VoiceL ive 3 - TC

Transcription

VoiceL ive 3 - TC
Anleitung in deutscher Sprache
VoiceLive 3

Wichtige Sicherheitshinweise
EMV / EMI
Erläuterung der grafischen Symbole
1
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4
Bevor es losgeht
Über diese Anleitung
Wie Sie technische Unterstützung erhalten
VoiceSupport
Bitte registrieren Sie Ihr VoiceLive 3
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6
6
6
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Einleitung
Grundlegende Konzepte
Bedienelemente auf der Oberseite –
Übersicht
Übersicht Fußtaster
Rückseitige Ein- und Ausgänge
Legende
Anschlussdiagramme
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VoiceLive 3 im Überblick
Erste Schritte – Einführung
Tipps zur Fehlerbehebung
Erste Schritte mit dem VoiceLive 3
Tipps und Tricks zur
Verwendung von Layern und Effekten
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Vocal-Layer bearbeiten
Harmony-Block/-Register
Double-Block/-Register
Vocal Delay-Block/-Register
Vocal Reverb-Block/-Register
HardTune-Block/-Register
Synth-Block/-Registerkarte
Transducer-Block/-Register
Vocal μMod-Block/-Registerkarte
Choir-Block/-Registerkarte
Vocal Rhythmic-Block/-Registerkarte
Stutter-Block/-Registerkarte
Vocal Buttonmap-Register
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Guitar-Layer bearbeiten
Amp-Block/-Register
Drive-Block/-Register
Guitar Delay-Block/-Register
Guitar Reverb-Block/-Register
Comp(ression)-Block/-Register
Wah-Block/-Registerkarte
μMod-Block/-Registerkarte
Octaver-Block/-Registerkarte
Guitar Rhythmic-Block/-Register
Guitar Buttonmap-Registerkarte
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Der Looper
Loops – grundlegende Konzepte
und Begriffe
Den Loop-Modus aktivieren und beenden
Ihre erste Loop
Das Utility-Menü
Loops – Maximalwerte
85
Setup
Input-Registerkarte
Output-Register
Guitar-Register
MIDI-Register
Tone-Register
System-Register
Buttonmap-Register
Pedal Calibration Registerkarte
Product Info-Register
98
99
103
105
107
111
117
120
125
125
Anhang
MIDI-CC-Liste
Systemwartung/Zurückksetzen
auf Werkseinstellungen
126
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Technische Daten
Leistungsmerkmale
Ausführung
Anschlüsse
Bedienelemente
Details
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130
130
132
132
128
86
87
87
92
97
Produkt
VoiceLive 3
Produkt (Firmware-)Version
1.0 R70
Dokument
Referenzhandbuch
Dokumentenversion / Datum 2014-03-29
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)a
Wichtige Sicherheitshinweise
Wichtige Sicherheitshinweise
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)1
1. Bitte lesen Sie diese Anweisungen.
2. Bitte bewahren Sie diese Anweisungen auf.
3. Beachten Sie alle Warnhinweise.
4. Folgen Sie bitte allen Anweisungen.
5.Verwenden Sie dieses Gerät nicht in der
Nähe von Wasser.
6. Reinigen Sie das Gerät nur mit einem trockenen Tuch.
7. Die Belüftungsöffnungen des Gerätes dürfen nicht verdeckt werden. Folgen Sie bitte
bei der Montage des Gerätes allen Anweisungen des Herstellers.
8. Montieren Sie das Gerät nicht neben Hitzequellen wie Heizkörpern, Wärmespeichern,
Öfen oder anderen Geräten (auch Leistungsverstärkern), die Hitze abstrahlen.
9. Nehmen Sie keine Veränderungen am Netzstecker dieses Gerätes vor. Ein polarisierter
Stecker hat zwei Kontakte, von denen einer
breiter ist als der andere. Ein geerdeter Stecker hat zwei Kontakte sowie einen dritten
Erdungskontakt. Der breitere Kontakt beziehungsweise der Erdungskontakt dient
Ihrer Sicherheit. Wenn der Stecker an dem
mit diesem Gerät gelieferten Kabel nicht zur
Steckdose am Einsatzort passt, lassen Sie
die entsprechende Steckdose durch einen
Elektriker ersetzen.
10. Sichern Sie das Netzkabel gegen Einquetschen oder Abknicken, insbesondere am
Gerät selbst sowie an dessen Netzstecker.
11. Verwenden Sie nur vom Hersteller benannte
Ergänzungen und Zubehörteile für dieses
Gerät.
12.Verwenden Sie nur die vom Hersteller als geeignet angegebenen
oder zusammen mit dem Gerät
Wichtige Sicherheitshinweise
verkauften Gestelle, Podeste, Halteklammern oder Unterbauten für dieses Gerät.
Wenn Sie einen Rollwagen verwenden, achten Sie darauf, dass das Gerät beim Bewegen gegen Herunterfallen gesichert ist, um
das Verletzungsrisiko zu minimieren.
13.Trennen Sie das Gerät vom Stromnetz,
wenn ein Gewitter aufkommt oder wenn Sie
es voraussichtlich für längere Zeit nicht verwenden werden.
14. Alle Wartungsarbeiten müssen von hierfür
qualifizierten Servicemitarbeitern durchgeführt werden. Eine Wartung ist erforderlich,
wenn das Gerät selbst oder dessen Netzkabel beschädigt wurde, Flüssigkeiten oder
Gegenstände in das Gerät gelangt sind,
das Gerät Regen oder starker Feuchtigkeit
ausgesetzt wurde, das Gerät nicht ordnungsgemäß arbeitet oder es heruntergefallen ist.
Vorsicht
Änderungen an diesem Gerät, die im Rahmen
dieser Anleitung nicht ausdrücklich zugelassen
wurden, können das Erlöschen der Betriebserlaubnis für dieses Gerät zur Folge haben.
Wartung
– Alle Wartungsarbeiten müssen von einem
hierfür qualifizierten Servicetechniker durchgeführt werden.
– Es befinden sich keine vom Anwender zu wartenden Teile im Inneren dieses Gerätes.
Warnung
– Um die Gefahr eines Feuers oder eines elektrischen Schlages zu verringern, darf dieses
Gerät nicht dort verwendet werden, wo es Regen oder Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Stellen
Sie außerdem keine mit Flüssigkeiten gefüllten
Gegenstände – wie beispielsweise Vasen – auf
diesem Gerät ab.
– Dieses Gerät muss geerdet sein.
– Verwenden Sie zum Anschluss dieses Gerätes
grundsätzlich nur ein dreiadriges Netzkabel
wie jenes, das mit dem Gerät geliefert wurde.
– Beachten Sie, dass für verschiedene Netzspannungen entsprechende Netzkabel und
Anschlussstecker erforderlich sind.
– Überprüfen Sie die Netzspannung am Einsatzort des Gerätes und verwenden Sie ein geeignetes Kabel.
Spannung
Netzstecker nach Standard
110 bis 125 V UL817 und CSA C22.2 Nr. 42.
220 bis 230 CEE 7 Seite VII, SR Abschnitt
V
107-2-D1 / IEC 83 Seite C4.
– Montieren Sie das Gerät so, dass der Netzstecker zugänglich und eine Trennung vom
Stromnetz ohne weiteres möglich ist.
– Um das Gerät vollständig vom Stromnetz zu
trennen, müssen Sie den Netzstecker des Gerätes aus der Steckdose ziehen.
– Der Netzstecker des Gerätes sollte jederzeit
zugänglich sein.
– Montieren Sie das Gerät nicht in einem vollständig geschlossenen Behälter oder Gehäuse.
– Für die Verwendung in einer Höhe von maximal 2000 Metern über dem Meeresspiegel.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)2
– Öffnen Sie das Gerät nicht – es besteht die
Gefahr eines elektrischen Schlages!
Wichtige Sicherheitshinweise
EMV / EMI
Elektromagnetische Verträglichkeit / Elektromagnetische Interferenz
Dieses Gerät ist geprüft worden und entspricht
den Grenzwerten der Federal Communications
Commission (FCC) für digitale Geräte der Klasse
B nach Abschnitt 15.
Diese Einschränkungen sollen angemessenen
Schutz gegen schädliche Interferenzen bieten,
wenn das Gerät in einer Wohngegend betrieben wird. Dieses Gerät erzeugt und verwendet
Hochfrequenzenergie und kann selbst Hochfrequenzenergie ausstrahlen. Wenn es nicht entsprechend der Anleitung installiert und verwendet wird, erzeugt es möglicherweise beeinträchtigende Störungen bei Rundfunkempfängern. Es
kann jedoch nicht garantiert werden, dass es bei
einer bestimmten Aufstellung nicht zu Interferenzen kommt.
Wenn dieses Gerät Störungen bei Radio- und
Fernsehempfangsgeräten auslöst – was durch
Aus- und Anschalten des Gerätes überprüft werden kann – sollten Sie die folgenden Maßnahmen ergreifen:
– Richten Sie die verwendete Empfangsantenne
neu aus oder stellen Sie die Antenne an einer
anderen Stelle auf.
– Vergrößern Sie den Abstand zwischen dem
Gerät und dem Empfänger.
– Schließen Sie das Gerät an eine Steckdose
an, die zu einem anderen Stromkreis als der
Empfänger gehört.
– Bitten Sie Ihren Händler oder einen erfahrenen
Radio- / Fernsehtechniker um Hilfe.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)3
Für Kunden in Kanada
Dieses digitale Gerät der Klasse B entspricht
den kanadischen Bestimmungen für Interferenz
verursachende Geräte ICES-003.
Wichtige Sicherheitshinweise
Erläuterung der
grafischen Symbole
Cet appareil numérique de la classe B est
conforme à la norme NMB-003 du Canada.
Das Blitzsymbol in einem Dreieck
weist den Anwender auf eine nicht isolierte Spannungsquelle im Gehäuse
des Gerätes hin, die stark genug sein
kann, um bei Anwendern einen Stromschlag auszulösen.
Ein Ausrufezeichen in einem Dreieck
weist den Anwender auf wichtige Anweisungen zum Betrieb und Instandhaltung des Produkts in den begleitenden Unterlagen hin.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)4
Bevor es losgeht
Bevor es losgeht
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)5
Über diese Anleitung
Diese Anleitung soll Ihnen helfen, Ihr VoiceLive 3
zu verstehen und zu bedienen.
Um die aktuelle Version dieser Anleitung herunterzuladen, besuchen Sie die Webseite tc-helicon.com/products/voicelive-3/support/
Bitte lesen Sie diese Anleitung vollständig, da
Ihnen sonst möglicherweise interessante Funktionen entgehen.
Bevor es losgeht
Wie Sie technische
Unterstützung erhalten
Wenn Sie Fragen haben, die im Rahmen dieser
Anleitung nicht beantwortet werden, kontaktieren Sie bitte den Support von TC-Helicon:
tc-helicon.com/support/
Die Software VoiceSupport ist für Microsoft
Windows und Mac OS X verfügbar von der
Download-Seite tc-helicon.com/products/voicesupport/
VoiceSupport
VoiceSupport ist eine Software, mit der Sie das
volle Potenzial Ihres TC-Helicon-Produkts erschließen können. Hier erhalten Sie außerdem
stets die neuesten Informationen, Ticks und
Tricks.
Zu den wichtigsten Funktionen von VoiceSupport gehören:
– Zugriff auf Presetbibliotheken in professioneller Qualität
– Direkter Zugriff auf Anleitungen zu Produkten
von TC-Helicon
– Benachrichtigungen über Software-Updates –
halten Sie Ihre TC-Helicon-Produkte stets auf
dem neuesten Stand.
– Presetverwaltung per Drag & Drop
– Spezielle Inhalte zu Ihren Produkten
– VoiceCouncil – Beiträge mit aktuellen Tipps
für Sängerinnen und Sänger
– Aktualisieren der Produkt-Firmware
– Account-Verwaltung
– Zugriff auf den technischen Support.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)6
Bevor es losgeht
Bitte registrieren Sie
Ihr VoiceLive 3
Registrieren Sie Ihr VoiceLive 3 mit Hilfe der
Software VoiceSupport. Starten Sie VoiceSupport und klicken Sie auf die Schaltfläche „ACCOUNT“.
! Bitte beachten Sie, dass Sie Ihr Produkt
NICHT registrieren müssen, um VoiceSupport
zu verwenden, Presets herunterzuladen, die
Firmware Ihres Produkts zu aktualisieren oder
den Support zu kontaktieren.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)7
Einleitung
Einleitung
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)8
Einleitung
Willkommen bei der Anleitung zum VoiceLive 3!
Grundlegende Konzepte
Layer und Fußtaster-Mapping
Zunächst möchten wir Ihnen danken, dass Sie
sich zum Kauf des VoiceLive 3 entschieden haben. Wir hier bei TC-Helicon betrachten es als
großes Kompliment, dass Sie sich entschlossen
haben, mit Ihrem hart verdienten Geld unseren
Vocal, Guitar & Loop Processor zu kaufen. Wir
sind zuversichtlich, dass sich die Investition lohnen und das VoiceLive 3 Ihnen völlig neue Möglichkeiten für Ihre Auftritte erschließen wird.
Sie werden es schon in der Kurzanleitung gesehen haben, die zum Lieferumfang des VoiceLive
3 gehört: Auf der obersten Bedienebene ist das
VoiceLive 3 einfach zu bedienen – aber „in der
Tiefe“ eröffnet es nahezu unbegrenzte Möglichkeiten zur Steuerung und Bearbeitung von Einstellungen. Wir empfehlen Ihnen, das VoiceLive3
wie ein neues Musikinstrument zu behandeln
und sich Zeit zu nehmen, um seine Bedienung
und die grundlegenden Konzepte zu erlernen.
Ja, das bedeutet, lesen Sie das verdammte
Handbuch!
Sie können sogar den Fußtastern neue Funktionen zuordnen – sowohl innerhalb eines Layers
als auch von einem Layer auf einen anderen. Damit kommen wir einem der Wünsche entgegen,
die Käufer unseres außerordentlich erfolgreichen
Produkts VoiceLive 2 immer wieder geäußert haben: „Tolles Gerät – aber ich hätte furchtbar gerne den X-Fußtaster da, wo jetzt der Y-Fußtaster
ist …“
Grundsätzlich basiert das VoiceLive 3 auf dem
Konzept von „Layern“ (Schichten). Aus Anwendersicht gibt es dabei drei dieser Layer, mit denen Sie arbeiten:
– Vocal
– Gitarre
– Loop-Funktionen
Zum Umschalten zwischen den Layern verwenden Sie den Layer-Fußtaster, auf den wir im weiteren Verlauf dieser Anleitung noch eingehen
werden.
Es ist uns auch klar, dass das ganze Konzept –
Layer und umkonfigurierbare Fußtaster – wahrscheinlich zunächst einmal sehr komplex wirkt.
Deshalb haben wir das ganze System so einheitlich und intuitiv wie nur möglich gemacht. Und
das heißt: Sobald Sie verstanden haben, wie
man einen Fußtaster neu zuordnet, können Sie
alle Fußtaster neu zuordnen.
Lesen Sie das vollständige ... Handbuch.
Wenn Sie den Layer-Fußtaster antippen, passiert grundsätzlich Folgendes: Die Belegung der
sechs Effekt-Fußtaster (mit den Beschriftungen „μMod“, „Delay“, „Reverb“, „HIT“, „Double/
Comp“, und „Harmony/Drive“) ändert sich: einmal steuern sie Vocal-Effekte, dann Gitarreneffekte und schließlich Loop-Funktionen.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)9
Einleitung
Globale Effekte
Ein anderer Wunsch, den wir oft von TC-Helicon-Fans hörten, waren „globale Effekte“. Beim
VoiceLive 3 können Sie ein Preset auswählen,
das als „Globales“ Preset fungieren soll. Damit
werden alle Effekte und Parameter innerhalb dieses Presets definiert – und können dann einfach
auf andere andere Presets angewendet werden.
Was bedeutet das für Sie? Einfacheres und
schnelleres Erstellen von Presets und ein konsistenter Sound!
Dazu ein Beispiel:
„Das ist ein tolles Reverb. Das würde ich nun
gerne bei einer ganze Reihe von Presets verwenden. Wie gehe ich vor?“
– Bearbeiten Sie zunächst das Gitarren-Reverb
des Globalen Presets (standardmäßig ist dies
das Preset Nummer 491). Das Bearbeiten
der Gitarreneffekt-Einstellungen wird ausführlicher erklärt im Abschnitt “Guitar-Layer bearbeiten” auf Seite 74.
– Dann rufen Sie jedes Preset auf, in dem Sie
dasselbe Reverb verwenden möchten, wechseln zu den Reverb-Einstellungen und ändern
dort den Parameter Global auf „On“.
Das war’s! Dieses Preset verwendet nun die Reverb-Einstellungen aus dem Globalen Preset.
Wenn Sie den Parameter Global bei einem Effekt anschalten, verkoppeln Sie damit die Einstellungen, die im Globalen Preset definiert
sind, mit diesem Effekt. Sie können jeden Effekt im Guitar- und Vocal-Layer mit dem Globalen Preset verknüpfen. Es gibt
unendlich viele Möglichkeiten, globale Effekte
zu verwenden, aber hier sind ein paar Ideen aus
der Praxis:
Verwenden Sie die gleichen
Gitarreneffekte in allen Presets
Damit verwandeln Sie den Guitar-Layer des
VoiceLive 3 praktisch in eine Reihe klassischer
Effektpedale, die Sie nur ein einziges Mal einrichten müssen und dann verwenden können,
ohne darüber nachzudenken.
„Wie gehe ich vor?“
– Bearbeiten Sie einfach die Einstellungen eines
beliebigen Presets so lange, bis alle Gitarreneffekte und Fußtaster-Zuordnungen Ihren
Vorstellungen entsprechen.
– Öffnen Sie das Setup-Menü und navigieren
Sie mit den horizontalen Pfeiltasten zum Register „System“.
– Drehen Sie den Drehregler, bis die Zeile „All
Guitar FX markiert ist. – Drehen Sie den Mix-Regler 3 oder den
Mix-Regler 4 unter dem Display im Uhrzeigersinn, bis aus dem „Off“ im Display ein „On“
wird.
Das war’s! Jedes Preset verwendet nun die
gleichen Gitarrensounds.
Stellen Sie All Guitar FX Global auf „On“, um einen Gitarreneffekt Preset-übergreifend zu verwenden.
Ein bestimmter Effekt soll
immer gleich klingen
Möchten Sie, dass ein bestimmtes Delay in jedem Preset zur Verfügung steht? Kein Problem.
– Editieren Sie einfach die Delay-Einstellungen
des Globalen Presets.
– Rufen Sie jedes Preset auf, in dem Sie das Delay verwenden möchten, wechseln Sie dann
zu den Delay-Einstellungen und ändern Sie
dort den Parameter Global auf „On“.
Immer die gleiche GitarrenverstärkerSimulation verwenden, aber alle
anderen Einstellungen ändern
– Ganz einfach! Ändern Sie die Amp-Einstellung
des Globalen Presets nach Ihren Vorstellungen.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)10
Einleitung
– Rufen Sie jedes Preset auf, in dem Sie dieselbe Amp-Simulation verwenden möchten,
wechseln Sie zu den Amp-Einstellungen und
ändern Sie dort den Parameter Global auf
„On“.
Aktualisieren der globalen Einstellungen
Das ganze Konzept der global geltenden Einstellung ist optional – Sie können, aber müssen
es nicht verwenden. Das bedeutet, das jedes
Preset solange über seine eigenen, individuellen
Einstellungen verfügt, bis Sie einen Effekt auf
Global ändern. Sobald Sie das getan haben,
teilen sich das aktuelle Preset und das Globale
Preset die Einstellungen.
Multitrack-Looper
kann. Denken wir zum Beispiel an einen Rhythmus im „Beat Box“-Stil (ein Takt), dazu eine acht
Takte lange Gitarren-Spur. Früher hätten Sie
acht Takte des „Beat Box“-Rhythmus aufnehmen müssen, damit Sie anschließend den achttaktigen Gitarrenpart aufnehmen können. Aber
jetzt können Sie Phrasen Länge aufnehmen!
Looper - Hauptansicht
Die Möglichkeit, mehrere voneinander unabhängige Loops verwenden zu können, bedeutet für Sie große Flexibilität und viele kreative
Möglichkeiten. Unsere Multitrack-Looper bietet
einige wirklich erstaunliche Funktionen für den
Live-Einsatz, die Ihnen helfen werden, großartige
Loops zu erstellen.
Sobald Sie einen Effekt auf Global ON geändert haben, wirken sich alle Änderungen
in diesem Preset auch auf die Einstellungen
des Globalen Presets aus. So müssen Sie
nicht ständig zwischen dem Globalen und dem
aktuellen Preset hin und her schalten, wenn Sie
Änderungen an globalen Effekten vornehmen
möchten.
Mit der Swap-Funktion können Sie zwei Loops
aufnehmen und durch Antippen eines Fußtasters
zwischen beiden umschalten. Dies ist besonders
nützlich, wenn Sie die verschiedenen Abschnitte
eines Songs (zum Beispiel Strophe und Refrain)
aufnehmen und schnell dazwischen umschalten
wollen.
Es bedeutet aber auch, dass Sie sich dessen
bewusst sein müssen, damit Sie nicht versehentlich eine globale Einstellung ändern, aber
glauben, dass Sie lediglich eine Einstellung im
aktuellen Preset ändern. Hier gilt (wie bei Superhelden): Mit großer Macht kommt große Verantwortung!
Looper - Swap-Funktion
Nehmen Sie Ihren eintaktigen „Beat Box“-Rhythmus auf eine Loop-Spur auf und dann die achttaktige Gitarrenphrase auf einer anderen.
Der Looper bietet unterschiedliche Sync-Modi.
Lesen Sie daher bitte unbedingt den Abschnitt
“Das Utility-Menü” auf Seite 92 und machen
sich damit vertraut, wie diese Modi sich auf Ihre
Loops auswirken.
Die Länge einer Loop spielt nun keine Rolle mehr. Bei manchen Loopern gibt die längste
Spur einer Loop deren Gesamtlänge vor, was
die Arbeit mit Loops sehr umständlich machen
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)11
Einleitung
Loops speichern
Wenn Sie schon früher mit Loopern gearbeitet
haben, werden Sie diese Situation kennen: Sie
haben eine wirklich tolle Loop aufgenommen
– aber sobald Sie den Looper abschalten, verschwindet diese Loop auf Nimmerwiedersehen.
Beim VoiceLive 3 können Sie Ihre Kreationen
direkt im Gerät speichern
ganze Zeit, bis alle Bestandteile einer Loop aufgenommen sind. Insofern ist es oft sinnvoller,
wenn Sie die grundlegenden Teile vorbereiten.
Sie können dann immer noch auf der Bühne weitere Teile in Echtzeit hinzufügen.
Wenn Sie mit Playbacks arbeiten, können Sie
diese komplett zu Hause vorbereiten und das
VoiceLive3 auf der Bühne dann als komplettes
Wiedergabesystem verwenden!
Umfassende Gitarreneffekte
Mit dem VoiceLive Play GTX stellten wir unsere
erste „umfassende“ Gitarreneffekte-Suite vor.
Davor gab es Chorus-, Reverb-, EQ- und Compression-Blöcke. Beim VoiceLive Play GTX kamen Amp/Distortion und Delay hinzu, was die
klanglichen Möglichkeiten für Gitarristen erheblich erweiterte. VoiceLive 3 macht genau hier weiter. Aber es
nimmt den Ball nicht nur an, sondern schießt ihn
in die Erdumlaufbahn!
Loop Utility-Menü mit Speicherfunktion.
Sie können Ihre Loops nicht nur speichern – Sie
können eine gespeicherte Loop einem Preset zuordnen. Das macht einen gewaltigen Unterschied.
Nehmen wir an, Sie haben zu Hause eine wirklich
coole „Ambient“-Loop aufgenommen, die synchron zum Songtempo läuft. Diese Loop können
Sie jetzt einfach auf der Bühne weiterverwenden.
Wenn die Band mit einem Click-Track arbeitet,
läuft alles perfekt synchron – auch Ihre zeitbasierten Vocal- und Gitarren-Effekte!
Die Speicherfähigkeit spart Ihnen die übliche
„Handarbeit“, vor dem Publikum in Echtzeit Loops aufzunehmen. Natürlich ist es beim ersten
oder zweiten Mal für den Künstler und das Publikum eine tolle Sache, wenn auf der Bühne eine
Loop entsteht, aber mit der Zeit kann es etwas
langweilig werden. Es dauert schließlich oft eine
Gitarreneffekte des VoiceLive 3
Die Gitarreneffekte in VoiceLive3 stammen aus
einigen der erfolgreichsten Effekte von TC Electronic wie dem Corona Chorus, dem Hall of
Fame Reverb, dem Vortex Flanger und dem Flashback Delay!
Wenn Sie diese wunderschönen Effekte mit den
weiteren großartigen Möglichkeiten des VoiceLive 3 verbinden – Amp-Modeling, Drive/Boost,
Rhythm/Tremolo, Wah-wah und Octave Down –
haben Sie erstmals die Möglichkeit, den Klang
Ihrer Stimme und Ihrer Gitarre „ganzheitlich“ zu
gestalten.
Stellen sie sich vor, Ihre zeitbasierten Vocal- und
Gitarreneffekte würden perfekt synchron lau-
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)12
Einleitung
fen, ohne dass Sie irgendwelchen komplexen
Timing-Steuerungssysteme einrichten oder an
mehreren Geräten das Tempo vorgeben müssen. Genau das ist mit dem VoiceLive 3 möglich.
Alles spielt einfach perfekt zusammen.
Erweitertes Monitoring
Immer mehr Musiker entdecken für sich
In-Ear-Monitoring (IEM). Das ist eine großartige
Sache – aber der Aufwand zur Einrichtung ist oft
beträchtlich. Das VoiceLive 3 bietet zwei Funktionen, die es sehr einfach machen, einen individuellen Monitor-Mix zu erstellen.
Monitor IN
Über die XLR-Buchse Monitor IN können Sie einen kompletten „Monitor-Mix“ oder eine vorbereitete Produktion in das VoiceLive 3 einbringen
und dort mit allen anderen Signalquellen (Ihrer
Stimme, Ihrer Gitarre und den Loops) kombinieren. Der am Monitor-Eingang eingehende Mic
wird nicht wieder aus dem Gerät herausgeleitet – Sie müssen sich also keine Gedanken über
Rückkopplungen machen.
Eigener Kopfhörer-Mix per Headphone Mix-Seite
Diese Monitoring-Funktion kann Ihnen eine Menge Ausrüstung sparen: keine teuren „belt packs“,
Funkmikros, Sekundär-Mixes usw. – es geht
auch ohne all die Komponenten, die normalerweise für In-Ear-Monitoring erforderlich sind.
Und wenn Sie das im Lieferumfang enthaltene
Gitarren-/ Kopfhörerkabel verwenden, benötigen
Sie tatsächlich nur dieses eine Kabel, um Ihre Gitarre und Ihre Kopfhörer /In-Ear-Monitore an das
Gerät anzuschließen!
Kopfhörer-Mix
Der Mix für den Kopfhörerausgang des VoiceLive 3 ist unabhängig von der Mischung für den
Hauptausgang – Sie können sich als für Ihren
Kopfhörer oder Ihre In-Ear-Monitore einen eigenen Mix erstellen, ohne sich Gedanken über das
Signal zu machen, das über die Hauptausgänge
an die Saal-PA geht.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)13
Einleitung
Bedienelemente auf der
Oberseite – Übersicht
1
6
2
7
3
8
4
9
5
10
Nachfolgend finden Sie eine kurze Beschreibung
der Regler und Tasten auf der Oberseite. Jedes
Bedienelement wird im weiteren Verlauf dieser
Anleitung noch ausführlich beschrieben.
12
11
1. Die Genre-Taste
Verwenden Sie die Genre-Taste, um Presets nach musikalischem Genre oder bestimmten
Effekten zu filtern. So können
Sie sich zum Beispiel nur jene
VoiceLive 3-Presets anzeigen lassen, die zum
„Rock“- oder „Country“-Genre gehören.
2. Die Setup-Taste
Verwenden Sie die Setup-Taste, um auf alle System-Setup-Einstellungen (darunter die
Einstellungen für Ein-und Ausgänge, MIDI, das Tone-Modul
und die Gitarren-Grundeinstellungen) zuzugreifen.
Drücken und halten Sie die Setup-Taste, um auf
die automatische Gain-Einrichtung für Mikrofonund Gitarre zuzugreifen.
3. Die Store-Taste
Mit der Store-Taste speichern
Sie Presets. Tippen Sie die
Store-Taste einmal an, um den
Speichervorgang zu aktivieren.
Tippen Sie die Taste ein zweiVoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)14
Einleitung
tes Mal an, um den Speichervorgang zu bestätigen.
4. Die Home-Taste
Drücken Sie die Home-Taste,
um auf die oberste Menüebene
zurückzuwechseln („Hauptansicht“). Die Home-Ansicht zeigt
die Nummer des aktuellen Presets und alle Effekte, die zum aktuellen Layer
gehören. 5. Der Drehregler
Mit dem Drehregler navigieren Sie durch Presets. Auf einem Bearbeitungsbildschirm
scrollen Sie damit nach oben
oder unten. Drücken Sie den
Drehregler, während der Home-Bildschirm gezeigt wird, um das aktuelle
Preset zum Genre „Favoriten“ hinzuzufügen oder
aus diesem Genre zu löschen.
6. Die Vocal-Taste
Drücken Sie die Vocal-Taste,
um die Vocal-Bearbeitungsseiten aufzurufen. Hier können Sie
Änderungen an den Vocal-Effekten für das aktuelle Preset
vornehmen. Weitere Informationen finden Sie
unter “Vocal-Layer bearbeiten” auf Seite 58
7. Die Guitar-Taste
Drücken Sie die Guitar-Taste,
um die Bearbeitungsseiten für
die Gitarreneffekte aufzurufen.
Hier können Sie Änderungen
an den Gitarreneffekten für das
aktuelle Preset vornehmen. Weitere Informationen finden Sie unter “Guitar-Layer bearbeiten”
auf Seite 74
8. Die Looper-Taste
Verwenden Sie die Looper-Taste, um die Seite mit den allgemeinen Grundeinstellungen für
Loops aufzurufen. Hier können
Sie verschiedene allgemeine
Loop-Optionen steuern.
9. Mix-Regler
Drehen Sie einen der Mix-Regler, während die Hauptansicht
zu sehen ist, um die Mix-Seiten aufzurufen (Main Mix,
Headphones Mix und Effects Mix).
Auf einer Bearbeitungsseite können Sie mit den
Pfeiltasten durch Seiten blättern.
11. Die NP-Leuchtdiode
Die NP-LED leuchtet, wenn
NaturalPlay-Steuersignale
(Akkorde) von einer Gitarre,
über MIDI, am Aux-Eingang
oder von den RoomSense-Mikrofonen eingehen.
12. Pegel-Leuchtdioden
Die Level-Leuchtdioden zeigen den Eingangspegel für
den Mic-Eingang an. Die LED
leuchtet ebenfalls rot, wenn
ein anderes Eingangssignal –
zum Beispiel von Ihrer Gitarre
– übersteuert.
Auf einer Bearbeitungsseite können Sie mit den
Mix-Reglern Parameter und Einstellungen verändern.
10. Pfeiltasten
In der Hauptansicht können
Sie mit den Pfeiltasten durch
Presets navigieren.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)15
Einleitung
Übersicht Fußtaster
2
4
5
Nachfolgend finden Sie eine Beschreibung der
Fußtaster des VoiceLive 3. Einige Taster werden
im weiteren Verlauf dieser Anleitung noch genauer erläutert.
6
1. Die Preset Up / Preset Down-Fußtaster
1
3
7
8
9
– Tippen Sie auf die Preset Up/
Preset Down-Fußtaster, um
durch die Presets zu navigieren.
– Halten Sie den Preset Up- oder
den Preset Down-Fußtaster gedrückt, um schnell durch Presets zu blättern.
– Tippen Sie beide Fußtaster
gleichzeitig an, um den Talk/Tuner-Modus aufzurufen.
Der Talk/Tuner Modus schaltet
den Gitarrenausgang stumm,
aktiviert den Gitarrentuner und
überbrückt alle Vocal-Effekte,
so dass Sie mit Ihrem Publikum
sprechen können.
Auch im Talk/Tuner-Modus können Sie weiterhin
die Preset Up/Down-Fußtaster antippen, um auf
andere Presets umzuschalten. So können Sie
bequem – während Sie mit Ihrem Publikum sprechen – schon einmal die Sounds für den nächsten Song auswählen.
Um den Talk/Tuner-Modus zu verlassen, drücken Sie jede beliebige Taste außer Preset Up
oder Preset Down.
Weitere Information finden Sie unter “Der Talk/
Tuner-Modus” auf Seite 41.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)16
Einleitung
2. Der Layer-Fußtaster
– Tippen Sie den Layer-Fußtaster
an, um zwischen den Layern
Vocal- und Gitarreneffekte zu
wechseln.
– Vocal-Layer aktiviert: Die
LED des Layer-Fußtasters
leuchtet blau.
– Guitar-Layer aktiviert: Die
LED des Layer-Fußtasters
leuchtet rot.
– Halten Sie den Layer-Fußtaster gedrückt, um auf den Loop-Layer zuzugreifen.
– Loop-Layer aktiviert: Die
LED des Layer-Fußtasters
leuchtet lila.
