Handbuch

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Handbuch
VIFB – 02
Autoren:
Christine Lehner, Eberhard Klotz
gedruckt auf 100 % Recyclingpapier
Redaktion: Michael Holder, H.-J. Drung
9706
Layout:
Festo, Abtl. PV-IDM
Satz:
DUCOM
Ausgabe 9706
© (Festo AG & Co., D-73726 Esslingen, 1997)
Weitergabe sowie Vervielfätigung dieses Dokuments, Verwertung und Mitteilung seines Inhalts
verboten, soweit nicht ausdrücklich gestattet. Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz.
Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das
Recht, Patent-, Gebrauchsmuster- oder Geschmacksmusteranmeldungen durchzuführen.
I
VIFB – 02
Bestell-Nr.:
18449
Benennung:
BESCHREIBUNG
Bezeichnung: C.BE-VIFB-02-D
II
9706
VIFB – 02
Inhalt
Inhalt
Kapitel 1
BENUTZERHINWEISE
Kapitel 2
SYSTEMSTRUKTUR
Kapitel 3
TECHNISCHE BESCHREIBUNG
Kapitel 4
INSTALLATION
4.1 Montieren der Ventil-/Installationsinsel . . 4-1
4.2 Installieren - Pneumatik . . . . . . . . . . . . . . 4-5
4.3 Installieren - Elektronik. . . . . . . . . . . . . . 4-19
Kapitel 5
INBETRIEBNAHME
Kapitel 6
DIAGNOSE UND FEHLERBEHANDLUNG
Anhang A
STICHWORTVERZEICHNIS
9706
III
VIFB – 02
IV
9706
VIFB – 02
1. Benutzerhinweise
1. BENUTZERHINWEISE
9610
1-1
VIFB – 02
1. Benutzerhinweise
Inhalt
BENUTZERHINWEISE . . . . . . . . . . . . . . . . . 1-3
1-2
9610
VIFB – 02
1. Benutzerhinweise
BENUTZERHINWEISE
Gefahrenkategorien
Diese Beschreibung enthält Hinweise auf mögliche Gefahren, die bei unsachgemäßem Einsatz der Ventilinsel auftreten können.
Folgende Hinweise werden unterschieden:
ACHTUNG:
... bedeutet, daß bei Mißachten der Hinweise
Personen- oder Sachschaden entstehen kann.
VORSICHT:
... bedeutet, daß bei Mißachten der Hinweise
Sachschaden entstehen kann.
HINWEIS:
... bedeutet, daß dies zusätzlich beachtet werden soll.
9610
1-3
VIFB – 02
1. Benutzerhinweise
• Die vorliegende Dokumentation beinhaltet die
Beschreibung folgender Produkte:
Produkt
Ventilinsel Typ 02
• VIFB-02-...
Installationsinsel Typ 02
• IIFB-02-...
Ausführung
Feldbusanschluß
für SPS von
Ventilgröße
Anzahl der
Ventilplätze
Festo,
Klöckner-Moeller,
Siemens
1⁄ "
8
oder
1⁄ "
4
4 oder
6 oder
8 oder
10 oder
12 oder
14
Bild 1/1: Ausführungen Ventil-/Installationsinsel
• Ventilinseln sind auf Anfrage auch mit 16
Ventilplätzen lieferbar. Die Angaben in dieser
Beschreibung gelten auch für diese Ausführungen entsprechend.
• Angaben zu Ventil-/Installationsinseln der
Ausführung 1/8" stehen in nachfolgender Dokumentation in runden Klammern.
1-4
9610
VIFB – 02
2. Systemstruktur
2. SYSTEMSTRUKTUR
9610
2-1
VIFB – 02
2. Systemstruktur
Inhalt
SYSTEMSTRUKTUR . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-3
Ventilinsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-3
Installationsinsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-4
Ventil-/Installationsinsel im
Steuerungssystem. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-5
2-2
9610
VIFB – 02
2. Systemstruktur
SYSTEMSTRUKTUR
Ventilinsel
Festo unterstützt die Lösung Ihrer Automatisierungsaufgabe auf der Maschinenebene durch die
Ventilinsel. Magnetventile, Magnet-Impulsventile
u.a. sind auf einem Anschlußblock komplett vormontiert und geprüft. Zur Integration in Ihren
Prozeß stehen Ventilinseln mit 4 ... 16 Ventilplätzen zur Verfügung.
Ventilinsel
Verdrahtung
Feldbusanschluß
über Zweidrahtleitung
(verdrillt, geschirmt)
Typ 02
Bild 2/1: Ventilinsel Typ 02
Die Ventilinsel mit Feldbusanschluß bietet folgende Vorteile:
• an verschiedene Steuerungssysteme anschaltbar
• Entlastung der Steuerung (SPS) durch dezentrale Vorverarbeitung
• geringer Verdrahtungsaufwand durch Zwei•
•
•
•
•
•
9610
drahtleitung
übersichtlicher Anlagenaufbau durch räumliche Trennung von Steuerung und Maschine
vormontierte Ventile
verdrahtete Ventilmagnetspulen
zentrale Luftversorgung
zentrale Abluft
geprüfte Einheit
2-3
VIFB – 02
2. Systemstruktur
Ein Feldbussystem bietet darüber hinaus Vorteile:
• Einsparung von Ausgangsbaugruppen in der
Steuerung
• kostengünstige Datenübertragung über große
Entfernungen
• hohe Datenübertragungsgeschwindigkeit
• Anschaltung einer großen Anzahl von Teilnehmern
• vereinfachte Fehlerdiagnose
Installationsinsel
Komplexe Automatisierungsaufgaben erfordern
z.B. den Einsatz von Sensoren. Diesen Bereich
unterstützt Festo mit der Installationsinsel. Magnetventile, Magnet-Impulsventile u.a. sind auf
einer Anschlußblock komplett vormontiert und
geprüft; zwei Sensoren pro Ventil können vor Ort
angeschlossen werden. Zur Integration in Ihren
Prozeß stehen Installationsinseln mit 4...14 Ventilplätzen zur Verfügung.
Installationsinsel
Verdrahtung
Feldbusanschluß
über Zweidrahtleitung
(verdrillt, geschirmt)
Typ 02
Bild 2/2: Installationsinsel Typ 02
Die Installationsinsel umfaßt alle Vorteile der
Ventilinsel. Sie bietet ferner:
• zwei Eingänge pro Ventilplatz, z.B. für Sensoren
• zwei Zusatzeingänge
• zwei Zusatzausgänge, z.B. für elektrische Aktoren, Anzeigen u.a..
2-4
9610
VIFB – 02
2. Systemstruktur
Ventil-/Installationsinsel im Steuerungssystem
Die Ventil-/Installationsinseln sind Teilnehmer an
einem Feldbussystem. Sie können an Feldbusanschaltungen
folgender
Automatisierungssysteme angeschlossen werden:
Steuerungs- Steuerung (SPS)
hersteller
Festo
FPC 400-Reihe z.B.
- FPC 405
- SF202
- SF3
Feldbusanschaltung
Feldbus
Festo-Feldbus
- E.CFA
- integriert
- integriert
KlöcknerMoeller
SUCOS PS 30-Reihe z.B
- PS 3 Reihe
- PS 4-100 Reihe
- PS 4-201
- PS 306
- PS 316
- PS 416
Serielles Businterface z.B.
- EBE295.1
SUCOnet K1
(KL1)
Siemens
SIMATIC S5-Reihe z.B.
- S5-155U
- S5-150U
- S5-135U
- S5-115U
Anschaltung z.B.
- AS308 3U
- IM 308
ET100
PC 16/20
Teleperm/M
MMC-216
Bild 2/3: Automatisierungssysteme
Bild 2/4 zeigt die Integration einer Ventil-/Installationsinsel mit Feldbusanschluß im Steuerungssystem FPC 405 von Festo.
Die am Beispiel der Steuerung FPC 405 dargestellte Systemstruktur ist auf die oben genannten
Automatisierungssysteme von Klöckner-Moeller
und Siemens übertragbar.
9610
2-5
VIFB – 02
2. Systemstruktur
PC
FST
Programmiersoftware
Feldbusanschaltung E.CFA
FPC 405
Strang 1 (Feldbusadresse 1...31)
Strang 2 (Feldbusadresse 32...62)
Strang 3 (Feldbusadresse 63...93)
Feldbus
VIFB-01-..
Aktor
VIFB-02-..
Netzteil
220V ~
24 V =
.
Aktor
IIFB-02-...
Sensor
Sensor
Aktor
Bild 2/4: Systemstruktur FPC 405 mit Ventil-/Installationsinsel
2-6
9610
VIFB – 02
2. Systemstruktur
Erläuterung zur Systemstruktur
Die Programmierung der Steuerung FPC 405 erfolgt über die Festo Programmiersoftware FST
405. Dieses Softwarepaket ermöglicht die Programmierung von Anwenderprogrammen in
den Programmiersprachen AWL (Anweisungsliste), KOP (Kontaktplan) und BASIC.
Die Software ist auf einem Personal Computer
(PC) zu installieren, der an die Diagnose-Schnittstelle einer Prozessorbaugruppe der FPC 405
angeschlossen wird.
Die Feldbusanschaltung E.CFA steuert den gesamten Informationsaustausch zwischen den
Feldbusteilnehmern (dezentrale EA-Baugruppen), wie z.B. den Ventil-/Installationsinseln, und
den Prozessorbaugruppen der Steuerung.
Der Anschluß der Feldbusteilnehmer erfolgt über
die Feldbusschnittstelle an der Feldbusanschaltung. An die Feldbusschnittstelle sind drei physikalische Stränge (Feldbusleitungen) mit bis zu
31 Feldbusteilnehmern anschließbar. Über die
Anschaltung AS308-3U von Siemens können Sie
z.B. zwei Stränge mit je 32 dezentralen
EA-Baugruppen anschließen. Bei Steuerungssystemen von Klöckner-Moeller ist die Anzahl der
Stränge sowie die Anzahl der Feldbusteilnehmer
je Strang vom eingesetzten Steuerungstyp abhängig. So können z.B. mit der Steuerung
PS3 bis zu drei Feldbusteilnehmer angesteuert
werden.
9610
2-7
VIFB – 02
2. Systemstruktur
Der Feldbus stellt den Datenverkehr zwischen
der Steuerung und den über die Anlage verteilten Feldbusteilnehmern (z.B. Ventil-/Installationsinsel) her. Die Datenübertragung erfolgt auf
der Basis des Standards RS 485. Datenübertragungsgeschwindigkeiten bis zu 375 kBaud sind
einstellbar.
Die Ventilinsel als dezentrale Ausgangsbaugruppe übernimmt die Verarbeitung gesendeter
Signale sowie die Ansteuerung angeschlossener
Aktoren. Über ein angeschlossenes Netzteil (AC
230V/DC 24V) erfolgt die Stromversorgung der
Ventilinsel.
Die Installationsinsel als dezentrale Ein-/Ausgangsbaugruppe arbeitet wie eine Ventilinsel.
Ferner übernimmt sie die Verarbeitung von bis
zu 30 Eingängen.
Die Aktoren setzen die über die Ventile der
Ventil-/Installationsinsel gesteuerte Luft in Bewegung (Zylinder) oder andere Leistungen um.
Die
Sensoren
erfassen
Informationen
(Meßgrößen) aus dem Prozeß und stellen diese
der Installationsinsel (weiterverarbeitende Einheit) bereit.
2-8
9610
VIFB – 02
3. Technische Beschreibung
3. TECHNISCHE BESCHREIBUNG
9610
3-1
VIFB – 02
3. Technische Beschreibung
Inhalt
TECHNISCHE BESCHREIBUNG. . . . . . . . . 3-3
Aufbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-3
VentilinseI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-3
Installationsinsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-5
Funktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-8
Erläuterung zur Funktionsübersicht. . . . . . . . 3-9
Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Allgemein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Elektronik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Feldbus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Pneumatik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anschlußblock . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Ventile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-15 –
Magnetventil . . . . . . . . . . . . . . . . 3-15 –
Magnetventil mit Steuerhilfsluft. . 3-15 –
Magnetventil mit Luftfeder . . . . . 3-15 –
Magnetventil mit Luftfeder und
Steuerhilfsluft . . . . . . . . . . . . . . . 3-15 –
Magnet-Impulsventil . . . . . . . . . . 3-15 –
Magnet-Impulsventil mit
Steuerhilfsluft . . . . . . . . . . . . . . . 3-15 –
Magnet-Mittelstellungsventil
gesperrt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-15 –
Magnet-Mittelstellungsventil
entlüftet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-15 –
Magnet-Mittelstellungsventil
belüftet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-15 –
3-2
3-10
3-10
3-11
3-13
3-14
3-14
3-16
3-16
3-16
3-16
3-16
3-16
3-16
3-16
3-16
3-16
9610
VIFB – 02
3. Technische Beschreibung
TECHNISCHE BESCHREIBUNG
Aufbau
Ventilinsel
Die Ventilinsel setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
POWER
BUS
1
2
BUS
4
Ziffer
3
Komponente
1
Feldbusknoten
2
Ventilinsel-Grundeinheit bestehend aus:
• Ventil-Koppeleinheit (oberer Teil)
• Anschlußblock (unterer Teil)
3
Ventilplätze für
• Magnet-Impulsventile bzw.
• Magnet-Mittelstellungsventile bzw.
• Magnetventile bzw.
• Relaisplatten bzw.
• Abdeckplatten
4
Erdungsanschluß (M4-Gewinde)
Bild 3/1: Komponenten der Ventilinsel
9610
3-3
VIFB – 02
3. Technische Beschreibung
Auf den Komponenten der Ventilinsel finden Sie
folgende Bedien- und Anzeigeelemente:
7
1
8
2
3
4
POWER
5
BUS
BUS
9
9
11
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
10
6
8
7
Ventilinsel-Beschriftungsfeld
grüne LED
rote LED
Betriebsspannungsanschluß
Feldbusschnittstelle
Typenschild
Ventilplatz-Beschriftungsfeld (je Ventilmagnetspule)
gelbe LED (je Ventilmagnetspule )
Sammelleitungsanschlüsse
Arbeitsleitungsanschlüsse (je Ventil)
Erdungsanschluß (M4-Gewinde)
Bild 3/2: Bedien- und Anzeigeelemente Ventilinsel
Der Aufbau des Typenschilds ist in Bild 3/5 am
Beispiel der Installationsinsel dargestellt.
3-4
9610
VIFB – 02
3. Technische Beschreibung
Installationsinsel
Die Installationsinsel setzt sich aus folgenden
Komponenten zusammen:
POWER
BUS
1
BUS
2
4
3
Ziffer
Komponente
1
Feldbusknoten
2
Installationsinsel-Grundeinheit bestehend aus:
• Ventil-Sensor-Koppeleinheit (oberer Teil)
• Anschlußblock (unterer Teil)
3
Ventilplätze für
• Magnet-Impulsventile bzw.
• Magnet-Mittelstellungsventile bzw.
• Magnetventile bzw.
• Relaisplatten bzw.
• Abdeckplatten
4
Erdungsanschluß (M4-Gewinde)
Bild 3/3: Komponenten der Installationsinsel
9610
3-5
VIFB – 02
3. Technische Beschreibung
Auf den Komponenten der Installationsinsel finden Sie folgende Bedien- und Anzeigeelemente:
9
1
10
11
2
3
4
12
POWER
5
6
7
13
BUS
BUS
14
14
16
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
8
Anschlüsse für Zusatzausgänge
Sammelsicherung für Eingänge
Installationsinsel-Beschriftungsfeld
grüne LED
rote LED
Betriebsspannungsanschluß
Feldbusschnittstelle
Typenschild
Anschlüsse für Eingänge (z.B. Sensoren)
Beschriftungsfeld Ein-/Zusatzausgänge (je Anschluß)
gelbe bzw. grüne LED (je Zusatzaus- bzw. Eingang)
gelbe LED (je Ventilmagnetspule)
Ventilplatz-Beschriftungsfeld (je Ventilmagnetspule)
Sammelleitungsanschlüsse
Arbeitsleitungsanschlüsse (je Ventil)
Erdungsanschluß (M4-Gewinde)
15
12
13
Bild 3/4: Bedien- und Anzeigeelemente Installationsinsel
3-6
9610
VIFB – 02
3. Technische Beschreibung
Bild 3/5 zeigt den Aufbau des Typenschilds am
Beispiel der Installationsinsel. Es befindet sich
unterhalb des Feldbusknotens und enthält folgende Angaben:
IIFG-02-1⁄4-4
18504
Max. bar 10
max. PSI 145
24 V DC
Typenbezeichnung der Grundeinheit (hier Installationsinsel)
Teilenummer
max. Betriebsdruck in bar und
psi
zul. Betriebsspannung
Bild 3/5: Beispiel – Typenschild Installationsinsel
9610
3-7
VIFB – 02
3. Technische Beschreibung
Funktion
Sie setzen die Ventil- bzw. Installationsinsel als
System mit dezentralen Ausgängen bzw. dezentralen Ein-/Ausgängen in unmittelbarer Nähe der
Prozeßeinheiten ein. Die Verbindung zur Steuerungsebene erfolgt über den Feldbus, der auf
dem Master-Slave-Prinzip basiert. Als Master
fungiert hier die Feldbusanschaltung des Steuerungssystems, als Slave die Ventil-/Installationsinsel (Feldbusteilnehmer). Die Feldbusanschaltung sendet zyklisch Telegramme an die
Ventil-/Installationsinsel. Diese empfängt und
verarbeitet die gesendeten Daten und stellt der
Feldbusanschaltung ein Antworttelegramm zur
Verfügung.
