Der kleine Reiseführer - Rottmayr

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Der kleine Reiseführer - Rottmayr
Der kleine Reiseführer
ROM
P-Seminar 2010-2012
Romfahrt vom 13. September – 17. September 2011
P-Seminar Latein 2010-12
Ein kleiner Reiseführer
über Rom
Inhaltsverzeichnis:
Rom – Die Hauptstadt und ihre Geschichte (Laura Tischler)
Ara Pacis, Augustusforum, -mausoleum (Angelina Schwangler)
Brunnen in Rom (Harald Moosleitner)
Domitilla-Katakomben (Fabian Seiwald)
Engelsburg und Engelsbrücke (Richard Kassler)
EUR-Viertel (Barbara Fritzenwenger)
Forum Boarium, Marcellustheater (Marinus Hillebrand)
Forum Romanum (Manuel Schild)
Kapitol (Moritz Quotschalla)
Kolosseum (Maximilian Felber)
Museen in Rom (Lukas Hoyer)
Pantheon (Olivia Mair)
Petersdom (Korbinian Stockhammer)
Petersplatz (David Schernthaner)
Santa Maria degli Angeli (Julia Gschwendner)
Thermen in Rom (Julia Gschwendner)
Tiber und Tiberinsel (Julia Miller)
Impressum
Rom – Die Hauptstadt und ihre Geschichte
Sage:
Rea Silivia gebar dem Kriegsgott Mars zwei Söhne (Romulus
& Remus). Diese wurden am Ufer des Tiber ausgesetzt; sie
wurden von einer Wölfin gerettet und sollten an dieser Stelle
eine Stadt gründen. Romulus durfte der Stadt den Namen
geben, worüber Remus sehr wütend war. Dieser spottete
über Romulus und übersprang die Mauer der Stadt.
Daraufhin erschlug Romulus seinen Bruder mit dem Schwert
und sprach: „ So möge es jedem ergehen, der über meine
Mauer springt“
Wahre Geschichte:
1000 v. Chr. kamen Siedler aus dem latinischen
Stamm der indogermanischen Italiker auf den Hügel
Palatin. Später gesellten sich Sabiner dazu und aus
den Ansiedlungen entstanden kleine Dörfer. 600 v.
Chr. wurden diese von den Etruskern zu Stadt
erhoben. Der Gründungstag Roms wird auf den 21.
April 753 v. Chr. festgelegt. Das Ende des
römischen Reiches wird auf den 28. August 476 n.
Chr. festgesetzt.
Allgemeine Informationen
Rom ist, nach Florenz und Turin, seit 1871
Hauptstadt Italiens. Die Provinz Rom besteht
insgesamt aus 121 Gemeinden, die sich auf 1285
km² erstreckt. Von Kunst, Denkmälern, über
prächtige Bauwerke bis hin zu bezaubernden
Landschaften und Küsten kann man in dieser
Provinz alles finden. Rom wird aufgrund der
zahlreichen Monumente und ihrer reichen
Geschichte als Museumsstadt bezeichnet. Rom
hat über 2,8 Mio. Einwohner innerhalb der Stadt.
Ministerpräsident Italiens ist seit November 2011
Mario Monti. Regierungschef ist Giorgio
Napolitano. Bürgermeister von Rom ist seit 2008
der neofaschistische Giovanni Alemanno.
Rom wurde 1815 unter die Hoheit des Papstes gestellt.
Laura Tischler
Die Ara Pacis
Die Ara Pacis, ein Monument von außerordentlicher
historischer und künstlerischer Bedeutung, wurde in
den späten 30er Jahren auf der Basis von
Fragmenten, die man 1568 entdeckt hatte,
rekonstruiert. Dieser Friedensaltar wurde 13 v. Ch.
vom Senat in Auftrag gegeben, um Augustus dafür zu
danken,dass er nach den Siegen in Spanien und
Gallien den Frieden im Reich wieder hergestellt hatte
und wurde 9 v. Ch. auf dem Paradeplatz in einer
feierlichen Zeremonie eingeweiht. Die Ara Pacis,
welche Innen und Außen mit Skulpturen versehen ist,
besteht
aus
einer
rechteckigen marmornen
Umfassungsmauer und kann über einige Stufen durch
zwei Türen betreten werden. Im Inneren befindet sich
der eigentliche Altar.
Museo della Civilta Romana(Museum
der römischen Zivilisation)
Das Augustusforum
Zentrum des Augustusforum bildet der Tempel
des Mars Ultor, des rächenden Mars. Augustus
gelobte das Bauwerk in der berühmten Schlacht
bei Philippi gegen die Caesarmörder Brutus und
Cassius.
Nach der Schlacht bei Philippi, die 42 v. Chr.
stattgefunden hatte, sollte es allerdings genau
40 Jahre dauern, bis der Tempel im Jahre 2 v.
Chr. eingeweiht werden konnte. Das Gelände
für das neue Forum erwarb Augustus mit Geld
aus seiner Kriegsbeute und errichtete darauf
das etwa 125 Meter lange und 118 Meter breite
Augustusforum.. Die beiden auf den Tempel zulaufenden Längsseiten bildeten zwei
großzügige Säulenhallen, die auf der Höhe des Tempels jeweils über eine große Exedra
verfügten.
Das Augustusmausoleum
Das Mausoleum war ein mit Römischem Travertin aus
Tivoli verkleideter Zylinder mit einem Durchmesser
von etwa 89 Metern. Um den Hügel herum waren fünf
konzentrische Mauerringe errichtet; auf dem Gipfel
stand eine metallene Statue des Kaisers.
