untergrombach divemasterkarte 2001

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untergrombach divemasterkarte 2001
Tauchplatzbeschreibung Baggersee
Untergrombach 'Metzgerallmend'
Ausarbeitung im Rahmen der PADI-Divemaster-Ausbildung
Ausgefertigt von Nils Troll und Thomas Müller, September 2001
Der Baggersee ,Metzgerallmend'
Der Baggersee entstand 1955 zur Kiesgewinnung. Bis 1997 war er auf eine Größe von 20
Hektar bei einer maximalen Tiefe von 25 m angewachsen. Inzwischen ist die Kiesgewinnung
eingestellt und der See dient als Erholungszentrum für die Bevölkerung. Der See hat einen
ausgewiesenen Badebereich und mehrere geschützte Uferbereiche (Naturschutzgebiete).
Anfahrt:
Untergrombach ist ein Ortsteil von Bruchsal, liegt direkt an der B3. Sowohl Bruchsal (A5 über
die B35) und Karlsruhe (A5, A8 über die B10) haben Ausfahrten die direkt auf die B3 führen.
Auf der B3 dann bis Untergrombach fahren. Im Ort dann an der großen Kreuzung Richtung
Büchenau. Die Straße führt unter einer Bahnunterführung hindurch. Nach der Bahnlinie ist
die erste Straße rechter Hand die Straße die zum Baggersee führt. Vor dem Baggersee ist
ein Parkplatz, zur rechten ist hinter dem Wald die Bahnlinie.
Die nachstehende Grafik zeigt einen möglichen Anfahrtsweg von Esslingen aus (Quelle:
www.shellgeostar.de)
©2001 Vlcinity Corp, NavTech
Abb. 1: Anfahrtsskizze
Parken:
Am Baggersee werden bei Badewetter meist Parkgebühren verlangt (EUR 4 pro Tag), und
in der Zufahrtsstraße zum See ist nur für Anwohner das Parken erlaubt.
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Abb. 2: Lageplan
Abb. 3: Blick auf den Taucher-Einstieg, vom See aus gesehen
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Tauchen im See:
Der Einstieg in den See ist laut Tauchverordnung für Taucher nur noch an einer Stelle
erlaubt. Ebenso ist laut Tauchverordnung der See für Tauchschulen zur Ausbildung jeglicher
Art gesperrt. Zwischen Mai und September ist das Tauchen im Badebereich verboten. Die
nachfolgende Karte zeigt die Position des Einstiegs in den See und den für Taucher
interessanten Bereich in der Nähe der Einstiegsstelle.
Abb. 4: Position des Gebietes der Unterwasserkarte
Das rote Rechteck zeigt den Bereich, für den die Unterwasserkarte angefertigt wurde. In
diesem Bereich befinden sich auch die .Sehenswürdigkeiten' des Sees: ein Baumstamm,
und ein kleiner ,Wald' aus mehreren Bäumen, von denen drei bis fast bis zur Oberfläche des
Sees ragen.
Diese Sehenswürdigkeiten liegen alle in einem Tiefenbereich von ca. 5 bis 10 m, wie die
nachfolgende Unterwasserkarte zeigt.
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Die Sicht im See ist - wie bei den meisten Süßwasserseen - stark abhängig von der
Jahreszeit und der aktuellen Niederschlagssituation. Als wir im September dort waren betrug
die Sicht oberhalb einer Tiefe von ca. 10 m ca. 3 bis 4 m. Unterhalb einer Tiefe von 10 m
ging die Sicht jedoch schlagartig auf ca. 50 cm bis maximal einen Meter zurück.
Unterwasserkarte. Die braunen Balken zeigen die im Wasser befindlichen .
Sehenswürdigkeiten', den großen Baumstamm auf der rechten Seite der Tauchkarte und den
kleinen ,Wald', dessen Spitzen bis kurz unter die Wasseroberfläche reichen.
