die eiskönigin – völlig unverfroren

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die eiskönigin – völlig unverfroren
Österreichischer Kinostart: 28. November 2013
Im Verleih von The Walt Disney Company (Austria) GmbH
Auch in Disney Digital 3D™
Regie: Chris Buck, Jennifer Lee
KURZINHALT
Lose inspiriert durch das bekannte und beliebte Märchen „Die Schneekönigin“ von Hans
Christian Andersen, erzählt Disneys DIE EISKÖNIGIN – VÖLLIG UNVERFROREN die
Geschichte der furchtlosen Königstochter Anna. Zusammen mit dem schroffen Naturburschen
Kristoff und seinem treuen Rentier Sven begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise, um ihre
Schwester Elsa zu finden, deren eisige Kräfte das Königreich Arendelle im ewigen Winter
gefangen halten. In einem spannenden Rennen um die Rettung des Königreichs ringen Anna
und Kristoff nicht nur mit den Naturelementen, sie begegnen auch mystischen Trollen und dem
urkomischen Schneemann Olaf, der zu einem unverzichtbaren Begleiter wird.
PRESSENOTIZ
Walt Disney Animation Studios (RAPUNZEL – NEU VERFÖHNT, RALPH REICHTS) präsentiert
DIE EISKÖNIGIN – VÖLLIG UNVERFROREN, ein atemberaubend schönes und herzerfrischend
witziges Animations-Abenteuer, das die Kinoleinwände zum Schmelzen bringt – natürlich auch in
gut gekühltem Disney Digital 3D. Modern von Chris Buck (TARZAN, KÖNIGE DER WELLEN)
und Jennifer Lee (Drehbuchautorin von RALPH REICHTS) inszeniert und in der Tradition der
beliebten klassischen Disney-Meisterwerke von Peter Del Vecho (WINNIE PUUH, KÜSS DEN
FROSCH) produziert, dürfen sich große und kleine Kinofans wieder auf ein weihnachtliches
Feelgood-Movie der Sonderklasse freuen! Nicht zuletzt die deutschen Stimmen – Komödiant und
Schauspieler ROBERT PALFRADER als Herzog von Pitzbühl, Kultkomiker HAPE KERKELING
als Schneemann Olaf und Musical-Star WILLEMIJN VERKAIK („Wicked – Die Hexen von Oz“)
als Eiskönigin Elsa – sorgen für Begeisterungsstürme.
INHALT
Anna und ihre drei Jahre ältere Schwester Elsa, die Töchter des Königs und der Königin von
Arendelle, sind ein Herz und eine Seele. Elsa, die seit ihrer Geburt über magische Kräfte verfügt
und alles, was sie berührt, in Eis und Schnee verwandeln kann, lässt zum großen Vergnügen
ihrer Schwester im Königspalast die schönsten Winterlandschaften entstehen, und tobt mit Anna
wild herum. Bis zu jenem verhängnisvollen Tag, an dem sie Anna versehentlich mit ihren
Zauberkräften trifft. Zwar gelingt es den Trollen, die der verzweifelte König um Hilfe bittet, Anna
zu heilen. Doch das Unglück verändert alles: Aus Angst, ihre Schwester noch einmal zu
verletzen, zieht sich Elsa völlig zurück. Und ihre Eltern isolieren das Schloss von der Außenwelt,
damit niemand von Elsas eisigem Geheimnis erfährt. Anna, der nach dem Heilungsritual jegliche
Erinnerungen an Elsas Zauberkräfte fehlen, kann nicht verstehen, warum sie von ihrer geliebten
Schwester plötzlich zurückgewiesen und gemieden wird. Selbst als ihre Eltern einige Jahre
später bei einem Unglück ums Leben kommen, ändert sich an dem Verhältnis der Schwestern
nichts. Bis zum Tag von Elsas Krönung…
Anna ist ganz aufgeregt, endlich herrscht wieder Leben im Schloss, wenigstens für einen Tag.
Die Krönungszeremonie zieht viele Gäste an, und wer weiß, vielleicht ist ja Annas Traumprinz
darunter? Während Elsa von der Menschenansammlung sehr verunsichert ist, stürzt Anna sich
neugierig ins wilde Treiben und lernt den charmanten Prinzen Hans kennen. Sie ist sofort
hingerissen und die beiden beschließen noch am selben Abend, dass sie heiraten möchten.
Anna wendet sich an ihre Schwester um sie um Erlaubnis zu bitten, doch Elsa findet die
Entscheidung ihrer Schwester voreilig und gibt ihre Zustimmung nicht. Zwischen Anna und Elsa
kommt es zum Streit, der auf schreckliche Weise eskaliert: Elsa verliert die Kontrolle über ihre
Zauberkräfte und verwandelt alles im Schloss in Eis und Schnee. Mehr noch, während sie vor der
entsetzten Menge flieht und verschwindet, versinkt ganz Arendelle in ewigem Winter.
Anna ist völlig verwirrt. Sie weiß nur, sie muss ihre Schwester finden und ihr helfen, damit sie das
Königreich von dem eisigen Fluch befreit. Sie überträgt Hans die Verantwortung für Arendelle
und reitet los. Währenddessen hat sich Elsa hoch auf dem Nordberg einen Eispalast gezaubert,
in dem sie von der Außenwelt abgeschieden für immer leben will. So kann sie niemandem mehr
schaden, vor allem Anna nicht. Die ist jedoch längst unterwegs, kämpft sich tapfer durch den
hohen Schnee und kommt erschöpft in einem Krämerladen in den Bergen an, wo sie einen
ungehobelten Burschen kennen lernt: Kristoff, ein Eislieferant, dessen bester Freund das Rentier
Sven ist, und der keinerlei Manieren hat. Doch allein würde Anna nie zum Nordberg finden,
deshalb überzeugt sie den widerwilligen Kristoff, sie zu begleiten. Auf ihrem Weg erzählt sie ihm
alles über ihre große Liebe Hans und ihre eisige Schwester, als sie plötzlich von einem Rudel
Wölfe angegriffen werden. Ihnen gelingt es zwar, sie abzuschütteln, doch dabei geht der
Schlitten zu Bruch. Zu Fuß geht es weiter, als sich ihnen ein seltsamer Begleiter anschließt: Olaf,
ein Schneemann, der vom Sommer träumt, und von Elsa erschaffen wurde. Deshalb weiß er
auch, wo sie ist und will Anna und Kristoff hinbringen.
Tatsächlich entdecken sie den Eispalast und Anna tritt ihrer Schwester gegenüber. Doch Elsa
weigert sich mitzukommen, weil sie Angst hat, alles nur noch schlimmer zu machen. Anna gibt
aber so schnell nicht auf. Sie erzählt vom ewigen Winter in Arendelle, aber Elsa weiß nicht, wie
sie ihn wieder rückgängig machen kann. Abermals geraten die beiden Schwestern aneinander,
im Streit trifft ein Eisblitz Anna mitten ins Herz. Elsa fühlt sich bestätigt, dass es viel zu gefährlich
ist, wenn sie nach Arendelle zurückkehrt und erschafft ein gigantisches Schneemonster, um
Anna, Kristoff und Olaf zu verjagen. Während sie in Windeseile zu Kristoffs Freunden, den
Trollen, flüchten, damit sie die schwer angeschlagene Anna heilen, trifft Hans mit einem
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Suchtrupp am Eispalast ein. Sie nehmen Elsa gefangen und schaffen sie in Ketten nach
Arendelle, wo Hans von ihr fordert, den Sommer zurückzubringen. Doch das kann Elsa nicht…
Anna geht es derweil immer schlechter und selbst die Trolle sind machtlos – nur ein Akt wahrer
Liebe kann das Eis in ihrem Herzen zum Schmelzen bringen und verhindern, dass Anna langsam
zu einer Eisstatue erstarrt. Kristoff bringt Anna daraufhin so schnell er kann zum Schloss, im
Glauben, dass ein Kuss von Prinz Hans ihr Leben retten wird. Doch die Dinge sind nicht, wie sie
scheinen und als Elsa sich dank ihrer Zauberkräfte aus dem Gefängnis befreit und einen
gewaltigen Schneesturm entfesselt, entscheidet sich auf dem zugefrorenen Fjord nicht nur Annas
Schicksal, sondern auch das des gesamten Königreichs…
PRODUKTIONSNOTIZEN
„DIE EISKÖNIGIN ist von Andersens klassischem Märchen „Die Schneekönigin“ inspiriert, die
Story des Films kommt aber eindeutig von uns – durch sie weht ein frischer und neuer Wind. Sie
ist wunderbar gefühlvoll, bietet unglaublich viel Action und Abenteuer, Magie und unvergessliche
Figuren“, erzählt Regisseur Chris Buck.
„Eigentlich lag der Geschichte nur die simple Idee von der Kraft der Familie zugrunde, doch dann
hat sie sich zu etwas viel Größerem entwickelt“, ergänzt Jennifer Lee, von der das Drehbuch
stammt. „Unsere Familiengeschichte erzählt von dem Kampf zwischen Angst und Liebe – und
davon, wie diese Familie schließlich ihre Furcht überwindet, um die wahre Bedeutung der Liebe
zu finden.“
Unter der Regie von Chris Buck (TARZAN, KÖNIGE DER WELLEN) und Jennifer Lee
(Drehbuchautorin RALPH REICHTS) wurde DIE EISKÖNIGIN modern inszeniert und in der
Tradition der beliebten klassischen Disney-Meisterwerke von Peter Del Vecho (WINNIE PUUH,
KÜSS DEN FROSCH) produziert. Ein Feelgood-Movie für kleine und große Kinofans mit
mitreißenden Songs aus der Feder der Tony®-Gewinner Robert Lopez („The Book of Mormon“,
„Avenue Q”) und Kristen Anderson-Lopez („In Transit“).