Der Eingang des Grabmals wurde von Bronzetafeln
flankiert, daneben standen zwei Obelisken
Angelina Schwangler
Brunnen in Rom
Denkt man an Rom und seine zahlreichen Brunnen, fällt auch
einem Sehenswürdigkeitenmuffel sofort ein Brunnen ein, nämlich
der Trevi- Brunnen. Er ist der Endpunkt der antiken
Wasserleitung Aqua Virgo. In seiner spätbarocken Form wurde
er nach den Plänen von Nicola Salvi zwischen 1732 und 1762
erbaut und ist der populärste und mit rund 26 Meter Höhe und
rund 50 Meter Breite der größte Brunnen Roms. Zahlreiche
Legenden sagt man diesem Brunnen nach, zum Beispiel, dass
es Glück bringe, Münzen mit der linken Hand über die rechte
Schulter in den Brunnen zu werfen. Eine Münze führe zu einer
sicheren Rückkehr nach Rom, zwei Münzen dazu, dass der
Werfende sich in einen Römer oder eine Römerin verliebe, drei
Münzen würden zu einer Heirat mit der entsprechenden Person
führen.
Aber man darf nicht vergessen, dass es neben dem Trevi- Brunnen auch noch zahlreiche
weitere sagenhafte Brunnen gibt. Am Fuße der Spanischen Treppe befindet sich
beispielsweiße der Barcaccia-Brunnen von Pietro Bernini. 1627 bis 1629 baute Bernini
senior den Brunnen in Form einer sinkenden Barke, um – so die Legende – an das
Tiberhochwasser von Weihnachten 1598 zu erinnern, bei dem eine Tiberbarke hier strandete.
Tatsächlich löste der Künstler auf diese Weise ein
technisches Problem: der Wasserdruck war zu niedrig,
um einen höheren Brunnen zu speisen.
Ebenfalls ein Werk Berninis ist der Bienen-Brunnen
an der Ecke der Piazza Barberini zur Via Veneto. Die
Biene war das Wappentier der Familie Barberini. Der
1644 erbaute Brunnen wurde am 20. Juli 2004 das
Opfer eines Aktes von Vandalismus, bei dem eine der
Marmorbienen zerstört wurde.
Schildkrötenbrunnen
Der Mosesbrunnen an der Piazza San Bernardo ist
der Endpunkt der nach Papst Sixtus V. benannten
Wasserleitung Aqua Felix. Dargestellt ist Moses, der
Wasser aus dem Felsen schlägt.
Der Schildkrötenbrunnen wurde 1581 bis 1584 nach Plänen
von Giacomo della Porta errichtet. Erst 1658 kamen die
Schildkrötenskulpturen dazu.
Der Tritonenbrunnen in Rom ist ein 1642–43 von Gian Lorenzo
Bernini geschaffener Brunnen des Hochbarock.
Die Vier Brunnen ist eine barocke Brunnenanlage aus vier
marmornen Einzelbrunnen (Tiber-, Juno-, Diana- und
Arnobrunnen) auf dem Scheitel des Quirinalshügels.
Tritonenbrunnen
Der Vier-Ströme-Brunnen wurde 1651 von Bernini im Zentrum der Piazza Navona errichtet.
Er trägt einen der Obelisken in Rom und repräsentiert die damals bekannten vier Kontinente
anhand ihrer großen Ströme: die Donau für Europa, der Nil für Afrika, der Ganges für Asien
und der Río de la Plata für Amerika. In Lyon steht ein sehr ähnlicher Brunnen von Bernini.
Weitere Brunnen auf der Piazza Navona sind die Fontana del Moro und der Neptunbrunnen.
Harald Moosleitner
Domitilla Katakomben
Die Domitilla Katakomben sind eines der größten Katakombensysteme des antiken Roms.
Neben ihnen sind noch ca. 60 andere ähnliche Gräbersysteme bekannt. Der Ursprung dieser
Katakombe ist auf heidnische Gräber zurückzuführen, welche dann von Christen
weiterverwendet wurden. Dies passierte rund ums erste und zweite Jahrhundert nach
Christus. Dies ist durch Fresken an den Wänden belegt.
Der Name dieser Katakombe beruht auf einer frühen christlichen Märtyrerin, der heiligen
Domitilla. Diese war Gattin des
Konsuls Titus Flavius Clemens.
Dies bedeutete einigen Grundbesitz.
Einen Teil ihres Grundes stellte
Domitilla
der
Kirche
als
Begräbnisstätte zur Verfügung.
Deswegen wurde diese Katakombe
nach ihr benannt. Die darüber
errichtet Basilika ist zwei weiteren
Märtyrern gewidmet. Diese sollen
Kammerherren
der
Domitilla
gewesen sein und hießen Nereus
und Achilleus. Diese Basilika ist
wiederum sehr speziell, da sie
großteils unterirdisch angelegt ist.
Die Domitilla Katakombe zeichnet
sich speziell durch die Gesamtlänge ihrer Gänge von etwa 17 Kilometern aus. Die Gänge
sind verteilt auf vier Etagen. Gebaut wurde so eine Katakombe aus Tuffstein. Dies erklärt die
Stabilität dieses Gebildes. Ein weiterer Faktor, der dazu beiträgt ist das immer
gleichbleibende Klima. In der Katakombe ist die Luftfeuchtigkeit sehr hoch, sie beträgt über
90 %. Auch die Temperatur ist konstant niedrig
bei 15° Celsius. Kleinste Änderungen an diesem
Klima würden der Katakombe sehr schaden und
diese im schlimmsten Fall zum Einsturz bringen.
