Bedürfnisse der Endkunden im Auge behalten

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Bedürfnisse der Endkunden im Auge behalten
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AUSGABE
METSÄ
FIBRE
KUNDENMAGAZIN
ECHO
THOMAS ENCKELL
“Bedürfnisse der Endkunden
im Auge behalten”
THEMA· SERVICE AM KUNDEN
ECHOES FROM
THE WORLD
MEHRWERT KOMMUNIZIEREN
SEITE 6
MARKET
REVIEW
PAPIERPRODUKTE WEITERHIN HOCH IM KURS
SEITE 30
SHUTTERSTOCK
HEAR
MARKET
REVIEW
HEAR
SEI TE 2
HEAR HEAR
PAPIER
ist ein privates Medium
Papier ist viel mehr als nur ein Schreib- oder
Druckmedium, das nach und nach elektronischen Alternativen weicht. Der kanadische Branchenspezialist Brian McClay sieht Papier ganz
allgemein als Verpackung an, als hocheffektive
und umweltfreundliche Möglichkeit zur Lieferung von Produkten und Services.
„Die Nachfrage nach Verpackungen, besonders nach papierbasierten Verpackungen, wird in
den kommenden Jahrzehnten in gleichem Maße
zunehmen wie die Anzahl der Verbraucher.”
„Ich bevorzuge Papier. Es hat eine gewisse taktile Qualität und ist sehr real – es verkörpert eine
Verbindung, die elektronische Medien einfach
nicht bieten können“, sagt McClay.
KIMMO METSÄLÄ
Frau Yao Guangjun,
Einkaufsleiterin bei
Shandong Sun Paper
in China, bezeichnet
das vergangene
Jahrzehnt als eine
Periode kontinuierlichen Wachstums.
Nachzulesen auf den
Seiten 18–22.
KIMMO METSÄLÄ
Der kanadische
Branchenkenner
Brian McClay meint,
dass China den
globalen Holzfasermarkt weiterhin
ankurbeln wird. Derzeit kauft das Land
weltweit 30 Prozent
des Zellstoffs auf.
Mehr dazu auf den
Seiten 30–31.
HEAR HEAR
SEITE 3
VERBESSERUNG DER
ALLTAGSQUALITÄT
WIR BEWEGEN UNS AUF EINEM
GLOBAL WACHSENDEN MARKT.
Die Verbrauchsgüter auf Holzfaserbasis produzierende Industrie
steht inmitten eines großen Umbruchs und gleichzeitig vor großen
Chancen. Wir bewegen uns auf einem global wachsenden Markt
und unsere Produkte tragen auf mannigfache Weise zur Verbesserung der Alltagsqualität der Menschen bei. Ökologische Nachhaltigkeit der Beschaffungs- und Fertigungsprozesse, Ressourceneffizienz und soziale Akzeptanz haben im Laufe der Jahre an
Bedeutung gewonnen.
Wie ist Metsä Fibre als Zellstoffproduzent für derartige
Herausforderungen und Chancen gewappnet? Umbruch und
Wandel sind uns ja nicht fremd. Vor ein paar Jahrzehnten waren
in unserer Branche ähnliche Veränderungsphänomene in verschiedenen Produktbereichen und Märkten zu beobachten. Neu
sind lediglich Geschwindigkeit und Ausmaß dieser Veränderungen, bedingt auch durch den heutzutage effektiveren Informationsfluss. Diverse Entwicklungstrends in verschiedenen Marktsegmenten sind erstarkt, wobei vor allem in Europa die gewachsene
Bedeutung der Biowirtschaft hervorzuheben ist.
Gerade in Zeiten des Wandels ist es essenziell, stets die bestmöglichen Entwicklungsalternativen zu wählen. Um dies gewährleisten
zu können, bedarf es Fakten, nicht nur Vermutungen. Wir müssen
wissen, in welche Richtung sich unsere Branche entwickelt, und
dies setzt voraus, dass wir neue Trends in der Geschäftstätigkeit
unserer Kunden rechtzeitig erkennen und verstehen. Ohne enge
und kontinuierliche Interaktion mit unseren Kunden können wir
dieses Wissen nicht erlangen. Daher entwickeln wir zielorientiert
unsere Kundenkompetenz sowie unsere Services zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit unserer Kunden.
Sobald wir ein fundiertes Verständnis der Entwicklungsrichtung haben, müssen wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Eine kontinuierliche Entwicklung unserer eigenen Geschäftstätigkeit und
Produktionsprozesse ist unerlässlich. Um
weiterhin eine führende Rolle in unserer Branche einnehmen zu können,
reicht die Expertise unserer eigenen Organisation allein nicht aus,
sondern wir müssen mit anderen
Akteuren der Branche, von Rohstoff- und Gerätelieferanten bis
hin zur internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft gut vernetzt sein.
Um unserer Stellung in der Wertkette
der Holzfaserindustrie gerecht zu werden, müssen wir in der Lage sein, das Feedback unserer
Interessengruppen in eine kontinuierliche Qualitätssteigerung unserer Geschäftstätigkeit, Services und Produkte umzuwandeln.
ILKKA HÄM ÄLÄ
CEO
ME TSÄ FIBRE
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ECHOES FROM THE WORLD
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Herausgeber: Metsä Fibre, Sales and Marketing.
Chefredakteurin: Saija Tuomikoski.
Redaktion: Ari Harmaala, Mikael Lagerblom,
Ursula Lumme, Tom Nickull ja Saija Tuomikoski.
Produktion: Otavamedia Customer Communication, Helsinki.
Produzent: Mauri Kaarre. Grafik-Design: Ari Hirvonen. Key
Account Manager: Leena Leppänen.
ISSN 2324-0172 (Printausgabe).
ISSN 2324-0180 (Online).
Druck: Erweko Oy.
Das Kundenmagazin ECHO
von Metsä Fibre erscheint auf
Englisch, Finnisch, Deutsch und
Chinesisch. Alle Magazine sind
abrufbar unter www.metsafibre.fi.
Bearbeitung und Übersetzung
der deutschsprachigen Ausgabe:
RAPU Kielikonsultit Oy.
ECHO
METSÄ FIBRE ECHO.
ISSUE 2/2013.
METSÄ FIBRE OY
POSTFACH 30, FI-02020
METSÄ, FINNLAND
WWW.METSAFIBRE.FI
Umschlag: Carta Integra 190 g. Papier: Galerie Art Silk 130 g.
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ECHOES
FROM
THE
WORLD
„UMWELTFRAGEN HABEN
FÜR VIELE UNSERER
KUNDEN EINEN HOHEN
STELLENWERT, UND WIR
HABEN HART DARAN
GEARBEITET, UNSERE
PROZESSE NACHHALTIGER
ZU GESTALTEN.”
ARI HARMAALA
SEI TE 6
ECHOES FROM THE WORLD
Z WE ITE HAUT
Thomas Enckell und Ari Harmaala erörtern die
optimale Kundenbetreuung – auf Schritt und Tritt.
VON SAMI J. ANTEROINEN, FOTOS: MARKUS SOMMERS
owohl Thomas Enckell als auch Ari Harmaala
sind Vertriebs- und Marketingprofis. Enckell trägt
die kaufmännische Verantwortung bei Fiskars Garden
EMEA und Harmaala ist SVP Sales- und Marketing bei
Metsä Fibre. Beide Tätigkeiten sind höchst international geprägt und mit vielerlei logistischen Herausforderungen verbunden.
Die beiden Unternehmen sind in unterschiedlichen
Geschäftsfeldern tätig. Fiskars liefert Gartengeräte an
Fachhändler und Baumärkte. Metsä Fibre beliefert Papierund Tissuehersteller mit Zellstoff, die diesen zu Verbrauchsgütern verarbeiten.
Enckell war während seiner beruflichen Laufbahn fast
ausschließlich in der Konsumgüterbranche tätig und
merkt an, dass der Verkauf hochpreisiger Markenprodukte loyale Kunden und ein langfristig ausgerichtetes
Engagement zur kontinuierlichen Entwicklung der Kunden-Herstellerbeziehung voraussetzt.
„Unsere Aufgabe ist es, den Mehrwert zu kommunizieren, den wir zu generieren in der Lage sind“, sagt er.
S
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ECHO ES FROM THE WORLD
Neu verhandeln? – Monatlich!
Harmaala beschreibt hingegen den etwas eigentümlichen Charakter des Zellstoffmarkts. Obwohl es Jahresverträge mit Kunden gibt, muss dennoch jeden Monat
Einigung über den Marktpreis des Rohstoffs erzielt werden. Währenddessen läuft der Betrieb in den Fabriken
unentwegt auf Hochtouren. Bei schleppendem Absatz
wird der Zellstoff so lange bevorratet, bis der Markt
zugreift.
„Wir können unmöglich unsere Produktion drosseln, da dies die Kosten pro Einheit erhöhen würde.
Es ist besser, jeden Monat neue Produktionsrekorde zu
jagen“, erklärt er.
Fiskars geht mit dieser Herausforderung anders um.
„Wenn der Absatz einiger Produkte im Handel stockt,
dann stellen wir die Produktion dieser Artikel vorübergehend ein“, erwidert Enckell.
Aber wie einfach oder schwierig ist eine Prognose des
künftigen Absatzes? Laut Harmaala ist dies vom Produktsegment bzw. vom Endprodukt abhängig.
