Ausgabe Neun Februar 2015

Transcription

Ausgabe Neun Februar 2015
Magazin für Hafen, Schifffahrt und Logistik
Gut verladen
Schwerpunktthema: Breakbulk
Optimierung von Schiffsrouten 16 | Fahrer aus Leidenschaft 22
Februar 2015
Wenn Break Bulk,
dann Bremen!
www.via-bremen.com
www.bremenports.de/standort
PREFACE & CONTENT
AUSGABE
FEBRUAR
2015
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herunter und lesen Sie unser Magazin
offline auf Ihrem Smartphone oder Tablet.
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Jan Müller, Vorstand (Vors.)/President & CEO, J. Müller Aktiengesellschaft
Main Topic
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IGOR CHAIKOVSKIY & SEAMRTINI GRAPHICS/FOTOLIA, PHOTOGRAPHIE MARTIN ELSEN, MÖLLER SURVEY MARINE,
BREMENPORTS/BLG, J. MÜLLER, RHENUS MIDGARD, MATTHIAS BENING UND REINHARD DIEGNER
Liebe Leserin, lieber Leser,
aus der globalen Perspektive unserer Kunden liegen die Umschlagsterminals von Bremerhaven, Nordenham,
Brake und den stadtbremischen Häfen nahe beieinander. Wir können mit einiger Berechtigung von einem
Universalhafen Unterweser sprechen. Schwerpunkte dieses Universalhafens sind:
der Containerumschlag in Bremerhaven und Wilhelmshaven,
der Automobilumschlag, konzentriert im Wesentlichen auf Bremerhaven, und
der Umschlag unterschiedlichster Schüttgüter in Brake und Nordenham.
Daneben bildet der Umschlag von massenhaftem Stückgut (Breakbulk) in der gegebenen Vielfalt und
Menge ein hervorzuhebendes Alleinstellungsmerkmal. Die auf diese Güter spezialisierten Terminalbetriebe –
gelegen insbesondere in Brake und Bremen – sind im Wettbewerbsvergleich der Hamburg-Antwerpen-Range
sehr gut aufgestellt und, bezogen auf Leistungsfähigkeit, Qualität und Flexibilität, führend. Eine Schwäche ist die
nach wie vor zu geringe Nutzung dieser Anlagen durch die klassischen Stückgutreedereien. Diese konzentrieren
ihre Abfahrten auf die ARA-Häfen – vor allem Antwerpen – und Hamburg.
Vor diesem Hintergrund wünsche ich mir eine stärkere gemeinsame Vermarktung unserer BreakbulkAnlagen und Ressourcen bei der Verladerschaft – über Landesgrenzen hinweg! Unser Ziel muss es dabei sein,
mehr konventionelle Stückgutreeder für das Anlaufen des Unterweserraums zu gewinnen.
Sustainability
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Ihr Jan Müller
Safety & Security
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Logistics Story
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Portrait
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People 26
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Preview 30
Imprint 30
LOGISTICS PILOT Februar 2015
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Breakbulk, auch Massenstückgut genannt, ist oftmals
schwer und erfordert für eine sichere Verladung spezielle
Hebe-, Flurförderfahrzeuge, Transportmittel
oder Ladehilfsmittel.
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ILLUSTRATION: SEAMARTINI GRAPHICS/FOTOLIA
FOTOS: SEAPORTS/PHOTOGRAPHIE MARTIN ELSEN, MÖLLER SURVEY MARINE, BREMENPORTS/BLG, CUXPORT, GLOBAL HIRE
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NEWS
KOMPAKT
FOTOS: JADEWESERPORT/BJÖRN LÜBBE, BLG LOGISTICS, L.I.T. AG, EPAS, BREMENPORTS/BLG,
ÜBERSEE-MUSEUM BREMEN, PRESSE- UND INFORMATIONSAMT DER BUNDESREGIERUNG
WILHELMSHAVEN. Die in
Wilhelmshaven ansässige JadeWeser Logistik (JWL) hat zur
Erweiterung ihrer Umschlagskapazitäten einen Mobilbagger
mit einem „Banana-Boom“ (gekrümmter Ausleger) angeschafft.
Der Kran kann für Breakbulkverladungen sowohl mit einem
2,2 Kubikmeter Zweischalengreifer als auch mit einem Polypgreifer ausgerüstet werden. Für
Stückgutverladungen steht auch
ein Kranlasthaken zur Verfügung.
N IE D E RSAC H S E N . Auf die
Anfrage niedersächsischer
FDP-Abgeordneter zum Status
der norddeutschen Hafenkooperation betonte der Minister für
Wirschaft, Arbeit und Verkehr,
Olaf Lies, dass es sinnvoll sei,
die Hafenpolitik der norddeutschen Länder aufeinander
abzustimmen. „Nur durch
Kooperation können die Länder
ihre Interessen gegenüber dem
Bund und auch der EU-Kommission vertreten und verdeutlichen.“
HAMBURG/BREMEN. Der
Hamburger Bahndienstleister
ZigsXpress und die brandenburgische Gesellschaft Deutsche
Eisenbahn Service haben das
Eisenbahnverkehrsunternehmen Hanseatisches Bahn
Contor gegründet. Das neue
Unternehmen hat im Januar
seinen Betrieb mit der Übernahme
aller derzeitigen Rangiertätigkeiten
der Anhaltinisch-Brandenburgischen Eisenbahngesellschaft
aufgenommen und konzentriert
sich auf die Bahnhöfe der
deutschen Seehäfen.
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Drei Überseedienste für den JadeWeserPort
WI LH E LMSH AVE N. Das Container Terminal
Wilhelmshaven wird ab 2015 von drei Überseediensten
angelaufen. Zunächst hatten im Dezember bereits die
beiden weltweit größten Containerreedereien Maersk
Line und MSC angekündigt, mit ihrem neuen Netzwerk
2 M den JadeWeserPort von diesem Frühjahr an mit
zwei Asiendiensten pro Woche zu bedienen. Bereits ab
Februar steuert auch die Linie ME 1 (Mittlerer Osten)
Wilhelmshaven regelmäßig an. Ebenfalls ab 2015 wird
der Tiefseehafen von vier Feederlinien bedient, die die
drei bereits im Fahrplan angekündigten Überseediens-
te ergänzen sollen. Der JadeWeserPort kann durch den
vermehrten Umschlag künftig seine Kapazität von
2,7 Millionen TEU erheblich besser ausnutzen und
die Beschäftigung sichern. Durch die neuen
Schiffsanläufe in Deutschlands einzigem Tiefwasserhafen rechnet die BLG Logistics Group im Jahr 2017
erstmals mit einer schwarzen Null. Mit den außerplanmäßigen wetterbedingten Anläufen der Schiffe Morten
und Matz Maersk mit einer Ladekapazität von jeweils
18.270 TEU ist das Container Terminal Wilhelmshaven
gut in das neue Jahr gestartet.
BLG kooperiert mit
Port of Sunderland
BRE ME N . Der Hafendienstleister BLG hat mit dem britischen
Port of Sunderland eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Ziel ist es, durch eine geeignete Hafeninfrastruktur und
optimierte Logistiklösungen gemeinsam effektive Rahmenbedingungen für die Offshore-Branche zu schaffen.
Großbritannien ist weltweit Vorreiter bei der Offshore-Windenergie: Bis zum Jahr 2020 sollen Windturbinen mit einer
Gesamtleistung von 32,2 Gigawatt installiert sein.
LOGISTICS PILOT Februar 2015
L.I.T.-Gruppe bietet
neue Relationen an
BRAKE. Der Logistikdienstleister L.I.T. baut
seine Verbindungen im Skandinavienverkehr aus.
Ab dem Gateway Lübeck bietet das niedersächsische Unternehmen mit europaweit insgesamt
1.300 Mitarbeitern mehrere Full-Truckload (FTL)und Less-than-Truckload (LTL)-Transportlösungen von und nach Skandinavien an. Über die
Ostseehäfen Kiel und Travemünde werden zudem
begleitete und unbegleitete Verkehre nach
Schweden und Finnland realisiert. Erst vor
Kurzem hatte der Logistikdienstleister einen
neuen Standort in Tschechien eröffnet.
NEWS
Neues Buch: „Die Zukunft
der Bremischen Häfen“
EPAS schlägt
Tiefbohranlage um
Zehn Jahre MSC Gate
Bremerhaven
E M D E N . Die EPAS Ems Ports Agency &
Stevedoring Beteiligungsgesellschaft hat
erfolgreich eine Tiefbohranlage aus
Albanien am Nordkai im Emder Hafen
umgeschlagen. Verschifft wurde die Anlage
durch das Leeraner Logistikunternehmen
EMS Chartering mit der „Vectis Castle“. Das
Schiff traf am 26. Dezember in Emden ein.
Der Umschlag der rund 400 Packstücke mit
einem Gewicht von insgesamt 2.336 Tonnen
erfolgte auf die neue Lagerfläche der EPAS,
die rechtzeitig zur Anlieferung der Tiefbohranlage fertiggestellt wurde.
BREMERHAVEN. Das von einem Joint Venture
zwischen Eurogate und einer Beteiligungsgesellschaft der Reederei MSC betriebene
„MSC Gate Bremerhaven“ hat sein zehnjähriges
Jubiläum gefeiert. Als „Dedicated Terminal“
dient es ausschließlich der Abfertigung von
reedereieigenen Schiffen und Schiffen von
Partnerreedereien. Seit dem Start hat sich der
Containerumschlag des Terminals vervierfacht.
Die ersten Containerschiffe verfügten über
Transportkapazitäten zwischen 2.000 und
5.000 TEU. Heute haben sie ein Ladevolumen
von 16.000 TEU und mehr.
B R EMEN. Im neu erschienenen Buch „Die
Zukunft der Bremischen Häfen“ in der Schriftenreihe TenDenZen des Übersee-Museums Bremen
liefern 23 Fachleute, Journalisten und Wissenschaftler eine Bestandsaufnahme, werfen einen
Blick auf die Historie und die Zukunft der
bremischen Hafenwirtschaft, den Handel und
die Häfen in all ihren Facetten. Die beiden
Herausgeber, Hartmut Roder (Übersee-Museum
Bremen) und Hartmut Schwerdtfeger (BLG
Logistics Group), spannen den Bogen von der
Historie bis
zur Rolle der
bremischen
Häfen im
internationalen
Wettbewerb.
Neue Herausforderungen für Großunternehmen in puncto Energieeffizienz
BE RLIN. Die Energiewende und das damit
verbundene Energiekonzept 2010 der Bundesregierung konzentrieren sich auf die Steigerung
der Energieeffizienz als zweiten Schwerpunkt.