Abb. 5: Tiefenlinien-Karte
Tauchgangsbeschreibung:
Für einen Tauchgang bietet es sich an, zuerst den im Wasser liegenden Baumstamm (mit
dem daneben befindlichen Einkaufswagen, siehe Bilder) und danach den kleinen 'Wald1
Abb. 6: Dreidimensionale Darstellung der Unterwasserkarte
-5anzusteuern. Beide Ziele können problemlos innerhalb eines halbstündigen Tauchgangs
genauer inspiziert werden, ohne Probleme, wieder zurück zum Tauchplatz zu kommen. Auch
um den Luftverbrauch braucht man sich dabei keine zu großen Gedanken machen, da der
Tauchgang sich immer in einer Tiefe von maximal 10-12 m abspielt.
Um zu dem ersten Ziel, dem im Wasser liegenden Baumstamm, zu kommen, schlägt man
vom Einstieg aus in nordwestlicher Richtung den Kurs von 320 Grad ein. Man taucht zuerst
im Flachwasser bis zum Ende der Furt, wobei auch eine kurze Passage von
Pflanzenbewuchs gekreuzt werden muß. In einer Tiefe von ca. 2,5 m erreicht man das
'Freiwasser', Man folgt weiterhin dem gleichen Kurs und stößt bei einer Tiefe von ca. 5 m
dem im Wasser liegenden Baum. Wenn man dem Baum folgt, kommt man bis auf eine Tiefe
von ca. 10 m. Während des Abstiegs passiert man dabei einen alten Einkaufswagen, der
sich in Tauchrichtung links des Baumstamms befindet.
Wenn man am Ende des Baumstamms auf einer Tiefe von 10 m angekommen ist, wendet
man sich nach rechts und schlägt einen Kurs von ca. 50 Grad in nordöstlicher Richtung ein.
Hinter einer leichten Erhebung, um die man auch links herumtauchen kann, erreicht man
dann in einer Tiefe von ca. 6 bis 8 m einen kleinen Wald. Drei größere Baumstämme ragen
steil nach oben und erreichen fast die Wasseroberfläche. Man kann zwischen den Bäumen
etwas umher tauchen und dann der Halde noch ein Stück in nordöstlicher Richtung weiter
folgen, wobei jedoch keine Sehenswürdigkeiten mehr zu sehen sind.
Für den Rückkurs folgt man einfach der Halde (zur linken Schulter) auf gleicher Höhe. Man
passiert wieder das Wäldchen, und wenn man den einzelnen Baumstamm erreicht, taucht
man am Baum entlang auf bis zur Tiefe von ca. 5 m. Wenn man von dort aus wieder den
Kurs von 140 Grad einschlägt, kommt man wieder direkt beim Ursprünglichen Einstieg
heraus.
Die nachfolgende Abbildung zeigt den Kurs des Tauchgangs als rote Linie.
Einstiegspunkt
Abb. 7: Grafische Darstellung des Tauchgangs
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Bilder vom Tauchgang und vom See
Alle Bilder wurden übrigens mit der Unterwasserkamera von Joachim Gramsch geschossen,
für deren Überlassung nochmals herzlichen Dank! Für die teilweise etwas fragliche Qualität
der Bilder ist allerdings nicht die Kamera verantwortlich, sondern einerseits die recht
schlechte Unterwassersicht während unserer Tauchgänge (auf den Bildern ist teilweise mehr
zu sehen, als wir während des Tauchgangs selbst gesehen haben) und außerdem die
Unerfahrenheit des Unterwasserfotografen (Thomas), der hier seine ersten Lernversuche mit
einer Unterwasserkamera unternahm.
Zwei Taucher, bereit, allen Gefahren beim Erstellen der
Unterwasserkarte tapfer ins Auge zu schauen!
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Der erste, große, Baumstamm.
Man sieht, daß hier schon einige Taucher ihre Boje
festgemacht haben!
Der Einkaufswagen. Er steht direkt neben dem großen
Baumstamm. Irgendjemand hat ihn mit einem Sack
beschwert, damit er auch wirklich stehen bleibt...
