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03 17. Jahrgang € 12 | ISSN 1614-7804 German Council of Shopping Centers e. V. german council MAgazin Sonderausgabe FASZINATION Mensch / Stadt / Shopping GCSC Jubiläumskongress 19.-20. September • Berlin Wir können gut küssen. Gerne auch Ihr Center. Unser Prinzip ist Ihr Erfolg: Potentiale erkennen und Ihr Center nachhaltig verbessern. Als Joint-Venture bietet CORUS Centermanagement die umfangreichen Kompetenzen und Kapazitäten von HOCHTIEF und COMFORT aus einer Hand. Wann dürfen wir Ihr Center küssen? Helge T. Strobel (Geschäftsführer): +49 211 882427-16 | corus-centermanagement.de Konzeption • Beratung • Vermietung • Projektsteuerung • Centermanagement • Property Management • Facility Management Grußwort Sehr geehrte Damen und Herren, Samstag, 27. Mai 1972: Ich bin sechs Jahre alt und wir sind vor drei Wochen in unser neues Haus gezogen. Ich habe jetzt mein eigenes Zimmer und das Bad mit Dusche und Badewanne ist nicht mehr im Keller. Meine Mutter hat in der HÖRZU gelesen, dass heute im Fernsehen eine neue Sendung kommt: Raumschiff Enterprise, ich bin gespannt. Fernsehen am Samstag bedeutete bisher Daktari, Disco mit Ilja Richter und Hitparade mit Dieter-Thomas Heck. Das Menü bestand aus drei Programmen, dazu gab es meist Bratwürstchen. Es war der gleiche Monat, als Christian Anders »Im Zug nach Nirgendwo« fuhr, Bata Illic seine »Michaela« besang und Tony Marshall irgendeine schöne Maid bat, »Komm gib mir deine Hand«. Raumschiff Enterprise Da klang die Titelmelodie von Raumschiff Enterprise an jenem Samstagabend überraschend anders, futuristisch. Was die Sternzeit 3112,2 war, wusste ich nicht, aber Captain Kirk diktierte es in das Computerlogbuch Nummer eins der Enterprise. Die deutsche Erstausstrahlung war bei mir und meinen Klassenkameraden in der Grundschule am Montag das Gesprächsthema Nummer eins. Wir überboten uns mit den neuen Begriffen wie Beamen, Phaser und Tricoder und am Nachmittag nach der Schule spielten wir das im Garten nach. Besonders cool fanden wir natürlich alle Mr. Spock, den Vulkanier mit den spitzen Ohren, der in besonders aufregenden Momenten immer »Faszinierend« sagte. Zu ihm komme ich später noch mal. entzückt sind wir sowieso kaum noch. Das spüren nicht nur Fernsehmacher, sondern auch die Händler. Besser, sie lesen mal genau, was Professor Marc Hassenzahl von der Folkwang Hochschule Essen in dieser Ausgabe im Interview sagt: »Mich fasziniert nicht das Produkt, sondern was ich mit ihm erleben kann!« So tickt der Kunde von heute also, er ist von Ware, die im Regal liegt, gelangweilt und fühlt sich nur dann angeregt, wenn es um ihn selbst, um sein Vergnügen und seinen Spaß geht. Gibt es dafür ein Rezept? Keinesfalls! Es können ebenso gute alte Rituale sein wie auch disruptive Innovationen, die Althergebrachtes zunächst zerstören, um Platz für neue Ideen zu schaffen. Innovation Genau darum ging es bei einem Zukunftskongress, zu dem ich kürzlich eingeladen war. Die Innovationsforscher großer internationaler Konzerne berichteten, woran sie derzeit forschen und welche Veränderungen uns bevorstehen. Ich war selten so aufgewühlt und deprimiert zugleich, weil mir schlagartig bewusst wurde, dass unsere Branche sich im Zeitlupentempo bewegt. Autos, die komplett alleine fahren, das Kornfeld, was über einen 50-Cent-Chip den Bauern anruft, wenn es mehr Wasser benötigt, und der 3-D-Drucker, der in 20 Stunden ein gesamtes Haus baut, sind längst Wirklichkeit. Schon immer wurden Erfindungen und Innovationen anfangs belächelt und haben sich dann aber doch in unseren Alltag geschlichen, wo wir sie dann akzeptiert haben. Erinnern Sie sich bitte daran, wer anfangs alles kein iPhone wollte ... Faszinierend! Kunden faszinieren Taxistand, Hotel Bel Air, Los Angeles Heute ist es schwieriger, zu faszinieren: Ein Überangebot an allem hat unsere Reizschwelle deutlich heraufgesetzt. Wer uns heute begeistern will, muss sich echt anstrengen. Wer möchte, dass wir verzaubert sind, hat es schwer. Und Alphonzo Bell gründete 1922 den Nobelstadtteil Bel Air und wurde mit Immobilien und Öl erfolgreich, nachdem er vorher als Tennisprofi zweimal olympische Medaillen gewann. In die- sem Stadtteil befindet sich heute noch das berühmte Hotel Bel Air, vor dem sich im Jahr 1956 Folgendes abspielte: Der damalige Senator von Massachusetts, John F. Kennedy, stieg in ein Taxi. Der Fahrer war – wie so oft – ein ambitionierter Schauspieler, der sich mit Aushilfsjobs über Wasser hielt. Auf der kurzen Fahrt fragte der spätere US-Präsident, was der Fahrer denn so mache. Er antwortete, er sei Schauspieler. Kennedy bemerkte, dass es in der Schauspielerei eine Menge Konkurrenz gäbe, genau wie in seinem eigenen Business. Aber Kennedy ermunterte den jungen Taxifahrer: »Denken Sie daran: Es gibt immer Platz, für einen Guten mehr!« Der Fahrer, jetzt 82 Jahre, sagt noch heute von seiner Begegnung mit Kennedy, dass ihn dieser Satz sein ganzes Leben begleitet hat. Er hat danach gehandelt und wurde ein weltberühmter Star, der 1985 auf dem Hollywood Walk of Fame mit einem Stern geehrt wurde. Der Taxifahrer war Leonard Nimoy alias Mr. Spock … Faszinierend! Wir wollen Sie mit dieser Sonderausgabe überraschen und Sie gerne einladen, am Donnerstag, dem 19. September 2013 in Berlin zu sein, um den Jubiläumskongress »Faszination« des GCSC zu erleben. Wenn CEOs auf der Bühne Sie in ihre Erfolgsgeheimnisse einweihen, ein weltberühmter Professor die Zukunft erklärt und 500 TOP-Entscheider engagiert diskutieren, dann ist es das Original: der GC Congress. Seien Sie dabei! Bis dahin wünsche ich Ihnen faszinierende Erlebnisse mit Ihren Familien, in Ihren Unternehmen, mit Ihren Nachbarn, Freunden und beim Einkaufen … GERMAN COUNCIL . inhalt Faszination © Dirk Schmidt PROGRAMM Donnerstag, . September Donnerstag, . September : Uhr Herzlich willkommen Snacks, Getränke und Gespräche : Uhr : Uhr Begrüßung und Tagesmoderation Judith Rakers Fernsehjournalistin & TV-Moderatorin Judith Rakers Stefan Genth : Uhr Wilhelm Josten Geschäftsführer BUTLERS GmbH & Co. KG : Uhr Holger Knapp : Uhr Beat Grüring CEO TALLY WEIJL Trading AG Grußwort Wilhelm Josten Geschäftsführer BUTLERS GmbH & Co. KG GERMAN COUNCIL . fAszINAtION : Uhr Rolf Boje : Uhr Kommunikationspause : Uhr GCSC Award of Excellence Jutta Blocher : Uhr : Uhr Resümee © duncan1890 - istockphoto.com Jutta Blocher Geschäftsführer Managing Director, Interior Designer Blocher Blocher Partners Martin Lindstrom Beat Grüring Jörg Hintz Wilhelm Josten Dr. Oliver Tissot Stephan Jung Klaus Striebich Markus Trojansky Laudatio: Jörg Hintz Ehrenmitglied & ehemaliger Herausgeber Textilwirtschaft Faszination – Departmentstore Judith Rakers & Vorstand: Rolf Boje Geschäftsführer Verkauf und Marketing Galeria Kaufhof GmbH Ralph Edele Dr. Götz W. Werner Handel fasziniert Stefan Genth Hauptgeschäftsführer Handelsverband Deutschland (HDE) Die Faszination des Erlebens »Wir arbeiten daran, dass Menschen Vergnügen zurückbekommen!« Dr. Götz W. Werner Aufsichtsratmitglied dm-drogerie markt gmbh + co. kg, Ehrenmitglied Glückwünsche Holger Knapp Geschäftsführer Deutscher Fachverlag GmbH GERMAN COUNCIL . fAszINAtION Faszination Handel Stephan Jung Savills Immobilien Beratungs-GmbH, Vorstandsvorsitzender Alexander Otto Chair, ICSC European Advisory Board Alexander Otto Faszination Multichannel Stephan Jung Klaus Striebich Markus Trojansky : Uhr Reden ist Silber, Lachen ist Gold Dr. Oliver Tissot Experience Design begeistert mit dem Gebrauchswert statt mit Produkten? Fast. Experience Design begeistert mit dem Gefühl, das sich durch die Nutzung einstellt. Homöopathie ist ein perfektes Beispiel! Egal, ob sich eine Wirkung einstellt oder nicht, es ist ein ideal designtes Sich-kümmern-Erlebnis: Ich möchte etwas tun, es gibt ein nicht ekliges Ritual, das ich oft wiederholen muss. Stellt sich erst Verschlimmerung ein, ist das ein Zeichen für Wirksamkeit, dauert die Genesung, ist das auch okay, weil der Heilungsweg ein sanfter ist. Auch mit null Wirkstoff in dem Produkt vermittelt die Struktur drum herum, sich Gutes zu tun. So betrachtet ist es eher Psychotherapie als Medizin. Der Zyniker sagt: alles nur Show. Der Experience Designer sagt: ein gut gestaltetes Gefühl. Sie schließen aber Produktfaszination nicht grundsätzlich aus? Es gibt Faszination, die näher am Produkt ist, etwa in der Technik. Aber die Frage ist, wen begeistern sie und wie zeitgemäß ist das? Am BMW begeistert die Tatsache, dass Ingenieure bzw. Fahrzeuge bestimmte Dinge können. Gleiches kann für Kaffeemaschine, Küchentechnik usw. gelten. Und natürlich gibt es Designobjekte, die durch Formen oder Materialien bestechen. Allerdings beschreibt Gerhard Schulz in seinem Buch »Die Erlebnisgesellschaft« der 90er mit ihrer ewigen Suche nach dem Schöneren, Besseren und Schnelleren als unreif. Mitt- lerweile schätzen Leute wieder das Naturerlebnis, fahren Rad und nehmen sich für sich und andere Zeit. Es findet eine Entmaterialisierung statt. Themen wie Nachhaltigkeit und Ressourcenverbrauch spielen eine Rolle; Emotionen werden anders befriedigt. Wichtiger als Besitz ist es, sich bestimmte Funktionen in sein Leben zu holen. Das hat gravierende Auswirkungen: In materialistischen Kreisen ist es unmöglich, mal am Wochenende mit einem Sportwagen auszufahren ohne die Frage: Kannst du dir das leisten? Demonstriert wird die Potenz, so ein teures Gefährt zu haben. Wer jedoch heute einen Porsche leiht, die Fahrt dokumentiert und auf Facebook hochlädt, gilt nicht als Poser, sondern als schlauer Kerl, der genießt, statt sich mit Besitz zu belasten. Welche Konsequenz hat der Wechsel vom Haben- zum Genießenwollen? Der Fokus auf das Produkterlebnis veränderte das Marketing. Anfangs wurde mit Fakten geworben, dann lud das Marketing Produkte emotional auf, nun fordern Konsumenten Produkte, die halten, was Werbung suggeriert. Solange man es der Werbung überlässt, die Geschichten zu erzählen, sind die Produkte austauschbar. Erzählt das Produkt die Story, wird es authentisch – und Industriedesigner holen sich die Deutungshoheit zurück. Ein Beispiel: Autoingenieure beschäftigt die Technikmaximierung, doch die eigentlichen Stars sind die Exterieurdesigner. Sie verleihen dem Fahrzeug symbolischen Wert und bedienen die Trends, die über die Technikplattform gestülpt werden. Der aggressive Individualismus : Uhr © StudioThreeDots - istockphoto.com Herr Prof. Hassenzahl, was sind Produkte, die einen Experience Designer faszinieren? Eigentlich keine! Mich fasziniert nicht das Produkt, sondern das, was ich mit ihm erleben kann. Seit einiger Zeit bin ich Kunde des Musikstreaming-Portals Spotify. Statt Musik zu besitzen, höre ich sie nach Bedarf. Besonders toll ist die Software nicht, aber sie verändert meinen Umgang mit Musik. Das fasziniert mich! In meiner Generation hörte man sich die Platten erst im Laden an, bevor man sie kaufte. Vieles blieb ungekauft, weil es im ersten Moment nicht die Tiefe entfaltete. Erst durch Mehrfachhören habe ich viele Titel entdeckt, die mir etwas bedeuten. Eigentlich bin ich materialistisch sozialisiert. Ein Mensch, der gern sammelt und viele Dinge um sich herum hat. Es fällt mir schwer, den Wunsch einer Plattensammlung mit Spotify zu überwinden, doch die Idee begeistert mich. Ein anderes schönes Beispiel ist das Wake-up-Light von Philips. Ist um 7 Uhr Weckzeit, beginnt ab 6:30 Uhr langsam die Lichtdämmerung. Meist ist man schon vor dem Klingeln wach, was gesünder sein soll, als abrupt aus dem Schlaf gerissen zu werden. Das Weckerdesign selber ist unspektakulär, die Technologie – ein zeitgesteuerter Dimmer – fast lächerlich. Faszinie- rend ist das andere Aufwacherlebnis und wie es Alltagsgewohnheiten verändert. © Rpsycho - istockphoto.com Wie Erlebnisse aussehen, die faszinieren, wann Reibung zufriedener stellt als Bequemlichkeit und wie man den Hunger nach Bedeutsamkeit stillt, verrät der Experience Design Professor Marc Hassenzahl, Folkwang Hochschule Essen. ist ein großes Thema. Autos sehen aus wie muskulöse Avatare, ihre Steuermänner fahren angriffslustig durch die Gegend. Wenn wir Autos besonders aggressiv gestalten können, lassen sie sich auch besonders freundlich designen! Muss man den Straßenverkehr als Dschungel verstehen oder geht man es entspannter an? Reicht die Fokussierung aufs Objekt oder lassen sich Fahrerlebnisse weiter fassen? Warum nicht das gute Gespräch im Auto zum Produkt von BMW machen? Absurd wird es dort, wo Autodesigner den Kern des Fahrerlebnisses wegdesignen. Die eigentliche Fahrfaszination liegt im Erleben von Kontrolle und Einfluss, eben das unterwandert der Tempomat. Hier sind Experience Designer gefragt, die Wege zur Automatisierung finden, ohne den Fahrgenuss zu gefährden. Ist das ein Plädoyer für Produkte als Personal Trainer? Das könnte man so sehen. In ihrem Buch »Die Erlebnisökonomie« skizzieren Joseph Pine und James Gilmore den Wechsel von Industrie- und Serviceindustrie zur Erfahrungswirtschaft. Ihre letzte Entwicklungsstufe ist das Transformationsdesign, das Veränderung über Begeisterung und Freude in Gang setzt. Es stellt schwierige Dinge wie entspannt fahren, abnehmen, sportlicher werden oder Energie sparen in den Fokus – alles, wo der Geist willig, aber das Fleisch schwach ist, weil lieb gewonnene Routine auf dem Spiel steht. Änderungen können erst mal unangenehm sein. Deshalb reden wir hier von einer Ästhetik der Reibung, keine der spaßorientierten Bequemlichkeit. Vom Glück weiß man, dass es sich ein- : Uhr : Uhr GCM 3 / 2013 GCM 3 / 2013 6 Die Faszination des Erlebens PAUSE : Uhr Jahre GCSC Aperitif und Dinner : Uhr Jörg Knör – Entertainment An introduction to Aesop Jörg Knör Buyology Martin Lindstrom Autor, Speaker und Branding-Experte stellt, wenn man sich einlässt, investiert und am Ball bleibt. Wie bringen Objekte mich auf nette Art dazu, das zu sein, was ich gern sein möchte? Nehmen Sie unser Kalenderobjekt »ReMind« für Prokrastinatoren. Das sind Menschen, die wichtige Dinge immer wieder aufschieben. Im Smartphone verschwinden Todo-Listen, ReMind hängt an der Wand und konfrontiert sichtbar. Jede Aufgabe ist ein Magnet, der sich zeitgleich über die Wochentage bewegt. Ist der Termin fällig, fällt der Magnet hinunter. Nun kann man die Aufgabe unter den Teppich kehren oder sie erneut hinhängen. Das fordert die Auseinandersetzung, beschränkt die Autonomie und ruft Widerstand hervor. Da Reaktanz aber abnimmt, wenn das Gegenüber sympathisch ist, lässt sich der Kalender leicht austricksen. Mit der Zeit begreift : Uhr Ralph Edele Country Manager Germany Aesop Alexander Wirth : Uhr Network Lunch : Uhr Denim & Supply Alexander Wirth Vice President Sales ALL Brands Ralph Lauren Germany GmbH Kommunikationspause Freitag, . September : Uhr Community – Frühstück im Congresssaal : Uhr Verleihung der Awards IREBS Intensivstudium für Handelsimmobilien GCM / GCM / ab 39 Agenda German Council Congress 2013 impressum herausgeber redaktion bezug verlag eine Haftung kann nicht erscheinungsdatum German Council of Ingmar Behrens Mitgliederzeitschrift für Verlag Müller + Busmann übernommen werden. dieser Ausgabe: Shopping Centers e. V. Prof. Dr. Johannes Busmann Mitglieder des GCSC e. V. GmbH & Co. KG Namentlich gekennzeichnete August 2013 Bahnhofstraße 29 Stephan Jung (viSdP) Hofaue 63 Beiträge müssen nicht die D-71638 Ludwigsburg Rüdiger Pleus auflage 42103 Wuppertal Meinung der Redaktion das nchste german Telefon 07141.38 80 83 Markus Trojansky 13.300 Telefon 0202.248 36 0 widerspiegeln. Die Redaktion council magazin Telefax 07141.38 80 84 Klaus Striebich Telefax 0202.248 36 10 behält sich die Kürzung erscheint im November [email protected] eingesandter Manuskripte 2013. bankverbindung [email protected] www.gcsc.de geschftsstelle Deutsche Bank AG, vor. Erfüllungsort und des gcsc e. v. Ludwigsburg druck Ger ichtsstand ist verantwortlich i.s.d.p. Bahnhofstraße 29 BLZ 604 700 24 Silber Druck oHG, Niestetal Ludwigsburg. Nachdruck Stephan Jung D-71638 Ludwigsburg Konto 149 807 Telefon 07141.38 80 83 (auch auszugsweise) nur mit Telefax 07141.38 80 84 Covermotiv Magazin basiert auf Infor- Genehmigung des [email protected] determined – fotolia.com mationen, die wir als Herausgebers. www.gcsc.de GCM 3 / 2013 oder sonstige Reproduktion Das German Council zuverlässig ansehen, german council . inhalt GERMAN COUNCIL . fAszINAtION GERMAN COUNCIL . fAszINAtION Die Faszination des Fliegens Zusammenspiel von Technik und Naturgewalten GerMan CounCil . faszination Es ist ein düsterer Abend in Los Angeles. Regen peitscht über die Startbahn und Sturm erschwert den Start in der kalifornischen Metropole. Doch keine zwei Minuten später bricht der Flieger durch die Wolkendecke – und ein klarer, vom Vollmond erhellter Himmel empfängt die Piloten. Später schiebt sich der Erdschatten vor die Mondscheibe. Sigurd Behrens scheint immer noch ergriffen von diesem Anblick. »Fünf Stunden begleitete uns eine absolute Mondfinsternis.« Als sie auf ihrem Flug weiter Richtung Norden kamen, wurde die Mondfinsternis von einem zweistündigen Nordlicht abgelöst. Ma- gische Erlebnisse wie dieses üben für den 45-jährigen Piloten auch nach 22 Berufsjahren noch einen besonderen Reiz aus. Da stellt es sich dann ein, dieses Gefühl der grenzenlosen Freiheit, wie Reinhard Mey es bereits besang. Ebendiese Grenzenlosigkeit und Freiheit sind es, warum viele Menschen der Faszination des Fliegens erlegen sind. Bereits seit Menschengedenken träumen wir davon, uns vogelgleich in die Lüfte zu erheben. Ikarus bezahlte diesen Traum sogar mit dem Tod. Dabei ist die Freiheit über den Wolken nicht so grenzenlos, wie manch ein Laie vermutet. »Auch wenn es im Luftraum keine Leitplanken und Mittelstreifen gibt, so sind wir Piloten dennoch an äußerst strenge Vorschriften gebunden«, erläutert Behrens. Doch die empfindet er nicht als Beschränkung. Mit strahlenden blauen Augen und leicht gebräunter Haut scheint er jedes Klischee zu erfüllen, das die meisten Menschen von Piloten haben: Immer unterwegs, mit einer ganzen Armada von bildschönen Stewardessen im Schlepptau, in den tollsten Hotels der Welt zu Hause. Behrens streitet nicht ab, dass er es genießt, als Langstreckenkapitän in die entlegensten Winkel der Welt zu kommen, die er privat höchstwahrscheinlich nie gesehen hätte. Und er schätzt auch die Internationalität seiner Arbeit: »Ich liebe es, mit Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen zusammenzuarbeiten.« Das gilt gleichermaßen für die Crew und die Passagiere. Dieser Umgang mit Menschen sämtlicher Nationalitäten, Kulturen und Gesinnungen habe ihn weltoffener, toleranter gemacht und seinen Horizont in jeglicher Beziehung erweitert. Aber der zweifache Familienvater schätzt auch die hohe Verantwortung, die sein Beruf mit sich bringt. Und ist erst richtig glücklich, wenn alle pünktlich, zufrieden und sicher am Ziel angelangt sind. Zusammenspiel von Technik und Naturgewalten Doch die eigentliche Faszination des Fliegens liegt für Behrens im Zusammenspiel zwischen Technik und Naturgewalten. Das wird ihm immer wieder besonders bewusst, wenn er auf seinem Lieblingsflieger, dem Airbus A340-600, GCM 3 / 2013 GerMan CounCil . faszination Faszination New York Shopping / Travelling / New York / Safari / Fifth Avenue / Eataly / Investment Rund um den Globus hat das Shopping jede Menge begeisterte Anhänger: Konsumenten, Handelsunternehmen und Investoren. Im Gegensatz zu früher wird jedoch nicht mehr klassisch und ausschließlich im Laden um die Ecke eingekauft, sondern zunehmend auf Reisen, in der Freizeit, bei Städtetouren oder im Shopping Center. unterwegs ist. 330 Passagiere fasst das 75 Meter lange Flugzeug. »Wenn ich mit 300 Kilometer die Stunde über die Startbahn rase, und 360 Tonnen Gewicht sich in die Luft erheben, nur weil ich an einem kleinen Sidestick ziehe, dann fasziniert mich das jedes Mal aufs Neue.