Wertstoff Magazin

Transcription

Wertstoff Magazin
MAGAZIN
An sämtliche Haushalte
WERTSTOFF
t = Klim
f
a
Abfa
Innen hui –
Außen pfui
Vom BIOGUT in Plastiktüten
Gibt es ein
Leben danach?
Vom „up and down“ unserer
Produkte und Abfälle
CO2 in der
Abfallwirtschaft
Vom Umweltverschmutzer
zum Klimaschützer
hutz
llw
a sc
irtsch
Ausgabe 1/2013
Thomas Grau, Team Grüngutverwertung, im Einsatz auf dem Häckselplatz
INHALT
Seite
VORWORT
Landrat Dr. Rainer Haas
3
IM GESPRÄCH
Vom richtigen Umgang mit BIOGUT
4
PROJEKT ZUKUNFT
Abfallwirtschaft ist gleich Klimaschutz
6
Der Beitrag der Abfallwirtschaft zur CO2-Einsparung
Kommentar Dr. Utz Remlinger
7
In guten Händen – Möglichkeiten der Verwertung
8
VOR ORT
ServiceCenter Backstage Ein Blick hinter die Kulissen
10
IM FOKUS
Deponie FROSCHGRABEN Plus: Wachstumsprognose 12
PROJEKT ZUKUNFT
GreenCook – Die Essensretter
14
IM DIALOG
Korksammelwettbewerb 2013
15
Führungen und Anmeldecoupon
16
FAKTEN
Abfallgebühren 2013
17
SERVICECENTER ABFALL
Ihr Ansprechpartner
18
Geschirrmobil der AVL
19
Tipps: Die Biotonne im Sommer
19
Adressen & Öffnungszeiten
19
IMPRESSUM
Herausgeber:
Redaktion:
Fotos:
Gestaltung:
Repro:
Druck:
2
Abfallverwertungsgesellschaft des
Landkreises Ludwigsburg mbH (AVL)
Hindenburgstr. 30, 71638 Ludwigsburg
[email protected]
www.avl-ludwigsburg.de
Susan Djalali
Jasmin Mendel
AVL GmbH
Andi Dalferth
Reiner Pfisterer
schneewolf creation
media office gmbh
Ungeheuer + Ulmer KG, GmbH + Co.
AVL WERTSTOFF-MAGAZIN 1/2013
Liebe Bürgerinnen
und Bürger,
die Piratenfilme des australischen Schauspielers Errol Flynn aus den
30er-, 40er- und 50er-Jahren sind legendär. Für uns hingegen werden die
„Schrottpiraten“ der Gegenwart immer mehr zum Ärgernis: Als organisierte Banden suchen sie vor Ort im Sperrmüll nach Kupfer, Aluminium,
Zink, Blei und Stahl. Bis zu 50 Prozent unserer Erlöse aus Rohstoffverkäufen gehen so verloren – Erlöse, die wir dann nicht dafür einsetzen
können, um die Gebühren für Sie möglichst niedrig zu halten. Da die Schrottpiraten zudem die restlichen, oftmals giftige Substanzen und Schwermetalle enthaltenden Geräteteile illegal entsorgen, schaden sie auch noch zusätzlich Gesundheit und Umwelt.
Aber auch die großen privaten Entsorgungsunternehmen bereiten uns in puncto Rohstofferlöse immer mehr Sorgen. Sie drängen in Brüssel mit ihren zahlreichen Lobbyisten auf eine
Änderung der Gesetzeslage, um so – zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger von Flensburg
bis Berchtesgaden – Zugriff auf den immer weiter wachsenden Markt der Wertstoffe zu
bekommen. Würden die Gesetze so beschlossen, wäre das eine äußerst ungerechte Umverteilung der Einnahmen: Wir müssten die Abfallgebühren erheblich erhöhen, während die
großen Entsorger große Gewinne einstreichen könnten. Es kann nicht sein, dass einige Privatfirmen, deren Eigentümer oder Aktionäre auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger Gewinne
erzielen dürfen. Deshalb setzen wir uns weiterhin vehement dafür ein, dass das Wertstoffgeschäft in kommunaler Hand bleibt, damit die Erlöse den Gebührenzahlern zugute kommen. Dieses bewährte System der Abfallwirtschaft darf nicht leichtfertig zerstört werden!
Doch jetzt zu etwas Erfreulichem. Ökonomisch und ökologisch sinnvoll sind die modernen
Deponiekonzepte der AVL: Wir nutzen Deponiegas, Abwärme, Photovoltaikanlagen und
schnell wachsende Holzplantagen auf Deponieflächen zur Energiegewinnung. Außerdem
prüfen wir den Einsatz weiterer möglicher Energiegewinnungsverfahren wie Windkraft
und Wasserkraft. Dass die AVL das Deponiegas bereits seit 1982, also seit mehr als 30 Jahren, verwertet, zeigt, dass das Thema Ressourcenschonung bei uns schon lange zuhause
ist – zum Wohle von Mensch und Umwelt im Landkreis, aber auch des Weltklimas.
In diesen Zusammenhang passt auch die geplante energetische Nutzung des BIOGUTs.
Diese wird freilich erst möglich, wenn Sie als Bürgerinnen und Bürger möglichst viel und
reines BIOGUT sammeln und bereitstellen. Der Beitrag jedes Einzelnen zum Gelingen
einer umweltschonenden Energiegewinnung wird immer bedeutsamer. Damit Ihnen das
Sammeln leichter fällt, haben wir die Leerungsgebühren für die braune Biotonne erneut
deutlich gesenkt, bei der 60-Liter-Tonne auf den „runden“ Betrag von einem Euro. Da wir
auf der anderen Seite das Restmüllaufkommen verringern wollen, ist die Gebühr für die
Leerung der grauen Tonne folgerichtig leicht gestiegen. Auch die geplante Erhöhung der
Bodenaushub- und Bauschutt-Deponie FROSCHGRABEN bei Schwieberdingen dient der
Ressourcenschonung, in diesem Fall der immer rarer werdenden Freiflächen-Ressourcen:
Indem wir mit der Erhöhung die vorhandene Infrastruktur nutzen, müssen keine neuen
Flächen für die Deponierung in Anspruch genommen werden.
UNSERE THEMEN
Unerkanntes Potenzial
Das Thema BIOGUT bleibt weiterhin im Fokus der AVL. Mit wenig
Einsatz kann hier viel erreicht
werden. Ein Gespräch über Preissenkung und Plastiktüten. > S. 4
CO2 in der Abfallwirtschaft
Der AVL Claim „Auftrag Zukunft“
steckt in allen Maßnahmen der
Vermeidung, Verwertung und Entsorgung. Dies zeigt sich deutlich
bei der CO2 -Bilanz. > S. 6
Gibt es ein Leben danach?
Wie viele Möglichkeiten in Produkten stecken und wie wichtig es
ist, diese in die richtigen Hände zu
geben > S. 8
Wachstumsprognose
Warum man in Schwieberdingen
noch „ne Schippe“ drauflegen will
und was es dabei alles zu bedenken gibt. > S. 12
Die geschilderten Aktivitäten der AVL sind so einleuchtend, dass sie sogar Schrottpiraten
davon überzeugen könnten, besser Errol-Flynn-Filme anzuschauen als der Allgemeinheit
zu schaden. Wünschenswert wäre es.
Ihr
Dr. Rainer Haas
Landrat des Landkreises Ludwigsburg
Die AVL kompensierte insgesamt 16,91 t
CO2 im Jahr 2011 durch GoGreen
Produkte und Services. Das Carbon
Management von Deutsche Post DHL
gleicht die beim Transport entstehenden
Emissionen durch Klimaschutzprojekte
aus. Ein Großteil dieser Auflage wird
wieder CO2-neutral mit der Deutschen
Post DHL transportiert und zugestellt.
AVL WERTSTOFF-MAGAZIN 1/2013
3
IM GESPRÄCH
Umweltgut – Gebührengut – BIOGUT
Das getrennte
Sammeln von
organischen
Abfällen kommt
allen zugute
WERTSTOFF-MAGAZIN: Der Begriff BIOGUT ist doch recht ungewöhnlich.
Was steckt dahinter?
ANNETTE PONTON: Der neue Begriff BIOGUT soll verdeutlichen, dass organische Küchen- und Gartenabfälle einen Wert besitzen und deshalb
getrennt gesammelt und entsorgt werden sollten. Letztlich sind sie ein
wichtiger Baustein im Naturkreislauf. Der aus ihnen produzierte Kompost
unterstützt die Humusbildung der Böden, erhöht die Wasserspeicherfähigkeit der Böden, ersetzt Torf als Bodenlockerungsmittel und ist wertvoller
Dünger. Dies zeigt auch die Tatsache, dass es eine große Nachfrage nach
dem Kompost aus unserem BIOGUT gibt.
WERTSTOFF-MAGAZIN: Wie wollen Sie die Bürgerinnen und Bürger von
einer getrennten Entsorgung überzeugen?
BEATRIX SPETHER: In erster Linie mit guten Argumenten; Umwelt, Ressourcen, ... wöchentliche Leerung im Sommerhalbjahr und natürlich auch über
des Schwaben liebstes Kind: „den Geldbeutel“.
Hat eine Leerung für eine 120-Liter-Biotonne im Jahr 2008 noch 3,10 €
gekostet, so sind dies nun 2013 nur noch 1,40 €, also gerade mal noch 45%.
Im Vergleich hierzu sind die Gebühren für einen 120-Liter-Restmüllbehälter
von 3,49 € auf 3,90 € gestiegen. Trennen rechnet sich daher auch für den
Geldbeutel!
Neben Anreizen haben wir auch die Pflichten verstärkt. Seither war es
möglich, kleine Mengen BIOGUT über den Restmüllbehälter zu entsorgen.
Diese Regelung ist nun gestrichen.
WERTSTOFF-MAGAZIN: Wie ist es um die Einsammlung des BIOGUTs im
Landkreis Ludwigsburg bestellt? Welche Tendenzen zeichnen sich ab?
ANNETTE PONTON: Zunächst beobachten wir seit einigen Jahren einen
Anstieg der Störstoffe. Dabei handelt es sich zu 90 % um Plastiktüten, die
zum Verpacken des BIOGUTS in der Küche verwendet werden. Plastiktüten
im BIOGUT stellen jedoch ein großes Problem dar: Sie erhöhen den Sortieraufwand und verursachen hohe Entsorgungskosten für diese Störstoffe
bei den Kompostbetrieben. Vor allem aber gefährden Plastikschnipsel im
Kompost, die auch nach mehrmaligen Sortiervorgängen noch im Kompost
verbleiben, die Vermarktung des Komposts in der Landwirtschaft und in
Erdenwerken.
