Informationen für unsere Zentralindien-Reisenden

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Informationen für unsere Zentralindien-Reisenden
Info-Broschüre Zentralindien 2007 – Djoser Reisen GmbH
Informationen für unsere
Zentralindien - Reisenden
Indien hat nicht nur einzigartige Tempel und glanzvolle Maharadscha-Paläste zu
bieten. In seiner riesigen Fülle an Sehenswertem verfügt es auch über
außergewöhnliche Nationalparks, die Lebensraum der bengalischen Tiger sind.
Ebenso bietet es eine erstaunliche Vielfalt an altindischen Volksstämmen, die zum
Teil noch ein archaisches Leben führen. Diese besondere Kombination aus
aufregenden Tierbeobachtungen, einem Besuch bei den Volksstämmen von Orissa,
einer Besichtigung der gewaltigen Hindu-Heiligtümer von Konarak und einem
Strandaufenthalt zum Verdauen all jener überwältigenden Eindrücke bieten wir Ihnen
auf einer 22-tägigen Reise, die Sie durch Zentralindien von Mumbai bis nach
Kalkutta führt.
Zur Vorbereitung
Einreisedokumente
Für Ihre Reise nach Indien benötigen Sie als deutscher Staatsbürger einen
Reisepass, der noch mindestens sechs Monate über das geplante Rückreisedatum
hinaus gültig ist, sowie ein Visum. Sie erhalten von uns ein Formular, um damit das
Visum beim indischen Generalkonsulat oder bei der indischen Botschaft zu
beantragen. Für Indien wird Ihnen von der indischen Botschaft / dem indischen
Generalkonsulat im Augenblick automatisch ein multiple entry-Visum, d.h. ein Visum
zur mehrmaligen Einreise mit einer Gültigkeit von 6 Monaten ausgestellt. Die Kosten
für ein indisches Visum belaufen sich derzeit auf EUR 50,-.
Sind Sie kein deutscher Staatsbürger, so sollten Sie sich über eventuell
abweichende Visabestimmungen mit den entsprechenden Botschaften in Verbindung
setzen.
Einige wichtige Adressen:
Indisches Fremdenverkehrsamt
Baseler Str. 48
60329 Frankfurt
Tel.: 069 - 24 29 49 0
Fax: 069 - 24 29 49 77
Botschaft der Republik Indien
Tiergartenstr. 17
10785 Berlin
Tel.: 030 - 25 79 50 0
Fax: 030 - 25 79 51 02
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
PO Box 613
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New Delhi 110001
Tel.: (011) 687 18 31
Fax: (011) 687 31 17
Geld
Die Währung in Indien ist die Indische Rupie (Rupee, 1 Rs = 100 Paisa). Es gibt
Banknoten zu 5, 10, 20, 50 und 100 Rupien sowie Münzen zu 1, 2 und 5 Rupien. Der
Kurs liegt bei etwa EUR 1 : 54 INR. Am günstigsten ist es, wenn Sie Kreditkarten,
Traveller Cheques oder Bargeld in EUR mitnehmen. Schecks sind ohne weiteres
wechselbar und zudem versichert gegen Diebstahl und Verlust. Die Versorgung mit
Bargeld kann in größeren Städten auch durch eine ec-Karte mit PIN-Nr. erfolgen. Die
Einfuhr von Devisen nach Indien ist in unbegrenzter Höhe möglich. Beträge über
US$ 1.000,- müssen jedoch deklariert werden. Die von Banken oder autorisierten
Geldwechslern ausgestellten Umtauschbelege sollten Sie aufbewahren. Sie werden
noch beim Rücktausch überschüssiger Rupien gebraucht. Die Ein- und Ausfuhr der
Landeswährung ist verboten.
Die Ausgaben für eine Woche belaufen sich auf ungefähr EUR 140,- pro Person für
die Dinge, die nicht im Reisepreis enthalten sind wie nicht inklusive Mahlzeiten und
Eintrittsgelder, fakultative Ausflüge und persönliche Ausgaben.
Es ist in Indien üblich, Trinkgelder zu geben. Damit nicht jeder ständig selbst
Trinkgelder bezahlen muss, wird eine Gemeinschaftskasse eingerichtet, aus der die
Trinkgelder für Hotelpersonal, Fahrer, Guides und ähnliches bezahlt werden. Das ist
wesentlich unkomplizierter und auch billiger für jeden einzelnen. Genaue Angaben
dazu erhalten Sie in unserem „Last-Minute“-Brief. Bitte haben Sie Verständnis, dass
je nach Gruppengröße die Trinkgelder variieren können.
Gesundheit
Es wird Ihnen von uns empfohlen, sich rechtzeitig vor der Abreise mit Ihrem Arzt in
Verbindung zu setzen, um sich über entsprechende Gesundheitsvorsorge und die
eventuellen Impfungen zu informieren. Unsere Angaben bzw. Empfehlungen zu
Impfungen im Katalog sind nur als Richtlinien anzusehen, dafür kann von Djoser
Reisen GmbH verständlicherweise keine Haftung übernommen werden.
Befragen Sie dazu im Zweifelsfall z.B. ein Tropen-Institut. Eventuell erhalten Sie
auch zuverlässige Informationen von Ihrer Apotheke oder den örtlichen
Gesundheitsämtern. Diese verfügen häufig über die aktuellen Daten der WHO
(Weltgesundheitsorganisation).
Centrum für Reisemedizin: 0211 – 90 42 90 oder www.crm.de
Hotline für Tropenreisende: 0900 – 1234 - 999
Falls Sie einen internationalen Impfpass besitzen, ist es ratsam, diesen
mitzunehmen.
Außerdem empfehlen wir Ihnen, sich für die Abende Anti-Mückenmittel
mitzunehmen, die Sie aber auch in Indien kaufen können.
Essen Sie nur Fleisch und Gemüse, das gut durchgekocht oder -gebraten ist. Meiden
Sie Salate und leckere Früchte, die geschält, mundgerecht präpariert und immer
wieder mit frischem (?!) Wasser übergossen, auf der Straße angeboten werden. Vor
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allen Dingen im Fleisch können Parasiten sein, die Durchfall verursachen. Trinken
Sie nur abgekochtes Wasser, Kaffee oder Tee und Mineralwasser, das es überall
sehr preiswert zu kaufen gibt (auf Originalverschluss der Flasche achten!).
