connections August 2012

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connections August 2012
DIE OILTANKING-WELT AUSGABE 24/2 AUGUST 2012
connections
Das Geheimnis
des Erfolgs
L eitartikel
I N H A LT
Inhalt
EUROPA
10
„I can, I care”: Helfen, wo man kann
12
Spezielle Matrix-Aufgabe
13
Teamwork-Schulung bringt frischen Wind
14
Besondere Gäste im Hafen von Antwerpen
16
“GOLDENER SPATZ” nistet bei Oiltanking
Asien-Pazifik
04
Wachsen im Team
INDIEN
22
Reibungsloses Teamwork
NORDAMERIKA
28
Erwerb des United Bulk Terminals
LEUTE &
LOKALES
08
We Can, We Care… als Team
18
Das Geheimnis des Erfolgs: Teamwork!
24
Kulturelle Erfahrungen | Zweimal
Mumbai – Hamburg und zurück
06
Gemeinsam sind wir stärker:
bei Technik und Teamgeist
21
Nummer | 40 Jahre
27
Lexikon | Jockeypumpen
31
Zurück in die Zukunft
32
Sport | Mit der Kraft des Windes
34
Sport | Die über die Anden rannten
36
Im Team geht alles besser! | Knackiggesunde Musik | Handys zum Wegwerfen l
Hochspannung aus dem Team | Vogelperspektive
39
Leserecke
40
Zu guter letzt | Zu schade für den Müll
Teamwork:
kein Thema?
„Die Errungenschaften einer Organisation ergeben
sich aus den gemeinsamen Anstrengungen jedes
Einzelnen.” Der legendäre American-Football-Trainer
Vince Lombardi* hätte es kaum besser ausdrücken
können, als er über sein Team sprach. Und ich
glaube, das gilt auch für unser Team bei Oiltanking
mit weltweit über 5000 Kolleginnen und Kollegen.
Kürzlich hat unsere Mannschaft mit mir als Geschäftsführer des Oiltanking-Konzerns einen „neuen”
Trainer bekommen. Aber da ich schon seit zwölf
Jahren im Team auf unterschiedlichen Positionen in
Deutschland und den USA gespielt habe, bin ich für
viele von Ihnen sicherlich kein Unbekannter.
Wer im heutigen Arbeitsumfeld erfolgreich sein will,
ist mit der Fähigkeit und Bereitschaft zum Teamplayer klar im Vorteil. Die amerikanische Baseballlegende Casey Stengel** war sich der Bedeutung
der Gruppendynamik im Team bewusst, als er sagte:
„Gute Spieler zu finden ist leicht, sie zu einem Team
zusammenzufügen ist jedoch eine ganz andere Geschichte.” Unsere Mannschaft zu einem echten Team
zusammenzuschweißen kann sogar noch schwieriger
sein, da wir aus unterschiedlichen Kulturkreisen
stammen, an verschiedenen geografischen Standorten
arbeiten und in unterschiedlichen Disziplinen tätig
sind. Oiltanking kann seit mehr als 40 Jahren auf
ein engagiertes, unermüdliches und hoch motiviertes Team zählen, und in jenen 40 Jahren gab es im
wirtschaftlichen und politischen Umfeld wahrlich jede
Menge Hochs und Tiefs. Ich bin stolz darauf, ein
solches Team künftig als Trainer und Teamchef
führen zu dürfen, und freue mich auf diese neue
berufliche Herausforderung.
Meine feste Überzeugung ist, dass das Streben nach
einem guten Teamgeist ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist; wenn wir nicht alles daran gesetzt hätten,
gute Teamplayer zu sein, wäre der Aufstieg von
Oiltanking niemals möglich gewesen. Sind das nicht
Gründe genug, um unsere Teams und ihr Teamwork
endlich ins Rampenlicht zu rücken? In dieser
Ausgabe kommen diese Themen nicht nur „im Team”
mit den neuesten Nachrichten über Oiltanking,
sondern sie umspannen, wie wir sehen werden, die
gesamte Organisation und die Tätigkeitsfelder des
Unternehmens über alle Grenzen hinweg.
Sicherlich ist bei unseren Themen auch wieder etwas
für Sie dabei. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Carlin Conner
Geschäftsführer Oiltanking GmbH
*
Vincent Thomas „Vince" Lombardi (1913 – 1970),
American-Football-Trainer
** Casey Stengel (Charles Dillon „Casey" Stengel,
1890 – 1975), amerikanischer Baseball-Star und Manager
IMPRESSUM connections Ausg. 24/2/2012 Herausgeber Oiltanking GmbH, Corporate Center, Admiralitaetstrasse 55, 20459 Hamburg,
Germany, www.oiltanking.com, Telephone +49- 40- 370 99 485, Fax +49- 40- 370 99 499 E-Mail [email protected]
Koordination Gabi Wüstenberg, Manager Communications Redaktion Renate Eijkholt Design raz design, Hamburg
Übersetzung benchmark language communication training Druck BEISNER DRUCK GMBH & Co. KG, Hamburg
Veröffentlichung 3 mal jährlich Redaktionsschluss Ausg. 24/3 12.10.2012
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CONNECTIONS
FREIZEIT &
UNTERHALTUNG
14
ANTWERPEN
28
Bulk Terminal
34
ANDEN
kompensiert
Id-Nr. 1221427
www.bvdm-online.de
CONNECTIONS
3
A sien - P a z ifik
A sien - P a z ifik
„Building Green” Am 12. März 2012,
dem nationalen Baumpflanztag, packten
die Kollegen gemeinsam im Team an, um
das CSR-Motto von Oiltanking Nanjing
mit Leben zu füllen.
Wachsen
im Team
Seit 34 Jahren ist der 12. März in
China ein besonderes Datum. Für
die Oiltanker in Nanjing war es in
diesem Jahr ebenfalls ein ereignisreicher Tag, der unserer Kollegin Emily Guo ein unvergessliches Erlebnis bescherte. Sie
erzählt Ihnen hier, warum.
Kamelien, Gardenien, Glanzmispeln und Loquatbäume,
Schaufeln und Gießkannen: Ja, aber Moment mal, ich dachte,
ich hätte bei einem Tanklager-Unternehmen angefangen.
Oder ist das hier etwa eine Gärtnerei? Und doch war ich zur
rechten Zeit am rechten Ort, um einen unvergesslichen Tag
zu erleben: den 12. März 2012. Es war nicht nur mein erster
Tag bei Oiltanking Nanjing als Management-Trainee, sondern
es war auch der 34. chinesische Baumpflanztag (und obendrein mein 24. Geburtstag). Und Oiltanking Nanjing tat genau
das Richtige. Das Terminal hatte beschlossen, seinem Pflanzprojekt am nationalen Baumpflanztag etwas zusätzliche
Würze zu verleihen und gleichzeitig einen Beitrag im Rahmen
seiner Umwelt- und Sozialverantwortung (Corporate Social
Responsibility (CSR)) zu leisten. Um sich als Unternehmen für
die Umwelt zu engagieren – und unsere Freundschaft mit
Mutter Natur zu unterstreichen –, hat Oiltanking Nanjing
nämlich die Initiative „Building Green, Being Green” (zu
Deutsch etwa: Grünes Gestalten, umweltfreundliches Verhalten) ins Leben gerufen.
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CONNECTIONS
* Am 12. März 1952 starb
Sun Yat-sen, führender Pionier
der demokratischen Revolution in China.
Das Datum wurde ihm zum Gedenken als
Baumpflanztag gewählt.
Daher hatte man für alle Kolleginnen und Kollegen eine
spezielle Zeremonie organisiert. Vor der eigentlichen Baumpflanzaktion fragte uns Colin Zhan, Geschäftsführer Oiltanking
Nanjing, warum China den 12. März als nationalen Baumpflanztag ausgewählt habe. Da ich an diesem Tag auch meinen
Geburtstag feiern durfte, war ich besonders neugierig, und
erfuhr, dass am 12. März 1925 Sun Yat-sen starb, einer der
führenden Pioniere der demokratischen Revolution in China.
Um seiner zu gedenken, wurde sein Todestag zum nationalen
Baumpflanztag erklärt. Nachdem man uns erläutert hatte, wie
beim Pflanzen zu verfahren sei, bekamen wir den Vorgang der
„Baumadoption” erklärt. Es gab mehrere Baumarten, denen
wir jeweils in Zweier- oder Dreier-Teams zugeordnet wurden.
Als ich die Loquatbäume unter den Setzlingen entdeckte,
freute ich mich ganz besonders. Ich stellte mir schon vor, wie
köstlich die Früchte dieser Bäume einmal schmecken würden.
Ich wollte unbedingt meinen Baum für die Oiltanking-Familie
pflanzen, und schon schoss, als der Loquatbaum aufgerufen
wurde, mein Arm in die Höhe. Zusammen mit HSSEQ-Koordinator Shijie Huang
adoptierten wir den Baumsetzling und machten uns daran, unser Prachtexemplar
in die Erde zu bringen. Zuerst galt es, ein Loch auszuheben. Dann schütteten wir
nährstoffreiche Erde hinein. Zuletzt das Angießen. Alle Loquatbäume wurden
entlang des Weges zum Fischteich gepflanzt. Im Gegensatz zu wilden Bäumen,
die selbst auf den Regen warten müssen und ihre Äste der Sonne entgegenstrecken,
werden die hiesigen Bäume von den ihnen zugeteilten
Betreuerteams gepflegt, d.h. sie haben einen Paten
oder eine Patin.
Zum Abschluss bekam dann auch jedes Pflanzteam
ein Überraschungsfoto geschenkt, auf dem die Paten
mit ihren Bäumchen zu sehen sind. Momentan sind
die Bäume noch kleiner als wir alle, aber bald schon
werden sie uns überragen.
Wunderbare Loquats
Der süße Duft der Blüten
im Herbst und frühen
Winter lässt sich schon
aus der Ferne erahnen.
Die Früchte schmecken ein
bisschen wie Aprikosen
und werden im späten
Winter oder zeitigen
Frühjahr reif.
Patenschaft im Team
Emily Guo (rechts) und
Shijie Huang werden
sich gemeinsam um ein
kleines Loquatbäumchen
kümmern.
CONNECTIONS
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F rei z eit & U nterhaltung
F rei z eit & U nterhaltung
Tagesmotto Der Slogan „TEAM:
Together Everyone Achieves More“
(gemeinsam erreicht jeder mehr)
war auf eigens hergestellte T-Shirts
gedruckt worden, um das Ziel der
Veranstaltung hervorzuheben.
Deshalb schlugen Chiew Nguang-Yong (Geschäftsführer SCSL) und Koen
Verniers (CEO Oiltanking Odfjell Singapoare) einen gemeinsamen
„Teambuilding Day” für Mitarbeiter aus beiden Unternehmen und ihre
HSSE-, Logistik-, Betriebs- und Instandhaltungsspezialisten vor, um die
starke Partnerschaft noch weiter zu intensivieren. Dieses Ziel spiegelte
sich auch im Programm wider: Den Vormittag wurde im informellen
Rahmen, mit der eingehenden Diskussion von technischen Verbesserungsmöglichkeiten in der integrierten Infrastruktur der beiden Unternehmen,
hinter verschlossenen Türen verbracht. Dabei wurden wichtige Erkenntnisse ausgetauscht und Themen angesprochen, die Sorgen bereiten oder
weitere Maßnahmen erforderlich machen.
Ich sehe was, was
du nicht siehst Mit
verbundenen Augen ist man
auf die Unterstützung des
Teams angewiesen.
Neue Herangehensweisen
bei Technik
und Teamgeist
Teamwork ist in aller Munde. Doch das gemeinsame Anpacken muss nicht an den Grenzen
der eigenen Abteilung oder Firma haltmachen, wie gerade beim Teambuilding Day deutlich
wurde, den Oiltanking Odfjell Singapur gemeinsam mit ihrem Kunden Shell Chemicals
Seraya Limited (SCSL) zu Anfang des Jahres organisiert hatte.
Vier Augen sehen mehr als zwei, viele Hände machen
der Arbeit schnell ein Ende, und geteiltes Leid ist halbes Leid:
Es gibt viele Beispiele für die Vorteile eines Teams gegenüber
dem Einzelkämpfer. Dass bei Oiltanking die Kolleginnen und
Kollegen im Team zusammenarbeiten, ist nichts Neues. Dennoch hielt der 12. Januar 2012 für manche im Oiltanking Odfjell
Terminal in Singapur eine besondere Erfahrung bereit: In
entspannter Atmosphäre wollte man gemeinsam mit den Mitarbeitern eines Kunden den Teamgeist stärken. Das Oiltanking
Odfjell Terminal ist schon seit über zehn Jahren ein wichtiger
Geschäftspartner von Shell Chemicals Seraya Limited (SCSL).
In Sachen Infrastruktur sind die beiden Unternehmen sogar
wie siamesische Zwillinge, da ihre Leitungen, Tanks und System-
6
CONNECTIONS
komponenten, sprich die Hardware, eng miteinander verwoben
sind. Um die einwandfreie Funktion dieser Hardware zu überwachen, wurden entsprechende Systeme und „GesundheitsChecks” eingerichtet (z.B. Anlagentests, Audits und vierteljährliche operative Treffen). Ein strenger Instandhaltungsplan
und regelmäßige operative Zusammenkünfte sollen sicherstellen, dass die Leistungen für SCSL möglichst reibungslos
und ohne Ausfallzeiten erbracht werden. Und obwohl sich die
Kolleginnen und Kollegen aus den beiden Terminals angesichts
einer so engen und langen Geschäftsbeziehung kennen, lässt
sich immer noch irgendetwas verbessern: bei der Anlagentechnik (Hardware) wie auch bei der Zusammenarbeit im
Team (Heartware).