Ein Gespräch mit Annette
Ponton, Leiterin der
Abteilung Ressourcen
und Logistik bei der
AVL GmbH und Beatrix
Spether, Abteilungsleiterin
des Fachbereichs
Abfallgebühren beim
Landratsamt Ludwigsburg.
Die neuen
Müllfahrzeuge
im Landkreis
werben mit
diesen Motiven
für das BIOGUT
4
AVL WERTSTOFF-MAGAZIN 1/2013
WUN DERTÜTE
RÜCKKEH R ER
ACKERGOLD
IM GESPRÄCH
Wir beobachten außerdem seit Jahren rückläufige BIOGUT-Mengen. Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens hat sich ein Teil des BIOGUTs, vor allem
Rasenschnitt, Unkraut und Laub, auf Häckselplätze verlagert. Dort stellen
Plastiktüten im BIOGUT stellen ein großes
Problem dar: Sie erhöhen den Sortieraufwand
und verursachen hohe Entsorgungskosten.“
Rasen, Unkraut und Laub allerdings wegen ihrer Sickerwässer ein ernsthaftes
Problem dar und sollten deshalb besser über die Biotonne entsorgt werden.
Die zweite Ursache ist die Tatsache, dass in den vergangenen Jahren immer
mehr Biotonnen abbestellt wurden, vor allem in Mehrfamilienhäusern.
WERTSTOFF-MAGAZIN: Die Sammelmengen des BIOGUTES sollen weiter
erhöht werden: Was haben die Bürgerinnen und Bürger konkret von der
Nutzung einer Biotonne?
ANNETTE PONTON: Die Leerung einer Restmülltonne ist deutlich teurer als
die einer Biotonne. Mit der separaten Erfassung von BIOGUT in der Biotonne haben die Bürger jedoch einen weiteren, indirekten Nutzen. Sie tragen
nämlich dazu bei, dass die natürlichen Stoffkreisläufe geschlossen werden.
Vereinfacht ausgedrückt: Aus BIOGUT wird letztlich wieder Erde und auf
dieser Erde wachsen unser Getreide und unser Gemüse. Je besser und gehaltvoller die Erde, desto besser und gehaltvoller sind unsere Lebensmittel.
WERTSTOFF-MAGAZIN: In der Abfallwirtschaftsatzung ist die Biotonne ab
2013 als „Pflichttonne“ definiert. Braucht dann jeder Haushalt nun sofort
eine eigene Biotonne?
BEATRIX SPETHER: Nein! Zunächst wollen wir jeden Bürger für eine getrennte Entsorgung gewinnen. Wer heute weder einen Kompost noch eine
Biotonne hat, der sollte sich mit diesem Thema beschäftigen. Vielleicht ist
auch eine gemeinsame Biotonne mit dem Nachbarn denkbar.
Wir werden im laufenden Jahr alle Haushalte, die noch keine eigene Biotonne haben, anschreiben und die Frage, wie entsorgt wird, stellen.
WERTSTOFF-MAGAZIN: Welche Alternativen zur eigenen Biotonne gibt es?
2008
2009
26,-
26,-
20,-
14,-
35,10
35,10
35,10
39,-
Städtische
Bereiche
28,40
Vergleichende Entwicklung der Leerungsgebühren für eine
120-L-Biotonne und eine 120-L-Restmülltonne eines 4 Personen
Haushalts (10 Leerungen) in €
34,40
Biotonnen mit Plastiktüten
im Landkreis Ludwigsburg
31,-
RESTMÜLL
Die Kosten für die Leerung der Biotonne
sinken, die der Restmülltonne steigen“
34,90
BIOGUT
BEATRIX SPETHER: Es gibt zwei Varianten, entweder einen eigenen Kompost
oder eine Biotonne alleine oder gemeinsam als Behältergemeinschaft mit
den Nachbarn nutzen.
WERTSTOFF-MAGAZIN: Ab dem Sommer 2013 kann das BIOGUT wöchentlich
zur Leerung bereitgestellt werden. Welche Vorteile bringt das?
ANNETTE PONTON: In den heißen Sommermonaten hatten wir oftmals
hygienische Probleme, wenn die Biotonnen erst nach 14 Tagen geleert wurden. In dieser Zeit beginnt das BIOGUT sich bereits in der Tonne zu zersetzen
und es entsteht u.a. eine übelriechende Flüssigkeit. Mit der wöchentlichen
Abfuhr wollen wir die Möglichkeit schaffen, die Biotonne schneller zu leeren,
um Geruchsprobleme und Madenbefall zu vermeiden. Dies ist besonders
wichtig für Mehrfamilienhäuser oder Wohnanlagen.
Grundsätzlich gilt: es ist besser, eine kleinere – auf den tatsächlichen Bedarf
abgestimmte – Biotonne häufiger leeren zu lassen.
WERTSTOFF-MAGAZIN: Ein großes Thema ist immer wieder der Anteil von
Plastiktüten in der Biotonne. Welche Tipps können Sie ganz konkret geben?
ANNETTE PONTON: BIOGUT sollte immer gut in Zeitungspapier, Bäckertüten oder speziellen Papiertüten für das Vorsortiergefäß verpackt werden.
Papier saugt die Feuchtigkeit auf. Die Biotonnen müssen dann nicht so
häufig gereinigt werden. Außerdem werden im Sommer unangenehme
Gerüche eingedämmt und im Winter friert das BIOGUT nicht so schnell in
der Tonne fest.
Wenn der Weg vom Vorsortiergefäß in der Küche zur Biotonne vor dem
Haus jedoch weit ist, können Papiertüten reißen. In diesem Fall könnte das
in Plastiktüten gesammelte BIOGUT vor dem Hause in die Biotonne geleert
und der Plastikbeutel selbst zum Restmüll geworfen werden.
In den Läden werden immer mehr sog. kompostierbare Plastikbeutel für
BIOGUT verkauft. Diese Beutel zersetzen sich tatsächlich nach einer gewissen Zeit. Sie sind aber wegen der kurzen Kompostierungszeiten in den
Kompostwerken nicht für die Vorsortierung in der Küche geeignet. Diese
Beutel stellen einen Störstoff dar und müssen – wie „normale“ Plastiktüten
auch – aussortiert werden.
WERTSTOFF-MAGAZIN: Im BIOGUT steckt ja ein großes Potenzial. Wie wird
dieses bisher genutzt und was wird die Zukunft bringen?
ANNETTE PONTON: Aus BIOGUT wird nicht nur wertvoller Kompost. In ihm steckt auch jede Menge Energie, die wir künftig nutzen wollen. Das bedeutet: aus
BIOGUT kann durch einen Vergärungsprozess vor der
eigentlichen Kompostierung Methangas gewonnen
werden, das entweder in einem Blockheizkraftwerk in
Strom umgewandelt oder aber nach einer Aufbereitung
zu Bioerdgas in ein Gasnetz eingespeist wird. Auf diese
Weise wird die AVL künftig einen Beitrag zur Einsparung
von fossilen Brennstoffen durch regenerative Energie
leisten.
Das Thema BIOGUT wird deshalb in den nächsten Jahren eine große Rolle im Landkreis spielen.
Wir haben uns auch vorgenommen, den Störstoffanteil
im BIOGUT deutlich zu senken. Dazu werden wir künftig die Biotonnen immer wieder kontrollieren und die
Bürger bei Falschbefüllungen beraten.
Wir wollen außerdem unsere Bürger vom Sinn der getrennten BIOGUTerfassung überzeugen und sie motivieren, wieder stärker BIOGUT getrennt zu sammeln.
2010
2011
2012
Vorstädtische Ländliche
Bereiche
Bereiche
2013
52%
20%
10%
Auf einen Blick:
Das gehört
zum BIOGUT.
Aufkleber für
Ihre Biotonne
erhalten Sie im
ServiceCenter
Abfall.
AVL WERTSTOFF-MAGAZIN 1/2013
5
PROJEKT ZUKUNFT
Abfallwirtschaft = Klimaschutz
„Auftrag Zukunft“ steckt in jeder Maßnahme der AVL
Die Abfallwirtschaft
spielt für den Klimaschutz eine wesentliche
Rolle.
Noch 1990 hat die deutsche Siedlungsabfallwirtschaft das Klima mit fast 38 Millionen Tonnen
klimaschädlicher Gase belastet. Hauptursache waren die
Deponiegasemissionen aus Hausmülldeponien, die weltweit
25 bis 30 Prozent der Methanemissionen ausmachen! Methan als Hauptbestandteil des Deponiegases wirkt sich 25-fach klimaschädlicher aus als Kohlendioxid.
Es entsteht bei der anaeroben Zersetzung von organischem Material.
Seit 2005 ist die Deponierung von organischen Abfällen in Deutschland nicht
mehr zulässig. Bis zum Jahre 2012 sind die deponiebedingten Methanemissionen
in Deutschland im Vergleich zum Jahr 1990 um über 90% zurückgegangen. Durch
die Verschiebung der Abfallströme, von der Deponierung hin zu mehr Recycling
und der energetischen Nutzung der Restabfälle, werden noch weitere Beiträge zur
Minderung von Treibhausgasen erzielt.
Das Ökoinstitut / ifeu hat in einem Forschungsvorhaben untersuchen lassen, welches Klimaschutzpotenzial in der Siedlungsabfallwirtschaft steckt. Dabei fand man
heraus, dass der Beitrag der Abfallwirtschaft bisher zu wenig Beachtung findet.
6
Auch im Landkreis Ludwigsburg zeigt
sich anschaulich am Beispiel der Abfallwirtschaft, welche immer mehr zur Ressourcenwirtschaft wird, wie sowohl durch
Gesetzgebung, vor allem aber durch den verantwortungsbewussten Umgang mit der Ressource Abfall und dessen Nebenprodukten Beiträge zur Reduzierung
des CO2-Ausstoßes geleistet werden können.
Kommunen sind oftmals flexibler und handlungsfähiger als Länder und können
Anstöße für innovative Entwicklungen geben, bzw. durch nachhaltige Konzepte und
gelebte Ressourceneffizienz einen großen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten.
Die Treibhausgasemissionen des deutschen Abfallsektors
sinken bis 2030 um 10 bis 12 Mio. Tonnen KohlendioxidÄquivalente im Jahr. Im Vergleich zum Jahr 2005 bedeutet dies
weniger Kohlendioxid-Äquivalente
67%
Was ist der Ökologische Fußabdruck?
