Freiburger Notizen - Katholische Hochschule Freiburg

Transcription

Freiburger Notizen - Katholische Hochschule Freiburg
FREIBURGER NOTIZEN
Freiburger
Notizen
1
1 / 2014
Vereinigung
der Freunde und Förderer der
Katholischen Hochschule Freiburg e. V.
FREIBURGER NOTIZEN
In dieser Ausgabe:

Auf ein Wort – Günther Grosser .................................................................................................. 3

Zum Fachforum 2013 „Projektarbeit in der Praxis“ – Günther Grosser ........................................ 4

Anzeige der Sparkasse ............................................................................................................... 6

Projektarbeit - Anforderungen in der Praxis Sozialer Arbeit – Gerhard Wienandts ....................... 7

Projekte am IAF und Projektarbeit an der KH Freiburg – eine Chance zur erfolgreichen
Verbindung von Studium – Praxis – Forschung – Stefanie Klott ................................................ 11

Einladung zum Fachforum 2014 ................................................................................................ 16

Aktuelles aus der Katholischen Hochschule – Rektor Prof. Dr. Edgar Kösler ............................ 17

Neue Dozentinnen und Dozenten an der Katholischen Hochschule Freiburg ............................ 19

Die Katholische Hochschulgemeinde der Katholischen Hochschule Freiburg
im Wandel – Lucia Tonello & P. Sebastian Tönessen OP ......................................................... 21

„Lebenslanges Lernen“ in berufsbegleitenden Studiengängen an der Katholischen Hochschule
Freiburg – Prof. Dr. Matthias Hugoth ......................................................................................... 27

Anstrengend – aber lohnend! - Erfahrungen als Absolventin des Studiengangs „Management
von Erziehungs- und Bildungseinrichtungen“ – Alexandra Fritz ................................................. 29

Geschichte der Sozialen Arbeit – aus persönlicher Erfahrung – Barbara Kerkhoff ..................... 32

Mit weniger Gepäck ins Dritte Lebensalter! – Barbara Kerkhoff ................................................. 35

50 Jahre Pfingstvigil-Treffen des Abschlussjahrgangs 1964 – Rudolf Glowka ........................... 37

Aus der Mitgliederversammlung vom 15.11.2013 – Prof. Dr. Sigmund Gastiger ........................ 38

Einladung zur Förderpreisverleihung 2014 ................................................................................ 42

Einladung zur Mitgliederversammlung 2014 .............................................................................. 43

Anzeige Lambertus Verlag ........................................................................................................ 44
Freiburger Notizen
Vereinigung der Freunde und Förderer der Katholischen Hochschule Freiburg
Karlstraße 63, 79104 Freiburg
E-Mail: [email protected] Website: http://www.kh-freiburg.de/hochschule/alumni/
(Gemeinnütziger Verein, Verzeichnis-Nr. 02/06, Finanzamt Freiburg-Stadt)
Sparkasse Freiburg Nördl. Brsg., Kto.-Nr.: 2513296, BLZ 680 501 01
IBAN: DE 28 6805 0101 0002 5132 96
BIC: FRSPDE66XXX
Verantwortlich für den Vorstand und Redaktion: Günther Grosser
Layout: Walburga Arnold
Auflage: 500 Exemplare / Juni 2014
FREIBURGER NOTIZEN
Auf ein Wort
Günther Grosser,
1. Vorsitzender der Vereinigung der Freunde und
Förderer der Katholischen Hochschule Freiburg
Liebe Mitglieder und Freunde!
In diesem Jahr können wir Ihnen wieder eine
Absolventin der Hochschule als Förderpreisträgerin unserer Vereinigung vorstellen. Sie werden vor dem nächsten Fachforum und der Mitgliederversammlung am 14.11.2014 Gelegenheit haben, eine Würdigung ihrer ausgezeichneten Bachelorarbeit über berufsethische Fragen zu hören und sie auch selbst kennen zu lernen. Zur Eröffnung des neuen akademischen
Jahres am 1. Oktober wird die Förderpreisträgerin an der Hochschule bekanntgegeben.
Wir danken Ihnen herzlich für Ihre finanzielle
Unterstützung zur Anschaffung neuer EDV-Geräte, die Sie uns auf den Brief im Frühjahr haben zukommen lassen.
Die neuen Freiburger Notizen informieren Sie
wieder über das letzte Fachforum zur „Projektarbeit in sozialen Arbeitsfeldern“. Die geänderte
Sozialpolitik erforderte auch ein anderes methodisches Know How für Hilfeleistungen. Soziale Einrichtungen (Gerhard Wienandts) müssen es entwickeln und brauchen dafür kompetente Mitarbeiter. Die Diskussion zeigte, dass
die Hochschule den ständigen Dialog mit der
Praxis braucht, um ihre Absolventen adäquat
(Stefanie Klott) auf diese Praxis vorbereiten zu
können.
In der Hochschule ist der Wandel ein ständiges
Thema!
Rektor Prof. Dr. Edgar Kösler zeigt auf, mit welcher Energie und systemischen Schritten an einer neuen Strategie für die Hochschule und die
Fortentwicklung ihrer Qualitätsentwicklung gearbeitet wird. Er weist auch auf einen mittelfristigen Generationenwechsel bei den Dozenten
hin. Aktuell stellen wir Ihnen fünf neue Dozentinnen und Dozenten kurz vor.
Größer wird die Hochschule u.a. auch durch die
Studierenden der berufsbegleitenden Studiengänge. Prof. Dr. Hugoth gibt zum Angebot eine
Übersicht, und Alexandra Fritz berichtet als Absolventin über ihre Erfahrungen.
Wie die Katholische Hochschulgemeinde auf
Studenten eingeht, die sich für gemeinschaftliche Interessen an der Hochschule einsetzen,
beschreiben Lucia Tonello, Gemeindereferentin und Hochschulpfarrer Pater Sebastian Tönnessen OP. Sie begründen den „Neustart“ der
Hochschulgemeinde!
Barbara Kerkhoff schildert aus persönlicher und
beruflicher Erfahrung wie sich unsere Gesellschaft mit ihrem „älter werden“ entwickelt hat.
Sie empfiehlt uns: „Mit weniger Gepäck ins
Dritte Lebensalter.“
Die „50-Jährigen Absolventen“ mit dem Examen von 1964, feierten die Pfingstvigil 2014 in
der Berghauser Kapelle. Ein Foto zeigt, wer
dazu gehört.
Über die letzte Mitgliederversammlung berichtet Ihnen wieder Prof. Dr. Gastiger.
Richten wir den Blick auf unsere Veranstaltungen, zu denen Sie in diesem Jahr eingeladen
sind. Am 26. Juli können Sie am ersten AlumniSommerfest an der Hochschule teilnehmen;
das Programm wurde Ihnen zugeschickt. Drei
Anlässe sollen Sie am Freitag, dem 14.11.2014
nach Freiburg bewegen: Die Würdigung unserer Förderpreisträgerin – das Fachforum zum
Thema „Politisch Denken und Handeln“ und die
Mitgliederversammlung mit der Neuwahl des
Vorstandes.
Wir freuen uns auf die Begegnungen mit Ihnen!
Ihr Günther Grosser
Vorsitzender der Vereinigung
3
FREIBURGER NOTIZEN
Zum Fachforum 2013
Projektarbeit in der Praxis –
Welches erfolgreiche Know How wird
von uns Fachkräften erwartet?
werden überprüft. – Und die Soziale Arbeit
muss sich selbst diese Überprüfung ihrer Ziele
und Vorgehensweise verordnen!
Engagierte Studentinnen und Studenten wiederum, die dieses Fachforum mit vorbereitet haben, wollten die Chancen nutzen, direkt aus der
Praxis zu erfahren, unter welchen Bedingungen
sie in ihrem künftigen Beruf arbeiten müssen
und welche Fähigkeiten sie schon jetzt im Studium für die Projektarbeit erwerben sollten, damit sie z.B. auch ihre eigenen künftigen Gehälter sichern können.
Was verstehen wir unter Projektarbeit?
Als Projekte werden allgemein Einzelvorhaben
bezeichnet, in denen ein vorher zu bestimmendes Projektergebnis innerhalb festgesetzter
Termin- und Aufwandsschranken erreicht werden soll (nach Reschke, H. Verwaltungsmanagement).
Vier erwartungsvolle Studienanfängerinnen!
-
-
-
Drei interessierte ältere Professoren!
Die Anregungen zu diesem Thema kamen sowohl aus der Praxis der Sozialen Arbeit wie von
Studentinnen und Studenten, die sich am Ende
ihres Studiums fragten, welches Know How
wird von mir von meinen künftigen Arbeitgebern
zur Projektarbeit erwartet, die dringend Fachkräfte dafür brauchen?
Für die Träger der Sozialen Arbeit haben sich
die Bedingungen durch die Sozialpolitik verändert. Mit ausgeschriebenen befristeten Projekten wird ein Wettbewerb für die verschiedenen
Träger der Sozialen Arbeit hergestellt. Die Ergebnisse zur Lösung von Problemen, z.B. bei
der Integration von Migranten oder der beruflichen Eingliederung von Langzeitarbeitslosen,
4
-
Es ist eine alte Idee aus der Zeit der Aufklärung (18. Jh.) von Rousseau und
dem Reformpädagogen Pestalozzi.
Die Einsatzgebiete waren früher Schüler, heute sind die Einsatzfelder breit gefächert.
Verschiedene Modelle der Projektarbeit
sind für die Sozialpädagogik in verschiedenen Ländern entstanden, z.B. USA
(Schule), Schweiz (soz. Animation),
Niederlande (Opbouwwerk / Gemeinwesenarbeit).
In den Blick gerückt wird auch das Management der Projektarbeit.
Projektarbeit wird heute für die Soziale
Arbeit im Wettbewerb ausgeschrieben!
Gemischtes Publikum
FREIBURGER NOTIZEN
An der Hochschule wird Projektarbeit in allen
Studiengängen, z.B. von der Sozialen Arbeit
über die Pflege bis zur Heilpädagogik gelehrt
und auch unterschiedlich konsequent von den
Studierenden in Praktika kennen gelernt. – Das
erfuhren die Beteiligten am Fachforum in einer
Übersicht durch die Recherche der Studentin
Leonie Stökler. – Was Studierende sehr systematisch und über einen längeren Zeitraum über
Projektarbeit lernen können, das schilderte Stefanie Klott vom Institut für Angewandte Forschung, Entwicklung und Weiterbildung (IAF)
der Katholischen Hochschule anhand des Projektverlaufes VEGA– „Verantwortungsgemeinschaft für gelingendes Altern im Freiburger Osten“.
-
-
Gerhard Wienandts, Leiter des Caritas Bildungszentrums Freiburg, erläuterte Projektarbeit in der Praxis und ihre Anforderungen dazu.
mit Beispielen von Projekten zur Eingliederung
von jungen Menschen in den Arbeitsmarkt.
-
-
Seine Einrichtung finanziert sich zu
80 % über eine befristete Projektarbeit,
um die er im Wettbewerb zu anderen
Trägern der Sozialen Arbeit steht.
Er muss sich im Wettbewerb behaupten!
Er muss ein gutes Projektmanagement
leisten.
Er muss sich die richtigen Mitarbeiter
suchen und/oder dafür nach-sozialisieren und – qualifizieren.
Wie notwendig ein beständiger Dialog zwischen der Hochschulausbildung und der Berufspraxis ist, bestätigte sich in Ansätzen durch
die Diskussion und Kleingruppenarbeit der beteiligten Studierenden, Dozenten, Mitglieder
und anderen interessierten Besuchern. Erfahrungsbeispiele:
-
-
Studierenden im ersten Semester fiel es
schwer, ohne Kenntnis über Projektarbeit und die daran geknüpften besonderen Anforderungen in der Praxis mit zu
diskutieren.
Andererseits gelang eine sehr lebendige Auseinandersetzung mit den Fragestellungen der Studierenden aus den
Abschlusssemestern zur Projektarbeit
-
über die genannten Anforderungen aus
der Praxis. Sie wurden auch eingestimmt auf eine notwendige Nach-Qualifizierung in Projektarbeit für künftige
Praxisfelder.
Dozenten erhielten Anregungen dazu,
sich mit schnell ändernden Bedingungen der Sozialpolitik und vor allem der
Konkurrenzsituation in der Bewerbung
um Projekte auseinander zu setzen.
Die Praxisvertreter erfuhren, dass sie
am ehesten qualifizierte Bewerber für
die Projektarbeit aus der Hochschule
bekommen, wenn sie bei ihnen selbst
nachfragen, an wie vielen und welchen
Projekten sie im Studium mitgearbeitet
haben.
Es ist in der Regel davon auszugehen,
dass es für die Berufsanfänger Angebote der Nach-Qualifizierung in der Praxis notwendigerweise gibt.
Ebenso werden die Studierenden noch
mehr motiviert, sich für die Projektarbeit
zu qualifizieren, wenn sie über die Bedingungen in der Praxis (politische, finanzielle, methodische) schon im Studium mehr erfahren.
Das Fachforum war mit dem Thema „Projektarbeit in der Praxis“ als ein Anstoß gedacht für die
weitere Pflege des Dialogs darüber zwischen
den beteiligten Gruppen in der Hochschule und
den betroffenen Praxisfeldern. –
Wir danken den engagierten Studierenden und
Referenten für die sorgfältige Vorbereitung des
Fachforums und ihre jetzt schriftlich vorliegenden Beiträge zu den Anforderungen in der Projektarbeit, die sich zu lesen lohnen sowohl für
die jetzigen und künftigen Fachkräfte der Sozialen Arbeit.
Gerhardt Wienandts (links) wird als Referent
von Günther Grosser begrüßt.
5
FREIBURGER NOTIZEN
Anzeige der Sparkasse
6
FREIBURGER NOTIZEN
Projektarbeit - Anforderungen in der Praxis Sozialer
Arbeit
Aus der Perspektive des jeweiligen Handlungsfeldes bzw. den individuellen Anforderungen
der Klienten unterscheiden sich die fachlichen
Anforderungen im jeweiligen Handlungsfeld
und speziell in der Projektarbeit ohne Frage
enorm. - Ein Hochschulstudium kann, sofern es
auf die Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen und Fertigkeiten angelegt ist, die Vielfalt
spezieller Kenntnisse sicher nicht abbilden.
Vermutlich ist das Studium der sozialen Arbeit
auch nicht auf dieses Ziel hin angelegt.
Projektarbeit und Methodenrepertoire
Gerhard Wienandts
Leiter des Caritas Bildungszentrums Freiburg
Stellv. Leiter Abt. Arbeit u. Berufliche Kompetenzen
Soziale Arbeit findet in unterschiedlichen Handlungsfeldern statt, sei es als Altenarbeit, Arbeit
mit Asylbewerbern und Flüchtlingshilfe, Behindertenhilfe, Bewährungshilfe, Erwachsenenbildung, Familienberatung, Frühförderung, Hilfen
zur Erziehung, Jugendberufshilfe, Kinder- und
Jugendarbeit, Klinische Sozialarbeit oder Sozialpsychiatrischer Dienst, um relativ wahllos einige zu nennen.
Fachliche Anforderungen an Berufskräfte
Die fachlichen speziellen Anforderungen im
Handlungsfeld leiten sich ab aus der Trias:

der Bedürfnisse der Klienten,

dem Auftrag der Bedarfsträger und sie
gründet sicher auf einer Form

sozialer Haltung, einem sozialen Kodex gewissermaßen.
Sie sind also den Bedürfnissen des Individuums sowie der Mikrosysteme genauso verpflichtet wie den Bedingungen des staatlichen
Rechtssystems oder der aktuellen Sozialpolitik.
Und die Formen der Projektarbeit sind in der
Praxis vielfältig – um nur ein Beispiel zu nennen: In den meisten Handlungsfeldern geht es
ja auch um die Vermittlung oder den Erhalt sozialer oder personaler Kompetenzen. Ob dies
nun so benannt ist oder nicht, soziale Trainingsformen sind in der Praxis sozialer Arbeit Alltag.
Und es ist naheliegend, dieses Training in Projektform zu organisieren. Insofern sind erfahrene „Projektarbeiter“ in den Einrichtungen sozialer Arbeit sicherlich willkommen.
Beratung oder das Training sozialer oder personaler Kompetenzen folgt immer einer Zielstellung und diese Elemente sind häufig eingebettet in einen komplexeren Arbeitszusammenhang, seltener handelt es sich hier um Einzelaktionen: dann wird der Betreuungs-, der Bildungs- oder Förderprozess zu steuern sein. Ein
zentrales Instrument zur Steuerung dieser Prozesse sind Zielvereinbarungen, und es ist wünschenswert aus der Sicht der Praxis, wenn die
Arbeit mit Zielvereinbarungen bereits von den
Hochschulabgängern beherrscht wird. Die Begleitung der Umsetzung der Vereinbarungen
erfordert auf Seiten der Fachkräfte ein gewisses Methodeninventar: Bleiben wir im Beispiel
Beratung oder dem Kompetenztraining, dann
sind das Methoden der Beratung (systemisch,
klientenzentriert, gestaltorientiert o.ä.) und
beim Kompetenztraining etwa Formen des
Kommunikationstrainings, Kniggetrainings, Telefontrainings, erlebnispädagogische Ansätze
usw.
7
FREIBURGER NOTIZEN
strukturell vergleichbar sind, wobei hier im Folgenden auf den Bereich der kostensatzverhandelten Arbeitsbereiche nicht eingegangen wird.
Auftraggeber von Leistungen
Der Auftraggeber von Leistungen der beruflichen Eingliederung junger Menschen ist die
Agentur für Arbeit und sind die Jobcenter, die
entweder in Zusammenarbeit von Kommune
und Agentur für Arbeit tätig sind oder alternativ
in kommunaler Trägerschaft arbeiten.
Chancen für Hochschulabgänger
Fachkräfte in der sozialen Arbeit werden gebraucht. Die Vermittlung der spezifischen
Kenntnisse der jeweiligen Handlungsfelder
übernimmt der Dienstgeber. Träger mit einem
Qualitätsmanagementsystem haben die Prozesse der Einarbeitung sowie der beruflichen
Fortbildung bzw. fachspezifischer Qualifikationen organisiert und in Prozessbeschreibungen
hinterlegt.
Üblich ist es, den Qualifizierungs-bzw. Fortbildungsbedarf zu ermitteln und diesen in eine
Fortbildungsmatrix zur Planung der Jahresangebote zu übertragen. Sofern der Bildungsträger öffentliche Aufträge von Arbeitsagentur oder Jobcenter erhält, sind die Standards fachlicher Qualifikation ebenso wie die Fortbildungspflichten der Bildungsträger vertraglich festgelegt.
Anforderungen der Bedarfsträger/Auftraggeber
Allerdings ist die Perspektive der Auftraggeber/
Bedarfsträger im oben genannten Dreieck, also
der Auftrag an die Träger, die soziale Arbeit anbieten, in den letzten 20 Jahren immer wichtiger
geworden. Blicken wir beispielsweise in das
Feld der Jugendberufshilfe, daran lässt sich der
Paradigmenwechsel sehr gut darstellen, wobei
die folgenden Ausführungen einerseits sicher
speziell bezogen auf das Handlungsfeld sind,
andererseits jedoch die Perspektive vieler Bedarfsträger in Handlungsfeldern wie der Pflege
oder der Arbeit mit behinderten Menschen
8
Die Agentur für Arbeit bietet jungen Menschen
ohne Ausbildungsplatz sogenannte Arbeitsmarktdienstleistungen an; die Rechtsgrundlage
hierfür bietet das SGB III. Für die jungen Menschen ist die Teilnahme an den Angeboten freiwillig, die Teilnahme an berufsvorbereitenden
Maßnahmen (BvB) nach § 51 SGB III wird finanziell gefördert durch Berufsausbildungsbeihilfe (BaB). Sofern ein junger Mensch in einer
Bedarfsgemeinschaft lebt, ändert sich die Situation durchaus; dann sind die Jobcenter zuständig, die Rechtsgrundlage ist hier zunächst
das SGB II. Zwar bieten die Jobcenter ebenfalls
Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung an,
sie greifen in diesem Fall aber auf den Instrumentenkatalog des SGB III zu.
Die Mitwirkung der jungen Menschen wird hier
jedoch nach dem Grundsatz „Fördern und Fordern“ aktiver eingefordert, als dies bei den SGB
III-Kunden der Fall ist.
Bleibt der relativ bescheidene Anteil an beruflichen Eingliederungsmaßnahmen der Kommunen nach dem §13 SGB VIII, eine Sollleistung,
die die Kommunen nach Haushaltslage gewähren und die im Kern für die jungen Menschen
freiwillig ist.
Projektförderung
Schließlich werden Jugendliche im Rahmen
von Bundesprogrammen oder Projekten finanziert und gefördert durch den Europäischen Sozialfonds, einer im eigentlichen Sinn öffentlich
finanzierten Form von Projektarbeit, deren
Grundprinzip neben der Freiwilligkeit der Teilnahme die Partizipation ist.
FREIBURGER NOTIZEN
Alle Formen der Vergabe zielen in diesem Beispiel auf die Zielgruppe der 17 bis 23 jährigen
jungen Erwachsenen. Schon hier lässt sich erahnen, dass es bei gleicher Bedarfslage der
Zielgruppe aufgrund der Rahmenbedingungen
zu unterschiedlichen Anforderungen an die Sozialen Arbeiterinnen und Arbeiter kommt. So ist
evident, dass es bei einer Zusammenarbeit mit
jungen Menschen, die im Kern freiwillig mitwirken, es eines anderen Repertoires an Methoden bedarf, als dies der Fall sein dürfte in der
Arbeit mit Jugendlichen, deren Mitwirken ggf.
durch Restriktionen eingefordert werden kann.
dig, für den Einkauf der Maßnahme und überwacht die vertragsgetreue Durchführung durch
die Bildungsträger.
Die Bildungsträger ihrerseits müssen sich, um
sich überhaupt als Mitbieter im Wettbewerb beteiligen zu können, nach der Akkreditierungsund Zulassungsverordnung Arbeitsförderung
(AZAV) zertifizieren.
Das Wesen der Ausschreibung und der
Vergabe im Wettbewerb sind die

zeitliche Begrenzung der Maßnahmen,

ein klar definierter Ressourceneinsatz,

die zeitliche Begrenzung und ein

erheblicher Kostendruck, der vor allem
die Personalkalkulation betrifft.
Wirkung von Bedingungen auf Fachkräfte
Gerhard Wienandts geht auf Ergebnisse der AGs ein.
Rahmenbedingungen Sozialer Arbeit mit
Projektförderung – Wettbewerb - öffentliche
Ausschreibung – Kontrolle der Durchführung
Die Rahmenbedingungen für soziale Arbeit in
diesem Kontext sollen nun aber noch deutlicher
herausgearbeitet werden:
Zunehmend gilt nämlich bei der Vergabe von
Zuschlägen das Wettbewerbsprinzip. Die Bundesagentur für Arbeit und damit auch die Jobcenter vergeben ihre Aufträge zur Durchführung von Eingliederungsmaßnahmen grundsätzlich im Wettbewerb durch öffentliche Ausschreibungen. Der übergeordnete Begriff für
diese Maßnahmen lautet Arbeitsmarktdienstleitungen, für den Einkauf dieser Maßnahmen ist
eine eigens gegründete Institution zuständig.
Diese ist dezentral organisiert und heißt Regionales Einkaufszentrum (REZ). Das REZ ist als
Dienstleister für die örtlichen Agenturen zustän-
Es ist offensichtlich, dass hier die äußeren Bedingungen auf die pädagogischen Fachkräfte
direkt wirken, weil in der Regel das Risiko der
Träger an die Beschäftigten weiter gegeben
wird. Und es ist ebenso offensichtlich, dass den
Bereich der Jugendberufshilfe, einen klassischen Bereich der Sozialarbeit, vergleichbare
Rahmenbedingungen prägen wie es Krankenhäuser oder Pflegedienste seit Jahren kennen.
Die Projektförderung durch den Bund und bei
europäischen Programmen funktioniert im Kern
auch wettbewerbsorientiert im Dreischritt
„Ausschreibung der Programme bundesweit –
Interessenbekundungsverfahren – Auffordern
zur Abgabe eines Antrages“; allerdings sind die
qualitativen Vorgaben hier bei weitem nicht derart eng gefasst wie bei Arbeitsmarktdienstleistungen.
Bildungsträger, die in Personal investieren und
in ihrer Arbeit durch Qualität überzeugen, können betriebswirtschaftliche Nachteile (Tarifbindung vs. Haustarif) ausgleichen.
Anforderungsprofil für Fachkräfte und notwendige Kompetenzen
Für die pädagogischen Fachkräfte ergibt sich
dann folgendes Anforderungsprofil, sie müssen
hohe Kompetenzen vorweisen in:
9
FREIBURGER NOTIZEN

Umsetzungsgenauigkeit „Qualität ist
die Erfüllung von Anforderungen“

Kompetenz im Angebot sozialer Trainings

Methodenkompetenz = Produktorientierung

Beratungskompetenz, Arbeit mit Zielvereinbarungen

Weitere Anforderungen: Transparenz/
QM, Dokumentation/ „was nicht dokumentiert ist, hat nicht stattgefunden“
wobei in „Anführungszeichen“ die Anforderungsmaximen der Bedarfsträger gesetzt sind.
Unter den Bedingungen weitgehend befristeter
Arbeitsverträge sollen soziale Arbeiterinnen
und Arbeiter (bei kirchlichen Trägern zumindest
aber bei tariflicher Bezahlung) in den oben angeführten Kompetenzbereichen sehr gute Leistungen erbringen. Tun sie das nicht, gefährden
sie das Auftragsaufkommen ihres Dienstgebers
und schlussendlich ihren eigenen Arbeitsplatz.
Projektarbeit an sich entwickelt fraglos in einem hohen Maß Fähigkeiten und Fertigkeiten,
die in der Praxis sozialer Arbeit unabdingbar
sind, einige sind hier eher unsystematisch aufgeführt, es sind:

Fachliche Innovationskompetenz

Projektplanungskompetenz

Betriebswirtschaftliches Know-how

Steuerungskompetenz (Meilensteine,
Leuchttürme, Zeitmanagement)