Vermeiden Sie hastiges Trinken von eisgekühlten Getränken.
Sollte Sie es während der Reise doch „erwischen“, verzichten Sie auf alle
Milchprodukte, Fleisch, Gemüse, Obst etc. Dem Körper müssen wegen des hohen
Flüssigkeitsverlustes Mineralien zugeführt werden: Warme Coca Cola, Salzstangen,
ungezuckerter Tee, salzige Kekse, in Wasser gekochter Reis helfen erfahrungsgemäß am besten. Seien Sie extrem vorsichtig mit Immodium oder vergleichbaren
Medikamenten, vor allen Dingen mit deren Dosierung. Diese Produkte legen
eigentlich nur die Darmfunktion völlig lahm. Zur Remineralisierung empfiehlt sich z.B.
Elotrans oder ähnliche Mineralsalze. Wenn das alles nach zwei bis drei Tagen nicht
hilft oder längere Busfahrten anstehen, dann kann man sehr vorsichtig mit einer
Immodium-Medikamentierung beginnen.
Gepäck
Es ist für uns unmöglich zu sagen, was Sie alles in Indien benötigen. Wir bieten
Ihnen aber eine kleine Liste mit Dingen, die Sie nicht vergessen sollten, an. Zu Ihrer
eigenen Bequemlichkeit sollten Sie nicht mehr als 12-15 Kilo Reisegepäck
mitnehmen (max. 20 Kilo Freigepäck sind für den Flug gestattet). Anstelle von
sperrigen Schalenkoffern empfehlen wir eine leichte, aber reißfeste und
abschließbare Reisetasche oder einen rahmenlosen Rucksack (ohne Tragegestell).
Koffer oder ähnliches sind sehr unhandlich und lästig, da sie schlecht in oder auf den
Bussen zu verstauen sind. Nehmen Sie sich bitte zusätzlich einen kleinen
Tagesrucksack mit.
Ihre Bekleidung sollte wegen der teils tropischen Temperaturen leger, locker, luftig
und praktisch für die Safaris in den Nationalparks sein. Materialien aus Baumwolle
sind wegen ihrer Saugfähigkeit sehr zu empfehlen. Denken Sie evtl. auch an einen
Regenschutz.
Nicht nur auf Ämtern gilt die orthodoxe Kleiderordnung: Kleid bzw. lange Hose,
Hemd und Schuhe. Als unmoralisch gelten Männer in kurzen Hosen oder mit bloßem
Oberkörper und Frauen, die keinen BH oder kurze Hosen tragen.
Checkliste
•
Reisepass
•
Kopien wichtiger Dokumente
•
Flugticket
•
Geld / Reiseschecks / Kreditkarte
•
(internationaler Studentenausweis)
•
Ihr persönliches Adressenverzeichnis
•
Handtuch
•
feste Schuhe
•
kleiner Tagesrucksack / Tasche
•
Taschenmesser
•
kleine Taschenlampe
•
Reiseführer
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•
Kamera und Filme / Batterie
•
Hut oder Kopfbedeckung
•
Sonnenbrille
•
Sonnenöl / -Milch / -Creme
•
Waschmittel
•
Insektenschutzmittel (tropentauglich)
•
persönliche Medikamente
•
Pflaster / Desinfektion / Aspirin
•
Immodium oder ähnliches
•
Elotrans oder ähnliches
•
Adapter für elektrische Geräte
Übrigens: Viele Dinge wie Medikamente und Toilettenartikel, auch Bekleidung kann
man sehr preiswert im Land kaufen. Es ist also nicht so dramatisch, wenn man etwas
vergessen hat und seine Reise mit einem kleinen Einkaufsbummel in Mumbai starten
möchte.
Literatur
Die Vorbereitung liefert schon vor der Reise ein gewisses Urlaubsgefühl. Wenn man
sich vorab über Kultur, Geschichte, Natur und die Eigenheiten Indiens informiert, wird
die Reise auf jeden Fall interessanter. Die folgende Auswahl soll Ihnen einen kleinen
Überblick über das reichhaltige Angebot an praktischen und informativen
Reiseführern sowie Romanen verschaffen:
Reise Know-How
Stefan Loose
Polyglott Apa Guide
Baedekers
GEO – Spezial
Kümmerly + Frey
Merian
Nelles Guides
Polyglott
Nelles Maps
Collins
Rüdiger Siebert
National Geographic
Ilija Trojanow
John Pilkington
Rohinton Mistry
Arundhati Roy
Peter Panuku & Boris Potschka
Hinduismus erleben
Kulturschock Indien
Indien
Indien
Asien: Ostasien - Südasien
Indien / Himalaya
Insider’s Guide: Indien
Indien
Indien
Land & Leute: Indien
India 2, West
India 3, East mit Nepal
India 4, South
Indian Subcontinent. Independent Travel Map
Indien südwärts – Von Kalkutta zum Kap Komorin
Mythos Indien
Collector's Edition No. 8, 2007
Der Sadhu an der Teufelswand
Am Fuß des Himalaya
Das Gleichgewicht der Welt
Der Gott der kleinen Dinge
Indien - Fest der Farben (Bildband)
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„NAMASTE“ - Willkommen in Indien
„Indien gleicht einem uralten Palimpsest, auf dem Schicht für Schicht die Gedanken
und Träume vieler Jahrhunderte eingetragen sind. Darin offenbart sich die
geheimnisvolle Identität Indiens, eingehüllt in den Schleier von fern her klingenden
Legenden. Es scheint, als sei Indien noch immer in dem Bann eines Zauberspruches
gefangen - es ist Mythos und Idee, Traum und Vision, zugleich aber auch sehr real
und gegenwärtig.“
- Jawaharlal Nehru Bevölkerung
Mit seiner Milliarde Einwohnern zählt Indien nicht nur zu den bevölkerungsreichsten
Staaten, sondern auch zu den am dichtesten besiedelten der Erde. Die jährliche
Zuwachsrate beträgt 2,3 %; diese Bevölkerungsexplosion stellt eines der größten
Probleme des Landes dar.