Berechnung des CO2-Fußabdruckes
Ob wir eine Banane essen, unsere Häuser heizen, das Auto nutzen oder den Abfall trennen – all dies
hat Einfluss auf die Gesamtökologie unseres persönlichen Umfeldes ebenso wie die Tragfähigkeit eines
komplexen Ökosystems. Als Teil einer Stadt, eines Landkreises, eines Landes oder Kontinentes, hat jeder
persönliche ökologische Fußabdruck auch große Relevanz für Klima und Natur des gesamten Erdballs.
Eine intakte Umwelt ist die Grundlage des menschlichen Überlebens. Mit dem ökologischen Fußabdruck kann man anschaulich den Problemzusammenhang zwischen unserem Konsumverhalten, der
Umweltsituation und sozialer Gerechtigkeit beschreiben. Mit diesem Messinstrument können Indikatoren für ökologische Auswirkungen und Grenzen unseres steigenden Ressourcenverbrauches verdeutlicht werden.
Diese Berechnungen reichen in der Regel aus, um Problembewusstsein zu entwickeln und mögliche
Handlungsfelder zu identifizieren. Am Beispiel Abfallwirtschaft zeigt sich eines dieser Handlungsfelder.
Der CO2-Fußabdruck, auch CO2-Bilanz genannt, ist
ein Maß für den Gesamtbetrag von KohlendioxidEmissionen (gemessen in gCO2).
CO2-Emissionen, die durch direkte Aktivität verursacht werden, sind beispielsweise Autoabgase. Aber
auch CO2-Emissionen, die durch indirekte Aktivität
verursacht werden, zählen dazu. Diese sind z. B. Emissionen, die durch die Produktion und die weiteren
Lebensstadien eines Produktes bis zum Recycling oder
die Verbrennung entstehen. Methanemissionen, wie
sie auf alten Deponien entstehen, werden in Form
von CO2-Äquivalenten berechnet.
AVL WERTSTOFF-MAGAZIN 1/2013
PROJEKT ZUKUNFT
Trennen und das Klima schützen
Klimaschutz auf den Deponien
BIOGUT: Alles, was die Haushalte im Landkreis in der
braunen Tonne einsammeln, wird anschließend zu hochwertigem Kompost verarbeitet. Wenn daraus zukünftig auch
Biogas erzeugt wird, schlummert bei einem Aufkommen
von 22.000 Tonnen pro Jahr hier ein zusätzliches CO2-Einsparpotenzial von 3.520 Tonnen jährlich.
GRÜNSCHNITT- UND HOLZVERWERTUNG: Hecken- und
Baumschnitt aus privaten Gärten oder öffentlichen Grünflächen, aber auch verarbeitetes Holz von den Sammelstellen
des Landkreises werden in Holzkraftwerken in Strom und
Wärme umgewandelt. 7.500 Tonnen Häckselgut pro Jahr
vermeiden auf diese Weise ca. 7.000 Tonnen CO2. Weitere
27.500 Tonnen Grünschnitt mit weniger Holzanteil werden
in der Landwirtschaft als Mulch- und Abdeckmaterial wiederverwendet. Und schließlich fallen im Landkreis jährlich
etwa 11.000 Tonnen holzhaltiger Sperrmüll an, die ebenfalls
in Holzkraftwerken verbrannt und dadurch weitere 10.000
Tonnen CO2 vermieden werden.
ALTMETALLE UND ELEKTROALTGERÄTE: 2012 wurden im
Landkreis über die Abrufsammlung und die Wertstoffhöfe
4.450 Tonnen Altmetalle und Elektroaltgeräte eingesammelt. Ziemlich genauso viel Tonnen CO2 werden dadurch
vermieden.
ALTPAPIER: Mengenmäßig schlägt die Sammlung von
Altpapier im Landkreis bei der Vermeidung von CO2 mit
am deutlichsten zu Buche. Stolze 46.000 Tonnen Altpapier
wurden 2012 eingesammelt. Und das Klima damit um rund
34.900 Tonnen weniger Kohlendioxid belastet.
Auf der Deponie Burghof, 1978 in Betrieb genommen und eine der größten im Land, ist die Luft
heute rein und klar. Seit 2005 wird auch hier kein Hausmüll mit organischen Bestandteilen mehr
abgelagert. Erdschichten decken alte Ablagerungen ab, nach unten sind Boden und Grundwasser
vor belastetem Sickerwasser geschützt. Im Inneren der Deponie aber gärt es nach wie vor weiter.
Dort werden immer noch erhebliche Mengen Methangas produziert. Ebenso wie auf der Deponie
AM LEMBERG, die bereits stillgelegt ist.
Das Konzept der AVL sieht vor, das Sickerwasser und die Deponiegase nach vorgeschriebener Vorbehandlung und danach als sekundär gewonnene Energieträger einzusetzen. Weiterhin werden
die Oberflächen nach der Deponierung rekultiviert und am Beispiel des EU-Projektes SufalNet
konnte die AVL zeigen, welches Potenzial die großen Deponieflächen bieten. Auf der Deponie AM
FROSCHGRABEN wurden 12.300 Bäume für die Kurzumtriebsplantage gepflanzt.
CO2-Einsparungen durch Deponiegas-Nutzung
Vermiedene Treibhausgas-Emissionen durch die Nutzung von Strom aus erneuerbaren
Energien in Deutschland 2011 betragen insgesamt 86,3 Mio. t.
Davon sind 24,1 Mio. t Ersparnisse durch Biomasse-Nutzung, wozu Deponiegas auch zählt.
Treibhausgasvermeidung durch erneuerbare Energien in 2011 durch AVL Maßnahmen
Deponie BURGHOF erzeugte Strommenge 6.052.781 kWh
Dies entspricht einer Einsparung von 4430,65 t CO2
Wärmenutzung durch Deponiegasverbrennung 580.000 kWh
Dies entspricht einer Einsparung von 162,4 t CO2
Auf der Deponie AM LEMBERG erzeugte Strommenge 436.041 kWh
Dies entspricht einer Einsparung von 319,18 t CO2
Auf der Deponie AM FROSCHGRABEN erzeugte Strommenge 18.812 kWh
Dies entspricht einer Einsparung von 12,49 t CO2
Insgesamt werden durch Deponiegasnutzung und Photovoltaik-Anlage 4.924,71 t CO2 vermieden.
QUELLEN: Zahlen basieren auf dem Dokument: „Erneuerbare Energien in Zahlen – Nationale und Internationale
Entwicklung“, herausgegeben vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Referat Öffentlichkeitsarbeit, Stand Juli 2012,
WEITERE ZAHLEN: „Energie und Klimaschutz im Fokus – Energiereport 2012“, herausgegeben vom Landkreis
Ludwigsburg, Stand 2012
KOMMENTAR
Dr. Utz Remlinger
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
Abfallwirtschaft und Klimaschutz – was hat das miteinander zu tun? Sehr viel, wie Sie in dieser Ausgabe des
Wertstoffmagazins erfahren. Es ist noch wenig bekannt,
dass die kommunale Abfallwirtschaft einen sehr bedeutsamen Beitrag zur CO2-Einsparung in Deutschland
leistet. Dies beginnt mit dem 2005 in Kraft getretenen
Verzicht auf die Deponierung von Hausmüll, der seitdem
verbrannt und damit energetisch genutzt wird. Es geht
weiter über die Deponiegasverwertung, mit der das
aus dem früher abgelagerten Hausmüll entweichende
Gas sinnvoll genutzt wird, anstatt es in die Atmosphäre
entweichen zu lassen. Das Häckselgut, das Sie zu den 37
Häckselplätzen im Landkreis bringen, landet zu großen
Teilen im Ludwigsburger Holzheizkraftwerk. Schließlich
arbeitet die AVL intensiv daran, das BIOGUT zukünftig
in einer zentralen Anlage zu vergären, um daraus Biogas
zu gewinnen. Kurz zusammengefasst kann man sagen,
dass jedes Watt Energie, das aus der erneuerbaren Quelle
„Abfall“ erzeugt werden kann, die entsprechende Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen wie Erdöl und
Erdgas vermeiden hilft.
Ich bedanke mich deshalb an dieser Stelle für Ihre Unterstützung beim weiteren Ausbau des energiewirtschaftlichen Arms der Abfallwirtschaft im Landkreis Ludwigsburg. Ihren Beitrag dazu können Sie durch getrennte
Erfassung des BIOGUTs leisten.
Ihr Utz Remlinger
AVL-Geschäftsführer
AVL WERTSTOFF-MAGAZIN 1/2013
7
PROJEKT ZUKUNFT
METALLE
SCHWER- EDELMETALLE METALLE
6,22
Die Zusammensetzung von
elektronischen
Haushaltskleingeräten im
Durchschnitt
in Prozent
SONSTIGE
0,16
GLAS
37
KUNSTSTOFFE OHNE FLAMMSCHUTZ
0,75
KUNSTSTOFFE MIT FLAMMSCHUTZ*
0,00000024
PALLADIUM
0,00000061
GOLD
0,000018
QUECKSILBER
0,75
BLEI
9,3
ALUMINIUM
17
KUPFER
EISEN
29
In guten Händen
*Recyclingfähigkeit
eingeschränkt
QUELLE:
Prof. Dr.-Ing. Kerstin
Kuchta „Rohstoffreserve der Zukunft“
Vortrag auf der
11. Fachkonferenz
„Entsorgung von
Elektro-Altgeräten
Hannover 2013“
Unsterblich – auch in Einzelteilen
Ein elektrisches Handrührgerät gehört seit den sechziger
Jahren zur Grundausstattung jedes Haushalts. Damals eine
Anschaffung fürs Leben. Gab es einen technischen Defekt,
wurde das Gerät repariert. Heute wird von elektrischen
Klein- und Großgeräten keine lebenslange Haltbarkeit mehr
erwartet.
Manches Gerät würde dies wohl noch gewährleisten können, bleibt aber in den seltensten Fällen solange in Betrieb.
Die Neuerungen in Technik und Design sind so schnelllebig
geworden wie die Produkte selbst. Deren Qualität und
Zusammensetzung ist dennoch hochwertig. Das breite
Angebot der Hersteller und die Preise verleiten zum Kauf von
immer neuer, moderneren Geräten. Dadurch entstehen große
Mengen an Abfall. Bei der Herstellung der Produkte, wird
außerdem ein enormer Energie- und Logistikaufwand in
Anspruch genommen.
Die Geräte bestehen aus einer Vielzahl an Materialien.
Einige davon sehr wertvoll, manches umweltgefährdend
und das Meiste viel zu schade für die Tonne.