„Wir hatten durchgehend das Gefühl, dass hier ein ganz besonderer – nahezu magischer – Film
entsteht“, erzählt der ausführende Produzent John Lasseter. „Wir sind unglaublich stolz auf
diesen Film. DIE EISKÖNIGIN knüpft an das traditionsreiche, zeitlose Erbe der Walt Disney
Animation Studios an. Der Film ist mit seinen großartigen Figuren, dem unglaublichen Storytelling
und den atemberaubenden Bildern trotzdem ganz auf der Höhe der Zeit und auf das Publikum
von heute zugeschnitten.“
Mit dem Königreich Arendelle schuf das Disney-Team umwerfende Schauplätze, die durch
Norwegens spektakuläre Landschaften inspiriert sind – von den schneebedeckten Bergen bis zu
den malerischen Fjorden. „Die Umgebung ist für unsere Geschichte von zentraler Bedeutung“,
sagt Lee. „Elsa kann mit ihren Zauberkräften alles in Eis und Schnee verwandeln – aber sie hat
diese Zauberkräfte nicht unter Kontrolle und beschwört versehentlich einen gigantischen
Schneesturm herauf, der ihre Heimat bedroht.“
„Bei der Gestaltung von Schnee und Eis hat unser Team die Messlatte mal wieder kräftig nach
oben verschoben“, ergänzt Buck. „Es ist verdammt schwer, Eis so zu animieren, dass es echt
aussieht. Unsere Mitarbeiter haben sehr viel recherchiert und wegweisende Technologien
entwickelt, um den perfekten Look zu erreichen. Ihnen ist ein wunderschöner Film gelungen, der
anders ist als alles, was ich bisher gesehen habe.“
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Mit Elementen aus Norwegens einzigartiger Architektur, Kultur und Tradition, wird in DIE
EISKÖNIGIN eine atemberaubende Welt kreiert. Dazu Produzent Del Vecho: „In diese epische
Geschichte kann man abtauchen und sich total verlieren, so etwas gelingt einem Film nur selten
– man hat keinen Zweifel daran, dass es diesen Ort irgendwo geben muss und spürt seine
Magie. Man vergisst völlig, dass man einen Film sieht.“
„Das ist es, was jeder Filmemacher, Künstler und Zeichner bei Disney anstrebt“, sagt Del Vecho
weiter. „Bei den Walt Disney Animation Studios haben Filme wie RAPUNZEL – NEU VERFÖHNT
und RALPH REICHTS definitiv eine neue künstlerische Ära eingeläutet, die mit DIE EISKÖNIGIN
einen weiteren Höhepunkt erreicht – es ist ein absolut hinreißender Film geworden, mit einer
tiefgründigen Geschichte und tollen Figuren, die so anders und neu sind, dass sie die Zuschauer
auf ganz außergewöhnliche Weise berühren werden.“
SO ENTSTEHT EIN MODERNER KLASSIKER
Die Filmemacher verknüpfen eine moderne Geschichte mit coolen Figuren und
Elementen eines beliebten und weltbekannten Märchens
DIE EISKÖNIGIN – VÖLLIG UNVERFROREN verwendet die Kernelemente von Hans Christian
Andersens berühmtem Märchen „Die Schneekönigin“, das 1845 erstmals veröffentlicht wurde.
Bereits zu Lebzeiten des legendären Studiogründers Walt Disney interessierten sich die
Filmemacher des Studios für den Märchenklassiker. Wie immer bei Disney sollte auch DIE
EISKÖNIGIN die einzigartige Stimmung des Originals erfassen und trotzdem eine ganz
eigenständige, moderne Geschichte erzählen, im Stil eines Disney-Meisterwerks wie ARIELLE,
DIE MEERJUNGFRAU (1989), das ebenfalls auf einem Märchen von Andersen basiert.
„Die Schneekönigin“ ist die Geschichte des Kampfes zwischen Gut und Böse, erzählt anhand
eines zersplitterten Spiegels, der dafür sorgt, dass ein kleiner Junge namens Kai nur das
Schlechte in der Welt sieht. „Von diesem Kampf und seiner allgemeingültigen Botschaft ließen
wir uns inspirieren“, sagt Buck. „Außerdem waren wir von dem Mädchen Gerda ganz angetan,
die in dem Märchen alles unternimmt, um Kai zu retten. Ihre wichtigsten Eigenschaften –
Optimismus, Liebe, Stärke und Entschlusskraft – zeichnen auch unsere Hauptfigur Anna aus.“
Was die Schneekönigin selbst betrifft, war das Disney-Team anfangs ziemlich ratlos. Laut
Jennifer Lee, die als Autorin zu dem Projekt kam und schließlich gemeinsam mit Buck auch die
Regie übernahm, war die Figur in Andersens Märchen äußerst mysteriös. „Sie taucht darin eher
symbolisch auf“, sagt Lee, „und uns war bewusst, dass sie für DIE EISKÖNIGIN eine
eigenständige Figur sein musste, um das heutige Publikum anzusprechen.“
Lee erzählt weiter: „Der Film sollte sowohl zeitgemäß als auch zeitlos sein. Wir suchten nach
etwas Zeitgenössischem, das jeder versteht. Und Angst ist etwas, was uns heute, genau wie
früher, zu schaffen macht. Sie lässt uns alles negativ sehen, verdunkelt unseren Blick auf die
Welt und gefährdet so unsere Beziehungen. Jede einzelne Szene des Films unterstreicht auf ihre
Art die übergeordneten Themen des Films, nämlich Familie, Liebe, und den inneren Konflikt
zwischen wahrer Liebe und großer Furcht. Elsa wird ausschließlich von der Angst getrieben.“
Elsa (in der deutschen Fassung synchronisiert von Willemijn Verkaik), die alles in Schnee und
Eis verwandeln kann, ist nicht in der Lage, ihre mächtigen Zauberkräfte zu kontrollieren.
Während sie mit Anna spielt, löst sie dadurch ein tragisches Ereignis aus. Die junge Anna
hingegen ist von Elsas magischer Begabung begeistert – Elsa erschafft einen Schneemann und
die Mädchen toben ausgelassen auf Schneepisten, die sie in ihrem Heim erschaffen hat.
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Doch dann gerät Elsas Zauber außer Kontrolle und Anna verletzt sich schwer. Von diesem Tag
an hat Elsa große Angst, Anna erneut in Gefahr zu bringen und zieht sich deshalb von dem
Menschen zurück, den sie am meisten liebt. „Anna wiederum kann sich an das Ereignis gar nicht
erinnern und wächst in dem Bemühen auf, Elsa wieder nahe zu kommen“, sagt Buck. „Also ist
Anna die meiste Zeit auf sich allein gestellt.“
Kristen Anderson-Lopez und ihr Ehemann und Autorenpartner Robert Lopez arbeiteten mit den
Regisseuren und dem Story-Team eng zusammen und waren von Anna, die von ihrer Schwester
ausgeschlossen wird, sehr gerührt. „Was könnte einen mehr für dieses Mädchen einnehmen als
mitansehen zu müssen, wie ihr die ganze Kindheit hindurch die Tür vor der Nase zugeschlagen
wird?“, fragt Anderson-Lopez.
„Wir mussten uns in sie hineinversetzen“, erzählt sie weiter, „Anna verstehen und zeigen, was
der Welt an diesem jungen, optimistischen und erfrischend albernen Mädchen verloren geht. Der
Augenblick, in dem sich die beiden Schwestern vor verschlossener Tür gegenüberstehen gehört
zu den aufschlussreichsten Momenten des ganzen Films.“
Den Filmemachern war bewusst, dass der Tag, an dem Elsa gekrönt wird, auch für Anna einen
Neuanfang bedeutet und das Story-Team wollte die nun erwachsene Anna mit einem Song
einführen, was sich jedoch als ziemlich schwierig erwies. „Dieser spezielle Song war eine harte
Nuss zu knacken, weil er vieles transportieren musste“, sagt Anderson-Lopez. „Anna sollte als
optimistisch und lebhaft charakterisiert werden und gleichzeitig als jemand, die unter ihren
unerfüllten Bedürfnissen leidet.“ Die Lösung – und damit auch der Songtitel „For the First Time in
Forever“ – ergab sich während einer Diskussion über die Geschichte, als jemand einen Plot Point
mit eben diesen Worten umschrieb: For the first time in forever. President of Walt Disney Music
Chris Montan wurde sofort hellhörig: „Ich sagte, Das ist es! Das ist Annas Song!“, so Montan. „Es
war ein Geistesblitz. ’For the first time in forever, I’m going to be free. I might meet somebody. I
might live my life.’ Wir waren ganz aufgeregt.“
Der Song unterstreicht Annas starkes Bedürfnis nach Nähe zu ihrer großen Schwester und zeigt
gleichzeitig, wie weit sich die beiden voneinander entfernt haben. Als Anna ihre Schwester Elsa
mit ihrem zerrütteten Verhältnis konfrontiert, setzt sie unabsichtlich Elsas unterdrückte Emotionen
frei, wodurch sie das Königreich in einem unkontrollierbaren Gefühlsausbruch in eine ewige
Winterlandschaft verwandelt. Jetzt kennen alle Elsas gut gehütetes Geheimnis! Sie flieht aus
Arendelle – und findet ihre ersehnte Freiheit.
Diese Freiheit sei zur entscheidenden Triebfeder für die Musik des Films geworden, so
Songwriter Robert Lopez. „Lass jetzt los“ war der erste Song, für den sich die Filmemacher
begeisterten. „Das Lied war unser Dreh- und Angelpunkt“, sagt Lopez. „Wir wollten die
bombastischste Diva-Nummer überhaupt schreiben, um zu unterstreichen, dass in Elsa gerade
etwas Bahnbrechendes vor sich geht“
Der Song gefiel den Filmemachern sogar so gut, dass er sie dazu brachte, die Szenen, die zu
diesem entscheidenden Moment führen, neu zu überdenken. „’Lass jetzt los’ war der erste Song,
der unbedingt in den Film musste, da er Elsas Persönlichkeit zu charakterisieren half“, sagt Lee.
„Er zeigt auf so ergreifende und kraftvolle Weise, wie sie sich fühlt, dass wir die Vorgeschichte
noch einmal kräftig überarbeiteten, um den Weg zu diesem besonderen Augenblick zu zeigen.“
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Anna hingegen wünscht sich nichts sehnlicher, als alles wieder gerade zu biegen. Auf ihrer
Suche nach Elsa lernt sie Kristoff kennen, einen schroffen Naturburschen, der in Annas
Abenteuer aber lieber nicht mit hineingezogen werden möchte. Gemeinsam ringen Kristoff und
Anna mit den unwirtlichen Naturelementen, Wölfen und anderen Gefahren – und treffen auf ihrer
Reise auf einen seltsam vertrauten Schneemann namens Olaf (synchronisiert von Hape
Kerkeling), der sie (und das Publikum) immer wieder überrascht. „Als Elsa aus Arendelle flieht,
lässt sie ihren magischen Kräften, die sie so lange unterdrückt hat, freien Lauf. Der Schneemann,
der dabei entsteht, ist das Ergebnis ihrer Erinnerungen an glückliche Kindheitstage, als sie und
Anna ein Herz und eine Seele waren. Olaf repräsentiert die reine Unschuld und pure
Kindheitsfreude. Als uns das richtig klar wurde, entwickelte sich die Figur wie von selbst. Er ist
auf kindliche Art lustig und von der Welt noch völlig unverdorben und unbedarft. Olaf ist die
einzige Figur, die keinen inneren Kampf zwischen Angst und Liebe auszufechten hat, denn er ist
die bedingungslose Liebe.“
Laut Produzent Peter Del Vecho lässt sich an Olaf die wahre Schönheit von DIE EISKÖNIGIN
festmachen. „Obwohl der Film alles bietet, was das Publikum von einem Disney-Abenteuer
erwartet – er ist lustig, gefühlvoll und macht unglaublichen Spaß – geht er auch viele
überraschende und unerwartete Wege. Das ist es, was mir daran am meisten gefällt.“
DIE FIGUREN
Coole Charaktere
Die unterschiedlichen Figuren von DIE EISKÖNIGIN mit ihren starken Persönlichkeiten hätten
sich mit der Zeit entwickelt, sagt Regisseur Chris Buck. „Wie immer bei Disney verlangte der Mix
aus Comedy, Action, Abenteuer und Gefühl auch dieses Mal nach vielschichtigen und
tiefgründigen Figuren“, ergänzt er. „Und obwohl sie in einer magischen Welt leben, sollten sie
realistisch wirken, damit die Zuschauer eine echte Beziehung zu ihnen aufbauen können.“
Neben den prägnanten Sprechern (in der deutschen Fassung sind das u.a. Robert Palfrader als
Herzog von Pitzbühl, Hape Kerkeling als Schneemann Olaf und Willemijn Verkaik als Elsa)
sorgten vor allem hochtalentierte Künstler und Animatoren dafür, dass man die Figuren mit ihrem
einzigartigen Look und ihren nuancierten, rührenden Performances nie mehr vergisst. Lino
DiSalvo, Head of Animation, engagierte sogar Schauspiel-Coaches, die sein über 60-köpfiges
Animatorenteam unterstützten, damit die Darstellungen so perfekt wie möglich werden. „Der Film
verschiebt die Messlatte des Möglichen deutlich nach oben – mit wahrhaftigen und
glaubwürdigen Schauspielleistungen“, sagt DiSalvo. „Wir wollten, dass das Publikum jeder Figur
tief ins Herz und in die Seele blicken kann.“
Dank großer Fortschritte beim Rigging von Gesichtszügen waren die Animationskünstler in der
Lage, sehr subtile und realistische Mimiken zu erschaffen. Sie konnten die Gesichtsmuskeln ihrer
Charaktere auf völlig neue Weise gestalten und formen. Und dabei ist weniger eben manchmal
mehr. In DIE EISKÖNIGIN wird mit minimalsten Gesichtsregungen mehr ausgesagt als je zuvor.
