Team Rio Metropolregion Rhein-Neckar

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Team Rio Metropolregion Rhein-Neckar
OlympiaMagazin
Ausgabe 3/2014
www.osp-mrn.de
Team Rio Metropolregion Rhein-Neckar
Präsentation beim Gala-Abend SportAward der Sportregion Rhein-Neckar
Eine Region. Ein Team. Ein Ziel:
Olympische Spiele in Rio de
Janeiro 2016. Der Startschuss
für das Team Rio Metropolregion Rhein-Neckar fiel genau 650
Tage vor der Eröffnung der XXXI.
Olympischen Spiele im Rahmen
der SportAward-Verleihung auf
dem Heidelberger Schloss, bei der
besondere sportliche Leistungen
in mehreren Kategorien ausgezeichnet wurden.
In dieser Ausgabe:
Editorial 2
Team Rio
Präsentation 1 und 2
Sportarten
Gewichtheber-WM 3
OSP-Erfolge 2014 7
Trainer
Porträt Claudia Rödinger-Schunk 4
Strukturen
Duale Karriere Lydia Haase 5
Welt des Sports
Nachruf Prof. Hans Eberspächer 6
Nachrichten
Mannheimer Sportstipendium 8
Impressum 8
© Team Rio MRN
Ihre Fördergesellschaft und Ihr
Olympiastützpunkt
wandte sich an die fünf Partnerunternehmen:
„Wir fühlen uns durch die Berufung in das Team
Rio nochmals bestätigt, alles dafür zu geben, um
in Rio an den Start gehen zu können. Wir sind
den Partnern sehr dankbar, die die zusätzliche
Förderung überhaupt erst möglich machen.“
Vorangegangen war auf der Bühne ein ShowAuftritt olympischer und paralympischer Athleten, die Kraft, Ausdauer und Technikelemente ihrer Sportarten eindrucksvoll vermittelten. Boxer,
Gewichtheber, Beachvolleyballerinnen, Turner
und Paraleichtathlet Marc Schuh beeindruckten
das Publikum mit Live-Sportgeschehen.
19 Athletinnen und Athleten aus acht Sportarten bilden bislang das Team Rio. Bis zum Sommer 2016 wird das Team gemäß der strengen
Nominierungsrichtlinien Schritt für Schritt erweitert, bis die Metropolregion dann ihr Team für
Olympia nach Rio entsendet.
Folgende AthletInnen gehören
aktuell dem Team Rio MRN an:
Ralf Arnold, ParaTriathlon
Hanne Brenner, ParaDressur
Shanice Craft, Leichtathletik/Diskus
Tonja Fabig, Hockey
Uwe Gensheimer, Handball
Patrick Groetzki, Handball
Lydia Haase, Hockey
Verena Hantl, Kanurennsport
Philip Heintz, Schwimmen
Yasmin Kwadwo, Leichtathletik/Sprint
Carolin Leonhardt, Kanurennsport
Malaika Mihambo, Leichtath./Weitsprung
Erik Pfeifer, Boxen
Verena Sailer, Leichtathletik/Sprint
Marc Schuh, Rollstuhlsprint
Clemens Rapp, Schwimmen
Lisa Ryzih, Leichtathletik/Stabhochsprung
Almir Velagic, Gewichtheben
Sabine Volz, Kanurennsport
Auf der zeitgleich mit der Bekanntgabe des
Teams live geschalteten Website www.team-riomrn.de kann der Weg der Athletinnen und Athleten nach Brasilien verfolgt werden.
Das Team Rio MRN wird, angelehnt an die
fünf olympischen Ringe, von fünf Premium-Partnern begleitet, die im Rahmen eines deutschlandweit einmaligen Förderkonzepts privatwirtschaftliches Engagement für den olympischen
Spitzensport demonstrieren und ihre Unterstützung langfristig und nachhaltig verstehen. Diese
vorbildliche und bundesweit außergewöhnliche
Förderung wurde im Königssaal des Heidelberger Schlosses mit einem besonderen „SportAward“ ausgezeichnet. Die Vertreter der Firmen
BASF SE, Capri-Sonne, Henkel AG, SAP AG und
der Sparkasse Heidelberg wurden in olympischem Stil unter Begleitung einer Hostess auf
die Bühne gebeten. Hans-Peter Immel, Präsident
der Fördergesellschaft des OSP und ehrenamtlicher Leiter des Team Rio, überreichte den 1,6 kg
schweren Preis an Karin Heyl für die BASF SE,
Lars Ruge für die Deutschen SiSi-Werke, Jürgen
Däuber für die Henkel AG & Co. KGaA, Standort Heidelberg, Stefan Ries für die SAP AG und
Helmut Schleweis für die Sparkasse Heidelberg
und dankte allen fünf Partnern ausdrücklich:
Fortsetzung auf Seite 2
© Team Rio MRN
Der Gala-Abend mit über 300 geladenen Gästen
bot einen glanzvollen Rahmen, als Moderatorin
Franziska van Almsick die erstmalige Präsentation des Team Rio ankündigte: „Es ist mir ein
ganz persönliches Anliegen, die Athleten vorzustellen, die den olympischen Spitzensport in der
Region vertreten und auf ihr Ziel 2016 täglich
intensiv hinarbeiten.“ Es folgte ein Einmarsch
der von engelhorn Mannheim ausgerüsteten
Athleten, angelehnt an den Nationeneinmarsch
bei olympischen Eröffnungsfeiern und gebührend kommentiert von ZDF-Moderator Norbert
König. Hockey-Europameisterin Lydia Haase
Allen Athletinnen,
Athleten, Trainerinnen und Trainern,
unseren Leserinnen
und Lesern wünschen
wir mit Familien und
Freunden eine
schöne und besinnliche Weihnachtszeit,
einen guten Rutsch
und viel Erfolg für
das kommende Jahr
2015.
Der Show-Act von
olympischen und
paralympischen Athleten
vermittelte eindrucksvoll
die dargestellten
Sportarten.
Team Rio
OlympiaMagazin | Ausgabe 3/2014
© Team Rio MRN
Seite 2
© Fels
OB Dr. Eckart Würzner
(oben) freute sich über
einen gelungenen Abend
der Sportregion und über
das Team Rio (li.).
© Team Rio MRN
Editorial
© Team Rio MRN
© Team Rio MRN
© Team Rio MRN
© Team Rio MRN
Fortsetzung von Seite 1
„Es ist durchaus nicht selbstverständlich, dass
sich Partner langfristig und nachhaltig für den
olympischen Spitzensport in der Sportregion
Rhein-Neckar engagieren. Deshalb möchten wir
an dieser Stelle einen großen Dank an unsere
fünf Sponsoren sagen. Es ist ein einmaliges Zusammenspiel von Wirtschaft und Spitzensport.
Den Award bekommen unsere Partner sozusagen als „Pfand“ für den 100%igen Einsatz aller
Athleten in den kommenden 88 Wochen, bis die
nächsten Sommerspiele eröffnet werden.“
Natürlich wurden auch die Trainerinnen und
Trainer des Team Rio der Öffentlichkeit präsentiert. Das Förderkonzept erlaubt es, nicht nur
Athleten selbst zu fördern und durch individuell
angepasste Maßnahmen zu unterstützen, sondern auch deren Trainer, die maßgeblichen Anteil am Erfolg haben. So bestätigt zum Beispiel
Iris Manke-Reimers, ehrenamtliche Trainerin
der SportAward-Nominierten in der Kategorie
„Top-Sportlerinnen“ Shanice Craft: „Das Team
Rio versetzt uns unter anderem in die Lage,
vermehrt Trainingslager anzubieten und zu begleiten, die wir aus eigener Tasche einfach nicht
mehr finanzieren könnten. Das kann sonst keine
regionale Sportförderung berücksichtigen.“
© Team Rio MRN
Anja Siegert
Bestens aufgelegt: Team
Rio Sponsoren, AwardGewinnerin Tonja Fabig
(li.), Moderatorin
Franziska van Almsick
mit Award-Sieger Uwe
Gensheimer, Team Rio
Projektleiterin Anja
Siegert (re.) mit ZDFModerator Norbert König.
