Hockey reif für Olympia - Olympiastützpunkt Rhein

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Hockey reif für Olympia - Olympiastützpunkt Rhein
OlympiaMagazin
www.osp-rhein-neckar.de
Ausgabe 1/2012
Hockey reif für Olympia
DHB führt zentrale London-Vorbereitung am Bundesstützpunkt Mannheim durch – professionelle Strukturen auch beim Nachwuchs
© as sportfoto
Die gute Infrastruktur
ist ein Garant für den
Mannheimer Erfolg als
Hockey-Hochburg.
Die neue und weltweit einzigartige
Traglufthalle ist dabei
ein wichtiger Baustein.
Vor zehn Jahren beschrieb HockeyLandestrainer Marc Haller die
Situation in Mannheim noch als
„fatal, denn die Jugendarbeit
sowohl beim MHC als auch beim
TSV war nicht besonders gut.“
Doch heute ist er des Lobes voll:
„Es gab eine hundertprozentige
Wende. In beiden Vereinen wird
sehr professionell gearbeitet.
In dieser Ausgabe:
Welt des Sports
London 2012: Sicherheit geht vor 2
Gegen Rechtsextremismus im Sport 4
Olympische Jugendspiele in Innsbruck 4
Athleten
Matthias Witthaus 3
Strukturen
i-Pad-Studiengang FH 5
Sportstipendium der Universität Mannheim 5
Overspeedanlage Mannheim 6
Sportarten
Olympiaqualifikation im Gewichtheben 6
Partner
Box-Workout mit Sven Ottke 7
Nachrichten
Kurznachrichten 8
Impressum 8
Beim MHC, bei dem auch das Landesleistungszentrum und ein Bundesstützpunkt angesiedelt
sind, mit einem finanzkräftigen Sponsor im Hintergrund, beim TSV durch verstärktes ehrenamtliches Engagement.“ Die Zahlen sprechen für
sich. Außer den Olympioniken Matthias Witthaus, Florian Woesch, Mandy und Lydia Haase
(alle MHC) und Fanny Rinne (TSV) werden am
Olympiastützpunkt Rhein-Neckar weitere sechs
B- und 10 C-Kadermitglieder betreut. Dazu kommen nochmals 11 Talente im D/C-Kader, die
punktuell die Leistungen des OSP in Anspruch
nehmen können. 18 der insgesamt 31 OSP-Athleten spielen für den MHC, acht für den TSV, drei
für den Dürkheimer HC, die beiden anderen für
die TG Frankenthal und den RW Köln.
Insbesondere die Bundeskaderathleten nehmen entsprechend den Anforderungen von DHBBundesdiagnosetrainer Stefan Mücke die trainingswissenschaftlichen Serviceleistungen des
OSP in Anspruch. Dank der Kooperation mit den
OSP-Partnerschulen können 25 Talente auch
vormittags trainieren. „Die ständige Zusammenarbeit mit dem OSP ist eine ganz wichtige Basis,
um unseren Nachwuchs weiterzuentwickeln“,
sagt Thorsten Althoff vom MHC. „Wir rufen alle
Serviceleistungen ab. Aber noch ist das Ende der
Fahnenstange nicht erreicht“, sieht er vor allem
Verbesserungsmöglichkeiten für die vielen Studenten unter den Hockeysportlern. „Die Verschulung des Bachelor-Studiums macht uns
schwer zu schaffen, denn die Freiräume für Wettkämpfe und Trainingslager sind enger geworden.“ Darin ist er sich übrigens mit seinem TSV-
Kollegen Uli Weise absolut einig. „Für den
Leistungssport wäre es auch sehr zuträglich,
wenn es an den Gymnasien kein G8 geben
würde“, ergänzt er.
Absolut leistungssportfördernd ist auf jeden
Fall die gute Infrastruktur. Beide Vereine haben
jeweils zwei Kunstrasenplätze und eine eigene
Halle. Eine Neuheit im weltweiten Hockeysport
ist die Traglufthalle beim MHC (101,4 x 63 x 15
Meter), die mit einem Schlag den Bundesstützpunkt auch national in den Blickpunkt rückte.
Denn weil sie bereits im Winter Feldtraining auf
Kunstrasen ermöglicht, hat sich der Deutsche
Hockey-Bund entschlossen, einen Großteil der
Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in
Mannheim stattfinden zu lassen. Erbaut wurde
sie mit finanziellen Mitteln des Bundes, des Landes und des MHC, genutzt wird sie aber auch
von den Nationalteams der U 18 und der U 21,
selbstverständlich auch vom MHC selbst. „Die
Traglufthalle ist eine sehr bedeutende Verbesserung der Trainingsstättensituation. Dass in der
Metropolregion Rhein-Neckar die zentrale Olympia-Vorbereitung des DHB stattfindet, bedeutet
zwar merklich Mehrarbeit für die Mitarbeiter des
OSP, aber wir alle freuen uns sehr darauf!“, freut
sich OSP-Leiter Daniel Strigel über den weithin
sichtbaren Zuwachs am Neckarkanal.
Sibylle Dornseiff
Daten und Fakten
Der OSP Rhein-Neckar betreut aktuell
31 A-, B-, C- und D/C-Kader-Athleten aus
den Hockeyclubs Mannheimer HC (18),
TSV Mannheim (8), Dürkheimer HC (3),
TG Frankenthal (1) und RW Köln (1).
OSP-Athleten sind in allen Nationalteams
(männlich und weiblich) vertreten: U 16,
U 18, U 21, Damen und Herren. Die U 18
(m) wird von TSV-Coach Uli Weise trainiert.
Beim MHC sind ein Bundesstützpunkt und
das Landesleistungszentrum angesiedelt.
Der MHC spielt mit Männern und Frauen
in der 1. Bundesliga, 2010 wurden die
Männer Deutscher Meister, 2011 Europacup-Sieger. Die 360 Kinder und Jugendlichen spielen in allen Altersklassen, die
A- und B-Jugend sammelte seit 2005 in
der Halle und auf dem Feld acht DM-Titel
und fünf Vizemeisterschaften.
