investitionen mit biss

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investitionen mit biss
INVESTITIONEN
MIT
BISS
BETEILIGUNGSKAPITAL IN DER
ERNÄHRUNGSBRANCHE
INHALT
3
WACHSTUM MIT BETEILIGUNGSKAPITAL
Editorial / Ulrike Hinrichs
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Ausgewählte Private-Equity-Beteiligungen in der Ernährungsbranche
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DIE ERNÄHRUNGSINDUSTRIE –
EINE VERLÄSSLICHE BRANCHE
Grußwort / Christoph Minhoff
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SAUERKRAUT UND GÜRKCHEN RUND UM DEN GLOBUS
Hengstenberg GmbH & Co. KG
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MENÜAUSWAHL VOM STERNEKOCH
Hofmann Menü-Manufaktur GmbH
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RENAISSANCE DES REFORMHAUSES
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MIT PRIVATE EQUITY ZURÜCK IN DIE EIGENSTÄNDIGKEIT
Bacher GmbH & Co. KG
Geti Wilba GmbH & Co. KG
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FÜR JEDEN MARKT DAS PASSENDE PRODUKT
Condio GmbH
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DER 7. HIMMEL FÜR KÄSELIEBHABER
Schönegger Käse-Alm GmbH
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BIO PUR MIT BETEILIGUNGSKAPITAL
Westhof Bio-Gewächshaus GmbH & Co. KG
MIT BETEILIGUNGSKAPITAL ZUM SPEZIALISTEN
FÜR NUSS- UND TROCKENFRÜCHTE
Fruitwork Handelsgesellschaft mbH
MIT PRIVATE EQUITY ZUM GROSSKONZERN ENTWICKELT
Unser Heimatbäcker GmbH
AUF DER SUCHE NACH DEM PERFEKTEN STÜCK ERDE
Kleffmann GmbH
BIOLOGISCHE BABYKOST AUS BADEN
Sunval Nahrungsmittel GmbH
Übersicht der Beteiligungsgesellschaften
Impressum
Wachstum
mit
Beteiligungskapital
Editorial
Beteiligungskapital hat für Gründer und mittelständische Unternehmer in den letzten Jahren an
Bedeutung und Akzeptanz gewonnen. Es ist in
vielen Branchen eine willkommene, alternative
Finanzierungsform zu traditionellen Formen der
Unternehmensfinanzierung. Eine dieser Branchen ist die Ernährungsindustrie, wo Beteiligungsgesellschaften in ganz unterschiedliche
Unternehmen investiert haben: im Bereich
Lebensmittel zum Beispiel beim Backwarenverkäufer Dahlback, dem Sauerkrauthersteller
Hengstenberg oder dem Bio-Babynahrungsproduzenten Sunval. Aber auch bei dem Agrarmarktforschungsinstitut Kleffmann Group oder
der Reformhauskette Bacher sind Beteiligungsgesellschaften mit an Bord. So vielseitig wie
die Ernährungsbranche ist, sind auch die Beteiligungen, die wir Ihnen in der vorliegenden
Broschüre vorstellen.
Die heimische Ernährungsbranche ist geprägt
von mittelständischen Unternehmen. Nicht nur
hier ist der deutsche Mittelstand der Wachstumsmotor der Wirtschaft – und dieser braucht Kapital,
um vorwärts zu kommen. Bei kleinen und mittleren Unternehmen sind Beteiligungsgesellschaften die richtigen Partner, um die Expansion eines
Unternehmens mit Know-how und Kapital zu
begleiten.
Mit einer Beteiligungsgesellschaft an der Seite
kann ein Unternehmen seine Eigenkapitalbasis
stärken, sich vergrößern, Produktlinien erweitern
oder den internationalen Markt ins Auge fassen.
Auch bei der Unternehmensnachfolge stehen
Beteili­gungsgesellschaften den Unternehmen zur
Seite. Beteiligungsgesellschaften verfügen durch
ihre vielfältigen Erfahrungen über die entsprechende Expertise, um die Unternehmer bei ihren
Plänen zu unterstützen. So gelang es unter anderem der Hofmann Menü-Manufaktur unterstützt
durch Beteiligungs­kapital ihr Produktangebot zu
erweitern und eine für den neu geschaffenen
Bereich spezialisierte Vertriebsmannschaft einzustellen. Beteiligungskapital schafft damit nicht
nur neue Geschäftsbereiche, sondern auch Arbeitsplätze. Circa eine Million Beschäftigte sind in
Unternehmen tätig, die mit Beteiligungskapital
finanziert werden. Allein im Jahr 2012 flossen fast
6,5 Mrd. Euro Beteiligungskapital in circa 1.200
deutsche Unternehmen. Elf davon samt ihrer Unternehmens- und Finanzierungsgeschichte finden
Sie auf den folgenden Seiten.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!
Ulrike Hinrichs
Geschäftsführerin des BVK
Die Ernährungsindustrie –
eine verlässliche
Branche
Ausgewählte Private-Equity-Beteiligungen
in der Ernährungsbranche
Die folgende Übersicht gibt beispielhaft einen Überblick über
die vielfältigen Investitionen von Beteiligungsgesellschaften
in der deutschen Ernährungsbranche.
Grußwort
UNTERNEHMEN
BRANCHE
BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT
AQUA VITAL
Quell- und Mineralwasser GmbH
Getränke
Halder Beteiligungsberatung GmbH
Bäckerei Wilhelm Middelberg GmbH
Backwaren
DPE Deutsche Private Equity GmbH
Bayerische Milchindustrie eG
Molkerei
BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH
CeralPAN GmbH
Lebensmittel
MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH
De Mäkelbörger Backwaren GmbH
Backwaren
NORD Holding Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH
DE-VAU-GE Gesundkostwerk Deutschland GmbH
Lebensmittel
One Equity Partners Europe GmbH
Dinkelacker-Schwaben Bräu GmbH & Co. KG
Getränke
Süd Beteiligungen GmbH
eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH
Tiefkühlprodukte
Gilde Buy Out Partners AG
elmi GmbH & Co. KG
Backwaren
Silver Investment Partners GmbH & Co. KG
frostkrone Tiefkühlkost GmbH
Tiefkühlprodukte
Ardian
(vormals AXA Private Equity Germany GmbH)
Goldeck Süßwaren GmbH
Süßwaren
VR Equitypartner GmbH
Kamps GmbH
Backwaren
ECM Equity Capital Management GmbH
Karl Kemper Convenience GmbH
Convenient-Lebensmittel
BPE Unternehmensbeteiligungen GmbH
Sauerländer Landbäckerei
Friedrich W. Sommer GmbH
Backwaren
Silver Investment Partners GmbH & Co. KG
Metzgerei Zeiss GmbH
Fleischereikette
Aheim Capital GmbH
Otto Maier GmbH
Fischgroßhandel
ARCADIA Beteiligungen
Bensel Tiefenbacher & Co. GmbH
Pastarie GmbH
Lebensmittel
bm-t beteiligungsmanagement
thüringen Gmbh
Perger eG
Getränke
BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH
Prolupin GmbH
Nahrungsergänzungsmittel
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung
der angewandten Forschung e.V.,
MVP Management GmbH,
V + Beteiligungs 2 GmbH
WILD Flavors GmbH
Aromastoffe
Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P.
SCHNEEKOPPE GmbH & Co. KG
Lebensmittel
Change Capital Partners (CCP)
Wback GmbH
Backwaren
Halder Beteiligungsberatung GmbH
Quelle: BVK
Die Ernährungsindustrie steht im Fokus wie kaum
eine andere Branche. Essen und Trinken geht
uns alle an. Täglich gibt der Verbraucher sein
„Votum“ über die Branche ab – sei es beim
Einkauf im Supermarkt, im Restaurant oder
beim Kochen zu Hause. Das Medieninteresse bei
Lebensmitteln ist groß, Verbrauchertrends und
Ernährungsthemen sorgen für konstant hohe
Auflagen und Einschaltquoten. Und in der Politik
steht das Thema Lebensmittel nicht erst seit
Pferdefleisch und Veggie-Day ganz oben auf der
Entscheideragenda.
Das Lebensmittelangebot ist hierzulande so hochwertig, sicher und reichhaltig wie nie zuvor. Die
deutschen Unternehmen erfüllen heute höchste
Anforderungen an die moderne Lebensmittelherstellung.