« Wer den Kapitän der größten deutschen Airline so reden hört, ist überzeugt davon, dass er sich mit der Fliegerei einen Kindheitstraum erfüllt hat. So ist es aber nicht. Doch als er 1988 zum ersten Mal am Steuer eines Motorseglers über den Bodensee glitt, schlug es ihn sofort in den Bann. Sein Weg führte ihn über die Bundeswehr zur zivilen Luftfahrt. Kein so selbstverständlicher Weg, wie man meint. Denn während der Bundeswehrpilot in erster Linie einen Auftrag zu erfüllen hat, steht für einen Piloten der zivilen Luftfahrt die Sicherheit der Crew und der Passagiere im Mittelpunkt – eben flankiert von vielen Bestimmungen. Absolute Freiheit Nicht der ideale Ausgangspunkt, um das Gefühl der absoluten Freiheit aufkommen zu las- sen. Doch Sigurd Behrens hat gar nicht den Anspruch, dass dieses ihn im Berufsalltag begleiten muss. Dafür hat er andere Wege gefunden: So gibt es nichts, was er noch nicht geflogen ist – vom Segelflieger über Hubschrauber bis zum Airbus; lediglich der Zeppelin würde ihm noch fehlen, wie er grinsend gesteht. Und auf den Tornado hat er es auch nicht mehr geschafft, da er vorher von der militärischen auf die zivile Laufbahn umschwenkte. Auch wenn man sich als Flugkapitän in einem engen Korsett von Sicherheitsbestimmungen und Vorschriften bewegt, so hat GCM 3 / 2013 Erstmals reisten 2012 mehr als 1 Milliarde Menschen in einem Jahr grenzüberschreitend. Das ist ein bedeutender Rekord – und vor allem ein bedeutender Trend. Diese Zahl wird kräftig weiter steigen: Die Welt-Tourismus-Organisation rechnet damit, dass schon 2030 bereits 1,8 Milliarden Menschen international unterwegs sein werden. Europa ist derzeit mit 52 % der Reiseströme noch führend, wird aber bereits in zwei Jahren unter die 50 %-Schwelle zurückfallen. Auf Reisen wird überdurchschnittlich stark eingekauft. Metropolen sowie beliebte Reiseziele melden einen deutlichen Touristenzuwachs: New York z. B. verzeichnet in den letzten sieben Jahren einen Besucheranstieg um 18 % auf jetzt 53 Millionen Besucher p. a. Da ist es für immer mehr Händler nur richtig und logisch, sich globaler aufzustellen und grenzüberschreitend zu expandieren. New York erlebt ein auffallendes Interesse von europäischen Handelsunternehmen, die am wieder boomenden Konsum der USA teilnehmen wollen. In Europa sind neben London insbesondere die deutschen Großstädte attraktive Ziele von internationalen Händlern geworden. Kein Wunder, der deutsche Handel wird in diesem Jahr mit einer stabilen Umsatzsteigerung über 430 Milliarden Euro umsetzen. Das Wachstum von Verkaufsflächen in Deutschland ist jedoch erstmals zum Stillstand gekommen: Die Schließungen von Warenhäusern und insolventen Händlern gleichen den nur noch moderaten Anstieg von Shopping Centern und Neuentwicklungen quasi aus. 2012 und 2013 entstehen jeweils weniger als zehn neue Shopping Center. Dabei sind diese Center im Durchschnitt kleiner und befinden sich überwiegend in integrierter Lage der Innenstadt, wo sich seit Jahrhunderten der natürliche Ort für Handel befindet. Die in effekthaschenden Artikeln zitierte »Verkaufsflächenexplosion« gibt es daher nicht, diese betrug in den vergangenen zwölf Jahren im Durchschnitt unter 1 % pro Jahr. Natürlich wird die Evolution des Handels den einen oder anderen Marktteilnehmer vom Spielfeld verdrängen – das ist aber nicht neu. Ohne die stetige Weiterentwicklung säßen die Menschen wohl bis heute noch in einer Höhle und gingen Büffel jagen. Optimisten argumentieren vollkommen korrekt: Es entste- hen dafür ja auch immer wieder neue Konzepte, die wir bislang noch nicht gekannt haben. Immer mehr Hersteller entscheiden sich für den direkten Dialog mit ihren Kunden – und werden zum Einzelhändler. Online – stationr – Multi channeling – the Future is … now? Seit Längerem steht immer wieder die Frage im Raum: Wie wird sich der Einfluss des Onlinehandels entwickeln? Durchaus berechtigt und eminent in diesem Zusammenhang zunächst mit vielen, oftmals rein spekulativen oder sogar falschen Zahlen und Zukunftsszenarien zunächst einmal aufzuräumen. Ja, es ist richtig, dass der Onlinehandel stärker wächst als der stationäre Handel. Wenn man die Zahlen des HDE zurate zieht, stellt man Es ist auch richtig, dass einzelne Branchen deutlich über 10 % liegen und der Onlinevertrieb hier weiter an Bedeutung gewinnen wird. Falsch ist jedoch, mit nervösen Preisabschlägen auf die Konkurrenz im World Wide Web zu reagieren. Warum? Fragt man den Kunden im stationären Handel, wie wichtig der Preis für seine Kaufentscheidung ist, so erscheint dieses Kriterium auf Platz 8, ist also längst nicht so ausschlaggebend wie bislang vermutet. Klug ist, den stationären Handel mit dem Onlinehandel eng zu vernetzen. Dem Kunden GCM 3 / 2013 GCM 3 / 2013 18 Die Faszination des Fliegens 28 Faszination New York german council german council 01 Grußwort 04 GCSC stellt sich vor 39 48 50 54 faszination 06 12 18 22 24 28 34 fest, dass der Anteil in Deutschland aktuell rund 7 % beträgt. Die Faszination des Erlebens »Wir arbeiten daran, dass Menschen Vergnügen zurückbekommen!« Die Faszination des Duftes Was passiert im Kopf, wenn wir riechen? Die Faszination des Fliegens Zusammenspiel von Technik und Naturgewalten Kommentar: Von der Seitenlinie Der Mensch kommt zu kurz Immobilien sind so faszinierend wie ein neuer Porsche Cayenne Die Immobilienbranche hat ein Problem. Nur wenige Berufsanfänger sind fasziniert von dem Geschäft mit Wohnungen, Büros und Shopping Centern. Faszination New York Shopping / Travelling / New York / Safari / Fifth Avenue / Eataly / Investment Faszination zur Weihnachtszeit Wie Weihnachtsdekoration faszinierende Erlebnisse schafft, die Konsumenten über den Advent hinaus ins Shopping Center lockt – das gewinnt vor dem Hintergrund des wachsenden Onlinehandel zunehmend an Gewicht. Faszination Agenda German Council Congress 2013 Der Gedanke lenkt den Körper GC – Academy Training mit Stefan Spies in München Shopping Faszination Singapur Retail & Shopping Safari Singapur / Kuala Lumpur 3. GCSC Neujahrsempfang und Verleihung des europäischen Innovationspreises Handel 2014 Bewerbungen für den Innovationspreis können eingereicht werden faszination 56 62 Der lange Weg zum Erfolg Die IHK Köln arbeitet seit über zwei Jahren an der App »Cologne in 2 h«. Das kleine Programm soll die Händler der Stadt groß rausbringen und ihnen mehr Umsatz bescheren. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob das klappt. »Geld kann kein Ziel sein« Roncalli Zirkusdirektor und Clown Prof. Bernhard Paul wählte aus der eigenen Verzauberung heraus den Beruf und zeigt, wie man mit Traumwelten und Sich-selbsttreu-Bleiben Geld verdient. gcsc mitgliedschaft 67 Aufnahmeantrag GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . faszination GERMAN COUNCIL . ZUVERSICHT GERMAN COUNCIL . VOR ORT german council of shopping centers e.v. Positionen und Ziele Der German Council of Shopping Centers e. V. (GCSC) ist der einzige bundesweite Interessenverband der Handelsimmobilienwirtschaft. Die 750 Mitgliedsunternehmen der Bereiche Entwicklung und Analyse, Finanzierung, Centermanagement, Architektur, Handelsimmobilien, Einzelhändler und Marketing-Spezialisten bilden hier einen aktiven Interessenzusammenschluss als ideale Networkingbasis der Immobilien- und Handelsimmobilienakteure. Mit über 1 Million Arbeitnehmern und direkt verbundenen Dienstleistern repräsentieren die Mitgliedsunternehmen des GCSC einen bundesweit bedeutenden W irtschaftszweig. Derzeit sind im GCSC namhafte Managementgesellschaften folgender Branchen vertreten: • Einkaufscenter • Fachmarktzentren • Verkehrsimmobilien • Immobilienentwickler • Kreditinstitute • Einzelhandelsunternehmen • Kino- und Entertainmentbetreiber • Unternehmensberatungen • Werbeagenturen • Spezialisten der Einrichtungs- / Designbranche • Architekten Aktivitäten und Dienstleistungen Der German Council of Shopping Centers e. V. fördert und vertritt die Interessen seiner Mitglieder konsequent, wirkt meinungsbildend nach außen, organisiert und informiert, schafft Geschäftskontakte. Unterschiedlichste Aktivitäten und Dienstleistungen stehen den Mitgliedern zur Verfügung. GCM 3 / 2013 Jährlich treffen sich auf der Pflichtveranstaltung der Branche im Hotel Adlon in Berlin rund 500 Entscheidungsträger aus Handel und Wirtschaft zu einem zweitägigen Congress. Der GCSC hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit renommierten Persönlichkeiten aktuelle Fragen zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen zu diskutieren. Retail & Shopping Safari Bei der »Retail & Shopping Safari« analysieren wir die Handelslandschaft einer ganzen Region. Sowohl neue Center als auch alteingesessene Unternehmen öffnen die Tore und ermöglichen uns deutschland- und weltweit Einblicke in deren Unternehmensstruktur. Regional Lunch / Dinner In deutschen Metropolen treffen sich die Mitglieder der Region in besonderem Ambiente. Hochkarätige Referenten und fachliche Diskussion bieten einen hohen Mehrwert. Trotz des relativ komprimierten Ablaufs bleibt genügend Zeit zum gemeinsamen Austausch und zur Kontaktpflege bei einem gemeinsamen Essen. Auf fachlich hohem Niveau und mit ausgewählten Spitzenreferenten bieten wir bei diesen ein- bis zweitägigen Veranstaltungen umfassende Informationen. Verteilt über die gesamte Bundesrepublik finden mehrmals im Jahr Foren zu den Themen Architektur, Centermanagement, Leasing und Vermarktung, Marketing, Projektentwicklung und Nachhaltigkeit sowie Recht und Beratung statt. Für die Vernetzung von jungen Talenten und Berufseinsteigern mit Professionals stehen die Veranstaltungen »Moving Dinner«, »Kaminabend«, »Backstage« sowie »Coaching«. Hier betreiben wir eine gezielte Nachwuchsförderung. Zur Stärkung internationale Beziehungen pflegt unser Netzwerk Kontakte zum International Council und zu den europäischen Partnercouncils. Darüber hinaus dient das German Council NeXtGen zum Erfahrungsaustausch unter den derzeitigen 120 Mitgliedern. NE X TGEN Die Academy engagiert sich für Forschung und Fortbildung. Der GCSC vergibt Stipendien an der IREBS für das Intensivstudium Handelsimmobilien, finanziert einer Auswahl von jungen Mitgliedern die Summer School des ICSC und fördert jährlich den Aufbau der German Council Bibliothek. Die Academy bietet jährlich ein bis zwei Fortbildungsveranstaltungen mit Top-Referenten an. Es wird vom GCSC in Zusammenarbeit mit der IREBS darüber hinaus eine »Visiting Professorship« eingerichtet. Das Magazin ist das zentrale Informations- und Kommunikationsmedium der deutschen Shopping Center und Handelsimmobilienbranche. Neben der Darstellung verbandsinterner Anlässe werden in unterschiedlichen Berichten vornehmlich nationale und internationale Trends und Themen diskutiert. Mit Sonderausgaben zu speziellen Themen trägt das Magazin dem Informationsanspruch der Immobilienwirtschaft, der meinungsbildenden Akteure und der Politik im besonderen Maße Rechnung. german council . faszination Beirat Vorstand Stephan Jung vorsitzender Thomas Binder Sierra Developments Germany GmbH Düsseldorf Tel.: 0211 / 43 61 62 40 [email protected] Savills Immobilien Beratungs-GmbH Frankfurt / Main Tel.: 069 / 27 30 00 28 [email protected] Thomas Doerr COMFORT Center Consulting GmbH Düsseldorf Tel.: 0211 / 54 00 63 11 [email protected] Klaus Striebich ECE Projektmanagement G.m.b.H & Co. KG Hamburg Tel.: 040 / 606 06-67 00 [email protected] Dr. Johannes Grooterhorst Grooterhorst & Partner Rechtsanwälte Düsseldorf Tel.: 0211 / 86 46 70 [email protected] Markus Trojansky dm-drogerie markt GmbH + Co. KG Karlsruhe Tel.: 0721 / 55 92-12 30 [email protected] Dr. Marcus u. Httermann mfi management für immobilien AG Essen Tel.: 0201 / 82 08 18 00 [email protected] Lars Richter Union Investment Real Estate GmbH Hamburg Tel.: 040 / 349 19 41 76 [email protected] Rdiger Pleus beauftragter des vorstandes Rüdiger Pleus Consulting Ludwigsburg Tel.: 07141 / 38 80 05 [email protected] Prof. Dr. Diane Robers DR Forschung & Beratung Bad Homburg Tel.: 0611 / 71 02 13 55 [email protected] Geschftsstelle Die Geschäftsstelle ist Dreh- und Angelpunkt für Mitglieder und Interessierte. Mit der Organisation aller Veranstaltungen und als Ansprechpartner bei allen Fragen, die den Verein betreffen, ist sie für die Mitglieder da. Thomas Rmer Intersport Deutschland eG Heilbronn Tel.: 07131 / 28 82 70 [email protected] German Council of Shopping Centers e. V. Bahnhofstraße 29 71638 Ludwigsburg Ehrenmitglieder Peter Fuhrmann Elisabeth Lange Rainer Bodenburg Tel.: 07141 / 38 80 83 Fax: 07141 / 38 80 84 [email protected] www.gcsc.de Award of Excellence Michael P. Kercheval Dr. h. c. Wolfgang R. Bays Prof. Dr. Karl-Werner Schulte Jörg Hintz Dr. Dr. h. c. Jörn Kreke Prof. Götz W. Werner GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . faszination Die Faszination des Erlebens »Wir arbeiten daran, dass Menschen Vergnügen zurückbekommen!« Wie Erlebnisse aussehen, die faszinieren, wann Reibung zufriedener stellt als Bequemlichkeit und wie man den Hunger nach Bedeutsamkeit stillt, verrät der Experience Design Professor Marc Hassenzahl, Folkwang Hochschule Essen. Herr Prof. Hassenzahl, was sind Produkte, die einen Experience Designer faszinieren? Eigentlich keine! Mich fasziniert nicht das Produkt, sondern das, was ich mit ihm erleben kann. Seit einiger Zeit bin ich Kunde des Musikstreaming-Portals Spotify. Statt Musik zu besitzen, höre ich sie nach Bedarf. Besonders toll ist die Software nicht, aber sie verändert meinen Umgang mit Musik. Das fasziniert mich! In meiner Generation hörte man sich die Platten erst im Laden an, bevor man sie kaufte. Vieles blieb ungekauft, weil es im ersten Moment nicht die Tiefe entfaltete. Erst durch Mehrfachhören habe ich viele Titel entdeckt, die mir etwas bedeuten. Eigentlich bin ich materialistisch sozialisiert. Ein Mensch, der gern sammelt und viele Dinge um sich herum hat. Es fällt mir schwer, den Wunsch einer Plattensammlung mit Spotify zu überwinden, doch die Idee begeistert mich. Ein anderes schönes Beispiel ist das Wake-up-Light von Philips. Ist um 7 Uhr Weckzeit, beginnt ab 6:30 Uhr langsam die Lichtdämmerung. Meist ist man schon vor dem Klingeln wach, was gesünder sein soll, als abrupt aus dem Schlaf gerissen zu werden. Das Weckerdesign selber ist unspektakulär, die Technologie – ein zeitgesteuerter Dimmer – fast lächerlich. Faszinie- GCM 3 / 2013 rend ist das andere Aufwacherlebnis und wie es Alltagsgewohnheiten verändert. Experience Design begeistert mit dem Gebrauchswert statt mit Produkten? Fast. Experience Design begeistert mit dem Gefühl, das sich durch die Nutzung einstellt. Homöopathie ist ein perfektes Beispiel! Egal, ob sich eine Wirkung einstellt oder nicht, es ist ein ideal designtes Sich-kümmern-Erlebnis: Ich möchte etwas tun, es gibt ein nicht ekliges Ritual, das ich oft wiederholen muss. Stellt sich erst Verschlimmerung ein, ist das ein Zeichen für Wirksamkeit, dauert die Genesung, ist das auch okay, weil der Heilungsweg ein sanfter ist. Auch mit null Wirkstoff in dem Produkt vermittelt die Struktur drum herum, sich Gutes zu tun. So betrachtet ist es eher Psychotherapie als Medizin. Der Zyniker sagt: alles nur Show. Der Experience Designer sagt: ein gut gestaltetes Gefühl. Sie schließen aber Produktfaszination nicht grundsätzlich aus? Es gibt Faszination, die näher am Produkt ist, etwa in der Technik. Aber die Frage ist, wen begeistern sie und wie zeitgemäß ist das? Am BMW begeistert die Tatsache, dass Ingenieure bzw. Fahrzeuge bestimmte Dinge können. Gleiches kann für Kaffeemaschine, Küchentechnik usw. gelten. Und natürlich gibt es Designobjekte, die durch Formen oder Materialien bestechen. Allerdings beschreibt Gerhard Schulz in seinem Buch »Die Erlebnisgesellschaft« der 90er mit ihrer ewigen Suche nach dem Schöneren, Besseren und Schnelleren als unreif. Mitt- lerweile schätzen Leute wieder das Naturerlebnis, fahren Rad und nehmen sich für sich und andere Zeit. Es findet eine Entmaterialisierung statt. Themen wie Nachhaltigkeit und Ressourcenverbrauch spielen eine Rolle; Emotionen werden anders befriedigt. Wichtiger als Besitz ist es, sich bestimmte Funktionen in sein Leben zu holen. Das hat gravierende Auswirkungen: In materialistischen Kreisen ist es unmöglich, mal am Wochenende mit einem Sportwagen auszufahren ohne die Frage: Kannst du dir das leisten? Demonstriert wird die Potenz, so ein teures Gefährt zu haben. Wer jedoch heute einen Porsche leiht, die Fahrt dokumentiert und auf Facebook hochlädt, gilt nicht als Poser, sondern als schlauer Kerl, der genießt, statt sich mit Besitz zu belasten. Welche Konsequenz hat der Wechsel vom Haben- zum Genießenwollen? Der Fokus auf das Produkterlebnis veränderte das Marketing. Anfangs wurde mit Fakten geworben, dann lud das Marketing Produkte emotional auf, nun fordern Konsumenten Produkte, die halten, was Werbung suggeriert. Solange man es der Werbung überlässt, die Geschichten zu erzählen, sind die Produkte austauschbar. Erzählt das Produkt die Story, wird es authentisch – und Industriedesigner holen sich die Deutungshoheit zurück. Ein Beispiel: Autoingenieure beschäftigt die Technikmaximierung, doch die eigentlichen Stars sind die Exterieurdesigner. Sie verleihen dem Fahrzeug symbolischen Wert und bedienen die Trends, die über die Technikplattform gestülpt werden. Der aggressive Individualismus © Rpsycho - istockphoto.com © StudioThreeDots - istockphoto.com © duncan1890 - istockphoto.com german council . GERMAN COUNCIL . Faszination faszination ist ein großes Thema. Autos sehen aus wie muskulöse Avatare, ihre Steuermänner fahren angriffslustig durch die Gegend. Wenn wir Autos besonders aggressiv gestalten können, lassen sie sich auch besonders freundlich designen! Muss man den Straßenverkehr als Dschungel verstehen oder geht man es entspannter an? Reicht die Fokussierung aufs Objekt oder lassen sich Fahrerlebnisse weiter fassen? Warum nicht das gute Gespräch im Auto zum Produkt von BMW machen? Absurd wird es dort, wo Autodesigner den Kern des Fahrerlebnisses wegdesignen. Die eigentliche Fahrfaszination liegt im Erleben von Kontrolle und Einfluss, eben das unterwandert der Tempomat. Hier sind Experience Designer gefragt, die Wege zur Automatisierung finden, ohne den Fahrgenuss zu gefährden. Ist das ein Plädoyer für Produkte als Personal Trainer? Das könnte man so sehen. In ihrem Buch »Die Erlebnisökonomie« skizzieren Joseph Pine und James Gilmore den Wechsel von Industrie- und Serviceindustrie zur Erfahrungswirtschaft. Ihre letzte Entwicklungsstufe ist das Transformationsdesign, das Veränderung über Begeisterung und Freude in Gang setzt. Es stellt schwierige Dinge wie entspannt fahren, abnehmen, sportlicher werden oder Energie sparen in den Fokus – alles, wo der Geist willig, aber das Fleisch schwach ist, weil lieb gewonnene Routine auf dem Spiel steht. Änderungen können erst mal unangenehm sein. Deshalb reden wir hier von einer Ästhetik der Reibung, keine der spaßorientierten Bequemlichkeit. Vom Glück weiß man, dass es sich ein- stellt, wenn man sich einlässt, investiert und am Ball bleibt. Wie bringen Objekte mich auf nette Art dazu, das zu sein, was ich gern sein möchte? Nehmen Sie unser Kalenderobjekt »ReMind« für Prokrastinatoren. Das sind Menschen, die wichtige Dinge immer wieder aufschieben. Im Smartphone verschwinden Todo-Listen, ReMind hängt an der Wand und konfrontiert sichtbar. Jede Aufgabe ist ein Magnet, der sich zeitgleich über die Wochentage bewegt. Ist der Termin fällig, fällt der Magnet hinunter. Nun kann man die Aufgabe unter den Teppich kehren oder sie erneut hinhängen. Das fordert die Auseinandersetzung, beschränkt die Autonomie und ruft Widerstand hervor. Da Reaktanz aber abnimmt, wenn das Gegenüber sympathisch ist, lässt sich der Kalender leicht austricksen. Mit der Zeit begreift GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . faszination man, man trickst sich selber aus, und beginnt, wie in der Partnerschaft, Wege zu suchen, es gemeinsam hinzubekommen. Wessen bedarf es, damit Produktinteraktion Menschen in den Erziehungsbann zieht? Es ist vor allem die Entscheidung, auf welcher Ebene und in welcher Form ich mit Menschen kommuniziere. Nehmen Sie die Energiewende, die Forschung und Technik fördert, durch die Energie effizienter wird. Implizit hält sie den Menschen für uneinsichtig und bequem. Wie viel mehr wäre gespart, würde man Menschen auf freudvolle Art klarmachen, dass 19 Grad Wohlfühltemperatur besser sind als 25? Oder Alltagshilfen schüfe, die es Menschen erleichtern, Strom zu nachfrageschwachen Tageszeiten abzurufen. Stattdessen werden Broschüren mit 10E-Spartipps gedruckt. Wie sieht denn der Designprozess für Produkte aus, die mit Emotion, Story und Bedeutung statt mit Material, Funktion und Design begeistern? Wir versuchen, unsere Designs aus positiven Erlebnissen abzuleiten. Befragt man Menschen beispielsweise nach positiven Erlebnissen in Fernzügen, erzählen sie Dinge, die Züge selbst nicht vorschlagen: Jemanden kennenlernen, Schönheit der Landschaft genießen, dazulernen ... Langgediente ICEs können schäbig wirken oder als alte, weise Drachen daherkommen, die viel erlebt haben. Oft wird Die Immobilienbranche ist für mich faszinierend, weil sie unglaublich komplex, vielfältig und spannend ist. Ulrich Höller Vorstandsvorsitzender der DIC Asset AG GCM 3 / 2013 Das Kalenderobjekt »ReMind« für Prokrastinatoren all das nicht als ein Teil des Produkts gesehen. Kann es aber sein. Durch einfache Dinge wie ein Gästebuch, Chatrooms, Verabredungsoptionen im Bistro usw. können solche Geschichten erzählt werden. Und mit etwas Glück stellen sich wunderbare Erlebnisse ein. Experience Design macht gewissermaßen den Weg zum Ziel: Was ist gewonnen, wenn man den Prozess ins Ziel integriert? Zunächst einmal stellt es die Philosophie der Bequemlichkeit in Frage! Ich kann selbst kochen oder essen gehen. Experience Designer spielen das nicht gegeneinander aus! Wir arbeiten daran, dass Menschen wieder das Vergnügen zurückbekommen, was sie bei bestimmten Tätigkeiten spüren. Es stellt sich bei Aktivitäten ein, die mit einer gewissen Bewusstheit ausgeführt werden. Um die zu fördern, werden ganz unterschiedliche Arten von Erlebnissen in Objekte eingebaut: Würden wir für Ikea arbeiten, dann ließen wir den Aufbau der Möbel handwerklicher erscheinen. Mit der Fertigstellung soll ich mich fühlen, als hätte ich es selbst gemacht. Oder nehmen Sie die Spülmaschine. Sie ist eine geniale Erfindung, nimmt mir aber die kontemplativen Erlebnisse, die ich im Urlaub beim Abwaschen habe. Könnte man Spülmaschinen herstellen, die sich mehr wie Selbstspülen anfühlen? Jede Tätigkeit hat dieses Potenzial. Bei manchen macht es Sinn, bei anderen nicht! Und auf einiges kommt man selber gar nicht, das wurde mir bei dem durchs Bullauge der Waschmaschine gefilmte YouTube-Video klar. Doch Menschen wollen bei Dingen, die ihnen am Herzen liegen, dabei sein. Wer lässt