PDF File zum Nachlesen der vorgefundenen Kräuter

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PDF File zum Nachlesen der vorgefundenen Kräuter
Kräuterwanderung am Stettener Berg, 16. Juli 2010 mit Frau Miriam Wiegele
Folgende Kräuter und Pflanzen wurden vorgefunden :
Brunelle ( Prunella vulgaris )
Für blutende Verletzungen, als Tee verwendbar,
In der TCM als Xia ku cao zum Kühlen der "Leberhitze" und auch des Herzen verwendet,
enthält Rosmarinsäure ( antivirale Wirkung ), auch gegen Fieberblasen wirksam
Gänseblümchen ( Bellis perennis )
Das beste Mittel gegen blaue Flecken, vor allem als "Kindermittel" ( Kinderpflanze )
hilft überall dort, wo Gewebe "zermerschert" wurde ( auch bei Schwangerschaftsstreifen
schon vorbeugend als Salbe )
Wirbeldost (Clinopodium vulgare syn. Calamintha clinopodium )
als aromatischer Tee für die Verdauung
hilft die Schleimhäute wieder aufbauen
Hauhechel (Ononis spinosa )
Diese Pflanze sticht! (spinosa, lat. stachelig)
Durchspült die Niere, ohne Niere und Herz zu belasten
Zubereitung : 1 Teelöffel getrockneter Hauhechel auf einen Viertel Liter Wasser, im Aufguss
zubereiten, dann 1 Stunde stehen lassen.
Odermennig (Agrimonia eupatoria )
Auch Heilandskraut genannt
Hilft bei Leberproblemen, bei denen Probleme mit der Fettverdauung auftreten
(Abwechselnd Verstopfung und Durchfall)
Ist auch ein Bachblütenmittel, für Menschen, die jedem Konflikt aus dem Weg gehen
Schafgarbe (Achillea millefolium )
Supercillium veneris , die Augenbrauen der Venus, wurde die Schafgarbe früher genannt (
Blätter schauen aus wie "Augenbrauen" )
Frauenpflanze, das ätherische Öl wirkt krampflösend und die Bitterstoffe stärkend auf die
Beckenbodenmuskulatur , hilft bei Menstruationsschmerzen
Wundklee (Anthyllis vulneraria )
Hat "Sonnenblüten", als Salbe gegen Hautprobleme, vor allem auch gegen Fieberblasen
durch Sonneneinstrahlung, ,auch bei Windeldermatitis, hilft der Haut, sich an "alle"
Situationen anzupassen
Berufkraut (Erigeron canadense )
Neophyt (griech. neos, neu, phyton, Pflanze) eingewanderte Pflanze aus Amerika und
Problempflanze, weil sie Millionen von Samen bildet und daher Ruderalflächen überwachsen
und somit heimische Pflanzen verdrängen kann
In der Homöopathie eine Hautpflanze,
bei den Indianern eine Pflanze gegen Verzaubern (zum „Berufen“ gegen das Böse)
Echtes Labkraut (Galium verum )
Riecht nach Honig, Labkraut- kann Milch zum Gerinnen bringen, wurde früher zum
Käsemachen verwendet
Labkraut wird nur noch in der Volksmedizin als Nierenpflanze verwendet, dadurch wird sie
auch als Kraut gegen Hautprobleme geschätzt, als Sonnenpflanze und Tee auch bei "später"
Akne gut geeignet
Waldrebe ( Clematis vitalba )
Als Bachblüte das Mittel für die Menschen, die gerne aus der Realität flüchten
(auf "Wolke 7“). Das Mittel hilft zu erkenne, dass man sich mit den täglichen Problemen
auseinandersetzen muss
Wilde Möhre (Daucus carota ssp. carota )
Die Wilde Möhre ist ein Elternteil der Karotte, die wir als Gemüse verspeisen.