– Halten Sie den Fußtaster gedrückt, um vom Loop-Layer
zum vorherigen aktiven Layer (Vocal oder Guitar) zurückzukehren.
Die nachfolgenden Beispiele zeigen, wie die Effekt-Fußtaster aussehen, wenn ein Layer aktiv
ist. Vocal-Layer mit den Effektblöcken Reverb, Double und Harmony aktiviert.
Vocal-Layer, hier wurden aber mehreren Effekt-Fußtastern Gitarreneffekte zugeordnet.
Manchmal möchte man auf einem Layer bleiben
(Vocal oder Guitar), dabei aber auf einen oder
mehrere wichtige Effekte aus einem anderen
Layer zugreifen können. Das Neukonfigurieren
(Remapping) der Belegung eines Fußtaster ermöglicht Ihnen genau das. Man spricht hier am
besten von gemischten Layern“. Dies ist eine
komplexere Funktion, auf die wir im weiteren
Verlauf dieser Anleitung noch ausführlich eingehen werden.
Guitar-Layer mit den Effektblöcken µMod (zum
Beispiel Flanger), Delay und Drive aktiv. Wenn
Sie zuvor im Vocal-Layer waren, würden Sie
nun den Layer-Fußtaster antippen, um zum
Guitar-Layer zu wechseln. Die LED ändert dabei
ihre Farbe von Rot auf Blau.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)17
Einleitung
3. Der Step-Fußtaster
– Tippen Sie den STEP-Fußtaster
an, um zum nächsten Step (von 1
nach 2 usw.) im aktuellen Preset
zu navigieren.
! Nicht alle Presets haben Steps.
– Tippen Sie den Preset Down-Fußtaster an, auf
den vorherigen Step (zum Beispiel von 3 nach
2) im aktuellen Preset umzuschalten.
– Halten Sie den Step-Fußtaster gedrückt, um
den Step-Management-Bildschirm aufzurufen.
Step-Verwaltung
Ein anderes Preset als Step hinzufügen
Step-Verwaltung
Sie können das aktuelle oder ein beliebiges anderes Preset als Step verwenden.
Wollen Sie das aktuelle Preset als Step verwenden, stellen Sie zuerst sicher, dass es genau so
klingt, wie Sie wollen, bevor Sie das Step-Management aufrufen.
– Um die Änderungen zu speichern, tippen Sie
den Step-Fußtaster an.
– Um den aktuellen Step zu löschen, tippen Sie
den Layer-Fußtaster an.
– Zum Abbrechen drücken Sie die Home-Taste.
Sie können dem Step-Fußtaster presetübergreifend unterschiedliche Funktionen zuweisen –
zum Beispiel Tempo-Vorgabe (Tap Tempo), HIT,
Festlegen der Tonart, einen beliebigen Vocaloder Gitarreneffekt usw. Bei Auftritten kann es
außerordentlich hilfreich sein, wenn Sie dem
Step-Fußtaster die Funktion Aufrufen/Verlassen
des Loopers zuweisen. Sie haben so einen viel
schnelleren Zugriff.
Einem Preset einen Step hinzufügen
Wenn Sie ein anderes als das aktuelle Preset
als Step verwenden wollen, aktiveren Sie das
Step-Management und navigieren Sie mit den
Tastern Preset Up und Preset Down zu dem Preset, das Sie als Step hinzufügen möchten.
Weitere Informationen über Steps finden Sie unter “Steps verwenden” auf Seite 34.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)18
Einleitung
4. Der µMod-Fußtaster
Tippen Sie den μMod-Fußtaster an,
um die Mikro-Modulationseffekte
(μMod) ein- oder auszuschalten.
5. Der Delay-Fußtaster
6. Der Reverb-Fußtaster
Tippen Sie den Delay-Fußschalter
an, um den Delay-Effekt (auch als
Echo bekannt) ein- oder auszuschalten.
Tippen Sie den Reverb-Fußtaster
an, um den Reverb-Effekt an- oder
abzuschalten.
Der μMod-Block umfasst Effekte wie Chorus,
Flanger, Detune und Rotor.
Die Delay-Block umfasst Effekte wie ¼-Note,
Multi-Tap und Ping-Pong.
Der Reverb-Block umfasst Effekte
wie Hall, Club, Room und Plate.
Tempo Tapping
– Um auf Tempo Tapping zuzugreifen, halten Sie
den Delay-Fußtaster gedrückt.
– Tippen Sie den Fußtaster im Tempo Ihres
Songs.
Es reicht in der Regel aus, wenn Sie ein paar
Mal auf den Fußtaster tippen.
– Wenn Sie mit dem Tempo zufrieden sind, hören Sie auf zu tippen.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)19
Einleitung
7. Der HIT-Fußtaster
8. Der Double/Comp-Fußtaster
9. Harmonie/Antrieb Fußschalter
Tippen Sie den HIT-Fußtaster an, um
HIT an- oder abzustellen. Mit dem
HIT-Fußtaster steuern Sie:
Im Vocal-Layer tippen Sie den Double/Comp-Fußtaster an, um den
Double-Effekt an- oder abzuschalten. Im Vocal-Layer tippen Sie den
Harmony/Drive-Fußtaster an,
um den Harmony-Effekt anoder abzuschalten.
Double umfasst Effekte wie „1 Voice Tight“, „2
Voices Wide“ und „4 Voices Wide“.
Harmony umfasst Effekte wie „High“ (Terz),
„Low“ (Quarte unter Leitton)“ und „Low & Lower
(Quarte und Sext unter Leitton).
– Vocal HIT (blau)
– Guitar HIT (rot)
– All HIT (lila)
Ausführliche Informationen zu HIT finden Sie im
Abschnitt “Verwenden des HIT-Fußtasters” auf
Seite 38.
Im Guitar-Layer tippen Sie den Double/
Comp-Fußtaster an, um den Kompressor anoder abzuschalten.
Im Guitar-Layer tippen Sie den Harmony/Drive-Fußtaster an, um den Drive-Effekt an- oder
abzuschalten.
Drive umfasst Effekte wie Boost, Boost & Drive
und Drive.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)20
Einleitung
Rückseitige Ein- und Ausgänge
1.Anschluss für Netzteil
2.Kombi-Buchse (XLR und 6,3 mm)
3.Gitarreneingang (6,3 mm Buchse)
4.Aux-Eingang (stereo, 3,5 mm)
Bitte beachten Sie, dass Sie nur den Aux-Eingang oder die Buchse Monitor In verwenden
können.. Es kann immer nur eine der beiden
Buchsen verwendet werden.
5.MIDI-Eingang
6.Eingang zum Anschluss eines externes Fußtaster-Sets (Switch-3).
Sie können hier auch ein zweites Expression-Pedal anschließen. Weitere Informationen
finden Sie im Abschnitt “Verwenden eines
zweiten Expression-Pedals” auf Seite 56.
7. Eingang für Expression-Pedal
Das VoiceLive 3 bietet eine sehr umfassende
Ausstattung an Eingängen und Ausgängen sowie flexible Möglichkeiten zum Routing der Signale. Wenn Sie die Buchsen Monitor IN und Monitor THRU sowie die Gitarrenausgänge effektiv
nutzen, können Sie die Zahl der Kabel und Geräte, die Sie zu einem Auftritt mitbringen müssen,
wahrscheinlich dramatisch reduzieren.
Eingänge
4
SWITCH-3
2
3
6
7
5
1
Die Eingänge des VoiceLive 3 im Überblick
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)21
7
Einleitung
Ausgänge
Die Ausgänge des VoiceLive 3 im Überblick
1.Guitar THRU: Wenn Sie Ihre Gitarre nur zur
Akkorderkennung an das VoiceLive 3 angeschlossen haben und das unbearbeitete Gitarrensignal an ein anderes Effektgerät weiterleiten oder aufnehmen wollen, verwenden Sie
die Buchse Guitar THRU.
2.Monitor THRU: Wenn Sie ein Monitorsignal
von einem Mischpult an die Buchse Monitor
IN des VoiceLive 3 leiten, wird es an der Buchse Monitor THRU bereitgestellt und kann von
dort zum Beispiel an einen Bühnenmonitor
weitergeleitet werden.
3.Kopfhörerausgang: Schließen Sie Ihren
Kopfhörer oder Ihre In-Ear-Monitore an den
Kopfhörerausgang an. Verwenden Sie die
Headphone Mix-Funktion, um Ihren persönlichen Kopfhörer-Mix zu erstellen.
4.Hauptausgänge: An den Hauptausgängen
liegen Ihre Vocals sowie die Effektsignale an.
So lange an die beiden Gitarren-Ausgänge
nichts angeschlossen ist, liegt auch das Signal Ihrer Gitarre an den Hauptausgängen an.
5.Gitarren-Ausgänge: Das Gitarrensignal liegt
an den Gitarrenausgängen an. Wenn Sie nur
einen der beiden Ausgänge ein Kabel angeschlossen haben, ist das Signal automatisch
mono. Wenn Sie einen oder beide Gitarrenausgänge an Ihren Verstärker anschließen,
wird das Gitarrensignal von den Hauptausgängen entfernt.
6.MIDI-Ausgang: Wenn am VoiceLive 3 Fußtaster und Tasten gedrückt werden, werden entsprechende MIDI-Steuernachrichten
(CC-Nachrichten) über die Buchse MIDI OUT
gesendet. Wenn keine Steuernachricht gesendet wird, wurde der betreffenden Taste/
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)22
XLR Male
MIDI Jack
Combo Jack
XLR Female
1/4 inch jack
Einleitung
Power Input
1/8 inch jack
Power Input
Funktion wahrscheinlich keine CC-Nachricht
zugeordnet.
Derzeit sind die Effekt-Taster von Vocal- und
Guitar-Layer sowie die entsprechenden Pegel
mit MIDI CC-Nachrichten verknüpft.
Sollte an Ihrem Gitarrenverstärker oder Ihrer
PA ein Brummen auftreten, versuchen Sie das
Problem zu beheben, indem Sie den GRND
LIFT-Taster drücken. Er befindet sich zwiXLR Male
schen dem Kopfhörerausgang und dem linken
XLR-Ausgang.
XLR Male
XLR Male
Power Input
XLR Female
Monitor Mix
Combo Jack
1/8 inch jack
MIDI Jack
GRND Lift
MIDI Jack
Mini USB
Power
Input Combo
inch
Jack
USB Type
A
XLR Female
USB1/8
Type
B
XLR-Kabel
1/8 inch jack
GRND Lift
1/8 inch jack
GRND Lift
USB Type A
Mini USB
Combo Jack
XLR Female
XLR Male
Combo Jack
XLR Female
Mikrofon
USB Type B
MIDI Jack
MIDI Jack
Power Input
Power Input
PA
1/8 inch jack
GRND Lift
1/8 inch jack
MIDI Jack
Mini USB
MIDI Jack
GRND Lift
Mini USB
USB Type A
Mini USB
Mini USB
USB Type A
Combo Jack
MIDI Jack
USB Type A
USB Type B
USB Type B
Combo Jack
XLR Female
TRS- und TS-Kabel
1/4 inch jack
Power
Input
1/8 inch jack
GRND Lift
USB Type A
Mini USB
1/4 inch jack
USB Type B
USB Type B
1/4 inch jack
Gitarre/Keyboard-Verstärker
Power Input
1/8 inch jack
GRND Lift
USB Type A
Mini USB
1
1/4 inch jack
6,3 mm Gitarrenkabel
GRND Lift
XLR Female
1/4 inch jack
jack
USB Type A
1/4 inch jack
XLR
Female
USB
Type B
Combo Jack
XLR Female
Power Input
Power Input
Type A
USB
Mischpult
XLR Male
XLR Male
GRND Lift
XLR Male
Mini USB
XLRType
MaleA
USB
XLR Male
Die folgenden Symbole werden in den AnPower Input 1/8 inch jack
schlussdiagrammen in diesem Handbuch
verwendet.
USB Type B
Combo Jack
XLR Female
Keyboard oder anderes Instrument
Legende
Akustische Gitarre
GRND Lift
Mini USB
A
1/8 inch jack USB TypeGRND
Lift
USB Type B
Elektrische Gitarre
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)23
USB
Einleitung
Anschlussdiagramme
Auf den folgenden Seiten finden Sie einige Anschlussdiagramme. Wir haben die Anschlussbeispiele so gewählt, dass alles möglichst transparent und nachvollziehbar ist.
Wenn Sie sich mit diesen Anschlussbeispielen
vertraut machen, beachten Sie bitte die folgenden Punkte:
1.Signalquellen, die Sie an die Eingänge Ihres
VoiceLive 3 anschließen, werden stets auf der
linken Seite des Anschlusspanel-Diagramms
gezeigt.
2. Im Signalweg folgende Geräte (Mischpult,
Lautsprecher) werden stets auf der rechten Seite des Anschlusspanel-Diagramms gezeigt.
3.Es gibt unten in jedem Diagramm zwei Bereiche.
– Der VoiceLive 3-Bereich (links unten) zeigt,
was Sie über den Kopfhörerausgang des
VoiceLive 3 hören.
– Der PA-Bereich zeigt, was Sie über die
Lautsprecher Ihrer PA hören.
4.Andere Eingänge oder Instrumente werden in
diesen Anschlussbeispielen nicht berücksichtigt – Sie werden hier also zum Beispiel keine
Drumsets sehen.
5.In vielen Fällen werden Sie am Kopfhörerausgang des VoiceLive 3 und an Ihrer PA dasselbe hören; es können aber auch verschiedene
Signale sein
3
5
5
4
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)24
VoiceLive 3 im Überblick
VoiceLive 3 im Überblick
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)25
Erste Schritte – Einführung
VoiceLive 3 im Überblick
Statt sich sofort mit einem Berg von Beschreibungen von Parametern und Finetuning-Möglichkeiten auseinanderzusetzen, lehnen Sie sich
einen Moment zurück und betrachten Sie das
VoiceLive 3 aus einer „Was kann das Ding für
mich tun?“-Perspektive.
Falls Sie das VoiceLive 3 lieber über Ihre PA betreiben möchten, benötigen Sie ein oder zwei zusätzliche XLR-Kabel, um die XLR-Ausgänge des
VoiceLive 3 an Ihr Mischpult anzuschließen. Viele
PAs laufen in Monobetrieb und benötigen daher
nur ein XLR-Verbindungskabel. Wenn Sie eine
Stereo-PA besitzen, müssen Sie beide VoiceLive
3-XLR-Ausgänge an Ihr Mischpult anschließen.
Falls Sie bislang die VoiceLive 3 Kurzanleitung,
die zum Lieferumfang des Produkts gehört, noch
nicht gelesen haben, sollten Sie das möglichst
jetzt tun.
So schließen Sie das VoiceLive 3 an Mischpult/
PA an
Sie benötigen ab hier zumindest Folgendes:
– Ihr VoiceLive 3
– Ein Mikrofon – entweder
– ein dynamisches Mikrofon (MP-75, SM58,
OM5 usw.)
– ein Kondensatormikrofon (Beta 87A, enCore 300 usw.)
– Ein XLR-Kabel (Mikrofonkabel), um das Mikrofon mit dem VoiceLive3 zu verbinden
– Eine Gitarre oder ein MIDI-Keyboard (je nachdem, was Sie spirelen/verwenden wollen)
– Kopfhörer
– Das Gitarren-/Kopfhörer-Kabel, das im Lieferumfang des VoiceLive 3 enthalten ist.
– Überprüfen Sie, ob Ihr Mischpult beziehungsweise Ihre PA im Mono- oder Stereobetrieb
läuft. – Verbinden Sie die XLR-Ausgänge des VoiceLive 3 dementsprechend über ein (mono) oder
zwei (stereo) Kabel mit den Eingängen Ihres
Mischpults beziehungsweise Ihrer PA.
! Wenn Ihre PA stereo ist, müssen Sie einen
Kanal ganz nach links und den anderen ganz
nach rechts pannen, damit die Stereoeffekte
des VoiceLive 3 als solche hörbar werden.
– Sehen Sie sich dazu die Craig’s Corner-Folge
über das Verbinden mit einem Mischpult an: youtube.com/watch?v=qq0AOtafIjs
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)26
VoiceLive 3 im Überblick
Stereo-PA-Anschlüsse für Vocals und (Gitarre falls benötigt).
Dieses Diagramm zeigt einen „Stereo“-Ausgabemodus. Stereo schickt ein Links-Rechts-Signal über die XLR-Ausgänge an Ihre PA oder Ihr
Mischpult.
So können Sie alle Vorteile von Stereo-Audioeffekten genießen.
Out-Modus auf Stereo stellen
So stellen Sie das VoiceLive 3 von der MonoAusgabe (Werkseinstellung) auf Stereo um:
– Drücken Sie die Taste „Setup“. – Verwenden Sie die Pfeiltasten (< oder >), um
zur Seite Output zu navigieren. – Verwenden Sie den Drehregler, um den Auswahlbalken zu bewegen, bis der Parameter
Output Mode hervorgehoben ist (weiß).
– Drehen Sie den Mix-Regler direkt unter dem
Feld Output Mode auf dem Bildschirm, bis der
Modus auf Stereo wechselt. – Tippen Sie auf die Home-Taste, um zur
Hauptanzeige zurückzukehren.
– Wenn Sie im Stereomodus arbeiten, vergewissern Sie sich vorher, dass Ihre PA tatsächlich
ein Stereosignal ausgeben kann. Es kommt
häufig vor, dass eine PA zwar zwei Lautsprecher hat, aber dennoch nur für Monobetrieb
ausgerichtet ist.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)27
VoiceLive 3 im Überblick
Dual Mono PA-Anschlüsse für Vocals (und Gitarre, falls benötigt)
Dieses Diagramm zeigt einen „Dual Mono“-Ausgabemodus. Dual Mono schickt zwei Monosignale von den XLR-Ausgängen des VoiceLive 3.
An einem der XLR-Ausgänge liegen die VocalSounds an, am anderen die Gitarrensignale.
So können Sie an Ihrem Mischpult die Pegel der
beiden Signale (Gesang und Gitarre) abstimmen.
Dual Mono kann besonders hilfreich sein, wenn
es vor Ort einen Tontechniker gibt. Gitarren- und
Vocalsignale sind getrennt und können unabhängig voneinander gesteuert werden. Das erleichtert einem Tontechniker seine Arbeit sehr.
Einrichten Ausgabemodus Dual Mono
Ausgabemodus des VoiceLive 3 von Mono
(Werkseinstellung) auf Dual Mono ändern
– Drücken Sie die Taste „Setup“. – Verwenden Sie die Pfeiltasten (< oder >), um
zur Seite Output zu navigieren. – Verwenden Sie den Drehregler, um den Auswahlbalken zu bewegen, bis der Parameter
Output Mode hervorgehoben ist (weiß).
– Drehen Sie den Mix-Regler direkt unter dem
Feld Output Mode auf dem Bildschirm, bis der
Modus auf Dual Mono wechselt. – Tippen Sie auf die Home-Taste, um zur
Hauptanzeige zurückzukehren.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)28
Vocals (Stereo) und ein
Gitarrenverstärker
VoiceLive 3 im Überblick
Wenn Sie Ihre Gitarre an einen Verstärker angeschlossen haben, möchten Sie vermutlich
schnell den Gitarrenausgang anpassen können.
Es kann wünschenswert sein, die Speaker-Simulation des VoiceLive 3 abzuschalten, aber alle
anderen Gitarreneffekte beizubehalten. So bleibt
der „Charakter“ Ihres Verstärkers presetübergreifend erhalten.
Um den Ausgabemodus auf
Stereo zu ändern, folgen Sie bitte den Anweisungen der Anleitung Ihrer Stereo-PA.
Abschalten der Speaker-Simulation
– Drücken Sie die Taste „Setup“. – Verwenden Sie die Pfeiltasten (< oder >), um
zum Register Guitar zu navigieren.
– Verwenden Sie den Drehregler, um den Auswahlbalken zu bewegen, bis Speaker Sim Enable markiert ist.
– Drehen Sie den Mix-Regler direkt unter dem
Display, bis die Einstellung für Speaker Sim
Enable von On auf Off wechselt.
– Tippen Sie auf die Home-Taste, um zur
Hauptanzeige zurückzukehren.
Abschalten der Speaker-Simulation
Dieses Setup eignet sich hervorragend, wenn
Sie über einen Gitarrenverstärker verfügen und
die Gitarrensounds des VoiceLive 3 an diesen
Verstärker senden wollen und nicht an die PA. Wenn Sie Ihren Gesang in mono an die PA senden und Ihre Gitarre über den Gitarrenverstärker
laufen lassen wollen, folgen Sie bitte dem Diagramm auf dieser Seite, aber verbinden nur den
linken XLR-Ausgang des VoiceLive 3 mit Ihrer PA
und ändern Sie den Ausgabemodus auf Mono. VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)29
VoiceLive 3 im Überblick
Das Vollprogramm – absolut alles angeschlossen
Es ist recht unwahrscheinlich, dass Sie absolut
alles, was Sie hier sehen, an Ihr VoiceLive 3 angeschlossen haben - aber das obige Anschlussdiagramm kann als eine allgemeine Richtlinie
dienen, die Ihnen dabei hilft, Ihr persönliches
Setup zu konfigurieren.
Aux
Send
SWITCH-3
Computer
or
DAW
Stage
Monitor
PA
Speakers
Das Setup zeigt:
1.Mikrofon
2. Guitar
3. Musikzuspieler (zum Beispiel ein Smartphone)
4. Den Monitormix vom Front-of-House-Mixer
5. Durchleitung des Monitorsignals (Monitor
THRU) an einen anderen Monitor
6. Kopfhörerausgang (möglicherweise unter
Verwendung des Kopfhörer/ Gitarre-Kabel
und von In-Ear-Monitoren)
7. Die XLR-Ausgänge übertragen Ihre Vocals
in Stereo an die PA.
8. Die Gitarrenausgänge übertragen das Gitarrensignal in Stereo an Ihre(n) Verstärker
9. Fußtaster 3 und Expression-Pedal als zusätzliche Steuerungselemente
10. MIDI IN für NaturalPlay-Signal von einem
Keyboard. NaturalPlay hört am Aux-Eingang auf Akkorde. Wenn eine Gitarre und
ein Keyboard angeschlossen sind, schaltet
NaturalPlay automatisch auf die aktive Signalquelle um.
11. MIDI OUT zur Steuerung einer Audio-Workstation, vielleicht mit Begleittracks und/
oder einer Sequencersoftware.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)30
VoiceLive 3 im Überblick
Vom VoiceLive 3 erzeugte Loop und Metronom-Sounds werden hier nicht angezeigt. Es
werden aber alle Vocal-Sounds grundsätzlich
über die XLR-Ausgänge ausgegeben. Gitarrenloops werden über die Gitarrenausgänge gesendet.
Je nachdem, wie Sie die Mix-Einstellungen vorgenommen haben, ist das Metronom über den
XLR Main Mix und den Kopfhörer-Mix oder auch
nur den Kopfhörer-Mix zu hören.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)31
Tipps zur Fehlerbehebung
Wenn Sie den Anweisungen in der VoiceLive 3
Kurzanleitung gefolgt sind und die Verbindungen entsprechend dem für sie passenden Anschlussdiagramm in “Erste Schritte – Einführung” auf Seite 26 vorgenommen haben, sollten Sie jetzt Ihre Stimme und Instrument(e) über
das VoiceLive 3 hören können. Falls Sie dennoch nichts hören können, folgen
hier einige Vorschläge zur Problemlösung.
VoiceLive 3 im Überblick
„Ich kann meine Stimme
nicht hören!“
Leuchten die Pegel-LEDS neben dem Drehreglers auf, wenn Sie singen?
Nein?
– Dann tauschen Sie das Kabel aus.
– Versuchen Sie es mit einem anderen Mikrofon.
– Haben Sie die Auto-Gain-Prozedur wie in der
Kurzanleitung beschrieben durchgeführt?
– Drücken und halten Sie die Setup-Taste.
– Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.
– Verwenden Sie ein Kondensatormikrofon?
– Drücken Sie die Taste „Setup“. – Navigieren Sie zum Register Input.
– Ändern Sie den Input-Parameter auf „Condenser“.
Ja?
– Empfängt Ihre PA Signale?
– Lesen Sie bitte in Ihrem PA-Handbuch
nach, wie man Eingangspegel überprüft.
– Drehen Sie die Gain-Regler der Eingangskanäle auf, bis ein Signal zu hören und zu
sehen ist.
– Falls Sie mit einen separaten Mischpult/Verstärker arbeiten: Ist die PA eingeschaltet?
– Sind die Lautsprecher angeschlossen?
„Ich kann meine Gitarre nicht hören.“
– Überprüfen Sie, dass Ihre Gitarre bis zum Anschlag aufgedreht ist.
– Sind Sie an einen Verstärker angeschlossen?
– Ist er eingeschaltet?
– Wenn Sie das VoiceLive 3 im Dual-Mono-Modus betreiben, stellen Sie sicher, dass die beiden verwendeten Kanäle an Ihrem Mischpult
aufgedreht und nicht stummgeschaltet sind.
Ziehen Sie gegebenenfalls die Bedienungsanleitung Ihres Mischpults heran.
– Sind Sie im Tuner-Modus?
Wenn Sie versehentlich die Preset Up / Preset
Down-Fußtaster gleichzeitig drücken, aktiviert
das den Tuner-Modus und schaltet den Gitarrenausgang stumm.
Wenn das Display einen Gitarrentuner zeigt
und die Leuchtdioden der Tasten Preset Up
und Preset down rot leuchten, befinden Sie
sich im Tuner-Modus. Drücken Sie Preset Up
oder Preset Down, um den Tuner-Modus zu
verlassen.
OK - zurück zur Musik.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)32
VoiceLive 3 im Überblick
Erste Schritte mit dem VoiceLive 3
Zuhause ist es am schönsten
Den Drehregler verwenden
Während einige Produkthandbücher Sie nacheinander durch sämtliche Funktionen und Features führen, nehmen wir Sie mit auf eine Tour
durch das VoiceLive 3, die Ihnen helfen soll, das
Gerät aus praktischer Sicht kennenzulernen. Lesen Sie die folgenden Seiten und setzen Sie das
Gelesene begleitend auf dem VoiceLive 3 um. So
verschaffen Sie sich einen ziemlich guten Überblick darüber, welche Möglichkeiten sich Ihnen
hier bieten.
Wenn Sie alle der nachfolgend beschriebenen
Möglichkeiten ausprobieren, kann es vorkommen, dass Sie in den Tiefen eines Untermenüs
verloren gehen. Keine Angst! Tippen Sie einfach
auf die Home-Taste, und schon befinden Sie sich
wieder in der Hauptansicht des VoiceLive 3. Die
Hauptansicht zeigt ...
– In der Hauptansicht navigieren Sie mit Drehregler durch die Presets.
– Drehen Sie den Regler im Uhrzeigersinn
(rechts), um nach oben durch die Presets
zu navigieren.
– Drehen Sie den Regler im Uhrzeigersinn
(links), um nach unten durch die Presets zu
navigieren.
– Wenn Sie in der Hauptansicht den Drehregler
drücken, markiert das das aktuelle Preset als
Favoriten. Weitere Informationen finden Sie
unter “Preset-Genres und Favoriten verwenden” auf Seite 35.
– Auf einer Bearbeitungsseite oder auf der System-Seite scrollen Sie mit dem Drehregler
nach oben oder unten. Navigieren Sie damit
durch Parameter und Einstellungen.
Vielleicht haben Sie den Eindruck, dass wir wahllos durch Menüs und Funktionen springen, aber
vertrauen Sie uns: Sie lernen so das Gerät gut
kennen und können es gleichzeitig an Ihre konkreten Bedürfnisse anpassen. Bleiben Sie bei
uns!
– Die Speicherplatznummer des aktuellen Presets.
– Den Namen des aktuellen Presets.
– Die Effektblöcke, die im aktiven Layer (Guitar
oder Vocal) den sechs Fußtastern μMod, Delay, Reverb, Hit, Double / Comp und Harmonie / Drive zugewiesen sind.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)33
VoiceLive 3 im Überblick
Die Pfeiltasten verwenden
Was ist ein Preset?
Steps verwenden
Mit den beiden kleinen Pfeiltasten unterhalb des
Drehreglers bewegen Sie sich durch Presets und
Bearbeitungsseiten.
Das VoiceLive 3 und viele andere TC-Helicon-Geräte basieren auf dem Konzept von „Presets“. Im Wesentlichen ist eine Preset eine Aufzeichnung aller Einstellungen für eine Gruppe
von Effekten, die Sie schnell und einfach aufrufen können.
Grundsätzlich ist ein Step ein Preset innerhalb
eines Preset. So funktioniert’s:
– In der Hauptansicht benutzen Sie die Pfeiltasten, um durch Presets zu blättern.
– Um das nächste Preset zu wählen, drücken
Sie die rechte Pfeiltaste.
– Um das vorherige Preset auszuwählen, drücken Sie die linke Pfeiltaste.
– In einer Editier- oder System-Ansicht können
Sie mit den Pfeiltasten durch die Registerkarten des jeweiligen Menüs navigieren.
Im Vocal-Menü zum Beispiel hat jeder
Vocal-Effekt seine eigene Registerkarte oder
„Seite“. Mit den Pfeiltasten bewegen Sie sich
von links nach rechts durch diese Register.
Das Preset-Konzept ist außerordentlich vielseitig. Eine Preset kann als „Allzweckwaffe“ dienen – beispielsweise ein einfaches Reverb oder
ein Preset. Ein Preset kann aber auch einen bestimmten Song oder einen Teil eines Songs oder
mehrere Effekte und Einstellungen beinhalten.
Ein guter Vergleich für ein Preset ist ein Benutzerkonto auf einem Computer. Obwohl jeder Benutzer Zugang zur selben Hardware hat (CPU,
RAM usw.), kann jeder Benutzer die Einstellungen für seinen Desktophintergrund, die Icons auf
dem Desktop und für Anwendungen individualisieren. Wenn einer Benutzer sich anmeldet, erinnert sich der Rechner an diese individualisierten
Einstellungen.
Je nachdem, wie Sie mit Effekten arbeiten, benutzen Sie vielleicht gerne ein paar der „Allzweck-Presets“ und schalten Effekte während
des Auftritts manuell ein oder aus. Vielleicht sind
Sie aber auch eher jemand, der lieber schon vor
einem Auftritt Zeit investiert, um Presets für alles mögliche anzulegen. Oder Sie sind irgendwo
dazwischen. Sie bestimmen selbst, in welchem
Umfang Sie Presets bearbeiten wollen. Lassen
Sie den Programmierer in sich heraus – oder
spielen Sie „frei Schnauze“.
Lassen Sie uns den Aufbau eines typischen Popsongs als Beispiel nehmen.
– Strophe
– Refrain
– Strophe
– Refrain
– Bridge – Refrain
Nehmen wir an, Sie möchten, dass die Bereiche
Strophe, Refrain und Bridge Ihres Songs völlig
verschieden klingen sollen. Die HIT-Funktion ist
toll, wenn man zwei Varianten innerhalb eines
Songs haben möchte, aber hier brauchen wir offensichtlich mehr.
Am einfachsten erreichen Sie das, wenn Sie für
jeden Songabschnitt ein eigenes Preset definieren. Auf der Bühne müssen Sie nun genau wissen, wo Sie diese Presets gespeichert haben
und je nach Abschnitt zwischen ihnen wechseln.
Das ist selbstverständlich machbar - aber ein
bisschen mehr Arbeit, als nötig.
Auftritt STEP.
Wenn Sie das Strophen-Preset als Ausgangspunkt nehmen (vielleicht nennen Sie es einfach
so wie Ihren Song), können Sie Steps zu diesem
Preset hinzufügen, um die anderen Bereiche des
Songs (Refrain, Bridge) aufzurufen, wenn sie gebraucht werden.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)34
Nehmen wir also an, dass Sie die drei verschiedenen Presets erstellt haben, die Ihre drei
Song-Abschnitte repräsentieren. Ausgehend von
Ihrem Strophen- Preset erzeugen Sie nun wie
folgt die erforderlichen Steps:
– Step 1: Strophe
– Step 2: Refrain
– Step 3: Strophe
– Step 4: Refrain
– Step 5: Bridge
– Step 6: Refrain
Während Sie spielen, drücken Sie einfach für
den jeweils nächsten Abschnitt Ihres Songs den
Step-Taster. Sie können so ganz einfach mehrere
Presets innerhalb eines Songs nutzen!
Weitere Informationen über das Erstellen und
Löschen von Steps innerhalb eines Presets finden Sie unter “Step-Verwaltung” auf Seite 18
VoiceLive 3 im Überblick
Preset-Genres und Favoriten
verwenden
Wenn Sie klassischen Pop
spielen, brauchen Sie vermutlich keine Presets, die für Alternative Rock optimiert wurden – und umgekehrt. Und falls
Sie zehn Presets für Ihren Auftritt erstellt oder
optimiert haben, wollen Sie vielleicht nicht erst
durch Hunderte von Presets blättern, mit denen
Sie sonst im Studio arbeiten. Hilfe naht in Form
von Genres.
Wie schon beschrieben, können Sie mit der
Genre-Funktion VoiceLive 3-Presets nach musikalischem Genre oder einem bestimmten Effekt
filtern.
Genres verwenden
– Drücken Sie die Genre-Taste.
– Mit dem Drehregler blättern Sie durch verfügbare Preset-Genres.
– Wenn Sie ein passendes Genre gefunden haben, drücken Sie die Genre-Taste ein weiteres
Mal, um die Auswahl zu bestätigen und das
Menü zu verlassen.
