für uns am Kreuz oder am Pfahl?

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für uns am Kreuz oder am Pfahl?
Starb Jaschua (Jesus) für uns am Kreuz oder am Pfahl?
Man geht davon aus, dass die Praxis der Kreuzigung aus Persien kam. Neben dem einfachen Pfahl
(crux simplex) gab es das T-förmige Kreuz (crux commissa, Antonius Kreuz), das X-förmige Kreuz (crux
de cussata, Andreas Kreuz) und das t-förmige Kreuz (crux immissa). Die älteste Überlieferung nennt
für das Kreuz des Messias die letztere Form. Beweis: älteste Kreuzdarstellung aus Herkulaneum aus
dem 1.Jhd. und die Befestigung des titulus über dem Haupt Jesu. (Mt.27:37)
Das griechische Wort „stauros“ meinte in seinem Ursprung einen einzelnen Stamm, einen aufrecht
stehenden Pfahl. Später wurde damit jedoch auch ein Folter- oder Hinrichtungsinstrument
bezeichnet. Im NT wird „stauros“ als Hinrichtungspfahl gedeutet.
Jesus (Jahuschua) wurde von den Römern auf römische Art hingerichtet. Der Urteilsspruch lautete:
ibis in crucem: Du wirst an das Kreuz gehen! Dabei trug er seinen Marterpfahl, einen Querbalken
(pati bulum), zu der Hinrichtungsstätte, an der bereits ein gerader, senkrechter Holzpfahl im Boden
festgemacht war. Nachdem man seine Arme an den Querbalken genagelt und gebunden hatte,
wurde dieser an dem senkrechten Pfahl hochgezogen und wahrscheinlich oben waagrecht darauf
befestigt.
Nur bereits hingerichtete Körper wurden zur Abschreckung an einen Baum gehängt. (vgl. 5.Mo.21:22,
Jos.10:26, Gal.3:13)
Diese alttestamentliche Praxis führte dazu, dass im NT vom Kreuz als Baum oder Holz gesprochen
und xylon genannt wurde. Es wurde dann im NT als ein Zeichen der Erniedrigung Jesu (Jaschuas)
verwendet.
Neutestamentliche Stellen von „ xylon“ für das Kreuz:
Apg 5,30 und 10,39: „... ans Holz hängend;“
Apg 13,29:
„... nahmen sie ihn vom Holz und legten ihn in ein Grab«“
1 Petr 2,24:
„... unsere Sünden hinaufgetragen auf das Holz“
Dieses Wort wird in den Offenbarungen interessanterweise ohne einen Bezug zur Hinrichtung und
Schande des Kreuzes ebenfalls benutzt und zwar als Holz des Lebensbaumes! Offb 2,7; 22,1f.14.19
1.Kor.1:18 „Das Wort vom Kreuz“ ist identisch mit dem Evangelium, der guten Nachricht über die
Folgen des Kreuzes von Golgatha, denn das Kreuz Jesu (Jaschuas) ist Symbol für die Entsühnung der
Welt durch seine Lebensaufopferung und sein vergossenes Blut und auch für die Versöhnung der
Menschenwelt mit Gott für alle, die es dankbar annehmen. Joh.1:29
„Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle,
die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.“ Römer 1:16
Die schreckliche Tatsache des leidvollen Kreuzestodes unseres Herrn wird als frohe Botschaft für alle
durch diesen Akt Geretteten verkündigt. Dank sei Jaschua, der sich aus Liebe zu Gott und den
Menschen erniedrigte bis in den Tod und sein Leben für alle gab:
1
„Christus hat uns geliebt und sich für uns hingegeben“ Eph 5,2; vgl. 2,4; 5,25; Tit 2,14
„Daran haben wir die Liebe erkannt, daß Er sein Leben für uns hingegeben hat“
1 Joh 3,16; vgl. Joh 13,1; 15,9; Röm 8,37; Gal 2,20; 2 Thess 2,16; 1 Joh 4,10f. 4,19; Offb 1,5
Kreuzigungen waren bei den Römern üblich und stellten die schändlichste und grausamste Todesart
dar. Allein sechstausend Kreuzigungen wurden nach dem Spartakus-Aufstand zwischen Rom und
Capua vorgenommen. Doch wie genau wurden sie praktiziert?
Neuere Forschungen aus dem 20. Jahrhundert, vor allen Dingen aus der Archäologie,
sollten für die Beweisführung unbedingt berücksichtigt werden.