Die TSV-Damen sind erstklassig, waren
in der Halle 2011 Europapokalsieger und
Deutscher Meister, 2004 und 2002 Vizemeister. Die Herren spielen in der zweiten
Bundesliga, in den 13 Nachwuchsmannschaften von den Minis (Jg. 2005 und
jünger) bis zur A-Jugend greifen rund
250 Jugendliche zum Schläger.
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OlympiaMagazin | Ausgabe 1/ 2012
Welt des Sports
London 2012
Sicherheit – ein hohes Gut
bei den Olympischen Spielen
Die höchsten Sicherheitskosten der Geschichte
Schon bei den Olympischen Spielen der Antike war
die Sicherheit der Athleten ein Thema. Den Überlieferungen zufolge wurden vor Beginn der Spiele
Boten ausgesandt, die das Datum der Spiele und
den „heiligen Frieden“ für den Zeitraum der Wettkämpfe verkündeten. Diese Art Waffenruhe garantierte den Athleten aus allen verfeindeten griechischen Stadtstaaten eine sichere Teilnahme.
Ganz so einfach ist die Sicherung der Olympischen Spiele in der Neuzeit leider nicht mehr. Der
Gedanke, dass sich Sportler aus allen Ländern der
Welt friedlich treffen, um sich im Wettkampf zu
messen, wird weiterhin vorbildlich gelebt. Das
Attentat auf die israelische Mannschaft bei den
Spielen 1972 in München, mit elf getöteten Sportlern, stellte bisher die traurigste Ausnahme dar,
wie auch der Bomben-Anschlag 1996 in Atlanta,
dem eine Touristin zum Opfer fiel. Natürlich hatten
die Anschläge des 11. September 2001 auch Einfluss auf die Sicherheitsvorkehrungen für Olympische Spiele. Lagen die Kosten für Schutzmaßnahmen 1996 bei 108 Millionen US-Dollar, was zu
dieser Zeit eine gigantische Größenordnung war,
explodierte die Summe für die Spiele in Athen
regelrecht. Auf 1,2 Milliarden Euro sollen sich die
Sicherheitskosten laut griechischer Botschaft in
Berlin belaufen haben.
Die Olympischen Spiele in London werden
diese Kosten noch einmal übertreffen. Der Sportinformationsdienst berichtet über Sicherheitskosten in Höhe von 1,3 Milliarden Euro. Circa 23.000
Das Organisationskomitee um Sebastian
Coe sieht die Londoner
Polizei gut gerüstet
für sichere Spiele.
Sicherheitskräfte werden während der Spiele für
das Wohl der knapp 17.000 Athleten und Offiziellen aus 205 Nationen sowie der zu erwartenden
10 Millionen Zuschauern sorgen.
Die reinen Sicherheitsvorkehrungen wecken
militärische Assoziationen: Kriegsschiffe, Eurofighter-Jets, Boden-Luft-Raketen – bei diesen
Schlagwörtern denkt man zunächst nicht an die
olympischen Ringe. Das Militär in Großbritannien
spricht bei diesen Maßnahmen von einem
„Abschreckungscharakter“ und beruft sich hierbei auf Erfahrungen aus Athen 2004.
Doch wenngleich 13.000 Soldaten für den
Schutz der Bevölkerung sorgen werden, möchte
der Organisationschef der Olympischen Spiele
Sebastian Coe nicht, dass London 2012 zu einem
„Sperrgebiet“ wird. Er sieht das Organisationskomitee (LOCOG) „gut in Form, was die Sicherheit
angeht.“ Und dies, obwohl im Vorfeld durchaus
Tiefschläge hingenommen werden mussten. Bei
einem Test gelang es getarnten Polizisten, eine
Bombenattrappe auf das Olympiagelände einzuschleusen, im Januar 2012 verlor ein Polizist
Dokumente zu den Sicherheitsbestimmungen der
Spiele in einem Zug.
„Die Briten setzen alles daran,
Athleten, Betreuer und Gäste
bestmöglich zu schützen.“
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Daniel Strigel
OSP-Leiter
„Einen hundertprozentigen Schutz kann es bei
solchen Großevents naturgemäß nicht geben.
Trotzdem setzen die Briten offensichtlich alles
daran, Athleten, Betreuer und Gäste bestmöglich
zu schützen“, so die Einschätzung von Olympiastützpunktleiter Daniel Strigel. Er selbst war zwei
Mal als Fechter bei Olympischen Spielen dabei
(Sydney 2000 & Athen 2004) und hat sich jeweils
sehr behütet gefühlt. Manchmal sogar ein bisschen zu sehr, denn das Sicherheitspersonal ist
nicht nur auf die Abwehr von Anschlägen eingeschworen, sondern auch auf die Einhaltung aller
Regeln der Olympischen Charta durch Athleten
und Betreuer. So dürfen natürlich weder Alkohol
noch Zigaretten ins Olympische Dorf gelangen.
Der Verzicht auf ein Gläschen Sekt anlässlich der
gerade gewonnenen Medaille fällt aber nicht
immer leicht. „Ziemlich erfinderisch“ würden die
Olympioniken dabei werden, Sicherheitslücken
aufzutun.
Auch wenn man sich, was die Sicherheitsvorkehrungen angeht, die antiken olympischen Zei-
© picture alliance
Die Olympischen Spielen in London
sollen friedliche Spiele werden.
Dafür muss Großbritannien einigen
Aufwand betreiben. Eine zusätzliche Aufgabe der Neuzeit? Nein.
ten zurückwünscht, gilt dies nicht ohne Weiteres
für den Ablauf der Wettkämpfe selbst. Im antiken
Olympiastadion standen auf einen Fehlstart Peitschenhiebe statt Disqualifikation, alle Leicht- und
Schwerathleten kämpften gänzlich nackt, die Läufer liefen barfuss – und Frauen waren sowohl als
Starter wie auch als Zuschauer ausgeschlossen.