sich von erlebnisorientierten Produkten faszinieren – der Homo ludenz, der den spielerischen Zugang liebt? Alle Menschen hungern danach, Dinge zu machen, die für sie bedeutungsvoll sind ... Wer das verliert, wird psychisch krank und ist traurig oder gar depressiv. Sicherlich will ich nicht immer und nicht in jedem Lebensbereich alles bedeutsam machen. Es wäre Quatsch, alle Restaurants abschaffen, damit alle durch Selbstkochen glücklich werden ... Wie designbar ist das Auslösen intensiver Emotionen? Gestaltung ist immer eine Frage der Kontrolle. Regisseure wissen sehr wohl, wie sie ein ganzes Filmpublikum zum Weinen bringen. Es sitzt im Kino, kann nicht weg und lässt sich auf die Story ein. Auch der Vergnügungspark hat hohe Kontrolle. Zwar nicht darüber, ob jemand zu viel Pommes isst und erbricht, aber darüber, was sich gut anfühlt und bedeutungsvolle Erlebnisse schafft. Heißt dass je mehr Story, desto mehr Kontrolle? In der Tat. Excel ist beispielsweise ein sehr flexibles Produkt und entsprechend emotionslos. Im Experience Design geht darum, eine gewisse gestalterische Kontrolle aufzubauen und strukturierend in Situationen einzugreifen, so wie ein guter Gastgeber. Er empfängt, zeigt, wo man sitzt, bringt Menschen in Kontakt und sorgt für leibliches Wohl ... Übertragen auf die Produktwelt heißt das: Ich muss mich positionieren und kann Zielgruppen nicht mehr so offen lassen wie im Massenmarkt. Der Erfolg von Marken wie H&M oder Zara liegt darin, dass sie die Kreativität ande- GERMAN COUNCIL . Faszination THE MULTI PERSPECTIVE MultiSec Mall Management GmbH www.multi.eu GCM 3 / 2013 rer Modedesigner kapitalisieren. Nüchtern sind es Me-too-Produkte, billig in Masse produziert, um Gewinne zu optimieren. Ein Modell, bei dem Faszination eine wesentliche Rolle spielt, sieht anders aus! Wie sähe ein Händlerkonzept aus, das auf Faszination fußt? Solange die Umsatzmaximierung an erster Stelle steht, ist es ein Abverkaufsthema und keins der Faszination! Faszination entsteht meist da, wo sich Leute etwas trauen, was noch nicht dagewesen ist. Es ist die Entwicklung einer anderen Welt, die aufregend neu ist und Tiefe hat. Den Kaffeeboutiquen von Nespresso ist das gut geglückt. Das Thema ist Instantkaffee, aber erfrischend anders serviert: hochwertiges Ambiente, Geschmacksrichtungen in unterschiedlichen Farben, die zum Entdecken und zum Kennertum anregen. Und obwohl die Zubereitung bequem und ohne Dreck ist, fängt sie zumindest Teile des Kaffeeerlebnisses ein. Geht es darum, die Sehnsucht nach Kompetenz zu stillen? Kompetenz, also in etwas gut werden, ist immer ein beliebter Aufhänger: der perfekte Ba- Mich faszinieren immer wieder Menschen, die ihre Ziele und Ideen mit Leidenschaft und hoher Professionalität verfolgen: im Sport, in der Kunst und gerade auch im Handel. Die Faszination unserer Shopping Center lebt von diesen Menschen, die aus einem Einkauf ein persönliches Erlebnis machen – ob als Unternehmer, als Architekt oder als Verkäufer. Alexander Otto Chair, ICSC European Advisory Board und CEO, ECE Projektmanagement GCM 3 / 2013 © kids.4pictures - fotolia.com GERMAN COUNCIL . faszination rista, Koch, Grillmeister ... Im Endeffekt geht es um eine noch unbekannte Welt, die man erobern kann. Stimulanz durch ein Ladenerlebnis, das merklich anders ist, kann ein weiterer Aufhänger sein. Verkauft ein Kaufhaus nun auch Skateboard-Räder, erfährt man dabei wenig von der Begeisterung, die die Skaterkultur bereiten kann. Wie bekommt man die ins Ladenerlebnis integriert? Und noch weit unterschätzt sind Rituale des Pflegens. Manufaktum bietet Schuhe plus Pflegerzeugnisse und professioneller Anleitung – Hilfe zur Erhaltung statt alle zwei Jahre Neukauf. Warum Produkte nicht so konzipieren, dass man ausbessern, verändern und bei Bedarf anbauen, variieren oder wegnehmen kann? Warum den Laden nicht dadurch zur kontinuierlichen Anlaufstelle machen? Im Experience Design ist das Nutzererlebnis wichtiger als das Produkt – warum sollte sich dieser Ansatz in einer Konsumgesellschaft durchsetzen? Beim Kaufen in der »alten Welt« interessierte nur der Abverkauf. Die Emotionalisierung erfolgte zuvor im Marketing. Ob das Produkt hält, was es verspricht, oder Kunden bindet, interessiert im Massenmarkt keinen. In der neuen Welt zählt die sich kontinuierlich entwickelnde Beziehung. Spotify kann ich jeden Tag kündigen. Statt um Abverkauf geht es um eine Qualität, die sich mit der Zeit entfaltet. Zur Faszination passt die neue Welt besser – früher wurde künstlich aufgebauscht und wenig eingelöst. Heute entwickelt sich Faszination im Zusammenleben mit dem Produkt. Die Geschichte wird über den Verkauf hinaus erzählt. Das macht etwas wie die Genius Bar in einem Apple Store so interessant. Man kommt immer wieder für Erklärungen oder Reparaturen. Es ist Service mit Profil statt Produktinszenierung, kompetente Alltagshilfe vom Händler statt der gleichgültige Verweis auf den Hersteller. Ein Interview mit Professor Marc Hassenzahl Das Gespräch führte Rahel Willhardt, freie Journalistin GERMAN COUNCIL . Faszination Stadt im Lichterglanz. einzigartig.stilvoll.anders. Hofgut Hagenbach 1 71522 Backnang Fon +49 (0) 7191 34312 - 0 Fax +49 (0) 7191 34312 - 20 [email protected] www.ideeundkonzept.com GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . Faszination Die Faszination des Duftes Was passiert im Kopf, wenn wir riechen? »Ein Duft muss die besten Augenblicke des Lebens wieder wachrufen.« (Karl Lagerfeld) Die Geschichte des Parfüms beginnt allerdings nicht erst zu Zeiten des Modezaren, sondern geht zurück bis in die Hochkultur des alten Ägyptens und auch Indiens. Eine Quelle der Inspiration – so wurden die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der aromatischen Substanzen gesehen. Lange Zeit waren die Duftmischungen in Ägypten eine Beigabe für die Toten. Seit dem Goldenen Zeitalter unter der Pharaonin Hatschepsut änderte sich dies grundlegend. Der lebende Körper wurde zum Ausdruck bildästhetischen Schönheitsideals und die Duftstoffe hauptsächlich für diesen verwendet. Welt des Duftes und wie beeinflussen Gerüche/Düfte unseren Alltag und unsere Entscheidungen, sei es bewusst oder auch ganz instinktiv? Fragen über Fragen: Wer könnte diese und noch viel mehr besser beantworten als die Expertin der Düfte selbst. Kristin Vogel, Trainerin Exklusivmarken von der Parfümerie Douglas, im Gespräch zum Thema »Faszination des Duftes«: Was fasziniert Sie an der Welt des Duftes? Die Welt des Duftes oder die Welt der Düfte ist (fast) unbegrenzt. Das macht ihre besondere Faszination aus. Je nach Stimmung und Ge- mütslage, nach Anlass, Jahreszeit oder Persönlichkeit kann man aus einem Füllhorn verschiedener Düfte wählen und natürlich auch verschiedene Düfte kreativ miteinander kombinieren. Das Schönste: Erlaubt ist, was gefällt! Was passiert im Kopf, wenn wir riechen – wie funktioniert es, dass wir etwas wohlriechend oder aber aufdringlich empfinden? Das Riechen ist derjenige der fünf Sinne, der am stärksten mit der Erinnerung verbunden ist und der auch die stärksten Emotionen auslöst. Wohl jeder von uns kennt das Gefühl, einen vertrauten Duft wieder in die Nase zu bekommen und emotional wieder in die Kindheit, erste Liebe oder welche Situation auch Jetzt ist die Erfolgsgeschichte des Parfüms nicht mehr aufzuhalten – immer neue Duftvariationen, Ingredienzien und Aromen wurden kombiniert, für jeden Geschmack sollte etwas dabei sein. Wie kommt es aber nun, dass wir bestimmte Gerüche mit ganz speziellen Erinnerungen verknüpfen? Was fasziniert uns genau an der GCM 3 / 2012 © pidjoe - istockphoto.com Erst die Kreuzzüge brachten die Duftstoffkultur ins Abendland. Vorher kannte man hier lediglich das einfache Lavendelwasser. Im 15. Jahr hundert kamen die ersten ätherischen Öle auf den Markt. Dies aber auch erst, als die handwerklichen Kenntnisse und Fähigkeiten soweit ausgereift waren. © IngaIvanova - istockphoto.com german council . faszination immer einzutauchen, mit der man diesen Duft verbindet. Faszinierend ist, dass es kein »wohlriechend« oder »aufdringlich« gibt, das alle Menschen miteinander verbindet, sondern dass es höchst individuell ist, was dem einen gefällt und dem anderen nicht. Wie wichtig sind Düfte für unser Leben? Düfte können Ausdruck unserer Laune und unserer Persönlichkeit sein. Düfte beeinflussen, wie Menschen einander wahrnehmen. Nicht zuletzt gibt es das Sprichwort, dass man jemanden »nicht gut riechen kann« … Düfte wirken darüber hinaus sehr assoziativ und sind schon sehr wichtig für uns. Macht der richtige Duft erfolgreich? Vielleicht. Düfte beeinflussen die Wahrnehmung der Attraktivität eines anderen Menschen. Wenn ein Gegenüber für den Wahrnehmenden gut riecht, steigt dessen Attraktivität und damit vielleicht auch die Wahrscheinlichkeit, erfolgreicher durchs Leben zu gehen. Dazu kommt sicher auch der Umstand, dass man sich selbst mit einem schönen Duft vielleicht ein wenig wohler in seiner Haut fühlt und dies auch ausstrahlt. Was macht einen Duft zu einem Klassiker, kommt es vor allem auf die Duftzusammensetzung an, spielt vielleicht auch der Flakon oder das Label eine mitentscheidende Rolle? Wenn man das so einfach sagen könnte … Wichtig ist auf jeden Fall eine Eigenständigkeit des Konzepts. Dazu gehört der Duft als solcher, der Flakon, das Packaging und auch Kommunikation und Marketing. Man denke beispielsweise an die legendären »Cool Water«-Spots in den 80er-Jahren, die ein ganz bestimmtes Markenbild transportierten und sicher ihren Beitrag dazu geleistet haben, dass dieser Duft ein moderner Klassiker wurde. Das Label als solches ist natürlich auch wichtig. Beispielsweise die absolute Markenikone Chanel und der Duft Chanel No.5, der viele Geschichten und einen ganz besonderen Geist verkörpert. Ein anderer (moderner) Klassiker ist der Duft »Le Male« von Jean Paul Gaultier in dem Flakon, der wie ein männlicher Torso aussieht. Hier war sicher auch das herausragende Flakondesign am Erfolg beteiligt. Wie lang dauert es, bis ein neues Parfüm entsteht / auf den Markt kommt? Das ist ganz unterschiedlich. Von der ersten Idee bis zum fertigen Duft vergehen mindestens Mich faszinieren Unternehmer, die ihre Visionen mit großem Mut umsetzen. In den vergangenen Jahren haben sich anlässlich des Jahreskongresses des GCSCs unzählige Unternehmer präsentiert, deren Kreativität und Entschlossenheit mich tief beeindruckten. Sie haben oftmals trotz vieler Widrigkeiten ihre Ideen verwirklicht. Ihr Überzeugt-sein, ihr Vertrauen in die Sache und der Einsatz ihrer ganzen Persönlichkeit machten sie erfolgreich. Dr. Ursula Grooterhorst Grooterhorst & Partner Rechtsanwälte GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . faszination sechs Monate, was aber schon ein sehr »sportliches« Timing darstellt. Ein solcher Entwicklungsprozess kann sich auch leicht über Jahre hinziehen, denn neben der kreativen Leistung des Parfumeurs gibt es viele Tests und Untersuchungen, die bis zur Marktreife durchzuführen sind. Und dann müssen natürlich auch noch Flakon, Umverpackung, Visuals für Marken- und Produktkommunikation, Marketing und Vertrieb gestaltet bzw. organisiert werden … »Das Parfum« von Süskind – die Pflichtlektüre für Parfüm-Experten? Auf jeden Fall vermittelt der Roman die Leidenschaft, die man für Düfte entwickeln kann, und gibt auch interessante Einblicke in die GCM 3 / 2013 Herstellung von Düften in alten, vor-synthetisierten Zeiten. Was inspiriert Sie? Mode, Trends, Launen, Jahreszeiten. Gibt es Veränderungen zu früher? Sind bestimmte Duftingredienzien beliebter als vor 20 Jahren? Insgesamt sind Düfte etwas leichter geworden und die schweren, orientalischen Ingredienzien sind zurückgegangen. Mit manchen Düften verbinden wir ganz besondere Erinnerungen, aus der Kindheit beispielsweise. Wie funktioniert so etwas? Düfte sind stark mit unserem emotionalen Gedächtnis verknüpft. Bei Menschen, die ihren Geruchssinn verlieren, lässt nachweisbar auch das Gedächtnis nach. Der Effekt, dass Düfte Reaktionen und Erinnerungen hervorrufen, ist neurobiologisch begründet und geht zurück bis in die ersten Evolutionsstufen aller Lebewesen. Die Ereignisse des täglichen Lebens werden vom Gehirn mit den dabei beteiligten Sinnen verknüpft. Wenn nun einer dieser Sinneseindrücke wieder erlebt wird – und das Riechen ist der Sinn, bei dem dies mit Abstand am ausgeprägtesten ist – kommt einem wieder in den Sinn, mit welchem Ereignis dieser Duft verknüpft ist. Am schönsten formuliert hat das der Romancier german council . faszination tatkräftig richtungsweisend objektiv weitsichtig engagiert Wir sind für Sie, wie wir sind. TROWE. Versicherungen, Erfahrung und Unabhängigkeit seit 1950. Mit rund 100 Mitarbeitern an 5 Standorten in Deutschland und einem weltweiten Netzwerk vertreten wir Ihre Interessen – wo auch immer Sie uns brauchen. Fordern Sie per Mail ([email protected]) unsere neue Imagebroschüre an oder vereinbaren Sie telefonisch (0211 - 16896-41) einen Termin, bei dem wir uns Ihnen vorstellen. Wir freuen uns darauf, Sie kennen zu lernen. GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . faszination Marcel Proust, dem bei dem Biss in ein Gebäckstück, das er in seine Teetasse getunkt hatte, die gesamte Welt seines Romanzyklus »Auf der Suche nach der verloreneren Zeit« vor das geistige Auge stieg … Düfte für die Kundenbindung – welche Düfte/ Duftkonstellationen eignen sich besonders für den Handel als Marketinginstrument? Falls Sie damit Raumbeduftung-Konzepte meinen, mit denen vor Ort Stimmungen erzeugt werden sollen, beispielsweise ein Duft nach frischem Brot, der Lebensmittelkäufer in Feinkostläden inspirieren soll, oder andere Konzepte dieser Art, passen wir hier. Wir legen ganz im Gegenteil Wert darauf, dass unsere Verkaufsräume möglichst gut belüftet sind, damit man möglichst viele Düfte ohne Irritationen ausprobieren kann. Kundenbindung findet bei uns allerdings dahingehend statt, dass es uns immer wieder gelingt, Düfte exklusiv für Douglas zu beziehen, sodass wir unseren Kunden eine ganze Reihe Düfte anbieten können, die sie nirgendwo anders bekommen. Wie zum Beispiel die Düfte von Jette Joop, Superdry, DSQUARED oder Toni Gard. Wie beeinflussen Düfte unser Kaufverhalten? Sie wecken Emotionen, die unser Verhalten beeinflussen können. Mich fasziniert die Immobilienbranche weil es dort so herrlich schräge Typen gibt! Jörg Banzhaf Geschäftsführer Corio Deutschland GmbH GCM 3 / 2013 Welches Parfüm ist Ihr Lieblingsparfüm? »ANNA« von Annayake und »Pour Elle« von Annayake. Ein Interview mit Kristin Vogel, Trainerin Exklusivmarken, Parfümerie Douglas Das Gespräch führte Kristina Tams, Nebelung und Behrens, Hamburg german council . faszination RealISIeRte und In Bau / In Planung BeFIndlIcHe SHOPPIng-PROjekte deR B&l gRuPPe Shoppingcenter kiel Fachmarktcenter timmendorf Highstreet Immobilie Schwerin in Planung / in Bau Hamburg * * in kooperation mit der ece Berlin Braunschweig krefeld castrop-Rauxel dortmund Mülheim Wuppertal düsseldorf leipzig Weimar Frankfurt Mainz dresden chemnitz coburg erlangen Saarbrücken Wörth darmstadt nürnberg Heidelberg Pforzheim Freiburg München konstanz SHOPPINGKOMPETENZ VON KIEL BIS KONSTANZ die entwicklung und Vermietung von Highstreet Immobilien, Shopping- und Fachmarktcentern in den besten lauflagen deutscher groß- und Mittelstädte ist eine der kernkompetenzen der B&l gruppe. als verlässlicher Partner für Investoren, nutzer und gemeinden sind wir ein garant für den langfristigen erfolg unserer Projekte im gesamten Bundesgebiet. darüber hinaus verfügt die B&l gruppe über jahrzehntelange erfahrung in den Bereichen Property-, Facility- und centermanagement sowohl für eigene Objekte als auch im auftrag namhafter kunden. www.bl-gruppe.de GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . faszination Die Faszination des Fliegens Zusammenspiel von Technik und Naturgewalten Es ist ein düsterer Abend in Los Angeles. Regen peitscht über die Startbahn und Sturm erschwert den Start in der kalifornischen Metropole. Doch keine zwei Minuten später bricht der Flieger durch die Wolkendecke – und ein klarer, vom Vollmond erhellter Himmel empfängt die Piloten. Später schiebt sich der Erdschatten vor die Mondscheibe. Sigurd Behrens scheint immer noch ergriffen von diesem Anblick. »Fünf Stunden begleitete uns eine absolute Mondfinsternis.« Als sie auf ihrem Flug weiter Richtung Norden kamen, wurde die Mondfinsternis von einem zweistündigen Nordlicht abgelöst. Ma- gische Erlebnisse wie dieses üben für den 45-jährigen Piloten auch nach 22 Berufsjahren noch einen besonderen Reiz aus. Da stellt es sich dann ein, dieses Gefühl der grenzenlosen Freiheit, wie Reinhard Mey es bereits besang. Ebendiese Grenzenlosigkeit und Freiheit sind es, warum viele Menschen der Faszination des Fliegens erlegen sind. Bereits seit Menschengedenken träumen wir davon, uns vogelgleich in die Lüfte zu erheben. Ikarus bezahlte diesen Traum sogar mit dem Tod. Dabei ist die Freiheit über den Wolken nicht so grenzenlos, wie manch ein Laie vermutet. »Auch wenn es im Luftraum keine Leitplanken und Mittelstreifen gibt, so sind wir Piloten dennoch an äußerst strenge Vorschriften gebunden«, erläutert Behrens. Doch die empfindet er nicht als Beschränkung. Mit strahlenden blauen Augen und leicht gebräunter Haut scheint er jedes Klischee zu erfüllen, das die meisten Menschen von Piloten haben: Immer unterwegs, mit einer ganzen Armada von bildschönen Stewardessen im Schlepptau, in den tollsten Hotels der Welt zu Hause. Behrens streitet nicht ab, dass er es genießt, als Langstreckenkapitän in die entlegensten Winkel der Welt zu kommen, die er privat höchstwahrscheinlich nie gesehen hätte. Und er schätzt auch die Internationalität seiner Arbeit: »Ich liebe es, mit Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen zusammenzuarbeiten.« Das gilt gleichermaßen für die Crew und die Passagiere. Dieser Umgang mit Menschen sämtlicher Nationalitäten, Kulturen und Gesinnungen habe ihn weltoffener, toleranter gemacht und seinen Horizont in jeglicher Beziehung erweitert. Aber der zweifache Familienvater schätzt auch die hohe Verantwortung, die sein Beruf mit sich bringt. Und ist erst richtig glücklich, wenn alle pünktlich, zufrieden und sicher am Ziel angelangt sind. Zusammenspiel von Technik und Naturgewalten Doch die eigentliche Faszination des Fliegens liegt für Behrens im Zusammenspiel zwischen Technik und Naturgewalten. Das wird ihm immer wieder besonders bewusst, wenn er auf seinem Lieblingsflieger, dem Airbus A340-600, GCM 3 / 2013 german council . faszination unterwegs ist. 330 Passagiere fasst das 75 Meter lange Flugzeug. »Wenn ich mit 300 Kilometer die Stunde über die Startbahn rase, und 360 Tonnen Gewicht sich in die Luft erheben, nur weil ich an einem kleinen Sidestick ziehe, dann fasziniert mich das jedes Mal aufs Neue.« Wer den Kapitän der größten deutschen Airline so reden hört, ist überzeugt davon, dass er sich mit der Fliegerei einen Kindheitstraum erfüllt hat. So ist es aber nicht. Doch als er 1988 zum ersten Mal am Steuer eines Motorseglers über den Bodensee glitt, schlug es ihn sofort in den Bann. Sein Weg führte ihn über die Bundeswehr zur zivilen Luftfahrt. Kein so selbstverständlicher Weg, wie man meint. Denn während der Bundeswehrpilot in erster Linie einen Auftrag zu erfüllen hat, steht für einen Piloten der zivilen Luftfahrt die Sicherheit der Crew und der Passagiere im Mittelpunkt – eben flankiert von vielen Bestimmungen. Absolute Freiheit Nicht der ideale Ausgangspunkt, um das Gefühl der absoluten Freiheit aufkommen zu las- sen. Doch Sigurd Behrens hat gar nicht den Anspruch, dass dieses ihn im Berufsalltag begleiten muss. Dafür hat er andere Wege gefunden: So gibt es nichts, was er noch nicht geflogen ist – vom Segelflieger über Hubschrauber bis zum Airbus; lediglich der Zeppelin würde ihm noch fehlen, wie er grinsend gesteht. Und auf den Tornado hat er es auch nicht mehr geschafft, da er vorher von der militärischen auf die zivile Laufbahn umschwenkte. Auch wenn man sich als Flugkapitän in einem engen Korsett von Sicherheitsbestimmungen und Vorschriften bewegt, so hat GCM 3 / 2013 © whitelook - fotolia.com GERMAN COUNCIL . faszination auch Behrens die absolute Freiheit des Fliegens bereits genossen: als Kunstflieger und beim Gleitschirmflug. »Als Kunstflieger kannst du dich austoben, deine Loopings und auf dem Kopf fliegen.« Und der Gleitschirm sei das einzige Fluggerät, bei dem man sich total Sigurd Behrens, Flugkapitän Airbus 330/340. GCM 3 / 2013 frei fühle, da man in der Luft schwebe, kein festes Fluggerät einen einschränke, unter sich nur Boden und Luft. Ein Beitrag von Franziska Bauermeister, Nebelung und Behrens, Hamburg Aber Behrens hat für sich einen weiteren Weg gefunden, wie er die besagte absolute Freiheit genießen kann: auf dem Surfbrett. Seit 1981 hat er sich dem Windsurfen verschrieben, genießt den Umgang mit sowie die Abhängigkeit von den Elementen. Wenn er über das Wasser gleitet, dann fühlt er sich eins mit der Natur. Und so unterschiedlich seine Leidenschaften scheinen, so sehr ähneln sie sich doch. »Beim Surfen zieht oder treibt mich die Luft, beim Fliegen trägt sie mich.