die geschichte der 3. panzergrenadierbrigade

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die geschichte der 3. panzergrenadierbrigade
1956 – 2006
„Nutzen wir unsere Fähigkeiten und Kapazitäten dazu,
um Möglichkeiten, Mittel und Wege zu finden, um das
Schwierige trotz aller Probleme MACHBAR ZU MACHEN
und nicht dazu, um Gründe zu finden und zu erfinden,
warum etwas NICHT MACHBAR IST!“
www.bundesheer.at
DIE GESCHICHTE DER 3. PANZERGRENADIERBRIGADE
B R I G A D E P H I LO S O P H I E :
DIE GESCHICHTE DER
3. PANZERGRENADIERBRIGADE
1956 – 2006
www.bundesheer.at
Einleitung
Die 3. Panzergrenadierbrigade beging am
1. September 2006 ihren
50. Geburtstag.
Brigadeabzeichen bis 1967
Brigadeabzeichen ab 1967
50 Jahre jung - und doch ein würdiges Alter für einen militärischen Verband
50 Jahre Vergangenheit - zum Nachdenken über erbrachte Leistungen
50 Jahre Entwicklung - zum Meistern der Gegenwart
50 Jahre Erfahrung - für den verantwortungsvollen Blick in die Zukunft
50 Jahre Schutz und Hilfe im Dienste des Volkes für unsere Heimat
50 Jahre der Bewährung in unterschiedlichsten Situationen
50 Jahre gute Ausbildung für ca. 100.000 junge Österreicher
50 Jahre Leistungsfähigkeit und guter Ruf
50 Jahre Ausbildung durch engagierte Ausbilder und Vorgesetzte
50 Jahre Einsatzbereitschaft als bedeutender Teil der Panzertruppe
50 Jahre Mobilität und Kampfkraft mit “Feuer und Bewegung”
50 Jahre Bereitschaft und Aktivität zur Verteidigung unserer Grundwerte
50 Jahre Professionalität & Menschlichkeit, Vertrauen & Kameradschaft
50 Jahre Stabilität - als Beitrag zur Sicherheit Österreichs
50 Jahre Teamgeist - mit Schwung ins nächste Jahrzehnt
50 Jahre Erfüllung der wehrgesetzlichen Aufgaben
50 Jahre - ein rundes Jubiläum zum Präsentieren in der Öffentlichkeit
50 Jahre - natürlich auch Anlass zum Feiern
50 Jahre - viele Erlebnisse & Veranstaltungen zum Festhalten in Wort & Bild
50 Jahre 3. Panzergrenadierbrigade
50 Jahre Garant für Schutz und Hilfe
1
Abzeichen der 3. Panzergrenadierbrigade
T
ruppenkörperabzeichen der „Dritten“ (VBl. 199/1967 und VBl. 32/2006):
Schwarzes Schild mit weißem Kreuz, welches dem Hesserkreuz nachgeahmt ist (vom Infanterieregiment Nr. 49 - Feldmarschall-Leutnant Heinrich Freiherr von Hess, das aus dem Raum St. Pölten - Krems ergänzt wurde) und weißem vierblättrigem Kleeblatt (vier Viertel Niederösterreichs und
Glückssymbol). TrKprAbz BrigKdo: BMLV vom 110505, GZ. S93123/5FGG1/2005
V
erbandsabzeichen der „Dritten“ (VBl.108/1994): rot-weiß-rotes Dreieckschild mit schwarzem Panzerkampfwagen im weißen Feld als Kennzeichen der Zugehörigkeit zur mechanisierten Truppe; darunter die schwarze Ziffer „3“ für „3. Panzergrenadierbrigade“.
Impressum:
Medieninhaber: BMLV - Kommando 3. Panzergrenadierbrigade
Brigadier Mag. Karl Pronhagl
Raabkaserne; 3512 Mautern an der Donau
www.bundesheer.at
e-mail: [email protected]
Verfasser:
Oberst Rudolf Sturmlechner, Vizeleutnant Severin Ganglberger
Hersteller:
Heeresdruckerei, Wien/Arsenal
Fotos/Archive: HBF, Internet, MilKdoNÖ, NÖ Militärhistorische Gesellschaft,
Kommando und Verbände der 3.PzGrenBrig
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50 Jahre 3. Panzergrenadierbrigade
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
3. Panzergrenadierbrigade
Geschichte 1956-1985
Geschichte 1986-1995
Geschichte 1996-2006
Der Weg der „Dritten“ zum ÖBH 2010
Die Brigade im Wandel der Zeit
Das Brigadekommando stellt sich vor
Partnerschaft
Die Bataillone stellen sich vor
Miliz
Ausbildung – Professionalität – Internationalität
KPE
Übungen
Einsätze gemäß § 2 (1) b Wehrgesetz (Grenzüberwachung)
Einsätze gemäß § 2 (1) c Wehrgesetz (Katastrophenhilfe)
Einsätze gemäß § 2 (1) d Wehrgesetz (Auslandseinsatz)
Versorgung
Sportliche Erfolgsbilanz
Öffentlichkeitsarbeit Brigade-VIP-Klub
Angelobungen
Ehrungen beim Neujahrsempfang
Kasernen
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19
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83
85
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157
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170
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211
215
3
Vorwort des Brigadekommandanten
Brigadier Mag. Karl Pronhagl
D
ie 3. Panzergrenadierbrigade ist ein gepanzerter Großverband mit ihren
Garnisonen im Osten Österreichs. Die „Dritte“ steht seit 50 Jahren zielorientiert und zuverlässig den verfassungsmäßigen Auftraggebern und damit dem
österreichischen Volk zur Erfüllung der wehrgesetzlichen Aufgaben zur Verfügung. Obwohl auch unser Verband in vielen Bereichen ständigen Veränderungen
unterworfen ist, bleibt eine Ausrichtung an die neuen Aufgabenstellungen des
Österreichischen Bundesheeres sowie eine Orientierung an soldatischen Werten
und Fähigkeiten notwendig. Darüber hinaus hat jeder Angehörige der „Dritten“
den Auftrag, Professionalität - wo immer es geht - zu betonen und Vorbild an Menschlichkeit zu sein.
In der Überzeugung und Zuversicht, dass wir SoldatInnen der 3. Panzergrenadierbrigade die Herausforderungen der Zukunft meistern werden - in einem Klima der Kameradschaft, des Führungsvertrauens, des
Leistungswillens und positiver Dienstauffassung
schließe ich mit dem Ruf
„3. Panzergrenadierbrigade - vorwärts“.
Mautern, 30. Juni 2006
4
(Mag. Karl Pronhagl, Brigadier)
Einige Gedanken zu diesem Buch
A
m 5. September 1986 erschien anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der
“Dritten” eine Festschrift - erstellt unter der Redaktion von Brigadekommandant Oberst des Generalstabsdienstes Karl-Heinz Fitzal und seinem S5 (Öffentlichkeitsarbeit) Oberstleutnant Oswin Schiebl.
Am 8. Jänner 1987 wurde beim Neujahrsempfang in Krems im Kloster Und das
grüne Buch “Geschichte der Garnison Krems - Mautern” als militärwissenschaftliches Werk von Professor Dipl.Ing. Ernst Kalt mit redaktioneller Unterstützung von
Oberstleutnant Oswin Schiebl und Vizeleutnant Otto Lampl herausgegeben. Am 17. Mai 1988 konnte in Krems im Kloster Und das rote Buch “Geschichte der Oberst Rudolf Sturmlechner
3. Panzergrenadierbrigade” - erstellt vom selben S5-Team - präsentiert werden.
Am 12. Jänner 1989 folgte das blau-gelbe Buch “Städte - Garnisonen - Truppen”
- wieder unter redaktioneller Leitung von Oberstleutnant Oswin Schiebl erstellt - als
Präsent beim Neujahrsempfang.
Am 13. Jänner 1997 präsentierte Brigadekommandant Oberst des Generalstabsdienstes Edmund Entacher die schwarz-gelbe Chronik “40 Jahre 3. Panzergrenadierbrigade” – verfasst von Major Rudolf Sturmlechner – als Präsent zum 25. Neujahrsempfang.
Am 12. September 2001 folgte die Festschrift “45 Jahre 3. Panzergrenadierbrigade” Vzlt Severin GANGLBERGER
erstellt von Major Gerhard Pfalzer und Vizeleutnant Severin Ganglberger.
Die Vergangenheit der “Dritten” ist somit in mehreren Varianten ausreichend dargestellt und bedarf
also zum 50-jährigen Jubiläum nur mehr einer kurzen Wiederholung. Diese Chronik kann sich also mit
Schwergewicht auf die Geschehnisse der Jahre von 1996 bis 2006 konzentrieren und die jüngste Vergangenheit entsprechend umfangreicher betonen.
Viel Freude mit dieser Chronik wünschen die Verfasser:
Mautern, 30. Juni 2006
Severin Ganglberger, Vizeleutnant
Rudolf Sturmlechner, Oberst
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Die 3. Panzergrenadierbrigade
Die 3. Panzergrenadierbrigade ist ein gepanzerter Großverband
des Österreichischen Bundesheeres.
Sie kann Panzer und schweres Gerät rasch zum Einsatz bringen
dort, wo Hilfe benötigt wird.
Seit 50 Jahren steht sie im Dienste der
Republik Österreich.
In der 3. Panzergrenadierbrigade sind folgende
Kräfte zusammengefasst:
- Panzergrenadiere als mechanisiertes infanteristisches Element mit hoher
Feuerkraft, guter Beweglichkeit und starkem Panzerschutz
- Infanterie für den Einsatz im schwierigen Gelände und auf nahe Entfernung mit
Unterstützung durch Panzerabwehrlenkwaffen und Granatwerfer
- Kampfpanzer als Stoßkraft und Träger des Feuerkampfes auf
weite Entfernung
- Panzerartillerie als bewegliche gepanzerte Unterstützung mit Steilfeuer
auf eine Entfernung bis zu 28 km
- Aufklärungskräfte für Aufklärungs- und Erkundungsaufgaben auf weite Entfernung
unter großer Beweglichkeit
- Pionierkräfte für Hilfeleistungen nach Katastrophenfällen und zur
Kampfunterstützung in der Einsatzführung
- ABC-Abwehrelemente für die
Einsatzführung in kontaminiertem Gelände
- Führungsunterstützungselemente für die
Verbindung innerhalb der gesamten Brigade
- Einsatzunterstützungselemente für die
Versorgung der gesamten Brigade
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Stärke
Die 3. Panzergrenadierbrigade verfügt nach Mobilmachung über eine Stärke von:
ca.
7.000 Soldaten/Innen
ca.
300
ca.
1.100 Räderfahrzeuge verschiedenster Varianten und Bestimmung
Panzerahrzeuge wie Kampfpanzer, Jagdpanzer, Schützenpanzer
über 300 gepanzerte Fahrzeuge
7.000 Männer und Frauen
1.100 verschiedenste Fahrzeuge
Eine Starke Truppe
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Aufgaben
Die „Dritte“ ist eine von zwei Panzergrenadierbrigaden des
Österreichischen Bundesheeres und untersteht dem
Kommando der Landstreitkräfte in Salzburg;
in weiterer Folge mit 1. September 2006
dem Streitkräftekommando in Graz.
......eine Starke Truppe
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Panzer zum „Schutz der Grenzen“ und im
„Sicherungseinsatz“ ?
Panzer im „Auslandseinsatz“ ?
I
n einem Sicherungseinsatz zum Schutz unserer Staatsgrenze bzw. unseres Hoheitsgebietes ist den
mechanisierten Truppen die Aufgabe zugedacht, an neuralgischen Punkten grenznah eingesetzt zu
werden, um demonstrativ abhaltend zu wirken, und um der Bevölkerung im Grenzgebiet Schutz zu
bieten. Mit Aufklärungs- und Panzereinheiten können Geländeabschnitte überwacht werden. Darüber
hinaus halten sich gepanzerte Eingreifkräfte bereit, um auf Abruf rasch an der Grenze zum Einsatz zu
kommen und z.B. Grenzverletzungen sofort bereinigen zu können.
Panzer sind in Österreich kein Mittel der Aggression, sondern ein zwingend erforderliches
Element für Verteidigung und Schutz. Denn auch der Gegenangriff zur Zurückgewinnung von
verloren gegangenem Staatsgebiet ist Teil der Verteidigung unserer Heimat und
somit unsere Aufgabe.
I
m Auslandseinsatz hängt das eigene Schutzbedürfnis von der Bedrohungslage ab. Auftragserfüllung in einer gefährlichen Krisenregion ist nur unter Panzerschutz möglich. In einem Ersteinsatz sind starke Panzer- und Panzergrenadierverbände erforderlich, um kriegerische Streitparteien
zu trennen, zurückzudrängen und die Lage unter Kontrolle bringen zu können. In späterer Folge ist
ein Übergang auf leichtere Bewaffnung und Fahrzeugausstattung möglich. Als Reaktionsmöglichkeit
sollten dennoch gepanzerte Einheiten rasch verfügbar sein, um ein Wiederaufflammen von Kampfhandlungen einzudämmen.
Panzerschutz ist Selbstschutz
Gepanzerte Einheiten bieten Durchsetzungskraft und Flexibilität
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Geschichte der 3. Panzergrenadierbrigade
Teil 1 (Überblick von 1956 - 1985)
I
n einem Sicherungseinsatz zum Schutz unserer Staatsgrenze bzw. unseres Hoheitsgebietes ist den
mechanisierten Truppen die Aufgabe zugedacht, an neuralgischen Punkten grenznah eingesetzt zu
werden, um demonstrativ abhaltend zu wirken, und um der Bevölkerung im Grenzgebiet Schutz zu
bieten. Mit Aufklärungs- und Panzereinheiten können Geländeabschnitte überwacht werden. Darüber
hinaus halten sich gepanzerte Eingreifkräfte bereit, um auf Abruf rasch an der Grenze zum Einsatz zu
kommen und z.B. Grenzverletzungen sofort bereinigen zu können.
Der Schützenpanzer „ULAN“ und der Kampfpanzer „LEOPARD 2“ die modernsten Panzerfahrzeuge der Brigade
A
ls Geburtstag der heutigen „Dritten“ (3. Panzergrenadierbrigade) ist der 1. September 1956 zu
bezeichnen. Das Kommando der 3. motorisierten (Infanterie-) Brigade wurde in Wien in der
Großen Breitenseerkaserne aufgestellt und unterstand dem Gruppenkommando I in Wien. Schon nach
eineinhalb Monaten (15.10.56) quartierte es sich in Krems an der Donau im damaligen Bahnhofshotel ein. Von 3. März bis 16. Oktober 1957 war das Brigadekommando in Allentsteig stationiert. Der
Brigade gehörten das Feldjägerbataillon 9 (FJgB9) in Spittal an der Drau - es übersiedelte bereits
nach wenigen Tagen nach Krems (04.09.56) und nach Horn (07.09.56) - und das Infanteriebataillon
10 (IB10) in Klagenfurt an, welches 1957 nach St. Pölten (24.04.) bzw. mit restlichen Teilen nach
Spratzern (10.9.) wechselte. Der Kader rekrutierte sich aus der ehemaligen ‘B-Gendarmerie’ bzw. aus
den ‘provisorischen Grenzschutzabteilungen’.
10
D
ie Brigadeartillerieabteilung 3 (BAA3) - entstanden am 1. Oktober 1957 als 1. Batterie/BAA3
in Salzburg und ausgestattet mit leichten Feldhaubitzen - gelangte schließlich am 30. September
1958 nach Allentsteig. Durch Zusammenfassung der Brigade-Aufklärungskompanien 1 (Hörsching
=> Mattersburg => Götzendorf => Eisenstadt => Stockerau => Weitra => Mautern), 2 (Hörsching
=> Neusiedl => Mistelbach) und 3 (Salzburg => Mistelbach) entstand am 1. September 1958 die
Aufklärungsabteilung I (AAI) in Mistelbach. Sie verwendete den gepanzerten Spähwagen M8 als
Aufklärungsfahrzeug und war der “Dritten” vom 1. August 1960 bis Ende 1962 unterstellt. Von 1958
- 1963 hatte die „Dritte“ noch ihre eigene Militärmusik (Militärkapellmeister Friedrich Görrlich und
Stabführer OStv Leopold Jörgo).
Die Verbände waren damals vor allem mit von den Besatzungstruppen überlassenen Waffen ausgerüstet: GM1, MGA2, MGA4, MGA6, rPAK, Granatwerfer usw.
Die leichte 10,5 cm Feldhaubitze M-2 der Artilleristen aus Allentsteig
Die „rPAK“ war über viele Jahre bei der „Dritten im Einsatz
D
as Sturmgewehr 58 wurde erst anfangs der Sechzigerjahre eingeführt. Als Fahrzeuge standen
Jeep, Dodge und GMC zur Verfügung.
Erster Einberufungstermin (ET) war der 15. Oktober 1956: 720 Grundwehrdiener hatten einzurücken
- viele Niederösterreicher davon bereits vorausschauend zum Infanteriebataillon 10 nach Klagenfurt
- und bald konnte die Brigade ihre infanteristischen Aufgaben erfüllen. Während der Ungarn-Krise
standen die Truppen in Alarmbereitschaft. Nach und nach wurden auch die vom Brigadekommando
direkt zu führenden Einheiten aufgestellt:
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B
rigade-Telegraphenzug in Wien => dann Krems bzw. Mautern, Brigade-Aufklärungskompanie
3 in Salzburg (sie wurde 1958 der AAI eingegliedert), Brigade-Stabskompanie in Mautern (sie
entstand aus dem BrigTelZg und hatte damals noch die Militärmusik und die Militärstreife), Panzerjägerkompanie 3 und Versorgungskompanie 3 in Allentsteig, Brigade-Sanitätskompanie 3 in Wien/
Stammersdorf => dann St. Pölten, 1. Kompanie des Pionierbataillon 3 im 10 km stromaufwärts von
Ybbs gelegenen Willersbach => später Krems und schließlich Brigade-Fliegerabwehrzug in Krems
=> dann Mautern. Ende der Fünfzigerjahre war die erste spürbare Verbesserung der Infrastruktur
durch Neu- bzw. Umbauten in Mautern, Spratzern, Weitra und Allentsteig zu vermerken. 1959 hatte
die Brigade die ersten Assistenzleistungen zu erbringen: 1500 Mann halfen im Alpenvorland bei der
Beseitigung von Hochwasserschäden. Den ersten Schritt von der motorisierten zur mechanisierten
(gepanzerten) Brigade stellte die im Jahre 1958 erfolgte Zuweisung von 17 russischen Kampfpanzern
der Type T34/85 an die neu geschaffene Panzerkompanie 1 (ehemals 2.Kp/IB10) dar. Der 1. August
1960 brachte die große Umrüstung und Umbenennung auf 3. Panzerbrigade.
Mit der Zuweisung der russischen T34/85 erfolgte 1960 die Umbenennung auf
3. Panzergrenadierbrigade
D
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Die Militärmusik war Teil der Brigade - Stabskompanie
as Feldjägerbataillon 9 wurde zum Panzerbataillon 9 und erhielt am 1. Dezember 1960 zusätzlich die Kaserne in Weitra als Standort für Panzergrenadiere.
D
as Infanteriebataillon 10 wurde zum nunmehrigen Panzerbataillon 10, welches mit dem Kampfpanzer M47 ausgerüstet wurde, und die BAA3 erhielt die Panzerhaubitze M7B2 und wurde
somit zur Panzerartillerieabteilung 3 (PzAA3).
Die Soldaten hatten in ein völlig neues Metier einzusteigen: man musste Panzer fahren, funken,
großkalibrig schießen und taktisch umdenken - die eigene unmittelbare Reichweite (pro Schuss)
war jetzt 1000 bis 2000 m und nicht nur 500 m wie zuvor - und das Tempo des Gefechts erhöhte sich
enorm. Auch die Versorgung hatte größere Erfordernisse zu bewältigen.
Die BAA3 bekam die Panzerhaubitze M7-B2 und wurde in
PzAA3 umbenannt
Das nunmehrige Panzerbataillon 10 wurde mit dem
amerikanischen M47 ausgestattet
M
it 1. Jänner 1963 erfolgte die Umgliederung in die 3. Panzergrenadierbrigade, wobei die unmittelbar geführten Einheiten im neu geschaffenen Panzerstabsbataillon 3 zusammengefasst wurden
und die Aufklärungsabteilung I aufzulösen war. Das Panzerbataillon 9 wurde zum Panzergrenadierbataillon 9, und als Ausbildungsverband für die Grundausbildung zu allen vier Einrückungsterminen
(Jänner, April, Juli, Oktober) wurde das Panzergrenadierbataillon (Ausbildung) 11 mit Einheiten in
Mautern, Spratzern, Horn, St. Pölten und Krems geschaffen, welches aber 1975 als Jägerbataillon 11
an das Militärkommando NÖ abgegeben werden musste. In den Jahren 1965, 1966 und 1967 waren
aufgrund Hochwassers umfangreiche Hilfeleistungen in Kärnten und Osttirol zu erbringen. Ab März
1963 erhielten alle Verbände den neuen österreichischen Schützenpanzer Saurer.
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Der Schützenpanzer Saurer, das Arbeitstier der Grenadiere wurde von 1963 in verschiedenen Varianten
der Truppe übergeben
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D
em Panzerbataillon 10 wurde schließlich im Jahre 1965 der Kampfpanzer M60A1 zugewiesen.
Der M60A1 wurde ab 1965 eingesetzt
Der legendäre M42 war das Hauptwaffensystem der
PzFlABt des Panzerstabsbataillon 3
D
ie Fliegerabwehr-Kompanie in Mautern wurde durch Übernahme des legendären “FlA-Panzer
M42” zur Panzer-FlA; von 1963 bis 1974 unterstand sie der PzAA3, anschließend dem Panzerstabsbataillon. Die Räderfahrzeuge wurden nach und nach durch Diesel-LKW M35, VW-Busse und
Puch-Haflinger ersetzt.
Das Jahr 1968 wurde von der CSSR-Krise überschattet: die Brigade, welche in den Morgenstunden
des 21. August alarmiert worden war, bezog noch am gleichen Abend Verfügungsräume südlich der
Linie Horn - Allentsteig - Zwettl, um die dortigen Garnisonen zu verstärken. Eine konkrete Angriffsbedrohung lag zwar nicht vor, ein Ausweichen militärischer Kräfte nach Österreich wurde aber sehr
wohl für wahrscheinlich erachtet. Nach Entspannung der Lage in der CSSR verlegten die Einheiten
am 3. September wieder in ihre Heimatgarnisonen; die volle Bereitschaft und verstärkte Kasernensicherung blieb aber aufrecht und dauerte bis zum 21. Oktober. Das Abrüsten des Einrückungstermins
Jänner 68 wurde also vom Verteidigungsministerium um 21 Tage aufgeschoben. Zusätzlich wurde
im September der tschechische Grenzraum durch Beobachtungstrupps der “Dritten” direkt von der
Staatsgrenze aus überwacht.
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A
m Gerätesektor wurden weitere Panzerfahrzeuge zugewiesen: Schützenpanzer mit Maschinenkanone MK 66 vom Kaliber 2 cm ab 1969 und Jagdpanzer Kürassier ab 1972 für das Panzergrenadierbataillon 9 in Horn, sowie schwere Panzerhaubitzen M109 (Kaliber: 15,5 cm) für die Panzerartillerie in Allentsteig. Per 1. Juli 1973 wurde die “Dritte” dem Gruppenkommando II bzw. dem
späteren Korpskommando I in Graz zugeordnet.
Der „Drillich“ und der „Fleckerlteppich“ (Mjr Fritz) wurden 1976 durch den Feldanzug 75 abgelöst
S
chon 2 Jahre später erfolgte die Unterstellung unter das in Baden neu geschaffene Kommando
der 1. Panzergrenadierdivision. Von 3. September 1973 bis 30. Juni 1974 waren die Heeresaufklärungsabteilung in Mistelbach, das Heerespionierbataillon in Melk und das Pionierbataillon 1 in
Korneuburg/Leobendorf der 3. Panzergrenadierbrigade truppendienstlich unterstellt. Ab 1973 erhielten die Heereskraftfahrer den Steyr-680 und den Pinzgauer als Transport- bzw. Aufklärungs- und
Fernmeldefahrzeug. Im Jahre 1975 wurde in der Kopalkaserne Spratzern das Werkstättenzentrum
für alle Arten von Panzern, Fahrzeugen, Waffen und Geräten eröffnet. Ab 1976 konnten die Soldaten
einheitlich mit dem noch jetzt in Verwendung stehenden Anzug 75 (RAL 7013) ausgestattet werden;
“Brennnesseluniform”, Drillich und “Fleckerlteppich-Anzug” hatten ausgedient.
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A
b 1. Juni 1978 begann die immerhin 15 Jahre dauernde “wilde Ehe” mit dem Heeresaufklärungsbataillon (früher Aufklärungsabteilung I bzw. Heeresaufklärungsabteilung) in Mistelbach: es
wurde dem Brigadekommando truppendienstlich - also zum Zwecke der Ausbildung, der Versorgung
und für Übungen, aber nicht für den Einsatz – unterstellt. Es war mit Jagdpanzern Kürassier, Schützenpanzern und geländegängigen Aufklärungsfahrzeugen ausgerüstet.
Ab 1978 hatte sich die “Dritte” am neuen Raumverteidigungskonzept zu orientieren - sie zählte ab
nun als gepanzerter Großverband des Österreichischen Bundesheeres zur Bereitschaftstruppe (BT)
und damit zum harten Kern der Armee. Neues Schwergewicht in Ausbildung und Übung waren das
Bereithalten als Reserve und das Führen von Gegenangriffen. Das Sturmgewehr 77 und das Maschinengewehr 74 ersetzten bald das StG 58 bzw. MG 42. Die Panzerbesatzungen erhielten flammhemmende Panzeroveralls, und der sLKW/10 t hielt Einzug.
1978 wurde das StG 58 vom StG 77 und das MG 42 durch das MG74 abgelöst. Auch der sLKW wurde an die Truppe ausgeliefert
Z
wischen 1978 und 1982 führten mehrere Änderungen der Gliederung zu personeller und materieller Verstärkung: bei den Panzergrenadieren, bei der Artillerie und bei den Kampfpanzern
konnte eine 3. Kompanie aufgestellt werden, und die Feldambulanz gelangte schließlich 1980 als
mobil zu machende Sanitätseinheit zum Panzerstabsbataillon 3 nach Mautern, nachdem sie bis dahin
vom Militärkommando in St. Pölten aufzustellen war. PKW VW-Golf und LKW VW-LT ersetzten die
Haflinger AP-700 und die PKW VW-181.
17
D
ie guten Kontakte zur ehemaligen Garnisonsstadt Krems gipfelten am 10. Juni 1983 in der Begründung einer Partnerschaft zwischen dem Kommando der „Dritten“ mit Panzerstabsbataillon
3 einerseits und der Statutarstadt Krems an der Donau andererseits.
1985/1986 erhielt die Brigade durch die Neugliederung des Panzerbataillon 10 und die Aufstellung
einer Jagdpanzerkompanie in Horn wieder eine Kampfkraftsteigerung. Am Gerätesektor brachte der
Zugang von Schwerlasttransportsystemen mit 55 t Nutzlast und PuchG-Geländefahrzeugen weitere
Verbesserungen. Die bedeutendste Steigerung der Führungsfähigkeit bewirkte aber der Einbau von
fast 400 neuen Funkgeräten “RACAL” (KFF-31/-32/-33) in die Panzer-, Fernmelde-, Sanitäts- und
Aufklärungsfahrzeuge. Eine vom Brigadekommando geleitete Stabs-Fernmelde-Rahmenübung wurde im Mai 1986 im Raum St. Pölten - Mank als Vorbereitung auf den “Wintersturm 87” abgehalten.
Die Partnerschaft zwischen der 3. Panzergrenadierbrigade, dem Panzerstabsbataillon 3 und der Stadt Krems wurde am 10. Juni 1983
durch (v. li.) Obstlt Werner Machly, Bgm. LAbg. Harald Wittig und ObstdG Kurt Pirker im heutigen „Sepp Doll“ Stadion von Krems beurkundet.
B
is zum Jubiläum “30 Jahre 3. Panzergrenadierbrigade” hatte die “Dritte” ihre bedeutende Position innerhalb des Österreichischen Bundesheeres gefestigt und durch zahlreiche Veranstaltungen
und Manöver (z.B. Herbstmanöver 65, Bärentatze 69, Limes 72, Erlaufschild 74, Jagd 76, Planquadrat 77, Argus 78, RVÜ 79, Raabtal 81, Haag 82, Innviertel 83, Thaya 83, Jauntal 84, Flinker Igel 85)
auch in der Öffentlichkeit ausgebaut.
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Geschichte der 3. Panzergrenadierbrigade
Teil 2 (Überblick von 1986 - 1995)
1986
A
m 5. September 1986 konnte der 30. Geburtstag der “Dritten” mit Festakten in Mautern und
Krems sowie einer Ausstellung in der Kremser Minoritenkirche gefeiert werden. Nur einige
Wochen vorher (30.7.) hatte der frühere Chef des Stabes Oberst des Generalstabsdienstes Karl-Heinz
Fitzal das Kommando über die “Dritte” übernommen; der scheidende Kommandant Brigadier Wilhelm Figl wurde an die Landesverteidigungsakademie versetzt.
Oberst des Generalstabsdienstes Karl-Heinz Fitzal übernimmt am 30. Juli 1986
aus den Händes des Kommandanten der 1. Panzergrenadiedivision, Divisionär Segur - Cabanac,
die Standarte und somit das Kommando über die 3. Panzergrenadierbrigade
30. Geburtstag der „Dritten“ in Mautern und Krems:
* Militärischer Festakt und Leistungsschau in der Raabkaserne Mautern
* Platzkonzert der Militärmusik NÖ am Rathausplatz Mautern
* Festakt und Foto-& Modellausstellung in der Minoritenkirche in Krems-Stein
* Großer Zapfenstreich am Minoritenplatz in Krems-Stein
19
Zitat aus dem Sonder-Tagesbefehl zum 30-jährigen Bestand der “Dritten”:
B
ei einem Jubiläum wie diesem soll man den Blick nicht nur zurück, sondern auch nach vorwärts
richten.
Soldaten der 3. Panzergrenadierbrigade, es liegt nun an uns allen, den guten Ruf und Namen, den
sich die Brigade bei zahlreichen Vorhaben und Tätigkeiten in den vergangenen 30 Jahren im internen
und externen Bereich erworben hat, durch gemeinsame harte Arbeit unter sicherlich immer schwieriger werdenden Bedingungen zu erhalten. Die Schwergewichte in der Zukunft werden dabei vor
allem bei der Erhaltung und Verbesserung des materiellen Standards und bei der Konsolidierung der
personellen Situation liegen, wobei wir uns immer vor Augen halten müssen, dass auch bei einer
modernen Armee vor allem der motivierte und gut ausgebildete Soldat und nicht so sehr das Material
im Vordergrund stehen wird.
Soldaten der „Dritten“, wir haben trotz all der unerfreulichen Entwicklungen um uns herum ‘in Zeiten
wie diesen’ aus Anlass des 30-jährigen Bestehens unserer Brigade Grund zum Feiern - ist es uns doch
gelungen, unser Haus stets in Ordnung zu halten.
Auch Verteidigungsminister Dr Helmut Krünes gratulierte der „Dritten“ zum
Geburtstag (Major Stefan Lehninger, Kdt PzStbB3 bei der Meldung an den
HBM)
E
Brigadekommandant ObstdG Fitzal und Bundesminister Krünes gratulieren
den Offizieren und Unteroffizieren der ersten Stunde
nde Oktober errichteten die Panzerpioniere aus Mautern in Waidhofen/T. eine Schwimmbrücke
aus Alu-Brückengerät und Pontons über die Thaya, um als Plattform für Arbeitsmaschinen der
NEWAG-NIOGAS-AG zu dienen. Neuer Chef des Stabes wurde ObstltdG Johann Forster (10.11.).
20
1987
D
as Jahr begann (wie alljährlich seit 1973) mit dem Neujahrsempfang des Brigadekommandanten
in der Raabkaserne - der Bildband “Geschichte der Garnison Krems - Mautern” von Prof. Dipl.
Ing. Ernst Kalt wurde dabei präsentiert. Umfangreiche Gefechtsschießen am TÜPl Allentsteig folgten
bei winterlichsten Verhältnissen. Beim Manöver “Wintersturm 87” der Panzergrenadierdivision im
südlichen NÖ als Abschluss des Präsenzdienstes des ET Juli 86 war die „Dritte“ zum Verzögerungskampf vom Tullnerfeld bis St. Pölten und zur Verteidigung im Raum St. Leonhard am Forst eingesetzt
(16.-20.2.).
ObstdG Fitzal mit dem Verfasser des Bildbandes
„Geschichte der Garnison Krems - Mautern“
Prof. Dipl.Ing. Ernst Kalt
Einen besonderen Stellenwert hatte die „Sanität“ der 3. Panzergrenadierbrigade
(Das Kremser Ärztetrio v.li.n.re. Chirurg MjrA Dr. Klaus Tögl, Unfallchirurg
und Kdt der FAmb ObstA Dr. Herbert Sajovic und der Kieferchirurg MjrA Dr.
Karl Heinz Wilfert)
D
em Brigadekommando unterstanden neun Bataillone mit 8000 Mann, was besondere Anforderungen an den Brigadestab im verbunkerten Gefechtsstand stellte. Auch Bundespräsident Dr.
Kurt Waldheim lobte das Verhalten der Übungsteilnehmer und die Qualität der Ausbildung. Auch die
Versorgungstruppen - z.B. die Feldambulanz am Volksfestgelände Wieselburg - hatten großen Anteil
am Erfolg der Übung. Der vom Brigadekommandanten angeführte Vorbeimarsch einer 8 km langen
Kolonne in der neuen Landeshauptstadt St. Pölten beendete dieses Manöver.
21
F
ür Juni organisierte das Brigadekommando das Treffen aller österreichischen Militärmusikkapellen mit dem Großkonzert im Kremser Stadion am 27. Juni. 24 Musikkapellen konzertierten am
27. Juni 1987 im Kremser Stadion (Militärmusiktreffen 1987).
24 Musikkapellen konzertierten vor über 3500 Besuchern im Kremser Stadion Die NTI-Kompanie verpasste allen Panzerfahrzeugen einen Grundtarnanstrich
D
ie Ausbildung des Vollkontingents Juli (1360 Mann) wurde als “Modellversuch 87” durchgeführt: es galt zu überprüfen, ob auch bei der Panzertruppe ein Grundwehrdienst mit nur 7 statt
8 Monaten Dauer möglich ist; konkret bedeutete das eine Verkürzung der Grundausbildung und das
Weglassen oder die Straffung einiger Ausbildungsziele und Ausbildungsphasen.
Der “Tag der 3. Panzergrenadierbrigade” (4.9.) wurde in allen Garnisonen der Brigade als Tag der
offenen Tür begangen und erfreute sich guten Besuchs.
An allen Panzerfahrzeugen wurde bei der NTI-Kompanie in der Kopalkaserne der Grundtarnanstrich
angebracht - seit damals sind die Panzer nicht mehr grau, sondern schwarz-braun-grün gefärbt. Die
Bergepanzer M88 wurden auf den Standard A1 modifiziert, und in der gesamten Brigade wurden die
LKW Steyr-680 durch die neuen SDP-12M18 ersetzt. Funkfernschreibgeräte MFF-4 verbesserten
die Fernmeldeverbindungen. Bei einem informativen Besuch der Kremser Bankdirektoren (23.11.)
wurde die Idee geboren, einen “Brigadegulden” als repräsentatives Geschenk prägen zu lassen; die
Verwirklichung ließ nicht lange auf sich warten.
22
1988
B
ereits beim Neujahrsempfang in der Raabkaserne in Mautern konnte der “Brigadegulden” in
Bronze, Silber und Gold persönlich geschlagen werden. Den Abschluss des “Modellversuchs
87” bildeten Kompanieübungen und Gefechtsschießen am TÜPl Allentsteig, sowie erstmals in der
Brigade durchgeführte anonyme Befragungen: 85 % der befragten 1360 Grundwehrdiener halten eine
militärische Landesverteidigung für notwendig; 79 % beurteilen ihre genossene Ausbildung als gut;
82 % fühlen sich im Großen und Ganzen korrekt behandelt und für 72 % wurden erhoffte Kameradschaft und erwartete Abenteuer erfüllt. Am 17. Mai stellte ObstdG Karl-Heinz Fitzal den Bildband
“Geschichte der 3. Panzergrenadierbrigade” in Krems/Kloster Und vor.
Vier Wochen später feierten 3. Panzergrenadierbrigade und Stadt Krems “5 Jahre Partnerschaft”.
Übungen im Kompanierahmen am Truppenübungsplatz Allentsteig waren das
Ausbildungsschwergewicht 1988 und bildeten den Abschluss des Modellversuches 1987
D
ie Ausbildung der Wehrmänner des Einrückungstermin Juli wurde als “Modellversuch 88” (mit
etwas veränderter Zielsetzung als beim “Modellversuch 87”) durchgeführt.
23
D
em Heeresaufklärungsbataillon wurde eine größere Anzahl Jagdpanzer Kürassier und Schützenpanzer mit Maschinenkanone MK66 zugewiesen, sodass eine zweite Panzeraufklärungskompanie aufgestellt werden konnte. Werkstättenshelter und Bergepanzer Greif brachten Verbesserungen
im Bereich Instandsetzung und Bergung, und die Pionierpanzer mit Räumschild, Tieflöffel, Seilwinde und Drehkran verstärkten die Panzerpionierkompanie in Mautern. Am 29. Juli konnte das Panzerbataillon 10 den ersten vom Standard M60A1 auf M60A3Ö modifizierten Kampfpanzer übernehmen
- die gesamte Modifikation dauerte insgesamt von März 1987 bis November 1989. Zusätzlich wurden
auch Simulations- & Ausbildungsgeräte für die Richtschützen angeschafft.
Zusätzliche Jagdpanzer „Kürassier“ für die Mistelbacher Aufklärer
A
Die Panzerpioniere des Panzerstabsbataillon 3 erhalten den Pi-Panzer mit Räumschild, Tieflöffel, Drehkran und starker Seilwinde
m 9. September öffnete die Raabkaserne zum “Tag der 3. Panzergrenadierbrigade” wieder ihre
Pforten, wobei die Jazz-House-Ramblers auch ein Open-Air-Konzert gaben. Am 14. Oktober feierte das Panzerartilleriebataillon 3 seinen 30-jährigen Bestand. Die Stabs-Fernmelde-Rahmenübung
“ForMal 88” wurde anfangs November in der Raabkaserne durchgeführt. Eine Truppenbesichtigung
beim Panzerstabsbataillon 3 (17.11.) beendete das Ausbildungsjahr. Eine spezielle Ehrung erfuhren
unsere UNO-Soldaten: sie wurden am 10. Dezember mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
24
1989
B
eim Neujahrsempfang im Kloster Und konnten die Chronik & Fotodokumentation “Städte, Garnisonen, Truppen - die Garnisons- und Partnerstädte und Garnisonen der Verbände der 3. Panzergrenadierbrigade” und das Brigadelied (komponiert und getextet von Oberschulrat Willi Lindner)
präsentiert werden. Der “Modellversuch 88” wurde mit der Gefechtsübung “Brigadeschild 89” im
nördlichen NÖ abgeschlossen (30.1.-3.2.): 8 Bataillone mit 6000 Mann, 1000 Räderfahrzeugen und
250 Panzern übten im Weinviertel die Kampfführung von mechanisierten und infanteristischen Verbänden im Verzögerungskampf und im Raum Horn die Verteidigung inkl. Gegenangriff.
250 Panzerfahrzeuge und über 6000 Soldaten beherrschten bei der Gefechtsübung „Brigadeschild 89“ das nördliche Niederösterreich
D
er von den Pionieren errichtete 500 m lange, 3 m breite und 1,5 m tiefe Panzergraben leistete
wertvollste Dienste - auch die angreifenden Kampfpanzer M60A3Ö konnten dieses Hindernis
nicht überwinden. Interessierte Besucher waren Verteidigungsminister Dr. Robert Lichal und Landeshauptmann Mag. Siegfried Ludwig. Die Übung fand mit dem Vorbeimarsch in Horn ihren Abschluss.
25
D
ie Alarm- und Mobilmachungsübung beim Heeresaufklärungsbataillon von 20. bis 22. Februar
zeigte die enorme Kampfkraft dieses Aufklärungsverbandes: zwei mechanisierte und zwei motorisierte Aufklärungseinheiten und die Stabskompanie.
Bei der Mobilmachungsübung des Heersaufklärungsbataillon 3
zeigte sich die enorme Kampfkraft dieses Verbandes
E
ine besondere Feier fand am 24. Mai statt: die Jungmänner des ET April wurden in Dürnstein auf
dem DDSG-Schiff “Prinz Eugen” angelobt. Die Grundwehrdiener am Sonnendeck, die Ehrenformation und die Ehrengäste am Ponton und die Zuschauer am Ufer bildeten einen würdigen Rahmen.
Der “Tag der 3. Panzergrenadierbrigade” am 8. September wurde mit militärischen Vorführungen und
einem Militärmusik-Showprogramm gestaltet. Das Armeekommando alarmierte am 16. November
die “Dritte”, um die Kampfkraft während der weiterzuführenden Grundausbildung des ET Oktober
festzustellen. Eine weitere Truppenbesichtigung beim Panzerstabsbataillon 3 folgte am 14. Dezember.
26
1990
D
er Neujahrsempfang fand erstmals in der Mauterner Römerhalle statt. Von 14. März bis 12. April
halfen 50 Mann der Panzerpionierkompanie und einige Bergepanzer Greif bei der Aufarbeitung
von Windbruchschäden im Raum Wieselburg – Steinakirchen am Forst. Die Panzer-FlA-Batterie wurde mit der Erprobung der schwedischen Fliegerabwehrlenkwaffe “RBS-70” und des Einweisungsradars “Giraffe” beauftragt; das Erprobungsteam wurde drei Wochen lang in Schweden ausgebildet und
setzte danach seine Versuche in Österreich fort.
Das Panzerbataillon 10 feierte am 18. April in St. Pölten und in der Kopalkaserne Spratzern sein 30jähriges Bestehen, und der “Tag der 3. Panzergrenadierbrigade” am 4. Mai fand in Mautern wieder
reges Zuschauerinteresse. Von 14. bis 18. Mai hielten die Truppenkörper die Kompanieübungen am
TÜPl Allentsteig als Höhepunkt der Ausbildung des ET Oktober 89 ab.
Die Pioniere des Panzerstabsbataillon 3 leisteten Assistenz
zur Beseitigung von Windbruchschäden
E
Im Zuge eines Informationsnachmittages
wurde der Brig VIP-Klub gegründet
in Informationsnachmittag für Bankdirektoren aus Krems (6.9.) bildete den Start zur Gründung
des Brigade-VIP-Klub.
27
M
it 1. Oktober wurde bei der Stabskompanie/Panzerstabsbataillon 3 der ABC-Abwehrzug aufgestellt und die erforderliche Spür-, Rettungs-, Berge- und Dekontaminationsausrüstung zugewiesen (Deko-Fahrzeug, Tanklöschfahrzeug, Ortungsgeräte, Hebekissen usw.). Am 15. Oktober
übernahm ObstltdG Dieter Jocham die Funktion des Stabschefs.
Mit der Aufstellung des ABC-AbwZuges bei der
Stabskompanie/Panzerstabsbataillon 3, wurde auch das
Dekontaminationsfahrzeug zugewiesen
D
In der Zeit vom 29. November 1991 bis 04. Jänner 1992
entsandte die „Dritte“ erstmals 960 Soldaten
zur Granzraumüberwachung in das Burgenland.
en Abschluss des Jahres brachte der erstmalige Assistenzeinsatz von Soldaten der “Dritten” im
Grenzeinsatz, um auf Antrag des Innenministeriums die österreichischen Grenzbehörden bei der
Überwachung des Grenzraumes zu Ungarn zwecks Aufgreifung von „illegalen Grenzgängern“ („iG“)
zu unterstützen: unter dem Kommando von Obstlt Franz Teszar (Kdt PzGrenB9) überwachten 960
Mann in der Zeit von 29. November 1990 bis 4. Jänner 1991 den Nordabschnitt des Burgenlandes.