Die Ernährungsindustrie ist mit einem Umsatz
von 169 Milliarden Euro, rund 6.000 Betrieben
und mehr als 555.000 Beschäftigten der viertgrößte Industriezweig in Deutschland und ein
Garant für Stabilität, Wohlstand und Beschäftigung. Die Branche ist durch viele kleine und mittelständische Unternehmen geprägt und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor insbesondere im ländlichen
Raum. Zu den größten Branchen der Ernährungsindustrie zählen die Fleisch- und Fleisch verarbeitende Industrie, die Milchindustrie, die Süß- und
Backwarenindustrie sowie die Getränkewirtschaft.
Insgesamt sorgen in der Lebensmittelbranche –
von der Landwirtschaft über die Ernährungsindustrie bis zum Einzelhandel – über vier Millionen
Beschäftigte für das Wohl von 80 Millionen Konsumenten in Deutschland.
Um den Wünschen der Verbraucher noch stärker
gerecht zu werden, müssen die Unternehmen agil
bleiben. Die Diversifizierung bietet neue Einkommensmöglichkeiten und sichert damit die Existenz vieler Betriebe – sie verlangt aber von den
Unternehmern auch einiges ab. Um ihre Produktionslinien auszubauen, weiter zu wachsen und
sich neuer Geschäftszweige anzunehmen, brauchen die Unternehmen Kapital und Know-how.
Mit den richtigen Sparringspartnern an ihrer Seite
gelingt den Unternehmern der Weg in die Zukunft. Beteiligungskapital kann hier zu einem
wichtigen Standbein werden. Beteiligungsgesellschaften bringen Erfahrungen mit, von denen die
Unternehmer profitieren können und stellen die
nötigen finanziellen Mittel bereit, sodass sich die
Unternehmen gestärkt ihren neuen Aufgaben
widmen können. Erfolgsbeispiele aus der Ernährungsbranche, die sich mit Beteiligungskapital
hervorragend entwickelt haben, finden sich in
der vorliegenden Broschüre. Diese Unternehmen
können als Vorreiter vorangehen und deutlich
zeigen: Vielfalt braucht die Ernährungsindustrie
nicht nur bei ihren Produkten, sondern auch in
der Finanzierung.
Viel Spaß beim Lesen!
Christoph Minhoff
Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der
Deutschen Ernährungsindustrie (BVE)
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Hengstenberg GmbH & Co. KG
SAUERKRAUT
UND GÜRKCHEN
RUND UM DEN GLOBUS
Nur wenige Unternehmen können auf eine
über 135-jährige Familientradition zurückblicken.
Hengstenberg kann es. Angefangen hat alles
1876 – und zwar mit einer Unterschrift. Der Gründer Richard Alfried Hengstenberg besiegelte damit seine Teilhaberschaft an einer Essigfabrik in
Esslingen. Heute ist das Unternehmen in ganz
Deutschland bekannt für Essig, Sauerkraut,
Rotkohl, Gurken und Senf. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 500 Mitarbeiter an drei
Standorten in Deutschland, exportiert wird in
über 40 Länder weltweit.
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Hengstenberg ist nach wie vor in Familienbesitz.
Mit Steffen und Philipp Hengstenberg ist inzwischen die fünfte Generation in der Geschäftsleitung. Als Vorsitzender der Geschäftsführung hat
sich das Unternehmen 2010 mit dem Diplomkaufmann Dr. Werner Hildenbrand einen externen
Lebensmittelexperten ins Unternehmen geholt.
Durch die Weitergabe des Unternehmens von Generation zu Generation ist es gesund gewachsen
und hat sich nach und nach entwickelt. Mittlerweile findet sich Hengstenberg an den Standorten
Esslingen, Bad Friedrichshall und Fritzlar bei
Kassel. Neue Produkte der jüngeren Vergangenheit sind u. a. Tomaten Sugos unter der Marke
„ORO di Parma“ sowie die Convenience -Linie
„Mildessa 3 Minuten“ für alle, die wenig Zeit zum
Kochen haben.
Wachstum braucht Finanzierungen – manchmal
eben auch von außen. „Zu Beginn der 2000er
Jahre waren Standard -Mezzanine-Produkte wie
Equinotes eine klassische Finanzierungsform“,
sagt Dr. Werner Hildenbrand. Damit, so der
61-jährige Vorsitzende der Geschäftsleitung,
finanzierte Hengstenberg einen Teil seines
Wachstums und stärkte gleichzeitig sein Eigenkapital.
Zwischen 2004 und 2007 nutzten rund 500 deutsche Unternehmen insgesamt 3,72 Mrd. Euro
verbrieftes Mezzaninekapital. Seit 2011 werden
diese Finanzierungen fällig; die letzten werden
2014 auslaufen. Die so finanzierten Unternehmen
müssen ihre endfälligen Papiere am Ende der
Laufzeit vollständig zurückzahlen. Hengstenberg
kümmerte sich rechtzeitig um dieses Thema. „Wir
überlegten, ob wir ersetzen oder zurückzahlen,
haben uns jedoch für ersetzen entschieden, weil
wir weiterhin unser Eigenkapital stärken wollen“,
erläutert Hildenbrand. Hengstenbergs Hausbank
brachte die MBG Baden-Württemberg ins Spiel –
und damit eine Beteiligung als einer von mehreren Finanzierungsbausteinen für die Anschlussfinanzierung.
Wie die Verhandlungen liefen? „Völlig unproblematisch und kooperativ“, sagt der HengstenbergVorsitzende im Rückblick. Zudem, so Hildenbrand, sei ein Gespräch mit externen Investoren
immer ein guter Test, ob die Unternehmensstrategie nachvollziehbar sei. „Unsere Strategie heißt
Wachstum, und das unterstützt auch die MBG
Baden-Württemberg.“
Ob die Strategie stimme, kontrolliere in einem
Familienunternehmen neben externen Geldgebern immer auch die Familie. „Eine Generation ist
in der Verantwortung und operativ tätig, die vorhergehende sitzt meist in den Aufsichtsgremien“,
erläutert Hildenbrand. Um familiäre Gesprächssituationen zu neutralisieren, würden wichtige
Entscheidungen ausschließlich im Unternehmen
diskutiert. Natürlich gebe es da auch immer das
familiäre Verhältnis, räumt er ein. „Das drückt
sich meist dahingehend aus, dass die operativ
Tätigen wesentlich mehr Verantwortung empfinden.“
www.hengstenberg.de
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BUNDESLAND / Baden-Württemberg
GRÜNDUNGSJAHR / 1876
MITARBEITERZAHL (AKTUELL) / 500
UMSATZ LETZTES GESCHÄFTSJAHR / ca. 120 Mio. €
INVESTOREN / MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH
BETEILIGUNGSZEITRAUM / seit 2011
Hofmann Menü-Manufaktur GmbH
Menüauswahl
vom
Sternekoch
Nicht jeder kann oder will sich selbst um sein
Essen kümmern. Aber jeder legt Wert auf eine
gesunde, schmackhafte und abwechslungsreiche
Ernährung – ob im Krankenhaus, im Kindergarten
oder in der Kantine. Dafür sorgt die Menü-Manufaktur Hofmann (MMH), ein in Deutschland führender Anbieter von Verpflegungskonzepten.
Die 1960 gegründete Menü-Manufaktur Hofmann
bietet individuelle Verpflegungskonzepte und
moderne Gemeinschaftsverpflegung für Betriebe
und Sozialeinrichtungen an. Sie stellt frische
Menüs und Komponenten in betriebseigenen
Küchen her und liefert sie anschließend tiefgefroren an ihre Kunden. Dabei wird großer Wert auf
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höchste Qualität und traditionell-handwerkliche
Verarbeitung gelegt. Das speziell schonende Verfahren der Schockfrostung wird angewendet, um
die Konsistenz, die Aromaentwicklung und die
Struktur von Inhaltsstoffen (z. B. Vitaminen) zu erhalten. Da die Produkte sich problemlos lagern
lassen, können die Kunden vor Ort ihre Menüs
ofenfrisch aufbereiten. Damit haben auch kleine
Kantinen die Möglichkeit, jedem Gast eine breitgefächerte Auswahl an Mahlzeiten anzubieten.
Mit Gilde Buy Out Partners hat die MMH
2007 einen neuen Mehrheitsgesellschafter gefunden, der seine gesammelten Erfahrungen aus
der Lebensmittelindustrie einbringen konnte.