Nils befestigt unsere erste Boje am Baumstamm, damit wir
später die Position des Baumes über Wasser anpeilen
können
Die Leine ist befestigt. Man beachte den stolzen Blick.
Eine professionell befestigte Leine....
Baumgestrüpp kurz unterhalb der Stelle, von wo aus die
drei Baumstämme bis kurz unterhalb der Oberfläche
emporragen
Die zweite Boje wird an den senkrecht im Wasser
stehenden Stämmen befestigt
eine Astgabel im Wasser.
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Pflanzenbewuchs im Bereich der Einstietisstelle
Blick vom Einstiegsbereich auf den See. Auf der
rechten Bildhälfte ist die Insel zu sehen.
Blick auf den Badebereich des Sees vom Wasser aus.
Rechts ist der Tauchereinstieg zu erkennen.
Ausweich-Tauchplatz
Falls ein Tauchgang am Baggersee in Untergrombach aus irgend einem Grund nicht möglich ist, oder
man den zweiten Tauchgang des Tages lieber an einem anderen See machen möchte, so gibt es im
Oberrhein-Tal eine ganze Reihe schöner Baggerseen, die sich zum Tauchen eignen. Der nächste See,
an dem Tauchen auch möglich ist, ist der Linkenheimer Baggersee. Aber Achtung: Hier gibt es noch
Baggeraktivitäten, und es befinden sich hier eine ganze Reihe von Stahlseilen zum Vertäuen der
Baggerschiffe im Wasser!
Die nachfolgende Abbildung zeigt die Anfahrtsskizze nach Linkenheim von Untergrombach aus. Die
Lage der beiden Seen ist hier auch gut zu erkennen.
Abb. 8: Anfahrtsskizze zum Ausweichtauchplatz Baggersee Linkenheim
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Notfallplan Baggersee Untergrombach
Im Falle eines Unfalls:
1.Berge das Opfer, falls notwendig
2.Beurteile die Situation
3.Übernimm
die Kontrolle über die Situation und starte die Aktion.
4.Delegiere Aufgaben
5.Ergreife lebensrettende Sofortmassnahmen und leiste Erste Hilfe
6.Habe
den Unfallort unter Kontrolle und stelle sicher,dass die lebensrettenden
Sofortmassnahmen und die Erste Hilfe fortgesetzt werden,bis der
Rettungsdienst eintrifft.
7.Sorge
für den Transport des Patienten
Falls es sich um einen Tauchunfall handelt, versorge den Patienten mit Sauerstoff
(falls Du solchen dabeihast)!
Halte Lampen für das Rettungspersonal zur Verfügung, da die Sichtverhältnisse im
See es bei einer möglichen Suche erfordern können!
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Wichtige Notrufnummern, Stand 01.09.2001
Unfall-Rettungsdienst
Notarzt. Rettungsleitstelle DRK, Am Mantel 3
Tel. 0 72 51 /1 92 22
Ärztliche Bereitschaft
Fr 18 00 - Mo. 6.00 Uhr und Feiertage
Bruchsal. Zollhallenstraße 6
Tel. 0 72 51 /1 92 92
Apotheken Notdienst
Tel. 0 72 51 /1 92 22 DAN
(Diver-Alert-Network)
Tel. 0431 / 54090
Tel. 0041 1 14 14
Tel. 0041 1 383 1111
Giftnotrufzentrale Freiburg
Tel. 0 76 1 / 1 9 240
Folgende Angaben sind wichtig bei der Notrufmeldung:
1.WO
ist es passiert? (Baggersee Untergrombach)
2.WAS
ist geschehen?
3.WIEVIEL
Verletzte
4.WELCHE
Art von Verletzungen? Hinweis auf Tauchunfall geben!
5.WARTEN auf
Rückfragen...