Die Gräber in der Katakombe sind speziell auf
die Toten angepasst. So kann man sowohl sehr
hohe bauchige Gräber sehen, als auch sehr
kleine die offensichtlich für Kinder waren. Diese
Methode spart sehr viel Platz. Die besonders
wohlhabenden ließen sich ihre Gräber mit
Marmor Platten versiegeln, von denen heute
sogar noch einige erhalten sind. Die weniger wohlhabenden mussten auf einfache
Tonversiegelungen zurückgreifen. Auch davon sind heute noch einige vorhanden.
Fabian Seiwald
Engelsburg (Castel Sant`Angelo)
Die Engelsburg wurde ursprünglich von
Demetriarus als Mausoleum für Kaiser Hadrian (moles Hadriani) von 135 – 139 n.
Chr.gebaut, inspiriert vom Mausoleum des
Augustus. Insgesamt sind sieben römische
Kaiser darin bestattet, wie zum Beispiel Kaiser Hadrian und Kaiser Marc Aurel. Der ursprüngliche Bau unterscheidet sich sehr
vom heutigen Aussehen.
Vom 4. Jahrhundert n. Chr. bis 1500 entwickelte sich das Aussehen der Engelsburg
durch mehrere bauliche Veränderungen zur
heutigen Form.
Durch einen geheimen unterirdischen Gang
mit dem Vatikan verbunden, diente sie auch
als Zufluchtsort für die Päpste Clemens VIII.
und Pius VII. Während der Inquisition diente die Engelsburg auch als Gefängnis, z.B. für
Galileo Galilei.
Im 19.Jahrhundert wurde sie von französischen Soldaten erobert und 1866 an den Papst
übergeben
Heute ist die Engelsburg restauriert und dient seit 1901 als nur teilweise öffentlich zugängliches Museum für Waffen, Möbel und Gebrauchsgegenstände.
Bekannt ist die Engelsburg auch durch Filme, wie z.B."Iluminati", geworden.
Herkunft des Namens
Den Namen "Engelsburg" bekam das Mausoleum 590, da Papst Gregor I. der Große, während in Rom die Pest wütete, den Erzengel Michael gesehen haben will, der durch das Einstecken des Schwertes des göttlichen Zorns das Ende der Pest verkündete, das kurz darauf
tatsächlich eintrat. Auf der Spitze der Engelsburg steht deshalb eine Statue des Erzengels
Michael.
Engelsbrücke (Pons Aelius)
Die 134 n.Chr. fertiggestellte Engelsbrücke, führt über den Tiber direkt zur Engelsburg. Erbaut wurde sie unter Kaiser Publius Aelius
Hadrian, welcher das Marsfeld mit seinem Mausoleum verbinden wollte. Daher kommt auch der Name Pons Aelius.
Zu Beginn sollte sie das Marsfeld mit dem Mausoleum Hadrians verbinden. Im Mittelalter wurde sie mehrmals, u.a. von den deutschen
Rittern gestürmt, da sie eine strategisch wichtige Rolle spielte. Sie war
jedoch auch eine Hinrichtungsstätte und oft wurden Köpfe von Gegnern der Päpste zur Abschreckung dort aufgestellt.
Ihren heutigen Namen "Engelsbrücke" bekam sie im 17.Jahrhundert,
zum einen, weil sie direkt auf die Engelsburg zuführt, und zum
anderen, weil viele Engelsstatuen auf ihr aufgestellt wurden. Die Engel
wurden von Bernini, einem der bekanntesten und wichtigsten
Bildhauers Italiens und seinen Schülern geschaffen. Zudem befinden
ich zwei Statuen der Apostel Petrus und Paulus am Eingang zur Brücke. Heute prägen die Engelsburg und die Engelsbrücke das Stadtbild
Roms entscheidend.
Richard Kassler
Esposizione Universale di Roma – Das EUR-Viertel
Das EUR-Viertel wurde von Mussolini 1938 in Auftrag gegeben, um die päpstlichen Paläste
Roms in den Hintergrund zu drängen aber auch als Ausstellungsgebiet für die geplante
Weltausstellung 1942. Diese musste jedoch
aufgrund des zweiten Weltkrieges abgesagt
werden und das EUR-Viertel wurde erst 1951
nach ursprünglichen Plänen vollendet. 1960
diente es als Veranstaltungsort der olympischen
Spiele. Dafür wurden das südlich gelegene
Stadion „Palazzo dello Sporte“ und der „Palazzo
dei Congressi“ genutzt. Heute ist das „Quartiere
XXXII
Europa“
eines
der
beliebtesten
Geschäfts-, Verwaltungs- und Wohnvierteln
Roms.
Der Grundriss wurde gemäß der klassischen römischen Stadtplanung angefertigt: Die
breiten Paradestraßen sollen Stärke und Überlegenheit der faschistischen Bewegung
verdeutlichen. Eine der zentralen Achsen, die „Viale Cristoforo Colombo“, stellt eine direkte
Verbindung Roms mit dem Mittelmeer her und spiegelt damit den gewollten Anspruch auf die
Herrschaft über den gesamten Mittelmeerraum. Die Gebäude selbst enthalten
neoklassizistische und rationalistische Elemente als Rückbesinnung auf die antike Stärke
Roms. Dieser offene Dualismus der Architekten wurde durch die Kulturpolitik Mussolinis
ermöglicht.
Museo della Civilitia Romana
Das neoklassizistische Museumsgebäude wurde
von Architekt Aschieri mit 3 Kollegen in der Zeit
des Faschismus geplant und enthält Sammlungen
von Reproduktionen von Bauwerken, sowie
Modelle, auch Exponate römischer Architektur,
Kunstwerke, Inschriften und Alltagsgegenstände.
