konsequent. langfristig.

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konsequent. langfristig.
KONSEQUENT. LANGFRISTIG.
G ES C H Ä F T S BERI C H T 2 0 0 9 / 10
Auf einen Blick
TRUMPF Gruppe
2009 / 10
2008 / 09
Veränderung
in Prozent
1.340,0
1.662,6
-19,4
Umsatz
Millionen €
Auslandsanteil
Prozent
71,8
66,8
Auftragseingang
Millionen €
1.488,4
1.402,1
Ergebnis vor Steuern
Millionen €
- 59,4
52,2
Jahresfehlbetrag / -überschuss
Millionen €
- 70,3
19,1
Umsatzrendite vor Steuern
Prozent
- 4,4
3,1
Cashflow nach Steuern *
Millionen €
4,0
84,5
- 95,2
Investitionen
Millionen €
57,2
126,5
- 54,8
Forschung und Entwicklung
Millionen €
129,4
154,7
- 16,3
Bilanzsumme
Millionen €
1.508,6
1.518,0
- 0,6
Eigenkapital
Millionen €
758,7
801,6
- 5,4
Eigenkapitalquote
Prozent
50,3
52,8
Mitarbeiter am 30. Juni
Anzahl
7.928
7.965
- 0,5
Personalaufwand
Millionen €
460,5
477,0
- 3,5
* Konzernjahresfehlbetrag / -überschuss nach Steuern der Gesellschafter zuzüglich Abschreibungen des Geschäftsjahrs
und Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
+ 6,2
Elektrowerkzeuge
Profis verwenden unsere ergonomischen Elektrowerkzeuge im Baugewerbe, in der Klimatechnik, im Recycling
oder im Rückbau. Sie machen das Trennen und Fügen von Blech produktiv, sicher und umweltfreundlich.
Trennen
Verbinden
Kantenformen
Elektronik
Ohne Prozess-Stromversorgungen wäre Hochtechnologie nicht möglich. Durch unsere Hoch- und Mittelfrequenzgeneratoren bekommt Strom für die Induktionserwärmung, Plasma- und Laseranregung eine definierte Form aus
Frequenz und Leistung. Mit hoher Zuverlässigkeit und Wiederholgenauigkeit, wie zum Beispiel in der Halbleiterfertigung.
Plasmageneratoren
Induktionserwärmung
Generatoren
CO2-Laseranregung
OP-Tische
OP-Leuchten
Deckenstative
Patiententransport
TRUMPF Gruppe
www.trumpf.com
Werkzeugmaschinen und Elektrowerkzeuge
2009 / 10: Umsatz 1,05 Milliarden €
Mitarbeiter am 30. Juni 2010: 5.263
Werkzeugmaschinen
Wir unterstützen unsere Kunden mit wirtschaftlichen Maschinen und Automatisierungseinrichtungen, mit Beratung und Service,
damit sie ihre Produkte kostengünstig in hoher Qualität fertigen können. Mittels Laserschneiden, Stanzen, Biegen oder Laserschweißen – unsere Kunden bearbeiten Blechteile und Rohre, die man überall benötigt, in Industrie, Haushalt und Verkehr.
Laserbearbeitung
Stanzen
Stanz-Laserbearbeitung
Biegen
Lager
Lasertechnik und Elektronik
2009 / 10: Umsatz 387,4 Millionen €
Mitarbeiter am 30. Juni 2010: 1.902
Lasertechnik
Schneiden, Schweißen, Markieren und Oberflächenbearbeitung: Für jede industrielle Anwendung haben wir den richtigen
Laser, um energie- und kosteneffizient zu produzieren. Ob im Makro-, Mikro- oder Nanobereich, wir begleiten unsere Kunden
mit Applikationswissen, Beratung und Systemlösungen.
CO2-Laser
Festkörperlaser
Markierlaser
Lasersysteme
Medizintechnik
2009 / 10: Umsatz 150,7 Millionen €
Mitarbeiter am 30. Juni 2010: 565
Medizintechnik
Unsere Produkte für Operationssäle, Intensivstationen und Kliniklogistik verbessern die Patientenversorgung, erleichtern
Abläufe und erhöhen die Wirtschaftlichkeit. Sie fördern gute Arbeitsbedingungen für Ärzte und Pflegepersonal, damit das
Wohl der Patienten im Mittelpunkt stehen kann.
TRUMPF steht für Innovation. In der Fertigungs- und Medizintechnik bieten
wir unseren Kunden das technisch Neue und das wirtschaftlich Sinnvolle.
Mit unseren Produkten, Dienstleistungen, unserem Wissen und unserer
Erfahrung verschaffen wir ihnen Wettbewerbsvorteile für ihren Markterfolg.
Herausragende Leistungen für unsere Kunden bleiben unser wichtigstes Ziel.
Konsequent gestalten wir unsere Zukunft. Unser Denken und Handeln ist
langfristig ausgerichtet. Kontinuität zeichnet uns aus. Deshalb wollen wir
bleiben, was wir sind: ein Familienunternehmen, wirtschaftlich unabhängig
und beständig.
Inhalt
02
Vorwort der Geschäftsführung
41
04
Unternehmensleitung
42
Konzernbilanz
06
Bericht des Aufsichtsrats
43
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
08
Organe des Unternehmens
44
Konzern-Eigenkapitalspiegel
46
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
10
Konsequent. Langfristig.
48
Konzern-Kapitalflussrechnung
49
Konzernanhang
20
Konzernabschluss
Konzernlagebericht
21
Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit
59
Bestätigungsvermerk
21
Wirtschaftliches Umfeld
60
Gesellschaftliche Verantwortung
22
Geschäftsverlauf
30
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
36
Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahrs
36
Risikobericht
39
Ausblick
1
An die Freunde des Unternehmens
2
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
Sehr geehrte Damen und Herren,
eines der schwierigsten Jahre in der Geschichte von TRUMPF liegt hinter uns. Genauer gesagt: Ein Geschäftsjahr,
das eines der schwierigsten Halbjahre unserer Firmengeschichte umfasste. Denn unser Geschäftsjahr 2009 / 10 war
klar zweigeteilt: Die erste Jahreshälfte litt noch extrem unter den dramatischen Auswirkungen der weltweiten
Wirtschafts- und Finanzkrise; das zweite Halbjahr stand dagegen schon ganz im Zeichen der beginnenden Erholung.
Deshalb blicken wir zu Beginn unseres neuen Geschäftsjahrs mit großem Optimismus in die Zukunft. In allen
Feldern und in den meisten Märkten hat sich das Geschäft deutlich belebt. Wenn der Weltwirtschaft weitere
krisenhafte Schocks erspart bleiben, sind wir überzeugt: Die Zeit der schlechten Zahlen ist vorbei!
TRUMPF ist glimpflich durch die Krise gekommen – weil wir im vergangenen Jahr sowie dem Geschäftsjahr zuvor
richtig gehandelt haben. Wir haben alles dafür getan, unsere exzellent ausgebildeten Fachkräfte an Bord zu
halten: Aus Verantwortung, aber auch, weil wir sie brauchen. Wir haben trotz der Krise Ingenieure eingestellt
und unsere Mitarbeiter intensiv geschult und weitergebildet: Weil wir wissen, dass gute Köpfe gute Ideen für
gute Produkte hervorbringen. Wir haben unsere Anstrengungen für Forschung und Entwicklung hoch gehalten:
Weil wir wissen, dass wir nur so unseren technologischen Vorsprung halten und ausbauen können.
Dank all dieser Anstrengungen haben wir selbst in den Krisenjahren die Märkte mit neuen Produkten überrascht.
Und wir sind überzeugt, dass wir uns eine günstige Ausgangsposition für die Zeit nach der Krise erarbeitet haben.
Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit großem Engagement und großen Opfern unser Haus
in den schwierigen Monaten unterstützt haben. Ich danke unseren Partnern außerhalb unseres Hauses, die uns
in den Monaten der Krise begleitet haben.
Weltweit ist durch die Krise viel in Bewegung gekommen. Der langfristige Trend der Verschiebung der Wachstumspotenziale nach Asien hat sich in den vergangenen Monaten eher noch verstärkt. TRUMPF ist bereits seit
Jahrzehnten in den Märkten in Fernost engagiert. Wir haben daher beste Voraussetzungen, um von der Dynamik
der Märkte etwa in China und Indien zu profitieren.
Unser Ziel für das neue Geschäftsjahr ist es, möglichst viel vom Rückstand gegenüber der Zeit vor der Krise
wieder aufzuholen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das schaffen.
Ditzingen, im Oktober 2010
Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller
Vorsitzende der Geschäftsführung
3
Die Unternehmensleitung der TRUMPF Gruppe
Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller
Jahrgang 1959, Vorsitzende der Geschäftsführung, verantwortlich für
strategische Unternehmensentwicklung, Unternehmenskommunikation,
Anlagen und Bauten
4
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
Dipl.-Ing. Peter Leibinger
Jahrgang 1967, Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung, Vorsitzender des Geschäftsbereichs Lasertechnik und
Elektronik, verantwortlich für Forschung und Entwicklung
sowie neue Geschäftsfelder
Dr.-Ing. Mathias Kammüller
Jahrgang 1958, Vorsitzender des Geschäftsbereichs Werkzeugmaschinen und Elektrowerkzeuge, verantwortlich für Produktion,
Qualitätsmanagement sowie Vertrieb Werkzeugmaschinen
Dr. rer. pol. Lars Grünert
Jahrgang 1968, verantwortlich für Informationstechnik und
Organisationsentwicklung sowie Finanzen und Controlling
Lasertechnik / Elektronik
Dipl.-Ing. Friedrich Kilian
Jahrgang 1956, verantwortlich für Zentraleinkauf sowie Forschung
und Entwicklung Werkzeugmaschinen
Dr. rer. soc. Gerhard Rübling
Jahrgang 1954, Arbeitsdirektor, verantwortlich für Personal- und
Sozialwesen sowie Dienstleistungen Werkzeugmaschinen
Dipl.-Ök. Harald Völker
Jahrgang 1954, Vorsitzender des Geschäftsbereichs Medizintechnik,
gruppenweit verantwortlich für Finanzen und Controlling, Recht und
Akquisitionsmanagement
Von links nach rechts
5
Bericht des Aufsichtsrats
6
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
Sehr geehrte Damen und Herren,
hinter uns liegt ein schwieriges Geschäftsjahr, geprägt von der tiefsten Rezession seit dem Ende des Zweiten
Weltkriegs. Erst seit dem Frühjahr dieses Kalenderjahrs haben sich die Auftragseingänge bei den Investitionsgütern für die produzierende Industrie deutlich verbessert.
Das Bekenntnis des Unternehmens zur Innovation und Internationalisierung trägt Früchte. Dies gilt auch für unseren
Geschäftsbereich Medizintechnik, der freilich die Krise mit wachsendem Umsatz und Ertrag überstanden hat.
Die Auftragslage der Gruppe gibt Anlass zur Zuversicht für das laufende Geschäftsjahr 2010 / 11. Trotzdem wird
die Geschäftsführung die konjunkturelle Entwicklung ständig beobachten und gegebenenfalls auf Schwankungen
schnell reagieren. Die Dynamik und die Flexibilität der Vergangenheit gilt es zu bewahren.
In drei regulären Sitzungen des Aufsichtsrats der Berthold Leibinger GmbH hat die Geschäftsführung das Gremium
ausführlich über aktuelle Entwicklungen in der TRUMPF Gruppe informiert. Dabei standen die schwierige wirtschaftliche Lage und die weltweiten und konsequenten Anpassungsmaßnahmen im Vordergrund. Mitte des
Geschäftsjahrs fand eine Sondersitzung statt. Der Aufsichtsrat erhielt umfassende Informationen über Maßnahmen
zur Reduzierung der Kapazitätskosten und Kapazitäten und sprach seinerseits Handlungsempfehlungen aus.
Zwischen den Sitzungen fand zudem ein regelmäßiger und intensiver Informations- und Meinungsaustausch mit
dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats statt. Der Dialog war geprägt von Offenheit und Vertrauen. Zu jeder Zeit war
der Aufsichtsrat überzeugt, dass die Geschäftsleitung das Unternehmen gut und entschlossen durch diese
schwere Wirtschaftskrise führt.
Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Jahres- und den Konzernabschluss
sowie den Konzernlagebericht der TRUMPF GmbH + Co. KG geprüft. Es wurde jeweils ein uneingeschränkter
Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat in der heutigen Sitzung des Aufsichtsrats die Ergebnisse
der Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich vorgestellt. Der Aufsichtsrat hat die vorgelegten Prüfungsberichte sowie die Ergebnisse der Jahres- und Konzernabschlussprüfung zustimmend zur Kenntnis genommen.
Nach Abschluss seiner eigenen Prüfungen von Jahresabschluss, Gewinnverwendungsvorschlag und Konzernabschluss sowie des Konzernlageberichts hat der Aufsichtsrat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss ohne Einwendungen billigend zur Kenntnis genommen.
Die Wirtschaftskrise, die dieses Geschäftsjahr prägte, war heftig. Alle waren im Höchstmaß gefordert. Der Aufsichtsrat dankt voller Anerkennung der Geschäftsführung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Arbeit
und ihren hohen Einsatz in diesem Ausnahmejahr.
Ditzingen, den 18. Oktober 2010
Der Aufsichtsrat
Prof. Dr.-Ing. Berthold Leibinger
Vorsitzender
7
Organe des Unternehmens
Geschäftsführung der
TRUMPF GmbH + Co. KG
Gesellschafter
Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller
Vorsitzende der Geschäftsführung, verantwortlich
für strategische Unternehmensentwicklung,
Unternehmenskommunikation, Anlagen und Bauten
Familie Leibinger
96,2 Prozent
Dipl.-Ing. Peter Leibinger
Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung,
Vorsitzender des Geschäftsbereichs Lasertechnik
und Elektronik, verantwortlich für Forschung und
Entwicklung sowie neue Geschäftsfelder
Dr.-Ing. Mathias Kammüller
Vorsitzender des Geschäftsbereichs Werkzeugmaschinen und Elektrowerkzeuge, verantwortlich für
Produktion, Qualitätsmanagement sowie Vertrieb
Werkzeugmaschinen
Dr. rer. pol. Lars Grünert
Verantwortlich für Informationstechnik und
Organisationsentwicklung sowie Finanzen und
Controlling Lasertechnik / Elektronik
Dipl.-Ing. Friedrich Kilian
Verantwortlich für Zentraleinkauf sowie
Forschung und Entwicklung Werkzeugmaschinen
Dr. rer. soc. Gerhard Rübling
Arbeitsdirektor, verantwortlich für Personalund Sozialwesen sowie Dienstleistungen
Werkzeugmaschinen
Dipl.-Ök. Harald Völker
Vorsitzender des Geschäftsbereichs Medizintechnik,
gruppenweit verantwortlich für Finanzen und
Controlling, Recht und Akquisitionsmanagement
8
Berthold Leibinger Stiftung GmbH *
3,8 Prozent
* mittelbar über die Berthold Leibinger Beteiligungen GmbH
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
Aufsichtsrat der
Berthold Leibinger GmbH
Prof. Dr.-Ing. Berthold Leibinger
Gerlingen
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Gerd Duffke *
Leonberg
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats,
Leiter Bereich fachliche Qualifizierung, Personalentwicklung
der TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG
in Ditzingen
Hans-Rainer Balbach *
Gerlingen
Betriebsrat der TRUMPF Werkzeugmaschinen
GmbH + Co. KG in Ditzingen
Johann Baur *
Filderstadt
Erster Bevollmächtigter der IG Metall Stuttgart
(Geschäftsführer)
Prof. Dr. Hermut Kormann
Heidenheim
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands
der Voith AG
Rupert Kraus *
Gammertingen
Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der TRUMPF GmbH + Co. KG,
stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats
der TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG
und Vorsitzender des Betriebsrats der TRUMPF
Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG in Hettingen
Doris Leibinger
Gerlingen
Prof. Dipl.-Ing. / M. Arch. Regine Leibinger
Berlin
Architektin, Barkow Leibinger Architekten
Monika Lersmacher *
Kornwestheim
Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Bezirksleitung
Stuttgart
Joachim E. Schielke
Stuttgart
Vorsitzender des Vorstands Baden-Württembergische
Bank, Stuttgart, Mitglied des Vorstands der
Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart
Andreas Schulz *
Gerlingen
Leiter Werk Ditzingen, TRUMPF Werkzeugmaschinen
GmbH + Co. KG
Prof. Dr. Dr. oec. h. c. Walther Zügel
Stuttgart
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands
der Landesgirokasse Stuttgart
* Arbeitnehmervertreter
9
Konsequent.
10
Langfristig.
Wer je mit einer Wirtschaftsflaute zu tun hatte, weiß: Sie lähmt. Wer je mit
TRUMPF zu tun hatte, weiß: Es geht auch anders. Wo all der Optimismus
herkommt? Ganz einfach: In der zurückliegenden Phase geringerer Aufträge
sind wir in die Offensive gegangen und haben entscheidende Weichenstellungen vorgenommen – im Sinne des Unternehmens und unserer Kunden.
Mit konsequenten und langfristigen Strategien gehen wir in den Aufschwung.
Sie wollen wissen wie? Wir sagen es Ihnen auf den nächsten Seiten.
11
War das
wirklich
nötig?
NEUBAU ENTWICKLUNGSZENTRUM DITZINGEN
12
„Wir haben diese Gebäude fertiggestellt – trotz aller
Widrigkeiten. Weil wir sie brauchen und weil wir im
internationalen Wettbewerb nur bestehen können,
wenn wir durch die Innovationskraft unserer Produkte
einen Mehrwert schaffen.“
Ja.
– Dr. Nicola Leibinger-Kammüller,
Vorsitzende der Geschäftsführung
Raum für Neues. Mehr als nur ein neuer Gebäudekomplex: Das Entwicklungszentrum
Werkzeugmaschinen und das Lasertechnik-Zentrum an unserem Hauptsitz in Ditzingen
sind 35.000 Quadratmeter pure Innovationsfläche. Seit September 2009 bündeln wir
hier das Know-how von 800 Ingenieuren und Technikern unter einem Dach. Kürzere
Kommunikationswege, vereinfachte Arbeitsabläufe – so arbeiten die Beschäftigten unserer
beiden großen Geschäftsfelder enger und effizienter zusammen.
Wollen sie
nicht lieber
zu Hause
bleiben?
QUALIFIZIERUNG VON MITARBEITERN IN KURZARBEIT
14
„Gerade für ein Hochtechnologieunternehmen
wie TRUMPF ist es wichtig, die Mitarbeiter
ständig zu qualifizieren. Dafür die durch Kurzarbeit bedingte Ausfallzeit nutzen zu können,
ist von unschätzbarem Wert. Dadurch erhöhen
wir unsere Wettbewerbsfähigkeit.“
Nein.
– Dr. Gerhard Rübling,
Arbeitsdirektor
Weiterbilden statt stehen bleiben. Krise gleich Stillstand? Wir kommen
zu einem ganz anderen Ergebnis: Krise gleich Chance! Durchschnittlich
75 Stunden Qualifizierung pro Mitarbeiter im Jahr – das war das ambitionierte
Ziel im Rahmen unserer Weiterbildungsoffensive. Wir haben es erreicht!
