Spielzeit-Broschüre 13/14

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Spielzeit-Broschüre 13/14
KontaKt
SPieLzeit 13/14
trouvaillen
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Karten gibt es auch im Netz unter
kultur.bayer.de und bei
oberhausen/
Düsseldorf
Düsseldorf B8
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Bayer Kultur
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Bayer Kultur
Nobelstraße 37
51373 Leverkusen
SPieLzeit 13/14
Düsseldorf
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Leitung | Dr. Volker Mattern
Sekretariat | Marnie Schreiber-Pogadl
Verwaltung | Doris Joosten
SCHAUSPIEL | Reiner Ernst Ohle
MUSIK | Carolin Sturm
KUNST | Andrea Peters
TANZ | Bettina Welzel
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Sarah Zöller
Künstlerisches Betriebsbüro
-41278
Marc von Reth
-41279/-80 Regina Bernt
-41283/-84 Kartenbüro
Rita Lattka, Rainer Konertz
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Telefax 0214.30-41282
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Sarah Zöller
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Bayerwerk
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Besucherzentrum
Kasino
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Köln
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Köln
Trouvaillen – so das Motto der Spielzeit 2013/14 – stammt aus dem Französischen und heißt frei übersetzt:
„glückliche Funde“, „wertvolle Entdeckungen“. So wie viele der kulturellen Darbietungen in der neuen Spielzeit.
Das Titelmotiv zeigt einen Antiquitätenladen gleichen Namens in Bern.
teaM KuLtuR
teaM KuLtuRHauS
team Kultur
team Besucherempfang
team technik & ausstellungsaufsicht
Marnie Schreiber-Pogadl, Carolin Sturm, Rainer Konertz, Rita Lattka, Reiner Ernst Ohle, Volker Mattern,
Marc von Reth, Doris Joosten, Andrea Peters, Regina Bernt, Bettina Welzel, Sarah Zöller
Hinten vlnr: Ingrid Zabelberg, Bettina Lucas, Denise Skoko, Doris Strack, Nina Raulf, Manuela Jiritschka, Telse Bartsch, Ingrid Krinis
Vorn vlnr: Mechthild Haber, Germaine Bähr, Silvia Weyh, Elfi Grimm, Aruna Lass | Es fehlen: Kerstin Lass, Sylvia Lass, Martina Newig, Helga Sando
1. Reihe vlnr: Dieter Pogadl, Stephan Teschke, Sven Jurgeit, Bettina Welzel | 2. Reihe vlnr: Bärbel Schadwinkel, Jan Bednarski, Heinz Wirtz, Paul Strehlow,
Horst Krohn, Hans-Peter Fetten, Guido Paulus, Alexander Kruska, Michael Kalis, Stefan Kuhbrügge (Aushilfe) | 3. Reihe: Sönke Feuser
Es fehlen: Roland Tebarth, Klaus-Dieter Kuhn, Hans Büchel, Joachim Buczynski, Manfred Thunig, Tobias Hambitzer (Azubi), Steffen Koch (Azubi)
sowie Uwe Hoffmann, Paul Reichenbach, Heinz Polak (alle Ausstellungsaufsicht)
spielzeit 13/14
iNhalt
Willkommen
4
auftakt(e)
6
KoNzerte
8
sinfoniekonzerte
14
Kammermusik
18
Klavier
22
-8+x | Kinder
82
-16+x | Jugend
92
in der Kulisse
104
Kulissen-talk
106
Jazz
26
literatur-Kulisse
108
MUsiK plus
30
Jazz-Kulisse
110
oper
Junge oper leverkusen
32
112
Berlin
116
l’arte del mondo
118
start
120
zugabe
122
34
taNz
40
sChaUspiel
48
sChaUspiel klassisch
54
sChaUspiel modern
58
Boulevard & Broadway
62
stUDiozeitstÜCKe
66
stUDiomix
70
KUNst
Film
74
Service
124
Impressum
132
Kontakt
133
inhalt 3
WillKoMMeN
Trouvaillen
Die Spielzeit 2013/14
Waren es in den vergangenen Spielzeiten jeweils anspruchsvolle philosophisch-gesellschaftspolitische Themen, assoziiert man mit dem Terminus Trouvaillen, dem Motto der
Spielzeit 2013/14, womöglich keine „bedeutungsschweren“
Inhalte, eher „Nettigkeiten“, „Unterhaltsames“ – in jedem
Fall aber weniger Bekanntes oder gar völlig Unbekanntes.
Dass sich – wollte man versuchen, den eigentlich in seiner
Vielschichtigkeit unübersetzbaren Begriff doch zu übersetzen – unter unseren „Wieder- und Neuentdeckungen“
bzw. den (künstlerischen) „Fundstücken“ aber auch komplexe und anspruchsvolle Angebote finden, muss angesichts unseres ambitionierten Grundkonzepts nicht eigens
betont werden. Dass bei der Fülle der Angebote neben
den vielen Trouvaillen auch immer wieder Bewährtes und
Bekanntes steht, liegt auf der Hand.
In Summe ist unser Kultur-Angebot jedenfalls noch reichhaltiger geworden. Aber vor allem haben wir erneut auch
inhaltlich unsere Strukturen den sich ständig ändernden Gewohnheiten und Erwartungen unseres Publikums
angepasst: Die KonzerT-Reihen beinhalten jetzt fünf
Veranstaltungen, werden aber durch spezielle JugendAngebote ergänzt. Die Reihe SCHAUSPIeL heute haben
wir unter dem neuen Titel STUDIozeitSTÜCKe in unsere
immer beliebter werdende kleine Spielstätte verlegt. Dies
hat natürlich auch inhaltliche Gründe. Neue Theaterformen oder experimentelle szenische Umsetzungen sind
in diesem Spielraum einfach besser platziert. Die Atmosphäre ist dichter, das Publikum partizipiert „hautnah“ am
dramatischen Geschehen. Dies trifft im übrigen auch auf
die bisherige STUDIo-Reihe zu, die wir selbstverständlich
fortführen. Mit ihren oft überraschenden Formen, vom Papiertheater über Soloprogramme bis hin zu heiter-besinnlichen oder kabarettistischen Abenden mit Musik, gehört
sie zu unseren beliebtesten Konzepten überhaupt. Auch
diese Reihe bekommt – zwecks Unterscheidung zu den
STUDIozeitSTÜCKen – einen neuen Namen: STUDIomix.
Also: zwei STUDIo-Reihen statt einer.
Eine komplette Neuausrichtung gibt es bei unseren Angeboten für Jugendliche und junge Erwachsene. Der eher
altbackene Begriff Jugend-Abo und die dahinter stehende
Struktur verschwinden. Unsere Devise heißt im Bereich
-16+x jetzt kurz und knapp „Jugend“! Und das Angebot
für die 14 bis 25 Jährigen ist jetzt größer und farbiger und
jeder kann seine favorites aus dem umfangreichen Angebotskatalog selbst zusammenstellen. Die vielleicht wichtigste Neuerung dabei: Wir haben für die angesagtesten
Musikrichtungen dieser Zielgruppe einen eigenen „Sendeplatz“ eingerichtet. Unser STUDIo wird ab sofort auch
dreimal im Jahr zur Experimentierbühne für junge Bands
und aktuelle Musik aus Leverkusen und Umgebung. Das
Konzept und die Auswahl der Bands liegt dabei in Händen des 18 jährigen Leverkuseners Varol Kiyar. Natürlich
stehen den Jugendlichen nach wie vor auch alle anderen
Konzerte und Aufführungen offen. Ja sogar die Oper hält
Einzug in unser Jugendangebot: André Bückers Inszenierung von Georg Friedrich Händels Serse spielt in der Gegenwart, ist bei allem „Sex and Crime“ auch witzig und
unterhaltsam. Happy End mit dicken Tränen garantiert!
Ebenfalls neu: Wir produzieren zwei sogenannte „Klassenzimmerstücke“, die ganzjährig in den Schulen – wie der
Name sagt: im Klassenzimmer – gespielt werden können,
kooperieren beim Jugendtheater stärker mit der freien
Szene in Leverkusen und Köln und stellen neben das neue
Format unseres Eröffnungsfestes ergänzend eine Eröffnungsparty. Bei den JUgenD-Stücken kooperieren wir
natürlich auch weiter mit unseren bewährten Freunden aus
Berlin (dem Jungen DT und der Busch-Hochschule) sowie
aus Leipzig. Die Koproduktion Crystal mit dem dortigen
Theater der Jungen Welt wird in Leverkusen uraufgeführt.
Auch in unserem Education-Programm Mitmachen! gibt
es viele tolle Angebote und ein ganz besonderes Highlight:
TV- und Filmstar Samuel Finzi gestaltet mit 10 Darstellern
des Jungen Theaters Leverkusen einen Workshop über
seine Interpretation von Gogols Tagebuch eines Wahnsinnigen, die am selben Abend dann im Bayer Kulturhaus zu
erleben sien wird.
Der Beginn der Zusammenarbeit mit unseren beiden stArTKünstlern Valentin Radutiu und Alexander Krichel hätte
besser nicht sein können. Sehr erfolgreiche CD-Produktionen und Konzert-Debuts haben den Boden bereitet für
die Highlights in dieser Saison. Einen ähnlich erfolgreichen
Beginn wünschen wir natürlich auch unserer neuen stArTKünstlerin in der Sparte Jazz, der jungen, in Berlin und New
York lebenden Komponistin, Sängerin und Pianistin Olivia
Trummer. Herzlich willkommen!
Es freut mich ungemein, dass wir im Rahmen unserer
Hauptstadt-Aktivitäten mit der Deutschen Oper Berlin einen
hochkarätigen Koproduktions-Partner für die SpielplanPosition „Musiktheater des 21. Jahrhunderts“ gewinnen
konnten. Dies verspricht ohne Zweifel höchst spannend
zu werden. A propos Berlin! In seiner Rede zur Vernissage der Jubiläumsausstellung Von Beckmann bis Warhol im
Martin-Gropius-Bau, die bei Publikum und Presse übrigens
auf eine überaus positive Resonanz gestoßen ist, zollte
Kulturstaatsminister Bernd Neumann nicht nur der Ausstellung, sondern auch der Kulturarbeit von Bayer im allgemeinen großes Lob und betonte die Bedeutung für die Region
am Standort Leverkusen und für Berlin.
Sie sehen, dass mein Team und ich für Sie, liebe Freunde von Bayer Kultur, auch in dieser Spielzeit ein höchst
schmackhaftes und abwechslungsreiches Kultur-Menü
zusammengestellt haben, das neben Bekanntem und Beliebtem auch in allen Sparten interessante, bisweilen sogar spektakuläre Trouvaillen bereit hält.
Auch im Namen aller meiner Kolleginnen und Kollegen
begrüße ich Sie sehr herzlich zur neuen Spielzeit 2013/14
und wünsche Ihnen viele Anregungen, spannende Veranstaltungen und Freude an KonzerTen, oPer, TAnz,
SCHAUSPIeL und KUnST. Wir freuen uns auf Sie!
Ihr
Dr. Volker Mattern
Leiter Bayer Kultur
4 kultur.bayer.de
Willkommen 5
aUFtaKt(e)
eröffnungspartY – 7. september
2013/14 treten wir wieder den Beweis an: Bayer Kultur
kann auch rocken! Schon eine Woche vor unserem Eröffnungsfest, nämlich am Samstag, den 7. September 2013,
lässt die Kölner Kultband Köbes Underground die Mauern des altehrwürdigen Erholungshauses bei der jüngsten
Ausgabe unserer Eröffnungsparty erzittern. Wie bisher
gibt es dieses Highlight zum Saisonstart für alle jungen
und jung gebliebenen Fans zum special price von 10 EUR.
Die Tickets sind erfahrungsgemäß schnell vergriffen – zögern gilt also nicht!
eröffnungsFest – 14. september
In der letzten Spielzeit war Premiere: Das neue Format des
„Eröffnungsfestes“ begeisterte mit seiner unterhaltsamen
Mischung aus Klassik, Kabarett, Chanson, Jazz, Tanz
und Kulinarik Jung und Alt. Fröhlich, witzig, aber natürlich gleichwohl mit Anspruch, wollen wir mit Ihnen, liebe
Freunde von Bayer Kultur, auch in diesem Jahr auf den
Beginn der neuen Spielzeit anstoßen.
Es erwartet Sie ein abwechslungsreiches Non-Stop-Programm, bei dem auch die leiblichen Genüsse – liebevoll
zubereitet vom Team unseres Theaterbistros „Kulisse“ –
nicht zu kurz kommen werden. Neben „Evergreens“ stehen
echte Trouvaillen. Im Großen Haus wird Ihnen die Gauthier
Dance Company gleich zu Beginn beweisen, dass moderner Tanz auch durchaus die Lachmuskeln anregen kann.
Über Air guitare, eines der drei kurzen Stücke an diesem
Abend, konnte man im „Tanznetz“ lesen: „Eric Gauthier
dürfte als Erfinder des Ballettkabaretts in die Geschichte
eingehen…“. Während des rund 75-minütigen PausenIntermezzos werden wir Sie mit komischen, berührenden und atemberaubenden Darbietungen verwöhnen: Im
STUDIO mit Heinz Erhardt (he’s still alive!), in der „Kulisse“
mit Edith Piaf („dito“), im Probenfoyer mit dem „Hochgeschwindigkeits-Step-Jazz“ von Tapshot und im Pausenfoyer mit Cello-Kantilenen unseres stArT-Künstlers Valentin
Radutiu, der einen ganz besonderen Gast an seiner Seite haben wird. Zurück im Großen Haus zelebrieren Jörg
Kaufmann und seine Bayer Big Band dann zum Abschluss
eine Hommage an Frank Sinatra. Gastsolist ist der Jazz-
und Musical-Star Uli Wewelsiep. Durch den Trouvaillenund Programm-Dschungel des Abends begleitet Sie als
Moderator Volker Mattern.
Für diejenigen, die nach dem offiziellen Programmende
immer noch „nicht genug haben sollten“ (und das trifft
hoffentlich wie im letzten Jahr auf viele von Ihnen zu), geht
es in unserem Theaterbistro und im STUDIO bei Musik,
Gesprächen, guter Laune und einem schönen Wein gerne
noch weiter.
Sie haben zur Einstimmung auf die neue Bayer KulturSaison also die Qual der Wahl: Köbes Underground oder
ein heiter-kommunikatives Kulturfest. Am besten beides!
eröffnungspartY
mit Köbes Underground
sa 07.09 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Eintritt 10,- EUR
eröffnungsFest
Frederike Haas als Edith Piaf
Stefan Keim als Heinz Erhard
Valentin Radutiu (Violoncello) mit „special guest“
Tapshot
Eric Gauthier Company
Uli Wewelsiep (vocals) und die
Bayer Big Band (Leitung: Jörg Kaufmann)
Volker Mattern, Moderation
sa 14.09 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Eintritt frei, Kartenbestellung erforderlich
auftakt(e) 7
haUspiel KUNst KoNzerte o
sinfoniekonzerte
Seiten 14-17
Bayer-philharmoniker
Bernhard Steiner | Valentin Radutiu
Wagner, Vieuxtemps, Borodin
Fr 22.11 | 19:30 | Forum, Leverkusen
l’arte del mondo
Werner Ehrhardt
Sterkel, Beethoven
so 08.12 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Mo 09.12 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Junge Deutsche philharmonie
Michael Schønwandt | Martin Spangenberg
Wagner, Copland, Holst
Mo 13.01 | 19:30 | Forum, Leverkusen
Bamberger symphoniker
Jonathan Nott | Alexander Krichel
Ligeti, Liszt, Bruckner
Fr 21.03 | 19:30 | Forum, Leverkusen
orchestre National de Montpellier
languedoc-roussillon
Christoph-Mathias Mueller | Reinhold Friedrich
Schostakowitsch, Arutjunjan, Schachow, Prokofjew
so 27.04 | 18:00 | Forum, Leverkusen
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 9
haUspiel KUNst KoNzerte o
Kammermusik
Seiten 18-21
Klavier
Seiten 22-25
ruth ziesak | ensemble Festivo
Jan lisiecki
Wagner, Liszt
Messiaen, Bach, Paderewski, Martinu,
˚ Chopin
Do 10.10 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Mo 30.09 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Di 01.10 | 20:00 | Historische Stadthalle, Wuppertal
scherzi Musicali
Cavalieri, Caccini, Peri
alexander Krichel
Wagner, Liszt, Enescu, Rachmaninow
Do 07.11 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Fr 08.11 | 20:00 | Burg Linn, Krefeld
Di 12.11 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Mi 13.11 | 20:00 | Historische Stadthalle, Wuppertal
Fr 23.05 | 20:00 | Burg Linn, Krefeld
Franui
Jazz
Seiten 26-29
leverkusener Jazztage 2013
sa 09. 11– 16.11 | Forum, Leverkusen
WDR Big Band | Avishai Cohen | Eli Degibri
Mi 15.01 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Fr 20.09 | 20:00 | Klosterbasilika Knechtsteden, Dormagen
WDr Big Band | two minds – one language
Jazz at midnight
three Fall
sa 21.09 | ca. 22:45 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Jin Ju
Czerny, Beethoven, Schubert
Valentin radutiu | per rundberg
Di 28.01 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Do 30.01 | 20:00 | Historische Stadthalle, Wuppertal
Festival alte Musik Knechtsteden:
Kassandra und Waterloo
Rheinische Kantorei | Das Kleine Konzert | Hermann Max
Veronika Winter | Margot Oitzinger | Martin Post | Markus Flaig
Muffat, Blomenkamp UA, J. C. F. Bach, J. M. Bach, J. S. Bach,
Kagel, Händel
Schubert, Mahler, Brahms
Fr 24.01 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
MUsiK plus
Seiten 30-31
susanne Weidinger trio
altenberger Kultursommer
Bayer-Philharmoniker | Bernhard Steiner
Esther Hilsberg | Lucie Ceralová
Antonio Rivera | Jong Min Lim
Chor der Konzertgesellschaft Wuppertal
Mendelssohn-Bartholdy, Bruckner
Fr 15.11 | ca. 21:45 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 28.09 | 20:00 | Altenberger Dom
Beethoven, Mendelssohn Bartholdy, Enescu, Bartók
olivia trummer trio
Neujahrskonzert: Grüße aus st. petersburg
Do 20.03 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Fr 21.03 | 20:00 | Burg Linn, Krefeld
sa 08.02 | ca. 20:45 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Bayer-Philharmoniker | Bernhard Steiner
Christina Rümann
Glière, Tschaikowsky, Eilenberg, Suppè, J. Strauß Sohn
Mandelring Quartett | Katarzyna Mycka
´
Mendelssohn Bartholdy, Séjourné, Debussy, Rosauro
Do 10.04 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Fr 11.04 | 20:00 | Burg Linn, Krefeld
plamena Mangova
Beethoven, Liszt, Schubert, Gubaidulina, Tschaikowsky,
Schostakowitsch
Di 18.03 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Mi 19.03 | 20:00 | Historische Stadthalle, Wuppertal
Jan prax Quartett
sa 14.06 | ca. 22:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Jazz-Kulisse
Viviana sofronitsky
Hässler, Clementi, Mozart, Schubert, Chopin, Pleyel, Glinka
siehe Seite 110 f.
Mi 01.01 | 17:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Valentin radutiu | per rundberg
Beethoven, Mendelssohn Bartholdy, Enescu, Bartók
Mi 19.03 | 20:00 | Kreismuseum Zons, Dormagen
Mo 02.06 | 20:00 | Historische Stadthalle, Wuppertal
Mi 04.06 | 19.30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
10 kultur.bayer.de
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 11
haUspiel KUNst KoNzerte o
Vieles ist ungewöhnlich in unseren Konzertprogrammen
der Spielzeit 2013/14 – wie sollte es auch anders sein,
wenn man Trouvaillen zu seinem Thema macht. Es gibt dabei – wenn man so will, als logische Konsequenz aus der
Themenwahl – in dieser Saison keinen inhaltlichen Schwerpunkt, der sich durch einzelne Konzertreihen oder gar –
wie in der letzten Saison im Falle Schuberts – durch alle
Reihen verfolgen lässt. Es sei denn, man betrachtet eben
die Tatsache, dass einem auf Schritt und Tritt Unbekanntes
begegnet als „roten Faden“.
Carolin Sturm | Referat MUSIK
Für unser Orchestra in Residence l’arte del mondo sind
„Ausgrabungen“ (und was sind Ausgrabungen anderes als
Trouvaillen) sozusagen das „Tagesgeschäft“. Eigentlich gibt
es bei diesem Ensemble gar keine Programme, die ausschließlich Repertoirewerke beinhalten – jedenfalls nicht in
den gemeinsamen Projekten mit Bayer Kultur. Und es ist
mittlerweile kein Geheimnis mehr, wie spannend und aufregend es dabei immer wieder ist, mit der Musik unbekannter
Komponisten in dem unnachahmlichen interpretatorischen
Zugriff dieses Ensembles, bekannt gemacht zu werden. In
diesem Jahr stellt Werner Ehrhardt das sinfonische Schaffen von Johann Franz Xaver Sterkel (1750 – 1817) in den Mittelpunkt seines Programms in der Sinfoniekonzert-Reihe.
Dass Ludwig van Beethovens revolutionäre Symphonik keinesfalls aus dem „Nichts“ heraus entstanden ist, zeigt die
direkte Gegenüberstellung seines sinfonischem Erstlings,
der C-Dur Sinfonie op. 21 aus dem Jahre 1800 mit Sterkels
D-Dur Sinfonie.
Die Junge Deutsche Philharmonie – diesmal also ein
Heimspiel in unserer internationalen Reihe mit den führenden Nachwuchsorchestern Europas – präsentiert uns
die ob des riesigen Aufführungsapparats selten zu hörenden Planets von Gustav Holst; Haben Sie den Namen Ilja
Schachow schon mal gehört? Wahrscheinlich nein. Einer
der besten Trompeter unserer Zeit, Reinhold Friedrich,
präsentiert Ihnen sein romantisches Konzert für Trompete
und orchester mit dem Orchestre National de Montpellier;
sogar die Bamberger Symphoniker mit ihrem Chefdirigenten Jonathan Nott und unserem stArT-Solisten Alexander
Krichel haben, auf unseren Wunsch hin, eine Trouvaille
mitgebracht: györgy Ligetis Melodien. Last but not least:
die Bayer Philharmoniker mit Ihrem ideenreichen Chefdi-
12 kultur.bayer.de
rigenten Bernhard Steiner: Mit Richard Wagners früher,
kaum je gespielter Ouvertüre zu Theodor Apels historischem Drama Columbus WWV 37 A huldigen sie anlässlich seines 200. Geburtstags dem Bayreuther Meister.
Nicht genug damit: Auch in der Kammerkonzert-Reihe gibt
es eine Hommage an Richard Wagner, in diesem Fall aber
eine großangelegte. Bayer Kultur hat das ensemble Festivo
und seinen innovativen künstlerischen Leiter Johannes
Erkes beauftragt, bekannte und weniger bekannte Werke
für dieses exzellente Kammermusikensemble arrangieren
zu lassen. Als Vokalsolistin wirkt keine Geringere als Ruth
Ziesak mit, die der Neufassung der Wesendonck-Lieder
vier Lieder von Franz Liszt gegenüberstellt, die einem
deutlich vor Augen führen, dass Richard Wagner seinem
Schwiegervater auch künstlerisch einiges zu verdanken
hat (was er natürlich niemals zugegeben hätte!). Konzerte
für Marimbaphon und Streichquartett von Emmanuel
Séjourné und Ney Rosauro mit Katarzyna Mycka
´ und dem
zuletzt für seinen Schostakowitsch-Zyklus weltweit gefeierten Mandelring-Quartett hört man nicht alle Tage, ebenso
wenig wie das durch Franz Schubert inspirierte Programm
von Franui. Der Faszination dieses in Osttirol verwurzelten
Ensembles, das bei den Salzburger Festspielen enthusiastisch gefeiert wurde, kann man sich nicht entziehen.
Dies gilt in gleichem Maße für das neue Spitzenensemble
für die Musik des 17. Jahrhunderts: Scherzi Musicali aus
Belgien. Wer das Programm mit Werken von Jacopo Peri,
Giulio Caccini und Emilio de’ Cavalieri mit dem Titel recitar
cantando oder: ziemlich beste Feinde (nicht: Freunde!)
überschreibt, weiß, was er tut. Eine Trouvaille der ganz besonderen Art! Dass unser stArT-Cellist Valentin Radutiu
seinen Zyklus mit Werken von George Enescu weiterführt,
ist Ehrensache.
ihm von allen Seiten neben seinen beeindruckenden technischen Fähigkeiten eine erstaunliche künstlerische Reife
attestiert. Alle Programme warten mit pianistischen Entdeckungen auf, die sich hinsichtlich ihrer Entstehungszeit
von Johann Wilhelm Hässler (*1747) bis zu Sonja Gubaidulina
(*1931) erstrecken.
Zu unseren stArT-Künstlern der Klassik gesellt sich mit
Beginn der neuen Spielzeit die sehr vielseitige Komponistin, Pianistin und Sängerin Olivia Trummer in der Sparte
Jazz (nur nebenbei: sie weiß sich sehr wohl auch ausgezeichnet auf „klassischem Terrain“ zu bewegen). Wer
diese junge Künstlerin in der Spielzeit 2011/12 in unserer
Jazz-Kulisse mit ihren ebenso intelligenten wie witzigen
deutschen Songs erlebt hat, wird sie in allerbester Erinnerung haben. Olivia Trummer wird unsere Programme (und
zwar nicht nur in den Jazz-Reihen) mit Sicherheit auf ganz
individuelle Art und Weise bereichern.
Apropos Jazz! Natürlich können wir Ihnen auch hier etliche spannende Entdeckungen ankündigen; daneben aber
auch bekannte Gesichter mit ihren jeweils neuen Programmen sowie die WDR Big Band, die aus unserem Angebot
mittlerweile gar nicht mehr wegzudenken ist. Der Jazz ist
nach drei Jahren wieder zum festen und wichtigen Bestandteil unseres Konzertangebots geworden.
Unser auf vier Spielzeiten angelegter Zyklus mit den internationalen Klavier-Stars der jüngeren Generation geht
nunmehr schon in die dritte Runde. Auf unserer spannenden Entdeckungsreise stellen wir Ihnen dieses Mal neben
unserem stArT-Künstler Alexander Krichel die Chinesin
Jin Ju, die Bulgarin Plamina Mangova, die in Russland geborene Viviana Sofronitsky sowie den inzwischen weltweit
gefeierten Kanadier polnischer Abstammung Jan Lisiecki
vor. Trotz seines jugendlichen Alters von 18 Jahren wird
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 13
sinfoniekonzerte
Bayer-philharmoniker
l’arte del mondo
Eine besondere Trouvaille zum Wagnerjahr 2013 präsentieren Chefdirigent Bernhard Steiner und die Bayer-Philharmoniker: Als noch ganz junger Mann komponierte Richard
Wagner die Schauspielmusik zu einem Stück seines Freundes Theodor Apel namens Columbus, dessen Aufführung
nur durch persönliches Sponsoring des Autors zu Stande
kam. Immerhin soll Wagner die Ouvertüre später sogar den
Pariser Konzertveranstaltern angeboten haben.
Der Belgier Henri Vieuxtemps (1820 – 1881) wurde als großer Geigenvirtuose berühmt. Er war aber auch ein guter
Komponist, und seine zwei Cellokonzerte sind Dokumente musikalischer Freundschaft. Sie entstanden für
Vieuxtemps’ Landsmann und Kollegen Adrien-François
Servais, den man „Paganini des Violoncellos“ nannte, und
dessen ebenfalls instrumental versierten Sohn Joseph.
Mit Valentin Radutiu tritt ein durch Bayer Kultur als stArTKünstler geförderter Cellist an, der der Musik von Vieuxtemps die richtige Mischung aus Schönklang, Nostalgie
und jugendlichem Elan mitgeben wird.
Alexander Borodins zweite Sinfonie gilt als sein wichtigstes Orchesterwerk. Zwischen 1869 und 1876 entstanden,
verführt sie die Hörer mit melodienseliger Nationalromantik und Motiven einer Heldenerzählung – nicht ohne Grund
hat man das zeitgleich mit der Oper Fürst Igor entstandene Stück „die russische Eroica“ genannt.
„Wenn man Sterkel gehört hat, versteht man den frühen
Beethoven besser“, sagt Werner Ehrhardt und macht
sich mit dem Orchester l’arte del mondo auf den Weg zu
den Trouvaillen der Zeit um 1800. Johann Sterkel ist die
Entdeckung wert – das sei „muntere, erfrischende, energiereiche Musik“, so Ehrhardt. Der Würzburger Komponist
verbrachte drei Jahre in Italien und kam mit vielen Eindrücken zurück, die er in seinen Funktionen als Hofmusiker
der Fürstbischöfe in Mainz und Aschaffenburg umsetzen
konnte. Dass es dieses Italienische, diesen besonderen
Klang auch abseits der großen Musikzentren wie Dresden
oder München gab, ist eine weitere Überraschung. Zu
Lebzeiten war Sterkel berühmt: Der junge Beethoven
machte sich auf den Weg nach Aschaffenburg und traf
den Komponistenkollegen, der wie Beethoven selbst auch
als Klaviervirtuose einen Namen hatte. Auch Carl Maria
von Weber soll Sterkel geschätzt und besucht haben. Das,
wie Dirigent Werner Ehrhardt sagt, „musikalische Feuer“
Sterkels glühte jedenfalls auch in Beethoven weiter. Seine
1. Sinfonie, uraufgeführt 1800 in Wien, birgt schon die
kaum gebändigte Kraft, mit der Beethoven sich schon
bald ganz neue musikalische Möglichkeiten erobern sollte.
Werner Ehrhardt, Dirigent
Johann Franz Xaver Sterkel: Ouvertüre C-Dur
Johann Franz Xaver Sterkel: Sinfonie D-Dur
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Bernhard Steiner, Dirigent | Valentin Radutiu, Violoncello
Richard Wagner: Ouvertüre zu Christoph Columbus WWV 37A
Henri Vieuxtemps: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2
h-Moll, op. 50
Alexander Borodin: Sinfonie Nr. 2 h-Moll
Gefördert durch die Kunststiftung NRW
so 08.12 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Mo 09.12 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Fr 22.11 | 19:30 | Forum, Leverkusen
EUR 34 | 31 | 26 | 20
EUR 34 | 31 | 26 | 20
V. Radutiu
14 kultur.bayer.de
W. Ehrhardt und l'arte del mondo
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 15
Junge Deutsche philharmonie
Einen wahrhaft rasanten Durchgang durch die Musikgeschichte von 1880 bis 1950 unternimmt die Junge Deutsche
Philharmonie, erstmals unter der Leitung des dänischen
Dirigenten Michael Schønwandt: Ruhig fängt das Vorspiel zu
Wagners Parsifal an und entfaltet dann jenen orchestralen
Glanz, den Gustav Holst am Anfang des 20. Jahrhunderts
in der monumentalen Orchestersuite The Planets geradezu
exemplarisch vorführt. Dazwischen eine wahre Trouvaille,
ein Klarinettenkonzert, das der Musiker und Bandleader
Benny Goodman bei seinem amerikanischen Landsmann
Aaron Copland in Auftrag gab. Das 1950 uraufgeführte
Stück zeigt, dass die beiden keine Angst hatten, schon damals die Grenzen von Klassik und Jazz zu überwinden.
Die Junge Deutsche Philharmonie „tickt“ ganz ähnlich:
Das selbstverwaltete Orchester, das vor allem aus Studenten von Musikhochschulen des deutschsprachigen
Raums besteht, erfindet mutig neue Konzertformen und
schreitet alle Möglichkeiten aus, die gute Musik bietet. Für
Bayer Kultur hat sich dieser ungewöhnliche Klangkörper
mit dem Klarinettisten Martin Spangenberg zusammengetan, der früher selbst in Spitzenorchestern spielte und
heute sein Wissen und Können als Professor in Weimar
jungen Leuten weitergibt.
Michael Schønwandt, Dirigent | Martin Spangenberg, Klarinette
Württembergischer Kammerchor (Einstudierung Dieter Kurz)
Richard Wagner: Parsifal. Vorspiel zum ersten Aufzug
Aaron Copland: Konzert für Klarinette, Streichorchester,
Harfe und Klavier
Gustav Holst: The Planets. Suite für großes Orchester
Mo 13.01 | 19:30 | Forum, Leverkusen
EUR 34 | 31 | 26 | 20
J. Nott
Bamberger symphoniker
Anton Bruckners Siebente ist ein guter Einstieg in den
sinfonischen Kosmos dieses Komponisten. Sie trägt für
Bruckner ungewöhnlich lyrische, ja kammermusikalische
Züge. Aber auch für Bruckner-Erfahrene birgt dieses Werk
bestimmt noch viele Trouvaillen, wenn ein Klangkörper vom
Rang der Bamberger Symphoniker es spielt. „Jonathan
Nott schaut ein bisschen aus wie Sting in seinen besten
Jahren und ist ein einmaliges Kommunikationstalent“,
schrieb Die zeit über Bambergs britischen Chefdirigenten,
der immer wieder erfindungsreiche Programme präsentiert. So auch hier: Mit Ligetis Melodien steht ein Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts auf dem Programm, Liszts
Totentanz nahm um 1850 die Zukunft vorweg und ließ die
Hörer hingerissen zurück. Wiederholung in Leverkusen –
mit dem stArT-Künstler Alexander Krichel am Soloklavier –
nicht ausgeschlossen!
Jonathan Nott, Dirigent | Alexander Krichel, Klavier
György Ligeti: Melodien
Franz Liszt: Totentanz (Paraphrase auf Dies irae)
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur
Fr 21.03 | 19:30 | Forum, Leverkusen
EUR 34 | 31 | 26 | 20
R. Friedrich
orchestre National de Montpellier
languedoc-roussillon
Im 20. Jahrhundert wurden erstaunlich viele Trompetenkonzerte geschrieben, und Reinhold Friedrich präsentiert
zwei echte Trouvaillen dieser Gattung, die er mit Christoph
Mathias Müller auch aufgenommen hat. Das Konzert von
Arutjunjan ist ein von der armenischen Folklore beeinflusstes Meisterstück, jenes von Schachow zeichnet sich durch
eine erlesene Palette von Klangfarben aus. Mit Reinhard
Friedrich finden die virtuosen Piecen ihren idealen Interpreten, gilt er doch seit rund einem Vierteljahrhundert als
führender Vertreter seiner Kunst. Lockerheit und Glanz zugleich finden sich in der Festlichen ouvertüre Schostakowitschs, die der Komponist innerhalb einer guten Stunde
geschrieben haben soll. Sergej Prokofjew nahm das Märchen Cinderella zur Vorlage für ein sehr populäres Ballett.
Es wurde uraufgeführt am berühmten Bolschoi-Theater,
wo auch der Schweizer Dirigent Christoph-Mathias Mueller
bereits erfolgreich den Taktstock geschwungen hat.