Feldbusanschaltung
der Steuerung (SPS)
Feldbus
Betriebsspannungsanschluß
Ventil-Koppeleinheit bzw.
Ventil-Sensor-Koppeleinheit
Feldbusknoten
Feldbusschnittstelle
Ventile
Pneumatikschnittstelle
(s. auch
gegenüber)
Aktor
Anschlußblock
Feldbusteilnehmer
Bild 3/6: Funktionsübersicht Ventil-/Installationsinsel
3-8
9610
VIFB – 02
3. Technische Beschreibung
Erläuterung zur Funktionsübersicht
Der Feldbusknoten übernimmt folgende Funktionen:
• Anschluß der Ventil-/Installationsinsel an die
Feldbusanschaltung Ihres Steuerungssystems
und an weitere Feldbusteilnehmer über die
Feldbusschnittstelle.
• Inbetriebnahmefunktion durch Einstellen von
Feldbusbaudrate und -protokoll.
• Steuerung des Datentransfers von/zur Feldbusanschaltung Ihres Steuerungssystems.
• Interne Steuerung der Ventil-/Installationsinsel.
Auf der Ventil-Koppeleinheit der Ventilinsel befindet sich der Betriebsspannungsanschluß
und ein Dekoder. Dieser dekodiert die vom Feldbusknoten kommenden Signale und leitet die Impulse an die Ventile weiter.
Auf der Ventil-Sensor-Koppeleinheit der Installationsinsel befindet sich der Betriebsspannungsanschluß und ein Dekoder. Dieser dekodiert die vom Feldbusknoten kommenden Signale und leitet die Impulse an die Ventile weiter.
Ferner stehen hier die elektrischen Eingänge für
z.B. Sensoren sowie zwei Zusatzausgänge zur
Verfügung.
Die Ventile steuern den Durchfluß der Luft zu
den Aktoren.
Über die Sammelkanäle des Anschlußblocks
erfolgt die Versorgung der Ventile mit Druckluft
bzw. die Ableitung der an den Ventilen anstehenden Abluft und Vorsteuerabluft.
Der Anschlußblock wird über die Pneumatikschnittstellen an die Sammelleitungen der
Pneumatikanlage angeschlossen.
9610
3-9
VIFB – 02
3. Technische Beschreibung
Technische Daten
Allgemein
Schutzart
(nach DIN 40050)
IP 65
Temperatur bei
•
•
Betrieb
Lagerung/Transport
Chem. Beständigkeit
- 5 oC . . . +50 oC
-20 oC . . . +60 oC
s. Festo-Pneumatik-Katalog
Kap. 2.6, Nachschlageteil
(Beständigkeitstabelle)
Maße (LxBxH)
bei Vollbestückung
der Grundeinheit
• Ventilinsel
– VIFB-02-1⁄4 (1⁄8)-4
– VIFB-02-1⁄4 (1⁄8)-6
– VIFB-02-1⁄4 (1⁄8)-8
– VIFB-02-1⁄4 (1⁄8)-10
– VIFB-02-1⁄4 (1⁄8)-12
– VIFB-02-1⁄4 (1⁄8)-14
– VIFB-02-1⁄4 (1⁄8)-16
• Installationsinsel
– IIFB-02-1⁄4(1⁄8)-4
– IIFB-02-1⁄4(1⁄8)-6
– IIFB-02-1⁄4(1⁄8)-8
– IIFB-02-1⁄4(1⁄8)-10
– IIFB-02-1⁄4(1⁄8)-12
– IIFB-02-1⁄4(1⁄8)-14
3-10
259,5 x
(235,5 x
325,5 x
(289,5 x
391,5 x
(343,5 x
457,5 x
(397,5 x
523,5 x
(451,5 x
589,5 x
(505,5 x
655,5 x
(559,5 x
288
275,4
288
275,4
288
275,4
288
275,4
288
275,4
288
275,4
288
275,4
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
141 mm
139,5 mm)
141 mm
139,5 mm)
141 mm
139,5 mm)
141 mm
139,5 mm)
141 mm
139,5 mm
141 mm
139,5 mm
141 mm
139,5 mm
259,5 x
(235,5 x
325,5 x
(289,5 x
391,5 x
(343,5 x
457,5 x
(397,5 x
523,5 x
(451,5 x
589,5 x
(505,5 x
353,4
340,8
353,4
340,8
353,4
340,8
353,4
340,8
353,4
340,8
353,4
340,8
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
141 mm
139,5 mm)
141 mm
139,5 mm)
141 mm
139,5 mm)
141 mm
139,5 mm)
141 mm
139,5 mm)
141 mm
139,5 mm)
9610
VIFB – 02
3. Technische Beschreibung
Elektronik
Betriebsspannung
Elektronik und Eingänge
(Pin 1 – Betriebsspannungsanschluß)
•
Nennwert
(verpolungssicher)
DC 24 V
•
Toleranz
•
•
Restwelligkeit
± 25 %
(DC18 V . . . 30 V)
± 4Vss
Stromaufnahme(bei 24 V)
Ventilinsel
Installationsinsel
200 mA
200 mA + Summe
Stromaufnahme Eingänge
Leistungsaufnahme (P)
•
Berechnung
NetzausfallÜberbrückungszeit
P[W] = (0,2 A +
∑ I Eingänge) ⋅ 24 V
min. 20 ms
Betriebsspannung
Ausgänge
(Pin 2 – Betriebsspannungsanschluß)
•
Nennwert
(verpolungssicher)
DC 24 V
•
Toleranz
•
•
Restwelligkeit
± 10 %
(DC 21,6 V . . . 26,4 V)
± 4 Vss
Stromaufnahme(bei 24 V)
10 mA
+ Summe
Stromaufnahme
Zusatzausgänge
+ Summe
Stromaufnahme
der geschalteten Ventilmagnetspulen (pro Ventilmagnetspule 120 mA)
Leistungsaufnahme (P)
•
9610
Berechnung
P[W] = (0,01 A +
∑ IZusatzausgänge +
∑ IMagnetspule) ⋅ 24 V
3-11
VIFB – 02
3. Technische Beschreibung
Elektromagnetische
Verträglichkeit (EMV):
Störaussendung
•
geprüft nach EN 55011
Grenzwertklasse A*)
Störfestigkeit
•
geprüft nach EN 50082-2
*) Die Ventilinsel mit Feldbusknoten FB1-02 ist mit einer
Einzelgenehmigung auch einsetzbar im Wohnbereich
(Wohn-, Geschäfts- und Gewerbebereich, Kleinbetriebe).
Zusatzausgänge /
Installationsinsel
Belastbarkeit
• pro
Zusatzausgang
Elektronische Sicherung
(Kurzschluß, Überlast)
•
•
Auslösestrom
max. 0,5 A
(Glühlampen max. 20 W
wegen KaltleiterEigenschaften)
max. 1 A
Ansprechzeit (Kurzschluß) max. 1 s
Eingänge /
Installationsinsel
Logikpegel
3-12
• EIN
• AUS
12 V
7,5 V
Spannungsbereich
0 V ... 30 V
Stromaufnahme (bei 24V)
(Strom vom Sensor zum
Eingang)
max. 9 mA
Ansprechverzögerung
(bei 24 V)
typ. 5 ms
Sammelsicherung für
Betriebsspannungsversorgung der Sensoren
4A, träge
9610
VIFB – 02
3. Technische Beschreibung
Feldbus
Ausführung
RS 485, potentialfrei
Übertragungsart
seriell
asynchron, halb-duplex
Protokoll
•
über Schalter einstellbar
Festo Feldbus oder
Siemens ET100 oder
Klöckner-Moeller SUCONET
Übertragungsgeschwindigkeit
•
über Schalter einstellbar
(protokollabhängig)
Leitungslänge
(baudratenabhängig)
Kabeltyp
(in Abhängigkeit von
Leitungslänge und
eingestellter Feldbusbaudrate)
9610
31,25
62,5
187,5
375
kBaud
kBaud
kBaud
kBaud
bis zu 4000 m
s. Handbuch Ihrer
Steuerung (z.B. Festo
FPC405, Kap. 7,
Feldbusanschaltung)
3-13
VIFB – 02
3. Technische Beschreibung
Pneumatik
Luftbeschaffenheit
•
gefilterte oder gefilterte
und getrocknete Druckluft
•
geölte oder ungeölte
Druckluft
Filterfeinheit (Standard)
•
•
Tellersitzventil
40 µm
Kolbenschieberventil
40 µm
Druck
•
Betriebsdruckbereich
•
•
Nenndruck
Höchstdruck an 1
2 bar ... 10 bar;
29 psi ... 145 psi
6 bar
10 bar
Anschlußblock
Befestigung
•
•
Art
4 Durchgangsbohrungen
Von vorn mit 4 Sechskantschrauben (M6x60)
Montage
Anschlußgröße bei
•
1 (Druckluft)
3 und 5 (Abluft)
G1⁄2
(G3⁄8)
•
82 und 84
(Vorsteuerabluft)
G1⁄8
(G1⁄8)
bitte ausklappen für Seite 3-15
3-14
9610
VIFB - 02
bitte ausklappen für Seite 3-16
9706
3. Technische Beschreibung
bitte ausklappen für Seite 3-16
3-15
VIFB - 02
3. Technische Beschreibung
Technische Daten Ventile
Typ
Größe
Schaltsymbol
Bauart
Prinzip
MVH-5-1/4 B-VI
1/4"
MVH-5-1/8 B-VI
1/8"
MVH-5-1/4-S B-VI
1/4"
Aufbau
Steuerhilfsluft
Handhilfsbetätigung
Grundeinstellung
(ab Werk)
Schmierung
Option
(Umbau
erforderlich)
M4x55
ohne
Tellersitzventil
einseitig betätigt
5/2 Wege
Befestigung
mit 2
Zylinderschrauben
Lebensdauerschmierung
(LABS frei)
einspindelig mit
zyl. Druckfeder für
Grundstellung
M4x50
M4x55
mit
MVH-5-1/8-S B-VI
1/8"
MVH-5-1/4-L B-VI
1/4"
MVH-5-1/8-L B-VI
1/8"
MVH-5-1/4-L-S B-VI
1/4"
MVH-5-1/8-L-S B-VI
1/8"
IMVH-5-1/4 B-VI
1/4"
IMVH-5-1/8 B-VI
1/8"
IMVH-5-1/4-S B-VI
1/4"
IMVH-5-1/8-S B-VI
1/8"
MVH-5/3G-1/4 B-VI
1/4"
M4x50
M4x55
ohne
Kolbenschieberventil
beidseitig
betätigt
5/2 Wege
M4x50
M4x55
mit
M4x50
Kolbenschieberventil
beidseitig
betätigt
5/2 Wege
Weichkolben in
Hülse mit Druckentlastungsschlitzen.
Auslaßschlitze
werden überfahren
ohne
mit
mit autom.
Rückstellung
mit
Arretierung
bzw.
Betätigungsschutz
M4x65
Lebensdauerschmierung
(LABS
kritisch)
M4x60
M4x65
M4x60
M4x65
ohne
MVH-5/3G-1/8 B-VI
1/8"
MVH-5/3E-1/4 B-VI
1/4"
MVH-5/3E-1/8 B-VI
1/8"
MVH-5/3B-1/4 B-VI
1/4"
MVH-5/3B-1/8 B-VI
1/8"
3-16
M4x60
Kolbenschieberventil
beidseitig
betätigt
5/3 Wege
M4x65
ohne
M4x60
ohne
M4x65
M4x60
9706
VIFB - 02
Größe
3. Technische Beschreibung
Druck
Betriebsdruck
Durchfluß
Steuerdruck
Steuerhilfsluft
(Luftfeder)
–
–
1/4"
2 ... 10 bar
1/8"
1/4"
1,5 ... 10 bar
0 ... 10 bar
1/8"
1/4"
–
–
1/4"
3 ... 10 bar
2 ... 10 bar
–
–
1/8"
-0,9 ... 10 bar
2 ... 10 bar
1/4"
3 ... 10 bar
–
3 ... 10 bar
–
–
1/8"
1/4"
3 ... 10 bar
–
G 1/8
5 mm
G1/4
10 mm
G1/8
8 mm
G1/4
10 mm
G1/8
8 mm
G1/4
10 mm
G1/8
8 mm
G1/4
10 mm
G1/8
8 mm
G1/4
10 mm
G1/8
8 mm
–
1/8"
9706
7 mm
–
1/8"
1/8"
G1/4
G1/8
1/4"
1/4"
5 mm
3 ... 10 bar
1/8"
1/4"
7 mm
G 1/8
G1/8
1/8"
-0,9 ... 10 bar
Nennweite
–
2 ... 10 bar
3 ... 10 bar
Anschlußgröße
bei
2 und 4
12 und 14
(Arbeitsluft) (Steuerhilfsluft)
G 1/4
G1/4
G1/8
10 mm
G1/8
8 mm
G1/4
10 mm
G1/8
8 mm
–
Nenndurchfluß
Schaltstellung
1 2 bzw. 1 4 2 3 bzw. 4
[l/min]
[l/min]
Q = 1300
Q = 1100
CV = 1,32
CV = 1,12
Q = 750
CV= 0,76
Q = 1300
Q = 1100
CV = 1,32
CV = 1,12
Q = 750
CV= 0,76
Q = 1600
CV= 1,63
Q = 1000
CV= 1,02
Q = 1600
CV= 1,63
Q = 1000
CV= 1,02
Q = 1600
CV= 1,63
Q = 1000
CV= 1,02
Q = 1600
CV= 1,63
Q = 1000
CV= 1,02
Q = 1600
CV= 1,63
Q = 1000
CV= 1,02
Q = 1600 1)
CV= 1,63
Q = 1000 2)
CV= 1,02
Q = 1600 1)
CV= 1,63
Q = 1000 2)
CV= 1,02
Anmerkungen: 1 ) Mittelstellung Q=1000, CV=1,02
2 ) Mittelstellung Q= 400, CV=0,41
Zeiten
5
Ventilschaltzeiten
Reaktionszeit
EIN bei
6 bar
19 ms
AUS bei
6 bar
41 ms
Berechnung
17 ms
36 ms
19 ms
41 ms
17 ms
36 ms
33 ms
40 ms
30 ms
100 ms
33 ms
40 ms
30 ms
100 ms
18 ms
22 ms
18 ms
Umschaltzeit
Feldbusübertragungszeit
(s. Ihr SPSHandbuch) +
Ventilschaltzeiten
22 ms
27 ms
36 ms
30 ms
30 ms
33 ms
45 ms
40 ms
50 ms
32 ms
38 ms
40 ms
50 ms
3-17
VIFB - 02
bitte ausklappen für Seite 3-17
3-18
3. Technische Beschreibung
bitte ausklappen für Seite 3-17
9706
VIFB – 02
4. Installation
4.1 MONTIEREN DER
VENTIL-/INSTALLATIONSINSEL
9610
4-1
VIFB – 02
4. Installation
Inhalt
MONTIEREN DER
VENTIL-/INSTALLATIONSINSEL . . . . . . . . 4-3
4-2
9610
VIFB – 02
4. Installation
MONTIEREN DER VENTIL-/INSTALLATIONSINSEL
Beachten Sie vor der Montage der Ventil-/ Installationsinsel, daß rechts und/oder links des Anschlußblocks noch genügend Platz für die Montage der Schläuche und evtl. Schalldämpfer vorhanden bleibt.
Zur Befestigung der Ventil-/Installationsinsel befinden sich 4 Durchgangsbohrungen am rechten
und linken Rand des Anschlußblocks (s.folgendes Bild).
POWER
BUS
BUS
1
1
1 Montage-Durchgangsbohrungen
für M6-Sechskantschrauben
Bild 4/1: Montage - Durchgangsbohrungen
9610
4-3
VIFB – 02
4. Installation
Vorgehensweise:
1. Vier Bohrungen in der Montagefläche vornehmen. Die Bohrungsabstände sind abhängig
vom Typ der eingesetzten Ventil-/Installationsinsel (s.folgendes Bild).
