Filme mit Inhalt 2013/14

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Filme mit Inhalt 2013/14
Words & Pictures ..................................................................................................................... 4
Fascinating India (auch in 3D) ................................................................................................ 5
Und in der Mitte, da sind wir .................................................................................................. 7
Das Schicksal ist ein mieser Verräter ..................................................................................... 8
Tinkerbell und die Piratenfee (auch in 3D) ......................................................................... 10
Boyhood ................................................................................................................................... 11
Lauf Junge lauf ....................................................................................................................... 13
Nix wie weg vom Planeten Erde (auch in 3D) ...................................................................... 14
Kreuzweg................................................................................................................................. 16
Das magische Haus (auch in 3D) ........................................................................................... 18
Amazonia - Abenteuer im Regenwald (auch in 3D) ............................................................ 20
Das Kind in der Schachtel ..................................................................................................... 22
Die Schöne und das Biest ....................................................................................................... 24
Muppets Most Wanted........................................................................................................... 26
Disconnect ............................................................................................................................... 28
Spuren ..................................................................................................................................... 29
Die schwarzen Brüder ............................................................................................................ 31
Ida ............................................................................................................................................ 33
The LEGO Movie (auch in 3D) ............................................................................................. 34
Die Bestimmung - Divergent ................................................................................................. 37
Dancing in Jaffa ...................................................................................................................... 39
Im Zweifel schuldig ................................................................................................................ 40
Her ........................................................................................................................................... 42
Hannas Reise ........................................................................................................................... 44
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand ..................................... 46
Everyday Rebellion ................................................................................................................ 48
Der stille Berg ......................................................................................................................... 50
Pettersson und Findus - Kleiner Quälgeist - große Freundschaft ..................................... 52
Die Bücherdiebin .................................................................................................................... 54
Bibi & Tina ............................................................................................................................. 56
Macht Energie ........................................................................................................................ 58
Philomena ................................................................................................................................ 60
Pompeii .................................................................................................................................... 62
Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman (auch in 3D) ................................................ 64
Tarzan (auch in 3D) ............................................................................................................... 66
Monuments Men - Ungewöhnliche Helden .......................................................................... 68
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Dallas Buyers Club ................................................................................................................. 70
Free Birds - Esst uns an einem anderen Tag (auch in 3D) ................................................. 72
Mandela: Der lange Weg zur Freiheit .................................................................................. 74
Belle & Sebastian .................................................................................................................... 76
Die Reise zum sichersten Ort der Erde ................................................................................ 78
Fünf Freunde 3 ....................................................................................................................... 79
12 Years a Slave ...................................................................................................................... 81
Das Geheimnis der Bäume .................................................................................................... 83
Der Medicus (exkl. f. Schulen ab 16.12!) .............................................................................. 85
Der Butler................................................................................................................................ 88
Dinosaurier - Im Reich der Giganten (auch in 3D) ............................................................. 90
Tom Turbo - Von 0 auf 111 ................................................................................................... 92
Master of the Universe ........................................................................................................... 94
Der Hobbit: Smaugs Einöde (auch in HFR 3D!) ................................................................. 96
Ganz weit hinten ..................................................................................................................... 98
Auf dem Weg zur Schule ..................................................................................................... 100
Chasing Ice (engl. U-Mat.!) ................................................................................................. 102
Die Eiskönigin - Völlig unverfroren (auch in 3D) ............................................................. 104
Die Legende vom Weihnachtsstern .................................................................................... 106
Die Tribute von Panem - Catching Fire ............................................................................. 108
Captain Phillips .................................................................................................................... 110
Das kleine Gespenst .............................................................................................................. 112
Michael Kohlhaas ................................................................................................................. 114
Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt ................................................................................ 116
Der Teufelsgeiger.................................................................................................................. 118
Exit Marrakech .................................................................................................................... 120
Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 (auch in 3D) .................................................. 122
Alphabet ................................................................................................................................ 124
Gravity (auch in 3D) ............................................................................................................ 126
Der Geschmack von Apfelkernen ....................................................................................... 128
First Position ......................................................................................................................... 130
Keinohrhase und Zweiohrküken (auch in 3D) .................................................................. 131
Population Boom .................................................................................................................. 134
Da geht noch was .................................................................................................................. 136
Die Alpen - Unsere Berge von oben .................................................................................... 138
Die 727 Tage ohne Karamo - Ein Liebesfilm gegen das Gesetz ....................................... 140
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Das Mädchen Wadjda .......................................................................................................... 142
Planes (auch in 3D) ............................................................................................................... 144
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Words & Pictures
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Tragikomödie. USA 2013. 111 Minuten.
Regie: Fred Schepisi
Mit: Juliette Binoche, Clive Owen
Clive Owen und Juliette Binoche im Kunst-Wettkampf: Als Lehrer sehen sie jeweils ihr Fach
- er: Englisch, sie: Kunst - als das wichtigere an. Doch zwischen Wörtern und Bildern findet
schließlich auch noch die Liebe ihren Platz ...
Filmstart: 13. Juni 2014
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Titel
Words & Pictures
OriginaltitelWords & Pictures
Genre Tragikomödie
Land, Jahr USA, 2013
Länge 111 Minuten
Regie Fred Schepisi
Darsteller Juliette Binoche, Clive Owen
Verleih Constantin Film
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Fascinating India (auch in 3D)
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Dokumentation. Deutschland, Indien 2014. 91 Minuten.
Der riesige Subkontinent als spektakulärer Bilderrausch: wunderschöne Doku über eines der
bekanntesten und zugleich geheimnisvollsten Länder der Welt.
Filmstart: 13. Juni 2014
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Größer, schärfer, lauter. Indien ist für viele im Westen ein Sehnsuchtsort - sei es kulinarisch,
spirituell oder kulturell. Dass es „das Indien“ an sich gar nicht gibt, weil auf dem indischen
Subkontinent die unterschiedlichsten Landschaften, Gesellschaftsformen und Religionen zu
finden sind, erkennen viele erst auf den zweiten Blick.
In letzter Zeit waren es vor allem die heftigen sozialpolitischen Missstände, die die
Schlagzeilen über Indien dominiert haben - und es wird bewusst, dass dem
zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt noch ein weiter Weg zu einer modernen
Gesellschaft bevorsteht. Woher ein Teil der Kraft für diesen Weg kommen könnte, nämlich
aus der reichhaltigen Geschichte und Kultur, dem geht der deutsche Filmemacher Simon
Busch nach. Fascinating India ist eine aufregende Bilderreise durch ein riesiges, unglaublich
komplexes Land, das wir hauptsächlich aus Klischees kennen - mit viel Begeisterung und
Einsatzfreude schaffen es Busch und sein Team, uns daran vorbei einen ehrlichen Blick auf
Indiens berühmteste Orte zu verschaffen. Die Stationen der Reise sind die bedeutendsten
Städte und Tempelanlagen, vom Taj Mahal über den Tempelbezirk Ranakpur, Jodhpur und
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Jaipur bis zum Basar von Delhi. Beeindruckende, umwerfend schöne 3D-Bilder mit
drastischer Eindringlichkeit abseits vom exotischen Postkarten-Idyll: eine traumhafte und
spannende Kinoreise, ganz ohne Flugticket.
Titel
Fascinating India
OriginaltitelFascinating India
Genre Dokumentation
Land, Jahr Deutschland/Indien, 2014
Länge 91 Minuten
Verleih Thimfilm
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Und in der Mitte, da sind wir
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Dokumentation. Österreich 2014.
Regie: Sebastian Brameshuber
Ebensee hat was Verstörendes. Das hat nicht nur mit der Lage am finsteren Ende des
Traunsees zu tun, oder damit, dass In 3 Tagen bist du tot hier gedreht wurde. Hier war ein KZ,
und hier, bei der alljährlichen Gedenkfeier, gab es 2009 eine berüchtigte Störaktion - und
seither ist der Ort als Nazidorf verschrien. Die Doku von Sebastian Brameshuber begleitet
drei Jugendliche ein Jahr lang in ihrem Alltag. Wie gehen sie mit all dem um?
Filmstart: 13. Juni 2014
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Titel
Und in der Mitte, da sind wir
OriginaltitelUnd in der Mitte, da sind wir
Genre Dokumentation
Land, Jahr Österreich, 2014
Regie Sebastian Brameshuber
Verleih Filmladen
7
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Drama, Liebesfilm. USA 2014. 125 Minuten.
Regie: Josh Boone
Mit: Shailene Woodley, Ansel Elgort
Der Frühling! Die Liebe! Zwei Sechzehnjährige, turtelnd, Briefe schreibend! Eine güldene
Zukunft! Moment, nein, keine Zukunft: Hazel (Shailene Woodley) und Gus (Ansel Elgort)
haben beide Krebs … Josh Boone hat den großartigen, witzigen, tieftraurigen Roman über die
beiden verfilmt.
Filmstart: 13. Juni 2014
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Hazel Grace Lancaster (Shailene Woodley, Tris aus Divergent - Die Bestimmung) ist 16 Jahre
alt, schlagfertig, voller Einfälle. Und sie hat Lungenkrebs, seit sie 13 ist. "Wir können uns
traurige Geschichten schönreden: Nichts ist so verkorkst, dass es ein Peter-Gabriel-Song nicht
in Ordnung bringen könnte. Aber das ist nicht die Wahrheit." Wahr ist: Hazel wird nicht ewig
weiterleben. Und bis dahin bleiben ihre ständigen Begleiter eine Sauerstoffflasche auf Rollen
und die besorgten Gesichter ihrer Eltern.
Eigentlich nur ihrer Mutter zuliebe geht Hazel in eine Selbsthilfegruppe für junge
Krebspatienten. Mut soll man hier kriegen, aber Mut ist Mangelware, wenn da einer wie Isaac
(Nat Wolff) sitzt, der durch einen Tumor ein Auge verloren hat und nun seit kurzem weiß,
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dass auch sein zweites entfernt werden soll. Isaac hat einen Freund mitgebracht, Augustus
"Gus" Waters (Ansel Elgort, der in Divergent - Die Bestimmung Tris' Bruder spielt). Gus hat
beißenden Humor und nur ein Bein; das andere wurde ihm abgenommen, aber dafür ist er
jetzt seinen Knochenkrebs los.
Gus flirtet unverhohlen mit Hazel, aber obwohl er ihr gefällt, zieht sie die Notbremse. Es
reicht, wenn ihre Eltern eines Tages um sie trauern müssen, da kann sie nicht auch noch einen
Freund brauchen: "Ich bin eine Zeitbombe. Ich werde eines Tages hochgehen, und ich werde
alles in meinem Umfeld zerstören. Ich will dir nicht wehtun."
Doch Gus ist hartnäckig, und allmählich beginnt Hazel, sich dieser Sache namens Liebe zu
öffnen. Gus ist sogar einer, dem sie ihr Lieblingsbuch empfehlen kann, Ein herrschaftliches
Leiden, von einem niederländischen Autor namens Peter van Houten (Willem Dafoe), über
ein junges Mädchen, das Krebs hat. Das Buch bricht mitten im Satz ab, und Hazel ist
deswegen schwer beunruhigt. Da kommt Gus auf eine Idee: Was, wenn Hazel und er einfach
nach Amsterdam fahren, und van Houten selbst fragen, was das bedeuten soll?
Mit Josh Boone hat Peter Greenes Das Schicksal ist ein mieser Verräter einen sensiblen,
jungen Regisseur gefunden, dem es gelungen ist, die Essenz dieses wunderbaren Buches
einzufangen: Kein "Krebsfilm", sondern eine Liebesgeschichte unter erschwerten Umständen,
in der Abschied leider eine große Rolle spielt - aber Humor und Menschlichkeit eine noch viel
größere.
Titel
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
OriginaltitelThe Fault in Our Stars
Genre Drama/Liebesfilm
Land, Jahr USA, 2014
Länge 125 Minuten
Regie Josh Boone
Drehbuch Scott Neustadter, Michael H. Weber basierend auf dem Roman von John Green
Kamera Ben Richardson
Schnitt Robb Sullivan
Musik Mike Mogis, Nate Walcott
Produktion Marty Bowen, Wyck Godfrey
Shailene Woodley, Ansel Elgort, Laura Dern, Willem Dafoe, Lotte Verbeek, Sam Trammell,
Darsteller
Nat Wolff
Verleih Centfox
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Tinkerbell und die Piratenfee (auch in 3D)
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Animation, Kinderfilm. USA 2014. 78 Minuten.
Regie: Peggy Holmes
Der blaue Feenglanz ist gestohlen worden - um ihn zurückzuholen, müssen sich die Feen um
Tinkerbell in ein großes Abenteuer inklusive echter Piraten stürzen.
Filmstart: 12. Juni 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Titel
Tinkerbell und die Piratenfee
Originaltitel The Pirate Fairy
Genre
Animation/Kinderfilm
Land, Jahr
USA, 2014
Länge
78 Minuten
Regie
Peggy Holmes
Stimmen in der OVMae Whitman, Christina Hendricks, Lucy Liu, Tom Hiddleston
Verleih
Walt Disney Studios
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Boyhood
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial verfügbar)
Drama. USA 2014. 165 Minuten.
Regie: Richard Linklater
Mit: Ellar Coltrane, Patricia Arquette, Ethan Hawke
In den 12 Jahren seiner Schulzeit begleiten wir Mason (Ellar Coltrane), seine Eltern (Patricia
Arquette & Ethan Hawke) und seine Familie - eine spannende und sehr bewegende
Geschichte vom Erwachsenwerden von Richard Linklater. Silberner Bär in Berlin!
Filmstart: 5. Juni 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Mason (Ellar Coltrane) lebt gemeinsam mit seiner älteren Schwester Samantha (Lorelei
Linklater, die Tochter des Filmemachers) bei seiner allein erziehenden Mutter Olivia (Patricia
Arquette). Mit dem Schuleintritt beginnt ein neuer Lebensabschnitt für ihn, er wird vom
träumerischen Kind zum komplizieren Teenager - begleitet von seinem Vater Mason Sr.
(Ethan Hawke), der immer wieder und nicht immer erfolgreich versucht, der beste Dad der
Welt zu sein, und einigen Stiefvätern, mit denen sich Mason meist nicht besonders gut
versteht …
"Ich wollte schon immer einen Film über die Kindheit machen. Nur - an welchem Punkt setzt
man da an? Den Moment der Kindheit kann man nicht genau ausmachen. Ich wollte es an der
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kompletten Schulzeit festmachen. Und irgendwann fiel mir ein, dass man es so versuchen
sollte: Dreh einfach ein bisschen was, jedes Jahr, und das eine entsprechende Zeit lang",
erzählte uns Richard Linklater heuer in Berlin. Leicht gesagt - aber unglaublich aufwändig
umgesetzt: Über 12 Jahre lang, von 2002 bis 2013, drehte Linklater jeweils eine Woche lang
mit den selben Darstellern seine Geschichte einer Jugend: ein grandioses, bewegendes und
erstaunlich kompaktes Porträt eines Kindes auf dem Weg ins eigene Leben.
Titel
Boyhood
OriginaltitelBoyhood
Genre Drama
Land, Jahr USA, 2014
Länge 165 Minuten
Regie Richard Linklater
Drehbuch Richard Linklater
Kamera Lee Daniel, Shane F. Kelly
Schnitt Sandra Adair
Produktion Richard Linklater, Jonathan Sehring, John Sloss, Cathleen Sutherland
Darsteller Ellar Coltrane, Patricia Arquette, Ethan Hawke, Lorelei Linklater, Tamara Jolaine
Verleih UPI
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Lauf Junge lauf
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial verfügbar)
Drama. Deutschland 2013.
Regie: Pepe Danquart
Mit: Andrzej Tkacz, Kamil Tkacz
Basierend auf einer wahren Geschichte wird der Überlebenskampf eines Buben geschildert,
dem die Flucht aus dem Warschauer Ghetto gelungen ist.
Filmstart: 29. Mai 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Titel
Lauf Junge lauf
OriginaltitelLauf Junge lauf
Genre Drama
Land, Jahr Deutschland, 2013
Regie Pepe Danquart
Darsteller Andrzej Tkacz, Kamil Tkacz
Verleih Filmladen
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Nix wie weg vom Planeten Erde (auch in
3D)
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Animation, Komödie. USA 2013. 89 Minuten.
Regie: Cal Brunker
Kleine blaue Männlein und die wirklich wahre Wahrheit hinter der sagenumwobenen Area
51: quietschbuntes wie -fideles Familien-Entertainment mit Animations-Aliens und Captain
Kirk William Shatner als Stimmband-Schurken.
Filmstart: 29. Mai 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Außerirdisch genial. Die Erfolgsgeschichten der modernen Informationstechnologien müssen
womöglich ganz neu geschrieben werden. Denn die Innovationen von Google, Facebook &
Apple wurden in Wahrheit gar nicht von Menschenhand oder -hirn in die Welt gesetzt,
sondern von - man hätte es fast geahnt - Aliens. Aus allen möglichen entfernten Galaxien hat
man dafür die klügsten Köpfe in die Vereinigten Staaten gelockt - wenngleich auch mit ganz
und gar nicht lauteren Mitteln. Nach klassischem Headhunting steht ihm nämlich mitnichten
der Sinn, dem hinterfotzigen General Shanker (im Original von William Shatner gesprochen),
der die diversen kleinen grünen und natürlich auch die großen andersbunten Männchen wider
deren Willen gefangen hält, um ihre genialen Gedankengänge dann zu barer Münze zu
machen.
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Erwischt! Der neueste Zugang auf dem militärischen Sperrgebiet der Area 51 in der Wüste
Nevadas - ja, es gibt sie wirklich! - passt auf den ersten Blick nicht so recht ins Schema: Der
blitzeblaue Astronaut Scorch Supernova (Stimme in der OV: Brendan Fraser) ist auf seinem
Heimatplaneten Baab gemeinhin so etwas wie der Liebling der Nation, einer, der sich
todesmutig auf gewagte Missionen zu fremden Planeten aufmacht, wenn es gilt, Leben zu
retten und Unheil zu verhindern. Nach einem Streit mit seinem besonneneren Nerd-Bruder
Gary (OV-Stimme: Rob Corddry), der ihn im Normalfall aus dem ärgsten intergalaktischen
Schlamassel raushält, hatte sich Scorch entgegen aller Warnungen auf eigene Faust auf eine
Expedition zu einem besonders gefährlichen Planeten begeben - und war so in Shankers
Fängen gelandet. Wohl oder übel muss der eher ängstliche Gary nun seine eigene
Rettungsmission starten: Schwups, so geht es also auf in Richtung Erde - um gleich danach so
schnell wie möglich wieder von dort wegzukommen ...
Wer ist hier der Alien? Die Frage, wie Außerirdische uns Menschen sehen, steht im
Mittelpunkt von Nix wie weg vom Planeten Erde, und dient als Basis für etliche wirklich
gefällige Gags. Wie sich diese auf dem US-Markt schon vor gut einem Jahr recht erfolgreich
gelaufene Indie-Produktion überhaupt generell einen großen, närrischen Spaß aus dem AlienSzenario macht - und damit erneut, betont grell und schnell, die These widerlegt, dass gut
abgeschmeckte Animationskost nur von den üblichen Big Playern wie Pixar & Co. zu haben
sei.
Titel
Nix wie weg vom Planeten Erde
Originaltitel Escape from Planet Earth
Genre
Animation/Komödie
Land, Jahr USA, 2013
Länge
89 Minuten
Regie
Cal Brunker
Drehbuch Cal Brunker, Bob Barlen
Kamera
Matthew A. Ward
Schnitt
Matt Landon, Scott Winlaw
Musik
Aaron Zigman
Produktion Luke Carroll, Brian Inerfeld, Catherine Winder
Stimmen in der Brendan Fraser, Ricky Gervais, Rob Corddry, Sarah Jessica Parker, Jessica Alba, Sofía
OV
Vergara, William Shatner, Steve Zahn, George Lopez, Jane Lynch
Verleih
Sony
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Kreuzweg
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Drama. Deutschland 2014. 107 Minuten.
Regie: Dietrich Brüggemann
Mit: Lea van Acken, Franziska Weisz, Florian Stetter
Himmel, hilf! Ein junges Mädchen verrennt sich mit tödlicher Radikalität in den Glauben, und
ihre selbstgerechte Mutter (Franziska Weisz) sieht dabei zu: Eindrucksvoller Silberner-BärenGewinner von Dietrich und Anna Brüggemann (Zwei Zimmer, Küche, Bad).
Filmstart: 22. Mai 2014
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Die 14-jährige Maria (Lea van Acken) hat einen Entschluss gefasst. Sie will tun, was Gott
gefällt, sie will alles richtig machen, sie will beten und gut sein, und sie will vor allem ihre
strenge Mutter (Franziska Weisz) nicht verärgern. Und vielleicht, wenn sie dieses Opfer
bringt, wird Gott ihrem kleinen Bruder die Sprache schenken.
Kuhhandel. Was so absurd klingt, ist in Marias Welt nicht undenkbar: Es ist eine Welt, in der
harte Gesetze gelten. Und Marias Mutter ist Judikative und Exekutive zugleich. Marias Eltern
sind Mitglieder der fundamentalkatholischen Paulusbrüder (angelehnt an die real existierende
Bruderschaft Pius X.). In einer Familie wie dieser ist Heiligkeit ein reales Ziel, das angestrebt
werden muss, egal welche Signale die Umgebung, die Gefühle oder der eigene Körper
senden. Andere Mädchen in Marias Alter verknallen sich, begehren auf, pubertieren, was das
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Zeug hält, Optionen, die für Maria nicht einmal denkbar sind. Trotzdem gerät sie wieder und
wieder an ihre Mutter, was aber ncht an Marias Widerborstigkeit liegt, sondern daran, dass sie
dieser bigotten, selbstgerechten Frau nichts recht machen kann. Kirchenchor? Kommt nicht in
Frage, die singen auch Gospelmusik, und das ist dämonisch! Und warum kann Maria nicht
endlich fröhlich schauen auf dem Familienfoto? Einmal normal dreinschauen, ist denn das zu
viel verlangt! Als ob Fröhlichkeit in dieser Welt eine Option wäre.
Kreuzweg ist ein formal strenger Film, der unglaubliche emotionale Kraft freisetzt: In 14
starren, langen Kameraeinstellungen, übertitelt mit den Stationen des Kreuzwegs, erzählt
Regisseur Dietrich Brüggemann eine präzis geschriebene, atemberaubend inszenierte
Leidensgeschichte mit tödlichem Ausgang, eine Mischung aus fast dokumentarischer Strenge
und äußerstem Psychohorror, über die radikale Lebensfeindlichkeit eines falsch verstandenen
Glaubens, einen emotionalen Kindesmissbrauch unter schein-heiligen Vorzeichen. Bei der
Berlinale bekamen Dietrich Brüggemann und seine Schwester Anna für ihr radikales
Drehbuch den Silbernen Bären, für eine Geschichte über die Gefahren von religiösem
Fundamentalismus - mitten in Europa.
Titel
Kreuzweg
OriginaltitelKreuzweg
Genre Drama
Land, Jahr Deutschland, 2014
Länge 107 Minuten
Regie Dietrich Brüggemann
Drehbuch Dietrich Brüggemann, Anna Brüggemann
Kamera Alexander Sass
Schnitt Vincent Assmann
Produktion Jochen Laube
Lea van Acken, Franziska Weisz, Florian Stetter, Hanns Zischler, Birge Schade, Lucie Arom,
Darsteller
Moritz Knapp, Klaus Michael Kamp, Georg Wesch, Ramin Yazdani
Verleih Thimfilm
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Das magische Haus (auch in 3D)
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Animation, Kinderfilm. Belgien 2013. 85 Minuten.
Regie: Jeremy Degruson, Ben Stassen
Ein frecher Kater und die tollsten Zauberer-Gehilfen im Kampf um den Erhalt eines
magischen Hauses: gelungenes 3D-Abenteuer von den Machern von Sammys Abenteuer.
Filmstart: 22. Mai 2014
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Und weg sind sie ... Eben noch Haustier, jetzt Straßenkater - einfach ausgesetzt!! Zuflucht vor
menschlicher Kälte und einem aufziehenden Gewitter findet der putzige rote Tigerkater im
Haus des alten Zauberers Lawrence. Der ist zwar schon etwas zerstreut, aber ein herzensguter
Mensch. Und ein echter Magier! Alles in seinem knorrigen alten Haus ist irgendwie
verzaubert, alle möglichen Alltagsgegenstände haben Beine oder Flügel oder beides. Vom
Grammophon über die Zaubertruhe, vom Saugelefanten über den Kaugummiautomaten Lawrence bietet allen ein sicheres Dach über dem Kopf. Jetzt eben auch dem kleinen Kater,
dem er den Namen Thunder verpasst. Kaninchen Jack, ein alter Grantscherben, ist über die
Ankunft des Kuschel-Konkurrenten zwar alles andere als erfreut - aber nichts eint ja
bekanntlich so wie ein gemeinsamer Feind. Und der rüttelt auch schon unsanft an der
Haustüre: Daniel ist der Neffe des Zauberers, ein Immobilienmakler, unsympathisch bis in die
Schuhspitzen und scharf auf das Haus. Ohne Lawrence drin natürlich, den möchte er ins
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Altersheim abschieben. Und fast gelingt ihm das auch. Doch nicht nur seine saftige
Katzenallergie macht ihm zu schaffen, sondern vor allem die Tatsache, dass sich alles und
jedes im magischen Haus gegen ihn verschworen hat ...
Europäische Kinderanimationsfilme im Hollywood-Look? Dafür ist Belgier Ben Stassen
(Sammys Abenteuer) zuständig. Mit tollen 3D-Effekten und einer Schar an liebevoll zum
Leben erweckten Gegenständen bringt er auch mit Das magische Haus Kinderaugen
verlässlich zum Strahlen.
Titel
Originaltitel
Genre
Land, Jahr
Länge
Regie
Drehbuch
Musik
Produktion
Stimmen in der
DF
Verleih
Das magische Haus
The House of Magic
Animation/Kinderfilm
Belgien, 2013
85 Minuten
Jeremy Degruson, Ben Stassen
Ben Stassen, Dominic Paris, James Flynn
Ramin Djawadi
Ben Stassen, Caroline Van Iseghem
Matthias Schweighöfer, Dieter Hallervorden, Karoline Herfurth, Alec Völkel, Sascha
Vollmer
Constantin Film
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Amazonia - Abenteuer im Regenwald (auch
in 3D)
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial verfügbar)
Dokumentation. Brasilien, Frankreich 2013. 83 Minuten.
Regie: Thierry Ragobert
Seite an Seite mit einem kleinen Kapuzineräffchen erkunden wir den Regenwald ...
Entzückende Spiel-Doku mit tierisch guten Darstellern - von achtbeinigen über geflügelte,
von freundlichen bis gefährlichen.
Filmstart: 16. Mai 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Allein im Urwald. Den Flugzeugabsturz im Amazonas-Regenwald hat Kapuzineräffchen Sia
gerade noch heil überstanden, aber was kommt jetzt? Das handaufgezogene Junge kennt nur
seinen Käfig und Menschen, die brav den Futternapf auffüllen. Hier muss es lernen, seinen
Hunger und Durst selbst zu stillen. Vorsichtig wagt das Haustier erste zaghafte Schritte in die
große unbekannte Wildnis hinaus. Die Geräusche und Gerüche des Regenwaldes sind
überwältigend, überall kreucht und fleucht es auf sechs, acht oder gar hundert Beinen. Aber
welches von diesen Krabbeltieren ist harmlos, welches nicht? Was ist Futter, und worum
macht man besser einen ganz großen Bogen, weil man selber das Futter ist? Der Tukan mit
seinem riesigen bunten Schnabel kann nicht weiterhelfen, auch Schildkröte, Anakonda und
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Flussdelphin bringen das Äffchen zwar ins Staunen, aber nicht wirklich weiter. Doch Sia hat
Glück und läuft einer Gruppe Artgenossen über den Weg. Von denen kann er sich - anfangs
aus sicherer Entfernung - das Nötigste abschauen. Und plötzlich ist der Amazonas nicht mehr
nur ein großer, fremder, gefährlicher Wald, sondern wird zum Lebensraum - und
überlebensgroßen Abenteuerspielplatz für ein junges Äffchen, das seine wilde Seite entdeckt.
So schaut Universum im Kinoformat aus!
18 Monate Drehzeit mit unter anderem 40 Kapuzineraffen am größten vorstellbaren Filmset
überhaupt, dem 6 Millionen Quadratkilometer umfassenden Amazonas-Regenwald: So schaut
Universum im Kinoformat aus!
Titel
Amazonia - Abenteuer im Regenwald
OriginaltitelAmazonia
Genre Dokumentation
Land, Jahr Brasilien/Frankreich, 2013
Länge 83 Minuten
Regie Thierry Ragobert
Drehbuch Johanne Bernard, Luiz Bolognesi, Louis-Paul Desanges, Luc Marescot, Thierry Ragobert
Kamera Manuel Teran, Gustavo Hadba, Jérome Bouvier
Schnitt Nadine Verdier, Thierry Ragobert
Musik Bruno Coulais
Produktion Stéphane Millière, Laurent Baujard
Verleih Filmladen
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Das Kind in der Schachtel
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Dokumentation. Österreich 2014. 85 Minuten.