Nach der ausführlichen Beschäftigung mit der Hardware am Vormittag
wollte man sich im Anschluss an ein kräftigendes Mittagessen vom Büffet
den „weichen” Aspekten der Zusammenarbeit zuwenden: der Heartware.
Obschon man sich kennt und schätzt und hervorragende Arbeitsbeziehungen pflegt, galt es, das Potenzial der Partnerschaft noch besser auszuschöpfen. Bei verschiedenen Aufgaben sollte die Fähigkeit der Mitglieder
zur Zusammenarbeit unter erschwerten Bedingungen getestet werden:
Bei der „Rope Obstacle Challenge” hatten sie über ein gespanntes Seil zu
balancieren, bei der „Plank Balance Challenge” musste das gesamte
Team im Gleichgewicht bleiben, und bei der „Low-Wall Challenge” hatten
die Teams eine relativ hohe Mauer zu erklimmen. Die Teilnehmer packten
diese Herausforderungen nicht nur mit viel Begeisterung und Spaß (und
auch Schweiß) an. Auch der Teamgeist und die gemeinsamen Problemlösungsfähigkeiten wurden geschult. Dies wurde auch im anschließenden
Resümee durch die Trainer deutlich, die auf Lehren
für den Arbeitsalltag und die Wichtigkeit des Zusammenhalts durch Kooperation im Team hinwiesen. Zum Abschluss ließ man die Highlights des
Tages in einer Videovorführung noch einmal Revue
passieren, während die Gruppe herzhaft im Unisono „Nothing’s gonna stop us now“ schmetterte.
Schließlich erhielt jeder Teilnehmer zur Erinnerung
ein Zertifikat und als Souvenir eine Tasse mit
Gruppenfoto und konnte den Tag bei einem privaten
Abendessen mit Barbecue am Dream Pool des
Amara Sanctuary Resort ausklingen lassen.
Im Rückblick haben sich nicht nur das üppige
Grün, das den Rahmen für die Ereignisse des Tages
bot, und das hervorragende Essen, das mit leichter
Konversation gewürzt war, ins Gedächtnis eingebrannt, sondern vor allem die Überzeugung, dass
der Tag die Gruppe noch fester zu einem Team
zusammengeschweißt hat.
Balanceakt Durch die Kombination der Bewegungen
entsteht ein Auf und Ab – genau wie im Geschäftsalltag.
CONNECTIONS
7
LEUTE & LOKALES
LEUTE & LOKALES
Zusammenarbeit auf allen Ebenen Zehn Kollegen, die
hervorragend zusammenpassen und aufzeigen, dass
Teamarbeit keine Grenzen kennt: 1) Sven Partzsch (links),
Uwe Luitjens, 2) (von links) Mandy Xiao, Michael Li, Yong
Yang, Chenglai Yin, Kathy Yuan, 3) Steven Goh (links),
Joseph Chua, 4) Jan Willem van Velzen.
1
2
We can, we care
… als team
3
4
Bei Oiltanking gibt es unterschiedliche Abteilungen, die alle wesentlich
dazu beitragen, dass die innerbetrieblichen Prozesse reibungslos und zur
allgemeinen Zufriedenheit ablaufen. In dieser Ausgabe geht es um keine
konkrete Einzelabteilung, sondern um die Kooperation von Kollegen aus
verschiedenen Ländern und Abteilungen, die an unterschiedlichen
Standorten angesiedelt sind. Wie arbeiten diese zehn Kolleginnen und
Kollegen im Team zusammen?
8
CONNECTIONS
Zehn Kollegen, vier verschiedene
Nationalitäten, vier verschiedene Standorte, und alle verfolgen dasselbe Ziel:
als gemeinsames Team kosteneffiziente
High-Tech-Angebote für potenzielle
Oiltanking-Kunden zu konzipieren, die
im chinesischen Terminal Nanjing maßgeschneiderte Logistik- und Lagerlösungen nachfragen. So lautet in der
Kurzfassung die Aufgabenbeschreibung
von Michael Li, Mandy Xiao, Yong Yang,
Kathy Yuan and Chenglai Yin von
Oiltanking Nanjing, ihren niederländischen Kollegen Jan Willem van
Velzen im chinesischen Shanghai und
Uwe Luitjens im deutschen Hamburg
sowie von weiteren drei Kollegen aus
der Technikabteilung von Oiltanking in
Singapur: Joseph Chua, Steven Goh
und Sven Partzsch.
Aufgrund der raschen Entwicklung in
China, insbesondere im Nanjing
Chemical
Industry
Park,
erhält
Oiltanking Nanjing zahlreiche Anfragen
von potenziellen Investoren aus dem
In- und Ausland, die sich für voll
integrierte Lagerlösungen mit direkten
Pipelineanbindungen zwischen dem
Terminal von Oiltanking Nanjing und
dem Werk des Kunden interessieren.
Schon heute erbringt Oiltanking
Nanjing solche Leistungen für mehrere
petrochemische Betriebe im Nanjing
Chemical Industry Park. Wenn es
Oiltanking Nanjing nun gelingt, mit
weiteren tragfähigen Konzepten an
diese Erfolge anzuknüpfen, könnte es
eine noch wichtigere Rolle für die
neuen petrochemischen Produktionsanlagen spielen, deren Vor- und Endprodukte allesamt bei Oiltanking
Nanjing gelagert würden – genau das,
was unter dem Fachbegriff „Industrial
Terminaling” zu verstehen ist. Entsprechende Angebote zu konzipieren
ist ein komplexer Prozess, bei dem
zahlreiche technische Aspekte zu
berücksichtigen sind. Genau deshalb
hat Oiltanking im November 2011 das
oben angesprochene Expertenteam
ins Leben gerufen.
Letztlich soll das Team das Vertrauen
der Kunden gewinnen und so eine
fruchtbare langfristige Kooperation anbahnen. Dabei hat jedes Teammitglied
eine bestimmte Aufgabe zugewiesen
bekommen. Michael Li, stellvertretender Geschäftsführer Oiltanking Nanjing,
fungiert als Teamleiter, der den gesamten Prozess koordiniert und managt.
Gleichzeitig ist er Hauptansprechpartner für Kunden und wird hier von
Mandy Xiao unterstützt. Yong Yang,
ebenfalls stellvertretender Geschäftsführer in Nanjing, ist für das Projektmanagement zuständig, während
Kathy Yuan und Chenglai Yin,
Ingenieure von Oiltanking Nanjing,
sich mit den technischen Aspekten des
Projekts beschäftigen und sich u. a.
um die Konzeption und die Kalkulation
der Materialkosten kümmern. Sven
Partzsch
(Vizepräsident
Technik
Oiltanking Asien-Pazifik), Steven Goh
(leitender Manager Baubereich) und
Joseph Chua (Projektmanager) sowie
Uwe Lüttjens (Manager Technik)
unterstützen das Technikteam von
Oiltanking Nanjing durch gegenseitige
Begutachtung und Beratung zur
optimalen Praxis. Zudem stellen sie
sicher,
dass
die
internationalen
Oiltanking-Standards umgesetzt werden. Die kaufmännische Seite wird
wiederum von Jan Willem van Velzen
unterstützt. Um immer auf dem neuesten Stand zu sein und voneinander
Feedback zu bekommen, stehen die
Teammitglieder jede Woche miteinander in Kontakt. Die Kollegen aus
Nanjing setzen sich mindestens einmal
pro Woche zusammen, während das
Gesamtteam im Durchschnitt alle drei
Wochen eine Telefonkonferenz abhält.
„Manchmal bereitet uns die Planung
der Meetings Schwierigkeiten, z.B.
wegen der Zeitunterschiede oder
aufgrund unserer Reisetätigkeit. Durch
das Arbeiten im Team können wir
jedoch die Stärken und das Knowhow
der einzelnen Teammitglieder aus den
unterschiedlichen Abteilungen in einzigartiger Weise miteinander verknüpfen. Das ist ein sehr motivierender
und anregender Prozess, in dem alle
Beteiligten auf optimale Ergebnisse
hoffen dürfen, und zwar nicht nur die
Kunden, sondern auch die Kollegen,
denn wir lernen viel voneinander”,
resümiert Michael Li seine Erfahrungen
mit dem Team. „Und die Tatsache,
dass sich das Team aus Mitgliedern mit
unterschiedlicher Muttersprache und
aus verschiedenen Kulturen zusammensetzt, bietet um so interessantere
und lehrreichere Chancen”, fügt Jan
Willem van Velzen hinzu.
Derzeit arbeitet das Team an einem
Projekt für einen großen Petrochemiehersteller, der im Nanjing Chemical
Industry Park ein neues Werk plant.
Da man sich mit diesem Projekt als
Dienstleister erster Wahl positionieren
möchte, wird vom Oiltanking-Team
zunächst ein technisches Konzept erarbeitet, das später in das zu unterbreitende Angebot einfließen wird.
Und da der Zeitrahmen wie immer eng
ist, hat das Team alle Hände voll zu
tun.
CONNECTIONS
9
E urop A
E urop A
„I can, I care”
Helfen, wo man kann
Bei einer der jüngsten Aktivitäten im Rahmen der Umwelt- und
Sozialverantwortung (Corporate Social Responsibility (CSR)) von Oiltanking
Tallinn, Estland, wurde
Kindergartenkindern eine
Erste-Hilfe-Schulung
angeboten. Entsprechendes
Wissen, über das jeder Laie
verfügen sollte, spielt bei
professionellen
Rettungseinsätzen eine
wichtige Rolle; das Alter
hingegen überhaupt keine.
„Ein Notfall, ein
Verletzter, kein Arzt in
Sicht, und du bist auf dich gestellt.” In vielen
kritischen Situationen entscheiden die ersten fünf
Minuten über das Schicksal des Verunglückten, da
die menschlichen Gehirnzellen einen Sauerstoffmangel nur für solch kurze Zeit überstehen. Wer
als Ersthelfer weiß, was zu tun ist, kann diese
Zeitspanne bis zum Eintreffen des Krankenwagens
um wertvolle Minuten verlängern. Solche Fähigkeiten können die Prognose für einen Notfallpatienten entscheidend verbessern. Und genau deshalb kann man gar nicht früh genug einen Erste-Hilfe-Kurs
belegen. Aus diesem Grund entschloss sich Oiltanking Tallinn,
das für junge Kinder konzipierte Projekt „Ich helfe” zu
unterstützen, das vom gemeinnützigen Verband MTÜ
Rahvakoolitus ELU in Estland organisiert und unter der
Leitung von Dr. Mare Liiger und ihrem Sanitäter Team
durchgeführt wurde.
Im März und April 2012 nahmen fast 1000 estnische Kinder
im Alter von fünf bis sieben Jahren aus 15 Tallinner
Kindergärten an dem Projekt teil, das eine wertebasierte
10
CONNECTIONS
Die Sieger unter den Lebensrettern Die
Besten, Schnellsten und Lautesten!
sollten: Wie leistet man bei einem Freund
erste Hilfe, der mit einem Messer umhergelaufen ist und sich verletzt hat? Was macht
man mit einem Freund, der beinahe ertrunken
wäre? Und was, wenn ein Freund vom Baum
gefallen ist? Die Kinder zeigten auf professionelle und selbstbewusste Weise, dass sie
wirklich das Zeug zum Lebensretter haben,
indem sie schnell eine Blutung stoppen
konnten, die Halswirbelsäule ruhigstellten
und natürlich aus Leibeskräften um Hilfe
schrien.
Am Ende des Wettbewerbs erhielten alle
teilnehmenden Kinder eine Oiltanking-Medaille und viele schöne Preise, um ihren Res-
pekt vor dem Leben, ihr Einfühlungsvermögen und ihre
Hilfsbereitschaft zu ehren. Auch den Oiltankern wurde von
den Organisatoren ein herzliches Dankeschön für ihren Einsatz zugunsten der Bildung, der Gesellschaft und des Lebens
an sich ausgesprochen. Und im kommenden Jahr werden
1000 weitere Kinder die Chance erhalten, einen Erste-HilfeKurs zu absolvieren.
Erste-Hilfe-Schulung bot, in der es
nicht nur allein um Erste-Hilfe ging. Vielmehr
wurde auch ein alternatives Wertemodell
vermittelt, das den Kindern als Maßstab dienen
soll. Unter dem Motto „Ich helfe. Ich will ein
guter Mensch sein.” wollte der Kurs Schlüsselwerte wie Menschlichkeit, Mitgefühl und Rücksichtnahme und – davon abgeleitet – Hilfsbereitschaft gegenüber Menschen in Not als
wichtige menschliche Eigenschaften fördern.
Dazu wurden drei Module angeboten:
Lohnender Einsatz Alle
teilnehmenden Kinder erhielten
eine Oiltanking-Medaille und
viele tolle Preise.
 Ethik und Werteerziehung
 Erste-Hilfe-Kurs
 eine gemeinsame Veranstaltung,
um das neue Wissen zu vertiefen
Die Kinder waren überaus begierig zu lernen, was sie in einem
Notfall tun können. Die Besten wurden am 23. Mai 2012 zum
Finale (abschließender Kurs) ins Tallinner Kulturzentrum
eingeladen, wo sie ihre neu erworbenen Fähigkeiten in drei
verschiedenen simulierten Situationen unter Beweis stellen
1
2
3
Erster Notfall Ein
Kind ist mit einem Messer
umhergerannt, und dann
ist das hier passiert!
