MAVERICK-Poker - Regelwerk 2009 - theBASEment-Link
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MAVERICK-Poker - Regelwerk 2009 - theBASEment-Link
REGELWERK SAISON 2009 INHALTSVERZEICHNIS INFORMATIONEN ZUM POKERN Seite 2 MAVERICK – die Regeln Seite 6 EINSÄTZE (Wett-Einsätze) Seite 7 DIE SPIELKARTEN Seite 9 DIE KARTEN-KOMBINATIONEN Five-Card-Figure-Kombinationen Royal Flush Straight Flush (Street-Flush / Strassen-Flush) Poke (Vierling / vier Gleiche / Four of a kind) Full House (Full Hand) Flush Straight (Street / Strasse) Three of a kind (Drilling / Tris / 3er) Two Pair (deux pair / zwei Paare) Pair (Pair / Paar / two of a kind) High Card (höchste Karte) http://www.george4u.ch Seite 13 Seite 13 Seite 14 Seite 14 Seite 15 Seite 15 Seite 16 Seite 16 Seite 17 Seite 17 Seite 18 Seite 18 DER SPIELBETRIEB Seite 20 DIE SPIELER Seite 25 DIE BANK Seite 26 MAVERICK 1 von 27 INFORMATIONEN ZUM POKERN Poker – einfach (und) unterhaltsam Sie können nicht Pokern? Wenn sie irgendein Kartenspiel kennen, werden sie in kürzester Zeit auch fähig sein, zu pokern. Wie immer gibt es natürlich einen grossen Unterschied, zwischen der Fähigkeit an einem Spiel teilnehmen zu können und das Spiel zu beherrschen. Es sei hier angemerkt, dass über Poker zu lesen und schreiben sehr viel schwieriger ist, als das Spiel selbst zu spielen. Geschichtliches Woher das Pokerspiel kommt und wer es erfunden hat, ist geschichtlich nicht genau festgehalten. Es ist auch so, dass es DAS Pokerspiel gar nicht gibt. Es gibt so viele Varianten dieses Kartenspiels, dass es unmöglich ist festzulegen, welche davon das Original sein soll. Gerade die Tatsache, dass es so viele Versionen davon gibt, ist ein Grund für die Verwirrung, welche einen Pokeranfänger haben kann. Aber keine Angst, es ist viel einfacher, als es sich im ersten Moment anhört. - Primero / Primiera / La prime o Schon im 14ten Jahrhundert wurde in Europa ein Spiel gespielt, in welchem mit drei Karten gespielt wurde. Es ging darum drei Karten zu haben, welche den gleichen Karten-Wert oder die gleiche Farbe haben. Aber auch Karten-Kombinationen, welche aus zwei gleichen KartenWerten bestanden, waren gewinnberechtigt. - Wetten auf die höchste Karten-Kombination o Zu beginn des 19 Jahrhunderts war in Amerika ein Spiel bekannt, welches zu viert mit 20 Karten gespielt wurde. Jedem der vier Spieler wurden 5 Karten ausgeteilt und es wurden wetten abgeschlossen, welcher Spieler die höchste Karten-Kombination hat (ähnlich dem Straight-Poker) Im alten Persien gab es ein Spiel, welches sehr ähnlich gespielt und „As“ oder „As-nas“ genannt wurde. Ob es zwischen dem Spiel in Asien und dem Spiel aus dem Amerika des 19 Jahrhunderts eine Verbindung gibt, ist nicht bekannt. - Englischer Königshof o Um 1870 hat ein Colonel Schenck, welcher als US-amerikanischer Gesandter in London tätig war, das Pokerspiel in der englischen Oberschicht bekannt gemacht. Bald soll Königin Victoria Interesse an diesem Spiel gezeigt haben. So richtig bekannt wurde Poker ausserhalb Amerikas aber erst durch die Soldaten der amerikanischen Truppen, welche im ersten und zweiten Weltkrieg in Europa und Asien, stationiert waren. Der Name POKER Es existiert ein altes, deutsches Spiel, welches mit 52 Karten gespielt wird und „Poch“ heisst. In Frankreich war dieses Spiel unter dem Namen „Poque“ bekannt. In dem Spiel geht es darum auf Karten-Kombinationen zu wetten. Dieses Spiel wurde von den französischen Siedlern mit nach Amerika exportiert und hat sich dort einer grossen Beliebtheit erfreut. Die meisten Poker-Varianten sind im amerikanischen Sezessionskrieg entstanden. Die Namen vieler Poker-Varianten erinnern daran. Das Image des Poker-Spiels Eine heruntergekommene Bar, in welcher an einem notdürftig zusammen gezimmerten Tisch, einige dunkle Gestalten sitzen. - der edel gekleidete Dicke, welcher hinter seinen viel zu kleinen, zentimeterdicken Brillengläsern noch dicker scheint. - der ärmliche Greis, der kaum noch Kraft hat die Karten mit seiner zittrigen Hand festzuhalten. - der coole, Kaugummi kauende Held, welcher mit Dreitagebart und klarem Blick in die Runde schaut. - der uneinschätzbare Gangstertyp, welcher sich, seine Augen und seine Absichten hinter einer grossen, dunklen Sonnenbrille versteckt Diese Figuren gehören bei einer gepflegten Poker-Runde in das Reich der Sagen und Mythen. Natürlich, in einem Western- oder Gangsterfilm helfen solche Szenen, den Spannungsbogen der Geschichte weiter auszureizen. Mit einem tatsächlichen Pokerspiel haben sie aber herzlich wenig zu tun. Poker wird oft damit in Verbindung gebracht, dass man in der Unterhose nach Hause geht, Haus und Hof verliert, oder gar mit seinem Leben zahlt. Tatsächlich aber ist Poker ein Gentleman-Spiel. http://www.george4u.ch MAVERICK 2 von 27 Poker „the gentleman-game“ Die Spieler an einem Pokertisch begegnen sich mit Respekt, Achtung und Anstand. Die Regeln werden vor Spielbeginn festgelegt und nach Spielbeginn nicht mehr verändert. Unstimmigkeiten werden konstruktiv besprochen, die Entscheide zusammen gefällt und von allen akzeptiert. Die Vernunft und die Intelligenz bringt einen Spieler dazu, sich einfach schnellstmöglich aus einem Spiel zurück zu ziehen, bei welchem er die Regeln des Respekts, der gegenseitigen Achtung und des anständigen Umgangs, nicht gewährleistet sieht. Poker-Regeln Die Grundregeln sind, egal welche Art von Poker gespielt wird, immer sehr ähnlich. Grundsätzlich geht es bei allen Varianten darum die wertvollste Karten-Kombination zu haben und auf diese zu wetten. Die bekanntesten Varianten stammen vom Draw-Poker, Straight-Poker und dem Stud-Poker ab. Poker-Variationen Nachstehend sind einige Poker-Variationen aufgelistet. Am Ende der Liste ist eine kurze Charakterisierung der MAVERICK-Variante. Auf die restlichen wird hier nicht weiter eingegangen. Wollte man alle Varianten listen, würde dies mehrere Seiten füllen. Über das Internet oder Bücher kann man sich problemlos genauere Informationen besorgen: Mexican-Stud / Sieben-Karten-Stud / Caribbean-Stud / Five-Card-Stud / Omaha / Let-it-ride High-Low-Poker / Lowball / Shotgun / Last-Card-Down / Texas hold’em Die MAVERICK-Variante Die MAVERICK-Variante kann am ehesten als eine Mischung aus den Varianten OMAHA und TEXAS HOLD’EM bezeichnet werden. Der MAVERICK-Poker eignet sich speziell für Turniere und kann auch von einem Pokerneuling sehr schnell erlernt werden. Theoretisch könnten mit einem Standard-Karten-Set (52 Karten – keine Joker) dreiundzwanzig Spieler an einem Tisch spielen. Die wichtigsten Eigenheiten dieser Variante sind: - kein fixer Dealers (Croupier) benötigt o Der Job des Dealers wird in abwechselnder Reihenfolge von den Spielern ausgeführt. o Der erste Spieler, welcher aus dem Spiel ausscheidet (also sein ganzes Wett-Kapital verspielt hat) muss den Job des Dealers übernehmen und behält diese Aufgabe, bis der nächste Spieler ausscheidet. Der Dealer wird also immer an den zuletzt ausgeschiedenen Spieler weitergegeben. - kein Kartentausch o Es gibt in der MAVERICK-Variante keinen Kartentausch oder –kauf. - einfache Bet-Range (Wett-Regeln) o Es muss von jedem Spieler, vor jeder Runde, ein Ante (Grundeinsatz) in den Pott bezahlt werden. Die Höhe des Ante ist abhängig von der Anzahl noch im Spiel befindlicher Spieler. Ante bei 8 und mehr Spieler 2% des anfänglichen Wettkapitals (aufgerundet) Ante bei 7 Spielern 3% des anfänglichen Wettkapitals (aufgerundet) Ante bei 6 Spielern 4% des anfänglichen Wettkapitals (aufgerundet) Ante bei 5 Spielern 5% des anfänglichen Wettkapitals (aufgerundet) Ante bei 4 Spielern 6% des anfänglichen Wettkapitals (aufgerundet) Ante