the dark knight

Transcription

the dark knight
ANZEIGE
e’Magazin | VORWORT | 2/08
VORWORT
Nach Ausgabe 1 ist vor Ausgabe 2
D
DIE CHEFS
Daniel Schürmann (Chefredakteur)
Daniel Schürmann ist 22
Jahre alt, wohnt zurzeit in
Oberhausen und studiert
Print- und Medientechnologie an der Uni Wuppertal. Seit er Star Wars
das erste Mal gesehen
hat, interessiert er sich für Filme, besonMit dieser Ausgabe heißen wir anders
ders Science-Fction und Abenteuer.
- wie einige von euch sicher schon
festgestellt haben. Statt „e‘Guide Zuletzt gesehen: „Mamma Mia!“ - erst
Magazin“ sind wir jetzt das „e‘Magazin“ hatte ich große Zweifel, ob ich mir den
- kurz für Entertainment Magazin.
Film überhaup angucken soll. Bereut habe
Unsere neue Webadresse ist www.
das-emagazin.de (klickbarer Link). ich es nicht: Ein Gute-Laune-Film für alle!
ie erste Ausgabe des e‘Magazins
(damals hieß es noch e‘Guide
Magazin, dazu später mehr) ist jetzt
etwas mehr als 3 Monate alt. In
dieser Zeit wurde es knapp 5000 Mal
heruntergeladen! Diese Zahl ist für uns
ein großer Erfolg und zeigt, dass ein
Film- und Fernsehmagazin im Internet
durchaus seine Daseinsberechtigung
hat. Natürlich ist es viel Arbeit, aber
mir macht es Spaß und ich freue
mich immer, wenn mir jemand sagt,
dass ihm das Magazin sehr gefällt.
Danke an all die netten Zuschriften
und vor allem an unsere zwei neuen
Mitarbeiter Heiko Henning und
Christian Vajda, die dem Aufruf in
Ausgabe #1 gefolgt sind und sich bei
uns beworben haben. Beide haben
mehrere Artikel für diese Ausgabe
geschrieben und stellen sich auch vor.
mitspielt, ist uns natürlich bekannt.
Unsere erste Ausgabe hatte leider
ein paar Rechtschreibfehler - meist
Flüchtigkeitsfehler. Mit dieser Ausgabe
haben wir alle Artikel mehrmals
Korrektur gelesen, um so die Anzahl
der Fehler möglichst klein zu halten.
Wie der Titel dieses Vorwortes schon
sagt, begannen die Arbeiten an
Ausgabe #2 nur wenige Tage nachdem
Ausgabe #1 veröffentlicht wurde.
Zuerst warteten wir die Reaktionen
und das Interesse ab, begannen
dann mit der Kontaktaufnahme
zu einigen neuen Partnern und ab
Juni begannen die Arbeiten an den
Inhalten dieser Ausgabe. Wie in dieser
Ausgabe zu sehen ist, haben wir
einiges mehr an Werbung - aber dafür
auch reichlich Gewinnspiele. Wir sind
weiterhin ein nicht-kommerzielles
Projekt, arbeiten aus Spaß an der
Sache am Magazin. Daher verdienen
wir auch nichts, aber das wollen wir
auch nicht. Uns reicht es, unsere Leser
glücklich zu machen, interessante
Artikel und natürlich zahlreiche
Gewinnspiele zu präsentieren. In
dieser Ausgabe haben wir tief in die
Kiste gegriffen und können dank
unserer zahlreichen Partner Poster,
DVDs, Comics, Convention-Tickets und
Autogramme verlosen. Mehr dazu auf
unserer Gewinnspielseite ab Seite 7.
Lieblingsfilm: „The Dark Knight” ohne
Einer der in der letzten Vorschau Wenn und Aber!
angekündigten
Artikel
fehlt
leider in dieser Ausgabe: „How Darauf warte ich: „Wall-E“ und James
I Met Your Mother“. Er wird Bond.
natürlich in der nächsten Ausgabe
nachgereicht
versprochen!
Dominik Horst (Stellv. Chefredakteur)
Zum Abschluss will ich noch allen
Dominik Horst ist 21 Jahre
Leuten danken, die Tipps und
alt, wohnt in Oberhausen
Vorschläge für die zweite Ausgabe
und studiert Mathematik
gebracht haben. Wir haben versucht
alle davon umzusetzen - allen
an der Universität in Bonn.
voran: mehr Spaltenabstand für ein
Filme und Serien sind seit
leichteres und problemloseres Lesen
er denken kann, ein Teil
der Artikel. Außerdem wurden die
seines Lebens.
Artikel im Magazin farblich markiert,
sodass sie schneller zugeordnet Zuletzt gesehen: „The Fighters“ - Solider
werden können. Dabei entsprechen Kampffilm, im Stil von Karate Kid und ähndie Farben der Querbalken auf jeder
lichen Filmen. Muss man nicht gesehen
Seite einer Kategorie. Diese werden
im Inhaltsverzeichnis vorgegeben. haben, aber nette Unterhaltung.
Neu in dieser Ausgabe sind
vor
allem
klickbare
Inhalte.
So
sind
Werbeanzeigen
aber
auch
das
Inhaltsverzeichnis
klickbar. Probiert es einfach aus!
Das natürlich nicht immer alles glatt
läuft und der Fehlerteufel auch
Die Umbenennung fand aus vielerlei
Gründen statt. Der wohl wichtigste war,
dass wir ein wenig freier von e‘Guide
sein wollen und unseren eigenen
Namen auf dem Markt platzieren
wollen. Weitere Namensänderungen
sind in der Zukunft nicht angedacht.
Last but not least, erneut unser
Aufruf: Wir suchen tatkräftige Hilfe bei
unserem Magazin. Wenn Du (ja, Du!)
Interesse hast, mitzuarbeiten, genügt
eine kurze E-Mail an die Chefredaktion:
d.schuermann@eguide - online.de
In diesem
mit
der
Meinung zu „The Dark Knight”: Es gibt
nur ein Wort: Perfekt! Noch nie hat mir ein
Film so gut gefallen. Da stimmt einfach alles, Story, Charaktere. Bitte mehr davon!
Lieblingsserie: aktuell: „Reaper“
Meinung zu „The Dark Knight”: Genial!
Noch nie hat mich ein Film so gefesselt
und in seinen Bann gezogen. Bitte unbedingt einen dritten Teil produzieren von
dieser phenomenalen Batmanreihe!
Lieblingsserie: Stargate SG-1/Atlantis
Sinne: Viel Spaß Lieblingsfilm: „The Dark Knight”
zweiten
Ausgabe!
Darauf warte ich: „Watchmen“, „Bond“
Daniel Schürmann (Chefredakteur)
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
3
e’Magazin | INHALTSANGABE | 2/08
MAGAZIN
RUBRIKEN
Vorwort
Impressum Partner
Vorschau
Aktuelles
Kino Serien
DVD
Artikel
Interviews
Filmtermine 08/09
Gewinnspiele
KINO
S. 3
S. 86
S. 86
S. 86
S. 6
S. 8
S. 36
S. 50
S. 74
S. 19
S. 7
S. 7
GEWINNSPIELE
1. und 2. Hauptpreis: Je eine
Eintrittskarte zur RingCon 3. bis zum
5. Oktober 2008 in Bonn sowie “An
Evening with Torri Higginson” ebenfalls
in Bonn, am 13. September.
3. bis 5. Preis: Je ein Stargate: Continuum Paket bestehend aus der DVD
sowie Poster
6. und 7. Preis: Ein Autogramm von
Miranda Otto oder Sean Astin
8. bis 10. Preis: Je ein Perry-Comic-Set
bestehend aus allen neuen Comics der
Alligator Farm
11. bis 12. Preis: Je ein Paket bestehend aus “Meine Frau, die Spartaner
und ich” Extended Edition DVD sowie
FC Sparta T-Shirt
13. bis 14. Preis: Je einen der von uns
in dieser Ausgabe getesteten Bollymax
Filme (“Deewaar” und “Liebe deinen
Nächsten”)
Mehr ab Seite 7.
PREVIEWS
JAMES BOND - Quantum Trost S. 8
Im Oktober startet der neue James
Bond mit Daniel Craig. Worum es in
diesem Streifen geht, erfahrt ihr hier!
STAR TREK
S. 11
Das Franchise steht vor einem Neustart. Was schafft JJ Abrams?
COVERSTORY
WATCHMEN
S. 12
Die nächste große Comic-Verfilmung
steht im Jahr 2009 an. Wr stellen sie vor.
REVIEWS
COVERSTORY
THE DARK KNIGHT
S. 16
Batman ist zurück - besser und explosiver denn je zuvor. Wir sagen, was ihr
vom diesem Film erwarten könnt.
AKTE-X - Jenseits der WahrheitS. 22
Scully und Mulder sind zurück - nach
6 Jahren!
PRINZ KASPIAN VON NARNIA
S. 26
Teil zwei schickt sich an, Herr der Ringe in die Schranken zu verweisen!
WANTED
S. 30
Angelina Jolie zückt die Waffe. Geballte Action vom russischen „Wächter der
Nacht“ Regisseur.
SERIEN
COVERSTORY
REAPER
S. 36
An seinem 21. Geburtstag erfährt Sam,
dass seine Eltern seine Seele an den
Teufel verkauft haben. Dieser verlangt
nun Sams Hilfe. Dämonischer Spaß!
THE SARAH CONNOR CHRONICLESS. 42
John Connor ist zusammen mit seiner Mutter Sarah auf der Flucht vor
den Maschinen aus der Zukunft. Neue
Fernsehserie mit viel Action!
STARGATE ATLANTIS & UNIVERSE S. 57
Stargate Atlantis wurde abgesetzt und
wird mit Filmen fortgeführt. Aber ab
2009 kommt eine neue Stargate-Serie:
Universe. Wir haben alle Infos!
IM VERGLEICH
SCRUBS - Die Anfänger
S. 46
John „JD“ Dorian ist Arzt und hat so
einige Probleme, bei denen ihm seine
Kollegen, allen voran Turk, zur Seite
stehen.
DR. HOUSE
S. 48
Wir vergleichen Dr. House, eine ernstere, aber mit Comedy-Elementen
gespikte Serie, mit der Dramedy-Serie
SCRUBS und sagen, für wen welche
Serie besser geeignet ist.
NIE WIEDER SEX MIT DER EX S. 33
Trennungscomedy von und mit Jason
Segal und der hübschen Kristen Bell
Scully und Mulder sind wieder im
Einsatz für das FBI und müssen erneut paranormales Untersuchen
Prinz Kaspian muss in den Kampf
ziehen um die Narnianer vor der
Ausrottung zu bewahren.
4
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
Da Sams Seele an
gegeben wurde, m
Aufträge für Sata
e’Magazin | INHALTSANGABE | 2/08
DVD
COVERSTORY
STARGATE CONTINUUM
S. 50
Baal verändert die Zeitlinie, macht die
Rechnung aber ohne das SG-1 Team.
LIEBE DEINEN NÄCHSTEN
S. 61
Bollywood-Film über Liebe, Verlust,
Freundschaft und Hoffnung.
DEEWAAR
S. 60
Unbeugsame Männer kämpfen nach
dem Krieg zwischen Pakistan und Indien gegen die Gefangenschaft.
THIRTEEN DAYS
S. 62
Film über die Kubakrise mit Kevin Costner als Berater des US-Präsidenten.
LETZTEN GLÜHWÜRMCHEN S. 64
Japanischer Antikriegsfilm, einer der
erschütternsten Zeichentrickfilme.
ANOLIS-SEKTION: 5 FILME
S. 65
Wir stellen fünf Filme des Labels Anolis vor und sagen, welche davon etwas
taugen.
JOHN RAMBO
S. 70
Mehr Action, mehr Blut, mehr Sly Stalone. Wir haben uns die DVD besorgt.
ALIENS vs. PREDATOR 2
S. 72
Die Aliens starten die Invasion einer
Kleinstadt. Ein Predator räumt auf.
ARTIKEL
COVERSTORY
SPIELEVERFILMUNGEN S. 74
Was macht eine gute Spieleverfilmung
aus? Inklusive Übersicht über die kommenden Spieleverfilmungen
UWE BOLL
S. 77
Was ist dran an diesem Mann? Bald
kommt sein neuer Film „Far Cry“ in die
deutschen Kinos.
HIGH-DEF DANK BLU-RAY
S. 78
Wir beleuchten den Ablöser der DVD
genauer und stellen aktuelle Filme
vor.
FILMGESCHICHTE
S. 81
Im ersten Teil unserer Serie stellen wir
euch „Zurück in die Zukunft“ vor.
PERRY - UNSER MANN IM ALL S. 82
Die Perry-Comics sind zurück. Wir bekamen eine Ausgabe zum Probelesen.
EUREKA AUF DIE FEDCON
S. 83
Zusammen mit vielen Fans versuchen
wir, einen Darsteller aus Eureka auf die
FedCon zu bekommen.
DAS AUS VON BABYLON 5
S. 84
JMS spricht ein Machtwort und sagt:
Babylon 5 gibt es in Zukunft nicht
mehr!
CLIFF SIMON SPEZIAL
S. 54
Er spielt den wohl bösesten Goa‘uld in
der Stargate Geschichte. Wir beleuchten den Schauspieler.
INTERVIEWS
AKTE-X - Jenseits der Wahrheit
GILLIAN ANDERSON
S. 25
DAVID DUCHOVNY
S. 25
AMANDA PEET
S. 25
COVERSTORY
REAPER
MISSY PEREGRYM
BRET HARRISON
S. 40
S. 40
COVERSTORY
STARGATE: CONTINUUM
Drehbuchautor Brad Wright beantwortet Fragen rund um den neuen Film
BRAD WRIGHT
S. 55
CLIFF SIMON
S. 54
PRINZ KASPIAN
Interviews (von Walt Disney) mit den
Darstellern aus dem neuen Narnia-Film
BEN BARNES
S. 28
WILLIAM MOSELEY
S. 28
ANNA POPPLEWELL
S. 28
SKANDAR KEYNES
S. 28
GEORGIE HENLEY
S. 28
COVERSTORY
THE DARK KNIGHT
Interviews (von Warner) mit den Darstellern aus dem neuen Batman-Film.
CHRISTIAN BALE
S.19
AARON ECKHART
S. 20
MICHAEL CAIN
S. 20
MAGGIE GYLLENHAAL
S. 20
MORGAN FREEMAN
S. 21
CHRISTOPHER NOLAN
S. 21
Wir haben den neuen StargateFilm Continuum ausführlich
unter die Lupe genommen.
n den Teufel
muss Sam nun
an erfüllen.
Noch hat der Joker gut lachen!
The Dark Knight bricht weltweit
alle Rekorde an den Kinokassen!
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
5
e’Magazin | MAGAZIN | AKTUELLES
AKTUELLES
von denen allein insgesamt zwei in Zusammenarbeit mit DC Comics entwickelt werden sollen. Der Grund hierfür
ist wahrscheinlich die größere Marketing-Chance auf die verschiedensten
Merchandise-Produkte.
Wir haben uns gedacht, es gibt genug Newsseiten im Netz, also werden wir die News-Seite in Zukunft
kurz halten oder ganz abschaffen.
Tipp: www.eguide-online.de
Die Pläne für das Crossover „Batman vs.
Superman“ und für den Film „Justice
League“ wurden ebenfalls stillgelegt.
Bei „Justice League“ sollten TeenagerVersionen der bekannten DC-Charaktere zu sehen sein sowie auch neue
Charaktere wie „Green Latern“ eingeführt werden.
Auf dieser Seite präsentieren wir in jeder Ausgabe die neuesten und wichtigsten Nachrichten, aus der Welt von
Fernsehen und Film.
SUPERMAN
Supermann ist tot... zumindest „Superman Returns 2: The Man of Steel“.
Das lang schon angekündigte Sequel
zu Bryan Singers „Superman Returns“
wurde nun von Warner Bros. auf Eis gelegt. Grund dafür war der nur schwache Erfolg des Films an den Kinokassen
(390 Millionen Weltweit bei 270 Millionen Budget) sowie die nur schwache
Story für das Sequel. Wie es nun „Batman Begins“ und deren Fortsetzung
„The Dark Knight“ vorgemacht hat,
plant nun Warner einen kompletten
Neustart des Franchise.
Der neue Film soll, durch „The Dark
Knight“ inspiriert, ernster und dunkler werden. Geplant sind aber auch
weniger, dafür aber Filme mit einem
wesentlichen größeren Budget. Warner Bros. Präsident Jeff Robinov, sagte,
dass bis 2011 sechs bis acht solcher BigBudget-Filme veröffentlicht werden,
6
Wie es mit der Zukunft von Superman
aussieht? Derzeit gibt es allerhand
Gerüchte, dass derzeit eine Hand voll
Regisseure sich für das Projekt interessieren und man sich sozusagen den
Besten dafür rauspicken kann. Gute
Karten scheint derzeit Mark Millar zu
haben, da dessen Drehbuch zu „Wanted“ mit James McAvoy und Angelina
Jolie in den Hauptrollen bei den Studios und den Kinobesuchern recht gut
ankommt. Des weiteren hat auch der
„Wächter“-Teile und „Wanted“-Regisseur Timur Bekmambetov gute Chancen für den Regiestuhl. Millar wird übrigens schon bei unseren Kollegen von
IMDb.com für ein noch „unbetiteltes
Superman Projekt“ für 2011 gelistet. (mb)
SMALLVILLE
Rolle der „Maxima“ zu sehen sein.
Wer ist „Maxima“? Maxima basiert wie
die meisten Figuren aus Smallville auf
einer früheren Comicfigur. Sie ist eine
Außerirdische vom Planten Almerac
und ist das älteste Kind einer der dortigen Königsfamilien und wurde auf die
Erde geschickt um einen passenden
Partner zu finden. Auf der Erde angelangt stürzt sie sich gleich in zwei Liebesbeziehungen.
Natürlich ist einer dieser Beziehungen
eine mit Clark/Superman, da die beiden genetisch kompatibel sind und
Maxima die einzige Frau ist, im Gegensatz zu allen anderen Frauen der Erde,
die ihm einen Erben schenken kann.
Des weiteren besitzt sie zudem natürlich auch einige Superkräfte; dazu
zählt unter anderem übermenschliche
Stärke, Ausdauer und Widerstandsfähigkeit, ein Laserblick (ähnlich wie bei
Superman) und sie beherrscht die Psychokinese und eine Form der Gedankenkontrolle. (mb)
WEITERE NEWS
Newsflash - Wichtiges in Kürze
Stargate Atlantis - Der US-SCI FI
Channel setzt Atlantis nach der 5.
Staffel ab. Statt einer weiteren Staffel
wird mindestens ein Film im nächsten
Jahr erscheinen.
The Spirit - Der Film im Stile von Sin
City wurde um einen Monat auf Ende
Januar verschoben. Gründe sind nicht
bekannt.
Nachdem bereits zwei neue Bösewichte für die kommende 8. Staffel
von „Smallville“ angekündigt und besetzt wurden, kommt nun ein weiterer
Schurke hinzu. Die junge kanadische
Schauspielerin Charlotte Sullivan wird
nun das erste mal am 9. Oktober, in
der vierten Episode der 8. Staffel, in der
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
Friends - Nach dem Erfolg von Sex
and the City an den Kinokassen ist der
Wunsch bei den Schauspielern von Friends aufgekommen, ihre seit 4 Jahren
ruhende Serie auf die große Leinwand
zu bringen. 2010 könnte es soweit sein.
Poltergeist Remake - Ein Remake
wurde von offizieller Seite von MGM
bestätigt. Starttermin ist noch nicht
bekannt. Juliet Snowden und Stiles
White schreiben bereits am Drehbuch.
e’Magazin | MAGAZIN | GEWINNSPIELE | FILMTERMINE
GEWINNSPIELE IN AUSGABE #2
I
n dieser zweiten Ausgabe des
e’Magazins haben wir jede Menge
Gewinnspiele - denn: Wir haben ganz
viele Preise zu vergeben!
Set, bestehend aus allen neuen Comics der Alligator Farm
11. bis 12. Preis: Je ein Paket bestehend aus “Meine Frau, die Spartaner
und ich” Extended Edition DVD sowie
FC Sparta T-Shirt
13. bis 14. Preis: Je einen der von
uns in dieser Ausgabe getesteten Bollymax Filme (“Deewaar” und “Liebe
deinen Nächsten”)
Der Dank dafür geht natürlich an unsere zahlreichen Sponsoren:
FedCon GmbH
20th Century Fox Home Entertainment
FKM-Events
Alligator Farm
Agentur Freiraum
T-House Productions
Was du für einen dieser Preise
machen musst? Nicht viel! Noch nicht
einmal eine Frage muss beantwortet
werden! Eine E-Mail mit Name, Alter
und Anschrift sowie einen Text mit
200-1000 Zeichen. Was in diesem
Text drinstehen soll: Wie euch das
e’Magazin gefällt, was ihr gut findet,
was ihr verbessern würdet. Lasst eurer
Schreibwut freien Lauf. Konstruktive
Kritik ist gern gesehen. Jede Einsendung nimmt am Gewinnspiel teil. Wer
mehr als 1000 Zeichen schreiben
möchte, darf das natürlich auch
machen.
Zu Gewinnen gibt es neben DVDs,
Poster, Autogrammen, Conventiontickets auch Comics und T-Shirts.
Die Gewinne
1. und 2. Hauptpreis: Je eine
Eintrittskarte zur RingCon 3. bis zum
5. Oktober 2008 in Bonn sowie “An
Evening with Torri Higginson” ebenfalls in Bonn, allerdings bereits am 13.
September.
3. bis 5. Preis: Je ein Stargate: Continuum Paket bestehend aus der DVD
sowie Poster
6. und 7. Preis: Ein Autogramm von
Miranda Otto oder Sean Astin
8. bis 10. Preis: Je ein Perry-Comic-
Deine E-Mail schreibst du an die Chefredaktion: [email protected]. Betreff: “e’Magazin Ausgabe #2 Gewinnspiel”.
Der Einsendeschluss ist der 30. September 2008. Einsendeschluss für
das FKM Event Ticket ist bereits der 7.
September. Es können nur Personen
mit Wohnsitz in Deutschland an den
Gewinnspielen teilnehmen. Gehen
mehr Zuschriften als zur Verfügung
stehende Gewinne ein, entscheidet
das Los. Eure Daten werden nicht an
Dritte, die mit diesem Gewinnspiel
nichts zu tun haben, weitergegeben.
Nur die Namen der Gewinner werden
an die entsprechenden Sponsoren
weitergegeben, damit diese euch
euren Gewinn zukommen lassen können. Die interessantesten Zuschriften
werden wir in der kommenden dritten
Ausgabe des Magazins veröffentlichen (weder der volle Name, noch die
Anschrift werden veröffentlicht!) Nach
dem Gewinnspiel werden alle weiteren Daten gelöscht. Eine Auszahlung
der Gewinne sowie ein Gewinntausch
ist nicht möglich. Mitarbeiter des
e’Magazins und deren Angehörige
dürfen nicht an diesem Gewinnspiel
teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg! Wir freuen uns bereits auf
die zahlreichen Zuschriften!
FILME 08/09
In diesem und nächsten Jahr stehen
einige große Filme an. Wir liefern eine
Übersicht über kommende Interessante Filme. Darunter alles von Action,
über Sci-Fi, Horror und Drama.
SEPTEMBER 2008
Babylon AD
Der Baader Meinhof Komplex
Tropic Thunder
Wall-E
Wanted
OKTOBER 2008
Der Mann, der niemals lebte
Eagle Eye - Außer Kontrolle
Hellboy 2: The Golden Army
Max Payne
NOVEMBER 2008
Death Race
James Bond: Ein Quantum Trost
Walküre
DEZEMBER 2008
1 1/2 Ritter
Australia
Gutenacht Geschichten
He‘s just not that into you
Madagascar 2: Flucht von Madagascar
Der Tag, an dem die Erde stillstand
MÄRZ 2009
12 Rounds
Changeling
Watchmen
JANUAR
The Spirit
Marley & Ich
Seven Pounds
The Soloist
Transporter 3
FEBRUAR 2009
Der Supermarkt Cop
Inside Hollywood
Ninja Assassin
APRIL 2009
Crank 2: High Voltage
Monster gegen Aliens
X-Men Origins: Wolverine
MAI 2009
Angels & Demons: Sakrileg 2
Nachts im Museum 2
Star Trek: The Beginning
JUNI 2009
Terminator 4 Salvation
The Fast and the Furious IV
Transformers 2
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
7
e’Magazin | FILM | JAMES BOND - EIN QUANTUM TROST
EIN
QUANTUM
TROST
Der neue James Bond stürmt bald die Kinos
AB 6. NOVEMBER IM KINO!
TEXT: DAVID THOMANEK
BILDER: SONY PICTURES
Regie
Marc Forster
Genre
Action/Adventure/Thriller
Verleih
Sony Pictures
Mit
Daniel Craig
Mathieu Amalric
Judi Dench
Gemma Arterton
Olga Kurylenko
Rachel McDowall
Drehbuch und Story
Ian Fkeming, Neal Purvis, Robert
Wade, Paul Haggis
Produziert von
Barbara Broccoli, Callum McDougall,
Anthony Waye, Michael G. Wilson
8
E
in Quantum Trost ist der 22. offizielle Film aus der Reihe rund um
den weltbekannten britischen Agenten James Bond, der hier, wie auch
schon in „Casino Royale“, von Daniel
Craig verkörpert wird. Das Drehbuch
orientiert sich an der Kurzgeschichte
„Ein Minimum an Trost“, welche aus
der Feder des britischen Schriftstellers
und James Bond - Vaters Ian Fleming
stammt.
James Bond, Doppel-Null-Agent des
MI6, hat es diesmal auf Rache abgesehen und es sich zum Ziel gesetzt,
die Hintergründe Vespers Tod zu ergründen und die Verantwortlichen
zur Rechenschaft zu ziehen. Ob der
neue Film in Bezug auf Handlung,
Action und Atmosphäre an „Casino
Royale“ anschließt und ob hier erneut
ein Blockbuster der besonderen Art
geboten wird – das e‘Magazin hat
recherchiert und versucht, zwischen
Hype und Realität zu unterscheiden.
Mehr Tiefsinn, Länder und Bond
Führte in „Casino Royale“ noch der
Action-erprobte Martin Campbell Regie, der auch in „Goldeneye“ und „Die
Maske des Zorro“ mitwirkte, ist es in
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
„Ein Quantum Trost“ der deutschschweizerische Drehbuchautor Marc
Forster, der sich zuletzt durch das
unkonventionelle Filmdrama „Drachenläufer“ einen Namen machte.
In diesem geht es um die Erzählung
einer afghanischen Jugend, um das
Zusammentreffen westlicher und
arabischer Kultur und um Gefühle
wie Freundschaft und Vertrauen. Ein
durchweg nachdenklicher und gesellschaftskritischer Film, der mit dem bekannten Action-geladenen Agententhriller nichts gemeinsam hat. Forster
will versuchen, die typische James
Bond-Atmosphäre aufrechtzuerhalten und den Agenten als einen Mann
mit Sinn, Verstand und Menschlichkeit darzustellen und nicht nur einen
gewöhnlichen Waffennarren aus ihm
zu machen. Er plant eine Kehrtwende,
die für den Zuschauer nicht zu groß
sein soll, sodass er nicht vergisst: Dies
ist ein waschechter Bond. Er plant ein
Experiment mit Spagat zwischen Walther P99 und Selbstreflexion.
Auch die passende Kulisse soll es geben. Unter anderem spielt der Film in
Panama, Italien, Österreich, Chile, Peru
und England. Speziell für die Wüsten-
e’Magazin | FILM | JAMES BOND - EIN QUANTUM TROST
szenen wurde als Drehort die Atacama-Wüste gewählt. Diese Auswahl
verspricht dem Zuschauer vorab eine
abwechslungsreiche Rundreise des
Agenten. Verfolgungsjagden über den
Dächern Sienas und rund um den Gardasee, wilde Schießereien in sandiger
Umgebung und erotische Begegnungen mit einer geheimnisvollen jungen
Agentin sind die derzeitigen Aufhänger des kommenden Filmspektakels.
Auch mit einem Budget von über 230
Millionen US-Dollar soll mehr Bond als
jemals zuvor geboten werden.
quín Cosío) zur Macht zu
verhelfen. Als Gegenzug
solle ihm ein Teil des Gebietes zukommen, das
ihm ermöglicht, die weitreichende Wasserversorgung zu kontrollieren.
Das Vermächtnis der Vesper Lynd
Die Handlung knüpft eine Stunde
nach dem Ende von „Casino Royale“
an. Mr.White (Jesper Christensen) wird
von Bond gefangen genommen und
zusammen mit M (Judi Dench) verhört. Dieser offenbart ihnen, dass es
ein riesiges kriminelles Netzwerk gibt,
welches Doppelagenten beschäftigt
und selbst im MI6 Hintermänner hat.
Immer noch von dem Gedanken besessen, den Verrat an Vesper, seiner
großen Liebe, zu rächen, geht Bond
der Spur eines Verräters innerhalb des
britischen Geheimdienstes nach und
wird selbst zum Opfer, als er die schöne Camille (Olga Kurylenko, „Hitman“)
trifft, die ihn auch sogleich zu seinem
zukünftigen Gegenspieler bringt.
Dominic Greene (Mathieu Amalric,
„München“, „Schmetterling und Taucherglocke“), führender Kopf der geheimnisumwobenen
Organisation
und erfolgreicher Geschäftsmann,
der sich in der Öffentlichkeit gerne als
rücksichtsvoller und verantwortungsbewusster Umweltschützer ausgibt.
Auf seiner Reise erfährt Bond schließlich von Dominics Plänen: Er beabsichtigt das Regime eines südamerikanischen Staates mit reichen
Wasservorkommen zu stürzen und
den ihm wohlgesonnenen und im
Exil lebenden General Medrano (Joa-
Alte Freunde, neue
Feinde und eine gefährliches Schönheit
Da „Ein Quantum Trost“
direkt an seinen Vorgänger anschließt, ist ein
Wiedersehen mit einigen
Personen garantiert. Beispielsweise mit „M“, deren Rolle erneut von Judi
Dench verkörpert wird.
Insgesamt sechs Mal hat
sie somit die MI6-Chefin
Das neue Bond-Girl: Olga Kurylenko aus der Ukraine
in einem Bond-Film verkörpert. Eva Green, verstorbene Liebe Natürlich wird besonderes Augenmerk
James‘, tritt auch hier in einigen Rück- auf das neue „Bond-Girl“ gerichtet
blenden auf, um das Rätsel um ihre sein: Olga Kurylenko, in bescheidenen
Person aus „Casino Royale“ zu lüften.
Verhältnissen in der Ukraine geboren und aufgewachsen, wurde mit 13
Aber auch neue Figuren betreten die Jahren als Model entdeckt und betrat
Bühne. Bonds aktueller Gegenspie- seitdem weltweit zahlreiche Laufsteler, Dominic Greene, wird vom sehr ge. Sie wird in bekannter Manier dem
erfolgreichen französischen Schau- Filmhelden den Kopf verdrehen und
spieler Mathieu Amalric verkörpert, ihn sicherlich das ein oder andere Mal
welcher bereits in Steven Spielbergs verführen. Dass sie solche resoluten
„München“ den Waffenhändler Louis Rollen übernehmen kann, zeigte sie
spielte. An Charisma und gespielter bereits in „Hitman“. Ob sie jedoch Eva
Skrupellosigkeit wird es diesem daher Green als stilvolle Casino-Begleitung
wohl kaum fehlen. Weiterhin wird Jef- überschatten kann, bleibt fraglich.
frey Wright erneut die Rolle des sympathischen CIA-Agenten übernehmen Daniel Craig verkörpert wie schon im
und Bond auf seiner Reise stückweise Vorgänger den Agenten 007. Auffalbegleiten.
lend ist, dass er diesmal nicht so gestählt und trainiert ausschaut, sondern
etwas schlaksiger. Anstatt fliegender
Fäuste wird nun auch vermehrt auf
Waffeneinsatz gesetzt, denn Bond
lernt dazu. Auf unkonventionelle Weise prügelte sich Bond in Casino Royale noch zum Ziel, war ein Meister
des Knochen- und gezielten Genickbruchs. Nun stellt er vermehrt seine
Fähigkeiten als Schütze unter Beweis
und setzt die begonnene Entwicklung
des „neuen“ James Bond fort.
Der MI6 missbilligt Bonds
persönlichen Rachefeldzug und will ihn finden
und ihm den Agentenstatus aberkennen. Doch
007 setzt sich durch.
Technik, Klang und Schrott
Für das passende musikalische AmAuch M ist im neuen Bond-Film wieder mit dabei biente soll, wie in den Bond-Filmen
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
9
e’Magazin | FILM | JAMES BOND - EIN QUANTUM TROST
zuvor, der Filmdirigent David Arnold
sorgen. Zuvor beschwerte er sich,
dass in „Casino Royale“ kein großer
zeitlicher Rahmen für seine Kompositionen gegeben war. Diesmal sei ihm
genügend Zeit beschieden, die perfekte Klangkulisse zu entwerfen.
Der Titelsong macht den 22. Bondtitel
ebenfalls zu etwas Besonderem. Erstmalig ertönt ein Duett am Anfang des
Filmes, noch dazu ein außergewöhnliches: Jack White und Alicia Keys singen „Another Way to Die“. Damit sind
die Gerüchte um Amy Winehouse,
sie wäre in der engeren Auswahl um
einen exklusiven Song für ein Quantum Trost, endgültig aus der Welt geschafft.
Mit dem diesmaligen Rekordbudget
wird auch die Reise Bonds länger. Besonders Lateinamerika scheint sich
als Drehort problematisch erwiesen
zu haben. Viele Länder, unteranderem Chile, befanden, dass ihr Ruf geschädigt werden könne, wenn sie als
Treffpunkt von Drogenhändlern und
Kriminellen präsentiert würden. Pleiten wie das Versenken eines Aston
Martin DBS oder Protestaktionen von
Anwohnern führten bereits im Vorfeld
zu medienwirksamen Meldungen.
Gefoltert, verletzt - alles
ohne Aussicht auf Rettung
Ein Quantum Vorfreude
Zweifelsohne steht fest: Ein Quantum
Trost wird die Kinos in Windeseile
erobern, wird für Zuschauerströme
und enorme Einnahmen sorgen. Die
einen werden den Film wegen der typischen Bond-Atmosphäre besuchen,
die anderen, um Daniel Craig erneut
brillieren zu sehen und wieder andere, um das neue Bond-Girl zu bewerten und anzuschmachten.
Abzuwarten bleibt, was Forster genau vor hat und wie er die turbulente
Geschichte um Verrat und Vendetta
ausgestaltet. So oder so bleibt die
Vorfreude auf einen kommenden
Blockbuster, dessen Etikett für Abenteuer, Action, Erotik und Charme
steht. Ein Quantum an Vorfreude sei
deshalb jedem vergönnt.
Preview-Meinung des Redakteurs:
ANZEIGE
10
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
e’Magazin | FILM | STAR TREK
STAR TREK
TEXT: MAX BLÄSER
BILDER: PARAMOUNT
AB 7. MAI 2009 IM KINO!
„Wunderbares Sommerlochthema!“,
mag der ein oder andere Leser nun sicher denken. Ganz recht! Was gäbe es
besseres, als über das Thema zu philosophieren, das alle Geeks und Nerds
des Planeten eint und letztendlich
ihre Daseinsberechtigung darstellt:
Star Trek. Lang, lang herrschte absolute Funkstille im Star Trek Universum.
Nach dem letzten, enttäuschenden
Kinofilm „Nemesis“ aus dem Jahre
2002 und dem „Enterprise“ - Fiasko
schien das ganze Franchise zunächst
tot zu sein. Kein Wunder, denn nach
über 620 kontinuierlich produzierten
Fernsehfolgen und den zehn Kinofilmen ist man nun mal ausgebrannt,
leer und ideenlos. Star Trek hatte eine
wohlverdiente Pause nötig und die
Fans mussten zum ersten Mal seit 1987
ohne ihre wöchentliche Dosis frischen
Trek auskommen. Kann das lange gut
gehen fragt man sich? Ablenkung
gab es in der Zwischenzeit sicherlich
genug: der Star Trek Fan konnte (oder
musste) bei anderen SciFi Serien wildern – Stargate hatte sich über die
Jahre gemacht und Ron Moore zeigte
uns mit der Neuauflage von Battlestar
Galactica, dass es auch ganz anders
geht - ohne Technobabble und HeileWelt-Themen. Dennoch fehlte etwas
im Leben des gewöhnlichen Trekkie,
bis sich die Gerüchte Anfang letzten
Jahres überschlugen: Star Trek lebt!
Es wird einen neuen Film geben! J.J
Abrams wird es richten! Ganz richtig, J.J Abrams, der Macher von Alias,
Lost und Cloverfield, darf derzeit als
Hollywoods liebstes Kind bezeichnet
werden, scheint er doch nahezu alles
was er anfasst, in Gold zu verwandeln.
Das wussten natürlich auch die Chefs
bei Paramount, dem „Inhaber“ des
Franchises, denn dort war Star Trek
niemals tot, schließlich hat es dem
Unternehmen in der Vergangenheit
sehr viele Millionen Dollar beschert.
J.J Abrams und Partner Damen Lindelof (ebenfalls Lost) schienen genau
die richtigen Burschen zu sein, um
neues Leben ins Haus zu bringen.
