THC 50 Jahre Heft für PDF - THC Hürth Rot

Transcription

THC 50 Jahre Heft für PDF - THC Hürth Rot
Inhaltsverzeichnis
1.
Grußwort Vorsitzender THC Ch. Boog
3
2.
Grußwort Bürgermeister der Stadt Hürth Walther Boecker
7
3.
Grußwort Landrat Werner Stump
9
4.
Grußwort DHB Stephan Abel
11
5.
Grußwort Präsident des LSB Walter Schneeloch
13
6.
Grußwort TVM Dr. Manfred Weber
15
7.
Grußwort KSK Dr. Klaus Tiedeken
17
8.
Vorwort der Redaktion
19
9.
50-Jahre THC – So fing es an
23
10. Hockeysport im THC
29
11. Ehrenamtliche Vereinsführung
41
12. Vorstand
46
13. Tennissport im THC
47
14
49
Tennisvokabular wird neu überarbeitet
15. Lob des Tennisspiels
55
16. Vorstände im THC
57
17. Brief an den Vorstand
61
18. Die Reisemannschaft im THC Hürth
62
19. THC – Fußballer
67
20. Wanderungen im THC
68
21. Treue Clubmitglieder
71
22. So etwas gibt es bei uns nicht – oder?
72
23. THC-Clubfeste
75
24. Jubiläumsveranstaltungen
83
50 Jahre
THC Hürth
,,Rot-Weiss’’ e.V.
Liebe Mitglieder und Freunde des
THC,
unser Verein begeht in diesem Jahr
sein 50-jähriges Jubiläum.
Dies gibt mir als neu gewähltem Vorsitzenden an dieser Stelle die Gelegenheit, den Gründern unseres Clubs,
allen meinen Vorgängern und ihren
Mitstreitern im Vorstand Dank für ihre
hervorragende Arbeit zu sagen. Ich
danke auch allen Mitgliedern, die sich
mit viel ehrenamtlichem Engagement
der Verwirklichung der Ziele unseres
Clubs verschrieben haben.
Nicht zu vergessen ist die vertrauensvolle gute Zusammenarbeit mit Stadt
und Politik. Wir konnten während der
verflossenen fünfzig Jahre und können auch heute mit unseren vielfältigen Sorgen und Nöten die verständnisvolle Hilfsbereitschaft der einzelnen
Bereiche immer in Anspruch nehmen.
Herzlichen Dank allen Damen und
Herren.
Ich möchte an dieser Stelle aber auch
den Förderern und Sponsoren herzlich
danken. Viele Projekte konnten erst
durch ihre Unterstützung verwirklicht
werden.
Nur durch langjähriges Zusammenspiel aller Kräfte wurde der Club das,
was er heute ist: „Der erste und einzige Tennis- und- Hockey-Club in
Hürth“, ein Verein, in dem der Leistungssport hoch angesiedelt ist, der
aber auch durch die Förderung der
Geselligkeit viel Freiraum für Entspannung und Freundschaften bietet.
Aber natürlich muss auch unsere
Jugend erwähnt werden. Sie erhält in
unserem Verein sportliche und
menschliche Entwicklungsmöglichkeit.
Eine unserer Hauptaufgaben ist es,
mit qualifizierten Übungsleitern und
Trainern unseren Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, die
Sportarten Hockey und Tennis zu
erlernen, sie auszuüben und sich im
sportlichen Wettkampf mit anderen
Spielern und Vereinen zu messen.
Ich freue mich, daß unsere Clubchronik nun auch volle fünfzig Jahre
umfasst. Bert Heuser, der seit Jahrzehnten die Daten, Fakten und Ereignisse zusammentrug, hat das Werk
um die noch fehlenden Jahre ergänzt.
Ihm gilt für seinen großen Einsatz und
den immensen Arbeitsaufwand ein
besonderes Dankeschön. Mir macht
es große Freude, Ihnen die komplette
Chronik zur Erinnerung anbieten zu
können.
Mit einem Rasen- und KunstrasenHockeyplatz , acht Tennisplätzen
sowie unserem schönen und modern
eingerichteten Clubhaus sind wir für
alle sportlichen Belange gut aufge-
stellt. Wirtschaftlich ist der Verein
gesund. Die Zukunft kann aber nur
bewältigt werden, wenn sich auch weiterhin aus dem Kreis der Mitgliedschaft Damen und Herren für eine
ehrenamtliche Vorstandstätigkeit zur
Verfügung stellen.
Ich wünsche dem THC weiterhin eine
erfolgreiche Zukunft, den Mitgliedern,
Freunden, Förderern und Sponsoren
unseres Vereins alles Gute, Spaß und
sportlichen Erfolg in unseren beiden
schönen Sportarten sowie heitere
Jubiläumsfeierlichkeiten bei bestem
Wetter.
Christiaan Boog
Vorsitzender
FINEST SPORTS & URBAN WEAR
Bahnhof Efferen | Zum Komarhof 8 | 50354 Hürth Tel.: 02233/685480
DIREKT vor dem REWE Markt in Efferen mit eigenen Pärkplätzen.
Hockey-Shop mit Rundum Service für Jung & Alt
unden &
K
e
ll
a
n
e
s
s
ü
r
g
W ir
uns auf
n
e
u
e
r
f
d
n
u
e
d
n
Sportsfreu
Ihren Besuch!
TK Hockey Equip. | Malik | Gryphon | Dita | Obo | Grays
Grußwort
Liebe Mitglieder und Freundinnen
und Freunde des Tennis- und
Hockeysports,
zum 50-jährigen Bestehen gratuliere
ich dem Tennis- und Hockey-Clubs
Hürth „Rot-Weiss“. e.V., seinem Vorstand und den rund 600 Mitgliedern
sehr herzlich. Der Verein ist als Adresse beider Sportarten einzigartig in
Hürth und er gibt nach wie vor ein
Musterbeispiel
an
solidarischer
Gemeinsamkeit. Die Einsatzfreude,
mit der die Plätze und die Außenanlagen gepflegt werden, die Fürsorge, mit
der der Verein das vortreffliche Vereinsheim behandelt - all das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich,
gerade deshalb aber ein Grund zur
Anerkennung.
Auch die Stadt hat natürlich – und darüber freue ich mich – ein wenig zum
Erfolg beigetragen. Sportvereine im
Amateurbereich sind bei der Errichtung von Sportstätten und der Erfüllung ihrer Aufgaben auf die finanzielle
Unterstützung der Kommunen angewiesen - auch in einer Zeit, in der die
finanziellen Verhältnisse der öffentlichen Hand nicht rosig sind. Wir können sagen, das Unsrige geleistet zu
haben. Deshalb nehmen Rat und Verwaltung am Jubiläum auch so engen
und unmittelbaren Anteil.
Mehr als ein Drittel aller Mitglieder sind
Kinder und Jugendliche, die in zehn
Hockeymannschaften und fünf TennisMannschaften ihren Hobbys frönen.
Auch dies und die Kooperation mit
zwei Hürther Grundschulen sind weitere Musterbeispiele hervorragender
Breitenarbeit des Vereins. Mädchen
und Jungen können ihren Idolen auf
einer beispielhaften Anlage unter
mustergültiger Betreuung nacheifern.
Die Denkweise im Verein ist eine
zuverlässige Grundlage für seine weitere Arbeit. Allen Frauen und Männern,
die am Aufschwung mitgewirkt haben
oder heute verantwortungsreich arbeiten, gilt unser Dank. Denn deren
Engagement ist längst nicht selbstverständlich.
Mit Respekt und Wertschätzung blikken wir auf die 50 Jahre junge
Geschichte des Tennis- und Hockeyclubs Hürth „Rot-Weiss“ e.V. Im
Namen von Rat und Verwaltung
beglückwünsche ich den Verein zum
bewiesenen
Unternehmensgeist.
Möge ihm eine nicht minder erfolgreiche Zukunft beschieden sein!
Mit sportlichen Grüßen
Walther Boecker
Bürgermeister
Grußwort
Sehr geehrte Damen und Herren,
als Landrat des Rhein-Erft-Kreises
darf ich Ihnen zum 50-jährigen Vereinsjubiläum meine herzlichsten
Glückwünsche übermitteln.
Sportliche Betätigung ist in den vergangenen Jahren durch Fernsehen
und Computer immer weiter in den
Hintergrund gedrängt worden. Um so
erfreulicher ist es zu hören, dass der
Tennis- und Hockeyclub Hürth „RotWeiss“ e.V. auf eine 50 Jahre gemeinsame sportliche Aktivität zurückblicke
kann. Die Freude an Sport und Spiel
führt hier jung und alt zusammen,
gehören doch gut ein Drittel der Vereinsmitglieder den Kinder- und
Jugendmannschaften an.
Werner Stump
Landrat
Ein 50jähriges Bestehen zu feiern ist
etwas Besonderes. Ohne ehrenamtliches Engagement käme ein solches
Jubiläum allerdings nicht zustande
und daher gebührt mein Dank insbesondere den Mitgliedern des THC
Hürth e.V., die sich unermüdlich für
den Fortbestand der sportlichen
Gemeinschaft einsetzen.
Ich wünsche Ihrem Verein für die
Zukunft viel Glück und Erfolg und den
ehrenamtlich Verantwortlichen weiterhin eine geschickte Hand im Alltagsgeschäft.
Grußwort
Liebe Hürther,
Es ist mir eine besondere Freude und
Ehre dem THC Rot-Weiss Hürth zu
seinem 50sten Geburtstag zu gratulieren.
Denn seit vielen Jahren schon bin ich
Eurem Club aufs engste verbunden.
Ob es nun die legendären Hallenturniere unter Regie von Hennes oder die
Spiele meiner eigenen Kinder auf dem
Naturrasen hinter der Radrennbahn
waren, alles war immer geprägt von
einem hohen ehrenamtlichen Engagement und der Freude an unserem
Sport.
Heute spiele ich mit den Bully-Bären
regelmäßig gegen Euch, meist abends
Stephan Abel
Präsident
Deutscher Hockey-Bund
und bei nicht ganz idealen Bedingungen, denn unsere Spiele liegen im
Frühjahr oder dem Herbst.
Dennoch tut dies der immer freundschaftlichen und sportlichen Atmosphäre dieser Spiele keinen Abbruch.
Auch wenn wir nun mit dem DHB nicht
mehr direkte Nachbarn sind, so wünschen wir doch dem THC Rot-Weiss
Hürth weiterhin eine solch erfolgreiche
Entwicklung von jugendlichen und
erwachsenen Hockeyspielern.
Im September werde ich persönlich
das Glas zu Ehren des Jubilars erheben.
AD MULTOS ANNOS
Grußwort
Die ganze Welt beneidet uns um unsere Vereine! Ohne das dichte Netz der
Vereine
hätte der Sport in unserem Land nur
für einen Bruchteil der Menschen
Bestandteil des täglichen Lebens werden können. Der Öffentlichkeit ist viel
zu wenig bewusst, welche Werte die
über 20.000 Vereine mit ihren fast
600.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für 5 Millionen Menschen
unseres Landes erarbeiten. Dazu liefert auch der Tennis- u. Hockey-Club
Hürth „Rot-Weiss“ e.V. seinen unverzichtbaren Beitrag. Und dieses jetzt
schon 50 Jahre lang!
Sportvereine sind eine ganz wesentliche Klammer im Gemeinwesen, die in
erheblichem Maße für die Identifizierung der Bürger mit ihrer Gemeinde
sorgen. In den Sportvereinen können
junge Menschen in idealtypischer Art
und Weise Leistungsfähigkeit und
Durch-setzungskraft erlernen und darüber hinaus die für unsere Gesellschaft so wichtigen Tugenden wie
Fairness und Teamfähigkeit erfahren.
Der Tennis- u. Hockey-Club Hürth
„Rot-Weiss“ e.V. gibt mit seiner Arbeit
jungen Menschen Orientierung und
Erfolgs-erlebnisse! Nicht umsonst hat
der Club – im Gegensatz zu vielen
anderen Vereinen – keine Nachwuchssorgen. Als Präsident des LandesSportBundes Nordrhein-Westfalen
freue ich mich sehr darüber, da mir die
Kinder- und Jugendförderung in den
Sportvereinen besonders am Herzen
liegt. Wir dürfen nicht vergessen: Die
Kinder- und Jugendarbeit in Sportvereinen ist die beste Vorbeugung gegen
die auftretenden gesellschaftlichen
Probleme in diesen Bereichen!
So gratuliere ich dem Tennis- und
Hockey-Club Hürth „Rot-Weiss“ e.V.
zum 50-jährigen Vereinsjubiläum und
wünsche ihm für die weitere Zukunft
alles Gute!
Ich freue mich, wenn der Verein auch
weiterhin den regen Zuspruch erfährt,
den er aufgrund seines beispielhaften
Engagements in der Vergangenheit
und der Gegenwart verdient und wünsche ihm weiterhin idealistisch gesinnte und einsatzbereite Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter, die eine gute VereinsZukunft erst möglich machen. Sie sind
letztendlich die Garanten für ein Stück
Lebensqualität, das es in schlechter
werdenden Zeiten mit Überzeugung
und persönlichem Engagement zu
vermitteln gilt.
