Vorschau MSY 2014-15 ms 2402

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Vorschau MSY 2014-15 ms 2402
Spielzeit 2014 | 2015
Chefdirigent | Kevin John Edusei
Die Abonnementkonzerte
Herkulessaal der Residenz
Prinzregententheater
Philharmonie im Gasteig
tickets
089 - 93 60 93 www.muenchenmusik.de
münchen
musik
01
Der Klang unserer Stadt
Münchner Symphoniker · Spielzeit 2014 | 2015
2
Makoto Arikawa (Violine)
mit Musikern im Hofbräuhaus
13
Martin Neumaier (Horn)
bei Feinkost Freisinger am
Viktualienmarkt
19
Tamas Schunk (Viola)
mit Page vor dem KempinskiHotel „Vier Jahreszeiten“
8
Claus Jäkel (Posaune)
mit Kaminkehrermeister
Erich Straßer
14
Désirée Wolff (Flöte)
mit Jochen Reimer vom
EHC Red Bull
20
Eberhard Melzer (Fagott)
mit OP-Schwester in der SanaKlinik München
9
Florian Stepp (Violoncello)
bei der Hauptfeuerwehrwache
15
Darko Popovtschak (Violine)
in Mani’s Garage
21
Kevin John Edusei (Chefdirigent)
mit Schauspieler Gerd Anthoff im
Cuvilliés-Theater
10
Florian Simons (Violine)
in der Zimtschneckenfabrik
München
16
Hongjia Cui (Fagott)
mit Lena und Katharina Dürr
(DSV) auf dem Olympiaberg
22
Günter Birett (Violine)
am Flughafen München
„Franz Josef Strauß“
11
Mariya Hristova (Viola)
beim Tunnelneubau am LuiseKiesselbach-Platz, Mittlerer Ring
17
Talia Schwarzwald (Kontrabass)
vor dem Polizeipräsidium
München in der Ettstraße
23
Marian Kraew (Konzertmeister)
in der Geigenbau-Meisterwerkstatt
Wolfgang Löffler
12
Martin Hoffmann (Trompete)
beim Wiesheu Hof
18
Mario Kaminski (Oboe)
beim Plakatmaler für das Kino
am Sendlinger Tor
02
DIE ABONNEMENTKONZERTE 2014 | 2015
VORWORT DER GESCHÄFTSFÜHRENDEN INTENDANTIN
03
Philharmonie Extra
4 Konzerte in der Philharmonie im Gasteig
Donnerstag, 20.11.14
Mittwoch, 3.12.14
Donnerstag, 19.2.15
Dienstag, 17.3.15
Verdi: Messa da Requiem
Dvořák – Gershwin
Orff: Carmina Burana
Tschaikowsky – Rachmaninow
S. 6
S. 6
S. 7
S. 7
Zyklus A
6 Konzerte mit dem Chefdirigenten Kevin John Edusei,
davon 5 Konzerte im Herkulessaal und 1 Konzert im Brunnenhof
Samstag, 15.11.14
Mittwoch, 17.12.14
Mittwoch, 28.1.15
Mittwoch, 4.3.15
Mittwoch, 6.5.15
Donnerstag, 16.7.15
Braunfels – Korngold – Brahms
Mendelssohn: Elias
Schumann – Beethoven – Bach
Franck – Bartók – Berlioz
Kagel – Haydn – Janaček – Beethoven
„La Dolce Vita“ (Brunnenhof)
S. 10
S. 12
S. 14
S. 16
S. 20
S. 21
Zyklus B
8 Konzerte, davon 7 Konzerte im Prinzregententheater
und 1 Konzert im Brunnenhof
Freitag, 24.10.14
Dienstag, 4.11.14
Samstag, 29.11.14
Dienstag, 20.1.15
Dienstag, 3.3.15
Montag, 23.3.15
Montag, 4.5.15
Donnerstag, 23.7.15
Beethoven – Benda – Cherubini – Mozart
Mendelssohn – Schubert – Mahler
Wagner – Liszt – Mendelssohn
Berlioz – Elgar – Dvořák
Franck – Bruch – Berlioz
Mendelssohn – Mozart – Rossini – Schubert
Beethoven – Haydn
„Adel verpflichtet“ (Brunnenhof)
S. 8
S. 9
S. 11
S. 13
S. 15
S. 17
S. 19
S. 22
Zyklus C
6 Konzerte, davon 5 Konzerte im Prinzregententheater am
Sonntagnachmittag und 1 Konzert im Brunnenhof
Sonntag, 9.11.14
Sonntag, 30.11.14
Sonntag, 18.1.15
Sonntag, 1.2.15
Sonntag, 19.4.15
Donnerstag, 30.7.15
Mendelssohn – Schubert – Mahler
Wagner – Liszt – Mendelssohn
Berlioz – Elgar – Dvořák
Schumann – Beethoven – Bach
Kraus – Paganini – Berwald – Haydn
„Last Night“ (Brunnenhof, 20 Uhr)
S. 9
S. 11
S. 13
S. 14
S. 18
S. 23
Liebe Freunde der
Münchner Symphoniker!
Mit großem Vergnügen darf ich Ihnen mit der Vorschau auf
unsere Münchner Abonnementprogramme 2014/2015 auch
unseren neuen Chefdirigenten Kevin John Edusei vorstellen.
Er wird im Herbst 2014 die musikalische Leitung der Münchner
Symphoniker übernehmen. In der gemeinsamen Planungsarbeit
der letzten Monate habe ich Kevin John Edusei als einen Menschen kennen gelernt, dem Sie, liebes Publikum, sehr am Herzen liegen und der sich viele Gedanken darüber macht, was Sie
musikalisch interessieren und bereichern könnte. Daher werden
Sie – neben den Klassikern des Repertoires – einige seltener
gespielte Werke entdecken, die wir für überaus hörens- und erlebenswert halten. Mehr dazu erfahren Sie direkt von Kevin John
Edusei auf den kommenden Seiten.