Jung, kreativ und Experten darin, einen Hype zu starten. So auch beim
neusten Star Trek Film: die gesamte
Handlung ist so geheim, dass man
schon fast von einem amerikanischen
Staatsgeheimnis sprechen könnte,
dennoch sickern immer wieder Informationen nach außen. Sicher ist, dass
der Film eine Neuauflage (oder auch
Reboot) der Originalabenteuer von
Kirk, Spock und Co zeigen wird. Als
Gegenspieler werden die Romulaner
heiß gehandelt und Klingonen werden ebenfalls eine Rolle spielen. Für
besondere Überraschung hat auch
das (bereits bestätigte) Gerücht gesorgt, dass Leonard Nimoy (alias UrSpock) einen Gastauftritt haben wird
und somit wahrscheinlich eine Art
Brücke zu den alten Star Trek Filmen
schlagen wird. Auch die übrige Besetzung ist mittlerweile bekannt:
James Tiberius Kirk gespielt von
Chris Pine („Plötzlich Prinzessin 2“,
„Smokin’ Aces“)
Spock gespielt von Zachary Quinto
(Sylar in „Heroes“)
Dr. Leonard McCoy gespielt von Karl
Urban („Der Herr der Ringe“, „Die
Bourne Verschwörung)
Montgomery Scott gespielt von Simon Pegg („Shaun Of The Dead“,
„Hot Fuzz“)
Hikaru Sulu gespielt von John Cho
(“Harold und Kumar”)
Pavel Chekov gespielt von Anton Yelchin („Tödliche Freundschaft“, „Charlie Bartlett“)
Uhura gespielt von Zoe Saldana
(„Crossroads“, „Terminal“)
einer Geschlechtsumwandlung unterzogen, was bei den alten Fans natürlich anfangs zu Protesten führte.
Derartiges Konfliktpotential scheint
J.J. Abrams wohl vermeiden zu möchten. Die Sichtung des bisher einzigen
Trailers bestätigt dies: die neue Enterprise, das berühmte Vehikel der Protagonisten, präsentiert sich im nahezu
gleichen Design wie die alte Version.
Ebenso die Uniformen, die man auf
den neusten Postern bruchstückhaft
erahnen kann sind sehr stark inspiriert von den Originaluniformen aus
den 60ern. Man kann sich nun fragen,
wie weit diese Parallelen fortgesetzt
werden? Wird es auf der Brücke wieder klobige Konsolen mit Knöpfen
statt schlanken Displays geben? Wird
Spock immer noch die Augenbraue
lupfen und „Faszinierend!“ murmeln?
Auch dies ist unter den Fans natürlich
ein heißes Thema, wie viel Veränderungen braucht Star Trek? Gewisse
Anspielungen auf die Originalserie
sind natürlich nett, aber zu viel des
Guten wäre Gift für eine versuchte
Neuauflage. Lassen wir uns überraschen, schließlich ist noch etwas Zeit,
denn der Film wird Voraussichtlich im
August 2009 in die Kinos kommen.
Beim Vergleich von Fotos fällt schnell
auf, dass dieser Cast auch nach optischen Gesichtspunkten ausgewählt
wurde, denn gewisse Ähnlichkeiten
zum Originalcast sind nicht zu leugnen. Dass dies bei einem Reboot keine Zwangsvoraussetzung ist, bewies
uns abermals Ron Moore mit der Neuauflage von Battlestar Galactica – hier
wurden manche Charaktere gleich
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
11
e’Magazin | FILME | WATCHMEN
AB 5. MÄRZ 09 IM KINO!
TEXT: MICHAEL BARTL
BILDER: WARNER BROS.
WATCHMEN
W
Who watches the Watchmen?
atchmen ist ein hoch angesehener Comic für Erwachsene und
wurde von Alan Moore geschrieben,
während Dave Gibbons sich um die
Zeichnungen kümmerte. Er erschien
bereits 1986/87 als 12-teilige Serie bei
DC-Comics. Neben unzähligen Auszeichnungen bekam der Comic den
Beinamen „bester Comic aller Zeit“
und schaffte es zudem als einziger
seiner Art in die Liste der „100 besten
Romane“ des Time Magazins.
Vor einiger Zeit wurde nun bekannt,
dass dieses Comic-Meisterwerk verfilmt werden soll. Auch kam im letzten Monat der erste Teaser-Trailer zum
Vorschein, was Grund genug ist uns
genauer mit dem Thema zu beschäftigen und es Ihnen näher zu bringen.
Regie
Im Gegensatz zu den meisten anderen Comics, geht es in „Watchmen“
nicht um wahllose Action, Lacher
oder außergewöhnliche und groteske
Gegner mit besonderen Fähigkeiten,
sondern viel mehr um düstere Sozialkritik sowie über das wahre Leben der
Helden.
Zack Snyder
Genre
Science-Fiction/Action
Verleih
Warner Bros.
Mit
Malin Akerman
Carla Gugino
Jeffrey Dean Morgan
Billy Crudup
Jackie Earle Haley
Patrick Wilson
Matthew Goode
Stephen McHattie
Drehbuch
David Hayter und Alex Tse
Basierend auf der Vorlage von
Alan Moore (Text) und Dave Gibbons (Zeichnungen)
Produziert von
Wesley Coller
Herb Gains
Lawrence Gordon
Lloyd Levin
Deborah Snyder
Thomas Tull
Preview-Meinung des Autors
In „Watchmen“ wird eine der ältesten Fragen behandelt, die sich sicher
schon jeder einmal gefragt hat: „Was
wäre wenn Superhelden wirklich existieren würden? Was ist aus ihnen geworden? Wie leben sie unter uns?“
Story
Wir sind in den frühen 80er Jahren
in einem fiktiven Amerika. Der kalte
Krieg war niemals kälter und Russland
ist der Feind Nr.1. Ein dritter Weltkrieg,
ein Atom-Krieg steht bevor. Seit dem
Ende der 30er Jahren traten die ersten maskierten Helden in Amerika auf
der Bildfläche auf und schlossen sich
zu den „Minutemen“ zusammen, um
gegen das Verbrechen anzukämpfen.
Doch durch ihre Selbstjustiz gerieten
die einstigen Superhelden und Lieblinge des Volkes in Ungnade, sodass
der so genannte „Keene-Akt“ erlassen
wurde, der das Superhelden-Dasein
verbietet. Man stellt alle Superhelden
vor die Wahl: Arbeit einstellen oder
für die Regierung arbeiten.
Während einige das Angebot der Regierung annahmen und für sie forschten („Dr. Manhatten“) bzw. für sie in
den Krieg zogen („The Comedian“),
zogen sich die meisten „Minuteman“
und deren Nachfolger zurück, verarmten, lebten ihr Leben („Nite Owl
II“, „Silk Spectre II“). Andere gaben
wiederum ihre Identität Preis und
wurden zu Multimillionären („Ozy-
mandias“), während andere wiederum in den Untergrund gingen. Von
dort aus bekämpfen sie Verbrechen,
werden aber von der Polizei und von
den Medien gesucht („Rohrschach“).
Eines Tages wird ein ehemaliger Superheld („The Comedian“) von einem
Unbekannten ermordet. Sein ehemaliger Kollege Rohrschach vermutet
dahinter mehr, als nur einen Zufall
und macht sich auf die Suche nach
dem Mörder, wobei er schon bald
einer Verschwörung auf die Schliche
kommt. Die Unfälle häufen sich. Dr.
Manhattan flieht nach einem Vorfall
auf den Mars. Auf Ozymandias, den
klügsten Mann der Welt, wird ein
Attentat verübt und ein ehemaliger
Superschurke, Moloch, wird erschossen. Und schließlich findet sich Rohrschach selbst in einer Falle wieder
und kommt ins Gefängnis. Dies ruft
seinen ehemaligen Partner Night Owl
aus dem Ruhestand, welcher sich zusammen mit Dr. Manhattans ehemaliger Gefährtin Silk Specte auf den Weg
macht, um Rohrschach zu befreien
und danach zusammen den Maskenmörder zu suchen.
Erwartungen
Im März nächsten Jahres soll nun
„Watchmen“ in die Kinos kommen
und selbst eingefleischte Vorlagenfans dürften wohl an dem ersten Trailer nicht viel auszusetzen haben. Der
Trailer ist wirklich atemberaubend
und gibt wieder, was Dave Gibbons
mit seinen Zeichnungen im Comic
versucht hat, zu erzählen. Über die
Verfilmung an sich kann noch nichts
Genaues gesagt werden, da es eben
noch nicht mehr als einen ersten
Teaser-Trailer gibt. Allerdings schaffte
es eine erste Version des Drehbuchs
aus dem Jahre 2006, geschrieben von
Neueinsteiger Alex Tse, ins Internet
und wurde ausgiebig begutachtet.
Leider fiel die Resonanz dazu nicht all
zu großartig aus, da einfach zu viele
wichtige Themen weggelassen wurden bzw. ganze Kapitel einfach nur
enttäuschten. Dazu zu sagen ist aller-
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
13
e’Magazin | FILME | WATCHMEN
selbst mit allerhand Technik aus um
das Verbrechen zu bekämpfen. Nach
dem Verbot der Superhelden zog er
sich zurück und verbringt die meiste
Zeit in seinem Keller, um den guten
alten Zeiten nachzutrauern. Er ist der
Ex-Partner von Rohrschach und ist zudem rationeller als dieser. Nachdem
Rohrschach ins Gefängnis verfrachtet
wurde, kommt Dreiberg in seinem Eulenkostüm, um ihn zu befreien.
SilK Spectre und Night Owl befreien Rohrschach aus dem Gefängnis
dings, dass es sich dabei noch nicht
um das fertige Skript handelte, dass
für die jetzigen Dreharbeiten benutzt
wird.
Das aktuelle Drehbruch wurde von
David Hayter („X-Men“, „The Scorpion
King“ „X-Men 2“) zusammen mit Alex
Tse geschrieben. In Szene gesetzt
wird das Spektakel von Zack Snyder,
der zuletzt mit Frank Miller’s „300“
bewies, dass er mit solch monumentalem Material umgehen kann.
Einfach hat es sich Snyder mit diesem
Stoff nicht gemacht. Es bleibt offen
wie er es bewerkstelligen wird, die
Story aus den insgesamt 12 Bänden
des Comics in einen ca. 2-stündigen
Film zu packen. Wir dürfen gespannt
sein was sich Snyder hier einfallen
lässt. Ich persönlich hätte auch nichts
gegen einen 4-stündigen Film; wenn
man „Herr Der Ringe“ ausgehalten
hat, dürfte das wohl kein Problem
sein. Für alle Hasser von Prequels
und Sequels sei gleich von Anfang an
gesagt, dass es das hier bei „Watchman“ nicht geben wird. Der Comic
mit seinen abgeschlossen, in 12 Bänden aufgeteilten Geschichte, lässt
zum Schluss zwar ein Hintertürchen
für eine Fortsetzung offen, aber wer
den Comic und sein Ende kennt, weiß,
dass dies nicht funktionieren würde.
Die Besetzung und Charaktere:
Jeffrey Dean Morgan, welcher zuletzt durch seine Rollen in den Serien
„Greys Anatomy“ („Denny Duquette“)
und „Supernatural“ („John Winchester“) wieder auf Erfolgskurs kam, wird
in „Watchmen“ die Rolle von Edward
„The Comedian“ Blake verkörpern.
14
e’ Magazin 2/2008
„The Comedian“ gehört zur ersten
Generation von Superhelden und
entging dem Keene-Akt in dem er
als Agent für die amerikanische Regierung tätig wird und kam vor allem
während des Vietnam-Krieges zum
Einsatz. Seine Arbeit für die Regierung
sieht der zynische und jähzornige Blake als Freibrief für exzessive Gewalt,
in einer Welt, wo man Gut und Böse
sowieso nicht unterscheiden kann.
Mit seiner Ermordung beginnen die
Ereignisse in „Watchmen“.
Tony Award-Gewinner Billy Crudup
(„Sleepers“, „M:I:III)“ wird in der Rolle
des Dr. Jon Osterman bzw. im späteren Verlauf des Film als der Gottähnliche „Dr. Manhattan“ zu sehen
sein. In seinem früheren Leber war
Osterman Physiker, aber durch eine
tragischen Unfall wurde er in seine
Atome zerlegt und schaffte es nach
einiger Zeit sich wieder zu materialisieren, doch nicht als Mensch, sonder
als Gott-ähnliches Wesen für das Zeit
keine Rolle mehr spielt. Er forscht im
Auftrag der Regierung und brachte
so manche neue Technologie hervor.
Er ist der einzige Superheld mit übernatürlichen Kräften. Außerdem ist er
Emotions- und Gefühllos und sieht
alles rational und logisch.
Ebenfalls wird der mit dem Tony
Award ausgezeichnete Schauspieler
Patrick Wilson („American Gothic“,
„Das Phantom der Oper“) in der Rolle des „Night Owl“ der zweiten Generation („Night Owl II“) zu sehen
sein. Sein richtiger Name ist Daniel
Dreiberg und er war der zweite Night
Owl, sozusagen das Gegenstück zu
„Batman“. Wie „Batman“ rüstet er sich
www.das-emagazin.de
Die italo/irisch-amerikanische Schauspielerin Carla Gugino („Spy Kids I,
II“, „Sin City“) wird den Part der Sally
„Silk Spectre“ Jupiter übernehmen.
Ihr richtiger Name ist Sally Juspeczyk,
mit dem Namen „Jupiter“ versucht sie
nur ihre polnische Herkunft zu verschleiern. Sie war die erste Superheldin und besaß wie die meisten keine
besonderen Fähigkeiten, außer einem
verführerischen Aussehen, sodass sie
„The Comedian“ sogar vergewaltigen
wollte. Während des Films ist sie im
Ruhestand, leidet unter Krebs und
sammelt Porno-Comics aus den frühen 40er Jahren mit ihr als Hauptdarstellerin, um sich an ihren vergangenen Ruhm zu erinnern.
Die kanadische Schauspielerin, Sängerin und Model Malin Akerman wird
die Rolle der Laurel Jane Juspeczyk
spielen. Sie ist die Tochter von Sally
Jupiter und wurde zur Superheldin
ausgebildet, obwohl sie diesen Job
hasst. Sie übernimmt die Rolle der
neuen „Silk Spectre“. Zur Zeit lebt sie
zurückgezogen an der Seite von Dr.
Manhattan und leidet unter dessen
Emotionslosigkeit, was dazu führt,
dass sie in die Nähe ihres alten Kollegen Dreiberg geführt wird. Zusammen mit ihm macht sie sich auf den
Weg, Rohrschach aus dem Gefängnis
zu holen.
Der britische Theater- und Filmschauspieler Matthew Goode wird
in „Watchmen“ die Rolle des Adrian
„Ozymandias“ Veidt verkörpern. Adrian ist schlicht ein Genie und der
klügste Mann der Welt. Nach der Bekanntmachung des Keene-Akt veröffentlichte er sein Geheimnis, dass er
„Osymandias“ (griechischer Name für
Ramses II) ist und gründete ein Multimilliarden-Unternehmen. Auf Adrian
wird ein Anschlag verübt, den er nur
knapp überlebt. Doch es hat noch
mehr mit ihm auf sich, als man auf
den ersten Blick vermuten lässt.
e’Magazin | FILME | WATCHMEN
Zu guter Letzt wird der Oscar nominierte Schauspieler Jacie Ealre Halay
den Part des Walter „Rohrschach“
Kovacs spielen. Rohrschach ist einfach nur extrem und kennt nur gut
oder böse. Er besitzt keine Superkräfte oder besondere Ausrüstung,
sondern ist ein einfach gefährlicher
Straßenkämpfer und hervorragender
Detektiv. Er ist der einzige, der nach
dem Verbot von Superhelden im Untergrund weiter auf Verbrecherjagd
geht. Der Charakter des Rohrschach
basiert auf dem DC/Charlton Comics
Superhelden „The Question“. Sein
Markenzeichen ist eine Maske, die
dem Muster des Rohrschachtestes
(Tintenkleckses) gleicht. Nach dem
Tod des „Comedian“ macht er sich
auf die Suche nach dessen Mörder
und wird schlussendlich selbst in eine
Falle getrieben und ins Gefängnis verfrachtet. Später befreien in Night Owl
und Silk Spectre, welche sich dann
gemeinsam auf dem Weg machen,
um den wahren Drahtzieher an dem
Mord des „Comedian“ zu finden.
Moore und Gibbons - die Erschaffer
Der leicht exzentrische britische Comic-Autor Alan Moore begann seine
Kariere mit dem Zeichnen von ComicStrips. Im späteren Verlauf erschuf er
dann einflussreiche Comics wie „From
Hell“, „V wie Vendetta“, „Die Liga der
außergewöhnlichen Gentleman“ und
eben „Watchmen“. Alle der gerade
erwähnten Comics wurden bereits
verfilmt. Moore wollte mit diesen jedoch nichts zu tun haben, da diese für
seinen Geschmack zu sehr von seinen
Originalen abweichen. Im Gegenzug
verzichtete er auch auf jeglichen Anspruch an den Einnahmen.
Dave Gibbins begann mit seiner Arbeit auf diesem Gebiet für das einflussreiche britische Magazin „2000
AD“ und illustrierte bekannte Comics
wie „Doctor Who“ und „Harlem Heroes“. Später begann er dann für DC
auch an „Green Latern“, „Superman“
und „Batman“ zu arbeiten. 1986/1987
schuf er dann zusammen mit Alan
Moore die mit einem Hugo Award
ausgezeichnete Serie „Watchmen“.
Frühere Filmversuche
Bereits seit den 80er Jahren, nach dem
Erscheinen des Comics, waren erste
Bemühungen im Gange, eine Filmadaption zu verwirklichen. Sam Hamm
schrieb damals bereits ein Drehbuch,
welches allerdings nie umgesetzt
wurde. Auch „Monty Pyton“-Mitgründer und Regisseur Terry Gilliam war
im Gespräch, hatte allerdings vor, den
Comic nicht in Form eines einzelnen
Filmes umzusetzen. 2005 war Darren
Aronofsky, welcher derzeit an einem
Remake zu „Robocop“ arbeitet, als
Regisseur vorgesehen, konnte aber
aufgrund zeitlicher Gründe nicht an
„Watchmen“ arbeiten.
FOX vs. WARNER
Ob wir „Watchmen“ wirklich schon ab
dem 5. März nächsten Jahres in den
Kinos sehen werden, bleibt derzeit
jedoch fraglich, da 20th Century Fox
nun mit einer einstweiligen Verfügung
gegen das Konkurrenz-Studio Warner
Bros. und somit gegen den Kinostart
von „Watchmen“ vorgeht.
20th Century Fox sicherte sich schon
in den späten 80er Jahren die Filmrechte an dem Stoff zu „Watchmen“,
welche jedoch 1991 ausliefen. Allerdings blieb jedoch das Recht, den
ersten Film hierzu raus zu bringen.
Ein Gericht in Los Angeles entschied
nun, dass Fox nun doch einige Rechte
an dem Material haben könnte, selbst
wenn sie nicht im Besitz aller Rechte
sind. Warner vertritt hingegen den
Standpunkt, dass Fox keine Ansprüche
mehr an dem Film habe.
Fox wie auch Warner glauben, sich im
Recht zu befinden und legen es wohl
nun auf ein Gerichtsverfahren an. Eine
schnelle Lösung des Streits, wenn
möglich vor dem Kinostart, wäre
jedoch für die Fans wünschenswert.
Comedian vor der US-Flagge. Wie sehr steht er noch zu seinem Land?
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
15
THE DARK KNIGHT
Der Blockbuster des Jahres
e’Magazin | FILM | THE DARK KNIGHT
THE DARK KNIGHT
SEIT 21. AUGUSTIM KINO!
TEXT: DOMINIK HORST
BILDER: WARNER BROS.
D
urch den Tod von Heath Ledger
wurde ein riesen Hype um den
Film „The Dark Knight“ gemacht. Aber
ist dieser Hype ungerechtfertigt oder
wird der Film den hohen Ansprüchen
und Erwartungen gerecht?
Vorweg die Antwort:
Der Film erreicht mehr als einfach nur
den hohen Ansprüchen zu genügen;
er übertrifft sie sogar.
Story
Zusammen mit Leutnant Jim Gordon und Staatsanwalt Harvey Dent
schafft es Batman, das organisierte
Verbrechen in Gotham City immer
weiter zurückzuschlagen. Die Not
und Verzweiflung zieht einen genialen, mysteriösen Kriminellen auf
den Plan – den Joker. Er unterbreitet
den Mafiosi in Gotham City den Vorschlag, Batman zu töten - für die Hälfte ihres Geldes. Widerwillig nehmen
die Mafiosis diesen Deal an und der
Joker beginnt damit, Gotham in ein
anarchistisches Chaos zu stürzen. Er
zwingt Batman dazu, immer näher an
die Grenze zu kommen, die Grenze
zwischen Gerechtigkeit und Rache.
Gleichzeitig hat Bruce Wayne mit dem
Verhältnis zwischen Harvey Dent und
Rachel Dawes zu kämpfen, sodass
eine komplizierte Dreiecksbeziehung
entsteht.
Review
Mit „The Dark Knight“ schafft es Christopher Nolan, eine neue Art von Actionfilm einzuführen. Mit dem Joker
wurde ein Charakter eingeführt, den
man nur als das personifizierte Böse
beschreiben kann. Der leider verstorbene Heath Ledger spielt diesen Charakter schlichtweg genial und es ist
momentan die Rede davon, dass er
für den Oscar nominiert werden soll.
Schon aus den ersten Trailern erkannte man, dass der Joker in diesem Film
eine ganz neue Interpretation eben
dieses sein wird: düster, mysteriös
und einfach böse.
Aber das was man in dem Film geboten bekommt, übertrifft diese Erwartungen bei weitem: Ledger spielt
einen charismatischen, völlig unmoralischen Sadisten, welcher einen den
Jim Gordon versucht alles, um den Joker aufzuhalten. Wird er mit seinem Leben dafür bezahlen?
ganzen Film über fesselt.
In jedem Moment in dem er auf dem
Bildschirm zu sehen ist, zieht er einen
in seinen Bann, und es ist schier unmöglich sich von diesem schaurigen
Clownsgesicht loszureißen. Ledger
schafft es, uns die wahren Abgründe
oder auch die Dunkelheit einer Seele
zu zeigen, welche nur auf Zerstörung
und „Spaß“ bedacht ist. Aber nicht
nur der Joker macht seine Sache gut.
Der ganze Film ist durch und durch
fesselnd. Den ganzen Film verspürt
man eine Art Anspannung, verursacht durch die hohe Intensität und
Schnelligkeit von „The Dark Knight“.
Es wird versucht, alles möglichst Realistisch zu halten: Batman ist nicht
ungewöhnlich stark oder ähnliches,
aber er hat seine Werkzeuge. So hört
man z.B. als Batman ein Maschinengewehr verbiegt direkt den Ton des
mechanischen Tool, welches er benutzt hat. Durch solche Kniffe wird
es geschafft, den Zuschauer nicht aus
der Illusion der Realität dieses Filmes
herauszureißen.
Schon mit Batman: Begins startete
Nolan ein neues „Genre“ der Comicverfilmungen, eine düstere Interpretation und gleichzeitig realistische.
Andere Filme wie Spiderman oder
Iron Man wirken im Gegensatz dazu
freundlich und bunt.
Besonderes im zweiten Teil schafft
Regie
Christopher Nolan
Genre
Action/Thriller
Verleih
Warner Bros. Pictures
Mit
Christian Bale
Heath Ledger
Aaron Eckhart
Michael Caine
Maggie Gyllenhaal
Gary Oldman
Morgan Freeman
Drehbuch und Story
Jonathan Nolan
Christopher Nolan
David S. Goyer
Bob Kane
Produziert von
Christopher Nolan
Charles Roven
Emma Thomas
Starttermine
USA: 14. Juli 2008
Deutschland: 21. August 2008
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
17
e’Guide | FILM | THE DARK KNIGHT
es „The Dark Knight“ nahezu unerträglich düster zu sein. In diesem Teil
sieht man wie einer der Hauptcharakter stirbt und eine ganze Stadt ihre
Hoffnung verliert und untergehen zu
droht. Es ist eine Art Alptraumvision,
welche stark von Frank Miller‘s und
Alan Moore‘s Comics beeinflusst wurden.
“Manche Menschen wollen die Welt einfach
brennen sehen”
Es wurde erreicht, diese düstere Stimmung zu benutzen, um den Zuschauer auf seinem Sitz zu fesseln und einen Actionfilm mit hohem Niveau zu
gestalten.
Der Film kann nicht an anderen Comicverfilmungen gemessen werden,
welche er schlichtweg übertrifft, er
kann eingehen als einer der größten
Action-Thriller unserer Zeit.
Es wird ein Licht auf das innere der
Menschen geworfen, sowohl auf die
Kriminellen als auch auf Batman. Dieser befindet sich in einem inneren
Konflikt: Muss er selbst zum Kriminellen werden um den Joker zu besie-
gen?
Das Ende des Filmes lässt es einem
Kalt den Rücken runter gehen. Ohne
zu viel verraten zu wollen: Es wird unter anderem die Antwort auf die gerade gestellte Frage gegeben.
Alles in allem ist „The Dark Knight“
ein Film, der es schafft 2 ½ Stunden
Spannung, Action und Dramatik zu
vereinen. Gleichzeitig regt er zum
nachdenken an und hinterfragt Dinge in unserer Gesellschafft. Ein Film
den man nicht schnell vergessen wird
und ein würdiges Andenken an Heath
Ledger, welcher sich mit der Rolle als
Joker ein Denkmal gesetzt hat.
Fortsetzung folgt?
„The Dark Knight“ ist momentan der
zweit erfolgreichste Kinofilm aller Zeiten, direkt hinter Titanic. Schon am
Startwochenende in den USA spielte
der Film über 155 Millionen US-$ ein.
Der Verleih würde natürlich am liebsten direkt eine Fortsetzung produzieren, aber dies ist abhängig von den
Regisseuren. Wenn eine Fortsetzung
kommen sollte – ich hoffe es – soll sie
diesem Teil und auch Batman: Begins
gerecht werden, weshalb es auch
diesmal wohl wieder länger dauern
wird, bis wir uns auf eine Fortsetzung
freuen können.
Hier aber schon mal die ersten Spekulationen rund um den dritten Teil:
Gerüchten zufolge sollen die Produzenten Interesse daran haben, Johny
Depp als Riddler einzusetzen. Außerdem soll Philip Seymour Hoffman den
Waffenhändler „Pinguin“ spielen. Und
weiter geht’s – Angelina Jolie soll die
Rolle von Catwoman übernehmen,
nach Meinung von Ex-Catwoman Julie Newmar. Wie viel Wahrheit in den
Gerüchten steckt? Wahrscheinlich
Gibt Batman/Bruce Wayne auf ?
18
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
DER ANDERE JOKER
Jack Nicholson, er spielte den Joker
1989 in dem Film „Batman“. In diesem Film war der Joker ein Gangster
namens Jack Napier, welcher durch
den Fall in ein Säurebad verunstaltet
wurde während der Konfrontation mit
Batman. Joker ist dort derjenige der
für den Tod von Bruce Wayne‘s Eltern
verantwortlich ist. Damit ist der Joker
der indirekte Grund dafür, dass Batman überhaupt erst „entstanden“ ist.
Nicholson spielt den Joker als einen
surrealen Clown mit einem düsteren
Humor. Er schießt unter anderem mit
Pistolen um sich, aus denen eine Fahne mit der Aufschrift „Buff“ erscheint.
Diese Interpretation des Jokers kommt
der Comicvorlage näher als es der jetzige Joker macht.
Wirklich vergleichbar sind die beiden
Figuren allerdings nicht, da der „alte“
Joker wirklich eine Comicfigur darstellt. In „The Dark Knight“ hingegen
sieht man einen Joker welcher aus
dieser Welt stammen könnte, düsterer
und unheimlicher als man sich vorstellen kann.
nicht besonders viel, aber lassen wir
uns überraschen.
Der dritte Teil kommt bestimmt.
Im Zuge des Erfolges von „The Dark
Knight“ muss nun ein anderes Projekt
leiden: Die Justice League Verfilmung.
Durch den momentanen „Hype“ ist
dieses Projekt komplett in Vergessenheit geraten. Als Ergebnis des enormen Erfolges von „The Dark Knight“
liegt das Projekt nun auf Eis. Man
möchte wahrscheinlich nicht einen
anderen Batman einführen und damit die Leute verwirren bzw. riskieren,
dass der Film total untergeht. Deshalb
konzentriert man sich nun komplett
auf einen möglichen dritten Teil der
neuen Batman-Reihe.
e’Magazin | FILM | THE DARK KNIGHT
INTERVIEWS
Christian Bale, Aaron Eckhardt, Maggie Gyllenhaal,
Morgan Freeman, Christopher Nolan
Wie würdest du die Beziehung zwischen Batman und Bruce Wayne beschreiben?
Christian Bale:
Mit Batman hatte Bruce eine Art Symbol erschaffen und dieses Symbol darf
keine Grenzen haben. Er darf keine
Schwäche zeigen, niemals. Es entsteht
ein Kampf zwischen dem, was gut für
Bruce Wayne ist und was das richtige
ist für Batman. Diese zwei sind nicht
immer Kompatibel zueinander. Bruce
leidet sichtlich darunter, auf verschiedene Weise, sowohl mental als auch
physisch. Außerdem leidet er unter
dem Charakter den er als Batman
„freigesetzt“ hat und nicht mehr in
der Lage ist diesen einzubringen.
Welche Fragen wirft der Film auf?
Christian Bale:
Es gibt eine Menge ethischer Fragen,
welche Chris (Christopher Nolan, Anm.
d. Red.) in den Film einbringt. Er zeigt
was es bedeutet mit Macht umzugehen, welche man bekommen hat.
Außerdem sieht man, wie etwas unglaublich Gutes darin enden kann,
große Probleme zu verursachen.
Was kannst du uns über den Joker
erzählen?
Christian Bale:
Er ist jemand, der den Glauben daran verloren hat, dass Menschen in
der Lage sind, etwas Gutes zu tun. So
erfreut er sich daran, zu zeigen, dass
“Ich bin der weiße Ritter der Stadt, die Hoffnung.”
jeder Mensch im inneren Böse ist und
lässt die Leute ihre inneren Werte hinterfragen. Er ist ein sehr intelligenter
Charakter, welcher seine absolute Verachtung für jede Verhaltensregel zur
Schau stellt. Er ist ein unberechenbarer und gefährlicher Gegner.
Wie würdest du deine Rolle beschreiben?
Aaron Eckhart:
Harvey Dent ist der neu gewählte Bezirksstaatsanwalt von Gotham City.
Sein Job ist es, Gotham City zu säubern, da es extrem korrupt und gefährlich ist. Die Leute trauen sich vor
Angst nicht mehr auf die Straßen, vor
allem nachts. Also habe ich es mir zur
Aufgabe gemacht die Straßen zu säubern, die Kriminellen hinter schwedische Gardinen zu bringen. Ich werfe
mich an vorderster Front im Kampf gegen das Verbrechen. Es ist ein sehr gefährlicher Job, sodass der Polizeichef
mich davor warnt, jeder warnt mich
– alle sind gewissermaßen Feige. Die
Leute wurden so oft „niedergeschlagen“ immer und immer wieder, sodass
sie die Hoffnung verloren haben. Also
bin ich das neue Gesicht im Film und
die Hoffnung für Gotham City.
Wie würdest du den Zusammenhang zwischen Batman als dunklen
Ritter und Harvey als weißen Ritter
BATMAN : ARKHAM ASYLUM
Wer auf eine Videospiel-Umsetzung von „The Dark Knight“
gehofft hat, wird nun etwas enttäuscht sein. Denn Eidos
Interactive kündigte ein unabhängiges Spiel rund um Batman an: In Zusammenarbeit mit den Rocksteady Studios
wird das Spiel „Batman: Arkham Asylum“ produziert. Es
soll dort möglich sein in GTA-Manier komplett Gotham
und seine dunkelsten Ecken zu erkunden.
Batman wird in diesem Spiel mit seinen schlimmsten Feinden konfrontiert, allen voran der Joker.
Das Spiel besitzt ein düsteres Setting und will ein hohes
Niveau bieten und somit die Messlatte für zukünftige
Batman-Spiele hochlegen. Die Story zum Spiel steuert die
Batman-Legende Paul Dini bei.
Er ist bekannt als Produzent und Autor für mehrere Warner Bros./DC Comics-Serien, unter anderem „Star Wars:
Ewoks“, „Tiny Toon Adventures“, „Batman: The Animated
Series“, „Superman: The Animated Series“, „The New Batman/Superman Adventures“, „Batman Beyond“ und „Duck
Dodgers“.
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
19
e’Guide | FILM | THE DARK KNIGHT
sorgt um ihn, es ist wie mit Kindern
die aufwachsen. Er ist wie mein Kind
und man sieht seine Kinder immer als
Kinder, ganz egal wie alt sie sind. Das
ist genau meine Einstellung ihm gegenüber und er macht viele verrückte
dumme Sachen.
Aber auch Chris Nolan ist mehr zur
dunklen Seite gekommen, ich erinnere mich noch nach dem Ende des
letzten Filmes fragt ich ihn, wie der
nächste Film wohl sein wird, und er
sagte : Dunkler, viel dunkler – und hier
ist er. (lacht)
Alfred macht sich Sorgen um Bruce Wayne
beschreiben?
Aaron Eckhart:
Es ist das genaue Gegenteil. Batman
als dunkler Ritter muss seine Identität
und Hintergründe verstecken. Er kann
nicht sagen, wer er wirklich ist, denn
er bewegt sich außerhalb des Gesetzes. Ich hingegen bin der weiße Ritter
der Stadt, die Hoffnung. Ich bekämpfe
das Verbrechen innerhalb der Grenzen der Gesetze. Es ist eine sehr interessante Dynamik, weil so wie der Film
aufgebaut ist, sind wir sozial gesehen
vergleichbar. Offensichtlich kommt
Bruce Wayne aus einer privilegierten
Familie und besitzt ein privilegiertes
Leben, im Gegensatz zu Harvey. Trotzdem sind sie in den gleichen Kreisen.
Sie gehen in das gleiche Restaurant
und lustiger weise mögen sie sogar
die gleiche Frau. Ich habe es wirklich
gemocht dies zu spielen.
Was hat es mit der Münze auf sich?
Aaron Eckhart:
Im Film liebe ich es, mit anderen Leuten ein wenig zu spaßen. So tue ich
vor Rachel so, als wenn ich eine wichtige Entscheidung in einem Prozess
von dem Wurf einer Münze abhängig
mache.
Offensichtlich ist sie ein wenig angewidert davon. Ich denke Harvey als
ein „Selfmade“-Mann ist der Überzeugung, dass man sein Glück selbst
bestimmt. Alles ist von den eigenen
Entscheidungen abhängig, man ist
immer für sich selbst verantwortlich.
Kämpfe gegen das Verbrechen, bekämpfe Feuer mit Feuer - er ist bei diesen Sachen ganz Vorn dabei.
Wie ist die Beziehung zwischen Alfred und Bruce Wayne?
20
Michael Caine:
Die Beziehung ist tiefer geworden –
ein Zeichen davon ist, dass wir immer
kürzer miteinander kommunizieren
müssen um zu wissen, was der andere möchte. Es ist ein bisschen wie mit
alten Freunden. Man erwähnt eine
Sache und jeder weiß sofort, worauf
man sich bezieht, egal wie weit es zurückliegt. So lässt es sich am besten
beschreiben – und wir sind gut mit
Blicken, wir gucken uns nur an und
wissen alles.
Wie sieht es mit der dunklen Seite
von Bruce Wayne aus? Sorgt Alfred
sich um ihn?
Michael Caine:
Es gibt immer diese Angst für das, was
er tut. Er wurde als Kind von Fledermäusen traumatisiert und jetzt zieht
er sich wie eine an und rettet nachts
Leute, ist immer auf hohen Gebäuden
und fällt von irgendwelchen Dingen
herunter. Also ist Alfred immer be-
Wie würdest du Rachels Beziehung
zu Batman beschreiben?
Maggie Gyllenhaal:
Ich denke es ist besser, wenn jemand
intelligent, rational und ehrenwert ist.
Und dann kommt Batman und man ist
„baff“ und denkt: „Ok, du bist Batman.“
Das macht den Charakter so interessant, denn sie möchte nicht involviert
sein, in das was Batman tut. Er ist nicht
gut für sie, es ist klar, dass er nicht gut
für sie ist. Aber dann gibt es Situationen wo sie aus dem Fenster fällt und
er sie rettet – das ist dann einfach zu
viel. (lacht)
Wie geht Rachel mit der Dreiecksbeziehung um?
Maggie Gyllenhaal:
Am Anfang des Filmes ist Rachel die
Assistentin des Bezirksstaatsanwalts.
Sie ist total verrückt nach Harvey Dent
und ich glaube, sie sind wirklich glücklich zusammen - sie lieben sich. Zur
selben Zeit denk ich allerdings auch,
dass sie wirklich Bruce liebt und er sie
auch. Und so schreitet der Film voran
und sie befindet sich in einer echten
Lucius Fox unterstützt Batman und Bruce Wayne wo er kann
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
e’Magazin | FILM | THE DARK KNIGHT
“eine wahre Macht des Chaos, ein Krimineller ohne Gründe, ein Psychopath” “die wohl erschreckendste Form des Bösen”
Zwickmühle. Für mich ist es einfach
so, dass beide einfach total gutaussehend und so talentiert sind. So war es
für mich als Schauspielerin keine wirkliche Zwickmühle. In der einen Szene
denke ich, wahrscheinlich werde ich
zu Harvey tendieren – aber dann in
der nächsten denke ich: Oh, Bruce.
Es war die Frage: Christian Bale oder
Aaron Eckhart? Und sie waren einfach
beide fantastisch - so ist es wirklich
leicht mit einer solchen Zwickmühle
zu leben.
Wie siehst du den Kampf von Batman gegen das Verbrechen?
Morgan Freeman:
Man muss sich vorstellen, dass die „Erlösung“ der ganzen Welt von einem
einzelnen abhängt. Batman fühlt sich
genau so und weiß, was er zu tun hat.
Er muss seinen Mann stehen und das
„liefern“ was erwartet wird. Das ist es,
was er sich zur Aufgabe gemacht hat,
als ein Ritter der Gerechtigkeit, der
wahren Gerechtigkeit.
Er besiegt das Verbrechen, er ist ein
Verbrechensbekämpfer, er springt
Kopf über voran und bekämpft das Verbrechen wo auch immer er es vor trifft.
Christopher Nolan:
Am Anfang von „The Dark Knight“ sieht
man, dass Bruce Wayne und seine
Batman Persönlichkeit erwachsen
geworden sind. Er ist nun der voll geformte Batman von den Comics, aber
er ist auch in der Situation, dass er sich
fragen muss, ob er unterschätzt hat,
wie Gotham auf ihn reagieren wird.
Er sieht, dass immer mehr Nachahmer
auf den Straßen erscheinen und der
Krieg gegen das organisierte Verbrechen eskaliert. Es gibt also eine Menge
potentieller negativer Konsequenzen
seines „Kreuzzuges“ in Gotham.
