Daily News Tag 2

Transcription

Daily News Tag 2
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Wissen,
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die DVZ-App zur
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2015
PETER GERBER, CEO
LUFTHANSA CARGO
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Nr. 2
Mittwoch, 6. Mai 2015
Die offizielle Messezeitung, präsentiert von der
Messe München International und der
Deutsche Verkehrs-Zeitung
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für Entwicklungen
IN BESTER LAGE
Seite 8
DVZ-Talk
Heute auf dem Roten Sofa
HALLE B3 / STAND 302
10.00 Rolf Habben Jansen,
CEO, Hapag-Lloyd
10.15 Constantin Lutz,
Vice President Logistics, PTV
10.30 Stephan Opel,
Geschäftsführer, Gruber Logistics
11.30 Frauke Heistermann,
Mitglied der Geschäftsleitung,
Axit
12.00 Erich Staake,
CEO, Duisburger Hafen
12.30 Wolfgang Thoma,
Geschäftsführender Gesellschafter, Spedition Ansorge
12.45 Carsten Taucke,
CEO, Imperial Logistics
International
13.00 Kai Hasenpusch,
Mitglied der DeutschlandGeschäftsleitung, Hellmann
Worldwide Logistics
15.15 Thomas Webel,
Verkehrsminister,
Sachsen-Anhalt
15.45 Heiner Dettmer,
CEO, Dettmer-Group
16.00 Olaf Lies,
Verkehrsminister,
Niedersachsen
16.15 Karl-Rudolf Rupprecht,
COO, Lufthansa Cargo
16.30 Stefan Rummel,
Geschäftsführer,
Messe München
Talk Special zur Hafenwirtschaft auf
Seite 3
Die Digitalisierung
schreitet
rasant voran
Wo gehen Sie
hin, Herr Jäger
Klaus Jäger, Geschäftsführer, Global Air Freight, M&M
Group / M&M air sea Cargo
LUFTFRACHT Während der transport logistic werde ich an der „Air
Cargo Europe“ teilnehmen. Der Austausch mit anderen Luftfrachtexperten gibt mir immer wieder wertvolle
Impulse. Da M&M Militzer & Münch
zu eigenen Veranstaltungen mit Länderschwerpunkten eingeladen hat,
werde ich zudem viel Zeit am eigenen
Stand verbringen. Heute informieren
unsere Iran-Länderspezialisten zum
Beispiel über Transporte, Zoll, Zertifizierung und Markterschließung
informieren. (reg)
Das Management von
Informationsströmen ist in der
Logistik ebenso wichtig wie
der physische Transport.
Bei der Eröffnung der Messe
diskutierten Branchenvertreter
über die Herausforderungen
der Branche
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Halle B3,
Stand
209 |310
Schifffahrt gegen
regionale Insellösungen
Michael Kerkloh (li), Geschäftsführer Flughafen München,
Stefan Rummel, Geschäftsführer Messe München und
Moderatorin Gundula Gause
(ZDF) bei der Eröffnung.
FOTO: REICHMANN
PLATZ DA!
MESSE-TIPP
MARILOG
Die neuen Emissionsobergrenzen für die Schifffahrt in
Nord- und Ostsee belasten die Schifffahrt und begünstigen die Rückverlagerung von Transporten vom
Schiff auf den LKW. Experten ließen
gestern auf der 8. Fachkonferenz
Marilog kein gutes Haar am neuen
Umweltschutzregelwerk. Die Vertreter der Reedereien bemängelten vor
allem hohe Kosten für technische
Übergangslösungen. (eha)
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Wir lieben Schifffahrt.
Schifffahrt ist unsere Leidenschaft. Qualität und Zuverlässigkeit sind für uns
von allergrößter Bedeutung. In Sachen Logistik und Ladungspflege sind wir
Perfektionisten. Und auch im Bereich Service zeigen wir gern, wozu wir fähig
sind: Denn nichts bereitet uns mehr Freude als das Lächeln unserer Kunden.
Dabei vergessen wir auch nicht den Nachhaltigkeitsgedanken als integralen
Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Er bedeutet, dass die Sorge und
Verantwortung für die Welt, in der wir leben und arbeiten, fest in unserem
täglichen Handeln verankert ist. Hamburg Süd: Wir lieben die Schifffahrt.
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2
Trends
Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin im
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
DVZ TRANSPORT LOGISTIC DAILY • NR. 2 • MITTWOCH, 6. MAI 2015
INDUSTRIALISIERUNG Bereits im
Jahr 2011 beschloss die EU eine Donauraumstrategie, die bis 2020 die
in dieser Region lebenden Menschen
zu einer höheren Lebensqualität,
mehr wirtschaftlichen Möglichkeiten und zu mehr innovativen Unternehmen mit Beschäftigungspotenzial führen soll. Wie der Stand der
Umsetzung ist, darüber unterhalten
sich heute Experten bei der Veranstaltung „Donauraum: Ist eine (Re-)
Industrialisierung möglich?“ (tw)
10.00 Uhr, Halle B2, Forum IV
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Aktionsplan Güterverkehr auf dem Prüfstand
VERKEHRSPOLITIK Der Aktionsplan „Güterverkehr und Logistik“
steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung, bei der Vertreter der Bundesregierung und Protagonisten aus
der Verkehrswirtschaft miteinander
diskutieren. Die wichtigsten Maßnahmen sind Erhalt und Ausbau der
Verkehrsinfrastruktur, die Sicherung
von Personal, der Einsatz von alternativen Antrieben und Kraftstoffen,
die Vermarktung des Logistikstandortes Deutschland sowie das Hafenund Flughafenkonzept. Folgende
Fragestellungen spielen eine Rolle:
Was muss bei dem Aktionsplan ergänzt werden, wie erfolgt aktuell die
Umsetzung und wie sollen die Maßnahmen priorisiert werden? (tw)
10.00 Uhr, Halle A4, Forum II
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Von Robert Kümmerlen
D
urchweg positiv äußerte sich gestern Alexander
Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, zum Feldversuch mit LangLKW im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der
transport logistic. Er sprach sich ausdrücklich dafür
aus, dass Transporte mit Lang-LKW nach dem Probebetrieb in den Regelbetrieb übergehen.
Der Bundesverkehrsminister bekräftigte zudem,
dass bis 2018 die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur auf 14,5 Mrd. EUR steigen werden, um die
Zuwächse im Güterverkehr bewältigen zu können.
Darüber hinaus plädierte Dobrindt für eine stärkere
Finanzierung von Verkehrsprojekten über private-öffentliche Partnerschaften.
Bei der diesjährigen transport logistic in München
steht die Digitalisierung im Mittelpunkt. Auch das
zeigte sich gestern bei der Eröffnung. „Die Zukunftsund Wohlstandsregionen werden dort sein, wo die
Ströme funktionieren“, sagte der Minister. Das gelte
sowohl für die Verkehrsträger Straße, Schiene, Wasser
und Luft als auch für die digitalen Datenströme.
Die Digitalisierung betrifft nicht nur große Firmen.
Auch kleine und mittlere Unternehmen sollten den
Nutzen und wirtschaftlichen Vorteil erkennen. Das
betonte Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium. „Viele Firmen
wissen gar nicht, welche Datenschätze sie besitzen“,
sagte Bär. Dies zu erkennen sei eine der größten Herausforderungen.