Die Bevölkerung Indiens ist bezüglich ihres Ursprungs, der Religion und den sozialen
Strukturen außerordentlich heterogen. Den Großteil der Bevölkerung machen die
hellhäutigen Indiden (Indoarier) aus, die aus einer Vermischung der Ureinwohner mit
arischen Völkern aus dem zentralasiatischen Raum hervorgegangen sind. Die
dunkelhäutigen Melaniden aus dem Süden, des Dekhan, besitzen nur wenig fremde
Einflüsse. Daneben gibt es im Norden (Himalayatäler und Assam) noch mongolide
Volksgruppen und Minderheiten. Chinesen, Europäer und andere sind unbedeutend.
Der ethnischen Vielfalt der Inder entspricht die hohe Anzahl der Sprachen und
Schriften. Zugelassen sind zur Zeit 18 amtliche Sprachen, wobei die Zahl der
tatsächlich gesprochenen Idiome sich auf über 1.500 beläuft. Englisch ist zur
allgemeinen Verständigung als lingua franca im Gebrauch.
Mehr als 80% der Bevölkerung bekennt sich zum Hinduismus, der das wirtschaftliche
und soziale Leben prägt. 11% sind sunnitische Muslime, 2,6% Christen
(überwiegend Katholiken) und 2% gehören der einflussreichen hinduistischen
Reformsekte der Sikhs an.
Kastenwesen
Offiziell sind sie zwar abgeschafft, dennoch existieren sie weiterhin - diese Säulen
der indischen Gesellschaftsstruktur, mit den Unterkasten insgesamt über 3.000. An
der Spitze der Pyramide stehen die Brahmanen (Priester und Gelehrte), gefolgt von
den Kshatryas (Krieger und Adlige) und den Vaishyas (Händler und Kaufleute). Die
untere breite Basis bilden die Shudras (Bauern und dienendes Fußvolk), die den drei
oberen Kasten zu dienen haben.
Diese Gesellschaftspyramide, an der seit der Eroberung des Subkontinents durch die
Indoarier über 3.000 Jahre gebaut wurde, hat keinen religiösen Hintergrund. Die
ursprüngliche Bezeichnung -“varna“ (Sanskrit = die Farbe) - weist eindeutig darauf
hin, dass es sich im Grunde genommen um die Hautfarbe drehte, also um den
Vermischungsgrad von hellhäutigen Indoariern und dunkelhäutigen Drawiden.
Die Portugiesen bezeichneten im 15. Jahrhundert das Gesellschaftssystem mit dem
Begriff „casta“, was soviel heißt wie „nicht vermischt“. In die Kaste wird man
hineingeboren, man kann die Zugehörigkeit zu Lebzeiten nicht ablegen und soll sich
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auch nicht mit anderen Kasten vermischen. Der Staat hat das Kastensystem
abgeschafft und damit die Ausübung kastenfremder Berufe ermöglicht. Doch kommt
das starre, Jahrtausende alte Gefüge nur langsam in Bewegung.
Ganz außerhalb der Klassengesellschaft standen die Unberührbaren (Parias), die als
„Kinder Gottes“ von Mahatma Gandhi bezeichnet wurden. Seit 1955 sind sie rechtlich
den anderen Gesellschaftsschichten gleichgestellt, doch welches Gesetz durchbricht
uralte traditionelle Vorstellungen in den Köpfen der Menschen?
Geographie
Die föderative Republik Indien, bestehend aus 22 Unionsstaaten und 9 Unionsterritorien, erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von zirka 3,2 Millionen qkm über die
Halbinsel Vorderindien zwischen dem Arabischen Meer und dem Golf von Bengalen
und reicht im Norden hinauf bis zu den Randhochgebirgen von Himalaya und
Karakorum.
Das Land gliedert sich in 3 naturräumliche Großregionen: der nördlichen
Hochgebirgslandschaft mit ihren teilweise über 8.000 m emporragenden Gipfeln
schließt sich im Mittelteil das 300 - 500 km breite nordindische Tiefland von Ganges
und Brahmaputra an. Den südlichen Teil bildet die Halbinsel Vorderindien mit dem
Dekhanplateau, einer riesigen, von West nach Ost geneigten Hochebene von
durchschnittlich 600 - 700 m Höhe und die sie abschließenden Randgebirge. Die
Randbereiche des Dekhan-Massivs säumen tropische Küstenstreifen.
Klima
Das Klima Indiens ist insgesamt tropisch, doch können die Bedingungen je nach
Höhenlage und Entfernung zum Meer beträchtlich schwanken. Man kennt in Indien
nur 3 Jahreszeiten: Sommer, Winter und Monsunzeit (Regenzeit).
Im Sommer (Mai - Juni) ist es im größten Teil Indiens heiß, und nur die Bergzonen in
der Himalayaregion garantieren Kühle. In den Wintermonaten (November - März)
bestimmt der trockene Nordostmonsun das Wetter. Es ist im größten Teil des Landes
angenehm mit strahlenden Sonnentagen. Im Norden sinken die Temperaturen
jedoch zeitweise empfindlich ab, und im Gebirge kommt es zu Schneefällen. Ende
Juni setzt gewöhnlich der Südwestmonsun ein. Schnell erreicht der Monsun fast alle
Landesteile, und Indien erhält dann von Juli bis September die meisten
Niederschläge.
Reisen in der Regenzeit ist aber nicht unbedingt nachteilig, wie man vielleicht denken
könnte. Die Regenschauer sind meist kurz und heftig und können für Mensch und
Natur eine angenehme Erfrischung sein, denn von Juni bis Mitte August kann es in
Indien zum Teil sehr heiß werden. Ausflüge oder andere Unternehmungen sollte
man recht früh am Morgen starten oder erst am späten Nachmittag. Mittags ruht man
sich besser aus.
