...wie ich den Singapore River entdeckte und Deepavali feierte

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...wie ich den Singapore River entdeckte und Deepavali feierte
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...wie ich den Singapore River entdeckte und Deepavali feierte
Singapur, den 8. November 2004
Den Samstag habe ich mit einem schönen Spaziergang am Singapore-River verbracht - bei
mörderischer Hitze! Ich weiß gar nicht, wie oft ich irgendwo halt gemacht hatte, um etwas zu
Trinken zu kaufen. Am liebsten einen der frischgepressten Säfte, die es hier ab 1 Euro
gibt. Mein Spaziergang führte mich unter anderem in den Merlion-Park (der Merlion - halb
Löwe, halb Fisch - ist das Wahrzeichen Singapurs), in den alten Kolonialkern mit der City
Hall und dem Parlament sowie an den Boat Quay. Am Ufer des Singapore-Rivers findet man
dort zahlreiche "Shop Houses" aus alten Zeiten, die inzwischen zu Gaststätten und Kneipen
umfunktioniert worden sind - und davon gibt es am Boat Quay unzählige. Bei den in
Singapur lebenden Ausländern ist diese Gegend sehr beliebt - kein Wunder: man bekommt
hier sogar sein eisgekühltes Grolsch (für alle "Nichtkenner": holländisches Bier).
Abends war ich dann in Little India. Dort gab es anlässlich des Deepavali-Festes eine
Straßenparade. Deepavali bedeutet übersetzt "Lichter-Fest", es wird der Sieg Kalis über die
finsteren Mächte gefeiert. Ich war also sehr gespannt auf die Parade. Tatsächlich mutete die
ganze Feier eher etwas nach Nachbarschaftsfest an: Es gab kleine Stände, wo einige
Frauen "home made" Essen in kleinen Portionen zum Probieren anboten. Da konnte ich
natürlich nicht nein sagen =) Und es war natürlich höllisch scharf. Aber auf der hiesigen
Skala noch recht erträglich... Die Straßenparade selbst wurde von örtlichen Tanz- und
Musikvereinen bzw. von deren Mitgliedern bestritten. Besonders nett anzusehen war die
kleinen Mädchen, gestylt bis zum geht nicht mehr, die sich bemühten, ihre Tanzbewegungen
passend zur Musik aus den Lautsprechern zu absolvieren. Aber süß gemacht... =) Kleiner
Wehmutstropfen: Die Dämmerung muss wohl Hauptflugzeit für blutrünstige Moskitos sein ich bin total zerstochen worden. Aber es ging nicht nur mir so: andere, die auch dort
gewesen sind, hatten dasselbe Problem. Ein kleiner Trost, aber naja...
In meiner Apartmentanlage gibt es neben einem Fitnessraum, einem Tennis- und
Squashplatz und einer gemütlichen Grillecke auch einen schön angelegten Pool. Den
Sonntag habe ich größtenteils dort verbracht und Briefe geschrieben. Ich denke, der Pool
avanciert gerade zu meinem Nebenwohnsitz...