Bericht mit Foto - bei den Reformierten der Rigi Südseite

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Bericht mit Foto - bei den Reformierten der Rigi Südseite
Evang. Reformierte Kirchgemeinde Rigi Südseite
(Text und Foto: Ruth Buser-Scheurer)
Konfirmation am Palmsonntag 2015 in der Ref. Kirche Weggis
Sie liessen sich am letzten Sonntag von Pfarrer Thomas Widmer (vorne rechts) konfirmieren: (hinten v.l.)
Jennifer Watts, Aline Spiess, Sirona Bühlmann, Julia Grässer, Tamara Radauer sowie (vorne v.l.) Yannick Braichet, Patrick Zimmermann, Simon Tschan, Nathan Huber, Cédric Trippel, Severin Lüscher und Laura Radauer
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Mit einem feierlichen Gottesdienst am Palmsonntag, 29. März, wurde die Konfirmandenzeit erfolgreich abgeschlossen
Die Vorbereitung auf die Konfirmation und damit die Bestätigung der Taufe dauerte rund 18 Monate. Zum Schluss folgte ein intensives „Training“ in der Toskana. Mit Ausnahme von zwei Girls, die
verhindert waren, setzten sich die 10 Jugendlichen zusammen mit Pfarrer Thomas Widmer - und als
gute Seele begleitet von Erika Lüthy – vom 13. bis 17. März 2015 mit dem Thema „Friede auf Erden“
auseinander. Logiert hat die kleine Gesellschaft im Casa Cares - einem Waldenserhaus - und unternahm diverse Ausflüge etwa nach Assisi, Florenz, Siena oder San Gimingnano. Mit der Konfirmation
am letzten Sonntag wurde nun ihr Wunsch, ein vollwertiges Mitglied der reformierten Kirche zu
sein, „quasi“ vor Zeugen festgehalten. Den musikalischen Rahmen boten einerseits Organistin Rosette Roth mit den beiden Solistinnen Sarah Büchi und Annick Langlotz, E-Piano und Gesang, sowie
die Feldmusik Weggis beim Apéroständchen.
Der dritte Weg von Jesus
Wenn Tiere angegriffen werden, haben sie zwei Möglichkeiten: Flucht oder Kampf. Diese Verhaltensweise ist in ihnen seit Jahrmillionen verwurzelt. Ebenso kennt auch der Mensch diese beiden
Reaktionen, wenn es gefährlich und höchst unangenehm wird. Jesus lehnt beides ab, sowohl Passivität wie auch Gewalt als Antwort auf eine Ungerechtigkeit oder Angriff. In Matthäus 5, 38-41, lehrt
er einen dritten Weg, den der kämpferischen Gewaltlosigkeit. Dazu machten sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden ihre Gedanken und erläuterten diese im Gottesdienst. Als Grundlage
diente ihnen eine Auflistung von Anregungen, wie etwa „Die Initiative zu einem mutigen Schritt
ergreifen“, „Gewalt mit Humor begegnen“ oder „Bereit sein, für das Nichtbefolgen ungerechter
Gesetze zu leiden.“ Patrick Zimmermann und Severin Lüscher stellten eine unschöne Familienszene
dar, bei der ein Junge mehr Taschengeld vom Vater forderte. Fazit der beiden: Die Kinder sollten im
Gegenzug bereit sein, dafür kleine Dienstleistungen zu erbringen. Jennifer Watts und Aline Spiess
befassten sich mit dem 2013 verstorbenen Nelson Mandela und bewunderten ihn, wie er sich trotz
massiver Schwierigkeiten für die Gleichstellung von Schwarz und Weiss engagierte. Simon Tschan
und Nathan Huber spielten eine Szene, in der es um die abschätzige Haltung eines Weissen gegenüber eines Farbigen ging. Sirona und Laura zickten sich, wie das wahrscheinlich auf allen Schulhöfen
der Welt vorkommt. Und sie überlegten sich: „Wenn man das Ganze mit Humor nimmt, geht es viel
leichter.“
Gefühle und Herzensbildung sind wichtig
Pfarrer Thomas Widmer erinnerte die Jugendlichen daran, dass das Leben nicht nur paradiesische
Seiten hat: „Oft setzt sich auch die Disharmonie durch.“ Und er rief sie dazu auf: “Macht etwas aus
euren Fähigkeiten und eurer Kreativität und unterscheidet zwischen Gut und Böse. Lasst aber auch
Gefühle zu, sie sind wichtig für die Herzensbildung.“ Und weiter: „Die Bibel ruft uns dazu auf, nicht
in die Vereinzelung zu gehen, sondern in der Gemeinschaft mit allen zu leben. Durch die heutige
Konfirmation seid ihr Konfirmandinnen und Konfirmanden als junge Erwachsene auch darin eingeschlossen. Haltet den Kontakt zur christlichen Gemeinschaft.“ Zur Erinnerung an diesen wichtigen
Tag überreichte Thomas Widmer allen Jugendlichen ein Bild mit ihren Rechten und Pflichten (als
Kleingedrucktes) auf der Rückseite. Dazu der von ihnen selbst ausgesuchte Konfirmandenspruch,
welcher sie im Leben begleiten soll. Jens Mossmann überbrachte die besten Wünsche von der Kirchenpflege und erklärte: „Wir freuen uns als Kirchgemeinde auf euch und hoffen, dass ihr euch rege
einbringt. Unsere Kirche braucht euch mit euren Anregungen und Ideen um lebendig zu bleiben.“