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ECHOES
FROM
THE
WORLD
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„Bei Tissuepapier ist es beispielsweise so, dass es eine
gewisse Korrelation zum BSP gibt, wohingegen der Verbrauch an Toilettenpapier auch in schwierigen Zeiten
nicht abnimmt“, erläutert er.
Kristallkugel gesucht
Enckell merkt an, dass die Nachfrage nach Gartengeräten nicht oder nur vage vorhersehbar ist.
„Eine akkurate Voraussage des Verbraucherverhaltens
wird immer schwieriger“, gibt er zu. Und dann ist da ja
auch noch Mutter Natur, die ihre Finger im Spiel hat.
Ein kurzer Frühling bedeutet auch immer eine schwache Saison für Gartenwerkzeuge, und in gewisser Weise
richtet sich Fiskars Garden eher nach dem Kreislauf der
Natur denn nach Konjunkturschwankungen.
Als die Sprache auf unterschiedliche Kundengruppen kommt, erklärt Harmaala, dass sein Unternehmen
in hohem Maße von einer „Kernklientel“ abhängt, die
80 Prozent des Verkaufs ausmacht.
„Einige unserer Großkunden sind uns schon seit Jahrzehnten treu“, betont er.
Enckell unterstreicht, dass der Schlüssel für gute Kundenbeziehungen im Gartengeschäft darin liegt, die Präferenzen eines jeden Geschäftskunden genau zu kennen.
„Ganz unabhängig von der Größe, gibt es Unternehmen, die jegliche Beschaffung über eine ganz bestimmte
Einheit laufen lassen, wohingegen andere - eher unternehmerisch denkend - jedem Geschäftsbereich eine eigene
Agenda erlauben.” Enckell pocht darauf, dass man sich
unter allen Umständen jederzeit bewusst sein muss, was
man eigentlich verkaufen will. „Es geht doch nicht um
die Harke, die ein Händler als solche verkaufen will.
Die Händler wollen die Möglichkeit haben, einen Artikel immer wieder verkaufen zu können. Daher müssen wir uns stets in einem größeren Kontext betrachten
und sicherstellen, dass sich auch unsere Kunden darin
wiedererkennen.”
Noch mehr Engagement
Harmaala ist im Großen und Ganzen derselben Meinung - beim Verkauf geht es darum, den Kunden das
Leben zu erleichtern, und um die Bereitschaft zu noch
mehr Engagement. Um sein Serviceversprechen wirklich
einlösen zu können, hat Metsä Fibre vor ein paar Jahren
internationale technische Serviceteams eingesetzt, um
die Kundenfabriken zu besuchen und den Kunden zu
helfen, das Optimum aus dem Zellstoff herauszuholen.
„Unsere Spezialisten zeichnen sich durch eine ausgeprägte Hands-on-Mentalität aus und erklären den
Kunden, mit Hilfe welcher Maßnahmen sie spezifische
Aspekte ihrer Prozesse verbessern können.“
„UNSERE WOCHE
IST EUER JAHR.“
S AGT T H O M A S E N C K E L L
ZU A R I H A R M A A L A
Der technische Kundenservice ist bei den Kunden auf
hohe Anerkennung gestoßen. Nichts erzeugt ein Gefühl
der Zusammengehörigkeit effektiver als Fabrikbesuche
und die Zusammenarbeit Seite an Seite mit den Kunden,
um ihre Produktionsprozesse zu perfektionieren. Harmaala betont, dass Metsä Fibre hohen Aufwand betrieben hat, um seinen Kunden das technische Fachwissen
des Unternehmens zugänglich zu machen.
„Wir wollten unsere Mehrwertservices in der Tat in
adäquate Produkte umwandeln. Nach dem Feedback zu
urteilen, ist uns dies recht gut gelungen.”
Auf Sieg setzen
Harmaala spricht von einem Prozess, in dem das Unternehmen Must-Win-Situationen identifiziert und sich
ganz auf diese konzentriert. Die Einführung der technischen Kundenserviceteams war genau ein solches Szenario. Metsä Fibre erkannte eine ungenutzte Möglichkeit
und stellte die geeigneten Ressourcen zur Umsetzung
bereit.
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ECHOES FROM THE WORLD
„MEGATRENDS
HABEN NATÜRLICH
AUSWIRKUNGEN. EIN
VIERTEL UNSERER
PRODUKTION GEHT
JETZT BEISPIELSWEISE
NACH CHINA.”
ARI HARMAALA
ECHO ES FROM THE WORLD
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ECHOES
FROM
THE
WORLD
„UMWELTFRAGEN
SIND IN LETZTER ZEIT
EIN WENIG IN DEN
HINTERGRUND GETRETEN.
ICH DENKE, DASS WIR
DAS BEWUSSTSEIN DER
MENSCHEN NEU WECKEN
MÜSSEN.“
THOMAS ENCKELL
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ECHOES FROM THE WORLD
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„Wir haben 12-14 Experten, die sich allein dieser beratenden Rolle widmen“, hebt er hervor.
Vor einer neuen Situation steht auch Fiskars Garden,
da sich durch das Onlineshopping das Gesicht des Einzelhandels verändert. Sind Gartengeräte etwas, das man
in einem “normalen” Geschäft kauft, oder bestellt man
sie online zum jeweils günstigsten Preis?
„Vor zehn Jahren drehte sich alles um Stellfläche. Die
Geschäfte wollten möglichst viel Ausstellungsfläche für
ihre angebotenen Waren. Heute weisen sie häufig darauf
hin, dass jeder Quadratmeter Ladenfläche seinen Preis
hat“, erklärt Enckell und fügt an, dass dieser Sinneswandel in der Tat Auswirkungen hat.
„Dadurch sind wir verpflichtet, neue und bessere
Arbeitsweisen in dem von den Kunden gewählten Vertriebsumfeld zu finden.”
Im Wesentlichen erfordert dies eine Beurteilung der
Grundsätze, die eine Branche und das Verhalten eines
jeden Kunden steuern. Ein fundiertes Verständnis für
Geschäftsmodelle ermöglicht es Fiskars Garden, dieselbe
Sprache zu sprechen wie die Kunden.
„DAS PROBLEM MIT
FEEDBACK AUS DEM
INTERNET IST, DASS MAN
SAGEN KANN: ALLES GUT
ZU WISSEN, ABER NICHT SO
LEICHT UMZUSETZEN.”
THOMAS ENCKELL
Logistische Effizienz
Sowohl Fiskars als auch Metsä Fibre sind von einer reibungslosen Logistik abhängig, und beide können in dieser Hinsicht eine ausgezeichnete Erfolgsbilanz vorzeigen. Harmaala sagt, dass es schlicht und ergreifend ein
Muss ist, den Zellstoff zügig auszuliefern.
„Dies ist ein klassisches Business in dem Sinne, dass
wir extrem große Volumen Rohstoff bewegen, der unbedingt pünktlich seinen Bestimmungsort erreichen muss.
Die Abwicklung des gesamten Prozesses ist wahrlich
keine Kleinigkeit, und wir halten weiterhin Ausschau
nach Wegen, die unsere Logistik beschleunigen”, sagt
Harmaala, um anzufügen, dass sich die monatlichen
Logistikkosten der Zehnmillionenmarke nähern.
Metsä Fibre achtet dementsprechend besonders genau
darauf, einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Ein
gutes Beispiel für das Engagement des Unternehmens
in diesem Bereich ist die kürzlich getroffene Entscheidung, die gesamte Produktion mit RFID-Etiketten zu
▶
ECHO ES FROM THE WORLD
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„Viele Geschäfts­
innovationen von Metsä
Fibre zielen darauf ab,
in die Haut der Kunden
zu schlüpfen“, sagt
Ari Harmaala.
ECHOES
FROM
THE
WORLD
„Das ist schon eine spannende Situation, in der über
Zahlen und Ziele gesprochen wird, die der Kunde sich
unserer Ansicht nach setzen sollte. Und währenddessen denkt der Kunde: Ist dies nicht eigentlich nur unser
Zellstofflieferant? Wie in aller Welt kann er sich so gut
in unserer Branche auskennen?”
Mit Zunahme dieser Art von Beratungen hat sich ein
neues Bewusstsein eingestellt. Harmaala beschreibt den
Prozess, der innerhalb der Organisation als ‘Must Win’
bezeichnet wird, folgendermaßen:
„Es ist so viel schwieriger geworden, dem Zellstofflieferanten ein nur beschränktes Verständnis für die eigene
Geschäftstätigkeit zu unterstellen. Durch unseren Ansatz
sind nagelneue Ideen zu Tage befördert worden.”
„DIE BÄUME WACHSEN
IM NORDEN LANGSAMER,
ABER DIES BIETET
UNSEREN KUNDEN EINE
EINZIGARTIGE QUALITÄT.”
ARI HARMAALA
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kennzeichnen. Dies ermöglicht es den Kunden, wichtige Qualitätsinformationen online und in Echtzeit abzurufen.
Bei Fiskars Garden ist es ebenso wichtig, ein Produkt
unverzüglich verfügbar zu machen.
„Bei internationalen Geschäften empfiehlt es sich
immer, die Montage der Waren möglichst nah am Kunden vorzunehmen. Ansonsten sieht man sich sehr schnell
fatalen Transportkosten ausgesetzt“, sagt Enckell.