Personalentwicklungskompetenz
Dann geht es nämlich weniger um die Projektplanung, sondern mehr um die auftragsgemäße
und zielgruppengerechte Durchführung. In diesem Zusammenhang wäre es für die Praxis äußerst hilfreich, würden die Absolventinnen und
Absolventen diese Art Projekte unter dem Gesichtspunkt Qualitätsmanagement durchführen
und Verfahren der Qualitätssicherung (DIN EN
ISO; European Foundation for Quality Management – EFQM; Lernorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung – LQW o.ä.) dabei
kennen und anwenden lernen.
Ein weiterer Aspekt des Studiums nimmt in der
Praxis eine besondere Stellung ein, nämlich
eine sichere Rechtskenntnis: Nehmen wir beispielhaft eine Beratungssituation, in der sich
eine junge Mutter, sie steht am Übergang von
der Schule in den Beruf, an eine Fachstelle
wendet. Die junge Mutter hat Fragen zur Sicherung des Lebensunterhalts für sich und das
Kind, benötigt finanzielle Leistungen zur Sicherung ihrer Wohnsituation und sofern sie eine
Ausbildung beginnen möchte, benötigt sie einen Überblick über fachliche und soziale Unterstützungsleistungen. Diese Thematik berührt
die Rechtkreise SGB II, SGB III und SGB VIII.
Es ist verständlich, dass Absolventen der Hochschule nicht rechtssicher in den Spezialgebieten seien können – aber sie müssen die Wichtigkeit von rechtlichen Kenntnissen ermessen
und Zugänge zu dieser Thematik aufweisen.
 Methodensicherheit
um nur einige zu nennen. Die Übereinstimmung
mit den oben aufgeführten Kompetenzanforderungen der Praxis scheint mir offensichtlich.
Empfehlungen für das Studium Sozialer Arbeit
Gerhard Wienandts steht für den Dialog.
Wenn aber reine Projekte in breiten Spektren
sozialer Arbeit eher eine Rarität darstellen, hingegen Kenntnisse der Elemente von Projektarbeit weit verbreitet sind, sollten in jedem Fall
auch die beschriebenen Arbeitsmarktdienstleistungen bekannt sein und in den Studiengängen
sozialer Arbeit eben die praktischen Rahmenbedingungen für Projekte berücksichtigt werden.
10
Diese Beispiele sind Schlaglichter – gewiss,
aber sie sollten zu einem Dialog zwischen
Hochschule und Träger der sozialen Arbeit ermutigen; ein Dialog, der sich natürlich an den
zentralen Aufgaben sozialer Arbeit orientiert
und der gelegentlich auch spannende Randgebiete sozialer Arbeit einbezieht.
FREIBURGER NOTIZEN
In diesem Sinne könnte die Ausbildung über
Projektarbeit im Studium mit den Anforderungen der Praxis sozialer Arbeit fruchtbar weiter
entwickelt werden, und damit würden die Rahmenbedingungen sozialer Arbeit im Kontext einer sich wandelnden Gesellschaft stärker als
bisher nicht nur fachlich berücksichtigt werden.
Gerhard Wienandts
Projekte am IAF und Projektarbeit an der KH Freiburg –
eine Chance zur erfolgreichen Verbindung von Studium – Praxis – Forschung
hinweg Studierende verschiedener Studiengänge an unterschiedlichen Projektarbeitsschritten beteiligt sind. Abschließend werden mögliche „Gewinne“ auf Seiten der Studierenden sowie der Projektmitarbeitenden
in den Blick genommen.
1. Projektarbeit im Studium an der
Katholischen Hochschule Freiburg
Projektarbeit ist auch im Sozial- und Gesundheitswesen häufig DIE Antwort auf gestiegene
Anforderungen im Berufsleben, die sich in Form
zunehmender Komplexität, in Form von Marktmechanismen, von neuen Finanzierungs- und
Förderlogiken sowie dem Ruf nach Wachstum,
Innovation, Schnelligkeit, Effizienz, Effektivität,
Wirksamkeits-, Erfolgs- und Ergebnisorientierug u.v.m. bemerkbar machen. Die hierfür erforderlichen Kompetenzen sind vielfältig und
breit gefächert, umfassen neben fachlichem
und methodischem Wissen und Können auch
kommunikative und teamorientierte Fähigkeiten, die Fähigkeiten, Konflikte zu lösen, Kreativitätstechniken anzuwenden etc…. und nicht
zuletzt auch die Nutzung diverser Projektmanagementmethoden.
In den Studiengängen der Katholischen Hochschule Freiburg ist das Thema „Projektarbeit“
deswegen von Beginn an verankert, wie Leonie
Stökler, Studierende im 7. Semester SAB anschaulich demonstrierte (Abb.1).
Stefanie Klott
Mitarbeiterin des IAF und Vertretungsdozentin
Dieser Vortrag im Rahmen des Fachforums
der „Freunde und Förderer“ am 15. November 2013 zeigt zunächst die Verankerung
von Projektarbeit im Studium an der Katholischen Hochschule Freiburg auf und stellt
das Institut für Angewandte Forschung, Entwicklung und Weiterbildung (IAF) kurz vor.
Anhand einiger aktueller Projekte wird beispielhaft dargestellt, wie unterschiedlich
sich die Einbindung Studierender gestalten
kann. Exemplarisch demonstriert das Projekt VEGA, wie über mehrere Projektjahre
Abb. 1: „Projektarbeit im Studium“ von Leonie Stökler
11
FREIBURGER NOTIZEN
So zeigt der beispielhafte Blick in das Modulhandbuch Soziale Arbeit die „Fähigkeit, Projekte akquirieren und managen zu können“ als
einen wesentlichen Aspekt hinsichtlich des
„Kompetenzerwerbs und der Qualifikationsziele“. In der zugrundeliegenden Handlungsfeldlogik (Abb. 2) ist die Projektarbeit in unterschiedlichen Modulen und zwar kontinuierlich
von Studienbeginn an verortet, ist mit Praxistransfer und exemplarischen Handlungsfeldzug
verbunden und wird von medienpädagogischen
Bezügen begleitet.
Abb. 2: Handlungsfeldlogik der KH Freiburg
2. Das Institut für Angewandte Forschung, Entwicklung und Weiterbildung (IAF)
Als wissenschaftliche Einrichtung unter der Leitung von Prof. Dr. Cornelia Kricheldorff (Prorektorin für
Forschung) bündelt und koordiniert das IAF sämtliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der
KH Freiburg. Aus diesen Aktivitäten haben sich mittlerweile drei Forschungsschwerpunkte entwickelt:
1. Versorgungsforschung in Gerontologie und Pflege
2. Bildung, Sozialisation, Inklusion
3. Religion und Ethik
Abb. 3: Die Mitarbeiter(inne)n im IAF
Dabei sind die Forschungsschwerpunkte „Versorgungsforschung“ sowie „Bildung, Sozialisation und
Inklusion“ in die bundesweite Forschungslandkarte aufgenommen worden, die von der Hochschulrektorenkonferenz im Jahr 2012 erarbeitet wurde. Aktuell laufen im IAF 24 Projekte und sie beschäftigen
14 Mitarbeitende (davon vier Alumni der KH Freiburg). Ca. 30 Studierende sind derzeit in unterschiedlichen Rollen als studentische Hilfskräfte/Praktikanten eingebunden. Die Forschungsprojekte des IAF
greifen Fragen des Strukturwandels in den sozial-caritativen, pflegerischen und pastoralen Diensten
auf und entwickeln beispielhafte Modellkonzepte im Umgang mit neuen sozialen und gesellschaftlichen
Problemlagen. Schwerpunkt des Dienstleistungsangebots des IAF sind Organisationsberatungen für
soziale Einrichtungen in Entwicklungs- und Umbruchsituationen. Als gemeinnütziges Institut finanziert
sich das IAF aus Drittmitteln zur Forschungsförderung, Nutzerentgelten bei Entwicklungsaufträgen und
Teilnehmerbeiträgen bei Weiterbildungsangeboten.
12
FREIBURGER NOTIZEN
(vgl. auch http://www.kh-freiburg.de/forschung-entwicklung/forschungs-und-entwicklungsprojekte/laufende-projekte)
3. Projekte am IAF – eine Chance für Studierende
Im Folgenden zeigen ausgewählte aktuelle IAF-Projekte verschiedene Variationen einer studentischen
Beteiligung.
Projekt
Kurzinfo
Pflegemix in lokalen Verantwor- Sozialministerium Batungsgemeinschaften
den-Württemberg, Kommunen und vielfältige
Akteure in der „Caring
Community“
BEST (Bürgerengagement sichert Sozialministerium BaTeilhabe)
den-Württemberg – Begleitung von 15 Leuchtturm-Standorten
im
Land, die innovativ Teilhabe älterer Menschen
sichern
Kirche findet Stadt – Stadt findet Stadtdekanat Frankfurt
Kirche
am Main/Bistum Limburg. Beobachtung und
Befragung zur Nutzung
und Wirkung eines Ensembles citypastoraler
und caritativer Angebote.
InnoGESO (Innovations- und De- BMBF-gefördertes Vermografiemanagement in Sozial- bundprojekt mit der Uniund Gesundheitswesen)
versität Witten und dem
Mannheimer Institut of
Public Health (Schwerpunkt KH: Berufsbiografien)
Patientenbegleitung
Sozialministerium Baden-Württemberg: Freiwillige begleiten ältere
Patien(tinn)en. Kooperation: Freiburger Freiwilligenagentur, VHS, verschiedene
Freiburger
Kliniken)
Studentische Beteiligung
Studentische
Hilfskräfte
begleiten Erhebungs- und
Analysephasen sowie Planungswerkstätten und Arbeitskreise gemeinsam mit
den
Wissenschaftlichen
Mitarbeitenden.
Studierende begleiten Projekte (ausgewählte TeilFragestellungen) im Rahmen von Qualifizierungsarbeiten.
Studierende (SAB Schwerpunkt Sozialtheologie) erheben und analysieren ergänzende Daten (teilnehmende Beobachtung, Interviews) im Rahmen ihres
Forschungsseminars.
Studentische
Hilfskräfte
wenden Wissen aus den
Seminaren der Empirischen Sozialforschung im
größeren Kontext an.
Im Rahmen ihres Projektsseminares „Caring Community“
(2x2 Semester) übernehmen Studierende Teile von
Curriculumentwicklung,
Öffentlichkeitsarbeit,
Curriculumentwicklung,
Netzwerkarbeit.
4. Modellhaft: Das Projekt VEGA im Freiburger Osten
Mit dem Projekt VEGA – „Verantwortungsgemeinschaft für gelingendes Altern im Freiburger Osten“
geht es der Katholischen Hochschule Freiburg um die modellhafte Entwicklung, exemplarische Erprobung und Evaluation des Konzepts einer „Lokalen Verantwortungsgemeinschaft“. Seit 2010 verstehen
13
FREIBURGER NOTIZEN
sich hier die Stadt Freiburg (Seniorenbüro), die Stiftungsverwaltung (Heiliggeistspitalstiftung) Freiburg
und Katholische Hochschule Freiburg als „Impulsgeber“. Von 2010 bis 2012 finanzierte die Hochschule
das Projekt dabei aus Eigenmitteln. Zentral ist die Frage, wie förderliche Kommunikations-, Kooperations- und Aktionsformen in den Stadtteilen Waldsee und Littenweiler entstehen und aussehen können,
so dass verschiedenste Akteure auf Augenhöhe zum Thema „gelingendes Altern“ vernetzt sind. In
einer ersten Projektphase standen Analysen auf kleinräumiger Ebene im Vordergrund. In Form einer
Netzwerkanalyse lieferten Studierende des Masterstudiums Soziale Arbeit (2009) bereits erste wichtige Erkenntnisse. Studierende des Bachelorstudiums Soziale Arbeit waren dann 2010/2011 im Rahmen ihres Projektseminars insbesondere in die Analyse des Sozialen Raumes eingebunden. Sie erschlossen die beiden Stadtteile durch „strukturierte Stadtteilbegehungen“, foto-dokumentierten und
kartierten die Ergebnisse. Sie führten zusätzlich eine aktivierende Befragung mit Stadtteilexperten
durch und diskutierten ihre Ergebnisse in Workshops im Rahmen einer Quartierstagung mit Profis und
Stadtteilbewohner(inne)n. Ein Stadtteilspaziergang mit Bürgerbeteiligung zu wichtigen Orten sowie
eine Abschlusspräsentation rundete diese Projektphase ab.
Abb. 4: Kartierung
Abb. 5: Moderation im Rahmen
eines Visionscafés
Abb. 6: Öffentlichkeitsaktion mit dem
VEGA-mobil
Den „Staffelstab“ übernahmen dann 2011 Studierende des interdisziplinären Masterstudiums „Dienstleistungsentwicklung“. Sie legten die bisherigen Erkenntnisse für ihr viersemestriges Projekt zugrunde
und entwickelten basierend auf den erhobenen Bedarfen und Bedürfnissen z.B. Konzepte für „Bürgertreffmöglichkeiten“. Zu ihren „Gewinnen“ lassen sich dabei auch eine starke Verankerung in der Freiburger Fachöffentlichkeit sowie ganz konkrete über das Studium hinausgehende Beschäftigungsmöglichkeiten nennen.
Ganz aktuell widmet sich gerade ein weiteres Projektseminar einem zweiten aus den Bedarfen entwickelten VEGA-Baustein: Studierende entwickeln im Rahmen des VEGA-mobils (ein Lastenfahrrad, das
als mobile Informations- und Anlaufstelle dient) Ideen für Aktivierung, Freiwilligenarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Formen der zugehenden Beratung.
5. Gewinne
Fragt man weiter danach, welche „Gewinne“
diese – oft aufwändige und zeitintensive - Form
der Verschränkung von Praxis, Lehre und Forschung mit sich bringt, so nennen Studierende
zumeist ganz wesentliche Lernerfahrungen in
den Schnittstellen Projektarbeit, Sozialforschung/ Sozialraumorientierung und (hier speziell:) Gerontologie. Sie erleben spürbar die
Verbindung von Theorie und Praxis sowie den
direkten Kontakt zu Fachkolleg(inn)en und zur
14
Bevölkerung als „Katalysator“ für ihr weiteres
Studium.
Auf Projektebene liefert die Zusammenarbeit
mit den Studierenden nicht nur wertvolle Erkenntnisse, auch ist die studentische Perspektive eine wesentliche Bereicherung, insbesondere die dadurch ermöglichte intergenerationelle Arbeit am Thema. Ganz plastisch beantwortet Michael Adam, 7. Semester SAB die
konkrete Frage danach, was es ihm denn
bringe, sich neben dem Studienendspurt auch
im IAF als studentische Hilfskraft zu engagieren:
FREIBURGER NOTIZEN
„Mir bringt die Mitarbeit an einem Projekt die
Möglichkeit, mich auszuprobieren, d.h. mich in
verschiedensten Rollen zu bewegen z.B. dem
Experten, Studenten (der auch mal eine Frage
stellen darf, die sich keiner traut), Beobachter
von außen, Teilnehmer, Protokollanten und Repräsentant der Hochschule. Ich kann an der
Gestaltung des Projekts mitwirken, über meinen Tellerrand schauen und meine Stärken
einbringen, aber auch feststellen, wo ich noch
ausbaufähige Potentiale habe.
Ich kann Kontakte zur Praxis knüpfen und das
Erlernte aus dem Studium übertragen und anwenden (sei es Gesprächsführung, Moderation,
Dokumentation, Visualisierung oder auch Theaterspielen). Das Projekt versetzt mich in die
Lage, die erlernte Theorie in der Praxis auszuprobieren, aber auch in der Praxis die Theorie
wieder zu finden. Durch das Projekt öffnen sich
Zugänge zu möglichen Bachelorthemen und
den aktuellen Bedarfen der Praxis. Ich kann
mich in einem relevanten aktuellen Forschungskontext bewegen. Mein Studium bekommt ein ganz anderes Gewicht, weil ich nicht
mehr nur auf den Abschluss lerne, sondern direkt das gelernte wieder einbringen kann.“
Er ergänzt auch:
„Die Projektarbeit fördert die Auseinandersetzung mit der eigenen Profession. So werden
die Studierenden immer wieder mit Fragen in
Bezug auf das Studium und der Profession der
Sozialen Arbeit gestellt. Die Mitarbeit an solchen Projekten ist für mich eine sinnvolle Ergänzung zum Studium (mit KIP, Praxissemester und den Projekten der Empirischen Sozialforschung). Außerdem finde ich, es sollte viel
mehr Studierenden die Möglichkeit offen stehen, neben dem Studium an solchen Projekten
mitzuarbeiten. Die Mitarbeit von Studenten an
solchen Projekten ist, glaube ich, ein Gewinn
für alle Beteiligten, da dadurch das Projekt
durch eine weitere Perspektive ergänzt wird.“
Instanz mit Außenperspektive. Das kann besonders dort hilfreich sein, wo das Anknüpfen
an die Normalität des Alltags wichtig ist. Mit Studierenden werden Projekte lebendig und sie erhalten einen intergenerationellen Forschungsund Lernbezug. Und nicht zuletzt steht die Beteiligung von Studierenden für eine besondere
Form von Theorie-Praxis-Transfer.“
Halten wir abschließend als Fazit fest:

Während ihres ganzen Studiums lernen
Studierende der KH Freiburg berufsrelevante Elemente und Kompetenzen
des Projektmanagements auf theoretischer
und
praktischer
Ebene.

Im IAF der KH Freiburg bieten sich vielfältige ergänzende Möglichkeiten, darüber hinaus Studium-Theorie-PraxisForschung sinnvoll zu verbinden.

Durch diese unterschiedliche Mitwirkungsformen (Hilfskräfte, Projekt-/Forschungsseminar, Qualifizierungsarbeiten) eröffnen sich „win-win“-Situationen
für alle.
Stefanie Klott
Vertretungsdozentin für Soziale Gerontologie
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IAF
Unabhängig davon beantwortete auch Cornelia
Kricheldorff als Institutsleiterin und Prorektorin
meine Frage nach dem „was bringt`s?“:
Sie erklärt: „Studierende bringen in die Forschungsprojekte einen weitgehend unverstellten Blick ein – sie sind damit eine Art neutrale
15
FREIBURGER NOTIZEN
Einladung zum Fachforum 2014
16
FREIBURGER NOTIZEN
Aktuelles aus der Katholischen Hochschule
Der Strategieentwicklungsprozess wird mit der
Arbeit in den Projektgruppen sowie drei weiteren zweitägigen Workshops fortgesetzt und soll
Anfang 2015 zum Abschluss kommen.
2. Systemakkreditierung
Prof. Dr. Edgar Kösler
Rektor der Katholischen Hochschule Freiburg
1. Strategieentwicklung
Im September 2013 fand eine zweitägige Kickoff –Veranstaltung zur Eröffnung des Strategieentwicklungsprozesses 2020 statt. Rund 30
Mitglieder der katholischen Hochschule sind in
diesen Prozess eingebunden. Eine Grußadresse des Caritasverbandes für die Diözese
Rottenburg-Stuttgart hob die Bedeutung des
Strategieentwicklungsprozesses hervor. Einzelne Projektgruppen zur Lehre, Forschung,
Service, Struktur und Systemakkreditierung sowie die Steuerungsgruppe wurden etabliert und
erhielten einen detaillierten Projektauftrag. Geklärt wurde, welche Aufgaben in der Analysephase bis Ende März 2014 zu bearbeiten waren. So wurde z.B. die Steuerungsgruppe beauftragt, einen Entwurf für eine Vision zu erstellen. Der zweitägige Workshop im September
beinhaltete ein prozessbezogenes Training
zum Projektmanagement, die Diskussion des
ersten Visionsentwurfes sowie die Vorbereitung
zur Lernreise an die Zeppelin-Universität in
Friedrichshafen im Februar 2014. Im Workshop
im April 2014 wurden die Erfahrungen der Lernreise aufgearbeitet, die Ergebnisse der Analysephase vergemeinschaftet und die überarbeite Vision vorgestellt.
Der Prozess zur Systemakkreditierung geht
nach einer intensiven Vorbereitung nun in die
konkrete Umsetzungsphase. Mitte Mai 2014
fand die Erstbegehung zur Systemakkreditierung durch die Akkreditierungsagentur AHPGS
statt, bei der auch eine Vertreterin des Akkreditierungsrates teilgenommen hat. In dieser Erstbegehung wurde das gesamte Qualitätsmanagementsystem der Hochschule darauf hin geprüft, in wie weit es in der Lage ist, die Einhaltung der vorgegebenen europäischen und nationalen Standards bei der Ausgestaltung der
Studiengänge und der dazu gehörenden Unterstützungsprozesse sowie deren Umsetzung in
der Lehre sicher zu stellen. Auf der Basis der
erfolgten Rückmeldungen wird dann das Qualitätsmanagementsystem der Hochschule weiterentwickelt werden. Die endgültige Akkreditierung findet dann nach einer zweiten Begehung
im Januar 2015 statt. Bei erfolgreicher Systemakkreditierung kann die Hochschule das
Siegel des Akkreditierungsrates für ihre Studiengänge 6 Jahre selbständig vergeben.
3. Gebäudemanagement
Die Brandschutzsanierung in der Tiefgarage
wurde im März 2014 abgeschlossen. Die nun in
Haus 3 anstehenden Brandschutz- und Baumaßnahmen (Schaffung eines zweiten Rettungsweges) sollen in den vorlesungsfreien
Zeiten im SoSe 2014 und WiSe 2014/2015 abgeschlossen werden. Danach werden entsprechende Maßnahmen in den Häusern 2 und 3
angegangen. Das Haus 4 muss zum Ende des
Jahres 2015 geräumt sein.
Der Vorstand des Vereins der Freunde und Förderer der KH Freiburg wurde darüber im Frühjahr 2014 schriftlich informiert.
17
FREIBURGER NOTIZEN
4. Neue Professor(inn)en
An der Katholischen Hochschule Freiburg begannen zum Sommersemester vier neue Professor(inn)en und eine neue Dozentin:





Prof. Dr. Thorsten Burger, Professor für
Konzepte und Methoden der Heilpädagogik,
Prof. Dr. Ines Himmelsbach, Professorin
für Soziale Gerontologie,
Prof. Eric Pfeifer, Professor für Ästhetik
und Kommunikation mit Schwerpunkt Musik als Medium,
Prof. Dr. Jürgen Sehrig-Vaulont, Professor
für Kommunikation und Beratung,
Maria Höfflin, Dozentin im Bereich Heilpädagogik.
Zum Wintersemester beginnen:


Prof. Dr. Monika Wigger, Professorin für
Ästhetik und Kommunikation, Schwerpunkt
Bildnerisches Gestalten“
Prof. Dr. Anne Kellner, Professorin für Berufspädagogik für Gesundheitsberufe /
Pflegewissenschaft
Damit sind zum WiSe 2014/2015 34 Professuren (VZÄ) an der KH Freiburg besetzt. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass bis
Ende SoSe 2020 voraussichtlich 12 Professor(inn)en in den Ruhestand gehen werden.
5. Kirchliche Fachhochschulen
als anerkannter Bestandteil der deutschen
Hochschullandschaft
Die kirchlichen (Fach)Hochschulen stellen in
der deutschen Hochschullandschaft eine
Gruppe von stark profilierten Hochschulen im
Bereich des Sozialwesens – sowie zunehmend
auch des Gesundheits- und Erziehungswesens
– dar. Sie haben sich als anerkannte wissenschaftliche Akteure in Lehre, Forschung und
Weiterbildung in diesem Sektor fest etabliert.
Darüber hinaus nehmen sie in den Feldern
praktische Theologie und Religions-pädagogik
den kirchlichen Bildungsauftrag professionell
war. Das von der Rektorenkonferenz kirchlicher
(Fach)Hochschulen (RKF) in Auftrag gegebene
18
Projekt Leistungsprofile kirchlicher (Fach)Hochschulen unterstreicht die starke Stellung der
kirchlichen (Fach)Hochschulen in den von
ihnen angebotenen Studienbereichen. Im Jahr
2011 studierten knapp 20.000 Studierende an
kirchlichen (Fach)Hochschulen. Diese stellen
damit ein Viertel aller (Fach)Hochschulabsolvent(inn)en aus dem Bereich des Sozial- und
Gesundheitswesens und bilden somit einen erheblichen Teil der Fachkräfte in diesen Bereichen aus. Besonders auffallend ist die gute Betreuungsrelation in Studium und Lehre. Sie ist
an den kirchlichen (Fach)Hochschulen deutlich
besser als bei den vergleichbaren Studienbereichen der staatlichen Hochschulen oder der
privaten (Fach)Hochschulen. Die Drittmitteleinwerbung je Professor(in) ist an kirchlichen
(Fach)Hochschulen ähnlich hoch wie in den
vergleichbaren Bereichen an staatlichen
(Fach)Hochschulen. Ihre Forschungs-stärke
zeigt sich auch darin, dass aktuell elf Forschungsschwerpunkte in den Bereichen Bildung, Inklusion und Versorgungsforschung der
kirchlichen (Fach)Hochschulen in die Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) aufgenommen wurden.
Die potentiell wachsende ökonomische und gesellschaftliche Relevanz des Sozial- und Gesundheitssektors in Deutschland, aber auch in
den angrenzenden Ländern, hat für die kirchlichen (Fach)Hochschulen für die Zukunft eine
wichtige strategische Bedeutung.
Hierzu gehören die in diesen Bereichen festzustellenden Akademisierungstendenzen sowie
die damit korrelierenden Qualifikationsbedarfe,
gerade im Bereich der Kindheitspädagogik sowie in der Pflege und im Gesundheitswesen.
FREIBURGER NOTIZEN
Neue Dozentinnen und Dozenten an der Katholischen
Hochschule Freiburg
Prof. Dr. Jürgen Sehrig-Vaulont,
Professor für Kommunikation und
Beratung seit 1. März 2014
"Im Mittelpunkt meiner Interessen und meiner
Tätigkeit liegt die heilpädagogische Arbeit mit
Menschen, die so schwere Einschränkungen
haben, dass meist Sprache als Kommunikationsmittel nicht mehr trägt. Es handelt sich um
Menschen mit schwerer oder mehrfacher Behinderung, Menschen in unklaren Bewusstseinszuständen oder Menschen mit (fortgeschrittener) Demenz.
Neben der Sicherstellung größtmöglicher Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist mir die
Begleitung des familiären und außerfamiliären
Umfeldes der Klienten besonders wichtig.
Neben dem Studium der Heilpädagogik ist dabei die Berufserfahrung als Krankenschwester
sowohl mit schwer erkrankten als auch mit neurologisch kranken Menschen eine gute Grundlage."
Jürgen Sehrig-Vaulont, Jahrgang 1955, arbeitete 10 Jahre als Sozialarbeiter und Gesprächstherapeut in der Hilfe für Suchtkranke und psychisch Kranke. Die Mitarbeit im Interviewprojekt
„Geschichte und Erinnerung“ führte in enger
Verknüpfung mit der Katholischen Hochschule
Freiburg zu seiner wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Verarbeitung des Nationalsozialismus und mündete in die hier vorgelegte Dissertation. Nach langjähriger freiberuflicher Tätigkeit als selbstständiger Supervisor
und Organisationsberater hat er seit März 2014
die Professur „Kommunikation und Beratung“
an der Katholischen Hochschule Freiburg inne.
Prof. Dr. Thorsten Burger, Professor
für Konzepte und Methoden der Heilpädagogik seit 1. März 2014
Maria Höfflin,
Dozentin seit 1. März 2014
„Mein Name ist Thorsten Burger. Ich habe in
Freiburg Psychologie studiert und dann zunächst im Bereich der Psychosomatik und Psychotherapie gearbeitet. Über ein Forschungsprojekt bin ich zu der Arbeit mit hör- und mehrfach-behinderten Kindern und Familien gekommen. Dazu habe ich auch promoviert. Zuletzt
arbeitete ich im Psychologischen Dienst des
Cochlear-Implant-Centrums der Uniklinik Freiburg und als Schulpsychologe im Bildungs- und
19
FREIBURGER NOTIZEN
Beratungszentrum für Hörgeschädigte in Stegen. Therapeutisch bin ich systemisch und tiefenpsychologisch-analytisch ausgebildet. Mit
meiner Frau und unserer fünfjährigen Tochter
lebe ich in Freiburg.“
Prof. Dr. Ines Himmelsbach, Professorin für Soziale Gerontologie seit
15. März 2014
Prof. Eric Pfeifer, Professor für Ästhetik und Kommunikation – Schwerpunkt Musik als Medium seit 10. März
Eric Pfeifer, Prof., geb. 1982, Lehramtsstudium
für Musikerziehung und Englisch, Masterstudium der Musiktherapie an der Universität
Augsburg, Promotionsstudium an der Universität Augsburg; berufliche Tätigkeit als Musiktherapeut in eigener Praxis und verschiedensten Bereichen (Kinder-, Jugend-, Erwachsenen- und Gerontopsychiatrie, neurologische,
kardiologische und orthopädische Rehabilitation, Schule, Prävention,
Wachkoma), Sozialpädagoge, Lehrer, künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Augsburg; Lehraufträge und Vorträge
an diversen Universitäten, Hochschulen und
Bildungseinrichtungen; Professor für „Ästhetik
und Kommunikation – Schwerpunkt Musik als
Medium“ an der Katholischen Hochschule Freiburg; Forscher (Schwerpunkte Musiktherapie,
Musikpädagogik, Musik, Video etc.); Komponist; Musiker.
20
„Mein Interesse für das Alter und das Altern
wurde bereits zu Schulzeiten geweckt und
durch eine Tätigkeit als Aushilfskraft in einem
Pflegeheim gefestigt, so dass ich auch in meinem Studium der Pädagogik und Romanistik in
Heidelberg und Frankfurt meinen Schwerpunkt
auf Fragen des Alterns gelegt habe. Mit einer
Hilfskrafttätigkeit am Deutschen Zentrum für Alternsforschung in Heidelberg (heute: Netzwerk
Alternsforschung) wurde mir schnell deutlich
wie spannend die Forschung mit älteren Menschen sein kann, so dass ich mich entschied zu
einem altersbezogenen Thema zu promovieren
und auch weiterhin in der wissenschaftlichen
Beschäftigung tätig zu sein: Zentrale Station
war dabei die Goethe-Universität Frankfurt, an
welcher ich nun lange Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war und in unterschiedlichen Theorie-Praxis-, aber auch Grundlagenforschungsprojekten sowie in der Lehre tätig
war. Ich freue mich nun auf die Tätigkeit in
Lehre und Forschung an der KH Freiburg, die
mich so freundlich empfangen hat.“
FREIBURGER NOTIZEN
Die Katholische Hochschulgemeinde der Katholischen
Hochschule Freiburg im
Wandel
brauchbarer Begriff ist. Dies liegt zum einen daran, dass der theologische Topos der „Gemeindetheologie“ sich zeitlich in die Mitte des letzten
Jahrhunderts verorten lässt, zum anderen
wurde der Inhalt und dessen Verständnis nicht
für eine temporär fixierte Personalgemeinde,
gerade bei sinkenden Semesterzahlen und den
damit einhergehenden strukturellen Veränderungen, entworfen.
Welche Kennzeichen eine solche Entwicklung
hat und welche Folgen daraus zu ziehen sind,
kommt am deutlichsten in der Umgestaltung
der Arbeit mit den ehrenamtlich engagierten
Studierenden zur Geltung.
Lucia Tonello, B.A. Soziale Arbeit
Referentin der KHG von September 2011 bis
August 2013
P. Sebastian Tönnesen OP
1. Vorbemerkung
Wenn ich die Frage stelle: „Was ist die KHG eigentlich?“ ist die Antwort nicht so klar, wie sie
auf den ersten Blick erscheinen sollte. Zunächst einmal heißt KHG „Katholische Hochschulgemeinde“, wobei weder Katholisch ein
Zugangskriterium darstellt, noch „Gemeinde“ in
seiner klassischen Bedeutung ein dafür wirklich
Die KHG versteht sich als Angebot an Studierende und Unterstützer, die sich freiwillig in ihrer Freizeit mit anderen für ihre Ideen und Interessen an der Hochschule und über Fragen des
Zusammenlebens engagieren wollen. Dort, wo
früher ein starres System mit ausdifferenzierter
theologisch-pastoraler Prägung stand, erscheint derzeit ein frei fluktuierendes Gebilde,
in dem die Engagierten selber Ziel und Richtung innerhalb eines sehr weit gefassten Rahmens festlegen dürfen. Die KHG verändert sich
dementsprechend dynamisch, personell abhängig und als Antwort auf ein gesellschaftlich
prägendes Wertesystem. Dass dabei Ungleichzeitigkeiten der hauptamtlich und ehrenamtlich
Engagierten zu Konflikten führen, dürfte auf der
Hand liegen. Folglich erscheint eine immanente
Systemabwehr der mehr oder weniger langen
Traditionen und ihrer theologischen Implikationen als kausal. Flexibilität – auch in der Einstellung und inneren Haltung – steht als obere Maxime unter so manchem pastoralen Projekt.
Ist die Hochschulgemeinde also noch zu retten?
Die kurze Antwort lautet „ja“. Und sie bedarf bei
genauerem Betrachten auch nicht der Rettung,
sondern vielmehr einem Entbergen ihrer
Schätze, sowie der gegebenen und möglichen
Ressourcen. Es geht für die Teilnehmer der
KHG um eine echte, inhaltlich getragene, den
Mitgestalter orientierende und zukunftsträchtige Option. Theologie und Seelsorgliches Handeln versteht sich zutiefst als orientierend begleitendes und unterstützendes Geschehen,
21
FREIBURGER NOTIZEN
dass nicht in Konkurrenz zu anderen Aktivitäten
zu verstehen ist. - Gerade die Hochschulgemeinde kann durch ihren eigenen Auftrag ein
ergänzender Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und Reifung innerhalb der Studienzeit
sein. Mit zunehmender Leistungs- und Zielorientierung im Ausbildungssystem ist das nötiger
denn je.
Die KHG ist auf der Suche nach Mit-Gestaltern
von Gemeinde!
sen gelebten Glauben heißt christliche Spiritualität und zeigt sich in den zutiefst biblischen Dimensionen von Glauben, Hoffen und Lieben.
An der Scharnierstelle von theologischem
Selbstverständnis und praktisch gelebtem
Glauben kann ein sozial geschulter und reflektierter Vermittler helfen, die frohe Botschaft zu
überbringen und fruchtbar werden zu lassen.
Hier schlägt in besonderer Weise die Stunde
der Sozialen Arbeiter mit sozialtheologischer
Prägung.
3. Die Situation an der Hochschule
Es ist sehr schnell klar geworden, dass das Erreichen der Studierenden eine echte Herausforderung darstellt.
Studierende des KHG-Teams
2. Ausrichtung für pastorales Handeln
Wie lässt sich der verbindende Kern der Katholischen Hochschulgemeinde benennen, an dem
sich pastorales Handeln messen lassen muss?
Im Zentrum des christlichen Glaubens steht
nicht ein Lehrsystem, sondern eine Person: der
sich in Jesus Christus selbst offenbarende Gott
des Lebens. Bereits hier wird deutlich, wie
grundverschieden die Herangehensweisen
sind. Christliche Gemeinschaften kennzeichnet
nicht zu allererst messbarer Erfolg, sondern
ihre Nähe zu Christus. Deshalb sollte sie besonders transparent sein für das begleitende
Handeln des lebendigen Gottes. Dies impliziert
den Auftrag, die Welt zu kultivieren, die eigenen
Charismen zu entdecken und sie zu fördern.
Greifbar wird dieses Anliegen im konkreten
Handeln und Reden, dem gemeinsamen Ausrichten auf die wesentlichen Themen des Lebens und die Hoffnung auf die von Gott zugesprochene Verheißung. Das Schlagwort für die-
22
In diesem Kontext sind zwei Aspekte zu beachten. Zum einen die organisationsstrukturell bedingten Veränderungen und zum anderen die
Studierenden als Zielgruppe. Ein einschneidendes Ereignis für die Ausgestaltung der KHG war
der Wegfall des Studiengangs „Religionspädagogik“. Zum einen bildeten die Studierenden
dieses Studiengangs eine sehr affine Gruppe
für die Angebote der Hochschulpastoral, zum
anderen war die KHG aufgrund des späteren
Berufsfeldes der Absolventen auch immer ein
gutes Übungsfeld, das sie nutzen konnten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sie eine
hohe Bereitschaft mitbrachten, aktiv die Gemeinde zu tragen und mit ihrer eigenen Prägung zu gestalten. Weiterhin ist in besonderer
Weise die steigende Anzahl ausdifferenzierter
Studiengänge zu nennen, vor allem auch die
berufsbegleitenden. Dies führt mitunter dazu,
dass die Anwesenheitszeiten zwischen den
Studiengängen stark divergieren. Die Erreichbarkeit wird hiermit schon rein organisatorisch
zur Herausforderung. Eingeengt in ein Vorlesungs- und Seminarkorsett bleibt hauptsächlich
die Möglichkeit einer Begegnung im zwischen,
im Vorbeigehen.
FREIBURGER NOTIZEN
Nehmen wir die Vielfalt der Studierenden an der
Katholischen Hochschule in den Blick, so wird
bald Folgendes deutlich: Nicht nur die Sichtweise auf Kirche selbst und die eigene Geschichte mit ihr, sondern auch eigene Vorstellungen und Phantasien zur Kirche, erschweren
mitunter einen direkten Zugang zu dieser erneuten Präsenz während der akademischen
Ausbildung. Kirchlich bisher engagierte Studierende fragen sich oft, ob sie sich wieder fest
einplanen lassen möchten oder lieber keine
neue verbindliche Beteiligung eingehen sollen.
Ein starres Gemeindekonzept muss in dieser
Situation freilich einem dynamischen episodischen Dabei-sein weichen. Die temporäre
Komponente ist ebenso ausschlaggebend im
Hinblick auf die individuellen zeitlichen Ressourcen. Es muss gewährleistet sein, dass der
Beteiligungsgrad in Abstimmung mit den jeweiligen individuellen Möglichkeiten steht und
keine, auch implizite, Verpflichtungskultur vermittelt wird. Nur so können Übergänge (auch in
der kirchlichen Biographie) gestaltet werden,
damit nicht ein sich lösen von mitunter prägenden Institutionen geschieht. Übersehen werden
darf auch nicht die immer größer werdende
Gruppe von Studierenden, die kirchlichem Handeln entweder gleichgültig oder negativ gegenüberstehen, aus welchen Gründen auch immer.
4. Chancen zum Mitbestimmen und
Mitgestalten
Die oben dargestellte Ausrichtung der Arbeit
mit den engagierten Studierenden, wird häufig
kritisch als „Kultur der Unverbindlichkeit“ benannt. Auch wenn ein gewisser Grad der Unverbindlichkeit tatsächlich gelebt wird, so darf
diese trotz alledem nicht mit Verantwortungslosigkeit oder Unzuverlässigkeit gleichgesetzt
werden. Auch dieser Aspekt soll mit den folgenden Erläuterungen verdeutlicht werden.
Wie eingangs bereits erwähnt, legen die Engagierten Ziel und Richtung innerhalb eines sehr
weit gefassten Rahmens selbstbestimmt fest.
Vor allem die Richtung ist in diesem Kontext im
weitesten Sinne des Begriffs zu verstehen.
Denn es schließt die Form der Ansprache, den
öffentlichen Auftritt und die Gestaltung der Angebote, Aktionen und Veranstaltungen mit ein.
Sie gibt der KHG ihren Charakter. Grundsätzlich geht es hierbei um wahre Mitbestimmung
und Mitgestaltung. Dies scheint nicht nur ein
Weg zu sein, um dem schnellen Wandel und
der Vielfältigkeit der Studierenden gerecht zu
werden, sondern entspringt auch dem Gedanken des „gemeinsam unterwegs sein“ und eine
„Antwort auf die Zeit geben“. Sie werden dabei
zu Experten in ihrer eigenen Sache, da sie ihre
Bedürfnisse, ihre Bedarfe, aber auch die Themen und Fragen mit denen sie sich aktuell auseinandersetzen, am besten kennen. Aber vor
allem wissen sie selbst, in welcher Form sie
dies tun wollen. Die Fokussierung auf eine Kultur der Mitgestaltung und Mitbestimmung steht
dabei auch keinesfalls im Widerspruch mit der
oben aufgeführten Prämisse des dynamisch
temporären Dabei-seins. Die organisatorische