Regie: Gloria Dürnberger
Mit acht Monaten kam Gloria Dürnberger zu einer Pflegefamilie, nun sucht sie nach ihren
emotionalen Wurzeln. Diagonale-Publikumspreis!
Filmstart: 9. Mai 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Glorias Mutter leidet an Schizophrenie und anderen psychischen Problemen, sie hört
Stimmen, ist oft aufgewühlt und nicht ganz leicht berechenbar. Zuerst dachte sie, die
Schwangerschaft würde ihr helfen, mehr Halt im Leben zu finden, und so allein würde sie
dann auch nicht mehr sein. Aber wenige Monate nach der schmerzlichen Geburtserfahrung
wird ihr klar, dass das nicht funktionieren wird, auch wegen des Geldes. Also gibt sie Gloria
zu ihrer Schwester. In deren liebender Obhut wächst das Mädchen zu einer glücklichen
jungen Frau heran.
Gloria nennt ihre leibliche Mutter heute Margit. Die Mama ist eben wer anderer. Aber wie
fühlt sich das an? Und woher kommen die Verlustängste, die Gloria plagen? Sie will ihre
eigene Befindlichkeit ergründen, ihren Gefühlslagen auf den Grund gehen, verschleierte
Zusammenhänge klären - vielleicht auch, weil sie bald heiraten wird. Also macht sie einen
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Film - über sich, ihre Familie, ihre kranke Mutter. Selbstgefilmte Gespräche und
kommentarlose Szenen voller emotionaler Intensität hat die junge Regisseurin so zielsicher
montiert und in Zusammenhang gebracht, dass ihr und ihrer Arbeit die Zuschauerherzen bei
der Diagonale 2014 in Graz reihenweise zugeflogen sind: Sie hat mit Das Kind in der
Schachtel den Publikumspreis gewonnen - den wichtigsten Preis des Festivals.
Titel
Das Kind in der Schachtel
OriginaltitelDas Kind in der Schachtel
Genre Dokumentation
Land, Jahr Österreich, 2014
Länge 85 Minuten
Regie Gloria Dürnberger
Drehbuch Gloria Dürnberger
Kamera Leena Koppe, Gloria Dürnberger
Schnitt Natalie Schwager
Musik Martin Klein
Produktion Michael Kitzberger, Nikolaus Geyrhalter, Wolfgang Widerhofer, Markus Glaser
Verleih Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion
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Die Schöne und das Biest
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Fantasy, Liebesfilm. Frankreich 2014. 112 Minuten.
Regie: Christophe Gans
Mit: Léa Seydoux, Vincent Cassel
Schön wie die Liebe: Christophe Gans inszeniert den französischen Märchenklassiker in nie
dagewesener Opulenz neu - mit einer sagenhaft sinnlichen Belle (Léa Seydoux) und einem
herrlich biestigen Vincent Cassel.
Filmstart: 1. Mai 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Es war einmal ein reicher Kaufmann (André Dussolier), der hatte drei Söhne und drei
Töchter. Von den Töchtern aber war ihm Belle (Léa Seydoux) am liebsten: Wo die anderen
eitel und frivol waren, blieb Belle immer sanftmütig. Und wünschten sich die anderen
Kleider, Geschmeide und Gold, wollte Belle nur eine Rose.
Doch dann droht dem Kaufmann der Ruin. In einem Sturm gerät er in das rankenumwucherte
Schloss eines Unbekannten, und das Schicksal nimmt eine dramatische Wendung: Eine
einzige Rose wollte der Kaufmann seiner Jüngsten mitbringen, und bricht sie aus der Hecke
rund ums Schloss. Doch dafür verurteilt ihn der unheimliche Schlossherr (Vincent Cassel)
zum Tod. Belle kann das natürlich nicht zulassen: Als sie erfährt, welch Unglück ihr
unschuldiger Wunsch ausgelöst hat, eilt sie selbst zu dem Schloss, um sich zu opfern. Dort
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aber erwartet sie nicht der Tod: Von Belles Mut und wohl auch ihrem tiefen Ausschnitt
gerührt, gewährt ihr der gruselige Schlossherr das Leben - wenn sie für immer bei ihm bleibt.
Während sie nun tagsüber das verfallene Schloss erforscht und kleine, vorwitzige Geschöpfe
entdeckt, die ihr bald zu Gefährten werden, muss sie Abend für Abend in Gegenwart des
monströsen Wesens verbringen. Nachts träumt ihr, was ihm widerfahren ist: Einst war das
Biest ein edler Prinz, glücklich verliebt in die Schönste im ganzen Land (Yvonne Catterfeld) doch ein grauenvoller Fluch nahm ihm die Liebe, und verwandelte ihn zu jenem
furchteinflößenden Monster, das seither einsam im Schloss haust.
Die Story um die mutige junge Frau, die das kalte Herz ihres Kerkermeisters rührt, ist
hundertfach erzählt und nun schon zum achten Mal neu verfilmt worden: Christophe Gans,
der mit Pakt der Wölfe und Silent Hill als Thriller- und Horrorprofi beeindruckte, fusioniert
hier sein Gespür für große Gefühle und nervenzerfetzende Spannung mit überwältigenden
Special Effects - denn das Zauberschloss des Biests hat in seiner Verfilmung wesentlich mehr
zu bieten als ein paar dornige Ranken: Da gibt es turmhohe Felsmonster, niedliche
Hundegnome, zum Leben erwachende Wälder und vor allem den derzeit größten Schatz des
französischen Kinos, immer neu in atemberaubend gewagten Roben inszeniert: Léa Seydoux
(Blau ist eine warme Farbe) ist in aller Unschuld die heißeste Belle, die je auf der Leinwand
zu sehen war - und der rattenscharfe Vincent Cassel braucht ohnehin keine Empfehlung mehr.
Titel
Die Schöne und das Biest
OriginaltitelLa belle & la bête
Genre Fantasy/Liebesfilm
Land, Jahr Frankreich, 2014
Länge 112 Minuten
Regie Christophe Gans
Drehbuch Christophe Gans, Sandra Vo-Anh
Kamera Christophe Beaucarne
Schnitt Sébastien Prangère
Musik Pierre Adenot
Produktion Richard Grandpierre
Darsteller Léa Seydoux, Vincent Cassel, André Dussollier, Yvonne Catterfeld, Eduardo Noriega
Verleih Constantin Film
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Muppets Most Wanted
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Komödie. USA 2014. 107 Minuten.
Regie: James Bobin
Mit: Ricky Gervais, Tina Fey, Ty Burrell
Nach dem großen Erfolg ihres letzten Kinoabenteuers steht für die Muppets fest: "Wir
machen ein Sequel!" Allerdings geraten Sie während ihrer Europa-Tournee an den bösen
Badguy (Ricky Gervais) und einen fiesen Kermit-Doppelgänger.
Filmstart: 1. Mai 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Welterfolg haben, ist die eine Sache - mit dem Welterfolg umgehen, eine ganz andere. Das
wusste schon Pop-Legende Falco, der nach seiner US-Charts-Nummer 1 Amadeus reich, aber
frustriert resignierte: "Na jo, und wo soll ich jetzt noch hin?"
Den Muppets gehts ähnlich. Mit der Kino-Sensation Die Muppets haben sie alles
niedergerissen - wie solls also weiter bergauf gehen, wenn der Gipfel erreicht ist? Da kommt
Manager Dominic Badguy (Ricky Gervais) gerade recht: Er schlägt der bunten Truppe eine
Welttournee vor und will sich auch gleich um die Logistik kümmern. Super Idee, finden die
berühmten Puppen, und packen eifrig für die erste Destination: Berlin - und danach winken
Paris, Madrid, London und Irland! Was die Kuscheltruppe nicht ahnt: Badguy ist in Wahrheit
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ein äußerst arrivierter Verbrecher, der im Sold des berühmt-berüchtigten Constantine steht ein Supergangster, der sich derzeit als Gefangener in einem sibirischen Gulag etwas in seinem
Handlungsumfang behindert sieht. Ein seltenes Glück, dass Constantine ausgerechnet
Obermuppet Kermit extrem ähnlich schaut - und nachdem Badguy den nicht von allen Seiten
freiwilligen Austausch inszeniert, merken die Muppets, dass diese Welttournee nicht nur
künstlerischen Zwecken dient ...
Titel
Muppets Most Wanted
OriginaltitelMuppets Most Wanted
Genre Komödie
Land, Jahr USA, 2014
Länge 107 Minuten
Regie James Bobin
Drehbuch James Bobin, Nicholas Stoller
Kamera Don Burgess
Schnitt James Thomas
Musik Christophe Beck
Produktion David Hoberman, Todd Lieberman
Ricky Gervais, Tina Fey, Ty Burrell, Salma Hayek, Christoph Waltz, Stanley Tucci, Danny
Trejo, Ray Liotta, Hugh Bonneville, Tony Bennett, Lady Gaga, Sean Combs, Rob Corddry,
Darsteller Zach Galifianakis, Céline Dion, Josh Groban, Tom Hiddleston, Tom Hollander, Toby Jones,
Frank Langella, James McAvoy, Chloë Grace Moretz, Usher Raymond, Til Schweiger,
Saoirse Ronan, Miranda Richardson
Verleih Walt Disney Studios
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Disconnect
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial verfügbar)
Thriller. USA 2012. 115 Minuten.
Regie: Henry Alex Rubin
Mit: Paula Patton, Alexander Skarsgård, Jason Bateman, Michael Nyqvist, Andrea
Riseborough
So viele Freunde und Möglichkeiten für Sozialkontakte wie heute hatten wir überhaupt noch
nie. Doch die Likes und Freundschaften sind virtuell - was schmerzlich fehlt sind echte,
menschliche Kontakte. Diesem Phänomen geht Disconnect mit einer spannend ineinander
verwobenen Story auf den Grund.
Filmstart: 1. Mai 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Titel
Disconnect
OriginaltitelDisconnect
Genre Thriller
Land, Jahr USA, 2012
Länge 115 Minuten
Regie Henry Alex Rubin
Paula Patton, Alexander Skarsgård, Jason Bateman, Michael Nyqvist, Andrea
Darsteller
Riseborough, Frank Grillo, Hope Davis
Verleih Filmladen
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Spuren
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Abenteuer, Biografie. Australien 2013. 112 Minuten.
Regie: John Curran
Mit: Mia Wasikowska, Adam Driver
Eine junge Frau zieht mit vier wilden Kamelen und einem Hund quer durch die
westaustralische Wüste … Großartige Verfilmung des legendären Abenteuers der
australischen Autorin Robyn Davidson, mit der wunderbaren Mia Wasikowska.
Filmstart: 18. April 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Wie eine geborene Abenteurerin sieht sie wirklich nicht aus, als sie Mitte der 70er im rauen
Alice Springs im Herzen Australiens ankommt: ein zartes, blondes Mädel in offenen Schuhen,
das schüchtern, fast ein wenig verhuscht wirkt und kaum ein Wort rausbringt. Aber die
passende Optik war Robyn (Mia Wasikowska) noch nie wichtig. Dafür weiß sie ganz genau,
was sie sonst will: An ihre Grenzen gehen, wissen, wer sie ist und was sie kann. Also verdingt
sie sich beim super-unsympathischen Exil-Österreicher Kurt (Rainer Bock), der eine
Kamelfarm betreibt: Er soll ihr beibringen, wie man wilde Kamele zähmt, von denen es, einst
aus Indien als eingeführt, in Australien gar nicht wenige gibt. Denn Robyn hat einen Plan, den
alle außer ihr für völlig irrwitzig halten: Nur von ihrem Hund und drei Lastkamelen begleitet,
will sie die westaustralische Wüste durchqueren. Zu Fuß, wohlgemerkt.
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Beharrlich und unbeirrbar arbeitet Robyn an der Realisierung ihres Vorhabens. Unterstützung
hat sie wenig, von Kurt wird sie gar um ihren Lohn betrogen - doch schließlich steht sie
trotzdem mit drei selbstgezähmten, eigenen Kamelen da, sogar plus Bonus-Babykamel! Jetzt
ist nur noch eine Hürde zu nehmen: Auch wenn Robyn keine hohen Ansprüche stellt, für so
einen Trip braucht man Geld. Geld, das sie nicht hat. Also schreibt Robyn an das renommierte
Magazin National Geographic - und tatsächlich, man will ihre Reise sponsern!
Es geht los. Nun ist sie also tatsächlich auf dem Weg. Und es ist noch großartiger, noch
spannender und unendlich viel härter, als sie es sich vorgestellt hat. Neun Monate lang
marschiert Robyn durch die Wüste. Nur manchmal hat sie Kontakt zu anderen Menschen mit Fotograf Rick, der für National Geographic Fotos macht, oder mit dem AborigineÄltesten Eddy, der das seltsame weiße Mädchen ein Stück weit begleitet. Immer mehr kämpft
Robyn nicht nur mit der Natur, sondern mit ihrer Einsamkeit - ohne zu ahnen, dass sie durch
Rick im Rest der Welt längst zu einer echten Berühmtheit geworden ist …
Tracks, der Reisebericht der australischen Abenteuerin Robyn Davidson, steht ist in
Australien in so gut wie jedem Haushalt. Bis heute hat die Geschichte der jungen Frau, die
alleine die Wüste durchquerte, nichts von ihrer Faszination verloren - und in John Currans
ebenso feinfühliger wie bildgewaltiger Verfilmung wird einmal mehr klar, dass Mia
Wasikowska eine der interessantesten Schauspielerinnen ihrer Generation ist. Großes Kino!
Titel
Spuren
OriginaltitelTracks
Genre Abenteuer/Biografie
Land, Jahr Australien, 2013
Länge 112 Minuten
Regie John Curran
Drehbuch Marion Nelson basierend auf dem Reisebericht von Robyn Davidson
Kamera Mandy Walker
Schnitt Alexandre de Franceschi
Musik Garth Stevenson
Produktion Iain Canning, Emile Sherman
Darsteller Mia Wasikowska, Adam Driver, Emma Booth, Rainer Bock, Jessica Tovey, Melanie Zanetti
Verleih Polyfilm
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Die schwarzen Brüder
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial verfügbar)
Drama. Deutschland, Schweiz 2013. 100 Minuten.
Regie: Xavier Koller
Mit: Fynn Henkel, Moritz Bleibtreu, Waldemar Kobus
In einer Zeit, in der Kinderarbeit noch Alltag war, wagt eine mutige Handvoll kleiner
Rauchfangkehrer den Aufstand: aufwändige Verfilmung des Jugendbuch-Klassikers.
Filmstart: 17. April 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Dass die Kinder das Wertvollste sind, was wir haben, der allergrößte Schatz unserer
Gesellschaft, scheint heute (zumindest in der Theorie) selbstverständlich. Aber noch vor gar
nicht allzulanger Zeit betrachtete man Kinder vor allem nach ihrem praktischen Wert.
Kinderarbeit war nicht verpönt, sondern selbstverständlich: Eigneten sich die Mini-Menschen
für manche Tätigkeiten sogar viel besser als die großen.
Rauchfangkehrer-Gehilfen zum Beispiel waren im 19. Jahrhundert sehr oft Kinder, weil sie
sich in den engen Schornsteinen besser bewegen konnten. Diesen Kaminfegerbuben
widmeten Lisa Tetzner und Kurt Held (Die rote Zora) den heutigen Kinderbuch-Klassiker
Die Schwarzen Brüder, der erstmals Anfang der 1940er-Jahre erschien und die Geschichte des
kleinen Giorgio erzählt, der von seinen bitterarmen Eltern aus dem Schweizer Tessin nach
Mailand verkauft wird, wo er unter unvorstellbaren Bedingungen und in ständiger
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Todesgefahr harte Arbeit verrichten muss. Doch er findet auch echte Freunde, und gemeinsam
planen sie die Flucht …
Kaminfegerbuben gibt es nicht mehr, diese Geschichte ist dennoch zeitlos: Der Schweizer
Regisseur Xavier Koller (Gripsholm) machte daraus mit viel Liebe zum Detail ein packendes
Kinoabenteuer. Moritz Bleibtreu spielt den bösen "Mann mit der Narbe", als Giorgio
beeindruckt der hochtalentierte Fynn Henkel.
Titel
Die schwarzen Brüder
OriginaltitelDie schwarzen Brüder
Genre Drama
Land, Jahr Deutschland/Schweiz, 2013
Länge 100 Minuten
Regie Xavier Koller
Fritjof Hohagen, Klaus Richter basierend auf dem Jugendroman von Lisa Tetzner und Kurt
Drehbuch
Kläber (als Kurt Held)
Kamera Felix von Muralt
Schnitt Gion-Reto Killias
Musik Balz Bachmann
Produktion Clarens Grollmann
Darsteller Fynn Henkel, Moritz Bleibtreu, Waldemar Kobus, Richy Müller, Oliver Ewy
Verleih Constantin Film
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Ida
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Drama. Dänemark, Polen 2013. 80 Minuten.
Regie: Pawel Pawlikowski
Die Geschichte einer Nonnenanwärterin, die kurz vor Ablegen des Gelübdes erfährt, dass sie
jüdischer Herkunft ist.
Filmstart: 11. April 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Titel
Ida
OriginaltitelIda
Genre Drama
Land, Jahr Dänemark/Polen, 2013
Länge 80 Minuten
Regie Pawel Pawlikowski
Verleih Polyfilm
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The LEGO Movie (auch in 3D)
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Action-Komödie, Animation. USA 2014. 100 Minuten.
Regie: Phil Lord, Chris Miller
Steinchenreich. Im Legoland läuft alles exakt nach Anleitung - bis eine Minifigur hinter die
schreckliche Wahrheit kommt: Ausgerechnet Präsident Business (Stimme: Will Ferrell) will
alles Lego-Leben vernichten … Umwerfendes 3D-Animations-Abenteuer vom neuen
Hollywood-Dreamteam Phil Lord & Chris Miller (Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen,
How I Met Your Mother).
Filmstart: 11. April 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Alles bunt und wunderbar. Everything is awesome! heißt der Superhit in Lego City, und jeder
singt begeistert mit. Das Leben läuft auch wirklich fantastisch: Den ganzen Tag wird fröhlich
gebaut, am Abend setzt man sich im gemütlichen Lego-Heim vor die Glotze. Alles geht
immer exakt nach Plan und Bauanleitung, jede Minifigur weiß immer ganz genau, wo ihr
Platz ist, was sie zu tun und zu sagen hat. Und außerdem ist bald Taco-Dienstag! Da wird der
nette großzügige Präsident Lord Business (OV-Stimme: Will Ferrell, der später auch noch in
real erscheint) an alle Bürger Gratis-Tacos verteilen. Was kann es Schöneres geben?
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Normal ideal. Bauarbeiter Emmet Brickowski (OV-Stimme: Chris Pratt) ist einer der wohl
unauffälligsten Bewohner von Lego City: Immer fleißig, immer nett, er hält sich immer an die
Regeln, stellt keine Fragen und freut sich total auf Taco-Dienstag. Und dann ist es
ausgerechnet dieser fade, fantasielose Spießer, der durch einen verrückten Zufall auf ein
unglaubliches Geheimnis stößt. Oder besser: fällt. Nach der seltsamen Begegnung mit der
höchst mysteriösen Wyldstyle (OV-Stimme: Elizabeth Banks), rutscht Emmet nämlich einen
Legosteinhaufen runter, stolpert in ein Loch im Boden und landet schließlich tief unter der
Oberfläche in einer kleinen, seltsamen Kammer. Und, noch schräger: Auf seinem Rücken
klebt ein rotes Ding, das eindeutig kein Legostein ist.
Held wider Willen. Emmet ist schwer verstört. Die Verwirrungen haben aber erst angefangen:
Erst wird Emmet verhaftet und lernt die volle Härte der Staatsgewalt kennen, als er von Good
Cop/Bad Cop (OV-Stimme: Liam Neeson!) verhört wird - einem Polizisten, der je nach
Kopfdrehung ein nettes oder grausames Gesicht zeigt. Dann muss er mit Entsetzen feststellen,
dass Präsident Business in Wahrheit der legomännchenverachtende Superschurke Lord
Business ist, der mit seiner Superwaffe Kragle alles Leben in Lego City vernichten will - und
dass die Grenzen von Lego City keineswegs der Rand des Universums sind. Ganz im
Gegenteil.
Es ist ausgerechnet Wyldstyle, die Emmet aus den Händen von Cop und Lord Business befreit
und ihn mit der Welt da draußen bekannt macht. Sie zeigt ihm eine bunte Lego-Wunderwelt,
die von kreativen Baumeistern (darunter u.a. Gandalf, Dumbledore & Superman) nicht immer
nach Anleitung erbaut wurde, und stellt ihm ihren väterlichen Freund vor. Der weise
Vitruvius (Morgan Freemans allererster Animationsfilm-Einsatz) hatte schon vor Jahren mit
dem Superschurken Lord Business zu tun, und erzählt Emmet von der uralten Prophezeihung:
Eines Tages wird Der Besondere kommen und den sagenumwobenen Widerstands-Teil
finden, mit dem man Lord Business besiegen kann. Und dieser Teil ist just der, der auf
Emmets Rücken pickt.
Nun sieht sich der arme Emmet mit einer überlegogroßen Erwartungshaltung konfrontiert: Er
soll die Welt vom Tyrannen befreien? Ausgerechnet er, der weder besonders klug noch stark
noch fantasievoll ist? Nur um Wyldstyle zu beeindrucken, würde er es vielleicht trotzdem
probieren - allerdings hat die schon einen Freund, mit dem Emmet wohl nie wird mithalten
können: Es ist kein Geringerer als Lego-Batman …
Ein Film, der aussieht wie die Videogames, die auf dem Plastik-Baukastenspiel basieren …
zugegeben, eine schräge Vorgabe. Aber die Kreativköpfe Phil Lord & Chris Miller, die schon
mit Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen oder 21 Jump Street ihre bedingungslose Liebe
zum Qualitäts-Unterhaltungskino bewiesen haben, setzten nicht nur auf die Magie der
weltweit kultisch verehrten Bausteine, sondern vor allem auf ein wirklich großartiges
Drehbuch, das in hyperrealistischer CGI-Optik mit einer spannenden Story und unendlich
vielen lustigen Details glänzt. Erwachsene Lego-Fans werden ihre helle Freude an den
Gastauftritten hunderter Figuren aus allen möglichen Welten haben, an den genialen
Witzchen und Anspielungen - und Kinder erfreuen sich vor allem am rasanten Abenteuer, das
nicht nur mit einer schönen Message, sondern auch einem durchaus ungewöhnlichen Ende
daherkommt.
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Titel
Originaltitel
Genre
Land, Jahr
Länge
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Musik
Produktion
Darsteller
The LEGO Movie
The LEGO Movie
Action-Komödie/Animation
USA, 2014
100 Minuten
Phil Lord, Chris Miller
Phil Lord, Chris Miller
Barry Peterson, Pablo Plaisted
David Burrows, Chris McKay
Mark Mothersbaugh
Roy Lee, Dan Lin
Will Ferrell, Jadon Sand
Chris Pratt, Will Arnett, Elizabeth Banks, Anthony Daniels, Will Forte, Dave Franco,
Stimmen in
Morgan Freeman, Jonah Hill, Liam Neeson, Shaquille O'Neal, Cobie Smulders, Channing
der OV
Tatum, Alison Brie, Charlie Day, Will Ferrell
Verleih Warner
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Die Bestimmung - Divergent
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Drama, Literaturverfilmung, Science-Fiction. USA 2014. 139 Minuten.
Regie: Neil Burger
Mit: Shailene Woodley, Kate Winslet, Theo James
Die soziale Hölle: In einer nach Tugenden gegliederten Zukunfts-Enklave namens Chicago
stellt die 16-jährige Tris (Shailene Woodley) fest, dass sie nirgends dazugehören kann - und
wird fortan als Unbestimmte gejagt. SciFi-Drama nach dem Bestseller von Veronica Roth.
Filmstart: 10. April 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Die USA sind in vielleicht nicht allzu ferner Zukunft zerfallen. In Stadtstaaten, die sich
gegeneinander hermetisch abriegeln, werden soziale Experimente gelebt. Chicago etwa hat
sein gesellschaftliches System in fünf Gruppen unterteilt: die Altruan stellen die
Selbstlosigkeit ins Zentrum ihres Lebens, die Amite die Friedfertigkeit, die Cadnor die
Freimütigkeit, die Ken die Gelehrtheit und die Ferox die Furchtlosigkeit. Jedes Mitglied
dieser Gesellschaft wächst durch seine familiäre Zugehörigkeit in einer dieser
Gesellschaftssparten auf. Und nur einmal im Leben erhält eine Person die Möglichkeit, in eine
andere Sparte zu wechseln: an ihrem 16. Geburtstag. Hier kann sie sich einem Test
unterziehen, der ihr klar darlegt, welche der fünf Lebensformen am besten zu ihr passt.
Alljährlich vollzieht sich dieses Ritual an jedem Geburtenjahrgang. Die einflußreiche
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Politikerin Jeanine Matthews (Kate Winslet) wacht mit strengem Blick und stringenter
Ideologie darüber, dass möglichst viele den Platz einnehmen, der ihnen durch ihre Telente
zugeteilt wird.
Beatrice "Tris" Prior (Shailene Woodley) ist 16. Sie gehört zu den Altruan, genau wie ihre
Mutter Natalie (Ashley Judd). Als sie den Test macht, stellt sich heraus, dass sie eine
sogenannte Unbestimmte ist - in ihrer Person sind Charakterzüge verankert, die zu mehreren
Gruppen passen, was nur äußerst selten der Fall ist. Es macht Tris zu einer Ausgestoßenen.
Sie hat keine andere Wahl, also in einer der fünf Gesellschaftgruppen unterzutauchen. Sie
wählt die Ferox - und stürzt in eine wilde Serie aus gefährlichen, atemberaubenden
Initiationsriten. Zwischen ihr und Trainingsleiter Four (Theo James) springen bald zaghafte
Funken. Im Weg steht allerdings Peter (Miles Teller), der sich Four als Opfer auserkoren hat.
Und dann wäre da noch das Komplott, das in Chicago um sich greift: Einflußreiche Kräfte
sind offenbar der Meinung, dass die Unbestimmten eine Gefahr für die Gesellschaft seien,
und man sie entfernen müsse …
Die Bestimmung - Divergent ist die Verfilmung des ersten Buches der millionenfach
verkauften und in 42 Sprachen übersetzten Roman-Trilogie von Veronica Roth - eine SciFiGroßproduktion mit überzeugenden jungen Talenten und Stars in allen wichtigen
Nebenrollen. Tolle Stimmung, super Optik, reichlich Spannung und Action - Top-DateMovie.
Titel
Die Bestimmung - Divergent
OriginaltitelDivergent
Genre Drama/Literaturverfilmung/Science-Fiction
Land, Jahr USA, 2014
Länge 139 Minuten
Regie Neil Burger
Drehbuch Vanessa Taylor, Evan Daugherty nach dem Bestseller von Veronica Roth
Kamera Alwin H. Küchler
Schnitt Richard Francis-Bruce
Musik Junkie XL
Produktion Lucy Fisher, Pouya Shabazian, Douglas Wick
Shailene Woodley, Kate Winslet, Theo James, Ashley Judd, Ray Stevenson, Mekhi Phifer,
Darsteller
Maggie Q, Jai Courtney, Zoë Kravitz, Miles Teller, Ansel Elgort, Tony Goldwyn
Verleih Constantin Film
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Dancing in Jaffa
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial verfügbar)
Dokumentation. USA 2013.
Regie: Hilla Medalia
Tanzen als Beitrag zur Völkerverständigung.
Filmstart: 4. April 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Titel
Dancing in Jaffa
OriginaltitelDancing in Jaffa
Genre Dokumentation
Land, Jahr USA, 2013
Regie Hilla Medalia
Verleih Polyfilm
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Im Zweifel schuldig
Trailer ansehen (Originalton mit Untertitel! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Dokumentation. Österreich 2014. 95 Minuten.
Regie: Axel Breuer
Eine Gruppe Studenten und ein unschuldiger Mörder: hochspannende Doku über die
Aufdeckung eines US-Justizskandals, der immer noch keiner ist.
Filmstart: 4. April 2014
zum Inhaltsverzeichnis
"Wenn man nichts Ungesetzliches macht, dann kann einem auch nichts passieren!" Diese
Aussage, die man oft im Zusammenhang mit mangelndem Datenschutz hört, offenbart ihre
grenzenlose Naivität anhand des US-Justizsystems noch viel mehr. Im Bewusstsein großer
Teile der Bevölkerung existiert der Begriff Rechtssicherheit kaum mehr, von 1000
Amerikanern sind aktuell 7,4 inhaftiert (in Österreich 1 von 1000), nach seriösen Schätzungen
etwa 30.000 davon unschuldig. Einer davon ist Marcus Wiggins. Er sitzt seit 14 Jahren im
Gefängnis - für einen Mord, den er nicht begangen hat. Wiggins war davor schon einmal des
Mordes angeklagt - und freigesprochen worden, nachdem bekanntgeworden war, dass der
damals 13-Jährige von einem (mittlerweile selber verurteilten) Polizisten mit Elektroschocks
gefoltert wurde, bis er gestand.