Vorausschauend planen
Clevere Planung kann die Flexibilität in gewissem
Maße steigern, und Enckell weist darauf hin, dass es
eine bestimmte “Vorsaisonphase” mit gewissenhaften
Vorbereitungen für die Hochsaison gibt. Wer seine
Hausaufgaben macht, hat häufig schon halb gewonnen.
Harmaala führt seinerseits aus, dass Metsä Fibres
Vertriebsspezialisten es sich im Zuge ihrer Bemühungen, noch mehr Kundennähe zu schaffen, zur Gewohnheit gemacht haben, die Kunden regelmäßig zu besuchen und ihnen Marktanalysen aus Sicht des Kunden
zu präsentieren.
SEI TE 12
Nichts geht über das Original!
Ari Harmaala outet sich im Gespräch als langjähriger
Fan von Fiskars‘ F&E. Eigene Erfahrung hat ihn den
Unterschied zwischen einem echten Fiskars-Produkt
und einer billigen Kopie gelehrt.
„Das sind doch zwei ganz verschiedene Welten”, sagt
er. Enckell nickt nur kurz zustimmend. F&E zählt zu den
Kronjuwelen der gesamten Organisation.
„F&E bedeutet für uns in großem Maße kontinuierliches Lernen und Verbessern durch Feedback“, stellt
er fest. Zudem betont er, dass “Kreativität” in diesem
Zusammenhang gleichbedeutend ist mit der Fähigkeit,
unterschiedliche Perspektiven zu bündeln, um Neues
zu schaffen. Alles dreht sich um die Umsetzung der uns
umgebenden Ideenvielfalt, um dann den ungehobenen
Schatz zu bergen.
„Ich würde es als gegenseitige Bereicherung mit einem
holistischen Konzept bezeichnen, das stets die Bedürfnisse der Endkunden im Auge behält.”
Konsistenz überzeugt
Wie sieht es aber mit F&E in den vier Fabriken von Metsä
Fibre aus? Diese Betriebe beschreiten in puncto Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit konsequent neue
Wege, aber gibt es da nicht doch noch etwas, an das bisher noch niemand gedacht hat? Verbirgt sich nicht doch
noch irgendwo eine bahnbrechende Idee?
Harmaala glaubt nicht daran:
„Ich bin der Meinung, dass die Branche eine Reihe von
Innovationssprüngen zur Produktionssteigerung gemacht
hat, aber diese liegen jetzt größtenteils hinter uns. Was
übrig bleibt, ist kontinuierliche Verbesserung. Wir erzielen eine Verfügbarkeit von 97 Prozent und haben regelmäßige Audits, um uns auf diesem hohen Niveau zu halten. Unser operatives Tagesgeschäft können wir dennoch
weiterhin deutlich verbessern.”
ECHOES FROM THE WORLD
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KURZANLEITUNG FÜR
MEHR KUNDENNÄHE
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Tä ti g kei ten
tatsächlich e n , n i ch t
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Es ist nichts dage ge n
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ganz und gar für sich
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ECHO ES FROM THE WORLD
SE IT E 13
ECHO
MARKET
REVIEW
TECH
BOTNIA FORE
gets YOU MORE
OPTIMALE FASERMAHLUNG
DANK FUNDIERTEM
KNOW- HOW IN THEORIE
UND PRAXIS
SEI TE 14
ECHO TECH
Kunden klagen bisweilen über Qualitätsprobleme, auch wenn sie
Fasern der Spitzenklasse in ihren Fabriken verarbeiten. Wenn es
jedoch am Fasermaterial nichts auszusetzen gibt, kann es nur an
der Mahlung liegen. Die Fachleute von Metsä Fibre haben ein neues
Servicekonzept namens Botnia FORE entwickelt, das den Kunden
bei der Lösung dieser Problematik entscheidend hilft.
VON SAMI J. ANTEROINEN, FOTOS: METSÄ GROUP, MIKKO OVASKA UND MARKUS SOMMERS
otnia FORE (Fibre Optimisation and Refining
Evaluation) ist das überzeugende Resultat von
Metsä Fibres jahrelanger Entwicklung zur Verbesserung der Gesamtprozesse. Laut Esko Pekuri, Manager
für Fasertechnologie bei Metsä Fibre, spielt die richtige Mahlung in diesen Prozessen eine ganz entscheidende Rolle.
„Durch Optimierung der Mahlung lässt sich eine
Menge erreichen. Tatsächlich ist die Mahlung die wichtigste Komponente zur Verbesserung der Faserqualität.“
Die Fabrikbesuche von Metsä Fibres technischen Supportteams werden hoch geschätzt, denn sie helfen den
Kunden bei der Optimierung ihrer Prozesse. Selbstverständlich setzen die Teams auch Botnia FORE ein, um die
jeweiligen Probleme bei der Wurzel packen zu können.
Pekuri erläutert, wie Botnia FORE in den vergangenen
B
13 Jahren durch den kontinuierlichen Aufbau einer
Datenbank zur Faseroptimierung und Evaluierung der
Mahlung verbessert wurde.
„Botnia Fore ist ein bis ins kleinste Detail ausgeklügeltes
Softwaretool, das unsere Experten in ihrer täglichen
Arbeit unterstützt.“
Der richtigen Mischung auf der Spur
Die Botnia FORE-Software ermöglicht den Vergleich
aller derzeit gängigen Mahlmethoden und Refinergarnituren, um die optimale Kombination für jeden spezifischen Bedarf zu finden.
„Jede Papiersorte muss unterschiedlichen Ansprüchen
gerecht werden. Wir setzen Botnia FORE zur Identifizierung der perfekten Qualitätsmischung für das jeweilige
Endprodukt ein.“
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ECHO TECH
SEI TE 15
ECHO
TECH
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Metsä Fibre hat im Laufe der Jahre unweigerlich einen
reichen Wissensfundus erworben, aber die Organisation
der gesammelten Daten war nicht immer optimal. Jetzt
aber gibt es ein durch adäquate Software unterstütztes
Servicekonzept, das es erlaubt, die Ergebnisse jahrzehntelanger Forschungsarbeit sowie konkrete Erfahrungswerte aus der Produktion in vollem Umfang im Mahlungsprozess zu nutzen.
Pekuri erläutert, wie Botnia FORE den Auswahlprozess
für die bedarfsgerechte Refinergarnitur revolutioniert hat.
„Wir können aus einer Vielzahl unterschiedlicher Garnituren die für jede Mahlmethode geeignetste auswählen und dadurch so wichtige Parameter wie Energieeffizienz und Zugfestigkeit verbessern.“ Prozessoptimierung
gewährleistet auch ein konstant hohes Niveau der Runnability der Papiermaschine.
Balanceakt
Der Prozess ist insgesamt recht heikel, da zu fein gemahlener Zellstoff zu Volumenverlust und anderen Problemen
führen kann. „Wir suchen nach der perfekten Balance“,
erklärt Pekuri.
„Wir überprüfen kritische Eigenschaftsparameter mit
wechselseitiger Beeinflussung, die wir sorgfältig im Auge
behalten müssen, um in jedem Einzelfall den optimalen
Bereich identifizieren und sicherstellen zu können, dass
die Grenzwerte nicht über- oder unterschritten werden.“
Laut Pekuri wird dem Mahlungsprozess häufig zu wenig
Beachtung geschenkt. So kann sich beispielsweise der
Zustand der Mahlscheiben durch unzureichende Wartung deutlich verschlechtern.
„Recht häufig stellen wir eine mangelhafte Kontrolle
der Mahlgarnituren fest“, sagt Pekuri. Er fügt auch an,
dass diese teils zu lange eingesetzt werden und sich so
übermäßig abnutzen.
„Wir empfehlen eine sachgerechte Wartung, da schlecht
aufeinander abgestimmte Prozesse schlicht und einfach
teuer sind.“ Wenn entgegen der ursprünglichen Planung
der Faseranteil im Papier im Produktionsprozess erhöht
werden muss, resultiert dies unweigerlich in Kostensteigerungen, die die Schmerzgrenze leicht übersteigen können.
Den Kunden Gehör schenken
Kundenservicemanager Kustaa Laine berichtet, dass die
Experten von Metsä Fibre unterschiedliche Prozessaspekte
mit den Kunden erörtern - häufig bis ins kleinste Detail.
Botnia FORE stärkt die Zusammenarbeit zwischen Metsä
Fibre und den Kunden, die ihrerseits wiederum eine stabile
Basis für zukünftige R&D-Gemeinschaftsprojekte schafft.
„Bei unseren Fabrikbesuchen
bieten wir den Kunden unsere
betriebsbegleitenden SupportLeistungen an. Die Kunden schätzen
diesen aktiven Problemlösungsansatz
zur Optimierung der unterschiedlichen
Stoffeintragskomponenten“, meint
Kundenservicemanager Kustaa Laine.
„BOTNIA FORE
LIEFERT SCHNELL
THEORIEBASIERTE
ERGEBNISSE ÜBER
DAS VERHALTEN VON
UNTERSCHIEDLICHEN
MAHLAGGREGATEN
UNTER VERSCHIEDENEN
BEDINGUNGEN.“
E S KO P E KU R I
SEI TE 16
ECHO TECH
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„Botnia FORE bietet den Kunden einen deutlichen
Mehrwert für das erworbene Produkt. Dieses Tool unterstreicht die umfassende Kompetenz von Metsä Fibre in
der Anwendung verschiedener Fasersorten“, sagt Laine.