Dies hat Frank Bruder unter diesem Link ausführlich getan, nachdem er die Sicht der Zeugen Jehovas
dargelegt hatte: http://www.sektenausstieg.net/read/3769
Hier ein Auszug, der auf seine neueren Nachforschungen eingeht:
Nun trifft es zwar zu, dass staurós in seiner eigentlichen, ursprünglichen Bedeutung tatsächlich nur
einen aufrechtstehenden Pfahl oder Stamm bezeichnet. An allen Stellen im Neuen Testament bezieht
sich dieses Wort auf das damals speziell römische Hinrichtungsmittel (Exegetisches Wörterbuch zum
Neuen Testament, Kohlhammer Verlag 1992, Bd. 3, S. 640). Zeugen Jehovas haben zumindest in
diesem Punkt also nicht ganz Unrecht. Sie lassen jedoch andere Gesichtspunkte, die dafür sprechen,
dass Jesus am Kreuz hing, außer Acht. Im eben zitierten exegetischen Wörterbuch wird nämlich auch
der historische Hintergrund kurz beleuchtet und außerdem auch noch auf einen archäologischen
Fund hingewiesen:
Die Kreuzigung Jesu wird der damals offenbar üblichen Kreuzigungsweise (vgl. für Palästina jetzt auch
den Fund von Giv’at ha-Mivtar) an einem Pfahl mit Querbalken, und zwar eher an einer crux
commissa (also an einem T-förmigen Kreuz) entsprochen haben. [Ebd.]
In der vierten Auflage des Werkes Religion in Geschichte und Gegenwart (im Folgenden mit „RGG4“
abgekürzt) wird noch genauer auf den Fund von Giv’at ha-Mivtar (Jerusalem) eingegangen. Dort
heißt es, dass 1968 in einem Ossuar Knochen eines Gekreuzigten (nicht Gepfählten!) aus dem 1.
Jahrhundert n. Chr. gefunden wurden. Die Knochen des Gekreuzigten wurden 1984 erneut
untersucht. (RGG4, Bd. 4, S. 1745, Mohr-Siebeck Verlag 2001). Was die Kreuzigungspraktiken in der
Antike betrifft, so heißt es im RGG4 weiter:
Eine Kreuzform (als crux commissa [T] oder crux immissa [†]) ergibt sich, wenn – wie röm[isch]
weithin üblich – ein oft vom Verurteilten zu tragender Querbalken (patibulum; auch Synonym für
crux) Verwendung findet.
Der oben zitierte John Denham Parsons hat dagegen noch in The Non-Christian Cross behauptet, die
Hinrichtungspraxis der Römer hätte ausschließlich darin bestanden, den Verurteilten an einen Stamm
oder Pfahl zu schlagen. Dies ist jedoch nun durch den Fund von Giv’at ha-Mivtar widerlegt. Wie
man sieht, genügt es nicht, nur auf die ursprüngliche Bedeutung des Wortes staurós zu verweisen,
wie Parsons es praktiziert und der deshalb auch immer wieder in den Wachtturm-Schriften zitiert
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wird, um daraus auf die Hinrichtungspraxis zu schließen. Vielmehr muss berücksichtigt werden, in
welchem Herrschaftsgebiet und unter welcher Befehlsgewalt eine solche Hinrichtung ausgeführt
wurde. Ferner muss man sich über die Sichtweise des Verfassers, der dieses Wort verwendet, im
Klaren sein. In dem Werk New International Dictionary of New Testament Theology (Abridged
Edition) wird genau erläutert, wie eine solche Kreuzigung stattgefunden hatte:
Es gab zwei Möglichkeiten, den staurós aufzurichten. Der Verurteilte wurde an das noch am Boden
liegende Kreuz, das sich bereits am Hinrichtungsort befand, befestigt und schließlich aufgerichtet. Bei
der zweiten Möglichkeit war zunächst nur der Pfahl bereits in die Erde getrieben. Das Opfer wurde
anschließend an den Querbalken befestigt und mit diesem zusammen am bereits aufgerichteten
Pfahl hochgezogen und daran befestigt. [...] Jesus trug den Querbalken zum Hinrichtungsort. [S.
5088, 5089]
Wie oben beschrieben, trug Jesus zunächst nur den Querbalken zum Hinrichtungsort, wo sich der
bereits in die Erde getriebene Stamm befand. Dort angekommen, wurde er mit dem bereits an ihm
befestigten Querbalken entlang des Stammes hochgezogen und der Querbalken an den Stamm
befestigt. Diese Erklärung deckt sich auch mit Johannes 19:17. RGG4 verweist auf diese Stelle, wenn
es vom „Tragen des Querbalkens [staurón, (dekliniert)] durch Jesus“ spricht (Bd. 4, S. 1746). Es
würde keinen Sinn machen, anzunehmen, dass Jesus den Stamm trug, denn dieser war dessen
ungeachtet bereits an der Hinrichtungsstätte, zu der er sich begab, in die Erde gehauen. Die
Darstellungen in biblischen Filmen wie beispielsweise Die Passion Christi, wo Jesus das vollständige
Kreuz (Querbalken und Stamm) trägt, ist daher historisch nicht ganz korrekt. Die Absicht liegt
offensichtlich darin, dass nicht die Historizität, sondern vielmehr die symbolische Bedeutung des
Kreuzes im Vordergrund stehen soll. Aus dieser Sicht wird gemäß Lukas 14:27 das Tragen des Kreuzes
(„Marterpfahl“, NWÜ) als Modus der Nachfolge verständlicher.