28
1991
D
as Jahr stand im Zeichen des “Brigadeleitbild 95” (BLB 95), wobei in der ersten Phase der IstZustand und die Erwartungshaltungen in großem Umfang zu erheben waren. Die von 13. bis 17.
Mai angesetzten „Kompanieübungen 91“ und die mit aktuellem Szenario parallel dazu abgehaltene
Sanitätsübung in Gföhl bildeten den Abschluss der Ausbildung für die Grundwehrdiener des ET Oktober 90. Am 23. Mai wurden im Turnierhof von Schloss Rosenburg unter Teilnahme von Verteidigungsminister Dr. Werner Fasslabend 1100 Jungmänner angelobt.
Der Sommer stellte an die “Dritte” höchste Anforderungen: die “Kampfgruppe 9” mit 1100 Mann
wurde zu Beginn der Jugoslawienkrise am 27. Juni um 14:40 Uhr als erster Einsatzverband des Bundesheeres alarmiert.
Nicht nur Verteidigungsminister Dr. Werner Fasslabend (Bild li. mit ObstltA Dr. Herbert Sajovic re. u. KplA Dr. Markus Klamminger li.) konnte sich von den
überragenden Leistungen der Sanität der „Dritten“ überzeugen, sondern auch das mutige Mädchen war beim Facharzt für Zahnheilkunde (OltA Dr. Sven
Orechovsky) in besten Händen (Bild re).
B
ereits am nächsten Tag verlegte dieser Einsatzverband per Eisenbahntransport unter Kommando
von ObstdG Horst Walther (mdFb Kdt PzGrenB9) nach Kärnten, um die Staatsgrenze zu Slowenien zu sichern, ein Übergreifen von Kampfhandlungen auf österreichisches Staatsgebiet zu verhindern und den Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten. Speziell an den Grenzübergängen Loiblpass, Wurzenpass, Bleiburg/Grablach, Lavamünd und Eisenkappel/Seebergsattel wurden unzählige
Kampfstellungen und Sperren errichtet.
29
Ü
ber 300 einsatzerprobte Soldaten mussten ihren wohlverdienten Urlaub abbrechen, denn das
verheerende Hochwasser in Österreich erforderte rasche Hilfeleistungen bei Evakuierungsmaßnahmen und bei tagelangen Aufräumungsarbeiten in der Wachau und im Laabental im Wienerwald. In
Summe leisteten die Brigadeangehörigen zwischen 2. und 14. August 23.000 Einsatzstunden.
1100 Mann der 3. Panzergrenadierbrigade sicherten 1991 die Staatsgrenze zu
Jugoslawien um ein Übergreifen der Kampfhandlungen auf österreichisches
Hoheitsgebiet zu verhindern
A
Nach der Rückkehr aus dem Sicherungseinsatz leisteten die Männer der „Dritten“ bei der Hochwasserkatastrophe insgesamt 23.000 Arbeitsstunden
m 17. September beging die “Dritte” ihren 35. Geburtstag mit einem Festakt in der Kremser Dominikanerkirche. Der Herbst erforderte einen weiteren Assistenzeinsatz im Burgenland
(26.9.-30.10.). Unter Führung von Obstlt Horst Malat (Kdt PzB10) mussten 960 Mann die Organe
des Innenministeriums bei der Grenzüberwachung unterstützen. Weitere Kompanieübungen am TÜPl
Allentsteig (11.-15.11.) brachten den von vielen Soldaten ersehnten Abschluss des ET April - ihr Präsenzdienst hatte an Umfang, Strapazen und Erlebnissen eine Unmenge zu bieten: Grundausbildung,
Sicherungseinsatz in Kärnten, Hochwassereinsatz in der Wachau und im Wienerwald, Grenzüberwachungseinsatz im Burgenland und Verlegungen und Abschlussübungen wieder in Allentsteig.
Am 1. Oktober erfolgte eine Änderung der Führungsverhältnisse an der vorgesetzten Dienststelle in
der Martinekkaserne Baden: das Kommando der Panzergrenadierdivision wurde aufgelöst und in das
Kommando des III. Korps übergeleitet.
30
1992
D
er 20. Neujahrsempfang wurde in der Römerhalle in Mautern in traditioneller Weise abgehalten. Der “Bio-Diesel-Versuch” - begonnen im Frühjahr 1990 - wurde mit einem zweiwöchigen
Kältetest (14.-25.2.) auf einem finnischen Truppenübungsplatz am Polarkreis abgeschlossen. Am 9.
April wurde Brigadekommandant Brigadier Karl-Heinz Fitzal als neuer Leiter der Ausbildungsabteilung ins Verteidigungsministerium berufen.
In der eisigen Kälte des Lapplands führten Männer der Brigade im Auftrag
des Ministeriums einen Kältetest für den BIO-Diesel durch, welcher bei der
finnischen Generalität auf hohes Interesse stieß.
„Antreten“ zu einer Alarmierungsübung hieß es für die „10 er“ am 12.Mai
1992 (Hptm Sturmlechner überprüft Wm Krenmaier (li) und StWm Rumer.
D
er Chef des Stabes ObstltdG Dieter Jocham übernahm interimistisch für 6 Monate die Führung
über die “Dritte”.
Große Vorhaben standen am Programm: eine Alarm- und Mobilmachungsübung beim Panzerbataillon
10 (12.-13.5.), der Einsatz von 600 Mann unter Kommando von ObstltdG Othmar Commenda (mdFb
Kdt HAufklB) zur Grenzsicherung an der ungarischen Grenze (26.5.-26.6.), die anfangs August abzuhaltenden Kompanieübungen für den ET Jänner - unter anderem mit einem großen Gefechtsschießen
in Zusammenarbeit von Panzergrenadierbataillon 9 und Panzerartilleriebataillon 3 - und vor allem die
taktische Erprobung von Panzerabwehrlenkwaffen mit 4000 m Reichweite (PAL 4000) in Zusammenarbeit mit der Schweizer Armee am TÜPl Allentsteig (22.6.-10.7.).
31
E
rbitterte Gegner bei der Erprobungsübung „Piranha 92“ am TÜPl Allentsteig waren die Radschützenpanzer Piranha 6x6 mit der PAL 4000 von der Panzerjägerkompanie 28 aus dem Kanton Zürich und die M60A3Ö des Panzerbataillon 10 aus Spratzern.
Bei diesen Übungen unter der Bezeichnung “Piranha 92” - wobei die Taktik sowohl der Verteidiger
als auch der Angreifer getestet wurde - bewiesen alle Teilnehmer (80 Schweizer Soldaten mit 10
Radpanzern Piranha 6x6 und PAL TOW als Verteidiger und 1100 Mann der 3. Panzergrenadierbrigade mit
mehr als 100 Panzerfahrzeugen als Angreifer) ihr Können.
..war Gegner des M60A3Ö.
Der Radschützenpanzer „Piranha mit der PAL 4000..
Oberst des Generalstabsdienstes Edmund Entacher
übernimmt am 16. Oktober 1992
von Brigadier Karl-Heinz Fitzal
die 3. Panzergrenadierbrigade
A
m 16. Oktober übernahm Oberst des Generalstabsdienstes Edmund Entacher die Führung der
“Dritten” bei einem Festakt in der Raabkaserne. Korpskommandant Manfred Mitterbauer bedankte sich insbesondere bei Brigadier Karl-Heinz Fitzal für seinen langjährigen fordernden Einsatz
als Chef des Stabes (5 Jahre) und Brigadekommandant (6 Jahre).
32
1993
M
it Beginn des Jahres wurde das Heeresaufklärungsbataillon aus der 3. Panzergrenadierbrigade entlassen und dem Kommando des III. Korps als Aufklärungsbataillon 3 unterstellt. Zwei
“M88” des Panzerbataillon 10 räumten die Geleise der Westbahn nach der Eisenbahnkatastrophe vom
13. Februar in Melk.
Weitere Grenzüberwachungseinsätze an der burgenländischen Grenze zu Ungarn und zur Slowakei
mussten von 27. April bis 27. Mai (Abschnitt Nord) unter Kommando von Hptm Rudolf Ebenberger
(mdFb Kdt PzStbB3) und von 27. Mai bis 30. Juni (Abschnitt Mitte) unter Obstlt Josef Solar (Kdt
PzAB3) geleistet werden.
Die 2. Kompanie des Panzergrenadierbataillon 9 und die 3. Kompanie des Panzerbataillon 10 führten
mit dem ET Jänner den “Modellversuch 93” zur Erprobung des neuen Ausbildungssystems (DBGWD
95) durch. “10 Jahre Partnerschaft” zwischen dem Kommando der „Dritten“ mit Panzerstabsbataillon
3 und der Stadt Krems wurden am 24. Juni im Kremser Stadion gefeiert.
Den Jahreshöhepunkt bildete die Gefechtsübung “Zaya 93” mit 4300 Mann von 2. bis 6. August im
Weinviertel. Die verstärkte 3. Panzergrenadierbrigade übte den Sicherungseinsatz an einer Staatsgrenze. Erstmals kämpfte ein mechanisiertes Bataillon (Panzerbataillon 10) mit Simulatoren voll
ausgerüstet im freien Gelände.
Schwerstarbeit leisteten die Bergespezialisten der
„Dritten“ beim Eisenbahnunglück in Melk
„Sicherungseinsatz an der Staatsgrenze“
wurde bei der Gefechtsübung „ZAYA“ geübt.
Mit einem Festakt im Kremser Stadion wurde das
10-jährige Partnerschaftsjubiläum gefeiert
(v. li. n. re. ObstdG Entacher, Bgm Ing. Grabner,
Divisionär Pirker).
C
harakteristisch für die Gefechtsübung „Zaya 93“ im Weinviertel waren die rasch ablaufenden
Gefechtsphasen und der Feuerkampf der Panzer auf große Entfernung aufgrund des dafür sehr
günstigen Geländes.
33
H
öhepunkt für das Panzerartilleriebataillon 3 war das erstmals in Österreich von einer mit Panzerhaubitzen M109 ausgerüsteten Einheit durchgeführte Scharfschießen mit Leuchtgranaten im freien (zivilen)
Gelände.
An notwendiger Ausrüstung wurden Jagdpanzer, Schützenpanzer und Panzerabwehrrohre (für die künftige
Panzeraufklärungskompanie), sowie ABC-Schutzanzüge, Hochraum-Kastenwägen, Feld-Röntgengeräte
und Zeichenübertragungsgeräte zugewiesen.
Bei allen Kommanden wurde die erforderliche Informationstechnik-Ausstattung der “3. Verarbeitungsebene” (3. VE) installiert.
Die Neugliederung des Bundesheeres erbrachte für die “Dritte” sogar eine Verstärkung, nachdem die Auflösung des in Mautern stationierten Landwehrstammregiment 33 nicht verhindert werden konnte: die 2. Ausbildungskompanie des Landwehrstammregiment 32 in der Radetzky-Kaserne Horn wurde per 4. Oktober
dem Panzerstabsbataillon 3 als künftige Panzeraufklärungskompanie unterstellt.
Der motorisierte Aufklärungszug der Stabskompanie in Mautern wurde aufgelöst und der neuen gepanzerten Aufklärungseinheit in Horn zugeordnet. Auch Jagdpanzer Kürassier stehen nun bei dieser Kompanie
in Verwendung.
Höhepunkt für jeden Artilleristen ist das Scharfschießen
O
34
bstdG Dieter Jocham wechselte zum Korpskommando III nach Baden, Nachfolger als Chef des Stabes
der „Dritten“ wurde ObstltdG Othmar Commenda (17.10.).
1994
M
ehrere Assistenzeinsätze mit insgesamt 600 Mann zur Überwachung der ungarischen Grenze
mussten zwischen Jänner und September geleistet werden. Anfangs Februar hielt Brigadekommandant ObstdG Edmund Entacher eine Truppenbesichtigung beim Panzerstabsbataillon 3 ab. Der
Bau von Kampfbahnen und Ausbildungsanlagen wurde in allen Kasernen fortgesetzt. Die Ausbildung
des ET Oktober 93 schloss mit den Kompanieübungen des Panzergrenadierbataillon 9, des Panzerbataillon 10 und des Panzerartilleriebataillon 3 am TÜPl Allentsteig und im Raum Waldenstein ab.
Am 4. Juli alarmierte das Verteidigungsministerium (Generaltruppeninspektorat) die 3. Panzergrenadierbrigade, um die Präsenzstärke und die Schießleistungen der Panzerbesatzungen während eines
Überbrückungskontingents zu überprüfen.
Mitte Juli übernahm das Panzerartilleriebataillon 3 19 Stück gebrauchte Panzerhaubitzen M109A3
(größere Schussweite als bei M109) vom 4. Artillerieregiment der Britischen Rhein-Armee - Ausbildung und Scharfschießen daran begannen im November.
Über 600 Soldaten der „Dritten“ überwachten die Staatsgrenze im Burgenland
D
as Brigadekommando leitete Ende September ein groß angelegtes Scharfschießen des Panzerartilleriebataillon 3, des Korpsartilleriebataillon 32 und des Jägerbataillon 11.
35
Z
ur neuen Panzeraufklärungskompanie rückten erstmals Grundwehrdiener des ET Oktober zwecks
Ausbildung zu Aufklärern und Panzerbesatzungen ein.
Als taktische Weiterbildung wurden in Mautern zwei Stabs-Fernmelde-Rahmenübungen (“Waldviertel I und II”) durchgeführt. Im Sinne der “Vertrauensbildenden Maßnahmen” der Organisation für
Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wurden die ersten Kontakte zur 6. und zur 7. Mechanisierten Brigade der Armee der Tschechischen Republik (ACR) in Brno und Kromeriz geknüpft.
Die Gäste aus Brno (Delegationsleiter Brigadekommandant Oberst Ing. Pavel Stefka von der 6.mechBrig der ACR) besichtigten auch ein Gefechtsschießen der Panzergrenadiere aus Horn und Weitra
(TÜPl A - Kühbach).
Die konzentrierte Kadernachwuchswerbung mit marktwirtschaftlichen Maßnahmen erbrachte eine
Neuaufnahme von über 100 Zeitsoldaten. An neuer Ausrüstung und Bewaffnung wurden weitere Pionierpanzer und Pionier-Schützenpanzer (für den II. Zug der Panzerpionierkompanie) zugewiesen.
Die ersten Gespräche für eine zukünftige Partnerschaft zwischen der
Die Soldaten des Einrückungsturnusses Oktober 1994 wurden in Anwesenheit
6. MechBrig (ACR) und der 3. PzGrenBrig fanden am TÜPl Allentsteig statt
des Verteidigungsministers Dr. Werner Fasslabend am Werksgelände der
Voest-Alpine Krems feierlich angelobt
D
36
ie Großangelobung des ET Oktober fand am 28. Oktober am Werksgelände der VOEST-Alpine
in Krems statt.
1995
M
it Jahresbeginn trat die Neuorganisation der territorialen Verwaltung in Kraft: die Kasernkommanden wurden in Betriebsversorgungsstellen und Betriebsstaffeln umgewandelt. In Horn mit
der angeschlossenen Betriebsstaffel Weitra, in Spratzern und in Allentsteig unterstehen seit 1. Jänner
1995 diese neuen Elemente dem dort stationierten Bataillonskommando. Am 8. Februar überprüfte
eine spanische OSZE-Delegation die 3. Panzergrenadierbrigade in allen fünf Garnisonen. Eine vom
BMLV angeordnete Formierungsübung mit anschließendem Vergleichsschießen aller Panzerzüge
wurde beim Panzerbataillon 10 von 28. Februar bis 3. März durchgeführt. Einen Grenzüberwachungseinsatz an der Grenze zu Ungarn und zur Slowakei südlich der Donau hatten von 20. Februar bis 18.
März 840 Mann unter Kommando von Mjr Leopold Cermak (Kdt PzStbB3) zu leisten. Ein Bataillonsgefechtsschießen mit M109A3 und die Übernahme der neuen Artillerie-Lehrsaal-Ausrüstung mit
integriertem Schießkino anfangs Mai bildeten die Höhepunkte für das Panzerartilleriebataillon 3.
Spanische OSCE Delegation inspiziert die Brigade .
Das neue Schießkino der Allentsteiger Artillerie.
Die Gefechtsübung „THAYA 95“ findet im
nördlichen Waldviertel statt.
D
as Frühjahr stand im Zeichen der umfangreichen Planungsschritte und Vorbereitungen für die
Gefechtsübung “Thaya 95”, welche schließlich in der vorgesehenen Stärke von 4200 Mann und
mit durchwegs gutem Ergebnis von 15. bis 19. Mai im nördlichen Waldviertel abgehalten werden
konnte. Die „Dritte“ übte den Einsatz als alarmierte Präsenzkraft, als Hilfselement für die Behörden
bei Unfällen und Katastrophen, sowie als erste Einsatztruppe zur Grenzsicherung. Verzögerungskampf und Gegenangriffe waren die weiteren Phasen der Übung, die mit einer Gefechtsvorführung
im Raum Merkengersch-Dobersberg und einem Vorbeimarsch in Waidhofen an der Thaya ihren Abschluss fand. Landeshauptmann und Verteidigungsminister besichtigten einige Übungsabschnitte und
besuchten die Soldaten der “Dritten”.
37
A
m 24. Mai feierten Panzerbataillon 10 und J.M. Voith AG „10 Jahre Partnerschaft“. Das Brigadekommando organisierte für den 23. Juni die “Militärmusik-Show 1995”, welche der Partnerstadt
Krems zum 1000. Namenstag (Urbs Chremisa) gewidmet wurde.
Auf ObstdG Othmar Commenda als Chef des Stabes folgte MjrdG Karl Pronhagl (1.7.). Im Juli
erhielt die Fliegerabwehrbatterie in Mautern Lenkwaffen der französischen Type “Mistral” und die
dazugehörige Simulationsausstattung - die Ausbildung der ersten Grundwehrdiener daran begann
mit November. An neuer Ausrüstung wurden Kurzwellenfunkgeräte PRC-2200 (KFF-1 bzw. TFF-1)
zugewiesen, und das Panzerartilleriebataillon 3 erprobte die neue Panzerhaubitze M109A5. An den
Jagdpanzern begann die Modifikation auf den Standard A1, und die Panzerbesatzungen konnten erstmals die belüfteten Panzerfunkhelme verwenden.
Mehrere 1000 Kremserinnen und Kremser erlebten
ein musikalisches Feuerwerk beim zweiten
Militärmusiktreffen in Krems
D
Die neue Fliegerabwehrlenkwaffe „Mistral“
für die Fliegerabwehrbatterie ds Panzerswtabsbataillon 3
ie Angelobung des ET Oktober fand am Nationalfeiertag in Wien statt: die 1100 Jungmänner der
“Dritten” legten ihr Treuegelöbnis auf die Republik Österreich in Anwesenheit von Bundespräsident Dr. Thomas Klestil auf dem Heldenplatz ab.
Zum Sprechtag am 29. November empfing eine Ehrenkompanie des Panzerstabsbataillon 3 den Herrn
Bundespräsidenten beim Rathaus in Krems mit militärischen Ehren.
38
Geschichte der 3. Panzergrenadierbrigade
Teil 3 (Überblick von 1996 - 2006)
1996
E
ine Stabsübung für Bataillonskommanden leitete das Jahr ein und die Weiterbearbeitung des Brigadeleitbildes konzentrierte sich auf die Bereiche Motivation und Mitarbeitergespräch. Von 19.
Februar bis 22. März überwachten 840 Mann der “Dritten” unter Kommando von Mjr Josef Fritz (Kdt
PzGrenB9) den Nordabschnitt der Staatsgrenze zu Ungarn.
Anfangs April mussten Assistenzleistungen in Gramatneusiedl (Brückenbau der PzPiKp) und im
Dunkelsteinerwald (Aufarbeiten von Wind- & Schneebruchschäden durch den ABC-Abwehrzug) erbracht werden.
Brückenbau in Gramatneusiedl durch die
Panzerpioniere der „Dritten“
D
und die Erprobungsübung „Mobility 96“ mit der Schweizer Armee
prägten das erste Halbjahr 1996
ie Erprobungsübung “Mobility 96” als Gemeinschaftsprojekt des Österreichischen Bundesheeres
und der Schweizer Armee fand von 22. April bis 8. Mai am TÜPl Allentsteig statt. Erprobt wurde
das Einsatzkonzept der mechanisierten Füsiliere - also die Einsatzgrundsätze der Infanterie als hochbewegliche Reserve auf Radschützenpanzern. Mehr als 400 Panzergrenadiere der „Dritten“ wurden
mit Waffen und Simulationsgeräten der Schweizer Armee ausgestattet. Auch die 100 angreifenden
Panzer der 3.PzGrenBrig erhielten zur Darstellung und Auswertung des Gefechtsverlaufes Simulationsgerät aus der Schweiz.
Die 3. Panzergrenadierbrigade konnte dabei ihr taktisches Niveau weiter verbessern. „Mobility 96“
brachte die Chance, mit einem modernen Gegner zu üben und auch die Möglichkeit, modernste Führungs- und Kommunikationsmittel (Heeres-Informationstechniknetz/3. VE und Heeres-Fernsprechnetz / IFMIN) anzuwenden.
39
D
ie schweizer Übungsteilnehmer bildeten ein Mechanisiertes Füsilierbataillon, welches mit dem
Radschützenpanzer ‚Piranha 8x8‘ das bewegliche Element in einem Infanterieregiment darstellte und als mechanisierte Reserve überall dort so rasch wie möglich eingesetzt wurde, wo die Situation
mit dem Gegner kritisch geworden war.
Der hohe Grad an Simulationstechnik erforderte aus Gründen der Kompatibilität die Verwendung
der schweizer Waffen auch für die Soldaten der 3. Panzergrenadierbrigade, was nicht nur sehr interessant, sondern auch wegen der kurzen Ausbildungszeit sehr anspruchsvoll war. Die Simulationswaffen führten zu besserem Gefechtsverhalten und somit für jeden einzelnen Übungsteilnehmer zu
einem Ausbildungserfolg. Übungsleiter ObstdG Entacher: „Realistischer ist nur noch der Einsatz im
Krieg.“
Ein Kampfgruppengefechtsschießen mit drei bataillonsstarken Kampfgruppen (KG 3, KG 9, KG 10)
und Steilfeuer durch das Panzerartilleriebataillon 3 folgte am 9. Mai unmittelbar im Anschluss an
diese Erprobungsübung.
Das Jubiläum “40 Jahre 3. Panzergrenadierbrigade” begann am 24. Mai mit einem Überflug von 12
Luftfahrzeugen und einem Vorbeimarsch von 50 Panzer- und 80 Räderfahrzeugen, gefolgt von einem
Marschblock zu Fuß auf der Ringstraße in Krems.
Bei Kaiserwetter feiert Die 3. Panzergrenadierbrigade ihren 40. Geburtstag mit einer Parade auf der Kremser Ringstraße
(Bild li. ObstA Dr. Herbert Sajovic mit OltA Dr. Christoph Dadak), (Mitte: ObstdG Entacher, KKdt Mitterbauer, Bundesminister Fasslabend)
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er 40. Geburtstag wurde am 5. September in der Mauterner Römerhalle gefeiert: Bundesminister
Dr. Fasslabend gab am Vorbeimarsch und bei der Jubiläumsfeier die Ehre seiner Anwesenheit
und gratulierte persönlich zu diesem Ereignis. Zwei Unteroffiziere erhielten bei diesem Festakt eine
besondere Ehrung. Vizeleutnant Alfred Nichtawitz vom Panzerartilleriebataillon 3 aus Allentsteig
und Vizeleutnant Heinrich Fuchs vom Panzerbataillon 10 aus Spratzern dienten seit 1956 ohne Unterbrechung bei der „Dritten“.
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on 16. bis 20. September 1996 verlegte das Panzerartilleriebataillon 3 zum Scharfschießen im
Gebirge auf den Truppenübungsplatz Seetaler Alpe. Am 1. Oktober rückten zusätzlich 200 Einjährig-Freiwillige (Offiziersanwärter) nach Mautern zum vier Monate dauernden EF-Kurs ein. Am
22. Oktober halfen Soldaten des Panzerstabsbataillon 3, das neue mobile Hochwasserschutzsystem
der Stadt Krems wegen Hochwassergefahr der Donau aufzubauen.
Das österreichische Erzeugnis „Pandur“ ist das neue gepanzerte
Aufklärungsfahrzeug des Aufklärungsbataillon
Die Großangelobung in Wr. Neustadt mit 2100 Soldaten wurde
von der 3.PzGrenBrig gestaltet
D
as Brigadekommando gestaltete am 26. Oktober die Angelobung von 2100 Grundwehrdienern
des ET Oktober des Bundeslandes NÖ in Wr. Neustadt unter Anwesenheit von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll aus Anlass „1000 Jahre Österreich“. Von 5. bis 7. November unterzog sich der
Brigadestab in Neulengbach dem Führungsmethodikseminar zwecks Teambuilding. Von 9. bis 13.
November nahm das Brigadekommando an der Stabsfernmelderahmenübung des II. Korps in Amstetten teil.
Seit 12. November 1996 stand der Mannschaftstransportpanzer „Pandur“ auch beim Aufklärungsbataillon 3 in Mistelbach in Verwendung. Damit wurde ein Auslandseinsatz (z.B. bei der UNO) auf internationalem Standard ermöglicht. In Mistelbach diente der „Pandur“ vor allem zur Aufklärung. Am
14. November feierte auch das Panzergrenadierbataillon 9 in Horn sein 40-jähriges Bestandsjubiläum.
Eine Alarmierungsübung beim Panzerbataillon 10 folgte von 17. auf 18. Dezember in Spratzern.
41
A
m 10. Dezember 1996 fiel im Landesverteidigungsrat eine wichtige Entscheidung: Das Bundesheer erhält etwa 500 Panzerfahrzeuge für seine mechanisierten Einheiten. Mit Realisierung
dieses Projekts „MechPaket“ soll ein erster Schritt zur Modernisierung des Bundesheeres möglich
sein. Vorgesehen sind 114 gebrauchte Kampfpanzer „Leopard 2A4“ (aus den Niederlanden), 112 neue
Kampfschützenpanzer „Ulan“ (von Steyr), 90 gebrauchte Raketenjagdpanzer „Jaguar“ mit Panzerabwehrlenkwaffensystem PAL 4000 „HOT“ (aus Deutschland“) und 200 neue Mannschaftstransportpanzer „Pandur“ (von Steyr).
Das neue „MechPaket“
114 Stück „Leopard 2A4“
B
112 Stück Kampfschützenpanzer „ULAN“
90 Stück Raketenjagdpanzer „Jaguar“
is zum Jubiläum “40 Jahre 3. Panzergrenadierbrigade” hatte die „Dritte” ihren guten Ruf und
Standard innerhalb des Österreichischen Bundesheeres gefestigt und durch zahlreiche Veranstaltungen, gute Ausbildung, Übungen und Manöver weiter ausgebaut (Wintersturm 87, Kompanieübungen 88, Brigadeschild 89, Kompanieübungen 90, Kompanieübungen 91, Piranha 92, Zaya 93,
Kompanieübungen 94, Thaya 95, Mobility 96).
42
1997
D
er 25. Neujahrsempfang leitete das Jahr 1997 ein. Dabei wurden die Chronik „40 Jahre 3. Panzergrenadierbrigade“ und die Broschüre „Brigadeleitbild“ präsentiert. Am 3. Februar rückten
1000 Grundwehrdiener zur Ableistung ihres Präsenzdienstes ein. Damit war der Rhythmussprung
von Vollkontingent Oktober der Jahre 1993 bis 1996 mit Abschlussübung jeweils im Mai auf Vollkontingent Februar mit Abschlussübung im September vollzogen.
20 Mann des Panzerstabsbataillon 3 mussten zwischen 3.und 11. März mehrere entgleiste ÖBB-Waggons in der Nähe von Langschlag südlich von Weitra bergen.
Bergung von Eisenbahnwaggons mit dem
Bergepanzer „Greif“
ABC-Einlage bei der Sommerpatrouille
M60 Kampfpanzer waren der Publikumsmagnet auf
dem St. Pöltner Schulring
V
on 18. März bis 17. April 1997 überwachten 840 Mann der “Dritten” unter Kommando von
Mjr Walter Feichtinger (Kdt PzB10) den Nordabschnitt der Staatsgrenze vom Burgenland zu
Ungarn. Am 26. März überprüfte eine OSZE-Delegation aus Tschechien das Kommando und die
Verbände der Brigade. Am 28. April veranstaltete das Brigadekommando die Sommerpatrouille mit
interessanten erlebnisreichen Stationen. Am 10. Mai wurde im Zuge der Feierlichkeiten zu „40 Jahre
TÜPl Allentsteig“ ein Gefechtsschießen einer Bataillons-Kampfgruppe auf der Schießbahn Kühbach
vorgeführt. Das verstärkte Panzerbataillon 10 nahm von 12. bis 16. Mai an der Gefechtsübung der
Militärakademie teil. Von 12. bis 22. Mai 1997 nahmen erstmals mehrere Offiziere und Unteroffiziere
der „Dritten“ in Norddeutschland an einer Stabsübung der „NATO-Partnerschaft für den Frieden“ teil
(„Co-operative Guard 1997“ mit Friedensoperationen auf Madagaskar als Übungsthema). Am 22.
Mai feierte das Panzerbataillon 10 seine 40-jährige Garnisonierung in St. Pölten mit einer Parade auf
dem Schulring.
43
D
er nächste Assistenzeinsatz an Ungarns Grenze folgte von 27. Juni bis 23. Juli im Südburgenland
unter dem Kommando von Mjr Michael Zauner (Kdt PzAB3). Von 29. bis 31. Mai errichteten die
Mauterner Panzerpioniere eine Brücke über den Braunaubach in Heidenreichstein. Von 8. bis 18. Juli
standen die Soldaten der „Dritten“ im Perschlingtal (Weißenkirchen), im Gölsental (St. Veit, Wiesenfeld), im Traisental (Hainfeld, Traismauer) und in Dürnkrut im Hochwassereinsatz.
Brückenbau durch die Mauterner Panzerpioniere in
Heidenreichstein
I
Manpower und Feuerkraft zeigt die Allentsteiger Artillerie
bei der Formierungsübung am 22. August 1997
n Krems halfen Soldaten mit, das Hochwasserschutzsystem aufzubauen. Eine Formierungsübung
von 18. bis 22. August 1997 mit anschließendem Scharfschießen am 27. August mit allen 18 Geschützen M109A3 zeigte die starke Feuerkraft des Panzerartilleriebataillon 3. Bundesminister Dr.
Fasslabend feuerte selbst eine Granate ab.
44
V
on 15. bis 19. September leitete das Brigadekommando die Gefechtsübung „Kamp 97“ mit 9000
Übungsteilnehmern. Die 3. Panzergrenadierbrigade (inkl. FlAR 3 und PiB 3) und die aus dem
Jägerregiment 4 gebildete 4. Jägerbrigade (inkl. JgR 3, AufklB 3 und KAB 31) übten auf Gegenseitigkeit am TÜPl Allentsteig und in dessen unmittelbarer Umgebung den Gegenangriff zur Zurückgewinnung verloren gegangenen Staatsgebiets. Ein vom Brigadekommando geleitetes Gefechtsschießen
des Jägerbataillon 15, einer mechanisierten Kompanie und von Raketenwerfern, sowie eine Parade in
Gföhl schlossen diese Übung ab.
Die Mannen des Jägerregimen 4 erwiesen sich bei der
Gefechtsübung „Kamp 97“ als erbitterte Gegner
Ganz Gföhl war auf den Beinen, als die Übungsteilnehmer der „Kamp 97“
durch die Stadt paradierte
A
m 25. September feierte die Garnison Mautern ihr 40-jähriges Bestandsjubiläum und am „Tag
des Heeres“ am 26. Oktober (Nationalfeiertag) zeigte das Panzerbataillon 10 eine Gefechtsvorführung am Übungsplatz Völtendorf. Am 11. November überprüfte eine OSZE-Delegation aus
Bulgarien das Kommando und die Verbände der Brigade. Von 17. bis 21. November nahm das Brigadekommando an einer Stabs-Fernmelde-Rahmenübung des II. Korps in Salzburg/Glasenbach teil und
die Kaderfortbildung „Südsturm“ in Mautern von 9. bis 11. Dezember beendete das Ausbildungsjahr
1997.
45
A
m 5. Dezember 1997 begründeten Panzerartilleriebataillon 3 und „Niederösterreichische Versicherung“ eine Partnerschaft. An neuem Gerät wurden VW-Busse, Panzerfahrschulfahrzeuge
M109, Sattelzugmaschinen mit Sattelaufleger mit 30 t Nutzlast und Schutzmasken mit Trinkeinrichtung zugewiesen. Bei der Panzerpionierkompanie erfolgte eine Gliederungsänderung in drei gepanzerte und einen technischen Pionierzug.
Sattelzugmaschienen und Sattelaufleger - sogenannte „Tiefladesysteme“ - waren die neuen Geräte, welche der Brigade zugewiesen wurden
L
46
eider musste aber der ABC-Abwehrzug des Panzerstabsbataillon 3 aus Gründen der Zentralisierung abgegeben werden.
1998
A
m 2. Februar rückte das Vollkontingent bei den Verbänden ein. Am 20. März übernahm ObstdG
Wolfgang Bäck das Kommando über das Panzerbataillon 10 von Mjr Walter Feichtinger. Am 23.
März erfolgte der Kommandantenwechsel über das Panzerartilleriebataillon 3 von Mjr Michael Zauner an MjrdG Anton Wessely. Beim Aufklärungsbataillon 3 waren am 2. Juni 1998 die ersten sechs
Frauen zum Ausbildungsdienst eingerückt. Am 5. Juni trafen die ersten Kampfpanzer Leopard beim
Panzerbataillon 10 ein - die Ausbildung begann unverzüglich. Die Kampfpanzer M60A3Ö waren
abzugeben.
Der Leopard2 A4 ersetzt den 33 Jahre
im Einsatz gestandenen Kampfpanzer M60
Österreich, Schweiz und Deutschland entsandte die besten Fallschirmspringer
nach Mautern zum Drei-Länderkampf
V
on 17. Juni bis 23. Juli war der nächste Assistenzeinsatz an der Grenze zu Ungarn zu leisten.
Unter dem Kommando von Obstlt Leopold Cermak (Kdt PzStbB3) war der Nordabschnitt des
Burgenlandes zu überwachen. Die bilaterale Kooperation mit den tschechischen Streitkräften (6.
Brigade / Ausbildungsbasis) wurde mit Arbeitsgesprächen und Einweisungen von 18. bis 19. Juni in
Jihlava und Mikulov fortgesetzt. Von 26. Juli bis 1. August organisierte die „Dritte“ das Drei-LänderTraining der Fallschirmspringer aus Österreich, Schweiz und Deutschland in Mautern und KremsGneixendorf.
47
A
us Anlass 15 Jahre Partnerschaft mit der Stadt Krems boten der Brigadestab und das Panzerstabsbataillon 3 am 31. Juli eine Aufführung des „Jedermann“ durch die Sommerspiele Wolfsthal der
Bevölkerung von Krems am Hohen Markt vor der Gozzoburg.
Mit 1. August übernahm ObstltdG Kurt Wagner die Funktion des Chef des Stabes von ObstltdG Karl
Pronhagl. Am 20. August feierte das Aufklärungsbataillon 3 „40 Jahre Aufklärer in Mistelbach“ und
am 22. August feierte das Panzerartilleriebataillon 3 sein 40-jähriges Bestehen.
Als Vorbereitung auf das Manöver „Kristall 1998“ übten Brigadestab und Verbände von 24. bis 26.
August Sicherung und Angriff in Form des Kriegsspiels „Pegasus“. Übungszweck war es, die Einsatz- und Aktionsarten, die sich in einem Sicherungseinsatz an der Staatsgrenze und in der Abwehr
ergeben können, auf Bataillons- und Kompanieebene zu üben und zu überprüfen. Die Gefechtsübung
„Kristall 1998“ selbst wurde von 4. bis 11. September in Kärnten durchgeführt.
Die ersten Frauen der „Dritten“ kamen zum Aufklärungsbataillon 3 nach Mistelbach und dürften ihr Können bei der Gefechtsübung „Kristall“ unter
Beweis stellen
D
ie 3.PzGrenBrig mit Unterstützung von Jägerbataillon 11 (Milizverband), Aufklärungsbataillon
3 und Fliegerabwehrregiment 2 sicherte in erster Phase die Staatsgrenze und führte in zweiter
Phase Gegenangriffe zur Wiederinbesitznahme verloren gegangenen Geländes gegen das Aufklärungsregiment 2 (Salzburg). Erstmals kam ein Panzerzug Leopard des Panzerbataillon 33 zum Manövereinsatz. Die Gefechtsvorführung in Winklern-Mittertrixen und der Vorbeimarsch in Völkermarkt
beendeten diese Übung. Ein Kampfgruppengefechtsschießen mit drei bataillonsstarken Kampfgruppen (KG 3, KG 9, KG 10) und Steilfeuer durch das Panzerartilleriebataillon 3 folgte von 15. bis 17.
September am Truppenübungsplatz Allentsteig. Am 25. September erfolgte der Kommandantenwechsel über das Panzergrenadierbataillon 35 von Obstlt Andreas Rotter an ObstdG Helmut Habermayer.
48
M
it dem Einrückungstermin des Teilkontingents Oktober 1998 erfolgte der Rhythmussprung von
Vollkontingent Februar (der Jahre 1997 und 1998 mit Abschlussübung jeweils im September)
auf Vollkontingent September der Jahre 1999 bis 2003 (mit Abschlussübung jeweils im darauf folgenden April).
Der „neue“ Kampfpanzer Leopard2 A4 zeigte bei der Gefechtsübung
„Kristall 98“ erstmals seine Leistungsfähigkeit
V
on 12. bis 23. Oktober übte das Brigadekommando mit den Bataillonsstäben und Einheitskommandanten an den Führungssimulationsanlagen in Neulengbach und Wr. Neustadt.
49
D
ie Strukturanpassung 1998 zur Heeresgliederung 92 erbrachte die Auflösung der 9.PzGrenBrig.
Für den Bereich der 3. Panzergrenadierbrigade erfolgten damit mit 1. November 1998 bedeutende Veränderungen. Nach mehr als 40-jähriger Zugehörigkeit schied das Panzerbataillon 10 in der
Kopalkaserne in St. Pölten/Spratzern aus der „Dritten“ aus.
Nach 40 -jähriger Zugehörigkeit wurde das Panzerbataillon 10
aus der „Dritten“ ausgegliedert
D
ie „Dritte“ wurde aber mit dem Panzerbataillon 33 (PzB33) in der Burstynkaserne in Zwölfaxing/Rannersdorf (Obstlt Claus Heitz), mit dem Panzergrenadierbataillon 35 (PzGrenB35) in
der Jansakaserne in Großmittel/Felixdorf (ObstdG Habermayer) und mit dem Aufklärungsbataillon
3 (AufklB3) in der Bolfraskaserne in Mistelbach (Obstlt Norbert Pallan) mit Einrückungstermin Dezember 1998 verstärkt. Neue vorgesetzte Dienststelle über der „Dritten“ war nun das Korpskommando I in Graz. Die erste Kontaktaufnahme zur 25. Brigade der ungarischen Streitkräfte erfolgte am 2.
November.
50
1999
A
m 13. Jänner 1999 überprüfte ein slowakisches OSZE-Team die 3. Panzergrenadierbrigade nach
den Kriterien des „Wiener OSZE-Dokuments“. Die Weiterbearbeitung des Brigadeleitbildes ergab dessen Fassung 1999 und verfolgte die weitere Umsetzung der Ziele. Von 18. bis 21. Jänner übte
das Aufklärungsbataillon 3 mit Unterstützung von Fliegerabwehr, Flugzeugen und Jagdpanzern Jaguar (PAL 4000 HOT erstmals auf Übungseinsatz) im Weinviertel („Schneesturm 1999“).
Am 10. Februar 1999 gelangten die ersten Panzerhaubitzen M109A5Ö zum Panzerartilleriebataillon
3 - die Vollausstattung mit 24 Geschützen war innerhalb eines Jahres erreicht. Das erste Scharfschießen fand am 7. Juli statt. Im März beübte das Brigadekommando alle Bataillonskommanden in Form
einer Stabsübung. Am 19. März fand in Weitra die erste Angelobung der „neuen“ 3. Panzergrenadierbrigade statt. Vom 23. März bis 23. April standen 1300 Mann/Frau der 3. Panzergrenadierbrigade
- geführt von Panzerbataillon 33 (Obstlt Claus Heitz) und Panzergrenadierbataillon 35 (ObstdG Helmut Habermayer) im Grenzüberwachungseinsatz gegenüber Ungarn. Für die Flüchtlingskatastrophe
in Albanien (ATHUM ALBA) stellte das Aufklärungsbataillon 3 Mannschaft und Personal aus dem
vorgesehenen MINURSO-Projekt zum Feldspital nach Shkodra.
Überprüfung nach den Kriterien des „Wiener OSZE-Dokuments“
durch ein slowakisches OSZE-Team
Die „Dritte“ leistete Hilfe im Rahmen der
Flüchtlingskatastrophe Albanien (ATHUM ALBA) im Feldspital Shkodra
M
it 1. April wurde die Feldambulanz des Panzerstabsbataillon 3 aufgrund der neuen Heeresstruktur aufgelöst. Damit verfügte die 3. Panzergrenadierbrigade über keine Sanitätseinheit mehr.
Am 26.und 27. April folgte eine taktische Kaderfortbildung („Pegasus“) als Vorbereitung auf das
Manöver „Smaragd 99“.
51
D
ie Gefechtsübung „Smaragd 99“ wurde von 17. bis 21. Mai in der Südoststeiermark und im Südburgenland durchgeführt. Im Zuge dieses Manövers übten etwa 7.500 Mann/Frau (3.PzGrenBrig mit
Unterstellung von JgB18, AufklB1, AR1, FlAR3, VR1, PAKp/PAB1), Aufklärung und Angriff bzw. Sicherung, Verzögerung und Verteidigung. Erstmals standen die Kampfpanzer Leopard 2A4, die Panzerhaubitzen M109A5Ö und die Jagdpanzer Jaguar in Kompanie- bzw. Batteriestärke im Übungseinsatz. Zum
Abschluss von Smaragd 99 fand am 19. Mai eine Leistungsschau einschließlich eines Scharfschießens im
„Freien Gelände“ bei Hohenbrugg-Fehring statt. Am 20. Mai folgte der Vorbeimarsch (Parade) mit sechs
Bataillonen in Fürstenfeld
Jaguare und Panzerhaubitzen M109A5Ö in Kompanie- bzw. Batteriestärke
kamen bei der „Smaragd 98“ zum Einsatz
D
er Mai brachte drei Kommandoübergaben. Am 27. Mai übergab Obstlt Claus Heitz das Kommando über das Panzerbataillon 33 an ObstltdG Ing. Josef Juster, am 28. Mai übergab MjrdG
Anton Wessely das Kommando über das Panzerartilleriebataillon 3 an Mjr Franz Langthaler, und am
31. Mai übergab ObstdG Helmut Habermayer das Kommando über das Panzergrenadierbataillon 35
an Mjr Günther Leitner. Das Panzerbataillon 33 beging am 18. Juni beim Partnerschaftsseminar in
Wr. Neustadt als erste Partnerschaft des Bundesheeres das 30- jährige Partnerschaftsjubiläum mit
der Partnerfirma Simmering-Graz-Pauker (Siemens-Transportation-Systems). Von 28. Juni bis 2. Juli
veranstaltete das Panzerstabsbataillon 3 den 7. Internationalen Militär-Alpencup im Fallschirmspringen.
