PDF-Datei - Schwarzwälder Pferdezuchtgenossenschaft eV

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Informationsblatt der Schwarzwälder
Pferdezuchtgenossenschaft e.V.
www.schwarzwaelder-pferdezuchtgenossenschaft.de
Ausgabe 4.2015
große Familie sind, die in der Regel gemeinsam
an einem Strang zieht.
Unsere Schwarzwälder Leidenschaft ist
nicht nur im Ganzen als große Familie
offensichtlich, auch die Pferdezucht im engeren
Rahmen einer einzelnen Familie hat dieses Jahr
zu einem beeindruckenden Erfolgserlebnis
geführt. Birgit und Roland Finsterwald mit ihren
drei Mädels Jana, Svenja und Linda aus SalemBuggensegel waren stolz, dass ihre beiden
Goldfohlen von Vogtsberg und Rotenberg als
Hengstanwärter des Haupt- und Landgestüts
Marbach für die Körung 2017 ausgewählt
wurden. Nachdem bei den Kaltbluttagen ihr selbst
gezüchteter
und
aufgezogener
Hengst
Rosenkavalier v. Rubiniero auch noch gekört und
sogar Siegerhengst wurde, sind sie sicherlich die
inoffiziellen Schwarzwälder Züchter des Jahres
2015.
Liebe Freundinnen und Freunde der
Schwarzwälder Kaltblutpferde,
ein ereignisreiches Zuchtjahr liegt hinter uns. In
unserer vierten Ausgabe des Jahres 2015 werden
wir schwerpunktmäßig von den Leistungsprüfungen in Marbach und St. Märgen sowie von
den Kaltbluttagen in St. Märgen berichten. Aber
auch der 30. Kaltblutmarkt in Laupheim wird in
Wort und Bild ausführlich thematisiert.
Zum Ende des Jahres ist auch immer die
Zeit, um sich kritisch mit dem vergangenen
Zuchtjahr auseinanderzusetzen. Wie war die
Qualität der vorgestellten Pferde auf den
Veranstaltungen, wie war der Zuspruch der
interessierten Besucher, wurden Neuerungen
diskutiert und umgesetzt?
Nach unserer Ansicht können wir alle auf
ein erfolgreiches Schwarzwälder Zuchtjahr
zurückblicken. Bei den diversen Veranstaltungen
wurden
insgesamt
qualitätsvolle
Wälder
präsentiert, auch wenn als Wehmutstropfen die
Zahl der vorgestellten Stuten geringer war als in
den vergangenen Jahren. Unsere Veranstaltungen
waren stets gut besucht aus nah und fern.
Wetterbedingt war die Leistungsprüfung in St.
Märgen eine Ausnahme. Äußerst erfreulich, dass
die Kaltbluttage im Oktober wieder ein
Zuschauermagnet waren, insbesondere der ausverkaufte Schauabend. Fohlenschauen und
Kaltbluttage sind und bleiben Aushängeschilder
der Schwarzwälderzucht im Ländle.
Der Rassebeirat hat in einer Sitzung Ende
Februar eine Elitestuten-Regelung für Kaltblüter
beschlossen. Leider sucht man bisher vergeblich
nach einer Veröffentlichung der neuen
Richtlinien.
In Zeiten von verbandsübergreifender
Zusammenarbeit, Workshops und Projektgruppen
zeigen wir Schwarzwälder Züchter, dass wir eine
Thomas Armbruster & Gerhard Schröder
Körungssieger 2015 JHP Rosenkavalier von Rubiniero mit
der ganzen Familie Finsterwald
1
Körung 2015
Die Körung der Kaltbluthengste fand am
Samstag, 24.10.2015 im Rahmen der Kaltbluttage
in St. Märgen statt. Aufgetrieben wurden 9
Schwarzwälder Junghengste sowie der bereits in
Österreich gekörte siebenjährige Noriker Fresach
Elmar XIV und der in Hessen gekörte neunjährige Schwarzwälder Hengst Vulkan v. Vogtsberg. Vier Schwarzwälder wurden vom Hauptund Landgestüt Marbach aufgezogen und
vorgestellt. Die übrigen Hengstkandidaten
stammen von privaten Ausstellern. Das Richterkollegium setzte sich wie folgt zusammen:
Zuchtleiter Manfred Weber, der stellvertretenden
Vorsitzende des Pferdezuchtverbands BadenWürttemberg Karl Heinz Eckerlin, der Tierarzt
beim Pferdegesundsheitsdienst Dr. Klaus
Banzhaf, die Züchtervertreterin Erika Krämer und
Helmut Faller, der Vertreter der Kaltblutzüchter
beim Pferdezuchtverband Ba-Wü.
Gekört und mit der Junghengstprämie
ausgezeichnet wurden:
Rubinrot v. Rubin a.d. StPrSt Nele v.
Mönchberg-Wido-Merkur (Z: Josef und Michael
Schill, Elzach-Prechtal, B: Haupt- und Landgestüt
Marbach)
Die Körkommission: Krämer, Weber, Eckerlin, Faller und
Banzhaf
Vormittags, nach Auftrieb, Messen und
Tierarztkontrolle, fand zunächst die Vorstellung
im Freien auf hartem Boden mit anschließender
Vorführung auf einer Dreiecksbahn und im
Freilaufen in der Weißtannenhalle statt. Nach
einem
abschließenden
Schrittring
aller
Körkandidaten erfolgte die Bekanntgabe des
Ergebnisses.
Drei Junghengste wurden gekört und
beide
zur
Anerkennung
aufgetriebenen
Hengstkandidaten
wurden
auch
beim
Pferdezuchtverband Ba-Wü eingetragen.
Beurteilung und Kommentar des Zuchtleiters:
„Dieser sehr gut entwickelte Dunkelfuchs zeigt
bei hervorragendem Rassetyp bereits sehr viel
männlichen Ausdruck. Sein Körper ist gut liniert
bei guter Oberlinie und gut bemuskelter Kruppe.
Er steht auf kräftigem gut ausgeprägtem und
trockenen Fundament. Im Trab beeindruckt er
durch sein energisches Abfußen, stets elastisch
und taktischer bei guter Selbsthaltung und freier
2
Bewegungsmechanik. Der Schritt ist geregelt,
fleißig und genügend raumgreifend. Sein sicheres
Auftreten während der Körung rundet den
Gesamteindruck positiv ab, ein würdiger
Prämienhengst.“
trockenem Fundament. Der gelassen vorgetragene
Schritt zeichnet sich durch Taktsicherheit, Fleiß
und guten Raumgriff aus. Im Trab zeigt er sich
vom Fleck weg mit gut eingesetzter Hinterhand,
leichtfüßig, taktsicher und geschmeidig. Durch
seine Gelassenheit und Umgänglichkeit und die
noble Dunkelfuchsfarbe mit dem hellen Langhaar
vermittelt er einen bleibenden Gesamteindruck.