Walter Schneeloch
Präsident
des LandesSportBundes Nordrhein-Westfalen
Grußwort
Der Tennisverband Mittelrhein beglückwünscht den THC Hürth RotWeiß e.V. ganz herzlich zum 50jährigen Vereinsjubiläum! Ein halbes Jahrhundert erfolgreicher Tennis- und Hokkey-Geschichte ist zurückgelegt, in
dem mit viel persönlichem Engagement geplant, gebaut, gestaltet,
gespielt, gekämpft, gesiegt verloren
und gefeiert wurde – dies immer mit
viel Gemeinsinn zum Wohle Aller.
Der THC gehört zu den zahlreichen
Tennisvereinen, die in den 50er Jahren im heutigen Rhein-Erft-Kreis,
damals der Turniergemeinschaft KölnLand zugehörig, gegründet wurden.
Wie kein zweiter Verein hat er es verstanden, seine Hockeyabteilung zu
einer namhaften Adresse neben den
Kölner Großvereinen auszubauen.
Der THC Hürth Rot-Weiß e.V. hat in
der hoffentlich bald hinter uns liegenden Zeit des Mitgliederrückgangs nicht
Ihr
Dr. Manfred Weber
1.Vorsitzender des Tennisverbandes Mittelrhein
tatenlos zugeschaut, sondern Wege
gesucht, den Verein für seine Mitglieder attraktiv zu halten und neue Mitglieder zu gewinnen. Den in den letzten Jahren begonnenen Kooperationen mit Hürther Grundschulen wünsche ich den erhofften Erfolg. Nur die
Jugend hält den Sport und das Vereinsleben lebendig und verhindert
Stillstand und Rückschritt.
Allen, die sich in der Vergangenheit
tatkräftig für den Verein eingesetzt
haben und denen, die heute die
Geschicke leiten, gilt ein herzliches
„Dankeschön“. Möge die Freude an
der Arbeit stets überwiegen!
Wir wünschen dem THC Hürth RotWeiß e.V. für die Zukunft alles erdenklich Gute, sportliche Erfolge, ein harmonisches Vereinsleben, eine starke
Jugendabteilung und viele neue Mitglieder.
Grußwort
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Tennis- und Hockeyclub Hürth
„Rot-Weiss“ e.V. feiert in diesem Jahr
sein 50-jähriges Bestehen. Zu diesem
runden Geburtstag gratuliere ich dem
Verein, seinem Vorstand und allen Mitgliedern im Namen der Kreissparkasse Köln, aber natürlich auch persönlich ganz herzlich.
Der Tennis- und Hockeyclub Hürth
„Rot-Weiss“ e.V. stellt sich heute als
ein überaus erfolgreicher Verein dar,
dem inzwischen rund 600 Mitglieder
angehören. Dabei verdient es hervorgehoben zu werden, dass der Anteil
der Kinder und Jugendlichen fast 40%
beträgt. Dies spricht für eine hervorragende Jugendarbeit, die wiederum
die Grundlage für eine erfolgreiche
Zukunft schafft.
Sport stellt heute nicht nur einen
bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar,
den Sportvereinen in Deutschland
kommt auch eine tragende soziale
Funktion zu.
Die meist auf Ehrenamtlichkeit
gegründeten Organisationen gehören
zu den Stabilisatoren unserer Gesellschaft und erbringen Leistungen, die
für unser Gemeinwesen unverzichtbar
sind.
Dieser Gedanke des bürgerschaftlichen Engagements ist ebenfalls stark
und fest in den Sparkassen verankert.
Die Sparkassenfinanzgruppe ist mit
einer jährlichen Ausschüttung von
über 60 Mio. Euro der größte nichtstaatliche Sportförderer in Deutschland. Auch die Kreissparkasse Köln
stellt über ihre Sportstiftung, Spenden
und Sponsoring jedes Jahr eine
beträchtliche Summe für den Sport zur
Verfügung. Der größte Teil fließt dabei
in den Breitensport. Überall in der
Region profitieren Menschen von den
sportlichen Angeboten, die von der
Kreissparkasse Köln unterstützt oder
oftmals erst ermöglicht wurden.
Besonderes Augenmerk richtet die
Sparkasse dabei stets auf die Nachwuchsförderung.
Der Tennis- und Hockey-Club Hürth
„Rot Weiss“ e.V. wird seit vielen Jahren von der Kreissparkasse Köln
gefördert, und gerne unterstützen wir
den Verein zu diesem besonderen
Jubiläum.
Allen Mitgliedern und Gästen wünsche
ich schöne, gesellige Feierlichkeiten
und dem Verein eine weiterhin glückliche sowie erfolgreiche Entwicklung.
Dr. Klaus Tiedeken
Mitglied des Vorstands der Kreissparkasse Köln
Vorwort der Redaktion
Liebe Leser, Mitglieder, Freunde
und Gönner des THC,
steht man vor der Aufgabe, in einer
Festschrift einen Rückblick über 50
Jahre Vereinsgeschichte zu schreiben,
fällt einem einerseits bei der Durchsicht der vorhandenen Unterlagen auf,
wie viel man doch mit der Zeit vergessen hat; andererseits freut man sich,
wenn man in einer Chronik, dazu in 20
Heften „Ballgeflüster“ (Vereinszeitung
des THC) und den Nikolausreden von
1971 – 1986 sein Gedächtnis wieder
auffrischen kann.
Aus der Fülle des vorhandenen Materials gilt es nun auszuwählen: Was
wird erwähnt? Was unterbleibt? In welcher Form wird berichtet?
Wir haben uns entschlossen, im
Anschluss an einer kurzen Aufzeichnung der Geschichte des Vereins in
einzelnen speziellen Kapiteln auf das
einzugehen, was sich im THC getan
hat, wie z.B. Feste, sportliche Tennisund Hockeyhöhepunkte, Wanderungen und andere Aktivitäten der letzten
50 Jahre.
Abschließend möchten wir uns bedanken bei allen, die zum Gelingen der
Festschrift beigetragen haben;
besonders bei
Martina Jünger –
Akquisition der Inserate
Helmut Dämgen –
Bericht Reisemannschaft
Hennes Hennecke –
Bericht Hockeysport
Uta Beckhof –
Fotografie und Computerarbeit
Klaus Meister –
Grafik / Design
Hans Brabender –
Akquisition, Tabellenübersicht, Kontakte zu Politik und Stadtverwaltung .
Wolfgang Strüder –
Tabellen-Layout
Besonders bedanken möchten wir uns
auch für die großzügige Unterstützung
bei den Inserenten und Sponsoren.
Allen Lesern wünschen wir viel Freude
mit unserer Festschrift und viel Spaß
bei den Jubiläumsfeierlichkeiten.
Für die Redaktion B. Heuser
50 Jahre THC
So fing es an . . .
Das Hürther Stadion hatte neben Radrennbahn, Fußballplatz und Hauptkampfbahn mit Tribüne als Attraktion
einen Tennisplatz. Der Platz konnte
bei der Gemeinde stundenweise
gegen eine Gebühr von 2 DM angemietet werden. Die Gebühr für den
Platzwart musste gesondert entrichtet
werden.
In den 50-iger Jahren stieg die Zahl
der Tennisspieler ständig an. Unter
diesen waren auch einige Mitglieder
des Schwimmclubs „Wasserfreunde
Hürth“, die im Herbst 1957 die Idee
hatten, einen Tennisclub zu gründen.
Die Gründer waren: Marlene Bause –
Hannelore Häussler – Hilde Klein –
Walter Klein – Hannelore Schwarz –
Matthias Fischer – Heinz-Josef Kraft –
Franz Müngersdorf.
In einem Brief an die Gemeinde Hürth
wurde als Ziel „die Belebung des Tennissports und dessen Öffnung für die
Allgemeinheit“ angegeben.
Bereits 1958 wurde dem TC Hürth von
der Gemeinde der Tennisplatz Montag, Mittwoch und Donnerstag von 15
– 19 Uhr überlassen. Die Stunden von
15 – 17 Uhr waren unentgeltlich für
Jugendliche, Schüler und Studenten.
Für die verbleibenden Stunden wurde
die übliche Gebühr von 2 DM erhoben.
Viele Privatspieler waren durch die
Clubgründung in ihrer Spielmöglichkeit
eingeschränkt und sind deshalb dann
sehr schnell dem Club beigetreten:
Dies waren unter anderem die Herren:
Heuser, Kraft, Lintermann, von Reimersdahl, Salm, Schlesinger und W.
Schneppenheim.
Die Mitgliederzahl stieg bis 1959 auf
40, davon waren 31 Erwachsene und
9 Jugendliche. Dies veranlasste den
Verein, bei der Gemeinde Hürth
zusätzliche Platzstunden zu beantragen. Dem Antrag wurde im Rahmen
des Möglichen entsprochen. Da das
Angebot jedoch bei Weitem nicht ausreichte, wurde zumeist Doppel
gespielt. Der Spielbetrieb fand innerhalb der Clubmitglieder statt, Kontakte
zu anderen Vereinen bestand noch
nicht.
Die ständig wachsende Zahl der Mitglieder erforderte es, dass man bereits
1963 an den Bau von 2 weiteren Plätzen heranging. Die damalige Gemeindeverwaltung stand dem Vorhaben
des TC Hürth äußerst wohlwollend
gegenüber, so dass der Antrag bewilligt wurde. Die Plätze wurden 1965 fertig gestellt. Die lokale Presse honorierte das mit der Schlagzeile: „Keine Aufnahmesperre mehr im TC Hürth“.
Die beiden neuen Plätze standen ausschließlich Mitgliedern des TC Hürth
zur Verfügung. Das größere Platzangebot und die steigende Mitgliederzahl
In Anwesenheit der maßgebenden Vertreter aus Politik, Sport und Presse wurde am 2. Oktober 1971 das Clubhaus eingeweiht. Das Foto stammt aus dem Jahre 1982.
rechtfertigten die vom Vorstand getroffene Entscheidung, den 1. Trainer,
Herrn Günter Gawron, stundenweise
zu beschäftigen.
In den folgenden Jahren stieg die Zahl
der Mitlieder bis Ende des Jahres
1965 auf 125.
Der Aufwärtstrend setzte sich fort,
gleichzeitig bemühte sich der Vorstand, einen weiteren Platz zu bauen:
Der heutige Platz 1 und das Grundstück des heutigen Clubhauses wurde
von der Gemeinde auf Anregung des
TC Hürth der Rheinischen Braunkohle
A.G. abgekauft und an den TC Hürth
verpachtet. 1969 wurde der Platz 1
eingeweiht.
Die Jahre 1968 und 69 wurden dazu
genutzt, mit der Gemeinde vorbereitende Gespräche zu führen und die
entsprechenden Anträge an die
zuständigen Behörden zum Bau eines
Clubhauses zu stellen. Der erste Spatenstich fand am 10. November 1970
statt. Die geplanten Kosten ohne
Inventar betrugen zu diesem Zeitpunkt
114.000 DM.
Der Finanzierungsplan sah wie folgt
aus:
Gesamtkosten
114.000,Hiervon Eigenleistung
20.675,Zuschuss Kreis
8.550,Zuschuss Gemeinde
34.775,Zuschuss Regierung Köln 50.000,-
DM
DM
DM
DM
DM
Die Eigenleistung des TC Hürth setzte
sich aus einer einmaligen Zahlung von
DM 100 je Mitglied zusammen oder
der Übernahme der Verpflichtung, 25
Stunden am Bau zu arbeiten.
Viele der Mitglieder hielten ihre
Arbeitszusage nicht ein. Laut damaligem Stundenprotokoll seien hier die 6
fleißigsten Clubhausbauer genannt:
die überwiegende Zahl der Spieler aus
der Hockeyabteilung des VfL Köln aufzunehmen. Der Clubname wurde entsprechend geändert.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Die zielstrebigen Bemühungen der
Hockeyabteilung führten zum Aufbau
von Jugendmannschaften. Die Sporthalle Hürth, Bonnstrasse, diente als
Austragungsort für die Hockeyturniere.
Hans Schulz
Bert Heuser
Fritz Schindler
Josef Lintermann
Robert Ritt
Helmut Dämgen
290
211
186
173
150
117
Stunden
Stunden
Stunden
Stunden
Stunden
Stunden
Aus TC Hürth wurde THC Hürth
„Rot-Weiss“ e.V.
Auf einer zum 28. November 1970 einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde beschlossen,
Die Warteliste der Tennisabteilung
wurde immer länger, und der Vorstand
sah sich genötigt, 2 weitere Plätze zu
errichten: 1973 konnten die heutigen
Plätze 4 und 5 eingeweiht werden.
Im Frühjahr 1980 wurden die heutigen
Tennisplätze 6 und 7 fertig gestellt.
Das Organisationsteam:
v.l. Donder, Schleifenbaum, U. Hennecke, Brabender, H. Hennecke, E. Schmidt, Klein, Borgmann, Telips.
Die Hockeyabteilung freute sich über
einen neuen Rasen-Hockeyplatz.
Länderspiele statt z.B. Deutsche Herrennationalmannschaft gegen Indien.
1982 feierte der THC sein 25- jähriges
Jubiläum mit einer Festwoche vom 13.
- 19.September.
1993/94 Große Umbaumaßnahmen
am Clubheim. Die Heizung und Warmwasserversorgung wurden auf Fernwärme umgestellt. Das Clubhaus
wurde durch einen Anbau um 80 mÇ
erweitert: die Küche wurde vergrößert,
ein Jugendraum und kleine Büros entstanden.