Was für eine Idee steckt hinter dem
Charakter des Joker?
Christopher Nolan:
Ich hatte meine Idee, wie der Joker in
der Welt, die wir in Batman Begins erschaffen haben, aussehen würde. Er
sollte ein psychologisch unglaublicher
Anarchist sein, eine wahre Macht des
Chaos, ein Krimineller ohne Gründe, ein
Psychopath. Für mich war und ist dies
immer noch die wohl erschreckendste
Form des Bösen: Der Gegner der keine
Regeln hat, der Gegner der nicht da
draußen ist um irgendwas zu erreichen
– man kann ihn weder verstehen, noch
kann man ihn bekämpfen.
Als wir an der ersten Version gearbeitet haben, habe ich mich mit Heath
(Ledger, Anm. d. Red.) getroffen und er
schien sich mit dem zu verbinden, was
ich ihm erzähl habe. Er verstand, wie
der Charakter etwas außergewöhnliches sein könnte und etwas frisches,
anders als alles, was es bisher zu sehen
gab.
Interviews von Warner Bros. Pict.
Was für eine Person ist der Joker?
Morgan Freeman:
In gewisser Weise versucht der Joker
sich selbst zu verteidigen. Er glaubt,
dass er Recht hat und jede noch so
gute Person im inneren Böse ist. Er
ist der Meinung, dass man jeden Korrumpieren kann.
Erzähl uns etwas von Batman am Anfang des Films.
Christopher Nolan bei den Dreharbeiten
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
21
e’Magazin | FILM | AKTE-X
AKTE-X
Auf der Suche nach der einzig wahren Wahrheit
SEIT 24. JULI IM KINO!
TEXT: DANIEL SCHÜRMANN
BILDER: SONY PICTURES
A
kte-X – Jenseits der Wahrheit
ist der zweite Kinofilm, der auf
der erfolgreichen und vielfach ausgezeichneten Serie „Akte X“ basiert,
die bis zum Jahr 2002 im Fernsehen
lief – 9 Staffel lang. Der lang erwartete Film vereint die beiden Stars der
Serie, David Duchovny (Fox Mulder)
und Gillian Anderson (Dana Scully),
wieder vor der Kamera. Regie führte
der Erfinder der Serie Chris Carter, der
zusammen mit Frank Spotnitz auch
das Drehbuch verfasste.
Story
Die Story wurde lange Zeit unter
Verschluss gehalten und es gab nur
vereinzelte Hinweise. Da wir den Film
aber schon gesehen haben, können
wir sagen, worum es geht. Dabei
bleiben wir aber recht oberflächlich,
um die Spannung des Filmes nicht zu
nehmen.
Mehrere Frauen verschwinden spurlos im US-Bundesstaat Virginia.
Nach und nach tauchen vereinzelte Hinweise in Form von grotesken
menschlichen Überresten im Eis auf.
Die Verantwortlichen die die Zwischenfälle untersuchen, verzweifeln.
Doch als man den „Visionen“ eines
pädophilen Priesters folgt, entdeckt
man ein bizarres, geheimes medizinisches Experiment, welches mit dem
Verschwinden der Frauen zu tun haben könnte. Das Unglaubliche: Es ist
einem Fall aus den vom FBI seit sechs
Jahren verschlossenen X-Akten. Das
ehemalige Team, die Ex-Agenten Fox
Mulder und Dana Scully werden gebeten, sich erneut mit ihrer Paranormalen Vergangenheit anzufreunden,
um bei dem Fall zu helfen. Doch die
beiden haben kaum Interesse daran,
erneut ihrer dunklen Vergangenheit
zu öffnen. Dennoch ist die Wahrheit
dort draußen und man braucht Scully
und Mulder, um eben diese Wahrheit
aufzudecken.
Dennoch habe ich mich auf ein Wiedersehen gefreut. Gleich zu Anfang
zwei Kritikpunkte:
1. Die deutsche Synchronstimme von
Mulder. Mir ist sofort aufgefallen,
dass etwas nicht stimmt. Zurück aus
dem Kino habe ich herausgefunden,
dass FOX den Sprecher austauschte,
weil dieser für seine Arbeit angemessenes Geld haben wollte, FOX wollte
dies aber nicht zahlen. Also hat Mulder nun die Stimme von Brad Pitt…
2. Punkt: Ich hatte etwas Größeres
erwartet, doch der Film wirkte wie
eine Doppelfolge der Serie. Das heißt
nicht, dass er schlecht war. Es kam
Spannung auf, man will wissen, was
wirklich vor sich geht, doch einiges
ist leider auch stark vorhersehbar.
Dennoch ist der Film unterhaltsam,
und kann auch von Nicht-Fans verstanden werden - wie meine Freundin gezeigt hat. Sie kannte Akte-X bis
zum Film überhaupt nicht. Trotzdem
hat ihr der Film gefallen und hat sie
mitgerissen. Ich kannte Akte-X schon
und wusste in etwa worauf man sich
vorbereiten müsste, daher haben
mich einige Schocker-Szenen etwas
kühler gelassen.
Regie
Chris Carter
Genre
Drama/Mystery
Verleih
20th Century Fox
Mit
David Duchovny
Gillian Anderson
Amanda Peet
Billy Connolly
Xzibit
Mitch Pileggi
Drehbuch und Story
Frank Spotnitz
Chris Carter
Produziert von
Chris Carter
Brent O’Connor
Frank Spotnitz
Starttermine
USA: 25. Juli 2008
Deutschland: 24. Juli 2008
Fans wird es aber freuen, dass oft auf
die Serie eingegangen wird und auch
einige alte Bekannte oder Anspielungen auf alte Bekannte gezeigt werden. So wird zum Beispiel ziemlich
Review
Nach 6 Jahren sind Scully und Mulder
also zurück. Früher habe ich die Serie gerne gesehen, zählte mich aber
nicht wirklich zu den Hardcore-Fans.
Scully und Mulder sind nach über 6 Jahren wieder da und untersuchen
das Verschwinden von mehreren Frauen.
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
23
e’Magazin | FILM | AKTE-X
häufig geraucht im Film. Zuschauer
der Serie können damit sicher etwas
anfangen. Außerdem werden ein paar
noch offene Handlungen aus der Serie
zu Ende gebracht oder Aufgegriffen.
So gibt es Klarheit über die Beziehung
zwischen Scully und Mulder und auch
über Scullys Sohn.
Fans der Serie kann ich nur empfehlen
sich den Film anzusehen. Jeder der die
Serie gerne gesehen hat, wird auch
hier seinen Spaß haben. Normale Kinogänger verpassen aber auch nichts,
wenn sie sich den Film nicht ansehen.
Ob ein weiterer Film kommt, wird
durch den Erfolg des aktuellen Films
bestimmt. Ich würde gerne noch einen sehen. Ob es aber reicht, wird in
den nächsten Monaten geklärt.
Die Zukunft
In einem Interview mit Entertainment
Weekly erklärte Chris Carter seine Ambitionen, mindestens einen weiteren
Akte-X-Film drehen zu wollen. Voraussetzung dafür ist ein Erfolg von „Jenseits der Wahrheit“ an den Kinokassen.
Carter deutete an, dass der dritte Film
sich erneut auf die Mythologie der
Serie beziehen könnte und die damit
verbundene Invasion durch Außerirdische, die nach dem Serienfinale am
22. Dezember 2012 stattfinden soll.
Hintergründe
Der Film, der 6 Jahre nach dem Ende
der Fernsehserie spielt, wird sich laut
Aussage der Produzenten nicht auf die
Mythologie der Serie beziehen sondern stattdessen eine eigenständige
Horror/Thriller-Story sein; ähnlich zu
den „Monster-der-Woche“-Folgen, die
früher im Fernsehen liefen. Dennoch
sollen einige Dinge genannt werden,
die in den 9 Jahren der Fernsehserie
passiert sind. Zum Beispiel wird Scullys Kind nicht unerwähnt bleiben. Im
April verwirrten kontroverse Bilder die
Fans, darunter ein Werwolf-Foto oder
Fotos von innigen Küssen zwischen
Duchovny und Anderson. Cast und
Crew aber deuteten an, dass die Fotos
zur Verwirrung gedacht waren und
mit Absicht ins Internet gelangt sind.
Dreharbeiten
Der Film wurde in Kanada gedreht,
genauer gesagt in den Städten Vancouver und Pemberton in Britisch
Columbia, wo auch andere Serien wie
Stargate: Atlantis und Battlestar Galactica gedreht werden. Die Dreharbeiten begannen im Dezember letzten
Jahres. Regie führte der kreative Kopf,
Drehbuchautor und Erschaffer der Serie, Chris Carter. Beendet wurden die
Dreharbeiten am 11. März. Die ersten
bewegten Bilder aus dem Film wurden auf der Wondercon im Februar
gezeigt und ließen Fans weltweit aufhorchen. Ein abgefilmter Trailer wurde
hunderttausend Mal auf YouTube angesehen.
Der Titel
Der Film wurde, ganz im Stile der
Fernsehfolgen, unter strengster Geheimhaltung gedreht. Als Codename
nutzte Chris Carter „Done One“ (was
soviel heißt wie „Bereits gemacht“).
Auch Chris Carter gab seinen Namen
nicht leicht mit dem Projekt bekannt.
So wurde „Done One“ vom Studio
„The Crying Box Productions“ produziert und als Regisseur diente „Rich
Amanda Peet unterstützt Scully und Mulder auf
der Suche nach den Drahtziehern hinter den
Entführungen
Tracers“. Stellt man die Buchstaben
um, so kann man daraus den Namen
Chris Carter ableiten. Dass ein neuer
Akte-X Flm gedreht wurde, kam heraus als The Hollywood Reporter ein
Fact-Sheet (eine Art Infoblatt) von
20th Century Fox veröffentlichte, bei
dem ein Film den Namen „The X-Files:
Done One“ getragen hat.
Knapp einen Monat vor dem offiziellen Trailer, der am 12. Mai herausgegeben wurde, gab man am 16. April den
Offiziellen Titel des Films bekannt:
„I Want to Believe“ ist laut Carter ein
sinniger Titel, da er die Probleme zwischen Glauben und Wissenschaft darstellt und außerdem kennen die Fans
diesen Spruch von Fox Mulders UFOPoster in seinem Büro.
DVD
Für die Kinoversion des Films wurden
anscheinend einige Szenen rausgeschnitten oder nachträglich leicht verändert, denn die DVD soll als Directors
Cut kommen, wie die Webseite Dread
Central vor kurzem berichtete. Diese
Fassung wird ein längerer, veränderter
und nicht eingestufter Drectors Cut
werden, so die Webseite. Über einen
Erscheinungstermin gibt es zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses noch
keine Informationen.
Was ist mit dem in Verruf geratenen Pfarrer los?
24
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
e’Magazin | INTERVIEW | AKTE-X
das Gefühl, dass Akte-X auch im Kino
funktionieren müsste. Ich dachte, ich
würde mich gleich wieder wohl fühlen als Mulder. Aber dem war nicht
so. Schließlich ist Mulder gealtert, hat
sich über die Jahre verändert. Das
musste ich zeigen, auf der Leinwand
rüberbringen – und doch noch der
’alte’ Mulder sein.
Mulder wie er leibt und lebt: I WANT TO BELIEVE
INTERVIEWS
Amanda Peet, David Duchovny und
Gillian Anderson über den Film
Welche Rolle spiel dein Charakter
in Akte-X?
Amanda Peet: Whitney hilft Mulder
bei seinem Fall. Sie ist eine FBI-Agentin, die sich vielleicht oder auch nicht
in Mulder verliebt.
Wie war es, dem Akte-X Team beizutreten?
Amanda Peet: Es fühlte sich merkwürdig an, plötzlich Gast bei diesem
Phänomen zu sein. Aber es machte
auch ungeheuer viel Spaß, in diese
so etablierte, durchdachte und gut
eingeführte Welt einzudringen. Besonders David und Gillian dabei zuzusehen, wie sie dieses Kult-Pärchen
spielen, war einfach toll.
Wie waren die Dreharbeiten im
Schnee?
Amanda Peet: Ich hätte schon etwas
stutzig werden sollen, als Carter mich
fragte, ob ich fit wäre – ob ich in der
Lage wäre, im Schnee zu laufen. Ich
hatte acht Monate zuvor ein Baby bekommen und war dementsprechend
nicht in Form für einen Marathonlauf.
Aber natürlich antwortete ich Chris:
’Klar, kein Problem!’ Und dann ließ er
mich die ersten vier Tage des Films
durch Schnee laufen – und ich hoffte,
dabei cool auszusehen...
Seit 6 Jahren ist die Serie nun schon
abgesetzt. Was ist seit dem passiert? Wie geht der Film damit um?
David Duchovny: Die Welt hat sich
weiterentwickelt. Auch die Akte-XWelt. Ich glaube, es war richtig, dieser
Tatsache Rechnung zu tragen. Und für
Schauspieler, glaube ich, ist es eine
der größten und befriedigendsten
Herausforderungen, Charaktere weiterzuentwickeln, die man schon einmal gespielt hat. Es macht Spaß, dem
veränderten Bewusstsein Rechnung
zu tragen.
Wie steht es um die Beziehung zwischen Mulder und Scully?
David Duchovny: Es war immer eine
keusche Liebe. Eine wahrlich altmodische Beziehung, die sich durch Blicke,
Händchenhalten und Küsse auf die
Stirn manifestiert. Mulder und Scully
sind für einander bestimmt. Aber es
gibt da ein Hindernis, das ihre Beziehung bedroht. Dieses Hindernis ist ein
zentraler Moment des Films.
Hast du schnell wieder in die Rolle
von Mulder gefunden?
David Duchovny: Ich hatte immer
Wie war es nach 6 Jahren wieder
mit David zu drehen?
Gillian Anderson: Mit David zu arbeiten, ist sehr leicht. Es ist, als würden
wir einfach zusammengehören. Wir
reagieren blind aufeinander. Vom ersten Drehtag an war die alte Vertrautheit wieder da.
Wie verliefen die ersten Drehtage?
Gillian Anderson: Am ersten Drehtag
war ich davon überzeugt, dass alles
ganz glatt laufen würde. Normalerweise bin ich bei Drehbeginn immer
sehr nervös, aber hier war das nicht
so. Die ersten paar Drehtage waren
dann aber wirklich kompliziert. Ich tat
mich ungeheuer schwer beim Finden
der richtigen ’Stimme’ Scullys. Das
hing damit zusammen, dass ich seit
Ende der Serie bewusst nach Rollen
Ausschau gehalten habe, die anders
waren als Scully. Ich wollte in keinem
Schema gefangen sein. Entsprechend
musste ich mich bei Akte-X – Jenseits
der Wahrheit wieder in meinen Part
hineinfinden. Für diesen Film ging es
weniger darum, die Scully des Drehbuchs zum Leben zu erwecken, als
mich daran zu erinnern, wie Scully
einmal war – und wie sie sich seitdem
verändert hat. Das zu bewerkstelligen, bereitete mir mehr Mühe als ich
gedacht hatte.
Interviews von 20th Century Fox
Scully weiß nicht, ob sie rational bleiben oder doch an übernaürliches glauben soll
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
25
e’Magazin | FILM | PRINZ KASPIAN
CHRONIKEN VON NARNIA
Prinz Kaspian
TEXT: DANIEL SCHÜRMANN
BILDER: WALT DISNEY UND WALDEN MEDIA
SEIT 31. JULI IM KINO!
D
er Wandschrank ist verschwunden, die weiße Hexe getötet
und Aslan ist seit über 1300 Jahren
verschwunden. Als die Geschwister Pevensie, Peter, Susan, Edmund
und Lucy nach Narnia zurückkehren,
finden sie eine andere Welt vor, als
noch vor einem Jahr bei ihrem letzten Besuch in Narnia. Es kommt noch
schlimmer, denn sie erfahren, dass
ein neuer Feind in Narnia sein Unwesen treibt und die Narnianer kurz vor
der Ausrottung stehen.
Mit „Prinz Kaspian von Narnia“ präsentiert Walt Disney den zweiten Teil
der Chroniken von Narnia, basierend
auf den Büchern von C. S. Lewis. Der
Film setzt die spektakuläre Geschichte fort, die 2005 mit „Der König von
Narnia“ begann. Der erste Teil spielte
in den Kinos weltweit über 745 Millionen Dollar ein und wurde damit zu
einem sehr erfolgreichen Film.
ist das Goldene Zeitalter Narnias zur
Legende verblasst. Die sprechenden
Zaubertiere und mythischen Kreaturen sind nur noch Stoff für die
Märchen der Telmarer, eine von dem
gnadenlosen Lord Miraz regierte
Menschenrasse. Der mächtige Löwe
Aslan wurde seit über 1.300 Jahren
nicht mehr gesehen.
Inhalt
Ein Jahr nach ihrer Rückkehr von Narnia in ihr normales Leben, finden sich
die ehemaligen gekrönten Häupter
des Wunderlands in ihrem fernen
Reich wieder. Dabei müssen sie feststellen, dass nach der Zeitrechnung
Narnias über 1.300 Jahre vergangen
sind. Während ihrer Abwesenheit
Review
Anfangs war ich mir nicht sicher, ob
ich „Die Chroniken von Narnia“ mögen würde. Ich habe etliche Anläufe
gebraucht, bis ich mir „Die Chroniken
von Narnia“ überhaupt erst angesehen habe und ich habe es bereut,
so lange damit gewartet zu haben.
Schon der erste Teil war eine wunder-
Zurückgeholt wurden die vier Kinder von Kaspian, dem jungen telmarischen Thronerben, der mit ihrer
Hilfe seinen bösen Onkel Miraz bekämpfen möchte. Unterstützt von
dem barschen, aber heldenhaften
Zwerg Trumpkin, einer mutigen sprechenden Maus namens Riepischiep
und dem argwöhnischen Schwarzen
Zwerg Nikabrik führen sie die Narnianer in ein außergewöhnliches Abenteuer, um dem Land Magie und Glanz
zurückzubringen.
Regie & Drehbuch
Andrew Adamson
Genre
Action/Adventure/Fantasy
Verleih
Walt Disney Studios
Mit
Ben Barnes
Georgie Henley
Skandar Keynes
William Moseley
Anna Popplewell
Sergio Castellitto
Peter Dinklage
Produziert von
Andrew Adamson, Mark Johnson, Perry Moore, Philip Steuer
Starttermine
26
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
USA: 16. Mai 2008
Deutschland: 31. Juli 2008
e’Magazin Bewertung
e’Magazin | FILM | PRINZ KASPIAN
bare Geschicht von vier Geschwistern,
die zusammen in Zeiten des Krieges
auf ein Abenteuer aufbrechen und
das Leben einer Welt komplett auf
den Kopf stellen. Der erste Teil hatte
noch einen Touch von Kinderfilm, der
aber auch erwachsene nicht abgestoßen hat. Der zweite Teil, „Prinz Kaspian von Narnia“ wirkt reifer, dunkler ist
zugleich aber noch immer eine richtig
schöne Geschichte um eben die vier
Geschwister, die wir schon im ersten
Narnia-Film so ins Herz geschlossen
haben. Dunkler wirkt der Film schon
alleine durch die Bedrohung die im
ganzen Film über Narnia hängt, wie
ein Damokles-Schwert.
Gleich zu Beginn geht der Film schnell
los. Er verzichtet auf eine ausführliche
erneute Einführung der Charaktere,
gibt aber dennoch einen Einblick in
das Leben der Pevensie-Geschwister und wie sie sich an ihr Leben in
England wieder gewöhnt haben,
nachdem sie in Narnia etliche Jahre
verbrachten und dort aufgewachsen
sind. Wie man sehen kann, haben sie
es noch immer nicht ganz geschafft,
ihren neuen Platz einzufinden. Doch
dann werden die vier wieder nach
Narnia gerufen und freuen sich ausgelassen. Die Charaktere sind auch
dieses Mal wieder hervorragend ausgearbeitet und bieten eine gelungene Mischung aus Witz und Ernsthaftigkeit. Neu hinzugekommen ist
Ben Barnes, der die Rolle des Kaspian
übernimmt. Auch er spielt seine Rolle
durchaus überzeugend und wird vom
Kind zum Mann.
Was mich vor allen an diesem Film beeindruckt hat, waren Bilder und Töne
des Films. Die gezeigten Landschaften
mitsamt der Musikuntermalung wirkten geradezu malerisch und lassen
das Gefühl von Fernweh aufkommen,
gerade bei überarbeiteten Redakteuren und Filmkritikern bei einem bisher
eher flauen Sommer. Die langen Szenen in denen die Landschaft gezeigt
wird, erinnern dabei deutlich an „Herr
der Ringe“. Auch an anderen Filmen
bedient man sich, zum Beispiel die
Hippogreifs aus Harry Potter. Positiv
sind aber die visuellen Effekte, die im
Vergleich zum ersten Film nochmal
verbessert wurden – allen voran der
Löwe Aslan (Türkisch für Löwe).
An diesem Film wird jeder seinen
Spaß haben. Er bietet Witz, Szenen für
Klein und Groß, Dramatik, Abenteuer
und jede Menge Action und Kampfszenen gegen Ende des Films wenn
es zum Showdown kommt und das
Leben der Narnianer auf dem Spiel
steht. Ein Kampf ohne Chance, der
sich immer weiter zuspitzt – herrlich!
Zusammen mit einigen Gesellschaftlichen Kritiken, den dunkleren Themen
die angesprochen werden und den
Fantasy-Elementen ist dieser Film ein
recht guter Film und Fantasy-Fans
sollten sich ihn nicht entgehen lassen.
Was ich aber kritisieren mag, ist der
unterschwellige religiöse Ton der
mitschwingt, der ein bisschen die die
Bibel oder die Kreuzzüge erinnert
(jeder der nicht glaubt, wird umgebracht; alle Mittel dazu sind recht).
Wer es noch nicht wusste: Aslan ist Jesus. Sieht man darüber hinweg, kann
der Film aber sehr gefallen.
Hintergrund
Die Dreharbeiten zum Film begannen
am 12. Februar 2007. Sechs Wochen
lang filmte man auf der neuseeländischen Nord- und Südinsel. Die Lokalitäten auf der Südinsel umfassten das
isolierte Haast River Valley, das an der
grünen South-Westland-Küste an die
Tasmanische See angrenzt, und zudem Wälder in der Nähe des Paradise
Valley und bei Glenorchy im Umland
von Queenstown. Nachdem die Filmcrew die Aufnahmen in Neuseeland
Ende März abgeschlossen hatte, zog
sie nach Osteuropa in die legendären Prager Studios Barrandov und
Modrany um. Wichtige Außenmotive
fanden sich in der nordböhmischen
Stadt Usti, dem Hauptschauplatz für
die epische Endschlacht des Films, sowie in Polen und Slowenien.
NARNIA FÜR NINTENDO DS
Von: Timo Schürmann
Preis: ca. 40Euro
Erhältlich für: PC, NDS, PS2, PS3, XBOX 360
Dieses 3D Action-Rollenspiel handelt
von Prinz Kaspian und den Kindern
Peter, Lucy, Susan und Edmund. Das
Spiel soll jeden in seinen Bann ziehen,
der dieses Spiel spielt. Zur Story: Prinz
Kaspian ist der einzig mögliche Thronfolger von Narnia doch als Nachwuchs
kommt, versucht sein Onkel ihn zu ermorden. Doch Kaspian kann fliehen
und flüchtete in den Wald, wo die Narnianer ihn aufnehmen und ihn unterstützen. Hinzu kommen die Geschwister und helfen Kaspian bei dem Plan,
seinen Onkel vom Thron zu stürzen.
Dies gelingt ihnen auch und Kaspian
wird zum König von Narnia.
Meiner Meinung nach sollte jeder, der
Rollenspiele mag, sich dieses Spiel
kaufen, auch wenn der Langzeitspielspaß nicht gerade gut ist, denn nachdem Kaspian König geworden ist kann
man nicht weiter spielen. Stattdessen
startet man immer wieder an seinem
Gemach und soll zur Krönungszeremonie. Immerhin hat jeder, der sich
das Spiel geholt hat, ein tolles Rollenspiel das an den PC oder an die Konsole fesselt.
Peter Dinkalge spielt den
grummeligen Zwerg Trumpkin
Spielzeit: 10-24 Stunden
Grafik & Sound: Gut
Langzeitspielspaß: Schlecht
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
27
e’Magazin | FILM | PRINZ KASPIAN
INTERVIEWS
Frage: Erzählt doch bitte etwas
über eure Rollen…
Ben Barnes: Ich renne direkt von Anfang an vor meinen eigenen Leuten
davon, ich bin ein Ausgestoßener und
werde sozusagen in diese Führungsposition hineingezwungen. Nun bin
ich der einzige der es mit den Bösen
aufnehmen kann, zusammen mit den
Narnianer denen ich mich verpflichtet
fühle. Ich rufe dann die Pevensie-Geschwister herbei.
Und Peter als Hoher König, der mit seinen Geschwistern auftaucht, meint,
er habe die Machtposition. Also stoßen wir beide das ein oder andere
Mal miteinander zusammen, denn
wir haben verschiedene Ansichten
darüber, wie wir meinen bösen Onkel
besiegen können.
Georgie Henley: Lucy wird immer
mehr außen vorgelassen in diesem
Film. Die andere glauben ihr immer
weniger und fangen sogar an, sie zu
ignorieren. Damit kommt sie nicht
ganz klar und hat einige Streitereien
mit ihrem älteren Bruder Peter. Sie
fühlt sich viel zu wenig beachtet und
das obwohl sie Recht hat. Doch dieses
Mal steht sie dafür ein. Das ist etwas,
was sie im ersten Film nicht gemacht
hat.
Anna Popplewell: Ich war sehr froh,
das Susan etwas mehr in die Action
eingebunden wurde. Die Kampfszenen haben mir wirklich sehr viel
Spaß gemacht – ich habe es geliebt!
Auch durfte ich mehr Stunts machen,
was mir im ersten Film nicht in diesem Ausmaß möglich war. Das ist ein
bisschen anders, als im Buch. Dort
ist sie nicht die
Kriegerin, doch
Andrew und die
anderen haben
sich darüber unterhalten und es für
machbar empfunden. Das hat mir
mehr Spielraum für meine Rolle ermöglicht. Auch die Beziehung mit
Prinz Kaspian war eine neue interessante Dimension die zum Film hinzugefügt wurde. Um ehrlich zu sein, war
ich überrascht, dass für Susan so viel
mehr drin ist, als im Buch.
William Moseley: Mein Charakter ist
erwachsen geworden. Er ist ein erwachsener, der versucht den Jungen
in sich zu vertreiben. Am Anfang ist
der verärgert, frustriert – ihm wurde diese wahnsinnige Erfahrung
geschenkt und dann wieder weggenommen und ich habe es auch so
empfunden. Nach den Dreharbeiten
zum ersten Film, was eine wahnsinnige Erfahrung für mich war, musste ich
zurück zur Schule.
Und auch wenn ich nicht so reagiert
habe, wie es Peter macht, kann ich ihn
doch verstehen. Und dann kommt er
zurück nach Narnia und weil es 1300
Jahre später ist, erkennt ihn niemand.
Er sieht sich noch als König, während
die anderen nur einen Jungen sehen
und keinen Mann.
Was denkt ihr über Andrew Adamson, Drehbuchautor, Produzent,
Regisseur von Narnia?
Ben Barnes: Andrews Vorstellungsvermögen ist unendlich groß. Egal
was man sich vorstellt, Andrew macht
es zehnmal größer und detaillierter.
(lacht) Er hilft allen dabei, sich diese
Welt richtig vorzustellen, auch mir.
Anna Popplewell: Er ist ein so liebenswerter Mann und wunderbarer
Regisseur – ich habe nichts als nette
Worte für ihn. Auch in seinem Leben
hat sich einiges verändert. Als wir den
ersten Film begannen, war er frischgebackener Vater und jetzt hat er
schon zwei junge Töchter. Er ist ähnlich wie die Pevensies mit der Zeit erwachsener geworden und dabei immernoch dieser wunderbare Mensch
geblieben.
Ben Barnes ist als Prinz Kaspian
neu hinzugekommen. Was denkt
ihr über ihn?
Anna Popplewell: Wir waren alle
sehr gespannt, Prinz Kaspian kennen
zu lernen. Gerade weil wir keine größeren Meetings hatten, bevor wir mit
den Dreharbeiten begannen, kamen
wir in Neu Seeland an und trafen dort
auf Ben. Anfangs waren wir alle etwas
besorgt, wie er in diese eingeschweißte Familie passen würde. Denn wenn
man viel Zeit mit den Menschen an
einem solchen wichtigen Projekt wie
Narnia verbringt, werden die Menschen einem wichtig, sie bedeuten
einem etwas.
Das galt vor allem für William und
mich, denn wir wussten, dass wir im
nächsten Film nicht mehr mit dabei
sein würden. Ben muss in unsere Fußstapfen treten und wir wollten dass
er dazu gehört und er ist einfach ein
super netter Typ.
Wie groß war der Produktionsaufwand, der für „Prinz Kaspian von
Narnia“ betrieben wurde?
Ben Barnes: Jeden einzelnen Moment
den man sich vorstellt, wenn man das
Script liest, wird am Set zehnmal größer sein. Und dann kommt jemand am
Set zu dir und teilt dir mit „Übrigens,
diese Kreaturen sind 3 mal größer, als
Lucy empfängt Seite an Seite mit dem Löwen
Aslan die Truppen von König Miraz
28
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
e’Magazin | FILM | PRINZ KASPIAN
BUCHVORLAGE
Immer drauf auf die bösen Buben! Edmund
macht Kleinholz aus den feindlichen Truppen.
wir es bis gerade geplant hatten“, ist
man wirklich total baff. Ähnlich ist das
mit der Armee unseres Feindes.
Man sieht nur 20-30 Soldaten –aber
wenn sie dann aus dem Wald herauskommen, sind es 300! Das ist einfach
episch! Und es lässt alles so real wirken.
Was könnt ihr uns über den Film erzählen?
Ben Barnes: Ich denke dieser Film
wird den Erwartungen der Leute gerecht werden, wenn nicht sogar die
Erwartungen übertreffen, denn er ist
so groß. Es ist eine sehr interessante
Geschichte, und zeigt die Geschichte
aus den Büchern ein klein bisschen
anders.
Auch für die, die die Bücher gelesen
haben, wird es interessant werden,
die Änderungen zu sehen und welche Auswirkungen diese haben. Und
für alle, die den ersten Film mochten,
wird dieser Film epischer, spannender
und sie werden ein Wiedersehen mit
einigen Charakteren haben, die sie
ins Herz geschlossen haben.
Skandar Keynes: Es gibt jede Menge
mehr Action in diesem Film. So springe ich zum Beispiel von diesem Dach
dort drüben (zeig auf ein Hausdach).
Das mache ich, weil ich so cool bin
(lacht). Nein, im Ernst. Es gibt wirklich
viel mehr Action als im ersten Film,
wir sind viel mit Pferden unterwegs
und es gibt viele Kampfszenen – das
ist wirklich riesig und ich freue mich
darauf!
Georgie Henley: Die Pevensies werden sozusagen nach Narnia gerufen
um Prinz Kaspian zu helfen. In Narnia
angekommen, realisieren sie langsam, was in ihrer Abwesenheit in
den 1300 Jahren alles passiert ist. Es
ist wirklich hart für die Geschwister,
denn sie haben Narnia noch nie in
einer solch schlechten Situation gesehen. Und dann machen sie es zu ihrer
Aufgabe, den bösen Miraz aufzuhalten und Prinz Kaspian zum Thron zu
verhelfen.
Wie war es für „Prinz Kaspian von
Narnia“ zu den Dreharbeiten zurückzukehren?
William Moseley: Ich habe mich so
darauf gefreut, mit allen wieder zusammenarbeiten zu können und freute mich auch darauf, Ben zu treffen.
Ich wollte mehr Kämpfe machen.
Einfach alles an der Rückkehr war klasse! Auch schauspielerisch wollte ich
einiges leisten. Ich wollte meine Emotionen raus lassen, zu einem richtigen
Schauspieler werden und zeigen, was
ich kann
Was glaubt ihr wir die Zuschauerreaktionen sein werden und mit welchen Themen können wir rechnen?
William Moseley: Sie werden einen
anderen Narnia Film sehen, das wird
sicher einige überraschen. Schon alleine die Art wie der Film gedreht
wird, ist anders, er ist dunkler.
Der Film hat eine wirklich tolle Geschwindigkeit. Ich glaube ich kann für
alle sprechen, wenn ich sage, dass wir
sehr froh sind hier arbeiten zu dürfen.
Die Story ist auch einfach klasse, die
Hauptelemente von Narnia sind noch
immer vorhanden und die Zuschauer
werden richtig angetan sein von dem,
was sie sehen.
Interviews (C) Walt Disney Studios
Clive Staples Lewis wurde am 29.
November 1898 in Belfast geboren.
Er wurde an mehreren Oberschulen
unterrichtet, ehe er 1917 sein Studium
in Oxford begann. Seine Ausbildung
wurde durch den Militärdienst im
Ersten Weltkrieg unterbrochen. Lewis
kämpfte als Second Leutnant bei der
leichten Infanterie direkt an der Front
und wurde 1918 verwundet. Nach
einem längeren Aufenthalt im Lazarett
kehrte er 1919 nach Oxford zurück
und schloss vier Jahre später sein Studium mit Auszeichnung ab. Er wurde
1924 als Dozent für Philosophie an die
Universität von Oxford berufen.
1950 wandte sich C. S. Lewis der Welt
der Fantasy zu und verfasste das erste
Buch einer sieben Bände umfassenden
Kinderbuch-Serie, die zusammen als
„Die Chroniken von Narnia“ betitelt
wurden. „Der König von Narnia“, der als
erster Band veröffentlicht wurde, führt
den Leser in das fantastische Land
Narnia. Über einen Wandschrank in
einem englischen Landhaus entdeckt
eine Gruppe von vier Kindern die verzauberte Welt von sprechenden Tieren
und mythischen Kreaturen, in der der
edle Löwe Aslan herrscht.
Lewis veröffentlichte darauf sechs
weitere Bände, jeweils einen pro Jahr:
1951 „Prinz Kaspian von Narnia“, dann
„Die Reise auf der Morgenröte“ (1952),
anschließend 1953 „Der Silberne
Sessel“ und im Jahr 1954 „Der Ritt nach
Narnia“. Der im Jahr 1955 veröffentlichte Band „Das Wunder von Narnia“
erzählt die Vorgeschichte zum ersten
Buch.
Mit „Der letzte Kampf“ schloss Lewis
1956 seine Serie ab. Dieser Band
wurde mit dem prestigeträchtigen
Carnegie Award ausgezeichnet, der
höchsten Auszeichnung für Kinderliteratur. Bis zum heutigen Tage wurden
„Die Chroniken von Narnia“ mehr als
85 Millionen Mal verkauft.
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
29
WANTED
e’Magazin | FILM | Wanted
ab 4. SEPTEMBER IM KINO!
WANTED
TEXT: DANIEL HÖHNE
BILDER: UNIVERSAL PICTURES
W
anted ist ein Actionfilm aus
dem Jahre 2008, der am 25. Juni
2008 Premiere in den USA feierte und
am 4. September 2008 in die deutschen Kinos kommt. Er hat seinen Ursprung im gleichnamigen Comic von
Mark Millar auf dem er lose basiert.
Gedreht wurde der Film von Timur
Bekmambetov, der bisher dem russischen Markt schon ein paar Filme
schenkte (z.B. „Wächter des Tages“).
Wanted stellt sein englischsprachiges
Hollywood-Debüt dar. Die ComicMiniserie weckte als erstes die Aufmerksamkeit von Universal Studios
ausführendem Produzenten Jeff Kirschenbaum („Love, Ltd.“ „Die Mumie
– Das Grab des Drachenkaisers), welcher eine Filmadaption suchte, die ein
„hartes R-Rating“ bekommen würde,
also eine Einstufung, die es erlaubt,
dass der Film von unter 17-jährigen
in Begleitung eines Erwachsenen
geschaut werden darf. Er persönlich
ermutigte das Studio, die Rechte für
Wanted aufzukaufen. Im Jahr 2004
begann der Produzent Marc Platt
die Entwicklung von Wanted. Timur
Bekmambetov wurde im Dezember
2005 zum Projekt hinzugezogen. Das
Script wurde von Derek Hass und
Michael Brandt geschrieben. Jedoch
fand Millar keinen Gefallen am ersten
Entwurf des Scripts, denn seine Idee
war es, das Gegenteil eines Spiderman-Films zu erreichen, also im Prinzip die Möglichkeit, dass jemand Superkräfte entwickelt und merkt, dass
er alles tun kann was er will und sich
für die „böse Seite“ entscheidet. Das
Script war einfach zu lieb, es wirkte
sehr für das amerikanische Publikum
zugeschnitten. Aber als dann Timur
mit seinem osteuropäischen Geist
hinzukam, wurde das ganze richtig
verrückt und sehr viel naher am Geist
des Comics. Ursprünglich sollten dieselben Charaktere wie im Comic zu
sehen sein, was letztendlich nicht
geschah. So kam es, dass der dritte
Akt vom Screenwriter Chris Morgan
umgeschrieben wurde. Außerdem
wurde das Script nochmals umgeschrieben, um die Rolle der „Fox“ auf
Angelina Jolie anzupassen. Es wurde
vom Comic-Autor Mark Millar bestä-
tigt, dass sich Anfang und Ende des
Filmes sehr am Original orientieren,
auch wenn der Ort der Schlussszene
versetzt wurde, um es für den Film
passender zu gestalten.