bei 3 Spielern 7% des anfänglichen Wettkapitals (aufgerundet) Ante bei 2 Spielern 8% des anfänglichen Wettkapitals (aufgerundet) o Die Wett-Einsätze werden, bis auf die letzte Wettrunde (NACH der Betrange, welche NACH der Riverkarte getätigt wurde), immer von links nach rechts getätigt. Es beginnt immer der Spieler mit dem Wetten, welcher als Erster zur linken Hand des Dealers sitzt. o Nach der Betrange, welche nach dem Ausspielen der River-Karte getätigt worden ist, startet der Spieler, welcher RECHTS zur Hand des Spielers sitzt, der als letzter gecallt hat, die LETZTE Betrange. - Limits o Es gibt nur zwei Limits im MAVERICK-Poker: Der Grundeinsatz entspricht dem Ante-Schlüssel Der Pott darf maximal um den Betrag erhöht werden, welcher dem kleinsten, noch in der Hand befindlichen Wettkapital entspricht. Jeder Spieler ist verpflichtet die Höhe seines Wettkapitals auf Anfrage bekannt zu geben. - Reduktion o Immer wenn ein Spieler ausgeschieden ist (all-in wurde verloren), werden sämtliche Kapitalien um 10% gekürzt. Die gekürzten Beträge werden AUS dem Spiel entfernt. o Die Reduktion vor dem heads-up (der drittletzte Spieler ist ausgeschieden) beträgt 50% o Die Kürzungen der Wettkapitalien müssen IMMER aufgerundet werden, falls der zu kürzende Betrag nicht teilbar ist. http://www.george4u.ch MAVERICK 3 von 27 Einfachheit des Poker-Spiels Sie müssen lediglich drei Fragen stellen und beantworten lassen, bei einem Pokerspiel mittun zu können: 1. Welche Karten-Kombinationen gibt es und wie werden sie gewertet? 2. Wie werden die Karten ausgespielt (wie viele / in welcher Reihenfolge)? 3. Wie werden die Wett-Einsätze getätigt (welche Reihenfolge / welche Limits)? Wenn diese drei Fragen beantwortet sind, und sie die Antworten verstanden haben, können sie sich guten Mutes an den Tisch setzen und mitspielen. Mehr brauchen sie nicht zu wissen. Squeezers Zu einer Vereinfachung des Pokers haben die so genannten „Squeezers“ geführt. Diese sind erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von einer Kartenfabrik in Amerika erfunden worden. Squeezers werden die KartenWert-Angaben in der linken oberen und der rechten unteren Ecke der Karte genannt. Vor dieser Zeit war der Spieler gezwungen die Anzahl der Symbole auf der Spielkarte zu zählen um den Karten-Wert zu kennen. Komplexität des Poker-Spiels Was das Poker-Spiel kompliziert erscheinen lässt, sind die vielen verschiedenen Möglichkeiten, wie die Karten ausgespielt und die Wett-Einsätze getätigt werden. Das macht den Hauptunterschied zwischen den unzähligen Varianten aus. Man sollte sich davon aber nicht beunruhigen lassen. Es reicht ja, wenn man die Regeln der Poker-Variante kennt, welche man spielt. Die anderen brauchen nicht zu interessieren. Es gibt vermutlich fast so viele Poker-Varianten, wie es Sterne am Nachthimmel gibt. Sie alle zu kennen ist fast unmöglich. Poker-Sprache Die Poker-Sprache ist englisch. Stören sie sich nicht daran. Immerhin haben sie sich ja auch daran gewöhnen können, dass am Roulette-Tisch französisch gesprochen wird. Wenn immer sie in einem Casino oder an einem Turnier teilnehmen, werden die Ausdrücke ziemlich sicher in Englisch gehalten sein. Selbstverständlich ist es kein Problem im Freundeskreis die Ausdrücke in einer anderen Sprache zu äussern oder gar eigene Bezeichnungen zu kreieren Grundsätzliches zum Poker-Spiel Die nachstehenden Grundsätze gelten in allen Poker-Varianten. - Beim Poker spielt man alleine. Es gibt zwar Teamwettkämpfe, diese können am Ende aber nicht mehr sein, als ein Zusammenzählen von Einzelresultaten. Es gibt meines Wissens keine Pokervarianten, bei welchen man mit einer „gemeinsamen“ Hand spielen kann. - Im Poker geht es darum DAS SPIEL zu gewinnen. Natürlich erhöhen viele gewonnene Hände die Chance auch das Spiel zu gewinnen. Es gewinnt aber nicht zwangsläufig der Teilnehmer ein Spiel, welcher die meisten Hände gewonnen hat!! Tischregeln Poker wird überall auf der Welt anders gespielt. Es gibt, wie bei allen Karten-Spielen, regionale Unterschiede. Echte Pokerprofis vereinbaren deshalb immer, bevor sie ein Pokerspiel starten, die Tischregeln. Es ist also kein Problem, wenn sie mit ihren Freunden „eigene“ Regeln erstellen. Stossen sie auf einen „privaten“ Pokertisch, fragen sie einfach, nach welchen Regeln gespielt wird. Turnier-Regeln / Casino-Regeln Selbstverständlich ist es nicht möglich, in einem Casino oder an einem öffentlichen Poker-Turnier, eigene Tischregeln zu kreieren. Es ist aber sicher kein Problem, vor Ort Informationen über die geltenden Spielregeln zu bekommen. http://www.george4u.ch MAVERICK 4 von 27 Glücksspiel Es sei erwähnt, dass viele Varianten des Pokerspiels, von den meisten Gesetzgebern als „Glücksspiel“ qualifiziert wird. Der wahre Pokerspieler wird allerdings der (Ab-)Qualifizierung des Pokerspiels als reines „Glücksspiel“ vehement widersprechen. Es sei da jedem seine eigene Meinung erlaubt. Folgende Tatsachen sollen aber erwähnt sein: - der Spieler hat auf die Karten, welche er bekommt, keinen Einfluss (dies unterstützt das Argument des Glücksspiels) - der Spieler kann mit jeder Karten-Kombination, welche er bekommt (und sei sie noch so „schlecht“), durch geschicktes taktieren, die Hand gewinnen Psychologie im Poker-Spiel Jeder Poker-Spieler wird bestätigen, dass das wichtigste am Pokern nicht die Karten sind, sondern die Fähigkeit die Karten geschickt einzusetzen. Speziell gilt dies, wenn ohne Limits gespielt wird und damit dem bluffen eine grosse Bedeutung zukommt. Tatsächlich ist es so, dass nicht unbedingt der Spieler eine Spielrunde gewinnt, welcher die wertvollste Karten-Kombination in Händen hält. Da jeder am Tisch einzuschätzen versucht, wie gut die eigene Karten-Kombination im Vergleich zu den KartenKombinationen der Mitspieler ist, kommt der Psychologie eine grosse Bedeutung zu. Von grosser Bedeutung ist, die Mitspieler und deren nicht ersichtlichen Karten-Kombinationen, einschätzen zu können. Wettspiel Genau genommen ist Pokern nichts anderes als ein Wett-Spiel. Es wird nämlich auf die eigene KartenKombination gewettet Ziel des Spieles Das Ziel des Spieles ist, möglichst viel (so genannte CASH-Games) oder alle (Turniere) vor Spielbeginn eingebrachten Wett-Kapitale, zu gewinnen. Es sei erwähnt, dass in vielen Ländern das Spielen um Geld verboten ist. Oft ist der Erwerb einer Lizenz nötig, um Spiele veranstalten zu können, in welchen um Geld gespielt wird. In der Schweiz kann sich seit November 2007 jeder bei der ESBK um eine solche Lizenz bewerben. http://www.george4u.ch MAVERICK 5 von 27 MAVERICK – die Regeln Anstandsregeln Die Anstandsregeln sind etwas vom Wichtigsten beim Pokern. Sie sollten immer ein fester Bestandteil der Tischregeln sein. Im MAVERICK gelten folgende Anstandsregeln. - Sprechen am Tisch o Unter Pokerprofis wird das sprechen, bevor die letzte Karte aufgedeckt ist, normalerweise nicht geschätzt oder sogar reglementarisch verboten. Im MAVERICK-Poker ist das Sprechen am Tisch aber ausdrücklich NICHT VERBOTEN. TIP: Üblicherweise werden während der laufenden Spielrunde keine Diskussionen geführt. Nachdem der „River“ von der Bank ausgespielt und die letzte Hand-Karte aufgedeckt wurde, ist es durchaus üblich, dass die Spielrunde (fachmännisch) kommentiert wird. Auch hier sei noch einmal erwähnt, dass Poker ein Gentleman-Game ist. Das beinhaltet automatisch, dass man seinen Mitspielern am Tisch mit Respekt und Anstand begegnet. Übertriebenes Bejubeln eines Gewinns wird unter Pokerprofis nicht gerne gesehen. - Kritisieren o Kein Spieler ist berechtigt andere Spieler oder den Dealer (Bank) zu kritisieren. Sollte ein Spieler der Meinung