Ein Reiseführer wird Ihnen zu den unterschiedlichen Klimata der Regionen, die Sie in
Indien besuchen wollen, detaillierte Auskunft geben.
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Klimaübersichtstabelle - durchschnittliche Tagestemperaturen in °C:
Kalkutta
Mumbai
Jan. Feb. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.
26
29
34
36
36 34
32 32 32 31 29 27
31
32
33
33
33 32
30 29 30 32 33 32
Flora und Fauna
Vielfalt ist das Schlüsselwort für Indien. In Indien herrschen große Unterschiede in
der Vegetation.
Der Dekhan und das untere Ganges- und Brahmaputragebiet zeigen tropische
Vegetation, während auf dem Plateau selbst eine Trockenflora herrscht. Im
Mündungsgebiet vom Ganges- und Brahmaputra begünstigt das feuchte Klima eine
sehr üppige Pflanzenwelt, wogegen der Nordwesten Indiens von Steppen
(Schafweiden), Halbwüsten und Wüsten (z.B. die Wüste Tharr) geprägt ist. An den
sumpfigen Küsten wachsen salzliebende Mangroven, auf den Ebenen gedeihen
unter anderem Kokospalmen, Mangos und Bambus.
Überaus artenreich ist auch die indische Tierwelt. Im Hochland des Himalaya findet
man Bären, Antilopen, Yaks, wilde Schafe, Ziegen und andere Tierarten.
In den Urwäldern des Vorhimalaya leben noch vereinzelt wilde Elefanten,
Königstiger, Nashörner, Geparden und Leoparden, die aber sehr selten geworden
sind. Dafür gibt es noch sehr viele Affen und Halbaffen. Das spitzschnäuzige
Krokodil, der Gavial, lebt in den nordindischen Flüssen, doch bekommt man es
genauso selten zu sehen wie die Kobra, die allenfalls von Schlangenbeschwörern
vorgeführt wird.
Erwähnenswert ist noch die große Anzahl von Nationalparks (20), Wildreservaten
(200) und Vogelschutzgebieten, die über das ganze Land verteilt sind.
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Stationen unserer Reise
Ausflugsmöglichkeiten und fakultative Exkursionen
Djoser-Reisen laufen nicht nach einem festen, unflexiblen Reiseschema ab. Die
Reiserouten, wie sie im Katalog beschrieben sind, stehen fest. Darüber hinaus
besteht an den einzelnen Aufenthaltsorten die Möglichkeit, verschiedene Ausflüge
durchzuführen, von denen einige in dieser Broschüre aufgeführt werden.
Ihr Reisebegleiter bietet an den meisten Tagen ein Programm bzw. fakultative
Ausflüge an. Die Teilnahme an den Angeboten ist jedoch nicht verpflichtend. Es ist
Ihnen freigestellt, die Programm- und Ausflugsangebote anzunehmen. Sie können
sie alleine oder in kleineren Gruppen durchführen oder den Tagesablauf ganz
individuell gestalten. Wir bitten darum, mit der Gruppe und Ihrem Reisebegleiter in
Rücksprache zu treten, wenn Sie eigene Tagesgestaltungsmöglichkeiten in Betracht
ziehen. Dadurch wahren Sie die Interessen Ihrer Mitreisenden und erhalten vielleicht
noch manch interessanten Tipp von Ihrem Begleiter.
Im folgenden geben wir Ihnen eine kurze Beschreibung der Stationen, die wir
während unserer Reise anlaufen und der Sehenswürdigkeiten, die besichtigt werden
können: sei es eine Tempelbesichtigung oder eine Tour mit dem Bus in ein
nahegelegenes Dorf oder einfach nur ein Bummel über einen der zahlreichen
Märkte.
Bitte berücksichtigen Sie, dass bei dem Charakter unserer Reisen und den örtlichen
Gegebenheiten sich unerwartete Situationen ergeben können, wodurch es passieren
kann, dass vielleicht nicht alle geplanten Aktivitäten und Ausflüge durchgeführt
werden können oder verändert werden müssen. Auch die Transporte, Unterkünfte
und sonstigen Beschreibungen des Reiseverlaufs können sich beispielsweise
jahreszeitlich bedingt verändern. Der Gesamtzuschnitt der Reise bleibt aber in jedem
Fall erhalten.
Von Tag zu Tag:
22-tägiges Reiseprogramm Zentralindien
Mumbai
Tag 1
Tag 2
Tag 3
Flug Frankfurt - Mumbai
Ankunft Mumbai
Mumbai - Nachtzug nach Nagpur
Wir fliegen über Dubai nach Mumbai, wo wir am Morgen des Tages 2 unserer Reise
ankommen werden.
Die riesige Metropole, die uns besser unter dem Namen Bombay bekannt ist, strotzt
aufgrund ihres wirtschaftlichen Erfolgs gerade so vor Selbstbewusstsein und ist eine
der dynamischsten und auch am meisten verwestlichten Städte Indiens. Sie ist ein
einziger Schmelztiegel aus flimmerndem Bollywood, gotischen Spitzen und einer
Menschenmenge, die in dieser Millionenstadt keinen Platz mehr zu finden scheint.
So platzt Mumbai geradewegs aus seinen Nähten, Mietpreise sind schlichtweg
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unerschwinglich, und doch lockt die Wirtschaftsmetropole unzählige Menschen an,
die auf der Suche nach Arbeit und ein wenig Wohlstand sind.
Um einige der teils weit auseinander liegenden Sehenswürdigkeiten der Stadt besu­
chen zu können, unternehmen wir in Mumbai gemeinsam eine Stadtrundfahrt.
Auf dem Programm stehen natürlich das Gateway of India, Mumbais berühmtestes
Wahrzeichen, das 1924 erbaute Tor, das dem Triumpfbogen in Paris ähnelt sowie
die wuchtigen Gebäude in Downtown Mumbai.
Unbedingt sehenswert ist das von einer Grünanlage umgebene Prince of Wales
Museum of Western India. Das beeindruckende Gebäude mit einer mächtigen
weißen Kuppel im Mogul-Stil beherbergt eine erlesene Sammlung von Gemälden
z.B. indischer Malerei, der Mogul-Schulen und europäischer Kunst sowie Skulpturen
aus dem 4. - 7. Jahrhundert.