Dabei gingen wir neue Wege: Neben klassischen Fortbildungsseminaren
sammelten unsere Mitarbeiter praktische Erfahrungen und erweiterten ihren
Wissenshorizont – in anderen Abteilungen, bei Kunden und Partnern.
Verpassen
die was?
MARKTERWEITERUNG IN CHINA
16
„China ist für uns ein wichtiger Markt mit großem
Zukunftspotenzial. Der Ausbau der lokalen Fertigung ist Teil unserer Wachstumsstrategie und
ermöglicht uns, deutlich individueller als bisher
auf Anforderungen unserer chinesischen Kunden
eingehen zu können.“
Nein.
– Dipl.-Ing. Peter Leibinger,
Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung
Großes Engagement in „Klein-Schwaben“. Diesen Beinamen verdankt
das 50 Kilometer nördlich von Shanghai gelegene Taicang seiner hohen
Dichte an süddeutschen Industriefirmen. Im Mai 2010 weihte TRUMPF ein
neues Produktionsgebäude ein. Rund 200 Mitarbeiter stellen dort Produkte
vornehmlich für den chinesischen Markt her – und der beeindruckt nach
wie vor mit hohen Wachstumsraten. Durch das neue Werk ergeben sich
entscheidende Vorteile wie kürzere Lieferzeiten, bedarfsgerechte Kundenbetreuung sowie schnelle Verfügbarkeit von Ersatzteilen.
Kauft denen
das wirklich
einer ab?
INNOVATION TRULASER 5030 FIBER
18
„Eigentlich ist die Rechnung ganz einfach:
Durch geringere Teilekosten bei dünnen Blechen
erzielen unsere Kunden einen höheren Gewinn
mit unserer TruLaser 5030 fiber als mit anderen
Laserschneidanlagen.“
Ja.
– Dipl.-Ing. Friedrich Kilian,
Geschäftsführer Forschung und Entwicklung
Teilekosten runter, Produktivität rauf. Unsere Kunden haben unterschiedliche Geschäftsmodelle und Anwendungsbereiche. Das erfordert entsprechend flexible Lösungen. Wir setzen
uns damit intensiv auseinander. So entstehen zukunftsweisende Produkte wie die TruLaser
5030 fiber. Interessant ist sie insbesondere für alle, die aus Dünnblech beispielsweise Medizinprodukte, braune oder weiße Ware herstellen. Herzstück der dynamischen Lasermaschine
ist ein fasergeführter TruDisk Festkörperlaser. Mit dieser Entwicklung lassen sich Teilekosten
um bis zu 20 Prozent und Bearbeitungszeiten um bis zu 45 Prozent senken. Überzeugende
Argumente in puncto Wirtschaftlichkeit!
19
Konzernlagebericht
Inhalt
21
21
20
Konzernstruktur
30
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
und Geschäftstätigkeit
30
Umsatzentwicklung
33
Ergebnis
34
Vermögens- und Finanzlage
35
Investitionen
36
Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahrs
36
Risikobericht
39
Ausblick
Wirtschaftliches Umfeld
22
Geschäftsverlauf
22
Das Geschäftsjahr im Überblick
23
Aktivitäten in Märkten und Produktfeldern
24
Forschung und Entwicklung
27
Beschaffung
28
Produktion
28
Prozesse und Organisation
29
Mitarbeiter
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
Konzernstruktur
und Geschäftstätigkeit
Fertigungs- und Medizintechnik sind die Tätigkeitsfelder der
TRUMPF Gruppe. Unser Anspruch ist, im Weltmaßstab technisch
und organisatorisch führend zu sein. Unter dem Dach einer
Management-Holding, der TRUMPF GmbH + Co. KG, sind fünf
Geschäftsfelder zu drei Geschäftsbereichen zusammengefasst:
Werkzeugmaschinen und Elektrowerkzeuge, Lasertechnik und
Elektronik sowie Medizintechnik.
Das Geschäftsfeld Werkzeugmaschinen hat seinen Stammsitz
in Ditzingen, das Geschäftsfeld Elektrowerkzeuge in Grüsch
(Schweiz). Das Geschäftsfeld Lasertechnik hat seinen Hauptsitz
in Ditzingen, das Geschäftsfeld Elektronik wird von Freiburg
aus geleitet. Der Geschäftsbereich Medizintechnik hat seine
zentralen Standorte in Puchheim und Saalfeld.
Ein weltweites Netz von Produktions-, Vertriebs- und Servicegesellschaften unterstützt die Aktivitäten der Geschäftsfelder.
Die Gruppe ist in allen wichtigen Märkten mit 59 operativen
Tochtergesellschaften vertreten – in Europa, Amerika und
Asien-Pazifik.
Die TRUMPF Gruppe erweiterte im Berichtsjahr die Geschäftsführung. Dr. Lars Grünert (42) wurde mit Wirkung zum
1. Januar 2010 als siebter Geschäftsführer der TRUMPF GmbH
+ Co. KG bestellt. Sein Aufgabenbereich umfasst die kaufmännische Leitung des Geschäftsbereichs Lasertechnik / Elektronik,
gruppenweit übernahm er die Verantwortung für die Zentralbereiche IT und Prozesse sowie die Organisationsentwicklung.
Ferner kam es durch die erstmalige Einbeziehung von SPI Lasers
plc in den Konzernabschluss zu einer Erweiterung des Konsolidierungskreises. TRUMPF hatte das britische Unternehmen im
Oktober 2008 zu 100 Prozent erworben. Der führende Hersteller
von Faserlasern für die industrielle Anwendung wurde zwischenzeitlich erfolgreich in den Konzern eingegliedert.
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
Wirtschaftliches Umfeld
Weltwirtschaft durchschreitet die Talsohle
Nach dem dramatischen Einbruch in der Weltwirtschaft aufgrund der Finanzkrise erholte sich die Weltkonjunktur in der
zweiten Jahreshälfte 2009 schrittweise. Die raschen und
umfangreichen Maßnahmen zur Stützung des Bankensektors,
eine stark expansive Geld- und Finanzpolitik sowie staatliche
Konjunkturprogramme verhinderten einen Kollaps des Weltfinanzsystems und schufen die Basis für eine Erholung von
Produktion und Handel. Für das Gesamtjahr 2009 ergab sich
zum ersten Mal seit 1946 ein Rückgang des weltweiten
Bruttoinlandsprodukts von rund 1 Prozent.
Inzwischen hat sich die Weltwirtschaft rascher erholt, als
es viele Experten erwarteten. Vor allem die Entwicklungsund Schwellenländer zeigten eine hohe Dynamik, aber auch
in den Industrieländern nahm die Produktion überraschend
deutlich zu. Die Prognosen für das Jahr 2010 sehen deshalb
einen Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung von 4,6 Prozent vor. Gleichzeitig haben die Risiken für den Aufschwung
zugenommen.
In Deutschland setzte sich die konjunkturelle Erholung fort.
Die Stimmungsindikatoren verbesserten sich deutlich, und
Auftragseingänge und Industrieproduktion legten zu. Während
das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2009 um 4,9 Prozent zurückging, ist für 2010 ein Wachstum von 1,4 Prozent
zu erwarten.
Im Zuge der Weltwirtschaftskrise nahm 2009 die Investitionsneigung weltweit dramatisch ab. Durch massive staatliche
Investitionsprogramme haben einzelne Länder versucht, dieser
Entwicklung gegenzusteuern. Die Kapazitäten der Unternehmen
blieben über viele Monate hinweg nicht ausreichend ausgelastet. Zugleich gestalteten sich die Finanzierungsbedingungen
für Investitionen schwieriger. Insgesamt bestimmte starke Verunsicherung das Handeln vieler Marktteilnehmer. In der Folge
schrumpften 2009 die Ausrüstungsinvestitionen im Euro-Raum
um durchschnittlich 17 Prozent, in den USA um 14 Prozent
und in Japan um mehr als 15 Prozent. Es ist zu vermuten, dass
lediglich in China die Ausrüstungsinvestitionen zulegten, vor
allem in den Bereichen Infrastruktur, Transport und Verkehr. Verlässliche statistische Angaben liegen allerdings nicht vor.
21
Deutsche Werkzeugmaschinenhersteller behaupten
Spitzenstellung trotz starker Einbußen
2009 verzeichnete die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie
einen im historischen Vergleich beispiellosen Rückgang. Weltweit ging die Investitionsgüternachfrage sehr stark zurück.
Die Produktion sank um 28 Prozent auf 10,2 Milliarden €. Der
Auftragseingang ging um 55 Prozent auf 6,2 Milliarden € zurück,
wobei die Verluste im Inland mit - 61 Prozent höher ausfielen
als im Ausland mit - 50 Prozent. Für 2010 erwartet die Branche
zwar eine deutliche Steigerung im Auftragseingang, bis der
Auftragseingang aber zu Umsatz wird, vergehen aufgrund
der Durchlaufzeiten bis zu 24 Monate. Deshalb erwarten die
Experten, dass die Produktion um 12 Prozent sinkt.
Die Weltproduktion ging im Jahr 2009 um 31 Prozent auf
36,4 Milliarden € zurück. Deutsche Werkzeugmaschinenhersteller konnten dabei ihren Weltmarktanteil leicht steigern
und rangieren nun mit einem Anteil von rund 8 Prozent an der
Spitze. China avancierte zum zweitgrößten Herstellerland.
Japan fiel vom zweiten auf den dritten Platz zurück. Die japanische Werkzeugmaschinenproduktion ist mit einem Rückgang
um 60 Prozent auf rund 5 Milliarden € doppelt so stark eingebrochen wie die deutsche.
Lasermarkt erwartet kräftiges Wachstum nach
massivem Einbruch
Auch der Weltmarkt für Lasersysteme zur Materialbearbeitung
brach im Jahr 2009 kräftig ein. Der Umsatz ging um 41 Prozent
auf 3,8 Milliarden € zurück. Davon wurden 2,9 Milliarden €
mit Maschinen zum Schneiden, Schweißen und Beschriften
erzielt. Auf Lasersysteme für die Mikrobearbeitung, also
Systeme zur Herstellung von integrierten Schaltungen, Flachdisplays oder Solarzellen, entfielen 860 Millionen €. Im
Jahr 2010 soll der Markt um mindestens 25 Prozent auf rund
5 Milliarden € zulegen. Das Wachstum wird getragen von einer
besonders starken Belebung in Asien, der Nachfrage nach
neuen Produkten und Anwendungen und einer deutlichen
Markterholung für Standardsysteme, wie beispielsweise
Laserflachbett-Schneidanlagen.
Elektroindustrie verzeichnet moderaten Rückgang
Mit einem Umsatz von 2.524 Milliarden € ist die Elektroindustrie der weltweit größte Wirtschaftszweig. Der Weltmarkt
ist im Jahr 2009 im Vergleich zu anderen Branchen lediglich
um 5,0 Prozent zurückgegangen. Dies ist vor allem auf das
22
Wachstum in China und Indien zurückzuführen. In Deutschland, dem fünftgrößten Markt, verminderte sich der Umsatz
um 13 Prozent auf 96 Milliarden €. Die Wirtschaftskrise
hat den für TRUMPF relevanten Markt der Energietechnik hart
getroffen und die Branche auf das Niveau des Jahres 2005
zurückgeworfen. Der Umsatz sank um 24 Prozent auf 10,1 Milliarden €. Für 2010 erwarten die Experten, dass die Produktion
zwischen 3 und 4 Prozent steigt. Die größte Nachfrage nach
Produkten der Energietechnik soll aus den Industrieländern
sowie den Schwellenländern China und Indien kommen.
Medizintechnik behauptet sich gut
Die Unternehmen der Medizintechnik sind weitgehend unversehrt durch die Wirtschaftskrise gekommen. Der deutsche
Branchenumsatz sank 2009 um lediglich 1,4 Prozent auf
18,8 Milliarden €. Das Minus resultierte maßgeblich aus einem
Rückgang beim Export um 2,6 Prozent auf 12,2 Milliarden €.
Dagegen legte der Inlandsumsatz leicht um 1,0 Prozent auf
6,6 Milliarden € zu. Die Mittel aus dem staatlichen Konjunkturpaket für verschiedene Infrastrukturmaßnahmen in Krankenhäusern wirkten sich hier positiv aus. Für das Jahr 2010 sehen
die Prognosen ein deutliches Wachstum in Höhe von 6 Prozent
auf rund 20 Milliarden € vor. Damit zeigt sich die Medizintechnik erneut deutlich konjunkturunabhängiger als die meisten
anderen deutschen Industriezweige.
Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr im Überblick
Auftragseingänge steigen wieder an,
Umsatz bleibt noch zurück
TRUMPF hat die Wirtschaftskrise überwunden und die Talsohle
durchschritten. Seit dem vierten Quartal 2009 nehmen die
Aufträge wieder deutlich zu. Diese Entwicklung spiegelt sich
erst mit zeitlicher Verzögerung im Umsatz wider, sodass die
Gruppe das Geschäftsjahr 2009 / 10 mit einem Umsatz von
1,34 Milliarden € abgeschlossen hat. Dies entspricht einem
Rückgang um 19 Prozent. Einzig der Geschäftsbereich Medizintechnik verzeichnete ein Umsatzwachstum. Der Auftragseingang liegt mit knapp 1,5 Milliarden € um 6,2 Prozent über dem
Vorjahreswert und damit deutlich über dem Umsatz.
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
Auch weil wir sehr schnell reagierten, gelang es uns, den Verlust vor Steuern auf 59 Millionen € zu begrenzen. So haben
wir die Kapazitätskosten konsequent und rasch der gesunkenen
Nachfrage angepasst und dadurch 90 Millionen € einsparen
können. Unser Ergebnisverbesserungsprogramm führte zu
einer Reduktion der Einkaufs- und Sachkosten in Höhe von
70 Millionen €, ohne die Leistungsfähigkeit des Unternehmens
zu beeinträchtigen. Gleichzeitig haben wir unsere Zukunftsinvestitionen auf hohem Niveau gehalten. Unser Grundsatz
war, weltweit alle Möglichkeiten zu nutzen, um die Beschäftigung unserer gut ausgebildeten Fachkräfte und Spezialisten
zu sichern. Dies gelang durch Kurzarbeit, Nutzung von Arbeitszeitkonten und Entgeltverzicht. Gegenüber dem Vorjahr hat
sich die Zahl der Mitarbeiter zum Bilanzstichtag nur leicht
auf 7.928 verringert.
Durch die hochflexible Fertigung unserer 21 Produktionsstandorte haben wir einen Aufbau von Lagerbeständen verhindern
können. In allen Geschäftsfeldern haben wir unsere Innovationsoffensive fortgeführt. Die Einführung neuer Produkte verlief
erfolgreich. Für Forschung und Entwicklung wendeten wir
129 Millionen € auf. Die Forschungs- und Entwicklungsquote
stieg auf 9,7 Prozent.
Die Krise hat zu tiefgreifenden Veränderungen im Markt geführt:
Die Absatzmärkte haben sich weiter nach Asien verlagert. Insbesondere im Laserbereich hat sich der Technologiewandel in
Richtung ressourcenschonender Laser und Anlagen beschleunigt.
Auf beide Trends haben wir eine Antwort.
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
etwa ein Drittel der bisherigen Gesamtfläche. In den Neubauten arbeiten Mitarbeiter aus Forschung und Entwicklung der
beiden größten Geschäftsfelder noch enger als bisher zusammen. Dadurch können sie ihr Wissen intensiv teilen.
Neue Strukturen stärken die Wettbewerbsfähigkeit
des Geschäftsfelds Lasertechnik
Seit Oktober 2009 sind Vertrieb und vertriebsnahe Abteilungen
des Geschäftsfelds Lasertechnik im neuen Lasertechnik-Zentrum
in Ditzingen gebündelt. Zugleich führte der Bereich ein übergreifendes Länder- und Branchenmanagement ein. Diese Struktur
erhöht die Kompetenz und vereinfacht interne Abläufe. Im Laser
Application Center in Ditzingen finden unsere Kunden Beratung
und Information zu allen Produkten dieses Geschäftsfelds.
efficiency+ steht für wirtschaftliches Arbeiten
und verantwortliches Handeln
TRUMPF hat mit efficiency+ ein Zeichen eingeführt, unter dem
alle Maßnahmen zur Ressourceneffizienz geschäftsfeldübergreifend zusammengefasst sind. efficiency+ ist unser Symbol
für eine schon lang gelebte Tugend und steht für unser Selbstverständnis: für höchste Wirtschaftlichkeit und aktive Verantwortung gegenüber Markt, Mitarbeitern und Umwelt. Der
schonende Umgang mit Ressourcen aller Art, der effiziente Weg
von der Idee zum Produkt und die konsequente Vermeidung
von Verschwendung in allen Bereichen bestimmen das Handeln
des Unternehmens. Unser Produktionssystem SYNCHRO steht
beispielhaft dafür. Ressourceneffizienz ist eines der Differenzierungsmerkmale unserer Produkte – weil für unsere Kunden
nicht nur der Kaufpreis, sondern alle Kosten über den Lebenszyklus unserer Produkte als Entscheidungskriterium zählen.
Aktivitäten in Märkten und Produktfeldern
In einem Jahr der Konsolidierung und geringerer Aufträge haben
wir unsere Marktposition behauptet und ausgebaut. Folgende
Maßnahmen und Veränderungen, die unsere Position als Marktund Innovationsführer stützen, kamen im Geschäftsjahr 2009 /10
zum Tragen:
TRUMPF stellt in Deutschland Entwicklungszentrum fertig
Im Rahmen unserer langfristigen Innovationsstrategie haben
wir den Hauptsitz in Ditzingen um ein neues Entwicklungszentrum Werkzeugmaschinen sowie ein Lasertechnik-Zentrum
erweitert. Dabei vergrößerte TRUMPF sein Stammwerk um
Medizintechnik erhält neue US-Zentrale
Seit dem Jahr 2000 befindet sich TRUMPF Medical Systems in
Charleston, South Carolina. Das enorme Wachstum der letzten
Jahre machte eine Investition in ein größeres Gebäude notwendig. Die neue US-Medizintechnik-Zentrale bündelt auf einer
Fläche von rund 2.500 Quadratmetern Vertrieb, Service und
Produktion. Die Kunden haben in den Ausstellungsräumen die
Möglichkeit, neue Technologien und bewährte Lösungen selbst
zu testen.
23
Konfiguration medizintechnischer Produkte erfolgt
in China und in den USA
In großen Märkten und Wachstumsregionen will TRUMPF in der
Medizintechnik durch mehr Kundennähe weiter stark wachsen.
Wir nehmen daher kundenindividuelle Anpassungen bei Operationsleuchten und Deckenstativen nicht mehr zentral, sondern
lokal vor. Für Amerika findet dies in den USA statt, für Asien in
China. Bis kurz vor der Auslieferung lassen sich so die Produkte
im Einklang mit den zahlreichen länderspezifischen Normen
flexibel konfigurieren. Auch kundenseitige Änderungswünsche
können so kurzfristig und schnell umgesetzt werden.