Anhand der Zusammensetzung von elektronischen Haus-
8
AVL WERTSTOFF-MAGAZIN 1/2013
haltskleingeräten wird deutlich, welche verborgenen Wertstoffe in den Produkten des allgemeinen Hausgebrauchs
enthalten sind. Von der elektrischen Zahnbürste über
das Handy, den Fön bis hin zum Wecker oder dem Toaster
verbraucht die Herstellung dieser Geräte Unmengen an
Ressourcen.
Einzelne der ausgedienten Geräte landen im Restmüll. Als
sogenannter „intelligenter Fehlwurf“ werden einige in der
grünen Tonne RUND entsorgt. Dort werden sie aufwendig
aussortiert und der Verwertung zugeführt.
Eine hochwertige Verwertung ist gewährleistet, wenn die
Bürgerinnen und Bürger die ausgedienten Geräte auf dem
Wertstoffhof abgeben oder zur Abrufsammlung anmelden.
Die AVL kann so die Geräte in die richtigen Hände geben.
Somit werden die tatsächliche Verwertung der enthaltenen Materialien, die sachgemäße Handhabung gefährlicher
Stoffe und die Schonung von Ressourcen und Umwelt
garantiert. Daneben kann so die Rückführung der Erlöse in
den Gebührenhaushalt gewährleistet werden.
PROJEKT ZUKUNFT
CDs und DVDs bestehen zu 99 % aus dem Kunststoff Polycarbonat (PC). Polycarbonate werden in einem energieintensiven Prozess aus Erdöl hergestellt. Sortenrein gesammelt lassen sie sich hervorragend verwerten oder in
den Produktionskreislauf zurückführen. Dadurch werden weniger Rohstoffe und Energie benötigt und so der
Co2-Ausstoß reduziert. Es wurde ein spezielles Recyclingverfahren entwickelt; das Granulat kann dann zu 100 %
für die Produktion neuer CDs verwendet werden. Außerdem können daraus beispielsweise hochwertige Produkte
wie medizinische Geräte, Motorradhelme usw. entstehen.
Vom „up and down“ für ein Leben danach
RECYCLING
Recycling bedeutet Abfallverwertung.
Rohstoffe, wie z. B. Erdöl, sind wertvolle und begrenzt vorkommende Güter.
Das Recycling von Rest- und Wertstoffen gewährleistet, dass die wertvollen
Stoffe im Kreislauf bleiben und nicht
verloren gehen. Landet ein Elektrogerät beispielsweise im Restmüll, wird es
verbrannt. Dort wird über die Verbrennung zwar Energie gewonnen, jedoch
müssen zur Produktion neuer Geräte
immer weiter Ressourcen ausgeschöpft werden.
UPCYCLING:
Nachher besser als vorher
Wird der Wert eines Produktes nach
dem Recycling noch weiter gesteigert,
spricht man von „Upcycling“. Beim
„Upcycling“ wird Abfall als Material
für die Schaffung neuer Produkte
verwendet. Dies ist der Fall, wenn
ein Produkt aus wiederverwerteten
Materialien einen höheren Wert und
bessere Eigenschaften hat als das
Ursprungsprodukt. Nicht immer muss
dafür das Ursprungsprodukt aufwendig recycelt werden. Es lässt sich auch
in seinem ursprünglichen Zustand
gut „umfunktionieren“. Im Gegensatz
zum Recycling ist dabei ein geringerer
Energieaufwand nötig, um Neues zu
schaffen. So werden beispielsweise
aus LKW-Planen hochwertige Taschen
hergestellt.
Kuriose Beispiele des Upcyclings:
Ein Tempel aus Bierflaschen, Pavillons
aus Milchtüten – all das ist möglich!
Weltweit lassen kreative Köpfe beim
Upcycling ihren Ideen freien Lauf.
Meist designen die Upcycling-Anhänger Möbelstücke oder Kleidung. Ihr
gemeinsames Motto: Aufwerten statt
Downcycling zuzulassen!
DOWNCYCLING:
Vorher ist besser als nachher
Können jedoch nicht alle Stoffe wiederverwendet werden, bzw. das oder
die nachfolgend hergestellten Produkte haben einen geringeren Wert,
so spricht man von downcycling.
Bei dieser Recyclingmethode entsteht ein Stoff- und Funktionsverlust.
Beispiel: aus Schreibpapier wird
Küchenpapier.
Recycling hat auch Nachteile
Der Umwelt etwas Gutes tun und Dinge wiederverwerten. Das klingt erst
mal vorbildlich. Aber Recycling kann
zwei Nachteile haben: Erstens muss
oft viel Energie aufgewendet werden,
um die Materialien so aufzubereiten, dass man sie erneut verarbeiten
kann. Zweitens bleibt die Qualität der
Materialien dabei oft nicht diesel-
be. In diesem Fall spricht man von
Downcycling. Auch bei Glas und Stahl
können beim Recycling herausragende
Eigenschaften der Materialien nicht
immer erhalten werden. Daher ist bei
manchen Produkten bereits umstritten, ob das Downcycling überhaupt
sinnvoll ist und der Umwelt so stark
nutzt, wie wir bisher dachten.
Und dann gibt es da noch diese
Idee „cradle to cradle“
Michael Braungart, der 51-jährige
Chemiker und Umweltvisionär, der die
Wegwerfgesellschaft revolutionieren
möchte, hat eine Vision von Produkten
der Zukunft.
Seine Idee: Produkte sollten am Ende
ihres Lebens nicht mühsam entsorgt,
aufbereitet oder verbrannt werden,
sondern so konzipiert sein, dass sie
sich mühelos in anderer Form weiterverwenden lassen. „cradle to cradle“,
von der Wiege zur Wiege, so nennt
er dieses Konzept, das er zusammen
mit dem amerikanischen Architekten
William McDonough vor acht Jahren
entwickelt hat. Schon bei der Entstehung eines Produktes sollte dessen
zweites Leben eingeplant sein, findet
Michael Braungart. Leider fehle es
seinen Ideen oft an Praktikabilität,
bzw. am Effizienzgedanken, da oftmals
der Energieeinsatz für die „cradle to
cradle“-Ideen unangemessen hoch ist,
wird Braungart vorgeworfen.
Manche von Braungarts Forderungen
seien durchaus berechtigt, heißt es
im Umweltbundesamt (Uba). „In der
praktischen flächendeckenden Umsetzung stoßen wir aber auf zahlreiche Grenzen, die uns politische und
ökonomische Rahmenbedingungen
setzen“ sagt etwa Joachim Wuttke
vom Fachbereich Nachhaltige Produktion des Uba. Die Sitze im Airbus 380,
die mit kompostierbaren Textilien
bezogen sind, beruhen beispielsweise
auf Braungarts Ideen und viele Firmen
schließen sich dem Gedanken mit
eigens konzipierten Produkten an.
QUELLE: Die Zeit, Abfall ist Nahrung, 2009
AVL WERTSTOFF-MAGAZIN 1/2013
9
VOR ORT
ServiceCenter Abfall
backstage
Kommunikationsstärke und
Souveränität gehören zu den
Stärken eines ServiceCenterMitarbeiters. Aber auch
Sensibilität im Umgang mit
den Anliegen der Anrufer und
Besucher ist neben fundiertem
Wissen in der Abfallwirtschaft
des Landkreises Ludwigsburg
eine Grundlagenkompetenz.
Diese waren besonders
erforderlich nach der gleichzeitigen Einführung einer neuen
Software und den weitreichenden Änderungen in der
Abfallentsorgung ab 01.01.2013.
Die Drähte liefen heiß.
Eine Umstellung, die zeitweise
Geduld und Verständnis der
Kunden und Flexibilität auf
beiden Seiten erforderte.
Norbert Heverhagen
„Wir verstehen uns als flexible Informations- und Beratungsquelle zu allen Themen rund um die Abfallwirtschaft. Wann
immer wir einen kleinen Schritt dazu beitragen können, dass in unserem
Landkreis durch das richtige Trennverhalten der Bürger oder durch eine
bestellte Biotonne ein weiterer Schritt für eine gelungene Ressourcenwirtschaft getan wird, fühlen wir uns in unserer Arbeit bestätigt“, betont
Norbert Heverhagen, Teamleiter des AVL ServiceCenters. „Natürlich sind
wir für den Sperrmüll und die Tonnenleerung genauso zuständig wie
für die Nennung der Öffnungszeiten von Wertstoffhöfen und Deponien.
Abfall steht für viele am Ende der Kette. Wir wissen, dass diese
Kette auch einen Anfang hat. Wir möchten diesen Kreis
schließen. Auch wenn der Monat Januar eher ein Ausnahmemonat war, so sehen wir, dass die Menschen
im Landkreis ein wachsendes Interesse an der
Abfallwirtschaft haben. Unser Team ist gewachsen
Das ServiceCenter Abfall:
Die Anlaufstelle für Fragen rund um das Thema
„Vermeiden, Verwerten, Entsorgen“. Hier erhalten Sie
Informationen, Broschüren, Formulare und
persönliche Beratung.
10
AVL WERTSTOFF-MAGAZIN 1/2013
und die Akzeptanz des ServiceCenters als Anlaufstelle
steigt spürbar.“
VOR ORT
Wieso-weshalb-warum
Eines ist den 13 Damen und Herren des AVL
ServiceCenter Abfall durchaus bewusst: Die Abfallwirtschaft ist ein sehr weites Feld. Sie selbst haben
sich mit einem umfangreichen Einarbeitungskonzept zu kompetenten Beratern ausbilden lassen.
„Wir legen großen Wert darauf, das ServiceCenter
mit eigenem, von uns ausgebildetem Personal in
den Räumen der AVL zu betreiben und nicht externe
Callcenter z.B. in Indien zu beauftragen. So kann das
Feedback der Bürgerinnen und Bürger direkt für Optimierungen genutzt werden“, so Annette Ponton,
Abteilungsleiterin Ressourcen und Logistik.
