Exotische Pflanzen im Garten – Was tun?

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Exotische Pflanzen im Garten – Was tun?
Exotische Pflanzen im Garten – Was tun?
Verzichten Sie der Natur zuliebe auf exotische Problempflanzen, es gibt genügend attraktive
Alternativen! Problempflanzen im Garten Pflanzen halten sich nicht an Gartenzäune. Einige exotische
Gartenpflanzen sind heute verwildert, breiten sich explosionsartig aus und nehmen den einheimischen
Pflanzen und Tieren die Lebensgrundlage. Diese Problemarten – sogenannte invasive Neophyten –
können zudem Bauten des Hochwasserschutzes und Verkehrs schädigen oder die Gesundheit
gefährden.
11 verbotene Pflanzenarten
Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern ist in der Schweiz für 11 Pflanzenarten jeglicher
«Umgang» verboten (Freisetzungsverordnung des Bundes). Zum «Umgang» gehören das Pflanzen,
Pflegen und Vermehren dieser Arten, sowie das Verbreiten in Blumensträussen. Erlaubt sind
einzig Massnahmen zu deren Ausmerzung.
Folgende Pflanzenarten sind verboten: Aufrechte Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia), Nadelkraut
(Crassula helmsii), Nuttalls Wasserpest (Elodea nuttalli), Riesenbärenklau (Heracleum
mantegazzianum), Grosser Wassernabel (Hydrocotyle ranunculoides), Drüsiges Springkraut (Impatiens
glandulifera), Südamerikanische Heusenkräuter (Ludwigia spp.), Asiatische Staudenknöteriche inkl.
Hybride (Reynoutria spp.), Essigbaum (Rhus typhina), Schmalblättriges Greiskraut (Senecio
inaequidens), Amerikanische Goldruten inkl. Hybride (Solidago spp.)
Fachgerechte Bekämpfung ist entscheidend
Um eine weitere Verbreitung von Problempflanzen zu vermeiden sind folgende Regeln wichtig:
1. Problempflanzen wenn immer möglich entfernen.
2. Blütenstände vor der Samenreife abschneiden.
3. Kein Pflanzenmaterial aus dem Garten in der freien Natur deponieren.
4. Wurzeln und Samenstände invasiver Neophyten im Kehricht entsorgen, nicht kompostieren!
Schöne und ökologisch wertvolle Alternativen
Ob Wirtspflanze für Schmetterlinge und Bienen, Sichtschutz oder Blütenfarbe – sicher haben Sie
verschiedene Ansprüche an die Pflanzen in Ihrem Garten. Auf diese müssen Sie nicht verzichten. Es gibt
für die Umwelt und den Menschen wertvolle Alternativen zu invasiven Neophyten. Die folgenden
einheimischen Arten zeigen Ihnen einige Möglichkeiten auf. Lassen Sie sich in einem Fachgeschäft
beraten, welche weiteren einheimischen Arten Ihren Ansprüchen am besten entsprechen.
Anstatt Kirschlorbeer sollen einheimische Arten verwendet werden z. Bsp. Eibe oder Gemeiner Liguster
Aktionstage 2016 in Wallisellen und Opfikon
Gerne möchten wir der Bevölkerung das Thema Neophyten näher bringen und laden Sie gerne ein:
Freitag, 2. September 2016, 17:30-19:30 Uhr, Infoveranstaltung mit Vortrag und Begehung
Treffpunkt: Reformiertes Kirchgemeindehaus Wallisellen, Zentralstrasse 10 in Wallisellen.
Vortrag und Rundgang durch die Fachperson Günther Gelpke von Naturschutz - Planung und Beratung.
Samstag, 3. September 2016, 9:00-11:30 Uhr, Bekämpfungsaktion im Wald
Treffpunk: Forsthaus Wallisellen, Erlenholzstrasse 2 in Wallisellen.
Bekämpft werden das Berufskraut und die kanadische Goldrute in Opfikon und Wallisellen.
Nutzen Sie die Gelegenheit: Informieren Sie sich und helfen Sie mit!
Eine Zusammenarbeit zwischen Forstbetrieb Zweckverband Forstrevier Hardwald Umgebung,
Naturschutzverein Mittleres Glattal, Stadt Opfikon (Bau und Infrastruktur), Gemeinde Wallisellen
(Abteilung Tiefbau und Landschaft)