POWER
BUS
BUS
6,8 mm
L1
L2
Ventil-/
Installationsinsel
Bohrungsabstand [mm]
L1
L2
VIFB-/IIFB-02-1⁄4(1⁄8)-4
VIFB-/IIFB-02-1⁄4(1⁄8)-6
VIFB-/IIFB-02-1⁄4(1⁄8)-8
VIFB-/IIFB-02-1⁄4(1⁄8)-10
VIFB-/IIFB-02-1⁄4(1⁄8)-12
VIFB-/IIFB-02-1⁄4(1⁄8)-14
VIFB-02-1⁄4(1⁄8)-16
32
32
32
32
32
32
32
(27,5)
(27,5)
(27,5)
(27,5)
(27,5)
(27,5)
(27,5)
222
288
354
420
486
552
618
(198)
(252)
(306)
(360)
(414)
(468)
(522)
Bild 4/2: Montage der Ventil-/Installationsinsel
2. Ventilinsel
mit
4
Sechskantschrauben
(M6x60) auf der Montagefläche befestigen.
Schrauben über Kreuz anziehen.
4-4
9610
VIFB – 02
4. Installation
4.2 INSTALLIEREN – PNEUMATIK
9610
4-5
VIFB – 02
4. Installation
Inhalt
INSTALLIEREN - PNEUMATIK . . . . . . . . . . 4-7
Verlegen der Schlauchleitungen . . . . . . . . 4-7
Grundlegendes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-7
Vorbereiten des Anschlußblocks. . . . . . . . . . 4-8
Anschließen des Anschlußblocks . . . . . . . . . 4-9
Anschließen der Ventile . . . . . . . . . . . . . . . 4-10
Magnetventil (5/2-Wege) . . . . . . . . . . . . 4-11
Magnet-Impulsventil (5/2-Wege) und
Magnet-Mittelstellungsventil
(5/3-Wege) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-12
Überprüfen der Ventilfunktionen . . . . . . .
Handhilfsbetätigung (HHB) . . . . . . . . . . . . .
HHB-Ausführungen . . . . . . . . . . . . . . . .
Prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Sichern der HHB. . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4-6
4-13
4-13
4-14
4-15
4-17
9610
VIFB – 02
4. Installation
INSTALLIEREN – PNEUMATIK
ACHTUNG:
Vor Installations- bzw. Wartungsarbeiten
• Betriebsspannungsversorgung folgender
Komponenten ausschalten:
– Elektronik bzw. Elektronik und Eingänge
– Ausgänge
• Druckluftversorgung ausschalten.
Verlegen der Schlauchleitungen
HINWEIS:
• Unterlegen Sie jede Verschraubung bzw.
jeden Schalldämpfer mit einem passenden
Dichtring.
• Bei Verwendung von Winkelverschraubungen
oder Vielfachverteilern verringert sich im
allgemeinen der Luftdurchfluß.
Grundlegendes
• Anschließen
1. Schlauch bis zum Anschlag in bzw. über
den Schlauchanschluß der Verschraubung
schieben.
2. Klemmring über den Schlauchanschluß
ziehen bzw. Klemmschraube festdrehen.
3. Verlegte Schläuche zur besseren Anlagenübersicht bündeln mit
– Schlauchbinder oder
– Schlauchklemmenleiste.
• Abziehen
1. Klemmschraube bzw. Klemmring der
Verschraubung lösen.
2. Schlauch herausziehen.
3. Ggf. Verschraubung durch Blindstopfen
ersetzen.
9610
4-7
VIFB – 02
4. Installation
Vorbereiten des Anschlußblocks
Am Anschlußblock sind beidseitig Anschlüsse für
Sammelleitungen vorgesehen. Damit haben Sie
die Möglichkeit die Sammelleitungen Ihren Erfordernissen entsprechend rechts oder links zu
montieren. Zur Erhöhung des Durchflusses empfiehlt sich in folgenden Fällen auch der beidseitige Anschluß der Druckluft- und ggf. der Abluftleitungen:
• Bei Ventil-/Installationsinseln mit mehr als 10
Ventilen (Nennspeisedruck 6bar)
• Bei Aktoren mit großen Volumina
Bereiten Sie die Anschlüsse nach untenstehender Tabelle vor:
POWER
BUS
BUS
5/3
Anschlüsse
für
Sammelleitungen
1
3/5
Anschlüsse
für
Sammelleitungen
Anschluß der
Sammelleitungen
Vorgehensweise
einseitig
Klebefolien möglichst spät entfernen (Verschmutzungsgefahr)
einseitig Blindstopfen montieren
beidseitig
Klebefolien möglichst spät entfernen (Verschmutzungsgefahr)
Bild 4/3: Anschlüsse am Anschlußblock
4-8
9610
VIFB – 02
4. Installation
Anschließen des Anschlußblocks
Montieren Sie die Verschraubungen bzw. die
Schalldämpfer mit entsprechenden Dichtringen
nach untenstehender Tabelle. Verlegen Sie anschließend die Schlauchleitungen.
Vorsteuerabluft
Abluft
5 bzw. 3
Druckluft
Sammelleitungen
Druckluft
82
84
Vorsteuerabluft
Abluft
3 bzw. 5
1
Anschlußkennziffer
(ISO 5599)
Anschlußgröße
(ISO 228)
1
G 1⁄2 (G3⁄8)
1⁄
2
(G3⁄
Abluft
5/3
3/5
G
Vorsteuerabluft
82
G 1⁄8 (G1⁄8)
84
8)
Anschluß
Verschraubung
Verschraubung
(bei gefaßter Abluft)
oder
Schalldämpfer
Bild 4/4: Belegung Anschlußblock
9610
4-9
VIFB – 02
4. Installation
Anschließen der Ventile
HINWEIS:
Verschließen Sie unbelegte bzw. freiwerdende Ventilplätze mit Abdeckplatte.
Nutzen Sie eines der montierten Ventile
nicht, sind die Anschlüsse 2 und 4 sowie 14
und ggf. 12 mit passenden Blindstopfen zu
verschließen.
Hinweis:
Verwenden Sie bei den Arbeitsanschlüssen 2
und 4 Dichtringe aus Aluminium.
Entfernen Sie die Lupolenstopfen und montieren
Sie die Verschraubungen mit entsprechenden
Dichtringen nach folgenden Tabellen:
Bild 4/5: Belegung Magnetventil
Bild 4/6: Belegung Magnet-Impulsventil und
Magnet-Mittelstellungsventil
Verlegen Sie anschließend die Schlauchleitungen.
ACHTUNG:
Beachten Sie die unterschiedliche Lage der
Arbeitsanschlüsse 2 und 4 auf den verschiedenen Ventiltypen (siehe auch nächste Seite).
4-10
9610
VIFB – 02
4. Installation
Magnetventil (5/2-Wege)
MVH-5-1/4-L-B-VI
MVH-5-1/8-L-B-VI
MVH-5-1/4-L-S-B-VI
MVH-5-1/8-L-S-B-VI
MVH-5-1/4-B-VI
MVH-5-1/8-B-VI
MVH-5-1/4-S-B-VI
MVH-5-1/8-S-B-VI
14
14
4
2
2
4
12
Leitung
Anschlußkennziffer
(ISO 5599)
Anschlußgröße
(ISO 228)
Arbeitsluft
2
4
G 1⁄4 (G1⁄8)
Verschraubung
oder Vielfachverteiler
Steuerhilfsluft
14
G 1⁄8 (G1⁄8)
nur bei "S-Ventilen"
Luftfeder
12
G
1⁄
1
8 (G ⁄8)
Anschluß
nur bei "L-Ventilen"
Bild 4/5: Belegung Magnetventil
9610
4-11
VIFB – 02
4. Installation
Magnet-Impulsventil (5/2-Wege) und
Magnet-Mittelstellungsventil (5/3-Wege)
14
Steuerhilfsluft
14
- nur "S-Ventil" -
2
Arbeitsluft
2
,
4
4
12
Steuerhilfsluft
- nur "S-Ventil" -
12
Leitung
Arbeitsluft
Steuerhilfsluft
Anschluß- Anschlußkennziffer
größe
(ISO 5599) (ISO 228)
Anschluß
2
4
G 1⁄4 (G1⁄8)
Verschraubung
oder
Vielfachverteiler
12
14
G 1⁄8 (G1⁄8)
nur "S-Ventil"
Bild 4/6: Belegung Magnet-Impulsventil und
Magnet-Mittelstellungsventil
4-12
9610
VIFB – 02
4. Installation
Überprüfen der Ventilfunktionen
Handhilfsbetätigung (HHB)
Sie setzten die HHB (s. Bild 4/7) vor allem bei
Inbetriebnahme der Pneumatikanlage ein, um
Funktionsfähigkeit und Wirkungsweise des Ventils bzw. der Ventil-Zylinder-Kombination zu überprüfen. Durch Betätigen der HHB können Sie
das Ventil ohne elektrisches Signal schalten. Es
muß lediglich die Druckluftversorgung eingeschaltet sein.
Vorsteuerventil
Handhilfsbetätigung (HHB)
14
4
2
Grundventil
12
Handhilfsbetätigung (HHB)
Vorsteuerventil
Bild 4/7: Position der Handhilfsbetätigung
9610
4-13
VIFB – 02
4. Installation
HHB-Ausführung
Die HHB ist so konzipiert, daß sie wie folgt
eingesetzt werden kann:
HHB-Ausführung
Funktionsweise
HHB mit automatischer
Rückstellung.
Grundeinstellung ab Werk.
HHB wird nach Betätigung
über Federkraft zurückgestellt.
HHB mit Arretierung.
Umbau der HHB
erforderlich (s. Anhang A,
Handhilfsbetätigung).
Zwei Varianten:
a) siehe oben.
b) HHB kann im betätigten
Zustand eingerastet
werden.
HHB mit Betätigungsschutz.
Umbau der HHB
erforderlich (s. Anhang A,
Handhilfsbetätigung).
Betätigung der HHB nicht
möglich.
Bild 4/8: HHB-Ausführungen
4-14
9610
VIFB – 02
4. Installation
Prüfen
1. Schalten Sie die Druckluftversorgung ein.
2. Prüfen Sie die Funktionsfähigkeit und Wirkungsweise jedes einzelnen Ventils wie folgt.
Bei beeinträchtiger Funktionsweise siehe Bild
4/11.
• Bei HHB mit automatischer Rückstellung:
Betätigen der HHB
Reaktion des Ventils
bzw. der Prozeßeinheit
Das Ventil bzw.
die Prozeßeinheit
Drücken Sie den
Stößel der HHB bis
zum Anschlag hinein.
•
geht in Schaltstellung
Stößel der HHB
gedrückt halten.
•
bleibt in Schaltstellung
Entfernen Sie den
Schraubendreher.
Eine Feder stellt den
Stößel der HHB in
Ausgangsstellung
zurück.
•
kehrt in Grundstellung
zurück
Bild 4/9: HHB mit automatischer Rückstellung
9610
4-15
VIFB – 02
4. Installation
• Bei HHB mit Arretierung:
Betätigen der HHB
Reaktion des Ventils
bzw. der Prozeßeinheit
Das Ventil bzw.
die Prozeßeinheit
Stecken Sie den
Schraubendreher in
die Nut des Stößels.
Drücken Sie den
Stößel der HHB bis
zum Anschlag hinein
und drehen Sie ihn
dann nach rechts.
•
geht in Schaltstellung
Schraubdreher
entfernen
•
bleibt in Schaltstellung
Stecken Sie den
Schraubendreher in
die Nut des Stößels.
Drehen Sie den Stößel
unter Druck nach
links und entfernen
Sie den Schraubendreher.
•
kehrt in Grundstellung
zurück
Bild 4/10: HHB mit Arretierung
3. Schalten Sie die Druckluftversorgung nach
Prüfung der Ventile wieder aus.
4-16
9610
VIFB – 02
4. Installation
Funktionsbeeinträchtigung:
Nach Einschalten der Druckluftversorgung bzw.
beim anschließenden Prüfen der einzelnen Ventile können Sie folgendes über den Betriebszustand der Pneumatikanlage erfahren:
Betriebszustand der
Pneumatikanlage
Ventilstellung
Fehlerbehandlung
nach Abschalten
der Druckluftversorgung
•
•
Grundstellung
Schaltstellung
Überprüfen des Dichtrings
bzw. der Schlauchmontage
•
Schaltstellung
•
Verlegung der
Schlauchleitungen prüfen
•
ggf. Steuerhilfsluft prüfen
•
•
•
Betriebsdruck prüfen
Luft strömt aus . . .
•
•
an Sammelleitungsanschlüssen
an Arbeitsleitungsanschlüssen
Ventil bzw. Pneumatikanlage
reagiert . . .
•
•
nicht wie erwartet
nicht
•
Schaltstellung
ggf. Steuerhilfsluft prüfen
Servicefall
Bild 4/11: Betriebszustand Pneumatikanlage
Sichern der HHB
ACHTUNG:
Bei sicherheitsrelvanten Anlagen muß die
HHB vor unbefugter Betätigung geschützt werden.
Das Sichern der HHB erfolgt durch Umbau der
HHB. Hierzu finden Sie eine Umbauanleitung im
Anhang A, Handhilfsbetätigung.
9610
4-17
VIFB – 02
4-18
4. Installation
9610
VIFB – 02
4. Installation
4.3 INSTALLIEREN – ELEKTRONIK
9610
4-19
VIFB – 02
4. Installation
Inhalt
INSTALLIEREN – ELEKTRONIK. . . . . . . . 4-21
Öffnen und Schließen des
Feldbusknotens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-22
4-20
Konfigurieren der Ventil-/
Installationsinsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Adreßwahlschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Einstellen der Feldbusadresse . . . . . . . .
Dual-Inline-Schalter (DIL-Schalter) . . . . . . .
Einstellen der Feldbusbaudrate . . . . . . .
Einstellen des Feldbusprotokolls . . . . . .
4-23
4-24
4-24
4-26
4-27
4-27
Anschließen der Ventil-/
Installationsinsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Grundlegendes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anschließen von Dosen . . . . . . . . . . . . .
24V-Betriebsspannungsanschluß . . . . . . . .
Anlegen der 24V-Betriebsspannung. . . .
Feldbusschnittstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Feldbusleitung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anschließen der Feldbusschnittstelle . . .
Installieren des Abschlußwiderstands . .
Ausgänge und Ventilplätze . . . . . . . . . . . . .
Zusatzausgänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Pin-Belegung der Zusatzausgänge . . . .
Eingänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Pin-Belegung der Eingänge . . . . . . . . . .
Beschaltungsbeispiele . . . . . . . . . . . . . .
4-28
4-28
4-28
4-30
4-32
4-35
4-36
4-36
4-38
4-40
4-40
4-41
4-42
4-43
4-44
9610
VIFB – 02
4. Installation
INSTALLIEREN – ELEKTRONIK
ACHTUNG:
Vor Installations- bzw. Wartungsarbeiten
• Betriebsspannungsversorgung folgender
Komponenten ausschalten:
– Elektronik bzw. Elektronik und Eingänge
– Ausgänge
• Druckluftversorgung ausschalten.
In diesem Kapitel werden die erforderlichen Voreinstellungen und der Anschluß der Elektronik
beschrieben. Die im folgenden angegebene Vorgehensweise dient als Leitfaden:
Ausschalten
von Betriebsspannung
und Druckluftversorgung
Öffnen des Feldbusknotens
Konfigurieren der Ventil-/Installationsinsel
• Adreßwahlschalter
(Einstellen der Feldbusadresse)
•
DIL-Schalter
(Einstellen der Feldbusbaudrate
und des Feldbusprotokolls)
Schließen des Feldbusknotens
Anschließen der Ventil-/Installationsinsel
• Grundlegendes (Anschließen von Dosen)
•
24V-Betriebsspannungsanschluß
•
Feldbusschnittstelle
(Anschließen der Schnittstellen
und ggf. installieren eines
Abschlußwiderstands)
•
Ausgänge
(Pin-Belegung)
Eingänge
(Pin-Belegung und Beschaltung)
Überprüfen der Voreinstellungen und Anschlüsse
•
Einschalten
von Betriebsspannung
und Druckluftversorgung
9610
(s. Kap. 5)
4-21
VIFB – 02
4. Installation
Öffnen und Schließen des Feldbusknotens
ACHTUNG:
Schalten Sie die Betriebsspannungsversorgung folgender Komponenten vor Öffnen des
Feldbusknotens aus:
– Elektronik bzw. Elektronik und Eingänge
– Ausgänge
Auf dem Deckel des Feldbusknotens finden Sie
folgende Anschluß- und Anzeigeelemente:
grüne
LED
POWER
BUS
Stecker für
Feldbusleitung
rote LED
BUS
Kreuzschlitzschraube
Bild 4/12: Deckel des Feldbusknotens
• Öffnen
Die 4 Kreuzschlitzschrauben des Deckels
herausdrehen und Deckel abnehmen.
• Schließen
Deckel auf Feldbusknoten aufsetzen und
Kreuzschlitzschrauben des Deckels über
Kreuz festdrehen.
4-22
9610
VIFB – 02
4. Installation
Konfigurieren der Ventil-/Installationsinsel
Im Feldbusknoten befinden sich zwei Platinen.