« Er hat früh verstanden, dass er seine Passionen – Fliegen und Surfen – nur mit den Naturgewalten ausleben kann, dass er sie akzeptieren, verstehen und mit ihnen arbeiten muss, sie aber nie beherrschen wird. Er braucht den Ausgleich in der Natur. Auf dem Surfbrett stellt es sich für ihn ein, dieses Gefühl der grenzenlosen Freiheit, das viele Menschen mit der Faszination des Fliegens verbinden. Mich faszinieren die zukünftigen Möglichkeiten für den Handel, noch intensiver in Innovationen und neue Geschäftsmodelle einzutauchen. Prof. Dr. Diane Robers DB Forschung & Beratung Chapman Taylor german council . faszination Lootsi Tallinn – Festival Retail Center HUMA Sankt Augustin – Stadterneuerung (Generalplanung) HUMA Wien – Neupositionierung (Generalplanung) Forum Duisburg – ICSC European Shopping Center Award 2010 Trinity Leeds – Städtebaulich integriert + witterungsgeschützt, Eröffnet März 2013 Chapman Taylor Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung in der Planung und Realisierung von Einkaufszentren und innerstädtischen Galerien zählt Chapman Taylor weltweit zu den führenden Architekturbüros für Handelsimmobilien. Seit der Gründung des Düsseldorfer Büros in 1997 hat Chapman Taylor eine Vielzahl von Projekten in Deutschland und Osteuropa realisiert und bietet Bauherren von der Konzeptplanung bis zur Generalplanung ein umfassendes, grenzüberschreitendes Dienstleistungsangebot. GCM 3 / 2013 Chapman Taylor Deutschland / Peter-Müller-Straße 10, 40468 Düsseldorf / www.chapmantaylor.de / e.duesseldorf @ chapmantaylor.com / +49 (0)211 88 28 69 0 GERMAN COUNCIL . faszination Kommentar Von der Seitenlinie Der Mensch kommt zu kurz Zahlen sind ein essenzieller Bestandteil des Wirtschaftslebens. An ihnen lässt sich der Erfolg oder Misserfolg einer Unternehmung ablesen. Dank ihnen lassen sich riesige Konzerne bis in die kleinsten Verästelungen führen. Mit Zahlen lässt sich Ordnung in unternehmerisches Handeln in Form von Kalkulationen und Bilanzen bringen – auch wenn diese Ordnung manchmal nur vorgegaukelt ist. Mit Zahlen lassen sich Statistiken erstellen. Und diese Statistiken wiederum verdeutlichen Trends, machen Märkte und wecken Begehrlichkeiten. Doch ist der Mensch Herr über die Zahlen? Oder sind nicht vielmehr die Zahlen Herr über die Menschen? In modernen Volkswirtschaften koppelt sich jedenfalls die Zahlenwelt zunehmend von der Realität ab. Wie ist es sonst zu erklären, dass man zum Beispiel durch die bloße Fähigkeit, Optionsprämien berechnen zu können, im Investmentbanking stolze Summen verdienen kann – ohne jegliche Wertschöpfung. Alchimisten, die in früheren Zeiten wertlose Dinge zu Gold machen wollten, würden sich angesichts solchen Treibens verwundert die Augen reiben. Oder der Irrglaube vieler Controller, mit ihrem Verlangen nach immer mehr Daten und Kennziffern tatsächlich Risiken beherrschen zu können. Was für eine schöne Illusion. Man sollte dankbar sein für jede Finanzkrise wie die von 2008, die immer mal wieder die Vergeblichkeit solchen Treibens aufzeigt. Gesunder Menschenverstand ist im Risikomanagement mindestens genauso wichtig wie der ausgefeilte Reporting-Sheet. Zahlen spiegeln im Wirtschaftsleben letztlich nur das wider, was menschliches Handeln ausgelöst hat. Das sollte niemals aus den Augen verloren werden. Die Flut an Quartalsergebnissen und Jahresabschlüssen mag ein dankbarer Treibstoff für komplexe und vermeintlich smarte Analysemodelle sein. Die Kurse von Aktien mögen vermeintlich die Stärke oder Schwäche eines Unternehmens widerspiegeln. Wer nicht die Menschen dahinter in seine Betrachtungen mit einbezieht, ihre Stärken und Schwächen, ihren Antrieb und ihre Verhaltensweisen – der hat von Wirtschaft überhaupt nichts verstanden. Diese Betrachtung sei einmal vorausgeschickt für die Einordnung der laufenden Diskussion im Einzelhandel, ob der stationäre Handel angesichts der zunehmenden Stärke des Herausforderers Online-Handel überhaupt noch eine Zukunft hat. Die Zahlen sprechen für sich: Innerhalb von nur vier Jahren ist der Anteil des Online-Handels am gesamten Einzelhandelsvolumen hierzulande GCM 3 / 2013 von 15 auf 27 Prozent angestiegen. Bücher oder Elektronikartikel sind längst nicht mehr die größten Umsatzbringer mit 3,1 beziehungsweise 3,5 Milliarden Euro Online-Umsatz im vergangenen Jahr – es sind Textilien und Schuhe mit 7,9 Milliarden Euro. Wie gruselig aus Sicht des stationären Einzelhandels, dass nun also auch beratungsintensive Produkte über das Internet den Weg zum Kunden finden. Da wird offensichtlich an tragenden Pfeilern des Geschäfts gerüttelt. Aber sagen die Zahlen die Wahrheit? Ja, sie sagen die Wahrheit für diejenigen Einzelhändler, die sich von solchen Statistiken mitreißen lassen und sie für bare Münze halten. Eine solche Verhaltensweise mündet zwangsläufig in Depressionen. Bei einigen großen Filialisten schlägt sich das dann zum Beispiel in einem zwanghaften Sparverhalten nieder – natürlich gern und vor allem beim Personal. Was ist das aber für ein verheerendes Signal für die Belegschaft, wenn ihr Arbeitgeber aus der Tarifbindung ausschert, um künftig Lohnerhöhungen abzufangen, wie es Karstadt getan hat: Wie soll die Begeisterung für das Warenhauskonzept auf die potenziellen Kunden überspringen, wie soll Leidenschaft in der Beratung und im Verkauf aufkommen, wenn gute Leistung mies bezahlt wird? Natürlich gibt es auch in solchen Warenhausketten Leute, denen das Talent eines begnadeten Verkäufers geschenkt ist. Über kurz oder lang suchen sich solche Leute aber ein anderes, ein inspirierenderes und damit erfolgversprechenderes Umfeld. Oder was ist das für eine Konkurrenz von Amazon & Co., wenn beim Kauf der Urlaubslektüre in einer personell ausgedünnten Buchhandelskette dem Angestellten vor lauter Kassendienst und Sortierarbeit keine Zeit mehr für ein gelassenes Gespräch mit der Kundschaft bleibt? Auf eigene Entdeckungsreise kann man inzwischen auch im Internet gehen – dort kommen neben dem Probekapitel zum Reinlesen sogar noch mehr oder weniger hilfreiche Kommentare von anderen Lesern hinzu. Doch sagen die Wachstumsstatistiken für den Online-Handel wirklich die Wahrheit? Nein, sie sagen nicht die Wahrheit für diejenigen stationären Einzelhändler, die auf ein einzigartiges Einkaufserlebnis und persönliche Beratung setzen. Warum sind die Hollister- beziehungsweise Abercrombie-Filialen so voll, obwohl die gleichen Klamotten auch im Internet bestellt werden können? Weil im Laden in einer einzigartigen Umgebung alle Sinne angesprochen werden – und Menschen am Eingang andere Menschen begrüßen, auch wenn das dabei zur Schau gestellte Primat der Äußerlichkeiten durchaus Geschmacksache ist. Warum gehen im- © Paul Cotney - fotolia.com © Gina Sanders - fotolia.com german council . faszination mer noch kleine Buchläden im Prenzlauer Berg neu an den Start und stoßen auf eine dankbare Zielgruppe? Weil für gebildete Menschen – und davon gibt es immer noch eine Menge, auch wenn das Fernsehen regelmäßig ein anderes Bild unserer Gesellschaft zeichnet – ein gutes Gespräch über ein gutes Buch ein Bedürfnis ist, das regelmäßig befriedigt werden will. Das Angebot mag dann in der Bücherbude wesentlich kleiner sein als in der Buchhandelskette im Shopping Center oder im Internet sowieso – aber Klasse geht dann eben vor Masse. Ein Beitrag von Steffen Uttich, Leiter Fondsmanagement, BEOS AG Steffen Uttich schrieb in den vergangenen elf Jahren für die F.A.Z. schwerpunktmäßig über Geldanlage- und Immobilienthemen. Kürzlich war auf einer aufschlussreichen Tagung des Bundesverbandes der Immobilien-Investment-Sachverständigen mit dem provokanten Titel »Death of retail« die Prognose zu hören, der Einzelhandel werde sich in den nächsten drei Jahren stärker verändern als in den vergangenen 15 Jahren. Die Prognose ist glaubwürdig. Mit Zahlen lässt sich ihre Richtigkeit 2016 sicher belegen. Und doch wird sich bis dahin eines nicht verändern, nämlich die Grundvoraussetzung eines erfolgreichen stationären Einzelhandels: Wer den Menschen ernst nimmt, als Individuum mit allen Stärken und Schwächen und nicht als Kostenkennziffer oder auswechselbarer Konsument, der hat die Zeichen der Zeit verstanden. GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . Faszination Immobilien sind so faszinierend wie ein neuer Porsche Cayenne Die Immobilienbranche hat ein Problem. Nur wenige Berufsanfänger sind fasziniert von dem Geschäft mit Wohnungen, Büros und Shopping Centern. Sie haben bis vor Kurzem das Segment »Real Estate« bei Egon Zehnder International mitbetreut und kennen die Immobilienbranche bestens. Was ist so faszinierend am Geschäft mit Gebäuden? Die Branche ist sehr komplex. Zahlreiche Unternehmen verschiedener Couleur sind an der Wertschöpfungskette beteiligt – von Investoren, Immobilienfinanzierern, Bauunternehmen über Projektentwickler und Asset Manager bis hin zu Maklern. Sie alle arbeiten zusammen an einem Produkt, das einen extrem hohen Investitionsbedarf hat, das erst langfristig Renditen abwirft und das häufig ein internationales Portfolio umfasst. Mich als Managementberaterin faszinieren die Möglichkeiten der Branche. Viele Unternehmen können sich noch deutlich verbessern – vor allem beim Talent-Management. Es ist mir ein Anliegen, ihnen dabei zu helfen. Wenn die Branche so faszinierend ist, warum wollen Berufseinsteiger dann lieber bei Audi, BMW oder Porsche arbeiten, statt bei Hochtief oder Jones Lang LaSalle? Andere Branchen machen stärker Marketing für sich selbst. Gerade Konzerne wie BMW oder Porsche produzieren technisch versierte Autos, die sie in der Werbung als Statussymbol emotional aufladen. Ich bin mir sicher: Auch die Immobilienbranche könnte junge Talente faszinieren. Die Unternehmen GCM 3 / 2013 © artun - istockphoto.com Im Gespräch verrät Wiebke Köhler, langjährige Top-Management-Beraterin und spezialisiert auf die Immobilienbranche sowie die Dienstleis tungsindustrie, warum sich das ändern muss. können ebenfalls mit tollen Ergebnissen punkten. Denken Sie nur an die HafenCity in Hamburg. Dort gibt es zahlreiche architektonisch anspruchsvolle Wohnungen, Büros und Geschäfte, die in jedem Reiseführer erwähnt werden. Man müsste diese und andere Leistungen der Immobilienbranche in der Werbung und Pressearbeit stärker herausstellen. Weshalb macht die Branche das nicht? Weil es keine großen Unternehmen wie Audi, BMW oder Porsche gibt, die viel Geld in Werbung stecken können. Die Immobilienbranche ist fragmentiert. Sie lebt von vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen, die dann auch noch unterschiedlichen Wertschöpfungsstufen angehören und eine Vielzahl an Einzelprojekten betreiben. Deswegen Die Vielfalt und Anpassungsfähigkeit des Einzelhandels fasziniert mich. Deshalb sind der Einzelhandel und die Immobilienwirtschaft ideale Partner. Holger Knapp Geschäftsführer Deutscher Fachverlag GmbH GERMAN COUNCIL . Faszination Ein guter Gründ: Ein Investment mit Stabilität Weitere gute Gründe für die Aktie der Deutsche EuroShop unter www.shoppingcenter.ag GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . Faszination müsste meiner Meinung nach der Immobilienverband im Auftrag aller seiner Mitglieder das Image der Branche verbessern – insbesondere bei Hochschulabsolventen. Das sollte zu schaffen sein. Immobilien sind so faszinierend wie ein neuer Porsche Cayenne. Von erfolgreichen Marketingmaßnahmen für die Branche würden alle profitieren. Wie begeistert ein einzelnes Unternehmen gezielt junge Talente für sich? Die Studie »Spitzentalente in der Immobilienbranche« von Egon Zehnder International zeigt: Junge Menschen, die Immobilienwirtschaft studieren, kennen die wichtigsten Unternehmen und möchten in Zukunft gerne für diese arbeiten. Aber es gibt ja auch Studiengänge wie BWL, VWL oder Wirtschaftsmathematik. Dort sind Immobilien-Unternehmen kaum bekannt. Um diese Studenten für das eigene Unternehmen zu begeistern, braucht es eine Klaviatur unterschiedlichster Maßnahmen. Die Firmen könnten zum Beispiel aktiv Praktikumsplätze anbieten, in Wochenendkursen mit Studenten Fallbeispiele besprechen oder generell enger mit Universitäten zusammenarbeiten. Es geht darum, ein mitreißendes Bild von der Branche zu zeigen. Warum ist das so wichtig? Auch hier hilft die erwähnte Studie weiter. Ein weiteres Ergebnis dieser lautet: Die Herausforderungen der Immobilienbranche werden in Ein faszinierendes Erlebnis war das Kennenlernen von Königin Beatrix der Niederlande bei der Eröffnung des Einkaufscenters Stadtshart Amstelveen! Stephan Jung Vorstand GCSC GCM 3 / 2013 Zukunft weiter wachsen. Es gibt einen Wettbewerb um Finanzierungsquellen und die Anforderungen der Investoren steigen. In diesem komplexen Umfeld werden Wachstumsstrategien, Finanzierungsansätze, Innovationskraft sowie die Qualität der Mitarbeiter über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Im Moment stützt sich die Branche jedoch eher auf Immobilienexperten und nicht auch auf branchenfremde Kräfte und Talente. Ist das in anderen Branchen anders? Ja. Banken und Versicherungen verstärken sich zum Beispiel seit einigen Jahren gezielt mit Talenten aus anderen Branchen. Das Stichwort dafür lautet Vielfaltsmanagement. Darunter versteht man unter anderem die Fragen, wie viele Frauen und Männer in einem Unternehmen arbeiten, wie viele Ausländer und Einheimische aber auch wie viele Branchenfremde. Die Studie zeigt: Die Immobilienbranche steht noch ganz am Anfang. Dort arbeiten überwiegend deutsche männliche Personen, die seit vielen Jahren in der Branche aktiv sind. Weshalb ist das schlecht? Langjährige Branchenkenner besitzen ein enormes Fachwissen. Das ist richtig. Natürlich kann ein Unternehmen nicht alle Positionen mit Branchenfremden besetzen. Wenn eine Firma etwas bauen möchte, braucht sie einen Bauingenieur. Aber auch bei Immobilienunternehmen gibt es viele Stellen, bei denen es nicht notwendig ist, dass die Angestellten in der Immobilienbranche großgeworden sind. Wenn man diese Positionen mit branchenfremden Talenten besetzt, erhöht das die Innovationsfähigkeit des Unternehmens. Sie zitieren immer wieder die Studie »Spitzentalente in der Immobilienbranche«. Dabei ist die doch gar nicht repräsentativ. Es wurden nur 26 Unternehmen befragt. Trotzdem zeigt die Studie, mit welchen Trends und Themen sich die Branche auseinandersetzen sollte und muss. Die Aussagen der Untersuchung sind allgemeingültig, wenn auch nicht statistisch repräsentativ. Bei den Empfehlungen muss man natürlich differenzieren. Unternehmen mit fünfzig Mitarbeitern müssen kein kompliziertes Talent-Management-System installieren. Grö ßeren Unternehmen rate ich das dagegen schon. Und wenn sie das nicht machen? Dann haben sie in Zukunft ein Problem. Wieso? Auf die Immobilienbranche kommen wie schon erwähnt zahlreiche Herausforderungen zu. Die Gewinner im Kampf um Talente werden sich mit großer Wahrscheinlichkeit einen überproportionalen Marktanteil sichern können. Die meisten Unternehmen sollten deshalb umdenken. Intensivere Talent-Management- und Hochschul-Marketing-Aktivitäten zahlen sich aus. Ein klarer Ansatz bei der Anwerbung und Förderungen von jungen Talenten kann Innovationsund Wachstumspotenziale freisetzen. Ein Interview mit Wiebke Köhler Das Gespräch führte Sebastian Wenzel, freier Journalist Wiebke Köhler ist langjährige Top-Management-Beraterin und spezialisiert auf die Immobilienbranche sowie die Dienstleistungsindus trie. Sie arbeitete unter anderem bei Roland Berger Strategy Consultants, McKinsey & Company und zuletzt bei Egon Zehnder International. Herr Wenzel ist der erste GCSC Preisträger des Innovationspreises Handel 2013 in der Kategorie »Nachwuchs«. WIR GERMAN COUNCIL . Faszination sind Weihnachten! Christine Hager Head of Center Management Jones Lang LaSalle GmbH Ralph Dodenhof Inhaber Dodenhof Posthausen KG „Wir erleben bei First Christmas einen Rund-um-Service: Vom erstklassigen Konzept bis zum Auf- und Abbau. Das macht unser Leben einfacher!“ „Auch für unsere kleinen Objekte mit eher übersichtlichen Budgets ist First Christmas ein toller Partner, zum Beispiel für den Hamburger Hof und die Gänsemarkt Passage.“ Werner Nuoffer Head of Center Management mfi AG „First Christmas heisst für mich: Wirklich sensationelle Kreativität und gemeinsames Ringen um die beste Lösung.“ Frank Pöstges-Pragal Geschäftsführer CentrO Oberhausen „In CentrO-Augen ist First Christmas wirklich First Christmas - erste Klasse halt.“ Dr. Nils-Christian Hakert Chief Operatimg Officer Atrium European Real Estate „First Christmas ist absolut verlässlich. Sie leben einen hanseatischen Stil.“ T: +49 40 8664 8750 [email protected] www.firstchristmas.de GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . Faszination Faszination New York Shopping / Travelling / New York / Safari / Fifth Avenue / Eataly / Investment Rund um den Globus hat das Shopping jede Menge begeisterte Anhänger: Konsumenten, Handelsunternehmen und Investoren. Im Gegensatz zu früher wird jedoch nicht mehr klassisch und ausschließlich im Laden um die Ecke eingekauft, sondern zunehmend auf Reisen, in der Freizeit, bei Städtetouren oder im Shopping Center. Erstmals reisten 2012 mehr als 1 Milliarde Menschen in einem Jahr grenzüberschreitend. Das ist ein bedeutender Rekord – und vor allem ein bedeutender Trend. Diese Zahl wird kräftig weiter steigen: Die Welt-Tourismus-Organisation rechnet damit, dass schon 2030 bereits 1,8 Milliarden Menschen international unterwegs sein werden. Europa ist derzeit mit 52 % der Reiseströme noch führend, wird aber bereits in zwei Jahren unter die 50 %-Schwelle zurückfallen. Auf Reisen wird überdurchschnittlich stark eingekauft. Metropolen sowie beliebte Reiseziele melden einen deutlichen Touristenzuwachs: New York z. B. verzeichnet in den letzten sieben Jahren einen Besucheranstieg um 18 % auf jetzt 53 Millionen Besucher p. a. Da ist es für immer mehr Händler nur richtig und logisch, sich globaler aufzustellen und grenzüberschreitend zu expandieren. New York erlebt ein auffallendes Interesse von europäischen Handelsunternehmen, die am wieder boomenden Konsum der USA teilnehmen wollen. In Europa sind neben London insbesondere die deutschen Großstädte attraktive Ziele von internationalen Händlern geworden. Kein Wunder, der deutsche Handel wird in diesem Jahr mit einer stabilen Umsatzsteigerung über 430 Milliarden Euro umsetzen. Das Wachstum von Verkaufsflächen in Deut schland ist jedoch erstmals zum Stillstand gekommen: Die Schließungen von Warenhäusern und insolventen Händlern gleichen den nur noch moderaten Anstieg von Shopping Centern und Neuentwicklungen quasi aus. 2012 und 2013 entstehen jeweils weniger als zehn neue Shopping Center. Dabei sind diese Center im Durchschnitt kleiner und befinden sich überwiegend in integrierter Lage der Innenstadt, wo sich seit Jahrhunderten der natürliche Ort für Handel befindet. Die in effekthaschenden Artikeln zitierte »Verkaufsflächenexplosion« gibt es daher nicht, diese betrug in den vergangenen zwölf Jahren im Durchschnitt unter 1 % pro Jahr. Natürlich wird die Evolution des Handels den einen oder anderen Marktteilnehmer vom Spielfeld verdrängen – das ist aber nicht neu. Ohne die stetige Weiterentwicklung säßen die Menschen wohl bis heute noch in einer Höhle und gingen Büffel jagen. Optimisten argumentieren vollkommen korrekt: Es entste- GCM 3 / 2013 german council . faszination hen dafür ja auch immer wieder neue Konzepte, die wir bislang noch nicht gekannt haben. Immer mehr Hersteller entscheiden sich für den direkten Dialog mit ihren Kunden – und werden zum Einzelhändler. Online – stationr – Multi channeling – the Future is … now? Seit Längerem steht immer wieder die Frage im Raum: Wie wird sich der Einfluss des Onlinehandels entwickeln? Durchaus berechtigt und eminent in diesem Zusammenhang zunächst mit vielen, oftmals rein spekulativen oder sogar falschen Zahlen und Zukunfts szenarien zunächst einmal aufzuräumen. Ja, es ist richtig, dass der Onlinehandel stärker wächst als der stationäre Handel. Wenn man die Zahlen des HDE zurate zieht, stellt man fest, dass der Anteil in Deutschland aktuell rund 7 % beträgt. Es ist auch richtig, dass einzelne Branchen deutlich über 10 % liegen und der Onlinevertrieb hier weiter an Bedeutung gewinnen wird. Falsch ist jedoch, mit nervösen Preisabschlägen auf die Konkurrenz im World Wide Web zu reagieren. Warum? Fragt man den Kunden im stationären Handel, wie wichtig der Preis für seine Kaufentscheidung ist, so erscheint dieses Kriterium auf Platz 8, ist also längst nicht so ausschlaggebend wie bislang vermutet. Klug ist, den stationären Handel mit dem Onlinehandel eng zu vernetzen. Dem Kunden GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . Faszination sollte jederzeit ein sogenannter Kanalwechsel möglich sein. Der Gutschein im Laden für den nächsten Onlinekauf kann ebenso funktionieren wie die Einladung via E-Mail oder Social Media zum baldigen Besuch des stationären Ladens. Eine zentrale Rolle für den Konsumenten spielt übrigens die Produktverfügbarkeit – sowohl online als auch offline. Gerade hier ist Kreativität gefragt: Beispielsweise die Lieferung und Abholung von Waren sollten fortlaufend optimiert werden. Schließlich ist leider aber auch richtig, dass Deutschland bei diesen Serviceleistungen weit abgeschlagen rangiert. Amerikas Internetpionier Marc Andreessen gilt als kluger Kopf und hat mit dem rechtzeitigen Verkauf seiner Firmen Milliarden verdient. Er prophezeit: »Software eats Retail«. Und ist sich sicher, dass es Ende dieses Jahrzehnts weder funktionierende Innenstädte noch Shopping Center mehr geben wird. Auch