Die Animatoren beherrschten ihre Figuren bis ins kleinste Gesichtsmuskelzucken, so dass auch
ohne Worte klar wird, was in ihnen vorgeht.
Mit Hilfe der Sprecher, die ihnen beispielsweise vermittelten, wann ein Schauspieler Atem holt,
während er ein Lied singt, gelang es den Animatoren, computeranimierte Figuren so lebendig zu
gestalten wie noch nie zuvor.
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ANNA ist eher ungestüm als anmutig und manchmal handelt sie erst bevor sie denkt. Aber sie ist
mit Abstand der optimistischste und fürsorglichste Mensch, den man sich nur vorstellen kann. Sie
sehnt sich danach, ihre Schwester Elsa wiederzusehen, zu der sie in ihrer Kindheit ein enges
Verhältnis hatte. Als Elsa eines Tages versehentlich das Königreich Arendelle mit ihren
magischen Kräften in einen ewigen Winter taucht, macht sich Anna auf den Weg, alles wieder
gerade zu biegen. Furchtlos, durch nichts und niemanden aufzuhalten und mit ihrem
unerschütterlichen Vertrauen in andere ist es Annas Schicksal, das Königreich und ihre Familie
von diesem dunklen Fluch zu befreien.
„Anna steht für viele Mädchen, mit denen ich aufgewachsen bin“, sagt Lee. „Sie ist eine echte,
zeitgemäße Heldin. Sie ist stark und furchtlos – auf ihre Weise – aber sie hat auch Fehler. Sie ist
nicht perfekt und genau das liebe ich an ihr. Sie entwickelt sich im Verlauf des Films zu einem
verantwortungsbewussten, aber trotzdem verspielten Menschen, mit einem ganz eigenen Sinn
für Humor.“
Animation Supervisor Becky Bresee, verantwortlich für die Animation von Anna, nutzte ein
Anschauungsobjekt, auf das sie immer wieder zurückkommt, wenn es um menschliche
Verhaltensweisen geht: sich selbst. „Ich filme mich dabei, wie ich eine Szene spiele, immer und
immer wieder, bis ich die Performance habe, die ich will – um dann meist auf den ersten Take
zurückzugreifen, weil es fast immer der aufrichtigste ist.“
Produzent Peter Del Vecho ist vom fortschrittlichen Rigging für DIE EISKÖNIGIN begeistert. „Es
gibt eine ganz einfache Szene, in der Anna den Prinzen Hans zum ersten Mal trifft“, sagt er. „Am
Ende sieht sie ihn an und obwohl man in ihrem Gesicht kaum eine Regung sieht, spürt man, dass
sie sich in Hans verliebt hat. Sie seufzt nur leise und jeder weiß genau, was sie denkt. Mit jedem
Film versuchen wir, diese Art der subtilen Animation immer weiter zu verfeinern.“
Auf den ersten Blick erscheint ELSA selbstsicher, majestätisch und auch etwas kühl, aber in
Wirklichkeit kämpft sie mit der Angst und ihrem großen Geheimnis: Sie hat die Fähigkeit, Dinge
und Menschen in Eis und Schnee zu verwandeln. Im Grunde eine wundervolle Eigenschaft, aber
auch ziemlich gefährlich. Verfolgt von dem einen Moment, in dem sie mit dieser magischen Kraft
fast ihre kleine Schwester Anna getötet hätte, isoliert sich Elsa mehr und mehr und versucht
verzweifelt, ihre Fähigkeit zu unterdrücken. In dem emotionalen Kampf zwischen Wunsch und
Wirklichkeit versetzt sie das Königreich Arendelle aus Versehen in den ewigen Winter. Sie
fürchtet sich, ein Monster zu werden und dass niemand – noch nicht einmal ihre Schwester – sie
davor bewahren kann.
Elsa ist die Eiskönigin und man könnte sie für eiskalt halten, gar als Bösewicht des Films
wahrnehmen. Doch das ist sie nicht. Ihr Leben mit der angeborenen Zauberkraft ist äußerst
kompliziert und wird von allen missverstanden. „Elsa lebt in Angst“, sagt Buck. Sie verbannt sich
selbst aus ihrer Heimat, weil sie fürchtet, andere zu verletzen. Im Gegenzug empfindet sie es als
absolute Befreiung, sich nicht mehr verstellen zu müssen.
Dieser Moment wird durch den Song „Let It Go“ definiert, bei dem sie eine entscheidende
Wandlung durchmacht – innerlich wie äußerlich. Dazu erzählt Character Design Supervisor Bill
Schwab: „Vor dem Song ist Elsa sehr zugeknöpft mit hochgesteckten Haaren – alles ist perfekt.
Während des Songs erlaubt sie sich selbst, so zu sein wie sie ist, und alles verändert sich – ihre
Haare sind wilder und offen, ihre Robe ist magisch. Sie ist endlich frei – aber auch einsam und
allein.“
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Für Paul Riggs, Head of Story, präsentiert Elsas neu gefundene Freiheit und Annas dadurch
ausgelöstes Abenteuer eines der Schlüsselthemen, die dem Film zugrunde liegen: Familie. „Als
ihr Geheimnis gelüftet wird, ist Anna der Mensch, den Elsa am dringendsten braucht“, sagt
Briggs. „Die Stärke dieser familiären Bindung ist es, die diese Geschichte so kraftvoll macht,
denn es ist ihre Schwester, die sich von den Zauberkräften nicht verunsichern lässt, Elsas
wahres Ich erkennt und sich mutig zwischen sie und den Rest der Welt wirft, wenn es sein muss.“
KRISTOFF ist ein Naturbursche durch und durch. Er lebt hoch oben in den Bergen und ernährt
sich vom Verkauf von Eisklötzen an das Königreich Arendelle. Ein rauer Kerl mit weichem Kern,
stark, aufrecht und mit festem Glauben an Regeln und Gesetze – natürlich seinen eigenen. Er
wirkt ein bisschen wie ein Außenseiter, aber mit seinem besten Freund – dem loyalen und
ziemlich verfilzten Rentier Sven – bildet er ein Superteam!
Kristoff wird für einiges Stirnrunzeln sorgen – im positiven Sinne. Er verfügt nicht gerade über
höfliche Umgangsformen und kann mit anderen Menschen nicht umgehen, weil er die meiste Zeit
allein verbringt. Trotzdem ist er ein charmantes Kerlchen.
„Uns gefiel die Idee eines untypischen Disney-Helden“, sagt Buck. „Kristoff ist ein ganz normaler
Typ, unordentlich, schmuddelig und überhaupt nicht so, wie man es erwartet. Er lebt in den
Bergen außerhalb von Arendelle und sein bester Freund ist ein Rentier namens Sven.“
„Kristoff ist ausgesprochen wichtig für die Story, weil er Anna ständig herausfordert, indem er ihre
Sicht auf die Dinge infrage stellt“, sagt Lee. Laut Schwab ist Kristoffs Look ebenso wie der des
Films von Norwegen inspiriert. „Kristoff ist ein Naturbursche und wir orientierten uns sehr an der
Kultur der skandinavischen Ureinwohner, der Samen, beispielsweise bei seiner Kleidung. Wir
wollten einen rauen Kerl mit weichem Kern, der sehr stark ist, und mit dem man gern ein
episches Abenteuer wie dieses erleben würde.“
Als ein Rentier mit dem Herzen eines Labradors ist SVEN Kristoffs treuer Freund, sein
Schlittenzieher und gutes Gewissen. Er kümmert sich darum, dass sein Bergmensch-Kumpel
sich wie der aufrechte Kerl verhält, den Sven kennt und liebt – und Sven gelingt das, ohne ein
einziges Wort zu sagen. Schon mit einem einfühlsamen Schnauber macht er seinen Standpunkt
klar und zeigt Kristoff, worauf es ankommt. Das Leben könnte so schön sein, wenn nur Kristoff
nicht immer in diese lächerliche Möchtegern-Rentier-Stimme verfallen würde, wenn er für Sven
spricht (als ob Rentiere wirklich so sprechen würden...).
„Sven ist so etwas wie die 300kg schwere, aber trotzdem sehr liebenswerte Version eines
Labradors“, sagt DiSalvo. „Wir ließen sogar ein echtes Rentier zum Studio kommen, nur um dann
festzustellen, dass Rentiere meist nicht besonders viel tun. Aber mit Sven hatten wir trotzdem viel
Spaß. Immer wenn Kristoff ihn mit verstellter Stimme spricht, kann man an Svens Mimik ablesen,
was Kristoff gerade sagt.“
Laut DiSalvo ist Sven das überspitzte und liebevoll karikierte Ergebnis der Beobachtungen des
Rentierbesuchs, seiner Bewegungen, Verhaltensweisen und Physiognomie. Das Rentier zeigte
eine sehr ungewöhnliche Art und Weise, sich am Ohr zu kratzen: Es benutzte dafür wie ein Hund
die Hinterbeine. Auch Sven kratzt sich so im Film. Sein keuchendes Geschnaufe wiederum
guckten sich die Filmemacher bei Naturdokus über Rentiere aus Alaska ab.
Außerdem ist Sven natürlich der Grund für Kristoffs Wiegenliedchen „Rentiere sind besser als
Menschen“, das er singt, kurz nachdem er Anna getroffen hat.
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HANS ist ein attraktiver junger Adeliger aus einem benachbarten Königreich, der für Elsas
Krönung nach Arendelle kommt. Mit 12 älteren Brüdern ist Hans quasi unsichtbar groß geworden
– und kann sich dadurch sehr gut in Anna hineinversetzen. Hans ist klug, aufmerksam und
ritterlich. Anders als Elsa verspricht Hans, dass er Anna niemals alleine lassen wird. Er könnte
der Seelenverwandte sein, auf den sie all die Jahre gewartet hat.