Abgesehen von der offensichtlichen Tatsache, dass es
in der Praxis funktioniert, ist Botnia FORE durch seine
klare Struktur für die Kunden besonders attraktiv. Das
Tool ist ein klar umrissenes, kompaktes Servicekonzept,
das schnell und problemlos umsetzbar ist und es den
Kunden ermöglicht, mit minimalem Aufwand maximale
Ergebnisse zu erzielen.
„Wir haben festgestellt, dass die Kunden begeistert von
dem Service sind und sich darüber freuen, dass ein Faserlieferant ihre R&D-Arbeit unterstützt“, erläutert Laine.
Geschäft ankurbeln
Laine berichtet auch, dass Botnia FORE nahezu immer
zu den ersten Gesprächsthemen im Rahmen der zahlreichen Besuche von Metsä Fibres Experten in den Fabriken der Kunden zählt, bei denen es um die Optimierung
des Fasergebrauchs geht. Wenn ein Kunde Interesse an
einem Test von Botnia FORE zeigt, dann wird zunächst
ein Aktionsplan erstellt, um die erforderlichen Daten und
Muster zusammenzustellen. Nach Abschluss aller Tests
und Erfassung der Daten nehmen die Spezialisten von
Metsä Fibre die erforderlichen Berechnungen in Angriff
und werten die Messergebnisse aus.
„Die gewonnenen Erkenntnisse teilen wir den Kunden
einschließlich unserer Empfehlungen für weitere Maßnahmen mit. Die Erkenntnisse fließen dann in die Prozess-
ECHO TECH
„Das Leistungsniveau der
Refiner wird oft durch die
entnommenen Proben analysiert,
was auch Rückschlüsse auf
den aktuellen Zustand der
Mahlgarnituren zulässt,“ stellt
Kundenservicemanager
Kustaa Laine fest.
verbesserung ein, um anschließend sicherzustellen, dass
die erlangten Vorteile Bestand haben“, erklärt Laine. Folgemaßnahen können dann gemeinsam oder in Eigenregie der Kunden durchgeführt werden.
Botnia FORE ist sozusagen ein echter Hit und eröffnet
Metsä Fibre und den Kunden gleichermaßen die Möglichkeit, sich gegenseitig besser kennenzulernen.
„Botnia FORE hat die Kundenzufriedenheit gesteigert, und dies wird sich auf lange Sicht auch positiv auf
die Kundenbeziehungen auswirken“, sagt Laine. Er fügt
noch an, dass Metsä Fibre sich durch dieses Servicekonzept deutlich von der Konkurrenz absetzt.
Learning by Doing
Das neue Servicekonzept hat auch für Metsä Fibre die
Latte höher gesetzt. Esko Pekuri weist darauf hin, dass
nun ein kontinuierliches Training vonnöten ist, um alle
Mitarbeiter auf dem neuesten Stand der Dinge zu halten.
„Wir sehen jeden einzelnen Fall als Chance an, dazuzulernen“, sagt er. „Trotz des Einsatzes modernster Software
ist der gesamte Prozess dennoch von praktischen Erfahrungswerten abhängig. Die Software kann uns berichten,
was geschieht, aber Verbesserungsmaßnahmen kann sie
nicht vorschlagen.“
SEITE 17
MY VOICE
VERTRAUENS­
SACHE
SEI TE 18
MY VOICE
ür Herrn Xu Lianjie, CEO der Hengan International Group,
steht Zuverlässigkeit an erster Stelle: das chinesische Unternehmen kennt die Finnen als vertrauenswürdigen Partner.
„Gerade was Zuverlässigkeit anbelangt, ist Metsä Fibre als Lieferant besonders zu loben”, merkt Xu über die im Jahr 2005 aufgenommene Zusammenarbeit an.
„Ich spüre das gegenseitige Vertrauen, das unerlässlich ist, wenn wir
die Marktbewegungen verfolgen und die erforderlichen Anpassungen vornehmen“, sagt Xu und fügt an, dass sich die Partner gewöhnlich sehr schnell einig werden.
Da die Hengan International Group ihre Produktionskapazität während der nächsten zwei Jahre erheblich ausbauen wird, ist
eine weitere Intensivierung der Kooperation zwischen den Finnen
und den Chinesen zu erwarten. Xu betont, dass die Zusammenarbeit auf festen Füßen steht und somit eine Produktionserweiterung
problemlos ermöglicht.
F
Auch wenn sich die
internationalen Kunden von
Metsä Fibre in Größen, Marktlage
und Bedürfnissen voneinander
unterscheiden, so stellen sie
dennoch dieselben Erwartungen
an ihren Zellstofflieferanten:
höchste Qualität, Zuverlässigkeit
und reibungslose
Zusammenarbeit.
VON SAMI J. ANTEROINEN
FOTOS: METSÄ GROUP, KIMMO METSÄLÄ
Innovationsvorsprung
Xu ist der Ansicht, dass Metsä Fibre für Hengan kontinuierlich einen
Mehrwert schafft, indem Innovationen in Produkte und Services mit
neuen und spannenden Vorteilen umgewandelt werden.
„Wir können die neuen Produkte und Services an unsere eigenen
Kunden weiterreichen, die ihrerseits diesen zusätzlichen Mehrwert
für sich nutzen können.“
Ein Bereich, in dem Hengan die Finnen für besonders stark
hält, ist der technische Kundenservice. Herr Zhang Qunfu, Hengans Vorstand Technologie, weist darauf hin, dass Metsä Fibre in
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MY VOICE
SEITE 19
MY VOICE
„WIR SPÜREN,
DASS METSÄ FIBRE
WIRKLICH AUF
UNSERE BEDÜRFNISSE
EINGEHT.”
YAO GUA N G J U N
„Die Qualität des
Produkts ist hochwertig und konstant”,
sagt Yao Guangjun,
Einkaufsleiterin bei
Shandong Sun Paper
aus China.
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MY VOICE
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lobenswerter Häufigkeit technische Seminare ausrichtet,
damit stets alle Beteiligten auf demselben Stand hinsichtlich
technologischer Fortschritte sind.
„Die Experten von Metsä Fibre statten auch Fabrikbesuche
ab und assistieren bei Problemlösungen. Dies war und ist sehr
hilfreich für den Ablauf unseres operativen Tagesgeschäfts“,
sagt Zhang.
Brücken bauen
Im Gespräch über neue Technologien, die sich in den Operationen des Unternehmens etablieren, merkt Zhang an, dass die
RFID-Technologie zu gegebener Zeit sicherlich zur Rationalisierung der Arbeitsprozesse auch bei Hengan Einzug halten
wird, momentan jedoch noch keine konkreten Pläne vorliegen.
„Wir werden zu einem späteren Zeitpunkt über RFID-Lösungen nachdenken, jetzt jedoch noch nicht“, sagt er. Metsä Fibre
hat vor kurzem mit der RFID-Etikettierung seiner gesamten
Produktion begonnen.
Auf die Frage nach Kulturunterschieden können Xu und
Zhang keinerlei Reibungspunkte bei den beiden Unternehmen ausmachen.
„Ich würde sagen, dass es keine kulturelle Kluft in unserer
Zusammenarbeit gibt“, meint Xu und lobt vor allem Harri
Vertanen, Leiter von Metsä Fibres Büro in Shanghai, als überaus talentierten Brückenbauer.
Auch mit Blick auf die Zukunft sehen beide Männer keine
wirklichen Herausforderungen, sondern nur Chancen. Dennoch muss man stets den Ball im Auge behalten:
„Uns ist wichtig, die Unterstützung zu bekommen, die wir
brauchen, gerade dann - wenn wir sie brauchen.“
ist hochwertig und konstant“, sagt Yao und weist darauf hin,
dass im Laufe der Jahre zahlreiche Verbesserungen durch Produktentwicklung erzielt worden sind.
„Auch haben wir Verbesserungen auf Seiten der Logistik
beobachten können, und nähern uns jetzt neuen Technologien wie RFID an.“
Technische Genies
Frau Yao Guangjun glaubt, dass Metsä Fibre gegenüber der
Konkurrenz vor allem durch den überragenden technischen
Kundenservice heraussticht.
„Der technische Kundenservice hat im Laufe der Jahre entscheidend an Bedeutung gewonnen“, erklärt sie.
Auch wenn nun bereits Jahre fruchtbarer Zusammenarbeit
hinter den beiden Unternehmen liegen, sieht Yao immer noch
Verbesserungspotenzial:
„ Wir können unsere Kooperation in Bezug auf Qualität,
Logistik und technischen Kundenservice weiterhin ausbauen,
gleiches gilt beispielsweise für den Austausch von Marktinformationen”, blickt sie in die Zukunft. Bisher hat die Kooperation
nicht viele “Kulturzusammenstöße” erlebt – gleichwohl bestätigt Yao, dass die beiden Unternehmen in sehr unterschiedlichen Welten zuhause sind.
„Wir haben von Anfang an – bereits während der Gespräche
des Topmanagements gut zusammenarbeiten können“, sagt sie,
um anzufügen, dass kulturelle Unterschiede insgesamt weiterhin eine untergeordnete Rolle spielen.
Erfreut stellt sie fest, dass Metsä Fibre ein starker Partner
ist, der sich am asiatischen Markt einen Namen gemacht hat.
„Mit Steigerung des Produktionsvolumens und des Marktanteils wächst auch der Bekanntheitsgrad von Metsä Fibre“,
merkt sie an.