ZWEITER Notfall
Ein Freund wäre
beinahe ertrunken.
Dritter Notfall Ein
Freund ist vom Baum
gefallen und braucht Hilfe.
CONNECTIONS
11
E urop A
E urop A
Wofür steht TEAM Die Kollegen vom OiltankingTerminal in Tallinn, Estland, wissen es schon: Together
Everyone Achieves More = Gemeinsam mehr erreichen.
Spezielle Matrix-Aufgabe
Im April 2012 wurde Oiltanking Deutschland nach ISO 9001 re-zertifiziert. Da es sich
dabei immerhin um 14 verschiedene Oiltanking Standorte innerhalb Deutschlands
handelt, bedurfte die Umsetzung eines speziellen Verfahrens.
Eine Zertifizierung ist nicht unbedingt
zwingend, aber heutzutage ist es beinahe fast selbstverständlich, dass Unternehmen über ein Qualitätsmanagementsystem verfügen. Entsprechend
einer aktuellen Veröffentlichung der
“International
Organization
for
Standardization
ISO
Central
Secretariat”, Schweiz, umfasst das
Netzwerk 19.000 internationale Standards, die in 163 Ländern angewendet
und in diversen Kommissionen weiterentwickelt
werden.
Bei
Oiltanking
Deutschland existierte bereits seit Jahren
ein Managementsystem, welches die Anforderungen an den Geschäftsbetrieb abbildete. Im Mai
2009 wurde dieses System entsprechend den Anforderungen
von ISO 9001 zertifiziert. Das Zertifikat bezieht sich im
Wesentlichen auf die Zielstellung des Unternehmens, Belange
der Qualitätssicherung, des Umweltschutzes, technische
Standards und den Bereich HSSE. Seine Gültigkeit beträgt
drei Jahre, demzufolge war es im April 2012 Zeit für eine ReZertifizierung.
Gewissheit, dass sie auf dieses Qualitätssiegel vertrauen können. Gleichzeitig dient die Zertifizierung der Entwicklung von Oiltanking und einer kontinuierlichen Verbesserung der internen Unternehmensstruktur, was im Ergebnis unsere
Dienstleistung in den Augen der Kunden
attraktiver macht.
Hamburg
Bremen
Hannover
Da sich Oiltanking Deutschand über 14 Standorte erstreckt,
ist ein spezielles Verfahren erforderlich, die so genannte
Matrix-Zertifizierung. Danach sind bei der Erstzertifizierung
2009 die Zentrale von Oiltanking Deutschland in Hamburg
sowie das Tanklager Hamburg auditiert worden, im Folgejahr
die Standorte Duisburg und Hamm. Im vergangenen Jahr
waren die Tanklager Bendorf und Hanau an der Reihe. Die
diesjährigen Re-Zertifizierungsaudits wurden an den
Standorten Gera, Berlin und wiederum in der Zentrale in
Hamburg durchgeführt.
Die Entscheidung der Geschäftsführung zur Zertifizierung hat
weitreichende Konsequenzen. Zum einen unterliegen alle Mitarbeiter einem Standard mit hohen Anforderungen, zum anderen bieten sich den Kunden von Oiltanking Vorteile und die
12
CONNECTIONS
Berlin
Hamm
Duisburg
Chemnitz
Gera
Bendorf
Hanau
Frankfurt
Karlsruhe
Honau
Breisach
Herausforderung Alle 14
Standorte von
Oiltanking
Deutschland
wurden nach
ISO 9001 (re)zertifiziert.
TeamworkSchulung bringt
frischen Wind
Im Januar 2012 fiel bei Oiltanking
Tallin, Estland, der Startschuss zum
Teamwork-Schulungsprogramm.
Ziel und Zweck der ersten Sitzung
waren eine Bestandsaufnahme und
die Suche nach geeigneten Lösungen, um dauerhaft ein hohes Maß an
Kundenzufriedenheit zu gewährleisten.
Die Geschichte des Terminals von Oiltanking Tallinn
reicht bis ins Jahr 1994 zurück, und fast 70% der
Kolleginnen und Kollegen sind dort schon seit mehr als
zehn Jahren tätig. Die Tatsache, dass man schon so
lange zusammenarbeitet, bedeutet jedoch nicht zwangsläufig,
dass das Teamwork optimal funktioniert. Wie überall gibt es
auch hier noch Verbesserungsmöglichkeiten. Die Kollegen
setzen natürlich alles daran, ihren Kunden jederzeit einen
erstklassigen Service zu bieten: Alles soll so rund und reibungslos wie ein Schweizer Uhrwerk funktionieren. Doch wenn Sand
ins Getriebe der Uhr kommt, bleiben die Zeiger stehen.
Um festzustellen, was für die Mitarbeiter bei ihrer täglichen
Arbeit besonders wichtig ist und welche speziellen Bedürfnisse
sie haben, beschloss das Management, jährliche TeamworkSchulungen zu organisieren. Unter der Leitung von Marge
Vellesalu vom Schulungs- und Beratungsunternehmen Vain &
Partner fand am 8. Februar 2012 an einem eigens dafür
ausgewählten Ort auf dem Land der erste Kurs statt. Hauptthema war dabei eine Bestandsaufnahme der aktuellen Probleme. So sind die Angestellten von Oiltanking Tallinn beispielsweise in zwei getrennten Gebäuden untergebracht: Eine
Gruppe arbeitet im Büro, die andere im Betriebsgebäude.
Kein Wunder, dass sich das Team wie zweigeteilt fühlt.
Außerdem ist das Terminal rund um die Uhr aktiv, wobei die
Operators jeweils Zwölf-Stunden-Schichten absolvieren. Beim
Schichtwechsel sollte daher die Informationsweitergabe möglichst kooperativ verlaufen und nicht von Konkurrenzdenken
geprägt sein, was natürlich für die Arbeitshaltung insgesamt gilt.
Bei der Schulung, die
aufgrund des Schichtbetriebs nur von 18 der 32
Angestellten besucht werden konnte, diskutierte
das Team, wie die Kommunikation verbessert und
hinter die Kulissen geblickt werden kann, Akteure besser berücksichtigt und
umsetzbare Ziele festlegt werden können. Der intensive
Austausch während des Tags wurde schließlich mit Spiel und
Spaß und einem gemeinsamen Abendessen abgerundet.
Dabei war man sich einig, dass diese erste Schulung ein
Schritt in die richtige Richtung und ein durchschlagender
Erfolg war. Und obschon es angesichts der Themenstellung
für das nächste Treffen nicht so scheinen mag, arbeiten die
Kolleginnen und Kollegen von Oiltanking Tallinn unermüdlich
an ihrem Teamgeist. Gleichwohl ist das Thema „Ermüdungserscheinungen im Unternehmen” gut gewählt, da es insbesondere Betriebe betrifft, in denen die Mitarbeiter schon
sehr lange ein Team bilden. Sicherlich werden die Kollegen
dabei nicht nur viele neue Erkenntnisse gewinnen, sondern
die nächsten Schulungen, die geplant sind, werden auch für
weiteren frischen Wind im Team sorgen.
CONNECTIONS
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E urop A
E urop A
Besondere Gäste
im Hafen von Antwerpen
Der Hafen von Antwerpen Das
Terminal von Oiltanking Stolthaven liegt
in einem der verkehrsreichsten Häfen
Europas, der zugleich der flächengrößte
Hafen der Welt ist.
rückt. 2010 wurde schließlich die Hafengesellschaft Port
of Duqm Company (PDC) als Jointventure der omanischen
Regierung und des Hafens von Antwerpen gegründet. Die
PDC investiert in den Hafen und das zugehörige Industriegebiet und ist für seinen Betrieb und seine Verwaltung
verantwortlich.
Der zweite Grund für den Besuch liegt daran, dass
Oiltanking bereits in Oman vertreten ist. Das Oiltanking
Odfjell Terminal im Hafen von Sohar ist strategisch güns-
Am 16. Mai 2012 hatte das Terminal von Oiltanking Stolthaven in Antwerpen, Belgien,
hohen Besuch: Seine Exzellenz Yahia bin Said bin Abdullah Al-Jabri, Vorsitzender der
für die Sonderwirtschaftszone zuständigen Behörde (SEZAD) in Duqm, Sultanat
Oman, und seine Delegation waren im Hafen von Antwerpen zu Gast und statteten
auch dem Terminal von Oiltanking Stolthaven einen Besuch ab.
“As-Salâmu `Alaykum (
)”: So hätten Hugo de
Donder und Daan Vos von Oiltanking Stolthaven Antwerpen
am 16. Mai 2012 ihre prominenten Gäste begrüßen können,
wenn sie der arabischen Sprache mächtig wären. Zum Glück
konnten sich alle des Englischen bedienen, so dass einem
entspannten und freundschaftlichen Austausch nichts mehr
im Wege stand. Doch warum wollte die Delegation aus dem
Oman überhaupt das belgische Terminal von Oiltanking
Stolthaven besuchen? Zwei Gründe gab es dafür.
14
CONNECTIONS
Zum Ersten werden die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen
zwischen dem Sultanat und Belgien immer enger. Im Jahr
2000 begann die Regierung des Oman Pläne für ein vielversprechendes Projekt zu schmieden: Im einst verschlafenen
Fischerdörfchen Duqm sollte ein neuer Hafen entstehen. 2007
fiel durch das Ministerium für Transport und Kommunikation
der Startschuss für die erste Projektphase, und dank der für
die Sonderwirtschaftszone zuständigen Behörde SEZAD ist
der Hafen nun ganz ins Zentrum der Aufmerksamkeit ge-
Ins Bild gesetzt Die Kollegen aus Antwerpen
erklärten Seiner Exzellenz Yahia bin Said bin
Abdullah Al-Jabri (dritter von rechts) und seiner
Delegation Fachkompetenz des Oiltanking
Stolthaven Terminals
tig an der Einfahrt zum Arabischen Golf gelegen und verfügt
über vielfältige und flexible Terminalanlagen für die Lagerung
und den Umschlag von Mineralölprodukten, Chemikalien und
Gasen. Die Gesamtkapazität liegt bei 1.395.278 cbm. Kaum
hatte sich der hohe Besuch angekündigt, erkundigten sich die
Antwerpener bei ihren Kollegen im Mittleren Osten, wie man
den Anlass am besten planen solle: Vorbereitung ist schließlich
alles! Nach ihrem Eintreffen bekamen die Gäste vom Managementteam von Oiltanking Stolthaven eine Präsentation gezeigt, die einen allgemeinen Überblick über die Kernkompetenzen von Oiltanking gewährte und zudem nützliche Details
zu Oiltanking Stolthaven enthielt. Bei der anschließenden
Terminalführung konnten die Gäste sich dann selbst ein
fundiertes Bild vom Knowhow und den Arbeitsmethoden bei
Oiltanking machen.
In der Gegend um Duqm sind zahlreiche natürliche Ressourcen
wie Erdöl, Erdgas, Mineralien sowie reiche Fischgründe zu
finden. Überdies stellt die Stadt einen günstigen strategischen
Standort dar, da viele große internationale Handelsrouten in
der Nähe des Hafens verlaufen. Das Entwicklungsprojekt
steht zwar noch ganz am Anfang, doch könnte es schon bald
Florierendes Terminal Mit seinem
Standort in Sohar, Oman, ist das Oiltanking
Odfjell Terminal bestens gerüstet, den Fluss
von Handels- und Frachtgütern im Mittleren
Osten und der Golfregion zu unterstützen.
zum Katalysator für die lokale und regionale Entwicklung in
der Region Al Wusta werden. Außerdem ergänzt es hervorragend die anderen Wirtschaftszonen des Oman. Ziel des
Besuchs war es daher, die bestehenden Handelsaktivitäten im
Hafen von Antwerpen kennenzulernen und die Einrichtungen
und Leistungen, die der Hafen für Investoren bereitstellt, in
Augenschein zu nehmen, um dieses Knowhow auch für die
SEZAD nutzbar zu machen. Für Oiltanking war die Stippvisite
wiederum eine Gelegenheit, sich einmal mehr als kompetenter
Partner zu präsentieren, der gerne bereit ist, am Aufbau von
neuen erstklassigen Infrastruktureinrichtungen mitzuwirken.
CONNECTIONS
15
EUROPA
E urop A
“GOLDENER SPATZ”
nistet bei Oiltanking
Lang ersehnter Augenblick Die Preisverleihung mit Gewinnern, Mitgliedern der
Kinder und Experten Jury.
mit freundlicher Genehmigung von GOLDENER SPATZ
Richtungen sichtbar und machte so auf außergewöhnliche
Weise auf das Festival und einen weiteren Höhepunkt der
Stadt aufmerksam. Um das Plakat platzieren zu können,
wurde die Tanktassenwand zunächst gereinigt, bevor 20
Folien à 1m x 5m mit Hilfe einer Hebebühne angebracht
wurden. Die Werbung für die Otto-Dix-Stadt Gera wurde
bereits 2009 auf einer Fläche von je 120 m² an zwei Tanks
angebracht.
mit freundlicher Genehmigung von Markus Beukert
Anfang Mai 2012 sponserte
Oiltanking Deutschland am
Standort Gera eine außergewöhnliche Werbemaßnahme,
die das 20. Deutsche KinderMedien-Festival GOLDENER
SPATZ beflügelte.