Anderson-Lopez und ihr Mann schrieben den Song „Liebe öffnet Tür’n“, um zu zeigen, wie
zwischen Hans und Anna die Funken sprühen. „Das Lied unterstreicht, warum Anna es gar nicht
mehr abwarten kann, jemanden zu heiraten, den sie gerade mal einen Tag kennt“, sagt
Anderson-Lopez. „Ihr ganzes Leben hat man ihr die Tür vor der Nase zugeschlagen, da ist es nur
verständlich, dass sie die erstbeste Gelegenheit ergreift und so schnell sie kann durch diese Tür
rennen will, die sich ihr in dieser Nacht plötzlich öffnet. Denn sie sehnt sich schon so unendlich
lange nach Liebe.“
Lopez ergänzt: „Es ist sehr wichtig für den Film, dass man ihre überhastete Entscheidung nicht
nur nachvollziehen kann, sondern sie dabei auch unterstützt. Das Publikum soll sagen, ’Jawohl,
Hans ist ein prima Kerl, großartig, den sollte sie sofort heiraten.’ Deshalb ist der Song auch so
sonnig und fröhlich.“
OLAF mag herzliche Umarmungen und möchte am liebsten ständig knuddeln und geknuddelt
werden. Er ist durch Elsas magische Kräfte entstanden und bei weitem der freundlichste
Schneemann, den man in den Bergen von Arendelle antreffen kann. Seine Naivität, seine
Aufgeschlossenheit und seine unheimliche Fähigkeit, sich in guten wie in schlechten Zeiten
selbst in seine Einzelteile zu zerlegen, führen zu vielen irrwitzigen und unglaublich komischen
Momenten. Sein größter Traum und Herzenswunsch wird leider niemals Wirklichkeit werden
können – aber was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß, oder?
„Obwohl Olaf strenggenommen gar kein Herz hat, ist er trotzdem so herzensgut wie niemand
sonst auf der Welt. Er lebt, um bedingungslos zu lieben. Und sorgt sich sehr um seine neuen
Freunde Anna, Kristoff und Sven. Er erfährt zum ersten Mal, was es heißt, eine Familie zu haben,
was die Zuschauer sehr berühren wird“, sagt Chris Buck.
„Olaf durchlief viele Entwicklungsschritte“, ergänzt Jennifer Lee. „Er hat so unglaublich viel
Potential und wir wussten, dass wir seine Persönlichkeit gefunden hatten, als wir uns die Frage
stellten, ’Wie denkt eigentlich ein Schneemann?’. Als ich Olaf entwickelte hatte ich ein älteres
Kind im Hinterkopf – 12 Jahre vielleicht – das verspielt und aufgeschlossen ist, schlauer und
kultivierter als ein ganz kleiner Junge, aber immer noch völlig unschuldig. Olaf ist so berührend
und gefühlsbetont und dadurch auch unglaublich komisch.“
„Wir wollten, dass der Humor und das Drama von DIE EISKÖNIGIN ganz aus den Figuren und
Situationen heraus entsteht“, ergänzt Produzent Peter Del Vecho. „Und Olaf ist eine der
lustigsten Figuren des Films, aber er verkörpert eben auch die reine Unschuld, weshalb alles,
was er sagt, sofort zu Herzen geht.“
Die Filmemacher wollten alle Möglichkeiten voll ausschöpfen, die ihnen Olafs aus Einzelteilen
bestehender Schneemann-Körper bot. Die entwickelte Software „Spaces“ erlaubte es den
Künstlern während des Animationsprozesses, die Figur immer wieder auseinanderzunehmen und
neu zusammenzusetzen. „Dem Animationsteam kam die Arbeit an Olaf wie ein Griff in eine
riesige Spielzeugkiste vor“, erzählt Regisseur Chris Buck. „Er besteht aus drei Schneekugeln, die
er durcheinanderwirbeln und beliebig wieder zusammensetzen kann.
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Seine Augen sind frei beweglich, seine Nase kann virtuos verrutschen, und seine Arme,
bestehend aus zwei Stöcken, lassen sich ebenfalls abnehmen. Die Animatoren konnten mit ihm
also machen, was sie wollten.“
Auch von der eigens entwickelten Software „Flourish“ profitierte Olaf, mit der die Animatoren
Bewegungen geschmeidiger machen konnten – so z.B. die Zweige, die auf Olafs Kopf wackeln.
Was dem wieseligen HERZOG VON PITZBÜHL mit Wiener Schmäh (gesprochen von Robert
Palfrader) an Statur fehlt, macht er mit seiner Arroganz und seinem Hang zur eitlen
Selbstdarstellung mehr als wett. Er ist außerdem fest entschlossen, sich an die neue Königin
heranzuschmeicheln – jedenfalls bis zu dem Augenblick, als Elsas magisches Geheimnis
durchbricht. Da ist er der Erste, der sie ein Monster nennt und versucht, ihre eigenen Untertanen
gegen sie aufzubringen – er würde alles tun, um an Arendelles Reichtum zu kommen.
„Der Herzog von Pitzbühl ist mit den anderen Würdenträgern nach Arendelle gekommen, um der
Krönungszeremonie beizuwohnen. Doch als er in der ewigen Winterlandschaft festsitzt, nachdem
Elsa den Fjord zugefroren hat, gerät er in Panik und steckt alle damit an“, sagt DiSalvo. Und
weiter: „Es macht einfach viel Spaß, ihm zuzusehen und dabei gegen ihn zu sein. Oberflächlich
betrachtet wirkt er zwar harmlos, aber er hat zwei Seiten, weshalb er unheimlicher ist als andere
Bösewichte.“
Die lustige Tanzszene mit dem Herzog von Pitzbühl erarbeiteten DiSalvo und sein Team quasi im
Selbstversuch. „Der Herzog von Pitzbühl versucht über Anna an Informationen heranzukommen
und vollführt dabei die ganze Zeit völlig alberne und beknackt aussehende Tanzschritte“, erzählt
DiSalvo. „Einige unserer Animatoren sind ziemlich gut im Slapstick, deshalb filmten sie sich für
diese Szene beim Tanzen. Es war wirklich saukomisch, das Referenzvideo hinterher mit der
animierten Szene zu vergleichen. Das Team ist wirklich wahnsinnig talentiert – vielleicht nicht
unbedingt, was das Tanzen angeht – aber es ist großartig.“
GRANDPABBIE ist zu einer Zeit aus Vulkangestein entstanden, als die Erde sich noch formte.
Er hat so ziemlich alles schon gesehen und weiß wahrscheinlich noch viel mehr. Vor allem in
Magie kennt er sich aus wie niemand sonst. Hast du ein magisches Problem, ist Grandpabbie der
Troll deines Vertrauens. Er ist ein Heiler, ein Prophet und ein echter Künstler. Sein Meisterwerk
kann man fast jeden Abend am Nordhimmel bewundern, die Polarlichter: Aurora Borealis.
Laut Jennifer Lee sind Grandpabbie und die anderen Trolle direkt Hans Christian Andersens
Originalmärchen entsprungen. „Nur dass unsere Trolle etwas wohlwollender und netter sind als
die in der ’Schneekönigin’“, sagt sie. „Aber uns war es sehr wichtig, diese geheimnisvollen
Geschöpfe in die Geschichte zu integrieren und darüber hinaus der norwegischen Folklore
Respekt zu zollen. Deshalb ließen wir uns auch von Experten über die skandinavische Kultur und
die Rolle aufklären, die Trolle darin einnehmen.“
In DIE EISKÖNIGIN sind sie urzeitliche Geschöpfe, die man im Tal der lebenden Steine antreffen
kann. Aber nur, wenn sie auch gefunden werden wollen, wenn nicht, sind sie von echten Steinen
nicht zu unterscheiden. Außerdem können sie überheblich, laut, aufdringlich und schwer zu
(er)tragen sein – sehr schwer. Dabei meinen sie es eigentlich nur gut und tragen ihr Herz auf
dem rechten Fleck.
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MARSHMALLOW ist ein riesiger Schneemann, der durch Elsas Kräfte zum Leben erweckt
wurde. Er ist ein eiskalter Bodyguard, der Elsa lästige Besucher von ihrem Eispalast fernhält. Der
furchteinflößende Kerl sagt nicht wirklich viel, aber das macht er mit seiner enormen Schlagkraft
wieder wett.
Laut Schwab war der Look von Marshmallow eine echte Herausforderung. „Am Anfang sah er
aus wie ein ganz normaler Schneemann – er bestand einfach aus drei Schneekugeln“, sagt
Schwab. „Aber der ursprüngliche Entwurf passte überhaupt nicht zu seiner Wildheit und war nicht
furchteinflößend genug. Dann war er eine Zeitlang als Formwandler aus Schnee geplant, der aus
dem Boden wuchs. Wir experimentierten eine Weile mit Eispanzern, dann konnte er sich
unterirdisch fortbewegen, bis wir uns schließlich dazu entschlossen, ihn zu einem Eismonster
voller Schneeverwehungen zu machen. Jetzt ist er also ein eisiges, mit Schnee bedecktes
Skelett und sieht richtig schön gruselig aus.“
OAKEN ist der Besitzer der „Wandereiche“, einem Krämerladen mit integrierter Sauna. Während
Elsas Wintersturm mitten im Juli durch das Land tobt, ist sein Geschäft noch ganz auf
Sommerware eingestellt. Aber Schnäppchenjäger sollten sich trotzdem vorsehen: Oaken ist zwar
gutherzig und hilfsbereit, aber wenn ihn jemand übers Ohr hauen will, dann landet er ganz
schnell vor Oakens bescheidener Hütte im Schnee.
„Oaken ist ein echtes Schätzchen“, sagt Schwab. „Er ist über 2m groß und wiegt sicher 160kg,
was man ihm aber nicht ansieht, solange er hinter dem Tresen sitzt. Er ist einfach ein lustiger,
süßer, gutherziger Kerl mit tiefblauen Augen und einem komischen Weihnachtspullover, den ich
mal so ähnlich in einem Einkaufszentrum gesehen habe – Oaken liegt also voll im Trend.“
OHNE ÜBERWÄLTIGENDE HINTERGRÜNDE KEIN EPISCHES ABENTEUER
Norwegens atemberaubende Landschaft, Architektur und Nationaltracht, sowie
ein Eishotel im kanadischen Quebec standen Pate für den grandiosen Look
Um DIE EISKÖNIGIN angemessen in Szene setzen zu können, mussten unbedingt dramatische
Schauplätze voller Eis und Schnee, Schlösser und Berge her. Dabei ließen sich die Filmemacher
von Hans Christian Andersens Originalmärchen leiten, das in Skandinavien spielt. Das
Produktionsteam nahm Norwegen als Vorbild für das erfundene, an einem Fjord liegende
Königreich Arendelle. Auch die klassische Architektur des Landes findet sich im Film wieder,
beispielsweise ihre Stabkirchen. Die steilen, majestätischen Kulissen bilden einen perfekten
Hintergrund für Annas und Kristoffs abenteuerliche Reise.
Doch nicht nur hinsichtlich der Landschaft ließen sich die Filmemacher von Norwegen inspirieren.
Auch der Look und die Kostüme der Figuren sind davon beeinflusst, etwa durch die Verwendung
aufwändig gestalteter „Rosemåling“-Muster, die man in volkstümlichen Trachten entdeckte, sowie
durch die geflochtenen Frisuren.
Dank ausführlicher Studien und der Zusammenarbeit mit Experten gelang es den Filmemachern
von DIE EISKÖNIGIN, eine zauberhafte Welt zu erschaffen, die glaubwürdig und inspirierend
zugleich ist. Doch um alle Details dieser Welt bestmöglich darstellen zu können – vom Schnee
und Eis bis zu den Zöpfen von Anna und Elsa – waren entscheidende technische
Weiterentwicklungen erforderlich.