Jetzt gibt es für ihn neue Hoffnung: Durch Vermittlung des Center of Wrongful Convictions
übernimmt eine Gruppe Jus-Studenten der prestigeträchtigen Privatuni Northwestern in
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Chicago Wiggins' Fall im Rahmen eines Praktikums - und lernt einen völlig neuen Aspekt
ihres Fachgebiets kennen …
Ein beinharter Krimi, den das Leben schreibt: Zwei Österreicher, Regisseur Axel Breuer und
Produzent Florian Gebhart (CopStories, Science Busters), porträtieren einen spektakulären
Fall, der längst nicht so einzigartig ist, wie er sein sollte.
Titel
Im Zweifel schuldig
OriginaltitelIm Zweifel schuldig
Genre Dokumentation
Land, Jahr Österreich, 2014
Länge 95 Minuten
Regie Axel Breuer
Drehbuch Axel Breuer, Luise Lindermair
Kamera Pani Purer
Schnitt Stine Sonne Munch
Musik Markus Gartner
Produktion Florian Gebhardt
Verleih Thimfilm
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Her
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Liebeskomödie, Science-Fiction. USA 2013. 126 Minuten.
Regie: Spike Jonze
Mit: Joaquin Phoenix, Amy Adams, Rooney Mara
Digital Love. In Spike Jonzes geistreicher, oscar-prämierter SciFi-RomCom verliebt sich
Joaquin Phoenix in Scarlett Johansson. Der Haken an der Sache: das IT Girl ist wortwörtlich
eines - ein Betriebssystem mit menschlichen Gefühlen.
Filmstart: 28. März 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Soziale Kontakte, die sich jeden Tag ein Stück weiter auf sogenannte soziale Medien
verlagern, allzeitbereite mobile Flirt-Apps, von Algorithmen errechnete bestmögliche DateKonstellationen, sprachgesteuerte Smartphone-Kommunikation. Es muss einem gar nicht zu
utopisch zumute sein im Gemüt, wenn man es für möglich hält, dass sich jemand in nicht
allzu ferner Zukunft unsterblich in sein Betriebssystem verknallen könnte. Selbiges muss
dann ja nicht Siri heißen. Sondern zum Beispiel Samantha - und dabei die rauchig-laszive
Stimme von Scarlett Johansson haben (was in der empfohlenen Originalfassung von Her der
Fall ist). Denn das so benamte "IT Girl", das dem nach einer schmerzhaften Trennung zum
Loner gewordenen Theodore Twombly (Joaquin Phoenix) neuerdings aus seinen digitalen
Gerätschaften entgegensäuselt, hat den beruflichen Poesiebriefeschreiber (!) ziemlich
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eingekocht: Eben hat sie ihm noch die Mails sortiert, schon würfelt sie ihm mit ihrer
empathischen, wissbegierig einfühlsamen Art den Hormonhaushalt gscheit durcheinander. Und auch umgekehrt hat sich die
künstliche Intelligenz durch die Erfahrungen des Zusammenseins so sehr weiterentwickelt,
dass dabei Gefühle der Zuneigung entstehen konnten. Aber geht das denn? Ist so etwas nicht
absurd, eine Liaison zwischen Mensch und Maschine? Doch was ist dann überhaupt Liebe?
Wo fängt sie an? Braucht sie Körper? Und wenn nicht (und wenn wir schon dabei sind): Wie
ist das dann eigentlich mit dem Sex?
Electric Dreams. Dass es viel zu einfach wäre, Spike Jonzes (Being John Malkovich) jüngsten
Film rein als verschrobenes SciFi-Kuriosum abzutun, hat unlängst bereits die Academy
erkannt und dem 44-jährigen Querdenker für seine erste ganz eigene Langfilm-Idee den Oscar
für das beste Originaldrehbuch verliehen. In und mit Her gelingt es ihm, über den Weg einer
(freilich schon in einem skurrilen Szenario angesetzten) romantischen Komödie mit
federleichtem Touch zu einer blitzgescheiten und brillanten Bestandsaufnahme des allzu
Menschlichen und Zwischenmenschlichen zu gelangen, die eine universal gültige Geschichte
vom Schwärmen und Sehnen erzählt - und natürlich vom Schmerz und der Schönheit, die
damit unweigerlich verbunden sind. In diesem Sinne: Stell die Verbindung her. Geht zur Not
auch ganz ohne Geräte.
Titel
Originaltitel
Genre
Land, Jahr
Länge
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Musik
Produktion
Darsteller
Her
Her
Liebeskomödie/Science-Fiction
USA, 2013
126 Minuten
Spike Jonze
Spike Jonze
Hoyte Van Hoytema
Jeff Buchanan, Eric Zumbrunnen
Arcade Fire
Megan Ellison, Spike Jonze, Vincent Landay
Joaquin Phoenix, Amy Adams, Rooney Mara, Olivia Wilde, Chris Pratt, Kristen Wiig,
Bill Hader, Matt Letscher
Stimmen in der
Scarlett Johansson
OV
Verleih
Warner
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Hannas Reise
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Liebeskomödie. Deutschland 2013. 100 Minuten.
Regie: Julia von Heinz
Mit: Karoline Schuch
Hanna macht aus Karrieregründen ein Sozialpraktikum in Israel - und entdeckt dort ihre
Familiengeschichte, sich selbst und sogar die Liebe.
Filmstart: 21. März 2014
zum Inhaltsverzeichnis
bestnoten beim Studium, tolle Praktika, und in den Ferien in Israel Arbeit bei Menschen mit
Behinderungen: Die Bewerbungsunterlagen von Hanna (Karoline Schuch) sind perfekt. Oder?
Zwar ist Hanna top auf der Uni - doch Zeit für einen Sozialjob würde sie sich nie nehmen.
Hannas potentieller erster Arbeitgeber ist aber genau davon begeistert: soziales Engagement,
und auch noch was mit Juden! Schnell wird klar: Aus dieser Sache kommt Hanna nicht mehr
raus. Also steht sie kurze Zeit später mit Perlohrringen, Seidenbluse und Nobeluhr am
Handgelenk in einer Schmuddel-WG in Tel Aviv und muss sich arrangieren mit der
Politaktivistin Maja, dem "Wiedergutmachungsdeutschen" Carsten und einer Schar
Kakerlaken.
Zwei Monate soll sie bleiben, in einer Behindertenbetreuungseinrichtung helfen und ihre
Feierabende mit der Holocaustüberlebenden Gertraud verbringen. Doch Hanna fühlt sich fehl
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am Platz: Sie ist 1986 geboren, was hat sie mit dem Holocaust zu tun? "Ach, ihr habt nur
sechs Millionen von uns umgebracht", hält ihr ihr Kollege Itay entgegen, und Hanna weiß
nicht: Ist das ein makaberer Flirtversuch?
Hannas Reise ist ein humorvoller, vielschichtiger Film, der der gemeinsamen Geschichte
junger Israeli und Deutscher der dritten Nachkriegsgeneration auf den Grund geht, ein
Selbstfindungstrip - und sogar eine Liebesgeschichte: feine Unterhaltung mit Herz und Hirn.
Titel
Hannas Reise
OriginaltitelHannas Reise
Genre Liebeskomödie
Land, Jahr Deutschland, 2013
Länge 100 Minuten
Regie Julia von Heinz
Drehbuch John Quester, Julia von Heinz basierend auf dem Roman von Theres Bäuerlein
Kamera Daniela Knapp
Schnitt Florian Miosge
Musik Matthias Petsche
Produktion Harry Flöter, Jörg Siepmann
Karoline Schuch, Doron Amit, Max Mauff, Lore Richter, Suzanne von Borsody, Leah
Darsteller
Koenig
Verleih Polyfilm
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Der Hundertjährige, der aus dem Fenster
stieg und verschwand
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Abenteuer, Tragikomödie. Schweden 2013. 115 Minuten.
Regie: Felix Herngren
Mit: Robert Gustafsson, Iwar Wiklander
100 Jahre und kein bisschen leise. Die Verfilmung des Bestsellerromans von Jonas Jonasson
ist ein symphatisches Schelmenstück rund um einen schwedischen Glücksritter und dessen
Einfluss auf die Weltpolitik des 20. Jahrhunderts.
Filmstart: 21. März 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Verschwunden, einfach so! Dass einem schwedischen Seniorenheim kurz vor der anstehenden
Feier anlässlich des 100. Geburtstages eines Bewohners ebendieser abhanden kommt, sorgt in
den Medien für Schlagzeilen, bald ranken sich wilde Theorien um den Verbleib des
Hundertjährigen Allan Karlsson (Robert Gustafsson), möglicherweise ist gar von einer
Entführung auszugehen. Inspektor Aronsson (Ralph Carlsson) gibt sich alle Mühe, doch zu
verwirrend sind die Hinweise, mit denen er sich herumschlagen muss: Irgendwie scheint die
Drogenmafia involviert zu sein, Tote und Elefantenblut geben Rätsel auf - und wie, verflucht
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noch einmal, hängt ein Selbstmordattentat in Dschibuti mit dem vermissten Jubilar
zusammen??
Von all dieser Aufregung völlig ungerührt bleibt Allan Karlsson selbst. Der hat auf seiner
Flucht vor der quälenden Langeweile des betreuten Wohnens längst einen Freund und
Verbündeten gefunden, den wenig zimperlichen Julius (Iwar Wiklander). Gemeinsam hat man
getrunken, gegessen, geredet, 50 Millionen Kronen abgestaubt und - unabsichtlich!! - einen
Drogenkurier ins Jenseits befördert. Höchste Zeit, sicherheitshalber unterzutauchen.
Schließlich hat Allan noch so viel zu erzählen: von seinem explosiven Hobby, von Albert
Einsteins einfältigem Zwillingsbruder, von Genosse Stalin oder dem Manhattan Project ...
Hans im Glück. Die Hauptfigur in Jonas Jonasson Weltbestseller ist eine Art schwedischer
Forrest Gump, ein bauernschlauer Schelm, zutiefst unpolitisch, der in seinem bewegten Leben
ohne es zu merken oder auch nur einen tiefergehenden Gedanken daran zu verschwenden, die
entscheidenden Phasen der Weltpolitik miterlebt und nicht selten sogar maßgeblich
beeinflusst. Grandiose Zufälle sorgen dafür, dass eins zum anderen führt - und was auch
passiert, Allan macht das Beste draus. Die Verfilmung ist hinreißend gelungen: ein chaotischwitziger Road Trip voller absurder Situationen und skurriler Begegnungen, ein absolut
kurzweiliges Vergnügen.
Titel
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
OriginaltitelHundraåringen som klev ut genom fönstret och försvann
Genre Abenteuer/Tragikomödie
Land, Jahr Schweden, 2013
Länge 115 Minuten
Regie Felix Herngren
Felix Herngren, Hans Ingemansson basierend auf dem gleichnamigen Roman von Jonas
Drehbuch
Jonasson
Kamera Göran Hallberg
Schnitt Henrik Källberg
Musik Matti Bye
Produktion Malte Forssell, Felix Herngren, Henrik Jansson-Schweizer, Patrick Nebout
Robert Gustafsson, Iwar Wiklander, Ralph Carlsson, David Wiberg, Mia Skäringer, Alan
Darsteller
Ford, Jens Hultén, Georg Nikoloff, Sven Lönn
Verleih Filmladen
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Everyday Rebellion
Trailer ansehen (Originalton mit Untertitel! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Dokumentation. Österreich 2013. 110 Minuten.
Regie: Arash T. Riahi, Arman T. Riahi
Wütend? Unzufrieden? Damit ist man heutzutage nicht alleine auf diesem Planeten. Und
wenn man nicht zu bequem dafür ist, kann man zumindest versuchen, das System zu ändern.
Die Riahi-Brüder zeigen in diesem inspirierenden Filmdokument Beispiele von der Wall
Street bis zum Tahir Platz, wo die alltägliche Rebellion stattfindet. Jetzt.
Filmstart: 21. März 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Tischtennisbälle mit Slogans, das berühmte People's Mic der #occupy-Bewegung, Graffiti
und blanke Brüste: Die Formen friedlichen Widerstands sind so kreativ wie vielfältig, und der
mitreißende Film der Brüder Arash und Arman T. Riahi dokumentiert einige der
wirkungsvollsten. Den Cinema for Peace-Award gabs dafür schon,
www.everydayrebellion.net macht Lust auf Widerstand.
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Titel
Everyday Rebellion
OriginaltitelEveryday Rebellion
Genre Dokumentation
Land, Jahr Österreich, 2013
Länge 110 Minuten
Regie Arash T. Riahi, Arman T. Riahi
Verleih Stadtkino
49
Der stille Berg
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Drama. Italien, Österreich, USA 2014. 100 Minuten.
Regie: Ernst Gossner
Mit: William Moseley, Eugenia Costantini
Eine junge Liebe, zerrissen von der Dolomitenfront: Der Tiroler Regisseur Ernst Gossner
(South of Pico) erzählt von der Tragödie, die einst seine Heimat überrollte und Familien
zerstörte - mit Starbesetzung von William Moseley (Die Chroniken von Narnia) über Fritz
Karl bis Claudia Cardinale.
Filmstart: 14. März 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Tirol, 1915: Der junge Anderl Gruber (Narnia-Star William Moseley), Sohn eines Hoteliers
und durchaus anfällig für die Kriegsbegeisterung der Zeit, beobachtet aus kritischer Distanz,
wie seine ältere Schwester Elisabeth (Emily Cox) einen Italiener heiratet. "Einen Ingenieur,
wie praktisch", merkt Anderl sarkastisch an: Die Ehe kommt den Ausbauplänen des Vaters
nicht ungelegen. Doch am Tag der Hochzeit passieren zwei dramatische Dinge: Just im
Moment, als die Festgesellschaft sich zum Foto versammelt, kommt die Nachricht, "Italien
hat Österreich den Krieg erklärt!" Und genau da verliebt sich Anderl. Ausgerechnet in
Francesca Calzolari (Eugenia Costantini), die aufmüpfige Schwester des italienischen
Bräutigams.
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Schicksalsschlag. Rasch trennt sich die Festgesellschaft nach Nationen: Gerade noch schien
diese Liebesheirat allen eine gute Idee, nun scheint der schmierige Dorflehrer (Fritz Karl)
recht zu behalten, der gemeint hat, Elisabeth hätte ihn auswählen sollen. Die neue italienische
Verwandtschaft drängt zum Aufbruch, Francesca soll zurück ins Konvent nach Turin, doch
sie wehrt sich gegen das Ansinnen ihrer Tante (niemand geringerer als Claudia Cardinale!).
Anderl hilft ihr, natürlich, versteckt sie im Keller des Hotels - und die beiden verbringen eine
innige Nacht miteinander.
Bruderkrieg. Am nächsten Morgen ist der Traum vorbei: Anderl muss einrücken, Francesca
bleibt zurück. Für Anderl sind diese ersten Kriegstage ein einziges Abenteuer: Überall sind
die besser ausgerüsteten italienischen Soldaten zu vermuten, doch die Tiroler kennen ihre
Berge in- und auswendig und können ihre Feinde austricksen. Doch was heißt Feinde: Auf der
anderen Seite muss Angelo Calzolari kämpfen, Anderls italienischer Schwager. Angelo muss
seinen Hass gegen die Österreicher schwören - und soll sein Ingenieurstalent dazu nutzen, um
den Weg für die Italiener nach Tirol freizusprengen …
Schon in seiner Doku Global Warning (2011) setzte sich Ernst Gossner mit dem Krieg in den
Dolomiten auseinander, stieß bei seinen Recherchen auf komplett erhaltene Schützengräben,
sogar auf Überreste von Soldaten, Opfer des Gebirgskrieges. Der stille Berg macht nun mit
erzählerischen Mitteln das Grauen der ersten Dolomitenoffensive überdeutlich, gerade durch
den Gegensatz mit den schwindelerregenden Bergaufnahmen (spektakulär die Kameraarbeit
von Daniela Knapp): ein betroffen machendes Stück europäischer Geschichte und ein
flammendes Plädoyer gegen den Krieg.
Titel
Der stille Berg
OriginaltitelDer stille Berg
Genre Drama
Land, Jahr Italien/Österreich/USA, 2014
Länge 100 Minuten
Regie Ernst Gossner
Drehbuch Clemens Aufderklamm
Kamera Daniela Knapp
Schnitt Janine Dauterich , Florian Miosge, Evi Romen
Musik Gregor Narholz
Produktion Ernst Gossner, Heinz Stussak
William Moseley, Eugenia Costantini, Claudia Cardinale, Fritz Karl, Corrado Invernizzi,
Darsteller
Harald Windisch, Brigitte Jaufenthaler, Emily Cox, Laura Bilgeri
Verleih Constantin Film
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Pettersson und Findus - Kleiner Quälgeist große Freundschaft
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Kinderfilm. Deutschland 2013. 80 Minuten.
Regie: Ali Samadi Ahadi
Mit: Ulrich Noethen
Ein alter Mann und ein vorwitziger Kater: Jetzt gibts das hinreißende Duo erstmals als
Realfilm - mit Ulrich Noethen als Petterson und einem entzückend animierten Findus.
Filmstart: 14. März 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Der schrullige alte Pettersson (Ulrich Noethen) lebt seit vielen Jahren ganz alleine außerhalb
des Dorfes, bastelt, geht fischen und kümmert sich um seine Hühner. Die nette Nachbarin
Beda (Marianne Sägebrecht) macht sich ein wenig Sorgen, dass er vereinsamt, und schenkt
ihm einen kleinen Kater, Findus. Und wirklich: Pettersson lebt auf, der lebhafte, clevere
Findus fordert ihn ganz schön - und er kann sogar sprechen! Eine wunderbare Freundschaft
ensteht. Mag ihn doch Nachbar Gustavsson (Max Herbrechter) für einen Spinner halten,
Pettersson ist glücklich. Dann kommt noch ein Neuzugang ins kleine Idyll: Weil Gustavssons
Hahn dem viel zu laut kräht, darf er in Petterssons Hühnerstall einziehen und wird freudigst
aufgenommen. Nicht nur die Hühner, sondern auch Pettersson selbst ist total begeistert vom
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neuen Mitbewohner - nur Findus weniger: Sein bester Freund Pettersson scheint nun fast gar
keine Zeit mehr für ihn zu haben. Doch anstatt Pettersson von seinem Kummer zu erzählen,
bastelt der gekränkte Kater einen perfiden Plan, um den blöden Hahn loszuwerden … und
muss sehr bald lernen, warum man gute Freunde nicht belügt.
Mit hochkarätiger Besetzung, einem feinen Drehbuch und hinreißend animierten Tieren bringt
Regisseur Ali Samadi Ahadi (Salami Aleikum) die beliebten Kinderbuch-Figuren auf die
Leinwand: ein entzückendes Filmvergnügen für Kinder und Eltern.
Titel
Pettersson und Findus - Kleiner Quälgeist - große Freundschaft
OriginaltitelPettersson und Findus - Kleiner Quälgeist - große Freundschaft
Genre Kinderfilm
Land, Jahr Deutschland, 2013
Länge 80 Minuten
Regie Ali Samadi Ahadi
Drehbuch Thomas Springer basierend auf den Kinderbüchern von Sven Nordqvist
Kamera Mathias Neumann
Schnitt Andrea Mertens
Musik Ali N. Askin
Produktion Thomas Springer, Helge Sasse, Helmut G. Weber
Darsteller Ulrich Noethen, Marianne Sägebrecht, Max Herbrechter
Verleih Constantin Film
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Die Bücherdiebin
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial verfügbar)
Drama, Literaturverfilmung. USA 2014. 131 Minuten.
Regie: Brian Percival
Mit: Geoffrey Rush, Emily Watson, Sophie Nélisse
Der Weltkrieg aus der Kinderperspektive: Geoffrey Rush, Emily Watson und Sophie Nélisse
spielen in der Verfilmung des Bestsellers von Markus Zusak eine zusammengewürfelte
Familie in Angst vor den Nazis.
Filmstart: 13. März 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Liesel (Sophie Nélisse) ist erst elf, als sie alles verliert: Ihre Mutter (Heike Makatsch), in
Nazideutschland des Kommunismus verdächtigt, sieht sich gezwungen, ihre Kinder zur
Adoption freizugeben. Auf dem Weg zu den Ersatzeltern stirbt aber der kleine Bruder ganz
plötzlich, Liesel bleibt nur ein Buch, das sie auf dem Friedhof findet.
Ihr neues Zuhause ist anfangs sehr fremd: Rosa (Emily Watson) führt den Haushalt mit
eiserner Hand und hat kaum ein warmes Wort für das verschüchterte Kind, während Hans
(Geoffrey Rush) sich um Liesels Vertrauen bemüht - und bald entdeckt: Das Mädchen kann
nicht lesen. Ihr die Schrift beizubringen, die Geheimnisse, die in Büchern schlummern, das
wird zum gemeinsamen Projekt der beiden. Unterdessen freundet sich Liesel mit dem
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Nachbarsbuben an. Und dann steht eines Tages Max (Ben Schnetzer) vor der Tür, ein junger
jüdischer Mann, der auf der Flucht vor den Nazis um Obdach bittet.
Markus Zusaks Roman Die Bücherdiebin wurde zum internationalen Bestseller. Die Adaption
unter der Regie von Brian Percival (Emmy-Gewinner für Downton Abbey) ist eine trotz des
bestürzenden historischen Hintergrunds märchenhaft inszenierte Coming-of-Age-Geschichte
– und ein Film über die tröstliche Macht der Literatur, vor allzu grausamer Realität in eine
Phantasiewelt zu flüchten.
Titel
Originaltitel
Genre
Land, Jahr
Länge
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Musik
Produktion
Darsteller
Die Bücherdiebin
The Book Thief
Drama/Literaturverfilmung
USA, 2014
131 Minuten
Brian Percival
Michael Petroni basierend auf dem Roman von Markus Zusak
Florian Ballhaus
John Wilson
John Williams
Ken Blancato, Karen Rosenfelt
Geoffrey Rush, Emily Watson, Sophie Nélisse, Heike Makatsch, Julian Lehmann,
Kirsten Block
Stimmen in der
Roger Allam
OV
Verleih
Centfox
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Bibi & Tina
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Kinderfilm, Liebeskomödie. Deutschland 2014. 100 Minuten.
Regie: Detlev Buck
Mit: Lina Larissa Strahl, Lisa-Marie Koroll, Detlev Buck
Hexen, Pferde, Abenteuer: In den Sommerferien wollen Bibi Blocksberg und ihre beste
Freundin Tina nichts außer Spaß mit ihren Pferden. Doch dann gerät das Idyll in Gefahr …
Poppig-magisches Realfilm-Abenteuer von Detlev Buck (Männerpension, Rubbeldiekatz).
Filmstart: 7. März 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Einfach zauberhaft. Bibi Blocksberg (Lina Larissa Strahl) ist mit Sicherheit die fröhlichste
Hexe der ganzen Gegend. Doch mittlerweile ist sie ist kein kleines Kind mehr, sondern schon
13 Jahre alt - und so sind es nicht mehr Zaubersprüche und Hexengeheimnisse, die sie in den
Sommerferien beschäftigen, sondern ganz menschliche Themen wie Pferde, noch mehr
Pferde, Buben und natürlich die Kameradschaft mit ihrer besten Freundin Tina (Lisa-Marie
Koroll).
Traumhafte Wochen kündigen sich an: Bibi und Tina wollen sie vor allem mit ihren
Lieblingspferden am Reiterhof von Tinas Eltern, dem Martinshof, verbringen und für das
große Pferderennen auf Schloss Falkenstein trainieren. Doch schon bald wird die
unbeschwerte Stimmung getrübt, als der zwielichtige Geschäftsmann Hans Kakmann (Charly
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Hübner) auftaucht und auf seinem Pferd einen auf Ehrgeizler macht. Und er ist nicht der
einzige unangenehme Besucher: Sophia von Gelenberg, eitles Töchterchen aus reichem
Hause, weilt als Sommergast auf Schloss Falkenstein. Dort wohnt aber auch Alex, Sohn des
Hausherrn Graf Falko und Tinas fester Freund.
Sommersorgen. Und so gibt es gleich zwei Problemfälle, die Bibi und Tina den Sommerspaß
verderben: Erstens macht sich Sophia nicht nur kräftig an Alex ran, sondern versucht auch
noch mit allen Mitteln, Graf Falko davon zu überzeugen, seinen Sohn nach den Ferien ins
gleiche Internat wie sie zu schicken - nach England!! Und zweitens hat Kakmann offenbar
alles drangesetzt, das Rennen zu gewinnen - und obendrein noch Socke, Bibis und Tinas
Lieblingsfohlen, in die Hände zu kriegen. Die beiden Mädels finden entsetzt heraus, dass
Kakmann vor nichts zurückschreckt, um sein Ziel zu erreichen - aber wiedermal glauben
ihnen die Erwachsenen nicht. Und als Bibi dann noch ihre Hexenkünste einsetzt und damit
voll ins Fettnäpfchen tritt, ist die Katastrophe fast perfekt …
Dass Hexen sehr langsam altern, ist bekannt, und da ist auch Bibi Blocksberg keine
Ausnahme: Seit 1980 düst sie durchs Kindermedien-Universum, erst als Hörspielheldin, dann
auch in Kinderbüchern, als Zeichentrickfigur und zwei Kinder-Kinofilme (mit Sidonie von
Krosigk als Bibi). Jetzt wird sie aber doch langsam erwachsen und reitet mit Tina in Richtung
Teenie-Publikum: poppig bunt und schwer romantisch!
Titel
Bibi & Tina
OriginaltitelBibi & Tina
Genre Kinderfilm/Liebeskomödie
Land, Jahr Deutschland, 2014
Länge 100 Minuten
Regie Detlev Buck
Drehbuch Bettina Börgerding
Kamera Marc Achenbach
Schnitt Dirk Grau
Musik Peter Plate
Produktion Detlev Buck, Christoph Daniel, Marc Schmidheiny, Sonja Schmitt
Lina Larissa Strahl, Lisa-Marie Koroll, Detlev Buck, Michael Maertens, Charly Hübner,
Darsteller
Ruby O. Fee, Winnie Böwe
Verleih Filmladen
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Macht Energie
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Dokumentation. Österreich 2014. 90 Minuten.
Regie: Hubert Canaval
Schneller, höher, weiter: Unser tägliches Leben frisst immer noch mehr Energie - und dieser
Hunger ist schuld an Atom-Müllhalden, Ölkatastrophen und vergifteten Seen. Doch es geht
auch anders, zeigt die Doku von Hubert Canaval und Corinna Milborn.
Filmstart: 7. März 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Flauschcontent. So viele Eisbären wie heute gab es früher in Grönland nicht zu sehen. Nur
alle paar Wochen kam einmal einer aufs Festland. Doch was Kameraleuten Freude macht, ist
in Wirklichkeit das Symptom einer schleichenden Katastrophe: Das Eis draußen in der Arktis
ist zu dünn geworden für die Tiere. Schuld ist unsere Gier nach Energie, sogar nach den
Ölvorkommen, die unter der arktischen Eisdecke liegen, und auf die alle angrenzenden
Länder Anspruch erheben – unter gewaltiger militärischer Aufrüstung.
Die Doku Macht Energie führt die Journalistin Corinna Milborn und den Filmemacher Hubert
Canaval an Drehorte auf der ganzen Welt. Beruhigend ist die Lage nirgends: Nach der
Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, nach dem Desaster im AKW Fukushima, nach
jahrzehntelangem vergeblichem Ringen um sichere Atommüllendlager und die Entdeckung,
dass sogar Stauseen durch die unter Wasser verrottenden Pflanzen mitschuld sind an der
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Klimaerwärmung, ist die Bestandsaufnahme düster. Eine ernsthafte globale Neuorientierung
ist nicht in Sicht: Nach wie vor werden Kriege um der Rohstoffe willen geführt. Und auch die
Suche nach Alternativen nimmt teils gefährliche Wege, etwa mit dem Fracking, bei dem ein
Chemikalienmix in den Boden gepumpt wird, um Gasvorkommen aus dem Gestein zu lösen;
die Technik soll das Grundwasser verseuchen und schuld an vielfach erhöhten Krebsraten
sein.
Ausstiegsszenario. Milborn und Canaval sprechen mit Vertretern von Ölfirmen, mit
Wissenschaftlern, aber auch mit Anrainern und Kritikern über die Auswirkungen der
jeweiligen Methoden. Und sie besuchen jene, die neue Wege beschreiten: Den
Niederösterreicher Wolfgang Löser, der den ersten energieautarken Bauernhof Österreichs
betreibt, und der sogar sein Auto mit kaltgepresstem Sonnenblumenöl aus eigenem Anbau
tankt. Den in Wien ausgebildeten Softwareentwickler und Ingenieur Salia Konate, der in
seiner Heimat Burkina Faso die Solarenergie populär zu machen versucht. Und das steirische
Städtchen Murau, das es sich zum Ziel gesetzt hat, bis zum Jahr 2015 bei der Strom- und
Wärmeversorgung unabhängig zu werden, mit Kleinwasserkraftwerken, Sonnenenergie und
einem Biomasseheizkraftwerk. Macht Energie ist ein brisantes Gegenwartsdokument über die
Verknüpfungen von politischer und wirtschaftlicher Macht und die Gefahren, die uns dadurch
drohen – und macht zugleich Mut, dagegen zu rebellieren und neue Wege zu beschreiten.
