schönen sommer in der biosphärenstadt
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schönen sommer in der biosphärenstadt
SCHÖNEN SOMMER IN DER BIOSPHÄRENSTADT Liebe St. Ingberterinnen und St. Ingberter, es wird endlich Sommer. Mit der Juliausgabe der Rundschau starten wir in die heiße Jahreszeit, und Hitze können wir nach dem verregneten Frühjahr durchaus vertragen. Ein paar weitere Worte zum Wetter. Wir St. Ingberter sind glimpflich weggekommen bei den Unwettern dieses Frühjahrs. Wenn ich sehe, wie andere saarländische Gemeinden überflutet wurden, bin ich glücklich, dass wir in St. Ingbert mit diesen Katastrophen nicht kämpfen mussten. Die Auswirkungen dieser Unwetter bestärken mich gleichzeitig in der Überzeugung, dass das Geld, das wir in die Sanierung unseres Kanalnetzes investieren, gut angelegtes Geld ist. Wir müssen unser Abwassernetz in einem guten Zustand halten, um von unserer Seite alles zu tun, damit das Hab und Gut unserer Bürger bestmöglich vor derartigen Auswirkungen des weltweiten Klimawandels geschützt ist. Der beste Kanal kann die Auswirkungen dieser Naturkatastrophen nicht verhindern, aber ein marodes Kanalnetz verstärkt den Scha- den, den sie anrichten. Von daher sollten wir die Baustellen, die infolge der Erneuerung unserer Kanäle notwendig sind, mit anderen Augen sehen. Jetzt aber zu den angenehmen Seiten des Sommers. Noch vor den Ferien wird es schon richtig schön in unserer Region. Mit dem Biosphärenfest in Limbach feiern wir eine Bewegung, die stärker und stärker bei den Menschen in St. Ingbert und im Bliesgau ankommt. Die Nachhaltigkeit, die Stadt-Land-Verknüpfung, die Biosphäre Bliesgau – das waren vor Jahren noch Fremdworte, denen wir misstrauisch begegneten. Heute leben wir Biosphäre. Ich bin stolz, Oberbürgermeister der einzigen industriell ausgerichteten Stadt in einer Biosphäre zu sein. St. Ingbert passt in die Biosphäre, wir leisten unseren Beitrag, und wir genießen das, was die Region zutage fördert. Übrigens – dass ein neues Biosphärenprodukt, eine eigene Biosphärenzeitung, vom gleichen Team gemacht wird, das auch die Rundschau jeden Monat auf den Markt bringt, ist ein weiterer Beweis, dass wir hier in St. Ingbert Biosphäre verstanden haben. Bevor Sie nun die Koffer für den Sommerurlaub packen, genießen Sie noch den Sommer in St. Ingbert. Wer mit offenen Augen durch unsere Stadt geht, wer das gemütlich-lässige Flair unserer Innenstadt genießt, wer sich treiben lässt durch die kleinen, aber feinen Geschäfte der Stadt, in Restaurants oder Kneipen einkehrt, ist bestens aufgehoben. Und einen richtig aktiven Sommer kann man auf den Wanderund Radwegen verbringen. Vieles, wofür andere Menschen lange Reisen in Kauf nehmen müssen. Genießen Sie St. Ingbert einfach mal so, als wären Sie ein Besucher von außen. Es wird Ihnen hier gefallen. Übrigens: Derzeit erstellen wir für St. Ingbert ein Tourismuskonzept. Dazu wurden Menschen von hier befragt, aber auch Touristen, die hierher kommen. Das Ergebnis: Fremde sind von unserer Stadt begeistert. Schön wäre es, wenn wir ein wenig von dieser Freude auch nach innen in die Stadt tragen könnten. Ich wünsche Ihnen allen einen schönen, erholsamen Sommer. Ihr Hans Wagner SOLILAUF 2016 BEKÄMPFT KINDERARBEIT IN INDIEN SO FUNKTIONIERT DER LAUF Solilauf von oben. Bild: Gabriele Strobel Die Teilnehmer formieren sich in Gruppen. Jede Gruppe versucht innerhalb von 24 Stunden möglichst viele Stadionrunden zu laufen, wobei ein Teilnehmer eine oder mehrere Runden laufen kann. Dabei können die Mitglieder der einzelnen Gruppen abwechselnd auf die Bahn gehen. Bild: Ursula Meissner, MISEREOR Erlös soll „Müllkindern“ von Kalkutta eine Zukunft geben Wo geht der Erlös des diesjährigen Solilaufs hin? Das Orga-Team des Hauptveranstalters, die Gemeinde St. Pirmin und St. Michael in St. Ingbert, hat sich nun nach gründlicher Überlegung und Abwägung mehrerer Alternativen für ein neues Hilfsprojekt entschieden: „Geben Sie den ‚Müllkindern‘ von Kalkutta eine Zukunft“. So lautet das Motto und zugleich der Aufruf am 10. und 11. September im Mühlwaldstadion wieder seine Runden zu drehen. Der Impuls kam in diesem Jahr von Pfarrer Andreas Sturm, der sich vor Ort in Indien ein Bild von der Not machen konnte. Der Veranstalter unterstützt die vom Bischöflichen Hilfswerk Misereor geförderte „Vereinigung der Müllsammlerinnen von Tiljala“ (T-Shed). In einer kleinen Halle neben einer Müllkippe in einem Armenviertel von Kalkutta lernen Kinder nach dem Müllsammeln lesen, schreiben und rechnen, damit sie eine Ausbildung machen können und sich eine Alternative zum Müllsammeln schaffen. Der Unterricht ist Teil eines umfangreichen Programms für die Familien, die vom Müll leben: Vermarktung des Mülls, Schaffung alternativer Einkommensquellen, Aufklärungs- und Bildungsprogramme für Frauen und Kinder, Gesundheitsprogramme sowie Lobbyund Öffentlichkeitsarbeit für bessere Lebensbedingungen. Mit dem Erlös des Solilaufs will die Kirchengemeinde St. Pirmin und St. Michael helfen, Kindern, die niemals eine Schule besucht oder sie frühzeitig abgebrochen haben, eine Zukunftsperspektive zu geben. Um ihnen das Grundwissen für staatliche Schulen zu vermitteln, braucht die Vereinigung der Müllsammlerinnen dringend Geld für den Betrieb und den Unterhalt der informellen Schulen. Dazu gehören Gehälter für die Lehrkräfte ebenso wie für das Schulmaterial, die Elternarbeit, Essen und Trinken für die Kinder, Miete, Strom und vieles mehr. Von 15 Uhr bis 15 Uhr am folgenden Tag, bei Tages- wie bei Flutlicht, können die Runden gedreht werden. Dabei erwartet die Teilnehmer wieder eine einzigartige Atmosphäre: Ob Rollstuhlfahrer, Mütter mit Kinderwagen, Walker, Marathon-Läufer, ob Kindergartenkind oder Rentner, ob schnell oder langsam, ob jung oder alt – jeder beteiligt sich nach seinem Leistungsvermögen. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Open-Air-Gottesdienst, vielen Musikbands und Showeinlagen erleichtern das Rundendrehen. Auch für Speisen und Getränke für Läufer und Besucher ist bestens gesorgt. Die Kirchengemeinde St. Pirmin und St. Michael wird bei der Veranstaltung von dem Malteser Hilfsdienst und der DJK SG St. Ingbert unterstützt. Alle detaillierten und aktuellen Informationen, Anmeldemöglichkeit (ab August) und Spendenkarten finden Sie unter www. solilauf.org und www.tished.org oder www.misereor.de/spenden/spendenprojekte/indien-kinderarbeit-wirksam-bekaempfen. Natürlich aus St. Ingbert. Dem Tor zur Biosphärenregion. Juli 2016. Fragen beantwortet die Kontaktstelle St. Michael, Telefon: 068 94/42 75 oder schicken Sie einfach eine Mail an info@ solilauf.de. Es wird eine Mindeststartgebühr erhoben, die eine Grundspende darstellt. Zusätzlich sollen die Teilnehmer bei Verwandten, Nachbarn und Freunden mit Spendenkarten Rundengeld sammeln. Platten - Natursteine - Komplettbäder Fliesen- und Natursteinverlegung AUSSTELLUNG DIREKT AM FLUGHAFEN ENSHEIM Zum Gerlen 11b 66131 Saarbrücken-Ensheim Industriegebiet am Flughafen Tel. 0 68 93 / 60 06 - Fax 0 68 93 / 50 74 e-mail: [email protected] www.fliesen-schmelzer.de Öffnungszeiten: Mo-Fr: 8.00 - 18.00 Uhr Sa: 9.00 - 12.00 Uhr So: 14.00 - 17.00 Uhr (ohne Beratung und Verkauf) • Öl- und Gasheizung • Brennwerttechnik • Solaranlagen • Kundendienst • Moderne Bäder • Sanitäranlagen trompeter Heizungsbau GmbH Blieskasteler Str. 56 · 66386 St. Ingbert Telefon: (0 68 94) 40 70 Fax: (0 68 94) 92 83 33 3 Die Rundschau Juli 2016 NEUES AUS DER INNENSTADT SUMMER IN THE CITY – MIT ODER OHNE EM ROUND-TABLE DER ST. INGBERTER HÄNDLER St. Ingbert genießt die warme Jahreszeit Eingeladen hatte der Vorstand von Handel & Gewerbe und viele waren gekommen. Er hat sich etabliert, der Round-Table, der alle drei Monate in einer der Räumlichkeiten der Händler oder Gastronomen stattfindet. Es geht um neue Informationen, Geselligkeit, Netzwerkpflege, Austausch und Ideen sammeln. Der Vorstandsvorsitzende Nico Ganster stellte auch an diesem Round-Table den etwa 40 Händlern und Gastronomen aus der ganzen Stadt neue Unternehmen und Initiativen vor. So ist das Rabattsystem „INGOBON“ in Planung, bei dem Händler und Gastronomen Gutscheine in einem Veranstaltungskalender an ihre Kunden verteilen können. Fußball hat eine magische Wirkung auf die Bevölkerung. Alle zwei Jahre, ob es nun die Weltmeister- oder die Europameisterschaft ist, geht man durch die Straßen und blickt in euphorische Gesichter. Die Stimmung ist locker und aufgeheizt mit der Vorfreude auf die kommenden Spiele. Public Viewing bietet genau den richtigen Raum, um diese Emotionen der Freude und des Gemeinschaftsgefühls zu leben. Public Viewing in der Mittelstadt Auch in St. Ingbert wird der passende Platz geboten, um in einer Gemeinschaft das kollektive Herzklopfen zu fühlen, wenn der Ball sich dem eigenen oder gegnerischen Tor nähert. „Wir-sind-St.-Ingbert“ und die Sponsoren Handel & Gewerbe, LVM Versicherungen, THS-media, PLAN-events, Radio Salue, St. Ingberter Stadtwerke, URSAPHARM, Bitburger und die TORPEDO GRUPPE, hat sich mächtig ins Zeug gelegt, damit die Europameisterschaft 2016 auch in St. Ingbert glatt über die Bühne geht. Auf dem Schmelzerparkplatz wurde eine gigantische 25 m² LED-Leinwand aufgebaut. Der Parkplatz bietet viel Platz für die Schaulustigen: Man kann in die großen, erwartungsvollen Augen von Kindern sowie Erwachsenen sehen. Deutschlandfahnen, Fan-Trickots und schwarz-rot-goldene Gesichtsbemalung gehören zu der Standartausrüstung der Zuschauer. Manch einer kam sogar aus dem weit entfernten Saarlouis extra zum Public Viewing nach St. Ingbert: „Es ist die Atmosphäre in der Stadt und die Stimmung, die wir schon beim letzten Mal hier erlebt haben, die uns immer wieder herkommen lässt“. Selbst das Regenwetter der ersten Spiele wussten die Fans zu meistern. So wurde die Kleidung um Regenschirm und –jacke aufgerüstet. Sicher vor Ausschreitungen konnte man sich dank der Firma United Security fühlen, die ein wachsames Auge auf die geworfen hatte, die im Freudentaumel etwas zu tief ins Glas geschaut hatten. Auch der Gastronomie der Stadt kommt die EM wie gelegen Wer sich nach den Spielen noch in gemütlicher Atmosphäre austauschen möchte, dem fehlt es an Angeboten für Lokalitäten nicht. Die Gastronomen der Stadt haben an ihrer Kreativität gearbeitet, um jedem Gast das nötige EM-Feeling zu vermitteln. 4 Volksfestcharakter beim Public Viewing in der Innenstadt. Bild: Hartmann Ganz im Frankreich-Motto stand das eigentlich italienische Restaurant „Toscana“. Zur Ehre des Austragungsortes und Nachbarlandes des Saarlandes gab es eine französische Karte. Darauf befand sich alles, was das gallische Herz begehrt. Mit Flammkuchen und Quiche konnten die Gäste bei gutem Wetter auf der hauseigenen Terrasse neben dem normalen Gastbetrieb die Spiele genießen. Besonders einfallsreich durchlief das „Times“ die EM-Spiele: Alle Spiele wurden live übertragen und auch an ausgefallenen Angeboten rund ums Thema Fußball mangelte es nicht. Für alle Fans, und solche die es noch werden wollen, stand abwechselnd ein Motto-Teller auf der Karte des Tages. Mit dabei war der „DeutschlandTeller“ in den Nationalfarben Frikadelle/ Ketchup/ Pommes. Was natürlich nicht heißen soll, dass man die Frikadellen zu lange in der Pfanne hat liegen lassen, sondern, dass diese lediglich eine dunklere Farbe darstellen sollten. Ab den Halbfinalspielen gab es eine Runde Bier aufs Haus, sollte Deutschland ein Tor geschossen haben. Auch das sehr beliebte Restaurant „Asia Gourmet“ fieberte eifrig mit der deutschen Nationalelf mit. Neben der Live-Übertragung der Spiele wurde auch die Karte zum Sommer hin mit originellen Gerichten aus Vietnam aufgestockt. Wetterbedingt hatten die Gäste das Glück, die Mannschaften im Freien spielen zu sehen, aber auch im Innenraum konnten in gemütlichem Ambiente die Daumen für das favorisierte Team gedrückt werden. Zur besonderen Freude der Kunden des „Asia Gourmet“ gab es noch eine Sonderaktion anlässlich der Europameisterschaft: Fiel ein Tor für Deutschland, gab es eine Runde aufs Haus, dabei waren die Gäste in der Wahl der Getränke frei. Diesen Beispielen entsprechend hatte sich auch das „SOHO“ auf die EM gerüstet. Mit zwei großen Flatscreens und einem Sonderpreis für Stuppis war das Fan-Herz mit allem Notwendigen ausgestattet, um sich voll auf die Spiele konzentrieren zu können. Auch Sonderöffnungszeiten wurden extra für die Deutschlandspiele eingelegt, damit man zu jeder Spielzeit den Kunden einen Platz zum Feiern bieten konnte. Einem ganz anderen Event sieht die Lokalität Mitte Juli bis Ende August entgegen: Schon seit mehreren Jahren gibt es dort eine Sommerbühne mit Live-Musik. FAZIT: Die EM ist das sportliche Hochereignis dieses Sommers. Ob jung oder Alt, für alle waren die Spiele die Einleitung in die warme Jahreszeit. St. Ingbert zeigte mit Engagement und Spaß, wie man diesen sportlich/ fairen Gedanken verwirklichen und auch leben kann. Jörg Dieter Scheer, Geschäftsführer der Scheer Versicherungsmakler GmbH, ist neu in der Oststraße 74, im Gewerbegebiet, in dem sich auch der OBI-Baumarkt befindet. Er stellte die Vorteile eines unabhängigen Maklers heraus, der aus einer Auswahl von 60 Versicherungsunternehmen den idealen Versicherungsschutz für die einzelnen Bedürfnisse seiner Kunden finden kann. Er betonte auch die Optimierung des Schutzes, da viele Versicherungsnehmer zu viel zahlten. Mit vier Mitarbeitern betreut er etwa 2500 Kunden und bietet sowohl für Private wie auch für Gewerbetreibende alle gängigen Versicherungen. Margit Merz eröffnete vor kurzem eine Praxis für Physiotherapie in Rohrbach in der Max-Planck-Straße. Mit ihrem Motto „Haben Sie Schmerz, kommen Sie zu Merz“ bietet sie alle üblichen Anwendungen in der Krankengymnastik, auch Hausbesuche, an. Kontakt: Handel und Gewerbe St. Ingbert e.V. Am Markt 12, 66386 St. Ingbert, Tel. 06894 39632, E-Mail: [email protected] Interessante Informationen und gemütliches Beisammensein beim Round Table locken nicht nur viele Händler und Gastronomen. Bild: Hartmann Dass der Round Table seinen Zweck mehr als erfüllt, machte ein Gespräch zwischen zwei neuen, jungen Geschäftsinhaberinnen deutlich. Die beiden tauschten sich darüber aus, wie mit Einsteigerhürden, z. B. Businessplänen, Banken, Steuern oder Kinderbetreuung, umgegangen werden kann. Miriam und Michal Srutek leiten jetzt die ehemaligeTanzschule Schmitt. Mit einem gut ausgebildeten und jungen Team bieten sie zahlreiche Kurse für Jung und Alt an. Im Angebot: moderne Trends wie Zumba, HipHop, Video Clip Dance oder Spezialkurse und traditionelle Erwachsenen- und Jugendkurse. Spezielle Kinderkurse und der Club Agilando runden das Angebot ab. Kindergeburtstage oder Musik und Tanz bei größeren Feiern können ebenso organisiert werden. INTERNATIONALES OLDTIMERTREFFEN Auch wenn das ganz große Treffen wetterbedingt ausfiel, zahlreiche Oldtimer-Fans aus der ganzen Großregion trafen sich in der City, um die Raritäten zu bestaunen und mit ihren Besitzern zu fachsimpeln. Bereits zum 31. Mal fand am 25. Juni in der St. Ingberter Fußgängerzone das schon legendäre Oldtimertreffen statt. Pünktlich um 11 Uhr schickte Oberbürgermeister Hans Wagner die historischen Fahrzeuge auf die Rundfahrt durch die Biosphärenregion. Auch in diesem Jahr gab es wieder Pokale zu gewinnen, so wie für das älteste Auto und das älteste Motorrad oder für die weiteste Anreise und die stärkste Mannschaft. Zugelassen waren Fahrzeuge, die vor 1982 gebaut wurden. Den echten Fans machte der Regen sowieso nichts aus: „Wir genießen den Flair der Stadt in Verbindung mit den wunderschönen Autos. Da spielt das Wetter keine Rolle“, so Berthold K. aus Neunkirchen. HAUSTECHNIK LORSCHEIDER: 40 JAHRE UND VIELE ZUKUNFTSPLÄNE 40 Jahre Jubiläum feierte das Traditionsunternehmen Haustechnik Lorscheider. Offiziell vor einigen Tagen, das große Kinder- und Familienfest steigt am 9. Juli mit Familie, Belegschaft, Freunden, Kunden, Partnern, Politik und Presse. Gut vorbereitet und mit konkreten Planungen schaut das Unternehmen in die Zukunft. 