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DIE LANDSCHAFT
„Unser Film ist ja fast so etwas wie ein Roadmovie, was bedeutet, dass die Landschaft ein
integraler Bestandteil der Story ist“, sagt Regisseur Chris Buck. „Einer meiner ersten Mentoren
war Eric Larson, der zu Walt Disneys ’neun alten Männern’ gehört. Eric sagte immer, ’Wir
müssen keine wirkliche Welt erschaffen, aber eine, die glaubwürdig ist.’ Deshalb zeigt DIE
EISKÖNIGIN auch kein getreues Abbild von Norwegen. Wir haben es karikiert und es uns so zu
eigen gemacht. Trotzdem wird es dem Publikum vertraut vorkommen und verortet unsere
Figuren an einem Platz, der durch und durch glaubwürdig und sinnvoll ist.“
Zu Beginn seiner Recherchen stürzte sich Art Director Mike Giaimo auf Bücher über
skandinavische Länder und Kulturen und reiste ins kalifornische Solvang. Dabei war es ihm in
diesem frühen Stadium noch egal, aus welchem skandinavischen Land die Eindrücke kamen,
solange sie ihm nur gefielen. Nach der Reise nach Solvang hielt Giaimo jedoch den Zeitpunkt für
gekommen, sich für eine Gegend zu entscheiden. „Wenn man von einer Kultur oder einem Ort
ausgeht, ergibt sich daraus meist ein glaubhafteres und stimmigeres Endresultat“, sagt er. „Als
ich die Bilder durchging, die ich gesammelt hatte, weil sie mir gefielen, stellte ich
interessanterweise fest, dass 80% von ihnen die norwegischen Kultur zeigten.“
Er fügt an: „Wir wollten eine vertraute Welt mit einem zauberhaften und dynamischen Setting
schaffen, die auch von späteren Generationen automatisch verstanden wird. Norwegen bot uns
eine Kultur, die wir bis dahin noch nie zuvor erforscht hatten, und wir dachten, ’Wäre es nicht
großartig, wenn wir uns von den spektakulären Landschaften, der Architektur und den
Nationaltrachten leiten lassen?’ Es wirkt wie die Welt eines klassischen Disney-Films, und
dennoch ist alles völlig neu.“
Art Director Mike Giaimo und sein Team flogen nach Norwegen, um die Atmosphäre des Landes
hautnah zu erleben, um Architektur, Kultur und Mythologie des Landes zu studieren und sich von
der Umgebung für das fiktive Königreich Arendelle inspirieren zu lassen. Mit Autos, Zügen und
Booten besuchten sie Burgen, Schlösser, Museen, Kirchen, Fjorde und Gletscher. Für die
Inneneinrichtung von Schloss Arendelle besuchte das Team Oslos mittelalterliche Festung
Akershus und den Stiftsgården in Trondheim. Der Stiftsgården ist eines der größten Holzgebäude
in Skandinavien, die offizielle Residenz des norwegischen Königs in Trondheim und hat beim
Bau 1778 fast 9 Millionen Pfund gekostet. Außerdem befuhren die Animationskünstler den
Geirangerfjord und den Sognefjord, der mit 205 km der längste Fjord Norwegens (und der
drittlängste der Welt) ist. Norwegen ist für seine spektakulären Fjorde weltbekannt, der
Geirangerfjord und der Nærøyfjord gehören sogar zum UNESCO-Weltnaturerbe.
Jetzt hatten die Filmemacher ein klares Bild vor Augen, wie der Film aussehen sollte, und
mussten diese Eindrücke nun umsetzen. Einer der wichtigsten Aufgaben, die es zu bewältigen
galt, war, es schneien zu lassen.
SCHNEEFLÖCKCHEN
Da DIE EISKÖNIGIN – VÖLLIG UNVERFROREN von Hans Christian Andersens Märchen „Die
Schneekönigin“ inspiriert ist, war es klar, dass der Film in einer Winterlandschaft spielen würde.
Und genau das weckte unter anderem Chris Bucks Interesse an diesem Projekt. „Die Story
ermöglichte es uns, eine Welt zu erschaffen, die die Zuschauer nicht nur sehen und genießen,
sondern auch fühlen können, ein Ort, den sie selbst gern besuchen würden, um ihn gemeinsam
mit den Figuren zu erleben.“
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Buck sagt: „Aber so verlockend es auch ist, eine Schnee- und Eislandschaft zu haben, die man
wie ein unbeschriebenes Blatt mit allen erdenklichen Ideen füllen kann, so schwierig ist es, sie
korrekt darzustellen, alles glaubwürdig und realistisch wirken zu lassen, um sie dann zu einem
magischen Ort zu machen.“
Deshalb musste das ganze Team bei den Walt Disney Animation Studios – von der
Technikabteilung über die Art Direction und die Animatoren bis zu den Spezialeffekt-Leuten –
lernen, wie man es schneien lässt. Zuerst einmal mussten die verschiedenen Arten von Schnee –
nasser Schnee, Pulverschnee – richtig dargestellt werden und entsprechend reagieren, wenn sie
mit Kleidung in Berührung kommen oder heruntergetrampelt werden. Laut Software Engineer
Andrew Selle wurde der Schnee in DIE EISKÖNIGIN wie eine der Hauptfiguren behandelt und
erhielt entsprechende Aufmerksamkeit. „Wir fragten uns, ’Wie verhält sich Schnee und was sind
seine wesentlichen Eigenschaften?’“, sagt Selle. „Er ist nicht wirklich flüssig, er ist nicht wirklich
fest. Er bricht auseinander, kann aber zu Schneebällen zusammengepresst werden. Es ist sehr
schwer diese ganzen verschiedenen Formen simultan wiederzugeben, deshalb brauchten wir
einen Simulator, der diese Arbeit für uns übernahm. Wir entwickelten eine Software, mit der sich
Schnee sehr authentisch in verschiedenster Form darstellen ließ, und nannten sie ‚Matterhorn’.“
Das Programm war besonders nützlich, um realistisch zu simulieren, wie Tiefschnee bei jedem
Schritt durch das Gewicht einer Person weiter zusammengepresst wird. „Wir dachten, wir würden
es nur für ein paar Einstellungen benötigen“, sagt Effects Supervisor Dale Mayeda. „Doch dann
waren wir von den Ergebnissen dermaßen begeistert, dass es während der gesamten Produktion
immer wieder zum Einsatz kam.“
Mayeda und Effects Supervisor Marlon West gehörten auch zu dem Team, dass nach Jackson
Hole im US-Bundesstaat Wyoming reiste, um Tiefschnee zu erforschen. Sie probierten die
unterschiedlichsten Kleidungsstücke aus – darunter auch lange Röcke – um zu sehen, welche
Spuren sie damit im Schnee hinterlassen und wie Schnee und Kleider aufeinander reagieren. „Im
Film versinken die Figuren knöcheltief, knietief und manchmal bis zur Hüfte im Schnee“, sagt
West. „Wir waren zu allem bereit – selbst zum Tragen von Röcken im Schnee – um
herauszufinden, wie es aussehen uns sich anfühlen muss.“
Zur Darstellung flachen Schnees entwickelten die Filmemacher ebenfalls eine spezielle Software.
Der „Snow Batcher“ kam immer dann zum Einsatz, wenn Fußabdrücke im Schnee zu sehen sind
oder Schnee aufgewirbelt wurde. Außerdem ließen sie sich von Experten beraten, um den
Schnee so authentisch wie möglich darzustellen. Dr. Ken Libbrecht vom „California Institute of
Technology“ (Cal Tech) steuerte sein immenses Fachwissen über die Entstehung von
Schneeflocken bei. Er stellt Schneeflocken unter kontrollierten Rahmenbedingungen her und
dokumentiert die Wachstumsphasen auf Video. Den Filmemachern erläuterte der
Wissenschaftler, wie z.B. Feuchtigkeit die Kristallbildung beeinflusst und dass darum keine
einzige Schneeflocke einer anderen gleicht. Mit seiner Hilfe designten sie 2000 unterschiedlich
aussehende Schneeflocken für den Film. Außerdem übertrugen sie den Verzweigungs- und
Wachstumsprozess auch auf die Szenen, in denen der Eispalast entsteht.
DER EISPALAST
Bereits in einem frühen Stadium des Films stand für die Filmemacher fest, dass Elsa, sobald ihre
geheimen Zauberkräfte enthüllt werden, diese magischen Fähigkeiten nutzt, um einen
majestätischen Eispalast zu schaffen. „Deshalb fuhren einige Mitglieder unseres
Produktionsteams nach Quebec City in ein Eishotel. Sie sollten ein Gefühl dafür bekommen, wie
Licht von Schnee und Eis reflektiert und gebrochen wird“, sagt Produzent Peter Del Vecho.
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Das Hotel, das jedes Jahr neu gebaut wird und nur für vier Monate existiert, entsteht aus 15 000
Tonnen Schnee und 500 000 Tonnen Eis. Einige der Wände sind bis zu vier Meter dick. „Es ist
dort sehr kalt“, sagt Buck, der das Hotel während der Produktion besuchte. „Es war sagenhaft zu
beobachten, wie das Sonnenlicht durch das Eis brach. In dem Moment wussten wir, dass Elsas
Eispalast einfach spektakulär aussehen würde.“
Aber der Weg dorthin war alles andere als einfach: „Für eine einzige Einstellung, in der Elsa ihren
Palast baut, brauchten wir 50 Mitarbeiter gleichzeitig und eine neue Technologie“, sagt Lee.
„Dabei ist die Einstellung so komplex, dass es dreißig Stunden dauert, um ein Einzelbild zu
rendern. Das ist ein großartiges Beispiel dafür, wie viel Arbeit unser Team in den Film gesteckt
hat. Aber der Aufwand hat sich wirklich gelohnt. DIE EISKÖNIGIN ist ein wunderschöner Film.“
Die Sequenz erforderte eine besondere Ausleuchtung und ausgeklügelte Choreografie. Denn der
Palast sollte im wahrsten Sinne des Wortes wie von Zauberhand entstehen. Es sei sehr
kompliziert, Eis so zu animieren, dass es echt aussehe und nicht wie Glas oder Plastik, erläutert
Director of Cinematography, Look and Lighting, Mohit Kallianpur. „Eis ist sehr lichtdurchlässig,
wobei die Strahlen auf alle erdenklichen Arten gebrochen und reflektiert werden. So viel
Raytracing wie bei diesem Film, also die Berechnung von Lichtstrahlen, haben wir noch nie
betrieben, von dem Einsatz anderer Technik ganz zu schweigen.“
Beispielsweise wurden für DIE EISKÖNIGIN neue Shader entwickelt, mit denen die
Animationskünstler die Oberflächen des Eises verändern und beispielsweise frostig aussehen
lassen können, was einen besonders natürlichen Effekt hat. Außerdem verwendeten sie so
genannten Modifizierer, mit denen sich das Aussehen der Eisflächen einfacher verändern ließ –
von glasklar über frostig und zurück in einer einzelnen Sequenz.