„Wir sind bereits seit Jahrzehnten mit verschiedenen Investments in der Lebensmittelindustrie
engagiert und waren von Anfang an vom Konzept
der MMH überzeugt. Gerade Betriebe bemühen
sich immer mehr, ihren Arbeitnehmern eine hochwertige und abwechslungsreiche Verpflegung
anzubieten. Im Sozialbereich haben wir das bestehende Potenzial erkannt und die Entwicklung
entsprechend fokussiert und investiert“, so Ralph
Wyss von Gilde Buy Out Partners.
Gemeinsam mit der Beteiligungsgesellschaft erweiterte die MMH ihr Produktangebot und baute
eine für den Sozialbereich spezialisierte Vertriebsmannschaft zur Gewinnung neuer Kunden
auf. Mit Erfolg: Über 200 Neukunden wurden
gewonnen, u. a. einer der bedeutendsten Anbieter von Patientenversorgung. Der Umsatz mit
System-Menü, die Produktlösung für Sozialeinrichtungen, verzeichnete zwischen 2006 und
2012 ein jährliches Wachstum von fast 10 Prozent
und bei Schulen und Kitas konnte der Umsatz um
8 Prozent pro Jahr gesteigert werden. Auch in der
Betriebsverpflegung konnte die MMH kontinuierliche Erfolge verzeichnen und neue Kunden gewinnen. Im Jahr 2008 erfolgte zudem durch eine
Zusatzakquisition der Eintritt in den österreichischen Markt. Insgesamt konnte der Umsatz von
circa 96 Mio. Euro auf über 126 Mio. Euro gesteigert werden, während sich die Anzahl der Mitarbeiter von 970 auf über 1.100 erhöhte.
Immer mehr Betriebe im Sozialbereich gliedern
mittlerweile ihre Verpflegungsleistungen aus, da
diese nicht zu deren Kernaufgaben gehören. Dies
bringt ein erhebliches Wachstumspotenzial für die
MMH mit sich, die sich in diesem äußerst attraktiven Wachstumsmarkt herausragend positioniert
hat. Insbesondere im Gesundheitswesen ist mit
einer stärkeren Zunahme der Privatisierung von
Leistungen zu rechnen. Um den damit einhergehenden Herausforderungen gerecht zu werden,
hat die MMH das Produktangebot erweitert und
vor kurzem verstärkt in die neue Produktlinie
„Hofmann Komponenten Menü“ investiert. Hierdurch wird für den wachsenden Bereich der
Seniorenheime, Kitas und Schulen ein maßgenaues Verpflegungssystem angeboten, welches
eine einfache Anpassung an die jeweilige Anzahl
„Esser“ ermöglicht sowie ungenutzte Reste und
somit Mehrkosten für die Einrichtung vermeidet.
Des Weiteren hat sich die MMH einen Sternekoch
mit in die Küche geholt: „Wir entwickeln uns immer weiter und öffnen uns für neue Ideen. Mit
dem Sternekoch konnten wir unser Sortiment
nochmals aufstocken und möchten uns künftig
weiter als führender Anbieter von qualitativ hochwertigen Verpflegungen behaupten und den eingeschlagenen Wachstumskurs weiter fortführen“,
freut sich Johannes Ulrich, Geschäftsführer der
MMH, über die Zusammenarbeit mit der Beteiligungsgesellschaft.
www.die-menue-manufaktur.de
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BUNDESLAND / Baden-Württemberg
GRÜNDUNGSJAHR / 1960
MITARBEITERZAHL (AKTUELL) / > 1.100
UMSATZ LETZTES GESCHÄFTSJAHR / > 120 Mio. €
INVESTOREN / Gilde Buy Out Partners und das
Management der Hofmann-Menü-Gruppe
BETEILIGUNGSZEITRAUM / seit 2007
Bacher GmbH & Co. KG
Renaissance
des
Reformhauses
Eine neue Laden-Generation sorgt für Aufbruchstimmung: 125 Jahre nach ihrer Gründung wandelt die Reformhausbranche ihr angestaubtes
Image hin zu Genusstempeln mit Wellnessfaktor.
So auch die Reformhauskette Bacher. „betterlife“
heißen die neuen Filialen nach modernem Konzept. Die derart umgestaltete Filiale im Düsseldorfer Zoo-Viertel wurde sogar als „Reformhändler des Jahres 2013“ ausgezeichnet.
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Das seit 1927 bestehende Traditionsunternehmen
Bacher gilt heute mit 75 Filialen in sechs Bundesländern als richtungsweisend für die gesamte Branche. Seit 2010 mischt es mit der neuen
Ladengeneration „betterlife“ den Markt auf. „Ziel
war es, einen neuen Reformhaustyp zu etablieren,
der den Reformhausgedanken ins neue Jahrtausend führt. ‚betterlife‘ spricht deshalb vor allem
ein urbanes Publikum an, das bei seinem Einkauf besonderen Wert auf Nachhaltigkeit legt“,
beschreibt Peter Schürmann, Geschäftsführer
des Reformhauses Bacher, die Idee. Der erste
„betterlife“-Shop wurde in Leverkusen eröffnet.
Aufgrund der positiven Resonanz folgten weitere
in Köln, Düsseldorf, Bremen und Hannover. Inzwischen firmieren zwölf Filialen unter dem modernen Markendach – weitere sind in Planung.
schaften die entsprechenden Filialen bis zu
15 Prozent mehr Umsatz. Mit eigenen „betterlife“Produkten sowie der eigenen Webseite baut
Schürmann die Premiummarke derzeit weiter
aus: „Die Branche braucht neue Konzepte, die
mit gesellschaftlichen Veränderungen nicht nur
Schritt halten, sondern Markt machen.“
Das Sortiment für ein „besseres Leben“ umfasst
rund 4.000 Artikel aus den Bereichen Naturkost,
Naturkosmetik und Naturheilmittel und unterscheidet sich auf den ersten Blick nur wenig
vom bekannten Reformhausangebot. Allerdings
kommt es in einem modernen Gewand daher:
„betterlife“ präsentiert Genuss und Lebensqualität auf einem neuen Niveau. „Auf diese Weise
können wir neben den traditionellen Reformhauskunden auch jüngeres Publikum ansprechen“, so
Schürmann. Gleichzeitig sei das neue Ladenformat ein hervorragendes Modell, um neue Trendartikel für das gesamte Unternehmen zu testen.
Die NRW.BANK hat die Reformhaus Bacher
GmbH & Co. KG in ihren unterschiedlichen Unternehmensphasen mit Beteiligungskapital unterstützt. Im Jahr 2009 begleitete die NRW.BANK
gemeinsam mit dem Altgesellschafter Peter
Schürmann und einem weiteren Investor den
Gesellschafterwechsel durch Übernahme einer
Minderheitsbeteiligung. Die Investoren übernahmen die Anteile des ausscheidenden Bruders
von Schürmann.
„betterlife“ ist ein Premium-Ladenkonzept mit
einer Mischung aus umfangreicher Produktinformation und emotionalem Mehrwert. „Das klassische Reformhaus wird von vielen jungen Kunden als nicht mehr zeitgemäß empfunden. In
modernen Biosupermärkten fehlt hingegen oft die
fachliche Beratung. Genau dort setzt ‚betterlife’
an“, erklärt der Geschäftsführer. Mit dem stärkeren Herausstellen vegetarischer, veganer, fair
gehandelter sowie regionaler Sortimente positioniere sich das neue Ladenkonzept stärker für die
junge Zielkundschaft.
Und die Idee des Reformhändlers scheint aufzugehen. Seit der Umstellung auf „betterlife“ erwirt-
Neben der Finanzierung dieser Nachfolgelösung
wurde gemeinsam mit dem Unternehmen die
notwendige strategische Neuausrichtung der
Reformhauskette angestoßen. Obwohl jahrelang
erfolgreich am Markt, durchlief das Unternehmen
auch schwierige Zeiten, die eine Stärkung der
Kapitalbasis und eine veränderte Unternehmenspositionierung notwendig machten.