Auch die EU-Mitgliedsstaaten haben 2007
beschlossen, ihren Primärenergieverbrauch bis
2020 um 20 Prozent zu reduzieren. Um dies zu
erreichen, wurde 2012 die EU-Energieeffizienzrichtlinie (Energy Efficiency Directive)
verabschiedet. Ihre Ziele sind die Steigerung der
Energieeffizienz und die Ausschöpfung von
Energieeffizienzpotenzialen in den EU-Mitgliedsstaaten. Die geplante Richtlinie betrifft neben dem
produzierenden auch das nichtproduzierende
Gewerbe wie Transport- und Logistikunternehmen
oder Dienstleister, vorausgesetzt sie haben mehr
als 250 Vollzeitmitarbeiter beziehungsweise einen
Jahresumsatz von über 50 Millionen Euro oder
eine Jahresbilanzsumme von mehr als 43 Millionen
Euro. In Deutschland soll die Richtlinie innerhalb
eines neuen Energiedienstleistungsgesetzes
(EDL-G) ihre Umsetzung finden. Der Entwurf der
Teilumsetzung wurde vom Bundesminister für
Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, bereits im
November 2014 vorgestellt. Die Verabschiedung
der Richtlinie in national geltendes Recht soll
voraussichtlich im Frühjahr 2015 erfolgen. „Mit
dem von der Bundesregierung beschlossenen
Gesetzentwurf streben wir eine vollständige
Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie an,
ohne damit unnötige Bürokratie für die Unternehmen zu schaffen. Die Umsetzung der Richtlinie ist
wichtig, um die deutschen und die europäischen
Einsparziele zu erreichen. Diesen Weg beschreiten
wir weiter mit dem kürzlich beschlossenen
Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz, mit dem
wir Energieeffizienz zu einem Renditemodell für
Unternehmen machen wollen“, so Gabriel.
LOGISTICS PILOT Februar 2015
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NEWS
Liefervertrag für Flüssiggas
LNG geschlossen
KOMPAKT
FOTOS: WIND MW, REEDEREI CASSEN EILS, BREMENPORTS/BLG, NPORTS, WOLFHARD SCHEER, IDH/ISL,AG EMS
BREMEN. Die Logistikgruppe
Kieserling hat zum 1. Januar
2015 eine 50-prozentige
Beteiligung an der Ipsen
Contract Logistics erworben.
Damit bündeln die beiden
Unternehmen ab dem kommenden Jahr ihre Kräfte in Bremen.
Ipsen Logistics ist Teil der
weltweit tätigen Organisation
Ipsen Logistics. Das Kontraktlogistikunternehmen ist
Spezialist für Dienstleistungen
im Bereich des Supply Chain
Management. Das Bremer
Unternehmen Kieserling zählt
zur Unternehmensgruppe
Compass Logistics International,
die mit 1.500 Mitarbeitern
in 18 Ländern aktiv ist.
EMDEN. Nach jahrhundertelangem Streit hat ein Staatsvertrag den Streit um den
Grenzverlauf in der Emsmündung beendet. Ende Oktober
unterzeichneten Außenminister
Frank-Walter Steinmeier
und Bert Koenders den
entsprechenden Vertrag. Er
enthält Regelungen für die
wirtschaftliche Nutzung und
Verwaltung des Küstenmeeres
zwischen der Drei- und der
Zwölf-Seemeilen-Grenze. Zuvor
hatte es wegen der unklaren
Rechtslage unter anderem
Probleme bei der Planung von
Offshore-Windparks gegeben.
Die Minister unterschrieben das
Dokument während einer Fahrt
vom ostfriesischen Emden ins
niederländische Delfzijl an Bord
des Schiffes „Neuwerk“.
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Windpark „Meerwind
Süd/Ost“ gestartet
HAMBURG/CUXHAVEN. Die Reederei Cassen Eils und
Bomin Linde LNG haben einen Vertrag über die Lieferung
von Flüssiggas LNG (Liquified Natural Gas) für ein im Bau
befindliches Helgolandschiff unterzeichnet. Die Fähre wird
ab Mai 2015 Personen und Fracht mithilfe des umweltfreundlichen Treibstoffs LNG befördern. Nach Aussage
der beiden Unternehmen ist das Projekt deutschlandweit der
erste Schiffsneubau mit LNG-Antrieb. Das von Bomin Linde
gelieferte Flüssiggas wird jährlich über 1,2 Millionen Liter
Marinediesel ersetzen, die bei einem vergleichbaren
konventionellen Schiff als Treibstoff benötigt werden.
BRE ME RH AV E N . Am 18. Oktober 2014 wurde
der Offshore-Windpark „Meerwind Süd/Ost“,
20 Kilometer südlich der Insel Helgoland gelegen,
nach 18 Monaten Bauzeit in Bremerhaven
offiziell eingeweiht. Der Windpark besteht aus
80 Offshore-Windturbinen mit einer Kapazität
von insgesamt 288 Megawatt, die Energie für
360.00 Haushalte erzeugen können. Insgesamt
1,3 Milliarden Euro sind in das Offshore-Projekt
geflossen, das erstmals allein mit privatem
Eigenkapital finanziert wurde.
LOGISTICS PILOT Februar 2015
Hafenkonzept 2020/25 für bremische Häfen
präsentiert
B R EMEN/B R EMER HAVEN. Das „Bremische Hafenkonzept 2020/25“,
das im Dezember 2014 von Martin Günthner, Bremens Wirtschafts- und Häfensenator, vorgelegt
wurde, soll Antworten auf aktuelle Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen rund um
die bremischen Häfen geben. Die Aufgaben, die daraus resultieren, sind umfangreich: vom Bau des
Offshore-Terminals Bremerhaven über den Ausbau der Infrastruktur im Eisenbahnhafen bis hin zum
Einsatz für mehr Nachhaltigkeit. Das Hafenkonzept wurde in den vergangenen Monaten unter
Federführung der Hafengesellschaft bremenports erarbeitet.
Ausschreibung: 30 Jahre Laufzeit für OTB
Gleis 71 fertig gestellt
CUXHAVEN. Niedersachsen Ports (NPorts) investiert weiter
in die Bahninfrastruktur. Rund 280 Meter Gleis wurden innerhalb kurzer Zeit gebaut. Künftig kann so eine Nutzlänge von
maximal 700 Metern sichergestellt werden. Damit stehen im
Bahnhof Cuxhaven Gleise für insgesamt drei Ganzzüge zur
Verfügung. Mit dem Ausbau des bestehenden Gleises 71 in
Cuxhaven sei nunmehr auch die Aufstellung von Ganzzügen im
Hafen möglich, erklärt Holger Banik, Geschäftsführer von NPorts.
BREMERHAVEN. Mit einer europaweiten Ausschreibung sucht das Land
Bremen nach einem Betreiber für das Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB).
Der Zuschlag für den Betreibervertrag, der eine Laufzeit von 30 Jahren haben soll,
wird nach Angaben des Landes voraussichtlich im vierten Quartal 2015 erteilt werden.
Die Bewerber müssen im Rahmen des Verfahrens ihre wirtschaftliche, technische und
finanzielle Leistungsfähigkeit sowie vergleichbare Referenzprojekte der vergangenen
drei Jahre nachweisen. Zudem muss ein Grobkonzept für den Betrieb des OTB und
die Einbindung in das Windenergiecluster Bremerhaven vorgelegt werden. Der Bau
der OTB-Infrastruktur wird in einem separaten Vergabeverfahren ausgeschrieben. Die
neue Hafenanlage soll bei optimalem Verlauf des Ausschreibungs- und Planungsfeststellungsverfahrens 2018 in Betrieb genommen werden.
Neues Forschungsvorhaben
für Datenerfassungssysteme
­ U-Unterstützung für Umbau- Deutsche Bahn und Land
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projekt „MS Ostfriesland“
Bremen investieren
BREMEN. In Dortmund fiel Ende Oktober der
Startschuss für das vom Bundesministerium
für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte
Forschungsvorhaben „NOTIERT“, das sich
mit der Entwicklung einer Normvorlage
für die Applikation und den Betrieb
sensorbasierter Datenerfassungssysteme
bei temperaturgeführten Transporten in
der Logistik befasst. Die Normvorlage soll
bis Mitte 2016 entwickelt werden. Projektkoordinator ist Jochen Schneider (Dritter von
links) vom Institut für Distributions- und
Handelslogistik (IDH) des VVL.
EMDEN. Die Aktiengesellschaft Ems freut sich
gemeinsam mit den Projektpartnern Energy Valley,
Groningen Seaports und Niedersachsen Ports
über eine EU-Förderung des Umbaus der
Borkumfähre „MS Ostfriesland“. Insgesamt
3,07 Millionen Euro werden für das Pilotprojekt
bereitgestellt, um die Umrüstung des Seeschiffs
zur LNG-Fähre zu realisieren und die damit
verbundene Implementierung einer LNG-Infrastruktur auszubauen. Die EU-Mittel werden aus
dem TEN-T-Programm zum Bau und Ausbau von
Verkehrsinfrastruktur im Rahmen des Konzepts
MoS II (Motorways of the Seas) bereitgestellt.
B R EMEN/B R EMER HAVEN. Mit Investitionen
in Höhe von 138 Millionen Euro soll die Bahninfrastruktur in Bremen weiter verbessert werden.
Das gaben der Präsident des Senats und Bürgermeister Jens Böhmsen sowie Rüdiger Grube,
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn (DB),
auf dem zweiten Bahngipfel Anfang Dezember
bekannt. Schwerpunkt war der Schieneninfrastrukturausbau, denn aus Sicht der DB und des
Landes sei die Schienenanbindung existenziell für
eine erfolgreiche Hafenentwicklung. Auch das
Thema Lärm soll intensiv angegangen und
Lärmschutzmaßnahmen verstärkt werden.
LOGISTICS PILOT Februar 2015
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MAIN TOPIC
Nischenmarkt im Fokus:
Breakbulk
Außer Deutschland exportiert kein anderes Land so viel mehr Waren, als es importiert.
Dennoch: Auch die Bundesrepublik importiert Rohstoffe aus der ganzen Welt.
Diese werden nur partiell in Containern transportiert. Ein Großteil wird nach wie vor als
Massenstückgut, auch Breakbulk genannt, über die deutschen Seehäfen
ganz konventionell verladen. Ein Blick auf einen Nischenmarkt.