wenn man Herrn Andreessen in der Vergangenheit ein gutes Gespür für Zukunftstrends attestieren kann, so irrt er mit dieser Prognose sicherlich und eine jahrhundertalte Tradition wird nicht mit ein paar Klicks verschwinden. Mit fast zwei Millionen neuer Jobs in den letzten zwölf Monaten sinkt die Arbeitslosigkeit in den USA auf unter 8 %. Die Erholung der Wirtschaft, der Ansiedlungswille von internationalen Handelsunternehmen und eine deutlich steigende Konsumlust treiben die Mietpreise in Manhattan derzeit extrem nach oben: In der Bestlage der Upper Fifth Avenue rund um Tiffany, Cartier und Saks erreichen die Mieten fast 3.000 US Dollar/sqft – das entspricht einer Steigerung um rund 22 % zum Vorjahr. Als Effekt weichen mehr Händler in die Lower Fifth Avenue aus, wo die Mieten binnen einem Jahr um 75 % (!) stiegen und jetzt schon bei 1.000 US-Dollar/sqft liegen. Madison Avenue bildet mit plus 31 % keine Ausnahme. Was passiert in den trendigen Vierteln? Soho, Meatpacking District und rund um das Flatiron Building sind längst keine günstigen Geheimtipps mehr: Auch hier sind die Mieten in die Höhe gegangen und liegen zwischen 350 und 600 US-Dollar/sqft. Vorbild New York Liebe Konsumenten, Handelsunternehmen und Investoren: Keep smiling! Wie ist es in den USA um den stationären Handel bestellt? Dem üblichen Trendverlauf zufolge müssten doch hier als Erstes die Ausfälle zu spüren sein: GCM 3 / 2013 Das Erlebnis der authentischen italienischen Markthalle mit »touch, taste and enjoy« gewinnt leicht gegen jeden Klick. Apropos: Rechnet sich das? Jeder gut informierte NewYork-Besucher darf es nicht versäumen, einmal das EATALY zu besuchen: Dem Wachstum des Onlinehandels sind Grenzen gesetzt. Wir können es in anderen Bereichen beobachten: So stagniert beispielsweise die Zahl der Facebook-Anwender in Deutschland seit Ende 2012 bei etwa 25 Millionen und wächst nicht weiter. Das Wirtschaftswachstum ist mit 2,0 bis 2,5 % seit 2009 stabil und hat im ersten Quartal 2013 bei 2,5 % gelegen. Dabei war der Konsum mit einem überdurchschnittlichen Zuwachs der stärkste Treiber, genau wie in den Jahren 2010 (plus 5 %) und 2011 (plus 8 %). Eine 4.300 qm große Markthalle mit sieben integrierten Restaurants. An Spitzentagen werden hier 5.000 Essen serviert, 5.000 Ciabattas (zu 5,80 US-Dollar) verkauft und bis zu 15.000 Besucher gezählt. Steven Sadove, CEO, SAKS begrüßte die GCSC Delegation Meine Herren, bitte besuchen Sie keinesfalls in weiblicher Begleitung die 8. Etage von Saks german council . faszination Fifth Avenue. Eine komplette Kaufhausetage voller Schuhe, die jedes Jahr 100 Millionen USDollar Umsatz generiert. Steven Sadove, CEO von Saks erklärte Ende April 2013 der deutschen Delegation des GCSC persönlich die Erfolgsfaktoren, zu denen u.a. die große Kundenfokussierung der 1.500 Mitarbeiter gehört, die im Übrigen 70 verschiedene Sprachen sprechen. Eine »WOW-WALL« im Zentrum des Erdgeschosses bietet jede Woche ein dramatisch perfekt inszeniertes Produkt an, was mit größter Penetration beworben wird: Händler reißen sich um die Möglichkeit, hier einmal präsent zu sein. Der zum Jahresende 2012 von Savills World Research ermittelte Leerstand von 1,9 % in Manhattan entspricht praktisch einer Vollvermietung aller Handelsflächen. Dennoch gibt es derzeit nur zwei herausragende Projekte, die im Bau sind. Auf dem Gelände des World Trade Center baut der australische ShoppingCenter-Spezialist Westfield Handelsflächen, die die vier neuen geplanten Türme des 20 Milliarden US-Dollar-Projektes verbinden. Stararchitekt Santiago Calatrava fügt eine spektakuläre Eventhalle, den sog. Oculus hinzu, die u.a. für Fashion Shows und Produktpräsentationen vorgesehen ist. Westfield erklärt selbstbewusst, dass die 150 besten Marken der Welt als Mieter eingeladen werden, auf 45.000 qm ihre Läden zu öffnen. Kulinarisch verwöhnt wird der Besucher von 15 Spitzenköchen, die hier Sternerestaurants eröffnen sollen. Seit zwölf Jahren arbeitet die Stadt New York mit Partnern an einem Masterplan, das Gebiet Hudson Yards zu einem lebhaften Distrikt umzuwandeln und somit eine logische Erweite- rung von Midtown zu erreichen. Neben 20.000 Apartments und 2,5 Millionen qm Büroflächen werden auch rund 25.000 qm Handel entstehen. Bevor wir auf den Investmentmarkt blicken, mag ein besonderes Beispiel die Begehrlichkeit von verfügbaren Handelsflächen zeigen: 2011 staunte die Immobilienwelt noch über die Akquisition der Adresse 666 Fifth Avenue durch Inditex, die für 3.600 qm Ladenfläche immerhin schon 324 Millionen US-Dollar zahlten. Das Schweizer Luxuslabel Richemont S. A. hat jetzt im Oktober 2012 einen 2.300 qm großen Laden auf der Fifth Avenue erworben und mit dem Kaufpreis in Höhe von 375 Millionen USDollar dafür den höchsten qm-Preis gezahlt, der jemals in den USA erreicht wurde. GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . faszination New York City führt ohne Frage das Ranking der Retail-Real-Estate-Investmentmärkte der letzten zwölf Monate an. Das Volumen hat sich dabei im Vergleich zum Vorjahr etwa verdoppelt. Gelistet nach Umsatz folgen Los Angeles, Chicago, San Francisco und South Florida. Unter den TOP-10-Investoren finden sich aktuell nur nordamerikanische Unternehmen, allen voran Simon Property Group, Blackstone and CPP Investment Board. Neben Kanada tauchen unter den TOP 10 der ausländischen Investoren vier europäische Länder auf, die wieder stärker aktiv sind: Deutschland, die Schweiz, die Niederlande und Grossbritannien. Deutsche Investoren haben in den letzten 36 Monaten bereits wieder 1 Milliarde US-Dollar in Retail investiert. Das Team von Savills in New York meldet ein weiter zunehmendes Interesse an Core-Retail-Immobilien. Damit unterscheidet sich der Markt der USA letztlich nicht von anderen europäischen Märkten, in denen die Asset-Klasse Retail im Ranking immer deutlicher Spitzenplätze belegt und oft sogar die klassische Büroimmobilie auf den zweiten Rang verweist. GCM 3 / 2013 »Death of retail«? Wer hier den kalten Hauch des Todes im Nacken zu spüren glaubt, sollte mal wieder einkaufen gehen, vielleicht ist es nur das Pusten einer Klimaanlage … Ein Beitrag von Stephan Jung, Vorstandsvorsitzender des German Council of Shopping Center und Head of Retail Consultancy Germany, SAVILLS Immobilien Beratungs-GmbH Mich fasziniert die immer wieder auf ’s neue überraschende Veränderung von Branchen und Mietern in Shopping Centern. Glaubt man bei einem neuen Konzept zunächst nicht an einen langfristigen Erfolg, wird dieses plötzlich zum Must-have – oder wird eine schlecht performende Branche durch andere Betreiber verändert, wird diese unerwartet zum Erfolg geführt! Die Bereiche Handel, Gastronomie und Dienstleistungen bleiben in jedem Falle auch zukünftig faszinierend! Kay Brahmst Hermann Friedrich Bruhn GmbH & CO. KG german council . faszination GROOTERHORST & PARTNER RECHTSANWÄLTE Ihre erste Adresse für Immobilienrecht Grooterhorst & Partner verfügen über umfassende Kompetenz bei allen Rechtsfragen auf dem Gebiet der Gewerbeimmobilien. Zu unserer immobilienrechtlichen Praxis gehören die Begleitung von Immobilientransaktionen auf Verkäufer- oder Käuferseite. Wir übernehmen für unsere Auftraggeber die vertragliche Umsetzung von Investitionen sowie die Due-Diligence. Öffentliches und privates Baurecht sowie das gewerbliche Mietrecht sind Schwerpunkte unserer Arbeit. Unsere intensive und breitgefächerte Erfahrung setzen wir erfolgreich bei großflächigen Einzelhandelsprojekten ein. • Grundstücksrecht • Portfoliotransaktionen • Öffentliches und privates Baurecht • Gewerbemietrecht und Bauvertragsrecht • Restrukturierung von Problemimmobilien • Vergaberecht und öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP / PPP) Grooterhorst & Partner Rechtsanwälte • Königsallee 53–55 40212 Düsseldorf • Tel. +49 (0) 211/ 864 67-0 • Fax +49 (0) 211/13 13 42 [email protected] • www.grooterhorst.de GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . faszination Faszination zur Weihnachtszeit Wie Weihnachtsdekoration faszinierende Erlebnisse schafft, die Konsumenten über den Advent hinaus ins Shopping Center lockt – das gewinnt vor dem Hintergrund des wachsenden Onlinehandel zunehmend an Gewicht. Weihnachtsdekoration ist Ihrer Meinung nach eines der branchenunterschätztesten Marketinginstrumente. Wieso? Menschen sehnen sich nach der unbeschwerten Weihnachtszeit ihrer Kindheit und Jugend, spätestens ab Oktober freuen sie sich darauf. Darum sind Menschen in der Adventszeit emotional leichter berührbar. Das Bedürfnis ist dasselbe, auch wenn wir in anderen Lebensumständen und einer Hightech-Welt leben. Letztlich geht es um Emotionen und Unterhaltung! Sie meinen, Fluten von Kugeln, Lichtern und Weihnachtsmännern können selbst noch Erwachsene im 21. Jahrhundert faszinieren? Weihnachtsdekoration kann so repetitiv sein wie die nach dem »Cookie-Cutter-Prinzip« erbauten Malls. Wer es jedoch richtig macht, hebt sich erfolgreich aus der Masse hervor. Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Konzept! Die Erfolgsformel lautet, dass die Dekoration exakt zum Center passt – zu seiner Positionierung, Identität und Architek- GCM 3 / 2013 © monkeybusinessimages - istockphoto.com Weihnachtdekoration in Shopping Centern ist so alt wie das Handelsformat selbst. Wieso gewinnt es gerade jetzt an strategischer Bedeutung? Der E-Commerce erstarkt mit einem enormen Wachstumstempo. Will der stationäre Handel gegensteuern, muss er sich auf seine Stärken besinnen. Weihnachten, die umsatzstärkste Zeit, kann als Lehrstück dienen, wie sich der klassische Einzelhandel neu erfindet. Er kann Menschen etwas bieten, was Onlinehandel niemals sein kann: lebendiger Lebensraum! tur, also zu Formen, Farben, Materialien usw. – dies erfordert ein sehr breites und tiefes Fachwissen aller hierzu gehörenden Disziplinen. Könnte man sagen, Shopping Center differenzieren sich in Architektur und Ambiente aus – und mit ihnen die Weihnachtsdekoration? Genau das! Ziel eines jeden Centermanagers sollte es sein, Konsumenten die faszinierendste, schönste und aufregendste Weihnachtsdekoration im Einzugsbereich zu bieten. Letztlich bestimmen die »Ahs« und »Ohs« der Be- sucher, in welcher Stimmung sie einkaufen, wie lange sie verweilen, wie oft sie wiederkommen und ob sie Bekannten berichten. Wird das Center in der umsatzstärksten Zeit des Jahres zum »Talk of the Town«, hat das Management alles richtig gemacht! Wie sieht Weihnachtsdekoration aus, die Konsumenten emotional berührt? Ein gutes Beispiel ist das 2012 von der mfi eröffnete Center »Höfe am Brühl« in Leipzig. Eine spannende Architektur: Vier Höfe, jeweils 26 Meter hoch; jeder greift ein eigenes german council . faszination HANDELSKOMPETENZ AUS EINER HAND Wir betreuen Kunden an allen erfolgreichen Handelsstandorten in Deutschland sowie mit einem internationalen Team von RetailProfessionals in allen prosperierenden Handelsmärkten weltweit. Ein Team von Handelsspezialisten berät Eigentümer, Projektentwickler und führende Filialisten in allen Fragen der erfolgreichen Nuzung von Handelsflächen. Von der Konzeption bis zur Vermietung - Handelskompetenz aus einer Hand. RETAIL INVESTMENT Wir betreuen den Themenbereich Einzelhandelsimmobilien-Investment und operieren deutschlandweit mit dem Fokus auf großflächige Einzelhandelsimmobilien wie Shopping-Center und Fachmarktzentren. Ihr Ansprechpartner: Jan-Dirk Poppinga, Head of Retail Investment T: +49 30 72 61 54 155 E: [email protected] RETAIL VALUATION Unser bundesweit aktives Team ist spezialisiert auf die Bewertung von großvolumigen Immobilienportfolios und Einzelimmobilien im Bereich Einzelhandel. Ihr Ansprechpartner: Simon Ritsch, Head of Retail & International Valuation T: +49 30 726154 272 E: [email protected] RETAIL RESEARCH / CONSULTING Wir beraten Immobilieneigentümer, Projektentwickler und Handelsunternehmen in den zentralen Fragen der Entwicklung, Bewirtschaftung und Nutzung von Handelsimmobilien. Ihr Ansprechpartner: Karsten Burbach, Head of Retail Germany T: +49 69 170077 617 E: [email protected] RETAIL VERMIETUNG / AGENCY Wir beraten Handelsunternehmen in Fragen des Expansionsmanagements sowie bei der Optimierung und Restrukturierung von Filialstrukturen. Ihr Ansprechpartner: Karsten Burbach, Head of Retail Germany T: +49 69 170077 617 E: [email protected] SHOPPING CENTER SERVICES Unser Fokus sind Einkaufscenter oder Fachmarktportfolios von der konzeptionellen Beratung bei der Neuentwicklung oder Revitalisierung über die Branchenmixplanung und Vermietung bis zum Management. Ihr Ansprechpartner: Marcus Neumann, Head of Shopping Center Services T: +49 40 808020 50 E: [email protected] Detaillierte Informationen finden Sie auch auf unserer Website www.cbre.de. C www.cbre.de GCM 3 / 2013 © detailblick - fotolia.com GERMAN COUNCIL . faszination Thema auf. Die Zielgruppe des Innenstadtcenters sind Apple-Affine, sprich junge, urbane Berufstätige und gut situierte Touristen. Die »Höfe« bekamen eine XXL-Dekoration im New-York-Style – modern, minimalistisch und so, dass man nicht nur in Leipzig über sie spricht. Jeder Hof überraschte mit einem anderen Motiv. Im ersten »Nature-Hof« mit riesiger Pflanzenwand, wurden die größten Tannenzapfen der Welt installiert – hergestellt aus edlem Metall und innen beleuchtet, schimmerten sie in verschiedensten Goldtönen von der Decke. Im »Nature-Hof« Nummer zwei, der mit der großen Wasserfallwand, beeindruckten riesige Eiskristalle. Den »FashionHof« schmückte das größte Schmuckcollier der Welt – arrangiert aus goldenen Weihnachtskugeln und »Rubinen«. Und im »Medien-Hof« sorgten zwölf gewaltige Sterne, auf die eine computergesteuerte Lichtmusikshow projiziert wurde, für urbanes Weihnachtsflair. Das berührte die Menschen emotional. Ist das ein Plädoyer für Riesenobjekte statt Tannengirlanden? Auf keinen Fall! Nicht das Riesenobjekt oder die Tannengirlande, sondern Sinnhaftigkeit GCM 3 / 2013 zählt! Gerade Leipzig, wo die mfi zwei Center betreibt, ist dafür das beste Beispiel – gleicher Betreiber, gleiche Stadt, doch das Konzept fürs Paunsdorf Center führt in eine ganz andere Welt! Hier fasziniert den Besucher mit der größten begehbaren Wichtelwelt so etwas wie Tolkiens Mittelerde. Das ist Unterhaltung auf Disneyworld-Niveau. Herzstück ist ein Baum, den man über eine Rampe betritt. Er verzweigt sich in Wohnzimmer, Badezimmer, Küche usw. Die Räume zeigen Trolle, die Seifenblasen pusten, Plätzchen backen, musizieren etc. Auch hier bestimmten die lokalen Gegebenheiten das Konzept: Da sich das eingeschossige 120.000-qm-Center am Stadtrand als typisches Familieneinkaufscenter positioniert, mussten Große wie Kleine angesprochen werden. Und da die langgezogene Mall mit ihren Spitzdächern kaum Raum für Dekorationen bietet, kam nur der große Platz in der Centermitte für eine beeindruckende Installation infrage. Da sind ja die leuchtenden Kinderaugen vorprogrammiert! Nicht nur Kinderaugen-, auch Erwachsene fühlen sich stark emotional angesprochen. Am Rande erwähnt: Ursprünglich sollte der Baum zum Jahreswechsel abgebaut werden. Doch die Ich-will-zum-Baum-Rufe der Kinder ebbten nicht ab. So entschied die Managementgesellschaft, die Bauminstallation zu verlängern. Wir gestalten ihn nun je nach saisonalem Anlass um. Ein Interview mit Dr. Kersten Rosenau, Geschäftsführer, First Christmas Das Gespräch führte Rahel Willhardt, freie Journalistin german council . faszination Wir schaffen eine besondere Verbindung zwischen Mensch und Immobilie! Einkaufszentrum Forum Gummersbach, Gummersbach Wilhelm-Hamacher-Galerie, Troisdorf Einkaufszentrum Forum Hanau, Hanau DOMICIL-Seniorenpflegeheim Hammarskjöldring, Frankfurt DOMICIL-Seniorenpflegeheim Gotlindestraße, Berlin-Lichtenberg DOMICIL-Seniorenpflegeheim Carl-Ulrich-Straße, Neu-Isenburg Handelsimmobilien und Seniorenpflegeheime sind unsere zwei tragenden Säulen. Wo immer wir die Möglichkeit sehen, auch darüber hinaus menschliche Werte mit Immobilien zu verbinden, werden wir uns engagieren. HBB Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH Brooktorkai 22 20457 Hamburg Tel.: +49 (40) 60 09 07 100 Fax: +49 (40) 60 09 07 109 Internet: www.HBB.de GCM 3 / 2013 Die Handelsimmobilienbranche ist für mich faszinierend, weil es immer wieder Neues gibt, das die Wünsche, Bedürfnisse und Sehnsüchte der Kunden erfüllen und befriedigen kann – für jeden, allenorts und zu jeder Zeit. Mich fasziniert die weltweit globale Einzelhandelsbranche – und damit die Abbildung der kulturellen Entwicklung unter Berücksichtigung der regionalen Besonderheiten in den unterschiedlichsten Märkten. An Gewerbeimmobilien fasziniert mich der Facettenreichtum, weil kaum eine andere Assetklasse einen vergleichbar interdisziplinären Anspruch hat und sich trotz aller Immobilität ständig neu erfindet. Klaus Striebich Wolf Jochen Schulte-Hillen Geschäftsführer, ECE Founder & CEO, SHSelection Stefan Riepenhof GCSC Vorstand Retail and Retail Realestate Consultant Leiter Immobilien bei der Fielmann AG Die Immobilienbranche ist für mich faszinierend, weil sie so vielfältig und wandelbar ist wie SANIFAIR. Für jede Immobilie hat SANIFAIR ein passendes Konzept. What fascinates me is that the property industry changes peoples lives – because the buildings we live, work and play in affect how we feel about ourselves. Mich fasziniert die positive Entwicklung der Live Communication in Handelsimmobilien. Thomas Klaffke Leiter Expansion Wendy Thomas Markus Levens Head of Expansion SANIFAIR Managing Director, THOMAS DAILY GmbH Geschäftsführer, EXPERTiSALE Deutschland GmbH Die Immobilienbranche fasziniert mich, weil die Rahmenbedingungen sich fortwährend ändern und sich dadurch ständig neue Herausforderungen ergeben. Handelsimmobilien anzumieten ist für mich faszinierend, weil im Einzelhandel die unendliche Liebe zum Detail immer belohnt wird. Mich fasziniert an Shopping Centern, dass kein Tag vergeht, an dem ich nicht wieder etwas Neues über dieses vielschichtige Produkt lerne. Dr. Christof Glatzel Jens Betge Markus Trojansky Vorstandsmitglied (COO) Retail Expansion Manager Germany, Geschäftsführer, dm-drogerie markt gmbh + co. kg der mfi management für immobilien AG Austria, Switzerland at Esprit Europe GmbH GCSC Vorstand 19./20. september 2013 Hotel Adlon, Berlin © Dirk Schmidt © determined – fotolia.com FASZINATION Martin Lindstrom Autor, Speaker und Branding Experte Jörg Knör Entertainer, Bambi Preisträger Judith Rakers Fernsehjournalistin und TV-Moderatorin Mit freundlicher Unterstützung von Sponsoren: Medienpartner: Anmeldungen unter www.gcsc.de Wilhelm Josten Geschäftsführer BUTLERS GmbH & Co. KG Programm Donnerstag, 19. September 2013 © Dirk Schmidt 09:00 Uhr Judith Rakers Alexander Otto Rolf Boje Ralph Edele Stefan Genth Holger Knapp Jutta Blocher Martin Lindstrom Herzlich willkommen Snacks, Getränke und Gespräche 10:00 Uhr Begrüßung und Tagesmoderation Judith Rakers Fernsehjournalistin & TV-Moderatorin Stephan Jung Savills Immobilien Beratungs-GmbH, Vorstandsvorsitzender 10:15 Uhr Grußwort Alexander Otto Chair, ICSC European Advisory Board 10:30 Uhr Glückwünsche Holger Knapp Geschäftsführer Deutscher Fachverlag GmbH 10:35 Uhr Handel fasziniert 11:00 Uhr Faszination – Departmentstore Rolf Boje Geschäftsführer Verkauf und Marketing Galeria Kaufhof GmbH Stefan Genth Hauptgeschäftsführer Handelsverband Deutschland (HDE) Jutta Blocher Geschäftsführer Managing Director, Interior Designer Blocher Blocher Partners 11:40 Uhr Kommunikationspause Alexander Wirth GCM 3 / 2013 12:40 Uhr An introduction to Aesop 12:55 Uhr Buyology Martin Lindstrom Autor, Speaker und Branding-Experte 13:55 Uhr Network Lunch 14:45 Uhr Denim & Supply Alexander Wirth Vice President Sales ALL Brands Ralph Lauren Germany GmbH Ralph Edele Country Manager Germany Aesop Donnerstag, 19. September 2013 15:00 Uhr Faszination Multichannel 15:30 Uhr Faszination Handel Beat Grüring CEO TALLY WEIJL Trading AG Wilhelm Josten Geschäftsführer BUTLERS GmbH & Co. KG 16:15 Uhr Kommunikationspause 17:00 Uhr GCSC Award of Excellence Laudatio: Jörg Hintz Ehrenmitglied & ehemaliger Herausgeber Textilwirtschaft 17:15 Uhr Resümee Judith Rakers & Vorstand: Stephan Jung Klaus Striebich Markus Trojansky 17:30 Uhr Reden ist Silber, Lachen ist Gold Dr. Oliver Tissot 18:15 Uhr PAUSE Wilhelm Josten Geschäftsführer BUTLERS GmbH & Co. KG Dr. Götz W. Werner Aufsichtsratmitglied dm-drogerie markt gmbh + co. kg, Ehrenmitglied Dr. Götz W. Werner Beat Grüring Jörg Hintz Wilhelm Josten Dr. Oliver Tissot Stephan Jung Klaus Striebich Markus Trojansky 19:30 Uhr20 Jahre GCSC Aperitif und Dinner 21:00 Uhr Jörg Knör – Entertainment Jörg Knör Freitag, 20. September 2013 08:45 Uhr Community – Frühstück im Congresssaal 09:15 Uhr Verleihung der Awards IREBS Intensivstudium für Handelsimmobilien GCM 3 / 2013 rEFERENTEN Alexander Otto Chair, ICSC European Advisory Board Alexander Otto wurde 1967 in Hamburg geboren. Nach dem Abitur in Oxford studierte Otto an der Harvard University und der Harvard Business School. Ab 1994 übernahm Otto verschiedene Aufgaben bei der ECE, seit 2000 ist er Vorsitzender der Geschäftsführung. Unter seiner Führung legte ECE einen Schwerpunkt auf die Expansion ins europäische Ausland. Inzwischen ist der europäische Shopping-Center-Marktführer mit eigenen Projekten in 16 Ländern vertreten und verwaltet ein Anlagevermögen von rund 23,5 Milliarden Euro. Außerdem ist ECE führend als