1976 startete der heutige Seniorchef mit einem sehr kleinen Geldbetrag und sehr viel Ehrgeiz als Ein-Mann-Unternehmen. Die Firma Lorscheider Sanitär-Heizung wuchs sehr schnell. Was mit Reparaturen im Heizungsund Sanitärbereich begann, entwickelte Natürlich aus St. Ingbert. Dem Tor zur Biosphärenregion. Juli 2016. sich zu einem erfolgreichen und in der Stadt nicht mehr weg zu denkenden Fachunternehmen der Heizung- und Sanitärbranche. Schon früh entwickelte sich der Slogan „Alles aus einer Hand“, der bis heute Gültigkeit Gratuliert zum Firmenjubiläum: Oberbürgermeister Hans Wagner mit den hat und sich im- Geschäftsführern Georg und Torsten Lorscheider sowie Christian Steinhilb (von rechts) mer neu erfand. „EMAS“-zertifiziert wurde. EMAS ist ein Im Jahr 2000 stieg Torsten Lorscheider als freiwilliges Instrument der EU, das UnterJuniorchef mit ins Unternehmen ein. Vanehmen und Organisationen jeder Größe ter und Sohn, beide überaus engagiert, und Branche dabei unterstützt, ihre Umführten nun gemeinsam am Ortseingang weltleistung kontinuierlich zu verbessern. von Rohrbach die Geschicke der Firma. Außerdem ist Lorscheider seit zehn JahAn Tempo konnte weiter zugelegt werren Mitglied im Umweltpakt Saar. Dafür den, Expansionen folgten. Was blieb, war erhielt der Betrieb eine Ehrenurkunde. Mit die höchstmögliche fachliche Qualität und der Jubiläumsfeier bekam die Firma eine bis heute absolute Verlässlichkeit. 14 Tage weitere EMAS-Zertifizierung von Umweltvom Baubeginn bis zur Fertigstellung, verminister Reinhold Jost überreicht. sprechen die Beiden. „Alles aus einer Hand“: Ein individueller Plan zu einem festen Preis Über das Erfolgsrezept sprechen die beiden „Lorscheiders“ nicht ohne Stolz: „Wir bleiben unserem Slogan treu: ‚Alles aus einer Hand’, was auf den Punkt gebracht heißt: Ein individueller Plan zu einem festen Preis“. In den letzten Jahren entschied sich die Firmenleitung für eine fachliche Spezialisierung. Bäder aus Altbauten werden entfernt und passende, individuell gestaltete neue Bäder in kleiner und mittlerer Größe mit den Kunden geplant und gebaut, häufig auf die Bedürfnisse älterer oder gehandicapter Bewohner abgestimmt. Um ihren Kunden zu zeigen, wie viele Möglichkeiten ihnen zur Auswahl stehen, präsentieren die „Lorscheiders“ ihren Besuchern in der überregional größten Ausstellung dieser Art mehr als 50 Bädervariationen. Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit: EMAS-Zertifizierung erneuert Nachhaltiges und umweltfreundliches Arbeiten steht bei Haustechnik Lorscheider ganz oben auf der Prioritätenliste. Und so überrascht es auch nicht, dass das Rohrbacher Unternehmen eines der ersten zehn war, die von der Europäischen Union Weitere Expansionen geplant Wie sieht die Zukunft aus? Ein weiterer Geschäftsführer, der langjährige Mitarbeiter Christian Steinhilb, wurde gerade berufen. Er wird sich hauptsächlich um die technischen Belange kümmern, während sich Torsten Lorscheider um den kaufmännischen Teil und das Ausarbeiten und Aufnehmen von Angeboten kümmert. Weitere Expansionen sind geplant. Hierfür benötigt Lorscheider als attraktiver Arbeitgeber weitere Fachkräfte. Großes Geburtstagsfest: Alles feiert mit Jetzt wird aber erst einmal gefeiert! Nach der offiziellen Feier mit viel Prominenz startet das große Fest am 9. Juli um 11 Uhr mit einem Frühschoppen. Den ganzen Tag über ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt: Mittagessen, Getränke, Kaffee und Kuchen, alles was das Herz begehrt. Mit einem umfangreichen Kinderprogramm mit Kinderschminken, Hüpfburg und einigen Überraschungen kommen auch die Kleinen auf ihre Kosten. Die Familie Lorscheider freut sich auf ein großes und schönes Geburtstagsfest mit zahlreichen Gästen. 5 Die Rundschau Juli 2016 WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG IN DER STADT ST. INGBERT „LAISSEZ-FAIRE“ AM 4. JUNI: ERFOLGREICHER EVENT-SAMSTAG IN DER INNENSTADT lernt. Jetzt versuchen wir am ersten Samstag im Monat von Neunkirchen aus nach St. Ingbert zu kommen. Wir schätzen die Gemütlichkeit, das Flair, die schönen Geschäfte und die positive Stimmung in der Stadt“, so ein junges Ehepaar. STADTRALLEY AM 6. AUGUST IN DER INNENSTADT Auf den Punkt genau um 12 Uhr und mit Beginn des vom Stadtmarketing organisierten Event-Samstags hörte der Regen auf. Die Wolken brachen auf, blauer Himmel und Sonne erschienen. Wie gemacht für diesen Event-Samstag, der genau dieses Wetter benötigte. Boule-Turniere mit dem Verein „Outdoorer St. Ingbert“, eine große Modenschau präsentiert von den St. Ingberter Geschäften Lingerie B, Brautparadies, Mademoiselle, AnNi Moden, Optik Straßner, Intercoiffeur Ganster und Kosmetik Stolz. Unter dem Motto „French Chic“ stellen sie auf dem Laufsteg die aktuellen Trends des Jahres in den Rubriken Mode, Brautmode, Brillen, Kosmetik und Haarstyling vor. Am Stand der Wirtschaftsförderung gab es die neuen St. Ingbert-Produkte: Die beiden Pins, die Tasche und die neue St. Ingberter GenussLinie. Französische Chansons als Begleitmusik krönten die Veranstaltung, die gerne von den St. Ingbertern und seinen Gäste angenommen wurde: „Wir haben die Event-Samstage eher zufällig kennenge- Am 6. August findet der nächste Event-Samstag in St. Ingbert statt. Ab 12 Uhr steht die Innenstadt ganz unter dem Motto von Rätsel- und Detektivarbeit. Die Besucher können einiges erwarten. Geplant ist viel Spaß bei Ralleyes durch die Stadt, Kutschfahrten und einer Krimilesung. Das Stadtmarketing St. Ingbert, das die Veranstaltung gemeinsam mit den St. Ingberter Händlern organisiert, freut sich auf zahlreiche St. Ingberter und Gäste. ST. INGBERT TANZT UND DU BIST DABEI! Am 27. August veranstaltet das Stadtmarketing St. Ingbert in Zusammenarbeit mit Different und KiTu Rec. das erste „Lovely City Festival“ auf dem St. Ingberter Marktplatz. Ab 14 Uhr wird dann getanzt was das Zeug hält. Mehr als 10 DJ‘s und Live Act‘s in einem einmaligen Ambiente laden ein, bei elektronischer Musik mitzufeiern. Tickets gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen ab Juli. Mehr Infos dazu in der Augustausgabe. PARKFEST IN DER GUSTAV-CLAUSS-ANLAGE In diesem Jahr findet erstmalig in der Gustav-Clauss-Anlage das St. Ingberter Parkfest statt. Vom 16. – 18. September lädt das Stadtmarketing St. Ingbert in Anlehnung an das Bayerische Jahr, 200 Jahre bayerisches St. Ingbert, Jung und Alt ein, zusammen zu feiern. Von Freitagnachmittag an erwarten die Besucher viele Attraktionen, wie z.B. ein Open-Air Kino, musikalische Unterhaltung sowie tolle Angebote zum Schlemmen und Genießen. Sonntags übernimmt die AWO das Kommando und begrüßt , wie jedes Jahr, zum „Tag der Generationen“. Auch hier wird von Musik bis Zauberei ein buntes Programm geboten. STADTRADELN IM SAARLAND: START IN ST. INGBERT Seit seiner Erfindung hat das Fahrrad kontinuierlich an Attraktivität zugenommen. Kaum einer, der nicht eines in seinem Besitz hat. Man braucht weder Führerschein noch andere Tauglichkeiten vorzuweisen, um sich damit fortzubewegen. Außerdem ist es in gleichem Maße gut für die Umwelt als auch für die Gesundheit des Fahrenden. Um genau diese beiden Eigenschaften zu fördern, findet in Europa bereits zum neunten Mal die Kampagne „Stadtradeln“ statt. Das Saarland beteiligt sich zum ersten Mal an dieser Aktion. Ganz vorne dabei, die Stadt St. Ingbert. Eine Kampagne stellt sich vor: „Stadradeln“ ist eine europaweite Aktion des Klima-Bündnisses zum Schutz des Weltklimas. In einem Netzwerk aus über 1700 Städten, Gemeinden und Landkreisen in 26 Ländern Europas wird im Zeitraum vom 1. Mai bis zum 30. September kräftig in die Pedale getreten. Die jeweiligen Zeiträume sind auf 21 Tage definiert und können von jeder teilnehmenden Kommune selbst gewählt werden. Zudem werden Radelstars ernannt, die während diesen drei Wochen komplett auf ihr Auto verzichten. Ziel der Kampagne ist eine Förderung des Radverkehrs, Klimaschutzes und der Lebensqualität. Die fleißigste Kommune wird am Ende prämiert. Auch St. Ingbert ist am Start Am 11. Juni trat St. Ingbert zeitgleich mit Homburg den Aktionszeitraum an. Auch wenn das Wetter an diesem Tag, milde ausgedrückt, bescheiden war, fanden sich viele Hartgesottene auf dem Marktplatz ein, um die Kampagne gemeinsam mit der Wirtschafts- und Verkehrsministerin des Saarlandes, Anke Rehlinger, dem Landrat Dr. Theophil Gallo, dem Leiter der Saarpfalz-Touristik und dem Oberbürgermeister der Mittelstadt zu starten. Mit sichtlichem Stolz erläutert der Chef der Wirtschaftsförderung der Stadt Thomas Debrand, dass sich 260 Anmeldungen in 30 Gruppen wiedergefunden haben. Oberbürgermeister Hans Wagner begrüßte erfreut zum „Nass-…äh…Stadtradeln“ und definierte den andauernden Regen als „lediglich erhöhte Luftfeuchtigkeit“. Ministerin Anke Rehlinger freute sich, dass durch die Kampagne „Radwege wieder ins Bewusstsein gerückt werden“ und, dass das Fahrrad als „umweltbewusstestes Fortbewegungsmittel, neben dem einfachen Gehen noch immer einen hohen Stellenwert einnimmt.“ Natürlich gibt ein solches Großevent auch immer die Möglichkeit, für die Politiker Einblicke in Verbesserungspotential zu bekommen, wie man die Mittelstadt für Fans der Zweiräder attraktiver machen und Schwächen beseitigen kann. In professioneller Ausrüstung und gestärkt mit kohlenhydratreicher Kost, die frei zur Verfügung gestellt wurde, stellte sich die Truppe dem Unwetter und fuhr nach Homburg, um der Kreisstadt bei der Eröffnung Gesellschaft zu leisten. St. Ingbert als Fahrradstadt Bedingt durch die überwiegend flache geographische Lage der Stadt St. Ingbert sind die meisten Örtlichkeiten bequem und einfach mit dem Fahrrad erreichbar. Omnipräsent sind ebenfalls Fahrradstellplätze. Für die richtige Ausrüstung sorgen die Fachgeschäfte in und um die Mittelstadt herum. Neben „Total Normal Bi- Prominenz und Bevölkerung beim großen Start vom Stadtradeln. Bild: Hartmann 6 kes“ und „Fahrrad Theodor“ bietet auch „Sport Rech“ alles, was das Radlerherz begehrt. Alle drei treten auch als Sponsoren der Veranstaltung auf. Ein besonderer Dank geht dabei an das Rohrbacher Fahrradgeschäft Theodor, das sich sowohl um die Fahrräder der VIPs als auch um das Begleitfahrzeug kümmerte. Viele Vereine haben sich in St. Ingbert angesiedelt, bei denen das Fahrrad im Mittelpunkt ihres Wirkens steht. Seit 2009 gibt es eine Ortsgruppe des ADFC, die sich auch aktiv in die Verkehrspolitik einmischt und ein attraktives Tourenprogramm auch für Nichtmitglieder bereithält. Für die, die das Abenteuer lieben, bietet der RSC St. Ingbert die richtige Mischung aus Spaß und Training. EHRUNG DER GEWINNER AUF DEM BIOSPHÄRENFEST IN KIRKEL-LIMBACH Der Aktionszeitraum endete am 1. Juli. Bis zum Ende der europaweiten Kampagne im September kann man gespannt warten, wie sich die Mittelstadt im Herzen Europas behaupten konnte. Bis zum Redaktionsschluss am 23. Juni legten in St. Ingbert 149 Radler/innen, davon sieben Mitglieder des Kommunalparlaments, insgesamt 18.203 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Dies entspricht der 0,45-fachen Länge des Äquators. Sie vermieden dabei 2.585 kgCO2 (Berechnung basiert auf 142gCO2 pro Personen-km). „Momentan steht St. Ingbert damit auf Platz 1 und ist derzeit die ‚Fahrradaktivste Kommune’ des Saarlands mit den meisten Radkilometern pro Einwohner/in“, so Julia Roos von der Wirtschaftsförderung stolz. Die St. Ingberter Sieger werden am 10. Juli auf dem Biosphärenfest gekürt. WIRTSCHAFTSDIALOG AM 14. JULI: „ERFOLGREICHER WISSENSTRANSFER IM MITTELSTAND“ Das erfolgreiche Format der Wirtschaftsförderung, der Wirtschaftsdialog, startet in die nächste Runde. Am Donnerstag, 14. Juli um 12 Uhr, geht es um „Erfolgreichen Wissenstransfer im Mittelstand“. Das eigene Wissenspotential systematisch zu entdecken und fortzuentwickeln ist gerade für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) zu einer erfolgsentscheidenden Aufgabe geworden. Die Teilnehmer erfahren in einem spannenden Vortrag, welches Wissen KMU`s heute benötigen, um auch morgen für Kunden und Arbeitnehmer gleichermaßen interessant zu sein. Sie lernen Möglichkeiten kennen, mit Wissensmanagement die Motivation ihrer Mitarbeiter, die Innovationsfähigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens zu erhöhen. Die Referenten sind erfahrene Spezialisten. Joachim Berendt ist Vorstand des Bundesverbands „Die KMU-Berater“ und Initiator und Gründungsmitglied der „Offensive Mittelstand – Gut für das Saarland“. Hans-Jürgen Kiefer ist Mitglied der DGQ (Deutsche Gesellschaft für Qualität) und des BVMW (Bundesverband mittelständische Wirtschaft). Interessierte sind herzlich eingeladen, um Anmeldung per Fax 06894 – 13 739 oder per Mail an [email protected] bis 12. Juli wird gebeten. Der Wirtschaftsdialog findet statt in der Ludwigschule St. Ingbert, („Unternehmerwerkstatt“, hinterer Eingang, rechtes Treppenhaus, 2. Stock, links), Theresienstraße 9, 66386 St. Ingbert. Der Rektor des AMR platzierte gemeinsam mit H&G 25 Holzpferde in der Innenstadt. Bild: Hartmann Natürlich aus St. Ingbert. Dem Tor zur Biosphärenregion. Juli 2016. WIN-WIN FÜR JUGENDLICHE UND UNTERNEHMEN: IHK-Projekt Anschluss Direkt/ Passgenaue Besetzung Auch in diesem Sommer beginnen wieder zahlreiche Jugendliche ihre duale Berufsausbildung. Wer noch keine feste Zusage hat, hat weiterhin hervorragende Chancen, eine passende Lehrstelle zu finden. Das bei der IHK angesiedelte Projekt „Anschluss Direkt“ bietet Schülern auf dem Weg zum Hauptschulabschluss u. a. die Möglichkeit, mit Betrieben in Kontakt zu kommen und die Berufswelt sowie deren Anforderungen besser kennen zu lernen. Die Jugendlichen werden im Rahmen eines individuellen Einzelcoachings in Fragen der Berufsorientierung, der Berufswahl, des Bewerbungs- und Auswahlverfahrens beraten. Für kleine und mittlere Unternehmen gibt es im Rahmen des Programms „Passgenaue Besetzung“ ebenfalls Unterstützung bei der Suche nach Auszubildenden sowie bei der Integration von ausländischen Fachkräften. Fragen und weitere Informationen gibt es bei Melanie Fritsch, Telefon (0 68 94) 13-730, Fax (0 68 94) 13-739 oder per Mail: [email protected]. DIE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG MACHT WEITER IN DER SOMMERPAUSE!! Im Bereich Tourismus wird die Beschilderung erneuert: SaarWANDERland SaarINFOland SaarRADland und SaarERLEBNISland Die PUR wird neu gestaltet. An ausgewiesenen Plätzen in der Innenstadt befinden sich jetzt auffällig mannshohe und jeden Monat aktuelle Veranstaltungskalender. Bild: Hartmann Es gibt Interessenten für Geschäfte in der Innenstadt, mit denen verhandelt wird... die nächsten Veranstaltungen sind in der Vorbereitung... Mehr dazu in der Augustausgabe! Die neuen Merchandising-Produkte der Stadt St. Ingbert. Bild: Hartmann 7 Die Rundschau Juli 2016 PROFESSIONALITÄT, SPASS UND FAIRNESS DAS NEUE VERWALTUNGSGEBÄUDE DER STADTWERKE Auch das Unternehmen Hasseler Zaunbau aus Kirkel beteiligte sich am Bau des neuen Verwaltungsgebäudes. Bild: Hartmann Die Mitarbeiter haben nach einer 14-monatigen Bauphase den Neubau der Stadtwerke an der Oststraße bezogen. Langsam aber sicher läuft der Alltag wieder in den St. Ingberter Stadtwerken. Für die Ausführungen des Baues wurden ausschließlich saarländische Handwerksbetriebe ausgewählt, darunter einige aus St. Ingbert. 