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LOGISTICS PILOT Februar 2015
MAIN TOPIC
FOTOS: J. MÜLLER, RHENUS LOGISTICS, EVAG
A
uch wenn der Anteil von Breakbulk mit der zunehmenden Containerisierung abgenommen hat, ist
der konventionelle Umschlag für Hafenstandorte
wie Bremen, Brake, Cuxhaven und Emden nach
wie vor von großer Bedeutung. Einkommend sind das beispielsweise Halbfertigware für die Eisen- und Stahlindustrie
(Brammen), Waldprodukte und Zellulose für die Papier- und
weiterverarbeitende Industrie. Im Wesentlichen zählen zu
Breakbulk also Eisen- und Stahlprodukte, Schwergut- und
Projektladung, Sackgut und Forsterzeugnisse.
Der Neustädter Hafen in Bremen ist Europas größtes
Terminal für konventionelle Ladung. Wer sich allerdings
einen genauen Überblick über den Massenstückgut-Markt
in Deutschland, Europa und der Welt verschaffen möchte, hat es nicht leicht. Breakbulk ist ein sehr facettenreicher
Markt, der zugleich ein Nischenmarkt ist, innerhalb dessen
es wiederum weitere Nischen gibt. Deshalb ist es nicht leicht,
aktuelle, übergreifende Zahlen über den Markt zu erhalten.
Neuere Erhebungen nach Abschluss der Studie „Breakbulk III“
der niederländischen Unternehmensberatung Dynamar aus
dem Jahr 2013 sind nicht verfügbar. Es ist auch kaum möglich, die Zahlen selbst zusammenzustellen, denn die Hafenstatistiken unterscheiden oft nicht zwischen containerisierter
Fracht und Massenstückgut. Einige Zahlen werden nicht mehr
erhoben: Hamburg beispielsweise erfasst Sackgut als Ladegutkategorie überhaupt nicht mehr. Insgesamt hat der globale
Breakbulk-Markt wohl ebenso viele Nischen wie Operateure.
Bedeutung für die deutschen Seehäfen
Auf lokaler Ebene und hinsichtlich des Ladeguts gibt es zum
Glück mehr Transparenz: Die deutschen Seehäfen in Bremen und Bremerhaven, Hamburg und Niedersachsen haben
dem LOGISTICS PILOT ihre Zahlen zur Verfügung gestellt.
Bei Eisen- und Stahlprodukten lagen die bremischen Häfen
2013 mit zwei Millionen Tonnen ganz vorn. Mit 1,6 Millionen Tonnen (bremische Häfen) und 1,69 Millionen Tonnen
(Niedersachsen) Schwergut und Projektladung behaupten
sich beide Bundesländer deutlich vor Hamburg mit lediglich 642.000 Tonnen. Auch beim sogenannten Sackgut (zum
Beispiel Zement, Kaffee oder Kakao) waren die bremischen
Häfen mit 1,7 Millionen Tonnen führend.
Was eine ganzheitliche Betrachtung des BreakbulkMarktes erschwert, ist vor allem das Ladegut: Massenstückgut ist eine Mischform zwischen Massen- und Stückgut. Es
ist in der Regel verpackte, gebündelte oder in Ladeeinheiten
zusammengefasste Fracht, die nicht in Containern transportiert wird. Die Ladung, die sich aus vielen Gütergruppen
zusammensetzt, kann dabei auf unterschiedlichen Schiffstypen und nicht nur auf Multipurpose-Schiffen transportiert
werden. Viele Schiffe haben sowohl Stück- und Schüttgut als
auch Container an Bord. Deshalb ist auch eine Betrachtung
des Multipurpose-Schiffsmarkts nicht deckungsgleich mit
der Betrachtung von Breakbulk.
Während es bei Containern mehrere große Ladungsströme
und Märkte gibt, fehlt genau dieses stetige Aufkommen beim
Breakbulk, denn ein Großteil der Ladung ist Projektladung.
Projektladung
Als Segment von Breakbulk-Ladung gewinnt Projektladung
zunehmend an Bedeutung. Ein imposantes Beispiel war die
Verladung der Containerbrücken für den Tiefwasserhafen in
Wilhelmshaven im Jahr 2012. Vier Stahlkräne mit einem Gewicht von jeweils rund 1.800 Tonnen und Auslegern mit einer
Länge von 69 Metern wurden auf dem Seeweg von Shanghai
über Hongkong und Singapur um die Südspitze Afrikas
herum bis an die deutsche Nordseeküste verschifft.
Der Umschlag von
Breakbulk erfordert
hoch qualifiziertes
Personal.
LOGISTICS PILOT Februar 2015
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MAIN TOPIC
Die Breakbulk-Schifffahrt ist nach Ansicht der Branchenexperten von Dynamar entscheidend für die Globalisierung.
Komplette Fabrikanlagen oder schwere und große Teile von
Anlagen können nur auf Spezialschiffen transportiert werden.
Traditionell werden auch viele hochwertige Produkte wie
Windenergieanlagen, Stromerzeugungsaggregate und Stahlprodukte als Breakbulk verladen. Ein weiterer Trend sind
die immer größeren Gewichte und Volumina. Generatoren
sind beispielsweise extrem schwer und bedürfen hoher
Leistungskapazitäten beim Umschlag, in der Projekt- und
Schwergutschifffahrt sowie im Vor- und Nachlauf.
Marktentwicklung
Logistik ist ein Derivat der Gesellschaft, das heißt ihrer politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Das gilt
insbesondere auch für den Nischenmarkt Breakbulk. Mit
weiterhin steigender Arbeitsteilung und zunehmender
Globalisierung gewinnt der Transport auf dem Seeweg weiter an Bedeutung für die globale Vernetzung. Nur so lässt
sich erklären, dass beispielsweise für die Onshore-Windkraft
Turmsegmente in China bestellt werden, obwohl es auch
lokale Hersteller in Deutschland dafür gibt.
Wie in vielen Märkten hat die Globalisierung auch den
Transportbereich verändert: Mehr Transparenz und Wettbewerbsdruck haben kurzfristigere Verladungen als früher
zur Folge. Wer jederzeit weiß, wo wie viel wovon verfügbar
ist, wartet ab, bis er die Ware wirklich braucht, und ermittelt
das für ihn attraktivste Angebot inklusive Transportkosten.
Obwohl für die Rohstahlproduktion ein erheblicher
Zuwachs prognostiziert wird, lassen sich Ladungsmengen
heute nur noch schwer planen. Einen regelmäßigen Waren-
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LOGISTICS PILOT Februar 2015
fluss von Eisen- und Stahlwerken – wie in der Vergangenheit – gibt es so nicht mehr. Zugleich geht allerdings der
Verladung von kompletten Anlagen und Projekten nach wie
vor ein langer zeitlicher Vorlauf voraus, der durchaus auch
einige Jahre betragen kann. Da Investitionsgüter überwiegend
im Rahmen langfristiger Projekte, beispielsweise für den Bau
von Kraftwerken, transportiert werden, sind die Ausschläge
im Vergleich zu anderen Märkten verhältnismäßig gering.
Insgesamt reagiert der Breakbulk-Markt im Vergleich zum
Containermarkt zeitlich verzögert. Dies gilt ebenso im Fall
von Krisen.
Versorgungsfunktion
Die deutsche Wirtschaft ist von den deutschen Seehäfen abhängig. Wie groß die Bedeutung der Häfen ist, wird auch dadurch
ersichtlich, dass es für die Vernetzung des Landes mit der Welt
keine Alternative gibt. Es gibt schlicht keine andere Möglichkeit,
beispielsweise Rohstoffe in großen Mengen zu importieren
oder große Anlagen über längere Distanzen zu transportieren.
Logistik
Das Handling und der Transport von Breakbulk stellen sehr
hohe Anforderungen an alle Beteiligten. Metalle wie Aluminium, Kupfer und Zinn sowie Ladegut in Säcken, Bällen
oder Bigbags werden lose im Schiffsladeraum verstaut. Für
die sichere Abwicklung der oft tonnenschweren und großvolumigen Fracht sind Hafenanlagen mit hochmoderner
Ausstattung erforderlich. Die Arbeit steckt im Detail: Umfangreiche Logistikkonzepte müssen im Vorwege erstellt werden. Aufgrund fehlender Standards muss oftmals für jedes
Ladegut individuell berechnet werden, wie es an Bord des
Schiffes gesichert, in der Fachsprache gelascht, werden soll.
FOTOS: EPAS EMDEN, J. MÜLLER, IPSEN LOGISTICS
Trends
MAIN TOPIC
Die zunehmende Spezialisierung erfordert bei den Hafendienstleistern immer mehr besonders ausgestattetes Gerät.
Hierzu zählen beispielsweise Reach-Stacker mit Spezialvorsatz
für Bleche und besondere Rohrzangen für Pipelinerohre. Viele
Hafendienstleister beschränken sich längst nicht mehr auf
den reinen Umschlag als ihre Kernkompetenz und ergänzen
ihr Geschäft um speditionelle Komponenten: Sie bieten die
gesamte Transportkette aus einer Hand an.
Kundenanforderungen
Auch die Bedürfnisse der Kunden haben sich in den vergangenen Jahren verändert. „Insgesamt bemerken wir, dass
die Kundenwünsche komplexer werden und wir als Dienstleister immer flexibler sein müssen“, so Jörg Kaplan, Prokurist
für Windkraft- und Projektlogistik beim Breabulk-Terminal
von J. Müller in Brake. Die ständige Verfügbarkeit der
Dienstleistung müsse gewährleistet sein. Anmeldezeiten von
einem Tag zum nächsten für Schwergutumschlag seien an
der Tagesordnung. Eine Abwicklung am Wochenende sei
selbstverständlich. Lediglich an fünf hohen Feiertagen pro
Jahr werde in den Häfen nicht gearbeitet.
Vor- und Nachlauf
Zum Teil erfordert der Transport auf der Straße von oder
zu den Häfen Schwergut- und Großraumtransporte auf der
Straße. Oftmals sind dann komplexe und teils langwierige
Genehmigungsverfahren für die Durchführung von Sondertransporten ein Hemmnis. Auch die zum Teil marode Straßeninfrastruktur erfordert einige Umwege. Zusätzlich sind die
Zeitfenster für Nachttransporte oft sehr kurz. Immer öfter werden daher neben der Straße auch die Verkehrsträger Schiene
und Binnenschiff in die Planung des Transportes einbezogen.
Verkehrsanbindung
Die Hinterlandanbindung eines Hafens steht heute bei jeder
Art von Ladungsgut im Fokus der Verlader. Wer eine trimodale Vernetzung anbieten kann, ist klar im Vorteil. In Brake beispielsweise wird etwa die Hälfte des am Breakbulk-Terminal
umgeschlagenen Volumens per Eisenbahn angeliefert. Aber
auch der Binnenschifffahrt kommt eine große Bedeutung zu.