Weiterentwickelt haben wir auch die fotografische Umsetzung
unseres Mottos „Der Klang unserer Stadt“ – die Münchner Symphoniker haben dazu in letzter Zeit zahlreiche Münchnerinnen
und Münchner an ihren beruflichen Wirkungsstätten getroffen.
Daraus haben sich sehr anregende Begegnungen entwickelt, wie
Sie an den wunderbaren Bildern von Peter von Felbert und
Daniel Reiter sehen können.
Zum Schluss darf ich mich wieder herzlich für die finanzielle,
ideelle und partnerschaftliche Unterstützung unserer Arbeit
durch die Stadtsparkasse München, den Freistaat Bayern sowie
den Bezirk Oberbayern bedanken.
Freuen Sie sich mit uns auf die neue Saison!
Ihre
Annette Josef
Geschäftsführende Intendantin
04
VORWORT DES CHEFDIRIGENTEN
05
Zum Programm 2014/2015
Wir Menschen verändern uns im Laufe unseres Lebens. Unsere
Hörgewohnheiten reifen, unsere täglich dazu gewonnenen
Erfahrungen ermöglichen es uns, stets neue emotionale und
intellektuelle Bezüge zum Bekannten herzustellen. Erinnern und
In-Bezug-Setzen sind essentielle Bestandteile unseres Musikhörens und -erlebens.
In den Reihen B und C freue ich mich besonders auf den großen
Schubert-Interpreten Christoph Prégardien, der mein persönliches
Verständnis dieses Komponisten nachhaltig geprägt hat. Im Melodram „Medea“ des von Mozart überaus geschätzten Komponisten Georg Anton Benda werden Sie die bekannte Schauspielerin
Gila von Weitershausen als rachsüchtige Hauptperson erleben.
Als neuer Chefdirigent der Münchner Symphoniker möchte ich
mich gemeinsam mit Ihnen, unserem Publikum, der uns
bekannten Werke erinnern, aber auch neue Bezugspunkte zu
diesen Stücken setzen.
Das Auftaktkonzert der Abonnementreihe A mit Werken von
Walter Braunfels, Erich Wolfgang Korngold und Johannes
Brahms steht unter dem Motto „Wandlungen“. „Wandlung“
steht hierbei nicht ausschließlich für Veränderung. „Wandeln“
besitzt mehrere Synonyme: Es kann auch „flanieren“ oder
„spazieren gehen“ bedeuten.
Was mir besonders am Herzen liegt, möchte ich mit Ihnen in
der Abonnementserie A im Herkulessaal der Residenz teilen.
Hier finden Sie neben unseren gewohnten programmatischen
Schwerpunkten rund um Klassik und Romantik auch ein paar
Werke der ganz besonderen Art. Johann Sebastian Bach war für
Robert Schumann einer der wichtigsten musikalischen Fixpunkte. Schumanns „Sechs Fugen über den Namen B-A-C-H“
op. 60, die seiner einjährigen Beschäftigung mit dem Phänomen
Bach entsprangen, hielt er für eines seiner besten Werke. Die
Aufführung der 2007 entstandenen Orchester-Fassung der
sechsten Fuge von Henk de Vlieger ist ein Novum für München.
Das Aufeinandertreffen der Komponisten Joseph Haydn, Mauricio Kagel, Leoš Janaček und Ludwig van Beethoven im 5. AboKonzert der Reihe A unter dem Motto „Entrüstung“ verspricht
Spannung pur.
Ich möchte Sie in meiner ersten Saison als Chefdirigent der
Münchner Symphoniker herzlich dazu einladen, sich mit uns
auf eine solche „musikalische Wandlung“ zu begeben. Lassen
Sie uns bekannte Orte aufsuchen, aber auch ein Ohr für die
Dinge haben, die am Wegesrand liegen. Vermeintlich Bekanntes
werden wir mit neuen Ohren hören, Neues wird uns womöglich
merkwürdig bekannt vorkommen.
In diesem Sinne: Auf geht's!
Ihr
Kevin John Edusei
Chefdirigent
07
06
Abonnement Philharmonie Extra
Giuseppe Verdi
Antonín Dvořák
George Gershwin
Johann Sebastian Bach
Carl Orff
Peter I. Tschaikowsky
Sergej Rachmaninow
Verdi Requiem
Aus der Neuen Welt
Carmina Burana
Russische Romantik
Giuseppe Verdi | Messa da Requiem
Antonín Dvořák | Suite A-Dur op. 98b „Amerikanische“
George Gershwin | Concerto in F
Antonín Dvořák | Symphonie Nr. 9 e-moll op. 95 „Aus der neuen Welt“
Johann Sebastian Bach | Toccata und Fuge d-moll
Carl Orff | Carmina Burana
Peter I. Tschaikowsky | Auszüge aus „Der Nussknacker“ op. 71
Sergej Rachmaninow | Konzert für Klavier Nr. 3 d-moll op. 30
Sophia Brommer | Sopran
Michael Elliscasis | Tenor
Peter Schöne | Bariton
Teo Gheorghiu | Klavier
Kevin John Edusei | Leitung
Marjukka Tepponen | Sopran
Gerhild Romberger | Alt
Yosep Kang | Tenor
Tareq Nazmi | Bass
Münchner MotettenChor
Münchner Konzertchor
Kevin John Edusei | Leitung
Donnerstag | 20. November 2014
19.30 Uhr Philharmonie | 1. Konzert Philharmonie Extra
Francesco Tristano | Klavier
Ken-David Masur | Leitung
Mittwoch | 3. Dezember 2014
19.30 Uhr Philharmonie | 2. Konzert Philharmonie Extra
Münchner Konzertchor
Münchner Oratorienchor
Jonathan Stockhammer | Leitung
Donnerstag | 19. Februar 2015
19.30 Uhr Philharmonie | 3. Konzert Philharmonie Extra
Dienstag | 17. März 2015
19.30 Uhr Philharmonie | 4. Konzert Philharmonie Extra