Entwickler und Dienstleister bei Büro- und Spezialimmobilien tätig. Alexander Otto ist in den Aufsichtsräten der Otto Group, der DES Deutsche EuroShop AG sowie im Beirat der Peek&Cloppenburg KG Düsseldorf tätig. Er hält den Vorsitz des International Council of Shopping Centres (ICSC) Europe, ist Chairman des Advisory Boards des Urban Land Institute Europe und gehört dem Präsidium der Harvard Business School Foundation of Germany an. Otto ist Initiator und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung »Lebendige Stadt«, die sich mit der Revitalisierung europäischer Innenstädte beschäftigt. Mit der »Alexander Otto Sportstiftung« fördert Otto den Hamburger Jugendsport und hat eine neue Eis- und Ballsportarena für Hamburg gebaut. Zudem unterstützt er das neue Nachwuchsleistungszentrum des HSV. Mit der »Dorit und Alexander Otto Stiftung« hilft er darüber hinaus insbesondere bei medizinischen und kulturellen Projekten. Dr. Oliver Tissot Kabarettist, Entertainer und Stand-up-Comedian Statt sich allerlei Chancen durch zu großen Ernst zu verscherzen, sollte man auf den Lachverstand nicht völlig verzichten. Dass Lachen gesund ist, weiß zwar jeder, dass aber gewinnbringendes Lachen auch beruflich Erfolg bringt, glaubt kaum jemand. Dr. Tissot zeigt Ihnen, wie Sie mit Humor Ihre Ziele leichter erreichen. Dr. Oliver Tissot ist nicht nur ein mitreißender Rhetoriker, sondern kongenialer Kabarettist und niveauvoller Hofnarr. Wortakrobatisch jongliert er Hochgeistiges mit Tiefgang und Tiefschürfendes in Hochform. Er verblüfft durch Wortwitz, treffsichere Pointen, ausgefeilte Wortspiele und intelligenthintergründige Bonmots. Sie erwartet ein kurzweiliger Vortrag, bei dem nicht lange um den heißen Brei herumgeredet wird. GCM 3 / 2013 Stefan Genth Hauptgeschäftsführer Handelsverband Deutschland (HDE) Stefan Genth ist seit dem 1. Juli 2007 Hauptge schäftsführer des Handelsverbandes Deutsch land (HDE) mit Sitz in Berlin. Der Handelsverband Deutschland ist die Interessenvertretung des deutschen Einzelhandels mit 100.000 Mitgliedsunternehmen aller Branchen und Vertriebsgrößen. Mit dem Netzwerk der angeschlossenen Landes-, Regional- und Bundesfachverbände vertritt der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband die Handelsunternehmen in den Ländern, im Bund und in Europa. Seit September 2011 ist er Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Dienstleistungsunternehmen e.V. Zuvor war Stefan Genth als Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Ostwestfalen-Lippe mit Sitz in Bielefeld tätig. Der dienstleistungsorientierte Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband vertritt mit fünf Geschäftsstellen über 2.500 Mitgliedsbetriebe im gesamten Regierungsbezirk Detmold und gehört damit zu den größeren Regionalverbänden des HDE. Darüber hinaus war Stefan Genth Geschäftsführer der Bielefelder Kaufmannschaft GmbH, der wirtschaftlich ausgerichteten Tochtergesellschaft des Einzelhandelsverbandes, die in der Bielefelder Innenstadt vier Parkhäuser und Tiefgaragen betreibt und als Servicegesellschaft für den Handel in der Region u. a. auch im Kongress- und Tagungsgeschäft tätig ist. Stefan Genth war ebenso Geschäftsführer des Verbandes des Deutschen Zweiradhandels, einem bundesweit agierenden Branchenfachverband, der die Interessen des deutschen Zweiradhandels wahrnimmt. Seit 1996 steht Stefan Genth als Geschäftsführer in den Diensten der Einzelhandelsorganisation. Zuvor war Stefan Genth u. a. als Projektleiter für Stadtmarketing und Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadt Bielefeld bzw. bei der Wirtschaftsentwicklungs- und Marketinggesellschaft der Stadt Bielefeld für Fragen des Einzelhandels, City-Managements und Stadtmarketings verantwortlich. Holger Knapp Geschäftsführer Deutscher Fachverlag GmbH Holger Knapp ist seit 2009 Geschäftsführer des Deutschen Fachverlags (dfv), der zu den größten konzernunabhängigen Fachmedienunternehmen in Europa zählt. In dieser Funktion ist er verantwortlich für die Textil-Medien mit dem Flaggschiff TextilWirtschaft (TW) sowie für Sportswear International und fashion. Letztere erscheint bei Edizioni Ecomarket, der italienischen Tochtergesellschaft des dfv. Ebenfalls zuständig ist der gebürtige Rheinländer für die polnische Verlagstochter sowie die dfv-Beteiligung in Indien. Des Weiteren berichten ihm die dfv-Bereiche Corporate Marketing und Un- ternehmenskommunikation. Knapp ist seit 1999 in unterschiedlichen Positionen für den dfv tätig. Weitere berufliche Stationen waren u.a. beim VDI Verlag und bei der Verlagsgruppe Handelsblatt in Düsseldorf. Seit Juni 2012 ist Knapp zudem Mitglied der VDZ-Delegierten versammlung. Martin Lindstrom Autor, Speaker und Branding Experte Dass LEGO-Bausteine die geistigen Aktivitäten und Kreativität fördern, zeigt das Beispiel Martin Lindstrom. Als Kind haben sich all seine Gedanken um diese kleinen, bunten Bausteine gedreht. Seine Fähigkeiten waren so erstaunlich, dass im Garten seiner Familie langsam aber sicher ein zweites LEGOLand heranwuchs. Das renommierte Unternehmen selbst hat Martin einen Besuch abgestattet, um seine Kunstwerke zu bewundern. Heute beeinflusst Martin Lindstrom mit seinen erfrischenden Ansichten und seiner Weitsicht die Markenwelt. Der Branding-Experte und Bestseller-Autor wurde vom Time Magazine zu einem der 100 einflussreichsten Personen gewählt. Sein bahnbrechender Ideenreichtum im Bereich »Branding« wird heute von einigen der weltweit größten Unternehmen genutzt wie z.B. McDonalds Corporation, PepsiCo, American Express, Microsoft Corporation und The Walt Disney Company. In seinem neusten Buch »Brand Sense« beschreibt Lindstrom, wie Werbung in Zukunft funktionieren wird und warum dafür alle Sinne angesprochen werden sollten. Warum wir kaufen, was wir kaufen, erklärt der dänische Bestsellerautor in seinem Buch »Buyology« und präsentiert faszinierende Ergebnisse seiner revolutionären Neuromarketingstudie, in der er erstmals die unmittelbare Wirkung von Marketing auf das menschliche Gehirn untersucht. Er zeigt, was selbst die raffiniertesten Unternehmen, Werbemacher und Marketer noch nicht über unsere Kaufgedanken wissen, räumt mit den gängigen Vorurteilen über unser Kaufverhalten auf und liefert uns spannende Erkenntnisse über die Beeinflussung unserer Entscheidungen, unser Kaufverhalten und letztlich uns selbst. Ralph Edele Country Manager Germany Aesop Begrüßen Sie mit uns beim diesjährigen German Council Congress den Country Manager, Ralph Edele, der Firma Aesop. Seit Januar 2013 führt Ralph Edele die Geschäfte in Deutschland und entwickelt dabei neue Strategien zur Etablierung der Marke Aesop. setzt, »ein breites Sortiment von Produkten höchster Qualität für Haut, Haar und Körper zu kreieren«. Die Tuben und Tiegel sind online und in mehr als fünfzig eigenen Geschäften in mehreren Metropolen weltweit erhältlich. Als produktfokussiertes Unternehmen entwickelt Aesop neue Produkte in Abstimmung auf die Bedürfnisse der Kunden. Im Fokus stehen dabei alternative Pflegeprodukte, die sanft, effektiv und natürlichen Ursprungs sind. In Berlin können Sie sich übrigens selbst von der Marke überzeugen, denn im September 2013 eröffnet in der Großstadtmetropole der erste AesopStore. Prof. Dr. Götz W. Werner Aufsichtsratmitglied dm-drogerie markt gmbh + co. Kg GCSC-Ehrenmitglied Prof. Dr. Götz W. Werner ist Gründer und Aufsichtsratmitglied von dm-drogerie markt GmbH in Karlsruhe und eröffnete 1973 das erste Ladengeschäft. Der gute Start und eine kontinuierlich erfolgreiche Entwicklung brachten das Unternehmen zu seiner heutigen Bedeutung. Bereits 1976 wurde das Konzept nach Österreich übertragen. Von dort expandiert dm seit 1990 auch nach Ungarn, Tschechien, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien, Rumänien, Bulgarien, Mazedonien und in die Slowakei. Des Weiteren ist er Mitglied mehrerer Aufsichtsräte und Beiräte national und international operierender Unternehmen. Seit Februar 2006 ist Prof. Werner Präsident des EHI Retail Institute e.V. Für seine betont antiautoritäre Unternehmensführung sowie die Schaffung zahlreicher Arbeits- und Ausbildungsplätze wurde Prof. Werner mehrfach ausgezeichnet, u.a. als »Entrepreneur des Jahres 2008« in der Kategorie Handel sowie von Bundespräsident Horst Köhler mit dem Verdienstorden 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland. Der Handelsverband Deutschland (HDE), die Spitzenorganisation des deutschen Einzelhandels, ehrte den dm-Gründer im November 2010 für sein Lebenswerk mit dem Lifetime Award des Deutschen Handelspreises. Des Weiteren wurde Prof. Werner in diesem Jahr beim German Council Congress mit dem Award of Excellence ausgezeichnet. 2012 ist er vom manager magazin in die »Hall of Fame« der deutschen Wirtschaft aufgenommen worden. best brands, ein Markenranking des Markenverbands, der GfK und der WirtschaftsWoche, würdigte Prof. Werner 2013 als »Beste Unternehmermarke«. Das Unternehmen wurde 1987 in Melbourne gegründet und hat sich zum Ziel ge- GCM 3 / 2013 rEFERENTEN Rolf Boje Geschäftsführer Verkauf und Marketing Galeria Kaufhof GmbH Seit März 2013 ist Rolf Boje Mitglied der Geschäftsführung der GALERIA Kaufhof GmbH. Nach seinem Studium an der Fachhochschule Osnabrück trat Rolf Boje 1990 als Trainee in den Verkauf bei der damaligen Kaufhof Warenhaus AG ein. Anschließend verantwortete er verschiedene leitende Positionen im Unternehmen, zuletzt war er Geschäftsführer der Galeria Kaufhof Köln Hohe Straße. Nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen 1997 bekleidete Rolf Boje Vertriebs- und Marketingpositionen bei Gap Inc., der Peek & Cloppenburg KG, der Karstadt AG und zuletzt als Vorstand Marketing und Vertrieb bei der Triumph International AG. 1879 eröffnete der junge Kaufmann Leonhard Tietz ein kleines Textilgeschäft in Stralsund und legte damit den Grundstein für den Kaufhof. Auf 25 Quadratmeter Verkaufsfläche bot er damals Garne, Knöpfe, Stoff- und Wollwaren an. Seine Firmenphilosophie: Qualität zu festen Preisen und nur gegen Bargeld. 1897 verlagerte er den Sitz des Unternehmens nach Köln. Von hier aus begann der Aufbau des Filialnetzes. Tietz war 1905 der erste deutsche Warenhausbetreiber, der sein Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umwandelte. Galeria Kaufhof präsentiert sich heute als moderner Lifestyle-Anbieter. Die hochwertigen, international ausgerichteten Sortimente werden in übersichtlich und klar gegliederten Waren-Welten mit zahlreichen Markenshops vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen dabei sortimentsübergreifende und trendige Mode- und Lifestyle-Empfehlungen. Wilhelm Josten Geschäftsführer BUTLERS GmbH & Co. KG BUTLERS entstand aus dem 1829 in Neuss gegründeten Familienunternehmen Wilhelm Josten Söhne, zu dem das Kaufhaus Josten für Küchen- und Haushaltswaren gehörte. 1999 eröffneten die Brüder Wilhelm und Paul Josten mit Frank Holzapfel in Köln die erste BUTLERS-Filiale. Das deutsche Handelsunternehmen verkauft Wohnaccessoires, Dekorationsartikel, Möbel und Geschenke in etwa 150 Filialen im In- und Ausland. Erste ausländische Filialen entstanden in London, Zürich und Wien. Während die Filialen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien und Großbritannien in Eigenregie betrieben werden, sind für Ungarn, die Ukraine, Griechenland und die Tschechische Republik Franchiselizenzen vergeben. Seit 2010 betreibt BUTLERS zudem in fünf deutschen Städten Shop-in-Shop-Flächen in Kaufhäusern der Warenhauskette Galeria Kaufhof. In Kooperation mit dem Berliner Start-up- GCM 3 / 2013 Unternehmen Stickvogel führte BUTLERS 2011 den Individualisierungsservice Made by you ein, bei dem Kunden mit Hilfe eines OnlineKonfigurators Artikel individuell besticken, gravieren oder drucken lassen können. 2004 wurde BUTLERS in Berlin mit dem Deutschen Handelspreis ausgezeichnet. Im Jahre 2005 und 2012 nominierte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young das Unternehmen zum Finalisten im Wettbewerb »Entrepreneur des Jahres«. Darüber hinaus erhielt BUTLERS für seinen Onlineshop den Deutschen »Online-Handels-Award 2012« in der Kategorie »Wohnen«. Beat Grüring CEO TALLY WEiJL Beat Grüring gründete das Unternehmen TALLY WEiJL 1984 im Alter von 23 Jahren zusammen mit Tally Elfassi-Weijl. Die damals neue Idee hinter dem Schweizer Fashionlabel war, jährlich bis zu 12 verschiedene Kollektionen für junge Frauen anzubieten. Was neben dem Studium in einer kleinen Garage angefangen hat, entwickelte sich schnell zum internationalen Erfolg. Gleichzeitig studierte Beat Grüring in Bern Betriebsökonomie an der Fachhochschule und hat 1986 abgeschlossen. Er ist seither erfolgreicher Unternehmer und CEO von TALLY WEiJL. Bis heute befindet sich das Unternehmen im Besitz der beiden Gründerfamilien. Die Kerntätigkeiten von TALLY WEiJL liegen in den Bereichen Design, Produktion und Verkauf von Mode für junge Frauen, die sich gerne sexy und nach den neusten Trends kleiden. Das Tagesgeschäft führt TALLY WEiJL aus dem Service and Support Center in Basel sowie dem Design Center in der Modemetropole Paris. Das Unternehmen betreibt außerdem drei Einkaufszentralen in China, Bangladesh und Indien sowie vier Distribution Centers in Neuenstadt a.K., Lörrach, Zofingen und Mailand. Heute ist das Unternehmen weltweit in 32 Ländern mit über 784 Stores vertreten und beschäftigt über 3.400 Mitarbeiter. 2012 erwirtschaftete TALLY WEiJL brand takings von rund 534 Millionen Euro. Jutta Blocher Managing Director, Interior Designer Blocher Blocher Partners Jutta Blocher lebt und arbeitet in Stuttgart. Nach dem Studium der Innenarchitektur war sie zunächst für verschiedene Unternehmen tätig. 1989 gründete sie mit Dieter Blocher das auf ganzheitliche Projektentwicklung spezialisierte Architektur- und Designbüro Blocher Blocher Partners, das an den Standorten Stuttgart, Mannheim und Neu-Delhi heute 160 Mitarbeiter beschäftigt. In ihrer Funkti- on als Head of Interior Design ist Jutta Blocher u.a. für Klienten aus dem Bereich des erlebnisorientierten Einzelhandels verantwortlich wie die Holy AG (Metzingen) oder die Mannheimer engelhorn Gruppe. Klienten im Ausland sind u.a. Jelmoli (Schweiz), Kastner&Öhler (Österreich), Modest (Aserbaidschan), Odel (Sri Lanka), Rustan’s (Philippinen), Stockmann (Finnland), Central (Thailand) und Pantaloons (Indien). Wir danken unseren Sponsoren: Das Tätigkeitsfeld von Blocher Blocher Partners erstreckt sich von der Monobrand-Entwicklung bis hin zur Neuplanung komplexer Stadtteilquartiere wie Q 6 Q 7 in Mannheim. Die besondere Kompetenz des Unternehmens liegt in der interdisziplinären Ausrichtung. Gemeinsam mit den Tochterunternehmen Blocher Blocher Shops und Blocher Blocher View wird ein umfangreiches Leistungsspektrum angeboten, darunter auch Corporate Design, Publishing und Visual Merchandising. Jörg Hintz GCSC-Ehrenmitglied & ehemaliger Herausgeber TextilWirtschaft Jörg Hintz kam Ende 1967 nach seinem Studium als Redakteur der Lebensmittel Zeitung zum Deutschen Fachverlag in Frankfurt am Main. Chefredakteur Theo Werdin holte ihn anfangs der 70er-Jahre in die Chefredaktion. Es waren Aufbruchjahre der Branche: Supermärkte, SB-Großflächen, Fall der Preisbindung. Mit dem anstehenden Generationswechsel in der Chefredaktion der TextilWirtschaft übernahm Hintz im Frühjahr 1978 die TW-Chefredaktion. Die Textil- und Modebranche erlebten, beginnend in den frühen 80er-Jahren ihren Umbruch mit dem Aufstieg internationaler Spezialfilialisten und dem Einstieg der Modemarken in eigene Filial- und Franchisesysteme. und Medienpartnern: Anfangs der 90er-Jahre wechselte er in die Geschäftsführung des Verlages mit der besonderen Verantwortung für die Textilobjekte des Verlages, die mittlerweile durch Übernahmen und Neugründungen international expandierten. Er wurde Herausgeber der TextilWirtschaft und gab die Chefredaktion ab. Ab Mitte der 90er-Jahre folgten der Einstieg der Verlagstitel in digitale Projekte und der Ausbau der Kongressangebote. In dieser Zeit startete auch die Kooperation der TextilWirtschaft mit dem German Council of Shopping Centers. Im August 2006, mit 65 Jahren, schied Jörg Hintz als Geschäftsführer des Verlages aus. Im Rahmen des German Council Congress wurde er in diesem Jahr für sein Lebenswerk mit dem German Council Award of Excellence ausgezeichnet. GCM 3 / 2013 VERBINDLICHE ANMELDUNG GERMAN COUNCIL . VOR SPIRITORT TERMIN Donnerstag, Freitag, ANMELDUNG 19. September 2013 20. September 2013 Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl nehmen wir Anmeldungen nach der »First come – first served«-Regelung entgegen. ORT Hotel Adlon Unter den Linden 77 10117 Berlin Tel. 030-22 61 0 Fax 030-22 61 22 22 German Council of Shopping Centers e. V. Bahnhofstraße 29 71638 Ludwigsburg Tel. 07141-38 80 83 Fax 07141-38 80 84 [email protected] www.gcsc.de GEBÜHR 695,00 € (Mitgliederpreis) 1.390,00 € (Nichtmitgliederpreis) ZIMMERRESERVIERUNG Für die Teilnehmer dieser Veranstaltung besteht die Möglichkeit, bis Ende Juli und anschließend nach Verfügbarkeit auf ein begrenztes Zimmerkontingent zurückzugreifen: Die angegebenen Preise gelten zzgl. 19 % MwSt. (Bei gleichzeitigem Eintritt in den GCSC ist die Congress-Gebühr für Mitglieder zu entrichten.) Hotel Adlon Unter den Linden 77 10117 Berlin Tel. 030-22 61 0 Einzelzimmer 260,00 € zzgl. Frühstück Die Gebühr beinhaltet die Teilnahme, das Mittagessen inklusive Getränke, Snacks, Kaffee und Erfrischungsgetränke während der Veranstaltung sowie das Walking Dinner inklusive Aperitif und Getränke im Hotel Adlon. bereits ausgebucht Arcotel John F. (ca. 17 Gehminuten zum Hotel Adlon) Werderscher Markt 11 10117 Berlin Tel. 030-40 50 46 0 Einzelzimmer 165,00 € inkl. Frühstück HINWEIS: Bei der Veranstaltung wird ein Fotograf vor Ort sein und Fotografien der Teilnehmer anfertigen. Mit der Anmeldung erklären Sie sich damit einverstanden, dass der German Council of Shopping Centers e. V. Fotografien von Ihnen anfertigt und im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit verwendet und verbreitet. Bitte nehmen Sie Ihre Reservierung direkt im jeweiligen Hotel unter dem Stichwort »German Council Congress« vor. Ja, ich nehme am German Council Congress teil Geburtstagsdinner: Ja, ich nehme teil. Nein, ich nehme nicht teil. Ich bin Mitglied bzw. möchte Mitglied im German Council of Shopping Centers e. V. werden und zahle 695,00 € zzgl. 19 % MwSt. Ich bin kein Mitglied und zahle 1.390,00 € zzgl. 19 % MwSt. Name, Vorname Firma StraßePLZ, Ort TelefonTelefax E-Mail Datum Unterschrift GESCHÄFTSBEDINGUNGEN Die Teilnahmegebühr ist sofort nach Erhalt der Rechnung fällig. Bei Stornierung bis zum 31.08.2013 wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 150,00 € zzgl. 19 % MwSt. erhoben. Bei Stornierung ab dem 01.09.2013 sowie Nichterscheinen wird die Teilnahmegebühr in voller Höhe fällig. Stornierungen müssen schriftlich erfolgen. Programmänderungen aus aktuellem Anlass behält sich der Veranstalter vor. Einlass ist nur nach vollständiger Bezahlung möglich. german council . faszination Die Handelsimmobilienbranche ist für mich faszinierend, weil es immer neue Herausforderungen gibt, kalkulierbare, aber manchmal auch unkalkulierbare Risiken jedweder Art entstehen, die es nie langweilig werden lassen! Zudem gehört man – nicht zuletzt unterstützt durch den GCSC – zu einer Familie. Manche kommen, manche gehen, der Kern bleibt aber immer der Branche erhalten! Christine Hager Dipl.