Eine der antiken Grundideen verkörpern die
Spiele aber auch in modernisierter Form. Bei allen
Herausforderungen, die die Kommerzialisierung
mit sich brachte, bleiben die Olympischen Spiele
doch ein Vorbild für völkerübergreifendes, antirassistisches und friedliches Miteinander.
OSP Rhein-Neckar
OlympiaMagazin | Ausgabe 1/ 2012
Der amtierende Hockey-Olympiasieger Matthias Witthaus ist auf
dem Weg, Deutschlands Rekordnationalspieler zu werden. Es
fehlen ihm lediglich sechs Spiele
im Nationaldress, dann hat er
den Rekord von Philipp Crone mit
349 Länderspielen eingestellt.
Einen Rekord hält der 29-jährige
Stürmer schon eine ganze Weile:
Als jüngster deutscher Hockeynationalspieler bestritt Matthias
1999 im Alter von 16 Jahren sein
erstes Länderspiel in der A-Nationalmannschaft. Im gleichen Jahr
wurde er prompt Europameister.
Über zwölf Jahre sind seither
vergangen, dazwischen liegen
unzählige internationale Meisterschaftstriumphe. Mit einer
Gesamtbilanz von 220 Toren für
Deutschland schießt „Witti“ im
Schnitt in jedem zweiten Länderspiel ein Tor.
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Gold im Visier:
Matthias Witthaus
Der Hockey-Olympiasieger im Gespräch mit dem OlympiaMagazin
bahn für die Zeit danach vorsorgen sollten.
Es ist sicher nicht unmöglich, beispielsweise ein Fernstudium zu absolvieren.Aber
da müsste auch das Umfeld stärker Einfluss
nehmen. Ich bin jedenfalls froh, dass ich
während meiner sportlichen Laufbahn studieren konnte und (hoffentlich) einen
anständigen Beruf finde.
OSP: Wie
OSP: Am Feudenheimer Neckarplatt wurde im
Januar eine neue Hockeyhalle, die weltweit größte
„Traglufthalle“ eingeweiht. Der blaue Feldbelag in
der Halle ist der Gleiche, wie ihr ihn in London vorfinden werdet. Die Nationalmannschaft bestreitet
darauf einige vorbereitende Trainingslager. Bringt
dies einen Vorteil gegenüber anderen Nationen?
MW: Die neue Traglufthalle ist sensationell! Es ist sehr beeindruckend, in der Halle
zu trainieren. Allerdings liegen in London
auch schon blaue Plätze. Von daher spielen
die anderen Nationen vorher auch schon
auf blauem Untergrund.
OSP: Wenn man Sportler auf Olympia anspricht,
bekommen die meisten glänzende Augen. Was
machen die Spiele für dich aus?
MW: Olympia genießt bei uns Hockeyspielern einfach einen ganz besonderen
Stellenwert. Hätte ich in meiner Karriere
nicht olympisches Gold gewonnen – es
würde mir wahrscheinlich immer etwas
fehlen. Gott sei Dank habe ich schon die
Goldmedaille abgehakt!
OSP: Gerade bist du mit der Nationalmannschaft Europameister in der Halle geworden. Ist
dieser Erfolg ein erster Richtungsweiser für Olympia?
MW: Man kann Hallenhockey nicht mit
Feldhockey vergleichen. Trotzdem war das
ein super Turnier, das viel Spaß gemacht
hat. Mich persönlich hat der Erfolg sehr
gepuscht.
OSP: Was ist dein/euer Ziel für London?
MW: Gold!
OSP: In der Presse konnte man lesen, dass du
über ein Karriere-Ende nach London nachdenkst.
Was könnte dich noch umstimmen?
MW: Halt! Karriere-Ende ist das falsche
Wort. Beim MHC spiele ich sicher noch weiter. International werden die Olympischen
Spiele ganz sicher mein letztes Turnier. Da
gibt es nichts, was mich umstimmen
könnte. Ich finde aber auch, dass es nach 13
Jahren in der Nationalmannschaft mein
gutes Recht ist.
OSP: Danke, Matthias, für das Gespräch!
OSP Rhein-Neckar
© Alexander Grüber
und mit wie vielen Jahren bist du zum
Hockeyspielen gekommen?
MW: Ich bin mit 6 Jahren durch meinen
Vater zum Hockeyspielen gekommen, der
früher selbst gespielt hat.
OSP: Hattest du schon von Beginn an eine
große Karriere im Visier?
MW: Naja, eher nicht. Ich habe nebenbei
noch Fußball und Tennis gespielt. Hockey
hat mir am meisten Spaß gemacht und deswegen habe ich mich dann später auch
dafür entschieden, nur noch Hockey zu
spielen.Von einer großen Karriere habe ich
erst später angefangen zu träumen.
OSP: Aus welchen Gründen bist du 2011 von
Barcelona nach Mannheim gewechselt?
MW: Für meine Freundin und mich stand
damals fest, dass wir wieder nach Deutschland zurückkehren wollen. Ich hatte einige
Angebote aus Deutschland, aber das
Gesamtpaket, das der MHC für uns
geschnürt hatte, war perfekt. Trainingsbedingungen und die medizinische Versorgung sind beim MHC einmalig. Dazu kommt
die Unterstützung vom OSP, gerade durch
das Team London. Ich kann wirklich
behaupten, dass es eine sehr gute Entscheidung war, zum MHC zu wechseln. Ich fühle
mich hier bestens aufgehoben.
OSP: Du bist mehrfacher Welt- und Europameister, zudem Olympiasieger. Im Biathlon
bekommen wir gerade mit, wie die weltbeste Athletin, Magdalena Neuner, scheinbar keine Ziele
mehr findet und mit 25 Jahren aufhört. Wie hast
du dich immer wieder neu motiviert?
MW: Ich kann Magdalena Neuner sehr gut
verstehen. Man opfert unheimlich viel für
den Leistungssport und für den Erfolg.
Irgendwann hat man schon das Bedürfnis,
ein „normales“ Leben zu führen und an den
Wochenenden mal frei zu haben. Ich persönlich denke aber, dass man nach der Karriere noch unheimlich viel Zeit hat, die alltäglichen Dinge nachzuholen. Im Beruf
wird man sicher nie die Anerkennung und
den Erfolg haben wie im Sport. Das sollte
man ruhig ein wenig auskosten.