Asien gewinnt stark an Bedeutung
China ist heute einer der wichtigsten Märkte für TRUMPF.
Deshalb haben wir in Taicang, nördlich von Shanghai, ein neues
Werk errichtet. Dieses wurde im Frühjahr 2010 eingeweiht.
Neben der Produktion sind dort ein Schulungszentrum, ein Vorführzentrum und ein Laserapplikationszentrum untergebracht.
Kürzere Lieferzeiten und eine bessere Kundenbetreuung sind
wichtige Vorteile, die sich durch den neuen Standort ergeben.
Forschung und Entwicklung in Millionen €
119,8
135,4
150,6
154,7
129,4
05 / 06
06 / 07
07/ 08
08 / 09
09 / 10
Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung*
849
927
1.070
1.074
1.097
05 / 06
06 / 07
07/ 08
08 / 09
09 / 10
Forschung und Entwicklung
Innovationsgeschwindigkeit bleibt hoch
Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, in die Entwicklung innovativer und zukunftsfähiger Produkte und Technologien zu
investieren. Unsere Ausgaben für Forschung und Entwicklung
erreichten mit 129 Millionen € trotz des Umsatzrückgangs wieder
ein hohes Niveau (Vorjahr 155 Millionen €). Die Forschungsund Entwicklungsquote erhöhte sich auf 9,7 Prozent vom Umsatz.
Wir haben unsere Innovationskraft beibehalten, obwohl auch
die Entwicklungsbereiche zu den unternehmensweiten Sparbemühungen beitrugen. Dies gelang durch stärkere Priorisierung
und Fokussierung auf Projekte mit hoher Bedeutung für Umsatz,
technologischen Fortschritt und Marktstellung. Weltweit wirkten
daran zum Bilanzstichtag 1.097 Mitarbeiter in Forschung und
Entwicklung mit. Dies sind 14 Prozent aller Mitarbeiter.
Diese hohen Investitionen sind auch aufgrund des Technologiewandels in der Lasertechnik notwendig. Dieser hat sich durch
die Wirtschaftskrise beschleunigt. Unternehmen investieren
in neue Laser und Lasersysteme, wenn sie dadurch Vorteile im
24
* Am Stichtag
Wettbewerb erzielen. Dies ist bei Produkten, die über neue
Technologien verfügen, meist der Fall. So kommen Festkörperlaser zunehmend in Laserschneidmaschinen zum Einsatz oder
Ultrakurzpulslaser für die Bearbeitung neuer Werkstoffe. Die
Möglichkeiten, die sich für bisher nicht mit dem Laser bearbeitbare Materialien oder neuartige Anwendungen bieten, sind bei
Weitem noch nicht ausgeschöpft. Zusätzlich erhält der Laser
Impulse durch Megatrends wie Photovoltaik, Elektromobilität
oder Leichtbau in der Großserie.
Wir haben ferner unsere Innovationsbereiche gestärkt. Eine
neu geschaffene Funktion Forschungskoordination betreut alle
externen Forschungsprojekte und setzt Impulse für neue.
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
TRUMPF ist Wegbereiter bei Werkzeugmaschinen
mit Festkörperlasern
Festkörperlaser haben einen hohen Reifegrad erreicht. Ihre
Bedeutung wird in der flexiblen Blechbearbeitung insbesondere
beim Schneiden und Schweißen von Dünnblechen zunehmen.
Dort bieten sie dem Anwender große wirtschaftliche Vorteile.
TRUMPF hat die Baureihe seiner 2-D- und 3-D-Laseranlagen
mit Festkörperlaser im Berichtsjahr deutlich erweitert.
Die neue TruLaser 5030 fiber ist die aktuell vierte Werkzeugmaschine von TRUMPF mit Festkörperlaser. Die 2-D-Laserschneidanlage eignet sich insbesondere zum Schneiden dünner
Bleche. Herzstück ist ein fasergeführter TruDisk Scheibenlaser,
der eine Ausgangsleistung von 3 Kilowatt hat. Die Maschine
nutzt dank ihrer hohen Dynamik die Vorteile des Festkörperlasers voll aus und erreicht sehr hohe Schneidgeschwindigkeiten.
Die neue Anlage senkt so die Teilekosten um bis zu 20 Prozent.
Ein Festkörperlaser für zwei verschiedene Maschinen ist die
zentrale Idee der neuen Stanz-Laser-Kombimaschine TruMatic
3000 fiber. Ein fasergeführter TruDisk Scheibenlaser verbindet
über das TRUMPF LaserNetwork die Maschine zum Stanzen
und Laserschneiden mit der Roboterzelle TruLaser Robot 5020
zum Schweißen. Das erhöht den Nutzungsgrad der Strahlquelle
deutlich. Zudem bietet sich den Kunden die Möglichkeit, ihre
Angebotspalette um Laserschweißen zu erweitern.
Auch bei 2-D-Laserschneidanlagen mit CO2-Laser gab es signifikante Weiterentwicklungen.
Aufgrund geringer Investitions- und Betriebskosten ist die
TruLaser 1030 eine ideale Maschine, um in die Laserbearbeitung
einzusteigen. Die kompakte Maschine benötigt lediglich die
Hälfte der Aufstellfläche einer herkömmlichen Lasermaschine.
Großen Wert legten die Entwickler auf eine einfache, intuitive
Bedienung. Selbst Personen ohne spezifische Laserkenntnisse
können diese Maschine betreiben. Sie feiert insbesondere in
Asien und Amerika Erfolge.
TRUMPF hat eine eigene Maschinenserie für die 2-D-Laserbearbeitung von Überformaten entwickelt. Die TruLaser 8000
ermöglicht die wirtschaftliche und komfortable Bearbeitung
von Blechtafeln bis zu einer Größe von 16 mal 2,5 Metern.
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
Zwei Schneidköpfe und zwei Palettenkonzepte sorgen für
einen variablen Einsatz, beispielsweise um Teile für Windkraftanlagen herzustellen.
Für CO2-Laseranlagen hat TRUMPF einen Spiegelschneidkopf
vorgestellt, der den Wartungsaufwand um 90 Prozent reduziert.
Im Gegensatz zum Linsenschneidkopf, bei dem der Laserstrahl
die Linse durchdringt, fokussiert der Spiegelschneidkopf den
Laserstrahl durch Reflexion an zwei gekühlten Spiegeln. So
führen Verschmutzungen nicht zu starker Erwärmung und damit
zu einer Änderung der Fokussiereigenschaften. Die Spiegel
reagieren selbst auf Spritzer unempfindlich.
Präzision beim Biegen ist schon lange ein Qualitätsmerkmal von
TRUMPF. Der weiterentwickelte taktile Winkelsensor ACB Easy
erledigt das Messen und Regeln des Biegewinkels einfacher und
komfortabler als das bisherige System. Ferner sind die Kontakte
zur Energie- und Datenübertragung direkt in die Werkzeugklemmung integriert. Das reduziert die Rüstzeiten um die Hälfte.
Die neue Software TruTops Monitor zeigt Maschinenzustände
auf einen Blick. Das Programm sammelt alle verfügbaren
Maschinendaten – auch Stillstände oder Pausen – und übermittelt diese, falls gewünscht, auf mobile Endgeräte des
Anwenders. So herrscht jederzeit Klarheit über den Fortschritt
der Fertigungsaufträge.
Kabellose Elektrowerkzeuge sind auf dem Vormarsch
TRUMPF bietet schon seit Jahren netzunabhängige Elektrowerkzeuge an. Im Berichtsjahr haben wir die Entwicklung weiterer
Scheren und Nibbler mit Lithium-Ionen-Akkus forciert. Die Geräte
zeichnen sich durch doppelte Betriebszeit bei 40-prozentiger
Gewichtseinsparung gegenüber der bisher verwendeten NickelCadmium-Technik aus.
Das Kantenformen mit handbetriebenen Maschinen zählt zu
den Alleinstellungsmerkmalen von TRUMPF. Mit dem neuen
selbst laufenden TruTool TKF 1500 kam ein Gerät auf den Markt,
mit dem sich Schweißkanten noch produktiver erzeugen lassen.
Als weltweit einziges Modell verfügt es über einen automatischen Eigenantrieb.
25
Neue Lasertechnologien gestalten den
Produktionsprozess effizienter
TRUMPF hat im Berichtsjahr die bestehenden Technologieplattformen weiterentwickelt, um den Lasern neue Anwendungen zu
erschließen und Produktionsprozesse effizienter und ressourcenschonender zu gestalten. Dazu leistet die Applikationsentwicklung einen wichtigen Beitrag. Für jede unserer Schlüsselbranchen stehen Applikationsexperten zur Verfügung, die
gemeinsam mit unseren Kunden maßgeschneiderte Branchenlösungen erarbeiten. Grundlage dafür ist unser breites Portfolio
an Strahlquellen, sodass wir für nahezu jede Anwendung
einen passenden Laser anbieten können.
TRUMPF hat die Scheibenlaser seiner TruDisk Serie weiterentwickelt. Sie leisten im Vergleich zur Vorgängergeneration
mit 4 Kilowatt die doppelte Leistung pro Scheibe. Der Laser
wird zunächst mit Ausgangsleistungen bis zu 16 Kilowatt
erhältlich sein. Die hohen Strahlqualitäten ermöglichen das
Scannerschweißen aus großer Entfernung und Anwendungen
im Getriebeschweißen. Auch die Bauweise ist kompakter
geworden. In der 4-Kilowatt-Klasse verringerte sich der Flächenbedarf um 60 Prozent. Dies reduziert, zusammen mit der
langen Lebensdauer und der hohen Energieeffizienz des
Scheibenlasers von bis zu 30 Prozent, die Investitions- und
Betriebskosten deutlich.
Neue technologische Maßstäbe setzt TRUMPF mit den Diodenlasern der TruDiode Serie. Es sind Diodenlaser mit Ausgangsleistungen von 800, 1.000, 2.000 und 3.000 Watt zum Schweißen,
Löten, Härten und Umschmelzen verfügbar. Im hohen Leistungsbereich erreichen sie eine Strahlqualität, die der Qualität
lampengepumpter Hochleistungslaser entspricht. Aufgrund
ihres hohen Wirkungsgrads entsprechen die Betriebskosten der
Laser der TruDiode Serie nur etwa einem Zehntel der Betriebskosten lampengepumpter Laser. So sind sie für Schweißapplikationen prädestiniert, die bisher mit lampengepumpten Lasern
durchgeführt werden.
Mit zusätzlichen Leistungsklassen eröffnet die neue Faserlasergeneration der TruFiber Serie den Anwendern neue Möglichkeiten beim Schweißen und Schneiden feinster Konturen.
TRUMPF hat die Baureihe um Laserleistungen von 200 und
400 Watt erweitert.
26
Die bewährte Serie TruLaser Cell 7000 für die 2-D- und
3-D-Lasermaterialbearbeitung verfügt nun ebenfalls über eine
Variante mit fasergeführtem TruDisk Festkörperlaser. Der
Festkörperlaser ist speziell im Dünnblechbereich hochproduktiv
und erzielt geringere Teilekosten.
Die Bedeutung von Lasern für die Mikrobearbeitung als Wachstumstreiber wird steigen. Mit ihren ultrakurzen Pulsen und
ihrer hohen Brillanz können diese Laser Materialien und Bauteile
mit einer Qualität und Funktionalität bearbeiten, bei denen
alternative Verfahren an ihre Grenzen stoßen.
Ob in der Solarindustrie oder in der Halbleitertechnik, die Laser
der TruMicro Serien haben sich bereits als zuverlässiges und
präzises Werkzeug bewährt. TRUMPF hat die Laser zur Mikrobearbeitung um den TruMicro 7250 erweitert. Er arbeitet
fasergeführt mit einer mittleren Leistung von 400 Watt. Der
Laser eignet sich für die Herstellung von Dünnschicht- und
Leistungstransistoren in der Halbleiter- und Flachbildschirmproduktion. Auch die Ultrakurzpulslaser der TruMicro Serie 5000
haben wir optimiert. Der TruMicro 5000 ist der leistungsstärkste
kommerzielle Pikosekundenlaser, der nahezu jedes Material
ohne Wärmeeintrag verdampft. Anforderungen, Werkstoffe
ohne thermische Einflüsse mit hoher Produktivität zu bearbeiten, ergeben sich beispielsweise in der Photovoltaik.
Neue Markierlaser aus der TruMark Serie 6000 erweitern
die Anwendungsmöglichkeiten beim Beschriften. Mit dem
TruMark 6030 und dem TruMark 6140 stehen Anwendern
nun insgesamt sechs Hochleistungswerkzeuge in jeder für
die Oberflächenbearbeitung erforderlichen Wellenlänge zur
Verfügung. Sie können Metalle, Keramiken oder Kunststoffe
beschriften – sowohl mit technischen Kennzeichnungen als
auch gestalterischen Oberflächenmarkierungen.
Auch die Markierlaserfamilie der TruMark Serie 3000 hat
TRUMPF erweitert. Der neue TruMark 3230 ist mit seiner
grünen Wellenlänge von 532 Nanometern prädestiniert,
um die unterschiedlichsten Buntmetalle, Legierungen oder
auch Bauteile aus Silizium und Kunststoff kostengünstig
zu kennzeichnen.
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
Elektronik arbeitet an Generatoren für Technologien
von morgen
Homogene, dünne Beschichtungen sind entscheidend für
die Qualität von Photovoltaikanlagen und Flachbildschirmen.
Die dafür erforderliche Plasmaerzeugung erfolgte bisher mit
hochpreisigen gepulsten Prozess-Stromversorgungen. Die neue
Generation vollständig wassergekühlter Gleichstromgeneratoren
der neuen TruPlasma DC Serie 3000 ist dazu eine kostengünstige Alternative. Technologisch einzigartig ist ihr innovatives
Arc-Management. Arcs sind elektrische Überschläge, die aufgetragene Beschichtungen beschädigen. Das neue Gerät eignet
sich insbesondere für die Materialien, die zu diesen Überschlägen
neigen. Das sonst erforderliche aufwendige Pulsen entfällt.
Bei Verfahren wie dem Beschichten von Architekturglas
mit Zinkoxid stellt das gezielte Zünden des Plasmas eine
Herausforderung dar. Aus diesem Grund hat TRUMPF eine
innovative Zündhilfe entwickelt, die den Prozess schneller
und sicherer gestaltet.
Auf der Induktionsseite hat TRUMPF ein Verfahren zur induktiven Erwärmung von Spritzgießwerkzeugen mitentwickelt.
INDUMOLD ist eine effiziente Alternative zur Werkzeugtemperierung. Die Vorteile gegenüber herkömmlichen Verfahren mit
Öl oder Wasser sind hohe Oberflächenqualitäten bei einem
gleichzeitig beschleunigten Fertigungsprozess und reduzierten
Kosten. Die Generatoren TruHeat MF 3010 bis 7040 liefern
dafür die passende Energie.
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
chirurgischer Disziplinen, insbesondere Neuro-, Herz- und
Gefäßchirurgie, genutzt werden. Die einzelnen Elemente des
Operationssaals sind über Softwareschnittstellen verbunden.
Dies erleichtert den Datenaustausch und die Steuerung
der Abläufe im Operationssaal. Das Spitzenmodell unserer
OP-Tisch-Reihe, der TruSystem 7500, ist voll hybridfähig.
Weitere Modelle folgen.
Im Laufe der Zeit ändern sich Anforderungen und Kundenwünsche. Dem trägt unser neues Geräteträger-System TruPort
Rechnung. Es lässt sich flexibel an zukünftige Entwicklungen
in der Medizintechnik anpassen. Als weltweit erstes seiner Art
verfügt es über ein Schienen- und Bussystem. So lassen sich
die benötigten Geräte im Arbeitsbereich von Arzt und Pflegepersonal schnell und individuell auch situationsbezogen
konfigurieren. Dies erfolgt ohne Werkzeuge oder die Hilfe
eines Servicetechnikers einfach über Steckverbindungen.
Eine neue TRUMPF OP-Leuchte erleichtert das Operieren
durch automatische Einstellung der Beleuchtungsstärke. Die
TruLight 5000 verfügt über die einzigartige Funktion „Adaptive
Light Control Plus“. Diese gewährleistet während der gesamten
Operation optimale Lichtverhältnisse, ohne dass Chirurg oder
Assistenten die Einstellungen der Operationsleuchten nachjustieren müssen. Auch eine Kamera zur Bildübertragung lässt
sich integrieren.
Beschaffung
Eine Vielzahl weiterer Entwicklungen stießen wir an, die im
kommenden Geschäftsjahr in den Markt kommen werden.
Medizintechnik entwickelt den Operationssaal
der Zukunft
Anwender medizintechnischer Produkte für den Operationssaal
und die Intensivpflege fragen vermehrt integrierte Lösungen
aus einer Hand nach. Deshalb entwickelt und arbeitet TRUMPF
eng mit Partnern zusammen – wie etwa beim Zukunftsthema
Hybrid-OP. Dabei handelt es sich um einen kombinierten
Operationssaal. Dieser kann sowohl für aufwendige Diagnostik,
beispielsweise mittels Magnetresonanz- oder Computertomografie, als auch für offene Operationen unterschiedlicher
Lieferantenmanagement bewährt sich in Zeiten
starker Schwankungen
Die Phase rückläufiger Umsätze schlug sich bis Ende 2009 in
deutlich verminderten Beschaffungs- und Logistikvolumina
nieder. Viele unserer Lieferanten spürten dies. Erfreulicherweise
verzeichneten wir nahezu keine Ausfälle durch Insolvenzen.
Wir hielten zu jeder Zeit engen Kontakt zu unseren Lieferanten
und hatten so mögliche Risiken im Blick.
27
Unsere zweite Geschäftsjahreshälfte war von starkem wirtschaftlichem Wachstum geprägt. Viele Lieferanten stoßen in einer
solchen Situation schnell an ihre Grenzen. Zudem verknappt eine
sprunghaft ansteigende Nachfrage Rohstoffe, Komponenten
und Fertigungskapazitäten. Schon sehr früh haben wir mit
unseren Partnern über den Aufschwung, die zu erwartenden
Wachstumsraten und Abnahmemengen gesprochen. Einzelne
Lieferengpässe bei Elektronikteilen oder anderen Bauelementen
konnten wir nicht immer vermeiden. Durch aktives Beschaffungsmanagement aber war die Produktion zu jeder Zeit sichergestellt. Zum Ende des Geschäftsjahrs hat sich die Beschaffungslage wieder normalisiert.
Als Antwort auf die zunehmende Internationalisierung des
Einkaufs und zusätzliche Aufgaben haben wir den Zentraleinkauf neu organisiert. Im Zentrum stand die Trennung operativer und strategischer Aufgaben, verbunden mit einer deutlichen Stärkung unserer Technologieexpertenteams. Sie arbeiten
eng mit der Entwicklung zusammen und beziehen die hohe
Innovationskraft unserer Lieferanten in die Technologie- und
Beschaffungsstrategie mit ein.