Wenn Sie eine der anderen Tasten drücken
– auch die HOME-Taste – verlassen Sie zwar
auch den Genre-Auswahlmodus, aber das
aktuelle Genre wird dabei nicht ausgewählt.
Stellen Sie daher sicher, dass Sie nur die Genre-Taste drücken, um das Menü zu verlassen
und die aktuelle Auswahl zu bestätigen. Die
Genre-Taste wird zur Erinnerung blinken.
Nachdem Sie ein Preset ausgewählt haben,
werden Sie feststellen, dass Sie beim Blättern
durch Presets auf einmal weniger Optionen
haben als vorher. Die Presets werden nun gefiltert. Es werden nur die Optionen angezeigt,
die innerhalb des von Ihnen ausgewählten
Genres zur Verfügung stehen.
So lassen Sie wieder alle Presets anzeigen:
– Drücken Sie die Genre-Taste.
– Mit dem Drehregler ändern Sie das Genre auf
„All“.
– Drücken Sie die Genre-Taste erneut, um das
Menü zu verlassen.
Favoriten verwenden
Favoriten sind ein spezielles Genre, dem Sie Presets zuordnen können. Mit Favoriten können Sie
schnell eine Set-List oder einen Preset-Showcase erzeugen. Sie können damit schneller durch
VoiceLive 3 navigieren.
– Um ein Preset dem Favorite-Genre hinzuzufügen, drücken Sie einfach in der Hauptansicht
den Drehregler.
Ein kleines „FAV“ in der rechten unteren Ecke
des Displays zeigt an, dass das aktuelle Preset nun als Favorit gekennzeichnet wurde.
Wenn Sie nun das Genre-Menü aufrufen und
das Genre „Favoriten“ auswählen, werden Ihnen nur die Presets angezeigt, die Sie zuvor
als Favoriten gekennzeichnet haben, ganz wie
bei anderen Genres.
– Um die Markierung eines Preset als Favorit
wieder aufzuheben, drücken Sie erneut den
Drehregler.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)35
Was ist NaturalPlay?
„Stopp! Stopp!
In welcher Tonart ist das? In welcher Tonart ist
das?“
Ein Gerät, das Harmoniestimmen erzeugt und
auch noch korrigiert, was Sie singen, ist eine tolle Sache. Aber wie sagen Sie diesem Gerät, in
welcher Tonart der nächste Song steht? Müssen
Sie die Tonart als Teil eines Presets festlegen?
Müssen Sie sie für jeden Song neu festlegen?
Was, wenn Sie es auf der Bühne vermasseln?
Hilfe naht in Form von NaturalPlay! Wenn eine
Gitarre an das VoiceLive 3 angeschlossen ist,
wird es in allen Harmony-Stimmen oder HardTune-Effekten automatisch für Sie Grundton und
Tonleiter steuern. Sie müssen dafür keine Systemeinstellungen ändern. Spielen Sie einfach wie
gewohnt (am Besten eignen sich Akkorde) und
singen Sie!
Ähnlich gilt: Wenn Sie ein MIDI-fähiges Keyboard
mit einem MIDI-Kabel an Ihr VoiceLive 3 anschließen, wird VoiceLive 3 anhand Ihres Spiels
Grundton und Tonleiter für Harmony-Stimmen
und HardTune vorgeben.
Wenn Sie zu einem Playback singen und keine
Gitarre oder MIDI-Keyboard angeschlossen haben, wird das VoiceLive 3 Grundton und Tonleiter anhand des Audiosignals bestimmen, das an
der AUX-Buchse anliegt – das kann zum Beispiel
ein Song von einem MP3-Spieler oder einem
Smartphone sein. Und schließlich kann VoiceLive 3 Key/Scale-Informationen vom Signal an der
Monitor In-Buchse auslesen.
VoiceLive 3 im Überblick
Wie Sie sehen: NaturalPlay kümmert sich um Sie
- egal, welche Konfiguration Sie verwenden.
Global Key/Scale verwenden
Wenn Sie kein Instrument oder Begleitstimmen
benutzen, anhand derer VoiceLive 3 das Verhalten von Harmony und HardTune steuern kann,
sollten Sie eine kleine Änderung an den Systemeinstellungen vornehmen. So können Sie
Grundton und Tonleiter für den Song, den Sie
gerade singen festlegen. Anschließend können
Sie auf andere Presets umschalten, ohne jedes
Mal den Grundton neu vorgeben zu müssen.
– Drücken Sie die Taste „Setup“. – Wechseln Sie mit den Pfeiltasten < und > zum
Register System.
– Verwenden Sie den Drehregler, um Global
Key/Scale auszuwählen.
– Ändern Sie Global Key/Scale auf ON.
Damit haben Sie festgelegt, dass für alle Presets im VoiceLive 3 stets dieselbe (globale)
Tonart und Tonleiter gelten soll.
– Diese globale Tonart und Tonleiter können Sie
später nach Bedarf ändern.
– Tippen Sie auf die Home-Taste, um zur
Hauptanzeige zurückzukehren.
Global Key/Scale verwenden
Wenn Sie mehr Erfahrung mit dem VoiceLive 3
haben, werden Sie vermutlich die Global Key/
Scale ausschalten und für jedes Preset eine andere Tonart und Tonleiter abspeichern.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)36
VoiceLive 3 im Überblick
Key/Scale manuell einstellen
Versuchen wir es mit Harmony!
Navigieren Sie zum Preset Nr. 2 („Classic 3rd
up“). Benutzen Sie dazu die Preset up/Preset
down-Fußtaster oder den Drehregler.
Wenn Sie Sänger sind und kein Instrument spielen, wollen Sie sich vermutlich nicht auf externe
Signalquellen verlassen. Stattdessen richten wir
Key/Scale für Ihren Song händisch ein.
Der Einfachheit halber singen wir „Happy Birthday“ in C-Dur und verwenden unsere Major
2-Tonleiter.
Sie müssen zunächst C als Grundton festlegen
(falls Sie nicht zufällig über ein absolutes Gehör
verfügen, was natürlich eine großartige Sache
ist).
Einstellen von Tonart und Tonleiter:
– Falls er noch nicht ausgewählt ist, wählen Sie
jetzt den Vocal-Layer aus, indem Sie den Layer-Fußtaster drücken.
– Drücken und HALTEN Sie den Harmony-Fußtaster, bis die Seite Key/Scale angezeigt wird.
– Drücken Sie die Preset Up/Preset down-Fußtaster bis die Tonart C erscheint.
– Falls die Tonleiter noch nicht auf „Maj 2“
eingestellt ist, tippen Sie wiederholt auf die
Step-Taste, bis im Display „Maj 2“ zu sehen
ist.
– Lassen Sie die Key/Scale-Anzeige verschwinden – ganz einfach, indem Sie ein paar Sekunden lang nichts tun.
Einrichten von Tonart und Tonleiter
Abhängig von dem Song, den Sie singen, ist
„Major 2“ (MAJ2) vielleicht nicht das richtige für
Sie.
Um zu erfahren, welche Harmonienoten innerhalb der Tonleiter zu jeder erkannten Eingangsnote erzeugt werden, orientieren Sie sich bitte an
unserer Tonleiter-Tabelle.
– Stellen Sie sicher, dass der Vocal-Layer aktiv ist.
Die LEDS um die Fußtaster sollten in diesem
Fall blau leuchten. Wenn die LEDs nicht blau
leuchten, drücken Sie die Layer-Taste.
– Die Fußtaster Reverb, HIT und Harmony sollten jetzt blau leuchten.
Wenn die LEDS für Harmony und HIT nicht
leuchten, drücken Sie die HIT-Taste.
support.tc-helicon.com/entries/21051886-Scale-chart-for-TC-Helicon-products
Preset 2 (“Classic 3rd up”)
Wenn Sie singen und Gitarre spielen, dann können Sie jetzt singen und spielen. Sie sollten eine
Harmoniestimme hören, die Ihrer Hauptstimme
folgt und auch einige Gitarreneffekte.
Wenn Sie nur singen und Key/Scale richtig eingestellt haben, wie im letzten Schritt beschrieben, sollten die Harmoniestimmen der Hauptmelodie korrekt folgen.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)37
Auch wenn Sie ein Instrument spielen, das man
mit NaturalPlay verwenden kann, möchten Sie
vielleicht versuchshalber Key/Scale händisch
einstellen. Warum? Wenn Sie die Einstellungen
manuell vornehmen, erhalten Sie in der Regel
etwas andere Harmoniestimmen, als wenn Sie
die Harmoniestimmen durch zugespielte und
erkannte Akkorde steuern lassen (NaturalPlay).
Was Sie bevorzugen, wird jeweils von dem Song
abhängen, den Sie gerade singen oder spielen.
Es ist nicht ungewöhnlich für fortgeschrittene
Anwender, für bestimmte Presets NaturalPlay zu
benutzen und Key/Scale für andere.
VoiceLive 3 im Überblick
Verwenden des HIT-Fußtasters
Singen Sie Ihren Song mit oder ohne Gitarrenbegleitung und tippen Sie den HIT-Fußtaster an.
In diesem Preset aktivieren und deaktivieren Sie
den Harmony-Effekt durch Antippen des Tasters
– einmal für Ein und ein weiteres Mal für Aus.
Zur Übung schalten Sie bitte Harmony an unterschiedlichen, interessanten Stellen in Ihrem
Song an und aus. Routine im Umgang hiermit ist
wichtig, damit Sie die Effekte „im Takt“ mit Ihrer
Musik verwenden können. Falls Sie noch nie Effekte über Fußtaster aufgerufen haben, kann es
kann eine ganze Weile dauern, bis Sie alles im
Griff haben. Machen Sie sich also keine Sorgen,
wenn anfangs noch nicht alles auf Anhieb klapp.
HIT aus
HIT an Beachten Sie die zusätzlichen (hervorgehobenen) Effekte.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)38
Verwenden einzelner Effekte
Schalten Sie als nächstes Harmony mit dem
HIT-Fußtaster aus. Versuchen Sie dann, durch
Antippen des Double-Fußtasters den Double-Effekt auf Ihre Stimme zu legen. Aktivieren Sie
dann Delay und µMod-Effekte über die beiden
entsprechenden Fußtaster. Verwenden Sie auch
mal einige Effekte zusammen, um zu hören, wie
das klingt.
VoiceLive 3 im Überblick
Den Modus eines Fußtasters von
Latched auf Momentary ändern
Wenn Sie Effekte mit den Fußtastern an- und abschalten, arbeiten alle Fußtaster per Default im
sogenannten „Latched“-Modus. Das bedeutet,
dass Sie einen Effekt durch einmaliges Antippen anschalten und ihn durch erneutes Antippen
wieder abschalten.
Der Latched-Modus ist für viele Szenarien sinnvoll. Aber es wird vermutlich auch vorkommen,
dass Sie möchten, dass ein Effekt nur so lange aktiv ist, wie Sie den Taster gedrückt halten – und inaktiv, sobald Sie den Taster wieder
loslassen.
Dies ist der sogenannte „Momentary“-Mode.
Das Menü Buttonmap
– Mit dem Drehregler blättern Sie nach unten,
bis die Zeile markiert ist, die mit „HIT“ beginnt.
Da wir gerade damit experimentiert haben, Effekte an- und abzuschalten, ändern wir als
nächstes die Betriebsart einer der Fußtaster.
– Drücken Sie die Vocal-Taste.
– Drücken und halten Sie die rechte Pfeiltaste
(>) und „springen“ Sie damit bis zum letzten
Vocal-Register.
Dies ist ein häufig verwendetes Verfahren.
Durch Drücken und Halten springen Sie bis
ganz ans Ende der Effekt/Preset-Seiten. Dadurch sparen Sie beim Editieren viel Zeit.
Sind Sie neugierig geworden auf all die Tabs
und Parameter? Keine Sorge – alle Vocal-Effekte werden im Verlaufe dieser Anleitung ausführlich beschrieben.
– Jetzt drücken Sie bitte die linke Pfeiltaste (<)
und navigieren zum Menü Buttonmap.
HIT im Menü Buttonmap auswählen
– Mit dem Mix-Regler direkt unter „Mode“ ändern Sie die Belegung des HIT-Fußtasters von
Latched auf Momentary.
Modus auf Momentary ändern
– Drücken Sie die Home-Taste.
Dies bringt Sie zurück zur Hauptansicht.
Jetzt tippen Sie bitte wieder wie vorhin den
HIT-Fußtaster an. Wie Sie sehen werden, leuchtet die Fußtaster-LED nur so lange blau, wie Sie
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)39
VoiceLive 3 im Überblick
die Taste gedrückt halten. Dies ist der Momentary-Modus.
Singen Sie denselben Song wie vorhin. Drücken
und halten Sie den HIT-Fußtaster an den Stellen,
an denen Harmoniestimmen zu hören sein sollen. Üben Sie, Harmony für einzelne Wörter oder
Satzfragmente zu aktivieren. Im Momentary-Modus ist das deutlich einfacher.
Bevor Sie weiter machen, wechseln Sie bitte
wieder zur Buttonmap-Seite für Vocals und ändern Sie HIT zurück auf den Latched-Modus.
Mode auf Latched ändern
Einen Fußtaster neu zuordnen
Da Sie gerade auf der Buttonmap-Seite waren,
ist dies ein guter Zeitpunkt, um einen Fußtaster
einem anderen Effekt zuzuordnen.
Das VoiceLive 3 umfasst elf Vocal-Effekte und
neun Gitarreneffekte, hat aber nur sechs Effekt-Fußtaster. Die Möglichkeit, diesen Fußtastern neue Funktionen zuzuordnen, gibt Ihnen viel
Flexibilität. Zuerst legen wir den HardTune-Effekt auf den
µMod-Fußtaster. Später können Sie alle Fußtaster nach Belieben neu zuordnen. Für dieses Beispiel folgen Sie bitte der Anleitung.
– Drücken Sie die Vocal-Taste.
– Verwenden Sie die Pfeiltasten < und >, um
zum Buttonmap-Register zu wechseln.
– Mit dem Drehregler markieren Sie die Zeile,
die mit „µMod“ beginnt. Es ist die oberste
Zeile.
Wie Sie sehen, ist der µMod-Effekt dem
µMod-Fußtaster zugeordnet.
– Mit dem linken Mix-Regler ändern Sie die Zuordnung auf HardTune. Ganz oben links im Display müsste jetzt HardTune stehen und nicht mehr µMod.
µMod-Fußtaster umkonfiguriert auf HardTune
Wenn Sie den µMod-Fußtaster antippen, werden Sie sehen, dass er jetzt den Effekt HardTune steuert.
Auf diese Weise können Sie jeden beliebigen Effekt des VoiceLive 3 neu zuordnen. Vocal- und
Gitarreneffekte sind nicht auf ihre jeweiligen
„Home-Layer“ beschränkt. Das bedeutet, dass
Sie einen Vocal-Effekt dem Guitar-Layer neu zuordnen können – und umgekehrt.
Da die Buttonmap-Seite in jedem Preset sowohl
für den Vocal-Layer wie auch den Guitar-Layer
zur Verfügung steht, können Sie für jedes Preset
des VoiceLive 3 eine benutzerdefinierte Tastenzuordnung erstellen.
Dem µMod-Fußtaster den HardTune-Effekt zuordnen
– Drücken Sie die Home-Taste.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)40
VoiceLive 3 im Überblick
Es folgen einige Buttonmap-Beispiele.
tarren-Sounds/Effekte gleichzeitig an- oder
abschalten, ohne den Vocal-Layer zu verlassen. Um mehrere Vocal- und Gitarreneffekte
gleichzeitig zu steuern, ohne den aktuellen
Layer zu verlassen, können Sie Vocal HIT auf
den HIT-Fußtaster legen und Guitar HIT auf
den Fußtaster direkt daneben (Double).
– Legen Sie einen Gitarreneffekt auf Shift, um
schnelleren Zugriff auf den Octaver-Effekt zu
haben.
µMod-Fußtaster umkonfiguriert auf Octaver-Effekt
– Ändern Sie einen Vocal-Effect auf Synth, um
den Talkbox-Effekt verwenden zu können.
Double-Fußtaster im Vocal-Layer umkonfiguriert
auf Guitar HIT
Zur Wiederholung: Das Zuordnen von Gitarreneffekten zum Vocal-Layer erfolgt über die
Vocal-Buttonmap.
Der Talk/Tuner-Modus
Bevor Sie sich jetzt zu sehr im Gitarrespielen
mit dem VoiceLive 3 verlieren, sollten Sie sich
zunächst mit dem Talk/Tuner-Modus vertraut
machen. Der Tuner bietet eine Reihe sehr schöner Features für Gitarre und Gesang – auch die Nichtinstrumentalisten unter Ihnen werden in diesem Abschnitt viel Nützliches finden.
Um den Talk/Tuner-Modus aufzurufen, drücken
und halten Sie den Preset Up- und den Preset
down-Fußtaster gleichzeitig zwei Sekunden lang.
Wenn Sie den Talk/Tuner-Modus aufrufen, wird
Ihre Gitarre stummgeschaltet. Sie können jetzt
Ihre Gitarre stimmen, ohne dass Ihr Publikum
das hört. Alle Vocal-Effekte werden ebenfalls
aus dem Signalweg entfernt. Die Vocal-Effekte
werden entfernt, damit Sie ohne überlagernde,
störende Effekte mit Ihrem Publikum sprechen
können. Reverb-Fußtaster umkonfiguriert auf Synth-Effekt
Auch im Talk/Tuner-Modus können Sie die Fußtaster Preset Up und Preset Down verwenden,
um zwischen Presets zu wechseln. Das ist besonders praktisch, wenn Sie zwischendurch
Saiten stimmen, zu einer anderen Gitarren wechseln oder mit dem Publikum sprechen – und das
nächste Preset bereits einsatzbereit haben wollen, wenn es weiter geht.
– Wenn Sie Guitar HIT vom Guitar-Layer auf den
Vocal-Layer verlegen, können Sie mehrere Gi-
Um den Talk/Tuner-Modus zu beenden, pressen
Sie wieder gleichzeitig die Fußtaster Preset Up
und Preset Down. Beim Verlassen des Talk/Tuner-Modus müssen sie die Fußtaster nicht zwei
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)41
Sekunden lang halten, kurzes Antippen genügt.
Sie können den Talk/Tuner-Modus auch durch
Antippen eines beliebigen Effekt-Fußtasters beenden.
VoiceLive 3 im Überblick
Gitarreneffekte
Für diejenigen unter Ihnen, die Gitarre spielen,
ist dies ein guter Zeitpunkt, um die verschiedenen Gitarreneffekte des VoiceLive 3 auszuprobieren. Wenn Sie ein Sänger ohne Gitarre sind,
gehen Sie einen Kaffee trinken, oder bleiben Sie
bei uns, um etwas über den Guitar-Layer zu erfahren …
Tippen Sie den Layer-Fußtaster an. Die LEDS
des VoiceLive 3 sollten jetzt rot leuchten. Das
zeigt an, dass der Guitar-Layer aktiviert ist.
Schauen Sie bitte auch einmal auf das Display.
Sie werden sehen, das sich die Effektnamen
geändert haben und dass neben jedem Effektnamen ein kleines Gitarrensymbol zu sehen ist
(im Vocal-Layer sind entsprechend kleine Mikrofon-Symbole zu sehen.)
Ändern Sie einen Gitarreneffekt auf Momentary-Modus wie im Abschnitt “Den Modus eines
Fußtasters von Latched auf Momentary ändern”
auf Seite 39 beschrieben. Drücken Sie jedoch
dieses Mal die Guitar-Taste statt der Vocal-Taste.
Nun befinden Sie sich im Gitarren-Editier-Modus
und können von dort aus zum Register Buttonmap navigieren.
Vocal und Guitar-Layer haben jeweils ihre eigenes Buttonnmap-Seite. Aber darum kümmern
wir uns später.
Guitar-Layer aktiviert
Während Sie Ihre Gitarre spielen, tippen Sie einige der Fußtaster an, um die verschiedenen Gitarren-Effekte an-und abzuschalten.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)42
VoiceLive 3 im Überblick
Bearbeiten des HIT-Fußtasters
Drücken Sie die Home-Taste, um zum Vocal-Layer zurückzukehren. Falls Sie im Guitar-Layer sind
(die LEDs leuchten in diesem Fall rot), tippen Sie
den Layer-Fußtaster an, bis der Vocal-Layer aktiv ist (LEDs leuchten blau).
– Tippen Sie den HIT-Fußtaster an. Beachten
Sie, dass μMod (und Harmony) abgeschaltet
werden.
Sie können die der HIT-Funktion zugeordneten
Effekte leicht bearbeiten. Sowohl bei an- als
auch abgeschalteter HIT-Funktion können Effekte aktiviert sein. Wir nennen diese beiden Zustände „HIT on“ und „HIT off“. Sie sind gewissermaßen zwei Varianten eines Presets.
– Tippen Sie den HIT-Fußtaster ein paar Mal an.
– Achten Sie darauf, welche Effekte an- oder
abgeschaltet sind, sobald HIT aktiv (HIT on)
oder inaktiv (HIT off) ist. – Jetzt wollen wir versuchsweise diesem Preset
einen Effekt hinzufügen, während HIT aktiv ist.
– Aktivieren Sie HIT.
– Schalten Sie jetzt einen Effekt dazu, der momentan inaktiv ist. Für dieses Beispiel verwenden Sie bitte μMod.
Preset 2 – HIT an
Preset 2 - HIT aus
– Tippen Sie den HIT-Fußtaster erneut an. Der
Modulationseffekt μMod ist jetzt wieder aktiv, ebenso wie der Harmony-Effekt, den Sie
vorher mit dem HIT-Fußtaster aktiviert hatten.
aufrufen, wenn Sie das Preset das nächste
Mal verwenden.
Tipps und Tricks, um HIT
effektiv zu verwenden
– Wenn Sie möchten, dass ein Effekt unabhängig vom Zustand des HIT-Fußtasters aktiv ist,
ordnen Sie ihn einfach beiden Zuständen (AN/
AUS) des HIT-Fußtasters zu. Manche Effekte,
wie zum Beispiel Reverb, sind üblicherweise
immer aktiv.
– HIT kann einen oder alle Effekte für den Guitarund Vocals-Layer steuern. HIT kann aber auch
Guitar und Vocals gleichzeitig steuern.
– Rufen Sie den Guitar-Layer auf, folgen Sie den
obigen Anweisungen und ändern Sie die Effekte, die dem HIT-Fußtaster zugeordnet sind.
– Wenn Sie das Preset speichern, wird diese
neue Zuordnung zu HIT ebenfalls mit abgespeichert. Sie können nun sowohl μMod als
auch Harmony mit nur einem Fußtaster (HIT)
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)43
VoiceLive 3 im Überblick
ALL HIT verwenden
Was könnte schöner sein als separate HIT-Fußtaster für den Guitar- und Vocal-Layer? Wie wäre
es mit einem Fußtaster, der beide steuert? Diese
Funktion heißt ALL HIT, und Sie können Sie einfach einem Fußtaster zuordnen. Lesen Sie dazu
den Abschnitt “Einen Fußtaster neu zuordnen”
auf Seite 40.
– Drücken Sie die Vocal-Taste.
– Halten und drücken Sie die rechte Pfeiltaste
(>) um bis ganz ans Ende der zur Verfügung
stehenden Effektseiten zu springen.
– Verwenden Sie die Pfeiltasten, um zum Menü
Buttonmap zu navigieren.
– Mit dem Drehregler blättern Sie nach unten,
bis die Zeile markiert ist, die mit „HIT“ beginnt.
– Mit dem Mix-Regler ändern Sie die HIT-Zuordnung von Voc HIT auf ALL HIT.
ein kleines Schraubenschlüsselsymbol zu sehen
und kein Mikrofon mehr. Das zeigt Ihnen, dass
Sie nicht nur Vocal-Effekte steuern, sondern
Vocal- und Gitarren-Effekte.
HIT – Dynamisch und Snapshot
Das Verhalten der HIT-Funktion im VoiceLive 3
ist standardmäßig „dynamisch“. Das bedeutet,
dass Sie die Effekte, die einem der HIT-Zustände
eines Presets zugeordnet sind, wie im Abschnitt
“Bearbeiten des HIT-Fußtasters” auf Seite 43
beschrieben, an- und abschalten können. Sie
können so sehr schnell und intuitiv Effekte kombinieren – vor allem, während Sie ein Preset editieren.
Andererseits: Auf der Bühne wollen Sie vielleicht
einen bestimmtem Effekt während eines Songs
an- oder abschalten. Sie wollen aber weiterhin die von Ihnen definierten Effekte mit dem
HIT-Fußtaster steuern.
HIT-Fußtaster umkonfiguriert auf ALL HIT
Schauen wir uns das an einem Beispiel genauer an:
HIT-Fußtaster umkonfiguriert auf ALL HIT
HIT im „Dynamic“-Modus
verwenden (Standard).
Sie haben ein Preset gespeichert, in dem Reverb
die ganze Zeit aktiv sein soll (ON). Harmony hingegen soll nur aktiv sein, wenn die Hit-Funktion
auf HIT ON eingestellt ist.
– Drücken Sie die Home-Taste.
Nun steuert der HIT-Fußtaster die HIT-Aktivität in
diesem Preset sowohl für die Gitarren- wie auch
die Vocal-Effekte. Wenn Sie nun den HIT-Fußtaster antippen, leuchten die LEDs lila und nicht
mehr blau. Das zeigt Ihnen, dass HIT nun sowohl Gitarren- wie auch Vocal-Effekte steuert. In
der Hauptansicht ist im Feld ALL HIT nun auch
Beginnen Sie mit Ihrem Song. HIT steht dabei
auf OFF. Sie fügen Ihrer Stimme jetzt also nur
Reverb, aber keine Harmoniestimmen hinzu. Sie
möchten nun gerne einem bestimmten Songabschnitt etwas Delay hinzufügen und aktivieren
den Effekt durch Antippen des DELAY-Fußtasters. Jetzt kommt der Refrain Ihres Songs. Sie
aktivieren die Harmoniestimmen, indem Sie den
HIT-Fußtaster antippen. Das Reverb bleibt aktiv,
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)44
VoiceLive 3 im Überblick
Presets speichern
Delay wird abgeschaltet – genau, wie man es erwarten würde.
Wenn Sie HIT jetzt noch einmal antippen, schalten Sie damit Harmony ab. Das Delay aber wird
zusammen mit Reverb wieder hinzugefügt. Das
ist aber vielleicht nicht, was Sie wollen.
Da wir gerade über das Speichern von Presets
sprechen, lassen Sie es uns auch tun.
Den Parameter HIT Behavior von Dynamic auf
Snapshot ändern
Durch Drücken der Store-Taste rufen Sie sie
Seite Store auf. Hier können Sie Ihren Presets
Namen geben und Presets zuweisen und speichern. HIT im „Snapshot“-Modus verwenden
Sie möchten vielleicht, dass Sie mit der HIT-Funktion IMMER nur genau die Effekte an- und abschalten, die Sie in diesem Preset auf HIT gelegt
haben.
In der oberen Hälfte des Store-Bildschirms sehen Sie den aktuellen Namen des Presets. Mit
den Mix-Reglern unter dem Display können Sie
die folgenden Funktionen steuern.
Genau dazu gibt es den „Snapshot“-Modus.
Gleichgültig, welche Effekte zu einem bestimmten Zeitpunkt aktiviert sind: HIT überschreibt
diese Zustände und wird nur diejenigen Effekte
an- und abschalten, die Sie gespeichert haben.
Cursor (zugewiesen zu Regler 1)
Verwenden Sie den Mix-Regler 1, um den Cursor
zu bewegen. Die Position des Cursors entspricht
dem jeweils hervorgehobenen Zeichen. So können Sie den Cursor schnell an eine bestimmte
Stelle im Presetnamen bewegen.
Typischerweise ist „Dynamic“ ein hervorragender Editiermodus. „Snapshot“ ist dagegen quasi
„idiotensicher“ und besonders für Live-Auftritte
eine gute Wahl. Ändern der HIT-Einstellungen vom
Dynamic- zum Snapshot-Modus
– Drücken Sie die Setup-Taste.
– Navigieren Sie mit den Pfeiltasten (< oder >)
zum Register System.
– Mit dem Drehregler wählen Sie den Parameter
HIT Behavior aus.
– Andern Sie den Parameter von Dynamic zu
Snapshot.
Letter (Zeichen – zugewiesen zu Regler 2)
Verwenden Sie den Mix-Regler 2, um einen
Buchstaben, eine Zahl oder ein Symbol zu ändern.
Ins/Del (Einfügen/Löschen –
zugewiesen zu Regler 3)
– Drehen Sie den Mix-Regler 3 im Uhrzeigersinn
(nach rechts), um ein Leerzeichen links des
markierten Zeichens einzufügen. – Drehen Sie den Mix-Regler 3 entgegen den
Uhrzeigersinn (nach links), um das markierte
Zeichen zu löschen.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)45
VoiceLive 3 im Überblick
Store to (zugewiesen zu Regler 4)
Verwenden Sie den Mix-Regler 4, um die Presetnummer aufzurufen, unter der Sie das aktuelle
Preset speichern möchten.
– Falls Sie das aktuelle Preset an seinem aktuellen Speicherort speichern möchten, ändern
Sie diesen Wert nicht.
– Falls Sie den Speicherort für ein Preset ändern
möchten, ändern Sie die Presetnummer unter „Store To“ wie oben beschrieben mit dem
Mix-Regler 4. Der Name des ausgewählten Presets erscheint in der oberen Hälfte des Displays. „Store To“ ist zum Beispiel dann sehr hilfreich,
wenn Sie mehrere Presets mit ähnlichen Klangeffekten erzeugen möchten. In diesem Fall
könnten Sie ein „Master-Preset“ anlegen und es
mittels „Store To“ an verschiedenen Orten abspeichern. Später können Sie diese Kopien nach
Bedarf bearbeiten.
Das Store-Menü
Wenn Sie für Ihre Presets Namen vergeben haben und sie bestimmten Effekten/Funktionen
zugewiesen haben, drücken Sie die Store-Taste
erneut, um den Vorgang abzuschließen.
Speichern von Presets und HIT Behavior
Wenn HIT Behavior auf „Snapshot“-Modus gesetzt ist, müssen Sie das Preset für jeden der
beiden HIT-Zustände (ON und OFF) separat abspeichern, damit Ihre Änderungen gespeichert
werden können. Bereiten Sie zwei Varianten (ON
und OFF) des jeweiligen Presets vor und speichern Sie sie dann wie folgt:
– Schalten Sie HIT ab.
– Schalten Sie die Effekte an, die Sie verwenden
möchten, wenn die HIT-Funktion inaktiv ist.
– Drücken Sie zweimal die Store-Taste.
– Schalten Sie HIT an.
– Schalten Sie die Effekte an, die Sie verwenden
möchten, wenn die HIT-Funktion aktiv ist.
– Drücken Sie zweimal die Store-Taste.
Tempo-Tapping
Mit Tap Tempo können Sie die tempobasierten
Effekte mit dem Rhythmus Ihres Songs abgleichen.
– Drücken und halten Sie den Delay-Fußtaster.
– Die LED um den Delay-Fußtaster müsste jetzt
lila blinken. Im Display erscheint kurz das aktuelle Tempo (BPM). – Tippen Sie den Delay-Fußtaster im Takt Ihres
Songs, den Sie gerade spielen (oder gleich
spielen werden).
– Nach ein paar Zählzeiten hören Sie auf zu tippen und warten, bis das Tempo-Display verschwunden ist.
– Aktivieren Sie den Delay-Effekt mit dem Delay-Fußtaster, falls er nicht schon aktiv ist.
– Sie müssten jetzt hören können, wie das Delay
dem eben vorgegebenen Tempo folgt.
Es gibt noch eine Funktion im Tap-Tempo-Bildschirm, die Ihnen gefallen müsste. Lassen Sie es
uns versuchen.
– Rufen Sie den Tap-Tempo-Modus noch einmal auf wie oben beschrieben.
– Die LEDs der Fußtaster Preset Up und Preset
Down leuchten jetzt blau.
– Mit diesen Fußtastern können Sie das Tempo
bei gedrücktem Delay-Fußtaster in Schritten
von 1 BPM erhöhen oder verringern.
– Sie können also zum Beispiel den Preset
down-Fußtaster drücken, um das Tempo zu
verringern.
Das manuelle Anpassen des per Tapping vorgegebenen Tempos kann hilfreich sein, wenn Sie
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)46
ein bestimmtes Tempo einstellen wollen – zum
Beispiel dann, wenn Sie einem Click-Track folgen. Natürlich lassen sich beide Methoden auch
kombinieren. Tippen Sie zunächst ein paar Zählzeiten, um sich einem gewünschten Tempo anzunähern – und nehmen Sie die Feinabstimmung
dann mit den Preset-Fußtastern vor.
VoiceLive 3 im Überblick
Global Tempo verwenden
Editieren eines Effektes
Abhängig davon, wie Sie Tempoeinstellungen
im VoiceLive 3 verwalten möchten, haben Sie
zwei Möglichkeiten: Sie können festlegen, ob die
Tempoeinstellungen für jedes einzelnen Preset
separat abgerufen werden oder presetübergreifend (global).
Nachdem wir ein paar Sounds gehört haben, lassen Sie uns die Effekteinstellungen in einem Preset ändern. Sie können wahlweise die Vocal-Effekte oder die Gitarren-Effekt bearbeiten.
Um die Vocal-Effekte in einem Preset zu bearbeiten, drücken Sie die Vocal-Taste.