So sieht es auch Stefan Hentschel, Industry Leader
Technology bei Google Deutschland. In der deutschen
Industrie sind die Schwerpunkte heute noch die gleichen wie im vorigen Jahrhundert: Chemie, Stahl, Automobil. Positiv sei zwar, dass in Deutschland die Arbeitslosenquote gering und die
Exportrate hoch sei. „Aber es ist gefährlich, sich auf dem Status quo auszuruhen“,
warnte Hentschel. Die Kraft der Digitalisierung müsse sich im Mittelstand viel weiter
ausbreiten, damit die Unternehmen im
internationalen Vergleich nicht abgehängt
werden. „Es ist Aufgabe der Manager, dies
in ihren Unternehmen zu verankern.“
Hentschel empfiehlt, dafür einen Chief Digital Officer (CDO) zu installieren.
Eine Riesenchance für Industrie und Logistikdienstleister sieht Prof. Karl Nowak,
Vorsitzender der Geschäftsleitung Einkauf
und Logistik bei Bosch. „Internetfähige Erzeugnisse haben eine höhere Wertschöpfung“, sagte Nowak. Dahinter stünden mitunter ganz neuartige Geschäftsmodelle,
die auf Vernetzung basierten, „denn das ist ein Alleinstellungsmerkmal“. Eine entscheidende Voraussetzung
dafür seien sichere Schnittstellen und standardisierte
Protokolle. Nowak betonte daher die Notwendigkeit einer europäischen Datenschutzverordnung. Die müsste
schnell geschaffen werden, um die Chance auf einen
einheitlichen Markt zu wahren.
Mit der Digitalisierung einher geht ein radikales
Umdenken. „Tradierte Geschäftsmodelle bekommen
Probleme“, sagte Frank Rausch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hermes Logistik Gruppe. Daher
brauchten die Unternehmen auch Mitarbeiter, die alles hinterfragten.
Verkehr
und Daten
müssen
fließen
Prof. Karl Nowak, Bosch
Eröffnung: Dobrindt für Lang-LKW-Regelbetrieb /
Firmen müssen Datenschätze heben
Stefan Hentschel, Google Deutschland
Frank Rausch, Hermes Logistik Gruppe Deutschland
FOTOS: REICHMANN
Neue Strategie für den
Donauraum
4
Trends
DVZ TRANSPORT LOGISTIC DAILY • NR. 2 • MITTWOCH, 6. MAI 2015
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Gewinner unter sich
Die besten Gabelstapler, Lagertechnikgeräte und Intralogistik-Lösungen
des Jahres stehen fest
20 transport
15 logistic
Halle A5
Stand 207/308
Türkei orientiert
sich stärker in
Richtung Nahost
Bruttosozialprodukt
steigt um 280 Prozent
LÄNDERFORUM Beeindruckende
Zahlen nannte Senol Kocdemir von
Locon Consult zur wirtschaftlichen
Entwicklung der Türkei in den vergangenen Jahren auf dem Forum
der Bundesvereinigung Logistik
unter dem Titel „Türkei - LogistikDrehkreuz zwischen Europa und
Asien.“ 280 Prozent Plus waren es in
den vergangenen elf Jahren insgesamt
beim Bruttsozialprodukt, die Staatsverschuldung liegt bei nur noch 36
Prozent, die Inflationsrate unter 10
Prozent. Die Infrastruktur sei gut und
werde derzeit noch enorm ausgebaut,
so die Referenten unisono. So wird
derzeit in Istanbul ein neuer Flughafen gebaut, der bis 2023 fertig sein
soll. Dazu gehört aber auch der Ausbau digitaler Prozesse, etwa bei der
Zollabwicklung.
Der größte Handelspartner ist
Deutschland, es gebe aber nach wie
vor eine „virtuelle Mauer“, beobachtet
Kocdemir. Es sei schwieriger für türkische Geschäftsleute in Europa Geschäfte zu machen als für Europäer in
der Türkei. Das führe dazu, dass sich
Unternehmen auch Richtung Nahost
orientieren, berichtet Emre Eldener
von Kita Logistics. Sein Unternehmen
hat deshalb auch eine Präsenz in Saudi-Arabien aufgebaut. (pgl)
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D
ie Sieger des International Forklift Truck
of the Year (Ifoy) Award 2015 waren ein
gut gehütetes Geheimnis. Als die Laudatoren gestern um 21.00 Uhr auf der Ifoy Award
Night in der Münchener BMW Welt die Namen
der Sieger bekanntgaben, brandete Jubel auf.
Jungheinrich, Still und Unicarriers gewannen
die begehrten Intralogistik-Oscars in vier Kategorien. Stolz nahmen die Vertreter der drei
Gewinner-Unternehmen unter dem Applaus
der zahlreichen Gäste die aus Metall und Glas
gefertigten Trophäen entgegen.
14 Geräte und Lösungen schafften es in diesem Jahr unter die Besten der Besten. So viel
wie nie zuvor. „Es wurde heiß diskutiert, hart
gerungen und am Ende war es die härteste Entscheidung, die die Jury jemals zu treffen hatte“, sagte Anita Würmser, geschäftsführende
Vorsitzende der Ifoy-Jury, anlässlich der Verleihung in der Münchner BMW Welt. Dies spreche
für das hohe technische Niveau der Finalisten.
Mit ihrer Entscheidung hat die Jury in diesem
Jahr auch ein Zeichen für Elektromobilität und
Multifunktionalität in der Intralogistik gesetzt.
Der Sieg bei den Counter Balanced Trucks
bis 3,5 Tonnen ging an den Dreitonnen-Elektrostapler EFG S30s von Jungheinrich. Bei den
Stapler über 3,5 t sicherte sich der 8-t-Elektrostapler RX 60-80 von Still den Titel. Als bestes
Lagertechnikgerät wurde der Schmalgangund Schubmaststapler Tergo URS von Unicarriers ausgezeichnet und die beste Intralogistik-Lösung war das Kuraray-Projekt von
Still. Einen Überblick über den diesjährigen
Ifoy-Wettbewerb gibt das neue DVZ Magazin
„Intralogistik“, das heute erscheint. (ben)
Jetzt hat „Infrastruktur“ endlich Vorfahrt
Auf einer Podiumsdiskussion mahnen Teilnehmer die richtigen Prioritäten an
VERKEHRSPOLITIK Wenigstens in einem Punkt waren sich die Teilnehmer
der Podiumsdiskussion „Verkehrspolitik trifft Politik“ einig. Weil der
Dauerbrenner „Maut“ endlich vom
Tisch ist, kann sich das Bundesverkehrsministerium jetzt auf das wohl
wichtigste verkehrspolitische Thema
konzentrieren: Die Erneuerung der
Infrastruktur. Für Prof. Frank O. Bayer (DHBW Lörrach) fällt die Bilanz
der großen Koalition auch in diesem
Punkt positiv aus. „Die Regierung hat
Bewegung in das Thema gebracht“,
sagte der Logistikwissenschaftler.
„Jetzt muss sie diesen Weg mit noch
mehr Verve fortsetzen.“ Auch GrünenVerkehrspolitikerin Valerie Wilms
räumte ein, dass bei diesem Thema
„20 bis 30 Jahre lang geschlampt“
worden sei. „Wir schreiben mit dem
Bundesverkehrswegeplan
lediglich
die Instrumente der 60er Jahre fort“,
kritisierte Wilms. „Die Länder bestellen, und der Bund zahlt.“ Die GrünenPolitikerin fürchtet, dass in diesem
„System der organisierten Verantwortungslosigkeit“ das Geld erneut an der
falschen Stelle ausgegeben werde.