▶
Konstant und kompetent
Auch Frau Yao Guangjun, Einkaufsleiterin bei Shandong Sun
Paper, ist über die Zusammenarbeit mit Metsä Fibre hocherfreut.
„Wir spüren, dass Metsä Fibre wirklich auf unsere Bedürfnisse eingeht, und der technische Kundenservice ist exzellent.
Hinsichtlich des Mehrwerts kann ich sagen, dass gerade der
Kundenservice der wichtigste Aspekt für uns ist“, betont Yao.
Seit Kooperationsbeginn mit Metsä Fibre in 2004 konnte
Sun Paper ein kontinuierliches Wachstum verzeichnen. Das Produktionsvolumen wurde vervielfacht und hält sich auch in Zeiten globaler wirtschaftlicher Turbulenzen auf hohem Niveau.
Ein Anker inmitten des Wandels war und ist die Verlässlichkeit der Profis von Metsä Fibre.
„Zuverlässigkeit war von Beginn an ein entscheidendes Element, und alles hat bestens geklappt. Die Qualität des Produkts
MY VOICE
SEITE 21
MY VOICE
„Qualifizierte
Unterstützung
und Ratschläge zu
bekommen, wenn man
sie wirklich braucht,
ist überaus wichtig“,
sagt Lorenzo Pasquini,
Einkaufsleiter der
italienischen
Lucart Group.
Im Leistungsfokus
Lorenzo Pasquini, Einkaufsleiter der italienischen Lucart Group, weist
darauf hin, dass sein Unternehmen seit nunmehr zwei Jahren mit Metsä
Fibre kooperiert - und die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen.
„Ich denke, dass wir bisher sehr gute Erfahrungen gemacht haben.
Meiner Meinung nach ist Liefersicherheit letztlich der entscheidende
Baustein für eine gelungene Partnerschaft“, sagt Pasquini und betont,
dass ganz abgesehen von der Einhaltung der Liefertermine die Experten
von Metsä Fibre in puncto Leistungssteigerung stets eine beeindruckende
Hands-On-Mentalität an den Tag legen.
„Metsä Fibres Techniker haben vielmals unsere Fabrik besucht, um uns
bei der Optimierung unserer Prozesse zu unterstützen“, sagt Pasquini.
Seiner Meinung nach ist der technische Kundenservice gewissermaßen
der Eckpfeiler der Zusammenarbeit.
„Aus kaufmännischer Sicht hat Metsä Fibre uns die Geschäftstätigkeit enorm erleichtert.”
▶
„ICH SEHE DIESE
PARTNERSCHAFT ALS
WIN -WIN - SITUATION.”
L O R E N Z O PA S Q U I N I
SEI TE 22
Auf Kurs
Auch Pasquini betont die Bedeutung gegenseitigen Vertrauens. Es ist
mehr als wichtig, einen kompetenten Partner an seiner Seite zu wissen.
„Auch mit Blick auf die Zukunft sehe ich diese Partnerschaft
als eine Win-Win-Situation, und mir gefällt die Richtung, die wir
eingeschlagen haben.”
Lorenzo Pasquini hebt auch die Bedeutung der “menschlichen Schnittstelle” hervor und meint damit in diesem Fall Paolo Di Spigna, den
Leiter von Metsä Fibres Büros in Mailand.
„Ich habe das Gefühl, dass Paolo sich ganz besonders um mein Unternehmen und diese Partnerschaft kümmert“, sagt Pasquini. Die Zusammenarbeit mit seinem italienischen Landsmann hat bisher für ruhiges Fahrwasser gesorgt, aber auch die Kooperation mit den Finnen war
absolut stressfrei.
„Ich habe nicht das Gefühl, dass kulturelle Unterschiede unsere
Geschäftsbeziehung beeinträchtigt hätten.”
MY VOICE
COLUMN
THEMA
BIOÖKONOMIE
▶
FORSTWIRTSCHAFT ALS
RÜCKGRAT DER
EUROPÄISCHEN
BIOÖKONOMIE
Obwohl die europäische Forstwirtschaft etwa
3,5 Millionen Arbeitsplätze bietet und jährlich
Umsätze in Höhe von fast 500 Milliarden Euro
erzielt, wird die neue Biowirtschaft noch weitaus größere Chancen bieten, wenn sie ihr Ziel
erreicht, auf fossilen Rohstoffen basierende Chemikalien, Werkstoffe und Energieträger zu ersetzen. Die Zukunft der Forstwirtschaft sieht daher
rosig aus, jedoch nur, wenn sie sich aktiv und
engagiert an diesen Entwicklungen beteiligt!
Im Februar 2012 stellte die Europäische Kommission folgendes fest: „Bei einer Weltbevölkerung,
die sich bis zum Jahr 2050 der 9 Milliardenmarke
nähert, bei gleichzeitig begrenzten natürlichen
Ressourcen, benötigt Europa erneuerbare biologische Ressourcen für sichere und gesunde
Lebens- und Futtermittel, wie auch für Werkstoffe, Energie und andere Produkte“. Nationale bioökonomische Strategien oder politische
Zuletzt legte die Europäische Kommission am
20. September 2013 eine neue Forststrategie und
einen ergänzenden Blueprint für die Holz- und
Forstwirtschaft der EU vor. Diese politischen
Dokumente sind eine Reaktion auf die Herausforderungen und Chancen, vor denen die Wälder und die Forstwirtschaft stehen, und sie zielen auf eine optimale Entwicklung ländlicher
Gebiete durch verstärkte Industrieaktivitäten,
ohne dabei der Umwelt zu schaden. Besonders
der Blueprint hebt die Bedeutung der Forschung
und Entwicklung von ressourcenschonenden
und energieeffizienten Prozessen und innovativen Produkten hervor.
Die Holz- und Forstwirtschaft muss sich der
Bedeutung einer wachsenden Bioökonomie
bewusst sein, die auch zunehmend das Interesse solcher Wirtschaftszweige weckt, die traditionell nicht mit ihr verbunden sind, so wie die
Chemie- und Energiesektoren. Die europäische
Bioökonomie wird ihr volles Potenzial nicht ausschöpfen können, wenn sich die Forstwirtschaft
nicht engagiert und aktiv beteiligt. Innovationen über traditionelle industrielle Grenzen hinweg werden sich als Gewinnstrategie erweisen.
VON ANNITA
WESTENBROEK,
BIOBASED
INDUSTRIES
CONSORTIUM
(BIC),
BELGIEN
▶
Auch wenn sich der Begriff “Bioökonomie” für einige wie irgendein schickes neues
Modewort anhören mag, so handelt es sich
hierbei jedoch in der Tat um die erste, der
Menschheit bekannte Ökonomie. Nach einer
Ära beträchtlicher Zunahme des Material- und
Energieverbrauchs durch die Menschen ist sie
jetzt lediglich wiederentdeckt worden. Die Bioökonomie wandelt erneuerbare biologische Ressourcen (Biomasse) in nützliche Produkte und
Services um. Dies bedeutet, dass die gegenwärtige Forstwirtschaft das Herzstück der Bioökonomie bildet.
Agenden wurden kürzlich auch in Deutschland
und den Niederlanden veröffentlicht, eine finnische Strategie wird in naher Zukunft erwartet.
Eine konkrete Maßnahme mit starkem Bezug
auf die Holz- und Forstwirtschaft ist eine geplante Partnerschaft zwischen der Europäischen
Kommission und dem BIC, einem Konsortium
von fast 50 europäischen Unternehmen, von
denen 13 in der Holz- und Forstwirtschaft zu
Hause sind. Diese ‘Biobased Industries PublicPrivate Partnership’ beabsichtigt die Durchführung von F&E-Projekten mit einem Wert von
nahezu 4 Milliarden Euro innerhalb der
nächsten Dekade und bietet große Chancen zur Stärkung der europäischen Bioöknomie!
„Die Holz- und Forstwirtschaft
blickt in eine rosige Zukunft.“
COLUMN
SIVU 23
ECHO
MARKET
REVIEW
TECH
ZEIT für
RFID!
SEI TE 24
ECHO TECH
VON KIMMO KIIMALAINEN, FOTOS: ALAN GINSBURG UND HANNE MANELIUS
Metsä Fibres bahnbrechendes RFIDTrackingsystem ermöglicht die Ortung
jeder einzelnen Zellstoffeinheit auf ihrer
Reise von der Fabrik zum Kunden.
A
n einem frühen Dienstagmorgen ist ein mit Zellstoff
aus Finnland beladenes Frachtschiff im Hafen von
Bremen eingetroffen, und die Ladung wird nun in Windeseile am Kai von Metsä Fibres deutschem Logistikpartner V. Alexander International Logistics GmbH gelöscht.
Dieses Unternehmen hat sich auf Forstprodukte wie Zellstoff
und Papier spezialisiert und schlägt jährlich etwa 700.000 Tonnen Fracht in verschiedenen europäischen Häfen um.
Für Cargo Superintendent Wilhelm Meier und seinen
Kollegen Kai Warrelmann zählt dies alles zum ganz normalen Alltagsgeschäft. Neben anderem Frachtgut schlägt ihr Team
jährlich etwa 50 Schiffsladungen mit Zellstoff aus Finnland um.
Der Frachtumschlag beschränkt sich nicht nur auf das Entladen
der Schiffe, sondern umfasst auch die Vorbereitung der Produkte
von Metsä Fibre für den Weitertransport innerhalb Europas.