Wenn Sie bestimmte Tempi in Ihren Presets speichern möchten, geben Sie das Tempo wie unter
“Tempo-Tapping” auf Seite 46 beschrieben
vor und speichern Sie das Preset. Wenn Sie ein Tempo vorgeben möchten, dem
alle Presets folgen sollen, müssen Sie zunächst
das System-Menü aufrufen.
– Drücken Sie die Setup-Taste.
– Verwenden Sie die Pfeiltasten < und >, um
zum Register System zu wechseln.
– Mit dem Drehregler blättern Sie bis zum Parameter Global Tempo.
– Mit dem Mix-Regler darunter ändern Sie den
Wert auf ON.
– Drücken Sie die Home-Taste.
Bearbeiten der Vocal-Effekte
Um die Einstellungen für die Gitarreneffekte eines
Presets zu ändern, drücken Sie die Guitar-Taste.
Bearbeiten der Guitar-Effekte
Einstellung Global Tempo ON
Nun ist jedes Tempo, das Sie vorgeben, sofort
wirksam und kann mit jedem beliebigen Preset
verwendet werden.
In beiden Effekt-Layern (Vocal und Guitar) gibt
es eine Reihe von Registern. Jeder Effekt innerhalb eines Presets hat sein eigenes Register. Es
gibt darüber hinaus noch weitere Register für
andere Preset-Parameter – zum Beispiel für das
Neuzuordnen eines Fußtasters (Register Buttonmap) oder um dem Expression-Pedal Funktionen zuzuweisen.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)47
Alle Bearbeitungsseiten, die Sie über diese Register aufrufen können, sind ähnlich aufgebaut.
Am Anfang jeder Seite finden Sie einfache und
leicht bedienbare Parameter. Wenn Sie dann mit
dem Drehregler weiter blättern, werden weitere
Parameter angezeigt, die weitreichendere Eingriffe ermöglichen. Auf der obersten Ebene umfassen die meisten
Effekte vier Parameter.
1.Style: Hiermit definieren Sie den grundlegenden Klang eines Effektes. Sie können zum
Beispiel als Reverb-Typ „Hall“ oder „Studio“
auswählen.
2. Parameter 1: Der erste Parameter heißt in
Wirklichkeit nicht „Parameter 1“. Je nach Effekt wird hier ein anderer Name im Display zu
sehen sein. In unserem Reverb-Beispiel sehen
Sie als ersten Parameter die Hallzeit des Reverbs (Decay).
3.Parameter 2: Auch dieser Parameter wird – je
nach zu bearbeitendem Effekt – anders heißen. Normalerweise aber finden Sie an dieser
Stelle die Pegelsteuerung („Level“). Hiermit
steuern Sie die Lautstärke des Effektes. 4.Control: Hiermit geben Sie die verschiedenen
Zustände für einen Effekt vor und wie er gesteuert wird. – Einstellung Off: Der Effekt ist nicht aktiv.
– Einstellung On: Der Effekt ist aktiv, unabhängig davon, ob der HIT-Fußtaster gedrückt ist oder nicht.
– Einstellung HIT ON: Der Effekt ist nur aktiv,
wenn der HIT-Fußtaster aktiv (gedrückt) ist.
– HIT OFF: Der Effekt ist nur aktiv, wenn der
HIT-Fußtaster nicht aktiv (gedrückt) ist.
VoiceLive 3 im Überblick
Falls der Effekt einem Fußtaster zugeordnet
ist, können Sie den Effekt auch über diesen
Fußtaster steuern. So können Sie sehr schnell
für verschiedene Effekte bestimmen, ob sie
aktiviert oder deaktiviert werden sollen, wenn
Sie den Fußtaster HIT antippen.
Das Konzept HIT ON und HIT OFF kann am Anfang verwirrend sein. Aber mit etwas Übung werden Sie sich schnell zurecht finden. Ein Anwender schlug folgende Analogie vor:
Abschalten aller Effektblöcke außer Harmony
„HIT ON stellt man sich am besten so vor, dass
man einen ganzen Haufen Effekte auf den Tisch
wirft. Mit HIT OFF dagegen fegen Sie alle Effekte wieder vom Tisch. Effekte, die „an“ sind, können nicht vom Tisch gefegt werden. Effekte, die
„aus“ sind, kann man nicht auf den Tisch legen.
Sie können nicht mittels des HIT-Fußtasters gesteuert werden.
– Mit dem Mix-Regler 1 direkt unter den Stilen
ändern Sie den Style-Parameter. Hören Sie,
wie sich der Klang ändert? Es kann eine subtile oder drastische Änderung sein. Das hängt
vom jeweiligen Stil ab.
Zurück zum Editieren …
– Schalten Sie alle Effektblöcke aus – bis auf
einen. Es spielt keine Rolle, welchen Effekt
Sie anlassen, solange Sie ihn nur deutlich
hören können. Für unser Beispiel gehen wir
davon aus, dass Sie den Harmony-Effekt im
Vocal-Layer verwenden.
– Drücken Sie die Vocal-Taste.
– Navigieren Sie zur Registerkarte Harmony.
Bearbeiten des Parameters Harmony.
Sobald Sie einen Stil gefunden haben, der Ihnen gefällt, sind Sie schon beinahe am Ziel.
Als nächstes nehmen wir uns den Parameter
Level (Pegelsteuerung) vor.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)48
VoiceLive 3 im Überblick
– Mit dem Mix-Regler 3 direkt unter „Level“ ändern Sie die Lautstärke des Effekts. Entscheiden Sie sich für eine Lautstärke, die Ihnen
gefällt.
– Schalten Sie nun einen anderen Effekt an. Es
spielt keine Rolle, welchen. Hören Sie, wie die
beiden Effekte „zusammenspielen“?
geschwindigkeit (Speed) und alle weiteren Parameter, mit denen Sie experimentieren möchten.
Achten Sie darauf, wie sich das Ändern der Einstellungen auf den Klang des Effekts auswirkt.
Scrollen Sie mit dem Drehregler nach unten. Sie
werden sehen, dass es in jedem Register sehr
viele verschiedene Parameter und Einstellungen
gibt. Keine Angst!
Normalerweise sind diese erweiterte Parameter vordefiniert durch den Stil, den Sie anfangs
ausgesucht haben – und sollten zunächst einmal
großartig klingen. Falls Sie bereits Erfahrungen
in der Musikproduktion mit komplexen Effekten
haben oder eines unserer anderen Produkte –
wie das VoiceLive 2 – kennen, sollten Ihnen die
meisten der erweiterten Einstellungen vertraut
vorkommen.
Zum Register Delay wechseln
Falls nicht, haben Sie zwei Möglichkeiten.
– Mit den Pfeiltasten < und > navigieren Sie zu
dem Effekt, den Sie gerade aktiviert haben. In
der Abbildung oben ist das der Delay-Effekt.
– Ändern Sie den Stil des hinzugefügten Effekts.
Wählen Sie einen Stil aus, der gut zu dem anderen Effekt passt, den Sie vorher ausgewählt
haben.
– Mit dem Mix-Regler 3 passen Sie die Lautstärke des neuen Effekts an.
Ab hier fällt eigentlich ALLES, was wir beschreiben, unter „Editieren für Fortgeschrittene“. Ändern Sie versuchsweise die anderen Parameter
auf dem Bildschirm: die Hallzeit (Decay), den
Pegel der Hauptstimme (Lead Level), die Effekt-
1.Fassen Sie nichts an, was Sie nicht kennen.
Verlassen Sie vorsichtig das erweiterte Menü.
Man weiß ja nie, was alles schiefgehen könnte
…
2. Ändern Sie jeden Parameter, drehen Sie die
Regler hoch und runter und hören Sie sich an,
was passiert.
Wie immer auch Sie sich entscheiden: Es ist beides völlig in Ordnung. Wir können ihnen nicht
vorschreiben, wie schnell oder wie tief Sie in die
Möglichkeiten Ihres VoiceLive 3 vordringen wollen. Wir können Ihnen nur empfehlen, das VoiceLive 3 wie jedes andere Instrument oder Hand-
werk zu betrachten: Etwas, das Sie lernen müssen und das Zeit braucht.
Aus Erfahrung wissen wir, dass die Zeit gekommen ist, sich tiefer in die Menüs und Parameter
einzuarbeiten, wenn Sie sagen: „Hmm. Das würde fantastisch klingen, wenn nur [X] ein bisschen
mehr/weniger [Y] hätte …“
Sobald Sie anfangen, so zu denken, haben sich
Ihre Fähigkeiten weiterentwickelt, und Sie können sich an das Bearbeiten der Effekte herantrauen. Sie werden sehen, dass das Experimentieren mit Einstellungen Spaß machen kann und
eher aufregend als bedrohlich ist.
Denken Sie daran, dass Sie die Änderungen, die
Sie an einem Preset vorgenommen haben, noch
speichern müssen. Sie leiten den Speichervorgang durch Druck auf die Taste Store ein. Änderungen an einem Preset werden NICHT automatisch gespeichert. Wenn Sie Änderungen an
einem Preset vornehmen und ohne zu speichern
zu einem anderen Preset wechseln, gehen die
vorgenommenen Änderungen verloren.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)49
VoiceLive 3 im Überblick
Definieren und Verwenden
globaler Effekte
Sie können jeden VoiceLive 3-Effekt als presetübergreifende (globale) Einstellung laden und
verwenden. Globale Einstellungen erleichtern
und beschleunigen das Editieren erheblich. Allerdings müssen Sie sich zunächst mit dem Konzept vertraut machen, um es sinnvoll anwenden
zu können.
Wie funktioniert es?
Als erstes definieren Sie im Menü System ein
Preset, das als globales Preset (Global Preset)
fungieren soll. Die Einstellungen dieses Preset
wirken sich nun auf Effekteinstellungen aller Presets aus. Ein globales Preset ist ein Art Vorlage
oder „Master“-Preset. Auf dem Screenshot unten ist Preset Nummer 491 als globales Preset
definiert. Sie können auch ein anderes Preset als
Preset 491 als globales Preset definieren, wenn
Sie mögen. Allerdings empfehlen wir, dass Sie
sich zunächst damit vertraut machen, wie man
das globale Preset editiert. Weisen Sie daher
übungshalber zuerst einem oder mehreren Presets den Parameter Global ON zu. Sie können
dann später das globale Preset auf einen anderen Speicherplatz legen. Preset 491 als globales Preset definiert
Wenn Sie ein wenig Zeit und Mühe investieren,
um die Einstellungen für ein globales Preset
nach Ihren Vorstellungen zu optimieren, können
Sie diese Effekte später in jedem anderen Preset
abrufen und müssen dazu nur einen einzigen Parameter ändern. Beim VoiceLive 3 wurde werksseitig bereits ein
globales Preset definiert, nämlich Nummer 491.
Sie können jedoch auch ein anderes Preset als
globales Preset definieren.
Wir empfehlen, das globale Preset möglichst
weit weg von den anderen Presets abzuspeichern, damit Sie es nicht versehentlich überschreiben. Ein Ändern oder Löschen des globalen Presets wirkt sich auf alle Presets aus, die
darauf zugreifen.
Definieren des globalen Presets
– Drücken Sie die Setup-Taste.
– Verwenden Sie die Pfeiltasten < und >, um
zum Register System zu wechseln.
– Falls „Global Preset“ nicht bereits markiert ist,
wählen Sie es mit dem Drehregler aus.
– Mit dem Mix-Regler 3 unterhalb des Bildschirms ändern Sie die Nummer des Presets,
bis die Nummer erscheint, die Sie dem globalen Preset zuweisen möchten.
Einen Effekt aus dem globalen
Preset verwenden
– Wählen Sie ein Preset aus, das Sie mit den
Einstellungen des globalen Presets verknüpfen wollen.
– Abhängig von dem Effekt, den Sie bearbeiten möchten, drücken Sie die Vocal- oder
Guitar-Taste.
– Navigieren Sie mit den Pfeiltasten < und > zu
dem Effekt, den Sie mit dem globalen Preset
verknüpfen möchten – in unserem Beispiel ist
das Delay.
Einstellungen des Delay-Effektblocks
– Mit dem Drehregler scrollen Sie bis ganz nach
unten zum Parameter Global. Der Parameter
sollte werksseitig auf „Off“ stehen.
Der Parameter Global des Delay-Effektblocks
auf „Off“
– Mit dem Mix-Regler direkt unterhalb des Parameter Global ändern Sie die Einstellung des
Parameters auf „On“. VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)50
VoiceLive 3 im Überblick
Parameter Global im Delay-Effektblock auf On
setzen
– Alle Einstellungen aus dem globalen Preset
werden ab sofort mit diesem Effekt (Delay)
angewendet.
– Oben in der Menüleiste heißt das Register
nun außerdem nicht mehr „Delay“, sondern
„Delay-GLB“. Daran erkennen Sie, das dieser
Effekt Einstellungen aus dem globalen Preset
verwendet.
Wichtig: Die Verbindung zwischen
dem globalen Preset und anderen
Preset geht in beide Richtungen
Bevor Sie also Einstellungsänderungen an dem
Effekt vornehmen, den Sie gerade mit dem globalen Preset verknüpft haben, machen Sie sich
bitte Folgendes klar:
Wenn in einem beliebigen Preset der Parameter Global auf ON steht und Sie Änderungen an
den Einstellungen des entsprechenden Effekts
vornehmen, dann wirken sich diese Änderungen
auf die Einstellungen des globalen Presets aus.
Gleichzeitig ändern Sie damit alle anderen Preset, die auf das globale Preset zugreifen. Sie haben damit gerade die Effekteinstellungen für diesen Effekt aus dem globalen Preset
auf das aktuelle Preset übertragen.
– Setzen Sie den Parameter Global für diesen
Effekt auf „Off“.
Damit heben Sie die Koppelung zwischen
dem globalen und dem aktuellen Preset auf.
Sie können nun die Einstellungen des aktuellen Presets lokal ändern.
Das kann ungemein praktisch sein – oder eine
Katastrophe, wenn Sie nicht damit gerechnet
haben.
Mit Global Preset Effekteinstellungen
in ein anderes Preset kopieren
Sie haben gerade gelesen, dass die Beziehung
zwischen dem globalen Preset und den mit ihm
verkoppelten Presets wechselseitig ist. Sie können diese Eigenschaft jedoch auch benutzen,
um Effekteinstellungen aus dem globalen in ein
beliebiges Preset zu kopieren und sie dann in
diesem Preset individuell zu bearbeiten.
– Wählen Sie ein Preset aus.
– Wählen Sie einen Effekt aus, der die Einstellungen aus dem globalen Preset übernehmen
soll.
– Setzen Sie den Parameter Global für diesen
Effekt auf „On“.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)51
VoiceLive 3 im Überblick
Die Mix-Regler
Diese Einstellung ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn Sie Ihr VoiceLive 3 an ein Mischpult
oder ein Audio-Interface anschließen.
Wahrscheinlich haben Sie inzwischen gesehen,
dass eine Menge Power unter der Haube Ihres
VoiceLive 3 steckt. Wäre es nicht toll, wenn Sie
die Pegel der ein- und ausgehenden Signale am
VoiceLive 3 steuern könnten?
Einstellungen auf der Seite Main Mix
Nun, genau das können Sie – und Sie müssen
dazu keinen Fußtaster antippen.
– Um den integrierten Mixer des VoiceLive 3 zu
aktivieren, drehen Sie – während die Hauptansicht gezeigt wird – einen der vier Mix-Regler
direkt unterhalb des Displays. Tatsächlich gibt es drei voneinander unabhängige Mix-Seiten beziehungsweise Register.
– Main Mix – Haupt-Mix
– Headphone Mix – Kopfhörermix
– Effects Mix – Effektanteil-Mix
Mit den Pfeiltasten wählen Sie den Mix aus,
den Sie steuern wollen. Die jeweils letzte Register-Auswahl wird gespeichert. Wenn Sie später
also die Mix-Regler verwenden, bearbeiten Sie
den zuletzt aufgerufenen Mix.
Verwenden Sie die Mix-Regler, um die Pegel der
Signale anzupassen, die im Display angezeigt
werden.
Output Mode auf Variable Level gesetzt
Bitte beachten Sie: Wenn Sie die OUTPUTS/
GUITAR-Buchsen mit einem Gitarrenverstärker
verbinden, werden Sie wahrscheinlich mit einem
festen Ausgangspegel arbeiten wollen, der sich
nicht beim Presetwechsel ändert. Sie finden den
entsprechenden Parameter (Output Mode) im
Guitar-Register des Setup-Menüs.
Sie können die Pegel für die Signale von der
Aux-Buchse sowie das Metronom auf „Off“
setzen, falls diese nicht an den XLR-Buchsen
ausgegeben werden sollen. Sie können diese
Signale dann trotzdem auf Ihre Kopfhörer oder
In-Ear-Monitore ausgeben.
– Die Standardeinstellung für Output Mode ist
„Unity Gain“ (Erhalt des Signalpegels). Damit definieren Sie einen Masterpegel für den
Pegel des Gitarrensignals an den OUTPUTS/
GUITAR-Buchsen.
Headphone Mix – Kopfhörermix
Mit dem Headphone Mix können Sie die Pegel
der einzelnen Signale für den Kopfhörer (oder
Ihre In-Ear-Monitore) individuell festlegen. Mit
anderen Worten: Sie können für Ihren Kopfhörer oder Ihre In-Ear-Monitore einen eigenen Mix
erstellen, der unabhängig ist vom Mix für die
XLR-Ausgänge.
Main Mix – Haupt-Mix
Mit dem Main Mix (Haupt-Mix) legen Sie die Pegel der Signale fest, die an den OUTPUTS-Buchsen (VOICE und GUITAR) ausgegeben werden.
Output Mode auf Unity Gain gesetzt
– Wenn Sie den Ausgangspegel für die OUTPUTS/GUITAR-Buchsen variieren möchten,
stellen Sie Output Mode auf Variable Level ein.
Einstellungen auf der Seite Headphone Mix
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)52
Mit den Parametern GTR Trim (Guitar Trim) und
Loop Trim können Sie die Signalpegel für Gitarre
und Loop im Verhältnis zu Einstellungen auf der
Seite Main Mix ändern. Die einzige Einschränkung: Sie können die Pegel für Gitarre oder
Loop nicht auf der Seite Main Mix auf Off stellen
und diese Signale dann trotzdem noch über den
Kopfhörer hören.
VoiceLive 3 im Überblick
Effects Mix – Effektanteil-Mix
Auf der Seite Effects Mix können Sie den Gesamtklang Ihrer Presets anpassen.
– Voices: Steuert den Gesamtpegel aller vom
VoiceLive 3 erzeugten Stimmen. Dies umfasst
die Effektbläcke Harmony, Double und Choir.
– Voc Reverb: Steuert den Gesamtpegel der
Reverb-Effekte für Vocals in allen Presets.
Wenn Sie kurz vor einem Konzert bemerken,
dass sich der Saal durch sehr wenig oder sehr
viel natürlichen Hall auszeichnet, haben Sie
vermutlich keine Zeit mehr, um noch schnell
den Reverbpegel aller Presets manuell nachzujustieren. Verwenden Sie stattdessen diesen Mix-Regler, um die Reverb-Einstellungen
dem Auftrittsort anzupassen.
– Guitar Reverb: Steuert dieselbe Funktion wie
Voc Reverb für den Hallpegel des Gitarrensignals in allen Presets.
Tipps und Tricks zur Verwendung
von Layern und Effekten
Wie wir in den Abschnitten “Grundlegende Konzepte” auf Seite 9und “Übersicht Fußtaster”
auf Seite 16 dargelegt haben, umfasst das
VoiceLive 3 drei separate Ebenen (Layer): Vocal,
Guitar und Looper.
Tippen Sie den Layer-Fußtaster, um einen der
beiden Signal-Layer auszuwählen: Guitar oder
Vocal. Um auf den Loop-Layer zuzugreifen, drücken und halten Sie den Layer-Fußtaster.
Denken Sie daran, dass das Bearbeiten von Effekten unabhängig vom ausgewählten Layer
möglich ist.
Mit anderen Worten: Der Vocal-Layer kann aktiv sein (in diesem Fall zeigen blaue LEDs, dass
Sie die Fußtaster zum Steuern der Vocal-Effekte
verwenden können), aber Sie können trotzdem
einfach die Guitar-Taste drücken, um die Gitarreneffekte zu bearbeiten.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)53
VoiceLive 3 im Überblick
Bearbeiten von Gitarreneffekten, während der
Vocal-Layer aktiv ist
Bearbeiten von Vocal-Effekten, während der
Guitar-Layer aktiv ist
Da der Looper-Layer keine Effekte umfasst,
werden wir alle Loop-bezogenen Funktionen in
einem separaten Abschnitt dieser Anleitung beschreiben.
Vocal-Layer und GuitarLayer – Allgemeines
Buttonmap-Register:
Fußtaster neu zuordnen
Die grundlegenden Konzepte des Zugriffs auf die
Effekteinstellungen und den Wechsel zwischen
einfachen und erweiterten Bearbeitungsfunktionen werden im Abschnitt “Editieren eines Effektes” auf Seite 47 erläutert.
Wir haben mit Hilfe der Registerkarte Buttonmap
bereits bereits einige Änderungen vorgenommen
(siehe “Einen Fußtaster neu zuordnen” auf Seite
40) – Sie wissen also bereits grundsätzlich,
worum es geht. Schauen wir uns das ganze nun
mal etwas genauer an.
Ergänzend zu den Registern für die einzelnen
Vocal- und Gitarren-Effekte finden Sie dort noch
die Register Buttonmap (für die Neuzuordnung
der Fußtaster), Expression (Funktion eines angeschlossenen Expression-Pedals) und Preset
(übergreifende Funktionen).
– Öffnen Sie die Vocal- oder Guitar-Bearbeitungsseite. – Navigieren Sie zur Registerkarte Buttonmap.
Wir haben ja bereits einen Fußtaster neu zugeordnet und den Modus von Latched auf Momentary geändert (siehe “Den Modus eines Fußtasters von Latched auf Momentary ändern”).
Auf der Registerkarte Buttonmap wird jeder Effekt-Fußtaster durch einen Satz aus jeweils zwei
Textzeilen dargestellt. Wählen Sie mit dem Drehregler einen solchen Satz aus; beispielsweise
μMod. Das erste Wort in der ersten Spalte ist der
Name des Effekt-Fußtasters – so, wie er auch auf
dem Gerät selbst aufgedruckt ist. Der Name des
Effekts, der diesem Fußtaster aktuell zugeordnet ist, wird direkt darunter angezeigt. Sie sollten zu diesem Zeitpunkt unter „μMod“ wiederum „μMod“ sehen – dies ist aktuelle Zuordnung.
Wenn Sie auf der Guitar-Bearbeitungsseite sind,
werden dort dementsprechend „μMod“ und „G
μMod“ angezeigt – „G“ steht hier für Gitarre.
– Weisen Sie dem μMod- Fußtaster einen anderen Effekt zu, indem Sie den Mix-Regler direkt
unter dem Parameter drehen.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)54
Es spielt keine Rolle, ob der Effekt, den Sie
auswählen, bereits einem anderen Fußtaster
zugeordnet wurde. Wenn Sie also zum Beispiel „Harmony“ auswählen, können Sie den
Harmony-Effekt nun mit dem μMod-Fußtaster
und dem Harmony-Fußtaster (Standard) anund abschalten. Das ist in Ordnung - genau so
ist die Funktion gedacht.
– Drücken Sie die Home-Taste, um wieder zur
Hauptansicht zurückzukehren.
Sie werden sehen, dass der Effekt, den Sie
dem μMod-Fußtaster zugeordnet haben, jetzt
in der oberen linken Ecke des Bildschirms angezeigt wird. Sie aktivieren ihn, indem Sie den
μMod-Fußtaster drücken.
Sie können die Buttonmap verwenden, um die
folgenden, typischen Probleme zu lösen:
– „Dieser blöde Fußtaster ist am falschen Platz!
Ich will ihn eigentlich ganz woanders haben!“
– „Ich möchte einen Effekt, der momentan überhaupt nicht auf einem Fußtaster liegt, einem
Fußtaster zuordnen.“
So möchten Sie zum Beispiel vielleicht den
Synth-Block steuern – also könnten Sie ihn
dem Delay-Fußtaster zuordnen.
– „Ich bin am liebsten auf der Vocal-Ebene, aber
ich will von dort auch auf einen Gitarren-Effekt
zugreifen können.
So ist es problemlos möglich, den Double-Fußtaster im Vocal-Layer so zu belegen,
dass er die HIT-Funktion für Gitarre steuert.
Damit können Sie direkt auf beide HIT-Funktionen zugreifen.
VoiceLive 3 im Überblick
Parm1 und Parm2
Sie wissen nun, wie Sie Fußtaster neu zuordnen
können, und wie Sie zwischen den beiden Betriebsarten Latched und Momentary umschalten. Aber welche Funktion haben die beiden verbleibenden Spalten in jedem Zeilensatz – Parm1
und Parm2?
Parm 1 und 2 Parm gehören zur Loop-Trigger-Buttonmap. Wenn Sie die Loop-Trigger-Funktion einem Fußtaster zuordnen, müssen Sie auch angeben, welche Loop und welche
Loop-Spur getriggert werden soll, wenn Sie den
betreffenden Fußtaster drücken.
– Parm1 legt fest, welcher Loop-Slot verwendet
werden soll (siehe hierzu “Loops – grundlegende Konzepte und Begriffe” auf Seite 86
– Parm2 legt fest, welche Loop-Spur (oder welche Loop-Spuren) beim Drücken des Fußtasters gedrückt werden soll.
Die verfügbaren Optionen sind Track A, Track
B, Track C, Track A&B und Track A&C.
Weitere Informationen zum Looper finden Sie in
“Der Looper” auf Seite 85.
Exp Pedal-Registerkarte: Wie Sie
ihr Expression-Pedal optimal nutzen
Wenn Sie ein Expression-Pedal an Ihr VoiceLive
3 angeschlossen haben, können Sie definieren,
was dieses Expression-Pedal in jedem einzelnen
Preset steuern soll.
Die Möglichkeit, in jedem einzelnen Preset ein
Ziel für das Expression-Pedal zu definieren, bedeutet größtmögliche Flexibilität.
– Mit dem Parameter Expression Pedal können
Sie den zu steuernden Parameter auswählen.
– Mit Exp MinPos (Expression Pedal Minimum
Position) geben Sie den Parameterwert an,
der der niedrigsten Stellung des Expression-Pedals entsprechen soll.
– Mit Exp MaxPos (Expression Pedal Maximum
Position) geben Sie den Parameterwert an,
der der höchsten Stellung des Expression-Pedals entsprechen soll.
Die Parameter MinPos und MaxPos können
dann von Nutzen sein, wenn Sie den Wirkungsbereich des Pedals begrenzen wollen.
Wenn Sie das Expression-Pedal beispielsweise
zum Steuern der Pegel der Harmoniestimmen
verwenden wollen, können Sie es so konfigurieren, dass in der niedrigen Stellung die Stimmen
zwar leiser werden, aber nicht ganz verschwin-
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)55
den. Um diesen Effekt zu erzielen, stellen Sie
den Parameter Exp MinPos auf einen anderen
Wert als 0% (beispielsweise auf 50% oder 70%).
Dies erlaubt es Ihnen, mit dem Expression-Pedal
„große“ Bewegungen auszuführen, ohne dass
sich die Pegel der Harmoniestimmen zu schnell
und drastisch ändern.
VoiceLive 3 im Überblick
– Wählen Sie den Parameter Footswitch Jack
aus und stellen Sie ihn auf Expression Pedal.
Kalibrieren des Ihres Expression-Pedals
Wenn Sie ein Expression-Pedal anschließen,
muss es kalibriert werden.
Preset-Registerkarte für den Vocal-Layer
– Um die Kalibrierungs-Seite aufzurufen, drücken Sie die Taste Setup.
– Verwenden Sie die Pfeiltasten < und >, um
zum Register Pedal Calibration zu navigieren.
Auch bei Parametern wie dem Gitarrenpegel,
Delay-Feedback, Intensität des Rhythmic-Effekts usw. kann es sinnvoll sein, den Wirkungsbereich des Expression-Pedals zu begrenzen.
Verwenden eines zweiten Expression-Pedals
Wenn Sie wollen, können Sie ein zweites Expression-Pedal am VoiceLive 3 verwenden. Schließen Sie dieses zweite Expression-Pedal an die
Footswitch-Buchse an.
Im Gegensatz zu dem Expression-Pedal, das Sie
an die Expression-Buchse anschließen (welches
in jedem Preset eine andere Funktion steuern
kann), gibt es für das Expression-Pedal an der
Footswitch-Buchse nur eine globale Einstellung
– es steuert also in allen Presets dieselbe Funktion. So verwenden Sie ein zweites Expression-Pedal:
– Drücken Sie die Taste Setup. – Navigieren Sie zur Registerkarte Buttonmap.
Preset-Registerkarte für den Guitar-Layer
– Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.
Preset-Register
Auf der Registerkarte Preset nehmen Sie Einstellungen vor, die für das Preset als Ganzes gelten.
Am wichtigsten ist hier die Möglichkeit, den Gesamtpegel des Vocal- oder Gitarrensignals innerhalb eines Presets anzupassen. So können
Sie die Pegel Ihrer Presets ausgleichen, damit
der wahrgenommene Pegel beim Presetwechsel
möglichst gleich bleibt.
Wenn Sie in einem Signalweg (Vocals oder Gitarre) Effekte hinzufügen, führt dies unweigerlich
zu einer Signalverstärkung im Signalweg. Wenn
Sie also mehrere Effekte aktiviert haben, ist das
betreffende Preset danach wahrscheinlich lauter als vorher. Es ist durchaus sinnvoll, an dieser
Stelle den wahrgenommenen Pegel dieses Presets mit anderen Presets des VoiceLive 3 zu vergleichen. Sie können dann die Preset Trim-Parameter des Vocal- und Guitar-Layers verwenden,
um den Pegel anzupassen.
Es gibt außerdem auf der Preset-Registerkarte
des Vocal-Layers und des Guitar-Layers einen
Pan(orama)-Parameter, mit dem Sie die Stereoposition des Vocal- und Gitarrensignals anpassen könnnen. Der Ausgangswert ist „C“ (für
„Center“ = Mittelposition). Wenn Sie Gitarren-Loops in Stereo aufnehmen, kann es sinnvoll sein,
den Parameter Guitar Pan Ihrem Expression-Pedal zuzuweisen – mehr hierzu später.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)56
VoiceLive 3 im Überblick
Auch können Sie interessante Vocal-Effekte erzielen, indem Sie die Hauptstimme einer Seite
des Stereopanoramas platzieren und dann Effekte hinzufügen. Bei den Parametern des Delay-Blocks gibt es auch einen Parameter für die
Stereopositionierung des Delays (Delay Pan).
Interessante Effekte erzielen Sie zum Beispiel,
wenn Sie die Hauptstimme ganz rechts und Delay Pan ganz links platzieren.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)57
Vocal-Layer bearbeiten
Vocal-Layer bearbeiten
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)58
Bearbeitungsseiten aufzurufen, drücken Sie die
Vocal-Taste. Weitere Informationen über das Bearbeiten von Style, Level, Control und anderen
Parametern, die einem Effekt zugeordnet sind,
finden Sie unter “Editieren eines Effektes” auf
Seite 47.
Vocal-Layer bearbeiten
Harmony-Block/-Register
Harmony ist der beliebteste TC-Helicon-Effekt
– und wahrscheinlich auch einer der beeindruckendsten Effekte.
Der Harmony-Effekt erschafft aus Ihrer Stimme
(der Hauptstimme) mehrere begleitende Harmoniestimmen. Insgesamt können bis zu vier begleitende Stimmen erzeugt werden. Dabei können für jede Stimme das Intervall zur Hauptstimme, die Quelle für die Tonleiter-Information, die
Position im Stereopanorama, die Variation („Humanization“) und weitere Einstellungen separat
angepasst werden.
Je nach Wunsch können Sie die verschiedensten
Effekte realisieren – von einer zweiten Stimme,
die Sie subtil begleitet, bis zu einem kraftvollen
„Chor“-Sound.
Tipps und Tricks zur Verwendung
des Harmony-Effekts
– Bei Harmony-Effekten ist weniger oft mehr.
Das heißt: Setzen Sie diesen Effektblock im
Zweifelsfall eher subtil ein. Wenn sich Anwender darüber beschweren, dass die erzeugten
Stimmen „roboterhaft“ oder „künstlich“ klingen, sind die Harmoniestimmen im Vocal-Mix
oft einfach zu laut.
– Eine empfehlenswerte Pegeleinstellung ist -6
dB – damit sind oft sehr überzeugende Effekte zu erzielen, weil die Harmoniestimmen nicht
unnatürlich hervortreten.
– Die Styles „High“ und „Low“ werden in der
Popmusik am häufigsten verwendetet. Wenn
Sie ein Mann sind oder eine Frau mit einer
tieferen Stimme, verwenden Sie den Style
„High“. Wenn Sie eine Frau sind oder ein Mann
mit einer höheren Stimme, verwenden Sie den
Style „Low“.
– Wenn Sie einen mehrstimmigen Style wie
„High & Low“ oder „High & higher“ verwenden, sollten Sie die Pan- und Level-Parameter
der Harmony-Registerkarte verwenden, um
jede Stimme einzeln zu platzieren, sodass sich
ein „dreidimensionaler“ Eindruck ergibt.