Inhaltsangabe
Wanted handelt von einem 25 Jahre
alten Mann namens Wesley Gibson
(James McAvoy), er ist der ultimative
Versager. Er hat kein Geld auf dem
Konto, seine Freundin betrügt ihn
mit einem seiner Arbeitskollegen,
sein Job ist langweilig und seine Vorgesetze tyrannisiert ihn. Er nimmt
regelmäßig Tabletten gegen Panikattacken. Sein Leben sollte sich jedoch
früh genug ändern, denn an einem
Tag, an dem er in einem Supermarkt
einkaufen ist, spricht ihn Fox (Angelina Jolie) an, und berichtet ihm, dass
sein Vater gestorben sei und damit
einer der besten Auftragskiller der
jemals gelebt hat, Wesley hat jedoch
keine großen Erinnerung an seinen
Vater, da dieser ihn bereits früh in seiner Kindheit verließ. In der Kaufhalle
befindet sich auch Cross (Thomas
Kretschmann), welcher es auf Wesley
abgesehen hat – Cross ist der Mörder
von Wesleys Vater. Zwischen ihm und
Fox beginnt eine Schießerei. Wesley
und Fox können entkommen und
eine wilde Verfolgungsjagd zwischen
den beiden und Cross beginnt, der sie
auch entrinnen können. Wenig später
Wesley findet sich im Hauptquartier
der Bruderschaft wieder, eine Gruppe von Auftragskillern, der auch sein
Vater angehörte. Sloan (Morgan Freeman), der Partner seines Vaters und
Kopf der Bruderschaft, macht ihm
bewusst, dass sein Herzrasen keine
Panikattacke ist gegen die er Medika-
Regie:
Timur Bekmambetov
Drehbuch:
Derek Haas, Michael Brandt, Chris
Morgan, Dean Georgaris
Darsteller:
James McAvoy, Morgan Freeman,
Thomas Kretschmann, Konstantin
Khabensky, Angelina Jolie u.a.
www.das-emagazin.de
Produzenten:
Marc Platt, Jason Netter, Jim
Lemley
Kamera:
Mitchell Amundsen
Musik:
Danny Elfman
Länge:
110 Minuten
deutscher Kinostart:
4. September 2008
Verleih:
Universal
2/2008 e’ Magazin
31
e’Magazin | FILM | WANTED
mente nehmen müsse, sondern eine
Gabe. Er besitzt die Fähigkeit, Dinge
schneller wahrzunehmen und schneller zu reagieren, als jeder normale
Mensch. Außer ihm haben nur wenige
Menschen auf der Welt diese Fähigkeit. Sein Vater besaß sie ebenfalls.
Er muss nur lernen diese Fähigkeit
bewusst zu nutzen. Wesley muss sich
nun entscheiden, ob er sein einfaches
Leben weiterführen will oder sich der
Gruppe anschließen um sein Schicksal
erfüllen will. Er schließt sich der Bruderschaft nicht an und hält das Erlebte für einen Traum als er am nächsten
Morgen aufwacht. Er findet jedoch im
Bad die Waffe seines Vaters, die ihm
Sloan gegeben hatte, um einer Fliege
die Flügel abzuschießen und ihm so
seine Fähigkeiten klar zu machen. Er
überprüft an einem Automaten seinen Kontostand und bemerkt, dass
mehrere Millionen Dollar auf sein Konto überwiesen wurden. Als er auf seiner Arbeitsstelle erscheint und seine
Chefin ihn wiederholt wegen seiner
mangelhaften Arbeit zur Rede stellt
und sich unwissend abfällig über den
Tod seines Vaters äußert, gehen seine
Gefühle mit ihm durch und er geigt ihr
vor der gesamten Abteilung die Meinung. Danach verprügelt er seinen
verhassten Kollegen mit einer Tastatur und verlässt das Büro. Wissend,
dass es kein zurück mehr gibt und in
der Zeitung lesend das er polizeilich
gesucht wird, steigt er zu Fox ins Auto,
welche bereits auf ihn wartete. Von
dort an nehmen die Dinge ihren Lauf.
Wesley entwickelt seine Fähigkeiten
in einem erbarmungslosen, harten
Training, durch das er gemeinsam von
Sloan und Fox geführt wird. Er lernt
auch, dass die Bruderschaft ihre Auf-
32
träge vom Schicksal erhält und diese
ohne Nachfrage erfüllt. Es gibt einen
„Webstuhl des Schicksal“ welcher im
Binärcode die Namen der nächsten
Ziele zeigt, welche eliminiert werden
müssen, da sie eine Gefahr darstellen.
Wesley findet es anfangs schwierig,
jemanden zu töten ohne zu wissen
ob dieser ein guter Mensch oder ein
schlechter sei, worauf Fox ihm entgegnet das sie nicht ermessen kann
in wie weit ihre Entscheidungen das
Schicksal verändern, aber das durch
den Tod eines Ziels viele Menschen
gerettet werden. Er erfuhr auch, dass
durch das Versagen eines Mitglieds
der Bruderschaft ein Ziel Wochen
nach dem sein Name erschien mehrere Menschen ermordet hat, indem er
sie bei lebendigem Leibe verbrannte.
Nach mehreren erfolgreichen Aufträgen wird er auf Cross, den Mörder seines Vaters angesetzt und nach einer
tragischen Erkenntnis kommt es zum
großen Showdown.
Filmkritik
Wanted spart von Beginn an nicht mit
Effekten, und setzt sich gekonnt über
jegliche Regeln der Physik hinweg.
Gleich am Anfang erleben wir einen
Sprung von Hochhaus zu Hochhaus,
Kugeln können in einer Kurvenbahn
fliegen und um Hindernisse herum
geschossen werden. Von Beginn an
machen sich Bekmambetovs Sinn für
Kreativität und visuelle Inszenierung
bemerkbar. Er setzt die Physik außer
Kraft, um ein packendes Gesamtbild
zu liefern, das mit seinen CGI-Effekten
den Stand der Technik voll ausreizt.
Der Film setzt durchweg auf brachiale Action und viel Brutalität und der
Film gibt einem bis zum Schluss keine
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
Atempause, nur um dann in einem
noch wuchtigeren Showdown zu enden. Der Film hält sich anfangs sehr
stark an die Comicvorlage, setzt aber
später nur noch hintergründig auf die
Story des Comics. Der Film spielt im
heutigen Chicago. Wesleys Wandel
vom einfachen Büroarbeiter zur „Attentäter des Schicksals“ wurde glaubhaft auf die Leinwand gebracht.
Einspielergebnis und
Hintergründe
Wanted spielte an seinem ersten Wochenende 50,9 Millionen Dollar in den
USA und Kanada ein, dies lag weit
über den Erwartungen der Analysten,
die mit 30-35 Millionen rechneten.
Insgesamt spielte der Film über 253
Millionen Dollar weltweit ein.
Der Titelsong des Films ist ein Rocksong namens „The Little Things“ von
Danny Elfman. Außerdem fand der
Titel „Every Day Is Exactly The Same“
von Nine Inch Nails im ganzen Film
Verwendung.
Fazit
Wanted ist hartes Actionkino, mit vielen spektakulären Szenen, gekonnt
eingesetzten Effekten und einer Portion an Humor. Wenn man über den
mangelnden Realismus hinwegsehen
kann, ein durchaus packender und
sehenswerter Film mit wenig Storyhintergrund, der Platz für das visuelle
Erlebnis lässt.
e’Magazin Bewertung
e’Magazin | FILM | NIE WIEDER SEX MIT DER EX
NIE
WIEDER
SEX
MIT
DER
EX
Die Ex vergessen ist manchmal nicht so leicht
ARTIKEL: DAVID THOMANEK
BILDER: UNIVERSAL PICTURES
Regie
Nicholas Stoller
Genre
Comedy/Drama/Romanze
Verleih
Universal
Mit
Jason Segel
Kristen Bell
Mila Kunis
Russell Brand
Bill Hader
Liz Cackowski
Maria Thayer
Jack McBrayer
Jonah Hill
Paul Rudd
Drehbuch und Story
Jason Segel
Produziert von
Judd Apatow
Shauna Robertson
e‘Magazin Bewertung
V
iele Männer kennen das: Sobald
in den Nachrichten Weltstars wie
David Beckham, Robbie Williams, Will
Smith oder andere desselben Kalibers
auftauchen, sind Aussagen wie „Du
bist der Einzige für mich!“, „Schatz, ich
mag es, wenn Männer etwas mehr auf
den Rippen haben“ vergessen. Es hat
sie nie gegeben. Stattdessen werden
ausführlich alle Einzelheiten des vermeintlich großartigen Körpers ihres
unerreichbaren Schwarms angepriesen. An und für sich sind solche Situationen harmlos. Es bleibt generell bei
einer jugendlichen Distanz-Schwärmerei, wie man es auch bei jungen
Mädchen beobachten kann, die ihre
Tokyo-Hotel-Poster an der Wand anbeten und sich sicher sind, dass ihre
Helden lediglich auf sie warten.
Was passiert nun aber, wenn die Frau
aller Träume eines Tages Schluss
macht und kurz darauf bekannt gibt,
die neue Freundin eines weltweit erfolgreichen Rock-Musikers zu sein?
Wenn er ihr alles das gibt, und sie nur
ein Gefühl der Hilflosigkeit und des
Versagens hinterlässt? Eine Spur seelischer Verwüstung. Auf diese Frage
versucht Regisseur Judd Apatow im
Film „Nie wieder Sex mit der Ex“ eine
Antwort zu finden - mit mehr oder
minder großem Erfolg.
Gute Mädchen kommen in den
Himmel, böse überall hin
Geschlagene sechs Jahre seines Le-
bens verbrachte Peter Breter (Jason
Segel, bekannt aus „Beim ersten
Mal“ oder der amerikanischen Sitcom
„How I Met Your Mother“) damit, den
wunderschönen Fernsehstar Sarah
Marshall (Kristen Bell, „Heroes“) zu
beeindrucken und ihr Herz für sich
zu gewinnen. Eines Tages scheint es
für den Komponisten perfekt und
beide finden zusammen. Dies ist der
Zeitpunkt, an dem die meisten Hollywood-Filme enden. Doch versucht
„Nie wieder Sex mit der Ex“ gewisse Regeln zu brechen und lässt die
Handlung mit einer Katastrophe beginnen.
Breters hart umkämpfter Traum beschließt, ihn zu verlassen. Wenig später stellt sich dabei heraus, dass längst
Ersatz für ihn gefunden wurde. Ein
bekannter Rockstar namens Aldous
Snow (Russel Brand, „Die Girls von St.
Trinian”) bestimmt fortan den Takt
Sarahs Herzens und lässt mit seinen
Qualitäten keinen Gedanken mehr
an den eher durchschnittlichen Peter
entstehen.
Mit One Night-Stands, amerikanischem Bier und billigem Wein versucht er sich selbst zu therapieren.
Während er immer weiter in sein
Elend rutscht, scheint es seiner Ex
umso besser zu gehen; die gemeinsame Zeit vergessen und als nichtig
abgestempelt.
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
33
e’Magazin | FILM | NIE WIEDER SEX MIT DER EX
anzuschließen.
Weder in Sachen Humor noch in Sachen Tiefgang kann sich „Nie wieder
Sex mit der Ex“ besonders hervorheben. „Beim ersten Mal“ überraschte die
Kritiker mit außergewöhnlichem Witz
und ließ die Figuren außerordentlich
authentisch wirken, „Jungfrau(40),
männlich, sucht“ hingegen brillierte
mit Steve Carell und seiner Rolle als
unfreiwillig enthaltsamer Mann in
den besten Jahren, die er zweifelsohne perfekt verkörperte.
Welcher Mann wird bei diesem Anblick nicht
schwach? Kristen Bell als Sarah Marshall
Langsam aber sicher wird es dem
schwermütigen Peter zu viel, woraufhin er beschließt, eine einsame „Entziehungskur“ auf einer Insel – Hawaii
– zu bestreiten.
Das Paradies, Sandstrand, Palmen,
hübsche leicht bekleidete Mädchen
und Sonnenschein versprechen einen angenehmen Aufenthalt ohne
Sorgen, ohne Kummer. Leider meint
es das Schicksal nicht gut mit dem unglücklichen Herzensritter. Im selben
Hotel hat nämlich seine bezaubernde
Ex und ihr charismatischer Brit-PopStar ein Zimmer und treiben Peter an
den Rand der Verzweiflung.
Sein neu entflammter Ehrgeiz die
Traumfrau seines Lebens zu vergessen, lässt ungeahnte Kraft in ihm erwecken, welche Rachel (Mila Kunis,
„American Psycho II“, „Ran an die
Braut“), die junge Hotelangestellte, zu
lenken weiß und so neuen Sinn und
Optimismus in sein Leben bringt.
Besondere Leistungen des Films liegen wohl in der Ausgestaltung der
Nebencharaktere. Aldous Snow,
klischeehafter Stern am britischen
Pophimmel, vereint verschiedene
Qualitäten: Erfahrener Playboy, charismatische Berühmtheit und humorvolle Begleitung, ausgerüstet mit
dem größten Repertoire an lockeren
Sprüchen und fiesen Gags. Wenn der
Zuschauer Lacher sucht, wird er sie
zum großen Teil bei Peters tollpatschiger Ader oder der Coolness Aldous‘ finden. Natürlich vermittelt das
Ende in einem gewissen Sinne auch
Moral und Lebensweisheit. In „Beim
ersten Mal“ war es die Botschaft,
nicht aufzugeben, auch wenn das
Leben dank einer geschwängerten
Karrierefrau anders verläuft, als einem lieb ist. „Jungfrau(40), männlich,
sucht“ gibt all den Freaks und sexuellen Spätzündern die Zuversicht, dass,
egal wie aussichtslos die Suche nach
paarungswilligen Traumfrauen ist,
jeder zum Ziel gelangen wird. Früher
oder später. „Nie wieder Sex mit der
Ex“ vermittelt dem Zuschauer wieder
einmal, dass das Glück gerade dort
ist, wo man es nicht vermutet. Indem
e’ Magazin 2/2008
Eine gewöhnliche Liebeskomödie zurückgespult
Das Ende der Beziehung ist der Beginn,
die darauf folgende Verzweiflung und
Verwirrung Peters das unterhaltsame
Element und die schlussendliche Begegnung mit dem Menschen, der
seine Wunden heilt, der Hollywoodgerechte Schluss.
Der Zuschauer bemerkt hier schon
sehr schnell, worauf das Drehbuch
abzielt, was die verschieden Typen für
eine Rolle im Leben des Hauptdarstellers spielen und dass das vermeintliche Drama letzten Endes doch ganz
glücklich ausgehen wird.
Das ist auch das eigentliche Problem,
mit dem dieser Film zu kämpfen hat:
Die Konventionalität, die die Handlung bestimmt. Humor wird meistens
aus Albernheiten, Tollpatschigkeiten
oder Verzweiflungsakten geschöpft
(die Sprüche Snows ausgenommen),
was an manchen Stellen für Lacher
sorgt, den Film jedoch schnell in Vergessenheit geraten lässt. Dazu trägt
auch das Drehbuch bei. Die Idee ist
einfach nicht originell genug, sondern spielt nach alten Regeln der
Liebeskomödie. Nur ist der Anfang
das Ende, was nicht heißt, dass dies
großartig etwas ändern würde. Denn
ein gutes Ende gibt es immer auf der
einen oder anderen Weise. Zurückgespult eben.
Und gleich noch eine
Schönheit aus dem Film. Wer
hübscher ist, liegt im Auge
des Betrachters
Aus Alt mach Neu
Judd Apatow und Jason Segel, welche sich bereits einen Namen als
Produzenten in Filmen wie „Beim
ersten Mal“ und „Jungfrau(40), männlich sucht“ machten, versuchen hier
die Geschichte eines verzweifelten
Mannes zu erzählen, der an die Liebe
glaubt und vom Leben selbst gnadenlos enttäuscht wird. Das alles mit
einigen guten Sprüchen und teilweise ins Alberne abdriftende Tollpatschigkeiten gespickt, entsteht eine
solide Komödie, die es jedoch nicht
schafft, an die oben genannten Filme
34
Peter alle Kraft darauf aufwendet, seine ehemalige Freundin zu vergessen,
lernt er, dass Ausdauer und Zielstrebigkeit sich am Ende doch bezahlt
machen - wenn auch nicht immer so,
wie man gedacht hat.
www.das-emagazin.de
ANZEIGE
e’Magazin | SERIE | REAPER
REAPER
Arbeiten im Auftrag des Teufels
TEXT: DANIEL SCHÜRMANN / CHRISTIAN SPIELER
BILDER: THE CW /ABC Studios
Erschaffer
Tara Butters
Michele Fazekas
Genre
Adventure/Comedy/Drama/Fantasy
Mit
Bret Harrison
Tyler Labine
Rick Gonzalez
Missy Peregrym
Ray Wise
Produziert von
Tara Butters, Michele Fazekas, Joseph
Patrick Finn u.a.
Starttermine
USA: seit 25. September 2007 (CW)
Deutschland: seit 19. Mai 2008 (FOX)
e’Magazin Bewertung
36
e’ Magazin 2/2008
2
007 startete auf dem US-Fernsehsender CW, bekannt für Serien wie
„Supernatural“ oder „Smallville“ eine
neue Serie, die Kritiker und Zuschauer gleichermaßen positiv aufnahmen,
trotz eines eher gewöhnungsbedürftigen Themas: Der Jagd von aus der
Hölle entflohenen Seelen. „Reaper“,
so der Name der Serie, versteht es mit
viel Witz und Humor dieses Thema
locker auf die Bildschirme zu bringen. Die erste Staffel war ein Erfolg
bei den Kritikern, es hätten aber ein
paar Millionen mehr Zuschauer sein
können. Dennoch wurde die Serie für
eine zweite Staffel verlängert, die im
Frühjahr 2009 in den USA anläuft und
13 Folgen umfasst. Die erste, 18 Folgen umfassende Staffel läuft derzeit
in deutscher Synchronisation auf dem
Bezahlsender „FOX Channel“, immer
dienstags um 21 Uhr.
Story
Die ersten 20 Jahre seines Lebens hatte es Sam Oliver eigentlich ziemlich
leicht. Er konnte immer machen, was
er wollte, egal ob es um die Schule
www.das-emagazin.de
ging, sportliche Aktivitäten oder seine berufliche Karriere. Seine Eltern ließen ihm im Grunde alles durchgehen.
Deswegen ging er auch nicht zum
College, sondern suchte sich einen
Job ohne Aufstiegsmöglichkeiten im
hiesigen Baumarkt „Work Bench“ und
fristet nach Feierabend mit Videospielen sein trostloses Dasein.
Das alles ändert sich für den Faulpelz
und Nichtsnutz jedoch an seinem
21. Geburtstag, an dem er erkennen muss, warum ihn seine Familie
ein solches Leben hat leben lassen:
Schon bevor er geboren war, haben
seine Eltern seine Seele an den Teufel
verkauft.
Natürlich kommt dieser pünktlich
zum ausgehandelten Termin persönlich vorbei, um Sam davon zu berichten, und um seinen Schützling als seinen neuen Kopfgeldjäger unter seine
Fittiche zu nehmen. In Zukunft und
bis zu seinem Tode ist Sam dazu verdammt, die aus der Hölle entflohenen
und zurück auf die Erde gekommenen
e’Magazin | SERIE | REAPER
Seelen wieder einzufangen, die hier
ihr Unwesen zu treiben.
Am Anfang kann es Sam kaum fassen und er verweigert seine Hilfe,
doch nachdem der Teufel ihm eine
gehörige Lektion erteilt, was es bedeutet, dem Teufel zu widersprechen,
erkennt Sam, dass es Konsequenzen
für ihn und seine Familie haben würde. Also fügt er sich in sein trauriges
Schicksal, da ihm scheinbar nichts anderes übrig bleibt.
Sam zur Seite stehen seine beiden
Freunde und Kollegen Bert „Sock“
Wysocki und Ben. Sock ist einer der
ältesten Freunde von Sam und er war
immer sein größtes Vorbild, wenn es
um das Nichtstun ging. Er verkauft
sogar noch weniger Geräte und Produkte im „Work Bench“ als Sam (und
schon der verkauft fast gar nichts) und
ist deswegen dem Manager des Baumarktes Ted natürlich eine schmerzhafter Dorn im Auge. Jedoch findet er
es total cool, dass er Sam bei seinen
Befehlen aus der Hölle zur Seite stehen kann. Ben hingegen versteht die
Bürde und die Wichtigkeit, die Sam
aufgeladen wurde. Er ist der Sohn
eines Pfarrers und studiert an einem
College, aber auch er hat geschworen, Sam und Sock zu helfen, obwohl
er weiß, dass diese aufgezwungene
Partnerschaft mit dem Teufel kein
Spiel ist.
Sam weiß jedoch auch, dass er so wenig Menschen wie möglich von seiner geheimen Mission erzählen darf,
denn je mehr Leute es wissen, umso
mehr Leute bringt er damit in Gefahr. Allen voran: seine wunderschöne Kollegin Andi, auf die er es schon
lange abgesehen hat, aber es wegen
seines Mangels an Selbstvertrauens
und Erfahrung einfach nicht zustande
bringt, ihr seine Gefühle zu offenbaren oder sie zum Essen einzuladen.
Andi ist eine sehr kluge junge Frau
und war auch einst auf dem College,
doch sie kam zurück in den Baumarkt,
um mehr für ihre Mutter da zu sein, als
ihr Vater starb. Jetzt hat sie hier zwar
einen sicheren Arbeitsplatz, doch andererseits hat sie sich dadurch auch
selbst in eine berufliche Sackgasse
manövriert.
Obwohl sich sein ganzes Leben von
einem Tag auf den anderen total verändert hat, begreift Sam doch, dass
es ihm eine gewisse Genugtuung und
Zufriedenheit bereitet, einen Teil der
bösen Mächte dahin zurück schicken
zu können, wo sie hingehören. Er erkennt, dass er jetzt endlich eine wahre
Bestimmung für sein Leben gefunden
hat. Zusammen mit seinen beiden
Freunden Sock und Ben und bewaffnet mit einem sich immer ändernden
„Gefäß“ (engl. Vessel) - ein Handstaubsauger, eine Taube, ein Spielzeugauto, ein Föhn und noch viel obskurere
Dinge - stellt sich Sam dem Bösen in
den Weg und übernimmt seine neue
teuflische Aufgabe als der Reaper.
Die Anfänge
Die Pilotfolge des Films wurde von
Michele Fazekas und Tara Butters geschrieben und bekam im September
2006 Grünes Licht vom Sender CW.
Im Januar 2007 erklärte sich Autor/Regisseur Kevin Smith bereit, Regie bei
dem Pilotfilm zu führen. Da der Piplotfilm gut ankam, bestellte CW gleich
im Mai eine 13 Folgen umfassende
erste Staffel, die später um 5 Folgen
erweitert wurde. Das Casting wurde
im Februar 2007 aufgenommen. Bret
Harrison bekam den Zuschlag als Sam
Oliver. Wenig später wurde auch die
Rolle des Sock besetzt. Der kanadische Schauspieler Tyler Labine übernimmt die Rolle von Sams bestem
Kumpel. Nikki Reed, bekam anfangs
den Zuschlag als Andi, wurde aber
im März 2007 vom Missy Peregrym
ersetzt, wodurch einige Szenen aus
dem Pilotfilm neu gedreht werden
mussten. Im März stießen ebenfalls
Rick Gonzales als Ben sowie Valarie
Rae Miller als Socks Ex-Freundin Josie.
Mitte März kam zu guter Letzt auch
noch Schauspieler Ray Wise hinzu,
der die Rolle des Satan erhielt.
Die Charaktere
Sam
Sam Oliver (gespielt von Bret Harrison) ist der Hauptcharakter der Serie.
Er hat das College abgebrochen und
ist seit seinem 21. Geburtstag, dank
eines Deals seiner Eltern noch vor seine Geburt, Kopfgeldjäger des Satans
persönlich. Sam ist verliebt in seine Kollegin Andi, die ähnlich für ihn
empfindet. Nachdem er von seiner
Schuld erfahren hat, befürchtet er, in
die Hölle gehen zu müssen. Jedoch
verneint dies Satan und klärt Sam auf:
Er soll aus der Hölle entflohene Seelen jagen und zurück in die ewigen
Flammen schicken – und das für den
Rest seines Lebens. Weil ihm keine
andere Wahl bleibt, nimmt Sam die-
BEGRIFFE AUS REAPER
Dämonen
Dämonen werden in „Reaper“ durch
ganz normale Menschen gespielt, die
nach außen hin nicht aggressiv erscheinen, sondern ein ganz normales
Leben führen können, wie Gladys. Es
gibt Dämonen die arbeiten für den
Teufel, oder aber gegen ihn. In „Reaper“ wird gesagt, dass alle Dämonen
einst Engel waren, die vom Himmel
gefallen sind weil sie sich mit dem
Teufel verbündet haben, um Gott zu
stürzen. Dämonen sind also verbannte des Himmels, die im Dienste des
Teufels stehen oder versuchen ihren
ehemaligen Platz im Himmel wieder
einzunehmen.
Reaper
‚Reaper‘ werden vom Teufel beauftragt, Seelen wieder einzufangen, die
aus der Hölle entkommen konnten.
Sam wurde zu einem Reaper, direkt
in der ersten Folge, weil seine Eltern
seine Seele dem Teufel versprochen
haben. Es ist möglich, dass Sam nicht
der einzige seiner Art ist, angedeutet
wurde dies immer wieder.
Geflohene Seelen
Sie waren Gefangene in der Hölle,
wurden gefoltert und bestraft für ihre
schlimmen Taten auf der Erde oder
weil sie ihre Seele an den Teufel verkauft haben. Der Teufel vertraut Sam,
diese geflohenen Seelen wieder einzufangen. Kommen die ehemaligen
Menschen wieder zurück auf die Erde,
so versuchen sie zu Ende zu bringen,
was sie vor ihrem Ableben nicht erreichen konnten. Entkommen sie aus der
Hölle, so bekommen die Seelen ihren
früheren Köfper zurück, mit dem sie
auf Erden wandern, meist unerkannt
von anderen. Dennoch besitzen sie
übernatürliche Fähigkeiten, die oftmals ihren früheren Taten oder ihrer
Strafe in der Hölle entsprechen.
Gefäß (Vessel)
Da die Seelen die Sam einfangen soll,
bereits zuvor gestorben sind, wäre ein
Versuch sie mit normalen Methoden
zu töten zum Scheitern verurteilt. Der
Teufel schickt Sam daher regelmäßig
die unterschiedlichsten Gefäße in einer hölzernen Box. Alle Gefäße sind
einzigartig und speziell für die eine
Seele bestimmt, die Sam damit jagen
muss.
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
37
e’Magazin | SERIE | REAPER
se neue Aufgabe an und wird immer
wieder aufs Neue von Satan mit neuen Aufträgen versorgt. Mit Hilfe seiner beiden besten Freunde Sock und
Ben, versucht er die Seelen zu fangen.
Am Ende der Staffel gibt es noch eine
verstörende Enthüllung über Sams
Vergangenheit.
Sock
Sock (Tyler Labine) ist Sams bester
Freund und arbeitet wie Sam und
Ben bei „Work Bench“, ein Baumarkt.
Dort ist Sck der schlechte Verkäufer
überhaupt und verbringt die meiste
Zeit damit über total unsinnige Dinge zu philosophieren, wie ein ObenOhne-Einkaufsladen. Doch Sock ist
geschickter und mutiger als sein
Äußeres ihm anmerken lässt. Er hilft
Sam tatkräftig und ohne Rücksicht
auf sich. Vorschlag:Doch Sock ist geschickter und mutiger als sein Äußeres vermuten lässt, tatkräftig und
ohne Rücksichtig auf sich hilft er Sam
bei der Erfüllung seiner Aufgabe.
Satan
Satan (gespielt von Ray Wise) ist auf
der Erde auch unter seinem falschen
Namen Jerry Belvedere bekannt und
38
e’ Magazin 2/2008
ist sozusagen Arbeitge- Sam und Sock auf Dämonen-Jagd
ber von Sam. Obwohl
er immer freundlich
scheint, weiß niemand,
was sich wirklich hinter
der Fassade verbirgt.
Jerry ist der Teufel in
Person und hat die
Rechte an Sams Seele
durch einen Vertrag
mit Sams Eltern, den er
vor Sams Geburt abgeschlossen hat. Obwohl
er weiß, dass sein Ende
kommt – früher oder
später gewinnt Gott,
sagt er – versucht er
bis dahin immer wieder
Schlechtes zu tun und
Gott so Steine in den Weg zu legen.
der ihm von Gott auferlegt wurde,
Er versucht sogar Sam davon zu überdenn Gott wusste, wie sehr Jerry Eis
zeugen, dass seine Arbeit gut ist, da
mag.
Sam den Müll – die entflohenen Seelen – von den Straßen entfernt. Der
Ben
Teufel hat, wie in vielen Büchern und
Benjamin Gonzales (gespielt von Rick
Erzählungen, unendliche Kräfte und
Gonzales) ist Mitarbeiter von „Work
die Fähigkeit Sam wann immer und
Bench“ und bester Freund von Sock
wo immer er will hin zu teleportieren.
und Sam. Auch er weiß von Sams
Die Schwäche des Teufels ist Eis, doch
Schuld dem Teufel gegenüber und
essen kann er es nicht, da es schmilzt,
Hilft bei der Jagd nach den entflohesobald er es berührt. Dies ist ein Fluch
nen Seelen – selbst wenn er mal die
www.das-emagazin.de
e’Magazin | SERIE | REAPER
Augenbrauen dabei verliert. Anfangs
war er das Hirn des Trios und hat Pläne ausgearbeitet, doch im Verlauf
der ersten Staffel, geht er immer
weniger mit auf Jagd. Eigentlich
will er Priester werden und kennt
die Bibel fast auswendig, was
dazu führt, dass er öfter theologische Fragen hat und die Missionen für Satan in Frage stellt.
Andi
Andi Prendergast (Missy Peregrym) ist Sams Kollegin. Sie ist für
Sam die Frau, für die er alles tun
würde – er ist verliebt in sie. Sie weiß
nichts von Sams geheimer Arbeit, was
die beiden des Öfteren davon abhält,
sich näher zu kommen und Sam Andi
dadurch immer wieder vor den Kopf
stößt. Im Verlauf der Staffel erfährt
Andi von Sams Arbeit und wird zu seinem dritten Helfer im Kampf gegen
die bösen Seelen aus der Hölle.
Review
Als ich das erste Mal von Reaper gehört habe, war ich nicht sehr angetan
– dennoch habe ich der Serie eine
Chance gegeben und habe es nicht
bereut. Reaper ist eine frische, gut ge-
schrieben
Serie mit viel
Witz, einigen ernsten
Tönen,
super
Schauspielern und
– meiner
Meinung nach – das Beste: man kann
sich richtig gut mit Sam identifizieren.
Er ist ein ganz normaler Typ, wie jeder
von uns, hat seine Problemchen, ist
verliebt in seine Kollegin Andi, doch
oben drauf kommt, dass seine Seele
dem Teufel gehört. Und vor allem Satan wird super gespielt von Ray Wise.
Er schafft es, einen Charakter, der eigentlich gehasst werden sollte von
jedem, so gut rüberzubringen, dass
man ihn gar nicht hassen kann. Auch
Tyler und Rick, die Sock und Ben spielen, sind einfach unschlagbar lustig
und bringen doch auch eine gewisse
Tiefe in die Serie.
Die ersten Folgen liefen nun bereits
in Deutschland. Überrascht nach
dem Pilotfilm und den ersten Folgen
war ich doch, als auch in der achten
Folge immer noch mit dem gleichen Schema die Story getrieben
wurde: Eine Seele flieht, Sam bekommt sein Gefäß, hat einen (oder
mehrere Fehlversuche) schafft es
am Ende dann aber doch, die Seele zu fangen. Doch spätestens die
zweite Hälfte der Serie macht wieder
richtig Spaß. Es kommen neue Charaktere hinzu (Cady) und allen voran
die abtrünnigen Dämonen Tony und
Steve, die einfach herrlich sind. Der
frische Wind nach dem Autorenstreik
tat der Serie auch gut, denn die Quoten gingen zurück – bis die Serie nach
dem Streik wieder zurück kam.
Mir hat die zweite Hälfte besser gefallen als die erste, und das Finale ist
sehr spannend und gut gemacht. Ich
freue mich schon sehr auf die zweite
Staffel, schade dass es noch bis nächstes Jahr dauert.
Serien-Spannungskurve
Diese Spannungskurve soll einen Einblick in die Bewertung der jeweils einzelnen Folgen aus der ersten Staffel
von „Reaper“ liefern. Episodenguides
gibt es im Internet zu genüge - solche
Charts aber nichts. Daher haben wir
uns dieses Feature für die nächsten
Serienvorstellungen ausgedacht und
werden es natürlich weiter ausarbeiten.
Bewertung
Folge 18:
Mit einem grandiosen Finale
beendet Reaper
seine erste
Staffel.
Pilotfilm:
Hier ist alles
drin!
Folge 7:
So langsam
bezweifelt
man, ob noch
etwas neues
kommt
Folge 13:
Nach zuletzt
guten Folgen
wieder eine
etwas schwächere
Folge
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
39
e’Magazin | SERIE | REAPER
harten Arbeitstag. Denn ich komme
hier aus der Umgebung von Vancouver, darüber bin ich ziemlich froh.
Du hast aber auch in Los Angeles
gelebt, richtig?
Missy Peregrym: Das stimmt. Ich
habe dort drei Jahre gelebt und ich
bin wirklich froh, da weg zu sein,
wirklich! Das Wetter ist zwar gut, aber
dann will man wieder jeden Tag draußen sein und man hat einfach keine
Regentage an denen man mit gutem
Gewissen zu Hause bleiben kann.
Aber hier ist das Wetter mal so mal so,
ich liebe es hier einfach! Das werde
ich immer sagen!
Sam und Andi: Werden die beiden
Glücklich miteinander? Was denkst du über das ShowBusiness?
Missy Peregrym: Es ist sehr einfach
in dieser Branche egoistisch zu werden, alle anderen zu vergessen. Kriegt
man eine Rolle bei einem Vorsprechen
nicht, dann liegt es immer daran, wie
man aussieht – man ist es immer selber schuld. Aber um die Wahrheit zu
sagen, hoffe ich, dass ich nicht für imWie ist Dynamik am Set mit den
mer in dieser Branche sein muss. Alles
drei Jungs?
was ich immer in meinem Leben wollMissy Peregrym: Es ist gut, mir gefällt
te, ist, Mutter und Frau zu sein.
es. Ich bin aufgewachsen mit mehr
Jungs als Freunde statt Mädchen. Ich
habe mein ganzes Leben lang Sport
Wie geht es dir Bret? Einen langen
getrieben. Mir persönlich geht es besTag gehabt?
ser in der Nähe von einer Gruppe
Bret Harrison: Mir geht es gut, danvon Kerlen, anstatt mitten in
ke. Ja wir haben hier immer viel
einer Gruppe von Mädels. Für
zu tun. Aber es ist gut Arbeit, es
mich ist das in Ordnung so.
macht Spaß. Wir haben noch
einige Überraschungen vorHängt ihr auch nach den
bereitet für die Zuschauer.
Deharbeiten noch zuAußerdem ist heute ein Resammen rum?
Shoot Tag. Wir drehen SzeMissy Peregrym: Ab
nen aus den ersten beiden
und zu schon, aber
Folgen nach.
nicht regelmäßig.
Wir drehen imKonntest du deine Zeimer so lange,
len noch auswendig?
sind lange bei
Bret Harrison: Ach,
der Arbeit. Brad
weißt du, wir arbeiund Tyler arten so lange hier, da
beiten jeden
vergisst man die ein
einzelnen
oder andere Zeile
Tag, das ist
schon mal, kann sie
schon nicht
aber in Ruhe wieder
leicht. Dazu
lernen, da Zeit genug
kommt, dass
ist. Wir drehen ja 13 bis
ich hier in der
14 Stunden am Tag, da
Nähe zu Hause
bleibt zwischen den eibin und dann
gentlichen Zeiten vor den
gerne bei meiKameras genug Zeit hinter
Welchem Mann kann sie
ner Familie bin.
der Kamera, wo man seinen
nicht den Kopf verdrehen?
Da kann ich besser
Text nochmal lernen kann.
Missy Peregrym spielt Andi
relaxen nach einem
INTERVIEWS
Missy Peregrym und Bret Harrison
beantworten einige Fragen
Wie gehen die Dreharbeiten voran?
Missy Peregrym: Wir sind jetzt bei
der fünften Folge – es läuft gut.
Wie steht es um die Beziehung zwischen Sam und And?
Missy Peregrym: Im Moment
schwingt es stark hin und her. Er ist
in einer verzwickten Situation, denn
er will mir sagen was los ist, doch er
darf nichts sagen. Und Andi ist sehr
verwirrt, sie weiß nicht wo sie steht.
Aber sie ist nicht doof, sie weiß, dass
mit den Jungs etwas nicht ganz
stimmt, dass sie irgendwas aushecken. Sie verstecken es ja vor mir, ich
weiß nicht was wirklich los ist. Aber
Andi mag Sam wirklich sehr und sie
möchte, dass zwischen den beiden
alles in Ordnung ist. Daher sagt sie im
Moment nichts, sondern wartet erst
mal ab.
Meinst du Andi könnte sich in Sam
verlieben?
Missy Peregrym: Natürlich könnte
sich Andi in Sam verlieben. Er ist ein
warmherziger, offener und bodenständiger Typ und wir sind schon sehr
lange gut befreundet. Daher fühlt
Andi sich in seiner Gegenwart sehr
wohl, und das ist meiner Ansicht nach
sehr wichtig in einer ernsthaften Beziehung.
40
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
e’Magazin | SERIE | REAPER
Wie ist es mit dieser Crew und dem
Cast zusammenzuarbeiten?
Bret Harrison: Generell, und das
habe ich auch in anderen Interviews
schon gesagt, denke ich, dass es die
beste Crew und die besten Schauspieler sind mit denen ich jemals gearbeitet habe.
Das finde ich persönlich richtig gut,
da wir in Vancouver B.C, drehen, weit
weg von meiner Heimat in Los Angeles, meiner Familie, meinen Freunden
und so. Aber ich glaube wir verbringen mehr Zeit abseits des Sets miteinander als wir sollten!
Wie kommt ihr denn abseits des
Sets miteinander aus?
Bret Harrison: Es ist klasse soweit!
Hier war alles etwas anders. Normalerweise trifft man sich bereits bei
den Vorsprechen ein oder zweimal,
arbeitet kurz zusammen und kennt
sich dann schon. Hier aber nicht. Wir
haben uns erst getroffen, als wir angefangen haben die erste Szene zu
drehen. Alle von uns flogen nach Vancouver B.C., lernten uns kennen und
und drehten dann los.