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DIE KONZERTE ZYKLEN A, B & C
DIE KONZERTE ZYKLEN A, B & C
Liebeswut
Nacht und Träume
Ludwig van Beethoven | „Leonore” Ouvertüre Nr. 2 op. 72a
Georg Anton Benda | Medea (Melodram, 1775)
Luigi Cherubini | Ouvertüre zu „Medea”
Wolfgang Amadeus Mozart | Symphonie Nr. 41 C-Dur
KV 551 „Jupiter“
Felix Mendelssohn Bartholdy | Ouvertüre zu „Ein Sommernachtstraum“ op. 21
Franz Schubert | „Greisengesang“ D 778, „Der Erlkönig“ D 328,
„Nacht und Träume“ D 827, „Auf dem Strom“ D 943
in Bearbeitungen für Tenor und Orchester
Gustav Mahler | „Blumine“ aus der Symphonie Nr. 1 D-Dur
Franz Schubert | Symphonie Nr. 7 h-moll D 759 „Unvollendete“
Gila von Weitershausen | Sprecherin
Kevin John Edusei | Leitung
Christoph Prégardien | Tenor
Kevin John Edusei | Leitung
Freitag | 24. Oktober 2014
20 Uhr Prinzregententheater | 1. Konzert Zyklus B
19.30 Uhr Präludium
Dienstag | 4. November 2014
20 Uhr Prinzregententheater | 2. Konzert Zyklus B
19.30 Uhr Präludium
Sonntag | 9. November 2014
15.30 Uhr Prinzregententheater | 1. Konzert Zyklus C
Der antike Thriller um die sagenumwobene Zauberin Medea hat zu
allen Zeiten Dichter und Komponisten inspiriert. In Bendas spannungsreichem Melodram ist zum Saisonauftakt die Schauspielerin
Gila von Weitershausen als impulsive Medea zu erleben. Mozart und
Beethoven bewunderten Bendas melodramatische Bühnenwerke
sehr und nahmen sie bei der Komposition eigener Opern als Vorbild.
Cherubinis Medea war bis in die 1950er Jahre fast vollkommen in
Vergessenheit geraten, und erst die große Maria Callas in der Titelrolle machte das dramatische Werk zum berühmtesten des Komponisten überhaupt.
Christoph Prégardien zählt zu den herausragenden Sängerpersönlichkeiten der Gegenwart. Seit Jahren prägen die lyrische Strahlkraft
und das schier unermessliche Ausdrucksspektrum seiner Stimme die
internationale Lied- und Oratorienwelt. Gerade Prégardiens zahlreiche und preisgekrönte Aufnahmen von Schubert-Liedern haben
unbestritten Referenzcharakter. Die Liebe zu Schubert teilt der Tenor
mit Komponisten wie Brahms, Reger, Berlioz oder Mahler, die den
empfindsamen Kunstliedern wie „Nacht und Träume“ oder dem
stürmischen „Erlkönig“ eine klangvolle symphonische Orchestrierung verliehen haben.
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DIE KONZERTE ZYKLEN A, B & C
DIE KONZERTE ZYKLEN A, B & C
Wandlungen
Umbruch und Erneuerung
Walter Braunfels | Symphonische Variationen über ein
altfranzösisches Kinderlied op. 15
Erich Wolfgang Korngold | Konzert für Violine und Orchester
D-Dur op. 35
Johannes Brahms | Symphonie Nr. 4 e-moll op. 98
Richard Wagner | Ouvertüre zu „Rienzi“
Franz Liszt | Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 A-Dur
Felix Mendelssohn Bartholdy | Symphonie Nr. 5 D-Dur op. 107
„Reformationssymphonie“
Hyeyoon Park | Violine
Kevin John Edusei | Leitung
Samstag | 15. November 2014
20 Uhr Herkulessaal | 1. Konzert Zyklus A
19.30 Uhr Präludium
Nareh Arghamanyan | Klavier
Ken-David Masur | Leitung
Samstag | 29. November 2014
20 Uhr Prinzregententheater | 3. Konzert Zyklus B
19.30 Uhr Präludium
Sonntag | 30. November 2014
15.30 Uhr Prinzregententheater | 2. Konzert Zyklus C
Erich Wolfgang Korngolds anrührendes Meisterwerk gehört heute zu
den meistgespielten Violinkonzerten des internationalen Repertoires.
Die Südkoreanerin Hyeyoon Park gewann für ihre beeindruckende
Interpretation 2009 sogar einen Ersten Preis beim ARD-Musikwettbewerb im Herkulessaal und kehrt nun mit ebendiesem Werk an
gleiche Stelle zurück. Doch Korngold und sein Zeitgenosse Braunfels
hatten es zu Lebzeiten alles andere als leicht, mit jenen Kompositionen eine gebührende Wertschätzung beim Publikum zu erzielen.
Auch Brahms’ elegische Symphonie wurde nach ihrer Uraufführung
von Kritikern und Orchestermitgliedern zunächst regelrecht verspottet. Doch, es wandeln sich die Zeiten – zum Glück!
Mit dem Aufstand der römischen Bürger gegen den herrschenden
Adel führte Rienzi den Umbruch an, der Rom durch eine freiheitliche
Verfassung erneuern sollte. Das tragische Schicksal des Volkstribunen inspirierte Wagner zu seiner dritten Oper, die noch ganz dem Stil
seiner Zeit verpflichtet ist. „Symphonie zur Feier der Kirchenrevolution“ war der ursprüngliche Titel, den Mendelssohn für seine fünfte
Symphonie wählte. Er komponierte sie 1830 anlässlich der geplanten
300-Jahrfeier der „Augsburger Konfession“ – einem der grundlegendsten Ereignisse der Reformation. Ein Erneuerer war auch
Franz Liszt, der nicht nur als Wegbereiter der programmatischen
Musik gilt, sondern auch als Begründer des modernen Klavierspiels.