– Schalten Sie zusätzlich die Stimmen 3 und 4
an. Kopieren Sie die Einstellungen von Stimme 1 auf Stimme 3 und von Stimme 2 auf
Stimme 4. Platzieren Sie je eine Low- und
eine High-Stimme auf einer Seite des Stereopanoramas. Vermindern Sie den Pegel der
High-Stimme auf einer Seite und den Pegel
der Low-Stimme auf der anderen Seite leicht.
Damit haben Sie je ein tiefer und ein höher
singendes Mitglied Ihres virtuellen Chors auf
einer Seite des Stereopanoramas platziert,
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)59
Vocal-Layer bearbeiten
Voice-Modi: NaturalPlay,
Scale, Fixed und Pedal
wobei einmal die tiefe und einmal die hohe
Stimme dominiert.
HighLow
Haupt-
HighLow
Harm. (1) Harm. (2)
< Links
Rechts>
Stimme
Harm. (3) Harm. (4)
Harmoniestimmen im Stereopanorama platzieren
Gehen wir noch etwas weiter. Passen Sie bei jeder Harmoniestimme die Einstellungen der Parameter Smoothing und Humanization an, sodass
am Ende jede Stimme einen etwas anderen Charakter hat.
– Auf der Registerkarte Buttonmap des Setup-Menüs können Sie jedem Fußtaster eine
neue Funktion zuweisen – wir verwenden dieses Mal den Step-Fußtaster. Ordnen Sie dem
Step-Fußtaster die Funktion Harmony Hold
zu. Aktivieren Sie den Harmony-Effektblock
und singen Sie. Während Sie eine Note halten,
drücken Sie den Step-Fußtaster (der ja jetzt
die Funktion Harmony Hold steuert), damit die
Harmoniestimmen die aktuelle Note halten.
Sie können dann neue Noten zu den gehaltenen Harmoniestimmen singen.
– Wir empfehlen Ihnen, den Step-Fußtaster in
die Betriebsart Momentary (nicht Latched) zu
schalten, damit die Stimmen nicht versehentlich „unendlich“ gehalten werden. Sie werden
feststellen, dass der Effekt normalerweise am
besten wirkt, wenn er nur kurzzeitig aktiviert
wird.
Modus für den Step-Fußtaster auf „Momentary“
geändert
Das VoiceLive 3 bietet Ihnen völlig neue Möglichkeiten, die Erzeugung von Harmoniestimmen auf
sehr flexible Weise zu steuern. Das Ergebnis sind
wirklich tolle Sounds.
Bei früheren Produkten mussten Sie sich für alle
Harmoniestimmen auf eine bestimmte Quelle
festlegen. Sie wurden also entweder alle von einem Audiosignal/Instrument gesteuert (NaturalPlay) oder folgten einer vorgegebenen Tonart/
Tonleiter. Beim VoiceLive 3 können Sie für jede
einzelne Harmoniestimme festlegen, welcher
„Richtschnur“ sie folgen soll.
Mit diesen neuen „Mixed Mode“-Harmoniestimmen können Sie zum Beispiel vorgeben, dass
– eine Stimme sich an der Gitarre orientiert (NaturalPlay),
– die zweite Stimme einer vorgegebenen Tonart/Tonleiter folgt,
– die dritte Stimme stets nur eine vorgegebene
Tonhöhe singt und – die vierte Stimme stets nur den Grundton des
gerade auf Ihrer Gitarre gespielten Akkordes
singt (Pedal-Modus).
Diese Flexibilität erlaubt es Ihnen, sehr anspruchsvolle Gesangsarrangements zu erschaffen.
Sie können die Modi für die vier Harmoniestimmen beliebig kombinieren. So können Sie zum
Beispiel drei NaturalPlay-Stimmen und eine „fixierte“ Stimme kombinieren. Oder wie wäre es
mit zwei tonleiterbasierten Stimmen, einer „fi-
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)60
Vocal-Layer bearbeiten
xierten“ und einer NaturalPlay-Stimme? Sie haben die freie Wahl.
Double-Block/-Register
Der Effekt, den dieser Blick erzeugt, wird oft als
„Doubling“ oder „Double Tracking“ bezeichnet.
Er simuliert das wiederholte Aufnehmen einer
Gesangsspur im Studio. Kleine Unterschiede im
Timing und der Tonhöhe, die immer zwischen
zwei oder mehr Aufnahmedurchgängen auftreten, führen dabei zu einem volleren Klangbild.
NaturalPlay-, Fixed-, Pedal- und Scale-Modi in
einem Preset kombinieren
! Bitte beachten Sie: Wenn Sie mehrere Modi
kombinieren, müssen Sie gegebenenfalls die
korrekte Tonart/Tonleiter vorgeben (für Scale-Stimmen) und auf Ihrem Instrument eine
erkennbare Begleitung spielen (NaturalPlay-/
Pedal-Stimmen), damit das Ergebnis musikalisch überzeugend klingt. Auch für Harmoniestimmen mit statischer Tonhöhe (Fixed) muss
die korrekte Tonhöhe definiert werden, weil
diese Stimme sonst möglicherweise den falschen Ton singt.
! Wenn Sie den Harmony-Block verwenden und
Ihr Mikrofon nicht nur Ihre Stimme, sondern
weitere Audiosignale erfasst, kann die Harmoniestimmenerzeugung „aus dem Tritt kommen“. Im folgenden „Craig‘s Corner“-Video
erfahren Sie etwas mehr über die Geschichte
von TC-Helicon und darüber, wie Sie unerwünschte „Warbling“-Effekte vermeiden können:
youtube.com/watch?v=pT-CCTmv2ZM
Bei zeitgenössischer Musik ist es durchaus üblich, dass ein Doubling-Effekt über den ganzen
Song hinweg verwendet wird, wobei oft die Intensität variiert.
Tipps und Tricks zur Verwendung
des Double-Effekts
– Styles, deren Namen das Wort „Tight“ enthalten, haben weniger Tonhöhen- und Timing-Varianten als die „Loose“Styles. Die „Tight“-Styles wirken dementsprechend auch bei höheren Effektanteilen etwas subtiler.
– Stellen Sie versuchsweise bei einem der „Wide“-Styles den Parameter Lead Level auf
„Off“. Damit wird Ihre eigene Stimme – die
Hauptstimme – aus der Mitte des Stereofeldes
entfernt, und es entsteht der „weiträumige“
Vocal-Sound, der in aktuellen Produktionen
oft zu hören ist.
– Wenn Sie den Harmony-Block verwenden, um
Harmoniestimmen zu erzeugen, können Sie
einen Double-Effekt mit dem Style „1 Voice
tight“ verwenden, damit sich Ihre Stimme gegen die erzeugten Harmoniestimmen besser
durchsetzt.
– Wenn Sie den Double-Effekt mit dem Style „4
Voices Wide“ verwenden und mit dem Harmony-Block Harmoniestimmen erzeugen, ergibt
sich ein besonders prägnanter Gruppen-Charakter – vor allem dann, wenn Sie zwei oder
mehr Harmoniestimmen erzeugen lassen.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)61
Vocal Delay-Block/-Register
Delay wird oft auch als „Echo“ bezeichnet – dieser Effektblock wiederholt ein Audiosignal mehrfach in regelmäßigen Abständen. Im Gegensatz
zu einem typischen Reverb-Effekt (der in der
Regel die chaotischen und komplexen Schallreflexionen eines realen Raums nachbildet), sind
die Signalwiederholungen, die ein Delay erzeugt,
normalerweise deutlich als solche zu erkennen.
Ein Delay wird entweder als prägnanter Spezialeffekt verwendet – oder als eher zurückhaltend
eingesetzter Begleiter des Reverbs.
Als Spezialeffekt kann ein Delay gut eingesetzt
werden, um Passagen eines Songs zu betonen
– aber wie auch der Reverb-Effekt kann es auch
störend wirken, wenn Sie es übertreiben.
Stereo-Delays klingen besonders interessant,
wenn Sie bei Ihrem Auftritt eine Stereo-PA verwenden oder im Studio in Stereo aufnehmen.
Vocal-Layer bearbeiten
Tipps und Tricks zur Verwendung
des Vocal Delay-Effekts
– Achten Sie darauf, dass jedes Preset, in dem
Sie den Delay-Effekt verwenden, das richtige
Tempo eingestellt ist – entweder
– per Tempo-Tapping (siehe “Tempo-Tapping” auf Seite 46) oder
– auf der Delay-Registerkarte.
Ein Delay im Song-Tempo klingt in der Regel
toll, während ein zu schnelles oder langsames
Delay oft sofort negativ auffällt.
– Experimentieren Sie mit dem Feedback-Parameter. Mehr Feedback bedeutet mehr Echos,
während ein geringer Feedback-Wert für interessante „Call & Response“-Effekte verwendet
werden kann.
– Experimentieren Sie auch mit dem Filterstyle-Parameter auf der Delay-Registerkarte.
Hier können Sie den Klangcharakter der Signalwiederholungen variieren. Mit dem Filterstyle-Parameter können Sie ungewöhnliche
Variationen erzeugen – beispielsweise Megafon-, Radio- oder Lo-Fi-Sounds –, oder Sie
können den typischen Sound klassischer analoger und digitaler Delays nachbilden.
ter („Division“) auf denselben Wert stellen –
oder auf verschiedene Werte, um interessante
rhythmische Variationen zu erzeugen.
Parameter Filterstyle
– Wenn Sie sowohl im Vocal- als auch im Gitarren-Layer den Delayblock verwenden, können Sie bei beiden Blöcken die Div-ParameVoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)62
Vocal-Layer bearbeiten
Vocal Reverb-Block/-Register
Reverb ist eine der grundlegenden Effekte für die
Musikproduktion. In irgendeiner Form werden
Reverbs vermutlich bei jedem Liveauftritt und bei
jeder Aufnahme verwendet.
Grundsätzlich simuliert ein Reverb die klanglichen Eigenschaften eines physischen Raumes –
so, als ob Sie darin singen. Normalweise Reverbs werden üblicherweise nach den simulierten
Räumen oder den für ihre Erzeugung verwendeten Geräten klassifiziert.
So werden Sie im Reverb-Block Reverb-Styles
mit Namen wie „Amsterdam Hall“ oder „Hockey
Arena“ entdecken, die real existierende Räume
simulieren. Und es gibt Reverb-Styles wie „Plate“ oder „Spring“, die auf früher zur Erzeugung
von Hall verwendete Geräte verweisen (hier:
Platten- und Federhall).
Reverb-Register
Tipps und Tricks zur Verwendung
des Vocal Reverb-Effekts
– Wenn Sie das „Timing“ Ihres Reverbs optimal
auf einen Song abstimmen, kann sich daraus
ein deutlich verbessertes Klang-Bild im besten Wortsinn ergeben. In der Regel sollten
Sie kürzere Reverbs (niedrigere Werte für den
Decay-Parameter) für schnellere Songs und
längere Hallfahnen (höhere Decay-Werte) für
langsamere Songs verwenden.
– Ein üblicher Decay-Wert für Popsongs im mittleren Tempo wären 1,3 Sekunden.
– Wenn Sie es hinbekommen, dass das Reverb
quasi das Song-Tempo „atmet“, klingt das in
der Regel hervorragend. Mit „Atmen“ meinen
wir, dass das Reverb auf einer Zählzeit oder
jeder zweiten Zählzeit endet.
– Verwenden Sie diesen Rechner, um herauszufinden, mit welchem Decay-Wert Sie den Effekt auf Ihren Song abstimmen können:
nickfever.com/delay-calculator/
Mit der Tabelle auf dieser Seite können Sie
den richtigen Wert für den Div-Parameter herausfinden. Wenn das Reverb zum Beispiel auf
jeder zweiten Zählzeit ausklingen soll, verwenden Sie den Wert in der Zeile „½“.
– Übermäßiger Reverb-Einsatz kann dazu führen, dass Ihre Stimme verwaschen klingt und
die Verständlichkeit schlechter ist.
– Zu wenig Reverb kann zu einem flachen, ausdruckslosen Sound führen. Allerdings gibt es
in der aktuellen Popmusik durchaus Beispiele
für Produktionen, wo sehr wenig oder überhaupt kein Reverb verwendet wird und der
Produzent stattdessen auf Doubling, HardTune und andere Effekte setzt. Hören Sie sich
aktuelle und erfolgreiche Produktionen aus
Ihrem Lieblings-Genre an und analysieren Sie,
ob und wie dort mit Reverb gearbeitet wird.
– Wenn Sie den Reverb-Effekt für Ihren Gesang
und die Gitarre verwenden, ist es oft sinnvoll,
für beide Reverb-Blöcke dieselben Einstellungen oder zumindest denselben „Style“ zu verwenden, damit der Zuhörer den Eindruck hat,
dass sich Sänger und Gitarre im selben (simulierten) Raum befinden.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)63
HardTune-Block/-Register
Dieser Effekt ist in den letzten Jahren außerordentlich erfolgreich geworden. Der Song „Believe“ von Cher gilt als erste kommerziell erfolgreiche Produktion, in der eine sehr intensive und
roboterhaft klingende Tonhöhenkorrektur zu hören war.
Seit der Veröffentlichung von „Believe“ hat die
Tonhöhenkorrektur-Technologie große Fortschritte gemacht. Neben den extremen Effekten
ist nun auch eine sehr subtile und unauffällige
Korrektur möglich. Tonhöhenkorrektur ist nicht
immer gleich AutoTune™ à la T-Pain™. Eine subtil angewendete Tonhöhenkorrektur gehört heute
zu den meisten Musikproduktionen und wird oft
auch live verwendet.
Hierzu eine interessante Anekdote aus der Musikgeschichte: Schon die Beatles verwendeten
auf ihren Alben Tonhöhenkorrektur! Wie das?
Damals hatten professionelle Tonbandmaschinen eine Funktion namens „VariSpeed“, mit der
die Wiedergabegeschwindigkeit geändert werden konnte – und damit die Tonhöhe des aufgezeichneten Materials. Oft wurde diese Funktion als Effekt eingesetzt, aber es gab vielfältige
Möglichkeiten, mit VariSpeed zu arbeiten.
Wenn Kritiker sich heute verächtlich über moderne Produktionsverfahren und Technologien wie
Tonhöhenkorrektur äußern, sollte man bedenken, dass die Geschichte der Studiotechnologie
schon viel früher begonnen hat. Die Beatles verwendeten damals praktisch jede aktuelle Technologie – und nichts anderes tun Musiker heute!
Vocal-Layer bearbeiten
Hier ist ein interessanter Artikel über die Beatles
und die Art und Weise, wie sie VariSpeed verwendeten:
ofbuckleyandbeatles.wordpress.
com/2010/12/05/beatles-production-tricks-part-ii-varispeed/
Tipps und Tricks zur Verwendung
des HardTune-Effekts
– Wenn Sie den sofort wiedererkennbaren
„HardTune“-Sound wünschen, wählen Sie im
HardTune-Effektblock den Style „Pop“.
– Ohne etwas Übung geht es nicht, wenn man
diesen Effektblock richtig verwenden und den
klassischen HardTune-Effekt auch auf der
Bühne erzeugen will. Üben Sie vor allem den
gleitenden Übergang zwischen Tonhöhen, um
die überbetonten Tonhöhen-Sprünge zu erzeugen, die typisch für diesen Stil sind. Nachdem Sie eine Zeit lang geübt haben, sollten
Sie in der Lage sein, den Effekt optimal einzusetzen.
– Wenn Sie den HardTune-Effekt auf der Bühne einsetzen und einen Vocal-Monitor oder
In-Ear-Monitore verwenden, sollten Sie damit
rechnen, „Phasing“-Effekte zu hören – sie entstehen durch Überlagerungen zwischen Ihrer
unbearbeiteten Stimme und der tonhöhenkorrigierten Version aus dem VoiceLive 3.
Mehr Informationen über den Phasing-Effekt
erhalten Sie in diesem „Craig’s Corner“-Video:
youtube.com/watch?v=KWrEIuiDXsA
– Wenn Sie sich statt des „roboterhaften“ Effekts eine etwas subtilere Korrektur wünschen, die aber trotzdem die vorgegebene
Tonart/Tonleiter berücksichtigt, probieren Sie
den Style „Correct Natural“ aus.
– Um die Effekte klassischer Beatles-Aufnahmen nachzubilden, versuchen Sie den Style
„Gender Bender“. Stellen Sie den Gender-Parameter dann auf einen leicht negativen Wert
ein, um Ihre Stimme tiefer klingen zu lassen.
– Jedes Mal, wenn Sie ein Preset verwenden, in
dem der HardTune-Effekt aktiv ist, werden die
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)64
Vocal-Layer bearbeiten
globalen Einstellungen für die Tonhöhenkorrektur im Setup-Menü vorübergehend überschrieben. Wenn der HardTune-Effekt wieder
abgeschaltet wird, werden die entsprechenden globalen Einstellungen wiederhergestellt.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)65
Synth-Block/-Registerkarte
Der Synth-Effekt wird erzeugt, indem ein Trägersignal ein anderes Signal (Ihre Stimme) modifiziert, so dass eine interessante Kombination
beider Elemente entsteht.
Bekannt ist hier vor allem die klassische „Talk
Box“, die Gitarristen in den Siebzigerjahren gerne verwendeten. Hier steuern die auf einer elektrischen Gitarre gespielten Noten die Tonhöhe
und den Klang der Stimme. Sie müssen für diesen Effekt aber keine Gitarre verwenden – es
könnte auch das Signal von einem Keyboard
oder einem anderen Instrument sein.
Das VoiceLive 3 ermöglicht polyphone (mehrstimmige) Effekte. Sie können also auf Ihrem Instrument Akkorde spielen und diese als „Träger“
verwenden. Dies ist ein wirklich interessanter Effekt, mit dem man eine Menge Spaß haben kann.
Wir haben das VoiceLive 3 außerdem mit mehreren Träger-Sounds ausgestattet, sodass Sie
den Synth-Effektblock auch dann verwenden
können, wenn Ihnen kein Instrument zur Verfügung steht.
Vocal-Layer bearbeiten
Tipps und Tricks zur Verwendung
des Synth-Effekts
– Wenn Sie mit dem Synth-Block den bekannten „Talk Box“- Effekt der SiebzigerJahre erzeugen wollen, zahlt es sich aus, wenn Sie
genau wissen, welche Noten Sie erzeugen
wollen und diese konsequent üben. Der Effekt klingt toll, wenn Sie die richtige Melodie
spielen – aber er kann seine Wirkung schnell
verlieren, wenn Sie „herumeiern“ und die falschen Noten spielen.
– Nichtsdestotrotz können Sie natürlich auch
ein völlig abgefahrenes Solo spielen und sich
auf einige Überraschungen gefasst machen.
– Sie sollten den Synth-Effekt möglichst nicht
durchgängig in einem Song verwenden, sondern damit nur Akzente setzen.
– Experimentieren Sie auch mit der Art und
Weise, wie Sie in Ihr Mikrofon singen oder
sprechen, während Sie den Synth-Effekt verwenden. Wenn Sie zum Beispiel Vokale stark
dehnen oder Konsonanten überbetonen, sollten Sie einige wirklich ungewöhnliche Effekte
erzielen können.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)66
Transducer-Block/-Register
Der Transducer-Effekt wird oft für das verwendet, was man als Megafon-Effekt bezeichnet
– aber er ermöglicht auch viele andere interessante Effekte, bei denen der Signalpegel und die
Filterung eine Rolle spielen. Verzerrungs- und
Filter-Effekte werden unter anderem in den Genres Rock, Pop, Country, Hip Hip und EDM gerne
verwendet.
Vocal-Layer bearbeiten
Tipps und Tricks zur Verwendung
des Transducer-Effekts
– Die erste und wichtigste Tipp ist, dass jede
Verzerrung oder Bearbeitung eines Signals
mit dem EQ das Risiko für unangenehme
Rückkopplungen deutlich erhöht – denken
Sie also bitte daran, wenn Sie Ihr VoiceLive
3 mit einer 50.000-Watt-PA in einem Stadion
verbinden oder in einem Club mit voller Lautstärke spielen!
– Um das Risiko von Rückkopplungen zu verringern, können Sie ein Gate verwenden und die
erweiterten Funktionen des Transducer-Blocks
anpassen. Stellen Sie den Schwellwert (Parameter Threshold) so ein, dass das Gate sich
für Ihre Stimme öffnet, sich aber schließt, sobald Sie nicht mehr singen.
– In diesem „Craig‘s Corner“-Video geht es um
Rückkopplungen im allgemeinen und bei der
Verwendung von Transducer-Effekten:
youtube.com/watch?v=VlN1RJ4gcAo
– Ändern Sie per Buttonmap die Einstellung für
den Fußtaster, der den Transducer-Effekt steuert, von „Latched“ auf „Momentary“. So können
Sie den Effekt gezielt für einzelne Wörter oder
Phrasen Ihres Songs aktivieren. Ordnen Sie
einfach mit der Buttonmap den Transducer-Effekt auf dem Vocal-Layer einem Fußtaster zu
und ändern Sie dessen Modus auf „Momentary“ – siehe hierzu “Buttonmap-Register:
Fußtaster neu zuordnen” auf Seite 54.
Transducer-Effekt dem µMod-Fußtaster zugeordnet VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)67
Vocal μMod-Block/-Registerkarte
Ausgesprochen wird dieser Effektblock „MicroMod“. Er umfasst Effekte wie Flanger, Chorus
und Rotor, bei denen eine leichte Modulation der
Signaltonhöhe stattfindet – daher der Name.
Diese Effekte können subtil sein (wie zum Beispiel in der Variante „Thicken“), oder auch extrem („Tube Up“ und „Alien Voiceover“).
Vocal-Layer bearbeiten
Tipps und Tricks zur Verwendung
des Vocal µMod-Effekts
– Verwenden Sie einen der μMod-Styles „Clone“, „Wider“ oder „Thicken“ zusammen mit
dem Harmony- oder Double-Effekt, um einen
besonders vollen Sound zu erzielen.
– Bei Songs wie „Believe“ von Lenny Kravitz
erzeugt ein Flanger den charakteristischen
Sound.
– Wenn Sie Styles wie „Cylon“ oder „Alien
Voiceover“ verwenden, sollten Sie diese wahrscheinlich nur für kurze Abschnitte eines
Songs oder als „Spaß-Effekt“ verwenden,
nicht für komplette Songs.
– Mit den erweiterten Parametern dieses Effektblocks können Sie festlegen, mit welche Pegel
die Signale anderer Effektblöcke – wie zum
Beispiel Harmony – in den μMod-Block gesendet werden sollen. So können Sie gezielt
einzelne Teilsignale per μMod-Effekt bearbeiten und andere Elemente unverändert lassen.
Parameter Lead to µMod und Harm(ony) to
µMod
– Beachten Sie, dass „0 dB“ hier für „vollen Pegel“ steht – nicht etwa für „aus“!
– Grundsätzlich ist der Maximalwert der meisten Pegelregler 0 dB, aber ein paar Parameter – wie zum Beispiel Guitar Trim im Kopfhörer-Mix – haben einen größeren Regelbereich.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)68
Choir-Block/-Registerkarte
Der Choir-Effekt war ursprünglich Bestandteil
des Harmony-Effektblocks und wurde beim
TC-Helicon VoiceLive Touch 2 erstmals als eigenständiger Effekt integriert. Die Trennung dieser beiden Effekte ermöglicht es Ihnen, mehr
Styles zu verwenden und den Choir-Sound über
mehr Parameter gezielt zu steuern. Auch im
VoiceLive 3 ist der Choir-Effekt ein selbstständiger Effektblock, den Sie nach Bedarf konfigurieren können.
Der Choir-Effekt ist eine hervorragende Ergänzung zum Harmony-Block – vor allem dann, wenn
Sie einen satten „Gesangsgruppen-Sound“ erzeugen wollen. Sie können den Choir-Block aber
auch ohne Harmoniestimmen verwenden, was
ebenfalls seinen Reiz hat.
Vocal-Layer bearbeiten
Tipps und Tricks zur Verwendung
des Choir-Effekts
– Wenn Sie den Choir-Block zusammen mit
dem Harmony-Block verwenden, stellen Sie
den Parameter Level zunächst auf einen niedrigen Wert und erhöhen Sie ihn dann langsam. Wenn Sie den Pegel für den Choir-Block
zu hoch einstellen, kann das Ergebnis „robotisch“ oder künstlich klingen.
– Es kann aber natürlich sein, dass Sie genau
einen solchen, „überbetonten“ Effekt wünschen.
– Der Style „Speaking“ eignet sich besonders
für Hip-Hop, Rap, Spoken Word usw – es entsteht der Eindruck einer Gruppe, die zusammen etwas sagt.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)69
Vocal-Layer bearbeiten
Vocal Rhythmic-Block/Registerkarte
Tipps und Tricks zur Verwendung
des Vocal Rhythmic-Effekts
Der Rhythmic-Effektblock des VoiceLive 3 ermöglicht es Ihnen, Ihre Stimme synchron zum
Songtempo zu „zerhacken“.
– Sie können die Rhythmic-Effektblöcke des
Vocal-Layers und Guitar-Layers kombinieren,
um wirklich interessante rhythmische Effekte
zu erzeugen.
– Variieren Sie die Einstellung des „Depth“-Parameters, um das Verhältnis zwischen Hauptstimme und Harmoniestimme zu verändern.
– Wenn Sie den Parameter Target auf Harm Level einstellen und den Parameter Division auf
einen hohen Notenwert einstellen, können Sie
damit die Harmoniestimmen zyklisch lauter
und leiser werden lassen.
– Experimentieren Sie mit dem Type-Parameter,
um dramatische Variationen zu erzeugen.
– Sie können den Rhythmic-Effektblock natürlich auch zur gezielten Betonung von kurzen
Passagen in einem Song verwenden. Ordnen Sie den Rhythmic-Effekt mit der Buttonmap-Funktion einem Fußtaster zu und stellen
Sie den Modus für diesen Fußtaster auf „Momentary“.
Je nachdem, wie Sie die Parameter Depth (Efffektintensität) und Target (bearbeitete Signale)
einstellen, können Sie mit dem Rhythmic-Block
Ihre eigene Stimme oder die Harmoniestimmen
ganz leicht oder auch sehr dramatisch verändern.
µMod-Fußtaster umkonfiguriert auf Rhythmic-Effekt, Modus auf Momentary geändert
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)70
Stutter-Block/-Registerkarte
Stutter ist im Wesentlichen ein „Mini-Sampler“.
Verwenden Sie ihn, um eine kurze Aufnahme Ihrer Stimme zu machen, die dann im Songtempo
wiederholt wird. Dabei kann – je nach Einstellung des Parameters Division – das wiederholte
Sample länger oder kürzer sein.
Stutter eignet sich vor allem für die Genres Pop,
Hip-Hop und EDM, kann aber auch in vielen anderen Genres kreativ eingesetzt werden.
Vocal-Layer bearbeiten
Tipps und Tricks zur Verwendung
des Stutter-Effekts
– Man braucht schon etwas Übung, um den
Stutter-Effekt durch Drücken des zugeordneten Fußtaster punktgenau zu starten und eine
musikalisch sinnvolle Aufnahme zu erhalten.
Nehmen Sie sich etwas Zeit, um das punktgenaue Drücken des Fußtasters zu üben und
den Division-Parameter zu verstehen – beides
hängt zusammen.
– der Effektblock verfügt über einen Direction-Parameter. Verwenden Sie ihn , um das
aufgenommene Sample rückwärts wiedergeben zu lassen. Dazu ändern Sie die Einstellung
von Forward auf Reverse.
– Der Stutter-Effekt lässt sich weit besser steuern und integrieren, wenn Sie für den betreffenden Fußtaster den Modus „Momentary“
wählen. Wenn Sie den Stutter-Effekt einem
Fußtaster zuordnen, achten Sie also darauf,
dass dieser Fußtaster auf „Momentary“ und
nicht auf „Latched“ eingestellt ist.
– Stutter kann in ähnlichen Weise wie Harmony
Hold verwendet werden – siehe dazu “Tipps
und Tricks zur Verwendung des Harmony-Effekts” auf Seite 59. Starten Sie den Dtutter-Effekt, während Sie eine Note singen. Diese Note wird dann wiederholt, und Sie können
dazu etwas anderes singen. Interessant klingt
es auch, wenn Sie dabei den Stutter-Effekt
mit Ihrer Stimme imitieren. Phrasen wie „Yeah“
oder „Nah-nah“ eignen sich hier ebenfalls.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)71
Vocal Buttonmap-Register
Die Buttonmap ist wahrscheinlich eines der interessantesten neuen Features des VoiceLive 3.
– Hätten Sie den Harmony-Fußtaster gerne an
einer anderen Stelle?
Ändern Sie einfach die Zurdnung!
– Für die Effektblöcke/Funktionen μMod, Delay, Reverb, HIT, Double (Comp) und Harmony
(Drive) gibt es eigene Fußtaster – aber vielleicht sind Ihnen andere Effekte wichtiger?
Ändern Sie einfach die Zuordnung
– Wollen Sie beim Auftritt nicht zwischen Vocalund Guitar-Layer umschalten, um Effekte anoder auszuschalten?
Dann ordnen Sie einfach eine Funktion
aus dem Vocal-Layer einem Fußtaster im
Guitar-Layer zu – oder umgekehrt!
– Wollen Sie eine vorher aufgenommene Loop
im Vocal-Layer oder Guitar-Layer durch Drücken eines Fußtasters starten?
Ordnen Sie einfach einem der Fußtaster die
Funktion Loop-Trigger zu.
Vocal-Layer bearbeiten
Zuordnung von Fußtastern
mit der Buttonmap ändern
Tipps und Tricks zur
Verwendung der Buttonmap
– Wählen Sie mit dem Drehregler die Zeile des
Fußtasters aus, dessen Zuordnung Sie ändern
wollen. Der auf das Gerät gedruckte Name
des Fußtasters steht im hervorgehobenen Bereich in der oberen Zeile ganz links, der Name
der zugeordneten Funktion steht darunter.
– Verwenden Sie den Mix-Regler ganz links, um
die Zuordnung zu ändern.
– Wenn Sie möchten, können Sie außerdem den
Modus ändern (Einstellungen „Momentary“
und „Latched“), indem Sie den Mix-Regler unter der Mode-Spalte ändern.
– Auf den Bearbeitungsseiten der Vocal- und
Guitar-Layer können Sie jeweils auf eigene eigene Buttonmap zugreifen. Sie sind unabhängig voneinander. Sie können also auf beiden
Layern die Fußtaster neu zuordnen.
– Wenn Sie einen Fußschalter neu zugeordnet
haben, sehen Sie in der Hauptansicht, welchen Effekt er jetzt steuert. Wenn Sie vergessen haben, welche Funktion ein Fußtaster hat:
Dort steht es.
– Neben den Namen von Vocal-Effekten ist ein
kleines Mikrofon zu sehen. Neben den Namen
von Guitar-Effekten ist eine kleine Gitarre zu
sehen. Systemfunktionen werden durch ein
kleines Schraubenschlüssel-Symbol gekennzeichnet. So erkennen sie schnell, welche
Funktion ein neu belegter Fußtaster hat.
– Wenn Sie einem Fußtaster innerhalb eines
Layers eine Funktion aus dem anderen Layer
zuordnen (wenn Sie also Gitarreneffekte Fußtastern auf dem Vocal-Layer zuordnen, oder
umgekehrt), dann leuchten diese Fußtaster
im abgeschalteten Zustand schwach in der
Farbe des „anderen“ Layers, um Sie daran zu
erinnern, dass das Drücken dieses Fußtasters einen Effekt aus dem gerade nicht aktiven Layer aktivieren wird. So behalten Sie den
Überblick, wenn Sie Effekte aus einem Layer
im anderen Layer verwenden.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)72
Vocal-Layer bearbeiten
Loop-Trigger auf Fußtaster legen
Loop-Trigger ermöglichen es Ihnen, eine bestimmte Loop einem Fußtaster zuzuordnen. Diese Zuordnung wird als Bestandteil des Presets
gespeichert. Wenn Sie also einen bestimmten
Song spielen und darin eine bestimmte Loop
verwenden wollen, können Sie diese Loop mit
einem Fußtaster in einem Preset verknüpfen. So
können Sie sogar ein komplettes vorbereitetes
Playback starten.
Das Zuordnen von Loop-Triggern innerhalb der
Buttonmap unterscheidet sich etwas vom Zuordnen der Vocal- und Gitarreneffekte, da zwei
zusätzliche Parameter angegeben werden müssen. Weitere Informationen über den Looper finden Sie im Kapitel “Der Looper” auf Seite 85.
Zuerst müssen Sie festlegen, welchen Loop-Speicherplatz (Slot) Sie verwenden wollen.
Dann wählen Sie den oder die Spuren (Loop-Tracks) aus, deren Wiedergabe gestartet
werden soll, wenn der betreffende Fußtaster gedrückt wird. Loop-Trigger fungieren also grundsätzlich wie einfache Start-/Stopp-Taster für vorher aufgenommene Spuren.
Die verfügbaren Optionen sind hier „Track A“,
„Track B“, „Track C“, „Track A&B“ und „Track
A&C“.
! Sie können verschiedenen Fußtastern verschiedene Loop-Trigger zuordnen und auf diese
Weise direkt zwischen den gewählten Loops und
Track-Sets umschalten.