Der Victoria Terminus ist wahrscheinlich das exzentrischste Gebäude, das jemals
von den Briten gebaut wurde. Dieser großartige Bahnhof ist ein wunderbares Bei­
spiel moderner kolonialer Architektur in Indien. Ebenso zählt St. Thomas' Cathedral
zu den ältesten englischen Bauwerken, die das Gesicht der Großstadt prägen. Der
Besuch des Inneren der Kirche lässt längst vergangene Zeiten wach werden, als sich
hier die Angestellten der East India Company zum Gebet versammelten.
Auch ein Ausflug nach Elephanta Island ist lohnenswert, da die im Hafen gelegene
Insel einen eindrucksvollen Höhlentempel mit einer schönen Shiva-Statue birgt.
Kanha Nationalpark
Tag 3
Tag 4
Tag 5
Tag 6
Mumbai - Nachtzug nach Nagpur
Ankunft Nagpur - Kanha Nationalpark
Kanha Nationalpark
Kanha Nationalpark - Bandhavgarh Nationalpark
Von Mumbai reisen wir am Abend des 3. Tages mit dem Nachtzug nach Nagpur. Die
Fahrt im Liegewagen dauert etwa 14 Stunden.
Nach Ankunft in Nagpur am nächsten Morgen steht unser Bus bereit, der uns weiter
zu unserem ersten Naturhighlight bringen wird. Es geht 270 km bzw. ca. 5 Stunden
weiter in den Kanha Nationalpark.
Dieser 1.945 km² große Nationalpark trägt offiziell den Namen Kanha Tiger Reserve
und befindet sich an den östlichen Ausläufern des Satpura Hills inmitten der Central
Indian Highlands im Bundesstaat Madhya Pradesh. Zwei Flüsse bestimmen die To­
pographie des Parks: der Banjar im Westen und der Halon im Osten. Der Park selbst
ist geprägt von einer hügeligen Landschaft mit verschiedenen Plateaus, die eine rei­
che Vegetation aufweisen.
Die Hauptattraktion des Kanha Nationalparks ist natürlich dessen reichhaltige
Tierwelt, so dass man bei der Vielzahl an Großtieren, die man hier erspähen kann,
leicht vergisst, dass auch unzählige Kleintiere im Dickicht leben. In Kanha gibt es
Wildschweine, Graulanguren, Hyänen, Hirsche, indische Bisons, 175 Arten von Vö­
geln und natürlich den Tiger. Auf dessen Suche wollen wir uns begeben.
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So machen wir uns am Morgen und am Abend bei Dämmerung zu den spekatulären
Safaris auf, um das Tierleben beobachten zu können.
Die Safaris werden von der Parkverwaltung organisiert. Sowohl die Safaris als auch
die Eintrittsgelder sind in Ihrem Reisepreis inklusive.
Nach unserer letzten Morgensafari im Kanha Nationalpark besteigen wir wieder un­
seren Bus, der uns zum nächsten Park, dem Bandhavgarh Nationalpark, bringt.
Bandhavgarh Nationalpark
Tag 6
Tag 7
Tag 8
Kanha Nationalpark - Bandhavgarh Nationalpark
Bandhavgarh Nationalpark
Bandhavgarh Nationalpark - Rewa
Der Bandhavgarh Nationalpark war einst Teil des ehemaligen Rewa State und mit
seiner Lage inmitten der waldreichen Vindhya-Hügelketten der Jagdgrund der Herr­
scher von Rewa. 1968 wurde das Territorium zu einem Nationalpark erklärt und er­
streckt sich heute über eine Fläche von 448 km².
Inmitten der Wälder und des offenen Graslandes leben hier neben einer erstaunli­
chen Population an Tigern, von denen es über 40 geben soll, auch Sambarhirsche
und andere Hirscharten wie das Chinkara, Wildschweine, Jackale, Füchse, Bären
und Leoparden. Im Marschland des Naturparks ist eine große Vielfalt an Reptilien
wie Schlangen, Schildkröten und Echsen zu beobachten.
In Bandhavgarh wurde auch der berühmte weiße Tiger von Rewa gesichtet, der hier
zum letzten Mal im Jahre 1951 erlegt wurde. Das letzte Exemplar, genannt Mohan,
ist heute ausgestopft und kann im Maharadja-Palast von Rewa besichtigt werden.
Auch hier gehen wir jeweils zweimal am Tag auf Safari, entweder auf dem Rücken
eines Elefanten oder per Jeep, die von einem erfahrenen Führer der Nationalparkund Forstbehörde begleitet wird. Er wird uns auf so manche Tiere, die wir vielleicht
selbst im Dickicht nicht erspähen, aufmerksam machen und die Flora und Fauna des
Landschaftsgebietes erklären.
Rewa & Varanasi
Tag 8
Tag 9
Tag 10
Tag 11
Bandhavgarh Nationalpark - Rewa
Rewa - Varanasi
Varanasi - Nachtzug nach Bhubaneshwar
Ankunft Bhubaneshwar - Barkul
Nicht weit vom Bandhavgarh Nationalpark befindet sich die Ortschaft Rewa.
Wir übernachten hier im ehemaligen Palast des Maharadja von Rewa, der nun in ein
Hotel umgewandelt wurde. Der Maharadja lässt es sich i.d.R. nicht nehmen, mit den
Gästen seines Hauses selbst zu speisen, so dass wir Ihnen hier inklusive ein Dinner
mit dem Maharadja von Rewa anbieten.
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Unsere Fahrt geht am nächsten Tag weiter in den Bundesstaat Uttar Pradesh in die
sagenumwobene Stadt Varanasi, die eine Mio. Einwohner zählende Großstadt am
heiligen Ganges.