Mit der NRW.BANK als langfristig ausgerichtetem unternehmerisch denkendem Eigenkapitalpartner ist der Altgesellschafter Peter Schürmann
sehr zufrieden: „Mit einem Partner wie der
NRW.BANK habe ich den Rückhalt und die Verlässlichkeit, die ich für die Weiterentwicklung des
Unternehmens brauche.“
www.betterlife.de
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BUNDESLAND / Nordrhein-Westfalen
GRÜNDUNGSJAHR / 1927
MITARBEITERZAHL (AKTUELL) / 409
UMSATZ LETZTES GESCHÄFTSJAHR / 36 Mio. €
GETI WILBA GmbH & Co. KG
Mit Private Equity
zurück in die
Eigenständigkeit
Hühnerfrikassee, Hirschtopf oder Rehgeschnetzel­tes – auf die Frage: „Was essen wir heute?“
kennt der Tiefkühlkostproduzent Geti Wilba
GmbH & Co. KG viele Antworten. Als Spezialist für
tiefgekühltes Hühnerfleisch, Wild und Tiefkühlfertiggerichte aller Art gehört Geti Wilba zu
den größten Betrieben dieser Art in Deutschland.
Auf über 20.000 Quadratmetern befinden sich im
Hauptsitz Bremervörde die Produktionshallen, die
riesige Kochtöpfe und Spezialmaschinen beherbergen. Von dort aus werden die Produkte europaweit an Heimlieferdienste, Großverbraucher
und Handelsketten geliefert. Im Nischenmarkt
der Wildhasenprodukte und bei der Herstellung
tiefgekühlter Spezialprodukte aus Hühnerfleisch
ist das mittelständische Unternehmen europäischer Marktführer.
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Geti Wilba blickt auf eine ereignisreiche Firmengeschichte zurück: 1984 entstand das Unterneh-
men aus einer Fusion der beiden Familienunternehmen Geti-Feinkost und Wild-Bargmann. Als
sich die Gründerfamilien 1990 zurückzogen,
übernahm die Südzucker AG die Mehrheit. Fünf
Jahre später erfolgte der Verkauf an die Schöller
Holding, die wiederum 2002 an Nestlé überging.
Im Rahmen eines Management-Buy-Outs unterstützte die Beteiligungsgesellschaft HANNOVER
Finanz Gruppe das Unternehmen auf dem Weg
zurück zum eigenständigen Mittelständler. „Durch
die Zusammenarbeit mit der HANNOVER Finanz
konnten wir unsere Unabhängigkeit zurückgewinnen und durch Zukäufe weiter wachsen. Damit ging ein Schub durch unser Team. Neue
kreative Energie und der Geist des Familienunternehmens, das wir innerlich nie aufgehört haben
zu sein, beflügeln uns“, zieht die Geschäftsführung Bilanz.
Seit der Beteiligung durch die HANNOVER
Finanz wächst Geti Wilba durch die Einführung
neuer Produkte sowie gezielte Akquisitionen.
2009 übernahm der Mittelständler den Wildverarbeitungsbetrieb Brodersen & Köver und stärkte
damit die Marktposition im Bereich der klassischen Wildarten Hirsch, Reh und Wildschwein.
2011 schloss sich das Unternehmen dann mit der
Josef Meier GmbH & Co. KG zusammen und baute
den Bereich Wild weiter aus. Auch die Fertiggerichteproduktion verfolgt Geti Wilba stringent. Dabei legt das Unternehmen großen Wert auf Qualität: „Wir haben unsere Standards ständig weiterentwickelt. Auch als Hersteller von Babynahrung
wissen wir um die Bedeutung eines besonderen
Sicherheitskonzepts, das bei uns zur Unternehmenskultur gehört“, so die Geschäftsführung. Das
bestätigen auch die zahlreichen Auszeichnungen
der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.
(DLG), die das Unternehmen immer wieder
erhält.
In der Geflügelsparte erreichte das Unternehmen
in den letzten Jahren Umsatzsteigerungen, auch
profitierte Geti Wilba von der verstärkten Nachfrage nach Huhnfleisch europäischen Ursprungs
und baute sein Geschäft mit pasteurisierten
Produkten aus. 2012 erzielte das Unternehmen
140 Mio. Euro Umsatz und steigerte damit seinen
Erlös seit dem Einstieg der HANNOVER Finanz
fast um das Doppelte. Auch hat der Tiefkühlspezialist durch sein stetiges Wachstum weitere Standorte in Deutschland erschließen können und zählt
mittlerweile knapp 800 Mitarbeiter.
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BUNDESLAND / Niedersachsen
GRÜNDUNGSJAHR / 1952
MITARBEITERZAHL (AKTUELL) / 800
UMSATZ LETZTES GESCHÄFTSJAHR / 140 Mio. €
INVESTOREN / H ANNOVER Finanz GmbH
BETEILIGUNGSZEITRAUM / seit 2008
2012 ging der langjährige Geschäftsführer des
ursprünglich inhabergeführten Unternehmens
Armin Loell nach 21 Jahren in den Ruhestand.
Martin Thörner, Rainer Riggers sowie Thomas
Maier, der durch die Fusion mit Wildverarbeiter
Josef Meier GmbH & Co. KG zu Geti Wilba kam,
haben seither die Unternehmensführung in der
Hand. Für die Zukunft hat sich Geti Wilba vorgenommen, mit neu entwickelten ConvenienceProdukten noch mehr zu wachsen.
www.geti-wilba.de
CONDIO GmbH
Für jeden Markt
das passende
Produkt
Ob die Tomaten für Ketchup aus Italien, Spanien
oder der Türkei kommen, kann geschmacklich
schon einen Unterschied machen. Doch damit der
Ketchup immer die gleiche Konsistenz und Viskosität hat, entwickelt der Lebensmittelzusatzstoffeproduzent Condio den passenden Stabilisator auf
natürlicher Basis. Für seine speziellen Rezepturen
und Zusatzstoffe ist das Brandenburger Unternehmen international bekannt und liefert bis
nach Spanien, Russland, Asien, Afrika und in den
Nahen Osten.
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Produzenten aus der Milchwirtschaft, der Fleischverarbeitung oder auch der Feinkostbranche wollen mithilfe von Condio ihre Produkte verbessern.
Das Unternehmen optimiert Rezepturen und
Technologien, damit Mayonnaise cremiger, Saucen sahniger und Wurstwaren stabiler werden.
Auch mit innovativen Ideen überzeugt Condio seine Kunden: Für den spanischen Markt hat das
Unternehmen Milch mit Frucht versetzt und für
den Nahen Osten salzigen Joghurt mit Gemüse
entwickelt. Alle Zutaten und Zusatzstoffe, die
Condio entwickelt und verwendet, sind auf natür-
licher Basis hergestellt. In Werder hat das Unternehmen ein eigenes Labor und ein Technikum,
in dem die Produkte und Verfahren getestet
werden. In Südafrika gibt es mittlerweile eine
Zweigstelle von Condio, ebenfalls mit eigenem
Labor und allen Maschinen, die es für die Herstellung der Produkte für die Lebensmittelindustrie
braucht.
Condio startete 1996 mit vier Mitarbeitern und
erstellte zu Beginn Rezepturen und Stabilisatoren
für ausschließlich deutsche Kunden. Heute beschäftigt es 49 Mitarbeiter in Werder und weitere
20 im Ausland. Mit Standbeinen in Südafrika,
Russland und Spanien wird mittlerweile auf dem
internationalen Markt der Hauptabsatz erzielt.
Condio zählt über 100 Kunden in 17 Ländern. Ein
Viertel davon sitzt in Deutschland, doch auch hier
sieht das Unternehmen dank der starken Kundenbindung weitere Wachstumschancen. Seit 2006
wird Condio bei seinen Plänen finanziell von der
Bürgschaftsbank Brandenburg unterstützt. Die
Internationalisierung explodierte in den darauffolgenden Jahren und das starke Wachstum hat
das Unternehmen überwiegend aus Eigenkapital
finanziert, das aus den laufenden Einnahmen
stammte.