Aus Sicht der Signaturlehre zeigt uns das Wesen der Wilden Möhre, dass sie uns helfen kann,
sich zu zentrieren, wieder die eigene Mitte zu finden. Sie hat eine kleine schwarze Blüte in
der Mitte, und Im Verblühen, wenn sich die Samen in der Dolde zu entwickeln beginnen,
zieht sich die Blütendolde vogelnestartig zusammen. Die Samen richten sich zur Mitte, zum
Zentrum hin aus.
Die Urtinktur aus den Blüten hilft Menschen die sich nicht "zentrieren" können.
Das ätherische Öl aus den Samen hilft nach einem Sonnenbrand, gut für die Haut ( viel
Vitamin A)
Wurzel zum Mit- kochen in der Suppe geeignet, aber weniger zum Verzehr ( zäh )
Mannstreu (Eryngium campestre )
Heilmittel ist die Wurzel, wurde gegen Asthma verwendet. Zu seinem Namen kam der
distelähnliche Doldenblütler angeblich daher, weil seine kugeligen Samenstände im
Spätherbst vom Wind über die Flächen gewirbelt werden, bis sie an einem Strauch hängen
bleiben. Dort können die Samen ausfallen und keimen. So bleibt der Mannstreu dann diesem
Standort treu und das erhofft man sich schließlich auch von den Männern
Wegwarte (Cichorium intybus )
Wer mit offenen Augen durch die Gegend fährt, wird sie nicht übersehen können, diese
himmelblauen Blüten der Wegwarten, die uns den ganzen Sommer am Wegesrand
begleiten. Als Heilpflanze ist die Wegwarte leider fast in Vergessenheit geraten, doch wir
sollten sie wieder nutzen, denn die Wegwarte ist ein ausgezeichnetes Leber- und
Milzheilmittel . Sie wächst als Ruderalpflanze vor allem an Weg- und Straßenrändern.
Die Blüten einer trauernden Prinzessin: Es war einmal vor langer Zeit eine Prinzessin, die
wunderschöne blaue Augen hatte. Sie liebte, wie das so gehört, einen Prinzen und konnte
keine Minute ohne ihn sein. Doch der Prinz verließ sie, stieg auf sein Pferd und ritt gegen
Osten. Die Prinzessin war todtraurig und setzte sich an den Wegesrand und weinte ihre
blauen Augen aus. So entstand die Wegwarte und sie sitzt noch immer am Wegrand und ihre
Blüten schauen am Morgen immer nach Osten. Gegen Mittag schließt sie die Blüten, um am
nächsten Tag wieder neue Blüten zu öffnen.
Chicory, die Bach- Blütenessenz hilft denen, die ihre Lieben nicht loslassen können.
Wegwarte als Tee aus der Wurzel oder dem blühenden Kraut ist ein gutes Mittel zum
Entgiften, da ihre Gerbstoffe sich mit Metallen wie Quecksilber oder Blei zu unlöslichen
Komplexen verbinden, die über den Stuhl ausgeschieden werden. Die Wegwarte ist für
solche Kuren besonders gut geeignet, weil sie auch eine positive Wirkung auf die Leber hat
und damit auch deren Entgiftungsarbeit stärkt. Wurzel findet sich auch Inulin, das zwar nicht
wie Insulin den Blutzuckerspiegel senken kann, aber eine positive Wirkung auf Leber und
Bauchspeicheldrüse hat. Dazu kommen noch die für die Entgiftung wichtigen Gerbstoffe.
Weißdorn (Crataegus laevigata und monogyna )
Anwendung : Blüten im Frühjahr ernten und eine Tinktur ansetzen, abseihen nach ca. 3
Wochen. Im Herbst dann die Früchte dazu geben.
Wirkung : Erweiternd auf Herzkranzgefäße und stärkend auf den Herzmuskel, gut für
"alternde" Herzen
Johanniskraut (Hypericum perforatum )
Griech. hyper, darüber, eikon, Bilder, Dämonen, Johanniskraut hilft dem Geist, sich über die
"Dämonen" im Kopf ( sprich Depressionen ) zu erheben.