OSP: Als Hockeyspieler muss man dual engagiert sein, Sport und Beruf in Einklang bringen. Du
hast gerade dein Diplom in Sportwissenschaften
gemacht. Fußballspieler können früh viel Geld verdienen, verlieren dies aber auch häufig wieder
nach ihrer Karriere. Welche Vorteile siehst du im
Amateursport? Was müsste bei der Dualen Karriere noch verbessert werden?
MW: Es stimmt, dass viele Profisportler
einige Jahre nach ihrer Karriere ihr Geld
verprasst haben. Ich denke, dass gerade
auch Fußball-Profis während ihrer Lauf-
Athleten
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Welt des Sports
OlympiaMagazin | Ausgabe 1/ 2012
Fouls von Rechtsaußen
Namhafte Sportler und
Sportlerinnen wie die
Hochspringerin Ariane
Friedrich oder Basketballer Pascal Roller
engagieren sich im Kampf
gegen Rechtsextremismus.
Initiative von Sport und Politik für Toleranz, Respekt und Menschenwürde
Fouls von Rechtsaußen grenzen
Menschen aus, beleidigen und
verletzen sie – seelisch ebenso wie
körperlich. Und doch gibt es in
unserer Gesellschaft diese Fouls
von Rechtsaußen, gibt es Diskriminierungen und Attacken auf Menschen, nur weil sie anderer Herkunft sind, anders glauben,
aussehen oder anders leben.
Auch der Sport als Freizeitbeschäftigung Nr. 1,
insbesondere der organisierte Sport mit seinen
91.000 Vereinen, ist davon betroffen. Rechtsextreme gründen nicht nur eigene Vereine oder
organisieren Turniere und Sportfreizeiten, sie
werden auch ehrenamtlich in Sportvereinen tätig
und trainieren dort Kinder und Jugendliche.
Um hiergegen erfolgreich vorzugehen, ist
ein gemeinsames, vernetztes Handeln nötig, bei
dem es sowohl darum geht, vorbeugend tätig
zu werden, als auch, bei Problemen sofort zu
reagieren.
Sport und Politik haben deshalb im Januar
2011 die gemeinsame Initiative „Foul von Rechts-
Die Kampagne
Das Handlungskonzept, nähere Informationen zur Kampagne und die Spots und
Plakate, die begleitend zur Initiative gemacht wurden, finden Sie unter:
www.vereint-gegenrechtsextremismus.de
außen – Sport und Politik verein(t) für Toleranz,
Respekt und Menschenwürde“ gestartet. Sie
richtet sich vor allem an Sportvereine, denn dort
ist rund die Hälfte aller 16- bis 25-Jährigen aktiv. Das macht die Vereine für Rechtsextremisten
interessant. Es gibt aber auch den Sportvereinen
die große Chance, etwas gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung in unserer Gesellschaft
zu tun. Sie können in ihrem öffentlichen Auftritt
und in ihren Satzungen deutlich machen, dass
sie keinerlei Diskriminierung und Ausgrenzung
dulden. Durch engagierte Vereinsarbeit können
sie Kindern und Jugendlichen vorleben und vermitteln, wie wichtig Respekt, Toleranz, Anerkennung und die Achtung der Menschenwürde sind.
Die Initiative will die Sportvereine hierzu ermutigen, informieren und dazu beitragen, dass
es flächendeckend Ansprechpartner und Unterstützungsangebote gibt, die dann auch genutzt
werden. Um dies zu fördern und zu koordinieren, wurde ein Beratungsnetzwerk gegründet.
Dessen Arbeit liegt ein Handlungskonzept mit
Empfehlungen zugrunde, die nun umgesetzt
werden sollen.
BMI
Gelungene Premiere der olympischen
Jugend-Winterspiele in Innsbruck
OSP-Athletin Selina Dietzer mittendrin
Genau wie bei den Olympischen Spielen sollen
die Jugendspiele nun alle zwei Jahre im Wechsel zwischen Winter- und Sommerspielen stattfinden. Das Internationale Olympische Komitee
(IOC) und das Organisationskomitee der Olympischen Jugend-Winterspiele in Innsbruck zogen
nach dem ersten winterlichen Großereignis eine
positive Bilanz. Insgesamt kämpften 1.059 Athleten aus 70 Nationen im Alter zwischen 14 und
18 Jahren um die Medaillen. Der olympischen
Wertevermittlung von Freundschaft, Respekt
und Höchstleistungen kamen die Veranstalter,
neben den 63 Medaillenentscheidungen in sieben Sportarten, mit einem kulturellen und pädagogischen Programm nach.
„Ich habe noch niemals so
viele Kleidungsstücke auf
einmal bekommen.“
Selina Dietzer
über Einkleidung für Innsbruck
Aus dem Sportinternat Heidelberg am
Olympiastützpunkt Rhein-Neckar war Selina
Dietzer vor Ort. Die deutsche Judomeisterin,
WM-Neunte und „Eliteschülerin des Sports
2011“ durfte auf Einladung des DOSB und des
Deutschen Sparkassen- und Giroverbands mit
weiteren zwölf Eliteschülern nach Innsbruck
reisen. Um Teil des deutschen Teams zu werden, stand für die Nachwuchstalente als erstes
eine Einkleidung auf dem Programm. „Ich habe
noch niemals so viele Kleidungsstücke auf einmal
bekommen“, berichtete die 16-Jährige zurück in
Heidelberg. Perfekt ausgestattet besuchten die
Sommersportler unter anderem Entscheidungen im Biathlon und Eishockey. Begleitet von
Kanu-Olympiasieger Andreas Dittmer, hatten die
Eliteschüler nicht nur die Gelegenheit, hervorragenden Wintersport zu sehen, sondern konnten
auch von einem richtigen Olympioniken Erlebnisse aus seiner Sportlerlaufbahn erfahren.
Dass die Idee der Olympischen Jugendspiele
aufgeht, zeigt das Resümee von Selina Dietzer.