52
M
it dem Einrückungstermin Juli 1999 begann die nun traditionelle jährliche Ausbildung der Spitzensportler bei der 3. Panzergrenadierbrigade. Von 9. bis 13. August übte das verstärkte Aufklärungsbataillon 3 bei der Gefechtsübung „Mondschatten“ in Oberösterreich mit der 4. Panzergrenadierbrigade
- die totale Sonnenfinsternis vom 11. August bescherte eine kurze Übungsunterbrechung. Im Herbst 1999
begann der KFOR-Einsatz des Bundesheeres im Kosovo. Das Aufklärungsbataillon 3, bei welchem Pandur-Fahrzeuge zur Erprobung und Ausbildung in Verwendung standen, beteiligte sich massiv daran (Aufklärungszug).
Im Einrückungstermin September rückten 2.100 Grundwehrdiener - darunter 9 Soldatinnen - zu den Verbänden der 3. Panzergrenadierbrigade ein. Ein Team der Fliegerabwehr aus Mautern nahm im September
an einem Scharfschießen mit der FlA-Lenkwaffe Mistral in Frankreich (Biscarosse) teil. In Weitra feierte
am 16. Oktober die Garnison ihr 40-jähriges Bestehen mit Gefechtsvorführung, Preisschießen, Fotoausstellung, Festschrift, Festakt, Parade etc. und das Panzergrenadierbataillon 35 feierte 20 Jahre Partnerschaft
mit der Donau-Versicherung. Am 20. Oktober wurde das Panzerartilleriebataillon 3 für seine außergewöhnlichen Leistungen im Zuge der Sportausbildung und der Leistungsprüfung (EPrAKond) geehrt.
Die FlA - Männer des Panzerstabsbataillon 3
zeigten auf der internationalen Bühne ihr Können
Die Gefechtsvorführung im Rahmen des Tag der offenen Tür war für
über 20.000 Besucher der Höhepunkt des 26. Oktober
A
m 26. Oktober 1999 fand in Mautern erstmals der Informationstag „Erlebniswelt Bundesheer“
mit Angelobung statt. Das dicht gedrängte Programm begeisterte etwa 20.000 Besucher. Höhepunkt an diesem „Tag der offenen Tür“ war die Gefechtsvorführung, welche ostwärts der Kaserne stattfand. Drei Brigadekommandanten nutzten dabei die Gelegenheit zum trilateralen Arbeitsgespräch - die Kommandanten der österreichischen 3. Panzergrenadierbrigade (Brigadier Entacher),
der ungarischen 25. Mechanisierten Brigade (Brigadier Nagy) aus Tata und der tschechischen 7.
Mechanisierten Brigade (Oberst Zboril) aus Kromeriz.
53
A
m 4. November erhielt die Fliegerabwehreinheit des Panzerstabsbataillon 3 das Zielzuweisungsradarsystem „Flamingo“. Von 8. bis 12. und von 22. bis 26. November fanden in der Custozakaserne in Neulengbach Taktikschulungen am Führungssimulator statt. Von 2. November bis 16. Dezember 1999 stellte die 3.PzGrenBrig 2000 Mann/Frau unter Führung von Panzergrenadierbataillon
9 (Obstlt Josef Fritz) und Panzerartilleriebataillon 3 (Mjr Franz Langthaler) an die Grenze zu Ungarn
und damit alle Elemente für diesen Grenzraumüberwachungseinsatz an der Ostgrenze mit zwei Bataillonskommanden, acht Kompaniekommanden und 35 Assistenzzügen. Am 2. Dezember wurde der
Pioniermaschinenkurs aus Mautern mit diversen Arbeitsmaschinen zur Hilfeleistung nach der Gasexplosion nach Wilhelmsburg gerufen.
Die Zuweisung des Zielzuweisungsradarsystem „Flamingo“ bedeutet eine
Aufwertung für die Fliegerabwehr der Brigade
D
ObstltdG Wagner löst am Computer des
Führungssimulator die ihm gestellten Aufgaben
as Panzerbataillon 33 und die Panzergrenadierbataillone 9 und 35 erhielten im Jahre 1999 eine
neue Struktur - das Panzerbataillon mit drei Einheiten zu je drei Kampfpanzerzügen à vier Panzern und die Panzergrenadierbataillone jeweils mit drei Panzergrenadierkompanien zu je vier Zügen
à vier Schützenpanzern und mit einer Kampfunterstützungskompanie (KpfUKp) mit zwei Zügen zu
je sechs Panzerabwehrlenkwaffen BILL 2000 und einem Zug mit sechs schweren Granatwerfern. Die
Jagdpanzer „Kürassier“ mussten aber abgegeben werden. Für die Kampfpanzer Leopard 2A4 wurde
auch die erforderliche Simulationsausstattung BT-46 für Gefechtsübungen zugewiesen; die Schießsimulatoren folgten im nächsten Jahr.
54
2000
A
m 24. Jänner übernahm Mjr Anton Willmann das Kommando über das Panzerbataillon 33 von
ObstltdG Ing. Josef Juster.
Die Fahrschule Mautern bildet die KFOR Kontingente auf allen im Einsatz stehenden Fahrzeugtypen aus
M
it 24. Jänner 2000 begann beim Panzerstabsbataillon 3 in Mautern (Kraftfahroffizier ADir Mjr
Christoph Lechner) die erste Fahrschule und der erste Pioniermaschinenkurs für die Kraftfahrer
des Kosovo-Kontingents (KFOR 2) - ab diesem Zeitpunkt fand jede KFOR-Fahrschule in Mautern
statt. An der Gefechtsübung der Theresianischen Militärakademie in Kärnten („Jauntal 2000“) von
21. Februar bis 3. März 2000 nahm das verstärkte Panzergrenadierbataillon 9 teil.
55
B
eim Manöver „Nordland 2000“ des Korpskommando I von 10. bis 14. April 2000 übte die „Dritte“ im Waldviertel gemeinsam mit der 6. Jägerbrigade den Angriff aus Westen gegen die am
Truppenübungsplatz Allentsteig verteidigende 1. Jägerbrigade. Aus dem Raum Schweiggers – Zwettl
griffen die Verbände der „Dritten“ gegen das verzögernd kämpfende Jägerbataillon 19 und in weiterer
Folge gegen die Verteidigungskräfte am Ostteil des Truppenübungsplatzes Allentsteig an.
Die Verteidiger (JgB19) richten sich zum Verzögerungskampf ein
D
Mit dem Kampfgruppengefechtsschießen „Fire - Power“ ging das
Manöver „Nordland 2000 zu Ende
ie Kampfgruppe „Cermak“ (PzStbB3) unterstützte die als linker Nachbar angreifende 6. Jägerbrigade. Eine Gefechtsvorführung in Zwettl – Dürnhof beendete das Manöver. In der Folgewoche hielt die 3. Panzergrenadierbrigade das Kampfgruppengefechtsschießen und das Vorführungsschießen „Fire Power 2000“ ab.
56
M
it 1. Mai erhielt das Brigadekommando einen neuen Organisationsplan. Damit übernahm das
Kommando den Status als selbstständige Einheit und auch einen eigenen Wachzug (Milizsoldaten). In den Stabsabteilungen erfolgten Anpassungen an weitere Aufgaben in personeller und materieller Hinsicht. Die Abteilungen S5 und S6 wurden geschaffen.
Die „Dritte“ organisierte für die neuen Leutnante eine unvergessliche Ausmusterungsparade
A
m 20. Mai 2000 organisierte das Brigadekommando erstmals die „Ausmusterungsparade“ an der
Theresianischen Militärakademie. Von 8. bis 12. Mai wurde das Brigadekommando durch das
Korpskommando I in der Taktiksimulation beübt. Von 13. bis 16. Juni folgten ähnliche Übungen für
die Verbände der Brigade („Attacke 2000“). Im Sommer und Herbst 2000 erprobten Aufklärungsbataillon 3 und Panzergrenadierbataillon 9 gemeinsam den Einsatz von Lenkwaffenwaffen PAL 2000
BILL für die Aufklärungstruppe. An Gerät wurden neue „Feldküchen 2000“ den Verbänden zugewiesen.
57
A
m 29. Juli erhielt das Panzerbataillon 33 das Duellsimulationssystem BT-46 für die Kampfpanzer - damit waren ein gefechtsmäßiges Üben und die zugehörige Auswertung am neuesten Stand der Technik möglich. Nachtsichtbrillen „Lucie“ verbesserten die Nachtkampffähigkeit der
Panzergrenadiere, Aufklärer und Pioniere. Zum Vollkontingent September 2000 rückten wieder 2100
Rekruten zwecks Basis- und Verbandsausbildung ein. Eine Stabsübung / Logistik beübte die Versorgungsorgane aller Verbände und Einheiten der 3. Panzergrenadierbrigade.
Der Bergepanzer M578 kommt bei der Artillerie
zum Einsatz
D
Kabelsalat bei der Stabsübung / Logistik
Der Hubschrauber AB212 begeisterte die Jugend am
26. Oktober in Mautern
ie zweite „Erlebniswelt Bundesheer“ fand am Nationalfeiertag wieder in Mautern statt. Das
dicht gedrängte Programm begeisterte wieder etwa 20.000 Besucher. Höhepunkt an diesem „Tag
der offenen Tür“ war die Gefechtsvorführung. Von 14. November bis 29. Dezember 2000 stellte die
3.PzGrenBrig 2.000 Mann/Frau unter Führung von Aufklärungsbataillon 3 (Mjr Reinhard Kunert)
und Panzerstabsbataillon 3 (Obstlt Leopold Cermak) an die Grenze zu Ungarn und seit Jahresbeginn
auch zur Slowakei und damit alle Elemente für diesen Grenzraumüberwachungseinsatz an der Ostgrenze mit zwei Bataillonskommanden, neun Kompaniekommanden und 38 Assistenzzügen.
Bei der Panzerartillerie stand nun der Bergepanzer M578 - angekauft von Streitkräften der Niederlande - zur Verfügung. Neue LKW (OSN mit Ladebordwand) wurden den Verbänden zugewiesen.
Alle Verbände erhielten Ford-Focus zum Personentransport. Die Mauterner Panzerpioniere erhielten
ÖAF-Kipper mit Heckkran für Materialtransporte und Hilfeleistungen.
58
2001
V
on Jänner bis März 2001 erprobten die Panzergrenadiere das Infanteriesimulationssystem MILES. An der Gefechtsübung „Waldviertel 2001“ der Theresianischen Militärakademie von 12.
bis 23. Februar 2001 nahm wieder das verstärkte Panzergrenadierbataillon 9 teil. An der Gefechtsübung „Milizpower“ des Militärkommando Wien nahm das Aufklärungsbataillon 3 von 12. bis 16.
März 2001 im Mostviertel teil.
Frau Fähnerich kommandiert einen PAR-Trp des PzGrenB9
bei der Abschlussübung der TherMilAk.
Bundesminister Scheibner inspiziert die von den abgesessenen
Panzergrenadieren gewählte Stellung beim Manöver „Kuenringer 2001“
B
eim Manöver „Kuenringer 2001“ des Korpskommando I von 2. bis 6. April 2001 übte die „Dritte“ vom Tullnerfeld ausgehend den Angriff aus Osten gegen Verzögerungskräfte im Waldviertel und gegen Verteidigungskräfte am Truppenübungsplatz Allentsteig. Aus dem Raum Königsbrunn
– Wagram erfolgte der Vorstoß der „Dritten“ über Langenlois – Gföhl – Wegscheid bis Neupölla und
danach in breiter Front bis nach Großpoppen. Die zweite Phase brachte Angriffe aus dem Raum Horn
in den Raum Felsenberg – Riegers.
59
V
on 18. bis 20. April hielt die 3. Panzergrenadierbrigade das Kampfgruppengefechtsschießen als
Gefechtübung mit scharfer Munition inkl. PAL 2000 BILL und PAL 4000 HOT (Jagdpanzer Jaguar) und das Vorführungsschießen „Fire Power 2001“ ab.
PAL - 2000
angesessen vom SPz
A
PAL 4000
(Pandur)
m 26. April übernahm ObstltdG Georg Kollmann das Kommando über das Aufklärungsbataillon
3 von Obstlt Norbert Pallan. Von 2. bis 3. Mai war die 3. Panzergrenadierbrigade Gastgeber der
Planungskonferenz für die NATO-PfP-Stabsübung „Co-operative Determination 2001“, welche im
November in Aserbaidschan stattfand.
60
N
ach der Übergabe der ersten Ulan-Schützenpanzer an die Panzertruppenschule am 23. Mai begann die Erprobung dieses neuen leistungsstarken modernen Gefechtsfahrzeuges der Panzergrenadiereinheiten.
Am 31. Mai 2001 organisierte das Brigadekommando zum zweiten Mal die Ausmusterungsparade an
der Theresianischen Militärakademie. Vom 18. bis 20. Juni übten Brigadekommando und Verbände
die Führungssimulation. Am 22. Juni hielt das BMLV das Partnerschaftsseminar für alle Partnerschaften des Bundesheeres in Mautern ab. Von 23. bis 28. Juni boten die Raabkaserne Mautern und
die „Dritte“ der Schülerliga im Fußball günstige Veranstaltungsmöglichkeiten.
Die ersten Kampfschützenpanzer ULAN werden an die
Panzergrenadierbataillone zur Erprobung übergeben
Frau Vizekanzler Riess - Passer besucht mit den Damen
der Bundesregierung die „Dritte“
D
ie NTIKp/PzStbB3 modifizierte von Juni bis Oktober die Bergepanzer M578. Zum Vollkontingent September 2001 rückten wieder 2100 Rekruten zwecks Basis- und Verbandsausbildung ein.
Am 5. Oktober veranstalteten die 3. Panzergrenadierbrigade und das BMLV den „Frauentag“ für die
Damen der Bundesregierung. Am 18. Oktober feierte das Panzergrenadierbataillon 9 das 45-jährige
Bestehen.
61
D
ie dritte „Erlebniswelt Bundesheer“ fand am Nationalfeiertag wieder in Mautern statt. Das dicht
gedrängte Programm mit dem Festakt zum 45-jährigen Bestand der 3. Panzergrenadierbrigade
und mit der Gefechtsvorführung begeisterte wieder etwa 20.000 Besucher. Von 1. bis 17. November
nahm das Brigadekommando an der NATO-PfP-Stabsübung „Co-operative Determination 2001“ in
Baku in Aserbaidschan teil. Mit Brigadier Edmund Entacher war erstmals ein österreichischer Offizier als Kommandant einer multinationalen Brigade in einer Stabsübung eingesetzt. Übungsthema
war die Friedensunterstützung in Deutschland (Amberg).
Brigadier Entacher führte mit seinem Brigadestab
bei der CDE 01 in Baku als erster österreichischer Offizier
eine multinationale Brigade
B
Über Weihnachten und Silvester hinaus, überwachten
2000 Soldaten der Dritten die Grenze zu Ungarn.
rigadier Entacher wurde ab 1. Dezember 2001 ins BMLV zugeteilt. Sein Chef des Stabes ObstltdG Kurt Wagner übernahm die Führung über die Brigade. Von 27. November 2001 bis 10. Jänner
2002 stellte die 3.PzGrenBrig 2.000 Mann/Frau unter Führung von Panzergrenadierbataillon 35 (Mjr
Günter Leitner) und Panzerbataillon 33 (Mjr Anton Willmann) an die Grenze zu Ungarn und zur Slowakei und damit wieder alle Einheiten für diesen Grenzraumüberwachungseinsatz an der Ostgrenze
mit zwei Bataillonskommanden, neun Kompaniekommanden und 38 Assistenzzügen.
62
2002
D
er 30. Neujahrsempfang leitete das Jahr 2002 ein. Ein Eisstoß in der Krems am 8. und 9. Jänner 2002 erforderte den Einsatz der Panzerpioniere zum Freimachen des Flussbettes in Krems
mit dem Drehkranzbagger. Beim Panzerartilleriebataillon 3 wurden das Radiowettersondensystem
und ein neuer Organisationsplan eingeführt. Am 22. Jänner wurden Panzerartilleriebataillon 3 und
Aufklärungsbataillon 3 für vorbildliche Englischausbildung durch das BMLV geehrt. Von 13. bis 15.
Februar und von 4. bis 6. März überprüfte das Korpskommando I das Panzerartilleriebataillon 3 und
das Panzergrenadierbataillon 35 in Form von Teamüberprüfungen.
An der Gefechtsübung der Theresianischen Militärakademie (Challenge 2002) von 19. bis 28. Februar nahmen das verstärkte Panzergrenadierbataillon 9 und das Aufklärungsbataillon 3 teil. Am 20.
Februar 2002 folgte eine Überprüfung der Brigade durch eine OSZE-Delegation aus Kroatien.
In höchster Gefahr waren Anreiner und Brücken des Kremsflusses
bevor OStv Wilfert und StWm Stimpfl mit dem „Samsung - Bagger“ den Eisstau lösten
D
er nächste Hochwassereinsatz erfolgte von 21. bis 27. März in der Wachau. In Krems wurde
auch das mobile Schutzsystem aufgebaut.
Das Kontingent KFOR 6 (April bis September 2002) stand unter dem Kommando von Obstlt Franz
Langthaler (Kdt PzAB3).
63
D
ie Verbandsausbildung des ET September 2001 gipfelte einerseits in den Kompanieübungen und
Gefechtsschießen am Truppenübungsplatz Allentsteig (2. bis 5. April 2002) und andererseits im
Manöver „Retzerland 2002“.
Die Gefechtsübung „Retzerland“
war der Höhepunkt für die Grundwehrdiener des ET September 2001
„Retzerland 2002“ von 10. bis 19. April brachte den großflächigen Vorstoß der „Dritten“ gegen das
verzögernde Panzerabwehrbataillon 1 aus dem Raum Mistelbach über das nördliche Weinviertel (Laa
– Hollabrunn) bis Retz – Pulkau und Geras. Diese „Retzerland-Force“ griff in der zweiten Übungsphase das verteidigende Jägerbataillon 19 im Verteidigungsbereich Großweikersdorf – Heldenberg
und die in der Tiefe (Absdorf – Königsbrunn) eingesetzten Jagdpanzereinheiten an. Die ABC-Abwehrübung fand am 12. April in Hollabrunn („Frisch und Frost“) statt. Zum Abschluss von „Retzerland 2002“ fand am 18. April eine Gefechtsvorführung einschließlich eines Scharfschießens im
„Freien Gelände“ bei Pulkau statt und am 19. April folgte der Vorbeimarsch (Parade) in Retz.
64
V
on 13. bis 17. Mai übten die Panzerkommandanten des Panzerbataillon 33 am Panzersimulator
ELSA in Thun in der Schweiz. Eine Simulationsübung in Neulengbach folgte vom 21. bis 23.
Mai. Am 29. Mai übernahm Mjr Reinhard Kunert das Kommando über das Aufklärungsbataillon 3
von ObstltdG Georg Kollmann. Für den 8. Juni 2002 organisierte das Brigadekommando zum dritten Mal die Ausmusterungsparade an der Theresianischen Militärakademie. Von 17. bis 21. Juni war
das Panzerartilleriebataillon 3 in Allentsteig Gastgeber für die Militärweltmeisterschaft im Orientierungslauf. Die Tarnmesskampagne „MUSTAFA“ erfordert die Kooperation des Panzerartilleriebataillon 3 mit deutschen und schweizer Technikern, um neue Mittel und Methoden der besseren Tarnung
für Geschütze und andere Waffensysteme zu erzielen.
Die neue Heeresgliederung erbrachte mit 1. Juli 2002 die Unterstellung der 3. Panzergrenadierbrigade unter das Korpskommando II in Salzburg und die „Dritte“ wurde mit dem Panzerabwehrbataillon
1 (Obstlt Herbert Wechselberger) in der Bechtolsheimkaserne in Wr. Neustadt (mit dem Jagdpanzer
Jaguar und der PAL 4000 HOT) verstärkt.
Am 7. August 2002 begann das verheerende Hochwasser mit einem Alarm für das Panzerstabsbataillon 3. Das Einsatzgebiet der Soldaten erstreckte sich bald über das Kremstal, das Kamptal und die
Wachau. Infolge der zweiten Flutwelle wurde am 14. August das Brigadekommando in den Dienst
gestellt und vom Militärkommando NÖ mit der Führung aller Soldaten im Bezirk Krems, im Bezirk
Tulln und in der Stadt Krems beauftragt („Assistenzkommando Süd“ mit 2900 Mann/Frau). Zwecks
verstärkter Hilfeleistung wurden auch das Panzerbataillon 10 aus St. Pölten/Spratzern mit Einsatzraum unteres Kamptal und Tullner Feld und das Panzergrenadierbataillon 13 aus Ried im Innkreis mit
Einsatzraum mittleres Kamptal unterstellt. Das Panzerstabsbataillon 3 half weiterhin in Krems, im
Kremstal und in der Wachau. Mit 26. August waren viele allgemeine Hilfeleistungen abgeschlossen
- die technischen Einheiten verblieben aber noch bis 27. September im Einsatzraum. In Summe verlegte die „Dritte“ 100.000 Sandsäcke und sie leistete 48.335 Manntage. 12 Mann des Panzerbataillon
33, die auf einem Kurs in Deutschland waren, unterstützten kurzfristig und unbürokratisch ab 17.
August die deutschen Kameraden beim Hochwassereinsatz in Madgeburg.
Zum Vollkontingent September 2002 rückten wieder 2000 Rekruten zwecks Basis- und Verbandsausbildung ein.
Nach Übergabe der Ulan-Schützenpanzer an das Panzergrenadierbataillon 35 in Großmittel (11. September 2002) setzten der Probebetrieb und die Truppenerprobung ein und die Einführung dieses modernen Gefechtsfahrzeuges begann in den Einheiten - zuerst wurde die 2. Panzergrenadierkompanie
für den Ulan ausgewählt. Der erste Ausbildungskurs am Panzerturm und die ersten Schießübungen
fanden im November – Dezember statt. Die Panzerartillerie erhielt Rechenstellenpanzer M109 für
die Feuerleitung.
65
B
ei der „Swiss Tank Challenge“ – der Schießmeisterschaft aller Staaten mit Kampfpanzer Leopard
– siegte eine Panzerbesatzung des Panzerbataillon 33 (16. bis 20. September 2002). Die Ausbildungskooperation mit der deutschen Panzergrenadierbrigade 30 ermöglichte die kostengünstige
Nutzung der Simulationstechnik und der Übungsräume des deutschen Heeres. Am 18. Oktober wurde in Horn nach jahrzehntelangem Bemühen die Werkstätte eröffnet und die Garnison feierte dabei
auch ihr 65-jähriges Bestehen. Im Herbst 2002 begann die Einführung und Schulung für das Projekt
„Kosten- und Leistungsrechnung“ (Controlling) mit der Software KOLIBRI. Die vierte „Erlebniswelt
Bundesheer“ fand am Nationalfeiertag wieder in Mautern statt. Das umfangreiche Programm und die
Gefechtsvorführung begeisterten wieder etwa 20.000 Besucher.
Mit 1. Dezember 2002 wurde das vorgesetzte Korpskommando II in das Kommando Landstreitkräfte
übergeführt - Brigadier Entacher wurde dessen Kommandant und somit zum Generalleutnant ernannt. Mit 1. Dezember erfolgte auch eine Organisationsänderung beim Panzerstabsbataillon 3. Die
NTI-Kompanie wurde zur Werkstättenkompanie, die 1.NTKp/VR3 in Zwölfaxing wurde als NTKp
dem Bataillon unterstellt und die NTKp(Miliz) wurde zur NTMunKp(Miliz). Mit 1. Dezember wurde
ObstltdG Erich Weissenböck neuer Chef des Stabes des Brigadekommandos.
Die erfolgreiche Leopardbesatzung von der 2./33 Brigadier Entacher übernimmt von Verteidigungsmi(StWm Böhm, Zgf Putz, StWm Borsits)
nister Scheibner die Standarte und somit das
Kdo über die Landstreitkräfte
A
Leasing-Bergepanzer
„Büffel“
b November stand im Panzerbataillon 33 der Bergepanzer „Büffel“ - mit Leihvertrag von den
Streitkräften der Niederlande - zur Verfügung. Neue LKW (OSN) wurden den Verbänden für
den Fahrschulbetrieb zugewiesen.
Von 10. Dezember 2002 bis 23. Jänner 2003 stellte die 3.PzGrenBrig 2.000 Mann/Frau unter Führung von Panzergrenadierbataillon 9 (Obstlt Josef Fritz) und Panzerartilleriebataillon 3 (Obstlt Franz
Langthaler) an die Grenze zu Ungarn und zur Slowakei und damit wieder alle Einheiten für diesen
Grenzraumüberwachungseinsatz an der Ostgrenze mit zwei Bataillonskommanden, neun Kompaniekommanden und 38 Assistenzzügen.
66
2003
A
m 31. Jänner 2003 übernahm Oberst des Generalstabsdienstes Karl Pronhagl das Kommando
über die 3. Panzergrenadierbrigade. Oberstleutnant des Generalstabsdienstes Kurt Wagner wurde in das Generalstabsbüro im BMLV versetzt. Zwei Kriegsbrücken aus dem Hochwassereinsatz 2002
waren durch die Pioniere abzubauen: die Behelfsbrücke der Schnellstraße S5 über den Mühlkamp bei
Grafenwörth – Jettsdorf (4. bis 5. März) und die D-Brücke über den Kamp in Idolsberg - Thurnberg
(14. bis 15. April). Am 24. und 25. März 2003 führten die Panzerpioniere eine spektakuläre Baumsprengung im Zuge eines Gefechtsschießens zwischen Kühbach und Wildings (TÜPl Allentsteig)
durch.
StWm Stimpfl baut mit dem technischen Zug der Panzerpionierkompanie /
Panzerstabsbataillon 3 die Brücke bei Jettsdorf ab
Verteidigungsminister Platter mit Obstlt Leitner (Kdt PzGrenB35)
am Kommandostand des neuen „ULAN“
B
ei der Gefechtsübung „Felsenberg 2003“ vom 2. bis 11. April 2003 übte die 3.PzGrenBrig in
Kooperation mit der Theresianischen Militärakademie (Akademiekommandant Generalleutnant
Karl-Heinz Fitzal) und mit Unterstützung von Jägerbataillon 15 und Fliegerabwehrregiment 2 im
Waldviertel den Angriff aus Norden und Nordosten auf den Truppenübungsplatz Allentsteig. Erstmals
war der neue Schützenpanzer Ulan auf Übungseinsatz. Die “Kamptal-Force“ übte den gewaltsamen
Einmarsch in einen umkämpften Geländeabschnitt (Forced Entry) aus dem Raum Geras – Weitersfeld
über Brunn – Messern auf den Truppenübungsplatz Allentsteig (Felsenberg). Die Katastrophenhilfsübung fand in Göpfritz statt. Am 11. April beendete die Gefechts- und Schießvorführung „Fire Power
2003“ auf der Schießbahn Kühbach diese Gefechtsübung.
67
A
m 25. April 2003 feierte das Panzerstabsbataillon 3 sein 40-jähriges Bestehen - erstmals waren alle sieben Kompanien (inkl. NTKp aus Zwölfaxing) angetreten. Ein ungewöhnlicher Hilfseinsatz war von 28. April bis 9. Mai 2003 zu leisten. Die durch die verheerenden Regengüsse des
August 2002 zerstörten Trockensteinmauern in den Weingärten und Abhängen der Wachau waren in
Zusammenarbeit mit den Weinhauern im Sinne des „Weltkulturerbe Wachau“ instand zu setzen. Am
15. Mai überprüfte ein OSZE-Team aus Ungarn und Schweden die 3. Panzergrenadierbrigade nach
den Kriterien des „Wiener OSZE-Dokuments“.
Ein OSCE - Team aus Ungarn und Schweden überprüft die
3. Panzergrenadierbrigade nach den Kriterien des Wiener Dokuments
B
Durch die Initiative des Pionierbundes Krems konnte das Baujuwel „Sappeurdenkmal in Krems vor dem Verfall gerettet werden
ei den Veranstaltungen von 23. bis 25. Mai 2003 intensivierten sich die Beziehungen zur Stadt
Krems, zum Sappeurdenkmalkomitee, zum Pionierbund und zum Traditionsschützenkorps des
Infanterieregiment 84 (84-er) in kultureller und historischer Hinsicht mit Renovierung des Sappeurdenkmals, Frühjahrsparade mit symbolischer Heimkehr der 84-er, Übergabe des Ehrensignalhorns
und Fest am Wasserübungsplatz. Von 2. bis 6. Juni beübte das Kommando Landstreitkräfte den Brigadestab am Führungssimulator.
Die Erprobung des Elektronischen Artillerie-Feuer-Leit-System (EAFLS) beim Panzerartilleriebataillon 3 gipfelte im Systemintegrationsschießen von 21. bis 31. Juli 2003. In den Arbeitsgesprächen
vom 30. bis 31. Juli und vom 17. bis 18. Dezember mit der deutschen Panzergrenadierbrigade 30 in
Mautern bzw. in Ellwangen wurden die weiteren gemeinsamen Ausbildungsphasen festgelegt. Mit
August 2003 startete in der Brigade der Probebetrieb für das Projekt „Kosten- und Leistungsrechnung“ (Controlling) mit der Software KOLIBRI.
68
D
er Einrückungstermin September 2003 brachte das nächste Vollkontingent zur Basis- und zur
Verbandsausbildung. In weiterer Folge begann in der Ausbildung der Übergang vom klassischen
militärischen Einsatz des Verteidigens, Verzögerns und Angreifens zum Raumschutz, Objektschutz
und zur Assistenzleistung. Von 1. bis 12. September 2003 fand das Scharfschießen mit FliegerabwehrLenkwaffen Mistral am Truppenübungsplatz Ustka bei Danzig in Polen statt. Für den 6. September
2003 organisierte das Brigadekommando zum vierten Mal die Ausmusterungsparade an der Theresianischen Militärakademie. Am 20. September 2003 übernahm Obstlt Michael Müller das Kommando
über das Panzerabwehrbataillon 1 von Obst Herbert Wechselberger. Die Bechtolsheimkaserne feierte
dabei auch ihr 100-jähriges Bestehen.
Nach Übergabe der Ulan-Schützenpanzer an das Panzergrenadierbataillon 9 in Horn (September
2003) setzte die Truppenerprobung fort und die Einführung dieses modernen Gefechtsfahrzeuges
begann in den Einheiten - zuerst war die 1. Panzergrenadierkompanie für den Ulan vorgesehen.
Vizeleutnant Erwin Proksik vom Panzerbataillon 33 schaffte den Hattrick im Pistolenschießen - er
wurde nach 2001 und 2002 zum dritten Mal Heeresmeister mit der Pistole 80.
Bürgermeister Dir. Franz Hölzl bei
der „Benagelung“ der Standarte
Die Teilnehmer der Realityshow „Active Defence“
haben sich eine Pause verdient
20 Jahre Partnerschaft mit der Stadt Krems waren Anlass für „Active Defence“ (26. bis 27. September 2003) als Reality-Show mit Gefechtsszenen, Parade und Festakt mit großem Zapfenstreich. Die
Informationsschau fand auch aus Anlass „40 Jahre Panzerstabsbataillon 3“ statt. Die Partnerstadt
Krems verlieh dem Brigadekommando eine Standarte und die Ehrung durch Bundesminister Platter
für 20 Jahre Partnerschaft erfolgte am 9. Oktober. Am 26. September übernahm Obstlt Gerhard Skalvy das Kommando über das Panzerstabsbataillon 3 von Obst Leopold Cermak.
69
V
on 29. September bis 3. Oktober erfolgte die Kaderfortbildung betreffend „Raumschutz“ durch
das Kommando Landstreitkräfte in Salzburg. Am 15. Oktober 2003 übernahm ObstdG Andreas
Safranmüller das Kommando über das Panzergrenadierbataillon 9 von Obst Josef Fritz unter Anwesenheit von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. Von 13. bis 22. Oktober beübte das Brigadekommando die Verbände in Form von Stabsübungen. Das Kontingent KFOR 9 (Oktober 2003 bis März 2004)
stand unter dem Kommando von Obstlt Anton Willmann (Kdt PzB33). Die fünfte „Erlebniswelt Bundesheer“ fand am Nationalfeiertag wieder in Mautern statt. Das umfangreiche Programm und die
Gefechtsvorführung begeisterten wieder etwa 20.000 Besucher.
Die zahlreichen Besucher der Raabkaserne mußten im
Eingangsbereich einen Checkpoint passieren
Die typische Wachauer Tracht (mit Goldhaube) päsentierten
die Damen aus Mautern im Festzelt
Von 4. November bis 19. Dezember 2003 stellte die 3.PzGrenBrig 2.000 Mann/Frau unter Führung
von Panzerstabsbataillon 3 (Obstlt Gerhard Skalvy) und Aufklärungsbataillon 3 (Mjr Reinhard Kunert) an die Grenze zu Ungarn und zur Slowakei und damit wieder alle Einheiten für diesen Grenzraumüberwachungseinsatz an der Ostgrenze („2/9/38“). In der NATO-PfP-Stabsübung „Co-operative
Associate 2003“ in Bulgarien übten 20 Offiziere und Unteroffiziere der „Dritten“ Friedensunterstützung (15. bis 27. November 2003). Im Arbeitsgespräch vom 17. bis 18. Dezember mit der deutschen
Panzergrenadierbrigade 30 in Ellwangen wurden die weiteren gemeinsamen Ausbildungsphasen festgelegt.
Beim Panzer- und bei den Panzergrenadierbataillonen begann der Einbau der neuen InnenbordSprechanlage VIC-3 in die Schützenpanzer und Kampfpanzer. In Zwölfaxing wurden dem Panzerbataillon 33 diverse Ausbildungsanlagen und –mittel (z.B. Ausbildungsanlage Turm AAT, Turm auf
Bock und Zugsfeuerleittrainer ZFT) für die Panzerausbildung zur Verfügung gestellt. Das Panzerabwehrbataillon 1 erhielt den Jagdpanzer Jaguar in der Variante als Führungsfahrzeug für Bataillons- und Kompaniekommandanten („Jaguar Fü“). Alle Verbände erhielten Mercedes-Sprinter als
Personentransporter.
70
2004
I
m Frühjahr (26. Jänner bis 2. April 2004) war das Kontingent KFOR 10 in Mautern zu formieren
und auszubilden. Die Verbände der „Dritten“ stellten den Großteil des Kontingents (April bis September 2004). Bataillonskommandant war Obstlt Wolfgang Kaufmann (Pionierbataillon 3). Während
der Abwesenheit des ObstltdG Mag. Erich Weissenböck im Kosovo übernahm ObstltdG Mag. Johann
Bergmann die Funktion des Chef des Stabes (16. Februar bis 29. Oktober 2004). Die Erprobung des
Elektronischen Artillerie-Feuer-Leit-System (EAFLS) beim Panzerartilleriebataillon 3 setzte mit der
Stufe Bataillon fort. Mit Unterstützung durch das Panzerartilleriebataillon 9 (2. Panzerhaubitzenbatterie) folgten Batterie- und Bataillonsgefechtsschießen mit neuer Software zur rascheren, genaueren
und sichereren Zielbekämpfung. Mit Übergabe der Duellsimulationsgeräte am 26. März an die Landstreitkräfte waren nahezu alle Waffensysteme des Bundesheeres gefechtsfähig kompatibel.
KPE - Werbung im gesamten Waldviertel
CRC - Ausbildung
für die KFOR 10 Männer
I
n der 3.PzGrenBrig begann die Aufstellung von Kaderpräsenzeinheiten (KPE). Aufzustellen waren
eine Panzergrenadiereinheit beim Panzergrenadierbataillon 9 in Horn und Weitra (KPE-PzGrenKp
Task Force 9 / TF 9) mit Schützenpanzer Ulan bei der 1. und 2. Panzergrenadierkompanie und ein
Aufklärungszug beim Aufklärungsbataillon 3 in Mistelbach. Damit verfügte auch die 2.PzGrenKp in
Weitra über den Ulan. Der erste KPE-Chargenkurs fand von 1. Juni bis 9. Juli 2004 beim Panzergrenadierbataillon 9 in Weitra statt.
71
B
eim Manöver „Schutz 2004“ des Kommando der Landstreitkräfte übte die 3.PzGrenBrig von 13.
bis 22. April 2004 in der Steiermark den sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz für die zivilen Behörden in sieben Bezirken und anschließend den Raumschutz als eigenständige militärische
Aufgabe. Mit Unterstützung durch Jägerbataillon 19 und Fliegerabwehrregiment 2 waren Terrorabwehr und Objektschutz in erster Phase für das Innenministerium zu bewältigen. Der militärische
Schutz konzentrierte sich anschließend auf den Raumschutz (mit Planquadrat-Aktion „Aflenz“ zum
Schutz der Erdefunkstelle), auf den Schutz ausländischer durchmarschierender Truppen und auf die
militärische Abwehr. Während der gesamten Übung unterstützten Soldaten der deutschen Panzergrenadierbrigade 30 das Brigadekommando und das Panzerbataillon 33. Das Panzergrenadierbataillon
35 zeigte zum Abschluss der Übung eine Gefechtsvorführung im scharfen Schuss (Saurer, Ulan und
Leopard) bei Kammern - Traboch.
Die 3. Panzergrenadierbrigade übte den sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz und den Raumschutz
beim Manöver „Schutz 04“
A
m 11. Mai 2004 überprüfte eine OSZE-Delegation aus Usbekistan und Deutschland die „Dritte“
und ihre Verbände. Am 19. Mai begründeten das Brigadekommando und das Traditionsschützenkorps des Infanterieregiment 84 ihre partnerschaftliche Verbindung. Die Einheitskommandantentage
von 31. Mai bis 4. Juni fanden erstmals in der Schweiz am Simulationszentrum in Thun statt. Die
mechanisierte Truppe übte die Simulation am Taktiksimulator auf echten Panzertürmen. Am 30. Juni
überprüfte eine OSZE-Delegation aus der Slowakei und aus Tschechien die „Dritte“. Von 30. Juni bis
3. Juli besichtigten sechs Mann der „Dritten“ die Gefechtsübung „Goldener Schild 2004“ der Panzergrenadierbrigade 30.
72
V
om 9. bis 20. August war Mautern der Austragungsort der Weltmeisterschaft im Fallschirmspringen. Unter Gesamtleitung durch das Brigadekommando nahmen 38 Staaten an den Wettkämpfen
in der Kaserne und am Flugfeld Gneixendorf teil.
Ein weiterer Höhepunkt im Jahre 2004 war
die Weltmeisterschaft im Fallschirmspringen
A
cht Mann der Brigade nahmen von 11. bis 21. Oktober 2004 an der Führungssimulationsübung
„Durandart 2004“ am Führungssimulator in Wildflecken / Deutschland teil. Die Panzergrenadierbrigade 30 übte Verzögerungskampf und Gegenangriff.
Auch für die Internationale Österreichpatrouille im Raum Allentsteig (9. bis 12. November) stellte
die 3. Panzergrenadierbrigade Leitung und Organisation. Für den 11. September 2004 organisierte
das Brigadekommando zum fünften Mal die Ausmusterungsparade an der Theresianischen Militärakademie. Mit der Stabsübung „Mainland I“ am Kommando der Landstreitkräfte in Salzburg begann
die taktische Bearbeitung der Friedensunterstützung (Peace Support Operations - PSO) im Waldviertel.
Die Fernmeldekompanie erfuhr eine geänderte Gliederung und erhielt auch die Knotenvermittlung in
die eigene Struktur.
73
D
ie sechste „Erlebniswelt Bundesheer“ fand am Nationalfeiertag wieder in Mautern statt. Das
umfangreiche Programm und die Gefechtsvorführung begeisterten wieder etwa 20.000 Besucher. Die Gefechts- und Erlebnisausbildung „Nur die Besten“ als Reality-Event fand dabei ihren
Abschluss.
Nach der feierlichen Angelobung von über 800 Rekruten, unterzeichneten
Brigadekommandant Brigadier Mag Pronhagl und der Generaldirektor der Mobilkom Austria AG Dr. Ametsreiter
die Partnerschaftsurkunde
I
m Zuge dieser Veranstaltung wurde die Partnerschaft mit der Mobilkom Austria AG begründet.
Bei der „Swiss Tank Challenge“ – der Schießmeisterschaft aller Staaten mit Kampfpanzer Leopard
– siegte eine Panzerbesatzung des Panzerbataillon 10. Am 25. November begannen die Teamüberprüfungen durch das Brigadekommando bei den Verbänden. Von 13. bis 16. Dezember übte das Aufklärungsbataillon 3 die Friedensunterstützung im Weinviertel (Exploration 2004) in Zusammenarbeit
mit der OMV.
Auch nach der verheerenden Tsunami-Katastrophe in Asien unterstützten Soldaten der Brigade die
österreichischen Botschaften bei der Personensuche. Die Kampfmittelbeseitiger des Pionierbataillon
3 aus Melk halfen in Sri Lanka. Alle Verbände erhielten Ford-Transit-Personentransporter.
74
2005
A
m 10. Jänner rückte das Vollkontingent mit 1900 Mann/Frau nach einem Rhythmussprung von
September (1999-2003) auf Jänner (2005 und 2006) bei den Verbänden ein. Von 24. bis 28. Jänner 2005 erfolgte die Überprüfung (Evaluation) der KPE-PzGrenKp TF 9 am Truppenübungsplatz
Allentsteig mit der Aufgabenstellung von Peace Support Operations (PSO) nach dem OCC-E&FVerfahren der NATO (Operational Capabilities Concept – Evaluation and Feedback). Ein Zug dieser
TF 9 war anschließend von 11. bis 22. März als Nationale Reserve Österreichs zur Unterstützung des
Kontingents KFOR 11 im Kosovo im Einsatz. Von 18. bis 19. April wurde auch der KPE-Aufklärungszug nach diesem NATO-Verfahren überprüft.
Am 4. Februar übernahm ObstltdG Mag. Reinhard Ruckenstuhl das Kommando über das Panzergrenadierbataillon 9 von ObstdG Mag. Andreas Safranmüller. Am 4. März übergab Obstlt Anton Willmann das Kommando über das Panzerbataillon 33 an ObstltdG Mag. Sascha Bosezky. Die Kooperation mit der 7. Brigade Tschechiens wurde von 5. bis 6. April in Mautern fortgesetzt.
Vom 3. bis 22. April übte die TF 9 bei der multinationalen EU-Übung „European Challenge 2005“
am Truppenübungsplatz Bergen in Norddeutschland mit der deutschen Bundswehr. Höhepunkt war
ein gemeinsames Scharfschießen der TF 9 mit dem verstärkten Jägerbataillon 371 aus Deutschland
im Zuge einer großen Gefechts- und Schießvorführung. Weitere Kadersoldaten der Brigade waren in
Wildflecken zur Unterstützung der 6. Jägerbrigade und der Übungsleitung im Übungseinsatz.
Mit 1. Mai 2005 nahmen die Panzergrenadierbataillone die neue Gliederung ein. Beim PzGrenB35
erhielt auch die 1. Kompanie den Ulan und beim PzGrenB9 wurde auch die 2. Kompanie zur Gänze
mit Ulan ausgestattet. Jede PzGrenKp verfügte nun über 14 Ulan (3 Züge zu je 4 SPz und 2 SPz im
Kompaniekommando). Somit blieben die Schützenpanzer Saurer bei der 3. Kompanie, welche zusätzlich einen PAL-Zug erhielt. Die Kampfunterstützungseinheiten erhielten mit Aufklärungszug (4
Ulan und eine ABCAufklGrp), sGrW-Zug (6 Granatwerfer, 3 Beobachter-SPz, 3 Munitions-SPz) und
PAL-Zug (4 PAL auf SPz Saurer) eine neue Struktur. Die Stabskompanie wurde auf Fernmeldezug,
Sanitätszug, Instandsetzungszug und Versorgungszug gestrafft. Die mGrW waren abzugeben.