Auch auf der Beschaffungsseite unterstützen wir die Asienstrategie unseres Unternehmens. Die Vorbereitungen dazu
wurden im Berichtsjahr abgeschlossen. Im Werk Taicang
(China) sitzt zukünftig ein zentraler Einkaufsbereich, der für
die TRUMPF Gruppe Lieferanten aus der Region Asien-Pazifik
qualifiziert und für eine reibungslose Beschaffung sorgt.
Produktion
TRUMPF nahm chinesisches Produktionswerk
für Werkzeugmaschinen in Betrieb
Die Auslastung unserer Werke war krisenbedingt zu Beginn
des Geschäftsjahrs 2009 / 10 schwach. Sie stieg jedoch im
Jahresverlauf kontinuierlich durch das Wachstum im Auftragseingang. Zum Ende des Geschäftsjahrs berichteten die meisten
der 21 Produktionsstandorte innerhalb unseres weltweiten
Fertigungsverbunds wieder über eine ausreichende Auslastung.
28
Aufgrund unseres flexiblen Produktionssystems waren wir in
der Lage, unsere Produktionskapazitäten weltweit der Auftragslage unmittelbar anzupassen. Es gelang uns, die Lieferzeiten
für unsere Kunden sowohl im Ab- als auch im Aufschwung
konstant zu halten. Wir konnten einen Lageraufbau vermeiden
und das Wachstum des Working Capital begrenzen.
Im Berichtsjahr weihte TRUMPF ein neues Produktionswerk
in der Nähe von Shanghai offiziell ein. Am Standort Taicang
stellen wir Werkzeugmaschinen für den chinesischen Markt
und Operationstische her. Das Werk beschäftigt rund 200 Mitarbeiter. Auch ein Zulieferbetrieb für Blechbauteile befindet
sich dort. Der Ausbau der lokalen Produktion ermöglicht uns,
deutlich besser auf die Anforderungen unserer chinesischen
Kunden einzugehen als bisher.
Prozesse und Organisation
Führungskräfte stellen Organisation erfolgreich
auf den Prüfstand
Im Berichtsjahr galt es, Prozesse und Strukturen an das gesunkene Umsatzniveau anzupassen, aber gleichzeitig auch die
Wachstumsbasis für die Zukunft zu legen. Alle Führungskräfte
weltweit stellten deshalb in mehr als 20 Workshops ihre
Organisationseinheiten auf den Prüfstand. Funktions- und
Bereichsänderungen erfolgten wo immer möglich unter
der Prämisse, die Beschäftigung der Mitarbeiter zu sichern.
Als Reaktion auf den Nachfragerückgang haben wir das im
vergangenen Geschäftsjahr begonnene Ergebnisverbesserungsprogramm fortgeführt. Alle Tochtergesellschaften weltweit
sind daran beteiligt. Insgesamt konnten wir in den letzten
beiden Jahren Einsparungen in Höhe von 160 Millionen €
erzielen. Sie entfallen zu 60 Prozent auf Kapazitätskosten
und zu 40 Prozent auf Einkaufs- und Sachkosten. Das Einsparvolumen entspricht circa 7,5 Prozent des Umsatzes im
Vorkrisen-Geschäftsjahr 2007 / 08.
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
Organisationsentwicklung unterstützt
Kapazitätsanpassungen
Der Bereich Organisationsentwicklung unterstützte einzelne
Abteilungen oder ganze Gesellschaften dabei, ihre Prozesse
und Strukturen zu optimieren. Der Beratungsschwerpunkt lag
dabei auf bereichsübergreifenden Prozessen. Die strategische
Neuausrichtung von Unternehmensbereichen und die Anpassung der zugehörigen Organisation waren weitere wichtige
Aufgaben unserer internen Berater.
Mitarbeiter
Prozesse und Standards bewähren sich
Seit Jahren ist der TRUMPF Qualitätsstandard für alle unsere
Produktionsstandorte verbindlich. Wesentliche Geschäftsprozesse unterziehen wir jährlich einem internen Audit. Daran
haben wir im Berichtsjahr bewusst festgehalten, um festzustellen, ob Prozessverbesserungen greifen und wo sich weitere
Verbesserungsmöglichkeiten ergeben. Insbesondere in der
Krise bewährten sich die klaren Prozesse und einheitlichen
Standards, an denen sich die Organisation und die Mitarbeiter
orientieren konnten.
An den Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz
nutzten wir zunächst die Flexibilisierungsmöglichkeiten, die
sich durch die jeweiligen Bündnisse für Arbeit ergaben. Im
Berichtsjahr führte TRUMPF für die Mehrzahl der Mitarbeiter
an vielen dieser Standorte Kurzarbeit ein. Die Ausfallzeit betrug
im Jahresdurchschnitt 12 Prozent. Auch in den USA bot sich
die Möglichkeit, die Arbeitszeit mit Hilfe eines staatlichen
Ausfallgelds zu reduzieren. Bei allen Maßnahmen haben wir
mit Augenmaß gehandelt. Es ist uns in der Krise gelungen,
unsere Service- und Vertriebsfunktionen in vollem Umfang
aufrechtzuerhalten.
Eine regelmäßige externe Zertifizierung bietet unseren Kunden
die Gewähr, dass der TRUMPF Qualitätsstandard den Anforderungen der Zertifizierungsrichtlinie DIN EN ISO 9001 entspricht.
Im Geschäftsbereich Medizintechnik erfüllen wir zudem weitere
gesetzliche Anforderungen.
Verbesserte IT-Leistungen senken Gesamtkosten
Neben Prozessoptimierungen unterstützten wir im IT-Bereich
durch Neuausschreibung externer Leistungen die Bemühungen,
Kosten einzusparen. Erhebliche Reduktionen ließen sich durch
neue Rahmenverträge zum Beispiel für Telekommunikationsleistungen erzielen. Der Betrieb unserer zentralen Geschäftsanwendungen erfolgt durch einen externen Dienstleister. Wir
haben diese Arbeitsleistungen neu vergeben. Die Daten und
Anwendungen wurden ohne Störung des laufenden Betriebs
erfolgreich auf die neue Plattform überführt.
Beschäftigungssicherung steht im Zentrum
TRUMPF passte die Kapazitätskosten flexibel an den Rückgang
der Nachfrage an. Dabei nutzten wir schnell und konsequent
die Möglichkeiten, die sich uns in den einzelnen Ländern boten.
Bei allen Maßnahmen galt der Grundsatz, Beschäftigung zu
sichern und unsere gut ausgebildeten Fachkräfte und Spezialisten zu halten, die wir im Aufschwung brauchen.
Für die zentralen Standorte Ditzingen, Gerlingen und Hettingen
haben Geschäftsführung und Betriebsrat zum Geschäftsjahresende einen Pakt für Beschäftigungssicherung geschlossen. Langwierige Verhandlungen verhinderten eine frühere Einführung.
Bis Ende 2011 wird es keine betriebsbedingten Kündigungen
geben. Im Gegenzug leisten die Mitarbeiter durch Entgeltverzicht
einen Beitrag zur Kostensenkung. Vergleichbare Vereinbarungen
schlossen wir an den Standorten Schramberg und Neukirch.
Das Unternehmen initiierte weitere Maßnahmen, um das Stammpersonal zu halten. So bot es Mitarbeitern die Verlängerung des
Erziehungsurlaubs an. Auch ein Sabbatical nutzen viele beispielsweise für ihre individuelle Weiterbildung.
Unsere Mitarbeiter zeigten im Rahmen der kurzarbeitsbedingten
Qualifizierungsoffensive sehr großes Interesse an IT-Schulungen.
Diese Nachfrage haben wir intern durch ein erweitertes Seminarangebot bedient.
29
Nicht in allen Ländern sind solche flexiblen Instrumente vorhanden, um die Kapazitäten unmittelbar der Nachfrage anzupassen. In vielen Ländern leisteten die Mitarbeiter durch
Gehaltsverzicht von bis zu 10 Prozent einen Beitrag zur Beschäftigungssicherung. An einigen Standorten ließ sich trotzdem
ein Stellenabbau von insgesamt rund 150 Arbeitsplätzen nicht
vermeiden. Betroffen waren Standorte unter anderem in England,
Frankreich, Italien, Russland, in der Schweiz und in den USA.
Mitarbeiter nach Regionen*
Anzahl
in %
Asien-Pazifik / Sonstige
571
7,2
Amerika
744
9,4
Europa
(ohne Deutschland)
2.143
27,0
Deutschland
4.470
56,4
Gesamt
7.928
100,0
Qualifizierung spielt bei TRUMPF eine große Rolle. Schon
seit Jahren bietet das Unternehmen umfassende Qualifizierungsmaßnahmen für seine Mitarbeiter an: von technischen
Schulungen über Softwarekurse bis hin zu Sprachunterricht.
Die gesetzlichen Neuregelungen in Deutschland, Mitarbeiter
in Kurzarbeit qualifizieren zu dürfen, nutzte das Unternehmen
seit September 2009, um die Anstrengungen in der Weiterbildung zusätzlich zu verstärken. Neben klassischen Seminaren
kamen verstärkt Schulungen in Form von Workshops, Hospitanzen und Exkursionen zum Einsatz. Insgesamt resultierte
dies in über 20.000 Schulungstagen.
Neben den Maßnahmen zur Qualifizierung in Kurzarbeit haben
wir die neu geschaffene Möglichkeit genutzt, Hochschulabsolventen naturwissenschaftlicher Studiengänge auch während
der Kurzarbeit einzustellen. Wir sehen es als unsere Verpflichtung an, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Perspektiven
für Hochschulabgänger zu bieten. Wir haben im laufenden
Geschäftsjahr 30 Absolventen eingestellt, um sie in einem
18-monatigen Qualifizierungsprogramm auf eine Aufgabe bei
TRUMPF vorzubereiten.
* Am Stichtag
All diese Maßnahmen führten zu einem Abbau fixer und flexibler
Kapazitäten. Zum 30. Juni 2010 waren 7.928 Mitarbeiter für
TRUMPF tätig (Vorjahr 7.965 Mitarbeiter). Die Mitarbeiterzahl
blieb nahezu konstant, da 167 Mitarbeiter von SPI Lasers erstmals
in den Konzernabschluss einbezogen wurden. In Deutschland
ging die Zahl der Mitarbeiter um 1,8 Prozent auf 4.470 (Vorjahr 4.554 Mitarbeiter) zurück. An den ausländischen Standorten stieg die Zahl der Mitarbeiter leicht um 1,4 Prozent auf
3.458 Mitarbeiter (Vorjahr 3.411 Mitarbeiter).
Wichtig bleibt die Ausbildung junger Menschen zu Fachkräften
oder Ingenieuren und Betriebswirten im dualen BachelorStudiengang. Dazu bekennen wir uns insbesondere in Zeiten
wie diesen. 413 Auszubildende und Studierende waren bei
TRUMPF im Berichtsjahr tätig (Vorjahr 414). Die Ausbildungsquote in der Gruppe lag bei 5,2 Prozent (Vorjahr 5,1 Prozent).
30
Ertrags-, Vermögensund Finanzlage
Umsatzentwicklung
Nachfragebelebung mindert Umsatzrückgang
Der Umsatz der TRUMPF Gruppe sank im Geschäftsjahr 2009 /10
um 19 Prozent auf 1,34 Milliarden € (Vorjahr 1,66 Milliarden €).
Aufgrund der guten zweiten Geschäftsjahreshälfte fiel der
Umsatzrückgang geringer aus, als wir zu Beginn des Geschäftsjahrs erwartet hatten. Als einziger Geschäftsbereich kam die
Medizintechnik mit Umsatzwachstum durch die Wirtschaftskrise. Die übrigen Geschäftsbereiche der TRUMPF Gruppe verzeichneten Rückgänge.
Die tiefste Rezession der Nachkriegsgeschichte ist Vergangenheit. Fast alle Volkswirtschaften haben die Talsohle durchschritten, und weltweit belebte sich die Nachfrage nach Investitionsgütern seit Ende 2009 wieder. In der Folge nahmen unsere
Auftragseingänge und zeitverzögert der Umsatz wieder zu.
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
Werkzeugmaschinen und Elektrowerkzeuge mussten
einen Umsatzrückgang hinnehmen
Der Umsatz des Geschäftsbereichs Werkzeugmaschinen und
Elektrowerkzeuge sank um 21 Prozent auf 1,05 Milliarden €
(Vorjahr 1,33 Milliarden €).
Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie erlebte einen historischen Umsatzeinbruch in der Größenordnung von 30 Prozent.
Unser Geschäftsfeld Werkzeugmaschinen entwickelte sich
besser als die Branche. Zwar waren alle Technologien noch von
sinkender Nachfrage betroffen, und auch der Bedarf an Dienstleistungen ging zurück. Als richtige Antwort darauf erwies
sich aber die Innovationsoffensive, die wir bereits im Jahr 2008
gestartet hatten: Die neuen Produkte konnten bereits viele
Kunden überzeugen. Vor allem die 2-D-Laserflachbettmaschinen
trieben die positive Entwicklung an; mit der Einführung von
Laseranlagen mit fasergeführten Festkörperlasern unterstrich
TRUMPF seine Innovationsführerschaft.
Der Umsatzrückgang des Geschäftsfelds Elektrowerkzeuge entsprach in etwa dem der stationären Werkzeugmaschinen.
Lasertechnik und Elektronik sehen Aufwärtstrend
Der Umsatz des Geschäftsbereichs Lasertechnik und Elektronik
ging um 8,0 Prozent auf 387 Millionen € zurück (Vorjahr
421 Millionen €).
Das Geschäftsfeld Lasertechnik verzeichnete eine deutliche
Erholung der Investitionsbereitschaft in den letzten 6 Monaten
des Geschäftsjahrs. Positive Impulse setzten erfolgreiche
Messen und die durchweg hohe Nachfrage nach Festkörperlasern mit Scheibe oder Faser als Strahlquelle. Weltweit erholte
sich der Lasermarkt.
Im Geschäftsjahr 2009 / 10 erzielte TRUMPF 58 Prozent oder
771 Millionen € seines Drittumsatzes mit laserrelevanten
Produkten der Geschäftsfelder Werkzeugmaschinen und
Lasertechnik.
Das Geschäftsfeld Elektronik löste sich früher als unsere anderen
Arbeitsfelder in der Fertigungstechnik aus der Krise – auch
dank eines Großauftrags für Plasmageneratoren. Diese kommen
bei der Herstellung von Flachbildschirmen, Architekturglas und
Photovoltaikflächen zum Einsatz. In der Induktion profitierte
das Geschäftsfeld Elektronik im Bereich der Epitaxie von der
großen Nachfrage nach Leuchtdioden. Die Auftragseingänge
für Laseranlagen wirkten sich positiv bei Lasergeneratoren aus.
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
Medizintechnik wächst weiter
Ein Wachstum von 7,9 Prozent auf 151 Millionen € Umsatz
(Vorjahr 140 Millionen €) erzielte der Geschäftsbereich Medizintechnik. Damit stieg dessen Anteil am Gesamtumsatz der
Geschäftsbereiche auf 9,5 Prozent. Alle Produktbereiche, mit
Ausnahme des OEM-Geschäfts, trugen zum Umsatzzuwachs
bei. In vielen Regionen der Welt besteht ein hoher Bedarf für
medizintechnische Ausstattung. Aufgrund dieser Nachfrage
blieb die Medizintechnik von der Krise verschont.
Umsatz nach Geschäftsbereichen*
in Millionen €
in %
Medizintechnik
150,7
9,5
Lasertechnik / Elektronik
387,4
24,3
Werkzeugmaschinen /
Elektrowerkzeuge
1.054,0
66,2
Gesamt
1.592,1
100,0
* Konsolidiert innerhalb des Geschäftsbereichs
Umsatzanteile verschieben sich zugunsten Asiens
Der Umsatz der TRUMPF Gruppe nahm in Asien zweistellig zu.
In allen anderen Regionen kam es zu Umsatzrückgängen, am
stärksten in Europa. Größter Einzelmarkt blieb der Heimatmarkt
Deutschland mit 28 Prozent Anteil am Umsatz der Unternehmensgruppe. Westeuropa (ohne Deutschland) hatte einen
Anteil von 27 Prozent am Umsatz von TRUMPF. Die mittel- und
osteuropäischen Länder verzeichneten weitere Umsatzeinbrüche.
Der Anteil am Gesamtumsatz ist allerdings immer noch mit
7,8 Prozent auf Vorjahresniveau. Der Anteil Amerikas, Asiens
und der übrigen Regionen stieg – insbesondere durch Asien –
auf 37 Prozent. Rund ein Fünftel des Konzernumsatzes erzielte
die Gruppe in den asiatischen Märkten. Unser strategisches
Ziel ist es, in Asien weiter zu wachsen.
31
Umsatz nach Regionen in Millionen €
1.645,5
1.937,9
2.144,0
1.662,6
1.340,0
Gesamt
634,5
573,2
552,6
451,5
776,2
891,7
607,2
377,3
Deutschland
469,0
Europa (ohne Deutschland)
479,2
493,7
Amerika /Asien-Pazifik / Sonstige
08 / 09
09 / 10
630,8
586,8
588,5
617,8
05 / 06
06 / 07
07 / 08
Europa verbucht Einbußen
In Deutschland ging der Umsatz von TRUMPF stark zurück, und
zwar um 32 Prozent auf 377 Millionen € (Vorjahr 553 Millionen €). Im übrigen Westeuropa ist der Umsatz ebenfalls deutlich
gesunken – um 27 Prozent auf 365 Millionen € (Vorjahr 499 Millionen €). Die Nachfrage brach vor allem in Frankreich, Italien,
Spanien und Österreich ein. Zuwächse erzielte TRUMPF dagegen
in Großbritannien, Norwegen und Finnland. In Mittel- und Osteuropa ging der Umsatz um 21 Prozent auf 104 Millionen €
zurück (Vorjahr 132 Millionen €).
Asien wächst, Amerikas Umsatz sinkt
In Nord-, Mittel- und Südamerika sank der Umsatz um 10 Prozent auf 212 Millionen € (Vorjahr 235 Millionen €). Während
in den USA, Kanada und Mexiko die Geschäftstätigkeit rückläufig war, stieg der Absatz in Brasilien – getrieben von Investitionen der heimischen Wirtschaft in Infrastruktur und Projekte
in der Erdölindustrie.
Auftragseingang übertrifft Umsatz
TRUMPF verzeichnete in nahezu allen Märkten einen Anstieg
im Auftragseingang. Dieser beschleunigte sich zum Geschäftsjahresende. Der Auftragseingang der TRUMPF Gruppe lag
mit 1,49 Milliarden € um 6,2 Prozent über dem Vorjahreswert
(1,40 Milliarden €). Der Auftragseingang fiel damit deutlich
höher als der Umsatz aus. Allerdings liegt der Auftragseingang
immer noch beträchtlich unter dem Niveau des Rekordjahrs
2007 / 08 (2,15 Milliarden €).
Der Auftragsbestand erhöhte sich um 48 Prozent auf 464 Millionen € (Vorjahr 313 Millionen €).