1986/87 trat der so genannte „Brabender-Investmentplan“ in Kraft: Dachreparatur, Erneuerung der Terrasse.
Eine neue Pergola wurde mit Kunstglas abgedeckt. Viele freiwillige Helfer
machten das ganze bezahlbar.
Rheinold Borgmann, Generalsekretär
des DHB bezog auf der Theresienhöhe seine neue Zentrale.
Vom 26. – 28. Mai 1989 fand in Hürth
der „Ordentliche Bundestag des DHB“
mit 350 Delegierten statt. Der THC
übernahm die Organisation unter Vorsitz von Hans Brabender.
Der Hockey-Kunstrasenplatz wurde
1992 fertig gestellt. Es fanden die 1.
1995 feierte der THC mit einer großen
Hockey-Gala im Burgpark Efferen „25
Jahre Hockey“.
1998 organisierte Hans Brabender ein
tolles Fest zum 40- jährigen Jubiläum
mit einem Jahr Verspätung.
1999 – 2002 Modernisierung und
Sanierung des Clubhauses für
200.000,00 € durch den Vorstand um
Hans Brabender.
Hockeysport im THC
Vorwort
Diese Chronik soll keine Aneinanderreihung von Spiel-Ergebnissen und
keine Aufzählung von Auf-und Abstiegen unserer Mannschaften in 37 Jahren Hockeysport im THC Hürth beinhalten. Dazu reicht der vorgegebene
Platz nicht und die Leserin/ der Leser
würde nach einer Seite ermüden, das
Gelesene vergessen und die Lektüre
zur Seite legen.
Deshalb sei nur so viel gesagt: Alle
Mannschaften kämpften in dieser Zeit
verbissen und versuchten, aufzusteigen oder den Abstieg zu vermeiden.
Bei dem einen wie bei dem anderen
Ziel war man nicht immer erfolgreich,
sodass man sich bei den Erwachsenen nach anfänglichem Aufenthalt in
der Bezirksliga bis zum Jahr 2000
immer in den Bereichen 1. oder 2. Verbandsliga bewegte,-die Damen sogar
kurzfristig in der Oberliga-, und erst
danach mit Damen und Herren in die
Oberliga aufsteigen konnte. Dazu beigetragen haben natürlich auch unsere
hochklassigen Trainer, wie z.B. Stephan Blöcher, Jost Finke, Klaus Ludwiczak (alle Nationalspieler) sowie der
bei den Damen beliebte Robert Willig
(damals Student im Bereich Hockey,
später Deutscher Meistermacher).
Bei der Jugend sah das Bild ähnlich
aus: Nach dem Beginn der Jugendarbeit im Jahre 1971 mit nur 1 Mannschaft steigerten wir uns im Laufe der
Jahre auf rund ein Dutzend Mannschaften, die bis auf einige Ausreißer
nach oben (s. 1995) auf Rheinbezirksund Westdeutscher Ebene recht
erfolgreich mitspielten.
Jetzt wird man vielleicht einwenden:
Was hat der THC denn mit den unten
aufgeführten Veranstaltungen des
Deutschen Hockeybundes (DHB) zu
tun? Antwort: eine ganze Menge! Alle
unten aufgeführten Großereignisse in
Hürth wären ohne den unermüdlichen
Einsatz von ganzen THC-Mannschaften und Einzelpersonen nicht möglich
gewesen! Im Zeitraum vom Bundestag
89 bis zur Euro 99 waren THC-Mitglieder fast ununterbrochen mit Vorbereitungen der nächsten Veranstaltung
beschäftigt. In der Zeit unmittelbar vor,
während und danach waren unsere
Leute im Einsatz als Fahrer, Ballkinder, Hilfskräfte in der Ökonomie, an
der Kasse, als Ordner, nachts zur
Bewachung der Anlage, Dolmetscher,
Hostessen usw. Außerordentliche
Unterstützung erhielten wir aber auch
durch das jederzeit hilfsbereite Stadionpersonal. Zusammen wurden so
beim 4-Nationen-Turnier der Damen,
dem 4-Nationen-Turnier der Herren
und dem Supercup jeweils eine Zeltstadt in der Radrennbahn mit Hüpfburg für Kinder, Verkaufsstände,
Musikbühne usw, sowie Zeltanlagen
am Platz und Podien für Fernsehen,
Radio und Videoübertragungen aufgebaut.
Andererseits wäre ohne den erklärten
Willen des DHB, an deren Spitze
Generalsekretär R. Borgmann, Hürth
zum Zentrum des Hockeys in
Deutschland zu machen, der THC eine
graue Maus in der Hockey-Szene
geblieben. So aber wurde der THC
und die Stadt Hürth durch die DHBVeranstaltungen über die Medien in
ganz Deutschland und darüber hinaus
bekannt.
Graue Vorzeit
1932-1970
Bereits in den frühen 30ern des vorigen Jahrhunderts wurde im VfL Köln
1899 Hockey gespielt. Auch nach dem
Krieg wurde diese Tradition fortgeführt.
Unter der Leitung des damaligen,
äußerst engagierten Abteilungsleiters
Jöbby Jansen entwickelte sich eine
Herrenmannschaft, deren "Überbleibsel" man heute noch im THC bewun-
oben von li. 1.Jöbby Jansen, 3. Fred Fuhrmann, 5. Jürgen Maas, 7. Elmar Klein
2. Reihe von li. 1. Jonas Visscher
dern kann: Elmar Klein, Jürgen Maas,
Fred Fuhrmann, Jonas Visscher und
der Unterzeichner!
Man spielte auf den verschiedensten
Plätzen, vorwiegend im Kölner Norden, u.a. auf dem Gelände der Weidenpescher Galopprennbahn und des
Kölner Polizeisportvereins. Schließlich
wurde uns vom VfL ein Aschenplatz
zur ausschließlichen Nutzung von
Hockey zur Verfügung gestellt mit der
Auflage, diesen Platz in Eigenverant-
wortung herzurichten. Und es gab einiges herzurichten: Nachdem wir die
zerbrochenen Fußballtore entfernt,
das 1m hohe Schilf(!!) abgebrannt,
das wuchernde Unkraut entfernt, die
"Berglandschaft" geebnet, den Platz
abgekreidet, die Hockeytore aufgestellt und die Geländer gestrichen hatten, stellte der Hauptverein fest, dass
sich der renovierte Platz vorzüglich
zum Fußballspielen eignete und installierte wieder Fußballtore.
Lebendige Vergangenheit
1970-1980, Jahrzehnt des Neubeginns
Hier war bei uns ein Punkt erreicht, bei
dem wir nicht mehr mitspielen wollten.
Wir beauftragten einige Mannschaftsmitglieder, Verbindungen zu Clubs vorzugsweise Tennisclubs- aufzunehmen, die an einem Zusammenschluss
interessiert waren.
Und wir wurden fündig: Am 28.11.1970
entschied die Mitgliederversammlung
des TC Hürth, dass wir unter dem
neuen Namen THC Hürth eine
gemeinsame Zukunft vor uns hätten!
Endlich hatten wir eine neue Heimat
gefunden! Und das im wahrsten Sinne
des Wortes: Wir wirkten an der Vollendung des noch im Bau befindlichen
Clubhauses mit.
Schon am 05.12.1970 konnten wir
erstmalig zu einem Turnier in die
Sporthalle Bonnstrasse einladen. Auf
dem Feld gestaltete sich die Platzfrage jedoch trotz großer Unterstützung
durch unseren Club und der damaligen Großgemeinde Hürth zu einem
immer größer werdendem Problem.
Vom Fußballrasenplatz im Stadion
zogen wir über den Fußballaschenplatz (heutiger Hockey-Kunstrasenplatz), über den Fußballrasenplatz
Berrenrath zum Fußballrasenplatz
Gleuel. Überall waren wir nur Gäste,
zwangsläufig geduldet und nicht gern
gesehen. So wurde auch ein Trainingsspiel THC Hürth-Japanische
Nationalmannschaft in Berrenrath ausgetragen.
Zur gleichen Zeit wurde ab 1971 eine
Jugendabteilung aufgebaut und die
ersten Feldspiele mit größtenteils Kindern der hockeyspielenden Väter
bestritten. Aus diesen Kindern rekrutierte sich im Laufe der Jahre der
Nachwuchs für unsere Herrenmannschaft und Ende der 70er auch die
erste Damenmanschaft.
Blootwoosch – Hallen – Hockeyturnier 1985: Olympia-Sieger 72 gegen „De Höhner“
Im Gegensatz zum Feldspiel standen
wir in der Halle am Beginn einer großartigen Zukunft: Am 18./19.12.71 fand
das 1. Internationale HallenhockeyTurnier für Herren in der Sporthalle
Bonnstrasse statt mit Auswahlmannschaften aus Südafrika und Holland.
Wir müssen aber eingestehen: Ohne
die Beziehungen des Mitveranstalters
Schwarz-Weiß Köln wäre es nie zu
einer so hervorragend besetzten Veranstaltung gekommen. Bis zum Jahre
1979 entwickelte sich dieses Turnier
zum bestbesetzten Hallenturnier in
Deutschland, an dem immer die 4 Endrundenteilnehmer der Deutschen Meisterschaft teilnahmen und sich andere
namhafte Bundesligavereine um eine
Teilnahme oft vergeblich bewarben.
Aber wie das so ist im Leben: Alles
ändert sich und auch beim Hockey
kam Geld ins Spiel: Woanders bekam
man Übernachtung und Verpflegung
gestellt, da konnten und wollten wir
nicht mitmachen.
Aber wir hatten einen Ersatz: Seit
1976 veranstalteten wir parallel ein
Hallenturnier: Das Blotwoosch-Turnier
(so genannt nach der seit 1974 existierenden THC-Seniorenmannschaft) für
Reisedamen, Senioren und Alte Herren, an dem im Laufe der Jahre auch
diejenigen Spieler teilnahmen, die vorher an dem Bundesliga-Turnier bei
uns gespielt hatten, sodass dieses
Turnier wiederum zum bestbesetzten
und beliebtesten Turnier in Deutschland wurde. Einen absoluten Höhepunkt erreichte dieses Turnier beim
zehnjährigen Jubiläum, als in einem
Einlagespiel de "HÖHNER", verstärkt
durch Spielerinnen unserer 1. Damen,
gegen die Deutschen Olympiasieger
von München antraten und selbstverständlich auch gewannen. In der Halbzeit setzten sich alle zusammen in die
Hallenmitte und sangen und tranken
Kölsch, einmalig!!!!!!! Dieses Turnier
gibt es noch heute.
Seit über 20 Jahren findet ebenfalls
jährlich ein Damen-und HerrenMasters in der Halle Bonnstrasse statt,
das sich in ganz Deutschland bis
heute besonderer Beliebtheit erfreut.
In dieser Zeit tat sich aber auch etwas
in Sachen eigener Feldhockeyplatz:
Permanentes "Bohren" hatte die
zunächst abweisende Front schwach
werden lassen und führte schließlich
1979 zum Bau unseres ersten Naturrasenplatzes im erweiterten Stadiongelände! Endlich! Zählt man die Jahre
in Köln mit dazu, hatte man darauf fast
30 Jahre gewartet!
1980-1990
Jahrzehnt des Naturrasens und des Bundestages
Am Anfang der 80er gab es Schwierigkeiten in der Jugendabteilung, die
jedoch schon bald durch den besonderen Einsatz einiger Seniorenspieler
behoben werden konnten.
Anlässlich der 25 Jahr-Feier des THC
Hürth im Jahre 1982 wurde auf unserem neuen Naturrasenplatz ein
Damenländerspiel Deutschland-Indien
(3:1) ausgetragen. Nach dem Spiel
gerieten wir beim Bankett im Clubhaus
etwas in Verlegenheit, als einige Inderinnen das vorher abgesprochene
Menu "Huhn mit Reis" aus religiösen
Gründen ablehnten. Irgendwie aber
sind wir da noch rausgekommen.
1985 fand im Rahmen der Hürther
Sportwoche ein Damen-Länderspiel
Deutschland gegen Italien (4:1) und
1986 ein Herren-Länderspiel Deutschland- Belgien (4:1) statt, bei denen der
THC Hürth als Ausrichter maßgeblich
mitwirkte.
Durch die Vermittlung von Reinhold
Borgmann kam der THC in den
Genuss, zahlreiche Trainingsspiele im
Feld und in der Halle gegen SpitzenNationalteams aus Übersee und
Asien, sowie aus dem benachbarten
Ausland auszutragen.
Mit dem Umzug der Geschäftsstelle
des Deutschen Hockeybundes von
Köln nach Hürth auf die Theresienhöhe im Jahre 1987 begann durch die
Mitgliedschaft des Generalsekretärs
des Deutschen Hockeybundes (DHB),
Herrn R. Borgmann, im THC ein neues
Kapitel:
Der THC bewarb sich um die Ausrichtung des DHB-Bundestages 1989 und
erhielt auch prompt den Zuschlag. Zur
Erklärung: Der Bundestag findet alle 2
Jahre statt und ist eine 2-tägige Konferenz mit Delegierten aller deutscher
Clubs. Hier wird über Wahlen, Anträge
und Satzungsänderungen abgestimmt.
Erklärtes Ziel des DHB war es, im
Rahmen des Bundestages auch die
Einweihung eines neuen Kunstrasenplatzes auf dem Gelände des Fußballaschenplatzes zu feiern.