Obwohl sie nur ein Wochenende als „IntensivZuschauer“ teilnehmen konnte, sprang auch bei
ihr der olympische Funke über: „Natürlich ist der
Wunsch jetzt noch größer, selbst einmal bei so
einem besonderen Ereignis als Sportler teilzunehmen.“
OSP Rhein-Neckar
Will nach ihren tollen
Erlebnissen jetzt erst
recht zu den Olympischen
Spielen: OSP-Judoka
und aktuelle deutsche
U20-Meisterin Selina
Dietzer.
© Roc Kosir
Nach den Olympischen Jugendsommerspielen im August 2010 in
Singapur reihte sich nun zwei Jahre
später Innsbruck in den Zyklus der
Jugendspiele ein.
OlympiaMagazin | Ausgabe 1/ 2012
Strukturen
Sportstipendium der
Universität Mannheim
Ein einzigartiges Projekt für Spitzensportler bundesweit
Das Mannheimer Sportstipendium
fördert derzeit 31 studierende
Leistungssportler, von denen die
meisten auch als Bundeskader am
OSP Rhein-Neckar betreut werden.
Diese deutschlandweit einzigartige Förderungseinrichtung wird
durch die Unternehmer-Familie
Greinert ermöglicht.
Sparkasse
Heidelberg
www.sparkasse-heidelberg.de
Diese spendete bereits 200.000 Euro für das Programm Mannheimer Sportstipendium. Herr Greinert kennt die Anforderungen an Spitzensportler
aus eigener Erfahrung. In den 60er Jahren war
er selbst aktiver Spitzensportler und zweimaliger
Olympia-Teilnehmer im Hockey. „Sportstipendien sind in Deutschland noch eine Seltenheit.
Wir sind der Familie Greinert sehr dankbar, dass
sie es uns ermöglicht, das Stipendiensystem der
Universität Mannheim mit diesem Programm zu
vervollständigen und als eine von wenigen deutschen Universitäten damit Athletinnen und Athleten eine akademische und zugleich sportliche
Perspektive bieten zu können“, so Universitätsrektor Professor Dr. Arndt.
Zwölf neue Studien- bzw. Stipendienplätze
stehen jährlich zur Verfügung. Die Universität
Mannheim hat erkannt, dass Spitzensportler
schon während der Schulzeit eine Doppelbelastung durch den Spitzensport zu meistern haben.
Daher wird deren Eignung durch ein gesondertes
Verfahren unabhängig von der Abiturnote geprüft. Beste sportliche Rahmenbedingungen am
Studienstandort erhalten die Athleten durch den
umfangreichen Service am Olympiastützpunkt
Rhein-Neckar. So konnte die Zusammenarbeit
dieser beiden Einrichtungen mit Laufbahnberater
Christoph Steinbach intensiviert und die Betreuung der Sportler weiter optimiert werden.
Stipendiaten können auf einen großen Pool
von Förderungsleistungen zurückgreifen. Die
Stipendiaten erhalten 100 Euro monatlich und
ihnen stehen Tutoren und Mentoren zur Seite, die
sie bei den Prüfungsvorbereitungen und bei allen
Fragen zum Studium unterstützen.
© Uni Mannheim
Für ein starkes Olympiateam.
Unsere Sportförderung.
Gut für die Region.
Seite 5
Jonas Frenzel (Leichtathletik) und Stifter
Klaus Greinert
Zudem ermöglicht Sarah Seidl auf der eigens
dafür geschaffenen Koordinierungsstelle den
Stipendiaten, Wettkampf- und Trainingstermine
mittels Sonderstudienplänen zu koordinieren.
Durch ein Studium „à la Carte“ kann somit der
Doppelbelastung Rechnung getragen werden.
Von einem „Studium light“ nach amerikanischem Vorbild kann allerdings nicht die Rede
sein – die Duale Karriere wird in Mannheim auf
hohem Niveau praktiziert.
OSP Rhein-Neckar
Facts
Das Mannheimer Sportstipendium
richtet sich an aktive Spitzensportler
(A-, B-, C-, D/C-Kader) aller Sportarten. Bewerbungsschluss für das
kommende Semester ist der 15. Juli
2012.
Studium und Spitzensport
dank Mobile Learning
Der „Mobile MBA“ der SRH FernHochschule Riedlingen ermöglicht flexibles Studieren für Spitzensportler, die häufig unterwegs sind
Carolin Nytra, die am Olympiastützpunkt (OSP)
Rhein-Neckar trainiert, hat für sich einen Weg
gefunden, beides miteinander zu verbinden: Sie
hat sich für das Konzept des „Mobile MBA“ an
der SRH FernHochschule Riedlingen entschieden.
Im Herbst, nach den Olympischen Spielen, wird
sie das Studium aufnehmen.
Die 27-jährige Hürdenspezialistin ist vom iPadStudiengang an der Riedlinger Fernhochschule
angetan: „Die innovative Konzeption hat mich
überzeugt“, sagt sie. Das mobile LearningKonzept, das im Master-Studiengang „Business
Administration“ (MBA) konsequent umgesetzt
wurde, ist zugeschnitten auf Menschen, die stän-
dig unterwegs sind. Der Studiengang nutzt die
multimedialen Potentiale und die Möglichkeiten
des Internets konsequent. Alle Studieninhalte
sind flexibel auf dem iPad hinterlegt. Dadurch
können die Studierenden lernen, wo sie wollen und wann sie wollen. In den Studientexten
sind Podcasts und Videos integriert, auf denen
die Professoren die Zusammenhänge erläutern.
Auch die Studienbriefe auf dem iPad sind auf
mobiles Lernen zugeschnitten und lesefreundlich dargestellt. Ergänzt werden die Unterlagen
durch Online-Vorlesungen im hochschuleigenen
e-Campus, die direktes Nachfragen erlauben und
auch den Kontakt zu Kommilitonen ermöglichen.
Echte Präsenzveranstaltungen am Ende des Semesters runden das Konzept ab.