Auftragseingang in Millionen €
1.758,9 2.038,6 2.153,4 1.402,1 1.488,4
In der Region Asien-Pazifik befindet sich TRUMPF auf einem
Wachstumspfad. Der Umsatz nahm um 15 Prozent auf
273 Millionen € (Vorjahr 238 Millionen €) zu. Nicht nur China,
sondern auch Korea erwies sich als guter Markt für Fertigungstechnik. Auch in Indien und Taiwan konnten wir Zuwächse
erzielen. China avancierte zum drittgrößten Einzelmarkt für
TRUMPF nach Deutschland und den USA.
05 / 06
32
06 / 07
07/ 08
08 / 09
09 / 10
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
Ergebnis
Erneuter Umsatzrückgang führt zu Verlust
Im Geschäftsjahr 2009 / 10 wurde ein Ergebnis vor Steuern
von - 59 Millionen € (Vorjahr + 52 Millionen € ) erzielt. Zwar
führte die verbesserte Umsatzlage zum Geschäftsjahresende zu
ausgeglichenen operativen Monatsergebnissen. Auch das im
Vorjahr gestartete Programm, um die Kosten in allen Bereichen
weltweit zu senken, brachte Einsparungen in Höhe von insgesamt 160 Millionen €. Gleichwohl belastete die ausbleibende
Nachfrage im ersten Halbjahr das Ergebnis nachhaltig.
Ergebnis vor Steuern in Millionen €
204,8
Umsatzrendite
266,0
301,4
52,2
- 59,4
05 / 06
06 / 07
07/ 08
08 / 09
09 / 10
12,4 %
13,7 %
14,1 %
3,1 %
- 4,4 %
Die Bestandserhöhung von rund 13 Millionen € (Vorjahr Verminderung um 58 Millionen €) resultierte im Wesentlichen aus dem
im zweiten Halbjahr deutlich gestiegenen Produktionsvolumen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um
47 Prozent auf 54 Millionen € (Vorjahr 102 Millionen €). Dies
ist maßgeblich bedingt durch den Rückgang der Kursgewinne
gegenüber dem Vorjahr. Wir haben das Verfahren bei der
Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen
verbundenen Unternehmen gegenüber dem Vorjahr geändert.
Die durch Stichtagsbewertung entstehenden unrealisierten
Kursgewinne und Kursverluste werden nicht mehr erfolgswirksam vereinnahmt. Dadurch fallen vor allem die Kursverluste
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
im laufenden Geschäftsjahr deutlich geringer aus. In Summe
ergab sich aus dem Verfahrenswechsel ein positiver Ergebniseffekt in Höhe von 7,5 Millionen €.
Der Rückgang des Absatzvolumens schlug sich auch beim
Aufwand für Material und bezogene Leistungen nieder. Dieser
verminderte sich um 14 Prozent auf 661 Millionen € (Vorjahr
769 Millionen €). Die Materialaufwandsquote bezogen auf die
Gesamtleistung erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um
einen Prozentpunkt auf 49 Prozent. Hauptverantwortlich dafür
waren neben der gesunkenen Nachfrage ein höherer Preisdruck
in einigen Märkten und ein veränderter Produktmix.
Bei leicht verminderter Mitarbeiterzahl nahm der Personalaufwand um 3,5 Prozent auf 461 Millionen € (Vorjahr 477 Millionen €) ab. Mit dem Abbau von Arbeitszeitkonten, Kurzarbeit
und Entgeltverzicht der Mitarbeiter konnten wir die Kapazitätskosten reduzieren. Gegenläufig war eine höhere Zuführung
bei den Personalrückstellungen. Diese resultierte maßgeblich
aus einer Anpassung des Zinssatzes zur Ermittlung der Pensionsund Altersteilzeitrückstellungen an das Marktniveau. Dies
erfolgte mit Blick auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen deutlich
um 20 Prozent auf 275 Millionen € (Vorjahr 345 Millionen €)
zurück. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem erfolgreich
umgesetzten Kostensenkungsprogramm. Seine Effekte kamen
in diesem Geschäftsjahr voll zum Tragen. Auch die Kosten für
flexible Kapazitäten und externe Dienstleistungen verringerten
sich. Aufgrund des bereits bei den sonstigen betrieblichen
Erträgen beschriebenen Verfahrenswechsels gingen die Kursverluste deutlich zurück. Gegenläufig erhöhten sich die Einzelwertberichtigungen auf einzelne Forderungen.
Erhöhte Zinsaufwendungen und geringere Erträge aus Zinsen
belasteten das Finanz- und Beteiligungsergebnis. Es ergab sich
insgesamt ein negatives Finanzergebnis von 11 Millionen €
(Vorjahr 9,8 Millionen €).
Aufgrund des Verlusts reduzierte sich der Steueraufwand gegenüber dem Vorjahr deutlich um 22 Millionen € auf 11 Millionen €.
Der Konzernjahresfehlbetrag betrug 70 Millionen € (Vorjahr
Konzernjahresüberschuss 19 Millionen €).
33
Vermögens- und Finanzlage
Eigenkapitalquote bleibt über der 50-Prozent-Marke
Im Verlauf des Berichtsjahrs verringerte sich die Bilanzsumme um
0,6 Prozent auf 1,51 Milliarden € (Vorjahr 1,52 Milliarden €).
Das Anlagevermögen sank um 2,8 Prozent auf 566 Millionen €
(Vorjahr 583 Millionen €). Der Zuwachs bei den immateriellen
Vermögensgegenständen resultiert unter anderem aus der
Entwicklung neuer Maschinensoftware. Investitionen des Unternehmens in Ditzingen und Taicang (China) erhöhten maßgeblich
die Sachanlagen.
Der Rückgang der Finanzanlagen um 40 Millionen € ist hauptsächlich durch die erstmalige Vollkonsolidierung des englischen
Laserunternehmens SPI Lasers plc bedingt. Im Vorjahr haben
wir SPI noch in den Finanzanlagen ausgewiesen. Im Zuge dieser
erstmaligen Vollkonsolidierung haben wir die Markenrechte von
SPI aktiviert und diese unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen.
Das Umlaufvermögen einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten lag mit 942 Millionen € leicht über dem Vorjahresniveau
(Vorjahr 936 Millionen €). Die Vorräte erhöhten sich um 7 Millionen € auf 358 Millionen €. Aufgrund unserer sehr flexiblen
Produktionsorganisation konnte die steigende Nachfrage rasch
bedient werden. Der deutlich bessere Auftragseingang zum
Geschäftsjahresende im Verhältnis zum Vorjahr schlug sich in
den erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 53 Millionen €
nieder (Vorjahr 30 Millionen €).
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 4 Millionen € auf 408 Millionen €. Auch bei den
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen spiegelt sich der
gute Absatz zum Ende des Geschäftsjahrs wider. Das Zahlungsverhalten unserer Kunden hat sich wieder normalisiert. Der
Rückgang bei den Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen ist auf die Rückzahlung eines kurzfristigen Darlehens
zurückzuführen.
Die Positionen Wertpapiere und liquide Mittel sanken um
4 Millionen € auf insgesamt 160 Millionen €. Wir hatten
frühzeitig begonnen, ausreichende finanzielle Reserven aufzubauen, um die Liquidität des Unternehmens zu sichern. Dies
geschah durch die Aufnahme von Krediten mit Laufzeiten
von bis zu fünf Jahren. Diese liquiden Mittel haben wir kurzfristig am Geldmarkt angelegt. Der Finanzmittelbestand erhöhte
sich um 0,8 Prozent auf 204 Millionen € (Vorjahr 203 Millionen €). Die Nettoverschuldung blieb während der gesamten
Krise relativ konstant. Sie lag zwischen 70 und 80 Millionen €.
Bilanzstruktur in Millionen €
Aktiva
1.518,0 1.508,6
Passiva
Eigenkapital
Anlagevermögen
38,4 %
37,5 %
52,8 %
50,3 %
Umlaufvermögen
61,6 %
62,5 %
0,7 %
0,7 %
15,3 %
17,2 %
Rückstellungen
31,2 %
31,8 %
Verbindlichkeiten
08 / 09
34
1.518,0 1.508,6
09 / 10
08 / 09
09 / 10
Sonderposten
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
Das Eigenkapital sank um 5,4 Prozent auf 759 Millionen €
(Vorjahr 802 Millionen €). Maßgeblich hierfür war neben dem
Verlust des laufenden Geschäftsjahrs die Verrechnung eines
Unterschiedsbetrags aus der Erstkonsolidierung von SPI Lasers
mit dem Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote verminderte sich
leicht auf 50,3 Prozent (Vorjahr 52,8 Prozent). Die Gesellschafter
hatten im Hinblick auf die Krise das Eigenkapital im Geschäftsjahr 2008 / 09 um 75 Millionen € erhöht. Diese Kapitaleinlage
wurde nur teilweise verbraucht.
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
Die Investitionen entfielen zu 64 Prozent auf Deutschland. Diese
betrafen insbesondere die Fertigstellung des Entwicklungszentrums Werkzeugmaschinen und des Lasertechnik-Zentrums an
unserem Stammsitz. 20 Prozent erfolgten in Europa (außerhalb
Deutschlands) und 5,8 Prozent in Amerika. 9,8 Prozent der
Investitionen tätigten wir in der Region Asien-Pazifik.
Investitionen nach Regionen
Die Rückstellungen erhöhten sich um 12 Prozent auf
259 Millionen € (Vorjahr 232 Millionen €). Im Wesentlichen
handelte es sich um höhere Rückstellungen für Pensionen
als im Vorjahr.
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich leicht um 0,6 Prozent. Sie
lagen bei 464 Millionen € (Vorjahr 461 Millionen €). Erhöhten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des
zum Jahresende gestiegenen Materialbezugs standen geringere
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern gegenüber.
Das Working Capital erhöhte sich um 1,5 Prozent auf 476 Millionen € (Vorjahr 469 Millionen €).
Investitionen
Investitionen folgen langfristigen Plänen
TRUMPF denkt langfristig und hat deshalb in diesem schwierigen
Jahr weiter investiert. Im Geschäftsjahr 2009 / 10 betrugen die
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 57 Millionen € (Vorjahr 126 Millionen €).
Auf Grundstücke und bauliche Erweiterungen entfielen 25 Prozent der Investitionssumme. Für Fertigungsmittel investierte die
Gruppe 29 Prozent. In Büro- und Geschäftsausstattung flossen
46 Prozent, im Wesentlichen wegen der Ausstattung des Entwicklungszentrums Werkzeugmaschinen und des LasertechnikZentrums in Ditzingen.
in Millionen €
Asien-Pazifik / Sonstige
in %
5,6
9,8
11,7
20,4
3,3
5,8
Deutschland
36,6
64,0
Gesamt
57,2
100,0
Europa (ohne Deutschland)
Amerika
Die Investitionsquote verminderte sich auf 4,3 Prozent (Vorjahr
7,6 Prozent). Die TRUMPF Gruppe investierte ferner erheblich
in die Forschung und die Entwicklung neuer Produkte. Die
Gesamtquote für Zukunftsinvestitionen beträgt 14 Prozent vom
Umsatz (Vorjahr 17 Prozent).
Die Höhe der Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände entsprach in etwa dem Wert der
Abschreibungen. Diese lagen bei 62 Millionen € (Vorjahr 59 Millionen €). Das Unternehmen hat in den Vorjahren sehr stark
investiert, sodass alle Werke dem neuesten technischen Stand
entsprechen.
35
Ereignisse nach Ende
des Geschäftsjahrs
Nach Ende des Geschäftsjahrs 2009 / 10 bis zur Erstellung
dieses Lageberichts traten keine Vorgänge ein, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
des Konzerns haben.
Risikobericht
Risikomanagement ist Teil der Unternehmensführung
TRUMPF ist als weltweit tätiges Technologieunternehmen einer
Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Das Unternehmen verfügt
dafür über ein differenziertes Risikomanagement-System. Dieses
ist in die Unternehmensführung integriert. Wir setzen es ein,
um unsere Risikofelder zu identifizieren, zu beurteilen, zu kontrollieren und zu steuern.
Die regelmäßige Analyse und Bewertung der Risiken durch
die Gruppengeschäftsführung und die Verantwortlichen der
Geschäftsbereiche und Zentralfunktionen erfolgt anhand von
Kennzahlen: Sie werden durch das Gruppen-InformationsSystem (GIS) für alle Geschäftsbereiche, Tochtergesellschaften
und Produktionsstandorte monatsaktuell erfasst. Ein Tagesreporting ergänzt das GIS. Darüber hinaus informieren Monatsund Quartalsberichte über die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage. Die Unternehmensplanung beinhaltet zur Risikoeinschätzung alternative Szenarien der möglichen Entwicklung
der TRUMPF Gruppe. Ein Liquiditätsreporting-System ermöglicht
eine überwiegend automatisierte tagesaktuelle Abfrage der
Konzernliquidität. Ein monatlich tagender Zins- und Währungsausschuss führt auf Gruppenebene die Steuerung und Kontrolle
der Cashflow-, Währungs- und Zinsrisiken durch. Zusätzlich
erhöhen Markt- und Wettbewerbsanalysen die Risikotransparenz.
36
Darüber hinaus sorgt eine offene Kommunikationskultur dafür,
entstehende Risiken schnell zu erkennen und angemessen
zu bewältigen. Regelmäßige Besprechungen und Workshops
tragen ebenfalls dazu bei.
Die wesentlichen Risiken, die erhebliche Auswirkungen auf
unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind im
Folgenden dargestellt.
Marktrisiken
TRUMPF ist sowohl beim Absatz als auch bei der Beschaffung
Risiken ausgesetzt.
Die Weltwirtschaft erholt sich schneller als bisher erwartet.
Die Erholung wird vor allem von aufstrebenden Wirtschaftsmächten wie China, Indien oder Brasilien vorangetrieben.
Allerdings trüben die Schuldenkrise in den Euro-Staaten und
dadurch ausgelöste Turbulenzen an den Finanzmärkten das
Vertrauen in eine nachhaltige Erholung. Bislang ist der negative
Effekt für das globale Wachstum aber gering. Insgesamt wird
Asien für die Wirtschaft wichtiger, denn die Märkte verschieben
sich nach Osten. Chinas Boom ist erst der Anfang. Indien und
Südostasien sollen folgen. TRUMPF hat frühzeitig die Weichen
gestellt, um an dieser Dynamik zu partizipieren. Wir haben
unser eigenes Vertriebsnetz dort in den letzten Jahren erheblich
erweitert und in Japan und China Produktionsstandorte aufund ausgebaut.
Die Chancen des Aufschwungs haben Risiken auf der Beschaffungsseite zur Folge. Ein Nachfrageboom nach Rohstoffen und
Bauteilen bedeutet an den Märkten auch steigende Preise. Er
führt oft zur Verknappung des Angebots, was im schlimmsten
Fall Liefer- und Produktionsunterbrechungen nach sich ziehen
könnte. Diesen Risiken begegnen wir durch ein intensives
Lieferantenmanagement. Es basiert auf offener Kommunikation
über zukünftige Geschäftserwartungen und Vertrauen auf
vereinbarungsgemäße Abnahme. Unsere Grundversorgung durch
Dritte ist durch weitgehendes Dual Sourcing gewährleistet. Bei
einigen Schlüsselkomponenten setzen wir auf Single Sourcing.
Mit diesen Herstellern stehen wir in ständigem Kontakt und
stellen durch geeignete Maßnahmen die Belieferung sicher.
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
Alle Prozesse in der Auswahl von und im Umgang mit Lieferanten haben wir für beide Seiten festgelegt und schriftlich
dokumentiert. Für Lieferanten, die Kernkomponenten liefern,
existieren Deeskalationsprozesse und Ausfallstrategien, die
ein Vor-Ort-Audit beim Lieferanten einschließen. Unsere
wichtigen Lieferanten unterziehen wir einer regelmäßigen
Bewertung.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Liquidität zur Finanzierung des Ab- und Aufschwungs ist für
Unternehmen ein zentrales Thema. Die TRUMPF Gruppe hat
sehr frühzeitig Vorsorge durch mittel- bis langfristig greifende
Maßnahmen getroffen. Zum einen wurden ausreichende
Liquiditätsreserven aufgebaut. Dies geschah durch die Aufnahme von Krediten, die größtenteils eine Laufzeit von bis
zu fünf Jahren haben. Ein Refinanzierungsrisiko ist damit im
kommenden Geschäftsjahr nicht vorhanden. Die liquiden Mittel
sind kurzfristig am Geldmarkt angelegt. Zum anderen haben
wir mit unseren Hausbanken bereits im Vorjahr mehrjährige
Kreditlinien vertraglich vereinbart, sodass unsere Liquiditätsvorsorge auch für die zu erwartende wirtschaftliche Expansionsphase gegeben ist. Bei der Anlage unserer Liquiditätsreserven
achten wir auf eine Risikostreuung durch die Aufteilung der
Anlagen auf mehrere Finanzinstitute und -instrumente. Wir
berücksichtigen dabei ausschließlich Banken mit guter Bonität.
Unser Liquiditätsreporting-Tool ermöglicht eine tagesaktuelle
Abfrage der Liquidität aller unserer Tochtergesellschaften.
Interne Audits durch unser Gruppencontrolling schaffen zusätzliche Transparenz über die Lage unserer Tochtergesellschaften.
Unser Leasing- und Absatzfinanzierungsgeschäft erfüllt die
Anforderungen an das Risikomanagement der Bundesanstalt
für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
Das Risiko des Ausfalls von Geschäftspartnern im Aufschwung
ist gegeben. In der Krise hat sich das Zahlungsverhalten leicht
verschlechtert, wir haben deshalb unseren Aufwand für das
Forderungsmanagement erhöht. Ebenso stiegen bei unserer
Gesellschaft für Absatzfinanzierung die zahlungsgestörten
Engagements. In den letzten Monaten des Geschäftsjahrs ist
eine deutliche Verbesserung dieser Entwicklungen zu erkennen.
Mittels festgelegter Eskalationsstufen und intensiver Kundenbetreuung stellen wir weiterhin sicher, dass Zahlungsausfälle
gering bleiben. Dabei setzen wir auf die Kooperation mit
unseren Kunden. Wir reduzieren Kontrahenten- und Länderrisiken durch geeignete Vertrags- und Zahlungsbedingungen.
Als weitere finanzielle Risiken kommen für uns Wechselkursund Zinsänderungsrisiken in Betracht. Da der Euro-Raum mit
59 Prozent Umsatzanteil unseren Hauptabsatzmarkt darstellt
und wir mit dem internationalen Produktionsverbund und
weltweiten Einkauf zum Teil in der Lage sind, Fremdwährungszahlungen auszugleichen, betrachten wir unser Wechselkursrisiko als begrenzt. Die laufenden Währungssicherungsaktivitäten
sind geregelt und erfolgen zentral durch die Dachgesellschaft
der Gruppe. Abschluss und Kontrolle unterliegen dem Zentralbereich Finanz- und Risikomanagement und dem Währungsausschuss. Derivative Finanzinstrumente werden nicht zu
Spekulationszwecken, sondern ausschließlich zur Sicherung
von Grundgeschäften eingesetzt. Die Sicherung erfolgt zum
einen konzernintern, also mit den Gesellschaften der TRUMPF
Gruppe, zur Abdeckung von Fremdwährungsrisiken aus gebuchten, schwebenden und antizipierten Grundgeschäften. Zum
anderen werden entsprechend den intern abgeschlossenen Devisentermingeschäften unter Berücksichtigung der Net Exposures
externe Sicherungsgeschäfte mit Banken guter Bonität getätigt.