sein, dass am Tisch von irgendjemandem absichtlich falsch gespielt wurde oder ein Fehler unterlaufen ist, hat er dies dem Schiedsgericht zu melden. Der Spielbetrieb wird durch den Ausruf „MAVERICK STOP“ sofort angehalten. Schiedsrichter • Vor dem Spiel wird festgelegt, wer das Schiedsgericht ist, welches im Zweifelsfalle angerufen werden kann. Sinnvollerweise ist das eine Person (oder Personen), welche nicht direkt am Spiel beteiligt ist (sind). MAVERICK STOP (angehaltener Spielbetrieb) • MAVERICK STOP kann zu jeder Zeit von jedem Spieler ausgerufen werden. • Wird ein Spielbetrieb angehalten MÜSSEN alle Spieler am Tisch ihre Handkarten verdeckt auf den Spieltisch legen und sich deutlich von diesem distanzieren. Es dürfen keine Einsätze mehr berührt werden. Auch die Bank muss alle Karten sofort niederlegen und sich vom Tisch entfernen. Depot • Normalerweise wird vor Spielbeginn ein Depot festgelegt. Dieses muss vom Spieler, welcher die Forderung den Spielbetrieb anzuhalten (MAVERICK-Stop) gestellt hat, sofort bezahlt werden. o Sollte(n) der/die Schiedsrichter zum Schluss kommen, dass der Spielbetrieb zu Recht angehalten worden ist (es wird für den fordernden Spieler entschieden), wird das Depot wieder an den Spieler zurück bezahlt. Dieser Spieler darf sich dazu entschliessen, sich vom Spieltisch zurück zu ziehen UND dabei das in seinem Besitz verbindliche Wett-Kapital mitzunehmen. Die Spielrunde, in welcher „MAVERICK-Stop“ ausgerufen worden ist, wird neu gestartet, die bereits in den Pott eingezahlten WettEinsätze bleiben dabei aber im Pott! o Sollte das Schiedsgericht zum Schluss kommen, dass das Spiel unberechtigterweise angehalten worden ist (es wird gegen den fordernden Spieler entschieden), wird das Depot an alle anderen Spieler UND die Bank gleichmässig aufgeteilt. - Aufstehen o Sollte ein Spieler „all-in“ spielen (das bedeutet, der Spieler hat sein gesamtes, noch vorhandenes Wett-Kapital eingesetzt – er spielt also um alles oder nichts), steht er üblicherweise auf. - Handshake o Sollte ein Spieler sein ganzes Wett-Kapital verspielt haben, wird er normalerweise vom Spieler, welcher ihn aus dem Turnier eliminiert hat, mit einem respektvollen Handshake, verabschiedet. - Fold-Spieler (Pass-Spieler) o Spieler, welche aus der aktuellen Spielrunde ausgetreten sind („gefoldet“ oder gepasst haben) dürfen IN KEINER WEISE mehr Einfluss auf das Spiel nehmen. - Zuseher o Zuseher dürfen sich zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Weise am Spiel beteiligen. Darunter fällt auch das Kommentieren. Die Spielenden haben jederzeit das Recht die Wegweisung eines Einzelnen oder gar aller Zuseher zu verlangen. http://www.george4u.ch MAVERICK 6 von 27 EINSÄTZE (Wett-Einsätze) Wett-Kapital Das Wett-Kapital wird VOR dem Spiel festgelegt. Jeder Spieler legt zu Beginn des Turniers das Wett-Kapital, mit welchem er spielt auf den Tisch. Üblicherweise wird mit Jeton (Spielchips) gespielt. Das Wett-Kapital, welches der Spieler eingebracht hat, bleibt JEDERZEIT auf dem Tisch. - Ausnahme 1: bei der Reduktion, welche nach dem Ausscheiden eines Spielers (durch ein verlorenes „allin“) stattfindet, müssen Chips vom Tisch genommen werden. - Ausnahme 2: das Wett-Kapital, welches im Besitz eines Spielers ist, der, vom Schiedsgericht bestätigt, berechtigterweise MAVERICK-Stop verlangt hat, darf von diesem eingezogen werden. Dies allerdings nur, wenn er sich gänzlich vom Spiel zurückzieht. Ante-Schlüssel (Grundeinsatz) Die Höhe des Grundeinsatzes ist abhängig von der Anzahl noch im Spiel befindlicher Spieler am Tisch. Ante bei 8 und mehr Spieler 2% des anfänglichen Wettkapitals (aufgerundet) Ante bei 7 Spielern 3% des anfänglichen Wettkapitals (aufgerundet) Ante bei 6 Spielern 4% des anfänglichen Wettkapitals (aufgerundet) Ante bei 5 Spielern 5% des anfänglichen Wettkapitals (aufgerundet) Ante bei 4 Spielern 6% des anfänglichen Wettkapitals (aufgerundet) Ante bei 3 Spielern 7% des anfänglichen Wettkapitals (aufgerundet) Ante bei 2 Spielern 8% des anfänglichen Wettkapitals (aufgerundet) - Der Dealer (Bank) nimmt NIE an der aktuellen Spielrunde teil. Er setzt KEINEN Grundeinsatz. - Jeder teilnehmende Spieler am Tisch, MUSS den Grundeinsatz zu Beginn jeder Spielrunde, in den Pott einzahlen. - Der Grundeinsatz MUSS einbezahlt werden, bevor der Dealer (Bank) die Hand-Karten austeilt. Wett-Einsatz Als Wett-Einsatz wird der Betrag bezeichnet, welcher von einem Spieler in den Pott eingebracht wird. Es gibt folgende Regeln bezüglich der Wett-Einsätze: - Jeder Wett-Einsatz muss im Pott bleiben. Dies gilt auch, wenn der Einsatz unkorrekt, also ausserhalb der Reihenfolge, einbezahlt worden ist. Eine Fehleinzahlung MUSS nicht gecallt werden. - Zu hohe Wett-Einsätze dürfen nicht mehr aus dem Pott zurückgezogen werden. Die einzige Ausnahme ist, wenn der Spieler die Absicht „Wechselgeld“ aus dem Pott zu nehmen, vorher deutlich angekündigt hat. - Ein Spieler, welcher an der Reihe ist seinen Einsatz in den Pott zu bezahlen, muss seine Absicht deutlich äussern. Eine mündliche Ankündigung eines Einsatzes muss auch vollzogen werden. o Bezahlt ein Spieler unkommentiert in den Pott ein, gilt sein Einsatz als call o Kündigt ein Spieler ein „raise“ an, nennt aber keinen Betrag, gilt sein Einsatz als raise um den kleinstmöglichen Betrag, der zahlbar ist. Bet-Range Die Bet-Range legt fest, in welcher Reihenfolge die Einsätze getätigt werden. Es gelten folgende Regeln: - Eine Bet-Range wird immer gestartet, wenn: o 1. Bet-Range: die Grundeinsätze einbezahlt sind und die Hand-Karten ausgeteilt sind. o 2. Bet-Range: die Bank den Flop ausgespielt hat o 3. Bet-Range: die Bank die Turn ausgespielt hat o 4. Bet-Range: die Bank den River ausgespielt hat o 5. Bet-Range: die Bank das „even“ nach der River-Betrange (4te Betrange) ausgerufen hat. - die erste „Bet“ wird immer vom ersten Spieler, links zur Hand des Dealers (Bank), getätigt o Ausnahme ist die 5te Betrange (vor dem Showdown). Diese muss vom Spieler rechts des letzen „call“-Spielers getätigt werden. - Jeder Spieler muss, will er weiter am aktuellen Spiel teilnehmen, mindestens den Betrag, welcher bis zu diesem Zeitpunkt in den Pott bezahlt worden ist, ausgleichen. - Kann ein Spieler den aufgelaufenen Wett-Einsatz, welcher sich seit seiner letzten Pott-Erhöhung angesammelt hat, nicht mehr aufbringen, ist er trotzdem Berechtigt sein „all-in“ zu spielen. o Alle nachfolgenden Spieler müssen nur diesen „all-in“ Betrag ausgelichen. o Zuviel einbezahlte Beträge dürfen nicht aus dem Pott entfernt werden (was liegt, das liegt!) o Jeder Spieler ist selber für seine Bet’s verantwortlich. Der Dealer DARF NICHT darauf hinweisen, dass beabsichtigt wird zu viel einzuzahlen ODER zu viel einbezahlt worden ist. http://www.george4u.ch MAVERICK 7 von 27 - Eine Bet-Range ist abgeschlossen, sobald die Bank das „even“ ausgerufen hat. Wie lange die einzelne Bet-Range dauert ist davon abhängig, wie oft die beteiligten Spieler bereit sind, den Pott zu erhöhen. Limits Es gibt nur zwei Limits im MAVERICK-Poker: - Der Grundeinsatz entspricht dem Ante-Schlüssel - Der Pott darf maximal um den Betrag erhöht werden, welcher dem kleinsten, noch in der Hand befindlichen Wettkapital entspricht. Jeder Spieler ist verpflichtet die Höhe seines Wettkapitals auf Anfrage bekannt zu geben. Pott Als Pott wird die Summe der Wett-Einsätze bezeichnet, welche von allen Spielern in der aktuellen Spielrunde eingesetzt worden sind. Normalerweise werden die Wett-Einsätze einfach in die Tischmitte geschoben. Es muss deutlich sein, was zum Pott gehört und was nicht. Dazu kann auch ein Gefäss in die Tischmitte gestellt werden, in welches