-Ing. (FH) Architektur, National Director Head of Shopping Center Management Jones Lang LaSalle GmbH, Germany und Vorstandsmitglied der Immobilienfrauen e.V. Die Immobilienbranche ist für mich faszinierend, weil wir im Rahmen unserer vielseitigen Immobiliendienstleistungen jeden Tag mitarbeiten können, kreative Ideen von Immobilienprofis zu verwirklichen. Dabei baut sich ein oftmals langjähriges Vertrauensverhältnis auf, bei dem sich jeder auch auf die Stärken des anderen verlassen kann. Das macht unsere Branche auch in schwierigen Zeiten oftmals dann doch wieder sehr stabil. Die Gespräche mit unseren wichtigen Geschäftspartnern finde ich immer wieder aufs Neue sehr befruchtend – besondere Freude macht jedes Mal, wenn man gemeinsam ein erfolgreiches Projekt feiern kann und viele Wünsche sowohl des Investors wie auch der Bank in Erfüllung gegangen sind – und damit letztlich auch immer wieder eine kleine persönliche Vision bei der Errichtung einer Immobilie oder der Abwicklung einer größeren Immobilientransaktion. Gemeinsam erfolgreich Werte schaffen – das bindet langjährig und schafft Raum für neue gemeinsame Ideen. Mich fasziniert, zu welchen Leis tungen Menschen fähig sind, wenn sie im Talentbereich ihres Lebens spielen! Steffen Hoffmann Head of Retail (Germany), Property, Henderson Global Investors Mich fasziniert, dass nach fast 800 Jahren das Marketingtool »Messe« unverändert funktioniert. Stephan Kurzawski Ich finde die Handelsimmo bilienbranche faszinierend, weil sie so mehrdimensional ist. Man stellt sich in ganz unterschiedlichen Bereichen wie Architektur, Einzelhandel, Nachhaltigkeit oder Stadtentwicklung ständig neuen Herausforderungen. Spannend ist dabei, alte Pfade zu verlassen und neue, zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln. Dies und eine gute Portion Begeisterung sorgen dafür, dass man dem stetigen Wandel und dem hohen Anspruch gerecht wird und in der Branche erfolgreich ist. Thomas Binder Geschäftsführer Sonae Sierra Germany Dr. Edgar Zoller Geschäftsleitung stellvertretender Vorsitzender der BayernLB Messe Frankfurt Exhibition GmbH Mich fasziniert der Mensch in all seinen Stimmungen. Wie er sich gibt und was er aufnimmt. Wie man ihn beeindrucken kann und wie schnell er sich langweilt. Wie leicht er sich verführen lässt und wie stur er sein kann. Dass er sich so ungern an etwas gewöhnt und immer dem Gewohnten nachgeht. Eben seine Menschlichkeit. Mich fasziniert die Vielfältigkeit der Handelsimmobilienbranche, insbesondere ihre starke internationale Ausrichtung. Dieser verdanke ich auch eines meiner bisher faszinierendsten Erlebnisse: Auf dem Weg zur Mapic in Cannes lernte ich jemanden kennen, der mein Leben nachhaltig beeinflussen sollte. Simone Schelsky Mario M. Jaksch Head of Retail Valuation, Inhaber Idee und Konzept BNP Paribas Real Estate Consult GmbH GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . faszination Der Gedanke lenkt den Körper GC – Academy Training mit Stefan Spies in München 31. Oktober 2013 »Der Gedanke lenkt den Körper« ist hier Programm: Indem die eigene innere Haltung neu gedacht und dieser neue Gedanke in der Improvisation konsequent umgesetzt wird, ist der halbe Weg bereits gegangen. Stärken in einem Bereich ziehen nicht selten Schwächen in einem anderen nach sich. Stefan Spies macht seinen Coaches zunächst das eigene individuelle Profil deutlich. Sofern nötig und gewünscht, verhilft er dem Betreffenden, festgefahrene Pfade zu verlassen und zu einem vielfältigeren Auftreten zu gelangen, welches sich gezielt abrufen lässt. Dadurch wird das Auftreten im Beruf gestaltbar. Zentral bei seiner Arbeit ist, dass nicht geschauspielert wird. Gemeint ist damit die Vorstellung, etwas darstellen zu müssen, was man nicht ist. Im Gegenteil: Fähigkeiten, die möglicherweise in ganz anderen Lebenszusammenhängen vorhanden sind, werden auf die zu probende Businesssituation übertragen. Das Neue mag zu Beginn ungewohnt sein, in der Regel fühlt es sich aber besser an. © Dragos Iliescu - fotolia.com Stefan Spies macht Menschen auf Menschen aufmerksam. Er befähigt sie, ihr eigenes Auftreten zu gestalten und das ihres Gegenübers zu verstehen. GCM 3 / 2013 Bereits im Jahr 2009 haben wir das Seminar mit sehr großem Erfolg angeboten. Aufgrund der großen Nachfrage haben wir uns dazu entschlossen, Ihnen dieses Jahr wieder eine Teilnahme zu ermöglichen. Sie sind herzlich dazu eingeladen, Ihre eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten am 31. Oktober bei der GCSC-Academy in München unter Beweis zu stellen. Wir empfehlen Ihnen eine frühzeitige Anmeldung und freuen uns Sie persönlich begrüßen zu dürfen. Ein Beitrag der Redaktion german council . faszination Unsere Partner Platin: Gold: www.gcsc.de German Council of Shopping Centers e.V. • Bahnhofstraße 29 • D-71638 Ludwigsburg Fon +49.7141.38 80 83 • Fax +49.7141.38 80 84 • [email protected] • www.gcsc.de GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . faszination Shopping Faszination Singapur Retail & Shopping Safari Singapur / Kuala Lumpur 23.-26./27. Oktober 2013 Wir beginnen unsere Reise mit einem Besuch des »Gardens by the Bay«. Dabei handelt es sich um 101 ha großes Parkgelände, das im zentralen Bezirk Singapurs auf künstlich aufgeschüttetem Land angelegt wurde. Von dort gelangen wir direkt zum Resort »Marina Bay Sands«. Das Resort wurde von Architekt und Harvard-Professor Mosche Safdie entworfen, der Stapel von Spielkarten als Vorlage verwendete. Der restliche Nachmittag steht dann zur freien Verfügung. Abends treffen wir uns wieder zum gemeinsamen Abendessen in einem ausgesuchten landestypischen Restaurant. Am zweiten Tag werden wir gemeinsam die 2,2 km lange Einkaufsstraße »Orchad Road« besuchen. Sie zählt zu einer der beliebtesten Shopping-Enklaven der Stadt. Dort angekom- GCM 3 / 2013 men werden wir sechs Shopping Center in der nahegelegenen Umgebung besichtigen. Gerne können Sie sich uns abends anschließen und einen Cocktail auf der Terasse des »Fullerton Bay Hotels« mit Blick auf die Marina Bay genießen. An unserem letzten Tag im Stadtstaat Singapur lernen Sie das preisgekrönte architektonische Wahrzeichen »The Star Vista« kennen. Es gilt als städtisches »Einzelhandel-Heiligtum«, das in einer einzigartigen und natürlichen Umgebung integriert ist. Viele Lifestyle-Be- german council . faszination GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . faszination Die Handelsimmobilienbranche ist für mich faszinierend, weil jedes Projekt für mich eine neue Herausforderung ist. Harald Ortner Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH GCM 3 / 2013 dürfnisse werden hier inmitten üppiger Grünflächen erfüllt. Im Anschluss besichtigen wir das größte Shopping Center in Singapur »Vivo City«, das der japanische Architekt Toyo Ito entworfen hat. Im dortigen Food Court haben Sie auch die Möglichkeit, ein kleines Mittagessen mit Blick auf Sentosa Island zu genießen. Danach werden wir gemeinsam gegen 16 Uhr wieder zum Hotel aufbrechen und von dort aus den Weg zum Flughafen antreten. Entweder trennen sich dort unsere Wege oder Sie begleiten uns noch auf einen Abstecher nach Kuala Lumpur! die »Pavilion Mall« besichtigen, die im Herzen des trendigen Stadtteils Bukit Bintang liegt. Nach einem kleinen Mittagessen werden wir gemeinsam zur »Suria Mall« schlendern. Dieses Einkaufszentrum befindet sich unterhalb des bekannten Wolkenkratzerpaars »Petronas Towers«. Nach dieser erlebnisreichen Retailund Shopping-Safari werden wir nun zum letzten Mal den Weg in unser Hotel antreten. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie bei dieser außergewöhnlichen Reise persönlich begrüßen dürfen. Kuala Lumpur In der Hauptstadt Malaysias werden wir am Samstagabend landen. Dort steht Ihnen der restliche Abend zur freien Verfügung. In alter Frische werden wir am darauffolgenden Tag Ein Beitrag der Redaktion german council . faszination Shopping erleben – die Zukunft beginnt jetzt platzhalter anzeige mfi • Am Puls der Zeit: Bummeln war gestern, Erlebnis-Shopping ist heute. mfi realisiert visionäre Einkaufswelten für die anspruchsvolle Kundschaft von morgen. • Faszination Shopping-Center: Von moderner Architektur über innovative Technologien bis hin zur inspirierenden Atmosphäre – mfi bringt Schwung in den Handel und weckt eine neue Lust auf Shopping. • Made by mfi: Das Shopping der Zukunft ist schon jetzt in 25 Centern in ganz Deutschland hautnah erlebbar, die neuesten stehen in München-Pasing und Leipzig. Die nächsten City-Highlights eröffnen in Mönchengladbach und Recklinghausen. mfi – ein Unternehmen der UnibailRodamco Gruppe www.mfi.eu GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . Faszination 3. GCSC Neujahrsempfang und Verleihung des europäischen Innovationspreises Handel 2014 Save the Date: 23. Januar 2014 in Frankfurt Bewerbungen für den Innovationspreis können eingereicht werden Im nunmehr dritten Jahr wird der GCSC am 23. Januar 2014 in Frankfurt zum Neujahrs empfang der deutschen Shopping Center und Handelsimmobilienbranchen einladen. Nach ca. 100 Gästen in 2012 und rund 200 Gästen in 2013 ist die Richtung klar: Es dürfte 2014 zu einem der GCSC Networkevents gleich zu Jahresbeginn werden! »Wir spüren das starke Bedürfnis der Mitglieder und Gäste aus der Handelsimmobilienbranche, eine Positionsbestimmung gleich zum Jahresbeginn durchzuführen; dem tragen wir gerne Rechnung«, freut sich Rüdiger Pleus, Beauftrager des Vorstandes, über das sichtbar wachsende Interesse an diesem neuen GCSC Format. Zusammen mit der feierlichen Verleihung des »europäischen Innovationspreises Handel 2014« ist der Termin für alle, die wissen wollen, wo »Vorne« ist, schon fast ein Pflichttermin. Bewerbungen und Vorschlge erwnscht! Gesucht werden für die Verleihung des europäischen Innovationspreises Handel 2014 geeignete Projekt, Konzepte und Menschen aus diesen drei Kategorien: In der ersten Kategorie – Innenstadt – liegt der Fokus auf politischen, stadtplanerisch ambitionierten Projekten, Gebäuden und Verfahren oder auch Lagen und Materialien. Kriterien der zweiten Kategorie – Handel – sind vor allem Zukunftsorientierung, innovatives Marketing und soziale Events. Die dritte Kategorie: Nachwuchs. Der GCSC vergibt in dieser Kategorie, gedacht für innovative Nachwuchsjournalisten, ein GCM 3 / 2013 einjähriges Stipendium sowie die Chance, regelmäßig für das German Council Magazin zu schreiben. Fragen, Vorschläge und Bewerbungen sind an die Geschäftsstelle zu richten. Eine geeignete Präsentation und Bewerbung in elektronischer Form ist Vorausetzung. umsdiskussion zu aktuellen Themen der Shopping-Center-Branche ein. Zusätzlich gibt es eine Führung über die Messe, die kreative Impulse für die emotionale Gestaltung von Schaufenstern und ganzen Ladengalerien gibt. 2013 begrüßte sie mehr als 940 Aussteller und über 30.600 Besucher aus aller Welt. »Mit Frankfurt haben wir einen sehr zentralen und für die ganze Branche enorm wichtigen Veranstaltungsort gefunden«, erklärt Stephan Jung, Vorsitzender des Vorstands, und erläutert weiter, »die fruchtbare Partnerschaft mit der Christmas World/Messe Frankfurt zu genau diesem Termin bietet allen Teilnehmern einen zusätzlichen echten Mehrwert – das ist typisch GCSC, das schätzen unsere Mitglieder«. Mit dem neuen Christmasworld Premium Event lädt die Messe insbesondere Shopping-Center- und Handelsimmobilienfachleute zu spannenden Vorträgen und einer Podi- »Die Einladung wird wie immer rechtzeitig verschickt, aber wir gehen von einer weiterhin starken Nachfrage aus und empfehlen daher schon mal, für diesen Termin ein dickes Kreuz in den Kalender zu machen«, meint Rüdiger Pleus abschließend und ergänzt: »Es ist doch so wie Weihnachten, erst ist es weit weg und dann wie jedes Jahr erstaunlicherweise wieder am 24. Dezember!« Ein Beitrag der Redaktion german council . Faszination Alles für Shopping-Center: Im größten Shopping-Center für den Handel. Your Global Flagship Event. EuroShop The World’s Leading Retail Trade Fair 16 – 20 February 2014 Düsseldorf · Germany · www.euroshop.de GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . Faszination Der lange Weg zum Erfolg Die IHK Köln arbeitet seit über zwei Jahren an der App »Cologne in 2 h«. Das kleine Programm soll die Händler der Stadt groß rausbringen und ihnen mehr Umsatz bescheren. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob das klappt. © Bitkom Die Zukunft des Kölner Handels beginnt möglicherweise in Singapur. Über 10.000 Kilometer Luftlinie vom Rhein entfernt schlängeln sich Geylang, Rochor und Kallang durch den asiatischen Stadtstaat. Die Flüsse fließen vorbei an Hochhäusern, Markthallen und Tempeln. Ihre Wassermassen strömen durch Kanäle und Flussbetten. Auch die Straßen der Stadt sind überflutet, allerdings nicht von Wasser-, sondern von Menschenmassen. Im vergangenen Jahr flanierten über 13 Millionen Touristen durch Singapur, fotografierten Sehenswürdigkeiten und feilschten mit Händlern. Auch Birgit Dircks-Menten war schon dort. Die Vizepräsidentin der IHK Köln flog 2010 in das Land und entdeckte damals einen Zettel. Das Blatt inspirierte die Unternehmerin. Es brachte sie auf eine Idee, wie Händler in ihrer Heimat mehr Umsatz machen könnten. Aber der Reihe nach: Zwei Stunden hatte Dircks-Menten zwischen zwei Terminen. Die Kölnerin wollte die Zeit effektiv nutzen. Der Concierge in ihrem Hotel half ihr dabei. Er überreichte ihr eine Karte mit einer markierten Strecke. Entlang der Route la- Neuer Absatzrekord bei Smartphones GCM 3 / 2013 gen Sehenswürdigkeiten und interessante Geschäfte. Dircks-Menten war begeistert von dem Zettel. So etwas wollte sie auch in Köln haben – nur besser, interaktiver und moderner. Singapur-Zettel wird Kln-App Seit über zwei Jahren arbeitet Michael Zygojannis daran, den Traum von Dircks-Menten zu verwirklichen. Er ist bei der IHK Köln verantwortlich für Informations- und Kommunikationstechnik und damit auch für die App »Cologne in 2 h«. Das Programm ist die digitale Variante des Zettels aus Singapur. Die App präsentiert Köln-Besuchern Routen, die an Sehenswürdigkeiten und interessanten Geschäften vorbeiführen (siehe Seite 60). Davon profitieren im Idealfall Touristen und Unternehmer. Der Handel hat in Köln eine lange Tradition. Kaufleute prägten die Stadt von der Römerzeit bis zur Gegenwart. »Damit das in Zukunft so bleibt, müssen wir uns den Kommunikationsbedürfnissen der Kunden von heute öffnen«, sagt Zygojannis. Die Kunden von heute sind immer häufiger mit einem Smartphone unterwegs. Dieses Jahr werden laut IT-Branchenverband Bitkom voraussichtlich vier von fünf verkauften Mobiltelefonen Smartphones sein. »Die Geräte sind in kürzester Zeit vom Nischenprodukt zum Standard geworden – im Berufs- wie Privatleben«, sagt Jens Schulte-Bockum, CEO von Vodafone Deutschland. Mit den Smartphones eroberten auch Apps die Hand- und Hosentaschen der Menschen. Im vergangenen Jahr installierten die Deutschen nach Bitkom-Angaben über 1,7 Milliarden der kleinen Programme, 2011 waren es knapp eine Milliarde Apps. Zygojannis träumt davon, dass in Zukunft jeder Köln-Besucher auch seine App installiert. Er sagt: »Wir sind Pioniere und weltweit die erste IHK, die solch eine App entwickelt.« Doch es ist noch ein weiter Weg, bis seine App so beliebt ist, wie Zygojannis es sich wünscht. Im Moment nutzen pro Monat 800 bis 1.000 Menschen das IHK-Programm. Zum Vergleich: Allein im März zählten Statistiker über 231.000 Gäste in Kölner Hotels, Pensionen und Gasthöfen. Eine Ursa- german council . Faszination Jetzt auch mit Online -Datenbank! Übersicht der Leistungspakete Die Nr. 1 in Deutschland Listung und Analyse der Neueröffnungen, der bestehenden Center inklusive Mieter, der Planungen und Revitalisierungen Über 500 Shopping-Center und FOC, über 100 Planungen und Revitalisierungen Dokumentation der Marktentwicklung Mehr Komfort im Print-/Online-Package Ständige Online-Aktualisierung Exklusive Detail-Informationen Zwei unterschiedliche Leistungspakete buchbar Professional 500 € 1.000 € zzgl. MwSt. zzgl. MwSt. Jährliches Printexemplar mit den neuen Centern und Trends x x Detaillierte Darstellung: über 500 Shopping-Center, Factory-OutletCenter und Center an Verkehrsknotenpunkten wie Flughäfen und Bahnhöfen inkl. Ansprechpartner x x Mieterliste und Branchenmix je Center x x Suche nach Centern nach Kriterien wie Name, Ort, Größe, Typ, Mieter etc. x x Laufende Online-Aktualisierung x x Verfügbar für mobile Endgeräte und PC x x Erweiterte Analyse-Software verfügbar für Windows-PC _ x Suche nach Mietern _ x Suche nach Betreiber-Gesellschaften _ x Profile von 15.000 Mietern und Betreibern inkl. Ansprechpartner _ x Gruppenbildung von Centern und Analyse nach Größe, Standort und Eröffnungsdatum _ x Persönliche Notizfunktion _ x _ x Preis Jahresabonnement EHI Shopping-Center Report 2013 Standard Deutsche/Englische Sprachversion Bestellen Sie jetzt! Telefon: +49 (0) 221 579 93-64, Telefax: +49 (0) 221 579 93-45 per E-Mail: [email protected], per Post: EHI Retail Institute GmbH • Spichernstr. 55 • 50672 Köln Ja, ich bestelle das Standard -Package: Shopping-Center Report als Abonnement zum Preis von 500 EUR zzgl. MwSt. Dafür erhalte ich 12 Monate Zugriff auf die Datenbank unter www.shopping-center-report.de sowie eine JahresAusgabe des Buches „Shopping-Center Report“. Ja, ich bestelle das Professional-Package: Shopping-Center Report als Abonnement zum Preis von 1.000 EUR zzgl. MwSt. Dafür erhalte ich 12 Monate Zugriff auf die Datenbank unter www.shopping-center-report.de, die erweiterte AnalyseSoftware sowie eine Jahres-Ausgabe des Buches „Shopping-Center Report“. Mir ist bekannt, dass sich der Abonnement-Vertrag automatisch jeweils um ein Jahr verlängert, wenn er nicht schriftlich mit einer Frist von sechs Wochen zum Ende der Vertragslaufzeit gekündigt wird. Privatkunden können über den Buchhandel bestellen. Firma: Fon / Fax: Name: E-Mail: Straße, Nr.: PLZ, Ort: Datum Unterschrift GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . Faszination der neuen Version des Programms ändert und mehr Unternehmer denken wie Hon-Tai Shiau. Der digitale Vorreiter präsentiert sein Geschäft mit Texten, Bildern und einem Link auf die Unternehmens-Homepage. Köln bei Nacht che der geringen Nutzerzahlen: Die Touristen finden das Programm nicht. Im Google Play Store oder bei iTunes suchen Interessierte vergeblich nach der App. Eine Version fr alle Systeme »Cologne in 2 h« ist eine Web-App. Das heißt, das Programm sieht aus wie eine App, läuft aber im Internetbrowser. Das erleichtert den Programmierern die Arbeit. Sie müssen nicht mehrere Programme für iOS und Android entwickeln, sondern nur eine Version für alle Systeme. Nachteil der Lösung: Die App erscheint nicht in den bekannten Distributionskanälen, den App-Stores. Das soll sich in Zukunft ändern. »Wir haben unsere Beta-Phase beendet und überarbeiten die App gerade«, sagt Zygojannis. Mit dem Neustart sollen die Fehler der Beta-Version verschwinden und das Programm endlich in den App-Stores auftauchen. Trotzdem läuft die App auch in Zukunft im Browser. Die Nutzer werden das GCM 3 / 2013 aber kaum merken. Die finale Version von »Cologne in 2 h« sieht aus wie eine normale App, im Hintergrund greift das Programm aber nach wie vor auf die universelle Version im Internet zu. Wer nicht ständig mit dem Netz verbunden sein möchte, kann Inhalte lokal auf seinem Mobiltelefon speichern. Auch die Nutzerführung wollen die Verantwortlichen optimieren. Touristen sollen schneller die Informationen finden, die sie suchen. Damit das gelingt, muss auch die Zahl der registrierten Firmen steigen. Die IHK Köln hat etwa 150.000 Mitgliedsunternehmen. »Für 5.000 bis 6.000 davon ist es interessant, sich in der App zu präsentieren. Bisher haben sich aber nur 650 Unternehmen angemeldet«, sagt Zygojannis. Es ist ein Teufelskreislauf. Solange sich nur wenige Händler registrieren, besteht für Touristen ein geringer Anreiz, das Programm zu benutzen. Solange nur wenige Touristen das Programm benutzen, besteht für Händler ein geringer Anreiz, sich zu registrieren. Zygojannis hofft, dass sich das mit Hon-Tai Shiau betreibt seit Oktober 2008 die Herrenboutique »Bob 10.5.10« im Belgischen Viertel in der Neustadt-Nord. Der gebürtige Aachener ist einer von zahlreichen Jungdesignern und Modehändlern, die sich rund um den Brüsseler Platz selbstständig gemacht haben. Für Shiau ist sein Laden ein Modekiosk, eine Designplattform und ein bisschen Galerie. Shiau besitzt neben dem stationären Geschäft eine Internetseite mit Webshop und eine Facebook-Fanpage. Wer ihm eine E-Mail schreibt, erhält innerhalb weniger Minuten eine Antwort. Für Shiau war es selbstverständlich, sich in der App zu registrieren: »Die Welt ist vernetzter als je zuvor. Das Smartphone ist ein tägliches Hilfsmittel für alle Belange. Es ist praktisch, wenn uns Kunden über die App finden können«, sagt er. Bisher hat sich zwar noch kein Kunde durch die App in sein Geschäft verirrt, »aber was nicht, ist kann ja noch werden«. Es sind vor allem Unternehmer wie Shiau, die ihre Geschäfte in der App anmelden: junge, technikaffine Menschen. Andere Unternehmer registrieren sich nur selten. Entweder weil sie in der App-Präsenz keinen Vorteil sehen oder weil sie die Technik überfordert. Zygojannis schickt deshalb Studenten mit iPads durch Köln. Sie besuchen Händler und tippen zusammen mit ihnen Texte vor Ort in die Datenbank der App. Zusätzlich finden Interessierte unter colognein2h. de/unternehmen eine Schritt-für-Schritt-An- © Sebastian Wenzel © schmidt-z - istockphoto.com Zustzliche Marketingplattform Hon-Tai Shiau german council . Faszination leitung zum Herunterladen. Service-Mitarbeiter beantworten Fragen außerdem per E-Mail und Telefon. dem IHK-Magazin. Die App »Cologne in 2 h« soll diese Aufgabe übernehmen. Kooperation mit Buchverlag Eine weitere Herausforderung für Zygojannis: »Cologne in 2 h« ist nicht das einzige Programm, das um die Aufmerksamkeit der Touristen buhlt. Wer bei iTunes nach »Köln« sucht, findet zahlreiche Apps. Darunter die offiziellen Angebote der Stadt und der KölnTourismus GmbH. Auch in deren Programm finden Köln-Besucher Spaziergänge und Einkaufsführer. Anders als in der IHKApp stehen dort die Sehenswürdigkeiten im Vordergrund. Die IHK setzt auf die Verbindung zwischen Sehenswürdigkeiten und Geschäften. Diese Mischung interessiert auch die Touristen. Der Deutsche Tourismusverband hat 2006 die Studie »Städte- und Kulturtourismus in Deutschland« veröffentlicht. Darin steht: »Deutschlands Städte sind Publikumsmagnet Nummer eins im touristischen Geschehen. Ob Tagesausflüge, Wochenend trips, Shopping-, Kultur- oder Geschäftsreisen – in unseren Städten gibt es für jeden viel zu sehen und zu erleben«. Die Agentur »Cima Beratung und Management« hat im Auftrag der IHK Köln genauer untersucht, wie der Handel von den Touristen profitieren kann (siehe Seite 61). Damit die Touristen etwas über die Sehenswürdigkeiten erfahren, kooperiert die IHK mit dem J. P. Bachem Verlag. Das Unternehmen hat sich spezialisiert auf Reiseführer. Im Verlagsportfolio sind Bücher wie »Das unterirdische Köln«, »Mit den Ringbahnen durch Köln« oder »Villen im Kölner Süden«. Wer die Texte in der App liest, merkt, dass die Redakteure ihr Handwerk verstehen. Ihre Beschreibungen sind informativ und unterhaltsam. Die Artikel lesen sich flotter als die Wikipedia-Einträge, auf die einige andere Reiseführer-Apps setzen. Beispiel Kölner Dom: In Wikipedia lautet der erste Satz über das Bauwerk: »Der Kölner Dom (offizieller Name Hohe Domkirche St. Petrus) Die Handelsimmobilienbranche ist für mich faszinierend, weil sie wahnsinnig rasant ist und einen selber immer wieder fordert und vor neue Aufgaben und Entscheidungen stellt. Marcus Neumann Director, Head of Shopping Center CBRE GmbH, Retail - Shopping Center © IHK Köln © IHK Köln/Olaf-Wull Nickel »Shoppen heißt heute ›Entdecken und Erleben‹. Gleichzeitig ist das Zeitbudget eines Touristen eng begrenzt: Wir brauchen also die individuelle und gezielte Ansprache der verschiedenen Zielgruppen und innovative Besucherlenkungen«, sagt der Cima-Büroleiter Dr. Wolfgang Haensch im Interview mit Birgit Dircks-Menten, Vizepräsidentin der IHK Köln Standortpolitik Tourismus GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . Faszination Cologne in 2 h Der Startbildschirm der Beta-Versi- Hier präsentiert das Programm alle Wer einen Rundgang ausgewählt hat, kann sich die Ziele als Liste oder auf Einige Unternehmer präsentieren ih- on der App soll den Zugriff auf die hinterlegten Rundgänge, die nicht einer Karte anzeigen lassen. Diese lässt sich zwar verschieben, aber nicht ren Kunden in der App einen aus- hinterlegten Informationen erleich- länger als zwei Stunden dauern. wie gewohnt vergrößern oder verkleinern. Wer möchte, kann auf der Karte führlichen Text und Informationen tern. »Mehr« verlinkt auf das Impres- Noch führen die Rundgänge entwe- zusätzlich Branchen einblenden, zum Beispiel alle Lederwarenhändler. zu den Bezahlmöglichkeiten oder sum. »Karten« präsentiert Rundgän- der vorbei an Sehenswürdigkeiten den Öffnungszeiten. Andere verzich- ge in einem Stadtteil. »Touren« sor- oder an Geschäften. In der neuen ten auf längere Informationen und tiert die Rundgänge nach Länge – Version soll es auch Rundgänge ge- verlinken einfach auf ihre Internet- von zwei Stunden bis zu Tagestou- ben, die gleichzeitig Sehenswürdig- seite – so wie Hon-Tai Shiau, der In- ren. »Themen« zeigt dem Nutzer auf keiten und Geschäfte präsentieren. haber des Modegeschäfts »Bob einer Google-Karte Restaurants, Hotels oder Händler – vorausgesetzt, © klug-photo - istockphoto.com sie haben sich registriert. GCM 3 / 2013 10.5.10«. german council . Faszination ist eine römisch-katholische Kirche in Köln unter dem Patrozinium des Apostels Petrus«. In der App »Cologne in 2 h« steht: »Kölns bekannteste Baustelle, der Kölner Dom, heißt eigentlich ›Hohe Domkirche Sankt Peter und Maria‹. Hoch ist er auch wirklich: Mit gut 157 Metern ist der Dom die dritthöchste Kirche der Welt.