Als Reservesiegerhengst und mit der Junghengstprämie ausgezeichnet erfährt auch er eine hohe
Wertschätzung.“
Siegerhengst Rosenkavalier v. Rubiniero a.d.
StPrSt. Donna v. Dachsberg-Moritz-Duden (Z,
B: Roland und Birgit Finsterwald, Salem)
Beurteilung und Kommentar des Zuchtleiters:
„Mit Rosenkavalier stellt sich ein harmonischer
eleganter, gut linierter Hengst mit schönem
Rasseadel in dunkler Jacke und schmuckem
Langhaar vor. Sein Seitenbild gefällt durch eine
gute Körperaufteilung mit formschönem Hals und
bestens gelagerter Schulter. Der Rücken bietet
eine gute Sattellage und geht in eine harmonische
Kruppe über, das Fundament passt zum Körper.
In seiner Paradegangart Trab ließ er keine
Wünsche offen, zeigte sich energisch abfußend,
taktsicher und stets locker und schwungvoll mit
sehr guter Bewegungungsmechanik und guter
Schulterfreiheit. Der Schritt ist gelassen bei guter
Rückenarbeit. Mit dem Prädikat Siegerhengst und
der Junghengstprämie erfährt er eine besondere
Wertschätzung.“ Der Hengst ist mittlerweile im
Besitz des Haupt- und Landgestüts Marbach.
Beim Pferdezuchtverband BadenWürttemberg anerkannte wurden:
Fresach Elmar XIV - Noriker - Mohrenkopf - v.
Franz Elmar XIII a.d. Edda v. Star Vulkan XVIMatthias Diamant XII-Mustang Vulkan XII (Z:
Christian Steindl, A-9712 Fresach, B: Georg
Frick, Ingoldingen)
Markus v. Markward a.d. Hanna v. RespektWidukind-Diktator (Z: Josef Allgaier, Hofstetten,
B: Haupt- und Landgestüt Marbach)
Beurteilung und Kommentar des Zuchtleiters:
Beurteilung und Kommentar des Zuchtleiters:
„Dieser schmucke Junghengst präsentiert sich
mit sehr gutem Rassetyp und ausdrucksvollem,
fein geschnittenem Gesicht bei guter Körperaufteilung und bestens bemuskelt. Er steht auf
„Hengst mit gutem Rassetyp und gutem
Ausdruck, gut aufgesetztem Hals, gut gelagerter
Schulter im Rücken mit gutem Schluss, in der
3
Kruppe lang und gut ausgebaut. Zeigt sich im
Trab fleißig, taktsicher und mit gutem Schub, der
Schritt ist eilig und mäßig schreitend.“
Kaltbluttage St. Märgen
Zukunftspreis der Zweijährigen
Im Rahmen der Verbandspferdeschau „Schwarzwälder Kaltblut“
waren am Sonntag, den
25.10.2015, 19 zweijährige Stuten angemeldet,
von denen sich 17 dem Richterkollegium mit
Zuchtleiter Manfred Weber, dem ehemaligen
stellvertretenden Leiter des Haupt – und Landgestüts Marbach Dr. Thomas Raue und dem
stellvertretenden Vorsitzenden des Pferdezuchtverbands Baden-Württemberg
Karl Heinz
Eckerlin vorstellten. Die Stuten wurden in drei
Ringen rangiert.
Ein erster Verbandspreis wurde 14 Mal
vergeben, drei Stuten erhielten einen zweiten
Verbandspreis. Siegerin (Ia) im ersten Ring
wurde Heide v. Markward aus der StPrSt Helena
v. Vogtsberg (Z, B: Thomas Rombach, TitiseeNeustadt). Diese schöne, harmonische, kompakte
Stute (Stockmaß 149 cm) mit Rasseadel
überzeugte die Richter durch einen geregelt
schreitenden Schritt und elastischen Trab. Auf Ib
folgte die Wanda v. Revisor aus der Romana v.
Federsee (Z, B: ZG Löffler-Hügle, Glottertal). Im
zweiten Ring siegte die Feine Lioba v. Lamri aus
der StPrSt Feine Rosalie v. Riemer (Z, B: ZG
Schmidt/Schröder, Offenburg). Diese Stute
(Stockmaß 148) mit viel Schwarzwälder Typ und
Adel sowie überragender Bewegungsmechanik in
Schritt und Trab stammt aus dem Welsh-Cob
Zuchtversuch, der in dritter Generation auf den
Welsh-Cob D Hengst Unicorn Lancelot zurückgeht. Auf Platz Ib folgte die Emy v. Rubin aus der
StPrSt Eliane v. Vogtsberg (Z: Heinrich Neumaier, Hofstetten, B: Werner Hesse, Timmenrode). Im dritten Ring siegte (Ia) ebenfalls eine
Stute, die in dritter Generation aus dem WelshCob Zuchtversucht stammt. Die harmonisch
gebaute Rhea v. Lasse aus der StPrSt Ria v.
Federweisser (Z, B: Werner Blattert, Dillendorf)
mit einem Stockmaß von 151 cm beindruckte die
Richter durch guten Schwarzwälder Typ und
geregelte Bewegungsabläufe. Auf Ib folgte die
Leni v. Dachs aus der Lena v. Moritz (Z:
Hermann Klingele, Stegen, B: Hubert Disch und
Svenja Kuri, Elzach-Yach). Im Endring der Ia
Stuten wurde die Feine Lioba v. Lamri als
überragende Gewinnerin des Zukunftspreises mit
der Siegerschärpe und einem Verbandsehrenpreis
belohnt. Auf dem Reservesiegerplatz folgte die
Vulkan v.Vogtsberg a.d. StPrSt. Fricka v.
Wilderer-Moritz-Militär (Z: Harald Schuler, St.
Peter, B:Werner Schultheiss, Pfullendorf)
Beurteilung und Kommentar des Zuchtleiters:
„Formschöner kompakter und harmonischer
Hengst im guten Schwarzwäldertyp und kräftigem Fundament. Im Schritt zeigte er sich geregelt
aber etwas verhalten im Fleiß, der Trab ist fleißig
und etwas fest im Rücken. Umgänglicher Hengst
mit schmucker Farbe.“ Der Hengst Vulkan v.
Vogtsberg wird interessierten Züchtern ab der
Decksaison 2016 auf der Deckstation Schlutheiss,
Aach-Linz zur Verfügung stehen.