die Einsätze gelegt werden (daher kommt der Name „Pott“). - Der Pott kommt zur Auszahlung, wenn der Spieler mit der höchsten Karten-Kombination bekannt ist. - Der Pott kommt automatisch zur Auszahlung, wenn sich bis auf einen, alle Spieler aus der aktuellen Hand (Spielrunde) zurückgezogen haben (durch „folden“ oder „I’m out of the game“) - Sollten mehrere Spieler nach der letzten Bet-Range (5te) noch in der Hand sein, wird der Pott an den Spieler mit der höchsten Kartenkombination ausbezahlt. o Karten-Kombinationen von Spielern, welche den Pott nicht mehr ausgeglichen haben, sind ungültig. „bluffen“ Das Bluffen hat nichts DIREKT mit den Einsätzen zu tun. Da es aber einen grossen Zusammenhang gibt zwischen den Wett-Kapitalen, den Wett-Einsätzen und dem „bluffen“, gehe ich hier kurz darauf ein. Das Wort „bluff“ kommt aus dem Englischen und heisst übersetzt Plump. „to bluff“ kommt im deutschen dem Wort „täuschen“ gleich. Damit ist auch klar, worum es beim bluffen geht. Das Ziel eines „bluff’s“ ist, die Mitspieler am Tisch bezüglich der Karten-Kombination, welche man hat, in die Irre zu führen. Es ist klar, dass dem bluffen vor allem dann eine grosse Bedeutung zukommt, wenn ohne Limits gespielt wird. Andernfalls ist es ein Leichtes einen Showdown zu provozieren und damit einen bluff zu beenden. Grundsätzlich gibt es zwei Bluff-Charakter: - High-Bluff (fearplay) o Als High-Bluff wird bezeichnet, wenn ein Spieler eine Karten-Kombination von sehr geringem Wert hat, den anderen Spielern aber den Eindruck vermittelt, dass er eine sehr hohe Karten-Kombination hat. Als Beispiel die folgende Situation: Spieler A hat die Karten-Kombination „Pair“ Spieler B hat die Karten-Kombination „Straight“ • Sollte der Spieler A nun einen sehr hohen Einsatz in den Pott bezahlen (er „raist“ also hoch), wird sich der Spieler B eventuell überlegen, ob er mitgehen will (ob er „callt“). Unter Umständen ist der von Spieler A in den Pott einbezahlte Betrag so hoch, dass der Spieler B sich lieber zum Rückzug entschliesst (also „folded“). Somit würde der Spieler A trotz der, bei einem Showdown, tiefer gewerteten Karten-Kombination den Pott gewinnen. - Low-Bluff (slowplay) o Der Low-Bluff ist das Gegenteil vom High-Bluff. Als Low-Bluff wird bezeichnet, wenn ein Spieler eine Karten-Kombination von sehr hohem Wert hat, den anderen Spielern aber den Eindruck vermittelt, dass er eine sehr geringe Karten-Kombination hat. Er versucht die Mitspieler möglichst lange zum Mitspielen (und damit zum Mitwetten) zu bringen, um einen möglichst hohen Pott zu gewinnen Spielrunde (Hand) Eine Spielrunde, normalerweise als „Hand“ bezeichnet, beginnt mit dem Moment, in welchem alle Spieler am Tisch ihre Grundeinsätze (Ante’s) einbezahlt haben und endet in dem Moment, wenn der Pott an den Gewinner der Spielrunde ausbezahlt worden ist. http://www.george4u.ch MAVERICK 8 von 27 DIE SPIELKARTEN Standard-Kartenset Das Kartenset besteht aus 52 Karten. Jeder Karte im Spiel, ist eine bestimmte Farbe und ein bestimmter Karten-Wert, zugeordnet. MAVERICK wird ohne Joker-Karte gespielt Farbe(n) Das Wort „Farbe“ irritiert etwas. Klarer wird die Sache, wenn man statt von Farben, von Symbolen spricht. Die vier Farben (oder eben Symbole) sind: - CLUBS (schwarzes Symbol – sieht einem dreiblättrigen Kleeblatt ähnlich) o dieses Symbol wird auch Kreuz oder Kreuz-Treff genannt. http://www.george4u.ch MAVERICK 9 von 27 - SPADES (schwarzes Symbol – sieht einem auf dem Kopf stehenden Herzen ähnlich) o - HEARTS (rotes Symbol – sieht einem Herz ähnlich) o - dieses Symbol wird auch Schaufel oder Pik genannt. dieses Symbol wird auch Herz genannt. DIAMONDS (rotes Symbol – auf einer der Ecken stehendes Viereck) o dieses Symbol wird auch Carreau oder Karo genannt. Bei einer kleineren Pokerrunde, zu empfehlen bei 4 oder weniger Spielern, kann auch mit einer so genannten verkürzten Karte gespielt werden (dazu später mehr). Es werden teilweise auch vierfarbige Kartensets verwendet. Bei diesen sind den vier Symbolen auch vier verschiedene Farben zugeteilt. Normalerweise ist die Farbaufteilung: HEART ROT SPADE SCHWARZ BLAU DIAMOND CLUB GRÜN http://www.george4u.ch MAVERICK 10 von 27 Karten-Wert Im Standard-Kartenset gibt es folgende Karten-Werte (MAVERICK wird ohne Joker gespielt): Verkürzte Karten Sollten weniger als 5 Spieler am Spiel teilnehmen, kann vereinbart werden, dass mit einer verkürzten Karte gespielt wird. Das bedeutet, dass man gewisse Karten aus dem Standard-Kartenset mit 52 Karten herausnimmt. Normalerweise werden folgende Karten herausgenommen: - alle 2er - oder alle 2er UND alle 3er - oder alle 2er, 3er UND alle 4er - oder alle 2er, 3er, 4er UND alle 5er WICHTIG: Wenn mit einer verkürzten Karte gespielt wird, muss die Reihenfolge der Karten-Kombinationen angepasst werden. Der Flush ist im Verhältnis, bei einer verkürzten Karte, deutlich weniger oft erreichbar als wenn mit 52 Karten gespielt wird. Kürzeste Karte Mit weniger als 36 Karten wird normalerweise nicht gepokert. Das bedeutet, dass die kürzeste Karte die folgenden Karten beinhaltet: - 6er - 7er - 8er - 9er - 10er - Jack (Bube / Junge / Knave) - Queen (Dame) - King (König) - As http://www.george4u.ch MAVERICK 11 von 27 First-Last Im MAVERICK-Poker kann das As als erste oder letzte Karte eingesetzt werden. Das As kann immer als Folgekarte auf den König eingesetzt werden. Zudem ist das As aber auch IMMER die Karte mit dem tiefsten Karten-Wert. Unabhängig mit wie vielen Karten gespielt wird, das As ist immer die Karte mit dem tiefsten Karten-Wert. Das bedeutet folgendes: - Standard-Kartenset o Das As kann als Karte mit dem Wert 1 eingesetzt werden (zum Beispiel um eine Straight (Strasse) mit den folgenden Karten zu bilden: o - Das As kann aber in einem Straight (Strasse) immer auch als Karte eingesetzt werden, welche auf den König folgt: Kürzeste Karte (36 Karten - als Beispiel für alle verkürzten Karten) o Das As wird auch hier als Karte mit dem kleinsten Kartenwert eingesetzt. In der kürzesten Karte wäre das As also zum Beispiel die Karte mit dem Wert 5: http://www.george4u.ch MAVERICK 12 von 27 DIE KARTEN-KOMBINATIONEN Karten-Kombination Eine Karten-Kombination, wird immer aus 5 Karten gebildet. Zu beachten ist, dass nicht bei allen KartenKombinationen jede der 5 Karten zur Figur zählt. Nur bei Five-Card-Figure-Kombinationen müssen alle fünf Karten zur gebildeten Figur zählen. Die Karten-Kombinationen, welche im MAVERICK-Poker verwendet werden, entsprechen den gängigen Pokerregeln. MAVERICK wird nie mit einer Joker-Karte gespielt! Die Karten-Kombinationen im Poker sind nicht zufällig. Die Wertung hängt mit der Wahrscheinlichkeit zusammen, mit welcher sie auftauchen. Die Angaben bei den folgend gemachten Angaben zu den Figuren gelten nur für das Standard-Kartenset mit 52 Karten. Five-Card-Figure-Kombination Es gibt Karten-Kombinationen bei welchen ZWINGEND alle 5 Karten zur Figur gehören. Diese KartenKombinationen sind auch die am höchsten bewerteten Karten-Kombinationen (einzige Ausnahme bildet der Poke (Vierling / Four of a kind). Die nachstehenden Figuren sind Five-Card-Figure-Kombinationen: - Royal Flush - Straight Flush (auch Street-Flush oder Strassen-Flush genannt) - Full-House (auch Full-Hand genannt) - Flush - Straight (auch Street oder Strasse genannt) Bei allen anderen Karten-Kombinationen zählen nicht alle 5 Karten aus dem Blatt zur Figur, sind aber trotzdem ein Teil der Karten-Kombination. Bei diesen Figuren werden die Karten, welche nicht zur Figur gehören nur berücksichtigt, wenn ein anderer Spieler eine gleichwertige Figur hat. http://www.george4u.ch MAVERICK 13 von 27 ROYAL-FLUSH 