Am bekanntesten sind die Abgüsse des Reliefs
der Trajansäule, ein Duplikat der Großen Mainzer
Jupitersäule und das große Modell vom antiken
Rom.
Das Museum liefert also einen Querschnitt durch
Geschichte, Kultur, Religion, öffentliches und privates Leben im Imperium Romanum. Des
Weiteren sind in den Räumlichkeiten ein Planetarium und ein astronomisches Museum
untergebracht.
Barbara Fritzenwenger
Forum Boarium
Das Forum Boarium war bis zum 3.Jh.v.Chr. der Haupthafen Roms und wurde zudem von
griechischen und einheimischen Händlern als Marktplatz und Viehmarkt genutzt. Der Name
des Forums leitet sich daher auch von bos = Rind ab. Die größte bauliche Veränderung bestand in der Kaiserzeit mit der Auflösung des alten Flusshafens, an dessen Stelle einige Lagerhäuser aus Ziegelwerk traten. Außerdem befinden sich der Tempel des Hercules Victor und der
des Portnunus auf dem Forum. Am nördlichen Ende
steht zudem der verwitterte Bogen des Janus. Dieser Doppelbogen über dem Argiletum ist dem zweiköpfigen Licht- und Sonnengott Janus geweiht. Der
Bau erfolgte vermutlich durch König Numa Pompilius. Die Tore des Bogens standen bei einem römischen Krieg offen und bei Frieden im Reich wurden
sie verschlossen. Heute ist davon aber nichts mehr
erhalten. Ein weitere Sehenswürdigkeit auf dem Fo„Bocca della Verità“
rum Boarium ist die berühmte bocca della verità,
die sich in der Kirche Santa Maria in Cosmedian befindet. Diese Marmorplatte in Form eines
Janusgesichtes diente laut der Sage im Mittelalter als eine Art antiker Lügendetektor, da jeder Lügner seine Hand im Mund des Janus verlor, wenn er dies hineinlegte. Früher diente
diese Platte vermutlich jedoch nur als Abflussdeckel.
Marcellustheater
Auf dem Marsfeld befindet sich das Marcellustheater, das von Cäsar begonnen wurde und
Von Augustus ca. 17 v. Chr. vollendet wurde. Es ist auf den früh verstorbenen Neffen von
Augustus dem Marcellus geweiht. Die ursprüngliche Höhe betrug 32,6 m, heute allerdings
nur noch 20 m hoch. Es bot 15000 bis 20000 Zuschauern Platz. Es besteht aus drei Stockwerken, von denen das erste dorischen, das zweite ionischen und das dritte korinthischen
Stils ist. Die weitere antike Geschichte ist weitgehend unbekannt.
Im Mittelalter wurden auf den zweiten Stock Wohnhäuser mit Arkadengängen gebaut. Direkt
neben dem Theater befindet sich der älteste Apollotempel.
Marinus Hillebrand
Forum Romanum
In jeder römischen Stadt war das Forum der Mittelpunkt des gesamten Lebens, d.h. das Forum war das Zentrum für politische, religiöse und wirtschaftliche Aktivitäten. Es war gleichzeitig auch das geographische Zentrum einer Stadt.
Durch das Forum Romanum wurde der Ruhm und Glanz, sowie das Ansehen Roms verdeutl
icht.
Geschichte:
An der Stelle des späteren Forum Romanum befand sich
bis zum 6. Jahrhundert v. Chr. eine sumpfige Ebene, die
sich zwischen Palatin und Kapitol erstreckte und von den
frühen latinischen Siedlern als Begräbnisstätte verwendet
wurde. Erst durch Anlage der Cloaca Maxima konnte der
Sumpf ausgetrocknet werden. Um 490 v. Chr. wurden zwei
Tempel
im
Tal
erbaut,
die
den
Göttern Saturnus und Castor gewidmet waren. Dadurch entwickelte sich das Forum schnell zum Zentrum der jungen
Stadt. Unter Augustus wurde das Forum stark umgestaltet;
durch die umfangreiche Verwendung von Marmor entstand
so ein äußerst prunkvoller Platz, vergleichbar vielleicht mit der Akropolis
in Athen.
Bedeutende Monumente im Forum:
 Basilika Aemilia (Sie ist die einzige noch sichtbare der vier großen Basiliken aus der Zeit
der römischen Republik.)
 Curia Iulia (War im antiken Rom das Sitzungsgebäude des Senats.)
 Lapis Niger (Es ist eine quadratische Fläche aus
schwarzen Marmorplatten. Laut antiken Quellen
ist dies der Ort, an dem Romulus von den Senatoren wegen seines despotischen Machtmissbrauches ermordet wurde.)
 Via Sacra (Die Via Sacra war der Hauptweg
des Forum Romanum)

Titusbogen/Arco di Tito (Der Titusbogen ist ein
eintoriger Triumphbogen auf dem Forum Romanum . Er ist der älteste erhaltene Triumphbogen
der antiken Stadt.)
 Palatin (Der Palatin ist einer der sieben Hügel Roms und gilt als ältester bewohnter Teil der
Stadt. Bereits im 10. Jahrhundert v. Chr. fanden
sich auf dem Palatin menschliche Ansiedlungen.)
 Tempel des Janus (Es handelt sich um ein sogenanntes Quadrifrons ein vierseitiges
Bauwerk mit quadratischem Grundriss, das aus Ziegelsteinen und römischem Beton errichtet
und mit Marmor verkleidet wurde.)
 Maxentiusbasilika (Sie ist die letzte und größte römische Basilika. )
 Comitium (Das Comitium war in der römischen Republik bis in die spätrepublikanische Zeit
der übliche Ort für die gesetzgebenden Volksversammlungen. In ihr tagte der Senat.)