Christoph-Mathias Mueller, Dirigent | Reinhold Friedrich, Trompete
Dmitri Schostakowitsch: Festliche Ouvertüre op. 96
Alexander Arutjunjan: Konzert für Trompete und Orchester
Ilja Schachow: Romantisches Konzert für Trompete und Orchester
Sergej Prokofjew: Suite aus dem Ballett Cinderella
so 27.04 | 18:00 | Forum, Leverkusen
Junge Deutsche Philharmonie
16 kultur.bayer.de
EUR 34 | 31 | 26 | 20
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 17
Kammermusik
ruth ziesak | ensemble Festivo
Richard Wagners Musik ist nicht nur Riesenstimmen und
großen Orchestern zugänglich – meinen die Sopranistin
Ruth Ziesak und das Ensemble Festivo. Deshalb feiern sie
auf Anregung von Bayer Kultur den 200. Geburtstag des
Bayreuther Meisters mit einem Programm, das leisere Töne
in kleiner Besetzung anschlägt. In Arrangements des vielseitigen Musikers Alexander Maschke erklingen die rienziOuvertüre, das Siegfried-Idyll und die Wesendonck-Lieder.
Außerdem wird ein Stück Wagnersche Familiengeschichte
erzählt, denn auch Schwiegervater Franz Liszt ist mit von
der Partie: mit ausgewählten Liedern und seinem musikalischen Nachruf Am grabe richard Wagners. Das Ensemble
Festivo setzt sich zusammen aus international renommierten Musikern, die sich beim gleichnamigen Kammermusikfestival unter der Leitung von Johannes Erkes im Chiemgau
zusammenfinden.
Werke von Richard Wagner und Franz Liszt
Richard Wagner (1813-1883):
rienzi Ouvertüre (arr. Alexander Maschke)
Siegfried Idyll (arr. Alexander Maschke)
Tristan Paraphrasen (arr. Giacomo Scaramuza)
Wesendonck Lieder (arr. Alexander Maschke)
Franz Liszt (1811-1886):
Über Allen gipfeln ist ruh (Goethe) in E-Dur
Ich möchte hingehn (Herweg) A-Dur
Ihr glocken von Marling (E. Kuh) E-Dur
Freudvoll und Leidvoll (Goethe) As-Dur (arr. Alexander Maschke)
Am grabe richard Wagners (arr. Alexander Maschke)
Do 10.10 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 25 | 19
R. Ziesak
18 kultur.bayer.de
Scherzi Musicali
scherzi Musicali
ziemlich beste Feinde nennt das Ensemble Scherzi
Musicali sein Konzertprogramm für Bayer Kultur. Denn es
wurde viel gestritten im späten 16. Jahrhundert um die
Frage, was denn die Musik eigentlich könne und solle. Die
drei konkurrierenden Komponisten – Cavalieri, Caccini
und Peri – stammten aus Rom und kamen an den Hof in
Florenz, wo sie stritten und eiferten, was das Zeug hielt.
Glücklicherweise gebar diese Streiterei viele musikalische Fundstücke, und einige von ihnen werden hier präsentiert. Nicolas Achten von Scherzi Musicali meint, die
drei Komponistenfeinde verfolgten im Grunde aber dasselbe Ziel – die Musik in den Dienst der Poesie zu stellen:
„Wo Cavalieri durch seine Schlichtheit berührt, versucht
Peri zu überzeugen und Caccini zu verführen“.
Das junge, siebenköpfige Gesangs- und Instrumentalensemble Scherzi Musicali entstammt der lebendigen
Alte-Musik-Szene in Belgien, ist ständig auf der Suche
nach verloren gegangener Literatur und hat bereits zahlreiche Werke wiederentdeckt. Den Leiter Nicolas Achten
nennt man den „belgischen Orpheus“: Er ist einer der wenigen klassischen Sänger, der sich selbst auf einer Vielzahl von Instrumenten begleiten kann.
recitar cantando oder: ziemlich beste Feinde
Werke von Emilio de’ Cavalieri, Giulio Caccini und Jacopo Peri
Do 07.11 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Fr 08.11 | 20:00 | Burg Linn, Krefeld
EUR 25 | 19
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 19
V. Radutiu
Franui
Franui
Eine „Musicbanda“ nennt sich die Gruppe Franui aus Osttirol, die seit 1993 in fast unveränderter Besetzung ganz
eigene Funken aus dem Liedgut des 19. Jahrhunderts
schlägt. Dabei mischen sie betörend ernste und lockere
Töne, Werktreue und Parodie in einem einprägsamen,
wiedererkennbaren Ensembleklang. Und sie sind damit
womöglich näher an Schubert, Brahms und Mahler als
viele historisierend gedrechselte Interpretationen, denn
auch diese drei Großen schenkten ihr Ohr den Klängen,
die sie auf der Straße, auf dem Kasernenhof oder im Wirtshaus hörten. Franui schafft eine im besten Sinne zeitlose
Musik und unterwandert raffiniert unsere Hörgewohnheiten mit hoher Professionalität und wunderbarem Eigen-
20 kultur.bayer.de
sinn. „Doppelbödig und gewitzt – Volksmusik im besten
Sinne des Wortes“, hieß es sogar in der chronisch kulturpessimistischen ZDF-Sendung Aspekte. Wenn das kein
Kompliment ist!
ständchen der Dinge
Werke von Franz Schubert, Gustav Mahler und Johannes Brahms
(in Bearbeitungen)
Fr 24.01 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 25 | 19
K. Mycka
´
Valentin radutiu | per rundberg
Mandelring Quartett | Katarzyna Mycka
´
Die Musik des Rumänen George Enescu wird notorisch
unterschätzt. Vielleicht liegt es an der wechselhaften Biografie, vielleicht an der stilistischen Vielfalt. Der stArTKünstler Valentin Radutiu setzt sich immer wieder für
Enescu ein: Mit seinem schwedischen Klavierpartner Per
Rundberg stellt der Cellist die späte C-Dur-Sonate vor, für
die Enescu – damit Bartók ähnlich – sich von rumänischen
Volksweisen inspirieren ließ. Zu Beethovens Cellosonaten
bemerkte ein Rezensent: „Alles ist hier anders, ganz anders“. Und Mendelssohns Sonate enthält das souveräne
Spiel mit den traditionellen Formen ebenso wie eine Hommage an den verehrten Johann Sebastian Bach.
„Wundersam farbenreich, immer mit elegantem Ton und
in inspirierter Gemeinschaft“ – so empfand ein Rezensent
das Zusammenspiel des Mandelring Quartetts mit der
´
Meisterin des Marimba-Spiels Katarzyna Mycka.
Die renommierte Fachzeitschrift Fono Forum sieht das
Mandelring Quartett als eins der sechs weltbesten Streichquartette. Dass sie sich nach der Straße benannt haben,
an der drei von ihnen in Neustadt an der Weinstraße aufwuchsen, ist sympathisch. In der Bundeshauptstadt gestalten sie eine Konzertserie, und längst sind sie in aller
Welt gefragt. Mit Mendelssohn hat sich das Mandelring
Quartett sehr intensiv befasst: Auf mehreren CDs nimmt
das Ensemble derzeit dessen gesamte Kammermusik für
Streicher auf.
Valentin Radutiu, Violoncello | Per Rundberg, Klavier
Ludwig van Beethoven: Sonate für Violoncello und Klavier C-Dur
op. 102 Nr. 1
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2
D-Dur op. 58
George Enescu: Sonate für Violoncello und Klavier C-Dur op. 26 Nr. 2
Béla Bartók: Sechs rumänische Volkstänze SZ 56 (Bearbeitung für
Violoncello und Klavier)
Do 20.03 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Fr 21.03 | 20:00 | Burg Linn, Krefeld
Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett D-Dur op. 44 Nr. 1
Emmanuel Séjourné: Konzert für Marimba und Streicher
Claude Debussy: Streichquartett g-Moll op. 10
Ney Rosauro: Konzert für Marimba und Streichquartett
Do 10.04 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Fr 11.04 | 20:00 | Burg Linn, Krefeld
EUR 25 | 19
EUR 25 | 19
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 21
Klavier
J. Lisieki
Jan lisiecki
Gerade einmal 18 Jahre alt ist der kanadische Pianist Jan
Lisiecki, der schon als Neunjähriger erstmals mit Orchester auftrat. Als besondere Ehre durfte der Sohn polnischer
Eltern 2010 die Feierlichkeiten zum 200.
. Geburtstag von
Frédéric Chopin an dessen Geburtsort Zelazowa Wola eröffnen. Als Chopin-Interpret ist der junge Mann nicht nur
in Polen hoch anerkannt, und die Fachmagazine preisen
seine „funkelnde Technik“ und „unwiderstehlich natürliche
Spielweise“. In seinem Konzert für Bayer Kultur wird Lisiecki
Chopins Études op. 10 spielen, die der Komponist dem
großen Kollegen und Virtuosen Franz Liszt widmete. Mit
Paderewski und Martinu˚ hat Jan Lisiecki zwei Komponisten
auf dem Programm, die nicht nur für die Musikgeschichte
ihrer Heimatländer Polen und Tschechien bedeutsam sind.
Paderewski war politisch aktiv und zeitweise sogar polnischer Regierungschef, Martinu˚ machte als echter Kosmopolit in den USA Karriere. Der Musik ihrer Nation blieben
beide lebenslang treu – so setzte Martinu˚ seiner Heimat mit
den Trois Danses Tchèques ein klingendes Denkmal.
Werke von O. Messiaen, J. S. Bach, I. J. Paderewski, B. Martinu,
˚
F. Chopin
A. Krichel
alexander Krichel
Alexander Krichel hat karrieretechnisch schon einige Pflöcke eingeschlagen: Seit Beginn der Förderung als stArTKünstler von Bayer Kultur folgten Auftritte auf den internationalen Konzertpodien und ein Exklusivvertrag bei Sony.
Die Fachpresse weiß die „aus der Tiefe der Kunstausübung
stammende Erlebnisqualität“ seiner Programme und Interpretationen zu schätzen und schwärmt von „phänomenaler
Technik und sympathischer Bühnenpräsenz“.
Rachmaninows Klavierzyklus Six moments musicaux ist
genau das richtige Werk für den jungen Ausnahmepianisten. Neben einem pianistischen Beitrag zum Wagnerjahr
wird auch Musik von George Enescu zu hören sein. Seine dritte Klaviersonate ist eine besondere Trouvaille, weil
sie seinen Personalstil mit besonderer Konzentration und
Schönheit ausdrückt.
Carl Czerny kennen alle Klavierschüler zur Genüge – seine Etüdensammlungen sind Standardwerke der Musikpädagogik. Echte Trouvaillen sind jedoch die „eigentlichen“
Kompositionen des Österreichers, die eine Verbindung der
Wiener Klassik und Romantik bilden. Der junge Czerny,
ein virtuoser Pianist, wurde von Beethoven unterrichtet,
und unter seinen eigenen Schülern war Franz Liszt. Jin Ju
kombiniert in ihrem Programm Czerny mit Beethoven (mit
seiner Appassionata-Sonate) und Schuberts großer, später c-Moll-Sonate – so präsentiert die chinesische Pianistin
ein Panorama des Wiener Musiklebens im frühen 19. Jahrhundert. In Shanghai geboren, war Jin Ju eine der ersten
Musikerinnen, die in Pekings Verbotener Stadt auftreten
durften. Längst hat sie auch in Europa Karriere gemacht
und ist eine Pianistin, die auf modernen und historischen
Instrumenten gleichermaßen versiert ist. Bei einem Auftritt
im Vatikan musizierte sie in Anwesenheit des Papstes auf
sieben verschiedenen Flügeln.
Carl Czerny: La ricordanza (Variationen auf ein Thema von Rode)
op. 33
Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 23 f-Moll op. 57
Appassionata
Franz Schubert: Klaviersonate c-Moll D 958
Di 28.01 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Do 30.01 | 20:00 | Historische Stadthalle, Wuppertal
EUR 23 | 18
Richard Wagner/Franz Liszt: Feierlicher Marsch zum Heiligen gral
aus Parsifal
George Enescu: Klaviersonate D-Dur op. 24 Nr. 3
Sergei Rachmaninow: Six Moments musicaux op. 16
Mo 30.09 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Di 01.10 | 20:00 | Historische Stadthalle, Wuppertal
Di 12.11 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Mi 13.11 | 20:00 | Historische Stadthalle, Wuppertal
Fr 23.05 | 20:00 | Burg Linn, Krefeld
EUR 23 | 18
EUR 23 | 18
22 kultur.bayer.de
Jin Ju
J. Ju
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 23
plamena Mangova
Der anspruchsvolle Musikwettbewerb reine elisabeth in
Brüssel war auch für Plamena Mangova der Startschuss
zur Karriere. 2007 erhielt die Bulgarin dort den zweiten Preis
und ist seitdem im internationalen Konzertleben zu Hause.
Sie verbindet die in der jungen Musikergeneration schon
fast selbstverständliche Virtuosität mit „ungebrochener Aufrichtigkeit und zarter Sensibilität“. Für ihre Interpretationen
der Musik von Schostakowitsch, die sie auch im Konzert
für Bayer Kultur vorstellt, erhielt sie mehrere Schallplattenpreise. Die vielleicht schönste Trouvaille in ihrem Programm
ist eine Chaconne von Sofia Gubaidulina. Diese russische
Komponistin hat einen ganz eigenen Stil kreiert, der die Errungenschaften der zeitgenössischen Musik bruchlos mit
tiefer Empfindung und Klangschönheit verbindet.
Ludwig van Beethoven: Zehn Variationen über das Thema (Duett)
La stessa, la stessissima aus der Oper Falstaff von Antonio Salieri
WoO 73
Franz Liszt: Drei Petrarca-Sonette, Mephisto-Walzer,
Lieder von Franz Schubert
Sofia Gubaidulina: Chaconne
Peter Tschaikowsky: oktober aus Die Jahreszeiten op. 37b,
Dumka op. 59
Dmitri Schostakowitsch: Aus den Préludes op. 34
Di 18.03 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Mi 19.03 | 20:00 | Historische Stadthalle, Wuppertal
EUR 23 | 18
V. Sofronitsky
Viviana sofronitsky
P. Mangova
24 kultur.bayer.de
Echte Trouvaillen bietet Viviana Sofronitsky in ihrem Programm – und zwar im doppelten Sinne: Einerseits bringt
die russische Musikerin pianistische Fundstücke mit, beispielsweise von dem völlig unbekannten Johann Wilhelm
Hässler oder etwa eine Notturne von Camille Pleyel, dem
Musiker, Verleger und Eigentümer der berühmten Klavierbaufirma in Paris. Er war tonangebend in der Szene der Pariser Salons und ermöglichte es eingewanderten Musikern
wie Chopin, auf Pleyel-Flügeln zu spielen – der aus Polen
gekommene Komponist nannte sie das „non plus ultra“.
Viviana Sofronitsky spielt auf dem originalgetreuen Nachbau eines solchen Flügels von 1830 und wird ihr vielseitiges Programm nicht nur auf diesem, sondern auch auf zwei
weiteren Nachbauten historischer Instrumente aus ihrer eigenen Sammlung präsentieren. Es gilt also andererseits zu
entdecken, wie sehr die Komponisten jener Zeit ihre Werke
für bestimmte Pianos schrieben oder durch die berühmten Klavierbauer inspiriert wurden. So erwarb Mozart 1782
einen Flügel von Anton Walter und führte dieses Instrument, wo immer es ging, mit sich – ganz so, wie es Viviana
Sofronitsky mit ihren durch Paul McNulty geschaffenen
„Fortepianos“ auch heute tut.
Trouvaillen – wiederentdeckte Meisterwerke von Johann Wilhelm
Hässler, Muzio Clementi, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert,
Frédéric Chopin, Camille Pleyel und Michail Glinka
Mo 02.06 | 20:00 | Historische Stadthalle, Wuppertal
Mi 04.06 | 19.30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 23 | 18
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 25
Jazz
leverkusener Jazztage 2013
Nach Mariza 2010 waren auch die Legends in concert 2011
mit Randy Crawford und Joe Sample, Eumir Deodato und
dem Achim Seifert Project ein voller Erfolg! Ein absoluter
Höhepunkt war das von Bayer Kultur ermöglichte Konzert
mit der Saxophonlegende Sonny Rollins im letzten Jahr.
Daher wird die Kooperation von Bayer Kultur mit den
Leverkusener Jazztagen 2013 selbstverständlich fortgesetzt und erneut in ein hochkarätiges Konzert münden.
Termin und Künstler standen zwar bei Redaktionsschluss
noch nicht fest, aber Eckhardt Meszelinsky, der künstlerische Leiter der Jazztage, wird auch für die 34. Auflage
wieder ein spannendes, abwechslungsreiches FestivalProgramm auf höchstem Niveau konzipieren. Die Kooperation zwischen den future sounds und dem stArTProgramm wird natürlich ebenfalls weitergeführt.
34. Leverkusener Jazztage
sa 09.11 – sa 16.11 | Forum, Leverkusen
Der genaue Termin wird im Monatsleporello und in der Tagespresse
bekannt gegeben.
WDR Big Band
A. Cohen
WDr Big Band | two minds – one language
S. Rollins
26 kultur.bayer.de
„Don’t miss him“, ermahnt die new York Times alle Jazzfreunde – gemeint ist Eli Degibri, Saxophonist und Bandleader aus Israel. Der renommierte Kritiker Ben Ratliff
bescheinigt Degibri nicht zuletzt eine „super kunstvolle“
Begabung zur Improvisation. Unvorhersehbar und schön
wie Skulpturen seien seine Phrasierungen. Nach fünf Alben, zuletzt Israeli Song von 2010, hat sich Degibri, der
auch mit Herbie Hancock und Al Foster arbeitete, in die
Avantgarde des internationalen Jazz gespielt. Mit dem
Trompeter Avishai Cohen, einem israelischen Landsmann,
verbindet ihn eine kreative musikalische Partnerschaft.
Der begnadete Musikant scheint die gesamte Historie der
Jazztrompeter von Louis Armstrong bis Don Cherry in sich
aufgesogen zu haben und schäumt über vor Spielfreude.
Mit diesen beiden ungewöhnlichen Musikern wird die
WDR Big Band auf Tournee in deren Heimatland Israel unterwegs sein – das Konzert für Bayer Kultur ist die einzige
Präsentation dieses Programms in Deutschland!
WDR Big Band | Two minds – One language
Avishai Cohen, Trompete
Eli Degibri, Tenorsaxophon
Lucas Schmid, Moderation
Mi 15.01 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 20
Detaillierte Informationen und Termine zu den Veranstaltungen der
Jazz-Kulisse ab Seite 110
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 27
Jazz at midnight
Three Fall
A. Weidinger
three Fall
susanne Weidinger trio
Das Trio mit der außergewöhnlichen Besetzung Posaune,
Schlagzeug und Tenorsaxophon bzw. Bassklarinette hat
sich mit seiner innovativen Musik einen Namen gemacht.
Mit zahlreichen Erfolgen konnten Three Fall sich als eine
der kreativsten Nachwuchsbands etablieren. Dazu gehören u. a. 2008 der Gewinn des future sounds Wettbewerbs
der Leverkusener Jazztage, Auftritte auf namhaften europäischen Festivals (u. a. als Support für Mc Coy Tyner,
Trombone Shorty, Medeski Martin & Wood und Nils Petter
Molvaer), eine Chinatour 2012 und die Veröffentlichung der
beiden Alben Bomboclive! und on a Walkabout. Die Band
begeistert das Publikum mit Spielfreude, frecher HipHop-Attitüde, frischer Energie und vor allem der Suche
nach mystischen Momenten – ob im Jazz, im Alltag oder in
der Stille. Der Auftritt von Three Fall bei Bayer Kultur ist mit
der Veröffentlichung ihres brandneuen Albums verknüpft.
Dass die gebürtige Hamburgerin und heute in Köln lebende
Baritonsaxophonistin Susanne Weidinger (geb. Heitmann)
über exzeptionelle Fähigkeiten verfügt, erkannte schon Peter
Herbolzheimer, der sie als 22-Jährige in seine rhythm
Combination & Brass holte. Susanne Weidinger spielt heute regelmäßig in mehreren Bigbands, aber auch in kleinen
Formationen wie dem von ihr angeführten Trio Just 3. Peter
Fleischhauer, in dessen King of Swing orchestra sie mitwirkte, charakterisiert Susanne Weidinger so: „Wie schon
Peter Herbolzheimer, so halte auch ich Susanne für eine
außergewöhnliche Musikerin“, er bescheinigt ihr „perfekte
Phrasierung“ und „musikalisches Feingefühl“. In ihren eigenen Kompositionen, die den Großteil ihres Programms
für Bayer Kultur ausmachen, strebt sie nicht, wie sie sagt,
„nach den Fragezeichen im Bauch“. Sie weiß Schönheit
und Harmonie zu schätzen – was nicht bedeutet, dass sie
bei ihrem „fetten Sound“ Abstriche machen müßte.
Lutz Streun, Tenorsaxophon/Bassklarinette
TiL Schneider, Posaune
Sebastian Winne, Schlagzeug/Perkussion
olivia trummer trio
Jan prax Quartett
Die junge Pianistin und Sängerin Olivia Trummer, frisch
gebackene stArT-Künstlerin von Bayer Kultur, steht in der
Tradition von Nina Simone, Shirley Horn oder Laura Nyro:
Mit ihren brillanten Fähigkeiten am Klavier und einer klaren,
virtuosen Stimme erzählt sie eine Botschaft voller Frieden
und Reife, geprägt von Schönheit und Nachdenklichkeit,
beseelt vom Wunsch, die Welt mit unvoreingenommenem Blick zu entdecken und zu verstehen. Im Spiel mit
dem Schlagzeuger Bodek Janke schöpft Olivia Trummer
aus einer jahrelangen intensiven Zusammenarbeit, bei der
das Thema Rhythmus zum alles verbindenden, oft überraschenden und immer sensibel reagierenden Element wird.
Und mit dem Mazedonier Martin Gjakonovski hat Olivia
Trummer einen der begehrtesten und versiertesten JazzBassisten an ihrer Seite. Das Olivia Trummer Trio stellt
im Programm für Bayer Kultur neue Kompositionen und
Songs der Bandleaderin sowie zeitgenössisch arrangierte
Jazz-Standards vor.
2012 mischte das Jan Prax Quartett als absolute Newcomer-Band den Wettbewerb future sounds der Leverkusener
Jazztage auf. Ihren Sieg hätten sie ihrer „ungebremsten,
treibenden Kraft, Energie und Spielfreude“ zu verdanken,
urteilten die Veranstalter – nun haben der erst 20-jährige
Bandleader und Saxophonist Jan Prax und seine drei nicht
viel älteren Mitstreiter die Gelegenheit, sich erneut in Leverkusen zu bewähren. Das Quartett hat sich einem energetischen Post-Bop-Sound verschrieben, und in den Kompositionen, vornehmlich aus der Feder des Bandleaders, ist
der Einfluss großer Saxophonisten wie etwa John Coltrane
und Kenny Garrett zu spüren. Der Sound dieses Quartetts
ist mal unbändig und wild, mal sphärisch und melodiös,
mal groovig und auf den Punkt, aber immer „soulful“ und
voller Energie.
Olivia Trummer, Klavier/Gesang
Martin Gjakonovski, Kontrabass
Bodek Janke, Drums/Percussion
Jan Prax, Altsaxophon
Roman Schuler, Piano
Michael Mischl, Drums
Tilman Oberbeck, Bass
sa 14.06 | ca. 22:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 08.02 | ca. 20:45 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 8 | Freier Eintritt für Besucher der vorangehenden Vorstellung
auf der Hauptbühne (Zählkarten erforderlich)
EUR 8 | Freier Eintritt für Besucher der vorangehenden Vorstellung
auf der Hauptbühne (Zählkarten erforderlich)
Susanne Weidinger, Baritonsaxophon
Tobias Hoffmann, Gitarre
Matthias Nowak, Kontrabass
sa 21.09 | ca. 22:45 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 8 | Freier Eintritt für Besucher der vorangehenden Vorstellung
auf der Hauptbühne (Zählkarten erforderlich)
28 kultur.bayer.de
Fr 15.11 | ca. 21:45 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 8 | Freier Eintritt für Besucher der vorangehenden Vorstellung
auf der Hauptbühne (Zählkarten erforderlich)
O. Trummer
Jan Prax Quartett
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 29
Musik plus
Festival alte Musik Knechtsteden:
Kassandra und Waterloo
Konzert zum altenberger Kultursommer
Brückenbauer und Warnrufer präsentiert dieses ungewöhnliche Programm. Georg Muffat (1653-1704) war ein
„europäischer“ Komponist, der in seiner Musik italienischen, französischen und deutschen Stil gekonnt vermischte. Seine Toleranz und Friedensliebe nahm die Haltung vieler Komponisten des 20. Jahrhunderts vorweg:
Kagel beispielsweise komponierte Märsche, um den Sieg
zu verfehlen. Mit dem Friedensfest von Händels Utrechter
Te Deum wird das Konzert enden, aber ein Pasticcio – heute würde man wohl Mix dazu sagen – aus Werken dreier
„Bachs“ sowie ein neues Werk von Thomas Blomenkamp
setzen dazwischen nachdenkliche, kritische Akzente. Viel
Stoff zum Nachdenken – mit beeindruckenden musikalischen Trouvaillen.
Rheinische Kantorei | Das Kleine Konzert | Hermann Max, Dirigent
Veronika Winter, Sopran | Margot Oitzinger, Alt | Martin Post, Tenor
Markus Flaig, Bass
Kassandra und Waterloo: Werke von Georg Muffat,
Thomas Blomenkamp UA, Johann Christoph Friedrich Bach,
Johann Michael Bach, Johann Sebastian Bach, Mauricio Kagel und
Georg Friedrich Händel
Eine Kooperation zwischen dem Festival Alte Musik Knechtsteden
und Bayer Kultur
Die Bayer-Philharmoniker beschließen in diesem Jahr den
Altenberger Kultursommer im „Bergischen Dom“. Dem Status dieses Gotteshauses als Simultankirche für katholische
und evangelische Christen entsprechend, kombiniert Chefdirigent Bernhard Steiner eine Messe Anton Bruckners mit
Felix Mendelssohn Bartholdys reformationssinfonie. Die
d-Moll-Messe des tief gläubigen Bruckner ist durch den
von ihm tief verehrten Wagner beeinflusst, aber sie war
auch ein später Durchbruch zum persönlichen Stil und ein
großer Erfolg bei den Hörern. Vom Erfolg verwöhnt von Beginn an war Felix Mendelssohn Bartholdy. Und er war unbelastet von Streitigkeiten um die Kirchenmusik. In seiner
reformationssinfonie überschritt er sogar die Grenzen der
Kirchenmusik. Hier wob er Zitate alter geistlicher Musik und
den Luther-Choral ein feste Burg ist unser gott in ein reines
Orchesterwerk ein.
Bayer-Philharmoniker | Bernhard Steiner, Dirigent
Chor der Konzertgesellschaft Wuppertal (Marieddy Rossetto,
Einstudierung) | Esther Hilsberg, Sopran | Lucie Ceralová, Alt
Antonio Rivera, Tenor | Jong Min Lim, Bass
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 107
Anton Bruckner: Messe Nr. 1 d-Moll WAB 26
sa 28.09 | 20:00 | Altenberger Dom
EUR 30 | 25 | 15 | 10
Fr 20.09 | 20:00 | Basilika Knechtsteden, Dormagen
EUR 40 | 32,50 | 25 | 15
C. Rümann
Neujahrskonzert: Grüße aus st. petersburg
Valentin radutiu | per rundberg
„Sie verfügt über eine unerhörte Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit in den höchsten Lagen der menschlichen
Stimme“, hieß es in der Presse, nachdem Christina Rümann
in Dortmund als Donizettis Lucia brilliert hatte. Die junge,
in Köln ausgebildete Koloratursopranistin und die BayerPhilharmoniker mit ihrem Chefdirigenten Bernhard Steiner
werden im Neujahrskonzert auf dem Weg zwischen den
Musikstädten Wien und Sankt Petersburg viele musikalische Fundstücke heben. So nahm Peter Tschaikowsky mit
einem Walzer Abschied von St. Petersburg, und der Berliner Richard Eilenberg siedelte in der russischen Stadt seine berühmt gewordene Schlittenfahrt an. Reinhold Glière
war trotz der ungewöhnlichen Namenskombination weder
Deutscher noch Franzose, sondern ein waschechter Sowjetbürger, der in seiner Musik der russischen Nationalromantik weiten Raum gab. Gern gespielt wird sein Konzert
für Koloratursopran – sofern man eine virtuose Sängerin
wie Christina Rümann zur Verfügung hat.
Die Musik des Rumänen George Enescu wird notorisch
unterschätzt. Vielleicht liegt es an der wechselhaften Biografie, vielleicht an der stilistischen Vielfalt. Der stArTKünstler Valentin Radutiu setzt sich immer wieder für
Enescu ein: Mit seinem schwedischen Klavierpartner Per
Rundberg stellt der Cellist die späte C-Dur-Sonate vor, für
die Enescu – damit Bartók ähnlich – sich von rumänischen
Volksweisen inspirieren ließ. Zu Beethovens Cellosonaten
bemerkte ein Rezensent: „Alles ist hier anders, ganz anders“. Und Mendelssohns Sonate enthält das souveräne
Spiel mit den traditionellen Formen ebenso wie eine Hommage an den verehrten Johann Sebastian Bach.
Dieses Konzert setzt anstelle des Coup de Cour Bayer die
Koopertion mit dem Chempark Dormagen fort.
Die Silvester- und Neujahrskonzerte sind eine Kooperation von
Bayer Kultur und KulturStadtLev.
Bayer-Philharmoniker | Bernhard Steiner, Dirigent
Christina Rümann, Sopran
Werke von Reinhold Glière, Peter Tschaikowsky, Richard Eilenberg,
Franz von Suppè und Johann Strauß Sohn
Mi 01.01 | 17:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
H. Max
30 kultur.bayer.de
E. Hilsberg
V. Radutiu, P. Rundberg
Valentin Radutiu, Violoncello | Per Rundberg, Klavier
Ludwig van Beethoven: Sonate für Violoncello und Klavier C-Dur
op. 102 Nr. 1
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2
D-Dur op. 58
George Enescu: Sonate für Violoncello und Klavier C-Dur op. 26 Nr. 2
Béla Bartók: Sechs rumänische Volkstänze SZ 56 (Bearbeitung für
Violoncello und Klavier)
Mi 19.03 | 20:00 | Kreismuseum Zons, Dormagen
EUR 15
EUR 29 | 26 | 23 | 20
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 31
l KUNst KoNzerte oper ta
serse
von Georg Friedrich Händel
Dirigent: Wolfgang Karschner | Regie: André Bücker
sa 21.09 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
la Clemenza di tito
von Christoph Willibald Gluck
Konzertante Aufführung | Dirigent: Werner Ehrhardt
so 03.11 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
intermezzi mit intermezzo
Werke von Domenico Scarlatti und Giovanni Battista Pergolesi
Dirigent: Werner Ehrhardt | Regie: Kay Link
Fr 25.04
sa 26.04
Fr 23.05
Do 29.05
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19:30
19:30
19:30
18:00
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Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Bayer Kulturhaus, Leverkusen
hoffmann
Musiktheatrale Phantasmagorien frei nach
Jacques Offenbachs Les Contes d’Hoffmann
Regie: Jakop Ahlbom
Koproduktion mit der Deutschen Oper Berlin
sa 24.05 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 33
l KUNst KoNzerte oper ta
Der Start der Jungen oper Leverkusen in der vergangenen
Spielzeit war sehr vielversprechend. Der Erfolgsgarant
heißt dabei in erster Linie l’arte del mondo unter der
Leitung von Werner Ehrhardt: Ob Le cinesi (Leverkusen
und Peking), Peters Bryllup (Potsdam Musikfestspiele,
Leverkusen, Kopenhagen, CD), die Mozart-Gala mit Weltstar Edita Gruberová (ebenfalls mit CD-Produktion) –
allesamt große Erfolge. Dass für Edita Gruberová schon
frühzeitig keine Karten mehr zu ergattern waren, war zu
erwarten, dass aber auch die zeitgenössische Kammeroper des Engländers Edward Rushton Leinen aus Smyrna
in zwei ausverkauften Vorstellungen von unserem Publikum enthusiastisch gefeiert wurde, darf als Überraschung
gewertet werden.
Die exzellente Qualität von Werner Ehrhardt und seinem
l’arte del mondo als Operninterpreten wird durch die bereits erschienenen ersten beiden CD-Editionen aus der
Bayer Kultur-Reihe opern aus den Archiven der Welt nachdrücklich belegt. Die bei SONY veröffentlichten Weltersteinspielungen von Josef Mysliveceks
Medonte und Pasquale
ˇ
Anfossis La finta giardiniera mehren aber nicht nur das
hervorragende Renommee unseres orchestra in residence,
sondern tragen auch ganz entscheidend dazu bei, die Arbeit
von Bayer Kultur einem weltweiten Kreis von Opernenthusiasten und Musikfreunden bekannt zu machen.
Isabelle Kranabetter | Dramaturgie OPER
34 kultur.bayer.de
In der neuen Spielzeit hoffen wir, diesen Erfolgskurs mit
vier spannenden Raritäten fortsetzen zu können. Die Spielzeit wird eröffnet mit einer Produktion der Berliner Lautten
Compagney unter Wolfgang Katschner. Dieses hochkarätige Ensemble stellt eine hochwillkommene Ergänzung
in der Reihe unserer Berlin-Partner dar. Georg Friedrich
Händels Serse in einer intelligenten und jungen Inszenierung von André Bücker feierte bei den internationalen
Händel-Festspielen ihre umjubelte Premiere.
Als zweite Produktion folgt der Beitrag von Bayer Kultur
zum Christoph Willibald Gluck-Jahr 2014. Es ist erstaunlich, aber die Vertonung von Pietro Metastasios LibrettoKlassiker La clemenza di Tito durch den großen Wiener
Opernreformator bis heute nicht auf CD dokumentiert ist.
Werner Ehrhardt und sein l’arte del mondo werden diese
Lücke im Rahmen der konzertanten Aufführung für Bayer
Kultur schließen. Bewährte Partner sind dabei wie immer
der WDR und SONY. Das hochkarätige Ensemble wird von
Chen Reiss, Rainer Trost und dem aktuellen Senkrechtstarter unter den Countern, Valer Sabadus, angeführt.
gen miteinander verbindet. Neben jungen, exzellenten
Sängern agiert in der Rolle des Vespone der weltberühmte
Pantomime Milan Sládek. Kay Link führt Regie und Werner
Ehrhardt leitet die Produktion musikalisch.
Wir freuen uns ganz besonders, dass wir für unsere Spielplanposition „Zeitgenössisches Musiktheater“ mit der
Deutschen Oper Berlin im Rahmen unseres Berlin-Projekts
einen Partner von internationalem Renommee gewinnen
konnten. Ab sofort wird Bayer Kultur als Koproduktionspartner bei einer Produktion der „Tischlerei“ fungieren.
Diese neue Spielstätte der Deutschen Oper wurde erst im
November des vergangenen Jahres eröffnet und konzeptionell ausschließlich auf das experimentelle Musiktheater ausgerichtet. Die erste gemeinsame Produktion trägt
den Titel Hoffmann – Musiktheatrale Phantasmagorien
frei nach Jacques offenbachs Les contes d’Hoffmann.
Jakop Ahlbom schafft – ausgehend von seinem Vorbild
David Lynch – eine ganz eigene, ins „Jetzt“ transformierte
Hoffmann’sche Traumwelt.
Junge oper leverkusen
Künstlerische Leitung: Volker Mattern
Dramaturgie: Isabelle Kranabetter
Produktionsleitung: Marc von Reth
Künstlerisches Betriebsbüro: Regina Bernt
Die Junge oper Leverkusen setzt also weiter auf unbekannte Werke des Barock und der Vorklassik und rundet
das ambitionierte Konzept mit einem Werk des 21. Jahrhunderts ab.