Im Juni 1988 fand die 1. Sitzung des
Organisationsausschusses zur Vorbereitung des "21. Ordentlichen Bundestages des DHB" unter Vorsitz von
Hans Brabender statt, dem 14 weitere
Sitzungen folgten.
Aus sportlich-gesellschaftlicher Sicht
war 1988 ein absoluter Höhepunkt:
Die Damen des THC stiegen erstmalig
in die Oberliga auf!
Es folgten Reisen der "Blotwöösch"
nach Zimbabwe, der Jugend A nach
Malta, der Reisemannschaft nach
Wien und ein Heimspiel der Damen
gegen eine High-School-Mannschaft
aus Bulawayo (Zimbabwe).
1989 sollte das große Jahr des THC
werden. Zunächst aber mussten wir
einen Schock überwinden, als die
gesamte Weibliche Jugend A samt
Trainer zu BW Köln wechselte. Grund.
Man wollte in der höchsten Liga spielen! Innerhalb eines Jahres fiel die
Mannschaft dort wegen Erfolglosigkeit
auseinander.
Dann aber wurde es ernst: Der DHBBundestag am 27./28.05.89 im Bürgerhaus Hürth rückte immer näher!
Aber wir hatten hart gearbeitet und
sahen dem Ereignis ruhig, aber trotzdem gespannt entgegen. Hatten wir im
OK. auch manchmal über die "Pingeligkeit" von unserem Vorsitzenden
Hans Brabender geschmunzelt, so
machte sich gerade diese minutiöse
Planung bezahlt. Es lief alles wie am
Schnürchen, vom Bustransfer durch
unsere Herrenmannschaft bis zu den
Aufräumaktionen nach dem Ende der
Veranstaltung!
Es begann bereits am Freitag mit Sitzungen des DHB-Präsidiums, des
Bundesausschusses und des Bundesrates in getrennten Sitzungsräumen.
Anschließend lud die Stadt Hürth zu
einem Empfang des Präsidiums und
des Bundesausschusses ein. Der
Begrüßungsabend für die bereits
angereisten Delegierten fand im THCClubhaus statt und soll nach unbestätigten Meldungen bis in die frühen
Morgenstunden gedauert haben.
Am nächsten Morgen begann der
eigentliche Bundestag im Bürgerhaus
mit der Prüfung der Vertretervollmachten der ca.200 Delegierten durch
unsere vollzählig und einheitlich
gekleidete Damenmannschaft. Nach
einem gemeinsamen Mittagessen,
wurde die Sitzung im großen Saal fortgesetzt mit den Berichten der verschiedenen Ressorts, Genehmigung
des Haushaltsplanes und der Wahl
des Präsidiums. Herausragende oder
kontroverse Themen gab es nicht,
sodass der gesamte Bundestag in
einer harmonischen Atmosphäre verlief.
Parallel dazu verlief ein Damenprogramm für die Damen, die nicht als
Delegierte teilnahmen, mit einer Stadtrundfahrt durch Köln im "Finchen"
(Traditions-Straßenbahn), Besichtigungen und einem Essen, selbstverständlich in einem Kölner Brauhaus.
Abends begab man sich -natürlich per
Bustransfer- auf eine Rheinschifffahrt
mit Buffet und reichlich Getränken, um
den Abend an der Hotelbar ausklingen
zu lassen.
Da man am Vortag bereits alle Themen abgearbeitet hatte, wurde der
Bundestag fortgesetzt mit Sitzungen
der verschiedenen Gremien und der
Übergabe der Landeswappen an die
einzelnen Verbände und des 2m großen Bundestagslogos an den DHB
durch das OK.
DHB-Präsident Rommel bedankte sich
beim THC Hürth für die außerordentlich herzliche Aufnahme und die perfekte Durchführung des Bundestages,
der bei allen Beteiligten nur in allerbester Erinnerung bleiben werde.
DHB Bundestag 1989: v.l. Landrat Lennartz,
DHB Präsident Rommel, Bürgermeister Rudi Tonn
Die Delegierten auf der THC Terrasse
Anschließend traf man sich auf dem
Gelände der DHB-Zentrale zum "Tag
der offenen Tür" bei Freibier und sehr
"offenem Ausgang"!
Der einzige negative Aspekt bei dieser
Veranstaltung war die Tatsache, dass
der geplante Bau des Kunstrasenplatzes auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden musste. Vorerst
musste also weiterhin auf Naturrasen
trainiert und gespielt werden.
Auch aus der Sicht des OK's hatten
wir hier ein Meisterstück abgeliefert!
Die damalige Damenmannschaft als Bundestagshostessen
1990-2000
Jahrzehnt der Großereignisse
Um Hockey, insbesondere Jugendhockey, noch gezielter unterstützen zu
können, wurde 1990 der "Förderverein
Hockey" ins Leben gerufen.
Und 1992 war es endlich soweit: Der
Kunstrasenplatz war fertig gestellt! Mit
Spielen der Deutschen Nationalmannschaften der Damen gegen Australien
1:2, und Belgien 7:0, sowie der Herren
gegen Indien 3:2 wurde unser neues
Schmuckstück eingeweiht.
Eigentümer sind die Stadt Hürth und
der DHB, die auch für die Pflege und
Wartung verantwortlich sind. Dem THC
Hürth wurde ein großzügiges Nutzungsrecht zugestanden. Zahlreiche Lehrgänge aller DHB-Kader und Länderspiele bzw. Länderturniere der Damen
und Herren fanden in den 90ern auf
unserer herrlichen Anlage statt.
Bei den THC-Senioren wurde die nächste, große Fahrt in Angriff genommen:
Ziel war Kalifornien mit Spielen gegen
zahlreiche internationale Gegner.
1993 kämpften im neuen Hockeystadion Olympiasieger Deutschland und
Weltmeister Holland um den Supercup, den sich Holland durch einen 2:1Sieg mit dem Siegtor in der vorletzten
Minute sicherte.
Ebenfalls 1993 in Hürth: Die MilitärWeltmeisterschaft, bei der Deutschland Militärweltmeister durch einen
7:0-Endspielsieg über Russland
wurde! Im THC-Clubhaus fand an den
Turniertagen ein reger Austausch von
gesammelten Textilien und Hockeyutensilien, insbesondere für die osteuropäischen Teilnehmer statt, die sich
ihrerseits mit Wodka und Kaviar revanchierten.
1994 kam es zu einem weiterem sportlichem Höhepunkt in Hürth: Dem VierNationenturnier der Damen mit Olympiasieger Spanien, Weltmeister Holland,
Silbermedaillengewinner
Deutschland und Außenseiter Schottland! Nach Siegen der deutschen
Damen über Schottland mit 3:0 und
Spanien mit 5:0 kam es zu einem richtigen Endspiel gegen die Holländerinnen. Wie schon bei den Herren im
Supercup wurde auch hier der Turniersieg zu Gunsten der "Oranjes" entschieden durch ein Tor in den letzten
Minuten.
1995 standen die Feiern "25 Jahre
Hockey im THC" an. Aus diesem
Anlass veranstaltete der DHB ein 4Nationen-Turnier für Herrennationalmannschaften in Hürth, bei dem nach
z.T. überzeugenden Siegen gegen
Südafrika mit 3:0, gegen Indien mit 1:0
und gegen Korea mit 3:1 Deutschland
als Sieger hervorging und vom damaligen Ehrenpräsidenten des Olympischen Komitees Willi Daume den Siegerpokal in Empfang nehmen konnte.
Ein weiterer Höhepunkt war das Internationale Jubiläumsturnier für Damen, Herren-, Senioren- und Hobbymannschaften, das auf unserem Naturrasen- bzw. Kunstrasen platz ausgespielt wurde. Zusätzlich aufgewertet
wurde diese Veranstaltung durch den
Besuch des heutigen Ministerpräsidenten von NRW, Dr. Rüttgers mit seiner Crew, die auf einer Fahrradtour
Station bei uns bei Würstchen und
Kölsch machten. Die hoch gelobte
Bewirtung fand tagsüber bei herrlichem Wetter neben dem Naturrasen
und abends auf der Clubhausterrasse
statt. Alle unsere 250 Gäste waren
gegeistert und wollten zum 50-jährigen wiederkommen!
Der gesellschaftliche Höhepunkt war
eine Hockeygala im Hause Burgpark,
der bei allen Beteiligten hohen Anklang
fand. Hierbei wurde die Jugend AMannschaft des THC besonders
geehrt, die nach einer beispielhaften
Saison unter der Leitung von Trainerin
Elke Drope-Neumann erstmalig Westdeutscher Pokalsieger wurde!
1998 wurde auf einer Tagung in
Schweden dem Deutschen Hockeybund die Ausrichtung der Europameisterschaft für Damennationalmannschaften 1999 übertragen, der diese
wiederum an den THC Hürth weiter
gab. Es wurde sofort ein Organisations-Kommitee unter Vorsitz von R.
Borgmann gebildet, das unmittelbar
seine vorbereitende Arbeiten aufnahm.
Durch das altersbedingte Ausscheiden
von Generalsekretär R. Borgmann aus
dem DHB und damit auch aus dem OK
kam es zu Zeitverzögerungen, die
zusammen mit der ausbleibenden
Zuschusszusage in Höhe von ca.
250.000,- DM für eine unbedingt erforderliche neue Platzdecke zu einer
Absage der Euro 99 in Hürth
und einer Vergabe dieser Veranstaltung an Rot-Weiß Köln führte.
So endete für den THC ein überaus
ereignisreiches Jahrzehnt mit einem
leicht negativen Ausklang.
2000-2007
Beruhigung und Aufbau
Nach dem vorausgegangenen, hektischen Jahrzehnt mit dem Einsatz aller
THC-Mannschaften bei DHB-Veranstaltungen war es an der Zeit, sich auf
seine vorrangigen Aufgaben im eigenen sportlichen Bereich zu besinnen.
Das zeitigte alsbald Früchte, als man
mit der Damen-und Herrenmannschaft
unter der Leitung von Piet Schliesser
bzw. Reinhard Wolf sowohl in der
Halle als auch im Feld in die Oberliga
aufstieg.
Zur Zeit gibt es im THC bei den
Erwachsenen 5 Mannschaften, nämlich 1.und 2. Damen (Trainer Markus
Hagen), 1.und 2. Herren (Spielertrai-
2003 – Hockey Damen und Herren in der Oberliga
ner Martin Fischer/Henning Brückmann) sowie die Nachfolgemannschaft der Blotwöösch, Fred's Freunde.
weiter nach oben zu bringen. Hierzu
stehen für jede Mannschaft mindestens 1 Trainer/in, bei den Jüngsten
sogar 2 Trainer/innen zur Verfügung.
Ziel ist es hier, Damen-und Herrenmannschaften zu stabilisieren und der
personellen Abwanderung durch Vereinswechsel, beruflich- oder studienbedingten Ortsveränderungen entgegen zu wirken.
Insgesamt versuchen wir, durch clubinterne Veranstaltungen wie z.B. das
Aktiv-Camp, gemeinsame Elternabende, Tag des Hockeys und andere
Angebote, Kinder und Eltern stärker
an den THC zu binden und freuen uns
über jede Art von Mitarbeit wie z.B.
Elternvertretungen, Betreuungen oder
ähnliche Hilfe.
Im Jugendbereich tritt der THC gleich
mit über 120 Kindern/Jugendlichen
und 12 Teams an: Mädchen D, Mädchen C, Mädchen B (2X), Weibliche
Jugend A, Knaben D, Knaben C (2X),
Knaben B (2X), Männliche Jugend B
und Männliche Jugend A.
Ziel ist es hier, die Mannschaften spielerisch und personell zu verstärken
und nach einem Probejahr in den neu
geschaffenen Westdeutschen Ligen
Eine neue Kunstrasendecke ist von
der Stadt Hürth für das Jahr 2009 in
Aussicht gestellt!
Wilfried "Hennes" Hennecke
Vorstand
Vorsitzender
Christiaan Boog
Abtstraße 6
50354 Hürth
Tel.: 02233-374440
Geschäftsführer
Manfred Lesch
Stephanstraße 55
50321 Brühl
Tel.: 02232-44955
Schatzmeister
Lieselotte Meurer
Bliesheimer Straße 18
50374 Erftstadt
Tel.: 02235-9230020
Kassenwart
Klaus Wirtz
Peter-Engels-Straße 21
50354 Hürth
Tel.: 02233-978703
Sportwart Tennis
z.Zt. vakant - kommisarisch - Rolf Weber
Jugendwart Tennis
Rolf Weber
Dorfstraße 17
50354 Hürth
Tel.: 02233-34514
Sportwart Hockey
Gerhard August
Rodderstraße 21
50354 Hürth
Tel.: 02233-36545
Jugendwart Hockey
Kurt Mattis
Decksteiner Straße 92
50354 Hürth
Tel.: 02233-34428
Haus- u. Sozialwart
Peter Unger
Zülpicher Weg 12
50354 Hürth
Tel.: 02233-72213
Gesellschaftswart
Manfred Lepper
Schinkelstraße 6
50933 Köln
Tel.: 0221-9403390
Pressewart Tennis
z.Zt. vakant
Pressewart Hockey
Martin Fischer
Kringsweg 2
50354 Hürth
Tel.: 02233-77681
Internet Service
Webmaster
Uta Beckhof
An den Pescher Höfen 13
50354 Hürth
Tel.: 02233-72079
Mitgliederverwaltung
Eva Wirtz
Peter-Engels-Straße 21
50354 Hürth
Tel.: 02233-978703
Tennisvokabular
wird neu
überarbeitet
Mit sieben gegen zwei Stimmen fasste
der Vorstand den Beschluss, das Vereisniveau unverzüglich anzuheben.