So weit wollte Gerd Deimel von
der Initiative Infrastruktur (VCI) nicht
gehen. „Die Investitionen müssen
dort einsetzen, wo der Verschleißgrad
und die Verkehrsbelastung besonders
hoch sind und nur wenige Umfahrungsmöglichkeiten vorhanden sind“,
mahnte der Lanxess-Manager die
Bundesregierung, die richtigen Prioritäten zu setzen. Außerdem müsse
das Thema Verkehrsverlagerung vor-
rangig behandelt werden. „Auch mit
neuen Straßen stehen wir im Stau“,
warnte Deimel. Für Frank Horch
sind die Sofort-Investitionen von 7
Mrd. EUR, die das Bundeskabinett
bereitgestellt hat, der erste Schritt in
die richtige Richtung. „Die Bundesregierung muss sich auf überregionale
Achsen und Korridore konzentrieren und hierbei Öffentlich-Private
Partnerschaften (ÖPP) sowie andere
alternative Finanzierungen prüfen“,
mahnte der parteilose Hamburger
Wirtschaftssenator.
Staatsekretärin Dorothee Bär erinnerte in diesem Zusammenhang an
zehn neue ÖPP-Projekte, deren Realisierung Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt auf der Eröffnungsrede angekündigt hat. „Für diese
Vorhaben ist nicht nur das Geld, sondern auch die Bürgerbeteiligung entscheidend“, sagt die CSU-Politikerin.
Mit dem neuen Bundesverkehrswegeplan könnten Bär zufolge weitere Projekte realisiert werden, die vor wenigen Jahren noch keine Chance hatten.
Logistikexperte Bayer ermunterte die
Bundesregierung, trotz der Kritik des
Bundesrechnungshofs an ÖPP-Finanzierungen festzuhalten. „Sie haben
sich als probates Mittel für schnelle Baumaßnahmen bewährt.“ Beim
Thema Maut äußerte der Wissenschaftler doch noch einen Wunsch.
„Die EU-Kommission muss in einer
Richtlinie eine einheitliche Technologie festlegen, die unterschiedliche
Mautsätze in den einzelnen Ländern
zulässt.“ (bot)
FOTO: STEFAN SIMONSEN
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Sie gilt in Sachen Verkehrspolitik als Nummer 2 im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: Auf der transport logistic stand Dorothee Bär der DVZ-Redaktion Rede und
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Im Gespräch
Von Thomas Wöhrle
T
rotz Bahnstreik hat es Dorothee
Bär, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, gestern rechtzeitig auf das
Rote Sofa geschafft. Im Gespräch mit
DVZ-Chefredakteur Günther Hörbst
appellierte sie an die beteiligten Tarifparteien, sich den Chancen einer
Schlichtung nicht zu verschließen.
„Wir sollten miteinander reden und
nicht übereinander“, sagte Bär in
München. Denn logistische Infrastruktur müsse auch benutzt werden
können – sie sei für Menschen und
Volkswirtschaft einfach zu wichtig.
Nicht ohne Grund kämen die wichtigsten Innovationen in Deutschland nicht selten von Logistikunternehmen.
In der Bereitstellung einer
leistungsfähigen digitalen Infrastruktur sieht Bär derzeit das
spannendste Thema für Transport und Logistik generell, „eine
Ära, die wir aktiv mitgestalten
dürfen.“ So habe man beim flächendeckenden Ausbau der
Netz-Bandbreiten auf mindestens 50 Mbit pro Sekunde große
Fortschritte erzielt, in vielen Regionen liege die Datenübertragungsrate bereits deutlich darüber. „Genauso wichtig wie die Schaffung der
notwendigen technischen Voraussetzungen ist jedoch, dass wir den Menschen aufzeigen, was sie ganz konkret von der Digitalisierung haben“,
erklärte Logistik-Koordinatorin Bär.
„Gerade kleine und mittelständische
Unternehmen können die Vielzahl
ihrer Daten gar nicht richtig nutzen.“
Von der transport logistic erwarte sie
neben zahlreichen Anregungen bei
digitalen Themen in erster Linie, dass
der Logistikweltmeister Deutschland
sich als guter Gastgeber für die Besucher aus aller Welt präsentiere.
Dass die Wettbewerbsfähigkeit
des Standorts Deutschland – etwa
durch die negativen Auswirkungen des Streiks auf Bereiche
des Kombinierten Verkehrs –
langfristig Schaden nehmen
könnte, das befürchtet Thomas Hailer, Geschäftsführer
des Deutschen Verkehrsforums. „Eine höchstmögliche
Verlässlichkeit ist gerade für
unsere Logistikindustrie ein
hohes Gut“, sagte Hailer auf
dem Roten DVZ-Sofa. „Denn
wir dürfen nicht vergessen,
dass zum Beispiel auch die internationale Presse über die
Streiks berichten wird und das
5
DVZ TRANSPORT LOGISTIC DAILY • NR. 2 • MITTWOCH, 6. MAI 2015
„Wollen guter
Gastgeber sein“
Staatssekretärin Dorothee Bär wirbt auf
dem Roten DVZ-Sofa für die Digitalisierung
und den Logistikstandort Deutschland.
Dorothee Bär (Foto oben, links) und Konrad Fischer (Foto unten, rechts) mit Günther Hörbst.
unserem Image bei potenziellen
Auftraggebern im Ausland nicht
unbedingt zuträglich ist.“
Konrad Fischer, Geschäftsführer beim diesjährigen Gewinner
des Eco Performance Awards für
Nachhaltigkeit, dem ContainerLogistikdienstleister
Contargo,
sieht in dem Streik der Lokführer
wirtschaftlich ein ernst zu nehmendes Problem für die gesamte
Branche. „Wir haben allerdings
das Glück, dass wir innerhalb der
Rhenus-Gruppe unsere Bahnaktivitäten unter anderem durch Zukäufe in letzter Zeit deutlich ausgebaut haben und wir deshalb auf
das Angebot privater Eisenbahnverkehrsunternehmen
zugreifen
können“, so Fischer in München.
„Aus diesem Grund sind wir nicht
direkt von dem Streik betroffen und
erwarten auch keine Zugausfälle bei
Contargo.“
Auch Jochen Quick, Präsident
beim Bundesverband Wirtschaft,
Verkehr und Logistik (BWVL) erwartet für seine Mitgliedsunternehmen nichts Gutes durch den wiederholten GDL-Streik. „Wir können
nur den Kopf schütteln über diese
unnötige Aktion, hier geht es offenbar ausschließlich um Macht“,
sagte Quick. „Es ist zu befürchten,
dass Unternehmen verstärkt darüber nachdenken werden, Güter
von der Schiene wieder auf die
Straße zurückzuverlagern.“ Das
wolle eigentlich niemand, denn die
Infrastruktur-Engpässe auf der Straße seien bereits heute schwer zu
überbrücken. „Insgesamt ist das natürlich keine Werbung für die Rolle
der Bahn im Güterverkehr“, so Verbandschef Quick auf dem Roten Sofa.
„Überhaupt wird uns die jahrelange
Vernachlässigung der Infrastruktur
noch sehr lange beschäftigen.“ Dabei gehe es seiner Meinung nach
vor allem um die Höhe der finanziellen Ausschüttung, die
von Seiten der Politik bereitgestellt werde, um die zum Teil
marode Infrastruktur wieder
in Gang zu bringen. „Doch
die Rahmenbedingungen der
Politik müssen beherrschbar
und langfristig angelegt sein,
um die Unternehmen nicht zu
überfordern“, ergänzte Quick.