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DIE KONZERTE ZYKLEN A, B & C
DIE KONZERTE ZYKLEN A, B & C
Elias
Albion
Felix Mendelssohn Bartholdy | Elias op. 70
Hector Berlioz | Ouvertüre zu „Béatrice et Bénédict“
Edward Elgar | Konzert für Violoncello und Orchester e-moll op. 85
Antonín Dvořák | Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88
Katja Stuber | Sopran
Ursula Thurmair | Alt
Attilio Glaser | Tenor
Alejandro Marco-Buhrmester | Bariton
Alexey Stadler | Violoncello
Andriy Yurkevych | Leitung
Kammerchor München
Kevin John Edusei | Leitung
Mittwoch | 17. Dezember 2014
20 Uhr Herkulessaal | 2. Konzert Zyklus A
19.30 Uhr Präludium
Donnerstag | 18. Dezember 2014
20 Uhr Prinzregententheater | Sonderkonzert
Sich an den großen Chorwerken Händels orientierend, wurde Mendelssohns Oratorium „Elias“ in England uraufgeführt und begeisterte dort nicht nur Königin Victoria, die Mendelssohns Textbuch
signierte. Heutzutage gilt die sogenannte historisch-informierte Aufführungspraxis ja unumstritten als zeitgemäße orchestrale Klangrede, die sich durch lebendige Tempi, transparente Phrasierungen
und kristallklare Rhythmik auszeichnet. Ganz in diesem Sinne stehen
die Münchner Symphoniker zusammen mit dem Kammerchor München für eine hochdramatische und mitreißende Interpretation des
romantischen Meisterwerkes. Alejandro Marco-Buhrmester als sonorer Elias führt das exquisite Solistenensemble an.
Sonntag | 18. Januar 2015
15.30 Uhr Prinzregententheater | 3. Konzert Zyklus C
Dienstag | 20. Januar 2015
20 Uhr Prinzregententheater | 4. Konzert Zyklus B
19.30 Uhr Präludium
England – in der Sprache der Poesie „Albion“ – gilt seit jeher als eine
begeisterte Musiknation. Ein höchst ausdrucksstarkes Meisterwerk
der spätviktorianischen Epoche ist das Cellokonzert von Edward Elgar.
Interpretieren wird es der russische Virtuose Alexey Stadler, den kein
Geringerer als Yo-Yo Ma für den besten jungen Cellisten der Gegenwart hält. Antonín Dvořák erfreute sich in England ganz besonderer
Popularität. Die achte Symphonie wurde am Vorabend seiner Promotion in Cambridge uraufgeführt, und es verwundert nicht, dass das
gelöste, heiter-lyrische Werk mit tosendem Applaus aufgenommen
wurde. Den munteren Auftakt des Programms bildet Berlioz’ Ouvertüre zu „Béatrice et Bénédict“, eine Oper, zu der der Komponist das
Libretto frei nach Shakespeares „Viel Lärm um Nichts“ verfasste.
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DIE KONZERTE ZYKLEN A, B & C
DIE KONZERTE ZYKLEN A, B & C
B-A-C-H
Leidenschaften
Robert Schumann | „Sechs Fugen über den Namen Bach“ op. 60/6
(Bearbeitung: Henk de Vlieger)
Ludwig van Beethoven | Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4
G-Dur op. 58
Johann Sebastian Bach | Fuga (2. Ricercata) a 6 voci aus
„Das Musikalische Opfer“ BWV 1079/2 (Bearbeitung: Anton Webern)
Robert Schumann | Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61
César Franck | Psyché et Eros – Poème symphonique
Max Bruch | Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-moll op. 26
Hector Berlioz | Symphonie fantastique op. 14
Alexandra Soumm | Violine
Kevin John Edusei | Leitung
Nino Gvetadze | Klavier
Kevin John Edusei | Leitung
Mittwoch | 28. Januar 2015
20 Uhr Herkulessaal | 3. Konzert Zyklus A
19.30 Uhr Präludium
Dienstag | 3. März 2015
20 Uhr Prinzregententheater | 5. Konzert Zyklus B
19.30 Uhr Präludium
Sonntag | 1. Februar 2015
15.30 Uhr Prinzregententheater | 4. Konzert Zyklus C
„Die meisten der Bach’schen Fugen sind Charakterstücke höchster
Art, wahrhaftig poetische Gebilde“, sagte Robert Schumann über die
filigranen Klanggemälde des barocken Meisters. Das Friedrich II.
gewidmete „Musikalische Opfer“ stellt eine zeitlose Vollendung aller
polyphonen Musik dar. Gleichsam als Würdigung komponierte
Schumann selbst sechs höchst unterschiedliche Fugen über die Tonfolge B-A-C-H. Und auch seine zweite Symphonie ist wesentlich
durch Bach inspiriert, dessen zauberhafte Modulationen Schumann
als seelisch sehr heilsam empfand. Auch Beethoven beschäftigte sich
zeitlebens mit den Kompositionstechniken Bachs und entwickelte
gerade in seinen Klavierkonzerten aus den Werten der Vergangenheit
visionär Neues.
Gerade in der französischen Musik der Hochromantik spielt das
Ergründen ungeahnter Gefühlstiefen eine wichtige Rolle. Grenzen
zwischen Realem und Transzendentem lösen sich auf, der individuelle
Eindruck prägt Farben und Formen. Ein kunstvoller kompositorischer
Höhepunkt ist Hector Berlioz‘ richtungsweisende „Symphonie fantastique“. Auch hier geht es programmatisch um Träumereien und Leidenschaften, um Liebesleid und Liebesfreud – letztlich immer wieder
um das unterbewusste Streben nach Seligkeit. Als träumerisch könnte
man auch die ausdrucksstarken Hauptthemen in Bruchs berühmtem
Violinkonzert bezeichnen, mit dem die französische Geigerin Alexandra Soumm 2008 ihre gefeierte Debüt-CD vorlegte und mit dem sie
nun erstmals bei den Münchner Symphonikern zu Gast ist.