Von 24. Mai bis 14. Juli 2005 überwachte die 3.PzGrenBrig mit 900 Mann/Frau unter Führung von
Panzerbataillon 33 (ObstltdG Mag. Sascha Bosezky) die Grenze zur Slowakei und zum Nordteil
Ungarns. Die Schüler-Schwimmmeisterschaften 2005 fanden von 7. bis 9. Juni unter territorialer
Unterstützung durch die Raabkaserne Mautern statt.
Der ÖHSV-Verbandstag fand von 15. bis 16. Juni in Mautern statt. Am 28. Juni überprüfte ein OSZETeam aus Frankreich die 3. Panzergrenadierbrigade nach den Kriterien des „Wiener Dokuments“.
75
A
m 8. Juni wurde das Reformkonzept „Bundesheer 2010“ veröffentlicht. Die Kopalkaserne St.
Pölten/Spratzern, die Martinekkaserne Baden und die Bechtolsheimkaserne Wr. Neustadt werden geschlossen und das Panzergrenadierbataillon 9 (Horn und Weitra), das Panzerbataillon 10 (St.
Pölten/Spratzern) und das Panzerabwehrbataillon 1 (Wr. Neustadt) werden aufgelöst werden. Das
Panzerstabsbataillon 3 wird massiv umgegliedert.
Von 12. Juli bis 1. September 2005 überwachte die 3.PzGrenBrig mit 900 Mann/Frau unter Führung
von Panzerabwehrbataillon 1 (Obstlt Michael Müller) die Grenze zum Südteil Ungarns. Der KPEAufklärungszug aus Mistelbach ging mit 19. Juli 2005 für sechs Monate in den EU-Einsatz bei EUFOR 3 nach Bosnien zur ISR-Kompanie (Intelligence – Surveillance – Reconnaissance) der MNTF
“N“ (Multinational Task Force „North“).
Das Panzerstabsbataillon errichtete für die Übung
„Kombatt 051“ ein riesiges Camp
V
Beim Luftzielschießen in Polen zeigten die
Männer der Fliegerabwehrlenkwaffenbatterie letztmalig ihr Können
on 8. bis 26. August fanden die Abschlussübungen der Verbände im Waldviertel auf Basis von
„Mainland I“ statt („KomBatt 051“). Innerhalb von drei Wochen übten fünf Bataillone Peace
Support Operations und Separation of Parties by Force (PSO und SOPF). Die Übungsphase des
Panzergrenadierbataillon 35 endete mit einem Kompaniegefechtsschießen. Höhepunkt war die Überprüfung (Self-Assessment mit NATO-Beobachtung) der Panzerkompanie / Panzerbataillon 33 von
22. bis 25. August 2005 zum Thema „Offensive Operations“ (Angriff) nach OCC-E&F. Dabei wurde
diese Einheit als mit NATO-Streitkräften interoperabel beurteilt.
Von 16. August bis 2. September 2005 fand für die Mauterner Fliegerabwehreinheit das letzte Scharfschießen mit Fliegerabwehr-Lenkwaffen Mistral am Truppenübungsplatz Ustka bei Danzig in Polen
statt - die „FlA“ wird in eine ABC-Abwehreinheit umstrukturiert werden.
Beim Hochwasser in Tirol waren 1200 Mann der 3.PzGrenBrig im Assistenzeinsatz (26. August bis
16. September 2005). Das Assistenzbataillon unter Obstlt Franz Langthaler (Kdt PzAB3) leistete mit
Unterstützung durch das Panzergrenadierbataillon 9 in Kufstein, St. Johann und Landeck wertvolle
Hilfe. Weitere Einheiten wurden als Ablöse in Reutte und im Stanzertal eingesetzt (AufklB3, PzGrenB35).
76
A
m 1. September 2005 wurde erstmals mit Oberstleutnant Franz Langthaler ein stellvertretender
Brigadekommandant bestellt. Die siebente „Erlebniswelt Bundesheer“ fand diesmal am „Tag der
Brigade“ am 3. September 2005 statt. Das umfangreiche Programm mit Präsentationen auch durch
die NÖ Militärhistorische Gesellschaft (Regierungsrat Hauptmann dRes Peter Juster) und durch das
Traditionsschützenkorps des Infanterieregiment 84 (Oberleutnant i.TR. Ing. Dominik Scholz) und
die Gefechtsvorführung begeisterten wieder etwa 20.000 Besucher. Das Truppenkörperabzeichen des
Brigadekommandos wurde erstmals verliehen und der Gedenkstein in der Raabkaserne wurde enthüllt. Für den 10. September 2005 organisierte das Brigadekommando zum sechsten Mal die Ausmusterungsparade an der Theresianischen Militärakademie. Mit der Stabsübung „Mainland II“ durch das
Kommando der Landstreitkräfte setzte die taktische Bearbeitung der Trennung von Konfliktparteien
ein (Separation of Parties by Force - SOPF). Das Kontingent KFOR 13 (Oktober 2005 bis März 2006)
stand unter dem Kommando von Obstlt Reinhard Kunert (Kdt AufklB3).
Zum bereits sechsten Mal zeichnete die „Dritte“ für die
Ausmusterungsparade an der TherMilAk verantwortlich
Brigadier Pronhagl verläßt mit neun Bataillonsstandarten im Rücken den
Hof des AG Rossau nach der Transformation der Brigaden
A
m 1. Oktober 2005 erhielt die 3.PzGrenBrig im Zuge der Bundesheerreform („Bundesheer
2010“) das Jägerbataillon 19 in Pinkafeld, Güssing und Oberwart (Obstlt Ernst Trinkl), das Pionierbataillon 3 in Melk und Mautern (Obst Wolfgang Kaufmann), das Panzerbataillon 10 in St. Pölten/Spratzern (Mjr Horst Ehling) und das Panzerartilleriebataillon 9 in Baden (Obstlt Franz Neuhold)
unterstellt. Gleichzeitig mussten das PzGrenB9 und das PzAB3 an die 4.PzGrenBrig abgegeben werden. Damit verfügt die „Dritte“ über neun Bataillone, deren neue KPE-Elemente im Kosovo (KPEJägerzug des JgB19 und EOD des PiB3 bei KFOR 13) im Einsatz standen. Der KPE-Pionierzug des
PiB3 setzte seine Ausbildung auch in Deutschland im Ortskampf in Hammelburg und im Brückenbau
in Paderborn fort. Die mit zwei Panzerzügen des Panzerbataillon 33 verstärkte Task Force 9 übte von
8. bis 18. Oktober 2005 am Übungszentrum der deutschen Bundeswehr in Munster den Angriff. Die
Ausbildung für das österreichische Syrien-Kontingent als Vorbereitung für den Einsatz am Golan
(UNDOF AUSBATT) erfolgte von 24. Oktober bis 25. November durch das Panzerabwehrbataillon 1.
77
A
n der Parade auf der Wiener Ringstraße am 26. Oktober 2005 (50 Jahre Bundesheer) war die 3.
Panzergrenadierbrigade mit ihren Einheiten und dem Modul „Auslandseinsatz“ unter Führung
ihres Kommandanten Brigadier Mag. Karl Pronhagl massiv eingesetzt
Brigadekommandant Bgdr Mag. Pronhagl zeichnete bei der Parade auf
der Wiener Ringstraße für dea Modul „Auslandseinsätze“ verantwortlich
I
Der Kdt LaSK besucht die Offiziere und Unteroffiziere der Dritten bei der
„CAS 05“ in Mazedonien
n der NATO-PfP-Stabsübung „Co-operative Associate 2005“ in Mazedonien übten 15 Offiziere
und Unteroffiziere der „Dritten“ Friedensunterstützung (11. bis 25. November 2005).
Mit 1. Dezember 2005 übernahm Brigadekommandant Brigadier Mag. Karl Pronhagl im Rahmen
des EUFOR-Kontingents das Kommando über die MNTF „N“ (Multinational Task Force „North“)
in Tuzla in Bosnien für ein halbes Jahr - es war dies die erste Verwendung eines österreichischen
Offiziers als Kommandant einer multinationalen Brigade. Von 18. November bis 22. Dezember 2005
erprobten acht Soldaten des Panzergrenadierbataillon 35 den Wüstenkampf in den Vereinigten Arabischen Emiraten am Übungsplatz Al Hamra.
Von 12. bis 15. Dezember übte das Aufklärungsbataillon 3 in Zusammenarbeit mit der OMV die Friedensunterstützung und die Informationsbeschaffung als Aufklärungsverband (STAR 2005). Gleichzeitig übte das Jägerbataillon 19 im Südburgenland den Raumschutz und das Zurückwerfen eingebrochener Gegner (Pannonia 2005). Das Panzerartilleriebataillon 9 begann die gemeinsame Ausbildung
mit deutschen Artillerieoffizieren zur Vorbereitung auf das gemeinsame Scharfschießen in Tirol im
April 2006 (Peace Summit 2006).
Bei den Panzergrenadieren waren die Schützenpanzer der mGrW-Gruppen abzugeben. Die Kampfelemente der Panzergrenadier- und Panzerabwehrlenkwaffenzüge wurden mittlerweile zur Gänze mit
Simulationssystemen ausgestattet. Ein Bergepanzer M88 des PzB10 sicherte am 20. Dezember 2005
einen Sondertransport (140 Tonnen) für die Vorarlberger Illwerke auf das Zeinisjoch in der SilvrettaGruppe.
78
2006
B
ereits am 3. Jänner 2006 war ein Assistenzeinsatz erforderlich. Das Panzerbataillon 10 unterstützte die Stadt St. Pölten bei der Schneeräumung. Die Pioniere der 2.Kp/PiB3 mussten Holzarbeiten nach heftigen Schneefällen in St. Leonhard am Wald bei Waidhofen an der Ybbs von 10. bis
16. Jänner 2006 leisten.
Am 9. Jänner 2006 (Vollkontingent mit 1800 Mann) begann der erste Einrückungsturnus mit einer
Präsenzdienstdauer von nur mehr sechs Monaten. Hauptaufgabe der Rekruten ist nunmehr die Erfüllung des Assistenzeinsatzes an der Ostgrenze zur Grenzraumüberwachung als Unterstützung für
das Innenministerium bzw. die lokalen Sicherheitsbehörden. Für die Waffengattungsausbildung steht
nur mehr die Anlernstufe zur Verfügung. Die Schützenpanzer Ulan erhielten durch eine Scheibenwischeranlage, neue Kotschützer und modifizierte Kettenblenden weitere Verbesserungen.
Unvorstellbare Schneemaßen mussten entfernt werden, um die Dächer von der
Last zu befreien
Artilleriebeobachter der Bundeswehr hielten ständig Kontakt zum
Panzerartilleriebataillon 9 bei der „Peace Summit“ im Tiroler Unterland
V
on 9. bis 16. Februar 2006 waren weitere Hilfeleistungen zu erbringen: nach heftigen
Schneefällen waren 550 Mann zur Schneeräumung in OÖ und NÖ eingesetzt: Rohrbach,
Aigen, Bad Ischl, Nöchling, Annaberg, Hohenberg, Mariazell (2.Kp/PiB3 im Mühlviertel, AssKp/AufklB3 in Rosenau / OÖ, TeKp und 1.Kp/PiB3 im Bezirk Lilienfeld und in Mariazell).
Von 14. Februar bis 30. März 2006 überwachte die 3.PzGrenBrig mit 800 Mann/Frau unter Führung von
Panzerartilleriebataillon 9 (Obst Franz Neuhold) die Grenze zu Ungarn. Von 20. bis 23. Februar beübte
das Brigadekommando die Verbände an Hand der Lage „Mainland II“ in der Aufgabenstellung SOPF.
Von 28. März bis 11. Mai 2006 überwachte die 3.PzGrenBrig mit 1200 Mann/Frau unter Führung von
Panzerstabsbataillon 3 (Obstlt Gerhard Skalvy) die Grenze zur Slowakei und zum Nordteil Ungarns.
Von 27. März bis 6. April übte das Panzerartilleriebataillon 9 mit der deutschen Bundeswehr gemeinsam in Tirol bei der Gefechtsübung der 6. Jägerbrigade „Peace Summit 2006“.
79
M
it 3. April rückte auch beim Panzergrenadierbataillon 35 das erste Vollkontingent mit nur mehr
sechs Monaten Grundwehrdienst ein. 600 Mann der „Dritten“ halfen auch bei der Hochwasserkatastrophe an der March von 3. bis 20. April, nachdem wegen Dammbruchs Dürnkrut und weitere
Ortschaften im Bezirk Gänserndorf überflutet worden waren. Mit dem Jägerbataillon 19 erhielt der
erste Verband der „Dritten“ den neuen Kampfanzug „KA03“.
Das schließen von Dämmen war eine der Hauptaufgaben
bei der Hochwasserkatastrophe an der March
W
Der wertvolle Fuhrpark für das Landwirtschaftsministertreffen
der Europäischen Union stand in der Raabkaserne Mautern
ährend des Landwirtschaftsministertreffens der Europäischen Union in Krems von 28. bis 30.
Mai 2006 bot die Raabkaserne die logistische Basis für den Fahrzeugpool und für bereitgehaltene Bereitschaftskräfte des Bundesheeres.
Von 24. bis 30. Juni übte erstmals das Jägerbataillon 19 mit 50 Mann (KPE-JgZg/JgB19) in Tschechien am Übungsplatz Libava mit der tschechischen 7. Mechanisierten Brigade.
Von 6. bis 20. Juli übte eine Kampfgruppe der „Dritten“ mit 300 Mann (KPE-PzGrenKp TF 9, PzKp/
PzB33, PzPiZg) in Deutschland am Gefechtsübungszentrum des Heeres der Bundeswehr (GÜZ Altmark) mit der Panzergrenadierbrigade 30.
Bis zum Jubiläum “50 Jahre 3. Panzergrenadierbrigade” hatte die „Dritte” ihren Standard und Einsatzwert innerhalb des Österreichischen Bundesheeres weiter gefestigt und durch zahlreiche Veranstaltungen, Übungen und Einsätze weiter ausgebaut (Kamp 97, Kristall 98, Smaragd 99, Nordland
2000, Kuenringer 2001, Retzerland 2002, Felsenberg 2003, Schutz 2004, KomBatt 051).
80
Der 50. Geburtstag
D
er 16. September stand ganz im Zeichen des 50-jährigen Bestandsjubiläums der 3. Panzergrenadierbrigade. Der Traditionstag wurde mit einem Tag der offenen Tür begonnen. Das Spektrum
des ausgestellten Gerätes spannte einen Bogen über die Geschichte der Brigade und zeigte die starke
Verbindung mit den zivilen Einsatzorganisationen. Höhepunkt dabei war ein Oldtimertreffen mit historischen Militärfahrzeugen.
Ganz im Zeichen der 50-jährigen Geschichte stand zum Abschluß des Traditionstages ein Festakt.
Zeitzeugen aus den verschiedenen Epochen der „Dritten“ erzählten über ihre Erlebnisse in der Brigade. Der Kommandant der Streitkräfte GenLt Mag. Günter Höfler, selbst 1991/92 Bataillonskommandant in der Brigade, bildete den Abschluß dieser moderierten Gesprächsrunde und gab einen Ausblick
in die Zukunft. Das Land Niederösterreich vertreten durch die Landesrätin Dr. Petra Bohuslav richtete ihre Geburtstagswünsche mit den Worten „Niederösterreich kann sich auf seine Soldaten der 3.
Panzergrenadierbrigade verlassen“ an die zahlreichen Ehren- und Festgäste und bedankte sich für die
gute Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich.
Bundesminister Günther Platter würdigte die 3. Panzergrenadierbrigade und stellte fest: „ die Brigade
leistet immer einen großen Beitrag für ein stabiles Umfeld, für die Sicherheit Österreichs“. Gleichsam als Geburtstagsgeschenk übergab der Verteidigungsminister symbolisch vier Fahrzeugschlüssel
für die neuen Transportfahrzeuge Unimog.
Mit dem Kulturevent „Leviathan“ krönte die Brigade ihre Geburtstagsfeier. Über 25.000 Besucherfanden sich an beiden Donauufern ein, um dieses einzigartige Freiluftdarbietung unter der künstlerischen Leitung von „lawine torren“ zu sehen. Dazu wurde die Donaulandschaft als Szenerie und das
Weltkulturerbe Wachau als historischer Hintergrund eingesetzt. Als Darsteller fungierten Kampfpanzer, Schützenpanzer und Spezialfahrzeuge der 3.Panzergrenadierbrigade sowie Luftfahrzeuge, darunter Abfangjäger und Black Hawk Hubschrauber, im engen Zusammenwirken mit Soldaten sowie
Schauspieler und Tänzer des Künstlernetzwerkes „lawine torren“. Besonders beeindruckte die sekunden- und zentimetergenaue Präzision der eingesetzten militärischen Teile. Mehrfacher Zwischenapplaus minutenlanger Schlussapplaus und begeisterte Bravo-Rufe waren der Lohn für die Veranstalter
und zeigte einmal mehr die tiefe Verankerung der „Dritten“ in der Bevölkerung.
81
82
Der Weg der „Dritten“ zum
bundesheer
2010
Die Einnahme der Zielstruktur „ÖBH 2010“ begann im Frühjahr 2006 - sie wird sich über
mehrere Jahre hinweg ziehen.
U
nterstellung der PzPiKp/PzStbB3 an das PiB3 mit 1. April 2006, Unterstellung der 1. und 2.AusbKp/MilKdoNÖ an das PzStbB3 mit 1. Juli 2006 als künftige NTKp, Unterstellung des
ABCAbwZg/MilKdoNÖ in die PzlFALBt/PzStbB3 und Verlegung nach Mautern zwecks Aufbau der
künftigen ABCAbwKp, Verlegung der WkstKp/PzStbB3 nach Mautern, Abgabe der Kampfpanzer Leopard und Auflösung des PzB10 sowie Räumung der Kopalkaserne, Unterstellung der 2.PzGrenKp/
PzGrenB9 in Weitra als künftige Lehrkompanie, Stilllegung der Panzerabwehrkompanien des PAB1
und Abgabe der Jagdpanzer Jaguar sowie Räumung der Bechtolsheimkaserne, Kompetenztransfer
vom PzAB9 zum AufklB3 als künftiges Aufklärungs-Artilleriebataillon 3 (AAB3), Unterstellung der
1.FlABt/FlAR1 an das AufklB3 als künftige PzHBt und Verlegung nach Mistelbach usw. usw. Dazu
kommen unzählige Umschulungen und Versetzungen, wobei davon mehre hundert Kadersoldaten
betroffen sind.
83
„ÖBH 2010“
Nach Aufstellung des Streitkräftekommandos (SKKdo) in Graz im Rahmen von „Bundesheer
2010“ wird die 3. Panzergrenadierbrigade diesem unterstellt werden.
N
ach Auflösung des Panzerbataillon 10, des Panzerabwehrbataillon 1 und das Panzerartilleriebataillon 9, nach Umstrukturierung des AufklB3 zum Aufklärungs-Artilleriebataillon 3 (AAB3)
und des Panzerstabsbataillon 3 und nach umfangreichen Baumaßnahmen (Erweiterung der Biragokaserne Melk für das gesamte Pionierbataillon 3 und Konzentration des Jägerbataillon 19 in die Montecuccolikaserne Güssing) wird die 3. Panzergrenadierbrigade bestehen aus:
Brigadekommando
Raabkaserne
Mautern
Panzerstabsbataillon 3
Raabkaserne
Mautern (LKp Weitra)
Panzerbataillon 33
Burstynkaserne
Zwölfaxing
Panzergrenadierbataillon 35
Jansakaserne
Großmittel
Jägerbataillon 19
Montecuccolikaserne
Güssing
Pionierbataillon 3
Biragokaserne
Melk
Aufklärungs-Artilleriebataillon 3
Bolfraskaserne
Mistelbach
84
Die 3. Panzergrenadierbrigade im Wandel der Zeit
Phase 1
Phase 2
Phase 3
Phase 4
1.9.1956 - 31.7.1960
1.8.1960 - 31.12.1962
1.1.1963 - 30.6.1978
1.7.1978 - 31.12.1992
U
U
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Stb3
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PzB10
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10
PzAB3
85
Die 3. Panzergrenadierbrigade im Wandel der Zeit
Phase 5
Phase 6
Phase 7
Phase 8
1.1.1993 - 31.10.1998
1.11.1998 - 30.6.2002
1.7.2002 - 30.9.2005
1.10.2005 - ÖBH2010
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PiB3
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PzB33
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35
PzB33
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33
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PzGrenB35
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35
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10
PzStbB3
||
PzGrenB9
PzGrenB9
Stb3
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PzStbB3
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PzStbB3
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PzAB9
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PAB1
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10
PzB10
||
1
86
PAB1
Das Brigadekommando stellt sich vor
Das Kommando der 3. Panzergrenadierbrigade hat den Auftrag, die unterstellten Verbände
im Frieden und im Einsatz zu führen.
Den Brigadekommandanten unterstützen:
* der stellvertretende Brigadekommandant (Vertretung des Kommandanten und Dienstaufsicht)
* der Chef des Stabes (Führung des Brigadestabes)
* der 2. Generalstabsoffizier (Planung)
* die Stabsabteilung 1 (Personal)
* die Stabsabteilung 2 (Aufklärung, Sicherheit)
* die Stabsabteilung 3 (Ausbildung, Einsatz, ABC-Abwehr)
* die Stabsabteilung 4 (Logistik)
* die Stabsabteilung 5 (Öffentlichkeitsarbeit)
* die Stabsabteilung 6 (Informationstechnologie und Hauptkanzlei)
Der Kraftfahroffizier, der Technische Offizier, der Sanitätsunteroffizier und der Wirtschaftsoffizier
unterstützen in der Logistik.
I
m Einsatz bzw. durch Mobilmachung wird der Brigadestab um mehrere Funktionen (z.B. ABC-Abwehroffizier, Brigadearzt, Ordonnanzoffizier) und einen Wachzug durch Soldaten des Milizstandes oder
Soldaten des Präsenzstandes mit entsprechender Einsatzfunktion erweitert.
87
Brigadekommandanten
1. September 1956 – 30. September 1964
1. Oktober 1964 – 16. April 1970
17. April 1970 – 30. September 1976
1. Oktober 1976 – 9. September 1979
10. September – 30. November 1979
1. Dezember 1979 – 30. November 1981
1. Dezember 1981 – 30. Juni 1984
1. Juli 1984 – 31. Mai 1986
1. Juni 1986 – 9. April 1992
10. April 1992 – 30. September 1992
1. Oktober 1992 – 30. November 2001
1. Dezember 2001 – 31. Jänner 2003
4. November 2005 – 31. Mai 2006
seit 1. Februar 2003
Bgdr/GenLt
Edmund Entacher
Obstlt/Obst Ing. Franz Zejdlik
Obst/Bgdr Ing. Paul Dernesch
ObstdG Ernst Maerker
ObstdG Josef Marolz
ObstdG Karl Majcen (mdFb)
ObstdG Richard Bondi
ObstdG Kurt Pirker
ObstdG Wilhelm Figl
ObstdG/Bgdr Karl Heinz Fitzal
ObstltdG Dieter Jocham (mdFb)
ObstdG/Bgdr Edmund Entacher
ObstltdG Kurt Wagner (mdFb)
Obstlt Franz Langthaler (stvBrigKdt - mdFb)
ObstdG/Bgdr Mag. Karl Pronhagl
ObstltdG
Kurt Wagner
Stellvertretende Brigadekommandanten
Seit 1. September 2005 ist Oberstleutnant Franz Langthaler
stellvertretender Brigadekommandant
88
Bgdr
Karl Pronhagl
Chef des Stabes
1. September 1956 – 2. September 1957
1. Oktober 1957 – 15. Juli 1963
16. Juli 1963 – 31. August 1965 1. September 1965 – 16. Jänner 1966
17. Jänner 1966 – 28. Februar 1967
1. März 1967 – 30. Juni 1972
1. Juli 1972 – 10. März 1977
11. März 1977 – 10. Mai 1981
11. Mai 1981 – 31. Mai 1986
10. November 1986 – 2. September 1990
15. Oktober 1990 – 15. Oktober 1993
16. Oktober 1993 – 31. Mai 1995
1. Juni 1995 – 31. Juli 1998
1. August 1998 – 30. November 2002
16. Februar 2004 – 29. Oktober 2004
seit 1. Dezember 2002
MjrdG Gottfried Koiner
MjrdG/ObstltdG Nikolaus Chorinsky
MjrdG/ObstltdG Ernest Bernadiner
MjrdG Hans-Heinz Haufler
MjrdG Karl Liko
MjrdG/ObstltdG Josef Marolz
MjrdG/ObstltdG Gerald Propst
MjrdG/ObstltdG Helmut Kreuzhuber
MjrdG/ObstltdG/ObstdG Karl-Heinz Fitzal
MjrdG/ObstltdG Johann Forster
ObstltdG/ObstdG Dieter Jocham
ObstltdG/ObstdG Othmar Commenda
MjrdG/ObstltdG Karl Pronhagl
ObstltdG Kurt Wagner
ObstltdG Mag. Johann Bergmann (mdFb)
ObstltdG Mag. Erich Weissenböck
2. Generalstabsoffizier
1962 – 1964
1964 – 1967
1970 – 1972
1972 – 1974
1974 – 1975
1981 – 1986
1986 – 1991
1991 – 1996
1997 – 1999
2000 – 2001
2003 – 2006
2006
MjrdG Franz Fikeis
MjrdG/ObstltdG Josef Marolz
MjrdG Gerald Propst
MjrdG Franz Bremm
HptmdG Johann Zimmermann
MjrdG/ObstltdG Bernd Lubenik (MobFunktion)
MjrdG/ObstltdG Willibald Poleßnig (MobFunktion)
MjrdG/ObstltdG Wolfgang Bäck (MobFunktion)
MjrdG/ObstltdG Anton Wessely
MjrdG Erich Weissenböck
Obstlt/Obst Rudolf Sturmlechner
HptmdG Siegward Schier
89
Stabsabteilung 1
(Personalwesen)
Hptm Willibald Ehgartner
Hptm/Mjr Marius Dadak
Mjr Wilfried Klein
Mjr Franz Juster
Hptm/Mjr Herbert Mischinger
Hptm/Mjr Wolfgang Micko
Mjr Günter Waidhofer
Mjr/Obstlt Franz Teszar
Hptm/Mjr Bernhard Kirchner
Mjr Gottfried Fuchsberger
Mjr Leopold Schieder
Mjr Albert Bauer
Mjr Peter Watschinger (mdFb)
1956 - 1957
1957 - 1962
1962 - 1965
1965 - 1967
1967 - 1973
1973 - 1977
1977 - 1980
1980 - 1987
1987 - 1996
1996 - 2002
2002 - 2004
2004 - 2006
seit 2006
Unteroffiziere im S1-Bereich:
AR Karl Luger, AR Ingo Kapitan, Vzlt Alfred Bolena, Vzlt Karl Hainthaler, RgR ADir Josef Reinthaler,
Obst Erich Haslacher, Vzlt Franz Leschnig, RgR ADir Arnulf Dellacher, Vzlt Walter Mühlmann, Vzlt
Oswald Ledermüller, Vzlt Karl Zimmel, Vzlt Friedrich Walzer, Vzlt Rudolf Flick, Vzlt Franz Labhaas, Vzlt Rudolf Tauber, Vzlt Hermann Lederhilger, OStWm Harald Harsch, StWm Günter Krennstetter
90
Stabsabteilung 2
(Aufklärung und Sicherheit)
Mjr Johann Mautner
Hptm Friedrich Fischer-See
Mjr Friedrich Schmid
Hptm Ing. Robert Lendenfeld
Mjr Alfred Seethaler
Mjr Franz Juster
Hptm/Mjr Dr. Heribert Schönbichler
Mjr/Obstlt Leopold Aigner
Mjr Gottfried Maicher
Mjr/Obstlt Oswin Schiebl
Hptm/Mjr Rudolf Sturmlechner Mjr Gerald Luger
1958 - 1959
1959 - 1960
1960 - 1961
1961 - 1962
1962 - 1963
1963 - 1965
1966 - 1971
1971 - 1979
1979 - 1984
1984 - 1990
1991 - 2000
seit 2000
Unteroffiziere im S2-Bereich:
Vzlt Rudolf Borde, AR Vzlt Rudolf Singer, Vzlt Josef Pumberger, Vzlt Karl Zimmel, Vzlt Horst
Michalek, AR Hubert Weissenböck, Obstlt Walter Cwach, OStv Siegfried Hohenauer, Vzlt Adolf
Monihart, AR Olt Johann Doujak, Vzlt Franz Auer, Vzlt Josef Reuter, Vzlt Johann Salat
91
Stabsabteilung 3
(Ausbildung, Einsatzvorbereitung, Einsatz; ABC-Abwehr)
Mjr Franz Lechner
Mjr Franz Juster
Mjr Johannes Rabenlehner
Mjr Leopold Linhart
Mjr Franz Burgstaller
Mjr/Obstlt Friedrich Hauswirth
Mjr Walter Maschler
Mjr/Obstlt Helmut Brandtner
Mjr/Obstlt Horst Malat
Mjr Ewald Angetter
Mjr Anton Baderer
Mjr Peter Pöcher
Mjr/Obstlt Rudolf Sturmlechner
Mjr Gerald Führer (stvS3 & ABCAbwO)
Mjr/Obstlt Helmut Brandtner (stvS3 bzw. S3)
Mjr Albert Bauer
1956 - 1959
1959 - 1961
1961 - 1962
1962 - 1963
1963 - 1964
1964 - 1975
1975 - 1976
1976 - 1983
1983 - 1989
1985 - 1986
1989 - 1994
1994 – 2000
2000 – 2003
2001 – 2003
2000 - 2006
seit 2006
Unteroffiziere im S3-Bereich:
OStv Franz Ulrich, OOffzl Richard Hitter, StWm Walter Schneider, Vzlt Franz Bauer, Vzlt Johann
Bittermann, OStv Heinz Krail, Vzlt Erich Wiry, Vzlt Franz Labhaas, Vzlt Leopold Huber, Vzlt Karl
Zimmel, Vzlt Peter Höfler, Vzlt ROA Friedrich Langer, Vzlt Rudolf Tauber, OStv Siegfried Niklas,
OStv Bernhard Bauer, Vzlt Harald Allgäuer, Vzlt Otto Lampl, Vzlt Rudolf Samwald, StWm Klaus
Völker, OStv Harald Hunger, Vzlt Johann Hirsch, Vzlt Rupert Stöller, Vzlt Gerhard Hut, Vzlt Günter
Wentseis
92
Stabsabteilung 4
(Logistik)
Mjr Ing. Josef Huber
Mjr Julius Gollerits
Mjr Ernst Bittner-Buddenbrock-Hettersdorf
Mjr Franz Burgstaller
Mjr Anton Dietrich
Mjr Josef Schroll
Mjr/Obstlt Josef Berger
Mjr/Obstlt August Krippl
Mjr Kurt Meseida
Mjr Franz Trimmel
Mjr/Obstlt Rudolf Ebenberger
Obstlt Gerhard Skalvy
Hptm/Mjr Gerhard Luger (stvS4)
Mjr Ing. Gerhard Stipschitz (mdFb)
Mjr Michael Lippert (stvS4)
Mjr/Obstlt Leopold Schieder
1957 - 1958
1959 - 1962
1963 - 1965
1965 - 1969
1969 - 1975
1975 - 1978
1978 - 1982
1982 - 1987
1987 - 1990
1990 - 1996
1996 - 2002
2002 - 2003
2000 - 2004
2005 - 2006
seit 2006
seit 2004
Unteroffiziere im S4-Bereich:
OStv Leopold Harrer, OStv Johann Schoiswohl, OOffzl Anton Steinitzer, Vzlt Heinrich Zusl, OStv
Ernest Ehgartner, Vzlt Wilhelm Elwischger, JWObst Willibald Zach, Vzlt Hermann Tiefenböck, Vzlt
Helmut Haiminger, Vzlt Franz Zehetbauer, Vzlt Engelbert Mistelbauer, Vzlt Franz Kurz
93
Stabsabteilung 5
(Öffentlichkeitsarbeit)
Mjr/Obstlt Leopold Aigner
Mjr Gottfried Maicher
Mjr/Obstlt Oswin Schiebl
Hptm/Mjr Rudolf Sturmlechner Mjr Gerhard Pfalzer
Mjr Georg Härtinger
Mjr Herbert Gaugusch (mdFb)
Olt Mag. (FH) Mario Ernst (mdFb)
1971 – 1979
1979 – 1984
1984 – 1990
1991 – 2000
2000 - 2002
seit 2002
2004 - 2005
2005 - 2006
Die heutige Stabsabteilung 5 wurde im Jahre 2000 aufgestellt, da die Öffentlichkeitsarbeit bis dahin
durch den Leiter der Stabsabteilung 2 wahrgenommen wurde.
Unteroffiziere im S5-Bereich:
Olt AR Johann Doujak (S2UO), Vzlt Franz Auer (S2UO), Vzlt Severin Ganglberger
94
Stabsabteilung 6
(Informationstechnologie & Hauptkanzlei)
Hptm/Mjr Richard Kralik
Mjr Ing. Ernst Oswald
Hptm Herbert Pribitzer
Hptm Friedrich Rainer
Mjr Franz Grabenhofer
Mjr/Obstlt Karl Stainer
Mjr/Obstlt Reinhard Teubel
Mjr Anton Baderer
Hptm Wolfgang Weiss
Hptm/Mjr Julian Wieser (FMO bzw. S6)
Mjr Gerhard Luger (FMO)
Mjr Mag. Christian Wagner (FMO bzw. S6)
1957 - 1960
1960 - 1964
1965 - 1966
1966 - 1967
1967 - 1970
1970 - 1976
1976 - 1983
1983 - 1989
1989 - 1991
1991 - 2002
seit 2004
seit 2000
Unteroffiziere im S6-Bereich:
Vzlt Horst Kargl, Vzlt Rudolf Tauber, Vzlt Martin Taller, OStv Bernhard Bauer
Unteroffiziere im Bereich - Hauptkanzlei:
OStv Johann Mazurkievits, AR Karl Luger, VB Erwin Ettenauer, RgR ADir Rupert Lamprecht, Vzlt
Alfred Wagner, Vzlt Johann Kosjek, Vzlt Franz Labhaas, Vzlt Franz Wagner, Vzlt Christian Bruckner, OWm Jörg Böckl, Wm Johannes Reiter, StWm Harald Harsch, Vzlt Peter Firlinger, OStv Gerhard Fritz
95
Kraftfahroffizier (KO)
Mjr Ing. Johannes Skoflek (mdFb)
Mjr Johann Böck
Mjr Ing. Josef Huber
Obstlt Richard Kieweg
Mjr Josef Hempel
Mjr/Obstlt Gerhard Bergmann
Hptm/Mjr/Obstlt Franz Enz
1960
1961
1965
1966
1972
1976
1985
-
1961
1965
1966
1972
1976
1985
2002
Unteroffiziere im Kraftfahr-Bereich:
GenMjr Rudolf Schneider, OStv Heinrich Albrechtsberger, OStv Erich Ruth, Wm Peter Chudik, Vzlt
Arnulf Halmerbauer, Vzlt Franz Bauer, Vzlt Günther Leeb, OStv Milan Kodela, Vzlt Franz Hieß, Vzlt
Herbert Buric, Vzlt Karl Lambauer, Vzlt Leopold Penz, Vzlt Andreas Schafhauser, Vzlt Horst Paier,
OStWm Oskar Röglsperger, Vzlt Rolf Blum, Vzlt Johann Emberger
96
Technischer Offizier (TO)
Mjr Ing. Herbert Baumegger
Hptm/Mjr Ing. Franz Bouchal
Mjr/Obstlt Ing. Gerhard Pairer
Mjr Friedel Göttlicher
Hptm/Mjr Ing. Ernst Wurzenberger
Hptm/Mjr Ing. Bernhard Pitsch
Hptm/Mjr Michael Lippert
Hptm Ing. Robert Horak
1963 - 1965
1970 - 1976
1976 - 1981
1983 - 1987
1988 - 1992
1992 - 1998
1998 - 2005
seit 2005
Unteroffiziere im Technischen-Bereich:
Vzlt Karl Lager, Vzlt Johann Friedl, Vzlt Franz Fraßl, OStv Gerhard Weglehner
97
Brigadearzt (BrigA)
MjrA/ObstltA Dr. Anton Kucera
MjrA/ObstltA Dr. Walter Stöger
MjrA/ObstltA Dr. Josef Pfeffer
MjrA/ObstltA/ObstA Dr. Hans-Jürgen Steiner
1956
1962
1969
1980
-
1961
1967
1979
2000
Seit August 2000 wird die Funktion des Brigadearztes durch einen Milizoffizier (Oberleutnant-arzt
Dr. Markus Klamminger) wahrgenommen.
Unteroffiziere im Sanitäts-Bereich:
StWm Robert Bures, Vzlt Johann Flatschart, Vzlt Willibald Rausch, Vzlt Günter Fellner, Vzlt Alois
Preiser, Vzlt Severin Ganglberger, Vzlt Alfons Rumer
98
Wirtschaftsoffizier (WiO)
Hptm/Mjr Dr. Franz Schöner (Intendant)
Mjr Gustav Brandl Hptm/Mjr Josef Prugger Mjr Johann Schmid
Hptm/Mjr Wolfgang Wendlehner
Hptm/Mjr Johann Millonig
Mjr Josef Hofbauer
1958 - 1964
1964 - 1968
1968 - 1972
1974 - 1976
1984 - 1992
1992 – 2002
seit 2005
Unteroffiziere im Wirtschafts-Bereich:
Olt Gerhard Bröderer, RgR ADir Wolfgang Mader, Vzlt Wolfgang Stätter, Vzlt Rudolf Vielnascher,
Vzlt Christian Prachinger
99
Kommandoübergaben
A
m 16. Oktober 1992 fand die feierliche Kommandoübergabe über die „Dritte“ von Brigadier
Karl-Heinz Fitzal an Oberst des Generalstabsdienstes Edmund Entacher in der Raabkaserne
Mautern durch Korpskommandant Manfred Mitterbauer statt.
Kommandoübergabe von Bgdr Fitzal an ObstdG Entacher durch Korpskommandant Mitterbauer
A
m 31. Jänner 2003 fand die feierliche Kommandoübergabe über die „Dritte“ von Oberstleutnant
des Generalstabsdienstes Kurt Wagner an Oberst des Generalstabsdienstes Karl Pronhagl in der
Raabkaserne Mautern durch Generalleutnant Edmund Entacher statt.
Mit 1. Dezember 2001 wurde Brigadier Entacher ins
BMLV nach Wien dienstzugeteilt und mit 1. Dezember 2002 zum Kommandanten der Landstreitkräfte in
Salzburg bestellt. ObstltdG Kurt Wagner (rechts im
Bild) führte die „Dritte“ von Dezember 2001 bis Jänner 2003.
100
V
on 1. Dezember 2005 bis 31. Mai 2006 führte Bgdr Pronhagl die MNTF „N“ (Multinational Task
Force North) von EUFOR ALTHEA in Bosnien. Die Kommandoübergabe erfolgte durch COMEUFOR in Tuzla im Camp Eaglebase. BG (Brigadier-General) Pronhagl unterstanden 1400 Männer
& Frauen aus 14 Nationen, um die Sicherheit und Stabilität im Nordteil Bosniens zu gewährleisten.
Somit ist die „Dritte“ die erste Brigade, welche welche eine derartige Führungsaufgabe übernimmt.
Etwa ein Jahr zuvor wurde dies im Zuge der Heeresreformkommission auch als Ziel für das ÖBH
formuliert.
Vzlt Reuter Josef, OStv Feigl Richard,
Obstlt Schieder Leopold, Bgdr Pronhagl
Karl, Mjr Härtinger Georg, Major Luger
Gerhard, Kpl Schwarz Andres
Der Einsatzraum der MNTF N
Brigadier Mag. Karl Pronhagl übernimmt
mit der EU - Flagge das Kommando über
die MNTF N
101
Vorgesetzte Kommanden der „Dritten“
1. September 1956
1. Juli 1973
1. Jänner 1974
15. Juli 1975
1. Oktober 1991
1. November 1998
1. Juli 2002
1. Dezember 2002
1. September 2006
Bis Oktober 1998
Gruppenkommando I
Gruppenkommando II
Korpskommando I
Panzergrenadierdivision
Korpskommando III
Korskommando I
Korpskommando II
Kommando Landstreitkräfte
Streitkräftekommando
November 1998 - Juli 2002
Wien
Graz
Graz
Baden
Baden
Graz
Salzburg
Salzburg
Graz
Juli - November 2002
unter dem Kommando des III. In dieser Zeit wurde die „Dritte“ KKdt Hubertus Trauttenberg
vom II. Korps aus Graz unführte das II. Korps in Salzburg,
Korps in Baden welches von
bis am 1. Dezember 2002 das
KKdt Manfred Mitterbauer kom- ter dem Kommando von KKdt
Alfred
Plienegger
geführt.
Kommando Landstreitkräfte
mandiert wurde.
errichtet wurde.
Seit 1. Dezember 2002 steht die 3. Panzergrenadierbrigade unter
dem Kommando der Landstreitkräfte aus Salzburg, welches unter
der Führung von GenLt Edmund Entacher steht und mit 1. September 2006 in das Streitkräftekommando umgewandelt wird. Das
Streitkräftekommando hat seinen Sitz in Graz und wird von GenMjr Mag. Günter Höfler kommandiert.
102
Tradition und Partnerschaft
Traditionstruppenkörper: k.u.k. Infanterieregiment Nr. 84 - Freiherr von Bolfras
(“Kremser Hausregiment“)
Traditionsmarsch:
Fehrbelliner Reitermarsch / Richard Henrion
Standarte:
27. September 2003
Stadtgemeinde Krems/Donau (20 Jahre Partnerschaft)
Standartenband:
27. September 2003
26. Oktober 2004
Stadtgemeinde Krems/Donau (20 Jahre Partnerschaft)
Mobilkom Austria AG (Partnerschaftsgründung)
Partner:
10. Juni 1983
26. Oktober 2004
Stadtgemeinde Krems/Donau (gemeinsam mit PzStbB3)
Mobilkom Austria AG
Kameradschaftliche Verbindung:
19. Mai 2004
Traditionsschützenkorps des k.u.k. Infanterieregiment 84
Kameradschaftliche Kooperation:
13. Mai 2005 Pionierbund Krems - Mautern
30. Mai 2005
NÖ Militärhistorische Gesellschaft
Militärische Partner:
Panzergrenadierbrigade 30 (Ellwangen / Deutschland)
7. Mechanisierte Brigade (Hranice / Tschechien)
25. Mechanisierte Brigade (Tata / Ungarn)
103
Partnerschaft mit der Stadt Krems an der Donau
A
m 10. Juni 1983 schlossen die Stadt Krems (Bürgermeister LAbg. Harald Wittig) einerseits und
das Kommando der 3. Panzergrenadierbrigade (Oberst des Generalstabsdienstes Kurt Pirker)
mit Panzerstabsbataillon 3 (Oberstleutnant Werner Machly) als militärischer Partner andererseits eine
Partnerschaft ab.
„Die Sicherung des Friedens in Freiheit und die Erhaltung der kulturellen und wirtschaftlichen
Werte sind das einigende Band, das die Bevölkerung der alten Garnisonsstadt Krems und die
Panzersoldaten der jungen Garnison Mautern über die Donau hinweg verbinden soll.“
Die Aktivitäten umfassen gemeinsame Festakte (5 Jahre Partnerschaft, 10 Jahre Partnerschaft, 20
Jahre Partnerschaft), Konzerte (Militärmusik-Show am 27. Juni 1987 und am 23. Juni 1995), Schulveranstaltungen (Informationen und Workshops), Sportwettkämpfe (Gästemannschaften bei Brigadewettkämpfen, Unterstützung bei der Kremser Städteolympiade 2005), Informationsveranstaltungen
(regelmäßig seit 1985 bei der Landesmesse bzw. bei der Kremser Messe), Umweltschutztage (jährliche Säuberungsaktion), karitative Tätigkeiten (Unterstützung beim Weihnachtsbasar des Kremser
Hilfswerkes), sowie regelmäßige Informations- und Partnerschaftstreffen. Zum Festakt „20 Jahre
Partnerschaft“ am 27. September 2003 widmete die Stadtgemeinde Krems dem Kommando der 3.