Varanasi, die ‘ewige Stadt’, auch Benares genannt, heiligster Pilgerort der Hindus, ist
seit 2.500 Jahren das religiöse Zentrum des Landes. Von der Stadt führen Stufen
hinab zu den Fluten des Ganges: zu den mehr als hundert Ghats, wo Tausende von
Pilgern täglich ihre religiösen Waschungen vornehmen. Eine inklusive Bootsfahrt bei
Sonnenaufgang auf dem Fluss wird bestimmt einer der nachhaltigsten Eindrücke
sein, die Sie aus Indien mitnehmen werden. Diese Fahrt führt Sie entlang der Ghats,
vorbei an Pilgern, Priestern, Sadhus, meditierenden Mönchen und den rituellen
Verbrennungsplätzen.
Wenn Sie durch die Gassen der Altstadt hinter den Ghats gehen, erleben Sie den
Charme und die farbenprächtig-exotische Vitalität dieser Stadt. Die kleinen Straßen
hinter den Ghats sind regelmäßig von heiligen Kühen versperrt. Hier bieten Weber
handgearbeitete Tücher und die weltbekannte Benaresseide an.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind einige schöne Tempel, z.B. der Affentempel.
Außerdem ist Sarnath, etwa 10 km voon Varanasi entfernt, eine heilige buddhistische
Stätte mit vielen Klöstern, Schreinen und Stupas, unbedingt sehenswert. Auch lohnt
sich ein Besuch des Ram Nagar Forts, das mit einer Fähre über den Ganges zu
erreichen ist.
Eine Stadtbesichtigung mit unserem Bus, eine morgendliche Bootsfahrt auf dem
Ganges sowie der Ausflug nach Sarnath sind in unserem Programm inklusive.
Mit einem weiteren Nachtzug geht es am Abend des Tages 10 auf die lange Fahrt
von Varanasi in den Osten Indiens in den Bundesstaat Orissa und dessen Haupt­
stadt Bhubaneshwar. Diese Zugfahrt dauert ca. 19 Stunden.
Tour zu den Stämmen Orissas
Tag 11
Tag 12
Tag 13
Tag 14
Tag 15
Tag 16
Tag 17
Ankunft Bhubaneshwar - Barkul
Barkul - Taptapani - Rayaguda
Rayaguda - Koraput - Jeypour
Jeypour: Bonda-Markt
Jeypour - Rayaguda
Rayaguda - Baliguda
Baliguda - Puri
Nach unserer Ankunft am Bahnhof in Bhubaneshwar am Nachmittag des Tages 11
steht auch hier wieder der Bus für unsere Gruppe bereit, der uns nun auf unsere
Tour zu den Dörfern der z.T. noch archaisch lebenden Volksstämme Orissas bringt.
Sieben Tage lang reisen wir zu den interessantesten Ortschaften im äußersten
Süden des noch wenig von Touristen besuchten Bundesstaates Orissa, um die
Lebensweise der dortige Völker kennen zu lernen. Wir werden über die bunten
Märkte streifen und uns wohl in eine Zeit vor Jahrhunderten zurück versetzt fühlen.
Die faszinierendsten Stämme Orissas sind die Bonda und die Kondh, doch gibt es in
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Orissas 62 verschiedene Volksstämme, wobei die Weiler im Süden des Staates am
abgelegensten und ursprünglichsten sind.
Landschaftlich reizvoll sind die Ortschaften in einer bergigen Umgebung gelegen.
Unsere erste Nacht verbringen wir in dem Ort Barkul in einem einfachen Hotel.
Taptapani ist ein Ort mit einer blubbernden heißen Quelle, die sich tief im Wald auf
einem Hügel befindet. Das Wasser dieser Quelle, so sagt man, habe magische und
heilende Kräfte, so dass sich Wanderer und Besucher hier in einem Bungalow im
Thermalwasser erholen können. Der Ort selbst liegt in einer Hügellandschaft mit
vertreut gebauten Häusern.
Rayaguda, das Ziel unseres Ausflugtages, ist eine kleine Distrikthauptstadt am Ufer
des Flusses Kumbhikotagedda und eine der bedeutenderen Städte Südorissas.
Von hier geht es in das Hochland und Stammesgebiet des Kothi-Kund-Volkes.
In der Gegend um Rayaguda und Jeypour leben in den umliegenden Bergen die ver­
schiedensten primitiven Stämme wir z.B. die Bonda, Gadaba, Paraja, Koya und Dhu­
ruwa. Neben einer bezaubernden Hügellandschaft ist das Auge hier auch beein­
druckt von saftigen Wiesen, sprudelnden Wasserfällen und terrassenartig angelegten
Tälern. Der Herbst scheint hier goldene Farben zu tragen, und am Morgen steigen
aus den Wäldern und von den Feldern die dunstigen Nebel auf.
Gerade Koraput und Jeypour sind interessant wegen der hier lebenden Volksstäm­
me, die noch ein Leben führen wie man es vor Jahrhunderten zu führen schien. In ih­
ren versteckten Weilern inmitten malerischer Täler sind diese Völker auch heute
noch von großem Interesse für Anthropologen, so dass man die Region um Koraput
und Jeypour durchaus als ein Museum von Mensch und Natur in Geschichte und
Gegenwart bezeichnen kann. Die Herkunft zahlreicher Stämme gibt noch immer ein
Rätsel auf. Alle haben ihre eigene Sprache, einige Sprachen ähneln den dra­
widischen Sprachen Südindiens wie z.B. die Sprache der Kondh, während die Spra­
che der Paraja mit den ältesten Idiomen Indiens verwandt ist.
Auch sind diese Menschen Besuchern gegenüber sehr aufgeschlossen, und so
werden Sie sicher in das eine oder andere Haus gern eingeladen.
Wenn wir uns einen ganzen Tag auf dem farbenfrohen Bonda-Markt bei Jeypour auf­
halten, haben Sie genügend Zeit, um mit den Menschen in Kontakt zu kommen, zu
schmecken und zu riechen und sicher unzählige Fotos zu schießen. Reich geschmückte Frauen, in bunte Tücher gehüllt, mit dicken Halsringen aus Silber und
Messing tragen ihre Waren zum Wochenmarkt. Mischen Sie sich ruhig unter die
Marktbesucher und üben Sie sich im Feilschen!