Die Hengstbeurteilungen wurden wörtlich der
Mitteilung des Zuchtleiters Kaltblut/Kleinpferde
Manfred Weber: „Gekörte Junghengste bei der
Kaltblutkörung St. Märgen: Drei neue
Marbacher Landbeschäler“ übernommen.
4
Heide
v.
Markward
und
als
Reservesiegerin die Rhea v. Lasse.
zweite
ebenfalls mit der Staatsprämie bedachte Natascha
v. Feldbach aus der Nensi v. Dachsberg (Z, B:
Werner Schultheiss, Pfullendorf). Ebenfalls zur
Staatsprämienstute geadelt wurde die Romy v.
Donnergroll aus der StPrSt Romina v. Moritz (Z,
B: Bernhard Wanke, Tonbach).
Gewinnerin des Zukunftspreises: Feine Lioba v. Lamri
Siegerin bei den Dreijährigen und neue StPrSt Elisa v.
Federsee
Reservesiegerplatz: Heide v. Markward
Zweiter Platz bei den Dreijährigen und neue StPrSt
Natascha v. Feldbach
Zweite Reservesiegerin: Rhea v. Lasse
Dreijährige Stuten
Gemeldet waren nur fünf Stuten, von den nur vier
zur Beurteilung antraten. Eindrucksvoll an die
Spitze setzte sich Elisa v. Federsee aus der StPrSt
Eliane v. Vogtsberg (Z: Heinrich Neumaier,
Hofstetten, B: Werner Hesse, Timmenrode). Die
Stute
beeindruckte
durch
trockenen
Schwarzwälder Typ, Körperharmonie und durch
zwei taktreine und ergiebige Grundgangarten. Sie
wurde mit der Staatsprämie ausgezeichnet.
Zweitbeste in dieser Altersklasse war die
Neue StPrSt bei den Dreijährigen: Romy v. Donnergroll
Vier- bis fünfjährige Stuten
Unter sieben vorgestellten Stuten in dieser Klasse
siegte die StPrSt Fiona v. Modem aus der StPrSt
Franzi v. Wilderer (Z: Karlheinz Reichmann,
5
Weilheim, B: Klaus Simon, Gütenbach). Die
Fünfjährige überzeugte durch
Rassetyp,
Ausstrahlung, Körperharmonie und Bewegungspotential. Als Zweitplatzierte folgte die
letztjährige Schausiegerin StPrSt Donna Clara v.
Dachs aus der StPrSt Mira v. Montan (Z, B:
Hermann Klingele, Stegen). Sehr guter Rassetyp
und Körperharmonie sowie fleißige Bewegungen
wurden vom Zuchtleiter gelobt. Mit dem Titel
StPrSt wurde auf Platz 4 die Gundi v. Wilder
Retter aus der Fränzi v. Riegel (Z, B: Sabine
Rosenfelder, Furtwangen) geehrt.
Sechsjährige und ältere Stuten
Unter zehn vorgestellten Stuten siegte die sechsjährige Maya v. Modem aus der Mia-Nora v.
Revisor (Z, B: Maria Harter, Gengenbach), die
auch mit dem Titel StPrSt ausgezeichnet wurde.
Der Zuchtleiter attestierte dieser schönen Stute
guten Rassetyp, einen lockeren, leichtfüßigen
Trab und fleißigen Schritt. Auf Platz zwei folgte
die neunjährige StPrSt Imme v. Mönchberg aus
der StPrSt I-Dunja v. Feldsee (Z, B: Friedrich
Buderer, Freiamt). Die typvolle, kalibrige und gut
bemuskelte Stute bewies einen taktsicheren
Schritt und energischen Trab. Neu mit dem Titel
StPrSt geehrt wurden außerdem: Alicé v. Riemer
aus der Anette v. Moritz (Z, B: Werner Blattert,
Bonndorf); die schwarzbraune Armada
v.
Leonhard aus der Rappstute Atlanta S v. Modus
(Z: Alfons Georg & Olga Sieber, Bonndorf, B:
Werner Blattert, Bonndorf); Ramona v. Modus
aus der Rabienne v. Feldsee (Z, B: Nikolaus &
Markus Becherer, Elzach-Prechtal); Hanna v.
Respekt aus der Helena v. Widukind (Z, B: Josef
Allgaier, Hofstetten); Bella v. Respekt aus der
Bellinda v. Feldsee (Z: Hermann Singler,
Schuttertal, B: ZG Singler, Schuttertal).
Siegerin bei den vier- bis fünfjährigen Stuten: StPrSt Fiona
v. Modem
Reservesiegerin bei den vier- bis fünfjährigen Stuten:
StPrSt Donna Clara v. Dachs
Siegerin bei den sechsjährigen und älteren Stuten: StPrSt
Maya v. Modem
Reservesiegerin bei den sechsjährigen und älteren Stuten:
StPrSt Imme v. Mönchberg
Neue StPrSt Gundi v. Wilder Retter
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30. Kaltblutmarkt Laupheim
Mitte Oktober fand zum dreißigsten Mal in
Laupheim der Kaltblutmarkt statt. Neben der
Verbandspferdeschau und der Städtischen
Pferdeprämierung gab es zum ebenfalls 30 jährigen Jubiläum der IG Kaltblut eine ViererkoppelPrämierung. In der Verbandspferdeschau fungierten der Zuchtleiter Manfred Weber, der
Vertreter der Kaltblutzüchter beim Pferdezuchtverband Ba-Wü Helmut Faller und der
Landwirtschaftdirektor a.D. Dr. Thomas Raue als
Richterteam.
Gesamtsiegerin der Verbandspferdeschau
wurde eine vierjährige Rheinisch-Deutsche
Kaltblutstute v. Hurrican aus der Zucht und im
Besitz von Dr. Helmut Feussner aus Ingoldingen.
Das Richterteam vergab bei der VPS bei 28
aufgetriebenen Stuten (21 SWK, 4 SDK u. 3 RhDt) insgesamt zehnmal den begehrten Titel
"Staatsprämienstute" und 28-mal einen ersten
Staatspreis. Neben der Siegerstute der Rasse
Rheinisch-Deutsch, erhielten neun Schwarzwälder Stuten den Staatsprämienstuten-Titel
verliehen.
Neue StPrSt Alicé v. Riemer
Neue StPrSt Armada v. Leonhard
Im Endring setzte sich die fünfjährige StPrSt
Fiona von Klaus Simon, Gütenbach als
Gesamtsiegerstute der Schau durch. Die
Siegerschärpe und die FN-Plakette in Silber
überreichten Karl Heinz Eckerlin. Reservesiegerin wurde die vierjährige StPrSt Donna Clara
von
Hermann
Klingele,
Stegen.