Gestaltung der Arbeit mit den Engagierten und
somit die Rolle der Hauptamtlichen können zu
der Zusammenführung dieser vorerst widersprüchlich erscheinenden Ansätze führen. Die
Studierenden werden nicht mehr verpflichtet,
an den meisten Veranstaltungen teilzunehmen,
präsent zu sein und zu helfen. Listen für zugeschriebene Aufgaben gibt es nur noch in einzelnen notwendigen Fällen. Und Rollen innerhalb
des Teams werden nicht mehr von Beginn an
verteilt und bilden hierdurch einen Arbeitsaufgabenbereich. Es sind die aktuell anwesenden
Studierenden, die mit ihren Themen auf die
Hauptamtlichen zugehen und ihre Vorschläge
in das Team einbringen. Sie haben somit die
Möglichkeit, Einzelaktionen hauptverantwortlich zu organisieren oder sich an den Planungen der anderen zu beteiligen. Die Ideen werden meist mit viel Eifer und Leidenschaft eingebracht und finden auf diesem Weg auch schnell
weitere Interessierte, die Lust haben, sich daran zu beteiligen. Die selbst eingebrachten
Ideen, aber auch die emotionale Bindung zu einem gerade aktuellen Thema, geben den Studierenden die notwendige Motivation, sich trotz
des vollen Alltags noch an der KHG einzubringen.
Aber an dieser Stelle wird die Funktion der
Hauptamtlichen zum Schlüssel des Erfolges.
Sie müssen bereit sein, den Ideen und Themen
mit Offenheit zu begegnen. Aber vor allem müssen sie die Bereitschaft haben, ebenso flexibel
23
FREIBURGER NOTIZEN
die Studierenden in der Organisation und Umsetzung ihrer Vorhaben zu unterstützen. Wenn
die Studierenden hierbei positive, wertschätzende und anerkennende Erfahrungen machen, ermöglicht man trotz aller „Unverbindlichkeit“ einen Identifikationsprozess mit der KHG
und eine Entfaltung ihrer Persönlichkeit. Über
erlebte Zuverlässigkeit und Unterstützung
steigt ebenso die Motivation, sich weiterhin einzubringen, wie die Bindung zur und das Vertrauen in die KHG als tragendes Netz. Je mehr
Teammitglieder sich einbringen, desto eher
kann dieses System auch bestehen. Im begleitenden Prozess entwickeln sich dann nach
Ressourcen, Interessen, Vorprägungen etc.
aus dem Team heraus gewisse Rollen.
Großveranstaltung zum Thema „Beschleunigung“ mit
den Professoren Rosa und Michael N. Ebertz
5. Niederschwellige Angebote und
zugehende Arbeit der KHG
Der erschwerte Zugang zu den Studierenden
eröffnet jedoch die große Chance einer Milieuerweiterung, der eigentlich meist geschlossenen und sehr homogenen Gruppen von katholischen Gemeinden. Es zwingt einen geradezu,
die Arbeit nicht immer auf die bereits katholisch
sozialisierten und sehr affinen Gruppen zu beschränken. Gerade im Bereich der Hochschulpastoral sollte dies als Gewinn und Ziel betrachtet werden. Für die Erreichung der wenig affinen oder gar kritisch eingestellten Studierenden braucht es zum einen niederschwellige Angebote und zum anderen eine stark zugehend
ausgerichtete Arbeit, die Offenheit und Interesse zum Dialog kommuniziert.
24
„Italienabend“
Ansätze für eine solche Begegnungsmöglichkeit sind allen voran das KHG-Café. Dies ist im
Laufe der Zeit zu einem echten Begegnungsraum der Studierenden untereinander und der
pastoralen Mitarbeiter geworden. Das Café als
Raum wird zu allen Tageszeiten und zu unterschiedlichsten Zwecken als Treffpunkt und Aufenthaltsort aufgesucht: Lerngruppen finden
statt, Spieleabende, einfaches Beisammensitzen, häufig auch in Momenten, in denen sich
Gruppen oder einzelne Personen in schwierigen Situationen befinden. Er bietet folglich die
Möglichkeit für die Hauptamtlichen in vielfältiger
Weise tätig zu sein und zum Einsatz zu kommen. Die Kunst liegt im professionellen „Aufgreifen“ von sich ergebenden Situationen. Gerade im Vergleich zu den traditionellen Angebotsformen der Hochschulpastoral soll an dieser Stelle ein Beispiel genannt sein: Die Glaubensgespräche. Sie ließen sich als ausgeschriebenes Angebot der KHG nicht mehr umsetzen. Doch im Café oder im spontanen Zusammenkommen im KHG-Büro mündeten
diese Treffen immer wieder in persönliche Gespräche und Diskussionen in denen Vielfältiges
zur Sprache kam. Unvermittelt wurden beispielsweise Fragen zum Glauben, den persönlichen Stellungen und Gefühlen dazu angesprochen. Aber auch kritische Fragen und Diskussionen zur Katholischen Kirche als Institution fanden ihren Raum. Die Gespräche fanden in einer
vertrauten und offenen Atmosphäre und zum
„notwendigen“ Zeitpunkt statt.
FREIBURGER NOTIZEN
Auch das Leitungsteam der Studierenden erkannte das Potenzial, dass in den augenscheinlich rein gesellig ausgerichteten Angeboten steckte. Neben dem Spaß, der sich tatsächlich in einem gemeinsam organisierten Fest,
wie dem „Italien-Abend“ einstellte, konnten sie
miterleben, wie sich die Angebote der Katholischen Hochschulgemeinde füllten, wie sie die
Chance bekamen, sich vorzustellen und ggf.
negative Vorurteile abzubauen.
All diese Gelegenheiten, aber auch die aktive
Form des Zugehens im Sinne von direkter Ansprache, nicht nur im Büro, sondern auch vor
dem Büro stehend oder einladend die Tür offenstehen lassend, sind Zeichen und zeigen
Bereitschaft. Aber auch an dieser Stelle versteht sich ein aktives Zugehen auf die Studierenden von selbst, wenngleich immer eine gesunde Balance zwischen Ansprechen und Ansprechbar-sein unabdingbar ist. Kirche kann
hier als erreichbar und nicht aufdringlich erlebt
werden.
Dies stellt weiterhin besondere Herausforderungen an die Präsentation nach außen, insbesondere in den sozialen Netzwerken und auf
der Homepage. Aus diesem Grund wurde vor
allem die Aktivität auf Facebook deutlich erweitert und eine neue Homepage als Plattform für
das soziale Netzwerk erstellt. Auch erklärende
Texte in den unterschiedlichen Hochschulpublikationen mussten entsprechend überarbeitet
werden
6. Vernetzung der KHG
Diese neuen Herausforderungen und die immer
wieder betonte Aufgabe und Rolle der Hauptamtlichen haben gezeigt, dass dies nur realisierbar ist, wenn die Katholische Hochschulgemeinde mögliche Ressourcen erkennt und
durch aktive Vernetzung nutzt. Wie in allen vielschichtigen Bereichen, kann Kooperation die
Umsetzbarkeit ermöglichen. Der Mut zu offener
Arbeit, zum Aufgreifen der aktuellen Themen,
bedarf der Unterstützung. Die KHG benötigt
Kooperationspartner, kurze Kommunikationswege und einen festen Stand innerhalb der
Hochschule. Dazu muss sie freilich reflektieren,
welche Rolle sie innerhalb der Katholischen
Hochschule einnehmen kann und soll. Die Kooperation muss sich von der Leitung der Hochschule über die diversen Mitarbeiter bis in die
weiteren Studierendengruppen erstrecken. Die
KHG kann sich auf diesem Wege als Mitgestalter eines belebten Lebens an der Hochschule
beteiligen, der christliche, politische aber auch
erholsame Angebote organisiert. Die Kooperation mit anderen Akteuren an der Hochschule,
wie dem ASTA und mit Dozierenden und Mitarbeitern kann zu einer vielfältigen, interessanten
und lebhaften Atmosphäre an der Hochschule
beitragen. Die kleinen Studentischen Gruppen
(ASTA, Austausch-Treff, AKs) können sich vernetzen und gemeinsam Angebote erschließen.
Die KHG hat über ihre Hauptamtlichen die
Chance, als koordinierendes Element Wichtiges beizutragen und ihrer Aufgabe gerecht zu
werden, begleitend und orientierend zu sein.
Weiterhin lässt die Kooperation mit anderen
Akteuren auch fruchtbare und fundamentale
Unterstützung im Bereich der Lebensberatung
und Seelsorge zu. Des Öfteren entscheiden
sich Studierende entweder für den Gang zur
Hochschulgemeinde oder zu den Studienbegleitungsangeboten der Hochschule. In beiden
Fällen unterstützen die Verantwortlichen Studierende in Dingen, die eigentlich im Kompetenzbereich des anderen liegen. Ein guter Austausch und eine vertraute Kooperation kann
den Studierenden an dieser Stelle eine umfangreiche Hilfe ermöglich. Der Hauptamtliche
braucht dabei einen Überblick über die ihn umgebenden Strukturen und muss Möglichkeiten
und Chancen einer gegenseitigen Unterstützung erkennen. So können Bedarfe der Studierenden besser aufgedeckt, der Informationsfluss über die KHG erweitert und vor allem Aktionen und Veranstaltungen in unterschiedlicher Couleur und Größe durchgeführt werden.
Zwischen Mitarbeitern und Studierenden wird
eine gelebte Vernetzung durch gemeinsame
Aktionen belebt und die Möglichkeit von Begegnung eröffnet.
25
FREIBURGER NOTIZEN
6. Ausblick für das KHG-Team
Nun muss an dieser Stelle betont werden, dass
es nach zwei Jahren noch viel zu tun gab und
vom Bekanntheitsgrad bis zur Akzeptanz noch
einige Steine aus dem Weg zu räumen sind.
Und doch ließen sich auch nach kürzester Zeit
bereits Erfolge erkennen. Das Erreichen und
Ansprechen von Multiplikatoren aus Milieus, die
bisher nicht vertreten waren und sich für das
alte Gemeindekonzept auch nicht begeistern
ließen, war tatsächlich ein Schlüssel. Das
Team der KHG wurde dadurch personell und
kulturell deutlich erweitert. Die Präsenz verschiedener Studiengänge in der Altersklasse
von 20-35, verschiedener Nationalitäten und
Einstellungen zeigen dies deutlich. Verbindlichkeiten seitens der ehrenamtlich Engagierten
wurden auf ein Minimum zurückgefahren, auch
wenn dies anfänglich eine deutliche Mehrbelastung auf Seiten der Hauptamtlichen mit sich
bringt und zunehmend das Engagement der
Studierenden schwer über einen längeren Zeitraum planbar wird. Darüber hinaus wird es auch
weiterhin Aufgabe sein, unermüdlich Kontakte
und Vernetzungen zu andern Hochschulgruppen herzustellen bzw. zu intensivieren. Eine
auch weiterhin große Unterstützung seitens der
Hochschulleitung ist für einen Informationsaustausch und eine Kontaktaufnahme im Hochschulbetrieb entscheidend. Gleichzeit profitiert
die Hochschule durch die erweiterte Begleitung
und Förderung von Studierenden. Dies eröffnet
die Chance einer stärkeren Profilierung und
Ausrichtung in einer immer unübersichtlicher
werdenden Welt der wissenschaftlichen Ausbildung. An der Katholischen Hochschule sind
Studierende keine Nummern – es gibt Menschen, die von Gott etwas geschenkt bekommen haben und es für alle fruchtbar machen
dürfen.
Lucia Tonello & P. Sebastian Tönnesen OP
26
Hildegard Johnson,
Referentin der KHG seit September 2013
FREIBURGER NOTIZEN
„Lebenslanges Lernen“ in
berufsbegleitenden Studiengängen an der Katholischen
Hochschule Freiburg
Prof. Dr. Matthias Hugoth
Das Spektrum der Studiengänge an der Katholischen Hochschule Freiburg hat sich in den
letzten zehn Jahren erheblich erweitert. Auch
das Altersspektrum der Studierenden. Denn ein
Teil der neuen Studiengänge ist berufsbegleitend als Bachelor- und Masterstudiengänge
konzipiert. Das bedeutet: Frauen und Männer,
die bereits in sozialen, pädagogischen und pflegerischen Berufen tätig sind, qualifizieren sich
in Weiterbildungsstudiengängen (sie heißen so
in Absetzung von den grundständigen Regelstudiengängen etwa der Sozialen Arbeit und
der Heilpädagogik) für Führungs-, Management-, Projektaufgaben oder für komplexere
Arbeitsfelder im Bereich der Heilpädagogik und
Pflege.
Diese Studiengänge sind selbstfinanziert; die
von den Studierenden aufzubringenden Kosten
belaufen sich von 4.000 Euro bis 9.000 Euro für
die Gesamtdauer des Studiums je nach Anzahl
des Semesterumfangs der Studiengänge (von
drei bis acht Semester).
Diese berufsbegleitenden Studiengänge sind
im IAF („Institut für Angewandte Forschung,
Entwicklung und Weiterbildung“ der Hoch-
schule) angesiedelt. Die Altersspanne der Studierenden reicht von Mitte zwanzig bis Ende
fünfzig.
Aus gutem Grund
Dass die Katholische Hochschule diese Studiengänge eingerichtet hat, ist zum einen dem
Bologna-Prozess geschuldet, der dem Studieren in Europa das Konzept des „Lebenslangen
Lernens“ zugrunde gelegt hat. Studieren heißt
heute: Man beginnt mit einem Bachelor-Abschluss und baut darauf, je nach persönlicher
Berufsplanung und/oder nach den Anforderungen des Arbeitsmarktes, weitere Studien auf
mit speziellen Abschlüssen für spezifische Aufgabenbereiche. Während man früher „sein Studium“ mit einem Diplom abgeschlossen und
sich dann durch Fort- und Weiterbildungen in
seinem Fachgebiet weiterqualifiziert hat, ermöglicht die Studienlandschaft heute, solche
Weiterqualifikationen mit Hochschulzertifikaten
abzuschließen.
Das trifft vor allem auf die Masterstudiengänge
zu, die bereits einen Bachelorabschluss voraussetzen und so konzipiert sind, dass man
ohne viele weitere Zwischenstufen ein Promotionsstudium „draufsetzen“ kann.
Ein weiterer Grund für die berufsbegleitenden
Studiengänge an der Katholischen Hochschule
(KH) resultiert aus dem kontinuierlichen Gespräch mit der Praxis der sozialen, pädagogischen und pflegerischen Arbeitsfelder und deren Trägern (die zum Teil auch zu den Gesellschaftern der KH gehören): Besonders im Bereich der Führung und des Managements sowie
für komplexere Aufgabenstellungen in den Einrichtungen und Diensten der Heilpädagogik und
der Pflege besteht seit längerem ein Bedarf an
qualifizierten Kräften mit Hochschulabschlüssen. Auf diesen „Markt“ sind die berufsbegleitenden Studiengänge demnach auch weitgehend zugeschnitten. Somit bietet die Katholische Hochschule attraktive „Produkte“ an, die
sowohl von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den unterschiedlichen Berufsfeldern angenommen werden können also auch viele Träger veranlassen, ihrem Personal diese Studiengänge zu empfehlen und sie beim Studium zu
unterstützen. Diese letztgenannte Praxis
27
FREIBURGER NOTIZEN
müsste allerdings noch häufiger erfolgen und
bei den Trägern selbstverständlicher werden.
Zur Charakteristik der berufsbegleitenden Studiengänge
a. Marktförmige Ausrichtung
Die berufsbegleitenden Studiengänge sind
marktorientiert. Das bedeutet: Sie sind noch
stärker als die Regelstudiengänge, in denen
grundständig Soziale Arbeit und Heilpädagogik
für die zahlreichen Tätigkeitsfelder dieser Professionen studiert wird, in ihrem inhaltlichen
und methodischen Zuschnitt und im Blick auf
ihre Fortführung für die nächste Zukunft von
den Entwicklungen, Themen, Anforderungen
und der Nachfrage auf dem Markt des Sozialen,
des Managements und der Pflege bestimmt.
Dieser Labilisierungsfaktor – die Nachfrage
nach Absolventen/innen ist mit maßgebend für
die Zukunftsfähigkeit der Studiengänge – wird
entschärft durch die enge Verbindung von Präsenzstudium an der KH mit den Praxisfeldern
der Studierenden, in denen bereits während der
Studienzeiten erste „Früchte“ eingebracht und
Projekte durchgeführt werden; so erfolgt eine
Plausibilisierung die Relevanz der Studiengänge für die Praxis. Ferner zeigen Verbleibstudien über die Absolventinnen und Absolventen, dass sie und damit auch die Studiengänge
in den unterschiedlichen Feldern der Praxis
„angekommen“ sind.
Dieser momentane Status der Akzeptanz und
des Statusgewinns der berufsbegleitenden Studiengänge der Katholischen Hochschule muss
allerdings auf Zukunft hin gesichert und gefestigt werden.
b. Hochschuldidaktik mit der Tendenz „auf
Augenhöhe“
Die Lehrveranstaltungen in den berufsbegleitenden Studiengängen zeichnen sich im Blick
auf die Didaktik der Lehrveranstaltungen durch
zwei besondere Herausforderungen an die Dozierenden auf:
1. Die Lehrveranstaltungen finden – mit Ausnahme der ausgesprochen projektorientier-
28
ten Studiengänge wie dem Masterstudiengang „Dienstleistungsentwicklung“ – in
Vier-Tages-Blöcken von Donnerstag bis
Sonntag statt. In der Regel konzentrieren
sich die einzelnen Fächer auf zwei Tage. An
diesen muss vermittelt, reflektiert, diskutiert, angeeignet, theoriegestützt und praxisrelevant aufbereitet werden, was bei den
Regelstudiengängen über durchschnittlich
15 Wochen in anderthalbstündigen Lehrveranstaltungen gelehrt und gelernt wird.
Diese Komprimierung des Stoffes und der
Methoden auf zwei Tage stellt eine besondere Herausforderung dar, da ein prozessorientiertes Vorgehen nur bedingt möglich
ist. Eine Lernkontrolle ist letztlich nur in