8 Mit dem schlüsselfertigen Neubau des Gebäudes wurde die St. Ingberter Firma Peter Gross Hoch-und Tiefbau beauftragt. Die Stadtwerke St. Ingbert lobten das faire und vertrauensvolle Miteinander aller Beteiligten in der Bauphase. „Wenn Spaß und Fairness zusammen kommen, entstehe immer etwas Gutes“, so der Leiter der Stadtwerke Hubert Wagner. Die Entscheidung zum Neubau wurde bereits vor dreieinhalb Jahren geschlossen. Ziel war es, näher an die St. Ingberter Bürger zu rücken sowie Verwaltung und Betrieb an einem Standort zu vereinen. Im neuen Verwaltungsgebäude steht der Gast und Kunde im Mittelpunkt. Zwölf volle LKW-Ladungen Wärmedämmung Einige technische Informationen zum Bau: Der umbaute Raum umfasst 11.000 m³ und beinhaltet ein Kellergeschoss, drei Büroetagen im Bauteil I sowie zwei Geschosse im Bauteil II. Dabei verbraucht der Massivbau gerade einmal so viel Energie wie Mit der Firma AKOS wurde einer der Räum zum Seminarraum der technischen Oberklasse. Bild: Hartmann Die Küchen von Möbel Herzer laden zur offenen und bereichsübergreifenden Kommunikation ein. Bild: Hartmann ein Einfamilienhaus. Das Gebäude überzeugt durch die klare und großzügige Architektur und weist als energetisches Vorbild in eine umweltgerechte Zukunft. Die besondere bauliche Herausforderung lag in der direkten Anbindung an die bestehenden Hallen aus den 70er-Jahren, in der äußerst effizienten Haustechnik sowie fahrzeug. Aber die Mühen haben sich gelohnt. Eine Zertifizierung des Neubaus erfolgt zeitnah über das Passivhausinstitut Darmstadt. Und wie Hubert Wagner konstatiert: „In einer Biosphärenstadt ist es für die Stadtwerke eine Selbstverständlichkeit, mit neuen Technologien und gutem Beispiel voran zu gehen“. in den hohen Anforderungen an Wärmedämmung und Luftdichtheit. In der Praxis bedeutete dies unter anderem eine enorme Dämmstärke der Fassaden mit einer 30 cm-WD-Stärke. Aufgrund der Passivhausanforderungen wurden etwa 840 m³ Wärmedämmung verbaut. Das entspricht rund zwölf vollen LKW-Ladungen mit Sattel- Natürlich aus St. Ingbert. Dem Tor zur Biosphärenregion. Juli 2016. Hoch spezialisierte Handwerker ausschließlich aus der Region Mit gutem Beispiel ging auch die Bauleitung Peter Gross Hoch- und Tiefbau voraus. Sie engagierte vor allem saarländische Unternehmen für den Bau, bei dem teilweise hoch spezialisierte Fachkräfte benötigt wurden. 9 Die Rundschau Juli 2016 BIOSPHÄRENFEST 2016 IN KIRKEL-LIMBACH: EIN UNVERGESSLICHER TAG FÜR DIE GANZE FAMILIE Mit dabei: Die Fahrradstadt St. Ingbert Am 10. Juli ist es wieder soweit. Von 1019 Uhr findet der große, alljährliche Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Biosphäre Bliesgau statt: Das Biosphärenfest, diesmal in Kirkel-Limbach. Eines darf verraten werden: Die Gemeinde und der Kirkeler Ortsteil Limbach haben es mit ihrem Engagement geschafft, einen neuen Rekord an Teilnehmern auf die Beine zu stellen. Garantiert ist es ein Fest der Superlative, für alle, die mit Spiel und Spaß in das Thema Biosphäre eintauchen möchten. Auch die Radfahrstadt St. Ingbert ist mit ihrem Stand und einem attraktiven Angebot dabei. Unvergesslicher Tag mit viel Spaß in einer einmaligen Gegend Das große Fest der Biosphärenregion Bliesgau bietet regionale Produkte, Natur und Kultur, Wissenswertes und Information, Tradition und Innovation, Spiel und Spaß für Jung und Alt. Ein besonderes und vielfältiges Angebot, so facettenreich wie die Biosphäre Bliesgau selbst. Schon in den letzten Jahren hat sich gezeigt: Mit der jährlichen Planung dieses Sommerfests haben die Veranstalter den richtigen „Riecher“. Hier findet jeder etwas nach seinem Ge- 10 wir der Bevölkerung und den Gästen der Region alles zu bieten haben“. Viele Akteure, die sich für die Sache einsetzen, sind an diesem Tag vor Ort: Vereine, Landwirte, Imker, BUND, NABU, Naturwacht Saarland, Kommunen, Saarpfalzkreis, KiTas, Bildungsinstitutionen, Bäckereien und eine Eismanufaktur seien hier genannt. Besonders engagierte Betriebe mit dem Partnerlogo der Biosphäre sowie die aktiven Akteure wie die Natur- und Landschaftsführer, der Biosphärenverein, Bliesgau-Obst, Bliesgau-GeDer Stand der Stadt St. Ingbert auf dem Biosphärenfest. Foto: Haßdenteufel nuss e.V. und der Biosphärenzweckverband. Sie alle und noch Einige mehr sorgen mit ihrer Leidenschmack. Kein Wunder, an die 120 Ausstelschaft für die Sache auf dem Fest für Unler haben sich für den 10. Juli bereits anterhaltung und Information, aber vor allem gemeldet. Sie alle möchten ihren Gästen für Spiel und Spaß, einfach einen für KinSpaß und einen unvergesslichen Tag bereider und Erwachsene unvergesslichen Tag. ten. Und zusätzlich ein Gefühl dafür entAußerdem gibt es zahlreiche Köstlichkeiten stehen lassen, in welch einmaliger Gegend aus regionalen und umweltverträglichen wir hier leben dürfen. „Ich habe in Lima erProdukten für zwischendurch. Es kann gefahren dürfen, wie dankbar und wie stolz schaut, probiert, eingekauft und gegessen weltweit Menschen sind, wenn sie eine Biwerden. osphärenregion ihr Eigen nennen dürfen. Naturschutz, naturnahe Landwirtschaft, „Unglaublicher Einsatz der nachhaltiger Tourismus, umweltfreundliche Ortsgemeinschaft“ Mobilitätsangebote, Umweltbildung und Klimaschutz müssen keine langweiligen, Fast 120 Aussteller freuen sich in Kirkel-Limtheoretischen Phrasen sein. Hier in der Rebach entlang der Hauptstraße und rund um gion werden sie zunehmend gelebt und das den Theobald-Hock-Platz am 10. Juli von möchten wir unseren Gästen zeigen und 10-19 Uhr auf ihre Gäste. „Eine solche Grösie mit unserer Begeisterung anstecken“, ße können wir durch die zahlreichen Beierklärt Dr. Theophil Gallo, Verbandsvorsteträge aus der Limbacher Ortsgemeinschaft her des Biosphärenzweckverbands. Er weiß, bieten. Mehr als 65 Vereine, Institutionen dass hier Vieles entsteht, von dem die Beund Privatinitiativen engagieren sich allein völkerung in Zukunft enorm profitieren aus dem Kirkeler Ortsteil. Ein unglaublicher kann – und, wenn möglichst viele mitmaEinsatz“, so Bürgermeister Frank John. chen, auch ganz sicher profitieren wird. Als Verbandsvorsteher weiß er aber auch, wie Klimafreundliche Anreise möglich schwer es ist, dies begreifbar zu machen. Zahlreiche Biosphären-Akteure in Kirkel-Limbach „Auf dem Biosphärenfest können die interessierten Besucher hautnah erleben, was Gemäß den Prinzipien der Biosphäre wird auch das Fest ausgerichtet. So werden nicht nur regionale Lebensmittel aus naturverträglichem Anbau für die Zubereitung der Speisen verwendet, sondern beispielswei- se auch auf Müllvermeidung geachtet. Die Regionalbahn mit Halt in Limbach (10 min. Fußweg zur Festmeile) und das zusätzlich vom Saarpfalz-Kreis zur Verfügung gestellte ÖPNV-Angebot ermöglichen den Besuchern eine klimafreundliche Anreise. Durch das schöne Bliestal bietet sich die Anreise mit dem Fahrrad an. Vor Ort werden Radparkplätze zur Verfügung gestellt. Selbstverständlich sind Behindertenparkplätze in unmittelbarer Nähe des Festes vorzufinden. Präsentation am Stand der Stadt St. Ingbert beim Biosphärenfest 2016: Fahrrad- und Mountainbike-Touren für die ganze Familie sowie sportliche Trails für Abenteuerlustige in und um St. Ingbert: 100% Klimafreundlich In diesem Jahr steht alles unter dem Motto Radfahren in St. Ingbert. Die Stadt beteiligt sich zusammen mit dem Saarpfalz-Kreis zum ersten Mal an der Kampagne „Stadtradeln“. Hunderte von Menschen sammeln Fahrradkilometer und verzichten auf ihr Auto. Während des Biosphärenfestes werden die Gewinner der Kampagne Stadtradeln prämiert. Die Stadt St. Ingbert präsentiert sich auf dem Biosphärenfest entsprechend auch als Radfahrstadt. Da ist zum einen die Sieben-Weiher-Tour, die auch für Familien mit Kindern geeignet ist und als Halbtagestour mit vergleichsweise wenig Steigungsstrecken durch die schönen Wälder und Täler St. Ingberts an vielen Weihern vorbei führt. Die 7-Weiher-Tour bietet sich wegen der beiden Bahnhöfe in St. Ingbert und Niederwürzbach besonders gut für eine An- und Abreise mit dem Zug an. Im Gegensatz dazu bietet die sportliche PUR als Mountainbike-Strecke Freizeitvergnügen vom Feinsten. Die einzigartige Kombination von Technik und Geschicklichkeit als Herausforderung fasziniert schon heute St. Ingberter wie Gäste aus der Region. Filme, die Fahrradszenen aus St. Ingbert zeigen, machen Lust auf die PUR und Fahrradfahren in und um St. Ingbert. Informationsmaterial liegt für die Besucher am Stand der Stadt St. Ingbert bereit. AUSSTELLUNG: KLIMA? WANDEL. WISSEN! Ernährung und Landwirtschaft und die Folgen des Meeresspiegelanstieges. Noch bis 8. Juli im Kuppelsaal des Rathauses St. Ingbert Die Stadt St. Ingbert zeigt noch bis zum 8. Juli im Kuppelsaal des Rathauses die Ausstellung „Klima? Wandel. Wissen! Neues aus der Klimawissenschaft“, die von Germanwatch e.V. konzipiert wurde. Strukturiert durch ansprechende Fragen und Fotos bereiten kurze und ausführlichere Texte die Inhalte und Botschaften des fünften Sachstandsberichts des Weltklimarats (IPCC) auf. Themenfelder der Wanderausstellung sind unter anderem der Klimawandel im urbanen Raum, die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf In Kooperation mit dem Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V. und mit Unterstützung des Programms „Bildung trifft Entwicklung“ (Engagement Global gGmbH) werden Führungen mit einem pädagogischen Begleitprogramm für Gruppen kostenlos angeboten. Bildungsreferentinnen und -referenten des Programms „Bildung trifft Entwicklung“ führen durch die Ausstellung und integrieren ihre persönlichen Erfahrungen aus Ländern des Globalen Südens. So bieten sie den Teilnehmenden einen interessanten Perspektivenwechsel zum Thema Klima. Wie macht sich der Klimawandel in Kolumbien, El Salvador oder Burkina Faso bemerkbar? Was hat dieser für Auswirkungen auf die dort lebenden Menschen? Was sollten wir hier in Deutschland über Klima und seine Veränderungen wissen? Was können wir persönlich tun, um eine globale Klimaerwärmung aufzuhalten? Auf Wunsch werden konkret umsetzbare Beispiele am Ende der Führung direkt in die Tat umgesetzt. So kann das eigenständige Herstellen eines Deos/Haar-Gels oder das Mixen eines gesunden Brotaufstriches bereits ein Schritt zu mehr Klimaschutz sein und vielleicht sogar zu einer besseren Lebensqualität führen. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 12 Uhr. Anmeldungen zu den Führungen für Einzelpersonen, Gruppen und Schulklassen (ab 8. Klasse) bzw. der Begleitaktion der Ausstellung unter Tel. 06894 / 13-736 oder per Mail: [email protected] Weitere Infos unter: http://germanwatch. org/de/ausstellung-klimawandel Katalog: https://germanwatch.org/de/ download/10741.pdf HERWECK – DYNAMISCH, FLEXIBEL UND FIT FÜR DIE ZUKUNFT Die Herweck AG wurde 1985 von Dieter Philippi und Jörg Herweck gegründet. Aus der ursprünglichen Geschäftsidee – dem Handel mit importierten Anrufbeantwortern und Designtelefonen – entstand einer der führenden Distributoren für Telekommunikation und Informationstechnologie in Deutschland. Mobiltelefone mit passendem Zubehör, Netzwerktechnik wie Modems und Mobile-Computing, Tablets und Navigati- onssysteme sind nur einige Auszüge aus dem Portfolio. Herweck vermarktet außerdem die Produkte der größten Netzbetreiber in Deutschland. Zu diesen gehören u.a. Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 - die Gründer stehen nach wie vor an der Spitze des Unternehmens. Modernste Lagerlogistik sorgt dafür, dass Versandprozesse ständig optimiert werden und die Händler ihre Produkte im- Natürlich aus St. Ingbert. Dem Tor zur Biosphärenregion. Juli 2016. mer im Eiltempo und pünktlich erhalten – die über 10.000 Kunden profitieren außerdem von den Premium Services wie Finanzierung, Marketingunterstützung, technischem Support und vielen anderen Diensten. Rund 250 Herweck Mitarbeiter sind an dem Erfolg maßgeblich beteiligt – sie bringen unterschiedliche Sichtweisen, Ideen und Erfahrungen mit ein und können sich so den wachsenden Anforderungen und Veränderungen der Branche stellen. Ein eingespieltes Serviceteam weiß, worauf es ankommt und ist immer dann zur Stelle, wenn unsere Kunden Unterstützung brauchen. Der Tellerrand ist für sie definitiv nicht das Ende und sie sind jederzeit offen für Neues. Herweck ist damit fit für die Zukunft und weiter auf Wachstum programmiert! 