Panzergrenadierbrigade eine Standarte und ein Standartenband.
104
D
ie Stadt Krems mit ihren ca. 24.000 Einwohnern ist durch ihre herrliche Lage in der Wachau
bzw. gegenüber von Stift Göttweig eine der bekanntesten Städte Österreichs. Im Jahre 1995
feierte Krems das Millennium: eine Tauschurkunde - datiert mit 16. August 995 - bestätigt, dass
König Otto III. vom Bischof von Freising ein Stück Land an der Ostgrenze im Raum der Burg namens
„Chremisa“ (>> Krems) erhalten habe. Die Urkunde selbst ist im Bayrischen Hauptstaatsarchiv in
München aufbewahrt. Die 3. Panzergrenadierbrigade widmete am 23. Juni 1995 der Stadt Krems als
Namenstagsgeschenk zum Millennium die „Militärmusik-Show 1995“. Am 24. Mai 1996 veranstaltete die „Dritte“ aus Anlass „40 Jahre 3. Panzergrenadierbrigade“ einen Vorbeimarsch mit Luft-, mot-,
mech- und Fußtreffen auf der Ringstraße in Krems.
105
Partnerschaft mit der Mobilkom Austria AG
A
m 26. Oktober 2004 schlossen die Mobilkom Austria AG (Vorstandsdirektor Dr. Hannes Ametsreiter) und das Kommando der 3. Panzergrenadierbrigade (Brigadier Karl Pronhagl) eine Partnerschaft ab.
„Ziel dieser Verbindung ist die Intensivierung der gegenseitigen persönlichen Kontakte und die
gemeinsame Zusammenarbeit in konsequenter Verfolgung des Mottos „Helfen, wo andere nicht
mehr können“.
In Wahrnehmung der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft wollen beide Partner gemeinsam die
hiefür erforderlichen Ressourcen rasch zur Verfügung stellen und dabei auch unter extremen Bedingungen Verlässlichkeit und Qualität bieten.
„Die Schaffung von Synergien sowie die Zusammenarbeit im Sinne der Vorbereitung von Einsätzen zum Schutz der österreichischen Bevölkerung sind das einigende Band zwischen den
Soldaten der 3. Panzergrenadierbrigade und den Mitarbeitern der Mobilkom Austria AG.“
Die Aktivitäten umfassen vor allem technische Leistungen und Informationsmöglichkeiten in der
Informations- und Kommunikationstechnologie. Gemeinsame Weiterbildungsveranstaltungen und
Seminare sowie Informationsbesuche bei der Kampftruppe ergänzen die Kooperation.
Die gemeinsamen Übungen zum Transport und zur Aufstellung und Inbetriebnahme des A1-Containers (15. April 2004 in der Steiermark) zeigen die große Bedeutung eines mobilen Telefonsystems.
Die Panzerfahrt am 17. August 2005 brachte den Gästen der Mobilkom auch intensive Erkenntnisse
über die mechanisierte Truppe.
106
Kameradschaftliche Verbindung mit den 84 er
A
m 19. Mai 2004 beurkundeten das Traditionsschützenkorps des ehemaligen Infanterieregiments
Nr. 84 „Freiherr von Bolfras“ (Oberst in Tradition Johann Fimberger) und das Kommando der 3.
Panzergrenadierbrigade (Brigadier Karl Pronhagl) die kameradschaftliche Verbindung.
Die historischen Beziehungen zur Region Krems – Mautern reichen ins Jahr 1895 zurück, als das
Infanterieregiment 84 in Krems Garnison bezog. Der Kremser „Exerzierplatz“ und der Bereich der
jetzigen Raabkaserne in Mautern dienten als Übungsgelände. Durch 19 Jahre Aufenthalt in Krems
entwickelte sich schließlich die Benennung „Kremser Hausregiment“ - bis es im Jahre 1914 in den
Weltkrieg zog. Die Inschrift am Steinertor in Krems weist noch heute darauf hin.
Am 24. Mai 2003 kehrten die „Vierundachtziger“ symbolisch wieder nach Krems zurück - das Traditionsschützenkorps des k.u.k. Infanterieregiment 84 marschierte im Zuge der „Frühjahrsparade“
der wehrhistorischen Gruppen Österreichs aus der Fußgängerzone kommend durch das Steinertor und
wurde dort von der Honoratioren begrüßt.
Die Aktivitäten umfassen vor allem gegenseitige Unterstützungen im Bereich der Traditionspflege,
bei der Kaderfortbildung, bei Schießveranstaltungen und bei Festlichkeiten.
107
Panzerstabsbataillon 3
(PzStbB3)
D
as Panzerstabsbataillon 3 beinhaltet Führungs- und Verbindungsmittel, Unterstützungseinheiten und Versorgungseinrichtungen der 3. Panzergrenadierbrigade.
Zur Ausrüstung des Panzerstabsbataillon 3 zählen ca. 25 Panzerfahrzeuge und ca. 150 Räderfahrzeuge wie Berge-, Jagd- und Schützenpanzer, Werkstättenfahrzeuge, Sanitätsfahrzeuge, Funkfahrzeuge, Knotenvermittlungen, Schwerlasttransportsysteme 25 t, 30 t und 60 t, Tankwagen, Aufklärungsfahrzeuge, Transportfahrzeuge usw.
Im Zuge der Bundesheerreform „ÖBH 2010“ wird das Panzerstabsbataillon 3 massiv umgegliedert.
Die Panzerpioniere wurden mit 1. April 2006 dem PiB3 unterstellt. Die Stabskompanie wird umstrukturiert; aus der Fliegerabwehr entsteht mit Eingliederung des ABCAbwZg / MilKdoNÖ die ABC-Abwehrkompanie; die Aufklärer in Horn werden dem PzGrenB9 und in weiterer Folge dem künftigen
AAB4 (Aufklärungs- Artilleriebataillon) zugeordnet. Die Fernmeldekompanie wird Führungsunterstützungseinheit, die NTKp in Zwölfaxing wird aufgelöst und die Werkstattkompanie in St. Pölten-Spratzern verlegt nach Mautern. In Mautern wird eine neue NTKp aus der 1. und 2. AubKp/
MilKdoNÖ geschaffen und aus der 2.PzGrenKp/PzGrenB9 in Weitra wird eine Lehrkompanie entstehen.
Truppenkörperabzeichen Panzerstabsbataillon 3:
VBl. 70/1988 und 19/2005
108
Kommandanten des Panzerstabsbataillon 3
1. Jänner 1963 – 1. März 1966 1. März 1966 – 30. November 1969 1. Dezember 1969 – 12. Dezember 1975
19. Februar 1970 – 25. Februar 1971
1. März 1972 – 6. September 1972
4. März 1974 – 30. November 1974 7. Jänner 1975 – 2. Juli 1975
12. Dezember 1975 – 30. September 1980
1. Oktober 1980 – 31. März 1981
1. April 1981 – 31. Dezember 1985
1. Jänner 1986 – 30. Juni 1986
1. Juli 1986 – 30. November 1992
1. August 1989 – 31. März 1990
1. April 1990 – 31. Oktober 1990
1. November 1990 – 30. April 1991
1. Dezember 1992 – 31. Juli 1993
1. August 1993 – 30. November 2002
1. Dezember 2002 – 31. August 2003
seit 1. September 2003
Mjr/Obstlt Julius Gollerits
Mjr/Obstlt Willibald Ehgartner
Mjr/Obstlt Franz Burgstaller
MjrdG Josef Klamminger
MjrdG Richard Bondi
MjrdG Dipl.Ing. Günther Greindl
ObstltdG Kurt Pirker
Obstlt Leopold Sonnleitner
ObstltdG Rudolf Schneider
Obstlt Werner Machly
ObstdG Werner Lackner
Mjr/Obstlt Stefan Lehninger
ObstltdG Willibald Poleßnig
ObstltdG Hermann Loidolt
Obstlt Reinhold Görg
Hptm Rudolf Ebenberger
Mjr/Obstlt/Obst Leopold Cermak
Obstlt Rudolf Sturmlechner (mdFb)
Obstlt Gerhard Skalvy
109
Aufstellung: 1. Jänner 1963 durch Zusammenfassung der bis dahin vom Brigadekom
mando direkt geführten Einheiten.
Gliederung 1963:
BKdo, StbKp, PzTelKp, PzPiKp, NTKp und PzWkstKp
Garnisonsorte: Raabkaserne Mautern, Herbertkaserne Krems (bis 1974) Kopalkaserne Spratzern seit 1961, Radetzkykaserne Horn seit 1994, Burstynkaserne Zwölfaxing seit 2002
Traditionstruppenkörper: k.u.k. Schützenregiment Nr. 21
k.u.k. Sappeurbataillon Nr. 2
N.Ö. Infanterieregiment Kaiser Franz Joseph I. Nr. 1
Brückenbataillon Vizeadmiral Tegetthoff
Traditionstag:
22. November 1914 / Gefecht bei Pilica
Traditionsmarsch:
Seyffertitz-Marsch / Rudolf Achleitner
Standarte:
29. Oktober 1965
Stadtgemeinde Mautern (Patin Leopoldine Thiel)
Standartenband:
29. Oktober 1965
29. Oktober 1965
29. Oktober 1965
22. November 1967
22. November 1967
25. Mai 2003
27. September 2003
Stadtgemeinde Mauten
Diözese St. Pölten
Österreichischer Kameradschaftsbund Ortsverband Mautern
Österreichischer Kameradschaftsbund Stadtverband Krems/Donau
Stadt Krems/Donau
Traditionsschützenkorps des Infanterieregiment Nr. 84
Stadt Krems (20 Jahre Partnerschaft)
Partner:
10. Juni 1983
Stadtgemeinde Krems/Donau
110
Aufgaben und Einsätze
D
as Panzerstabsbataillon 3 stellt die Führungsfähigkeit der 3. Panzergrenadierbrigade durch
seine Fernmeldekompanie sicher. Außerdem gewährleistet das Bataillon die Versorgung aller
Einheiten mit Munition und Betriebsmitteln (Treibstoff, etc.). Instandsetzungseinrichtungen warten
Fahrzeuge und sorgen für die ständige Einsatzbereitschaft aller Geräte.
111
Aufklärungsbataillon 3
(AufklB3)
D
as Aufklärungsbataillon 3 ist der Aufklärungsverband der „Dritten“. Es beinhaltet kampfkräftige gepanzerte und ungepanzerte Aufklärungselemente und verfügt dazu über Jagdpanzer
„Kürassier“ und Schützenpanzer sowie über geländegängige Aufklärungsfahrzeuge „Pinzgauer“.
Es gliedert sich in eine Stabskompanie, zwei gepanzerte und eine motorisierte Aufklärungseinheit.
Im Zuge der Bundesheerreform „ÖBH 2010“ wird das Aufklärungsbataillon 3 in das Aufklärungs-Artilleriebataillon 3 (AAB3) übergeleitet. Es erhält hiezu Mannschaft und Gerät des Panzerartilleriebataillon 9 aus Baden und personelle Unterstützung von Fliegerabwehrregiment 1 aus Großenzersdorf
und Hainburg.
Als KPE-Elemente steht ein Aufklärungszug in der 1. Panzeraufklärungskompanie bereit.
Truppenkörperabzeichen Aufklärungsbataillon 3:
VBl. 256/1981
112
Kommandanten des Aufklärungsbataillon 3
1. September 1958 – 12. März 1961 13. März 1961 – 31. Dezember 1962 1. Juli 1968 – 22. Oktober 1973
23. Oktober 1973 – 13. Jänner 1974
14. Jänner 1974 – 4. August 1974
5. August 1974 – 4. Februar 1975
5. Februar 1975 – 6. Juli 1976
7. Juli 1976 – 28. Juli 1980 9. Jänner 1978 – 30. Juni 1978
29. Juli 1980 – 19. Jänner 1983 1. Februar 1983 – 31. August 1983
1. September 1983 – 31. Dezember 1991 1. März 1992 – 31. Dezember 1992
1. Jänner 1993 – 26. April 2001
27. April 2001 – 31. Mai 2002
29. Oktober 2005 – 23. April 2006 seit 1. Juni 2002
Mjr Kurt Dimmy
Mjr Helfried Colerus-Geldern
Mjr/Obstlt Werner Schilhan
Obstlt Anton Göstl
MjrdG Karl Majcen
MjrdG Peter Koman
Mjr Anton Henriquez
Mjr/Obstlt Oswald Krakhofer
MjrdG Walter Grünschneder
Obstlt Peter Klein
ObstltdG Franz Enzenhofer
Mjr/Obstlt Hans Egger
ObstltdG Othmar Commenda
Mjr/Obstlt Norbert Pallan
ObstdG Georg Kollmann
Mjr Peter Hohlweg
Obstlt Reinhard Kunert
113
Aufstellung: 1. September 1958 als Aufklärungsabteilung I (AAI). Die AAI entstand durch Zusammenfassung von
Brigade-Aufklärungskompanie 1 aus Hörsching > Weitra > Mautern, Brigade-Aufklärungskompanie
2 aus Hörsching > Mistelbach (Olt Musyl) und Brigade-Aufklärungskompanie 3 aus Salzburg > Mistelbach (Olt Bsteh, Lt Göstl). Die HAA entstand am 17. Juni 1968 aus dem Bataillonskommando „zV
Nord“ und der 7. und 8. Kompanie / Ausbildungsregiment 2. Das HAufklB entstand am 1. Juni 1978
aus der HAA. Seit 1.Jänner 1993 besteht das AufklB3.
Garnisonsorte: Bolfraskaserne Mistelbach seit 1958
Traditionstruppenkörper:k.u.k. Reitendes Schützenregiment Nr. 5
Dragonerregiment Eugen Prinz von Savoyen Nr. 1 (3. Schwadron)
Traditionstag:
21. August 1914 Reitergefecht bei Jaroslawice
Traditionsmarsch:
Windischgrätz-Marsch / Gustav Mahr
Standarte:
26. Oktober 1962
Stadtgemeinde Mistelbach
Standartenband:
26. Oktober 1962
Frau Therese Bayer (Patin)
Ehrentrompete:
20. September 1985
Österreichische Postsparkasse
Partner:
20. September 1985
1997
Österreichische Postsparkasse
Gebirgspanzer-Aufklärungsbataillon 8 (Freyung / Deutschland)
114
Aufgaben und Einsätze
Das Aufklärungsbataillon 3 stellt die Augen und Ohren der 3. Panzergrenadierbrigade dar. Seine
Soldaten sind im Einsatz in vorderster Linie aktiv und tasten ab, wie weit gegnerische Kräfte bereits
vorgerückt sind. Sie erkunden feindliche Stellungen und behindern den gegner dabei, günstige Positionen einzunehmen. Dazu verwenden die „Aufklärer“ folgende Fahrzeuge;
Jagdpanzer Kürassier:
Hauptbewaffnung: Panzerkanone mit Kaliber 10,5 cm
Zusatzbewaffnung: Maschinengewehr, Nebelwurfanlage
Besatzung: 3 Mann (Panzerkommandant, Panzerfahrer, Richtschütze)
Geschwindigkeit: 70 km/h bei 18 t Gefechtsgewicht
Schützenpanzer Saurer:
Hauptbewaffnung: Maschinenkanone 20 mm
Besatzung: 2 Mann (Panzerfahrer, Bordschütze)
Aufklärungstrupp zu 5 Mann
Geschwindigkeit: 60 km/h bei 14 t Gefechtsgewicht
115
Panzergenadierbataillon 9
(PzGrenB9)
D
ie Panzergrenadiere des Panzergrenadierbataillon 9 bildeten bis 2005 ein infanteristisches
Element der 3. Panzergrenadierbrigade.
Mit drei Panzergrenadier- und einer Kampfunterstützungskompanie verfügte es über hervorragende Stärken an Mannschaft und Gerät. Die Schützenpanzer Ulan der 1. und 2. Kompanie
ergänzten sich günstig mit den Schützenpanzern Saurer der 3. Kompanie. Die beiden Standorte
Horn und Weitra brachten zwar logistische Probleme aber auch Vorteile in personeller Sicht.
Mit 1. Oktober 2005 wurde das PzGrenB9 im Zuge der Bundesheerreform „ÖBH 2010“ der 4. Panzergrenadierbrigade zugeordnet.
Im Zuge dieser Umgliederung des Bundesheeres wird das PzGrenB9 aufgelöst werden. Die Einheiten
in Horn werden dem Panzerartilleriebataillon 3 (Allentsteig) zur Aufstellung des Aufklärungs-Artilleriebataillon 4 (AAB4) zugeordnet, und die Einheiten in Weitra werden dem Panzerstabsbataillon 3
(Mautern) als Lehrkompanie unterstehen.
Als KPE-Elemente steht eine Panzergrenadierkompanie bereit.
Truppenkörperabzeichen Panzergrenadierbataillon 9:
VBl. 75/1984, 16/2002 und 72/2002
116
Kommandanten des Panzergrenadierbataillon 9
1. September 1956 – 12. April 1967
13. April 1967 – 15. April 1974 16. April 1974 – 15. Jänner 1976
1. Juli 1977 – 1. November 1977
16. Jänner 1976 – 31. März 1987 1. April 1987 – 30. April 1991 1. Mai 1991 – 31. Oktober 1991
1. November 1991 – 30. April 1992
1. Mai 1992 – 31. Juli 2003
18. August 2003 – 3. Juni 2004
4. Juni 2004 – 31. Dezember 2004
3. Jänner 2005 – 31. Dezember 2005
seit 1. Jänner 2006
Mjr Eduard Walderdorff (FJgB9 / PzB9)
Mjr/Obstlt Franz Juster
Mjr Herbert Mischinger
Obstlt Otto Czernoch (mdFb)
Mjr/Obstlt Erwin Richter
Obstlt Franz Teszar
ObstdG Horst Walther
ObstdG Günter Höfler
Hptm/Mjr/Obstlt/Obst Josef Fritz
ObstdG Mag. Andreas Safranmüller
Mjr Christian Kneissl
ObstltdG Mag. Reinhard Ruckenstuhl
Mjr Erhard Weißenböck
117
Aufstellung:
1. September 1956 als Feldjägerbataillon 9 in Spittal an der Drau.
Am 1. September 1956 wurden StbKp, 1. und 2.Kp/FJgB9 in Spittal/Drau aufgestellt. Kurz danach
verlegten die StbKp und die 2.Kp nach Horn und die 1.Kp nach Krems. Am 1. August 1957 wurde die
UKp in Horn aufgestellt. Das PzB9 entstand am 1. August 1960 aus dem FJgB9. Mit 1. Jänner 1963
erfolgte die Umgliederung zum PzGrenB9.
Garnisonsorte: Radetzkykaserne Horn seit 1956 und
Kuenringerkaserne Weitra seit 1960
Traditionstruppenkörper:
k.u.k. Infanterieregiment Nr. 99
Wiener Infanterieregiment Babenberg Nr. 15
Traditionstag:
21. Mai 1809 / Schlacht bei Aspern
Traditionsmarsch:
99er Regimentsmarsch / Richard Hunyaczek
Standarte:
26. Juni 1965 Stadtgemeinde Horn (Patin Hilde Rasch)
Standartenband:
26. Juni 1965 10. September 1966
10. September 1966
10. September 1966
18. Mai 1969
Ehrentrompete:
16. September 1988
Partner:
16. September 1988
17. September 1988
2002
118
Herta Prader (Gattin von Verteidigungsminister Dr. Prader)
Diözese St. Pölten
Kriegsopferverband Ortsgruppe Horn
Österreichischer Kameradschaftsbund Stadtverband Horn
Kameradschaft ehemaliges k.u.k.
IR König Georg I. der Helenen 99
Sparkasse Horn
Sparkasse Horn
Sparkasse Weitra
Panzergrenadierbataillon 294 (Deutschland)
Aufgaben und Einsätze
Das Panzergrenadierbataillon 9 ist durch seine Mischung aus Infanteristen und Kampfschützenpanzern besonders flexibel. Seine außerordentliche Stärke besteht im Wechsel zwischen dem Kampf vom
Schützenpanzer und dem Ausschwärmen der Soldaten ins Gelände.
Schützenpanzer Ulan:
Hauptbewaffnung:
Maschinenkanone mit Kaliber 3 cm oder
Zusatzbewaffnung:
Panzerabwehrrohr und Maschinengewehr
Besatzung: Panzerkommandant, Panzerfahrer, Richtschütze
7 Mann als Panzergrenadiergruppe
Schützenpanzer Saurer:
Hauptbewaffnung:
Maschinenkanone mit Kaliber 2 cm oder
überschweres Maschinengewehr mit Kaliber 12,7 mm
Zusatzbewaffnung: Panzerabwehrrohr und Maschinengewehr
Besatzung: Panzerfahrer, Richtschütze und
8 Mann als Panzergrenadiergruppe
119
Panzergenadierbataillon 35
(PzGrenB35)
D
ie Panzergrenadiere des Panzergrenadierbataillon 35 bilden das infanteristische mechanisierte Element der 3. Panzergrenadierbrigade.
Die Panzergrenadiere sind zur auf- und abgesessenen Kampfführung befähigt. Mit zwei Einheiten auf
dem neuen Schützenpanzer „Ulan“ sind die Panzergrenadiere modern und kampfkräftig ausgerüstet.
Im schwierigen Gelände zeigt auch der Schützenpanzer Saurer seine Vorteile und seine Wendigkeit.
Panzerschutz, Feuerkraft, Beweglichkeit und Flexibilität kennzeichnen die Panzergrenadiertruppe.
Aufklärer, Panzerabwehrlenkwaffen und Granatwerfer unterstützen die Einsatzführung.
Im Zuge der Bundesheerreform „ÖBH 2010“ wird das PzGrenB35 als mechanisierte Task Force
über umfangreiche KPE-Elemente verfügen.
Truppenkörperabzeichen Panzergrenadierbataillon 35:
VBl. 61/95, Änderung mit SPz „U“
genehmigt mit BMLV GZ:S93123/1-FGG1/2006
120
Kommandanten des Panzergrenadierbataillon 35
1. Oktober 1957 – 31. Juli 1958
1. August 1958 – 31. Dezember 1959
1. Jänner 1960 – 30. September 1960
1. Oktober 1960 – 31. Dezember 1965
1. Jänner 1966 – 18. Dezember 1966
19. Dezember 1966 – 18. Juni 1973
1. April 1970 – 30. Juni 1970
19. Juni 1973 – 21. März 1976
22. März 1976 – 30. November 1980
1. Februar 1980 – 31. Juli 1980
1. Dezember 1980 – 31. Juni 1987
1. Jänner 1981 – 31. Juli 1981
1. Jänner 1988 – 30. Juni 1988
1. Juli 1987 – 31. August 1992
1. März 1992 – 24. August 1992
25. August 1992 – 30. September 1998
1. Oktober 1998 – 31. Mai 1999
1. Juni 1999 – dato
Mjr Dr. Raimund Truxa (PzSchSchB)
Mjr Günther Hoy
MjrdG Heinz Scharff
Mjr Johann Dreihann-Holenia
Mjr Alfons Kloss (mdFb)
Mjr/Obstlt Karl Estl
ObstltdG Josef Fenz
Obstlt Hans Greifensteiner
Mjr/Obstlt Josef Mayer
ObstltdG Hans Wilhelm Lachnit
Mjr/Obstlt Alexander Peirits
MjrdG Hans-Helmut Moser
ObstltdG Wolfgang Jilke
Mjr/Obstlt Siegfried Albel
ObstltdG Anton Margreiter
Mjr/Obstlt Andreas Rotter
ObstdG Helmut Habermayer
Mjr/Obstlt Günter Leitner
121
Aufstellung:
1. Oktober 1957 als Panzerschützen-Schulbataillon; mit 1. August 1960 entstand das PzGrenB35.
Garnisonsorte: Jansakaserne Großmittel
Traditionstruppenkörper:k.u.k. Dragonerregiment Feldmarschall Montecuccoli Nr. 8
(Dampièrre-Kürassiere)
Feldjägerbataillon Nr. 21 (Radfahrbataillon Nr. 2)
Wiener Kraftfahrjägerbataillon Feldmarschall Radetzky Nr. 2
Traditionstag: Traditionsmarsch:
Standarte:
10. September 1961
Standartenband:
10. September 1961
10. September 1961
10. September 1961
10. Jänner 1966
9. September 1977
6. Oktober 1989
25. Oktober 1991
7. Oktober 2000
5. Oktober 2002
2. Oktober 2004
Ehrensignalhorn:
1984
Partner:
6. Oktober 1979
5.Oktober 2002
2002
122
5. Juni 1619 / Einmarsch der Dampièrre-Kürassiere in die Wiener
Hofburg zum Entsatz Erzherzog Ferdinands ( Kaiser Ferdinand II)
Dampièrre-Marsch / Alfred Potz
Reserveoffiziere des PzGrenB35
Fahnenpatin Theresa Spannocchi
Reserveoffiziere des PzGrenB35
Österreichischer Kameradschaftsbund Sollenau
Major Johann Dreihann-Holenia
Niederösterreichische Landesregierung (LH ÖkR Maurer)
Donau-Versicherung (10 Jahre Partnerschaft)
Gemeinde Schönau/Triesting
Stadtgemeinde Ebenfurth
Steyr - Spezialfahrzeuge AG (Partnerschaft)
Marktgemeinde Felixdorf
Donau-Versicherung
Donau-Versicherung
Steyr – Spezialfahrzeuge AG
Panzergrenadierbataillon 352 (Deutschland)
Aufgaben und Einsätze
Das Panzergrenadierbataillon 35 ist durch seine Mischung aus Infanteristen und Kampfschützenpanzern besonders flexibel. Seine außerordentliche Stärke besteht im Wechsel zwischen dem Kampf vom
Schützenpanzer und dem abgesessenen Kampf im Gelände.
Schützenpanzer Ulan:
Hauptbewaffnung:
Maschinenkanone mit Kaliber 3 cm oder
Zusatzbewaffnung:
Panzerabwehrrohr und Maschinengewehr
Besatzung: Panzerkommandant, Panzerfahrer, Richtschütze
7 Mann als Panzergrenadiergruppe
Schützenpanzer Saurer:
Hauptbewaffnung:
Maschinenkanone mit Kaliber 2 cm oder
überschweres Maschinengewehr mit Kaliber 12,7 mm
Zusatzbewaffnung: Panzerabwehrrohr und Maschinengewehr
Besatzung: Panzerfahrer, Richtschütze und
8 Mann als Panzergrenadiergruppe
123
Panzerbataillon 10
(PzB10)
D
as Panzerbataillon 10 bildet gemeinsam mit dem Panzerbataillon 33 mit seinen Kampfpanzern Leopard 2A4 den Hauptträger des Feuerkampfes auf weite Entfernung und das
Stoßelement der „Dritten“.
Starker Panzerschutz, Mobilität und hohe Feuerkraft sind die Stärken eines Kampfpanzers.
Zwischen 1998 und 2005 war das Panzerbataillon 10 der 4. Panzergrenadierbrigade zugeordnet. Im
Zuge der Bundesheerreform „ÖBH 2010“ ist das PzB10 nun wieder Teil der „Dritten“.
Allerdings ist die Auflösung des Panzerbataillon 10 mit Ende 2006 vorgesehen.
Truppenkörperabzeichen Panzergrenadierbataillon 10:
VBl. 76/1984 und 16/2002
124
Kommandanten des Panzerbataillon 10
1. September 1956 – 9. Juli 1958 10. Juli 1958 – 4. Juni 1973 5. Juni 1973 – 3. Oktober 1982 30. Mai 1975 – 5. Dezember 1975
1. August 1977 – 30. November 1977
29. Mai 1981 – 16. August 1981
4. Oktober 1982 – 14. März 1983
15. März 1983 – 15. Juni 1986 2. Jänner 1984 – 30. Juni 1984
16. Juni 1986 – 28. Februar 1989
25. September 1989 – 13. April 1990
1. März 1989 – 30. November 1992
1. Dezember 1992 – 31. August 1993
1. September 1993 – 28. Februar 1998
1. März 1998 – 31. Oktober 1998
1. November 1998 – 31. März 2003
1. April 2003 – 3. August 2003
4. August 2003 – 13. Februar 2004
1. März 2004 – 26. August 2004
seit 27. August 2004
Mjr Paul Kaczirek (IB10)
Mjr/Obstlt Herbert Staudigl
Mjr/Obstlt Rudolf Löffler
ObstltdG Gerald Propst
ObstltdG Josef Reifberger
Mjr Klaus Kopetzky (mdFb)
ObstltdG Raimund Schittenhelm
Obstlt Josef Berger
ObstltdG Gerd Ebner
Mjr/Obstlt Ewald Angetter
ObstltdG Karl Wendy
Obstlt Horst Malat
ObstdG Klemens Hofmeister
Hptm/Mjr Walter Feichtinger
ObstdG Wolfgang Bäck
Mjr/Obstlt Johann Hehenberger
Mjr Hans Otto Hrbek (mdFb)
MjrdG Ronald Vartok
ObstltdG Thomas Heinold
Mjr Horst Ehling
125
Aufstellung:
1. September 1956 als Infanteriebataillon 10 (IB10) in Klagenfurt. Das PzB10 entstand am 1. April
1960 aus dem Infanteriebataillon 10 (IB10).
Garnisonsorte: Kopalkaserne St. Pölten-Spratzern seit 1957
Traditionstruppenkörper:
k.u.k. Infanterieregiment Nr. 49 - Freiherr von Hess (Hesser)
Reitendes Schützenregiment Nr. 5
Niederösterreichisches Infanterieregiment Nr. 6 (Hesser)
3. Schwadron / Dragoner-Regiment Eugen Prinz von Savoyen Nr. 1
Traditionstag:
13. Mai 1809 / Gefecht bei der Schwarzen Lacken-Au
Traditionsmarsch:
Schönfeld-Marsch / Carl Michael Ziehrer
Standarte:
13. Mai 1961
Standartenband:
13. Mai 1961
11. Mai 1963
26. Oktober 1965
26. Oktober 1965
4. September 1966
14. Oktober 1969 14. November 1984
13. Mai 1985
24. Februar 1987 Ehrensignalhorn:
15. September 1968
13. Mai 1985
Partner:
1968
13. Mai 1985
2002
126
Stadt St. Pölten (Patin Rosina Steinböck)
Niederösterreichische Landesregierung
Hesserbund (Angehörige des k.u.k. IR 49)
Diözese St. Pölten
Gemeinden des politischen Bezirks St. Pölten
Hochwassergemeinden des Bezirks Amstetten
1stThe Queen’s Dragoon Guards
Europagemeinde Obervellach (für Hochwasserhilfe)
Hesserbünde St. Pölten – Krems – Wien
Asperhofen (Erinnerungsband 950 Jahre Asperhofen)
Waidhofen/Ybbs (Patin Frau Pöchhacker)
Partnerfirma J. M. Voith AG (Patin Frau Schickelgruber)
1st The Queen’s Dragoon Guards (Großbritannien)
Maschinenfabrik J. M. Voith AG St. Pölten (Voith St. Pölten AG)
Panzerbataillon 383 (Deutschland)
Aufgaben und Einsätze
Das Panzerbataillon 10 ist zusammen mit dem Panzerbataillon 33 der mobile, feuerkräftige und gepanzerte harte Kern der 3. Panzergrenadierbrigade. Durch seine Leopard 2A4 Kampfpanzer verfügt
es über zwei Stärken: Beweglichkeit und Feuerkraft. Vor allem in flachen und hügeligen Gebieten
kommen diese Vorteile voll zu tragen.
Kampfpanzer Leopard 2A4:
hohe Feuerkraft: Panzerkanone mit Kaliber 12 cm
TurmMG mit Kaliber 7,62 mm
Einsatzschussweite: 2500 m (Flächenziele bis 4000 m)
Stabilisierung der Kanone zum Feuerkampf während der Fahrt
Laser-Entfernungsmesser
Optische Systeme für den Kampf bei Dunkelheit (WBG)
hohe Beweglichkeit: 1500 PS
Geschwindigkeit: 70 km/h bei 55 t Gefechtsgewicht
Fahrbereich: 340 km auf Straße
127
Panzerbataillon 33
(PzB33)
D
as Panzerbataillon 33 bildet gemeinsam mit dem Panzerbataillon 10 mit seinen Kampfpanzern Leopard 2A4 den Hauptträger des Feuerkampfes auf weite Entfernung und das
Stoßelement der „Dritten“.
Starker Panzerschutz, Mobilität und hohe Feuerkraft sind die Stärken eines Kampfpanzers.
Im Zuge der Bundesheerreform „ÖBH 2010“ hat das PzB33
eine KPE-Panzerkompanie aufzustellen.
Truppenkörperabzeichen Panzergrenadierbataillon 33:
VBl. 103/1997 und 135/1997
128
Kommandanten des Panzerbataillon 33
13. September 1956 – 19. September 1957
20. September 1957 – 31. Juli 1960
1. August 1960 – 28. Februar 1972
1. März 1972 – 31. Jänner 1979
9. Jänner 1978 – 7. Juli 1978
1. Februar 1979 – 30. September 1983
1. Oktober 1983 – 31. Dezember 1987
9. Jänner 1984 – 30. Juni 1984
1. Jänner 1988 – 30. Juni 1993
1. Juli 1993 – 28. Februar 1994
1. März 1994 – 24. Mai 1999
29. Juli 1996 – 31. März 1997
1. April 1997 – 28. November 97
25. Mai 1999 – 17. Dezember 1999
1. Jänner 2000 – 17. August 2004
29. Juli 2003 – 2. Mai 2004
9. September 2004 – 27. Februar 2005
28. Februar 2005 – 27. Februar 2006
Seit 1. Mai 2006
Mjr Josef Zügner (I.PzAbt/PzTrpSch)
Mjr Günter Ranzinger (I.PzAbt/PzTrpSch)
Mjr/Obstlt Josef Schlögl
Mjr/Obstlt Josef Luger
MjrdG Friedrich Hessel
Mjr/Obstlt Theodor Dorfmeister
Mjr/Obstlt Adolf Kettner
ObstdG Thomas Scheidl
Obstlt Rupert Wenger
ObstltdG Theodor Mather
Mjr/Obstlt Claus Heitz
ObstdG Edwin Potocnik
ObstdG Karl-Heinz Wiedner
ObstltdG Ing. Josef Juster
Mjr/Obstlt Anton Willmann
Mjr Ing. Gerhard Stipschitz (mdFb)
Mjr Wolfgang Pflamitzer (mdFb)
ObstltdG Mag. Sascha Bosezky
Obstlt Leo Mitterecker
129
Aufstellung:
13. September 1956 als I. (Panzer)Abteilung/Panzertruppenschule (I.PzAbt/PzTrpSch); am 1.8.1960
entstand das PzB33 aus der I. (Panzer)Abteilung/Panzertruppenschule.
Garnisonsorte: Burstynkaserne Zwölfaxing
Traditionstruppenkörper: k.u.k. Dragonerregiment König August von Sachsen Nr. 3
Dragonerregiment Eugen Prinz von Savoyen Nr. 1
Traditionstag:
21. Mai 1809 / Schlacht bei Aspern (21. und 22. Mai 1809)
Traditionsmarsch:
Dreier Dragonermarsch / Josef Lassletzberger
Standarte:
29. April 1962
Standartenband:
29. April 1962 27. November 1965
20. Februar 1969
18. Oktober 1974
8. Mai 1976
22. Dezember 1982
26. Mai 1990
1991
Ehrensignalhorn:
20. Februar 1969
Partner:
20. Februar 1969 27. Mai 1999
8. April 1997
13. September 2005
130
Gemeinschaft ehemaliger Kavallerieoffiziere der alten Armee
„Alte Reiter“
Gemeinschaft ehemaliger Kavallerieoffiziere „Alte Reiter“
Stadtgemeinde Schwechat
Simmering-Graz-Pauker AG, Werk Wien
Bezirkshauptmannschaft Wien-Umgebung
Gemeinde Zwölfaxing
Traditionsverband der 3er Dragoner
ÖKB Ortsverband Schwadorf
Gemeinde Maria Lanzendorf
Simmering-Graz-Pauker AG, Werk Wien
Simmering-Graz-Pauker AG als 1. Partnerschaft des Bundesheeres
bzw. Siemens Verkehrstechnik bzw. Siemens Transportation Systems
Panzerbataillon 33 (Neustadt am Rübenberge / Deutschland)
Panzerbataillon 363 (Kühlsheim / Deutschland)
Panzerbataillon 73 (Praslavice / Tschechien)
Aufgaben und Einsätze
Das Panzerbataillon 33 ist zusammen mit dem Panzerbataillon 10 der mobile, feuerkräftige und gepanzerte harte Kern der 3. Panzergrenadierbrigade. Durch seine Leopard 2A4 Kampfpanzer verfügt
es über zwei Stärken: Beweglichkeit und Feuerkraft. Vor allem in flachen und hügeligen Gebieten
kommen diese Vorteile voll zu tragen.
Kampfpanzer Leopard 2A4:
hohe Feuerkraft: Panzerkanone mit Kaliber 12 cm
TurmMG mit Kaliber 7,62 mm
Einsatzschussweite: 2500 m (Flächenziele bis 4000 m)
Stabilisierung der Kanone zum Feuerkampf während der Fahrt
Laser-Entfernungsmesser
Optische Systeme für den Kampf bei Dunkelheit (WBG)
hohe Beweglichkeit: 1500 PS
Geschwindigkeit: 70 km/h bei 55 t Gefechtsgewicht
Fahrbereich: 340 km auf Straße
131
Jägerbataillon 19
(JgB19)
D
as Jägerbataillon 19 ist seit 1. Oktober 2005 der Infanterieverband der „Dritten“. Es beinhaltet drei kampfkräftige Jägerkompanien und eine Kampfunterstützungskompanie. Damit bietet das JgB19 Feuerkraft, Beweglichkeit und Flexibilität in jedem Gelände. Aufklärer,
Panzerabwehrlenkwaffen und Granatwerfer unterstützen die Einsatzführung.
Im Zuge der Bundesheerreform „ÖBH 2010“ ist die geschlossene Unterbringung des gesamten Jägerbataillons in der Montecuccolikaserne in Güssing vorgesehen.
Als KPE-Element steht ein Jägerzug in Güssing bereit.
Truppenkörperabzeichen Jägerbataillon 19:
VBl. 117/1996
132
Kommandanten des Jägerbataillon 19
1. September 1957 - 30. Juni 1964
1. Juli 1964 - 23. August 1970
1. Juli 1969 - 21. Dezember 1969
24. August 1970 - 28. Februar 1971
1. März 1971 – 31. Jänner 1990
1. Februar 1990 - 30. Juni 1990
1. Juli 1990 – 14. Jänner 2002
15. Jänner 2002 – 30. November 2002
seit 1. Dezember 2002
Mjr Ernst Boyneburg-Lengsfeld (JgB19)
Mjr/Obstlt Anton Pertl
MjrdG Friedrich Schmied
ObstltdG Eduard Fally
Mjr/Obstlt/Obst Alfred Zechmann (LWSR13)
ObstdG Dietmar Franzisci (mdFb)
Obstlt/Obst Gerd Dirmüller (JgR1, JgB19)
ObstdG Stefan Mehlstaub
Obstlt Ernst Trinkl
133
Aufstellung:
25. November 1955: Einmarsch der „Truxa-Kompanie“ (Hptm Dr. Raimund Truxa) in die Kaserne
Pinkafeld (2. provisorische Grenzschutzabteilung); Aufstellung des Infanteriebataillons Nr. 2 (IB2).
26. Oktober 1956: Einsatz des IB2 (Alarmkompanie) im Rahmen der Ungarn-Krise.
1. September 1957: Aufstellung des JgB19 (BKdo, StbKp und eine Kompanie in Pinkafeld sowie eine
weitere Kompanie in Oberwart). 1. November 1979: Umgliederung zum Landwehrstammregiment
13 des MilKdoB. 1. Oktober 1994: Umgliederung zum Jägerregiment 1 des MilKdoB. Seit 1. April
1999: Jägerbataillon 19
Garnisonsorte: Turbakaserne Pinkafeld mit BKdo, StbKp und KpfUKp
Sporckkaserne Oberwart mit 1.JgKp
Montecuccolikaserne Güssing mit 2. und 3.JgKp
Traditionstruppenkörper:Burgenländisches Feldjägerbataillon Nr. 2
Infanterieregiment Nr. 83
Traditionstag:
6. Juli 1917 / Abwehrkämpfe an der Lipa
Traditionsmarsch: 83er Regimentsmarsch / August Pfeifer
Fahne:
15. Mai 1964:
25. November 1995
Stadtgemeinde Pinkafeld (JgB19)
Stadtgemeinde Pinkafeld (JgR1)
Fahnenband:
6. Juli 1992
25. November 1995
9. September 2005
Garnisonsstädte Pinkafeld, Oberwart und Güssing
37. Ausbildungsbrigade „Savaria“ aus Sombathely (Ungarn)
Kammer für Arbeiter und Angestellte für das Burgenland
Partner:
8. November 1980
13. Mai 1995 1995
(LWSR13) Kammer für Arbeiter und Angestellte für das Burgenland
(JgB1)Markt Allhau, Grafenschachen, Loipersdorf-Kitzladen
und Neustift/L.
37. Ausbildungsbrigade „Savaria“ aus Sombathely (Ungarn)
134
Aufgaben und Einsätze
Das Jägerbataillon 19 unterstützt die 3. Panzergrenadierbrigade mit zusätzlichen Infanteriekräften.
Zur Auftragserfüllung wird das Jägerbataillon mit dem Radpanzer „PANDUR“ ausgerüstet.
Zum Einsatz kommt bei den „Jägern“ auch die Panzerabwehrlenkwaffe „BILL“
Panzerabwehrlenkwaffe BILL (drahtgelenkt)
Einsatzschussweite: 150 m bis 2200 m
Kaliber: 15 cm
Durchschlagsleistung:
60 cm Panzerstahl
Wärmebildgerät
135
Panzerabwehrbataillon 1
(PAB1)
D
as Panzerabwehrbataillon 1 ist der einzige Verband Österreichs mit Panzerabwehrlenkwaffen mit 4000 m Einsatzschussweite (PAL 4000).
Es verfügt über 4 Kompanien mit Jagdpanzer Jaguar und der PAL HOT. Damit ist es wichtiges
Element der Verteidigung und Kampfunterstützung.
10 Jahre Jaguar - 50 Jahre „Einser“
FJgB1 – PzB1 – JaPzB1 – PAB1
Im Zuge der Bundesheerreform „ÖBH 2010“ wird das PAB1 aufgelöst. Die Jagdpanzer Jaguar haben
dann nach fast 10 Jahren Nutzungsdauer beim Jagdpanzerbataillon 1 bzw. Panzerabwehrbataillon 1
ausgedient.