Damit der Betrieb in Werder bei den Wachstumsplänen keine finanziellen Notstände erleben muss,
hat sich Condio für einen weiteren Partner entschieden: Seit 2012 ist die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Berlin-Brandenburg mit an
Bord. Mit ihrer Hilfe wird Condio weiter expandieren. Als nächste Ziele stehen Niederlassungen
in Nordafrika, der Türkei und im arabischen Raum
auf dem Plan. „Wir verstehen andere Länder und
Märkte und entwickeln dafür andere Produkte –
das ist unser Erfolgsgeheimnis. Mit dem Beteiligungskapital können wir unsere Kapazitäten erweitern und im Ausland weiter wachsen“, zeigt
sich Geschäftsführer Paul Ingenpass zufrieden
mit seinem Partner. Das Unternehmen erzielt
heute einen Umsatz von 25 Mio. Euro pro Jahr
und plant, sich künftig weiter verstärkt im Ausland zu engagieren – auch mit neuen Unternehmenssitzen. Hierfür baut Condio gezielt seine
eigenen Mitarbeiter auf und sucht nach Bewerbern aus dem Ausland, die in Werder Erfahrungen
sammeln und dann in ihrem Heimatland den
Markt für Condio ebnen.
Doch nicht nur die finanziellen Mittel, auch das
Know-how der Beteiligungsgesellschaft ist gefragt. Die MBG Berlin-Brandenburg unterstützt
das Team in Werder bei der Zukunftsplanung.
„Wir unterstützen Condio sowohl mit Kapital als
auch mit unserer Erfahrung. Das Unternehmen ist
offen für neue Ideen, sodass wir gemeinsam aus
Condio ein weltweit agierendes Unternehmen
machen können, das mit Kreativität weiterhin
qualitativ hochwertige Produkte entwickelt. Besonders positiv ist an dem mittelständischen
Unternehmen, dass die ganze Eigentümerfamilie
mit an Bord ist und alle an einem Strang ziehen“,
so Dr. Milos Stefanovic, Geschäftsführer der MBG
Berlin-Brandenburg.
www.condio.com
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BUNDESLAND / Brandenburg
GRÜNDUNGSJAHR / 1996
MITARBEITERZAHL (AKTUELL) / 49
UMSATZ LETZTES GESCHÄFTSJAHR / 24,5 Mio. €
INVESTOREN / Mittelständische Beteiligungsgesellschaft
Berlin-Brandenburg GmbH
BETEILIGUNGSZEITRAUM / seit 2012
Schönegger Käse-Alm GmbH
Der 7. HIMMEL
für
käseliebhaber
Kaum hatte Sepp Krönauer mit 24 Jahren sein Diplom als Molkereimeister in der Tasche, eröffnete
er 1988 seinen ersten Käseladen auf dem elterlichen Bauernhof. Um den Hofladen schneller bekannt zu machen, fuhr der pfiffige Jungunternehmer zunächst über Land und verkaufte seinen
Käse auch von Tür zu Tür. Der Käseladen auf dem
Hof war der erfolgreiche Grundstein zu Krönauers
mittelständischem Käseimperium.
Bereits Anfang der 90er Jahre wuchs die Nachfrage nach den Käsespezialitäten so stark, dass die
bestehenden Produktions- und Liefermöglichkeiten ausgereizt waren. Krönauer erkannte die
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nachhaltigen Marktchancen seiner Produkte und
eröffnete 1992 die erste große Produktionsstätte
in Sellthürn. Krönauer, dem Käsehersteller aus
Leidenschaft, war von Beginn an wichtig, Käse
nur aus kontrolliert gentechnikfreier, tagesfrischer Heumilch herzustellen. Die Milch wird von
280 Allgäuer, Vorarlberger und Tiroler Bauern
bezogen, die ihren Tieren ausschließlich frisches
Grünfutter oder Heu füttern. Die Milcherzeugung
wird damit aufwendiger und teurer, aber die
Milchqualität ist schmeckbar besser.
Um die Finanzierung seines Unternehmens zu
sichern, entschied sich Krönauer 1994 dazu, die
Beteiligungsgesellschaft BayBG als Minderheitsgesellschafter mit an Bord zu holen. „Beim Ausbau des Unternehmens konnten wir Schönegger
Käse-Alm mit finanziellen Mitteln unterstützen,
sonst hätte es nicht so schnell und strukturiert
wachsen können“, so Sonnfried Weber, Sprecher
der Geschäftsführung der BayBG. Käseläden, Produktion, Reifelager, Versandabteilung und Bäckerei erforderten Investitionen in Millionenhöhe.
Die Hausbanken konnten den steilen Expansionskurs mit Krediten alleine nicht finanzieren. Mit
insgesamt drei stillen Beteiligungen ist die BayBG
langfristiger Partner von Schönegger Käse-Alm.
Zuletzt war die mittelständische Beteiligungsgesellschaft im Jahr 2007 beim Bau des Reifelagers
für 120.000 Käselaibe in Steingaden mit von der
Partie. „Die Zusammenarbeit mit der BayBG ist
für uns ein absoluter Gewinn, da wir mit der Beteiligungsgesellschaft einen langfristigen Investor
an der Seite haben, der von unserer Arbeit, unseren Nischenprodukten und Ideen überzeugt
ist“, zeigt sich Krönauer zufrieden.
Mittlerweile produziert das Unternehmen 50 Käsesorten und die Käsemeister der Schönegger KäseAlm tüfteln regelmäßig an neuen Rezepturen.
Schönegger hat inzwischen auch die Marken
Käserebellen und Bio-Käserebellen im Angebot.
„Käserebellen“ sind eine zweite Marke, die von
Schönegger hergestellt und überwiegend in den
Käsetheken von Lebensmittelketten verkauft wird.
Rund 30 Mio. Euro setzte Krönauer im Jahr 2012
mit seinen Käsespezialitäten um. In die Entwicklung neuer Geschmacksrichtungen müssen bis zu
drei Jahre investiert werden. Um die 450.000 Käselaibe zu erzeugen, werden 28 Mio. kg Milch
verarbeitet.
Beliefert werden deutschlandweit die Käsetheken
von Feinkostgeschäften, Metzgereien und des
Einzelhandels. Außerdem gibt es inzwischen
25 Schönegger-Käsealm-Läden im süddeutschen
Raum und der Käse ist für alle Liebhaber der
Allgäuer Spezialitäten auch im Online-Shop
deutschlandweit erhältlich. Für die nächsten Jahre ist ein „Käse-Museum“ mit eigener Schaukäserei in Schönegg, am Gründungsort der
Schönegger Käse-Alm, geplant.
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BUNDESLAND / Bayern
GRÜNDUNGSJAHR / 1988
MITARBEITERZAHL (AKTUELL) / 130
UMSATZ LETZTES GESCHÄFTSJAHR / ca. 30 Mio. €
INVESTOREN / BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH
BETEILIGUNGSZEITRAUM / seit 1994 in 3 Tranchen
www.schoenegger.com
Westhof Bio-Gewächshaus GmbH & Co. KG
Bio pur
mit Beteiligungskapital
Seit 1992 vertreibt Carstens Bio-Gemüse. Angebaut wurden damals hauptsächlich Getreide,
Kartoffeln, etwas Gemüse und Erdbeeren. Der
Westhof wuchs sukzessive auf eine Größe von
110 ha an. Die Nachfrage wurde immer größer, so
dass man bald auch Produkte benachbarter
Bio-Höfe mitvermarktete. 1998 gründete Carstens
ein Bio-Frost-Unternehmen. Im Jahr 2002 folgte
der Zusammenschluss mit seinem Nachbarn PaulHeinrich Dörscher. Auf einer biologisch bewirtschafteten Gesamtbetriebsfläche von mittlerweile
mehr als 700 ha bauen die beiden Geschäftsführer
seither Gemüse an.
Rundum Bio – das findet man bei der Unternehmensgruppe Westhof Bio: Möhren, zahlreiche
Kohlsorten, Erbsen und vieles mehr werden nach
geltenden Bioland-Richtlinien angebaut. Im größten Bio-Gewächshaus Deutschlands wachsen zudem Tomaten, die in Zukunft mit dem eigens
hergestellten Bio-Dünger gepflegt werden. Den
Strom und den Bio-Dünger für den Bio-Gemüseanbau bezieht der Westhof aus der eigenen
Biogas-Anlage. Daneben betreibt die Gruppe
Deutschlands einzige reine Bio-Frosterei und hat
zudem eine eigene Finanzdienstleistungsgesellschaft gegründet.
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Westhof Bio hat sich in Friedrichsgabekoog und
Wöhrden an der Nordsee dem ökologischen Landbau verschrieben. Die Erhaltung der Umwelt steht
ebenso auf dem Programm wie die Produktion
gesunder und hochwertiger Nahrungsmittel, die
ressourcenschonend und klimafreundlich hergestellt werden. Der Westhof ist seit 1972 im Besitz
der Familie Carstens. Rainer Carstens übernahm
den Betrieb 1978 mit 60 ha Eigenland und pachtete Ländereien in der Nähe des Westhofs hinzu.