Form dessen möglich, was die Studierenden als Ertrag ihrer Lern- und Verarbeitungsprozesse in Form von Referaten,
Hausarbeiten, Portfolios, Projekten usw.
nachweisen.
2. Die bei solchen von diversen Stressoren
belasteten Lehr-Lern-Settings werden allerdings dadurch entschärft, dass die Dozierenden auf viel Fachwissen und eine große
berufliche Erfahrung der Studierenden zurückgreifen bzw. an diese anschließen können. Viele Lehr-Lern-Einheiten erfolgen
streckenweise tatsächlich „auf Augenhöhe“,
indem etwa die Studierenden als Referenten agieren und die Praxisrelevanz des
Stoffes leichter ermessen und einordnen
können. Die Lehre erfolgt stärker als in den
Regelstudiengängen mit in der Regel viel
jüngeren Studierenden in den berufsbegleitenden Studiengängen respondierend und
plausibilisierend im Blick auf Bedeutung,
Relevanz, Aktualität und Funktionalität.
Verhältnis zu den anderen Studiengängen der Hochschule
Noch dominieren in den Beratungs- und Entscheidungsgremien, in den Konferenzen und
bei den strategischen Planungen die großen
Regelstudiengänge Soziale Arbeit und Heilpädagogik. Dafür gibt es viele plausible Gründe;
diese Praxis ist durchaus berechtigt. Allerdings
wird in Zukunft dafür zu sorgen sein, dass die
berufsbegleitenden Studiengänge stärker bei
den Planungen ins Kalkül gezogen werden –
FREIBURGER NOTIZEN
etwa bei den gegenwärtig aktuellen und zum
Teil radikalen Veränderungen in der Hochschuldidaktik der katholischen Hochschule: Es
wird sich auszahlen, wenn die Erfahrungen und
Erkenntnisse der berufsbegleitenden Studiengänge stärker zu Wort und zum Tragen kommen.
Anstrengend – aber lohnend!
Erfahrungen als Absolventin des
Studiengangs „Management von
Erziehungs- und Bildungseinrichtungen“
Alexandra Fritz
Bachelor-Studium 2007 - 2010
Von 2007 bis 2010 studierte ich an der katholischen Hochschule Freiburg den gerade neu
eingerichteten berufsbegleitenden Studiengang „Management von Erziehungs- und Bildungseinrichtungen“ und erhielt als eine der
ersten 13 AbsolventInnen den Bachelorabschluss.
Für meine Entscheidung, als KITA-Leitung einen berufsbegleitenden Studiengang zu beginnen, hatte ich verschiedene Gründe:
Mir war es wichtig, meine Kompetenzen zu erweitern, um meine Chancen und beruflichen
Möglichkeiten zu vergrößern und den immer
komplexer werdenden Ansprüchen gerecht
werden zu können.
Ein wichtiger Grund für mich war, dass das System der Kindertagesbetreuung derzeit in einer
Phase von grundlegenden strukturellen Veränderungen ist und diese sowohl auf die pädagogische Arbeit, als auch auf die Strukturen und
Organisationsformen des Systems Auswirkungen haben. Damit sind auch die Aufgaben des
Managements auf der Ebene der Träger und
Leitungen betroffen. Beispielsweise führen die
Anforderungen der Arbeitswelt sowie das Bedürfnis der Menschen, beruflich weiterzukommen und die damit verbundene Notwendigkeit
flexibler Arbeitszeitgestaltung der Eltern zu veränderten Bedarfen (z.B. flexible Öffnungszeiten, Wunsch nach neuen Betreuungsformen
und Aufnahme von Kindern unter drei Jahren).
Gesetzliche Veränderungen haben die Anforderungen an Kitas erheblich erweitert (Bsp. §
8a SGB VIII), was Konsequenzen für Leitungskräfte zur Folge hat. Vielfältige Sicherheitsaspekte sind in den pädagogischen, pflegerischen, ernährungs-spezifischen und gesundheitlichen Bereichen genau zu beachten, dies
erfordert die Kenntnis und Umsetzung unterschiedlicher Gesetze und Richtlinien durch Leitungen.
Auch Einrichtungen selber machen sich auf den
Weg, die Qualität der Arbeit zu verbessern, eigene Profile (z.B. im Bereich der Bildung) zu
entwickeln. Hiermit wird auch die Konkurrenzfähigkeit verbessert. Die Anforderungen der
Fachkräfte an sich selber wie auch der Leitungen an sich selber steigen dadurch. Bildungspläne der Bundesländer für Kindertageseinrichtungen stellen Anforderungen an die Qualität
der Arbeit und damit an die pädagogischen
Fachkräfte. Hier ist die Ausbildung, bzw. Fortund Weiterbildung gefragt. Dieses Wissen
muss gut in das Wissensmanagement eingebettet werden, was eine Leitung erfordert, die
dies managen kann.
Zur Personalführung gehört die Kenntnis und
Nutzung der Ressourcen und Kompetenzen
der MitarbeiterInnen sowie die Beachtung und
Umsetzung der umfangreichen Arbeitsgesetze,
des Infektionsschutzgesetzes, sowie der Umsetzung der hygienischen Vorgaben. Die Organisation der Dokumentation der Gefährdungsanalysen und die Einhaltung der Bestimmungen nach der Biostoffverordnung, der Gefahrstoffverordnung, etc. ist eine zeitaufwändige,
umfangreiche Leitungsaufgabe und erfordert
einen größeren Aufwand für die Organisation.
29
FREIBURGER NOTIZEN
Der Aufbau, bzw. die Erweiterung und die Nutzung pädagogisch wirksamer Netzwerke (mit
unterschiedlichen Institutionen wie Frühförderstellen, Ärzten, Erziehungsberatungsstellen,
Schulen, Vereinen, Fachschulen und Hochschulen etc.) ist eine zunehmend komplexere
Aufgabe der Kitaleitung.
Kindertageseinrichtungen haben darüber hinaus eine wichtige Aufgabe in der Ausbildung
von Fachkräften für die Bildung, Erziehung und
Betreuung von Kindern. Neben Praktikantinnen, die an Fachschulen für Sozialpädagogik
zu Erzieherinnen ausgebildet werden, gibt es
immer mehr Studierende von Hochschulen aus
verschiedenen, teilweise neu eingerichteten
Studiengängen für den Bereich Frühpädagogik,
die in Kindertageseinrichtungen ein Praktikum
absolvieren und kompetent angeleitet werden
müssen, woraus eine zusätzliche Aufgabe für
Leitungen entsteht.
Hinzu kam mein persönlicher Ehrgeiz, einen
Hochschulabschluss zu erlangen, um berufspolitisch Anerkennung und Respekt für die Stelle
als Kita-Leitung zu erhalten sowie meine persönlichen Chancen zu vergrößern, berufliche
Veränderungen wahrzunehmen.
wurde aufgenommen und nach Möglichkeit umgesetzt.
Organisation des Studiengangs: Die Form des
berufsbegleitenden Studiengangs war für uns
alle eine wichtige Voraussetzung, um Familie,
Beruf und Studium „unter einen Hut“ zu bringen.
Es gab insgesamt 112 Präsenztage à 8 Zeitstunden in Blöcken von 4 Tagen (Donnerstag
bis Sonntag), wobei pro Monat ein Block stattfand. Die Termine für die 3 Studienjahre standen bereits zu Beginn des Studiums fest, der
Studiengang war gut organisiert. Die Vertiefung
des Stoffes fand durch Bearbeitung von Themen aus den Lehrveranstaltungen statt, durch
Aufgaben für das Selbststudium, Referate,
Hausarbeiten, Dokumentationen, Protokolle.
Dozenten mit kompetente Lehre: Die Themen
waren abgestimmt auf die Bedürfnisse der Praxisbereiche der Studierenden und wurden mit
hoher Fachkompetenz vermittelt. Die Situation
der einzelnen Studierenden wurde stets berücksichtigt. Z.B. konnte man die Abgabe von
Hausarbeiten auch terminlich nach hinten
schieben und die Studiengangsleitung und
auch andere Professoren waren immer als Ansprechpartner präsent, selbst am Sonntag.
Die hohen Erwartungen, die ich an das Studium
hatte, wurden weitestgehend erfüllt.
Meine Erwartungen an das Studium bezogen
sich auf die Bereiche
Hochschule: Das Einbinden unserer Fachkompetenz und das Eingehen auf unsere Bedürfnisse wurden von der Hochschule beachtet. Es
hat mir sehr gut gefallen, dass wir eine kleine
Gruppe waren (13 Studierende, der Studiengang ist auf max. 30 Studierende pro Jahrgang
konzipiert) und meine KommilitonInnen alle in
unterschiedlichen Praxisbereichen arbeiteten,
von der Kita über Familienzentrum, Seniorenwohnanlage, Heim, Einrichtung für Menschen
mit Behinderung etc. So konnten wir uns gut
austauschen und auch unsere Praxiserfahrung
in allen Bereichen einbringen. Als erster Studiengang wurden Vorschläge von Seiten der Studierenden regelmäßig erfragt und unsere Verbesserungsvorschläge und konstruktive Kritik
30
Natürlich gab es auch Schwierigkeiten, die zu
bewältigen waren:
Für uns alle war es eine grundlegende Voraussetzung, das Studium berufsbegleitend absolvieren zu können, damit Familienleben, Beruf
und Studium möglich wurden, was natürlich im
Alltag trotz gut organisierter Studienstruktur
eine „Zeitmanagementaufgabe“ darstellte.
Der Arbeitsaufwand war zu bewältigen. Dennoch gab es immer wieder Stresszeiten, wenn
FREIBURGER NOTIZEN
die Studienwochenenden mit Terminen der Arbeit kollidierten, Klausuren geschrieben wurden
oder man das Schreiben von Referaten und
Hausarbeiten im „Nacken“ hatte. Am besten
war es immer, Theorie mit der Praxis zu verbinden, d. h. beispielsweise eine Hausarbeit in Didaktik mit der Vorbereitung des sowieso anstehenden Elternabends in der Kita zu verbinden
und diesen auszuarbeiten oder sich möglichst
mit Themen (natürlich im vorgegebenen Rahmen des jeweiligen Seminars) auseinander zu
setzen, die man zur Zeit (oder auch später) im
Berufsalltag benötigt.
Die knappen Öffnungszeiten der Infothek und
der Bibliothek stellten zu Beginn auch eine
Schwierigkeit dar! Durch Veränderungen der
Zeiten konnte dies aber verbessert werden.
Da meine KommilitonInnen in ganz Deutschland verteilt wohnten, mussten sie günstige Unterkunftsmöglichkeiten in Freiburg an den
Blockwochenenden suchen. Deshalb haben wir
uns gegenseitig bei der Zimmersuche geholfen
durch Tipps und Übernachtungsangebote. So
haben wir einen guten Kontakt untereinander
bekommen, da wir uns immer am Abend trafen,
um gemeinsam zu essen, Kneipen zu besuchen oder auch Referate gemeinsam vorzubereiten, was bis in die Nachtstunden dauern
konnte...! So war auch oft Müdigkeit eine
Schwierigkeit an den Block-Wochenenden...
Es entstand aber eine gute Atmosphäre, die
von gegenseitiger Unterstützung geprägt war.
Die Gebühren des Studiums
(insgesamt
6.000,00 EUR auf 3 Jahre verteilt) waren für die
meisten eine Belastung. Die Hochschule
konnte aber auf Antrag individuelle Lösungen
(Ratenzahlung über eine längere Zeit o. ä.) anbieten.
Das Studium hat sich gelohnt und meinen Erwartungen entsprochen, auch wenn ich mich zu
Beginn mit gemischten Gefühlen im Alter von
44 Jahren auf das „Wagnis eines Studiums“
einließ.
Die im Studium erworbenen Kompetenzen entsprechen den gestiegenen Anforderungen, die
insbesondere an Leitungen für Kindertageseinrichtungen zunehmend mehr gestellt werden,
zum Beispiel in folgenden Bereichen:
Kommunikative Kompetenzen: Zu den bisher
bereits vorhandenen Kompetenzen haben wir
Verhandlungsführung, Teamentwicklung, gruppendynamische Kompetenzen erlernt
Managementkompetenzen: Managementprozesse wertgeleitet und strategisch ausrichten
können, operative Managementprozesse professionell gestalten.
Zeitmanagement: Termine und Organisationsabläufe in der komplexer werdenden Arbeit der
Einrichtung souveräner zu managen.
Wissensmanagement: Umgang mit wissenschaftlichen Texten, Fachwissen systematisieren, auf aktuellem Niveau sein, Wissen weitergeben.
Bildungsprozesse theoriegeleitet gestalten und
reflektieren
Projektmanagement- Methoden anwenden.
Nach meinem Studium arbeitete ich weiter als
KITA-Leitung.
Meiner Ansicht nach benötigen wir heute in der
pädagogischen
Arbeit
multiprofessionelle
Teams (ErzieherInnen mit Spezialausbildungen, die sich gegenseitig in den jeweiligen Arbeitsbereichen unterstützen und ergänzen; gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung ist
hierbei grundlegend wichtig).
Für eine solche Spezialisierung sehe ich mich
in der Leitungsfunktion. Durch das Studium
habe ich meine Kompetenzen in diesem Bereich erweitert und arbeite auch gerne als Leitung weiterhin in der Kita.
Durch mein Studium habe ich außerdem Lehraufträge an der katholischen und an der evangelischen Hochschule Freiburg erhalten und
verschiedene
Fachbeiträge
veröffentlicht
(Fachzeitschriften, Lehrbriefe, Handbuch für
Kita-Träger, Herausgabe eines Buches). Diese
Tätigkeiten machen mir auch sehr viel Spaß,
und ich kann hier Theorie mit praktischen Erfahrungen weitergeben.
Durch die erworbenen Kompetenzen hat sich
die Struktur der KITA-Arbeit in allen Bereichen
verändert. Die o. g. Kompetenzen führen zu
theoriegeleiteten Reflexionen und professioneller Gestaltung sämtlicher Managementbereiche.
Die Atmosphäre in der Einrichtung, die geprägt
ist von der Haltung gegenseitiger Wertschätzung und Achtung, ist grundlegend.
Die Anerkennung meiner durch das Studium erweiterten Kompetenzen durch das Team ist
31
FREIBURGER NOTIZEN
spürbar. Die Zusammenarbeit im Team ist konstruktiv, Ressourcen werden besser genutzt. Meine Zielsetzung ist es, die Berufszufriedenheit der MitarbeiterInnen zu verstärken, indem
ich mich bemühe, für die einzelnen MitarbeiterInnen einen besseren Platz zu finden, Fortbildungen zu ermöglichen und unterschiedliche
Kompetenzbereiche (Bsp. Sprachförderung für
Kinder unter drei J.) auszubilden, um sich gegenseitig zu ergänzen und zu unterstützen.
Ich erhoffe mir mehr Anerkennung des Arbeitsbereiches der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung sowie mehr Weiterqualifizierungsmöglichkeiten. Vielleicht wird diese Arbeit dann auch attraktiver für Männer. Ebenso
erhoffe ich für den Beruf eine adäquate Bezahlung.
Geschichte der Sozialen Arbeit – aus persönlicher Erfahrung
Berufliche und persönliche Auseinandersetzung mit dem Alter(n) in
unserer Gesellschaft
Barbara Kerkhoff
„Wir waren noch nie so zahlreich, nie so alt
und nie so unterschiedlich!“ Gemeint ist die
Bevölkerungsgruppe der ich (Jahrgang
1942) angehöre.
Insgesamt kann ich das Studium weiterempfehlen!
Inzwischen vermisse ich die Wochenenden an
der Katholischen Hochschule Freiburg (sowie
die Treffen mit meinen KommilitonInnen). Das
Studium bot viele Möglichkeit und eine gute
Lernatmosphäre, um sich mit einem Thema
fernab vom Alltag richtig intensiv zu befassen,
Zeit zu haben, um Bücher zu lesen und sich
darüber in den Seminaren auszutauschen.
Alexandra Fritz
Anmerkung:
Alexandra Fritz ist nach dem Studium nicht nur
Mitglied unserer Vereinigung geworden, sondern auch im Vorstand als Beisitzende für uns
alle aktiv!
32
Noch während meines Studiums in Freiburg
(1965 bis 67) waren die Grenzen zwischen den
Generationen klar abgesteckt. Dementsprechend begrenzt war auch das Ausbildungsziel
am damaligen Jugendleiterinnenseminar (Höhere Fachschule) des Deutschen Caritasverbandes.
Es war eine anspruchsvolle, breit gefächerte
Ausbildung, die ich in einer guten, freundschaftlichen Gemeinschaft genießen konnte. Alle wissenschaftlichen, auch die technisch-künstlerischen Fächer, die praktische Arbeit auf sozialpädagogischem Gebiet und die unterrichtliche
Tätigkeit waren wie für mich zugeschnitten. Die
staatliche Abschlussprüfung war mit der Feststellung verbunden „…ist für den Unterricht an
sozialpädagogischen Bildungsstätten befähigt…“. Und da ich mich mit der antiquierten Be-
FREIBURGER NOTIZEN
rufsbezeichnung „Jugendleiterin“ nie anfreunden konnte, habe ich die spätere Möglichkeit eines „Upgrade“ zur Diplom-Sozialpädagogin
dann auch gern in Anspruch genommen.
Im Mai 1967 konnte ich meine Berufstätigkeit
beim Caritasverband Siegen-Wittgenstein e.V.
antreten und wurde hier mit dem Aufbau der
Kath. Mädchensozialarbeit (IN VIA) beauftragt.
Die Arbeit mit und in Gruppen machte (und
macht) mir große Freude: Bildungsarbeit mit
Gruppen Jugendlicher (Begleitung des Freiwilligen Sozialen Jahres), die Durchführung „Sozialer Seminare" als Arbeitsgemeinschaften für
Haupt- und Realschulen, außerdem Vorbereitungskurse auf Ehe und Familie. In den 70er
und 80er Jahren folgte unterrichtliche Tätigkeit
an einer (Kranken-)Pflegevorschule und in der
Ausbildung von Kindergärtnerinnen. Bei einem
dieser Seminare (1987) wurde mir angeboten,
an einer neugegründeten - damals noch einjährigen - Altenpflegeschule mitzuwirken.
Altersfragen waren in den 60er Jahren - während meiner Freiburger Zeit - kaum erforscht.
Und wenn, dann nur seitens der Medizin. Und
die hatte nur kranke Alte im Blick, Vorsorge war
damals noch nicht üblich und die Gerontologie
als Wissenschaft noch unbekannt. Darum hieß
es für mich „Lernen!“ Die Stationen:

Ausbildung zur Seniorentanzleiterin und im
Anschluss daran ein länger als 25 Jahre
durchgeführter wöchentlicher Kurs mit älteren Menschen. Hier bot sich die Möglichkeit, Schüler hospitieren zu lassen.

Nach einer Ausbildung zur Gedächtnistrainerin konnte ich praktische Kursangebote
machen und später, nach einer Fortbildung
als Referentin für Gedächtnistraining, interessierte Personen zu Gedächtnistrainern
ausbilden und dies in der Altenpflegeausbildung umsetzen. Parallel dazu konnte ich
mehrere Jahre im Vorstand des Bundesverbandes Gedächtnistraining e.V. und dessen
wissenschaftlichem
Beirat
arbeiten.

Ergänzend (1992 bis 96) ein Studium an der
Universität in Kassel mit dem Abschluss
„Diplom-Sozialgerontologin“. Meine Interessen: Lernen im Alter, Altersbilder, demografische Entwicklung, Biografiearbeit.
Im Anschluss an die hauptberufliche (1987 bis
97) habe ich eine freiberufliche Tätigkeit in
der Altenpflegeausbildung aufgenommen und
mich als Honorarkraft in mehreren regionalen
Alten- und Krankenpflegeschulen engagiert,
außerdem mit Referententätigkeit während Kirchentagen, Altenpflegemessen und Fortbildungsveranstaltungen.
Daneben wurde ich – gemeinsam mit meinem
Mann – 1998 Gründungsmitglied einer Arbeitsgruppe im Hilfswerk MISEREOR, der Initiative
„Eine-Welt-Arbeit im Dritten Lebensalter". Wir
entwickelten ein mehrtägiges Seminarkonzept
mit dem Ziel, die konkrete Situation der Menschen im Dritten Lebensalter wahrzunehmen,
biografisch zu deuten und Handlungsfelder für
die Arbeit in der „Einen Welt“ zu erarbeiten.
Denn das Bewusstsein für das „Dritte Lebensalter“ als besondere, als historisch neue Daseinsform in unserer Gesellschaft, muss (auch)
bei den Betroffenen immer wieder geweckt werden; wir waren noch nie so zahlreich, nie so alt
und nie so unterschiedlich, oftmals frei von beruflichen und familiären Pflichten und fähig,
neue Herausforderungen zu bewältigen. Vor
diesem Hintergrund formulierten wir als Tagungsimpulse zum Beispiel „... des Lebens Ruf
wird niemals enden" (H. Hesse) oder „…mit weniger Gepäck ins Dritte Lebensalter“. (siehe anschließendes Referat)
Im Rahmen meiner Tätigkeit als Referentin
lernte ich in Stuttgart eine einjährige Bildungsreihe für Ältere kennen, die wir - auf hiesige
Verhältnisse übertragen - seit 2004 auch in
Südwestfalen anbieten können. Es handelt sich
um den von der LAGES entwickelten Kurs „Orientierung und Hilfe im Alter“. Gemeinsam mit
meinem Mann und zwei weiteren Personen begleite ich ca. 20 ältere Erwachsene, die sich im
Ablauf eines Jahres insgesamt 15 bis 20 Mal
treffen. Mehrfach stattfindende zweitägige Veranstaltungen finden in einem Bildungshaus
statt. Die Themen: demografische Entwicklung,
Altersbilder, rechtliche Aspekte (Betreuung,
Vorsorge etc.), Krankheiten und Ernährung, der
achtsame Umgang mit sich selbst, Biografiearbeit, Spiritualität im Alter usw. Ausgehend von
33
FREIBURGER NOTIZEN
Impulsreferaten folgen intensive Gesprächsrunden; das Lernen durch den Austausch untereinander ist immer wieder beeindruckend,
denn alle Beteiligten bringen Wissen und Lebenserfahrung ein.
Jetzt, Ende 2013, bin ich schon sieben Jahre
lang glückliche Großmutter und kann die Entwicklung meiner beiden Enkelkinder jede Woche an drei Tagen begleiten. Trotz des nun reduzierten beruflichen Engagements ist derzeit
ein weiterer Fortbildungskurs in Planung, außerdem steht die Endredaktion einer im Vincentz Verlag erscheinenden Arbeitshilfe an.
Fazit: Ich will lernend altern, in großer Freude
mit dem Mann an meiner Seite, dankbar, das
Leben unserer Kinder und der Kindeskinder begleiten zu können, bereichert durch altersspezifische Gespräche in unterschiedlichen Gruppierungen.
Barbara Kerkhoff,
Siegen im Dezember 2013
Anmerkung: Unser langjähriges Vereinsmitglied Barbara Kerkhoff zeigte sich seit 1984 immer wieder sehr interessiert an der Entwicklung
unserer Vereinigung mit den verschiedenen
Generationen von Absolventen unserer Katholischen Hochschule Freiburg. Mit ihrem anschließenden Referat: „Mit weniger Gepäck ins
dritte Lebensalter“ gibt sie uns Anstöße, darüber weiter nach zu denken. – Wir danken ihr
dafür und wünschen ihr für die Zukunft alles
Gute!
34
FREIBURGER NOTIZEN
Mit weniger Gepäck
Dritte Lebensalter!
ins
Barbara Kerkhoff, Dipl-Soz.-Gerontologin
Wer in früheren Zeiten in Deutschland das 65.
Lebensjahr erreichte, war im doppelten Wortsinn „fertig“. Diese Altersgrenze wurde im Rahmen der Bismarck’schen Sozialgesetzgebung
(01. Jan. 1891) mit Invalidität und Erwerbsunfähigkeit gleich gesetzt. Ohne weiteren Nachweis. Tatsächlich hatte die überwiegende Zahl
der Menschen dann auch keine große Lebenserwartung mehr. Man ging zwar mit einer (meist
spärlichen) Rente in den „Ruhestand“, aber
normalerweise setzte der Mensch die verbliebenen Kräfte bis zum Ende irgendwie nutzbringend ein.
Wer heute in Rente geht, noch immer spätestens mit 65, hat dagegen durchschnittlich weitere 20 Jahre vor sich: Mit zunehmender Tendenz und außerdem - verglichen mit den Urgroßeltern - meistens mit unvergleichlich höherer Lebensqualität. Kürzere Arbeitszeiten, bessere Ernährung und Gesundheitsversorgung,
der Arbeitsschutz, Urlaubsregelungen und andere Faktoren haben seither eine neue Lebensphase möglich gemacht. Es ist das „Dritte Lebensalter“ (Peter Laslett), die Zeit nach der Berufs- und Familienverantwortung und vor dem
Eintreten der Hinfälligkeit. Nie zuvor in der
Menschheitsgeschichte gab es diese geschenkten Jahre für eine breitere Bevölkerungsschicht. Vielen älteren Erwachsenen ist
diese Entwicklung und die damit verbundene
„späte Freiheit“ (Leopold Rosenmayr) noch
nicht bewusst.
Während in den ersten Lebensphasen ein bestimmtes Rollenverhalten durch Schule, Beruf,
Familie usw. vorgegeben ist, wird dies im Dritten Lebensalter zu einer bedeutenden Gestaltungsaufgabe. Denn „es gibt kaum Modelle,
Vorbilder, kaum Zukunftsvisionen und Perspektiven, die eigene, sich im fortschreitenden Alter
verändernde und stets neu zu gestaltende
Identität zu finden.“ (J. Onken).
anderen denken, vom Fernsehprogramm bestimmen lassen und ihr Leben ohne weitere Ansprüche vergehen lassen. Sie haben die Möglichkeit, sich aus der Verantwortung für das Gemeinwohl und der Verantwortung für künftige
Generationen zu verabschieden. Sie sind in
Gefahr, zu wortlosen Konsumenten erniedrigt
zu werden, denen schließlich ein „sozialverträgliches Frühableben“ zugemutet wird.
Die entscheidenden Fragen lauten:

Wie können die geschenkten Jahre für den
einzelnen zu einer Zeit der persönlichen
Erfüllung werden?