Titel
Macht Energie
OriginaltitelMacht Energie
Genre Dokumentation
Land, Jahr Österreich, 2014
Länge 90 Minuten
Regie Hubert Canaval
Drehbuch Hubert Canaval, Corinna Milborn
Kamera Dani Purer, Leni Lauritsch
Schnitt Paul Michael Sedlacek
Produktion Helmut Grasser
Verleih Thimfilm
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Philomena
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Drama. Frankreich, GB, USA 2013. 98 Minuten.
Regie: Stephen Frears
Mit: Stephen Frears, Steve Coogan, Judi Dench
Vor 50 Jahren wurde Philomena (Judi Dench) von irischen Nonnen ihr Sohn weggenommen
und zur Adoption freigegeben. Wird sie ihr Kind jemals wiederfinden? Vierfach
oscarnominiertes Drama von Steven Frears nach einem Drehbuch von Steve Coogan.
Filmstart: 28. Februar 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Es klingt wie im Mittelalter, geschehen ist es erst vor einem halben Jahrhundert. Der 17jährigen Irin Philomena passiert das, was zu vielen unaufgeklärten Teenagern passiert: Sie
wird schwanger. Jetzt ist sie ein "gefallenes Mädchen", das Schande über die Familie bringt,
aus Scham wird sie von ihren Eltern in ein Frauenkloster in Tipperary gesteckt. Als
"Kompensation" dafür, dass die Nonnen die Geburt betreuten und sie dort wohnen lassen,
muss sie schwer arbeiten, eine Stunde pro Tag darf sie ihren Sohn sehen. Als Anthony drei
Jahre alt ist, sieht Philomena ihn zum letzten Mal: Durch die Rückscheibe eines Autos, das
ihn wegbringt. Die Nonnen haben ihn, ohne die Einwilligung seiner Mutter, zur Adoption
freigegeben, sie darf sich nicht einmal von ihm verabschieden. Das einzige, was sie in
Erfahrung bringt, ist, dass ihn ein amerikanisches Ehepaar aufgenommen hat. Philomena hört
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nie auf, an ihn zu denken - doch mit den geringen Mitteln, die sie zur Verfügung hat und der
aktiven Schweigepolitik des Klosters kann sie ihn nie finden.
Bis sie, inzwischen ist sie 70 (Judi Dench), den ehemaligen BBC-Journalisten Martin
Sixsmith (Steve Coogan) trifft. Als er die Geschichte von ihrer jahrelang vergeblichen Suche
nach Anthony hört, ist er nach anfänglicher schwerer Skepsis schnell angefixt - und
beschließt, die Story nachzurecherchieren. Er organisiert eine gemeinsame Reise in die USA,
und das ungleiche Paar macht sich auf den Weg: Die liebe, etwas einfach gestrickte alte
Dame, die trotz aller Schicksalsschläge ihr Vertrauen in Gott und die Welt nie verloren hat,
und der abgebrühte Zyniker, der schon lange an nichts mehr glaubt, schon gar nicht an ein
höheres Wesen. Und sie finden nicht nur eine ungewöhnliche Freundschaft, sondern auch
unglaubliche Fakten zu Anthonys Verschwinden.
In keinem andern nordeuropäischen Land war die katholische Kirche mit ihrer
menschenverachtenden Sexualmoral so lange so mächtig wie in Irland. Geschichten wie die
von Philomena Lee gibt es (leider) viel zu viele: 2009 schrieb der (echte) Journalist Martin
Sixsmith sein Buch Philomena: Eine Mutter sucht ihren Sohn, der britische Regisseur
Stephen Frears (Mein wunderbarer Waschsalon, High Fidelity, The Queen) machte daraus
eine wundervolle Tragikomödie, die vor allem vom Zusammenspiel der großartigen
Hauptdarsteller lebt – und vom Drehbuch des britischen Comedy-Superstars Steve Coogan,
der auch das ernstere Fach virtuos beherrscht. Und so gibts für Philomena auch gleich vier
Oscar-Nominierungen: Bester Film, beste Hauptdarstellerin, bestes adaptiertes Drehbuch und
- last not least - beste Filmmusik.
Titel
Philomena
OriginaltitelPhilomena
Genre Drama
Land, Jahr Frankreich/GB/USA, 2013
Länge 98 Minuten
Regie Stephen Frears
Drehbuch Steve Coogan, Jeff Pope basierend auf dem Buch von Martin Sixsmith
Kamera Robbie Ryan
Schnitt Valerio Bonelli
Musik Alexandre Desplat
Produktion Steve Coogan, Tracey Seaward, Gabrielle Tana
Stephen Frears, Steve Coogan, Judi Dench, Sophie Kennedy Clark, Mare Winningham,
Darsteller
Charlie Murphy
Verleih Constantin Film
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Pompeii
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Action, Drama. Deutschland, USA 2014.
Regie: Paul W. S. Anderson
Mit: Kit Harington, Emily Browning
In der Stadt aus Schutt und Asche: Pompeii erzählt die dramatische Liebesgeschichte eines
Gladiators und einer Bürgerstochter während der verheerenden Naturkatastrophe am Vesuv.
Spektakelkino von Genre-Veteran Paul W. S. Anderson (Resident Evil).
Filmstart: 28. Februar 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Wir schreiben das Jahr 79 nach Christus. Während das römische Reich unter Kaiser Titus
weitgehend ruhigen Zeiten entgegenblickt und seine Grenzen im Norden und Osten des
Imperiums festigt, floriert eine kleine römische Metropole am Fuße des Vesuv, die schon auf
eine reiche Geschichte zurückblicken kann: Pompeji. Zu Zeiten von Kaiser Augustus hat sich
die idyllische Kleinstadt zu einem Treffpunkt der römischen Oberklasse entwickelt und sollte
diesen Status eigentlich nie wieder abgeben. Doch ein feuriger Berg hat andere Pläne.
Wie lange noch? Von der tödlichen Bedrohung durch den Vulkan ahnt der Sklave Milo (Kit
Harington, Jon Snow aus Game of Thrones) so wie die anderen Bewohner Pompejis nichts.
Doch auch ganz ohne feuerspukenden Berg im Hintergrund beherrscht die ständige Angst vor
dem nahen Ableben den Alltag des Sklaven: Als Gladiator muss Milo regelmäßig in den
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gewaltigen römischen Arenen um sein Leben kämpfen. Aufmerksam beobachtet wird er dabei
vom größenwahnsinnigen Senator Corvus (Kiefer Sutherland), mit dem ihn eine grausame
Vergangenheit verbindet. Doch das soll nicht das Einzige bleiben, das die grundverschiedenen
Männer miteinander teilen müssen. Milo lernt in der Arena zufällig die hübsche Cassia
(Emily Browning) kennen, in die er sich unsterblich verliebt. Unglücklicherweise hat auch
Senator Corvus ein Auge auf die Tochter reicher Bürger geworfen, natürlich aus weit weniger
romantischen Gründen als Milo. Die verbotene Liebe zwischen dem Sklaven und der
Bürgerstochter scheint von Anfang an dem Untergang geweiht - bis plötzlich die Katastrophe
ihren Lauf nimmt, und Milo in seinen letzten Kampf für seine große Liebe, sein Leben und
seine Freiheit zieht …
In der Action liegt die Kraft. Er mag ja nicht gerade der filigranste oder subtilste
Kinohandwerker sein, doch wenn es um episches Unterhaltungskino mit einer gesunden Prise
Selbstironie geht, dann macht Regisseur Paul W. S. Anderson (Death Race, Resident EvilReihe) kaum jemand etwas vor. Nach jahrelanger Wartezeit bringt der britische Filmemacher
nun endlich sein Herzensprojekt auf die große Leinwand: Was könnte das anderes sein als die
spektakuläre Verfilmung einer der wohl tragischsten Naturkatastrophen der
Menschheitsgeschichte. Pompeii ist gewaltig, groß, grausam und emotional - und viel zu
spektakulär und mitreißend, um wegzuschauen!
Titel
Pompeii
OriginaltitelPompeii
Genre Action/Drama
Land, Jahr Deutschland/USA, 2014
Regie Paul W. S. Anderson
Kit Harington, Emily Browning, Carrie-Anne Moss, Kiefer Sutherland, Jessica Lucas, Paz
Darsteller
Vega, Jared Harris
Verleih Constantin Film
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Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman
(auch in 3D)
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Animation, Komödie. USA 2013. 92 Minuten.
Regie: Rob Minkoff
Back to the past: Ein brillanter Hund und sein menschlicher Adoptivsohn müssen ein
turbulentes Abenteuer quer durch die Geschichtsschreibung meistern. Sympathischer und
kurzweiliger 3D-Animationsspaß von den Dreamworks Studios (Die Croods, Shrek).
Filmstart: 27. Februar 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Wissenschaftsgenie? Check. Klaviervirtuose? Check. Fremdsprachensupertalent? Check.
Nobelpreisträger? Check. Spitzensportler? Check. Es ist noch keine Disziplin erfunden
worden, in der Mr. Peabody nicht mit Abstand der Beste ist. Wer sollte es solch einem
Vorzeigebürger verübeln, als Alleinerzieher einen Sohn zu adoptieren? Eben. Nur ein
klitzekleines Detail macht ihm hin und wieder doch zu schaffen: Mr. Peabody ist ein Hund.
In der Welt der Menschen wird man von einem neunmalklugen Vierbeiner ungern
zurechtgewiesen. Dies muss auch Mr. Peabodys pfiffiger Adoptivsohn Sherman feststellen,
als er von einer Klassenkameradin fies gehänselt wird und einen Streit beginnt. Ganz der
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Gentleman, der Mr. Peabody eben ist, lädt er die beteiligte Streitpartei samt Elternanhang zum
schicken Dinner ein, um die Fronten so friedlich wie möglich zu klären. Seinem Filius hat er
dabei ausdrücklich befohlen, bloß nichts vom hochgeheimen Zeitomaten zu verraten, mit dem
Mr. Peabody und Sherman statt zu langweiligen Familienausflügen lieber einmal durch die
Zeit reisen.
Doch um seine Klassenkameradin Penny endgültig zu beeindrucken, nutzt Sherman die Gunst
der Stunde und reist mit ihr unerlaubterweise zurück zu den alten Ägyptern, bei denen Penny
wie eine Göttin behandelt wird - und in Kürze vermählt werden soll. Die Zeit drängt, und
Sherman bleibt nichts anderes übrig, als seinen Adoptivvater um Hilfe zu bitten: Im letzten
Moment gelingt es Mr. Peabody, die junge Penny vor einer wütenden ägyptischen Meute zu
retten, die doch auf eine anständige Hochzeit gewartet hatte. Doch das nächste Abenteuer ist
nur einen kleinen Zeitsprung entfernt …
Basierend auf der Trickfilmserie aus den 1960er-Jahren bringt Animationsexperte Rob
Minkoff (Der König der Löwen, Stuart Little) mit Mr. Peabody und Sherman wohl eines der
coolsten Leinwandduos seit langem ins Kino. Herr Hund und sein Sohn werden auf
spannende Zeitreise-Abenteuer geschickt, bei denen wir ganz nebenbei erfahren, wie
Leonardo DaVinci seiner Mona Lisa ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat oder ob es im
Inneren des trojanischen Pferdes wirklich nach Rosenblüten gerochen hat. Geschichtsstunde
einmal anders - und vor allem äußerst lustig!
Titel
Originaltitel
Genre
Land, Jahr
Länge
Regie
Drehbuch
Schnitt
Musik
Produktion
Stimmen in
der DF
Stimmen in
der OV
Verleih
Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman
Mr. Peabody & Sherman
Animation/Komödie
USA, 2013
92 Minuten
Rob Minkoff
Craig Wright
Tom Finan
Danny Elfman
Denise Nolan Cascino, Alex Schwartz
Peter Rapp
Ty Burrell, Allison Janney, Leslie Mann, Dennis Haysbert, Mel Brooks, Stanley Tucci,
Ariel Winter, Patrick Warburton, Stephen Colbert, Stephen Tobolowsky
Centfox
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Tarzan (auch in 3D)
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Abenteuer, Animation, Literaturverfilmung. Deutschland 2013. 98 Minuten.
Regie: Reinhard Klooss
Mit: Kellan Lutz, Spencer Locke
Als Dschungelkönig noch kein fragwürdiger Titel war. Die sanft modernisierte Version des
Tarzan-Stoffes überzeugt mit prachtvollem 3D, dem Sixpack von Kellan Lutz und der
zuckersüßen Stimme von Lena Meyer-Landrut.
Filmstart: 21. Februar 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Ich Tarzan, du Jane. Natürlich dürfen auch in dieser Tarzan-Verfilmung die berühmten Worte
des verliebten Dschungelkönigs nicht fehlen. Ansonsten ist hier aber einiges anders, nicht nur,
weil sich der afrikanische Urwald in all seiner Pracht, unendlich scheinenden Größe und
Vielfalt erstmals in 3D präsentiert. Dieser Tarzan, entstanden unter der Federführung von
Reinhard Klooss (Urmel-Filme, Konferenz der Tiere) in den Bavaria Filmstudios, wurde zur
Gänze im sogenannten Motion-Capture- bzw. Performance-Capture-Verfahren gedreht, eine
Form des CGI, bei der reale Aufnahmen der Darsteller anschließend in animierte Versionen
umgewandelt werden. Man kennt das beispielsweise von Gollum aus Der Herr der Ringe
oder zuletzt aus Die Abenteuer von Tim und Struppi. Ein aufwändiger Animationsprozess
ermöglicht die außerordentlich lebensechte Darstellung von Bewegungen, was zusammen mit
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dem geradezu fotorealistischen Hintergrund, vor dem sich Gorillas und Menschen bewegen,
ein besonders überwältigendes Filmerlebnis garantiert.
Wie alles begann. Um Tarzans Geschichte auch für jene aufregend zu gestalten, die meinen,
schon alles von, über und mit dem König des Dschungels gesehen zu haben, liegt ein
Schwerpunkt diesmal beim Aufwachsen des Buben in der Obhut seiner Affenfamilie. Nach
einem Hubschrauberabsturz verwaist, wird der fünfjährige John Greystoke Jr. von
Berggorilla-Weibchen Kala aufgenommen. Während die Erinnerungen des Buben an sein
Leben unter Menschen immer mehr verblassen, muss er lernen, sich im Dschungel und in der
Gorillasippe zu behaupten. Als nackter Affe mit Lendenschurz zeichnet sich der junge Tarzan
durch Geschicklichkeit und unendliche Neugier aus. Erst als Teenager soll er wieder
Menschen zu Gesicht bekommen - Touristen, darunter Jane (gespielt von Spencer Locke,
gesprochen von Lena Meyer-Landrut). Doch es bleibt bei einer flüchtigen Begegnung. Als die
Menschen Jahre später wiederkommen, wirds ungemütlich: Der skrupellose Geschäftsmann
Clayton bedroht Tarzans (hinter der CGI-Figur steckt Twilight-Vampir Kellan Lutz) Paradies.
Doch auch Jane ist zurückgekehrt - und gemeinsam will man den Dschungel vor Claytons
Habgier bewahren.
Titel
Tarzan
Originaltitel Tarzan
Genre
Abenteuer/Animation/Literaturverfilmung
Land, Jahr
Deutschland, 2013
Länge
98 Minuten
Regie
Reinhard Klooss
Drehbuch
Reinhard Klooss, Jessica Postigo, Yoni Brenner
Kamera
Markus Eckert
Schnitt
Alexander Dittner
Musik
David Newman
Produktion Reinhard Klooss, Robert Kulzer
Darsteller
Kellan Lutz, Spencer Locke
Stimmen in der DFLena Meyer-Landrut
Verleih
Constantin Film
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Monuments Men - Ungewöhnliche Helden
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Action, Tragikomödie. USA 2013. 118 Minuten.
Regie: George Clooney
Mit: Matt Damon, George Clooney
Wenn George Clooney Regie führt, kommt großes Kino dabei raus: Der Kampf gegen Hitlers
Kunstklau wird dank einer irren Wunder-Einsatztruppe um Clooney selbst, Matt Damon, Bill
Murray, Cate Blanchett und John Goodman zur abenteuerlichen Weltkriegs-Action.
Filmstart: 20. Februar 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Zu acht gegen Hitler. Den Finger am Abzug hatten sie noch nie - Experten sind sie nicht am
Sturmgewehr, sondern in Restauration, Architektur und im Museumswesen. Doch auf Frank
Stokes (George Clooney) und sein Team wartet eine höchst gefährliche Mission: Der 2.
Weltkrieg tobt seinem Höhepunkt zu, die Nazis plündern im großen Stil Museen in ganz
Europa, und sollte das Dritte Reich zusammenbrechen, wird die Operation Nero gestartet:
Sämtliche geraubte Werke sollen restlos vernichtet werden, Frank Stokes soll genau das
verhindern.
Kunstexperte James Granger (Matt Damon), Architekt Richard Campbell (Bill Murray),
Bildhauer Walter Garfield (John Goodman) und Designer Jean Claude Clermont (Jean
Dujardin) gehören zur Einsatztruppe, die unter der Leitung Stokes willens ist, in Europa für
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die Kunst ihr Leben zu riskieren, auch die französische Expertin Claire Simone (Cate
Blanchett) unterstützt die achtköpfige Truppe. Um die Kunstwerke zu finden und zu retten,
müssen sie sich verdammt nah an die Front wagen - oder sogar hinter die feindlichen Linien
…
Wo Clooney draufsteht, ist Clooney drin. Nach Confessions of a Dangerous Mind, Good
Night, and Good Luck und The Ides of March - Tage des Verrats stürzte er sich wieder auf ein
Herzensprojekt - das heißt bei Clooney, er macht fast alles selbst.
Jenseits von Austria. Wiewohl Teile der historischen Handlung in Österreich spielen - in den
Tunneln des Salzbergwerks Altaussee lagerten, bewacht von acht Riesenbomben, allein 6.577
Werke - wurde vor allem in Deutschland gedreht, unter anderem in Berlin, Brandenburg und
Niedersachsen. Das berühmte Schloss Neuschwanstein wurde überhaupt gleich im Studio
Babelsberg nachgebaut. Das künstlerisch wertvolle Dreamteam ist allerdings total original:
Hochkarätige Hauptdarsteller von Matt Damon, Bill Murray, John Goodman, Jean Dujardin,
Bob Balaban, Hugh Bonneville bis Cate Blanchett sind Garant dafür, dass es bei den
historischen Tatsachen nach dem Bestseller von Robert M. Edsel und Bret Witter auch mit
jeder Menge Witz und Verve zur Sache geht.
Titel
Monuments Men - Ungewöhnliche Helden
OriginaltitelThe Monuments Men
Genre Action/Tragikomödie
Land, Jahr USA, 2013
Länge 118 Minuten
Regie George Clooney
Drehbuch George Clooney
Kamera Phedon Papamichael
Schnitt Stephen Mirrione
Musik Alexandre Desplat
Produktion George Clooney, Grant Heslov
Matt Damon, George Clooney, John Goodman, Bill Murray, Cate Blanchett, Jean Dujardin,
Darsteller Hugh Bonneville, Bob Balaban, Dimitri Leonidas, Justus von Dohnányi, Alexandre Desplat,
Serge Hazanavicius, Grant Heslov, Nick Clooney
Verleih Centfox
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Dallas Buyers Club
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Drama. USA 2013. 117 Minuten.
Regie: Jean-Marc Vallee
Mit: Matthew McConaughey, Jared Leto
Als HIV+ noch ein Todesurteil war. Ein einfacher Mann aus Texas kämpft in den 80ern um
das Recht auf die beste medizinische Behandlung. Kraftvolles, unpathetisches AIDS-Drama
nach einer wahren Geschichte, für Matthew McConaughey und Jared Leto gabs dafür Golden
Globes, und für den Film insgesamt sechs Oscar-Nominierungen.
Filmstart: 7. Februar 2014
zum Inhaltsverzeichnis
AIDS, das haben nur die anderen. Bis es einen selber trifft. Wir schreiben das Jahr 1985, die
AIDS-Erkrankung von Rock Hudson wurde gerade publik. Im Oktober des Jahres wird er der
erste Hollywoodstar sein, der an dieser Krankheit stirbt, das erste wirklich prominente Opfer
der Schwulenseuche.
Homos sind in der Welt von Elektriker Ron Woodroof (Matthew McConaughey) nichts
weiter als ein willkommenes Feindbild. Ron ist ein Dallas-Cowboy wie aus dem Bilderbuch,
ein ehrlicher Arbeiter, ein weniger ehrlicher Spieler. Bei Bier und Rodeo lässt er den echten
Texaner raushängen, reitet abwechselnd Bullen und willige Cowgirls, Schnaps, Koks und
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Huren garantieren Dauerbelustigung. Doch körperlich ist Ron nicht wirklich gut beieinander,
beim Husten kotzt er sich fast die Seele aus dem Leib. Dann kommt der Zusammenbruch. Die
Diagnose: HIV positiv. Mehr noch: Ron hat längst AIDS. Die Ärzte geben ihm 30 Tage. Ron
ist 35.
Den ersten Tag vom Rest seines Lebens verbringt Ron noch mit Verleugnung, doch seine
Umgebung macht ihm unmissverständlich klar: Ron Woodroof ist jetzt ein Aussätziger. Da
beginnt er zu kämpfen. Es laufen erste Testreihen mit dem noch nicht zugelassenen Wirkstoff
AZT - Ron besorgt sich die Pulver auf seine Weise. Doch die hohen Dosen haben schwere
Nebenwirkungen, AZT ist pures Gift, nicht nur für das HI-Virus. In Mexiko bekommt Ron
schließlich Zugang zu einem Cocktail aus in den USA nicht zugelassenen Präparaten, wie
Vitaminen und Proteinen, die seine Symptome erheblich lindern.
30 Tage sind vorbei, Ron geht es so gut wie lange nicht - Zeit, ans Geschäft zu denken. Er
beginnt, das Zeug in die USA zu schmuggeln und gemeinsam mit dem ebenfalls AIDSKranken Rayon (Jared Leto), einem drogensüchtigen Transsexuellen, an andere Betroffene zu
verkaufen. Schnell ist die FDA zur Stelle, die für Medikamentenzulassung zuständige USBehörde, um den Handel zu unterbinden. Mit einem juristischen Trick kann Ron sein
Geschäftsmodell vorerst erfolgreich weiterführen: Er gründet den Dallas Buyers Club - für
400 Dollar Beitrag pro Monat erhält jedes Clubmitglied die Präparate zur Selbstmedikation.
Und während den AZT-Testreihen im Spital die Probanden davonlaufen, bilden sich vors
Rons Clubhaus lange Warteschlangen. Doch so leicht lassen sich FDA und Pharmaindustrie
das Geschäft nicht kaputtmachen ...
Titel
Dallas Buyers Club
OriginaltitelDallas Buyers Club
Genre Drama
Land, Jahr USA, 2013
Länge 117 Minuten
Regie Jean-Marc Vallee
Drehbuch Craig Borten, Melisa Wallack
Kamera Yves Bélanger
Schnitt Jean-Marc Vallee, Martin Pensa
Musik Marc Bolan
Produktion Robbie Brenner, Rachel Winter
Matthew McConaughey, Jared Leto, Jennifer Garner, Denis O'Hare, Dallas Roberts, Steve
Darsteller
Zahn, Griffin Dunne
Verleih Thimfilm
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Free Birds - Esst uns an einem anderen Tag
(auch in 3D)
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Animation, Komödie. USA 2013. 91 Minuten.
Regie: Jimmy Hayward
Zwei mutige Puter wollen zu Thanksgiving nicht in die Röhre gucken - und wagen dafür
sogar eine Reise in die Vergangenheit … Köstliche Animations-Action!
Filmstart: 7. Februar 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Wir sind die Puten. Auf der Truthahnfarm herrscht beste Stimmung: ein sorgenfreies Leben,
jede Menge Gesellschaft und köstlicher Mais bis zum Abwinken. Und Vorfreude auf
November: Denn dann gehts ab ins Truthahn-Paradies!!!
Nur der schmächtige Reggie (Owen Wilson bzw. Rick Kavanian) weiß es besser: Es wartet
nicht etwa das Paradies, sondern ein veritables Backrohr-Höllenfeuer. Denn am vierten
Donnerstag des elften Monats wird in Amerika jedes Jahr Thanksgiving, also Erntedank,
gefeiert, und dazu gehört, so will es der finstere Brauch, ein saftiger Truthahnbraten.
Doch niemand will Reggie glauben. Und doch hat er Glück: Jedes Jahr begnadigt der USPräsident einen Truthahn, und diesmal ist es Reggie. Für ihn scheint das Puten-Paradies
tatsächlich Wahrheit zu werden - doch dann wird er entführt: Von einem seltsamen Vogel
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namens Jake (Woody Harrelson/Christian Tramitz), dem Anführer und bisher einzigem
Mitglied der Turkey Freedom Front, einer Truthahnbefreiung-Zelle. Und der hat nicht nur
eine Mission, sondern auch einen Plan: Mittels Zeitmaschine will er in die Vergangenheit
reisen und dort die Thanksgiving-Tradition für immer truthahnfreundlich verändern …
Regisseur Jimmy Hayward (Horton hört ein Hu!) und Produzent Aron Warner (Shrek) stehen
hinter einem supernetten Animations-Abenteuer voll schrägem Humor. Nächstes Jahr gibts
Vegetarisch!
Titel
Originaltitel
Genre
Land, Jahr
Länge
Regie
Drehbuch
Schnitt
Musik
Produktion
Stimmen in der
OV
Verleih
Free Birds - Esst uns an einem anderen Tag
Free Birds
Animation/Komödie
USA, 2013
91 Minuten
Jimmy Hayward
Jimmy Hayward, Scott Mosier
Chris Cartagena
Dominic Lewis
Scott Mosier
Owen Wilson, Woody Harrelson, Amy Poehler, George Takei, Colm Meaney, Dan
Fogler, Jimmy Hayward
Constantin Film
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Mandela: Der lange Weg zur Freiheit
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Biografie, Drama. GB, Südafrika 2013. 152 Minuten.
Regie: Justin Chadwick
Mit: Idris Elba, Naomie Harris
Manchmal kann tatsächlich ein einziger Mensch die Welt verändern: Biopic über einen der
größten politischen Köpfe der Gegenwart.
Filmstart: 31. Jänner 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Es gibt wohl sehr wenige Menschen auf der Welt, die den Namen Nelson Mandela noch nie
gehört haben - und wenige, die ihm nicht mit Respekt begegnen. Er ist die Gallionsfigur
schlechthin für die Befreiung Südafrikas vom brutalen Apartheid-Regime, das jahrzehntelang
angewandten Rassismus als ganz offizielle Politik betrieben hatte.
Idris Elba (Thor, Prometheus) spielt den charismatischen Aktivisten im hochdramatischen
Biopic des britischen Filmemachers Justin Chadwick, das die spannende Lebensgeschichte
dieses großen Mannes nachzeichnet: Von seinen Anfängen als Anwalt der unterprivilegierten
Schwarzen im Johannesburg der 1940er über sein erstes Engagement für den African National
Congress, der Ehe mit Winnie (Naomie Harris, Skyfall), seinen unermüdlichen Beitrag zur
Bürgerrechtsbewegung und seiner Verurteilung zu lebenslanger Haft im Jahre 1963 bis zu
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seiner Entlassung - und seiner triumphalen Wahl zum ersten schwarzen Präsidenten
Südafrikas 1994.
Erlebte Geschichte. Für Produzent Anant Singh war dieser Film ein Herzensprojekt: Er selbst
wuchs als Enkel indischer Einwanderer in Südafrika auf und war als nicht-weißer Bürger
Opfer der Apartheid. Er genießt es immer noch jedes Mal, wenn er sich einen Film
gemeinsam mit seinem gesamten Team ansehen kann - denn zu Beginn seiner Karriere waren
in seiner Heimat alle Kinosäle nach Rassen getrennt.
Titel
Mandela: Der lange Weg zur Freiheit
OriginaltitelMandela: Long Walk to Freedom
Genre Biografie/Drama
Land, Jahr GB/Südafrika, 2013
Länge 152 Minuten
Regie Justin Chadwick
Drehbuch William Nicholson
Kamera Lol Crawley
Schnitt Rick Russell
Musik Alex Heffes
Produktion Anant Singh
Darsteller Idris Elba, Naomie Harris, Tony Kgoroge, Riaad Moosa, Jamie Bartlett, Deon Lotz
Verleih Constantin Film
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Belle & Sebastian
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial verfügbar)
Drama, Kinderfilm. Frankreich 2013. 95 Minuten.
Regie: Nicolas Vanier
Mit: Tchéky Karyo, Félix Bossuet
Kinderbuch, TV-Serie, Kinofilm. Zu Recht, denn von den Abenteuern der weißen
Riesenhündin Belle und ihrem strubbeligen Freund Sebastian kriegt man nie genug.
Filmstart: 24. Jänner 2014
zum Inhaltsverzeichnis
„Wääh, du stinkst!“ Auch so kann eine wunderbare Freundschaft beginnen. Wir schreiben das
Jahr 1943. Sogar hoch oben in den französischen Alpen, in einem idyllischen Bergdorf nahe
der Schweizer Grenze, ist der Schrecken des Zweiten Weltkriegs präsent: Deutsche Besatzer
jagen Flüchtlinge auf dem Weg über die Grenze, Dorfbewohner setzen als Fluchthelfer ihr
eigenes Leben aufs Spiel. Hier wächst der Waisenbub Sebastian (Félix Bossuet) auf, der am
liebsten mit dem alten César (Tchéky Karyo) in den umliegenden Bergen umherzieht. Doch
genau dort soll eine Bestie ihr Unwesen treiben, ein riesiger wildernder Hund. Die Jägerschaft
steht Gewehr bei Fuß. Glücklicherweise ist Sebastian der erste, der das Monstrum findet: Es
ist eine riesengroße, wunderschöne und freundlichen Hündin – nach einem Bad im
Gebirgsbach schneeweiß und von Sebastian mit dem Namen Belle, die Schöne, versehen.