„Die Ausweitung der LKW-Maut
beispielsweise auf zusätzliche
Gewichtsklassen macht aus unserer Sicht nur dann Sinn, wenn
die daraus erzielten Einnahmen
auch zu 100 Prozent wieder in
die Finanzierung der Straße zurückfließen.“
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PTV stellt neues Konzept
für Software-Module vor
TELEMATIK Das Karlsruher Software- und Beratungshaus PTV hat
zur transport logistic sein Angebot
an Software-Lösungen entlang der
Transportkette neu geordnet. Die
einzelnen Module – angefangen von
der Transport- oder Routenoptimierung, über die Integration von
logistischen
und
geografischen
Komponenten die Systemlandschaft
des Nutzers, bis hin zur Navigation
oder den Angaben zur erwarteten
Ankunftszeit in Echtzeit greifen nun
nahtlos ineinander. Flankiert werden die Lösungen durch besondere
Dienste, wie beispielsweise die Truck
Parking Europe App. (ben)
HALLE B2, STAND 401/502
Jettainer arbeitet für
Thomas Cook
FOTOS: GRUND-LUDWIG; REICHMANN
Das gesamte
Interview als Video
VERTRAGSABSCHLUSS Auf
der
transport logistic hat der Dienstleister Jettainer gestern einen Vertrag
mit dem Neukunden Thomas Cook
unterzeichnet. Demnach übernimmt
der Servicepartner für ausgegliedertes Lademittelmanagement eigenen
Angaben zufolge die Steuerung und
Wartung sämtlicher Luftfrachtcontainer für die Fluggesellschaften der
Thomas Cook Group Airlines. Im
Rahmen der Vertragsunterzeichnung
in München wurde symbolisch einer
der neuen ultraleichten Container
übergeben, die zukünftig bei den
Fluglinien zum Einsatz kommen sollen. (tw)
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DVZ TRANSPORT LOGISTIC DAILY • NR. 2 • MITTWOCH, 6. MAI 2015
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Statt hetzen einfach mal relaxen: Nordseeflair,
Sundowner und gute Neuigkeiten gibt’s bei DSV
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belasten branche“
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IDS-Chef Michael Bargl über den Stückgutmarkt und den
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Von Lutz Lauenroth
Transport logistic Daily: Seit Längerem klagen
viele Stückgutspediteure über unzureichende Margen. Was sind Ihrer Meinung nach die
Gründe?
Bargl: Im Wesentlichen sehe ich drei Gründe: Einer
ist die Tatsache, dass es derzeit circa 15 Stückgutnetze gibt, die vergleichbare Dienstleistungen anbieten.
Dadurch haben wir in diesem Marktsegment einen
außerordentlich gut funktionierenden Wettbewerb,
der sich vor allem in den Metropolregionen bemerkbar macht.
Dass der Wettbewerb in den Ballungsgebieten scharf ist, ist seit Langem bekannt. Doch
das kann nicht allein ausschlaggebend für die
Marktsituation sein . . .
Richtig. Ein weiterer Grund ist, dass bis heute der
Preiseinbruch, der im Zuge der Krise in den Jahren
2008/2009 entstanden ist, nicht ausreichend kompensiert werden konnte. Neben den jährlich steigenden Personalkosten sind mit dem Mindestlohn,
der Mautvertiefung und den Compliance-Vorschriften extern induzierte Kosten hinzugekommen,
welche die Stückgutbranche extrem belasten. Und
der dritte Grund, den ich in diesem Zusammenhang sehe, ist der Aufbau von Überkapazitäten,
der durch die Inbetriebnahme neuer, überdimensionierter Stückgutterminals und Logistikanlagen
einiger großer Anbieter entstand und heute auf die
Margen drückt.
Ganz aktuell ist der Trend in Richtung „Kooperation von Kooperationen“ – so haben
24plus und Online Systemlogistik ebenso wie
ILN, Star und VTL entsprechende Absichtserklärungen vorgelegt. Wird dies mittel- und
langfristig zu einer Reduzierung der Stückgutnetze führen?
Ganz klar ja. Bereits seit vielen Jahren ist ein Rückgang von mittelständischen Speditionen zu beobachten, und eine Umkehr dieser Entwicklung ist
nicht in Sicht.
Und wie sehen Sie in diesem Zusammenhang
IDS Logistik positioniert?
Ich sehe die IDS Logistik sehr gut positioniert. Unsere Partner sind große, bekannte, gut etablierte Mittelständler und Konzerne, die zudem durchweg solide finanziert sind. Rückblickend auf die letzten zehn
Jahre hatten wir keine Netzwerkprobleme, und das
sehen wir auch für die Zukunft so.
IDS ist traditionell auf der transport logistic
in der „Stückguthalle“ A5 mit einem Stand
präsent. Welche Impulse erwarten Sie von der
Messe für Ihre Partner?
Wir erwarten viele neue Kontakte. Denn die Messe
ist für uns die Gelegenheit, Unternehmen zu treffen,
zu denen wir bisher keinen oder nur wenig vertrieblichen Kontakt hatten. Darüber hinaus bieten sich
ohne Zweifel für uns die Möglichkeiten, durch die
hohe Frequenz dieser Messe unser Image zu steigern
und auf unser Leistungsspektrum aufmerksam zu
machen. Dass wir ausgerechnet im Messejahr auch
noch den Bayerischen Qualitätspreis erhalten haben,
wird in der bayerischen Metropole München sicher
nochmals besonderes Augenmerk auf uns lenken.
Wo und wann machen Sie in München die besten Geschäfte – am Stand oder hinter den Kulissen?
Am Stand in persönlichen Gesprächen. Bei uns
gibt es kein „hinter den Kulissen“, denn als Kooperation oder noch genauer gesagt als Stückgutkooperation leben wir vom Vertrauen und von der
Transparenz zum Kunden und zwischen unseren
Partnern.
Wen würden Sie persönlich gern in München
treffen, um über welches Thema zu sprechen?
Ich persönlich freue mich auf den Freitag, der ebenso wie beim letzten Mal unser „Studententag“ ist.
Bei dieser Gelegenheit viele ambitionierte Studenten und Auszubildende zu treffen, mit denen ich
über die beruflichen Möglichkeiten und die Vielfältigkeit unserer Branche sprechen kann, darauf freue
ich mich besonders. Diese jungen Leute sind unsere
Zukunft. (ben)
FOTO: IDS
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Michael Bargl
Der promovierte 53-jährige Wirtschaftsingenieur wechselte 1993 von
der Dornier System Consult GmbH,
Friedrichshafen, in die Logistik. In der
Systemzentrale des DPD in Aschaffenburg hatte er diverse Führungspositionen inne. 2000 wurde Bargl Geschäftsführer der Stückgutkooperation IDS
Logistik mit Hauptsitz in Kleinostheim.
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DVZ TRANSPORT LOGISTIC DAILY • NR. 2 • MITTWOCH, 6. MAI 2015
Im Routenzug steckt Effizienz
Industrie 4.0: Daten über innerbetriebliche Transporte verbessern Wirtschaftlichkeit
Von Robert Kümmerlen
P
roduktionsprozesse und Intralogistik sind stark verzahnt. Da
die Herstellung immer flexibler
wird steigen die Anforderungen an
die Logistiksysteme. Beim Einsatz
von Flurförderzeugen wie Routenzügen gibt es noch großes Potenzial, die
Effizienz zu verbessern. Darauf verwies Christoph Hohmann, von der
Fraunhofer Arbeitsgruppe Supply
Chain Services (SCS) gestern im Rahmen der Veranstaltung „Industrie
4.0 – ein Zukunftskonzept auf der Basis von AutoID- und RTLS-Systemen“.