Eine
Stutenfamilien-Prämierung fand anlässlich der
Kaltbluttage in St. Märgen nicht statt. Es wurden
zehn neue Staatsprämienstuten ausgezeichnet.
Siegerin bei den Schwarzwäldern der VPS und
Klassensiegerin der Dreijährigen wurde StPrSt Fürst´s
Franzi v. Falkenstein
Bei den Schwarzwäldern setzte sich die
dreijährige StPrSt Fürst´s Franzi v. Falkenstein
aus dem Zuchtstall von Hartmut Fürst aus Aalen
an die Spitze, sie war auch Siegerin der Klasse
der dreijährigen Schwarzwälder Stuten. Bei den
vier- und fünfjährigen SWK siegte die neue
StPrSt Nadja v. Montan aus der Zucht und im
Besitz von Adalbert Jegler aus Deggenhausertal.
Bei den älteren Stuten gewann die Riemer-
Von links nach rechts: Gesamtsiegerin StPrSt Fiona v.
Modem aus der StPrSt Franzi v. Wilderer, Reservesiegerin
StPrSt Donna Clara v. Dachs aus der StPrSt Mira v.
Montan, Gewinnerin des Zukunftspreises: Feine Lioba v.
Lamri aus der StPrSt Feine Rosalie v. Riemer
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Tochter StPrSt Lady S (Z: Fritz Milchraum,
Mühlacker, B: Dietmar Soulier, Ölbronn-Dürrn)
den Siegertitel.
Zwei Schwarzwälder Familien wurden bei
der VPS vorgestellt. Die zwanzig Jahre alte Dora
v Direkt, Z: Nikolaus Winterer, Elzach, B: ZG
Margarete u. Clemens Häfele, Bad Wurzach, mit
ihrer Tochter StPrSt Espe v. Wilderer und
Enkelin StPrSt Edda v. Dachsberg gewann vor
der Familie der 13 jährigen Retter-Tochter Ronja
aus der Zucht von Hans Bäurle, Essingen und im
Besitz von Gertrud Bäurle, Essingen.
Siegerin der Vier- und Fünfjährigen bei den
Schwarzwäldern wurde StPrSt Nadja v. Montan
Beste Schwarzwälder Familie war die zwanzig jährige
Dora v. Direkt und ihre Nachzucht.
Bei der Städtischen Prämierung setzte sich
bei den SWK die 13-jährige StPrSt Hanna v.
Ravel aus der Zucht und im Besitz von Werner
Schultheiss aus Aach-Linz an die Spitze. Unter
allen Erstplatzierten der Verbandsschau und der
Städtischen Prämierung wurde am Ende eine
sechsjährige Rheinisch-Deutsche Stute v. Gildo
aus der Zucht und im Besitz von Rudi Geromiller
aus Aitrach zur Gesamtsiegerin des 30.
Kaltblutmarktes ausgewählt.
Siegerin der Klasse der älteren Schwarzwälder wurde
StPrSt Lady S v. Riemer
Alle acht vorgestellten Zweijährigen
(sieben SWK und eine Freiberger Stute) erhielten
1. Verbandspreise. Siegerin wurde Fürst´s Fina v.
Falkenstein aus dem Zuchtstall von Hartmut Fürst
aus Aalen vor Hella v. Modigliani aus der Zucht
und im Besitz von Roland Bäuerle aus Neuler.
Die neuen Schwarzwälder Staatsprämientuten
in Laupheim
StPrSt Fürst´s Franzi v. Falkenstein, B: Hartmut
Fürst, Aalen; StPrSt Edda v. Dachsberg, B: ZG
Häfele, Bad Wurzach; StPrSt Maxi v. Maximus,
B: Werner Elsässer, Steinenbronn; StPrSt Evi v.
Ravelsberg, B: ZG Bauer, Bad Urach; StPrSt
Nadja v. Montan, B: Adalbert Jegler,
Deggenhausertal; StPrSt Fürst´s Ronja v. Ravel,
B: Hartmut Fürst, Aalen; StPrSt Mona S v. Vogt,
B: Georg Schweig-hart, Kisslegg; StPrSt Lea v.
Respekt, B: Carmen Keck, Herbrechtingen;
StPrSt Luna v. Vogtsberg, B: Gertrud Bäurle,
Essingen.
Siegerin der Zweijährigen wurde die Schwarzwälder Stute
Fürst´s Fina v. Falkenstein
8
Leistungsprüfung Marbach
Am 14. und 15. September fanden auf dem
Gelände des Haupt- und Landgestüts Marbach die
Leistungsprüfungen für Kaltblutstuten und hengste statt. 17 Schwarzwälder Stuten und je
eine Süddeutsche und Rheinisch-Deutsche
nahmen erfolgreich daran teil. Die DurchschnittsGesamtnote lag bei 7,74. Die Teilbereiche
Interieur, Fahren und Ziehen lagen im Mittel bei
8,45, 7,33 und 7,41.
Drittbeste Stute in Marbach wurde die dreijährige Romy v.
Donnergroll a. d. StPrSt Romina v. Moritz aus der Zucht
und im Besitz von Bernhard Wanke, Baiersbronn.
Gesamt 8,49 Interieur 8,46 Fahren 8,63 Ziehen 8,30
Siegerin wurde die fünfjährige Süddeutsche Bella v.
Nasall/Donator (B: Wolfgang Geyer, Hermaringen)
Gesamt 8,60 Interieur 8,75 Fahren 9,25 Ziehen 7,35
Gina, Jahrg. 2007, v. Montan a. d. Gabi v. Respekt
erreichte den vierten Platz (Z: Maximilian Ried,
Mindelheim, B: Arnd u. Andrea Hahn, Gerstetten)
Gesamt 8,35 Interieur 9,07 Fahren 7,75 Ziehen 8,30
Auf dem zweiten Platz folgte die braune Schwarzwälder
Stute Alice, Jahrg. 2009, v. Leonhard a. d. StPrSt Alin v.