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DIE KONZERTE ZYKLEN A, B & C
DIE KONZERTE ZYKLEN A, B & C
Psyché et Eros
Wahlverwandtschaften
César Franck | Psyché et Eros – Poème symphonique
Béla Bartók | Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 op. posthum
Hector Berlioz | Symphonie fantastique op. 14
Felix Mendelssohn Bartholdy | „Meeresstille und glückliche
Fahrt“ op. 27
Wolfgang Amadeus Mozart | Konzert für Violine und Orchester
Nr. 3 G-Dur KV 216
Gioacchino Rossini | Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“
Franz Schubert | Symphonie Nr. 3 D-Dur D 200
Barnabás Kelemen | Violine
Kevin John Edusei | Leitung
Ray Chen | Violine
Michele Mariotti | Leitung
Mittwoch | 4. März 2015
20 Uhr Herkulessaal | 4. Konzert Zyklus A
19.30 Uhr Präludium
Montag | 23. März 2015
20 Uhr Prinzregententheater | 6. Konzert Zyklus B
19.30 Uhr Präludium
Die antike Liebesgeschichte der Königstochter Psyché und des Gottes
Eros – besser bekannt unter seinem römischen Namen Amor – inspirierte César Franck zu einer bezaubernden symphonischen Dichtung
von träumerischer Klangschönheit. Mit solchen lautmalerischen Tongemälden prägte der Komponist eine ganze Generation von jungen
Musikern. Der französische Impressionismus hatte auch auf Béla
Bartók starken Einfluss. Sein erstes Violinkonzert symbolisiert die
unglückliche Liebe zu der Geigerin Stefi Geyer und ist nach Bartóks
eigenem Bekunden „Musik, die direkt aus dem Herzen kommt“. Bei
diesem Konzert steht mit Barnabás Kelemen ein ungarischer Künstler
im Mittelpunkt, dessen Einspielung der Violinkonzerte Bartóks 2011
mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde.
Er sei „der Mozart des 19. Jahrhunderts“, so Zeitgenossen über Mendelssohn. Tatsächlich verbindet beide Komponisten über biografische
Details hinaus ein heiter-eleganter, schnörkelloser Stil. „Außerordentliches Genie kann man ihm nicht absprechen“, sagte Schubert über
seinen Zeitgenossen Rossini und gewann eine Wette, dass er dessen
Stil täuschend echt imitieren könne. Ganz entziehen konnte Schubert
sich Rossini jedoch nicht, wie man im Finale seiner dritten Symphonie
bemerken kann. Über das dritte Violinkonzert des erst neunzehnjährigen Wunderkindes schrieb der Mozartbiograph Alfred Einstein: „Wenn
es ein Wunder in Mozarts Schaffen gibt, so ist es die Entstehung dieses Konzerts.“ Dieses Wunder präsentiert der junge Ausnahmegeiger
Ray Chen, Gewinner zahlreicher internationaler Wettbewerbe.
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DIE KONZERTE ZYKLEN A, B & C
DIE KONZERTE ZYKLEN A, B & C
Zeitgenossen
Emperor
Joseph Martin Kraus | Sinfonie c-moll
Niccolò Paganini | Konzert für Violine und Orchester Nr. 1
D-Dur op. 6
Franz Berwald | Ouvertüre zu „Estrella de Soria“
Joseph Haydn | Symphonie Nr. 83 g-moll Hob. I:83 „La Poule“
Ludwig van Beethoven | „Coriolan“-Ouvertüre c-moll op. 62
Joseph Haydn | Symphonie Nr. 100 G-Dur Hob. I:100
„Militärsymphonie“
Ludwig van Beethoven | Konzert für Klavier und Orchester
Nr. 5 Es-Dur op. 73
Ning Feng | Violine
Ariel Zuckermann | Leitung
Alexander Krichel | Klavier
Kevin John Edusei | Leitung
Sonntag | 19. April 2015
15.30 Uhr Prinzregententheater | 5. Konzert Zyklus C
Montag | 4. Mai 2015
20 Uhr Prinzregententheater | 7. Konzert Zyklus B
19.30 Uhr Präludium
Gelegentlich kommt es vor, dass Komponisten von ihren Zeitgenossen Lob und Anerkennung erfahren. So bemerkte Haydn über Kraus’
c-moll-Symphonie: „Ich besitze von ihm eine seiner Sinfonien, die ich
zur Erinnerung an eines der größten Genies, die ich gekannt habe,
aufbewahre.“ Auch Berwald und Paganini waren Zeitgenossen und
prägten den aufkommenden Kult um das bisweilen exzentrische
Genie der Romantik exemplarisch. An virtuosen Anforderungen kaum
zu überbieten ist Paganinis erstes Violinkonzert – meisterhaft begegnen wird dieser Herausforderung der chinesische Ausnahmegeiger
Ning Feng, der neben etlichen Auszeichnungen auch den Ersten
Preis beim Wettbewerb „Premio Paganini“ 2006 in Genua gewann.
Ning Feng spielt eine Macmillan-Stradivari aus dem Jahr 1721.
Beethovens fünftes Klavierkonzert zählt zu den beliebtesten und
meist aufgeführten klassischen Werken überhaupt. Es trägt den
markanten Beinamen „Emperor“, da es quasi mit majestätischer
Erhabenheit in die Zukunft zu blicken scheint. Beethoven erreicht
einen schöpferischen Höhepunkt, bricht mit starren Konventionen
und erfindet so die prägende Form des „symphonischen“ Klavierkonzertes. Solist des Abends ist mit Alexander Krichel ein frisch
gekürter Echo-Klassik-Preisträger und Exklusiv-Künstler bei Sony
Classical. Ihm gelingt es auf überraschende Weise, neben dem heldenhaften Pathos des Werkes auch die intimen, sanften und friedfertigen Momente Beethovens brillant darzustellen.