Hier liegen neben der Bahn die größten Kapazitätsreserven,
während der An- und Abtransport per Lkw in den deutschen
Seehäfen zunehmend an seine Limits stößt. Grenzen beim
Schienentransport gibt das Lichtraumprofil vor, welches die
maximalen Maße des Ladeguts bestimmt. Beim Binnenschiff
können schwankende Wasserstände dazu führen, dass schwere und große Ladung nicht pünktlich ihr Ziel erreicht. Der
Trend ist insgesamt jedoch eindeutig: Für den Transport von
Breakbulk wird das Binnenschiff immer attraktiver.
Häfen als Logistikhubs
Manche Ladung ist allerdings im Ganzen für viele Transportmittel zu groß und zu schwer. Großanlagen mit Gewichten von
mehreren Hundert Tonnen wie Rohranlagen können oftmals
nur in Einzelteilen transportiert werden. Die Montage erfolgt
erst in den Häfen direkt vor der Verladung auf ein Seeschiff oder
einen Ponton. Die deutschen Seehäfen nutzen für Ladung dieser
Größenordnung ihre Logistikarreale und ihr qualifiziertes Personal. Standorte wie Bremen/Bremerhaven, Brake, Cuxhaven,
Emden, Nordenham, Papenburg und Wilhelmshaven bieten
ihren Kunden Montageflächen direkt am seeschiffstiefen Wasser und unterstützen auf diese Weise die Produktionsprozesse
und den Export der deutschen Wirtschaft.
(cb)
Für die sichere
Abwicklung sind
Hafenanlagen
mit hochmoderner
Ausstattung
erforderlich.
LOGISTICS PILOT Februar 2015
13
MAIN TOPIC
Der Hafen- und Logistikstandort Bremen/Bremerhaven ist vom
19. bis zum 21. Oktober erstmals Gastgeber des PPI (Pulp and
Paper International)-Transportsymposium. „Wir freuen uns sehr,
dass wir uns gegen mehrere Bewerber durchgesetzt haben und
das Symposium dieses Jahr in Bremen stattfindet“, sagt Michael
Skiba, Marketingleiter von bremenports. Die Idee für die Bewerbung sei von Bremer Unternehmen gekommen, die im Umschlagund Transportgeschäft mit Papier und Zellulose tätig sind.
Die Kombination aus Messe und Konferenz ist eine der
weltweit wichtigsten Branchenveranstaltungen der Papierund Zellstoffindustrie. Sie wird gemeinsam von Risi, einem
Brancheninformationsdienst, und dem Verband International
Forest Products Transport Association (IFPTA) ausgerichtet.
Inhaltlich geht es um innovative technische Entwicklungen im
Umgang mit dem sehr empfindlichen Zellulosestoff.
2015 organisiert bremenports die Veranstaltung in
Kooperation mit der Messe Bremen, dem Bremen Convention
Bureau und in Zusammenarbeit mit den Bremer Logistikdienstleistern Alexander Global Logistics, Fr. Meyer’s Sohn und
BLG Cargo Logistics.
Das Symposium findet alle zwei Jahre im Wechsel in Europa
oder in Nordamerika statt. Dem Bundesland Bremen/Bremerhaven bietet das Symposium die Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit des Hafen- und Logistikstandorts in diesem Bereich
einem großen Fachpublikum zu präsentieren. bremenports und
Seaports of Niedersachsen werden mit Messeständen vertreten
sein. Zusätzlich zu einer Keynote-Präsentation besteht das
Programm aus fünf Foren zu unterschiedlichen regionalen und
thematischen Aspekten der Industrie. Zum Branchentreffen
werden rund 700 Konferenzteilnehmer erwartet.
14
LOGISTICS PILOT Februar 2015
FOTOS: J.MÜLLER, ANKER
PPI-Symposium: Branchentreff in Bremen
Zellstofflogistik
an der Ems
Die Anker Schiffahrts-Gesellschaft in Emden, eine
100-prozentige Tochter der Bremer Leschaco Gruppe,
ist in die Zellstofflogistik für die Papierfabrik
von UPM Nordland Papier im emsländischen Dörpen
eingebunden. Die Versorgung des Werkes
mit Zellstoff erfolgt seit Jahrzehnten zu einem
großen Teil über den Seehafen Emden. Jan Remmers,
Prokurist und Betriebsleiter der Firma Anker, berichtet
dem LOGISTICS PILOT über die Zusammenarbeit.
MAIN TOPIC
Was genau schlagen Sie an Ihrem
Forstproduktenterminal in welcher Menge um?
Wir arbeiten seit 1983 für unseren finnischen Auftraggeber UPM und haben seitdem mehr als zwölf Millionen
Tonnen Zellstoff, Papier, Sperrholz- und Hartfaserplatten
sowie Schnittholz in Emden umgeschlagen. Das derzeitige
Jahresvolumen liegt bei rund 400.000 Tonnen. Für Zellstoff verkehren seit 22 Jahren neben von UPM gecharterten
Linienschiffen zwischen den finnischen Häfen Pietarsaari,
Kotka (Halla) und Emden auch Trampschiffe.
Jan Remmers,
Prokurist und
Betriebsleiter der
Anker Schiffahrtsgesellschaft
LOG IST I CS P I LOT: Herr Remmers, welche
Bedeutung haben die Breakbulk-Häfen für die
Papierversorgung der deutschen Industrie?
JAN REMMERS: Führende Konzerne wie UPM benötigen
leistungsfähige und mit dem Handling von Forstprodukten vertraute Eingangshäfen und Terminals an Nord- und
Ostseeküste, um ihre Importe aus Europa und zunehmend
auch aus Übersee rechtzeitig zur Produktion zu den Papiermaschinen zu bekommen.
Sie schlagen seit 30 Jahren Forstprodukte um. Worin
unterscheidet sich der Umschlag von Forstprodukten im
Vergleich zu anderem Breakbulk?
Aufgrund seiner späteren Bestimmung – vornehmlich zur
Papierherstellung, aber auch für den Bereich Lebensmittel
und Hygiene – bedarf beispielsweise Zellstoff eines speziellen Handlings. Sauberkeit und Reinheit sind dabei oberstes
Gebot. Die Ware muss außerdem trocken, geruchsfrei und
frei von jeglichen Rückständen sein.
In Emden wird unter anderem der ankommende Zellstoff
direkt vom See- auf ein Binnenschiff umgeschlagen,
um zum Werk weitertransportiert zu werden.
Was ist der Hintergrund dafür und was ist die Besonderheit
an diesem Umschlag?
Den Großteil dieser Menge schlagen wir von See- auf Binnenschiffe für UPM Nordland Papier um. Aus unserer Sicht liegt
ein Vorteil in der Kostenersparnis. Ein zusätzliches Handling im
Lager und damit verbundene Beschädigungsrisiken entfallen.
Seit über 30 Jahren arbeiten wir sehr eng und gut mit unseren
Partnern, der Spedition UPM nortrans in Dörpen und dem
Logistikdienstleister Rhenus in Leer, zusammen. Mit bis zu
sieben fest im Pendelverkehr eingesetzten Binnenschiffen
bieten wir gemeinsam für unseren Kunden ab Emden einen
die Umwelt schonenden Nachlauf bis Dörpen an.
Welches spezielle Terminalequipment oder
Spezialgeschirr ist für den Umschlag von Zellstoff
vom See- auf das Binnenschiff erforderlich?
Für das direkte Handling der Zellstoffunits vom Seeschiff
auf das Binnenschiff benötigen wir spezielle Umschlaggeschirre, im Fachjargon „Pulp Frames“ genannt. Hiervon
halten wir etwa zehn verschiedene als eigenes StauereiEquipment für die jeweiligen Schiffsabfertigungen vor.
Daneben schlagen Sie Forstprodukte über Ihr Terminal
am Emskai um. Wie läuft der Umschlag genau ab?
Die Forstprodukte werden zunächst in unseren drei speziell
für diese Warenart konzipierten Lagerhallen eingelagert und
nach erfolgter Freistellung und Kundenanweisung trimodal
auf unserem Terminal im Emder Außenhafen weiterverladen.
Dafür halten wir über 20 Flurförderfahrzeuge (Gabelstapler)
in einer Größenordnung von 2 bis 13 Tonnen mit entsprechenden speziellen Anbaugeräten wie Ballenklammern für
den Zellstoffumschlag und Rollenklammern für den Papierumschlag vor. Daneben haben wir einen großen Fuhrpark:
Terminalzugmaschinen mit Schwerlasttrailern transportieren
die nässeempfindlichen Waren vom und zum Schiff beziehungsweise in und aus den Lagerhallen. Die Ware, speziell der
Zellstoff, wird dann über unser Terminal mit dem Binnenschiff, der Bahn und dem Lkw europaweit an verschiedene
Empfänger ausgeliefert.
(cb)
Weitere Informationen:
www.leschaco.com
LOGISTICS PILOT Februar 2015
15
SUSTA I N A B I L I T Y
FAKTEN
Forschungsprojekt
Projektstart
zur Schiffsroutenoptimierung: 2010
Teil des Forschungsschwerpunkts
ROBUST (Routen-,
Befrachtungsplanung
und -steuerung für
die Seeschifffahrt) am
Hochschulinstitut
HILOG
Unterstützung
durch das Institut für
Umwelttechnik
(EUTEC) und den
Fachbereich Seefahrt
an der Hochschule
in Emden/Leer
Beteiligung der
Fachhochschule
Osnabrück
Weitere Partner:
Reederei Briese,
Deutscher Wetterdienst (DWD), Institut
für Verkehrswesen,
Eisenbahnbau und
-betrieb der TU
Braunschweig sowie
Technologie-Zentrum
Informatik (TZI) der
Uni Bremen
Budget: eine knappe
Million Euro
16
LOGISTICS PILOT Februar 2015
SUSTA I N A B I L I T Y
Wer heutzutage wirtschaftlich und
umweltfreundlich ein Schiff
betreiben möchte, muss den
Treibstoffverbrauch im Auge behalten.
Ob Optimierungen von
Schiffsrouten dabei helfen können,
untersuchen derzeit das
Hochschul-Institut Logistik an der
Hochschule Emden/Leer
und die Leeraner Reederei Briese
in einem gemeinsamen
Forschungsprojekt.
M
FOTO: IGOR CHAIKOVSKIY/FOTOLIA
it rund 60 Prozent tragen die Treibstoffkosten bei
normalen Witterungsbedingungen zu den Transportkosten bei. „Auf den Routen im Nordatlantik
wird durch das hier häufig auftretende schlechte
Wetter allerdings um etwa 20 bis 25 Prozent mehr Treibstoff
verbraucht“, berichtet Michael Schlaak, Professor am Institut
für Umwelttechnik (EUTEC) an der Hochschule Emden/Leer.