Donnergroll (Z: Helmut Faller, St. Märgen, B: Marina
Tizzano, Ostfildern)
Gesamt 8,56 Interieur 9,25 Fahren 7,75 Ziehen 8,90
Fünfte in Marbach wurde die dreijährige DachsbergTochter Edda a. d. StPrSt Espe v. Wilderer (Z, B: ZG
Margarete u. Clemens Häfele, Bad Wurzach-Haidgau)
Gesamt 8,31 Interieur 9,07 Fahren 7,63 Ziehen 8,35
9
10. Platz Fiona, Jahrg. 2011, v. Domingo a. d. StPrSt
Fenja v. Moritz ( Z: Bernhard Tritschler, Titisee-Neustadt,
B: Dietmar Soulier, Ölbronn-Dürrn)
Gesamt 7,90 Interieur 8,79 Fahren 6,88 Ziehen 8,30
11. Platz Hera, Jahrg. 2012, v. Ravel a. d. Helena v.
Donnergroll (Z, B: Roland Bäuerle, Neuler)
Gesamt 7,68 Interieur 8,36 Fahren 7,13 Ziehen 7,60
11. Platz Fiona, Jahrg. 2012, v. Weißgerber a. d. Ronja v.
Revisor (Z, B: Roland Bäuerle, Neuler)
Gesamt 7,68 Interieur 8,43 Fahren 6,63 Ziehen 8,30
13. Platz Luna, Jahrg. 2009, v. Vogtsberg a. d. Ronja v.
Retter (Z, B: Gertrud Bäurle, Essingen)
Gesamt 7,66 Interieur 8,54 Fahren 7,25 Ziehen 7,10
6. Platz Maxi, Jahrg. 2012, v. Maximus a. d. Manu´s
Willow v. Wilderer (Z: Manuela u. Thomas Lörcher, CalwSpeßhardt, B: Werner Elsässer, Steinenbronn)
Gesamt 8,14 Interieur 8,86 Fahren 7,75 Ziehen 7,75
14. Platz Ilexa, Jahrg. 2012, v. Dachs a. d. StPrSt IrisWaldfee v. Wilderer (Z, B: Ute Kaltenbach, St. Märgen)
Gesamt 7,48 Interieur 7,86 Fahren 7,38 Ziehen 7,10
15. Platz La Fee, Jahrg. 2012, v. Ravel a. d. Mendy v.
Moritz (Z, B: Hans-Ulrich Götz, Bitz)
Gesamt 7,40 Interieur 8,61 Fahren 7,13 Ziehen 6,15
16. Platz Rivanna S, Jahrg. 2012, v. Dachsberg a. d. Flora
v. Wilderer (Z, B: Georg Schweighart, Kisslegg)
Gesamt 7,40 Interieur 8,61 Fahren 7,13 Ziehen 6,15
17. Platz Dira, Jahrg. 2011, v. Vogtsberg a. d. Dina v.
Direkt (Z: Hans Schneiderhan, Gundelsheim, B: Katja
Both, Hardthausen)
Gesamt 6,90 Interieur 7,71 Fahren 6,50 Ziehen 6,40
7. Platz Nadja, Jahrg. 2011, v. Montan a. d. StPrSt NelliDiana v. Dirk (Z, B: Adalbert Jegler, Deggenhausertal)
Gesamt 8,05 Interieur 8,50 Fahren 8,63 Ziehen 6,45
18. Platz P-Mona, Jahrg. 2005, v. Donnergroll a. d.
Marina v. Merkur (Z: Gerhard Lamparth, Altensteig, B:
Markus Rebholz, Irndorf)
Gesamt 6,75 Interieur 7,57 Fahren 6,00 Ziehen 6,80
19. Platz Farina, Jahrg. 2005, v. Wilddieb a. d. Flora v.
Wilderer ( Z, B: Klaus Dietrich, Himmelstadt)
Gesamt 5,98 Interieur 6,82 Fahren 5,38 Ziehen 5,75
Vier Schwarzwälder Hengste legten ihre
Prüfung erfolgreich ab und tragen nun auf
Lebenszeit den Titel "Leistungshengst". Die
Durchschnitts-Gesamtnote lag bei 8,16. Die
Teilbereiche Interieur, Fahren und Ziehen lagen
im Mittel bei 8,35, 8,06 und 8,04.
8. Platz Rheinisch-Deutsche Stute Marri, Jahrg. 2011, v.
Hurrican/Nerlinger (Z, B: Dr. Helmut Feussner,
Ingoldingen)
Gesamt 8,00 Interieur 8,39 Fahren 7,75 Ziehen 7,75
9. Platz Evi, Jahrg. 2012, v. Ravelsberg a. d. Exotic v. Vogt
(Z: Richard Wöhr, Güglingen, B: ZG Wolfgang u. Ellen
Bauer, Bad Urach)
Gesamt 7,98 Interieur 8,64 Fahren 7,88 Ziehen 7,20
10
Bester Teilnehmer war der dreijährige Darius v. Dachs a.
d. StPrSt H Roxy M v. Wilderer (Z, B: Ursula Runkel,
Feldberg)
Gesamt 8,54 Interieur 8,64 Fahren 8,50 Ziehen 8,45
Auf Platz vier folgte Dachsbub, Jahrg. 2012, v. Dachs a. d.
StPrSt Fanny v. Riegel (Z: Helmut Faller, St. Märgen,. B:
Haupt- u. Landgestüt Marbach)
Gesamt 7,75 Interieur 7,68 Fahren 7,88 Ziehen 7,65
Leistungsprüfung St. Märgen
Zwei Tage später fand die Prüfung in St. Märgen
bei Regenwetter statt. Zehn Schwarzwälder
Stuten nahmen erfolgreich daran teil. Die
Durchschnitts-Gesamtnote lag bei 7,57. Die
Teilbereiche Interieur, Fahren und Ziehen lagen
im Mittel bei 7,95, 7,20 und 7,63.
Auf dem zweiten Platz folgte Finn RN Jahrg. 2012, v.
Feldsee a. d. StPrSt Rieke v. Riemer (Z, B: Werner
Schnerring, Christel u. Anne Erz, Beuren)
Gesamt 8,24 Interieur 9,11 Fahren 7,00 Ziehen 9,00
Siegerin wurde die dreijährige Natascha v. Feldbach a. d.
Nensi v. Dachsberg (Z, B: Werner Schultheiss, Aach-Linz)
Gesamt 8,40 Interieur 8,25 Fahren 8,63 Ziehen 8,25
Die drittbeste Prüfung absolvierte der dreijährige Roter
Milan v. Rubin a. d. StPrSt Escada v. Vogtsberg (Z: ZG
Tanya Schmidt u. Gerhard Schröder, Offenburg, B: Hauptu. Landgestüt Marbach)
Gesamt 8,10 Interieur 7,96 Fahren 8,88 Ziehen 7,05
11
Den zweiten Platz belegte Ricarda, Jahrg. 2011, v.