Online auf allen Kanälen:
www.team-rio-mrn.de
© Team Rio MRN
Verfolgen Sie unser Team Rio Metropolregion Rhein-Neckar
auf dem Weg zu den Olympischen Spielen.
Gute Laune bei den Athleten
des Team Rio mit den von
Uwe Gensheimer gesponserten Socken und bei Shanice
Craft und Trainer-Ehepaar
Manke-Reimers.
Warum unterstützt die Wirtschaft eigentlich
olympische Athleten?
Das Team Rio Metropolregion Rhein-Neckar ist
ein deutschlandweit herausragendes Modell, wie
regionale Spitzensportförderung funktionieren
kann: individuell, zielgerichtet und eng verzahnt
mit den Spitzenverbänden und Bundesstützpunkten der Region. Die fünf Premium-Partner des
Team Rio beweisen mit ihrem Engagement, dass
gesellschaftliche Verantwortung für sie nicht nur
Lippenbekenntnis ist, sondern von ihnen gelebt
wird und ihnen auch etwas wert ist.
Warum unterstützen Unternehmen herausragende olympische Athletinnen und Athleten,
Talente und Trainer der Region? Wo liegen
Gegenwert und Nutzen für die Unternehmen?
Der Imagetransfer liegt auf der Hand. Maximale
Lust an Leistung und Herausforderung sowie die
Fähigkeit, in der Weltspitze mitzuhalten, werden
in besonderer Weise durch olympische Athleten
verkörpert. Die Aufmerksamkeit für Olympische
Spiele und deren Helden ist ungebrochen, positive
Emotionen und Authentizität überwiegen. Die geringen finanziellen Anreize für die Athletinnen und
Athleten wirken erfrischend im Gegensatz zum
kommerzialisierten Showbusiness, das Leistungssport allzu oft geworden ist.
Darüber hinauss ist olympische Sportförderung
aber auch Baustein des Standortmarketings mit
dem Ziel, die Attraktivität der Region und ihrer
Arbeitgeber zu präsentieren. Unternehmen am
Standort Metropolregion Rhein-Neckar tun gut
daran, alle Stärken der Region als Gesamtpaket zu
kommunizieren und nach dem bekannten Motto
„global denken, lokal handeln“ die regionale Gesellschaft als Leistungsgesellschaft mit positivem
Blick auf ihre Eliten mitzugestalten.
Der olympische Hochleistungssport ist bei
Weitem nicht das einzige Feld, in dem die Idee
Metropolregion Rhein-Neckar als Leistungseinheit
unterstützt werden kann. Aber Sport ist besonders sichtbar und wir haben bereits erreicht, dass
der Mannheimer Fan dem Leimener Athlet, der
Heidelberger der Ludwigshafenerin die Daumen
drückt. Darüber hinaus stellt der Sport seine Leistungsträger der Wirtschaft gut ausgebildet und mit
vielfältigen Erfahrungen ausgestattet in der Regel
vor dem 40. Lebensjahr zur Verfügung.
Das Team Rio wird gemeinsam mit den Sportverbänden und dem Olympiastützpunkt seinen
Beitrag dazu leisten, dass alle sportlich Hochbegabten der Region ihr Potenzial voll entfalten
können, sowohl in sportlicher wie auch in schulisch-beruflicher und gesamtgesellschaftlicher Hinsicht. Dafür stehen die Ziele des Teams und dies
unterstützen BASF, Capri Sonne, Henkel, SAP und
die Sparkasse Heidelberg in herausragender Weise.
Im Namen des Team Rio und des Olympiastützpunktes wünsche ich Ihnen allen erholsame
Festtage und einen guten Start in ein erfolgreiches
vorolympisches Jahr 2015!
Ihr Thomas Beck
Premium-Partner
Marketing und Kommunikation Team Rio MRN
OlympiaMagazin | Ausgabe 3/2014
Sportarten
Seite 3
Gewichtheber derzeit
mit vier Startplätzen
für Rio
Almir Velagic bester Deutscher WM-Teilnehmer
Vom 08. bis 16. November
fanden in Almaty/Kasachstan
(191 kg Reißen/230 kg Stoßen) einen sehr guten
die Weltmeisterschaften im
Wettkampf auf´s Parkett. Einzig im letzten StoßGewichtheben statt.
versuch musste sich der 33-jährige Sportsoldat
Almir Velagics schönstes Jahr im Leben
Wie immer in den vergangenen Jahren hielt
Almir Velagic (+105 kg) auch dieses Mal dem
enormen Erfolgsdruck bei der WM stand und
brachte mit einer Zweikampfleistung von 421 kg
den aufgelegten 235 Kilo geschlagen geben.
Mit dem 7. Platz im olympischen Zweikampf
war der „Superschwere“ auch in Anbetracht der
starken Konkurrenz sehr zufrieden. „Da es um
die Olympiaquotenplätze ging, musste ich schon
einem relativ hohen Druck standhalten. Deshalb
ist die Freude und Erleichterung sehr groß bei
mir. Ich wurde von meinem Trainer Oliver Caruso und unserem Physiotherapeuten Damiano
Belvedere optimal auf diesen Wettkampf vorbereitet. Dafür möchte ich mich bei den beiden
bedanken“, fasste Almir Velagic nach seiner
Rückkehr aus Almaty die Ereignisse zusammen
und fügte überglücklich hinzu: „Da ich im Februar Vater von Zwillingen wurde, im April die
Bronzemedaille bei den Europameisterschaften
gewann, im Oktober Deutscher Meister wurde
© BVDG
Der Bundesverband Deutscher Gewichtheber
(BVDG) entsendete fünf Frauen und acht Männer ins Rennen, um die ersten wichtigen Quotenplätze für eine Startberechtigung bei den
Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016
zu erzielen. Als Bronzemedaillengewinner der
Europameisterschaften 2014 galt Almir Velagic
als das Zugpferd und Aushängeschild des BVDG.
und jetzt eine starke WM gehoben habe, ist das
Jahr 2014 das schönste und erfolgreichste Jahr
in meinem Leben!“
Glänzende Mannschaftsleistung
trotz Verletzungen
Ebenfalls sehr zufrieden zog Oliver Caruso, Bundestrainer der Männer und Frauen, nach der
Weltmeisterschaft Bilanz: „Hätte mir vor der
WM jemand gesagt, dass wir in der Nationenwertung auf Platz 15 landen, wäre ich hoch
erfreut gewesen.“ Das gute Abschneiden seiner
Mannschaft sichert den deutschen Gewichthebern derzeit vier Startplätze für Rio, und dies
trotz vieler Handicaps und Verletzungen im
Vorfeld.
Mit Jakob Neufeld (Tractus-Verletzung), Alexej Prochorow (Rücken), Jürgen Spieß (Handgelenksstauchung und Muskelzerrung im Oberschenkel) sowie Tom Schwarzbach, der schon
seit langer Zeit Schwierigkeiten mit der Patellasehne hat, waren gleich vier Leistungsträger
gehandicapt. Alle vier Athleten konnten damit
nicht planmäßig die Wettkampfvorbereitung
bestreiten, sondern erhielten ein der Schwere
des Handicaps angepasstes Training. „Gerade
bei einer so wichtigen WM ist der Erwartungsdruck hoch und den Sportlern, die nicht optimal
trainieren konnten oder körperliche Beschwerden haben, fehlen dann die letzten Prozente an
Sicherheit“, erläutert Oliver Caruso, der selbst
als Gewichtheber Olympiabronze in Atlanta
1996 holte, die gegebenen Nachteile. Er betonte
jedoch, dass die Athleten trotz der schwierigen
Vorbereitung bis an ihre Schmerzgrenze gegangen seien und begeisternde Wettkämpfe boten.