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DIE KONZERTE ZYKLEN A, B & C
DIE KONZERTE ZYKLEN A, B & C
Entrüstung
La Dolce Vita
Mauricio Kagel | „Zehn Märsche, um den Sieg zu verfehlen“
Joseph Haydn | Symphonie Nr. 100 G-Dur Hob. I:100
„Militärsymphonie“
Leoš Janáček | „Taras Bulba“ – Rhapsodie für Orchester JW 6/15
Ludwig van Beethoven | Konzert für Klavier und Orchester
Nr. 5 Es-Dur op. 73
Hector Berlioz | Ouvertüre „Römischer Karneval“
Gioacchino Rossini | Ouvertüre zu „L’italiana in Algeri”
Giacomo Puccini | I Crisantemi
Georges Bizet | Auszüge aus „L’Arlésienne“
Giacomo Puccini | Preludio sinfonico A-Dur SC 32
Peter I. Tschaikowsky | Capriccio italien A-Dur op. 45
Pietro Mascagni | Intermezzo sinfonico aus „Cavalleria rusticana“
Alexander Krichel | Klavier
Kevin John Edusei | Leitung
Kevin John Edusei | Leitung
Mittwoch | 6. Mai 2015
20 Uhr Herkulessaal | 5. Konzert Zyklus A
19.30 Uhr Präludium
Donnerstag | 16. Juli 2015
20 Uhr Brunnenhof | 6. Konzert Zyklus A
(bei schlechtem Wetter Herkulessaal)
Auch kriegerische Auseinandersetzungen vermögen von Zeit zu Zeit
die musikalische Ausstrahlung bestimmter Werke zu prägen. Beethovens heroisches Klavierkonzert entsteht 1809 in Wien, während
Napoleons Armee die Stadt unter Beschuss nimmt. Mit orchestralen
Fortissimo-Schlägen beginnt die explosive Einleitung des so genannten „Emperor-Konzerts“. Haydn selbst nennt sein Werk „Militärsymphonie“ – wegen der Verwendung großer Trommeln, Triangeln und
Trompetensignalen, die an eine Militärkapelle in den nicht lange zurückliegenden Türkenkriegen erinnern sollen. Doch in jedem Konflikt
steckt auch die Sehnsucht nach Versöhnung und Frieden. So betrachtet, bilden Kagels ironisch mahnende Märsche und Janáčeks Rhapsodie „Taras Bulba“ nicht nur klanglich einen pazifistischen Kontrast.
Italien ist das Land der Musik – hier wurde der gregorianische Choral
erfunden, hier wurde mit der Oper eine völlig neue Gattung aus der
Taufe gehoben, der gerade Komponisten wie Puccini und Rossini
strahlkräftigen Glanz verliehen. Italienische Musik steht zu allen
Zeiten für leidenschaftliche Emotionen, für expressive Texte und
Inszenierungen. Aber auch jenseits der Musik löst der lässige, aber
stilvolle „süße“ Lebensstil in Bella Italia weltweit immer wieder
Bewunderung und Faszination aus. Dieses Lebensgefühl im Brunnenhof der Residenz musikalisch einzufangen – für die Münchner
Symphoniker und Chefdirigent Kevin John Edusei der perfekte
Saisonausklang!
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DIE KONZERTE ZYKLEN A, B & C
DIE KONZERTE ZYKLEN A, B & C
Adel verpflichtet
Last Night
Georg Friedrich Händel | „Einzug der Königin von Saba”
Henry Purcell | „The Fairy Queen” – Suite Nr. 1
Tomaso Albinoni | Konzert für Trompete, Streicher und b.c. D-Dur
Georg Friedrich Händel | „Wassermusik“ (Auszüge)
Ludwig van Beethoven | „König Stephan” – Ouvertüre op. 117
Maurice Ravel | Pavane pour une infante défunte
Johann Strauß Sohn | „Kaiserwalzer“ op. 437
William Walton | „Crown Imperial“ – Coronation March
Richard Strauss | Festmarsch op. 1
Edward Elgar | Three Bavarian Dances op. 27
Ulrich Rover / Michael Korb | Highland Cathedral
Traditional | The Rose of Kelvingrove
Ralph Vaughan Williams | Fantasia on „Greensleeves“
Sir Henry Wood | Fantasia on British Sea Songs
Hubert Parry | Rule Britannia
Edward Elgar | Marsch Nr. 1 D-Dur aus „Pomp and Circumstance“
Guido Segers | Trompete
Sebastian Tewinkel | Leitung
Claymore Pipes & Drums
Carolin Nordmeyer | Leitung
Donnerstag | 23. Juli 2015
20 Uhr Brunnenhof | 8. Konzert Zyklus B
(bei schlechtem Wetter Herkulessaal)
Donnerstag | 30. Juli 2015
20 Uhr Brunnenhof | 6. Konzert Zyklus C
(bei schlechtem Wetter Herkulessaal)
Die vielschichtigen Beziehungen zwischen Königen und Komponisten, zwischen Mäzenen und Musikern erreichten gerade im Barock
eine fruchtbare Blütezeit. Junge Musiker wie Händel oder Vivaldi
wurden zu Stars, um deren spektakuläres Können die Herrscherhäuser in ganz Europa warben. Prachtvolle musikalische Meisterwerke
voller überbordender Melodien und virtuoser Verzierungen entstanden zu jener Zeit und üben bis heute immer wieder feierliche Faszination aus. „Adel verpflichtet“ eben nicht nur zur repräsentativen
Selbstdarstellung, sondern gelegentlich auch zur Schaffung von
Arbeitsstellen für talentierte Künstler! Solist ist mit Guido Segers
der Solotrompeter der Münchner Philharmoniker, dessen strahlkräftiger Ton gerade der Barockmusik Glanz verleiht.
Wie könnte man eine spannende Spielzeit besser ausklingen lassen,
als mit einer rauschenden Festnacht unter freiem Himmel? Vorbild
ist selbstredend die legendäre „Last Night“, die alljährlich aus der
Londoner Royal Albert Hall in die ganze Welt übertragen wird. Ganz
im Sinne der von Henry Wood vor über hundert Jahren gegründeten
Promenadenkonzerte, bietet auch der Brunnenhof der Residenz ein
feierliches Ambiente zum Flanieren und Verweilen. Neben populärer
Oper und klassischen Meisterwerken bilden an einem solchen Abend
natürlich die britischen Hits wie „Pomp and Circumstance“, „Land
of Hope and Glory“ und „Rule Britannia“ den krönenden Höhepunkt.
