turismo religioso 05:turismo rural 2005

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turismo religioso 05:turismo rural 2005
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Religiöser Tourismus
Segovia
Segovia
[3]
Rundgang 1
[4]
Rundgang 2
[11]
Rundgang 3
[12]
Rundgang 4
[18]
Ausflüge ins Umland
[21]
Der Nordosten der Provinz
[22]
Ayllón
Maderuelo
Santuario de Hornuez
Ermita de San Frutos
Sepúlveda
Durch die Campiña Segoviana
[26]
Santa María la Real de Nieva
Martín Muñoz de las Posadas
Rapariegos
Coca
Durch die Tierra de Pinares
[29]
Cuéllar
Santuario de El Henar
Carbonero el Mayor
Fuentepelayo
Im Südem der Provinz Segovia
[32]
La Granja de San Ildefonso
El Espinar
Villacastín
Durch die Valle del Pirón
[34]
Caballar
Sotosalbos
Karte
[36]
Semana Santa
[38]
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Religioser Tourismus
Panorámica de Segovia
[
[San Juan de la Cruz
Die Provinz Segovia bietet dem Reisenden eine große
Vielfalt an touristischen Möglichkeiten. Auf einer
Fläche von 6949km2 vereint sie Baudenkmäler,
archäologische Fundstätten, Sportanlagen, Landleben,
Einrichtungen und Infrastruktur für Kongresse und
Seminare, Kulturveranstaltungen, Geschichte im weitesten Sinne, Gastronomie und nicht zu vergessen, die
Religionsthematik, die heutzutage immer größeres
Interesse weckt. Mit dieser Broschüre möchten wir
dem Besucher einige „religiöse Rundreisen“ durch
Hauptstadt und gleichnamige Provinz vorschlagen
Estatua de San Juan de la Cruz del
escultor José M.ª García Moro
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Acue
[ RUNDGANG 2
Hornacina con imagen de la
Virgen en la Plaza del Azoguejo
[
Kapitelle besticht.
Unser Ausgangspunkt für die Rundgänge
innerhalb der Stadt ist der Aquädukt, in
dessen Mittelstück über dem Azoguejo zwei
Nischen zu sehen sind. In der nach Westen
Ein großes Atrium
schließt die Kirche ab. In diesem Teilstück
befinden sich ebenfalls schöne Kapitelle
sowie einige Grabsteinplatten.
gerichteten steht eine Statuette der Heiligen
Im Inneren ist der dem Künstler Gregorio
Jungfrau, während die nach Osten gelege-
Fernández zugeschriebene Cristo Yacente
ne bis vor einigen Jahren einer stark ange-
hervorzuheben, und ein kleines Museum
griffenen Statue des Heiligen Sebastian
stellt ein wunderschönes vom flämischen
Schutz bot.
Maler
Vom Azoguejoplatz aus gehen wir die so
Adrian
Isenbrant
Triptychon aus. Zu seinen Schätzen gehö-
genannte Calle Real (die ausgeschilderten
Namen sind Calle de Cervantes, Calle de
Juan Bravo, Plaza del Corpus und Calle de
Isabel la Católica) entlang bis zu einem großen aus mehreren Ebenen bestehenden
Platz, dessen unterste, die Plaza de las
Sirenas, wiederum in die Plaza de Medina
del Campo und Plaza de San Martín übergeht. Auf der Plaza de Medina del Campo
steht ein dem Comunero (kastilischer
Unabhängigkeitskämpfer)
Juan
Bravo
gewidmetes Baudenkmal. Weiter oben, an
der San Martín genannten Ebene des
Platzes, befindet sich eine gleichnamige
Kirche. Die Westseite der Kirche schmücken zwei wunderschöne Tore (außen und
innen), während die Nordseite durch
Retablo del Camino del Calvario (h. 1500)
en la Iglesia de San Martín
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angefertigtes
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Pórtico Atrio de San Martín
Interior de la Sinagoga de Corpus Christi
Retablo de la Iglesia de
San Martín
ren außerdem zwei Reliquienbüsten des
San Marcos bzw. San Lorenzos, ein Bildnis
des San Francisco de Asis von Pedro de
Mena, wie auch weitere wertvolle Malereien
und Bildnisse.
Nicht weit von der Kirche entfernt stoßen
wir auf die Plaza del Corpus Christi, wo sich
ein Klarissenkloster und die Corpus-ChristiKirche befinden. Früher war diese Kirche
die
Hauptsynagoge
der
jüdischen
Gemeinde. Die Restaurationsarbeiten an
diesem Gotteshaus wurden erst vor wenigen Jahren abgeschlossen. Dabei konnten
das durch einen Brand im Jahre 1899 zerstörte Bogenwerk, Kapitelle und die alten
Glasfenster der Synagoge wieder hergestellt
werden. Die Nonnen des Klosters führen
übrigens
Buchbinderarbeiten
auf
Bestellung aus.
Sepulcro de los Rueda
en la Iglesia de San
Miguel
Von der Plaza del Corpus Christi führt eine
schmale Gasse (Judería Vieja) in das
ehemalige jüdische Stadtviertel, das
heute zu dem Netzwerk „Caminos de
Sefarad“ gehört. Auf halber Höhe dieser
Straße treffen wir auf ein besonders auffälliges Granitportal. Es gibt Zugang zu diversen Einrichtungen und Institutionen, u.a.
dem Centro Didáctico de la Judería. Das
entsprechende Gebäude gehörte dem
bekannten Segovianer Andrés Laguna,
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Retablo de la Iglesia de San Miguel
Tumba del Infante D. Pedro
Um die Kathedrale zu besichtigen überqueren wir die Plaza Mayor. An dieser Stelle
werden wir nicht detailliert auf dieses große
Bauwerk eingehen, da der Besucher an
den Führungen teilnehmen kann. Trotzdem
möchten
wir
auf
Sehenswürdigkeiten
einige
der
vielen
innerhalb
der
Kathedrale hinweisen.
und wahrscheinlich war ein Teil desselben
Eigentum
des
jüdischen
Konvertiten
Abraham Senneor. Zurück auf der Calle
Real, gelangen wir über den letzten
Abschnitt (Calle Isabel la Católica) auf die
Plaza Mayor.
Im Altar des hinter dem Chor gelegenen
Raumes wird eine Urne mit den Gebeinen
des San Frutos aufbewahrt. San Frutos ist
der Schutzpatron der Diöszese von Segovia
und man kann seine Einsiedelei, die sich an
der Schlucht des Duratón befindet, besu-
Zu unserer Rechten steht die San-MiguelKirche, die sich früher im Zentrum des
Platzes befand und in deren Atrium Isabel
chen. Unser zweiter Hinweis gilt einer
Inschrift, die recht hoch im Kreuzgang auf
die Grabstätte einer zum Katholizismus kon-
la Católica am 13. Dezember 1474 gekrönt
wurde. Die Kirche wurde erst lange nach
dem Abriss an der heutigen Stelle wiederaufgebaut, doch sind einige Skulpturen
erhalten geblieben. Diese wurden allerdings
aus Gründen der Konservierung durch
Kopien, welche sich am Eingangstor
(Zugang über Calle del Cronista Lecea)
befinden, ersetzt. Im weiträumigen Inneren
der Kirche finden wir die Grabstätte der
Rueda, sowie die des bekannten segovianischen Humanisten und Wissenschaftlers
Andrés Laguna (1499-1559), der u.a. als
Hofarzt von Carlos V. und Leibarzt der
Päpste Paulo III. und Julio II. tätig war. A.