11 Die Rundschau Juli 2016 TOURISMUS ALS STANDORTFAKTOR, VON DEM ALLE PROFITIEREN KÖNNEN 3,3 Millionen erhöht werden, das Einkommen aus dem Tourismus soll auf 200 Millionen Euro gesteigert werden und die Zahl der umweltfreundlich zertifizierten Betriebe soll 2025 50 betragen. Ein besonderes Marktpotential bieten die Bereiche Naturtourismus, Medizintourismus und Tourismus mit kulturellem Schwerpunkt, welche in Zukunft auch stärker gefördert werden sollen. Insgesamt besteht die Hauptaufgabe für die kommenden Jahre also darin, die eigenen Möglichkeiten zu erkennen und attraktive Angebote zu schaffen, um die Schönheit des Saarlandes nach außen hin zu zeigen und schließlich auch davon zu profitieren, sowohl als Besucher als auch als Anbieter. Möllerhalle, Alte Schmelz. Foto: Haßdenteufel Tourismus im Saarland und im Saarpfalzkreis „Das Saarland ist wunderschön“, so Anke Rehlinger, „und das müssen wir nicht nur erkennen, sondern auch nach außen hin zeigen und erfahrbar machen“. Mit diesen Worten fasst die Wirtschaftsministerin die saarländische Tourismusstrategie in einem Satz zusammen. Sie fordert Kreise, Städte und Gemeinden auf, ihre eigene, individuelle Tourismuskonzeption zu entwickeln. Wie geht der Saarpfalz-Kreis in den nächsten Jahren beim Thema Tourismus vor? Tourismus sei ein Thema, das in den einzelnen Kreisen diskutiert werden müsse, so die Wirtschaftsministerin in der Landeskreiskonferenz Saarpfalz in Homburg. Entsprechende Projekte und Handlungen müssen genauer definiert werden, um ein Gesamtziel zu erreichen und so auch bundesweit sichtbarer zu werden. Ganz oben auf der Liste stehen qualitative Ziele, „Klasse statt Masse“ lautet hier das Motto. Durch diesen Anspruch grenzt sich die 12 Region von anderen ab und rückt Qualität und Service in den Vordergrund. Hierbei spielt auch das Thema Wertschöpfung eine wichtige Rolle. Projekte, die zu einer höheren Wertschöpfung beitragen, sollen besonders gefördert werden. Eines der Hauptziele ist es ebenfalls, die Saison zu verlängern und somit höhere Umsatzchancen zu schaffen. Bezüglich der Infrastruktur, speziell Wander- und Radwege, ist es wichtig, Einnahmemöglichkeiten zu erkennen und schließlich auch passende Angebote für Besucher zu schaffen. Auch die Anzahl der umweltfreundlich zertifizierten Betriebe soll von aktuell 5 auf 50 im Jahr 2025 gesteigert werden. Klare Ziele bis 2025 Um all dies umsetzen, spielt aber vor allem das Tourismusbewusstsein eine enorme Rolle. „Das Saarland ist wunderschön“, so Anke Rehlinger, „und das müssen wir nicht nur erkennen, sondern auch nach außen hin zeigen und erfahrbar machen“. Konkret soll bis 2025 die Zahl der Übernachtungen pro Jahr von 2,98 (2015) auf „Weniger Information, mehr Inspiration“ Auch die Geschäftsführerin der Tourismus Zentrale Saarland GmbH, Birgit Grauvogel, teilt die Ziele der Ministerin. Die Strategie ist möglichst emotional auf die Menschen zuzugehen und Erinnerungen sowie positive Erlebnisse zu schaffen, die die Besucher dazu veranlassen, wiederzukommen und auch Freunden und Bekannten die Region zu empfehlen. Die Menschen sollen weniger informiert, sondern mehr inspiriert und motiviert werden. Beispielsweise wird aktuell an dem Projekt „Gästecard“ gearbeitet, welches den Besuchern die kostenfreie Nutzung kultureller Angebote sowie des ÖPNV ermöglichen soll und so sowohl zur Wertschöpfung als auch zur Saisonverlängerung beitragen kann und soll. Die schönen Seiten der Region müssen hervorgehoben werden Der Saarpfalzkreis hat bereits einiges zu bieten, so Landrat Dr. Theophil Gallo, sei es das Kloster in Blieskastel, das Bergbaumuseum in Bexbach, die Kirkeler Burg, die Naturbühne im Mandelbachtal, die Ausgrabungen in Reinheim, der Rischbachstollen und die Alte Schmelz in St. Ingbert oder als besonderes Highlight die Biosphäre Bliesgau. Um den Tourismus im Saarland in Zukunft erfolgreich zu gestalten, kommt es darauf an, diese Angebote auszubauen und zu erweitern. Hierzu muss die Infrastruktur gestärkt werden und vor allem müssen Beherbergungsangebote geschaffen werden, auch im Bereich der alternativen Übernachtungsangebote. Ebenso muss die digitale Information über die Region gesteigert werden, um diese gemeinsam stark zu machen und die Menschen zu sensibilisieren. Denn nur so kann in Zukunft Tourismus im Landkreis und im ganzen Land erfolgreich und effektiv gestaltet werden, sodass der Urlaub im schönen Saargebiet zu einem positiven Erlebnis für alle Beteiligten wird. Tourismuskonzeption St. Ingbert Die Stadt St. Ingbert macht ihre Hausaufgaben. Mit der Beteiligung aller betroffenen Institutionen und der interessierten Bevölkerung wurden bereits in den vergangenen Monaten Befragungen und Expertengespräche durchgeführt. In einem ersten Workshop im Mai konnten bereits Thesen herausgearbeitet werden, die der Mittelstadt ein Profil geben. Im Juni wurde die Konzeption in einem zweiten Workshop schon konkreter. Unterstützt wird St. Ingbert dabei von der auf Tourismusentwicklung spezialisierten Agentur Kohl & Partner. St. Ingbert steht für Natur, Kultur, Stadt und Lebensart Welche Merkmale machen St. Ingbert aus? Auf diese Frage fanden etwa 20 Teilnehmer in einem Workshop im Mai gleich vier Antworten: Natur, Kultur, Stadt und Lebensart. „Aber kommen diese Merkmale auch beim Gast an“, fragten die Tourismus-Experten der Unternehmens-Beratung Kohl & Partner weiter? Aus Sicht des Gastes sei noch einiges zu tun, so die Analyse. So benötige es zusätzliche Informationsmöglichkeiten für Touristen. Sei es eine Tourismusinformation, Imagebroschüren, zentrale Infotafeln oder eine Biosphärenbox. Damit Gäste zu ihren Unterkünften finden, arbeiten Städte und Gemeinden, die auch vom Tourismus leben, häufig mit Hotelund Unterkunftsrouten. Neue Medien gehören ebenfalls zu einem modernen Tourismuskonzept: Ein attraktiver Internetauftritt mit Reservierungsmöglichkeiten, offenes WLAN in der Innenstadt, virtuelle Stadtführungen, unterschieden nach Zielgruppen, und ansprechende Werbung außerhalb St. Ingberts wurden als Beispiele herausgearbeitet. Einig waren sich alle bei den großen Einfahrtsstraßen: Eine ansprechende Kreiselgestaltung, die Nutzung der Autobahnparkplätze sowie die Ankündigung von Veranstaltungen in den Geschäften der Innenstadt bieten dem ankommenden Gast erste spürbare und damit emotionale Erfahrungen schon bei der Ankunft. Eindeutige Ziele für ein strukturiertes und professionelles Konzept Ziel des Workshops war es auch, zu jedem der vier Merkmale einige ganz konkrete Ziele zu definieren und diese auch nach der Wichtigkeit zu bewerten. Auf die Frage nach dem „Warum“ antwortet Alexander Seiz von Kohl & Partner: „St. Ingbert hat so viel unterschiedliche Einzigartigkeiten zu bieten. Gleichzeitig sind bereits zahlreiche Ideen und Projekte in Vorbereitung. Was fehlt, ist die Priorisierung eini- BELIEBTE TAGESTOUR „WEG DER INDUSTRIEKULTUR“ Industriekultur in St. Ingbert. Bild: Stadt St. Ingbert Der Stiefel in St. Ingbert. Foto: Haßdenteufel ger Themen und Projekte und damit eine Struktur“. So sollte nach Meinung der Akteure beim Thema „Natur“ der Biosphären-Bahnhof in die Umsetzung gehen. Außerdem hofft man, die Natur in St. Ingbert erlebbarer machen zu können, beispielweise durch Führungen oder Lehrpfade in der Gustav-Clauss-Anlage. Ein außergewöhnliches und hoch gestecktes Ziel, das die Mitwirkenden identifizierten, ist, „St. Ingbert soll DIE e-mobil-Stadt des Saarlandes werden“. Beim Merkmal Kultur dachte die Runde an die Weisgerberstadt und eine stadteigene Bierbrauerei, die Kunst und industrielle Stadtgeschichte verkörpern. Stadt und Lebensart, bedeuteten für die Teilnehmer kleine aber feine Geschäfte, Open-Air-Veranstaltungen im Park und ein Biosphärenparcours durch die Innenstadt. Konkreter (Wunsch)-Marschplan Im dritten Workshop in der zweiten Junihälfte ging es um konkrete Projekte für die Stadt, die auch in ihrer Dringlichkeit und Präferenz bewertet werden sollten. So steht an erster Stelle der Prioritätenliste der Biosphärenbahnhof, gefolgt von der Begrünung der Stadt im weitesten Sinne und einer Innenmarketingkampagne, mit Hilfe dieser, die Bevölkerung erkennen soll, welch einzigartige Schätze die Stadt eigentlich birgt. Unterschieden wurde auch zwischen kurz- und langfristig sowie teuer und finanziell nicht so aufwändig. Noch im zweiten Halbjahr 2016 könnten Stadtführungen umfangreicher angeboten werden, evtl. sogar nach unterschiedlichen Themen. Die Biodiversität ist bereits in vollem Gange. Erwähnt sei nur der essbare Garten rund ums Rathaus. Die vorbereitenden Maßnahmen für den Biosphärenbahnhof laufen bereits, ebenso die Vorarbeiten für den MINT-Campus oder das Großprojekt Baumwollspinnerei. „Für 2017 ist ein neues Erscheinungsbild und Logo für die Stadt angedacht. Beides werde sich dann an den neuen Schwerpunkten orientieren“, erklärt Thomas Debrand, Wirtschaftsförderer der Stadt. Hoffnung auf gemeinsame Umsetzung Beim Tourismuskonzept handelt es sich um ein Großprojekt der gesamten Stadt. Um ein solches Konzept umzusetzen, benötigt es zahlreiche Projekte, über die gemeinsam entschieden werden muss und die gemeinsam umgesetzt werden müssen. Darauf hoffen jetzt nicht nur die, die viel Zeit, Begeisterung und Arbeit in die Tourismuskonzeption stecken. Am Samstag, 16. Juli, findet die nächste Führung zum Thema Industriekultur in St. Ingbert statt: Unter dem Motto „Kohle, Eisen, Glas und Bier – die Industriekultur der Biosphärenstadt St. Ingbert - zwischen Tradition und Zukunftsvision“ lernen Sie auf einer Zeitreise Industriebetriebe in St. Ingbert kennen, die auch heute noch das Stadtbild prägen. Treffpunkt für die gesamte Tour ist um 10.30 Uhr am Zechenhaus des Rischbachstollen (Obere Rischbachstr. 13) B rauerei Becker: 15.15 – 16.15 Uhr – Treffpunkt am Beckerturm Am Ende der Tagestour lernen Sie in der nächsten Stunde (Führung und Besteigen) den Beckerturm, das Wahrzeichen der Stadt St. Ingbert, kennen. Lassen Sie den Tag mit einem kleinen Brauerimbiss ausklingen. Termine: 16. Juli / 17. September 2016 Teilnehmerzahl: mind. 10 bis max. 25 Personen. Preis: 6 Euro pro Person, Kinder bis 14 Jahre frei. Essensangebot: optional – Buchung bei Anmeldung; Zahlung vor Ort Besucherbergwerk Rischbachstollen: 10.30 - 12.30 Uhr Anschließend können Sie sich mit einem Bergmannsfrühstück stärken (Buchung bei Anmeldung). D ie Alte Schmelz, (Eisenwerk) St. Ingbert: 13.15 – 14.45 Uhr – Treffpunkt am Konsumgebäude (Alte Schmelz 65) In den nächsten 1,5 Stunden erfahren Sie Interessantes über Werk und Siedlung des ehemaligen Eisenwerkes. Ein „Husarenkaffee“ beendet die Besichtigung. Veranstalter: Stadt St. Ingbert in Zusammenarbeit mit Besucherbergwerk Rischbachstollen e.V., Initiative Alte Schmelz e.V., Innovationspark am Beckerturm Verbindliche Anmeldung unter: Stadt St. Ingbert, Am Markt 12, 66386 St. Ingbert, Tel.: 0 68 94 / 13 736,E-Mail: mconrad@ st-ingbert.de Anreise per ÖPNV möglich, Infos unter: www.saar-mobil.de od. Tel.: 06894 13123 Wie geht es konkret weiter? „Im Idealfall können wir dem Stadtrat und der Öffentlichkeit das fertige Konzept im September vorstellen. Und könnten dann, sobald der Haushalt freigegeben ist, mit der Umsetzung beginnen“, so Fritsch. Auch sie hofft, dass die große Chance, die St. Ingbert als einzige Biosphärenstadt, die Stadt und Land verbindet, hat, von den Verantwortlichen erkannt und genutzt wird. Fragen und weitere Informationen zum Tourismuskonzept gibt es bei Melanie Fritsch, Telefon (0 68 94) 13 730, Fax (0 68 94) 13 739 Mail: [email protected] Natürlich aus St. Ingbert. Dem Tor zur Biosphärenregion. Juli 2016. 13 Die Rundschau Juli 2016 SOMMERFERIENPROGRAMM: WELTVERBESSERER GESUCHT Montag, 1. August, bis Freitag, 5. August, täglich von 9 bis 16 Uhr, freitags 9 bis 13 Uhr Die Biosphären-VHS St. Ingbert sieht es als ihren Auftrag, Kompetenzen im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung zu vermitteln. Bei diesem ganzheitlichen Bildungsansatz lernen Kinder und Jugendliche, welche Folgen ihr Verhalten für die Umwelt und das Leben von anderen Menschen hat. Das Ferienprogramm „Weltverbesserer gesucht” greift dabei die natürliche Wissbegierde von Kindern auf und beschäftigt sich in einem abwechslungsreichen Programm spielerisch mit Themen wie Konsum, Ernährung, Arbeitswelt, Mobilität und allen Themen rund um das Biosphärenreservat Bliesgau. Woher kommt unser Essen? Was bedeutet Fairness? Was lässt sich im Wald oder auf der Streuobstwiese entdecken? Wie leben andere Menschen? Antworten zu diesen und anderen Fragen werden gemeinsam mit den Kindern gesucht: Bei Exkursionen und Wanderungen, Besichtigungen, Kreativangeboten, beim Werkeln im Biosphären-Bürgergarten oder beim gemeinsamen Kochen und Entspannen. Die bewusst gewählte Gruppengröße von maximal 15 Teilnehmer/innen garantiert eine persönliche Atmosphäre und gibt den Kindern Raum, sich aktiv in die Gestaltung erlebnisreicher und spannender Ferientage einbringen zu können. Die Betreuung erfolgt durch die Naturund Landschaftsführerin Jutta Klicker und Heike Welker. Die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro/Woche. Eine detaillierte Programmbeschreibung wird im Vorfeld allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgehändigt. Viel Spaß beim Sommerferienprogramm der VHS ist garantiert. Bild: Frank Ehrmanntraut NOCH FREIE PLÄTZE BEI DER SOMMERAKADEMIE Die Biosphären-VHS St. Ingbert bietet vom 18. bis 22. Juli von 8.30 bis 15 Uhr den Kurs „Betonguss nach freiem Gestalten für Anfänger/innen und Fortgeschrittene“ im Kulturhaus, Annastraße 30, an. In diesem Kurs können Anfänger/ innen wie auch Fortgeschrittene unter der Leitung von Werner Wandel ihr ganz persönliches „Kunstwerk“ fertigen. Im gleichen Zeitraum gibt es noch freie Plätze für den Workshop „Individueller Maßschnitt, Zuschneiden und Nähen für Anfänger/innen und Fortgeschrittene“. Der Kurs findet unter der Leitung von Claudia Tschudy-Lonsdorfer in der Südschule statt. „Schlicht oder raffiniert, lässig, elegant oder ausgefallen. Mode ist sowohl Ausdruck der Persönlichkeit als auch des Zeitgeistes, sie spiegelt das Lebensgefühl einer Epoche und des gesellschaftlichen Wandels wider“. In diesem Workshop besteht die Möglichkeit einen nach individuellen Wünschen eigenen Kleidergrundschnitt zu erwerben oder mit einem mitgebrachten Schnitt zu arbeiten. Am Anfang werden aus dem vorliegenden Schnitt die Schablonen erstellt, auf den Stoff übertragen und zugeschnitten. Später erfolgt das Nähen des Bekleidungsstücks. In der zweiten Woche vom 25. bis 29. Juli von 8.30 bis 15 Uhr gibt es noch einige 14 Plätze im Kurs „Zeichnen und Skizzieren“ unter der Leitung von GLIAUGIR im Kulturhaus, Annastraße 30. Der Kurs richtet sich an Personen, die Spaß am Zeichnen und Skizzieren haben. Die Qualität des Bild-Motivs spielt dabei keine Rolle. Sei es eine Landschaft, ein Gebäude, eine Person, Pflanzen, Tiere oder ein ganz profaner Gegenstand – die Freude beim spontanen Zeichnen/Skizzieren steht im Vordergrund und ist Motivation. Man erlernt das Wesentliche eines Objektes zu erkennen, eine Situation skizzenhaft zu erfassen, egal, ob es die schnell gezeichnete Notiz ist oder ein detailliertes Abbild einer visuellen Wahrnehmung sein soll. Ebenfalls in dieser Woche, jeweils von 10 bis 14 Uhr, gibt es noch freie Plätze für den Kurs „Betonguss für Kinder von 8 bis 12 Jahre“ unter der Leitung von Werner Wandel im Kulturhaus, Annastraße 30. Dort werden Betonfiguren für den Garten oder Außenbereich nach eigenen Entwürfen hergestellt. Es besteht die Möglichkeit, kleine Skulpturen wie Katzen, Hasen, Bären usw. anzufertigen. Weitere Informationen bei der Geschäftsstelle der Biosphären-VHS St. Ingbert, Kaiserstr. 