Doch wie lange kann das Versteckspiel von Belle und Sebastian mit den Jägern gutgehen?
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Und welche Abenteuer warten noch auf den mutigen Buben und seine treue, wenn auch etwas
groß geratene Gefährtin?
Wer einen anspruchsvollen Kinderfilm sucht, eine berührende, aber niemals rührselige
Geschichte von Freundschaft und Mut, eingefangen in traumhaft schönen Bildern, ist hier
richtig: Belle & Sebastian ist starkes Kinder- und Erwachsenenkino.
Titel
Belle & Sebastian
OriginaltitelBelle et Sébastien
Genre Drama/Kinderfilm
Land, Jahr Frankreich, 2013
Länge 95 Minuten
Regie Nicolas Vanier
Drehbuch Nicolas Vanier, Juliette Sales, Fabien Suarez
Kamera Eric Guichard
Produktion Clément Miserez, Matthieu Warter, Frédéric Brillion, Gilles Legrand
Darsteller Tchéky Karyo, Félix Bossuet, Margaux Châtelier, Dimitri Storoge
Verleih Filmladen
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Die Reise zum sichersten Ort der Erde
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial verfügbar)
Dokumentation. Australien, China, Deutschland, GB, Japan, Österreich, Schweden, Schweiz,
USA 2013. 100 Minuten.
Regie: Edgar Hagen
Mist vermeiden war noch nie die Stärke der Menschheit - aber seit wir radioaktiven Müll
produzieren, der ein paar tausend Jahre vor sich hin strahlt, stellt sich die Frage nach einem
sicheren Endlager ...
Filmstart: 17. Jänner 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Titel
Die Reise zum sichersten Ort der Erde
OriginaltitelDie Reise zum sichersten Ort der Erde
Genre Dokumentation
Land, Jahr Australien/China/Deutschland/GB/Japan/Österreich/Schweden/Schweiz/USA, 2013
Länge 100 Minuten
Regie Edgar Hagen
Drehbuch Edgar Hagen
Verleih Thimfilm
78
Fünf Freunde 3
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Abenteuer. Deutschland 2013.
Regie: Mike Marzuk
Mit: Valeria Eisenbart, Quirin Oettl, Justus Schlingensiepen, Nele-Marie Nickel
Paradies in Gefahr! Diesmal verschlägt es das sagenhaft neugierige Quintett nach Thailand,
wo zwischen Piratenschatz und fiesem Investor ein Dschungel voller Abenteuer wartet.
Filmstart: 17. Jänner 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Das Abenteuer folgt ihnen auf Schritt und Tritt. So ist es nicht verwunderlich, dass der
Thailand-Trip von George (Valeria Eisenbart), Julian (Quirin Oettl), Dick (Justus
Schlingensiepen), Anne (Nele Marie Nickel) und Hund Timmy nicht als FaulenzerBadeurlaub mit Sonnenbrand endet sondern mit jeder Menge Nervenkitzel vor exotischer
Kulisse. Alles beginnt damit, dass die zweibeinigen unter den fünf Freunden beim Tauchen
ein Schiffswrack am Meeresgrund entdecken. Dort wiederum findet sich ein Hinweis auf
einen sagenumwobenen Piratenschatz - und wer ein echter Abenteurer ist, muss in so einem
Fall natürlich auf Schatzsuche gehen, Ehrensache. Hilfe bekommt das Quintett dabei von der
einheimischen Joe (Davina Weber), die mit ihrer Familie in einem bedrohten Paradies lebt,
wie sich bald herausstellt: Der gierige Investor Mr. Haynes (Sky du Mont) plant die traumhaft
gelegene Bucht mit einem Ferienresort zu verschandeln! Wenn die Fünf Freunde den
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Goldschatz der Piraten rechtzeitig finden, können sie Haynes einen Strich durch die Rechnung
machen. Und so beginnt ein halsbrecherischer Wettlauf durch den Dschungel, an dem sich
auch ein freches Gangsterpärchen (Nora von Waldstätten, Michael Kessler) beteiligt.
Never change a winning team: In bewährter Besetzung meistern die Fünf Freunde auch ihr
drittes Kinoabenteuer, hochkarätige Gaststars sind mit von der exotischen Partie.
Titel
Fünf Freunde 3
OriginaltitelFünf Freunde 3
Genre Abenteuer
Land, Jahr Deutschland, 2013
Regie Mike Marzuk
Drehbuch Sebastian Wehlings, Peer Klehmet basierend auf den Kinderbüchern von Enid Blyton
Kamera Philip Peschlow
Schnitt Tobias Haas
Musik Wolfram de Marco
Produktion Andreas Ulmke-Smeaton, Ewa Karlström
Valeria Eisenbart, Quirin Oettl, Justus Schlingensiepen, Nele-Marie Nickel, Sky du Mont,
Darsteller
Nora von Waldstätten, Davina Weber, Michael Fitz, Michael Kessler
Verleih Constantin Film
80
12 Years a Slave
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial verfügbar)
Biografie, Drama. USA 2013. 133 Minuten.
Regie: Steve McQueen (II)
Mit: Chiwetel Ejiofor, Michael Fassbender
Plötzlich Sklave. Aufbauend auf herausragenden Darstellerleistungen von Chiwetel Ejiofor
und Michael Fassbender verhandelt der britische Künstler Steve McQueen (Shame) eines der
dunkelsten Kapitel der US-Geschichte mit so noch selten gesehener Intensität: Django it ain't.
Filmstart: 17. Jänner 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Es ist 1841. Der Schwarze Solomon Nurthup (Chiwetel Ejiofor) ist ein freier Mann und
Familienvater, er gilt als respektiertes Mitglied der Gesellschaft Neu-Englands. Als der
begnadete Violinist zwei Show-Veranstaltern über den Weg läuft, die ihn für Auftritte
engagieren möchten, sagt er ihnen gutgläubig zu. Das freudige darauf Anstoßen zeitigt aber
unangenehme Folgen: Solomon wacht in Ketten gelegt in einem Keller wieder auf,
anfängliches Aufbegehren resultiert in Peitschenhieben. Prompt findet er sich in den Fängen
eines Sklavenhändlers (Paul Giamatti) wieder, der ihn in den Südstaaten an den
Plantagenbesitzer Ford (Benedict Cumberbatch) verkauft. Dieser, ein kultivierter Mann, ist
von der Intelligenz des Zwangsarbeiters jedoch beeindruckt - er überlässt ihm bald
anspruchsvollere Aufgaben und schenkt ihm sogar eine Geige. Als Solomon allerdings mit
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dem Aufseher Tibeats (Paul Dano) zusammenkracht, kann er sich seines Lebens nicht mehr
sicher sein. Der fromme, aber auch feige Ford sieht sich gezwungen, den Sklaven abzugeben und zwar just an den sadistischen Säufer Epps (Michael Fassbender), der seine Leibeigenen
mit äußerster Brutalität zu maßregeln pflegt. Solomon sieht seine Hoffnungen auf eine
Rückkehr in sein früheres Leben endgültig auf dem Nullpunkt angekommen: Wird er seine
Familie je wiedersehen?
Ketten-Reaktion. Von Spielberg (Amistad) bis Tarantino (Django Unchained) sind immer
wieder Hollywood-Granden angetreten, der Versklavung von Millionen Afrikanern, also jener
neben der Ausrottung der Natives anderen großen amerikanischen Schuld, filmisch
beizukommen - mit unterschiedlichem Erfolg. Womöglich brauchte es einen unverbrauchten
Zugang von Außen, um eine alle anderen Beiträge zum Thema überstrahlende Arbeit zu Tage
fördern zu können - einen wie den des Briten Steve McQueen. Der Konzeptkünstler, geschätzt
für fordernde Filme zu Themen wie Sexsucht (Shame) oder IRA-Terrorismus (Hunger),
schafft es in 12 Years a Slave, die Banalität des Bösen mit so noch selten vernommener,
unerbittlicher Deutlichkeit freizulegen. Ohne dem Zuschauer die ersehnte Milderung mit den
Mitteln von Pathos (siehe Spielberg) oder Pop (siehe Tarantino) zu gönnen, bohrt sich die
erschütternde und vor allem wahre Geschichte mit rastloser Vehemenz in den Verstand,
verfolgt einen unnachgiebig mit den lodernden, leidenden Augen des überragenden Chiwetel
Ejiofor. Mit gutem Recht ist dies der Stoff, aus dem demnächst wohl Oscar-Träume gemacht
sein werden.
Titel
12 Years a Slave
Originaltitel12 Years a Slave
Genre Biografie/Drama
Land, Jahr USA, 2013
Länge 133 Minuten
Regie Steve McQueen (II)
Drehbuch John Ridley basierend auf der Autobiografie von Solomon Northup
Kamera Sean Bobbitt
Schnitt Joe Walker
Musik Hans Zimmer
Dede Gardner, Steve McQueen (II), Arnon Milchan, Brad Pitt, Bill Pohlad, Anthony
Produktion
Katagas, Jeremy Kleiner
Chiwetel Ejiofor, Michael Fassbender, Benedict Cumberbatch, Paul Giamatti, Paul Dano,
Darsteller Brad Pitt, Garret Dillahunt, Quvenzhané Wallis, Sarah Paulson, Michael K. Williams, Scoot
McNairy, Lupita Nyong'o
Verleih Tobis
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Das Geheimnis der Bäume
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial verfügbar)
Dokumentation. Frankreich 2013. 78 Minuten.
Regie: Luc Jacquet
Mythisches Meisterwerk. Luc Jacquet, Macher der Oscar-prämierten Doku Die Reise der
Pinguine, hat mehrere Monate lang den Bäumen im Urwald beim Leben zugesehen.
Filmstart: 3. Jänner 2014
zum Inhaltsverzeichnis
Wie erzählt man die Evolutionsgeschichte eines Urwalds? Wie macht man Bäume als
Lebewesen begreifbar? Das war die zentrale Frage, die sich stellte, nachdem der
hochdekorierte Naturfilmer Luc Jacquet auf den Botanik-Pionier und Ökologen Fancis Hallé
getroffen war. Viele Jahre lang hatte Hallé die Urwälder des Planeten studiert und dabei
immer tiefere Erkenntnisse über die Zyklen, Symbiosen und Strategien gewonnen, die so ein
koplexes System zum Funktionieren bringen und am Laufen halten. Er wusste, dass jedes
Lebewesen darin eine essentielle Rolle spielt. Ein Urwald ist wie ein riesiger Organismus - in
dem die Tiere und Insekten über den Raum herrschen, und die Bäume über die Zeit. Zweite
Frage: Wie macht man die Geheimnisse des Zusammenwirkens von Pflanzen und Tieren
sichtbar?
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Luc Jacquet versteht sich hervorragend auf das Darstellen der Pracht der Natur - seine Bilder
sind optisch betörend, die Animationen und Zeitraffer-Montagen geradezu
bewußtseinserweiternd. So wird unmittelbar begreifbar, wie sich die uralten Giganten des
Urwalds seit Jahrhunderten ihre Existenz sichern, indem sie Allianzen mit Ameisen eingehen,
Tiere für sich arbeiten lassen, Insekten täuschen und dabei helfen, Regen entstehen zu lassen.
Existiert hinter der berauschenden Kulisse dieses Naturwunders gar ein größeres Geheimnis,
eine "Weisheit" der Bäume? Hier ist die Antwort - auf Großleinwand!
Titel
Das Geheimnis der Bäume
OriginaltitelIl était une forêt
Genre Dokumentation
Land, Jahr Frankreich, 2013
Länge 78 Minuten
Regie Luc Jacquet
Drehbuch Luc Jacquet
Kamera Antoine Marteau
Schnitt Stéphane Mazalaigue
Musik Éric Neveux
Produktion Yves Darondeau, Christophe Lioud, Emmanuel Priou
Darsteller Francis Hallé
Verleih Thimfilm
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Der Medicus (exkl. f. Schulen ab 16.12!)
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Abenteuer, Drama, Literaturverfilmung. Deutschland 2013. 150 Minuten.
Regie: Philipp Stölzl
Mit: Tom Payne, Ben Kingsley, Stellan Skarsgård, Emma Rigby
Heiler aus Berufung: Der äußerst schnuckelige Tom Payne spielt in der opulenten Verfilmung
des Bestsellerromans von Noah Gordon den jungen Medicus Rob Cole - an der Seite von
Stellan Skarsgård und Elyas M’Barek und unter der Regie von Philipp Stölzl (Nordwand).
Filmstart: 25. Dezember 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Emergency Room. Sie haben Macht über Leben und Tod, sie müssen Eide schwören, um uns
zu helfen, sind Heilige, Schwerverdiener und Herzensbrecher: Es gibt kaum eine
Berufssparte, die die Fantasie des Publikums derart anregt wie die Medizin. Ärzteklischees
sind hartnäckiger als chronischer Schnupfen.
Doctor’s Diary. Was uns dutzendweise Fernsehserien weismachen wollen, dass nämlich
Mediziner genau so sind wie wir, nur irgendwie anders, besser, böser, gütiger und auf jeden
Fall leidenschaftlicher, war in früheren Zeiten kein Thema. Da gab es nämlich keine Ärzte, da
gab es nur sogenannte Bader, die Zähne zogen, Amulette verscherbelten, Schultern einrenkten
und in den meisten anderen Fällen achselzuckend ein Kreuzzeichen schlugen.
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Komm, süßer Tod. Von diesen finsteren Zeiten berichtet Der Medicus, der millionenfach
verkaufte Roman von Noah Gordon, der in den Neunziger Jahren auf jedem Nachtkastl zu
finden war und das Genre des Historienromans auf ein ganz neues Erfolgslevel hob. Die
Geschichte beginnt in einem dreckigen Loch außerhalb von London, irgendwann im 11.
Jahrhundert: Die Mutter des kleinen Rob Cole liegt im Sterben, Rob holt noch den örtlichen
Bader (Stellan Skarsgård), doch auch der kann nicht helfen. Und weil Rob nach dem Tod
seiner Mama niemanden mehr hat, schließt er sich dem rüpelhaften Bader an, als Gehilfe und
Lehrbub.
Jahre später ist aus dem schmutzigen Buben ein ebenso schmutziger, aber neugieriger junger
Mann geworden (Tom Payne): Rob übernimmt mehr und mehr Aufgaben von seinem Meister,
dessen Augen immer schlechter werden, und der nur noch bei seinen Huren weiß, wo oben
und unten ist. Bis Rob von jüdischen Heilern hört, die Augenoperationen durchführen, und
auch seinem Meister helfen können. Fasziniert beschließt Rob, dass er das auch können will:
Er muss in den Orient, zum Universalgelehrten Ibn Sina (Ben Kingsley) nach Persien, um
dort die Geheimnisse der Heilkunst zu erlernen, die im islamischen Raum längst weit
gediehen ist. Denn für Rob ist die Medizin nicht nur ein Job, sondern eine Berufung - zumal
er über die Gabe verfügt, den nahenden Tod eines Menschen vorauszuahnen.
Arzt aus Leidenschaft. Die Reise führt ihn über den Ärmelkanal und das Mittelmeer bis nach
Ägypten, wo für einen wie Rob Cole normalerweise Sense ist, denn in Persien haben Christen
nichts verloren. Juden allerdings werden geduldet, und so gibt sich Rob fortan als Jesse ben
Benjamin aus. Er schließt sich einer Karawane nach Isfahan an und lernt unterwegs die
entzückende Rebecca (Emma Rigby) kennen.
Der Wüstendoktor. In Isfahan wird er tatsächlich von Ibn Sina aufgenommen, und in der
Sternenkunde, der Medizin und der Philosophie unterwiesen, gemeinsam mit seinen
Freunden, dem Juden Mirdin (Michael Marcus) und dem Perser Karim (Elyas M’Barek). Wie
das Innere des Körpers jedoch aussieht, weiß niemand, denn alle großen Religionen verbieten
es, den menschlichen Körper aufzuschneiden - und auch Ibn Sina hält sich daran. Trotzdem
hat der aufgeklärte persische Schah (Olivier Martinez), der die Hand schützend über Ibn Sinas
Schule hält, erzkonservative, kriegstreiberische Feinde, die die Bibliothek brennen sehen
wollen. Als dann auch noch die Pest über die Stadt hereinbricht, wird die Heilkunst von Ibn
Sina und seinen Studenten auf eine harte Probe gestellt …
Von Philipp Stölzl (Nordwand) opulent inszeniert, mit fantastischer Ausstattung und großen
Gefühlen, ist Der Medicus jene Art von Epos, die heute nur noch selten ins Kino kommt: eine
Geschichte aus längst vergangenen Zeiten, zwischen Morgenland und Abendland, zwischen
Religion und Wissenschaft, Fanatismus und Humanismus. Der Medicus ist streckenweise
näher an der Fantasie als an historischen Fakten, aber deswegen nicht weniger mitreißend und bildgewaltige Kinounterhaltung für Winterabende mit Fernweh.
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Titel
Der Medicus
OriginaltitelThe Physician
Genre Abenteuer/Drama/Literaturverfilmung
Land, Jahr Deutschland, 2013
Länge 150 Minuten
Regie Philipp Stölzl
Drehbuch Jan Berger basierend auf dem Roman von Noah Gordon
Kamera Hagen Bogdanski
Schnitt Sven Budelmann
Musik Ingo L. Frenzel
Produktion Wolf Bauer, Nico Hofmann
Tom Payne, Ben Kingsley, Stellan Skarsgård, Emma Rigby, Olivier Martinez, Elyas M'Barek,
Darsteller
Stanley Townsend, Adam Thomas Wright
Verleih UPI
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Der Butler
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial verfügbar)
Drama. USA 2013. 132 Minuten.
Regie: Lee Daniels
Mit: Forest Whitaker, Oprah Winfrey
29 Jahre, 7 Präsidenten: Lee Daniels (Precious) verfilmte die hochdramatische
Lebensgeschichte eines Chefbutlers im Weißen Haus. Forest Whitaker, Oprah Winfrey,
Lenny Kravitz, Alan Rickman u.v.a. servieren einen der heißesten Oscar-Kandidaten des
Jahres.
Filmstart: 20. Dezember 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Es hat sich viel verändert, seit Cecil Gaines (Forest Whitaker) auf einer Baumwollplantage im
tiefen Süden der USA auf die Welt kam. Damals, in den 1920ern, war die Sklaverei zwar
theoretisch längst abgeschafft - die Herrschaftsverhältnisse haben sich aber kaum verändert.
Und so muss der junge Cecil hilflos zusehen, wie der weiße Plantagenbesitzer seine Mutter
(Mariah Carey) vergewaltigt und seinen Vater (Earl Gaines) erschießt.
Rassismus ist selbstverständlich, Gleichberechtigung undenkbar, und so fristet Cecil sein
Leben als Diener der Weißen: Erst in einem Café, dann in einem Hotel - und er wird immer
besser in der hohen Kunst des perfekten Service: den Gästen jeden Wunsch von den Augen
ablesen und dabei unsichtbar sein. So dient er sich im wahrsten Sinne des Wortes bis ganz
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nach oben: 1957 wird er vom Weißen Haus als Butler für den Präsidenten, damals Dwight D.
Eisenhower (Robin Williams), angestellt. Auch privat läuft es gut: Cecil ist mit seiner großen
Liebe Gloria (Oprah Winfrey) verheiratet und hat zwei Söhne.
Präsidentenwechsel. Als 1961 John F. Kennedy (James Marsden, Minka Kelly spielt Jackie
K.) zum Präsidenten gewählt wird, setzt der sonst so zurückhaltende Cecil große Hoffnungen
in dessen Reformpotenzial. Seinem älteren Sohn Louis (David Oyelowo), inzwischen auf dem
College, geht das allerdings zu langsam: Er engagiert sich aktiv gegen die Rassentrennung,
wird mehrmals verhaftet und verprügelt; er verachtet seinen Vater für seinen Dienstboten-Job
für den Weißen Mann. Nach der Ermordung Kennedys kommt der konservative Richard
Nixon (John Cusack) an die Macht, der die Bürgerrechtsbewegung unterdrückt und den
Vietnamkrieg beginnt. Nach der Ermordung von Martin Luther King droht die politische
Lage, zu eskalieren - ebenso wie die Situation im Haus der Gaines’, als Charlie (Elijah
Kelley), der Jüngere, ankündigt, sich freiwillig für den Kriegseinsatz zu melden …
Der Oscar ruft. Mit viel dramaturgischem Geschick inszenierte Lee Daniels (Precious),
inspiriert von einer Zeitungs-Story über den echten White-House-Butler Eugene Allen, ein
dichtes und bewegendes History-Drama. Wie hoch der Stoff in Hollywood gehandelt wird,
zeigt sich schon an der Spitzenbesetzung bis in die kleinsten Nebenrollen - mit dabei sind u.a.
Lenny Kravitz, Vanessa Redgrave, Cuba Gooding Jr. und Alan Rickman und Jane Fonda als
Ronald und Nancy Reagan.
Titel
Der Butler
OriginaltitelLee Daniels' The Butler
Genre Drama
Land, Jahr USA, 2013
Länge 132 Minuten
Regie Lee Daniels
Danny Strong basierend auf dem Zeitungsartikel "A Butler Well Served by This Election"
Drehbuch
von Wil Haygood
Kamera Andrew Dunn
Schnitt Joe Klotz, Brian A. Kates
Musik Rodrigo Leão
Produktion Lee Daniels, Laura Ziskin, Pamela Oas Williams , Buddy Patrick, Cassian Elwes
Forest Whitaker, Oprah Winfrey, Jane Fonda, John Cusack, Lenny Kravitz, Robin Williams,
Alan Rickman, Terrence Howard, James Marsden, David Banner, Mariah Carey, Alex
Darsteller
Pettyfer, David Oyelowo, Elijah Kelley, Minka Kelly, Liev Schreiber, Vanessa Redgrave,
Cuba Gooding Jr.
Verleih Filmladen
89
Dinosaurier - Im Reich der Giganten (auch
in 3D)
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Abenteuer, Animation. Australien, GB, USA 2013. 87 Minuten.
Regie: Barry Cook, Neil Nightingale
Jurassic Park war erst der Anfang. So realistisch wie hier hat man T-Rex & Co. nie zuvor
erlebt. Großartig animiertes Urzeit-Abenteuer mit Dino Patchi in der Heldenrolle und OberBlödler Otto als Vogelstimme.
Filmstart: 20. Dezember 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Baby-Dino. Auch Giganten haben einmal ganz klein begonnen: als Ei, nämlich. Und als
solches lernen wir Patchi kennen, einen Pachyrhinosaurus, auch bekannt als Dicknasenechse.
Ausgewachsen ist der Pachyrhinosaurus etwas größer als ein VW-Bus, trägt ein mächtiges
Nackenschild, dazu eine spitze, fast schnabelartige Schnauze und ist strenger Vegetarier. Was
ihn nicht zum harmlosen Kuscheltier macht, die Echse ist stämmig, wuchtig und weiß, sich zu
verteidigen. Für Patchi gilt das alles noch nicht wirklich. Er ist der kleinste in seinem Wurf,
was ihn aber nicht daran hindert, frech und vorwitzig zu sein. Denn wer groß und stark
werden will, wer später einmal einem T-Rex Paroli bieten möchte, der muss schon früh
lernen, sich durchzusetzen. Lernen ist überhaupt das Zauberwort, schon damals in der
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Kreidezeit. Was darf ich fressen und was nicht? Und - noch wichtiger: Wem gehe ich besser
aus dem Weg, weil er mich fressen will?
Bunter Vogel. Auf seinem Weg vom Winzling zur Großechse kann Patchi sich auf einen
immer verlassen: den Alexornis-Vogel Alex (in der deutschen Fassung gesprochen vom IceAge-erprobten Otto). Unzertrennlich durchstreifen sie mit Patchis Herde den prähistorischen
Planeten und stellen sich den immer neuen Herausforderungen, die hinter jedem Büschel
Farn, auf jeder Lichtung und sogar innerhalb des eigenen Rudels lauern. Entgegen aller
Widerstände wächst Patchi schließlich zum Anführer seiner eigenen Herde heran und findet
in dem Pachyrhinosaurus-Weibchen Juniper eine treue Gefährtin. Für einen kurzen Moment
ist er der Herrscher in diesem großen, faszinierenden Reich der Giganten ...
Das größte Abenteuer der letzten 100 Millionen Jahre, versprechen die Filmemacher. Und
tatsächlich betritt man mit dieser fantastischen Reise durch atemberaubende prähistorische
Landstriche Neuland in mehrfacher Hinsicht. Basierend auf der enorm erfolgreichen
sechsteiligen BBC-Dokureihe Walking with Dinosaurs (1999) entstand dieses Kinoereignis,
das allermodernste Animationstechnolgie mit echten Filmaufnahmen kombiniert - und das in
3D und basierend auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. So streifen lebensecht
animierte Dinos durch großartig eingefangene Landschaften von Alaska, Australien und
Neuseeland und sind zum Greifen nah. Und nicht zuletzt dank der Paarung Patchi und Alex
kommt der Unterhaltungsfaktor für die ganze Familie hier bestimmt nicht zu kurz.
Titel
Dinosaurier 3D - Im Reich der Giganten
Originaltitel Walking with Dinosaurs
Genre
Abenteuer/Animation
Land, Jahr
Australien/GB/USA, 2013
Länge
87 Minuten
Regie
Barry Cook, Neil Nightingale
Drehbuch
John Collee
Kamera
John Brooks
Schnitt
John Carnochan
Musik
Paul Leonard-Morgan
Stimmen in der DF Otto Waalkes
Stimmen in der OVJohn Leguizamo, Justin Long
Verleih
Constantin Film
91
Tom Turbo - Von 0 auf 111
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Kinderfilm. Österreich 2013. 86 Minuten.
Regie: Dirk Regel
Mit: Thomas Brezina, Theresa Dobersberger-Sova, Nepomuk Krispe
Detektive … aufgepasst! Das coolste Fahrrad von allen düst zum 20. Geburtstag zum ersten
Mal über die Kinoleinwand - in ganz großer Besetzung: Neben Tom & Thomas C. Brezina
abenteuern u.a. Andrea Eckert, Klaus Ofczarek, Brigitte Kren und Sigrid "Vivi" Spörk!
Filmstart: 20. Dezember 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Radfahren ist cool. Was die Erwachsenen erst langsam begreifen, haben die Kinder schon
immer gewusst. Die Zwillinge Karo (Theresa Dobersberger-Sova) und Klaro (Nepomuk
Krisper) leben seit dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Papa Klaus (Manuel Witting) in einer
supergemütlichen Wohnung über Klaus’ Fahrradgeschäft. Karo und Klaro lieben es, in der
angeschlossenen Werkstatt herumzubasteln. Klaro möchte unbedingt einmal Erfinder werden
- und Karo Comic-Zeichnerin. So trifft es sich auch wunderbar, dass die beiden am
aufregenden Arbeitsplatz ihrer Tante, der Tiergartendirektorin (Maria Köstlinger), die auf die
beiden aufpasst, wenn ihr Bruder arbeitet, den Schriftsteller Thomas (Thomas C. Brezina)
kennenlernen: Denn der arbeitet gerade an einem ganz neuen Detektivkrimi, und die beiden
Kids sprühen vor Ideen.
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Währenddessen in der Burg: Im mächtigen Hauptquartier ("verkörpert" vom Flakturm im
Wiener Augarten) des Superschurken Fritz Fantom (Simon Schober) spielen sich indes
weltbewegende Szenen ab: Hat doch Fritz' Meistergauner-Onkel ein Paket geschickt. Doch
Fritz und sein auch nicht gerade überbelichteter Ganoven-Spezi Rudi Ratte (Michael Pink)
sind schlicht zu doof, um zu erkennen, wie wertvoll der Inhalt ist. Und da Fritz' Tante Freda
Fantom (Andrea Eckert) eh grade beim Ausmisten ist, geht die seltsame Kugel aus dem
Packerl an eine Flohmarktverkäuferin (Brigitte Kren), bevor Fritz und Rudi erkennen, was sie
da aus der Hand gegeben haben: Nichts geringeres als das Tom Tempo, ein magisches Gerät,
das Roboter lebendig machen kann!
Das Rad neu erfinden. Karo und Klaro haben gemeinsam für Thomas einen ganz neuen
Detektiv entworfen: ein Fahrrad, das 111 tolle magische Tricks beherrscht! Und als sie am
Flohmarkt zufällig das Tom Tempo erstehen, wird die Sache mit dem rollenden Ermittler
realer, als sich in ihren kühnsten Träumen erhofft haben. Aber weil Papa Klaus sich aus
unerfindlichen Gründen in Emma (Sigrid Spörk), die Mama NIEEE das Wasser reichen kann,
verguckt hat, übersieht er, dass Fritz Fantom ausgerechnet im Zimmer seiner Kinder nach
seinem verlorenen Schatz sucht …
Wie alles begann. Seit unglaublichen 20 Jahren düst Kinderunterhaltungsprofi Thomas C.