Als Sofortmaßnahme empfiehlt der
zuständige Fachausschuss den künftigen Mitgliedern – bei den Altmitgliedern ist weitgehend sowieso Hopfen
und Malz verloren – sich einem
Sprachtest zu unterziehen.
Zunächst verpflichten die „Allgemeinen Aufnahmebedingungen“ den hoffnungsvollen Nachwuchscrack nicht
nur
zur
Beherrschung
einer
anspruchsvollen Fachsprache, wünschenswert ist darüber hinaus ein
möglichst umfangreiches Vokabular
von Synonymen, welche die Dame
bzw. den Herrn von Welt jederzeit
befähigen, mit Hilfe entsprechender
sinn- und sachverwandter Wörter die
ortsüblichen Vulgärausdrucke zu
ersetzen.
Es gilt als wenig fein, nach einem
misslungenem 1. Aufschlag laut
„Scheiße“ zu rufen. Der Mann von
Welt ruft „Exkremente“; er beweist
damit nicht nur seine humanistische
Bildung, jedermann erkennt darüber
hinaus, dass er mindestens das „kleine Latinum“ geschafft hat.
Nach dem abermals vermasselten 2.
Aufschlag „verdammte Scheiße“ zu
brüllen, könnte die feine Dame „big
merde“ sagen. Jeder heimatverbunde-
ne Zuschauer und Zuhörer wird von
der herablassenden Noblesse entzückt sein, auch die weltmännische
Vielsprachigkeit der Dame wird allgemein bewundert werden.
So sollten besonders die Clubmitglieder, denen es in ihrer Jugend versagt
blieb, Fremdsprachen zu erlernen,
wenigstens ihrem Spiel durch fleißiges
Pauken von Vokabeln mehr Durchschlagskraft zu verleihen. Man spricht
nicht mehr vom ersten oder zweiten
Aufschlag, sondern vom „first“ oder
„second service“. Man schlägt nach
Möglichkeit überhaupt nicht auf, sondern man „serviert“, und dazu benutzt
man nicht den Schläger, sondern das
„Racket“. Der Ball wird „forehand and
backhand“ entweder „long the line“
(kurz: „longline“) oder schlicht und einfach „cross geplayed“.
Ein schöner gerader Ball ist ein „drive“
– ein Schmetterball, auch wenn er mit
Schmackes in den Maschen des
Begrenzungszaunes landet, ist ein
„smash“. Im Zweifelsfall ist der „court“
zu „short“ oder der „Präventivdrink“
war zu „strong“. Natürlich gibt es auch
keinen Rückschlag, sondern ausschließlich einen „return“, und ein Ball
fliegt nicht ins Aus, sondern er geht
„out“. Lediglich ein Volley bleibt ein
„volley“ und ein Lob bleibt ein „lob“,
aber diese Schläge beherrscht ohnehin kaum jemand.
Eine spielbezogene Thekendiskussion
würde sich dann wie folgt abspielen:
„Ich habe mein seckend Serwiß auf
die Bäckhend getwistet, worauf Sie
Ihren Retörn kroß schlugen, so dass
ich zu einem Wolli kam – Ihr Dreif flog
dann ins Aut.“
Der Prolet entgegnet: „Aber das war
doch in unserem gestrigen Spiel.“
Der Gebildete: „No, im last Geem serwierten Sie tu Dabbelfolts und als Sie
ein As versuchten, antwortete ich lonlein. Sie wurden aus dem Kourt gedriftet – Ihren Lob habe ich gesmescht!“
Der Ungebildete: „Aber der Satzball
für mich…?“
Der Tennisweltmann: „Welcher Setpoint? Es war nur ein Geempoint.
Gemm, Set und Mätsch wos for mi!“
Na denn: Prost! Shirioh! Es lebe das
Niewoh!
Aus der Kölnischen Rundschau
Tennissport im THC
Vorbemerkung
In einem 50-jährigen Rückblick kann
es nicht darum gehen, nun alle Mannschaften in ihrem Werdegang zu verfolgen. Es sollen nur einige wichtige
Stationen im THC Tennissport
benannt werden; dabei stehen Aufstiege im Vordergrund, die Abstiege werden z.T. schamhaft verschwiegen.
Dadurch, dass nur 1 Platz zur Verfügung steht, führt der Tennissport, wie
die Rundschau rückblickend schreibt,
ein „Mauerblümchendasein“. Meist
wird nur Doppel gespielt, selten ist
Gelegenheit zum Einzel. Im Herbst
gibt es die Clubmeisterschaft.
Das ändert sich erst, als die Stadt
Hürth auf Antrag des Clubs 2 weitere
Plätze baut, die im Sommer 1965 fertig gestellt werden. Diese werden auf
Antrag ganz dem Verein überlassen,
während der „alte Platz“ noch bis 1970
auch Privatspielern zu gewissen Zeiten zur Verfügung steht.
v.l. Schneppenheim, Heuser, van Reimersdahl, Salm und Lintermann – Schlesinger als Fotograf nicht abgebildet.
Am 26.09.1965 spielt zum ersten Mal
eine Hürther Turniermannschaft auf
den neuen Plätzen gegen TC Frechen,
2. Mannschaft.
Steigende Mitgliederzahlen ermöglicht
1966 die Meldung einer 2. Herrenmannschaft, die auch wie die erste
Mannschaft Mitglied in der „Turniergemeinschaft des Landkreises Köln“
wird.
1968 kommt auch eine Damenmannschaft hinzu in der Aufstellung Wulf,
Hölkemann, van Reimersdahl, Bernhardt, Rosenbaum, Brachschoß,
Schneppenheim und Eickerling.
Die erste Juniorenmannschaft tritt an
mit Walter Henz, Reuter, Gottlob, Bekker, Willenborg, Fomferek und Günter
Henz.
1972 verliert die Juniorenmannschaft
das Endspiel um die Mittelrheinmeisterschaft gegen Bergheim mit 2:7 in
der Aufstellung: Krollmann, Henz,
Schwister, Sommerhoff, Präder und
Werbnik.
1974 steigen die 1. Herren in die 2.
Verbandsklasse und
1975 gar in die 1. Verbandsklasse auf.
Es spielen Rehfus, Dämgen, W. Hens,
Salm, Schmidt, Visscher und Reuter.
1978 Eine Seniorinnenmannschaft
wird gemeldet mit Brachschoß, Eickerling, Többen, Jünger, Witzheller (später Leisten), Barlogie, Gründemann
und Ritt.
1979 Eine Seniorenmannschaft entsteht: Lintermann, Heuser, Ritt, Bataille, van Reimersdahl, Heising, Eickerling, Többen und Gründemann. Sie
erreichen den Gruppensieg und in 4
weiteren Spielen im K.O. System die
Mittelrheinmeisterschaft.
Zum 2. Mal in der Vereinsgeschichte
erringt eine Jugendmannschaft („Bambino“ unter 14) einen 2. Platz in der
Mittelrheinmeisterschaft mit Robens,
Krohm, T. Salm, Klein, P. Lintermann
und B. Brabender.
1980 gelingt ihr sogar die BambinoMittelrhein-Meisterschaft.
1981/82 Als Junioren erkämpfen sie in
beiden Jahren die Mittelrhein-Meisterschaft.
Die Juniorinnen erringen in der Besetzung Kircheis, Ghariam, Hünert, Terstegen die Vizemeisterschaft.
Die 1. Senioren steigen in die 1. Verbandsklasse auf
1989 Die AK 2 Senioren (55+) steigen
in die 1. Verbandsklasse auf
v.l. Schmidt, Schneider, Ritt, Ramershofen, Krohm,
Schleifenbaum, Schulz, nicht auf dem Bild Heuser
und Heim
v.l. hinten: Meister, Herzog, Ritt, Heuser
v.l. vorne: Többen und Breuer
1985 Die ersten Juniorinnen steigen in
die 1. Verbandsliga auf
1990 Die 1. Herren schaffen nach
1975 zum 2. Mal den Aufstieg in die 1.
Verbandsklasse und spielen in ihr bis
1996. Leider löst sich die Mannschaft
nach internen Streitigkeiten auf.
Hier die Mannschaft von 1994
v.l. Peters, Boros, Fischer, Talke, Klein, Kircheis
1986 Die 1. Knaben (4- er Mannschaft) werden Sieger im linken Rheinbezirk mit Skodzik, Hansen, Hens und
Oeken.
o.R.v.l. Oeken, Lintermann, Brabender, Clermont
(Trainer). u.R.v.l. Hens, Olefs, König.
1991 Erstmalig für den THC spielt eine
Mannschaft in der Oberliga. Die Junioren haben es geschafft.
2000 Die seit 1997/98 schrumpfende
Tennisjugend lebt wieder auf. Peter
Lintermann kehrt mit 35 Kindern und
Jugendlichen vom ASV Hürth zurück.
Auch eine komplette Damen 30 Mannschaft stößt vom ASV zum THC und
steigt jährlich bis in die 2. Verbandsklasse auf.
2001 Die Herren 55 - seit 2000 Oberliga – wird Gruppensieger, verzichtet
aber, an den Aufstiegsspielen zur
Regionalliga teilzunehmen.
v.l. Schmitz, Oeken, Krebs, Rodenkirchen, Olefs,
Hens.
1992 Auch den AK 1 Senioren gelingt
der Aufstieg in die Oberliga.
v.l. Jäger, Talke, Fuchs, Salm, Skodzik – nicht abgebildet Bauer.
1997 Aufstieg der Herren 60 in die
Oberliga.
v.l. Jäger (Sportwart) Schmid, Visscher, Ramershofen,
Breuer, Prahl, Herzog, Schuster, Kürten.
2002 Nach langem Anlauf gelingt auch
den 1. Damen der Aufstieg in die 2.
Verbandliga.
2006 Die Herren 55 steigen in die 2.
Verbandsliga auf.
v.l.n.r. Senger, Lindemann, Ollig, Poppers, EngelsSchwerin, Rennings, Borgmann, Hillebrand
v.l.n.r. Dr. Ollig, Heinrichs, Seiler, Lesch, Claude,
Arnold, Hartlieb, Köster, Dämgen
Bert Heuser
Lob des Tennisspiels
Aus Erich Kästner –
,,Die kleine Freiheit’’
Worin besteht der besondere Zauber des
weißen Sports? Tennis ist ein Duell auf
Distanz… Insofern gleicht es, auf anderer
Ebene, der Forderung auf Pistolen. Der
wesentliche Unterschied besteht darin,
dass man sich nicht abmüht, dahin zu
schießen, wo der Gegner steht, sondern
möglichst dorthin, wo er nicht steht. Außerdem, doch das zählt nur als Folge, ist Tennis ein höchst bewegliches Duell. Da der
beste Schuss jener ist, der am weitesten
daneben trifft und da der Gegner mit der
gleichen Kugel und derselben Absicht
zurückschießt, lautet der wichtigste Tennislehrsatz: Laufen können ist die Hauptsache.
Wer die unermüdliche Fähigkeit besitzt,
rechtzeitig und in der richtigen Stellung „am
Ball“ zu sein, wird auch den schlagstärksten
Gegner besiegen. Wer je erlebt hat, wie ein
Überathlet im Court von einem wieselgleichen Läufer herumgehetzt wurde und
schließlich zusammenbrach, weiß das zu
Genüge.
Nur die Tennisspieler duellieren sich auf
Distanz und als einzige ohne zeitliche
Regelgrenze. Theoretisch könnte ein
Kampf 12 Stunden und noch länger dauern,
doch der Tennisspieler ist auch nur ein
Mensch. Immerhin, 4-stündige Duelle hat
es schon gegeben. Und bis zur letzten
Minute bleibt es ungewiss, wer der Sieger
sein wird.
Die entscheidenden Eigenschaften für ein
solches Duell sind Kraft, Diplomatie, Konzentration, Schnelligkeit, Ökonomie, Präzi-
sion, Ahnungsvermögen, Witz, Ruhe,
Selbstbeherrschung und Verstand. Man
braucht sie alle, und die entwickeln sich
„spielend“. Und wer die eine oder andere
Fähigkeit nicht besitzt, muss trachten, sie
durch die zuletzt genannte, den Verstand,
zu ersetzen. Da Prenn, (besiegte 1932 Fred
Perry) einer der größten deutschen Tennisspieler, schlecht zu Fuß war, hatte er sich
„verdeckte Schläge“ angeeignet, die unberechenbar waren. Er holte zu einem Drive
aus, der Gegner stürzte zur Grundlinie
zurück, aber Prenns Ball fiel, müde wie eine
ausgekeimte Kartoffel, gleich hinterm Netz
und unerreichbar zu Boden.