Als besonderen Gast begrüßen die Münchner Symphoniker die
Dudelsackgruppe „Claymore Pipes & Drums“.
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NACHGEFRAGT BEI KEVIN JOHN EDUSEI
Herr Edusei, Sie sind gerade nach
München gezogen. Wie ist Ihr erster
Eindruck?
Die Münchner Symphoniker, das sind aber nicht nur die Orchestermusiker. Ich bin froh, ein so tolles Team mit der Intendantin
Annette Josef an der Spitze zur Seite zu haben. Gemeinsam werden wir einiges im Münchner Musikleben bewegen. Es gibt noch
vieles zu entdecken.
Ich kenne München schon seit längerem und habe es als weltoffene Stadt mit einem hohen kulturellen Anspruch erlebt.
München steht für mich aber auch für Lebenslust und entspannten bayerischen Charme. Als feststand, dass ich die Position des Chefdirigenten der Münchner Symphoniker übernehmen würde, habe ich keinen Moment lang gezögert, meine
Sachen zu packen und bin hierher gezogen. Nun freue ich mich
darauf, dem „Klang unserer Stadt“ eine weitere Farbe hinzufügen zu dürfen.
Wie sieht Ihre musikalische
Biographie aus?
Was reizt Sie an der Arbeit mit den
Münchner Symphonikern?
Ehrlich gesagt, habe ich mich bei unserem ersten Aufeinandertreffen vor ca. zwei Jahren ein wenig in dieses Orchester verguckt.
Die Münchner Symphoniker sind ein Orchester mit einem enormen Potential. In der Probenarbeit habe ich die Orchestermusiker
als besonders offen, neugierig und geradlinig erlebt. Der Münchner würde vielleicht sagen: „Hier wird nicht viel G’schiss drum
gemacht.“ Diese Art von Understatement bei gleichzeitig hohem
künstlerischen Niveau gefiel mir auf Anhieb. Unsere gemeinsamen Konzerte mit Händels Messias im Herkulessaal und einem
Ravel-Programm in der Philharmonie habe ich als sehr besonders
empfunden. Sie haben einen festen Platz in meinem Gedächtnis
eingenommen. Es freut mich, dass wir diese erfolgreiche Zusammenarbeit nun fortsetzen können. Schwerpunkt unserer Arbeit
wird die Pflege des deutschen klassischen und romantischen
Repertoires sein.
Die klassische Musik hat in meinem Elternhaus schon immer eine
große Rolle gespielt, obwohl meine Eltern selbst keine Musiker
sind. Ihnen verdanke ich viele prägende Konzerterlebnisse, weil
sie mich schon als Kind regelmäßig zu Konzerten in die für ihre
herausragende Akustik bekannte Bielefelder Oetker-Halle mitnahmen. Dennoch ist es wahrscheinlich eher meiner Großmutter
mütterlicherseits zuzuschreiben, mir ein „Musik-Gen“ vererbt zu
haben. Sie war in den 1930er Jahren als lyrische Mezzo-Sopranistin an den Theatern Münster und Bielefeld engagiert und debütierte dort in Partien wie Octavian, Suzuki und Orfeo. Sie hatte
eine ausnehmend schöne Stimme und muss eine unglaubliche
Bühnenpräsenz besessen haben. Da sie schon vor meiner Geburt
nicht mehr als Sängerin aktiv war, habe ich sie jedoch nie auf der
Bühne erlebt. Mit dem warmen Klang ihrer Stimme verbinde ich
allerdings so manches deutsche Lied. Interessanterweise war sie
während ihres Engagements am Theater mit Kurt Eichhorn, dem
langjährigen Chefdirigenten des Staatstheaters am Gärtnerplatz
und des Münchner Rundfunkorchesters, befreundet, der am
Anfang seiner Karriere Kapellmeister in Bielefeld war – wie gut 70
Jahre später ich selbst. Auch anderen führenden Musikerpersönlichkeiten dieser Zeit wie Hans Pfitzner oder Eugen Jochum ist
meine Großmutter in ihrer nur kurzen Gesangskarriere begegnet.
Leider hat sie es nicht mehr erlebt, dass ich Dirigent geworden
bin. Da sie nie ein Blatt vor den Mund genommen hat, wären das
bestimmt spannende Gespräche gewesen.
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26
27
Philharmonie
Philharmonie
Extra
Kategorie
I
II
4 Konzerte
206
Einzelkarten 20.11./19.2. 66
Einzelkarten 3.12./17.3.
56
Zyklus
A
Kategorie
6 Konzerte
Einzelkarten
außer 17.12.
außer 16.7.
Zyklus
B
Kategorie
8 Konzerte
Einzelkarten
außer 23.7.
Münchner Symphoniker
Im Logo der Münchner Symphoniker ragen wegweisend die Flügel
jenes goldenen Friedensengels empor, der am Ufer der Isar über die
bayerische Landeshauptstadt wacht. Als eines der vier Symphonieorchester der Stadt sind die Münchner Symphoniker der Stadt München und ihrer Musiktradition intensiv verbunden. „Der Klang unserer Stadt“ ist für das Orchester Motto und Auftrag zugleich: Mit seinen vier Abo-Reihen in den großen Sälen Münchens zählt es zu den
profilierten Klangkörpern vor Ort, und mit Konzertreisen trägt es
den „Klang unserer Stadt“ über die Stadtgrenzen hinaus. Das klassisch-romantische Orchester-Repertoire steht für die Münchner
Symphoniker im Zentrum. Dabei ist es Ziel des Orchesters, die Tradition zu pflegen und gleichzeitig neue Hörerlebnisse zu schaffen.