Laguna war der Autor der Kommentare zum
Werk des Dioscorides „Materia médica“
und des „Discurso de Europa“.
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Urna con los restos de San Frutos, en el trascoro de la Catedral
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Placa en el Convento de
las Madres Carmelitas
Grundschule Madres Jesuitinas. In ihrem
Inneren befinden sich Überreste einer
Synagoge.
Wir gehen weiter in Richtung jüdisches
Viertel. Nach der Calle San Geroteo nehmen
wir die Straßen Almuzara (Bezeichnung für
eine Ölmühle), Refitolería (im refitorio bzw.
refectorium der Kathedrale fanden die
Armenspeisungen statt) und dann die
Judería Vieja, die zu einem der drei erhaltenen Stadttore, dem San-Andrés-Tor führt.
vertierten Jüdin deutet. Diese Frau war des
Dort
Ehebruchs bezichtigt worden, überlebte
“Informationszentrum Stadtmauer“ und ein
befinden
sich
auch
das
jedoch, da sie die Heilige Jungfrau der
Fuencisla anrief, die ihr zugedachte Strafe.
Die Bestrafung bestand aus dem Sturz von
Tumbas del Cementerio
Judío de El Pinarillo
Peñas Granjeras, einer hohen Felswand,
den sie unversehrt überstand und daraufhin, wie schon erwähnt, konvertierte.
Das heutige Museum, das demnächst vergrößert und unter den Kreuzgang verlegt
werden soll, zeigt übrigens u.a. das kleine
Grab mit goldenem Abbild des Infanten D.
Pedro, Sohn von Enrique II., der sich aus
dem Fenster des Alcázar zu Tode stürzte,
woraufhin das nachlässige Kindermädchen
sofort nachsprang.
Nach dem Besuch der Kathedrale nehmen
wir die Straße Marqués del Arco und folgen
ihrem Lauf bis zu den La-Merced-Gärten.
Zu unserer Rechten liegt ein von Santa
Teresa
de
Jesús
gestiftetes
Karmeliterkloster, dessen Bewohnerinnen
Textilien anfertigen und verkaufen.
Von La Merced aus gelangen wir durch die
San-Geroteo-Straße
zur
katholischen
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Relicario en plata de San Andrés (siglo XVI) en la
Iglesia de San Andrés
Lugar de descanso de San Juan de la Cruz
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steiler Stufenweg, auf dem wir in das
außen abgeschlossenen Stadtteil begrenzte
Clamorestal hinabsteigen können. Von die-
das erhaltene Klausurtor in der Straße
sem Tal aus gibt es einen Zugang zum im
Velarde, die wir jetzt in die entgegengesetz-
Pinarillo gelegenen jüdischen Friedhof mit
te Richtung bis in die Calle Vallejo hinein
sowohl frei als auch in Höhlen liegenden
weiterverfolgen, in der vor wenigen Jahren
Grabstätten.
eine Statue des San Juan de la Cruz, Werk
An der Plaza de la Merced steht die San-
José María García Moros, aufgestellt wurde.
Andrés-Kirche, in der zwei Werke von
Wenn man die nach ihm benannte Straße
Gregorio Fernández und Bilder eines nicht
weitergeht, stößt man auf einen Felsen, in
mehr existierenden, zu seiner Zeit auf den
dem ein Kreuz mit einer Inschrift steckt, die
Ruinen einer Synagoge errichteten Klosters,
von der Behauptung Kunde gibt, dort habe
eine Pieta von José de Ratés, ein Reliquiar
San
mit Reliquie des San Andrés etc. zu sehen
Karmeliterkloster (von ihm gestiftet) in die
sind.
Stadt ausgeruht.
Der Kirche gegenüberliegend führt die enge
Von dieser Stelle aus können wir, wenn wir
Calle de Adolfo de Sandoval in das ehema-
umkehren und immer geradeaus weiter
lige Stadtviertel der Kanoniker. Den nach
gehen relativ schnell den San-Esteban-Platz
Juan
auf
seinen
Wegen
vom
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Iglesia de San Esteban
Detalle de la Torre de Hércules en
el Convento de las Madres
Dominicas
Cáliz (1492-1504) del
Convento de las Madres
Dominicas
und die Kirche gleichen Namens erreichen.
Diese Kirche weist ein kleines Atrium auf,
an dem der schlanke Turm hoch emporragt
- eine Besonderheit innerhalb der Romanik.
Gegenüber befindet sich, die ganze
Längsseite des Platzes einnehmend, der
Palacio Episcopal (bischöfl. Palast).
Von der Plaza de San Esteban nehmen wir
die Calle de Valdeláguila und sehen bald die
Ummauerung eines Dominikaner-Klosters
(Convento de las Madres Dominicas) mit
einem mächtigen Turm (Torre de Hércules),
in dessen Räumen einige Kunstschätze aufbewahrt werden. Diese dürfen jedoch, da es
sich bei dem Kloster um ein von der
Außenwelt abgeschlossenes Klaustrum
handelt, nicht besichtigt werden.
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Retablo de el Seminario
Ábside interior de la
Iglesia de San Juan de
los Caballeros
An der Plaza del Seminario endet dieser
erste Rundgang. Hier befindet sich das von
Jesuiten (Compañia de Jesus) errichtete
ehemalige Seminar (Seminario Conciliar)
mit mächtiger Granitfassade und einer groAn der San-Augustin-Straße befindet sich
ßen Kirche. Das Gebäude beherbergt heute
eine
den bischöfl. Verwaltungsapparat und ist
kleine
Gartenanlage
mit
einer
Freitreppe, die uns in die Nähe der Plaza de
spirituelles
Colmenares bringt, wo sich die Iglesia de
Seminaristen und religiöser Treffpunkt.
San Juan de los Caballeros befindet. Dieser
romanischen Kirche standen die wichtigen
Adelsgeschlechter der Stadt besonders
nah. Sehr viel später wurde sie vom
Künstler Daniel Zuloaga übernommen, der
in dem damals sehr verfallenen Gebäude
eine Tonwerkstatt einrichtete, die Ignacio
Zuloaga als Atelier nutzte. Heutzutage
befindet sich hier ein Museum mit den
Werken von D. Zuloaga.
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Zentrum,
Wohnheim
für
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Iglesia de San Millán
[
[ RUNDGANG 2
Auch der zweite Rundgang beginnt am
Azoguejo und führt von hier aus die Avenida
de Fernández Ladreda entlang. Linksseitig
stoßen wir auf die Iglesia de San Clemente
mit wunderschöner romanischer Apsis.