1. Alle 5 Karten haben die gleiche Farbe (das gleiche Symbol) 2. Die Karten MÜSSEN die folgenden Karten-Werte haben: 10er / Jack / Queen / King / As Vom Royal Flush wird nur gesprochen, wenn der Straight vom As runter verläuft! Es gibt beim Spiel mit 52, oder weniger Karten, nur 4 Möglichkeiten einen Royal-Flush zu haben! - Wahrscheinlichkeit: 1 zu 65’000 - Anzahl Möglichkeiten: 4 - Five-Card-Combination: JA - Beispiele: STRAIGHT-FLUSH (Street-Flush / Strassen-Flush) 1. alle 5 Karten haben die gleiche Farbe 2. alle 5 Karten der Karten-Kombination sind bezüglich des Karten-Werts aufeinander folgend. Die höchste Karte im Straight-Flush ist der König (ist das As enthalten spricht man vom ROYAL-FLUSH) - Wahrscheinlichkeit: 1 zu 65’000 - Anzahl Möglichkeiten: 36 - Five-Card-Figure-Kombination: JA - Beispiele: http://www.george4u.ch MAVERICK 14 von 27 POKE (Vierling / vier Gleiche / Four of a kind) 1. vier Karten, welche den gleichen Karten-Wert haben plus irgendeine beliebige Karte. Sollten zwei Spieler einen Poke haben, so gewinnt der, bei welchem der Poke den höheren Karten-Wert hat. Es ist bei 52 Spielkarten nicht möglich, dass es zwei gleichwertige Poke gibt! - Wahrscheinlichkeit: 1 zu 4’000 - Anzahl Möglichkeiten: 624 - Five-Card-Figure-Kombination: NEIN - Beispiele: FULL-HOUSE (Full Hand) 1. zwei Karten, welche den gleichen Karten-Wert haben (Pair) plus drei Karten, welche den gleichen Karten-Wert haben (DRILLING). In einem Spiel mit 52 oder weniger Karten ist es nicht möglich, dass zwei gleichwertige Full-House in einer Spielrunde auftauchen. Sollten zwei Spieler ein Full-House haben, so wird der Karten-Wert der Karten verglichen, von welchem die Spieler drei Karten (Drilling) haben. - Wahrscheinlichkeit: 1 zu 700 - Anzahl Möglichkeiten: 3’744 - Five-Card-Figure-Kombination: JA - Beispiele: http://www.george4u.ch MAVERICK 15 von 27 FLUSH 1. alle 5 Karten sind in der gleichen Farbe (haben das gleiche Symbol) 2. die Karten sind bezüglich des Karten-Wertes NICHT aufeinander folgend (ansonsten würde es sich um ein Straight-Flush handeln). Sollten zwei Spieler ein Flush haben, werden die Karten mit dem höchsten Karten-Wert verglichen. - Wahrscheinlichkeit: 1 zu 500 - Anzahl Möglichkeiten: 5’148 - Five-Card-Figur-Kombination: JA - Beispiele: STRAIGHT (Street / Strasse) 1. alle 5 Karten sind bezüglich der Karten-Werte aufeinander folgend. 2. die Karten haben nicht die gleiche Farbe (ansonsten handelt es sich um einen Straight-Flush) Sollen zwei Spieler ein Straight haben, so wird die höchste Karte in der jeweiligen Reihe miteinander verglichen. Sollten die beiden Karten-Kombinationen gleich sein, wird der Pott geteilt. - Wahrscheinlichkeit: 1 zu 250 - Anzahl Möglichkeiten: 10’200 - Five-Card-Figure-Kombination: JA - Beispiele: http://www.george4u.ch MAVERICK 16 von 27 Three of a kind (Drilling / Tris / 3er) 1. Drei Karten, welche den gleichen Karten-Wert haben plus zwei beliebige Karten. Sollten zwei Spieler einen Drilling haben, wird der Karten-Wert verglichen. Der höhere gewinnt. In einem Spiel mit 52 oder weniger Karten ist es nicht möglich, dass zwei Spieler den gleichen Drilling haben. - Wahrscheinlichkeit: 1 zu 50 - Anzahl Möglichkeiten: 54’912 - Five-Card-Figure-Kombination: NEIN - Beispiele: TWO PAIRS (Deux-Pair / zwei Paare) 1. zwei Mal 2 Karten, welche den gleichen Karten-Wert haben plus eine beliebige weitere Karte. Sollten zwei Spieler ein Two-Pairs haben, werden erst die beiden Pairs der Spieler verglichen, welche den höheren Karten-Wert haben. Ist der Karten-Wert bei diesen Pairs gleich, werden die beiden anderen (tieferen) Pairs verglichen. Sind auch diese gleich, so wird der Karten-Wert der 5ten Karte verglichen. Ist auch dieser Karten-Wert gleich, wird der Pott geteilt. - Wahrscheinlichkeit: 1 zu 20 - Anzahl Möglichkeiten: 123’552 - Five-Card-Figure-Kombination: NEIN - Beispiele: http://www.george4u.ch MAVERICK 17 von 27 PAIR (Pair / Paar / Two of a kind) 1. 2 Karten, welche den gleichen Karten-Wert haben plus 3 weitere beliebige Karten. Sollten zwei Spieler ein Pair haben, so wird der Karten-Wert der Pairs verglichen. Sollte der Karten-Wert gleich sein, werden von den anderen 3 Karten jene verglichen, welche den höchsten Karten-Wert haben. Sollte dieser auch gleich sein, werden die Karten verglichen, welche den zweithöchsten Karten-Wert haben (usw.). Sind alle Karten-Werte gleich, wird der Pott geteilt. - Wahrscheinlichkeit: 1 zu 2.5 - Anzahl Möglichkeiten: 1'098’240 - Five-Card-Figure-Kombination: NEIN - Beispiele: HIGH-CARD (höchste Karte) Es kann keine der vorher genannten Karten-Kombinationen kreiert werden. Sollten zwei Spieler diese KartenKombination haben, werden die Karten, welche den höchsten Karten-Wert haben verglichen. Sollte dieser Karten-Wert gleich sein, werden die beiden Karten mit dem zweithöchsten Karten-Wert verglichen (usw.). Sollten alle Karten-Werte gleich sein, wird der Pott geteilt. - Wahrscheinlichkeit: 1 zu 2 - Anzahl Möglichkeiten: 1'302’540 - Five-Card-Figure-Kombination: NEIN - Beispiele: http://www.george4u.ch MAVERICK 18 von 27 Karten-Kombination (Übersicht) Nachstehend eine Übersicht der Karten-Kombinationen Name der Kombination Wahrscheinlichkeit Anzahl Möglichkeiten Five-Card-FigureKombination 4 JA Royal-Flush Straight-Flush 1 : 65’000 36 JA Poke (Four of a kind) 1 : 4’000 624 NEIN Full-House 1 : 700 3’744 JA Flush 1 : 500 5’148 JA Straight 1 : 250 10’200 JA Drilling (Three of a kind) 1 : 50 54’912 NEIN Two-Pair 1: 20 123’552 NEIN Pair 1 : 2.5 1’098’240 NEIN High-Card 1:2 1’302’540 NEIN Blatt Als Blatt bezeichnet man jene Karten, mit welchen der Spieler spielt. Bei den Poker-Varianten, bei welchen es Gemeinschaftskarten gibt (z. B. MAVERICK, Omaha, Texas hold’em….), zählen zu den Hand-Karten, die vom Spieler ausgewählten Gemeinschaftskarten dazu (3 Flop-Karte / 1 Turn-Karte / 1 River-Karte). Je nach Spielvariante MÜSSEN BEIDE HANDKARTEN zur Kartenkombination zählen (MAVERICK). Bei gewissen Varianten ist es aber auch möglich ALLE KARTEN AUF DEM BOARD für sein Blatt zu verwenden (TEXAS HOLD’EM) http://www.george4u.ch MAVERICK 19 von 27 DER SPIELBETRIEB Spielerzahl Als erstes muss festgelegt werden, welche Personen am Spielbetrieb teilnehmen. Ist das Spiel einmal gestartet, kann im MAVERICK keine neue Person mehr dazu kommen. Hingegen darf jeder Teilnehmer den Tisch jederzeit verlassen. Der Spieler tut das durch die Aussage „I’m out of the game“. Der Spieler muss dann allerdings sein noch vorhandenes Wett-Kapital am Tisch lassen. Dieses wird gleichmässig an die im Spiel verbleibenden Spieler verteilt. Sollte bei der gleichmässigen Aufteilung ein Rest bleiben, geht dieser in der nächsten Runde als Einzahlung in den Pott. Sitzordnungs-Auslosung Die Karten werden gemischt. Jeder Spieler hat das Recht die Karten vor der Platzauslosung selber zu mischen. Danach werden die Karten mit der Rückseite nach oben auf dem Tisch ausgebreitet. Jeder Spieler zieht eine Karte und dreht diese um. Die Sitzordnung ist wie folgt: - tiefster Karten-Wert: dieser Spieler ist als erstes die Bank - die weiteren Sitzplätze werden, dem Karten-Wert nach aufsteigend, von links nach rechts, eingenommen. - der Spieler mit dem höchsten Karten-Wert darf sich als erstes an den Tisch setzen (und somit seinen Sitzplatz aussuchen) - Haben zwei Spieler den gleichen Karten-Wert, wird in diesem speziellen Fall die Farbe gewertet. Es gilt folgende Regel: o 1. Farbe (höchster Wert): HEARTS o 2. Farbe: DIAMONDS o 3. Farbe: SPADES o 4. Farbe (tiefster Wert): CLUBS Das bedeutet also, dass ein 6er der Hearts höher ist als ein 6er der DIAMONDS. Die Farbe hat nur eine Wertung für die