Brezinas Erfindung, das sprechende Fahrrad Tom Turbo, durch TV und Buch und begeistert
mit hinreißend trashigem Charme Kids und Eltern. Zum runden Geburtstag gibts endlich das
erste Kinoabenteuer: ein kindlich fröhlicher Filmspaß mit Kultfaktor für jung und alt.
Titel
Tom Turbo - Von 0 auf 111
OriginaltitelTom Turbo - Von 0 auf 111
Genre Kinderfilm
Land, Jahr Österreich, 2013
Länge 86 Minuten
Regie Dirk Regel
Drehbuch Thomas Brezina
Kamera Peter Zeitlinger
Schnitt Ingrid Koller
Musik Freddy Gigele
Produktion Wolfgang Rest
Thomas Brezina, Theresa Dobersberger-Sova, Nepomuk Krispe, Brigitte Kren, Sigrid
Darsteller
Spörk, Manuel Witting, Andrea Eckert, Michael Pink, Simon Schober
Verleih Lunafilm
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Master of the Universe
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Dokumentation. Deutschland, Österreich 2013. 88 Minuten.
Regie: Marc Bauder
Damals machte er Millionengewinne: Marc Bauders Film über den einst hochrangigen
Investmentbanker Rainer Voss ist ein atemberaubender Blick in ein Paralleluniversum.
Filmstart: 13. Dezember 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Mächtig und kalt wirken die Wolkenkratzer im Frankfurter Finanzdistrikt, phallische
Monumente menschlichen Größenwahns. Doch seit dem Börsencrash im Herbst 2008 steht
hier so mancher Glaspalast leer. Für Master of the Universe bat Dokumentarfilmer Marc
Bauder (grow or go, 2004) in einem dieser Gebäude einen Protagonisten von Aufstieg und
Fall des Finanzmarktes zum Interview: Ex-Banker Rainer Voss erinnert sich zurück, an die
schlechten Zeiten, als seine Familie an seinem Job zerbrach, als jedes Jahr zehn Prozent der
Mitarbeiter rausflogen. Aber auch an die guten Jahre, in denen junge Investmentbanker ihre
älteren Kollegen spielend überholten, während die Sandkiste Finanzmarkt immer größer,
komplexer und lukrativer wurde. Das Spielgeld wurde stetig mehr, von der Realwirtschaft
war man längst so weit entfernt wie Scientologen von echter Wissenschaft, die Verträge
wurden fetter, die Märkte offener, die Verflechtungen undurchschaubarer - und doch ist es
diese abgehobene Welt, deren Milliardenverluste uns alle treffen.
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Marc Bauder nennt einen ganz privaten Grund, diesen Film zu machen: Er wurde während der
Lehman-Pleite 2008 Vater. "Mir wurde klar, dass es vor allem die Generation meines Sohnes
sein wird, die die vollen Konsequenzen der heutigen Krise zu spüren bekommen wird."
Master of the Universe ist das schwindelerregende Porträt eines der ehemals mächtigsten
Banker Deutschlands und zugleich beunruhigendes Panorama einer irrwitzigen Branche.
Titel
Master of the Universe
OriginaltitelMaster of the Universe
Genre Dokumentation
Land, Jahr Deutschland/Österreich, 2013
Länge 88 Minuten
Regie Marc Bauder
Drehbuch Marc Bauder
Kamera Börres Weiffenbach
Schnitt Rune Schweitzer, Hansjörg Weißbrich
Musik Bernhard Fleischmann
Marc Bauder, Nikolaus Geyrhalter, Markus Glaser, Michael Kitzberger, Wolfgang
Produktion
Widerhofer
Verleih Polyfilm
95
Der Hobbit: Smaugs Einöde (auch in HFR
3D!)
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Abenteuer, Fantasy, Literaturverfilmung. USA 2013.
Regie: Peter Jackson
Mit: Martin Freeman, Evangeline Lilly, Ian McKellen, Andy Serkis
Jetzt wirds richtig heiß: Im zweiten Teil von Peter Jacksons zweiter Mittelerde-Trilogie nach
J.R.R. Tolkien gibts für Hobbit Bilbo und seine Zwergen-Freunde das erste Zusammentreffen
mit dem fürchterlichen feuerspeienden Drachen Smaug - aber auch ein Wiedersehen mit
Elbenprinz Legolas! Großartig episches Fantasy-Kino mit Martin Freeman, Richard
Armitage, Orlando Bloom und natürlich dem magischen Ian McKellen.
Filmstart: 12. Dezember 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Die allergrößten Abenteuer kommen immer am überraschendsten. Das musste auch der
gemütliche Hobbit Bilbo Beutlin (Martin Freeman) feststellen, der sich von einer Horde
unfrisierter Zwerge breitschlagen ließ, sie auf eine schwierige, fast unmögliche Mission zu
begleiten: Vor vielen Jahren hat der riesige Drache Smaug die Zwerge aus ihrem
unterirdischen Königreich Erebor vertrieben und sich dort, inmitten ihrer unermesslichen
Schätze, niedergelassen. Und nun will Thorin Eichenschild (sexy Richard Armitage, würdiger
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Nachfolger von Viggo "Aragorn" Mortensen), der Enkel des damaligen Königs, sein Reich
zurückerobern. Zahlreiche Konflikte mit der vielfältigen, meist nicht gerade wohlmeinenden
Flora und Fauna von Mittelerde haben die anfangs recht inhomogene Reisegruppe
mittlerweile zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammengeschweißt, sogar der stolze
Thorin hat verstanden, warum Zauberer Gandalf (Ian McKellen) ausgerechnet den mickrigen
Hobbit als Gefährten ausgesucht hat. Doch für Freundschaftsbekundungen bleibt wenig Zeit,
denn schon am Anfang des zweiten Teils wartet die nächste gefährliche Etappe: der Trip
durch den Düsterwald, in dem ein Schwarm gigantischer Spinnen lebt, die in den Zweibeinern
eine echte Delikatesse sehen.
Die dramatische Rettung vor den achtbeinigen Monstern bringt sie jedoch vom Regen in die
Traufe: Die Zwerge werden von den Waldelben unter König Thranduil (Lee Pace)
gefangengenommen, die Eindringlingen prinzipiell feindselig gegenüberstehen. Zwar gelingt
es Bilbo, die Zwerge zu befreien - aber damit sind sie immer noch längst nicht am Ende ihres
Weges, am Einsamen Berg, in dessen Inneren der schreckliche Smaug langsam erwacht …
Hobbits & Heroes. J.R.R. Tolkiens Roman Der Hobbit, die Vorgeschichte zu seiner
berühmten Trilogie Der Herr der Ringe, war nur ein vergleichsweise dünnes Buch - aus dem
Peter Jackson mit viel Hingabe, Hintergrundwissen und Fantasie einen epischen PrequelDreiteiler erschaffen hat. In Teil 2 gibts endlich den ersten Blick auf den gigantischen
Drachen Smaug, der via Motion Capture von keinem geringeren als Benedict "Sherlock"
Cumberbatch verkörpert wird, und dessen Aussehen so derart geheim ist, dass ihn bis kurz
vor Filmstart nicht mal die NSA zu sehen kriegt. Ein vertrautes Gesicht gibts aber auch: Des
Elbenkönig Thranduils Sohn ist nämlich kein anderer als ein gewisser Legolas (Orlando
Bloom), der, gemeinsam mit der wehrhaften Elbin Tauriel (Evangeline Lilly) für einige
denkwürdige Szenen verantwortlich zeichnet.
Titel
Der Hobbit: Smaugs Einöde
Originaltitel The Hobbit: The Desolation of Smaug
Genre
Abenteuer/Fantasy/Literaturverfilmung
Land, Jahr
USA, 2013
Regie
Peter Jackson
Drehbuch
Fran Walsh, Philippa Boyens, Peter Jackson, Guillermo del Toro
Kamera
Andrew Lesnie
Schnitt
Jabez Olssen
Musik
Howard Shore
Produktion
Peter Jackson, Fran Walsh, Zane Weiner
Darsteller
Martin Freeman, Evangeline Lilly, Ian McKellen, Andy Serkis, …
Stimmen in der OVBenedict Cumberbatch
Verleih
Warner
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Ganz weit hinten
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Tragikomödie. USA 2013. 103 Minuten.
Regie: Jim Rash, Nat Faxon
Mit: Liam James, Steve Carell, Toni Collette, Sam Rockwell
Duncan (Liam James) hat die schlimmsten Ferien seines Lebens vor sich - bis er Owen (Sam
Rockwell) begegnet: wunderhübscher Film übers Erwachsenwerden.
Filmstart: 6. Dezember 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Es hätte kaum schlimmer kommen können. Gegen seinen Willen wird der 14-jährige Duncan
(Liam James, The Killing) zum pseudofröhlichen Familienurlaub nach Cape Cod
mitgeschleift - nur, weil seine Mama (Toni Collette) findet, er soll sich mit ihrem
fürchterlichen neuen Partner (Steve Carrell) anfreunden, obwohl der offensichtlich ein
Problem mit Duncan hat.
Zum Glück entdeckt Duncan in der Nähe des Ferienhauses einen Wasservergnügungspark,
wo er gleich Owen (Sam Rockwell) in die Arme rennt, dem Manager - ein reichlich schräger
Vogel, allerdings einer mit Herz: Er ernennt Duncan zum Mitarbeiter, bringt ihm die besten
Tricks auf der Wasserrutsche bei, und wie man sich Autorität bei widerspenstigen Badegästen
verschafft. Und dann ist da auch noch das hübsche Nachbarsmädel ... Womöglich hat dieser
Sommer ja doch noch eine Chance, unvergesslich zu werden.
98
Für Jim Rash und Nat Faxon ist Ganz weit hinten ihr Regiedebüt - doch die beiden sind keine
Unbekannten: Gemeinsam mit Alexander Payne haben sie 2011 für ihr Drehbuch zum
George-Clooney-Indieerfolg The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten einen
Oscar gewonnen. Auch hier geht es wieder um kaputte und langsam wieder heilende Familien
und ums Erwachsenwerden: ein bittersüßer Familienfilm, zu dem Sam Rockwell eine
gehörige Portion anarchischen Humor beiträgt.
Titel
Ganz weit hinten
OriginaltitelThe Way Way Back
Genre Tragikomödie
Land, Jahr USA, 2013
Länge 103 Minuten
Regie Jim Rash, Nat Faxon
Drehbuch Jim Rash, Nat Faxon
Kamera John Bailey
Schnitt Tatiana S. Riegel
Musik Rob Simonsen
Produktion Tom Rice, Kevin J. Walsh
Liam James, Steve Carell, Toni Collette, Sam Rockwell, Allison Janney, Rob Corddry,
Darsteller
Amanda Peet, Maya Rudolph, AnnaSophia Robb
Verleih Thimfilm
99
Auf dem Weg zur Schule
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial verfügbar)
Dokumentation. Frankreich 2013. 75 Minuten.
Regie: Pascal Plisson
Ich will lernen! Faszinierende Doku über Kinder aus aller Welt, die unvorstellbare Mühen auf
sich nehmen, nur um in die Schule zu kommen.
Filmstart: 6. Dezember 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Morgenstund ist ungesund. Was kann man sich drüber ärgern, wenn man schon wieder die UBahn knapp versäumt, die das Kind gerade noch rechtzeitig zur Schule transportiert hätte.
Oder es schon wieder keinen Parkplatz in halbwegs zumutbarer Gehweite vom Schulgebäude
gibt.
Für Kinder wie Jackson und Salome aus Kenia, Zahira und Noura aus Marokko, Carlito und
Micaela aus Argentinien oder Samuel, Gabriel und Emmanuel aus Indien wären solche
Probleme reiner Luxus. Denn was sie als „zumutbarer Gehweite“ auf sich nehmen, wäre für
uns unvorstellbar: Jackson, 11, etwa geht mit seiner kleinen Schwester Salome 15 Kilometer
in die Schule, zwei Stunden durch die Savanne, vorbei an wilden Tieren und zahlreichen
Gefahren. Oder Zahira, 12, die 22 km über schmale Bergpfade geht - mit Stolz: Noch ihrer
Großmutter war der Schulbesuch als Mädchen verwehrt. Carlito und Micaela dagegen können
die 18 Kilometer Schulweg, der teilweise über steile Geröllhänge führt, auf einem Pferd reiten
100
- eineinhalb Stunden lang. Der 13-jährige Samuel hingegen wird täglich von seinen Brüdern 4
km weit geschoben, denn er sitzt im Rollstuhl …
Pascal Plissons Dokumentation ist ein faszinierendes Porträt von jungen Menschen, die den
unschätzbaren Wert von Bildung erkannt haben - und eine wichtige Botschaft für uns, damit
wir ja niemals vergessen, dass die Schulpflicht keine mühsame Schikane ist, sondern eine der
größten Errungenschaften unserer Zivilisation.
Titel
Auf dem Weg zur Schule
OriginaltitelSur le chemin de l'école
Genre Dokumentation
Land, Jahr Frankreich, 2013
Länge 75 Minuten
Regie Pascal Plisson
Drehbuch Pascal Plisson, Marie-Claire Javoy
Kamera Pascal Plisson, Simon Watel
Schnitt Sarah Anderson, Sylvie Lager
Musik Laurent Ferlet
Produktion Barthelemy Fougea, Stéphanie Schorter
Verleih Constantin Film
101
Chasing Ice (engl. U-Mat.!)
Trailer ansehen (englischer Ton, alt. mit Untertitel! Unterrichtsmaterial verfügbar)
Dokumentation. USA 2012. 75 Minuten.
Regie: Jeff Orlowski
Die Folgen von Klimawandel und Erderwärmung, festgehalten in spektakulären ZeitrafferBildern von Gletschern.
Filmstart: 29. November 2013
zum Inhaltsverzeichnis
102
Titel
Chasing Ice
OriginaltitelChasing Ice
Genre Dokumentation
Land, Jahr USA, 2012
Länge 75 Minuten
Regie Jeff Orlowski
Verleih Polyfilm
103
Die Eiskönigin - Völlig unverfroren (auch in
3D)
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Animation, Märchen. USA 2013. 93 Minuten.
Regie: Chris Buck, Jennifer Lee
Schnee von morgen: Aus dem romantischen Märchen Die Schneekönigin von Hans Christian
Andersen hat Disney einen neuen, potentiellen Klassiker geschaffen.
Filmstart: 28. November 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Frostige Zeiten sind angebrochen im Königreich Arendelle: Seit langem schon herrscht ein
eisig kalter Winter ohne Frühling im Land. Doch vielleicht lässt sich der Frostzauber
aufheben? Die junge Königstochter Anna ist unterwegs, gemeinsam mit ihren Freunden, dem
Naturburschen Kristoff, dem tollpatschigen Schneemann Olaf und dem niedlichen Rentier
Sven, um Annas Schwester Elsa zu besuchen, die unterkühlte Eiskönigin, die über das Land
regiert.
Anna hofft, das Verhältnis zu Elsa etwas aufzuwärmen, doch die Reise hat es in sich:
Unheimliche Kreaturen, schwarze Magie und das unfreundliche Wetter stellen sich den
Gefährten in den Weg, alles scheint sich gegen die vier verschworen zu haben. In
104
Wirklichkeit leidet Elsa insgeheim selbst unter ihrer scheinbaren Gefühlskälte, doch keiner
weiß, was ihr wirkliches Problem ist: Was sie berührt, wird zu Eis - und das kann für jene, die
ihr zu nahe sind, ganz schön gefährlich sein ...
Wie schon Arielle, die Meerjungfrau basiert auch Die Eiskönigin lose auf einem Märchen von
Hans Christian Andersen: Unter der gemeinsamen Regie von Chris Buck (Tarzan, Könige der
Wellen) und Jennifer Lee (der Drehbuchautorin von Ralph reichts) ersteht ein detailverliebtes
Schneekönigsreich. Die deutschsprachige Version wartet übrigens mit einem Ösi-Zuckerl auf:
Seine Majestät Robert Palfrader spricht den schrulligen Herzog von Pitzbühl.
Titel
Originaltitel
Genre
Land, Jahr
Länge
Regie
Drehbuch
Die Eiskönigin - Völlig unverfroren
Frozen
Animation/Märchen
USA, 2013
93 Minuten
Chris Buck, Jennifer Lee
Chris Buck, Jennifer Lee, Shane Morris basierend auf dem Märchen von Hans
Christian Andersen
Jeff Draheim
Christophe Beck
Peter Del Vecho, John Lasseter
Schnitt
Musik
Produktion
Stimmen in der
Robert Palfrader
DF
Stimmen in der
Kristen Bell, Alan Tudyk, Idina Menzel, Ciarán Hinds
OV
Verleih
Walt Disney Studios
105
Die Legende vom Weihnachtsstern
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Kinderfilm, Märchen. Norwegen 2012. 77 Minuten.
Regie: Nils Gaup
Mit: Vilde Zeiner, Anders Baasmo Christiansen
Eine verschwundene Prinzessin, ein verzweifelter König, ein böser Fluch und ein mutiges
Mädchen: Ein wunderschönes, kindgerechtes Märchen aus Norwegen läutet die
Vorweihnachtszeit im Kino ein.
Filmstart: 22. November 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Es war einmal ... So beginnen alle echten Märchen, also auch dieses. Es war einmal
Prinzessin Goldhaar, die so gerne den hell leuchtenden Weihnachtsstern in Händen halten
wollte. Etwas, das der gierige Graf (Stig Werner Moe) auszunutzen wusste. Gutgläubig, wie
kleine Kinder nunmal sind, ließ sich Goldhaar einreden, im Wald draussen könne sie den
Stern finden. Von seinem Ausflug sollte das Mädchen nie mehr zurückkommen, dafür hatte
der Graf gesorgt. Gemeinsam mit der bösen Hexe (Agnes Kittelsen) war er darauf aus, sich
das Königreich unter den Nagel zu reißen.
Aus Gram über das Verschwinden ihres einzigen Kindes starb die Königin, verbittert
verfluchte der König daraufhin den Weihnachtsstern. So finster wie in seinem Herzen wurde
es nun auch im Königreich. Hoffnung gab einzig eine Prophezeihung: Sollte es gelingen, noch
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vor Ablauf von zehn Jahren den Weihnachtsstern wiederzufinden und zum Strahlen zu
bringen, würde Goldhaar zu ihrem Vater zurückkehren.
Das zehnte Weihnachtsfest seit Goldhaars Verschwinden steht unmittelbar bevor, als ein in
Lumpen gehülltes Mädchen, vor seinem eigenen tragischen Schicksal auf der Flucht, im
Schloss Zuflucht findet und vom traurigen Los des Königs erfährt - und sofort weiß, was zu
tun ist: Sonja (Vilde Zeiner) selbst wird sich auf die Suche nach dem Weihnachtsstern
machen! Sofort stapft sie los, hinein in den dunklen Wald, wie einst Goldhaar. Und während
die Tiere des Waldes, hilfreiche Wichtel und sogar der Weihnachtsmann persönlich Sonja bei
ihrer Suche zur Seite stehen, bleibt auch die dunkle Seite der Macht nicht untätig: Mit
heimtückischer Täuschung und bösen Flüchen setzen der Graf und die Hexe alles daran,
Sonja aufzuhalten ...
God Jul, Merry Christmas und fröhliche Weihnachten! 1924 feierte das Märchen von der
verschwundenen Prinzessin Goldhaar am Osloer Nationaltheater Uraufführung, und nach
einer ersten Verfilmung 1976 hat es auch in dieser Kino-Version nichts an Zauber eingebüßt.
Mit wunderbaren Kinderdarstellern und einer auch für die Jüngsten erträglichen Portion
Bösartigkeit verbreitet die Suche nach dem Weihnachtsstern herrlich altmodische
Weihnachtsstimmung mit Happy-End-Garantie.
Titel
Die Legende vom Weihnachtsstern
OriginaltitelReisen til julestjernen
Genre Kinderfilm/Märchen
Land, Jahr Norwegen, 2012
Länge 77 Minuten
Regie Nils Gaup
Drehbuch Kamilla Krogsveen
Kamera Odd Reinhardt Nicolaysen
Schnitt Per-Erik Eriksen
Musik Johan Halvorsen
Produktion Sigurd Mikal Karoliussen, Jan Eirik Langoen
Vilde Zeiner, Anders Baasmo Christiansen, Agnes Kittelsen, Stig Werner Moe, Eilif Hellum
Darsteller
Noraker, Evy Kasseth Røsten, Jakob Oftebro, Knut Walle
Verleih Filmladen
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Die Tribute von Panem - Catching Fire
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Action, Drama, Literaturverfilmung. USA 2013. 146 Minuten.
Regie: Francis Lawrence
Mit: Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth
Der Funke ist übergesprungen: Im zweiten Teil der Tribute von Panem müssen Katniss
(Jennifer Lawrence) und Peeta (Josh Hutcherson) zurück in die Arena - mit noch
schrecklicheren Fallen: atemberaubende Fortsetzung unter der Regie von Francis Lawrence (I
Am Legend).
Filmstart: 21. November 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Stell dir vor, Hunger und körperliche Strafen gehören zu deinem Alltag. Stell dir vor, jeder
Teenager ist davon bedroht, sich zum Gaudium der Elite in einer Arena abschlachten zu
lassen. Stell dir vor, du wurdest erwählt, in diese Arena zu gehen. Dort hast du gelernt, zu
töten, zu täuschen, dich zu verbünden, zu überleben. Was du getan hast, ist noch nie
jemandem gelungen: Du hast die Regeln gebrochen, das Spiel besiegt, du wirst als Heldin
gefeiert. Aber hast du wirklich geglaubt, die Herren des Spiels würden dich in Frieden leben
lassen?
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Trilogie, Teil 2: Katniss (Jennifer Lawrence) und Peeta (Josh Hutcherson) haben entgegen
aller Wahrscheinlichkeit die Hunger Games zu zweit überlebt, aufgrund eines Tricks, der den
Spielmachern keine Wahl gelassen hatte. Doch in den unterdrückten Distrikten provozierte
das eine Welle von Aufständen: Jahrzehntelang geknechtete Menschen sahen zum ersten Mal
einen Funken Hoffnung. Und auch privat hat ihr Sieg einiges auf den Kopf gestellt: Peeta hat
die Liebesschwüre in der Arena ernst gemeint - und das blieb Katniss' Jagdfreund Gale (Liam
Hemsworth) nicht verborgen.
Was nun folgt, konnte keiner vorhersehen: Präsident Snow (Donald Sutherland) gibt bekannt,
dass bei den nächsten Hunger Games jeder Distrikt zwei seiner bisherigen Gewinner
entsenden muss. Das bedeutet für Katniss und Peeta, sie müssen zurück in die Arena - zu
gefährlicheren Gegnern als je zuvor ...
Die Saga um die Tribute von Panem sticht aus der Flut an Bestsellerverfilmungen der letzten
Jahre heraus, mit einer mörderisch intelligenten Story, einer komplexen DreiecksLiebesgeschichte und einer Spitzenbesetzung, die ihresgleichen sucht: Nach dem bereits sehr
guten ersten Teil von Gary Ross hat nun Francis Lawrence die Regie übernommen. Seine
stilistischen Änderungen tun dem Film gut: Die Wackelkamera ist verschwunden, die
Liebesgeschichte ist in den Vordergrund gerückt, und die CGI-Effekte sind nichts weniger als
phänomenal: Die Tribute von Panem - Catching Fire wird von Fans ohnehin seit einem Jahr
mit Hochspannung erwartet - und wer noch kein Fan ist, hat es einfach noch nicht begriffen.
Titel
Die Tribute von Panem - Catching Fire
OriginaltitelThe Hunger Games: Catching Fire
Genre Action/Drama/Literaturverfilmung
Land, Jahr USA, 2013
Länge 146 Minuten
Regie Francis Lawrence
Drehbuch Simon Beaufoy, Michael Arndt basierend auf dem Roman von Suzanne Collins
Kamera Jo Willems
Schnitt Alan Edward Bell
Musik James Newton Howard
Produktion Nina Jacobson, Jon Kilik
Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth, Philip Seymour Hoffman,
Darsteller Elizabeth Banks, Jena Malone, Woody Harrelson, Stanley Tucci, Toby Jones, Donald
Sutherland, Lenny Kravitz, Willow Shields, Jeffrey Wright, Amanda Plummer
Verleih Constantin Film
109
Captain Phillips
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Drama. USA 2013. 134 Minuten.
Regie: Paul Greengrass
Mit: Tom Hanks
Eine Handvoll somalischer Piraten kapert einen Frachter und entführt den Kapitän (Tom
Hanks). Es folgt ein Nervenkrieg der Extraklasse … Grandios spannendes HochseeAbenteuer nach einer wahren Story, perfekt inszeniert von Paul Greengrass (Die Bourne
Verschwörung).
Filmstart: 15. November 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Yarrr? Pfff. Romantik-Freibeuter wie Jack Sparrow gibts nur im Märchen, heutige Piraten
sind verzweifelte und extrem gewaltbereite Menschen, die meist in unentrinnbaren
Abhängigkeiten mit den lokalen Warlords stehen und u.a. wegen gnadenloser internationaler
Fischerei in ihren Heimatgewässern in der Freibeuterei ihre einzige Überlebenschance sehen.
Schiffskapitän Richard Phillips (Tom Hanks in seiner wohl besten Performance seit Cast
Away - Verschollen) ist sich der Gefahr auch durchaus bewusst, die sein neuer Auftrag mit
sich bringt: Er soll das riesige Frachtschiff Maersk Alabama vom Hafen von Oman nach
Mombasa, Kenia, bringen - vorbei an der berüchtigten Ostküste Somalias. Und wirklich,
schon nach wenigen Tagen taucht am Radar ein verdächtiges Schiff auf. Die über Funk
110
zuhilfe gerufene Behörde wiegelt ab: "Das sind sicher nur Fischer." Doch Phillips glaubt das
nicht. Schnell wird klar, dass er mit seiner Einschätzung recht hatte: Vier schwerbewaffnete
Männer halten in einem Motorboot auf die Alabama zu.
Hilflos muss Phillips von der Brücke aus zusehen, wie nach kurzem Manöver vier Männer
mittels Enter-Leitern sein Schiff kapern, sich durch rasch geschlossene Eisengatter schießen
und schließlich die Brücke in ihre Gewalt bringen. Wenigstens konnte sich der Großteil der
20-köpfigen Besatzung tief im Bauch des Schiffes, im Maschinenraum, in Sicherheit bringen.
Was sich nun auf der Alabama abspielt, ist ein brutaler Nervenkrieg: Auf der einen Seite vier
Somalier mit Halbautomatikwaffen, die in gebrochenem Englisch klar machen, dass sie zu
allem bereit sind - auf der anderen Seite 20 völlig verängstigte unbewaffnete Zivilisten, die
sich im falschen Horrorfilm wähnen. Die Situation eskaliert unausweichlich, Phillips wird von
den Piraten als Geisel genommen, im winzigen Alabama-Rettungsboot wollen sie ihn an die
somalische Küste bringen. Ein Plan, den die mittlerweile mit allen Geschützen aufgefahrene
US-Navy um jeden Preis vereiteln will …
Meer Action: Regisseur Paul Greengrass bewies schon mit Teil 2 und 3 der Bourne-Trilogie
sein unglaubliches Talent für spannungsgeladene Thriller mit hohem Realitätsbezug. Nun
machte er aus den Erinnerungen des echten Captain Phillips an seine Entführung 2009 einen
kraftvollen, bis zur letzten Sekunde durchgehend packenden Abenteuerfilm um einen Mann,
der unfreiwillig zum Helden wird - grandios verkörpert von Tom Hanks, der seinem Image als
Mensch gewordene Handschlagqualität wieder mehr als gerecht wird.
Titel
Captain Phillips
OriginaltitelCaptain Phillips
Genre Drama
Land, Jahr USA, 2013
Länge 134 Minuten
Regie Paul Greengrass
Billy Ray nach dem Buch Höllentage auf See: In den Händen von somalischen Piraten Drehbuch
gerettet von Navy SEALs von Richard Phillips
Kamera Barry Ackroyd
Schnitt Christopher Rouse
Musik Henry Jackman
Produktion Dana Brunetti, Michael De Luca, Scott Rudin, Kevin Spacey
Tom Hanks, Catherine Keener, Barkhad Abdi, Barkhad Abdirahman, Faysal Ahmed, Mahat
Darsteller
M. Ali, Chris Mulkey
Verleih Sony
111
Das kleine Gespenst
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial verfügbar)
Kinderfilm. Deutschland 2013. 95 Minuten.
Regie: Alain Gsponer
Mit: Jonas Holdenrieder, Emily Kusche, Nico Hartung
Als das freundliche Nacht-Gespenst von Burg Eulenstein plötzlich bei Tag herumgeistert,
wirds turbulent. Abenteuer nach dem Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler.
Filmstart: 8. November 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Geisterstunde! Immer, wenn die Uhr Mitternacht schlägt, erwacht das kleine Gespenst von
Burg Eulenstein in seiner Truhe mit einem lauten Hatschi - die Spinnweben kitzeln in der
Nase - und tut, was ein Gespenst eben so tut: Es geistert herum. Mal scheppert es mit dem
Schlüsselbund, dann besucht es seinen Freund, den weisen Uhu - oder es schwebt einem
leibhaftigen Kind in die Arme. Ja, Kinder gibts wirklich! Und heute Nacht sind sie in der
Burg, Nachtwanderung nennt das die Frau Lehrerin. Natürlich glaubt dem kleinen Karl
anfangs niemand, dass er einen Geist gesehen hat ...