Wenn wir die Avenida weitergehen, liegt auf
der rechten Seite die eindrucksvolle Kirche
des San Millán mit Apsiden, Atrien und
schönen Säulengängen. Sie gilt als eine der
ältesten Kirchen der Stadt. Ihre majestätischen Innenräume zeigen noch Reste einer
Mudéjardeckentäfelung und zwei von
Gläubigen angebetete Figuren des segovianischen Künstlers Aniceto Marinas mit den
Titeln Soledad (Einsamkeit) und Última
Palabra (Letztes Wort).
Ábside de la Iglesia de
San Clemente
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Plaza de San Lorenzo
[
[ RUNDGANG 3
Monasterio de San Vicente el Real
Wir beginnen wieder am Azoguejo und
gehen die Calle de Gascos bis zur Plaza de
San Lorenzo mit Häusern im traditionellen
Baustil und einer Kirche mit romanischen
Apsiden, Mudéjarturm und einigen hervorragenden Kapitellen im Säulengang. Im
Inneren der Kirche kann man ein sehr
schönes spätgotisches Tryptichon der Pieta
von Benito Gilarte, gemalt von Rodrigo
- 12 -
Segovia, sehen.
Gregorianischem Gesang zelebriert.
San Lorenzo, pittoresker Stadtteil, dessen
Den am Kloster entlang führenden Weg
Bewohner früher vom Anbau auf den umlie-
gehen wir bis zu einer Steinbrücke weiter,
genden
auch
die wir überqueren um uns dem höher gele-
Geburtsort des Theologen Domingo de
genen ehemaligen von Santo Domingo ges-
Soto, der am Konzil zu Trient beteiligt war
tifteten Dominikanerkloster zu nähern. Das
und als Beichtvater von Carlos V. wirkte.
heutige Gebäude, dessen erster Prior der
Wir spazieren jetzt durch San Lorenzo, bis
berühmte Tomás de Torquemada war,
wir eine kleine alte Brücke über dem
ließen allerdings die Katholischen Könige
Eresma
(Isabel la Católica und Fernando de Aragón)
Feldern
erreichen,
lebten,
hinter
war
dem
der
Gebäudekomplex des Zisterzienser-Klosters
errichten.
San Vicente el Real liegt. Im Jahre 919 war
Zur Zeit verfügt die Universität SEK über
hier, einen heidnischen Tempel ersetzend,
das Gebäude, an dem sie auch wichtige
ein Benediktinerkloster entstanden. Einige
Sanierungsmaßnahmen durchführt. Hinter
der Messen werden in Latein und mit
der Kirche liegt die zu einer kleinen Kapelle
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Fachada de la Iglesia del
Convento de Santa Cruz la Real
umfunktionierte Höhle, über einen separaten Eingang zu erreichen, in der Santo
Domingo selbst auferlegte Buße tat. Hier
durchlebte Santa Teresa de Jesús ihre
Ekstase im Gespräch mit Santo Domingo.
Denselben Weg zurückgehend, kommen
wir erneut auf den Uferspazierweg am
Eresma, dessen Lauf wir Richtung Fábrica
de la Moneda (alte Münzpräge) folgen, bis
wir zu unserer Rechten das Kloster El Parral
sehen (Monasterio de Santa María de El
Parral). Hier bringt ein steiler, steiniger Weg
den Besucher ans Ziel.
Dieses Kloster wird von Hieronymitenmönchen
geführt, deren Orden in Spanien nur zwei
Häuser besitzt. Die Klostergründung soll
laut Legende auf Juan Pacheco, den
Marqués de Villena, zurückgehen, doch
behaupten andere Quellen, dieser habe nur
den Kirchenbau veranlasst, die Anlage sei
auf Wunsch von Enrique IV. errichtet worden.
Cueva de Santo
Domingo en el interior
de Santa Cruz la Real
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Monasterio de Santa María de El Parral
danach in die der Malteser, die sie bis Ende
des 18. Jahrhunderts verwalteten. Danach
fiel die Kirche der Verwahrlosung zum
Opfer, bis sie 1951 erneut in Besitz des
Orden de Malta überging. Heutzutage
Die klösterlichen Räume sind wie die Kirche
von großer Schönheit. Hervorzuheben ist
das im Platerescostil gefertigte Altarbild
neben der Grabstätte der Markgrafen von
Villena.
veranstaltet der Orden hier einige seiner
internen Treffen, und zu Ostern nehmen
Mitglieder in ihren charakteristischen
Uniformen an der abendlichen Procesión
del Santo Entierro (Karfreitagsprozession)
von Zamarramala bis zur Vera Cruz teil. In
Die Mönche widmen sich außer Andacht,
gregorianischem Gesang und Studium
zudem der Herstellung von Kirchenbänken
und bieten männlichen Gästen Unterkunft.
Nach dem Besuch des Klosters geht es auf
demselben Weg weiter am Fluss entlang,
bis wir das Stadtviertel von San Marcos
erreichen. Von hier führt eine Landstraße
nach Zamarramala (rechts oberhalb von
San Marcos gelegen). Auf halbem Weg entdecken wir die einzigartige, auch als
Templerkirche bekannte Vera-Cruz-Kirche.
Während einige Historiker meinen, der Bau
gehe auf den Orden der Templer zurück,
vertritt eine Mehrheit die These einer
Gründung durch die Caballeros del Santo
Sepulcro (Ritter des Heiligen Grabes). Der
Grundriss ist zwölfeckig mit dreiteiliger
Apsis und Turm. In der Hallenmitte befindet
sich ein zweistöckiger Zentraltempel mit
einem kleinen Altar im
Obergeschoss.
Nach der Vernichtung des Templerordens
fiel die Kirche erst in die Hände des Ordens
San Juan de Jerusalén (Johanniter),
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Iglesia de la Vera Cruz
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der
unter
dem
Turm
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liegenden
dem Sonntag, der dem 5.Februar am
Seitenkapelle befindet sich ein spätgotis-
nächsten liegt, herrschen die Frauen mit
ches Tabernakel; hier wurde auch über
ihren segovianischen Trachten. Die beiden
Jahrhunderte eine Reliquie des Heiligen
alcaldesas („Festbürgermeisterinnen“) prä-
Kreuzes verehrt, die inzwischen zusammen
sidieren
mit anderen Kunstobjekten der Vera Cruz in
Festablauf. Während der Prozession dürfen
der Kirche von Zamarramala aufbewahrt
nur
wird.
Schutzheiligen tanzen bzw. es tragen. Als
Zamarramala ist bekannt für das Fest der
einziger männlicher Teilnehmer begleitet sie
Alcadesas y Aguederas, das im Februar zu
der
Ehren von Santa Agueda gefeiert wird. Am
Gemeindepfarrer.
mit
Frauen
nach
ihren
vor
altem
Amtsstäben
dem
Bildnis
Brauch
den
der
gekleidete
In der Kirche von Zamarramala wird, wie
vormals erwähnt, die Reliquie des Heiligen
Kreuzes zusammen mit einem Cristo
Yacente und anderen Gegenständen der
Vera Cruz aus Sicherheitsgründen aufbewahrt.