Uwe Wuttke, der
nach zweizundwanzig
Jahren aus Schottland
wieder heimgekehrt
ist, erlebte als Neuankömmling
in seinem Landkreis erst einmal
Verwirrung über das Ludwigsburger
Sammelsystem. Inzwischen ist er
fachkundig und berät Anrufer und
Besucher über das „zunächst sehr
komplex wirkende Abfallkonzept“
wie er es vorsichtig nennt. „Im
Moment kämpfe ich mich durch
die Sperrmüll-Anmelde-Welle und
bin gespannt, wie die Umstellung
auf die Wertstoffhofkarte von den
Bürgern angenommen wird.“
Bettina Kutter, die zweifache Mutter ist
Schwäbin durch und durch. „Es ist wichtig,
dass unsere Kunden wissen, dass wir ja nicht
nur AVL-Mitarbeiter sind, sondern jeder von
uns als Bewohner des Landkreises täglich die
gleichen Erfahrungen macht“, lacht sie und erzählt, wie viel
Sympathie einem entgegengebracht wird, weil man gleich
ganz einfache praktische Tipps geben kann, wenn beispielsweise im Winter das BIOGUT einfriert. „Wenn ich dann sage,
an den langen Abenden einfach mehr lesen, und dann das
BIOGUT mit doppelt so vielen Zeitungen einwickeln, freut sich
mein Gegenüber über praktische Tipps. Manchmal sind es die
ganz einfachen Dinge, die scheinbar große Probleme lösen“,
schmunzelt sie und wendet sich ab, weil der nächste Anrufer
in der Leitung ist.
Melanie Hirsch, die
sich auf den Weg
machte, eine Arbeit zu
finden, bei der sie sich
für etwas Gutes einsetzen könne, ist
nun seit dem 19. Oktober 2012 dabei.
Sie fühlte sich vom AVL Claim
„Auftrag Zukunft“ angesprochen
und freut sich, jetzt zu diesem Team
zu gehören. „Wir hatten eine sehr
intensive Einarbeitung, aber die
System- und Softwareumstellung
zum Jahreswechsel hat auch von
den erfahrenen Teamkollegen einiges abverlangt. Die heiße Phase mit
über 35.000 Anrufern im Januar hat
uns eng zusammenwachsen lassen.
Ich bin erstaunt, wie sehr das Thema
Abfall und Recycling die Menschen
tatsächlich beschäftigt.“
Beyhan Ciftci, die quirlige türkischstämmige ServiceCenter-Mitarbeiterin lacht
gerne und viel und lässt sich auch bei „Gebruddel“ nicht davon abbringen. Die
türkischen Ludwigsburger freuen sich, wenn sie das komplexe System in ihrer
Muttersprache erklärt bekommen.
Heike Bauer, von der
die Kollegen sagen, sie
wirke ausgleichend,
gilt inzwischen als
stille Expertin im ServiceCenter. Sie betont, dass trotz der
neuen Software, aller Schulungen
und Unterlagen und aller Kompetenz, im Gespräch die menschliche
Komponente mindestens eine
gleichwertige Rolle spielt. Viele
Kunden rufen an und beschweren
sich über fremd- und falschbefüllte
Tonnen. Ein großes Ärgernis für
jeden Gebührenzahler. Auch dann
begegnen wir den Bürgerinnen und
Bürgern mit Verständnis, obwohl
wir nicht immer sofort Abhilfe
schaffen können. Allerdings fließt
das Feedback der Bürger langfristig
auch immer in unseren Service ein.
So wird es beispielsweise in diesem
Jahr einen Abfallscout geben, der
die Menschen vor Ort berät und
unterstützt. Unsere größte Aufgabe,
aber auch Herausforderung besteht
darin, die Menschen so zu beraten,
dass sie mitmachen und im Dialog
mit uns bleiben. Nur so können
clevere Lösungen in der Abfallwirtschaft gefunden werden.
35.511 und im Februar 12.037 Anrufe.
E-Mails waren es im Januar 2.088, im Februar 1.382.
Sperrmüllkarten aus 2012: Haben wir im Januar 1.802, im Februar 1.563 bearbeitet.
Im Januar hatten wir
AVL WERTSTOFF-MAGAZIN 1/2013
11
IM FOKUS
Deponie FROSCHGRABEN Plus
Wachstumsprognose
Deponie stößt an ihre Grenzen
Pläne für Schwieberdingen
Bodenaushub und Bauschutt fallen in unserer Region
in großen Mengen an. Entwickeln sich neue Wohngebiete, ist es der Baugrubenaushub der Wohnhäuser.
Entwickelt sich die Wirtschaft, ist es Bauabbruch von
alten Hallen, Boden aus der Sanierung früherer Betriebsstätten und Aushub für neue Produktions- und
Lagerhallen. In den letzten 14 Jahren waren es über
300.000 t mineralischer Abfälle pro Jahr, die auf der
Deponie AM FROSCHGRABEN angeliefert wurden –
überwiegend aus unserer Region.
Die AVL betreibt zur Entsorgung der mineralischen Abfälle zwei Deponien, seit 1999 die Mineralstoffdeponie
AM FROSCHGRABEN an der B 10. Dort werden unbelastete und schwach belastete mineralische Abfälle entsorgt. Neben den Bauabfällen werden unter anderem
auch schadstoffarme Gießereisande, Straßenaufbruch
und Asbestzementabfälle abgelagert. Die Deponiekapazität wird in etwa 5 Jahren erschöpft sein. Der Bedarf
an Ablagerungskapazitäten der Bauwirtschaft und der
Industrie aber auch der Privatleute ist nach wie vor
sehr groß. Die AVL beabsichtigt deshalb die Erhöhung
der Deponie um durchschnittlich 15 m.
Früher war die Deponiefläche überwiegend landwirtschaftliche Ackerfläche. Während des Betriebes
hat die AVL erste Rekultivierungsmaßnahmen umgesetzt. In dieser Zeit haben sich auch seltene Tierarten angesiedelt. So z. B. die Mauereidechse und der
Steinschmätzer. Ein Ziel der späteren Rekultivierung
ist es, den Bestand dieser bedrohten Arten auf dem
Deponiegelände zu stabilisieren und den Gewinn für
den natürlichen Lebensraum langfristig zu sichern.
Am 1. Februar stellte die AVL den Schwieberdinger Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen einer Informationsveranstaltung ihre Pläne vor und ließ die Umweltauswirkungen des Vorhabens von Fachleuten erläutern.
Davor und danach bestand die Möglichkeit, sich bei
einer Führung über das Deponiegelände einen persönlichen Eindruck zu verschaffen.
Das gesamte Projekt der Erhöhung wurde von Albrecht
Tschackert, Leiter der AVL Abteilung Deponie- und
Energietechnik, erläutert und die Erfordernis anhand
des Mengenaufkommens von mineralischen Abfällen in der Region Stuttgart, zu der auch der Landkreis
Ludwigsburg gehört, dargelegt. Um dieses Projekt umzusetzen bedarf es eines Planfeststellungsverfahrens
durch das Regierungspräsidium Stuttgart.
An der abendlichen Informationsveranstaltung im
Schwieberdinger Bürgersaal zur geplanten Erhöhung
der Deponie, die der AVL-Geschäftsführer Dr. Utz Remlinger eröffnete, nahmen zahlreiche Interessierte teil.
Daneben waren sowohl Schwieberdinger Gemeinderäte als auch Aufsichtsräte der AVL anwesend, ebenso wie die Bürgermeister von Schwieberdingen und
Markgröningen, Herr Spiegel und Herr Kürner.
Die rege Teilnahme erfreute
Dr. Utz Remlinger (Mitte)
der zusammen mit Herrn
Albrecht Tschackert (nicht im Bild)
auch kritische Fragen beantwortete.
„Es war unser Anliegen, die Bürger
über die Hintergründe zu informieren
und Bedenken auszuräumen.“
12
AVL WERTSTOFF-MAGAZIN 1/2013
Staub, Lärm, Wind und Tierwelt
Zur Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens gehören ausführliche Gutachten zu den Themen Umweltverträglichkeit, Windfeldberechnungen, Staubsowie Lärmemissions- und -immissionsprognosen.
Dr. Thomas Seeliger erläuterte den Ablauf des Planfeststellungsverfahrens und gab Hinweise darauf, zu
welchem Zeitpunkt die Planungsunterlagen ausgelegt werden und wann die Bevölkerung dazu Stellung
nehmen kann.
Matthias Rau erläuterte die Auswirkungen der Deponieerhöhung auf die Staubausbreitung und Schallausbreitung.
Dr. Friederike Hübner erläuterte die Ergebnisse ihres
Gutachtens bezüglich der auf der Deponie lebenden
Tierarten sowie der Veränderungen des Landschaftsbildes durch die Erhöhung der Deponie. Sie fasste die
Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsuntersuchung
zusammen und leitete daraus die Ergebnisse für den
Landschaftspflegerischen Begleitplan ab.
Auftrag Zukunft
Die AVL wies darauf hin, dass die spätere Nachnutzung
der Deponiefläche im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahrens der Gemeinde erörtert werden soll
und die Vorschläge dann in Einklang mit der ökologischen Vorgabe der nun vorliegenden Rekultivierungsplanung gebracht werden müssen. Dazu stellte die
AVL eine ganze Reihe von Nutzungsvorschlägen vor.
In der Diskussion stellten die Teilnehmer insbesondere
Fragen zur Ablagerung von Asbestzementabfällen in
der Deponie, zu deren Einzugsbereich und zur Eingangskontrolle. Seitens des privaten Naturschutzes
wurde die gut abgestimmte Biotop-planung hervorgehoben. Es wurde auch hinterfragt, ob die AVL – analog
zur Bevölkerung – Entwässerungsbeiträge und Abwassergebühren zu bezahlen hat, was selbstverständlich
der Fall ist.
Am Ende der Veranstaltung gab die AVL die Gelegenheit, in Einzelgesprächen mit den beteiligten Gutachtern und den Verantwortlichen der AVL weitere
Fragen zu stellen und zu vertiefen. Davon wurde rege
Gebrauch gemacht.
Die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren werden vom 15. April bis zum 14. Mai vom Regierungspräsidium Stuttgart offengelegt. Darauf wird das
Regierungspräsidium zu gegebener Zeit in den Medien hinweisen. Die wesentlichen Planungsberichte
können ab sofort auf www.avl-ludwigsburg.de unter
der Rubrik Projekte eingesehen werden. Dort erhalten
Interessierte zudem ausführliche Informationen zum
Projekt FROSCHGRABEN plus.