Truppenkörperabzeichen Panzerabwehrbataillon 1:
VBl. 22/1985 und 152/1998
136
Kommandanten des Panzerabwehrbataillon 1
27. August 1956 – 17. September 1956
17. September 1956 – 27. April 1964
27. April 1964 – 30. September 1964
1. Oktober 1964 – 3. November 1968
4. November 1968 – 31. August 1974
1. September 1974 – 29. Oktober 1981
30. Oktober 1981 – 28. Februar 1989
2. Jänner 1982 – 2. Juli 1982
1. März 1989 – 31. August 1989
1. September 1989 – 30. April 1990
1. Mai 1990 – 30. September 1999
1. Okt 1999 – 19. April 2000
20. April 2000 – 30. September 2000
1. Oktober 2000 – 30. November 2002
1. Dezember 2002 – 31. Juli 2003
1. Oktober 2005 – 18. August 2006
1. August 2003 - dato
Mjr Felix Hübner (FJgB1),
Hptm/Mjr Josef Schneeberger (PzB1),
Obstlt Dkfm. Lothar Brosch-Fohraheim,
Obstlt Josef Holzer,
Mjr/Obstlt Kurt Dworzak,
Mjr/Obstlt Kurt Schönpflug (JaPzB1)
Mjr/Obstlt Gerhard Rumpler
ObstltdG Gernot Albrecht
ObstltdG Roland Strohschneider
ObstltdG Edmund Entacher
Mjr/Obstlt Ing. Reinhard Auner (PAB1)
ObstltdG Walter Unger
Mjr Michael Schwendenwein (mdFb)
Obstlt Herbert Wechselberger
Mjr Michael Schwendenwein (mdFb)
Mjr Christian Wolf (mdFb)
Obstlt Michael Müller
137
Aufstellung:
Das Feldjägerbataillon 1 (FJgB1) entstand am 27. August 1956 in Wr. Neustadt; am 1. September
1960 entstand daraus das Panzerbataillon 1 (PzB1). Das Jagdpanzerbataillon 1 (JaPzB1) entstand am
1. Juni 1978 aus dem PzB1 und das Panzerabwehrbataillon 1 (PAB1) entstand am 1. April 1999 aus
dem JaPzB1.
Garnisonsorte: Bechtolsheimkaserne Wr. Neustadt
Traditionstruppenkörper:k.u.k. Dragonerregiment Nr. 15
Dragonerregiment Eugen Prinz von Savoyen Nr. 1 (1. Schwadron)
Traditionstag:
21. August 1914 / Reitergefecht bei Jaroslawice
Traditionsmarsch:
Kreuzritter-Fanfare / Richard Henrion
Fahne:
15. Mai 1960
Offiziersgesellschaft Wiener Neustadt und Neunkirchen und
Angehörige des Infanterieregiment Nr. 1 des Ersten Bundesheeres
Standarte:
23. April 1967
Standartenband:
23. April 1967
26. Oktober 1967
22. Dezember 1967
3. Juni 1989
15. September 1994
25. Oktober 1996
Ehrentrompete:
13. Juni 1986
Partner:
17. Mai 1974
22. September 2001
138
Gemeinden des Verwaltungsbezirkes Wr. Neustadt
Gemeinden des Verwaltungsbezirkes Wr. Neustadt
Angehörige des ehemaligen k. u. k. Dragonerregiments 15
Österreichisches Rotes Kreuz
Steyr-Daimler-Puch AG (15 Jahre Partnerschaft)
Steyr-Daimler-Puch Spezialfahrzeug AG (20 Jahre Partner)
Statutarstadt Wiener Neustadt
Statutarstadt Wiener Neustadt
Steyr-Daimler-Puch AG / Steyr-Spezialfahrzeuge AG (SSF)
Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule Wiener Neustadt
Aufgaben und Einsätze
Das Panzerabwehrbataillon 1 ist einzigartig im Bundesheer. Als einziger Verband setzt es zur weitreichenden Panzerabwehr den Jagdpanzer Jaguar und die Lenkwaffe HOT 4000 ein.
Jagdpanzer Jaguar
Geschwindigkeit: Fahrbereich: hohe Beweglichkeit mit 500 PS
70 km/h bei 25 t Gefechtsgewicht
400 km auf Straße
TurmMG und BugMG mit Kaliber 7,62 mm
Panzerabwehrlenkwaffe HOT
Kaliber:
15 cm (drahtgelenkt)
Einsatzschussweite: 75 m bis 4000 m
Durchschlagsleistung: 130 cm Panzerstahl mit Tandem-Hohlladung
Ladeautomatik
139
Pionierbataillon 3
(PiB3)
D
as Pionierbataillon 3 ist seit 1. Oktober 2005 der Pionierverband der „Dritten“. Es ist
auf Kampfunterstützung und Hilfeleistungen spezialisiert und entsprechend ausgerüstet.
Aufgrund seiner speziellen Gliederung und Ausstattung wird das Pionierbataillon 3 oftmals zu
Katastropheneinsätzen und zu anderen Assistenzleistungen herangezogen.
Es beinhaltet eine Stabskompanie, zwei Pionierkompanien, eine Pionierkompanie (gepanzert), sowie eine Technische Kompanie und eine Brücken- & Übersetzkompanie. Somit verfügt das PiB3
über hohe Kapazität an Mannschaft und Gerät: Pioniermaschinen, Pioniergerät aller Art, Pionierpanzer, Räumausrüstung für Kampfmittel- und Minenbeseitigung, Panzerminenverlege-Anhänger, Brückengerät (Brücke 2000), Faltstraßengerät, Motorboote und Fähren. Im Zuge der Bundesheerreform
„ÖBH 2010“ wird das Pionierbataillon 3 zur Gänze in der Biragokaserne in Melk stationiert werden
und über umfangreiche KPE-Elemente verfügen.
Als KPE-Elemente stehen ein Pionierzug, ein Kampfmittelbeseitigungstrupp und
ein Minenräumtrupp bereit.
Truppenkörperabzeichen Pionierbataillon 3:
VBl. 117/1996
140
Kommandanten des Pionierbataillon 3
1. April 1956 – 17. Februar 1957
18. Februar 1957 – 19. August 1957
20. August 1957 – 30. November 1965
1. Dezember 1965 – 4. März 1973 5. März 1973 – 30. November 1975
1. Dezember 1975 – 31. August 1983
3. Jänner 1983 – 30. Juni 1983
1. September 1983 – 31. August 1987
1. Jänner 1984 – 30. Juni 1984
1. September 1987 – 24. Juli 1995
25. Juli 1995 – 31. Dezember 1995
1. Jänner 1996 – 16. März 1997
17. März 1997 – 31. Oktober 1997
1. November 1997 – 30. Juni 1998
1. Juli 1998 – 23. Jänner 2000
24. Jänner 2000 – 30. November 2000
15. Jänner 2004 – 23. April 2004
seit 1. Dezember 2000
Mjr Werner Pribil (HPiB1)
Hptm Rudolf Holenia
Mjr Friedrich Offenhuber (HPiB)
Mjr/Obstlt Wilfried Klein
Obstlt Franz Rieger
Mjr/Obstlt Anton Wessely
ObstltdG Oskar Pavelka
Obstlt Franz Aigner
ObstdG Karl Kögelreiter
Mjr/Obstlt Helmut Schmied (PiB3)
ObstdG Harald Müller
Mjr Wolfgang Kaufmann (mdFb)
ObstltdG Peter Deckenbacher
ObstltdG Erich Csitkovits
Obst Eduard Jordan
ObstdG Markus Koller
Mjr Erwin Schulmeister (mdFb)
Obstlt/Obst Wolfgang Kaufmann
141
Aufstellung:
Das HPiB1 wurde am 9. April 1956 in Innsbruck aufgestellt und ab 12. Juli 1956 nach Melk verlegt.
Von 1963 bis 1994 war es das HPiB; seit 1994 ist es das PiB3.
Garnisonsorte: Biragokaserne Melk seit 1956; eine Pionierkompanie in der Raab-
kaserne Mautern (ehemalige sKp/JgR3); die PzPiKp/PzStbB3 in Mautern ist seit 1. April 2006 dem Pionierbataillon 3 zugeordnet.
Traditionstruppenkörper:k.u.k. Donauflottille
Niederösterreichisches Pionierbataillon Nr. 3
Gendarmerieschule Tirol III
Traditionstag:
20. Juli 1866 / Seeschlacht bei Lissa
Traditionsmarsch:
Tegetthoff-Marsch / Anton Rosenkranz
Pioniermarsch / Hans Gansch
Standarte:
12. September 1964
Niederösterreichische Landesregierung
Standartenband:
12. September 1964
Niederösterreichische Landesregierung
12. September 1964
Gemeinden des Verwaltungsbezirkes Melk
12. September 1964
Altpioniere von Melk
12. September 1964
Stadtgemeinde Melk
4. September 1966
Diözese St. Pölten
4. September 1966
Gemeinden des Hochwassergebietes des Bezirkes Amstetten
11. Mai 1967
Kameradschaft ehemalige k.u.k. Kriegsmarine
Ehrensignalhorn der PzPiKp:
29. Oktober 1965
Silbernes Ehrensignalhorn des ehemaligen Brückenbataillon;
25. Mai 2003
Renovierung bzw. Restauration dieses Ehrensignalhorns durch den
Pionierbund Krems und neuerliche Übergabe an die PzPiKp/PzStbB3
Wappentuch der PzPiKp:
29. Oktober 1965
Pionierbund Krems- Mautern (ehemaliges Brückenbataillon Krems)
Partner:
17. Oktober 1981
142
Gemeinden des Bezirkes Melk und Stadtgemeinde Melk
Aufgaben und Einsätze
Das Pionierbataillon 3 sorgt dafür, dass die Kampfverbände der Brigade im Einsatz beweglich bleiben (Brücken, Fähren, etc.). Gleichzeitig hemmt es die Bewegungen des Gegners durch das Errichten von Sperren (Minenfelder, Panzergräben, etc.). Mit ihren Baumaschinen errichten die Pioniere
Stellungen zum Schutz vor Beschuss. Bei Umweltkatastrophen wie Hochwasser, Vermurungen und
Lawinen sind sie die ersten Helfer vor Ort. In den letzten Jahren wurde das Pionierbataillon zur Hilfeleistung gerufen;
Hochwasser Hochwasser Hochwasser Schneechaos
Hochwasser 1991: 2002: 2005: 2006: 2006:
Wachau
Wachau
Tirol und Vorarlberg
Mühlviertel, Bezirk Lilienfeld und Mariazell
March
143
Panzerartilleriebataillon 3
(PzAB3)
D
as Panzerartilleriebataillon 3 bot bis 2005 mit den Panzerhaubitzen M109A5Ö die Steilfeuerunterstützung für die Kampftruppen der 3. Panzergrenadierbrigade.
Mit 1. Oktober 2005 wurde das PzAB3 im Zuge der Bundesheerreform „ÖBH 2010“ der 4. Panzergrenadierbrigade zugeordnet. Im Zuge dieser Umgliederung des Bundesheeres wird das PzAB3 in das
Aufklärungs-Artilleriebataillon 4 (AAB4) transformiert werden. Zur Aufstellung der Aufklärungseinheiten werden die Einheiten der Radetzkykaserne Horn dem PzAB3 (AAB4) unterstellt.
Truppenkörperabzeichen Panzerartilleriebataillon 3:
VBl. 58/1981 und 103/1997
144
Kommandanten des Panzerartilleriebataillon 3
15. September 1958 – 30. Juni 1966 1. Juli 1966 – 30. November 1971 1. Dezember 1971 – 31. Dezember 1979 20. April 1976 – 6. Oktober 1976
1. Dezember 1977 – 31. Juli 1978
11. Jänner 1980 – 30. Juni 1980
24. Juli 1980 – 30. Juni 1986 1. Juli 1986 – 31. Dezember 1986
1. Jänner 1987 – 30. September 1989 1. Oktober 1989 – 31. Mai 1990 1. Juni 1990 – 31. August 1993 1. September 1993 – 15. Februar 1998
1. April 1998 - 27. Mai 1999
14. Jänner 2002 – 31. August 2002 1. Juni 1999 – 31. August 2005 seit 1. Oktober 2005 Mjr/Obstlt Hermann Perger (BAA3/PzAA3)
Mjr/Obstlt Johann Golda
Mjr/Obstlt Max Magenschab
Mjr Robert Berger (mdFb)
ObstltdG Karl Budik
ObstltdG Gernot Sommer
Mjr/Obstlt Günter Waidhofer (PzAB3)
ObstltdG Josef Weingast
Obstlt Gert Schulmeister
ObstltdG Norbert Sinn
Obstlt Josef Solar
Mjr Michael Zauner
MjrdG Anton Wessely
Mjr Hans-Michael Ulrich (mdFb)
Mjr/Obstlt Franz Langthaler
Mjr Herbert Gaugusch
145
Aufstellung:
1. Oktober 1957 als 1. Batterie / Brigadeartillerieabteilung 3 bzw. am 15. September 1958 als Brigadeartillerieabteilung 3 in Salzburg. Die BAA3 verfügte über zwei Batterien mit je vier leichten Feldhaubitzen. Ab 30. September 1958 erfolgt die Verlegung nach Allentsteig. Am 1. Juni 1978 erfolgte
die Umgliederung zum PzAB3.
Garnisonsorte: Liechtensteinkaserne Allentsteig seit 1958
Traditionstruppenkörper:k.u.k. Feldkanonenregiment Nr. 42
Feldhaubitzenregiment Nr. 14
Schwere Haubitzendivision Nr. 14
Niederösterreichisches Leichtes Artillerieregiment Nr. 3
Traditionstag:
9. September 1914 / Abwehrkämpfe bei Rzyczki
Traditionsmarsch:
Kreuz und quer / Josef Lassletzberger
Standarte:
12. September 1965
Stadtgemeinde Allentsteig
Standartenband:
12. September 1965
12. September 1965
12. September 1965
25. Juni 1966
9. September 1968
Fahnenpatin Theresia Fraisl
Österreichischer Kameradschaftsbund, Stadtverband Allentsteig
Österreichischer Kameradschaftsbund, Hauptbezirksverband Zwettl
Diözese St. Pölten
Kameradschaft des ehemaligen BAB3
Fahnenband:
22. August 1998
Traditionsverband das ehemaligen leichten Artillerieregiment Nr. 3
Partner:
5. Dezember 1997
11. Juli 1994
Niederösterreichische Versicherung
4th Regiment Royal Artillery / UK (Osnabrück / Deutschland)
146
Aufgaben und Einsätze
Das Panzerartilleriebataillon 3 zeichnet mit seinen M-109 A5Ö Panzerhaubitzen für die Steilfeuerunterstützung der Brigade verantwortlich. Nach der exakten Berechnung der Zielkoordinaten können
die Artilleristen aus vielen Kilometern Entfernung punktgenau Ziele treffen oder ganze Gebiete ausleuchten.
Panzerhaubitze M109A5Ö:
Kaliber der Haubitze: 15,5 cm
Munitionsarten: Spreng-, Nebel- und Leuchtgranaten
Zünderarten: Aufschlag-, Bodenabstand- und mechanischer Zeitzünder
Einsatzschussweite:
bis 30 km
Leistung: 440 PS (Zweitakt-Dieselmotor)
Gewicht: 28 t Gefechtsgewicht (Aluminium)
Fahrbereich: 350 km auf Straße
Beatzung:
5 Mann
Zusatzbewaffnung:
FlAMG mit Kaliber 12,7 mm
147
Panzerartilleriebataillon 9
(PzAB9)
D
as Panzerartilleriebataillon 9 bietet mit den Panzerhaubitzen M109A5Ö die Steilfeuerunterstützung für die Kampftruppen. Die 24 modernen Geschütze bieten rasche genaue Feuerunterstützung auf große Entfernungen. Die Beobachter fordern das Steilfeuer für die Kampftruppen an und lenken in weiterer Folge die Feuerverteilung und Feuerverlegung.
Im Zuge der Bundesheerreform „ÖBH 2010“ wird das PzAB9 aufgelöst.
Die Panzerhaubitzen werden dem Aufklärungsbataillon 3 in Mistelbach zur Aufstellung des Aufklärungs-Artilleriebataillon 3 (AAB3) übergeben.
Truppenkörperabzeichen Panzerartilleriebataillon 9:
VBl. 56/1981 und 103/1997
148
Kommandanten des Panzerartilleriebataillon 9
1. Jänner 1961 – 31. Dezember 1965
1. Jänner 1966 – 30. November 1972
1. Dezember 1971 – 2. Oktober 1972
1. Dezember 1972 – 30. November 1978
15. April 1975 – 15. Oktober 1975
1. Dezember 1978 – 30. April 1984
1. Mai 1984 – 31. 28. Februar 1987
1. März 1987 – 31. August 1987
1. September 1987 – 30. Juni 1993
1. Juli 1993 – 13. Juli 2003
8. Oktober 2001 – 30. September 2002
14. Juli 2003 – 13. Juli 2004
seit 1. September 2004
Mjr/Obstlt Georg Jilke (PzAA9)
Mjr/Obstlt Willibald Wenzel
ObstltdG Ernest König
Mjr/Obstlt Erich Strobl
ObstltdG Alfred Schätz
Obstlt Richard Wardein (PzAB9)
Obstlt Bernd Knotzer
ObstdG Wolfgang Habeck
Mjr/Obstlt Dieter Kiene
Mjr/Obstlt Wolfgang Petermair
ObstltdG Christian Platzer
ObstltdG Mag. Andreas Stupka
Obstlt/Obst Franz Neuhold
149
Aufstellung:
Das PzAA9 entstand am 1. August 1960 aus der 3. Batterie / Artillerieschulabteilung (3./ASA). Am
1. Juni 1978 erfolgte die Umgliederung zum PzAB9.
Garnisonsorte: Martinekkaserne Baden
Traditionstruppenkörper:k.u.k. Feldhaubitzenregiment Nr. 2
Reitende Artilleriedivision Nr. 2
Schwere Haubitzendivision Nr. 2
Wiener Leichtes Artillerieregiment Nr. 9
Wiener Leichtes Artillerieregiment Nr. 2
Traditionstag:
7. Dezember 1914 / Gefecht von Grocholice-Belchatow
Traditionsmarsch: Rot-Weiß-Rot / Sepp Tanzer
Standarte:
12. September 1965
Gemeinde Deutsch-Brodersdorf
Standartenband:
12. September 1965
31. August 1968
9. August 1985
28. Jänner 2000
Gemeinde Deutsch-Brodersdorf (Fahnenpatin Margarete Reischer)
Die Traditionstruppenkörper im Wiener Artilleriebund 1898
Marktgemeinde Pfaffstätten (30 Jahre Bundesheer)
Stadtgemeinde Bad Vöslau (45 Jahre Staatsvertrag)
Ehrensignalhorn:
30. Mai 1980
Stadt Baden (500 Jahre Stadt Baden)
Partner:
12. September 1965
18. Oktober 1986
Gemeinde Deutsch-Brodersdorf (Patenschaft)
Gemeinde Deutsch-Brodersdorf (Partnerschaft)
150
Aufgaben und Einsätze
Das Panzerartilleriebataillon 9 zeichnet mit seinen M-109 A5Ö Panzerhaubitzen für die Steilfeuerunterstützung der Brigade verantwortlich. Nach der exakten Berechnung der Zielkoordinaten können
die Artilleristen aus vielen Kilometern Entfernung punktgenau Ziele treffen oder ganze Gebiete ausleuchten.
Panzerhaubitze M109A5Ö:
Kaliber der Haubitze: 15,5 cm
Munitionsarten: Spreng-, Nebel- und Leuchtgranaten
Zünderarten: Aufschlag-, Bodenabstand- und mechanischer Zeitzünder
Einsatzschussweite:
bis 30 km
Leistung: 440 PS (Zweitakt-Dieselmotor)
Gewicht: 28 t Gefechtsgewicht (Aluminium)
Fahrbereich: 350 km auf Straße
Beatzung:
5 Mann
Zusatzbewaffnung:
FlAMG mit Kaliber 12,7 mm
151
Panzergrenadierbataillon (Ausbildung ) 11
(PzGrenB/Ausb11)
Das Panzergrenadierbataillon (Ausbildung) 11 hatte von 1963 bis 1974 die Grundausbildung
aller zur 3. Panzergrenadierbrigade einrückenden Grundwehrdiener durchzuführen. Die Einberufungen erfolgten vierteljährlich (Jänner, April, Juli, Oktober). Von 1969 bis 1974 nahm
das PzGrenB(Ausb)11 auch als Einsatzverband an den größeren Übungen der 3. Panzergrenadierbrigade teil.
Als Truppenkörper des Militärkommando NÖ besteht das mobil zu machende Jägerbataillon 11 in der
Einsatzgliederung des Bundesheeres weiter.
Im Zuge der Bundesheerreform „ÖBH 2010“ wird das JgB11 aufgelöst und gemeinsam mit dem
JgB10 das „Jägerbataillon Niederösterreich“ bilden.
Truppenkörperabzeichen Jägerbataillon 11
VBl. 27/1991
152
Kommandanten des Panzergrenadierbataillon (Ausbildung 11)
1. Jänner 1963 – 31. Mai 1973
1. Juni 1973 – 25. April 1974 26. April 1974 – 26. August 1974
26. August 1974 – 17. März 1975
30. Mai 1975 – 5. Dezember 1975
20. Dezember 1974 – 7. Jänner 1979
Aufstellungsorte / Zeit:
01 01 63
Mjr/Obstlt Helfried Colerus-Geldern
Mjr Herbert Mischinger
Obstlt Walter Schippler (mdFb)
ObstltdG Josef Marolz
MjrdG Alfred Plienegger
Obstlt Ing. Rudolf Kumpfmüller (JgB11)
BKdo und StbKp in Mautern (aus 1./AA I)
1.AusbKp (Pz) in Spratzern (aus PzB10)
2.AusbKp (PzGren) in Horn (aus PzGrenB9)
3.AusbKp (Art) in St. Pölten/Spratzern aus Teilen der BAA2 und BrigSanKp,
1973 als 3./PzAA3 herausgelöst
4.AusbKp (FM, Pi, PzGren, FktSoldaten)
in Krems aus 1./PiB3
153
Aufstellung:
1. Jänner 1963. Mit Wirkung vom 15. Juli 1975 wurde das PzGrenB(Ausb)11 aus der 3.PzGrenBrig
ausgegliedert und dem Militärkommando Niederösterreich als Jägerbataillon 11 (JgB11) unterstellt.
Umgliederungen führten 1979 zum Landwehrstammregiment 33 (LWSR33), in weiterer Folge zu
drei Einheiten des Jägerregiment 3 (1994) und schließlich zu zwei Ausbildungskompanien des MilKdoNÖ und einer Pionierkompanie des Pionierbataillon 3 (1999).
Garnisonsorte:
Mautern (Bataillonskommando und Stabskompanie), Spratzern (1. Kompanie für Panzer), Horn (2.
Kompanie für Panzergrenadiere), St. Pölten (3. Kompanie für die Artillerie) und Krems (4. Kompanie
für Fernmelder, Pioniere, Panzergrenadiere und Versorgung).
Mit Juni 1968 wurde die 1. Kompanie aufgelöst, die 4. wurde zur 1. Kompanie und die 3. Batterie, welche mit Oktober 1973 an die Panzerartillerieabteilung 3 abgegeben wurde, siedelte nach
Spratzern.
Traditionstruppenkörper:k.u.k. Feldjägerbataillon Kopal Nr. 10
Niederösterreichisches Kraftfahrjägerbataillon Kopal Nr. 3
Traditionstag:
10. Juni 1848 / Schlacht bei Vicenza (Monte Berico)
Traditionsmarsch:
Kopaljäger-Marsch / Johann Holzinger
Zapfenstreich:
Parma Retraite
Standarte:
15. November 1965
Standartenband:
15. November 1965
7. Mai 1966
15. Mai 1964
10. Juni 1968
Ehrentrompete:
3. August 1968
154
Niederösterreichische Landesregierung (Patin Hilde Figl)
Niederösterreichische Landesregierung
Diözese St. Pölten
Stadtgemeinde Krems
Angehörige des k.u.k. Feldjägerbataillon Kopal Nr. 10 (Kopaljäger)
Stadtgemeinde Langenlois
3000 Mann aus der Miliz
M
ehr als 50 % aller Soldaten der auf Mobilmachungsstärke („Kriegsstärke“) ergänzten 3. Panzergrenadierbrigade sind Angehörige des Milizstandes; also österreichische Staatsbürger mit Zivilberuf, welche bei der “Dritten” ihre Beorderung = ihre Einsatzfunktion haben. Die Kadersoldaten
des Milizstandes kommen regelmäßig jedes zweite Jahr zu einer Kaderübung und zusätzlich fallweise
zu einer freiwilligen Waffenübung. Die Mannschaftsdienstgrade sind befristet beordert und können
nicht zu Kaderübungen einberufen werden. 50 % bilden nicht nur einen großen zahlenmäßigen Anteil
- auch die Qualifikationen und Funktionen sind von enormer Bedeutung.
Die 3. Panzergrenadierbrigade braucht die Miliz weiterhin
Etwa 3000 Milizsoldaten dienen in allen Bereichen und Waffengattungen bei der „Dritten“: Köche, Panzerfahrer, Ärzte, Richtschützen, Kanoniere, Panzergrenadiere, Aufklärer, Jäger, Sanitäter,
Kraftfahrer, Fliegerabwehrsoldaten, Fernmelder, Mechaniker, Bergegehilfen, Nachschubhelfer, Bekleidungsgehilfen, Schreibkräfte, ABC-Abwehrgehilfen, Pioniere, Vermessungsgehilfen, Panzerabwehrschützen und so weiter und so fort.
Ohne Miliz ist eine Ergänzung der Verbände auf Kriegsstärke unmöglich. Beispielsweise wurden
für die Formierungsübung des Panzerartilleriebataillon 3 von 18. bis 22. August 1997 mit anschließendem Scharfschießen aller Geschützen M109A3 etwa 150 Milizsoldaten einberufen.
155
Die Feldambulanz ist nicht mehr
I
m Frühjahr 1999 fand zum letzten Mal in Mautern eine Sanitäterausbildung statt. Grund dafür
war die Auflösung der Feldambulanz des Panzerstabsbataillon 3. Seit Beginn der 80er Jahre wurden beim Panzerstabsbataillon 3 jährlich zwischen 30 und 50 Grundwehrdiener zu Sanitätsgehilfen
ausgebildet. Unter der Leitung von Oberstarzt Dr. Hans-Jürgen Steiner (Brigadier i.R.) erfolgte eine
fundierte theoretische und praktische Ausbildung in verschiedenen Kursen wie Sanitätsgehilfenkurs,
Operationsgehilfenkurs und Stationsgehilfenkurs.
Zusätzlich waren die Sanitäter ab dem Jahre 1980 maßgeblich daran beteiligt, die Feldambulanz
aufzustellen und zu formieren, sodass sie zu einer gut funktionierenden, etwa 200 Mann starken
Milizeinheit heranwuchs. Unter dem Kommando von Oberstarzt der Miliz Dr. Herbert Sajovic nahm
diese Feldambulanz an allen großen Übungen der vergangenen Jahre in bewährter Weise teil, aber die
Heeresreform 1998 schreckte vor der Auflösung dieses Feldspitals nicht zurück. Bis zur Auflösung
waren z.B. ca. 25 Ärzte des Milizstandes beordert: Majorarzt Primarius Dr. Franz Stöger, Majorarzt
Dr. Karl-Heinz Wilfert, Majorapotheker Mag. Erhard Pichler, Majorarzt Dr. Klaus Tögl, Hauptmannarzt Dr. Hans Malcher, Oberleutnantarzt Dr. Christoph Dadak, Oberleutnantarzt Dr. Sven Orechovsky, Oberleutnantarzt Dr. Felix Sedlmayer, Zugsführer Dr. Markus Klamminger, Zugsführerarzt Dr.
Johann Kratzwald usw.
156
Ausbildung
N
ur eine gute Ausbildung schafft die notwendigen Voraussetzungen für den Einsatz.
Die Basisausbildung 1 (BA 1) = „Grundausbildung“ in der Dauer von 2 Monaten beinhaltet
den Gefechtsdienst zum richtigen persönlichen Verhalten, das Überlebenstraining, die Bedienung
der Bewaffnung (Sturmgewehr) und der Ausrüstung und den Sport zur Steigerung der körperlichen
Leistungsfähigkeit.
Die Basisausbildung 2 (BA 2) dauert ebenfalls 2 Monate und setzt mit der Ausbildung in der Waffengattung fort (Anlernstufe in der Waffengattung).
Die Basisausbildung 3 (BA 3) in der Dauer von weiteren 2 Monaten bietet die fortsetzende spezielle
Ausbildung in der Waffengattung und Übungen bis Zugsstärke.
Allerdings erreichen viele Grundwehrdiener die BA 3 nicht, weil durch den Grenzeinsatz an der Ostgrenze zwei Monate Ausbildungszeit (Einsatzvorbereitung, Assistenzeinsatz zur Grenzraumüberwachung und Nachbereitung mit „Urlaub“) verloren gehen.
Wegen der kurzen Präsenzdienstdauer von nur mehr 6 Monaten gingen die Einsatzbereitschaft und
die Einsetzbarkeit der Jäger-, Panzergrenadier-, Panzer- und Aufklärungsbataillone als Kampfverband verloren.
Die Truppenausbildung in der Dauer von weiteren 2 Monaten bietet die fortsetzende Ausbildung in
der Waffengattung und Übungen bis Kompaniestärke - sie kann aber nur mehr von Einheiten der Kaderpräsenzorganisation (KPE) oder von Kursen mit Kaderanwärtern (Chargenkurs) erbracht werden.
Ihr Ziel ist das reibungslose Zusammenwirken aller Elemente des militärischen Verbandes
157
Engagement
D
ie gesamte sechs Monate umfassende Ausbildung vollzieht sich nach zielorientierten und didaktischen Grundsätzen und unter Anwendung moderner Ausbildungshilfsmittel und Ausbildungsanlagen.
Die Ausbildung und die Ausbilder der „Dritten“ sind weithin anerkannt, sodass hier auch immer wieder Erprobungen durchgeführt werden:
Die Einführung eines neuen Hauptwaffensystems stellt an alle Beteiligten große Herausforderungen.
Erwähnt sei die Übernahme der Kampfpanzer Leopard von den niederländischen Streitkräften durch
das Panzerbataillon 10 und das Panzerbataillon 33 im Jahre 1998. Die ersten Panzer standen bereits
im September im Übungseinsatz in Kärnten (Kristall 1998). Die Ausbildung der Schießlehrer erfolgte
anfangs in Deutschland.
Die Übernahme der Jagdpanzer Jaguar durch das Panzerabwehrbataillon 1 erfolgte von der deutschen
Bundeswehr und ermöglichte erstmals eine Zielbekämpfung bis 4000 m. Die ersten Schießübungen
mit dem Leopard brachten sehr gute Ergebnisse. Das Simulationssystem BT-46 für Übungen auf
Gegenseitigkeit im Gelände wurde durch das Panzerbataillon 33 erprobt und im Sommer 2000 zugewiesen
158
D
as neue Großprojekt Schützenpanzer Ulan („Kampfschützenpanzer“) stellt höchste Anforderungen und Erwartungen an die Ausbilder und Techniker der Panzergrenadierbataillone in Horn
und Großmittel. Da keine Erfahrungen von ausländischen Armeen eingeholt werden konnten, galt es,
alles selbst zu erproben und umfangreiche Erfahrungswerte zu gewinnen. Die Übernahme der ersten
Ulan erfolgte im September 2003 - die „Truppenreife“ konnte Zug um Zug hergestellt werden. Nach
und nach wurden Verbesserungsmöglichkeiten erkannt und in Kooperation mit dem Produzenten
Steyr SSF - je nach Finanzierbarkeit - in die Tat umgesetzt.
Der Ulan ist nun der beste Kampfschützenpanzer in Truppengebrauch. Weitere Perfektionierungen
stehen im Wettlauf mit der Technik heran.
159
A
ber auch die Mannschaft erhielt Verbesserungen - mittlerweile verfügen die Panzergrenadiere
und die Infanteristen der Jägerverbände über das Nachtsichtfernglas (NSFG), über die Nachtsichtbrille „Lucie“ und über das Wärmebildgerät „Sophie“. Allerdings erforderte der Grenzeinsatz an
der Ostgrenze und die Vollausrüstung der KPE eine Umverteilung zu Lasten der Einheiten.
Zwecks Gefechtsübungen auf Gegenseitigkeit sind nun die Panzergrenadier- und Jägereinheiten mit
dem Duellsimulationssystem / Infanterie ausgestattet. Die Anzahl der Schiedsrichter verringert sich
Verwendung dieser Systeme beträchtlich.
Großmittler Panzergrenadiere erproben die österreichische Ausrüstung und Bewaffnung und die
persönlichen Überlebenstechniken sogar im Wüstenklima (Dezember 2005 in den Vereinigten Arabischen Emiraten) - die Krisenherde dieser Welt machen auch vor Hitze und Sand nicht halt.
160
D
as Aufklärungsbataillon 3 in Mistelbach verbessert laufend seine Fähigkeiten im Bereich der
Nachrichtengewinnung, -verarbeitung und –weitergabe. Derzeit konzentriert sich die Informationsgewinnung noch auf die motorisierten und mechanisierten Spähtrupps mit Schützenpanzer Saurer,
Jagdpanzer Kürassier und Geländefahrzeug Pinzgauer. Um hier auch die Kampfkraft der Aufklärer
zu verbessern, wurde im Jahr 2000 auch das Waffensystem „Panzerabwehrlenkwaffe BILL 2000“ zur
Eingliederung in die Aufklärungseinheiten erprobt.
Das Aufklärungsbataillon 3 erprobte von 1997 bis 1999 auch den Mannschaftstransportpanzer Pandur für die Aufklärung; eine gesamte Kompanie wurde damit ausgestattet - dieses leise wendige
Fahrzeug hat sich dabei bestens bewährt - allerdings erforderte die finanzielle Belastung die Konzentration aller Pandur in Strass in der Steiermark bzw. im Auslandseinsatz.
161
D
as Panzerartilleriebataillon 3 erprobte mit Unterstützung durch das Panzerartilleriebataillon 9
von EAFLS = Elektronische Artillerie-Feuerleitsystem für Batterie- und Bataillonsebene. Mit
dieser neuen Hard- und Software ist die Daten- und Koordinatenerfassung und deren Weitergabe vom
Artilleriebeobachter („vorne am Feind“) über die Rechenstelle zum Entscheidungsträger bis an die
Geschütze schneller und genauer möglich. Der Datenfluss verläuft nun von jedem einzelnen der neun
Beobachter des Artilleriebataillons an jede der drei schießenden Panzerhaubitzenbatterien und sogar
bis zu jedem einzelnen von 24 Geschützen elektronisch automatisiert. Das PzAB9 erprobte auch den
Feuerleitpanzer bzw. Rechenstellenpanzer als Führungsmittel der Bataillonsfeuerleitung des PzAB
bzw. AAB und die neueste EAFLS-Version 1.5b.
Diese raschen Feueranforderungen und Feueraufträge und die entsprechenden Feuerkommandos dazu
erbrachten eine bedeutende Zeitersparnis im Einsatz der Artillerie. Auch die Munitionsdaten sind in
das EAFLS integriert. Das neue Radiowettersondensystem bezieht nun auch die genauen Wetterdaten
in die Berechnung der Artillerieeinsätze mit ein.
162
A
uch die Fliegerabwehreinheit in Mautern stieg auf High-Tech-Gerät um: nach Abgabe der legendären FlA-Panzer M42 im Jahre 1993 und vorübergehender Ausbildung an der 2cm-FlAK stand
die Fliegerabwehrlenkwaffe Mistral von 1995 bis 2006 im Einsatz. Die Schießübungen erfolgten
durchwegs im Ausland: auf Kreta, an der französischen Atlantikküste und an der polnischen Ostseeküste. Seit 1999 lieferte das Zielzuweisungsradar Flamingo die detaillierten Daten über alle Flugobjekte im Radius von ca. 80 km.
ie Panzerfernmeldekompanie unterstützte im Jänner und Februar 2006 die Erprobung von „TASK
83“, einer IMS-Software (Integrated Management Systems) für die Knotenvermittlungen des IFMIN-Systems.
Die Internationalisierung erforderte auch entsprechende Anpassungen am Fahrzeug- und Transportsektor. Beim Fahrschulkurs für die Kraftfahrer der Auslandskontingente für den Kosovo-Einsatz finden daher auch Hakenladesysteme und Container ihre Verwendung. Der Pioniermaschinenkurs umfasst dabei ergänzend alle Arten und Varianten von Bau- und Arbeitsmaschinen.
D
163
D
as Pionierbataillon 3 in Melk steht bei jeder Katastrophensituation mit Mannschaft und Gerät
für Unterstützungsleistungen bereit. Es ist der einzige auf Hilfeleistungen spezialisierte Verband
Ostösterreichs und entsprechend gegliedert und ausgerüstet. Die Leistungsfähigkeit reicht vom typischen militärischen Einsatz mit Spreng- und Sperrdienst bis zum Straßen- und Brückenbau.
Seit dem Jahre 2005 verfügen die Melker Pioniere auch über Taucher mit Spezialfähigkeiten des Eisund Tieftauchens. Kampfmittelbeseitigung und Minenräumung erfordern Sonderausbildung höchste
Konzentration - in allen Krisenherden dieser Erde sind diese EOD- und IEDD-Teams eingesetzt
(Explosiv Ordnance Disposal, Improvised Explosive Device Disposal). Die Pionierbrücke 2000 (Eurobridge) musste sich bereits wenige Wochen nach ihrer Indienststellung beim Hochwassereinsatz im
August 2002 bewähren.
Das Faltstraßengerät musste bereits vor Übergabe an die Truppe durch die Melker Pioniere in den
Einsatz gebracht werden - um die reparierten Dämme nach der Hochwasserkatastrophe vom 13. bis
18. April 2006 an der March befahren zu können.
164
Ausbildungskooperation
D
ie Internationalisierung der Ausbildung und der weltweiten Einsätze ermöglicht seit Ende der
Neunzigerjahre eine gediegene Kooperation in den Bereichen der Ausbildung und Einsatzvorbereitung. Den Anfang machten die Panzerbesatzungen für Kampfpanzer Leopard, um in Deutschland
und in der Schweiz die dortigen Ausbildungs- und Simulationsanlagen zu nutzen. Gemeinsame Ausbildungs- und Übungsphasen beim namensgleichen deutschen Panzerbataillonen 33 (Neustadt am
Rübenberge) ermöglichten kostengünstiges hochwertiges Training der Panzermänner an der dortigen
Infrastruktur. Die Kooperation führte auch zu einer Schießausbildung des deutschen Panzerbataillon
363 in Kanada.
Ab dem Jahre 2000 intensivierte sich die Ausbildungskooperation mit der deutschen Panzergrenadierbrigade 30 („Alb-Brigade“) aus Ellwangen an der Jagst in Baden-Württemberg. Ihr Kommandeur ist Oberst
Josef Blotz.
Die Ausbildungs- und Übungsbeziehungen setzten sich bis Kompanieebene fort - mit den Verbänden der
„Brigade 30“ gelang eine gegenseitige interessante Ausbildungsunterstützung:
mit dem Panzerbataillon 363 in Kühlsheim,
mit dem Panzergrenadierbataillon 352 in Mellrichstadt,
mit dem Panzergrenadierbataillon 294 in Stetten am Kalten Markt,
mit dem Panzerartillerie-Lehrbataillon 345 in Kusel,
mit der Stabskompanie 30 in Ellwangen und
mit der Panzerpionierkompanie in Kühlsheim.
Das Truppenkörperabzeichen der Panzergrenadierbrigade 30
(„Alb-Brigade“) aus Ellwangen/Deutschland
165
D
ie Ausbildung der Panzerfahrer des Kampfpanzers Leopard wurde geteilt - der Theorie- und
Simulationsblock zu drei Wochen erfolgte in der Schweiz am Ausbildungszentrum in Thun; die
praktische Fahrerausbildung wurde in St. Pölten/Spratzern beim Panzerbataillon 10 am Übungsplatz
Völtendorf durchgeführt.
Dieses Ausbildungszentrum in Thun veranstaltet auch jährlich die Panzermeisterschaft aller Staaten
mit Kampfpanzer Leopard („Swiss Tank Challenge“). Es stehen hervorragende Ausbildungs- und Simulationsanlagen für die Einzel-, Team- und Zugsausbildung zur Verfügung. In den Jahren 2002 und
2004 konnte Österreich den Sieg in der internationalen Klasse erringen; 2002 durch eine Mannschaft
des Panzerbataillon 33 und 2004 durch eine Besatzung des Panzerbataillon 10.
In der Schweiz gelang zusätzlich noch die Benützung der Führungssimulationsanlagen in Thun. Die
Schweizer Armee verfügt hier über eine Taktiksimulation für Brigade- und Bataillonsebene, wobei
die Einheitskommandanten im Originalgerät in einem Panzerturm agieren und ihre Truppe über Bildschirm führen. Das Gefechtsfeld wird dreidimensional wie in einem Rundum-Kino dargestellt. Auch
die Operatoren an den einzelnen Computern haben durch einen zweiten Bildschirm „Einblick ins
Gelände“.
166
H
öhepunkt der Kaderanwärter- und Kaderausbildung ist die Verlegung der eigenen Einheit auf
einen deutschen Übungsplatz. Die Regionalübungszentren Bergen und Muster sowie das Gefechtsübungszentrum Altmark ermöglicht nicht nur freie Gefechtsführung, sondern auch höchst qualitative und technische Auswertung und Nachbereitung. Die Kompatibilität der österreichischen und
deutschen Simulationsgeräte von Kampfpanzer und Schützenpanzer ist nahezu zur Gänze gegeben.
Sogar mit den amerikanischen Streitkräften wurde Ausbildungskooperation ermöglicht. Die Oregon
National Guard (ONG) und das österreichische Bundesheer führen jährlich einen Offiziersaustausch
zwecks gegenseitiger Fort- und Weiterbildung durch. Von 11. bis 24. Juni 2005 hatten drei Offiziere
der 3.PzGrenBrig die Gelegenheit, die hochwertige Einsatzvorbereitung der 41. Infanteriebrigade
(41st Brigade Combat Team / BCT) der ONG für ihren Afghanistan-Einsatz des Jahres 2006 auf
einem steppenähnlichen Übungsplatz in Idaho mitzuerleben (Peace Support Operations in ähnlicher
Ausführung wie in Österreich für den Einsatz zu „Enduring Freedom“ in Afghanistan).
167
Professionalität durch Kaderpräsenzeinheiten
(KPE)
E
inerseits die Unmöglichkeit, Grundwehrdiener in den Auslandseinsatz zu entsenden und andererseits die Zahl an Profis er erhöhen führt schließlich im Jahre 2003 zur Aufstellung der Kaderpräsenzeinheiten (KPE). Diese Züge und Kompanien bestehen zur Gänze aus zumindest für drei Jahre
verpflichteten Soldaten. Die Ausbildungs- und Konsolidierungsphase dauert ein halbes Jahr - den
Abschluss bildet eine Überprüfung nach NATO- bzw. EU-Programm (OCC-E&F). Danach steht die
Einheit je nach Bereitschaftsgrad A B C D oder E in konkreter Vorbereitung für einen geplanten Einsatz, als nationale Reserve, in der Weiterbildungsphase, in der Nachbereitung oder im tatsächlichen
Einsatz zur Verfügung.
Das „Operational Capabilities Concept – Evaluation and Feedback“ (OCC-E&F) ist der Überprüfungsmechanismus der NATO bzw. der EU für den „Pool of Forces“ für solche Einheiten und Verbände, die Österreich in die EU-Streitmacht eingemeldet hat (z.B. KPE-Panzergrenadierkompanie TF 9
des Panzergrenadierbataillon 9 und Panzerkompanie des Panzerbataillon 33).
168
Ausbildung/Einsätze
(KPE)
D
as Panzergrenadierbataillon 9 erhielt Ende 2003 den Auftrag, die „Task Force 9“ (TF 9), bestehend aus einem Kompaniekommando und zwei Panzergrenadierzügen aufzustellen und auszubilden. Durch intensive großflächige Werbung im Waldviertel und im niederösterreichischen Zentralraum gelang es bis April 2004, die Mannschaft vom Gefreiten bis zum Hauptmann zu finden und zu
formieren, sodass die Ausbildung ab Mai beginnen konnte. Der Chargenkurs fand im Juni – Juli statt,
die ergänzenden Ausbildungsschritte, Ausbildungsziele und Ausbildungsstufen gipfelten im Jänner
2005 in der Überprüfung nach NATO-Standard (OCC-E&F).