Interior de la Vera Cruz
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Convento de San Juan de la Cruz, Padres Carmelitas
Auf dem Weg zurück, wieder in San Marcos
angekommen, halten wir uns rechts und
gelangen dann in wenigen Minuten zum
Karmeliterkloster, in dem sich eine Urne mit
den leiblichen Überresten des San Juan de
la Cruz, dem Gründer (1586) und erstem
Prior desselben befindet. Wir erreichen das
Klostergebäude über einen Treppenaufgang,
der nicht weit rechts von der Straße an der
Alameda de la Fuencisla liegt. Im Inneren
befinden sich außer der Urne noch ein dem
Maler G. Fernandéz zugeschriebenes
Bildnis des San Juan sowie die ursprüngliche Grabstätte. Auf den Feldern gibt es zwei
Kapellen, in denen der Heilige einige seiner
schönsten Gedichte verfasst haben soll. Zu
Ostern findet hier auf den Feldwegen ein
Vía Crucis statt. Der Papst Johannes Paul II.
Reliquia de la Santa Cruz
betete 1982 vor der Grabstätte des von ihm
hoch verehrten San Juan de la Cruz.
Das Kloster verfügt über ein spirituelles
Zentrum, in dem ganzjährig Konferenzen,
spirituelle Übungen, Treffen mit Klerikern
und Laien usw. durchgeführt werden können.
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Visita de el Papa Juan Pablo II en 1982
Mausoleo de San Juan de la Cruz en el
Convento de los Padres Carmelitas
Der Rundgang endet am Sanktuarium der
Schutzheiligen der Stadt, der Virgen de la
Fuencisla. Der Ursprung der Verehrung
wurde schon im 1. Rundgang angesprochen: die Legende vom Sturz der Jüdin
Esther von der über der Kirche stehenden
Felswand. Dieses Gotteshaus wurde im 17.
Jahrhundert errichtet, also lange nach dem
Wunder der Rettung Esthers. Hier steht
auch eine kleine Figur der Virgen de la
Fuencisla mit fein herausgearbeiteten
Gesichtszügen. In den Räumen sehen wir
ebenfalls eine gotische Kanzel und kunstvoll
gestaltetes Gitterwerk. Auch hier stattete
Johannes Paul II. im Jahre 1982 einen
Besuch ab.
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Patio del antiguo Convento de San Francisco
Kunstwerke wiederentdeckt. 1966 beschrieb der Marqués de Lozoya diese Werke
in einem Buch, die laut José Gudiol
(Spezialist für Restaurationsarbeiten) mit zu
den wichtigsten romanischen Malereien
Spaniens gehören. Mit Beendigung der
Arbeiten wurde auch der ursprünglich in
Gascones aus dem 12. Jahrhundert
zurückgeführt. Nach der Überlieferung
[
[ RUNDGANG 4
der Kirche verehrte Cristo Yacente de los
sollen französische Soldaten aus der
Gascogne (daher der Name) diese Figur
Vom Aquädukt aus nehmen wir die parallel
auf einer Stute, die genau hier tot zusam-
verlaufende Calle de Teodosio el Grande
menbrach, transportiert haben. Dieses
(römischer Kaiser aus dem segovianischen
Vorkommnis wurde als Wille Gottes gedeu-
Ort Coca), und nähern uns der Academia
tet, die Christusfigur mit beweglichen
de Artillería (Artillerieschule), ursprünglich
Armen an dem Ort für immer verweilen zu
ein Kloster mit einem schönen Hof. Hier
lassen.
unterqueren wir den Aquädukt und sehen
ein großes Granitwasserspiel in der Mitte
der Plaza de Día Sanz. Gegenüber, an der
Ecke zur Calle de San Alfonso Rodriguez,
steht ein Gebäude (wird zur Zeit restauriert)
mit einer Gedenktafel, die das Geburtshaus
des Alfonso ausweist. Im oberen Teil hat
eine für Tuchhändler (Beruf seines Vaters)
seinerzeit typische Galerie Bestand.
Hinter diesem Haus liegt die Straße Ochoa
Ondátegui (bekannter Tuchhändler), von
der aus wir die romanische Kirche San
Justo erreichen. Die Kirche stand über
lange Jahre leer, wurde als Lagerhalle
genutzt und erlitt den Abbruch eines gipsernen Deckengewölbes, worauf über die
Caja de Ahorros de Segovia (Städt.
Sparkasse) Restaurationsarbeiten eingeleitet
- 18 -
wurden.
Dabei
wurden
wichtige
Nicht weit entfernt, etwas höher gelegen,
gibt es eine weitere romanische Kirche
(Iglesia de El Salvador), in der sich ebenfalls
Kunstwerke,
insbesondere
die
Inmaculada von Gregorio Fernandéz und
ein Gemälde von Francisco Camilo, sowie
die Überreste des Originalbaus befinden.
Die Calle de Cañuelos entlang gehend kommen wir, auf der Höhe eines Denkmals zu
Ehren des Padre
Claret, auf die
nach
ihm
b e n a n n t e
Avenida (auf der
gegenüberliegenden
Straßenseite die Schule
Padres Misioneros del
Corazón de María).
Pila Bautismal
de la Iglesia
de San Justo
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San Antonio María Claret war in La Granja
Bauwerk ist eine der herausragenden
Beichtvater von Isabel II, und verbrachte
Sehenswürdigkeiten Segovias und wird von
viel
den Religiosas de Santa Clara (Klarissen)
Zeit
als
Prediger
bei
seiner
Kongregation. Wenn man die heutige
geführt.
moderne Kirche betritt, sieht man ein in
Das Gebäude war einst Freizeitresidenz des
den rechten Gang eingefügtes Gitterwerk,
Prinzen und späteren Königs Enrique IV.
hinter dem sich Padre Claret zum Beten
Nach Erlangung der Herrscherwürde stifte-
zurückzog und mit Jesus und Maria ges-
te er hier ein Franziskanerkloster, das spä-
prochen haben soll.
ter den Klarissen überlassen wurde. Man
Nachdem wir die Avenida del Padre Claret
nimmt an, dass die Klosterkirche früher der
weiter
Hauptsaal des Palastes war. Besonders
aufwärts
und
parallel
zum
Wasserkanal des Aquäduktes gegangen
bemerkenswert
sind, sehen wir eine Freifläche und das
Mudéjardeckentäfelung. Außerdem sollte
Kloster San Antonio el Real. Dieses
man
sich
ein
ist
die
wunderbare
Altarbild
mit
der
Pinturas románicas en el ábside de la
Iglesia de San Justo
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Retablo del Calvario en el Convento
de San Antonio el Real
Kreuzwegthematik (hinter Sicherheitsglas)
nicht entgehen lassen; es wurde sogar
schon als wichtigstes Beispiel flämischer
Bildhauerkunst in Europa gerühmt. Die
Besichtigung führt uns durch mehrere sehr
schöne Räume, einen Kreuzgang mit
Mudéjardeckentäfelung und an drei kleineren untypischen Altarbildern der Utrechter
Schule vorbei. Die im Kloster sterbenden
Nonnen
werden
im
Kreuzgang,
der
Schlichtheit des Ordens Rechnung tragend,
ohne Inschrift beigesetzt. Die Namen und
der genaue Bestattungsort sind in einem
hausinternen Büchlein festgehalten.