IM FOKUS
Aussicht von der Katharinenlinde auf den Hohenasperg
Links: Blick 2012
Rechts: Simulation 2025
Planrechtfertigung und Kapazitäten
Die errechnete Bedarfsprognose für mineralische Abfälle aus der Region Stuttgart
DK O:
konstante Jahresmenge ca. 191.000 t/a
DK I:
steigende Jahresmenge von ca. 338.000 t/a in 2012
auf 490.000 t/a in 2025
Gesamt: im Prognosezeitraum bis 2025 etwa 5,79 Mio. Tonnen
Gesamtanfall
im Prognosezeitraum bis 2025
ca. 5,79 Mio. t
Restkapazitäten der Deponie AM FROSCHGRABEN
DK O:
Restkapazität bis Ende 2014
DK I:
Restkapazität bis Frühjahr 2019
Gesamt: Restkapazität bis Mitte 2017
(Ohne Sondereffekte aus STUTTGART 21)
Planungsumfang für die Erhöhung
Neue Kapazität FROSCHGRABEN plus
DK O:
537.000 m3
DK I:
1.311.000 m3
Gesamt: 1.848.000 m3
Das entspricht ca. 2,9 Mio. Tonnen
Dauer des Betriebes: voraussichtlich bis 2024
Restkapazität
FROSCHGRABEN
bis 2017
1,9 Mio. t
Planungsumfang
für die Erhöhung
FROSCHGRABEN plus
2,9 Mio. t
„DK“ steht für Deponieklasse und bezeichnet den deponietechnischen Sicherheitsstandard und die zugelassene Schadstoffbelastung von Abfällen zur Ablagerung laut Deponieverordnung.
DK O: quasi unbelastete mineralische Abfälle, insbesondere Boden und Bauschutt,
DK I: schwach belastete mineralische Abfälle
AVL WERTSTOFF-MAGAZIN 1/2013
13
PROJEKT ZUKUNFT
GreenCook
rungsmittel so billig sind und die
Arbeitskraft so teuer, lohnt sich das
Wegwerfen für die Unternehmen leider allzu oft“, erklärt Prof. Guido Ritter von der Fachhochschule Münster.
Die AVL ist dabei deutschlandweit
ein Vorreiter bei der Untersuchung
der Hintergründe zur Vermeidung
von Lebensmittelabfällen.
Warum ist es so schwer, die Verschwendung zu reduzieren? Diese
Frage stellt sich Valentin Thurn in seinem neuen Film
„Die Essensretter“, der im Mai in der ARD gezeigt wird.
Unter anderem hat er auch in Ludwigsburg gedreht.
Familie Kotzur beteiligt sich seit einigen Monaten am
EU-Projekt GreenCook der AVL und führt ein Abfalltagebuch. „Das hat uns erst so richtig bewusst gemacht,
was wir täglich in den Mülleimer schmeißen“, meint
Richard Kotzur. Valentin Thurn hat dabei die Familie
und die AVL mit seinem Kamerateam in alltäglichen
Situationen begleitet. In mehreren Gesprächen zwi-
Die Essensretter
Die AVL im neuen Film
von Valentin Thurn
Die Dokumentation „Taste the Waste“ hat ganz
Deutschland schockiert: Gigantische Mengen an Lebensmitteln werden verschwendet. „Das muss nicht
sein“, erklärte Bundesverbraucherministerin Ilse
Aigner und will bis zum Jahr 2020 erreichen, dass
in Deutschland nur noch halb so viele Lebensmittel
weggeworfen werden wie heute. Allerdings gibt es
hierzulande bisher nur wenig konkrete Ergebnisse
und wenige Unternehmen haben ein Interesse, die
Lebensmittelabfälle zu reduzieren. „Weil die Nah-
respekt
schen der Testfamilie und Projektleiter Sebastian Ludwig von der AVL wurden dabei alltägliche Fragen zum
Thema Lebensmittel geklärt. Wie lange kann ich ein
Produkt im Kühlschrank aufbewahren? Wann sollte
man Produkte aus gesundheitlichen Gründen lieber
entsorgen?
Aber auch in anderen Regionen suchen Unternehmen
nach Auswegen: Eine Karottensaft-Fabrik nutzt auch
die kleinen Karotten, die sonst aussortiert wurden.
Der Hersteller des Magnum-Eises will seinen ökologischen Fußabdruck verbessern. Und Mo Maiess trainiert in London Köche unter der Maxime: „Feed the
clients, not the bins“ (die Kunden ernähren, nicht die
Tonnen).
Wie das Ganze genau im Film umgesetzt wird, ist bisher das Geheimnis von Valentin Thurn. Es wird aber
neben den Interviews auch der eine oder andere Ort
aus dem Landkreis zu sehen sein. Der genaue Termin
der Filmvorführung steht noch nicht fest. Wir werden
den Film rechtzeitig auf der AVL Homepage ankündigen.
Möchten Sie auch mehr über Ihr Abfallaufkommen
erfahren? Auf unserer Website www.respect-food.eu
erfahren Sie, wie unsere Testhaushalte, mehr über Ihr
eigenes Verhalten. Das dafür entwickelte Tagebuch
der AVL gibt Ihnen direkt eine Rückmeldung über
eventuelle Verbesserungsmöglichkeiten.
2
1
1 Das Weiße Bräuhaus serviert nur noch 70%
der früheren Fleischportionen – und der Kunde
ist’s zufrieden.
2 Culinary Missfits – Lea Brumsack und Tanja
Krakowski wollen das aus der Norm fallende
Gemüse zurück in die Stadt bringen.
3+4 Gemüse ohne Norm
4
5 BauerChristian Heymann vom Vierfelderhof
und Supermarktinhaber Georg Kaiser bieten den
Kunden auch krummes Gemüse.
KONTAKT UND ANSPRECHPARTNER
5
3
14
AVL WERTSTOFF-MAGAZIN 1/2013
Sebastian Ludwig
[email protected]
Telefon 07141 / 144 56-24
AVL
Hindenburgstraße 30, 71638 Ludwigsburg
www.respect-food.eu
IM DIALOG
Aktionswoche
8. bis 15. Juni
2013
Ludwigsburg
18. bis 21. Juli 2013
Klappe 2 für
das Natur- und
Umweltfestival
„Save the Waste“
Nur für
Kindergartengruppen
und Schulklassen
Vier Tage lang wird in der Medienstadt Ludwigsburg ein Feuerwerk
des internationalen Natur- und
Umweltfilms gezündet. Im Caligari
und den Central Kinos laufen die
cineastischen Leckerbissen. Mit
dem Sonderthema „Abfall ist
Rohstoff“ wird in diesem Jahr ein
besonderes Augenmerk auf die
Entwicklung von der Abfall- zur
Kreislaufwirtschaft gelegt. Das
Festival will eine Kommunikationsplattform schaffen, wo alles einen
Platz findet, was mit dem Bereich
„Abfall als Rohstoff“ zu tun hat.
Als Grundlage und „emotionaler“
Türöffner für diese hochkomplexen Themen dienen Filme, die sich
zum Beispiel mit „waste to energy“
befassen und ein breites Publikum
ansprechen wollen.
Dies ist auch ein wichtiges Thema
für die Ausrichtung der Abfallwirtschaft im Landkreis Ludwigsburg.
Mit einem Infostand und Aktionen
zur Wertstofferfassung ist die AVL
vor Ort mit dabei!
Programm unter:
www.natur-vision.de
Aktuelle Infos zu den Aktionen
der AVL unter:
www.avl-ludwigsburg.de
Korksammelwettbewerb
In der Aktionswoche vom 8. bis 15. Juni 2013 könnt
Ihr Eure gesammelten Korken auf einem der drei
Wertstoffhöfe abgeben und am Sammelwettbewerb teilnehmen:
- BOTTWARTAL in Steinheim
- WASSERTURM in Kornwestheim
- NECKARTAL in Neckarweihingen
(Adressen und Öffnungszeiten S. 19. Bitte
die Kontaktdaten des Klassenlehrers oder
Gruppenleiters mitbringen)
Ihr tragt durch die Aktion nicht nur zum
Umweltschutz bei, sondern unterstützt
auch die Diakonie Kork. Mitmachen lohnt
sich also dreifach!
Tolle Preise zu gewinnen:
1. PREIS
Ein Tagesausflug nach Tripsdrill
für die ganze Klasse
2. PREIS
Ein Möbelstück aus unserem
Gebrauchtwaren-Kaufhaus
WARENWANDEL
3.–10. PREIS
Gutscheine über 15 € für das
Gebrauchtwaren-Kaufhaus
WARENWANDEL
Für alle Teilnehmer
Ihr erhaltet einen
kleinen Preis als Dankeschön
fürs Mitmachen
Auch Einzelpersonen können ihre
gesammelten Korken gerne abgeben,
sind allerdings vom Gewinnspiel
ausgeschlossen.
Angenommen werden nur
gebrauchte Naturkorken.
Keine Plastikkorken, keine
Renovierungsabfälle!
Bei Fragen:
[email protected]
Infos zur Weiterverarbeitung der gesammelten
Korken und zur Diakonie Kork unter
www.diakonie-kork.de
Kommt vorbei! Macht Mit! Beim Kinderfest der.
Stadt Ludwigsburg am Sonntag, 23. Juni 2013 .
Besucht den Stand der AVL auf dem Marktplatz.
Es erwartet Euch Spiel und Spaß rund um die
Wertstofftrennung.
AVL WERTSTOFF-MAGAZIN 1/2013
15
REPORT VOR ORT
IM DIALOG
DAS
IST DER
BRINGER
FÜHRUNGEN
2013
Kompostwerk Schweinberg
Im Kompostwerk der KWB wird das BIOGUT
aus dem Landkreis Ludwigsburg in einem
Kompostierverfahren zu hochwertigem
Gütekompost. Besichtigungstermin ist der
29. Mai, Abfahrt um 12:30 Uhr in Ludwigsburg an der Bärenwiese. Rückkehr gegen
17 Uhr. Bitte Gummistiefel mitbringen!
Deponie und Bauwertstoffhof
AM FROSCHGRABEN,
Schwieberdingen
Am 28. Juni wird die Mineralstoffdeponie
AM FROSCHGRABEN mit dem neuen Bauwertstoffhof unter die Lupe genommen.
Um 14 Uhr treffen sich die Teilnehmer am
Betriebsgebäude. Rückkehr ca. 1,5 Stunden
später.
Deponie BURGHOF,
Vaihingen/Enz-Horrheim
Am 05. Juli kann man mit der AVL die betriebseigene Mineralstoffdeponie erkunden.
Nach einem Rundgang über das Gelände
werden unter anderem die Sickerwasserbehandlung und die Gasverwertung erläutert.
Treffpunkt ist um 14 Uhr auf dem Parkplatz
beim Betriebsgebäude. Dauer ca. 2 Stunden.