Die vierte Novität weist ein Reihe von Besonderheiten auf:
Bayer Kultur produziert als zweite STUDIo-Produktion
nach Rushtons Leinen aus Smyrna einen frech-witzigen
Abend mit gleich zwei Opernintermezzi aus dem 18. Jahrhundert, Giovanni Battista Pergolesis La serva padrona und
– als Trouvaille – Domenico Scarlattis La Dirindina. Verbunden werden diese Stücke durch ein weiteres Intermezzo,
das in der Pause Kulinarik und theatralische Überraschun-
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 35
Junge oper leverkusen
Serse
serse
Serse, auf Deutsch Xerxes, wurde 1738 in London uraufgeführt. Der historische Hintergrund ist der Feldzug des Perserkönigs Xerxes I. gegen Griechenland im 5. Jahrhundert
vor Christus. Aber in der Oper geht es natürlich vor allem
um Liebe und Intrige: Serse und sein Bruder Arsamene
wetteifern um die Liebe Romildas, während diese und ihre
intrigante Schwester Atalanta um Arsamene werben und
Serses verlassene Verlobte Amastre den Treulosen wiederzugewinnen sucht – alles klar? Serse ist ein historisch
verkleidetes, witzig erzähltes Familiendrama, das mit so
mancher „Soap“ unserer Zeit konkurrieren kann. Dass die
Musik viel zu bieten hat, versteht sich von selbst: Gleich
zu Beginn erklingt einer der bekanntesten Ohrwürmer aus
Händels Feder, das zart schmelzende ombra mai fu.
Die Lautten Compagney Berlin ist eines der besten Originalklang-Orchester und wirkte bereits bei mehreren SerseProduktionen mit, unter anderem auf Einladung der New
Zealand Opera, wo man Händel erstmals auf historischen
Instrumenten hörte. Wie befreit klinge die Musik, tänzerisch, mit Ecken und Kanten, unter die Haut gehend,
schrieb dort ein Kritiker. Die Inszenierung des Dessauer
Intendanten André Bücker nannte ein Rezensent ein „Feuerwerk geistreicher und witziger Aktionen, getragen von
36 kultur.bayer.de
der präzisen, satirisch überzeichneten Darstellung der
Charaktere“. Wozu braucht man noch Seifenopern, wenn
man Händel hat?
von Georg Friedrich Händel
Wolfgang Karschner, Dirigent
André Bücker, Regie
Imme Kachel, Ausstattung
Frank Vetter, Video
Mit: Julia Böhme, Susanne Kreusch, Luciana Mancini, Heidi Maria
Taubert, Paula Turcas; Florian Götz, Matthias Vieweg und der
Lautten Compagney Berlin
Eine gemeinsame Produktion des Goethe-Theaters Bad Lauchstädt,
der Händel-Festspiele Halle, der Festwochen Hannover
Herrenhausen und des Festivals Bayreuther Barock
sa 21.09 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Chr. W. Gluck
la Clemenza di tito
Diesen Operntitel kennt man – bestenfalls – von Wolfgang
Amadeus Mozart, aber das Libretto um den römischen
Kaiser Titus war im 18. Jahrhundert sozusagen ein Dauerbrenner und sein Autor Pietro Metastasio eine Berühmtheit
in seinem Metier. Auch Christoph Willibald Gluck war unter
den mehr als vierzig Komponisten, die La Clemenza di Tito
vertonten. 1752 in Neapel uraufgeführt, ist diese Oper ein
verhältnismäßig frühes Werk von Gluck, aber einige Ansätze zu den späteren „Reformopern“ lassen sich bereits
erkennen, und eine Arie übernahm der mit dem Frühwerk
offenbar recht zufriedene Komponist sogar gut 25 Jahre
später in seine Iphigénie en Tauride. Gluck schrieb für Tito
eine Musik voller Energie und Dramatik, die wiederzuentdecken sich lohnt.
Gemeinsam mit dem Orchester l’arte del mondo präsentiert Bayer Kultur diese auch für die Sänger äußerst reizvolle Oper in hochkarätiger Besetzung. Wie bei den
schon in den letzten Jahren präsentierten opern aus den
Archiven der Welt (Medonte von Josef Myslivecek,
La finta
ˇ
giardiniera von Pasquale Anfossi und Peters Bryllup von
J.A.P. Schulz) schließt sich auch in diesem Fall an die konzertante Aufführung eine Weltersteinspielung an. Die CD
wird schon bald darauf erscheinen, pünktlich zum 300.
Geburtstag des Komponisten, der 2014 gewürdigt wird.
Mit Chen Reiss als Vitellia, Rainer Trost in der Titelrolle und
Valer Sabadus als Annio führen drei Opernstars die kompetente Sängerriege an.
von Christoph Willibald Gluck
Konzertante Aufführung
Werner Ehrhardt, Dirigent
Mit: Arantza Ezenarro, Stephanie Houtzeel, Chen Reiss;
Valer Sabadus, Rainer Trost und l’arte del mondo
Eine Koproduktion von l’arte del mondo und Bayer Kultur in
Zusammenarbeit mit WDR, gefördert von der Kunststiftung NRW
und dem Ministerium für Familie, Jugend, Kultur und Sport des
Landes Nordrhein-Westfalen.
EUR 43 | 38 | 30 | 20
so 03.11 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 43 | 38 | 30 | 20
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 37
intermezzi mit intermezzo
hoffmann
Was geschieht, wenn man zwei Zwischenspiele mit einem
Zwischenspiel versieht? Man erhält einen unterhaltsamen
Musiktheaterabend! Mit diesem Ziel will Bayer Kultur das
„Prinzip Intermezzo“ befragen und spielerisch durchschütteln – denn die kleinen Opern haben einiges zu bieten. Wie
sonst hätte Pergolesis La serva padrona – die alte Erzählung von der Magd als Herrin – so populär werden können?
1733 in Neapel uraufgeführt, trug die Geschichte durchaus
revolutionäre Züge und entwickelte mit den Jahren einige
Sprengkraft. Die Ausgrabung von Scarlattis La Dirindina
(1715) hingegen siedelt ähnliche Streitereien im Sängermilieu an, was der damaligen Zensurbehörde in Rom allerdings schon zu weit ging. Das satirische Werk durfte nicht
aufgeführt werden.
Die „Pause“ zwischen den beiden Intermezzi ist als
kulinarisch-pantomimisches Intermezzo dramaturgischkonzeptionell in den Abend integriert. Kein Geringerer als
Star-Pantomime Milan Sládek wird nicht nur die Rolle des
Vespone in La serva Padrona übernehmen, sondern auch
in den übrigen Teilen dieses kurzweiligen Opern-Abends
in Erscheinung treten. Lassen Sie sich überraschen. Bayer
Kultur realisiert diesen Abend in der Regie von Kay Link,
musikalisch geleitet von Werner Ehrhardt.
Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion sind verwischt
in den musikalischen Erzählungen des Dichters Hoffmann.
Drei Frauenfiguren entsteigen seiner Imagination, allesamt
schillernde Facetten einer einzigen Geliebten: die Automatenpuppe Olympia, die lungenkranke Antonia und die Kurtisane Giulietta. Die eigene Identität des Dichters ist ebenso brüchig wie die Konturen der ihn umgebenden Welt.
Als ein Vorbild nennt der in Amsterdam lebende Regisseur,
Performer und Zauberer Jakop Ahlbom den Filmregisseur
David Lynch. Dessen Einfluss ist in vielen Arbeiten des
schwedischen Theatermachers spürbar: Ahlbom schafft
magische und surrealistisch-albtraumhafte Theaterwelten,
die seit 2000 in den Niederlanden enthusiastisch gefeiert
werden und 2010 beim Young Director’s Project der Salzburger Festspiele für Aufsehen sorgten. Gemeinsam mit
der Komponistin Anne Champert, die u. a. composer in residence am Pariser IRCAM war, erarbeitet Ahlbom eine eigene Fassung von Hoffmanns Traum- und Albtraumwelten.
Domenico Scarlatti: La Dirindina
Giovanni Battista Pergolesi: La serva padrona
mit einer kulinarisch-pantomischen Pause
Musiktheatrale Phantasmagorien frei nach
Jacques Offenbachs Les Contes d’Hoffmann
Auftragswerk der Deutschen Oper Berlin
Jakop Ahlbom, Regie
Anne Champert, Musikalische Bearbeitung
Oliver Helf, Bühne
Dorothea Hartmann, Anne Oppermann, Dramaturgie
Werner Ehrhardt, Musikalische Leitung
Kay Link, Regie
Olga von Wahl, Bühne und Kostüme
Mit: Meera Varghese; Michael Taylor, Manos Kia, Milan Sládek
und l’arte del mondo
Mit: Mitgliedern des Solistenensembles, u. a. mit Alexandra Hutton,
Setz Carico und Paul Kaufmann, sowie mit dem Orchester der
Deutschen Oper Berlin
Eine Produktion von Bayer Kultur
sa 24.05 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Fr 25.04
sa 26.04
Fr 23.05
Do 29.05
EUR 43 | 38 | 30 | 20
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19:30
19:30
19:30
18:00
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Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Eine Koproduktion der Deutschen Oper Berlin und Bayer Kultur
A. Hutton
EUR 30 | Kulinarisches Intermezzo zzgl. EUR 12
38 kultur.bayer.de
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 39
Nst KoNzerte oper taNz s
Nederlands Dans theater 2 DE
Choreographie: Marco Goecke, Jirí Kylián, Cayetano Soto
Musik: verschiedene
Fr 29.11 | 19:30 | Forum, Leverkusen
Christoffa DE
Choreographie: Davy Brun
Musik: Eric Dartel, Josquin Desprez, Diego Ortiz, Del Enzima u. a.
sa 08.02 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
la Curva
Choreographie: Israel Galván
Musik: Sylvie Courvoisier, Klavier; Inés Bacán, Gesang;
Bobote, compás (rhythmische Begleitung)
so 09.03 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Come back (to me)
Choreographie: Kenneth Kvarnström
Musik: Jonas Nordberg, Barockgitarre und Theorbe;
Ola Hjelmberg, elektrische Gitarre und Sounds
Di 29.04 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Boxe Boxe DE
Choreographie: Mourad Merzouki
Musik: Quatuor Debussy mit Ravel, Verdi, Glass, Gorecki
Di 27.05 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 41
Nst KoNzerte oper taNz s
Sprachen verbinden Menschen und Kulturen – und Wörter
einer Sprache finden ihren Platz in anderen Sprachen. Immer schon hat es „ausgewanderte Wörter“ gegeben, die
in die Landessprache übernommen und dort ganz selbstverständlich verwendet werden.
Erfreulicher Fund, oft mit dem kleinen Beiwort Zufall, also
erfreulicher Zufallsfund, Entdeckung, kleines Juwel, Besonderheit: das sind einige der Übersetzungen, die man
im Lexikon findet, schlägt man das Wort Trouvaille nach.
Es entstammt dem Französischen wie viele Begriffe, die
wir alltäglich verwenden, ohne weiter darüber nachzudenken: Porte-Monnaie, Trottoir, arrangieren, Parfüm, Chaiselongue… die Liste ließe sich ohne weiteres leicht verlängern.
Auch das Motto unserer Spielzeit entstammt dieser Liste.
Im Gegensatz zu den eben genannten, eher gebräuchlichen „Auswanderern“ wirkt Trouvaillen ein wenig altertümlich – fast schon geheimnisvoll, da wir dieses Wort
heute nur noch selten benutzen.
Bettina Welzel | Referat TANZ
42 kultur.bayer.de
Wenn man im Bereich der Musik oder der Bildenden
Kunst meinen könnte, Trouvaillen in diesen Sparten seien vielleicht Wiederentdeckungen oder Ausgrabungen
seltener Kompositionswerke, oder zufällige Entdeckungen verschollen geglaubter Kunstobjekte, so werden solche Funde im Tanz schwierig zu machen sein. Denn: „Er
(der Tanz) lässt sich nicht archivieren wie ein Buch oder
ein Gemälde. (…) Es gibt keine einheitlichen schriftlichen
Aufzeichnungssysteme für Choreographien. Sie sind vielmehr eingeschrieben in die Körper der Tanzenden“ wie
Madeline Ritter im Essay „Wohin geht der Tanz nach der
Vorstellung?“ in unserem Kulturmagazin KUnSTstoff 18
notierte. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass es kaum
möglich ist Tanz zu bewahren, um ihn dann zufällig wieder
zu entdecken wie in dem oben beschriebenen Sinn. Um
Tanz zu finden, muss man sich dem Reichtum aktueller
Werke widmen, die gerade im Tanz so „vielfältig und fortschrittlich sind wie in keiner anderen Kunstsparte“, wie der
derzeitige Intendant der Ruhrtriennale, Heiner Goebbels,
in einem Interview im Sommer 2012 erklärte. Und er fährt
fort, dass „viele der derzeit bedeutenden Tanzströmungen
aus Frankreich kommen“.
Nicht nur das „Auswandererwort“ Trouvaillen verbindet
uns mit unserem geografischen Nachbarn, sondern auch
die Tatsache, dass es in der Sparte TAnz bei Bayer Kultur
schon zur Tradition geworden ist, diese Strömungen der
choreographischen Entwicklung regelmäßig nach Leverkusen einzuladen.
Fundstücke aus Frankreich gibt es daher auch in der
Spielzeit 2013/2014 als Deutsche Erstaufführung bei Bayer
Kultur zu sehen. Daneben stehen spannende und bewährte Produktionen und Ensembles der internationalen Tanzlandschaft, die alle einen Eindruck von der Vielfältigkeit
und Lebendigkeit dieser Kunstsparte vermitteln.
Seit über 30 Jahren tritt das NDT 2 nach langer Abwesenheit wieder mit einem ganzen Abend in Leverkusen auf. Jirí
Kylián, dem Publikum als Choreograph und Gründer des
Nederlands Dans Theaters bekannt, wird ein Werk aus
dem Jahr 2008 zeigen: gods & Dogs zu Musik des Holländers Dirk Haubrich und von Ludwig van Beethoven. Der
junge Spanier Cayetano Soto zeigt die deutsche Premiere
seines neuesten Werkes, das erst kurz vor der Vorstellung
in Leverkusen in Holland zur Uraufführung kommen wird.
Im Februar erwartet Sie dann eine veritable Entdeckung:
Davy Brun begibt sich mit seinem Ensemble Ando Danse
Compagnie auf seiner ersten Deutschlandreise in das
Kulturhaus der Bayer AG. Ein Choreograph, der noch am
Anfang seiner Karriere steht, dessen Qualitäten in Frankreich jedoch bereits erkannt wurden, denn im Herbst 2012
ernannte man ihn zum „chorégraphe en résidence“ an der
für Tanz sehr renommierten Bühne, der Scène Nationale
de Sceaux, in der Nähe von Paris.
Israel Galvan, der viel diskutierte Erneuerer des Flamenco,
tritt mit La Curva auf. Ein fulminanter Abend, begleitet von
Inés Bacán, die die traditionellen Flamenco-Gesänge hervorragend interpretiert und der Jazzpianistin Sylvie Courvoisier am Flügel.
Kenneth Kvarnström aus Finnland stellt sein 2012 entstandenes Werk Come back (to me) vor. Kvarnström schuf es,
nachdem er für einige Jahre als künstlerischer Leiter eines
größeren Ensembles in Helsinki gearbeitet hatte, um sich
mit diesem Werk für nur drei Tänzer der Weiterentwicklung seiner ganz eigenen, künstlerischen Handschrift zu
widmen. Ein Stück für drei Tänzer und zwei Musiker, voll
Sehnsucht und leiser Melancholie, ein kleines Juwel, musikalisch umrahmt von Klängen des Barock und der elektrischen Gitarre.
Zum Abschluss der Saison tritt nochmals eine französische
Gruppe auf: Compagnie Käfig mit dem Stück Boxe Boxe:
Die Leichtfüßigkeit eines Boxers, der seinen Gegner umtänzelt, hat durchaus choreographische Züge, und Choreograph Mourad Merzouki führt uns in seinem Stück vor, dass
es nicht immer leicht ist, den Tänzer vom Kämpfer zu unterscheiden. Ein vergnüglicher Abend für die ganze Familie.
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 43
Nederlands Dans theater 2 DE
Christoffa DE
Das Nederlands Dans Theater 2 wurde 1978 mit der Idee
gegründet dem künstlerischen Nachwuchs auf höchstem
Niveau viel Bühnenerfahrung zu vermitteln. Jährlich spielen
sie mit zwei neuen Programmen auf internationalen Bühnen. Die 16 klassisch ausgebildeten jungen Menschen sind
zwischen 17 und 22 Jahren alt und werden aus den weltbesten Nachwuchstalenten ausgewählt.
Die Gruppe unter der Leitung von Gerald Tibbs, kommt mit
einem gemischten, dreiteiligen Programm nach Leverkusen: In den 25 Minuten von gods and Dogs, eine Stück von
Jirí Kylián aus dem Jahr 2008, herrscht Klarheit und Überlegtheit in jeder Bewegung.
Ebenfalls aus dem Jahr 2008 stammt nichts von Marco
Goecke, Hauschoreograph in Stuttgart ab dieser Spielzeit
nun auch in Den Haag. Er gilt als Meister des Dunklen, des
Absurden, der Andeutungen, dem es immer wieder gelingt
sein Publikum zu überraschen.
Der junge Cayetano Soto, ist in den vergangenen Jahren bei
vielen deutschen und internationalen Ensembles zu einem
gefragten Gastchoreographen geworden. Er präsentiert in
Leverkusen als Deutschland-Premiere sein neuestes Werk.
Ausgangspunkt für die Entstehung des Stückes war die
Begegnung des Choreographen mit verschiedenen Musikstücken des 15. Jahrhunderts und Davy Bruns Faszination
für die großen Entdecker unserer Vergangenheit. Besonders die Lebensgeschichte des Christoph Kolumbus, der
in seiner Heimat Christoffa genannt wurde, beschäftigte
ihn. Davy Brun lässt seinen Träumereien und Phantasien
um diese Person freien Lauf und spielt mit den Facetten der
vielschichtigen Persönlichkeit des großen Entdeckers. Drei
Paare sind auf der Bühne zu sehen, (in Anlehnung an die
drei Schiffe des Kolumbus: Pinta, Nina und Santa Maria),
auf der Suche nach dem Anderen, dem Neuen.
Mit diesem Stück bekennt sich Davy Brun zu dem Wunsch,
das Ballett weiterzuentwickeln, und verfolgt konsequent
die choreographische Handschrift eines Tänzers, der akademisch-klassisch ausgebildet wurde und lange Jahre als
Tänzer des Lyoner Opernballetts und des Ballet du Grand
Théâtre de Genève in Werken von Jirí Kylián, Nacho Duato,
Mats Ek, William Forsythe und Trisha Brown auf der Bühne
zu sehen war.
Nederlands Dans Theater 2
Choreographien: Marco Goecke, Jirí Kylián, Cayetano Soto
Ando Danse Compagnie
Choreographie: Davy Brun
Musik: Eric Dartel, Josquin Desprez, Diego Ortiz, Del Enzima u. a.
Fr 29.11 | 19:30 | Forum, Leverkusen
sa 08.02 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 34 | 31 | 26 | 20
EUR 34 | 31 | 26 | 20
Gods and Dogs
44 kultur.bayer.de
Christoffa
La Curva
la Curva
Israel Galván kommt aus einer alteingesessenen FlamencoFamilie in Sevilla. Sein Vater leitet dort eine Tanzakademie, Mutter und Schwester sind beide Tänzerinnen. Seit
einigen Jahren ist es jedoch der Sohn der Familie, der die
Flamenco-Szene aufrüttelt. Israel Galván gilt als Erneuerer
des Flamenco, der in seinen Stücken gekonnt die traditionellen Techniken des spanischen Tanzes mit Einflüssen
aus anderen Tanzstilen konfrontiert und mit zeitgenössischen Elementen durchsetzt. Das Ergebnis präsentiert er
mit beeindruckender Körperbeherrschung auf der Bühne.
Seine Stücke wurden in den vergangenen Jahren vielfach
ausgezeichnet, u.a. mit dem renommierten Bessie-Award
in New York.
Für La Curva wagt Israel Galván die Zusammenarbeit mit
angesehenen, klassischen Flamenco-Künstlern und einer
Jazz-Pianistin aus New York. Inés Bacán ist eine der bekanntesten und größten Stimmen des cante jondo, des ursprünglichen Flamenco-Gesangs. José Jiménez Santiago,
genannt „Bobote“, gilt als Meister des compás (FlamencoRhythmus) und ist einer der gefragtesten „palmeros“ der
Szene. Neben diesen beiden Ausnahmekünstlern spielt
Sylvie Courvoisier am Piano. Die in New York lebende
Schweizerin ist eine bekannte Jazz-Pianistin die regelmäßig in der Formation des New Yorkers John Zorn zu erleben ist. La Curva ist der Spannungsbogen zwischen dem
fast schon primitiven Gesang einer Inés Bacán und der
zeitgenössischen Musik von Sylvie Courvoisier. Zwischen
diesen beiden musikalischen Welten spannt sich der Bogen, unter dem Israel Galván tanzt. Mit einer Virtuosität
und einer Präzision, die uns den Atem nimmt.
Choreographie und Tanz: Israel Galván
Klavier: Sylvie Courvoisier
Gesang: Inés Bacán
Rhythmische Begleitung: Bobote
so 09.03 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 34 | 31 | 26 | 20
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 45
Come back (to me)
Nach dem Erfolg seiner Choreographie You make me,
die in der vergangenen Spielzeit von Tänzern der Helsinki
Dance Company in Leverkusen aufgeführt wurde, kehrt
der Choreograph Kenneth Kvarnström dieses Jahr mit
einem neuen Werk zurück. Come back (to me) wurde am
01. März 2012 in Stockholm uraufgeführt und riss die Presse zu Lobeshymnen hin. Drei Tänzer und zwei Musiker entführen in eine poetische Welt voller Verlangen, Schmerz,
Zerbrechlichkeit, Sehnsucht und Vertrauen, entführen in
die private Welt eines klassischen Liebesdramas. Langsame, meditative oder explodierend intensive Soli, Duette
und Triostücke sind wunderbar meisterhaft miteinander verflochten und zeigen eine Art Feinabstimmung von
Kvarnströms choreographischem Vokabular.
Musikalisch mischt sich dunkler Punk mit Musik aus dem
17. Jahrhundert; Barockgitarre und Theorbe mit elektrischer Gitarre und elektronischen Sounds. Come back (to
me) ist eine Arbeit, die einen hohen Grad an künstlerischer
Reife und Gelassenheit aufweist und keinen Zuschauer
unberührt lässt. Wir sind alle schon mal auf die eine oder
andere Weise verlassen worden. Wir sind alle schon einmal gegangen. „Will you come back, to me?“
Kenneth Kvarnström & Co
Live Musik (Barockgitarre und Theorbe, E-Gitarre und Sounds)
Di 29.04 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 34 | 31 | 26 | 20
Come back (to me)
46 kultur.bayer.de
Boxe Boxe
Boxe Boxe DE
„Boxen ist fast wie tanzen“, sagt Mourad Merzouki, der
erste Hip-Hop-Choreograph Frankreichs, dem 2009 die
Leitung eines Nationalen Choreographischen Zentrums
übertragen wurde. Er arbeitet an der Verbindung verschiedener Disziplinen und kombiniert Techniken aus der
Zirkusartistik mit Kampfsportarten und modernem Tanz,
wobei es ihm ein Anliegen ist, die verschiedenen Bewegungs- und Ausdruckssprachen nicht zu verwässern. Als
Kind schon beschäftigte er sich mit dem Boxkampf, war
Juniormeister in Frankreich, nahm Unterricht in Karate und
an einer Zirkusschule. Den Hip-Hop entdeckte er als Jugendlicher auf den Straßen Lyons.
Laut Merzouki sind die Ähnlichkeiten zwischen Boxkampf
und Tanz vielfältig. Vom Ring zur Bühne, vom Gong zum
Heben des Vorhangs, vom Schiedsrichter zu dem kritischen Blick der Presse – die Parallelen scheinen ihm offensichtlich. Tanz wie Kampfsport erfordert Disziplin, Schweiß
und ungezählte Anstrengungen. So mischt sich die Aufre-
gung des Kampfes mit dem Lampenfieber des Künstlers
vor einem vollen Saal. Flauer Magen, Angst zu versagen,
geschlagen zu werden und dann, das unbeschreibliche
Hochgefühl, wenn es beginnt, dieser Augenblick absoluter
Fülle, wenn der Blick des Publikums die Artisten trifft, egal
ob sie auf der Bühne oder im Boxring stehen. Ungewöhnlich, aber sehr gut gelungen, ist die musikalische Begleitung durch ein Streich Quartetts, das live auf der Bühne
mit Stücken von Ravel, Verdi, Schubert sowie Glass und
Gorecki in das Geschehen einbezogen wird.
Compagnie Käfig
Choreographie: Mourad Merzouki
Di 27. 05 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 34 | 31 | 26 | 20
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 47
rte oper taNz sChaUspiel
sChaUspiel klassisch
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Woyzeck ein musikalischer Fall
nach Georg Büchner
Theater Mülheim an der Ruhr | Regie: Roberto Ciulli
sa 12.10 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Jenseits von eden
von John Steinbeck
Theater der Jugend München | Regie: Gil Mehmert
Fr 15.11 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Menschenfeind
von Molière
Staatstheater Nürnberg | Regie: Volker Schmalöer
Fr 17.01 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sommernachtstraum
von William Shakespeare
bremer shakespeare company | Regie: Benno Ifland
so 18.05 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Frühlingsstürme DE
von Tennessee Williams
Theater Münster | Regie: Frank Behnke
Di 17.06 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 49
rte oper taNz sChaUspiel
sChaUspiel modern
Seite 58-61
Boulevard & Broadway
Seiten 62-65
stUDiozeitstÜCKe
Seite 66-69
stUDiomix
Seite 70-73
endlich allein
sur la route
Die stunde der Wahrheit
Kreutzersonate/eine Frage der schuld
von Lawrence Roman
Nordtour | Regie: Adelheid Müther
Chansons der Edith Piaf
Frederike Haas | Vassily Dück
von und mit: Hadi Khanjanpour
Theaterperipherie Frankfurt
von Leo Tolstoi und Sofja Tolstaja
Di 17.09 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 28.09 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
so 29.09 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Di 08.10 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 19.10 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
tagebuch eines Wahnsinnigen
von Nikolai Gogol
Deutsches Theater Berlin | Regie: Hanna Rudolph
Die Feuerzangenbowle
von Heinrich Spoerl
Altonaer Theater | Regie: Axel Schneider
Burn Baby Burn
oder
2035 oder mit 40 eröffne ich ein hotel auf dem Mond
Episoden um menschliches Ringen und teuflische Schlingen.
Vorgeführt mit ganzem Einsatz und offenem Ausgang.
Theater Handgemenge
Junges DT Berlin
sa 23.11 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
so 10.11 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
so 15.12 | 15:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
so 15.12 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Follow light – Folge dem licht
Bodecker & Neander visual theater | Regie: Lionel Ménard
spätlese
so 19.01 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
teuflische zeiten
von Folke Braband
Theater am Kurfürstendamm | Regie: Jürgen Wölffer
Dezember 2013 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
tür auf tür zu
von Ingrid Lausund
Theater der Keller | Regie: Pia Maria Gehle
seide
Nach dem Roman von Allessandro Baricco
Sagas Produktionen
so 12.01 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 03.05 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
rot
von John Logan
Konzertdirektion Landgraf | Regie: Torsten Fischer
Mo 10.03 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 01.02 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
so 02.02 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
eine aktuelle studioinszenierung
Fuego di tango
Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin
Tangos und Milongas von Carlos Cardel bis Astor Piazolla
Buenos Aires Tango Trio
März 2014 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Fr 21.02 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Die Nervensäge
von Francis Veber
Theater am Kurfürstendamm | Regie: Jürgen Wölffer
ihre Version des spiels
von Yasmina Reza
Deutsch von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel
St. Pauli Theater Hamburg | Regie: Ulrich Waller
sa 29.03 | 19:30 | Bayer Erholungshaus, Leverkusen
so 30.03 | 18:00 | Bayer Erholungshaus, Leverkusen
april 2014 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Dominique horwitz singt Jacques Brel
Bayer-Philharmoniker | Enrique Ugarte, Dirigent
sa 14.06 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
so 15.06 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
50 kultur.bayer.de
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 51
UsiK oper taNz sChaUspiel
Wer sucht, der findet – die optimistische Spruchweisheit
drückt aus, dass bei einer Suche, die von Geduld und
Ausdauer getragen wird, immer etwas auftaucht, was zu
greifen oder zu bestaunen ist: die Trouvaillen. Dieser Begriff ist nicht einfach mit Fundstück zu übersetzen. In seinem Gebrauch klingt immer etwas von Ausgrabung, Entdeckung, Kostbarkeit oder Schmuckstück an; verweist auf
etwas Seltenes, Wertvolles, Erhaltenswertes und macht
den Finder glücklich. Werden Trouvaillen in einem Spielplan präsentiert, entsteht ein Schmuckkästchen. Die Suche nach Trouvaillen erfolgt entlang bestimmter Leitlinien.
Reiner Ernst Ohle | Referat SCHAUSPIEL
SCHAUSPIeL klassisch präsentiert aufregende, ergreifende Stücke, Stoffe und Interpretationen aus der Erbmasse
unserer Theater, die es verdienen immer wieder durchsucht, befragt, bewertet und genussvoll in Erinnerung
gerufen zu werden. Georg Büchners Woyzeck, einer der
meistgespielten und bedeutendsten Texte der deutschen
Theaterliteratur, wird bei Roberto Ciulli zu einem „musikalischen Fall“ gemacht – sein Theater ist eine Trouvaille in
der deutschen Theaterlandschaft, die eindrucksvoll zeigt,
dass Theaterkunst auch nach über dreißig Jahren sich
noch immer weiter entwickeln kann. Jenseits von eden von
John Steinbeck wird am Theater der Jugend München zu
einer dramatischen Familiensage. Im Menschenfeind des
Staatstheaters Nürnberg entdecken wir in Alceste unseren
Zeitgenossen. Den 450. Geburtstag des größten Dramatikers der Weltliteratur William Shakespeare feiern wir 2014
mit einem Sommernachtstraum der bremer shakespeare
company. Die Companie hat mit diesem Stück den Monica
Bleibtreu Preis bei den ersten Privattheaterfestival in
Hamburg 2012 gewonnen. Mit der deutschen Erstaufführung Frühlingsstürme von Tennessee Williams, die Frank
Behnke in seiner ersten Münsteraner Spielzeit präsentierte, kommt eine echte Trouvaille nach Leverkusen, die
nach unserem heutigem Urteil völlig zu Unrecht lange ein
Schattendasein geführt hat.
SCHAUSPIeL modern startet mit der Komödie endlich
allein von Lawrence Roman mit Joachim Bliese und Heidi
Mahler. Samuel Finzi spielt im Tagebuch eines Wahnsinnigen von Nikolai Gogol am Deutschen Theater Berlin den
Wahnsinnigen, der mit 42 Jahren eine neue Karriere startet. Unterdrückt im Beruf und hoffnungslos verliebt, flieht
52 kultur.bayer.de
Titularrat Poprischtschin in seine eigene Welt, die sich immer stärker mit Wahnvorstellungen zusetzt. Follow Light –
Folge dem Licht ist ein Abend ohne Worte, an dem die
Pantomimencompanie Bodecker & Neander die Zuschauer
auf eine Reise mitnimmt, auf der sie auf die großen Themen des Theaters stoßen: Liebe, Freundschaft, Träume –
die immer mit viel Poesie in Szene gesetzt werden. rot von
John Logan ist eine Trouvaille – ein schlagender Beweis
für die These, das Theater beides kann: intelligent argumentieren und kurzweilig unterhalten. Das Atelier des abstrakten Expressionisten Mark Rothko ist die Arena subtiler Zweikämpfe zwischen dem Meistermaler und seinem
Assistenten – ein atemberaubendes Kräftemessen zwischen zwei Denkweisen, zwei Lebenshaltungen und zwei
Generationen. Eine Paraderolle für Dominique Horwitz
als Mark Rothko. In Ihre Version des Spiels erzählt die
französische Erfolgsautorin Yasmina Reza über den
modernen Literaturbetrieb. Die Rolle der Schriftstellerin,
die zu einer Lesung in die Provinz kommt, hat Hannelore
Hoger übernommen.
STUDIozeitSTÜCKe sind ein neues Format, das unser
Studio im Erholungshaus zum Raum für theatrale Entdeckungen, Experimente, zu einem Tummelplatz wacher
Zeitgenossen machen will. In der Produktion der Theaterperipherie Frankfurt Die Stunde der Wahrheit spielt Hadi
Khanjanpour sein Leben als ein Mix aus Tragödie und
Komödie. Das Junge DT Berlin gastiert mit einem seiner
aktuellen Stücke – Burn Baby Burn oder 2035 oder mit
40 eröffne ich ein Hotel auf dem Mond. Die Hochschule
für Schauspielkunst „Ernst Busch“ ist eines der führenden
Ausbildungsinstitute im deutschsprachigen Theater der
Gegenwart und Partner von Bayer Kultur auf der BerlinAchse seit 2009. Die Schule gastiert mit einer aktuellen
Studioinszenierung, die im Frühjahr 2014 herauskommen
wird. Tür auf Tür zu von Ingrid Lausund hat Pia Maria Gehle
für das Theater der Keller in Köln inszeniert – ein schlagendes Beispiel für die vitale Experimentierlust dieser Bühne:
ein brillanter Abend über Ausgrenzung, Mitmachen und
Dazugehören.
Troller und dem musizierenden Koch Vincent Klink, der
mit einem kochenden Musiker Patrick Bebelaar eine
musikalische Lesung in der Kulisse zelebriert. Die Reihe
STUDIomix setzt erstmals in der neuen Spielzeit auf prominente Köpfe und kleine Kostbarkeiten. In der Kreutzersonate/eine Frage der Schuld präsentieren Claudia Amm
und Günter Lamprecht in einer Lesung die Ehehölle von
Leo Tolstoi und seine Gattin Sofja. Peter Müllers Theater
Handgemenge stellt in Koproduktion mit Bayer Kultur und
dem Theater Vorpommern in Teuflische Zeiten Episoden
um menschliches Ringen und teuflische Schlingen vor,
last but not least erzählen Joachim Kròl und das „South
of the border Jazztrio“ eine Geschichte des italienischen
Erfolgsautors Allessandro Barrico: Seide. Die letzte Veranstaltung will das Publikum zum „Mitmachen“ aktivieren wenn das Programm mit Tangos und Milongas von Carlos
Cardel bis Astor Piazolla verklungen ist, wird das Studio
zum Tanzplatz ausgebaut, der hoffentlich vom Publikum
stark frequentiert wird.
Drei herausragende Boulevardtheaterproduktion (Die Feuerzangenbowle, Spätlese und Die nervernsäge) werden in
unserer Reihe BoULeVArD UnD BroADWAY eingerahmt
von 2 französischen Chanson Abenden, die den Reichtum
der französischen Popularmusik idealtypisch spiegeln. Im
ersten Abend geht es um Edith Piaf und Dominique Horwitz
singt Jaques Brel in der letzten Produktion der Spielzeit.