Denn Routenzüge werden oft flexibel
eingesetzt und befördern dann mal
mehr mal weniger Material. Das ist
unwirtschaftlich. „Ein Routenzug
muss flexibel auf die Transportanforderung reagieren“, unterstrich Hohmann.
Das Problem allerdings sei, dass
viele Unternehmen gar nicht wissen,
wie effizient sie Routenzüge und
Stapler nutzen. Oftmals sammeln
Unternehmen – wenn überhaupt –
nur manuell oder sporadisch Daten,
was für eine aussagekräftige Auswertung und Optimierung nicht ausreichend ist. „Fehlendes Datenmonitoring führt zu unwirtschaftlicher
Ressourcennutzung“, stellte Hohmann fest. Dazu gehören unnötige
und lange Transportwege, häufiges
Umladen, schwankende Transportmittelauslastung, Risiko von Unfällen sowie ungleiche Auslastung an
Be- und Entladestationen. Um dies
zu verhindern müsse zunächst eine
ausreichende Datengrundlage geschaffen werden.
Dazu ist es notwendig, Transparenz in die innerbetrieblichen Transportprozesse von Flurförderzeugen
zu bringen, um diese verbessern zu
können. Hohmann stellte eine Technik vor, mit der sich die Wege der
Fahrzeuge im Lager verfolgen lassen.
Das System nennt sich „Awiloc“ und
ist eine reine Softwarelösung. Es er-
laubt die Lokalisierung von Fahrzeugen. Für das Monitoring werden die
Fahrzeuge mit einer Sensorbox ausgestattet, welche die Daten wie Fahrund Standzeit, Beladungszustand,
Durchlaufzeit sowie Routentreue
erhebt. Auf dieser Basis lassen sich
dann Kennzahlen bilden.
Durch Auswertung der Daten lässt
sich dann die Wirtschaftlichkeit der
Transportmittel bewerten. Eine entscheidende Rolle dabei spielt, wo
und wie oft die Flurförderzeuge halten. Die Bewegungsströme lassen
sich visualisieren. Das ermöglicht,
Engpässe im Transportsystem zu erkennen. Darüber hinaus sind Hohmann zufolge weitere Auswertungen
möglich, etwa die Aufenthaltszeiten
von Flurförderzeugen in verschiedenen Bereichen, angefahrene Haltestellen pro Routenrunde oder das
Erkennen von Aufenthaltsbereichen
der Transportmittel.
Greiwing will bald
ins Ausland
GEFAHRSTOFFLOGISTIK
Der
Logistikdienstleister Greiwing stellt
seine Strategie seiner Value-AddedServices (VAS) im Bereich Lagerung
und Handling von Gefahrstoffen vor.
Dazu gehört ein Granulattechnikum
in Wesel. Dort lagert, sortiert, homogenisiert und trocknet Greiwing Granulat. Zudem will das Unternehmen
international wachsen. So plant es
mittelfristig Standorte in Hafennähe
wie in Rotterdam oder Antwerpen.
Auch eine Erweiterung der Logistikleistungen für Food-Produkte zeigtdas Unternehmen. (jh)
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Community geht
an den Start
Verband will Standort
Frankfurt stärken
LUFTFRACHT Ein Jahr nach ihrer
Gründung hat die Interessengemeinschaft „Air Cargo Community Frankfurt“ in München erste Ergebnisse
ihrer Zusammenarbeit vorgestellt.
Der aus 27 Mitgliedern bestehende
Zusammenschluss hat das Ziel, den
Luftfrachtstandort Frankfurt nachhaltig zu stärken und auszubauen. Dafür
haben sich der Community Vertreter
aus der gesamten Luftfrachtkette angeschlossen: Frachtabfertiger, Spediteure, Airliner, Dienstleister, Zoll und
Veterinäre. Um das Netzwerk zu vervollständigen, laufen auch Gespräche
mit Verladern und Verbänden.
„Wir analysieren und dokumentieren sämtliche Abläufe in der Luftfrachtkette, um daraus entsprechende
Optimierungen abzuleiten“, erklärt Joachim von Winning, Geschäftsführer
der Air Cargo Community. Auf diesem
Weg will der Verbund das Frachtvolumen in Frankfurt bis 2020 von 2,2
Mio. t in 2014 auf 3 Mio. t steigern.
Aber es geht auch um Effizienzsteigerung. „Durch den intensiven Austausch mit dem Zoll und der daraus
resultierenden Einführung eines digitalen Verfahrens wurde die Dauer der
Zollgestelllung von 45 auf 30 Minuten
reduziert“, ergänzt von Winning. Dieser erste Erfolg bestätigt die Gründer
in ihrer Kooperationsstrategie: „Um
Erfolg zu haben, muss man bereit sein,
mit der Konkurrenz zusammen zu arbeiten“, bringt es Chairman Karl-Rudolf Rupprecht auf den Punkt. (reg)
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Convenience
statt Billigpreis
ist gewünscht
Lebensmittelsendungen
brauchen Bündelung
TREND E-Commerce-Modelle für
Lebensmittel müssen vom Endkunden her gedacht werden. In diesem
Punkt waren sich die Teilnehmer der
Diskussion „Zwischen E-Food und
‚Just-im-Stau‘“ einig. Laut Michael
Lierow (Oliver Wyman) ist E-Food für
die Zielgruppe der 25- bis 44-Jährigen
interessant, der Convenience wichtiger ist als der Preis. Lierow prognostizierte zudem, dass der E-Commerce für Lebensmittel in vier bis fünf
Jahren profitabel sein kann.
Laut Thomas Pütter (Nagel Group)
schwankt das Sendungsvolumen in
der Lebensmittellogistik monatlich
um über 15 Prozent. Zudem müsse jedes Last-Mile-Konzept durch
Nachhaltigkeit überzeugen. Der Endkunde, der bei mehreren Anbietern
bestelle, werde nur Lösungen tolerieren, die Sendungen bündeln. Michael
Reichelt, Geschäftsführer des StartUps Emmasbox, will das Last-MileProblem mit gekühlten Abholboxen
nach dem Packstation-Vorbild lösen.
Ein entsprechendes Netz baut gegenwärtig die österreichische Pfeiffer
Handelsgruppe auf. Die Erfahrungen
zeigen, dass der Endkunde die Waren in drei bis vier Stunden abholt.
Reichelt zufolge soll in einem halben
Jahr auch in Deutschland ein entsprechendes Projekt anlaufen. (bot)
E
in knapp 11-prozentiges Minus bei der Importfracht am Frankfurter Flughafen im
März – diese Zahl alarmiert. Das zweistellige Minus zeigt eindrucksvoll, wie volatil das
Luftfrachtgeschäft ist. Jahrelang war die Branche von Zuwächsen verwöhnt. Darauf ist längst
kein Verlass mehr. Höchstens Sonderfaktoren
wie der wochenlange Bummelstreik der Hafenarbeiter an der US-Westküste führen dazu, dass
der Run auf den schnellen Verkehrsträger hoch
über den Wolken gelegentlich ungewohnte Ausmaße erreicht.