16
CONNECTIONS
“Oiltanking hat einen Vogel” – besser gesagt einen
goldenen Spatz. Dabei handelt es sich allerdings nicht um
einen echten Vogel, sondern um die jüngste Sponsoring-Aktivität des Oiltanking Tanklagers Gera. Anlässlich des 20.
Deutschen Kinder-Medien-Festivals GOLDENER SPATZ, welches vom 6. bis 12. Mai 2012 in Gera und Erfurt stattfand,
hatten sich die Deutsche Kindermedienstiftung GOLDENER
SPATZ, der Freundeskreis GOLDENER SPATZ e.V. und
Oiltanking Deutschland etwas besonderes einfallen lassen.
Zehn Tage vor der Eröffnung des Festivals wurde auf dem
25.000 cbm grossen Tank, der für die Lagerung von Ottokraftstoff genutzt wird, eine 80 m² große Folie aufgezogen.
Neben dem Willkommensgruss der Otto-Dix*-Stadt Gera war
das farbenfrohe Plakat schon von der Autobahn aus in beiden
mit freundlicher Genehmigung von Markus Beukert
"Und action" Das Kino war randvoll mit
neugierigen jungen Zuschauern, deren
Augen an der Leinwand klebten.
Das seit 2008 jährlich stattfindende Festival, das 1979 als
nationales Festival “Goldener Spatz” für Kinderfilme der DDR
in Kino und Fernsehen gegründet wurde, hat sich zum größten
seiner Art in Deutschland entwickelt und richtet sich an das
breite Publikum sowie Fachleute. Das diesjährige Festivalprogramm von sieben Tagen war vollgepackt mit 97 Veranstaltungen, vielen Höhepunkten und Premieren. Wobei beim
GOLDENEN SPATZ Kinder eine herausragende Rolle spielen: 3
Kinderjurys, in denen insgesamt 35 Mädchen und Jungen im
Alter von 9 bis 13 Jahren (aus Deutschland, der Schweiz, dem
Fürstentum Liechtenstein, Südtirol und Österreich) vertreten
waren, vergaben die Hauptpreise − die GOLDENEN SPATZEN
− für die besten Film- und Fernsehbeiträge, das beste Onlinespiel sowie die überzeugendste Webseite und TV-Webseite für
Kinder. Weitere Preise wurden durch eine Fachjury verteilt.
Oiltanking Deutschland sowie alle Beteiligten würden sich
eine permanente Präsenz der Werbebotschaft wünschen. Die
entsprechenden Anträge liegen derzeit bei den zuständigen
Behörden. Vielleicht kommt ja bald ein positiver Bescheid
angeflattert?
*Wilhelm Heinrich Otto Dix (1891-1969), bedeutender
Maler und Grafiker aus Gera, der als einer der wichtigsten
Künstler der Neuen Sachlichkeit gilt.
Runde Sache Auf einem der Tanks auf
dem Oiltanking Tanklager Gera machte
eine 80 m² große Werbefläche auf das
Kinder-Medien-Festival GOLDENER SPATZ
farbenprächtig aufmerksam.
CONNECTIONS
17
I nterview
I nterview
“Zusammenkommen ist ein
Beginn. Zusammenbleiben ist
Fortschritt. Zusammenarbeiten
ein Erfolg.”
connections: Glauben Sie, dass sich
die Arbeitseinstellung im Allgemeinen mit den Jahren verändert hat?
Anke Schouten: Natürlich. Ich denke,
dass jeder schon einmal von den verschiedenen Generationen gehört hat:
Den Traditionalisten, den geburtenstarken Jahrgängen und der Generation X
und Y. Alle hatten ihre eigenen Werte,
Henry
Arbeitsethik, Einstellung zur Arbeit,
bevorzugten Managementstile, Arbeitsweisen und Meinungen hinsichtlich Loyalität und Arbeitszeiten.
Keine dieser Haltungen ist richtig oder falsch. Was sich über
die Jahre aber nicht verändert hat, ist die Tatsache, dass
Teamwork maßgeblich für den Erfolg eines Unternehmens ist.
Aufgrund dieser Generationsunterschiede kann Teamwork
erschwert werden, aber diese verschiedenen Aspekte können
sich auch gegenseitig ergänzen und zu besseren Ergebnissen
führen.
Was verstehen Sie unter Teamwork?
Lassen Sie mich mein Verständnis von Teamwork anhand
einer kleinen Geschichte verdeutlichen: Es gab einmal ein
kleines Land, das aufgrund seiner Geschichte und geografischen Lage Bekanntheit durch seinen Fleiß, seine Ausdauer
und seine Toleranz erlangte. Das führte
nicht nur zu großartigen Leistungen im
Handel, einem innovativen Wasserstraßensystem und schönen Blumen, sondern auch
zu einer Reihe hervorragender (niederländischer) Fußballer. Trotz dieser vielen
talentierten
Menschen
hatten
die
Niederlande bei einem der jüngsten großen
Fußballturniere – der Europameisterschaft
Ford*
– keinen Erfolg, weil es an Teamwork fehlte.
Dies ist ein perfektes Beispiel für die
Beschreibung von Teamwork: Es bedeutet, dass man als
Gruppe zusammenarbeitet, um gemeinsam mehr zu erreichen
als die Summe dessen, was die einzelnen Menschen erreichen
könnten. Anders ausgedrückt: „Keiner von uns ist so klug, wie
wir alle gemeinsam“ oder, gemäß dem Akronym TEAM,
Together Everyone Achieves More – gemeinsam erreichen wir
alle mehr.
Was ist für Teamwork erforderlich?
Bleiben wir einmal beim Beispiel des Fußballs: Gute Spieler zu
haben, ist das eine, sie dazu zu bringen zusammenzuspielen,
ist eine ganz andere. Teamwork erfordert Vertrauen in die
(gute) Führung und in andere. Es bedeutet auch, gemeinsame
Vorstellungen und Ziele zu haben sowie ein Gefühl der
*Henry Ford (1863 – 1947), amerikanischer Großindustrieller und Gründer der Ford Motor Company.
Das Geheimnis des Erfolgs:
Teamwork!
Anke Schouten, Leiterin der Personalabteilung bei Marquard & Bahls AG, arbeitet
seit Kurzem für das Unternehmen. Mit
ihren 25 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet
der Personalplanung weiß sie, wie wichtig
Teamwork für das reibungslose und
erfolgreiche Wachstum eines Unternehmens ist. In unserem Interview erklärt
sie, was dies für die Unternehmensgruppe
bedeutet.
18
CONNECTIONS
Bioteam
Wenn es um Menschen geht, kann der Begriff
„Teamwork” unterschiedliche Bedeutungen haben.
In der Natur ist er hingegen klar definiert. Bioteams,
das ist eine neue Disziplin, mit der man sich Prinzipien
von der Natur abschaut, um die Leistung von menschlichen
Teams zu verbessern. Wer die Prinzipien der Natur im
physischen oder virtuellen Unternehmen in sein Team
übernimmt, wird beweglicher, produktiver und kann
besser und schneller reagieren. Ken Thompson*, der den
Begriff „Bioteam” geprägt hat, unterscheidet vier Möglichkeiten, wie Aufgaben in einem Bioteam gelöst werden:
Solowork: Die Aufgaben werden von einer Person
allein (solo) ohne fremde Hilfe erfüllt.
Crowdwork: Mehrere Einzelpersonen bilden eine „Crowd”
(Menge) und erledigen gleichzeitig ähnliche Aufgaben
(wobei man ohne Arbeitsteilung Seite an Seite arbeitet).
Groupwork: Beim Arbeiten in der Gruppe
findet eine Arbeitsteilung statt, ohne dass die
Aufgaben unbedingt gleichzeitig und nebeneinander
erledigt werden müssten.
Teamwork: Beim Arbeiten im Team erledigen mehrere
Einzelpersonen gleichzeitig unterschiedliche Aufgaben (wobei
das Nebeneinander mit der Arbeitsteilung verbunden wird).
Ein Bioteam bedient sich aller vier Arbeitsformen, um
seine Aufgaben zu erfüllen. Am effizientesten sind dabei
laut Ken Thompson in eine Richtung erfolgende Broadcasts
(ähnlich der von einem Rundfunksender ausgestrahlten
Wellen); dabei bleibt die in beide Richtungen verlaufende
Kommunikation (die mehr Zeit erfordert) jenen Situationen
vorbehalten, in denen sie tatsächlich erforderlich ist.
* Ken Thompson, Geschäftsführer von Redburn Consulting, hat sich auf Methoden
der virtuellen Zusammenarbeit spezialisiert und mehrere Bücher geschrieben,
darunter Bioteams: High-Performance Teams Based on Nature's Most Successful
Designs (Hochleistungsteams auf der Grundlage erfolgreicher Konzepte aus der Natur).
CONNECTIONS
19
I nterview
F rei z eit & U nterhaltung
Verantwortung für das große Ganze und nicht
nur für einen Teil. Nicht zuletzt muss Teamwork
durch Anerkennung und Belohnungen sowie
entsprechende Systeme, Prozesse und Instrumente gefördert werden.
Wie wichtig ist Teamwork in Unternehmen
wie Marquard & Bahls und Oiltanking?
Ich habe gerade erst hier angefangen und bin
noch immer neu im Team. Ich finde das Motto
des Unternehmens sehr interessant: unabhängig, solide und eigenwillig. Dennoch glaube
ich aber, dass es Hand in Hand mit dem anderen Motto gehen
muss: Gemeinsam stärker für mehr Erfolg. Alleine kann man
viel erreichen, aber ich bin fest davon überzeugt, dass man
mit Teamwork weiterkommt.
Wie sieht Teamwork Ihrer Ansicht nach
in Zukunft aus?
Insgesamt wird die Globalisierung der Industrie Teamwork
erschweren. Die Teams der Zukunft werden aus zunehmend
mehr Mitgliedern mit unterschiedlichen Sprachen, Kulturen
und Werten bestehen. Aus meiner Sicht ist das aber weniger
ein Hindernis als vielmehr eine große Quelle für neue Problemlösungswege. Dank der dynamischen und modernen technischen Entwicklungen wird die Zusammenarbeit in Teams
Porträt
Anke Schouten ist seit Juni 2012 die neue
Leiterin der Personalabteilung bei Marquard & Bahls AG
in Hamburg. Die Niederländerin hat aufgrund ihrer
deutschen Mutter eine Affinität zu Deutschland, ist aber
eine Weltbürgerin. Als Jugendliche und junge Erwachsene
hatte sie das Glück, in verschiedenen Teilen der Welt
Erfahrungen sammeln zu können, da ihre Eltern mit ihr
in der Schweiz, in Südafrika, Frankreich und England
lebten. Nach ihrem Abschluss in Jura machte sie einen
MBA. Von den 25 Jahren Tätigkeit auf dem Gebiet der
Personalplanung verbrachte sie zehn bei LyondellBasell
Industries und die letzten sieben bei Stolt-Nielsen, dem
Joint-Venture-Partner von Oiltanking Stolthaven in
Antwerpen (Belgien).
virtueller werden – eine Tendenz, die auch auf
Oiltanking zutrifft. Durch unsere vielfältigen und
weit verbreiteten Tankläger sind wir vielleicht
„örtlich gebunden“, aber das trifft nicht auf die
Arbeit zu.
Ein Bienenstock ist ein
erstklassiges Beispiel aus der
Natur für Komplexität und
internen Zusammenhalt, das
die Schlagkraft effektiver
Kommunikationsmethoden und
kollektiver Verantwortung für
das Wohlergehen der gesamten
Gemeinschaft deutlich macht.
20
CONNECTIONS
734094545239523082
403479234802340823
840238042480524805
248602486024680246
Nummer
802468024473462345
784025072358249502
935802357023758245
823507235087230750
Jahre
582375235976956892
734094545239523082
403479234802340823
840238042480524805
248602486024680246
802468024473462345
784025072358249502
40
Jahre
Die Rubinhochzeit: 40 Jahre Ehe. Den Rubinen sagt
man nach, dass sie eine ewige innere Flamme besitzen. Sie
sind daher ein wunderbares Symbol dafür, dass auch nach
vier gemeinsamen Jahrzehnten die Leidenschaft noch nicht
erloschen ist. Bei Oiltanking ist es nach 40 Jahren das
Firmenlogo in Schwarz und leuchtendem Rot, das uns in
den 72 Terminals in 22 Ländern kräftiger denn je von den
Tanks entgegenstrahlt.
Nach seiner Gründung in Hamburg 1972 nahm der
unabhängige Betreiber von Tanklägern den Betrieb mit
einer Logistikinfrastruktur auf, die damals die Standorte
Hamburg, Karlsruhe und Frankfurt sowie das dänische
Kopenhagen und das belgische Gent umfasste.
Dank des engagierten Kundenservice und einer
Strategie, die auf kontrolliertes, nachhaltiges
Wachstum setzt, ist Oiltanking in den vergangenen 40 Jahren zum führenden unabhängigen globalen Tanklagerdienstleister für
Mineralölprodukte, Chemikalien und
Gase avanciert.
In all diesen Jahren konnte das Unternehmen
auf den unermüdlichen Einsatz seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie auf das
stete Vertrauen seiner Kunden zählen – in
guten wie in schlechten Zeiten. Trotz der
schwankungsanfälligen Marktbedingungen im
Ölgeschäft und anhaltender wirtschaftlicher
und politischer Verwerfungen rund um den
Globus hält Oiltanking unverdrossen daran
fest, sich ganz für seine Kunden einzusetzen, und wird auch in Zukunft seine
Reife und Widerstandskraft als Unternehmen unter Beweis stellen
können.
