El Che vive - FG BRD-Kuba eV Regionalgruppe Essen

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El Che vive - FG BRD-Kuba eV Regionalgruppe Essen
Quelle:
, 14.10.2015
Vor 48 Jahren wurde der Revolutionär Ernesto Che Guevara ermordet
»El Che Vive!«
Von Heinz-W. Hammer
»Vor allem bewahrt Euch stets die Fähigkeit, jede Ungerechtigkeit, die irgendwo auf
der Welt begangen wird, aufs tiefste zu empfinden. Das ist der schönste
Charakterzug eines Revolutionärs.« (Aus dem Abschiedsbrief von Che an seine Kinder, 1966)
Che Guevara; Foto: Alberto Korda
Am 9. Oktober 1967, also vor nunmehr 48 Jahren wurde
der argentinisch-cubanische Arzt, Internationalist und
Revolutionär Ernesto Che Guevara de la Serna im
bolivianischen La Higuera auf Geheiß der CIA ermordet.
Seine Mörder wollten alle Erinnerungen an ihn verhindern,
indem sie seine Leiche auf einem kleinen SchotterFlugplatz im nahe gelegenen Vallegrande verscharrten.
Später wurde versucht, ihn medial zu missbrauchen, indem
sein Bild zu Werbezwecken ikonisiert wurde. Er wurde als
»Mörder« verunglimpft und ein angeblicher Bruch mit Fidel
Castro herbeiphantasiert.
All dies hat nichts genutzt: Der Che ist heute präsenter
denn je, und die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba lädt
für den 28.11. zu einer Veranstaltung nach Essen ein.
Der cubanische Dichter und Schriftsteller Nicolás Guillens, sagte: »Du bist überall,
lebendig, so, wie sie es verhindern wollten.« In seinem Gedicht »Che Comandante«
schrieb er: »Du bist gefallen, // doch dein Licht ist ungebrochen.// Im Wind und in den
Wolken der Sierra // trägt ein Pferd aus Feuer // dein Guerrillabild.«
Heute ist das Bild des Che, das der cubanische Photograph Alberto Díaz Gutiérrez
(Korda) am 5. März 1960, einen Tag nach dem Bombenattentat auf den belgischen
Frachter »La Coubre« im Hafen von Havanna bei einer Trauerfeier für die Opfer mit
150.000 Menschen aufgenommen hat, weltweit präsent.
Ob in den palästinensischen Flüchtlingslagern, den Bergarbeitersiedlungen in
Südafrika, den Sweatshops der multinationalen Konzerne in Pakistan oder den
Silberminen in Chile, ob bei den »Black lives matter«-Demonstrationen in den USA
oder den Protesten gegen die verheerende Verelendungspolitik des Imperialismus in
Athen oder gegen die kapitalistische Zurichtung der Welt mittels TTIP und Co. in
Berlin: Überall, wo Menschen unerschrocken für ihre eigenen Rechte und eine
bessere, menschenwürdige Welt auf die Straße gehen, ist der Che präsent.
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In Cuba wird das Erbe des Che gepflegt und sein Vermächtnis von Generation zu
Generation weitergegeben:
». . . Wenn wir an Che denken, so denken wir im Grunde nicht an seine militärischen
Tugenden. Nein! Kriegsführung ist ein Mittel, kein Ziel. Das wirklich Wichtige ist die
Revolution, die Sache der Revolution, revolutionäre Ideen, revolutionäre Ziele,
revolutionäre Gefühle, revolutionäre Tugenden.« (Aus dem Nachruf von Fidel Castro
auf Che vom 18. Oktober 1967)
Che Guevara-Foto und sein Fotograf
Alberto Díaz Gutiérrez (Korda); Foto:
Alberto Díaz Gutiérrez (Korda)
»Wenn wir darüber nachdenken,
wie
wir
uns
unsere
Revolutionäre, unsere Kämpfer,
unsere Menschen vorstellen,
werden wir ohne zu zögern
sagen: Sie sollen sein wie der
Che. Um auszudrücken, wie wir
uns
die
Menschen
der
zukünftigen
Generationen
vorstellen, werden wir sagen:
Sie sollen sein wie der Che.