Tennis ist nicht nur ein Sport, sondern auch
eine Kunst. Und wie es Dichter gibt, die ihre
besten Einfälle geistig hochprozentigen
Getränken verdanken, soll es, wenn auch
seltener, Tenniskünstler geben, deren Devination (göttliche Eingebung) alkoholischen
Ursprungs ist. Nachdem im Endspiel eines
internationalen Turniers wieder einmal die
bekannten Matadoren X und Y aufeinander
getroffen waren und X wieder einmal
gewonnen hatte, sagte Y: „Zugegeben,
dass Du gewonnen hast, - aber musstest
Du Dich gestern Nacht so betrinken, dass
Du im ersten Satz kaum gerade stehen
konntest?“ „Ich musste“, antwortete X,
„wenn ich weniger trinke, sehe ich den Ball
doppelt, und dann treffe ich, das ist eine
klare Rechnung, den richtigen nur in 50 von
100 Fällen. Trinke ich aber gründlich, so
sehe ich 3 Bälle.“ „Und?“ „Dann schlage ich
den in der Mitte!“
Vorstände im THC
Im Gegensatz zu Werksclubs, wo der
Werkschef gleichzeitig auch Vorsitzender oder Gönner des Tennisclubs ist,
der dann seine Mitarbeiter zur Vorstandsmitarbeit „begeistern“ kann, war
es im THC oft schwierig, eine Vorstandsmannschaft zusammen zu kriegen.
Am Anfang hatte der Club wegen des
einen Platzes nur 50 Mitglieder und die
Vorstandsarbeit hielt sich in Grenzen.
1967 dagegen heißt es, schon 125
Mitglieder zu betreuen, Plätze bauen,
Mannschaften aufstellen, sich um die
Jugend kümmern usw. Auf der Vorstandswahl 1967 wurde einem Herrn
S. der Posten des Vorsitzenden angetragen. Er lehnte ab. Alle anderen zu
vergebenden Posten wurden ihm
angeboten, er lehnte alle der Reihe
nach ab. Als dann mit Mühe der Vorstand komplett war, meldet sich
besagter Herr S. unter dem Punkt
„Verschiedenes“ mit der Frage: „Was
gedenkt der neu gewählte Vorstand zu
tun, um das 10-jährige Vereinsjubiläum zu feiern?“ Noch Fragen?
1984 Auf der Jahreshauptversammlung am 27.1.1984 lehnen alle gefragten Mitglieder eine Mitarbeit im Vorstand ab, obwohl eine Bestellung
eines Notvorstandes durch das Amtsgericht droht. Schließlich „erbarmt“
sich ein verhältnismäßig neues Mitglied, wird zum Vorsitzenden gewählt,
schließt die Versammlung und lädt
zum 10.2.1984 zu einer außerordentlichen Hauptversammlung ein, auf der
dann 33 (dreiunddreißig!) Anwesende
die restlichen Vorstandsmitglieder
wählen.
Am 18.10.1984 teilt der Vorsitzende
mit, dass er sich außerstande sähe,
den Club noch weiter zu führen. Mit
ihm tritt der gesamte Vorstand zurück,
eine Neuwahl soll am 28.11. erfolgen,
auf der dann – nach langen Unterbrechungen und Beratungen – schließlich
gegen 23 Uhr Hans Brabender den
Vorsitz übernimmt.
1987 werden wieder alle gefragt, keiner ist zur Vorstandsarbeit bereit. Herr
Krohm erbittet sich 4 Wochen Bedenkzeit und wird dann am 13.3. zum Vorsitzenden mit seiner Mannschaft
gewählt.
Gott sei Dank verlaufen nicht alle Vorstandswahlen so unerfreulich. Manche
Vorstände bleiben 4 und mehr Jahre
im Amt und leisten Erstaunliches. Einige Beispiele:
1968-1972 Heuser /Ritt/Krohm (Vorsitzender/Stellvertreter/Geschäftsführer)
bauen Platz 1, das Clubhaus, beginnen mit der Vorbereitung für die Plätze
4+5, nehmen die Hockeyabteilung auf
und lassen den Verein ins Vereinsregister eintragen.
1972-1979 Krohm / Ritt / Rehfus (später auch Maas und Salm)
1999-2007 Brabender / Heyke / Strüder / Ehlerding / Rüth
bauen die Plätze 4+5, eine Tenniswand wird erstellt, ein neuer HockeyRasenplatz entsteht, die Küche wird
umgebaut, ein neues Schankbuffet
und kältetechnische Einrichtungen im
Keller werden installiert.
Sommerfeste mit 250 Besuchern. Wiederaufbau der Tennisjugend. Erhöhung der Mitgliederzahl um 50%.
Sanierung und Modernisierung des
Clubhauses – Kosten 200.000,00 ?:
d.h. Vollständige Renovierung der
unteren Umkleide- und Duschräume
sowie aller Toiletten. Im oberen
Bereich wurden alle Fenster und
Türen erneuert, die Vorderfront erhielt
Glasschiebetüren, die Statik des Balkons wurde durch Stützen gewährleistet, der Balkon mit neuem Belag und
Geländer versehen.
Vorstand von 1972 bis 1979.
1993-1997 Maas / Loder / Eickerling /
Tersteegen
Heizung und Warmwasserversorgung
werden auf Fernwärme umgestellt.
Anbau von 2 zusätzlichen Räumen
und Toilette ( insgesamt 80 m2 ). Die
Küche wird erweitert und die Hockeygala zum 25-jährigen Hockeyjubiläum
organisiert.
Vorstand 2004
v.l. Beckhof, Heuser, Noe, Lepper, Senger, Brabender,
Meurer, Heyke, Rüth, Weber, Mattis
Bert Heuser
Vorstand 1995: v.l. Müller, Beckhof, Senger, O. Hartlieb, Maas, Steller, Schmidt, Willems u. W. Hartlieb
WIR GEDENKEN UNSERER
VERSTORBENEN MITGLIEDER
Die Freunde sterben nicht. Sie stehen mitten in unserem Lebenskreis:
oft vernehmen wir ihre Stimme, im Schlaf oder im Wachen;
oft spüren wir den festen, gelassenen Druck ihrer Hand.
Selbst wenn wir ihre Gräber nicht kennen, halten wir sie immer frisch.
Sie sind mit uns, sie trinken aus unserem Glas, und sie gehen
durch unsere Stuben. Denn die Freunde sterben nicht.
- Carl Zuckmayer –
Brief an
den Vorstand
Sehr geehrter Vorstand,
wie ich aus zuverlässiger Quelle erfahren habe, sollen beim THC unglaubliche
Dinge vorgekommen sein und auch jetzt
noch vorkommen. Ich habe gehört, dass
eine Frau, die seit längerer Zeit Mitglied
des Vereins ist, auf der Tennisanlage
mehrmals in der Woche ihre Partner
gewechselt haben soll.
Frau X soll behauptet haben, dass sie
starke männliche Partner gegenüber
weiblichen Partnerinnen vorziehen
würde, um für irgendeine Meisterschaft
vorbereitet zu werden. Nur mit ihrem
Ehemann allein – würde ihr nicht genügen, da dieser angeblich am Vormittag
nie könnte und abends meistens keine
Lust mehr hätte.
Ich frage hiermit den Vorstand, was wird
denn da im THC getrieben?
In den vergangenen Tagen habe ich
häufig versucht, zu beobachten, was auf
der Tennisanlage so geschieht. Leider
war mit dies nicht möglich, da man die
ganze Anlage rundherum mit Sichtblenden ausgestattet hat. Nicht nur allein
diese Tatsache, dass man etwas verbergen will, bestätigt meinen Verdacht auf
unmoralische Vorkommnisse, sondern
auch das, was man hinter den Sichtblenden so spricht. Ich habe ganz deutlich
gehört, dass eine Frau einem Mann
angeboten hat, mit ihren Bällen zu spielen. Offensichtlich ist dies dann auch
geschehen; denn ich hörte, wie der
Mann anerkennend lobte, dass ihre
Bälle noch so gut wie neu wären und
man gut damit spielen könne, weil sie
nicht nur weiß, sondern auch schön fest
wären. Anschließend hörte ich die Frauenstimme mehrfach juchzen. Doch
damit nicht genug: Ich habe auch ganz
deutlich verstanden, dass ihr Partner sie
mehrfach zum Seitenwechsel ermunterte. Gelegentlich forderte er sie auch auf,
die Stellung ihrer Beine zu verbessern
und sich weiter nach vorne zu beugen.
Er kritisierte auch häufig, dass sie in den
Hüften zu steif wäre, während sie ganz
böse schien, weil er nicht das Schnippeln sein lassen wollte.
Ungefähr eine Stunde lang haben es die
beiden auf dem Platz getrieben; dann
hat sie vor Erschöpfung aufgegeben,
weil sie nicht mehr konnte, und lieber zu
viert noch ein Doppel machen wollte.
Besonders schamlos finde ich auch,
dass andere Leute bei diesem Treiben
auch noch zuschauen. Ich konnte zwar
wegen der Sichtblenden leider nichts
sehen, aber ich habe mehrfach gehört,
dass andere lautstark Beifall geklatscht
haben.
Sehr geehrter Vorstand, ich weiß nicht,
ob Sie von allem Kenntnis haben, und
halte es als anständiger Bürger für
meine Pflicht, Sie auf die ganze Sache
aufmerksam zu machen. Gleichzeitig
erlaube ich mir die Anfrage, ob ich nicht
auch Mitglied beim THC werden kann.
Verfasser unbekannt
Die Reisemannschaft
im THC Hürth
Anfang der 80er Jahre beim THC: man
saß nach dem Spiel in lockerer Runde
auf der Terrasse, trank natürlich noch
zwei bis sechs Kölsch, lobte sich
selbst ob der nach Monaten einmal
wieder super getroffenen Rückhand da kam aus einem heute nicht mehr
genau zu recherchierendem Mund der
Vorschlag, ob man nicht mal - neben
den in loser Folge stattfindenden
Freundschaftsspielen gegen diverse
Nachbarclubs (die meistens erst mit
Ablauf der Sätze 4 bis 9 abends/
nachts an der Theke entschieden wurden) - Mitstreiter findet, die willens und
bereit sind, nicht nur bis Brühl oder
Neubottenbroich, sondern "´n bisschen weiter" zu fahren, um sich tennismäßig in der " Welt" umzusehen.
Wider Erwarten schnell fanden sich
dann die folgenden Herren Anfang
1983 zusammen und bildeten die Reisemannschaft "Die Eidechsen“.
Peter Krohm: unser auf Lebenszeit
gewählter Präsident, Ober-Organisator und Schrecken aller hoteleigenen
Geiger und Pianisten…..
Robert Ritt: Der Mann mit den weißen
Schläfen ("Johannes Heesters des
THC"), unser Senior (jedoch nur dem
Alter nach!), der "eigenhändig" die
Berliner Mauer mit den Füßen eintreten und einen Vopo verprügeln wollte….
Gerd Ploenes: als unser Reisemarschall Kenner sämtlicher Abflugzeiten
von sämtlichen Flughäfen in der nördlichen Hemisphäre zu sämtlichen Zielflughäfen daselbst, studierter Kassierer und Diplom-Zahlmeister, Charmeur
und Träger sonstiger Adelstitel….
Jürgen Skodzik: das Lauf- und Konditionswunder der Reisemannschaft
und in Personalunion "Beischläfer"
und Aufpasser vom anderen Jürgen,
nämlich…
Jürgen Maas: Er war der größte Entsager (nicht Versager!) der Mannschaft, da er schwersten Herzens,
aber freiwillig (!) während der Ballwechsel auf seine Zigarette verzichtete (aber wehe das Spiel war zu
Ende…..)
Alfred Salm: unser "Männädscher"
auf dem Sektor Sport und auf seine
(mittel-)alten Tage "Weltreisender" in
Sachen Tennisturniere ( bekannt
sowohl im Senegal als auch in Immekeppel…..)
Willi Klein: der "Tiriac des THC", der
manchmal kleine Brötchen Backen
mußte, wenn er mal wieder von uns
gemaßregelt wurde, da er öfter Probleme mit der mitteleuropäischen
Sommer-/Winterzeit hatte, wenn es
hieß: "Wir treffen uns um xx Uhr"…..
Klaus Meister: unser Künstler - in
jeder Beziehung ein "Meister" seines
Faches, der auch in den ungewöhnlichsten Situationen und an den ungewöhnlichsten Orten seinen Regenmantel nicht ablegen wollte…….
Hans Reuter: altersmäßig unser Nesthäkchen, intimer Kenner aller Prager
Außenbezirke und Wiener Diskotheken und "Hans Dampf" in vielen Budapester und (Ost-)Berliner Gassen…..
Hermann Schleifenbaum: unser einziger Beamter, seines Zeichens Lehrer
(aber nicht unser Oberlehrer), der mit
Udo Lattek u. Rudi Gutendorf eins
gemeinsam hat – alle 3 sind Ex-Fußball-Trainer….
Willbert Schneider: der uns, wenn
wir nicht parieren, auf`s Dach steigt;
Spätberufener in Sachen Tennis - aber
nicht zu spät; einziger Adliger unter
uns - ( EX-)Prinz von Efferen…..
Zur Erläuterung: die obigen Charakterisierungen entsprechen meiner
damaligen Sicht über die Kollegen;
heute müßte ich bei jedem zweiten
über sein Handicap berichten bzw. wer
seine Platzreife möglicherweise "auf
dem 2. Bildungsweg" gemacht hat
oder
werwowannweswegenwieoft
gerade mal 1,2 cm vorm Loch liegen
geblieben ist.
Am 22. September 1983 ging die erste
Reise los – Ziel war Prag. Peter K.
hatte seine geschäftlichen Beziehungen genutzt und uns eine erste Tour
präsentiert, die nicht nur sportlich,
sondern auch kulturell herausragte.