µMod-Fußtaster umkonfiguriert zum Triggern
der Loop-Spuren A und C aus Loop-Slot 3
µMod-Fußtaster umkonfiguriert zum Triggern
der Loop-Spuren A und C aus Loop-Slot 3, Delay-Fußtaster umkonfiguriert zum Triggern der
Loop-Spur B aus Loop-Slot 3
Delay-Fußtaster umkonfiguriert zum Triggern
der Loop-Spur B aus Loop-Slot 3
Beachten Sie, bitte, dass die Tempo- und Metronom-Einstellungen mit jeder Loop gespeichert
werden. Wenn Sie also eine Loop starten, indem
Sie den betreffenden Fußtaster triggern, werden
die entsprechenden Einstellungen aktiviert. Das
bedeutet: Wenn Sie Loops aus zwei Loop-Slots
zwei Fußtastern zugeordnet haben und sich deren Tempo unterscheidet, wird beim Wechsel
von einer Loop zur anderen auch das Tempo der
neuen Loop für die tempobasierten Effekte des
VoiceLive 3 (wie Delay und Rhythmic) übernommen.
Wenn Sie einen Loop-Trigger einem Fußtaster
zugeordnet haben, so zeigt dieser ein spezielles
Loop-Icon sowie den Loop-Speicherplatz (Slot)
und die Spur(en) im Display.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)73
Guitar-Layer bearbeiten
Guitar-Layer bearbeiten
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)74
Drücken Sie die Guitar-Taste, um die Bearbeitungsseiten für die Gitarreneffekte aufzurufen.
Weitere Informationen über das Bearbeiten von
Style, Level, Control und anderen Parametern,
die einem Effekt zugeordnet sind, finden Sie unter “Editieren eines Effektes” auf Seite 47.
Guitar-Layer bearbeiten
Amp-Block/-Register
Der Amp-Block ermöglicht nicht nur die Simulation einer Vielzahl von Verstärkern, er umfasst
auch Parameter für
– Equalizer (Pre und Post)
– Gain (Pre und Post)
– eine Röhren-/Transistor-Simulation und
– eine Lautsprecher-Simulation.
Der EQ-Bereich des Amp-Effektblocks ist sehr
umfassend ausgestattet. er ermöglicht die parametrische Entzerrung des Signals sowohl im
Pre-Gain- als auch im Post-Gain-Bereich – etwas, das Sie bei den meisten „real existierenden“ Amps nicht finden werden.
Für die drei Frequenzbereiche (Bässe, Mitten,
Höhen) stehen mehrere Parameter zur Verfügung
– darunter die Bandbreite (die oft als „Q-Faktor“
bezeichnet wird) und die Frequenz.
Wenn einer der werksseitig vorprogrammierten
Amp-Styles Ihnen nicht ganz zusagt, können Sie
die zahlreichen EQ-Parameter verwenden, um
den Klang Ihren Vorstellungen anzupassen.
Tipps und Tricks zur Verwendung
der Amp-Simulation
– Was bei einigen Verstärkern als „PreGain“ und
„PostGain“ bezeichnet wird, heißt beim VoiceLive 3 „Gain“ und „Volume“.
– Mehr PreGain bedeutet, dass es bei hohen
Pegeln zu einer stärkeren Verzerrung kommt.
Wenn Ihr Sound verzerrt und „crunchy“ sein
soll, vermindern Sie den Wert des PostGain-Parameters, passen Sie die Einstellung
von PreGain an, bis die Verzerrung die gewünschte Intensität hat und erhöhen Sie dann
die PostGain-Einstellung, bis die Ausgangslautstärke dieses Presets wieder der Ausgangslautstärke der anderen Gitarren-Presets
entspricht. Folgen Sie dabei einfach Ihrem
Gehör.
– Auch bei Styles mit Namen wie „Clean“ und
„Crunch“ können Sie durch gezieltes Einstellen der Parameter PreGain und PostGain viel,
wenig oder überhaupt keine Verzerrung erzielen. Anpassen der EQ-Einstellungen im Amp-Block
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)75
Drive-Block/-Register
Der Drive-Effekt des VoiceLive 3 kann wie ein
Boost-Pedal, ein Drive-Pedal oder eine Kombination aus beidem arbeiten.
Der Drive-Block verfügt über seine eigenen PreGain- und Postgain-Parameter, die unabhängig
von denen im Amp-Block sind. Sobald Sie den
Boost-Effekt aktiviert haben, ersetzen beziehungsweise überschreiben dessen Einstellungen die entsprechenden Einstellungen des AmpBlocks, sodass sich der Sound ändert.
Der Drive-Block verfügt über mehrere vorkonfigurierte Styles, die Sie unbedingt ausprobieren
sollten.
Guitar-Layer bearbeiten
Tipps und Tricks zur Verwendung
des Drive-Effekts
– Da die Amp-Einstellungen durch die entsprechenden Boost-Einstellungen ersetzt/überschrieben werden, sobald der Boost-Effekt
aktiv ist, können Sie den simulierten Gitarrenverstärker durch Aktivieren des Effekts sogar
leiser oder weniger verzerrt klingen lassen.
– Die Einstellungen der Parameter PreGain und
PostGain in den Amp- und Boost-Blöcken
sollten sich nicht zu stark unterscheiden. Es
könnte sonst zu ungewollten Rückkopplungen
oder drastischen Pegelsprüngen kommen.
Testen Sie die entsprechenden Einstellungen
in einem Preset sorgfältig, bevor Sie es bei einem Konzert verwenden.
– Wenn Sie eine akustische Gitarre spielen, können Sie den Boost-Block verwenden, um den
Signalpegel beispielsweise für ein Solo anzuheben.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)76
Guitar Delay-Block/-Register
Der Delay-Effektblock des Guitar-Layers ist so
ausgestattet wie der Delay-Block des Vocal-Layers. Eine Beschreibung des Vocal Delay-Blocks
finden Sie unter “Vocal Delay-Block/-Register”
auf Seite 62.
Guitar-Layer bearbeiten
Tipps und Tricks zur Verwendung
des Guitar Delay-Effekts
– Es kann musikalisch sinnvoll sein, den Parameter Division beim Delay-Effekt des Vocalund des Guitar-Layers auf denselben Wert
einzustellen. So können Sie die Delay-Wiederholungen beider Signale synchronisieren, um
ein paar sehr interessante Effekte zu erzielen.
– Ebenso interessant kann es aber sein, zwei
verschiedene (aber aufeinander abgestimmte)
Einstellungen zu verwenden. So können Sie
zum Beispiel für Vocals Viertelnoten (1/4) und
für Ihre Gitarre Achtel (1/8) verwenden.
– Das „Slap-Echo“ ist in der klassischen Country-Musik ein beliebter Effekt.
– Wenn Sie ein Delay effektiv einsetzen, können Sie relativ simple Gitarrenpassagen viel
komplexer klingen lassen. „The Edge“ von U2
macht intensiven Gebrauch von Delay-Effekten.
– Sie können mit einem Delay auch Teile eines Songs sehr effektiv betonen. Hören Sie
sich zum Beispiel „Tangerine“ von Moist an.
Hier werden in den Strophen kurze „Ping
Pong“-Delays verwendet, um eine Mono-Gitarrenspur im Stereofeld zu platzieren. (im Video bei 00:42)
youtube.com/watch?v=6tkY81YGB44 (Die technische Qualität des Videos ist leider
nicht sehr hoch.)
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)77
Guitar Reverb-Block/-Register
Der Reverb-Effektblock des Guitar-Layers ist
so ausgestattet wie der Reverb-Block des
Vocal-Layers. Eine Beschreibung des Vocal
Reverb-Blocks finden Sie unter “Vocal Reverb-Block/-Register” auf Seite 63.
Mit chirurgischen Fähigkeiten, die Victor Frankenstein vor Neid erblassen lassen würden, haben wir das außerordentlich beliebte Hall-Pedal
Hall of Fame von TC-Electronic in den Körper des
VoiceLive 3 verpflanzt – genauer gesagt: in den
Guitar-Layer. Jetzt können Sie die klassischen
HoF-Sounds und hervorragende Vocal-Effekte
zusammen nutzen.
Guitar-Layer bearbeiten
Tipps und Tricks zur Verwendung
des Guitar Reverb-Effekts
– In der Regel sollten Sie für Vocals und Gitarre
denselben Reverb-Style verwenden. So entsteht für den Zuhörer der Eindruck, dass Stimme und Gitarre sich im selben Raum befinden.
– Wenn Sie bei einem Gitarren-Solo einen besonders „dramatischen“, unüberhörbaren Reverb-Effekt verwenden, grenzen Sie damit das
Solo noch deutlicher von Rest des Songs ab.
– Wenn Sie sehr schnellen Rock spielen, glauben Sie vielleicht, dass sie am besten ganz
auf Reverb verzichten, damit der Sound nicht
vermatscht. Wenn Sie sich aber Produktionen
aus diesem Genre genau anhören, werden
Sie feststellen, dass hier in der Regel durchaus etwas Reverb verwendet wird. Für einen
eher subtilen Reverb-Effekt empfehlen wir Reverb-Styles „Cozy Corner“ oder „Wool“.
Reverb-Block des Guitar-Layers mit „Plate“-Reverb des Hall of Fame von TC Electronic
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)78
Comp(ression)-Block/-Register
Ob im Studio oder auf der Bühne: Komprimierung spielt bei praktisch allen modernen Musikproduktion eine wichtige Rolle. Der Sinn von
Komprimierung ist – um es vereinfacht zu sagen
–, die leisesten und lautesten Stellen einer Aufnahme oder einer Performance aneinander anzugleichen, so dass ein ausgewogener, „stabiler“ Sound entsteht.
Bei Gitarren kann Komprimierung verwendet
werden, um
– die Halte- oder Einschwingphase des Signals
zu betonen
– den Pegel zu begrenzen und/oder
– einen insgesamt „glatteren“ Sound zu erzielen.
Bei akustischen Gitarre ist es üblich, permanent
eine leuchte Komprimierung zu verwenden. Bei
E-Gitarren wird Komprimierung oft bei Soli oder
anderen wichtigen Passagen eingesetzt. Andererseits: Hier gilt wie bei den meisten Effekten
die Regel, dass es eigentlich keine unumstößlichen Regeln gibt. Machen Sie einfach das, was
in Ihren Ohren gut klingt!
Guitar-Layer bearbeiten
Tipps und Tricks zur Verwendung
des Kompressor-Effekts
– Der Parameter Threshold definiert den Signalpegel, bei dem der Kompressor aktiviert
wird. Je niedriger der Threshold-Wert (-30 dB
ist niedriger als -20 dB), desto schneller/öfter
wird die Komprimierung aktiviert.
– Mit dem Parameter Ratio legen Sie die Intensität der Komprimierung fest. Ratio wird
normalerweise als Verhältnis von 1 zu „x“
angegeben, wobei „x“ für die Verminderung
des Signalpegels in Dezibel für jedes Dezibel steht, um welches das Signal den mit Threshold eingestellten Wert überschreitet. Das
mag zunächst etwas kompliziert klingen, aber
die einfache Formel lautet: „ein niedriger Threshold-Wert und ein höherer Ratio-Wert führen zu mehr Komprimierung“.
Im Studio wird Komprimierung oft auf jeder einzelnen Spur oder auf Spurgruppen angewendet.
Komprimierung kann den Ausgangspegel Ihrer
Gitarre anheben – beachten Sie also das erhöhte
Rückkopplungs-Risiko.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)79
Wah-Block/-Registerkarte
Wenn Sie noch nie „Voodoo Child (Slight Return)“ von Jimi Hendrix (oder in einer späteren
Fassung von Stevie Ray Vaughan) gehört haben,
wird es jetzt aber höchste Zeit. Dies ist gewissermaßen die Essenz des Wah-Wah-Effekts.
youtube.com/watch?v=d81fdU8EP28
(Übrigens gibt es hier auch noch einige interessante Delay-Effekte und Reverbs zu hören.)
Wah-Wah ist im Grunde ein sorgfältig konstruierter EQ-Filter, dessen Arbeitsfrequenz Sie mit Hilfe eines Fußpedals durch das Frequenzspektrum
bewegen können.
Guitar-Layer bearbeiten
Tipps und Tricks zur Verwendung
des Wah-Wah-Effekts
– Der Wah-Effektblock im VoiceLive 3 umfasst
auch mehrere „Touch Wah“-Styles, bei denen Sie kein Fußpedal benötigen. Stattdessen
wird der Filter durch Pegel und Tempo Ihres
Spiels gesteuert. Wenn Ihnen kein Expression-Pedal zur Verfügung steht, probieren Sie
einen der „Touch“-Styles aus.
– Wenn Sie den Wah-wah-Effekt verwenden,
erhöht sich das Risiko von Rückkopplungen,
da dieser Effekt einen variierenden Frequenzbereich stark anhebt. Natürlich würde Jimi
Hendrix uns an dieser Stelle erklären, warum heftige Rückkopplungen eine gute Sache
sind!
– Kombinieren Sie den Wah-Wah-Effekt versuchsweise mit dem Octaver, um einen WahBass-Sound zu erzielen.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)80
Guitar-Layer bearbeiten
μMod-Block/-Registerkarte
Ähnlich wie im Vocal-Layer dient erzeugt der
μMod-Effekt des Guitar-Layers Effekte durch
geringfügige, zyklische Veränderungen der
Tonhöhe (Mikromodulation). Die bekanntesten
μMod-Effekte sind sicher Flanger, Chorus und
Detune.
Ein geheimer Pakt mit den Gitarren-Gurus des
Hauses TC Electronic (genauer gesagt: mit Tore
Mogensen) hat es uns ermöglicht, zwei der besten Modulationseffekte der dänischen Effektspezialisten im VoiceLive 3 zu integrieren: den Vortex
Flanger und den Corona Chorus.
Tipps und Tricks zur Verwendung
des Guitar µMod-Effekts
– Modulationseffekte sind nicht nur etwas für
E-Gitarren. Styles wie „Silky Detune“ und
„Medium Detune“ eignen sich sehr wohl dafür, den Klang einer akustischen Gitarre aufzuwerten.
– Ein Flanger ist ein sehr auffälliger Effekt, mit
dem zum Beispiel ein E-Gitarren-Solo deutlich
hervorgehoben werden kann.
– Chorus-Sounds eignen sich sowohl für akustische als auch elektrische Gitarren.
µMod-Block des Guitar-Layers mit „Fast“Chorus des Corona Chorus von TC Electronic
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)81
Octaver-Block/-Registerkarte
Als wir das VoiceLive Play GTX auf den Markt
brachten, waren viele Musiker von den Gitarreneffekten begeistert. Ein Effekt wurde jedoch
vermisst: ein Octaver. „Bass spielen auf einer
Gitarre“: Gerade, wenn man mit Loops arbeitet,
eröffnet ein solcher Effekt neue kreative Möglichkeiten.
Technisch betrachtet ist ein Octaver ein monophon arbeitender Pitchshifter, der es Ihnen
erlaubt, einstimmige Gitarrenparts zu spielen,
die dann auf eine andere Tonhöhe transponiert
werden. Am häufigsten wird er wie gesagt verwendet, um mit einer E-Gitarre einen E-Bass zu
simulieren – aber natürlich gibt es auch andere
Möglichkeiten. Sie können Ihr ursprüngliches
Gitarrensignal und das transponierte Signal mischen, um ein paar wirklich interessante Effekte
zu erzielen.
Guitar-Layer bearbeiten
Tipps und Tricks zur Verwendung
des Octaver-Effekts
– Wenn Sie den Octaver-Effekt verwenden, sollten Sie nicht mehr als eine Note gleichzeitig
spielen. Im Gegensatz zu anderen Pitch-Shifting-Modulen in unseren Produkten arbeitet
der Octaver nicht polyphon, sondern nur monophon.
– Experimentieren Sie mit dem Mix-Parameter,
um das transponierte und das ursprüngliche
Signal zu kombinieren.
– Wenn Sie den Octaver für Bassspuren verwenden, sollten Sie versuchen, wie ein Bassist
zu spielen/denken. Ihre Bass-Parts werden
viel überzeugender klingen, wenn Sie diese so
einspielen, wie es ein Bassist tun würde.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)82
Guitar Rhythmic-Block/-Register
Der Rhythmic-Effektblock des Guitar-Layers
ist so ausgestattet wie der Rhythmic-Block
des Vocal-Layers. Eine Beschreibung des Vocal
Rhythmic-Blocks finden Sie unter “Vocal Rhythmic-Block/-Registerkarte” auf Seite 70.
Der Rhythmic-Block des Guitar-Layers umfasst
eine verbesserte Tremolo-Variante, die den klassischen Effekt überzeugend nachbildet.
Guitar-Layer bearbeiten
Tipps und Tricks zur Verwendung
des Guitar Rhythmic-Effekts
– Die „Chopper“- und „Panner“-Styles des
Rhythmic-Effekts sind sehr ausdrucksstarke,
auffällige Mittel zur Klanggestaltung, die sich
vor allem als Spezialeffekt empfehlen.
– Hier gilt wie schon beim Delay-Block: Sie erzielen wahrscheinlich gute Ergebnisse, wenn
Sie den Parameter Division bei beiden Blöcken auf denselben Wert einstellen. Wenn
Sie exotischere, komplexe Effekte wünschen,
können Sie den Parameter Division auf beiden
Layern auf verschiedene Werte einstellen.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)83
Guitar-Layer bearbeiten
Guitar Buttonmap-Registerkarte
Die Buttonmap des Guitar-Layers funktioniert
so wie die Buttonmap des Vocal-Layers. Eine
Beschreibung der Buttonmap des Vocal-Layers
finden Sie unter “Vocal Buttonmap-Register” auf
Seite 72.
Beachten Sie aber bitte, dass die Einstellungen
der Buttonmap für Vocal- und Guitar-Layer unabhängig voneinander sind. Wie Sie einem Fußtaster auf einem Layer (Vocal oder Guitar) eine
Funktion aus dem anderen Layer zuordnen können, wird im Abschnitt “Einen Fußtaster neu zuordnen” auf Seite 40 beschrieben.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)84
Der Looper
Der Looper
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)85
Der Looper des VoiceLive 3 umfasst drei Spuren und ist ein äußerst leistungsfähiges Werkzeug
für die Bühne. Auf der Grundlage
unserer Erfahrungen aus der Entwicklung früherer Produkte – darunter das VoiceLive Touch 2 und
das VoiceLive Play haben wir unseren leistungsfähigsten und flexibelsten Looper
entwickelt.
Der Looper
Loops – grundlegende
Konzepte und Begriffe
Loop Slots / Loop Tracks,
Presets und die Buttonmap
Es ist zunächst wichtig, dass Sie die grundlegenden Konzepte und die in diesem Kapitel verwendeten Begriffe kennen.
Sie können die Buttonmap verwenden, um Loop-Slots und Loop-Spuren den Fußtastern des
VoiceLive 3 zuzuordnen, und diese Einstellungen
werden als Bestandteil von Presets gespeichert.
Das heißt: Sie können Presets nicht nur verwenden, um die gewünschten Einstellungen für Gitarren- und Vocal-Effekte zu aktivieren, sondern
auch, um die „Bausteine“ eines Songs aufzurufen, die dann bereits den Fußtastern zugeordnet
sind.
– Loop: Eine „Loop“ ist eine Musikaufnahme
(oder noch grundsätzlicher: eine Audioaufnahme), die zunächst aufgenommen und dann
wiederholt wiedergegeben wird.
– Overdub: Etwas, das aufgenommen wird,
während eine vorher erstellte Audio- oder Musikaufnahme wiedergegeben wird. Theoretisch können Hunderte von Overdubs wie ein
Schichtkuchen aufeinander gestapelt werden,
um aus einer sehr einfachen Basis-Loop eine
sehr komplexe Komposition zu machen.
– Loop-Spur: In jedem Loop-Slot (siehe unten) des VoiceLive 3 können Sie drei separate Teil-Loops speichern. Dies sind die Loop-Spuren A, B und C.Je nachdem, was Sie
im Untermenü Sync eingestellt haben (siehe
“Sync-Untermenü” auf Seite 94) können
Sie entweder zwischen diesen drei Spuren
umschalten oder sie in bestimmten Kombinationen wiedergeben (Loop-Spuren A und B
oder Loop-Spuren A und C).
Denken Sie daran, dass jede dieser Loop-Spuren wiederum
einen oder auch sehr viele Overdubs umfassen kann.
– Loop-Slot: Ein Loop-Slot ist ein Speicherplatz, an dem Sie Ihre aufgenommenen Loops
ablegen. Jeder Loop-Slot umfasst die drei Loop-Spuren A, B und C.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)86
Der Looper
Den Loop-Modus aktivieren
und beenden
Um den Loop-Modus zu aktivieren, drücken
und halten Sie den Layer-Fußtaster. Die LED des
Layer-Fußtasters leuchtet nun lila, und der Bildschirm zeigt Loop-Spuren und weitere Informationen.
Die Loop-Seite zeigt verschiedene Steuerfunktionen, die wiederum den sechs Fußtastern auf
der rechten Seite zugeordnet sind, sowie symbolische Darstellungen der Loop-Spuren, die Ihnen grafisch zeigen, ob und was auf diese Spuren aufgenommen wurde.
Ihre erste Loop
Das Metronom einrichten
Wir sollten vielleicht einfach loslegen – lassen
Sie uns also Ihre erste Loop aufnehmen.
– Schalten wir zunächst das Metronom an
(MET), damit Sie Ihre Loop zu einem durchgehenden Beat aufnehmen können.
Wie Sie sehen können, gibt es in der Anzeige
sechs Segmente, die den sechs Fußtastern
entsprechen. Das linke untere Segment in der
Anzeige wird als „MET“ (für „Metronom“) angezeigt und entspricht dem HIT-Fußtaster.
– Tippen Sie den HIT-Fußtaster an
– Wenn Sie den Loop-Layer noch nicht ausgewählt haben, tun Sie es jetzt, indem Sie den
Layer-Fußtaster drücken und halten.
Um den Loop-Modus zu beenden und zum vorher aktiven Layer (Vocals oder Gitarre) zurückzukehren, drücken und halten Sie die Layer-Taste.
Metronom–Einstellungen
Loop-Modus aktiviert
Die HIT-Fußschalter beginnt, lila zu blinken
und zeigt damit an, dass das Metronom aktiv
ist.
Wenn Sie einen Kopfhörer verwenden, sollten
Sie darin das Metronom jetzt als Bassdrum
hören.
– Wenn Sie kein Metronom über Ihren Kopfhörer hören:
– Drücken Sie die Home-Taste.
– Drehen Sie einen der Mix-Regler unter dem
Display, um die Mix-Seite anzeigen zu lassen.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)87
–
–
–
– Wechseln Sie durch Drücken der horizontalen Pfeiltasten zur Seite Headphone Mix.
– Erhöhen Sie den Metronom-Pegel durch
Drehen des entsprechenden Mix-Reglers
unter dem Display.
– Um wieder zum Loop-Layer zurückzukehren, drücken und halten Sie den Layer-Fußtaster.
Wenn Sie Ihr VoiceLive 3 an eine PA angeschlossen haben, sollten Sie das Metronom
jetzt über die PA als Bassdrum hören.
Wenn Sie kein Metronom über die PA hören:
– Drücken Sie die Home-Taste.
– Drehen Sie einen der Mix-Regler unter dem
Display, um die Mix-Seite anzeigen zu lassen.
– Wechseln Sie durch Drücken der horizontalen Pfeiltasten zur Seite Main Mix.
– Erhöhen Sie den Metronom-Pegel durch
Drehen des entsprechenden Mix-Reglers
unter dem Display.
– Um wieder zum Loop-Layer zurückzukehren, drücken und halten Sie den Layer-Fußtaster.
Der blinkende HIT-Fußtaster zeigt nun das
Tempo a, und Sie können durch rhythmisches
Antippen des Fußtasters das Tempo ändern.
So lange Sie rhythmisch den Fußtaster antippen, wird das aktuelle Tempo im Display angezeigt.
Sobald Sie aufhören zu tippen, wird wieder die
Loop-Hauptansicht gezeigt.
Drücken Sie gegebenenfalls BACK (μMod-Fußtaster), um wieder zur Loop-Hauptansicht zurückzukehren.
Der Looper
Mit der Aufnahme beginnen
„Set + Overdub“ und „Set + Play“ – Wenn Sie bereit sind, mit der Aufnahme zu
beginnen, drücken Sie den Fußtaster, der der
Funktion REC A zugeordnet ist (dies ist der
Harmony/Drive-Fußtaster), um mit der Aufnahme Ihrer ersten Loop-Spur zu beginnen. Sie
können jetzt singen und/oder auf Ihrer Gitarre
spielen.
– Wenn das Segments, das Sie aufnehmen wollen, zu Ende ist (zum Beispiel eine viertaktige
Phrase), drücken Sie den Fußtaster REC A erneut, und zwar möglichst nahe der Zählzeit,
auf der die Aufnahme enden soll. Sie werden
dabei von unserer Funktion LoopAssist unterstützt. Sie sollten aber trotzdem versuchen,
den Zeitpunkt so genau wie möglich zu treffen.
– Während Sie Ihre erste Loop aufnehmen, werden Sie zwei weitere Optionen im Display sehen:
„Set + Play“ und „Set + Overdub“
– Um die Aufnahme der aktuellen Loop zu beenden und sofort zur Wiedergabe zu wechseln,
drücken Sie den Fußtaster, der der Funktion
Set + Play zugeordnet ist (dies ist der Harmony / Drive-Fußtaster).
Ihre neue Loop wird jetzt wiedergegeben.
– Um die Aufnahme der aktuellen Loop zu beenden und sofort in den Overdub-Modus zu
wechseln (in dem Sie zusätzliche Takes über
den ersten Take aufnehmen können), drücken Sie den Fußtaster, der der Funktion Set
+ ODub zugeordnet ist (dies ist der Double / Comp-Fußtaster).
Ihre neue Loop wird jetzt wiedergegeben, und
Sie können weitere Overdubs (Aufnahmedurchgänge) aufnehmen. Dies ist ein großartiges Feature, wenn Sie Ihre Loops „im Griff haben“ und
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)88
auf der Bühne schnell in aufeinanderfolgenden
Aufnahmedurchgängen komplexe Loops erstellen wollen.
Der Looper
Overdubbing
– Lassen Sie uns für diesen Beispiel die Aufnahme der ersten Loop durch Drücken des Fußtasters beenden, der der Funktion „Set + Play“
zugeordnet ist (Harmony / Drive).
Sie sollten jetzt Ihre erste Aufnahme (die Loop-Spur A) hören.
Lassen Sie uns jetzt einen neuen Aufnahmedurchgang (Overdub) durchführen.
Stellen Sie sich vor, Ihre Loop-Spur A wäre eine
Torte, dann wäre der erste Aufnahmedurchgang der Tortenboden, und die Overdubs sind
die Schichten, die Sie nacheinander auf diesen
Tortenboden packen … bis zur Schlagsahne.
Lecker.
Bereit für die Aufnahme von Overdubs
– Wenn Sie bereit für den nächsten Durchgang
sind, drücken Sie den Fußtaster der Funktion
ODUB A (Harmony/Drive) und nehmen Sie einen weiteren Aufnahmedurchgang (Overdub)
auf.
– Wenn Sie fertig sind, drücken Sie den Fußtaster der Funktion END ODUB (Harmony/Drive).
Aufnahme eines Overdubs
– Wenn Sie mehrere Overdubs nacheinander
aufnehmen möchten, dann lassen Sie die
Overdub-Aufnahm einfach laufen und nehmen
Sie bei jedem Durchgang etwas Neues auf.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)89
Der Looper
Loop-Spur B aufnehmen
– Während die Loop-Spur A wiedergegeben
wird, werden wir jetzt etwas anderes auf Loop-Spur B aufnehmen (richtig, das ist die
nächste Torte!)
– Wenn Sie bereit sind, drücken Sie den Fußtaster, der der Funktion REC B zugeordnet ist
(dies ist der Reverb-Fußtaster).
wird bei der Wiedergabe der entsprechende
Bereich mit Stille gefüllt.
– Sie werden bei der Aufnahme von Loop-Spur
B dieselben Optionen („Set + Play“ sowie „Set
+ ODub“) sehen, die Sie schon bei der Aufnahme von Loop-Spur A hatten.
Wählen Sie eine der beiden Varianten aus.
– Wenn Sie sich für „Set + Odub“ entschieden
haben, können Sie so lange Overdubs aufnehmen, wie Sie wollen. Zum Beenden drücken
Sie dann END ODUB.
Es gibt weitere Sync-Modi, mit denen wir uns
später beschäftigen werden – siehe “Sync-Untermenü” auf Seite 94.
Als nächstes wollen wir die Swap-Funktion ausprobieren.
Über die Länge Loop-Spuren
Um besser zu verstehen, wie Loops verschiedener Länge im Sync-Modus SMART wiedergegeben werden (siehe “SMART” auf Seite 95),
sollten Sie zunächst eine einfache Loop aufnehmen, in der Sie einfach zählen.
Loop-Spur B aufnehmen
– Was das Arbeiten mit mehreren voneinander
unabhängigen Loop-Spuren so interessant
macht, ist die Tatsache, dass Ihre zweite Loop-Spur (Loop-Spur B) länger als Loop-Spur
A sein kann.Dennoch werden Sie in der Regel
die besten Ergebnisse erhalten, wenn die Länge von Loop-Spur B ein Vielfaches der Zählzeiten in Loop-Spur A beträgt.
– Wenn also Ihre Loop-Spur A vier Zählzeiten
lang ist (ein Takt), sollte Loop-Spur B zum
Beispiel 8 oder 16 Zählzeiten (zwei oder vier
Takte) lang sein.
Wenn Ihre zweite Aufnahme länger ist als die
erste, aber nicht die doppelte Länge erreicht,
– Loop-Spur A: Nehmen Sie – synchron zu den
Zählzeiten – die Wörter „eins, zwei, drei, vier“
auf.
– Loop-Spur B: Nehmen Sie – synchron zu den
Zählzeiten – die Wörter „eins, zwei, drei, vier,
fünf“ auf.
Bei der Wiedergabe, werden Sie feststellen,
dass die beiden Spuren bis zur ersten „vier“
gleich klingen,
dann ist auf Spur
B „fünf“ zu
Low
High
High Harmony
Lead Voice
Low Harmony
Harmony
hören, undHarmony
für die verbleibenden
drei Zählzeiten bleibt diese Spur stumm.
ONE
TWO
THREE
FOUR
FIVE
LOOP B
ONE
TWO
THREE
FOUR
ONE
TWO
THREE
FOUR
LOOP B
LOOP C
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)90
LOOP A
LOOP A
Der Looper
Undo und Redo
Die Swap-Funktion verwenden
Haben Sie einen Fehler gemacht, zum Beispiel
beim vierten oder fünften Overdub? Das heißt
noch lange nicht, dass Sie nun die gesamte Loop-Spur wegwerfen müssen. Sie können auf
einfache Weise den letzten Aufnahmedurchgang
(Overdub) rückgängig machen – das heißt, ihn
aus der Loop-Spur entfernen. Und wenn Sie Ihre
Meinung ändern, können Sie diesen Overdub
auch gleich wiederherstellen.
Swap ist eine großartige Funktion, die es Ihnen
erlaubt, durchgängig mit Loop-Spur A zu arbeiten, während Sie nahtlos zwischen zwei weiteren
Loop-Spuren (B und C) umschalten.
– Um den letzten Aufnahmedurchgang (Overdub) rückgängig zu machen, tippen Sie auf
den Looper-Fußtaster.
– Um den Overdub wiederherzustellen, tippen
Sie erneut auf den Looper-Fußtaster.
Wir folgen hier weiter dem Beispiel aus „Ihre erste Loop“. Sie sollten an diesem Punkt eine Loop-Spur A und eine Loop-Spur B aufgenommen
haben.Weiter geht es nun mit der Aufnahme von
Loop-Spur C.
– Wenn Sie bereit sind, eine neue Loop-Spur
als Loop-Spur C aufzunehmen, tippen Sie
den Fußtaster, der der Funktion Swap zugeordnet ist. Die Wiedergabe von Loop-Spur B wird beendet, und Sie können mit der Aufnahme von
Loop-Spur C beginnen.
op-Spur A hatten (siehe “„Set + Overdub“ und
„Set + Play“” auf Seite 88). – Wählen Sie eine der beiden Varianten aus.
– Wenn Sie sich für „SET + ODub“ entschieden
haben, können Sie so lange Overdubs aufnehmen, wie Sie wollen. Zum Beenden drücken
Sie dann END ODUB.
– Tippen Sie jetzt auf den Fußtaster, der der
Funktion Swap zugeordnet ist. Sie werden im
Display sehen, dass die Loop-Spur C bis zum
Ende wiedergegeben wird; dann schaltet das
VoiceLive 3 automatisch auf Loop-Spur B um!
Aufnahme mit der Funktion ALL STOP beenden
– Um die Wiedergabe zu beenden, drücken Sie
den Fußtaster, der der Funktion ALL STOP zugeordnet ist (dies ist der HIT-Fußtaster).
Damit ist unser Tutorial abgeschlossen.
Die Swap-Funktion verwenden
– Sie werden bei der Aufnahme dieselben Optionen („Set + Play“ sowie „Set + ODub“) sehen, die Sie schon bei der Aufnahme von Lo-
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)91
Der Looper
Das Utility-Menü
Back
Input-Untermenü
Wir werden uns jetzt mit dem UTIL(ity)-Menü beschäftigen, in dem Sie zahlreiche Loop-bezogene Funktion finden.
Tippen Sie auf den Fußtaster, der der Funktion
BACK zugeordnet ist (dies ist der μMod-Fußtaster), um aus dem Utility-Menü oder einem seiner
Untermenüs wieder in die Loop-Hauptansicht
zurückzukehren.