Auf Platine 1 sind eine LED und Stecker für die
Feldbusleitungen angebracht; auf Platine 2 eine
LED und Schalter zum Einstellen der Konfiguration.
grüne LED
rote LED
Stecker für
Feldbusleitungen
Platine 1
Adreßwahlschalter
1
2
3
4
DIL-Schalter
Abschirmblech
Platine 2
Bild 4/13: Anschlüsse, Anzeige- und Bedienelemente des Feldbusknotens
9610
4-23
VIFB – 02
4. Installation
Adreßwahlschalter
Mit den beiden auf Platine 2 angebrachten
Adreßwahlschaltern stellen Sie die Feldbusadresse der Ventil-/Installationsinsel ein. Die
Schalter sind von 0 ... 9 durchnumeriert. Der
Pfeil auf den Adreßwahlschaltern zeigt auf die
Einer- bzw. Zehnerziffer der eingestellten Feldbusadresse.
EINER
7 8
6
9
0
5
4
1
3 2
7 8
9
6
0
5
4
1
3 2
ZEHNER
Adreßwahlschalter
EINER-Ziffer
Adreßwahlschalter
ZEHNER-Ziffer
Bild 4/14: Funktion der Adreßwahlschalter
Einstellen der Feldbusadresse
HINWEIS:
Feldbusadressen dürfen pro Feldbusanschaltung nur einmal vergeben werden.
Hinweis Siemens:
Die einzustellende Feldbusadresse entspricht
der ET100-Nr. (nicht der konfigurierten AA-/
AE-Adresse).
Empfehlung:
Vergeben Sie die Feldbusadressen aufsteigend.
Passen Sie die Vergabe der Feldbusadressen
ggf. der Maschinenstruktur Ihrer Anlage an. Notieren Sie die eingestellte Feldbusadresse im
grauen Beschriftungsfeld oberhalb des Feldbusknotens.
4-24
9610
VIFB – 02
4. Installation
Mögliche Feldbusadressen:
SPS
Adreßbezeichnung
Adressen
Festo
Klöckner-Moeller
• PS 3/PS 4 als
Master
• andere Master
Siemens
Feldbusadresse
1; 2; 3; ...; 99
2; 3; 4;
2; 3; 4; ...; 31
ET100-Nr.
1; 2; 3; ...; 63
Bild 4/15: Feldbusadressen
Vorgehensweise:
1. Schalten Sie die Betriebsspannung aus.
2. Weisen Sie der Ventil-/Installationsinsel eine
noch nicht belegte Feldbusadresse zu.
3. Stellen Sie mit einem Schraubendreher den
Pfeil des jeweiligen Adreßwahlschalters auf
die Einer- bzw. Zehnerziffer der gewünschten
Feldbusadresse.
Beispiel:
Beispiel 1
EINER
7 8
6
9
0
5
4
1
3 2
7 8
6
9
5
4
eingestellte
Feldbusadresse: 05
0
1
3 2
ZEHNER
Beispiel 2
EINER
7 8
6
9
0
5
4
1
3 2
7 8
6
9
0
5
4
1
3 2
ZEHNER
eingestellte
Feldbusadresse: 38
Bild 4/16: Bsp. eingestellter Feldbusadressen
9610
4-25
VIFB – 02
4. Installation
Dual-Inline-Schalter (DIL-Schalter)
Am DIL-Schalter stellen Sie folgende Funktionen
ein:
• Feldbusbaudrate
• Feldbusprotokoll
Der DIL-Schalter setzt sich aus vier Schalterelementen zusammen. Diese sind von 1...4
durchnumeriert. Die Position ’ON’ ist markiert.
1
Feldbusbaudrate
2
Feldbusbaudrate
3
Feldbusprotokoll
4
Feldbusprotokoll
ON
Bild 4/17: Position und Funktion des DIL-Schalters
4-26
9610
VIFB – 02
4. Installation
Einstellen der Feldbusbaudrate
HINWEIS:
Stellen Sie die Feldbusbaudrate an der Ventil-/
Installationsinsel so ein, daß sie mit der Einstellung der Feldbusanschaltung (Master) des
Steuerungssystems übereinstimmt.
Hinweis Klöckner-Moeller:
Bei Einsatz von Klöckner-Moeller-Steuerungen
ist systembedingt nur eine Feldbusbaudrate
von 187,5 kBaud zulässig.
Feldbusbaudrate [kBaud]
DIL-Schalter
31,25
62,5
187,5
375
1
1
1
1
1
2
2
2
2
2
3
4
ON
Bild 4/18: Einstellen der Feldbusbaudrate
Einstellen des Feldbusprotokolls
Die Einstellung ist abhängig vom eingesetzten
Steuerungssystem.
Steuerungssystem
DIL-Schalter
Festo
Klöckner-Moeller
Siemens
1
2
3
3
3
4
4
4
4
ON
ON
ON
ON
3
Bild 4/19: Einstellen des Feldbusprotokolls
9610
4-27
VIFB – 02
4. Installation
Anschließen der Ventil-/Installationsinsel
Grundlegendes
VORSICHT:
• Pin-Belegung:
Die Anschlüsse der Ein- und Ausgänge sind
– abhängig von Ihrer Bestellung – als Stecker
oder Buchse ausgeführt. Die Lage der Pins
bei Stecker/Buchse ist unterschiedlich!
• Nutzen Sie einen der Anschlüsse nicht, ist
dieser mit einer Schutzkappe zu verschließen
(IP65).
Anschließen der Dosen
1. Öffnen Sie die Dose wie folgt:
• Netzanschlußdose:
Stecken Sie die Netzanschlußdose in den
Betriebsspannungsanschluß. Drehen Sie
den hinteren Teil der Dose ab. Entfernen
Sie den Buchsenteil der Netzanschlußdose
vom Betriebsspannungsanschluß.
• Sensordose (für Feldbusanschluß
und elektr. Ein-/Ausgänge) Buskabeldose
(für Feldbusanschluß): Lösen Sie die
mittlere Rändelmutter der Sensor-/
Buskabeldose. Ziehen Sie den vorderen
Teil (Buchsenteil) der Dose ab.
2. Öffnen Sie die Mutter am hinteren Teil der
Dose. Führen Sie anschließend Ihr Kabel wie
folgt durch die Dose (s. Bild 4/20).
Kabelaußendurchmesser:
• PG7:
4,0 mm ... 6,0 mm
• PG 9:
6,0 mm ... 8,0 mm
PG13,5:
10,0 mm ... 12,0 mm
Stecker/Dosen (gerade oder gewinkelt):
• Netzanschlußdose: PG7, 9 oder 13,5
• Sensordose:
PG7
• Buskabeldose:
PG7, 9 oder 13,5
4-28
9610
VIFB – 02
4. Installation
Kabel
Zugentlastung
Gehäuse
Anschlußteil
Dose
Stecker
Bild 4/20: Kabeldurchführung an Dose
3. Leiterenden 5mm abisolieren.
Leiterquerschnitt: 0,75mm ...1,50mm
4. Ggf. Litzen mit Aderendhülsen versehen.
5. Klemmschrauben im Buchsenteil der Dose lösen. Vorbereiteten Leiter bis zum Anschlag
der entsprechenden Klemmen hineinschieben
und anklemmen.
6. Buchsenteil wieder auf den hinteren Teil der
Dose stecken. Dabei Kabel soweit zurückziehen, daß innerhalb der Dose keine Kabelschlaufen entstehen.
7. Schließen Sie die Dose wie folgt:
• Netzanschlußdose
Drücken Sie mit dem Daumen von vorn auf
die Buchse und drehen Sie den hinteren
Teil der Dose fest.
• Sensor-/Buskabeldose
Rändelmutter festdrehen.
8. Mutter am hinteren Teil der Dose anziehen,
um ungewolltes Lösen der Kabelverbindungen zu verhindern (Zugentlastung).
9610
4-29
VIFB – 02
4. Installation
24V-Betriebsspannungsanschluß
ACHTUNG:
Für die sichere elektrische Trennung der
Betriebsspannung ist die Verwendung eines
Trenntransformators nach EN 60742 (IEC 742,
DIN/VDE 0551) mit mind. 4 kV Isolationsfestigkeit erforderlich.
Der der Anschluß für die Betriebsspannung befindet sich am linken Rand der Grundeinheit der
Ventil-/Installationsinsel.
Betriebsspannungsanschluß
POWER
BUS
BUS
Bild 4/21: Position Betriebsspannungsanschluß
Über diesen Anschluß werden folgende Komponenten der Ventil-/Installationsinsel getrennt mit
DC +24V versorgt:
• Betriebsspannungsversorgung Elektronik bzw.
Elektronik und Eingänge (Toleranz: ± 25%)
• Betriebsspannungsversorgung Ausgänge
(Toleranz: ± 10%)
4-30
9610
VIFB – 02
4. Installation
HINWEIS:
Elektronik und Eingänge weisen einen größeren Toleranzbereich der 24V-Betriebsspannung auf als die Ausgänge. Dies kann u.U.
dazu führen, daß die Elektronik den Schaltzustand der Ausgänge anzeigt, obwohl sich diese nicht in Schaltstellung befinden (Betriebsspannung der Ausgänge außerhalb Toleranz).
Prüfen Sie die 24V-Betriebsspannung der Ausgänge während des Betriebs Ihrer Anlage. Achten Sie darauf, daß die Betriebsspannung der
Ausgänge auch während des Vollbetriebs innerhalb der zulässigen Toleranz liegt.
HINWEIS:
Schließen Sie an PIN 4 des Betriebsspannungsanschlusses immer einen Schutzleiter
an. Stellen Sie sicher, daß das Gehäuse der
Ventilinsel und der Schutzleiter an PIN 4 auf
gleichem Potential liegen und keine Ausgleichsströme fließen. Schließen Sie einen
Schutzleiter mit ausreichendem Leitungsquerschnitt an den mit
gekennzeichneten Erdungsanschluß an, wenn die Ventilinsel nicht
auf einem geerdeten Maschinengestell montiert ist.
Sie vermeiden damit Störungen durch elektromagnetische Einflüsse.
9610
4-31
VIFB – 02
4. Installation
Anlegen der 24V-Betriebsspannung
VORSICHT:
Beachten Sie die Polung beim Anlegen der
Betriebsspannung.
Nachfolgendes Bild zeigt die Pin-Belegung des
Betriebsspannungsanschlusses. Schließen Sie
eine geeignete 24V-Versorgung über die Netzanschlußdose an (s. Kap. 3, Technische Daten).
Beachten Sie dabei auch das Anschlußbeispiel
in Bild 4/23.
24 V-Versorgung
(Elektronik bzw.
Elektronik und Eingänge)
24 V-Versorgung
(Ausgänge)
2
3
1
4
0V
PE
(Schutzleiter)
Bild 4/22: Pin-Belegung Betriebsspannungsanschluß
4-32
9610
VIFB – 02
4. Installation
Die Betriebsspannungsverorgung Elektronik bzw.
Elektronik und Eingänge ist an der Ventil-/Installationsinsel abgesichert (4 A, träge).
HINWEIS:
Die Betriebsspannungsversorgung der Ausgänge ist nicht abgesichert.
Empfehlung:
• Sichern Sie die 24 V-Versorgung der Ausgänge ab.
• Führen Sie die 24 V-Versorgung der Ausgänge über NOT-AUS (s. Bild).
Damit ist eine Abschaltung der Ventile in Notsituationen möglich. Die Elektronik läuft weiter und
ist in der Lage, den Fehlerzustand anzuzeigen
und entsprechend zu reagieren.
Sicherung
AC
DC 24 V
± 10 %
NOT-AUS
Pin 1
Pin 2
Pin 3
Pin 4
Betriebsspannungsversorgung Eingänge,
Elektronik
Ausgänge (Ventile)
0V
PE (Schutzleiter)
Bild 4/23: Schaltungsvorschlag Absicherung und NOT-AUS
9610
4-33
VIFB – 02
4. Installation
Stromaufnahme Elektronik Feldbusknoten und
Eingänge (Pin 1, 24 V ± 25 % )
VIFB-/IIFB-02-1/x-4
VIFB-/IIFB-02-1/x-6
VIFB-/IIFB-02-1/x-8
VIFB-/IIFB-02-1/x-10
0,200 A
VIFB-/IIFB-02-1/x-12
VIFB-/IIFB-02-1/x-14
Anzahl gleichzeitig
belegter Sensoreingänge:
Sensorversorgungen:
(siehe Herstellerangaben)
_____x0,010 A
∑
A
_____x_____ A
∑
A
∑
A
∑
A
Stromaufnahme Elektronik Feldbusknoten
und Eingänge (Sensoren)
max. 4 A
=
A
Stromaufnahme Ausgänge (Pin 2, 24 V ± 10 %)
Anzahl Ventilspulen
(gleichzeitig bestromt):
_____ x0,120 A
Anzahl Relaisplatten
(gleichzeitig bestromt):
_____ x0,020 A
A
Zusatzausgang 0 (max. 0,5 A !) :
A
Zusatzausgang 1 (max. 0,5 A !) :
A
Stromaufnahme Ausgänge
Gesamtstromaufnahme
Ventilinsel / Installationsinsel
=
∑
A
+ ∑
A
= ∑
A
Bild 4/24: Berechnung der Stromaufnahme
4-34
9610
VIFB – 02
4. Installation
Feldbusschnittstelle
Für den Anschluß der Ventil-/Installationsinsel an
den Feldbus befinden sich am Feldbusknoten
zwei Feldbusstecker. Einer dieser Anschlüsse ist
für die Zuleitung, der andere für die Weiterführung der Feldbusleitung vorgesehen. Die Signalleitungen der beiden Stecker sind miteinander
verbunden. Dies ermöglicht das Durchschleifen
der Feldbusleitung zu weiteren Feldbusteilnehmern.
Empfehlung:
Verwenden Sie bei allen Ventil-/Installationsinseln den oberen Anschluß für die Zuleitung.
POWER
BUS
Feldbus
ankommend
BUS
Feldbus
weiterführend
Bild 4/25: Anschluß der Feldbusschnittstelle
9610
4-35
VIFB – 02
4. Installation
Feldbusleitung
Als Feldbusleitung ist eine verdrillte, geschirmte
Zweidrahtleitung zu verwenden. Entnehmen Sie
den Kabeltyp dem SPS-Handbuch Ihrer Steuerung. Berücksichtigen Sie dabei Entfernung und
eingestellte Feldbusbaudrate.
Anschließen der Feldbusschnittstelle
VORSICHT:
Beachten Sie die Polung beim Anschließen
der Feldbusleitungen.
Nachfolgendes Bild zeigt die Pin-Belegung der
Feldbusschnittstelle.
Schließen Sie die Feldbusleitungen an den
Klemmen der Sensor- bzw. Buskabeldose entsprechend an. Beachten Sie dabei die Anschlußhinweise in Bild 4/26 und Bild 4/27.
S–
Schirm
3
2
4
1
frei
S+
BUS
S–
Schirm
3
2
4
1
frei
S+
Bild 4/26: Pin-Belegung Feldbusschnittstelle
4-36
9610
VIFB – 02
4. Installation
• Anschlußhinweise
HINWEIS:
Überprüfen Sie die Anschlußbelegung an den
Feldbusanschaltungen unbedingt im SPSHandbuch Ihrer Steuerung.
Schließen Sie die Feldbusleitung Ihres Steuerungssystems wie folgt an der Feldbusschnittstelle der Ventil-/Installationsinsel an:
Hersteller
Feldbusanschaltung:
Stecker-/KlemmenBelegung
Festo
Feldbusanschaltung E.CFA
Feldbusleitung
Ventil-/Installationsinsel
Pin-Belegung
Feldbusschnittstelle
Festo-Feldbus
1+
Strang 1
1–
2+
Strang 2
2–
Strang 3
3–
Pins
1 (S+)
3 (S –)
4 (Schirm)
3+
KlöcknerMoeller
Serielles-Businterface
Bei 5-poligem
DIN-Stecker
(DIN 41512)
Suconet
Pins
Pins
4
(TA/RA)
1 (S+)
1
(TB/RB)
3 (S –)
Gehäuse
4 (Schirm)
Belegung im SPS-Handbuch prüfen
Bild 4/27: Anschlußhinweise
9610
4-37
VIFB – 02
Hersteller
KlöcknerMoeller
4. Installation
Feldbusanschaltung:
Stecker-/KlemmenBelegung
Feldbusleitung
Serielles-Businterface
Bei 9-poligem
Subminiatur D-Stecker
(DIN 41652 / ISO 4902)
Pins
3
7
Ventil-/Installationsinsel
Pin-Belegung
Feldbusschnittstelle
Suconet
Pins
(TA/RA)
(TB/RB)
1 (S+)
3 (S –)
4 (Schirm)
4
Belegung im SPS-Handbuch prüfen
Siemens
Anschaltung
308-3U
ET100
Strang1 S
SS
Strang2
S-
Pins
1 (S+)
3 (S –)
Belegung im SPS-Handbuch prüfen
Bild 4/28: Fortsetzung Anschlußhinweise
Installieren des Abschlußwiderstands
VORSICHT:
An der letzten Ventil-/Installationsinsel eines
Feldbusstrangs ist bei Einsatz eines Abschlußwiderstands einer der Feldbusstecker
nicht belegt. Damit ist Schutzart IP65 nach
DIN 40050 nicht mehr gewährleistet. Aus diesem Grund müssen Sie den nicht genutzten
Feldbusstecker mit einer Schutzkappe versehen.