Unsere Sportförderung:
Gut für den Sport.
Gut für die Region.
Bundestrainer Oliver
Caruso und Schwergewichtler Almir Velagic
zogen eine positive
Bilanz der WM in
Kasachstan.
Von einem Athleten ist der 40-jährige Nationaltrainer in diesem Jahr besonders angetan:
Almir Velagic! Der „fantastische Wettkampf“
in Kasachstan, mit der besten Platzierung
von Almir bei einer Qualifikationsweltmeisterschaft, war für Caruso nur das Sahnehäubchen
der ganzen Saison: „Er hat im Jahr 2014 bis
zur WM nur einen ungültigen Versuch in all seinen Wettkämpfen gehabt. Für mich ist er unser
Gewichtheber des Jahres 2014.“
Deutsche Heberinnen müssen
sich steigern
Einen kleinen Wermutstropfen musste der
BVDG jedoch auch bei dieser WM schlucken.
Die Frauen belegen bisher den 30. Rang in
der Nationenwertung. Um zwei Startplätze für Olympia zu erreichen, fehlen derzeit
sieben Punkte und der Sprung auf Platz 21.
Doch Frauenbundestrainer Caruso kennt das
Problem. Drei seiner vier Heberinnen, die WMPunkte geholt haben, sind keine Vollzeitprofis.
„Da müssen wir einfach schauen, wie wir das
Optimum aus den Gegebenheiten herausholen
können.“
Die nächste und letzte Chance, um Quotenplätze für Rio zu erkämpfen, bietet sich den
Gewichthebern erst Ende des nächsten Jahres.
Vom 20. bis 29. November 2015 finden dann
die Weltmeisterschaften in Houston/USA statt.
OSP Metropolregion Rhein-Neckar
Sparkasse
Heidelberg
© BVDG
www.sparkasse-heidelberg.de
Bundestrainer Michael
Vater und Max Lang,
der mit seinem 15. Platz
unterstrich, dass er zu
den größten Talenten
unter den deutschen
Gewichthebern zählt.
Seite 4
Trainer
OlympiaMagazin | Ausgabe 3/2014
© TG Mannheim
Trainerporträt
Claudia Rödinger-Schunk
Besser kann die Saison nicht
enden: Dank einer tollen Teamleistung hat sich die TG Mannheim
die Deutsche Vizemeisterschaft
gesichert. Trotz des Ausfalls von
Elisabeth Seitz waren Florine
Harder, Rebecca Matzon, Cagla
Akyol und Amelie Föllinger für
das Bundesliga-Finale in Karlsruhe
bestens eingestellt und aufgelegt.
Keinen geringen Anteil am Erfolg
trägt Claudia Rödinger-Schunk.
In die Freude über den Erfolg mischt sich bei
der Chefin des Turn-Leistungszentrums auch ein
bisschen Erleichterung: „Jetzt wartet kein sportlicher Höhepunkt mehr – und das ist auch gut
so“, verrät die 42-Jährige. Für Aufregung sorgte
allerdings der angekündigte Wechsel von TopTurnerin „Eli“ Seitz in die Trainingsgruppe nach
Stuttgart. „Ich lasse auf Elisabeth überhaupt
nichts kommen. Wir hatten acht Jahre ein super
Verhältnis und beide voneinander profitiert. Unsere Zusammenarbeit war sehr erfolgreich, aber
wenn der Erfolg plötzlich ausbleibt, muss man
sich fragen, woran es liegt; muss auch ich mich
fragen, ob und warum ich Elisabeth vielleicht
nicht mehr richtig motivieren kann. Manchmal
ist dann ein Trainerwechsel nicht das Schlechteste“, erklärte Claudia Rödinger-Schunk gegenüber dem Mannheimer Morgen.
Trotz des Wechsels in die Landeshauptstadt
möchte Seitz weiterhin für die TG Mannheim
starten. Die 21-Jährige wurde für ihre Leistungen der vergangenen zwei Jahre gerade mit
dem SportAward Rhein-Neckar ausgezeichnet.
Das Turn-Ass durfte die Trophäe bereits zum
zweiten Mal in Empfang nehmen. „Ich bin total
happy! Wir haben so viele tolle Sportlerinnen
in der Region, ich hätte nicht gedacht, dass ich
den Preis bekomme“, jubelt „Eli“. Nach einem
operierten Ermüdungsbruch am linken Knöchel
ist sie noch mit Krücken unterwegs. „Der SportAward soll wie der von 2010 mein Glücksbringer sein. Ich will durchstarten wie eine Rakete“,
kündigt sie an.
Ihrer langjährigen Trainerin dürfte trotz der
Veränderungen und der Wettkampfpause keinesfalls langweilig werden. „Wir waren alle
die ganze Zeit im Einsatz. Und jetzt geht es
beispielsweise darum, an den Programmen
zu arbeiten und Upgrades vorzunehmen.“ Die
Diplom-Sportlehrerin weiß genau, die Konkurrenz schläft nicht. Die Entwicklung geht weiter.
Gemeinsam mit ihrem ehemaligen Schützling
Elisabeth Seitz hat sie selbst ja auch ihren Teil
dazu beigetragen. Mit dem „Seitz“, einem völlig
neuen Element. „Das hatte damals sechs Monate gedauert, bis er wettkampffähig war“, erinnert sich die Trainerin an die spannende Zeit
vor drei Jahren und lobt ihre Vorzeige-Athletin.
„Elisabeth hat das neue Element relativ zügig
gelernt.“ Die Phase bis zum ersten Wettkampf
sei schon sehr spannend gewesen, „vorher hat
so etwas ja noch nie jemand geturnt. Die große Frage war, wie wird der ,Seitz’ eingestuft, in
welcher Kategorie?“, verweist Claudia Rödinger-Schunk – die Trainerin des Jahres 2012 in
Baden-Württemberg – auf den Code de Pointage, die offiziellen Wettkampfvorschriften des
Weltverbandes.
„Die Trainer-Förderung durch
das Team Rio empfinde ich
als große Wertschätzung.“
Claudia Rödinger-Schunk
Cheftrainerin des Turn-Leistungszentrums MA
Und die Chefin des Mannheimer Leistungszentrums macht keinen Hehl daraus, dass das
Team mehr erwartet hatte: „Wir waren ein bisschen enttäuscht darüber, dass der ,Seitz’ maximal eine E-Schwierigkeit ist.“ Doch es gehört
zur Stärke der Mannheimer Turn-Asse, nicht lange zu grübeln, sondern nach vorne zu blicken.
„Das neue Element hat für viel Anerkennung
und Aufmerksamkeit gesorgt. Es hat Elisabeth
noch weiter aus der Masse herausgehoben“,
freut sich Claudia Rödinger-Schunk.
Solche Aussagen sind typisch für die 42-Jährige. Ihre Schützlinge stehen im Mittelpunkt, für
ihre Turnerinnen reißt sie sich nicht nur ein Bein
aus. Für die zweifache Mutter ist die Doppelbelastung oft ein Kraft- und Balanceakt. „Insofern
bin ich gleich zweifach als Managerin gefragt.