Die Expansionspläne der beiden weiteten sich
stetig aus. Um diese auch in die Realität umzusetzen, entschieden sich die Unternehmer dafür,
neben Krediten bei den öffentlichen Banken auch
eine Beteiligungsgesellschaft mit an Bord zu
holen. In der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft MBG Schleswig-Holstein fand die
Westhof Bio-Gruppe einen Partner, der das
Innovationspotenzial erkannte und im Mai 2012
einstieg. Mit den neuen Mitteln konnte ein vier
Hektar großes Gewächshaus fertiggestellt werden. Dort wachsen heute an die 70.000 Tomatenpflanzen. Auch die Anschaffung eines Blockheizkraftwerkes, mit dem Wärme für das Gewächshaus
produziert wird, konnte die MBG SchleswigHolstein ermöglichen. „Das Rundum-Konzept der
beiden Geschäftsführer hat uns überzeugt. Als
Landwirte bringen beide das Handwerkszeug mit
und kennen sich in ihrem Metier bestens aus.
Das gibt uns die Sicherheit, dass Westhof Bio
ein Erfolgsbeispiel ist und bleibt“, zeigt sich
Dr. Gerd-Rüdiger Steffen von der MBG SchleswigHolstein zufrieden. Und auch Geschäftsführer
Carstens ist froh über die Beteiligung durch die
MBG: „Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft hat es uns ermöglicht, unsere Finanzierung
auf mehrere Säulen zu stellen. Somit sind wir unabhängiger von den Banken und gewinnen dort
auch mehr Vertrauen für unsere Projekte, seit die
MBG uns als Partner zur Seite steht.“
Die Westhof-Gruppe kann von Windkraft über
Photovoltaik bis zu Biomasse verschiedene natürliche Energiequellen einsetzen, um Strom und
Wärme besonders umweltverträglich anzubieten.
Das nächste große Ziel ist, bis 2015 energieneutral zu wirtschaften.
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BUNDESLAND / Schleswig-Holstein
GRÜNDUNGSJAHR / 1978
MITARBEITERZAHL (AKTUELL) / 100
+ ca. 100 Saisonkräfte
UMSATZ LETZTES GESCHÄFTSJAHR / ca. 26 Mio. €
Westhof Bio umfasst mittlerweile sechs Unternehmen: Neben dem Anbau und Vertrieb von BioGemüse aus Acker- bzw. Gewächshausanbau, der
Energieproduktion und dem Tiefkühlgeschäft, hat
sich die Westhof-Gruppe mit einer Finanzdienstleistungsgesellschaft ein weiteres Standbein geschaffen: Die Westhof-Genussrechte bieten eine
Beteiligung an der Unternehmensgruppe Westhof
Bio an und geben damit die Möglichkeit, von den
Chancen der Wachstumsmärkte Bio-Gemüse-Produktion und erneuerbare Energien zu profitieren.
www.westhof-bio.de
INVESTOREN / MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH
BETEILIGUNGSZEITRAUM / seit 2012
Fruitwork Handelsgesellschaft mbH
Mit Beteiligungskapital
zum Spezialisten für
Nuss- und Trockenfrüchte
Als kleine, gesunde Knabberei zwischendurch,
als Powernahrung nach dem Sport, als Tourenproviant oder einfach als Zutat fürs Müsli: Trockenfrüchte und Nüsse sind lecker – und dabei gesund.
Immer mehr Menschen erkennen den besonderen gesundheitlichen Mehrwert von getrockneten
Datteln, Ananas, Aprikosen und Co. Fruitwork
hilft dabei, dem Verbraucher den Zugang zu
diesen gesunden Produkten zu verschaffen. Das
Unternehmen ist Spezialist für die Beschaffung,
die Verarbeitung und die Distribution von Nüssen, Samen und Trockenfrüchten in Deutschland.
Die Kunden von Fruitwork, zu denen sämtliche
LEH-Ketten gehören, vermarkten ihre Produkte
unter eigener Marke oder der Marke von Fruitwork deutschlandweit.
Die Erfolgsgeschichte beginnt im Jahr 1999, als
sich die beiden Gründungsgesellschafter auf die
Versorgung des Handels mit Nüssen und Trockenfrüchten für das Weihnachtsgeschäft konzentrierten. Der Handel hatte schnell erkannt, dass sie
hier einen Partner vorfanden, der in der Lage war,
in diesem Spezialsegment große Volumina in kurzer Zeit zu beschaffen, zu verarbeiten und an die
Lager zu liefern. So ist heute alleine für das Walnussgeschäft im Zeitraum September bis Anfang
Dezember die Hälfte des deutschen Gesamtbedarfes an Walnüssen aus Übersee zu beschaffen,
zu reinigen, zu verpacken und an die Kunden auszuliefern. Die Menge aller Walnüsse in diesem
Zeitraum entspricht mehr als 300 Überseecontainern. Hinzu kommen z. B. für den Jahresbedarf an
Erdnüssen zusätzlich über 350 Überseecontainer,
die verarbeitet und verpackt werden müssen. Die
Menge an verpackten Erdnüssen entspricht dann
mehr als 600 LKW-Ladungen bzw. 20.000 Paletten.
bereiche zu konzentrieren. Wir haben unsere Abläufe überdacht und optimiert und konnten auch
neue Kontakte knüpfen“, so der Gründungsgesellschafter Armin Griese. Und auch capiton ist zufrieden mit den Entwicklungen von Fruitwork:
„Wir haben uns für eine Beteiligung bei Fruitwork
entschieden, weil das Unternehmen in der Lage
war, sich aus einer komfortablen Marktposition
heraus zu einem wesentlichen Lieferanten und
Partner für den Lebensmittel- und Einzelhandel in
Deutschland zu entwickeln. Fruitwork ist heute
ein hervorra­gender Ausgangspunkt für die weitere Konsolidierung des europäischen Marktes“,
begründet Christoph Karbenk von capiton die
Entscheidung für Fruitwork.
Im Jahr 2008 wurde die Beteiligungsgesellschaft
capiton an Bord geholt, um das Wachstum
des Unternehmens voranzutreiben. Das Saisongeschäft wurde weiter ausgebaut. Zudem hat
Fruitwork die Produktion von Snackartikeln aus
Nüssen und Trockenfrüchten begonnen. Dieses
Ganzjahresgeschäft ist heute so erfolgreich, dass
Fruitwork oft einziger Lieferant und Hersteller für
die Eigenmarkenprodukte diverser Lebensmittelund Einzelhandelsketten in Deutschland ist. Die
Bandbreite reicht von einfachen Produkten bis hin
zu Premium-Qualitäten.
Strategisch konzentriert sich Fruitwork voll und
ganz auf die Bedienung des Kunden mit Nussund Trockenfruchtprodukten. Andere Aktivitäten,
wie der Handel mit frischen Bio-Bananen und
anderen Frischfrüchten, wurden eingestellt bzw.
verkauft. Fruitwork plant im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von über 60 Mio. Euro im
Nuss- und Trockenfruchtbereich, nach 44 Mio.
Euro im Einstiegsjahr 2008. „Ein Umsatz im Bereich von 80 – 90 Mio. Euro ist in den kommenden
Jahren ohne Zukäufe oder Expansion ins Ausland
möglich“, blickt Gründungsgesellschafter Armin
Griese optimistisch in die Zukunft.
Als drittes Standbein arbeitet Fruitwork derzeit
daran, das Geschäft mit Weiterverarbeitern aufzubauen. Typische Kunden sind hier die GroßBäckereien, Schokolade- und Marzipanhersteller
oder Backzutatenproduzenten.