Federsee a. d. Rieka v. Wilderer (Z, B: ZG Löffler + Hügle,
Glottertal)
Gesamt 8,25 Interieur 8,86 Fahren 7,25 Ziehen 9,00
5. Platz Gundi, Jahrg. 2011, v. Wilder Retter a. d. Fränzi v.
Riegel (Z, B: Sabine Rosenfelder, Furtwangen)
Gesamt 7,83 Interieur 8,14 Fahren 7,13 Ziehen 8,50
Drittbeste Stute wurde die dreijährige Elisa v. Federsee a.
d. StPrSt Eliane v. Vogtsberg ( Z: Heinrich Neunmaier,
Hofstetten, B: Werner Hesse, Timmenrode)
Gesamt 7,93 Interieur 7,68 Fahren 8,38 Ziehen 7,55
6. Platz Ally, Jahrg. 2011, v. Wilder Retter a. d. Alin v.
Donnergroll (Z: Helmut Faller, St. Märgen, B: Theo
Neininger, Villingen-Schwenningen)
Gesamt 7,73 Interieur 8,64 Fahren 7,13 Ziehen 7,40
4. Platz Fiona, Jahrg. 2011, v. Modus a. d. StPrSt Feli v.
Respekt (Z, B: Hubert Winterhalter, Mühlenbach)
Gesamt 7,88 Interieur 8,75 Fahren 6,63 Ziehen 8,65
7. Platz Hiera, Jahrg. 2010, v. Wilder Retter a. d. StPrSt
Hana v. Federweisser (Z, B: Thomas Rombach, TitiseeNeustadt)
Gesamt 7,34 Interieur 8,14 Fahren 6,75 Ziehen 7,15
12
Impressionen LP in St. Märgen
8. Platz Frieda, Jahrg. 2010, v. Vento a. d. StPrSt Frenzi v.
Wilderer (Z, B: Karlheinz Reichmann, Weilheim)
Gesamt 7,26 Interieur 7,96 Fahren 6,88 Ziehen 6,90
9. Platz Lucianna, Jahrg. 2011, v. Dachs a. d. StPrSt Lea v.
Wilderer (Z, B: Gerlinde u. Alexander Dettling,
Niedereschach)
Gesamt 7,04 Interieur 7,25 Fahren 7,13 Ziehen 6,60
10. Platz Meggy, Jahrg. 2009, v. Monsun a. d. P-Mona v.
Donnergroll (Z: Markus Rebholz, Irndorf, B: Werner
Schultheiss, Aach-Linz)
Gesamt 6,05 Interieur 5,79 Fahren 6,13 Ziehen 6,30
13
Helmut Faller, der Vorsitzende der
Schwarzwälder Pferdezuchtgenossenschaft, und
Karl Heinz Eckerlin ehrten Nikolaus Becherer mit
Frau (Elzach-Prechtal), Edgar Meßmer (Engen)
und Hugo Gantert mit Frau (Ühlingen). Alle
erhielten die Verbandsehrennadel mit Urkunde
für ihre züchterischen Leistungen und Verdienste
bei
der
Erhaltung
des
Schwarzwälder
Kaltblutpferdes.
Galaabend in St. Märgen
Der goldene Spätherbst-Samstag der Kaltbluttage
wurde durch die Galaschau in der gut gefüllten
Weißtannenhalle abgerundet. Wie schon in den
vergangenen Jahren wurde in St. Märgen ein
Feuerwerk von Schaubildern unter dem Motto
„Die vielseitige Verwendung der Schwarzwälder
Kaltblutpferde“ zu einem unterhaltsamen
Programm zusammengestellt. Eingestimmt wurde
das Publikum durch den Einmarsch der
Trachtenkapelle St. Märgen-Glashütte unter der
Leitung von Klaus Simon.
Es wäre unfair, in dieser Galaschau
herausragende Schaubilder hervorzuheben. Alle
Beiträge zeigten hohes Niveau und jeder gab sein
Bestes innerhalb des kurzweiligen Unterhaltungsprogramms. 13 Kinder und Jugendliche der
Voltigiergruppe Oberes Elztal waren der Größe
nach aufgereiht und zeigten ihr Können am Pferd.
Wir haben alle mitgelitten als gerade die Kleinste
von der zuverlässig schreitenden Schwarzwälder
Stute herunterrutschte und Tränen flossen.
Anschließend kommentierte Zuchtleiter
Manfred Weber die drei neu gekörten Schwarzwälder Kaltbluthengste (siehe separater Bericht
Körung 2015), die gekonnt an der Hand
vorgestellt
wurden.
Der
stellvertretende
Vorsitzende des Pferdezuchtverbandes Ba-Wü
Karl Heinz Eckerlin überreichte den erfolgreichen
Hengstbesitzern und Züchtern Ehrenpreise. Der
bewegungsstarke und äußerst typvolle Siegerhengst Rosenkavalier v. Rubiniero kam dieses
Mal aus privater Aufzucht, wofür Roland und
Birgit Finsterwald unter anderem den Pokal der
Stadt Bonndorf erhielten.
Reiten ohne Trense, nur mit dem Halsring,
demonstrierten Christine Rombach und Katrin
Mäder mit ihren Schwarzwälder Stuten als
vertrauensvolles Wechselspiel zwischen Mensch
und Pferd.
14
Behinderung ein und bietet ihnen den Umgang
mit Pferden. Für den Schauabend hat HeinzDieter Ludwig, Leiter der dortigen Reittherapie,
eine Schwarzwald-Liebesromanze mit Behinderten, Betreuern, zwei Pferden, badischer Fahne
und viel Fantasie einstudiert. Kenner der Materie
identifizierten den stoischen Schwarzwälder
Wallach, mit dem man „fast“ alles machen kann,
als den Körkandidaten Wirbel v. Wildfuchs, der
2013 als Wallach eine neue Herausforderung in
Stetten zum Wohl der Behinderten übernahm.
Das Schwarzwaldquartett aus dem
Mittleren Schwarzwald bestand aus zwei
gefahrenen und zwei gerittenen Schwarzwälder
Stuten, die im Schwung der Hintergrundmelodien
einen atemberaubenden Reigen aufführten.
Der Programmpunkt der Jungzüchter war
zweigeteilt. Zunächst kommentiere Karina Schütz
gekonnt die Aufgaben der Jungzüchter bei der
Vorstellung eines Pferdes zur Beurteilung durch
die Kommission. Dann folgte eine gerittene
Quadrille mit 8 Schwarzwälder Pferden, in der
der Nachwuchs auch Können im Sattel bewies.
Hinter der Clownin und 1-PS Domteurin
Thusnelda, die St. Märgens Bürgermeister
Manfred Kreutz mit Spiel und Witz das Satteln
eines Ponys von der Leiter beibringen wollte,
verbirgt sich die in St. Märgen lebende ProfiClownin, Theaterpädagogin und Schauspielerin
Anja Faller.