CONNECTIONS
21
I ndi E N
I ndi E N
Reibungsloses Teamwork
IndianOilSkytanking (IOSL), ein Jointventure von IOT, IOC und Skytanking, zeigt seit
vier Jahren, was reibungsloses Teamwork in der Flugzeugbetankung an den beiden
hochmodernen, stark frequentierten internationalen Flughäfen von Bangalore und Delhi
in Indien bedeutet.
Was haben die beiden hochmodernen internationalen
Flughäfen von Bangalore und Neu Delhi was andere Flughäfen
in Indien nicht haben? Abgesehen davon, dass sie zu den am
stärksten frequentierten Luftdrehkreuzen der Welt zählen,
befinden sich die Treibstofftanklager beider Flughäfen unter
den Fittichen von IndianOilSkytanking (IOSL), einem
Jointventure, das 2006 zwischen IOT, IOC und Skytanking
gegründet wurde. Als sich am neuen Bangalore International
Airport eine entsprechende Gelegenheit bot, streckte man damit erfolgreich die Fühler in den Markt der Flugzeugbetankung
aus. Der Geschäftszweck des Jointventure besteht in Planung,
Bau, Finanzierung und Betrieb von Flugzeugbetankungsanlagen mit Hydrantensystemen und Vorfeldbetankungsleistungen im Rahmen eines landesweiten, offen zugänglichen Systems.
22
CONNECTIONS
Alle drei Anteilseigner standen von Anfang an voll hinter dem
Gemeinschaftsunternehmen. So wurde die Anlage am Bangalore
International Airport von Skytanking, IOT und IOC geplant,
technisch konzipiert, gebaut und termingerecht in Betrieb
genommen, und Skytanking erwarb sich Verdienste durch die
Einführung optimaler Standards für die Bereiche Planung,
Betrieb und Qualitätskontrolle. IOC schließlich erbrachte durch
kompetente Experten in Schlüsselpositionen, mit Produktangeboten (Düsentreibstoff) und mobilen Anlagen während der
Inbetriebnahme wichtige Unterstützungsleistungen.
Kaum hatte IOSL zum ersten Mal in Indien das Konzept einer
von einer Person zu bedienende Betankungsanlage für Flugzeuge eingeführt, da konnte das Unternehmen aufgrund sei-
Rückblickend
ist
für
ner exzellenten LeistungsIOSL klar, dass dieser
nachweise einen weiteren
Erfolg nur durch den
wichtigen Auftrag am prestigeunermüdlichen Fleiß, den
trächtigen Delhi International
Einsatz und die operaAirport ergattern, wo man
tiven Höchstleistungen
nicht nur den Betrieb der
des Teams möglich geTanklager, sondern auch die
worden sind. Damit erInbetriebnahme von Indiens
bringt IOSL gerade eingrößtem Hydrantensystem
mal vier Jahre nach
für Flugzeuge anvertraut
seiner Gründung umfangbekam. Mit dem dritten
reiche
FlugzeugbetanTerminal (T3) des Indira
Beachtliche Leistung IndianOilSkytanking (IOSL)
kungsleistungen an den
Gandhi International Airport
erbringt seit vier Jahren umfangreiche Flugzeugbeiden Großflughäfen in
ist die indische Hauptstadt
betankungsleistungen am Bangalore International
Delhi und Bangalore. Mit
zum größten und wichtigsten
Airport und am Indira Gandhi International Airport in
Delhi. Heute ist IOSL zu einem unvergleichlichen
den beiden Flughäfen in
Luftdrehkreuz in Südasien
Marktführer geworden, der für Anteilshaber sowie
Delhi und Bangalore
avanciert.
Zulieferer, Fluglinien und Flughafenbetreiber über
betreut IOSL nun 34%
Das auf dem neuesten
das gesamte Land hinweg als der meist bevorzugte
des gesamten indischen
technischen Stand befindPartner und Betreiber hervorsticht.
Jet A-1 Aufkommens im
liche Terminal ist mit einer
Land. Die reibungslose
Fläche von über 500.000 m2
Zusammenarbeit der Partner hat sich in IOSLs vielfältigen
und einer jährlichen Kapazität von 34 Millionen Fluggästen
Fortschritten und den exzellenten Leistungen des Unterdas achtgrößte der Welt. Anschließend erhielt IOSL am
nehmens gezeigt, wird aber auch in den QualitätsTerminal T3 auch noch den Auftrag zur Erbringung der
kontrollsystemen, dem Umgang mit Schwund und Verlusten
Vorfeldbetankungsleistungen.
und den Normen für den Kundenservice deutlich, die zu den
besten der Welt zählen und bei angesehenen Kunden aus
Als Berater für die Inbetriebnahme der Hydrantenleitungen
Indien und dem Ausland auf viel Anerkennung gestoßen sind.
des Terminal T3 in Delhi, dem größten Netzwerk in Indien,
sammelte IOSL wertvolle Erfahrung. Selbstverständlich sind
für die Inbetriebnahme eines Treibstoffhydrantensystems
profunde Kenntnisse über den Flughafenbetrieb, die internationalen Vorschriften und Verfahren sowie die Fähigkeit zur
Bewältigung von praktischen Problemen notwendig, eine
Anforderung, die IOSL durch seine Erfahrungen in Bangalore
erfüllen konnte. Die IOSL-Experten, die nach einem strengen
Selektionsverfahren eingestellt wurden, absolvierten eine
umfangreiche sechsmonatige Schulung in der Praxis in
Bangalore, bevor sie ihre Stellen im Terminal T3 antraten.
Dabei wurde eine Mischung aus bestehenden Experten und
Neueinstellungen zur Überwachung der Inbetriebnahme
eingeteilt. Die Treibstoffhydrantenleitungen wurden gemäß
den internationalen Normen geflutet, druckgetestet und
gespült, wobei alle Tätigkeiten innerhalb der vorgegebenen
Soll-Termine abgeschlossen wurden. Trotz sengender Hitze
(die mitten im Sommer um die 47°C liegt) und langen
Arbeitszeiten gelang dem Team so die termingerechte
Fertigstellung des Projekts. Der Verwaltungsrat der zivilen
Luftfahrt (DGCA), ein Organ des Zentralen Ministeriums für
Luftfahrt, wertschätzte die Qualität der von IOSL abgelieferten
Arbeit und erteilte an IOSL die Zulassung der Anlage und dem
Betrieb in Delhi.
Zertifizierung Im April 2011 erhielt das Terminal 3
des Indira Gandhi International Airport in Delhi als erstes
und weltgrößtes Terminalgebäude die prestigeträchtige
Einstufung in Gold „Führend in der Energie- und Umweltkonzeption von Neubauten” (LEED NC). (LEED NC ist
ein Zertifizierungssystem, das vom indischen Verband
für ökologisches Bauen IGBC für umweltfreundliche
Gebäude entwickelt wurde.) Beide Standorte in Delhi und
Bangalore sind anerkannt ISO 9001 zertifiziert.
CONNECTIONS
23
K ulturelle E rfahrungen
K ulturelle E rfahrungen
Fünfeinhalb Jahre sind eine lange Zeit. Und obgleich
meine Familie und ich diese Zeit nicht am Stück in Hamburg
verbracht haben (der erste Aufenthalt dauerte vier Jahre von
Mitte 2004 bis Mitte 2008, der zweite von 2010 bis Ende
2011), hatten wir dennoch ausgiebig Zeit, die Lebensweise
der Deutschen zu studieren. Mitte 2011 wurde jedoch klar,
dass es nun an der Zeit wäre, nach Bombay zurückzukehren
(wie ältere Semester von meinem Schlag die Stadt noch
immer gerne nennen, obschon sie 1995 offiziell in Mumbai
umbenannt wurde).
Hamburg
Mumbai
Zweimal
Mumbai
– Hamburg und zurück
Als Kapil Jain im Jahr 2004 von Indian Oiltanking (IOT) im indischen
Mumbai zum Hauptsitz in Hamburg wechselte, berichtete er in der
connections-Ausgabe im Mai 2005 von seinen Erfahrungen. 2008 kehrte
er wieder zurück nach Indien, nur um dann abermals für zwei Jahre
nach Hamburg zu kommen. Nun ist er endgültig zurück in Mumbai und
erzählt, warum er sich freut, wieder zu Hause zu sein.
24
CONNECTIONS
Viele meiner Kollegen in Hamburg fragten mich, wie
es sich anfühlte, bald nach Hause zurückzukehren.
Welches Zuhause? musste ich mich fragen. Nach all
den Jahren in Hamburg war die Stadt unser Zuhause
geworden. Natürlich freuten wir uns jedes Jahr darauf,
die Weihnachtsferien in Bombay zu verbringen, aber
am Ende der Ferien waren wir genauso froh, wieder
„daheim” in Hamburg zu sein. Unsere wirkliche Heimat
heißt jedoch Bombay, und das wird wohl immer so
bleiben. Das Komische ist, dass wir uns immer noch an
die Mischung aus Vorfreude und Sorge erinnern, als der
erste Umzug in den Norden Deutschlands bevorstand.
Und eine ähnliche Achterbahnfahrt der Gefühle
begleitete dann auch unseren Abschied: Wir waren
traurig, das Leben aufgeben zu müssen, das wir in
Hamburg aufgebaut hatten, und gleichzeitig waren wir
überglücklich, wieder zu unseren Verwandten und Freunden, zu den bunten, lauten Festen und einer anspruchsvollen
neuen Stelle bei IOT zurückkehren zu dürfen und freuten uns
auf die vielfältige indische Küche, auf die Bollywood-Filme in
riesigen Multiplex-Kinos und vieles mehr.
PORTRÄT
Kapil Jain kam
1997 zu Indian Oiltanking und
bekleidete bei IOT in Mumbai
verschiedene Manager-, Finanzund Verwaltungspositionen, bevor
er 2004 nach Hamburg wechselte.
Dort war er vier Jahre lange für
die Economics Abteilung der
Oiltanking GmbH verantwortlich,
bevor er – zurück in Mumbai – als
Präsident die Leitung der Geschäftseinheit Terminalling
bei IOT übernahm. Im Juli 2010 wurde er zum Director
Finance and Administration ernannt und kehrte für eineinhalb Jahre nach Hamburg zurück. Seit 2012 ist er
wieder in Mumbai in seiner früheren Position als Leiter
des Terminalgeschäfts tätig.
Tore zur Welt Das bekannte Gateway
to India (oben) in Mumbai und Hamburg's
Landungsbrücken - beide Verkehrsknotenund touristische Anziehungspunkte zugleich.
Wenn meine Frau Neeru und meine Kinder Aditya und Amrita
zurückblicken, gibt es jedoch immer noch viele Dinge, nach
denen wir uns in Hamburg zurücksehnen. Neeru bittet mich
immer, ihr Lieblingsbrot aus Deutschland mitzubringen, und
Amrita hofft auf ein paar Tafeln Milka-Schokolade, wenn ich
von einer Geschäftsreise aus Hamburg zurückkomme. Aditya
vermisst es, mit seinen Schulfreunden auf den Fußballplatz zu
gehen. Und ich dachte, das könnte mir nie passieren, aber ich
habe doch tatsächlich Gefallen an schwarzem Kaffee ohne
Milch und Zucker gefunden. (Wer die indische Kaffeekultur
nicht kennt, weiß vielleicht nicht, dass die meisten Inder das
schwarze Gebräu nur mit Milch und (viel) Zucker zu sich
nehmen.) Eher profane Erinnerungen, mag der eine oder
andere nun sagen, aber es sind die einfachen Freuden, die
sich uns ins Gedächtnis eingebrannt haben.
Wo genau ist dein „Zuhause”?
Deutsche Werte wie Pünktlichkeit haben wir sehr schätzen
gelernt, die deutsche Sprache konnten wir hingegen nie
wirklich meistern. Auf die wechselnden Jahreszeiten freuten
CONNECTIONS
25
K ulturelle E rfahrungen
LEXIKON
Wie auf dem Land
In Indien ist es nichts
Ungewöhnliches, auf der
Straße ein paar (heiligen)
Kühen zu begegnen. In
Deutschland muss man
dazu aufs Land fahren.
Tante-Emma-Laden um die
einzukaufen.
wir uns, weil in Bombay nur eine
Jahreszeit im Wechsel mit der Regenzeit herrscht, doch dann
fanden wir es mühsam, dass man sich im Winter so dick
einpacken muss. Toll war auch der Garten hinter unserem
Hamburger Haus, aber paradoxerweise wartete ich immer
sehnsüchtig auf den Winter, um den Rasen nicht mehr mähen
zu müssen. Auch an die friedliche Stille in unserem gemütlichen
Hamburger Stadtteil hatten wir uns so gründlich gewöhnt,
dass uns das häufige Klingeln der Türglocke in Bombay jedes
Mal erschreckt. Anfangs waren die Einkäufe in den
Supermärkten wegen der Sprachbarriere eher frustrierend,
weil man auf keine Hilfe von lächelnden, freundlichen
Verkäuferinnen hoffen durfte, aber auch daran gewöhnten wir
uns. In Bombay fahren wir zuweilen lieber in die überfüllten
Supermärkte, als unsere Lebensmittel im persönlicheren
Bitte keine Witze über
J ckeypumpen
Ecke
Die Vorbereitung auf meine deutsche
Führerscheinprüfung war in den ersten Monaten recht stressig (zumal
die Deutschen auf der rechten Straßenseite fahren), aber ich
weiß noch genau, wie aufregend es später war, ohne Geschwindigkeitsbegrenzung die deutschen Autobahnen hinunter zu brausen. Ich habe zwar kein Problem damit, mich durch
das Verkehrschaos von Bombay zu schlängeln, aber auf den
geraden Straßen Hamburgs unterwegs zu sein fehlt mir
dennoch.