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„Die Beteiligung von capiton ermöglichte es uns,
zu expandieren und uns auf neue Produktions-
www.nutwork.de
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BUNDESLAND / Hamburg
GRÜNDUNGSJAHR / 1999
MITARBEITERZAHL (AKTUELL) / 15
UMSATZ LETZTES GESCHÄFTSJAHR / 58 Mio. €
INVESTOREN / capiton AG
BETEILIGUNGSZEITRAUM / seit 2008
Unser Heimatbäcker GmbH
Mit Private Equity
zum GroSSkonzern
entwickelt
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Lila – das ist die Farbe, die einem beim Betreten
der Dahlewitzer Landbäckereien als Erstes ins
Auge springt. Sogleich entdeckt man die Vielfalt
an frischen Brötchen, leckeren Kuchen, fruchtigem Gebäck und Broten, die sich hinter der
dekorierten Theke befinden. Die Dahlewitzer
Landbäckereien stehen für Heimatverbundenheit
– dabei wurde die einst kleine Regionalkette zu
einem der größten Bäckereikonzerne Deutschlands ausgebaut. In den vergangenen sieben Jahren hat sich der Umsatz der Bäckereikette mehr
als verdreifacht.
Dahlback seiner Heimatverbundenheit und dem
Qualitätsstandard treu. Heute zählt die Dahlewitzer Landbäckerei 360 Filia­len und gehört zu
den fünf größten Filialbäckereien Deutschlands.
Dies erzielte Dahlback vor allem durch die Unterstützung der Beteiligungsgesellschaft Steadfast
Capital. Bevor sich Steadfast Capital 2005 an der
Bäckereikette beteiligte, rangierte das Unternehmen noch um den 50. Platz. Als vor sieben Jahren
der langjährige Privatinvestor aus Altersgründen
ausschied, übernahm Steadfast Capital die Mehrheit der Dahlewitzer Landbäckerei.
Im Jahr 1974 wurde Dahlback als volkseigener
Betrieb gegründet und ist seither durch Filialerweiterungen und Unternehmenszukäufe stetig
gewachsen. Die Besonderheit der Landbäckerei
liegt darin, dass Dahlback die ausschließlich
selbstbetriebenen Filialen selbst beliefert: Von
den eigenen Produktionsstätten in Dahlewitz
bei Berlin sowie in Pasewalk und Gägelow in
Mecklenburg-Vorpommern gelangen die Backwaren nach Berlin und bis zur Ostseeküste in
Teile von Schleswig-Holstein. Damit bleibt sich
Im Dezember 2010 gelang der Zusammenschluss
von Dahlback mit der regional benachbarten
Bäckerei „Unser Heimatbäcker“ (UHB). Hierdurch profitierte Dahlback nicht nur von den zusätzlich gewonnenen Filialen (die Filialzahl stieg
auf > 300), sondern übernahm auch branchenführende Prozesse und Konzepte sowie ein weitestgehend komplementäres Filialnetz der UHB.
Durch die Akquisition konnte sich Dahlback optimal im hart umkämpften Markt der Filialbäckereien positionieren, die Unternehmensgröße
mehr als verdoppeln und erhielt Zugang zu
den Märkten in Mecklenburg-Vorpommern und
Schleswig-Holstein.
„In einem Bäckereimarkt, der durch starke Konsolidierung und vielschichtige Veränderungen auf
sich aufmerksam macht, ergab sich durch den
Zusammenschluss für Dahlback und Unser Heimatbäcker die Chance, den Markt aktiv mitzugestalten, den Mitarbeitern Perspektiven aufzuzeigen und die Kunden mit neuen Angeboten zu
überzeugen“, resümiert Nick Money-Kyrle die
Transaktion. Money-Kyrle ist Gründungsgesell-
schafter von Steadfast Capital und seit 2010 Vorsitzender des Beirats bei Dahlback.
Die Prozesse der Bäckerei wurden mit UHB verglichen – die jeweils besseren Ideen und Prozesse
setzten sich dabei durch. Auch die Logistik wurde
gestrafft und die Verwaltung konzentriert. Das
Unternehmen erhielt ein neues Gesicht, Sortiment und Produktionsprozesse wurden vereinheitlicht. Hierfür investierte das Unternehmen
einen zweistelligen Millionenbetrag. Aber die
Investition hat sich gelohnt – durch die Expansion
in den gesamten Nordosten ist Dahlback mittlerweile um sein Dreifaches gewachsen, neue Kunden kommen und der Umsatz steigt. „Wir erwarten, dass der Umsatz 2013 auf mehr als 98 Mio.
Euro steigen wird“, zeigt sich Kay Buschmann,
Partner bei Steadfast Capital, zufrieden mit der
Beteiligung an Dahlback. Heute zählt das Unternehmen mehr als 360 Filialen und ca. 1.900 Mitarbeiter – viermal so viele wie noch im Jahr 2005.
www.lilabaecker.de
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BUNDESLAND / Brandenburg
GRÜNDUNGSJAHR / 1974
MITARBEITERZAHL (AKTUELL) / 1.900
UMSATZ LETZTES GESCHÄFTSJAHR / 95 Mio. €
INVESTOREN / Steadfast Capital
BETEILIGUNGSZEITRAUM / seit 2005
Kleffmann GmbH
Auf der Suche
nach dem
perfekten Stück Erde
Welche Gemüsesorten werden angebaut? Wie ertragreich ist die Ernte? Gibt es Insektenbefall, der
überhandnimmt? Diese und andere Fragen zu
den Themen Saatgut, Pflanzenschutz und Technik
stellen die Mitarbeiter der Kleffmann Group Landwirten in über 65 Ländern und gewinnen daraus
umfangreiches Datenmaterial für ihre Studien
und Datenbanken. Mit ihren innovativen Methoden und individuellen Marktforschungslösungen
ist die Kleffmann Group zum weltweit führenden
Marktforschungsunternehmen im Bereich Agribusiness und Landwirtschaft avanciert.
Seit der Unternehmensgründung im Jahr 1990
geht es mit der Kleffmann Group stetig bergauf.
An über 17 Standorten ist das Unternehmen global vertreten und erhebt in Telefon-, Online- und
face-to-face-Interviews mit Landwirten Daten
über eine Vielzahl von Marktfruchtkulturen und
Landmaschinen. Der Markt­forscher ist fokussiert
auf die Produkte Panelforschung und kundenindividuelle Ad-hoc-Forschung und hat Tochtergesellschaften unter anderem in Brasilien, China,
Russland, Australien und den USA. Um den
internation­alen Markt noch stärker zu erreichen,
fiel im Unternehmen 2012 die Entscheidung, die
Beteiligungsgesellschaft NORD Holding im Rahmen einer Mehr­­heits­beteili­gung mit an Bord zu
holen.
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Asien und Afrika sind Ziele, die sich die Kleffmann
Group damals gesteckt hatte. Auch sollte die Unternehmensgröße in den bestehenden Märkten
erhöht werden. „Für die Umsetzung dieser Strategie haben wir mit der NORD Holding einen Mehrheitsgesellschafter gefunden, der mit seinem
partnerschaftlichen Ansatz zum Mittelstand passt
und unsere Sprache spricht“, zeigt sich Burkhard
Kleffmann, geschäftsführender Gesellschafter der
Kleffmann Group, von der Zusammenarbeit begeistert. Und auch Matthias Kues, Sprecher der
Geschäftsführung der NORD Holding, ist überzeugt von der Beteiligung: „Wir haben bewusst in
den Agrarsektor investiert. Er ist einer der interessantesten Zukunftsmärkte. Eine weiter professionalisierte Ernährungswirtschaft kann einen
zentralen Beitrag zur Lösung des Welternährungsproblems leisten.“
Namhafte internationale Konzerne aus dem Agribusiness zählen zur Kundschaft des Marktforschungsunternehmens. Dank der langjährigen
Marktkenntnisse und einer Fokussierung auf den
Agrar- und Ernährungssektor kann die Kleffmann
Group umfassende Datenanalysen für die strategische und operative Entscheidungsfindung
liefern. Über 350 Mitarbeiter, darunter 50 in
Deutschland, beschäftigt die Kleffmann Group.
Weitere 2.000 Experten führen jährlich bis zu
500.000 Interviews. 2012 konnte das Unternehmen seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr
weiter steigern und erzielte mit ca. 23 Mio. Euro
die höchsten Umsatzerlöse der Firmengeschichte. Darüber hinaus konnte sich die Kleffmann
Group erneut unter den Top 10 der umsatzstärksten deutschen Marktforschungsinstitute
platzieren.
Schrittweise vergrößerte das Unternehmen 2012
sein chinesisches und südostasiatisches Team,
erweiterte sein Angebot und baute die Marktposition aus – ein Erfolg, den die Kleffmann Group
dank der Unterstützung der NORD Holding erreichen konnte. „Insbesondere die Konzentration auf
die weitere Expansion in China und Südostasien
hat sich ausgezahlt“, freut sich Kleffmann über
den Erfolg. Auch hat das Unternehmen sein
europäisches Team am Hauptsitz Lüdinghausen
erweitert, um die osteuropäischen und vorderasia­
tischen Märkte künftig noch intensiver betreuen zu können.