Die Fluggesellschaften freuen sich, dass
ihre Frachter dann viele Chartereinsätze zwischen Fernost und Nordamerika fl iegen. Sie
können diese zusätzlichen Einnahmen gut
gebrauchen, um ihre Finanzen zu
verbessern. Und in der Statistik
etwa des Airline-Weltverbandes
Iata schnellen die Aircargo-Leistungsparameter vorübergehend
nach oben. Doch diese Zuwächse
sind nicht von Dauer.
So hat denn auch der Einbruch
bei der Fracht im März in Frankfurt vor allem eine Ursache: Die
mehrtägigen Pilotenstreiks haben sich negativ auf Lufthansa
Cargo, den stärksten Nutzer von
Europas größtem Frachtflughafen, ausgewirkt. Dieser Umstand lässt sich deutlich in den
Verkehrszahlen der deutschen
Frachtfluggesellschaft ablesen.
Die Zahl der Frachterflüge – ob
mit den alten MD-11- oder den
neuen Boeing-777-Maschinen –
brach um knapp 11 Prozent ein.
Die Transportmenge ging um
3,4 Prozent gegenüber dem März
2014 zurück. Insgesamt konnte Lufthansa Cargo ihre Kapazität nur zu
70 Prozent nutzen.
Frankfurts Flughafen hatte aber nicht nur
im März mit Rückgängen bei der Fracht zu
kämpfen (minus 6,5 Prozent auf 182 514 t).
Vielmehr verbuchte der Airport im gesamten
ersten Quartal eine Negativtendenz beim Cargoumschlag: minus 2,4 Prozent auf 491 261 t.
Dabei brach die Exporttonnage mit 3,1 Prozent deutlich stärker ein als die Importfracht,
die um 2,3 Prozent nachgab. Rückgänge
stellen die Marktforscher von Flughafenbetreiber Fraport für Nordamerika und Fernost als den beiden großen Regionen für den
Aircargo-Verkehr von und nach Europa fest.
Aber auch die Tonnagen auf den Strecken
zwischen Frankfurt und Lateinamerika entwickelten sich rückläufig. Das Minus bei den
Exporten nach Lateinamerika dürfte an der
schwachen Nachfrage in der brasilianischen
Automobil- und Maschinenbau-Branche liegen, schreiben die Fraport-Marktforscher
in ihrem jüngsten Bericht, den sie zur Verkehrsentwicklung vorgelegt haben.
Mit seinem schwachen Resultat im März
schneidet Frankfurt deutlich schlechter ab
als der bundesweite Durchschnitt aller Flughäfen. Insgesamt gingen die Importe auf den
Airports um 6,3 Prozent auf 178 511 t zurück,
die Ausfuhren um 0,2 Prozent auf 211 911 t.
Nach einem Plus von 0,7 Prozent im Januar
und von 4,3 Prozent im Februar ist der März
der erste Monat in diesem Jahr mit einem negativen Ergebnis (minus 3,1 Prozent), wie die
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) mitteilt. Der Flughafenverband
ist zuversichtlich, dass das März-Ergebnis
einen – bedingt durch den Pilotenstreik – Einmalcharakter hat. Er geht davon aus, dass
sich das Cargoaufkommen bereits im April
wieder erholt hat. Aufschlüsse darüber wird
es am 13. Mai geben, wenn Fraport die Verkehrszahlen für den April vorlegt.
Dass die flauen Frankfurt-Zahlen das Gesamtergebnis der deutschen Flughäfen nicht
stärker belastet hat, ist vor allem dem guten
Abschneiden der Flughäfen Leipzig und München zu verdanken. Allein im März registrierte Leipzig 83 850 t Fracht, was für den mitteldeutschen Platz einen neuen monatlichen
Rekordwert bedeutet. Das 6,9-prozentige Plus
gegenüber dem Vergleichsmonat 2014 hat
Leipzig fast ausschließlich dem Integrator DHL Express zu verdanken.
Die Deutsche Post-Tochter nutzt die
Infrastruktur des Airports, um dort
seit 2008 ihr Europa-Hub zu betreiben. Erst im vergangenen Jahr hat
sie die Kapazität ihrer Anlage um
einiges erweitert.
Dank DHL Express hat der zur
Mitteldeutschen Flughafen AG
gehörende Flughafen seine Position als zweitgrößter AircargoUmschlagplatz Deutschlands ausgebaut. Leipzigs Marktanteil liegt
inzwischen bei gut 20 Prozent,
während Frankfurt auf rund 50
Prozent kommt.
Ebenso wie der Airport Leipzig
hat auch der Flughafen Köln einen
Rund-um-die-Uhr-Flugbetrieb, wie
ihn die Integrators für ihre nächtlichen Frachterflüge benötigen.
Hauptnutzer des rheinländischen
Airports, der in puncto Fracht bundesweit an dritter Stelle liegt, sind
die US-Dienstleister UPS und Fedex. Im März
kam Köln auf 63 373 t Fracht, das ist ein Rückgang um 4,6 Prozent.
Marktanteile verloren hat Frankfurt nicht
nur an die Integrator-Plätze Leipzig und Köln,
sondern auch an München. Das Gros der in
München umgeschlagenen Fracht verlässt
den Airport als Beiladung in Passagierflugzeugen, beziehungsweise landet dort auf
diesem Weg. So nutzt etwa Lufthansa den
Airport als ihre nach Frankfurt zweitgrößte
Drehscheibe in Deutschland. Allein im März
ging die Frachtmenge in München um 7,2
Prozent auf 31 638 t nach oben. Damit hält der
Flughafen einen Marktanteil von rund 8 Prozent. Alle anderen deutschen Flughäfen kommen auf einen monatlichen Cargoumschlag
von deutlich unter 10 000 t. Verloren hat in
jüngster Zeit vor allem der Hunsrück-Platz
Hahn – allein 30 Prozent im März. (ben)
Pilotenstreiks
wirkten sich auf
Luftfracht aus
Frankfurt verliert im März um
6,5 Prozent / Leipzig baut Position aus
Von Erwin Maruhn
Air Cargo Europe 2015
Um die Zukunft der Luftfracht geht es auf
der 7. Internationalen Luftfrachtkonferenz
(Air Cargo Europe) in München. Im Rahmen
der transport logistic nehmen Vertreter der
großen Transportunternehmen zur Attraktivität der Luftfracht in Zeiten des E-Commerce
Stellung. In einem weiteren Panel wird außerdem über die notwendigen Maßnahmen
zur Erhöhung der Luftverkehrssicherheit
diskutiert. Hier werden mittlerweile enorme
Anforderungen an die Luftfrachtversender
gestellt, zum Beispiel in Bezug auf Sendungsdaten und Ladungsscreening. Über Nutzen
und Machbarkeit werden Branchenvertreter
berichten. (tw)
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International 11
DVZ TRANSPORT LOGISTIC DAILY • NR. 2 • MITTWOCH, 6. MAI 2015
Goods in virtual and real flow
Stefan Hentschel, Google: “It is dangerous to rest on the status quo”
By Robert Kümmerlen
T
his year’s transport logistic in
Munich will focus on the digitalisation of the economy and the
logistics industry in particular. “The
prosperous regions and the regions
of the future will be there where the
flows work,” emphasised the Federal
Minister of Transport, Alexander Dobrindt. This applies to the transport
modes road, rail, water and air, and
also to the digital data flows.