Durch unsere beiden Aufenthalte in Hamburg hatten wir nicht
nur die Gelegenheit, andere Kulturen und Lebensstile kennenzulernen, sondern auch das, was wir bereits im eigenen Leben
erfahren hatten, mit mehr Verständnis und Wertschätzung zu
betrachten und anzunehmen. Die Vielfalt der Einsichten und
Erfahrungen, ob freudig oder schwierig, hat unser Leben
bereichert und unseren Horizont erweitert. Und so wird Hamburg
immer seinen Platz in einer Ecke unseres Herzens haben.
Hamburg
Mumbai
Einwohnerzahl
Mit 1,8 Millionen die zweitgrößte Stadt
Deutschlands.
Im Großraum Mumbai leben ca. 20,5 Millionen
Menschen, womit Mumbai die bevölkerungsreichste Stadt Indiens und die viertgrößte der
Welt ist.
Stadt
Die Freie und Hansestadt Hamburg ist eines
von sechzehn deutschen Bundesländern.
Mumbai ist die Hauptstadt von Maharashtra,
einem von 28 indischen Bundesstaaten.
Fläche
Mit 755 km2 bietet Hamburg seinen Einwohnern
durchschnittlich den meisten Platz von allen Großstädten weltweit. 14% des Stadtgebiets entfallen
auf Grünflächen und Naherholungsgebiete.
Mit ihren 603,4 km2 war die Stadt ursprünglich
eine Ansammlung von sieben getrennten Inseln.
Wirtschaft
Hamburg ist der wichtigste Seehafen Deutschlands, der zweitgrößte in Europa (nach Rotterdam) und der elftgrößte der Welt.
Mumbai ist Indiens Finanz- und Wirtschaftsmetropole und zugleich ein Zentrum der Unterhaltungsindustrie. Nirgendwo sonst auf der Welt
werden so viele Filme produziert wie hier im
Herzen der Hindi-Filmindustrie.
Sprache
Deutsch
Marathi, Hindi und Englisch
Besonderheiten
Hamburg war als Handelszentrum immer schon
sehr weltoffen, was auch die Mentalität der Bevölkerung geprägt hat. Mit der stolzen Zahl von 2302
verfügt die Stadt über mehr Brücken als Venedig
und Amsterdam zusammen.
1995 wurde die Stadt offiziell von Bombay in
Mumbai umbenannt. Durch zahlreiche Sportstätten, Theater, Strände und Restaurants besitzt Mumbai ein eher europäisch geprägtes
Flair. Gleichwohl ist in der Innenstadt auch die
indische Kultur unverkennbar zu spüren.
26
CONNECTIONS
Jockeypumpe Nur eine kleine
Pumpe, die im gesamten
Feuerlöschpumpen-Leitsystem
aber eine wichtige Rolle spielt.
Ein Jockey und sein Pferd sind untrennbar und bilden ein
gutes Team. Einer Studie des MEDICAL Journal of Australia
(2009) zufolge, ist es gefährlicher Jockey zu sein als Boxer
und nur der Beruf des Hochseefischers birgt mehr Gefahren.
Es ist eine Tatsache, dass die Lagerung von Öl und petrochemischen Produkten immer auch mit Gefahren einhergeht.
Vorsichtsmassnahmen wie technische und beriebliche Vorkehrungen und Schulungen zur Verhaltenssicherheit spielen eine
äusserst wichtige Rolle. Notfallvorsorge, angemessener Brandschutz und Brandprävention stehen ganz oben auf der Agenda.
Was Letzteres angeht, hat die so genannte „Jockeypumpe“ –
eine Druckhaltepumpe – eine wichtige Funktion, da sie ein
wesentlicher Bestandteil des Brandschutz- und Feuerleitsystems in einem Terminal ist: Ähnlich einem Jockey, der nur
eine geringe Körpergröße besitzt und auf einem Pferd sitzend
Druck nach unten ausübt, sorgt die kleine Jockeypumpe dafür,
dass der Druck im System höher ist als die Druckhalteeinstellungen, die eine grössere Löschwasserpumpe vorgibt daher der Name.
Wenn ein Ventil im Feuerlöschsystem geöffnet wird, fällt der
Druck im System erheblich ab; in Abhängigkeit vom Druckabfall starten eine oder mehrere große Löschwasserpumpen
automatisch und die Feuerwehr wird alarmiert.
Kleinere Leckagen in Löschwasserrohrsystemen, wie durch
undichte Dichtungsringe, Ventile etc., sind unvermeidlich.
Darüber hinaus wird durch Öffnung eines Überdruckventils,
zunehmender Druck, der durch starke Sonneneinstrahlung
entsteht, ausgeglichen. Wenn das System in der Nacht abkühlt
und dadurch der Druck fällt, setzt die Jockeypumpe ein, um
den Druck wieder auf den gewünschten Wert zu erhöhen.
Es gibt zwei Arten von Jockey- oder Druckhaltepumpen:
Zentrifugalpumpen und positive Verdrängungspumpen. Beide
verhindern, dass die Hauptlöschwasserpumpe in Betrieb
geht, es sei denn, es ist absolut notwendig und das ist es,
was zählt.
CONNECTIONS
27
N ordamerika
N ordamerika
Wesentliches Glied
in der Logistikkette
Das United Bulk Terminal
(UBT) in Davant im USBundesstaat Louisiana ist
das größte Exportterminal
für Trockenmassegut am
Golf von Mexiko.
Erwerb
des United
Bulk Terminals
Am 11. Juni 2012 machte Bulk Handling
USA Inc., eine Tochtergesellschaft von
Oiltanking Holding Americas, den Kauf
der United Bulk Terminal LLC im USBundesstaat Louisiana perfekt, womit
das Oiltanking-Portfolio durch eines
der größten Exportterminals für Kohle
und Petrolkoks in Nordamerika ergänzt
wird.
28
CONNECTIONS
Der Mississippi River ist schon lange einer
der Haupthandelswege im Herzen Amerikas.
Zahlreiche Städte und Unternehmen nutzen den
majestätischen Fluss als Transportroute, für die
Wasser- und Nahrungsmittelversorgung, für
Freizeitzwecke und zahlreiche anderen Güter
und Dienstleistungen. Nun können auch die
Kunden von Oiltanking davon profitieren, dass
das Unternehmen neuerdings am Unterlauf des
Mississippi mit einem Standort vertreten ist.
Seit 2010 engagiert sich Oiltanking am Markt für
Trockenmassegüter. Damals wurde erstmals
Petrolkoks im texanischen Corpus Christi
umgeschlagen, später kam St. Croix auf den USJungferninseln hinzu. Das Geschäft wird
gemeinsam mit dem louisianischen Unternehmen
Dupré Logistics im Rahmen eines Jointventure
geführt und beruht schwerpunktmäßig auf
Betriebsführungsverträgen in Raffinerien. Mit
dem Erwerb der UBT kann Oiltanking nun jedoch sein globales
Lagerportfolio erstmals um ein großes Exportterminal für
Kohle und Petrolkoks erweitern.
Der Standort ist in jeder Hinsicht bemerkenswert: Die Anlage
befindet sich auf einem 500 Hektar großen Grundstück (von
denen derzeit etwa 100 Hektar genutzt werden) in Davant,
Louisiana, in Höhe von Flussmeile 55 des Mississippi südlich
von New Orleans. Das Terminal hat sich auf den Umschlag
von Kohle und Petrolkoks spezialisiert und bietet eine
vollständige Palette von landgestützten Serviceleistungen an,
u.a. mit Lagerung, Präzisionsmischen und Probeentnahmen.
Die jährliche Umschlagsleistung liegt bei über 11 Millionen
Tonnen, wobei die Lagerkapazitäten auf dem Terminalgelände
Petrolkoks Die kohlenstoffhaltige Substanz entsteht
in Erdölraffinerien
als Rückstand von
Cracking- und
Destillationsprozessen.
Geklotzt statt gekleckert Massengut (in diesem
Fall Petrolkoks) wird von einer Absetzanlage zu
einem kleinen Berg aufgetürmt, der von einem
Rückladegerät später wieder abgetragen wird.
4 Millionen Tonnen umfassen. Damit ist es gemessen am
Umschlagsvolumen das größte Exportterminal am Unterlauf
des Mississippi und das fünftgrößte in den USA. Mit Blick auf
die vorhandene Lagerfläche ist es sogar das größte Terminal
der USA.
Die Produkte stammen aus Raffinerien und Bergwerken und
werden auf dem Mississippi und seinen zahlreichen
Nebenflüssen mithilfe von Flussschiffen angeliefert. Dabei
handelt es sich oft um Schleppkähne ohne eigenen Antrieb,
die zu Verbänden von 20-35 Lastkähnen (Leichter)
zusammengefasst und auf der Fahrt flussabwärts von
Schleppern gezogen werden. In manchen Fällen dauert die
über 2000 km lange Reise nach Davant in Louisiana mehr
als drei Wochen.
Um im Jahr etwa 8000 Kähne und
Schiffe abfertigen zu können, muss
die Logistik am Kai bestens
eingespielt sein; hier liegt der
entscheidende Erfolgsfaktor für ein
Terminal dieser Größe. Mit einem
CONNECTIONS
29
N ordamerika
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Zu in die Zukunft
1972 war das Geburtsjahr von berühmten Fußballspielern wie Rivaldo Vítor Borba
Ferreira und Zinedine Zidane oder von Schauspielstars wie Cameron Diaz und Ben
Affleck. Ebenso war 1972 das Jahr der Gründung von vielversprechenden
Unternehmen wie der niederländischen Rabobank oder der deutschen
Softwareschmiede SAP. Und auch für Oiltanking fiel in jenem Jahr der Startschuss
in eine große Zukunft. Wir haben ein paar historische Ereignisse zusammengetragen,
die an 1972 erinnern und Ihnen vielleicht noch im Gedächtnis geblieben sind.
Vogelperspektive Das United Bulk Terminal LLC in
Louisiana, USA, eines der größten Exportterminals für
Kohle und Petrolkoks in Nordamerika.
beinahe fünf Kilometer langen Flusskai können über 500 Lastkähne gleichzeitig am Terminal festmachen. Bis zu sechs
Schlepper bugsieren die voll beladenen Leichter zu den beiden
kontinuierlich laufenden Schiffsentladern und bringen die gelöschten Kähne wieder an ihren Liegeplatz zurück, wo sie zu
Verbänden zusammengefasst von einem Mutterschiff abgeholt
werden. Je nach Konfiguration und Kundenanforderungen
werden die Kohle und der Petrolkoks auf 30 bis 40 Haufen
verteilt, bevor es über zwei Schiffsbeladeanlagen zum Weitertransport geht.
Das UBT ermöglicht durch die Vermeidung logistischer
Probleme, wie sie sich für Hochseeschiffe in der stark befahrenen Region um New Orleans ergeben, erhebliche Kostenund Zeiteinsparungen. Für Oiltanking stellt die strategische
Akquisition nicht nur einen wichtigen Meilenstein dar, sondern
sie eröffnet dem Unternehmen auch den Zugang zu einem
großen, diversifizierten Kundenkreis aus Erzeugern, Raffinerien, Händlern und Versorgungsunternehmen, der sich mit
dem der bestehenden Standorte in Nordamerika ideal ergänzt.
Am wichtigsten sind jedoch die wertvollen Marktkenntnisse
und der betriebliche Erfahrungsschatz, den die neuen Kollegen
Einzigartig Das Terminal hat die
größte Anlage zur Abfertigung von
Trockengutkähnen und kann Schiffe
der Größe Handysize bis Post-Panamax
bedienen. In den kommenden zwei
Jahren soll noch ein Belader für Schiffe
der Größe Capesize hinzukommen.
30
CONNECTIONS
des 110-köpfigen Trockenmassegutteams mit ins Boot bringen – ein wesentlicher Trumpf beim Ausbau des Dry-BulkGeschäfts.
Oiltanking rechnet in den kommenden zwei Jahren mit hohen
Wachstumsraten und wird für die Erweiterung der Umschlagskapazitäten in der Region US$ 70 Millionen bereitstellen. Damit soll nicht nur die Umschlagflexibilität weiter erhöht werden, sondern es werden auch erstklassige Mischanlagen entstehen. Für die weitere Expansion und Erschließung stehen dem
Terminal umfangreiche Grundstücksflächen zur Verfügung.
Überdies möchte Oiltanking seine Präsenz weiter ausbauen
und seine Trockengutplattform zu einem global führenden Anbieter von Umschlagsleistungen für Massengüter ausbauen.
Vier schwedische
Künstler nehmen ihre
ersten Songs zusammen auf und dürfen
sich bald darauf als
ABBA über weltweite
Erfolge freuen.
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Der Club of Rome sch
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Tag mit 1.00
Der Rohölpreis liegt noch
unter US$ 3,50 je Barrel.