71, Tel. 06894/13-721, Fax: 06894/13-722 oder [email protected]. BIOSPHÄRENART KUNSTSCHULE NACHHALTIGKEIT Ausstellung in der Rathausgalerie und im Kuppelsaal in St. Ingbert Noch bis zum 15. Juli findet in der Rathausgalerie und im Kuppelsaal des Rathauses der Stadt St. Ingbert eine große Ausstellung zum Thema Recycling, Upcycling und Nachhaltigkeit statt: die BiosphärenART – Kunstschule der Nachhaltigkeit. Der Schule, die sich in der Ludwigsstraße 19 in St. Ingbert befindet, ist das „kreative Recyclingzentrum“ angegliedert. Hier werden überschüssige und wiederverwertbare Materialien in einem kreativen Prozess neu entdeckt und erhalten dadurch neue Wertschätzung: Sie erfahren ein Upcycling. Die neu entstandenen Kunst- und Design-Objekte werden stilvoll in Szene gesetzt. Alles noch Verwertbare: z.B. PET- Flaschen (pfandfrei), Verschlüsse, Korken, Verpackungen, Gläser, Altpapier sowie Fundstücke vom Schrottplatz oder Sperrmüll werden kreativ und fantasievoll einer neuen, künstlerischen Verwendung zugeführt. Nur schwerlich erkennt man in dem künstlerisch ästhetischen Objekt das Ausgangsmaterial, das ehemals „Müll“ war. schen der Biosphären-VHS St. Ingbert und der Gesellschaft für Beschäftigung und Qualifizierung (GBQ) gGmbH. Ausgestellt werden Kunstwerke aus Recyclingmaterialien und neu designte Alltagsgegenstände. Die Exponate zeichnen sich dadurch aus, dass sie ausschließlich aus Recyclingmaterialien und ausgedienten Konsumgütern hergestellt wurden. Betreut wird die Schule von der Diplom-Designerin Doris Ducke-Sellen, die ebenfalls Kurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene betreut und auch Lehrer/innen in dieser speziellen Kunst-& Design-Form schult. Darüber hinaus organisiert sie Vorträge und Ausstellungen, die zu einem kreativ nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen anregen sollen. Rathausgalerie & Kuppelsaal St. Ingbert, Am Markt 12, 66386 St. Ingbert, geöffnet montags bis donnerstags von 8 Uhr bis 18 Uhr, freitags von 8 Uhr bis 12 Uhr, Führungen und Workshops nach Vereinbarung, Tel: 06894/13-726, email: vhs@ st-ingbert.de Skurille Figuren und Objekte in der Ausstellung der Kunstschule BiosphärenArt. Fotos: Hartmann In der Ausstellung unter der Schirmherrschaft von Umweltminister Reinhold Jost sind im Kuppelsaal über 200 Objekte zu bewundern: Schmuck, Lampen, Möbel und Kleinmöbel, Skulpturen, Dekorations-Objekte und vieles mehr regen zum Nachmachen und Mitmachen an. Im 1. Obergeschoß des Rathauses befindet sich die Rathausgalerie. Hier werden begleitend zu den Objekten auf 118 Dokumentations- und Bildtafeln in Wort und Bild die Ausgangsmaterialien und kreativen Entstehungsprozesse gezeigt. Die Kunstschule ist eine Kooperation zwi- GENIESSER-SEMINARE KURSE DER VOLKSHOCHSCHULE Weinseminar im Kulturhaus Barbecue – Kochkurs im Kulturhaus Die Biosphären-VHS St. Ingbert veranstaltet am Freitag, 8. Juli um 19 Uhr, im Kulturhaus, Annastraße 30, ein Weinseminar unter der Leitung von Sebastian Gabelmann. Am Freitag, 8. Juli, bietet die Biosphären-VHS St. Ingbert einen „Barbecue Kochkurs“ unter der Leitung von Wolfgang Vogelgesang an. Der Grill-Nachmittag findet von 15 Uhr bis 18:45 Uhr im Kulturhaus, Annastraße 30, statt. Um Anmeldung wird gebeten. Weitere Informationen bei der Geschäftsstelle der Biosphären-VHS St. Ingbert, Kaiserstr. 71, Tel. 06894/13-723, Fax: 06894/13-722 oder [email protected]. Um Anmeldung wird gebeten. Weitere Informationen bei der Geschäftsstelle der Biosphären-VHS St. Ingbert, Kaiserstr. 71, Tel. 06894/13-723, Fax: 06894/13-722 oder [email protected]. Natürlich aus St. Ingbert. Dem Tor zur Biosphärenregion. Juli 2016. 15 Die Rundschau Juli 2016 HAARSCHNITT ROTH FEIERTE 60-JÄHRIGES JUBILÄUM IN DER LUDWIGSTRASSE von links nach rechts: Werner, Sabine und Karin Roth heißen Sie herzlich willkommen 60 Jahre Haarschnitt Roth. Ein guter Grund zum Feiern. Und das taten dann auch Sabine Roth und ihr Team ausgiebig mit Kunden, Freunden und Familien. Haarschnitt Roth, das ist Kult, Geschichte und Zukunft in St. Ingbert. Die „Ära Roth“ begann 1956 im damals neu eröffneten St. Ingberter Stadtbad, im Hallenbad an der Gustav-Clauss-Anlage. Der Friseur im Stadtbad war den St. Ingbertern ein Begriff. Jeder Schwimmbadbesucher ging an ihm vorbei, jeder kannte das schon damals moderne Friseurunternehmen. Haarschnitt Roth, eine Marke, die schon damals und heute für Qualität und Können steht. Gegründet wurde der Salon von Friseurmeister „Herrmann Roth“. Sein Sohn, Werner Roth und dessen Frau Karin, beide erfahrene Friseurmeister, übernahmen 1980 den Salon in der zweiten Generation. 1987 zog der beliebte Friseursalon in die ehemalige Gaststätte des Stadtbades um und konnte sich dadurch auf mehr als 100 m² vergrößern. Seit dem 1. Februar 2000 und nach der Schließung des Stadtbades verlegte Haarschnitt Roth, inzwischen geführt in der dritten Generation durch Tochter „Sabine Roth“, sein Domizil in die Ludwigstr. 26. Damen und Herren wissen: Sie sind sowohl bei Farben bei der Haarfarbspezialistin Sabine Roth in besten Händen als auch bei Haarschnitt und bei Herren speziell bei Bartpflege und Rasur. Bei aller Kunst und Ideenreichtum steht bei Haarschnitt Roth 16 Herrmann Roth bei der Arbeit 1956 das solide Handwerk mit ständiger Weiterbildung und Fachkenntnis im Vordergrund. Mehr als 20 Auszubildende wurden bisher ausgebildet und vielen Fachkräften eine anspruchsvolle Arbeit gegeben. „Ein Grund zum Feiern“, so Sabine Roth. „Wir sind stolz auf 60 Jahre in denen wir Mode und Können qualifiziert an unsere Kunden weitergeben konnten“. Und auch die vierte Generation wächst bereits heran. Ihr besonderer Dank gilt allen langjährigen, treuen und neuen Kunden. Styling auf der Ingobertusmesse mit Sabine Roth 2014 Werner Roth 1980, Stylingshow in der Fußgängerzone Werner und Karin Roth im Jahr 2000 bei der Übergabe an Tochter Sabine TRÄGERIN DES DEUTSCHEN KUNSTPREISES WIRD 85 JAHRE Therese Schleich, die für ihre Bilder 1997 den Deutschen Kunstpreis in der Stilrichtung Landschaftsmalerei erhielt, feierte im Juni ihren 85. Geburtstag. Oberbürgermeister Hans Wagner gratulierte persönlich der Hobby-Malerin und überreichte ein kleines Präsent. Er zeigte sich begeistert von der Vielfältigkeit der Bilder, die fast alle Wände in der Wohnung schmücken. Gratulation von OB Wagner zum Geburtstag. Foto: Müller-Lang Mittlerweile hat sie über 70 Bilder gemalt und ihre Kunstwerke wurden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert, eine davon fand in der Partnerstadt St. Herblain statt. Die Bilder von Therese Schleich begeistern durch ihre oft fotografisch anmutende Exaktheit. Auch mit 85 Jahren ist die stille Künstlerin noch nicht müde und plant gerade eine für sie ganz neue Art der Malerei, auf die sie sich richtig freut. Die gebürtige Friedrichsthalerin lebt seit 1951 in St. Ingbert und fühlt sich hier zuhause. 1991 fing sie mit der Malerei an, nachdem sie von ihrem Bruder zum 60. Geburtstag Farben und Pinsel geschenkt bekam. Er wusste wohl um das Talent, das in seiner Schwester verborgen lag! OUI-STORE IM FUSSBALLFIEBER Kurz vor dem EM-Start wunderten sich Besucher der Innenstadt über den Andrang vor dem OUI-Store an der Ecke Kaiserstraße/Ludwigsstraße. Kein Wunder, ein ausgefallenes Gewinn- und Rabattspiel präsentierte das OUI-Team seinen Kundinnen. Mit dem Fangen eines oder mehrerer kleiner Fußbälle konnten die Kundinnen und Kunden wertvolle Rabatte gewinnen. Die Aktion wurde begeistert aufgenommen, nicht allein wegen des enormen Spaßfaktors. Ausgefallene Rabattaktion der Modeboutique OUI im Vorfeld der der Fußball EM. Bild: Hartmann Natürlich aus St. Ingbert. Dem Tor zur Biosphärenregion. Juli 2016. Im OUI-Store erwartet die modebewusste Dame jeden Alters ein attraktives Sortiment in den Größen 34 bis 46. Eine weitere Überraschung hielt die Eigentümer - Familie bereit: ein eigens angefertigtes EM-T-Shirt, designt für junge und jung gebliebene Frauen. Und da aller guten Dinge drei sind, startet das OUI-Team jetzt auch sein Mid Season Sale, der bis Ende Juli dauern wird. 30% auf ausgewählte Kollektionen, so das unschlagbare Angebot. VERLOSUNGSAKTION Landesturnfest Beim Landesturnfest im Mai in St. Ingbert wurden unter allen Teilnehmern der Mitmachangebote Preise verlost. Die Preisträger, die am letzten Turnfesttag bei der Auslosung nicht vor Ort waren, haben noch bis zum 31. Juli 2016 die Möglichkeit, ihre Preise auf der Geschäftsstelle des Saarländischen Turnerbundes an der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken abzuholen. Wir bitten alle Preisträger einen Termin zur Abholung zu vereinbaren: Giovanna Karle, Tel. 0681/3879-234 oder per E-Mail [email protected]. Die Liste der Gewinner ist unter: www. st-Ingbert.de „Aktuelles“ eingestellt! 17 Die Rundschau Juli 2016 SAARLAND VERSICHERUNGEN: WEITERES WACHSTUM UND NEUE PRODUKTE ...im Sinne ihrer Kunden In ihrem aktuellen Jahresbericht haben die SAARLAND Versicherungen den Wachstumskurs der vergangenen Jahre erneut untermauert – und dies trotz anhaltender Niedrigzinsphase und eines schwierigen Marktumfeldes. Das Beitragswachstum wurde von nahezu allen Versicherungszweigen getragen, wobei die stärkeren Impulse von den privaten Sachsparten ausgingen. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2015 zeigte die SAARLAND erneut, dass sie uneingeschränkt für ihre Kunden da ist und zu ihrem Leistungsversprechen steht auch bei größeren Schäden, die im vergangenen Jahr vermehrt auftraten. Im Juli 2015 hat die Finanzkonzept Saarpfalz GmbH, eine gemeinsame Vertriebsgesellschaft der SAARLAND Versicherungen und der Kreissparkasse Saarpfalz mit Sitz in Homburg, ihren Betrieb aufgenommen. Das neue Unternehmen bietet Beratungsleistungen zu Sparkassen- und 18 Versicherungsprodukten sowie Immobilien im Saarpfalz-Kreis an. Getreu ihrem Jubiläumsmotto „Jeden Tag besser“, halten die SAARLAND Versicherungen auch im kommenden Jahr ihren Kurs. Zu dem weiteren Ausbau der Sorglos-Beratung in eine 360-Grad-Beratung mit ganz individuellem Zuschnitt, stehen noch neue Produkteinführungen in den Bereichen Haftpflicht und Unfall vor der Tür. „Für das Gesamtjahr rechnen wir erneut mit einem nachhaltigen Wachstum sowie einem guten Ergebnis“, so Dr. Dirk Hermann, Vorstandsvorsitzender der SAARLAND Versicherungen, zum Ausblick 2016. Die SAARLAND agiere auch in einem schwierigen Zinsumfeld vorausschauend und helfe ihren Kunden dabei, die Zukunft mitzugestalten. Auch in St. Ingbert sind die SAARLAND Versicherungen mit einer Geschäftsstelle vor Ort. Das Versicherungscenter in der Kohlenstraße ist mit seinen acht Mitarbeitern Anlaufstelle in sämtlichen Versicherungsfragen. SAARLAND-MARKETING: NATIONALE ROADSHOW & „JOBMEILE“ ...in der Landeshauptstadt Saarbrücken DAS ROADSHOWKONZEPT Die bereits in 2015 realisierte deutschlandweite Saarland-Roadshow wurde auch 2016 (Zeitraum: 27. April – 22. Juni) fortgesetzt. So warb das Saarland-Marketing im Rahmen von ausgewählten Recruiting- und allgemeinen Jobmessen an 16 Standorten mit regionalem Schwerpunkt im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen um junge Fachkräfte und Absolventen. Als Abschluss der Tour wurde außerdem unter dem Motto „Eile, eile jetzt zur Jobmeile!“ eine Recruitingmesse im Zentrum der Landeshauptstadt Saarbrücken für den eigenen Nachwuchs umgesetzt. Die Roadshow und die damit verbundene Jobmeile wurden durch den Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar) unterstützt. Des Weiteren gab es Kooperationen mit der Agentur für Arbeit Saarland, der Landeshauptstadt Saarbrücken und dem Saarbrücken City Marketing. „Die saarländische Wirtschaft ist auf gut ausgebildete Fach- und Nachwuchskräfte angewiesen. Daher sprechen wir einerseits die Nachwuchskräfte hier im Land an, andererseits waren wir aber dieses Jahr wieder Vorstellung des saarländischen Jobportals (Direktlink: willkommen.saarland/jobs) Das Roadshow-Hauptfahrzeug in anderen Bundesländern auf großer Roadshow-Tour unterwegs, um unser Land, die Saarwirtschaft und ihre Standortvorteile im Rest der Republik bekannter zu machen – und das mit einem Programm, das den Interessen junger Menschen durchaus gerecht geworden ist. Im Rahmen unserer Auftritte bieten wir Chancen und Perspektiven, vermitteln aber ebenso das Lebensgefühl der Saarländerinnen und Saarländer“, so Christoph Lang, Geschäftsführer des saarland.innovation&standort e. V. EILE, EILE JETZT ZUR JOBMEILE! RECRUITINGMESSE IN DER SAARBRÜCKER BAHNHOFSTRASSE Am 30. Juni 2016 fand als Abschluss der nationalen Roadshow eine Recruitingmesse mitten in der Saarbrücker Bahnhofstraße statt: Die „Jobmeile“. In zwei Messezelten präsentierten sich rund 40 saarländische Partner. Ob Ausbildung, Jobeinstieg oder neue Herausforderung – interessierten Besuchern wurde auf der ersten saarländischen Jobmeile eine Menge geboten: Neben informativen Gesprächen mit Unternehmen und Organisationen über Einstiegsmöglichkeiten und berufliche Perspektiven, lieferte vor allem auch das Bühnenprogramm nicht nur Unterhaltung, sondern vor allem fachlichen Input. Einen konkreten Mehrwert boten außerdem die kostenlosen Bewerbungsmappen-Checks und die Möglichkeit, professionelle, ebenfalls kostenfreie Bewerbungsfotos schießen zu lassen. Interessant insbesondere für die anwesenden Schüler war ein Besuch des Info-Trucks der Metall- und Elektroindustrie. Studenten konnten die kostenfreien Bus-Shuttles von htw saar und Universität des Saarlandes bis zum Congress Centrum Saarbrücken nutzen. Über 10.000 neue Erstkontakte Neben einem positiven Feedback der avisierten Zielgruppen (junge Fachkräfte und Absolventen) vor Ort, sind auch die ersten Evaluationszahlen zur Saarland-Roadshow 2016 positiv zu bewerten: Insgesamt verzeichnet das Saarland-Marketing über 10.000 neue Erstkontakte, davon rund 2.500 längere Informationsgespräche. Auch wurden bereits erste Vorstellungsgespräche im Saarland realisiert. Die Zugriffszahlen auf das saarländische Jobportal sind im Zeitraum der Roadshow stark gestiegen und zeugen von einem erhöhten Interesse potenzieller Neu-Saarländer am Leben und Arbeiten im Saarland. 2016 war ein kompakter Anhänger mit vielen praktischen Optionen: Ein sogenannter „Airstream“ – gezogen von einem weißen, im Saarland-Design gebrandeten Ford Pick-Up. Online-Kennenlerngespräche mit saarländischen Unternehmen Begleitung ausgewählter Tourstationen durch saarländische Unternehmen Workshopformate wie Bewerbertraining „Saarlounge“: Saarländische Kaffeebar mit DJane Sarah de la Rosa Einblicke in den hohen Freizeitund Reisewert des Landes durch Kooperation mit der Tourismus Zentrale Saarland Festival-Gewinnspiel Bewerbungsfotomodul Zielgruppenorientierte Mediabegleitung (u.a. Google AdWords, Großflächenbelegungen, Treppenbrandings, Groundposter und Universitätsmedien) ADLER Vertriebs GmbH & Co. Werbegeschenke KG, ASW - Berufsakademie Saarland e. V., Agentur für Arbeit Saarland, Bundeswehr, CASA REHA Altenpflegeheim GmbH - Elisabethenhof auf dem Eschberg, Data One GmbH, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz gGmbH (DFKI)Deutsch-Französisches Hochschulinstitut (DFHI), eventbaxx | Fanomena GmbH, UP Uwe Petry Feine Steine GmbH, Dirk Fuchs Automatisierungstechnik GmbH, Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar), IHK Saarland | Team Aus- und Weiterbildung, Instillo group | Quasaar GmbH | MJR PharmJet GmbH, Institut für wissenschaftliche Weiterbildung (IWW), Jobs im Saarland | IN-SZENE! Media, Juchem Food Ingredients GmbH, Klinikum Saarbrücken gGmbH, Landeshauptstadt Saarbrücken, Landespolizeipräsidiu, Ministerium für Finanzen und Europa, Meta-Level Software AG, Martin Luck Metallgiesserei GmbH, PLUSCARD Service-Gesellschaft für Kreditkarten-Processing mbH, Schaeffler AG, Sparda TelefonService GmbH & Co. KG | Summaco, STEAG New Energies GmbH, StudienStiftungSaar, Tourismus Zentrale Saarland GmbH (TZS), Universität des Saarlandes | Systems Engineering, Universität des Saarlandes | Fachbereich Informatik, V & B Fliesen GmbH, Victor‘s Unternehmensgruppe, VSE AG | energis GmbH, wissenswerkstatt Saarbrücken e. V., WPD Saar GmbH, Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik gGmbH (ZeMA, Zentraler Kommunaler Entsorgungsbetrieb (ZKE) Natürlich aus St. Ingbert. Dem Tor zur Biosphärenregion. Juli 2016. 