Gott sei Dank haben wir uns alle sofort
verstanden, es ist einfach wunderbar
mit diesen Leuten zusammenzuarbeiten. Es hat alles geklappt. Ich mache
viel mit Tyler [Labine, Sock] abseits
der Dreharbeiten.
Hier in Vancouver beginnt bald die
Hockey Saison. Bist du Fan?
Bret Harrison: Ich schaue Hockey
von Zeit zu Zeit, bin aber kein Fan
und verfolge es auch nicht großartig.
Ich stehe noch nicht mal richtig sicher
auf dem Eis. Andrew, er spielt meinen
Der Teufel erklärt Sam die Lage: Entweder er arbeitet oder geht in die Hölle!
Vater, nimmt mich demnächst zu einem Spiel der Canucks mit, da freue
ich mich schon drauf.
Lass uns über die Spezialeffekte
reden. Davon gibt es ja viele in der
Serie, richtig?
Bret Harrison: Ja da hast du recht.
Ich glaube da geht unsere ganze Kohle für drauf (lacht). Aber es ist richtig
cool, ich habe die Pilotfolge schon gesehen und da wirkt es richtig gut.
Welcher Effekt war denn bisher
dein Lieblingseffekt?
Bret Harrison: Ich glaube bisher fand
ich die Effekte im Pilotfilm gut, zum
Beispiel als der Typ Feuer fing. Aber
wir lassen immer mal wieder Autos
in die Luft fliegen, was auch sehr cool
ist. Ich hätte nie gedacht, mal bei einer Serie zu landen, wo wir Sachen
in die Luft sprengen. Was noch? Lass
mich überlegen, eigentlich gibt es bei
jedem Dämon einen coolen Effekt,
die richtig gut aussieht. Kürzlich erst
haben wir mit einem Käfer-Dämon zu
tun gehabt. Und da kam ein Typ mit
echten Bienen rein… Das war schon
krass.
Du verbringst viel Zeit und verdienst dein Geld mit Entertainment. Was unterhält dich?
Bret Harrison: Was mich unterhält
Musik wäre meine Hauptantwort, abgesehen vom Schauspielern. Ich liebe
es mir Bands anzusehen. Ich war kürzlich in Downtown Portland, wo ich
herkomme. Meine Freundin und ich
haben uns dort Rilo Kiley angesehen,
was sehr cool war.
Und es war natürlich umso cooler,
da es in meiner Heimatstadt war. Ich
habe Coachella [ein Musikfestival,
Am. D. Red] dieses Jahr verpasst, weil
ich arbeiten musste, da tat mir in der
Seele weh, weil ich vier Jahre nacheinander dort war.
Für was würdest du deine Seele an
den Teufel verkaufen?
Bret Harrison: Wür was ich meine
Seele an den Teufel verkaufen würde?
Keine Ahnung! Ich glaube für ewiges, vollkommenes Glück und Fröhlichkeit. Keine Ahnung, das ist eine
schwere Frage!
Interviewauszüge von TV.com und
CWSource
Mit der Sichel auf Jagd nach der neuesten entflohenen Seele: Sam und Sock
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
41
e’Magazin | SERIE | TERMINATOR - THE SARAH CONNOR CHRONICLES
TERMINATOR
The Sarah Connor Chronicles
TEXT: MAX BLÄSER
BILDER: FOX
AB OKTOBER AUF FOX CHANNEL
BALD AUF PRO7
D
emnächst ist es soweit, dann startet auch die amerikanische HitSerie „Terminator: The Sarah Connor
Chronicles“ bei uns auf ProSieben.
Der Titel verrät es bereits – die Serie
ist eine Erweiterung der „Terminator“
Kinofilme und bringt erstmals die Geschichte um John Connor und den
Krieg der Menschen gegen die Maschinen in einer apokalyptischen Zukunft in Serienform auf die heimische
Mattscheibe. In den USA lief bereits
die erste Staffel, die übrigens vom
gleichen Studio produziert wurde, die
uns auch die Kinofilme bescherte.
Dementsprechend hoch waren von
Anfang an die Erwartung, schließlich
waren die Filme, wobei besonders der
zweite „Terminator: Judgement Day“
hervorzuheben wäre, allesamt Blockbuster. Der 1991 von James Cameron
erdachte zweite Teile gilt heutzutage
als Prototyp eines erfolgreichen Actionfilms, da er meisterhaft die Elemente Spannung, Atmosphäre und
überragende Spezialeffekte ins sich
vereint. Doch James Cameron bediente sich bei wesentlich mehr, als den
üblichen Zutaten für ein durchschnittliches Actionspektakel: er brachte dem
Stoff eine nicht zu verachtende Tiefe – wir erfahren dort mehr über das
diabolische Computersystem Skynet,
das in einer nicht allzu fernen Zukunft
Bewusstsein erlangt und daraufhin
einen nuklearen Vernichtungskrieg
gegen seine Erschaffer startet. Erbaut
wurde Skynet von den Menschen,
durch scheinbar verantwortungslose
Wissenschaftler, die sich nicht dem
zerstörerischen Potential ihrer Kreation bewusst sind – die Parallele zu Robert Oppenheimer und den Bau der
Atombombe ist offensichtlich.
Dass sich auf diesem Fundament
wunderbar eine Serie aufbauen lässt,
die die weitere Geschichte um Sarah
Connor und ihren Sohn John bis zum
„Judgement Day“ erzählt, erkannten
auch die Verantwortlichen bei C2-Pictures und WB. „Terminator: The Sarah
Connor Chronicles“ baut inhaltlich direkt auf den zweiten Film auf.
Cameron - der Killerroboter mit seinen Reizen
42
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
e’Magazin | SERIE | TERMINATOR - THE SARAH CONNOR CHRONICLES
tung. Ohne vorab
zuviel zu verraten,
doch auch hier sind
sie nicht allein. Bald
erfahren sie, dass
weitere von Skynets
Terminatoren in dieser Zeit existieren,
die nicht den alleinigen Auftrag haben,
John zu töten, sondern auf vielfältige
Weise auf den „Judgement Day“ hinarbeiten.
Auch wenn der Pilot
inhaltlich zunächst
stark an Terminator
2 erinnert, schafft
er es, den Zuschauer in seinen Bann
zu ziehen. Dies liegt
zum einen an der
wirklich spannenden Inszenierung,
zum anderen an der
guten Leistung der
Immer auf der Flucht: Sarah Connor, John Connor, Cameron
drei Hauptdarsteller:
Der Pilot
Lena Headey (Sarah Connor) dürfte
1998: Zwei Jahre nachdem der letzte dem einen oder anderen bereits in
Terminator es auf John (Thomas Dek- Zack Snyders Knüller „300“ als Frau
ker) abgesehen hatte, wägt dieser sich von König Leonidas aufgefallen sein.
in relativer Sicherheit. „Judgement Um John Connors Mutter zu sein, mag
Day“, angekündigt für das Jahr 1997, sie zwar ein wenig jung sein – zur Freuist vorbeigezogen – und nichts pas- de aller männlichen Zuschauer – doch
sierte. Die Connors führen fast ein nor- darüber lässt bereits nach wenigen
males Leben, doch für Johns Mutter Minuten wohlwollend hinwegsehen.
(Lena Heady) ist eines klar: „Niemand John wird gespielt von Thomas Dekwird jemals sicher sein.“ Am nächsten ker, der bereits in „Heroes“ mehrfach
Tag wird sich dies bewahrheiten, denn zu sehen war. Auch seine Leistung ist
Skynet hat abermals einen Terminator, solide, den rebellischen Teenager, der
getarnt als Johns neuen Lehrer, in die mit seiner Rolle als zukünftiger BefreiVergangenheit geschickt. John, der er der Menschheit nicht sonderlich
seit seiner Kindheit auf seine zukünf- viel anzufangen weiß, kauft man ihm
tige Rolle vorbereitet wird und darauf bedenkenlos ab.
gedrillt ist, niemandem zu vertrauen, Ein absolutes Highlight der gesamten
schafft es knapp zu entfliehen, kommt Serie ist jedoch die Performance von
jedoch nicht weit und sieht faktisch Summer Glau (Firefly, Serenity, Die
seinem eigenen Ende entgegen. Im 4400) alias Terminator Cameron. Sie
letzten Moment wird er gerettet, schafft es wunderbar zwischen dem
nicht durch seine Mutter, sondern von Bild eines zierlichen jungen Mädchens
seiner Mitschülerin Cameron (Sum- und einer martialischen Killermaschimer Glau), ein unscheinbares und fast ne zu wechseln. Beim Kampf Terminazerbrechlich wirkendes Mädchen, das tor gegen Terminator sind ihre Gegner
sich als weiterer Terminator entpuppt. in der Regel zwei Köpfe größer und
Abermals werden die Connors gejagt mindestens doppelt so breit - umso
und kein Platz auf der Erde scheint verwunderter ist man letztlich wenn
sicher zu sein, doch Cameron kennt man sieht, wie ein solches Mädchen
einen möglichen Ausweg, nämlich durch Betonwände bricht oder mal
die Flucht nach vorn: mit einer Zeit- eben zehn Meter durch die Luft beförmaschine versetzen sich die drei in dert wird. Dass sich ein Kampfroboter
das Jahr 2007, nur vier Jahre vor dem auch herrlich für Situationskomik eigneuen Termin für den Tag der Vernich- net, wissen wir seit Terminator 2 (man
VORGESCHICHTE
Im Jahre 2029 herrscht Krieg zwischen
Mensch und Maschine. Nach einem
nuklearen Totalangriff auf die Menschen 1997 und völliger Zerstörung
fast aller Städte durch das Computersystem Skynet, haben nur wenige
überlebt. Dennoch existiert eine Widerstandsbewegung, angeführt durch
John Connor, die Skynet und seiner
schier übermächtigen Armee von Killerrobotern die Stirn bieten kann.
Um den Krieg zu Gunsten der Maschinen zu entscheiden, schickt Skynet daher einen Terminator, einen als
Mensch getarnten Roboter, in die Vergangenheit um Johns Mutter, Sarah
Connor, noch vor seiner Geburt zu töten – der Anführer der Menschen und
Schlüsselfigur im Krieg hätte somit nie
existiert.
Der Plan misslingt jedoch, da es den
Menschen aus der Zukunft gelingt,
einen Soldaten in die Vergangenheit
zu schicken, um Sarah zu beschützen
(„Terminator“, 1984). Skynet versucht
es daraufhin ein zweites Mal, indem
es einen neuen Terminator in die Vergangenheit schickt, diesmal jedoch
mit dem Auftrag, John direkt zu töten,
der mittlerweile 13 Jahre alt ist. Natürlich sind Sarah und John nicht auf sich
allein gestellt, ein umprogrammierter Terminator steht ihnen zur Seite.
Wieder gelingt es mit größter Mühe,
John zu beschützen, doch damit nicht
genug: durch die Zerstörung des Vorläufers von Skynet hoffen Sarah und
John, dass es gar nicht erst zum Krieg
kommen wird…
erinnere sich nur an die Szene in der
Bar) und davon wird auch hier kräftig
Gebrauch gemacht. Für eine Serie wie
diese, die ein an sich sehr düsteres
Grundthema hat, wirken solche Momente erfrischend und Glau kann diese wirklich gut herüberbringen.
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
43
e’Magazin | SERIE | TERMINATOR - THE SARAH CONNOR CHRONICLES
Fazit
Auf dem TV-Sektor dominieren nach
wie vor Crime Serien wie CSI und Co.
doch mit „The Sarah Connor Chronicles“ steht eine waschechte Actionserie
ins Haus! Die Effekte sind zum größten Teil handgemacht, wie man es
von den Filmen her kennt und liebt
und dürften zum Besten gehören, was
man je im Fernsehen gesehen hat.
Doch die Serie bietet viel mehr: Kluge
und unterhaltsame Stories, interessante neue Charaktere und Spannung auf
höchstem Niveau. In den USA ist die
Serie mit Erfolg angelaufen und die
erste Staffel ist bereits auf DVD erhältlich. Leider wurde auch „T:TSCC“ vom
Writer’s Strike betroffen, so dass es die
erste Staffel leider nur auf neun Episoden bringt. Die zweite Staffel startet in
den USA im September und es wurde
bereits auf der Comic Con eine furiose
Fortsetzung angekündigt.
Wer ein Fan der Terminator-Filme ist,
wird sich zwar zunächst ein wenig umgewöhnen müssen, danach aber seine
helle Freude an dieser Serie haben.
e’Magazin Bewertung
DIE TERMINATOR-MODELLE
T-1: Der erste „Terminator“ wurde vollständig vom Menschen entwickelt und ist
ohne künstliche Intelligenz. Er besitzt einen
Kettenantrieb und ist
mit einem Maschinengewehr bewaffnet.
Fazit: So gefährlich
wie ein Kaffeeautomat.
(„Terminator 3“)
Fazit: Gruselige Vorstellung, wer da nachts neben einem
schläft... („The Sarah Connor Chronicles“)
T-600: Der Prototyp des T-800. Er besteht aus einem metallischen Endoskelett, überzogen mit einer Gummihaut.
Er besitzt bereits die vielfache Stärke und Ausdauer eines
normalen Menschen. Kann einen Menschen noch nicht
perfekt imitieren, wirkt noch sehr wie ein Roboter, jedoch
mit höherer künstlicher Intelligenz. Fazit: Möchte man
abends besser nicht begegnen. („The Sarah Connor Chronicles“)
T-X: Ist eine Kombination
aus T-800 und T-1000, also
ein Metallskelett überzogen mit „flüssigem Metall“.
Seine Hauptaufgabe ist es,
vom Menschen umprogrammierte Terminatoren
unschädlich zu machen.
Besitzt als einziges Modell
ein riesiges eingebautes
Waffenarsenal und zusätzlich die Fähigkeit elektronische Geräte nach Belieben
zu manipulieren.
Fazit: …und ein eingebautes Modem hat er sogar
auch! Und sieht gut aus!
(„Terminator 3“)
T-800, T-850: Das Massenmodell bekannt aus
allen drei Filmen. Besteht
ebenfalls aus einem Metallendoskelett, das durch
eine kraftvolle Hydraulik
bewegt wird. Überzogen
wird das Skelett durch ein
organisches Hautimitat,
das die Fähigkeit besitzt, zu
bluten und zu schwitzen.
Die Hauptenergiequelle
ist eine Brennstoffzelle,
mit der er 120 Jahre autonom operieren kann. Seine künstliche Intelligenz ist sehr
hoch, so dass er imstande ist, zu lernen und sich selbst zu
reparieren. Der T-800 kann einen Menschen fast perfekt
imitieren und ist enorm schwer zu zerstören.
Fazit: Schon in die Jahre gekommen, aber hat sich bewährt. (Terminator 1, 2, 3)
T-1000: Besteht aus „flüssigem Metall“, so dass er nahezu jede erdenkliche Form annehmen kann. Er kann daher
auch jede Person in Aussehen, Kleidung und Stimme imitieren. Um seine Ziele zu erreichen bedient er sich nicht
brutaler Gewalt sondern Täuschung und Manipulation. Ist
mit konventionellen Mitteln nicht zu zerstören. Fazit: Da
hilft eigentlich gar nichts mehr („Terminator 2“)
Cameron: Modell ist unbekannt, ebenso die physikalischen Eigenschaften und für welche Missionen es geschaffen wurde. Ist deutlich kleiner und schmaler als ein T-800,
scheint aber eine vergleichbare Stärke vorzuweisen.
Fazit: Im Prinzip weiß man nichts. („The Sarah Connor
Chronicles“)
T-888: Die physikalischen Eigenschaften entsprechen
in etwa denen des T-800. Seine Hauptaufgabe ist es,
menschliche Einrichtungen zu infiltrieren und zu sabotieren indem er den Platz des Menschen übernimmt. Er kann
das Aussehen und Verhalten eines Menschen dermaßen
perfekt imitieren, dass es selbst vom Ehepartner nicht bemerkt wird, dass man durch einen Roboter ausgetauscht
wurde. Wird auch für Aufklärungsmissionen eingesetzt.
44
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
ANZEIGE
e’Magazin | SERIE | SCRUBS vs. HOUSE
SCRUBS vs. DR. HOUSE
Wir vergleichen zwei Giganten des Arzt-Genres
TEXT: CHRISTIAN VAJDA
BILDER: NBC UNIVERSAL/FOX
S
erien über Ärztinnen und Ärzte,
Krankenhäuser, dem ewigen Ringen zwischen Leben und Tod erfreuen sich schon seit Jahrzehnten der
größten Beliebtheit in den Tiefen des
Entertainments. Kein Wunder, selten
lässt sich sonst der Spagat zwischen
Normalität, purem Adrenalin und persönlichen Verstrickungen so gekonnt
verweben wie es dieses Genre seinen Machern ermöglicht. Emergency
Room, Grey´s Anatomy, die Schwarzwaldklinik... die Liste könnte beliebig
weitergeführt werden, sind dabei nur
einige der zahllosen Vertreter welche die Menschen dabei an den Bildschirm fesseln.
Zwei dieser Giganten werden Ihnen
nun auf den folgenden Seiten vorgestellt werden. Ihre Besonderheit
liegt darin, dass sie sich auf ihre ganz
spezielle Art und Weise aus der Masse
der Produktionen hervorheben und
gleichzeitig in ihrer Ausprägung, trotz
einiger Gemeinsamkeiten grundverschieden sind.
Erschaffer
Bill Lawrence
Genre
Arztserie/Comedy/Drama
Mit
Zach Braff
Sarah Chalke
Donald Faison
Judy Reyes
John C. McGinley
Ken Jenkins
Neil Flynn
Produziert von
Bill Lawrence, Garrett Donovan, Neil
Goldman u.a.
Länge pro Folge
ca. 22 Min.
Episoden:
bislang 168 in 7 Staffeln, bald Staffel 8
Aktuell im Fernsehen
7.Staffel Scrubs startet am 3. September um 22.15 Uhr auf ProSieben
46
e’ Magazin 2/2008
Scrubs – Die Anfänger
Scrubs wurde am 2. Oktober 2001 auf
NBC in den USA das erste Mal ausgestrahlt. Die neuartige Mischung
zwischen Comedy und Drama, überzuckert durch die Tagträume des Protagonisten und seine, die jeweilige
Situation beschreibenden, Monologe
ließen die Serie wie eine Bombe bei
Fans und Kritikern einschlagen.
Worum gehts dabei?
Wir verfolgen den jungen Assistenzarzt John „J.D.“ Dorian auf seinen
ersten Schritten in die Welt des Krankenhausalltages und seinen ersten,
noch zaghaften Gehversuchen als
junger Internist. Dabei stehen ihm
sein bester Freund Christopher Turk,
Assistenzarzt auf der Chirurgie, Dr.
Elliot Reed, ebenso Internistin in Ausbildung und Schwester Carla Espinosa bei. Die Hauptcharaktere werden
vervollständigt durch JDs stets zynischen Mentor Dr. Cox, den Chefarzt
Dr. Bob Kelso und dem Hausmeister,
welcher es zu seiner Lebensaufgabe
erhoben hat, J.D. das Leben schwer zu
machen. Diese Sieben sind dabei der
Dreh und Angelpunkt im Arbeitsalltag des Sacred Heart, welches von unzähligen Nebencharakteren bevölkert
und hochkarätigen Gaststars auf Trab
www.das-emagazin.de
gehalten wird. In bislang über sieben
Jahren (die achte Staffel befindet sich
gerade in der Drehphase) begleiten
wir JD und seine Weggefährten durch
die Untiefen von Beziehungen, den
Herausforderungen ihrer Arbeit und
den einfachen Wahrheiten im Leben.
Die Charaktere
John „JD“ Dorian
Anfänglich noch tollpatschig und unerfahren entwickelt er sich innerhalb
kürzester Zeit zu einem kompetenten Mediziner, der gleichzeitig seinen
Patienten gegenüber alles zu geben
versucht, sowohl fachlich als auch
menschlich.
Gleichzeitig ist er jedoch in seinem
Inneren ein Kind geblieben, ein Umstand der sich gerade in seinen Tagträumen und der Hinwendung zu Dr.
Cox immer wieder aufs Neue zeigt.
Auch in Sachen Beziehung beweist er
selten ein glückliches Händchen und
auch sein restliches Leben verläuft
doch noch in sehr ungeordneten Bahnen.
Christopher Turk
Der beste Freund JDs, ist gleichzeitig
sein Gegenstück. Selbstbewusst, ein
Mann der Tat und erfolgreich bei den
Frauen. Bereits ihm Pilot lernt er Carla,
e’Magazin | SERIE | SCRUBS vs. HOUSE
seine spätere Frau und Mutter seiner
Tochter, kennen und lieben. Gerade
seine Figur zeigt die Wandlung eines
jungen ungebundenen Mannes, zu
einem liebevollen und verantwortungsvollen Vaters, auf die beste Art
und Weise.
Dr. Elliot Reed
Dr. Reed ist die Schönheit der Serie, welche
sich ihrer Gefühle zu JD nicht immer sicher ist
bemüht, soviel Geld wie möglich ein
und so wenig wie nötig auszugeben.
Doch trotz der scheinbaren Härte die
er immer wieder versprüht, scheint er
hin und wieder einen weichen Kern
zu besitzen.
Der Hausmeister
Ursprünglich nur als JDs Hirngespinst
konzipiert und daher in der ersten
Staffel nur mit diesem kommunizierend, entwickelt sich dieser zu Dorians Widersacher, welcher versucht
ihm immer wieder eines auszuwischen. Ab der zweiten Staffel darf der
Hausmeister auch mit dem restlichen
Cast interagieren und wird dabei vor
allem durch Elliot verzaubert.
Elliot ist unsicher, verklemmt und neurotisch. Gleichzeitig eine kompetente
Medizinerin, die um die Anerkennung
von Dr. Cox und Dr. Kelso kämpfen
muss. Immer wieder pendelt sie zwischen einer Freundschaft und einem
etwas mehr mit JD, hin und her und
versucht dabei ihr eigenes Leben in
den Griff zu bekommen.
Carla Espinosa
Tough und eine der erfahrensten
Schwestern im Sacred Heart. Nach
anfänglichem Widerwillen geht sie
eine Beziehung mit Turk ein und wird
schlußendllch seine Frau und Mutter seiner Tochter. Ab und an kann
sie aufbrausend sein und neigt dazu
hilfreich in die Leben ihrer Freunde –
meistens zu deren Verdruss - mit Rat
und Tat einzugreifen.
Dr. Perry Cox
Dr. Cox ist gleichzeitig der Arzt mit
dem größten Berufsethos und doch
die emotional geschundenste Figur in
der Welt von Scrubs. Sarkastisch und
zynisch begeht er seinen Alltag, kann
dabei kaum zwischenmenschliche
Nähe aufbauen und verleiht JD jeden
Tag einen neuen Mädchennamen.
Doch gerade dieser schafft es ab und
an Cox eisernen Gefühlsmantel zu
durchdringen.
Dr. Kelso
Der Chefarzt des Sacred Heart. Immer
Figuren wie Dr. Cox, der stets sarkastische und zu Narzismus neigende
Mentor, oder auch Neil Flynn als der
„Hausmeister“, welcher schon auf
leicht psychopathische Art und Weise
JD nachstellt, sind auf ihre Art einzigartig und bereichern sowohl die Serie,
als auch die TV-Landschaft an sich, auf
außergewöhnliche Art und Weise.
Eine weitere Besonderheit welche die
Serie – und gerade bei einem Comedyformat – so von der Masse abhebt,
liegt darin begründet, dass sie auf
eine ungeheure Kontinuität im Sinne
der Charakterentwicklung legt. Wir
begleiten JD auf seinen ersten Schritten auf seinem Weg zum besseren
Arzt, sehen Beziehungen kommen
und gehen, erleben Verluste, Veränderungen im Arbeitsumfeld, die Heirat von Freunden und schlussendlich
die Veränderungen die sich durch alle
diese Dinge, sowohl im Umfeld als
auch im eigenen Charakter des Protagonisten ergeben. Scrubs schafft
es dabei in jeder Beziehung, das Gefühl Arztzusein als auch den Alltag
glaubwürdig darzustellen und somit
in dieser Beziehung all seinen Genrekontrahenten gegenüber im Vorteil
zu sein. Besonders hervorzuheben ist
auch der geniale Soundtrack, welcher
die Serie immer wieder stimmungsvoll untermalt.
Zach Braff spielt in „Scrubs“ die Rolle
des jungen Arztes JD
Kritik
Scrubs schafft eine der beeindruckendsten Kombinationen im Fernsehen und zwar den nahtlosen Übergang zwischen Comedy und Drama
ohne dabei jemals unpassend zu
werden. Gerade in den ersten beiden
Staffeln überwiegen noch die Dramaelemente und man bekommt einen
guten Eindruck und ein sehr gutes
Gefühl dafür, wie sich ein junger Assistenzarzt gerade am Beginn seiner
Karriere zu fühlen vermag. Episoden
wie „Mein erster Tag“ oder „Meine
Lieblingspatientin“ - für welche Scrubs auch den Humanitas Prize - bekam, sind Paradebeispiele wie genial
sich diese doch eigentlich so gegensätzlichen Empfindungen miteinander kombinieren lassen und damit
schlussendlich auch das wahre Leben
am akkuratesten zu porträtieren vermögen.
JD (mitte) mit seinem besten Kumpel
Turk und Elliot, die ihre Ausbildung mit
JD zusammen begonnen hat.
e’Magazin Bewertung
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
47
e’Magazin | SERIE | SCRUBS vs. HOUSE
Erschaffer
David Shore
Genre
Arztserie/Drama
Mit
Hugh Laurie
Jennifer Morrison
Omar Epps
Jesse Spencer
Lisa Edelstein
Robert Sean Leonard
Produziert von
Paul Attanasio, Katie Jacobs, David
Shore, Bryan Singer
Länge pro Folge
ca. 44 Min.
Episoden
bislang 86 in 4 Staffeln, bald Staffel 5
Aktuell im Fernsehen
4.Staffel Dr. House startet am 26.
August um 21.15 auf RTL
Dr. House
House feierte seine Premiere am 16.
November 2004 auf FOX. Im Mittelpunkt einer jeder Folge steht ein neuer Fall, welcher von House und seinem Team aufgeklärt werden soll. Im
weiteren Serienverlauf nehmen auch
die persönlichen Verstrickungen der
Charaktere untereinander mehr und
mehr zu.
Worum gehts dabei?
Dr. Gregory House ist der wohl untypischte Arzt der TV-Geschichte. Er
trägt keinen Kittel, verabscheut es mit
den Patientinnen und Patienten zu
reden und behandelt jeden in seinem
Umfeld, um einiges schlechter als es
diese verdient haben. Doch warum
darf er seiner Tätigkeit dann doch
noch nachgehen? Ganz einfach: er ist
der wohl beste Diagnostiker den
die Vereinigten Staaten zu bieten haben.
Wir begleiten
Dr. House dabei
wie er und sein
Team, bestehend aus
drei jungen Ärzten,
sich an den schwierigsten
Fällen
versuchen
und dabei
– nicht ungewollt – Sherlock
48
e’ Magazin 2/2008
Holmes-artig dem Rätsel im menschlichen Körper auf den Grund gehen.
Meist offenbaren die Patienten dabei
mehr als nur ihre medizinischen Probleme.
Die Charaktere
Dr. Gregory House
Unser Titelheld, ist Schmerzmittel
süchtig, hält sich für allwissend und
lässt an seinem Gegenüber kein gutes Haar. Seit einer Operation hinkt er
auf einem Bein und verspürte starke
Schmerzen, wodurch er seiner Vicodinsucht erlag. Er akzeptiert keine
Vorschriften und ist immer dem medizinischen Rätsel auf der Spur. Zu
seinem Bedauern, müssen die Krankheiten immer einen betroffenen Menschen nach sich ziehen, mit dem er
konfrontiert werden muss.
Dr. Allison Cameron
Spezialistin für den Bereich Immunologie und ein Mitglied von Houses
Team. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen und ist gleichzeitig sein Kontrapart was Menschlichkeit und Moral
anbelangt. Mit Ende dritten Staffel
kündigt sie bei ihm.
Dr. Eric Foreman
Das Teammitglied mit der höchsten
Ausbildung – nach House versteht
sich – und ein kompetenter und zielstrebiger junger Arzt. Er greift im Laufe
www.das-emagazin.de
der Zeit zu moralisch fragwürdigeren
Entscheidungen und muss erkennen,
dass er um ebenso ein guter Arzt wie
House zu werden, sich auch dessen
Charakter annähern müsste.
Ende der dritten Staffel kehrt er House
den Rücken zu.
Dr. Robert Chase
Anfänglich eine Wendehals scheint
er sich im Laufe der Zeit moralisch zu
festigen und verliebt sich in Cameron.
House feuert ihn am Ende der dritten
Staffel.
Dr. James Wilson
House bester Freund, der diesem in
jeder Lebenslage, auch wenn er dabei
von House mitunter schlecht behandelt wird, zur Seite steht. Der Onkologe versucht House auf den richtigen
Weg zu bringen und scheitert damit
immer wieder kläglich.
Dr. Lisa Cuddy
Die Vorgesetzte von House und
seinem Team, dürfte wohl den undankbarsten Job von allen ihr eigen
nennen. Ständig wird sie mit den Eskapaden von House konfrontiert und
setzt sich doch immer wieder für ihn
ein, weiß sie doch, was das Krankenhaus in fachlicher Hinsicht mit ihm
verlieren würde.
e’Magazin | SERIE | SCRUBS vs. HOUSE
Kritik
House ist einfach einzigartig. Selten
gab es im TV einen Charakter der so
sehr seine eigene Überlegenheit allen
anderen gegenüber in den Raum stellt,
die anderen ohne mit der Wimper zu
zucken dabei ihrer vermeindlichen
Fehler überführt und dem gleichzeitig dabei so gerne zugesehen wird.
Allein in Deutschland schalten zwischen vier und fünf Millionen Zuseher
bei jeder Folge ein und fiebern dem
aktuellen Fall entgegen. Bei House
gibt es keine politische Korrektheit,
er betrügt und belügt, verzehrt die
Wahrheit, kennt keine Privatsphäre
und konfrontiert sein Gegenüber mit
der bitteren Wahrheit, wenn sie ihm
denn zu nützen vermag.
Gerade seine Kollegen müssen dabei
einiges schlucken, doch gerade House
mit seiner, in Wahrheit, bemitleidenswerten Existenz, hat vermutlich dabei
das schwerere Los zu tragen, wobei
immer wieder die Gefahr ausgeht,
dass die andere in sein Unglück mitgerissen werden könnten.
In der gesamten Serie finden sich immer wieder Anspielungen auf Sherlock Holmes und Dr. Watson, die auch
die detektivische Herangehensweise
an die Fälle verdeutlichen.
Die Gegenüberstellung
Beide Serien sind, sowohl was Format
als auch Thematik angeht, in Wahrheit
grundverschieden. Comedy gegen
Drama, 22 Minuten gegen 44. Ein junger verklärter, vor sich hin träumender, Anfänger gegen einen zynischen
tablettensüchtigen
Spezialisten.
Doch gerade in diesem Extremsein, in
dieser klaren Abgrenzung zu all den
anderen Serien, welche sich am Markt
befinden, tritt die Gemeinsamkeit
der beiden Produktionen zutage. Dr.
House schafft es die düsteren Seiten
der Medizin anzusprechen und gleichzeitig das Porträt einer emotional abgestumpften Existenz zu zeichnen.
Ein Umstand in welchem sich House
und Dr. Cox aus Scrubs mehr als nur
ähneln, beide jedoch charakterlich
die jeweiligen Spiegelbilder des anderen sind. Denn House geht es um
die kühle Forschung, der Lösung des
Rätsels, während der Dienst am Menschen Dr. Cox Beweggrund ist.
Gleichzeitig beweisen beide eine unglaublich Authenzität, wenn auch in
unterschiedlichen Bereichen. Denn
während Scrubs auf der Gefühlsebene den Krankenhausalltag am Besten
zu schildern vermag, und das mit allen seinen Emotionen die er mit sich
bringt, so ist Dr. House auf medizinisch
fachlicher Sache, jene Serie neben der
man mit aufgeschlagener Fachliteratur sitzen kann und dabei kaum einen
kleinen Fehler zu finden im Stande
ist. Bei Dr. House ist es die Diagnostik
und die Suche nach der Ursache der
Krankheit, sowohl bei den Patienten
als auch bei House selbst, welche
die Triebfedern der Serie darstellen.
Bei Scrubs sind es die Menschen und
ihre Lebenswege, mit all den Verstrickungen die das Leben dabei bietet,
welche das Zentrum der Handlung
bildet. Ab und zu albern und traurig,
ab und an philosophisch und brachial, aber dabei immer ehrlich.
e’Magazin Bewertung
VORSTELLUNG
Christian Vajda
Christian Vajda ist 24
Jahre alt und studiert
Medizin an der Medizinischen Universität
Graz, Österreich, wo
er auch seit über zwei
Jahren als Studierendenvertreter aktiv
ist.
Kino und TV gehören genauso wie das
Schreiben, egal ob Artikel, Kurzgeschichte oder Roman zu seinem Alltag
hinzu.
Momentan erwartet er mit Spannung
den Start des neuen Star Trek Films,
dessen Release sich zu seinem Bedauern um fünf Monate nach hinten verschoben hat. Sonst gilt sein Interesse,
neben ScienceFiction und FantasyFilmen, auch solchen, die eine historisch/politische Thematik als Ausgangspunkt für sich zu nutzen wissen.
Aber auch dem Zeichentrick und der
Animation kann er einiges abgewinnen, vor allem hat es ihm hierbei der
Bereich Anime angetan.
Beeindruckt hat ihn zuletzt Prinz Kaspian, ein Film der es schafft eine düstere Fantasygeschichte mit viel Atmosphäre zu erzählen und dabei auch
den einen oder anderen kritischen
Unterton mit sich bringen kann.
Bei Buch wie Film hält er eine gute Geschichte bzw. ein gutes Drehbuch für
das Wichtigste. Effekte dürfen dabei
nur die Zuckerglasur sein.
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
49
STARGATE:CONTINUUM
Auch ohne die Hilfe
von General Landry
versucht SG-1 die
Zeitlinie wieder herzustellen, nachdem
Ba’al sie verändert hat
e’Guide | FILME | STARGATE SG-1
STARGATE SG-1
DVD-FILM: „CONTINUUM“
H
ier ist er nun – der zweite Starga-
TEXT: DANIEL SCHÜRMANN
te Film ist vor einigen Tagen in
BILDER: 20TH CENTURY FOX / MGM den Redaktionsräumen reingeflattert
Regie
Martin Wood
Genre
Science-Fiction/Action
Verleih
20th Century Fox / MGM
Mit
Ben Browder
Michael Shanks
Amanda Tapping
Christopher Judge
Claudia Black
Beau Bridges
Cliff Simon als Ba‘al
Don S. Davis als General Hammond
Jacqueline Samuda als Nirrti
William Devane als Henry Hayes
Peter Williams als Apophis
Drehbuch
Brad Wright
Produziert von
John G. Lenic, Brad Wright, Robert
C. Cooper
und gleich schmeißen sich alle darauf.
Natürlich musste ich – als großer Fan
– die Faust erheben, um mir meinen
ersten Blick nicht nehmen zu lassen.
Nach der Absetzung und dem guten
ersten Film „Die Quelle der Wahrheit“ (nachzulesen in Ausgabe #1 des
e’Magazins) nun das zweite frische
Abenteuer von SG-1. Ich erwarte nach
dem Trailer jede Menge Action, coole
Sprüche, Dramatik und eine kopf-verdrehende Zeitreise-Story. Ob es das
ist, wird dieser Test zeigen! Jetzt aber
wird die DVD eingelegt.
Zuerst kommt ein Trailer zu „Die
Quelle der Wahrheit“, Werbung im
eigenen Namen sozusagen. Danach
ein kleiner Werbetrailer zur vierten
Staffel von Stargate Atlantis (mit extrem vielen Spezialeffekten statt
Schauspielermomenten). Zu guter
Letzt noch ein kleiner Werbetrailer
zur Komplettbox von SG-1. Nun aber
endlich zum Menü. Erneut nicht animiert, im Hintergrund läuft Musik von
Joel Goldsmith, die auch im Film wieder verwendet wird. Folgende Menü-
punkte stehen zur Wahl:
Film Abspielen
Sprachauswahl (Englisch, Spanisch,
Deutsch jeweils Dolby Digital 5.1, Audiokommentar (siehe Sonderausstattung))
Untertitel (Englisch für Hörgeschädigte, Spanisch, Deutsch, Begleitender
Text, Portugiesisch und Türkisch)
Kapitelauswahl (24 Kapitel, pro Seite jeweils 4 Kapitel auswählbar mit
Vorschaubild, aber erneut nicht animiert)
Sonderausstattung Audiokommentar mit Produzent und Drehbuchautor
Brad Wright sowie Regisseur Martin
Wood; Making of von Stargate Continuum; Stargate zieht es in die Arktis;
Laymans Handbuch über Zeitreisen)
Filminhalt
Das SG-1 Team um Lt. Colonel Cameron Mitchell (Ben Browder), Lt. Colonel Sam Carter (Amanda Tapping),
Daniel Jackson (Michael Shanks),
Teal’c (Cristopher Judge) und Vala Mal
Doran (Claudia Black) sowie General
Jack O’Neill (Richard Dean Anderson)
wohnen der Extraktionszeremonie
von Baal auf dem Tok’ra Heimatplaneten bei. Ba’al – der letzte überlebende
Technische Daten
Laufzeit: ca. 95 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Bildformat: 16:9 /1.78:1
Audio: Deutsch, Englisch, Spanisch
(DD 5.1)
Untertitel: Deutsch, Spanisch, Türkisch, Portugiesisch Englisch für Hörgeschädigte
Zusatzmaterial
Audikommentar, Making-Of von
Stargate Continuum, Stargate zieht
es in die Arktis, Laymans Handbuch
über Zeitreisen
e‘Magazin Bewertung
Wo sind wir gelandet? Mitchell ist sich
nicht ganz sicher, aber auch Daniel und
Carter wissen zuerst keine Antwort.
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
51
e’Magazin | FILME | STARGATE:CONTINUUM
Systemlord, warnt kurz vor seinem
Ableben SG-1 vor den Konsequenzen,
die sein Tod haben würde.