Wir sichern die Net Exposures in den Hauptwährungen wie
US-Dollar, Japanischer Yen, Britisches Pfund und Schweizer
Franken systematisch ab und setzen dafür standardisierte
Devisensicherungsinstrumente wie Devisentermingeschäfte
und Währungsoptionen ein. Andere Währungen sichern
wir projektbezogen.
37
Ein Risiko besteht in der Marktpreisveränderung von Devisentermingeschäften, denen jedoch in der Regel eine gegenläufige
Marktwertentwicklung der Grundgeschäfte entgegensteht. Im
Euro-Raum konzentrieren wir täglich unsere Liquidität mit Hilfe
eines Cash-Pool-Systems, das einen länderübergreifenden Liquiditätsausgleich gewährleistet. Ein multilaterales Netting der
Forderungen und Verbindlichkeiten erhöht die Transparenz und
erleichtert die Abwicklung der konzerninternen Zahlungsströme.
Sonstige Risiken
Alle unternehmensinternen Prozesse untersuchen wir permanent auf mögliche Risiken und Verbesserungspotenziale über
unser Qualitätsmanagement-System. Die regelmäßigen internen
und externen Audits, die wir auch im Berichtsjahr fortgesetzt
haben, bestätigen die Nachhaltigkeit und Güte des TRUMPF
Qualitätsstandards. Die TRUMPF Werke sind nach DIN EN ISO
9001 zertifiziert. Neu gegründete Produktionsstandorte werden
unmittelbar in das Zertifizierungsverfahren einbezogen.
Die Anforderungen an Umweltschutz und Ressourcenschonung
sind gestiegen. Durch geeignete Maßnahmen engagieren
wir uns, um die Umwelt möglichst wenig zu belasten und so
Umweltrisiken zu minimieren. Wir gestalten insbesondere
unsere Produkte und Produktionsprozesse ressourceneffizient.
Dabei steht die Ressourceneffizienz des gesamten Fertigungsprozesses bei unseren Kunden im Mittelpunkt. Bei der Erstellung
und Modernisierung von Bauten sind uns Energieeinsparungen
wichtig.
Der schonende Umgang mit Ressourcen aller Art, der effiziente
Weg von der Idee zum Produkt und die konsequente Vermeidung von Verschwendung in allen Bereichen bestimmen bereits
seit den frühen 1990er-Jahren unser Handeln. Unser Produktionssystem SYNCHRO steht beispielhaft dafür. Bei Produkten
betrachten wir Nachhaltigkeit umfassend – vom Strom über
Gase, Hilfs- und Betriebsstoffe, Material- und Wasserverbrauch
38
für jede Maschine bis hin zum Flächenbedarf für Material und
Anlagen. Mit efficiency+ führten wir ein neues Zeichen ein. Es
soll unseren Kunden die vielen Bausteine deutlich machen, aus
denen sich nachhaltiges und bewusstes Handeln zusammensetzt.
Im Bereich Forschung und Entwicklung arbeiten wir sowohl bei
der Produktentwicklung als auch bei der Markteinführung mit
einem feingliedrigen „Quality Gate Management“. Sieben
Qualitätsetappen sind bis zur Serienfreigabe eines Produkts zu
durchlaufen. Dadurch können Probleme bei der Entwicklung
frühzeitig erkannt und schnell behoben werden. Den Prozess
der Produkteinführung in den Markt überwachen wir eng.
TRUMPF nutzt Patente, um seine Technologien aktiv zu
schützen. Dies lässt sich auch aus der Zahl neu angemeldeter
Patente ablesen. Diese stieg im Geschäftsjahr 2009 / 10 nochmals deutlich. Seit einigen Jahren betreiben wir gezielt den
Schutz unseres geistigen Eigentums in asiatischen Märkten,
insbesondere in China.
Betriebsunterbrechungsrisiken in der Produktion haben wir
definiert und entsprechend abgesichert. Kritische Produktionsprozesse haben wir untersucht und bewertet. Produktionsausfälle lassen sich durch die Erhöhung der Fertigungsflexibilität
unserer Produktionsstätten oder kurzfristige Verlagerungen
umgehen. Dazu bestehen umfangreiche Notfallszenarien.
Sach- und Feuerschäden, Betriebsunterbrechungen sowie
Betriebs- und Produkthaftpflichtrisiken sind in ausreichendem
Umfang über ein internationales Versicherungsprogramm und
lokale Deckungen versichert. Die Mehrzahl unserer Produktionsstandorte haben wir gemeinsam mit unserem Versicherungsmakler bewertet und auditiert.
Die Qualität unserer Produkte und Prozesse überwachen wir
regelmäßig mit Kennzahlen. Daraus lassen sich unmittelbar Verbesserungen ableiten. Zusätzlich haben wir Produktpflegeteams
für alle Maschinenbaureihen eingerichtet. Diese analysieren
qualitätsrelevante Fakten und leiten Maßnahmen zur dauerhaften Weiterentwicklung in den verantwortlichen Bereichen
ein. Dies verbessert unsere Produkte und Abläufe weiter.
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
IT-Risiken sehen wir als gering an. Wir arbeiten gruppenweit
auf einem gemeinsamen Enterprise Resource Planning-System.
Dieses überwachen wir permanent und verbessern seine Sicherheitsstandards kontinuierlich. Auch die Sicherheitsanforderungen an unsere übrigen IT-Infrastrukturstandards entwickeln
wir kontinuierlich weiter. Das zentrale Rechenzentrum entspricht technisch und baulich dem neuesten Sicherheitsstand.
Unsere Fluktuationsrate ist mit 2,6 Prozent in der Gruppe und
1,7 Prozent in Deutschland gering. In der Krise haben wir alle
Anstrengungen darauf gerichtet, Beschäftigung zu sichern und
das Wissen und die Erfahrung der Mitarbeiter im Unternehmen
zu halten. Diese benötigen wir im Aufschwung. Der demografische Wandel und die durch die Wirtschaftskrise gesunkene
Attraktivität technischer Berufe sind für unseren Bereich Personal- und Sozialwesen weiterhin Herausforderungen. Wir haben
deshalb unsere Aktivitäten zur Nachwuchssicherung deutlich
verstärkt. Dazu gehören auch langfristige Maßnahmen wie Projekte und Schulpartnerschaften im Rahmen der Unternehmerinitiative Wissensfabrik.
TRUMPF hat gruppenweit ein Compliance-Programm eingeführt. Der Verhaltenskodex formuliert die Erwartungen des
Unternehmens, dass sich alle Mitarbeiter der TRUMPF Gruppe in
ihrem geschäftlichen Handeln an Recht und Gesetz halten. Er
legt darüber hinaus die Grundregeln fest, die zu beachten sind.
Beurteilung der Risikosituation des Unternehmens
Es sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden könnten. Das praktizierte Risikomanagement ermöglicht es, Risiken zeitnah zu erfassen,
um adäquate Maßnahmen einzuleiten. Der Fokus der Aktivitäten liegt auf dem Management der finanziellen Risiken
und der Marktrisiken.
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
Ausblick
Konjunkturaufschwung verliert an Dynamik
Die Weltwirtschaft expandierte im ersten Quartal 2010 mit
mehr als 5 Prozent Wirtschaftswachstum kräftig. Für das
zweite Halbjahr 2010 und insbesondere für 2011 sehen die
aktuellen Prognosen eine leichte Abschwächung der weltwirtschaftlichen Dynamik vor. Zum einen werden die wirtschaftspolitischen Impulse geringer, die den Aufschwung in Gang
gebracht haben. Zum anderen geht der Lageraufbau zurück.
Die Vertrauenskrise an den Finanzmärkten belastet die Konjunktur im Euro-Raum. Portugal, Spanien, Irland, Italien und
Griechenland sind zu teilweise drastischen Sparanstrengungen
ihrer öffentlichen Haushalte gezwungen. In den Schwellenländern dürfte sich die hohe konjunkturelle Dynamik infolge
einer Straffung der Wirtschaftspolitik, aber auch als Resultat
der geringeren Expansion der Nachfrage in den Industrieländern verringern. Eine drastische Abschwächung der Konjunktur ist jedoch nicht zu erwarten.
Insgesamt erwarten die Experten des Internationalen Währungsfonds trotz erheblicher Risiken eine stabile Weltkonjunktur.
Sie rechnen (Stand Juli 2010) für 2010 mit einem Wachstum
von 4,6 Prozent. Die Wachstums- und Schwellenländer Asiens
schieben die Weltwirtschaft an. Im kommenden Jahr dürfte
sich die Zuwachsrate leicht auf 4,3 Prozent verringern.
Chinas Volkswirtschaft soll im Jahr 2010 um 10,5 Prozent, die
Indiens um 9,4 Prozent und des ASEAN-Raums um 6,4 Prozent
wachsen. Japan soll mit 2,4 Prozent zulegen. Ein hohes Wachstum erwartet Brasilien mit 7,1 Prozent. Für die Vereinigten
Staaten wird ein Plus von 3,3 Prozent und für Kanada 3,6 Prozent prognostiziert. Schlusslicht ist der Euro-Raum, auch wenn
dieser mit 1,0 Prozent auf den Wachstumspfad zurückkehrt.
Deutschland und Frankreich sollen dabei mit jeweils 1,4 Prozent
die höchsten Wachstumsraten aufweisen.
Eine insgesamt positive Entwicklung erwartet auch der Maschinen- und Anlagenbau. Durch die hohen Zuwachsraten in Asien
soll sich der Weltmaschinenumsatz 2010 um voraussichtlich
9 Prozent erhöhen. Die deutschen Hersteller rechnen mit einem
Anstieg um 3 Prozent für das Gesamtjahr. Neben der Auslandsnachfrage belebe sich nun auch das Inlandsgeschäft.
39
Bei TRUMPF steigen die Umsätze weltweit
Seit Anfang des Jahres 2010 spüren wir in unseren Auftragseingängen, dass sich die Investitionsstimmung deutlich aufhellt. Wir erwarten, dass sich diese positive Tendenz in den
kommenden Quartalen fortsetzt und sich in weiter steigenden
Umsätzen niederschlägt. Mit Sorge betrachten wir allerdings
Währungsschwankungen, die zu hohe Staatsverschuldung in
Europa und den USA und die Überhitzung des Immobilienmarkts in China. Dies sind nur einige Gefahren, die die konjunkturelle Belebung schwächen könnten.
um seine Marktposition zu verbessern. Auf den Leitmessen im
Herbst 2010 stellen wir die neue TruLaser 5030 mit fasergeführtem Festkörperlaser vor und warten auch beim Stanzen und
Biegen mit Weltpremieren auf. In der Krise hat sich die Absatzfinanzierung durch unsere eigene Leasinggesellschaft bewährt.
Dieses Geschäft bauen wir national wie international aus.
Wir gehen in unseren jüngsten Planungen von einem Umsatzwachstum für die TRUMPF Gruppe im Geschäftsjahr 2010 /11
von etwa 20 Prozent auf mehr als 1,6 Milliarden € aus. Damit
hätten wir den halben Weg zum Vorkrisenumsatz zurück
gelegt. Unter der Annahme, dass sich die Erholung der Konjunktur fortsetzt, rechnen wir für das Geschäftsjahr 2011/12
mit weiterem Wachstum.
In allen Regionen hat sich der Lasermarkt erholt. Entsprechend
zuversichtlich blickt das Geschäftsfeld Lasertechnik in die Zukunft.
Die Nachfrage nach Festkörperlasern der TruDisk Serie ist hoch.
Unternehmen der Halbleiter- und Solarindustrie zeigen starkes
Interesse an den Ultrakurzpulslasern der TruMicro Serie. Auch
bei den anderen Laserstrahlquellen, wie etwa den Faserlasern,
rechnen wir mit weiterem Wachstum. Diese technologische
Vielfalt unterstreicht unseren Führungsanspruch in der Lasertechnik.
Das größte Wachstum erwarten wir in Asien. Auch Nordund Südamerika dürften sich gut entwickeln. Moderates
Wachstum sehen wir in unserem Heimatmarkt Deutschland
und Westeuropa, während die Länder Mittel- und Osteuropas
wieder aufholen.
Dieses Umsatzwachstum vorausgesetzt werden wir nicht nur in
die Gewinnzone zurückkehren, sondern einen Überschuss in
mittlerer zweistelliger Millionenhöhe erzielen. Auch der Cashflow
wird dann deutlich positiv sein und uns in die Lage versetzen, in
der Krise aufgenommene Kredite zu tilgen, ohne Reserven aufbrauchen zu müssen. Zugleich wird es uns finanziellen Handlungsspielraum für weiteres Unternehmenswachstum eröffnen.
In allen Geschäftsfeldern stehen die Zeichen
auf Wachstum
Das Geschäftsfeld Werkzeugmaschinen erwartet eine Fortsetzung der konjunkturellen Erholung in Asien, an der Europa und
Amerika mittelbar partizipieren. Der Absatz von Laserschneidmaschinen in Asien soll sich dabei nahezu verdoppeln. Im
Gegensatz zu TRUMPF haben viele Mitbewerber in den vergangenen schwierigen Monaten kaum Innovationen auf den Markt
gebracht. Diesen Innovationsvorsprung will TRUMPF nutzen,
40
Im Geschäftsfeld Elektrowerkzeuge stützt sich das Wachstum
auf die gesamte Produktpalette. Bei kleineren Geräten hält der
Trend zum Akkubetrieb an.
Im Geschäftsfeld Elektronik hat es TRUMPF mit volatilen Hochtechnologiemärkten zu tun, wie dies etwa für die Herstellung
von LEDs mittels induktiver Epitaxie gilt. Im Plasmabereich
liegt der Schwerpunkt auf dünnen Qualitätsbeschichtungen.
In beiden Bereichen ist starkes Wachstum zu erwarten.
Mit einem insgesamt moderaten Wachstum im einstelligen
Bereich rechnet der Geschäftsbereich Medizintechnik. Die
Finanzierung der Krankenhäuser wird zwar schwieriger;
Produktneuheiten sowie strategische Partnerschaften zum
Beispiel bei Hybrid-OPs bieten jedoch Potenzial, den Umsatz
weiter zu steigern.
Wir planen im kommenden Geschäftsjahr erneut Ersatz- und
Erweiterungsinvestitionen in Vorjahreshöhe. Auch unsere
Investitionen in Forschung und Entwicklung bleiben weit über
dem Branchendurchschnitt. Neue Arbeitsplätze werden wir
vor allem in den Wachstumsmärkten Asiens und im Bereich der
Medizintechnik schaffen.
Konzernabschluss
Inhalt
42
Konzernbilanz
43
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
44
Konzern-Eigenkapitalspiegel
46
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
48
Konzern-Kapitalflussrechnung
49
Konzernanhang
41
Konzernbilanz
zum 30. Juni 2010
AKTIVA in T€
Anhang
30.06.2010
30.06.2009
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
1
24.560
13.734
Sachanlagen
2
533.456
520.123
Finanzanlagen
3
8.162
48.656
566.178
582.513
Umlaufvermögen
Vorräte
4
357.745
350.419
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
5
408.057
404.555
Wertpapiere
6
60.381
29.450
Liquide Mittel
7
99.577
134.838
925.760
919.262
Rechnungsabgrenzungsposten
PASSIVA in T€
Eigenkapital
8
Anhang
16.240
1.518.015
30.06.2010
30.06.2009
98.500
98.500
653.136
693.178
7.047
9.916
758.683
801.594
10.394
11.157
9
Festkapital und gezeichnetes Kapital
Gewinnrücklagen
Anteile anderer Gesellschafter
Sonderposten
16.630
1.508.568
10
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Übrige Rückstellungen
11
100.753
87.844
158.488
144.358
259.241
232.202
Verbindlichkeiten
12
464.172
461.471
Rechnungsabgrenzungsposten
13
16.078
11.591
1.508.568
1.518.015
42
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
in T€
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
für das Geschäftsjahr 2009 / 10
Anhang
2009 / 10
2008 / 09
Umsatzerlöse
17
1.340.026
1.662.647
Bestandsveränderungen und andere
aktivierte Eigenleistungen
18
15.939
- 52.407
1.355.965
1.610.240
Sonstige betriebliche Erträge
19
53.883
101.925
Materialaufwand
20
- 660.624
- 769.342
Personalaufwand
21
- 460.520
- 477.041
- 62.037
- 58.900
Sonstige betriebliche Aufwendungen
22
- 275.262
- 344.940
Finanz- und Beteiligungsergebnis
23
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
24
Sonstige Steuern
Aufwand aus Ausgleichszahlungen
Konzernjahresfehlbetrag / -überschuss
Ergebnisanteile anderer Gesellschafter
9
Konzernjahresfehlbetrag / -überschuss nach Anteilen
anderer Gesellschafter
-10.787
- 9.764
- 59.382
52.178
- 6.936
- 29.175
- 3.999
- 3.367
–
- 515
- 70.317
19.121
2.337
-189
- 67.980
18.932
- 921
- 5.944
- 68.901
12.988
nachrichtlich:
Steuern der Gesellschafter
Konzernjahresfehlbetrag / -überschuss nach Anteilen
anderer Gesellschafter und Steuern der Gesellschafter
24
43
Konzern-Eigenkapitalspiegel
für das Geschäftsjahr 2009 / 10
Mutterunternehmen
Festkapital und
gezeichnetes
Kapital
Erwirtschaftetes
Konzerneigenkapital
Ausgleichsposten
aus Fremdwährungsumrechnung
in T€
Stand 30.06.2008
27.250
758.188
- 32.216
Kapitaleinlagen
71.250
–
–
Gezahlte Dividenden
–
–
–
Zuweisungen auf Gesellschafterkonten
–
- 40.601
–
Änderungen des Konsolidierungskreises
–
–
–
Entnahmen aus Sonderposten gemäß § 264 c Absatz 4 Satz 3 HGB
–
2.416
–
Konzernjahresüberschuss
–
18.932
–
Übrige Veränderungen
–
- 427
27.800
98.500
738.508
- 4.416
Kapitaleinlagen
–
–
–
Gezahlte Dividenden
–
–
–
Zuweisungen auf Gesellschafterkonten
–
- 409
–
Änderungen des Konsolidierungskreises
–
–
–
Konzernjahresfehlbetrag
–
- 67.980
–
Übrige Veränderungen
–
3.061
57.105
98.500
673.180
52.689
Stand 30.06.2009
Stand 30.06.2010
Aus dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen am Stichtag 516.656 T€ zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Einer gesetzlichen
Ausschüttungssperre unterliegen 3.704 T€, weitere 27.106 T€ unterliegen einer Ausschüttungssperre gemäß Satzung beziehungsweise Gesellschaftervertrag.