ECHO TECH
▶
SEITE 25
Metsä Fibre
verfügt über zwei
montagefertige
RFID-Testgates.
ECHO
TECH
RFID ERMÖGLICHT
UNS HOCHKOMPLEXE
LOGISTIKSERVICES.
▶
Auch wenn die zwei Tonnen schweren Zellstoffeinheiten,
die an diesem Morgen auf den Kai gehievt worden sind, wie
ganz gewöhnliche Zellstoffeinheiten aussehen, so zeichnen
sie sich dennoch durch eine globale Einzigartigkeit aus. Jede
einzelne Einheit kann mit Hilfe 7,5 Zentimeter langer RFIDTags identifiziert werden, die ihnen automatisch codiert in
der Zellstofffabrik von Metsä Fibre in Finnland eingesetzt
worden sind. Diese High-Tech-Zellstoffeinheiten sind von
ihren „normalen“ Namensvettern nicht zu unterscheiden,
bis zum Zeitpunkt des Einscannens am Terminal durch ein
am Tor oder Gabelstapler montiertes, ganz spezielles Lesegerät, das die elektromagnetischen Funkwellen empfängt. Erst
in diesem Moment lüftet die RFID (Radio Frequency Identification) ihr Geheimnis.
SEI TE 26
▶
Pionierarbeit in Bremen
Die Entwicklung des neuen Trackingsystems macht Metsä
Fibre zum ersten Zellstoffproduzenten, der RFID in der Zellstofflogistik einsetzt. Nachdem das System zunächst durch
V. Alexander in einer Pilotphase von 2010-2012 im Hafen
von Bremen getestet wurde, ist es jetzt reif für einen weiteren
Ausbau in ganz Europa. Die Pilotphase war das erfolgreiche
Endresultat eines bereits im Jahr 2006 begonnenen tiefgreifenden und herausfordernden F&E-Prozesses.
Aber warum ist dies alles notwendig? Sind Barcodes nicht
gut genug für Zellstoff ?
„Die Endkunden sind sehr weit von unseren Zellstofffabriken angesiedelt, und die Logistik wird immer komplexer. Dies
führt zu einer kontinuierlichen Erhöhung des Fehlerrisikos, wir
brauchen jedoch eine höchst zuverlässige, akkurate und effiziente Trackingmethode durch die gesamte logistische Kette“,
erläutert Metsä Fibres Matti Alanen, VP Logistics Finland.
„RFID versetzt uns auch in die Lage, sehr anspruchsvolle
Logistikservices zu erbringen.”
Alanen betont, dass Metsä Fibre bereits jetzt jährlich RFIDTags zur Kontrolle von etwa 1,2 Millionen Zellstoffeinheiten
einsetzt. Jeder Knotenpunkt des Produktstroms ist mit Lesegeräten ausgerüstet, die jedes Jahr mehr als 2,2 Millionen
Bewegungen registrieren.
Anspruchsvolles Handling
Metsä Fibres RFID-System in Bremen hat sich schnell als höchst
zuverlässig und herkömmliche Barcodes an Zellstoffransporten als überholt erwiesen. Dies ist kein Zufall. Ein in der
Zellstoffeinheit versteckter, fernauslesbarer RFID-Chip ist
verglichen mit seinem gedruckten Vorgänger, dem Barcode,
praktisch unverwundbar.
„Je weniger das Auge sieht, desto weniger ist auch zu beschädigen“, erklärt Wilhelm Meier.
Ein RFID-Etikett kann nicht wie ein gedruckter Barcode
durch einen Stapler abgerissen werden oder verschmutzen.
Es kann ohne physischen Kontakt ausgelesen werden und
gewährleistet ein höchst effektives und zuverlässiges Tracking
der Zellstoffeinheiten bei gleichzeitigen Kosteneinsparungen.
Wilhelm Meier listet einige beeindruckende, in Bremen
erzielte Ergebnisse des Trackings auf.
„Wir verzeichnen bereits eine Systemverlässlichkeit von
etwa 99,8 Prozent“, sagt er. Im Vergleich dazu beläuft sich
die Zuverlässigkeit von Barcodes im Hafenbetrieb auf lediglich circa 70 Prozent.
Matti Alanen erklärt, dass sich - abgesehen von IT-Aspekten - Zellstoffballen als eine der größten Herausforderungen
des RFID-Projekts erwiesen hat.
„Das Be- und Entladen von Zellstoffballen ist oft ein raues
Geschäft, also mussten wir ein repulpierbares, passives RFIDEtikett suchen, das zwar robust genug ist, um die Belastungen
des Handlings zu überstehen, sich andererseits im Papierherstellungsprozess jedoch vollständig auflöst“, sagt er.
Die richtige Lösung war nicht leicht zu finden, aber jetzt
läuft alles wie erhoff und erwartet.
„Unsere ursprüngliche Vision ist jetzt größtenteils wahr
geworden, und wir können Produkte in Fast-Echtzeit
verfolgen.“
ECHO TECH
„Das RFID-Trackingsystem
von Metsä Fibre erlaubt
es den Kunden, die
Funktionalität der RFIDTechnologie in ihren eigenen
Fabriken zu erproben“,
erläutert Matti Alanen.
ECHO TECH
SEITE 27
ECHO
TECH
V. Alexanders CEO
Carsten Hellmers
ermuntert die
Zellstoffindustrie
nachdrücklich,
Metsä Fibres
Beispiel im
Einsatz von RFID
zu folgen.
MEHR SICHERHEIT BEI
GERINGEREN KOSTEN
DURCH TRACKING
RFID-TRACKING ERBRINGT Metsä Fibre nicht nur in der
Logistik sondern auch in der Produktion Wettbewerbsvorteile. Dies zeigt sich in Betrieben wie Metsä Board
Simpele, einer Fabrik im Südosten Finnlands, die
Faltschachtelkarton für Lebensmittel, Gesundheits- und
Pflegeprodukte sowie andere Verpackungen herstellt.
Diese Pilotfabrik setzt RFID-Etiketten zur Kontrolle des
Zellstoffs und der Produktqualität ein.
„Im Falle von Qualitäts- oder anderen Problemen
ermöglicht uns RFID die Rückverfolgung einer bestimmten Zellstoffcharge sowie die Identifikation der Produkte,
die daraus hergestellt worden sind“, berichtet Sami
Kerminen, Betriebsleiter der Fabrik in Simpele.
Er erklärt, dass das System in der Pilotphase „auf Herz
und Nieren“ getestet wurde.
„Die Daten des RFID-Trackingsystems und die Anzahl
der Einheiten wurden anhand simultan aufgezeichneter
Videoaufnahmen miteinander verglichen. Sogar in dieser Vergleichsphase war das System bereits zu fast 100
Prozent zuverlässig“, sagt Kerminen.
Ein kontinuierliches RFID-Tracking bietet auch bei
▶
RFID gehört die Zukunft
V. Alexanders CEO Carsten Hellmers sagt, dass
Metsä Fibres RFID-System in der Hafenlogistik zahlreiche Vorteile bietet, indem es das Bestandsmanagement verbessert, menschliches Versagen eliminiert,
manuelle Arbeiten reduziert, automatisch Berichte
generiert und das Qualitätsmanagement sichert.
„Metsä Fibre ist mit diesem System ein höchst
innovatives Pionierstück gelungen, das bei uns
praktisch fehlerfrei läuft.“
Hellmers erklärt, dass dieses Pilotprojekt für V.
Alexander sehr wertvoll ist. Als Investition in die
Zukunft hat es sich bereits jetzt ausgezahlt.
„Ich bin überzeugt, dass RFID auch die Etikettierungslösung für andere standardisierte Massengüter sein wird, und in 10 bis 15 Jahren werden wir
wahrscheinlich feststellen, dass 60 bis 70 Prozent
aller hochvolumigen Güter per RFID rückverfolgt
werden“, sagt Hellmers.
„Wir liegen jetzt in Führung und sind mit einer
funktionierenden Infrastruktur, die viele Konkurrenten noch gar nicht in Erwägung gezogen haben,
für die Zukunft gewappnet.”
der Automatisierung zahlreicher Produktionsprozesse
Unterstützung.
„Das RFID-System kontrolliert automatisch den Zellstoffverbrauch und ordert bei Bedarf Nachschub. Dies
trägt auch zur Optimierung unseres Lagermanagements
bei“, erläutert Jani Suomalainen, SVP Purchasing bei
der Metsä Board Corporation.
Auch Suomalainen ist der Meinung, dass die RFIDEtikettierung Barcodes in naher Zukunft verdrängen
kann. Zudem ist dieses Verfahren als echte grüne
Technologie vielversprechend.
„Wenn wir feststellen, dass eine bestimmte Zellstoffeinheit mit weniger Energieverbrauch gemahlen werden kann, dann können wir problemlos die
Stromeinspeisung für alle anderen Einheiten dieser
Charge reduzieren und dabei Energie einsparen.“
Etwa 26 Prozent
des von Metsä Fibre
gelieferten Zellstoffs
werden bereits jetzt
durch stationäre
RFID-Lesegeräte
beim Kunden
vor Ort erfasst.