Pflanze macht lichtempfindlich und hilf gegen "Winterdepressionen"- Die extrem starke
photosensibilisierende Wirkung sollte nicht unterschätzt werden, nicht auftragen und dann
in die Sonne gehen - als Öl aber nach einem Sonnenbad zum Auftragen und auch bei
kleineren Verbrennungen geeignet.
Lockert die Muskeln ( einmassieren ), gut bei Rückenschmerzen
Graslilie (Anthericum liliago )
ist keine Heilpflanze, aber eine wunderschöne Pflanze unserer Trockenrasen
Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria )
giftig !!
In homöopathischer Form wichtiges Mittel bei Viruserkrankungen im Anfangsstadium
Natternkopf (Echium vulgare )
Rauhaargewächs, früher wie auch andere Rauhaargewächse,
zB Lungenkraut als Hustentee verwendet.
Brennnessel ( Urtica dioica )
Präsentiert das Mars- Prinzip aus Sicht der Signaturlehre nach Paracelsus
Enthält im Frühjahr viel Eisen, daher dann verkochen
Frühjahrsbrennnesselsaft hilft bei Eisenmangel
Ende Mai, wenn die Brennnessel blüht, ernten für Tee, der ist harntreibend und Harnsäure
ausschwemmend
In hochdosierter Form( fertige Produkte ) entzündungshemmend bei Arthritis
Ende August geerntet --> Wurzeln, Inhaltsstoffe können den Testosteronspiegel heben
( der Körper wird angeregt, körpereigenes Testosteron zu produzieren )
Im Herbst Samen der Brennnessel abrebeln und essen, enthalten viel Vitamin E, ein
Antioxidans und Fruchtbarkeitsvitamin, für Salat geeignet oder aufs Butterbrot
Walnussbaum ( Juglans regis)
Blätter vom Nussbaum als Tee gekocht helfen gegen Fußpilz und andere Pilzkrankheiten
( färbt aber ab )
Dost ( Origanum )
Enthält anderes ätherisches Öl als der griechische Oregano
Hat durchblutungsanregende Wirkung und hilft bei Muskelkater
Klette (Arctium lappa)
Gegen "grindige" Hauterkrankungen (Hildgard von Bingen) , Mittel bei Schuppenflechte und
Neurodermitis, man verwendet die Wurzeln
Beifuß (Artemisia vulgaris )
Für die Galle, als Tee trinken ( Blätter )
Als Tinktur anwendbar, wenn die Wehen nachlassen
Die Blüten sind ein gutes Gewürz für alle fetten Speisen ( Gänsebraten! )
Weidenröschen (Epilobium- Arten )
Eine Studie des Pharmakognostischen Institutes in Wien ergab, dass alle WeidenröschenArten verwendet werden können und nicht nur das Kleinblütige (Epilobium parviflorum), wie
Maria Treben behauptete.
Wirkung: Stärkt die Blasenmuskulatur, hilft daher Männern bei Prostatahypertrophie und
Miktionsbeschwerden und Frauen bei Inkontinenz
Golddistel ( Carlina vulgaris )
eine geschützte, bereits seltene Pflanze
Nelkenwurz (Geum urbanum )
Wurzel Mittel für die Leber und zum Entgiften, leider in Vergessenheit geraten.
Kann auch gegen Durchfall eingesetzt werden
Zusammengestellt vom DEV Stetten, Juli 2010
Botanische Namen von Miriam Wiegele, Bilder zum Teil von WIKIPEDIA,
Die freie Enzyklopädie und von Miriam Wiegele
Zum Nachlesen:
Miriam Wiegele: Kräuterelixiere, Die selbst gemachte Hausapotheke (Bacopa,
www.bacopa.at)
dies.: Geschichten von Blumen und Kräutern, Ein Märchenbuch für Jung und
Alt (Bacopa)
dies.: Heilsames und aromatisches Grün, Die Heilkräfte all der würzenden
Pflanzen (Bacopa)