« Diesen und Texte zu den Sehenswürdigkeiten finden Nutzer auch in der finalen Version der App. Demnächst vielleicht sogar auf Englisch. Dann verstehen selbst Touristen aus Singapur, wo sie in Köln imposante Sehenswürdigkeiten und interessante Geschäfte finden. Sie müssen sich nur noch auf den Weg machen. Ein Beitrag von Sebastian Wenzel, freier Journalist Herr Wenzel ist der erste GCSC Preisträger des Innovationspreises Handel 2013 in der Kategorie »Nachwuchs«. Erlebnis Einkaufsbummel Nach vorläufigen Hochrechnungen des Statistischen Bundesamtes verbrachten Besucher im vergangenen Jahr 406 Millionen Nächte in deutschen Hotels, Pensionen und Gasthöfen. Das sind rund drei Prozent mehr als im Vorjahr. »2013 gehen wir von einem weiteren Wachstum von bis zu zwei Prozent aus«, sagte Claudia Gilles, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Tourismusverbandes. Großstädte mit mehr als hunderttausend Einwohnern erreichten 2012 mit etwa 7 Prozent ein überdurchschnittliches Übernachtungsplus. Die Touristen gaben in Deutschland 2012 insgesamt 278,3 Milliarden Euro aus. Der größte Anteil entfiel dabei mit 22,6 Prozent auf Shoppingausgaben (62,8 Milliarden Euro). Gaststättenleistungen machen 17,8 Prozent aus (49,7 Milliarden Euro), herkömmliche Beherbergungsleistungen 9,6 Prozent (26,7 Milliarden Euro). In Köln zählten Statistiker 2012 circa fünf Millionen Übernachtungen, 2,3 Prozent mehr als 2011. Dabei gilt: Es gibt nicht den typi- schen Touristen. Die Studie »Shoppingtourismus Köln 2012/13« unterscheidet sechs Typen: Familien (32 Prozent aller Besucher), ausländische Gäste (17 Prozent), erwachsene Paare und Singles (17 Prozent), junge Paare und Singles (14 Prozent), Geschäftsreisende (11 Prozent) sowie die Generation 55 Plus (9 Prozent). Weitere Ergebnisse der Studie: Köln-Touristen besuchen nicht nur 1A-Lagen wie die »Schildergasse« oder die »Hohe Straße«. Ausländische Gäste planen, im Schnitt 182 Euro auszugeben, tatsächlich kaufen sie aber nur für 157 Euro ein. Alle Köln-Besucher bevorzugen beim Einkaufen Bekleidung (60 Prozent), Drogerie- und Parfümerieartikel (25 Prozent) und Schuhe (24 Prozent). Es folgen Souvenirs (21 Prozent), Bücher (19 Prozent) sowie Sportartikel, Schmuck, Lederwaren und Unterhaltungselektronik (je 8 bis 11 Prozent). Gegenüber Hamburg oder Berlin habe Köln außerdem einen Wettbewerbsvorteil wegen der räumlichen Nähe von Sehenswürdigkeiten und Einkaufsmöglichkeiten. Was ist Ihr Hauptmotiv für den heutigen Aufenthalt in der Innenstadt? 64 % Hamburg 28 % Berlin 84 % Düsseldorf 72 % München Besuch Museum etc. Besuch Kulturevent etc. Köln 20 % 40 % 60 % 80 % Angaben in Prozent der Befragten. Mehrfachnennungen waren möglich. Shopping-Tourismus-Studie Köln 2013 Einkaufsausgaben in € während des Aufenthalts 300 200 bereit auszugeben 307 187 212 tatsächlich ausgegeben 206 183 191 223 195 132 111 100 © Sebastian Wenzel Mich faszinieren die eindrucksvollen Landschaften und das besondere Gefühl von Freiheit, das sich einstellt, wenn ich nach einem anstrengenden Anstieg mit meinem Mountainbike einen alpinen Gipfel erklommen habe. Dieses Gefühl ist unvergleichlich und schafft den Kopf frei für neue Impulse – auch, um »Dienstleistung« völlig neu zu denken. © Sebastian Wenzel Einkaufen Besuch Freunde, Familie 47 % André Manecke Leiter Vertrieb, Hamburg Berlin Düsseldorf München Köln WISAG Sicherheit & Service Holding GmbH & Co. KG Shopping-Tourismus-Studie Köln 2013 GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . Faszination »Geld kann kein Ziel sein« Roncalli Zirkusdirektor und Clown Prof. Bernhard Paul wählte aus der eigenen Verzauberung heraus den Beruf und zeigt, wie man mit Traumwelten und Sich-selbst-treu-Bleiben Geld verdient. Herr Paul, mit sechs sahen Sie Ihre erste Zirkusvorstellung und wollten seither Clown werden. Was hat Sie fasziniert? Dazu muss man weiter ausholen. Ich komme aus einer Kleinstadt in Österreich mit zwei Fabriken: eine für Porzellan, eine für Eisen. Mittags um zwölf fuhren Hunderte weiße Radfahrer aus der einen, und Hunderte schwarze Radfahrer aus der anderen Fabrik. Im Ortskern mischten sie sich und am Ende der Pause ging das Spektakel genau andersherum. Es war eine Inszenierung in Schwarz-Weiß. Ist es das Fremde, Bunte, was auch Ihr Publikum heute packt? Ich glaub’ nicht, dass heute noch etwas sooo faszinieren kann. Die Abenteuer kommen mittlerweile alle über den Bildschirm, selbst die erotischen. In Zeiten von iPhone-Fotos sind die Idole andere! Komiker haben heute rosa Jogginganzüge und Übergewicht, sie ersetzen Rühmann, Charly Chaplin oder Loriot. Roncalli ist eine Ausnahmeerscheinung – der letzte Feinkostladen für Unterhaltung auf dem Weg zu den Menschen hin. Eigentlich ist das ganze Leben faszinierend und kreativ, doch die Menschen sind entwöhnt, weil alles elektronisch ist und sie Kaffee lieber to go als to stay trinken. Die Zeiten ändern sich, der Zirkus – verglichen mit damals – auch. Vieles ist anders! Mit unserer Gründung haben Andre Heller und ich 1975 eine neue Ära eingeleitet, ohne die es auch den Cirque du Soleil Ihre Verzauberung ist verständlich, aber wieso der Clown? Ich war ein sommersprossiges Kind mit Brille. Beim Cowboyspielen durfte ich nicht mitmachen, höchstens als Medizinmann dastehen. Erst als Brian Jones als Gitarrist bei den Rolling Stones spielte, wurde ich ernst genommen. GCM 3 / 2013 © Roncalli Eines Tages kam ein viel zu großer Zirkus in die Stadt. Er machte mit seinen Zelten, Wagen und Menschen alles bunt. Es gab Zebras, Affen, Elefanten – so, als hätte jemand gerade die Arche Noah losgelassen. Die Männer hatten raue Stimmen und rote Hosen mit Goldstreifen; die Frauen Make-up, Netzstrümpfe, rote Haare und waren die Schönsten in der Welt. Schminken gab es damals noch nicht, nur die Apothekerin trug gelegentlich roten Lippenstift – eine Gegenwelt aus Erotik und Farbe, die nicht nur faszinierte, sondern ein Schlüsselerlebnis war. Nach drei Tagen verschwand der Zauber und ich bekam die erste Depression meines Lebens. Alles, was blieb, waren ein Kreis aus Sägemehl und einige Pailletten, die ich heute noch habe. german council . Faszination GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . Faszination nicht gäbe. Früher waren alle Zirkusse gleich. Es gab Menschen, Tiere, Sensationen – doch die meisten dieser Art verschwanden. Roncalli war schon immer ein poetischer Zirkus, der sich Commedia dell’arte näher fühlt als dem Kirmestreiben auf dem »Hamburger Dom«. Ich bin seit 37 Jahren im Geschäft und habe jeden Tag gelernt. Es ist gefährlich, zu glauben, dass man schon alles weiß. Im Kern geht es darum, Roncalli zu bleiben und sich dennoch behutsam zu verändern. Man kann nicht einfach alles neu machen, darf aber auch nicht an abgelutschten Formaten festhalten, so wie bei »Wetten das...?«. Da hilft kein Austausch des Moderators, da muss eine neue Sendung her. Es geht darum, jeden zufriedenzustellen – das ist ein kontinuierlicher Prozess. Ich stehe mit dem Rücken zur Manege, schaue in die Gesichter und sehe: »An der Stelle hängt es durch!« Es sind so viele Dinge, auf die ich achte, bis hin zum Mich fasziniert es, zu sehen, wenn Menschen allein oder gemeinsam mit Leidenschaft, Hingabe und Begeisterung Projekte realisieren oder künstlerische/sportliche Höchstleistungen vollbringen, die wiederum anderen Menschen Freude bereiten. Dirk Schüürmann Prokurist, Peek & Cloppenburg KG Immobilienverwaltung und Akquisition © Roncalli © Roncalli Unsere Inszenierung orientiert sich am Theater. Der Auf- und Umbau der Requisite reißt keine Löcher, auf kalt folgt warm, nach der Trapeznummer kommen die Clowns. Und das Bühnenbild ist wichtig. Wir verzichten auf Container und Sattelschlepper, das ist zu unromantisch. Es muss wie aus dem Kinderbuch gerollt aussehen: die alten Zirkuswagen, das Gold, der Samt, die tollen Lichteffekte. Ich achte bei allem auf Farbpsychologie: ein spezielles Blau im Logo, ein spezielles Creme für die Wagen, das aussieht, als ob die Abendsonne auf weißen Meeresstrand scheint. Die Menschen reagieren. Sie finden es schön und fühlen sich wohl, auch wenn sie nicht wissen, warum. Wie gelingt es, Ihr Publikum nach all den Jahren immer noch aus der Vorstellung schweben zu lassen? Es ist das Gefühl und die Atmosphäre: Alles muss so sein! Erfolg heißt, Erwartungen übertreffen – deshalb muss man die Dosis immer wieder erhöhen! GCM 3 / 2013 german council . faszination 24. – 28. 1. 2014 effektvoll: Strahlendes Design mit Licht. Ob kleine Akzente im Schaufenster oder ambitionierte Inszenierungen ganzer Innenstädte – mit der passenden Installation wird alles aufmerksamkeitsstark ins rechte Licht gerückt. Eine unendlich große Vielfalt an Lichtelementen und großformatigen Dekorationen erwartet Sie: auf der internationalen Leitmesse Christmasworld in Frankfurt am Main. Ein Fest für die Sinne. www.christmasworld.messefrankfurt.com/premium the world of seasonal decoration GCM 3 / 2013 GERMAN COUNCIL . Faszination nicht reich werden, sondern Musik machen. Als das Geld kam, hat er sich am meisten gewundert. Wie schnell oder wie viel Geld ich bekomme, ist mir gleichgültig. Deckt eine neue Inszenierung nicht sofort die Kosten, organisiere ich etwas, damit wir dazuverdienen: Autopräsentation, Feste, Events. © Roncalli Was steht als Nächstes auf dem Programm, womit Sie begeistern wollen? Das derzeitige Programm läuft Ende der Saison aus und weicht einem Neuen, und aus einem meiner Winterquartiere mache ich jetzt ein Museum. Das wollte ich schon immer! Ich sammle Sammlungen – über Zirkusse, Varietés oder Rock’n’Roll – eine Beatles-Ausstellung habe ich schon gemacht. Und ich besitze hallenweise Kaufmannsläden und Kaffeehäuser der Jahrhundertwende – allein 60 Stück von 1920. Diese Kultcafés will ich nicht nur ausstellen, sondern wieder benutzbar machen. Es ist »My Boulevard of broken Dreams« – so viele schöne Sachen wie die Wiener Kaffeehäuser verschwinden, ich will sie den Menschen wiedergeben. guten Betriebsklima! Macht einer vorne einen dreifachen Salto und der Requisiteur hinten blickt finster drein, wird das Publikum ihn, nicht den Artisten anschauen. Deshalb sorge ich dafür, dass auch die Backstage gut drauf ist. Das Publikum merkt und spürt alles. Tauscht man in dieser Welt reine Vernunft durch Leidenschaft, dann sind Dinge möglich, an die man vorher nie geglaubt hätte. Das finde ich immer wieder faszinierend. Stephan Koof REWE GROUP, Leiter Expansion Vollsortiment national GCM 3 / 2013 Wir haben ein tolles Publikum. Sie malen uns Bilder, machen Geschenke, schreiben Briefe, und treffen sie mich auf der Straße, schauen sie mir tief in die Augen und sagen: »Machen Sie weiter so!« oder »Ich war so glücklich, danke, dass Sie so etwas machen.« Diese Menschen geben mir die Kraft! Der Wettbewerb in der Unterhaltungsbranche wird härter, selbst Läden, Produkte oder Marketing wollen unterhalten und begeistern. Ändert das Ihr Konzept? Der Zeitgeist zählt zu den Dingen, die ich nicht beachte. Er ist eine verderbliche Ware. Kaum ist er in, ist er wieder out. Besser, man ist der Zeitgeist einer Branche als ihm hinterherzuhecheln. Würde Loriot heute wieder auferstehen, könnten viele Comedians einpacken! Ich liebe alle Komiker, die etwas können, wo jede Fingerbewegung und jeder Blick saß. Heute gibt es zu viel dilettantische Effekthascherei. Ihr Ziel ist es, der beste Zirkus der Welt zu sein. Trotz künstlerischer Hingabe verdienen Sie Geld. Wie sieht es mit Kompromissen aus? In die Balance aus Geld und Kreativität wächst man über die Jahre hinein. Das Ziel vieler Menschen ist Geld, aber Geld kann kein Ziel sein. Künstler leben vor, wie eine bessere Welt aussehen kann. John Lennon wollte Roncalli ist authentisch, das Wiener Kaffeehaus auch, wieso stirbt Letzteres aus? Es ist aus der Mode gekommen, dass ein Privatmensch mit Familie ein Kaffeehaus betreibt. Die Kinder haben keine Lust auf Wochenendarbeit, Auflagen vom Ordnungsamt und Steuererklärungen in den Ferien. Die tun sich so etwas nicht an! Starbucks bezahlt Menschen schlecht und hat kein Fachpersonal, passt aber in die Zeit, denn Gesetze verhindern Individualismus – und das macht viel Faszinierendes kaputt! Ein Interview mit Prof. Bernhard Paul, Zirkusdirektor, Regisseur, Clown und Gründer Circus Roncalli Das Gespräch führte Rahel Willhardt, freie Journalistin © Alle Abbildungen: Roncalli german council . faszination GERMAN COUNCIL . ZUVERSICHT GERMAN COUNCIL . VOR ORT Aufnahmeantrag Hiermit beantrage(n) ich (wir) eine Mitgliedschaft im German Council of Shopping Centers e. V. Firma Name Anschrift Telefon E-Mail Telefax Homepage Ja, ich gebe mein Einverständnis, dass in der zentralen Mitgliederdatei des German Council eine Verlinkung zwischen Ihren Daten und meiner Homepage erfolgt und für Mitglieder des German Council zugänglich gemacht wird. Nein, bitte keine Verlinkung. Mit der Mitgliedschaft im GCSC ist automatisch eine kostenfreie Mitgliedschaft im ICSC verbunden. Wenn Sie die Weitergabe Ihrer Daten an den ICSC nicht wünschen, bitten wir Sie, dies im nachfolgenden Feld anzukreuzen. Hiermit widerspreche ich der Weitergabe meiner Daten an den ICSC. Warum wollen Sie Mitglied im German Council werden? Welche Angebote des German Councils interessieren Sie besonders? Was erwarten Sie vom German Council? Bitte ankreuzen und ausfüllen: firmenangaben / hauptgeschftsbereiche / ttigkeitsfelder (bitte nur 1 Tätigkeitsfeld ankreuzen) : Anwalt Architekt / Ingenieur / Projektsteuerung Bank / Finanzdienstleister / Fondsanbieter Bauträger Behörde / Wirtschaftsförderer / Kommune Berater / Gutachter / Sachverständiger Centerbetreiber / Centermanagement Einzelhandel national / international Anzahl Mitarbeiter Facility Management Investor Makler / Wohnungsunternehmen Marketing / Werbung Presse Projektentwickler Schulung / Weiterbildung / Wissenschaft Zulieferer für Handelsimmobilien Anzahl Geschäftsbetriebe Anzahl Center Eigene Firmenangaben (bitte maximal 30 Wörter) bitte wenden GCM 3 / 2013 U-6 € 1.800,– p. a. Unternehmensmitgliedschaft einschließlich 6 Personen avon 2 namentliche Repräsentanten, wovon einer Sitz und Stimmrecht (72 Stimmen) bei der Mitgliederversammlung hat und 4 variable Personen (das sind d unterschiedliche Mitarbeiter bei Teilnahme an Lehrgängen, Reisen, Veranstaltungen usw.) 1. Repräsentant: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Position: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Vor- und Zuname, Titel) 2. Repräsentant: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Position: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Vor- und Zuname, Titel) U-4 € 1.400,– p. a. Unternehmensmitgliedschaft einschließlich 4 Personen avon 2 namentliche Repräsentanten, wovon einer Sitz und Stimmrecht (56 Stimmen) bei der Mitgliederversammlung hat und 2 variable Personen (das sind d unterschiedliche Mitarbeiter bei Teilnahme an Lehrgängen, Reisen, Veranstaltungen usw.) 1. Repräsentant: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Position: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Vor- und Zuname, Titel) 2. Repräsentant: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Position: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Vor- und Zuname, Titel) U-2 € 900,– p. a. Unternehmensmitgliedschaft einschließlich 2 Personen avon 1 Repräsentant mit Sitz und Stimmrecht (36 Stimmen) bei der Mitgliederversammlung, der auch Ansprechpartner (für Schriftverkehr usw.) ist und 1 variable Person d (das ist ein austauschbarer Mitarbeiter bei Teilnahme an Lehrgängen, Reisen, Veranstaltungen usw.) Repräsentant: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Position: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Vor- und Zuname, Titel) U-1 € 450,– p. a. Unternehmensmitgliedschaft für 1 Person übertragbar, Sitz und 18 Stimmen bei der Mitgliederversammlung Repräsentant: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Position: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Vor- und Zuname, Titel) S-0 € 100,– p. a. Passive Mitgliedschaft für Studenten icht übertragbar, kein Stimmrecht, Gast bei der Mitgliederversammlung, Teilnahme an Lehrgängen, Reisen, Veranstaltungen usw., kostenlose Zusendung des German n Council Magazins Name und Anschrift bitte im Formularkopf eintragen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Art des Studiums: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . N-0 € 0,–/€ 25,– p. a. Network Mitgliedschaft für Young Professionals icht übertragbar, Sitz mit einer Stimme bei der Mitgliederversammlung, kostenlose Teilnahme an Lehrgängen, Reisen, Veranstaltungen usw. nach Maßgabe des Network n Programms, kostenlose Zusendung des German Council Magazins. Die Mitgliedschaft im Beitrittsjahr ist kostenfrei; erfolgt der Beitritt im letzten Quartal eines Jahres ist das Folgejahr ebenfalls kostenfrei. Die Altersgrenze liegt bei 35 Jahren. Für die Network Mitgliedschaft ist zusätzlich ein separater Antrag erforderlich. Name und Anschrift bitte im Formularkopf eintragen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . K-0 € 300,– p. a. Mitgliedschaft für Städte, Kammern und Einzelhandelsverbände bertragbar, Sitz und Stimmrecht (12 Stimmen) bei der Mitgliederversammlung, Teilnahme an Lehrgängen, Reisen, Veranstaltungen usw., kostenlose Zusendung des ü German Council Magazins Ansprechpartner und Empfänger des Schriftverkehrs: Vor- und Zuname, Titel: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ort, Datum Position: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . rechtsverbindliche Unterschrift Ich erlangte Kenntnis vom GCSC durch - Austrittserklärungen mit einer Kündigungsfrist von 12 Monaten zum Ende eines Geschäftsjahres - German Council of Shopping Centers e. V. Bahnhofstraße 29 · 71638 Ludwigsburg · Tel. 07141 / 38 80 83 · Fax 07141 / 38 80 84 www.mk-illumination.com Visionary conceptual festive lighting in every aspect. Enlightening your vision. Wir wollen die Zukunft nicht beschönigen. Wir wollen sie gestalten. Bei der ECE entscheiden wir nicht danach, ob smarte Lösungen aus der Online- oder Offline-Welt stammen. Hauptsache, sie machen das Einkaufserlebnis der Zukunft für unsere Kunden weiterhin aufregend, attraktiv und spannend. Und damit das so bleibt, testen wir ständig neue Services: die Mall Wall – ein riesiges digitales Schaufenster, eine App mit individuellen Einkaufsangeboten, smarte 3D-Wegeleitsysteme oder einen interaktiven Mall-Avatar. Und wir haben noch viele weitere Ideen. Zu einem einzigen Zweck: Unseren Kunden das Beste aus beiden Welten anzubieten. Shopping | Office | Traffic | Industries ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. 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