„Das Ausmaß des Films ist wirklich gewaltig“, sagt Kallianpur. „So viele verschiedene Figuren mit
unterschiedlichen Kostümen und Frisuren – es ist einfach beispiellos.“
DIE KOSTÜME
Giaimo und sein Team ließen sich von der norwegischen „Bunad“ inspirieren – das ist die
traditionelle Volkstracht, die sich durch ausgeklügelte und farbenprächtige Designs und Muster
auszeichnet und aus sehr detailreichen Kleidungsstücken besteht, die übereinander getragen
werden. Weil verschiedene Kleidungsebenen in der Computeranimation sehr schwer darzustellen
sind, waren also umfangreiche Vorarbeiten nötig, bei denen man verschiedene Kostüme
gestaltete und so lange herumprobierte, bis der Look und die Bewegungen authentisch
aussahen. Für den Film wurden mehr als doppelt so viele Kleider-Rigs verwendet als in allen
CGI-Filmen der Walt Disney Animation Studios zuvor – zusammengenommen! Das Ergebnis
kann sich sehen lassen: Anspruchsvoller, dynamischer und glaubwürdiger sehen selbst echte
Kleider nicht aus. Jede Figur, sogar wenn sie nur im Hintergrund zu sehen ist, trägt Kleidung mit
absolut realen Eigenschaften.
Für die Konstruktion der Kostüme in DIE EISKÖNIGIN verwendeten die Filmemacher digitale
Schnittmuster und versahen sie mit den echten Eigenschaften der Gewebearten, damit die
Kleidung reagiert wie bei einem Realfilm.
Die Animationskünstler nahmen die reichhaltige norwegische Kultur auf entfalteten dabei eine
ganz eigene Magie. „Wir kombinierten traditionelle volkstümliche Trachten mit altem HollywoodFlair, so entstand ein einzigartiger Look“, sagt Art Direktor Mike Giaimo.
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Beispielsweise durchzieht das so genannte ’Rosemåling’, gemalte dekorative volkstümliche
Blumenmuster aus Norwegen, den ganzen Film – auf der Kleidung, in der Architektur, sogar bei
Elsas Zauberei und in ihren eisigen Kreationen findet es sich wieder. Aber in punkto Glamour
werde alles von Elsas Schneeköniginnen-Kostüm getoppt, findet Giaimo. „Es ist das
atemberaubendste Outfit des ganzen Film und vermutlich auch in der Geschichte der
Computeranimation.“
Man brauchte viele verschiedene Anläufe, um diesen schwierigen Look zu kreieren, so der Art
Director. Krönendes Detail ist das 3,70m lange Cape. „Ein toller Umhang, der nur aus
Eiskristallen besteht“, sagt Giaimo. „Auf dem Rücken trägt sie eine große Schneeflocke als
Erkennungszeichen, die von kleineren Schneeflocken umgeben ist.“
HAARIGE ANGELEGENHEIT
Die Figuren in DIE EISKÖNIGIN tragen traditionelle norwegische Frisuren, wobei sich die Zöpfe –
und die vielen verschiedenen Styles – für das Produktionsteam als ziemlich haarige
Angelegenheit entpuppten.
Als Elsa aus dem Königreich flieht, findet sie in den abgeschiedenen Bergen zu innerer Stärke.
Um diese Verwandlung auch optisch zu unterstreichen, luden die Filmemacher Danilo, den
Hairstylisten der Superstars, in die Burbank Studios ein. Er ließ seiner Kreativität freien Lauf und
experimentierte mit den unterschiedlichsten Styles, bis er den richtigen für Elsas neu entdeckte
Kühnheit fand. Mit 420.000 einzelnen Haaren hat Elsa über vier Mal mehr Haare auf dem Kopf
als ein normaler Mensch (die berühmten Locken von Rapunzel in RAPUNZEL – NEU
VERFÖHNT bestanden dagegen „nur“ aus 27.000 sehr langen Haare).
Die traditionellen Frisuren von Elsa und Anna waren sogar noch aufwändiger zu gestalten. Man
sollte meinen, dass die Walt Disney Animation Studios in Bezug auf Haar-Animation bei
RAPUNZEL – NEU VERFÖHNT vor ihrer größten Herausforderung gestanden hätten. Aber
tatsächlich geht DIE EISKÖNIGIN noch einen Schnitt weiter.
Mit dem Programm „Tonic“ (entwickelt von Senior Software Engineer Brian Whited, ohne dessen
Software Meander Disneys Oscar®-prämierter Kurzfilm „Paperman“ undenkbar gewesen wäre)
war es den Animatoren möglich, die Haarpracht auf den Köpfen grüppchenweise zu unterteilen
und sie in die gewünschte Richtung zu lenken. „Sobald ’Tonic’ betriebsbereit war, konnten unser
Animationskünstler, die für die ’Haarpflege’ verantwortlich waren, in ein paar Tagen die
großartigsten Frisuren zaubern, etwa Elsas sehr detaillierten Krönungszöpfe“, sagt Character CG
Supervisor Frank Hanner. „Vor ’Tonic’ hätten sie dafür Wochen gebraucht.“
Die Frisuren tragen entscheidend dazu bei, um die kulturelle Herkunft der Hauptfiguren stilistisch
zu definieren. Die existierende Kamm/Bürsten-Technik ließ sich jedoch bei Zöpfen nicht
anwenden; aber mit „Tonic“ konnten die Animatoren das Volumen der Haare beliebig verändern,
was sowohl bei geflochtenen Haaren als auch anderen Frisuren bestens funktionierte (wie etwa
bei Annas verwuschelter Bett-Frisur am Anfang des Films). Das Computerprogramm „Tonic“ war
aber nicht allein den weiblichen Hauptfiguren vorbehalten. Es wurde teilweise auch bei den
Wölfen und Pferden eingesetzt. Sogar Svens zottige Nackenmähne wurde mit „Tonic“
aufgepeppt.
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DIE MUSIK VON „DIE EISKÖNIGIN – VÖLLIG UNVERFROREN“
Tolle Songs von Christophe Beck, Kristen Anderson-Lopez und Robert Lopez
Komponist Christophe Beck, der sein großes Talent in den letzten Jahren hinreichend bewiesen
hat (er komponierte u. a. die Musik zu dem Oscar®-prämierten Disney-Kurzfilm „Paperman“ und
zu der HANGOVER-Trilogie), schuf für DIE EISKÖNIGIN einen epochalen Score. „Die
Verantwortlichen bei Disney wissen Musik wirklich zu schätzen“, sagt Beck. „Und bei einem
Animationsfilm ist die Musik, mehr noch als bei einem Live-Action-Film, integraler Bestandteil des
Storytelling – beim Kommunizieren der Gefühle des Films ist sie unglaublich wichtig und
präsent.“
Becks Score ergänzt die acht Originalsongs aus der Feder von Kristen Anderson-Lopez und
Robert Lopez, „Kaltes Herz“, „Willst Du einen Schneemann bauen?“, „Zum ersten mal“, „Liebe
öffnet Tür´n“, „Lass jetzt los“, „Rentiere sind besser als Menschen“, „Im Sommer“ und
„Aufpolieren“.
Beck zollte dem norwegisch inspirierten Film Tribut, indem er regionale Instrumente wie das
eindringliche Bukkehorn und traditionelle Vokaltechniken wie Kulning verwendete (das ist ein
dem Jodeln verwandter Gesang, mit dem Bauern auf den Almen ihre weidenden Ziegen und
Schafe zusammenrufen). Beck sagt: „Bei DIE EISKÖNIGIN ließen wir uns einfach vom Setting
inspirieren, diesen grandiosen, verschneit eisigen Ausblicken. Die Region hatte jede Menge
wirklich coole und interessante Sounds zu bieten, die ich noch nie vorher gehört hatte – weil sie
außerhalb der Gegend vermutlich auch kaum jemand kennt.“
Außerdem engagierten die Filmemacher einen norwegischen Linguisten, der ihnen mit den
altnordischen Texten half, die bei Elsas Krönungszeremonie zu hören sind. Zusätzlich nahm das
Team in Norwegen den Frauenchor Cantus für eine Passage auf, die von traditioneller
norwegischer Musik inspiriert ist. „Christophe sorgte für zusätzliche Authentizität mit sehr
speziellen Stimmen und einer außergewöhnlichen Musiksprache, die die Songs respektiert und
das Storytelling unterstützt“, findet Regisseurin Jennifer Lee.
Der Score wurde von einem 80-köpfigen Orchester eingespielt, zu dem 32 Vokalisten gehörten,
darunter die einheimische Sängern Christine Hals, die auf dem Land aufgewachsen ist und
deshalb das Kulning beherrscht.
Gemeinsam mit Anderson-Lopez und Lopez arbeitete Beck an den Arrangements einiger der
Songs und ließ ihre Melodien, wenn es passte, im Score immer wieder aufblitzen. Laut Regisseur
Chris Buck ging die Zusammenarbeit bei „Do You Want to Build a Snowman?“ sogar noch weiter.
„Das Lied reflektiert einerseits Annas Sicht der Dinge – gesungen von Kristen Bell, Agatha Lee
Monn und Katie Lopez als Anna, und geschrieben von Bobby und Kristen – und andererseits
Elsas Seite, repräsentiert durch Christophes Score. All das ist ganz zauberhaft und wunderschön
miteinander verflochten“, sagt der Regisseur. „Und die Melodie kommt am Ende des Films noch
einmal ganz groß und bewegend raus.“
Beck ergänzt: „Unser Ziel war es, vom Anfang bis zum Ende eine zusammenhängende
musikalische Reise zu schaffen.“
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Die Titel des deutschen Soundtracks zu DIE EISKÖNIGIN – VÖLLIG UNVERFROREN:
1. „Kaltes Herz“ – gesungen von Manuel Straube, Tommy Amper, Benjamin Grund, Stefan
Thomas, Florian Wolf, Thomas Hohenberger & Frank Oliver Weißmann
2. „Willst du einen Schneemann bauen?“ – gesungen von Pia Allgaier, Valeska Gerhart &
Magdalena Haier
3. „Zum ersten Mal“ – gesungen von Pia Allgaier & Willemijn Verkaik
4. „Liebe öffnet Tür'n“ – gesungen von Manuel Straube & Pia Allgaier
5. „Lass jetzt los“ – gesungen von Willemijn Verkaik
6. „Rentiere sind besser als Menschen“ – gesungen von Leonhard Mahlich
7. „Im Sommer“ – gesungen von Hape Kerkeling
8. „Zum ersten Mal“ (Reprise) – gesungen von Pia Allgaier & Willemijn Verkaik
9. „Aufpolieren“ – gesungen von Tommy Amper, Hape Kerkeling, Petra Scheeser
10. “Let It Go” - Demi Lovato Version – gesungen von Demi Lovato
11. Vuelie (Featuring Cantus) Score
12. Elsa and Anna Score
13. The Trolls Score
14. Coronation Day Score
15. Heimr Àrnadalr Score
16. Winter’s Waltz Score
17. Sorcery Score
18. Royal Pursuit Score
19. Onward and Upward Score
20. Wolves Score
21. The North Mountain Score
22. We Were So Close Score
23. Marshmallow Attack! Score
24. Conceal, Don’t Feel Score
25. Only An Act of True Love Score
26. Summit Siege Score
27. Return to Arendelle Score
28. Treason Score
29. Some People Are Worth Melting For Score
30. Whiteout Score
31. The Great Thaw (Vuelie Reprise) Score
32. Epilogue Score
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DIE ÖSTERREICHISCHEN UND DEUTSCHEN STIMMEN
ROBERT PALFRADER (Herzog von Pitzbühl)
Komödiant, Schauspieler und Autor Robert Palfrader spricht den Herzog von Pitzbühl in DIE
EISKÖNIGIN – VÖLLIG UNVERFROREN. Wie kein anderer prägt der vierfach gekrönte RomyPreisträger die österreichische Film- und Fernsehlandschaft mit spannenden und humorvollen
Projekten. In DIE EISKÖNIGIN stellt Robert Palfrader erneut seine Wandlungsfähigkeit unter
Beweis und verleiht dem hinterhältigen Herzog von Pitzbühl seinen ganz eigenen Wiener Humor.