In meiner Familie und im Beruf“, bestätigt sie,
ohne darüber großes Aufheben machen zu wollen. „Aber“, gibt die Trainerin zu, „manchmal ist
das nicht so leicht.“
Zum Beispiel bei größeren Abwesenheiten.
Bei einer WM oder den Olympischen Spielen sind
es gleich mehrere Wochen am Stück, die Claudia
Rödinger-Schunk unterwegs ist. „Mein Sohn ist
mittlerweile 17 Jahre alt und bedarf nicht mehr
so viel Managements, aber für meine elfjährige
Claudia RödingerSchunk wurde
2012 zur Trainerin
des Jahres in BadenWürttemberg gekürt.
Tochter sind vier Wochen, wie bei den Weltmeisterschaften in Asien, schon extrem.“ Ohne Verständnis seitens der Familie wäre die Aufgabe,
Kinder und Jugendliche an den Spitzensport
heranzuführen und dort möglichst zu etablieren,
nicht machbar: „Das ist kein 40-Stunden-Job.“
Doch der Diplom-Sportlehrerin, die von 1992
bis 2002 Trainerin beim Rheinhessischen Turnerbund war, ist anzumerken, dass sie einen solchen
Posten auch nicht haben wollte. „Meine Turnerinnen sind fast wie eine Familie. Auf der einen
Seite bin im Leistungszentrum die gute Mutti,
die viel managt, auf der anderen Seite gehört
es jedoch auch zu meinen Aufgaben, zu kritisieren, zu fordern und zu korrigieren“, sagt Claudia Rödinger-Schunk. „Die Kinder können das
aber trennen. Und natürlich bekommen sie von
mir Trost und werden in den Arm genommen,
wenn es mal nicht klappt.“ Sie verweist darauf,
dass ihre Schützlinge Turnen als Leistungssport
betreiben und klare Ansagen fordern, um sich
verbessern zu können. „Sie bewegen sich auf
einem hohen Niveau.“
Im Idealfall, wie bei Elisabeth Seitz 2012 in
London, führt die enge Zusammenarbeit dazu,
dass das Gespann Athletin-Trainerin bei Olympia
starten darf. In zwei Jahren warten die nächsten
Sommerspiele. Wie für London wird es auch für
Rio ein Team der Metropolregion geben. „Im
Turnen ist es zwar schwer, die Kriterien zu erfüllen“, weiß Claudia Rödinger-Schunk. Sie ist aber
dankbar, dass erstmals bei der Förderung für
das Team Rio der Metropolregion Rhein-Neckar
die Trainer ebenfalls unterstützt werden. „Das
empfinde ich als große Wertschätzung. Das ist
sehr gut. So wird das Ansehen der Trainer angehoben.“ Es sei noch gar nicht so lange her,
dass erstmals 2013 beim Weltcup auch an die
Coaches gedacht wurde: „Damals wurden 80
Prozent der Preisgelder an die Athleten ausgeschüttet, die Trainer bekamen 20 Prozent.“
Erfahrene Weihnachtsmänner sind sich einig:
Tolle Schlitten!
Hier eine kleine Auswahl aus über 600 Fahrzeugen:
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90 kW (122 PS), EZ 01/14,
10 Tkm, Polarsilber, Parktronic,
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B 180
90 kW (122 PS), EZ 01/14,
11 Tkm, Mountain Grau, Xenon,
Parktronic, Klima, u. v. m.,
0-22528310
ehem. Neupreis 31.457,65 €
Aktionspreis
22.900,00 €
C 180
115 kW (156 PS), EZ 03/14,
12 Tkm, Schwarz, Parktronic,
Klima, u. v. m.,
0-22528351
ehem. Neupreis 40.299,35 €
Aktionspreis
29.800,00 €
GLA 250
155 kW (210 PS), EZ 04/14,
10 Tkm, Mountain Grau, Xenon,
Parktronic, Automatik, Tempomat, u. v. m., 0-22528222
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2827-0;
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GmbH, Bartensteiner Stich 3, Telefon 0621 789508-0;
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Str. 16, Telefon 06202 9333-0; Speyer, Auto-Neubeck
GmbH, Wormser Landstr. 194, Telefon 06232 6422-0;
Wiesloch, Autohaus Lehr GmbH, In den Weinäckern 13,
Telefon 06222 933-0
OlympiaMagazin | Ausgabe 3/2014
Strukturen
Seite 5
Duale Karriere
Hockey-Stürmerin im Klassenzimmer
Mit 5 Jahren begann sie Hockey zu
spielen und mit 13 Jahren hatte sie
den Wunsch Lehrerin zu werden.
„Spitzensportler bringen die richtige
Einstellung mit und stehen für klare
Regeln, die die Kinder brauchen.“
Markus Ranzenberger
Schulleiter Neubergschule Dossenheim
Sie werden im Unterricht belebt und auf den
Gängen und im Schulhof gelebt. Ein Bild von
der Praxis vor Ort machte sich auch Dr. Jürgen
© Neubergschule Dossenheim
Geboren wurde Lydia Haase in eine HockeyFamilie: Die Eltern Dirk und Claudia aus Leipzig
waren beide Nationalspieler zu DDR-Zeiten und
Schwester Mandy wurde als Abwehrspielerin
Olympiasiegerin 2004 in Athen. Lydia selbst,
die aktuell 132 Länderspiele für Deutschland
absolviert hat und dabei 29 Tore erzielte, zählt
zu erfahrenen Kräften im Sturm der A-Nationalmannschaft. Ihr großes Ziel sind die Olympischen Spiele in Rio 2016.
Dann wäre Lydia Haase 29 Jahre alt und
vielleicht schon Lehrerin im Spitzensportland
Baden-Württemberg, am liebsten in der Heidelberger Umgebung. Die jungen Schüler in der
Grundschule in Dossenheim sind jedenfalls stolz
auf ihre besondere Referendarin und finden
es cool, wenn sie Deutsch, Religion oder Sport
unterrichtet. Begleitend zum Seminar für Didaktik und Lehrerbildung in Mannheim hält Lydia
Haase 13 Wochenstunden Unterricht für sie ab.
Sogar Hockeyschläger kommen an der Grundschule zum Einsatz – wenn Laura Bassemir, eine
Bundesliga-Mannschaftskollegin von Lydia im
Mannheimer Hockey Club und PH-Studentin,
die Hockey-AG anbietet. In der kleinen Schulturnhalle werden motorische Grundfertigkeiten
und das ABC von Hockey in spielerischer Form
an die Kinder vermittelt, und das mit original
Holzschlägern aus der Familie Haase. Vielleicht
tauchen bald die nächsten Hockeytalente von
der Bergstraße auf?
Bei unserem Besuch an der Neuberg-Schule
ertönt der Pausengong und es erklingt der
Radetzki-Marsch von Johann Strauss durch das
Schulhaus. Gelebte Schulkultur im musischsportlichen Leitbild, wie Schulleiter Markus Ranzenberger augenzwinkernd erklärt. Während
der Weltmeisterschaft im Sommer erklang die
Nationalhymne im klassischen Stil von Joseph
Haydn, aber auch der Ohrwurm „Because I´m
happy“ swingte schon zwischen Deutsch und
Religion für die Schüler und das Lehrerkollegium. Happy wirkt die fast immer fröhliche und
viel lachende Lydia Haase auch und die Schüler
auf dem Gang sind außergewöhnlich und wie
selbstverständlich höflich. Das aktuelle Monatsmotto laute „Höflichkeit“, erklärt die Konrektorin Doris Berg und lacht. Weitere Impulse sind
„Leise“, „Hilfe“ und „Sauberkeit“.