Auslosung der Sitzordnung! Hand-Karten Die Bank verteilt, jedem am Tisch befindlichen Spieler, zwei Karten verdeckt aus. Es gelten folgende Regeln für die Hand-Karten: - die Handkarten werden von der Bank erst verteilt, wenn ALLE Spieler ihren Grundeinsatz eingezahlt haben. - die Handkarten müssen einzeln an die Spieler verteilt werden - die Handkarten werden von der Bank von links nach rechts ausgeteilt - BEIDE Hand-Karten müssen einen Teil der Karten-Kombination sein, welcher mit den anderen, von der Bank ausgespielten Gemeinschaftskarten (Flop / Turn / River), gebildet wird. Sollte beim Austeilen ein Fehler unterlaufen, müssen alle Karten eingesammelt und neu gemischt werden. Die bis zu diesem Moment in den Pott einbezahlten Beträge werden an die Spieler zurückgezahlt Mögliche Fehler sind: - Karte ist aus nicht verdeckt ausgespielt worden (Misdeal) - die Reihenfolge ist beim Austeilen ist nicht eingehalten worden (Misdeal) - ein Spieler hat seine Karte(n) angesehen, bevor alle ausgeteilt waren - Der Flop, Turn oder River wird vom Dealer ausgespielt, bevor die Betrange abgeschlossen ist. - Es werden vom Dealer zu viele Karten aufgedeckt (Misdeal) Visualise NACHDEM jeder Spieler am Tisch zwei Handkarten durch die Bank zugeteilt bekommen hat, darf jeder Spieler seine Karten ansehen. Allerdings erst, nachdem ALLE Hand-Karten verteilt worden sind und der Dealer „Touch“ gesagt hat. - Betrachtet ein Spieler seine Karten bevor alle Hand-Karten von der Bank ausgeteilt sind, muss neu gemischt und verteilt werden. Der fehlbare Spieler muss einen JEDEM noch am Spiel beteiligten Spieler ein Ante bezahlen „Öffnen“ Es steht jedem Spieler frei, seine Hand-Karten JEDERZEIT zu „öffnen“. Das bedeutet er dreht eine oder gar beide seiner Handkarten um. http://www.george4u.ch MAVERICK 20 von 27 Bet-Range Die Bet-Range legt fest, in welcher Reihenfolge die Einsätze getätigt werden. Es gelten folgende Regeln: - Eine Bet-Range wird immer gestartet, wenn: o 1. Bet-Range: die Grundeinsätze einbezahlt und die Hand-Karten ausgeteilt sind. o 2. Bet-Range: die Bank den Flop ausgespielt hat o 3. Bet-Range: die Bank die Turn ausgespielt hat o 4. Bet-Range: die Bank den River ausgespielt hat o 5. Bet-Range: die Bank das „even“ nach der River-Betrange (4te Betrange) ausgerufen hat. - die erste „Bet“ wird immer vom ersten Spieler, links zur Hand des Dealers (Bank), getätigt o Ausnahme ist die 5te Betrange (vor dem Showdown). Diese muss vom Spieler rechts des letzen „call“-Spielers getätigt werden. - Jeder Spieler muss, will er weiter am aktuellen Spiel teilnehmen, mindestens den Betrag, welcher bis zu diesem Zeitpunkt in den Pott bezahlt worden ist, ausgleichen. - Eine Bet-Range ist abgeschlossen, sobald die Bank das „even“ ausgerufen hat. Wie lange die einzelne Bet-Range dauert ist nur davon abhängig, wie oft die beteiligten Spieler bereit sind den Pott zu erhöhen. check Will der Spieler im Spiel bleiben, ist aber nicht bereit einen Einsatz zu bezahlen, so kann er dies durch die Aussage „check“ bekannt geben. Ein Spieler kann nur „checken“, wenn zuvor in der aktuellen Betrunde keine Einzahlungen von anderen Spielern in den Pott getätigt worden sind. call Der Spieler kann, wenn vor ihm Einzahlungen in den Pott getätigt worden sind, diese Ausgleichen. Dadurch bleibt er weiter in der Hand (am Spiel beteiligt). raise Entschliesst sich der Spieler dazu den Einsatz zu erhöhen, gibt er an wie viel er in den Pott einbezahlt. Er muss deutlich verbal bekannt geben, wie viel er in den Pott einbezahlt. Angekündigte Bet’s müssen auch getätigt werden! So genannte String-Bets sind nicht erlaubt. Als String-Bet bezeichnet man, wenn ein Spieler erst den Pott ausgleicht und dann noch erhöhen will. String-Bet String-Bets sind nicht erlaubt. Als String-Bet bezeichnet man, wenn ein Spieler erst den Pott ausgleicht und dann noch erhöhen will. fold / passen Will der Spieler nicht mehr am aktuellen Spiel teilnehmen teilt er dies durch die Aussage „fold“ mit. Er überreicht seine Hand-Karten an die Bank. Damit steigt er nur aus dem aktuellen Spiel (der Hand) aus und verbleibt aber am Tisch. Er nimmt bei der nächsten Spielrunde, durch das Einzahlen des Grundeinsatzes, wieder teil. all-in Wenn ein Spieler das ganze, noch in seinem Besitz befindliche Wett-Kapital einsetzt, tut er dies durch den Ausdruck „all-in“. Alle anderen Spieler, welche noch weiter mitspielen wollen, müssen den Einsatz mitgehen. Es gelten folgende Regeln: - Nur der Spieler mit dem kleinsten, in seinem Besitz befindlichen Wettkapital am Tisch, darf „all-in“ gehen. - Es dürfen, nachdem ein Spieler „all-in“ gegangen ist, keine weiteren Erhöhungen mehr in den Pott einbezahlt werden. Der Pott darf nur noch ausgeglichen werden. - Nachdem ein Spieler „all-in“ gegangen ist und der Pott von allen ausgeglichen wurde, werden die Karten aufgedeckt. Die von der Bank gegebenenfalls noch auszuspielenden Karten (Flop-, Turn- oder River-Karte) werden, ohne weitere Bet-Ranges dazwischen, ausgespielt. - Muss ein Spieler bereits beim Grundeinsatz „all-in“ gehen (es sind seine letzten Jetons), wird die Runde offen weiter gespielt. Das bedeutet, dass die Bank ALLE Karten (also auch die Hand-Karten) aufgedeckt ausspielt. - Sollten mehrere Spieler durch ein „all-in“ aus dem Spiel ausscheiden, muss der Spieler, welcher bei der Sitzordnungs-Auslosung die Karte mit dem tieferen Karten-Wert gezogen hatte, die Bank übernehmen. Die Bank kann in Absprache unter den ausgeschiedenen Spielern aber von einer Person übernommen werden, welche eine Karte mit dem höheren Karten-Wert gezogen hat. http://www.george4u.ch MAVERICK 21 von 27 even Will keiner der teilnehmenden Spieler mehr erhöhen, und der Pott ist von allen mit dem gleichen Betrag gefüllt worden, gibt die Bank dies durch den Ausruf „even“ bekannt. Nachdem die Bank „even“ ausgerufen hat, darf kein Wett-Einsatz mehr in den Pott einbezahlt werden. Der Ablauf ist wie folgt: - 1. EVEN o Die Bank ruft das erste Mal „even“ aus, wenn die Handkarten ausgeteilt sind und kein Spieler mehr eine Pott-Erhöhung vornehmen will (also gecallt haben) Nach dem ersten „even“ werden von der Bank die Flop-Karten (3 Karten) ausgespielt. - 2. EVEN o Die Bank ruft das zweite Mal „even“ aus, wenn die Flop-Karten ausgespielt sind und kein Spieler mehr eine Pott Erhöhung vornehmen will (also gecallt haben) Nach dem zweiten „even“ wird von der Bank die Turn-Karte (1 Karte) ausgespielt. - 3. EVEN o Die Bank ruft das dritte Mal „even“ aus, wenn die Turn-Karte ausgespielt ist und kein Spieler mehr eine Pott Erhöhung vornehmen will (also gecallt haben) Nach dem dritten „even“ wird von der Bank die River-Karte (1 Karte) ausgespielt. - 4. EVEN o Die Bank ruft das vierte Mal „even“ aus, wenn die River-Karte ausgespielt ist und kein Spieler mehr eine Pott-Erhöhung vornehmen will (also gecallt haben) - 5. EVEN o Die Bank ruft das fünfte Mal „even“ aus, wenn alle Spieler mindestens eine ihrer Hand-Karten aufgedeckt haben und kein Spieler mehr eine Pott Erhöhung vornehmen will (also gecallt haben) Nach dem fünften „even“ wird auch die zweite Handkarte aufgedeckt. Der Spieler mit der wertvollsten Karten-Kombination bekommt den Pott von der Bank überreicht. Flop-Karten (3 Karten) Nachdem die Handkarten von der Bank an die teilnehmenden Spieler verteilt worden sind UND die Bank „even“ ausgerufen hat, spielt sie den Flop aus. Der Flop besteht aus drei Karten, welche von der Bank OFFEN auf den Tisch gelegt werden. Diese drei Karten „gehören“ jedem Spieler, welcher noch am Spiel teilnimmt. Jeder Spieler prüft nun, was für eine Karten-Kombination er mit den drei Flop-Karten und seinen zwei Hand-Karten