44
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
Minderheitsgesellschafter
Kumuliertes
übriges
Konzernergebnis
Eigenkapital
Kumuliertes
übriges
Konzernergebnis
Minderheitenkapital
Andere neutrale
Transaktionen
Ausgleichsposten
aus Fremdwährungsumrechnung
Andere neutrale
Transaktionen
Eigenkapital
Konzerneigenkapital
- 43.078
710.144
21.436
- 212
- 4.548
16.676
726.820
–
71.250
3.000
–
–
3.000
74.250
–
–
- 250
–
–
- 250
- 250
–
- 40.601
–
–
–
–
- 40.601
2.164
2.164
-1.133
–
–
-1.133
1.031
–
2.416
–
–
–
–
2.416
–
18.932
189
–
–
189
19.121
–
27.373
-13.347
233
4.548
- 8.566
18.807
- 40.914
791.678
9.895
21
–
9.916
801.594
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
- 409
–
–
–
–
- 409
- 31.819
- 31.819
–
–
–
–
- 31.819
–
- 67.980
- 2.337
–
–
- 2.337
- 70.317
–
60.166
- 535
3
–
- 532
59.634
- 72.733
751.636
7.023
24
–
7.047
758.683
45
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
in T€
für das Geschäftsjahr 2009 / 10
Veränderungen
im Konsolidierungskreis
Zugänge
41.579
6.659
4.004
–
31.819
–
Anschaffungskosten
01.07.2009
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
Geschäfts- oder Firmenwert
Geleistete Anzahlungen
1.142
–
4.870
42.721
38.478
8.874
Grundstücke und Bauten
488.727
1.147
12.301
Technische Anlagen und Maschinen
210.013
870
8.858
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
226.355
9
23.649
50.285
132
3.516
975.380
2.158
48.324
35.792
- 35.614
–
1.546
–
413
10.878
–
–
2.402
–
1.297
410
–
–
Sachanlagen
Geleistete Anzahlungen
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Anteile an assoziierten Unternehmen
Beteiligungen
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen
Wertpapiere des Anlagevermögens
Sonstige Ausleihungen
46
546
–
–
51.574
- 35.614
1.710
1.069.675
5.022
58.908
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
Verrechnung mit
Gewinnrücklagen
Abschreibungen
kumuliert
Buchwert
30.06.2010
Buchwert
30.06.2009
Abschreibungen des
Geschäftsjahrs
906
–
- 33.578
19.362
12.599
4.913
–
- 31.819
–
–
–
–
Abgänge
Umbuchungen
- 208
–
–
- 814
–
–
5.198
1.135
–
- 208
92
- 31.819
- 33.578
24.560
13.734
4.913
- 6.920
47.813
–
-154.179
388.889
328.279
15.483
- 4.475
2.482
–
-146.264
71.484
72.895
16.587
- 7.802
920
–
-172.271
70.860
70.314
25.054
- 403
- 51.307
–
–
2.223
48.635
–
-19.600
- 92
–
- 472.714
533.456
520.123
57.124
–
–
–
–
178
35.792
–
- 515
–
–
–
1.444
1.546
–
- 4.251
–
–
- 2.304
4.323
8.611
54
-1.507
–
–
–
2.192
2.402
–
–
–
–
- 410
–
–
–
- 24
–
–
- 497
25
305
267
- 6.297
–
–
- 3.211
8.162
48.656
321
- 26.105
–
- 31.819
- 509.503
566.178
582.513
62.358
47
Konzern-Kapitalflussrechnung
für das Geschäftsjahr 2009 / 10
in T€
2009 / 10
Konzernjahresfehlbetrag / -überschuss
- 70.317
19.121
62.358
61.149
+
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens
+ / - Zu- /Abnahme der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
2008 / 09
12.739
6.670
+ / - Zu- /Abnahme der übrigen Rückstellungen
4.930
- 57.768
+ / - Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge
5.055
6.088
- / + Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
-1.366
261
- / + Zu- / Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit
zuzuordnen sind
82.836
139.511
+ / - Zu- / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit
zuzuordnen sind
- 37.309
- 49.399
58.926
125.633
=
Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit
+
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens
-
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen
+
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens
-
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen
+
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens
-
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen
+
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen
=
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit
+
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern
und Minderheitsgesellschaftern
-
Auszahlungen an Gesellschafter und Minderheitsgesellschafter
+
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten
-
Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten
=
Mittelzu- /-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands
+ / - Wechselkurs-, konsolidierungs- und bewertungsbedingte
Änderungen des Finanzmittelbestands
7.708
5.805
- 48.324
-120.095
–
98
- 8.874
- 6.357
6.286
335
-1.297
- 36.328
105
391
- 44.396
-156.151
–
74.250
-15.671
- 91.216
5.842
106.395
- 4.495
- 28.930
-14.324
60.499
206
29.981
1.360
488
+
Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahrs
202.724
172.255
=
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahrs
204.290
202.724
207.180
224.762
- 2.890
- 22.038
204.290
202.724
Zusammensetzung des Finanzmittelbestands
+
Liquide Mittel und Wertpapiere
-
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten (Kontokorrent)
=
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahrs
48
TRUMPF Gruppe
Konzernanhang
Konsequent. Langfristig.
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
für das Geschäftsjahr 2009 / 10
Verkürzte Darstellung
Grundlagen und Methoden
Der Konzernabschluss wurde in Euro (€) aufgestellt. Ihm liegen
die Vorschriften des 3. Buches des Handelsgesetzbuches (HGB)
zugrunde. Es kommen die für große Kapitalgesellschaften
geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB
unter Berücksichtigung der Regelungen für Personengesellschaften zur Anwendung. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung zusammengefasst. Sie sind im Konzernanhang
gesondert ausgewiesen. Im Hinblick auf die erforderliche Klarheit
der Darstellung wurde die Bilanz über das gesetzlich vorgeschriebene Gliederungsschema hinaus um die Position „Übrige
Finanzverbindlichkeiten“ ergänzt.
Bilanzierung und Bewertung
Die Abschlüsse der Gesellschaften, die in den Konzernabschluss
einbezogen werden, sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Sind aufgrund landesrechtlicher Regelungen Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften notwendig, so geschieht
dies in einer Handelsbilanz II.
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen erfolgen degressiv, sofern
dies zu höheren Abschreibungsbeträgen als bei der linearen
Methode führt.
Die planmäßigen Abschreibungen gehen im Wesentlichen
von folgenden Nutzungsdauern aus: 3 bis 5 Jahre für Software,
25 bis 50 Jahre für Gebäude, 6 bis 8 Jahre für technische
Anlagen und Maschinen, 3 bis 14 Jahre für andere Anlagen
sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder mit
dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag ausgewiesen. Zur Bilanzierung und Bewertung von Anteilen an
assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die Ausführungen
zu den Konsolidierungsgrundsätzen.
Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren
werden zu den Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse
werden zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkten
Material- und Fertigungskosten sind darin in angemessenem
Umfang auch Material- und Fertigungsgemeinkosten enthalten.
Die Vorräte werden auf den beizulegenden Wert abgeschrieben,
wenn dieser aufgrund von gesunkenen Wiederbeschaffungskosten, Überbestand oder Ungängigkeit am Abschlussstichtag
niedriger ist als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Erhaltene Anzahlungen werden offen von den Vorräten
abgesetzt.
Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennbetrag oder dem niedrigeren
beizulegenden Wert. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch Pauschalwertberichtigungen abgedeckt.
49
Wertpapiere werden mit den Anschaffungskosten oder
mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag
ausgewiesen.
Disagiobeträge werden aktiviert und planmäßig über die
Laufzeit der entsprechenden Darlehen aufgelöst. Bezüglich
der latenten Steuern wird auf die Erläuterungen zu den
Konsolidierungsgrundsätzen verwiesen.
Der Sonderposten enthält Investitionszuschüsse und -zulagen
für das Anlagevermögen. Diese werden über die Nutzungsdauer
der bezuschussten Vermögensgegenstände ratierlich aufgelöst.
Die Rückstellungen für Pensionen betreffen im Wesentlichen
deutsche Gesellschaften. Diese werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Anwendung des
Anwartschaftsbarwertverfahrens berechnet und basieren auf
den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Vor dem
Hintergrund eines niedrigen Zinsniveaus wurde der Zinssatz
von 5,7 Prozent im Vorjahr auf 5,23 Prozent im Berichtsjahr
angepasst. Die Zinssatzänderung führte zu einer Erhöhung der
Rückstellung um 7.293 T€.
Die Bildung der übrigen Rückstellungen richtet sich nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Sie decken alle zum
Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab. Die Bildung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurde im Berichtsjahr umgestellt: Damit werden
Aufstockungsbeträge in voller Höhe bereits zu Beginn der abgeschlossenen Altersteilzeitverhältnisse berücksichtigt. Potenzielle
Altersteilzeitvereinbarungen werden in die Bildung der Rückstellung einbezogen. Die Anpassung führte zu einer Zuführung
zur Rückstellung in Höhe von 5.642 T€. Die Rückstellung für
ausstehenden Resturlaub wird zum Bilanzstichtag erstmals
gemäß der Vorgabe des Instituts der Wirtschaftsprüfer gebildet;
dabei wird von 230 Arbeitstagen pro Jahr ausgegangen
(Vorjahr 260 Tage). Die Änderung führte zu einer Erhöhung
der Rückstellung um 1.019 T€.
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt.
50
Zur Abdeckung von Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken
aus gebuchten, schwebenden und geplanten Grundgeschäften
kommen Termin-, Options- und andere derivative Finanzgeschäfte zum Einsatz. Sicherungsgeschäfte, die zum Bilanzstichtag bestehen, werden mit den Grundgeschäften, zum
Beispiel aus Maschinenverkäufen, zu einer Bewertungseinheit
zusammengefasst. Ihr Einsatz ist nicht als Spekulation zu werten,
da es sich hierbei ausschließlich um Sicherungsgeschäfte
handelt. Zu Marktwerten und gebildeten Rückstellungen verweisen wir auf die Erläuterungen zur Bilanz unter Ziffer 11
(übrige Rückstellungen).
Anteilsbesitz und Konsolidierungskreis
Prof. Dr.-Ing. Berthold Leibinger und seine Familie sowie die
Berthold Leibinger Stiftung GmbH halten direkt und indirekt
sämtliche Anteile an der TRUMPF GmbH + Co. KG und der
Berthold Leibinger GmbH, Ditzingen. Beide Gesellschaften üben
gemeinschaftlich die Leitung sämtlicher in- und ausländischer
Tochterunternehmen der TRUMPF Gruppe aus. Die Konsolidierung erfolgt auf diese beiden Gesellschaften als gemeinsame
Mutterunternehmen.
Der Konsolidierungskreis umfasst – neben den Mutterunternehmen – 23 (Vorjahr 23) deutsche und 53 (Vorjahr 50)
ausländische Tochterunternehmen. Die vollständige Liste des
Anteilsbesitzes gemäß § 313 Absatz 4 HGB wird gesondert
dargestellt und gemeinsam mit dem Konzernanhang im
elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Durch die erstmalige Einbeziehung der Unternehmensgruppe
SPI Lasers hat sich das Konzernergebnis nach Steuern um
3.582 T€ vermindert und die Bilanzsumme um 24.684 T€
erhöht. Weitere wesentliche Auswirkungen auf die Vermögensund Finanzlage ergeben sich nicht.
Ein (Vorjahr vier) Tochterunternehmen, dessen Einfluss auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist, wird gemäß § 296 Absatz 2 HGB
nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Drei (Vorjahr drei)
Unternehmen werden als assoziierte Unternehmen gemäß
§§ 311 ff. HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Bei drei
(Vorjahr fünf) weiteren Unternehmen wird aufgrund untergeordneter Bedeutung gemäß § 311 Absatz 2 HGB auf die
Anwendung der Equity-Methode verzichtet.
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
Konsolidierungsgrundsätze
Währungsumrechnung
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Absatz 1 HGB
nach der Buchwertmethode. Dies geschieht durch Verrechnung
der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der
Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
beziehungsweise der Gründung oder des Erwerbs. Der sich dabei
ergebende aktivische Unterschiedsbetrag wird – soweit möglich – den Vermögensgegenständen der Tochterunternehmen
zugeordnet und entsprechend der Nutzungsdauer abgeschrieben. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als
Geschäfts- oder Firmenwert erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen beziehungsweise mit den Anteilen anderer Gesellschafter verrechnet.
In den Einzelabschlüssen werden die Fremdwährungsforderungen mit dem Verkaufskurs und die Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Ankaufskurs umgerechnet. Verluste aus
der Umrechnung mit dem Kurs am Bilanzstichtag werden
berücksichtigt, sofern sie die Forderungen beziehungsweise
Verbindlichkeiten gegenüber fremden Dritten betreffen.
Wenn sich aus der Kapitalkonsolidierung ein passivischer
Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen, soweit es sich nicht um einen Ausgleich für erwartete künftige Verluste handelt.
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gemäß
§ 312 Absatz 1 Nummer 1 HGB nach der Buchwertmethode
„at equity“ konsolidiert. Maßgeblich ist der Zeitpunkt ihrer
erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss.
Zwischenergebnisse, die aus dem konzerninternen Lieferungsund Leistungsverkehr resultieren, werden erfolgswirksam
eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen
konsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Ab dem
Geschäftsjahr 2009 /10 werden währungsbedingte Differenzen
erfolgsneutral behandelt; im Berichtsjahr ergab sich aus dem
Verfahrenswechsel ein positiver Ergebniseffekt in Höhe von
7.493 T€. Erlöse aus Innenumsätzen sowie konzerninterne
Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen
verrechnet beziehungsweise in aktivierte Eigenleistungen oder
Bestandsveränderungen umgegliedert.
Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Verkaufskurs
am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der Anschaffungskosten für Anteile an ausländischen Tochter- oder Beteiligungsunternehmen, mit Ausnahme der sonstigen Beteiligungen,
erfolgt mit den historischen Kursen. Anhangsinformationen
werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten
von nicht in Euro bilanzierenden Tochterunternehmen mit
dem Mittelkurs am Bilanzstichtag. Hiervon ausgenommen sind
Eigenkapital und Beteiligungen, die mit historischen Kursen
umgerechnet werden. Umrechnungsdifferenzen werden
ergebnisneutral mit den Gewinnrücklagen beziehungsweise
den Anteilen anderer Gesellschafter verrechnet. Die Posten
der Gewinn- und Verlustrechnungen der nicht in Euro bilanzierenden Tochterunternehmen werden mit dem Durchschnittskurs für das Geschäftsjahr, die Steuern und Jahresergebnisse
mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die daraus
resultierenden Differenzen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen beziehungsweise Erträgen ausgewiesen.
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
der nicht in Euro bilanzierenden Tochterunternehmen werden
mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die latenten Steuern, die in der Konzernbilanz unter den Steuerrückstellungen ausgewiesen werden, ergeben sich als Saldo
aus ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen sowie Unterschieden zwischen der Handels- und Steuerbilanz bei den Mutterund Tochterunternehmen. Seit dem Geschäftsjahr 2008 / 09
wird auf den Ausweis einer Steuerabgrenzung gemäß § 274
Absatz 2 HGB verzichtet.
51
Erläuterungen zur Bilanz
4. Vorräte
Die angegebenen Ziffern verweisen auf die entsprechende
Position in der Konzernbilanz beziehungsweise der KonzernGewinn- und Verlustrechnung.
in T€
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesondert dargestellt. Dabei wurden im Anfangsbestand Differenzen aus der
Währungsumrechnung berücksichtigt.
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Software und
Know-how, das von Dritten erworben wurde. Die Zugänge
resultieren vornehmlich aus anwendungsspezifischer Software
für die Bereiche Vertrieb und Entwicklung. Darüber hinaus
wurden im Rahmen der erstmaligen Vollkonsolidierung der
Unternehmensgruppe SPI Lasers deren Markenrechte in Höhe
von 6.629 T€ aktiviert.
2. Sachanlagen
Der Zugang bei den Grundstücken und Gebäuden resultiert
überwiegend aus Fabrikbauten beziehungsweise Grundstückskäufen. Zugänge dieser Art waren bei mehreren Tochtergesellschaften sowohl im In- als auch im Ausland zu vermerken.
Die weiteren Zu- und Abgänge sowie Umbuchungen bei
den Sachanlagen betreffen fertig gestellte oder angemietete
Gebäude und deren Ausstattung mit Maschinen und anderen
Anlagen sowie Ersatzinvestitionen für Maschinen. Dies erfolgte
im Wesentlichen in Deutschland und China. Die geleisteten
Anzahlungen resultieren vor allem aus Fabrikneu- beziehungsweise -erweiterungsbauten in Ditzingen (Deutschland) sowie
Taicang (China).
3. Finanzanlagen
Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen nicht
konsolidierte Tochterunternehmen. Die Abgänge resultieren
im Wesentlichen aus der erstmaligen Vollkonsolidierung von
SPI Lasers. Die Anteile an assoziierten Unternehmen blieben
im Berichtsjahr nahezu konstant. Im Geschäftsjahr 2009 /10
wurden Finanzanlagen in Höhe von 321 T€ wertberichtigt
(Vorjahr 2.249 T€).
52
30.06.2010
30.06.2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
99.930
95.800
Unfertige Erzeugnisse
93.665
80.711
212.528
198.806
4.487
4.936
410.610
380.253
- 52.865
- 29.834
357.745
350.419
Fertige Erzeugnisse und Waren
Geleistete Anzahlungen
Erhaltene Anzahlungen
5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
in T€
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
davon mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr
Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen
30.06.2010
30.06.2009
358.132
325.792
17.927
13.521
50
8.417
davon mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr
–
–
Forderungen gegenüber
Beteiligungsunternehmen
203
22.604
davon mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr
Sonstige Vermögensgegenstände
davon mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr
150
150
49.672
47.742
7.599
7.968
408.057
404.555
Die in den Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen im
Vorjahr enthaltenen kurzfristigen Darlehen zur Finanzierung von
Bauaktivitäten wurden im Berichtsjahr zurückgeführt. In den
sonstigen Vermögensgegenständen sind unter anderem Steuererstattungsansprüche enthalten.
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
6. Wertpapiere
Die Position umfasst am Kapitalmarkt gehandelte Anlageprodukte, die zur kurzfristigen Geldanlage dienen, und in Aktien
verbriefte Anteile an einem Unternehmen.
7. Liquide Mittel
Hierbei handelt es sich um Schecks und Kassenbestände sowie
um Guthaben bei Kreditinstituten. Ein Teilbetrag von 6.823 T€
(Vorjahr 5.221 T€) ist zugunsten von arbeitnehmerfinanzierten
Versorgungszusagen und Ansprüchen aus Altersteilzeitverträgen
verpfändet.