© Neubergschule Dossenheim
Lydia Haase absolviert ihr Referendariat an der Neubergschule
Dossenheim
Spanger, der Seminar-Leiter für die Referendare
in Mannheim. Er unterstützt die Spitzensportlerin bei ihren Ausfallzeiten durch die HockeyNationalmannschaft im Seminargeschehen nach
Kräften und kompensiert die Stundenausfälle
an der Schule mit Zusatzstunden, so dass der
Bildungsauftrag gewahrt bleibt und es zu keinen Defiziten kommt. „Spitzensportler bringen
die richtige Einstellung mit und stehen für klare
Regeln, die die Kinder brauchen“, ist Markus
Ranzenberger überzeugt und Dr. Spanger ergänzt: „Das ist eine Win-win-Stuation für alle
Beteiligten.“
Lydia Haase, die Hockey-Europameisterin
und „World League“-Siegerin 2013 , dankt es
mit Engagement und gutem Unterrichtseinsatz.
Mucksmäuschenstill war es im Klassenzimmer,
als Religionslehrerin Haase den Kindern aus der
Bibel über Moses vorlas und anschließend in den
Arbeitsgruppen die Aufgaben verteilte. Auch die
Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ist intensiv, berichtet Markus
Ranzenberger.
In guter Zusammenarbeit: Konrektorin Doris
Berg, Schulleiter Markus
Ranzenberger, Lydia Haase,
Seminarleiter Dr. Jürgen
Spanger und Christoph
Steinbach
Schüler und Lehrer durchlaufen das Heidelberger Kompetenztraining (HKT, in dem es
um Persönlichkeitsstärkung über Lernen und
Potenzialorientierung geht. So berät Prof. Wolfgang Knörzer die Studierenden in Unterrichtsbesuchen in Sachen HKT und Fachdidaktik.
Stärkenorientierung, Konzentrationsschulung
und Zielabschirmung sind die Bausteine – wie
im Spitzensport, so in der Schule, wie auch im
normalen Leben. Die Prinzipien von Erfolg oder
persönlicher Stimmigkeit wollen früh angelegt
werden. Und Lydia Haase, ausgebildete HKTInstruktorin, ist gefordert in der Umsetzung ihrer
55-Stunden-Woche mit Trainings-, Wettkampf-,
Lern- , Vorbereitungs- und Unterrichtsaktivitäten. Am Wochenende ruft die Hockeybundesliga
und fordert Tore von ihr: 25 Tore waren es bereits in der Hallenrunde.
Dies geht nur mit einer Willensstärke und
Disziplin, die Mentorin Holzer an Lydia Haase
zu schätzen weiß. Und aufgetankt für alles wird
in der Höhenlage von Wilhelmsfeld im Kreise
der Familie, die einen intensiven Zusammenhalt
pflegt. „Ohne meine Familie wäre ich niemals
so weit gekommen“, betont Lydia, die jüngst
auch Tante für Lorenz, den Sohn ihrer Schwester Mandy, wurde. Regeneration und Wohlfühlatmosphäre als Basis und Leistungsreserve für
die Ziele, wie Lydia betont – das sollten wir
uns merken.
OSP Metropolregion Rhein-Neckar
Wir sind durch den Wind.
Als Zukunftsversorger setzen wir auf die Windkraft an Land und investieren in diese erneuerbare Energie. Im letzten Jahr haben wir mit
unseren Windparks 202 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Das entspricht dem Energiebedarf von 60.000 Drei-Personen-Haushalten.
Mehr unter www.mvv-energie.de/nachhaltigkeit
Neue Energie? Aber sicher!
Seite 6
Welt des Sports
OlympiaMagazin | Ausgabe 3/2014
Nachruf
Prof. Hans Eberspächer
Am 7. Oktober 2014 ist mit Hans
Eberspächer einer der bedeutendsten Sportpsychologen
Deutschlands gestorben.
Hans Eberspächer gilt als der Pionier der
praktischen Sportpsychologie in Deutschland.
Er selbst hat mehrere Nationalmannschaften
sportpsychologisch betreut und war bei mehreren Olympischen Spielen akkreditiert.
Zudem hat er ganz wesentlich über Jahrzehnte dazu beigetragen, dass die wissenschaftlich fundierte, angewandte Sportpsychologie
von Vereinen, Verbänden und von der interessierten Öffentlichkeit als definitiver Bestandteil
des Leistungssports akzeptiert wurde und heute
wie selbstverständlich nachgefragt wird. Nicht
zuletzt die Initiierung der Zentralen Koordinati-
„Hans Eberspächer war der Pionier
der praxisorientierten deutschen
Sportpsychologie, der es wie nur
wenige verstand, wissenschaftliche
Erkenntnisse verständlich in die Praxis
umzusetzen. Ich persönlich habe als
Heim- und Bundestrainer sehr viel von
Hans gelernt und im Laufe meiner
Trainerlaufbahn begriffen, dass sich
Sieg und Niederlage fast immer im
Kopf entscheiden. Auf diese Situation
kann man Athleten vorbereiten,
insofern hatte Hans mittelbar und
unmittelbar an vielen Erfolgen meiner
Athletinnen und Athleten einen sehr
großen Anteil. Die Liste der von Hans
erfolgreich betreuten Sportlerinnen
und Sportler aus vielen Sportarten ist
schier unermesslich. Unschätzbar ist
sein großes Verdienst, dass er sein
immenses Wissen an seine Schüler
weitergegeben hat. Mit Hans-Dieter
Hermann und anderen Kollegen
wirken fortan jüngere und bereits sehr
erfolgreiche Sportpsychologen mit
dem von Hans vermittelten Rüstzeug.
Insofern wird Hans nicht nur unvergesslich, sondern weiterhin wirksam
bleiben.“
Rüdiger Harksen
DLV-Bundestrainer seit 1983
ginnen und Sportpsychologen haben von seiner
Arbeit und seinem Denken profitiert und profitieren über seinen Tod hinaus.
Hans Eberspächer wird fehlen – dennoch
überwiegt die Dankbarkeit und die Erinnerung
an diesen außergewöhnlichen Menschen. Seine
Gedanken, sein Humor, seine unnachahmliche
Art bleiben in der Erinnerung bestehen und man
ist voll Freude, ihn erlebt zu haben.
Jan Mayer
Hans-Dieter Hermann
„Ich habe mit Hans 2007/2008
zusammen gearbeitet. Die Stunden
mit ihm haben nicht nur Spaß
gemacht, waren eine neue Herausforderung, und auch aus sportlicher
Sicht sehr erfolgreich. Seine fachliche
Kompetenz als Sportpsychologe und
seine Persönlichkeit haben mich
beeindruckt. Ich mochte seine direkte
Art, hinter der man jedoch zu jedem
Zeitpunkt eine große Empathie
gespürt hat. Das habe ich bewundert
und ich versuche, diese Erfahrung
heute in meinen Gesprächen mit
Patienten mit einzubauen. “
© privat
Die Reaktionen der Menschen auf diese
Nachricht verdeutlichen, welche besondere, herausragende Persönlichkeit er war. So schreibt
eine ehemalige Studentin: „Ich habe Herrn Prof.
Eberspächer – aus Studierendensicht – als ganz
außergewöhnlichen Professor und Menschen
in Erinnerung. Derartige Faszination über einen
Themenbereich habe ich zu keinem anderen
Thema erlebt wie zur Sportpsychologie – und
das lag mit Sicherheit auch zu großen Teilen an
der Person, die die ungewöhnlichsten und packendsten aller Vorlesungen gehalten hat.“
Hans Eberspächer hat die Menschen angesprochen, fasziniert und damit auch die Sportpsychologie zu dem werden lassen, was sie
heute ist. Sportler, Trainer, Studierende, aber
auch Kollegen und sonstige Zuhörer konnte er
wie kein Zweiter für die Sportpsychologie begeistern. Ihm gelang es, komplexe Zusammenhänge so zu vermitteln, dass sie verstehbar und
handlungsweisend wurden. Er konnte mit dieser
Art und Weise Menschen für sein Fachgebiet
gewinnen und ihnen nachhaltige und auch lebensbegleitende Einsichten vermitteln. Ihm ist
es gelungen, die angewandte Sportpsychologie
in Deutschland als einen anerkannten Bestandteil in der Athleten- und Mannschaftsbetreuung
zu etablieren.