In future, the added value of a process depends on the extent of its digitalisation. The digital agenda of the
Federal Government aims to provide
50 megabits per second broadband
data connections which are expected
to be available nationwide until 2018.
Communication along transport routes is becoming increasingly important. This is why the linking of automobiles to the A9 infrastructure has
been simulated. Dobrindt explained:
“It’s our plan to transfer this technology from the laboratory to the actual
road situation.” And there is a huge
worldwide demand for the knowledge that exists in Germany about
this kind of digital communication
technology.
As to digitalisation the objective
is to link data and make the information accessible to the supply chain
everywhere and in a permanent and
safe way. In this regard Dobrindt admitted that politics is still required to
make its contribution. “Please don’t
stop to communicate your requirements to politics,” he encouraged the
industry representatives.
Digitalisation is not only relevant
for big companies. Also small and
medium-sized companies need to see
the importance and the economical
benefits of digitalisation. This is one
of the biggest challenges, claimed
Dorothee Bär, Parlamentary State
Secretary in the Federal Ministry of
Transport.
Trophies for
“Intralogistics
Oscars”
AWARDS Jungheinrich, Still and UniCarriers won the prestigious IFOY
Awards in four categories.
14 machines and solutions made it
through to the final round this year,
more than ever before. “There was
intense discussion, heated debate,
and in the end it was the most difficult decision the IFOY jury has ever
had to make”, said Anita Würmser,
Executive Chairperson of the IFOY
Jury.
With this year‘s decision, the jury
has also laid down a market for electromobility and multifunctionality
in intralogistics. Victory in the category of Counter Balanced Trucks
up to 3.5 tons went to the EFG S30s
three-ton electric forklift from Jungheinrich. An electric forklift also led
the field in the category of Counter
Balanced Trucks from 3.5 tons. The
jury selected the RX 60-80 eight-ton
electric forklift from Still. The Tergo
URS from UniCarriers got the trophy
in the “Warehouse Truck” category.
Still picked up a second IFOY Award
for its general contractor project for
the intralogistics concept for the new
raw materials warehouse of Kuraray
Europe GmbH. (pgl)
Stefan Hentschel, Industry Leader
Technology and Mobile Advertising
at Google, agrees to this and he welcomes the fact that Germany has a
low unemployment rate and a high
export rate. “But it’s dangerous to
rest on the status quo,” he warned
and pointed out that the power of
digitalisation has to be extended to
medium-sized enterprises, so that
the companies don’t lose out in an
international comparison. “The maANZEIGE
nagers are in charge to implement
and anchor this in their companies”.
Hentschel recommends the recruitment of a Chief Digital Officer (CDO)
in order to achieve this end.
Professor Karl Nowak, Head of
Sales and Logistics of Robert Bosch
GmbH, sees a huge historic opportunity for the industry and logistics
service providers. It’s not a matter of
managing the companies in a traditional way, but rather to participate in
the extensive networking which has
been consolidated by the internet of
things. “Internet capable products
realise a higher added value”, said
Nowak. Often all this is based on innovative business models. In this regard Nowad named intelligent energy systems and networked mobility.
Further to that it’s of utmost importance to create agile supply chains,
“because this is a unique selling proposition.”
Increasing flow of goods
from Asia to Russia
FORUM The demand for industrial
and consumer goods coming from
Europe has fallen because of the
sanctions against the Russian economy. The country is importing more
and more goods from Asian countries. “Flexibility is required, but we
believe that the traffic between the
European Union and the CIS countries will recover,” Olaf Metzger, Managing Director Rhenus Revival, said
at transport logistic fair. Rhenus has
started building up a so called simplified customs clearing procedure to
make customs processes at the Russian border easier. (pgl)
12 International
DVZ TRANSPORT LOGISTIC DAILY • NR. 2 • MITTWOCH, 6. MAI 2015
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“We are in a position
to fly profitably”
Peter Gerber, Lufthansa Cargo,
expands the fleet
Fachvortrag der Rhenus-Gruppe:
„Chancen nach der Energiewende:
Neuer Logistik-Service für die
Offshore Windindustrie“
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FOTO: MAXIM SERGIENKO
Turkey puts
strong focus on
Near East
Infrastructure projects
in the pipeline
FORUM The figures on the economic
development of Turkey in the forum
“Turkey, the Eurasian hub –opportunities for German-Turkish cooperation” organized by the German supply
chain organization BVL have been
impressive.
Massive growth of GDP of 280 percent during the last eleven years, reduction of public debt to 36 percent
and an inflation rate under 10 percent are some of the key indicators
given by Senol Kocdemir, general manager Locon Consult. Infrastructure
projects like another airport which
will be ready by 2023 or highspeed
rail connections are built up.
The most important trade partner
for Turkey still is Germany, but there is a “virtual wall” between Europe and Turkey, Kocdemir said. “It is
much easier for European business
partners to be active in Turkey than
vice versa”, he underlined. This is
one of the reasons why Turkish companies despite of the instable political
situation in the region are expanding
their activities in the Near East. One
example is Kita Logistics. “It was an
adventure, but we have learnt how
to do business in Middle East”, said
Emre Eldener, General Manager Kita
Logistics. (pgl)
By Erwin Maruhn
transport logistic Daily: Why is
Lufthansa Cargo expanding its
fleet of cargo planes while other
airlines are reducing or even
eliminating the number of their
cargo planes?
Gerber:That’s simple: because we
are in a position to fly profitably with
modern cargo planes and we can offer our customers an even greater selection with the combination of belly
freight and cargo planes. It is certainly
true that it has become more difficult
to successfully use cargo planes at various locations, even in Europe. However in Frankfurt, our most important
hub, prospects for the use of cargo-only aircraft are still excellent. We have
the greatest density of freight forwarding operators here and the volume of
air cargo is higher than anywhere else
in Europe. In short: Frankfurt is to
freight what London is to passengers.
Where do you prefer to use the
old MD 11 cargo planes and where
the new 777 cargo planes?
The Boeing 777 cargo planes with
their exceptional level of efficiency
and long range primarily demonstrate
their advantages during long non-stop
connections with high cargo volumes.
This includes destinations in the USA
in particular but we also fly to Shanghai and Hong Kong with the ‘Triple
Seven’.
19 Planes
are used by Lufthansa for
cargo purposes only
Will you be putting more of the
old MD 11 cargo planes out of service?
Our ongoing development of the fleet
will primarily depend on financial
changes. One thing is clear: the MD
11 is still an excellent and well-trusted
cargo plane – even though the younger
Boeing 777F is naturally more efficient.
What is the significance of the cargo capacity available on Lufthansa passenger planes for Lufthansa
Cargo?
The Lufthansa Cargo business model
is based on the capacity of our cargo
planes and the belly freight planes
rom Lufthansa and Austrian Airlines.
But we can only provide our customers with 300 destinations in 100
countries by also making use of the
cargo holds on passenger planes.
Are there any plans to fly cargo
planes to Munich airport too, or
Peter Gerber
Gerber was born on 1 March 1964 in
Giessen. His Lufthansa career began
in 1992 in the HR department. In
2009, Gerber joined Lufthansa Cargo as an executive board member
for finance/personnel. In 2012, he
became an executive board member
for Lufthansa Passage Airlines and
since May 2014 he has been in
charge of Lufthansa Cargo.
are your belly freight planes sufficient at this location?
Frankfurt is hugely significant as a hub
for Lufthansa Cargo. There are therefore no plans at present to station any
cargo planes outside of Frankfurt.