Der Reit- und Fahrverein St. Märgen hatte
sich eine bis zur letzten Minute geheim
gehaltenen Überraschung einfallen lassen: ein
umgeschnallter Plüsch-Schwarzwälder zeigte
mehr Bewegungsdrang als sture Ponys an den
Leinen. Dieses unterhaltsame Schaubild bereitete
Die Diakonie Stetten aus dem Großraum
Stuttgart setzt sich besonders für Menschen mit
15
auch offensichtlich allen Beteiligten größten
Spaß.
leiterin Dr. Carolin Eiberger. Im Sinne aller Zuschauer unser einhelliger Wunsch: bitte im
nächsten Jahr wieder oder noch besser, eine
ständige Beteiligung des Haupt- und Landgestüts.
Ein Spektakel der besonderen Art bot der
von Ute Kaltenbach einstudierte Hexensabbat.
Vier Schwarzwälder Hexen tanzten und ritten im
Dämmerlicht um einen kochenden Kessel, aus
dem ein grünes Monster auch den Pferden keine
Angst einflössen konnte. Auf Einladung des
Pferdezuchtverbandes Baden-Württemberg zeigte
die Show-Turngruppe Crazy-Turnados aus
Wiggensbach im Allgäu ihr spektakuläres
Können
gekoppelt
mit
Humor
und
Augenzwinkern. Vom höchsten Reck der Welt
über die Akrobatik an der Malerleiter bis zur
Baywatch-Parodie gaben sie Einblick in ihr
vielfältiges Programm, was mit lang anhaltendem
Applaus honoriert wurde.
Als krönenden Abschluss demonstrierte
die Schwarzwälder Pferdezuchtgenossenschaft
unter dem Motto „Bluesbrothers on Tour“ eine
schwindelerregende ein- und zweispännige
Fahrquadrille in der durch VIP-Bestuhlung sehr
engen Weißtannenhalle. Vielen Dank an Bettina
Saier für die Planung und Organisation dieses in
jeder Hinsicht gelungenen Abends, der vom
Zuchtleiter Manfred Weber einfühlsam moderiert
wurde.
Wer wollte, konnte den „Kaltblutabend
2015“ in einem gemütlichen Zusammensein unter
Freunden und Kollegen mit volkstümlichem
Schlager in der Schwarzwaldhalle ausklingen
lassen. Wenn man sich früh genug an der Theke
angestellt hatte, bekam man sogar noch etwas zu
essen. Leider hatten wir nicht das Glück: alles
ausverkauft!
Keinen Aufwand scheute die Reitquadrille
“Mittlerer Schwarzwald“. Ihre Schwarzwälder
Pferde trugen fluoreszierende Bandagen und
Bänder, die im Schwarzlicht leuchteten und somit
das Publikum allein auf die Bewegungsmechanik
der Pferde konzentrierten.
Als Neuheit im Schauprogramm beteiligte
sich das Haupt- und Landgestüt Marbach mit der
Vorstellung der Junghengste Roter Milan und
Dachsbub unter dem Sattel sowie den bereits
fortgeschritten ausgebildeten Landbeschälern
Ramstein und Falkenstein. Moderiert wurden die
Reitlektionen von der stellvertretenden Gestüts-
Bitte der Organisatoren des Schauabends
Auch in diesem Jahr haben wir uns bemüht, den
Züchtern und Freunden des Schwarzwälder Kaltblutpferdes einen kurzweiligen Schauabend in St.
Märgen in der Weißtannenhalle zu bieten. Viele
engagierte, pferdebegeisterte Menschen haben
sich etwas einfallen lassen, um ein großes
Publikum über 90 Minuten zu unterhalten.
16
Es gab manche Pannen im Vorfeld und
manche schlechte Generalprobe. Das muss so
sein! Doch alle hatten den Mut, unter den
erschwerten Bedingungen (fremde Halle, viel
Publikum/beengte Verhältnisse…) in der
Weißtannenhalle aufzutreten.
Das nächste
„Roßfest“ (2016) steht schon wieder vor der Türe.
Dies soll ein Ansporn sein, an alle, die während
dem Schauprogramm Lust bekommen haben,
auch einmal in St. Märgen aufzutreten und sich
zu beteiligen. Es wäre einfach toll, wenn sich
noch mehr Gruppen oder Personen finden
würden, sich an einem Schauprogramm bei den
Festen rund ums Schwarzwälder Kaltblut zu
beteiligen.
Wer Lust hat und im kommenden Jahr
einfach angeschrieben werden möchte, der soll
sich an die Redaktion des Infoblattes wenden.
Körungen außerhalb Ba-Wü
Krumke 1.10.2015
Wälderprinz v. Wildhüter/Donnergroll (Z: M. u. T. Lörcher,
Calw-Speßhardt, B: M. Buchmann, Mansfeld) Foto: Peter
Tendler
Wickrath 31.10.2015
Blick über den Tellerrand:
LPs mit SWK-Pferden außerhalb Ba-Wü
LP Moritzburg 30.09.2015
LP Moritzburg Gesamt Interieur Fahren Ziehen
Durchschnitt
9,25
9,89
8,29
9,88
Fürst´s Franzi 9,25
9,68
8,63
9,65
Fürst´s Ronja 8,90
10,0
7,25
10,0
LP Adelheidsdorf 10.10.2015
LP Adelheidsdorf Gesamt Interieur Fahren Ziehen
Durchschnitt
7,81
8,02
7,67
7,75
Florina
8,36
8,71
8,25
8,05
Nebelfee
7,28
7,71
6,88
7,30
LP Warendorf 23.10.2015
LP Warendorf
Durchschnitt
Remy
Wito
Gesamt Interieur Fahren Ziehen
7,94
8,18
7,83
7,78
8,08
8,25
7,88
7,85
8,00
8,54
7,63
8,15
LP Warendorf
Durchschnitt
Hedy
Frieda
Gesamt Interieur Fahren Ziehen
7,85
8,26
7,50
7,85
7,49
7,18
7,50
7,90
7,35
7,54
7,13
7,45
Douglas v. Dachs/Riegel (Z: E. Granacher, Gutenberg, B:
Schwanecke und Joussen, Waldbröl) Foto: H. J. Joussen
Münster 21.11.2015
LP Dillenburg 1.11.2015
LP Warendorf
Durchschnitt
Mimiteh
Fabienne
Lea Maria
Merlin
Gesamt Interieur Fahren Ziehen
7,67
7,89
7,27
8,00
8,08
8,25
7,88
7,85
7,90
8,29
7,38
8,20
7,69
7,93
7,00
8,45
7,10
7,57
6,63
7,20
Majano v. Milan/Feldsee (Z, B: D. Autschbach, Bad
Laasphe)
Foto: Martina Kolkmann
17
1e Fichte v. Floris a. d. Marlene v. Merlin, SW,
Christine Damm, Rabenau
Hessische Landes-Kaltblutschau in Usingen
Knapp 20 Stuten, 15 Fohlen und eine
Stutenfamilie traten am 13. September zum
züchterischen
Wettbewerb
an.