4-38
9610
VIFB – 02
4. Installation
Befindet sich die anzuschließende Ventil-/Installationsinsel am Ende eines Feldbusstrangs, ist in
der Dose der ankommenden Feldbusleitung ein
Abschlußwiderstand (120Ω/0,25W) zu installieren
(Anpassung).Der freibleibende Feldbusstecker ist
mit einer Schutzkappe zu versehen.
Vorgehensweise:
1. Klemmen Sie die Drähte des Widerstands gemeinsam mit denen der ankommenden Feldbusleitung zwischen die Adern S+ (Pin 1) und
S- (Pin 3) der Sensor-/Buskabeldose (s. folgendes Bild).
Um eine sichere Kontaktgabe zu gewährleisten, empfiehlt es sich, die Drähte des Widerstands und die der ankommenden Feldbusleitung in gemeinsame Aderendhülsen zu quetschen.
120
3(S –)
4(Schirm) 1(S+)
Bild 4/29: Installieren des Abschlußwiderstands, wenn Ventil-/
Installationsinsel am Strangende.
2. Montieren Sie die Sensor-/Buskabeldose auf
einen der Feldbusstecker am Feldbusknoten.
3. Verschließen Sie den nicht genutzten Feldbusstecker mit einer Schutzkappe.
9610
4-39
VIFB – 02
4. Installation
Ausgänge und Ventilplätze
Die Ausgänge für die Ventile sind auf die VentilMagnetspulen abgestimmt. Sie sind nur in der
vorgesehenen Form verwendbar. Allgemein gilt:
• Nicht kurzschlußfest
• Pro Ventilplatz zwei Ausgänge
• Bei einseitig betätigten Ventilen wird der Aus-
gang mit der geradzahligen Bitnummer verwendet. Der andere Ausgang kann nicht anderweitig genutzt werden.
Zusatzausgänge
Auf der Ventil-Sensor-Koppeleinheit der Installationsinsel stehen Ihnen für Ihre Anwendungen
zwei Zusatzausgänge (O0.00 und O0.01) zur
Verfügung. Bei den Zusatzausgängen handelt es
sich um Transistor-Ausgänge mit positiver Logik
(PNP-Ausgänge).
PNP-Ausgänge
(0,5A/24V)
POWER
BUS
Bild 4/30: Zusatzausgänge Installationsinsel
4-40
9610
VIFB – 02
4. Installation
Pin-Belegung der Zusatzausgänge
Buchsen
frei
frei
1
2
4
3
O0.00
0V
O0.00
O0.01
frei
frei
1
2
4
3
O0.01
0V
Bild 4/31: Pin Belegung der Zusatzausgänge
9610
4-41
VIFB – 02
4. Installation
Eingänge
Auf der Ventil-Sensor-Koppeleinheit der Installationsinsel stehen Ihnen für Ihre Anwendungen pro
Ventilplatz zwei Eingänge zur Verfügung. Zwei
weitere Eingänge befinden sich oberhalb des
Feldbusknotens. Die Eingänge haben eine positive Logik (PNP-Eingänge).
PNP-Eingänge
Sammelsicherung
(4A, träge) für
Betriebsspannungsversorgung
der Sensoren
(PNP-Eingänge)
POWER
BUS
Bild 4/32: Eingänge Installationsinsel
4-42
9610
VIFB – 02
4. Installation
Pin-Belegung der Eingänge
Nachfolgendes Bild zeigt anhand der Eingänge
I0.00 und I0.01 beispielhaft die Pin-Belegung aller Eingänge.
Eingangsbuchse
Pin-Belegung der
Buchsen
24V
1
2
4
3
Erläuterung
Brücke zwischen
Pin 2 und Pin 4
I0.00
(gesichert)
obere Reihe
Interne Verbindung
der Pins
1
2
4
3
0V
I0.00
I0.00
Brücke zwischen
Pin 4,2 (Buchse
obere Reihe) und
Pin 2 (Buchse untere
Reihe)
I0.01
24V
I0.00
(gesichert)
1
2
1
2
4
3
4
3
untere Reihe
I0.01
0V
Vorteil:
Zwei Eingänge an
unterer Buchse (hier
I0.00 und I0.01),
dadurch
•
•
Leitungsersparnis,
Anschluß von
Wechsler
oder
Umschalter möglich.
Achtung:
Nutzen Sie die
untere Buchse für
zwei Eingangsleitungen, muß die
obere Buchse
unbelegt bleiben.
(s. Beispiel 2)
Bild 4/33: Pin-Belegung der Eingänge
9610
4-43
VIFB – 02
4. Installation
Beschaltungsbeispiele
Empfehlung:
Benötigen Sie z.B. für eine Ventil-Zylinder-Kombination Sensoren zur Abfrage von Endschaltern,
dann nutzen Sie die Eingänge oberhalb des verwendeten Ventils (bessere Anlagenübersicht).
Beispiele:
Ventil-Zylinder-Kombination mit
Endschaltern über Sensoren.
Abfrage
von
• Beispiel 1
Anschluß von zwei Sensoren über zwei
Stecker/Buchsen.
Sensor 1 (I0.08)
Sensor 2 (I0.09)
S
2
S
1
Bild 4/34: Beispiel 1 – Anschluß von Sensoren, zwei Stecker/Buchsen
4-44
9610
VIFB – 02
4. Installation
• Beispiel 2
Anschluß von z.B. zwei Sensoren über einen
Stecker/Buchse
(Stecker/Buchse
unterer
Reihe).
Sensor 1
Pin 1
24 V
Pin 3
0V
Pin 4
I0.08
Pin
Sensor 2
Pin 1
24 V
Pin 3
0V
Pin 4
I0.09
12 43
Eingangsstecker Buchse
Pin 1
24 V
Pin 2
I0.08
Pin 3
0V
Pin 4
I0.09
Pin 1 4 3
Sensor 2
I0.09
Pin 1 4 3
Sensor 1
I0.08
muß ungenutzt bleiben
Sensor 1 und 2
Sensor 2
*
S
2
2-fach
Verteiler*
S
1
Sensor 1
Bezugsquelle:
z.B. Karl Lumberg GmbH & Co, Postfach 1360, 5885 Schalksmühle
Bild 4/35: Beispiel 2 – Anschluß von Sensoren, ein Stecker/Buchse
9610
4-45
VIFB – 02
4-46
4. Installation
9610
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
5. INBETRIEBNAHME
9610
5-1
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
Inhalt
INBETRIEBNAHME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-3
Konfigurieren der SPS . . . . . . . . . . . . . . . .
Festo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Klöckner-Moeller . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Siemens. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
5-3
5-4
5-5
5-5
Einschalten der Betriebsspannung . . . . . . 5-8
Adressieren der Ein- und Ausgänge. . . . . 5-9
Ventilinsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-9
Ventilplätze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-9
Installationsinsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-11
Ventilplätze, Ein- und Zusatzausgänge . 5-11
Statusbits . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-14
Herstellerspezifische Besonderheiten . . . . 5-15
Festo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-15
Klöckner-Moeller . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-16
Siemens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-20
5-2
9610
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
INBETRIEBNAHME
Konfigurieren der SPS
Vor Inbetriebnahme bzw. Programmierung erstellen Sie eine Konfigurationsliste für die angeschlossenen Feldbusteilnehmer. Aufgrund dieser
Liste kann
• ein Vergleich zwischen IST- und SOLL-Konfiguration durchgeführt werden,
schlußfehler zu beheben;
um
An-
• bei der Syntaxprüfung eines Programms auf
die Angaben zurückgegriffen werden, um
Adressierungsfehler zu vermeiden.
9610
5-3
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
Festo
Der Feldbuskonfigurator in der FST-Software unterstützt Sie beim Erstellen der SOLL-Konfiguration. Die Menüsteuerung und Bedienung der
FST-Software ist im entsprechenden FST-Handbuch Ihrer Steuerung beschrieben.
Konfigurieren Sie Ihr System nach folgendem
Schema:
• Feldbusadresse
des
Feldbusteilnehmers
(Ventil-/Installationsinsel) eingeben.
• Strang-Nr. eingeben.
• Typ der Ventil-/Installationsinsel aus Feldbus-
Typdatei wählen und eingeben. Mit Auswahl
des Typs wird automatisch die Anzahl der zur
Adressierung notwendigen Ein-/Ausgangsworte (EW/AW) belegt.
Menü: FST 405 Feldbus Konfiguration
[ Einfügen [Esc]
Tn.
Feldbusadresse
der Ventil-/
Installationsinsel
Str.
Typ
Nummer des
Feldbusstrangs,
an den die Insel
angeschlossen ist.
EW
AW
Typ des Feldbusteilnehmers
(Typ ist aus Feldbus-Typdatei
auszuwählen).
(Typ – Auswahl)
Ventilinsel
* Ventilinsel
Ventilinsel
Ventilinsel
* Install.insel
01
01
02
02
bis
über
bis
über
8
8
8
8
Ventile
Ventile
Ventile
Ventile
bis
6 Ventile
Install.insel
über
6 Ventile
Dezentrale E/A’s
E/A-Erweiterung 405
Servotreiber HPM3000
Bild 5/1: Beispiel – Konfigurieren mit FST 405
5-4
9610
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
Klöckner-Moeller
Bei Einsatz der Ventil-/Installationsinsel im
SUCOnet ist folgendes zu beachten:
• Konfiguration
Die Ventil-/Installationsinsel verhält sich am
SUCOnet wie die Steuerung PS 3 und ist entsprechend zu konfigurieren.
• Die Ventilinsel wertet nur die Ausgangsinformationen aus.
• Die Installationsinsel wertet Ausgangs- und
Eingangsinformationen aus.
• Ein Teilnehmer wird erst dann initialisiert,
wenn er vom Programm angesprochen
wird. Danach erlischt auch die BUS-LED.
• Verwenden Sie folgende ID-Worte
- Ventilinsel ohne Eingänge: 80D4
- Ventilinsel mit Eingängen: 80D8
Weitere Angaben zur Konfiguration entnehmen
Sie bitte dem SPS-Handbuch Ihrer Steuerung.
Siemens
Bei
Einsatz der Ventil-/Installationsinsel im
ET100-Bus sind folgende Besonderheiten zu beachten:
• Berechnung der Gesamtübertragungszeit
HINWEIS:
Ventil-/Installationsinseln haben keinen
Peripheriebus. Somit ist die Peripheriebusübertragungszeit Null (( Tc + ∆tc) =0).
Die Berechnung der Gesamtübertragungszeit
(tÜ max) entnehmen Sie bitte dem SPS-Handbuch Ihrer Steuerung.
9610
5-5
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
• Empfehlung:
Legen Sie die Feldbusadresse der Ventil-/Installationsinsel in den P-Bereich (trotz anderslautender Empfehlung im Siemens-Handbuch). Damit sind die Ein-/Ausgänge bitweise
adressierbar.
• Konfigurieren Sie die Ventil-/Installationsinseln
als Analog-Einheiten.
• Verwenden Sie nur geradzahlige Anfangsadressen (AA-/AE-Adressen).
Die Angaben zur Konfiguration sind abhängig
von der Größe der eingesetzten Ventil-/Installationsinsel und nachfolgendem Bild zu entnehmen:
Feldbusteilnehmer
Konfiguration
Ventilinsel
• bis 8 Ventilplätze
1AA
• über 8 Ventilplätze
2AA
Installationsinsel
• bis 6 Ventilplätze
1AX
• über 6 Ventilplätze
2AX
Bedeutung
Baugruppe mit 1 Kanal
"Analoger Ausgänge"
(2 Byte)
Baugruppe mit 2 Kanälen
"Analoger Ausgänge"
(4 Byte)
Baugruppe mit je 1 Kanal
"Analoger Ausgänge"
"Analoger Eingänge"
(2 Byte) und
(2 Byte)
Baugruppe mit je 2 Kanälen
"Analoger Ausgänge"
"Analoger Eingänge"
(4 Byte) und
(4 Byte)
Bild 5/2: Konfiguration ET100U
Bei der ET100U erfolgt die Adreßvergabe bzw.
- eingabe über die Kommunikationssoftware
COM ET100. Hier sind in der Maske ’ET 100ADRESSVERGABE’ bei Einsatz der Ventil-/Installationsinsel folgende Angaben zu machen:
5-6
9610
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
Beispiel:
Konfigurieren einer Installationsinsel mit 10 Ventilplätzen.
Feldbusadresse
(ET100-Nr.):
Bereich:
AA-Adresse:
AE-Adresse:
Konfiguration:
23
P
30
20
2AX
***************************************************************************
*
SIMATIC S5 / ET100-AS
*
* ET100-ADRESSVERGABE
PROGRAMMNAME: $$$$$$$$
*
*
*
* ET100-Nr.:
23
auf AS 318-8M eingestellte Nummer
End- *
* Bereich:
P
(P, Q, IM3, IM4)
Adresse: *
* DA-Adresse: ###
Anfangsadresse für Digitalausgaben
$$$
*
* DE-Adresse: ###
Anfangsadresse für Digitaleingaben
$$$
*
* AA-Adresse:
30
Anfangsadresse für Analogausgabe
$$$ *
* AE-Adresse:
20
Anfangsadresse für Analogeingabe
$$$ *
* Konfigurierung:
*
* 0.
1.
2.
3.
4.
5.
6
7.
*
* 2AX
###
###
###
###
###
###
###
*
*
*
* 8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
*
* ###
###
###
###
###
###
###
###
*
*
*
* 16.
17.
18.
19.
20.
21.
22.
23.
*
* ###
###
###
###
###
###
###
###
*
*
*
* 24.
25.
26.
27.
28.
29.
30.
31.
*
* ###
###
###
###
###
###
###
###
*
*
*
F2
F3
F4
F5
F6
F7
F8 *
* F1
* ANWAHL
*
ABVORVORWÄRTS RÜCKW.
WEITERE
* ET100-Nr. SPEICHERN BELEGEN BLÄTTERN BLÄTTERN FUNKTION HELP EXIT *
*
**********************************************************************************************
Menüzeile 1
**********************************************************************************************
Bild 5/3: Beispiel – Konfigurieren mit Maske ET100-ADRESSVERGABE
9610
5-7
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
Einschalten der Betriebsspannung
HINWEIS:
Beachten Sie bitte auch die Einschalthinweise
im SPS-Handbuch Ihrer Steuerung.
Wenn Sie Ihre Steuerung einschalten, führt diese
selbständig einen Vergleich zwischen IST- und
SOLL-Konfiguration durch. Für diesen Konfigurationslauf ist es wichtig, daß die Zuschaltung der
Stromversorgung an SPS und angeschlossenen
Feldbusteilnehmern entweder gleichzeitig oder in
der richtigen Reihenfolge vorgenommen wird.
• Gemeinsame Versorgung:
Gemeinsame Versorgung von Steuerungssystem und Ventil-/Installationsinseln über zentralen Schalter zuführen.
• Getrennte Versorgung:
Verfügen Steuerungssystem und Ventil-/Installationsinsel über getrennte Versorgungen,
ist beim Einschalten folgende Reihenfolge
einzuhalten:
1. Betriebsspannung der Ventil-/Installationsinsel einschalten.
2. Betriebsspannung des Steuerungssystems
einschalten.
5-8
9610
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
Adressierung der Ein- und Ausgänge
Ventilinsel
Die Adressierung der Ausgänge (Ventilplätze) erfolgt je nach Größe der Ventilinsel über ein oder
zwei Ausgangsworte.
Ventilinsel Typ 02
Zu adressierende Ausgangsworte
bis zu 8 Ventilplätze
1
über 8 Ventilplätze
2
Bild 5/4: Anzahl zu adressierender Ausgangsworte
Ventilplätze
Jedem Ventilplatz sind zwei Ausgänge zugeordnet. Die Bezeichnung dieser Ausgänge ist auf
der Ventilinsel notiert und zeigt folgenden Aufbau:
Bezeichnung für
Ausgang (Output)
O 1 . 05
Bit-Nr. im Ausgangswort
Ausgangswort-Nr.
Ausgang
Bild 5/5: Aufbau der Bezeichnung für
Ausgänge
9610
5-9
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
Die prinzipielle Zuordnung der Ausgänge zum jeweiligen Ventilplatz entnehmen Sie nachfolgendem Bild:
Ausgänge der
Ventilplätze
0.00
0.02
0.04
0.06
0.08
0.10
0.12
0.14
1.00
1.02
Nr.