 Tempel des Vespasian und des Titus
 Concordiatempel (Als Tempel der Eintracht (lateinisch:
concordia) sollte er das Ende der Ständekämpfe zwischen
den Patriziern und den Plebejern symbolisieren)
Manuel Schild
Kapitol
Kapitolsplatz
Der Kapitolinische Hügel ist der kleinste der
klassischen sieben Hügel Roms und seit der Antike
das „Herz“ der Stadt. Hier befand sich der Tempel
des obersten römischen Gottes, des Iupiter
Optimus Maximus. Das Kapitol wird von Norden
über eine Treppe betreten. Die Treppe und den
Platz hat kein geringerer als Michelangelo
entworfen.
Oben an der Treppe stehen die Statuen von Castor
und Pollux, den Söhnen von Iupiter und Leda. Der
Sage nach haben sie auf Seiten der Römer in die
Schlacht am See Regillus gegen die Latiner eingegriffen und die Nachricht vom römischen
Sieg in die Stadt gebracht. Die beiden Statuen sind antik, sie stammen wohl aus dem Circus
Flaminius.
Nach dem Aufstieg zu dem Platz
sehen
wir
vor
uns
den
Senatorenpalast, heute der Sitz
des römischen Bürgermeisters.
Der Palast auf der rechten Seite ist
der
Konservatorenpalast,
hier
befindet sich auch das römische
Standesamt. Der Palast zur Linken
ist der Palast der Kapitolinischen
Museen oder Palazzo Nuovo.
In der Mitte des Platzes steht das
Reiterstandbild des Kaisers Marc
Aurel, eine Kopie des Originals,
das sich heute im Innenhof des
Palazzo Nuovo befindet.
Die
Fassade
des
Senatorenpalastes stammt von
Giacomo della Porta; die Freitreppe mit dem Brunnen und der Statue der „Roma“ hat
Michelangelo entworfen. Auch der Konservatorenpalast ist eine Arbeit der beiden
Baumeister, begonnen 1563, ein Jahr vor Michelangelos Tod, und fertiggestellt 1575. Der
spiegelbildliche Palazzo Nuovo stammt aus dem Jahr 1650.
Links vom Senatorenpalast befindet sich der Durchgang Richtung Forum Romanum. Dort
hat man einen wunderschönen Ausblick auf das Forum bis zum Palatin und zum Kolosseum.
Zwischen den Palazzo Nuovo und das Monumento Nazionale eingezwängt ist die Kirche
Santa Maria in Ara Coeli. Wir erreichen sie über die steile Treppe links von der Treppe zum
Kapitolsplatz.
In der Sakristei von Santa Maria in Ara Coeli befindet sich das „Santo Bambino“, eine
hochverehrte Statue des Jesuskindes, an die Briefe aus aller Welt mit Bitten geschickt
werden und dem aus Dankbarkeit Schmuckstücke dargebracht wurden. Vor einigen Jahren
wurde das ursprüngliche Bambino gestohlen und mittlerweile ein neues angefertigt.
Moritz Quotschalla
Das Kolosseum
Das Kolosseum ist das größte der im
antiken Rom erbauten Amphitheater und
der größte geschlossene Bau der
römischen Antike überhaupt. Zwischen
72 und 80 n.Chr. erbaut, ist es heute
eines der Wahrzeichen der Stadt und
zugleich
ein
Zeugnis
für
die
hochstehende Baukunst der alten Römer.
Es wurde 400 Jahre als Arena in Betrieb
genommen.
Das
Gebäude,
das
ursprünglich dreigeschossig sein sollte,
war 79n. Chr. Fast vollendet. Es bestand
aus drei übereinander angeordneten
Arkadenreihen (Arkadenreihen sind
Bögen die von Pfeilen oder Säulen
getragen werden) zu je 80 Bögen.
Später
wurde
den
drei
Rundbogengeschossen noch ein viertes
Geschoss hinzugefügt. Nach seiner Fertigstellung im Jahre 80 n. Chr. Wurde das Kolosseum
mit hunderttägigen Spielen eröffnet, unter anderem mit Gladiatorenkämpfen, nachgestellten
Seeschlachten und Tierhetzen. Berechnungen zufolge wurde im Kolosseum insgesamt
500.00 Menschen und 1. Millionen Tiere
getötet. Die Gladiatoren waren nicht nur
Sklaven oder Kriegsgefangene sondern
auch ganz normale römische Bürger oder
sogar Adelige meldeten sich freiwillig zum
Kampf. Wohl vor allem, da die Gladiatoren
wie heutige Popstars gefeiert wurden.
Später
wurde
noch
Unterirdische
Kellerräume hinzugefügt, damit entstand
ein System aus Räumen, Gängen und
Versorgungsschächten. Hier befand sich
auch die Kerker für die zum Tode
verurteilten und die Käfige für die Wildtiere.
Mindestens 50-60.000 Zuschauer fanden
darin Platz. Im vierten und letzten
Geschoss waren die Frauen und Kinder
untergebracht, sie hatten die schlechtesten
Plätze. Für sie gab es nur Stehplätze.
Gladiatoren Kämpfe wurden 438 n. Chr.
endgültig verboten. Danach verfiel das Kolosseum.
Heute: Seit 1999 dient das Kolosseum in Rom als Gedenkstätte und Monument gegen die
noch immer in vielen Ländern präsente Todesstrafe.