Hans Eberspächer wurde am 15. April 1943
in Stuttgart geboren. Er studierte in Köln, schloss
dort als Diplom-Sportlehrer an der Deutschen
Sporthochschule und als Diplom-Psychologe an
der Universität zu Köln ab. Er promovierte dort
1971 an der Mathematischen und Naturwissenschaftlichen Fakultät zum Dr. rer. nat. Es folgten
die Habilitation und ein Ruf als Professor an die
Universität Frankfurt. 1978 erhielt er einen Ruf
an die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg,
und war dort bis 2007 Professor für Sportpsychologie am Institut für Sport und Sportwissenschaft.
Die Schwerpunkte seines wissenschaftlichen
Interesses waren die Themenbereiche „Stress
und Beanspruchung“, „Belastung“ und „Regeneration“, „kognitives Fertigkeitstraining“ und
hierbei insbesondere das Mentale Training. Die
Anwendung des Mentalen Trainings auch außerhalb des Sports, in Bereichen, in denen unter
Druckbedingungen erfolgreich agiert werden
muss (z. B. Luftfahrt, Chirurgie etc.), ist insbesondere auf das Wirken von Hans Eberspächer
zurückzuführen. Seine wissenschaftliche Arbeit
schlug sich in unzähligen Publikationen nieder.
Besonders große Resonanz fanden dabei Werke,
die nicht nur für den wissenschaftlich interessierten Leser geschrieben wurden.
So zeichnen sich Bücher wie „Mentales
Training“ (Copress-Verlag), „Ressource Ich“
(Hanser-Verlag) oder „Gut sein, wenn’s drauf
ankommt“ (Hanser-Verlag) dadurch aus, dass
sie die sportpsychologischen Techniken und Inhalte einer breiten Lesergruppe zugänglich machen. Sein 1982 veröffentlichtes Standardwerk
„Sportpsychologie“ (Rowohlt-Verlag) wurde das
meistgelesene Buch des Fachgebiets.
Er war bis zuletzt aktiver Sportler. Früher Leistungssportler in der Leichtathletik, im Handball
und im Boxen. Ganz besonders begeistert war er
vom Motorradfahren, gerade in dieser Sportart
galt er als eine Ikone der Szene. Mit seinem letzten Buch „Motorradfahren – mental trainiert“
(Motorbuch-Verlag) hinterlässt er ein praxisorientiertes Standardwerk für die Motorsportler.
Hans Eberspächer war in maßgeblichen Gremien aktiv. Unter anderem von 1977 bis 1985
Gründungsmitglied und Mitglied des Vorstands
der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft e.V. (dvs) und von 1985 bis 1989 Mitglied
der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie in
Deutschland e.V. (asp)
on Sportpsychologie (ZKS) des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) im Jahre 2003 ist
ein wesentlicher Bestandteil der Etablierung der
Sportpsychologie als Institution und mit dem
Namen Hans Eberspächer verbunden. Nicht
nur Sportler und Trainer, auch zahlreiche in der
Praxis des Leistungssports aktive Sportpsycholo-
Petra Dallmann
Schwimmerin
Unzählige Athletinnen und Athleten
wurden von
Professor
Dr. Hans Eberspächer
15. April 1943 – 7. Oktober 2014
„Als ich im Herbst 2010 anfing, mit
Hans zu arbeiten, war es zunächst
‚eine Einheit die Woche Training für
den Kopf‘. Doch schnell kamen wir
immer wieder ins ‚Philosophieren‘ und
,Diskutieren‘. Hans versuchte mich
immer mehr zu fördern und zu
Aussagen zu reizen. Nach einigen
Gesprächen rauchte mir noch 3 bis 4
Stunden der Kopf! Wie gesagt, schnell
war klar, das ist nicht ‚nur‘ mentales
Training. Von Hans lernte ich fürs
Leben. Hans hat mir auch in Situationen abseits der Tartanbahn so viel
geholfen und einen großen Anteil
daran, dass ich jetzt so denke, wie ich
denke. Und dafür bin ich ihm sehr,
sehr dankbar und hoffe, dass ihn
unsere Gespräche in gleicher Weise
irgendwie ‚erquickt‘ haben.“
Carolin Dietrich
Hürdensprinterin
begleitet, geprägt, ermutigt,
ausgebildet und zu
olympischen Erfolgen geführt.
Seine Pionierarbeit für die
moderne Sportpsychologie
und die Laufbahnberatung
am Olympiastützpunkt,
eine sprühende Lebensfreude
auch in den Zeiten
schwerer Krankheit
und sein unermüdliches
Engagement für die
Menschen im Spitzensport
werden uns weiter begleiten
und machen ihn unvergesslich.
Im Namen aller Sportler,
Trainer und Betreuer
und mit tiefer Anteilnahme
für die Familie
Olympiastützpunkt
Metropolregion Rhein-Neckar
Präsidium, Geschäftsführung,
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
OlympiaMagazin | Ausgabe 3/2014
Sportarten
Seite 7
32 Medaillen: Der Nachwuchs strebt nach oben
Mit zwölf Gold-, neun Silber-,
sowie elf Bronzemedaillen
zeigten die Athleten des
Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar in diesem
Jahr bei Welt- und Europameisterschaften ihr ganzes Können.
Die Bilanz der Athleten, die
intensiv am OSP MRN betreut
werden, ist auch im Hinblick
auf die kommenden Olympischen
Spiele in Rio und Tokio sehr
erfreulich.
Bereits im letzten Jahr zeichnete sich ab, dass
die Stützpunkte gerade im Nachwuchsbereich
hervorragende Arbeit leisten. Mit insgesamt 19
Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften,
davon neun Titel, wurde diese Tendenz nochmals deutlich unterstrichen. Athletinnen wie
die Hockeyspielerin Cecile Pieper und die Kanutin Sabrina Hering erkämpften sowohl in ihrer
Nachwuchsklasse als auch bei den Aktiven internationale Meriten. Im letzten Jahr noch U20Europameisterin, gelang Weitspringerin Malaika
Mihambo als Mitglied des Leichtathletik-Europameisterteams und mit dem 4. Platz bei der Europameisterschaft in Zürich in beeindruckender
Weise der Sprung zu den Aktiven. Die Olympioniken von London 2012 Almir Velagic (Gewichtheben), Philipp Heintz und Clemens Rapp (beide
Schwimmen) sowie die Paralympics-Teilnehmer
Hanne Brenner (Dressurreiten) und Marc Schuh
(Rollstuhlsprint) ließen mit internationalen Titeln
und Medaillen auch in diesem Jahr keinen Zweifel daran, dass sie sich mit aller Kraft und Konzentration auf die Olympischen Spiele in Rio de
Janeiro ausrichten.
Allen Sommersport-Athleten wünschen wir
eine gute Vorbereitung auf die vorolympische
Saison und unseren Wintersportlern viel Erfolg
bei den bevorstehenden Wettkämpfen.