Keiner glaubt ihm, bis Teal’c und Vala
sich sprichwörtlich in Luft auflösen.
Carter, Daniel und Mitchell laufen um
ihr Leben und müssen O’Neill zurücklassen, während hinter ihnen langsam
aber sicher, alle Gebäude verschwinden. Sie reisen durch das Stargate,
kommen aber in einem vereisten
Schiffsfrachtraum an. Es handelt sich
um die Achilles, das Schiff mit dem
das Stargate 1939 aus Ägypten in die
USA transportiert werden sollte. Ba’al
ist in die Vergangenheit zurück gereist und hat die Ankunft des Stargates in Amerika verhindert. So kam es
zu keinem Stargate-Programm.
Natürlich versuchen Daniel, Sam und
Cam Präsident Hayes sowie General
Landry von der bevorstehenden Bedrohung durch Ba’al zu warnen und
wollen die Zeitlinie korrigieren, stoßen jedoch auf taube Ohren und Unverständnis. Bis zu dem Moment als
Ba’al mit einer Flotte von hunderten
Mutterschiffen Position im Erdorbit
bezieht. An seiner Seite hat er die Systemlords Yu, Niirti, Cronus, Ra, Camulus vereinen können. Begleitet wird
er von seiner Königin Qetesch und
seinem treuen ersten Primus Teal’c,
dem er bei einem Sieg gegen die Systemlords die Freiheit seines Volkes
versprochen hat.
Nun beginnt für das SG-1 Team die
Suche nach dem Stargate, um die
Zeitlinie wieder zu korrigieren. Werden sie es schaffen oder lassen sie ihr
Leben bei dem Versuch, Ba’al von der
kompletten Ausrottung der Menschheit abzuhalten?
Die Extras
Audiokommentar
Kein Vergleich zum eher schlechten
Kommentar des ersten Films. Brad
Wright und Martin Wood hatten
hörbar Spaß bei ihrer Arbeit, sowohl
beim Dreh als auch beim Kommentar und haben reichlich aus dem
Nähkästchen geplaudert und interessante Dinge von der Entstehung
des Films und den Dreharbeiten berichtet. So sollte zum Beispiel Rick
Anderson (Jack O’Neill) die ersten
Worte sagen und der Film mit der
Szene auf dem To‘kra Heimatplaneten anfangen, doch wollte man eine
Einführungsszene im Stargate Center
52
e’ Magazin 2/2008
machen. Auch wusste Brad Wright
nicht genau, wie Continuum endet,
als er mit dem Schreiben des Drehbuches begann. Auch weisen die beiden
auf kleine Fehler der Schauspieler hin
(Ben Browder guckt in einer Szene in
die Kamera, was ein Schauspieler normalerweise nicht machen darf) und
verschweigen auch nicht, dass einige
Szenen bereits in der Serie zu sehen
waren, wie zum Beispiel das Startende Flugzeug welches Cam, Sam und
Daniel vom nach ihrem Treffen mit
Landry in ihre „neues Leben“ fliegt.
Ciff Simon spielt den letzte Goa‘uld Systemlord Ba‘al - oder ist er nicht der letzte?
Diese Szene ist 7 Jahre alt und kommt
aus der Folge „Der Planet des Wassers“. Zu guter Letzt noch eine Sache,
die mich selber interessiert hat: Die
Szene in der Daniel sich in der alternativen Realität selbst anruft, wird in
der TV-Version nicht zu sehen sein, da
sie dort rausgeschnitten wurde, um
Platz für Werbung zu machen. Den
Kommentar sollte sich ein jeder Fan
anhören, da es richtig lustig zur Sache
geht, vieles erwähnt und erklärt wird.
Ein echtes Highlight!
Making of von Stargate Continuum
& Stargate zieht es in die Arktis
Diese beiden Extras fasse ich zusammen, da sie in etwa das Gleiche behandeln. Sie sind beide nur in Englisch auf
der Disk vorzufinden (mit deutschen
Untertiteln) und beschreiben ausführlich die Entstehung des Films. Es
werden Szene von den Dreharbeiten
gezeigt, wie Spezialeffekte erschaffen
wurden und vieles mehr. Im generellen „Making of“ geht es mehr um
die visuellen Effekte (am besten erst
nach dem Film ansehen, dann ist man
www.das-emagazin.de
richtig erstaunt, was alles am Rechner entstanden ist und was nicht!), im
Arktis-Teil geht es natürlich mehr um
die sagenhaften Szenen, die das Team
in der Arktis bei bis zu -50°C gedreht
hat. Überschneidungen kommen
aber vor, da auch das „Making of“ auf
die Arktis Dreharbeiten eingeht. Alles
in allem ist auch dieses Extra ein Muss
für echte Fans.
Laymans Handbuch über Zeitreisen
„Wir alle sind Zeitreisende“ beginnt
Jaymie Matthews, Astrophysiker, seinen knapp 10 Minütigen Beitrag zum
Thema Zeitriesen. Er beschreibt dabei
zwei verschiedene derzeit in Diskussion befindliche Zeitreise-Szenarien
und geht auf den Weg ein, den Stargate in diesem Film einschlägt. Interessant zu sehen, vor allem um ein
paar Zeitreisehintergründe mitzubekommen. Dieses Special ist leider
auch nur in Englisch verfügbar, aber
mit guten deutschen Untertiteln.
Technik
Ton
Der Ton ist in Englisch, Deutsch und
Spanisch jeweils in Dolby Digital 5.1
auf der DVD enthalten. Auf einem 5.1
System kommen die Soundeffekte
und die Sprache perfekt rüber, auch
wenn man den Film nur auf einem
Stereo-System ansieht (z.B.: direkt
den Ton über den Fernseher ausgibt).
Somit gibt es hier keine Beanstandungen. Mit bloßem Ohr erscheint
mir den Ton noch etwas klarer und direkter angesteuerter zu sein, als noch
beim ersten Stargate-Film.
Video
Im Gegensatz zu einer Stargate-Folge,
wirkt dieser Film RIESIG! Weitläufige
Arktis-Szenen, U-Boote, perfekt inszenierte Luftkämpfe, coole Auftritte
von Qetesch und Ba’al – einfach herrlich. Wir schon in „Ark of Truth“ wirkt
„Continuum“ ebenfalls wie ein Film
und nicht wie ein Stargate-Zweiteiler.
Die Dimensionen der Bilder sind eine
ganz andere und wirken anders, als
die Serien-Bilder. Die Videoqualität
ist hervorragend, das Bild klar und
hat natürlich Farben. Auf einem 16:9
HDTV mit DVD-Upscaler ist die DVD
ein Genuss! Das Bild des Films liegt
im Widescreen-Format 16:9 vor – die
Extras sind alle im 4:3 Format. Eine
Körnung des Bildes ist in keiner Szene
zu sehen.
Hintergrund
e’Magazin | FILME | STARGATE:CONTINUUM
stellen kann – grandios!
Sam und Jck verstehen die Welt nicht
mehr: Wohin ist Teal‘c verschwunden?
Das Budget des Filmes lag bei 7 Millionen US-Dollar. Die ersten Dreharbeiten begannen bereits im März
2007 in der Arktis und auf einem
Atom-U-Boot der Alexandria Klasse.
Die eigentlichen Dreharbeiten begannen am 22. Mai 2007 und dauerten 19 Tage. Der Film hat eine Länge
von 95 Minuten (die TV-Version wird
wie oben beschrieben zwei Minuten
kürzer sein). Continuum ist der zweite von den zwei nach der Absetzung
angekündigten Stargate-Filmen und
sollte nachdem der erste Film mit
den Ori abgeschlossen hat, eine neue
Stargate-Film-Ära einläuten. Nach
Brad Wright, Drehbuchautor, steht
der Film für sich alleine (was er wirklich tut) und bringt einige alte Gesichter zurück auf die Fernsehschirme.
Filmkritik und Fazit
Ich war von „The Ark of Truth“ schon
überzeugt, aber Continuum legt die
Latte noch höher für nächste Filme!
Es handelt sich hier um eine klassische Stargate-Folge und hat mich
jede Sekunde aufs Neue daran erinnert, wieso ich mich so sehr in diese
Serie verliebt hab.
Grandiose Charaktere, eine tiefe Hintergrundstory, jede Menge Witz und
Action und Richard Dean Anderson!
Er fehlte im ersten Film und hier ist
er endlich zu sehen! Seine Rolle ist
nicht nur ein kurzer Auftritt, sondern
hat eine gewisse Gewichtung. Schon
lange war das Stargate nicht mehr
so häufig in Stargate SG-1 zu sehen,
wie in diesem Film. Auch spielte kein
Raumschiff mit, das Team musste sich
alleine retten – was anfangs gar nicht
so einfach aussieht und den Zuschauer leicht verzweifeln lässt. Ich hätte
mir aber mehr Szenen gewünscht,
Nun zu einigen negativen Aspekten,
die aber eigentlich nur auf die deutsche Synchronisation zielen (ich ärgere mich regelmäßig seit der 7. Staffel
über die Synchronisation!). Zu aller
erst: Wieso hat Don S. Davis als General George Hammond nach 9 Jahren
und über 150 Folgen eine neue Synchronstimme verpasst bekommen?
Und wieso klingen die Goa’uld so anders, als noch in den ersten 8 Jahren
von Stargate? Warum duzen sich Jack
und Baal, aber die SG-1 Teammitglieder und Jack untereinander nicht?
die die Veränderung zeigen, die Cam,
Sam und Daniel durchmachen, nachdem ihnen verboten wurde, die Zeitlinie Gerade zu biegen. Die Ansätze
sind da, die sich der Zuschauer weiterdenken kann, doch im Film fehlen
30 Minuten – ein komplettes Jahr wird
übersprungen!
Dennoch legt der Film einen hohen
Wert auf Kontinuität. So wird endlich
die Frage geklärt, wie Apophis im Pilotfilm das Stargate anwählen konnte
(mit einem kleinen am Stargate heftenden Gerät) und es kommen viele
alt bekannte und ins Herz geschlossene Gesichter wieder vor – allen voran Major Davis (Colin Cunningham).
Aber auch Apophis, Ra, Niirti und weitere schon länger nicht mehr gesehene Systemlords sind wieder auf dem
Schirm zu sehen. Getoppt wird die
Leistung aller SG-1 Schauspieler von
Claudia Black als Qetesch. Sie spielt
eine Goa’uld König, wie man sich nur
in seinen schlimmsten Träumen vor-
Ansonsten ist die Synchronisation soweit ohne gröbere Patzer. Trotzdem,
wie kann man nur die Synchronstimme von Don S. Davis tauschen? Wenn
eine der Verantwortlichen diesen Artikel ließt: Ich würde mich über eine
E-Mail oder einen Anruf freuen!
Nun nochmal zu den positiven Dingen: Die Spezialeffekte sind wirklich
grandios gut gelungen. Hut ab! Die
Story: Gelungen, wenn auch mit einigen kleineren Abstrichen: Es gab die
typischen Logik-Probleme mit einer
Zeitreise-Folge, die aber den Spaß an
Continuum nicht nehmen. Die schauspielerische Leistung war perfekt,
die Bilder die uns Martin Wood überbringt, sind erstaunlich.
In meinen Augen, eine der besten
1 1/2 Stunden Stargate überhaupt,
die ich seit langem gesehen habe! In
meinen Augen war nur der Zweiteiler
„Die verlorene Stadt“ besser.
General Hammond und Präsident Hayes
versuchen nach dem Goa‘uld Angriff die
Situation unter Kontrolle zu behalten.
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
53
e’Magazin | SERIEN | STARGATE - CLIFF SIMON SPECIAL
CLIFF SIMON
Goa‘uld Systemlord Ba‘al
TEXT/INTERVIEW: DANIEL SCHÜRMANN
BILD: 20TH CENTURY FOX / MGM
C
liff Simon wurde am 7. September
1962 in Johannesburg (Südafrika)
geboren. Er hat polnische und litauische Wurzeln und ist jüngstes von 4
Kindern und einzige Sohn von Emmanuelle und Phyllis Simon. In einem
sehr jungen Alter, hatte Cliff eigentlich vor, der beste südafrikanische
Schwimmer zu werden und die olympische Goldmedaille zu gewinnen.
Seine Mutter, eine Schwimmlehrerin,
hatte ihn in den Pool geworfen, bevor
er gehen lernte und half ihm, sein Ziel
zu verfolgen.
Mit 15 Jahren hatte Cliff die nationale Ebene im Schwimmen in Südafrika erreicht und konnte erste Erfolge
vorweisen. Kurz danach beschlossen
seine Eltern, nach Unruhen in Südafrika, nach England auszuwandern.
Hier schloss Cliff seine Schulausbildung ab und wurde in den britischen
Schwimmkader berufen.
Er schafft es, sich für die Olympischen
Spiele 1984 in Los Angeles zu qualifizieren, die Medaille konnte er leider
nicht gewinnen. Trotzdem gab es
Angebote für Stipendien an der Universität Houston und Texas, wo er in
dem besten USA Team, den Mustangs,
schwimmen sollte.
Doch nachdem er sich drei Jahre jeden
Tag dem Schwimmen und seiner Ausbildung gewidmet hatte, fühlte sich
Cliff ausgebrannt. Auf halbem Weg
durch eine Trainingseinheit kletterte
Cliff aus dem Pool, und sagte seinem
Trainer, dass er in das sonnige Südafrika zurückkehren würde.
Dies tat er, doch 1982 packte Cliff erneut seine Koffer und fuhr bis zur
Küste von Südafrika in einem alten
Fiat-Cabrio. Dort bekam er einen Job
als Lehrer für Windsurfen und Wasserski. Wie das Schicksal es wollte, wurde
eine Bühnenshow vor Ort produziert
und Cliff wurde von einem der Darsteller entdeckt. Dies war sein erster
Schritt auf dem Weg zu einer Karriere
auf der Bühne.
54
Nach
einigem
Training und immer mehr Erfolg
in der Print-und
T V-Werbung
nahm Cliff an einem Vorsingen
für eine sehr erfolgreiche TV-Serie namens Egoli
teil und bekam
eine Rolle, die
später zu einer
der Hauptrollen
wurde.
Im Jahr 1997
heiratete er seine langjährige
Cliff Simon in seiner wohl bekanntesten Rolle als Goa‘uld SysFreundin Colette
temlord Ba‘al, der dem SG-1 Team das Leben schwer macht.
in Südafrika und
wanderte kurz danach zusammen mit Wie ist die Atmosphäre am Set?
ihr in die USA aus, mit der Hoffnung CS: Die Besetzung und die Crew sind
auf ein besseres Leben. Dies gab ihm toll. Alle kommen sehr gut miteinandie Gelegenheit eine Karriere in Ame- der aus, es herrscht ein sehr lustige
rika zu verfolgen. Nach nur wenigen Atmosphäre.
Monaten bekam er seine erste Rolle
und wenig später wurde er Ba‘al in Wusstest du, dass Ba‘al zu einem so
Stargate SG-1. In dieser Rolle kennen wichtigen Charakter in der Zukunft
ihn viele TV-Zuschauer und jetzt spielt von Stargate SG-1 werden würde?
er im neuesten Film „Stargate: Conti- CS: Nein, aber ich habe es gehofft.
nuum“ eine entscheidende Rolle.
Deswegen habe ich hart daran gearbeitet ihn zu einen faszinierenden
Vor einiger Zeit führte ich ein Inter- Charakter zu entwickeln.
view mit Cliff Simon, daraus nun einige Auszüge:
Was hältst du von den Goa’uld?
CS: Sie sind egoistisch und haben eiDaniel Schürmann: Wie bist du nen Gott-Komplex, aber Ba‘al ist anüberhaupt zu Stargate gekommen? ders. Ich denke, dass er ein bisschen
Du hast zum ersten Mal in der fünf- menschlicher ist, als man es von ihm
ten Staffel mitgespielt – kannst du denkt…
dich noch Umstände erinnern?
Cliff Simon: Ich habe mich mit den Wo liegt der Unterschied zwischen
Produzenten von Stargate SG-1 ge- deutschen Fans (und Conventions)
troffen und für die Rolle des Ba‘al vor- und Fans aus anderen Teilen der
gesprochen.
Welt?
CS: Ich liebe meine Fans auf der ganKanntest du Stargate SG-1, bevor zen Welt und wurde immer gut von ihdu die Rolle bekommen hast?
nen behandelt, die Fans in Nürnberg
CS: Ja. Ich habe Richard Dean Ander- waren da nicht anders. Es war eine
son schon immer gerne in der Serie großartige Erfahrung.
MacGyver gesehen, also hat es mich
auch interessiert ihn in Stargate SG-1
zu sehen.
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
e’Magazin | INTERVIEW | BRAD WRIGHT
Brad Wright kennen viele durch seine
Arbeit bei den Fernsehserien „Stargate SG-1 „und dem Spin-Off Stargate Atlantis. Zusammen mit Jonathan
Glassner hat er die Fernsehserie SG-1
geboren und zusammen mit Robert
C. Cooper „Atlantis“ entwickelt. Vor
seiner Zeit bei Stargate, war Wright
Produzent und Autor für „The Outer
Limits“ und hat einige Drehbücher
für Fernsehserien wie „Neon Rider“,
„Adventures of the Black Stallion“
und „Highlander“ geschrieben.
Z
u sehen war er in zwei StargateFolgen. Zuerst in der 100. Folge
„Wurmloch Xtrem“ als Studioverantwortlicher und zuletzt in einer Fantasy-Sequenz der 200. SG-1 Folge als
StarTreks Scotty.
Im Jahr 2007 wurde Brad Wright für
seine Arbeit bei Stargate und weil er
kanadische Schreibtalente förderte,
mit dem „Showrunner Award“ der
kanadischen Screenwriting Awards in
Toronto ausgezeichnet. Im Juli 2007
gewann er zusätzlich noch den Constellation Award für das beste Fernsehdrehbuch 2006 für die SG-1 Folge
„200“.
Wir haben einige interessante Interviewauszüge aus verschiedenen Quellen übersetzt, um einen Einblick in die
Meinung von Brad Wright über sein
Baby, Stargate: Continuum zu ermöglichen. Vielen Dank an SciFi Weekly und
die Videos auf der offiziellen Stargate/
MGM-Webseite.
Frage: Wo sind die Unterschiede
zwischen einer Fernsehfolge von
Stargate und einem Stargate-Film?
Brad Wright: Das lustige ist, da man
meint, wir haben so viele Zweiteiler gedreht, wäre es einfacher einen langen
Film zu machen. Doch ein Filmdrehbuch hat seine ganz eigene Struktur.
Ein guter Film besteht aus drei Teilen,
während ein guter Zweiteiler einen
großen Cliffhanger in der Mitte hat.
Die Struktur ist eine ganz andere und
es macht in vielen Bereichen viel mehr
Spaß, einen Film zu machen. Die Story
kann sich unabhängig entwickeln und
muss keine Rücksicht auf die vorherige oder nächste Folge nehmen. Es
hat besonders Spaß gemacht, einen
Film zu schreiben und nicht nur eine
längere Folge. Hoffentlich konnten
wir das erreichen. Es ist nicht einfach.
Ich muss gestehen, meine erste Drehbuchfassung war viel zu lang. Aber
BRAD WRIGHT
Drehbuchautor von Stargate: Continuum
ARTIKEL: DANIEL SCHÜRMANN
INTERVIEW: Verschiedene Quellen
BILDER: MGM/SCI FI CHANNEL
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
55
e’Magazin | INTERVIEW | BRAD WRIGHT
das sind meine Drehbücher eigentlich immer.
F: Wie haben Cast und Crew reagiert, als sie gehört haben, dass
es zur Arktis geht?
BW: Als sie es hörten, waren alle total aufgeregt. Richard Dean Anderson
zum Beispiel machte sich schon fast
direkt auf den Weg zum Flughafen
(lacht). Sie wollten unbedingt gehen.
Ben und Amanda wollten es auch unbedingt. Es war kein Zufall, dass die
drei unbedingt dort hoch wollten. Michael Shanks konnte nicht, er musste
arbeiten. Aber ich denke auch wenn
er hätte gehen können, wäre er nicht
mitgekommen. Chris Judge hat es
sich überlegt. Als er aber beim Sicherheitsmeeting gehört hat, dass es dort
Polarbären gibt, die ihn fressen könnten, hat er sich dagegen entschieden.
F: Welche Geschichten werdet ihr
erzählen, wenn alle Feinde in den
beiden Galaxien besiegt sind?
BW: Die beiden Galaxien werden nie
ganz frei von den bösen Jungs sein.
Immer wenn wir sie besiegt haben,
tauchen neue auf und nehmen ihren
Platz ein. Tatsache ist, es wird immer
Feinde in etwas so großem wie einer
Galaxie geben. Und, es gibt andere
Galaxien. Das nur als kleiner Hinweis!
F: Werden wir Sam und Jack nach
10 Jahren endlich mal als echtes
Paar sehen?
BW: Wenn ihr wollt, dass sie zusammen sind oder denkt, dass sie zusammen sind, dann glaubt daran. Malt
es euch für euch aus. Dazu muss ich
aber sagen, es gibt eine Szene in dem
Drehbuch für den dritten StargateFilm an dem ich gerade arbeite, die
– wie drücke ich es vorsichtig aus –
romantisch ist. (grinst)
F: Erzähl uns über die Momente in
denen der Film etwas Fahrt wegnimmt und sich mehr den Charakteren zuwendet.
BW: Es war großartig, dass ich 90
Minuten für den Film zur Verfügung
hatte. Normalerweise habe ich 44 Minuten mit Credits. Da kann man nicht
viel Charakterentwicklung einbauen.
Die Szenen in denen Mitchell zur Farm
geht, Carter einkaufen, oder Daniel in
den Buchladen geht; das sind Dinge
die in einer Fernsehfolge normalerweise aus Kostengründen sofort aus
dem Drehbuch genommen werden.
Denn man muss eine komplette Crew
dorthin bewegen, Aufbauen und das
für nur 5 Sekunden Filmmaterial. Für
mich geht es um den Charakteraufbau, und gerade diese ruhigen Sekunden [mit Carter] haben eine Menge über ihre Situation ausgesagt und
wie sie sich fühlt. Doch das kann man
nicht in einer Fernsehserie unterbringen.
F: Du hattest sicher besonders viel
Spaß mit den Szenen, in denen die
Teammitglieder nicht sie selbst
sind…
BW: Ich mag es, wenn Charaktere
sich selber in einem anderen Blickwinkel betrachten müssen. Zum Beispiel ruft sich Daniel selbst an. Es ist
eine schöne Szene. Zuerst wusste ich
nicht, was ich mit ihm mach, denn
Carter ist die aufopferungsvolle Astronautin, die ihr Leben geopfert hat
um ihre Kollegen zu retten, Ben existiert durch das Großvater-Paradoxon
überhaupt nicht. Aber Daniel ruft sich
selber an und liest sein eigenes Buch.
Er sagt seinem alternativen Ego, dass
er Recht hat und auf seine Gefühle
vertrauen soll. Er baut sich sozusagen
selbst auf. Ich habe Robert [C. Cooper]
angerufen und gefragt, ob es komisch
wäre, wenn Daniel sich selbst anrufen
würde. Er antworte: „Ja, aber mach es
trotzdem!“
F: Wurde für Continuum ein Start
auf der Kinoleinwand in Erwägung
gezogen?
BW: Die Gründe, wieso dieser Film keinen Kinostart bekommen konnte, waren rein geschäftlich und in keinster
Weise kreativer Natur. Offensichtlich
gab es bereits bestehende Verträge
die seit dem Stargate-Kinofilm bestehen und für nachfolgende Produktionen gelten. Wir hätten also höchstens
mit einer Menge Verträge die bereits
bestehen, einen Kinostart versuchen
können. Es ist nicht so einfach, dass
wir einfach einen Film drehen können und ihn auf die Kinoleinwand
kriegen. Aber Charlie Cohen [MGM]
konnte uns zwei Direct-to-DVD Filme
ermöglichen. Hinzufügen möchte ich
aber, dass Continuum eine Art Präzedenzfall für uns ist uns zeigen sollte,
dass wir einen Kinostart erreichen
könnten. Wenn dieser Film so erfolgreich wird, wie ich es hoffe und auch
denke, dass er es international schafft,
könnten wir in der Zukunft einen Versuch bekommen.
Brad Wright (rechts) und Robert C. Cooper (links)
- die beiden kreativsten Köpfe hinter Stargate
56
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
e’Magazin | SERIEN | STARGATE ATLANTIS
ARTIKEL: DANIEL SCHÜRMANN
TEXTE: SEBASTIAN BLÄTTNER &
DAVID AULENKAMP FÜR
STARGATE-PROJECT
STARGATE ATLANTIS
Keine 6. Staffel, dafür kommen Filme
Wie am 21. August bekannt gegeben
wurde, wird der amerikanische SciFi
Channel - nun seit fast sieben Jahren
Heimat des Stargate-Franchises - keine
sechste Staffel der Serie „Stargate Atlantis“ bestellen. Die kommende letzte Folge der fünften Staffel, „Enemy at
the Gate“ ist damit zugleich auch die
letzte Folge der gesamten Serie. Laut
Joseph Mallozzi (Produzent und Autor
von Stargate Atlantis) wurde die Folge
„Enemy at the Gate“ von Anfang an
mit der Vorgabe produziert, dass sie
ein rundes Ende ohne offene Fragen
hat. So könnte sie im Falle der Absetzung einen kommenden Film vorbereiten, würde aber auch die Zuschauer zum dranbleiben bewegen wenn
es darum ginge zur 6. Staffel wieder
einzuschalten.
Doch eine 6. Staffel gibt es nicht. Stattdessen hat SCI FI einen 2-stündigen
„Atlantis“-Film in Auftrag gegeben,
der die Basis für mögliche weitere Filme legen soll.
Dieser Film wird geschrieben durch
die langjährigen Drehbuchautoren
Joseph Mallozzi und Paul Mullie.
Letzterer ist auch bereits verantwortlich für die Story zur Folge „Enemy
at the Gate“. Die Arbeiten am Film,
der aktuell den Arbeitstitel „Twilight“
(„Dämmerung“) trägt, haben bereits
vor geraumer Zeit begonnen. Robert
C. Cooper der zusammen mit Brad
Wright das Stargate-Franchise ins TV
transportierte, schlug damals vor, Vorbereitungen für einen Film zu treffen,
der dem Sender SCI FI im Falle eine
Absetzung präsentiert werden könne.
Würde jedoch eine sechste Staffel genehmigt, hätte man einfach die Story
des Filmes in die ersten beiden Folgen
der neuen Staffel umgewandelt. Der
Film soll seine Premiere auf dem SCI
FI CHANNEL haben und danach durch
MGM und FOX weltweit auf DVD verbreitet werden.
rikanische SCI FI Channel hat unmittelbar nach der Absetzung von „Stargate
Atlantis“ eine erste Staffel der bereits
seit längerer Zeit geplanten dritten
TV-Serie im Stargate-Franchise - „Stargate Universe“ - genehmigt. Für die
Hauptrolle der Serie sucht man ein bekanntes Gesicht, während der Rest des
Casts hauptsächlich aus unbekannten
Darstellern bestehen soll. Auftritte bekannter Gesichter aus „SG-1“ und „Atlantis“ sind laut Presseerklärung sehr
wahrscheinlich.
Die letzten Folgen „Stargate Atlantis“
werden jeden Freitag auf dem amerikanischen SCI FI Channel gezeigt. Die
letzte Folge wird dabei im Januar 2009
ausgestrahlt.
Der Pilotfilm soll im kommenden Frühjahr gedreht werden und im Sommer
über die US-Bildschirme flimmern.
Direkt danach startet die erste Staffel
der Serie.
Grund für die Absetzung waren nicht
etwa schwache Quoten. Stattdessen
standen Vertragsverhandlungen mit
den Schauspielern an. Statt diese Verträge zu verlängern, entschied man
sich bei SCI FI für Fernseh- bzw. DVDFilme. Diese Entscheidung traf man
aber nicht allein, sondern zusammen
mit MGM und den Verantwortlichen
für Stargate Atlantis. Laut Brad Wright,
der die Serie erschuf, war dies die
beste Entscheidung für Atlantis, wie
er in einem Interview mit GateWorld
zugab.
Story
Nachdem das Mysterium um das
neunte Chevron endlich gelöst werden konnte, reist ein Team von Forschern zu einem unbemannten Raumschiff - der Destiny. („Schicksal“). Das
Raumschiff wurde von den Antikern
während der Hochphase ihrer Zivilisation gestartet, als großes bewegliches
Experiment - jedoch wurde dieses Experiment niemals zu Ende geführt.
Doch das Jahr 2009 wird im Sommer
nicht ohne Stargate bleiben! Der ame-
Was als simple Aufklärungsmission
beginnt, wird zu einer niemals endenden Mission, denn die Stargate Universe Crew entdeckt, dass das Schiff
nicht dazu in der Lage ist, zurück zur
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
57
e’Magazin | SERIEN | STARGATE ATLANTIS
wird jemand zurückgelassen, können
sie nie wieder dorthin zurückkehren.
Hintergründe
Der Fokus der Serie soll dabei vor allem mehr auf persönliche Beziehungen zwischen den Crewmitgliedern
in dieser Extremsituation gelegt werden.
Ob Michael Shanks als Daniel Jackson
auch in „Universe“ zu sehen sein wird?
Erde zu kehren. Die Crew muss sich
daher ein zu Hause einrichten und auf
der Destiny ihr Leben leben.
An Board des Schiffes wird die Crew
zu weit entfernten Bereichen des Universums reisen - verbunden über die
ausgesetzten Stargates. Denn, die
Destiny hat von Anfang an eine Mission gehabt: Das Universum zu bereisen und Stargates zu verteilen, um so
alle Winkel des Universums kennen
zu lernen.
Es kommt zu Problemen, als das Schiff
in die Nähe von zuvor ausgesetzten
Stargates kommt - noch vor dem Bau
der Destiny. Das Schiff spinnt und die
Crew ist nicht in der Lage, den Flugplan zu kontrollieren. Zwar entdeckt
die Crew nun auf ihrem Weg neue
Rassen, Feinde und Abenteuer - doch
Wright und Cooper dazu: „Wir wollen
die Prämisse des Franchise mit viel
Humor und Abenteuer bewahren,
gleichzeitig aber auch mehr auf die
Beziehungen vieler junger und ob der
unvorhergesehenen Situation verzweifelten Menschen eingehen.“ Laut
der Pressemitteilung will man mit der
Serie auch die Tradition anderer SciFiSerien fortsetzen, und zeitgleich mehr
Weltraumkämpfe einbringen sowie
eine jüngere Zielgruppe ansprechen.
Etwas mit dem die vorhergegangenen Stargate-Serien im Vergleich zu
anderen SciFi-Franchises immer Probleme hatten.
Ganz besonderen Thrill soll die Serie
auch aus der Tatsache ziehen, dass
die Mannschaft das Schiff nicht steuern kann und dessen Sprünge nicht
kontrolliert. Beachtet man also nicht
die Zeitvorgaben, die das Programm
vorgibt, verliert man bei jeder Mission Leute die unwiederbringlich auf
fremden Planeten festsitzen.
Laut SCI FI-Präsident Dave Howe will
der SCI FI CHANNEL die neue Serie
für ein jüngeres Publikum zugänglich
machen sowie Storys erzählen, die
zeitgemäßer sind und eher aus den
späten 2000ern als aus den 1990ern
kommen. Im Gegensatz dazu steht,
dass er gleichzeitig sagt, Universe ein
bisschen mehr in Richtung Battlestar
Galactica gehen zu lassen – um es
damit dramatischer und dunkler zu
machen.
„Brad [Wright] und Robert [Cooper]
sind begierig darauf, die Action, das
Abenteuer und den Sinn für Humor
[auch in Stargate Universe] zu behalten. Aber ich denke, dass es eine
Möglichkeit gibt, ein bisschen mehr
dramatische Intensität in der Serie zu
haben. Aber das ist natürlich eine Diskussion, die bei ihnen liegt, da sie damit beginnen das Script zu schreiben
und die Serie zu entwickeln.“
Nebenbei freut er sich darüber, dass
auch „Stargate Atlantis“ ins Film-Format wechseln wird und weist auf die
große Fan-Basis hin, die das Franchise
unterstützt, die ihn in den letzten Tagen mit Mails überschüttet haben. Er
fordert sie aber auf, die Absetzung
von Atlantis zu akzeptieren, erwartet aber nicht, dass das von jetzt auf
gleich passiert.
„Aber wenn Universe erst mal läuft
und sie den nächsten Teil des Stargate-Franchises haben, werden die
Leute hoffentlich merken, dass es bei
SCI FI in sicheren Händen ist, das wir
dieses Franchise wirklich schätzen
und es in unserem und dem Interesse der Fans ist, die Geschichte weiter
zu erzählen und herauszufinden, wie
wir es jedes Jahr aufs neue erzählen
können.“
So in Action werden wir das Atlantis-Team um Colonel Sheppard schon bald im Flm wieder sehen.
58
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
ANZEIGE
e’Magazin | DVD | BOLLYWOOD
KRIEG UND LIEBE
Zwei Bollywood-Filme im Test
E
Filmtitel
“Deewaar - Hölle ohne Wiederkehr”
Genre
Action/Drama
Laufzeit
165 Minuten
Extras
keine Extras
FSK
Keine Jugendfreigabe
Sprache
Deutsch/Hindi (Dolby Stereo)
Mit
Amitabh Bachchan
Sanjay Dutt
Akshaya Khanna
Amrita Rao
Raghuvir Yadav
Kay Kay Menon
Akhilendra Mishra
Regie
Milan Luthria
Drehbuch
Anurag Kashyap, Shridhar Raghavan
Produzent
Gaurang Doshi
e’Magazin Bewertung
60
e’ Magazin 2/2008
ros International, eines der führenden
Filmstudios in Indien und T-House
Productions vereinbarten vor einiger
Zeit eine weit reichende Kooperation
in der Vermarktung indischer Filmprogramme im deutschsprachigen Raum.
Seit Mai sind die ersten DVDs unter
dem Label „BOLLYMAX “ veröffentlicht
worden.
TEXT: DANIEL SCHÜRMANN
BILDER: T-HOUSE PRODUCTIONS
Nachkriegsdrama „Deewaar - Hölle ohne
Wiederkehr“.
Wir haben uns die Filme „Deewaar“ und
„Liebe deinen Nächsten“ ausgesucht
und wollen einen kleinen Einblick in
die „neuen Bollywood“ Filme geben
und unterziehen die Filme einem Review.
Der neue Filmanbieter hat sich zum Ziel
gesetzt, die Etablierung des indischen
Film-Genres weiter voranzutreiben
und auf breiter Ebene zu festigen. Die
Titelauswahl soll zukünftig sowohl bei
Handels- und Medienpartnern als auch
bei den Konsumenten für höchste Qualität, und vor allem Kontinuität in dieser
Sparte stehen.
Der „Neue Indische Film“ zeigte sich in
den vergangenen Jahren verstärkt von
seiner anspruchsvollen, spannenden
und manchmal kontroversen Seite.
„Wir sind davon überzeugt, dass wir
über Bollywood schon bald nicht mehr
nur von einem vorübergehenden Trend,
sondern von einer festen Größe in der
deutschsprachigen Unterhaltungslandschaft sprechen“, führt Murad Saleh
(CEO, T-House Productions) aus. „Eine
Entwicklung, die sicherlich auch durch „Deewaar – Hölle ohneWiederkehr“
den zunehmenden östlichen Einfluss Nach dem Krieg zwischen Indien und
in unserer multikulturellen Gesellschaft Pakistan befinden sich noch über 30
indische Soldaten in pakistanischer Gegefördert werden wird.“
fangenschaft, werden unter widrigen
Seit dem 30. Mai sind fünf neue Titel Bedingungen festgehalten, misshandelt
auf dem deutschen Markt: Die Komödie und gefoltert – allein zur Belustigung
„Jetzt bockt die Braut“, das Liebes- der Pakistanischen Gefängnisaufseher.
drama „Nur für Dich“, das Drama „Liebe Als einer der Soldaten aus der Haft fliedeinen Nächsten“, die Liebeskomödie hen kann und nach 33 Jahren das erste
„Zuckersüss und echt scharf“ sowie das Lebenszeichen – einen Brief – der Solwww.das-emagazin.de
e’Magazin | DVD | BOLLYWOOD
daten in die Heimat bringt, flammt die
Hoffnung und der Glaube an die Väter
und Ehemänner wieder auf. Doch die
politische Situation zwischen den beiden Ländern ist verfahren. Ein möglicher
Krieg spannt die Menschen in der Region
an, und obwohl die Indischen Veranwortlichen von den Gefangenen wissen,
können sie nichts machen – aus Furcht
einen erneuten, blutigen Krieg zwischen
den beiden Ländern auszulösen. Menschenrechtler
versuchen
ihrerseits
ebenfalls alles, um die Gefangenen zu
befreien. Doch sobald die Gefängnisse
erfahren, dass Menschenrechtler unterwegs sind, werden die Gefangenen in
ein anderes Gefängnis gebracht. Als die
Nachricht Gaurang, Sohn des führenden
militärischen Offiziers Major Ranvir Kaul,
der indischen Gefangenen, von der Botschaft erfährt, macht er sich alleine auf
den Weg nach Pakistan. Dort will er seinen Vater, der bereits über ein dutzend
Mal versucht hat zu fliehen, aus der Haft
befreien und ihn nach Hause zu seiner
Frau zu bringen. Sie hat den Glauben nie
verloren und hofft auch nach 33 Jahren
auf ein Wunder.
Review
Der Film hat keine Jugendfreigabe bekommen und ist stellenweise recht
brutal. Die Einschätzung des FSK passt
daher schon. Doch gerade von einem
solchen Film erwarte ich Spannung, Action, Dramatik – anfangs baut der Film
dies auch gut auf, doch spätestens als
nach einer halben Stunde das patriotische Gerede überhand nimmt und
wenig später die Gefangenen fröhlich
zu singen beginnen, hört der „Spaß“ für
mich auf. Warum muss ein indischer Film
sich durch so etwas alles kaputt machen?
Besteht die Pflicht, in einem Bollywood
Film singen und tanzen zu müssen?