Zwar kann der Verbrauch durch Maßnahmen wie das Herabsenken der Fahrgeschwindigkeit (Slow Steaming) reduziert werden, allerdings haben die Reeder diese Möglichkeit bereits weitestgehend ausgeschöpft. Insbesondere auf den langen Strecken
suchen sie dringend nach weiterem Einsparungspotenzial.
Mehr Treibstoffverbrauch
bei schlechtem Wetter
Bislang war nicht genau erforscht, wie ein Schiff gefahren werden muss, damit es möglichst wenig Bunker verbraucht: „Ob
und wann es sich für einen Kapitän lohnt, aufgrund der Wellen- und Windverhältnisse den Kurs zu ändern, wussten wir
nicht“, berichtet Schlaak. Zwar wurde anhand von Modellen
in der Hamburgischen Schiffbau-Versuchsanstalt unterLOGISTICS PILOT Februar 2015
17
SUSTA I N A B I L I T Y
sucht, welche Einflüsse Wind und Wellen auf Schiffe haben. Exakte Werte von einem seegängigen realen Schiff lagen
jedoch nicht vor.
installiert. Sie sollen den Einfluss von Wind und Wellen auf das
Schiffsverhalten, zum Beispiel auf den Treibstoffverbrauch, auf
den verschiedenen Weltmeeren erfassen.
Aufwendige Messvorrichtungen
auf Forschungsschiff
Messung alle zehn Minuten
Hier setzt das Forschungsprojekt zur Routenoptimierung unter
Koordination von Professor Schlaak an: Auf der „BBC Hudson“,
einem Schiff der Reederei Briese aus dem ostfriesischen Leer,
wurden während eines Dockaufenthalts in der Bremerhavener
Bredo-Werft im April 2014 eine Reihe von Messvorrichtungen
18
LOGISTICS PILOT Februar 2015
Dazu werden kontinuierlich die Antriebsleistung und der
tatsächliche Verbrauch für den Schiffsantrieb gemessen. Zudem kommt ein Wellenradarsystem zum Einsatz. Es nutzt
die Reflexion der Wellen, die bei einem normalen Radarsystem gerade ausgeblendet werden. Gemessen werden die
Höhe, die Frequenz und die Richtung der Wellen. Neben den
FOTOS: BRIESE,HILOG/HOCHSCHULE EMDEN/LEER
Die „BBC Hudson“ ist ein Mehrzweckfrachter der Reederei Briese, befrachtet durch die zur Briese Gruppe gehörende
Befrachtungsfirma BBC Chartering. Für das Forschungsprojekt wurde das Schiff mit Messgeräten ausgestattet,
die über einen Zeitraum von einem Jahr die Zusammenhänge zwischen Wind und Wellen und deren Einfluss auf das
Schiffsverhalten auf verschiedenen Weltmeeren erfassen sollen.
SUSTA I N A B I L I T Y
Messwerten über Wind, Wellen, Leistung auf der Welle und
Schiffsbewegungen wird eine Vielzahl von weiteren Informationen zum Schiffsbetrieb generiert. Insgesamt werden alle
zehn Minuten 64 Werte erfasst und in einem Messschrank,
in dem die Werte auf einem Rechner zusammenlaufen, auf
der Brücke des Schiffes zwischengespeichert. Einmal pro
Tag werden alle Daten über eine Satellitenverbindung an
die Hochschule Emden/Leer gesendet und dort von einem
Forschungsteam ausgewertet.
Herausforderungen bei der Installation
der Messgeräte
Für die Betreuung der Messanlagen auf der „BBC Hudson“ wurde Lennart Seifert eingestellt. Der Seeoffizier,
der bereits zur Installation der Geräte hinzugezogen worden war, betreute etwa fünf Monate lang die Messungen auf dem Schiff: „An Bord musste eine Vielzahl von
Problemen gelöst werden. Selbst Standardmessungen zur
Erfassung der Winddaten haben zeitweise Probleme verursacht.“ Eine besondere Herausforderung war beispielsweise
die Suche nach einem geeigneten Ort für die Installation eines
Ultraschall-Anemometers. Das Gerät, das sehr präzise die
Windgeschwindigkeit misst, ist sehr empfindlich. „Die
Eigenvibration auf der Reling der Brücke des Schiffes verfälschte die Messung und erforderte eine erste Umsetzung
des Geräts. Dann stellte sich heraus, dass auch die Abgase
des Schornsteins die Strömungsverhältnisse verändern, sobald sie mit achterlichem Wind zum Messsensor gelangen“,
so Seifert. Schließlich wurde ein geeigneter Standort am
Signalmast des Schiffes gefunden.
Abgleich von Messwerten
mit theoretischen Berechnungen
Aufwendiger als erwartet war auch die Überprüfung der Genauigkeit der Geräte. „Dazu mussten wir die von den Messgeräten erfassten Werte mit vorhandenen Informationen und
Beobachtungen abgleichen und Geräte nachkalibrieren“, so
Seifert. Zurück an Land arbeitet er nun im Forschungsteam
von Professor Schlaak, das die Messergebnisse mit den theoretischen Berechnungen an der Hochschule vergleicht, um
diese zu evaluieren.
Komplexität der Datenanalyse
Auch das ist eine sehr komplexe Aufgabe: „Die besondere Herausforderung bei diesem Projekt sind die ständigen
Veränderungen aller Parameter“, berichtet Seifert. Alle Bedingungen variierten permanent: die Position des Schiffes,
der Wind und die Wellen. „Wir hatten auch nicht erwartet,
dass die Informationen durch ihre Kopplung eine so große
Unschärfe haben“, ergänzt Schlaak. Dennoch ist er optimistisch: „Die Datenlage wird immer besser.“
In einem zweiten Projektabschnitt geht es aufbauend auf
den Ergebnissen der ersten Projektphase um die Routenoptimierung bei Einsatz eines Segelhilfsantriebs auf dem Schiff.
„Wind und Wetter begleiten mich also noch länger“, freut
sich Schlaak.
(cb)
Weitere Informationen:
www.hs-emden-leer.de
www.briese.de
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Hafenstandorten
unseres Hafenund LogistikFachmagazins.
LOGISTICS PILOT Februar 2015
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SAFETY & SECURITY
Auf der sicheren Seite
Reinhard Diegner und Matthias Bening vom Bremer Assekuradeur
Lampe & Schwartze haben das gleiche Ziel wie ihre Kunden: Projektladung
soll heil ankommen. Im Gespräch mit dem LOGISTICS PILOT erläutern sie,
wie sie als Versicherungsvermittler dazu beitragen.
FAKTEN
Lampe &
Schwartze KG
1858 in Bremen
gegründet
Zeichnungsvollmacht
und Schadensabwicklung im eigenen
Namen für etwa
30 Versicherungsunternehmen
Mittelständisch und
inhabergeführt
Über 200 Mitarbeiter
in der Gruppe
Gehört zu den zehn
größten deutschen
Versicherungsvermittlern
20
LOG I ST I CS PI LOT: Was ist die Besonderheit
bei der Versicherung von Projektladung?
R E I N H A R D D I EG N E R : Zunächst einmal ist es wichtig,
zu differenzieren: Geht es um die Ladungsversicherung,
also die Versicherung der Ladung als solche, oder um die
Verkehrshaftungsversicherung, kurzum die Haftung des
Spediteurs? Wir bieten in jedem Fall beides an.
M AT T H I AS B E N I N G : Die großen Herausforderungen
bei Projektladung sind die Einschätzung der Risiken für
die Ware, die Haftung, aber auch mögliche Folgekosten
bei einem Schaden oder einer Verzögerung. Anders als bei
standardisierter Ladung sind dafür ein Expertenteam und
ein gutes Netzwerk sowohl bei unserer Kundschaft als auch
bei den Risikoträgern erforderlich. In unserer Abteilung
arbeiten beispielsweise neben Versicherungskaufleuten und
Nautikern auch Ingenieure, Juristen und Speditions- und
Schifffahrtskaufleute. Nur im Zusammenspiel aller können
wir ganzheitliche Versicherungskonzepte erstellen.
Wie groß ist der zeitliche Aufwand
für eine solche Evaluierung?
B E N I N G : Grundsätzlich gehört zu unserer Arbeit viel Informations- und Abstimmungsbedarf. Das macht unseren
Job auch so abwechslungsreich. Beim
Transport der Tripoden (Fundamente)
für Offshore-Windparks per Schwerlastponton zur ABC-Halbinsel in Bremerhaven hat es, obwohl die Transporte
sozusagen direkt vor der Haustür stattfanden, mehrere Tage gedauert, bis wir
das Versicherungskonzept erstellt hatten. In der Regel geht es natürlich viel
schneller.
LOGISTICS PILOT Februar 2015
DIEG NE R : Wichtig ist, dass wir ein umfassendes und ge-
meinsames Verständnis für das Projekt entwickeln, um das
grundsätzliche Risiko zu erkennen. Das umfasst technische
ebenso wie rechtliche Fragen. Alle Beteiligten müssen eine
Beziehung zum Projekt haben – unser Kunde wie auch wir
als Berater und Risikoträger.
Wie gehen Sie bei der Erstellung
eines solchen Versicherungskonzepts vor?
B E N I N G : Bereits
in der Angebotsphase sollte
uns ein
Vertragsentwurf
vorliegen.
Dieser
Matthias Bening (r.),
Teamleiter Transport/
Verkehrshaftung
Reinhard Diegner (l.),
Head of Marine Cargo
wird sowohl unter juristischen als auch unter logistischen
Gesichtspunkten geprüft. Wichtig ist zudem, dass uns das
dahinterstehende logistische Konzept vor seiner Unterzeichnung vorgelegt wird. Für die Ermittlung des Risikos benötigen wir wichtige Eckdaten wie die genaue Bezeichnung der
Ladung, der Maße und der Gewichte sowie des Warenwerts.
Zudem müssen uns Informationen über die Frachtkosten,
die Transportwege und die Beförderungsmittel zur Einsicht
gegeben werden. Neben dem reinen Warenschadensrisiko
müssen wir auch die Wahrscheinlichkeit möglicher Folgeschäden oder sogar drohender Vertragsstrafen abschätzen.
D I EG N E R : Wichtiger Bestandteil ist oft das sogenannte
Method Statement. Darunter verstehen wir die Detailaufnahme der technischen Abwicklung. In diesem Papier
haben Logistiker bereits im Einzelnen die Prozesse dargestellt
und in der Regel auch viele oder sogar alle erforderlichen
Berechnungen und Prüfungen vorgenommen.