HAPE KERKELING (Olaf) zählt seit über 20 Jahren zu den beliebtesten und erfolgreichsten
Film- und Fernsehstars in Deutschland. Er ist Comedian, Moderator, Entertainer, Buchautor,
Schauspieler, Sänger, Parodist und Kabarettist in einer Person. Bekannt wurde er Mitte der 80er
Jahre durch die Ulk-Show „Känguru“ und als Vorschulkind „Hannilein“ in „Kerkelings
Kinderstunde“. Einen riesigen Erfolg feierte er Anfang der 90er Jahre mit dem Comedy-Format
„Total Normal“, für das er die Goldene Kamera, den Adolf-Grimme-Preis und den Bayerischen
Fernsehpreis erhielt.
Es folgten weitere TV-Formate wie die Sat.1-Sendung „…darüber lacht die Welt“ (1998-2002),
preisgekrönte Moderationen für RTL, die Show „Hape trifft!“ (2005-2006), in der Deutschland
erstmals mit Kerkelings längst zur Kultfigur avanciertem, schmierigem Journalisten Horst
Schlämmer Bekanntschaft machte. 2006 und 2007 moderierte er darüber hinaus mit Nazan
Eckes die Live-Show „Let’s Dance“, und 2008 verwickelte er in der Impro-Comedy „Hallo Taxi“
seine ahnungslosen Fahrgäste in absurde Gespräche. Zu Kerkelings jüngsten TV-Erfolgen
gehören die ZDF-Verfilmung seines Hörbuchs „Ein Mann, ein Fjord“ (2008) und die RTL-Show
„Hapes zauberhafte Weihnachten“ (2010).
Doch nicht nur im Fernsehen ist Hape Kerkeling erfolgreich. Er drehte die Kinofilme KEIN
PARDON (1992), SAMBA IN METTMANN (2004) und HORST SCHLÄMMER – ISCH
KANDIDIERE! (2009), zu denen er auch die Drehbücher mitschrieb. Und geradezu als
Phänomen entpuppte sich sein Buch „Ich bin dann mal weg“ über seine Pilgerreise auf dem
Jakobsweg im Jahr 2001, das 2006 erschien und sich bis heute weit über drei Millionen Mal
verkauft hat. 2011 moderierte Kerkeling im ZDF den Jahresrückblick „Menschen 2011“ und führte
im Rahmen der Sendereihe „Terra X“ durch die sechsteilige Dokumentation „Unterwegs in der
Weltgeschichte“.
Dass Hape Kerkeling auch ein begnadeter Synchronsprecher ist, bewies er bereits als Sprecher
der Titelfigur des Pandabären Po in KUNG FU PANDA (2008) und KUNG FU PANDA 2 (2011)
und überzeugt in DIE EISKÖNIGIN als Synchronstimme des warmherzigen Schneemanns Olaf.
WILLEMIJN VERKAIK (Elsa) Die gebürtige Niederländerin, in Eindhoven aufgewachsen,
absolvierte ihr Studium im Bereich Pop/Jazz-Gesang als Dozentin und Darstellerin am
Conservatorium Rotterdam. Ihre Musical-Karriere startete sie im Jahr 2000 in der
niederländischen Inszenierung von „Elisabeth“, nachdem sie bereits über zehn Jahre lang in
verschiedenen Pop-Bands als Lead-Sängerin auf der Bühne stand. Es folgten zahlreiche Rollen
in weiteren niederländischen Produktionen, etwa in der Uraufführung von „Eternity“ und in „3
Musketiers“. 2004 kam sie nach Köln, um in dem Queen-Musical „We Will Rock You“ in den
Rollen der ’Scaramouche’, der ’Killer Queen’ und ’Ozzy’ mitzuwirken. Im Sommer 2006 war sie in
Thun in der Titelrolle von „Elisabeth“ zu sehen. Für das von ihr gegründete „New World Musical
Ensemble“ produzierte sie das Stück „Songs for a New World“ (2009), das in Stuttgart aufgeführt
wurde.
Für ihre Performance als ’Amneris’ in der Inszenierung von „Aida“ (2009) der Freilichtspiele
Tecklenburg erhielt sie den Da-Capo-Award als Beste Darstellerin. Und 2009 und 2010 wurde
Verkaik von den Lesern des Musicalmagazins zur Besten Musicaldarstellerin gewählt. Ihr größter
Erfolg ist bislang die Rolle der ’Elphaba’ in dem Musical „Wicked – Die Hexen von Oz“, für die sie
bereits zweimal mit dem Da-Capo-Award (2008 und 2010) und als Beste Musicaldarstellerin
ausgezeichnet wurde. Als ’Elphaba’ war sie von 2007-2011 in Stuttgart und Oberhausen zu
sehen, anschließend im niederländischen Scheveningen und im Februar 2013 feierte sie in
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dieser Rolle sogar ihr Broadway-Debüt am Gershwin Theatre. Damit nicht genug, wird sie ab
November dieses Jahres auch im Londoner Apollo Victoria Theatre als grüne Hexe zu sehen
sein! Bis dahin steht Verkaik noch in der Rolle der ’Donna’ im Musical „Mamma Mia“ in Stuttgart
auf der Bühne.
In DIE EISKÖNIGIN leiht Willemijn Verkaik ihre bezaubernde Stimme Königstochter Elsa und
zeigt in wunderschönen Gesangseinlagen ihr großes musikalisches Können.
DIE FILMEMACHER
CHRIS BUCK (Regie), der DIE EISKÖNIGIN – VÖLLIG UNVERFROREN gemeinsam mit
Jennifer Lee inszenierte, gab sein Regiedebüt mit Disneys Zeichentrick-Blockbuster TARZAN
(1999). Er begann seine berufliche Karriere bei Disney 1978 und hat dem Studio seitdem als
Animator, Supervising Animator, Figurendesigner und Regisseur große Dienste erwiesen. Zu
seinen weiteren Regie-Credits gehört außerdem der von Sony Pictures Animation produzierte
Oscar®-nominierte Film KÖNIGE DER WELLEN („Surf’s Up“, 2007).
Buck wurde in Wichita im US-Bundesstaat Kansas geboren und studierte zwei Jahre
Figurenanimation am CalArts, bevor seine Karriere als Animator bei Disneys CAP UND CAPPER
– ZWEI FREUNDE AUF ACHT PFOTEN („The Fox and the Hound“, 1981) ins Rollen kam. Zu
seinen Animations-Credits zählt der Kurzfilm „Fun with Mr. Future“ (1982), außerdem war er an
den ersten Animationstests zu FALSCHES SPIEL MIT ROGER RABBIT („Who Framed Roger
Rabbit?“, 1988) beteiligt. Von 1984-1992 wirkte Buck auf freiberuflicher Basis an vielen
verschiedenen Projekten mit, darunter auch einige für Disney. Unter anderem unterstützte er Tim
Burton bei der Arbeit an seinem Storyboard für Disneys Live-Action-Kurzfilm „Frankenweenie“
(1984). Anschließend realisierte er animierte Werbeclips für Produktionsfirmen in Los Angeles
wie Film Fair, Kurtz & Friends und Duck Soup. Außerdem war er Leitender Animator (erneut eine
Zusammenarbeit mit Burton) der Episode „Family Dog“ (1993) von Steven Spielbergs
„Unglaubliche Geschichten“. Die Episode wurde von Brad Bird inszeniert, Buck selbst inszenierte
die dreizehn folgenden, halbstündigen Episoden der Zeichentrickserie. Darüber war er
Figurendesigner von Disneys Zeichentrick-Hit ARIELLE, DIE MEERJUNGFRAU („The Little
Mermaid“, 1989) und BERNHARD UND BIANCA IM KÄNGURUHLAND („The Rescuers Down
Under“, 1990) und auch an Animationstests für den Film beteiligt. Anschließend war er an der
Entwicklung diverser Filmprojekte für Hyperion Pictures beteiligt sowie Leitender Animator von
BÉBÉ’S KIDS (1992).
Ab 1992 arbeitete Chris Buck wieder ausschließlich für Disney und überwachte als Supervising
Animator von POCAHONTAS (1995) drei Figuren des Films: Percy (Ratcliffes Mops), die
mystische Großmutter Weide und Ratcliffes Bediensteten Wiggins. Anschließend folgten die
eingangs erwähnten Regiearbeiten TARZAN (mit Kevin Lima) und Sonys KÖNIGE DER
WELLEN (mit Ash Brannon), eine schräge Parodie auf Surf-Dokus, die von den Abenteuern
eines 17-jährigen Felsenpinguin namens Cody Maverick handelt.
Zusätzlich zu seinen Verdiensten als Künstler und Filmemacher unterrichtete Buck, der
verheiratet ist und mit seiner Frau Shelley drei Kinder hat, von 1988-1993 Figurenanimation im
CalArts.
JENNIFER LEE (Regie/Drehbuch) kam 2011 als einer der Drehbuchautoren des letztjährigen
Weihnachtshits RALPH REICHTS („Wreck-It Ralph, 2012) zu den Walt Disney Animation
Studios. Für DIE EISKÖNIGIN schrieb sie nicht nur das Skript, sondern inszenierte den Film
auch gemeinsam mit dem langjährigen Disney-Mitarbeiter Chris Buck.
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Derzeit wird Lees Adaption von John Steinbecks „König Artus und die Heldentaten der Ritter
seiner Tafelrunde“ von Troika Pictures produziert. Außerdem entwickelt sie momentan ein
Originaldrehbuch für Leonardo DiCaprios Appian Way Productions. Zusätzlich wurde ihr
Originaldrehbuch „Lucid Dreams“ von Wolfgang Petersens Radiant Productions optioniert.
Lee machte ihren Master in Filmwissenschaften an der Columbia University und ihren Bachelor in
Englisch an der University of New Hampshire.
PETER DEL VECHO (Produzent) kam 1995 zu den Walt Disney Animation Studios und konnte
zu der Zeit auf langjährige Produktionserfahrungen am Theater zurückblicken. Er war für diverse
Bühnen in New York und an der gesamten Ostküste der USA tätig, zuletzt arbeitete er als
Associate Producing Director für das zum renommierte Guthrie Theater. Sein großer Wunsch, in
einem gemeinschaftlichen künstlerischen Umfeld zu wirken, brachte ihn zu Disney.
Als Production Manager von HERCULES (1997) trug Del Vecho gleich die Verantwortung für ein
Produktionsteam von 300 Künstlern. Er war Associate Producer von DER SCHATZPLANET
(„Treasure Planet“, 2002), der als Bester Animationsfilm für einen Oscar® nominiert wurde.
Anschließend steckte Del Vecho als Associate Producer von HIMMEL UND HUHN („Chicken
Little“, 2005) sein ganzes kreatives Geschick in die Produktion des ersten abendfüllenden 3DAnimationsfilm des Studios.