Die Volksgruppe der Bonda stammt vermutlich aus dem tibeto-birmanischen Raum,
was auch heute noch an ihren Trachten zu erkennen ist.
Über Rayaguda fahren wir nun weiter nach Baliguda, einem abgelegenen Stammes­
dorf, das aber gleichzeitig Umschlagplatz für die hier ansässige Holzwirtschaft ist. In
dieser Gegend lebt vorrangig der Stamm der Kondh inmitten eines tropischen,
immergrünen Waldes. Berühmt-berüchtigt sind die Kondh wegen ihrer einstigen
Kopfjagd, die unter großen Schwierigkeiten während der britischen Kolonialzeit abge­
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legt wurde. Stattdessen praktizieren die Kondh jedoch bis heute noch immer
Opferzeremonien mit Büffeln. Sie leben hauptsächlich von Ackerbau und Waldwirt­
schaft, die sie noch mit primitiven Mitteln betreiben, sowie von der Jagd.
Baliguda liegt ca. 300 km von Bhubaneshwar entfernt.
Puri
Tag 17
Tag 18
Tag 19
Tag 20
Baliguda - Puri
Puri
Puri
Puri - Konarak - Bhubaneshwar- Nachtzug nach Kalkutta
Nach dieser knappen Woche voller erstaunlicher Erlebnisse müssen wir diese vielen
Eindrücke wohl erst einmal verdauen. Dazu bietet sich am ehesten ein erholsamer
Strandaufenthalt an der Ostküste Indien am Indischen Ozean an.
In Puri wollen wir uns einige Tage aufhalten, um das warme Wasser des Ozeans zu
genießen und uns auszuruhen.
Jedoch auch Puri hat Außergewöhnliches zu bieten, denn der berühmte JagannathTempel aus dem 12. Jahrhundert ist einer der heiligsten Tempel in ganz Indien. Er ist
mit 65 Metern der höchste Tempel in Orissa und eines der bedeutendsten
Sakralbauwerke Indiens.
Auf unserer Fahrt von Puri nach Bhubaneshwar wollen wir es nicht verpassen, die
Tempelanlage von Konarak zu besichtigen. Der Sonnentempel gehört zum
UNESCO-Weltkulturerbe. Der gesamte hinduistische Mikrokosmos zeigt sich in den
überaus filigranen Reliefs, die in Stein gemeißelte Götter, Tänzer, Musiker und
Liebespaare darstellen. So ist die Besichtigung des Sonnentempels von Konarak
ganz sicher ein abschließender Höhepunkt Ihrer Reise.
Am Bahnhof in Bhubaneshwar besteigen wir am späteren Abend nun zum letzten
Mal einen Nachtzug, der uns in ca. 7 Stunden nach Kalkutta bringt.
Kalkutta
Tag 20
Tag 21
Tag 22
Puri - Konarak - Bhubaneshwar- Nachtzug nach Kalkutta
Ankunft Kalkutta
Flug Kalkutta - Frankfurt (Ankunft Frankfurt)
Zum Abschluss unserer Reise erreichen wir am frühen Morgen die Millionenstadt
Kalkutta, die Hauptstadt des indischen Bundesstaates West-Bengalen und zweit­
größte Stadt Indiens.
Zahlreiche Gebäude der viktorianischen Zeit lassen den prägenden Einfluss der bri­
tischen Kolonialherrschaft und Kalkutta als Stadt der Widersprüche erkennen.
Besuchen Sie das im Stadtzentrum nahe unseres Hotels gelegene Indian Museum,
das beeindruckende Victoria Memorial, die berühmte Howrah Bridge, den JainTempel Paresnath und den Marble Palace.
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Meist am Morgen startet Ihre Maschine von Kalkutta und bringt Sie über Dubai
zurück nach Deutschland, wo Sie am selben Abend ankommen werden.
Sollten Sie den Wunsch haben, Ihren Aufenthalt in Indien zu verlängern und zu
einem späteren Zeitpunkt als Ihre Gruppe von Kalkutta nach Deutschland zurück zu
fliegen oder Ihren Flug in Dubai zu unterbrechen, so ist dies bei Djoser im Voraus
gegen eine Zuzahlung von EUR 50,- buchbar und wird bei der Fluggesellschaft
entsprechend angefragt.
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Transport, Unterkünfte und Mahlzeiten während der Reise
Flüge / Transport
Wir fliegen mit der Fluggesellschaft Emirates von Frankfurt über Dubai nach Mumbai
(Bombay) und zurück von Kalkutta. Grundsätzlich gilt aber, dass wir uns Änderungen
bezüglich der Flüge ausdrücklich vorbehalten. Die Flugdauer von Frankfurt nach
Dubai beträgt ca. 6 Stunden, von Dubai nach Mumbai ca. 3 Stunden und von
Kalkutta nach Dubai ca. 5 Stunden. Die Flugzeiten können Sie telefonisch in
unserem Büro erfragen, beachten Sie aber bitte, dass sich die Flugzeiten kurzfristig
ändern können. Genaue Informationen hierzu erhalten Sie ca. 1 - 2 Wochen vor
Reisebeginn zusammen mit den Flugtickets zugeschickt.
Bei den Flügen mit dieser Fluggesellschaft können Sie ein Rail & Fly Ticket zur
Anreise zum Frankfurter Flughafen mit der Bahn für EUR 75,- bei uns hinzu buchen.
Außerdem bieten wir Zubringerflüge von München und Düsseldorf direkt nach Dubai
an.
Falls Sie Ihren Aufenthalt in Indien verlängern möchten, ist es generell möglich,
einen späteren Rückflug bei geringem Aufpreis zu buchen. Dies geht natürlich nur
dann, wenn noch Plätze auf dem gewünschten Flug frei sind. Wir bitten Sie,
diesbezüglich so früh wie möglich bei uns anzufragen.