BENING: Manchmal haben wir trotzdem noch Fragen oder
sehen kritische Punkte. Wir fordern dann zum Beispiel eine
zusätzliche Überwachung oder weitere Sachverständige an.
Hierfür greifen wir ebenfalls auf unser Netzwerk zurück.
Wie werden die Kosten für
Schadensverhütungsmaßnahmen
zwischen Versicherer und
Kunden aufgeteilt?
D I EG N ER : In aller Regel
ist hier vor allem Transparenz wichtig. Im Fall
kleinerer Aufwendungen übernehmen die
Versicherungen die
FOTOS: BREMENPORTS/BLG, M. BENING/R. DIEGNER
SAFETY & SECURITY
Der Transport der Tripoden für Offshore-Windparks ist
sowohl logistisch anspruchsvoll als auch eine Herausforderung
für den Versicherer.
Kosten. Für Beratung oder Sachverständige liegt die Verantwortung für die Kosten je nach Absprache beim Versicherungsnehmer.
Wie ist es möglich, im Fall von Einzelpolicen
eine solide Risikoanalyse zu erstellen,
wenn keine vergleichbaren Erfahrungen vorliegen?
DIEGNER: Auch hierfür sind Teamarbeit und unterschiedliche fachliche Erfahrungen unverzichtbar. Diese Situation
haben wir immer wieder.
BENING: Bei den Tripoden mussten wir uns beispielsweise
die Frage stellen, ob aufgrund der Konstruktion, der Größe
und des Gewichts überhaupt Risiken während der Zwischenlagerung auf der ABC-Halbinsel bestanden. Das macht unsere Arbeit sehr spannend und abwechslungsreich. Wir können auf unsere vielfältigen Erfahrungen zurückgreifen und
sie dann in neuen Konstellationen abstrahiert anwenden.
Wovon hängt es ab, ob Sie ein Projekt
versichern oder nicht?
BENING: Voraussetzung ist zunächst immer unser Verständnis vom Projekt. Erst dann geben wir ein Angebot
ab. Das ist auch für unsere Kunden von Bedeutung:
Denn je qualifiziertere Risikoinformationen wir
bekommen, desto besser können wir einen Preis
kalkulieren, den wir ihnen anbieten können.
DIEG NE R : Letztlich ist es eine kaufmännische
Entscheidung, ob die Voraussetzungen oder
Konditionen für eine Versicherung gegeben
sind oder auch nicht. Denn unser vorrangiges Ziel ist immer, dass die Ladung heil
ankommt und das Projekt zur Zufriedenheit aller abgewickelt wird. Das bleibt
das Wichtigste!
(cb)
Weitere Informationen:
www.lampe-schwartze.de
LOGISTICS PILOT Februar 2015
21
LOGISTICS STORY
Lasterfahren
aus Leidenschaft
Wer als Kraftfahrer Schwergut- oder Großraumtransporte
fährt, trägt viel Verantwortung. Achim Schneider
ist mit seinem Truck europaweit unterwegs und gewährt
einen Blick über seine Schulter.
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LOGISTICS PILOT Februar 2015
Schneider ist stolz darauf, ein „festes“ Fahrzeug zu haben.
E
s ist kalt, sehr kalt. Achim Schneider hat in Helsinki
noch einmal 350 Liter Diesel getankt und macht sich
in winterlicher Dunkelheit auf den Weg ins 450 Kilometer entfernte Joensuu an der finnischen Seenplatte. Über Stunden kommt er an keinem Ort oder auch nur
einem bewohnten Haus vorbei. Erst kurz bevor der Tank leer
ist, erreicht er endlich den Rand der klitzekleinen Ortschaft.
Fast am Ziel biegt er versehentlich falsch ab – und kann
nicht mehr wenden: Auf der winterglatten Straße kommt
sein Lkw mit Überlänge und Überbreite nicht mehr vorwärts
oder rückwärts und versperrt um sieben Uhr morgens die
einzige Zufahrt zur Hauptstraße. Es hilft nur eins, Schneider
LOGISTICS STORY
muss die Schneeketten anlegen. Das dauert ein paar Minuten. Und dennoch: „Die Einheimischen haben friedlich
gewartet, niemand hat gehupt, ein paar haben ihre Hilfe
angeboten und einer hat mir sogar Tee gebracht“, begeistert
er sich noch heute über die freundlichen Finnen. „Und als
ich weiterfahren konnte, hat mich ein Taxifahrer, obwohl er
einen Fahrgast hatte, bis zu der Firma begleitet, zu der ich
musste. Dafür mag ich meinen Beruf.“
Kindheitstraum Lastkraftfahrer
Dass Schneider Kraftfahrer werden wollte, wusste er schon
als kleiner Junge. Nach seiner Ausbildung zum Kfz-Mechaniker und einigen Jahren bei der Bundeswehr fing er mit 26
Jahren beim Fuhrunternehmen Morof an, zunächst als Aushilfsfahrer im Sommer. „Es passte alles: ein guter Verdienst,
die Erfüllung meines Kindheitstraums und mein Fernweh.“
Kurze Zeit später saß er auf Dauer hinterm Steuer. Rund
3,5 Millionen Kilometer hat er seitdem zurückgelegt mit
„seinem“ Truck.
„Wir Mitarbeiter haben das Glück, ein festes Fahrzeug
zu fahren“, berichtet der heute 59-Jährige. Bei der Bestellung
der Zugmaschine durfte er ein paar Wünsche anbringen: ein
zwei oder drei Stunden verspäteten. Oder er trifft auf eine
Baustelle, die nicht angekündigt ist. „Und dann stehe ich in
der Baustelle und der Verkehr hinter mir staut sich.“ Die
Polizei zu rufen, sei oft gar nicht sinnvoll, da für sie kein
Durchkommen sei. Oft helfen ihm dann die Menschen im
Begleitfahrzeug, schieben eine Absperrung erst ein wenig
zur Seite und nach dem Passieren wieder an ihren ursprünglichen Platz zurück. „Flexibilität und die Ruhe zu bewahren
– das ist wichtig“, findet Schneider.
Oft nachts unterwegs
Mit den unterschiedlichen Schichten kommt Schneider gut
klar. „Ich nutze nachts jede Minute, um zu schlafen. Sonst
bekommt man eine Art Jetlag, da spielt dann der Kreislauf
verrückt.“ Sehr unangenehm sei das.
Nachts unterwegs ist er oft. Das bringt die Ladung mit
sich: 70 Prozent seiner Touren sind Großraumtransporte,
also Fahrten mit Übermaßen in der Breite, Länge oder Höhe.
Und die finden vorwiegend zwischen 22 und 6 Uhr statt. Bei
etwa der Hälfte der Fahrten ist er mit einem Begleitfahrzeug
unterwegs. In Deutschland ist dies vorgeschrieben bei Transporten mit einer Breite von über drei Metern.
Besondere Prüfungen für Fahrer von Schwergut- und
Großtraumtransporten gibt es nicht. Die in der EU verbindliche Führerscheinzusatzprüfung zur Ladungssicherung hilft
ihm ebenfalls nicht. „Wenn ich allerdings in Spanien oder
Osteuropa unterwegs bin, wundere ich mich manchmal
schon sehr über die mangelnde Sicherung der Ladung“, sagt
Schneider. Das Fachwissen dafür hat er sich anfangs selbst
angeeignet, denn die betrieblichen Schulungen zur Ladungssicherung gibt es erst seit 20 Jahren.
Selten zu Hause
FOTOS: MOROF, ACHIM SCHNEIDER
Transport einer Laseranlage nach Rumänien
Armaturenbrett aus Wurzelholz und einen Kühlschrank mit
Gefrierfach. Darin lagern vorgekochte, eingefrorene Speisen
von zu Hause. „Ich wechsle aber ab; zwei- bis dreimal pro
Woche esse ich in meiner Kabine, an den anderen Tagen
gehe ich essen.“ Mit Äpfeln und Nüssen könne er sich auch
nachts gut wach halten, berichtet er. „Wer kaut, schläft nicht.“
Meist muss sich Schneider aber gar nicht aufputschen.
Denn irgendetwas passiert eigentlich immer. Oft weiß er
erst wenige Tage im Voraus, wohin seine nächste Tour geht.
Manchmal liegen auch bei Fahrtantritt noch nicht alle erforderlichen Genehmigungen vor. Bei der Begleitung durch
die Polizei komme es schon vor, dass die Beamten sich um
Rund vier bis sechs Tage ist Schneider zu Hause – pro Monat.
Sehr viel Zeit verbringt er hingegen am Steuer. „Natürlich
bleibt das Privatleben unter der Woche manchmal etwas
auf der Strecke“, so Schneider. Und dennoch: Sein Zuhause
sei seine Wohnung, nicht seine Kabine. „Der Spruch ‚Wer
nicht fortkommt, kommt nicht heim‘, der passt ziemlich gut
zu mir.“
Im Urlaub hingegen vermeidet er das Lenkrad.
„Entweder meine Lebensgefährtin und ich steigen direkt
in ein Flugzeug oder sie muss fahren“, erzählt Schneider.
Er möge es auch nicht, wenn seine Lebensgefährtin seinen
Fahrstil kritisiere. „Ich bin schon so viel selbst gefahren, da
möchte ich im Urlaub endlich mal in aller Ruhe aus dem
Fenster gucken.“
(cb)
Weitere Informationen:
www.morof.de
LOGISTICS PILOT Februar 2015
23
PORTRAIT
Ein Hafen in privater Hand
Deutschlands größter öffentlich zugänglicher Privathafen befindet sich in Nordenham.
Im Gespräch mit dem LOGISTICS PILOT berichtet Uwe Oppitz,
Niederlassungsleiter des vom Logistikdienstleister Rhenus betriebenen Standorts,
über die Schwerpunkte und Besonderheiten des Hafens.
24
LOGISTICS PILOT Februar 2015
PORTRAIT
„Der Seekabelumschlag
ist sehr anspruchsvoll.“
Uwe Oppitz, Niederlassungsleiter Rhenus Midgard
FOTOS: RHENUS MIDGARD
Herr Oppitz, Sie sind seit 2006 für den
Standort Nordenham verantwortlich.
Was macht Ihren Hafen besonders?
Unsere beiden Multipurpose-Terminals geben uns die erforderliche Flexibilität, um uns auf Güter jeglicher Art einzustellen – und das auch recht kurzfristig. Dafür greifen wir auf
unser eigenes Know-how zurück oder auf das in der Unternehmensgruppe. Wir haben schon so gut wie alle Produkte
umgeschlagen. Zudem bieten wir eine große Bandbreite an
Dienstleistungen: vom Umschlag über die Lagerung bis hin
zum Weitertransport.