Auch später noch tanzen die Soldaten
in Gefangenschaft freudig umher – es
wirkt einfach nur unnötig, aus der Luft
gegriffen und macht den Film in meinen Augen wenig ansehnlich. Einzig der
Hauptcharakter, der die seine deutsche
Stimme Engelbert von Nordhausen ver-
dankt (er spricht auch Gene Hackmann
und Samuel L. Jackson) macht eine gute
Figur (abgesehen von den Tanz-Szenen).
Die Story des Filmes ist an sich sehr interessant und ich hoffe, dass in einigen
Jahren Bollywood von seiner Sing- und
Tanz-Praxis Abschied nimmt. Wenn dann
ein neuer Film auf dem selben Material
basierend erscheint, schaue ich ihn mir
sicher an. Für Freunde von Action-Bollywood-Filmen, die nichts gegen Sing- und
Tanzeinlagen haben, kann ich diesen Film
empfehlen. Allen anderen, lege ich Filme
wie „Der Soldat James Ryan“ ans Herz.
Filmtitel
Liebe deinen Nächsten
Genre
Komödie/Romanze
Laufzeit
123 Minuten
FSK
ab 6 Jahren
Sprache
Deutsch/Hindi (Dolby Stereo)
„Liebe deinen Nächsten“
Mit
Als ihr Ehemann unschuldig wegen MorAyesha Takia
des zum Tode verurteilt wird, macht sich
Shreyas Talpade
die selbstbewusste Zeenat auf die Reise
Gul Kirat Panag
um von Meera, der Frau des Ermordeten,
Girish Karnad
ein Gnadengesuch zu erflehen. Doch
Meera ist voller Trauer und in den gesRegie & Drehbuch
ellschaftlichen Traditionen selbst gefanNagesh Kukunoor
gen und verweigert Zeenat ihren Wunsch. Es bleibt nur noch wenig Zeit bis zur
e’Magazin Bewertung
Hinrichtung. Jetzt muss es Zeenat gelingen Meera zu überzeugen die seidenen
Fäden ihres Lebens und das der Anderen
endlich in die eigenen Hände zu nehmen. frische Brise auf den Markt der DramöDabei bekommt Zeenat unerwartet Hilfe dien/Romanzen bringt.
von dem sonst so selbstsüchtigen Tagedieb und Gaukler Behroopiya.
Review
Der Film „Dor“ oder „Liebe deinen Nächsten“ ist ein bewegender Film von der
Liebe zweier Paare, von der Vergebung
und von tiefen Freundschaften. Ich war
begeistert, wie sehr mir dieser Film doch
gefallen hat. Anfangs hatte ich Befürchtungen, er würde zu kitschig werden
oder wie typische Bollywood-Filme dem
Tanz und Gesang verfallen. Dem war
– zum Glück – nicht so. Daher kann ich
sagen: Dieser Film gefiel mir (und meiner
Freundin)! Es war ein Film mit Gefühl,
guten Schauspielern, und er zeigte die
gesellschaftlichen Verhältnisse in Indien
gut und wie Frauen in Indien behandelt
werden. Auch konnte man ab und zu
lachen. Der Film setzt nicht auf Tanzeinlagen und Gesang (bis auf in einer Szene,
aber dort passt es auch und ist nicht
übertrieben) sondern hat viel Musikuntermalung, welche die schönen Bilder
der Landschaft unterstreichen. Wenn es
davon mehr Filme aus Bollywood gibt
(auch aus anderen Genres, wie zum
Beispiel einen guten Action- oder Science-Fiction-Film) würde ich gerne mehr
davon sehen. Hier gibt es wirklich nichts
Großartiges zu beanstanden. Ein interessanter, gut gemachter Film, der in Zeiten
ausgelutschten Hollywood-Streifen, eine
Weitere Informationen zu den neuen
Bollywood Filmen von Bollymax und THouseproductions gibtes auf der Webseite von Bollymax: www.bollymax.de
Vielen Dank an T-House Productions
für die Rezensionsexemplare und das
Gewinnspiel.
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
61
e’Magazin | DVD | THIRTEEN DAYS
THIRTEEN DAYS
TEXT: CHRISTIAN VAJDA
BILDER: T-HOUSE PRODUCTIONS
Filmklassiker über den Kalten Krieg
Regie
Roger Donaldson
Drehbuch
David Self
Genre
Polit-Thriller
Laufzeit
140 Minuten
FSK
ab 12 Jahren
Mit
Kevin Costner
Bruce Greenwood
Steven Culp
Dylan Baker
Michael Fairman
Henry Strozier
Produzent
Peter O. Almond, Armyan Bernstein
Kevin Costner
e’Magazin Bewertung
62
e’ Magazin 2/2008
Story
Oktober, 1962. Der kalte Krieg zwischen
dem Osten und dem Westen hält die
Welt in seinen Klauen gefangen. Nur
eine Kleinigkeit könnte in der explosiven
Stimmung jener Tage, verheerende Konsequenzen nach sich ziehen und es ist
alles, nur keine Kleinigkeit, welche ihre
Schatten auf die Präsidentschaft John F.
Kennedys wirft.
Kontrollflüge der U.S. Air Force entdecken die Stationierung von ballistischen
Boden/Boden - Mittelstreckenraketen
mit Atomsprengköpfen durch die Sowjetunion auf Kuba. Eine klare Provokation und Gefahr für die Vereinigten
Staaten erreichen die Raketen doch
jedes Ziel auf amerikanischem Boden
einschließlich Washington.
Die US Militärs drängen auf eine
Zerstörung der Raketen und zeitgleich
auf eine Invasion Kubas. Präsident
John F. Kennedy, Justizminister Robert
Kennedy und Kenny O´Donnell, engster Berater des Präsidenten, sehen
sich dem Druck aus den eigenen Reihen gegenüber konfrontiert und müssen zeitgleich die Bedrohung durch die
Sowjetunion abwenden. Eine Blockade
des Seeweges, durch welchen die Versorgungsschiffe, die auf dem Weg nach
Kuba sind gestoppt werden sollen, die
www.das-emagazin.de
allerdings die Atomraketen zunächst
nicht beseitigen kann, soll die Reaktion
Amerikas darstellen und gleichzeitig
den dritten Weltkrieg - einen Atomkrieg
– verhindern. Nicht die von den Militärs
und dem Kongress gewünschte Reaktion, aber vielleicht die einzige, die den
Frieden bewahren könnte.
Nach der Ankündigung der Blockade
über die TV-Stationen reagieren die
Sowjets mit Ablehnung und die Schiffe
drohen die Blockade durchbrechen zu
wollen. Die US Militärs ordnen neue
Aufklärungsflüge an und hoffen dabei,
dass die Maschinen beschossen werden
um somit Kennedy zum Handeln zwingen zu können. O´Donnell versucht dies
zu verhindern und bittet die Piloten, egal
was auch immer passieren möge, einen
Beschuss abzustreiten. Als die Generäle
einen der Piloten vorladen, um über die
Ereignisse berichtet zu bekommen, folgt
dieser O´Donnells Bitte.
Die Anspannung steigt, als sich die ersten Schiffe der Blockade nähern und
nicht klar ist, ob diese die Inspektionen
zu lassen werden, oder die Blockade ignorieren. Als plötzlich auch noch feindliche U-Boote ausgemacht werden, steigt
die Anspannung in Washington ins unermässliche. In letzter Sekunde drehen alle
e’Magazin | DVD | THIRTEEN DAYS
bis auf sechs Frachter ab und gleichzeitig
versuchen die Kennedys die diplomatischen Kanäle am Leben zu halten und
Druck über die UN zu erzeugen.
In dieser Situation scheint das Angebot
eines vermeindlichen Vermittlers eine
weitere Lösungsmöglichkeit darzustellen und bereits kurze Zeit später erreicht
das Oval Office eine Nachricht von Nikita
Chruschtschow, dem russischen Staatschef, der einem Abzug aus Kuba zustimmen möchte. Doch die Hoffnung währt
nur kurz, denn am nächsten Morgen erreicht Washington eine neue Nachricht,
die bei weitem bedrohlicher klingt und
die Möglichkeit bedeuten könnte, dass
Hardliner in Moskau einen Staatsstreich
herbeigeführt haben und dies das Ende
der Vermittlungsversuche sein könnte.
In dieser Situation drängen die Militärs
erneut auf eine Invasion.
Doch was, wenn das Schreiben nur aufgrund der erhitzten Situation missverstanden wurde und eine allerletzte diplomatische Lösung doch noch vorhanden
ist? Präsident Kennedy befiehlt die Vorbereitungen für einen möglichen Angriff
zu starten und hofft doch gleichzeitig,
dass sein Bruder in den letzten Verhandlungen mit dem russischen Botschafter,
in welchen die USA das zweite Fax ignorieren und nur dem ersten zustimmen
wird, noch etwas bewegen kann. Denn
sonst würde am darauffolgenden Montag Krieg herrschen und zwar einer der
das Antlitz der Erde für immer verändern
würde.
„Es gibt keinen Experten für so was. Es
gibt keinen weisen alten Mann. Es...
Scheiße ja,... es gibt nur uns.“ ( Kenneth
O´Donnell)
Hintergrund
Die Sechziger Jahre des vergangenen
Jahrhunderts bescherten der Welt eine
Vielzahl an weltbewegenden Ereignissen. Licht und Dunkelheit, wechselten
sich dabei nahtlos aneinander ab. Die erste Mondlandung, der Marsch auf Washington, genauso aber die Ermordung der
Kennedy-Brüder oder jene von Martin
Luther King, lassen dieses Jahrzehnt in
jeder Beziehung im Gedächtnis bleiben.
Die Kubakrise an sich war Folge des gegenseitigen Wettrüstens der beiden Superstaaten in jener Zeit. Der eigentlichen
Krise waren Provokationen auf beiden
Seiten, bereits Jahre zuvor, vorausgegangen und führten zu einer Stimmung von
Misstrauen und teilweise unerbittlichem
Hass. Die Hetze gegen Kommunisten in
der McCarthy-Ära und die Invasion in
der Schweinebucht auf Kuba auf amerikanischer Seite, genauso wie etwa die
Stationierung russischer Raketen in der
DDR und auf Kuba trugen ihren Teil zur
Stimmung jener Zeit bei.
Die Ereignisse im Oktober 1962 führten
der Öffentlichkeit vor Augen, wie schnell
eine Katastrophe in ihre verhängnisvollen Bahnen verlaufen kann und wie
knapp man in jenen Tagen am dritten
Weltkrieg – und damit einer atomaren
Katastrophe – vorbeigeschifft war.
Produktion
Vor acht Jahren – genauer am 22.
Dezember 2000 - kam der Film, über die
dreizehn Tage an denen die Welt an der
Schwelle zum dritten Weltkrieg stand, in
die Kinos. Ein großer und hervorragender Cast mit Kevin Costner und Bruce
Greenwood an der Spitze haucht den
Geschehnissen vor 66 Jahren Leben und
ungeheure Intensität ein. Noch hinzu
kommt, dass die Thematik von einst
auch in unserer jetzigen Gegenwart eine
erschreckende Realität besitzt und einen
Einblick vermittelt, an welchen seidenen
Fäden das Schicksal der Welt zu hängen
vermag und das die Grenze zwischen
einer Krise und einer Katastrophe nur
durch die Handlungen einiger weniger
Beteiligten gezogen werden kann.
Die Handlung beginnt mit der Explosion
einer Atombombe, ein Hinweis und erschreckendes Bild für die Geschehnisse
auf welche unsere Protagonisten noch
treffen werden und ein bedrohlicher
Gedanke der den gesamten Film über, in
den Köpfen der Zuseher verbleibt.
Der Film an sich ist, durch die Thematik
begründet, äußerst Dialoglastig, ein Umstand welcher der Spannung und Intensität jedoch keinerlei Abbruch tut. Das
Bild wechselt stellenweise von Schwarz/
Weiß auf Farbe um den Zuseher den Eindruck eines Eintauchens in die Geschichte zu vermitteln. Die perfekte Ausstattung, der gezielte Einsatz der Special
Effects und Liebe zum Detail verleihen
dem Film eine unglaubliche Tiefe.
„Sie verlangen einen Überraschungsangriff. Wie würden wir vor der Welt
dastehen. Eine Supermacht bombt ein
winziges Land in die Steinzeit zurück.
Damit machen wir uns sicher beliebt.“
(Bobby Kennedy)
Fazit: - Ein sehr Persönliches
Ich bin immer wieder begeistert, wenn
ich mir den Film aufs Neue zu Gemüte
führe. Obwohl die Geschehnisse aus
amerikanischer Sicht geschildert werden
- und man dabei einen interessanten Eindruck in die Mechanismen des Präsidentenamts bekommt – wird auf eine bloße
Schwarz/Weiß Malerei verzichtet. Es wird
ersichtlich das Politik von Menschen
gemacht wird und Menschen dabei nun
Mal Fehler begehen. Gerade das Militär,
sonst eher immer zum Heldenmythos
verklärt, ist die treibende Kraft, welche
die Konfrontation sucht und dabei
kurzsichtig einen Flächenbrand auslösen
würde. Im Gegensatz zu unterschiedlichsten Produktionen in der Gegenwart
wird dem Dialog der Vorzug gegenüber
der Gewalt gegeben und gerade dadurch kann die Krise beendet und der
Frieden wiederhergestellt werden.
Thirteen Days schafft es meiner Überzeugung nach dabei zweierlei zu sein: Einerseits ein kleines Lehrstück, nicht allzu
weit zurückliegender Geschichte zu sein
und anderseits zu zeigen, dass Frieden,
solange es Menschen gibt die für diesen
eintreten, nicht unerreichbar ist.
Der Film wurde mit dem Political Film Society Award für Frieden ausgezeichnet.
“Welchen Frieden suchen wir? Ich
spreche vom aufrichtigen Frieden. Vom
Frieden, der dem Leben auf der Erde
einen Wert gibt. Nicht nur Frieden in unserer Zeit, sondern für alle Zeit. Unsere
Probleme sind von Menschen gemacht
und können deshalb von Menschen
gelöst werden. Denn letzten Endes ist
unsere tiefe Gemeinsamkeit, dass wir
alle diesen kleinen Planeten bewohnen.
Wir alle atmen dieselbe Luft. Wir alle
hoffen für die Zukunft unserer Kinder.
Und wir sind alle sterblich.”
(John F. Kennedy)
Die Kennedy Brüder
John F. und Robert Kennedy sind wohl
das berühmteste Politikerbrüderpaar der
amerikanischen Geschichte. Der Mythos
der vom Kennedy-Clan an sich, von den
beiden Brüder verstärkt, aber von John
F. Kennedy in extremer Weise ausgeht,
sucht weltweit seines Gleichen. Auch
wenn die Erfolge der Präsidentschaft
(die Kubakrise einmal ausgenommen)
unter Historikern umstritten sind, gab
es doch kaum einen Präsidenten der in
der Herzen seiner Landsleute, aber auch
in der restlichen Welt, solche Begeisterungsstürme zu entfachen vermochte wie
JFK. Eine Zukunft die auch Robert hätte
blühen sollen, doch wurde er wie sein
Bruder fünf Jahre zuvor aus politischen
Motiven 1968 ermordet.
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
63
e’Magazin | FILM | DIE LETZTEN GLÜHWÜRMCHEN
TEXT: CHRISTIAN VAJDA
BILDER: ANIME VIRTUAL GmbH
Regie & Drehbuch
Isao Takahata
Genre
Anime/Drama
Mit
Tsutomu Tatsumi
Ayano Shiraishi
Yoshiko Shinohara
Akemi Yamaguchi
Produziert von
Tohru Hara, Ryoichi Sato
Länge
ca. 85 Minuten
Starttermin
Japan: 16. April 1988
DIE LETZTEN GLÜHWÜRMCHEN
Wir schreiben das Jahr 1945. Japan
wird durch ständige Bombenangriffe
der USA stark in Mitleidenschaft gezogen. Der 14jährige Seita und seine
Schwester Setsuko kämpfen sich dabei durch die Trümmer ihrer Heimatstadt. Nachdem ihre Mutter durch
die Folgen eines Luftangriff zu Tode
kommt und ihr Vater nach wie vor
an vorderster Front zu kämpfen hat,
ziehen die beide zu ihrer Tante, mit
der Aussicht darauf ihr weiteres Leben dort zu verbringen. Doch bereits
nach kurzer Zeit müssen sie aufgrund
der Missgunst ihrer Tante das Haus
verlassen und versuchen auf eigene
Faust zu überleben. Allein bauen sie
sich ihr Leben in einem verlassenen
Bunker neu auf, müssen sich aber der
bitteren Realität geschlagen geben.
Als Setsuko schließlich an Unternährung stirbt und Seita vom Tode seines
Vaters erfährt, wird dieser schlußendlich, auch vom letzten Rest seiner Lebensenergie verlassen.
Hintergrund
Japan stieg in der ersten Hälfte des
19.Jahrhundert zu einer der führenden Weltmächte jener Zeit auf. Der
ständige Drang nach Expansion und
der blinde Glaube an die eigene
Überlegenheit seitens des Militärs
und in weiten Teilen der Bevölkerung
ließ den Inselstaat in sein Verderben
laufen. Das Land brannte, die Bombenangriffe forderten unzählige Tote
und das Leid war an jeder Ecke allgegenwärtig.
64
e’ Magazin 2/2008
Der Film an sich dagegen beruht auf
der Novelle „Das Grab der Leuchtkäfer“ von Nosaka Akiyuki, in welcher er
einerseits den Leidensweg der beiden
Waisenkinder eindringlich schildert,
andererseits aber auch die japanische
Gesellschaft zu jener Zeit analysiert
und aufzeigt wie es zu dieser unheilvollen Entwicklung überhaupt erst
kommen konnte.
Produktion
„Die letzten Glühwürmchen“ stammt
aus der Filmschmiede des GhibliStudios welches durch Werke wie
„Prinzessin Mononoke“ oder „Chihiros Reise ins Zauberland“ in schöner
Regelmässigkeit für Furore in der
Filmwelt sorgt und bereits mit einer
Vielzahl an tiefgründigen Filmen aufwahrten kann.
Kritik
Der Film beeindruckt durch seine
schonungslose Härte mit welcher er
die Schrecken und das Leid des Krieges anprangert. In der Startsequenz
erfahren wir von Seita selbst, an welchem Tag er gestorben ist und begleiten ihn dabei, wie er rückwirkend
die Geschehnisse, welche zu seinem
Tod führen erneut aufwirft. Die Hoffnungslosigkeit, die der Krieg mit sich
bringt werden immer wieder den
Versuchen Seitas gegenüber gestellt,
seine kleine Schwester zum Lachen
zu bringen und ihr Leben doch noch
etwas zu erhellen. Der Film glänzt dabei ohne den Zeigefinger zu heben.
Es gibt keine Guten oder Bösen, kein
www.das-emagazin.de
Richtig oder Falsch, kein Wunder, das
aus heiterem Himmel passiert, sondern nur die Realität, welche unaufhaltsam und gnadenlos ihre Bannen
zieht und dabei auf niemanden Rücksicht nimmt.
Eines steht zumindest nach der Betrachtungen dieses Filmes fest, man
wird die Welt danach mit anderen Augen sehen.
Fazit
Ein Juwel des Animationsfilms und
des bewegten Bildes an sich, das keiner wenn möglich verpassen sollte.
DAS STUDIO GHIBLI
Nach dem Erfolg des Films „Nausicaä
aus dem Tal der Winde“ von Hayao
Miyazaki wurde das Studio von der
Produktionsfirma Tokuma Shoten
1985 gegründet. Als erster Film enstand 1986 „Das Schloß im Himmel“,
welcher es auch erst unlängst hier in
die Kinos schaffte. „Chihiros Reise ins
Zauberland“ errang 2002 den Goldenen Bären auf der Berlinale und im
Jahr darauf den Oscar. Nach wie vor
ist er der am häufigsten ausgezeichnete Zeichtrickfilm weltweit. Das Studio steht heute immer noch unter der
Leitung von Hayao Miyazaki und Isao
Takahata.
e’Magazin | FILM | ANOLIS ENTERTAINMENT - 5 FILME
TEXT: HEIKO HENNING
BILDER: ANOLIS ENTERTAINMENT
ANOLIS
ENTERTAINMENT
A
nolis Entertainment wurde von
den beiden Filmfans Bernd Reichert und Volker Lange im Jahre
1998 gegründet. Sehr schnell konnte
sich das Label durch seine qualitativ
hochwertige Arbeit einen Namen
machen. Zu Anfang wurden Neuauflagen phantastischer Filme auf VHS
veröffentlicht – mit Monsterfilmen
aus Japan über Horrorfilme aus Spanien und Italien war für jeden etwas
dabei. Im ersten Jahr handelte es sich
um reine Unterlizenzen, bereits 1999
wurden allerdings die ersten direkten
Verträge geschlossen. Doch der Fokus
auf die Genres sollte auch weiterhin
der gleiche bleiben.
Die Jahrtausendwende läutete das
Ende der VHS ein und so verabschiedete sich auch Anolis langsam aber
sicher von diesem Medium. Als erste
DVD wurde 2000 der bereits auf VHS
veröffentlichte und von Kritikern unterschätze El Dia de la Bestia von Alex
de la Iglesia auserwählt. Nicht ohne
Grund, denn hierfür sollte es geradezu fürstliches Zusatzmaterial geben,
welches jedoch auch einiges an Arbeit bedeutete. Um diesem höheren
Aufwand bei DVDs mit ihrem Zusatzmaterial und dem Mehr an Möglichkeiten gerecht zu werden wurde Ivo
Scheloske als Produktmanager zur
Verstärkung des Teams eingestellt.
Die e-m-s new media AG trat außerdem in dieser Zeit mit dem Angebot
des Vertriebs vom gesamten Programm an Anolis heran. Auch das verzögerte die Fertigstellung der dicken
Box (ist wörtlich zu nehmen!) von El
Dia de la Bestia, doch das Warten bis
zum 25.8.2001 hat sich auf jeden Fall
gelohnt. Nicht umsonst wurde sie
von dem angesehenen Kritiker Harry
Knowles zur besten Version des Films
weltweit ernannt. Die Nummer zwei
von „The Anolis Series“ stärkt die Tradition Klassiker zu veröffentlichen, Die
toten Augen des Dr. Dracula – ange
sichts des Alters mit nicht ganz so viel
Zusatzmaterial, aber mit allen Finessen die eine Anolis Veröffentlichung
ausmachen, wie beispielsweise das
informative Booklet. Zwischendurch
gab es mit P. Tinto´s Miracle und Track
zwei VÖs außerhalb der Reihe, die
nach dem VHS Tape vorerst als simple
Verleih Versionen gebracht wurden.
Dadurch sollte die Zeit bis zur Vervollständigung des Zusatzmaterials für
die reguläre Version – die bei anderen
durchaus als Special Edition durchgehen würde – überbrückt werden. Diese sollte im Falle von P. Tinto´s Miracle
jedoch nicht mehr erscheinen. Bereits
die nächsten drei Titel verdeutlichen
die eindrucksvoll breite Palette mit
dem asiatischen romantischen Geisterfilm Ghost in Love, dem deutschen
Überraschungshit Curiosity & The Cat
und dem klassischen Episodenhorror
Die drei Gesichter der Furcht.
Soviel zu den ersten Titeln des Labels
– in der nächsten Ausgabe folgen die
nächsten…
Curiosity & The Cat
Regie: Christian Alvart
Drehbuch: Christian Alvart
Kamera: Peter Przybylski
Schnitt: Christian Alvart
Story
Henri führt das Leben eines typischen
unentdeckten Künstlers in einem
heruntergekommenen
Wohnhaus
– wenn er auch nicht unbedingt ein
solcher ist. Seine Zeichnungen sind
ohnehin schon keine Meisterwerke,
doch nun fehlt ihm auch noch die
Inspiration. Da kommt ihm der unter
ihm lebenden Kurt gerade recht, der
von einem neuen Mieter erzählt, der
gegenüber von Henri eingezogen ist.
Das Interesse an Flagg, so der Name,
wird umso größer, als sich auch noch
die Polizei ihn im Auge hat. Anstatt
den Beamten zu helfen, stellt er sich
dumm, und beginnt auf eigene Faust
Untersuchungen anzustellen. Es beginnt mit dem Beobachten von Flagg
und seiner Freundin Paula, wie sie die
Wohnung betreten und verlassen. Dabei interessiert er sich besonders für
Paula, die seine Phantasien antreibt
– was auch seine eigene Freundin zu
spüren bekommt, weil sie keinesfalls
die Beachtung bekommt, die sie sich
wünscht. Alles beginnt zu eskalieren,
als Henri die Grenze zwischen Neugier und Obsession überschreitet,
und Löcher in die Wände bohrt, um
noch mehr von dem anderen Privatleben mitzubekommen...
Christian Alvart, seines Zeichens ehemaliger Herausgeber des Filmmagazins X-Tro, liefert mit Curiosity & The
Cat seinen ersten Spielfilm ab. Nachdem er die Jahre zuvor zusammen
mit Domenico D‘Ambrosio Kurzfilme
ohne Budget gedreht hatte, fand er
es an der Zeit, „etwas richtiges“ auf
die Beine zu stellen. Da das eigentliche Projekt jedoch keinerlei Formen
annahm, schrieb Alvart das Skript für
Curiosity & The Cat in zwei Tagen herunter – leider hatte es nur die Länge
eines Kurzfilmes, für den sich nach
den Regeln des Films keine breite
Zuschauerschaft finden dürfte. Also
galt es, den Stoff auf Spielfilmlänge aufzublasen und damit bewaff-
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
65
e’Magazin | FILM | ANOLIS ENTERTAINMENT - 5 FILME
net nach Sponsoren zu suchen. Um
dem Eindruck eines „Hobbyfilmes“
zu entgegen, wurden die potentiellen Mitstreiter nicht gefragt, ob sie
sich entschließen würden – wenn
das Projekt irgendwann stattfindet –
teilzunehmen. Stattdessen wurde ein
fester zeitlicher Rahmen geschaffen,
auf den sich die Leute dann einstellen
mussten, wenn sie dabei sein wollten.
Das Konzept ging auf, und so konnte
der Regisseur nicht nur Investoren,
sondern auch Bekannte Namen wie
Nadeshda Brennicke (gerade mit Tattoo in den Kinos), Klaus Zmorek (diverse TV Serien) und Thomas D (von der
Musikgruppe Die fantastischen vier)
für sein Projekt gewinnen. Die Dreharbeiten gestalteten sich zwar recht
chaotisch, doch die – teilweise professionellen – Schauspieler zeigen sich
trotzdem angenehm überrascht vom
Dreh mit dem vierundzwanzig Jahre
alten Filmemacher. Auf diese Weise
ist ein erstaunliches deutsches Werk
gelungen, dass zwar immer noch alles andere als Massenkompatibel ist,
aber auf jeden Fall seinen Zuschauerkreis intelligent zu unterhalten weiß.
Vor allem Freunde von Thrillern und
soziologisch analysierenden Werken kommen voll auf ihre Kosten.
Das Spiel mit der tödlichen Neugier
wirkt äußerst spannend und der Zuschauer ertappt sich mehr als einmal
dabei, wenn er feststellt, dass der
Protagonist (hervorragend gespielt
von Konstantin Graudus) wieder eine
Grenze überschreitet, was für das eigene Verständnis schon krankhaft
erscheint. Das wird mit dem Spiel um
sexuelle Andersartigkeiten nur noch
auf die Spitze getrieben. Im gleichen
Augenblick sieht man gespannt dem
dadurch zu Tage tretenden Geschehen zu, macht sich also selbst zum
Voyeur, der allem hinterher hechelt.
Die dabei eingestreuten blutigen Effekte sollten eigentlich nur äußerst
sparsam eingesetzt werden, brachten
dem Film jedoch eine 18er Freigabe
bei der freiwilligen Selbstkontrolle
ein. Gerade dadurch, dass sie nicht
überschwänglich Verwendung finden, wirken sie umso krasser nach
in ihrem skurrilen Umfeld. Dies alles
gibt ein angenehm disharmonisches
Gesamtbild ab, wie es lange kein Film
mehr vorzuweisen hatte. Angesichts
der zur Verfügung stehenden Mittel
und der chaotischen Bedingungen ist
das Gesamtergebnis als wirklich beachtlich anzusehen. Der Sprung vom
Homemade in den semiprofessionel-
66
e’ Magazin 2/2008
len Bereich ist mit diesem Film auf jeden Fall gelungen, und man darf auf
Killer Queen gespannt sein, der gerade von Christian Alvart vorbereitet
wird, und mit internationalen Stars
realisiert werden soll.
Die DVD Umsetzung aus dem Hause
Anolis Entertainment ist wieder einmal vorbildlich umgesetzt. Von dem
innovativen Menü, das aufwendig
umgesetzt wurde, bis hin zu dem extra gedrehten Zusatzmaterial stimmt
einfach alles. Das Bild wird – entsprechend der Vorlage – nicht unbedingt
DVD Fetischisten gerecht, bietet aber
einen guten Transfer.
Der Dolby Digital 2.0 Ton ist leider etwas schwierig abgemischt, denn will
man die Unterhaltungen alle mitbekommen, riskiert man Ärger mit den
Nachbarn, bei den einsetzenden Musikstücken – das kann jedoch auch als
Stilmittel vom Regisseur durchgehen,
der so dem Zuschauer seine eigene
Neugier vorführt.
Das Zusatzmaterial beinhaltet, neben
Trailern und Outtakes, einen äußerst
interessanten Zusammenschnitt von
Interviews mit den wichtigsten Beteiligten, sowie dem zum Kultfilm avancierten (leider nicht optimal auf DVD
gebannten) Kurzfilm Staplerfahrer
Klaus, in dem Konstantin Graudus die
Hauptrolle spielt.
Fazit: Ein Pflichtkauf für alle, die gute
Unterhaltung mit analytischen Untertönen zu schätzen wissen – grandiose
DVD garantiert!
Die drei Gesichter der Furcht
Regie: Mario Bava
Drehbuch: Marcello Fondato, Alberwww.das-emagazin.de
to Bevilacqua, Mario Bava Vorlage:
Erzählungen von Tschechow, Tolstoi,
Maupassant
Musik: Roberto Nicolosi
Story
Das Telefon versetzt eine junge Frau
in Angst und Schrecken, denn ihr
ehemaliger Freund prophezeit ihr
baldiges Ende, doch er scheint nicht
der einzige zu sein, der ihr nach dem
Leben trachtet… Wurdelak ist eine
andere Bezeichnung für einen Vampir, der das Land unsicher macht – der
Vater der schönen Sdenka hat ihn unschädlich gemacht, doch er scheint
nicht völlig unbeschadet davongekommen zu sein… Der Wassertropfen
treibt eine Krankenschwester in den
Wahnsinn, nachdem sie einer Toten
einen Ring gestohlen hat, und vom
schlechten Gewissen verfolgt wird…
Drei schaurige Geschichten um jeweils
eine Frau, die ihrem ganz eigenen
„Gesicht der Furcht“ entgegentreten
müssen. Boris Karloff höchstpersönlich begleitet den Zuschauer am Anfang zu der ersten Geschichte – um
dann in der zweiten als geheimnisvoller Greis wieder aufzutauchen. Alle
drei Erzählungen haben ihrer eigenen Reiz und so gibt es reichlich Abwechslung, was die Art und Weise des
Grauens angeht. Leider fehlt jedoch
immer der kleine Funke, der ein Werk
unvergessen macht. So weist Das Telefon eine nette Idee auf, bietet am
Ende dennoch keine wirkliche Überraschung. Wurdelak hat eine schaurige Atmosphäre, wie man sie von alten Hammer Produktionen her kennt,
schwelgt manchmal aber zu sehr in
den unheilsschwangeren Bildern.
Der Wassertropfen beschäftigt sich
ausgiebig mit den Gewissensbissen,
die den Schuldigen in den Wahnsinn
treiben können, wenn auch die Art
und Weise etwas expliziter hätte sein
können. Abgesehen von diesen Kleinigkeiten wird der Rezipient bestens
von Mario Bava unterhalten, der es
wieder einmal versteht, mit wenigen,
passenden Mitteln wohligen Schauer
zu erzeugen.
Das Master des Bildes ist – angesichts
des Alters nicht überraschend – zu
Anfang etwas verschmutzt oder zerkratzt, was zu ein paar Flecken führt.
Leider entspricht das Format nicht
hundertprozentig dem des Originals,
und ist auch nicht anamorph auf der
DVD vorhanden.
e’Magazin | FILM | ANOLIS ENTERTAINMENT - 5 FILME
Der in Deutsch und italienisch enthaltene Ton ist ebenfalls entsprechend,
wobei der Gesamteindruck positiv ist
– auf DVD Standard kommt er natürlich nicht. Am Ende gibt es einen Part
der nachsynchronisiert ist, da diese
DVD die erste deutsche ungeschnittene Fassung darstellt.
für einen Geistlichen!). Auf der Suche
nach wirklich satanischem begegnet
ihm der Metal Freak José Maria, der
ihm fortan hilfreich zur Seite steht. So
ganz versteht dieser zwar nicht, worum es sich dreht, aber die Beschwörungen und skurrilen Ideen des Pfaffen haben ja irgendwie was…
Als Zusatzmaterial findet sich die Dokumentation Mario Bava – Maestro of
the Macabre, bei der nicht nur Interessantes zu den Werken des Filmemachers zusammengetragen werden,
sondern auch einige Regisseure wie
Tim Burton, Joe Dante, John Carpenter und der Enkel von Bava zu Wort
kommen, die erzählen, wie sie von
ihm beeinflußt wurden.
Von wem könnte diese schwarze Komödie sein, wenn nicht von dem Menschen, der uns schon den äußerst gesellschaftskritischen Aktion Mutante
beschert hat. Alex de la Iglesia nimmt
diesmal nicht die für ihre Umwelt
blinden Körper- und Fitnessfanatiker,
sondern die Religion und ihre Anhänger aufs Korn. Dabei wird nicht mit
pseudointellektuellen
christlichen
Phasen genervt, sondern einfach
nur mit einigen Ansätzen aus dem
Glauben gearbeitet. Reichlich abgedrehte Ideen und Wendungen in der
Handlung sorgen für Unterhaltung
vom Feinsten – wie man es von dem
Regisseur gewohnt ist. Das Ganze so
geschickt eingefädelt, dass man am
Schluss nicht beschwören kann, ob
nicht doch alles nur ein Drogen Trip
der beiden Hauptdarsteller gewesen
ist. Das Böse ist auf jeden Fall besiegt –
ob nun das reale oder metaphysische!
Auf jeden Fall hatten alle eine Menge
Spaß dabei! Der zweite Film von Alex
de la Iglesia fand in Deutschland seltsamerweise keinen Verleih, was wirklich erstaunlich ist. Sind doch Aktion
Mutante und der dritte im Bunde,
Perdita Durango, eigentlich wesentlich schwieriger zu vermarkten. Der
eine ist so abgedreht, dass nur eine
kleine Gruppe von Fans wirklich Zugang finden kann. Der andere sticht
vor allem durch recht brutale und
schonungslose Szenen heraus, die ja
hierzulande nicht gerade gerne gesehen sind. Warum also diese Probleme
bei El Dia De La Bestia, der eigentlich
eine schwarze Komödie darstellt, wie
sie beim breiten Publikum immer ankommt? Keine Scherereien um Brutalität oder Blut (na gut, ein wenig ist
schon im Film enthalten) zu befürchten – immer noch kein Mainstream,
aber doch ein Geheimtipp. Aber nun
hat das Warten ja endlich ein Ende –
Anolis Entertainment beglückt den
deutschen Markt mit einer sehr lohnenswerten Anschaffung für jede Videosammlung. Hoffen wir, dass die
guten Leute noch viele solcher Perlen
ausgraben und der hungrigen Fangemeinde zur Verfügung stellen.
Fazit: Keine Weltklasse, aber sehr gute
Unterhaltung im Episodenformat!
El Dia De La Bestia
Regie: Alex de la Iglesia
Drehbuch: Alex de la Iglesia, Jorge
Guerricaechevarria
Kamera: Flavio Martinez Labiano
Musik: Battista Lena
Story
Der Geistliche Angel Berriartua hat
sich ein Vierteljahrhundert mit den
Büchern der Apokalypse beschäftigt
und ist nun der Meinung, genau zu
wissen, wann der Antichrist wiedergeboren wird. Damit die Menschheit
nicht das Schicksal ewiger Verdammnis ertragen muss, will er sich bei dem
Teufel anbiedern, um ihn dann zu
überlisten. Zu diesem Zweck begeht
er lauter böse Taten – zuerst nur Kleinigkeiten wie Diebstähle, bis hin zu
wirklich garstigen Sachen (vor allem
Nach dem Tape gibt es hier nun endlich die DVD Version – mit reichlich
Zusatzmaterial als erste Veröffentlichung in „The Anolis Series“ über em-s. Das Bild ist gut ausgefallen und
es wurde deutlich mehr herausgeholt, als es die Videoveröffentlichung
möglich gemacht hätte. Der Ton ist
leider nur in Dolby Digital 2.0 enthalten, wo man sich an manchen Stellen schon einen 5.1 Mix gewünscht
hätte – doch so liegt man näher am
Original, das von vornherein nur auf
Stereo ausgelegt war. Bei den Menüs
und der Musikuntermalung der beiden Disks wurde sich Mühe gegeben,
was positiv auffällt. Das Zusatzmaterial, welches bis auf Trailer auf der
zweiten Scheibe untergebracht ist,
bietet reichlich Hintergrundinformationen. Das Making Of wurde von Canal+ produziert und ist entsprechend
informativ, wenn auch leider die Untertitelung nicht vollends als gelungen zu bezeichnen ist. Für die Fans
des Regisseurs ist außerdem dessen
erster Kurzfilm Mirindas Asesinas enthalten, der schon ganz klar zeigt, was
für durchgeknallte Ideen Alex de la
Iglesia mit dem Hauptdarsteller Alex
Angulo umzusetzen weiß. Der 1991 in
schwarz/weiß entstandene Mirindas
Asesinas ist skurril, blutig, ein wenig
brutal und natürlich voll von dem
Witz des Regisseurs, den man aus seinen späteren Filmen her kennt – ein
wahrer Gewinn!
Fazit: Empfehlung der Redaktion! Kaufen, kaufen, kaufen!