SEI TE 28
ECHO TECH
BUSINESS
BITS
VON MARJATTA PIETILÄ,
ILLUSTRATION: SHUTTERSTOCK
METSÄ FIBRE
FÖRDERT
INNOVATIONSTÄTIGKEIT
Metsä Fibre intensiviert seine Innovationsbemühungen durch die Teilnahme am RAPI-Projekt (Rapid
Innovation Practices), einer gemeinsamen Initiative
dreier Forschungsgruppen (Innovation Management
Institute, Integrated Design and Manufacturing sowie
Work Psychology and Leadership) der Aalto-Universität.
RAPI wurde Anfang 2013 lanciert und soll Ende 2014 abgeschlossen werden.
Das Projekt untersucht, inwiefern Innovationsprozesse durch
Anwendung von Foresight-Methoden, engere Einbeziehung
der Kunden, Nutzung virtueller Umgebungen und 3D-Druck
zur Produktion von Prototypen sowie sonstiger Maßnahmen
zur Beschleunigung der Innovationstätigkeit global angekurbelt werden können.
„Das Ziel unseres Projekts ist ein besseres Verständnis dafür,
wie wir das Know-how unserer Kunden sowie 3D-Druck in
Metsä Fibres F&E einfließen lassen können, und wie wir virtuelle Spiele zum Aufbau virtueller Teams in globalen Innovationsprojekten nutzen können. Zudem suchen wir nach neuen
Konzeptideen für einen jährlichen Innovationstag gemeinsam
mit unseren Kunden. In diesem Zusammenhang haben wir
bereits sehr viel über Innovationsprozesse, Forschungstrends
und Ideenumsetzung gelernt“, sagt Ursula Lumme, Metsä
Fibres VP Produktentwicklung.
„Zudem suchen
wir nach neuen
Konzeptideen für
einen jährlichen
Innovationstag
gemeinsam mit
unseren Kunden.“
BUSINESS BITS
„ Alle teilnehmenden
Unternehmen verfolgen das
strategische Ziel, bestimmte
Services mit ihren Produkten zu
verlinken. Dieses Projekt ermöglicht den Unternehmen ein gegenseitiges Performance-Benchmarking in der
Entwicklung ihrer Serviceangebote“,
erläutert Dr. Pekka Berg, Forschungsdirektor des BIT Research Centre of Aalto
University School of Science.
Finanziert wird das Projekt von der finnischen Förderagentur für Technologie und Innovation TEKES sowie den drei
Unternehmen Metsä Fibre, Rautaruukki und Rolls-Royce.
Die akademischen Projektpartner sind die beiden US-amerikanischen Universitäten Stanford und Südkalifornien, die
Schweizer Universität St. Gallen, das Fraunhofer Institut in
Deutschland sowie die britische Universität Loughborough.
KARRIERECHANCEN IN
DER FORSTWIRTSCHAFT
Anfang Oktober 2013 engagierte sich die Metsä Group in einer
gemeinschaftlich mit dem Verband der Finnischen Forstindustrie (FFIF), den Unternehmen Stora Enso und UPM sowie dem
Finnischen Forstverein organisierten und an 16-jährige finnische Schüler gerichteten Kampagne zur Aufklärung über Einstiegs- und Karrierechancen in der modernen Forstwirtschaft.
„Knapp 70 Mitarbeiter der Metsä Group besuchten Schulen und
erläuterten den Schülern, dass die Forstwirtschaft eine Wachstumsbranche mit einer Fülle von Arbeitsmöglichkeiten und
Karrierewegen ist“, berichtet Anneli Karhula, Personalleiterin
bei der Metsä Group.
„In den Jobs der modernen Forstwirtschaft werden Spitzentechnologie, Bioenergie, Innovationstätigkeit, Nachhaltigkeit, ausgeprägte Kundenorientierung und globale Märkte miteinander verbunden. Diese Tätigkeiten bieten jungen Menschen mit
unterschiedlichem Bildungshintergrund wirklich anspruchsvolle Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung.“
SEITE 29
MARKET
REVIEW
„Selbst bei einer eher
bescheidenen Wachstumsrate von 4 Prozent wird
sich Chinas Papier- und
Pappeproduktion bis 2020
auf jährlich 160 Millionen
Tonnen belaufen. Dies
entspricht einem Anstieg
von 45 Millionen Tonnen
seit 2012“, sagt
Brian McClay.
LANGFRISTIGE
BRANCHENTRENDS
• ChinakurbeltdenglobalenHolzfasermarkt
weiterhinanundkauftgegenwärtigweltweit
30ProzentdesZellstoffsauf.
• DieWachstumsprognosenfürZellstoffund
PapierinaufstrebendenMärktenwieIndien,
TürkeiundTeilenAfrikassinddurchausgut.
• SeineNachhaltigkeitisteinfundamentaler
VorteildesHolzzellstoffs.
POTENZIAL AUSSCHÖPFEN
Brian McClay beschwört die Philosophie seines kanadischen Landsmanns, des Kommunikationsgurus
Marshall McLuhan, der den Slogan „Das Medium ist
die Botschaft“ geprägt hat. Im vorliegenden Szenario
bezeichnet McClay Papier als „ein Medium ohne Botschaft“ - gemeint ist damit, dass es genau das ist, was
jeder individuell daraus macht, aber es wird dennoch als
Selbstverständlichkeit angesehen.
Viele Menschen denken bei Papier lediglich an die
Schreib- oder Druckmedien, die in jüngster Zeit elektronischen Alternativen weichen. Aber Papier ist doch
so viel mehr. McClay sieht Papier allgemein als Verpackung an, und als hocheffektive und umweltfreundliche
Möglichkeit zur Lieferung von Produkten und Services.
„Die Nachfrage nach Verpackungen, besonders nach
papierbasierten Verpackungen, wird in den kommenden Jahrzehnten in gleichem Maße zunehmen wie die
Anzahl der Verbraucher.“
Im Gespräch über die Wachstumsaussichten für
Chemiezellstoff (DP) bedient sich McClay eines interessanten Beispiels. Jeanshersteller verbrauchen
gegenwärtig 17 Prozent der weltweiten Baumwollproduktion (4,5 Millionen Tonnen jährlich), aber jetzt hat
ein neuer Akteur das Spielfeld betreten. Tencel, eine vom
österreichischen Unternehmen Lenzing hergestellte,
auf dem natürlich wachsenden Rohstoff Holz basierende Funktionsfaser, gewinnt zunehmend Marktanteile am globalen Denim-Markt, und dies aus einem ganz
einfachen Grund:
„Nachhaltigkeit ist auch in Augen der demografischen
Gruppe junger Jeanskonsumenten schick.“
SEI TE 30
MARKET REVIEW
SCHUTZ DER
PRIVATSPHÄRE
Branchenkenner Brian McClay beharrt trotz anderslautender
Gerüchte darauf, dass Papierprodukte weiterhin hoch im Kurs stehen.
VON SAMI J. ANTEROINEN, FOTOS: KIMMO METSÄLÄ
rian McClay saß in seinem Hotel am Frühstückstisch
„Manchmal bin ich den ganzen Tag über online, aber ich
und las die Zeitung, als ihm plötzlich etwas klar wurde. bevorzuge dennoch Papier. Es hat eine gewisse taktile Qualität
Der gerade vor ihm liegende Artikel behandelte das Thema und ist sehr real – es verkörpert eine Verbindung, die elektroniOnline-Datenschutz und beschrieb, wie so ziemlich alles für sche Medien einfach nicht bieten können.”
unbekannte Zwecke von unbekannten Akteuren kontrolliert
und in einer riesigen Datenbank erfasst werden kann. In diesem Toilettenpapier nach Indien
Moment realisierte er: wenn er denselben Artikel auf seinem McClay spricht die großen und kleinen Entscheidungen über
Laptop gelesen hätte, dann hätte irgendjemand „zusehen“ und Lebensweisen an - und wie diese sich in Privatsphäre und Geselljeden Mausklick registrieren können.
schaft auswirken.
Mit einer Morgenzeitung liegen
„Nehmen wir zum Beispiel Indien, wo
die Dinge jedoch völlig anders. Wer
in
der Hygiene traditionell viel Wasser
„WACHSENDE EINKOMMEN
kann schon im Nachhinein sagen, was
bei minimalem Bedarf an ToilettenpaSOWIE HYGIENE- UND
McClay in der Zeitung gelesen hat?
pier verwendet wird. Mit steigenden EinWer kann beurteilen, ob er an diesem
kommen und der Entstehung einer MitGESUNDHEITSASPEKTE
Morgen den Sportteil überschlagen
telklasse können wir jetzt jedoch einen
oder etwa längere Zeit dem Leitartirasant wachsenden Tissuemarkt erwarLASSEN DEN VERBRAUCH
kel gewidmet hat?
ten“, stellt er fest. Im letzten Jahr hat dieVON TISSUEPAPIER RASANT ses Land mit 1,2 Milliarden Einwohnern
„Papier ist ein privates Medium”,
erklärt McClay nur einige Stunden
etwa dieselbe Menge an Tissuepapier verANSTEIGEN.”
nach dem Moment seiner „Erleuchbraucht wie das 5,2 Millionen Einwohtung“ beim Frühstück.
ner zählende Finnland.
„Die Menschen achten heutzutage zunehmend auf ihre
Auch wenn sich beide Länder weiterhin wesentlich voneinanPrivatsphäre, und hinsichtlich Papierprodukten wie Zeitungen der unterscheiden werden, hofft McClay, dass sich Indien in den
und Zeitschriften ist unschwer zu erkennen, dass das private kommenden 30 Jahren zu einem Riesen wie China entwickeln
Element schon immer gegeben war, und dass sich daran auch wird, was das Ankurbeln der weltweiten Nachfrage nach allen
nichts ändern wird.“
Arten Verbrauchsgüter anbelangt, inklusive Zellstoff und Papier.