In unserem neu formatierten Theaterangebot für junge
Leute stehen die Uraufführung Crystal – 10 Versuche
über rausch und die beiden ersten Klassenzimmerstücke
gina Lonka und Ich bin ein guter Vater als Eigenproduktionen auf unserer Agenda – hier setzen wir darauf, daß
unsere Trouvaillen beim jungen Publikum solche Kräfte
entwickeln, wie sie manchen Steinen zugesprochen werden. Jede Generation stellt sich hier sowieso ihre eigene
Sammlung zusammen.
Die Literatur Kulisse widmet sich in der neuen Spielzeit
den Kolumnisten Wiglaf Droste und Harald Martenstein,
dem Dokumentarfilmer und Schriftssteller Georg Stefan
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 53
sChaUspiel klassisch
Woyzeck ein musikalischer Fall
Woyzeck ein musikalischer Fall
Georg Büchners Woyzeck gehört zu den meistgespielten
und bedeutendsten Texten der deutschen Theaterliteratur. Roberto Ciulli und sein Dramaturg Helmut Schäfer
haben in ihrem Theater an der Ruhr, das seit seiner Gründung 1981 regelmäßiger Gast im Erholungshaus ist, den
Woyzeck zu einem „musikalischen Fall“ gemacht: ein
achtköpfiges Blas- und Streichorchester, gebildet aus
Nebenfiguren, umspielt und trägt die Handlung, die in der
Mülheimer Fassung drei Figuren profiliert: Woyzeck, Marie
– die nicht als femme fatale, sondern als eher nachdenkliche, sinnliche Frau in Erscheinung tritt und ihr – stummes – Kind, das sehr erwachsen wirkt, eine Uniform trägt
und beiden Elternteilen verbunden ist. Das Restpersonal
– die Gesellschaft, aus Hauptmann, Doktor, Tambourmajor – wird aus dem Orchester gebildet und zeigt scharf und
prägnant gezeichnete Typen. Einmal mehr gelingt Roberto
Ciulli ein großer Theaterabend von eigener Qualität, der
zeigt, dass dieses Kollektiv auch nach über dreißig Jahren
noch immer nicht vergisst, sich weiter zu entwickeln.
nach Georg Büchner
Theater Mülheim an der Ruhr
Regie: Roberto Ciulli
Mitarbeit: Simone Thoma | Dramaturgie: Helmut Schäfer
Musik: Matthias Flake | Bühnenbild: Gralf-Edzard Habben
Kostümbild: Heinke Stork
Mit: Dagmar Geppert, Fabia Menéndez; Albert Bork, Matthias Flake,
Klaus Herzog, Peter Kapusta, Marco Leibnitz, Khosrou Mahmoudi,
Steffen Reuber, Volker Roos, Rupert J. Seidl
sa 12.10 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 24 | 22 | 19 | 17
Woyzeck ein musikalischer Fall
54 kultur.bayer.de
Graphik Günter Mattei
Jenseits von eden
Die biblische Erzählung von Kain und seinem Bruder Abel
stand Pate für diese dramatische Familiensage. Kain und
Abel waren die Söhne Adams und Evas. Kain war neidisch
auf seinen Bruder, weil er glaubte, Gott würdige Abels Opfer mehr als seines. Darüber geriet er in so großen Zorn,
dass er seinen Bruder erschlug. John Steinbeck übertrug
das alttestamentarische Gleichnis auf die Konflikte einer
amerikanischen Familie über drei Generationen von der
Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Es beginnt mit den beiden Brüdern Charles und
Adam, die um die Liebe ihres kriegsversehrten, hartherzigen Vaters Cyrus Trask buhlen und unter seiner militärischen Erziehung leiden. Aus Eifersucht bringt Charles
seinen Bruder fast um. Adam muss sich dem übermächtigen Vater unterordnen und sich gegen seinen Willen zum
Militär melden. Für eigene Ziele und Wünsche ist kein
Platz. Charles führt die Farm und vergnügt sich in Kneipen. Adam endet nach dem Militärdrill als Landstreicher,
ehe er enttäuscht zu Bruder und Elternhaus zurückkehrt.
Eines Tages liegt eine schwerst verletzte Frau vor ihrer
Tür. Adam weiß nicht, dass sie von Kindesbeinen an als
bösartig und auf ihren Vorteil bedacht gilt. Er ist blind vor
Liebe und heiratet sie. Kaum hat sie die Zwillinge Caleb
und Aron geboren, verlässt sie die Familie, um ein Bordell
zu betreiben. Adam erholt sich nur langsam von diesem
Schicksalsschlag.
von John Steinbeck
Übersetzung und Bearbeitung von Ulrike Syha
Theater der Jugend München
Regie: Gil Mehmert | Musik: Bananafishbones
Songtexte: Sebastian Horn | Bühne und Kostüme: Dagmar Morell
Mit: Julia Meier, Lucca Züchner; Markus Campana, Sebastian Feicht,
Peter Horn, Sebastian Horn, David Johnston, Thorsten Krohn,
Florian Rein, Peter Wolter
Fr 15.11 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 24 | 22 | 19 | 17
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 55
Menschenfeind
Frühlingsstürme DE
Der vollständige Titel der Molière-Komödie aus dem Jahre
1666 porträtiert den Protagonisten vollständig: Alceste ist
„Der Menschenfeind oder Der verliebte Melancholiker“. Er
liebt die Wahrheit, spricht aus, was er denkt, und ist abgestoßen von Schmeichelei und Koketterie. Als er von der
Liebe erfasst wird, ist er schutzlos und verfällt der schönen und flatterhaften Célimène.
Molière war als Protegé des Sonnenkönigs Ludwig XIV
den Intrigen und Lügen seiner Kritiker und Neider ausgesetzt, da er in seinen Werken immer wieder Scheinheiligkeit, Scheinfrömmigkeit und Schöngeisterei seiner Zeitgenossen anprangerte. Wir, die in einer Zeit leben, in der ein
Skandal dem nächsten folgt, wissen, wie aktuell die Frage
nach dem Wert der Wahrheit heute ist.
Ende der 50 er / Anfang der 60 er Jahre war Tennessee
Williams zweifelsfrei der berühmteste amerikanische Theaterdramatiker. Seine Stücke sorgten nicht nur am Broadway für Furore, sondern wurden von Hollywood erfolgreich
verfilmt. Frank Behnke, Schauspieldirektor in Münster seit
2012, führt in seiner ersten Spielzeit Regie in der deutschsprachigen Erstaufführung des Tennessee-Williams-Frühwerkes: „Frühlingsstürme. [...] ein echtes Fundstück. [...]
Schauspielchef [Frank Behnke] hat mit der deutschen
Erstaufführung des 1937 fertig gestellten Theatertextes
ein Zeichen gesetzt. Behnke entschlackte das figurenreiche Stück und strich zeitspezifische Passagen [...]. Vor
allem aber kann Behnkes Inszenierung mit hoch engagierten Schauspielern punkten.“
von Molière
Staatstheater Nürnberg | Regie: Volker Schmalöer
Bühne: Valentina Crnkovic | Kostüme: Andreas Janczyk
Dramaturgie: Horst Busch | Musik: Dirk Raulf
Mit: Nicola Lembach, Louisa von Spies, Elke Wollmann;
Pius Maria Cüppers, Julian Keck, Thomas Klenk, Thomas Nunner, u. a.
von Tennessee Williams
Theater Münster | Regie: Frank Behnke
Mit: Regine Andratschke, Lilly Gropper, Claudia Hübschmann,
Maike Jüttendonk, Carola von Seckendorff; Florian Steffens,
Hartmut Lange, Maximilian Scheidt
Fr 17.01 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 24 | 22 | 19 | 17
Menschenfeind
56 kultur.bayer.de
Sommernachtstraum
Di 17.06 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sommernachtstraum
Die bremer shakespeare company gehört seit ihrer Gründung 1983 als Theaterkollektiv, das in Selbstverwaltung
sein eigenes Profil formt, zu den ältesten Partnern von
Bayer Kultur. Die Companie versteht sich als Volkstheater,
das sich fast ausschließlich auf Theaterstücke des großen
Engländers konzentriert und mittlerweile über das größte
Shakespeare-Repertoire innerhalb Deutschlands verfügt.
Am 23. April 2014 wird weltweit der 450. Geburtstag des
großen Engländers gefeiert. Mit ihrer Inszenierung des
Sommernachtstraums hat die Companie den Monica
Bleibtreu Preis bei den ersten Privattheaterfestival in Hamburg 2012 gewonnen. In der Begründung der Jury wurden die „überwältigende Spielfreude“, die „mitreißende
und liebevolle Inszenierung“, sowie „das Bühnenbild, das
Licht, die Kostüme die Choreographie und die Leidenschaft eines erstklassigen Kreativteams“ hervorgehoben,
die das Stück als absurden Reigen, „verträumt, verspielt,
temporeich und unheimlich komisch in eine kurzweilige
EUR 24 | 22 | 19 | 17
Inszenierung umgesetzt hat.“ Das Festival der Privattheater wird vom Staatsminister für Kultur und Medien, Bernd
Neumann, gefördert. Ziel ist es, die darstellerische Vielfalt,
die künstlerische Leistungsfähigkeit und die hohen theatralische Qualität der über 200 privaten Theater in Deutschland zu zeigen.
Frühlingsstürme
von William Shakespeare
bremer shakespeare company
Regie: Benno Ifland
Bühne und Kostüme: Heike Neugebauer
Mit: Ulrike Knospe, Theresa Rose, Petra-Janina Schultz;
Tim Lee, Peter Lüchinger, Michael Meyer, Markus Seuß,
Erik Roßbander
so 18.05 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 24 | 22 | 19 | 17
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 57
sChaUspiel modern
endlich allein
tagebuch eines Wahnsinnigen
Als auch der dritte ihrer erwachsenen Söhne das „Hotel
Mama“ verlässt, scheint sich für Elli und Georg Böckmann
ein langgehegter Wunsch zu erfüllen: sie wollen alles nachholen, was im Leben mit Kindern zu kurz gekommen ist,
wollen die Zweisamkeit genießen und die neu gewonnene Freiheit richtig auskosten. Leider haben sie ihre Pläne
ohne ihre „Bumerang“-Kinder gemacht. In der komischen,
anrührenden Erfolgskomödie von Lawrence Roman sorgt
in der Inszenierung von Adelheid Müther ein starkes Ensemble für jederzeit beste Unterhaltung und insbesondere
Joachim Bliese, der auf eine über 50-jährigen Schauspielerkarriere zurückblicken kann, zeigt als mal zaghafter und
mal polteriger Vater sein großes Potential.
Nikolai Gogol beschreibt in Tagebuch eines Wahnsinnigen
die Situation eines Mannes, der keine Chance mehr hat
auf Karriere und Aufstieg in der Gesellschaft, sich aber
weigert, dies zu akzeptieren. Stattdessen versucht er,
seinen Minderwertigkeitskomplex durch ein bis zum Größenwahn gesteigertes Omnipotenzgefühl zu bewältigen.
Samuel Finzi spielt den Wahnsinnigen, der mit 42 Jahren
eine neue Karriere startet. Unterdrückt und gepeinigt im
Beruf und hoffnungslos verliebt, flüchtet sich Titularrat
Poprischtschin in seine eigene Welt. Der zu Beginn der Erzählung erworbene Eindruck eines gesunden Menschen,
wandelt sich zusehends in das Bild eines hoffnungslosen
Phantasten und Verrückten.
von Lawrence Roman
Nordtour
Regie: Adelheid Müther
Bühnenbild: Katrin Reimers
Kostüme: Christine Jacob
Mit: Joachim Bliese
von Nikolai Gogol
Deutsches Theater Berlin | Regie: Hanna Rudolph
Bühne: Mareile Krettek
Kostüme: Geraldine Arnold
Musik: Jacob Suske
Mit: Samuel Finzi
Di 17.09 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
so 10.11 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 24 | 22 | 19 | 17
EUR 24 | 22 | 19 | 17
Follow Light
Follow light – Folge dem licht
ein abend ohne Worte
Endlich allein
58 kultur.bayer.de
Tagebuch eines Wahnsinnigen
Der Schweriner Zauberkünstler Wolfram von Bodecker
und der in Paris geborene Alexander Neander lernten sich
während des Studiums bei Marcel Marceau in Paris kennen. Nach Welttourneen als Bühnenpartner von Marcel
Marceau gründeten die beiden ihr eigenes Duo. Der französische Großmeister der wortlosen Körperkunst ist ihr
Lehrherr und Mentor: die beiden Künstler interpretieren ihr
Genre nicht nur als wortloses Spiel, sondern setzen ihre
Geschichten als visuelles Theater in Szene. Der Zuschauer wird zu ihrem Begleiter auf einer große Reise: ihre Geschichten behandeln die vertrauten Themen des Theaters:
Liebe, Freundschaft, Träume oder die unendlichen Weiten
zwischenmenschlicher Beziehungen.
Die neun Nummern sind lustig, manche traurig, manche
beides; Bodecker und Neander, unterstützt von Irene Fas
Fita, musizieren auf der Klaviatur der Stimmungen und
setzen jede Geschichte mit den Mitteln des Theater in
ein eigenes Licht, statten jede Episode mit einer eigenen
Farbe aus. Sicher ist nur eins: Alles – Absurdes, Dramatisches, Skurriles und Komisches – wird immer mit viel
Poesie in Szene gesetzt und ist unbedingt mehrgenerationenkompatibel.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Bodecker & Neander visual theater
Regie: Lionel Ménard | Pantomime: Wolfram von Bodecker,
Alexander Neander | Assistenz: Irene Fas Fita
so 19.01 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 24 | 22 | 19 | 17
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 59
ihre Version des spiels
Mit ihren Stücken Kunst, Drei Mal Leben und Der gott des
gemetzels zählt die französische Autorin Yasmina Reza zu
den weltweit am häufigsten gespielten Gegenwartsautoren.
In ihrem neuen Stück Ihre Version des Spiels schickt
Yasmina Reza die Schriftstellerin Nathalie mit ihrem neuen, preisgekrönten Roman Das Land des Überdrusses
voll gemischter Gefühle in die Provinz, zu einer Lesung,
der sie impulsiv vor längerer Zeit zugesagt hatte. In diesem Roman geht es um die Schriftstellerin Gabrielle und
ihren neuen Roman Ihre Version des Spiels... und ein
Mordkomplott gegen die Geliebte ihres Mannes. Nathalie
wird mit allem Kleinstadtpomp präsentiert, liest aus dem
Werk und stellt sich, spröde, dem Gespräch mit der beharrlich insistierenden Journalistin Rosanna und dem begeisterten Bibliothekar Roland, dem Veranstalter dieser
Literaturveranstaltung. Unglaublich raffiniert verschachtelt
Reza die verschiedenen Erzählebenen und gibt so doch
einen Einblick in den modernen Literaturbetrieb. Nach Wer
hat Angst vor Virginia Woolf? ist Hannelore Hoger endlich
wieder in einer großen Rolle mit dem St. Pauli Theater in
Leverkusen zu sehen.
Rot
rot
Das Stück ist eine Trouvaille – ein schlagender Beweis für
die These, das Theater beides kann: intelligent argumentieren und kurzweilig unterhalten. Der amerikanische Autor
John Logan, ausgezeichnet mit einer großen Leidenschaft
für Malerei und einem feinem Sensor für leidenschaftliche
menschliche Beziehungen, ist bislang vor allem durch
seine Oscar-nominierten Drehbücher bekannt geworden:
Er hat u. a. Drehbücher für gladiator, Aviator, Star Trek
nemesis, Last Samurai, Sweeney Todd, Coriolanus und
zuletzt Hugo Cabret geschrieben. Sein Stück zeigt die
Gallionsfigur des abstrakten Expressionismus Mark
Rothko auf dem Höhepunkt seiner Karriere: 1958 erhält
der bekannte amerikanische Maler den Auftrag, für das
New Yorker Luxus-Restaurant Vier Jahreszeiten einen
Zyklus von Wandbildern zu malen. Für die aufwändige
Arbeit braucht er einen Assistenten. Dieser ist Ken, ein
junger Maler für die niederen Dienste, der gezwungen ist,
60 kultur.bayer.de
den Reflexionen des Meisters über Kunst und Philosophie
zuzuhören und seine exzentrischen Verhaltensweisen zu
ertragen. Das Atelier erlebt subtile Zweikämpfe und ein
spannendes Kräftemessen zwischen zwei Denkweisen,
zwei Lebenshaltungen und zwei Generationen. Ein brillanter Dominique Horwitz verkörpert den Maler Mark Rothko.
von John Logan
Konzertdirektion Landgraf
Regie: Torsten Fischer
Ausstattung: Vasilis Triantafillopoulos
Mit: Dominique Horwitz, Benno Lehmann
von Yasmina Reza
Deutsch von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel
St. Pauli Theater Hamburg
Regie: Ulrich Waller
Bühne: Raimund Bauer
Kostüme: Ilse Welter
Mit: Hannelore Hoger, Tatja Seibt;
Volker Lechtenbrink, Oliver Urbanski
april 2014 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 24 | 22 | 19 | 17
Mo 10.03 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 24 | 22 | 19 | 17
Ihre Version des Spiels
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 61
Boulevard & Broadway
Die Feuerzangenbowle
spätlese
Als die gesellige Herrenrunde erfährt, dass ihr jüngstes
Mitglied, der Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer, nie auf
einer richtigen Penne war, sondern nur Privatunterricht
erhalten hat, lautet das einstimmige Urteil: „Das schönste vom Leben haben Sie nicht mitbekommen“. Bei einer
Feuerzangenbowle wird eine folgenreiche Idee geboren:
Pfeiffer soll das Versäumte nachholen, da er in den Augen
der anderen Herren gar kein richtiger Mensch ist. Der gefeierte Autor verwandelt sich kurzerhand in den berühmten Schüler „Pfeiffer mit drei f“. Fern von Berlin, in der
idyllischen Kleinstadt Babenberg, tritt er in die Prima des
Gymnasiums ein. Die Verfilmung mit Heinz Rühmann – ein
Klassiker der Unterhaltung – wird von dem spielfreudigen
Ensemble kongenial umgesetzt.
Drei nicht mehr ganz taufrische, aber umso schlagfertigere alte Damen – Maria, Agnes und Josefine – verbringen
den Herbst ihres Lebens in der Seniorenresidenz „Abendrot“. Trotz schwieriger Lebensgeschichten haben sie den
Humor nicht verloren und sind zu echten „Golden Girls“
gereift: pointiert, schlagfertig und nicht gerade zimperlich
schenken sie sich im gegenseitigen Umgang nichts. Zu
den Höhepunkten ihres Altendaseins zählen Bridgepartien, kleine Sticheleien und Trauerfeiern. Die Alltagsroutine
ändert sich, als eines Tages der junge Pfleger Tarek und
der charmante Witwentröster Bruno auf der Bildfläche
erscheinen und die Herzen der Damen höher schlagen
lassen. Endgültig gerät die Welt der drei Frauen außer
Kontrolle, als eine mysteriöse Unbekannte ihren Besuch
ankündigt. Glänzend besetztes Boulevardtheater!
von Heinrich Spoerl
Altonaer Theater
Regie und Textfassung: Axel Schneider
Mit: Hannelore Droege, Tanja Schlaugat; Guido Bayer,
Klaus Falkhausen, Thomas Franz, Rune Jürgensen,
Torsten Michael Krogh, u. a.
von Folke Braband
Theater am Kurfürstendamm
Regie: Jürgen Wölffer | Bühne: Julia Hattstein
Mit: Chariklia Baxevanos, Hannelore Cremer, Astrid Kohrs,
Judy Winter; Mohamed El-Asmer, Achim Wolff
so 15.12 | 15:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
so 15.12 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 01.02 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
so 02.02 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 34 | 31 | 26 | 20
EUR 34 | 31 | 26 | 20
sur la route
Vor einigen Jahren war Frederike Haas am Nationaltheater
Mannheim der Star einer Uraufführung, die sich dem Leben
der Edith Piaf widmete. „Sie hat alles, was man braucht,
um Piaf zu sein“, schrieb damals ein Rezensent über die
schauspielerische und vokale Palette der Protagonistin.
Danach ließen diese Chansons und deren Interpretin sie
nicht mehr los, und Haas erfand neue Programme, die sich
um Edith Piaf drehten und die sie immer weiter perfektionierte. Mit dem Akkordeon- und Bajanspieler Vassily Dück
verbindet Haas eine tiefe musikalische Freundschaft. Mit
Chansons wie Milord, non, je ne regrette rien und Padam
erzählen die beiden die Geschichte einer Pariser Göre
und ihres Schattens auf dem Streifzug durch die Pariser
Gassen, sur la route, wie das Programm betitelt ist. Sie
tauchen ein in das Milieu der 1930 er Jahre, singen von
62 kultur.bayer.de
Liebe, Begegnung und Abschied, von Aufstieg und Fall,
von Sehnsucht, Traum und Wirklichkeit. Dem Publikum
von Bayer Kultur ist Frederike Haas aus der vergangenen
Saison durch ihre intensive Darstellung der Sally Bowles
in Cabaret bekannt.
Sur la route – hungrig nach geschichten
Chansons der Edith Piaf
Frederike Haas, Gesang | Vassily Dück, Bajan/Akkordeon
sa 28.09 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
so 29.09 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 34 | 31 | 26 | 20
Die Feuerzangenbowle
Spätlese
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 63
Die Nervensäge
Dominique horwitz singt Jacques Brel
Profikiller Ralph soll einen Mafioso, der sich bereit erklärt
hat, gegen seine Organisation auszusagen, erledigen. Deswegen mietet sich Ralph in einem dem Justizpalast gegenüberliegenden Hotel ein, um den Kronzeugen ins Visier zu
bekommen und ihn mundtot zu machen. Doch aus dem
minutiös geplanten Attentat wird nichts, denn die Direktion des Hotels hat das Zimmer fälschlicherweise doppelt
belegt.
Der ungewollte Zimmergenosse ist der Vertreter für Herrenhemden François Pignon, welcher vor kurzem von seiner Frau Louise für einen Provinz-Psychologen verlassen
wurde. Seitdem ist François das reinste Nervenbündel:
hochneurotisch, hyperaktiv und depressiv. François hofft
darauf, Louise im Hotel wieder zu treffen und glaubt fest
daran, sie davon überzeugen zu können, zu ihm zurückzukehren. Als ihm jedoch klar wird, dass seine Chancen
gegen Null gehen, versucht er sich umzubringen…
Marcus Ganser und Winfried Glatzeder brillieren geradezu
in ihren Rollen.
Seit fast drei Jahrzehnten, an bald fünfhundert Abenden
hat Dominique Horwitz Chansons von Jacques Brel gesungen, und sagt dazu: „Jedes Mal, wenn ich das singe,
erfahre ich etwas Neues.“ Das Œuvre des großen Belgiers
ist ein Universum, in dem Langeweile nicht aufkommt, enthält sie doch zarte Liebeslyrik ebenso wie große Tragödien
– und viele Facetten dazwischen. Horwitz’ Brel-Hommage
umfasst rund 20 von den knapp 200 von Brel geschriebenen Liedern, darunter so bekannte wie Amsterdam oder ne
me quitte pas, aber auch die eine oder andere Trouvaille.
Dominique Horwitz ist schon deshalb ein perfekter BrelInterpret, weil er Schauspiel und Musik verbindet – Brels
Chansons verlangten einen Schauspieler, keinen Sänger,
sagt Horwitz und bezeichnet sich selbst doch auch als Mu-
siker, der Bestandteil eines Ensembles ist. So trägt er Brel
ins Heute, bewahrt aber auch einiges vom nostalgischen
Charme, der zum französischen Chanson ebenso gehört
wie die expressive Dramatik der Interpretation.
Bayer-Philharmoniker | Enrique Ugarte, Dirigent
Jacob Neubauer, Akkordeon | Andreas Reukauf, Klavier
sa 14.06 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
so 15.06 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 34 | 31 | 26 | 20
von Francis Veber
Deutsche Übertragung von Christian Wölffer
Theater am Kurfürstendamm
Regie und Bearbeitung: Jürgen Wölffer
Bühne: Ursula Wandaress | Kostüm: Regina Schill
Mit: Marcus Ganser und Winfried Glatzeder
sa 29.03 | 19:30 | Bayer Erholungshaus, Leverkusen
so 30.03 | 18:00 | Bayer Erholungshaus, Leverkusen
EUR 34 | 31 | 26 | 20
Die Nervensäge
64 kultur.bayer.de
D. Horwitz
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 65
stUDiozeitstÜCKe
Die stunde der Wahrheit
Was macht ein Schauspieler, wenn man ihm die Aufgabe gibt, nur von sich selbst zu erzählen und eine Stunde
lang mit nur einem Requisit, in privater Kleidung, in einer
einzigen Lichtstimmung und ohne Musik eine Theaterbühne zu füllen? Hadi Khanjanpour spielt sein Leben, als ihm
sein Professor an der Akademie für Darstellende Kunst
in Baden-Württemberg diese Aufgabe stellt. Er schöpft
aus seinen Erinnerungen und Erlebnissen als Iraner in
Deutschland. Entstanden ist eine faszinierende Stunde
der Wahrheit: Ein Mix aus Tragödie und Komödie, der
am Ende den Zuschauer mit einer Charlie Chaplin Sentenz entlässt, die Behauptung und Frage zugleich ist: „Am
Ende ist alles ein Witz!?“
Hadi Khanjanpour wurde 1982 in Teheran geboren. Bis
2009 studierte er Sportinformatik an der TU Darmstadt. Im
Sommer 2012 beendete er sein Schauspielstudium an der
Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg.
Er wirkte bei einigen Theaterstücken des Schauspielhaus
Frankfurt unter der Regie von Alexander Brill mit und ist
seit 2008 aktives Mitglied der Gruppe „theaterperipherie“.
Für seine Eigenproduktion Stunde der Wahrheit erhielt er
2011 den Publikumspreis des 5. iranischen Theaterfestivals in Heidelberg.
von und mit: Hadi Khanjanpour
Theaterperipherie Frankfurt
Di 08.10 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 19
Junges DT Berlin
Burn Baby Burn
Die Stunde der Wahrheit
66 kultur.bayer.de
Das Junge DT Berlin ist seit 2009 eine feste Marke in einem der bedeutendsten Sprechtheater in der Republik,
dem Deutschen Theater Berlin. Unter der Leitung von
Birgit Lengers hat das kleine Team eigene Formate im
Bereich Jugendtheaterkultur entwickelt. Diese profitieren
nicht zuletzt davon, dass das Haus – durch Offenheit und
Vielfalt seines Programms und durch das Bekenntnis zu
großen Schauspielern, Regisseuren und Dramatikern –
einen überragenden Ruf genießt. Seit der letzten Spielzeit
ist das Junge DT auch Partner bei unserem Berlin-Projekt.
Das Theater gastiert im Dezember 2013 mit einem seiner
aktuellen Jugendstücke – Burn Baby Burn oder 2035 oder
mit 40 eröffne ich ein Hotel auf dem Mond – im Studio des
Bayer Kulturhauses.
Dezember 2013 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 19
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 67
Koproduktion mit der hfs Berlin
Die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, ist
eine der führenden Theaterhochschulen Deutschlands und
Partner von Bayer Kultur im Rahmen des Berlin-Projekts
seit 2009. Sie bildet heute in vier Abteilungen aus: Schauspiel, Regie, Puppenspiel und Tanz. Die Vermittlung von
Fähigkeiten und Kenntnissen auf höchstem Niveau durch
Lehrende, die zu den wichtigsten Theaterschaffenden der
Gegenwart zählen, ist der Hauptpfeiler des Ausbildungskonzepts. Dazu kommt der enge, intensive Kontakt zwischen Dozenten und Studierenden. Dank exzellenter Lehre
und vorzüglicher Betreuungsstrukturen übt die HfS eine
enorme Anziehungskraft auf Bewerberinnen und Bewerber
aus. Die während des Studiums erarbeiteten Szenenstudien, Projektarbeiten und Studioinszenierungen werden
auf der Studiobühne in der Schnellerstraße und im „batStudiotheater“ in der Belforter Straße gezeigt. Dass die
Diplom-Produktionen der HfS fertige – oft hochtalentierte
Schauspieler, die sofort von den wichtigsten deutschen
Bühnen engagiert werden – präsentieren, haben wir in unserem Haus in den vergangenen Jahren, schon mehrfach
erleben dürfen. Erinnert sei nur an Troilus und Cressida
(s. Foto) oder Tilla Durieux. Im Rahmen des Berlin-Projekts
gastiert die HfS mit einer aktuellen Studioinszenierung, im
Frühjahr 2014 im Bayer Kulturhaus.
Tür auf Tür zu
tür auf tür zu
Das Theater der Keller in Köln ist ein Produktions- und
Spielort, der – über die Stadtgrenzen der Domstadt hinaus –
bekannt ist für seinen mutigen, zeitgenössischen Spielplan.
Ohne festes Ensemble pflegt das Theater den produktiven
Dialog mit Kunst und Öffentlichkeit und die genreübergreifende Nachwuchsförderung der angehenden Schauspieler
entwickelt sich in enger Kooperation mit der Schauspielschule des Theaters. Die Produktion Tür auf Tür zu, ist ein
schlagendes Beispiel für die vitale Experimentierlust dieser
Bühne: das Personal besteht aus einer leibhaftigen, sprechenden Tür, einer Frau, die nur mal ganz kurz draußen war,
und einem Chor, der aus Spargründen auf eine Person reduziert wurde. Ingrid Lausund hat ihr Drama über das Drin-
68 kultur.bayer.de
Eine aktuelle Studioinszenierung der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin
März 2014 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
nen sein, Draußen sein und Dabeisein wollen als komisches und hintergründiges Spiel angelegt, das die Mechanik sozialer Ausschlussmechanismen thematisiert.
EUR 19
von Ingrid Lausund
Theater der Keller
Regie: Pia Maria Gehle | Ausstattung: Anja Kreher
Mit: Fiona Metscher; Emanuel Fleischhacker, Philipp Sebastian
sa 03.05 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Troilus und Cressida am 24. Oktober 2010 bei Bayer Kultur
EUR 19
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 69
stUDiomix
Kreutzersonate/eine Frage der schuld
Die Leidenschaft, mit der Leo Tolstoi und seine Gattin Sofja
sich die letzten Jahre ihres gemeinsamen Lebens zur Hölle machten, fasziniert seit einiger Zeit ein breites Publikum
in Buch und Film. Nun haben das Schauspielerpaar Günter
Lamprecht, Fassbinders legendärer Biberkopf, und seine
Partnerin Claudia Amm, die beide zuletzt in Leverkusen in
Peter Turrinis Tragikomödie Josef und Maria umjubelt wurden, den vielschichtigen, hintergründigen Stoff aufgegriffen.
Das schöne Landgut des Ehepaars Tolstoi war Schauplatz dramatischer Eheschlachten. Mit der Erzählung
Kreutzersonate wurde die vermeintliche private Hölle des
weltberühmten Autors zu einem öffentlichen Ereignis, obwohl das Werk eher nicht als literarischer Racheakt konzipiert war. Die Kreutzersonate ist eine meisterhaft komponierte, psychologisch subtile Erzählung, die der Gattung
neue Dimensionen erschloss und Anstoß erregte: Tolstoi
erzählt von einem innerlich zerrissenen Mann, der seine Frau nicht liebt, aber ihren Körper als seinen Besitz
betrachtet. Maßlose Eifersucht treibt ihn zum Mord. Die
Erzählung und das vermittelte Frauenbild waren ein Skandal, die Öffentlichkeit weidete sich lustvoll an der Vorstellung, in dem Weibsteufel Tolstois eigene Gattin zu sehen.
Sofja Tolstaja hat eine Gegendarstellung geschrieben, die
es literarisch mit dem Werk des Mannes aufnehmen kann.
eine Frage der Schuld handelt von der Entfremdung in
einer Ehe, von Enttäuschungen und fehlendem Vertrauen. Das Werk zu veröffentlichen, wagte sie zu Lebzeiten
jedoch nicht. Claudia Amm und Günter Lamprecht stellen
die Texte einander gegenüber – ein Duell auf Augenhöhe.
Die mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichneten jungen Musiker Franziska Hölscher und Severin von
Eckardstein runden den literarischen Vortrag mit den entsprechenden Werken Ludwig van Beethovens und Leoš
ˇ
Janáceks
ab.
von Leo Tolstoi und Sofja Tolstaja
Ludwig van Beethoven: Sonate für Violine und Klavier a-moll op. 23
Leoš Janácek:
Sonate für Violine und Klavier
ˇ
Rezitation: Claudia Amm, Günter Lamprecht,
Violine: Franziska Hölscher
Klavier: Severin von Eckardstein
Textfassung: Sonja Valentin Lamprecht
sa 19.10 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 19
Teuflische Zeiten
teuflische zeiten
C. Amm
70 kultur.bayer.de
G. Lamprecht
Das „Theater Handgemenge“ arbeitet seit 1990 als freie
Gruppe. In Leverkusen gastierte das Theater zuletzt mit
einem Hamlet, der als Schatten- und Figurentheater in
Szene gesetzt wurde. Der Puppen- und Schattenspieler
Peter Müller besetzt seine Projekte mit Absolventen verschiedener Schauspielschulen. Das Theater gastiert regelmäßig auf nationalen und internationalen Festivals.
Seine aktuelle Inszenierung ist aus einer Arbeit hervorgegangen, die im Herbst 2011 für das Projekt Puppets
Beyond Borders in Thailand, Kambodscha und Burma
zum Thema Heimat in Zusammenarbeit mit dem goethe
Institut Jakarta, dem Institut Francias und der Botschaft
der Bundesrepublik Deutschland rangun entstanden ist.
Teuflische zeiten entsteht in Koproduktion mit Bayer Kultur
und Theater Vorpommern GmbH.
Episoden um menschliches Ringen und teuflische Schlingen.
Vorgeführt mit ganzem Einsatz und offenem Ausgang.
Theater Handgemenge
Puppen: Chistian Werdin
Puppenkostüme: Marita Bachmeier
Musik: John Carlson
Bühne und Technik: Peter Müller
Spiel: Annette Wurbs, Peter Müller
sa 23.11 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 19
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 71
Fuego di tango
Der Tango zählt seit September 2009 zum Weltkulturerbe
der Menschheit. Seine Faszination gründet auf seinem Wesen: Der Tango erzählt Geschichten, überführt Erlebnisse,
Affekte, Freude, Trauer, Leidenschaft in den Tanz, der mit
geringsten Absprachen auskommt und fast vollständig auf
gemeinsamer Improvisation des tanzenden Paares gründet.
Für beide existiert keine Konditionierung. Tango basiert auf
Selbstständigkeit, Selbstvertrauen, Sensibilität und Hingabe. Die Tangoproduktion mit dem Namen Buenos Aires
Tango ensemble besteht aus Künstlerinnen und Künstlern,
die zu den führenden argentinischen Tanzpaaren zählen
und ihre Leidenschaft nicht nur in ihrer Show, sondern auch
in eigenen Schulen und Workshops weitergeben. Die Lifemusik kommt vom Buenos Aires Tango Trio. Die drei Musiker sind Portenos, d. h. in Buenos Aires geboren. Sie spielen in der Besetzung: Jorge Coll, Klavier und Flöte, Claudio
Dartevelle, Bandoneon und Bass, sowie Anibal Civilotti,
Gitarre und Bass. Anibal Civilotti ist gleichzeitig der Sänger
des Trios. Mit gefühlvoller und warmer Stimme singt er von
der Sehnsucht, der Traurigkeit und dem Vergessen.