Die SRH FernHochschule Riedlingen unterstützt
das Engagement der Spitzensportlerin mit einem
Stipendium. „Wir wollen dazu beitragen, dass
Spitzensport und akademischer Abschluss vereinbar sind. Das Konzept des „Mobile MBA“ ist
dafür hervorragend geeignet“, sagt die Rektorin
der SRH FernHochschule Riedlingen, Prof. Dr. Julia Sander. Für Christoph Steinbach, Laufbahnberater am OSP Rhein-Neckar, ist die Kooperation
der Riedlinger Hochschule ein weiterer Baustein
in der guten Zusammenarbeit des OSP mit dem
Heidelberger Bildungs- und Gesundheitsunternehmen SRH: „Es ist großartig, wenn Topathleten durch Stipendien unterstützt werden und
sich so parallel zum Spitzensport ein berufliches
Standbein aufbauen können.“
OSP Rhein-Neckar
Freut sich auf
ihr Studium an
der SRH FernHochschule
Riedlingen:
Hürdenass
Carolin Nytra
© SRH Riedlingen
Spitzensport und Studium – wie
geht das zusammen? Erfolgreiche
Sportler sind für Trainingslager
und Wettkämpfe auf Achse. Das
lässt sich nur schwer mit einem
Hochschulstudium vereinbaren.
Strukturen
Sportarten
OlympiaMagazin | Ausgabe 1/ 2012
Weltneuheit
Sprintmaschine
Am Olympiastützpunkt RheinNeckar sorgt ein weltweit einzigartiges Trainingsgerät für Aufsehen.
Einen offiziellen Namen hat das „Gerät zur Laufoptimierung“, die „Sprintmaschine“ oder die
„Valerij-Schiene“ – nach seinem Erfinder, dem
Bundes- und MTG-Trainer Valerij Bauer – allerdings noch nicht. Der Coach von Europameisterin
Verena Sailer hatte die Idee, auf gelenkschonende
Weise Sprintasse auf ein Übertempo zu bringen
und gleichzeitig das Training der Lauftechnik zu
ermöglichen. Dank der Zusammenarbeit mit der
Lehrwerkstatt der MVV ist die „Sprintmaschine“
wahr geworden. Sie besteht aus einer Metallschiene, die auf 125 Metern Länge an der Decke
des Laufschlauchs in der OSP-Leichtathletikhalle
im Mannheimer Pfeifferswörth angebracht ist.
Mittels eines motorgetriebenen Schlittens, eines
daran befestigten Gurts und einer elektronisch
gesteuerten Anlage erreichen Sportler vorgegebene Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 14 m/s.
Der Gurt sorgt für eine Gewichtsentlastung von
bis zu 20 kg. „Wir können den Schwerpunkt auf
die Startphase oder den fliegenden Lauf setzen“, erläutert Bauer den Einsatz der bereits als
Patent angemeldeten Erfindung.
Dass der OSP über eine Weltneuheit verfügt,
macht die Verantwortlichen stolz. „Es ist ein
Wunder, dass das Ganze funktioniert hat“, sagt
OSP-Leiter Daniel Strigel, „vor allem, weil hochtechnisierte Ideen selten zu realisieren sind. Das
Jürgen Spieß Europameister ++ Julia Rohde Europameisterin U23 ++ Almir Velagic Vize-Europameister ++ Matthias Steiner Olympiasieger und Weltmeister
Weltklasse für Deutschland!
ist nur der MVV zu verdanken.“ Den Stein ins
Rollen brachte Valerij Bauer, als er vor über zwei
Jahren Gertrud Frohburg, der Vorsitzenden des
MTG-Fördervereins, die Innovation erläuterte.
Seine Skizzen brachten Frohburg zum MVV-Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Farrenkopf, der sie
an die Lehrwerkstatt weitergab, wo angehende
Industriemechaniker und Elektroniker mit ihren
Lehrern und Bauer so lange feilten, bis auch
höchste Sicherheitsstandards erreicht waren.
Blieb noch die Finanzierung. An den reinen Baukosten von 29.000 Euro beteiligten
sich die Voith GmbH, die Stadt Mannheim, die
Heinrich-Vetter-Stiftung, der BLV, der DLV und
Nike. „Weitere 10.000 Euro haben die öffentlichen Zuwendungsgeber über den OSP-Haushalt
beigesteuert“, ergänzt Strigel. „Wir haben auch
die finanztechnische Abwicklung übernommen.
Wichtig für den OSP als die einzige sportartübergreifende Institution des Leistungssports in der
Region ist, dass das Trainingsgerät bei Bedarf
auch Athletinnen und Athleten anderer Sportarten zur Verfügung steht.“ Inzwischen hat zudem
OSP-Trainingswissenschaftler Dr. Joachim Jost
eine wissenschaftlich fundierte Praxisstudie in
Angriff genommen, um die Wirkungen des Trainings an der „Bauer-Schiene“ zu analysieren.
Sibylle Dornseiff
© as sportfoto
Sprinteuropameisterin Verena Sailer
und ihre Sprint–
kolleginnen nutzen
die „Valerij-Schiene“
intensiv bei der
Vorbereitung auf die
Olympischen Spiele.
© BVDG
Seite 6
Fotos: IronMind®
© Randall J. Strossen
und
geisselbrecht.biz
Olympiaflair im
OSP Rhein-Neckar
Finale Olympiaqualifikation 2012 im Gewichtheben am 9. Juni im OSP
Die Operation „Working on a
Dream – London 2012 – Wir schaffen das!“ geht in ihre Schlussphase.
Nach einer spannenden Olympiaqualifikationsphase 2011 bei den Männern, bedingt durch den
Ausfall von Leistungsträgern wie Matthias Steiner oder Jürgen Spieß, gelang dem BVDG dank
hervorragender Teamleistung am Ende die Sensation: Die deutschen Gewichtheber sicherten
sich drei Olympiastartplätze bei den Männern
und zwei bei den Frauen.