Das
Schwarzwälder
Hengstfohlen
Wynn
v.
Weißherbst aus der StPrSt Fiona v. Federweißer
wurde Gesamtsiegerfohlen (Z, B:. Frank Schmidt,
Schmitten). Prämiert mit der Note 8,1 wurde
„Wynn“
als
potentieller
Hengstanwärter
ausgewählt. Die Mauritius-Tochter Fabienne (Z,
B: Werner Wagner, Lollar) wurde wie schon
2014
Gesamtsiegerstute gefolgt von der
elfjährigen Mara v. Merlin (Z, B: Burkhard
Wagner, Breidenbach).
Acht- und neunjährige SWK Stuten
1a Wolke v. Weißherbst a. d. Mirabell v. Moritz,
SW, Burkhard Wagner, Breidenbach
1c Mette v. Merlin a. d. Romy v. Retter, SW,
Ulrich Wick, Neu-Anspach
1d Lulu W v. Wildhüter a. d. Laika v. Mergel,
SW, ZG Strathenke & Lomnitz, Wehrheim
Zehn- bis zwölfjährige SWK Stuten
1a Mara v. Merlin a. d. Mirabell v. Moritz, SW,
Burkhard Wagner, Breidenbach
1b Felina v. Favorit a. d. Malve v. Mauritius, SW,
Frank Schmidt, Schmitten
Fohlen Schwarzwälder Kaltblut / Prämienfohlen
1a Wynn v. Weißherbst a. d. Fiona StPrSt v.
Federweißer, F. Schmidt, Schmitten
8,1
1b Venga v. Vocus a. d. Donnerwolke v. Darius,
Michaela Maul, Breuberg
8,0
1c Dolce Vita v. Darius a. d. Whitni v.
Wirtsjunge, Michaela Maul, Breuberg
7,9
1d Wira v. Weißherbst a. d. Melinda v. Melchior,
Frank Schmidt, Schmitten
7,7
1e Mariella v. Melchior a. d. Felina v. Favorit,
Frank Schmidt, Schmitten
7,6
1f Mikosh v. Melos a. d. Mona-Liesa v. Morgan,
Karl-Heinz Rohmann, Schaafheim
7,6
1g Jantara-Venus v. Vogtsberg a. d. Fichte v.
Floris, Christine Damm, Rabenau
7,5
1c Fiona StPrSt v. Federweißer a. d. Mira v.
Montan, SW, Klingele, Stegen u. Frank Schmidt
Stutenfamilien
1a Familie der Fiona StPrSt (SW): Fiona StPrSt,
Mimiteh, Melinda; Frank Schmidt, Schmitten.
Florian Solle
Ein Bild und seine Geschichte
Vorbildlichen Einsatz zeigte die stellvertretende
Gestütsleiterin Dr. Carolin Eiberger während der
Decksaison 2015 in St. Märgen. Zusammen mit
Karl-Heinz Bleher spannte sie die vier
Landbeschäler Donner, Maitanz, Roter Milan und
Wildbach an und gemeinsam fuhren sie durch die
malerische Landschaft um St. Märgen. Frau Dr.
Eiberger nahm die Leinen selbst in die Hand! Das
Bild stellte uns freundlicherweise Alfred Schwär
zur Verfügung.
Zweijährige SWK Stuten
1a Maima v. Melchior a. d. Felina StPrSt v.
Favorit, SW, Frank Schmidt, Schmitten
1b Fee von Altenberg v. Darius a. d. Fabienne v.
Mauritius, SW, Werner Wagner, Lollar
Vier- und fünfjährige SWK Stuten
1a Mimiteh v. Melchior a. d. Fiona StPrSt v.
Federweißer, SW, Frank Schmidt, Schmitten
Sechs- und siebenjährige SWK Stuten
1a Fabienne v. Mauritius a. d. Fricka StPrSt v.
Wilderer, SW, Werner Wagner, Lollar
1b Melinda v. Melchior a. d. Fiona StPrSt v.
Federweißer, SW, Frank Schmidt, Schmitten
1c Romana v. Federsee a. d. Winnie v. Widukind,
SW, ZG Strathenke & Lomnitz, Wehrheim
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Vielseitigkeit des Schwarzwälder Kaltblutes
Freund Pferd
Der Reit- und Fahrverein Oberes Elztal e.V.
veranstaltete am Sonntag, den 20.09.2015 das
alljährliche Reit- und Fahrfest.
Dass die Schwarzwälder Kaltblüter ganz
und gar nicht träge sind, konnten sie bei strahlendem Sonnenschein auf grüner Wiese unter
Beweis stellen. Das Programm wurde fast ausschließlich mit den Schwarzwälder Füchsen
gestemmt. Dabei konnten die Zuschauer die Vielseitigkeit und den guten Charakter dieser Pferderasse bestaunen. Vor allem der Spaß am Umgang
mit den Pferden und die gute Kameradschaft
standen im Vordergrund.
Dass unsere liebenswerten Schwarzwälder Füchse
echte Freunde sind, konnten 15 Kinder beim
Ferienprogramm auf dem Brosihof in Biederbach
erleben. Vertrauen zu und Spaß mit unseren Vierbeinern standen beim Striegeln, Führen, Reiten
und Spiele machen im Mittelpunkt. Am Ende gab
es strahlende Gesichter und gestylte Pferde.
Der fotogene Schwarzwälder-Häuptling
Winnetou eroberte dabei im Sturm das Herz einer
hübschen Schwarzwälder-Squaw.
Beim Schlittenrennen und dem Gaudi-Parcours
war zum einen Schnelligkeit und gleichzeitig
Gelassenheit von Ross und Fahrer bzw. Reiter
gefragt. Höhepunkt des Nachmittags war die
vereinseigene
Reitquadrille,
geritten
auf
insgesamt 16 Schwarzwälder Füchsen.
Text und Fotos: Birgit Motteler
Die Schwarzwälder Pferdezuchtgenossenschaft
gratuliert ihren Mitgliedern zum runden
Geburtstag
Natürlich kamen auch die Fahrer nicht zu kurz –
nachdem Sie erfolgreich die Zweispännerquadrille mit Acht Gespannen präsentierten ging
es gleich zu den alljährlichen Vereinsmeisterschaften im Geschicklichkeitsfahren über.
Dieses Jahr ging Markus Becherer mit seinem
Gespann als Sieger hervor. Ein rundum
gelungenes Fest mit viel positiver Werbung für
unsere Schwarzwälder Füchse als absolutes
Familienpferd.
Manuela Winterhalter
November: Alfred Kammerer (Dunningen) zum
60. Geburtstag.
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