Doch im folgenden Jahr wird er
während der Ölkrise stetig zu
steigen beginnen.
Die erste Generation von
Videospielen aus dem Hause
Atari feiert mit PONG einen
ersten kommerziellen Erfolg.
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Hewlett-Packard
führt mit dem HP35
den ersten wissenschaftlichen
Handtaschenrechner ein.
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wird in Sierra Leone
entdeckt. Er
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Diamant mit
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als größter
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Der WatergateSkandal beginnt.
Der Airbus 300 geht als
erstes mit zwei Triebwerken
ausgestattetes Großraumflugzeug an den Start.
Kinopremiere des Epos
„Der Pate”, Regie: Francis
Ford Coppola.
US-Präsident Nixon brach zu
historischen Staatsbesuchen
auf und traf in China mit Präsident
Mao Zedong und in Russland mit
Leonid Breschnew zusammen.
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CONNECTIONS
31
S port
S port
Mit der Kraft
des Windes
Oiltanking hat die Sponsorentätigkeit für die Juno und ihre
zehnköpfige Crew um ein Jahr
verlängert. Mit an Bord der
J-133 Rennyacht sind die
beiden Oiltanker Sönke Stein
und Dirk Exalto. Nachdem
bereits zwei beeindruckende
Rennen absolviert wurden,
darf die Juno 2012 mit einer
erfolgreichen Segelsaison rechnen. Doch bevor es losgehen
konnte, brauchten Crew und
Boot einen ordentlichen Frühjahrsputz.
„I am sailing, I am sailing”, doch
anders als im Hit von Rod Steward, sind die
J-133 Rennyacht und ihre zehnköpfige
Besatzung nicht auf dem Weg nach Hause,
sondern gerade in die Saison 2012 gestartet,
in der sie wieder von Oiltanking gesponsert
werden. Zur Saisoneröffnung gab es einen
echten Klassiker – die in drei Abschnitten
alle Fotos: Holly
verlaufende Marzamemi-Regatta, die zunächst
über eine Distanz von 60 Meilen von Malta
in das kleine, verschlafene Örtchen Marzamemi
an der Südostküste Siziliens führte. Dort folgte ein vom
örtlichen Segelklub organisiertes Küstenrennen, bevor es
erneut über 60 Meilen von Marzamemi zurück nach Malta
ging. Schon bald nach diesem Wettbewerb stand dann der
SLAM Cup mit einer Serie kurzer Rennen in den maltesischen
Küstengewässern an.
Um auf die Rennsaison optimal vorbereitet zu sein, mussten
sich Crew und Boot zunächst vom Rost und Staub des Winters
befreien. Leichter gesagt als getan, da das Team ja auch noch
andere Herausforderungen zu bewältigen hat: Die Teammit-
32
CONNECTIONS
Alle Hände an Deck Jeder aus
dem Team muss bei der SLAMRegatta während der kurzen Rennen
in den Küstengewässern voll mit
anpacken. Das enge Teamgefüge
auf der Juno speist sich dabei auch
aus den privaten Freundschaften
der Crew-Mitglieder.
bestimmt: An erster Stelle steht dabei die Kommunikation. „Wir schreiben so wenige E-Mails wie
möglich, da sie allzu leicht in der Flut von Nachrichten
verloren gehen, die man jeden Tag erhält. Stattdessen greifen wir gerne auf Skype zurück, um uns
zu besprechen und um abzustimmen, was alles
erledigt werden muss. Erst dann schicken wir allen
Teammitgliedern zur Erinnerung noch einmal eine
E-Mail. Alle unsere Dokumente, wie z.B. Aufgabenlisten, Crewlisten etc., stehen online in einem gemeinsamen Ordner zur Verfügung, auf den jeder zugreifen kann.
Auf diese Weise können wir alle an denselben Listen arbeiten.
Und wenn ein Rennen ansteht, können wir gemeinsam die
Ziele und Verantwortlichkeiten klären und anschließend das
Erreichte noch einmal durchgehen und dokumentieren. Interne Probleme, wenn es z.B. Meinungsverschiedenheiten gibt,
kommen umgehend auf den Tisch, wenn auch nicht während
des Rennens, aber wir schieben Diskussionen oder Unstimmigkeiten niemals auf die lange Bank.”
Mitchell/HAMM Photography
Ein weiterer Schlüsselaspekt für reibungsloses Teamwork ist
die Verteilung der Zuständigkeiten: Die einzelnen Crewmitglieder müssen klar definierte Rollen haben. Außerdem ist
der gegenseitige Respekt sehr wichtig. „Wir achten darauf,
dass wir auch über das 'normale Leben' unserer Kameraden
Bescheid wissen. Dadurch können wir uns immer helfen, auch
wenn wir nicht auf hoher See sind”, betont Sönke. Und zu
guter Letzt darf man nicht vergessen, wie sehr das Team vom
Engagement seiner Mitglieder lebt. Oder wie Sönke es
ausdrückt: „Wir achten immer darauf, dass die Erwartungen
der anderen Teammitglieder realistisch bleiben. Dabei spielen
Respekt und Kommunikation im Team eine wesentliche Rolle.”
Nach einer gründlichen mentalen und körperlichen Vorbereitung und einer „Hochglanzpolitur” für die Juno freuten sich
alle im Team auf die Saisoneröffnung am 28. April 2012. Als
besonders nützlich erwies sich beim Marzaremi-Rennen das
neue größere Genua-Segel. Einmal mehr stellte die Crew
ihren unerschütterlichen Einsatzwillen unter Beweis, als beispielsweise ein Crewmitglied den Mast hinaufklettern musste,
um eine andernfalls schwer zu ortende Marke im Wasser zu
finden. Am Ende musste man sich zwar dem Hauptrivalen
Comanche Raider mit 27 Sekunden (nach Zeitkorrektur)
geschlagen geben. Im anschließenden SLAM-Rennen bezwang
die Crew jedoch nicht nur die Konkurrenz, sondern auch die
Kraft der Elemente. Bei Windstärken von bis zu 25 Knoten ließ
man sämtliche Mitbewerber hinter sich und gewann alle sechs
Rennen mit deutlichem Vorsprung. Weder die Mannschaft
noch das Boot kamen dabei zu Schaden, und das war, so
Sönke Stein, nicht zuletzt dem exzellenten Teamwork an Bord
zu verdanken. Die Saison hat somit gut begonnen, und wir
freuen uns schon auf den Rest!
Verfolgen Sie die Aktivitäten
der Juno-Crew auf Facebook:
http://www.facebook.com/JunoRacingTeam
glieder kommen aus unterschiedlichen Ländern (Niederlande,
Deutschland und Malta) und wohnen an unterschiedlichen
Orten. Für jedes Rennen müssen einige Mitglieder des Teams
aus dem Ausland einfliegen, und da alle ihre Vollzeitjobs
haben, müssen sie entsprechend Freizeit opfern und Urlaub
nehmen.
Für Sönke Stein, der derzeit als Geschäftsführer des Bereichs
Projekte & Geschäftsentwicklung in Dubai, Vereinigte Arabische
Emirate, arbeitet und gleichzeitig Eigentümer und Skipper der
Juno ist, wird das Teamwork durch vier wesentliche Faktoren
Zusätzliche Herausforderung Eine wohlverdiente Pause da das neue, größere Genua-Segel zwar
die Segelfläche der Juno maximiert, die Handhabung aber entsprechend anspruchsvoll ist und das Team
sein gesamtes Können aufbieten muss.
CONNECTIONS
33
S port
S port
Lohn der Mühe
Die Teilnehmer des
Rennens genossen die
anregende Atmosphäre
und die atemberaubende Landschaft.
Die über die
Anden
rannten
Der jährliche „Cruce de los Andes” ist ein dreitägiger Lauf für Zweier-Teams und
gehört zu den größten Abenteuerrennen der Welt. Ende Januar 2012 nahmen Jesman
Devia von Oiltanking Texas City und seine Lebensgefährtin Lauren Wilder die Herausforderung an, die legendären Anden zu überqueren.
„Innerhalb von drei Tagen eine Laufstrecke von 110
Kilometer vor der wunderbaren Kulisse der Anden zwischen
Argentinien und Chile zurückzulegen bietet einem die
einzigartige Gelegenheit, sich selbst zu übertreffen.” Genau
darum geht es beim berühmten „Cruce de los Andes”, und
genau das reizte Ingenieur Jesman Devia vom OiltankingTerminal in Texas City und seine Freundin Lauren. Am Abend
des 30. Januar 2012 machten sie sich auf den Weg vom
texanischen Houston nach Puerto Fuy in Chile. Für die Reise
mussten sie im Laufe mehrerer Tage zwei Flugzeuge, zwei
Busse und ein Schiff besteigen, was an sich schon anstrengend
war, doch richtig kräftezehrend sollte es erst nach ihrer
Ankunft werden.
34
CONNECTIONS
Puerto Fuy ist der Ausgangspunkt eines der größten jährlichen
Laufabenteuer der Welt, das gerade im elften Jahr in Folge
stattfand. Am ersten Wochenende im Februar versammelten
sich über 750 Teams aus 23 Ländern in freudiger Erwartung
auf die kommenden drei Tage, an denen sie jeweils 43, 47 und
20 Kilometer im Laufschritt zurücklegen sollten. Nachts
würden sie sich in ihrer Camping-Unterkunft erholen und sich
so „Schritt für Schritt” der Ziellinie auf der anderen Seite der
Grenze in Lago Lacar/Argentinien nähern.
Körperlich und mental gut vorbereitet mit dem Team-Slogan
„Witness the Fitness” (zu Deutsch etwa: „Zeige, wie fit du
bist”), absolvierten Lauren und Jesman ihren ersten Tag mit
Erfolg; im Rückblick war es der körperlich anspruchsvollste,
aber auch der landschaftlich schönste. Der 43 Kilometer-
Abschnitt begann mit einem
sanften Anstieg zu einem erloschen Vulkan. Nach 15 Kilometer wurde der Anstieg
steiler, der Wind frischte auf,
und es begann zu schneien. Doch am Gipfel wurde die
Mühe mit einer wunderbaren Aussicht aus 2500 m
Höhe belohnt. Der Weg nach unten war fast genauso
schwierig, zumal vier Kilometer über Vulkangestein
führten. Nach dem ersten Tag lagen Lauren und Jesman
unter 250 gemischten Teams an 30. Position mit einer
Zeit von 6 Stunden und 43 Minuten. Doch auch
Komplikationen mussten schon am ersten Tag bewältigt
werden: Krämpfe im Bein bei Jesman und ein
verstauchter Knöchel bei Lauren waren echte Handicaps
zu Beginn des zweiten Tags.
Die zweite Strecke sollte länger werden. Sie begann
mit einem sanften Anstieg über 22 Kilometer, gefolgt
von einem fallenden Abschnitt über etwa dieselbe
Distanz. Dabei waren einige Flüsschen zu überqueren.
Die letzten vier Kilometer waren besonders fordernd,
da viele Team (so auch Lauren
und Jesman) bereits seit über
sechs Stunden liefen und nun vor
dem Erreichen der Ziellinie auch
noch über Felsen und umgefallene Bäume klettern mussten.
Am Ende von Tag 2 erreichten
die beiden mit einer Zeit von 7
Stunden und 45 Minuten eine
Platzierung unter den besten
100. Ach, was für ein harter Tag
das war! Am Abend zeigte sich,
dass die zusätzlichen 47 Kilometer Laurens Knöchel, der am
Tag zuvor auf dem felsigen
Untergrund einen Schlag abbekommen hatte, keineswegs gut
getan hatten: Er war so sehr
geschwollen, dass er mehr wie
ein Knie als wie ein Knöchel
aussah. Nach Untersuchung der
Sehnen verbot der Arzt Lauren das Weiterlaufen. Damit
musste das Team „Witness the Fitness” schweren
Herzens kapitulieren.
Der letzte Tag wäre vergleichsweise einfach gewesen:
20 Kilometer in ebenem Gelände. Doch das war für das
enttäuschte Team nur ein schwacher Trost. Den harten
Teil hatten Lauren und Jesman ja schon geschafft: 90
Kilometer in zwei Tagen. Beide humpelten wegen verschiedener Gebrechen, hatten Zehennägel eingebüßt,
Blasen im Schuh und Muskelkater. Laurens Knöchel
hatte die Größe einer Orange angenommen. Und trotzdem war es ein tolles, unvergessliches Erlebnis der
Kategorie: So etwas macht man nur einmal im Leben!
Ein starkes Team Lauren und
Jesman überwanden unerschrocken
Grenzen - geografisch wie physisch.
CONNECTIONS
35
F rei z eit & U nterhaltung
F rei z eit & U nterhaltung
Im Team
geht alles besser!
Damit nicht ein schwarzes Schaf die ganze Herde in Atem hält,
muss jedes einzelne Mitglied eines Teams seinen Beitrag leisten,
um den gemeinsamen Erfolg zu sichern. Wir haben für Sie einige
eindrucksvolle Beispiele für unverkennbare Teamplayer zusammengestellt, an denen deutlich wird, dass viele Köche nicht zwangsläufig
den Brei verderben.
Musik für die
Ohren (und den
Magen): Nach dem Auftritt
werden alle Instrumente des
Gemüseorchesters, die zusammen
etwa 40 Kilo auf die Waage bringen, zu
einer leckeren Suppe verarbeitet.