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Patio y claustro del Convento
de San Antonio el Real
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..
Ausfluge ins Umland
Aufgrund der großen Menge an religionsgeschichtlich sehenswerten Orten ist
es schwierig, entsprechende touristische Routen zu gestalten, ohne dabei
Wichtiges zu übergehen. Deswegen stellen wir hiermit eine Auswahl einiger
beispielhafter Sehenswürdigkeiten heraus, sind uns der Tatsache, andere zu
vernachlässigen, jedoch durchaus bewusst.
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Der Nordosten der Provinz
,
Ayllon
Maderuelo
In diesem insgesamt sehenswerten Ort
Die
befindet sich die Gemeindekirche San
Malereien der vorromanischen Santa-Cruz-
Miguel mit den Grabstätten wichtiger
Kapelle (auch Vera Cruz, da der ursprüngli-
Persönlichkeiten des Ortes aus dem
che Bau möglicherweise templarisch ist)
13./14. Jahrhundert. In der Nähe stößt man
werden im Museo del Prado in Madrid aus-
auf die mit beeindruckender 40m hoher
gestellt, wo sie vor dem Wasser des
Glockenwand versehene Iglesia de Santa
Stausees sicher sind. Nach Maderuelo (gut
María la Mayor, in deren Innenräumen man
100 km von Segovia entfernt) kommt man
sein Augenmerk auf das Altarbild richten
über eine lange, den Stausee überqueren-
sollte. Im Kloster der Purísima Concepción
de Brücke. Die Glanzzeit des Ortes liegt im
(1528 von den Villena gegründet) werden
13. Jahrhundert, als man hier bis zu zehn
mehrere Reliquien aufbewahrt, und in den
Kirchen und eine Burg zählte. Die bauliche
Ruinen der Iglesia de San Juan gibt es eini-
Gliederung
ge Renaissancegräber. Das San-Francisco-
Verteidigungstürmen,
Kloster, ebenfalls eine Ruine, wurde 1214
mächtigen Wohngebäuden militärisch kon-
laut Überlieferung vom Heiligen Franziskus
zipiert. Die große und unterschiedliche
gegründet.
architektonische Stile vereinende Iglesia de
wunderschönen
ist
romanischen
typisch
und
mit
Stadttoren
und
Santa María del Castillo verfügt über
Kunstwerke der inzwischen zerstörten
Ruinas del Convento de San Francisco
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Panorámica de Maderuelo
Iglesia de Santa María del Castillo
Santuario de Hornuez
Die ursprüngliche Einsiedelei entwickelte
sich
durch
Veränderungen
weitgehende
zu
dem
bauliche
heutigen
Sanktuarium des Dorfes Moral de Hornuez.
Die Überlieferung spricht vom Erscheinen
der Heiligen Jungfrau in dem Geäst eines
Wacholderbaums. Als im Jahre 1913 ein
Großteil des Baus und des Baumes einem
Brand zum Opfer fielen, veranlasste die
Bevölkerung die Restaurierung. Die Reste
des Wacholderbaumes befinden sich heutzutage, zusammen mit einer Nachbildung
des ebenfalls beim Brand zerstörten
Bildnisses der Jungfrau, am Altar.
Santuario de Nuestra Señora de Hornuez
Kirchen. Außerdem gibt es mehrere mittelalterliche Grabstätten und die Mumie einer
wahrscheinlich
jungen
Frau,
deren
Herkunft im Dunklen liegt.
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Parque Natural de las Hoces del Río Duratón
einige Grabstätten.
Von hier aus kann man auch über einem
Mäander des Duratón die Ruine eines
Franziskanerklosters sehen. Dieses Kloster
(Monasterio de la Hoz) wurde etwa 150
Jahre nach dem Priorat des San Frutos
gegründet,
welches
sofort
nach
Fertigstellung der Ermita de San Frutos einsetzte.
Ermita de San Frutos
Zu den zahlreichen religionsgeschichtlich
relevanten Sehenswürdigkeiten gehört die
hier beschriebene, welche landschaftliche
Schönheit, Baukunst und Geschichte harmonisch vereint.
Auf einem kleinen, vom Wasser des
Duratón umgebenen Felsmassiv, steht die
romanische
Iglesia
de
San
Frutos
(Schutzpatron der Stadt Segovia) als Teil
einer Landschaft, die von einer tiefen
Schlucht, in der Geier ihre Nistplätze
haben,
geprägt
wird.
Nach
einer
Schenkung des Königs Alfonso VI. errichteten Mönche des Klosters von Silos auf westgotischen Bauresten hier eine Kirche
(1076-1100), die in der zweiten Hälfte des
12. Jahrhunderts vervollständigt wurde. Im
Gegensatz zum Kloster ist die Kirche recht
gut erhalten. Neben dem Gebäude gibt es
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Ermita de San Frutos
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Iglesia de El Salvador
Castillo y Plaza Mayor
,
Sepulveda
Dieser alte malerische Ort konserviert noch
zahlreiche Andenken seiner weit zurückliegenden
Vergangenheit:
romanische
Kirchen, deren älteste die auf eine Anhöhe
gebaute Iglesia de El Salvador (1093) ist,
das
Sanktuarium
der
Schutzheiligen
Nuestra Señora de la Peña mit kunstvollen
Skulpturarbeiten, die Lieblingskirche der
Adelsfamilien und Hidalgos San Justo mit
einer interessanten Krypta, sowie die SanBartolomé-Kirche in der Nähe der Plaza de
España. In der letztgenannten wird ein
wertvolles
Kreuz
des
segovianischen
Silberschmieds Antonio de Oquendo aufbewahrt. Vom ehemaligen Viertel der jüdischen Bevölkerung gibt es kaum sichtbare
Überreste.
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Durch die Campiña Segoviana
,
Santa Maria la Real de
Nieva
Die
Königin
Catalina
de
Lancaster,
Gemahlin von Enrique III., wünschte hier
den Bau eines Klosters. Auslöser soll der
Fund eines Bildnisses der Virgen de la
Soterraña gewesen sein, so dass den
Dominikanern der Gründungsauftrag für
eben jenes Kloster anvertraut wurde. Durch
ein königliches Dekret erfolgten anschließend Anlage und Besiedelung des
Ortes. Die Legende erzählt von einem
Schäfer, dem die Heilige Jungfrau erschien
und ihn aufforderte, den Bischof von
Relicario con el fragmento de pizarra
Segovia um den Bau eines Gotteshauses zu
bitten. Da dieser auf Unverständnis stieß,
bat die Jungfrau ihn bei einer zweiten
ben. Diese klebte so fest an seiner Hand,
Erscheinung, eine Schiefertafel aufzuhe-
dass niemand außer dem Bischof im
Stande gewesen sein soll, sie abzunehmen,
woraufhin der Fall großes Interesse erweck-
Altar Mayor de la iglesia del Monasterio
con la Virgen de la Soterraña
te. Schließlich fand man an der vom
Schäfer ausgewiesenen Stelle unter einer
schweren Schieferplatte das Abbild der
Heiligen Jungfrau (soterraña = unterir-
Claustro del Monasterio de Santa María
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Portada Occidental de la Iglesia Parroqual
de Martín Muñoz
disch). Heute liegt der Fundort in der
Krypta unter der Kirche. Außerdem ist auf
den Kreuzgang, einen der wertvollsten
Spaniens, mit kunstvollen Kapitellen hinzuweisen. Im Inneren der Kirche sind ein
Altarbild mit Skulptur des San Jerónimo,
die Berruguete zugeschrieben wird, sowie
weitere Bildnisse und Malereien zu sehen.