Damit war der Bereitschaftsgrad A (Abmarschbereitschaft in einen Krisenherd innerhalb von 5 Tagen) gegeben. Im März schon verstärkte ein Zug der TF9 als nationale Reserve das Kosovo-Kontingent KFOR 11. Im April war die gesamte TF9 im Übungs- und Scharfschießeinsatz am deutschen
Übungsplatz Bergen (European Challenge 2005) und im Oktober übte sie am deutschen Übungszentrum Muster. Nächste Phase ist eine gemeinsame Übung mit dem deutschen Panzergrenadierbataillon
294 am Gefechtsübungszentrum Altmark bei Magdeburg im Juli 2006 und schließlich der Auslandseinsatz bei KFOR 15 im Kosovo von Oktober 2006 bis April 2007.
Der KPE-Aufklärungszug aus Mistelbach erlebte ähnliche Ausbildung- Übungs- und Einsatzphasen
- Assessment im April 2005 und Einsatz in Bosnien in der MNTF “N“ von August 2005 bis Februar
2006.
169
Gefechtsübungen der 3. Panzergrenadierbrigade
G
roße Gefechtsübungen am Truppenübungsplatz Allentsteig und Manöver im freien Gelände finden seit Einführung der sechsmonatigen Grundwehrdienstdauer (1. Jänner 2006) nicht mehr
statt. Bis dahin übte die 3. Panzergrenadierbrigade in allen Teilen Österreichs:
Übungsbezeichnung
(Übungsleitung)
Übungsraum
Zeitraum
(BrigGefStd)
Anmerkungen,
Übungsthema
Mobility 96
(BrigKdo, BMLV)
TÜPl A
22.4.-8.5.
(Liechtensteinkaserne
und Kaufholz/M7)
Angriff gegen mechanisierte
Füsiliere der
Schweizer Armee
Kamp 97
(BrigKdo)
Waldviertel
15.7.-19.7.
(Gföhl – TÜPlA)
ÜL: Ottenstein
Gegenangriff gegen 4.JgBrig
Scharfschießen
Parade: Gföhl
Kristall 98
Kärnten
4.9.-11.9.
(BrigKdo)
(Friesach – Völkermarkt)
ÜL: Völkermarkt
170
Sicherungseinsatz,
Gegenangriff
Scharfschießen
Parade: Völkermarkt
Übungsbezeichnung
(Übungsleitung)
Übungsraum
Zeitraum
(BrigGefStd)
Anmerkungen,
Übungsthema
Smaragd 99
(BrigKdo)
Südoststeiermark
17.5.-21.5.
(Fürstenfeld - Fehring)
ÜL: Fürstenfeld
Gegenangriff, Verteidigung
Scharfschießen
Parade: Fürstenfeld
Nordland 2000
(KpsKdo I)
Waldviertel 10.4.-14.4.
(Schweiggers – TÜPl A)
ÜL: Allentsteig
Aufklärung
Angriff gegen 1.JgBrig
Kuenringer 2001
(KpsKdo I)
Tullner Feld – TÜPl A
2.4.-6.4.
(Kirchberg – Horn – TÜPl A)
ÜL: Allentsteig
Aufklärung
Angriff
Retzerland 2002
(BrigKdo)
Weinviertel
10.4.-19.4.
(Retz – Ziersdorf - Großwetzdorf) ÜL: Retz
Forced Entry RFOR
Scharfschießen
Parade: Retz
171
Übungsbezeichnung
(Übungsleitung)
Übungsraum
Zeitraum
(BrigGefStd)
Anmerkungen,
Übungsthema
Felsenberg 2003
(BrigKdo)
Waldviertel
2.4.-11.4.
(Hardegg – Irnfritz – TÜPl A)
ÜL: Allentsteig
Forced Entry KFOR
Scharfschießen
Schutz 2004
(Kdo LaSK)
Steiermark
13.4.-22.4.
(Leoben – Liezen - Murau)
sihpolAssE
Schutz
KomBatt 051 2005
TÜPl A
8.8.-22.8.
(klVbd)
ÜL: Allentsteig
172
Schutz, Gegenangriff
Assessment / PzKp (OCC)
Assistenzeinsatz /Grenzraumüberwachung
„AssE-GRÜ“
D
er „Assistenzeinsatz zur Grenzraumüberwachung“ (AssE GRÜ) an der Ostgrenze erfolgt für das
Innenministerium, um die österreichischen Grenz- und Sicherheitsbehörden bei der Überwachung der Staatsgrenze zu Ungarn und zur Slowakei zwecks Aufgreifung von „illegalen Grenzgängern“ („iG“) zu unterstützen. Einsätze dieser Art erfolgen gemäß § 2, Abs. 1, lit. b des Wehrgesetzes
2001.
Übersicht ab Kompaniestärke 1996 – 2006
190296 - 220396
840 Mann Mjr Fritz/PzGrenB9
AssB „N“
Hptm Kunzer/PzGrenB9
StbKp
Olt Hoffmann/PzAB3
1. Kp N
Lt Riener/PzGrenB9
2. Kp N
Olt Passler/PzStbB3
3. Kp N
211096 – 221196
Olt Hohlweg/AufklB3
160 Mann
3. Kp S
180397 - 170497
300 Mann Mjr Feichtinger/PzB10
AssB „N“
Hptm Sturm/PzB10
StbKp
Olt Lauring/PzB10
3. Kp N
180397 - 170497
Olt Hoffmann/PzAB3
Hptm Kunzer/PzGrenB9
120 Mann
160 Mann
1. Kp S
3. Kp S
170697 - 240797
880 Mann Mjr Zauner/PzAB3
AssB „S“
Olt Hahn/PzAB3
StbKp
Hptm Bernert/PzAB3
1. Kp S
Hptm Gaugusch/PzGrenB9
2. Kp S
Hptm Führer/PzStbB3 (mdFb)
3. Kp S
Olt Winkler/PzStbB3
4. Kp S
230997 – 231097
Olt Bachl/AufklB3
120 Mann
1. Kp S
173
170698 - 230798
760 Mann Obstlt Cermak/PzStbB3
AssB „N“
Hptm Passler/PzStbB3
StbKp
Hptm Wieser/PzStbB3
1. Kp N
Hptm Bernert/PzAB3
3. Kp N
Hptm Riener/PzGrenB9
4. Kp N
220998 – 221098
271298 - 270199
100.Turnus (T.)
Hptm Hohlweg/AufklB3
Olt Golda/PzStbB3
Lt Waroschitz/PzStbB3
140 Mann
240 Mann
160 Mann
1. Kp N
1. Kp N
2. Kp N
230399 – 220499
1100 Mann 103.T.
Obstlt Heitz/PzB33
AssB „N“
Hptm Sieberer/PzB33
StbKp
Olt Pertl/PzB33
1. Kp N
Hptm Ebruster/PAB1
3. Kp N
230399 – 220499
840 Mann 103.T.
ObstdG Habermayer/PzGrenB35 AssB „S“
Olt Alexa/PzGrenB35
StbKp “S“
Hptm Watschinger/PzGrenB35
1. Kp S
Olt Schadenböck/PzGrenB35
2. Kp S
021199 – 161299
1120 Mann 109.T.
Obstlt Fritz/PzGrenB9
AssB „N“
Hptm Riener/PzGrenB9
StbKp “N“
Hptm Adler/AufklB3
1. Kp N
Hptm Kneissl/PzGrenB9
2. Kp N
Olt Spehar/PzB33
3. Kp N
Olt Schneidhofer/PzGrenB35
4. Kp N
021199 – 161299
880 Mann 109.T.
Mjr Langthaler/PzAB3
AssB „S“
Hptm Hahn/PzAB3
StbKp “S“
Olt Lemp/PzAB3
1. Kp S
Hptm Führer/PzStbB3
2. Kp S
Hptm Pflamitzer/PzB33
3. Kp S
Olt Waroschitz/PzStbB3
4. Kp S
174
Seit Jahresbeginn 2000 ist auch die Grenze zur Slowakei zu überwachen.
141100 – 291200
960 Mann 118.T.
141100 – 291200
1040 Mann 118.T.
Mjr Kunert/AufklB3
AssB „N“
Hptm Adler/AufklB3
StbKp “N“
Olt Exeli/AufklB3
1. Kp N
Olt Vitovec/PzGrenB9
2. Kp N
Lt Albrecht/PzGrenB9
3. Kp N
271101 – 100102
960 Mann 127.T.
Mjr Leitner/PzGrenB35
AssB „N“
Hptm Strümpf/AufklB3
1. Kp N
Hptm Gartler/PzAB3
4. Kp N
271101 – 100102
1140 Mann 127.T.
Mjr Willmann/PzB33
AssB „S“
Olt Buketits/PzB33
StbKp “S“
Hptm Kneissl/PzGrenB9
1. Kp S
Olt John/PzGrenB9
2. Kp S
Hptm Bakhsh/PzB33
3. Kp S
Hptm Voglauer/PzStbB3
4. Kp S
Hptm Schöck/PzStbB3
5. Kp S
101202 – 230103
960 Mann 136.T.
Obstlt Fritz/PzGrenB9
AssB „N“
Hptm Schlapschy/PzGrenB9
StbKp “N“
Mjr Passler/PzStbB3
1. Kp N
Hptm Vitovec/PzGrenB9
2. Kp N
Olt Schober/PzGrenB9
3. Kp N
Hptm Seltenhammer/AufklB3
4. Kp N
Obstlt Cermak/PzStbB3
AssB „S“
Hptm Krapf/PzStbB3
StbKp “S“
Olt Waroschitz/PzStbB3
1. Kp S
Olt Scheer/PzStbB3
2. Kp S
Hptm Oberleitner/PzAB3
3. Kp S
Hptm Spehar/PzB33
4. Kp S
175
101202 – 230103
1040 Mann 136.T.
Obstlt Langthaler/PzAB3
AssB „S“
Hptm Hahn/PzAB3
StbKp “S“
Olt Bachner/PzAB3
2. Kp S
Hptm Aigner/PzB33
4. Kp S
Hptm Scheer/PzStbB3
5. Kp S
080703 – 210803
141.T
Hptm Seltenhammer/AufklB3
140 Mann
4. Kp S
041103 – 191203
960 Mann 144.T.
Obstlt Skalvy/PzStbB3
AssB „N“
Hptm Chytil/PzStbB3
StbKp “N“
Mjr Passler/PzStbB3
1. Kp N
Olt Koller/PzGrenB9
2. Kp N
Lt Sjöholm/PzStbB3
3. Kp N
Olt John/PzGrenB9
4. Kp N
041103 – 191203
1040 Mann 144.T.
Mjr Kunert/AufklB3
AssB „S“
Hptm Adler/AufklB3
StbKp “S“
Olt Magnet/AufklB3
1. Kp S
Hptm Dukarm/PAB1
4. Kp S
080604 – 220704
149.T.
200 Mann
Hptm Schröttner/PzStbB3
3. Kp S
240804 – 141004
151.T
121004 – 251104
153.T.
160 Mann
Olt Wiedermann/AufklB3
1. Kp S
240 Mann
Olt Authried/PzStbB3
3. Kp S
050405 – 260505
156.T.
260 Mann
Olt Hütter/PzGrenB35
2. Kp N
176
240505 – 140705
960 Mann 157.T.
ObstltdG Mag. Bosezky/PzB33 AssB „N
Mjr Spehar/PzB33
StbKp “N“
Hptm Aigner/PzGrenB9
2. Kp N
Olt Klein/PzGrenB9
3. Kp N
Olt Hartmann/PzAB3
4. Kp N
240505 – 140705
380 Mann 157.T.
Olt Ernst/PzStbB3
Olt Sjöholm/PzStbB3
120705 – 010905
280 Mann 158.T.
Obstlt Müller/PAB1
AssB “S“
Obstlt Kunz/PAB1
StbKp S
120705 – 010905
158.T.
Hptm Graf/AufklB3
180 Mann
4. Kp S
3. Kp S
4. Kp N
300805 - 131005
740 Mann 159.T.
Obstlt Trinkl/JgB19
AssB “S“
Hptm Kockert/JgB19
StbKp S
Olt Böhm/JgB19
2. Kp S
Olt Fererberger/JgB19
3. Kp S
Hptm Hagenauer/JgB19
4. Kp S
111005 – 241105
160.T.
220 Mann 180 Mann
Hptm Bukovsek/PzStbB3
Olt Böhm/JgB19
5. Kp S
3. Kp S
221105 – 050106
161.T
160 Mann
Olt Weingartmann/PiB3
1. Kp N
177
140206 – 300306
640 Mann 163.T.
Obst Neuhold/PzAB9
AssB “S“
Hptm Neuherz/PzAB9
StbKp S
Olt Hipfinger/AufklB3
1. Kp S
Olt Haas/PzAB9
2. Kp S
Hptm Loidolt/PzB10
4. Kp S
280306 – 110506
880 Mann 164.T.
Obstlt Skalvy/PzStbB3
AssB „N“
Hptm Chytil/PzStbB3
StbKp N
Olt Loibl/AufklB3
1. Kp N
Olt Koller/PzGrenB9
2. Kp N
Olt Holzleithner/PzStbB3
3. Kp N
Hptm Hudribusch/PAB1
4. Kp N
280306 – 110506
164.T.
Olt Böhm/JgB19
Olt Fererberger/JgB19
178
180 Mann
150 Mann
2. Kp S
4. Kp S
Katastropheneinsätze 1996 - 2006
M
ehrere hundert, manchmal sogar mehrere tausend Soldaten des Österreichischen Bundesheeres leisten alljährlich Hilfe nach Katastrophen und Elementarereignissen. Auch die 3.
Panzergrenadierbrigade steht der betroffenen Bevölkerung mit „Schutz und Hilfe“ zur Seite.
Einsätze dieser Art erfolgen gemäß § 2, Abs. 1, lit. c des Wehrgesetzes 2001.
Die betroffene Bevölkerung und die zuständigen Behörden wissen unsere Hilfsmaßnahmen zu
schätzen
179
1996
A
nfangs April errichtete die Technische Gruppe der Panzerpionierkompanie eine Brücke über die
Piesting in Gramatneusiedl, und der ABC-Abwehrzug erledigte Aufräumungsarbeiten aufgrund des
Schneebruchs in der Nähe von Rossatz.
40 Soldaten des Panzergrenadierbataillon 9 aus Horn halfen am 14. Mai der Bevölkerung von Steinegg und
Kamegg wegen Hochwassers des Kamp.
Am 22. Oktober halfen Soldaten des Panzerstabsbataillon 3, das neue mobile Hochwasserschutzsystem der
Stadt Krems wegen Hochwassergefahr der Donau aufzubauen.
1997
20 Mann des Panzerstabsbataillon 3 mussten zwischen 3. und 11. März 1997 mehrere entgleiste ÖBB-Waggons in der Nähe von Langschlag südlich von Weitra bergen.
Am 24. April 1997 hatte die NTIKp/PzStbB3 mit einem Tiefladesystem / 60 t einen verunglückten Tankwagen auf der A21 Hochstrass abzutransportieren.
Von 29. bis 31. Mai errichteten die Mauterner Panzerpioniere eine Brücke über den Braunaubach in Heidenreichstein.
Am 20. Juni barg ein Bergepanzer M88 des Panzerbataillon 10 einen abgestürzten Reisebus auf dem Zellerrain bei Mariazell.
Von 8. bis 18. Juli standen Soldaten der „Dritten“ im Perschlingtal (Weißenkirchen – Langmannersdorf),
im Gölsental (St. Veit, Wiesenfeld), im Traisental (Hainfeld, Traismauer), in Dürnkrut und in Mödling im
Hochwassereinsatz. In Krems halfen Soldaten mit, das Hochwasserschutzsystem aufzubauen.
Am 12. September errichteten die Panzerpioniere eine Alu-Grabenbrücke über die Schwechat in Baden.
1999
Von 26. April bis 7. Mai 1999 errichteten die Panzerpioniere eine Brücke in Krumau am Kamp.
Die 3.PzGrenBrig kooperierte auch mit den ÖBB: Im Zuge einer Übung am Alpenbahnhof St. Pölten von
29. bis 30. April 1999 waren durch 6 Schwerlasttransportsysteme und einen Krankraftwagen Liebherr 1030
mehrere verunglückte Eisenbahnwaggons zu bergen und abzutransportieren.
Am 17. und 18. Juni 1999 errichtete die Panzerpionierkompanie einen Fußgängerübergang in Marchegg
über die March in die Slowakei im Zuge einer bilateralen Feierlichkeit.
Panzergrenadiere des PzGrenB35 halfen am 8. September bei einer Suchaktion nach einem verschwundenen Jugendlichen in den Wäldern bei Großmittel.
Am 2. Dezember wurde der Pioniermaschinenkurs aus Mautern zur Hilfeleistung nach der Gasexplosion
nach Wilhelmsburg gerufen.
180
2002
E
in Eisstoß in der Krems am 8. und 9. Jänner 2002 erforderte den Einsatz der Panzerpioniere zum Freimachen des Flussbettes in Krems - der Drehkranzbagger Samsung leistet spektakuläre Hilfe.
Der nächste Hochwassereinsatz erfolgte von 21. bis 27. März an der Donau: in Krems – Stein wurde
das mobile Hochwasserschutzsystem gemeinsam mit der Feuerwehr aufgebaut, und in der Wachau (Spitz,
Dürnstein, Aggsbach-Markt) erfolgten weitere Hilfeleistungen für die Bevölkerung.
Am 7. August 2002 begann das verheerende Hochwasser mit einem Alarm für das Panzerstabsbataillon
3 und die Ausbildungskompanien in Mautern: die ersten Hilfsmaßnahmen waren in der Stadt Zwettl zu
leisten. Gleichzeitig forderte auch die Bezirkshauptmannschaft Krems Hilfe und Truppen an - auch die
kürzlich eingerückten Spitzensportler legten in Gedersdorf kräftig Hand an. Das Einsatzgebiet der Soldaten
erstreckte sich bald über das Kremstal, das Kamptal und die Wachau. Evakuierungen, Rettungs- und Bergemaßnahmen, Hilfslieferungen waren vor allen in den Gebieten Zwettl, Hadersdorf, Gedersdorf, Krems
– Stein, Krems – Rehberg, Brunn im Felde, Grafenwörth, Haitzendorf und Langenlois – Zöbing zu leisten.
Hiezu wurden dem Panzerstabsbataillon 3 auch Kompanien aus Wien (MilKdoW und Garde), aus dem
Burgenland (PiKp/TÜPl BN, PzAufklKp/StbB1 und PzPiKp/StbB1) und aus der Steiermark (JgB17) unterstellt. Zusätzlich unterstützten die Melker und Mauterner Pioniere des Pionierbataillon 3, die ABC-Abwehrspezialisten aus St. Pölten (ABCAbwZg), die Artilleristen aus Baden (PzAB9), zwei Pumpentrupps und 3
Assistenzzüge der Fliederdivision aus Langenlebarn, die Fliegerabwehr aus Götzendorf (FlABt/StbB1), die
Soldaten des PAB1 aus Wr. Neustadt und alle Kräfte aus Zwölfaxing (PzB33, NTIKp/StbB1 und VR3).
Infolge der zweiten Flutwelle wurde am 14. August das Brigadekommando in den Dienst gestellt und vom
Militärkommando NÖ mit der Führung aller Soldaten in den Bezirken Krems und Tulln und in der Stadt
Krems beauftragt („Assistenzkommando Süd“). Das Panzergrenadierbataillon 9 („Assistenzkommando
Mitte“) und das Panzerartilleriebataillon 3 leisteten in den Bezirken Horn, Zwettl und Gmünd Hilfseinsätze. Die Soldaten des Aufklärungsbataillon 3 halfen in Laa/Thaya. Zwecks verstärkter Hilfeleistung wurden
auch das Panzerbataillon 10 aus St. Pölten-Spratzern mit Einsatzraum unteres Kamptal und Tullner Feld
(Altenwörth – Winkl – Grafenwörth – Seebarn – Jettsdorf – St. Johann – Trübensee – Tulln), das Panzergrenadierbataillon 13 aus Ried im Innkreis mit Einsatzraum mittleres Kamptal (Langenlois – Hadersdorf
– Zöbing – Theiss – Schönberg) und die Pionierkompanie der 7. Jägerbrigade aus Kärnten der „Dritten“
unterstellt.
Das Panzerstabsbataillon 3 half weiterhin in Krems und in der Wachau (Spitz – Aggsbach – Dürnstein
– Weißenkirchen – Rossatz – Arnsdorf – Mautern – Senftenberg). Am Höhepunkt der Rettungs- und Aufräumarbeiten von 18. bis 21. August standen 2900 Mann/Frau - gegliedert in 22 allgemeine Assistenzeinheiten und 4 Pionierkompanien - unter dem Kommando der Mauterner Brigade-Einsatzzentrale (ObstltdG
Kurt Wagner). Auch zivile Fahrzeuge der Raiffeisen-Holding (Bobcat, Radlader und Kettenbagger) standen
181
den militärischen Hilfseinheiten zur Verfügung. Die Dienstleistungen reichten von Evakuierungen, Verstärkung von Dämmen (Krems – Stein), Sicherungsmaßnahmen und Versorgungsfahrten über Brücken- und
Stegebau (Thurnberg, Senftenberg, Rehberg) und Wasserleitungsbau (Krumau) bis hin zum Abbruch von
Häusern (Hadersdorf, Mautern), zum Öffnen von Verklausungen und zu Hangabsicherungen und schlussendlich zu allgemeinen Aufräum- und Transportaufgaben. Mit 26. August waren viele allgemeine Hilfeleistungen abgeschlossen - die technischen Einheiten verblieben aber noch bis 27. September im Einsatzraum. In Summe verlegte die verstärkte „Dritte“ 100.000 Sandsäcke und leistete 48.335 Manntage.
12 Mann des Panzerbataillon 33, die auf einem Kurs in Deutschland waren, unterstützten kurzfristig und
unbürokratisch ab 17. August die deutschen Kameraden beim Hochwassereinsatz in Madgeburg: „Jede
helfende Hand wird benötigt“ war das Ersuchen des deutschen Panzerbataillon 33 an die österreichischen
Dreiunddreißiger.
182
2003
Z
wei Kriegsbrücken aus dem Hochwassereinsatz 2002 waren durch die Mauterner Panzerpioniere abzubauen: die Behelfsbrücke der Schnellstraße S5 über den Mühlkamp bei Grafenwörth – Jettsdorf (4. bis
5. März) und die D-Brücke über den Kamp in Idolsberg - Thurnberg (14. bis 15. April).
Ein ungewöhnlicher Hilfseinsatz war von 28. April bis 9. Mai 2003 zu leisten. Die durch die verheerenden
Regengüsse des August 2002 zerstörten Trockensteinmauern in den Weingärten und Abhängen der Wachau
waren in Zusammenarbeit mit den Weinhauern im Sinne des „Weltkulturerbe Wachau“ instand zu setzen.
2004
Im Zuge des Manövers „Schutz 2004“ halfen Soldaten der „Dritten“ am 14. April 2004 bei einer Suchaktion nach einem verschwundenen Mann in den Wäldern bei Zeltweg.
2005
Beim Hochwasser in Tirol waren 1200 Mann der 3.PzGrenBrig im Assistenzeinsatz (26. August bis 16.
September 2005). Das Assistenzbataillon unter Obstlt Franz Langthaler (PzAB3 mit Unterstützung durch
zwei Kompanien des PzGrenB9) leistete in Kufstein, St. Johann und Landeck wertvolle Hilfe.
Weitere Einheiten wurden als Ablöse in Reutte (AssKp des AufklB3) und im Stanzertal eingesetzt (AssKp
des PzGrenB35).
2006
Bereits am 3. Jänner 2006 wurde ein Assistenzeinsatz erforderlich. Das PzB10 unterstützte die Stadt St.
Pölten bei der Schneeräumung. Die Pioniere der 2.Kp / PiB3 aus Mautern mussten Holzarbeiten nach
heftigen Schneefällen in St. Leonhard am Wald bei Waidhofen an der Ybbs von 10. bis 16. Jänner 2006
leisten. 550 Mann der „Dritten“ halfen bei der Schneeräumung beim Schneechaos in OÖ und NÖ vom 9.
bis 17. Februar 2006: Rohrbach, Aigen, Bad Ischl, Nöchling, Annaberg, Hohenberg, Mariazell (2.Kp/PiB3
im Mühlviertel, AufklB3 in Rosenau und Windischgarsten / OÖ, TeKp und 1.Kp/PiB3 im Bezirk Lilienfeld
und in Mariazell).
600 Mann der „Dritten“ halfen auch bei der Hochwasserkatastrophe an der March von 3. bis 19. April,
nachdem wegen Dammbruchs Dürnkrut und weitere Ortschaften im Bezirk Gänserndorf überflutet worden
waren. Das Aufklärungsbataillon 3 half vor allem bei Rettungs- und Bergemaßnahmen; das durch Einheiten
des PzAB9, PzB10 und PAB1 verstärkte Pionierbataillon 3 half mit spezieller Pionierausrüstung und in
weiterer Folge bei den Aufräumungsarbeiten.
Kurz danach begann der „Waldkampf“ gegen die Borkenkäfergefahr im Bezirk Melk.
183
Hilfe in aller Welt
Z
ur Aufrechterhaltung des Friedens sowie zur friedlichen Beilegung von Streitfällen entsendet Österreich auf Ersuchen internationaler Organisationen Truppenkontingente, Spezialkräfte und Beobachter in alle Welt. Der Ruf „Call the Austrians“ ging im Jahre 1988 (Erdbebenhilfe in Leninakan/Armenien) um die ganze Welt. Der Hilfseinsatz im Ausland erfolgt
gemäß § 2, Abs.1, lit. d des Wehrgesetzes 2001. Viele Freiwillige der 3.PzGrenBrig wirken bei
der Schaffung und der Erhaltung des Friedens in dieser Welt mit. Die betroffenen Menschen in
aller Welt wissen unsere Leistungen zu schätzen.
Einsätze dieser Art erfolgen gemäß § 2, Abs. 1, lit. d des Wehrgesetzes 2001.
Die AFDRU (Austrian Forces Disaster Relief Unit) der ABC-Abwehrschule in Korneuburg / Dabschkaserne wird bei internationalen Katastrophen alarmiert mit ihren Spezialisten zur Hilfeleistung in
die ganze Welt entsandt (z.B. Erbeben Türkei, Erdebene Taiwan, Tsunami Sri Lanka). Auch Freiwillige der 3. Panzergrenadierbrigade unterstützten nach der Tsunami-Katastrophe.
Für die Flüchtlingskatastrophe in Albanien (ATHUM ALBA) im Jahre 1999 stellte das Aufklärungsbataillon 3 Mannschaft und Personal aus dem vorgesehenen MINURSO-Projekt zum Feldspital nach
Shkodra. Für den Aufbau des Lagers von ATHUM ALBA zeichnete Mjr Wolfgang Kaufmann vom
PiB3 verantwortlich; Hptm Onufrejczuk vom PzGrenB35 lenkte die Wirtschaft und Mjr Willmann
vom PzB33 koordinierte den Einsatz als S3.
184
Bei den Vereinten Nationen
(UNO)
Ö
sterreich ist seit 14. Dezember 1955 Mitglied der UNO, deren Ziele die Herstellung und
Erhaltung von Frieden und Sicherheit, sowie die Bewahrung der Menschen vor Leid und
Krieg sind. Mehr als 36.000 Österreicher standen in den vergangenen 50 Jahren im UNO-Einsatz: als Bewahrer des Friedens in Zypern und am Golan, als Beobachteroffizier in Ruanda,
Kambodscha, Israel und Tadschikistan, als Chemiewaffen-Zerstörer im Irak, als Sanitäts- und
Versorgungspersonal im Iran, in Armenien und in Kuwait usw. usw.
Im Einsatz standen z.B. Obstlt Helmut Brandtner als G3 bei UNFICYP zur Friedensüberwachung auf
Cypern und Obstlt Peter Pöcher als G3 bei SHIRBRIG - der einzigen UNO-Truppe mit HQ Kopenhagen. Mit dieser UNO-Brigade war er auch in Eritrea – Äthiopien eingesetzt.
185
Bei KFOR im Kosovo
Z
ur Erhaltung des Friedens in der Provinz Kosovo ist seit Herbst 1999 ein gepanzertes Jägerbataillon des Bundesheeres eingesetzt.
Die 3. Panzergrenadierbrigade beteilte sich bei allen Kontingenten; speziell bei KFOR 5 und KFOR
10. KFOR 10 selbst war in Mautern auszubilden und das Kontingent KFOR 15 umfasst auch die
KPE-Task Force 9 des Panzergrenadierbataillon 9. Bataillonskommandanten waren z.B. Obstlt Franz
Langthaler - KFOR 6, Obstlt Norbert Pallan – KFOR 7, Obstlt Anton Willmann - KFOR 9, Obstlt
Wolfgang Kaufmann - KFOR 10 und Obstlt Reinhard Kunert - KFOR 13.
Seitens des Brigadekommandos war auch der Chef des Stabes ObstltdG Erich Weissenböck bei KFOR
10 eingesetzt - im Kommando der MNBSW (Multi National Brigade South West) in Prizren. Obstlt
Gerhard Skalvy, Obstlt Leopold Schieder, Mjr Albert Bauer, Mjr Michael Lippert, Mjr Georg Härtinger, Vzlt Johann Hirsch und Vzlt Josef Reuter dienten in der Task Force Dulje, dem österreichischen
Bataillon. Selbst die Kompanien der Task Force Dulje von KFOR 10 standen unter „eigenem“ Kommando: Mjr Chytil bei der Stabskompanie, sowie die Majore Schober und Hahn bei den beiden gepanzerten Jägerkompanien; der Aufklärungszug wurde von Olt Graf geführt.
Mjr Gerhard Luger sorgte als Kommandant des NSE (National Support Element) für die Versorgung
aus der Heimat.
OStv Erich Stimpfl feierte sogar seinen 60. Geburtstag im Jahre 1999 im Kosovo - er wirkte im August – September maßgeblich am Aufbau des Camp Casablanca in Suva Reka (TF Dulje) mit.
186
Bei EUFOR in Bosnien
B
ei EUFOR – ALTHEA handelt es sich um die Durchsetzung der Friedensvereinbarungen
von Dayton/USA für Bosnien, welche von der Europäischen Union im Auftrag des UNOSicherheitsrates geführt und eingesetzt ist. Aufklärung, Verbindung und Überwachung sind die
Hauptaufgaben der österreichischen Einheiten und Elemente.
Der KPE-Zug aus Mistelbach war 2005 – 2006 zur Aufklärung eingesetzt. Oberleutnant Ing. Robert
Horak diente in einem LOT (Liaison Observation Team).
Höhepunkt aus österreichischer Sicht war die Kommandoführung über die MNTF „N“ durch Brigadier Mag. Karl Pronhagl von Dezember 2005 bis Mai 2006.
Seitens des Brigadekommandos und des Panzerstabsbataillon 3 standen Obstlt Leopold Schieder, Mjr
Georg Härtinger, Mjr Gerhard Luger, Hptm Gernot Schröttner, Vzlt Wutzl, OStv Niklas, Vzlt Rudolf
Fischer und Vzlt Josef Reuter für die EU-Operation ALTHEA im Einsatz. Frau Stabswachtmeister
Silvia Pfalzer (Panzerstabsbataillon 3 Mautern) diente nach ihrem Einsatz im Kosovo 2004 auch bei
EUFOR in Bosnien.
187
Vertrauensbildung und Überprüfung durch die OSCE
I
m Sinne der VSBM/OSZE gemäß WD 99 (Vertrauens- und Sicherheitsbildende Maßnahmen
der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa gemäß Wiener Dokument
1999) werden jährlich bestimmte militärische Daten zwischen allen OSZE-Staaten ausgetauscht.
Zusätzlich waren auch Kontakte zwischen österreichischen und ausländischen Truppenkörpern
aufzunehmen.
Die „Dritte“ hält seit 1994 Verbindung zur 7. Mechanisierten Brigade der Armee der Tschechischen
Republik. Seit 1998 bestehen auch Kontakte zur 25. Mechanisierten Brigade der Ungarischen Armee.
Es gilt, Vertrauen zu schaffen und Informationen zu beiderseitigem Nutzen auszutauschen. Die 7.
Mechanisierte Brigade mit neuem Standort Hranice unter Kommando von Oberst Stefan Kaleta ist
im Ostteil Tschechiens disloziert; das Kommando der 25. Mechanisierten Brigade Ungarns ist in Tata
untergebracht.
Zur weiteren Vertrauensbildung sind Inspektionen zur Verifikation und Überprüfungen zur allgemeinen Information innerhalb der OSZE möglich. Diese Überprüfungen betreffen jeweils das Brigadekommando und die Verbände mit ihren Hauptwaffensystemen und Ausbildungsphasen.
26. März 1997
11. November 1998 13. Jänner 1999 20. Februar 2002
15. Mai 2003 188
20. April 2004
Tschechien
11. Mai 2004
Bulgarien
30. Juni 2004
Slowakei
28. Juni 2005
Kroatien
Ungarn und Schweden
USA
Usbekistan und Deutschland
Slowakei und Tschechien
Frankreich
NATO-Partnerschaft für den Frieden
(PfP)
A
uch die “Partnerschaft für den Frieden” mit der NATO (PfP = Partnership for Peace) erweitert Wissen und Kenntnisse so mancher österreichischer Soldaten. Speziell in den Bereichen der Katastrophenhilfe und der humanitären Aktionen wirkt Österreich seit 1995 mit.
Soldaten der „Dritten“ nehmen regelmäßig an Übungen der PfP teil.
Erstmals nahmen im Mai 1997 mehrere Offiziere und Unteroffiziere der „Dritten“ in Norddeutschland an einer Stabsübung der PfP teil.
„Co-operative Guard 1997“ mit Übungsthema Friedensoperationen auf Madagaskar (Mjr Rudolf
Sturmlechner, Mjr Peter Pöcher, Hptm Filla, Hptm Rudolf Ebenberger, Hptm Christoph Lechner,
OStv Paul Schäfers).
Bei „Co-operative Safeguard 1997“ auf Island übten Lt Sandtner und Vzlt Engelbert Mistelbauer.
Bei „Co-operative Determination 2001“ in Baku in Aserbaidschan übte mit Brigadier Edmund Entacher erstmals ein Österreicher als Brigadekommandant einer Multinationalen Brigade (dazu ObstltdG Kurt Wagner, Mjr Rudolf Sturmlechner, Mjr Rudolf Ebenberger, Mjr Gottfried Fuchsberger, Mjr
Leopold Schieder, Mjr Gerhard Skalvy, Vzlt Christian Prachinger, Vzlt Johann Hirsch, Mjr Gerhard
Pfalzer, Mjr Albert Bauer, Hptm Mag. Christian Wagner, Hptm Gerhard Luger, Wm Günter Krennstetter).
Bei „Co-operative Associate 2003“ in Sofia in Bulgarien übten z.B. ObstltdG Erich Weissenböck,
Obstlt Rudolf Sturmlechner, Mjr Herbert Gaugusch, Mjr Georg Härtinger, Hptm Hoffmann, Hptm
Christian Kneissl, Hptm Michael Vitovec und OStv Gerald Barta.
Bei „Co-operative Associate 2005“ in Skopje in Mazedonien übten ObstltdG Weissenböck, Mjr
Gerald Luger, Olt Mario Ernst, Vzlt Gerhard Hut, OStv Gerhard Weglehner, Vzlt Prachinger, Mjr
Albert Bauer, Obstlt Gerhard Skalvy, Hptm Markus Kretten; Hptm Waroschitz, StWm Jager, Hptm
Franz Kraßnitzer, StWm Lechner, Hptm Michael Krapf, Hptm Michael Bauer, OStWm Harsch, OStWm Hinterwallner.
189
Taktik und Versorgung
„Si vis Pacem - Para Bellum“
D
ie Kommandanten führen und lenken ihre Verbände im Frieden so, dass sie im Fall des Falles
bestmöglich einsatzbereit sind. Die Kampftruppe hat dann durch taktisch optimales Verhalten
den Erfolg am Gefechtsfeld herbeizuführen. „Wer schneller schießt und besser trifft, bleibt Sieger im
Gefecht !“ Der Weg dahin ist lang und breit: Ausbildung & Übung, Training & Drill, Alarmierung oder
Mobilmachung, Erreichen der personellen & materiellen Einsatzbereitschaft, richtiges Führungsverfahren vom Auftrag zum Befehl (Beurteilung der Lage mit Entschlussfassung, Plan der Durchführung und Befehlsgebung), Ausführung des Befehls auf allen Ebenen und Kontrolle. Dieser Beurteilungsprozess wird aber auch in Friedenszeiten und bei Assistenzeinsätzen angewandt. Die richtige
Truppe muss auch bei Hilfeleistungen am richtigen Ort und in der richtigen Stärke und Ausrüstung
einsetzbar sein. Das Befehlsschema für militärische Operationen findet auch in Hilfseinsätzen seine
Anwendung: Gefahrensituation, Eigene Lage, Unterstützungen, erhaltener Auftrag, eigene Absicht
und eigener Entschluss, Truppeneinteilung, Plan der Durchführung, Aufträge an die unterstellte und
unterstützenden Einheiten, Versorgung, Verbindung.
190
D
ie Panzergrenadier-, Kampfpanzer-, Infanterie- und Aufklärungseinheiten sind die Kampfelemente
einer Panzergrenadierbrigade; die Panzerhaubitzen und Granatwerfer unterstützen mit Steilfeuer. Die
Pioniere sperren oder behindern die Bewegungen des Feindes und schaffen Möglichkeiten für die eigenen
Kräfte. Die Fliegerabwehr bietet mit ihren Lenkwaffen Schutz vor Fliegerangriffen; die ABC-Abwehr stellt
verstrahlte, verseuchte und vergiftete Geländeabschnitte fest und dekontaminiert die angegriffenen Einheiten. Die Fernmelder errichten und betreiben Verbindungen aller Art
In Summe bedeutet dies den „Kampf der verbundenen Waffen“ bzw. den „Einsatz der verbundenen Kräfte“,
welchen eine Panzergrenadierbrigade mit ihren verschiedensten Elementen optimal koordiniert zu führen
hat. Die Kommandanten haben allein- und vollverantwortlich entsprechend ihres erhaltenen Auftrages die
Truppen einzusetzen. Von der richtigen Entschlussfassung und den richtigen Maßnahmen hängen nicht nur
Erfolg oder Misserfolg, sondern vor allem Menschenleben ab.
Wie die Feuerwehr, wie eine Fußballmannschaft oder wie eine Blasmusikkapelle trainieren bzw. üben auch
die militärischen Verbände ihre Einsatzaufgaben. Denn: „Ohne Fleiß => kein Preis“. Die reibungslose Zusammenarbeit aller Waffengattungen und Ebenen in den diversen Kampfformen und Aktionsarten ist das
Ziel jeder Übung, wobei natürlich auf Schwergewichte größeres Augenmerk gelegt wird und manchmal
Nebenbereiche weggelassen werden müssen.
191
A
uch die Versorgung hat ihre Leistungsfähigkeit zu beweisen. Allein der prozentuelle Anteil der Versorgungssoldaten an der Gesamtstärke des Verbandes beweist deren Bedeutung.
Sprichworte wie „Ohne Mampf - kein Kampf“ und „Ohne Verpflegung - keine Bewegung“ verdeutlichen
bereits den hohen Stellenwert der Wirtschaftsversorgung, welche auch die Bekleidung und die Gebühren
umfasst. Das Feldkochpersonal steht schon in Friedenszeiten „an der Front“, wird deren Können doch täglich innerhalb und außerhalb der Kaserne beurteilt. Bei einer Übung will auch der entferntest eingesetzte
Spähtrupp mindestens eine warme gute Mahlzeit pro Tag erhalten.
Die Truppenküchen verbesserten ihr Angebot weiter: Seit Sommer 2000 bietet die mit Gas beheizbare
Feldküche 2000 besseren Komfort und günstigere Arbeitsbedingungen für die Feldköche. In den Kasernen
selbst gelang ebenfalls ein enormer Sprung in Vielfalt und Qualität - die Komponentenkost überzeugte
bald alle Skeptiker - fünf Menüs und Beilagen nach freier Wahl vom Buffet lassen kaum mehr Wünsche
offen. Die Vorreiterrolle nahm die Küche der Raabkaserne Mautern ein - mit einem Koch-Weltmeister im
Team.
192
O
hne leistungsfähigen Nachschub mit entsprechender Verwaltungs-, Lagerungs- und Transportkapazität endet früher oder später jede taktische Maßnahme am Gefechtsfeld: die Munition darf nicht knapp
werden, Kampfmittel aller Art werden in Unmengen benötigt, Treibstoff muss vorausschauend angefordert,
bereitgestellt und ausgegeben werden (Tankinhalt eines Leopard: 1160 Liter). Die Munition eines Leopard,
die im Panzerturm zu verstauen ist, wiegt etwa 1000 kg. Der Versorgungszug des Panzer- oder Panzergrenadierverbandes verfügt ebenfalls über einen entsprechenden Bestand an Munition, so dass viele Tonnen
zum Herstellen der Einsatzbereitschaft eines Bataillons transportiert werden müssen. Das Gewicht einer
Granate der Panzerhaubitze M109 beträgt 44 kg, so dass folglich auch an die Versorgungsdienste der Artillerie höchste Anforderungen gestellt werden.
Sind Kampf- und Unterstützungstruppe doch zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der richtigen Stärke und
Zusammensetzung einsatzbereit, dann treten weitere Versorgungsbereiche verstärkt in Aktion. Zum Beispiel das Sanitätspersonal mit bester Qualifikation und in erforderlicher Quantität mit genügendem Transportraum für Verwundete und mit leistungsfähigen modernen Sanitätseinrichtungen.
Der Bereich Instandsetzung umfasst die Wartungsdienste bei den Einheiten, die Instandsetzungszüge der
Bataillone und die Werkstattkompanie auf Brigadeebene; zugehörig sind die Berge- und Abschubelemente
sowie die Ersatzteillager. Mobile und stationäre Instandsetzungstrupps beinhalten Spezialisten wie Kraftfahrzeugmechaniker, Panzermechaniker, Fernmeldemechaniker, Waffenmeister usw.