Knackig-gesunde Musik
Dass man als Mitglied eines Orchesters den
richtigen Ton treffen muss, ist unbestritten,
denn sonst kommt es zu einer unschönen
Kakophonie. Zum musikalischen Wohlklang
gehört aber nicht nur ein guter Dirigent,
sondern auch versierte Instrumentalisten.
Was für Profimusiker mit sauber gestimmten
Instrumenten schon keine Kleinigkeit ist,
verdient umso mehr Bewunderung, wenn die
Instrumente eine Stunde vor dem Auftritt durch
puren Erfindergeist aus dem Nichts entstehen. Die
Rede ist vom Ersten Wiener Gemüseorchester, einem Ensemble, dessen Instrumente ausschließlich
aus Gemüse produziert werden. Zum Einsatz
kommen dabei frische und getrocknete Pflanzenteile, z.B. Karotten, Lauch, Knollensellerie, getrocknete Kürbisse und Zwiebelhäute. Mit derlei Baumaterial kann man lebendige Instrumente und
Klangerzeugungsgeräte herstellen, deren Haltbarkeitsdatum jedoch meist nach einem Konzert oder
Studiotag abgelaufen ist. Neben dem Grünzeug
dienen den Musikern auch andere Gebrauchsgegenstände wie Plattenspieler und Bohrmaschinen
zum Erzeugen ungewöhnlicher Geräusche. Sie
36
CONNECTIONS
Fluch oder Segen
Die Handynutzung
nimmt weiter zu.
Handys zum
Wegwerfen
Sie verlassen Ihr Haus nie ohne … Hausschlüssel hoffentlich, und wahrscheinlich auch nie ohne Ihr Handy. Wer
heute unterwegs ist, egal wohin
und wann, muss praktisch immer
auf dem Laufenden sein. Deshalb
sind Mobiltelefone zu einer Art „alter
ego” mutiert. Die sogenannte Nomophobie
(Kurzform von „No mobile phone phobia”) wurde
erstmals 2008 in einer Studie von SecurEnvoy
beschrieben und wird definiert als „Angst, unterwegs
nicht auf dem Handy erreichbar zu sein”. Zumindest
in England nimmt das Phänomen immer weiter zu:
Vor vier Jahren litten laut SecurEnvoy 53% der
Briten an Nomophobie, heute sind es einer neuen
Studie zufolge bereits 66%, die ohne Handy in der
Tasche gar zu Panikattacken neigen. Vielleicht
würde ihnen eine Reise ins finnische Savonlinna
helfen, ihre Haltung zu ihrem mobilen Begleiter
noch einmal zu überdenken: Einfach mal wegwerfen!
Der internationale
Sport des HandyWeitwurfs wurde im
Jahr 2000 erfunden. Seitdem findet in Finnland jährlich die Weltmeisterschaft im
Mobiltelefon-Weitwurf statt. Dabei sind die Athleten
aufgefordert, ein Handy (das mindestens 220 g
wiegen sollte) möglichst weit von sich zu schleudern
und dabei noch gute Noten für Technik und Stil
einzuheimsen. Damit erhält die Ansage, die man oft
auf einer Mailbox hört, natürlich eine völlig neue
Bedeutung: „Leider kann ich Ihren Anruf nicht
persönlich entgegennehmen…”
Hochspannung aus dem Team
verleihen der Musik ein ganz eigenes Flair. Überraschenderweise lassen sich mit den Gemüseinstrumenten höchst unterschiedliche Sounds kreieren: von luftig über knisternd bis hin
zu schrill oder massiv, kurzum eine vielschichtige Symphonie
aus akustischen Perlen und seltenen, ungewohnten Klängen,
deren vegetarische Herkunft mitunter kaum zu erraten ist.
Das Gemüseorchester umfasst zehn Musiker sowie einen
Koch und einen Tontechniker, die alle aus verschiedenen
künstlerischen Bereichen stammen: studierte Instrumentalisten, Architekten und Bildhauer.
Kennen Sie das Spiel, bei dem man
gemeinsam eine Geschichte erfindet, indem man sich beim Erzählen
reihum ablöst? Dann werden Sie
sicher auch bei diesem besonderen
Buch Ihren Spaß haben: Andrew
Gulli, der Chefredakteur des „Strand
Magazine”, das sich auf Thriller und
Kriminalkurzgeschichten spezialisiert
hat, hatte eine Idee, die zu realisieren ihn vier Jahre gekostet hat:
Er schrieb den Prolog zu einem
Krimi und bat berühmte Krimiaumit freundlicher Genehmigung
von The Strand Magazine
toren, gemeinsam seinen packenden
Serienroman fertig zu schreiben. Im
Juli 2011 erfolgte dann endlich die Veröffentlichung von „No Rest for the Dead”, einer Geschichte um Rache, Gier und Liebe, deren Teile
nahtlos ineinandergreifen, wenn sie, wie es David
Baldacci ausdrückt, „aus der Fantasiewelt des
einen Autors in die eines anderen hinübergleiten”.
David Baldacci ist einer von 26 Mitverfassern*,
die als Schriftsteller weltweit einen hervorragenden Ruf genießen. Und die Geschichte ist
nicht nur spannend, sondern vermag auch zu
rühren: Andrew Gulli und seine Schwester spenden ihre Tantiemen aus den Buchverkäufen an
die Gesellschaft für Leukämie- und Lymphomerkrankungen LLS (Leukemia and Lymphoma
Society www.lls.org) – im Gedenken an ihre
Eltern, die beide an Krebs gestorben sind.
*Beiträge von: Jeff Abbott, Lori Armstrong, Sandra
Brown, Thomas Cook, Jeffery Deaver, Diana
Gabaldon, Tess Gerritsen, Andrew F. Gulli, Peter
James, J.A. Jance, Faye Kellerman, Raymond
Khoury, John Lescroart, Jeff Lindsay, Gayle Lynds,
Philip Margolin, Alexander McCall Smith, Michael
Palmer, T. Jefferson Parker, Matthew Pearl, Kathy
Reichs, Marcus Sakey, Jonathan Santlofer, Lisa
Scottoline, R.L. Stine, Marcia Talley.
CONNECTIONS
37
F rei z eit & U nterhaltung
LESERECKE
... und action!
Ein Schwarm zum Schwärmen
Die kanadischen Wildgänse
kommunizieren miteinander
und helfen sich gegenseitig auf vorbildliche Weise –
und das nicht
nur im
Flug.
Versuchen Sie unser Rätsel zu lösen und verpassen Sie nicht die
Chance, zu gewinnen! Bitte schicken Sie Ihre Einsendungen an:
[email protected], oder per Post an: Oiltanking GmbH,
Connections Team, Admiralitätstr. 55, 20459 Hamburg, oder per
Fax: 040–37099 499
G lückwünsche
Des Rätsels Lösung
Wer zwischen den Zeilen lesen kann, ist im Vorteil. Und mit Zahlen verhält es
sich nicht anders. Unsere Glückwünsche gehen an Ulrich Naves, Oiltanking
Deutschland GmbH & Co. KG, Terminal Duisburg, der herausfand, wie die
Symbole im letzten Quiz zu deuten waren und daher die nächste Zahl
in der Folge identifizieren konnte: die 11 als zwei Einsen, die einander
zugekehrt sind, als würden sie sich im Spiegel betrachten. Der Preis,
unser Oiltanking Schreibset, ist bereits auf dem Weg zu Ihnen, damit Sie
bald schon selbst Botschaften zwischen den Zeilen verfassen können.
Viel Spaß dabei!
Vogelperspektive
 Durch die V-förmige Formation
können Teamgänse ihre Reichweite um
mindestens 71% gegenüber allein
reisenden Vögeln steigern. Mit einer
gemeinsamen Richtung, Gemeinschaftsgefühl und gegenseitigem Vertrauen kommen auch Sie
langfristig deutlich weiter.
 Mit ihren Schreien feuern die hinten fliegenden
Gänse ihre „Vordermänner” an, damit sie nicht an Ge-
38
CONNECTIONS
schwindigkeit verlieren. Wenn Sie von hinten mit Anfeuerungsrufen von sich hören machen, sollten Sie Ihre
Worte sorgfältig wählen.
 Wenn eine Gans müde wird, lässt sie sich im Wind
nach hinten gleiten, und eine andere übernimmt die
Führung. Sich bei anstrengenden Tätigkeiten abzuwechseln macht sich bezahlt.
 Ist eine Gans krank oder verletzt und kann mit
dem Schwarm nicht mehr mithalten, so wird sie von zwei
Kollegen zu Boden geleitet und beschützt, bis sie sich
erholt oder stirbt. Diese Nachhut muss dann auf eigene
Faust weiterfliegen oder sich einer anderen Formation
anschließen, bis man den Schwarm wieder eingeholt hat.
Man sollte einander beistehen, im Notfall Hilfe annehmen
und sich mit jenen anfreunden,
die in die gleiche Richtung
unterwegs sind.
N E U E S QU I Z
Wie ist das möglich?
Auf den ersten Blick scheint unser Rätsel
mathematisch keine besondere Herausforderung
darzustellen, doch langsam! Damit es wirklich Spaß
macht, sollte man es zusammen mit einem Partner versuchen. Achten Sie darauf, dass er oder sie sich im Kopfrechnen
übt. Taschenrechner, Computer oder auch nur Stift und Papier sind streng verboten. Und so lautet die Aufgabe:
Man nehme 1000, zähle 40 dazu, dann noch einmal 1000, dann
addiere man 30 und noch einmal 1000, dann zähle man 20 hinzu
und noch einmal 1000 und addiere schlieBlich 10!
-
Wie Musik gellen schrille Schreie rhythmisch durch den
Himmel, wenn hoch droben Schwärme kanadischer Wildgänse auf ihrem Vogelzug vorbeifliegen. Und wer hinaufsieht, erkennt eine perfekte V-Formation. Beim Start aus
dem Wasser ist es noch ein wildes Durcheinander, doch
schon binnen Sekunden wird eine Linie erkennbar, die
sich streckt und biegt und schließlich die Form eines V
annimmt. Für dieses Verhalten der Gänse gibt es ganz
pragmatische Gründe: Die Tiere brauchen so weniger
Energie, als wenn sie allein unterwegs wären. Jeder
Vogel profitiert von der Luftströmung, die durch die
Flügel des vor ihm fliegenden Kollegen erzeugt werden.
Auffällig ist auch, dass sich die V-Form ständig verändert,
da sich die Vögel in der Führungsposition abwechseln.
Zudem passen die nachfliegenden Gänse fortlaufend ihre
Position an, um den Strömungswiderstand der Luft zu
reduzieren und so weite Distanzen effizient bewältigen
zu können. Wir Menschen können daher von den Gänsen
eine ganze Menge lernen:
Welche Lösung hat Ihr Partner herausbekommen? Dann sind Sie an der Reihe. Probieren Sie es selbst aus, und
überprüfen Sie Ihre Antwort mit einem Taschenrechner, damit Sie uns auf jeden Fall die richtige Lösung einsenden.
Dem Rechenkünstler winkt ein Sauna Wellness Set. Viel Erfolg!
Aktive Alleskönner
In den letzten zwei connections-Ausgaben haben wir Sie um
Ihre aktive Mitwirkung gebeten: Neben dem Rätsellösen sollten
Sie nun auch noch Ihre grünen Daumen zur Schau und Ihre
technischen Fertigkeiten unter Beweis stellen. Und wer hätte
es anders erwartet: Unter unseren Leserinnen und Lesern gibt
es alles, was das Herz begehrt, so auch Techniktalente und
Gärtnergenies. Doch schauen Sie selbst!
CONNECTIONS
39
mit freundlicher Genehmigung von www.trenntstadt-berlin.de
Zu guter L et z t
Zu schade für den Müll
Mosaike sind eine Kunstform, die bis in die Antike
zurückreicht. Ihre Schönheit erwächst aus dem Zusammenspiel vieler kleiner Teilchen eines bestimmten
Materials, z.B. farbiges Glas oder Steine, die zu
einem kreativen Muster verbunden werden. Im Lauf
der Zeit hat die Mosaikkunst unterschiedliche und
zuweilen einzigartige Projekte hervorgebracht. So
ging es beispielsweise im September 2010 in Berlin
darum, einen Rekord aufzustellen und das größte
Mosaikbild der Welt zu kreieren. Mit dem Riesenmosaik wurde visuell erlebbar, was erreicht werden
kann, wenn viele Einzelteile – oder Menschen –
zusammenwirken: Verteilt über eine Fläche von 50 x
70 m auf dem Flugfeld des ehemaligen Flughafens
Tempelhof brachten 150 Freiwillige 6500 Mülleimer
in Position. Nach 600 Stunden und 2000 km
Rangierwegen zeigten die farbigen Abfallbehälter
das riesige Bild eines knuffigen Eisbären. Die Aktion
„kleiner Eisbär” war der Startschuss zur Kampagne
„TRENNTSTADT”, einer Initiative der Stadtreinigung
Berlin, um die Öffentlichkeit zu noch mehr Mülltrennung zu animieren. Denn schon jetzt spart Berlin
damit jährlich 403.000 t CO2 ein. Zugleich war das
Spektakel der Auftakt zur Messe CLEAN TECH WORLD
mit Vorträgen, Workshops und Veranstaltungen, die
ein breites Publikum für Umwelttechnologien begeistern sollen. Durch nachhaltiges Recycling können
CO2-Emissionen gesenkt und damit das Eis in den
Polargebieten – der natürliche Lebensraum des
kleinen Eisbären – vor dem Schmelzen bewahrt
werden.