7
Nr.
8
Nr.
9
BUS
Ventilplätze
Nr.
0
Nr.
1
Nr.
2
Nr.
3
Nr.
4
0.01
0.03
0.05
0.07
0.09
Nr.
5
0.11
Nr.
6
0.13
0.15
1.01
1.03
Ausgänge der
Ventilplätze
Bild 5/6: Ausgänge der Ventilplätze (Beispiel: 10 Ventilplätze)
Beispiel:
Ventile ansprechen und aktivieren.
Ventilplatz-Nr.
Ventiltyp
Ausgang
Bitinhalt
Bemerkung
2
einseitig betätigt
O0.04
O0.05
1
X
Ventilmagnetspule aktiv
Ausgang wird nicht ausgewertet,
Bitinhalt ohne Bedeutung.
9
beidseitig betätigt
O1.02
O1.03
0
1
obere Ventilmagnetspule nicht aktiv
untere Ventilmagnetspule aktiv
Bild 5/7: Beispiel - Ventile ansprechen und aktivieren
5-10
9610
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
Installationsinsel
Die Adressierung der Ausgänge (Ventilplätze
und Zusatzausgänge) erfolgt je nach Größe der
Installationsinsel über ein oder zwei Ausgangsworte. Die Adressierung der Eingänge wird dementsprechend über ein oder zwei Eingangsworte
vorgenommen.
Installationsinsel
Typ 02
Zu adressierende
Ausgangsworte
Zu adressierende
Eingangsworte
bis zu 6
Ventilplätze
1
1
über 6
Ventilplätze
2
2
Bild 5/8: Anzahl zu adressierender
Aus-/Eingangsworte
Ventilplätze, Ein- und Zusatzausgänge
Jedem Ventilplatz sind zwei Ein- sowie zwei
Ausgänge zugeordnet. Je zwei Zusatzein-/Zusatzausgänge sind oberhalb des Feldbusknotens
angeordnet. Die Bezeichnung der Ein-/Ausgänge
ist auf der Installationsinsel notiert und zeigt folgenden Aufbau:
Bezeichnung für
Eingang
(Input) bzw.
Ausgang (Output)
O 0 . 03
I 1 . 05
Bit-Nr. im Ein- bzw. Ausgangswort
Ein- bzw. Ausgangswort-Nr.
Ein- bzw. Ausgang
Bild 5/9: Aufbau der Bezeichnung für Ein-/
Ausgänge
9610
5-11
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
Die prinzipielle Zuordnung der Ein-/Ausgänge
zum jeweiligen Ventilplatz bzw. Zusatzein-/Zusatzausgang entnehmen Sie nachfolgendem
Bild:
Zusatzausgänge
oberhalb des
Feldbusknotens
(O0.00 und O0.01)
Eingänge
oberhalb
der Ventilplätze
(I0.02...I1.05)
Zusatzeingänge
oberhalb des
Feldbusknotens
(I0.00 und I0.01)
0.00
0.00
0.02
0.04
0.06
0.08
0.10
0.12
0.14
1.00
1.02
1.04
0.01
0.01
0.03
0.05
0.07
0.09
0.11
0.13
0.15
1.01
1.03
1.05
0.02
0.04
0.06
0.08
0.10
0.12
0.14
1.00
1.02
1.04
Nr.
6
Nr.
7
Nr.
8
Nr.
9
0.15
1.01
BUS
Ventilplätze
Nr.
0
Nr.
1
Nr.
2
Nr.
3
Nr.
4
0.03
0.05
0.07
0.09
0.11
Nr.
5
0.13
1.03
1.05
Ausgänge
der Ventilplätze
(O0.02...O1.05)
Bild 5/10: Ein-/Ausgänge der Ventilplätze und Zusatzein-/
Zusatzausgänge einer Installationsinsel
(Beispiel: 10 Ventilplätze)
5-12
9610
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
Beispiel 1:
Ventile und Zusatzausgänge (SA0 und SA1) ansprechen und aktivieren.
Ventilplatz-Nr.
Ventiltyp
Bezeichnung
Bitinhalt
Bemerkungen
2
einseitig
betätigt
O0.06
O0.07
1
X
Ventilmagnetspule aktiv
Ausgang wird nicht ausgewertet,
Bitinhalt ohne Bedeutung.
9
beidseitig
betätigt
O1.04
O1.05
0
1
obere Ventilmagnetspule nicht aktiv
untere Ventilmagnetspule aktiv
SA0
O0.00
0
Zusatzausgang nicht aktiv
SA1
O0.01
1
Zusatzausgang aktiv (DC 24V)
Zusatzausgänge
Bild 5/11: Beispiel 1 – Ventile und Zusatzausgänge ansprechen und
aktivieren
Beispiel 2:
Eingänge ansprechen und einlesen.
Eingang
Bezeichnung
eingelesener
Bitinhalt
Bemerkungen
Eingänge
Ventilplatz-Nr. 2
I0.06
I0.07
1
0
Signal liegt an
Signal liegt nicht an
Eingänge
Ventilplatz-Nr. 9
I1.04
I1.05
0
1
Signal liegt nicht an
Signal liegt an
Bild 5/12: Beispiel 2 – Eingänge ansprechen und einlesen
9610
5-13
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
Statusbits
Die Installationsinsel stellt zwei Statusbits sowie
ein Diagnosebyte zur Fehlerdiagnose bereit.
Die beiden Statusbits können je nach Größe der
Installationsinsel über das erste oder zweite Eingangswort ausgelesen werden. Dementsprechend ergeben sich für die Statusbits folgende
Bezeichnungen:
Installationsinsel Typ 02
Bezeichnung Statusbits
bis 6 Ventilplätze
I0.14
I0.15
über 6 Ventilplätze
I1.14
I1.15
Bild 5/13: Bezeichnung der Statusbits
Beispiel:
Statusbits ansprechen und einlesen.
Statusbits
bis 6 Ventilplätze
über 6 Ventilplätze
Bezeichnung
I0.14
I0.15
eingelesener
Bitinhalt
0 oder 1
Bemerkungen
Bedeutung s. Kap.6
I1.14
I1.15
Bild 5/14 : Beispiel – Statusbits ansprechen und einlesen
5-14
9610
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
Herstellerspezifische Besonderheiten
Festo
Beispiel:
Adressieren von Ein-/Ausgängen einer Installationsinsel mit über 6 Ventilplätzen.
Prozessorsystemadresse E.CFA:
Feldbusadresse der Insel:
4
16
0.00
0.00
0.02
0.04
0.06
0.08
0.10
0.12
0.14
1.00
1.02
1.04
0.01
0.01
0.03
0.05
0.07
0.09
0.11
0.13
0.15
1.01
1.03
1.05
0.02
0.04
0.06
0.08
0.10
0.12
0.14
1.00
1.02
1.04
0.03
0.05
0.07
0.09
0.13
0.15
1.01
1.03
1.05
BUS
0.11
Programm:
WENN
DANN
SETZE
E416.0.3
A416.0.4
"Eingang
"Ausgang
I0.03
O0.04 (2. Ventil, obere Spule)
WENN
DANN
E416.1.1
A416.1.5
"Eingang
"Ausgang
I1.01
O1.05 (10. Ventil, untere Spule)
SETZE
Bild 5/15: Beispiel – Adressieren Installationsinsel über 6 Ventilplätze
Weitere Angaben zur Adressierung und Programmierung entnehmen Sie dem SPS-Handbuch Ihrer Steuerung (z.B. Festo Systemhandbuch FPC 405, Kap. 7).
9610
5-15
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
Klöckner-Moeller
Beim Adressieren der Ein-/Ausgänge einer Ventil-/Installationsinsel ist folgendes zu beachten:
Feldbusteilnehmer
Adressierung SUCOnet
Ventilinsel
• bis 8 Ventilplätze
1 Wort Ausgänge (Standard 16 Bit)
• über 8 Ventilplätze
Installationsinsel
• bis 6 Ventilplätze
• über 6 Ventilplätze
Langtelegramm:
1 Wort Ausgänge (Standard 16 Bit) + Zusatzfunktionen
1 Wort Ausgänge (Standard 16 Bit)
1 Wort Eingänge (Standard 16 Bit)
Langtelegramm:
1 Wort Ausgänge (Standard 16 Bit) + Zusatzfunktionen
1 Wort Eingänge (Standard 16 Bit) + Zusatzfunktionen
Bild 5/16: Adressierungsmöglichkeiten am SUCOnet
Die Ventil-/Installationsinsel simuliert die Zusatzfunktionen ("Analogaus-/Analogeingang" und
"Schneller Zähler") einer PS 3. Damit werden folgende Bytes zusätzlich adressierbar:
Zusatzfunktionen der PS 3, simuliert
durch Ventil-/Installationsinsel
•
•
•
•
Analogausgang
Schneller Zähler (Low-Byte)
Schneller Zähler (High-Byte)
4 Analogeingänge
Bytegröße
8 Bit
8 Bit
8 Bit
je 8 Bit
Bild 5/17: Simulierte Zusatzfunktionen
Ferner ergeben sich in Abhängigkeit vom eingesetzten Master folgende Besonderheiten für die
Adressierung:
5-16
9610
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
• PS 3 oder PS 4 als Master
Ist eine PS 3/PS 4 Master, können bis zu drei
Ventil-/Installationsinseln angeschlossen werden.
Den möglichen Feldbusadressen 2, 3 und 4 der
Ventil-/Installationsinseln sind im Programm folgende Baueinheit-Nummern zuzuordnen:
Eingestellte Feldbusadresse Nummer der Baueinheit
der Ventil-/Installationsinsel
2
3
4
1
2
3
Bild 5/18: Zuordnung Baueinheiten
Nach der Konfiguration sind die Ventil-/Installationsinseln wie folgt zu adressieren:
Ausgänge der Ventil-/
Installationsinsel
PS 3-Operand
Funktion
O
O
O
O
QB x.0 (Low-Byte)
QB x.8 (High-Byte)
QA x.0
C-Soll (Low-Byte)
1. Ausgangsbyte
2. Ausgangsbyte
Analogausgang
Systembaustein "Schneller
Zähler"
0.00
0.08
1.00
1.08
...
...
...
...
O
O
O
O
0.07
0.15
1.07
1.15
x = Nummer der Baueinheit
Bild 5/19: Adressierung Ausgänge
Eingänge der
Installationsinsel
PS 3-Operand
Funktion
I 0.00 ... I 0.07
I 0.08 ... I 0.15
I 1.00 ... I 1.07
I 1.08 ... I 1.15
InstallationsinselDiagnosebyte
IB
IB
IA
IA
IA
1. Eingangsbyte
2. Eingangsbyte
1. Analogeingang
2. Analogeingang
3. Analogeingang (siehe
auch Kap.6)
x.0 (Low-Byte)
x.8 (High-Byte)
x.0
x.1
x.2
x = Nummer der Baueinheit
Bild 5/20: Adressierung Eingänge und Installationsinsel-Diagnosebyte
9610
5-17
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
Beispiele
• Beispiel 1:
Adressieren der Ausgänge O1.00 ... O1.05
einer Ventilinsel über die Zusatzfunktion
"Analogausgang". Die mitadressierten Ausgänge O1.06 und O1.07 sind ohne Bedeutung.
Adressieren der Ausgänge:
Feldbusadresse:
O1.00...O1.07
2
Programm:
L IB0.0
"Info vom 1. Eingangsbyte der PS 3
= QA1.0 "auf Ausgänge O1.00...O1.07 übertragen.
• Beispiel 2:
Adressieren der Eingänge I1.00 ... 1.05 sowie der Statusbits I1.14 und I1.15 einer Installationsinsel (über die Zusatzfunktionen "1.
und 2. Analogeingang"). Die mitadressierten
Eingänge I1.06 ... I1.13 sind ohne Bedeutung.
Adressieren der Eingänge:
Feldbusadresse:
Programm:
L IA3.0
= QB0.0
L IA3.1
= QB0.8
5-18
I1.00...I1.15
4
"Info der Eingänge I1.00...I1.07
"auf 1. Ausgangsbyte der PS 3 übertragen.
"Info der Eingänge I1.08...I1.15
"auf 2. Ausgangsbyte der PS 3 übertragen.
9610
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
• Andere Master
(z.B. PS 316, PS 416, EPC 334)
Adressieren Sie die Ventil-/Installationsinsel wie
eine PS 3.
Beispiel
Adressieren der Ein- und Ausgänge einer Installationsinsel und Laden des Installationsinsel-Diagnosebytes.
Master:
Physikalische SBI-Adresse:
Logische SBI-Adresse:
Feldbusadresse:
PS 316
192
SBI0
2
Programm:
1
"Eingänge der PS 316 auf Ausgänge der Insel:
2
"
3
L IB 0.0
4
= PP 192 B8.0
"Ausgänge O 0.00...O 0.07
5
L IB 0.8
6
= PP 192 B8.8
"Ausgänge O 0.08...O 0.15
7
L IB 1.0
8
= PP 192 B9.0
"Ausgänge O 1.00...O 1.07
9
L IB 1.8
10
= PP 192 B11.0
"Ausgänge O 1.08...O 1.15
11
"
12
"Falls vorhanden, Eingänge der Insel auf Ausgänge der PS 316:
13
"
14
L PP 192 B0.0
"Eingänge I 0.00...I 0.07
15
= QB 0.0
16
L PP 192 B0.8
"Eingänge I 0.08...I 0.15
17
= QB 0.8
18
L PP 192 B1.0
"Eingänge I 1.00...I 1.07
19
= QB 1.0
20
L PP 192 B2.0
"Eingänge I 1.08...I 1.15
21
= QB 1.8
22
"
23
"Installationsinsel-Diagnosebyte in ein Merkerbyte laden.
24
"
25
L PP 192 B3.0
"Installationsinsel-Diagnosebyte
26
= MB 10.0
27
"
Weitere Angaben zur Adressierung und Programmierung entnehmen Sie bitte dem SPSHandbuch Ihrer Steuerung.
9610
5-19
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
Siemens
Weitere Angaben zur Adressierung und Programmierung entnehmen Sie dem SPS-Handbuch Ihrer Steuerung.
• Beispiel 1:
Adressieren der Ausgänge einer Ventilinsel
mit bis zu 8 Ventilplätzen.
ET100-Nr.:
20
AA-Adresse:
40
Konfiguration:
1AA
0.00
0.02
0.04
0.06
0.08
0.10
0.12
0.14
0.01
0.03
0.05
0.07
0.09
0.11
0.13
0.15
BUS
**********************************************************************************************
*
SIMATIC S5 / ET100-AS
*
* ET100-ADRESSVERGABE
PROGRAMMNAME: $$$$$$$$
*
*
*
* ET100-Nr.:
20 auf AS 318-8M eingestellte Nummer
End*
* Bereich:
P (P, O, IM3, IM4)
Adresse:
*
* DA-Adresse: ### Anfangsadresse für Digitalausgaben
$$$
*
* DE-Adresse: ### Anfangsadresse für Digitaleingaben
$$$
*
* AA-Adresse:
40 Anfangsadresse für Analogausgabe
$$$
*
* AE-Adresse:
### Anfangsadresse für Analogeingabe
$$$
*
* Konfigurierung:
*
* 0.
1.
2.
3.
4.
5.
6
7.
*
* 1AA
###
###
###
###
###
### ###
*
**********************************************************************************************
Programm:
:
:U
E3.4
:=
A40.4 "Ausgang O0.04
:=
A41.7 "Ausgang O0.15
:=
(3. Ventil, obere Spule)
(8. Ventil, untere Spule)
Bild 5/21: Beispiel 1 – Adressieren Ventilinsel bis 8 Ventilplätze
5-20
9610
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
• Beispiel 2:
Adressieren der Ausgänge einer Ventilinsel
mit über 8 Ventilplätzen.
ET100-Nr.:
21
AA-Adresse:
50
Konfiguration:
2AA
0.00
0.02
0.04
0.06
0.08
0.10
0.12
0.14
1.00
1.02
0.01
0.03
0.05
0.07
0.09
0.11
0.13
0.15
1.01
1.03
BUS
*********************************************************************************************
*
SIMATIC S5 / ET100-AS
*
* ET100-ADRESSVERGABE
PROGRAMMNAME: $$$$$$$$
*
*
*
* ET100-Nr.:
21 auf AS 318-8M eingestellte Nummer
End*
* Bereich:
P (P, Q, IM3, IM4)
Adresse:
*
* DA-Adresse: ### Anfangsadresse für Digitalausgaben
$$$
*
* DE-Adresse: ### Anfangsadresse für Digitaleingaben
$$$
*
* AA-Adresse:
50 Anfangsadresse für Analogausgabe
$$$
*
* AE-Adresse:
### Anfangsadresse für Analogeingabe
$$$
*
* Konfigurierung:
*
* 0.
1.
2.
3.
4.
5.
6
7.