OSP Metropolregion Rhein-Neckar
Veranstaltung
Weltmeisterschaft
Weltmeisterschaft
Weltmeisterschaft
Weltmeisterschaft
Weltmeisterschaft
Weltmeisterschaft
Weltmeisterschaft
Weltmeisterschaft
Weltmeisterschaft
Weltmeisterschaft
Weltmeisterschaft
U23-Weltmeisterschaft
U23-Weltmeisterschaft
U20-Weltmeisterschaft
Junioren-Weltmeisterschaft
Junioren-Weltmeisterschaft
Junioren-Weltmeisterschaft
Junioren-Weltmeisterschaft
Junioren-Weltmeisterschaft
Junioren-Weltmeisterschaft
Olympic Youth Games
Olympic Youth Games
Olympic Youth Games
Olympic Youth Games
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft
Europameisterschaft (Halle)
Europameisterschaft (Halle)
Europameisterschaft (Halle)
Team-Europameisterschaft
Team-Europameisterschaft
Team-Europameisterschaft
Team-Europameisterschaft
Team-Europameisterschaft
U23-Europameisterschaft
U23-Europameisterschaft
U23-Europameisterschaft
U23-Europameisterschaft
U23-Europameisterschaft
U23-Europameisterschaft
U23-Europameisterschaft
U23-Europameisterschaft
U23-Europameisterschaft
Junioren-Europameisterschaft
Junioren-Europameisterschaft
Junioren-Europameisterschaft
Junioren-Europameisterschaft
Junioren-Europameisterschaft
Junioren-Europameisterschaft
Junioren-Europameisterschaft
Junioren-Europameisterschaft
Junioren-Europameisterschaft
Junioren-Europameisterschaft
Junioren-Europameisterschaft
Junioren-Europameisterschaft
Junioren-Europameisterschaft
Junioren-Europameisterschaft
Junioren-Europameisterschaft
Platzierung
1. Platz Einzel
2. Platz Kür
3. Platz Mannschaft
4. Platz K4 500 m
5. Platz 4 x 200 m Staffel
5. Platz 4 x 200 m Staffel
6. Platz K2 500 m
7. Platz
8. Platz
8. Platz
9. Platz K1 200 m
1. Platz K2 500 m
4. Platz K4 1.000 m
3. Platz 4 x 400 m Staffel
1. Platz Achter
1. Platz K2 1.000 m
1. Platz K2 1.000 m
3. Platz K1 200 m
5. Platz K4 500 m
8. Platz K2 500 m
4. Platz Einzel
5. Platz Einzel
6. Platz Mixed Team
6. Platz Mixed Team
1. Platz 4 x 200 m Freistil
2. Platz 200 m Lagen
2. Platz 400 m
3. Platz
3. Platz 100 m
3. Platz 200 m
3. Platz 800 m
3. Platz K2 1.000 m
4. Platz K4 500 m
4. Platz Stabhochsprung
4. Platz Team
4. Platz Weitsprung
5. Platz
5. Platz
5. Platz 400 m Freistil
5. Platz Diskus
6. Platz
7. Platz
7. Platz 800 m Freistil
7. Platz C1 200 m
7. Platz K1 200 m
8. Platz
8. Platz
9. Platz K1 5.000 m
10. Platz
10. Platz 1.500 m Freistil
10. Platz 100 m Sprint
1. Platz
2. Platz
2. Platz
1. Platz
1. Platz
1. Platz
1. Platz
1. Platz
1. Platz K2 1.000 m
1. Platz K2 500 m
1. Platz K4 1.000 m
1. Platz Reißen
2. Platz Stoßen
2. Platz Zweikampf
3. Platz Reißen
4. Platz Stoßen
4. Platz Zweikampf
1. Platz K1 500 m
1. Platz K2 1.000 m
1. Platz K2 1.000 m
2. Platz
2. Platz
2. Platz
2. Platz
2. Platz K1 200 m
3. Platz Barren
3. Platz K4 500 m
4. Platz K4 1.000 m
4. Platz K4 1.000 m
5. Platz K1 1.000 m
5. Platz Mehrkampf
9. Platz K1 200 m
Vorname
Hanne
Hanne
Hanne
Verena
Sabrina
Sabine
Sabrina
Almir
Lydia
Anissa
Sabine
Sabrina
Felix
Hannah
Juliane
Max
Marc
Max
Kimberley
Kimberley
Olivia
Jonas
Olivia
Jonas
Clemens
Philipp
Marc
Almir
Marc
Marc
Marc
Sabrina
Verena
Elisaveta
Cagla
Malaika
Tasheena
Azize
Clemens
Shanice
Sabine
Jürgen
Sarah
Cathrin
Sabine
Natalie
Alexej
Verena
Robby
Sarah
Verena
Patrick
Cécile
Lydia
Shanice
Andreas
Yasmin
Malaika
Verena
Sabrina
Sabrina
Felix
Max
Max
Max
Sabine
Sabine
Sabine
Max
Max
Marc
Nils
Nike
Cécile
Anne
Max
Maike
Kimberley
Marc
Fabio
Fabio
Maike
Kimberley
Name
Brenner
Brenner
Brenner
Hantl
Hering
Volz
Hering
Velagic
Haase
Korth
Volz
Hering
Landes
Mergenthaler
Faralisch
Lemke
Poth
Lemke
Schenk
Schenk
Cowan
Liebich
Cowan
Liebich
Rapp
Heintz
Schuh
Velagic
Schuh
Schuh
Schuh
Hering
Hantl
Ryzih
Akyol
Mihambo
Bugar
Ninami
Rapp
Craft
Kusterer
Spieß
Köhler
Dürr
Volz
Weinzierl
Prochorow
Hantl
Behm
Köhler
Sailer
Hablawetz
Pieper
Haase
Craft
Hofmann
Kwadwo
Mihambo
Sailer
Hering
Hering
Landes
Lang
Lang
Lang
Kusterer
Kusterer
Kusterer
Lemke
Lemke
Poth
Grünewald
Lorenz
Pieper
Winter
Lemke
Enderle
Schenk
Poth
Zetzmann
Zetzmann
Enderle
Schenk
Sportart
Para-Dressur
Para-Dressur
Para-Dressur
Kanu
Kanu
Kanu
Kanu
Gewichtheben
Hockey
Hockey
Kanu
Kanu
Kanu
Leichtathletik
Rudern
Kanu
Kanu
Kanu
Kanu
Kanu
Golf
Golf
Golf
Golf
Schwimmen
Schwimmen
Rollstuhlsprint
Gewichtheben
Rollstuhlsprint
Rollstuhlsprint
Rollstuhlsprint
Kanu
Kanu
Leichtathletik
Turnen
Leichtathletik
Boxen
Boxen
Schwimmen
Leichtathletik
Gewichtheben
Gewichtheben
Schwimmen
Kanu
Kanu
Eislauf
Gewichtheben
Kanu
Gewichtheben
Schwimmen
Leichtathletik
Hockey
Hockey
Hockey
Leichtathletik
Leichtathletik
Leichtathletik
Leichtathletik
Leichtathletik
Kanu
Kanu
Kanu
Gewichtheben
Gewichtheben
Gewichtheben
Gewichtheben
Gewichtheben
Gewichtheben
Kanu
Kanu
Kanu
Hockey
Hockey
Hockey
Hockey
Kanu
Turnen
Kanu
Kanu
Kanu
Kanu
Turnen
Kanu
Ort
Caen/Frankreich
Caen/Frankreich
Caen/Frankreich
Moskau/Russland
Moskau/Russland
Moskau/Russland
Moskau/Russland
Almaty/Kasachstan
Den Haag/Niederlanden
Den Haag/Niederlanden
Moskau/Russland
Szeged/Ungarn
Szeged/Ungarn
Eugene/USA
Hamburg
Szeged/Ungarn
Szeged/Ungarn
Szeged/Ungarn
Szeged/Ungarn
Szeged/Ungarn
Nanjing/China
Nanjing/China
Nanjing/China
Nanjing/China
Berlin
Berlin
Swansea/Großbritannien
Tel-Aviv/Israel
Swansea/Großbritannien
Swansea/Großbritannien
Swansea/Großbritannien
Brandenburg
Brandenburg
Zürich/Schweiz
Sofia/Bulgarien
Zürich/Schweiz
Bukarest /Rumänien
Bukarest /Rumänien
Berlin
Zürich/Schweiz
Tel-Aviv/Israel
Tel-Aviv/Israel
Berlin
Brandenburg
Brandenburg
Budapest/Ungarn
Tel-Aviv/Israel
Brandenburg
Tel-Aviv/Israel
Berlin
Zürich/Schweiz
Prag/Tschechien
Prag/Tschechien
Prag/Tschechien
Braunschweig
Braunschweig
Braunschweig
Braunschweig
Braunschweig
Mantes-en-Yvelines/FRA
Mantes-en-Yvelines/FRA
Mantes-en-Yvelines/FRA
Limassol/Zypern
Limassol/Zypern
Limassol/Zypern
Limassol/Zypern
Limassol/Zypern
Limassol/Zypern
Mantes-en-Yvelines/FRA
Mantes-en-Yvelines/FRA
Mantes-en-Yvelines/FRA
Waterloo/Belgien
Waterloo/Belgien
Waterloo/Belgien
Waterloo/Belgien
Mantes-en-Yvelines/FRA
Sofia/Bulgarien
Mantes-en-Yvelines/FRA
Mantes-en-Yvelines/FRA
Mantes-en-Yvelines/FRA
Mantes-en-Yvelines/FRA
Sofia/Bulgarien
Mantes-en-Yvelines/FRA
Seite 8
Nachrichten
OlympiaMagazin | Ausgabe 3/2014
© Uni Mannheim
Klaus Greinert (li.)