Maximilian Felber
Museen in Rom
Kapitolinische Museen
Bestehen aus 2 Gebäuden: Palazzo Nuovo und Palazzo dei Conservatori, liegen direkt am
Kapitolsplatz. In dessen Mitte erhebt sich die Kopie der riesigen Bronzestatue Marc Aurels.
Das Orginal dieser Statue ist im Palazzo Nuovo zu sehen, sowie Skulpturen und Werke antiker Meister. Im Konservatorenpalast sind Teile der Kollosalstatue
Konstantin I., sowie neben anderen Skulpturen, die legendäre römische Wölfin zusehen.
Vatikanische Museen
Die Sammlung ist eine der wichtigsten und größten der
Welt und umfasst die Bereiche orientalische Altertümer
(Ägypten und Assyrien), klassische Antike (griechischrömische Kunst), etruskisch-italische Altertümer (heutiges Italien vor der Römerzeit), frühchristliche und mittelalterliche Kunst (3.-14. Jh.), Kunst der Renaissance
(15. Jh.) bis ins 19. Jahrhundert, zeitgenössische
Kunst und eine völkerkundliche Sammlung.
Galleria Borghese
Die Galleria Borghese ist eine Kunstgalerie, die in der
ehemaligen Villa Borghese Pinciana untergebracht ist.
Die Galleria Borghese beherbergt ein wesentlicher Teil
der Borghese-Sammlung von Gemälden, Skulpturen
und Antiquitäten, von Kardinal Scipione Borghese, dem
Neffen von Papst Paul V. Die Villa wurde von dem Architekten Flaminio Ponzio gebaut.
Villa Giulia
ist eine ehemals päpstliche Sommerresidenz im Norden Roms, die heute das Museo Nazionale Etrusco di Villa Giulia beherbergt. Auch Michelangelo arbeitete an diesem Gebäude.
Leider ist nur noch ein kleiner Teil des früheren Besitzes erhalten.
Museo Nazionale Romano
ist heute auf fünf Standorte verteilt: Palazzo Massimo alle Terme, Aula Ottagona, Palazzo
Altemps, Diokletiansthermen und Crypta Balbi. Beherbergen Skulpturen, ausserdem ist die
archäologische Sammlung des Museums eine der bedeutendsten weltweit.
Lukas Hoyer
Das Pantheon
Das Pantheon wurde 25 vor Christus zur
Ehrung des Kaisers Augustus fertiggestellt.
Es war allen Göttern geweiht („pan“ =alle,
„theos“= Gott) und wurde im Laufe der
Jahre einige Male umgebaut. Es steht auf
der Piazza della Rotonda, die ein beliebter
Picknickplatz für zahlreiche Touristen
darstellt. Auf der Piazza befinden sich ein
Brunnen
mit
Ornamenten
von
verschiedenen Künstlern, in den einige
Jahre später ein Obelisk platziert wurde,
der wie so oft
von
den
Römern aus einem ägyptischen Tempel gestohlen worden war.
Das Pantheon ist in den Pronaos und die Rotunde
aufgeteilt.(vgl Abb.1) Der Pronas ist eine Säulenhalle mit 24
korinthischen Säulen, die in 3 Rehiehn streng symmentrisch
angeordnet sind. Früher war das Dach mit Bronzeplatten
verziehrt, die jedoch für Bernini´s Baldachin im Petersdom
entfernt und eingeschmolzen wurden.
Die Rotunde ist ein überwölbter Rundbau mit einem
Durchmesser von ca. 43m, also größer als die Kuppel des
Petersdoms. Würde man die Kuppel zu einer Kugel
vervollständigen, würde sie exakt das ganze Gebäude ausfüllen.
Eine weitere Besonderheit ist das Opaion, also ein gewollt offenes Loch in der Decke der
Kuppel mit einem Durchmesser von ca. 9m. Das ist auch die einzige Lichtquelle des
Gebäudes. Das Pantheon ist auch für Christen ein wichtiges Gebäude, denn am 1.11.609
wandelte es Papst Bonifatius IV. In die christliche Kirche Santa Maria de Martyres um. An
diesem Tag wurde das erste
Allerheiligen in der Geschichte der
Christen gefeiert. Das Pantheon
wurde in vielfältiger Weise genutzt.
Zuerst war es eine Tempelanlage,
dann eine christliche Kirche und
später wurde es als Grabstätte der
Königsfamilie
und
berühmter
Persönlichkeiten genutzt.
Olivia Mair
Der Petersdom
Eine Sehenswürdigkeit darf bei einem Rom-Besuch auf keinen Fall fehlen: Der Petersdom.
Auch unser P-Seminar hat natürlich eine der größten Kirchen der Welt (mehr als 30.000 Leute finden darin Platz) besichtigt. Bevor wir in den Dom durften, mussten wir aber zuerst durch
eine Sicherheitskontrolle, wo wir durchleuchtet wurden und schwere oder spitze Gegenstände abgeben mussten. Der Vatikan hat Angst, dass ein Besucher einen unschätzbar teuren
Gegenstand beschädigen könnte. Eine der bekanntesten Skulpturen des Doms, die Jungfrau
Maria mit dem Leichnam Jesu (von Michelangelo), wurde nämlich 1972 von einem Besucher
mit einer Axt schwer beschädigt und konnte nur durch aufwendige Restauration gerettet
werden. Natürlich haben wir uns auch diese Skulptur und viele weitere Gemälde und Papstgräber angeschaut, so auch die Bronzestatue des heiligen Petrus. Der Fuß dieser Statue
wird traditionell von den Pilgern geküsst oder berührt und es steht sogar ein Sicherheitsmann
an der Attraktion, um zu schauen, dass die
Leute zügig weitergehen, weil eben so viele Menschen den heiligen Petrus berühren
wollen (ca. 20.000 Leute besuchen täglich
den Dom). Die vielen Berührungen sind
auch deutlich sichtbar, da der schon Fuß
sehr abgeflacht ist. Wir alle waren auch
von den unglaublichen Ausmaßen des
Doms beeindruckt, er ist nämlich über
180m lang und an manchen Stellen über
70m hoch.