*
* 2AA
###
###
###
###
###
###
###
*
**********************************************************************************************
Programm:
:
:U
E3.4
:=
A50.4 "Ausgang
:=
A51.7 "Ausgang
:=
A52.2 "Ausgang
O0.04 ( 3. Ventil, obere Spule)
O0.15 ( 8. Ventil, untere Spule)
O1.02 (10. Ventil, obere Spule)
Bild 5/22: Beispiel 2 – Adressieren Ventilinsel über 8 Ventilplätze
9610
5-21
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
• Beispiel 3:
Adressieren der Ein-/Ausgänge einer Installationsinsel mit bis zu 6 Ventilplätzen.
ET100-Nr.:
22
AA-Adresse:
60
AE-Adresse:
70
Konfiguration:
1AX
0.00
0.00
0.02
0.04
0.06
0.08
0.10
0.12
0.01
0.01
1.03
0.05
0.07
0.09
0.11
0.13
0.02
0.04
0.06
0.08
0.10
0.12
0.03
0.05
0.07
0.09
0.11
0.13
BUS
**********************************************************************************************
*
SIMATIC S5 / ET100-AS
*
* ET100-ADRESSVERGABE
PROGRAMMNAME: $$$$$$$$
*
*
*
* ET100-Nr.:
22
auf AS 318-8M eingestellte Nummer
End- *
* Bereich:
P
(P, Q, IM3, IM4)
Adresse: *
* DA-Adresse: ###
Anfangsadresse für Digitalausgaben
$$$
*
* DE-Adresse: ###
Anfangsadresse für Digitaleingaben
$$$
*
* AA-Adresse:
60
Anfangsadresse für Analogausgabe
$$$ *
* AE-Adresse:
70
Anfangsadresse für Analogeingabe
$$$ *
* Konfigurierung:
*
* 0.
1.
2.
3.
4.
5.
6
7.
*
* 1AX
###
###
###
###
###
###
###
*
**********************************************************************************************
Programm:
:
:U
E70.4
:=
A60.0
:=
A60.6
:=
A61.5
"Eingang
"Zusatzausgang
"Ausgang
"Ausgang
I0.04
O0.00
O0.06
O0.13
(3. Ventil, obere Spule)
(6. Ventil, untere Spule)
Bild 5/23: Beispiel 3 – Adressieren Installationsinsel bis 6 Ventilplätze
5-22
9610
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
• Beispiel 4:
Adressieren der Ein-/Ausgänge einer Installationsinsel mit über 6 Ventilplätzen.
ET100-Nr.:
23
AA-Adresse:
80
AE-Adresse:
90
Konfiguration:
2AX
0.00
0.00
0.02
0.04
0.06
0.08
0.10
0.12
0.14
1.00
1.02
1.04
0.01
0.01
0.03
0.05
0.07
0.09
0.11
0.13
0.15
1.01
1.03
1.05
0.02
0.04
0.06
0.08
0.10
0.12
0.14
1.00
1.02
1.04
0.03
0.05
0.09
0.11
0.13
0.15
1.01
1.03
BUS
0.07
1.05
*********************************************************************************************
*
SIMATIC S5 / ET100-AS
*
* ET100-ADRESSVERGABE
PROGRAMMNAME: $$$$$$$$
*
*
*
* ET100-Nr.:
23 auf AS 318-8M eingestellte Nummer
End*
* Bereich:
P (P, Q, IM3, IM4)
Adresse:
*
* DA-Adresse: ### Anfangsadresse für Digitalausgaben
$$$
*
* DE-Adresse: ### Anfangsadresse für Digitaleingaben
$$$
*
* AA-Adresse:
80 Anfangsadresse für Analogausgabe
$$$
*
* AE-Adresse:
90 Anfangsadresse für Analogeingabe
$$$
*
* Konfigurierung:
*
* 0.
1.
2.
3.
4.
5.
6
7.
*
* 2AX
###
###
###
###
###
###
###
*
Programm:
:
:U
E92.3
:=
A80.1
:=
A80.6
:=
A82.5
"Eingang
"Zusatzausgang
"Ausgang
"Ausgang
I1.03
O0.01
O0.06
O1.05
( 3. Ventil, obere Spule)
(10. Ventil, untere Spule)
Bild 5/24: Beispiel 4 – Adressieren Installationsinsel über 6 Ventilplätze
9610
5-23
VIFB – 02
5. Inbetriebnahme
Inbetriebnahme-Tips
1. Setzen Sie die Anschaltung IM 308-B auf
dem richtigen Steckplatz Ihres AGs ein.
2. Beachten Sie etwaige Einschränkungen der
Anzahl der Digitaleingänge/Digitalausgänge,
z. B. CPU 941, max. 512.
3. Beachten Sie, daß die eingestellte StationsNr. nicht der konfigurierten E/A-Adresse entspricht.
4. Für die Konfiguration (z B. 1AA, 2AA, 1AX,
2AX) ist die Anzahl der Ventilplätze entscheidend, nicht die Anzahl der auf der Insel
montierten Ventile.
5. Achten Sie bei der Konfiguration darauf, daß
sich die E/A-Adressen von AG-Baugruppen
nicht mit den konfigurierten E/A-Adressen des
Feldbusses übereinschneiden.
6. Beachten Sie ferner, daß keine Adreßüberschneidung der Feldbus-E/A-Adressen mit
den Diagnose-Adressen stattfinden.
7. Schalten Sie zu beiden Enden des Feldbusses den Abschlußwiderstand an (im Feldbusanschlußstecker der IM 308-B und an letzten
Feldbusteilnehmer).
5-24
9610
VIFB – 02
6. Diagnose/Fehlerbehandlung
6. DIAGNOSE UND FEHLERBEHANDLUNG
9610
6-1
VIFB – 02
6. Diagnose/Fehlerbehandlung
Inhalt
DIAGNOSE UND FEHLERBEHANDLUNG
LED-Anzeigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Feldbusknoten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Ventile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Ein- und Zusatzausgänge . . . . . . . . . . . . . . .
6-3
6-4
6-5
6-6
Diagnosebyte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-7
Festo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-7
Klöckner-Moeller . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-10
Siemens. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-11
Test der Ventile und Zusatzausgänge . . 6-15
Verhalten bei Störungen. . . . . . . . . . . . . . 6-17
Steuerungssystem. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-17
Kurzschluß /Überlast am Zusatzausgang . . 6-18
6-2
9610
VIFB – 02
6. Diagnose/Fehlerbehandlung
LED-Anzeigen
Feldbusknoten
Die Leuchtdioden (LEDs) auf der Abdeckung des
Feldbusknotens geben Auskunft über den Betriebszustand der Ventil-/Installationsinsel:
grüne LED
(Betriebszustandsanzeige)
POWER
rote LED
(Fehleranzeige)
BUS
BUS
Bild 6/1: LEDs des Feldbusknotens
9610
6-3
VIFB – 02
6. Diagnose/Fehlerbehandlung
Mögliche LED-Anzeigen zum Betriebszustand
der Ventil-/Installationsinsel entnehemen Sie folgendem Bild:
LEDs
Betriebszustand
Fehlerbehandlung
grün leuchtend
rot dunkel
Betriebszustand normal
oder,
Betriebszustand normal aber
Ventile schalten nicht.
Mögliche Ursache:
• Betriebsspannung der Ausgänge liegt nicht im Toleranzbereich bzw. liegt nicht an
• Druckluftversorgung nicht in
Ordnung
• Vorsteuerablauf blockiert
keine
grün dunkel
rot dunkel
Betriebsspannung Elektronik
liegt nicht an.
Betriebsspannungsanschluß
der Elektronik überprüfen.
grün leuchtend
rot blinkend
(sehr
schnell)
Adreß- und/oder
Baudrateneinstellung sind bei
eingestelltem Feldbusprotokoll
nicht zulässig.
Adreß-/Baudrateneinstellung
prüfen (s. Kap. 4.3)
grün leuchtend
rot blinkend
(Sekundentakt)
Feldbusverbindung nicht in
Ordnung. Mögliche Ursachen:
• Adreßeinstellung stimmt nicht
(z.B. Adresse doppelt belegt)
• Baudrate an Insel und Feldbusanschaltung stimmt nicht
überein
• Feldbusprotokolleinstellung
falsch
• ausgeschaltete bzw. defekte
Feldbusanschaltung
• unterbrochene, kurzgeschlossene
oder gestörte
Feldbusverbindung
Überprüfen der ...
Hardware-Fehler
Servicefall
grün leuchtend
rot leuchtend
Überprüfen der...
• Betriebsspannung/-anschluß
der Ausgänge (Toleranzbereich DC 21,6V ... 26,4V)
• Druckluftversorgung
• Vorsteuerabluftkanäle
• Adreßwahlschaltereinstellung
• Baudrateneinstellungan Insel und Feldbusanschaltung
• Feldbusprotokolleinstellung
(s. Kap. 4.3)
• Feldbusanschaltung
• Feldbusverbindung
Bild 6/2: LED-Anzeige – Betriebszustand
6-4
9610
VIFB – 02
6. Diagnose/Fehlerbehandlung
Ventile
Ober- bzw. unterhalb jeder Ventilmagnetspule
befindet sich eine gelbe LED. Diese LED zeigt
den Schaltzustand der Ventilmagnetspule an.
POWER
BUS
gelbe LEDs
(Schaltzustandsanzeige
der Ventilmagnetspule)
BUS
LED
Schaltstellung
Ventilmagnetspule
Bedeutung
gelb dunkel
Grundstellung
logisch 0 (Signal liegt nicht an)
gelb leuchtend
• Schaltstellung
oder
• Grundstellung
logisch 1 (Signal liegt an)
logisch 1 aber:
• Betriebsspannung der Ausgänge liegt
außerhalb des zul. Toleranzbereichs
(DC 21,6 V...26,4 V)
oder
• Druckluftversorgung nicht in Ordnung
oder
• Vorsteuerablauf blockiert
oder
• Servicefall
Bild 6/3: LED-Anzeige – Schaltzustand der Ventilmagnetspule
9610
6-5
VIFB – 02
6. Diagnose/Fehlerbehandlung
Ein- und Zusatzausgänge
Auf der Ventil-Sensor-Koppeleinheit der Installationsinsel befinden sich unter- bzw. oberhalb der
Ein-/Ausgangsanschlüsse grüne bzw. gelbe
LEDs. Über diese LEDs wird das aktuell am
jeweiligen Ein- bzw. Ausgang anliegende Signal
wiedergegeben.
gelbe LEDs
(Schaltzustandsanzeige
Zusatzausgänge)
grüne LEDs
(Schaltzustandsanzeige
Eingänge)
POWER
BUS
LED
Status
gelb
bzw.
grün
dunkel
gelb
bzw.
grün
leuchtend
logisch 0
(Signal liegt nicht an)
dunkel
logisch 1
(Signal liegt an)
leuchtend
Bild 6/4: LED-Anzeige – Schaltzustand der Einund Zusatzausgänge
6-6
9610
VIFB – 02
6. Diagnose/Fehlerbehandlung
Diagnosebyte
Die Diagnoseinformationen einer Ventil-/Installationsinsel werden zu einem Diagnosebyte (Statusbyte) zusammengesetzt. Mit diesem Diagnosebyte werden folgende Fehlerzustände erkannt
und an die SPS gemeldet:
Diagnoseinformation
Bedeutung
Ursache
UVentile
(UVen)
Überwacht die Betriebsspannung der Ventile und
Zusatzausgänge.
Betriebsspannung an Pin 2
des Betriebsspannungsanschlusses < 21,6V
UAusgänge
(UAus)
Überwacht die Betriebsspannung der Ventile und
Zusatzausgänge
(keine Spannung mehr
vorhanden, z.B. NOT-AUS).
Betriebsspannung an Pin 2
des Betriebsspannungsanschlusses < 10V
UEingänge
(UEin)
Überwacht bei Installationsinsel die Versorgung
der Eingänge
z.B. interne Sicherung
ausgelöst
SA0
Überwacht Zusatzausgang
O0.00 der Installationsinsel
Kurzschluß oder Überlast
SA1
Überwacht Zusatzausgang
O0.01 der Installationsinsel
Kurzschluß oder Überlast
Bild 6/5: Fehlerzustände der Ventil-/Installationsinsel
Das Diagnosebyte wird, passend zum jeweiligen
Feldbusprotokoll, an die SPS übertragen. Hierbei
sind, je nach Hersteller, die nachfolgenden Informationen zu beachten.
Festo
Mit der FPC 405 können alle Diagnoseinformationen der Ventil-/Installationsinsel direkt ausgewertet werden. Hierzu wird in der Feldbusanschaltung E.CFA eine Fehlerliste angelegt. In
diese werden alle Statusbytes aufgenommen
und ständig aktualisiert.
9610
6-7
VIFB – 02
6. Diagnose/Fehlerbehandlung
Protokollaufbau Statusbyte:
Bit-Nr.
Diagnoseinformation
7
6
5
4
3
2
1
0
keine
UAus
UVen
UEin
SA1
SA0
keine
keine
Signalzustand
Bedeutung
1*
0 oder 1
Signalzustand 0:
Signalzustand 1:
*
kein Fehler
Fehler
zyklischer
Feldbusteilnehmer
Bild 6/6: Protokollaufbau Statusbyte
Das Statusbyte wird über den Funktionsbaustein
44 abgefragt. Nachfolgendes Bild zeigt dies am
Beispiel der Feldbusanschaltung E.CFA der
FPC 405:
Testsystem
oder
Programm
Prozessorsystemadresse
Testsystem
(onlineBetrieb)
Programm
KOP
Programm
AWL
Eingabeformat/Abfrage
Rückgabeparameter
2
FC2.44, <Feldbusadresse> oder
F52.44, <Feldbusadresse>
4
FC4.44, <Feldbusadresse> oder
F54.44, <Feldbusadresse>
Inhalt
wird
direkt
angezeigt
2
Box definieren
BAF 52
4
BAF 54
2
WENN ...
DANN BAF 52
4
Programm
BASIC
MIT
MIT
K44
K <Feldbusadresse>
MIT
MIT
K44
K <Feldbusadresse>
MIT
MIT
K44
K <Feldbusadresse>
MIT
MIT
K44
K <Feldbusadresse>
WENN ...
DANN BAF 54
2
CALL FN 52, (44, <Feldbusadresse>)
4
CALL FN 54, (44, <Feldbusadresse>)
FE32
FE32
@Q0
Bild 6/7: Beispiel E.CFA – Statusabfrage Feldbusteilnehmer
6-8
9610
VIFB – 02
6. Diagnose/Fehlerbehandlung
Beispiel
Abfrage und Auswertung des Statusbytes eines
Feldbusteilnehmers (Ventil-/Installationsinsel).
Feldbusadresse:
Prozessorsystemadresse:
Abfrage:
Lösungshinweis:
Programm AWL:
SCHRITT
23
4
Bei Fehler von UEingänge
(Bit-Nr.4) soll im Programm
eine Verzweigung erfolgen.
Durch bitweises Maskieren
des Rückgabeparameters
wird dessen Inhalt ausgewertet (HEX10 = 0001.0000).
(1)
"Statusbyte Installationsinsel 23 lesen
WENN
DANN
SCHRITT
WENN
DANN
SONST
NOP
BAF 54
MIT
MIT
(2)
( FE32
UND
K$10 )
=
K$10
SP NACH U_Fehler (3)
NOP
Programm BASIC:
CALL FN54 (44, 23)
IF
@Q0 AND $10 THEN . . .
9610
"Funktionsbaustein – Aufruf in CZE 4
"BAF 44 in CFA
"Adresse Feldbusteilnehmer
K44
K23
:!
:!
"Bit-Nr. 4 im Statusbyte gesetzt?
"BAF-Rückgabeparameter
"Bedingung: Bit-Nr. 4 =1
"Sprung in Unterprogramm "Fehler"
Statusbyte Install.insel 23 lesen über BAF 44
Bedingung: Bit-Nr. 4 = 1
6-9
VIFB – 02
6. Diagnose/Fehlerbehandlung
Klöckner-Moeller
Am SUCONET verhalten sich die Ventil-/Installationsinseln wie eine PS 3 in Slave-Konfiguration.
Deshalb übermittelt die Ventil-/Installationsinsel
ihr Diagnosebyte über den PS 3-Operanden
"Analogausgang" (3. Analogkanal) an den Master. Der Master empfängt dieses Diagnosebyte
vom SUCONET über den PS 3-Operanden "3.
Analogeingang" (5. Eingangskanal). Näheres
hierzu siehe folgendes Beispiel und SPS-Handbuch Ihrer Steuerung.
Beispiel:
Diagnosebyte laden.
Master:
Feldbusadresse
der Insel:
PS 3
2 (=Baueinheit-Nr. 1)
Programm:
LIA1.2
"Diagnosbyte der Insel über 5. Eingangskanal
QB0.0
"auf 1. Ausgangsbyte der PS3 laden
Diagnoseinformation können ausschließlich über
dieses Diagnosebyte, jedoch nicht über die
Remote User Statusbytes, empfangen werden.