feierte mit „seinen“
Studenten, der UniBeauftragten für das
Sportstipendium Sarah
Seidl und OSP-Laufbahnberater Christoph Steinbach (re.) die Aufnahme
ins Mannheimer Sportstipendium.
15 neue Sportstipendiaten an der
Universität Mannheim
Bei einer Stipendienfeier mit
Mäzen Greinert wurden die neuen
Stipendiaten in das bundesweit
einmalige Programm aufgenommen. Insgesamt werden an der
Universität Mannheim 52 Spitzensportler gefördert.
Seit dem Herbstsemester 2009 werden an
der Universität Mannheim Spitzensportlerinnen und Spitzensportler mit dem Mannheimer
Sportstipendium unterstützt. Im aktuellen Wintersemester wurden 15 neue Stipendiatinnen
und Stipendiaten in das Programm aufgenommen. Bei einer Stipendienfeier im Mannheimer
Hockeyclub wurden sie feierlich in den Kreis
der an der Universität Mannheim geförderten
Spitzensportler aufgenommen. Insgesamt werden nun 52 Studentinnen und Studenten mit
einem Sportstipendium gefördert. Ermöglicht
wird das Programm durch die finanzielle Unterstützung des Unternehmers Klaus Greinert und
seiner Familie. „Dank des außerordentlichen
Engagements der Familie Greinert, die erst in
der vergangenen Woche weitere 200.000 Euro
spendete, konnte die Universität Mannheim
ein in Deutschland einzigartiges Programm für
Spitzensportler auflegen. Wir sind sehr froh und
dankbar über diese für unsere Studierenden so
bedeutende Unterstützung“, erklärt der Rektor der Universität, Prof. Dr. Ernst-Ludwig von
Thadden.
Unter den 15 neuen Stipendiaten ist der
aktuelle deutsche Juniorenmeister im Fechten,
Georg Doerr, die deutsche A-Juniorenmeisterin
im Handball, Liska Hoffmeister, und der Deutsche U19-Meister im Eishockey, Dorian Saeftel.
Weiterhin werden Spitzensportler aus den Bereichen Hockey, Fußball, Rudern und Ringen, Judo,
Partner Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar
Zuwendungsgeber
Schwerpunktsportarten
Sportpartner
Kooperationspartner
und
Partnerbetriebe
des Spitzensports
Wirtschaftspartner
Partner Team Rio der Metropolregion Rhein-Neckar
Premium-Partner
Drachenboot, Wasserball, Straßenrad, Leichtathletik und Rock´n´Roll gefördert.
Ziel des Sportstipendiums ist es, die Nachteile auszugleichen, die jungen Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern aus der Doppelbelastung von Studium und Hochleistungssport
entstehen. Neben einer materiellen Förderung
umfasst das Stipendium daher auch eine intensive persönliche Betreuung durch eine eigens
dafür geschaffene Koordinierungsstelle. Diese
unterstützt bei der Koordination von Studium
und Spitzensport, so dass beispielweise Wettkampf- und Trainingstermine nicht mit Pflichtveranstaltungen und Prüfungen kollidieren.
„Aus meiner eigenen aktiven Zeit als Spitzensportler weiß ich, wie wichtig es ist, für die Zeit
nach dem Sport vorzusorgen. Mit dem Stipendium soll jungen Talenten, die nicht nur im Sport
ehrgeizig sind und große Ziele erreichen, die
Chance eröffnet werden, gleichzeitig ihre berufliche Zukunft zu sichern“, begründet Klaus
Greinert sein Engagement.
Das Mannheimer Sportstipendium richtet
sich an aktive Spitzensportlerinnen und Spitzensportler aller Sportarten. Als aktive Spitzensportler gelten alle Personen, die zum Zeitpunkt
der Bewerbung einem A-, B- oder D/C-Kader
in einer Sportart angehören. Bewerbungen für
das Mannheimer Sportstipendium mit Studienbeginn im Herbst 2015 sind wieder ab 15. Mai
2015 möglich.
Weitere Informationen:
www.uni-mannheim.de/sportstipendium
Uni Mannheim
Impressum
OlympiaMagazin
Die Zeitung der Fördergesellschaft des
Olympiastützpunkt Rhein-Neckar e. V.
Ausgabe 3/2014
Herausgeber:
Fördergesellschaft Olympiastützpunkt Rhein-Neckar
V. i. S. d. P. Daniel Strigel
Im Neuenheimer Feld 710
69120 Heidelberg
Telefon: 06221 4766-0
Telefax: 06221 4766-40
Mail: [email protected]
Web: www.osp-mrn.de
Präsidium Olympiastützpunkt (OSP):
Prof. M. Hölz, F. Mantek, W. Lachenauer,
H.-P. Immel, L. Quast, H. Nickel,
G. Lohre, G. Bartmann
Präsidium Fördergesellschaft (FÖG):
H.-P. Immel, Thomas Beck, Dr. P. Schlör,
G. Bartmann, P. Dallmann, F. Mantek
Redaktion: D. Strigel, C. Steinbach, C. Sonn-Welz
Autoren: OSP Metropolregion Rhein-Neckar,
A. Siegert, T. Beck, D. Strigel, M. Amrein, J. Kotulla,
C. Steinbach, Uni Mannheim
Lektorat: U. M. Hauber
Anzeigen: H.-P. Immel, C. Steinbach, D. Strigel,
C. Sonn-Welz
Druck: abcdruck GmbH
Layout: S2 Creativagentur Caren Sonn-Welz
Auflage: 3.000 Stück
Erscheinungsdatum: 10.12.2014
Irren ist menschlich. Für inhaltliche und drucktechnische Fehler können wir keine Gewähr übernehmen.
„Zu sein, was wir sind, und zu werden,
wozu wir fähig sind zu werden,
das ist das einzige Ziel im Leben.“
Robert Louis Stevenson
(1850–1894) schottischer Schriftsteller