Die Kasperlbande in der Geisterbahn

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Die Kasperlbande in der Geisterbahn
Die Kasperlbande
in der Geisterbahn
Wolfram Secco
Die Kasperlbande
Das Hexenbuch
Als die kleine Hexe von der Schule nach Hause kommt, liegt ein kleines
Päckchen auf der Stiege.
„Juch-hu! Das ist sicher das Hexenbuch von meiner liebsten Hexenoma!“,
ruft Edith. Und tatsächlich! Als Edith das Päckchen aufmacht, sind ein
kleines Hexenbuch und ein Brief von der Oma drin.
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Der bekannte Kinderbuch-Autor präsentiert sein drittes Buch mit liebevollen
Illustrationen und Texten, in denen mit
viel Augenzwinkern kindertaugliche,
alltagsphilosophische Weisheiten ver­
borgen sind.
Die Kratochwilbande kriegt
eine auf die Birne
„Vorhang auf! Das Spiel kann beginnen!“, ruft Kasperl.
„Bravo! Bravo!“, ruft die ganze Kasperlbande und klatscht vor Freude in die
Hände. In den letzten Tagen wurde im Hinterhof gesägt, gehämmert, gemalt
und geklopft. In kurzer Zeit hatte die Kasperlbande das kaputte Theater
wieder aufgebaut.
„Und was ist mit der Kratochwilbande?“, fragt Carlo. „Da haben wir noch eine
Rechnung offen!“
„Wenn die Kerle das nächste Mal kommen, spielen wir mit ihnen Räuber und
Gendarm!“, schreit Kroko.
„Aber wann kommen sie?“, fragt Otti.
„Lasst mich das machen!“, sagt die kleine Hexe. „Ich fahre beim Pepi
Kratochwil in den Kamin und spioniere ihn aus.“
„Und ich habe auch eine Idee!“, sagt Kasperl. „Wir werden der Kratochwil­
bande einen ordentlichen Empfang bereiten!“
In den nächsten Tagen war es ruhig in der Zwiebelgasse. Keine Spur von der
Kratochwilbande. Doch dann, in einer stockfinsteren Nacht, geschieht etwas
Besonderes. In der Zwiebelgasse tauchen auf einmal vier dunkle Gestalten
auf. Sie schleichen in den Hinterhof und machen sich am Kasperltheater zu
schaffen. Doch plötzlich geht der Vorhang auf und ein Licht erhellt die Bühne.
Dort aber stehen regungslos sechs weiß vermummte Gestalten. Im Licht kann
man jetzt auch Pepi Kratochwil und seine Bande erkennen. Vor Schreck
können sich die Kerle nicht rühren. In diesem Moment stürzen sich die weiß
vermummten Gestalten auf die Kratochwilbande und verpassen ihr eine
ordentliche Tracht Prügel. Nun hebt ein Jammern und Klagen an, dass es das
Herz erbarmt. Schlagartig ergreift die Kratochwilbande die Flucht. Aus der
Ferne hört man noch ein paar Mal ein „Au“ und „Weh“.
Dann wird es still in der Zwiebelgasse. Auch die weiß vermummten Gestalten
sind plötzlich verschwunden und hinter einer dunklen Wolke kommt langsam
der Mond hervor.
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In der Zwiebelgasse wohnt Kasperl mit
seiner Oma, Familie Zauberer, Frau
Clown, die Hexe Lola, Familie Räuber und
noch viele andere seltsame Leute. In der
Zwiebelgasse ist den Kindern nie langweilig. Denn Kasperl und seine Freunde sind
bekannt für ihre Streiche.
Auch die Kinder können ein bisschen zaubern und hexen, wenn es notwendig ist.
Und sogar ein Krokodil aus dem nahen
Tiergarten spielt mit.
Mit Theater-Werkstatt
Für Kinder ab 5 Jahren
gestaltung Dietmar Waibel
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Hardcover
24 x 26,5 cm | 80 Seiten
eur 18,50 | chf 23,–
ISBN 978-3-99018-163-8
BUCHER Verlag Hohenems – Wien – Vaduz Tel +43-5576-7118-0 [email protected] www.bucherverlag.com