Der wichtigste Grund hierfür liegt im BevölkerungswachsWahlfreiheit
tum. Während die chinesische Bevölkerungszahl bis 2050 unter
Brian McClay hält anlässlich des Metsä Fibre Joutseno Events eine Milliarde sinken könnte, wird die indische voraussichtlich
einen Vortrag über derzeitige und künftige Branchentrends - 1,7 Milliarden übersteigen.
und er kennt sein Metier ganz genau. Dieser kanadische ConPapierprodukte weisen auch eine authentische Verlinkung
sultant beobachtet die Entwicklungen in der Papierbranche seit mit einem der Megatrends unserer Zeit auf: Nachhaltigkeit.
Jahrzehnten sehr aufmerksam und gründete bereits 1997 sein McClay sieht in der Nachhaltigkeit einen fundamentalen VorUnternehmen Brian McClay & Associates Inc.
teil für Holz, und er erwartet, dass der Anteil holzbasierter ProSein Image als „Pro-Papierexperte“, der zum Frühstück seine dukte am weltweiten BIP auf Kosten aller weniger nachhaltigen
Zeitung liest, ist nichtsdestotrotz ein wenig verschroben, und Materialien wie Kunststoff, Metall, Glas und Baumwolle steigen
es sollte hinzugefügt werden, dass McClay neuere Kommuni- wird. Im Wesentlichen sagt er, dass die Welt mehr Holz nutzen
kationsformen auch nicht fremd sind. Er gibt offen zu, sie alle und anbauen sollte.
zu nutzen. Ob iPad, Smartphone oder Internetsurfen, McClay
„Die Forstwirtschaft verfügt über genügend Erfahrung und
nimmt alle Vorteile mit, die das neue Informationszeitalter Kenntnisse, um aus dieser Chance Kapital zu schlagen. Die
bietet. Dennoch beharrt er auf seiner Meinung, dass Papierpro- wichtigsten Player der Branche beginnen jetzt, Nutzen aus den
dukte gesund und munter bleiben werden.
natürlichen Vorteilen der Holzfasern zu ziehen“, sagt McClay.
B
MARKET REVIEW
SEITE 31
ECHO
MONITOR
RUND
DIE GASIFIZIERUNGSANLAGE HAT DIE
ZELLSTOFFFABRIK ZU
FINNLANDS ERSTER
KOHLENDIOXIDNEU TRALER PRODUKTIONS STÄTTE WERDEN
LASSEN.
SEI TE 32
ECHO MONITOR
DGANG
Metsä Fibres internationale
Kundschaft informiert
sich über die jüngsten
Innovationen in der
ostfinnischen Fabrik
Joutseno.
VON SAMI J. ANTEROINEN, FOTOS: KIMMO METSÄLÄ
n einem warmen Juninachmittag verA sammelt sich eine hochinternationale
Menschengruppe in Joutseno, nahe der ostfinnischen Stadt Lappeenranta, für eine Besichtigung der lokalen, ultramodernen Zellstofffabrik.
Die finnischen Gastgeber sind ganz besonders gut gelaunt, denn es gibt nur selten die
Gelegenheit, eine Fabrik zu zeigen, in der Spitzentechnologie und Nachhaltigkeit so offensichtlich Hand in Hand gehen.
Dieses bedeutende Investitionsprojekt der
Metsä Group in Joutseno, die im März in
Betrieb genommene, hochmoderne Gasifizierungsanlage steigert die Nutzung erneuerbarer
Energien, indem Erdgas durch aus Baumrinde
gewonnenem Biokraftstoff ersetzt wird. Dieser
ECHO MONITOR
Prozess hat die Zellstofffabrik zu Finnlands erster kohlendioxidneutraler Produktionsstätte
werden lassen, die bei Normalbetrieb auf keine
externen Energiequellen angewiesen ist, da sie
ihren gesamten Energiebedarf mit Hilfe holzbasierter Brennstoffe selbst deckt.
Jedoch ist diese Anlage nicht die einzige
Attraktion im Werk, denn Joutseno ist die
weltweit größte einlinige Weichholz-Zellstofffabrik. Den ganzen Tag über haben sich
Repräsentanten von Metsä Fibres internationalen Kunden Präsentationen über eine neu
eingeführte Methode der Zellstoffproduktion namens Polysulfidkochung angeschaut und jetzt werden sie diesen Prozess live miterleben. Zum Zeitpunkt der Besichtigung war
die Produktionslinie seit drei Wochen in Betrieb, und die ersten Resultate sind äußerst vielversprechend.
Hinter dem neuen und verbesserten Verfahren verbirgt sich eine Investition in Höhe von
15 Millionen Euro zur Optimierung des Produktionsprozesses, die bei beträchtlicher Effizienzsteigerung gleichzeitig auch ein Produktionsplus von fast 10 Prozent erbrachte. Die
Entwicklung markiert auch die erste Anwendung der Polysulfidtechnologie in einem derart
großen Umfang. In dem Prozess werden keine
neuen Chemikalien zugefügt, erforderlich ist
lediglich eine zusätzliche Sauerstoffeinspeisung.
DER NEUE WEICHHOLZ-
ZELLSTOFF VERSPRICHT
DIE KOSTENEFFIZIENZ
DER KUNDENOPERATIONEN ZU STEIGERN.
Die Investition hat der Metsä Group auch die
Markteinführung eines neuartigen Weichholzzellstoffs ermöglicht. Die internationalen Gäste
widmen den Ausführungen über das reformierte Produkt wie auch dem Verfahren große
Aufmerksamkeit, da der neue Zellstoff auch
eine Verbesserung der Kosteneffizienz in ihrer
eigenen Geschäftstätigkeit verspricht.
Einzigartige Produkte ermöglichen es einem
Unternehmen, in einem hart umkämpften
Markt aus der Masse herauszuragen - und
die Experten von Metsä Fibre sind überzeugt
davon, jetzt ein solches Produkt zu haben.
Beim Verlassen der Fabrik ist den Gesichtern
der Gäste abzulesen, dass die Botschaft angekommen ist. Die Polysulfidkochung und der
neue Weichholzzellstoff dürften auch die Wettbewerbsfähigkeit der Kunden steigern.
SEITE 33
ECHO
MARK
HOCHRANGIGER
BESUCH IN KEMI
Finnlands Staatspräsident Sauli Niinistö
besuchte vor kurzem die Zellstoff und
Karton produzierenden Fabriken der Metsä
Group im nordfinnischen Kemi. Diese
Fabriken verarbeiten heimisches Holz, und
ihre Produktion geht fast ausschließlich in
den Export.
Im Bildvordergrund: Jari Tikkanen, VP und
Fabrikleiter, erklärt Staatspräsident Niinistö
den Betrieb der Wickelmaschine der Kartonfabrik. Dahinter: Mitglieder der Entourage
des Präsidenten sowie Fabrikmitarbeiter.
SEI TE 34
ECHO MARK
Ein warmer, strahlender
Sommersonntag und eine
coole Werkstour – eine
willkommene Abwechslung!
VON SAMI J. ANTEROINEN, FOTOS: TIMO LAAPOTTI UND PEKKA LEHMUSKALLIO
AUF ZUR METSÄ-PARADE
n den Sommermonaten wird den Bewohnern
und Touristen der westfinnischen Stadt Rauma
eine ganz besondere Attraktion geboten, wenn die
gemütliche Stadtbahn seine kleinen und großen Passagiere auf die Metsä-Parade mitnimmt.
So viel Lächeln und so viel Spaß - was ist denn da
nur los? Nun, in Metsä Fibres Werk in Rauma kam
man auf die glänzende Idee, interessierten Besuchern einen Besuch der Fabrik inklusive einer Sightseeingtour durch die reizende Landschaft anzubieten.
Immerhin ist die Arbeit der Fabrik aufs Engste mit
Mutter Natur verbunden.
I
Den ganzen Sommer über bringt die kleine Bahn
jeden Sonntag Besucher zur Fabrik, um Kindern wie
Erwachsenen zu ermöglichen, ein paar Geheimnisse
der Zellstoffherstellung zu erfahren.
Die Arbeit der
Fabrik ist aufs Engste
mit Mutter Natur
verbunden.
EIN NEUES ZUHAUSE FÜR VÖGEL
ür den guten Zweck ein Vogelhaus bauen!
Dies war das Motto auf Raumas Marktplatz,
als Metsä Group gemeinsam mit der Jugendwerkstatt der Stadt Rauma einen Fun-Event organisierte.
Das Unternehmen stellte das Holz zur Verfügung,
und die jungen Menschen bastelten daraus Vogelhäuschen. Und wie sie bastelten! Am Ende des Tages
waren 350 Vogelhäuschen aus Holz fertiggestellt.
F
Binnen zwei Stunden waren alle Vogelhäuschen
verkauft. Die Einnahmen kamen der Jugendwerkstatt als Spende zugute, die von diesem Geld einen
Computer, einen Drucker und ein InformationsTV erwarb.
So gibt es nun also etwa 350 Vogelfamilien, die
aus gutem Grund ein Dankeschön zwitschern!
Die kleine Stadtbahn namens
„Kake“ chauffiert die
Besucher der Metsä-Parade.
ECHO MARK
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