kreieren kann. Es wird eine neue Bet-Range gestartet. Turn-Karte / 4th Street (1 Karte) Nachdem die Bank die Flop-Karten ausgespielt und das „even“ ausgerufen hat (und keiner der Spieler hat „Five-Card-Stop“ verlangt), spielt sie noch eine weitere Karte, die Turn-Karte, aus. Danach wird wieder eine neue Bet-Range gestartet. River-Karte / 5th Street (1 Karte) Nachdem die Bank die Turn-Karte ausgespielt und das „even“ ausgerufen hat (keiner der Spieler hat „FiveFigure-Stop“ verlangt), spielt die Bank noch die letzte Karte, die River-Karte, aus. Der Ausruf „Five-Figure-Stop“ ist, nachdem die Bank die River-Karte gespielt hat, nicht mehr möglich! http://www.george4u.ch MAVERICK 22 von 27 Showdown Als Showdown wird der Moment bezeichnet, in welchem die Karten aufgedeckt werden. Der Ablauf ist wie folgt: - der Showdown beginnt nach dem letzten „even“ der Bank, wenn es darum geht die, Hand-Karten zu öffnen (aufzudecken) - es muss der Spieler den Showdown eröffnen, welcher zur RECHTEN Hand des Spielers sitzt, welcher als letzter gecallt hat o Der Spieler, welcher den Showdown eröffnet, kann NUR EINE HANDKARTE (Holecard) zeigen und eine weitere Einzahlung in den Pott vornehmen. Danach müssen die anderen Spieler in der Reihenfolge von links nach rechts (Uhrzeigersinn) entscheiden, ob sie callen, weiter raisen oder folden wollen. o Der Spieler, welcher den Showdown eröffnet, kann BEIDE HANDKARTEN zeigen und damit den Pott definitiv einfordern. keep-close Ein Spieler muss, ausser er stellt Anspruch auf die Pott-Auszahlung, seine Karten nicht aufdecken. Er darf sie verdeckt an den Dealer (die Bank) aushändigen. Auch der Dealer darf die verdeckt zurück gegebenen Karten nicht sichten. Katen aufdecken / Karten verdeckt behalten Im Maverick-Poker gilt, dass jeder Spieler, zu jeder Zeit seine Handkarten aufdecken darf, seine Karten aber nie aufdecken muss. - Ausgenommen von dieser Regel ist der Moment, in welcher mehr als ein Spieler den Pott einfordert. Dazu muss mindestens von einem Spieler, mindestens eine Karte aufgedeckt werden. Dealer / Bank (Bankier / Croupier) Bei Spielbeginn, wenn noch kein Spieler ausgeschieden ist: - der Spieler, welcher die Karte mit dem kleinsten Karten-Wert gezogen hat bei der SitzordnungsAuslosung, muss als erstes den Dealer (die Bank) ausführen. - der Dealer (die Bank) wird nach Abschluss einer Spielrunde und vor Beginn der nächsten Spielrunde weitergereicht. - der Dealer (die Bank) wird immer nach links weiter gegeben. - der Dealer (die Bank) kann nicht abgelehnt werden - das Wett-Kapital des Spielers, welcher den Bank-Job ausübt, darf von niemandem (auch von der Bank selbst nicht) angefasst werden! - Der Spieler, welcher die Bank annimmt, übernimmt alle Aufgaben und Pflichten, welche damit zusammenhängen. Wenn ein Spieler ausgeschieden ist, weil er sein ganzes Wett-Kapital verspielt hat: - der ausgeschiedene Spieler MUSS die Bank übernehmen. Die Bank kann nicht abgelehnt werden. o AUSNAHME: Hat sich ein Spieler mit der Aussage „I’m out of the game“ vom Spiel zurückgezogen, muss er die Bank nicht übernehmen. - Der ausgeschiedene Spieler behält die Bank so lange, bis der nächste Spieler ausscheidet, welcher sein ganzes Wett-Kapital verspielt hat. „I’m out of the game“ Sollte sich ein Spieler sofort aus dem Spiel zurückziehen wollen, so kann er dies durch die Aussage „I’m out of the game“ tun. Damit kann er den Tisch sofort verlassen und muss auch die Aufgabe der Bank nicht übernehmen. Dies im Gegensatz dazu, wenn ein Spieler aus dem Spiel ausscheidet, weil er sein Wett-Kapital verspielt hat. Der Spieler, welcher sich durch „I’m out of the game“ zurückzieht, muss sein ganzes Wett-Kapital, welches er noch bei sich oder bereits in den Pott gezahlt hat, am Tisch zurücklassen. Dieses wird, nach Beendigung der laufenden Spielrunde, zu gleichen Teilen an alle noch aktiven Spieler aufgeteilt. Sollte ein unteilbarer Rest bestehen bleiben, wird dieser als Grundeinsatz in den Pott der nächsten Spielrunde einbezahlt. http://www.george4u.ch MAVERICK 23 von 27 Schiedsgericht Bevor ein MAVERICK-Poker begonnen wird, muss ein Schiedsgericht bestimmt werden. Dieses soll angerufen werden können, wenn - ein Spieler MAVERICK-STOP verlangt hat, weil der der Meinung ist, dass ein Fehlverhalten vorliegt - regeltechnische Fragen auftauchen, welche nicht durch das Regelwerk eindeutig geklärt werden können. Dieses Regelwerk beinhaltet nur die wichtigsten Vorgehens- und Verhaltensweisen während einem MAVERICK-Poker. Da es nicht möglich ist alle Eventualitäten in einem so kurzen Regelwerk festzuhalten, ist die Bennennung eines Schiedsgerichtes wichtig. Der Entscheid eines Schiedsgerichtes ist endgültig und für alle Teilnehmer verbindlich. Championship-Wertungen – RockTheTable-Meisterschaftsmodus Meisterschaftspunkte Ab dem siebten Rang gibt es Meisterschaftspunkte: - 1. Rang = 8 Punkte - 2. Rang = 6 Punkte - 3. Rang = 5 Punkte - 4. Rang = 4 Punkte - 5. Rang = 3 Punkte - 6. Rang = 2 Punkte - 7. Rang = 1 Punkt Gewertet werden die besten drei Rangierungen während der Pokersaison. Die erspielten Punkte werden durch Anzahl Turnierteilnahmen, maximal aber durch drei geteilt. Die Punktezahl wird auf eine Stelle hinter dem Komma aufgerundet. Vorrundentisch-Sieg – RockTheTable-Meisterschaftsmodus Der Gewinner eines Vorrundentisches erhält 0.2 Punkte gutgeschrieben in der Championship-Wertung. Die Punkte der Vorrundentischsiege werden nicht dividiert. -Mindestteilnehmerzahl ist 7 Personen – bei weniger Anmeldungen wird das Turnier ersatzlos gestrichen -bei 8 Personen wird nur 1 Vorrundentisch ausgespielt. Die ersten 4 des Vorrundentisches erhalten die 0.2 Punkte für den Vorrudentischsieg gutgeschrieben. Alle Spieler sind automatisch für den Finaletable qualifiziert. -bei 9 bis 15 Personen werden 2 Vorrundentische ausgespielt. Die ersten Beiden jedes Tisches erhalten die 0.2 Punkte für den Vorrundentischsieg gutgeschrieben. Die ersten 4 jedes Tisches qualifizieren sich für den Finaletable. -bei 16 bis 32 Personen werden 4 Vorrundentische ausgespielt. Der jeweils Erste erhält die 0.2 Punkte für den Vorrundentischsieg gutgeschrieben. Der Erste und der Zweite sind für den Finaletable qualifiziert. -die maxiamle Teilnehmerzahl umfasst 32 Personen Heads-Up-Punkte Ab dem vierten Rang gibt es heads-up-Punkte: - 1. Rang = Teilnehmeranzahl multipliziert mit 8 - 2. Rang = Teilnehmeranzahl multipliziert mit 3 - 3. Rang = Teilnehmeranzahl multipliziert mit 2 - 4. Rang = Teilnehmeranzahl multipliziert mit 1 Heads-Up-Punkte MEISTERPOT Für jeden Teilnehmer, an jedem Turnier des Jahres, werden 3 Heads-Up-Punkte für den Gewinn des Meistertitels gutgeschrieben. Dem Vize-Meister werden pro Teilnehmer und Turnier 2 Heads-Up-Punkte gutgeschrieben und dem Drittplazierten wird pro Teilnehmer und Turnier 1 Heads-Up-Punkt gutgeschrieben. Rangierung der Spieler in der RockTheTable-Meisterschaft Die Rangliste der Pokermeisterschaft wird nach folgenden Kriterien erstellt: - ERSTENS: Meisterschaftspunkte in absteigender Reihenfolge - ZWEITENS: Heads-Up-Punkte in absteigender Reihenfolge - DRITTENS: Vorrundentisch-Siege in absteigender Reihenfolge http://www.george4u.ch MAVERICK 24 von 27 DER SPIELER Spieler / Player Jeder Spieler an einem Pokertisch hat eine Vielzahl von Pflichten und Rechte. MUST: Der Spieler - muss an der Auslosung der Sitzordnung teilnehmen - muss die Bank übernehmen, wenn er an der Reihe ist - muss, nach seinem Ausscheiden aus dem Spiel die Bank solange fix übernehmen, bis der nächste Spieler ausscheidet. - muss mit dem Aufnehmen der Hand-Karten warten, bis alle Spieler ihre Karten haben und die Bank das „Touch“ ausgerufen hat - muss sein Wett-Kapital immer auf dem Tisch belassen - muss in jeder neuen Spielrunde das Ante (den Grundeinsatz) in den Pott zahlen - muss einen angekündigten Einsatz auch vollziehen - muss einen getätigten Einsatz im Pott belassen - muss seine Absicht („call“ / „raise“ / „fold“) deutlich äussern - muss seine geäusserte Absicht einhalten - muss den Einsatz, welchen er in den Pott einzahlt benennen (z.B. „ich zahle 2 Jetons ein“) - muss, wenn er der erste Spieler zur linken Hand der Bank ist, die Bet-Range eröffnen - muss im Showdown mit dem Aufdecken beginnen, wenn er zur rechten Hand des Spielers sitzt, welcher als letzter „gecallt“ hat ALLOWED: Der Spieler - darf jederzeit „I’m out of the game“ sagen (er zieht sich vom Spiel zurück und muss aber sein WettKapital am Tisch belassen) - darf, wenn er das kleinste Wett-Kapital am Tisch hat, „all-in“ gehen - darf „Five-Card-Stop“ verlangen (nachdem der Flop oder der Turn ausgespielt worden ist) http://www.george4u.ch MAVERICK 25 von 27 DER DEALER (DIE BANK) Banktyp Es wird grundsätzlich zwischen zwei Banktypen unterschieden. Die „aktive“ Bank und die „inaktive“ Bank. - „aktive“ Bank o Die „aktive“ Bank ist ein Spieler, welcher selbst noch am Spiel beteiligt ist (also noch WettKapital hat). Dieser Spieler darf unter keinen Umständen Wett-Kapital vom Tisch entfernen! o Die „inaktive“ Bank ist ein Spieler, welcher selbst nicht mehr am Spiel teilnimmt, weil er kein Wett-Kapital mehr hat. Diese Bank darf gegebenenfalls (siehe „I’m out of the game“) WettKapital vom Tisch entfernen. Dealer (Bank / Croupier) Der Spieler, welcher bei der Auslosung der Sitzordnung die tiefste Karte gezogen hat, ist als Erster die Bank. Die Bank nimmt selbst nicht am Spiel teil. Die Aufgaben der Bank sind folgende: - Markieren o Der Dealer kann an seinem Platz eine Markierung (Dealer-Button) hinlegen. Der Dealer nimmt nicht an der aktuellen Spielrunde teil! Das Wett-Kapital, welches sich im Besitz des Spielers befindet, welcher der Dealer ist, bleibt VON ALLEN unberührt. Das Wettkapital kann zum Beispiel durch ein Tuch abgedeckt und vor zugriffen geschützt werden. - Karten mischen o Der Dealer mischt die Karten. Im Maverick-Poker ist es nicht erlaubt die Karten in einem Stapel zu mischen. Die Karten müssen in einem „wilden“ Haufen vor dem Dealer liegen. Er mischt die Karten, in dem er die Karten mit seinen Händen durchmischt. ES DARF NUR SO GEMISCHT WERDEN. - Karten ausspielen o Die Karten müssen aus dem „wilden“ Haufen ausgeteilt werden. Sie dürfen für die Ausgabe nicht gestapelt werden! o Jede Karte wird einzeln, also nicht in Paaren, an die Spieler ausgeteilt. o Der Dealer muss darauf achten, dass er NICHT aufeinander oder direkt nebeneinander liegende Karten ausspielt o Der Dealer spielt die Hand-Karten (Holecards) an die Spieler aus o Der Dealer spielt den Flop aus o Der Dealer spielt die Turn aus o Der Dealer spielt den River aus - Prüfung der Bet-Range o Der Dealer stellt sicher, dass die Bet-Range (Reihenfolge der Abgabe der Wett-Einsätze / korrekte Pott-Erhöhung) eingehalten wird. - Prüfung der Pott-Auszahlung o Der Pott kann nur ausgezahlt werden, wenn ein Spieler ein Karten-Kombination, welche aus 5 Karten besteht, aufdeckt (dies ist erst möglich, wenn die Bank den Flop ausgespielt hat). o Der Dealer stellt sicher, dass der Pott korrekt ausbezahlt wird. Sollte der Pott geteilt werden müssen, da zwei Spieler die gleichen Karten-Kombinationen haben, zählt die Bank die WettEinsätze ab und händigt sie aus. NUR die Bank darf die Wett-Einsätze, welche im Pott sind, anfassen. o Die Bank übernimmt, nachdem eine Spielrunde entschieden ist, die Auszahlung des Potts an den Gewinnberechtigten. o Wenn der Pott aufgeteilt werden muss, teilt und zahlt die Bank die Anteile gleichmässig aus. Sollte ein unteilbarer Rest übrig bleiben, bleibt dieser im Pott und kommt für die nächste Hand zur Auszahlung. - Prüfung der Wett-Kapital o Die Bank stellt sicher, dass die Wett-Kapitale von allen anwesenden Spielern immer, für alle gut sichtbar, auf dem Tisch liegen. Die Bank stellt zudem sicher, dass die Wett-Kapitale nicht nach Spielbeginn erhöht oder verkleinert werden. http://www.george4u.ch MAVERICK 26 von 27 - - - - - Ausrufen von „time“ o Der Dealer (die Bank) ist dafür zuständig, dass der Spielfluss aufrechterhalten wird. Sie hat das Recht durch den Ausruf „time“ die Spieler dazu zu zwingen, ihren Entscheid bezüglich dem Spiel, abzugeben. Nachdem die Bank „time“ gesagt hat, muss der Spieler, welcher an der Reihe ist, seinen Entscheid in spätestens 5 Sekunden mitteilen. Er muss dies deutlich und für alle hörbar durch die Mitteilung „call“, „raise“ oder „fold“ kund tun. Der Dealer (die Bank) hat das Recht einen Spieler, welcher 5 Sekunden nach dem Ausruf „time“ seinen Entscheid noch nicht geäussert hat, vom aktuellen Spiel auszuschliessen. Der bis dahin vom Spieler in den Pott einbezahlte Wett-Einsatz bleibt dabei im Pott! Ausrufen von „even“ o Wenn keiner der Spieler mehr weiter erhöhen will und alle Spieler den gleichen Betrag in den Pott einbezahlt haben, gibt der Dealer dies durch den Ausruf „even“ bekannt. Nach diesem Ausruf darf erst wieder ein Einsatz in den Pott bezahlt werden, wenn mindestens eine Karte aufgedeckt worden ist. Danach wird wieder eine neue Bet-Range eröffnet. Prüfung der Einhaltung des „Five-Card-Stop“ o Der Dealer stellt sicher, dass keine Wett-Einsätze mehr platziert werden, nachdem ein Spieler „Five-Card-Stop“ ausgerufen hat. Weiter deckt sie ab diesem Zeitpunkt keine weiteren Karten mehr auf. Übergabe des Dealers (der Bank) o Nachdem eine Spielrunde abgeschlossen ist, übergibt der aktuelle Dealer die Markierung an den nächsten Spieler zu seiner linken. Dieser ist ab diesem Zeitpunkt Dealer und übernimmt alle Aufgaben. Es ist nicht möglich den Dealer (die Bank) abzulehnen! o Scheidet ein Spieler aus dem Spiel aus, weil er sein ganzes Wett-Kapital aufgebraucht hat, muss dieser Spieler den Dealer übernehmen. Er behält diese Aufgabe, bis zum nächsten Spieler, welcher aus dem Spiel ausscheidet, weil er das ganze Wett-Kapital verspielt hat. Verteilen des Kapitals eines OUT-Spielers („I’M OUT OF THE GAME“) o Wenn ein Spieler sich mit der Aussage “I’m out of the game” vom Spiel zurückzieht, wird die aktuelle Spielrunde ohne diesen Spieler beendet. Nach dem Beenden dieser Spielrunde verteilt der Dealer das Wett-Kapital des Spielers, welcher sich aus dem Spiel zurückgezogen hat, gleichmässig an ALLE verbleibenden Spieler aus. Sollte das Wett-Kapital sich nicht gleichmässig verteilen lassen, wird der Rest im Pott belassen und kommt in der nächsten Hand zur Auszahlung. Dealing / Banking („gebanked“) Eine entscheidende Änderung bezüglich der Bank tritt ein, nachdem der erste Spieler durch ein verlorenes „allin“ ausgeschieden ist. Dieser Spieler wird „gebanked“. Das bedeutet, er übernimmt die Bank (das dealen) für den weiteren Spielbetrieb. Damit „wandert“ die Bank nicht mehr von Spieler zu Spieler. Sie bleibt fest in den Händen einer einzelnen Person (eben jenes Spielers, welcher ausgeschieden ist). Dieser Spieler ist solange „gebanked“, bis der nächste Spieler ausscheidet. Dann wird die Bank an diesen übergeben. Spieler, welche sich mit „I’m out of the game“ aus dem Spiel zurückgezogen haben, können nicht „gebanked“ werden. Entgegen der Variante Texas hold’em findet ab diesem Zeitpunkt kein „wandern“ des Dealers mehr statt. Bis zum Ausscheiden eines weiteren Spielers ist der Dealer immer am gleichen Platz und die Betrange werden immer vom gleichen Spieler (zur linken Seite des Dealers) eröffnet. http://www.george4u.ch MAVERICK 27 von 27