Wunderbar wandelbar
Gelebte Abfallvermeidung im WARENWANDEL
„Es ist so einfach wie gut. Wenn Sie sich gerade von etwas trennen möchten, weil Sie umziehen, renovieren,
modernisieren, werfen Sie doch noch mal einen Blick darauf. Ist das Buch, das Möbelstück oder die Vase nicht
wert, gerettet zu werden? Sie können vielleicht jemanden damit glücklich machen!“ Nach diesem Prinzip funktioniert unser Gebrauchtwaren-Kaufhaus WARENWANDEL. Gebrauchtwaren sind zum Teil noch richtige
„Schätze“ und viel zu schade für die Tonne oder den Sperrmüll. Und die Schnäppchenjäger und „Schatzsucher“
freuen sich darüber. Machen Sie sich ein Bild von unserem modernen Gebrauchtswaren-Kaufhaus mit dem
angrenzenden Wertstoffhof und schauen Sie bei unserer Führung mal hinter die Kulissen.
WARENWANDEL,
Gebrauchtwaren-Kaufhaus der AVL
und Wertstoffhof TAMMERFELD
Abfallvermeidung und Wertstoffsammlung
sind die Themen beim Rundgang durch den
WARENWANDEL und über den angrenzenden Wertstoffhof am 12. Juli.
Treffpunkt: 13 Uhr vor Ort an der Maybachstraße 10, 71638 Ludwigsburg (Nähe Einkaufszentrum). Dauer ca. 2,5 Stunden.
Hiermit melde ich mich für folgende Führungen an
(bitte ankreuzen):
Deponie AM LEMBERG,
Ludwigsburg-Poppenweiler
Name / Vorname:
Personenzahl:
Am 19. Juli erfahren die Teilnehmer, warum
selbst eine stillgelegte Deponie nicht so
schnell zur Ruhe kommt. Treffpunkt ist um
14 Uhr auf dem Waldparkplatz. Die Führung
dauert rund 2 Stunden.
Straße / Nr.:
PLZ / Ort:
Telefon:
❏ Kompostwerk SCHWEINBERG | 29.05.2013 | 12:30 Uhr
(ab 14 Jahre)
❏ Deponie u. Bauwertstoffhof AM FROSCHGRABEN, Schwieberdingen | 28.06.2013 | 14:00 Uhr (ab 10 Jahre)
❏ Deponie BURGHOF, Vaihingen/Enz-Horrheim | 05.07.2013 | 14:00 Uhr
(ab 10 Jahre)
❏ WARENWANDEL und Wertstoffhof TAMMERFELD, LB-Tammerfeld | 12.07.2013 | 13:00 Uhr (ab 12 Jahre)
❏ Deponie AM LEMBERG, LB-Poppenweiler | 19.07.2013 | 14:00 Uhr
auf
Bitte beachten Sie: Die Führungen
für
sind
n
onie
Dep
und
gen
den Anla
en
rech
Geb
hen
erlic
körp
mit
n
sche
Men
l
erel
Gen
nur eingeschränkt möglich.
lich.
rder
erfo
ist
gilt, festes Schuhwerk
(ab 10 Jahre)
Bitte ausschneiden und senden an: AVL, Hindenburgstraße 30, 71638 Ludwigsburg
< < < < < < < ANMELDUNG
16
AVL WERTSTOFF-MAGAZIN 1/2013
FAKTEN
Abfallgebühren 2013
120 Liter
240 Liter
660 Liter
1100 Liter
2012
3,51 €
6,63 €
16,56 €
24,49 €
2013
3,90 €
6,96€
17,39 €
25,71 €
BIOGUT
60 Liter
120 Liter
240 Liter
2012
1,58 €
2,60 €
4,49 €
2013
1,00 €
1,40 €
2,00 €
Konkrete Einsparung:
Unter Zugrundelegung der durchschnittlichen Leerungshäufigkeit einer 120-Liter-Restmülltonne und einer 120-Liter-Biotonne mit je 10 Leerungen ergibt sich für einen 4-Personen-Haushalt
(Musterhaushalt) im Vergleich zum Vorjahr eine Gebührensenkung um 1,41 Prozent. Insgesamt würde ein solcher Haushalt in diesem Jahr 146,36 € (2012: 148,46 €) an Abfallgebühren
bezahlen.
154,24
153,04
156,73
156,73
148,46
146,36
120 €
80 €
14,39,00
RESTMÜLL
140,96
160 €
50 €
0€
93,36
Mengenbezogene Leerungsgebühr:
hr:
Abfallgebühren 2007–2013 im Vergleich
4-Personen-Haushalt, jew. 10 Leerungen der 120-L-Restmülltonne
und 120-L-Biotonne (in Euro)
20,-
+
35,10
107,31 €
93,36
93,36 €
26,00
77,53 €
35,10
60,84 €
95,63
46,47
26,00
2013
35,10
107,31 €
95,63
93,36 €
28,40
77,53 €
34,40
60,84 €
90,24
46,47
31,00
2012
34,90
1-Personen- 2-Personen- 3-Personen- 4-Personen- 5 und mehr
Haushalt
Haushalt
Haushalt
Haushalt
Personen
88,34
5
28,10
4
30,50
3
82,36
2
Dann ist eine Behältergemeinschaft die richtige
Wahl. So können Sie Ihr BIOGUT gemeinsam
effizient entsorgen und die Tonne immer gut
gefüllt zur Abholung bereitstellen.
Und denken Sie daran: die Biotonne gibt es auch
in der praktischen 60-Liter Größe.
Informationen dazu erhalten Sie
beim Fachbereich Abfallgebühren
unter 07141 / 144 32-00.
D E R
1
Ü B E R S I C H T
Personenbezogene Jahresgebühr:
G E B Ü H R E N Z U S A M M E N S E T Z U N G
Das leerungsabhängige System
Der Landkreis Ludwigsburg hat ein leerungsabhängiges Abfallgebühren-System. Die Gebühren
setzen sich aus einer Grundgebühr und einer Leerungsgebühr zusammen. Die Grundgebühr
richtet sich nach Anzahl der Personen in Ihrem Haushalt. Die Leerungsgebühr fällt an, wenn
Sie Ihre Restmüll- oder Biotonne zur Leerung hinausstellen. Der Vorteil des Systems: Sie können
die Höhe Ihrer Müllgebühren über die Anzahl der Leerungen selbst beeinflussen.
TIPP
Zu wenig Platz auf dem
Grundstück?
Nicht genug BIOGUT,
um die Tonne zu füllen?
Und es klappt auch mit
dem Nachbarn?
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
■ Grundgebühr
■ Leerungsgebühr RESTMÜLL
■ Leerungsgebühr BIOGUT
Bei Fragen
zu den Gebührenbescheiden sind wir für Sie da:
Telefon:
Telefax:
E-Mail:
Internet:
Postanschrift:
0 71 41 / 144-32 00
0 71 41 / 144-99 23
[email protected]
www.landkreis-ludwigsburg.de
Hindenburgstraße 40, 71638 Ludwigsburg
TELEFONZEITEN:
Montag bis Mittwoch 08:30 – 12:00 Uhr und 13:30 – 15:30 Uhr
Donnerstag
08:30 – 12:00 Uhr und 13:30 – 18:00 Uhr
Freitag
08:30 – 12:00 Uhr
AVL WERTSTOFF-MAGAZIN 1/2013
17
SERVICECENTER ABFALL
WICHTIG
ACHTUNG!
Es gibt ab 2013 keine Anmeldekarten für Sperrmüll mehr!
Die neue WERTSTOFFHOFKARTE mit
den entsprechenden Infos
wird Ihnen mit dem Jahresgebührenbescheid im April 2013
zugeschickt.
Falls nicht, bitte unter
07141 / 144 56-56
reklamieren.
Sie bringen
NEUES
SPERRMÜLLSYSTEM
Jederzeit ohne Wertstoffhofk
arte
2x jährlich
kostenlos
mit der
WERTSTOFFHOFKARTE
ALTMETALL
ALTHOLZ
ELEKTROALTGERÄTE
RESTSPERRMÜLL
Q Bewegliche
Einrichtungs- und
Gebrauchsgegenstände
aus Metall
Fahrräder
Wäscheständer
Schrauben
Beschläge
Regale
Q Kleinere Mengen
Renovierungsaltmetalle
Kupferrohre
Q Bewegliche
Einrichtungs- und
Gebrauchsgegenstände wie
Sofas, Sessel, Matratzen,
Koffer
Q Bewegliche
Einrichtungs- und
Gebrauchsgegenstände
aus Holz
= Holzsperrmüll
(Innenhölzer)
Tische, Regale, Stühle
Bettgestelle
Kostenpflichtige Abgabe
bei:
¬ WERTSTOFFHOF
BURGHOF
WERTSTOFFHOFKARTE
Diese Karte berechtigt
Max. Gesamtmenge
ANLIEFERUNG
1 m3
zur Anlieferung von
RESTSPERRMÜLL 2013
Zum Restsperrmüll gehören
Anlieferungen pro Jahr
Höchstmaße
1 m3
Q Gasentladungslampen
Paneele & Holzdecken
Holzfenster
1
1 m3
Drucker
Telefone
Handys
Fernseher
Q Bildschirme
Q Kühl- und Klimageräte
Kühl- und Gefrierschränke
Ventilatoren
Q Holz aus Renovierung
Türen, Parkett
Höchstgewicht pro Stück
1 m3
Q IT- und Kommunikations
geräte
¬ BAUWERTSTOFFHOF
AM FROSCHGRABEN
Q Außenhölzer
schadstoffhaltig
Zäune, Gartenmöbel
Weinkisten
die nach zumutbarer
Zerkleinerung nicht in die
Restmülltonne passen.
ANLIEFERUNG
Q Haushaltsgroßgeräte
Waschmaschinen
Geschirrspüler
Trockner
Q Haushaltskleingeräte
Mixer
Toaster
Föhn
1 m3
1 m3
Koffer
Karte ist gültig
bis 31. März 2014.
Bitte sorgfältig
aufbewahren!
2
1 m3
130211_rz_J99_wh-kar
te.indd 1
z.B. Sofas, Sessel, Matratzen,
2
5 m3
50 kg
1,5 x 2,0 m
1 m3
1 m3
1 m3
27.03.13 14:19
WERTSTOFFHOFKARTE
Diese Karte berechtigt zur Anlieferung von
RESTSPERRMÜLL 2013
Anlaufstelle SERVICECENTER ABFALL
Zum Restsperrmüll gehören
Die Anlaufstelle für Fragen rund um das Thema „Vermeiden, Verwerten, Entsorgen“. Hier erhalten Sie Informationen, Broschüren,
Formulare und persönliche Beratung.
Hindenburgstraße 30, 71638 Ludwigsburg
Tel.: 07141 / 144 56-56, Fax: 07141 / 144 56-70
[email protected]
www.avl-ludwigsburg.de
ANLIEFERUNG
1 m3
1
1 m3
2
Max. Gesamtmenge
5 m3
Höchstgewicht pro Stück
50 kg
Höchstmaße
1,5 x 2,0 m
ANLIEFERUNG
1 m3
1 m3
1 m3
z.B. Sofas, Sessel, Matratzen, Koffer
Anlieferungen pro Jahr
1 m3
Karte ist gültig
bis 31. März 2014.