Zuletzt produzierte Del Vecho die
Princess and the Frog“, 2009), die
Animationsfilm. Außerdem führte er
Leinwandabenteuers WINNIE PUUH
Hundertmorgenwald.
animierte Musicalkomödie KÜSS DEN FROSCH („The
für drei Oscars® nominiert wurde, darunter als Bester
die Walt Disney Animation Studios als Produzent des
(„Winnie the Pooh“, 2011) zurück in den weltberühmten
Peter Del Vecho ist mit seiner Frau Jane verheiratet, die beiden haben Zwillinge, die Gregory und
Georgina heißen und 15 Jahre alt sind. Der gebürtige Bostoner besitzt eine Sportfluglizenz und
erkundet mit seinem Ultraleichtflugzeug gern die Gegend von Los Angeles.
JOHN LASSETER (ausführender Produzent), zweifacher Oscar®-Preisträger, verantwortet alle
Filme und dazugehörigen Projekte bei Walt Disney und den Pixar Animation Studios. Sein
Regiedebüt gab er 1995 mit TOY STORY, dem ersten abendfüllenden computeranimierten
Kinofilm. Er führte Regie bei DAS GROSSE KRABBELN („A Bug’s Life“, 1998), TOY STORY 2
(1999), CARS (2006) und CARS 2 (2011).
Außerdem fungierte Lasseter als ausführender Produzent von DIE MONSTER AG („Monsters,
Inc.“, 2001), FINDET NEMO („Finding Nemo“, 2003), DIE UNGLAUBLICHEN – THE
INCREDIBLES („The Incredibles“, 2004), RATATOUILLE (2007), WALL•E – DER LETZTE
RÄUMT DIE ERDE AUF („Wall•E“, 2008), BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE („Bolt“, 2008),
OBEN („Up“, 2009), MERIDA – LEGENDE DER HIGHLANDS („Brave“, 2012) und DIE
MONSTER UNI („Monster University“, 2013). Darüber hinaus war Lasseter auch ausführender
Produzent von Disneys Oscar®-nominierten Zeichentrickfilmen KÜSS DEN FROSCH („The
Princess and the Frog“, 2009), RAPUNZEL – NEU VERFÖHNT („Tangled“, 2010) und RALPH
REICHTS („Wreck-It Ralph“, 2012) sowie von TOY STORY 3 (2010), der auf einer Story von
Lasseter, Andrew Stanton und Lee Unkrich basiert und zwei Oscars® (Bester Animationsfilm,
Bester Filmsong) gewann.
Lasseter hat eine ganze Reihe von Pixars frühen Kurzfilmen geschrieben, inszeniert und
animiert, darunter „Die kleine Lampe“ (1986, Oscar®-Nominierung), „Rots Traum“ (1987), „Tin
Toy“ (1988, Oscar® als Bester animierter Kurzfilm) und „Knick Knack“ (1989). „Die kleine Lampe“
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war der erste computeranimierte Film, der jemals für einen Oscar® nominiert wurde; „Tin Toy“
(1988) war der erste computeranimierte Film, der einen Oscar® gewann. An allen folgenden
Kurzfilmen war Lasseter als ausführender Produzent beteiligt, darunter „Die Ein-Mann-Band“
(2005), „Lifted“ (2006), „Presto“ (2008), „Teilweise wolkig“ (2009), „Day & Night“ (2010) sowie die
beiden Oscar®-Gewinner „Geri’s Game“ (1997) und „Der Vogelschreck“ (2000).
Pixars Spiel- und Kurzfilme sind unter Lasseters Leitung mit Kritikerlob und Ehrungen aus der
Filmindustrie überhäuft worden. 1995 erhielt Lasseter für seine inspirierende Leitung des TOYSTORY-Teams einen Special-Achievement-Oscar®. Außerdem wurde mit TOY STORY (1995)
dank Lasseter zum ersten Mal überhaupt ein Trickfilm in der Kategorie „Bestes Originaldrehbuch“
für einen Oscar® nominiert.
2009 erhielt Lasseter den Goldenen Löwen der 66. Filmfestspiele von Venedig für sein
Lebenswerk. Im folgenden Jahr verlieh ihm die Producers Guild of America den David O.
Selznick Achievement Award in Theatrical Motion Pictures. Es war das erste Mal, dass ein
Trickfilmproduzent diese Auszeichnung bekam. Zu seinen weiteren Auszeichnungen zählen der
renommierte Outstanding Contribution to Cinematic Imagery Award der Art Directors Guild
(2004), ein Ehrenpreis des AFI (American Film Institute), und für seine Leistungen und Beiträge
zur Animationskunst der Winsor McCay Award der ASIFA-Hollywood (2008).
Vor der Gründung von Pixar 1986 arbeitete Lasseter in der Computerabteilung von Lucasfilm
Ltd., wo er den Kurzfilm „The Adventures of Andre and Wally B“ und den computeranimierten
Bleiglas-Ritter, der in der Steven-Spielberg-Produktion DAS GEHEIMNIS DES VERBORGENEN
TEMPELS („Young Sherlock Holmes“, 1985) aus einem Kirchenfenster springt, designte und
animierte.
Lasseter war einer der ersten Studenten, die das damals brandneue Character Animation
Program am California Institute of the Arts (CalArts) absolvierten. 1979 schloss er sein
Filmstudium als Bachelor of Fine Arts ab. Beide Filme, die er während seiner Zeit bei CalArts
animierte, „Lady and the Lamp“ (1979) und „Nitemare“ (1980), gewannen einen StudentenOscar®. Seinen allerersten Preis bekam Lasseter bereits mit fünf Jahren, als der Model Grocery
Market in Whittier, Kalifornien, seine Buntstiftzeichnung des „kopflosen Reiters“ aus Washington
Irvings „The Legend of Sleepy Hollow“ mit 15 Dollar prämierte.
KRISTEN ANDERSON-LOPEZ (Songs) gab ihr Off-Broadway-Debüt im Primary Stages mit dem
Stück „In Transit“, einem Musical, das ganz ohne musikalische Begleitung auskommt und vom
Rhythmus, den Sounds und dem Leben in der U-Bahn inspiriert ist. Das Stück wurde für den
„Drama Desk“, „Drama League“, den „Outer Critics Circle“ und den „Lucille Lortel Award“
nominiert.
Außerdem schrieb sie gemeinsam mit ihrem Mann Robert Lopez die Songs für den Disney-Film
WINNIE PUUH („Winnie the Pooh“, 2011), die für den „Annie Award“ nominiert wurden. Die
Songs zu der populären Live-Show „Finding Nemo: The Musical“, die bereits seit acht Jahren
erfolgreich in Disneys Animal Kingdom aufgeführt wird, stammen auch aus ihrer Feder.
Außerdem schrieb sie u. a. Musik für „Dawson’s Creek“, Nickelodeons „Wonder Pets!“ und
Theatreworks/USAs Bühnenfassungen der Kinderklassiker „The Tell Tale Heart“, „Fancy Nancy“
und „Diary of a Worm“. Anderson-Lopez ist Preisträgerin des „BMI Harrington Awards“, der
„Dramatists Guild Fellowship“ und häufige Gastrednerin des renommierten „BMI Lehman Engel
Musical Theater“ Workshops.
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Zu ihren kommenden Bühnenprojekten gehört das Originalmusical „Up Here“, das unter der
Regie des zweimaligen Tony®-Nominees Alex Timbers voraussichtlich im Sommer 2014
Premiere feiert.
Kristen Anderson-Lopez, Absolventin des Williams College, lebt mit ihrem Mann und zwei
Töchtern in Brooklyn.
ROBERT LOPEZ (Songs) ist der Tony®-, Grammy®- und Emmy®-preisgekrönte Ko-Schöpfer
der Broadway-Megahit-Musicals „Avenue Q“ und „The Book of Mormon“. Außerdem schrieb er,
gemeinsam mit seiner Frau Kristen Anderson-Lopez, die Songs für den Disney-Film WINNIE
PUUH („Winnie the Pooh“, 2011) und zu der populären Bühnenshow „Finding Nemo: The
Musical“, die seit 2006 in Disneys Animal Kingdom aufgeführt wird.
Einen weiteren Emmy® erhielt er für die Musik von Nickelodeons „Wonder Pets!“ und eine
Emmy®-Nominierung für seine Arbeit an der Musical-Episode von „Scrubs – Die Anfänger“.
Außerdem arbeitete er für die TV-Serien „South Park“, „Die Simpsons“, „Phineas & Ferb“, „Der
Bär im großen blauen Haus“, „Third and Bird“ und „Johnny and the Sprites“. Zahlreiche Awards
hat er bereits gewonnen: „Drama Desk“, „Outer Critics Circle“, „Drama League“, „Lucille Lortel“,
„Frederick Loewe“ und „Edward Kleban“.
Keines seiner bisherigen Musicals ist jemals abgesetzt worden.
Zu seinen kommenden Bühnenprojekten gehört das Originalmusical „Up Here“, das unter der
Regie von Alex Timbers voraussichtlich im Sommer 2014 Premiere feiert. Außerdem entwickelt
er momentan eine Comedy-Serie für die ABC Studios.
Yale-Absolvent Lopez lebt mit seiner Frau und zwei gemeinsamen Töchtern in Brooklyn.
CHRISTOPHE BECK (Musik) bekam schon als 5-Jähriger Klavierunterricht, bereits mit 11
Jahren lernte er die Songs der Bee Gees nach Gehör und spielte in seiner allerersten Band mit
dem etwas unglücklich gewählten Namen „Chris and the Cupcakes“. Auf der Highschool nahm er
Piano-, Saxophon- und Schlagzeugunterricht und schrieb viele 80er-Jahre-Liebesballaden.
Während seines Musikstudiums in Yale schrieb Beck zusammen mit seinem Bruder Jason (der
als Jazz-Entertainer unter dem Künstlernamen Chilly Gonzales bekannt ist) zwei Musicals sowie
eine Oper nach der Kurzgeschichte „Das verräterische Herz“ von Edgar Allan Poe.
Nach Yale studierte er Filmmusik an der University of Southern California, wo er unter anderem
Unterricht bei Komponist Jerry Goldsmith nahm. Eine Empfehlung von Buddy Baker, dem Kopf
des USC Music Department, führte zu seinem ersten Engagement für die kanadische TV-Serie
„White Fang“. Nach vielen weiteren Fernsehserien wurde er schließlich mit der Filmmusik zur
zweiten Staffel von „Buffy – Im Bann der Dämonen“ beauftragt, für dessen Episode „Becoming,
Part 1“ er einen Emmy® gewann.
Seinen ersten Score für einen Kinofilm schrieb er für die Cheerleader-Komödie GIRLS UNITED
(„Bring It On“, 2000). Bis heute folgten viele weitere Filmmusiken, etwa zu UNTER DER SONNE
DER TOSKANA („Under the Tuscan Sun“, 2003), SAVED! – DIE HIGHSCHOOLMISSIONARINNEN („Saved“, 2004), DER ROSAROTE PANTHER („The Pink Panther“, 2004),
SIE WAREN HELDEN („We are Marshall“, 2006), YEAR OF THE DOG (2007), LOVE VEGAS
(„What Happens in Vegas“, 2008) und zuletzt zu den drei Teilen der berühmt berüchtigten
HANGOVER-Trilogie (2009-2013).
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Im Jahr 2007 trat Beck in der Doku FINDING KRAFTLAND seines Agenten Richard Kraft auf.
Beck arbeitet in seinem eigenen Studio im kalifornischen Santa Monica.
Weitere Informationen zum Film und den Synchronsprechern der Originalfassung unter
www.presse.movie.de
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