Seide
seide
Die Geschichte des südfranzösischen Seidenhändlers
Hervé Joncour ist eine bewegende Parabel auf die Liebe
und die Sehnsucht nach ihr, auf die Utopie und auf das
Glück. Auf einer seiner Reisen begegnet er in Japan einer
rätselhaften Schönheit, die seine Leidenschaft entfacht.
Jahr für Jahr zieht es ihn seitdem, unter ständig wachsenden Gefahren, ins Land der aufgehenden Sonne – ohne
dass es ihm vergönnt ist, ihr nahe zu sein oder auch nur ihre
Stimme zu hören. Erst lange Zeit später begreift Joncour,
dass hinter seinem japanischen Geheimnis ein zweites, viel
Größeres verborgen war… Dem studierten Philosophen und
Musikwissenschaftler Baricco gelang mit diesem Roman
Mitte der 1990er Jahre der internationale Durchbruch. Die
anrührende Liebesgeschichte stürmte die Bestsellerlisten,
wurde in rund 30 Sprachen übersetzt und ließ Baricco zu
einem der großen europäischen Gegenwartsautoren werden. Joachim Król ist die Stimme dieser Geschichte. Seine
gefühlvolle Vortragskunst und die Musik des Jazztrios, die
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mal leicht, mal melancholisch, mal exotisch das gesprochene Wort untermalt, verbinden sich zu einem Erlebnis, das
das Publikum komplett in die Welt des Romans versetzt.
Nach dem Roman von Alessandro Baricco
Sagas Produktionen
Rezitation: Joachim Król
Klavier: Gee Hye Lee,
Bass: Christoph Dangelmaier
Saxophon: Ekkehard Rössle, Bass-Klarinette
Idee, Textbearbeitung, Regie: Martin Mühleis
Komposition, Arrangement: Christoph Dangelmaier
Mit: Joachim Król und dem South of the border Trio
Tangos und Milongas von Carlos Cardel bis Astor Piazolla
Buenos Aires Tango Trio
Mit den Tanzpaaren German Cassano und Liliana Espinosa und
Emiliano Giménez und Debra Ferrari
anschließend Tanz mit dem Publikum
Fr 21.02 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
D. Ferrari, E. Giménez
EUR 19
so 12.01 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 19
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 73
taNz sChaUspiel KUNst Ko
Corinne rusch – Fotografie
15.09 – 12.01
so 15.09 | 11:00 | Vernissage | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Fr 11.10 | 19:00 – 24:00 | Leverkusener Kunstnacht
Kunsthochschulen zu Gast
hochschule für Bildende Kunst Dresden
Klasse prof. peter Bömmels
19.01 – 30.03
so 19.01 | 11:00 | Vernissage | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Katja pfeiffer
06.04 – 29.06
so 06.04 | 11:00 | Vernissage | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Öffnungszeiten | SA, SO, Feiertag | 11:00 – 17:00
Führungen | Jeden 1. und 3. SO im Monat | 11:15
sonderführungen | nach Vereinbarung (0214.30-41283/-84)
Die Vernissagen werden von jungen Studierenden des
pre-College Cologne musikalisch umrahmt.
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 75
taNz sChaUspiel KUNst Ko
Trouvaillen, dieser Begriff, der unserer Spielzeit das Thema gibt, klingt nach alten Zeiten und kann für wunderbar
Überraschendes, unverhofft Entdecktes und Fundstücke
beglückender oder auch verstörender Art stehen. Im Kontext der bildenden Kunst denkt man natürlich sofort auch
an das „Objet trouvé“, das die Dadaisten und Surrealisten
als neue Kunstform einführten. Trouvaillen aus der Alltagswelt, zunächst sinnlos erscheinende Fundstücke und
wertlose Materialien, werden in die Bilder und Skulpturen
eingearbeitet. Dies kann seit Kurt Schwitters und Pablo
Picasso in Collagen oder Assemblagen geschehen oder –
am radikalsten – im „Readymade“. Hier wird der vorgefundene Gegenstand selbst zum Kunstwerk erklärt. Bis heute ist Marcel Duchamps Fountain – ein Urinal, das allein
durch die Titelsetzung und seine Präsentation im Museum
zur Skulptur wird – stilbildend.
Der gleichermaßen provokante wie befreiende Ansatz lag
in der völlig neuen überraschenden Perspektive auf die
Dinge. Thematische Grenzen wurden ebenso aufgehoben
wie die Beschränkung auf sogenannte künstlerische Materialien und dies gilt bis heute. Die Trouvaille, verstanden
als visuelle Entdeckung oder neue Sicht auf die Alltagswelt, ist zu einem der wichtigsten Impulsgeber der Moderne geworden: Pablo Picasso postulierte „Ich suche nicht,
ich finde“.
Andrea Peters | Referat KUNST
Dieses weite Spektrum ist mit unseren kommenden Ausstellungen natürlich nicht auszuschöpfen, aber wir haben
einige Trouvaillen für Sie im Programm, die das Thema auf
vielfältige Weise behandeln und verschiedene Facetten in
den Blick rücken:
Mit der Ausstellung zum Saisonstart stellen wir die Fotokünstlerin Corinne Rusch aus der Schweiz vor – eine
Neuentdeckung in der deutschen Kunstszene. Rusch ist
eine echte Trouvaille, denn wir widmen ihr die erste Ein-
76 kultur.bayer.de
zelausstellung in Deutschland. Ihr im vergangenen Jahr
erschienenes Fotobuch ist für den deutschen Fotobuchpreis 2013 vorgeschlagen und sie ist durch Ausstellungen
in Zürich, Wien und London bereits einem europäischen
Publikum bekannt geworden. Corinne Rusch inszeniert
in ihren Fotografien das „Theater des Lebens“ zugleich
schön und grausam. Die Künstlerin, die auch als Bühnenbildnerin arbeitet, entwirft Szenografien und Settings,
deren glatte Oberflächen immer wieder durch drastische
oder verwunderliche Bildelemente durchbrochen werden
und aufschrecken lassen. Die Arbeiten aus der Werkreihe Transient Confessions führen den Betrachter durch die
faszinierende und gleichermaßen surreale Welt der Grand
Hotels in der Schweiz oder Südtirol. Diese Orte bergen
auf eine ganz spezifische Weise makellose Schönheit und
zahlreiche Geschichten in sich. Reich und Schön trafen
sich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, feierten Feste,
quartierten sich für Wochen und Monate ein, ließen sich
bedienen, trieben Sport, begannen neue Liebschaften und
Intrigen. Mit viel Feingefühl und Präzision inszeniert Rusch
in diesen Fin de Siècle-Settings ihre Bilder und rückt hierbei aktuelle gesellschaftliche Aspekte in ein neues Licht.
Mit der Fortführung unserer Ausstellungsreihe Kunsthochschulen zu gast im Rahmen des stArT-Programms von
Bayer Kultur bieten wir Ihnen wieder Gelegenheit zu eigenen Entdeckungen. In dieser Saison haben wir die
Klasse von Peter Bömmels von der Hochschule für Bildende Kunst Dresden eingeladen, seit Jahren eine der
spannendsten Kunsthochschulen der Bundesrepublik.
Peter Bömmels ist als Mitglied der Kölner Künstlergruppe
„Mülheimer Freiheit“ seit den 1980er Jahren international bekannt. Er setzt als Hochschullehrer auf den Dialog:
„Auf der Basis der eigenen langjährigen Künstler-Praxis
(Forschung) biete ich den Studierenden einen intensiven
Diskurs über die Pfade und Holzwege an, die deren künstlerisches Potential gangbar machen und auf eine entspre-
chende differente Position hin profilieren können.“. Gerade
die noch unbekannten jungen Studierenden und Meisterschüler sind ganz nah am „Puls der Zeit“ und regen zu
Diskussionen und Trouvaillen ein.
Mit Katja Pfeiffer stellen wir eine Künstlerin vor, die in ihrem Werk der Tradition der Collage und der „Objet trouvé“
neue Möglichkeiten abgewinnt. Katja Pfeiffer, geboren
1973, zog nach dem Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie nach Berlin. In dieser Stadt im Umbruch wurden die Gerüste, Bauzäune und Attrappen im Stadtbild,
die Scheinarchitektur der Filmstudios in Babelsberg oder
die Aufbauten eines heruntergekommenen alten Vergnügungsparks für sie zu visuellen Trouvaillen und zum
Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Bildsprache. Die
neuesten Arbeiten sind inspiriert von den notdürftig gesicherten Gebäuden der durch ein Erdbeben zerstörten
Stadt L’Aquila in den Abruzzen. Ihre Strukturbilder zwischen Assemblage und Malerei sind im besten Sinne antikonstruktivistisch. Pfeiffers neugierige Sicht auf die Dinge,
aus denen sie auswählt und sammelt, was sie interessiert,
um es malend zu verstehen, ist ihr bis heute – sie lehrt als
Professorin in Wuppertal – geblieben. „Mit Zeichnen und
Malen die Welt verstehen“ ist ihr Credo. Katja Pfeiffer zeigt
mit ihren Bildern und ihrer Auseinandersetzung mit dem
Begriff der Illusion, dass nur die Bereitschaft, die eigene
Perspektive zu ändern, zu Erkenntnis führen kann.
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 77
Kunsthochschulen zu Gast
hochschule für Bildende Künste Dresden
Klasse peter Bömmels
„Die Klasse, die sich auf den ruf der nachtigall versteht ...“
Corinne Rusch, Left over, 2007
Corinne Rusch, Secret Society, 2007
Corinne rusch – Fotografie
Die Fotografin Corinne Rusch ist in der deutschen Fotoszene noch eine echte Entdeckung. In Deutschland kennt man
sie kaum, wobei Ihr hoch gelobtes Fotobuch „Transient
Confessions“, das für den deutschen Fotobuchpreis 2013
nominiert wurde, auf ihre Arbeiten neugierig macht. Rusch,
geboren 1973 in Guatemala, kam als Kind in die Schweiz
und studierte in Zürich und Wien. Hier ist sie durch Ausstellungen wie z. B. in der Kunsthalle Wien 2005 bereits ein
Begriff und wir freuen uns, im Bayer Kulturhaus ihre erste
Einzelausstellung in Deutschland zeigen zu können.
Ihre inszenierten Fotografien entführen den Betrachter in
die faszinierende Welt der Grand Hotels des 19. Jahrhunderts in der Schweiz und Südtirol – herrschaftliche Räume,
die den Blick auf die rauen Gipfel der Alpen freigeben und
die einer fremden Welt des Fin de Siècle angehören, in der
die Schönen und die Reichen hier lebten und feierten. Vor
dieser Kulisse inszeniert Corinne Rusch Geschichten von
Betrug und Mord, Leidenschaft und Wahn.
Die Bilder zeigen Organisationsformen, deren Struktur in
mancher Hinsicht an die Stoffe aus Theater und Film erinnert. Gelebte und gesehene Szenarien werden zur Fiktion,
die das Gewöhnliche Außerordentlich erscheinen und ins
Absurde gleiten lassen. Ein offenes Spiel mit Figuren und
Masken. Eine Wirklichkeit eigener Ordnung zwischen Alltag
78 kultur.bayer.de
und poetischer Form. Man meint die Fotos schon zu kennen aus der Kinoreklame, aber bei Corinne Rusch gibt es
keinen Film, sondern nur das sorgsam komponierte Bild.
Sie selbst ist dabei Regisseurin, Kamerafrau und Schauspielerin in Personalunion. Die traumhaften schönen Orte
mit ihrer Opulenz und Dekadenz werden zu Schauplätzen
rätselhafter, alptraumartiger Geschichten im Schwebezustand. Die Handlung entwickelt sich im Kopf des Betrachters, vielleicht in manchen Vorstellungen ähnlich, doch vermutlich nie gleich.
15.09 – 12.01
so 15.09 | 11:00 | Vernissage | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Fr 11.10 | 19:00 | Leverkusener Kunstnacht
Die erfolgreiche Reihe „Kunsthochschulen zu Gast“ wird
in dieser Spielzeit fortgesetzt – im Rahmen des stArTProgramms lädt Bayer Kultur damit bereits zum vierten
Mal junge Künstlerinnen und Künstler einer renommierten
Kunsthochschule ein, ihre Arbeiten im Bayer Kulturhaus
zu präsentieren.
Nach den Hochschulen in Halle, Münster und Kassel ist
in diesem Jahr die Hochschule für Bildende Künste
Dresden mit der Klasse von Peter Bömmels zu Gast. Die
HfBK Dresden, die mit der Gründung 1764 zu den traditionsreichsten Kunstakademien Deutschlands zählt, gilt
heute ähnlich wie Leipzig als eine der interessantesten
Kunsthochschulen der Republik. Nach der Wiedervereinigung haben Studierende und Lehrende aus ganz
Deutschland hier neue Impulse gesetzt und Absolventen
aus Dresden prägen die Kunstszene heute nachhaltig.
Peter Bömmels ist als „Neuer Wilder“ der 1980er Jahre
bekannt durch seine Verbindung zu der Künstlergruppe
„Mülheimer Freiheit“ und damit dem Rheinland eng verbunden. Seit 2004 lehrt er in Dresden Malerei, wobei ein
besonderes Augenmerk der Figuration und Narration gilt.
Bömmels versteht sich als Lehrender eher als Dialogpartner der Studierenden, denen in der Akademiezeit die
schwierige Aufgabe zufällt, ihr künstlerisches Potential zu
einer eigenen Position zu profilieren. Im Idealfall verbindet
die Klasse die gemeinsame Vorstellung, dass Malerei vor
allem „Bild-Wollen“ ist, „Arbeit an der Präzisierung einer
geronnenen Sicht auf Welt, gewonnen aus erlittener oder
geglückter Erfahrung“. Diese „möge in eine Bildpoesie
verwandelt werden, die sich auf den Pfiff der Nachtigall
versteht …. In diese Richtung schlägt der Puls der Klasse,
wie ich sie mir vorstelle.“ (Peter Bömmels)
Atelier. Die Pracht der Malereien wird
erst in der Ausstellung selbst sichtbar
19.01 – 30.03
so 19.01 | 11:00 | Vernissage | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Atelier Klasse Peter Bömmels, 2013
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 79
Katja pfeiffer
cross section, Nord LB Galerie, Hannover 2011
Die Berliner Künstlerin Katja Pfeiffer vereint Malerei, Zeichnung, Skulptur und das Prinzip der Collage zu einer faszinierenden vielschichtigen Bildsprache, die den Betrachter
in Erstaunen versetzt und ihm die Möglichkeit gibt, Neues
und bislang Übersehenes im vermeintlich Bekannten zu
entdecken.
Katja Pfeiffer studierte an der Kunstakademie Düsseldorf
sowohl Malerei als auch Skulptur bei Günther Uecker,
Alfonso Hüppi und Jan Dibbets und lehrt als Professorin
an der Hochschule Wuppertal.
Ihre neue Gruppe von Wandobjekten bezieht sich auf das
schwere Erdbeben 2009 im italienischen L’Aquila bzw. den
Umgang mit den beschädigten Gebäuden. Nach dem Erdbeben wurden die Gebäude mit unterschiedlichsten Materialien notdürftig gesichert, Bauelemente verklammert,
festgebunden und abgestützt. Katja Pfeiffer, die sich durch
ihr Stipendium in der Villa Serpentara in Italien aufhielt,
besuchte den gesperrten Ort und hielt in Fotos ihre Eindrücke fest. Die Objekte aus Baumaterialien wie Gips und
Holz verdeutlichen die Skurrilität dieser Verspannungssysteme – unterstreichen aber auch ihren ästhetischen Reiz.
Sie spielen mit Farben und Materialien und transformieren
die architektonischen Elemente in fein komponierte Reliefs. Bis heute ist die Altstadt von L’Aquila abgesperrt und
die Gebäude werden nur notdürftig vor dem Einsturz bewahrt. Sie ist ein Dauer-Provisorium, das auf Grund der
knappen Kassen Italiens vermutlich noch viele Jahre im
Dornröschenschlaf verweilen wird.
Diese neue Werkgruppe fügt sich nahtlos in Pfeiffers Gesamtwerk ein, denn seit vielen Jahren beschäftigt sich die
Künstlerin mit provisorisch oder temporär angelegten Architekturen oder Stützsystemen. Zugrunde liegt stets der
kritische und humorvolle Blick hinter die Fassaden auf den
Konstruktions- und Gestaltungswillen des Menschen.
06.04 – 29.06
so 06.04 | 11:00 | Vernissage | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Katja Pfeiffer, Nr. 3, 2011
80 kultur.bayer.de
Beate Slansky, Seascapes I, 2009
Das stART-projekt in der Bildenden Kunst
stArT ist ein Förderprojekt für den hochtalentierten künstlerischen Nachwuchs aller Bayer Kultur-Sparten, also
KonzerTe, oPer, SCHAUSPIeL, TAnz – und natürlich
Bildende KUnST.
Auch in dieser Spielzeit setzen wir daher unsere Reihe
Kunsthochschulen zu gast fort. Die Ausstellung mit Arbeiten der Klasse Peter Bömmels von der Hochschule
für Bildende Künste Dresden verspricht einmal mehr sehr
spannend und anregend zu werden. Eine Klasse, die sich
„die Klasse, die sich auf den Ruf der Nachtigall versteht ...“
nennt, ist ganz sicher mit guten Einfällen und Konzepten
gesegnet (vgl. hierzu S. 79).
Wie wichtig diese stArT-Reihe für junge Künstler ist, belegen nicht nur die Rezensionen und die Verkäufe vieler
Arbeiten – denn die Ausstellungen in der Reihe Kunsthochschulen zu gast sind grundsätzlich (auch) als Verkaufsausstellungen angelegt. Viel wichtiger ist die Tatsache, dass
auch Bayer Kultur jeweils die interessantesten Arbeiten an-
kauft, die große und bedeutende Sammlung damit lebendig
in die Zukunft fortführt und in unterschiedlichen Kontexten
die Neuerwerbungen bzw. die Namen der Künstler ins Gespräch bringt. Wie etwa jetzt im Rahmen der Jubiläumsausstellung Von Beckmann bis Warhol – Kunst des 20. und 21.
Jahrhunderts im Martin-Gropius-Bau Berlin, die im letzten
Raum fast ausschließlich Arbeiten von stArT-Künstlern der
letzten vier Jahre zeigt. Selbstverständlich werden Undine
Bandelin, Martin Schuster, Beate Slansky, Sebastian Herzau,
Mario Weinberg, Esther Müller und Marven Graf auch in
dem bei Wienand erschienen Katalog zur Ausstellung der
Sammlung Bayer im Martin-Gropius-Bau ausführlich porträtiert und vorgestellt.
Diese sehenswerte Präsentation ist übrigens noch bis zum
9. Juni 2013 für Sie geöffnet. Sie sollten sie auf gar keinen
Fall versäumen!
KoNzerte oper taNz sChaUspiel KUNst 81
-8+x | KiNDer
oper
KoNzerte
hänsel und Gretel
the Cello in my life
Mitmachen!
Fr 21.03 | vormittags
| Bayer Kulturhaus, Leverkusen oder in der Schule
Sarré Musikprojekte | Regie: Julia Riegel
Dirigent: Martin Steinlein
so 17.11 | 15:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Der König der löwen
Bayer-Blasorchester Leverkusen | Leitung: Pierre Kuijpers
so 23.03 | 15:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Der Fliegende holländer
Kinderoper Papageno Wien | Regie: Peter Pacher
Do 03.10 | 14:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Wie funktionieren Filmmusiken?
Mitmachen!
richard Wagner wird „200“
Mitmachen!
termine nach Vereinbarung
termine nach Vereinbarung
sing sala Bim
Ein Laterna Musica-Projekt | Konzept: Christoph Ullrich
Di 13.05 | 09:30 und 11:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
taNz
ente, tod und tulpe
Regie/Choreographie: Franziska Henschel | Musik: Frank Schulte
lehrerseminar zu sing sala Bim
Mitmachen!
Fr 18.10 | 16:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Mo 10.03 | 15:00 – 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Der tastenpoet
Mitmachen!
Do 22.05 | Uhrzeit nach Vereinbarung
| Bayer Kulturhaus, Leverkusen oder in einer Schule
Die vier Jahreszeiten
Mitmachen!
termine nach Vereinbarung
-8+x | Kinder 83
KoNzerte
sChaUspiel
Der kleine häwelmann
von Theodor Storm | Theater der Jungen Welt Leipzig
sa 28.09 | 15:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 28.09 | 17:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
KUNst
augen auf! ein Nachmittag für entdecker
Mitmachen!
Leitung: Sylle und Michaela Oberhaus
sa 12.10 | 14:30 – 17:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 09.11 | 14:30 – 17:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 30.11 | 14:30 – 17:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
omelette
von Paulo Ferreira | Claire de Lune Théâtre
Wunderkammern
so 03.11 | 15:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Leitung: Sylle und Michaela Oberhaus
Winter
sa 18.01 | 14:30 – 17:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 15.02 | 14:30 – 17:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 15.03 | 14:30 – 17:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Aus der vierteiligen Reihe Mein Jahreszeitenquartett
TheaterFusion
Mitmachen!
sa 18.01 | 15:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
zwei Monster
nach dem Buch von David McKee | Theater Waidspeicher
sa 08.03 | 15:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor
von Martin Baltscheit | Freaks und Fremde
sa 10.5 | 15:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
V. Radutiu
Bayer-Blasorchester
the Cello in my life
Der König der löwen
Workshop Filmmusik
Das Cello in meinem Leben mit diesem Titel stellt sich unser stArTKünstler Valentin Radutiu erneut den
Fragen der Schülerinnen und Schüler.
In der letzten Spielzeit hat er bewiesen, dass er sich und sein Instrument,
das Cello, kurzweilig und amüsant in
Szene setzen kann. Selbst den ungewöhnlichsten Musikwünschen der
Kinder konnte er durch Improvisation
gerecht werden. Was ist das besondere an einem Cello? Was bedeutet
es, mit einem Cello durch die Welt zu
reisen? Vermisst man seine Freunde?
Warum wollte er Cellist werden? Neugierig geworden? Weitere Fragen?
Dann bitte…
… und andere Filmmusiken stehen im
Mittelpunkt des Kinder- und Familienkonzerts mit dem Bayer-Blasorchester
unter der Leitung von Pierre Kuijpers.
Viele bekannte Filmmusiken werden in
spannenden Arrangements für Blasorchester zu hören sein. Allein das
ist schon für Jung und Alt unterhaltsam. Es geht aber auch um Stimmungen und Gefühle, die man mit Musik
ausdrücken kann. Was passiert in
der Musik, wenn es im Film spannend, gruselig, romantisch oder lustig
wird? Auch diesen Fragen gehen wir
nach. Abgesehen davon lernt man so
ganz nebenbei die Instrumente eines
Blas-orchesters kennen, denn es gibt
eine ganze Menge Unterschiede zum
„normalen“ Symphonieorchester zu
entdecken.
Filmmmusiken laden zu vielerlei Mitmachaktionen ein, die in der Schule
von Lehrern durchgeführt werden
können. Warum gibt es Filmusik? Wie
würde eine Filmszene ohne Musik
wirken? Kann man nur vom Hören der
Musik erkennen, was gerade in einem
Film passiert? Wir bieten zwei Mitmachaktionen zu diesem Thema an:
Es würde uns freuen, wenn wir viele Bilder zugeschickt bekommen,
die Szenen aus Filmen unseres Programms zeigen. Die schönsten Bilder
werden während des Konzerts als
Hintergrund an die Wand projeziert.
Alle anderen werden in einer Ausstellung im Foyer zu sehen sein.
Zusätzlich für Schulklassen: Mitglieder des Bayer-Blasorchesters können
in die Schule eingeladen werden, um
ihre Instrumente vorzustellen.
Mitmachen!
Für Schulklassen (3. bis 7. Klasse)
Anmeldung erforderlich unter 0214.30-41289
oder [email protected]
Fr 21.03 | Uhrzeit und Ort
nach Vereinbarung
anmeldung zu allen Mitmachen!-Projekten
über unsere Theater-Pädagogin
Christine Hellweg
Mitmachen!-Telefon: 0214.30-41289
[email protected]
84 kultur.bayer.de
Bayer-Blasorchester Leverkusen
Leitung: Pierre Kuijpers
Moderation: N.N.
so 23.03 | 15:00
| Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 7 | 4
Mitmachen!
Für Schulklassen und
Einzelpersonen (1. bis 6. Klasse)
Anmeldung erforderlich unter 0214.30-41289
oder [email protected]
termine nach Vereinbarung
-8+x | Kinder 85
KoNzerte
oper
A. Krichel
E. Percan
Hänsel und Gretel
Der tastenpoet
Die vier Jahreszeiten
hänsel und Gretel
Kaum ein Werk der Musikliteratur eignet sich besser dazu, Kinder mit klassischer Musik vertraut zu machen als
Vivaldis Die vier Jahreszeiten. Emilio
Percan und Luca Quintavalle, beide
Mitglieder unseres großartigen orchestra in residence l’arte del mondo, bringen mit viel Spaß für alle Beteiligten
Schulklassen diese Musik näher. Die
musikalische Umsetzung der Naturbeschreibungen steht im Mittelpunkt. Die
Kinder entdecken, wie Vivaldi Wind,
Gewitter, Glatteis oder flirrende Hitze
vertont hat. Sehr beliebt! Daher bitte
schnell anmelden!
Eines der bekanntesten Märchen der
Gebrüder Grimm wurde von Engelbert
Humperdinck vertont. Eigentlich sollte es nur ein kleines Familiensingspiel
werde, aber es wurde seine bekannteste Oper. Verena Sarré, die Kinderund Jugendchorleiterin des Gärtnerplatztheaters München hat dieses
Projekt mit ihrer Musikakademie realisiert. Julia Riegel hat eine kindgerechte Inszenierung auf hohem musikalischen, szenischen und künstlerischen
Niveau auf die Bühne gebracht. Die
Rollen von Hänsel und Gretel werden
ebenso von Kindersolisten übernommen wie die Lebkuchenkinder, Engel
und Zauberwesen. Ein VoradventNachmittag für die gesamte Familie!
Das Unterrichtsmaterial inkl. CD mit Musikbeispielen stellt
Bayer Kultur kostenlos zur Verfügung.
Durchführung: Laterna Musica
Barbara Huche und Jacqueline Allers-Ullrich
Als sich Alexander Krichel in der vergangenen Spielzeit als neuer stArTKünstler zum ersten Mal einer Schulklasse vorstellte war die Begeisterung
sofort groß. Mit seiner gewinnbringenden Art zog er die Kinder sofort
in seinen Bann und Autogramme und
Fotos waren unumgänglich. Außerdem erfuhr man neben der Musik
viel über den Pianisten und sein Instrument, den Flügel. Auch in diesem
Jahr wollen wir die Möglichkeit anbieten aus dem Leben eines Tastenpoeten, wie wir den gefühlvollen Musiker
getauft haben, zu erfahren. Natürlich
wird auch viel Musik aus seinem Konzertprogramm (siehe S. 22) zu hören
sein. Was macht einen guten Musiker
aus? Wieso reicht es nicht, nur die
Noten zu spielen, die auf dem Papier
stehen. Was ist eine Interpretation?
Diesen Fragen wird er nachgehen.
Für Grundschulklassen
Geeignet auch für fachfremde Lehrer
Anmeldung erforderlich unter 0214.30-41289 oder
[email protected]
Für Schulklassen (1. bis 7. Klasse)
Anmeldung erforderlich unter 0214.30-41289
oder [email protected]
Di 13.05 | 09:30 und 11:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Mo 10.03 | 15:00 – 18:00 | Leverkusen, Bayer Kulturhaus
Do 22.05 | Uhrzeit und Ort
nach Vereinbarung
Mitmachen!
sing sala Bim
lehrerseminar zu sing sala Bim
Der Erfinder Christoph hat sich seinen Traum verwirklicht
und die „Sing-Sang-Maschine“ entwickelt: Ein beliebiger
Sänger soll darin zu einem echten Papageno werden.
Dass die Maschine noch nicht richtig funktioniert und
ein ums andere Mal einen anderen Sänger aus den unterschiedlichsten Musikepochen ausspuckt, steigert die
Spannung und die Motivation des Publikums, dem sympathischen Erfinder Christoph, der eigentlich Konzertpianist
ist, zu helfen. Die Kinder werden mitgerissen, amüsieren
sich und lernen auch noch etwas über Kunstgesang und
die verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten und Techniken der menschlichen Stimme. Reservieren Sie rechtzeitig
für Ihre Klasse.
Das Erfolgsrezept von Laterna Musica – vormals Ohrwurm
e. V. – besteht aus drei Phasen: In der ersten Phase, der
Lehrerfortbildung, wird in einem halbtägigen Workshop
das Unterrichtsmaterial vorgestellt und es werden Tipps
zur Vermittlung gegeben. In der nächsten Phase bereiten
diese ihre Schülerinnen und Schüler im Unterricht auf die
Konzerte vor. Abschließend besuchen die Klassen das
Konzert im Bayer Kulturhaus und werden viel Bekanntes
aber auch Neues entdecken. Eine anschließende Nachbereitung in den Klassen ist sinnvoll.
Ein Laterna Musica-Projekt
Konzept: Christoph Ullrich
Matthias Horn, Bariton | Christoph Ullrich, Klavier
Mitmachen!
Mitmachen!
Für Schulklassen (1. bis 6. Klasse)
Anmeldung erforderlich unter 0214.30-41289
oder [email protected]
termine nach Vereinbarung
Sarré Musikprojekte
Regie: Julia Riegel
Dirigent: Martin Steinlein
Für Kinder ab 6 Jahren
so 17.11 | 15:00
| Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 7 | 4
EUR 7 | 4 (inkl. Bustransfer)
86 kultur.bayer.de
-8+x | Kinder 87
oper
taNz
R. Wagner
Ente, Tod und Tulpe
sChaUspiel
Der kleine Häwelmann
Omelette
Winter
Der Fliegende holländer
richard Wagner wird „200“
ente, tod und tulpe
Der kleine häwelmann
omelette
Winter
Die Urfassung des Fluchs der Karibik
beruht auf einer Sage aus dem 18.
Jahrhundert. Sie handelt von einem
Kapitän, der dazu verdammt wurde,
bis zum jüngsten Tag mit seinem Gespensterschiff auf dem Meer umherzuirren, ohne je in einen Hafen einlaufen oder Erlösung im Tod finden zu
können. Richard Wagner, dessen Geburtstag sich 2013 zum 200. Mal jährt,
stellt in seiner Oper die Frage, ob Mitleid und Liebe einen Menschen vom
scheinbar unabänderlichen Schicksal
erlösen können? Die Fassung der Kinderoper Papageno aus Wien bleibt nah
am Original. Vier Opernsänger – Senta
(Sopran), Erik (Tenor), der Holländer
(Bariton) und Daland (Bass) führen
durch eine Geschichte, die immer wieder neu fasziniert! So wird der Einstieg
in die Welt der Oper zum Kinderspiel.
Ist denn das etwas für Kinder: Richard
Wagner? Und wie! Denn das Leben
eines der berühmtesten Opernkomponisten, die je gelebt haben, war mehr
als spannend: Da gab es revolutionäre
Barrikadenkämpfe (er wurde danach
per Steckbrief gesucht), eine stürmische Seefahrt nach Riga mit einem
großen Segelschiff – Motorschiffe gab
es damals noch gar nicht, ständig
riesige Schulden (er war ein Meister
im „Schuldenmachen“), einen echten
König (der ihm immer wieder aus dem
Schlamassel half) und ein Opernhaus, das sich Wagner ganz allein für
sich und seine Opern bauen ließ (und
das heute immer noch unverändert in
Bayreuth steht und dieses Städtchen
mittlerweile weltberühmt gemacht hat).
Von alldem und vielem mehr handelt
dieser Workshop auf der großen Bühne des Erholungshauses – bei dem
natürlich auch die Musik von Richard
Wagner nicht zu kurz kommen wird.
Ein heiter-spannender Vormittag mit
Volker Mattern.
Die Ente bemerkt eines Tages eine
Gestalt, die ihr schon seit längerem
folgt. Das Wesen hat eine Tulpe in der
Hand, und sie erkennt sofort, um wen
es sich handelt: Es ist der Tod. Die
Ente erschrickt. Ist er gekommen, um
sie mitzunehmen? Doch der Tod hat
keine Eile, er ist für alle Fälle schon
mal da. Und eigentlich ist er ziemlich
nett. Die Ente und der Tod werden
Freunde – auch wenn der Entenalltag
erst einmal gewöhnungsbedürftig und
Wasser nicht so sehr seine Sache ist.
Theater, Tanz und Klang geben sich
ein Stelldichein – genau wie Ente, Tod
und Tulpe. Ein Stück, in dem es um
das Leben geht, das den Tod nun mal
zur Folge – aber auch zum Freund
hat. Diese Produktion des Jungen
Schauspielhaus Düsseldorf ist betont
schlicht und reduziert, und konfrontiert Kinder auf spielerische teilweise
auch witzige Weise mit dem Thema
Vergänglichkeit.
Nachts, wenn die meisten Menschen
schlafen, erwacht im kleinen Häwelmann die Entdeckerlust. In seinem
Bett entflieht er auf einem Mondstrahl
reitend kurzerhand dem Kinderzimmer
durch das Schlüsselloch und erlebt
Abenteuer in der sternenerleuchteten Nacht. Theodor Storm schrieb die
Geschichte vom kleinen Häwelmann
1849 für seinen Sohn Hans als liebevollen Stoßseufzer eines geplagten
Vaters über die nimmermüde Entdeckungsfreude eines Dreijährigen;
Häwelmann bedeutet im Niederdeutschen so viel wie Nervensäge.
Ein konservatives Elternpaar bemüht
sich vergeblich, ihre schelmische
Tochter, die eine Henne als furchtlose
Freundin hat, zu zähmen. Vorher führte
jeder in seinem Umfang ein geregeltes
Leben ohne Überraschungen, bis die
Henne beginnt, Einfluss auf die Tochter zu nehmen und ihr hilft, aus der ihr
zugewiesenen Rolle zu fliehen. Die in
den Augen der Eltern störende Henne
wird von den skrupellosen Eltern daraufhin gejagt. Allein mit Musik, Bildern
und Klängen und ganz ohne Sprache
wird dieses wunderbar komische Werk
von Paulo Ferreira durch das belgische
Claire de Lune Théâtre inszeniert.
Ganz sicher das Gelbe vom Ei.
Was kann man mit Schnee alles anfangen? Und kriegen eigentlich auch
Tiere kalte Füße? Diesen und anderen
Fragen geht Susanne Olbrich im Stück
Winter auf spielerische Weise auf den
Grund. Die Puppenspielerin schickt
das Mausekind Jakob gemeinsam mit
den Zuschauern auf eine Reise durch
die Winterwunderwelt. Im Berliner
TheaterFusion hat Susanne Olbrich
vier einzelne Theaterstücke geschaffen, die auf die besonderen Konzentrations- und Aufmerksamkeitsbedürfnisse von Kindergartenkindern eingehen
und dabei auf Schauspiel, Objektspiel,
Sprachspiele, Klänge, Lieder und das
Puppenspiel setzen. Nach Frühlingskitzel ist Winter das zweite Stück aus
dem Zyklus Jahreszeitenquartett von
Olbrich, das Bayer Kultur in der Reihe
-8+x im Studio präsentiert.