Während die Entscheidung über die Besetzung des Olympiateams der Frauen direkt nach
den Europameisterschaften im April fällt, sieht
der Nominierungsmodus bei den Männern noch
einen weiteren Wettkampf im Juni vor. Dem WMErfolg 2011 ist es zu verdanken, dass im Januar
die Entscheidung getroffen wurde, diesen Qualifikationswettkampf erneut in Heidelberg durchzuführen. Zum einen, weil die Metropolregion
Rhein-Neckar Heimat der meisten BVDG-Protagonisten ist, und zum anderen, weil der BVDG
mit dem OSP Rhein-Neckar, seiner Fördergesellschaft, dem Team London der MRN Rhein-Neckar
und der Stadt Heidelberg ideale Partner und perfekte Voraussetzungen hat.
Die stärksten deutschen Gewichtheber kämpfen am 9. Juni in Heidelberg um die Tickets für
Olympia in London. Das bedeutet, dass an
diesem Tag Spitzenleistungen, Spannung und
Dramatik zu erwarten sind, was einen echten
Vorgeschmack auf London gibt. Neben den TopAthleten aus Deutschland, allen voran der Olympiasieger Matthias Steiner, Europameister 2009
Jürgen Spieß und Vize-Europameister 2009 Almir
Velagic, werden auch alle anderen Gewichtheber
der Nationalmannschaft die Möglichkeit nutzen,
sich für London zu qualifizieren. Darüber hinaus bestreiten weitere Olympiakandidaten aus
Frankreich und Spanien ihren finalen vorolympischen Wettkampf in Heidelberg und hoffen auf
den Turniersieg.
Im Anschluss an den Wettkampf dürfen sich
alle Teilnehmer auf ein „Get together“ freuen,
begleitet vom ersten EM-Vorrunden-Spiel der
deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen
Portugal.
Lassen Sie sich diese außergewöhnliche Veranstaltung am 09.06.2012 ab 16:00 Uhr nicht
entgehen! Der OSP und der BVDG informieren
Sie über Aktuelles (Eintrittskarten etc.) auf www.
osp-rhein-neckar.de oder www.bvdg-online.de.
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OlympiaMagazin | Ausgabe 1/ 2012
Partner
Seite 7
© Jansi
Fit durch den Winter:
Fünf Monate lang
trainieren die Kursteilnehmer beim BoxWorkout unter professioneller Anleitung
Boxtechnik, leichtes
Sparring und Konditionstraining.
CRM – Customer Relationship
Management mal sportlicher ...
DASSINAG LANLG-EBIONT.
LE A
Initiative von Mercedes-Benz kommt auch OSP und Athleten zugute
Informieren Si
Seit 2 Jahren kommen Kunden
und Freunde der Mercedes-Benz
Niederlassung Mannheim-Heidelberg-Landau in einen ganz besonderen Sportgenuss.
„Im Vordergrund meines Workouts
stehen Spaß und Vergnügen. Wir
haben zusammen eine gute Zeit
und arbeiten spielerisch, aber
konzentriert an unserer Fitness.“
Sven Ottke
Der Sponsoring-Vertrag mit Sven Ottke wird
von der Mercedes-Benz-Niederlassung getragen.
Aber auch der Leistungssport liegt der MercedesBenz-Niederlassung am Herzen. Die anfallende
Hallenmiete fließt an den Olympiastützpunkt
Rhein-Neckar und mindert dort den Bedarf an
öffentlichen Geldern.
Durch den Einblick der Kursteilnehmer in die
Welt des olympischen Sports haben sich aber
auch schon direkte Spenden zur Unterstützung
der am OSP trainierenden Sportler ergeben.
Denn wer mit den Athletinnen und Athleten ins
Gespräch kommt, erfährt schnell, dass neben
dem Leistungssport noch Schule, Uni oder Ausbildung absolviert werden und die Anschaffung
Box-Weltmeister
Sven Ottke gibt
individuelle Boxund Fitnesstipps.
© Jansi
Der Olympiastützpunkt Rhein-Neckar stellt die
Trainingshalle der deutschen Amateur-Boxelite,
außerhalb der Trainingszeiten, zur Verfügung –
für ein Fitness- und Boxtraining unter Aufsicht
und Leitung eines 21-fachen Profi-Weltmeisters
im Mittelgewicht. Es trainieren bis zu 30 Personen in wöchentlich stattfindenden Kursen
im Bundesleistungsstützpunkt des Boxsportes.
Dort lernen sie vom ungeschlagenen 21-fachen
Weltmeister Sven Ottke, wie ein ordentliches
Box-Workout funktioniert. Schlagkräftige Unterstützung erhält der Weltmeister von Leander
Green, Kundendienstleiter bei Mercedes-Benz in
Heidelberg und Inhaber einer B-Trainer-Lizenz im
Boxen.
So können in diesem 5-monatigen Kurs (November bis März) unter höchst professioneller
Anleitung Boxtechnik, leichtes Sparring sowie
Pratzentraining zu ansehnlichen Ergebnissen und
guter Fitness führen.
e sich bei uns!
von Sportgeräten oder der Besuch von ÜberseeWettkämpfen schon mal an den Kosten scheitert.
So wird die Unterstützung der Kader-Athleten
am Olympiastützpunkt allen Beteiligten immer
wichtiger. Während das Projekt im ersten Jahr
nicht mehr als eine Idee, ein Test war, sind die
Anfragen zu einer Kursteilnahme besonders in
diesem zweiten Jahr stark gestiegen. Daher hat
sich das Management von Mercedes-Benz entschlossen, auch für ein weiteres Jahr mit Sven
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Box und Fitnesstraining mit einer Boxsportlegende, dazu eine authentische Atmosphäre in
den Trainingshallen des Boxsportstützpunktes,
die Chance, fit zu bleiben und gleichzeitig den
Olympiastützpunkt zu unterstützen. Kein Wunder, dass auch in diesem Jahr alle Plätze belegt
sind!
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Kraftstoffverbrauch (kombiniert) 5,2 bis
4,2 l/100 km, CO2-Emission (kombiniert)
115 bis 97 g/km. Die Angaben beziehen
sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und
sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen.