Auch das Grab von Doña Blanca de
Navarra, Tochter von Carlos III. und
Gemahlin von Juan II. befindet sich hier. In
einem Reliquiar wird ein Stück Schiefer,
angeblich soll es an der Hand des Schäfers
geklebt haben, aufbewahrt.
Anfang September wird zu Ehren der
Soterraña die fiesta „de los cirios“
(Altarkerzen) gefeiert.
chende Tore machen das Besondere der
gegenüberliegenden Gemeindekirche aus,
in deren Räumen es Folgendes zu bewundern gibt:
Kunstvolle
Grabstätten,
wie
die
des
Kardinals Espinosa mit betender Statue von
Pompeyo Leoni, Altarbilder aus dem 16.
und 17. Jahrhundert, ein Cristo Yacente
,
- de las
Martin Munoz
Posadas
von Francisco Díaz de Tudanca, wunderschöne romanische Malereien des 13. und
15. Jahrhunderts, wie auch ein gut erhaltenes Gemälde von El Greco mit dem Titel La
Crucifixión. Auf dem Bild betet neben
Dieser Ort soll von Martin Muñoz, Gefährte
Christus, der Heiligen Jungfrau und San
des Cid Campeador in der Verbannung,
Juan der Gemeindepfarrer Santo Tomé de
gegründet worden sein. Der Name Martin
Toledo, dem El Greco dieses Werk schenk-
Muñoz wird mehrmals im Poema del Mio
te.
Cid erwähnt. In der Ortsmitte gibt es einen
großen, teilweise arkadengesäumten Platz;
an einer Seite befindet sich der im estilo
herreriano angelegte Palacio del Cardenal
Espinosa mit einem schönen Hof. Drei
unterschiedlichen Stilepochen entspre- 27 -
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Vista de Coca desde la muralla con la Torre de San Nicolás y
la Iglesia de Santa María
Torre de San Nicolás
Rapariegos
Kleines Dorf in der Nähe der Landstraße
Madrid-Valladolid. Hauptsehenswürdigkeit
ist das Kloster der Santa Clara. Die
Gründung durch Franziskanerklarissen
fand wahrscheinlich im Jahre 1240 statt;
seitdem pflegt das Kloster die Beziehung zu
Königen und Päpsten und erfreute sich
auch bis in die sechziger Jahre des 20.
Jahrhunderts über den Zulauf vieler
Nonnen,
die
sich
inzwischen
der
Herstellung von Decken, Bettbezügen und
Süßwaren widmen.
Real Convento de Santa Clara
Coca
Von den ehemals 7 Pfarrkirchen existieren
heute nur noch die Iglesia de Santa María
(Anfang 16. Jahrhundert) und der Turm der
San-Nicolas-Kirche. In der erstgenannten
befinden sich vier Grabstätten der FonsecaFamilie, welche die großartige Burg im
Mudéjarstil
errichten
ließ,
sowie
Renaissanceskulpturen aus Marmor von
Bartolomé Ordoñez.
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Durch die Tierra de Pinares
,
Cuellar
das Santa-Clara-Kloster aus dem Jahre
Cuéllar ist bekannt für Mudéjar-Romanik,
Franziskanerklarissen.
vorherrschender Stil bei Kirchen, von
denen eine (Iglesia de San Martín) zu
einem Informationszentrum über diesen
Baustil umfunktioniert wurde. Der Besuch
ist sehr empfehlenswert. In der Iglesia de
San Andrés befinden sich einige sehenswerte Skulpturarbeiten, darunter eine
1244.
Die
Bewohnerinnen
sind
In Cuéllar gibt es auch eine große Anzahl
von Profanbauten, wie die Burg, das
Hospital de la Magdalena, die alten
Stadttore etc., die man unbedingt besuchen sollte.
Pinturas murales del ábside de la
Iglesia de San Andrés
romanisch-byzantinische Kreuzwegszene
und Wandmalereien an den Apsiden. Die
Iglesia de San Esteban besitzt eine eindrucksvolle Apsis mit Alabastergräbern; die
Kirche des San Miguel einen Barockaltar
sowie einen Gregorio Fernández zugeschriebenen Cristo Yacente.
Vom einst größten Sakralbau des Ortes,
dem Kloster San Francisco, sind nur Reste
erhalten. In einem Teilbereich befindet sich
das Informationszentrum zur Thematik der
Encierros (Volksfest mit Stieren), die in
Cuéllar auf eine lange Tradition zurückblicken.
In der Iglesia de El Salvador wird ein Bildnis
der Virgen de la Palma verehrt, und außerdem verfügt sie über eine interessante
Baulösung an der Mudéjarapsis. Hier wird
Bogenwerk mit Strebepfeilerfunktion eingesetzt. Von der Iglesia de Santa María de la
Cuesta wird behauptet, sie sei eine
Templerkirche gewesen, doch gibt es keine
dieses belegende Dokumente.
Das Kloster de la Concepción stammt aus
dem 16. Jahrhundert, und außerhalb liegt
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Santuario de Nuestra Señora de El Henar
Carbonero el Mayor
In der Pfarrkirche San Juan Bautista steht
ein beeindruckendes, aus 21 Bildtafeln
zusammengefügtes Altarbild mit Pilastern
und
kunstvoll
gestaltetem
(Anfang 16. Jahrhundert).
Santuario de El Henar
Nur 5 km von Cuéllar entfernt liegt das
Sanktuarium Nuestra Señora de El Henar.
Die hier verehrte Heilige ist sehr populär
und Schutzpatronin der Harzzapfer. Zu den
Wallfahrten im September finden sich
ungefähr 20.000 Personen ein, um an den
nächtlichen Fackelprozessionen teilzunehmen. In der Grünanlage sprudelt die
Fuente del Cirio (Altarkerzenquelle), an der
laut Überlieferung die schöne Heilige mit
Christkind aus dem 12. Jahrhundert erschien. Seit 1924 wird der Ort von den
Padres
Carmelitas
de
la
Antigua
Observancia betreut.
Virgen de El Henar
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Retablo de la Parroquia de San Juan Bautista
Holzwerk
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Bajo coro de la Iglesia de
Santa María la Mayor
Sagrario y relicarios de la
Iglesia de El Salvador
Fuentepelayo
Die ersten urkundlichen Erwähnungen des
Ortes stammen aus der Mitte des 12.