19 Die Rundschau Juli 2016 SAARBRÜCKER FRAUNHOFER INSTITUT IZFP PRÜFT FAHRBAHNPLATTE DER FECHINGER TALBRÜCKE Roboter BetoScan kann eigenständig Betonflächen abfahren und untersuchen Brücken, aber auch Parkhäuser und Tiefgaragen, sind stark beanspruchte Betonbauwerke. Sie werden durch Verkehr, Abgase, Feuchtigkeit und auch Streusalz großflächig abgenutzt und beschädigt. Bisher konnte eine Untersuchung der geschädigten Bereiche nur partiell durch Entnahme von Proben erfolgen. BetoScan, Betonroboter untersucht Parkflächen auf Schädigungen, ©Fraunhofer IZFP, Uwe Bellhäuser Viele Saarländer haben in den letzten Monaten darunter gelitten: Die Vollsperrung der Fechinger Talbrücke hat den Straßenverkehr im Umkreis der Landeshauptstadt in ein Chaos gestürzt. Aufgrund von Gutachten, die die Gefahr eines plötzlichen Versagens der Pfeiler prognostizierten, musste die Brücke gesperrt werden. Um das wichtige Bauwerk eingeschränkt wieder ins Verkehrsnetz einbinden zu können, wurde die Belastung des Tragwerks verringert. Im Auftrag des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS) haben Forscher und Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) die Betonfahrbahn genauer unter die Lupe genommen: Der LfS hatte das Fraunhofer IZFP damit beauftragt, die Betondicke der Fahrbahnplatte zu vermes- 20 sen. Grund für die Beauftragung des in Saarbrücken ansässigen Forschungsinstituts ist das Angebot von marktreifen Verfahren, die kritische Entwicklungen in der Bausubstanz von Brücken und anderen Infrastrukturbauwerken schon in sehr frühen Stadien entdecken können. „In diesem Fall bestand unsere Aufgabe darin, auf einer festgelegten Referenzfläche der Fechinger Talbrücke mit dem Ultraschall-Echoverfahren stichprobenartige Messungen vorzunehmen, um die genaue Betondicke zu bestimmen“, so Prof. Ute Rabe, zuständige Gruppenleiterin in der Abteilung Zustandsüberwachung & Lebensdauermanagement des Fraunhofer IZFP. Die bei den Messungen erzielten Ergebnisse dienen dem LfS nun als Vergleichswerte, um weitere großflächige Vermessungen des Brückenaufbaus vorzunehmen und die zukünftige Sicherheit der Brücke nachhaltig zu optimieren. Jetzt erledigt der Roboter BetoScan diese Aufgabe. BetoScan wurde von Ingenieuren des Saarbrücker Fraunhofer IZFP, der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) sowie von Experten aus Unternehmen entwickelt. Er kann eigenständig Betonflächen abfahren und diese vor allem großflächig auf Schäden untersuchen. Pro Tag analysiert BetoScan mit zerstörungsfreien Prüfsensoren mehrere hundert Quadratmeter Parkfläche. Saarbrücker Fraunhofer IZFP entwickelt Prüfgeräte Als eine der weltweit renommiertesten Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der zerstörungsfreien Prüfung forscht und entwickelt das Fraunhofer IZFP in Saarbrücken zwischen Grundlagen- und anwendungsnaher Forschung über die gesamte Breite zerstörungsfreier Prüftechnologien: Die Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker erarbeiten Lösungen für aktuelle Prüfaufgaben einschließlich Machbarkeitsstudien, Beratungs-, Schulungs- und Prüfdienstleistungen bis zum Aufbau von Prototypsystemen. Im Fokus des Fraunhofer IZFP als Partner von Industrieunternehmen stehen u. a. die Analyse von Produktionsabläufen und -prozessen sowie betrieblichen Risiken als auch die Entwicklung marktgerechter Prüfgeräte und -systeme und deren Validierung für die qualitätsgesicherte industrielle Anwendung. RUNDSCHAU ERBSCHAFTSTIPP VORSICHT BEIM BRIEFESCHREIBEN! von Rechtsanwalt Hans-Robert Ilting Ein Testament muss nicht als Testament oder „Letzter Wille“ überschrieben sein. Dass aber unter Umständen auch ein bloßer Brief als Testament angesehen werden kann, zeigt folgender Fall: Die Erblasserin hatte im Jahr 1975 ein Testament errichtet und zunächst beim Nachlassgericht hinterlegt. Kurz später schrieb sie einem Miterben folgenden Brief: „Habe mich entschlossen nach meinem Tode mein Barvermögen Ihnen zur Verfügung zu stellen. Sollte mir unerwartet etwas zustoßen, dann halten Sie dieses Schreiben als Vollmacht“. Das bei Gericht hinterlegte Testament widerrief die Erblasserin später. Nach ihrem Tode wurde zunächst ein Erbschein auf Grundlage der gesetzlichen Erbfolge erteilt. Danach legt der Begünstigte den an ihn gerichteten Brief von 1975 vor und beantragte die Einziehung des Erbscheins und Erteilung eines Erbscheins, welcher ihn als Alleinerbe ausweisen sollte. Das allerdings ohne Erfolg: Das OLG München hat in einem Beschluss vom 31. März 2016 festgestellt, dass zwar testamentarische Anordnungen nicht nur in einer förmlichen Urkunde möglich sind, dass allerdings außer Zweifel stehen muss, dass der Erblasser das Schriftstück als „rechtsverbindliche letztwillige Verfügung“ angesehen hat. Das sei auszulegen. Und diese Auslegung hat vorliegend ergeben, dass schon die Formulierung „Habe mich entschlossen, nach meinem Tode….“ eher für eine bloße Mitteilung an den Begünstigten spreche. Außerdem sei zu berücksichtigen, dass das kurz vorher errichtete Testament von der Erblasserin widerrufen worden war. Das spreche dafür, dass der Erblasserin bewusst war, dass sie ihren letzten Willen durch ein förmliches Testament erklären wollte und nicht in schlichter Briefform. Die Idee des mit dem Brief (scheinbar) Begünstigten war clever. Immerhin hatte das Nachlassgericht als Vorinstanz den Brief tatsächlich als Testament werten und den Adressaten des Briefs als Alleinerben feststellen wollen. FREIWILLIGES ÖKOLOGISCHES JAHR IN DER UMWELTBILDUNG Die Gersheimer Umweltbildungseinrichtung in der Biosphärenregion Bliesgau ist bereits seit mehreren Jahren Einsatzstelle für das Freiwillige Ökologische Jahr im Saarland. Lena Greff und Diandra Dincher nehmen seit September vergangenen Jahres am FÖJ in Spohns Haus teil. Die jungen Frauen unterstützen hauptsächlich die Umweltpädagogen der Einrichtung bei der Durchführung von Bildungsprogrammen für Schulklassen und Jugendgruppen. Daneben gibt es auch Einblicke in die Tätigkeitsbereiche Verwaltung und HausLena Greff (l.) und Diandra Dincher (r.) Foto: Magdalena Drozdowska – Spohns Haus wirtschaft. „Nach der Schule wollte ich erst einmal ein Freiwilligenjahr auf Tätigkeiten in der Umweltbildung Ein Freiwilligenjahr bietet jungen Menabsolvieren, ehe ich mich beruflich orienund dem Naturschutz. Das Ökologische schen die Chance, Erfahrungen und Eintiere. Am FÖJ in Spohns Haus hat mich vor Schullandheim Spohns Haus in Gersheim blicke in verschiedenen beruflichen Tätigallem die Bildungsarbeit mit Kindern intesucht noch Bewerber für den kommenden keitsfeldern zu sammeln. Das Freiwillige ressiert“, so Lena Greff. FÖJ-Zyklus ab 01. September 2016. Ökologische Jahr zielt hierbei besonders Natürlich aus St. Ingbert. Dem Tor zur Biosphärenregion. Juli 2016. Neben den praktischen Erfahrungen in der Einsatzstelle bietet das FÖJ ebenso mehrere Seminarwochen, bei denen es neben Erfahrungsaustausch auch um Vertiefung sozialer Kompetenzen geht. „Unser Ziel als Einsatzstelle ist es, unseren FÖJ-Teilnehmern neben den Einblicken in die verschiedenen Berufsfelder unserer Einrichtung auch die Gelegenheit zur persönlichen Weiterentwicklung zu geben“, erklärt der zuständige Betreuer der Einsatzstelle Frank Grandjean. Der kommende FÖJ-Zyklus im Saarland beginnt ab 1.September und dauert in der Regel zwölf Monate. Träger des FÖJ im Saarland ist das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Fragen und Bewerbungen zu einem FÖJ in Spohns Haus richten Interessierte bitte an: Frank Grandjean, Tel. 06843/58999-20 [email protected] Weitere Informationen zum FÖJ im Saarland: www.saarland.de/12395.htm 21 Die Rundschau Juli 2016 JUGEND-ABENTEUERTRAUM WIRD LEBENDIG Karl-May-Freilichtbühne Mörschied spielt 2016 „Unter Geiern“ Wer kennt sie nicht? Die Helden vieler Junggebliebener und auch beachtlich vieler Kinder und Jugendlicher aus der Generation „Handy und PC“. Die Rede ist von Winnetou und Old Shatterhand mit Freund und Feind im Wilden Westen. Ihre Abenteuer sind immer noch präsent, denn sie sind im Deutschen Fernsehen die Filme mit einer der höchsten Wiederholungsquote und erzeugen immer noch stattliche Einschaltquoten. Renommierte Festspielorte wie das norddeutsche Bad Segeberg oder das sauerländische Elspe verzeichnen seit gut 65 Jahren beständige, ja sogar aktuell steigende Besucherzahlen. Die Welt von Indianern und Westmännern, Gut und Böse hat nichts von ihrem Zauber verloren. Durch das unermüdliche Engagement und den ehrenamtlichen Einsatz von Karl-May-Begeisterten werden die populären Geschichten auch im nicht allzu weit entfernten Mörschied auf die „Bretter der Freilichtbühne“ gebracht. Das Örtchen Mörschied ist wenige Kilometer von der Edelsteinmetropole Idar-Oberstein entfernt. Von St. Ingbert aus fährt man über die Autobahn Kaiserslautern, Richtung Birkenfeld / Trier, dem Hinweisschild Flughafen Hahn folgend nach Idar-Oberstein und von dort aus über Herrstein wenige Kilometer nach Mörschied. Auch über die Strecke Ottweiler-St. Wendel-Freisen kommt man recht schnell zur Freilichtbühne Mörschied. Die Freilichtbühne verfügt über Tribühnen-Sitzplätze und bietet mit einer großen Nähe zur Spielfläche eine super Möglichkeit, als Zuschauer so dicht wie möglich mit den Helden seiner Jugend mitzufiebern. Hier werden die Geschichten von Old Shatterhand, Old Surehand und anderen berühmten Karl-May-Roman-Helden lebendig. So lebendig und authentisch, dass der Zuschauer wie elektrisiert eintauchen kann ins Spielgeschehen. Die Darsteller sind durchweg Laien, die im bürgerlichen Leben ihren 22 Berufen und Jobs nachgehen, studieren oder noch zur Schule gehen. Groß und Klein, ganze Familien sind hier bereits seit Jahren engagiert und mit Leib und Seele dabei, die Freilichtbühne zu formen, für die neue Spielzeit herzurichten, immer passend zur neuen Geschichte. Hier spielen Erwachsene Cowboy und Indianer – nein hier geben überzeugte Idealisten den Romanfiguren nicht nur ein Gesicht und einen Körper. Sie hauchen ihnen mit ihrem Spiel und der Darstellung eine Seele ein. Die Texte mögen pathetisch klingen, doch damit gelingt es den Darstellern - unterstützt von ihrem intensiven Spiel - tiefgehende Resonanzen für Werte bei den Zuschauern zu hinterlassen. So mancher tritt dann seinen Heimweg an und denkt durchaus neu über Werte, zwischenmenschliches Handeln und Völkerverständigung nach. Untermauert und umrahmt wird das Spiel auf der Freilichtbühne von dem unverkennbaren Titelsound des Karl-May-Filmkomponisten Martin Böttcher. Kein Herz bleibt unberührt, wenn die Winnetou-Melodie erklingt und der edle Indianer wie aus dem Nichts erscheint, um seinem Blutsbruder Old Shatterhand seine Hand zum Gruß zu reichen. Selbst Schurken bekommen durch die Film-Melodien einen ganz besonderen Reiz. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich vom Spiel der Mörschieder Freilichtbühne in den Wild-West-Bann ziehen zu lassen. Gespielt wird an den Wochenenden ab 25./26. Juni bis zum 31. Juli. Pferde galoppieren über die Bühne, Planwagen rollen an den Zuschauern vorbei, aus allen Richtungen schleichen Indianer und poltern Banditen durch die Szenen. Auch humoreske Einlagen fehlen nicht. Und wo Gut gegen Böse kämpft, darf auch Pulverdampf und Explosion nicht fehlen. Hier ist die Abendvorstellung besonders spektakulär. Informationen unter: www.freilichtbuehne-moerschied-ev.de Kartenreservierung: Telefon: 0651 97 90 777 MUSIKSOMMEROPENING-FEST NEUE KURSE: MUSIKGARTEN FÜR BABIES Die Kurse der Elementaren Musikpraxis der Musikschule der Stadt St. Ingbert helfen, die Musik wieder in den Alltag des Kindes zurückzubringen. Kinder lieben Musik. Sie nehmen von Anfang an alles auf, was wir ihnen anbieten, sie sind neugierig, sie werten nicht, sie sind ganz offen für jede Art von Musik, sie wollen Musik mitmachen. Der frühe, selbstverständliche Kontakt mit jeder Art des Musikerlebens und -machens unterstützt ganz wesentlich die Entwicklung des Kindes. Er ist außerdem eine wunderbare, kreative und spaßbringende Form der Kommunikation zwischen Eltern, Großeltern, anderen Bezugspersonen und den Kindern – ebenso bei Kindern untereinander. Donnerstag, 14. Juli, im Salzbrunnenhaus. Beim Sulzbacher MusiksommerOpening wird die Syrische Gruppe Schams (Sonne) unter Leitung von Mwoloud Daoud für gute Stimmung sorgen. Schams kombiniert östliche und westliche Musik. Bereits beim Orientalischen Fest in Burbach war syrische Musik und Kultur in besonderer Weise vertreten. Dort mitgewirkt hat auch Daoud, der in Syrien ein bekannter Regisseur und Schauspieler war und jetzt in Sulzbach-Hühnerfeld wohnt. Er sieht die Kommunikation durch Musik und Theater als Hilfe zur Integration. der Sprachkenntnisse im Vordergrund, was durch das gemeinsame Musizieren schnell vorangebracht wird. Neben der musikalischen Unterhaltung darf sich der Gaumen auf syrisches Essen und türkische Spezialitäten freuen. Beginn ist am Donnerstagabend ab 18 Uhr mit einem Kinderprogramm, um 19 Uhr geht das musikalische Programm los. Ab Freitag, 15. Juli, beginnt der eigentliche Musiksommer, jeweils freitags im Innenhof des Salzbrunnen-Ensembles, außer der Abschlussveranstaltung „Nostalgie“ am 26. August in Neuweiler. Das Motto des deutsch-syrischen Chores „An die Freude“ unter Leitung von Osama Fathy ist „Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit“. Das Repertoire des in Limbach beheimateten Chores umfasst mittlerweile zusätzlich zu arabischen Titeln auch zahlreiche Lieder aus unterschiedlichen europäischen Ländern. Musikalisch umrahmt wird der Gesang von Klavier/Keyboard, Trommel, Laute und Querflöte. Abgesehen von der Freude an der Musik steht für die Sängerinnen und Sänger auch das Vertiefen Natürlich aus St. Ingbert. Dem Tor zur Biosphärenregion. Juli 2016. Die Musikschule bietet den Musikgarten für Kinder von sechs Monaten bis drei Jahre als Eltern-Kind-Gruppe an, die Musikzwerge für Kinder von drei bis vier Jahre und die Musikalische Früherziehung für Kinder ab vier Jahre. Eine Anmeldung zu den Kursen ist jederzeit möglich. Die Unterrichtsstunden finden an verschiedenen Wochentagen vorund nachmittags statt. Auskunft erteilt Marion Reichrath, Musikschule der Stadt St. Ingbert, Tel. 06894/13-520. NEUES SIRENEN- UND WARNSYSTEM Die neue Sirene auf dem Dach der Stadtbücherei wird von der St. Ingberter Feuerwehr aufgebaut. Bild: Stadt St. Ingbert Sie kann viel mehr als nur lärmen – die neue Sirene auf dem Dach der Stadtbücherei ist zentraler Bestandteil des Sicherheitskonzeptes, das für das Stadtfest und ähnliche innerstädtische Feste entwickelt wurde. Die neue Sirene ermöglicht die Wiedergabe von Durchsagen. Damit kann im Fall von sicherheitsrelevanten Ereignissen bei Veranstaltungen eingegriffen und die mögliche Gefahrensituation gelenkt werden. Eine Reihe von vorgefertigten Texten ist in der Anlage gespeichert. Wenn sie gebraucht werden, können sie schnell abgerufen und über die Sirenenanlage verbreitet werden. 