Am Ende der Besichtigung sind wir dann
noch alle auf die 136m hohe Kuppel gestiegen. Es war auch an diesem Tag unglaublich heiß
in Rom (bis zu 40 Grad) und der Aufstieg mit über 500 Stufen ist sehr eng und stickig. An
manchen Stellen ist der Weg sogar schief und so eng, dass sich die Größten ducken mussten. Oben angekommen waren die meisten von uns etwas nassgeschwitzt, aber die Anstrengung hat sich auch jeden Fall gelohnt. Der Ausblick an diesem sonnigen Tag ohne Wolken war einfach fantastisch. Man konnte unglaublich weit sehen und Rom von oben beobachten. Jeder hat dann
etwas die Aussicht genossen, bevor wir auch schon
wieder hinabsteigen mussten. Runter war es genauso
steil und eng, aber immerhin nicht mehr so anstrengend. Unten konnten wir
noch einmal einen Blick in
die prachtvolle Kirche werfen, ehe wir uns auf den
Weg zu unserem nächsten
Programmpunkt machten.
Korbinian Stockhammer
Piazza S. Petro – Petersplatz
Sehr beeindruckt hat uns der imposante Petersplatz. An einen größeren, 320 x 240 Meter
großen, ellipsenförmigen Platzteil, den wir aber als kreisrund wahrnahmen, schließt sich ein
zum Domportal ansteigendes, trapezförmiges Areal an. 284 Säulen umschließen als
Kolonnaden den Platz. Die Balustrade krönen 140 über drei Meter hohe Heiligenstatuen. In
der Platzmitte konnten wir einen original ägyptischen Obelisken und zwei von Bernini und
Maderno geschaffene Brunnen bestaunen. Bernini hat den Platz so konzipiert, dass der
Petersdom und seine Kuppel für den Betrachter optisch besonders gut betont werden.
Zudem wollte er, dass der in Richtung Tiber nicht geschlossene Platz die Gläubigen wie mit
offenen Armen in Empfang nimmt und zum Petersdom hinführt.
Einen Gesamteindruck von der Gestaltung und den
Dimensionen des Petersplatzes konnten wir uns nach
unserem Aufstieg auf die Domkuppel machen. Erst aus
der Vogelschau wurde für uns Berninis geniale Planung
des Platzes als „Empfangssaal“ für alle Rompilger so
richtig erkennbar. Verstärkt wurde dieser Eindruck
durch die breite „Straße der Versöhnung“, welche von
der Engelsburg zum Vatikan heraufführt. Dieser
schnurgerade, direkt in den Petersplatz einmündende
Straßenzug wurde während der faschistischen
Herrschaft begonnen und 1950 fertiggestellt. Die
Bezeichnung „Versöhnung“ bezieht sich auf die
zwischen dem Vatikan und Italien im Jahr 1929
abgeschlossenen „Lateranverträge“, durch
welche der Vatikan den Status eines
eigenen Staates erhielt.
David Schernthaner
Piazza Navona
Die Piazza Navona gilt als die „gute Stube“ Roms und ist sehr beliebt für Märkte oder Feste.
Besonders bekannt ist der Markt Befana di piazza Navona in der Weihnachtszeit, auf dem
vor allem Spielzeug verkauft wird.
Aus einem Stadion für sportliche Wettkämpfe aus der Zeit Cäsars wurde im Mittelalter ein
Marktplatz, als Häuser auf die bestehenden Stadionmauern gebaut wurden. Reste der
antiken Kampfstäte sind noch heute in der Via Zanardelli zu sehen.
Im Zentrum des
Platzes befindet
sich der
Vierströmebrunnen.
Die vier männliche
Statuen am Sockel
der antiken Säule
symbolisieren die
vier größten Flüsse
der damals
bekannten Welt:
Donau, Nils,
Ganges und Rio
de la Plata. Die
Statue des Nils
verdeckt ihr
Gesicht, da die
Quelle des Flusses
damals noch nicht
bekannt war.
Im Süden und
Norden befinden sich 2 weitere Brunnen, die Fontana del Moro und der Neptunbrunnen. An
der Südseite befindet sich auch das Museo di Roma, in dem mittelalterliche und
zeitgenössische Entwicklung Roms erklärt wird.
An der westlichen Seite der Piazza befindet sich die Kirche Sant’Agnese in Agone, vom
berühmten Architekten Borromini. Sie ist nach der Heiligen Agnes benannt, welche der
Legende nach an dieser Stelle ihr Martyrium durchlebte.
Der Sitz der brasilianischen Botschaft befindet sich im ehemaligen Haus der Familie
Pamphilj. Diese besaß im Mittelalter den Großteil des Platzes und wurde von Papst Innozenz
X. beauftragt, die Piazza nach Vorbild der antiken Kaiserforen umzubauen. Das Vorhaben
scheiterte aber bald am Tod des Papstes.