Jahrhunderts. In der Ortsmitte steht die
Iglesia
Santa
María
la
Mayor
mit
Bauelementen aus dem 12. Jahrhundert,
einem
spätgotischen
Haupttor
aus
Kalkstein und einem ebenfalls gotischen
Südtor aus rotem Gestein. Der Baukörper
ist in drei Schiffe (16. Jahrhundert) unterteilt, in denen sich u.a. ein Altar mit der
Figurengruppe La Piedad von Pedro
Bolduque befindet. Die Herkunft der spätgotischen
Kalksteinkanzel
ist
im
Unterschied zu den Goldschmiedearbeiten
unbekannt. Die gotische Kustodie ist von
Empfehlenswert ist der Besuch des Ortes
Fuentepelayo zu Festzeiten (Octava del
Corpus).
Diego de Olmedo, das Gemeindekreuz gilt
als das Meisterwerk des Francisco Ruiz.
Außerdem wird in der Santa María la Mayor
das von Oquendo gefertigte Kreuz der
Kirchengemeinde El Salvador aufbewahrt.
Die Kirche vereint verschiedene Baustile; in
ihrem Inneren lohnt es sich besonders, die
Mudéjardeckentäfelung anzuschauen. Es
gibt mehrere Reliquiare, in einem befindet
sich ein kleines Fragment des Heiligen
Kreuzes.
Grupo de la Piedad en la
Iglesia de Santa María la Mayor
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Im Süden der Provinz Segovia
Padre Claret besuchte die Nuestra Señora
La Granja
de San Ildefonso
del Rosario regelmäßig. In einer weiteren
Kirche, der Nuestra Señora de los Dolores,
steht ein sehenswerter Altar mit einer
lebensgroßen Figur der Dolorosa (L.
Der vom Volksmund La Granja genannte
Ort ist wegen des Königspalastes mit weitläufigem Schlossgarten und Wasserspielen
landesweit bekannt. Isabel de Farnesio ordnete den Bau der Gemeindekirche Nuestra
Señora del Rosario an. Im Inneren gibt es
mehrere Skulpturarbeiten, besonders hervorzuheben sind die Werke von Luis
Felipe V. und seine Gemahlin sind in der
Stiftskirche vor dem königlichen Palast bestattet worden. Das Bild Imposición de la
casulla a San Ildefonso (Empfang des
Messgewandes) stammt wahrscheinlich
von Bagen.
Salvador Carmona (Soledad und Cristo del
Der segovianische Silberschmied Oquendo
Perdón).
ist mit seiner wohl schönsten Arbeit, dem
Der in einem vorigen Kapitel erwähnte
Palacio y jardines de La
Granja de San Ildefonso
- 32 -
Salvador Carmona).
Kreuz
der
untergegangenen
Kirchengemeinde von Santa Columba, ver-
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El Espinar
SEl Espinar liegt an den mit Kiefern
bewachsenen Hängen des GuadarramaGebirges. Auch wenn das Gebiet schon zu
Zeiten der römischen Herrschaft über die
Iberische Halbinsel besiedelt wurde, erfolgte die endgültige urkundlich belegte
Gründung im Jahre 1297. Die Pfarrkirche
Órgano e iglesia de
San Eutropio
San Eutropio (römischer Ursprung) wurde
1572 von Juan de Mijares, der am Bau von
El Escorial als Gehilfe Herreras beteiligt war,
treten. Außerdem befindet sich hier die
von Grund auf erneuert. Sehenswert ist das
Inmaculada des Künstlers Maella.
großartige Altarbild (16. Jahrhundert) von
Die Gründung des Ortes La Granja de San
Francisco Giralte mit Bildertafeln von
Ildefonso fand zur Regierungszeit von
Sánchez Coello, der auch die den
Enrique IV. statt. Dieser König ließ eine klei-
Leidensweg Christi darstellende 15x8m
ne Kapelle zu Ehren San Ildefonsos im
große Serge gestaltet hat. Die Barockorgel
Gebiet der erst später entstandenen
von Pedro Cavaria misst 15x8m und ist mit
Gartenanlagen errichten. Daneben sollte
über 100 Pfeifen bestückt. Sie wird bei
ein Jagdpavillon entstehen, nach dem
Konzerten noch heute gespielt. Nicht weit
Urteil einiger Historiker ist dies als Reaktion
von
des Königs auf den an selbiger Stelle aus-
Nationalstraße von Madrid nach La Coruña
getragenen Kampf mit einem wilden Tier zu
steht die Einsiedlerkirche des Santo Cristo
werten. 1477 fällt das umliegende Land als
del Caloco auf romanischen Bauresten des
Schenkung der Katholischen Könige (Isabel
11./12. Jahrhunderts. Das sehr beliebte
la Católica und Fernando I.) an die
Volksfest mit Wallfahrt findet im September
Hieronymiten, die sich der Landwirtschaft
in El Espinar statt und dauert mehrere Tage
El
Espinar
und
zwar
an
der
widmen - deswegen der Name La Granja de
San Ildefonso (granja = Bauernhof).
Sehr viel später lässt Felipe V. nach dem
Rückkauf des Gebiets den heutigen Palast
errichten und die Gärten anlegen.
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Der Baukörper der Iglesia de San Sebastián
ist im „estilo herreriano“ gestaltet, die
Innenräume sind gotisch. Führend beim
Bau (16. Jahrhundert) waren Rodrigo Gil
de Hontañon (Kathedrale von Segovia) und
Antonio de Villacastín (Kloster von El
Escorial). Der Hauptaltar von Andrés Ruiz
Jahrhundert)
besteht
aus
33
Skulpturen und Malereien des segovianischen Künstlers Alonso de Herrera. Im Jahre
1944 wurde die Kirche zum Monumento
Die Klosterkirche Nuestra Señora de los
Ángeles verfügt über ein Renaissancemit
Santa
Caballar
Kleines, doch sehr bekanntes Dorf. Hier trifft
sich die Geschichte von zweien der drei
Heiligen Segovias: Frutos, Valentin und
Engracia. In der für die segovianische
Romanik beispielhaften Gemeindekirche ist
den beiden letztgenannten Heiligen eine
Kapelle gewidmet. Hier befindet sich auch
eine Urne mit „Häuptern der beiden
Märtyrer.“
In den umliegenden Wiesen entspringen
Nacional deklariert.
Altarbild
Página 34
Por el Valle
del Pirón
,
Villacastin
(16.
13:13
Clara
und
San
Francisco. Mit dem Bau wurde im Jahre
1621 begonnen und seit 1632 bewohnen
ihn die Klarissen.
mehrere Quellen, darunter auch die Fuente
Santa (Heilige Quelle), in die laut Überlieferung nach dem Martyrium beide Häupter
geworfen wurden. Seitdem werden bei lang
anhaltenden Dürreperioden mit Erlaubnis
des Bischofs die Reste der Heiligen zur
Quelle gebracht und mit Wasser benetzt,
um auf diese Art um Regen zu bitten („Mojadas de Caballar“).
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Interior de la Iglesia de San
Sebastian
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Fuente Santa
Urna con las cabezas de
San Valentín, y Santa
Engracia, en la Iglesia
Parroquial
Sotosalbos
Die romanische Kirche San Miguel wurde
im Jahre 1973 zum kunsthistorischen
Bauwerk deklariert. Sie ist mit ihrem Atrium
und besonders schön gestalteten Kapitellen
einer der schönsten Sakralbauten der
Provinz. Im Kirchenmuseum wird eine
romanische Virgen de la Sierra aus dem 12.
