Fame ‒ der steinige Weg zum Ruhm ‒ Musicalpremiere an der

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Fame ‒ der steinige Weg zum Ruhm ‒ Musicalpremiere an der
Saalereporter.de, online erschienen, 24.2.2015
Fame – der steinige Weg zum Ruhm – Musicalpremiere an der Oper Halle
Foto: Theater, Oper und Orchester GmbH Halle; Copyright by Falk Wenzel – Ensemble Fame
©Foto: Falk Wenzel
Angefangen hat alles im Jahr 1980 mit dem Film “Fame” von Alan Parker. Im Jahr 1988 wurde
dann das gleichnamige Musical uraufgeführt, das weltweit seinen Siegeszug antrat. Jetzt hat ntIntendant Matthias Brenner “Fame” an der Oper Halle aufwändig inszeniert, nachdem er damit
bereits 2006 am Theater Magdeburg als Regisseur Erfahrungen gesammelt hatte.
Die Handlung führt an die New Yorker „High School of Performing Arts“ und erzählt von den
täglichen Anstrengungen der Schüler, die Schauspieler, Musiker oder Tänzer werden wollen und
von Ruhm und Erfolg träumen. Für diesen Traum nehmen sie fast alles in Kauf, hartes Training,
strenge Lehrer und ein Leben voller Entbehrungen. Das Musical ist ein Gemeinschaftswerk von
Thalia Theater, neuem theater und Oper. Für bewegende Tanzszenen sorgen Tänzerinnen und
Tänzer vom Tanzhaus “ad libitum” e.V. Halle und von der Theaterballettschule Magdeburg e.V. .
Aber auch die Schauspieler sind in den Tanzszenen gefordert und müssen ihr gesangliches Talent
beweisen. Als besonderes Highlight wurde noch Rockstar Dirk Zöllner als Nick Piazza
verpflichtet. Die Schauspieler und Tänzer auf der Bühne bekommen gesangliche Unterstützung
aus dem Orchestergraben von Mitgliedern des Opernchores. Genau von dort aus agiert auch der
musikalische Leiter der Inszenierung, Alexander Suckel vom nt, begleitet von Bass, Drums,
Gitarre, Keyboard, Percussion, Reed, Trompete und Posaune.
Dass die Tanzszenen den nötigen “Drive” erhalten, dafür sorgt Choreograf Alexandre Tourinho.
Ihm ist es gelungen, dass ausgebildete Tänzer, Sänger und Schauspieler eine bewegende und
mitreißende Choreographie auf die Bühne bringen. So lebt die Musical-Inszenierung aus Halle
vor allem von ihrer herausragenden Ensembleleistung. Es fällt schwer, einzelne Akteure
hervorzuheben, etwa die Lehrerschaft, verkörpert von
Peter W. Bachmann, Danne Suckel und Stanislaw Brankatschk, alle vom nt. Nicht nur als Retterin
in der Not präsentierte sich Petra Straussová, die kurzfristig für die erkrankte Darstellerin der
Miss Shermann einsprang. Vom Thalia Theater mischten u.a. Frank Schilcher als Tyrone
Jackson, Natascha Mamier als Mabel Washington und Jörg Kunze als Schlomo Metzenbaum
kräftig mit, genauso wie Manuel Zschunke als Joe Vegas und Natalja Joselewitsch als Grace
Lamb vom Studio. Lena Zipp begeisterte das Publikum als Carmen Diaz. Nicht nur Rockstar Dirk
Zöllner, auch Nele Schulz als Serena Katz und Christina Athenstädt als Iris Kelly waren als
Gäste dabei.
Das Tüpfelchen auf dem “i” waren die Videoinstallationen von Conny Klar, die das Bühnenbild
von Katja Lebelt zum Leben erweckten. Einen amüsanten Rahmen der Handlung bildete das
Ehepaar Knockers, die Ehefrau dargestellt von Axel Gärtner und der Ehemann von Hilmar
Eichhorn.
Das Publikum war von der Premiere begeistert und dankte mit jubelndem Beifall.
Gisela Tanner tannertext.de