Sowohl der im Boden stehende Stamm als auch der Querbalken werden im Griechischen auch als
xýlon bezeichnet. Xýlon bezeichnet auch das Holz als Baumaterial (1. Kor. 3:12), einen Baum (Ez
17:24; Lk 23:31), aber auch die Kreuzigung Jesu (Gal 3:13). Interessanterweise benutzt Apg 13: 29
xýlon bei der Abnahme Jesu vom Kreuz. Offenbar war Jesus noch am Querbalken (xýlon) befestigt, als
er vom Stamm (staurós) entfernt wurde. Der Stamm blieb wahrscheinlich für künftige Hinrichtungen
weiter an seiner Stelle.
Wir stellen also fest, dass erst die Kombination aus Querbalken und Pfahl die Kreuzform, die auch als
crux commissa oder crux immissa bezeichnet wird, ergibt. Dieser Sachverhalt wird von dem Schreiber
des Anhangs ignoriert. Im oben zitierten Anhang der NWÜ (Neuen Welt Übersetzung der ZJs) heißt
es eingangs, es würden keine Beweise vorliegen, dass das griechische Wort staurós hier ein Kreuz
bedeutete. Wenn man aber nur einen bestimmten Aspekt oder Teilbereich eines Sachverhalts
untersucht, wundert es auch nicht, wenn man keine weiteren Beweise findet. Aus den fehlenden
Beweisen lässt sich außerdem auch nicht automatisch das Gegenteil schließen, denn wie gezeigt
wurde, lässt sich dies allein daran nicht festmachen. Wie wir gesehen haben, müssen außer
etymologische auch andere Aspekte wie historische und archäologische berücksichtigt werden.
Abschließend heißt es im Anhang, „es fehl[e] also jeglicher Beweis dafür, daß Jesus Christus an zwei
rechtwinklig zueinander angebrachten Holzstücken gekreuzigt worden ist“. Das gleiche Argument hat
auch der oben zitierte J. D. Parsons ins Feld geführt. Diese Art der Beweisführung, wie sie im Anhang
der NWÜ praktiziert wurde, ist natürlich schon wissenschaftlich nicht zulässig, denn man kann – wie
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in diesem Fall geschehen – immer Werke und Gelehrte so zitieren oder gezielt auswählen, dass nur
bestimmte Aspekte oder Teilbereiche eines zu untersuchenden Wortes oder Sachverhalts zum
Vorschein kommen mit der Absicht, gegenteilige Beweise unter den Tisch fallen zu lassen, weil sie
nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen. Warum z.B. nicht auch aus einer neueren Auflage des
Lateinischen Etymologischen Wörterbuchs zitieren? Zitat Ende
Abschaffung der Kreuzigungen
Kaiser Konstantin schaffte nach seiner Bekehrung zum Christentum im 3.Jhd. die Kreuzigung ab und
man nimmt an, dass er es war, der das Kreuz als christliches Symbol des Sieges erhob. Jedenfalls
setzte er es 321 n.Chr. als Symbol des neuen Christentums ein, das er als Staatsreligion erhoben
hatte. Aus diesen historischen Tatsachen ergibt sich, dass die ersten Christen das Kreuz noch nicht als
ein christliches Symbol angenommen hatten. Sie waren auch nicht darauf aus, sich öffentlich
kenntlich zu machen, da sie unter große Verfolgung litten.
Christliche Texte des 3. Jhd’s erwähnen aber dann auch die Verwendung der Kreuzsymbolik.
(J.Danielou in „Primitive Christian Symbols“1964, S.136-146)
Nach Berichten des 4. Jahrhunderts reiste Helena, Mutter des römischen Kaisers Konstantin ins
Heilige Land. Das Kreuz Christi wurde um das Jahr 325 nach Hinweisen des Bischofs bei auf Weisung
der Kaiserin hin durchgeführten Grabungsarbeiten unter einem heidnischen Tempel gefunden. Von
den drei Kreuzen wurde das des Jesus von Nazaret nach dem Bericht des Ambrosius von Mailand
durch den Titulus identifiziert. Einen Teil der Kreuzreliquien nahm die hl. Helena nach diesen
Berichten mit nach Konstantinopel, der Rest soll in Jerusalem verblieben sein. Weitere geschichtliche
Hintergründe sind auch unter „Kreuzerhöhung“ in Wiki zu finden.
Die Auffindung des Kreuzes Christi wird in Berichten von mehreren Kirchenmännern aus dem vierten
nachchristlichen Jahrhundert erwähnt, sowie in einigen syrischen Überlieferungen angedeutet,
andere nichtchristliche Quellen gibt es darüber nicht. Die Berichte unterscheiden sich in
wesentlichen Punkten voneinander. Archäologische Funde und dergleichen, die die Berichte stützen
könnten, existieren nicht. Aufgrund dessen war es der Forschung bisher nicht möglich, die
Auffindung des Kreuzes Christi als historische Tatsache zu belegen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzauffindung
Aus Liebe zur Wahrheit
JedidaMD
liebezurwahrheit.de
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