LANDKREIS RÜGEN 43 AMT GEMEINDE BINZ

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LANDKREIS RÜGEN 43 AMT GEMEINDE BINZ
LANDKREIS RÜGEN
43
AMT GEMEINDE BINZ
Granitz Jagdschloß, siehe als Beispiel zum Text, Bd. 1, S. 109, im Kontext der Mittelalterrezeption, S. 193, hinsichtlich der Tätigkeit
Berliner Architekten, Abb. Bd. 3, S. 367
und als Beispiel zum Text, Bd. 1, S. 149, Verwendung von Gußeisen, Abb. Bd. 2, S. 236.5/5- 7 bzw. S. 254
Ergänzung
BESITZ 1928: Gut mit Jagdschloß, 1.067 ha – ausschließlich Waldgebiet, Marie Fürstin und Herrin zu Putbus, Förster: Kleeberg
Granitz Hof, siehe als Beispiel zum Text, Bd. 1, S. 308, im Zusammenhang der Beschreibung des Jagdschlosses Granitz,
Abb. Bd. 2, S. 236.5/5- 8 bzw. S. 254
Ergänzung
NAME: nach TRAUTMANN, R. 1950, siehe Granitz Jagdschloß
BESITZ 1928: Gut, 85 ha, Marie Fürstin und Herrin zu Putbus, Pächter: Ziesemer, 1945: Kreis Rügen, Fürst v. Putbus, 56 Güter, 1998: Privat
LITERATUR: nach OHLE, W./G. BAIER 1997, S. 229: ... 1318 gehörte „Graance“ zur Parochie Lancken ... Im 14. Jh. teilten sich die v. Vitzen und v. Putbus in den Besitz des Ortes, 1447 Verkauf des Putbusser Teils an D. Grabow, den Pfarrherrn zu Zirkow, der ihn testamentarisch dem Kloster Bergen vermachte ... schon 1472 kam der Ort wieder an die Putbusser zurück ... Ein Rittergut Granitz wird im 15. Jh. an der Mönchguter Landstraße erwähnt ...
1532 gibt es 4 Bauernhöfe und 1580 sind es 5 Bauernhöfe, 1664 nur noch 3 Bauern ... 1695 ist Granitz Dienstdorf unter dem Ackerwerk Darz mit 3
Höfen – 1762: „Hof Granitz aus gelegten Bauernwesen gebildet“... Granitzhof liegt am Aufstieg zu den Höhen der Granitz, unweit Binz ...
10/98, 6/2006(Rick de Veer), Prora, RÜG, Gemeinde Binz, 12 km nordöstlich von Bergen
NAME: nach OHLE /BAIER: Alte Belege und Flurnamen fehlen, jedoch handelt es sich sicher um einen slaw.
Namen.
BESITZ 1928: Gut mit Heidehof, zus. 1.430 ha, davon nur 4 ha Ackerfläche und 2 ha Wiese, sonst Forst,
Marie Fürstin und Herrin zu Putbus, Förster: Hahnel, 1945: Kreis Rügen, Fürst v. Putbus, 56 Güter,
1998: Privat
Meßtischblatt 1547 – Lubkow
Heidehof nach OHLE, W./G. BAIER 1997, S. 263:
Kurz vor 1800 ungefähr 1 km südlich des
eingegangenen Heidekruges angelegter Bauernhof ...
GUTSANLAGE: Dieser Heidehof existiert nicht mehr,
wie das Foto vom Jahr 2006 zeigt.
Eine südlich von Prora gelegene Erdschanze (siehe
Meßtischblatt – R.d.V.), von der heute nicht mehr viel
zu erkennen ist, stammt vermutlich aus dem Dreißigjährigen Krieg oder aus der Zeit des Krieges
zwischen Schweden und Dänemark am Ende des 17.
Jh.
Forsthof: Pfeil oben, Alte Schanze
LITERATUR: nach OHLE, W./G. BAIER 1997, S. 410: Prora – Forsthaus Der Ort ist
vermutlich erst um 1800 von der Familie v. Putbus angelegt worden. – 1867 wird das Forsthaus
Prora mit einem bewohnten Haus und sieben Einwohnern genannt.
Der Forsthof, unzweifelhaft „Residenz“ des Försters Hahnel, seit „Um 1990“ verlassen, ist das
Gebäude in bedauernswertem baulichen Zustand.
nach DENKMALE – MECKLENBURG-VORPOMMERN 1995, S. 556: Ehem. Forsthaus, 2. D. 19. Jh.
Zweigeschossiger dreiachsiger Putzbau mit rundem dreigeschossigen Eckturm und Zinnenkranz auf
Konsolen; an den Kernbau schließen sich an den zwei vom Turm abgewandten Seiten eingeschossige
Flügel mit Zinnenkranz und je zwei entsprechenden polygonalen Ecktürmen an. Die
faschengerahmten Rundbogenfenster haben profilierte Gewände, das rundbogige Portal mit Freitreppe
liegt in einer Wandvorlage mit Zinnenbekrönung. Mehrere bauliche Veränderungen stammen aus
jüngster Zeit. – Das zugehörige Wirtschaftsgebäude ist ein eingeschossiger Putzbau mit Satteldach und zweigeschossigem mittleren Schildgiebel zwischen flankierenden Mauertürmchen mit zinnenkranzartigem Abschluß, wie sie gedrungener an den Gebäudekanten wiederkehren. Die urspr. Fenster sind segmentbogig, die
Türen liegen z. T. in Wandvorlagen mit Zinnenkämmen; das kräftige Gurtgesims unter den Giebeln vereint Zahnschnitt- und Konsolfries.
(vgl. DEHIO 2000, S. 419)
Foto: links oben nach Literatur 1995, rechts: Zustand Juni 2006