Turnen: Weltverband FIG plant Ringefinale ohne Van Gelder

Transcription

Turnen: Weltverband FIG plant Ringefinale ohne Van Gelder
Turnen: Weltverband FIG plant Ringefinale ohne Van Gelder
10.08.2016
Der
frühere17:35
Ringe-Weltmeister
Uhr
Yuri van Gelder (Niederlande) wird in Rio de Janeiro an seinem Paradegerät wohl
kein olympisches Finale bestreiten.
Van Gelder will Olympia-Start nach Rauswurf einklagen
Der frühere Ringe-Weltmeister Yuri van Gelder (Niederlande) wird in Rio de
Janeiro an seinem Paradegerät wohl kein olympisches Finale bestreiten. "Auf
Basis unserer Regeln kann er nicht mehr zurückkehren", sagte ein Sprecher des
Turnweltverbandes FIG der niederländischen Presseagentur ANP. Für van
Gelder, der wegen Alkoholkonsums vom olympischen Sportverband NOCNSF
nach Hause geschickt worden war, nominierte die FIG bereits den Franzosen
Danny Pinheiro Rodrigues nach.
Am Freitag entscheidet das Amtsgericht in Arnheim über die einstweilige Verfügung, die van Gelders Rechtsanwalt Cor
Hellingmann gegen das Nationale Olympische Komitee der Niederlande NOCNSF eingereicht hatte. Damit will sich der
33-Jährige noch in das Finale klagen, das am Montag stattfinden wird. Sollte er Recht bekommen, müsste in einem
nächsten Schritt der Internationale Sportgerichtshof CAS über die Entscheidung der FIG urteilen.
Helligman vertrat den "Lord of the Rings" bereits 2010 in einem Verfahren gegen den niederländischen Turnerbund
KNGU. Damals ging es um den Ausschluss aus dem WM-Team. Diesmal zielt der Anwalt offenbar auf schwammige
Formulierungen in der NOCNSF-Athletenvereinbarung. In dem 20 Seiten starken Dokument wird das Wort Alkohol kein
einziges Mal erwähnt.
In Artikel 6 heißt es, dass ein Sportler sich innerhalb und außerhalb der Sportausübung sich so gut betragen muss, wie
man es von einem Mitglied des "TeamNL" erwarten darf. Alkohol steht auch nicht auf der Liste der für Turner verbotenen
Mittel.
Rio de Janeiro (SID)
© 2017 donaukurier.de | Alle rechte vorbehalten.
Seite 1 von 1