Sabine Reiter
Thermen in Rom
Die Römer hatten schon immer ein besonderes Verhältnis zu
Wasser. Nachdem sie im ganzen Imperium Romanum Aquädukte erbaut hatten, lag der Gedanke, öffentliche Waschstellen
einzurichten, nicht mehr allzu fern. Im Jahr 33 v.Chr. befanden
sich in Rom 170 zwar primitive, aber Zweck erfüllende Badestellen. Nach diesem Anfangsstadium begannen die „richtigen
Thermen“ in Erscheinung zu treten. Die Baumeister hatten zur
damaligen Zeit große Freiheit bei der architektonischen Gestaltung, wodurch sich eine immense Vielfalt an verschiedens-ten
Thermentypen ergab. Zunehmender Reichtum und verbes-serte
Techniken und Bauweisen der Ingenieure ermöglichten das Erbauen von monumentaleren Gebäuden und rückten den Luxus
immer weiter in den Mittelpunkt, welcher bis ins Un-ermessliche
gesteigert wurde. Oftmals war dies mit einem Wettstreit der verschiedensten Machthaber, welche den Bau von Thermen als
Ausdruck ihrer Großzügigkeit gegenüber dem Volk finanziell unterstützten, verbunden. Infolgedessen wurden die Thermenkomplexe häufig nach Kaisern benannt, z.B. die Caracalla-Thermen
(Bauzeit 206 – 217 n.Chr., funkstionstüchtig bis ins 6. Jhd., bis
1993 fanden Opernaufführungen in den Ruinen statt) oder die
Diokletiansthermen (Bau-zeit 298 – 306 n.Chr., größte Thermenanlage, Kernbau ca. 45000
m2, heutzutage Museo Nazionale Romano / Kirche Santa Maria degli Angeli).
Schon damals kannte man Wand- und Fußbodenheizungen, die sogenannten Hypokausten.
Der Fußboden wurde auf Back-steinstützen gebaut, sodass der Hohlraum zwischen
Fußboden und echtem Boden mit heißer Luft durchströmt werden konn-te. Anhand von
Kanälen in der Wand, leitete man die Wärme weiter und verteilte sie.
Santa Maria degli Angeli
Die Kirche Santa Maria degli Angeli wurde
zwischen 1475 und 1564 von Michelangelo im
ehemaligen Tepidarium der Diokletiansthermen
erbaut. Ein Teil der Natatio wurde in die Apsis
miteinbezogen. In der Kirche kann man einen in
den Fußboden eingearbeiteten Meridian (Linea
Clementina) be-staunen. Dieser diente im Jahre
1700 der Kommission zur Überprüfung des
Gregorianischen Kalenders und war Bezugspunkt für astronomische und mathematische
Berechnungen der damaligen Zeit. Des Weiteren
lassen sich Grabmäler von bedeutenden
Personen, wie beispielsweise das des Papstes
Pius IV, dort finden.
Julia Gschwendner
Tiberinsel und Tiber
Mit ihrer Länge von 270 Metern und einer Breite von 67 Metern ist die Tiberinsel wohl kaum
als eine echte Insel zu sehen. Jedoch wird ihr geschichtlich jede Menge Bedeutung
zugeschrieben. So befindet sich auf der Insel wegen praktischer Gründe das Krankenhaus
der Barmherzigen Brüder. Hierhin wurden früher Pestkranke aus der Stadt gebracht und
isoliert, um die Ansteckungsgefahr unter den Bürgern aus dem Weg zu räumen und die
Ausbreitung von Seuchen zu verhindern. Die Insel, welche bis heute nur über 2
Fußgängerbrücken erreicht werden kann, war der ideale Ort dafür.
Heute befindet sich hier ein bedeutendes Krankenhaus.
Außerdem Befindet sich auf der Insel unübersehbar ein Obelisk, welcher aufgrund der
Legende angebracht wurde, dass genau an der Stelle, an der sich die Tiberinsel Befindet ein
Schiff gesunken sein soll. Wegen dieser Sage wurde die Insel zusätzlich wie der Bug eines
Schiffs gestaltet und am oberen Inselende mit Stein verkleidet. Diese und viele andere
Geschichten zur Entstehung der Tiberinsel machen diese zu einem Sagenumwobenen Ort
und gern besuchtes Kulturobjekt
in Rom.
Zudem ist auf der Tiberinsel der
Tempel des Gesundheitsgottes
Äskulapius, die Basilika San
Bartolomeo all`Isola und ein
Romanischer Campanile, ein
Glockenturm, zu finden.
Der Tiber, welcher an der
Tiberinsel vorbeifließt ist mit
seinen 405 km Länge seit
Jahrtausenden die Lebensader
der
Italienischen
Hauptstadt.
Überquert
wird
der
Fluss
innerhalb der Stadt Rom von
immerhin 29 Brücken und hatte in
der Vergangenheit vor allem
aufgrund seiner Bedeutung als
Wasserquelle
während
der
Völkerwanderungszeit großen Einfluss auf Siedlungsverschiebungen. Aufgrund vieler
Überschwemmungen wurde das Flussbett mehrfach tiefer gelegt. Dadurch kann man den
Tiber von den Straßen aus, die an ihm entlangführen, kaum sehen. Geschichtlich hat der
Tiber vor allem in der Entstehungsgeschichte der Stadt große Bedeutung. Zum Beispiel
wurde Romulus und Remus auf dem Tiber ausgesetzt und lange Zeit hatte der Fluss als
Cloaca Maxima die Funktion eines natürlichen Abwasserkanals. Der Tiber war lange Zeit
einer der schmutzigsten Flüsse Italiens, weshalb vom Baden im Tiberwasser sehr abgeraten
wird. Vor allem in Rom wurde lange Zeit nicht sehr auf die Sauberkeit des Flusses geachtet.
Heute ist man bemüht, den Fluss weitestgehend sauber zu halten und die Wasserqualität zu
verbessern.
Julia Miller
Impressum
Organisation
Julia Gschwendner
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Gschwendner Julia
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