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Angebot der Mercedes-Benz Leasing
GmbH. Die Vertragspartner der Zusatzangebote entnehmen Sie bitte den Fußnoten
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Nachrichten
OlympiaMagazin | Ausgabe 1/ 2012
© Markus Mörgenthaler
Seite 8
sucht weiterhin ehrenamtlich engagierte Mentoren und freut sich daher sehr auf die neuen
gemeinsamen Plakate, auf denen die OlympiaAthletin Carolin Nytra mit Jungen und Mädchen
des Mentoring-Programms zu sehen ist.
BBBS
„Dagmar hilft mir in der Schule. Immer wenn ich
etwas nicht weiß, kann ich sie anrufen. Sie ist
wie eine große Schwester“, sagt Havana aus
Mannheim. Das 15-jährige Mädchen ist eine der
ersten Teilnehmerinnen am Mentoring-Programm Big Brothers Big Sisters. Gemeinsam mit
der Software-Expertin Dagmar bildet sie seit
fast fünf Jahren ein Tandem. Anfang 2007 startete Big Brothers Big Sisters Deutschland mit
Hilfe der Benckiser Stiftung für Jugendförderung
zunächst in der Rhein-Neckar-Region. Den 5.
Geburtstag feierte die gemeinnützige Organisation, die mit dem Olympiastützpunkt RheinNeckar kooperiert, mit weit über 500 Gästen am
4. Februar 2012 im Mannheimer Stadthaus.
Baden-Württembergs Kultusministerin Gabriele
Warminski-Leitheußer freute sich bei der Begrüßung, wie stark das Mentoring-Programm in
den vergangenen Jahren gewachsen ist – 2011
nahmen knapp 800 Kinder teil. Prof. Dieter Frey
von der Ludwig-Maximilians-Universität München hielt einen Vortrag über die Chancen von
Mentoring für Kinder, in dem er die Werte Fairness, Vertrauen und Wertschätzung betonte:
„Der Mentor steht für Toleranz und ein humanistisches Menschenbild.“ Big Brothers Big Sisters
© OSP Rhein-Neckar
Big Brothers Big Sisters
feierte 5. Geburtstag
Neues Laufband für den
OSP-Kraftraum
Der auf Weltniveau ausgestattete Konditionsraum des Olympiastützpunktes kann mit einem
weiteren hochwertigen Trainingsgerät bestückt
werden! Der Schatzmeister der Fördergesellschaft des Olympiastützpunktes, Dr. Peter Schlör,
unterstützt den OSP zusätzlich zu seinem ehrenamtlichen Engagement durch eine Spende für
die Anschaffung eines weiteren Laufbandes.
Auch der eine oder andere Olympiakandidat
wird sein Warm-up vor dem Krafttraining oder
eine Ausdauereinheit künftig auf diesem Laufband absolvieren. Der OSP sagt „Danke“.
Laufbahnberatung/Umfeldmanagement „goes online“
Um der Informationsfülle rund um den Servicebereich Laufbahnberatung gerecht zu werden,
stehen ab sofort auf der OSP-Homepage
www.osp-rhein-neckar.de unter dem Button „Leistungsangebot“ im Service Laufbahnberatung aktuelle Karrieretipps und Informationen über zum Beispiel Arbeitsmarktszenarien,
Hochschullandschaft der Metropolregion/Partnerhochschulen des Spitzensports, beliebteste
Studiengänge, Mega-Trends und Informationen
zu Bewerbungen zur Verfügung. Dieser Downloadbereich wird in Zukunft weiter aufgebaut
und vom Team der OSP-Laufbahnberatung um
Christoph Steinbach mit Siegfried Köhler, Christoph Hoffmann und Olaf Gottschalk gepflegt.
OSP Rhein-Neckar
Freestylerin Laura Grasemann
erfolgreich
Die alpine Freestylerin Laura Grasemann, über
die wir im OlympiaMagazin 2/2011 berichteten,
konnte beim heimischen Europacup-Rennen am
Sudelfeld gleich zweimal die gesamte Konkurrenz hinter sich lassen. Herzlichen Glückwunsch.
OSP Rhein-Neckar
Impressum
OlympiaMagazin
Die Zeitung des Olympiastützpunktes
Rhein-Neckar e.V.
Ausgabe 1/ 2012
Herausgeber:
Fördergesellschaft Olympiastützpunkt Rhein-Neckar
V. i. S. d. P. Daniel Strigel
Im Neuenheimer Feld 710
69120 Heidelberg
Telefon: 06221 4766-0
Telefax: 06221 4766-40
Mail: [email protected]
Web: http://www.osp-rhein-neckar.de
Präsidium Olympiastützpunkt:
Prof. M. Hölz, W. Lachenauer, F. Mantek,
Dr. E. Würzner, H.-P. Immel, H. Ranze, H. Nickel,
B. Ahsbahs
Präsidium Fördergesellschaft:
H.-P. Immel, Thomas Beck, Dr. P. Schlör,
G. Bartmann, Dr. M. Gomer, P. Dallmann
Redaktion: D. Strigel, C. Steinbach, C. Sonn-Welz
Autoren: OSP Rhein-Neckar, M. Amrein, Sibylle
Dornseiff, BMI, BVDG, Jansi, BBBS
Lektorat: U. M. Hauber
Anzeigen: H.-P. Immel, C. Steinbach, D. Strigel,
C. Sonn-Welz
Druck: abcdruck GmbH
Layout: S2 Creativagentur Caren Sonn-Welz
Auflage: 3.000 Stück
Erscheinungsdatum: 05.04.2012
Irren ist menschlich. Für inhaltliche und drucktechnische Fehler können wir keine Gewähr übernehmen.
OSP Rhein-Neckar
„Man muss lernen, einen
Wettkampf zu genießen.“
Katarina Witt
Eiskunstlauf-Olympiasiegerin
Partner des Olympiastützpunkt Rhein-Neckar
Zuwendungsgeber
Wirtschaftspartner
Sportpartner
Kooperationspartner
Partnerbetriebe
des Spitzensports
Schwerpunktsportarten
Partner des Team London der Metropolregion Rhein-Neckar
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