Wir reisen durch Indien mit den verschiedensten Verkehrsmitteln. Von Mumbai nach
Nagpur, von Varanasi nach Bhubaneshwar und von Bhubaneshwar nach Kalkutta
fahren wir mit dem Nachtzug und erleben dabei auch, wie die Einheimischen in
Indien reisen. Die Plätze sind natürlich reserviert. Wir haben für Sie in den Zügen
Liegewagen meist mit 4-Bett-Abteilen der 2. Klasse mit Klimaanlage gebucht.
Auf den anderen Strecken stehen eigene, vor Ort gemietete Busse für die Gruppe
zur Verfügung. Der Bus ist landestypisch ausgestattet, z.B. nicht immer mit
Klimaanlage (je nach Jahreszeit) versehen, hat aber in der Regel bequeme Sitze.
Berücksichtigen Sie bitte bei den Busfahrten, dass die Entfernungen zwischen den
einzelnen Stationen unserer Reise groß und die Straßenverhältnisse schlecht sein
können. Viele Straßen gerade in Orissa sind restaurierungsbedürftig und die
Ausstattung der Busse entspricht nicht unbedingt europäischen Maßstäben.
An verschiedenen Orten ist es möglich, Fahrräder oder Motorräder zu mieten. Sie
sind die idealen Verkehrsmittel, um die Umgebung kennen zu lernen. Falls Sie ein
Motorrad mieten möchten, sollten Sie einen international gültigen Führerschein
mitnehmen.
Beachten Sie bitte, dass in Indien Linksverkehr herrscht.
Die Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Indien beträgt MEZ + 4,5 Stunden.
Unterkunft
Die Unterbringung erfolgt in den Städten in guten, meist zentral gelegenen Hotels der
2-3*-Landeskategorie. Es sind keine Luxushotels, so dass Sie in den Zimmern keine
Minibar oder Farbfernseher finden werden. Die Zimmer sind häufig mit Klimaanlage
versehen oder besitzen Ventilatoren. Es sind Doppelzimmer reserviert mit eigener
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Dusche und WC. Alleinreisende werden in Zweibettzimmern untergebracht, falls Sie
kein Einzelzimmer gebucht haben.
Nicht alle Hotels sind unbedingt zentral gelegen, es ist aber in Indien unproblematisch, z.B. mit einer Rikscha vom Hotel an den gewünschten Ort zu gelangen.
Außerdem weisen wir Sie darauf hin, dass Hotels in indischen Städten durchaus
einen höheren Geräuschpegel haben können, als dies normalerweise in Deutschland
der Fall ist.
In den beiden Nationalparks übernachten wir in schönen Lodges am Rande der
Nationalparks, die von den Parkbehörden verwaltet werden.
Während der Tour zu den Dörfern der Stämmen in Orissa übernachten wir in
einfachen Hotels bzw. Gästehäusern in den jeweiligen Ortschaften.
Obwohl in jedem Hotel Handtücher vorhanden sind, ist es zu empfehlen, ein eigenes
Handtuch mitzunehmen.
In Indien müssen Sie mit gelegentlichem Stromausfall rechnen, so dass sich die
Mitnahme einer kleinen Taschenlampe empfiehlt.
Mahlzeiten
Während der Reise können Sie z.T. selber wählen, wo, wie und was Sie essen
möchten. Sie können entweder mit der Gruppe essen, aber Sie haben auch die
Freiheit, sich selbst irgendwo ein Restaurant auszusuchen. Daher sind ein Teil der
Mahlzeiten auch nicht im Reisepreis enthalten. In allen Hotels können Sie neben
einem guten Frühstück auch Ihr Abendessen zu sich nehmen. Die Reisebegleitung
kann Ihnen häufig Tipps für gute Restaurants und hübsche Cafés geben.
Von Gegend zu Gegend und von Volksgruppe zu Volksgruppe wechselt die indische
Küche. Sie reicht von mild, subtil gewürzt bis überaus scharf. Die meisten Gerichte
enthalten Curry, und als Beilage wird meist Brot oder Reis gereicht.
Während Ihres Aufenthaltes in den beiden Nationalparks sowie auf der Tour zu den
Stämmen in Orissa haben Sie Vollverpflegung. Für diese Mahlzeiten wird
obligatorisch eine Art 'Foot kit' angelegt, so dass Sie zzgl. zu Ihrem Reisepreis
€ 165,- dafür bezahlen.
In Rewa haben Sie ebenfalls Vollverpflegung, die in Ihrem Reisepreis inklusive ist.
Foto und Video
Wie überall auf der Welt gehört es zum Anstand des Fotografen, Menschen vor dem
Ablichten um deren Erlaubnis zu bitten. Gerade in Indien wird man Ihnen dies sehr
gerne zugestehen. Wenn es trotzdem jemand ablehnen sollte, tolerieren Sie bitte
diese Entscheidung.
Es ist empfehlenswert, von zu Hause genügend Filme mitzunehmen.
Elektrizität
Die Spannung in Indien beträgt 230 V, Frequenz 50 Hz.
Zweipolige Stecker passen ohne Adapter, jedoch werden in Indien häufig
verschiedene Steckerformen – im Besonderen fünfpolige Stecker – verwendet.
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Als Letztes vor der Abreise
Lassen Sie für Ihre Kontaktpersonen zu Hause unsere Telefonnummern zurück.
Ansichtskarten aus Indien und Nepal nach Deutschland sind etwa 14 Tage
unterwegs.
Teilen Sie Ihren Freunden und Bekannten, die Sie eventuell vom Flughafen abholen
werden, die Nummer Ihres Fluges und die voraussichtliche Ankunftszeit mit. Man
kann dann den Flughafen anrufen, um festzustellen, ob Ihre Maschine planmäßig
eintreffen wird (vielleicht auch Informationen im Videotext von HR3 für Frankfurt
beachten).
Ungefähr 1 - 2 Wochen vor Ihrer Abreise erhalten Sie von uns das Reiseschema mit
den genauen Abflug- und Ankunftszeiten sowie Ihre Reisedokumente. Sie sollten
spätestens 2 Stunden vor Ihrem planmäßigen Abflug am Schalter Ihrer
Fluggesellschaft eintreffen.
Viel Spaß bei den weiteren Reisevorbereitungen!
(c) Djoser-Reisen Juli 2007
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