Regie, Choreographie: Franziska Henschel
Musik: Frank Schulte
Für Kinder ab 5 Jahren
sa 28.09 | 15:00
sa 28.09 | 17:30
| Bayer Kulturhaus, Leverkusen
so 03.11 | 15:00
| Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Fr 18.10 | 16:00
| Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 7 | 4
EUR 7 | 4
Kinderoper Papageno Wien
Regie und Kinderfassung: Peter Pacher
Musik und Orchesteraufnahme: Frizz Fischer
Do 03.10 | 14:00
| Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 7 | 4
Mitmachen!
Für Kinder von 6 bis 10 Jahren
Anmeldung erforderlich unter 0214.30-41289
oder [email protected]
termine nach Vereinbarung
EUR 7 | 4
88 kultur.bayer.de
von Theodor Storm
Theater der Jungen Welt Leipzig
Regie: Marion Firlus
Mit: Dirk Baum
Bühnenbild, Kostüme: Axel Jirsch
Puppenbau: Axel Jirsch
Video: Tilman König
Für Kinder ab 4 Jahren
von Paulo Ferreira
Claire de Lune Théâtre
Puppenspieler: Paulo Ferreira
Musik: Jean Jadin
Bühnenbildner: Elise Dethier
Mitarbeit: Hélène Pirenne
Für Kinder ab 5 Jahren
Aus der vierteiligen Reihe
Mein Jahreszeitenquartett
TheaterFusion
Idee und Spiel: Susanne Olbrich
Für Kinder von 2 bis 5 Jahren
sa 18.01 | 15:00
| Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 7 | 4
-8+x | Kinder 89
sChaUspiel
KUNst
Zwei Monster
Die Geschichte vom Fuchs
zwei Monster
Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor
Die Protagonisten des Kindertheaters von Kristine Stahl
sind zwei Monster: Das eine heißt Rubin, ist rot, lispelt,
ist immer hungrig und lebt an der Ostseite eines Berges,
wo die Sonne aufgeht. Das andere Monster heißt Azur, ist
blau, sehr träge und lebt friedlich an der Westseite eines
Berges, wo die Sonne untergeht. Beide leben auf einer
Insel voneinander getrennt durch einen hohen Berg. Nur
Kraxel Axel, der eines Tages den Gipfel des Berges besteigt, weiß, dass es zwei Monster gibt. Eines Abends treffen sich die beiden und geraten in einen bösen Streit. Ob
sie sich wohl jemals wieder vertragen und ob sie vielleicht
sogar Freunde werden können, müssen die Besucher des
Stücks selbst herausfinden.
Eines ist sicher: die von Kathrin Sellin liebevoll gestalteten
Handpuppen erobern die Kinderherzen im Sturm. Die Monster sind lieb und böse zugleich, laut, unberechenbar und
auch blutrünstig. Die Schauspieler Paul Günther und Martin
Vogel wechseln zwischen der Monster- und Erzählerrolle.
Es war einmal ein Fuchs, der war heldenhaft, klug und
hübsch. Jederzeit machte er sich mit den Gänsen einen
Spaß und die Hunde des Jägers hatten stets das Nachsehen. Von seinen Geschichten konnten die jungen Füchse
gar nicht genug bekommen. So lebte er lange und wurde
alt. Und dabei auch ein bisschen vergesslich. Wer hatte
nun heute Geburtstag? Und war dieses hübsche Nest eigentlich seine Wohnung? Und wie lange kann ein Fuchs
baden gehen, ohne etwas zu essen?
Die neue Theaterinszenierung der Compagnie Freaks und
Fremde erzählt spielerisch, voller Feinsinn und mit erhellendem Humor eine Geschichte über das Altern und Vergessen, über Schwierigkeiten und Möglichkeiten im Umgang miteinander, wenn die Erinnerungen versagen und
die Welt Kopf steht.
nach dem Buch von David McKee
Theater Waidspeicher
Regie: Kristine Stahl
Mit: Paul Günther und Martin Vogel
Bühne, Kostüme, Puppen: Kathrin Sellin
Musik und Sound: Udo Hemmann
Für Kinder ab 4 Jahren
sa 08.03 | 15:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
von Martin Baltscheit
Freaks und Fremde
Dramaturgie: Jutta Staerk
Mit: Heiki Ikkola und Sabine Köhler
Musik: Frieder Zimmermann
Für Kinder ab 6 Jahren
sa 10.5 | 15:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Kinderatelier
Kinderatelier
augen auf! ein Nachmittag für entdecker
Wunderkammern
Wenn man sich Zeit lässt und ganz aufmerksam schaut,
begegnen einem plötzlich auf allen Wegen neue überraschende Dinge. Man entdeckt die Schönheit ganz beiläufiger Dinge, findet Schätze oder Merkwürdigkeiten, die man
genauer unter die Lupe nehmen kann. Der Nachmittag
beginnt mit einer solchen Entdeckungstour, auf der alle
finden werden, was einen zweiten Blick wert ist oder die
Phantasie sprühen lässt. Bei diesen Fundstücken kann
man dann entweder wie ein Forscher genauer nachsehen
oder ein kleines Kunstwerk voller Phantasie daraus entwickeln, das eine eigene Schönheit besitzt. Vielleicht wird
etwas ganz anderes daraus? Eigentlich sind sich darin
doch alle echten Entdecker ähnlich, dass sie genauer hinsehen und etwas Neues finden, egal ob sie Künstler oder
Naturforscher werden.
Wunderbare Dinge finden und Schätze sammeln gehört zu
den Lieblingsbeschäftigungen. Vielleicht habt Ihr auch eine
Sammlung von Dingen, die Euch etwas bedeuten, weil sie
besonders schön sind, an tolle Erlebnisse erinnern oder
Euch einfach aufgefallen und viel zu schade zum Liegenlassen sind. Diese Schätze könnten noch viel besser zur
Geltung kommen und anderen auch wertvoll werden, wenn
sie ins rechte Licht gerückt würden: man kann sie zu einem neuen Kunstwerk umgestalten oder ihnen eine kleine
Schatzkammer basteln. Geschmückte Truhen oder ganze
Schatzkammern haben die Menschen für Ihre Sammlungen schon seit eh und je gebaut und es macht auf jeden
Fall Spaß die eigenen Fundstücke in einer selbst gestalteten Wunderkammer zu bewahren und anderen zu zeigen.
Mitmachen!
Mitmachen!
Leitung: Sylle und Michaela Oberhaus
Leitung: Sylle und Michaela Oberhaus
Für Kinder von 6 bis 11 Jahren, die Teilnehmerzahl ist auf 12 begrenzt
Anmeldung erforderlich unter 0214.30-41289 oder
[email protected]
EUR 7 | 4
sa 12.10 | 14:30 – 17:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 09.11 | 14:30 – 17:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 30.11 | 14:30 – 17:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Für Kinder von 6 bis 11 Jahren, die Teilnehmerzahl ist auf 12 begrenzt
Anmeldung erforderlich unter 0214.30-41289 oder
[email protected]
sa 18.01 | 14:30 – 17:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 15.02 | 14:30 – 17:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 15.03 | 14:30 – 17:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 7 | 4
90 kultur.bayer.de
-8+x | Kinder 91
- 16+x | JUGeND
KoNzert
sChaUspiel
reason of respect
Newcomer-Bands bei Bayer Kultur
von Thilo Reffert | Regie: Addi Stephan
Endokard | Karuso | The German Potatoes
sa 09.11 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
termine nach Vereinbarung
im Klassenzimmer
La Karamborage | They Called Me Sir | Friend or Enemy
sa 25.01 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
ich bin ein guter Vater
Poetry Fact | What Happened to Roy g Biv? | Selfish Mule
sa 28.06 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
termine nach Vereinbarung
im Klassenzimmer
oper
Gina lonka
Von Jörg Menke-Peitzmeyer | Regie: Remo Hofer
Woyzeck ein musikalischer Fall
serse
von Georg Friedrich Händel
Dirigent: Wolfgang Katschner | Regie: André Bücker
Lautten Compagney Berlin
sa 21.09 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
nach Georg Büchner | Regie: Roberto Ciulli
Theater Mülheim an der Ruhr
sa 12.10 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Die erd ist höllenheiß – mir eiskalt!
Mitmachen!
abheben – Bühnenbild Workshop
Mitmachen!
termine nach Vereinbarung
Woyzeck-Workshop i
Theaterwerkstatt für 25 Jugendliche ab 16 Jahren
sa 12.10 | 14:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Woyzeck-Workshop ii
taNz
Theaterwerkstatt für 20 lehrkräfte
(nur sinnvoll in Verbindung mit dem Besuch der Vorstellung)
Boxe Boxe DE
Choreographie: Mourad Merzouki
Musik: Ravel, Verdi, Schubert, Glass, Gorecki
termine nach Vereinbarung
Di 27.05 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
tagebuch eines Wahnsinnigen
Mitmachen!
Rollenstudium mit Samuel Finzi
hip-hop for beginners
Mitmachen!
so 10.11 | 11:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Der Workshop findet mit Schülerinnen und Schülern der Sport-Klasse
der Käthe-Kollwitz-Schule in Rheindorf statt.
-16+x | Jugend 93
JUGeND iM FoKUs
sChaUspiel
Jenseits von eden
von John Steinbeck | Regie: Gil Mehmert
Theater der Jugend München
Fr 15.11 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Crystal – 10 Versuche über rausch UA
Ensembleproduktion für Tänzer und Schauspieler
Für Jugendliche von 15 bis 18 Jahren (9. – 12. Klasse)
Theater der Jungen Welt Leipzig | Regie: Heike Hennig
Eine Koproduktion von Bayer Kultur und dem
Theater der Jungen Welt Leipzig
KUNst
Kunstfoto – Fotokunst
Mitmachen!
Für Jugendliche von 12 bis 16 Jahren
Leitung: Andrea Raak (Künstlerin und Kunstpädagogin)
Mo 06.01 | 11:00 – 16:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Wer suchet der findet...
Mitmachen!
Für Jugendliche von 10 bis 15 Jahren
Leitung: Petra Deta Weidemann (Künstlerin)
Mo 21.10 – Mi 23.10 | 10:00 – 15:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
so 23.02 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Chamäleon oder die Kunst der täuschung
Mitmachen!
Für Jugendliche von 12 bis 16 Jahren
Leitung: Andrea Raak (Künstlerin und Kunstpädagogin)
Mi 23.04 – Fr 25.04 | 10:00 – 15:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
In dieser Spielzeit haben wir unser Augenmerk – nicht nur,
aber in ganz besonderem Maße – auf die Zielgruppe der
Jugendlichen und jungen Erwachsenen gerichtet. Hier liegt
auch unser Fokus in den kommenden Jahren. Im Ergebnis
– das belegen die folgenden Seiten – haben wir unsere Angebote für diese Zielgruppe völlig neu aufgestellt.
An die Stelle des bisherigen Jugendabos – das den Gewohnheiten der jugendlichen Theater- und Musikfreunde durch die Festschreibung von Terminen und Inhalten
nur noch sehr bedingt entsprach – tritt ab sofort ein vielschichtiges und sehr variables, aber vor allem auch inhaltlich ausgeweitetes Programmangebot, aus dem die
Jugendlichen ihre
Favorites selbst aussuchen und zusammenstellen
können. Das ist neu. Und das gilt vom Grundsatz für alle
Theaterstücke aus den Abonnement-Reihen „SCHAUSPIEL
klassisch, SCHAUSPIELmodern und den beiden STUDIOReihen; wir geben allerdings eine „Hilfestellung“, in dem wir
die Stücke vorschlagen, die sich mit der Lebenswirklichkeit
dieser Altersgruppe in besonderem Maße beschäftigen.
Daneben – die zweite zentrale Neuerung – produziert Bayer
Kultur aber auch zwei sogenannte
„Klassenzimmerstücke“ zu jugendrelevanten themen
und geht damit ganzjährig in die Schulen. Etwa gina Lonka
von Thilo Reffert zum Thema der inflationär um sich greifenden Casting-Shows. Weiterhin wird im Bereich des
Jugendtheaters die Zusammenarbeit mit dem Jungen DT
(der Jugendsparte des Deutschen Theaters Berlin) intensiviert und die bewährten Kooperationen mit der Hochschule
für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin sowie dem Theater der Jungen Welt Leipzig weitergeführt. Die
Uraufführung von Crystal
anmeldung zu allen Mitmachen!-Projekten
über unsere Theater-Pädagogin
Christine Hellweg
Mitmachen!-Telefon: 0214.30-41289
[email protected]
94 kultur.bayer.de
eine Koproduktion mit dem TdjW, findet dabei abermals in
Leverkusen statt. Alle anderen Produktionen für diese Zielgruppe haben wir nicht im Großen Haus, sondern in unserer
zweiten Spielstätte, dem STUDIO angesetzt. Unsere neue
Reihe mit aktuellen Stücken, die sich primär (aber natürlich
nicht nur!) an junge Erwachsene richtet heißt
stUDiozeitstÜCKe
Ergänzend zu diesen vielfältigen Theaterangeboten entwickeln wir in Zukunft Jugendprojekte mit der freien Theaterszene in Leverkusen und Köln. Dabei setzen wir in
erster Linie auf das Junge Theater Leverkusen mit seiner
engagierten Leiterin Claudia Sowa; wir strecken die Fühler aber auch in Richtung Köln aus, um ähnliche Projekte
unter Beteiligung junger Leute aus Leverkusen und Umgebung auf die Beine zu stellen und Jugendliche zum
Mitmachen!
zu animieren. Auch in unserem Education-Programm tut
sich also eine Menge Neues. Es gibt hier eine Vielzahl
hoch interessanter Angebote bis hin zu einem TheaterWorkshop mit dem Film- und TV-Star Samuel Finzi. Im
Verlauf der Spielzeit werden – auch das ist neu –
Neun Nachwuchs-Bands aus der region im stUDio
ihr musikalisches Potenzial unter Beweis stellen und diese
tolle Nebenspielstätte – hoffentlich – auch zu einer angesagten Location für junge Leute aus Leverkusen und Umgebung machen. Mit der Konzert-Reihe reason of respect,
die die unterschiedlichsten Musikrichtungen zu Wort kommen läßt, schließen wir eine schmerzliche Lücke bei unseren Musik-Angeboten (bei Klassik und Jazz freuen wir uns
natürlich auch auf junge Besucher). Special thanks an Varol
Kiyar, der diese Reihe für uns konzipiert hat!
Auch im TAnz und der KUnST werden junge Leute nach
wie vor Projekte finden, die sie begeistern werden und sogar die
oper
hält Einzug bei -16+x. André Bückers Inszenierung von
Georg Friedrich Händels Serse setzt auf junge (und attraktive) Sängerinnen und Sänger, ist szenisch in der Gegenwart angesiedelt und beweist, dass „Sex and Crime“ keine
Erfindung Hollywoods ist. Barockoper in dieser Form ist
Entertainement pur, witzig und unterhaltsam – Happy End
mit dicken Tränen garantiert!
-16+x | Jugend 95
KoNzerte
The German Potatoes
oper
Friend or Enemy
Selfish Mule
reason of respect – Newcomer-Bands bei Bayer Kultur
Bayer Kultur bietet in der Saison
2013/14 als musikalisches Programm
für junge Leute insgesamt neun Jugendrockbands aus der Region ein
Forum, aufgeteilt auf drei Konzerte
mit verschiedenen Stilrichtungen. Den
Anfang macht eine Indie-Rock-Nacht.
Das aus Leverkusen stammende Trio
endokard mutet mit einer Mischung
aus furiosem Punkrock und komplexem Post-Hardcore ihren Zuhörern
einen bissigen Abgesang auf die Ellenbogengesellschaft zu. Der Sound
von Karuso – das sind Jens Rall und
Sebastian Randerath – fetzt zwischen
Indietronic und Latin. Experimentell,
stilistisch noch nicht festgelegt sind
The german Potatoes, eine ungestüme Garage Rock Band. Ihr Song
reason of respect gab der Reihe
ihren Namen.
Zur Punk-Rock-Nacht im Januar heizen La Karamborage, They Called
Me Sir und Friend or enemy ein. La
Karamborage stammt aus Leverkusen
und begeistert das Publikum mit
Classic Rock und Eigenkompositionen zwischen Funk und Crossover.
They Called Me Sir spielen ebenfalls
mit den Musikstilen – von Balladen
über verflossene Punk-Hymnen zu
epischen Metal-Elementen. Friend or
enemy ist eine Alternative-Rockband
mit Einflüssen aus Punk, Pop und
Post-Hardcore. Die Band rund um die
beiden Frontmänner Kamil Wilde und
Lukas Hüttis hat mit Pop-Punk-Songs
seit 2011 die Bühnen im Großraum
Köln-Leverkusen erobert.
Das dritte Konzert dieser außergewöhnlichen Reihe mischt die Stile in
einer Special Night. Die Band Poetry
Fact spielt selten leise, ihr Markenzeichen ist ein energischer, harter
Rock-Sound. What Happened to roy
g Biv? machen intelligenten und tiefgründigen Post-Indierock zwischen
Experiment und Eingängigkeit, Progressive und Pop. Die vier Leverkusener von Selfish Mule haben seit 2007
mit harten und melodischen Klängen
ihr Publikum begeistert. Nach der Erweiterung zur vierköpfigen Band und
ihrem ersten Album haben sie vor
kurzem ein starkes Bühnencomeback
gefeiert.
Endokard
Karuso
The German Potatoes
La Karamborage
They Called Me Sir
Friend or Enemy
Poetry Fact
What Happened to Roy g Biv?
Selfish Mule
sa 09.11 | 19:30
| Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 25.01 | 19:30
| Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 28.06 | 19:30
| Bayer Kulturhaus, Leverkusen
sa 21.09 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 5
EUR 5
EUR 5
EUR 18 | 5
96 kultur.bayer.de
Serse
Workshop Olga von Wahl
serse
abheben – Bühnenbild Workshop
Es wird bei Bayer Kultur ab dieser Spielzeit eine Experimentierbühne für junge Bands und aktuelle Musik aus Leverkusen und Umgebung geben. Passt es da, dass auch
die aus Sicht der Jugend eher als „verstaubt“ geltende –
über 300 Jahre alte Gattung der oPer – ebenfalls Einzug
bei -16+x hält? Ja klar! Denn wenn an den Opern nichts
dran wäre, würde es diese Form des Musiktheaters schon
längst nicht mehr geben. Georg Friedrich Händels Opernstoffe kann man problemlos in die Gegenwart versetzen.
Exemplarisch trifft dies auf André Bückers Inszenierung
von Serse zu. Entertainment pur, witzig und unterhaltsam
– Happy End mit dicken Tränen garantiert!
In Modellentwürfen M 1:25 entwickelt die Bühnenbildnerin
Olga von Wahl mit Jugendlichen theatrale Szenen und poetische Bildräume. Bei einem Streifzug durch Leverkusen
werden konkrete Beobachtungen vor Ort gemacht und
markante Räume gesucht, die die eigene Phantasie entfachen und zu neuen Bildwelten inspirieren. Das Thema des
Bühnenbild-Workshops lautet: ABHEBEN
Dabei geht es insbesondere darum, den urbanen Raum in
seiner Alltäglichkeit als Ausgangspunkt kreativen Schaffens zu begreifen und im Modell eigene Szenarien gestalterisch und bildkräftig zu entwickeln. Dass dabei natürlich
auch der unvoreingenommene Blick auf Menschen jedweder Art geschult werden soll, liegt auf der Hand. Bühne
(Raum) und Figurenpersonal (Darsteller) verschmelzen zu
einer Einheit.
von Georg Friedrich Händel
Wolfgang Karschner, Dirigent | André Bücker, Regie
Imme Kachel, Ausstattung | Frank Vetter, Video
Mitmachen!
Für Jugendliche von 14 bis 18 Jahre, max. 10 Teilnehmer
termine nach Vereinbarung | Anmeldung erforderlich unter
0214.30-41289 oder [email protected]
-16+x | Jugend 97
taNz
sChaUspiel
Boxe Boxe
Boxe Boxe DE
hip-hop for beginners
Rote Formen tauchen auf der dunklen Bühne auf, wirken
fast wie riesige Insekten oder Kriechtiere, die gerade geschlüpft sind. Nach und nach stellt der Zuschauer fest,
dass es sich um Boxhandschuhe handelt, die die Tänzer
der Compagnie Käfig an beiden Fäusten tragen. Und kaum
haben die Insekten ihr wahres Wesen offenbart, so geht
ein 70-minütiges, bisher so nie gesehenes Spektakel über
die Bühne. Da gibt es einen Schiedsrichter in gestreiftem
Hemd, sehr rundlich, der mit unerwarteter Leichtigkeit anfängt zu tanzen. Die anderen Darsteller kommen dazu, es
gibt kämpferische Tänze und tänzelnde Kämpfer.
Der Choreograph Mourad Merzouki mischt den Hip-Hop mit
zeitgenössischen Elementen und Anlehnungen an die asiatischen Kampfsportarten. Als besonderes Element widerspricht er allen Erwartungen, die den Hip-Hop eher mit
harten Klängen des Rap und anderer urbaner Klänge verbindet, und wagt es, seine Tänzer mit klassischer Musik
zu begleiten. Ein Streichorchester spielt live und trägt wesentlich dazu bei, dass dieser Abend, getragen von einem
feinen, poetischen Humor, zu einem Erlebnis für Jung und
Alt wird.
Anlässlich des Gastspiels Boxe Boxe von Mourad Merzouki
findet in Zusammenarbeit mit der Käthe-Kollwitz-Schule in
Rheindorf und dem Referat Tanzvermittlung beim nrw landesbüro tanz ein Workshop im Bayer Kulturhaus statt, in
dem eine erste Begegnung mit verschiedenen Bewegungsabläufen und Bewegungsmustern des Hip-Hop ermöglicht
wird. Der französische Choreograph begegnete dem HipHop auf den Straßen seiner Heimatstadt und erlebte durch
diesen Tanzstil eine neue Form der persönlichen Freiheit.
Er entwickelte den Hip-Hop für die Bühne weiter und gastiert seither sehr erfolgreich in vielen Ländern.
Der Workshop soll den Kindern eine Möglichkeit bieten,
ihren Körper in der Bewegung zu erfahren, ein Bewusstsein für Bewegungsabläufe zu entwickeln und zu erkennen,
dass Tanz Horizonte öffnen kann. Die Mädchen und Jungen werden angeregt, ihre Umgebung mit anderen Augen
zu sehen, indem sie ein positives Körperbewusstsein entwickeln lernen. In der gemeinsamen tänzerischen Arbeit,
angeleitet durch einen pädagogisch erfahrenen Tänzer
oder Choreographen, erleben die Kinder Toleranz, Einfühlsamkeit und Teamfähigkeit.
Als krönender Abschluss besteht die Möglichkeit, kurze
Zeit später die Profis auf der großen Bühne zu erleben.
Choreographie: Mourad Merzouki
Musik: Ravel, Verdi Schubert Glass Gorecki
Di 27.05 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 18 | 5
98 kultur.bayer.de
Mitmachen!
Der Workshop findet mit Schülerinnen und Schülern der Sport-Klasse
der Käthe-Kollwitz-Schule in Rheindorf statt.
J. Reiß
F. Russo
Gina lonka im Klassenzimmer
ich bin ein guter Vater im Klassenzimmer
gina Lonka ist eine schillernde Persönlichkeit: Superstar, It-Girl, Model, Werbe-Ikone, Sängerin, Songwriterin,
Schauspielerin, Designerin und vieles mehr. Gina nimmt
sich eine Stunde Zeit und kommt zu ihren Fans in die
Schule, um Autogramme zu geben, ihre Single vorzustellen, das letzte Album, ihre Biografie und ihr neues Parfum: „Gina – The Fragrance“. Thilo Refferts Stück handelt
von der glänzenden Oberfläche der Medienindustrie, ihren
großen Versprechungen und ihren kalten Geschäftspraktiken, den Träumen Heranwachsender und der Kurzlebigkeit medialer Berühmtheit.
Statt schleunigst die 200 Kilometer Autobahn zwischen
Familie und Büro zurückzulegen, riskiert es Alexanders
Vater, einen wichtigen Geschäftstermin zu verpassen, um
dem Sohn das Sportzeug hinterher zu tragen. Was für
ein Vater! Im Klassenzimmer angekommen, ist Alexander
nicht da. Ist der Junge immer noch sauer auf ihn, weil er
seinen Geburtstag vergessen hat? Der Ingenieur kommt
ins Grübeln und denkt über sich und sein Leben nach…
Zu den bekanntesten Autoren im deutschsprachigen Kinder- und Jugendtheater zählt Jörg Menke-Peitzmeyer. In
seinem Stück geht er der Frage nach: Was macht denn
wirklich einen guten Vater aus?
von Thilo Reffert
Regie: Addi Stephan | Mit: Jana Reiß
termine (ab 09.09) nach Vereinbarung unter 0214.30-41289 oder
[email protected]
Dieses Stück wird in den Schulen – „im Klassenzimmer“ – gespielt.
von Jörg Menke-Peitzmeyer
Regie: Remo Hofer | Mit: Francesco Russo
termine (ab 20.09) nach Vereinbarung unter 0214.30-41289 oder
[email protected]
Dieses Stück wird in den Schulen – „im Klassenzimmer“ – gespielt.
-16+x | Jugend 99
sChaUspiel
Woyzeck ein musikalischer Fall
B. Deutsch
Graphik: Günter Mattei
Woyzeck ein musikalischer Fall
Die erd ist höllenheiß – mir eiskalt!
Jenseits von eden
Georg Büchners Woyzeck gehört zu
den meistgespielten und bedeutendsten Texten der deutschen Theaterliteratur. Der Autor hat mit Woyzeck den
ersten modernen Anti-Helden geschaffen. Woyzeck, ein einfacher Soldat,
ist seelisch und körperlich kaputt,
von seinem Umwelt wird er gedemütigt und für medizinische Experimente
missbraucht; ein Outcast und Underdog, der verzweifelt versucht, sich und
seine geliebte Marie durchzubringen.
In der vierstündigen Werkstatt für
Schüler wird mit Bewegungsübungen
und kleinen Improvisationen zu den
Grundthemen des Stücks und der
Inszenierung vorgedrungen. Im Mittelpunkt steht die Lust am Spiel, die
Arbeit an dem Zusammenbringen von
Sprechen und Körper.
John Steinbeck übertrug das alttestamentarische Gleichnis von Kain und
Abel auf die Konflikte einer amerikanischen Familie über drei Generationen
von der Mitte des 19. Jahrhunderts
bis zum Ende des Ersten Weltkrieges.
Eine der Romangeschichten, die Geschichte der ungleichen Brüdern, die
um die Liebe ihres Vaters buhlen und
um eine Frau kämpfen, ist als Film einer der Klassiker des Hollywoodkinos
geworden. Begleitet von der Musikern
der bananafishbones erzählt die Münchener Inszenierung die komplette Familiensaga als ein spannungsreiche,
modernen Version eines alten Mythos,
der mit seiner zeitlosen Thematik das
Publikum in seinen Bann zieht.
nach Georg Büchner
Theater Mülheim an der Ruhr
Regie: Roberto Ciulli
Musik: Matthias Flake
Bühnenbild: Gralf-Edzard Habben
Kostüme: Heinke Stork
Mit: Dagmar Geppert; Albert Bork,
Matthias Flake, Klaus Herzog, Peter Kapusta,
Marco Leibnitz, Khosrou Mahmoudi,
Fabia Menéndez, Steffen Reuber,
Volker Roos, Rupert J. Seidl
sa 12.10 | 19:30
| Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 18 | 5
Mitmachen!
Woyzeck-Workshop i
für 25 Jugendliche ab 16 Jahren
sa 12.10 | 14:00
| Bayer Kulturhaus, Leverkusen
In der Werkstatt für Lehrkräfte werden
Möglichkeiten untersucht, eine Inszenierung auf emotionale Art den Schülern näher zu bringen. Ausgehend von
Aufwärmübungen und Standbildern
geht es weiter mit Übergängen aus
der Statuenarbeit Boals hin zum szenischen Spiel.
Woyzeck-Workshop ii
für 20 lehrkräfte (nur sinnvoll in Verbindung
mit dem Besuch der Vorstellung am 12.10)
Anmeldung erforderlich unter 0214.30-41289
oder [email protected]
termine nach Vereinbarung
von John Steinbeck
Übersetzung und Bearbeitung: Ulrike Syha
Theater der Jugend München
Regie: Gil Mehmert
Musik: Bananafishbones
Songtexte: Sebastian Horn
Bühne und Kostüme: Dagmar Morell
Mit: Julia Meier; Markus Campana, Sebastian
Feicht, Peter Horn, Sebastian Horn, u. a.
Fr 15.11 | 19:30
| Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 18 | 5
100 kultur.bayer.de
H. Hennig
S. Finzi
tagebuch eines Wahnsinnigen
Crystal – 10 Versuche über rausch UA
Der Wunsch, einem Großen der Zunft zu begegnen und
von ihm zu lernen, erfüllt sich für eine Gruppe von 10
Schauspielern des Jungen Theaters Leverkusen in einem
Workshop mit Samuel Finzi. Der Schauspieler, bekannt
durch seine Theater-, Film- und Fernseharbeit, lädt zu einem Rollenstudium der besonderen Art ein. Gemeinsam
mit den jungen Nachwuchsschauspielern erarbeitet er die
Rolle, in der er am Deutschen Theater Berlin vom Publikum
regelmäßig gefeiert wird: die Rolle des Poprischtschin, des
Protagonisten aus Nikolai Gogols Erzählung Tagebuch
eines Wahnsinnigen, der – ein kleiner Beamter im Staatsdienst – allmählich dem Wahnsinn anheimfällt. Die erste
Zusammenarbeit im Bereich Mitmachen! zwischen dem
Jungen Theater Leverkusen und Bayer Kultur. Weiterbildung at it's best!
Das Theater der Jungen Welt ist eines der renommiertesten und traditionsreichsten Kinder- und Jugendtheater im
deutschsprachigen Raum. 1946 als erstes professionelles
Kinder- und Jugendtheater in Deutschland gegründet, hat
es sich unter Intendant Jürgen Zielinski in den vergangenen Jahren zu einem auch international gefeierten Stadttheater für alle Generationen mit bundesweitem Renommee entwickelt. In der Produktion Crystal suchen Tänzer/
innen und Schauspieler/innen nach dem ultimativen Kick.
Sie untersuchen die Spuren, die Rausch in ihren Körpern
hinterlässt, fragen nach seiner Sprengkraft, aber auch
nach dem tiefen Fall und der Einsamkeit, die er hinterlässt.
Mitmachen!
Workshop für die Mitglieder des Jungen Theaters Leverkusen
so 10.11 | 11:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Ensembleproduktion für Tänzer und Schauspieler
Regie: Heike Hennig
Koproduktion Bayer Kultur/Theater der Jungen Welt Leipzig
Für Jugendliche von 15 bis 18 Jahren (9. – 12. Klasse)
Uraufführung
so 23.02 | 18:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 18 | 5
-16+x | Jugend 101
KUNst
Jugendatelier
Fotokunst
Kunsthochschule Dresden
Kunstfoto – Fotokunst
Jugend-Jury Kunst
Was kann ein Foto erzählen? Wie viel verrät uns ein Foto?
Ein Foto ist ein Abbild… oder? Es darf spannend werden,
unheimlich, zu schön um wahr zu sein, poetisch, verrückt
oder absolut irritierend.
Die faszinierende Ausstellung der Künstlerin Corinne Rusch
erzählt mit ihren Fotografien Geschichten. Wir nehmen uns
Zeit und entdecken, was die Künstlerin inszeniert hat. Danach werden wir selber zu Künstlern. Deine erfundene Geschichte kann sich in einem Foto zeigen. Oder finden sich
verschiedene Geschichten in einem Foto wieder? Wir suchen uns ungewöhnliche Orte und verwandeln sie. Dabei
können wir selber ein Teil der Inszenierung sein.
Keine Vorkenntnisse erforderlich. Wer möchte kann seine
eigene Kamera mitbringen.
Moderne Kunst ist nicht immer einfach zu verstehen – für
Erwachsene nicht und schon gar nicht für Jugendliche.
Andererseits wird die aktuelle Kunst ja gerade auch von
jungen oder zumindest jüngeren Künstlern gemacht. Ist da
nicht der Gedanke naheliegend, dass die Altersgenossen
vielleicht sogar einen „einfacheren“ zumindest aber „direkteren“ Zugang zu aktuellen Arbeiten haben?
Wir machen die Probe auf’s Exempel und laden eine Gruppe
von Jugendlichen ein, sich einen Eindruck von der stArTAusstellung Kunsthochschulen zu gast der Klasse Bommel
der Hochschule der Bildenden Kunst Dresden zu machen,
die Werke unter fachlicher Anleitung zu besprechen und
dann einen „Jugend-Publikumspreis“ zu vergeben.
Mitmachen!
Leitung: Andrea Raak (Künstlerin und Kunstpädagogin)
Für Jugendliche von 12 bis 16 Jahren
Anmeldung erforderlich unter 0214.30-41289 oder
[email protected]
Mo 06.01 | 11:00 – 16:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
102 kultur.bayer.de
Mitmachen!
Chamäleon
Wer suchet der findet...
Chamäleon oder die Kunst der täuschung
Kunst als gestalterischen Prozess wahrnehmen – das sollte man ausprobieren. Gegenstände, die scheinbar keine
Funktion mehr haben können unendliche Möglichkeiten
zur Gestaltung besitzen. Ausgehend von eigenen alten
Kleidungsstücken werden durch Bedrucken und Umgestalten neue Dinge – vielleicht Kleidung oder Accessoires,
vielleicht Geschenke oder Kunstwerke. Dies kann auf vielerlei Weise geschehen. Schaut in Eurem Kleiderschrank
nach, ob sich etwas findet, dass schon fast vergessen
ist. Außerdem werden alte Zeitschriften und Zeitungen
gebraucht für das Herstellen von Druckschablonen. Dann
kann es losgehen mit dem Gestalten.
In Form einer täuschenden Tarnung werden wir Stellen
rund ums Erholungshaus verwandeln. Ausschnitte, die wir
entdecken und die uns interessieren, werden in Form von
Mimikrys nachgeahmt und an Stelle des Originals installiert, z. B. eine Heizung wird täuschend echt in Originalgröße abgemalt. Das Gemälde der Heizung wird dann an dem
Ort des Originals aufgehängt. Die Mimikrys bleiben und
warten auf ihre Entdeckung. Werden die Passanten und
Besucher etwas bemerken? Wie reagieren die Betrachter?
Als Mimikry (vom englischen mimicry für die „Nachahmung“) wird in der Biologie die Ähnlichkeit von Tieren einer
bestimmten Art mit denen einer zweiten Art bezeichnet, so
dass Tiere einer dritten Art die beiden anderen Arten nicht
sicher voneinander unterscheiden können und miteinander verwechseln.
Mitmachen!
Leitung: Petra Deta Weidemann (Künstlerin)
Für Jugendliche von 16 bis 20 Jahren
Anmeldung erforderlich unter 0214.30-41289 oder
[email protected]
Für Jugendliche von 11 bis 16 Jahren
Die Teilnehmerzahl ist auf 12 begrenzt (mind. sechs Teilnehmer)
Anmeldung erforderlich unter 0214.30-41289 oder
[email protected]
termin nach Vereinbarung
Mo 21.10 – Mi 23.10 | 10:00 – 15:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Mitmachen!