Protokollaufbau Diagnosebyte:
Bit-Nr.
Diagnoseinformation
7
6
5
4
3
2
1
0
keine
UAus
UVen
UEin
SA1
SA0
keine
keine
Signalzustand
Bedeutung
H*
L oder H
Signalzustand L:
Signalzustand H:
kein Fehler
Fehler
*
zyklischer
Feldbusteilnehmer
Bild 6/8: Protokollaufbau Diagnosebyte
6-10
9610
VIFB – 02
6. Diagnose/Fehlerbehandlung
Protokollaufbau Remote User Statusbyte:
Die Remote User Statusbytes (RU_STBs) werden durch die Ventil-/Installationsinsel auf einen festen Wert gesetzt.
Die nachfolgenden Zustandsmeldungen liegen
immer fest vor. Bedeutung und Zustände der
Bits, deren Signalzustand hier nicht aufgeführt
ist, entnehmen Sie bitte Ihrem SPS-Handbuch.
Remote User
Statusbyte
RU_STB0
Bit-Signalzustand
7
6 5
4
3
Bedeutung
2 1
0
• kein
• kein
L L
RU_STB1
7
6
5
4 3
L
RU_STB2
7
6
5
4 3
H H L H
H H L
L
2
1
0
H H L
2
Remote User ERROR:
1
0
H L
L
H H L L
L
Hardware-Fehler
Output-Kurzschluß
Remote User Zustand:
• Passiver User
• Auftrag ausgeführt
• Remote User befindet sich
im RUN-Zustand
Remote User Typ:
• Fremdgeräte angeschlossen
Remote User Version:
• Output (Ventilinsel)
Remote User Typ:
• Fremdgerät angeschlossen
Remote User Version:
• Output/Input (Install.insel)
Bild 6/9: RU_STBs Zustandsmeldungen
9610
6-11
VIFB – 02
6. Diagnose/Fehlerbehandlung
Siemens
Für jeden Feldbusteilnehmer (ET100U) wird in
der Feldbusanschaltung (Anschaltung AS308-3U
oder IM 308) ein Diagnosebyte hinterlegt. Die
Nummer des Diagnosebytes entspricht dabei der
Feldbusadresse (ET100-Nr.) des jeweiligen Feldbusteilnehmers (Ventil-/Installationsinsel).
Beispiel:
Diagnosebyte auslesen.
Programm:
L KB n
T PY m
’n =
’m =
Feldbusadresse (ET100-Nr.)
Adresse im Bereich 128 ... 255,
Empfehlung: 254
’Transferiere Diagnosebyte nach
’Adresse xx
L PY m
T MB xx
Protokollaufbau Diagnosebyte:
Bit-Nr.
Bit-Kennzeichnung
7
6
5
4
3
2
1
0
BASP
0
0
F4
F3
F2
F1
F0
Bild 6/10: Protokollaufbau Diagnosebyte
Haben die mit BASP, F1 und F0 gekennzeichneten Bits den Signalzustand 1, liegen nachfolgende Fehlermeldungen vom Feldbusteilnehmer
(Ventil-/Installationsinsel) vor:
6-12
9610
VIFB – 02
Bit-Kennzeichnung
6. Diagnose/Fehlerbehandlung
Signalz Bedeutung
ustand
F0
1
Die Ventil-/Installationsinsel ist nicht mehr ansprechbar.
Mögliche Ursachen:
• Betriebsspannung fehlt
• Datenleitung unterbrochen
• Häufige Störungen auf der Übertragungsleitung.
(Telegramme werden 3 mal wiederholt. Werden dabei keine
gültigen Daten empfangen, gilt die Ventil-/Installationsinsel
als nicht mehr ansprechbar).
F1
1
Diagnoseinformation der Ventil-/Installationsinsel als
Sammelanzeige
UVen
= 1 oder
UAus
= 1 oder
UEin
= 1 oder
SA0
= 1 oder
SA1
= 1
F2 ... F4, 0 Bei Einsatz der Ventil-/Installationsinsel keine Bedeutung
BASP
1
0
’Befehlsausgabe sperren’
’Befehlsausgabe sperren’
aktiviert
nicht aktiviert
Bild 6/11: Diagnosebyte Zustandsmeldungen
Die Diagnoseinformation der Ventil-/Installationsinsel wird als Sammelanzeige in Bit F1 dargestellt. Bei der Installationsinsel kann diese
Sammelanzeige über die Statusbits weiter aufgeschlüsselt werden.
9610
6-13
VIFB – 02
6. Diagnose/Fehlerbehandlung
Statusbits der Installationsinsel:
Die Statusbits der Installationsinsel werden wie
"normale Eingänge" von der SPS abgefragt. Die
Bezeichnung der Statusbits und deren Bedeutung entnehmen Sie nachfolgendem Bild.
Installationsinsel Typ 02
– bis 6 Ventilplätze –
Bez.
Statusbit
Bitfolge
Installationsinsel Typ 02
– über 6 Ventilplätze –
Bedeutung
I0.14
I0.15
I1.14
I1.15
0
0
0
0
kein Fehler
1
0
1
0
UVen < 21,6V
0
1
0
1
UEin < 10V
1
1
1
1
UAus < 10V oder
SA0: Kurzschluß am
Zusatzausgang
O0.00 oder
SA1: Kurzschluß am
Zusatzausgang
O0.01
Bild 6/12: Statusbits – Zustandsmeldungen
Test der Ventile und Zusatzausgänge
ACHTUNG:
Vor Testbeginn
• Druckluftversorgung der Ventil-/Installationsinsel ausschalten.
• Zusatzausgänge der Installationsinsel abklemmen.
• Betriebsspannungsversorgung der Relaisplatten ausschalten.
Die Ventil-/Installationsinsel stellt folgende Testroutinen zur Verfügung, mit denen alle Ausgänge
zyklisch ein-/ausgeschaltet werden:
6-14
9610
VIFB – 02
6. Diagnose/Fehlerbehandlung
Testroutine
Bedeutung
Parallel
Alle Ausgänge werden gleichzeitig im
Sekundentakt ein-/ausgeschaltet.
Seriell
Alle Ausgänge werden nacheinander im
Sekundentakt ein-/ausgeschaltet.
Bild 6/13: Testroutinen
Starten der Testroutine:
Treten beim Starten der Testroutine Fehler auf,
blinkt die rote LED des Feldbusknotens schnell.
Der Vorgang muß dann wiederholt werden.
1. Betriebsspannungsversorgung der Ventil-/Installationsinsel ausschalten.
2. Feldbusknoten öffnen.
3. Stellung der Adreßwahlschalter und der DILSchalterelemente notieren.
4. Adresse 99 einstellen und DIL-Schalterelemente 1 ... 4 auf OFF stellen.
5. Betriebsspannungsversorgung einschalten.
6. Gewünschte Testroutine an den Adreßwahlschaltern wie folgt einstellen:
Testroutine
einzustellende Adresse
Parallel
0, 1 oder 2
Seriell
3
7. Start: DIL-Schalterelement 1 und 2 auf ON
stellen.
Stoppen der Testroutine:
1. Betriebsspannungsversorgung der Ventil-/Installationsinsel ausschalten.
2. Adreßwahlschalter und DIL-Schalterelemente
in ursprüngliche Stellung bringen.
9610
6-15
VIFB – 02
6. Diagnose/Fehlerbehandlung
Verhalten bei Störungen
Steuerungssystem
SPSHersteller
Festo
bzw.
Siemens
Verhalten der SPS bei Störungen
im Feldbus
im Steuerungssystem
Bei Störungen im Festo-Feldbus bzw.
ET100-Bus (z.B. durch Ausfall des
Feldbussignals oder Unterbrechung der
Feldbusleitung) werden alle Ausgänge
(Ventile und Zusatzausgänge) nach
einer vorgegebenen Zeitverzögerung
ausgeschaltet. Die Zeitverzögerung ist
abhängig von der eingestellten
Feldbusbaudrate.
Schaltet das Steuerungssystem auf STOP, werden
auf der Ventil/Installationsinsel alle
Ausgänge
(Ventile und
Zusatzausgänge)
ausgeschaltet.
Baudrate
[kBaud]
Zeitverzögerung
[ms]
31,25
62,5
187,5
375
2000
1000
500
250
Hinweis:
Die Magnetventile gehen
in diesem Fall in
Grundstellung.
Angaben im SPS-Handbuch prüfen
Bei Störungen im SUCONET
(z.B. durch Ausfall des Feldbussignals
oder Unterbrechung der Feldbusleitung)
werden alle Ausgänge (Ventile und
Zusatzausgänge) nach einer Zeitverzögerung ausgeschaltet. Die Zeitverzögerung ist abhängig vom Typ des
angeschlossenen SUCONET-Masters.
KlöcknerMoeller
SUCONET-Master
Zeitverzögerung
[ms]
PS3-Verbund:
Master PS3 mit
bis zu 3 Slaves
SUCONETVerbund:
mit bis zu
30 Slaves
80
300
Angaben im SPS-Handbuch prüfen
Bild 6/14: Verhalten des Steuerungssystems bei Störungen
6-16
9610
VIFB – 02
6. Diagnose/Fehlerbehandlung
Kurzschluß/Überlast am Zusatzausgang
Bei Kurzschluß oder Überlast wird:
• der Zusatzausgang abgeschaltet,
• SA0 oder SA1 des Diagnosebytes auf logisch
1 gesetzt.
Um den Ausgang wieder zu aktivieren, gehen
Sie wie folgt vor:
Schritt
Erläuterung
Kurzschluß oder Überlast beseitigen
Zusatzausgang auf 0 setzen (RESET)
• Manuell (online-Betrieb, Testsystem)
• Automatisch im SPS-Programm
Zusatzausgang auf 1 setzen
Das Fehlerbit im Diagnosebyte der
Installationsinsel wird wieder auf logisch
0 gesetzt.
Bild 6/15: Beseitigen von Kurzschluß/Überlast
Ist der Kurzschluß immer noch vorhanden, wird
der Zusatzausgang wieder abgeschaltet.
9610
6-17
VIFB – 02
6-18
6. Diagnose/Fehlerbehandlung
9610
VIFB – 02
Anhang A
STICHWORTVERZEICHNIS
9610
A-1
VIFB – 02
A-2
Anhang A
9610
VIFB – 02
Anhang A
A
Abdeckplatten . . . . . . . . . . . . . . . . 3-3, 3-5, 4-10
Abluft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-9
Abschlußwiderstand
installieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-36f
Adressieren
Ein-/Ausgänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-9ff
herstellerspezifische Besonderheiten. . . 5-15ff
Ventilplätze. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-9f
Ventilplätze, Ein-/Zusatzausgänge. . . . . 5-11ff
Adreßwahlschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-24
Aktoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-8
Anschaltung AS308-3U . . . . . . . . 2-5, 4-36, 6-12
Anschluß, beidseitig . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-8
Anschlußblock . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-4, 3-3, 3-8f
anschließen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-9
vorbereiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-8
Anschlußhinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-35f
Anschlüsse
für Eingänge. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-6
für Zusatzausgänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-6
überprüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-44
Antworttelegramm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-8
Arbeitsleitungsanschlüsse . . . . . . . . . . . . 3-4, 3-6
Arbeitsluft. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-11 - 4-12
Aus-/Eingangsworte. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-11
Ausgangswort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-9
9610
A-3
VIFB – 02
Anhang A
B
Bedien- und Anzeigeelemente . . . . . . . . 3-4, 3-6
Benutzerhinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1-1ff
Beschriftungsfeld
Ein-/Zusatzausgänge . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-6
Installationsinsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-6
Ventilinsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-4
Ventilplatz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-4, 3-6
Betriebsdruck. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-7
Betriebsspannung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-7
anlegen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-31
einschalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-8
Betriebsspannungsanschluß . . . . . 3-4, 3-6, 4-30
Betriebszustand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-3f
Blindstopfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-7 - 4-8, 4-10
Bohrungsabstände. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-4
Buskabeldose . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-28
D
Diagnose und Fehlerbehandlung . . . . . . . . . 6-1ff
Diagnose-Schnittstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-7
Diagnosebyte. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-7
Diagnosebyte Zustandsmeldung . . . . . . . . . . 6-13
Dosen
anschließen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-28f
Druckluft. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-9
Dual-Inline-Schalter (DIL-Schalter) . . . . . . . 4-26f
Durchgangsbohrung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-3
E
Eingänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-40ff
Elektronik
installieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-19ff
ER100-Nr. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-25
ET100 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-36, 5-5, 6-12
A-4
9610
VIFB – 02
Anhang A
F
Fehlerzustände . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-7
Feldbus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-8, 3-8
Feldbusadresse
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-24
Feldbusanschaltung. . . . . . . . . . . . . . . . . 2-5, 2-7
E.CFA. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-35
zyklisch. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-8f
Feldbusanschluß . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-3f
Feldbusbaudrate . . . . . . . . . . . . . . . . 4-26 - 4-27
Feldbusknoten . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-3, 3-5, 3-8f
öffnen und schließen . . . . . . . . . . . . . . . 4-22f
Feldbuskonfiguration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-4
Feldbusleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-34
Feldbusprotokoll . . . . . . . . . . . . . . . . 4-26 - 4-27
Feldbusschnittstelle . . . . 2-7, 3-4, 3-6, 3-8f, 4-33
anschließen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-34ff
Feldbusteilnehmer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-7
Festo-Feldbus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-35
FST-Handbuch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-4
FST405 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-7
G
Gesamtübertragungszeit . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-5
Grundeinheit
Installationsinsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-5
Ventilinsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-3
H
Handhilfsbetätigung (HHB) . . . . . . . . . . . . . 4-13f
HHB
betätigen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-14 - 4-15
sichern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-17
9610
A-5
VIFB – 02
Anhang A
I
Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-1ff
Installieren
Elektronik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-19ff
Pneumatik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-5
K
Kabeltyp. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-34
Konfiguration
ET100U . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-6f
FST 405 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-4
SPS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-3
Ventil-/Installationsinsel . . . . . . . . . . . . . . 4-23
L
LED-Anzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-3ff
Lupolenstopfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-8, 4-10
M
Magnet-Impulsventile. . . . . . . 3-3, 3-5, 3-16, 4-12
Magnet-Mittelstellungsventile3-3, 3-5, 3-17ff, 4-12
Magnetventile . . . . . . . . . . . . 3-3, 3-5, 3-15, 4-11
Maschinenebene . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-3
Montieren der
Ventil-/Installationsinsel . . . . . . . . . . 4-1ff, 4-3
N
Netzanschlußdose . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-28
A-6
9610
VIFB – 02
Anhang A
P
Pneumatik
installieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-5
Protokollaufbau
Diagnosebyte . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-10, 6-12
Statusbyte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-8
R
Relaisplatten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-3, 3-5
Remote User
Error . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-11
Statusbytes. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-10f
Typ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-11
Version . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-11
Zustand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-11
RS 485. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-8
S
Sammelleitungsanschlüsse . . . . . . . . . . . 3-4, 3-6
Sammelsicherung für Eingänge . . . . . . 3-6, 4-40
Schaltzustand
Ein-und Zusatzausgänge . . . . . . . . . . . . . . 6-6
Ventilmagnetspule . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-5
Schlauchleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-7
Schutzart IP65 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-36
Schutzkappe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-36
Sensordose . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-28
Sensoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-8
Serielles-Businterface . . . . . . . . . 2-5, 4-35 - 4-36
Statusabfrage Feldbusteilnehmer . . . . . . . . . . 6-8
Statusbits . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-14, 6-14
Statusbyte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-7
Auswertung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-9
Steuerhilfsluft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-11 - 4-12
Suconet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-35 - 4-36, 5-5
Systemstruktur. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-1ff, 2-7f
9610
A-7
VIFB – 02
Anhang A
T
Technische Beschreibung . . . . . . . . . . . . . . . 3-1ff
Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-10ff
Teilenummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-7
Testroutine. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-15
Toleranzbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-31
Typ des Feldbusteilnehmers . . . . . . . . . . . . . . 5-4
Typenbezeichnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-7
Typenschild . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-4, 3-6 - 3-7
V
Ventil-/Installationsinsel
anschließen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-28
konfigurieren. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-23ff
montieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-1, 4-3ff
Ventil-Koppeleinheit . . . . . . . . . . . . . . . . 3-3, 3-8f
Ventil-Sensor-Koppeleinheit . . . . . . . . . . . . . 3-8f
Ventile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-8f
anschließen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-10
Funktionen überprüfen . . . . . . . . . . . . . . 4-13ff
Test der . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-14f
Ventilplätze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-3, 3-5
Ausgänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-10
Verhalten bei Störungen . . . . . . . . . . . . . . . 6-16f
Voreinstellungen
überprüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-44
Vorsteuerabluft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-9
Z
Zusatzausgänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-38f
Kurzschluß/Überlast . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-17
Test der . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-14f
Zweidrahtleitung . . . . . . . . . . . . . . 2-3 - 2-4, 4-34
A-8
9610