Wer hat an der Uhr gedreht? Als am nächsten Tag die Rathausuhr 12 schlägt, schlüpft das
kleine Gespenst wie gewöhnlich aus seiner Truhe, niest - und traut seinen Augen nicht: Es ist
Mittag, nicht Mitternacht! Endlich erlebt das kleine Gespenst einmal das Sonnenlicht, in das
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es sofort übermütig hinausschwebt. Doch als waschechtes Nachtgespenst verträgt es die
Sonne gar nicht gut: Es verfärbt sich schwarz und muss sich verstecken. Über einen
Geheimgang landet es schließlich mitten am Dorfplatz von Eulenberg - und es stellt sich
heraus, dass die erwachsenen Eulenberger mit freundlichen Gespenstern gar nichts anfangen
können. Die 375-Jahr-Feier von Eulenberg steht bevor, und der Bürgermeister (Uwe
Ochsenknecht) wünscht einen reibungslosen Ablauf: der "schwarze Unbekannte" muss
einzufangen werden. Zum Glück wissen Karl und seine Freunde, was zu tun ist, und starten
eine halsbrecherische Gespenster-Rettungsaktion.
Titel
Das kleine Gespenst
OriginaltitelDas kleine Gespenst
Genre Kinderfilm
Land, Jahr Deutschland, 2013
Länge 95 Minuten
Regie Alain Gsponer
Drehbuch Martin Ritzenhoff basierend auf dem Buch von Otfried Preußler
Kamera Matthias Fleischer
Schnitt Michael Schaerer
Musik Niki Reiser
Produktion Jakob Claussen, Ulrike Putz
Jonas Holdenrieder, Emily Kusche, Nico Hartung, Uwe Ochsenknecht, Herbert Knaup,
Darsteller
Bettina Stucky, Aykut Kayacik, Sandra Borgmann, Aljoscha Stadelmann
Verleih Constantin Film
113
Michael Kohlhaas
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial verfügbar)
Drama. Deutschland, Frankreich 2013. 122 Minuten.
Regie: Arnaud des Pallières
Mit: Mads Mikkelsen, Bruno Ganz
Mads Mikkelsen als Michael Kohlhaas, betrogener Pferdehändler, der gegen das ihm
widerfahrene Unrecht aufbegehrt.
Filmstart: 7. November 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Der Stoff ist Pflichtlektüre im Deutschunterricht, wurde aber noch nie mit so trockener
Eleganz verfilmt: Heinrich von Kleists Novelle Michael Kohlhaas handelt von einem
Pferdehändler, der nach einem Betrug bei der nächsthöheren Instanz vergeblich nach Justiz
sucht und daraufhin zum mordenden und brandschatzenden Rächer seines eigenen
Gerechtigkeitsempfindens wird. Regie führte Arnaud des Pallieres, der von sich behauptet,
kein Wort Deutsch zu sprechen, und das Ganze daher nach Nordfrankreich verlegte.
114
Titel
Michael Kohlhaas
OriginaltitelMichael Kohlhaas
Genre Drama
Land, Jahr Deutschland/Frankreich, 2013
Länge 122 Minuten
Regie Arnaud des Pallières
Arnaud des Pallières, Christelle Berthevas basierend auf der Novelle von Heinrich von
Drehbuch
Kleist
Kamera Adrien Debackere, Jeanne Lapoirie
Schnitt Sandie Bompar, Arnaud des Pallières
Musik Martin Wheeler
Produktion Serge Lalou
Mads Mikkelsen, Bruno Ganz, Mélusine Mayance, Delphine Chuillot, David Kross, Denis
Darsteller
Lavant, Roxane Duran, Paul Bartel, Sergi López
Verleih Stadtkino
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Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Thriller. USA 2013. 124 Minuten.
Regie: Bill Condon
Mit: Benedict Cumberbatch, Daniel Brühl
Er kam, sah & enthüllte: Benedict Cumberbatch (Star Trek Into Darkness) als WikiLeaksGründer Julian Assange. Regisseur Bill Condon liefert mit Inside WikiLeaks quasi The Social
Network für eine neue Generation: Jetztzeit-Polit-Thrill der besten Sorte.
Filmstart: 1. November 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Ein Skandal erschüttert die Welt: 2010 werden hundertausende geheime USRegierungsdokumente auf der Internet-Plattform WikiLeaks veröffentlicht. Ein Aufschrei
geht durch die Medien, als u.a. auf der Website ein Video online gestellt wird, auf dem
deutlich zu erkennen ist, wie das US-Heer im Irakkrieg 2007 bei einem Hubschrauberangriff
in Bagdad wissentlich den Tod von Zivilisten in Kauf genommen hat.
Die Wurzeln des großen Aufruhrs liegen ein paar Jahre zurück, als Julian Assange (Benedict
Cumberbatch) und Daniel Domscheit-Berg (Daniel Brühl) den folgenschweren Entschluss
gefasst haben, die Weltöffentlichkeit über die dunklen Machenschaften hinter den Kulissen
von Weltpolitik und Großkonzernen zu informieren. Mit ihrer Homepage können sie als
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Verschlüsselungs-Experten sicherstellen, dass Informanten unerkannt bleiben. Und schon
bald gibt es davon jede Menge - WikiLeaks schreibt Geschichte und stellt dabei die klassische
Medienberichterstattung auf den Kopf: Die so genannte "vierte Gewalt", wie die Presse als
Anspielung auf die drei Staatsgewalten Legislative, Exekutive und Juristiktion auch genannt
wird, erhält eine neue Dimension. Doch wie hoch ist der Preis, den man für die Story des
Jahrhunderts und eine transparente Gesellschaft zu zahlen bereit ist, wenn man dafür das
Leben von Einzelpersonen aufs Spiel setzt?
Regisseur Bill Condon (Twilight - Breaking Dawn, Kinsey, Dreamgirls) beweist diesmal, dass
er auch im kreativ inszenierten Thriller zuhause ist. Mit dem erblondeten Sherlock-Darsteller
Benedict Cumberbatch - Spezialist für die Darstellung genialer Menschenfeinde - und Daniel
"Niki" Brühl als engstem Mitstreiter Daniel Domscheit-Berg gelang ein Besetzungscoup, der
mit Stanley Tucci, Laura Linney (The Big C), Carice van Houten (Game of Thrones) und
Moritz Bleibtreu auch in den Nebenrollen für höchste Qualität sorgt. Drehbuchautor Josh
Singer hat bereits in der Kult-Politserie The West Wing sein Gespür für hochpolitische Inhalte
mit zwischenmenschlichen Konsequenzen bewiesen. Das Resultat ist hochspannender Thriller
und brisantes Zeitdokument - nur einer ist unzufrieden: Julian Assange, seit Juni 2012 in der
Botschaft von Ecuador in London untergetaucht und von Auslieferung bedroht, meldete sich
höchstpersönlich per Mail bei Benedict Cumberbatch, um ihm vom Film abzuraten. Zum
Glück ließ der sich davon nicht beeindrucken.
Titel
Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt
OriginaltitelThe Fifth Estate
Genre Thriller
Land, Jahr USA, 2013
Länge 124 Minuten
Regie Bill Condon
Josh Singer basierend auf den Büchern von Daniel Domscheit-Berg, David Leigh & Luke
Drehbuch
Harding
Kamera Tobias A. Schliessler
Schnitt Virginia Katz
Musik Carter Burwell
Produktion Michael Sugar, Steve Golin
Benedict Cumberbatch, Daniel Brühl, Laura Linney, Carice van Houten, Anthony Mackie,
Darsteller Stanley Tucci, Carice van Houten, Laura Linney, Moritz Bleibtreu, David Thewlis, Anatole
Taubman
Verleih Constantin Film
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Der Teufelsgeiger
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Biografie, Drama. Deutschland, Italien, Österreich 2013. 122 Minuten.
Regie: Bernard Rose
Mit: David Garrett (II), Jared Harris, Andrea Deck
Er ist ein Meister seines Instruments, ein einzigartiger Künstler, die Frauen liegen ihm zu
Füßen - und doch ist er zeitlebends erfolglos auf der Suche nach dem Glück. Ausnahmegeiger
spielt Ausnahmegeiger: Saiten-Superstar David Garrett in seinem Leinwanddebüt als KlassikGenie Niccolò Paganini.
Filmstart: 31. Oktober 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Er war schon als kleiner Bub anders. Von Kindheit an zu Höherem berufen, fand zumindest
sein Papa, selber Musiker, der den kleinen Niccolò Paganini (Jahrgang 1782) täglich
stundenlang auf der Violine üben ließ. Bei jedem falschen Ton gibts eine Ohrfeige, mit noch
mehr Aggression reagiert Papà allerdings auf die (noch) zaghaften Komponierversuche seines
Sprösslings. Was für ungebührlicher Hochmut!
Die Jahre vergehen, das Unverständnis, das dem mittlerweile zum Virtuosen seines
Instruments herangewachsenen Niccolò (David Garrett) von allen Seiten entgegenschlägt, ist
geblieben. Der junge Mann ist ein echtes Genie, beseelt von Musik, er entlockt der Violine
Harmonien und Melodien, die man noch nie zuvor gehört hat - und genau das ist das Problem.
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Das Publikum ist von seinen ungewöhnten Klängen völlig überfordert, nach dem "Was der
Bauer nicht kennt"-Prinzip wird Niccolò ausgebuht oder, noch schlimmer, ignoriert. Frustriert
flüchtet sich der fesche Jüngling in den Suff, das Glücksspiel und natürlich in die Arme der
Frauen, die ihn heiß verehren - nicht nur die Geige spielt er virtuos. Doch als nach einer
durchfeierten Nacht im Mailänder Luxushotel der Hausherr persönlich im Zimmer steht und
vehement die Begleichung von Paganinis konsiderablen Schulden verlangt, ist guter Rat noch
teurer als die offene Rechnung.
Diabolus ex machina: Plötzlich steht jedoch ein fremder Herr im Raum. Signore Urbani
(Jared Harris, der Moriarty aus Sherlock Holmes - Spiel im Schatten) trägt ein feines Lächeln
und einen eleganten Mantel, und unterbreitet Niccolò ein Angebot, dass der kaum ablehnen
kann: Wenn er, Paganini, in den Deal einwilligt, dann garantiert ihm Urbani, ihm Tag und
Nacht als loyaler Diener zur Seite zu stehen und ihn zu einem reichen und erfolgreichen Mann
zu machen. Die vergleichsweise unspektakuläre Gegenleistung? In einem nicht näher
definierten "nächsten Leben" soll Paganini dann Urbani dienen. Tja, viel zu verlieren hat
Niccolò nicht, also unterschreibt er.
Und tatsächlich, schon wenig später ist Paganini ein Star. Sogar ein Angebot aus dem fernen
London schneit herein: Der mäßig erfolgreiche Impresario John Watson (Christian McKay)
sieht in einer von ihm veranstalteten Konzertreihe mit dem Genie aus Italien seine letzte
Chance auf Erfolg.
Einfach ist es nicht, den vergnügungssüchtigen Paganini nach England zu bringen, aber
schließlich empfangen Watson, seine Geliebte Elisabeth (Veronica Ferres) und seine
blutjunge Tochter Charlotte (Andrea Deck) den geheimnisumwitterten Musiker samt dem
allgegenwärtigen Urbani in ihrem Haus. Und bereuen es schnell: Niccolò ist noch arroganter
und unberechenbarer als sein Ruf, der ihm rasend schnell vorauseilt. Watsons Haus wird bald
von Reportern belagert, und Paganini macht keine Anstalten, sich auf die bevorstehenden
Konzerte vorzubereiten. Dafür zeigt er gefährliches Interesse für die engelsgleiche Charlotte was wiederum der sinistre Urbani mit unerklärlichem Unbehagen aufnimmt …
Unfrisiert und genial: Als vielleicht ersten Rockstar der Musikgeschichte zeichnen Regisseur
Bernard Rose und Hauptdarsteller David Garrett das Musikgenie Niccolò Paganini, der die
Geigenmusik revolutionierte und dem, dem damaligem Zeitgeist entsprechend, ein Pakt mit
dem Teufel nachgesagt wurde. Bei Roses Biopic geht es auch weniger um historische
Genauigkeit, das groß besetzte Panoptikum (in Nebenrollen u. a. Joely Richardson, Olivia
d’Abo, Helmut Berger, Andrew Tiernan und Franziska Weisz) ist eine packende, bunte und
natürlich hochmusikalische Hommage an einen Musiker und seine Legende.
Titel
Der Teufelsgeiger
OriginaltitelPaganini: The Devil's Violinist
Genre Biografie/Drama
Land, Jahr Deutschland/Italien/Österreich, 2013
Länge 122 Minuten
Regie Bernard Rose
Drehbuch Bernard Rose
Kamera Bernard Rose
Schnitt Britta Nahler
Musik David Garrett (II), Franck Van Der Heijden
Produktion Christian Angermayer, Gabriela Bacher, Rosilyn Heller
David Garrett (II), Jared Harris, Andrea Deck, Joely Richardson, Christian McKay, Veronica
Darsteller
Ferres, Helmut Berger, Olivia d'Abo
Verleih Filmladen
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Exit Marrakech
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Drama. Deutschland, Frankreich 2013. 122 Minuten.
Regie: Caroline Link
Mit: Hafsia Herzi, Ulrich Tukur, Samuel Schneider
Irgendwo in Afrika. Ben (Samuel Schneider) soll den Sommer mit seinem Vater (Ulrich
Tukur) in Marokko verbringen, und lernt stattdessen, was echtes Leben bedeutet: eine
ungewöhnliche Familiengeschichte, inszeniert von Caroline Link.
Filmstart: 25. Oktober 2013
zum Inhaltsverzeichnis
"Freust du dich auf die Ferien?" - "Geht so. Weil Ferien immer Stress sind." Ben (Samuel
Schneider) ist 17 und in einem Internat untergebracht, in dem er sich wohlfühlt. Aber am
Ende des Schuljahres beginnt sein Vater Heinrich (Ulrich Tukur, Das Leben der Anderen)
immer, sich plötzlich verantwortlich zu fühlen. Vater-Sohn-Erlebnisse sollen stattfinden,
gemeinsame Sommerwochen, obwohl Heinrich eigentlich keine Zeit hat. Er ist
Theaterregisseur und inszeniert an einer großen Bühne in der marokkanischen Hauptstadt
Marrakesch den deutschen Klassiker Emilia Galotti. Als Ben ankommt, ist die Generalprobe
im Gange, und zwischen Premierenstress und Presseterminen findet Heinrich kaum ein paar
Minuten für seinen Sohn.
Das ist gar nicht schlimm, findet Ben. Zwar hätte er seinen Sommer lieber mit Schulfreunden
120
verbracht, aber er kann auch in Marrakesch Freunde finden. Mit zwei Bühnenarbeitern raucht
er Marihuana, erkundet auf eigene Faust mit der Kamera die Marktplätze rund ums Theater,
streift durch Spelunken und findet ein Mädchen, dessen Leben ihn interessiert: Karima
(Hafsia Herzi) arbeitet zwar als Prostituierte, aber Ben möchte mit ihr nur essen gehen, ihre
Geschichte hören. Er, der seinen Vater und dessen koloniales Gehabe des Deutschen kritisiert,
der die deutsche Kultur nach Nordafrika bringt - sitzt er nun denselben Klischees auf, nur im
Guten? Will er Karima retten vor ihrem Schicksal? Genau weiß er es selbst nicht, vor allem
aber interessiert Ben der Theaterrummel nicht. Als Karima aufs Land in das abgelegene Dorf
zu ihrer Familie fährt, setzt sich Ben kurzerhand mit in den Bus, in seiner Naivität nicht
bedenkend, dass er sie damit gegenüber ihrem Vater in schlimmste Bedrängnis bringt. Und
auch dass sich Heinrich durch Bens Abhauen vor den Kopf gestoßen fühlt, ist Ben herzlich
egal …
Caroline Link (Nirgendwo in Afrika) erkundet ein komplexes, modernes Vater-SohnVerhältnis, die zwiespältige europäische Beziehung zu Marokko, und zeichnet in gewaltigen
Aufnahmen den europäischen Blick auf ein fremdes Land, ein Film, der auf der intellektuellen
Ebene funktioniert, zugleich aber ein gewaltiges Gefühlsdrama innerhalb einer Familie
entfesselt: Ein Coming-of-Age-Film, in dem Vater und Sohn mindestens gleich viel lernen, in
dem der Tod hautnah ist und in dem das Leben um so intensiver schmeckt.
Titel
Exit Marrakech
OriginaltitelExit Marrakech
Genre Drama
Land, Jahr Deutschland/Frankreich, 2013
Länge 122 Minuten
Regie Caroline Link
Drehbuch Caroline Link
Kamera Bella Halben
Schnitt Patricia Rommel
Musik Niki Reiser
Produktion Peter Herrmann
Hafsia Herzi, Ulrich Tukur, Samuel Schneider, Mourad Zaoui, Josef Bierbichler, Marie-Lou
Darsteller
Sellem, Sophie Rois
Verleih Constantin Film
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Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2
(auch in 3D)
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Animation, Kinderfilm, Komödie. USA 2013. 95 Minuten.
Regie: Cody Cameron, Kris Pearn
Die Fortsetzung der kulinarisch irrwitzigen Kinderbuchverfilmung von Cody Cameron und
Kris Pearn geht weit über desaströse Spaghetti-Tornados und Cheeseburger-Regen hinaus denn das Essen ist lebendig geworden!
Filmstart: 25. Oktober 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Na Mahlzeit. Flint Lockwood wollte immer schon Erfinder werden, damit die Welt
verbessern und nebenbei berühmt sein. Das ist ihm allerdings nur bedingt gelungen: Die
aufspraybaren Schuhe erwiesen sich als wenig praktisch, die Party-in-der-Box detoniert gerne
im falschen Moment. Und seine größte Erfindung, eine Gerätschaft mit dem schnittigen
Namen FLDSMDFR, mit der sich aus Wasser Nahrung herstellen lässt – je nach Gusto Pizza,
Eis, Gemüse oder Brathendl - ging in Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen massiv ins
Auge, als Flints Erfindung in Berührung mit ganz normalen Wettererscheinungen kam: Ein
unaufhörlicher Strom an Super-Size-Portionen drohte, die Erde zu verschlingen.
122
Der zweite Gang ist nun serviert: Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 setzt exakt acht
Minuten nach dem Ende von Teil eins an. Die Welt ist fürs erste gerettet, und Flints Idol
Chester V kommt auf das einst so geruhsame Inselchen Swallow Falls, um Flint einzuladen,
in seinem Konzern mitzumachen. Dort arbeiten nämlich die besten Köpfe des Planeten
zusammen an Erfindungen, die die Welt verschönern sollen - die ganze Denkfabrik erinnert
übrigens frappierend an ein gewisses Unternehmen, das in Kalifornien zuhause ist und ein
Stück Obst im Logo trägt.
Zwar scheitert Flint vorerst am großen Ideenwettbewerb, doch dann bittet ihn Chester V
persönlich um Hilfe. Der FLDSMDFR ist nämlich immer noch irgendwo auf Swallow Falls
und produziert weiter Essen - doch er hat sich reprogrammiert: Nun entstehen gefährliche
Wesen, sogenannte Naschtiere. Gefräßige Tacodile, Shrimpansen, Klapperkuchen und
Frittantulas machen die Insel zur tödlichen Falle und bedrohen nun auch das Festland. Flint
und seine Freunde müssen dringend eingreifen - denn es geht um die Wurst: Auf Swallow
Falls gibt es nur fressen oder gefressen werden. Oder ist Chester V am Ende ein falscher
Hase?
Was im ersten Teil des Freßfilms noch relativ glimpflich mit Spaghetti-Tornados und
Cheeseburger-Regen meteorologisch abzuhandeln war, hat jetzt einen eigenen Willen
bekommen: lebendige Essiggurkerl, wuselige Marshmallows, freundliche Erdbeeren und
bedrohliche Zwiebelsaurier sind nur ein paar von den schmackhaften Wesen, die sich die
Animationskünstler rund um die Regisseure Cody Cameron und Kris Pearn einfallen haben
lassen. So entstand das reinste Geschmacksfeuerwerk an Gemüsewitzen und Obst-Kalauern,
ein nahrhafter Reigen süßer und salziger Einfälle, der weit über den Tellerrand hinaus noch
Appetit auf mehr macht: ein Luxusmenü für kleine und große Kinogourmets.
Titel
Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2
Originaltitel Cloudy with a Chance of Meatballs 2
Genre
Animation/Kinderfilm/Komödie
Land, Jahr USA, 2013
Länge
95 Minuten
Regie
Cody Cameron, Kris Pearn
Drehbuch John Francis Daley, Jonathan M. Goldstein, Erica Rivinoja
Schnitt
Robert Fisher Jr., Stan Webb
Musik
Mark Mothersbaugh
Produktion Kirk Bodyfelt
Stimmen in der Bill Hader, Anna Faris, James Caan, Neil Patrick Harris, Terry Crews, Benjamin Bratt,
OV
Will Forte, Andy Samberg
Verleih
Sony
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Alphabet
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial verfügbar)
Dokumentation. Österreich 2013. 109 Minuten.
Regie: Erwin Wagenhofer
Belehren statt fördern, unterrichten statt begeistern: Erwin Wagenhofer ist hinter den
Fehlentwicklungen im Bereich Bildung her und lässt zwischen PISA-Jüngern und
Begabungsfairness Platz für viel gesellschaftspolitischen Sprengstoff.
Filmstart: 11. Oktober 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Eine echte Bildungsdebatte beginnen, abseits von Nebenschauplätzen wie Gesamtschule und
Lehrerdienstrecht? Erwin Wagenhofer hat uns mit We Feed the World den Appetit und mit
Let's Make MONEY den Spaß am Spekulieren verdorben. Seine neue Doku geht noch einen
großen Schritt weiter: Alphabet ist eine faszinierend-spannende Bestandsaufnahme der
Strukturprobleme in Schul- und Bildungssystemen; eine umfassende Analyse der
grundlegenden Fehlentwicklungen unserer Leistungs- und Wettbewerbsgesellschaft, die den
Kindern den Spaß am Lernen austreiben. Am Extrembeispiel China wird deutlich, wie
Bildungsstätten zu Lernfabriken verkommen sind, in denen Kinder zur Lernbulimie verdammt
sind, darauf dressiert, isolierte Wissensinhalte bei Prüfungen fehlerfrei auszuspucken.
Leistung, Quoten, Notendruck - für individuelle Talente, Begeisterung, unangepasstes
Denken, Kreativität bleibt da kein Platz. Nicht nur in China, übrigens.
124
Alle Kinder sind Genies. Bis sie von einer Bildungseinrichtung vereinnahmt werden und
verkümmern. Hirnforscher haben längst bewiesen, dass die Schule als Dressuranstalt eine
Sackgasse ist, ungesund und gegen die Natur des Kindes. In börsenotierten
Nachhilfeinstituten liegt sicher nicht der Schlüssel zur Lösung der globalen Krisen, der
Herausforderungen vor denen wir als Gesellschaft stehen. In der Heranzüchtung von
gleichgeschalteten Eliten an "den besten Universitäten" aber offenbar auch nicht, denn die
sind praktisch uneingeschränkt an der Macht - und stehen den krisenhaften Entwicklungen
gleichermaßen macht- wie perspektivenlos gegenüber.
Nie mehr Schule? Nicht unbedingt, aber die festgefahrenen, nicht mehr zeitgemäßen
Strukturen müssen sich radikal ändern, kosmetische Reförmchen werden nicht ausreichen.
Aber, können wir es uns leisten, können wir es unseren Kindern zumuten, auf "die da oben"
zu warten, auf Politiker mit Visionen abseits des nächsten Wahlergebnisses? Erwin
Wagenhofers Film zeigt, was möglich ist, wenn Neugier, Wissendurst, Kreativität und Talente
gefördert werden. Experten wie Hirnforscher Gerald Hüther oder der leidenschaftliche
Pädagoge Arno Stern kommen zu Wort, aber auch "Mr. PISA" Andreas Schleicher;
stellvertetend dafür, dass auch die Wirtschaft längst unter den Schwächen des momentanen
Systems, das uninspirierte Führungskräfte produziert, leidet, steht Thomas Sattelberger,
Personalvorstand von u.a. Daimler-Benz oder Deutscher Telekom. Erwin Wagenhofer macht
mit Alphabet einen mutigen Schritt in Richtung Bewässerung der Bildungswüste. Jetzt
müssen wir ihm nur noch möglichst zahlreich folgen.
Titel
Alphabet
OriginaltitelAlphabet
Genre Dokumentation
Land, Jahr Österreich, 2013
Länge 109 Minuten
Regie Erwin Wagenhofer
Drehbuch Erwin Wagenhofer, Sabine Kriechbaum
Kamera Erwin Wagenhofer
Schnitt Erwin Wagenhofer
Musik André Stern
Produktion Mathias Forberg, Viktoria Salcher, Peter Rommel
Verleih Filmladen
125
Gravity (auch in 3D)
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Drama. USA 2013. 90 Minuten.
Regie: Alfonso Cuarón
Mit: Sandra Bullock, George Clooney
Lost in space: Alfonso Cuarón (Children of Men) schickt Sandra Bullock und George
Clooney auf eine Odyssee im Weltraum - und den Zuschauer sehenden und staunenden Auges
in ein visuell atemraubendes Science-Fiction-Ereignis, wie man es so im Kino noch nicht
erleben durfte.
Filmstart: 4. Oktober 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Rookie und Routinier, vereint in einer gemeinsamen Mission: Für Dr. Ryan Stone (Sandra
Bullock), eine Medizintechnik-Koryphäe, ist es die erste Reise ins All, für ihre Begleitung,
den altgedienten Astronauten Matt Kowalsky (George Clooney), aber ebenfalls nicht bloß
eine weitere Weltraum-Tour unter vielen – er soll nach deren Vollendung in den Ruhestand
verabschiedet werden. Die knapp 600 Kilometer über der Erde angesiedelte Aufgabe ihrer
Crew besteht darin, das Hubble-Teleskop soweit herzurichten, dass man es an das Space
Shuttle koppeln und somit einem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zuführen kann. Das
Unterfangen geht genau so lange gut, bis Houston ein Problem hat beziehungsweise feststellt
- und einen umgehenden Abbruch der Aktion anordnet. Vermutlich die Russen haben einen
126
ihrer eigenen Satelliten mit einer Rakete befeuert, weswegen nun sehr viel Technikschutt mit
sehr hoher Geschwindigkeit durch die Gegend donnert. Die Warnung kommt jedoch zu spät,
das Shuttle wird vom Flugmüll zerstört. Nachdem obendrein auch noch der Funkkontakt zur
Erde abreißt, treiben Stone und Kowalsky ganz auf sich allein gestellt durchs Weltall. Ihre
möglicherweise letzte Hoffnung ist die relativ nahe gelegene Internationale Raumstation ISS,
die die beiden, die lediglich noch durch ein verbindendes Band und aufmunternde Worte
zusammengehalten werden, anzusteuern trachten - stets mit der berechtigten Sorge im
Hinterkopf, dass der Sauerstoffvorrat nicht mehr für die gesamte Strecke reichen könnte ...
"Im Weltraum hört dich niemand schreien", hieß es einst im längst zur Legende gewordenen
Promo-Slogan zu Ridley Scotts SciFi-Klassiker Alien. Aber es brauchte noch weitere
dreieinhalb Dekaden, bis ein Film daherkommen sollte, der es mit aller Vehemenz vermitteln
kann, wie sie sich wirklich anfühlt: diese absolute, überwältigende, grauenhafte Stille im outer
space. Wenn Sandra Bullock und George Clooney - in ihrem Star-Status zuwiderlaufender
Vollmontur, die ihnen jedoch ein umso konzentrierteres Spielen abverlangt - in Gravity
leinwandfüllend in den unendlichen Weiten des Weltraums aufgehen, dann wird man in der
Tat den Eindruck nicht los, dass man im Kino noch nie so unmittelbar an dem Gefühl dran
war, das man hat, wenn man laut- und schwerelos durchs All driftet. Dabei musste der
mexikanische Filmemacher Alfonso Cuarón (Children of Men) lange Jahre der Vorbereitung
(in denen große Namen wie Robert Downey Jr. oder Angelina Jolie wieder abgesprungen
sind) und noch viel längere Jahre der Post Production (der Kinostart wurde ob der
aufwendigen Effektarbeit weit nach hinten verschoben) in Kauf nehmen, um sein
Herzensprojekt auch in aller geplanten Pracht verwirklichen zu können. Dass er neben all den
Ehrfurcht gebietenden, von Kamera-Virtuosen Emmanuel Lubezki sensationell eingefangenen
Schauwerten - allein die rund viertelstündige Anfangssequenz ohne einen einzigen Cut! auch dem menschlichen Drama, das so eine von Panik und Isolation befeuerte Situation halt
reichlich mit sich führt, wohlbemessen Platz einräumt, ist dabei nicht bloß ein zusätzliches
Benefit, sondern integraler Bestandteil des Wunders, das dieser Film ist. So scheint es
letztlich auch nur folgerichtig, dass selbiger heuer ausgerechnet als SciFi-Werk den ArthouseKinoreigen der Filmfestspiele von Venedig eröffnen durfte: Gravity ist nun mal nichts
weniger als einer jener Meilensteine, die ein ganzes Genre im Alleingang auf das nächste
Level heben können. Ganz so wie dereinst 2001 - Odyssee im Weltraum … oder eben Alien.