Sie bieten den Umschlag und die Zwischenlagerung
von Gütern aller Art (Massengut, Stückgut, Projektladung,
Container und RoRo) an.
Haben Sie bei Ihren Dienstleistungen auch
einen Schwerpunkt?
Wir haben nicht nur einen Schwerpunkt, sondern mehrere.
Nach wie vor spielt der Umschlag von Kohle eine große Rolle
für uns. Von der Unterweser aus versorgen wir Kraftwerke
entlang der Weser bis in den Großraum Hannover. Allerdings
nimmt die Bedeutung für den Standort aufgrund der sich
ändernden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Ähnliches gilt für Tropenholz. Baustoffe sind als
weiteres Ladegut hinzugekommen. Bei Flüssigladung wie
Gasöl für Binnenschiffe und Heiz- oder Schweröl sind wir
ebenfalls stark. Vor einigen Jahren ist das Segment Offshore
hinzugekommen.
Zusammen mit Ihrem Nachbarn, den Norddeutschen
Seekabelwerken, haben Sie sich auf den Seekabelumschlag spezialisiert. War das die Basis dafür,
sich im Offshore-Markt zu etablieren?
Auf jeden Fall war es eine sehr gute Vorbereitung. Der Seekabelumschlag ist sehr anspruchsvoll: Da gilt es, Biegeradien
zu kennen und zu beachten, oder auch Temperaturrestriktionen. Für das Handling ist große Sorgfalt erforderlich,
insbesondere beim Umschlag zwischen verschiedenen Verkehrsträgern. Auf dieses Know-how konnten wir für den
Umschlag von Offshore-Windenergieanlagen aufbauen.
Wie wichtig ist dieser Bereich für Sie?
Mit dem Umschlag von Seekabeln für Offshore-Windkraftanlagen haben wir erst vor drei Jahren begonnen. Seit eineinhalb Jahren beschäftigen wir uns intensiver damit. Die
Entwicklung von Nischen im Offshore-Markt ist weiterhin
sehr attraktiv für uns. Aber auch vom konventionellen Energieträger Kohle wenden wir uns nicht ab. Energieversorgungsunternehmen und ihre Zulieferer sind und bleiben
unsere Partner.
Auch bei der Wahl Ihres Arbeitgebers mögen
Sie offensichtlich Kontinuität. Sie arbeiten seit fast
20 Jahren für die Rhenus-Gruppe. Warum?
Dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Die Größe der
Unternehmensgruppe erlaubt es mir, mich zu entwickeln.
Zugleich bin ich Unternehmer im Unternehmen. Das
bedeutet, dass ich viel Freiheit habe und mir zum Beispiel
die Zeit nehmen kann, mich mit den Dingen, die wichtig
sind, zu beschäftigen: Strategieentwicklung, Neukundenakquise und natürlich unseren Mitarbeitern. Die Reportingprozesse sind bei uns eher schlank und wir sprechen viel
miteinander. Das gefällt mir.
(cb)
FAKTEN
Nordenham
Rund 180 Anläufe von
Seeschiffen pro Jahr
Kailänge im Stadthafen: 1.068 Meter
Schiffsgrößen
(voll abgeladen)
bis 80.000 Bruttotragfähigkeit
Schiffsgrößen
(teilabgeladen)
bis 180.000 Bruttotragfähigkeit
Tiefgang im Frischwasser bis 13,1 Meter
Betriebsgelände
Stadthafen: 250.000
Quadratmeter
Gleisanlagen
mit einer Länge von
5.000 Metern
Weitere Informationen:
www.rhenus.com
LOGISTICS PILOT Februar 2015
25
PEOPLE
KOMPAKT
Hafenexperte im Ruhestand
WIEDERWAHL.
RUHESTAND. Die Ära von Hans-Joachim Uhlendorf an der
Spitze von Niedersachsen Ports (NPorts) ist beendet. Mit einer
stimmungsvollen Feier wurde der langjährige Geschäftsführer
der niedersächsischen Hafeninfrastrukturgesellschaft in
den Ruhestand verabschiedet. Der 65-Jährige verantwortete
bei NPorts als Zentralbereichsleiter Technik und Hafenplanung
unter anderem die strategische Hafenentwicklung der
NPorts-Häfen und gilt als Experte für Wasser- und
Hafenbau. Der studierte Bauingenieur für Wasserbau war
seit 1980 für die Hafen- und Schifffahrtsverwaltung in
Niedersachsen tätig. Im September 2009 erfolgte seine
Bestellung zum Geschäftsführer. Seit Oktober 2014
wird Folker Kielgast als Nachfolger in Themen
und Projekte eingeführt. Holger Banik bleibt
kaufmännischer Geschäftsführer.
Im Rahmen
der ordentlichen
Mitgliederversammlung des
Bundesverbandes Wirtschaft,
Verkehr und Logistik wurde
Jochen Quick erneut zum
Präsidenten gewählt. Die
bisherigen Vizepräsidenten Klaus
Hartmann und Günter Badenhop
sowie als weitere Präsidiumsmitglieder Jörg Eichhorn und
Willi Stollenwerk wurden in ihren
Ämtern bestätigt. Neu im
Präsidium ist Andreas Ott.
BESTELLUNG.
In Bremen ist
Albert Kohlmann
zum weiteren
Geschäftsführer
der B. Dettmer Reederei bestellt
worden. Die Mannschaft um
FOTOS: TFG, DETTMAR, BWVL, ANDREAS BURMANN/BURMANN NPORTS, PWL, PIZ MARINE,
AUTOPORT EMDEN, ESPO, ANTJE BOETIUS, ALFRED-WEGENER-INSTITUT
Albert Kohlmann wird sich nach
Freigabe durch die zuständige
Kartellbehörde vom Stammsitz in
Bremen um die Verschiffung von
Trockengütern kümmern.
VERSTÄRKUNG.
Zum 1. Dezember
Übergabe von Schiffslisten
an Bremer Hafenarchiv
SCH E N KU N G. Anlässlich des 50-jährigen
Jubiläums der Firma Peter W. Lampke hat der
Prokurist Andree Brinkmann (rechts) drei zum Teil
über 100 Jahre alte Lloyd’s-Registerbücher für das
Bremer Hafenarchiv an Winfried Brandes vom
Hafenmuseum Speicher XI übergeben. Das
Unternehmen wurde 1964 als Schiffsmakler und
Linienagent in Bremen gegründet. Es folgten Büros
in Hamburg, Bremerhaven und Duisburg. Mittlerweile ist die Gesellschaft Peter W. Lampke (PWL) zu
einer Firmengruppe gewachsen. Zur Palette von
Dienstleitungen der PWL Gruppe gehört die
Agenturtätigkeit für rund 15 Linienreedereien.
2014 ist Berit
Börke in die
Geschäftsführung
der TFG Transfracht aufgerückt
und übernimmt die Führung des
Vertriebsressorts. Börke verfügt
über langjährige Erfahrungen in
der Seehafen-Hinterlandlogistik
und ist seit 2004 bei der
TFG Transfracht tätig.
26
LOGISTICS PILOT Februar 2015
Zwei Polizeihauptkommissare
werden Bürgermeister
VER ABSCHIED UNG. Der Polizeipräsident der
Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD),
Uwe Lührig (links), hat in Brake die Leiter der Wasserschutzpolizeistandorte Brake und Stade verabschiedet.
Erster Polizeihauptkommissar Klaus Rübesamen
(Brake) (Dritter von links) und Polizeihauptkommissar
Michael Kurz (Stade) (Zweiter von links) stellen sich als
Bürgermeister der Gemeinde Stadland und der Stadt
Brake neuen Herausforderungen. Gemeinsam mit
dem stellvertretenden Leiter der Wasserschutzpolizei,
Polizeioberrat Jörg Beensen (Vierter von links), ließ
Lührig das Wirken von Rübesamen und Kurz in einer
Laudatio Revue passieren.
CARL GLUUD
Garcia-Milà als ESPO-Vorsitzender
wiedergewählt
E IN ST I M M I G K E I T. Auf der Generalversammlung der
European Ports Association (ESPO) ist Santiago Garcia-Milà
für seine zweite Amtszeit als Vorsitzender einstimmig wiedergewählt worden. Garcia-Milà ist Deputy General Manager des
Hafens in Barcelona. Annaleena Mäkilä und Eamonn O’Reilly
wurden zu Stellvertretern gewählt. O’Reilly ist Geschäftsführer
der Dublin Port Company und übernimmt die Aufgabe zum
zweiten Mal. Mäkilä ist Geschäftsführerin des finnischen
Hafenverbands Finnish Ports Association.
Bremer Meeresforscherin
ausgezeichnet
M E DA I L L E . Die Professorin an der Universität Bremen und
Tiefseeforscherin am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und
Meeresforschung in Bremerhaven, Antje Boetius, ist auf der
Konferenz GeoFrankfurt in Frankfurt am Main mit der GustavSteinmann-Medaille ausgezeichnet worden. Der Wissenschaftspreis wird von der Geologischen Vereinigung vergeben. Diese
ehrt damit einmal jährlich einen Wissenschaftler, der sich
in besonderer Weise um die Förderung der allgemeinen und
regionalen Geowissenschaften verdient gemacht hat.
Neuer Geschäftsführer bei
Autoport Emden
E RN E N N UNG. Mit Wirkung zum 6. November
2014 hat Manfred de Vries die Geschäftsführung
der Gesellschaft Autoport Emden übernommen
und verantwortet die Fahrzeuglogistik für den Imund Export von Neufahrzeugen des Volkswagen
Konzerns im Emder Hafen. Er übernimmt die
Aufgaben von Hans-Wilhelm Wildeboer, der die
Geschäftsführung von 1995 bis 2014 innehatte
und das Unternehmen auf eigenen Wunsch
verlassen hat. Autoport Emden ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Volkswagen Logistics,
der Emder Verkehrs und Automotive Gesellschaft
und der Anker Schiffahrtsgesellschaft. Mit seiner
Abwicklung von täglich rund 6.000 Fahrzeugen
ist der Emder Hafen der drittgrößte Automobilumschlaghafen in Europa.
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Zum Ausklang des Winters präsentieren sich die deutschen Seehäfen international
wie national auf einer Vielzahl von Veranstaltungen und Fachmessen.
Die enge Zusammenarbeit zwischen den nördlichen Bundesländern wird fortgesetzt.
V
om 10. bis 12. März findet in der dänischen Metropole Kopenhagen die Messe „EWEA Offshore“ statt.