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Notfall-Adressen:
Druckkammern in der weiteren Umgebung mit 24-Stunden-Dienst
1. Mannheim
HBO-Zentrum Rhein-Neckar
am Diakoniekrankenhaus Mannheim
Speyerer Strasse 91-93
68163 Mannheim
Telefon: 0621 8102390
Nach Dienst: 0621 81020
2. Stuttgart
HBO-Zentrum Stuttgart
König-Karl-Straße 66
D-70372 Stuttgart
Telefon 0711 5094453
nach Dienst 0711 19222 (Rettungsleitstelle)
Hubschrauberlandeplatz
3. Stuttgart
Druckkammer-Centrum Stuttgart, DCS 1
Heilbronnerstrasse 300
D-70469 Stuttgart
Telefon 0711 851032
nach Dienst 0711 19222 (Rettungsleitstelle)
Hubschrauberlandeplatz Robert-Bosch-Krankenhaus
Ärzte
Dr. Susanne Stoffel
(Allgemeinmedizin)
Wendelinusstraße 37 76646
Bruchsal-Untergrombach Tel.:
(07257)2184
Gemeinschaftspraxis Dr. med. Gerlind Duczek und Dr. med. Peter Duczek
(Allgemeinmedizin)
Obergrombacher Str. 16 a 76646
Bruchsal-Untergrombach Tel.:
(07257)92345
Apotheken:
Michaelsberg Apotheke
Weingartener Str. 2 76646 Bruchsal-Untergrombach Tel.:
(07257)3727
St. Georg Apotheke
Büchenauer Str. 28 76646 Bruchsal-Untergrombach Tel.: (07257)
2056
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Sonstiges
Krankenhaus Bruchsal
(Kreisstiftung des Landkreises Karlsruhe, Fürst Stimm Hospitalfonds, Fachabteilungen für
Anästhesie,)
Gutleutstraße9-14
76646 Bruchsal
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Tel.: (07251)708-0
DRK Rettungswache Bruchsal
Die Rettungswache befindet sich im Verwaltungsgebäude des DRK Kreisverbandes Karlsruhe e.V., Am
Mantel 3 in 76646 Bruchsal.
Zur Rettungswache Bruchsal gehört auch das Notarzt-System, das allerdings am Krankenhaus
Bruchsal stationiert ist. Das Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF) ist mit einem Rettungsassistenten und
überwiegend einem Arzt des Krankenhauses Bruchsal besetzt. Bei einem Notfall rücken diese von der
NEF-Wache aus und treffen sich am Notfallort mit dem Rettungswagen (Rendezvous-System). Das
hat den Vorteil, dass der Notarzt jederzeit flexibel eingesetzt werden kann und nicht an einen
Rettungswagen gebunden ist.
An der Wache am Mantel sind 2 Rettungswagen stationiert, die mit allen notwendigen Geräten
ausgerüstet sind, um die Vitalfunktionen (Atmung / Herz-Kreislauf) aufrecht zu erhalten. Dazu gehört
z.B. ein portables EKG mit integriertem Defibrillator und eine Beatmungsmaschine. Auf jedem
Rettungswagen ist immer mindestens 1 Rettungsassistent, der bis zum Eintreffen des Notarztes
selbstständig geeignete Massnahmen ergreifen kann, die zur Lebensrettung /-erhaltung notwendig sind.
Zusätzlich zu den Rettungswagen ist auf der Wache Bruchsal ein KTW (Krankenwagen) stationiert.
Dieser wird für einfache Krankentransporte, bei denen keine vitale Gefährdung des Patienten vorliegt,
eingesetzt. Im Notfall kann allerdings auch er zur Erstversorgung eingesetzt werden, da er ebenfalls
über einen Notfallkoffer und Sauerstoff verfügt. Krankentransporte sind z.B. die liegende Einweisung in
ein Krankenhaus oder Arztpraxis zur Behandlung. Der KTW ist überwiegend mit einem
Rettungsassistenten oder mindestens 1 Rettungssanitäter besetzt
Abb. 9: Lage der DRK-Rettungswache Bruchsal
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