Bitte sorgfältig
aufbewahren!
2
1 m3
1 m3
1 m3
1 m3
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TELEFONZEITEN (neu ab 2013)
Mo, Di 07:30 – 17:00 Uhr
Mi
07:30 – 16:00 Uhr
Do
07:30 – 18:00 Uhr
Fr
07:30 – 16:00 Uhr
NEU:
Sperrmüllanmeldung
telefonisch unter
07141 / 144 56-56
BESUCHSZEITEN
Mo – Mi 08:00 – 16:00 Uhr
Do
08:00 – 18:00 Uhr
Fr
08:00 – 12:00 Uhr
Ihr Ansprechpartner für alle Fragen der Abfallwirtschaft:
- Annahme von Sperrmüllanmeldungen, Tonnenbestellungen/
-beschädigungen und Reklamationen
- Auskünfte über die abfallwirtschaftlichen Anlagen (Öffnungszeiten, Sortierkriterien, Gebühren)
- Beratung von A wie Abfallkalender bis Z wie Zusatzabfuhren für
Wohnanlagen
27.03.13 14:19
TONNEN-INFOS
So funktioniert’s mit der Müllabfuhr:
• Stellen Sie die Tonnen am Tag der Abfuhr bis spätestens 6 Uhr am
Straßenrand bereit
• Verdichten Sie die Abfälle nicht durch Pressen oder Einstampfen
• Achten Sie darauf, dass sich der Deckel mühelos schließen lässt
• Überfüllen Sie die Tonnen nicht.
60-Liter-Tonne = 40 kg Höchstgewicht
120-Liter-Tonne = 48 kg Höchstgewicht
240-Liter-Tonne = 96 kg Höchstgewicht
• Säcke oder Kartons, die neben den Tonnen stehen, können nicht
mitgenommen werden.
Tonnenbestellung bei Umzug
Wenn Sie z. B. bei einem Umzug oder als Neubürger Abfalltonnen
(Restmüll- und Biotonne sowie grüne Wertstofftonnen) bestellen,
umtauschen oder abmelden wollen, wenden Sie sich bitte schriftlich
an das SERVICECENTER ABFALL. Formulare dazu erhalten Sie in Ihrem
Rathaus, beim SERVICECENTER ABFALL oder unter
www.avl-ludwigsburg.de.
Nur zusätzliche grüne Wertstofftonnen für Privathaushalte können auch
telefonisch beim SERVICECENTER ABFALL bestellt werden.
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AVL WERTSTOFF-MAGAZIN 1/2013
SERVICECENTER ABFALL
Das Geschirrmobil macht den Abwasch!
Die Biotonne im Sommer
Straßenfest, Party, Jubiläum oder Polterabend? Die AVL bietet mit ihren beiden
Geschirrmobilen eine ökologisch sinnvolle Alternative zum Wegwerfgeschirr.
Hier ist alles drin:
Eine integrierte Industriespülmaschine, Geschirrkisten mit Tellern (große, kleine
und tiefe), Kaffeetassen und Untertassen sowie Besteck (Messer, Gabeln, Löffel
und Kaffeebesteck) für insgesamt 250 Personen (bei Bedarf auch mehr).
Kosten:
125 € pro Veranstaltungstag, 4,50 € je geöffnete Geschirrkiste.
Wenn Sie weitere Fragen zum Geschirrmobil haben oder dieses mieten möchten,
rufen Sie Frau Claudia Frenzel unter 07141 / 144 56-21 an
oder senden Sie eine E-Mail an [email protected]
- Die Biotonne an einen schattigen Stellplatz stellen. So vermeiden Sie Gärung und Schimmelbildung.
- Nur Papiertüten bzw. Zeitungspapier zum Einpacken des
BIOGUTES verwenden, auf keinen Fall Plastiktüten oder
kompostierbare Plastiktüten. Diese führen im Kompostierverfahren zu großen Problemen.
- BIOGUT sollte auf keinen Fall zu nass werden. Keine Flüssigkeiten in die Biotonne geben. Rasenschnitt zuerst trocknen
lassen, bevor er in die Biotonne gefüllt wird.
TIPPS
Weniger Arbeit und weniger Abfälle
- Mit Heckenschnitt oder zerknülltem Zeitungspapier für gute Durchlüftung sorgen.
- Auf keinen Fall das BIOGUT in die Tonne hineinpressen.
- Um Madenentwicklung und Übersäuerung zu vermeiden, können
Sie das BIOGUT mit gebranntem Kalk („Gartenkalk“) aus dem Bauoder Gartenmarkt bestreuen.
- Im Sommer regelmäßig leeren lassen.
- Überprüfen Sie, wenn Sie wenig BIOGUT haben, ob Sie die braune
Tonne gemeinsam mit Ihrem Nachbarn nutzen können! Oder bestellen Sie sich die praktische 60-LiterVariante.
- Nach der Leerung die Tonne mit Wasser ausspritzen.
So werden auch die Eiergelege von Fliegen herausgespült, aus denen sich sonst Maden entwickeln
könnten.
ADRESSEN & ÖFFNUNGSZEITEN
WARENWANDEL
Gebrauchtwaren-Kaufhaus der AVL
(Nähe Einkaufszentrum/Richtung TÜV)
Maybachstraße 10, 71634 Ludwigsburg (Tammerfeld)
Telefon 07141 / 702 58 59
Di – Fr
9 – 12 u. 13 – 17 Uhr
Sa
9 – 13 Uhr
Montag geschlossen
Wertstoffhof TAMMERFELD
(Nähe Einkaufszentrum/Richtung TÜV)
Maybachstraße 10, 71634 Ludwigsburg (Tammerfeld)
Di – Fr
9 – 12 u. 13 – 17 Uhr
Sa
9 – 13 Uhr
Montag geschlossen
Wertstoffhof ELLENTAL
Fischerpfad 21, 74321 Bietigheim-Bissingen
Mo, Mi, Fr 9 – 12 Uhr
Di
14 – 17 Uhr
Do
14 – 18 Uhr
Sa
9 – 13 Uhr
Wertstoffhof HOFGUT MAUER
(zwischen Schöckingen und Münchingen)
Hofgut Mauer, 70825 Korntal-Münchingen
Mo, Mi
14 – 17 Uhr
Di, Do
9 – 12 Uhr
Fr
14 – 18 Uhr
Sa
9 – 13 Uhr
Wertstoffhof NECKARTAL
(Gewerbegebiet Anlände) Neckartalstraße 8,
71642 Ludwigsburg-Neckarweihingen
Mo, Di, Mi 9 – 13 u. 14:30 – 17:30 Uhr
Fr
9 – 13 u. 14:30 – 18 Uhr
Sa
9 – 14 Uhr
Donnerstag geschlossen
2013
Wertstoffhof SCHLOSSBERG
Kirchheimer Straße 74 (Beim Bauhof)
74357 Bönnigheim
Mo u. Fr
13:30 – 18:30 Uhr
Sa
9 – 12 Uhr
Dienstag bis Donnerstag geschlossen
Wertstoffhof WASSERTURM
Am Wasserturm 11, 70806 Kornwestheim
Mo, Mi, Fr 9 – 12:30 u. 14 – 17 Uhr
Do
9 – 12:30 u. 14 – 18 Uhr
Sa
9 – 13 Uhr
Dienstag geschlossen
Wertstoffhof BOTTWARTAL
(Industriegebiet Bahnhof)
Autenbachstraße 13, 71711 Steinheim a. d. Murr
Mo, Di, Do 9 – 12:30 u. 13:30 – 17 Uhr
Fr
9 – 12:30 u. 13:30 – 18 Uhr
Sa
9 – 13 Uhr
Mittwoch geschlossen
Wertstoffhof BURGHOF
(Auf dem Deponiegelände, an der L 1131)
71665 Vaihingen/Enz – Horrheim
Mo – Fr
7:45 – 11:45 u. 12:45 – 15:45 Uhr
Sa
9 – 13 Uhr
Bauwertstoffhof AM FROSCHGRABEN
(Auf dem Deponiegelände, direkt an der B 10),
71701 Schwieberdingen
Mo – Fr
7:45 – 11:45 u. 12:45 – 15:45 Uhr
Samstag geschlossen
Mineralstoffdeponie AM FROSCHGRABEN
(direkt an der B 10), 71701 Schwieberdingen
Mo – Fr
7:45 – 11:45 u. 12:45 – 15:45 Uhr
Samstag geschlossen
Mineralstoffdeponie BURGHOF
(An der L 1131), 71665 Vaihingen/Enz – Horrheim
Mo – Fr
7:45 – 11:45 u. 12:45 – 15:45 Uhr
Samstag geschlossen
Grüngut-Annahmestellen
Häckselplatz LUDWIGSBURG-OSSWEIL
Aldinger Weg (Nähe Friedhof und Hundesportplatz)
Di – Fr
14 – 17 Uhr
Sa
10 – 17 Uhr
Häckselplatz AM FROSCHGRABEN
(direkt an der B 10), 71701 Schwieberdingen
Mo – Fr
8 – 15:45 Uhr
Sa
8 – 17 Uhr
Kommunale Häckselplätze
Nähere Informationen zu Ihrem örtlichen
Häckselplatz erhalten Sie bei Ihrem Rathaus.
Kompostieranlagen der GWV
(Gesellschaft für Wertstoffverwertung mbH)
Kompostieranlage Häldenmühle
Marbach (bei der Kläranlage)
Mo – Fr
7:30 – 16:30 Uhr
Sa
8 – 13 Uhr
Kompostieranlage Hofgut Mauer
auf dem Hofgut Mauer in Münchingen
Mo – Fr
7 – 18 Uhr
Sa
8 – 13 Uhr
Kompostieranlage Steinheim
Höpfigheim
Mo
12:30 – 16:30 Uhr
Mi
7:30 – 12 u. 12:30 – 16:30 Uhr
Sa
8 – 13 Uhr
AVL WERTSTOFF-MAGAZIN 1/2013
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DAS
IST DER
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Das Gebrauchtwaren-Kaufhaus der AVL. Gute Idee.
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Maybachstr. 10, 71634 Ludwigsburg (Tammerfeld)
Telefon 07141 / 702 58 59, www.avl-ludwigsburg.de
Di – Fr
9:00-12:00, 13:00-17:00 Uhr
Sa
9:00-13:00 Uhr