23 Die Rundschau Juli 2016 NEUER WEHRFÜHRER FÜR DIE FREIWILLIGE FEUERWEHR ST. INGBERT Zur Wahl des Wehrführers wurden folgende Personen vorgeschlagen: 1. Jochen Schneider 2. Wolfram Zintel Jochen Schneider erhielt 85, Wolfram Zintel 81 Stimmen, wobei eine Stimme ungültig war. Auf Schneider entfielen somit mehr als die Hälfte der abgegeben gültigen Stimmen, womit er zum Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr St. Ingbert gewählt wurde. Da Jochen Schneider vorher die Ämter des Löschbezirksführers im Löschbezirk Hassel sowie des stellvertretenden Wehrführers innehatte, wurde die Tagesordnung noch um den Punkt „Wahl eines stellvertretenden Wehrführers“ erweitert. Hierzu wurde Marco Schmeltzer vorgeschlagen. Auf ihn entfielen 90 Ja-Stimmen, 28 Nein-Stimmen, zwei Stimmen waren ungültig. Schmeltzer erhielt damit mehr Ja- als Nein-Stimmen, sodass er nun das Amt des stellvertretenden Wehrführers der Freiwilligen Feuerwehr St. Ingbert ausüben wird. Jochen Schneider ist der neue Wehrführer bei der Freiwilligen Feuerwehr. Bild: Stadt St. Ingbert FRAUEN TREFF Frauen treffen sich wieder am 19. Juli Das Caritas-Zentrum Saarpfalz in der Kaiserstraße bietet, unterstützt durch den Rotary Club, wieder einen offenen Treff für Frauen in St. Ingbert an. Am Dienstag, 19. Juli von 14.30 bis 17 Uhr, sind alle Frauen zu einem zwanglosen Kennenlernen und gemeinsamen Gespräch eingeladen. Der Treff richtet sich insbesondere an Frauen, die neu in St. Ingbert leben (Migrantinnen, Flüchtlinge und Zugezogene). Frauen, die schon immer in St. Ingbert wohnen, sind natürlich auch herzlich willkommen. IMPRESSUM – Herausgeber/verantwortlich für Anzeigen und Vertrieb: Andrea Klein, Auf‘m Hahnacker 1, 66583 Spiesen-Elversberg, Tel. 06821 9728359, Fax 06821 73403, E-Mail: [email protected]. Redaktion: Andrea Klein (V. i. S. d. P.), Auf‘m Hahnacker 1, 66583 Spiesen-Elversberg, Tel. 06821 9728359, Fax. 06821 73403, Email: [email protected]; Verantwortlich für den redaktionellen Teil der Stadt St. Ingbert: Oberbürgermeister Hans Wagner – Pressestelle der Stadt St. Ingbert,Am Markt 12. 66386 St. Ingbert, Tel. 06894-13-310, Fax 0689413-777, Peter Gaschott, Maria Müller-Lang, MichaelHaßdenteufel(Fotos).E-Mail:rundschau@ st-ingbert.de. Herstellung: Siffrin.net Cross Media UG, 66399 Mandelbachtal. Alle Rechte vorbehalten. © 07/2016. 24 „TAG DES LIEDES“ IN DER FUSSGÄNGERZONE den Emotionen und dem abschließenden Applaus sehen und hören konnte. Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt des „Koreanischen Chores an der Saar“. Der Leiter des Chores, der Tenor am Saarländischen Staatstheater singt, begeisterte mit seinem gemischten Chor. Alle Männer der teilnehmenden Chöre und Sänger, die sich spontan eingefunden hatten, präsentierten zum Abschluss noch drei Lieder und ernteten für diese Stimmgewalt einen großen Schlussapplaus. Werner Zeitz bedankte sich vor allem beim Publikum, dass viele Musikbegeisterte trotz einiger Regenschauer so lange ausgehalten hatten. Er wies hierbei noch auf einen weiteren Höhepunkt im Veranstaltungsprogramm des KreisChorVerbandes St. Ingbert hin. Nämlich die Veranstaltung „Chorgesang mal anders“ am Sonntag, 28. August um 17 Uhr, in der Stadthalle St. Ingbert. Am Tag des Liedes waren auch Sangesfreunde aus Oberwürzbach dabei Bild: Stadt St. ingbert Der „Tag des Liedes“ war wieder ein musikalischer Höhepunkt in St. Ingbert und eine tolle Werbung für den Chorgesang. Der KreisChorVerband St. Ingbert, der kleinste im Saarländischen Chorverband, zeigte, dass man auch Großes leisten kann und präsentierte am Samstag, 18. Juni, in der Fußgängerzone die ganze Vielfalt seines musikalischen Angebotes. Premieren feierten dabei der gemeinsame Chorauftritt mit Kindern aus zwei Kitas, der Männerchor H2Hommes aus Falck und der „Koreanische Chor an der Saar“. Die Eröffnung übernahmen der Gemeinschaftschor der Kita‘s Christuskirche St. Ingbert und der Kita Herz-Jesu aus Hassel. „So könnte der Nachwuchs des KreisChorVerbandes aussehen“, stellte Werner Zeitz, Vorsitzender des KreisChorVerbandes, zusammen mit Everard Sigal, Organisator der Veranstaltung, die Kinder der beiden Kitas vor. Fester Bestandteil seit Jahren beim „Tag des Liedes“ sind der Gesangverein Germania St. Ingbert, der Singkreis Heinitz, der Männergesangverein Sangesfreunde Oberwürzbach sowie der Chor der Brauerei Becker. Mit von der Partie waren auch wieder der Männergesangverein Frohsinn St. Ingbert, der MC Rohrbach, der Frauenchor St. Ingbert sowie der Männergesangverein Josefstal St. Ingbert. Seit langer Zeit besuchte der MGV Ormesheim wieder einmal das Liederfest. Natürlich aus St. Ingbert. Dem Tor zur Biosphärenregion. Juli 2016. Eine sehr spontane Aktion der Rohrbacher Pfadfinder fand großen Anklang. In einer Lücke, die durch eine kurzfristige Absage entstanden war, sangen sie ihre Pfadfinderlieder und verkürzten so die Zwangspause. In der Mittagsstunde wurde auch das Publikum in das Programm mit einbezogen und sang unter Leitung des Kreis-Chorleiters Everard Sigal den Canon „Himmel und Erde müssen vergeh‘n, aber die Musica bleibet bestehn“. Für die meisten Chöre war der Auftritt in der Fußgängerzone schon Tradition, nicht so für den Männerchor „H2 Hommes“ aus Falck in Frankreich und den „Koreanischen Chor an der Saar“. Der Männerchor aus Falck begeisterte die Zuhörer mit seinen flotten Liedern. Die Besucher waren von der Bandbreite der Vorträge fasziniert, was man an der Stille, Teilnehmer an dieser außergewöhnlichen Präsentation von Chorgesang sind der Frauenchor St. Ingbert , der MGV Josefstal zusammen mit Sängern der Chorgemeinschaft Ommersheim, der Chor 98 aus Ommersheim, der Gesangverein Germania St. Ingbert, die Kita Sonnenblume aus Hassel, der Chor der Brauerei Becker und der MGV Frohsinn St. Ingbert. Im Saarland einmalig wird der Auftritt des Vorstandes des Kreis ChorVerbandes sein. Alle Besucher dieser „anderen Art des Chorgesanges“ dürfen schon heute gespannt sein auf diese Veranstaltung und sich auf viele Überraschungen freuen. 25 Die Rundschau Juli 2016 DR. THILO SCHÄFER NEUER LEITENDER OBERARZT IN DER VISZERALCHIRUGIE KREISKRANKENHAUS ST. INGBERT ERWEITERT LEISTUNGSANGEBOT schilddrüse und der Nebenniere sowie die Behandlung von Bauchwandbrüchen zum Fachgebiet der Viszeralchirurgie. Besonders spezialisiert hat sich der neue leitende Oberarzt des Kreiskrankenhauses Dr. Thilo Schäfer neben der operativen Therapie von Leber- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen (in beiden Organgebieten ist er zertifizierter Chirurg der DGAV) auf die Gefäßchirurgie und die endokrine Chirurgie (operative Therapie von Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenerkrankungen). Zum Leitungsteam gehören neben dem Chefarzt PD Dr. Thorsten Plusczyk auch Oberarzt Dr. Jan-Erik Slotta. Die Herren haben viele Jahre bereits gemeinsam am Uniklinikum Homburg gearbeiDr. Thilo Schäfer ist der neue leitende Oberarzt tet: „Für unsere Patienten ist das am Kreiskrankenhaus St. Ingbert. Bild: privat ein großer Vorteil“, so Thilo Schäfer. „Wir arbeiten schon viele Jahre zusamDie Klinik für Allgemein- und Vismen und sind sehr gut aufeinander abgezeralchirurgie hat einen neuen leitenstimmt“. Nicht nur das machte dem neuden Oberarzt: Dr. Thilo Schäfer. Er ist en Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses die Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie Entscheidung leicht, nach St. Ingbert zu und spezielle Viszeralchirurgie sowie wechseln. „Die gesamte OP-Ausstattung Gefäßchirurgie und tritt die Nachfolge sowie das Instrumentarium sind auf dem von Herr Dr. Wolfgang Scharz an, der neuesten Stand der Technik. Unsere Patizum 31.5.2016 in den Ruhestand einenten sind hier wirklich sehr gut aufgehogetreten ist. ben“. Schäfer kommt gebürtig aus Saarbrücken, studierte in Homburg, verließ das Saarland, um in England und in der Die Viszeralchirurgie (von lat. viscera = Schweiz weitere Erfahrungen zu machen Eingeweide), auch Abdominalchirurgie und arbeitete seit 2002 wieder in Homund Bauchchirurgie, umfasst die operaburg an der Universitätsklinik. tive Behandlung der Bauch-Organe, d. h. des gesamten Verdauungstraktes einSprechstunde: schließlich der Speiseröhre, des Magens, Mittwochs von 8:30 - 12:30 Uhr des Dünn- und Dickdarmes, des Enddarmes, der Leber, Gallenblase und GallenTerminvereinbarung über wegen, der Bauchspeicheldrüse und der das Sekretariat: Milz. Weiterhin zählt die operative BeTel: 06894 108-541 handlung der Schilddrüse, der Neben- 26 BEWEGUNGSBAD SCHLIESST AUFGRUND EINES ERHEBLICHEN SANIERUNGSBEDARFS Das Bewegungsbad im Kreiskrankenhaus St. Ingbert ist fast 40 Jahre alt. Eine aktuelle Kostenschätzung zur Sanierung des Bewegungsbades schließt mit einem Investitionsvolumen von rund 600.000 EUR, wovon noch im laufenden Jahr 2016 circa 100.000 EUR in die Lüftungsanlage investiert werden müssten. In der Summe nicht enthalten ist das Defizit für den laufenden Bäderbetrieb. Durch eine unzureichende Lüftung der Räumlichkeiten kann es schlimmstenfalls auch zu hygienischen Unzuläng- lichkeiten kommen. Nach intensiven Beratungen über den technischen Zustand und die finanziellen Aufwendungen für den Bäderbetrieb wurde vom Aufsichtsrat der Klinik der Beschluss gefasst, das Bewegungsbad zum Beginn der Sommerferien zu schließen. Ausweichmöglichkeiten für die aktuellen externen Nutzer des Bades sind gemäß Mitteilung der Geschäftsführung bei den Trägern zu suchen, deren vordringliche Aufgabe darin liegt, gesundheitsförderliche Sportbetätigungen anzubieten. DER AUTO JOCHEM WERKSTATT-TIPP PR-ANZEIGE Der Tipp des Monats von Serviceleiter Hans-Günther Roth, Auto Jochem GmbH St. Ingbert und Illingen Liebe Leserinnen und Leser, Endlich ist es wieder mal soweit: Die heiß ersehnte Ferienzeit hat begonnen! Damit Sie Ihre mobile Urlaubsreise sicher, beruhigt und unbesorgt antreten können, gibt es den Urlaubs-Check bei Auto Jochem. Wir prüfen die Reifen auf Verschleiß und Beschädigung, kontrollieren die Wischerblätter und inspizieren weitere wichtige Punkte wie Bremsflüssigkeit, Batterie, Kupplung, Kraftstofffilter, Aggregatantriebsriemen, Lenkung, Antriebswellen, messen den Motorölstand und vieles mehr. Und dazu wird im Klimaanlagen-Check diese auf Funktionalität geprüft. Das Ganze für 30 Euro, inklusive Motor- und Wagenwäsche. Das Auto Jochem Team wünscht ihnen einen schönen, erholsamen Urlaub und allzeit gute und sichere Fahrt Natürlich aus St. Ingbert. Dem Tor zur Biosphärenregion. Juli 2016. OPEN-AIR-KINO CHRISTUSKIRCHE IN ROHRBACH Unser Open-Air-Kino geht in die vierte Runde! Am Freitag, den 15. Juli, veranstaltet der CVJM St. Ingbert e.V. in Kooperation mit der Stadt St. Ingbert, der Kinowerkstatt St. Ingbert e.V., dem Kreisjugendamt des Saarpfalz-Kreises, der Gemeinschaftsschule Rohrbach, der Evangelischen Jugendzentrale Homburg und der Ev. Kirchengemeinde Rohrbach das Open-Air-Kino 2016. Dabei bildet das Open-Air-Kino wieder den Auftakt des Rohrbacher Sommerfestes. Bei schönem Wetter findet die Vorführung wie gewohnt auf dem Außengelände hinter der Christuskirche, Blücherstraße, statt. Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung in die Kirche verlegt. Einlass ist ab 20.30 Uhr und das Vorprogramm startet ab 21.45 Uhr. In diesem Jahr zeigen wir zum ersten Mal einen Animationsfilm, nämlich „Alles steht Kopf“. Dieser entstand durch die Zusammenarbeit von Walt Disney und den Pixar Animation Studios und erhielt in diesem Jahr den Oscar in der Kategorie „Bes- ter Animationsfilm“. Der Film ist ab 0 Jahren freigegeben. Bei „Alles steht Kopf“ geht es um die elfjährige Riley. Sie ist eigentlich ein ganz normales kleines Mädchen und lebt glücklich in einer ländlichen Gegend von Minnesota. Eines Tages muss sie ihre geliebte Heimat verlassen und zieht mit ihren Eltern nach San Francisco. Riley ist über ihren Umzug so unglücklich, dass sie ihre Emotionen nicht mehr kontrollieren kann. Sie entwickeln in ihr ein Eigenleben, sehr zum Erstaunen ihrer Eltern. Fortan versuchen in ihr die Bewusstseins-Figuren „Wut“, „Ekel“, „Angst“, „Traurigkeit“ und „Freude“ gemeinsam, das Leben von Riley wieder ins Gleichgewicht zu bringen, damit sie auch in ihrer neuen Heimat endlich Freunde finden kann. Der Film wird auf einer großer Freilichtleinwand zu sehen sein. Es können eigene Decken und Campingstühle zusätzlich zu den bereitgestellten Bänken mitgebracht werden. Der Eintritt ist frei und für Popcorn und alkoholfreie Getränke ist gesorgt. 27 Die Rundschau Juli 2016 ERINNERUNG AN DEN NATIONALSOZIALISMUS IN DER MITTELSTADT Wilhelm und Klara mit der Schwiegermutter Karolina Samuel um 1905. Bild: Friedrich Auch in der Fußgängerzone wurden weitere Stolpersteine verlegt. Foto: Haßdenteufel Stolpersteine zur Erinnerung an St. Ingberter NS-Opfer Mit der Verlegung von Stolpersteinen vor ihrem letzten Wohnhaus in St. Ingbert wird das Gedenken an die Opfer der NS-Diktatur sichtbar und soll zur Mahnung dienen. St. Ingberter Schulen begleiten die Aktion im Unterricht. Viele Menschen wurden vor und während des Zweiten Weltkrieges verfolgt und getötet. Den nationalsozialistischen Verbrechern fielen vor allem Menschen jüdischen Glaubens aber auch politische Gegner, Behinderte, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, Zwangsarbeiter sowie Sinti und Roma zum Opfer. Unermüdlich arbeitet der Künstler Gunter Demnig an seinem Lebenswerk und 28 ein neuer Stein ist für ihn nie Routine, da immer eine bewegende Lebensgeschichte dahinter steht. „Mit den Steinen sind diese Menschen plötzlich wieder gegenwärtig“, sagt der Künstler über seine Aktion. Weitere 16 Steine wurden jetzt bereits im dritten Jahr am 25. Juni in St. Ingbert Mitte und in Hassel verlegt. Auch die beiden St. Ingberter Gymnasien beteiligten sich im Rahmen einer Projektwoche zu dem Thema Nationalsozialismus im Unterricht. Ziel sei es, auch den jungen Menschen zu demonstrieren, wie wenig selbstverständlich die Freiheiten unserer Zeit waren und immer noch sind, so Stadtarchivar Dieter Wirth. Vom 25. Juli bis 12. August ist im Kuppelsaal des Rathauses eine Ausstellung geplant, in der die Ergebnisse der Projektwoche präsentiert werden sollen. Weitere Informationen zu dem Projekt unter www.stolpersteine.eu. Das Projekt am Albertus-MagnusGymansium: Familie Vicktor in St. Ingbert Sieben von den 16 Stolpersteinen wurden am 25. Juni für die Familie Vicktor in der Dammstraße 7 verlegt: Zu der Familie gehörten: Klara Vicktor, geb. Samuel, sowie ihre Kinder Erich, Hilde, Ilse, Karl, Kornelia und Ruth. Stephan Friedrich, Lehrer am AMG, bereitete die Geschichte der Familie über eine Woche mit einer achten Klasse auf. Hier das Resultat: Karl Vicktor und seine Frau Rosalia Lion gehörten zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu den ersten jüdischen Familien in Spiesen. Rosalia Lion war eine Tochter von Theobald Lion, dem damaligen Besitzer des nach ihm benannten Lionschen Hauses in der Spieser Ortsmitte. Karl und Rosalias Sohn Wilhelm Vicktor, der 1876 geboren wurde, lebte als Metzger zunächst in Spiesen und ab 1908 in St. Ingbert, wo er eine Metzgerei betrieb. Wilhelm Vicktor musste als Soldat in den Ersten Weltkrieg ziehen. Er heiratete um 1900 die aus Erlenbach in der Pfalz stammende Klara Samuel, mit der er acht Kinder hatte. 