt auch gleich den Würfelwurf und beginnt mit Insel + Viole. Er hat aber Kira, welcher prinzipiell
nicht ganz ungut gegen mich ist. Beide Spiele verlaufen relativ eintönig: ich
entsorge seine frühen Kreaturen per Fire/Blood, rampe auf einen großen
Mann und finde irgendwann das Grove, um den Sack zuzumachen.
Stand: 4-3
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Runde 8 - Joko mit Maverick
Er gewinnt den Würfelwurf - und bei mir gibts den Doppelmulligen nach
Therapy+6 Länder und 6 Nonlandkarten. Mit 5 Karten ist das Matchup
gleich viel schlechter, da ich den Ressourcenkrieg zeitnah verloren habe und
ohne Hand + Board dastehe, während er einen großen Ritter hat, welcher auf
mich einprügelt. Spiel 2 ist dann schon spannender. Ich beginne mit Topf und
er legt eine Mutti. Das Punishing Fire für die Mutti wäre sogar da gewesen,
allerdings habe ich kein rotes Mana. Also im Upkeep einen kurzen Blick in
den Topf geworfen und einen Explorer beschworen. Er legt eine weitere Mutti
und das Spiel sieht gleich viel schlechter aus für mich, da ich Kreaturen nur
noch per Deed entsorgen kann - das zwar effektiv, aber erstmal eine ziehen.
Genau das ist am Ende auch das Problem. Er legt das Board voll, während
ich etwas rampe und auch Männer in Form von Hutzel + Thragtusk lege.
Er opfert dann seine 2 Mütter, in dem er seinen 2 Rittern Schutz gibt und
mich auf 1 prügelt. Also EoT den Topf bemüht - keine Dead. Gezogen und
nochmal getopft - wieder keine Dead. Da war ich dann auch tot.
Stand: 3-4
Runde 9 - Goffert mit Esperblade
Er gewinnt den Würfelwurf und das erste Spiel verläuft in etwa so wie
gegen Eduardo - ich halte eine reaktive Hand, welche mir per Thoughtsize+Snapcaster Mage kaputt gemacht wird und Jace 2.0 den Sack zu macht.
Das zweite Spiel erwies sich dann als ausgesprochen episch und dauerte
45min. Wir tauschen beide unsere Threads ab, ich schaffe es, sein Battleskull
zu entsorgen. Ich schlage etwas auf ihn ein und es sieht gut aus, bis er Sword
+ Snapcaster auf Sword macht und mein Board leer räumt. Er legt noch
einen Mystic nach und holt sich eine Sword of Feast an Femine. Ich riskiere
es, mit Fire + Grove beide zu erlegen - und er hat keine Surgical auf der
Hand. Allerdings legt er Lingering Souls nach und möchte einen Token mit
dem Schwert ausrüsten, welcher als Antwort gefeuert wird. Dummerweise
hat er mir mit seinem Dust Bowl, welcher das Spiel am Ende gewinnt, meine
Grove zu Staub gemacht, weswegen ich den zweiten Token nicht abrüsten
kann und er mich nun hauen kommt. An diesem Spiel hat sich auch gezeigt,
warum der Acid Slime wohl besser gewesen wäre als der Wickerbough Elder.
Die nachgelegte Dead zerstört den Token + das Schwert. Im Gegenzug legt
er Riptide Laboratory und hat einen Snapcaster Mage dazu, welcher alles
beantworten kann, was ich lege, da meine Groves sofort zerstört werden und
13
ich den Mage somit nicht entsorgen kann.
Stand: 4-5
Die Zigarette danach
Der Samstag Abend verlieft relativ ereignislos - nen ruhigen schieben, stilecht
Bier trinken
Abbildung 2: Ein guter belgischer Dosenwein der Marke Jupiler stilecht serviert in den Gläsern, die vorhanden waren ;)
und noch ein bissl zocken incl. dem Missplay des Tages gegen 1 Uhr in der
früh bei einem Match Veteran Explorer vs. Canadian Tresh, wo ich mit 8
Mana Living Wish auf Grave Titan + ausspielen zocke und voll in ein Daze
reinlaufe - das war dann der Punkt, wo man einfach ins Bett gehen sollten
Der Sonntag verlief vollkommen entspannt - ein bissl tauschen, Featurematches gucken usw. und dann ab nach Deutschland zurück.
Zusammenfassung
Es kann keinen Artikel ohne Abschluss mit Probs und Slops geben ;):
Probs:
- gute GP-Organisation
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- interessante Stadt
- die Lösung des Kloproblems bei GPs
- Übererfüllung von Quest 3
- Dosenbier
Slops:
- Mücken
- Quest 1 & 2 nicht erfüllt
- Acid Slime anstatt Wickerbough Elder wäre besser gewesen
- die Gaststättenpreise
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.
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