Leitung: Andrea Raak (Künstlerin und Kunstpädagogin)
Für Jugendliche von 12 bis 16 Jahren
Die Teilnehmerzahl ist auf 12 begrenzt (mind. sechs Teilnehmer)
Anmeldung erforderlich unter 0214.30-41289 oder
[email protected]
Mi 23.04 – Fr 25.04 | 10:00 – 15:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
-16+x | Jugend 103
iN Der KUlisse
Kulissen-talk
Prominente Gäste im Gespräch auf dem roten Sofa
Claudia amm | Günter lamprecht
Jazz-Kulisse
Mit Brunch (ab 10:00) für die ganze Familie
und theaterpädagogischer Kinderbetreuung
Im Gespräch mit Reiner Ernst Ohle
sa 19.10 | 22:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
smart metal hornets & dix
Joachim Król
hot Club d’allemagne
Im Gespräch mit Volker Mattern
so 12.01 | 16:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
so 08.12 | 11:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Judy Winter | Chariklia Baxevanos | hannelore Cremer
Im Gespräch mit Reiner Ernst Ohle
so 02.02 | 15:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
so 06.10 | 11:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
alexandra lehmler Quintett
so 30.03 | 11:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Valentin radutiu | Benjamin schaefer
so 18.05 | 11:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Winfried Glatzeder
Im Gespräch mit Reiner Ernst Ohle
so 30.03 | 15:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
literatur-Kulisse
Wiglaf Droste
Di 08.10 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Georg stefan troller
Mo 04.11 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
harald Martenstein
März/april 2014 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Vincent Klink | patrick Bebelaar
so 25.05 | 11:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
in der Kulisse 105
Kulissen-talk
Claudia amm | Günter lamprecht
Joachim Król
In einem der legendären Filmprojekte von Rainer Werner
Fassbinder – der Verfilmung von Alfred Döblins Berlin
Alexanderplatz war er Franz Bieberkopf. Dem Fernsehpublikum ist er in bester Erinnerung als der eigenwillige
Tatort-Kommissar Franz Markowitz. Günter Lamprecht
gehört zu dem kleinen Kreis großer Charakterdarsteller,
die durch ihr authentisches Spiel auf der Leinwand und
dem Fernsehschirm ihr Publikum faszinieren. Gemeinsam
mit seiner Lebensgefährtin, der Schauspielerin Claudia
Amm, die u. a. am Schauspielhaus Bochum, am Deutschen
Schauspielhaus in Hamburg, an der Freien Volksbühne
Berlin und am Düsseldorfer Schauspielhaus engagiert
war, wurde er 1999 bei dem Amoklauf eines Jugendlichen
schwer verletzt.
Joachim Król wurde im nordrhein-westfälischen Herne als
Sohn eines Bergmanns mit polnischen Vorfahren geboren.
Er studierte an der Otto-Falckenberg-Schule in München
und gehört zu dem Kreis stark beschäftigter Film- und
Fernsehschauspieler, die immer wieder auf die Bühne
zurückkehren. Seinen großen Durchbruch hatte er 1994
in dem Sönke Wortmann – Film Der bewegte Mann. Danach arbeitete er mit Doris Dörrie, Hans W. Geißendörfer,
Helmut Dietl, Wim Wenders und Tom Tykwer zusammen.
2009 beendete Król sein Engagement beim ZDF in der
Krimireihe mit dem Essener Ermittler Lutter. Im Mai 2011
trat er in Frankfurt seine Stelle als Hauptkommissar Frank
Steier im Tatort an der Seite von Nina Kunzendorf als
Hauptkommissarin Conny Mey an.
Claudia Amm und Günter Lamprecht im Gespräch
mit Reiner Ernst Ohle
Joachim Król im Gespräch mit Volker Mattern
so 12.01 | 16:00 | Bayer Kulturhaus Leverkusen
sa 19.10 | 22:00 | Bayer Kulturhaus Leverkusen
EUR 8
EUR 8
J. Winter
W. Glatzeder
Judy Winter | Chariklia Baxevanos | hannelore Cremer
Winfried Glatzeder
Im Mittelpunkt der Talkrunde stehen die Protagonistinnen der Spätlese: Judy Winter, Chariklia Baxevanos
und Hannelore Cremer verkörpern als Maria, Agnes und
Josefine drei schlagfertige alte Damen. Und selber haben sie die deutsche Theaterlandschaft mitgeprägt: Judy
Winter hat mit Regisseuren wie Kurt Hübner, Peter Palitzsch
und Peter Zadek gearbeitet, mit dem Stück Marlene, in
dem sie die alternde Diva Marlene Dietrich verkörpert in
Leverkusen gastiert; Chariklia Baxevanos hat das Max
Reinhardt Seminar mit Auszeichnung absolviert, war am
Schauspielhaus Zürich, dem Theater in der Josefstadt
Wien sowie an die Münchner Kammerspiele engagiert.
Seit 1959 als freiberufliche Schauspielerin, war sie seitdem in 100 Theaterhauptrollen, in achtzehn Spielfilmen
und siebzig TV-Hauptrollen zu sehen. Hannelore Cremers
Weg führte über die Schauspielschule der Hochschule für
Musik und Darstellende Kunst Stuttgart nach Ulm, Augsburg und Gelsenkirchen sowie in Wien an das RaimundTheater und das Burgtheater. Cremer wirkte in verschiedenen Fernsehproduktionen mit, darunter 1998 bis 2000
als Mutter der Hauptdarstellerin Uschi Glas in der Serie
Sylvia – eine Klasse für sich.
Winfried Glatzeder erlernte im ersten deutschen Arbeiterund Bauernstaat zunächst den Beruf des Maschinenbauers und absolvierte danach ein Studium an der Hochschule
für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg. Seinen großen Durchbruch als Schauspieler hatte er an der Seite
von Angelica Domröse in dem DDR-Kultfilm Die Legende
von Paul und Paula. 1982 war sein Ausreisegesuch erfolgreich – er wurde ausgebürgert und siedelte sich in der
Bundesrepublik an. Einem breiten Publikum bekannt wurde er durch seine Rolle als Hauptkommissar Ernst Roiter
(1996–1998) der deutschen Sonntagskultkrimiserie Tatort.
Neben der Arbeit bei Film und Fernsehen ging Glatzeder
Engagements an den Bühnen in u. a. Potsdam, an der
Volksbühne Berlin und am Schauspielhaus Düsseldorf
ein. 2006 verkörperte er bei den Karl-May-Festspielen in
Bad Segeberg den Schurken Santer. 2008, 2010 und 2011
übernahm er bei den Jedermann-Festspielen im Berliner
Dom die Hauptrolle des Jedermann, die er auch 2011 am
Meininger Theater ausfüllte.
Winfried Glatzeder im Gespräch mit Reiner Ernst Ohle
so 30.03 | 15:30 | Bayer Kulturhaus Leverkusen
Judy Winter, Chariklia Baxevanos und Hannelore Cremer im Gespräch
mit Reiner Ernst Ohle
EUR 8
so 02.02 | 15:30 | Bayer Kulturhaus Leverkusen
C. Amm
106 kultur.bayer.de
G. Lamprecht
J. Król
EUR 8
in der Kulisse 107
literatur-Kulisse
W. Droste
H. Martenstein
G. S. Troller
V. Klink, P. Bebelaar
Wiglaf Droste
Georg stefan troller
harald Martenstein
Vincent Klink | patrick Bebelaar
Wiglaf Droste, in jungen Jahren Redakteur der Tageszeitung taz und des Satiremagazins Titanic, ist einer
der großen Meister der kleinen Form: täglich erscheint
eine Kolumne in der überregionalen Tageszeitung Junge
Welt und seit März 2013 schreibt er für das nzz Folio
die Kolumne „Nomade im Speck“. Für seine Arbeit wurde Droste 2003 mit dem Ben Witter-Preis, 2005 mit dem
Annette von Droste Hülshoff-Preis ausgezeichnet.
„Bei allem schneidenden Witz: Wiglaf Droste ist ein
Sprachliebhaber. Wenn er in die Tiefen des Dudens taucht,
kommt er erfreut mit der ‚Bratpfanne‘ wieder heraus. Ein
herrliches Wort! ‚Die Bratpfanne‘ zeigt sich hilfreich bei der
Kulturleistung, das Rohe zu überwinden“.
Der in Österreich geborene, heute in Frankreich lebende
Schriftsteller, Drehbuchautor, Fernsehjournalist, Regisseur
und Dokumentarfilmer Georg Stefan Troller ist einer der
Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts, die anekdotenreich und
lebendig ihre eigenen Begegnungen mit großen Persönlichkeiten auf faszinierende Weise zu schildern verstehen.
Berühmt wurde Georg Stefan Troller in den 1960 er Jahren
mit der Fernsehsendung Pariser Journal. Danach war seine „Personenbeschreibung“ über mehr als zwei Jahrzehnte im deutschen Fernsehen zu sehen. Mit beiden Formaten
hat er Fernseh- und Journalismusgeschichte geschrieben.
Seine subjektive Befragungsweise prominenter und schillernder Persönlichkeiten war und ist Vorbild für nicht nur
eine Generation von Journalisten, Dokumentarfilmern und
Moderatoren. Seine Lesungen sind in der Regel Streifzüge
durch seine aktuellen Werke. Auf dem Boulevard der Stars
in Berlin wurde Troller neben Größen des deutschen Filmgeschehens mit einem Stern bedacht.
Wenn am Donnerstag DIe zeIT erscheint oder am Sonntag der Berliner Tagesspiegel, dann gibt es viele, die diese Blätter nur wegen eines einzigen Textes kaufen: Der
Kolumne von Harald Martenstein. Seine Texte, in denen
er sich Gedanken um Alltäglichkeiten macht, sind witzig,
nachdenklich, sarkastisch, skurril, manchmal auch wütend.
Mit großer Meisterschaft, attackiert er dabei tumbe Regeln
politischer Korrektheit und vorgefertigte Meinungen; er besteht nachdrücklich auf dem eigenen Urteil und dem individuellem Zweifel.
Die Begegnung des musizierenden und schreibenden Koches Vincent Klink und des kochenden Musikers Patrick
Bebelaar ist die Begegnung von zwei Brüdern im Geiste:
Sie kennen sich seit vielen Jahren und harmonieren auf
der Bühne textlich und musikalisch prächtig miteinander. Der Koch Vincent ist ein hinreißender Erzähler, der
auf der Suche nach Köstlichkeiten weltweit immer wieder
auch auf ungewöhnliche Menschen trifft und viel Skurriles erlebt. Mit Begeisterung spielt er Bassetthorn, schreibt
Kochbücher und ist außerdem Mitherausgeber der literarisch-kulinarischen Kampfschrift „Häuptling eigener
Herd“. Patrick Bebelaar studierte an der Hochschule für
Musik in Stuttgart und zählt zu Deutschlands renommiertesten Pianisten. Im Jahr 2000 wurde er mit dem Jazzpreis
Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Di 08.10 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 8
März/april 2014 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 8
so 25.05 | 11:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 8
Mo 04.11 | 19:30 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 8
108 kultur.bayer.de
in der Kulisse 109
Jazz-Kulisse
smart metal hornets & dix
hot Club d’allemagne
alexandra lehmler Quintett
Valentin radutiu | Benjamin schaefer
Drei steirische und ein sächsischer Musiker standen 2001
erstmals gemeinsam auf der Bühne. Es folgten sechs begeistert aufgenommene Tourneen. 2007 erschien die CD
Fusionierter zwiefacher. Die Musik der aus Graz stammenden smart metal hornets wurde mit „Rock ’n’ Roll für
drei Hornspieler“ umschrieben, doch sie ist natürlich viel
mehr als das: Durch die unübliche Besetzung und innovative Konzepte in Komposition und Arrangement (von
Christoph Wundrak) entsteht ein origineller, stilistisch vielseitiger Klangkörper. Die Einbeziehung von Wolfram Dix
und seinem überraschenden Perkussionsinstrumentarium
stößt die Türen in Richtung Jazz, freie Improvisation und
serielle Musik auf. Oder das Ensemble findet sich plötzlich
in folkloristischer Melodienseligkeit wieder, ohne angemessene Distanz zu verlieren. Ein vergnügliches, unterhaltsames Konzept, in das die vier Musikanten ihre Spielerfahrung und den notwendigen Humor einfließen lassen.
Lassen Sie sich entführen in die Zeit des Swing der 1930er
und 1940er Jahre. Die Musik von Django Reinhardt und
Stéphane Grappelli wird hier in allen Ehren neu interpretiert. „Überaus flinke Finger, mühelose Beherrschung der
Skalen und Arpeggien, Geschmack, Swing, Spiellaune
und improvisatorischen Einfallsreichtum“ zeichneten die
Band Hot Club d’Allemagne aus, schrieb das Magazin
Akustik Gitarre. Die Leipziger haben sich nach dem 1934
von Reinhardt und Grappelli gegründeten Quintette du
Hot Club de France benannt – dies war eine der ersten
europäischen Jazzformationen, die unter dem Einfluss
von US-Jazz und Sinti-Musik einen neuen, wegweisenden
Stil kreierten. In dieser Tradition des Gipsy-Swing gründete sich 2002 der Hot Club d’Allemagne. Seitdem sind
drei CDs erschienen, und die Band ist deutschlandweit
präsent und stand mehrfach beim Festival La pompe de
Django mit internationalen Größen der Szene wie Martin
Weiss oder Wawau Adler auf der Bühne.
Alexandra Lehmler hat keine Zeit für Floskeln: Der Titel
no Blah Blah ist deutlich genug. Beim dritten Album der
Mannheimer Saxophonistin geht’s zur Sache. Souverän,
komplex, aber nicht unnötig kompliziert. Mit spürbaren
Wurzeln und eigenem Ausdruck, aus dem Bauch heraus
und mit Verstand. Gehaltvoll und spannend sind die Kompositionen, reizvoll das ganze Konzept. Musikalisch nimmt
Alexandra Lehmler kein Blatt vor den Mund (außer, versteht sich, dem ihres Saxophons). Die alten Meister des
Jazz hat sie intensiv studiert, immer wieder tauchen Einflüsse verschiedener Jazzepochen in ihrem Spiel auf, verinnerlichte Melodielinien und lyrische Themen – und sehr
viel eigene Kontur. Lehmlers „vibrierender Ton auf dem
vorwiegend in hellen Lagen geblasenen Saxophon, die
geschmeidigen Linien und die liedhafte Melodieführung“,
fasste Klaus Mümpfer dies im Jazzpodium in Worte, seien
„unverkennbar“.
Die beiden stArT-Künstler waren die große Überraschung
der Spielzeiteröffnung im September 2012. Aber warum
scheint es so ungewöhnlich, dass ein „klassischer“ Cellist wie Valentin Radutiu und ein Jazzpianist wie Benjamin
Schaefer sich zusammentun? Radutiu konnte im Grunde an
seine musikalischen Anfänge anknüpfen, als der eher streng
geführte Celloschüler sich „als Jazzer am Klavier ausgetobt“ habe, wie er sagt. Was allerdings weitgehend Privatsache blieb, bis Bayer Kultur ihn mit Benjamin Schaefer
zusammenbrachte. Der junge Kölner Musiker, solo ebenso wie im Trio erfolgreich, und der in München geborene
Cellist mit rumänischen Wurzeln verstanden sich auf Anhieb, arrangierten einige Standards, improvisierten freudig
und versetzten das Publikum in Hochstimmung. Nach der
Kostprobe folgt nun ein komplettes Konzert von Radutiu
und Schaefer, das sich aus Jazzstandards und Eigenkompositionen zusammensetzt. „Es ist eine Herausforderung,
loslassen zu können“, sagt Valentin Radutiu, aber das gelte
nicht nur für den Jazz, denn: „Jeder Musiker strebt nach
maximaler Freiheit!“
Fusionierter zwiefacher
Johannes Harpf, Saxophone/Bassklarinette
Klemens Pliem, Saxophone/Altklarinette
Christoph Wundrak, Flügelhorn/Euphonium/Kornett/
Komposition/Arrangements
Wolfram Dix, Schlagzeug/Perkussion
rendezvous mit Django reinhardt
Thomas Prokein, Violine
Karl-Heinz Vogel, Gitarre
Klaus Jacob, Gitarre
Georg Prokein, Kontrabass
no Blah Blah
Alexandra Lehmler, Saxophon
Matthias Debus, Bass
Oliver Maas, Piano
Max Mahlert, Drums
Rodrigo Villalon, Percussion
so 06.10 | 11:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
so 08.12 | 11:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
so 30.03 | 11:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
EUR 8 | Brunch (Einlass 10:00) zzgl. EUR 15 | 7,50
EUR 8 | Brunch (Einlass 10:00) zzgl. EUR 15 | 7,50
EUR 8 | Brunch (Einlass 10:00) zzgl. EUR 15 | 7,50
once in a blue moon
Valentin Radutiu, Voiloncello | Benjamin Schaefer, Piano
so 18.05 | 11:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
smart metal hornets & dix
110 kultur.bayer.de
Hot Club d'Allemagne
EUR 8 | Brunch (Einlass 10:00) zzgl. EUR 15 | 7,50
A. Lehmler
B. Schaefer
in der Kulisse 111
FilM
Der Kompilationsfilm
Der diskrete Charme der Bougeoisie
Frankreich 1972 | Regie: Luis Buñuel
Nuit et brouillard/Nacht und Nebel
Frankreich 1955 | Regie: Alain Resnais
Mein Kampf
le
N
s
e
V e rK U
Schweden 1959 | Regie: Erwin Leiser
la rabbia – Der zorn
Italien 1963 | Regie: Pier Paolo Pasolini
Der gewöhnliche Faschismus
UdSSR 1965 | Regie: Michail Romm
the atomic Café
Dieses obskure objekt der Begierde
Frankreich 1977 | Regie: Luis Buñuel
Naked lunch
Kanada 1991 | Regie: David Cronenberg
Fear and loathing in las Vegas
USA 1998 | Regie: Terry Gilliam
enter the Void
Frankreich 2009 | Regie: Gaspar Noé
USA 1982 | Regie: Jayne Loader, Kevin Rafferty, Pierce Rafferty
Fitna
Niederlande 2008 | Regie: Geert Wilders
remakes
Der himmel über Berlin
Deutschland 1987 | Regie: Wim Wenders
Found Footage Filme – auf gefundenem Material
Blair Witch project
Die stadt der engel
USA 1998 | Regie: Brad Silberling
USA 1998 | Regie: Daniel Myrick, Eduardo Sánchez
apollo 18
USA 2011 | Regie: Gonzalo López-Gallego
lol (laughing out loud)
Cloverfield
lol: laughing out loud
USA 2008 | Regie: Matt Reeves
USA 2012 | Regie: Lisa Azuelos
the tourist
USA/Frankreich 2010 | Regie: Florian Henckel von Donnersmarck
objet trouvé – Gefundenes
ein andalusischer hund
Frankreich 1928 | Regie: Luis Buñuel
Capriccios
Das goldene zeitalter
tote tragen keine Karos
Frankreich 1930 | Regie: Luis Buñuel
USA 1982 | Regie: Carl Reiner
Die Milchstrasse
searching for sugarman
Frankreich 1969 | Regie: Luis Buñuel
Schweden 2012 | Regie: Malik Bendjelloul
Film 113
Trouvaillen im Kino
Das Spielzeitthema Trouvaillen führt
im Rahmen der Kooperation im Kommunalen Kino zu einer Reflexion über
Kompilationsfilme, über Found Footage, objets trouvé – gefundene Gegenstände mit der surrealistischen
Weltsicht verknüpft und filmische Remakes. Zudem führt ein kleiner Exkurs über den Film Tote tragen keine
Karos als genial gekonnte Kompilation zu verschiedenen Filmen der
schwarzen Serie.
Der Kompilationsfilm
Im Kino wird gefundenes oder vorgefundenes Material von Filmkünstlern
bearbeitet, geschnitten oder umgeschnitten Bei den Kompilationsfilmen
waren die Russin Esfir Schub und
Dziga Wertow in den 20er Jahren des
vergangenen Jahrhunderts federführend. Später übernahmen andere Filmemacher diese Kunstform, um den
Propagandafilm hoffähig zu machen.
Alain Resnais setzt in nacht und
nebel, eine Reflexion über die zerfallenen Vernichtungslager des KZ Auschwitz-Birkenau aus dem Jahre 1955,
der Farb- und Schwarzweißsequenzen kontrapunktisch gegeneinander.
Der zorn von Pier Paolo Pasolini aus
dem Jahre 1963 befasst sich mit dem
Kommunismus und dem Antikommunismus.
Found Footage Filme – auf
gefundenem Material
Seit Ende der 90er Jahre ist eine
neue Art von Filmen im HollywoodGeschäft. Es handelt sich um die sogenannten Found Footage Filme. Das
Hauptmerkmal der Streifen, die in
diese Kategorie eingeordnet werden,
114 kultur.bayer.de
Nacht und Nebel
Blair Witch Project
Ein andalusischer Hund
Cloverfield
LOL
ist, dass sie vorgeben, aus authentischem, „gefundenem“ Filmmaterial zu
bestehen, das unter zumeist widrigen
Umständen entstanden ist. Den großen Anfang machte 1999 der Gruselfilm Blair Witch Project. Es geht um
drei im Wald verirrte und verwirrte junge Filmemacher. Die einfach mit der
Hand- oder Handykamera gedrehten
Filme stoßen beim Publikum auf große Beliebtheit. In der Regel sind sie
vom Plot her unkompliziert und wirken aufgrund der Direktheit überaus
authentisch, insofern kann man sich
ohne weiteres mit den Charakteren
identifizieren. Der Zuschauer wurde
darüber hinaus im Unklaren gelassen,
ob die ganze Handlung echt oder nur
inszeniert ist. Das macht die Genialität
dieser Filme aus, da sie einmalig und
nicht ohne weiteres wiederholbar sind.
objet trouvé – Gefundenes
Ein Objet trouvé aus dem Französischen steht für einen gefundenen
Gegenstand. Es ist ein Kunstwerk,
oder ein Teil eines Kunstwerks, das
aus vorgefundenen Alltagsgegenständen oder Abfällen hergestellt wurde.
Ready-mades werden sie genannt,
wenn Künstler am vorgefundenen Objekt keine oder kaum Bearbeitungen
vorgenommen haben und den Gegenstand also lediglich vorgefunden
und präsentieren. Marcel Duchamp
und Man Ray waren die Künstler, die
sich mit diesen Gegenständen, die
zu Kunst erklärt wurden, auseinander
gesetzt haben. Diese Vorgehensweise wurde von den Surrealisten inspiriert, die begonnen hatten, sich mit
den profanen Dingen des Lebens zu
befassen. Luis Buñuel widmete sich
in Zusammenarbeit mit Salvador Dalí
bei ein andalusischer Hund dem ersten anerkannt surrealistischen Film. Er
zerstört die lineare Art der Erzählung,
um den bürgerlichen Zuschauer zu irritieren und zu erschrecken. 1930 folgte
Das goldene zeitalter, der das Konzept durch Aspekte des Fetischismus
erweiterte. Der Film führte bei seiner
Uraufführung zu Protesten und wurde verboten. Mit diesem Film endete
Buñuels surrealistische Schaffensperiode, obwohl er auch später, etwa in
Die Milchstraße (1969), Der diskrete
Charme der Bourgeoisie (1972) und
Dieses obskure objekt der Begierde
(1977) surrealistische Elemente einsetzte, um die lineare Erzählform ad
absurdum zu führen. Jean Cocteaus
Das Blut eines Dichters (1930) lebt von
einer traumartigen Atmosphäre und an
Surrealismus gemahnende Symbolik.
Darauf folgen Alain Resnais Letztes
Jahr in Marienbad (1961) und Alain
Robbe-Grillets Der Mann, der lügt
(1968). Der Einfluss des Surrealismus
wirkt auch bei vielen zeitgenössischen
Filmemachern fort. So finden sich surrealistische Motive unter anderem bei
David Lynch mit eraserhead (1977),
David Cronenbergs naked Lunch –
nackter rausch (1991), Terry Gilliams
Fear and Loathing in Las Vegas (1998),
Paul Thomas Andersons Magnolia
(1999) oder Gaspar Noés enter the
Void (2009).
remakes
Ein Remake ist die „Neuverfilmung
eines bereits verfilmten Stoffes“ oder
aber auch eine Neuadaption. Dabei
ist eine genaue Klassifizierung der
einzelnen Filme relativ inkohärent. Ein
Remake bezieht sich ausdrücklich auf
einen bereits vorhandenen Stoff, der
Der Himmel über Berlin
Die Stadt der Engel
Dies obskure Objekt der Begierde
Searching for Sugarman
neu aufgearbeitet wird. Meistens geschieht das heutzutage in Hollywood.
Es wird von einem europäischen Film
eine amerikanisierte Version hergestellt, das wird nötig, da die Akzeptanz
der amerikanischen Zuschauer gegenüber Synchronisation und Untertitel
sehr gering ist. Der Himmel über Berlin
von Wim Wenders ist beispielsweise in
der amerikanischen Version Die Stadt
der engel.
Capriccios
Carl Reiner hat Tote tragen keine Karos
möglich gemacht, in dem er alte Originalfilmszenen mit neu gedrehtem Material mittels Schnitttechnik kombiniert
hat – der Film musste demnach durchgehend in schwarz-weiß produziert
werden. In Searching for Sugarman
geht es um die erstaunliche Geschichte des amerikanischen Musikers Sixto
Rodrigues, dessen Platten in Südafrika
einen außerordentlichen Erfolg haben –
ein Journalist setzt sich auf seine Spur
und lüftet das Geheimnis um den genialen Musiker, der es durchaus mit Bob
Dylan und anderen aufnehmen kann.
Ute Mader
Kommunales Kino VHS Leverkusen
Forum
Am Büchelter Hof 9, 51373 Leverkusen
Tel. 0214-406-4184
Kasse: 0214-406 4113
[email protected]
In der Regel findet vor allen Filmvorführungen eine Einführung des Filmjournalisten
Lutz Gräfe statt.
EUR 5
The Tourist
Film 115
Das BerliN proJeKt
Als das Berlin Projekt 2009 seinen Anfang nahm, war noch
nicht wirklich abzusehen, ob es überhaupt funktionieren
würde und wenn ja, wie der konzeptionelle Ansatz der
„Projekte für beide Städte“ sich entwickeln würde. Wie
sollte es bei ambitionierten Neustarts in der Kultur auch
anders sein? Zu Beginn der fünften Spielzeit kann man
nun jedoch eine sehr erfreuliche Zwischenbilanz ziehen.
Die Bayer Kultur-Initiativen fanden nicht nur in Leverkusen,
sondern auch in Berlin den gewünschten Widerhall, sorgten zum Teil sogar für Aufsehen in der Hauptstadt und ermöglichten aber in jedem Fall Projekte, die sonst nicht
hätten realisiert werden können. In der kontinuierlichen
Zusammenarbeit mit der Hochschule für Schauspielkunst
„Ernst Busch“ haben wir dabei im Sinne unseres stArTProgramms eine kontinuierliche Nachwuchsförderung betrieben, die wir auch in Zukunft weiterführen wollen.
Für Bayer Kultur gehört das Berlin Projekt nach wie vor zu
den wichtigsten und spannendsten Aufgaben. Weiterhin
wird es daher unser Ziel bleiben, den Aspekt der Internationalität und die Förderung des hochtalentierten künstlerischen Nachwuchses auch und gerade bei unseren BerlinProjekten immer wieder in den Vordergrund zu rücken.
Neue Partner sind die Deutsche Oper Berlin und die Lautten
Compagney. Die Künstlerische Leiterin der „Tischlerei“,
Dorothea Hartmann, arbeitet in erster Linie mit jungen Regisseuren, Performern, Sängern, Musikern zusammen und
damit deckt sich ihr Ansatz idealtypisch mit unseren Intentionen, in jeder Spielzeit eine ganz neue ästhetische Position des Musiktheaters des 21. Jahrhunderts vorzustellen.
Wir meinen daher, mit der „Tischlerei“ der Deutschen Oper
Berlin einen wirklich idealen Koproduktionspartner für diesen Repertoirebereich gefunden zu haben. Somit ist nunmehr – neben Schauspiel, Jugendtheater, Musik, Tanz und
Bildender Kunst – auch die Gattung Oper im Berlin-Projekt
verankert. Dies trifft auch auf die Berliner Lautten Compagney unter ihrem künstlerischen Leiter Wolfgang Katschner
zu, die mit ihrer Produktion von Händels Serse einen wichtigen Akzent in unserem Programm setzt.
Die Kooperationen mit dem Jungen DT und der HfS werden in der neuen Spielzeit in unserem STUDIo angesiedelt
sein, das sich mehr und mehr als gleichberechtigte Spielstätte neben dem Großen Haus etabliert.
Am 23.11.2013 wird unser orchestra in residence l’arte del
mondo unter der Leitung von Werner Ehrhardt zum ersten
Mal auch als Kulturbotschafter der Bayer AG in der Bundeshauptstadt in Erscheinung treten. Zusammen mit dem
RIAS Kammerchor werden in der Berliner Philharmonie
neben Franz Schuberts As-Dur Messe die Trauersinfonie
und die Trauermusik für gustav III. von Joseph Martin
Kraus erklingen. Veritable Trouvaillen – auch für Berlin.
www.deutscheoperberlin.de
www.hfs-berlin.de
www.deutschestheater.de/junges_dt
www.rias-kammerchor.de
www.lauttencompagney.de
Die aktuellen projekte
lautten Compagney |
Deutsche oper
|
Junges Dt
|
hfs „ernst Busch“
|
rias Kammerchor
|
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Das Berlin projekt 117
l’art e Del MoNDo
In der Spielzeit 2013/14 wird l’arte del mondo wieder bei
zwei Opernprojekten der Jungen oper Leverkusen beteiligt sein. Zum einen werden wir die Ausgrabungsreihe
opern aus den Archiven der Welt fortsetzen, und zwar
im Hinblick auf das Jubiläums-Jahr 2014 mit einer konzertanten Aufführung von Christoph Willibald Glucks La
Clemenza di Tito. Dies in der bewährten Zusammenarbeit
mit dem WDR und SONY. Und pünktlich zum Beginn des
Jubiläumsjahres 2014 wird die vierte Folge der bei SONY
erscheinenden CD-Edition mit Weltersteinspielungen „live
aus dem Bayer Kulturhaus“ dann auf dem Markt sein.
Das hochkarätige Solistenensemble wird von Chen Reiss
(Vitellia), Rainer Trost (Tito) und Valer Sabadus (Annio)
angeführt. Es ist erstaunlich, dass diese frühe Opera Seria
des großen Opernreformators bisher noch nicht auf Tonträger erhältlich ist. Weitere Aufführungen sind in Madrid
und Wien vorgesehen.
Zum anderen sind Werner Ehrhardt und sein Orchester auch an der ersten szenischen Opernproduktion der
Jungen oper Leverkusen, die Bayer Kultur ohne Koproduktionspartner realisieren wird, beteiligt. „Intermezzi mit
Intermezzo“ ist dieser STUDIo-Abend überschrieben; er
kombiniert Giovanni Battista Pergolesis La serva padrona
mit einem bisher in Deutschland noch nicht szenisch umgesetzten unbekannten Intermezzo von Domenico Scarlatti:
La Dirindina. Der Clou dabei ist, dass auch die Pause als
kulinarisch-pantomimisches Intermezzo Bestandteil des
Abends ist. Dass es auch während des Essens unterhaltsam bleibt, dafür sorgt kein Geringerer als Star-Pantomime
Milan Sládek.
In der symphonischen Reihe stellt uns Werner Ehrhardt
den Beethoven-Vorläufer Johann Franz Xaver Sterkel vor
und zusammen mit dem RIAS-Kammerchor wird unser
orchestra in residence zum ersten Mal als Kulturbotschafter der Bayer AG in Berlin auftreten: Das am Ende der
letzten Spielzeit im Auftrag von Bayer Kultur erarbeitete
Programm mit Werken von Joseph Martin Kraus und Franz
Schubert wird im November auch in der Bundeshauptstadt aufgeführt.
Werner Ehrhardt und sein l’arte del mondo tragen mit ihrem Erflog auch den Namen von Bayer Kultur mittlerweile
in alle Welt, und wo sie auch hinkommen: sie werden frenetisch gefeiert. l’arte del mondo und Bayer Kultur – zwei
starke Partner.
Die wichtigsten Gastspiele von l’arte del mondo
seit 2010/11
Musikfestspiele Potsdam-Sanssouci – Le Cinesi
Schwetzinger Festspiele – La Fête de Sérail
Berlin/Philharmonie – Amor oriental
Baden-Baden/Festspielhaus – Daniel Hope
Istanbul/Cemal Resit Rey – Amor oriental
Sao Paulo/Sala Sao Paulo – Baiba Skride
Würzburger Mozartfest/Residenz – Daniel Hope
Festspiele Mecklenburg-Vorpommern – Daniel Hope
Israel Festival/ Henry Crown Hall – Israel in egypt
München/Herkulessaal – Tölzer Knabenchor
Savannah/Savannah Music Festival – Daniel Hope
und Kristian Bezuidenhout
Hamburg/Laeiszhalle – Xavier de Maistre
Berlin/Philharmonie – Xavier de Maistre
München/Prinzregententheater – Xavier de Maistre
Tokyo/Opera City Concert Hall – Xavier de Maistre
Nagoya/Shirakawa Hall – Xavier de Maistre
Musikfestspiele Potsdam-Sanssouci – Julia Lehzneva
und Valer Sabadus
Peking/MeiLanFang-Theater – Le Cinesi
St. Petersburg/Großer Saal der Philharmonie – Xavier
de Maistre
l’arte del mondo 119
start
Nachdem in der letzten Spielzeit Valentin Radutiu (Violoncello) und Alexander Krichel (Klavier) ihre dreijährige
stArT-Phase bei Bayer Kultur begonnen haben, folgt nun
im Bereich Jazz die junge, vielseitige Olivia Trummer, die
das Benjamin Schaefer Trio ablöst. Sie hat sich als Komponistin und Texterin (auch deutschsprachiger Texte!)
sowie als Pianistin und Sängerin einen Namen gemacht
und fühlt sich darüber hinaus auch in der „Welt des klassischen Klavierrepertoires“ zu Hause. Mit ihrem Trio hat sie
schon bei wichtigen Jazz-Festivals und Veranstaltern gespielt und vielbeachtete CD’s aufgenommen. In der Spielzeit 2011/12 hatte Olivia Trummer in unserer Jazz-Kulisse
ihre – damals aktuellste – CD Poesiealbum vorgestellt, auf
der sie ihren Text- und Ton-Phantasien freien Lauf lässt.
Augenzwinkernd, intelligent und mit Tiefgang. In Berlin lebend, verlegt Olivia Trummer mittlerweile ihren Wohnort
regelmäßig für ein paar Wochen nach New York, um sich
dort neue Anregungen für ihre nächsten Projekte zu holen.
Und bei deren Realisierung werden wir Olivia Trummer in
den kommenden drei Jahren unterstützen und begleiten.
Uns steht also ganz sicher eine spannende Zeit bevor und
wir freuen uns auf eine kreative und intensive Zusammenarbeit. Herzlich willkommen!
Im ersten Jahr unterstützen wir sie u. a. bei ihrer Arbeit an
einer neuen CD, für die sich Olivia Trummer gerade in und
von New York „inspirieren lässt“ (daher diesmal mit Texten
in englischer Sprache). Zusammen mit ihrer Band wird sie
das Ergebnis natürlich auch in unserer Jazz at midnightReihe präsentieren. Wir dürfen also gespannt sein. Ergänzend hierzu entstehen erste Projekte für und mit Kindern
im Rahmen unseres Education-Programms Mitmachen!.