193
Sportliche Erfolgbilanz
Brigademeister der 3. Panzergrenadierbrigade (seit 1996)
Anmerkung: RTL = Riesentorlauf
A3K = Dreikampf der Altersgruppen P = Pistole 80 (25 m)
Schw300 = Schwimmen 300m
MschFK = MFK = StG = OL = 10km = Mannschaftsfünfkampf
Militärischer Fünfkampf
Sturmgewehr 77 (200 m)
Orientierungslauf (ÖMK 50)
10 km - Straßenlauf
1996: Siegreicher Truppenkörper/Gesamtwertung: PzAB3
RTL
MFK
A3K
StG
P
OL
Hptm Auer Erich
OStv Distl Werner
Vzlt Stückler Kurt
Vzlt Herzog Günter
Vzlt Baumgartner Hans Peter
OStv Weinstabl Ernst
PzB10
PzAB3
PzAB3
PzB10
PzStbB3
PzAB3
1997: Siegreicher Truppenkörper/Gesamtwertung: PzB10
MFK
A3K
OL
Schw300m
P
StG
OStv Distl Werner
OStv Gangl Konrad
OStv Schäfers Paul
Wm Schulz Jürgen
Vzlt Baumgartner Hans Peter
Vzlt Herzog Günter
PzB10
PzB10
PzB10
PzB10
PzStbB3
PzB10
1998
OL
P
StG
194
OStv Schäfers Paul Vzlt Baumgartner Hans Peter
Vzlt Baumgartner Hans Peter
PzB10
PzStbB3
PzStbB3
1999: Siegreicher Truppenkörper/Gesamtwertung: AufklB3
P
StG
OL
A3K
MFK
Vzlt Proksik Erwin
Vzlt Piribauer Friedrich
Mjr Sturmlechner Rudolf
Mjr Sturmlechner Rudolf
Wm Müllauer Andreas
PzB33
PzGrenB35
BrigKdo
BrigKdo
PzAB3
2000: Siegreicher Truppenkörper/Gesamtwertung: AufklB3
MFK
A3K
OL
StG
P
10km
Schw300
Hptm Hofbauer Josef
Mjr Langthaler Franz
Vzlt Wöchtl Johann
OStv Schwarz Walter Vzlt Proksik Erwin
Mjr Langthaler Franz
Wm Müllauer Andreas
PzAB3
PzAB3
PzAB3
AufklB3
PzB33
PzAB3
PzAB3
2001: Siegreicher Truppenkörper/Gesamtwertung: PzAB3
MFK
A3K
OL
StG
P
10km
Schw300
Wm Müllauer Andreas
Mjr Langthaler Franz
Mjr Langthaler Franz
Vzlt Mattes Herbert
Vzlt Proksik Erwin
Hptm Schlapschy Julius
Wm Müllauer Andreas
PzAB3
PzAB3
PzAB3
AufklB3
PzB33
PzGrenB9
PzAB3
195
2002: Siegreicher Truppenkörper/Gesamtwertung: PzAB3
A3K
MFK
Schw300
OL
10km
StG
P
Hptm Hofbauer Josef
StWm Müllauer Andreas
Hptm Hofbauer Josef
Obstlt Sturmlechner Rudolf Hptm Schlapschy Julius
Vzlt Pospischil Josef
Vzlt Proksik Erwin
PzAB3
PzAB3
PzAB3
BrigKdo
PzGrenB9
AufklB3
PzB33
2003: Siegreicher Truppenkörper/Gesamtwertung: AufklB3
MFK
MschFK
A3K
StG
P
OL
Schw300
10km
Wm Praschinger Michael
Mjr WillmannAnton
Obstlt Langthaler Franz
Hptm Seltenhammer Hermann Vzlt Baumgartner Hans Peter
Vzlt Layer Alfred StWm Berlosnig Marcus Wm Rosenstingl Klaus
PzGrenB9
PzB33
PzAB3
AufklB3
PzStbB3
PzGrenB9
PAB1
PzGrenB9
2004: Siegreicher Truppenkörper/Gesamtwertung: PzAB3
MFK
MschFK
OL
A3K
StG
Schw300
P
10km
196
StWm Müllauer Andreas
Obstlt Langthaler Franz
Obstlt Sturmlechner Rudolf
Obstlt Langthaler Franz
OStv Fuchs Erich
Lt Mag. Kullnig Christoph
Mjr Gaugusch Herbert
StWm Müllauer Andreas
PzAB3
PzAB3
BrigKdo
PzAB3
PzAB3
PzStbB3
BrigKdo
PzAB3
Amtierenden Rekordhalter der „Dritten“ (1996 - 2004)
Schießen / Sturmgewehr:
Vzlt Herzog Günter
PzB10
195 Ringe
1996
OStv Fuchs Erich
PzAB3
192 Ringe
2004
Hptm Spehar Martin
PzB33
192 Ringe
2004
Schießen / Pistole:
1.
Vzlt Baumgartner Hans-Peter
PzStbB3
97 Ringe
2003
2.
Vzlt Mattes Herbert
AufklB3
96 Ringe
2004
3.
Mjr Gaugusch Herbert
PzGrenB9
96 Ringe
2004
Geländelauf / 4000 m
1.
Hptm Hofbauer Josef
PzAB3
13:09
2000
2.
Mjr Langthaler Franz
PzAB3
13:19
2000
3.
Wm Praschinger Michael
PzGrenB9
13:30
2004
Straßenlauf / 10.000 m
1.
Mjr Langthaler Franz
PzAB3
35:27:37
2000
2.
Wm Pesau Helmut
AufklB3
36:00:49
2000
3.
StWm Müllauer Andreas
PzAB3
36:02:13
2004
Hindernislauf
1.
Vzlt Tischberger Manfred
PzStbB3
2:39:40
2001
2.
Wm Mayer Siegfried
PzStbB3
2:39:80
2000
3.
Wm Müllauer Andreas
PzAB3
2:44:50
2001
Handgranatenziel- & Weitwurf
1.
Vzlt Tischberger Manfred
PzStbB3
165,0 WP
2001
2.
OStv Distl Werner
PzB10
160,9 WP
1996
3.
Wm Gundinger Norbert
PzGrenB9
159,7 WP
1997
Schwimmen / 50 m
1.
Wm Schulz Jürgen
PzB10
29:06
1997
2.
Gfr Heider Christoph
PzAB3
30:08
2003
3.
Kpl Rosenstingl Klaus
PzGrenB9
30:09
1997
Schwimmen / 300 m
1.
StWm Berlosnig Markus
PAB1
4:04:89
2003
2.
Lt Mag. Kullnig Christoph
PzStbB3
4:08:30
2004
3.
Wm Müllauer Andreas
PzAB3
4:25:01
2000
Militärischer Fünfkampf (Schießen, Laufen, Hindernisbahn, Handgranatenwurf, Schwimmen)
1.
StWm Müllauer Andreas
PzAB3
4807 P
2001
2.
Hptm Hofbauer Josef
PzAB3
4753 P
2002
3.
Wm Praschinger Michael
PzGrenB9
4541 P
2003
Dreikampf der Altersgruppen (Schießen, Laufen, Handgranatenwurf)
1.
Mjr Langthaler Franz
PzAB3
2969 P
2000
2.
Vzlt Tischberger Manfred
PzStbB3
2746 P
2001
3.
Vzlt Wöchtl Johann
PzAB3
2687 P
2000
1.
2.
3.
197
198
Militärkommando-Bereichsmeister von NÖ (1996 - 2006)
aus der 3. Panzergrenadierbrigade
Anmerkung:
Bi = Biathlon (Langlauf, Schießen)
Pat = Patrouillenlauf (Mannschaftsbewerb)
StG = Sturmgewehr 77 (200 m)
P80 = Pistole 80
SK = Seniorenklasse (ab 40 Jahren) Tri = Triathlon (Langlauf, Schießen, RTL)
MFK = Militärischer Fünfkampf
OL = Orientierungslauf (ÖMK 50)
M = Mannschaft
AK = Altersklasse
1996:
StG/M
Olt Gaugusch Herbert, Wm Schmidt Herbert, Wm Kargl/ PzGrenB9
1997:
Bi
Hptm Langthaler Franz
PzAB3
StG/M
Vzlt Schwarzinger Eduard, Vzlt Baumgartner / PzStbB3, Vzlt Erber Otto / PzB10
OL/SK
Vzlt Wöchtl Johann
PzAB3
1998:
Tri/AK50
Vzlt Thomasberger Herbert
PzB10
Bi/SK
Vzlt Wöchtl Johann
PzAB3
Bi/AK50
Vzlt Ratteneder Josef
PzB10
Tri/AK20
Wm Müllauer Andreas
PzAB3
StG
Vzlt Thomasberger Herbert
PzB10
StG/M
Vzlt Thomasberger Herbert, Vzlt Schagerl Karl, Vzlt Erber Otto / PzB10
MFK/AK30 Olt Lauring Bernhard
PzB10
MFK/AK35 OStv Distl Werner
PzB10
1999:
P/M:
Wm Winkler Jürgen, Vzlt Fischer Rudolf, Vzlt Baumgartner / PzStbB3
Bi/AK20
Wm Müllauer Andreas
PzAB3
2000:
Tri/AK20
Wm Müllauer Andreas
PzAB3
MFK
OStv Tischberger Manfred
PzStbB3
MFK/M
OStv Tischberger Manfred, Wm Mayer Siegfried, Gfr Trauninger / PzStbB3
StG
Vzlt Proksik Erwin
PzB33
StG/M
Vzlt Proksik Erwin, Vzlt Hackel Karl, Kpl Fuchs Bernhard / PzB33
P80
Vzlt Proksik Erwin
PzB33
P80/M
Vzlt Proksik Erwin, Vzlt Hackel Karl, Kpl Fuchs Bernhard / PzB33
199
2001:
Pat
Hptm Hofbauer, Vzlt Wöchtl, OStv Bauer Thomas, Wm Müllauer / PzAB3
Bi
Hptm Hofbauer Josef
PzAB3
Bi/AK20
Wm Müllauer Andreas
PzAB3
Bi/SK
Vzlt Wöchtl Johann
PzAB3
Tri
Hptm Hofbauer Josef
PzAB3
Tri/AK20
Wm Müllauer Andreas
PzAB3
MFK/M
Hptm Bachl Hermann, StWm Pressl Michael, StWm Holzer Roman / AufklB3
MFK/AK30 Hptm Bachl Hermann
AufklB3
2002:
Bi/AK
StWm Müllauer Andreas
PzAB3
MFK/AK
StWm Müllauer Andreas
PzAB3
StG/M
Vzlt Pospischil Josef, Zgf Strauch Johannes, StWm Pressl Michael / AufklB3
2003:
OL/SK
Obstlt Sturmlechner Rudolf
BrigKdo
Bi/SK
Vzlt Wöchtl Johann
PzAB3
2004:
Bi
Mjr Hofbauer Josef
PzAB3
Bi/AK30
StWm Müllauer Andreas
PzAB3
Bi/Sta
Mjr Hofbauer, OStv Bauer, StWm Müllauer, StWm Schleritzko Harald / PzAB3
Pat
Obstlt Langthaler, Mjr Hofbauer, OStv Bauer Thomas, StWm Müllauer / PzAB3
StG
Wm Beiglböck Klaus
PAB1
2005:
Tri
Olt Hollerer Christian PzB10
Bi/AK50
Vzlt Wöchtl Johann
PzAB3
Bi/Sta
StWm Müllauer, Mjr Hofbauer, Vzlt Wöchtl, OStv Bauer Thomas / PzAB3
Pat
StWm Müllauer, Mjr Hofbauer, Vzlt Wöchtl, OStv Bauer Thomas/ PzAB3
2006:
Tri
Olt Hollerer Christian
PzB10
Bi/AK55
Vzlt Ratteneder Josef
PzB10
10 km
Hptm Kraßnitzer Franz
PzAB9
10 km/SK OStv Kralik Johann
PzB10
10 km/AK55 Vzlt Ratteneder Josef
PzB10
2006 (MilKdoB):
Pat
Vzlt Kienegger, Vzlt Pratscher, StWm Radl, StWm Unger / JgB19
200
Heeresmeisterschaften des Bundesheeres (seit 1996)
Platzierungen der „Dritten“
1998:
Bi/AK50/2.Rang
Vzlt Josef Ratteneder
PzB10
1999:
MFK/SK/2.Rang
Vzlt Wöchtl Johann
PzAB3
2000:
Bi/Sieger:
Hptm Schlapschy Julius
PzGrenB9
Bi/AK45/Sieger
Vzlt Wöchtl Johann
PzAB3
MFK/2.Rang
Wm Müllauer Andreas
PzAB3
MFK/AK30/2.Rang Hptm Hofbauer Josef
PzAB3
MFK/AK30/3.Rang OStv Tischberger Manfred
PzStbB3
MFK/M/2.Rang
Hptm Hofbauer, Wm Müllauer / PzAB3, Wm Mayer Siegfried/ PzStbB3
P80/M/2.Rang
Vzlt Proksik Erwin
PzB33
10km/AK40/2.Rang Mjr Langthaler Franz
PzAB3
OL/AK45/Sieger
Vzlt Wöchtl Johann
PzAB3
OL/M/2.Rang
Mjr Sturmlechner Rudolf / BrigKdo, Vzlt Wöchtl Johann / PzAB3
2001:
Bi/AK45/2.Rang
Vzlt Wöchtl Johann
PzAB3
Bi/AK20/2.Rang
Wm Müllauer Andreas
PzAB3
OL/AK40/2.Rang Mjr Sturmlechner Rudolf
BrigKdo
P80/Sieger
Vzlt Proksik Erwin
PzB33
P80/M/2.Rang
Vzlt Proksik Erwin, Wm Schwarz Peter, Kpl Fuchs Bernhard / PzB33
MFK/AK35/3.Rang Vzlt Tischberger Manfred
PzStbB3
MFK/M/3.Rang
Wm Müllauer / PzAB3, Vzlt Tischberger, Wm Mayer Siegfried / PzStbB3
2002:
P80/Sieger
Vzlt Proksik Erwin
PzB33
P80/M/Sieger
Vzlt Proksik Erwin, Vzlt Hackel Karl, Wm Schwarz Peter / PzB33
MFK/AK/2.Rang StWm Müllauer Andreas
PzAB3
OL/AK45/3.Rang Obstlt Sturmlechner Rudolf
BrigKdo
201
P80/Sieger
P80/M/Sieger
Bi/AK30/Sieger
Bi/SK/3.Rang
Bi/SK/Sieger
Bi/Sta/Sieger
StG
P80/Sieger
P80/3.Rang
Bi/AK30/3.Rang
10km/SK/Sieger
Tri/2.Rang
Bi/SK/Sieger
202
2003:
Vzlt Proksik Erwin
PzB33
Vzlt Proksik Erwin
PzB33
2004:
StWm Müllauer Andreas
PzAB3
Vzlt Wöchtl Johann
PzAB3
Vzlt Ratteneder Josef
PzB10
Mjr Hofbauer Josef, StWm Müllauer / PzAB3, Lt Hollerer / PzB10
Wm Beiglböck Klaus
PAB1
Vzlt Proksik Erwin
PzB33
Wm Schwarz Peter
PzB33
2005:
StWm Müllauer Andreas
PzAB3
Vzlt Ratteneder Josef
PzB10
Olt Hollerer Christian
PzB10
2006:
Vzlt Ratteneder Josef
PzB10
Öffentlichkeitsarbeit
A
ktivität & Engagement sind gefordert: Nicht das Verstecken in der Kaserne, sondern das
Präsentsein in der Öffentlichkeit schafft Kontakte - in weiterer Folge erwirkt es Verständnis und schließlich vielleicht sogar Anerkennung und Sympathie. Und das ist für das Österreichische Bundesheer besonders wichtig, weil unsere Soldaten nicht als ‘Staat im Staat’ ein Söldnerdasein fristen, sondern in der Bevölkerung integriert und anerkannt sein wollen.
Unsere Soldaten verteidigen ja im Fall des Falles nicht sich selbst, sondern ihre Heimat - die Republik Österreich und das österreichische Volk. Interne und externe Informationsarbeit sind erforderlich, um möglichst viele Personen über Stärken und Probleme der militärischen Landesverteidigung
informieren zu können. Information schafft Vertrauen und hilft vielleicht sogar, dass nicht nur auf
dem militärischen Dienstweg Anregungen und Bedarfswünsche bis in höchste Kreise vordringen.
Persönliche Gespräche, Präsentationen und diverses Informationsmaterial verstärken und ergänzen
einander. Informationsoffiziere bereisen die Gymnasien und der „Tag der Schulen“ lockt jährlich
hunderte Schüler in die Kasernen der 3. Panzergrenadierbrigade.
Der „Tag der Angehörigen“ bzw. der „Tag der offenen Tür“ spricht vor allem die Familien der Grundwehrdiener und Kadersoldaten sowie die Bevölkerung der Garnisonsstädte an. Informations- und
Leistungsschauen verschiedenster Art für verschiedenste Besuchergruppen in und außerhalb des Kasernenzaunes ergänzen das Konzept der Öffentlichkeitsarbeit.
Als bedeutende Meinungsbildner müssen die Damen und Herren des Brigade-VIP-Klub gut über die
militärische Landesverteidigung (speziell über die „Dritte“) informiert werden.
Brigade-VIP-Klub
Ende der Achtzigerjahre versuchte das Kommando der 3. Panzergrenadierbrigade, die Öffentlichkeitsarbeit in qualitativer und quantitativer Hinsicht zu
steigern. Brigadekommandant ObstdG Karl-Heinz Fitzal fand anfangs des
Jahres 1990 einen neuen Weg, die Aufgaben und Probleme des Heeres der
Bevölkerung näher zu bringen, indem er mit den Mitarbeitern des Brigadekommandos den “Brigade-VIP-Klub” (Verein der Förderer der 3. Panzergrenadierbrigade) gründete, um die Informationstätigkeit im Brigadebereich
effektiv zu gestalten und die hiefür notwendigen Mittel aufzubringen.
Der Brigade-VIP-Klub ist ein weiteres Bindeglied zwischen der 3. Panzergrenadierbrigade und den Vertretern des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft.
203
Brigade - VIP - Klub
O
hne Unterstützung durch die Damen und Herren des Brigade-VIP-Klub wären viele Veranstaltungen und Aktivitäten der 3. Panzergrenadierbrigade in den vergangenen Jahren
nicht oder nur zum Teil möglich gewesen - denn durch Sachspenden, Transparentwerbung und
Inserateneinschaltungen bieten sich mehr Möglichkeiten der internen und externen Präsentation. Eine leistungsfähige EDV-Anlage konnte aus Mitteln des Brigade-VIP-Klub angekauft
werden. Pokale bei Sportwettkämpfen und finanzielle Anreize bei Ehrungen und Belobigungen
spornen naturgemäß mehr an. Getränkelieferungen ermöglichen erst die erforderliche Betreuung von Besuchern und den Abschluss von diversen Feierlichkeiten.
Veranstaltungen 1996-2006 des bzw. für den “Brigade-VIP-Klub” (Auszug):
1996
24 05 1996 Vorbeimarsch und Empfang „40 Jahre 3.PzGrenBrig“
14 06 1996 Grillabend in der Raabkaserne
05 09 1996 40-Jahr-Feier in der Römerhalle
10 12 1996 Jahresabschluss-Empfang in der Raabkaserne
27 02 1997
10 05 1997
25 09 1997
13 11 1997
19 03 1998
17 06 1998
08 10 1998
10 12 1998
05 05 1999
22 06 1999
13 10 1999
09 12 1999
204
1997
Vortrag von ObstdG Othmar Commenda über das US-Army-War-College
Besichtigung des Kampfgruppen-Gefechtsschießens am TÜPl Allentsteig
Teilnahme am Festakt „40 Jahre Garnison Mautern“
Bier-Seminar mit Conrad Seidl
1998
Lesung von Bundesminister a.D. Dr. Helmut Krünes
Scharfschießen am Schießplatz Völtendorf
Weinkost in der Weinkellerei Lenz Moser in Rohrendorf
Lesung ORF-Chefredakteur Prof. Gerhard Vogl: „Jahrhundert in Anekdoten“
1999
Scharfschießen in der Pistolen-Schießanlage der Raabkaserne Mautern
Weinkost und Ritteressen auf der Burgruine Senftenberg
Vortrag des Hptm Onufrejczuk über seinen Albanien-Einsatz
Verkostung von Yeti-Bier der Brau-Union und Schießbewerb im HSV Haus.
19 04 2000
01 07 2000
28 09 2000
2000
Besichtigung des Kampfgruppen-Gefechtsschießens „Fire Power 2000“
Besuch des Flugtages in Zeltweg: „Air Power 2000“
Lesung durch Chefredakteur Kurt Bergmann „Wie Politik wirklich läuft“
03 10 2001
26 10 2001
2001
“Magischer Abend“ mit Zauberkünstler Wolfgang Moser
Erlebniswelt Bundesheer in der Raabkaserne
14 11 2002
26 10 2002
06 12 2002
2002
Vortrag von Kurier-Redakteur Mjr Theuretsbacher über Afghanistan
Erlebniswelt Bundesheer in der Raabkaserne
Jahresabschluss-Empfang
25 04 2003
28 06 2003
26 09 2003
2003
Festakt „40 Jahre Panzerstabsbataillon 3“
Flugtag in Zeltweg – Air Power 2003
20 Jahre Partnerschaft mit der Stadt Krems („Active Defence“)
19 02 2004
06 12 2004
06 12 2004
2004
Vortrag über den Irak (MjrdG Eder)
Hubschrauberflug mit S70 – Black Hawk
Jahresabschluss-Empfang
24 06 2005
03 09 2005
07 12 2005
2005
Flugtag in Zeltweg – Air Power 2005
Erlebniswelt Bundesheer in der Raabkaserne (Tag der Brigade)
Jahresabschluss mit Ehrungen (langjährige Zugehörigkeit zum Brigade-VIP-Klub)
26 01 2006
09 03 2006
29 04 2006
24 05 2006
2006
Vortrag: Internationale Organisationen (Obst Kraus)
Vortrag: EUFOR-Einsatz in Bosnien (Bgdr Mag. Pronhagl)
Informationsfahrt nach Bosnien zu EUFOR
Tontaubenschießen in Großglobnitz
205
206
Angelobungen
(1996 - 2006)
ET
April 1996
Oktober 1996
Februar 1997
August 1997
Februar 1998
Mai 1998
August 1998
Oktober 1998
Dezember 1998
Februar 1999
März 1999
Juli 1999
September 1999
Datum
Ort & Anmerkung
15
26
13
14
25
27
06
26
28
04
26
29
30
22
19
19
23
08
26
01
24
02
24
Schrattenthal
Wr. Neustadt / MilAk
Waidhofen / Thaya
Wilhelmsburg
Mautern (Raabkaserne)
Retz
Neulengbach
Kirchstetten
Hirschbach
Maria Anzbach
Hollabrunn
Horn
Kottes-Purk
Klosterneuburg
Langenlois / Holzplatz
Weitra
Eggern
Biedermannsdorf
Mautern (Erlebniswelt)
Amaliendorf-Aalfang
Rabensburg Ebenfurth
Lengenfeld
05
10
03
03
09
02
03
06
08
09
10
10
10
01
02
03
07
10
10
10
09
10
09
96
96
97
97
97
98
98
98
98
98
98
98
98
99
98
99
99
99
99
99
99
99
99
Teilnehmer
3.PzGrenBrig (ÜK)
3.PzGrenBrig (VK)
PzAB3, PzGrenB9
PzB10, PzStbB3
3.PzGrenBrig
PzAB3, PzGrenB9
PzStbB3, PzB10
AufklB3
PzAB3, PzGrenB9
PzStbB3, PzB10
PzStbB3
PzGrenB9
PzAB3
AufklB3
PzStbB3
3.PzGrenBrig (ÜK)
PzAB3, AufklB3
PzB33
PzGrenB9
PzAB3
AufklB3
PzGrenB35
PzStbB3
207
ET
Datum
Ort & Anmerkung
Teilnehmer
März 2000
31 03 00
Eisgarn
PzAB3, PzGrenB9
07 04 00
Pulkau
PzStbB3
07 04 00
Bad Pirawarth
AufklB3, PzB33,
PzGrenB35
Juli 2000
21 07 00
Zwettl
PzStbB3 (SpiSpo)
September 2000
29 09 00
Oberwölbling
PzStbB3, PzB33
29 09 00
Vitis
PzAB3
06 10 00
Raabs
PzGrenB9
06 10 00
Wien PzB33
13 10 00
Hauskirchen
AufklB3
24 10 00
Wr. Neustadt
PzGrenB35
26 10 00
Mautern (Erlebniswelt)
PzStbB3
März 2001
20 04 01
Schrattenthal
PzGrenB9, PzStbB3,
PzAB3
27 04 01
Perchtoldsdorf
PzB33,PzGrenB35,
AufklB3
Juli 2001
02 08 01
Langenlois
PzStbB3 (SpiSpo)
(Schloss Haindorf)
September 2001
21 09 01
Drosendorf
PzStbB3
28 09 01
Niederleis
AufklB3
29 09 01
Sollenau
PzGrenB35
05 10 01
Trautmannsdorf
PzB33
05 10 01
Neupölla
PzAB3
26 10 01
Mautern (Erlebniswelt)
PzGrenB9
März 2002
13 04 02
Retz
3.PzGrenBrig (ÜK)
Juli 2002
25 07 02
Krems (Gozzoburg)
PzStbB3 (SpiSpo)
09 08 02
Wien (MTK)
PzB33
September 2002
20 09 02
Poysbrunn
AufklB3
27 09 02
Wieselburg
PzStbB3
28 09 02
Pottendorf
PzGrenB35
04 10 02
Schwadorf
PzB33
26 10 02
Mautern (Erlebniswelt)
PzAB3, PzGrenB9
208
ET
Datum
Ort & Anmerkung
18 10 02
Mollram
11 10 02
Rohrendorf
Jänner 2003
14 02 03
Reichenau
März 2003
05 04 03
Geras
Juli 2003
31 07 03
Furth
September 2003
19 09 03
Wolkersdorf
27 09 03
Blumau – Neurisshof
26 09 03
Krems
20 09 03
Wr. Neustadt
10 10 03
Stockerau
26 10 03
Mautern (Erlebniswelt)
Jänner 2004
06 02 04
Warth
März 2004
26 03 04
Krumau/Kamp
02 04 04
Hadersdorf
Mai 2004
09 06 04
Schrattenberg
Juli 2004
23 07 04
Felixdorf
23 07 04
Dobersberg
20 08 04
Weitra
September 2004
25 09 04
Wr. Neustadt
Oktober 2004
26 10 04
Mautern (Erlebniswelt)
26 10 04
Wien (Heldenplatz)
November 2004
03 12 04
Dürnkrut
Jänner 2005
04 02 05
Langenlois
03 02 05
Teesdorf
17 02 05
Lichtenau
18 02 05
Leopoldsdorf
25 02 05
Waldenstein
Mai 2005
03 06 05
Laa / Thaya
Juli 2005
22 07 05
Heidenreichstein
04 08 05
Edlitz
Teilnehmer
PAB1
PzStbB3
PAB1
3.PzGrenBrig (ÜK)
PzStbB3 (SpiSpo)
AufklB3
PzGrenB35
PzStbB3
PAB1
PzGrenB9, PzB33
PzAB3
PAB1
PzGrenB35, PzB33
PzStbB3,AufklB3,
PzGrenB9, PzAB3
AufklB3
PzGrenB35,PzB33,
PAB1
PzAB3
PzGrenB9,PzStbB3
PAB1
PzStbB3 (SpiSpo)
PzAB3, PzB33
AufklB3
PzGrenB9
PzGrenB35
PzStbB3
PzB33, PAB1
PzAB3
AufklB3
PzGrenB9, PzAB3
PAB1, PzB33
209
ET
Datum
Ort & Anmerkung
05 08 05
Strass im Strassertale
September 2005
22 09 05
Heldenberg
30 09 05
Laxenburg
13 10 05
St. Pölten / Rathausplatz
Oktober 2005
20 10 05
Stift Göttweig
26 10 05
Wien (Heldenplatz)
November 2005
25 11 05
Moschendorf
02 12 05
Hainburg
Jänner 2006
03 02 06
Neusiedl am See
03 02 06
Schwechat
10 02 06
St. Leonhard / Forst
April 2006
21 04 06
Hafnerbach
28 04 06
Günselsdorf
Mai 2006
02 06 06
Pfaffenschlag
30 06 06
Gedersdorf
07 07 06
Grossharras
210
Teilnehmer
PzStbB3
PzAB9
PzB33, PAB1
PzB10
PzStbB3(SpiSpo),
PiB3
PzB33
JgB19
AufklB3
JgB19
PzB33, PAB1,
AufklB3
PiB3, PzStbB3
PiB3, PzB10
PzGrenB35, PzAB9
PzB10, PzAB9
PzStbB3, PzB33,
PAB1
AufklB3
Ehrungen beim Neujahrsempfang
(1996 - 2006)
D
er Neujahrsempfang des Brigadekommandanten bietet alljährlich die Möglichkeit, Soldaten öffentlich zu ehren und deren Leistungen vor einem hochkarätigen Publikum darzustellen. Hervorgehoben werden vor allem die „Vorbilder in der Ausbildung“ und die „Erfinder“
von diversen Geräten und Hilfsmitteln für den täglichen Dienstbetrieb und die Ausbildung.
Engagement in der Ausbildung und Ideenreichtum werden öffentlich vorgestellt.
Vorbild in der Ausbildung 1996: Lt Christian Kneissl, Vzlt Rudolf Schuster, Vzlt Erwin Glaser/PzGrenB9, OStv Werner Distl/PzB10
Innovationspreis 1996: Hptm Bernhard Filla und Hptm Michael Kainz/PzGrenB9 (Programm zur
Verbesserung der Gefechtsschießtechnik)
Vorbild in der Ausbildung 1997: Hptm Gerhard Luger/PzStbB3
Innovationspreis 1997: Vzlt Neubauer Karl und Vzlt Kolm Josef/PzAB3 (Entwicklung eines Bremsprüfgerätes für Anhänger), OStWm Harald Hopf und OStWm Manfred Pitschko/PzGrenB9 (Schießausbildungsgerät), OStv Heinrich Weninger und StWm Erwin Haumer/PzGrenB9 (Adaptierung der
Kleinkaliber-Schießanlage für MK66 und PAR66/79)
Vorbild in der Ausbildung 1998: Vzlt Gernot Rabl, Wm Thomas Lehr und Wm Roland Breitenseher/PzGrenB9
Besondere Leistungen 1998: StWm Franz Emberger/PzStbB3 (Kursbester am Stabsunteroffizierslehrgang an der HUAk), Hptm Ing. Gerhard Stipschitz/PzB33 (Kursbester an der deutschen Panzertruppenschule in Munster)
Vorbild in der Ausbildung 1999: OStv Claudio Bonomelli/PzB33 (für vorbildliches Führungsverhalten in der Ausbildung und für Innovationen bei der Feuerleitung im Panzerzug)
Innovationspreis 1999: Vzlt Alois Kramer, OStv Robert Tentulin-Wawra und OStWm Robert Aflenzer/PzGrenB9 (für die Entwicklung einer technischen Lösung zum Einbau der Panzerabwehrlenkflugkörper BILL in den Schützenpanzer)
Besondere Leistungen 1999: Hptm Herbert Gaugusch/PzGrenB9 für den Bereich der Infrastruktur
(Erweiterung des Übungsplatzes Weitra) und für die Öffentlichkeitsarbeit
211
Vorbild in der Ausbildung 2000: Vzlt Robert Brandl/PzGrenB35, Vzlt Ernst Fröhlich/PzB33, Vzlt
Gerhard Witzmann/PzAB3
Besondere Verdienste 2000: Vzlt Johann Riegler/PzGrenB9 für den Bereich der Infrastruktur und
sein Küchenteam
Vorbild in der Ausbildung 2001: Vzlt Wilhelm Schlögl und OStv Franz Frank/PzGrenB35, OStWm
Robert Aflenzer und StWm Thomas Wimmer/PzGrenB9 (Truppenerprobung SPz Ulan)
Innovationspreis 2001: Lt Ing. Robert Horak/PzStbB3 (Modifikation des Bergepanzers M-578)
Vorbild in der Ausbildung 2002: StWm Andreas Böhm, StWm Herbert Borsits, Zgf Peter Putz/
PzB33 (Sieger der Weltmeisterschaft für Panzerbesatzungen am KPz Leopard „Swiss Tank Challenge
2002“)
Innovationspreis 2002: Vzlt Hubert Handler/PAB1 (Einführung des Schießsimulators für den Jagdpanzer Jaguar)
Vorbild in der Ausbildung 2003: Vzlt Christoph Windholz/PzStbB3, Vzlt Werner Lobenwein/PAB1,
Vzlt Othmar Brenner und OStv Christian Zisser/PzGrenB35 (für vorbildliche Ausbildungsarbeit und
Dienstleistung), Wm Johannes Gurschka/AufklB3 (Kursbester am Unteroffizierslehrgang an der
HUAk), Vzlt Johann Pollak/PzB33 (Einführung neuer Arbeitstechniken beim Instandsetzungszug des
PzB33)
Innovationspreis 2003: OStv Robert Aflenzer, StWm Herbert Schmidt, StWm Thomas Wimmer/PzGrenB9 (Entwicklung von Exerziermunition, Hülsenfangsack und wärmebildfähigen Ausbildungsmitteln für den SPz Ulan), Hptm Reinhard Lemp/PzAB3 (Implementierung des neuen Artillerie-Feuerleitsystems „EAFLS“)
Besondere Leistungen 2003: StWm Bernhard Rathpoller, StWm Stefan Wimmer, Kpl Alexander
Haml/PzB33 (2. Rang bei der Weltmeisterschaft für Panzerbesatzungen am KPz Leopard „Swiss
Tank Challenge 2003“), Vzlt Manfred Tischberger/PzStbB3, Vzlt Alfred Layer/PzGrenB9 und StWm
Andreas Müllauer/PzAB3 (Siegermannschaft bei den internationalen Unteroffizierswettkämpfen in
Deutschland)
Vorbild in der Ausbildung 2004: Vzlt Georg Maar und Vzlt Dieter Höfler/PzStbB3 (Implementierung eines Gefechtstrainingsparcours), Vzlt Alfred Benesch/PAB1(besondere Leistungen bei der
Verbandsübung „Schutz 2004“)
Innovationspreis 2004: OStv Andreas Veitinger/PzStbB3 (Generalsanierung der Schwerlastsysteme
des PzStbB3), Vzlt Ferdinand Mehlich und StWm Josef Stern/PzGrenB35 (Konstruktion einer wärmebildfähigen Schlangenwand für die Richtschützenausbildung des SPz Ulan)
212
Vorbild in der Ausbildung 2005: Hptm Volker Chytil/PzStbB3 (Errichtung des Feldlagers „Camp
Schwarzenreith“), Hptm Franz Kraßnitzer/PzAB9 (Computerprogramm zur Erstellung von Sicherheitsunterlagen für das Scharfschießen mit Panzerhaubitzen), Vzlt Robert Brandl/PzGrenB35 (gefechts- und realitätsnahe Darstellung von Gefechtsszenen)
Innovationspreis 2005: Vzlt Karl Aigner/PzStbB3 (Einsparungen im Postversand), OStWm Christian Martin/AuflkB3 (Erfindung eines Kabeltesters)
213
Besondere Ehrungen
E
hrung anlässlich 20 Jahre Partnerschaft durch die Stadt Krems für Obst Leopold Cermak, Obstlt
Rudolf Sturmlechner, Mjr Wolfgang Passler, Hptm Volker Chytil, Vzlt Josef Reuter, Vzlt Manfred Tischberger, OStWm Michael Wilfert, Vzlt Severin Ganglberger (27. September 2003)
Verleihung der Ehrenmedaille der 3.PzGrenBrig durch den Brigadekommandanten an Bürgermeister
Dir. Franz Hölzl (Partnerschaft), Altbürgermeister RgR i.R. Harald Wittig (Partnerschaft), Generalleutnant i.R. Mag. Kurt Pirker (ehemaliger Brigade- und Militärkommandant), Stadtrat Heinz Stummer (Partnerschaft), RgR Obstlt Ernst Herrmann / BMBWK (Ordonnanzoffizier) und General i.R.
Mag. Karl-Heinz Fitzal (ehemaliger Brigadekommandant und Gründer des Brigade-VIP-Klub)
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Heimatgarnisonen
MAUTERN an der Donau
D
ie Raabkaserne in Mautern an der Donau (benannt nach Bundeskanzler Ing. Julius Raab;
1891 - 1964; er war als Sappeur-Oberleutnant in den Jahren 1912 - 1918 Angehöriger des Kremser k.u.k. Sappeurbataillon Nr. 2, das in Mautern seine Übungsplätze hatte) wurde in den Jahren 1957
- 59 errichtet. In ihr sind das Kommando der 3. Panzergrenadierbrigade, das Panzerstabsbataillon 3
und zwei Kompanien des Pionierbataillon 3 untergebracht. Zur Raabkaserne gehören zwei Garnisonsübungsplätze („Landdienstübungsplatz“ und „FlA-Lager“) und zwei Wasserübungsplätze für die
Pionierausbildung (WÜPl Krems am linken und WÜPl Fladnitz am rechten Ufer der Donau).
St. Pölten-Spratzern
D
ie Kopalkaserne in St. Pölten-Spratzern (nach Oberst Karl von Kopal; 1788 - 1848; er erstürmte mit den 10er Jägern den Monte Berico bei Vicenza 1848) wurde mit den älteren Gebäuden 1938 und mit den jüngeren Bauwerken 1959 errichtet. In ihr sind das Panzerbataillon 10, die
Werkstattkompanie des Panzerstabsbataillon 3 und der ABC-Abwehrzug des Militärkommandos NÖ
untergebracht. Zur Kopalkaserne gehört der Übungs- und Schießplatz Völtendorf.
Die Kopalkaserne ist zum Verkauf vorgesehen.
215
Horn
D
ie Radetzkykaserne in Horn (nach Feldmarschall Josef Wenzel Graf Radetzky; 1766 - 1858; „in
seinem Lager war Österreich“) wurde 1935 - 1937 errichtet. In ihr sind das Panzergrenadierbataillon 9 mit der Stabskompanie, einer Panzergrenadierkompanien und der Kampfunterstützungskompanie,
sowie die Panzeraufklärungskompanie des Panzerstabsbataillon 3 untergebracht. Unmittelbarer Übungsraum ist der Garnisonsübungsplatz „Galgenberg“.
Im Zuge des „ÖBH 2010“ wird die Radetzkykaserne über zwei Aufklärungseinheiten des Artillerie-Aufklärungsbataillon 4 (AAB4 / Allentsteig) verfügen.
Weitra
D
ie Kuenringerkaserne in Weitra (nach dem im Waldviertel ansässigen mächtigen und wehrhaften
Ministerialiengeschlecht der Kuenringer zwischen 11. und 16. Jahrhundert) wurde 1957-59 erbaut
und beherbergt zwei Panzergrenadiereinheiten des Panzergrenadierbataillon 9. Ein Übungsplatz ist der
Kaserne angeschlossen.
Im Zuge des „ÖBH 2010“ wird die Kuenringerkaserne über eine Lehrkompanie des Panzerstabsbataillon
3 (PzStbB3 / Mautern) verfügen.
216
Allentsteig
D
ie Liechtensteinkaserne in Allentsteig (nach Feldmarschall Josef Wenzel Fürst zu Liechtenstein;
1696 - 1772; bedeutendster Reformator der österreichischen Artillerie) stammt mit den älteren Bauelementen aus dem Jahr 1938 und mit den Neubauten aus den Sechzigerjahren. In ihr ist das gesamte Panzerartilleriebataillon 3 (PzAB3) mit seinen Panzerhaubitzen M109A5Ö stationiert. Idealer Übungsraum
und bestens geeignetes Schießgelände für die Artillerie ist der unmittelbar an die Kaserne anschließende
Truppenübungsplatz Allentsteig.
Im Zuge des „ÖBH 2010“ wird das PzAB3 zum Aufklärungs-Artilleriebataillon 4 (AAB4) umgegliedert.
Mistelbach
D
ie Bolfraskaserne in Mistelbach (nach Generaloberst Arthur Freiherr von Bolfras; 1838 - 1922; Regimentsinhaber und Namensgeber des NÖ-Infanterieregiment 84) - erbaut 1937 - dient seit 1958 als
Kaserne für die Aufklärer. In ihr ist das Aufklärungsbataillon 3 untergebracht. Zur Garnison gehörig ist der
Garnisonsübungsplatz „Totenhauer“.
Im Zuge des „ÖBH 2010“ entsteht daraus das Artillerie-Aufklärungsbataillon 3 (AAB3).
217
Pinkafeld
D
ie Turbakaserne in Pinkafeld (nach Generalstabsoberst Josef Turba; 1872 – 1932; letztes Regimentskommando des Infanterieregiment 8) stammt aus dem Jahre 1832. In ihr sind das Bataillonskommando, die Stabskompanie und die Kampfunterstützungskompanie des Jägerbataillon 19 untergebracht.
Die Turbakaserne ist zum Verkauf vorgesehen.
Oberwart
D
ie Sporckkaserne in Oberwart (nach General der Kavallerie Johann Graf Sporck; 1607 – 1679; Reiterführer in der Schlacht bei St. Gotthard - Mogersdorf 1664) stammt aus dem Jahre 1932. In ihr ist
die erste Jägerkompanie des Jägerbataillon 19 untergebracht.
Die Sporckkaserne ist zum Verkauf vorgesehen.
Güssing
D
ie Montecuccolikaserne in Güssing (nach Feldmarschall Raimund Fürst Montecuccoli; 1609 – 1680;
Sieger über die Türken in der Schlacht bei St. Gotthard - Mogersdorf 1664) stammt aus dem Jahre
1962. In ihr sind die 2. und die 3. Jägerkompanie des Jägerbataillon 19 untergebracht.
Im Zuge des „ÖBH 2010“ ist der Ausbau der Montecuccolikaserne zur Aufnahme aller Kompanien des
Jägerbataillon 19 vorgesehen.
218
Baden
D
ie Martinekkaserne in Baden (nach General der Artillerie Robert Martinek; 1889 – 1944; hervorragender Artillerist) stammt aus dem Jahre 1940. In ihr sind das Panzerartilleriebataillon 9, die Artillerieschule, die Lehrabteilung Kraftfahrwesen der Heeresversorgungsschule und eine Sanitätsanstalt untergebracht.
Die Martinekkaserne ist zum Verkauf vorgesehen.
Melk
D
ie Biragokaserne in Melk (nach Oberst Karl Freiherr von Birago; 1792 – 1845; hervorragender Pionieroffizier und Kriegsbrückenkonstrukteur) stammt mit den älteren Teilen aus dem Jahre 1913. In
ihr ist das Pionierbataillon 3 untergebracht. Im Zuge des „ÖBH 2010“ ist der Ausbau der Biragokaserne
vorgesehen, um auch die Pionierkompanie aus Mautern aufzunehmen.
Wr. Neustadt
D
ie Bechtolsheimkaserne in Wr. Neustadt (nach General der Kavallerie Anton Freiherr von Bechtolsheim; 1834 – 1904; bedeutender Heeresorganisator, berühmt durch seine Attacke bei Custoza 1866,
Träger des MMTO) wurde mit ersten Teilen 1909 erbaut. In ihr ist das Panzerabwehrbataillon 1 untergebracht.
Die Bechtolsheimkaserne ist zum Verkauf vorgesehen.
219
Großmittel / Felixdorf
D
ie Jansakaserne in Großmittel (nach Feldmarschallleutnant Alfred Jansa; 1884-1963; Chef des Generalstabes des Bundesheeres der Ersten Republik; von 1920 bis 1932 auch Chef des Stabes bzw.
Kommandant der damaligen 3. Brigade) wurde 1939 auf dem Areal eines ehemaligen Pulverdepots aus der
k.u.k. Zeit errichtet. Sie beheimatet das Panzergrenadierbataillon 35 mit einer Stabskompanie, drei Panzergrenadierkompanien und der Kampfunterstützungskompanie. Zur Garnison gehören auch die Heeresmunitionsanstalt Großmittel, der Schießplatz Felixdorf, die Abteilung Waffen- und Flugkörpertechnik des
Amtes für Rüstung und Wehrtechnik, eine Außenstelle des Entminungsdienstes des Innenministeriums und
das Schulungszentrum Munitionstechnik der Heeresversorgungsschule. Mit dem Garnisonsübungsplatz
Blumau, dem ABC- & Katastrophenschutzübungsplatz Tritol und dem Garnisonsübungsplatz Großmittel
stehen den übenden Truppenteilen 23 km2 Übungsfläche zur Verfügung. Der Übungsplatz Großmittel ist
nicht nur militärisches Sperrgebiet, sondern auch das größte Trockenbiotop Mitteleuropas.
Zwölfaxing / Rannersdorf
D
ie Burstynkaserne in Zwölfaxing (nach General-Baurat Gunther Burstyn; 1879 – 1945; dem Konstrukteur des ersten geländegängigen Panzerkampfwagens 1911 - „Burstyn-Panzer“.) wurde mit
ersten Teilen 1940, mit den weiteren Teilen 1957 errichtet. In der Garnison ist das Panzerbataillon 33 mit
drei Panzerkompanien sowie einer Stabskompanie untergebracht. Zusätzlich befinden sich dort die Panzertruppenschule und die Nachschub-Transportkompanie des Panzerstabsbataillon 3. Ein Übungsplatz ist der
Kaserne angeschlossen.
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