Tippen Sie den Fußtaster, der der Funktion INPUT zugeordnet ist (dies ist der Delay-Fußtaster), um das Input-Untermenü zu öffnen. Im Input-Untermenü können Sie festlegen, von welchen Eingängen der Looper aufnehmen soll. Mit
dieser Funktion ist es möglich, für verschiedene
Loops gezielt bestimmte Eingänge zu verwenden. So können Sie zum Beispiel nur Ihrem Mikrofon aufnehmen, wenn Sie eine Beatbox-Session aufnehmen oder nur Ihre Gitarre, wenn Sie
eine Akkordfolge aufnehmen wollen. Die Signale
der anderen Eingänge werden dann nicht aufgenommen.
– Um das Utility-Menü zu öffnen, tippen Sie auf
den Fußtaster, der diesem Menü zugeordnet
ist (dies ist der μMod-Fußtaster).
– Wenn im linken oberen Segment des Displays
„SWAP“ steht, drücken und halten Sie den
μMod-Fußtaster, um das Utility-Menü zu öffnen. Diese Doppelbelegung des Fußtasters
ermöglicht es Ihnen, Swap-Funktion und das
Utility-Menü zu nutzen.
Wenn das UTIL Menü geöffnet ist, sehen Sie
hier verschiedene Optionen.
Das bedeutet: Sie können Ihre Gitarre spielen
und gleichzeitig singen und wahlweise nur Ihrer
Stimme oder Ihr Instrument als Loop aufnehmen.
So genießen Sie die größtmögliche Flexibilität.
Die verfügbaren Optionen sind:
Das Utility-Menü
– Einstellung „Voc + Git“: Wenn Sie Ihre Stimme (mit Effekten) und Ihre Gitarre aufnehmen
wollen.
– Einstellung „Guitar“
– Aux: (wenn Sie das Signal von der Aux-Buchse Ihres VoiceLive 3 aufnehmen wollen).
– Einstellung „Voc“: Wenn Sie Ihre Stimme (mit
Effekten) aufnehmen wollen.
– Einstellung „All“: Wenn Sie Ihre Stimme, die
Gitarre und das Aux-Signal aufnehmen wollen.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)92
Der Looper
Save – Loops speichern
Metronom-Untermenü
Tippen Sie auf den Fußtaster, der der Funktion
Save zugeordnet ist (dies ist der Reverb-Fußtaster), um Ihre Loop im aktuell ausgewählten Loop-Slot zu speichern.
Tippen Sie den Fußtaster, der der Funktion MET
zugeordnet ist (dies ist der HIT-Fußtaster), um
das Metronom-Untermenü zu öffnen. Im Metronom-Untermenü können Sie das Metronom einoder ausschalten und seinen Klang ändern.
Input-Untermenü im Looper
– Wählen Sie die gewünschte Option, indem Sie
den entsprechenden Fußtaster antippen.
– Drücken Sie den Fußtaster der BACK-Funktion, um das Menü INPUT wieder zu verlassen.
Die Nummer des aktuell ausgewählten Loop-Slots wird zwischen den beiden vertikalen
Pfeilen am linken Rand der Loop-Anzeige angezeigt.
– Um zu einem anderen Loop-Slot zu wechseln,
drücken Sie den Preset Down- oder den Preset Up-Fußtaster.
– Wenn Sie in einem Preset mit der Buttonmap-Funktion Loop-Slots/Loop-Spuren den
Fußtastern zugeordnet haben, wird diese Information als Bestandteil des Presets gespeichert.
– Mit Undo gelöschte Aufnahmedurchgänge
werden nicht mit gespeichert und sind dementsprechend nicht per Redo wiederherstellbar.
Speichern Ihre Loop im aktuellen Loop-Slot
Metronom-Untermenü
im Metronom-Untermenü stehen diese Optionen
zur Verfügung:
– MET ON: Tippen Sie den Fußtaster an, der
der Funktion MET ON zugeordnet ist (dies ist
der Double / Comp-Fußtaster), um das Metronom und alle damit verbundenen Synchronisierungsfunktionen zu aktivieren.
Das Metronom ist mehr als nur ein einfacher
„Click-Track“. Es erzeugt ein Audiosignal an
dem Sie sich beim Aufnehmen Ihrer Loops orientieren können – aber es gewährleistet auch
die Synchronisierung und kan direkt zur Temposteuerung verwendet werden.
– MET MUTE: Tippen Sie den Fußtaster an, der
der Funktion MET MUTE zugeordnet ist (dies
ist der Harmony / Drive-Fußtaster), um das
Metronom stummzuschalten. Wenn Sie das
Metronom stummschalten, ist es nicht mehr
zu hören – steuert aber immer noch das Tempo und die LoopAssist™-Funktion.
– MET OFF: Tippen Sie den Fußtaster an, der
der Funktion MET OFF zugeordnet ist (dies ist
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)93
Der Looper
der Delay-Fußtaster), um das Metronom und
alle damit verbundenen Synchronisierungsfunktionen abzuschalten.
Beachten Sie bitte den Unterschied zwischen
den Optionen MET OFF und MET MUTE:
Wenn Sie das Metronom mit MET OFF abschalten, kann die Funktion LoopAssist™ des
VoiceLive 3 Ihre Aufnahmen nicht mehr steuern, und Ihre Loop läuft möglicherweise nicht
mehr synchron zu zeitbasierten Effektblöcken
wie Delay oder Rhythmic.
– TAP: Um ein neues Tempo zu definieren, tippen Sie rhythmisch den Fußtaster an, der
der Funktion TAP zugeordnet ist (dies ist der
HIT-Fußtaster). Während Sie das Tempo vorgeben, leuchten die Fußtaster Preset Up und
Preset Down blau. Dies ist ein Hinweis darauf,
dass Sie das Tempo mit diesen beiden Tastern in BPM-Schritten einstellen können.
– SOUND: Tippen Sie den Fußtaster an, der der
Funktion SOUND zugeordnet ist (dies ist der
Reverb-Fußtaster), um ein Untermenü zu öffnen, wo Sie den Sound für das Metronom auswählen können. Nachdem Sie einen Sound
ausgewählt haben, verlassen Sie das Untermenü mit BACK wieder.
Metronom-Pegel
Da Sie das Mischungsverhältnis für den HauptMix und den Kopfhörer-Mix unabhängig voneinander einstellen können (siehe “9. Mix-Regler”
auf Seite 15), ist es Ihre Entscheidung, ob Ihr
Publikum das Metronom hören soll oder nicht. Sync-Untermenü
Tempo und Metronom
Solange Sie noch nichts in einem Loop-Slot aufgenommen haben, können Sie das gewünschte
Tempo für die Loop mit der TAP-Taste vorgeben.
Die Optionen des Sync-Untermenüs werden
nachfolgend beschrieben.
Tippen Sie den Fußtaster an, der der Funktion SYNC zugeordnet ist (dies ist der Doube / Comp-Fußtaster), um das Sync-Untermenü
zu öffnen. Im Sync-Untermenü können Sie festlegen, wie der Looper des VoiceLive 3 sich zu einem vorgegebenen Tempo synchronisieren soll.
Sobald Sie eine Loop mit angeschaltetem Metronom aufgenommen haben, wird das Tempo gesperrt. Das heißt: Es kann nicht mehr geändert
werden. Um das Tempo zu ändern, müssten Sie
die Loop komplett löschen oder auf einen anderen Loop-Slot umschalten.
Wenn Sie eine Loop mit abgeschaltetem Metronom aufnehmen, können Sie das Tempo später
immer noch ändern.
Metronom Sound-Untermenü
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)94
SMART
Wählen Sie die Option SMART, um alle Funktionen der LoopAssist™-Funktion des VoiceLive
3 zu nutzen. LoopAssist™ kann Loops auf der
Grundlage bereits erstellter Aufnahmen trimmen
oder erweitern.
Wenn Sie den Fußtaster für die SWAP-Funktion drücken, wird am Ende der aktuellen Loop
zwischen Loop-Spur B und Loop-Spur C umgeschaltet. Die Loop-Spuren A und B oder die
Loop-Spuren A und C können gleichzeitig wiedergegeben werden.
SMART sorgt dafür, dass die primäre Loop-Spur
A und die Loop-Spuren B und C in einem musikalisch sinnvollen Verhältnis bleiben.Mit anderen
Worten: Die Länge der Loop-Spuren B und C
kann (in Takten) ein Vielfaches der Loop-Spur A
sein – aber sie können nicht kürzer sein als Loop-Spur A.
Im nachfolgenden Abschnitt über den QUANTIZE-Modus werden die Syn-Betriebsarten
SMART und QUANTIZE Punkt für Punkt verglichen. Sie werden feststellen, dass die verschiedenen Konzepte beim Ausprobieren und Anhören viel leichter erschließen als beim Lesen!
Der Looper
SERIAL
Wenn Sie im Sync-Untermenü den Modus SERIAL wählen, werden die Loops nacheinander
wiedergegeben – jede Loop wird bis zum Ende
wiedergegeben, bevor die nächste anfängt.
Im SERIAL-Modus werden die Loop-Spuren A,
B und C immer separat abgespielt, sie können
nicht gleichzeitig wiedergegeben werden.
QUANTIZE
Der QUANTIZE-Modus nutzt – wie der
SMART-Modus – die LoopAssist™-Funktion des
VoiceLive 3. Er spielt Ihre Loops so ab, dass sie
beim aktuellen Tempo immer auf die nächste
Zählzeit fallen. Im Gegensatz zum SMART-Modus werden Loops im QUANTIZE-Modus aber
nicht erweitert oder getrimmt.
Hierzu ein Beispiel:
Dieser Modus ist besonders nützlich, wenn Sie
drei Song-Abschnitte oder Loop-Varianten als
Loop-Spuren gespeichert haben und einfach
zwischen ihnen umschalten wollen. Natürlich
müssen Sie sich nicht von Loop A zu Loop B und
dann zu Loop C umschalten – Sie können die Loops in beliebiger Reihenfolge wiedergeben.
– Wählen Sie im Sync-Untermenü als Sync-Modus SMART aus.
– Nehmen Sie auf Loop-Spur A eine kurze Loop
auf.
– Nehmen Sie auf Loop-Spur B eine längere
Loop auf.
– Lassen Sie bei beide Loop-Spuren wiedergeben; hören Sie zu und beachten Sie auch die
Darstellung im Display.
– Löschen Sie die beiden Loop-Spuren A und B
(siehe “Das Untermenü Erase (Löschen)” auf
Seite 96).
– Nehmen Sie jetzt auf Loop-Spur A eine längere Loop auf.
– Nehmen Sie auf Loop-Spur B eine kurze Loop
auf.
– Sie werden hören, dass Loop B automatisch
um einen stillen Bereich erweitert wird, damit
sie zu Loop-Spur A passt.
– Löschen Sie wiederum beide Loops.
– Wählen Sie im Sync-Untermenü als Sync-Modus QUANTIZE aus.
– Nehmen Sie auf Loop-Spur A eine längere
Loop auf.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)95
– Nehmen Sie auf Loop-Track B eine kürzere
Loop auf.
Wenn zum Beispiel Loop-Spur A vier Takte
lang ist, sollte Loop-Spur B zwei Takte lang
sein.
Sie werden hören, dass Loop-Spur B nun
mehrfach wiedergegeben wird, um die Länge
von Loop-Spur A zu erreichen.
Dieser Modus eignet sich gut, wenn Sie eine
längere Loop-Spur A aufgenommen haben
(vielleicht eine Akkordfolge) und dazu eine
kürzere Loop-Spur B (zum Beispiel eine kurze
Beatbox-Phrase).
Wir bedauern, dass wir Ihnen an dieser Stelle
eine so lange Liste von Einzelschritten zumuten
– aber wahrscheinlich sollten Sie die verschiedenen Modi selber ausprobieren und hören, damit Sie die Unterschiede zwischen SMART und
QUANTIZE verstehen.
Der Looper
FREE
Diese Betriebsart ist schnell erklärt: Hier gibt
es kein Metronom und keine Synchronisation.
Die Loops werden alle unabhängig voneinander
aufgenommen und können jede beliebige Länge
oder Form haben. Hauen Sie mal richtig auf die
Pauke!
Das Untermenü Erase (Löschen)
Um das Untermenü Erase aufzurufen, tippen Sie
den Harmony / Drive-Fußtaster an. Im Untermenü Erase finden Sie Optionen zum Löschen Ihrer
Loops:
–
–
–
–
Löschen von Loop Track A
Löschen von Loop Track B
Löschen von Loop Track C
Alle Loop-Tracks löschen
Das Untermenü Erase (Löschen)
Loops direkt löschen
Sie können eine einzelne Loop löschen, ohne
dafür das Untermenü Erase öffnen zu müssen.
Drücken und halten Sie – während die Loop-Hauptseite angezeigt wird – den ODub-Fußtaster einer Loop-Spur (den Reverb- oder den
Harmony-Fußtaster).
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)96
Der Looper
Loops – Maximalwerte
– Die maximale Loop-Zeit beim VoiceLive 3 beträgt 45 Minuten.
– Einzelne Loop-Spuren können maximal acht
Minuten lang sein.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)97
Setup
Setup
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)98
Setup
Im Setup-Bereich finden sie
alle übergreifenden (nicht Preset- oder Loop-bezogenen) Parameter des VoiceLive 3. Jede
Seite/Registerkarte dieses Bereichs wird in einem eigenen Abschnitt dieses
Kapitels beschrieben.
– Um den Setup-Bereich zu öffnen, tippen Sie
auf die Setup-Taste.
– Tippen Sie auf die horizontalen Pfeiltasten, um
zwischen den Menüs des Setup-Bereichs umzuschalten.
Input-Registerkarte
Parameter Input Type
Auf der Registerkarte Input finden Sie alle Einstellungen, die sich auf die Eingänge des VoiceLive 3 beziehen.
Verwenden Sie den Parameter Input Type, um
den verwendeten Mikrofontyp auszuwählen.
Wählen Sie die passende Einstellung für das
verwendete Mikrofon.
Parameter Input Gain
Die verfügbaren Einstellungen sind:
Verwenden Sie den Parameter Input Gain, um
den Eingangspegel für den Mikrofoneingang einzustellen.
Wenn Sie die in der Kurzanleitung beschriebene
Auto-Gain-Prozedur ausgeführt haben, ist dies
wahrscheinlich nicht erforderlich.
– Dynamic Mic – Geeignet zum Beispiel für
SM58, OM5, MP-70 – Condensor Mic – Aktiviert die +48 V Phantomspeisung
– MP-75 Mic – aktiviert die Funktion Mic Control
– E835 FX Mic – aktiviert die Funktion Mic Control
Um den Gain manuell einzustellen, gehen Sie
so vor:
– Schließen Sie Ihr Mikrofon an.
– Wenn Sie ein Kondensatormikrofon verwenden, ändern Sie den Parameter Input Type auf
„Condenser“.
– Singen Sie so laut wie möglich.
– Drehen Sie den Input Gain-Parameter auf, bis
nur noch die grünen und gelben LEDs der Pegelanzeige aufleuchten.
– Wenn die rote LED leuchtet, drehen Sie Input Gain wieder herunter, bis sie nicht mehr
leuchtet.
Das ist Ihre optimale Input Gain-Einstellung.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)99
Setup
Parameter Global Pitch Correct
Parameter RoomSense Auto-Detect
Parameter Lead Delay
Verwenden Sie den Parameter Global Pitch Correct, um das eingehende Mikrofonsignal mit einer autochromatischen Tonhöhenkorrektur zu
bearbeiten. Diese Funktion ist unabhängig vom
HardTune-Effektblock. Wenn HardTune aktiviert
wird, wird die autochromatische Tonhöhenkorrektur abgeschaltet.
Verwenden Sie den Parameter RoomSense Auto-Detect, um die im VoiceLive 3 integrierten
RoomSense-Mikrofone als Quellen für die NaturalPlay-Funktion zu verwenden.
Verwenden Sie den Parameter Lead Delay, um
die Verzögerung zwischen der Hauptstimme und
den Effekten auszugleichen.
Global Pitch Correction ist gewissermaßen „das
kleine Stützrad“, das Sie bei Bedarf immer in die
Nähe des nächsten Halbtons bringt. Da diese
Korrektur chromatisch (also zum jeweils nächsten Halbton) erfolgt, kann sie natürlich auch zur
„falschen“ Note (in Bezug auf die Tonart des aktuellen Songs) führen, aber grundsätzlich stellt
sie eine nützliche Hilfe dar.
Wertebereich: 0 bis 100 %
Mit einer Einstellung von etwa 40 % erhalten Sie
normalerweise ein gut klingendes, transparentes
Ergebnis.
Es kann sein, dass Sie eine „Phasenverschiebung“ zwischen Ihrer eigenen Stimme und der
tonhöhenkorrigierten Version hören – dies ist
völlig normal.
In diesem „Craig‘s Corner“-Video erfahren Sie
mehr über solche Phasen-Effekte durch Tonhöhenkorrektur:
Parametereinstellungen:
Parametereinstellungen:
– Einstellung On: Wenn an den Gitarren-, MIDIund Aux-Eingängen keine Signale erkannt
werden, „hört“ das VoiceLive 3 über die eingebauten RoomSense-Mikrofone auf verwertbare Audiosignale. – Einstellung Off: Das VoiceLive 3 ignoriert die
von den RoomSense-Mikrofonen aufgenommenen Signale.
– Einstellung None: Ihre Stimme durchläuft
das Gerät so schnell wie möglich – unabhängig von der Zahl der verwendeten Effekte und
ihrer Verzögerungen.
– Einstellung Voice Sync: Ihre Hauptstimme
wird – dynamisch – so verzögert, dass sie
synchron zu den im Gerät erzeugten Stimmen (wie den Harmoniestimmen) erklingt. Die
Verzögerung der Hauptstimme hängt von der
Zahl der im Gerät erzeugten Stimmen ab.
– Einstellung Auto: Die Einstellung Auto verzögert – ähnlich wie Voice Sync – die Hauptstimme, gleicht dabei aber die Verzögerung
(Latenz) aller aktiven Effekte (nicht nur der im
Gerät erzeugten Stimmen) aus.
Obwohl dies in Hinblick auf das Timing der
Teilsignale die genaueste Lösung ist, kann auf
der Bühne der Eindruck entstehen, dass alles
einen Sekundenbruchteil zu spät zu hören ist.
Manche Menschen bemerken diese Verzögerung nicht einmal, für andere ist sie störend.
Probieren sie die verschiedenen Modi aus und
wählen Sie die Variante, die für Sie am besten
klingt.
youtube.com/watch?v=KWrEIuiDXsA
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)100
Setup
Parameter Lead Mute
Parameter Aux Level
Funktion Aux Vocal Cancel
Verwenden Sie den Parameter Lead- Mute, um
all am Gerät empfangenen Vocals stummzuschalten.
Verwenden Sie den Parameter Aux Level, um
den Pegel des Signals an der Aux-Buchse einzustellen. Wenn Sie einen externen Zuspieler an
die Aux-Buchse anschließen und es zu Verzerrungen kommt, stellen Sie diesen Parameter auf
einen niedrigeren Wert ein.
Wenn Sie die Funktion Aux Vocal Cancel aktivieren, versucht das VoiceLive 3, aus dem an
der Aux-Buchse ankommenden Musiksignal den
Gesang zu entfernen.
Parametereinstellungen: ein/aus.
Wenn Lead Mute aktiv ist (Einstellung „On“), wird
das an der Combo-Buchse angeschlossene Mikrofon beziehungsweise das dort angeschlossene Line-Gerät aus dem Signalmix herausgenommen. Lead Mute eignet sich sehr gut, wenn Sie
vorher aufgenommene Vocals mit den Funktionen des VoiceLive 3 bearbeiten wollen.
Bitte beachten Sie, dass die „Erfolgsquote“ der
Funktion Voice Ccancel stark vom Mix der betreffenden Aufnahme abhängt. Die besten Ergebnisse erhalten Sie bei Stereo-Aufnahmen,
bei denen die Vocals sich genau in der Mitte
des Stereopanoramas und die Instrumente sich
möglichst weit links und rechts befinden.
Nachbearbeitung aufgenommener Vocals:
– Senden Sie die „trockenen“ Vocals (ohne Effektanteile) von Ihrer Audioworkstation an den
Mic/Line-Eingang.
– Stellen Sie den Parameter Lead Mute auf
„On“.
– Nehmen Sie das resultierende Signal (das
jetzt nur noch den Effektanteil enthält) in Ihrer
Audioworkstation uf einer neuen Spur auf.
– Stimmen Sie das Mischungsverhältnis der
„trockenen“ Originalgesangsspur und der
neuen Effektspur ab.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)101
Setup
Parameter Monitor Level
Verwenden Sie den Parameter Monitor Level, um
den Pegel des Signals an der Monitor-Buchse
einzustellen. Wenn der eingehende Monitor-Mix
verzerrt klingt, stellen Sie diesen Parameter auf
einen niedrigeren Wert ein.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)102
Setup
Output-Register
Parameter XLR Out Level
Parameter Output Mode
Verwenden Sie den Parameter XLR Out Level,
um den relativen Pegel des Signals einzustellen,
das an die XLR-Ausgänge gesendet wird.
Mit dem Parameter Output Mode legen Sie fest,
wie das VoiceLive 3 Audiosignale ausgibt.
Parametereinstellungen:
Parametereinstellungen:
– Einstellung Stereo:
– An der XLR-Buchse OUTPUT / L liegt der
linke Kanal des Stereosignals an.
– An der XLR-Buchse OUTPUT / R liegt der
rechte Kanal des Stereosignals an.
– Einstellung Mono:
– An der XLR-Buchse OUTPUT / L liegt das
summierte Mono-Signal (mit Effekten) der
Vocal- und Gitarren-Kanäle an.
– An der XLR-Buchse OUTPUT / R liegt das
summierte Mono-Signal (ohne Effekte) der
Vocal- und Gitarren-Kanäle an.
– Das Signal ohne Effekte ist trotzdem mit
den Modulen Tone und Auto-Chromatic
Pitch Correction bearbeitet (sofern diese
Module aktiv sind).
– Das Signal ohne Effekt durchläuft nicht den
HardTune-Effektblock.
– Einstellung Dual Mono:
– An der XLR-Buchse OUTPUT / L liegt das
summierte Mono-Signal (mit Effekten) des
Vocal-Kanals an.
– An der XLR-Buchse OUTPUT / L liegt das
summierte Mono-Signal (mit Effekten) des
Gitarren-Kanals an.
– Einstellung Mic Level: Dies ist in der Regel
die beste Einstellung, wenn Sie das Gerät an
ein Mischpult beziehungsweise eine PA anschließen. Dieser Pegel entspricht dem Signalpegel eines Mikrofons, das direkt an das
Mischpult angeschlossen wird.
– Einstellung Line Level: Diese Einstellung ist
eine gute Wahl, wenn Sie das Gerät an die
Line-Eingänge eines Mischpults oder einer PA
anschließen.
Links:
– Bei Yorkville gibt es ein sehr nützliches Tutorial (in englischer Sprache) zu grundlegenden
Fragen der PA-Technik, den „Basic PA Primer“
(PDF):
yorkville.com/downloads/other/basicpaprimer.pdf
– Ebenso interessant ist zu diesem Thema die
„Craig’s Corner“-Folge zum Thema „TC-Helicon-Geräte am Mischpult anschließen“:
youtube.com/watch?v=qq0AOtafIjs
– In einem weiteren Video geht es darum, wie
sich Rückkopplungen vermeiden lassen:
youtube.com/watch?v=VlN1RJ4gcAo
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)103
Setup
Parameter Headphone Limiter
Parameter Talk Trim
Verwenden Sie den Parameter Headphone Limiter, um den Limiter für den Kopfhörerausgang
einzustellen.
Verwenden Sie den Parameter Talk Trim, um den
Pegel Ihrer (unbearbeiteten) Stimme anzupassen, wenn die Betriebsart „Talk/Bypass“ aktiv
ist. Viele Künstler wünschen sich einen etwas
höheren oder niedrigeren Pegel, wenn die Effekte abgeschaltet sind und sie zum Publikum
sprechen.
Bei der Einstellung 0 dB kann der höchstmögliche Pegel am Kopfhörerausgang erzielt werden.
Bei Werten unter 0 dB (zum Beispiel -3 dB) wird
der Signalpegel am Kopfhörerausgang begrenzt.
Bei der Verwendung von In-Ear-Monitoren können Sie den Limiter verwenden, um zu gewährleisten, dass bei Rückkopplungen und extremen
Pegelspitzen keine zu hohen und möglicherweise schädlichen Pegel erzeugt werden. VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)104
Setup
Guitar-Register
Parameter Phase
Parameter Speaker Sim Enable
Parameter Input Gain
Verwenden Sie den Parameter Phase, um die
Phase des Gitarrensignals invertieren.
Verwenden Sie den Parameter Speaker Sim Aktivieren Enable, um die Lautsprechersimulation an- oder abzuschalten, die Bestandteil des
Amp-Effektblocks im Gitarren-Layer ist.
Verwenden Sie den Parameter Input Gain, um
den Eingangspegel für den Gitarreneingang einzustellen. Um ihn korrekt einzustellen, gehen Sie
so vor:
– Schließen Sie Ihre Gitarre an.
– Drehen Sie den Lautstärkeregler Ihrer Gitarre
auf den Maximalwert.
– Spielen Sie so laut auf Ihrer Gitarre, wie Sie
es an den lautesten Stellen auf der Bühne tun
würden.
– Drehen Sie den Input Gain-Parameter auf, bis
nur noch die grünen und gelben LEDs der Pegelanzeige aufleuchten.
– Wenn die rote LED leuchtet, drehen Sie Input Gain wieder herunter, bis sie nicht mehr
leuchtet.
Das ist Ihre optimale Input Gain-Einstellung.
Parametereinstellungen:
– Einstellung Normal: Die Phase des am Gitarreneingang empfangenen Signals bleibt
erhalten.
– Einstellung Inverted: Die Phase des empfangenen Signals wird invertiert.
Manchmal können durch das Invertieren der
Phase des Gitarrensignals Rückkopplungen
über die Bühnenmonitore verhindert werden.
Dies gilt besonders für akustische Gitarren.
Parametereinstellungen:
– Einstellung On: Die Lautsprechersimulation ist aktiv. Verwenden Sie diese Einstellung,
wenn Sie Ihr Signal direkt an die PA senden
oder einen FRFR-Lautsprecher verwenden
(FRFR = Full Range, Flat Response – linearer
Frequenzgang über die volle Bandbreite).
– Einstellung Off: Die Lautsprechersimulation
ist abgeschaltet. Verwenden Sie diese Einstellung, wenn Sie das Signal an einen Gitarrenverstärker mit einem eigenen, schönen
Klangcharakter leiten und dieser Charakter
auch bei der Verwendung von Effekten erhalten bleiben soll.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)105
Setup
Parameter Output Mode
Parameter Gate Threshold
Mit dem Parameter Output Mode Sie fest, ob der
Pegel des Signals an den Guitar-Buchsen fest
oder variabel sein soll.
Verwenden Sie den Parameter Gate Threshold,
um den Schwellwert (Threshold) für das Gate im
Gitarren-Signalweg einzustellen. Ein Gate schaltet ein Audiosignal stumm, sobald dieses Signal
unter einen bestimmten Pegel fällt.
Parametereinstellungen:
– Einstellung Unity Gain: Der Pegel des Gitarrensignals bleibt – unabhängig von den Mixer-Einstellungen – konstant.
Wenn Sie ein Expression-Pedal angeschlossen haben und es zur Steuerung des Gitarrenpegels verwenden, wirkt sich dies aber
auch dann auf den Pegel des Signals an den
Guitar-Buchsen aus, wenn Sie die Einstellung
Unity Gain gewählt haben.
– Einstellung Variable Level: Wenn Sie mit
dem integrierten Mixer den Pegel für das Gitarrensignal ändern, wirkt sich dies auf das
Signal an den Guitar-Buchsen aus.
Grundsätzlich gilt dieser Parameter nur für die
6,3 mm-Guitar-Buchsen, nicht für die XLR-Ausgänge. Bei dem Signal an den XLR-Ausgängen
wird die Mixer-Einstellung für das Gitarrensignal
stets berücksichtigt. Sobald Sie die Guitar-Buchsen verwenden, um das Gitarrensignal separat
aus dem Gerät zu führen, wird das Gitarrensignal aber aus dem Signal an den XLR-Ausgängen
entfernt.
Um das Gate praxisgerecht einzustellen, spielen Sie eine Note oder einen Akkord auf Ihrer
Gitarre und lassen Sie ihn ausklingen. Sie werden feststellen, dass er zunächst hörbar leiser
wird und ab einem bestimmten Pegel komplett
verstummt. An diesem Punkt hat sich das Gate
geschlossen und damit das Ausgangssignal
stummgeschaltet. Ihr Ziel sollte es sein, für den
Parameter Gate Threshold eine Einstellung zu
finden, bei der Ihr Instrument ausklingen kann
und sein Sustain zur Geltung kommt, aber kein
Hintergrundrauschen stört, wenn Sie nicht spielen. Die beste Einstellung für Ihren persönlichen
Stil und Geschmack finden Sie am besten durch
Ausprobieren.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)106
Setup
MIDI-Register
Parameter Source
Mit dem Parameter Source legen Sie den MIDI-Eingang fest, den das VoiceLive 3 verwenden
soll.
Parametereinstellungen:
– Einstellung USB: Das VoiceLive 3 empfängt
MIDI-Nachrichten am USB-Port.
– Einstellung MIDI: Das VoiceLive 3 empfängt
MIDI-Nachrichten an seiner MIDI IN-Buchse.
Parameter Filter
Parameter MIDI Channel
Verwenden Sie den Parameter Filter, um bestimmte Arten von MIDI-Nachrichten aus dem
MIDI-Datenstrom herauszufiltern, der am Gerät empfangen wird. Dies ist nützlich, wenn Sie
möchten, dass das VoiceLive 3 bestimmte MIDI-Nachrichten – zum Beispiel Programmwechsel – verarbeitet, andere aber nicht. Mit diesem
Parameter geben Sie die Datenarten an, die das
VoiceLive 3 NICHT verarbeiten soll.
Mit dem Parameter MIDI Channel stellen Sie
den MIDI-Kanal ein, auf dem das VoiceLive 3
eingehende MIDI-Nachrichten erwartet. Dieser
Parameter ist nützlich, wenn Sie mit mehreren
hintereinander angeschlossenen MIDI-Geräten
arbeiten und bestimmte Nachrichten gezielt an
einzelne Geräte senden wollen.
Parametereinstellungen:
– Einstellung None: Alle empfangenen MIDI-Daten werden (soweit möglich und sinnvoll)
verarbeitet.
– Einstellung PrgChange: Empfangene Programmwechsel-Nachrichten werden ignoriert.
– Einstellung SysEx: Empfangene System
Exclusive-Nachrichten (SysEx) werden ignoriert.
– Einstellung PC + SysEx: Alle empfangene Programmwechsel- und System Exclusive-Nachrichten werden ignoriert.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)107
Setup
Parameter CC Channel
Parameter Transpose
Parameter Split Note
Mit dem Parameter CC Channel stellen Sie den
MIDI-Kanal ein, auf dem das VoiceLive 3 auf eingehende MIDI-Nachrichten des Typs Continuous
Controller (CC) erwartet. Verwenden Sie den Parameter Transpose, um
eingehende MIDI-Noten um bis zu vier Oktaven
nach oben oder unten zu transponieren.
Sie können einen bestimmten MIDI-Tonumfang
definieren, in dem das VoiceLive 3 empfangene
MIDI-Notennachrichten umsetzt. Mit dem Parameter Split Note definieren Sie einen Split-Punkt.
Mit dem Parameter Split Direction legen Sie fest,
ob zur Steuerung die Noten über oder unter diesem Split-Punkt verwendet werden sollen.
Der reguläre MIDI-Kanal und der CC-Kanal können unterschiedlich sein. Sie können also zum
Beispiel auf einem MIDI-Kanal Programmwechselnachrichten an das VoiceLive 3 senden und
auf einem anderen MIDI-Kanal CC-Nachrichten
zur Steuerung von Parametern.
Wenn eine Note nach dem Transponieren außerhalb des zulässigen Bereichs liegen würde (also
zu niedrig oder zu hoch wäre), wird stattdessen
die entsprechende Note in der nächsten zulässigen Oktave verwendet. Wenn Sie den Parameter
Transpose also zum Beispiel auf -4 eingestellt
haben, aber eine Note beim Transponieren um
vier Oktaven nach unten zu niedrig wäre, wird
sie stattdessen nur um 3 Oktaven transponiert.
Wenn auch dies zu tief ist, wird sie nur um zwei
Oktaven heruntertransponiert und so weiter.
Parametereinstellungen: C-1 bis G9
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)108
Setup
Parameter Split Direction
Parameter Vibrato Boost
Parameter Pitchbend Range
Sie können einen bestimmten MIDI-Tonumfang
definieren, in dem das VoiceLive 3 empfangene
MIDI-Notennachrichten umsetzt. Mit dem Parameter Split Note definieren Sie einen Split-Punkt.
Mit dem Parameter Split Direction legen Sie fest,
ob zur Steuerung die Noten über oder unter diesem Split-Punkt verwendet werden sollen.
Mit dem Parameter Vibrato Boost legen Sie fest,
wie das VoiceLive 3 eingehende MIDI-Modulationsdaten verarbeiten soll.
Mit dem Parameter Pitchbend Range können Sie
den Tonumfang definieren, über den eingehende MIDI Pitchbend-Nachrichten die Tonhöhe der
Harmoniestimmen verändern können. Die Angabe erfolgt in Halbtönen. Der Standardwert ist 12
(also eine Oktave).