1934 starb Wilhelm Vicktor auf einer Geschäftsreise an den Folgen eines Autounfalls in Saarbrücken und wurde auf dem jüdischen Friedhof in St. Ingbert begraben, wo man seinen Grabstein heute noch sehen kann. In seinem Nachruf steht, dass der Verstorbene „in allen Kreisen der Bevölkerung in höchstem Ansehen“ stand und die „ganze Bevölkerung“ ihm „in einem imposanten Trauerzug“ die letzte Ehre erwiesen habe. Nach der Saarabstimmung 1935 wurde die Lage für die jüdischen Familien immer schwieriger, denn die Diskriminierungsund Unterdrückungsmaßnahmen der Nazis fingen an, so dass viele sich zur Flucht entschlossen. Wilhelm Vicktors Sohn Karl floh 1936 mit seiner Frau Hildegard, geb. Kern, und der 1934 in St. Ingbert geborenen Tochter Ruth in die USA, wo diese heute noch lebt. Ruths Tochter Joyce Gaines erforscht seit einigen Jahren sehr intensiv die Geschichte ihrer Familie in St. Interview mit Stephan Friedrich, Lehrer am AMG Herr Friedrich, Sie sind am AMG Lehrer für Wirtschaft und Englisch. Wie kommen Sie zu dem Thema Nationalsozialismus? Ich bin zu dem Projekt gekommen, weil ich vor ein paar Jahren ein Buch zur Geschichte der Juden von Spiesen geschrieben habe („Wir sind Dornen geworden in fremden Augen“, Conte 2011). Wie haben Sie das Thema in den Unterricht integriert? Weiße Rosen schmücken die neuen Stolpersteine. Foto: Haßdenteufel Kontakt zwischen St. Ingbert und Florida unterstützt weitere Ahnenforschung Heute lebt Joyce Goldberg-Gaines in Fort Lauderdale, Florida. Ihre Großeltern waren es, die 1936 mit Joyce Mutter, damals gerade 18 Monate alt, aus Deutschland flohen. Auf den Spuren ihrer Wurzeln entdeckte sie das Buch „Wir sind Dornen geworden in fremden Augen“ von Stephan Friedrich. Ihr Großvater war in Spiesen geboren: „Mit diesem Buch eröffnete sich mir eine neue Welt“, so die Amerikanerin. Ich kann nun bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts und damit fünf Generationen auf meine Familie zurückJoyce Gaines mit dem Buch von Stephan Friedrich in einer Bibliothek in USA. Bild: Friedrich blicken“. Sie erfuhr beispielsweise, dass ihr Urgroßvater Ingbert. Wilhelm Vicktors Tochter Alice hatdas jüngste Kind von neun Geschwistern te 1931 den Homburger Geschäftsmann war. Er war der einzige in Deutschland, Karl Salmon geheiratet und blieb zunächst die anderen acht emigrierten bereits Mitim Saarland, wo die beiden in der Reichte des 19. Jahrhunderts in die USA und spogromnacht 1938 von Nazis misshanließen sich in St. Louis nieder. Mit dem delt wurden und man ihr Geschäft unter Kauf des Buches entwickelte sich eine redem Beifall vieler Bürger verwüstete. Sie ge E-Mail-Korrespondenz mit dem Autor wurden 1940 in das Lager Gurs in den PyStephan Friedrich. Der wiederum freute renäen deportiert, doch gelang es ihnen sich über die Kontaktaufnahme: „Wähbuchstäblich in letzter Minute, in die USA rend Joyce mich mit Informationen aus auszureisen. Karl Salmons Mutter starb USA beliefert, führe ich die Ahnenfor1942 in Gurs und seine Schwester Paula im schung in Deutschland weiter“. gleichen Jahr in einem Konzentrationslager. Natürlich aus St. Ingbert. Dem Tor zur Biosphärenregion. Juli 2016. Die Klasse 8bn1 des Albertus-Magnus-Gymnasiums in St. Ingbert bereitet mit ihrer Kunstlehrerin Sylvie Wagner eine Ausstellung mit Bildern vor, die auf Vorlagen des jüdischen Malers Felix Nussbaum (*1904 Osnabrück † 1944 Auschwitz) basieren. Diese Bilder werden zusammen mit einer Dokumentation zu den Menschen, denen die Stolpersteine gewidmet sind, voraussichtlich ab Mitte Juli im Kuppelsaal des St. Ingberter Rathauses ausgestellt. Die Klasse liest im Moment mit ihrer Deutschlehrerin Nadine Hoffmann den Jugendroman „Malka Mai“ von Mirjam Pressler, der das Schicksal einer jüdischen Familie in der NS-Zeit zum Inhalt hat. Sie sind persönlich in die diesjährige Stolpersteinverlegung involviert. Inwiefern? INFOKASTEN Friedrich, Stephan. Wir sind Dornen in fremden Augen geworden: Die Geschichte der Juden von Spiesen (Conte Verlag, Saarbrücken: 2011), gebundene Ausgabe, 34,90 Euro Die Geschichte beginnt im Jahre 1788, als Fürst Ludwig den Juden Schutz angedeihen lässt und endet mit dem Massenmord an 20 Menschen, die hier in Spiesen gelebt haben. Die Rekonstruktion der jüdischen Vergangenheit Spiesens ist gekennzeichnet durch einen Bruch, der die fast 150-jährige Geschichte der Juden in Spiesen beendete. Die Spurensuche blickt zurück in die vergangenen Jahrhunderte zu den Anfängen. Breiten Raum in der Darstellung nehmen die Jahre zwischen 1935 und 1945 ein. Der biografische Ansatz macht die Schrecken erst wirklich spürbar. Ich habe dem Stadtarchiv St. Ingbert meine Unterlagen zur Familie Vicktor zukommen lassen und einige Kontakte hergestellt. Joyce Goldberg-Gaines aus Florida, eine Tochter von Ruth Vicktor, die 1934 in St. Ingbert geboren wurde, hat mir etliche Fotos geschickt. Ihre Mutter lebt noch und einer der Stolpersteine ist für sie. 29 Die Rundschau Juli 2016 DIE VERANSTALTUNGEN IM JULI 2016 MITTWOCH, 6. JULI SOMMERKONZERTE IM ALTEN STEINBRUCH: Hochscheid Reichenbrunn Heimat- und Verkehrsverein St. Ingbert Ort: Alter Steinbruch, hinter Pfarrheim Hobels, Uhrzeit: 19 Uhr DONNERSTAG, 7. JULI KRÄUTERSALZ, KRÄUTERESSIG UND KRÄUTERÖL SELBST HERSTELLEN Biosphären-VHS St. Ingbert, Ort: Garten Kulturhaus, Annastraße 30, Uhrzeit: 17 Uhr GESPRÄCHSKREIS: „CAFÉ PHOENIX“ KEB Saarpfalz, Ort: Caritas-Zentrum, Kaiserstraße 63, Uhrzeit: 10 Uhr FREITAG, 8. JULI KIRMES RENTRISCH 8. bis 10. Juli BARBECUE-KOCHKURS IM KULTURHAUS Biosphären-VHS St. Ingbert, Ort: Kulturhaus, Annastraße 30, Uhrzeit: 15 Uhr BÜRGERKEGELN FÜR FREIZEITKEGLER SG Kirkel/Rohrbach, Ort: Rohrbachhalle Uhrzeit: 16 Uhr WEINSEMINAR Biosphären-VHS, Ort: Kulturhaus, Annastraße 30, Uhrzeit: 19 Uhr FREITAG, 8. JULI RESERVISTENKAMERADSCHAFTSABEND HASSEL Reservistenkameradschaft Hassel Ort: Vereinsheim auf dem Eisenberg Uhrzeit: 20 Uhr SAMSTAG, 9. JULI FAHRT NACH MANNHEIM IN DEN LUISENPARK Für Kinder von 6 bis 12 Jahren Weitere Infos bei Jörg Henschke, Tel. 06894/13298 oder [email protected] TAGESFAHRT DER BIOSPHÄREN-VHS NACH COLMAR Biosphären-VHS St. Ingbert Weitere Infos unter Tel. 06894/13-723 oder [email protected]. Uhrzeit: 7 Uhr SONNTAG, 10. JULI TAGESWANDERUNG ZUM KLEINEN SÄGERWEIHER IN LIMBACH Wanderclub Fidele Gesellen St. Ingbert Ort: Abfahrt am SV Sportheim Uhrzeit: 10 Uhr BIOSPHÄRENFEST 2016 Biosphärenzweckverband Bliesgau Ort: Hauptstraße Kirkel-Limbach Uhrzeit: 10 Uhr DONNERSTAG, 14. JULI SENIORENTREFF DRK Rentrisch Ort: Jugendraum Schule Rentrisch Uhrzeit: 15 Uhr FEINES AUS DEM KÜCHENGARTEN: Gartenkochkurs Biosphären-VHS St. Ingbert Ort: Garten Kulturhaus, Annastraße 30 Uhrzeit: 17 Uhr SOMMERKONZERTE IM ALTEN STEINBRUCH: Zupforchester Niederwürzbach, Heimat- und Verkehrsverein St. Ingbert Ort: Alter Steinbruch, hinter Pfarrheim Hobels, Uhrzeit: 19 Uhr FREITAG, 15. JULI OPEN AIR KINO: „Alles steht Kopf“ CVJM, Ev. Christuskirche Rohrbach u. a. Ort: Ev. Christuskirche Rohrbach Uhrzeit: 21:45 Uhr SAMSTAG, 16. JULI 51. WALDFEST DES WANDERCLUBS FIDELE GESSELLEN Wanderclub Fidele Gesellen St. Ingbert Ort: Hundeübungsplatz in der Vorderen Au, 16. bis 18. Juli SONNTAG, 17. JULI TRIATHLON DER DJK-SG ST. INGBERT DJK-SG, Ort: Im, am und um das Freibad „das blau“ DONNERSTAG, 21. JULI SOMMERKONZERTE IM ALTEN STEINBRUCH: Städtisches Orchester Heimat- und Verkehrsverein St. Ingbert Ort: Alter Steinbruch, hinter Pfarrheim Hobels Uhrzeit: 19 Uhr SOMMERKONZERTE IM ALTEN STEINBRUCH: Akkordeonensemble Niederwürzbach Heimat- und Verkehrsverein St. Ingbert Ort: Alter Steinbruch, hinter Pfarrheim Hobels Uhrzeit: 19 Uhr SAMSTAG, 30. JULI WANDERUNG IN MARPINGEN Wanderverein „Frohsinn“ Oberwürzbach e.V. Ort: Parkplatz Oberwürzbachhalle Uhrzeit: 13 Uhr MONTAG, 1. AUGUST SOMMERFERIENPROGRAMM: WELTVERBESSERER GESUCHT Biosphären-VHS Uhrzeit: 9 bis 16 Uhr, freitags 9 bis 13 Uhr 1. bis 5. August LIEBE LESER, wir freuen uns, dass wir Ihnen in dieser Ausgabe der Rundschau ein neues Produkt unseres Hauses vorstellen können: „Die Biosphären-Rundschau“ für jede Jahreszeit. Im großen Zeitungsformat liefert sie Gästen und der interessierten Bevölkerung Themen aus der und über die Biosphäre Bliesgau. Haben wir Sie neugierig gemacht? Dann kontaktieren Sie uns gerne. DIE NÄCHSTE RUNDSCHAU erscheint am Mittwoch, 3. August 2016 Redaktionsschluss für die August-Ausgabe ist am Mittwoch, 20.07.2016. 30 Anzeigenschluss für die August-Ausgabe ist am Donnerstag, 21.07.2016 SAARPFALZ-TOURISTIK 25 JAHRE TOURISMUSARBEIT FÜR DIE HEIMAT staltungen von der Saarpfalz-Touristik bedient. So ist die Saarpfalz-Touristik beispielsweise jedes Jahr im September gemeinsam mit der Tourismus Zentrale Saarland auf der TourNatur in Düsseldorf oder informiert die Besucher der Camping-Reise-Automobil in Bexbach über die Freizeitund Urlaubsangebote in der Saarpfalz und dem Biosphärenreservat Bliesgau. Damit sich die Gäste auf eine gute Qualität bei den Unterkünften in der Region verlassen können, übernimmt die Saarpfalz-Touristik unter anderem die Klassifizierung der Ferienwohnungen in der Region. Das Ferienwohnungsangebot ist seit 2009 kontinuierlich von 130 auf heute 285 Ferienwohnungen angestiegen. Foto von 1991: Werbeaktion in Dortmund – von links nach rechts: Bernhard Maas, Guenter Wagner, Wolfgang Henn Genau vor 25 Jahren fiel der Startschuss für die Arbeit der Saarpfalz-Touristik. Die sieben kreisangehörigen Städte und Gemeinden sowie der Saarpfalz-Kreis hatten den Tourismusverband gegründet um gemeinsam für die Region zu werben und touristisch zu entwickeln. Schon damals bewiesen die Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker Weitsicht und einigten sich auf einen gemeinsamen Zweckverband für den Tourismus. „Die Saarpfalz-Touristik ist ein Paradebeispiel interkommunaler Zusammenarbeit, die heute landauf und landab gefordert wird,“ so Landrat Dr. Theophil Gallo, Verbandsvorsteher des Zweckverbandes. 20 Jahre befand sich die Geschäftsstelle der Saarpfalz-Touristik in unmittelbarer Nachbarschaft der Kreisverwaltung in Homburg und seit 2010 ist das Kreissparkassengebäude direkt am Paradeplatz in Blieskastel die Heimat des Verbandes. konnten Themenwanderwege wie der Jakobsweg und Premiumwanderwege umgesetzt werden, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Im Laufe der Jahrzehnte konnte die Saarpfalz-Touristik im Kreis, und später auch im Biosphärenreservat Bliesgau Tourismusprojekte umsetzen. So wurden gemeinsam mit den Kommunen, und auch grenzüberschreitend, Rad- und Wanderwege geschaffen, wie beispielsweise der Europäische Mühlenradweg Hornbach-Schwalb-Bickenalb, der schon seit über 10 Jahren die Grenzregion miteinander verbindet und ständig in der Wegeführung verbessert wird. Im Wanderbereich Für diejenigen, die nicht selbst aktiv sein wollen, bietet die Saarpfalz-Touristik seit vielen Jahren interessante Veranstaltungen an wie zum Beispiel den Homburger Keramikmarkt, den Landmarkt SaarPfalz oder die SaarLorLux Tourismusbörse. Sie stehen für gutes Innenmarketing und hochwertige Freizeitangebote in der Region. Ergänzend zur Infrastruktur bietet die Saarpfalz-Touristik Gästen und Einheimischen über 20 verschiedene Urlaubs- und Freizeitangebote für Groß und Klein an. In zahlreichen Angeboten wird das Thema: sich aktiv bewegen mit dem Entdecken und Schmecken regionaler Produkte kombiniert, so wie bei der neuen Wandertour: Gärten mit Geschichte und Genuss – eine geschmackvolle Wanderung in der Biosphäre Bliesgau. Gemeinsam mit den Leistungsträgern und den Naturund Landschaftsführern werden kontinuierlich neue Angebote entwickelt wie zum Beispiel das WaldWerken. Hier können die Teilnehmer selbst unter fachlicher Anleitung einen Wildholzstuhl aus heimischem Holz bauen. Auch im Bereich des Vertriebs wird die digitale Präsenz einer Region immer wichti- Natürlich aus St. Ingbert. Dem Tor zur Biosphärenregion. Juli 2016. ger. Die Saarpfalz-Touristik hat hier rechtzeitig die Weichen für einen modernen und intuitiv nutzbaren Internetauftritt gestellt. Die einzelnen Webseiten passen sich auch an die Ausgabegeräte an, d.h. man kann mit einem Smartphone, einem I-pad oder dem PC die Internetseiten aufrufen. Auch im Bereich der Social Media Anwendungen ist die Saarpfalz-Touristik im sozialen Netzwerk Facebook präsent. Ergänzend werden die klassischen Vertriebswege wie Informationsstände auf regionalen und überregionalen Messen und Veran- Die Saarpfalz-Touristik versteht sich auch zukünftig als Impulsgeber und Motor für die touristische Profilierung des Saarpfalz-Kreises und des Biosphärenreservates Bliesgau. Aufgrund des Jubiläums ist die Saarpfalz-Touristik mit ihrer Roadshow in der Heimat unterwegs und tourt vom 2. bis 10 Juli mit dem farbenfrohen Infoanhänger zu den verschiedenen Wochenmärkten in der Region. Auftakt der Tour ist der besondere Wochenmarkt in Bexbach, der am 2. Juli auf dem Aloys Nesseler Platz stattfindet und den Abschluss bildet das Biosphärenfest am Sonntag, 10. Juli in Limbach. Weitere Informationen und Broschüren können in der Geschäftsstelle der Saarpfalz-Touristik, Paradeplatz 4 in Blieskastel angefordert werden. Telefon: 06841/1047174 Mail: [email protected] www.saarpfalz-touristik.de Team Saarpfalz Touristik Wolfgang Henn, Katrin Thieser, Lisa Schanne, Kirsten Schwarz. Foto: Peter Michael Lupp 31 AB SOFORT ERREICHEN SIE UNS UNTER DIESER ADRESSE: REINHOLD-BECKER-STRASSE 1 66386 ST. INGBERT Neue Adresse – unverändert guter Service! Nach einjähriger Bauzeit heißen die Stadtwerke ab jetzt St. Ingberter Bürgerinnen und Bürger im neuen Verwaltungsgebäude willkommen. Im offenen, freundlichen Eingangsbereich wird sofort deutlich, dass auch nach dem Umzug der Stadtwerke eins beim Alten geblieben ist: der hervorragende Service und die gute Kundenberatung. www.sw-igb.de