Für 2013 hat der Marktforscher bereits weitere
Investitionen in Asien und die Entwicklung eines
innovativen Business Intelligence Tools auf den
Weg gebracht, mit dessen Hilfe Marktforschungsdaten noch effizienter analysiert und individuelle
Reports erstellt werden können. Auf der Marktführerschaft ausruhen wird sich das Unternehmen keinesfalls, denn der geschäftsführende
Gesellschafter weiß: „Um unsere führende Position für die Zukunft zu sichern, ist es unerlässlich,
Innovationen zu fördern.“
www.kleffmann.com
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BUNDESLAND / Nordrhein-Westfalen
GRÜNDUNGSJAHR / 1990
MITARBEITERZAHL (AKTUELL) / 350
UMSATZ LETZTES GESCHÄFTSJAHR / 23 Mio. €
INVESTOREN / NORD Holding Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH
BETEILIGUNGSZEITRAUM / seit 2012
Sunval Nahrungsmittel GmbH
Biologische
Babykost
aus Baden
Ob Babybrei, Apfelmus oder Karottensaft – eine
gesunde Ernährung spielt schon bei den Kleinsten eine wichtige Rolle. Vor allem Fertiggerichte
für Babys müssen hohe Qualitätsstandards erfüllen und dazu auch gut schmecken. Die Sunval
Nahrungsmittel GmbH hat sich auf biologische
Babykost spezialisiert und gehört zu den größten
Bio-Babynahrungsproduzenten Europas.
Seit über 50 Jahren produziert Sunval im badischen Waghäusel Babykost. Als einer der ersten
Fertiggerichteproduzenten stellte das Unternehmen von Dosen auf Glasverpackungen um – und
galt bereits damals als Pionier in der Lebens-
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mittelbranche. Dieses Vorreiter-Denken hat sich
Sunval behalten und produziert heute für BioSupermärkte sowie führende Drogerie- und
Handelsketten Babynahrung, die aus biologischem Anbau stammt und schonend verarbeitet
wird. Das Unternehmen setzte sich schon früh
für eine schonende Nutzung von Landwirtschaft,
Rohstoffen und Energie ein, indem ausschließlich kontrolliert-biologische Rohwaren verarbeitet
werden. Die Herstellung der Produkte erfolgt u. a.
nach den streng kontrollierten Demeter-Richtlinien. Die enge Zusammenarbeit mit Ernährungswissenschaftlern, Kinderärzten, Hebammen und
engagierten Müttern sowie ein halbes Jahrhundert an Erfahrung haben zur Entwicklung eines
kompletten Produktprogramms für Säuglinge ab
dem vierten Monat beigetragen. Neben Glaskost
stellt Sunval auch Instant Getreidebreie, Milchpulver, Kinderkekse, Fruchtschnitten und Säfte
her. In den Produkten sind weder Kristallzucker
noch Kochsalze enthalten. Außerdem wird auf
Bindemittel, Aromen sowie Farb- und Konservierungsstoffe verzichtet.
Die Beteiligungsgesellschaft BWK stieg 2008
bei Sunval ein, nachdem sie das starke Wachstumspotenzial erkannte. „Sunval zeichnete sich
aufgrund seiner führenden Marktpositionierung
als ein sehr geeigneter Portfolio-Kandidat aus.
Ein überdurchschnittliches Umsatz- und Ertragswachstum war zu erwarten. Die Tatsachen, dass
die Nachfrage nach Bioprodukten stetig steigt
und es einen Trend hin zu gesunder Ernährung
gibt, spielten ebenfalls eine entscheidende Rolle“,
resümiert Marc Schrade, Mitglied der Geschäftsleitung der BWK Unternehmensbeteiligungsgesellschaft.
Die gemeinsam entwickelte Wachstumsstrategie
von Management und BWK wurde erfolgreich
umgesetzt, wie die beachtliche Umsatzsteigerung
während der vierjährigen Beteiligung belegt. So
stieg der Umsatz von rund 15 Mio. Euro (2008)
auf rund 35 Mio. Euro (2012). Dies entspricht
einem jährlichen Plus von durchschnittlich 36 Prozent. Sunval konnte seine Position als führender
Anbieter von hochwertiger Babynahrung deutlich ausbauen. „Mit unserem Einstieg 2008 haben
wir den Expansionskurs erfolgreich unterstützt.
Durch unsere Beteiligung ist Sunval sehr gut aufgestellt“, sagt Marc Schrade über die Zusammenarbeit mit Sunval. Die BWK begleitete als langfristig orientierter Partner das Unternehmen, bis
Sunval 2012 an DMK Deutsche Milchkontor veräußert wurde.
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BUNDESLAND / Baden-Württemberg
GRÜNDUNGSJAHR / 1951
MITARBEITERZAHL (AKTUELL) / 150
UMSATZ LETZTES GESCHÄFTSJAHR / 35 Mio. €
INVESTOREN /
BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft
BETEILIGUNGSZEITRAUM / 2008 –2012
www.sunval.de
Übersicht der Beteiligungsgesellschaften
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BayBG Bayerische
Beteiligungsgesellschaft mbH
Königinstraße 23
80539 München
Tel.:
+49 89 12 22 80-100
E-Mail: [email protected]
Internet:www.baybg.de
BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft
Thouretstraße 2
70173 Stuttgart
Tel.:
+49 711 22 55 76-0
E-Mail:[email protected]
Internet:www.bwku.de
capiton AG
Bleibtreustraße 33
10707 Berlin
Tel.:
+49 30 3159 45-0
E-Mail: [email protected]
Internet:www.capiton.de
Gilde Buy Out Partners
Seefeldstrasse 40
8008 Zürich
Schweiz
Tel.:
+41 432 68 20 30
Internet:www.gilde.com
HANNOVER Finanz GmbH
Günther-Wagner-Allee 13
30177 Hannover
Tel.:
+49 511 280 07-0
E-Mail: [email protected]
Internet: www.hannoverfinanz.de
Mittelständische
Beteiligungsgesellschaft
Berlin-Brandenburg GmbH
Schillstraße 9
10785 Berlin
und
Schwarzschildstraße 94
14480 Potsdam
Tel.:
+49 30 3110 04-0
+49 331 649 63- 0
E-Mail:[email protected]
[email protected]
Internet:www.mbg-bb.de
MBG Mittelständische
Beteiligungsgesellschaft
Baden-Württemberg GmbH
Werastraße 13-17
70812 Stuttgart
Tel.:
+49 711 16 45-703
E-Mail: [email protected]
Internet:www.mbg.de
MBG Mittelständische
Beteiligungsgesellschaft
Schleswig-Holstein mbH
Lorentzendamm 21
24103 Kiel
Tel.:
+49 431 667 01-35 86
E-Mail:[email protected]
Internet:www.mbg-sh.de
NORD Holding Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH
Walderseestraße 23
30177 Hannover
Tel.:
+49 511 2704 15-0
E-Mail:[email protected]
Internet:www.nordholding.de
NRW.BANK
Kavalleriestraße 22
40213 Düsseldorf
Tel.:
+49 211 91741-0
E-Mail:[email protected]
Internet:www.nrwbank.de
Steadfast Capital GmbH
Myliusstraße 47
60323 Frankfurt
Tel.:
+49 69 506 85-0
E-Mail:[email protected]
Internet:www.steadfastcapital.de
impressum
HERAUSGEBER
Bundesverband Deutscher
Kapitalbeteiligungsgesellschaften –
German Private Equity and
Venture Capital Association e.V.
(BVK)
Reinhardtstraße 27c
10117 Berlin
Telefon + 49 30 30 69 82-0
Telefax + 49 30 30 69 82-20
www.bvkap.de
[email protected]
REDAKTION
Janine Heidenfelder
LEKTORAT
Joachim Mallaun
GESTALTUNG
Christine Bokelmann
BILDNACHWEIS
Titel: F1online, S. 23 u. S. 27: iStockphoto.com,
S. 27 agrar-press
Die Bildrechte liegen bei den jeweiligen Unternehmen.
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REDAKTIONSSCHLUSS
November 2013