– Einstellung Above: Ausgewertet
Noten, deren Tonhöhe über dem
liegt.
– Einstellung Below: Ausgewertet
Noten, deren Tonhöhe unter dem
liegt.
werden die
Split-Punkt
werden die
Split-Punkt
Parametereinstellungen:
– Einstellung Boost: Die über MIDI empfangenen Modulationsdaten werden zu dem bereits
in den Harmoniestimmen definierten Vibrato
addiert.
– Einstellung Manual: Die über MIDI empfangenen Modulationsdaten steuern das Vibrato
der Harmoniestimmen direkt.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)109
Setup
Parameter SysEx ID
Parameter SysEx Dump Rate
Mit dem Parameter SysEx ID geben Sie die Geräte-Identifikationsnummer (SysEx ID) an, mit
der das Gerät beim Übertragen von SysEx-Daten adressiert wird.
Mit dem Parameter SysEx Dump Rate geben
Sie die Geschwindigkeit an, mit der bei Firmware-Updates oder der Verwaltung der Geräte-Presets MIDI-Daten übertragen werden sollen.
! Wenn Sie die Software VoiceSupport verwenden, um Firmware-Updates auf das Gerät zu
übertragen oder dessen Presets zu verwalten,
müssen Sie den Parameter SysEx-ID auf 0
einstellen.
Parametereinstellungen:
– Einstellung Normal: Dies ist der Standardwert. Insofern es keine Probleme gibt, sollten
Sie diese Einstellung beibehalten.
– Einstellung Slow: Bei dieser Einstellung wird
die Datenübertragungsrate reduziert. Wenn
Sie mit der Software VoiceSupport arbeiten
und es beim Synchronisieren von Presets
oder der Aktualisierung der Geräte-Firmware
zu Problemen kommt, sollten Sie diese Einstellung ausprobieren.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)110
Setup
Tone-Register
Parameter De-ess
Parameter Compression Mode
Das VoiceLive 3 ist mit einem presetunabhängigen Klangbearbeitungsmodul ausgestattet, das
für die menschliche Stimme optimiert ist. Es umfasst die Komponenten Compression (Anpassen der Signaldynamik), EQ (Entzerrung), Gating
(Rauschunterdrückung) sowie einen De-Esser
(Entfernung von Zischlauten) Die Einstellungen
für diese Komponenten werden nicht als Bestandteil von Presets gespeichert, sie gelten
global.
Mit dem Parameter De-ess legen Sie fest, in welchem Umfang der De-Esser bei der Gesangsstimme Zischlaute („Sss“) reduzieren soll. Der
Standardwert ist 50.
Mit dem Parameter Compression Mode können
Sie zwischen adaptiver (automatischer) und manueller Komprimierung wählen.
Wir empfehlen, dass Sie für die Komponenten
Compression, EQ und Gating als Ausgangspunkt die Einstellung „Adaptive“ verwenden und
die Einstellungen nur dann anpassen, wenn Sie
mit dem Ergebnis unzufrieden sind.
Parametereinstellungen:
– Einstellung Adaptive: Während Sie singen,
wird die Dynamik des Audiosignals automatisch angepasst.
– Einstellung Manual: Sie können die Einstellungen für die Anpassung der Dynamik (Komprimierung) manuell vornehmen, und diese
ändern sich nicht in Abhängigkeit vom Gesang.
Parameter Tone
Mit dem Parameter Tone schalten Sie die Signalbearbeitungskomponente Tone an oder aus.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)111
Setup
Parameter Compress (nur verfügbar,
wenn Compression Mode auf
Adaptive gestellt wurde)
Parameter Threshold (nur verfügbar,
wenn Compression Mode
auf Manual gestellt wurde)
Parameter Ratio (nur verfügbar,
wenn Compression Mode auf
Manual gestellt wurde)
Mit dem Parameter Compress legen Sie fest, in
welchem Umfang die adaptive Komprimierung
die Dynamik Ihrer Stimme steuern soll. Der Standardwert ist 50%.
Mit dem Parameter Threshold legen Sie den Signalpegel fest, ab dem die Komprimierung der
Signaldynamik aktiviert werden soll.
Mit dem Parameter Ratio legen Sie fest, wie
stark die Dynamik des Signals komprimiert werden soll, sobald dieses den mit Threshold eingestellten Wert überschreitet. Ratio wird normalerweise als Verhältnis von 1 zu „x“ angegeben,
wobei „x“ für die Verminderung des Signalpegels
in Dezibel für jedes Dezibel steht, um welches
das Signal den mit Threshold eingestellten Wert
überschreitet.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)112
Setup
Parameter Gate
Das Gate schaltet den Mikrofon- oder Line-Eingang ab, sobald das dort anliegende Signal unter einen bestimmten Schwellwert fällt.
Mit dem Parameter Gate können Sie zwischen
adaptivem (automatischem) und manuellem Gating wählen.
Parameter Lead Atten(uation) (nur
verfügbar, wenn Gate auf Adaptive
oder Manual gestellt wurde)
Parameter Harm(ony) Atten(uation)
(nur verfügbar, wenn Gate auf
Adaptive oder Manual gestellt wurde)
Mit dem Parameter Lead Atten(uation) geben Sie
an, wie stark das Mikrofonsignal abgesenkt werden soll, sobald das Signal unter den Schwellwert fällt.
Mit dem Parameter Harm(ony) Atten(uation) geben Sie an, wie stark die Pegel der Harmoniestimmen abgesenkt werden sollen, sobald das
Mikrofonsignal unter den Schwellwert fällt.
Parametereinstellungen:
– Einstellung Off: Das Gate wird grundsätzlich
nicht aktiviert.
– Einstellung Adaptive: Die Einstellungen des
Gates werden automatisch angepasst.
– Einstellung Manual: Der Schwellwert für das
Gate (Threshold) kann vom Anwender eingestellt werden.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)113
Setup
Parameter Threshold (nur verfügbar,
wenn Gate auf Manual gestellt wurde)
Verwenden Sie den Parameter Threshold, um
den Schwellwert (Threshold) für das Gate einzustellen. Wenn der Signalpegel unter diesen Wert
fällt, wird das Gate aktiviert wird und dämpft das
Signal entsprechend der Einstellung des Parameters Atten(uation) ab.
Parameter EQ Mode
Mit dem Parameter EQ Mode können Sie zwischen adaptiver (automatischer) und manueller
Entzerrung wählen.
Parametereinstellungen:
Parameter Shape (nur
verfügbar, wenn EQ Mode auf
Adaptive gestellt wurde)
Mit dem Parameter Shape legen Sie fest, in welchem Umfang die adaptive Entzerrung den Frequenzgang Ihrer Stimme steuern soll. Der Standardwert ist 50.
– Einstellung Adaptive: Während Sie singen,
wird die Entzerrung durch den EQ automatisch angepasst.
– Einstellung Manual: Sie können die Einstellungen für die Entzerrung (Equalizer) manuell
vornehmen, und diese ändern sich nicht in
Abhängigkeit vom Gesang.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)114
Setup
Parameter Warmth (nur
verfügbar, wenn EQ Mode auf
Adaptive gestellt wurde)
Parameter Low Gain / Mid Gain /
High Gain (nur verfügbar, wenn EQ
Mode auf Manual gestellt wurde)
Parameter Low Freq / Mid Freq /
High Freq (nur verfügbar, wenn EQ
Mode auf Manual gestellt wurde)
Mit dem Parameter Warmth passen Sie den
Charakter der adaptiven Entzerrung an. Wenn
Sie ihn auf „On“ stellen, klingt das bearbeitete
Signal wärmer.
Mit den Parametern Low Gain, Mid Gain und
High Gain können Sie die Signalanhebung oder
-absenkung für die drei Frequenzbänder des
Equalizers einstellen.
Mit den Parametern Low Freq, Mid Freq und
High Freq können Sie die Arbeitsfrequenzen der
drei Frequenzbänder des Equalizers einstellen.
Wertebereich: 20 bis 20480 Hz.
Wertebereich: -12 bis 12 dB.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)115
Setup
Parameter Mid BW (nur
verfügbar, wenn EQ Mode auf
Manual gestellt wurde)
Mit dem Parameter Mid BW definieren Sie die
Bandbreite für das mittlere Frequenzband des
Equalizers.
Wertebereich: „Narrow“, 0,11 bis 8,77, „Wide“.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)116
Setup
System-Register
Parameter Contrast
Mit dem Parameter Contrast stellen Sie den Kontrast des Displays des VoiceLive 3 ein.
Der optimale Kontrast hängt vom der Umgebungshelligkeit und dem Blickwinkel ab.
Parameter Global Preset
Parameter Global NatPlay Source
Mit dem Parameter Global Preset definieren Sie
ein Preset als globales Preset, welches die Basiswerte für alle anderen Presets bereitstellt, in
deren Effektblöcken der Parameter Global auf
On eingestellt wird.
Mit dem Parameter Global NatPlay Source können Sie eine global geltende Signalquelle für die
NaturalPlay-Funktion definieren. Verwenden Sie
diesen Parameter, wenn Sie sicherstellen wollen, dass zum Festlegen der Tonart/Tonleiter nur
Audio- oder Steuerdaten von einer bestimmten
Quelle verwendet werden. Weitere Informationen
finden Sie im Abschnitt “Was ist NaturalPlay?”
auf Seite 36.
Den Parameter Global finden Sie normalerweise
bei jedem Effektblock ganz am Ende der Parameterliste. Sobald Sie bei einem Effektblock den
Parameter Global aktivieren (Einstellung On),
werden die Einstellungen für diesen Effektblock
direkt von dem Preset übernommen, das Sie mit
dem Parameter Global Preset ausgewählt haben.
Weitere Informationen finden Sie unter “Wichtig:
Die Verbindung zwischen dem globalen Preset
und anderen Preset geht in beide Richtungen”
auf Seite 51. Parametereinstellungen:
– Einstellung Auto: Um die korrekte Tonart/
Tonleiter für die Effektblöcke Harmony und
HardTune zu ermitteln, wertet das VoiceLive
3 die folgenden Signalquellen aus: den Gitarreneingang, den MIDI-Eingang (MIDI-Buchse oder USB-Anschluss), Aux-Buchse und
RoomSense-Mikrofone.
– Einstellung Guitar: Das an der Buchse
GUITAR IN empfangene Audiosignal wird zur
Ermittlung der Tonart/Tonleiter verwendet.
– Einstellung MIDI: Die an der Buchse MIDI IN
empfangenen MIDI-Noten werden zur Ermittlung der Tonart/Tonleiter verwendet.
– Einstellung Aux: Das an der Aux-Buchse
empfangene Audiosignal wird zur Ermittlung
der Tonart/Tonleiter verwendet.
– Einstellung RoomSense: Das von den eingebauten RoomSense-Mikrofonen erfasste
Audiosignal wird zur Ermittlung der Tonart/
Tonleiter verwendet.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)117
Setup
Parameter All Guitar FX Global
Parameter Global Tempo
Parameter Global Key/Scale
Mit dem Parameter All Guitar FX Global können Sie sämtliche Gitarreneffekte auf die derzeit geltenden Werte „fixieren“. Diese Funktion
ist besonders nützlich, wenn Sie in allen Presets
dieselben Gitarreneffekte verwenden wollen. In
diesem Fall trennen Sie das VoiceLive 3 quasi
auf in einen Satz von Gitarreneffektpedalen (deren Einstellungen unverändert bleiben), und einen Vocal-Prozessor (dessen Einstellungen sich
beim Presetwechsel ändern).
Verwenden Sie den Parameter Global Tempo,
wenn Sie für die tempo-bezogenen Effekte und
Funktionen nicht die Einstellungen verwenden
wollen, die in den Presets gespeichert sind, sondern ein globales Tempo.
Verwenden Sie den Parameter Global Key/Scale, wenn Sie eine global geltende Tonart/Tonleiter vorgeben wollen. Wenn Sie den Parameter
Global Key/Scale aktivieren (Einstellung On) und
Sie im Harmony-Effektblock Einstellungen für
die Parameter Key (Tonart) und Scale (Tonleiter)
vornehmen, dann gelten diese Tonart und Tonleiter für alle Presets und deren Tonart-basierte
Effekte.
Wen Sie den Parameter Global Tempo anschalten (Einstellung On), gilt das – per Tempo-Tapping (siehe “Tempo-Tapping”
auf Seite 46), – auf der Bearbeitungsseite des Delay-Effektblocks oder
– mit dem Loop-Metronom (siehe “Metronom-Untermenü” auf Seite 93) eingestellte
Tempo
grundsätzlich in allen Presets. So lange Global
Tempo aktiv ist (Einstellung On), werden die in
den einzelnen Presets gespeicherten Tempowerte ignoriert.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)118
Setup
Parameter Tune Reference
Parameter Hit Behavior
Mit dem Parameter Tuner Reference können Sie
die Referenz-Frequenz für den integrierten Tuner
einstellen. Der Standardwert ist 440 Hz.
Mit dem Parameter Hit Behavior legen Sie fest,
wie das manuelle Ein- und Ausschalten von Effektblöcken und die HIT-Funktion sich aufeinander auswirken. Weitere Informationen finden Sie
unter “HIT – Dynamisch und Snapshot” auf Seite
44. VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)119
Setup
Buttonmap-Register
Parameter Step Button Function
Jedes einzelne Preset des VoiceLive 3 umfasst
zwei Buttonmaps – eine für den Vocal-Layer und
eine für den Guitar-Layer. Eine solche Buttonmap erlaubt es Ihnen, allen sechs Effekt-Fußtastern (μMod, Delay, Reverb, HIT, Double / Comp
sowie Harmony / Drive) neue Funktionen zuzuordnen. Weitere Informationen finden Sie unter
“Einen Fußtaster neu zuordnen” auf Seite 40.
Verwenden Sie den Parameter, um dem Fußtaster Step eine andere Funktion als das Umschalten zwischen Steps in einem Preset zuzuordnen.
Neben diesen Buttonmaps, die als Bestandteil
jedes Presets gespeichert werden, können Sie
mit der Registerkarte Buttonmap im Setup-Menü weiteren Bedienelementen bestimmte Funktionen zuordnen. Hierzu gehören der Step-Fußtaster und der Schalter an Mikrofonen, die die
Funktion Mic Control unterstützen.
Jede der folgenden Funktionen kann dem Fußtaster Step zugeordnet werden. Diese Einstellung wird nicht als Bestandteil eines Presets
gespeichert, stattdessen gilt sie global (Preset-übergreifend). Je nachdem, welche Funktion
sie ihm zuordnen, leuchtet die Leuchtdiode des
Step-Fußtasters blau (Funktion aus Vocal-Layer), rot (Funktion aus Guitar-Layer) oder violett
(Funktion aus Loop-Layer oder Systemfunktion).
Parametereinstellungen:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Step
Pitch Cor
All Mute
µMod
Delay
Reverb
Voc HIT
Double
Harmony
Transducer
HardTune
Rhythmic
Stutter
Choir
Synth
Harm(ony) Hold*
Grundton festlegen
Tempo-Tapping
Bypass
G µMod (G= Gitarre)
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
*
G Delay
G Reverb
G HIT
G Comp
G Drive
G Amp
G Rhythm
G Octaver
G Wah
G Mute
All HIT
Looper**
Harmony muss aktiv sein, damit dies einen Effekt hat.
**Schaltet zum Loop-Layer um. Sie werden
feststellen, dass Sie den Loop-Layer so viel
schneller aufrufen können als wenn Sie die
Layer-Taste gedrückt halten müssen.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)120
Setup
Der Parameter Step Button Mode
Der Parameter Mic Switch Function Der Parameter Mic Switch Mode
Verwenden Sie den Parameter Step Button
Mode, um die Betriebsart der Step-Taste einzustellen.
Verwenden Sie den Parameter Mic Switch Function, um eine Funktion auf den Schalter Ihres
Mikrofons zu legen.
Verwenden Sie den Parameter Mic Switch Mode,
um die Betriebsart für den Schalter an Ihrem
Mic-steuerungsfähigen Mikrofon festzulegen.
– Einstellung Latched: Tippen Sie den Schalter an, um den zugewiesenen Effekt zu aktivieren, tippen Sie erneut, um ihn zu deaktivieren.
– Einstellung Momentary: Die zugewiesene
Effekt ist nur bei gedrücktem Fußtaster aktiv.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt
“Den Modus eines Fußtasters von Latched auf
Momentary ändern” auf Seite 39.
Aktiviert die Mikrofonsteuerung und legt die
Funktion des Schalters fest.
– Einstellung Latched: Drücken Sie den Schalter am Mikrofon, um den zugewiesenen Effekt
zu aktivieren, tippen Sie erneut, um ihn zu deaktivieren.
– Einstellung Momentary: Der zugewiesene
Effekt steht nur bei gedrücktem Mic-Schalter
Verfügung.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt
“Den Modus eines Fußtasters von Latched auf
Momentary ändern” auf Seite 39.
Parametereinstellungen:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
*
Off
µMod
Delay
Reverb
Vocal HIT
Double
Harmony
Transducer
HardTune
Rhythmic
Stutter
Choir
Synth
Harm(ony) Hold
Step
Tempo-Tapping
Bypass
All HIT
Preset Up / Preset Down**
Preset Step
Harmony muss aktiv sein, damit dies einen Effekt hat.
**Durch Antippen des Mic-Schalters wechseln
Sie zum nächsten oder vorherigen Preset.
Durch Drücken des Mic-Schalters wechseln
Sie die Richtung (aufwärts / abwärts)
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)121
Setup
Der Parameter Fußtaster-Buchse
An die Buchse Footswitch Ihres VoiceLive 3
können Sie entweder den Mehrfach-Fußtaster
Switch-3 von TC-Helicon oder ein zweites Expression-Pedal anschließen.
Parametereinstellungen:
– Einstellung Switch-3: Verwenden Sie diese Einstellung, wenn Sie ein Switch-3 an die
Footswitch-Buchse angeschlossen haben.
– Einstellung Expression-Pedal: Verwenden
Sie diese Einstellung, wenn Sie ein Expression-Pedal an die Footswitch-Buchse angeschlossen haben.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt
“Verwenden eines zweiten Expression-Pedals”
auf Seite 56.
Der Parameter Exp(ression)
Pedal Function
Wenn Sie ein zweites Expression-Pedal an die
Fußtaster-Buchse angeschlossen haben, verwenden Sie den Parameter Expr(ession) Pedal
Fuunction, um eine Funktion auf dieses Expression-Pedal zu legen.
Das zweite Expression-Pedal kann eine der folgenden Funktionen steuern:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Guitar Rhythmic Depth
Guitar Rhythmic Division
Guitar Amp Post Gain
Guitar Amp Pre Gain
Guitar Level
Guitar Pan
Looper Level
Headphone Level
Guitar Delay Send
Guitar Reverb Send
Off
Lead Octave Down
Lead Octave Up
Harmony Octave Down
Harmony Octave Up
Harmony + Double Level
Delay + Reverb Level
Harmony Level
Double Level
Vocals µMod Level
Vocals Delay Level
Vocals Reverb Level
Synth Level
Lead Level
Vocal µMod + Delay + Reverb Level
Vocal Level
Aux Level
Vocal Delay Sends
Vocal Reverb Sends
Rhythm Depth
Rhythm Division
Stutter Division
Guitar µMod Level
Guitar Delay Level
Guitar Reverb Level
Guitar Delay + Reverb Level
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)122
Setup
Parameter Exp(ression)
Min(imum) Pos(ition) Parameter Exp(ression)
Max(imum) Pos(ition) Wenn Sie ein zweites Expression-Pedal an die
Fußtaster-Buchse angeschlossen haben, verwenden Sie den Parameter Exp(ression) Min(imum) Pos(ition) im Setup-Menü, um den Parameterwert festzulegen, der der minimalen Position (down) des zweiten Expression-Pedals
entspricht.
Wenn Sie ein zweites Expression-Pedal an die
Fußtaster-Buchse angeschlossen haben, verwenden Sie den Parameter Exp(ression) Max(imum) Pos(ition) im Setup-Menü, um den Parameterwert festzulegen, der der maximalen Position (up) des zweiten Expression-Pedals entspricht. Weitere Informationen finden Sie unter “Exp Pedal-Registerkarte: Wie Sie ihr Expression-Pedal
optimal nutzen” auf Seite 55. Weitere Informationen finden Sie unter “Exp Pedal-Registerkarte: Wie Sie ihr Expression-Pedal
optimal nutzen” auf Seite 55. Parameter SW3-1 / SW3-2 / SW3-3 Diese Parameter stehen nur zur Verfügung,
wenn vorher der Parameter Footswitch Jack auf
Switch-3 gesetzt wurde.
Jeder Switch-3-Fußtaster kann einer der folgenden Funktionen zugeordnet werden:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Step
Pitch Corr(ection)
All Mute (Gitarre und Vocals stummschalten)
µMod
Delay
Reverb
Vocal HIT
Double
Harmony
Transducer
HardTune
Rhythmic
Stutter
Choir
Synth
Harm(ony) Hold*
Grundton festlegen
Tempo-Tapping
Bypass
G µMod
G Delay
G Reverb
G HIT
G Comp
G Drive
G Amp
G Rhythm
G Octaver
G Wah
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)123
Setup
–
–
–
*
G Mute
All HIT
Looper**
Harmony muss aktiv sein, damit dies einen Effekt hat.
**Schaltet zum Loop-Layer um. Sie werden
feststellen, dass Sie den Loop-Layer so viel
schneller aufrufen können als wenn Sie die
Layer-Taste gedrückt halten müssen.
Parameter Mode (unter SW31 / SW3-2 / SW3-3)
Mit den drei Mode-Parametern unter den Parametern SW3-1, SW3-2 und SW3-3 können
Sie unabhängig voneinander die Betriebsart
für die drei Fußtaster eines an das VoiceLive 3
angeschlossenen Fußtaster-Pedals TC-Helicon
Switch-3 festlegen.
– Einstellung Latched: Tippen Sie den entsprechenden Fußtaster des Switch-3 an, um
den zugewiesenen Effekt zu aktivieren. Tippen
Sie erneut, um ihn zu deaktivieren.
– Einstellung Momentary: Die zugewiesene
Effekt ist nur bei gedrücktem Fußtaster aktiv.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt
“Den Modus eines Fußtasters von Latched auf
Momentary ändern” auf Seite 39.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)124
Setup
Pedal Calibration Registerkarte
Product Info-Register
Weitere Informationen zum Kalibrieren eines angeschlossenen Pedals finden Sie unter “Kalibrieren des Ihres Expression-Pedals” auf Seite
56.
Die Registerkarte Product Info enthält wichtige
Informationen über Ihr VoiceLive 3:
– Installierte Firmware-Version
– Serial Number (Seriennummer)
– Herstellungsdatum
Diese Informationen sind nützlich, falls Sie sich
einmal an den TC-Helicon Support wenden
müssen. Wenn Sie eine Support-Anfrage stellen, halten
Sie diese Informationen bitte bereit.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)125
Anhang
Anhang
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)126
Anhang
MIDI-CC-Liste
Für Effekte, die ein- oder ausgeschaltet werden
können: Wert 1-63 = aus, 64-127 = an
CC-Nr.
1
16
17
19
21
23
25
27
29
30
31
46
47
50
51
56
104
110
111
112
113
115
116
117
118
119
123
Harmony Vibrato Boost
Guitar – Rhythmic
Guitar – Delay
Guitar – Compressor
Guitar – µMod
Guitar – Octaver
Guitar – Amp
Guitar – Wah
Guitar – Boost
Vocal Harmony – Key (C, C#, D, D#, E, F, F#, G, G#, A, A#, B) – Werte von 0-11Vocal Harmony - Key (C, C #, D, D #, E, F, F #, G, G
#, A, A #, B) - Werte von 0 bis 11 bzw.
Vocal Harmony – Scale (MAJ1, MAJ2, MAJ3, MIN1, MIN2, MIN3 CUST) - Werte von 0-7
Guitar – Reverb
Guitar – HIT
Vocal – Vocoder/Synth
Vocal – Rhythmic
Vocal – HIT
Vocal – Choir
Vocal – Harmony
Vocal – Double
Vocal – Reverb
Vocal – HardTune
Step - der Parameter-Wert entspricht der Step-Nummer (1 = Step 1, 2 = Step 2 usw.)
Vocal – µMod
Vocal – Delay
Vocal – Transducer
Harmony Hold
All Notes Off
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)127
Anhang
Systemwartung/Zurückksetzen
auf Werkseinstellungen
Sie können das VoiceLive 3 in einen speziellen
Wartungsmodus starten, in dem Sie mehrere
Systemwartungsfunktionen ausführen können,
darunter das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen.
Den Wartungsmodus aktivieren
– Schalten Sie Ihr VoiceLive 3 aus.
– Ziehen Sie die Kopfhörer ab (falls welche angeschlossen sind).
– Drücken Sie mit einem Zahnstocher oder einem dünnen Draht (wir empfehlen eine aufgebogene Büroklammer) auf die Taste, die sich
in der Kopfhörerbuchse befindet. Die Taste ist
sehr klein und befindet sich ganz hinten in der
Buchse. Sie brauchen nicht viel Kraft anwenden - also gehen Sie bitte sanft vor. Wenn Sie
die Taste drücken, werden Sie eine leises Klicken wahrnehmen. – Halten Sie die Taste gedrückt und drücken Sie
gleichzeitig den Netzschalter auf Ihrem VoiceLive 3.
– Warten Sie, bis die Seite „System Maintenance“ angezeigt wird.
Die Seite „System Maintenance“ sollte sofort
angezeigt werden. Wenn Sie stattdessen nach
dem Startvorgang die „normale“ Hauptansicht
des VoiceLive 3 sehen (ohne die Zeile „System
Maintenance“ am oberen Rand), haben Sie
die kleine Taste in der Kopfhörerbuchse nicht
richtig gedrückt. Versuchen Sie es erneut.
– Wählen Sie durch Drehen des Drehreglers die
gewünschte Option aus dem Menü.
Aktualisieren der Firmware mit
Hilfe eines USB-Flash-Laufwerks
Wenn Sie die Firmware des VoiceLive 3 nicht mit
der Software VoiceSupport aktualisieren können,
können Sie ein USB-Flash-Laufwerk verwenden,
um ein Firmware-Update durchzuführen.
– Formatieren Sie das USB-Flash-Laufwerk zunächst mit dem Dateisystem FAT32 (Informationen zur Wahl des Dateisystems beim
Formatieren eines Datenträgers finden Sie im
Handbuch beziehungsweise der Hilfefunktion
Ihres Computers beziehungsweise Ihres Betriebssystems).
Beachten Sie, dass beim Formatieren eines
USB-Flash-Laufwerks all darauf gespeicherten Daten gelöscht werden.
– Kopieren Sie die „. Syx“-Datei, die das Firmware-Update enthält, auf das USB-FlashLaufwerk.
– Stecken Sie das USB-Flash-Laufwerk in den
USB-Host-Anschluss an Ihrem VoiceLive 3.
– Starten Sie den VoiceLive 3 im Systemwartungs-Modus (siehe hierzu “Den Wartungsmodus aktivieren”).
– Wählen Sie aus dem Menü die Option „Update
from USB-Drive“.
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)128
Technische Daten
Technische Daten
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)129
Technische Daten
Leistungsmerkmale
Vocal-Effekte
Looper
Gitarreneffekte
Steuerung
Arbeitsspeicher:
Fußtaster
Presetverwaltung
µMod, Echo / Delay, Reverb, Harmony, Double, Transducer, Rhythmic,
HardTune / Correction, Choir, Stutter, Vocoder, Adaptive Tone
Multitrack-Looper
Basis-Loop A, Unbegrenzte Overdubs, Basis-Loop A mit alternativ zuschaltbaren Loop-Spuren B
und C zum Beispiel für Strophe/Refrain
Loop-Speicher: 10 Loops mit je drei Loop-Spuren
Insgesamt 45 Minuten Loopzeit
Amp Modeling, Drive, Delay, Reverb, Compression, Resonant Filter, Wah, µMod (Flange, Chorus, De-tune), Shifter, Rhythmic/Tremolo, Talkbox (Teil des Vocoders)
250 Werkspresets
Presets
10 Steps pro Preset
10 Fußtaster
6 auf Preset-Ebene zuordenbare Fußtaster zum An- und Abschalten von Effektblöcken
Preset-Kategorien (Genres und Stile)
Ausführung
Größe
Höhe
Breite
Tiefe
Gewicht
Gewicht
Ausführung
Display
Sonstiges
76 mm (3“)
350 mm (13,8“)
261 mm (8,5“)
5 lb. (2,3 kg)
Gehäuse aus eloxiertem Aluminium und Stahl
Gummierte Edit- und Mix-Regler
Eingelassener gummierter Griff auf Unterseite
192 x 64 Pixel STN LCD blau, weiße Hintergrundbeleuchtung
Fußtaster mit dreifarbiger Beleuchtung
Kapazitive Touch-Eingabefelder mit LED-Anzeigen
Anschlüsse
Analoge Eingänge
Vocal-Bereich
Anschluss
Eingangsimpedanz symmetrisch
Pegel Mikr.-Eingang bei 0 dBFS
Kombi-Buchse (XLR symmetrisch und 6,3 mm-Klinkenbuchse symmetrisch – TRS)
3,08 kOhm
-52 bis +7 dBu
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)130
Pegel Line-Eingang bei 0 dBFS:
EIN bei max. Mikr.-Anhebung Rg = 150 Ohm
Störabstand Mikr.
Phantomspeisung
A/D-Wandlung
Gitarrenbereich
Anschluss
Eingangsimpedanz Gitarreneingang
Pegel Gitarren-Eingang bei 0 dBFS
Störabstand Gitarreneingang
A/D-Wandlung
Monitor-Bereich
Anschluss
Eingangsimpedanz symmetrisch
Pegel Monitor-Eingang bei 0 dBFS
Aux
Anschluss
Pegel Aux-Eingang bei 0 dBFS
Technische Daten
-40 bis +19 dBu
-127 dBu
> 100 dB bei typischem Mikrofoneingangspegel
+48 V (kann im Setup-Menü aktiviert werden)
24 Bit
128faches Oversampling Bitstream
110 dB Störabstand A-gewichtet
6,3 mm-Klinkenbuchse
1 MOhm
-2 dBu bis 14 dBu
> 108 dB
24 Bit
128faches Oversampling Bitstream
110 dB Störabstand A-gewichtet
XLR (symmetrisch)
25 kOhm
+16 dBu
3,5 mm-Stereo-Miniklinkenbuchse
+2 dBu
Analoge Ausgänge
Vocal-Bereich
Anschlüsse
Ausgangsimpedanz symmetrisch / asymmetrisch
Ausgangspegel bei 0 dBFS
Dynamik
Frequenzgang
D/A-Wandlung
Gitarrenbereich
Anschlüsse
XLR (symmetrisch)
300/150 Ohm
Linepegel: +14 dBu
Mikr.pegel: -2 dBu
> 109 dB
20 Hz bis 20 kHz
0/-0,3 dB
20 Hz bis 20 kHz
24 Bit
128faches Oversampling Bitstream
115 dB Störabstand A-gewichtet
6,3 mm Klinke (Tip-Ring-Sleeve)
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)131
Ausgangsimpedanz symmetrisch / asymmetrisch
Ausgangspegel bei 0 dBFS
Dynamik
D/A-Wandlung
Kopfhörer
Anschluss
Impedanz
Ausgangsverstärkung
Guitar Thru
Eingang
Anschluss
Ausgangsimpedanz, symm./asymm.
Monitor Thru
Signalweg
Anschluss
Technische Daten
442/221 Ohm
Linepegel: +14 dBu
Mikr.pegel: -2 dBu
> 101 dB
20 Hz bis 20 kHz
24 Bit
128faches Oversampling Bitstream
106 dB Störabstand A-gewichtet
6,3 mm-Stereo-Miniklinkenbuchse
50 Ohm
+14 dBu max
Gepufferter Gitarreneingang
6,3 mm Klinke (Tip-Ring-Sleeve)
270/540 Ohm
Direkte Verbindung zum Monitor-Eingang
XLR (symmetrisch)
Bedienelemente
USB
MIDI In/Out
Pedal
Mic Control
USB-A, Mini-B
5 Pin DIN
6,3 mm Klinke (Tip-Ring-Sleeve)
Bei unterstützten Mikrofonen: TC-Helicon MP-75 oder Sennheiser e 835
Details
Stromversorgung
Externe Netzstromversorgung
Leistungsaufnahme
100 bis 240 Volt Wechselstrom
50 bis 60 Hz (automatische Umschaltung)
< 14 W
Sicherheit
EMV entspricht
Sicherheit beglaubigt nach
EN 55103-1:2009, EN 55103-2:2009, FCC CFR 47 Teil15B und ICES-003:2004 vierte Ausgabe
IEC 65, EN 60065, UL6500 und CSA IEC 65, EN 60065, UL6500 und CSA
Voraussetzungen für den Betrieb
Betriebstemperatur
Lagertemperatur
Feuchtigkeit
0° bis 50° C (32° bis 122° F)
-30° bis 70° C (-22° bis 167° F)
Maximal 90 % nicht-kondensierend
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)132
Im Lieferumfang des VoiceLive 3 enthalten
Technische Daten
Regionsspezifisches Netzteil
USB-Kabel
Kurzanleitung
Kombiniertes Gitarren-/Kopfhörerkabel
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)133
Technische Daten
VoiceLive 3 – Referenzhandbuch (2014-03-29)134

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