Wer hat schon in der Prager Oper das
Ballet "Schwanensee" von Cik
Cajkovski gesehen (oder war es doch
Pjotr Iljitsch Tschaikowski?). Die tsche-
Fritz Heer: ein "Expressionist", der
nach dem Tennisspiel seinen Astralkörper pfundweise mit Creme einschmiert und ob seiner jugendlichen,
langen und fülligen Haarpracht immer
mindestens 14 Tage jünger geschätzt
wird als er ist….
und H.D., der Schreiberling dieser Zeilen, der hoffentlich hiermit dem FBI /
KGB / CIA / Mossad u.a. nur bereits
bekannte Internas weitergegeben
hat…..
(PS: in den neunziger Jahren stieß
noch Klaus Mannel zu uns, von dem
ich leider nichts negatives berichten
kann - und das ist schon negativ
genug !!! ).
v.l.n.r. hintere Reihe: Heer, Reuter, Salm, ?, Krohm,
Ritt, Skodzik, Dämgen, Schneider
vordere Reihe: Ploeneß, Schleifenbaum, Maas.
chischen Gastgeber taten ihr Bestes,
uns zu verwöhnen. Ein weiterer Höhepunkt waren die Abende im Hotel,
wenn Peters Haus- und Hofgeiger
("Hoffmann!?!" - Spielen!!") nur für uns
seine Geige geigte und der Pianospieler sein Piano piante….). Viel mitbekommen haben die wenigsten, weil
das Prager Sprudelwasser verdammt
intensiv nach Allohool schmeckte….
– anläßlich
der
Reise
nach
Krakau/Kattowitz 1989 die Besichtigung der schwarzen Madonna in
Tschenstochau bzw. die Einfahrt in
ein Bergwerk in Kattowitz sowie der
aufwühlende
und
ergreifende
Besuch des KZ Auschwitz.
Ich kann hier nicht über jede Reise
berichten, aber einige "Heileits" waren
schon
– der Besuch 1986 in Ostberlin;
beklemmend und gleichzeitig aufregend vor allem die Rückkehr nach
Westberlin über den von bewaffneten Vopos streng bewachten Übergang Bahnhof Friedrichstraße;
andererseits bekam man auch im
Osten für (West-) Geld beinahe
alles….
– das gemeinsame Baden im
berühmten Budapester Gellert-Bad
1987
Rückbesuch der Freunde aus Polen
Weitere Ziele im Ausland - meist verbunden mit Spielen gegen Tennisclubs
- waren:
Wien
Karlsbad (damals Tschechoslowakei)
Paguera auf Mallorca
Estoril / Portugal (anläßlich eines
Formel 1 - Rennens)
Ein Höhepunkt war die Tour auf Klaus
Meisters Schiff durch die Karibik - pardon: Ägäis. Hier nahm jedoch nur etwa
die Hälfte der Reisemannschaft teil vielleicht fürchteten die Zurückgebliebenen, Klaus hätte nicht genug
Schwimmflügelchen an Bord??
v.l.:Heer, Klein, Schneider, Krohm, Maas, Reuter, Ritt,
Salm, ?
Anläßlich jeder Tour hat Präsident
Peter Krohm jeweils zum sog.
"Eidechsen-Abend" eingeladen, das
hieß pieckfein zum Essen ausgehen in
das häufig "beste Haus am Platz",
egal ob in Budapest, Prag oder Wien.
Da war also nix mit Messer ablecken
oder über´n Tisch rülpsen. Wir haben
uns aber so gut benommen, daß wir
wohl alle wiederkommen dürfen. Für
diese Abende unserem Peter nochmals besten Dank. "Das hatte was"!
Aber auch im Inland haben wir interessante Zielorte angeflogen:
München - hier waren wir sogar 2mal
- u.a. wegen des Oktoberfestes, aber
auch weil ja zwischenzeitlich unser
Mitglied Hans Reuter die bajuwarische
Staatsangehörigkeit aus beruflichen
Gründen angenommen hatte; sehr
schön war auch der Abstecher an den
Tegernsee.
Hamburg - hier haben wir gegen die
Oldies vom HSV gespielt und zwangsläufig - wenn auch widerwilligst am
Abend dann das Nachtleben von
Hamburg kennenlernen müssen soweit ich mich erinnere, waren wir
aber auch zum Kuchenessen im
"Cafe´ Keese" und die Kirche "Salambo" besichtigen, oder vertue ich mich
da jetzt….?
West-Berlin
Wir haben eigentlich nahezu überall
unsere Gastgeber natürlich auch zu
einem Gegenbesuch nach Hürth eingeladen. Soweit ich mich erinnere,
sind die Hamburger Freunde und auch
eine kleine Delegation aus der Münchner Ecke (Hans Reuters neuer Club)
dieser Einladung gefolgt. Ganz
bestimmt erinnere ich mich aber an
den Gegenbesuch der Prager Kameraden, die nicht nur teilweise ne ganze
Woche hier geblieben sind (zum großen Teil auf unsere Kosten!), sondern
auch diese Gelegenheit zum "Einkaufen" in jeder Form genutzt haben und
vollbepackt nach Hause zurückfuhren
- Gott sei Dank sind sie alle wieder
zurückgefahren….!!!!
Ob ich alle Reiseziele erfaßt habe,
weiß ich nicht. Insbesondere Anfang
dieses Jahrtausends wurde es aus
den unterschiedlichsten Gründen
immer schwerer, jährlich "alle Mann
wieder an Bord zu kriegen". Ich glaube, wir sind einfach alle älter geworden und bleiben jetzt doch lieber mal
bei Mama zu Hause, trinken unseren
Kamillen-Tee, schnallen die Nierenund sonstigen Schoner um und wechseln den ein oder anderen Verband
am Fuß / Knie / Ellenbogen / Handgelenk*.
Schluchsee
Neben den sportlichen Veranstaltungen auf diesen Reisen haben wir alle
doch auch viel an "Kultur" mitgenommen - ernsthaft. Unsere Touren waren
beileibe keine "kegelclubähnliche
Wochenend-Sauftouren incl. Suche
nach sonstigen Abwegen"!
ABER ES WAR NE SCHÖNE ZEIT
– oder auf karnevalistisch:
EN SUPERJEILE ZICK !!
Helmut Dämgen
Mitglied im THC seit mehr als 14.300 Tagen
(nicht nachrechnen - das sind mehr als 39 Jahre)
* Nichtzutreffendes bitte streichen !
THC – Fußballer
1967 – 1983
1967 Es bildet sich eine Fußballmannschaft als sportliche Betätigungsmöglichkeit für Herbst und Winter. Trainiert wird auf dem Aschenplatz
hinter der Realschule, im Winter in der
dortigen Turnhalle. Die „3. Halbzeit“
findet im Lokal Best, Hermülheim –
Luxemburger Strasse statt (heute
Draaf).
Schleifenbaum und N. Lessle und
andere talentierte Tennisspieler wie
Kircheis, Rüth, Odenthal. Schließlich
verstärkt sogar der ehemalige FC Profi
M. Hemmersbach die Mannschaft.
Erste Spiele werden an Samstagen
ausgetragen; so z.B. gegen den TC
Lese GW Köln in der Aufstellung: Hölkemann (Torwart), Ritt, Heising, Lintermann, Dämgen, Krohm, Schlesinger,
Löcher, Schneppenheim, Salm, Reuter.
1971 Die THC Fußballer – verstärkt
durch Spieler des MSC Köln – beginnen mit einer regelrechten Punktspielserie mit Hin- und Rückspiel nach
festem Terminplan und Punktetabelle.
Die Initiative dazu geht aus von Dr.
Alsdorf vom TC SW Bonn. Teilnehmende Vereine sind etwa 10 Tennisclubs bis nach Solingen und Krefeld.
1972 – 1974 In dem Maße, wie sich
die Spieler vom MSC Köln zurückziehen, gewinnt die Mannschaft neue
Spieler hinzu: es handelt sich um Tennis interessierte Fußballer, die aus der
damaligen Landesliga des BC Efferen
wie Talke, Skodzik, Schneider, Lesch
zur Mannschaft stoßen. Dazu kamen
Tennis spielende Fußballtrainer wie H.
Hinten von links: Schleifenbaum, Eickerling, Salm,
Lessle, Dämgen, Schneppenheim, Krohm, Hemmersbach, Junker, Kircheis, Talke, Ritt
Vorne von links: N.N., Reuter, Kuhn, Nölke, Lesch,
Finken, Heer
1979 – 1981 Bei den Fußballfreunden
setzt eine absteigende Tendenz ein.
Nach Jahren der Erfolge und Siege
kommen nun Niederlagen und Unentschieden dazu. Immer mehr Aktive
sind verletzt oder beruflich oder familiär gebunden. Man hat Aufstellungssorgen.
1983 Mangels Interesse und Beteiligung – z. T. auch altersbedingt – löst
sich die ehemals so erfolgreiche
Mannschaft auf.
Bert Heuser
Wanderungen
im THC
1988 regt der damalige Vergnügungswart Wilbert Schneider eine Herbstwanderung an, die auf große Resonanz stößt.
Für den Organisator heißt das: auf
einer Vortour die Route für die Wanderung festlegen, mit Gasthäusern verhandeln, Busse bestellen, evtl. noch
ein Nachmittagsprogramm und nicht
zuletzt die Zahl der Mitwanderer
erkunden. Dabei stellt sich manchmal
heraus, dass gegebene Zusagen aus
oft fadenscheinigen Gründen kurz vor
Reisebeginn nicht gehalten werden
und der Organisator gezwungen ist,
telefonisch für Nachschub zu sorgen,
damit der Reisepreis im Rahmen
bleibt und die Vereinbarungen mit den
Gasthäusern eingehalten werden können. Für den Vergnügungswart nicht
immer die reinste Freude.
1988 Fahrt nach Bleialf / Eifel – Wanderung am „Schwarzen Mann“
1989 Wanderung im Bergischen Land
von der Winterscheider Mühle zu
einem zünftigen Dorfkrug und zurück
1990 Wanderung am Rursee vorbei
bis nach Rurberg
1991 Wanderung von Merode durch
den Wald nach Schevenhütte
1992 Wanderung von Rodert (nahe
Münstereifel) nach Mahlberg
1993 Wanderung an der Rur vorbei
von Blens nach Abenden – Kallerbend
– Obermaubach
1994 Rotweinwanderweg an der Ahr
1995 Wanderung bei Königswinter Ölberg
Bert Heuser
Alain Völker
Versicherungsfachmann (BWV)
Geschäftsstellenleiter der
Provinzial
Die Versicherung der Sparkassen
Immobilienvermittler für die
KSK-Immobilien GmbH
Öffnungszeiten
Luxemburger Straße 358
50354 Hürth-Hermülheim
Telefon 02233 75674
Telefax 02233 76923
Mobil 0170 3030124
E-Mail alain.voelker
@gs.provinzial.com
www.provinzialcom/alain.voelker
Montag bis Freitag 9:00 bis 12.30 Uhr
Montag bis Mittwoch 14:00 bis 16:00 Uhr
Donnerstag 14:00 bis 18:00 Uhr
und nach Vereinbarung
Treue
Clubmitglieder
25 Jahre u. >
Gudrun Schwegmann
KlemensSchwegmann
Petra Heyke
Rosi Schomberg
Bernd Breuer
Sandro Premier
Franz Ramershoven
Fritz Heer
Karin Klefisch
Hermann Klefisch
Renate Klein
Stefan Borgmann
25.09.1982
25.09.1982
04.12.1982
16.01.1981
24.03.1981
16.05.1980
16.05.1980
11.01.1978
26.04.1978
26.04.1978
03.05.1978
13.06.1978
30 Jahre u. >
Christian Nölke
Renate Koch
Michael Diwisch
Margot Arnold
Alfred Arnold
Bernd Brabender
Christiane Diwisch
Klaus Diwisch
Dieter Kürten
Gerhard Ploenes
Hanspeter Schmid
Willi Klein
Hans Brabender
Manfred Lesch
Norbert Präder
Jürgen Skodzik
Annemie Skodzik
Klaus Meister
27.01.1977
28.01.1977
21.03.1977
11.07.1977
11.07.1977
01.04.1976
01.04.1976
01.04.1976
26.06.1976
01.01.1975
01.01.1975
01.02.1975
01.01.1974
01.01.1974
01.01.1974
01.01.1974
01.01.1974
18.05.1974
Maria Többen
Annegret Salm
Fred Fuhrmann
Ingra Stromberg
Renate August
Klaus Mannel
01.01.1974
01.01.1973
01.01.1973
18.03.1973
10.10.1973
11.05.1973
35 Jahre u. >
Patrick Krollmann
Volkhard Winter
Ingeborg Winter
Horst Kircheis
Wilhelm Schneider
Jürgen Talke
Ingrid Maas
Gisela Czaja
Walter Heim
Dieter Tersteegen
Kurt Hünert
Sigrid Schindler
Elmar Klein
Jonas Visscher
Wilfried Hennecke
Martina Jünger
Margaret Heuser
Rolf Junker
Helmut Dämgen
01.01.1972
14.01.1972
01.01.1972
23.03.1972
06.09.1972
02.10.1972
01.01.1971
01.01.1971
01.01.1971
01.01.1971
01.01.1971
01.01.1971
01.01.1971
01.01.1971
01.01.1971
01.01.1970
01.01.1969
01.01.1969
01.01.1968
40 Jahre u. >
Marianne Eickerling
Peter Krohm
Lambert Heuser
Alfred Salm
01.01.1967
01.01.1967
01.01.1958
01.01.1958
So etwas gibt es
bei uns nicht – oder?