Munich is very well positioned in the
Lufthansa passenger plane business.
There are also excellent links with cargo flight connections from Frankfurt.
What impetus are you expecting
the trade fair in Munich to bring
to your business? Where and
when do you do the best business
at the fair – at the stand or behind
the scenes?
Transport logistic fair is unique in
the world due to its significance to the
logistics industry. Nowhere else are
so many of the key companies and
organisations represented in such
a great number and I personally am
looking forward to exchanging ideas
and meeting lots of people there.
We have opted for a very open and
communicative stand concept again
this year to invite informal exchange.
Whether the business takes place at
the stand or in the meeting room is
of secondary importance to me –
the main thing is that business takes
place (laughs). (pgl)
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International 13
DVZ TRANSPORT LOGISTIC DAILY • NR. 2 • MITTWOCH, 6. MAI 2015
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A
n approximately 11 percent decline in import freight at Frankfurt airport in March
– an alarming figure. This double-figure
slump is an impressive indication of how volatile the air freight business has become. The industry was lucky enough to experience growth
over many years. But this can no longer be relied
upon. Particular issues, such as the go-slow strike
by harbour workers on America’s west coast
which lasted many weeks, are causing the run in
air transportation to reach unusual proportions.
The airlines are pleased that their freight carriers are now flying lots of charter flights between
the Far East and North America. They can make
use of this additional revenue to improve their
finances. Statistics, such as those of the International Air Transport Association IATA, show that
the air cargo performance parameters are predominantly on the increase. Yet this growth is not
permanent.
The March decline in cargo in Frankfurt predominantly has one cause: pilot strikes lasting
several days have had a negative impact on Lufthansa Cargo, the biggest user of Europe’s largest
cargo airport. This situation is also reflected in
the traffic figures of the German airfreight carrier. The number of cargo flights (whether using
the old MD-11 or the new Boeing 777 planes) fell
by close to 11 percent. The transport volume fell
by 3.4 percent on March 2014. Lufthansa Cargo
only utilised 70 percent of its capacity.
It was not just in March that Frankfurt’s
airport had to tackle a decline in cargo
(-6.5 percent to 182,514 tonnes). The
airport recorded a negative trend in
cargo traffic during the first quarter
as a whole: a fall of 2.4 percent to
491,261 tonnes. The decline in
export tonnage was significant-
Cargo
grounded
Pilot strikes
affected German
airports and caused falling
freight volumes
ZEIT: DAS IST DIE
NACHT, DIE NICHT
ALLEIN ZUM
SCHLAFEN DA IST.
Marilog debate
on new
emission areas
ly higher than the
slump in import freight which
fell by 2.3 percent.
Market researchers from airport operator Fraport have identified declines in relation to North
America and the Far East as the two
biggest regions for air cargo transport to
and from Europe. There has also been a
decline in tonnage on routes between Frankfurt and Latin America. A reduction in exports
to Latin America can be put down to low demand in the Brazilian automobile and
engineering sector, according
to Fraport market researEmpty cockpits in
German cargo fleets
damaged the revenues.
FOTO: ISTOCK; DVZ-ILLUSTRATION: ANDREAS VOLTMER
By Erwin Maruhn
chers in their latest report on transport developments.
Following its poor results in March, Frankfurt
came off significantly worse than the Germanywide average for all the airports. Overall, imports
at the airports fell by 6.3 percent to 178,511 tonnes
and exports by 0.2 percent to 211,911 tonnes. Following a growth of 0.7 and 4.3 percent in January, March is the first month this year to reveal a
Denn über Nacht transportiert GO!
negative result (a decline of 3.1 percent) as stated
die DVZ Daily zur transport logistic.
Druckfrisch aus der Presse, pünktlich
by the German Airports Association (ADV). Howauf die Messe.
ever, the airports association is optimistic that
the March results are a one-off triggered by the
pilot strike. It predicts that cargo traffic will have
increased again in April. Information about this
will be released on 13 May when Fraport publishes the transport figures for April.
The fact that the poor figures for Frankfurt
have not had a more severe impact on the overall
results for German airports as a whole is all thanks
general-overnight.com
to the fact that Leipzig and Munich airports have
performed well. Leipzig handled 83,850 tonnes of
freight in March alone – a new monthly record for
14.05.13 18:27
this location in Central Germany. Leipzig’s approx.GO_AZ_DVZ_TransportLogistic_53x80.indd 1
6.9 percent increase on the same month last year
was due exclusively to DHL Express. The subsidiary of Deutsche Post has been using the airport’s
infrastructure to operate its European hub since
2008. Last year, DHL Express expanded the capacity of its site for the first time.
Like Leipzig, Cologne airport also has roundthe-clock flights as needed by the integrators to
Technical measures to
operate night-time flights. The primary users
reduce sulphur
of this Rhineland-based airport (which
ranks third in Germany in terms of
cargo) are the US service providers
CONFERENCE Marilog conference
UPS and FedEx. In March, Cologne
organized by Deutsche Verkehrszeihandled 63,373 tonnes of freight.
tung (DVZ) discussed the consequenFrankfurt lost market share to
ces of the sulphur emission special
the integrator locations of Leipareas at transport logistic trade fair.
zig and Cologne as well as MuThe measure has the effect that ships
nich. The bulk of the freight
navigating these sea areas are comhandled
pelled to either use fuel with a sulphur
content of only 0.1 percent, or
they are forced to ensure
the compliance with the
strict sulphur content
norm by using other
technical measures.
Professor
Sebastiin Munich leaves the airport
an Jürgens, member of the Maas additional cargo on passennagement Board of Lübecker Hafenger flights or lands here via the
gesellschaft, introduced the complex
same method. Lufthansa uses
subject in his key note lecture.
the airport as its second largest
One of his core statements: Before
hub in Germany, after Frankfurt.
implementing this measure, it would
In March alone, the volume of freight
have been more reasonable to evaluahandled in Munich increased by 7.2 perte it by a simulation. When it comes to
cent to 31,638 tonnes. This secured Frankincreasing environmental protection,
furt a market share of around 8 percent.
especially in the EU, it would have
All other German airports handle
made sense if further sea areas such
significantly less than 10,000
as the heavily frequented Mediterratonnes of cargo each
nean Sea had been taken into account
month. (pgl)
as well. Jens B. Knudsen, Managing
Partner of Sartori & Berger in Kiel, is
afraid that the geographical limitation
will induce a distortion of competition in favour of the Mediterranean ports. (eha)
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DVZ TRANSPORT LOGISTIC DAILY • NR. 2 • MITTWOCH, 6. MAI 2015
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eine Fahrt in die Münchner Innenstadt gönnen. Es lohnt sich!
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Bars Deutschlands gehört die Negroni Bar, die 1998 nach dem Vorbild der
klassischen American Bar eröffnet
wurde. Hier werden die Cocktails in
gediegener Atmosphäre am Tresen
oder in Nischen mit Lederbänken
serviert. Wer Lust auf Desperate
Housewife oder einen Anti-StressMartini hat, ist hier richtig. Die mehrfach prämierten Barkeeper mixen
aber auch abseits der Getränkekarte.
Als Starter servieren die Mitarbeiter
italienische Speisen wie Antipasti,
Bruscetta und Formaggio Sardo alla
Griglia. An warmen Abenden lockt
die Sonnenterrasse. (acw/jh)
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LEITENDE REDAKTEURE/MANAGING EDITORS
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