Die nach eigenen Angaben weltweit größte Ausstellungsmesse für die gesamte Offshore-Branche hat
in den vergangenen Jahren jeweils über 8.000 Besucher und
mehr als 450 Aussteller angezogen. Seaports of Niedersachsen wird hier auf einem eigenen Messestand die OffshoreKompetenzen der niedersächsischen Seehäfen präsentieren.
Auf dem von der Windenergie-Agentur WAB organisierten
Gemeinschaftsstand wird die Hafengesellschaft bremenports
das Projekt Offshore Terminal Bremerhaven (OTB) vorstellen.
Zeitgleich lädt bremenports am 12. März zum „logistics
talk“ in den Westen Deutschlands ein. Die Reihe findet mehrmals im Jahr in verschiedenen Regionen der Bundesrepublik
und im benachbarten europäischen Ausland statt. Unternehmen der bremischen Seehafenverkehrswirtschaft wird die
Möglichkeit gegeben, sowohl bestehende Kundenbeziehungen
in den für sie relevanten Regionen zu pflegen und zu vertiefen
als auch neue Kontakte zu erschließen. Die Veranstaltung,
die mit wechselnden Kooperationspartnern durchgeführt
wird, beginnt in der Regel mit einer Podiumsdiskussion oder
interessanten Vorträgen und ermöglicht den Teilnehmern,
mit den Vortragenden zu diskutieren. Ein Schwerpunkt des
Branchentreffs liegt auf dem abschließenden Get-together,
das eine Plattform bietet, um Kundenkontakte zu pflegen oder
neu aufzubauen.
Direkt im Anschluss findet vom 17. bis 20. März die Messe
„Breakbulk China“ statt. Die international besetzte Konferenz in Shanghai versammelt einmal im Jahr ein fachkundiges
Publikum und bietet ein optimales Forum zur Diskussion von
Trends und Neuigkeiten im Stückgut- und Projektladungsgeschäft. Gleichzeitig präsentieren sich Verlader, Hafendienstleister und Reeder auf einer Begleitausstellung. Aufgrund der
hochklassigen, internationalen Besucherstruktur und der sehr
guten Besucherzahlen sind die Seaports of Niedersachsen sowie bremischen Häfen gemeinsam mit dem Hamburger Hafen
auch in diesem Jahr mit einem Gemeinschaftsstand unter der
Marke „German Ports“ in China vertreten.
28
LOGISTICS PILOT Februar 2015
Veranstaltungsauswahl 2015 (Änderungen vorbehalten)
fruit logistica
4. – 6. 2. 2015
transport logistic
5. – 8. 5. 2015
Husum Wind
15. – 18. 9. 2015
Berlin, Deutschland
www.fruitlogistica.de
München, Deutschland
www.transportlogistic.de
Husum, Deutschland
www.husumwind.com
EWEA Offshore
10. – 12. 3. 2015
Bremen-Empfang
transport logistic
7. 5. 2015
Maritime Woche
18. – 25. 9. 2015
Kopenhagen, Dänemark
www.ewea.org/
offshore2015
logistics talk
12. 3. 2015
Deutschland
www.bremenports.de/
veranstaltungskalender
Breakbulk China
17. – 20. 3. 2015
Shanghai, China
www.breakbulk.com
Intermodal
South America
7. – 9. 4. 2015
São Paulo, Brasilien
www.intermodal.com.br
Tag der Logistik
16. 4. 2015
In- und Ausland
www.tag-der-logistik.de
transrussia
21. – 24. 4. 2015
Moskau, Russland
www.transrussia.ru/en-GB
München, Deutschland
www.bremenports.de/
veranstaltungskalender
Breakbulk Europe
19. – 21. 5. 2015
Antwerpen, Belgien
www.breakbulk.com
IAPH World Port
Conference
1. – 5. 6. 2015
Hamburg, Deutschland
www.iaphworldports.org
25. Niedersächsischer
Hafentag
4. 9. 2015
Oldenburg, Deutschland
www.seaports.de
Kapitänstag
4. 9. 2015
Bremen, Deutschland
www.bhv-bremen.de
HTG-Kongress
9. – 11. 9. 2015
Bremen, Deutschland
www.htg-online.de
Bremen/Bremerhaven,
Deutschland
www.maritimewoche.de
Welt der Logistik
24. 9. 2015
Bremen, Deutschland
www.via-bremen.com
Breakbulk Americas
5. – 8. 10. 2015
Houston, USA
www.breakbulk.com
Nationale Maritime
Konferenz
19. – 20. 10. 2015
Bremerhaven,
Deutschland
www.bremenports.de/
veranstaltungskalender
PPI Transport
Symposium
19. – 21. 10. 2015
Bremen, Deutschland
www.bremenports.de/
veranstaltungskalender
APPOINTMENTS
FOTO: VIA BREMEN
Gut 140 Experten aus Wirtschaft,
Wissenschaft, Politik und
Verwaltung folgten der Einladung
zum ersten VIA-BREMEN-Fachforum Projektlogistik ins Haus der
Bremischen Bürgerschaft.
Veranstaltungsrückblick
„VIA BREMEN-Fachforum Projektlogistik“ am 12. Januar 2015 in Bremen R ESO N A N Z . Die bremischen Häfen sind im XXL-Segment der
Logistik sowohl infrastrukturell als auch organisatorisch gut
aufgestellt. Dies wurde beim ersten VIA BREMEN-Fachforum
deutlich, an dem im Haus der Bürgerschaft gut 140 Experten
aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung teilgenommen haben. Unter dem Motto „Erfolgreiche Projektlogistik in
Zeiten wachsender Komplexität und steigender Dynamik“
fanden Industrievertreter, Logistiker und Schifffahrtsleute aus
ganz Deutschland, aber auch aus Dänemark, Luxemburg und
den Niederlanden den Weg an die Weser, um sich über die
Anforderungen und die Zukunftstrends beim Transport von
Großanlagen auszutauschen. Uwe Will, Vorstand und Geschäftsführer von VIA BREMEN, resümierte: „Die Bandbreite der
Vortragsthemen fand großen Zuspruch bei den Teilnehmern
und wir begreifen das als Aufforderung für den Start einer Reihe
von Fachforen zum Thema Logistik.“
„Intermodal Europe“ vom
11. bis 13. November 2014
in Rotterdam
„Maritimer Gipfel“
am 1. Dezember 2014
in Berlin
„Neujahrsempfang“
am 29. Januar 2015
in Berlin
N E T Z W E R K . Auf der diesjährigen Messe
für Containertransport und Logistik, der
„Intermodal Europe“, haben sich rund
5.000 Verlader, Reedereien, Containerprofis
und Vertreter aller Verkehrsträger und der
Transportwirtschaft getroffen. An den Ständen
des niederländischen Unternehmens Ecorys
Intermodal Links und des Container Terminals
Wilhelmshaven wurde auch ein neu entwickelter
Intermodalplaner vorgestellt. Dabei handelt
es sich um die erste unabhängige Online-Suchmaschine, die Auskunft über Fahrtrouten für
Containertransporte auf der Schiene von und zu
fast jedem Ort in Europa gibt. Über ein Netzwerk
von rund 160 Terminals in 27 Ländern stehen
schienen-seitige Hinterlandverbindungen von
und nach Wilhelmshaven zur Verfügung.
E RFO LG. Knapp 100 Logistikakteure folgten
der Einladung der DVV Media Group zum
Maritimen Gipfel nach Berlin. Sebastian Reimann,
Mitglied der Chefredaktion der Deutschen
Verkehrs-Zeitung DVZ, und der Verlagsleiter für
Logistik und Transport, Oliver Detje, führten
durch ein abwechslungsreiches Tagesprogramm
mit Vorträgen und Podiumsdiskussionen,
um der Lage des Hafenstandorts Deutschland
auf den Puls zu fühlen. Der Eröffnungsrede
von Folker Hellmeyer, Chefanalyst der
Bremer Landesbank, folgten unter anderem
Professor Burkhard Lemper vom Institut
für Seeverkehrswirtschaft und Logistik in
Bremen sowie der Vizepräsident des Deutschen
Speditions- und Logistikverbands, Willem
van der Schalk, als weitere Topspeaker.
JAHR EST R EF F EN. Das neue Kalenderjahr hat
für die Hansestadt an der Weser mit dem traditionellen „Neujahrsempfang“ von bremenports in
Berlin begonnen. Rund 100 Gäste aus Wirtschaft,
Politik und Verwaltung folgten der Einladung von
bremenports, VIA BREMEN und der TFG Transfracht in die Bremer Landesvertretung in Berlin.
Die Begrüßungsrede hielt der Geschäftsführer von
VIA BREMEN, Uwe Will. Im Anschluss sprachen
Horst Rehberg, Geschäftsführer von bremenports,
Berit Börke, Geschäftsführerin der TFG Transfracht, und Heiner Heseler, Staatsrat beim Senator
für Wirtschaft und Häfen in Bremen, ihre Grußworte. Alexander Tebbe, Inhaber der Hamburger
Reederei Auerbach Schifffahrt, hielt einen Vortrag
zum Thema „Die Gründungsgeschichte der Auerbach Reederei – ein Start-up auf Hanseatisch!“.
LOGISTICS PILOT Februar 2015
29
PREVIEW
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AUSGABE
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APRIL
LOGISTICS PILOT
ISSN 2195-8548
2015
Herausgeber:
bremenports GmbH & Co. KG
Hafenstraße 49, 28217 Bremen
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Michael Skiba
Telefon: +49 421 30901-610
Fax: +49 421 30901-9624
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Schwerpunktthema
Intermodal:
Besonderheiten,
Herausforderungen und
Potenziale beim
intermodalen Transport
Anzeigen- und Projektleitung:
Anastasia Lenz
Telefon: +49 421 30901-602
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Projektmanagement:
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Telefon: +49 40 23714-338
E-Mail: [email protected]
Save the Space
Februar 2015
Schwerpunktthemen der nächsten Ausgaben:
Gut verladen
Schwerpunktthema: Breakbulk
Optimierung von Schiffsrouten 16 | Fahrer aus Leidenschaft 22
April 2015:
Intermodal
Anzeigenschluss
20. 2. 2015
Juni 2015:
Windenergie
Anzeigenschluss
24. 4. 2015
August 2015:
Green Logistics
Anzeigenschluss
26. 6. 2015
VIA BREMEN
BLG Seaports of Niedersachsen
Gluud 30
Seite 2
Seite 31
Seite 32
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LOGISTICS PILOT Februar 2015
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– distributionslogistik
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– transportlogistik
– umschlagslogistik
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