Wenn wir sagen wollen, wie wir
uns die Entwicklung unserer Jugendlichen wünschen, so werden wir ohne zu zögern
sagen, dass sie erzogen werden im Geiste des Che. Wenn wir eine Vorstellung vom
Menschen, nicht unserer Epoche, sondern zukünftiger Zeiten suchen, so sage ich
Euch von ganzem Herzen, es ist der Che.« (Fidel Castro, 1967)
Auch in der Bundesrepublik Deutschland stehen viele Menschen, so z.B. die
Mitglieder der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba in der Tradition des Che, der
beispielhaft die Einheit von Denken und Handeln repräsentierte, eine vorbildhafte
persönliche Integrität und Hingabe an das Ziel der Befreiung der Menscheit von
Ausbeutung, Unterdrückung und Verelendung verkörperte.
Sie verneigen sich vor einem unsterblichen Revolutionär, der ihnen Motivation und
Ansporn für die weitere Solidarität mit dem sozialistischen Cuba ist – gegen die
anhaltende völkerrechtswidrige Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade, gegen
die anhaltenden Versuche der Destabilisierung Cubas mittels millionenschwerer
Subversionsgrüppchen, gegen die medialen Verleumdungen, Verunglimpfungen und
anticubanischen Kampagnen auch in der Bundesrepublik Deutschland.
Solidarität mit Cuba – Schluss mit der Blockade – El Che Vive! (PK)
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25 Jahre FG Essen – Jetzt wird gefeiert!
Eine Einladung
Ob bei der Organisierung von materiellen Spenden, der Gründung des NETZWERK
CUBA e.V., der Einführung der deutschsprachigen Granma Internacional, der
»Erfindung« der Fiestas Moncada, der Organisierung von überregionalen
Solidaritätsaktionen und Veranstaltungen der politischen Solidarität vor Ort oder dem
jahrelangen Kampf um die Befreiung der MIAMI 5 – die FG Essen war oft vorneweg
dabei. Der auch bundesweit bekannt gewordene Gruppenrundbrief (RB) erschien
zum ersten Mal am 12.11.1990 und zählt mittlerweile die 253. Ausgabe. Die erste
öffentliche Mitgliederversammlung fand am 26.11.1990 statt.
Da Internationalistinnen und Internationalisten bekanntlich nicht nur feste arbeiten,
sondern auch Feste feiern können, wird das 25. Jubiläum der kontinuierlichen
Solidaritätsarbeit von der FG Essen für eine Festveranstaltung genutzt, die beide
Aspekte beinhalten wird. Außerdem erinnern wir an die Gründung der Granma am 3.
Oktober 1965, also vor nunmehr 50 Jahren.
Die Leiterin der Bonner Außenstelle der Botschaft der Rep. Cuba, Anette Chao
García, wird in ihrem Vortrag »Quo Vadis – Cubas aktuelle ökonomische und
politische Entwicklung« aus cubanischer Sicht darstellen. Der Vorsitzende der FG
Essen, H.-W. Hammer, referiert anschließend zum Thema »Die CubaSolidaritätsbewegung – Selbstverständnis und Aufgaben gestern, heute und
morgen«.
Nach Diskussionen und Mittagessen mit cubanischen Speisen wird es ein Offenes
Mikro geben: »Freundinnen und Freunde haben das Wort«.
Anschließend wird neben einer Dia-Show mit Bildern aus 25 Jahren FG Essen der
Fiesta-Teil mit Cocktails, Musik, Tanz & Überraschungen eingeleitet.
Die Informations- und Festveranstaltung wird stattfinden
am Samstag, d. 28.11.015,
von 11:00 – 20:00 Uhr,
im Haus der DKP, Hoffnungstraße 18, 45127 Essen.
Der Kostenbeitrag (incl. Mittagessen) beträgt € 5,-/3,-.
Aktuelle Informationen incl. Einladungsflugblatt und Plakat gibt es unter
www.cubafreundschaft.de (Aktionen + Termine). Die gedruckten Flugblätter und
Plakate können bei [email protected] angefordert werden.
Alle Freundinnen und Freunde Cubas und der FG Essen sind herzlich eingeladen!
FG BRD-Kuba e.V., Regionalgruppe Essen; www.cubafreundschaft.de
c/o Heinz-W. Hammer, Holtener Straße 2, 45143 Essen; Tel. + Fax: 0201 – 62 26 30
Online-Flyer Nr. 532 vom 14.10.2015