Namhafte Solisten und aufstrebende Jungstars der Klassikszene
gastieren als Partner des Orchesters. Auch am Pult stehen erfahrene Dirigenten neben solchen, deren große Karriere gerade begonnen hat. Als Chefdirigent prägte Georg Schmöhe bis zum Frühjahr
2013 die musikalische Entwicklung. In seiner Nachfolge tritt Kevin
John Edusei das Amt des Chefdirigenten mit Beginn der Saison
2014/2015 an. Als Ehrendirigent ist Philippe Entremont den Münchner Symphonikern künstlerisch verbunden, und mit dem deutschamerikanischen Dirigenten Ken-David Masur steht als 1. Gastdirigent ein weiterer junger Dirigent am Pult. Gleichrangig neben der
Klassik pflegen die Münchner Symphoniker hochkarätige Produktionen aus den Bereichen Oper, Filmmusik und Show. Pro Jahr stehen
rund 110 Konzerte auf dem Programm, in denen das Publikum das
breite Repertoire und den extrovertierten Musizierstil des Orchesters erleben kann. Werke aller musikalischen Gattungen stehen auf
dem Programm: Filmliebhaber schätzen die Live-Aufführungen der
Filmmusik zu „Der Herr der Ringe“ oder Disneys „Fantasia“, andere
lassen sich gerne in Roncallis „Circus meets Classic“ unterhalten,
Operngänger kommen beim Opernfestival auf Gut Immling in den
Genuss der Münchner Symphoniker.
Zyklus
C
Kategorie
6 Konzerte
Einzelkarten
außer 30.7.
I
258
48
56
56
182
58
49
III
159
49
44
IV
136
44
36
V
112
36
30
VI
96
29
26
II
238
44
52
52
III
219
40
49
49
IV
189
34
44
44
V
162
29
38
38
VI
112
19
29
Herkulessaal
Prinzregententheater
Brunnenhof
Abonnements und Einzelkarten
MünchenMusik
Widderstr. 20 · 81679 München
(kein Kundenverkehr)
Tel: (089) 93 60 93 · Fax: (089) 9 30 64 94
www.muenchenmusik.de
Keine Vorverkaufsgebühr · zuzüglich € 4 Versandgebühr
Das Abonnement verlängert sich um eine weitere Saison, wenn
nicht bis zum 1. Juni der laufenden Saison schriftlich gekündigt
wird. Änderungen im Programm oder bei Künstlern bleiben vorbehalten und berechtigen weder zum Austritt aus dem Abonnement
während der laufenden Saison noch zu Rückgabe oder Umtausch.
Einzelkarten (zuzüglich Vorverkaufsgebühren)
I
319
49
56
II
299
45
52
III
269
40
49
IV
242
36
44
V
189
28
38
I
249
49
60
II
229
45
54
III
209
40
49
IV
189
36
44
V
149
28
38
München Ticket
Info-Pavillon am Olympiapark
Stadtinformation im Rathaus, Marienplatz 8
Glashalle im Gasteig, Rosenheimer Str. 5
Tourismusamt am Hauptbahnhof, Bahnhofsplatz 2
www.muenchenticket.de
Tel. (089) 54 81 81 81
sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen
Impressum
Veranstalter und Herausgeber:
MünchenMusik GmbH & Co. KG
Widderstr. 20 · 81679 München · www.muenchenmusik.de
Münchner Symphoniker e.V.
Schornstr. 13 · 81669 München
www.muenchner-symphoniker.de
Die Münchner Symphoniker werden vom Freistaat Bayern, der
Stadtsparkasse München und dem Bezirk Oberbayern unterstützt.
Stand: 27. Februar 2014
Änderungen bei Programm und Mitwirkenden vorbehalten.
Fotos Münchner Symphoniker: Peter von Felbert und Daniel Reiter
Fotos Kevin John Edusei (Titel, Seiten 4 & 25): Marco Borggreve
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Gastdirigenten und Solisten
Münchner Symphoniker · Spielzeit 2014 | 2015
6/11
Der 1. Gastdirigent Ken-David
Masur leitet zwei Programme
10
Die Gewinnerin des ARD-Musikwettbewerbs Hyeyoon Park
16
Barnabás Kelemen spielt das erste
Violinkonzert von Béla Bartók
6
Francesco Tristano spielt
Gershwins Concerto in F
11
Nareh Arghamanyan gastiert mit
Liszts Klavierkonzert Nr. 2
17
Ray Chen gastiert mit Mozarts
Violinkonzert Nr. 3 G-Dur
7
Jonathan Stockhammer dirigiert
Carl Orffs Carmina Burana
13
Alexey Stadler spielt Elgars
Cellokonzert e-moll
17
Michele Mariotti dirigiert Werke
von Mendelssohn, Mozart,
Rossini und Schubert
7
8
Teo Gheorghiu ist der Solist in
Schauspielerin Gila von WeitersRachmaninows Klavierkonzert Nr. 3 hausen als Medea
13
Andriy Yurkevych dirigiert Werke
von Berlioz, Elgar und Dvořák
18
Ning Feng spielt Paganinis erstes
Violinkonzert
14
Nino Gvetadze debütiert mit
Beethovens Klavierkonzert Nr. 4
18
Ariel Zuckermann stellt die Zeitgenossen Haydn und Kraus sowie
Paganini und Berwald gegenüber
9
Christoph Prégardien singt Lieder
von Franz Schubert
15
Die französische Geigerin
Alexandra Soumm spielt Bruchs
Violinkonzert Nr. 1
19/20
Der Pianist Alexander Krichel
spielt Beethovens „Emperor“Konzert
Eine virtuose Komposition
für Ihr Vermögen.
Private Banking der Stadtsparkasse München.
Vermögensverwaltung in Kooperation mit Berenberg,
Deutschlands ältester Privatbank.
www.sskm.de
/ Stadtsparkasse.Muenchen
Münchner Symphoniker
Désirée Wolff, Marian Kraew