Die ersten gemeinsamen Projekte mit Alexander Krichel
und Valentin Radutiu stellten einmal mehr unter Beweis,
welch außergewöhnliche künstlerische Ergebnisse im
Rahmen von stArT zustande kommen können. Alexander
Krichels erste SONY-CD wurde im Bayer Kulturhaus aufgenommen und hat die Kritiker zu regelrechten Hymnen
auf diesen noch sehr jungen Künstler animiert. Auch
Valentin Radutiu begeisterte sowohl in seinem ersten
Recital, in dem er seinen rumänischen Landsmanns
George Enescu in den Mittelpunkt stellte, als auch in der
Sinfoniekonzert-Reihe mit dem Schumann-Konzert und
dem Extremregionen ausschreitenden Konzert für Violoncello und Kammerorchester „…über die grenze“ von
Peter Ruzicka. Der Komponist dirigierte die Camerata
Salzburg. Der Livemitschnitt dieses Konzerts wird bald
auf CD erscheinen. Die aktuellen Projekte von Valentin
Radutiu und Alexander Krichel in dieser Spielzeit sind
sicherlich nicht minder spannend.
stArT ist ein Förderprojekt für den hochtalentierten künstlerischen Nachwuchs aller Bayer Kultur-Sparten, neben
Musik auch oper, Schauspiel, Kunst und Tanz. In diesen
Sparten wird es selbstverständlich ebenfalls weiterhin
Förderprojekte geben: Wir bereiten im Bereich Schauspiel
erneut eine Koproduktion mit der Berliner Busch-Hochschule vor, wir geben in der Sparte oper der jungen aus der
Kölner Hochschule hervorgegangenen Sängerin Meera
Varghese mit den zwei weiblichen Hauptrollen in unserer
Intermezzi-Produktion die Chance, sich in der Zusammenarbeit mit Werner Ehrhardt und l’arte del mondo künstlerisch weiterzuentwickeln und setzen unsere stArT-Reihe
Kunsthochschulen zu gast mit einer Schau der Klasse Peter
Bömmels der Hochschule für Bildende Künste Dresden
fort („Die Klasse, die sich auf den Ruf der Nachtigall versteht ...“). Wir laden Sie, liebe Freunde von Bayer Kultur,
sehr herzlich ein, unsere stArT-Projekte weiterhin so interessiert wie bisher zu begleiten!
olivia trummer
Valentin radutiu
alexander Krichel
Junge oper leverkusen
hfs „ernst Busch“
Kunsthochschulen zu Gast
future sounds
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start 121
zUGaBe
Bayer Kulturhaus
Schloss Morsbroich
Konzerte leverkusener Musiker 2013/14
KLM 221: Banda renana
KLM 224: Dark blood beats
Bläsersextett
Ariane Jacobi Vocal Swing Jazz Quintet
Odilo Ettelt und Benjamin Reissenberger, Klarinette
Karen Libischewski und Christoph Thelen, Horn
Margit Baranyai und Cordula Caso, Fagott
Werke von Ludwig van Beethoven, Franz Krommer,
Wolfgang Amadeus Mozart
Ariane Jacobi, Gesang | Peter Peuker, Saxophon
Rolf Marx, Gitarre | Thomas Rückert, Klavier | Ingo Senst, Kontrabaß
Werke von Duke Ellington, Jimmy van Heusen, Ray Charles
so 15.09 | 11:00 | Schloss Morsbroich, Leverkusen
KLM 225: Klezmer zum anfassen (Kinderkonzert)
so 09.03 | 17:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
Ensemble Noisten
KLM 222: tango Fuego
Konzert mit Tanz
Sebastian Reimann, Violine | Sergio Fabian Carbone, Bandoneon
Fritz Roppel, Kontrabass | Detlef Strüwe, Klavier
Werke von Astor Piazzolla, Juan Razzaro, Hermanos Cucaro, Detlef
Strüwe u.a.
so 10.11 | 17:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
KLM 223: luxe, calme et volupté
Mel Bonis Ensemble
Ruth Kronen, Flöte | Kerstin von Bargen und Gregor Huber, Violine
Stephan Seeliger, Viola | Martin Römer, Violoncello
Friedwart Goebels, Klavier | Ingrid Mayer, Moderation
Werke von Mel Bonis, Alexis de Castillon, Camille Saint-Saëns und
Francis Poulenc
so 12.01 | 11:00 | Schloss Morsbroich, Leverkusen
122 kultur.bayer.de
Reinald Noisten, Klarinette | Claus Schmidt, Gitarre
Andreas Kneip, Kontrabass
Shan-Dewaguruparan,Tabla und Percussion
so 11.05 | 11:00 | Schloss Morsbroich, Leverkusen
KLM 226: hommage à Joseph Joachim & eugène Ysaÿe
Eva Thomas, Violine | Frédéric Sommer, Klavier
Werke von César Franck, Johannes Brahms, Joseph Joachim und
Eugène Ysaÿe
so 22.06 | 17:00 | Bayer Kulturhaus, Leverkusen
je EUR 8,50 | 6 (Kinder bis 14 Jahren: EUR 4,50 – nur am 11.05)
Die Konzerte Leverkusener Musiker (künstlerische Leitung: Camille van
Lunen) sind eine Kooperation von Bayer Kultur und KulturStadtLev.
Giovanna Lumy Nori Oda
Theaterführung
Mandolinenorchester Bayer Leverkusen
UNep-Bayer-Kindermalwettbewerb
theaterführungen
Die kulturellen Vereine
Der Internationale Umwelt-Kindermalwettbewerb, der nun schon zum 22.
Mal stattfand, ist seit 2004 Bestandteil einer Partnerschaft, die Bayer und
das Umweltprogramm der Vereinten
Nationen (UNEP) mit einer Vielzahl
von Maßnahmen rund um den Globus umsetzen. Ziel ist es, junge Menschen in ihrem Engagement für den
Umweltschutz zu unterstützen, ihrer
Stimme Gehör zu verschaffen und die
Öffentlichkeit für wichtige Nachhaltigkeits-Themen zu sensibilisieren.
Der Malwettbewerb 2013, dessen Ergebnis zum Redaktionsschluss noch
nicht feststand, fand unter dem Thema
Wasser: Die Quelle allen Lebens. Woher kommt es? statt. Weltweit reichten
Mädchen und Jungen zwischen 6 und
14 Jahren millionanfach ihre Bilder ein.
Die besten Bilder werden weltweit in
Ausstellungen präsentiert und sind im
Internet abgebildet.
Wie viele Personen passen in einen
Orchestergraben? Wo halten sich die
Künstler vor und nach ihrem Auftritt
auf? Das Bayer Kulturhaus mit seiner
über 100-jährigen Geschichte ist nicht
nur ein traditionsreicher Musentempel,
sondern ein moderner Theaterbetrieb,
und wird jedes Jahr von weit über
40.000 Menschen besucht. Mit dem
neuen Angebot der Theaterführungen
werden interessierte Besucher an die
Stellen des Hauses geführt, die sonst
nicht sichtbar und zugänglich sind.
Darüber hinaus gibt es einen Einblick
in die Kultur- und Sozialgeschichte
der Bayer AG, die mit Bayer Kultur seit
über 100 Jahren eine eigene Abteilung
zur Organisation ihres Kulturlebens
unterhält. Termine für Schulklassen ab
Jahrgangsstufe 8 und Gruppen können im Kartenbüro gebucht werden.
Schauspiel, Fotografie, Chorgesang,
Instrumentalmusik – das künstlerische
Engagement der Bayer-Mitarbeiter
ist vielseitig. In 17 Vereinen an den
Standorten Leverkusen, Wuppertal,
Dormagen und Krefeld können sowohl
Mitarbeiter als auch nicht werksangehörige Personen ihre Talente entfalten. Die Unterstützung der Vereine,
die seit 2012 alle eigenständige e. V.s
sind, ist wichtiger Bestandteil des
gesellschaftlichen Engagements der
Bayer AG. Von den insgesamt sieben
kulturellen Vereinen am Standort Leverkusen können die Bayer-Philharmoniker, der Männerchor und das
Bayer-Blasorchester auf ein mehr als
100-jähriges Bestehen zurückblicken.
Die Konzerte der Leverkusener Ensembles gehören fest zum kulturellen
Leben der Stadt. Zahlreiche Konzertreisen machten die Orchester und
Chöre weit über die Landesgrenzen
hinaus bekannt.
http://www.unep.bayer.de/de/
internationalerkindermalwettbewerb-21.aspx
Teilnehmerzahl: max. 20 Personen bzw. eine
Schulklasse pro Führung
Dauer: 1,5 bis 2 Stunden
Anmeldung erforderlich unter 0214.30-41279
www.bayer.de/de/kultur--undhobby-vereine.aspx
zugabe 123
serViCe
erholungshaus –
Kulturhaus der Bayer aG
Kloster Knechtsteden
Basilika
Kartenbüro 0214.30-41283/-84
Abendkasse 0214.30-65973
Kartenbüro 0214.30-41283/-84
Nobelstraße 37
51373 Leverkusen
Forum
Am Büchelter Hof 9
51373 Leverkusen
Wienand-Kayser-Straße 123
41540 Dormagen
altenberger Dom
Eugen-Heinen-Platz
51519 Odenthal
Kartenbüro 0214.30-41283/-84
Kartenbüro 0214.30-41283/-84
Abendkasse 0214.4064157
schloss Morsbroich
historische stadthalle
Johannisberg 40
42103 Wuppertal
Gustav-Heinemann-Straße 80
51377 Leverkusen
Kartenbüro 0214.30-41283/-84
Kartenbüro 0214.30-41283/-84
Burg linn
Rheinbabenstraße 85
47809 Krefeld
Kartenbüro 02151.583611
Kreismuseum zons
Schloßstraße 1
41541 Dormagen (Zons)
Kartenbüro 0214.30-41283/-84
service 125
Bitte Neh MeN sie platz
Forum leverkusen
erholungshaus
Kulturhaus der Bayer aG leverkusen
Bühne
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KoNzerte | taNz
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KoNzerte | oper | sChaUspiel
KoNzerte | sChaUspiel
preisgruppe 1
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preisgruppe 3
preisgruppe 4
preisgruppe 1
preisgruppe 2
preisgruppe 3
Reihe 1–11
Seite Reihen 1–10 | Reihen 12–16
Reihe 17– 20
Reihe 21– 22
Reihe
Reihe
Reihe
Reihe
A–D | Reihe 1–13
14– 24
1– 4 Empore | Seitenbalkon
5–7 Empore
Reihe 1–13
Reihe 14–15
Seitenbalkon
taNz | KoNzerte (Orchester)
preisgruppe 1
preisgruppe 2
preisgruppe 3
preisgruppe 4
126 kultur.bayer.de
Reihe
Reihe
Reihe
Reihe
A–D | Reihe 1–17
18–24 | Reihe 1–2 Empore
13–4 Empore | Seitenbalkon
5–7 Empore
Nehmen sie platz 127
preise KarteN | aBos 13/14
einzelkarten
abonnements
pG 1
pG 2
pG 3
KoNzerte
Sinfoniekonzerte
Kammermusik
Klavier
Neujahrskonzert
Altenberg
Knechtsteden
stART
Jazz at midnight
Leverkusener Jazztage
Konzerte Leverkusener Musiker
WDR Big Band
34 €
31 €
26 €
25 €
19 €
23 €
18 €
29 €
26 €
23 €
30 €
25 €
15 €
40 €
32,50 € 25 €
15 €
8€*
Preis wird bekannt gegeben
8,50 | 6 €
20 €
oper
Oper im Großen Saal
Oper im Studio
43 €
30 €
38 €
sChaUspiel
klassisch | modern
Boulevard & Broadway
STUDIOzeitSTÜCKE
STUDIOmix
24 €
34 €
19 €
19 €
22 €
31 €
taNz
34 €
31 €
-8+x | Kinder
7|4€
30 €
19 €
26 €
26 €
Bei vier Personen, die eine -8+x-Vorstellung besuchen,
erhält ein Kind (bis zu 14 Jahren) freien Eintritt.
-16+x | Jugend
Einzelkarte
Veranstaltungen außerhalb -16+x
5€
8€
in der Kulisse
8€*
* freier Eintritt für Besucher der Vorstellung auf der Hauptbühne am gleichen Tag
(nach Verfügbarkeit – Zählkarten erforderlich)
KUNst
Der Eintritt zu den Ausstellungen und Vernissagen sowie die Teilnahme
an allen öffentlichen Führungen ist kostenlos. Sonderführungen sind
auf Anfrage (Tel. 0214.30-41283/-84) für Gruppen möglich.
128 kultur.bayer.de
pG 4
20 €
20 €
10 €
15 €
20 €
17 €
20 €
20 €
KoNzerte
Sinfoniekonzerte (5x)
Kammermusik (5x)
Klavier (5x)
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pG 2
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Ihr Kartentelefon bei Bayer Kultur
113 €
90 €
84 €
104 €
67 €
64 €
88 €
68 €
0214.30-412 83/-84
oper
Junge Oper Leverkusen (4x)
105 €
95 €
77 €
56 €
sChaUspiel
klassisch | modern (5x)
Boulevard & Broadway (5x)
STUDIOzeitSTÜCKE (4x)
STUDIOmix (4x)
91 €
113 €
60 €
60 €
83 €
104 €
69 €
88 €
62 €
68 €
taNz (5x)
113 €
104 €
88 €
68 €
Wahl-abonnement (5x)
75 €
Jugend-Package
24 € (alle 8 Jugend-Veranstaltungen)
Die Wahl-abonnements setzen sich aus fünf Veranstaltungen zusammen. Es gibt drei verschiedene Kombinationsmöglichkeiten:
- Wahl-Abonnement BUNt: Aus den Reihen Sinfoniekonzerte, Klavier/
Kammermusik, OPER, SCHAUSPIEL und TANZ je eine Veranstaltung.
- Wahl-Abonnement KoNzerte/oper: Alle fünf Termine müssen aus
den Reihen OPER, Sinfoniekonzerte, Klavier und Kammermusik
(jeweils mind. einmal) ausgewählt werden.
- Wahl-Abonnement sChaUspiel/taNz: Aus den SCHAUSPIELReihen klassisch, modern, STUDIOzeitSTÜCKE, STUDIOmix und
TANZ je eine Veranstaltung.
Ihr Karten-/abonnementbüro im
Bayer Kulturhaus Leverkusen
Nobelstraße 37 | 51373 Leverkusen
Telefon 0214.30-41283/84
Telefax 0214.30-41285
[email protected]
Öffnungszeiten
MO-DO 9:00-16:00
FR 9:00-13:00
Kurzparkmöglichkeit (max. 15 Min.)
am Kartenbüro vor dem Theaterbistro
Kulisse.
abendkasse
Bayer Kulturhaus leverkusen
1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn
Telefon 0214.30-41294
abendkasse Forum leverkusen
Am Büchelter Hof
1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn
Telefon 0214.406-4157
Karten gibt es auch im Netz unter
kultur.bayer.de und bei
Die Abo-Reihe Junge oper leverkusen bietet vier hochkarätige Musiktheaterproduktionen an. Abonnenten anderer Abo-Reihen erhalten
10% Ermäßigung bei zusätzlicher Buchung des Opern-Abos.
Jazz at midnight ist eine Veranstaltungsreihe, die jeweils im Anschluss an eine SCHAUSPIEL- oder MUSIK-Vorstellung beginnt. Für
Besucher dieser vorangehenden Veranstaltungen ist der Eintritt zu Jazz
at midnight frei (nach Verfügbarkeit – Zählkarten erforderlich).
Bei den Veranstaltungen der Jazz-Kulisse wird eine kostenlose Betreuung für Kinder ab 3 Jahren angeboten (Anmeldung erforderlich).
Der Brunch kostet zusätzlich 15/7,50 € und muss im Kartenbüro reserviert werden.
preise Karten abonnements 129
Das Klei NGeDrUCKte
abonnements-/Kartenbedingungen
Neue abonnements
Zur Neuanmeldung dienen die Bestellkarten, die der Spielzeitbroschüre beigefügt sind. Neuanmeldungen werden in
der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet und nach Verfügbarkeit der vorhandenen Plätze gebucht. Sind in der gewünschten Preisgruppe keine Plätze mehr vorhanden,
nehmen wir mit Ihrem Einverständnis eine Zuweisung in der
nächstmöglichen Preisgruppe vor. Zu diesem Zweck erbitten wir die entsprechende Angabe auf der Bestellkarte. Die
Anmeldefrist endet am 29. Juni 2013.
Kündigungen
Kündigungen bestehender Abonnements müssen bis spätestens 29. Juni 2013 schriftlich eingereicht werden.
ersatzausweis
Bei Verlust des Abonnementausweises wird für die Ausstellung eines Ersatzausweises eine Bearbeitungsgebühr
von 2,50 € pro Ausweis erhoben.
Wahl-abonnement
Wir bieten drei Wahl-Abonnements an. Sie bestehen jeweils
aus fünf Veranstaltungen (siehe Seite 129). Das Kontingent
hierfür ist begrenzt; die Vergabe erfolgt nach dem zeitlichen
Eingang der Bestellung. Die Platzzuteilung erfolgt nach Verfügbarkeit freier Plätze in allen Preiskategorien (MischAbo). Das Wahl-Abonnement gilt für eine Spielzeit.
Gutscheine für abonnenten
Alle Abonnenten von Bayer Kultur erhalten einen Gutschein
für eine Eintrittskarte außerhalb der eigenen Veranstaltungsreihe zum Tarif von 5,00 € und einen weiteren für eine
kostenfreie Eintrittskarte für die auf dem Gutschein aufgeführten Veranstaltungen. Die Gutscheine werden zusammen mit der Rechnung für das Abonnement versandt und
sind nur für die laufende Spielzeit gültig.
Jugend-programm (-16+x)
Der Programm-Flyer ist im Kartenbüro erhältlich. Zur
Bestellung dient die Bestellkarte -16+x Jugend. Im Jugendprogramm werden nach Verfügbarkeit Karten an
Auszubildende, Schüler, Studenten, Wehrpflichtige und
Zivildienstleistende (bis zu 27 Jahren) ausgegeben.
130 kultur.bayer.de
Garderobe
Bei allen -8+x- und -16+x-Veranstaltungen ist die Garderobe kostenlos.
einzelkarten im Vorverkauf
Zur Bestellung von Einzelkarten dient die EinzelkartenBestellkarte. Einzelkartenbestellungen werden erst nach
der Abonnementeinteilung, jedoch in der Reihenfolge des
Eintreffens, bearbeitet. Einzelkarten können auch bei allen
Vorverkaufsstellen von KölnTicket.DERTICKETSERVICE
und über das Internet (kultur.bayer.de) erworben werden.
Für die Bearbeitung von Rechnungen, Eintrittskarten u. a.
wird eine Gebühr von je 1 € erhoben.
ermäßigungen
Auszubildende und Schüler zahlen für alle Vorstellungen
außerhalb des Jugendprogramms von Bayer Kultur nur 8 €.
Studenten, Wehrpflichtige, Zivildienstleistende (bis zu 27
Jahren), Schwerbehinderte (ab 60%) und Inhaber des Ausweises „Leverkusen für alle“ erhalten auf Einzelkarten eine
Ermäßigung von 50%. Inhaber ermäßigter Eintrittskarten
sind verpflichtet, am Eingang ihren Ausweis unaufgefordert vorzuzeigen.
Familienkarte 3 plus 1
Bei vier Personen, die eine -8+x-Vorstellung besuchen, erhält ein Kind (bis zu 14 Jahren) freien Eintritt.
zahlungsmodalitäten
Für alle Kartenbestellungen gelten folgende Regelungen:
• Mit Einzugsermächtigung
Falls Sie uns eine Einzugsermächtigung erteilt haben, werden Ihnen Ihre Eintrittskarten mit Rechnung zugeschickt.
• Ohne Einzugsermächtigung
Falls Sie uns keine Einzugsermächtigung erteilt haben, wird
Ihnen eine Rechnung/Reservierungsbestätigung zugesandt.
Nach Zahlungseingang werden Ihnen die Karten zugeschickt; sie können aber auch im Kartenbüro gegen Baroder EC-Kartenzahlung abgeholt werden.
aGB
hinweise
allgemeine Geschäftsbedingungen
Die nachstehenden allgemeinen Geschäftsbedingungen
werden mit einer Kartenbestellung und durch die automatische Verlängerung des Abonnements anerkannt. Die personenbezogenen Daten der Eintrittskartenkäufer werden unter
Einhaltung des Datenschutzrechtes in dem für die Durchführung des Vertrages erforderlichen Umfang im automatisierten Verfahren erhoben, bearbeitet und genutzt. Bayer Kultur
behält sich Programm- und Besetzungsänderungen vor.
Einzel- und Abonnementkarten können grundsätzlich nur
gegen Umtauschscheine zurückgegeben werden. Für die
Bearbeitung berechnen wir eine Gebühr von 1,50 €. Tickets
werden dann von Bayer Kultur zurückgenommen, wenn die
Veranstaltung abgesagt und das Programm geändert wird.
Eine Rücknahme der Karten erfolgt im Regelfall nur bis zu
vier Wochen nach dem Veranstaltungstermin.
Die Vorschriften über Fernabsatzverträge finden gemäß
§ 312 b Abs. 3 Nr. 6 BGB auf Verträge über Dienstleistungen im Bereich der Freizeitgestaltung keine Anwendung.
Dem Ticketkäufer steht daher kein zweiwöchiges Widerrufsrecht zu.
Bei -8+x-Veranstaltungen im Studio sind die ersten vier Reihen für Kinder freizuhalten.
spielplan-informationen
Der Leporello mit den aktuellen Spielplan-Informationen
wird den Abonnenten und Einzelkartenbestellern (auf
Wunsch auch allen weiteren Interessenten) alle zwei Monate kostenlos zugesandt. Termin- und Programmänderungen sowie Zusatzveranstaltungen werden im Leporello
bekannt gegeben. Kurzfristige Änderungen werden in der
Tagespresse und auf kultur.bayer.de veröffentlicht. Nur in
Ausnahmefällen erfolgt eine schriftliche Mitteilung.
parken
Rund um das Kulturhaus gibt es nur wenige Parkmöglichkeiten. Nutzen Sie bitte die Parkhäuser Kaufhof oder Deutsche Bank/P&C. Die Zufahrt für diese beiden Parkhäuser
erfolgt über die Wöhlerstraße. In beiden Parkhäusern gilt
der Abendtarif von 2,50 € erst ab 19:00 Uhr. Es kann nicht
im Voraus bezahlt werden. Die Tiefgarage Forum liegt direkt im Gebäudekomplex. Hier gilt der Theatertarif (roter
Knopf) von 2,50 € schon ab 18:00 Uhr.
taxi-Vorbestellung
Bei den Veranstaltungen im Bayer Kulturhaus und im Forum
können Sie vorher und in der Pause ein Taxi für Ihre Heimfahrt bestellen.
eintrittskarten = Fahrkarten Vrs/Vrr
Auch in der Spielzeit 2013/14 gelten Ihre Abonnement- bzw.
Eintrittskarten als Fahrkarte für alle öffentlichen Verkehrsmittel des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) oder RheinRuhr (VRR). Die Gültigkeit beginnt jeweils vier Stunden vor
der Veranstaltung. Die Rückfahrt muss bis Betriebsschluss
(03:00 Uhr des Folgetages) beendet sein.
abendkasse
An der Abendkasse ist keine Beratung und kein Vorverkauf
für andere Veranstaltungen möglich.
Umtausch
Bereits gekaufte Karten können nur bis 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn zurückgegeben werden.
Das Kleingedruckte 131
iMpressUM CKets KarteN
impressum
Herausgeber
Bayer AG Communications
Bayer Kultur
Verantwortlich
Dr. Volker Mattern
Redaktion
Dr. Volker Mattern
Texte
Jürgen Hartmann, Volker Mattern,
Reiner Ernst Ohle, Andrea Peters,
Carolin Sturm, Bettina Welzel,
und Ute Mader (Filmstudio)
Redaktionelle Mitarbeit/
Organisation
Regina Bernt, Doris Joosten,
Rainer Konertz, Rita Lattka,
Marc von Reth,
Marnie Schreiber-Pogadl
Designkonzept
Büro Kubitza, Leverkusen
Layout und Realisation wedeldesign, Bochum
Lithografie
seventi Lichtbildmanufaktur oHG,
Bochum
Druck
Kunst- und Werbedruck GmbH,
Bad Oeynhausen
Auflage
25.000
Redaktionsschluss
05. April 2013
© Bayer AG Communications | Bayer Kultur 2013
Bildnachweis | ©
Maureen Ton, Titelseite und S. 2
Pedro Malinwoski, S. 4 | Ansgar van Treeck, S. 6 | Marco Borggreve,
S. 8 | Pedro Malinwoski, S. 12 | Rüdiger Breitbach, S. 14 |
peuserdesign, S. 15 | Achim Reissner, S.16 | Paul Yates, S. 17 |
Rosa Frank, S.17 | Rosa Frank, S.18 | Philip van Ootegem, S.19 |
´
Bernd Uhlig, S. 20 | Felix Broede, S. 21 | Katarzyna Mycka,
S. 21 |
Mathias Bothor, S. 22 | Uwe Ahrens, S. 22 | Lucia Baldini, S. 23 |
Louise Bossut, S. 24 | Majka Votavova, S. 25 | Leverkusener Jazztage,
S. 26 | Ines Kaiser, S. 27 | John Rogers, S. 27 | ACT/Jörg Grosse
Geldermann, S. 28 | Oliver Leicht, S. 28 | Dietmar Scholz, S. 29 |
Till Uhrig, S. 29 | Martin Roos, S. 30 | Esther Hilsberg, S. 30 |
Lutz Edelhoff, S. 31 | Rüdiger Breitbach, S. 31 | Ida Zenna, S. 32 |
Kevin Grey, S. 34 | Ida Zenna, S. 36 | Deutsche Oper Berlin, S. 39 |
Felix Vazquez, S. 40 | Pedro Malinwoski, S. 42 | Daisy Komen, S. 44 |
Gregory Batardon S. 44 | Luca Fiaccavento, S. 45 | Jens Sethzman,
S. 46 | M. Cavalca, S. 47 | Iko Freese, S. 48 | Pedro Malinwoski, S. 52 |
A. Köhring (2x), S. 54 | Günter Mattei, S. 55 | Marion Buehrle, S. 56 |
Menke, S. 56 | Pedro Malinwoski, S. 57 | Maike Kollenrott, S. 58 |
Iko Freese, S. 58 | Hans Ludwig Böhme, S. 59 | Barbara Braun, S. 60 |
Jim Rakete, S. 61 | Bernd Brundert, S. 62 | Relg Media – Guenter
B. Koegler, S. 63 | Thomas Grünholz, S. 63 | Thomas Grünholz, S. 64 |
Dominique Horwitz, S. 65 | Hadi Khanjanpour, S. 66 | Arno Declair,
S. 67 | Meyer Originals, S. 68 | Pedro Malinwoski, S. 69 | Rosa Frank,
S. 70 | Sylke Gall, S. 70 | Peter Müller, S. 71 | Martin Bartmann, S. 72 |
Fatma Yasmin Bevaz, S. 73 | Corinne Rusch, S. 74 | Pedro Malinwoski,
S. 76 | Corinne Rusch (2x), S. 78 | Peter Bömmels (2x), S. 79 |
Katja Pfeiffer (2x), S. 80 | Beate Slansky, S. 81 | Sarré Musikprojekte,
S. 82 | Felix Broede, S. 85 | privat, S. 85 | Bayer-Blasorchester, S. 85 |
Andreas Alferding-Kühn, S. 86 | Cornelia Ostertag, S. 86 | Uwe Ahrens,
S. 87 | Iva Dimovska, S. 87 | Sarré Musikprojekte, S. 87 | Kinderoper
Papageno, S. 88 | Wikipedia, S. 88 | Sebastian Hoppe, S. 88 |
Frank Schletter, S. 89 | Fabrice Kada, S. 89 | Joachim Dette, S. 89 |
Lutz Edelhoff, S. 90 | jSN Media art, S. 90 | Hanne Engwald (x2), S. 91
| Pedro Malinwoski, S. 92 | Nikolei Meierjohann, S. 96 | mary lou
photography, S. 96 | Doran Hannes, 96 | Ida Zenna, S. 97 | Olga von
Wahl, S. 97 | M. Cavalca, S. 98 | Hanne Engwald, S. 98 |
Pedro Malinowski, S. 99 | Hanne Engwald, S. 99 | A. Köhring, S. 100 |
Günter Mattei, S. 100 | Bernhard Deutsch, S. 100 | Iko Freese, S. 101 |
F. Minkus, S. 101 | Andrea Peters , S. 102 | Kunsthochschule Dresden,
S. 102 | Hanne Engwald, S. 103 | ZZF e. V., S. 103 | Gina Bernt, S. 104 |
Rosa Frank, S. 106 | Sylke Gall, 106 | Barbara Ellen Volkmer, S. 107 |
Theater am Kurfürstendamm, S. 107 | Axel Martens, S. 108 | TAB
Herbert Brandner Agentur, S. 108 | C. Bertelsmann, S. 109 | Berthold
Steinhilber, S. 109 | smart metal hornets & dix, S. 110 | Guido Werner,
S. 110 | Frank Schindelbeck, S. 111 | Lutz Voigtlaender © Benjamin
Schaefer, S. 111 | Illustration: Büro Kubitza, S. 112 | Kommunales Kino
Leverkusen, S. 114 | Kommunales Kino Leverkusen, S. 115 |
Leo Seidel, S. 116 | peuserdesign, S. 118 | Ruediger Schestag, S. 120 |
Pedro Malinowski, S. 122 | KulturStadtLev, S. 122 | Bayer AG, S. 123 |
Hanne Engwald, S. 123 | Mandolinen-Orchester Bayer Leverkusen,
S. 123 | Pedro Malinowski, S. 124 | Pedro Malinowski, Umschlagseiten
innen (vorne und hinten)
Für die Überlassung der übrigen Fotos danken wir den Künstlern und
Künstleragenturen.
132 kultur.bayer.de
spielzeit 13/14
einzelkartenbestellung
Ich bestelle verbindlich
Anzahl
davon
ermäßigt*
Veranstaltung | Datum
Preis
–
EröffnungsPARTY – Köbes Underground
10 €
–
EröffnungsFEST
frei
einverstanden
nicht einverstanden. Zutreffendes bitte ankreuzen.
Ich bin mit der Zuweisung von Plätzen in einer anderem Preisgruppe
Reservierungsbestätigungen und Rechnungen werden ab August 2013 versendet.
*Ermäßigung kann nur gewährt werden, wenn der Inhaber von ermäßigten Karten sich verpflichtet, am Eingang seinen Ausweis unaufgefordert vorzuzeigen.
Bitte informieren Sie mich per E-Mail mit dem Newsletter von Bayer Kultur
über aktuelle Themen und Angebote. Meine E-Mail-Adresse lautet:
Ich bestelle das Magazin KUnSTstoff von Bayer Kultur (5 Ausgaben/Saison).
Die Versandkosten von EUR 1,45 je Ausgabe übernehme ich.
Datum/Unterschrift
spielzeit 13/14
einzelkartenbestellung
Ich bestelle verbindlich
Anzahl
davon
ermäßigt*
Veranstaltung | Datum
einverstanden
nicht einverstanden. Zutreffendes bitte ankreuzen.
Ich bin mit der Zuweisung von Plätzen in einer anderem Preisgruppe
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*Ermäßigung kann nur gewährt werden, wenn der Inhaber von ermäßigten Karten sich verpflichtet, am Eingang seinen Ausweis unaufgefordert vorzuzeigen.
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Preis
teaM KuLtuR
teaM KuLtuRHauS
team Kultur
team Besucherempfang
team technik & ausstellungsaufsicht
Marnie Schreiber-Pogadl, Carolin Sturm, Rainer Konertz, Rita Lattka, Reiner Ernst Ohle, Volker Mattern,
Marc von Reth, Doris Joosten, Andrea Peters, Regina Bernt, Bettina Welzel, Sarah Zöller
Hinten vlnr: Ingrid Zabelberg, Bettina Lucas, Denise Skoko, Doris Strack, Nina Raulf, Manuela Jiritschka, Telse Bartsch, Ingrid Krinis
Vorn vlnr: Mechthild Haber, Germaine Bähr, Silvia Weyh, Elfi Grimm, Aruna Lass | Es fehlen: Kerstin Lass, Sylvia Lass, Martina Newig, Helga Sando
1. Reihe vlnr: Dieter Pogadl, Stephan Teschke, Sven Jurgeit, Bettina Welzel | 2. Reihe vlnr: Bärbel Schadwinkel, Jan Bednarski, Heinz Wirtz, Paul Strehlow,
Horst Krohn, Hans-Peter Fetten, Guido Paulus, Alexander Kruska, Michael Kalis, Stefan Kuhbrügge (Aushilfe) | 3. Reihe: Sönke Feuser
Es fehlen: Roland Tebarth, Klaus-Dieter Kuhn, Hans Büchel, Joachim Buczynski, Manfred Thunig, Tobias Hambitzer (Azubi), Steffen Koch (Azubi)
sowie Uwe Hoffmann, Paul Reichenbach, Heinz Polak (alle Ausstellungsaufsicht)
KontaKt
SPieLzeit 13/14
trouvaillen
Ihr Kartenbüro: 0214.3041283/-84
Karten gibt es auch im Netz unter
kultur.bayer.de und bei
oberhausen/
Düsseldorf
Düsseldorf B8
Rhein
aS
opladen
Kreuz
Leverkusen
Wuppertal
Bayer Kultur
Geschäftsstelle
im Kulturhaus
B8/Europaring
Köln
Hotel
Best Western
Hotel
arkade
Carl-Leverkus-Str.
Nobelstr.
Kaiserstr.
Dhünnstr.
Wöhlerstr.
Forum
Moskauer Str.
Elberfelder Str.
e
Rheinalle
Hauptstr.
Bahnhof
Leverkusen
Mitte
Bus
Bahnhof
Titanstr.
Bayer Kultur
Nobelstraße 37
51373 Leverkusen
SPieLzeit 13/14
Düsseldorf
Telefon 0214.30-41270
-41271
-41272
-41273
-41274
-41275
-41276
-41277
Leitung | Dr. Volker Mattern
Sekretariat | Marnie Schreiber-Pogadl
Verwaltung | Doris Joosten
SCHAUSPIEL | Reiner Ernst Ohle
MUSIK | Carolin Sturm
KUNST | Andrea Peters
TANZ | Bettina Welzel
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Sarah Zöller
Künstlerisches Betriebsbüro
-41278
Marc von Reth
-41279/-80 Regina Bernt
-41283/-84 Kartenbüro
Rita Lattka, Rainer Konertz
kultur.bayer.de
[email protected]
Telefax 0214.30-41282
aS
Leverkusen
Willi-Brandt-Ring
Q26
Hochhaus W1
Ihr Pressekontakt:
Sarah Zöller
Telefon 0214.30-41277
Telefax 0214.30-41282
S-Bahnhof
Bayerwerk
Kaiser-Wilhelm-Allee
W11
Besucherzentrum
Kasino
Baykomm
Köln
B8
Köln
Trouvaillen – so das Motto der Spielzeit 2013/14 – stammt aus dem Französischen und heißt frei übersetzt:
„glückliche Funde“, „wertvolle Entdeckungen“. So wie viele der kulturellen Darbietungen in der neuen Spielzeit.
Das Titelmotiv zeigt einen Antiquitätenladen gleichen Namens in Bern.