Welche Rolle können ältere Erwachsene in
einem System einnehmen, dessen Grundlagen von einer ungünstigen demographischen Entwicklung und von wirtschaftlicher
Stagnation bedroht sind?
Das neue, das Dritte Lebensalter kann eine Experimentierphase sein; neues kann erprobt, bekanntes kann vertieft oder verworfen werden.
Jetzt ist die Zeit, über den eigenen Lebensstil
nachzudenken. Der einzelne Tag kann strukturiert und sinnstiftend verbracht werden. Das
kann zu einer Verbesserung von Beziehungen
und der Partnerschaft führen, Nähe und Distanz können neu bestimmt werden, die Versöhnung mit Lebenden und Toten, die Begegnung
mit Kulturen und Menschen weltweit wird möglich.
Die Misereor-Initiative „einfach anders altern“
versucht mit Tagungen, mit dem Internet-Auftritt www.dritteslebensalter.de und Broschüren
die Chancen und besonderen Handlungsmöglichkeiten dieses Lebensabschnitts zu vermitteln.
„Es kommt der Moment in deinem Leben,
da musst du einiges zurecht rücken,
deinen Standpunkt verändern,
eine neue Betrachtungsweise wählen,
Dieser Einschnitt ist nicht schmerzfrei aber er macht den Blick frei.“
(Misereor - Alternativen)
Rentner oder Pensionäre können sich in eine
Nische zurückziehen, von einer Mahlzeit zur
35
FREIBURGER NOTIZEN
Dieses Bemühen wird in vielen Fällen Dankbarkeit auslösen für die im wörtlichen Sinn „erlebten“ Jahre. Nach erfolgter Befreiung von überflüssigem „Gepäck“ und von Belastungen der
früheren Jahre kann der neue Lebensabschnitt
mit Zuversicht angegangen werden. Über allem
steht die Erfahrung, dass „Altern nur gelingen
kann, wenn ungeheucheltes Einvernehmen mit
der Endlichkeit angestrebt wird“(Alfons Auer).
Wir können und müssen uns gegenseitig ermutigen, uns von Überflüssigem befreien - innerlich und äußerlich. Es gilt, die letzte Wegstrecke
sinnvoll zu gestalten, schöpferisch, mutig,
selbstbestimmt. Es gilt, Verantwortung zu übernehmen für mich, für andere und mit anderen.
Hilfreich ist dabei ein Blick in die eigene Biografie: Welches Engagement passt zu mir (biografische Passung)? Was wollte ich schon immer
gern tun? Welche Anteile in meiner Person sind
während der Familien und Berufszeit zu kurz
gekommen und warten jetzt auf Entfaltung?
Was könnte ich entwickeln und zum Wohl für
mich und andere einsetzen?
Dieser Prozess ist spannend, mühsam, aber
auch lohnend, befreiend!
Barbara Kerkhoff
36
FREIBURGER NOTIZEN
50 Jahre Pfingstvigil-Treffen
des Abschlussjahrgangs 1964
am 7. Mai 2014
Zusammen mit dem ehemaligen Dekan, Prof.
Dr. Herbert Steckeler, feierten sie einen beeindruckenden Gottesdienst in der überfüllten Kapelle mit vielen Ehemaligen aus ganz Deutschland. Danach tauschte man Studienerinnerungen und Erfahrungen aus, staunte über den
Wandel in der Stadt und über die aktuellen Ereignisse in der Breisgaumetropole.
Diese Tradition sollte auch von jüngeren Kursen unbedingt fortgesetzt werden, so lautete
der Tenor der über 100 TeilnehmerInnen. Auch
für die heutigen Studierenden gäbe es gute
Möglichkeiten, ihre betagten Vorgänger zu befragen und den einen oder anderen Gedanken
auszutauschen oder auch aufzugreifen.
Foto: Hans Wetzstein 1
Seit vielen Jahrzehnten treffen sich die Absolventen der heutigen Katholischen Hochschule
und ihrer Vorgängereinrichtungen für Soziale
Arbeit am Pfingstsamstag zum morgendlichen
Gottesdienst in der Berghauser Kapelle am
Schönberg und zum anschließenden Meinungsaustausch im Gasthaus „Schönberger
Hof“.
Verantwortlich für die Planung und Organisation ist der jeweilige Jahrgang, der einen sogenannten „runden Geburtstag“ hat.
Dieses Jahr waren es die Examensabsolventen
von vor 50 Jahren, des Abschlussjahrganges
1964.
Mit spontanem und anhaltendem Beifall bedankten sich die Ehemaligen der Hochschule
bei Prof. Dr. Steckeler, der es als Priester verstand, das Evangelium kurz und in ansprechender Weise in die heutige Zeit zu übersetzen.
Der Dank galt ebenso dem langjährigen Organisten Hermann Uihlein sowie dem federführenden Organisator und Kollegen, Rolf Burkhard aus Nürnberg. Er hatte keine Mühen gescheut, um den Großteil der Studienkollegen
aus dem Studienkurs 1961 - 1964 ausfindig zu
machen. Dass die meisten Ehemaligen aus
dem Kurs den Weg nach Freiburg fanden, war
für alle eine große Freude und vor allem für die
Organisatoren der beste Lohn.
Rudolf Glowka
Foto von Hermann Eberhardt :
Absolventen des Abschlussjahrganges 1964 vor der Berghauser Kapelle am 07.06.2014, 2.v.r. Rudolf Glowka
37
FREIBURGER NOTIZEN
Aus der Mitgliederversammlung vom 15.11.2013
ren. Auf europäischer Ebene gibt es eine Verpflichtung zum Qualitätsmanagement der
Hochschulen!
Der Vereinsvorsitzende Günter Grosser begrüßt die Anwesenden und insbesondere den
Rektor der Katholischen Hochschule, der sich
wie in jedem Jahr die Zeit für einen Bericht zur
aktuellen Entwicklung an der Katholischen
Hochschule Freiburg nimmt. Von den 99 eingeladenen Mitgliedern konnten nicht alle kommen
und viele grüßten die Versammlung in Abwesenheit!
I.
Bericht des Rektors, Prof. Dr.
Edgar Kösler
Entwicklung an der KH Freiburg
Rektor Prof. Dr. Kösler berichtete über die weitere Entwicklung des Akkreditierungsprozesses
der Hochschule. Der Wissenschaftsrat verpflichtet die KH zur institutionellen Akkreditierung, 2004 wurde diese erstmals für 10 Jahre
gewährt, nun wurden die Eingaben für die
zweite Akkreditierung gemacht, die für Frühjahr/Sommer 2014 erwartet wird. Danach ist die
KH auf Dauer akkreditiert.
In Form des Projektmanagements verfolgt die
Katholische Hochschule ihren Strategieplan
und erarbeitet derzeit Leitlinien für 2020. In einzelnen Projektgruppen soll bis September 2014
eine Gesamtstrategie entwickelt werden. Es
gab dazu eine Lernreise zur „Zeppelin Universität Friedrichshafen“ zum Thema „Kernkompetenzen im Hochschulsystem“.
Seit 2010 ist die KH Freiburg Mitglied der
EFQM (European Foundation for Quality Management) und betreibt nach diesem Modell ihr
Qualitätsmanagement. Im Oktober 2012 erreichte die Hochschule Freiburg die erste Stufe
des EFQM-Systems und erhielt das Label
«Committed to Excellence» (Verpflichtung zu
Exzellenz). Dieser Qualitätsgrad ist Voraussetzung für die nächste Zertifizierungsstufe
„Regognized for Excellence“ (Anerkennung der
Exzellenz), die Mitte 2014 angestrebt wird. Mit
Erreichen dieser Stufe wird die KH Freiburg berechtigt, ihr Lehrprogramm selbst zu akkreditie38
v. l.: Hans-Dieter Link, Prof. Dr. Edgar Kösler,
Hans Wettstein, Matthias Späth, Michael Adam,
Leonie Stökler, Uto R. Bonde
Im Rahmen des Qualitätsmanagement wird, mit
Unterstützung der Träger der KH, die IT-Ausstattung modernisiert. Die jetzige EDV-Ausstattung ist auf dem Stand von 2003 und bedarf einer umfassenden Erneuerung, z. B. die Umstellung des Betriebssystems von Windows XP auf
Windows 8, ebenso die Anschaffung von Smart
Tafeln.
Sanierungsmaßnahmen zum Brandschutz finden seit Monaten in der Tiefgarage des Hauses
3 statt. Weitere bauliche Brandschutzmaßnahmen sind auch für die Häuser 1 und 2 vorgesehen. Außerdem wird der Deutsche Caritasverband das Areal an der Wölflinstraße/Habsburgerstraße bebauen, dies bedeutet einen Abriss
des Hauses 4 der KH Freiburg. Die Katholische
Hochschule mit derzeit 1.850 Studierenden benötigt bereits jetzt weitere Räume und sucht für
die Zukunft schon nach Ausweichräumen im
Stadtgebiet.
Die rot-grüne Landesregierung hat ein neues
Hochschullandesgesetz vorgelegt. Im Anhörungsverfahren wird es auch darum gehen, die
kirchlichen Hochschulen mit ihren Interessen
darin zu verorten. Das Gesetz wird für das
Sommersemester 2014 erwartet.
Beim Thema „eigenes Promotionsrecht der KH
Freiburg“ ist der Rektor skeptisch. Es wird weiterhin der Weg des kooperativen Promotionsverfahrens mit der Universität verfolgt. Das IAF
(Institut für angewandte Forschung) soll als
FREIBURGER NOTIZEN
Qualifizierungsstelle den wissenschaftlichen
Nachwuchs ausbilden.
Zum Thema Studiengebühren meinte der Rektor, dass die Auffassung der Hochschulrektoren
in Richtung Gebühren geht. Derzeit verlangt die
KH Freiburg von ihren Studierenden 280 EUR
Gebühren pro Semester; 220 EUR werden von
den Trägern kompensiert. Ca. 25 % der Studierenden bekommen die Gebühren nach sozialen
Kriterien erlassen.
Im Sommer 2014 wird es erstmals ein AlumniSommerfest geben. Ehemalige Studierende
der letzten Jahre wurden bereits per E-Mail informiert.
II.
Tätigkeitsbericht des Vorstandes durch den 1. Vorsitzenden
Der 1. Vorsitzende bittet zuerst um eine kurze
Vorstellungsrunde mit den zum Teil neuen anwesenden Mitgliedern.
wurde diskutiert, ob die Einwerbung von Spenden in größerem Umfang für Fördertätigkeiten
möglich wäre? Angeregt wurde dieser Weg
durch ein sachverständiges Mitglied der Vereinigung, das mit seiner Geschäftsführung von
Krefeld sogar nach Freiburg an die Hochschule
zu einem Beratungstermin kam. Die bisherige
Einschätzung lautet: Ein Erfolg zur Spendeneinwerbung winkt nur dann, wenn man mit
überzeugenden Projekten für eine breite Zustimmung werben kann und in der Lage ist,
diese möglichst mit der Hochschule zusammen
zu organisieren und zu begleiten. Dazu fehlen
bisher die Ressourcen wie Personal und Zeit!
2. Gespräche an der Hochschule fanden
statt, um die Präsenz der Vereinigung im
Bewusstsein der Beteiligten zu verbessern.
So gab es Gespräche und Diskussionen mit interessierten Studierenden, die sich aktiv mit
dem Leben an der Hochschule auseinandersetzen und ebenso mit der Katholischen Hochschulgemeinde über Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Dabei wurden neue Mitglieder gewonnen und gegenseitige Zusagen erreicht: für
eine gemeinsame Werbung von öffentlichen
Veranstaltungen wie Fachforen, Hinweise auf
die Beteiligung am Förderpreis und andere Aktivitäten.
3. Die aufwändigen Vorbereitungen auf die
Einführung des neuen einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrs SEPA und die Sicherung der Einnahmen über die Mitgliedsbeiträge waren dringend zu leisten.
v. l.: Matthias Späth, Michael Adam, Leonie Stökler,
Uto R. Bonde, Dietmar Keilbach,
Prof. Dr. Sigmund Gastiger, Karl-Heinz Käfer
Es gab vier besondere Schwerpunkte der
Vorstandsarbeit:
1. Es wurde geprüft, recherchiert und diskutiert, die Einnahmeseite der Vereinigung zu
verbessern.
Konkret gelang die Zusammenarbeit mit der
Sparkasse Freiburg und dem bisherigen Ergebnis einer zusätzlichen Insertion in den Freiburger Notizen (siehe Ausgabe 1/2013). Ebenso
Schon Mitte des Jahres konnten sich die Mitglieder durch den Artikel der Schatzmeisterin
Heidrun Martin in den Freiburger Notizen ein
erstes Mal über die Umstellung informieren. Zusammen mit der Einladung zur Mitgliederversammlung erhielten die Mitglieder auch eine
persönliche Mandatserklärung zu SEPA. Bis
zur MV hatten drei Mitglieder der Vereinigung
ihre neuen Bankdaten mitgeteilt.
4. Befragung der Mitglieder
Für den Vorstand war es wichtig, die Mitglieder
zur bisherigen Arbeit der Vereinigung zu befra-
39
FREIBURGER NOTIZEN
gen. Mitte Oktober 2013 ging ihnen ein zweiseitiger Fragebogen zu, der sie um die Meinung zu
den bisherigen konkreten Angeboten und Aktivitäten bittet und sie zugleich darauf hin anspricht, wie es in Zukunft weiter gehen soll und
welche Ressourcen dafür eingesetzt werden
können. Schon vor Jahren gab Dietmar Keilbach eine Anregung zur Befragung der Mitglieder.
-
Auswertung der Mitgliederbefragung –
wann und durch wen?
-
Die Einsparmöglichkeiten der Vereinigung
sind erschöpft
-
Weitere Fördertätigkeiten der Vereinigung
verlangen eine notwendige Ressourcenerweiterung!
Die Einnahmeseite der Vereinigung muss verbessert werden, weil sonst keine materiellen
Fördermöglichkeiten der „Freunde und Förderer“ möglich sind.
Eine weitere Werbung um Spenden und Sponsoring ist nötig. – Nachgedacht werden muss
darüber, welche weiteren Projekte in Frage
kommen und welcher Personenkreis angesprochen werden kann?
v. l.: Uto R. Bonde, Dietmar Keilbach, Prof. Dr. Sigmund
Gastiger, Karl-Heinz Käfer, Prof. Dr. Herbert Steckeler,
Viktor Kolodziej, Prof. Dr. Bernhard Krauter,
Heidrun Martin
Zum Ausblick auf die weitere Arbeit der Vereinigung und ihres Vorstands:
Die gewünschten Leistungen für Mitglieder und
ihr Aufgabenaufwand wachsen, vor allem mit
dem Standard, der heute, im digitalen Zeitalter,
erwartet wird! Wer soll diesen Umfang noch
leisten, fragte sich der Vorstand?
-
Die Vorstandsarbeit muss auf mehr Schultern verteilt werden – z.B. mit weiterer Aufgabenverteilung oder durch weitere Mitglieder im Vorstand oder durch Honorarkräfte.
-
Welche Aufgaben können zur Entlastung
des Vorsitzenden von wem übernommen
werden? (Datenpflege/-verwaltung der Mitglieder, Korrespondenz und Postversand;
Informations- und Werbeaktionen; Öffentlichkeitsarbeit; Redaktionshilfe für Freiburger Notizen; Organisation von öffentlichen
Veranstaltungen
wie
Fachforen)
40
An dieser Stelle bedankte sich der Vorsitzende
für den besonderen Einsatz der Vorstandsmitglieder für die Vereinigung.
Ebenso dankte er einer ganzen Reihe von Mitarbeitern der Hochschule, die je neu beratende
und praktische technische Hilfe für die Bewältigung anfallender Aufgaben leisten.
Den Mitgliedern dankte der Vorsitzende für das
durchgehende Vertrauen, das sie dem Vorstand entgegengebracht haben und für ihre
Treue zu den Zielen der Vereinigung, besonders über die immer wieder geäußerte Anerkennung über die < Freiburger Notizen>.
Günther Grosser, 1. Vorsitzender
FREIBURGER NOTIZEN
Zur Aussprache über den Tätigkeitsbericht:
Prof. Dr. Sigmund Gastiger
Viele der anstehenden Aufgaben werden vom
1. Vorsitzenden erledigt, der aber an Belastbarkeitsgrenzen stößt und für das neue Vereinsjahr um Mithilfe bittet. Dies wäre immer wieder
zu konkretisieren, auch mit Mitgliedern außerhalb des Vorstandes.
Es entstand eine Diskussion über Möglichkeiten der Mitteleinwerbung, z.B. wird die Beitragsfreiheit für Pensionäre in Frage gestellt. Es
gibt jedoch ein starkes Plädoyer, die Freistellung von Mitgliedsbeiträgen weiterhin auf Antrag zu ermöglichen. In Zukunft wird der Korrespondenz ein Überweisungsträger beigelegt, um
damit auf die Möglichkeit des Spendens aufmerksam zu machen. Um zukünftig Mittel einzusparen, soll verstärkt auf elektronische Korrespondenz zurückgegriffen werden.
Gemütlicher Ausklang mit gemeinsamem Essen
(v. l.: Uto R. Bonde, Matthias Späth,
Leonie Stökler, Michael Adam)
Die Runde ging im Weiteren der Frage nach,
welchen Zielen und welchem Zweck die Vereinigung der Freunde und Förderer der KH Freiburg dienen soll? Über die Zielsetzungen der
Vereinigung gehen die Vorstellungen weit auseinander. Während manche meinen, der Verein
sei vor allem den entstandenen Traditionen der
Aufbaujahrgänge verpflichtet, sehen andere die
Vereinigung eher als einen künftigen Teil einer
größeren Alumni-Bewegung an der Katholischen Hochschule Freiburg an. - Die anwesenden Mitglieder schätzen heute überwiegend die
generationenübergreifende Bindung an den
Verein und sehen sich als Teil der Alumni-Gemeinde. Der Verein habe sich über Jahrzehnte
bewährt! Die Anwerbung neuer Mitglieder gestaltet sich allerdings als schwierig. Mitglieder,
die vor allem aus Altersgründen verloren gehen, werden zahlenmäßig jedoch ersetzt durch
meist ganz persönliche Neu-Werbungen.
Kassenbericht
Der Jahresabschluss zum 31.12.2012 wurde
verteilt und diskutiert.
Kassenprüfungsbericht
Der ehemalige Schatzmeister Hans-Dieter Link
las den Kassenprüfbericht durch Herrn Kottwitz
vom 15.11.2013 vor. Der Prüfungsbericht ergab
keine Beanstandungen und empfahl die Entlastung des Vorstandes, die dann auch erfolgte.
41
FREIBURGER NOTIZEN
Einladung zur Förderpreisverleihung 2014
im Rahmen der Eröffnung des Akademischen Jahres
an der Katholischen Hochschule Freiburg
Großer Saal des Deutschen Caritasverbandes e.V.
Karlstraße 40, 79104 Freiburg
Mittwoch, 1. Oktober 2014, 14:00 Uhr
Einladung zur Feier und Würdigung der Förderpreisträgerin
und zum
Fachforum über das aktuelle Thema der Sozialen Arbeit
Freitag, 14. November 2014, 14:00 Uhr
(in Zusammenhang mit der Mitgliederversammlung)
im Raum 3301 der Katholischen Hochschule Freiburg
42
FREIBURGER NOTIZEN
Einladung zur Mitgliederversammlung 2014
Freitag, 14. November 2014, 17:00 Uhr
(nach Fachforum)
Treffpunkt von Vereinsmitgliedern, Studenten und Dozenten an der Katholischen
Hochschule in Freiburg, Karlstraße 63.
Einladung der Mitglieder ab 13:00 Uhr, um zwanglos bei Kaffee und Tee
ins Gespräch zu kommen!
Vorbereitet wird ein interessantes Programm –
weitere Ideen dazu sind sehr willkommen.
Merken Sie sich bitte den Termin vor!
43
FREIBURGER NOTIZEN
Anzeige Lambertus Verlag
44