Frau A hat sich mit Frau B zum Tennismatch verabredet. Der Ehegatte der
Frau chauffierte die Damen zum Tennisplatz und versteckte sich dann in
sicherer Deckung, um zu sehen, was
die beiden treiben.
Er erzählt: Um 9.37 Uhr waren wir
angekommen. Um 10.17 Uhr erschienen die beiden in blendendem Weiß
und mit federnden Schritten. Zuerst
schienen sie profihaft die Netzhöhe zu
kontrollieren. Ich hörte, wie meine
Frau sagte: „Ist doch Wahnsinn, diese
Fleischpreise. Gestern habe ich praktisch nichts gekauft und 67,90 DM
bezahlt!“ Frau B fand das Netz offenbar korrekt, schwang ein paar Mal die
Rückhand durch die Luft und bemerkte: „Mein Mann gibt mir an Haushaltsgeld was ich will. Wir führen eine offene Kasse. Im letzten Monat blieben ein
Jeansanzug und ein Cocktailkleid
übrig.“
Schreckensstarr sah ich, wie meine
Allerliebste den Tipp mit der offenen
Haushaltskasse geistig notierte. Sie
hatte noch ein paar Detailfragen zu
diesem Problem, und so vergingen
etwa 10 aufregende Tennisminuten
am Netz. Frau B würzte den heißen
Kampf noch mit ein paar Hinweisen,
wie sich eine Frau anständig über den
Sommer bringt, modemäßig.
Nun nahmen die beiden ihre Position
an der Grundlinie ein. Meine Frau
holte gerade aus, um den ersten Ball
zu schlagen, da rief Frau B: „Moment,
das muss ich Ihnen noch erzählen.
Voriges Jahr waren wir doch in Griechenland auf dieser Insel, wie heißt sie
doch gleich, das wäre was für Sie für
den diesjährigen Urlaub, richtig mondän, Tanz jeden Abend, man kann seinen Schmuck zeigen.“ Meine Frau
rannte mutigen Schritten zum Netzangriff vor. „Da bring ich meinen Mann
nie hin, den Tanzmuffel. Wir waren in
Kärnten, nichts als Regen.“ Diesmal
dauerten die Netzvolleys rund eine
viertel Stunde, bis meine speziellen
Urlaubsgewohnheiten, meine sonstigen Eigenarten, die Preissituation am
Lebensmittelmarkt und gewisse Kindererziehungsmethoden einer gewissen Frau C durchleuchtet waren. Hinter meinem Busch lief mir der Schweiß
über das Gesicht, den beiden Tennisspielerinnen waren keinerlei Anstrengungen anzumerken.
„Wie wäre es mit einer Trinkpause“,
fragte Frau B, als die beiden gerade
wieder die Grundlinie betreten hatten.
Die Meine stimmte zu, und die beiden
wandelten zum Clubhaus. Ich hielt
beharrlich aus. Meine Uhr behauptete,
es seien 13,47 Minuten vergangen, als
die beiden, vertieft in ein ernstes
Gespräch, wieder auf dem Platz
erschienen.
Später wurde nur folgendes klar: Jede
hatte nur 3 mal den Ball getroffen,
ohne ihn über das Netz gebracht zu
haben, aber sie hatten in dieser Zeitspanne den EG-Agrarmarkt bis in
seine Grundfesten lächerlich gemacht
und die Vor- bzw. Nachteile des FKK
im In- und Ausland durchdiskutiert, als
sie sich wieder am Netz trafen, um
ausführlich über verschiedene Geldanlagen und die richtige Rasenpflege
zu sprechen.
Sie wurden richtig böse, als neue Tennisspieler kamen und den Platz für
sich beanspruchten. Eine Stunden
kraftvollen Tennis sei viel zu wenig,
meinten sie übereinstimmend, dabei
könne man sich ja nicht einmal richtig
ausarbeiten. In der Tat, ihre Kondition
war bewundernswert. Sie wirkten noch
so frisch, wie am Beginn des heißen
Matches. Während ich völlig erschöpft
und schweißüberströmt zum Auto
schlich, hörte ich noch, wie sich die
beiden Tennisgiganten gegenseitig
versicherten, wie gesund, anregend,
kreislauffördernd, entspannend, lehrreich und erholsam so ein Tennismatch sei. Sie waren der Meinung, alle
Frauen müssten Tennis spielen.
Gekürzt aus „Netzball, Sieg-Tennisarm“ Bastei-Lübbe
Verlag
Impressum
Herausgeber
Tennis- und Hockey-Club Hürth RW e.V.
Dunantstraße 6b
50354 Hürth
Tel. 02233 - 100339
Fax 02233 - 15629
Redaktion
Bert Heuser, Hans Brabender,
Uta Beckhof
mit Beiträgen von Helmut Dämgen und
Hennes Hennecke
Titelbild: Klaus Meister
Druck: Druckerei Nölke
Tel. 02233 - 65716
Fax 02233 - 66597
THC – Clubfeste
1958 – 1971 In den ersten Jahren trifft
man sich mit Ehefrauen zu einer Busreise im Sommer in die nähere Umgebung – Rhein, Westerwald usw, die
abends in einem Lokal endet. Meist
wird noch etwas gegessen, manchmal
spielt auch eine kleine Kapelle zum
Tanz auf. Ich erinnere mich noch an
eine Kapelle, die spielte derart
schlecht, dass wir sie mit zusätzlichen
50 DM dazu motivieren konnten, ihre
Instrumente einzupacken.
Jährlich wird auch ein Saisonabschlußfest mit Siegerehrung der Clubmeister gefeiert; zumeist in Lokalen
mit kleinem Saal so z.B. im Haus Breitenbach, bei Steinfeld-Kruse oder im
Haus Päffgen in Hermülheim.
Fest im Haus Breitenbach
„Reise nach Jerusalem“ im Haus Päffgen
Auch zur Kirmes oder Karneval trifft
sich der harte Kern. Manche schöne
Stunden haben die Mitglieder aus dieser Zeit in guter Erinnerung.
1968 – 1972
Zusätzlich trifft
man sich zur
Erdbeeren- und
Pflaumenzeit
zwanglos auf der
Wiese
neben
Platz 1. Die Frau
des Vorsitzenden
Heuser wartet
mit 10 Erdbeertorten bzw. mit 3 Blechen Pflaumenkuchen auf, belegt mit Früchten aus
eigenem Garten. Andere Mitglieder
bringen Kaffee, Geschirr usw. mit.
1971 ff Nach der Fertigstellung des
Clubhauses kommt zum ersten Mal
der Nikolaus (Heuser) persönlich zu
einer Feier mit Erwachsenen und
Jugendlichen, die jährlich fortgesetzt
wird bis 1983.
1976 Sommerolympiade am 3. - 5. 9.,
organisiert von Plönes/Brabender im
Sporthotel Waldbrunnen/Windhagen.
Übungen: Laufen, Schwimmen, Reiten, Kegeln, Tennis, Autoralley und
Vortrag selbstgetexteter Lieder.
1972 Der Frühschoppen wird geboren.
Am Ende des Sommerfestes (gegen
3.00 Uhr) schlägt der Kapellmeister
Morcelin vor, am anderen Morgen
ohne Bezahlung gegen freiwillige
Spenden noch einmal aufzuspielen.
1973 Kostümball mit Kostümzwang.
Das Kölner Dreigestirn mit Prinz Klaus
Kegelberg, Spieler der 1. Tennismannschaft, besucht mit Gefolge den Ball.
Bürgermeister Conzen bei der Begrüßung
1974 Wilbert Schneider, Karnevalsprinz von Efferen und Mitglied im THC,
zu Besuch im Clubhaus.
1977 Im Anschluss an das Sommerfest finden am anderen Morgen zum
Frühschoppen Indianerspiele für Kinder statt. Brabender/Plönes haben die
„Indianer- und Westernfreunde Köln“ –
eingeladen, die mit Kind und Kegel
schon am Vortag ihre Originallederzelte aufschlagen. Mütter aus dem THC
haben sich als Squaw für je eine Gruppe von 7 – 8 Kindern zur Verfügung
gestellt und helfen bei der Kriegsbemalung und bei dem anschließenden
Bogenschießen, Hufeisenwerfen etc.
2. Italienisches warmes Buffet im
Schloß Lüntenbeck.
3. Fragebogenralley im Wuppertaler
Zoo.
Das Saisonabschlussfest findet erstmals nicht im Clubhaus sondern mit
120 Teilnehmern im Crest-Hotel Köln
statt.
Die Herbstfahrt hat 3 Stationen:
1. Fahrt im kaiserlichen Salonwagen
der Wuppertaler Schwebebahn.
1978 - 20 Jahre THC
1978 Das Saisonabschlussfest 1978
findet im Clubhaus des 1. FC Köln
statt, gleichzeitig als verspätetes Fest
zum 20 jährigen Jubiläum.
1980 Der THC nimmt mit Fußgruppe
und Wagen am Efferener Karnevalszug teil.
1982 Jubiläumsveranstaltung
Jahre THC“.
„25
Programm:
1. Große Ballon-Auto-Ralley. Start
5.9. Stadion Hürth
2. Fußball: Prominente der Stadt
Hürth gegen die Mannschaft des
THC. 17.9.
3. Tennisnachwuchsmeisterschaft
NRW 17.-19.9. Jugendliche aus
den Verbänden Mittel- und Niederrhein und Westfalen nehmen teil
4. Hockeyspiele um den THC Cup
5. Hockey-Länderspiel der Damen
BRD - Indien 22.9.
6. Tennismannschaftswettbewerb um
den THC Cup: je ein Spieler aus
Herren, Damen, Jungsenioren/
innen bilden eine Mannschaft. Die
Vereine Knapsack, Wesseling,
Gleuel und Hürth nehmen teil.
7. Der absolute Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltungen ist der Festabend im von Klaus Meister „meisterhaft“ dekorierten Saal Steinfeld
Kruse. Es spielt die „Music-Company“ aus der Günther Noris BigBand der Bundeswehr. Es singen 3
Solisten der Kölner Bühnen. Gegen
23 Uhr weiß der mexikanische
Gesangs- und Showstar Maro
Glaso Velera mit ihrem 1-stündigen
Programm zu begeistern.
1985 Tanz in den Mai mit dem Colonia-Duett
1993 10 Jahre Ökonomie Fröhlich.
Ein Superfest mit vielen einheimischen „Stars“.
1995 Gala im Burgpark Efferen: 15
Jahre Hockey im THC
Lepper gibt jedem Fest ein Motto, wartet mit einer reichhaltigen Tombola und
einem Mitternachtsfeuerwerk auf.
Etwa 250 Mitglieder danken es ihm mit
ihrem Besuch.
1998 Wieder mit einjähriger Verspätung: 40 Jahre THC
Morgens Empfang im Clubheim für
Gäste aus Politik, Verwaltung und
Sportorganisationen. Am Nachmittag
gibt es auf der Wiese, die mit Partyzelten belegt ist, Kaffee und Kuchen,
abends Speisen aus Rainer Davids
Küche. Es spielt die Cologne Jazz
Society.
1999 - 2006 Der neue Vorstand versteht es, die Sommerfeste attraktiv zu
gestalten. Vergnügungswart Manfred
Sommerfest 1999
2000 „Wir lassen die Puppen tanzen“
2000 Im Laufe der Jahre wurden verschiedentlich Autoralleys durchgeführt, darunter fand die von Martina
Jünger, Manfred Lepper und Jürgen
Maas organisierte „THC-NetcologneAutoralley 2000“ die größte Resonnanz. 117 Teilnehmer in 45 Fahrzeugen machten sich auf die 60 km lange
Strecke.
Kurz vor Bekanntgabe der Sieger
2001 „Kölsche Tön im THC“
2003 „Bayern zu Gast im THC“
2002 „Spanische Nacht im THC“
2004 „Irish Night“
2005 „Winnetou lässt grüßen“
2006 „Jazz- und Swingnight“
Bert Heuser
Clubhaus des THC
Jubiläumsveranstaltungen
25.08.2007
11.00 h
Großes zweitägiges Jubiläums-Jugend-Camp
in der Radrennbahn ( s. Aushang )
Leitung:
Kurt Mattis
Gerhard August
Peter Lintermann
Rolf Weber
26.08.2007
ca.16.00 h Ende der Veranstaltung
01.09.2007
11.00 h
Offizieller Empfang im Clubhaus
(nur für geladene Gäste)
01.09.2007
19.00 h 24.00 h
Rhein-Abendfahrt mit M. S. Drachenfels
( s. Aushang )
bis 01.00 h Bordparty
ab 24 h
Rücktransfer zum THC Parkplatz möglich.
Jubiläums-Autoaufkleber für:
– ein THC-Jubiläums-Kölschglas
– die Rhein-Abendfahrt am 1. 9. 2007
– den Bustransfer hin und zurück
– die Verlosung
Preise: Erwachsene 10,– Euro
Jugendliche 5,– Euro
Verkauf und Tischreservierung
(nur mit Personenzahl)
bei Rainer David
07
0
2
.
6
.
20
s
i
b
r
u
n
rtner)
a
f
P
u
n
a
e
r
k
Vorver für Mitglieder und de
(Nur