Jahrhundert aufbewahrt.
Eng verbunden mit der Geschichte des
Dorfes ist das Lebenswerk des Arcipreste
de Hita, der in seinem „Libro de Buen
Amor“ die Begegnung mit La Chata beschreibt.
Iglesia de San Miguel
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Distancias kilométricas desde Segovia
Por el Nordeste
Ayllón: 96,6 km
Maderuelo: 93,6 km
Moral de Hornuez: 105 km
Ermita de San Frutos: 60 km
Sepúlveda: 58,5 km
Por la Campiña Segoviana
Santa María la Real de Nieva: 31,4 km
Martín Muñoz de las Posadas: 50,5 km
Rapariegos: 61,1 km
Coca: 50 km
Por Tierra de Pinares
Cuéllar: 61,1 km
Santuario de El Henar: 66,1 km
Carbonero el Mayor: 27,2 km
Fuentepelayo: 38,8 km
Por el Sur
La Granja de San Ildefonso: 11 km
El Espinar: 34,1 km
Villacastín: 34 km
Por el Valle del Pirón
Caballar: 30,2 km
Sotosalbos: 18,5 km
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Semana Santa
Bei der Semana Santa (Karwoche) soll der
Leidensweg Jesu Christi vom Einzug in
Jerusalem bis zu seinem Tode am Kreuz
nachempfunden werden. Parallel zu den religiösen Festlichkeiten im engeren Sinne finden
in Segovia zur Osterzeit zahlreiche weitere kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte,
Ausstellungen, Konferenzen etc. statt.
Mit der an den Einzug Jesu Christi in
Jerusalem erinnernden Prozession am
Palmsonntag beginnt der religiöse Festzyklus.
Hierbei begleiten Palmen tragende Kinder die
Skulpturengruppe Jesús entrando en
Jerusalén des Bildhauers José María García
Moro. Für die Tage nach dem Palmsonntag
organisieren die zehn Festbruderschaften
mehrere Prozessionen und
vía crucís
(Kreuzwege) in den Stadtvierteln, wobei der
am Mittwoch bei den Karmelitern an der
Alameda, dort wo San Juan de la Cruz auf den
Anhöhen wandelte, besonders hervorzuheben
ist.
Die Prozessionen bestehen aus zwei Teilen:
vom
Gründonnerstagabend
bis
zum
Karfreitagvormittag ziehen die Bruderschaften
(cofradias)
von
ihren
jeweiligen
Stadtteilkirchen zur Kathedrale – penitencia,
um dann zur Abenddämmerung die procesión
de los pasos zu beginnen. Dieser Teil der
Prozession geht immer von der Kathedrale aus
und stellt den Ablauf des Leidenswegs Christi
anhand der pasos mit entsprechenden künstlerisch gestalteten Figurengruppen chronologisch dar: La Oración en el Huerto von J.Rius,
La Flagelación wie auch Jesús con la Cruz a
- 38 -
cuestas von José Quixal, La Virgen de las
Angustias von der Schule des Juan de Juni
aus dem 16. Jahrhundert, Santo Cristo de la
Cruz aus dem 17. Jahrhundert, Santo Cristo
de San Marcos der kastilischen Schule
(17.Jahrh.), El Santo Cristo en su última palabra und La Soledad al pie de la Cruz vom
segovianischen Künstler Aniceto Marinas, La
Magdalena al pie de la cruz von Sebastián
Sanobra, La Piedad von José Quixal, El Santo
Cristo de los Gascones aus dem 12.
Jahrhundert, El Cristo Yacente camino del
Sepulcro von Gregorio Fernández (1615) und
La Soledad Dolorosa. Nachdem die Prozession
den Aquädukt erreicht hat, teilt sie sich auf,
damit
jede
Gruppe
zur
eigenen
Gemeindekirche
ziehen
kann.
Am
Ostersonntag (Domingo de Resurección)
begleitet die Junta de Cofradías den Jesús
Resucitado aus dem 16. Jahrhundert zum
Geläut der Kirchenglocken.
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Fiesta de la Catorcena
Nur in Segovia stattfindendes seit dem 15.
Jahrhundert existierendes Fest. Anlass war ein
damals in der Stadt verübtes Sakrileg, das auf folgende Weise gemeinschaftlich gebüßt werden
sollte: Jedes Jahr im September wurden die
vereinbarten Messen von einer der vierzehn
Kirchengemeinden der Stadt organisiert. Da
heutzutage nicht mehr alle existieren, müssen
die den aufgelösten Gemeinden nächstgelegenen deren Aufgabe übernehmen. Außerdem finden meist auch andere Kulturveranstaltungen
statt
Monasterios y Conventos
SEGOVIA
Convento de los Padres
Carmelitas Descalzos
Alameda de la Fuencisla, s/n
40003 Segovia
Tel. 921 431 349
Dispone del Centro de
Espiritualidad “San Juan de la
Cruz” (Tel. 921 431 961), destinado a reuniones, ejercicios y
retiros espirituales, etc. Posee
hospedería para los asistentes.
Convento del Corpus Christi
(Clarisas Franciscanas)
Convento de San Juan de Dios
(Franciscanas de la T.O.R.)
Plaza del Corpus, 7
40001 Segovia
Tel. 921 435 541
C/ Desamparados, 3
40003 Segovia
Tel. 921 460 387
La comunidad trabaja en un
taller artesanal de encuadernación de servicio público.
Las religiosas efectúan lavado y
planchado de ornamentos litúrgicos y asimismo restauran
ornamentos para el culto.
Convento de la Inmaculada
Concepción (Concepcionistas
Franciscanas)
Monasterio de Santa María de El
Parral (Monjes Jerónimos)
Convento de Madres Carmelitas
Descalzas
C/ Licenciado Peralta, 7
40001 Segovia
Tel. 921 462 055
Subida de El Parral, 2
40003 Segovia
Tel. 921 431 298
C/ Marqués del Arco, 40
40003 Segovia
Tel. 921 460 715
La comunidad trabaja en un
obrador de bollería con servicio
al público.
La comunidad realiza trabajos
varios por encargo. No se puede
visitar por ser de clausura.
Convento de Santo Domingo el
Real (Madres Dominicas)
Los monjes fabrican bancos
para iglesias, por encargo. El
monasterio dispone de una hospedería sólo para hombres con
cuatro habitaciones individuales.
Monasterio de San Vicente el
Real (Orden Cisterciense de la
Común Observancia)
C/ San Vicente el Real, 44
40003 Segovia
Tel. 921 432 026
Se organizan campamentos de
verano para niños de la provincia (julio y agosto) en el mismo
convento.
C/ Capuchinos Alta, 2
40001 Segovia
Tel. 921 460 080
PROVINCIA
La comunidad dispone de un
taller artesano de imaginería
policromada en madera, que utiliza técnicas del siglo XV.
Servicio al público.
C/ Santa Clara, 1
40466 Rapariegos
Tel. 920 309 613
Convento de Santa Clara
(Clarisas Franciscanas)
La comunidad realiza, por
encargo, bordado de mantelerías
y juegos de cama, como asimismo productos de bollería.
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