8. Rechnungsabgrenzungsposten
in T€
Disagio gemäß § 250 Absatz 3 HGB
Sonstige
30.06.2010
30.06.2009
18
23
16.612
16.217
16.630
16.240
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
Die Gewinnrücklagen enthalten Gewinne und Verluste, die auf
die Komplementärin und die in- und ausländischen Tochterunternehmen zurückgehen, nach Verrechnung von Geschäftsoder Firmenwerten von -76.635 T€ (Vorjahr - 44.816 T€), Einstellung passivischer Ausgleichsposten von 3.902 T€ (Vorjahr
3.902 T€) sowie Differenzen aus der Währungsumrechnung.
Kam es bei Tochterunternehmen seit Gründung beziehungsweise Erwerb zu Kapitalerhöhungen aus Gesellschaftsmitteln,
so wurden die entsprechenden Beträge (13.429 T€, Vorjahr
13.429 T€) wieder in die Gewinnrücklagen eingestellt.
Die Anteile anderer Gesellschafter betreffen im Wesentlichen
die Beteiligungen an TRUMPF-Homberger s.r.l., TRUMPF
Sachsen GmbH und HÜTTINGER Elektronik GmbH + Co. KG.
Die Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis entfallen
mit 1 T€ (Vorjahr 666 T€) auf Anteile am Gewinn und mit
2.338 T€ (Vorjahr 477 T€) auf Anteile am Verlust. Die Gesamtentwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel gesondert dargestellt.
10. Sonderposten
Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten
Urlaubszuschüsse, Versicherungsprämien, Mieten, Beiträge und
sonstige durch das abweichende Geschäftsjahr bedingte
Kostenabgrenzungen.
9. Eigenkapital
Die Position Festkapital und gezeichnetes Kapital entspricht den
Pflichteinlagen der Kommanditisten der TRUMPF GmbH + Co. KG
sowie dem gezeichneten Kapital der Komplementärin. Die
Pflichteinlagen der Kommanditisten sind mit den Hafteinlagen
identisch.
in T€
Investitionszuschüsse und -zulagen
30.06.2009
10.394
11.157
10.394
11.157
30.06.2010
30.06.2009
11. Übrige Rückstellungen
in T€
Steuerrückstellungen
Die Ergebnisverteilung des Geschäftsjahrs 2009 /10 wurde entsprechend den gesellschaftsvertraglichen Regelungen vorgenommen und ist bei der Aufstellung des Konzernabschlusses
bereits berücksichtigt.
30.06.2010
Sonstige Rückstellungen
14.649
24.414
143.839
119.944
158.488
144.358
In den Steuerrückstellungen sind Steuerabgrenzungen
gemäß §§ 274, 306 HGB in Höhe von 5.500 T€ (Vorjahr
9.743 T€) enthalten.
53
Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich, Garantieverpflichtungen,
ausstehende Eingangsrechnungen sowie sonstige ungewisse
Verbindlichkeiten und Rückstellungen für derivative Finanzgeschäfte. Zum 30. Juni 2010 waren Devisentermin- und Optionsgeschäfte über 114.019 TUSD (85.839 T€), 10.066.000 TJPY
(84.143 T€), 11.980 TGBP (13.986 T€), 127.073 TCNY (13.829 T€),
12.630 TCHF (9.287 T€) und 6.033.454 TKRW (4.112 T€)
abgeschlossen, die einen Marktwert von - 7.177 T€ beziehungsweise - 9.020 T€, - 663 T€, - 596 T€, - 224 T€ und 211 T€
hatten. Gleichzeitig bestanden Zinssicherungsgeschäfte über
30.000 T€ mit einem Marktwert von - 2.632 T€. Kombinierte
Zins- und Währungssicherungsgeschäfte über 75.000 TUSD
(62.762 T€) und 3.135.565 TJPY (25.105 T€) hatten einen
Marktwert von 1.951 T€ beziehungsweise - 4.210 T€. Die Marktwerte ergeben sich aus allgemein anerkannten finanzmathematischen Bewertungsmodellen, wie zum Beispiel Barwertmodelle, Black-Scholes sowie Heath-Jarrow-Morton. Die
zum 30. Juni 2010 gebildeten Rückstellungen betreffen Zinssicherungsgeschäfte sowie Devisentermingeschäfte in Höhe
von 2.856 T€, für die keine Bewertungseinheit gebildet
werden konnte.
12. Verbindlichkeiten
Restlaufzeit
Restlaufzeit
30.06.2010
Gesamt
bis zu
1 Jahr
1 bis
5 Jahre
über
5 Jahre
30.06.2009
Gesamt
bis zu
1 Jahr
130.512
11.772
118.740
–
126.832
14.412
Übrige Finanzverbindlichkeiten
63.823
1.062
–
62.761
63.876
1.115
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
81.292
81.249
43
–
62.993
62.856
113
113
–
–
91
91
in T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen
–
–
–
–
175
175
101.827
15.161
86.666
–
111.381
15.723
53
53
–
–
528
528
Sonstige Verbindlichkeiten
86.552
67.367
16.239
2.946
95.595
75.559
davon aus Steuern
21.610
21.610
–
–
20.458
20.458
1.971
1.971
–
–
1.945
1.945
464.172
176.777
221.688
65.707
461.471
170.459
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
54
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte.
Bei den übrigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um ein
zum Vorjahr unverändertes Private Placement auf dem US-amerikanischen Finanzmarkt in Höhe von 62.762 T€ und der darauf
entfallenden Zinsabgrenzung.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen
die Verbindlichkeiten der TRUMPF GmbH + Co. KG sowie der
HÜTTINGER Elektronik GmbH + Co. KG gegenüber ihren
Kommanditisten.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem
Mittel, die dem Konzern von den Mitarbeitern im Rahmen der
betrieblichen Gewinnbeteiligung darlehensweise überlassen
wurden. Darüber hinaus sind unter dieser Position Provisionsverbindlichkeiten, Kundenguthaben und sonstige Darlehen
verbucht. Die ebenfalls in dieser Position enthaltenen Darlehen
der mittelbaren Gesellschafterin Berthold Leibinger Stiftung
GmbH belaufen sich zum Stichtag auf 12.352 T€.
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
wahrgenommen. So wurde im Geschäftsjahr 2003 / 04 in einer
Sale-and-Lease-back-Transaktion ein Grundstück mit Gebäude
in Ditzingen veräußert. Im Rahmen dieses Vertrags wurde
ein Erbbaurecht für Grundstück und Gebäude für die Dauer
von 60 Jahren bestellt. Insgesamt wurde ein Veräußerungserlös
von 20.552 T€ erzielt. Über dieses Objekt wurde mit Wirkung
zum 1. Juni 2004 ein Immobilien-Leasingvertrag mit einer
30-jährigen Laufzeit abgeschlossen. Die jährliche Leasingrate
belief sich im Geschäftsjahr 2009 / 10 auf 1.605 T€. Mit Ablauf
von 22 Jahren oder zum Ende der Vertragslaufzeit besteht
ein Ankaufsrecht in Form eines aufschiebend bedingten Kaufvertrags. Als Kaufpreis wurde der jeweilige Verkehrswert
bestimmt. Alternativ besteht zu diesen Zeitpunkten eine Option
zum Erwerb der Anteile an der persönlich haftenden Gesellschafterin der Leasinggesellschaft.
Neben Sale-and-Lease-back-Transaktionen bestehen keine
weiteren außerbilanziellen Geschäfte.
16. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
in T€
13. Rechnungsabgrenzungsposten
Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Abgrenzung von
bereits vereinnahmten Erträgen oder Zahlungen aus Wartungsleistungen, Schulungen und Leasingverträgen.
Miet-, Pacht- und Leasingverträge sowie
übrige Verpflichtungen
Bestellobligo aus begonnenen Investitionen
in Sachanlagen
14. Haftungsverhältnisse
in T€
30.06.2010
30.06.2009
–
1.845
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen und Bürgschaften
1.095
1.404
1.095
3.249
2 bis 4 Jahren
5 Jahren und später
15. Außerbilanzielle Geschäfte
Sale-and-Lease-back-Transaktionen dienen der Beschaffung
liquider Mittel und führen zu einer Verkürzung der Bilanzsumme sowie einer Verbesserung der Kapitalkennziffern. Auch
bei TRUMPF wird diese Form der Finanzierungsmöglichkeit
30.06.2010
30.06.2009
162.137
169.198
1.159
18.087
163.296
187.285
32.118
49.086
46.746
47.393
Die Beträge sind wie folgt fällig:
innerhalb 1 Jahr
Wechselobligo
Weitere Informationen
84.432
90.806
163.296
187.285
Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus Rahmenkontrakten und Anschaffungsgeschäften im Rahmen der laufenden
Geschäftstätigkeit in betriebsgewöhnlichem Umfang sowie
Verpflichtungen zum Kauf von Restanteilen an verbundenen
Unternehmen.
55
Erläuterungen zur
Gewinn- und Verlustrechnung
20. Materialaufwand
17. Umsatzerlöse
Der Umsatz wurde zu 28 Prozent (Vorjahr 33 Prozent) in
Deutschland beziehungsweise 72 Prozent (Vorjahr 67 Prozent)
außerhalb Deutschlands erzielt. Zur Aufteilung der Umsatzerlöse auf die Geschäftsbereiche wird auf den Konzernlagebericht verwiesen.
in T€
2009 / 10
2008 / 09
Umsatzerlöse Inland
377.337
552.634
Umsatzerlöse Ausland
962.689
1.110.013
1.340.026
1.662.647
in T€
2009 / 10
2008 / 09
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Waren
617.947
714.247
Aufwendungen für bezogene Leistungen
42.677
55.095
660.624
769.342
in T€
2009 / 10
2008 / 09
Löhne und Gehälter
374.728
393.539
66.441
69.760
21. Personalaufwand
Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Unterstützung
18. Bestandsveränderungen und
andere aktivierte Eigenleistungen
in T€
Veränderung des Bestands an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen
Andere aktivierte Eigenleistungen
Aufwendungen für Altersversorgung
2009 / 10
13.742
477.041
2008 / 09
Der Personalaufwand enthält auch die Tätigkeitsvergütungen
beziehungsweise Pensionsaufwendungen für Gesellschafter.
13.368
- 58.211
2.571
5.804
15.939
- 52.407
19. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen
Kursgewinne, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen,
Erträge aus der Ausübung von Optionen sowie Erträge aus
Weiterbelastungen.
Anderen Geschäftsjahren sind sonstige betriebliche Erträge in
Höhe von 8.357 T€ zuzuordnen (Vorjahr 12.472 T€).
56
19.351
460.520
22. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im
Wesentlichen Verwaltungs- und Vertriebskosten, insbesondere
Vertreterprovisionen, externe Arbeitsleistungen, Instandhaltungskosten, Schulungs- und Reisekosten, Ausgangsfrachten, Kursverluste und Werbekosten sowie Miet- und Pachtaufwendungen.
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des
Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen
438 T€ sowie für Steuerberatungsleistungen 195 T€.
Anderen Geschäftsjahren sind sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 0 T€ zuzuordnen (Vorjahr 872 T€).
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
2009 / 10
2008 / 09
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
413
-1.423
Erträge aus Beteiligungen
460
462
Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen
1.462
62
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
6.057
12.529
–
168
davon aus verbundenen Unternehmen
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Konzernabschluss
Weitere Informationen
Sonstige Angaben
23. Finanz- und Beteiligungsergebnis
in T€
Konzernlagebericht
26. Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
Inland
Auszubildende
Ausland
- 322
- 5.698
-18.857
-15.696
- 10.787
- 9.764
24. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten, nach
Verrechnung mit den latenten Steuern, die Gewerbe- und
Körperschaftsteuern, die von der TRUMPF GmbH + Co. KG,
der Komplementärin und den in- und ausländischen Tochterunternehmen zu entrichten sind. Die effektiven Steuern vom
Einkommen und Ertrag lagen im Berichtsjahr bei 10.862 T€.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag der Gesellschafter
wurden in Anlehnung an § 264 c Absatz 3 HGB nachrichtlich
nach dem Konzernjahresüberschuss dargestellt. Bei der Berechnung der latenten Steuern bleiben sie außen vor.
Mitarbeiter
Mitarbeiter
Auszubildende
2009 / 10
2008 / 09
4.218
4.352
296
296
3.348
3.417
117
118
7.979
8.183
27. Geschäftsführung
Die Geschäftsführung obliegt den nachfolgend genannten
Personen. Von der Angabe der Geschäftsführergehälter wurde
analog § 286 Absatz 4 HGB abgesehen.
Die an die Geschäftsführung gewährten Darlehen belaufen sich
zum Stichtag auf 200 T€ (Vorjahr 200 T€). Die Restlaufzeit
beträgt weniger als ein Jahr. Der Zinssatz der noch in Anspruch
genommenen Kredite beträgt 5,0 Prozent.
Ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung wurden Pensionszusagen in Höhe von 10.175 T€ gewährt und zurückgestellt.
Im Geschäftsjahr 2009 / 10 erhielten ehemalige Geschäftsführer
beziehungsweise ihre Hinterbliebenen Bezüge in Höhe von
1.088 T€.
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
25. Zusammensetzung des Finanzmittelbestands
In den Finanzmittelbestand werden liquide Mittel, Wertpapiere
und kurzfristige Bankverbindlichkeiten einbezogen. Der Unterschied zwischen den ausgewiesenen liquiden Mitteln und Wertpapieren und deren Ausweis in der Bilanz resultiert aus der
Saldierung von liquiden Mitteln mit kurzfristigen Bankverbindlichkeiten in der Bilanz. Aus demselben Grund ergibt sich ein
Unterschied zwischen den an dieser Stelle ausgewiesenen kurzfristigen Bankverbindlichkeiten (Kontokorrent) und den im
Anhang ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
57
28. Befreiung gemäß HGB
Für folgende Kapitalgesellschaften wird von der Befreiung des
§ 264 Absatz 3 HGB Gebrauch gemacht: TRUMPF Werkzeugmaschinen Beteiligungs-GmbH, TRUMPF Werkzeugmaschinen
Deutschland Vertrieb + Service Beteiligungs-GmbH, TRUMPF
International Beteiligungs-GmbH, TRUMPF Laser- und Systemtechnik GmbH, HÜTTINGER Verwaltung GmbH, Laser Verwaltungs-GmbH, TRUMPF Medizin Systeme GmbH, Celtia Verwaltungs-GmbH, TRUMPF Leasing + Service Beteiligungs-GmbH,
TRUMPF Medizin Systeme Beteiligungs-GmbH, TRUMPF Capital
GmbH, TRUMPF Finance GmbH, TRUMPF Med Beteiligungen
GmbH, Berthold Leibinger Immobilien GmbH, TRUMPF Kapitalbeteiligungen GmbH.
Für folgende Personenhandelsgesellschaften im Sinne des
§ 264 a Absatz 1 HGB wird von der Befreiung zur Aufstellung
eines Jahresabschlusses gemäß § 264 b HGB nach den für
Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften Gebrauch gemacht:
TRUMPF GmbH + Co. KG, TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH
+ Co. KG, HÜTTINGER Elektronik GmbH + Co. KG, TRUMPF
Laser GmbH + Co. KG, TRUMPF Medizin Systeme GmbH + Co.
KG, TRUMPF Leasing + Service GmbH + Co. KG, TRUMPF
Immobilien GmbH + Co. KG, TRUMPF Werkzeugmaschinen
Deutschland Vertrieb + Service GmbH + Co. KG.
29. Aufsichtsrat / Verwaltungsrat
In § 1 Absatz 1 Nr. 2 des Mitbestimmungsgesetzes (MitbestG) ist
geregelt, dass ein Unternehmen ab einer bestimmten Größenordnung einen Aufsichtsrat bestellen muss. Gemäß § 7 Absatz
1 Nr. 1 MitbestG ist die Berthold Leibinger GmbH dieser Verpflichtung mit Wirkung vom Geschäftsjahr 1998 / 99 nachgekommen. Der Aufsichtsrat umfasst zwölf Mitglieder.
Die Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats sind mit den
Mitgliedern des Verwaltungsrats identisch.
Von der Angabe der Aufsichtsratsbezüge sowie der Verwaltungsratsbezüge wurde analog § 286 Absatz 4 HGB
abgesehen.
30. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
und Personen
Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.
Ditzingen, 16. September 2010
TRUMPF GmbH + Co. KG
Berthold Leibinger GmbH
Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller (Vorsitzende)
Dipl.-Ing. Peter Leibinger (Stellvertretender Vorsitzender)
Dr. rer. pol. Lars Grünert
Dr.-Ing. Mathias Kammüller
Dipl.-Ing. Friedrich Kilian
Dr. rer. soc. Gerhard Rübling
Dipl.-Ök. Harald Völker
58
TRUMPF Gruppe
Konsequent. Langfristig.
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Informationen
Von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, wurde zum vollständigen Konzernabschluss einschließlich Konzernlagebericht, der im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt wird, folgender Bestätigungsvermerk erteilt:
Bestätigungsvermerk
Wir haben den von der TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen,
und der Berthold Leibinger GmbH, Ditzingen, aufgestellten
Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und
Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel
und Anhang – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2009 bis 30. Juni 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach
den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den
ergänzenden Bestimmungen der Gesellschaftsverträge liegt
in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaften. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von
uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung
so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und
Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich
auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei
der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche
und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen
über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung
werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen
internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben
im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst
die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des
Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungsund Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung
der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des
Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere
Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere
Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss
den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden
Bestimmungen der Gesellschaftsverträge und vermittelt
unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken
der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 17. September 2010
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Skirk
Wirtschaftsprüfer
Heubach
Wirtschaftsprüfer
59
Wir stehen zu unserer Verantwortung
Gesellschaftliche Verantwortung gehört zu unserer Kultur als Familienunternehmen. Wir verstehen
uns als Teil der Gesellschaft und fördern entlang klarer Schwerpunkte. Diese sind eng an unser unternehmerisches Handeln sowie an unsere Unternehmensgrundsätze gebunden.
Unser Fokus liegt auf den Themen Bildung, Forschung, Mitarbeiter, nachhaltiges Wirtschaften
und Familienunternehmen. Mit dem Mut und der Bereitschaft, Neues zu wagen, unterstützen und
gestalten wir innovative Ansätze und Projekte zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft.
Kontinuität und Langfristigkeit spielen eine große Rolle bei der Umsetzung unserer Vorhaben.
Unser Ziel ist es, Projekte weiterzuentwickeln und an die gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen anzupassen.
Kinder entdecken Wirtschaft (KIEWIS)
TRUMPF LaserLab
TRUMPF integriert das Thema „Ökonomische Bildung“
in das KIEWIS-Projekt. Grundschüler gründen ihr eigenes
Unternehmen: von der Entwicklung einer Geschäftsidee
über das Erstellen eines Businessplans bis hin zu Kreditverhandlungen mit der Bank.
Das LaserLab erobert die USA: Nachdem die Exponate
2009 europäische TRUMPF Standorte bereisten, ist das
LaserLab seit Mai 2010 im Connecticut Science Center in
Hartford (USA) zu sehen. Dort sind auch amerikanische
Kinder fasziniert von der Welt des Lasers.
60
Impressum
Redaktion
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
TRUMPF GmbH + Co. KG
Konzept und Gestaltung
HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG,
Hamburg (Deutschland)
Fotos
Jürgen Altmann, Stuttgart (Deutschland)
diephotodesigner.de, Berlin (Deutschland)
Udo Loster, Leonberg (Deutschland)
Gangfeng Wang, Shanghai (China)
TRUMPF GmbH + Co. KG
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