Titel
Gravity
OriginaltitelGravity
Genre
Drama
Land, Jahr USA, 2013
Länge
90 Minuten
Regie
Alfonso Cuarón
Drehbuch Alfonso Cuarón, Jonás Cuarón
Kamera
Emmanuel Lubezki
Schnitt
Alfonso Cuarón, Mark Sanger
Musik
Steven Price
Produktion Alfonso Cuarón, David Heyman
Darsteller Sandra Bullock, George Clooney
Verleih
Warner
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Der Geschmack von Apfelkernen
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Drama, Literaturverfilmung. Deutschland 2013. 121 Minuten.
Regie: Vivian Naefe
Mit: Hannah Herzsprung, Marie Bäumer, Meret Becker
Eine junge Frau erbt das Haus ihrer Großmutter - und dessen Geheimnisse, Gefühle und
Geister. Märchenhafte Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers.
Filmstart: 4. Oktober 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Vieles geht, vieles bleibt: Nach dem Tod ihrer Großmutter erbt Iris (Hannah Herzsprung)
deren Haus - und ist erst mal gar nicht so glücklich darüber. Zu viele traurige Erinnerungen
wohnen in dem dunklen alten Kasten. Also geht Iris mal für eine Woche lang probewohnen und durchlebt magische, tragische, wundervolle Tage, durch die der Atem der Geschichte
ihrer Familie weht. Hinter dem märchenhaft verwilderten Garten trifft Iris auf Max (Florian
Stetter), den Bruder ihrer früheren Freundin - und je mehr sie sich auf ihn einlässt, desto mehr
lässt sie auch ihre Erinnerungen frei. Die an Kleider aus Tüll und Seide, die sie als Kind so
gerne anprobiert hat, oder an das uralte Fahrrad des Großvaters. Die an ihre Tanten Inga
(Marie Bäumer) und Harriet (Meret Becker), an ihre Mutter (Oda Thormeyer) und natürlich
auch ihre Großmutter (Hildegard Schmahl), deren Leben so viel aufregender war, als sich das
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die Enkelin in ihrer "modernen" Welt vorstellen konnte. Und an Cousine Rosmarie, die viel
zu jung gestorben ist - vielleicht kann Iris jetzt und hier verstehen, was damals geschehen ist?
Mit Der Geschmack von Apfelkernen gelang der Schriftstellerin Katharina Hagena 2008 eins
der erfolgreichsten deutschen Romandebüts der letzten Jahre. Regisseurin Vivian Naefe (Die
wilden Hühner) machte nun aus der ungewöhnlichen Familiensaga einen bemerkenswerten
Kinofilm: toll besetzt und äußerst atmosphärisch.
Titel
Der Geschmack von Apfelkernen
OriginaltitelDer Geschmack von Apfelkernen
Genre
Drama/Literaturverfilmung
Land, Jahr Deutschland, 2013
Länge
121 Minuten
Regie
Vivian Naefe
Drehbuch Rochus Hahn, Uschi Reich basierend auf dem Roman von Katharina Hagena
Kamera
Martin Langer
Schnitt
Barbara von Weitershausen
Musik
Sebastian Pille
Produktion Uschi Reich
Hannah Herzsprung, Marie Bäumer, Meret Becker, Matthias Habich, Florian
Darsteller
Stetter, Hildegard Schmahl, Paula Beer, Friedrich Mücke
Verleih
Constantin Film
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First Position
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Dokumentation. USA 2011. 95 Minuten.
Regie: Bess Kargman
Die Doku folgt sechs jungen Tänzern bei ihren Vorbereitungen auf einen prestigereichen
Tanzwettbewerb.
Filmstart: 4. Oktober 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Titel
First Position
OriginaltitelFirst Position
Genre Dokumentation
Land, Jahr USA, 2011
Länge 95 Minuten
Regie Bess Kargman
Verleih Filmladen
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Keinohrhase und Zweiohrküken (auch in
3D)
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Animation, Kinderfilm. Deutschland 2013. 70 Minuten.
Regie: Til Schweiger, Maya Gräfin Rothkirch
Zwei Außenseiter werden Freunde - und bringen sich gegenseitig bei, dass Toleranz, Geduld
und Vertrauen Spaß machen, Wünsche erfüllen und am Ende das meiste Gück verheißen: Der
erste 3D-Kinder-Animationsfilm von Til Schweiger, produziert in Kooperation mit dem Team
von Lauras Stern.
Filmstart: 27. September 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Der kleine Keinohrhase ist eigentlich ein ziemlich patenter Bursche. Er lebt in der Nähe einer
kleinen Stadt am Waldesrand und ist überaus selbstständig und vielseitig, ein ganzer Kerl, der
seinen Artgenossen in nichts nachsteht. Egal, wie lang, dick, klein oder geknickt deren Ohren
auch sein mögen - wenn es darum geht, Karotten wegzuraspeln, dann ist unser Keinohrhase
vorn dabei. Und beim Versteckenspielen hat er einen riesigen Vorteil: seine nicht
vorhandenen Löffel stehen nicht aus dem Versteck heraus, und dadurch ist er viel schwerer
ausfindig zu machen. Aber genau das ist der Tiergesellschaft am Waldesrand ein Dorn im
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Auge. Ein Hase ohne Ohren gehört nicht dazu, wird ausgeschlossen und ausgegrenzt. Keiner
will etwas mit ihm zu tun haben. Sogar der Fuchs weigert sich, ihn zu jagen.
So ist der Keinohrhase leidlich einsam und wünscht sich nichts mehr, als endlich einen
wahren Freund zu finden. Da liegt eines Tages ein Ei auf der Fußmatte vor seiner Tür. Bald
hat er herausgefunden, dass aus solchen Eieren meist Lebewesen schlüpfen, die - wenn
überhaupt - nur ganz kleine, kaum sichtbare Ohren haben. Riesig freut er sich also und
kümmert sich fortan liebevoll um das Ei, sieht mit ihm fern und kuschelt mit ihm und
behandelt es wie ein Juwel. Das Ei entwickelt sich prächtig, wird größer und größer, bis der
Hase es eines Tages nicht mehr tragen kann und fallen lässt. Unaufhaltsam rollt es den Hügel
hinab - bis das Unvermeidliche geschieht: Das Ei zerbricht.
Aus der Schale schlüpft ein quietschvergnügtes gelbes Wesen voller Tatendrang: ein Küken.
Aber es ist kein normales Küken, und der Hase traut seinen Augen kaum: Sein Küken hat
zwei lange Hasenohren - genau jene, die ihm selbst fehlen, nur eben gelb. Aber bevor so
richtig Enttäuschung beim Hasen aufkommen kann, hat ihn das Küken bereits zärtlich
umarmt, und das Eis ist gebrochen. Endlich hat der Hase den langersehnten Freund gefunden
- ob mit oder ohne Ohren, ist ihm jetzt schnurzegal.
Aber auch über das Wesen der Freundschaft hat der Hase noch viel zu lernen. Anfangs gibt er
alles dafür, seiner neuen Freundin beizubringen, wie sie sich entwicklen soll, aber da ist das
Scheitern vorprogrammiert: Karotten mampfen, auf Hoppelbeinen durch die Gegend rennen
und im Boden herumbuddeln - das ist einfach nichts für ein Küken. Stattdessen will es lieber
seine ganz eigene spezielle Begabung herausfinden. Und wozu sollen die beiden Flügel gut
sein, wenn nicht zum Fliegen?! Die anderen Küken finden das überzogen: Ein Küken kann
doch nicht fliegen. Und tatsächlich endet das erste Flugexperiment in einer kleinen
Katastrophe. Aber dafür sind wahre Freunde da: sich gegenseitig über Krisen hinwegzuhelfen,
um doppelt so stark daraus hervorzugehen und mit neuem Elan den nächsten Versuch zu
wagen!
Til Schweiger hat mit Keinohrhasen und Zweiohrküken Millionen Zuschauer begeistert und
zwei der erfolgreichsten deutschen Produktionen aller Zeiten geschaffen. Darauf basierend
verfasste er mit Klaus Baumgart zwei immens erfolgreiche Kinderbücher. "Unser
Ausgangspunkt waren die Bilderbücher, die sich auf die Figuren konzentrieren, aber die
Umwelt der Tiere nicht detailliert zeigen", berichtet Maya Gräfin Rothkirch, Schweigers CoRegisseurin, die bereits mit Der kleine Eisbär und der Lauras Stern-Serie sehr erfolgreiche
Kinderfilme produziert und inszeniert hat. "Diese musste also in kreativer Eigenleistung Film
erst entworfen und mit Leben erfüllt werden." So entstand der liebevoll detaillierte 3D-Look
des Films - eine wunderschöne Mischung aus klassischem Trickfilm und 3DComputeranimation mit ganz viel Herz und Verstand.
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Titel
Keinohrhase und Zweiohrküken
Originaltitel
Keinohrhase und Zweiohrküken
Genre
Animation/Kinderfilm
Land, Jahr
Deutschland, 2013
Länge
70 Minuten
Regie
Til Schweiger, Maya Gräfin Rothkirch
Drehbuch
Klaus Baumgart, Til Schweiger, Thilo Graf Rothkirch
Musik
Dirk Reichardt, David Jürgens
Produktion
Tom Zickler, Til Schweiger, Thilo Graf Rothkirch, Maya Gräfin Rothkirch
Stimmen in der DF
Til Schweiger, Emma Schweiger, Matthias Schweighöfer
Stimmen in der OV
Matthias Schweighöfer, Rick Kavanian
Verleih
Warner
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Population Boom
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial verfügbar)
Dokumentation. Österreich 2013. 90 Minuten.
Regie: Werner Boote
Die Erdbevölkerung wächst ins Unendliche weiter, der Welthunger breitet sich unaufhaltsam
aus, die Umwelt nähert sich dem endgültigen Kollaps, und wir sterben spätestens übermorgen
aus? Stimmt gar nicht, hat Plastic Planet-Dokumentarist Werner Boote rausgefunden.
Filmstart: 20. September 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Das Ende ist nah! Hungersnöte, Kriege und Epidemien sind die unweigerliche Folge des
Bevölkerungswachstums auf der Erde, der Kollaps steht bevor. Es bleibt kaum mehr Zeit,
eine Exit-Strategie zu finden. Aktuelle Sensationsmeldungen? Im Gegenteil: Bereits Ende des
19. Jahrhunderts, als es noch nicht einmal eine Milliarde Menschen gab, sagte der Brite
Robert Thomas Malthus die unmittelbar drohende Überbevölkerung der Erde voraus.
Die These, dass die Welt nur für eine bestimmte Anzahl an Menschen Platz habe, ist also von
gestern. Trotzdem: Angesichts wachsender Müllberge, Hunger und Klimawandel scheint das
Horrorszenario nach wie vor plausibel - zumal es mittlerweile mehr als sieben Milliarden
Menschen gibt. Aber sind wir wirklich zu viele? Wissen wir überhaupt, wie viel Kapazität die
Erde hat? Und wer von uns sollte im besten Fall von der Erdoberfläche verschwinden?
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Mit seiner Doku Plastic Planet hat Werner Boote vor wenigen Jahren radikal verändert, was
wir vom allgegenwärtigen Kunststoff halten: nicht mehr praktisches Material für eigentlich eh
alles, sondern gesundheits- und umweltgefährdender chemischer Wirkstoff. Ganze Familien
haben Plastik aus ihrem Alltag entfernt oder zumindest radikal reduziert, Politiker mussten
umdenken, die chemische Industrie geriet unter Druck.
Boote ist neugierig geblieben und stellt auch in seinem neuen Film Population Boom Fragen
mit entwaffnender Direktheit, immer seinen Regenschirm mit Weltbanklogo im Gepäck - an
Jugendliche in Georgia, einen Massai in Kenia, an einen Undercoverjournalisten in Tokio,
eine Volkswirtschafterin in Indien und viele andere. Dabei erfährt er eine völlig neue
Wahrheit, das genaue Gegenteil dessen, womit wir alle aufgewachsen sind.
Denn wer behauptet überhaupt, dass sieben Milliarden Menschen zu viel sind? Nicht die zur
Neige gehenden Ressourcen, sondern deren ungerechte Verteilung und die Machtpolitik
westlicher Staaten sind Schuld an Hunger und Umweltproblemen, das ist der Schluss, zu dem
Boote kommt. Und wir müssen uns schleunigst darum kümmern, das zu ändern - auch wenn
es bedeutet, den schützenden Schirm der Weltbank loszuwerden. "Eigentlich handelt es sich
um ein jahrzehntelang eingelerntes, eingeimpftes Dogma, das der Film aushebelt", so Boote:
"Wenn man sich davon verabschiedet, kann man die entscheidenden Probleme viel leichter
angehen. Das wäre mein Wunsch."
Titel
Population Boom
OriginaltitelPopulation Boom
Genre Dokumentation
Land, Jahr Österreich, 2013
Länge 90 Minuten
Regie Werner Boote
Drehbuch Werner Boote
Kamera Dominik Spritzendorfer
Schnitt Emily Artmann
Musik Karwan Marouf
Produktion Markus Glaser, Wolfgang Widerhofer, Nikolaus Geyrhalter, Michael Kitzberger
Verleih Thimfilm
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Da geht noch was
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Komödie. Deutschland 2013. 101 Minuten.
Regie: Holger Haase
Mit: Florian David Fitz, Henry Hübchen, Marius V. Haas
Drei Männer im Pool: Der grundsympathische Florian David Fitz, Grummel-Experte Henry
Hübchen und Neuentdeckung Marius Haas zerkrachen und versöhnen sich im vergnüglichchaotischen Generationenkonflikt für Fortgeschrittene.
Filmstart: 13. September 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Die Familie ist ein Fluch. Niemand weiß das genauer als der erfolgreiche Küchenfachmann
Conrad (Florian David Fitz). Seine Traumfamilie hätte er als Kind gern direkt aus der TVWerbung übernommen. Sein Vater Carl (Henry Hübchen) war zu dogmatisch und zu lieblos.
Inzwischen baut Conrad selbst am perfekten Eigenheim, den eigenen Sohn hat er
übergangsweise ins Schickeria-Internat abgeschoben. Die verhassten Familienbesuche hat
Conrad auf ein Mindestmaß reduziert, es steht ihm allerdings wieder einer ins Haus: Seine
Mutter Helene (Leslie Malton) hat Geburtstag. Also wird am Weg zum Flieger ins exklusive
Luxus-Urlaubsparadies noch rasch Sohnemann Jonas (Marius Haas) eingesammelt, der sich
durch das Vortäuschen von exorbitant guter Laune rasch 50 Euro dazuverdienen kann. Frau
Mama wartet allerdings mit einer Überraschung auf, mit der keiner gerechnet hat: Sie hat sich
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von Carl getrennt. Nur einen Wunsch hat sie: Können Sohn und Enkel einen kleinen
Botendienst übernehmen?
Grumpy old man: Als der urlaubsgestresste Conrad in seinem ehemaligen Zuhause im RetroChic ankommt, hat es sein alleinstehender Vater längst ins totale Single-Chaos gestürzt - Opa
ernährt sich ausschließlich von Zustell-Pizza, Dosenbier und abgepacktem Baumkuchen.
Nach fünf Minuten ist die Mission erfüllt und bereits ein Streit vom Zaun gebrochen, doch ein
böser Sturz ins leere Schwimmbecken lässt den selbstgerechten Grantler dermaßen lädiert
zurück, dass für Sohn und Enkel der heiß ersehnte Urlaub erst mal warten muss - und mit ihm
auch die bereits vorgereiste liebende Gattin und Mutter, Tamara (Thekla Reuten). Während
sie am anderen Ende der Welt im Wellnessresort vereinsamt, wartet Oma in Deutschland
unterdessen mit weiteren Überraschungen auf …
Alle guten Männer sind drei: In seinem Erstlings-Kinofilm konnte Regisseur Holger Haase
gleich drei fabelhafte Vertreter ihrer Generation vor die Kamera holen. Florian David Fitz
(Doctor's Diary, Vincent Will Meer) bastelte höchstselbst am Drehbuch mit, der geniale
Henry Hübchen (Alles auf Zucker, Hai-Alarm am Müggelsee) verbreitet schlechte Laune, wie
nur er es kann, und Jonas-Darsteller Marius Haas könnte tatsächlich Daniel Brühl 2.0 werden.
Auch an der Damenfront sind echte Stars an der Arbeit: Die großartige Leslie Malton (Der
große Bellheim, Offroad) spielt die Großmutter am Weg in die Selbstständigkeit, The
American-Darstellerin Thekla Reuten zeigt sich diesmal mit Akzent zum Verlieben von ihrer
humoristischen Seite. Vintage-Fans werden zudem mit der Innenausstattung aus den 50ern
und 60ern ihre helle Freude haben. Was man aus Da geht noch was lernen kann? Ein alter
Fernsehsessel hält viel aus. Man sollte alte Familienfilme nie wegschmeißen. Und: Cornflakes
mit Dosenbier sind keine Lösung.
Titel
Da geht noch was
OriginaltitelDa geht noch was
Genre Komödie
Land, Jahr Deutschland, 2013
Länge 101 Minuten
Regie Holger Haase
Drehbuch Jens-Frederik Otto, Florian David Fitz
Kamera Gerhard Schirlo
Schnitt Ueli Christen
Musik Andy Groll
Produktion Viola Jäger, Harald Kügler
Florian David Fitz, Henry Hübchen, Marius V. Haas, Thekla Reuten, Leslie Malton, Jamie
Darsteller
Bick
Verleih Constantin Film
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Die Alpen - Unsere Berge von oben
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial verfügbar)
Dokumentation. Deutschland 2013.
In der Vogelperspektive über den spektakulären Gebirgszug.
Filmstart: 13. September 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Der Blick aus der Vogelsicht eröffnet ganz neue Perspektiven der majestätischen und
vielfältigen Welt der Alpen. Unsere Heimat, die wir glauben zu kennen, ist von oben kaum
wieder zu erkennen: Serpentinen werden zu abstrakten Gemälden, Bilder von Felsformationen
erinnern an Mondlandschaften und Bergdörfer sehen aus wie Puppenhäuser.
Die Expedition aus der Luft geht u. a. über die Dolomiten, den Mont Blanc, das Allgäu oder
den Aletschgletscher, die uns in ihrer vollen Pracht ihres Panoramas präsentiert werden.
Dabei ist DIE ALPEN – UNSERE BERGE VON OBEN auch ein Streifzug durch die
Geschichte und die Geographie der Alpen, der zeigt wie einzigartig und schützenwert unsere
Bergwelt ist und wie der Mensch versucht sich diesen Naturraum zu eigen zu machen. Mit der
vom US Geheimdienst entwickelten Cineflex-Kamera werden die schönsten Gipfel, Täler und
Landschaften der Alpendurch die atemberaubenden Luftaufnahmen spektakulär und
gestochen scharf in Szene gesetzt. Diese Kamera-Technik lässt uns die Alpen zum Greifen
nah erfahren und zeigt intensive Einblicke, die so selbst Wanderern und Bergsteigern
verborgen bleiben.
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Titel
Die Alpen - Unsere Berge von oben
OriginaltitelDie Alpen
Genre Dokumentation
Land, Jahr Deutschland, 2013
Verleih Thimfilm
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Die 727 Tage ohne Karamo - Ein Liebesfilm
gegen das Gesetz
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial verfügbar)
Dokumentation. Österreich 2013. 80 Minuten.
Regie: Anja Salomonowitz
Die Liebe mag grenzenlos sein, die Fremdenpolizei sieht das anders: Wer sich in einen
Menschen aus China, Afghanistan, Nigeria oder sonstwo außerhalb der EU verliebt, braucht
eine gewaltige Portion Mut, um dem Wahnsinn namens Fremdenrecht entgegenzutreten.
Filmstart: 6. September 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Im Kino ist alles so einfach. Zwei verlieben sich, ein Blick, ein Kuss - und spätestens, wenn
die peinlichen Reden der Trauzeugen überstanden sind, ist alles gut.
Die Realität ist für die Leinwand üblicherweise viel zu dramatisch, denn da müssten die
potentiell Verliebten einander nämlich zuerst nach dem Aufenthaltsstatus fragen. Gegen die
Realität wirken Schicksale wie die von Romeo und Julia regelrecht kindisch. Da wird etwa
ein verliebter Mann in sein Heimatland abgeschoben, ein Monat bevor seine junge
österreichische Ehefrau das gemeinsame Baby zur Welt bringt. Das Fremdenrecht sagt: Das
muss so sein, weil der Mann aus Ghana stammt. Bei der Geburt gibt es Komplikationen, sie
muss alles allein überstehen. Darf das so sein?
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Die Regisseurin Anja Salomonowitz kämpft in jedem ihrer Filme um Gerechtigkeit:
Werbespots gegen Rassismus standen am Beginn ihrer Karriere, in Kurz davor ist es passiert
(2006) ging es um Frauenhandel, und Die 727 Tage ohne Karamo ist nun ein "Liebesfilm
gegen das Gesetz", in dem Salomonowitz am Beispiel von 21 binationalen Paaren (das sind
solche, bei denen ein Partner aus Österreich und der andere von außerhalb der EU stammt)
demonstriert, wie menschenfeindlich das Fremdenrecht in Österreich wirklich ist.
Wenn sich zwei lieben, möchten sie zusammenbleiben. Wenn einer von ihnen kein
dauerhaftes Visum hat, heiraten sie eben: Geburtsurkunden auftreiben, Dokumente
beglaubigen lassen, der Papierkram ist langwierig, aber irgendwie machbar.
Doch was, wenn die Schikanen danach erst so richtig beginnen? Da müssen Deutschkurse
besucht und komplexe Behördenbriefe beantwortet werden, da muss der österreichische
Partner monatlich eine kaum zu verdienende Summe nachweisen. Und dann klopft auch noch
die Fremdenpolizei an, um das Eheleben auf Glaubwürdigkeit zu überprüfen, ein
haarsträubenden Eingriff in die Privatsphäre, der von österreichischen Paaren niemals toleriert
würde: Es wirkt, als wäre in diesen Beziehungen jemand dritter dabei, eifersüchtig wie ein
strenges Elternteil, der das Zusammensein verbieten will. Die 727 Tage ohne Karamo legt
unmissverständlich dar, wie ungerecht ein System ist, in dem Ämter und die Fremdenpolizei
in die privatesten Entscheidungen von Menschen dreinpfuschen - ein Film über mutige
Menschen, deren Liebe mächtiger ist als das Gesetz.
Titel
Die 727 Tage ohne Karamo - Ein Liebesfilm gegen das Gesetz
OriginaltitelDie 727 Tage ohne Karamo - Ein Liebesfilm gegen das Gesetz
Genre Dokumentation
Land, Jahr Österreich, 2013
Länge 80 Minuten
Regie Anja Salomonowitz
Drehbuch Anja Salomonowitz
Kamera Martin Putz
Schnitt Petra Zöpnek
Musik Bernhard Fleischmann
Produktion Bady Minck, Alexander Dumreicher-Ivanceanu
Verleih Filmladen
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Das Mädchen Wadjda
Trailer ansehen (Unterrichtsmaterial verfügbar)
Drama. Deutschland, Saudi-Arabien 2012. 98 Minuten.
Regie: Haifaa Al-Mansour
Mit: Waad Mohammed, Reem Abdullah, Abdullrahman Al Gohani
Eine 11-Jährige wünscht sich ein Fahrrad. Keine große Sache - würde die Geschichte nicht in
Saudi-Arabien spielen … Großes Kino, herzerwärmend und beinhart zugleich.
Filmstart: 30. August 2013
zum Inhaltsverzeichnis
"Weißt du was? Ich borg dir einfach mein Fahrrad!" sagt der Nachbarsbub Abdullah. "Ja, aber
dann können wir doch wieder nicht um die Wette fahren!" Wadjda (umwerfend: Waad
Mohammed) ist ein fröhliches, sportliches Mädchen. In der Schule fällt sie vor allem durch
mangelnde "Weiblichkeit" und freche Fragen auf. Ein eigenes Fahrrad - genauer gesagt das
grüne aus dem Spielzeuggeschäft am Schulweg - ist ihr ganz großer Traum. Aber sie lebt in
Riad, Saudi-Arabien, und dort schickt es sich für Mädchen nicht, Rad zu fahren. Weil sie
dann keine Kinder mehr bekommen können. Ja, ernsthaft.
Wadjda lebt gemeinsam mit ihrer Mutter in einer kleinen Wohnung - der Papa kommt nur am
Wochenende von der Arbeit nach Hause. Vielleicht wird er bald gar nicht mehr kommen,
denn er will noch eine Frau heiraten. Und während Wadjdas Mutter mit Liebeskummer jeden
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Tag den schwarz bezahlten Sammelbus besteigt, der eine Gruppe Frauen zur Arbeit bringt selber fahren dürfen sie schließlich nicht -, überlegt Wadjda, wie sie doch zu ihrem Rad
kommen könnte. Ein Koran-Wettbewerb an ihrer Schule wäre eine Option, mit dem Preisgeld
könnte sie es sich kaufen. Also lernt Wadjda eifrigst Suren auswendig und übt mit ihrer
Mutter singen - und Wadjdas bigotte Lehrerin sieht in der plötzlichen Wandlung von der
aufsässigen Querulantin zur Musterschülerin ein göttliches Wunder …
Titel
Das Mädchen Wadjda
OriginaltitelWadjda
Genre Drama
Land, Jahr Deutschland/Saudi-Arabien, 2012
Länge 98 Minuten
Regie Haifaa Al-Mansour
Drehbuch Haifaa Al-Mansour
Kamera Lutz Reitemeier
Schnitt Andreas Wodraschke
Musik Max Richter
Produktion Gerhard Meixner, Roman Paul
Darsteller Waad Mohammed, Reem Abdullah, Abdullrahman Al Gohani
Verleih Filmladen
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Planes (auch in 3D)
Trailer ansehen (alt. englischer Ton! Unterrichtsmaterial wird erarbeitet)
Animation, Kinderfilm, Komödie. USA 2013. 92 Minuten.
Regie: Klay Hall
Dusty, eine Propellermaschine mit einem großen Traum und einem kleinen Problem, als Star
dieses Cars-Spin-off, das uns in 3D in luftige Höhen entführt.
Filmstart: 29. August 2013
zum Inhaltsverzeichnis
Vollgas, perfekte Kurvenlage, optimale Strömungseigenschaften. Dusty hängt sie alle ab,
sogar Kampfjets kriegen ihn nur von hinten zu sehen. Was verwunderlich ist, denn Dusty ist
ein kleines Propellerflugzeug, eines, das für die Landwirtschaft Felder besprüht. Doch Dusty
ist auch ein Tagträumer, und wenn er so über die Felder tuckelt und ihm sein Job zu eintönig
wird, dann träumt er sich in die allergrößten Abenteuer hinein. Nicht mal seine Höhenangst
kann ihn dann aufhalten. Dusty hängt sie alle ab.
Beim Träumen soll es jedoch nicht bleiben. Gemeinsam mit seinen besten Freunden, dem
gutmütigen Tanklaster Chug und der vifen Gabelstaplerin Dottie, bereitet er sich auf die
Teilnahme beim Wettfliegen Wings around the Globe vor. Unerwartete Hilfe bekommt Dusty
sogar von einem echten Kriegshelden, dem Flieger-Ass Skipper. Doch schon die erste Etappe
von New York nach Island endet für Dusty mit einer Nahtoderfahrung und - belächelt von den
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Profis - an der letzten Stelle. Die weitere Strecke führt über Asien, sogar über den Himalaya
und schließlich über den Pazifik. Ob sich der beherzte Traktor mit Flügeln da nicht zu viel
vorgenommen hat für seinen kleinen Propeller?
Ein Underdog als Überflieger. Im Vergleich zu den beiden Cars-Filmen (von Pixar) fehlen
bei Planes (von DisneyToons) zwar ein bisschen die wirklich zündenden Ideen, kleine Fans
von rasanten Flugzeugen werden mit diesem Wettfliegen dennoch ihre Freude haben.
Titel
Originaltitel
Genre
Land, Jahr
Länge
Regie
Drehbuch
Schnitt
Musik
Produktion
Stimmen in der
DF
Stimmen in der
OV
Verleih
Planes
Planes
Animation/Kinderfilm/Komödie
USA, 2013
92 Minuten
Klay Hall
Jeffrey M. Howard
Jeremy Milton
Mark Mancina
Traci Balthazor
Marie Bäumer, Oliver Kalkofe
Val Kilmer, Anthony Edwards, Teri Hatcher, Julia Louis-Dreyfus, Dane Cook, John
Cleese
Walt Disney Studios
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Hinweis:
Da Kino ein sehr schnelllebiges Geschäft ist bitten wir um Verständnis wenn sich Starttermine
verschieben sollten. Ebenso werden weitere Filme bis Ende des Jahres dazukommen.
Sollten Sie einen Film der hier nicht aufgelistet ist ins Auge gefasst haben, bitten wir Sie uns das
mitzuteilen. Wir werden uns bemühen Ihre Wünsche zu realisieren.
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