Ghost In Love
Regie: Lee Kwang-Hun
Kamera: Park Hyun-Chui
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
67
e’Magazin | FILM | ANOLIS ENTERTAINMENT - 5 FILME
Drehbuch: Hong Ju-Li
Schnitt: Lee Hyun-Mi
Story
Chin Chae-Byeol muss leider nach einem liebevollen Zusammensein mit
ihrem Verlobten feststellen, dass sie
dieser mit einer reichen Frau betrügt.
Von Selbstzweifeln getrieben spielt
sie mit dem Gedanken, sich das Leben
zu nehmen, wird jedoch, als sie sich
für das Leben entscheidet, von zwei
geisterhaften „Anwerbern“ des Suicide Ghost Club vor eine U-Bahn gestoßen. Als Chin wieder zu sich kommt,
wird klar, dass sie zum einen tot, und
zum anderen unfreiwilliges Mitglied
des Clubs für Geister von Selbstmördern geworden ist. Dieser setzt sich
gegen die Watcher zur Wehr, welche
die Seelen der Selbstmörder, die nicht
in den Himmel kommen – wie die der
sonstigen Verstorbenen – sonst unter großen Qualen auflösen. Außerdem sind die Mitglieder angehalten,
an den Menschen, die sie zum Suizid
getrieben haben, Rache zu üben, wie
die sogenannte White Face, die sich
für eine Vergewaltigung an etlichen
Männern rächt, und so gleichzeitig
neue Mitglieder wirbt. Chin ist sich
dabei jedoch nicht sicher und trifft
auf Cantorates, der die ganze Zeit versucht, Menschenleben zu retten und
seiner ehemaligen Frau zu vermitteln,
dass sie keinesfalls die Schuld an seinem Tod trägt...
Was den Zuschauer hier erwartet ist
eine packende Mischung aus Liebesgeschichte, Komödie, Drama und Fantasy aus dem fernen Osten, arrangiert
von Lee Kwang-Hun, der bislang eher
für leichte Komödien bekannt war.
Dieser scheint diesmal, angesichts
der für den westlichen Raum völlig
ungewohnten Sichtweise, besonders
fern zu sein. Das fängt bei den teils
fast schon kitschigen Liebesszenen
am Anfang des Films an, die für den
hiesigen Markt etwas zu aufgesetzt
wirken mögen. Betrachtet man sich
das Geschehen näher und intensiver,
wird hingegen klar, dass es so gewollt
ist – was den Unterschied bei der Herkunft deutlich macht, und sich spätestens zum Ende hin relativiert oder
gar ins Gegenteil umkehrt. Wenn
der Zuschauer also „open minded“
an Ghost In Love herangeht, wird er
mit einem berauschenden Bilderwerk
beglückt. Dieses kann sich zwar nicht
unbedingt mit beispielsweise A Chinese Ghost Story, der partiell ähnliche
68
e’ Magazin 2/2008
Handlungsstränge hat, messen, aber
es weiß deutlich besser zu unterhalten, als so manches teure Hollywood
Werk unserer Tage. Neben der Liebesgeschichte gibt es – wie im asiatischen
Raum häufig verwandt – humorvolle,
fast schon komödiantische Einlagen,
die selbst hierzulande nicht ins Leere laufen dürften, selbst wenn sie an
ein anderes Publikum gerichtet sind.
Demgegenüber stehen einige dramatische Ereignisse, die es gut verstehen, die Spannung voranzutreiben,
ohne nebenbei in den üblichen Herzschmerz abzugleiten. Was natürlich
nicht fehlen darf, sind passende Effekte, um die noch relativ unverbrauchte
Idee adäquat umzusetzen. Sieht man
sich zunächst den Trailer an, wird man
denken, der Film bestünde nur aus
berauschenden Effekten und Tricks,
wie beispielsweise Matrix. Weit gefehlt, denn die Computereffekte dienen lediglich der Geschichte – eine
Tugend, die man schon fast verloren
glaubte. So sehnt man sich ab und an
mehr der äußerst gut gelungenen Arbeiten der Tricktechniker herbei, die
den Vergleich zu großen wie ILM keinesfalls zu scheuen brauchen. In der
restlichen Zeit bemerkt man sie indes
kaum, weil sie mit der phantastischen
Story verschmelzen – und was kann es
für ein größeres Lob geben. Schlussendlich kann Lee Kwang-Hun auch
noch ein überraschendes Finale aufweisen, und das obwohl es eigentlich
recht naheliegend ist. Ghost In Love
ist ein weiterer vielversprechender
Beitrag aus Südkorea, der bezeugt,
welch ein Umbruch dort stattfindet.
Das Kino ist im Land, das auch von
wirtschaftlichen Krisen heimgesucht
wird, als Fluchtmittel sehr gefragt,
und es sind die heimischen Filme die
etwa die Hälfte der Kassenumsätze
machen. Hollywood hat dabei scheinbar genauso verloren wie die Kritiker,
denn was bei ihnen ein hochgradiges
Prädikat verpasst bekommt, fällt beim
Publikum gnadenlos durch – so bleibt
also zu hoffen, dass Ghost In Love (zumindest im eigenen Land) keine gute
Presse hatte. Entgegen diesem Trend
werden die entsprechenden Filme
allerdings kaum exportiert, was auch
dieser Film beweist, der nur durch
das hervorragende Label Anolis Entertainment zumindest eine deutsche Video/DVD Veröffentlichung
bekommen hat. Verdient hätte er es
auf jeden Fall auf die große Leinwand
gebracht zu werden, aber vielleicht
merken die deutschen Verleiher ja
www.das-emagazin.de
doch noch, was ihnen entgeht...
Die dritte DVD aus dem Hause Anolis
Entertainment ist zwar nicht in jedem
Punkt ein Volltreffer, ist aber schlussendlich ein Pflichtkauf für jeden
Freund des asiatischen Kinos. Das Bild
ist alles andere als perfekt, wobei vor
allem die Verschmutzung des Materials, etwas Rauschen und mangelnde
Detailschärfe auffällt – aber bei den
Problemen, welche die Macher mit
der rechtzeitigen Beschaffung eine
16:9 Masters (die erste anamorphe
Veröffentlichung des Labels!) ohne
Untertitel hatten, kann man wirklich
zufrieden sein.
Der Ton ist in einer wirklich guten
deutschen Synchronisation und im
Originalton enthalten, zu dem man
wahlweise (!) Untertitel zuschalten
kann.
Zusatzmaterial gibt es einiges, durchweg in guter Qualität, wobei vor allem Trailer, Videoclip und das informative und humorvolle Making-Off
im Gedächtnis bleiben. Neben einem sehr schön gestalteten und animierten Menü gibt es – wie bei allen
Veröffentlichungen von Anolis – ein
Booklet, dass zwar in der Erstauflage
einen kleinen Schönheitsfehler hat,
dieser allerdings auch als künstlerisches Element durchgehen könnte.
Fazit: Bildgewaltiges koreanisches Kino
– jeder Asien Fan wird sich die Finger
lecken!
Die toten Augen des Dr. Dracula
Regie: Mario Bava
Drehbuch: Roberto Natale, Romano
Migliorini, Mario Bava Vorlage: Ro-
e’Magazin | FILM | ANOLIS ENTERTAINMENT - 5 FILME
mano Migliorini, Roberto Natale
Musik: Carlo Rustichelli
Kamera: Antonio Rinaldi, Mario Bava
Story
Inspektor Kroger wird zu einem
scheinbaren Selbstmord in ein benachbartes kleines Dorf gerufen, da
die Todesursache nicht eindeutig
ist. Diese soll Doktor Paul Eswai klären, dessen Glaube einzig und allein
der Wissenschaft gehört, womit er
alles zu erklären versucht. Es stellt
sich heraus, dass die Tote bereits das
zwölfte Opfer ist, denn entgegen der
Vermutungen wurden alle ermordet.
Zunächst will niemand im Dorf auch
nur ein Wort zu den Vorfällen äußern,
doch nach und nach wird dem Doktor
eine Geistergeschichte erzählt, die er
als absoluten Unsinn abtut. Doch die
Spuren der Morde führen ihn in das
Schloss Graps, in welchem früher die
kleine Melissa Graps wohnte, die vor
den Augen der Dorfbewohner starb,
welche ihr nicht halfen. Nun muss sich
auch Eswai eingestehen, dass Übersinnliches im Spiel ist, doch die Wahrheit ist schlimmer, als er es ahnt…
Was für ein absoluter Schwachsinn
– nicht der Film, der völlig unsinnige deutsche Titel natürlich (es war
wohl gerade wieder der Blutsauger
in Mode). Fast unnötig zu erwähnen,
dass es nicht den leisesten Bezug zu
Vampiren gibt… Mit dem Film hingegen hat sich Mario Bava ein Denkmal
gesetzt, was die äußerst stimmungsvolle und schaurige Erzählweise und
Realisierung angeht. Die eigentliche
Geschichte ist zwar nicht wirklich üppig oder neu, doch die Art und Weise
fesselt den Zuschauer an seinen Sitz.
Die Atmosphäre ist so dicht, wie der
permanent vorherrschende gespenstische Nebel. Die Darsteller liefern eine
beeindruckende Vorstellung ab, bei
der die Verzweiflung plastisch auf die
Leinwand gebannt wird. Bava selbst
zeigt sich virtuos beim Einsatz von
Umgebung, Licht (beziehungsweise
nicht Einsatz davon) und den passend
verteilten Schockmomenten. Blutige
Szenen gibt es wenig zu sehen, was
dem Film allerdings keinesfalls schadet – trotzdem war die ursprüngliche
deutsche Fassung geschnitten.
Nicht so natürlich die Neuauflage von
Anolis, die sowohl auf Tape, als auch
auf dieser DVD die ungeschnittene
Fassung bietet. Die diesbezügliche
Nachsynchronisation ist zwar auffallend mit anderen Sprechern realisiert,
doch das nimmt man gerne in Kauf
für den ganzen Filmgenuss. Das Bild
ist erstaunlich gut ausgefallen, vor
allem, wenn man das Alter des Filmes bedenkt – gerade Kontrast und
Farben sind bei den kritischen Nachtszenen sehr stabil. Der Ton ist auch
gut ausgefallen, wenn man von ein
paar Zischlauten bei den Sprechern
absieht – leider fehlt jedoch eine Originalspur, die sicherlich aufzutreiben
gewesen wäre. Das Zusatzmaterial,
allem voran das Interview mit Erika
Blanc (leider nur mit deutschen Untertiteln), ist sehr informativ, wenn auch
beispielsweise der Fotoroman viel zu
klein zum Lesen ausgefallen ist.
Fazit: Ein Pflichtkauf für jeden Freund
von Bava und gepflegtem Grusel!
In der nächsten Ausgabe stellen wir
unter anderem folgende Titel vor:
VORSTELLUNG
Heiko Henning
… wohnt und arbeitet in Hamburg.
Seit 1993 gibt er das Magazin Twilightmag (ursprünglich mit dem Namen
Tumor) heraus, wobei das als Fanzine
gestartete Magazin momentan vor
allem als Webseite vorangetrieben
wird.
Bereits in jungen Jahren ist er von den
im TV laufenden Filmen und Serien
fasziniert. Die „wilden“ Achtziger erledigen das Übrige: er ist infiziert von
dem Virus des Horrorfilms, von dem
er bis heute nicht kuriert ist. Bis heute hat er noch nichts gesehen was ihn
wirklich bis ins Mark erschüttert hat
– überrascht wird er aber immer mal
wieder, zuletzt von John Rambo.
Sei es nun die Japan-Horrorwelle der
letzten Jahre oder die des langsam
abebbenden Torture Porn – hier gilt
es nach immer spektakulärerem zu
gieren.
Das hält ihn jedoch nicht davon ab,
unter anderem die Werke des Hauses
Ghibli zu lieben – auch gute Blockbuster wie I am Legend sind auf dem
heimischen (noch) DVD Player gern
gesehen.
An TV Serien darf es neben Boston
Legal, Dr. Who (alt und neu) und Dr.
House auch „Frauenkram“ wie Desperate Housewives, Grey‘s Anatomy
oder Weeds sein.
Im Kino ist er relativ selten, aber wenn
dann meistens exzessiv wie beim Fantasy Filmfest (bisheriger Rekord 16 Filme in einer Woche, was für jemanden
der die Massen meist als eher störend
für den Filmgenuss empfindet, recht
viel und anstrengend ist).
Immer gern genommen sind Klassiker
wie Per Anhalter durch die Galaxis (Serie), „Hammer“-Filme und mittlerweile
belächelte Streifen der Achtziger die
auch heute noch gut unterhalten können. Aber auch aktuelle Überraschungen wie Cloverfield oder [REC] können
begeistern, solange sie nicht zu den
Vertretern gehören die einen Hype/
Trend todreiten. Er mag halt den Film
allgemeint, sofern ihm der Inhalt gefällt.
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
69
e’Magazin | DVD | JOHN RAMBO
JOHN
RAMBO
Gemetzel in Birma
TEXT: HEIKO HENNING
BILDER: WARNER BROS.
Regie
Sylvester Stallone
Genre
Action / Thriller
Verleih
Warner Bros.
Mit
Sylvester Stallone
Julie Benz
Matthew Marsden
Graham McTavish
Reynaldo Gallegos
Jake La Botz
Tim Kang
Maung Maung Khin
Paul Schulze
Drehbuch und Story
Art Monterastelli
Sylvester Stallone
Produziert von
Peter Block
Boaz Davidson
Danny Dimbort
Randall Emmett
Silvester Stallone endlich wieder als Rambo zu sehen
Inhalt
Der fast sechzig Jahre wütende Bürgerkrieg zwischen der Militärjunta
und dem überwiegend christlichen
Volk der Karen, der zweitgrößten
Minderheit in Birma, nimmt immer
menschenverachtendere
Formen
an. Auf äußerst sadistische Art und
Weise werden die Gefangenen zum
Spaß der Militärs gefoltert und hingerichtet. John Rambo fängt für einen
birmanischen Touristenunterhalter
70
e’ Magazin 2/2008
Schlangen und bestreitet damit seinen Lebensunterhalt.
Als die amerikanische christliche
Gruppe um Michael Burnett ihn bittet, sie mit Medikamenten mitten
ins Kriegsgebiet zu bringen, lehnt er
zunächst ab – als die hübsche Sarah
jedoch an sein Herz appelliert kann
er zumindest nicht mehr wiedersprechen. Doch bereits auf dem Weg wird
die Gruppe von Piraten überfallen,
die das Leben der Amerikaner bedrowww.das-emagazin.de
hen – der sichere Tod und die mehrfache Vergewaltigung der Frau können
nur durch Rambo verhindert werden,
der kurzerhand alle Piraten über den
Haufen schießt.
Davon angewidert verabschieden
sich die Missionare und begeben sich
mitten in den umkämpften Bereich,
der kurz drauf von den Militärs eingenommen wird. Weil die Gruppe danach als verschwunden gilt, tritt der
Pastor Arthur Marsh an John heran,
e’Magazin | DVD | JOHN RAMBO
um eine Gruppe von Söldnern in die
Region zu bringen, wo er die Christen
abgesetzt hat…
Review
Genau zwanzig Jahre nach dem Erscheinen von Rambo III versucht Sylvester Stallone, wie bereits bei Rocky
Balboa, auch der zweiten großen
Filmfigur, mit der er scheinbar untrennbar verbunden ist, ein Denkmal
und gleichzeitig einen Schlussstrich
zu verpassen.
Nach einer mittlerweile schon recht
langen Durststrecke mit filmischen
Misserfolgen erscheint dieser Schritt
wie ein verzweifelter Versuch noch
unterstellen, und ein solcher Film hat
ja auch das Ziel Geld einzuspielen,
doch für reine Action hätte es auch
ein simplerer Schauplatz getan.
Auch die etlichen Hektar Regenwald die beim Dreh gerodet wurden
trägt nicht grade zum Vorbildfaktor
bei, doch dies passiert bei etlichen
Streifen ohne das sich einer aufregt.
Zumindest wurde der Fokus der Diskussion auf Birma gelenkt – ob er dort
bleibt ist angesichts der schnelllebigen und sensationsgeilen Zeit fraglich, aber es ist nun in den Köpfen der
Samen gepflanzt.
Wie einst beim dritten Teil als einige
Amerikaner am 9.11.2001 das Volk
Im neuen Rambo wurde nicht mit Gewalt und Blut gespart
einen Fuß auf den Boden zu bekommen. Dieser Eindruck wird noch zusätzlich durch die Tatsache bestärkt,
dass der Schauspieler bei beiden
Filmen selbst Regie geführt hat und
teilweise sogar die Personalunion für
etliche Bereiche darstellte. Sieht man
sich allerdings das Ergebnis an, wird
man erstaunt sein, denn sowohl der
Schauspieler als auch die von ihm
verkörperte Figur haben lange nicht
so gut ausgesehen.
Stallone zeigt auf eindrucksvolle
Weise, dass er zum einen als Darsteller noch nicht am Ende ist, und zum
anderen auch als Regisseur, Drehbuchautor und auf diversen anderen Gebieten einiges zu bieten hat.
Sicherlich wird er keinen Meilenstein
der Filmgeschichte mehr schaffen,
aber auf jeden Fall ist ihm hier das
gelungen woran mittlerweile einige
scheitern: sehr gute Unterhaltung.
Außerdem macht er wieder auf einen Krisenherd aufmerksam, der den
meisten – vor allen Dingen Amerikanern – völlig unbekannt sein dürfte.
Natürlich kann man hier bloßes Kalkül
wiedererkannten, welches ihnen
den Krieg erklärt hatte – wenn sie
auch nicht verstanden warum, denn
sie hatten ihnen doch gegen die bösen Russen geholfen. Nach der bedrückenden Einleitung mit blutigen
Nachrichtenmeldungen, die von einer nachgestellten sadistischen Massenhinrichtung „abgerundet“ wird,
darf Sly den einsamen und desillusionierten Kämpfer geben.
Dieser demonstriert wieder einmal
seine sehr eigene Art von ruhigem
Leben – nicht jedem schwebt da
schließlich ein Job als Schlangenfänger an der Grenze zu einem Krisengebiet vor. Er arrangiert sich mit den
Umständen und ist genügsam, bis
mit einer verschwundenen Gruppe
von Landsleuten und vor allem einer
jungen Dame animiert wird wieder
aktiv zu werden.
Dieser kommt der kühle Kämpfer sogar näher als seiner weiblichen Kontaktperson aus Teil drei – wobei es
auch hier nicht über freundschaftliche
Anwandlungen hinausgeht. An dieser
Stelle zeigt Stallone mit einer für die-
se Rolle erstaunlichen Tiefe wie viel
Herzblut er in das Projekt gepumpt
hat. Nicht nur aus seinem Körper hat
er mit etlichen hohen Dosen Muskelaufbau Mittelchen das letzte herausgeholt, auch als Regisseur schenkt
er sich als Schauspieler nichts.
Selten hat der Mann mit Schieflage im
Gesicht so glaubhaft gespielt und der
Rolle so viel Tiefe verliehen wie hier.
Selbstredend alles im Rahmen des
Action Films, doch nicht mehr in den
reinen Stereotypen der frühen Jahre,
denn hier wird auch Spannung mit
und bei den Figuren aufgebaut. Doch
keine Angst: der Freund von Kriegsfilmen und rasanter Actioner wird mehr
als gut bedient.
Gibt es gleich zu Anfang bei der Hinfahrt schon blutige Auseinandersetzungen die von den Predigern
schwer missbilligt werden obwohl
sie ihr Leben retten, geht es dann bei
der Befreiungsaktion natürlich in die
Vollen. Das darf in Zeiten von Saw
und Torture Porn durchaus wörtlich
genommen werden, denn so Blutiges
und Gewalttätiges sieht man auch
heutzutage nicht allzu oft – da werden wortwörtlich nur noch Stücke
abgerissen!
In den seligen Achtzigern wäre man
bei einer der hier im Sekundentakt
zelebrierten Zerstückelungen in Freudentränen ausgebrochen – hier gilt
es nur der Sinnüberflutung im MTV
Schnitttempo standzuhalten.
Die Tatsache, dass John Rambo mit
runden achtundachtzig Minuten eigentlich recht kurz ist, fällt durch diese Komprimierung nicht auf.
Der Body Count ist enorm und nicht
umsonst war die Kinoversion hierzulande geschnitten – es ist wirklich
interessant sich vorzustellen, was
Warner angestellt hat, um eine SPIO/
JK Freigabe für die lohnenswerte ungeschnittene DVD Ausgabe durchzubekommen. Leider waren danach
anscheinend die Mittel aufgebraucht,
da außer einer zwanzig minütigen
TV Doku und einem Trailer kein Zusatzmaterial enthalten ist, aber die
nächste Special Edition kommt bestimmt…
Fazit: Recht intelligenter, extrem blutiger und gewalttätiger Actioner und
glorreicher Abschluss einer in den
Achtzigern wegweisenden Filmreihe!
e’Magazin Bewertung
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
71
e’Magazin | DVD | AvP: Requiem
AvP:
Requiem
Alien-Invasion in einer Kleinstadt
TEXT: DOMINIK HORST
BILDER: 20TH CENTURY FOX
I
n einem Waldgebiet in der Nähe
der Kleinstadt Gunnison, stürzt ein
Predator Raumschiff ab. An Bord befindet sich Aliens und ein gefährlicher
Alien-Predator Hybrid. Nach nur kurzer Zeit versetzten diese die Stadt in
Angst und Schrecken und der Kampf
ums nackte Überleben beginnt. Während einige auf eine Rettung durch
die Regierung hoffen, machen sich
andere auf, um aus der Stadt zu flüchten. Inmitten dieses Chaos taucht der
Predator „Wolf“ auf, ein Cleaner, welcher alle Spuren von Aliens beseitigt
und dabei Gnadenlos auch gegen die
Menschen vorgeht, die ihm im Weg
stehen.
und schnell vorhersehbar. Der Film
weist einen sehr hohen Gewaltgrad
auf, teilweise ist dies auch etwas
übertrieben, so benutzt z.B. ein Alien,
Schwangere, als Brutkästen.
Genre
Die Charaktere des Films sind durchschnittlich und bewegen sich ungefähr alle auf einem Niveau. Teilweise
wirken einige Charaktere sehr naiv,
z.B. das blinde Vertrauen in die Regierung.
Die eigentlichen Hauptdarsteller des
Films, die Aliens und der Predator
sind gut in Szene gesetzt.
So werden dem Predator mit dem
Namen „Wolf“ menschliche Charakterzüge zugesprochen und er wird zu
einer Art Hauptdarsteller.
Er erscheint als ein alter erfahrener
Predator, welcher auf die Erde kommt
mit der Mission alle Spuren von Aliens
zu beseitigen, gnadenlos. Das Jagdverhalten des Predators wirkt dabei
sehr authentisch, und er scheint sehr
erfahren im Umgang mit den Aliens
zu sein. Schön zu sehen sind auch wieder die vielen Waffen und Hilfsmittel,
die der Predator auf der Jagd benutzt.
Fans der Predator-Filme werden sich
an diese Filme erinnert fühlen, z.B.
durch eine Häutungsszene und der
alten Maskenansicht, bekannt aus
diesen Filmen.
Der Hauptgegner ist ein Alien-Predator Hybrid, ein sogenanntes Predali-
Bei Fans sorgte das erste Aufeinandertreffen für viele Enttäuschungen,
die Einspielergebnisse waren für FOX
jedoch mehr als zufriedenstellend. Es
war daher klar, dass ein zweiter Teil
kommen wird.
Das Budget des Films wurde jedoch
im Vergleich zum Vorgänger gekürzt
und lag bei ca. 40 Millionen US-Dollar.
Die Regie haben die Gebrüder Greg
und Colin Strause übernommen.
Die beiden geben mit Aliens vs. Predator 2: Requiem ihr Regiedebüt ab.
Bekannt sind sie als Werberegisseure
und haben ihre Wurzeln in der Spezialeffektabteilung, dort haben sie beispielsweise mit an 300 oder Titanic
gearbeitet. Sie bekennen sich als Fans
beider Filmreihen(Alien Reihe und
Predator Reihe).
Schon am ersten Tag spielte der neue
Film ca. 9,5 Mio. US-Dollar ein, insgesamt konnte der Film mehr als 128
Mio. US-Dollar einspielen. Damit ist
er finanziell gesehen ein voller Erfolg,
und es wird wohl nur eine Frage der
Zeit sein, bis eine Fortsetzung erscheint.
Review
Der Kampf der zwei Kreaturen findet
dieses Mal in einer idyllischen amerikanischen Kleinstadt statt.
Das Geschehen des Film wechselt
zwischen 3 unterschiedlichen Perspektiven: den Menschen, den Aliens
und dem Predator. Die Handlung des
Films ist leider etwas dünn geraten
72
Regie
Colin Strause
Greg Strause
Action/Horror
Verleih
20th Century Fox
Mit
Steven Pasquale
Reiko Aylesworth
John Ortiz
Johnny Lewis
Ariel Gade
Kristen Hager
Drehbuch und Story
Colin Strause
Greg Strause
Produziert von
John Davis
David Giler
Walter Hill
e’Magazin Bewertung
Auch vor schwangeren wird kein Halt gemacht!
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
e’Magazin | DVD | AvP: Requiem
Cine3 Edition
Im Gegenteil zu der 1-Disc Version
spart die Cine3Edition nicht mit Extras. So erhält man neben der Kinofassung auch noch eine Extended-Version des Films mit einigen zusätzlichen
Szenen. Diese sind zwar nicht wirklich
groß auffällig, aber sie fügen sich sehr
gut in den Film ein.
Zusätzlich erhält man noch einige
Making of Videos, welche man sich
gut ansehen kann.
Der Predator vernichtet jegliche Alienspuren
en, aggressiver und gefährlicher als
seine Artgenossen. Das Aufeinandertreffen dieser Kreaturen sorgt für einige spannende Kampfszenen, die gut
inszeniert wurden.
Vor allem Fans wird der Film dieses
Mal wohl etwas besser als der erste
Teil gefallen, denn es wurde etwas
mehr Wert auf die Hintergründe der
Kreaturen gelegt und der Predator
läuft zu Höchstform auf. Es können
verschiedene Parallelen zu den ersten zwei Predator-Filmen gefunden
werden, außerdem wird ein wenig
von der Hintergrundgeschichte der
Alien-Filme aufgegriffen.
So wird in der Schlussszene Ms. Yutani vorgestellt, welche wohl an der
Gründung der Firma Weyland-Yutani
beteiligt ist, von welcher der Erzfrachter Nostromo in den Alien-Filmen ins
All geschickt wird.
Ton
Über den Ton gibt es eigentlich
nichts Negatives zu sagen, der Predator Sound erinnert stark an die ersten beiden Predator-Filme und auch
sonst sind die Soundeffekte recht gelungen und tragen zur Atmosphäre
des Films bei.
Austattung
Normale Edition
In der 1-Disc-Version befindet sich
nur die Kinofassung des Films ohne
jegliche weitere Ausstattung, man
bekommt hier wirklich nur das minimalste, dafür allerdings auch für einen günstigeren Preis.
Die Extras
Prepare for War
Fight to the Finish
The Nightmare Returns: Creating the
Aliens
Primitive Design: Creating the Predator
Crossbreed: The Predalien
Building the Predator Homeworld
Science of the Xenomorph
Science of the Hunter
Bildergalerie
Fazit
Wer Interesse am Film hat, sollte auf
jeden Fall zur Cine3Edition greifen.
Man erhält hier für ein wenig mehr
Geld viele interessante Extras und
eine Extended-Edition des Filmes.
Der Unterschied zur normalen Kinofassung beträgt ca. 10 € ist das Geld
jedoch auf jeden Fall wert.
Mit freundlicher Unterstützung von
20th Century Fox, die das Rezensionsexemplar bereitgestellt haben.
Bild
Die Sättigung der Farben ist etwas
zu hoch und das Bild ist im Allgemeinen zu dunkel geraten. Gerade bei
den Kampfszenen zwischen Alien
und Predator ist das sehr dunkle Bild
störend. Gerade auf kleineren Bildschirmen kann man sich teilweise nur
vom Ton her erschließen was gerade
genau passiert. Natürlich bringt die
im Film herrschende Dunkelheit auch
eine gewisse Atmosphäre mit, weshalb sie auch ihre Vorteile hat. Jedoch
sollte man gerade in den Kampfszenen noch genug erkennen können,
was nicht immer gewährleistet ist.
Das Predalien im Kampf gegen den Predator
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
73
e’Magazin | ARTIKEL | SPIELEVERFILMUNGEN
SPIELEVERFILMUNGEN
Reiner Kommerz?
TEXT: MARCO SCHÜRMANN
BILDER: PARAMOUNT PICTURES, EIDOS, ROCKSTAR GAMES
W
er von Spieleverfilmungen hört,
erwartet schon von Beginn an
nicht viel an Qualität. Doch wo liegen
die Gründe, dass Spieleverfilmungen
auf der Leinwand nicht das schaffen,
was viele Spiele mit Leichtigkeit auf
den Bildschirm zaubern? Wir zeigen
euch, welche Spiele das Zeug zu einer
Spieleverfilmung haben, und wie der
Fortschritt in den letzten Jahren war.
Was war, was ist, was wird…
Der Beginn dieser neuen “Ära” wurde
am 28.05.1993 mit „Super Mario Bros.
- The Movie” eingeläutet. Zu diesem
Zeitpunkt hätte es niemand erwartet
oder in Erwägung gezogen, Spiele zu
verfilmen. Durch „Super Mario Bros.
- The Movie“ begann die Verschmelzung von der virtuellen Welt mit der
Realität. Doch noch vor diesem Datum
wurden im asiatischen Raum Animationsfilme mit Spielbezug produziert,
wie z.B. „Sonic the Hedgehog“, die international jedoch nur wenig Zustimmung fanden, da sie zu sehr auf die junge Altersgruppe zugeschnitten waren.
Mit „Super Mario Bros. - The Movie“
sollte sich dies jedoch ändern. Für den
Film wurde großflächig Werbung betrieben, echte Stars (z.B. Bob Hoskins)
fanden ihre Rollen und ein Wiedererkennungswert für die Spieler war mit
„Insider”-Witzen geschaffen.
Seit diesem Tage an hat sich jedoch einiges getan bei der Zusammenarbeit
zwischen der Film- und Spieleindustrie.
In der Zeit danach sprangen immer
mehr Filmemacher auf den Zug auf und
erhofften sich, ihr großes Geld mit derartigen Verfilmungen. Es folgten Filme
wie „Street Fighter” (u.a. mit Jean-Claude Van Damme und Kylie Minogue),
„Mortal Kombat“ (der über 100 Mio. $
Gewinn einspielte), „Wing Commander” (Riesenflop) und einige weitere.
Einen Aufschwung erlebte die Spielefilmindustrie jüngst durch „Tomb
Raider” und „Pokèmon”. Versichert
durch diesen Aufschwung wagten
sich wieder neue Verfilmungen auf
die Leinwand, es folgten unter anderem Final Fantasy, Resident Evil, House
of the Dead, Hitman, Doom, Silent Hill,
Blood Rayne, Dead or Alive, Alone in
the Dark, Dungeon Siege und Postal.
Auch hier unterschied sich die Qualität
der einzelnen Filme jedoch sehr stark.
Geplant sind derzeit einige weitere Spieleverfilmungen, wie z.B. „Far
Cry“, „Spy Hunter“ (mit Dwayne „The
Rock“ Johnson), „Driver“, „Splinter
Cell“ oder „Max Payne“. Bei „Far Cry“
sind sich die meisten schon über das
Schicksal des Filmes sicher: Er wird
ein Flop. Viele sehen Til Schweiger
in der Hauptrolle des Jack Carver
nicht als geeignet und auch die Story könnte man mit einem Satz erklären: Ein Typ ballert sich durch den
Dschungel und tötet Wissenschaftler.
Max Payne
„Max Payne“ hingegen wirkt viel
versprechend: Mark Wahlberg („The
Happening“) in der Rolle des Max
Payne und Mila Kunis („Forgetting
Sarah Marshall“) als Mona Sax versprechen gute schauspielerische
Leistungen. Bereits der Trailer macht
Lust auf mehr und sieht grandios aus.
Auch die Besetzung von Nebenrollen
durch bekannte Stars wie Nelly Furtado oder Ludacris können dem Ganzen ein bisschen mehr Aufmerksamkeit bringen.
Doch auch hier sollte man mit dem
Hype vorsichtig sein. Auch wenn
eine Verfilmung noch so viel Potential hat, kann sie trotz alle dem
noch schlecht werden, wie man
in der Vergangenheit gelernt hat.
Erfolg heißt nicht gleich Qualität
Dass ein Erfolg solcher Spieleverfilmungen nicht immer der guten Qualität des Filmes zu verdanken ist, zeigt
z.B. „Tomb Raider”. Nachdem Lara
Croft im Jahre 1996 auf dem PC geboren wurde, wurde versucht, die „Tomb
Raider”-typischen Aspekte auch auf
der Leinwand einzufangen. So sieht
man Lara auch in der Verfilmung
durch den Urwald rennen und „Jump
‚n Run”-Einlagen sind zu Hauf da. Doch
wieso ist die Verfilmung nun nicht so
gut, wenn sie doch so erfolgreich war?
Dies
lässt
sich
schlichtweg
durch die Schauspieler erklären.
Gab es wegen der schönen Aussichten soviele Zuschauer ?
74
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
e’Magazin | ARTIKEL | SPIELEVERFILMUNGEN
Mark Wahlberg als Max Payne
Angelina Jolie in der Rolle der Lara
Croft macht eine gute Figur, doch die
anderen Schauspieler wirken zum Teil
demotiviert und gelangweilt. Lara‘s
Butler ist nicht britisch genug. Zudem
haben die anderen Charaktere nicht
genug Hintergrund, sie werden nur
sehr oberflächlich gezeigt. Die Action
hingegen ist gut und Angelina Jolie
überzeugt mit ihren großen Akrobatikeinlagen, die dem Spiel nachempfunden sind. Die Verfilmung hatte viel
Potential, sie hat gezeigt, wie gut man
die Atmosphäre eines Spiels auch in‘s
Kino bringen kann, und ist damit als
guter Versuch zu bezeichnen.
Welche Spiele eignen sich, welche
nicht?
Nun, diese Frage ist schwer zu beantworten. Selbst storyarme Spiele können sich gut für eine Verfilmung eignen.
Aber es gibt sicherlich einige Spiele,
die sich keines Wegs dazu eignen.
Rechts im Kasten haben wir ein paar
Spiele aufgelistet, die man verfilmen
sollte und welche man unmöglich verfilmen kann.
Meine Meinung
Bei Spieleverfilmungen sehe ich ein
ganz großes Problem: Die Zielgruppe.
Die Macher der Spieleverfilmungen
wollen natürlich nicht, dass nur die
Spielefans den Film gucken.
Es soll bei jedem Interesse geweckt
werden. Aber oft ist es so, dass gerade
die Spieleverfilmungen nur von den
Spielern selbst gehyped werden. Eine
umfassende Popularität, wie z.B. bei
normalen Filmen gibt es dort nicht.
Des weiteren sehen sich die Regisseure gezwungen, dem Hype gerecht zu
werden, denn die Leute, die die Spiele
bereits gespielt haben, möchten natürlich auch einen Film gezeigt bekommen, der dann auch tatsächlich
Bezug zum Spiel hat. Dass dies oft
unter dem Druck unter geht oder einfach nicht so gut möglich ist, beweist
“Dungeon Siege”.
Leute wie Uwe Boll sollte man fortan fern halten von solchen Machenschaften und lieber qualifiziertere Personen an die Arbeit lassen.
SPIELE ...
Spiele, die man verfilmen sollte
Command and Conquer
(Klasse Story und bereits durch die
vielen Zwischensequenzen viel Potential)
Warcraft
(Ein wahres Story-Meisterwerk, würde
sich sicherlich gut eignen.)
Halo
(Bietet Story-technisch viel Freiraum
und Potential.)
Spiele, die man unmöglich verfilmen kann
Tetris
(Klötze die zum Boden fallen? Wo ist
da die Story?)
PacMan
(Kleiner gelber Smiley frisst Punkte
und Geister auf. Eignet sich wohl eher
nicht.)
Die Sims
(Wie sollte man so etwas verfilmen?)
MineSweeper
(Gar keine Story-Ansätze)
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
75
e’Magazin | ARTIKEL | SPIELE AUS FILMEN
SPIELE
AUS
FILMEN
Umgekehrte Reihenfolge - umgekehrter Effekt?
TEXT:MARCO SCHÜRMANN
BILDER: SONY PICTURES
D
a viele Publisher einsehen, dass
man mit Spielen zu Filmen auch
gutes Geld machen kann, bedienen sich viele auch diesem Medium.
Man könnte meinen, wenn es doch
so schwer ist, Spiele zu verfilmen,
dann wird es doch leichter sein Spiele zu Filmen zu machen. Doch dem
ist ganz und gar nicht so. Warum?
Das kann man sich schon denken.
Wie soll man den linearen Handlungsstrang eines Filmes interaktiv
aufbauen und dem Spieler trotzdem
noch viele Freiheiten gewähren?
Denn Spieler wollen zum einen selbst
entscheiden und die Story beeinflussen, aber zum anderen auch die Story
und Atmosphäre des Filmes unverfälscht auf dem Bildschirm erleben.
Die Mittel
Fast alle Spiele zu Filmen sind gleich
aufgebaut. Man spielt einfach die Story des Filmes nach. Schlechte Nebeneffekte, die sich bei fast jedem Spiel
wiederholen, sind unter anderem die
vielen Zwischensequenzen, die langen Dialoge und Texte, wenig Freiheiten und eine sehr kurze Spieldauer.
Beispiele dazu könnte man endlos
aufzählen, denn zu fast jedem Film
kommt gleichzeitig oder kurz danach ein Spiel heraus, sei es zu „Iron
Man“, „Die Chroniken von Narnia“,
„Harry Potter“ oder „Herr der Ringe“.
Hier unterscheidet sich die Qualität der
Spiele genauso stark wie bei den Spieleverfilmungen, von grottig schlecht
bis grandios gut ist wirklich alles drin.
Der Erfolg
So schlecht die meisten Spiele zu Filmen auch sein mögen, erfolgreich
sind sie dennoch. Dies ist schlichtweg dem großen Hype zu verdanken. Man schaut sich einen richtig
guten Film an und erhofft sich mit
dem dazu gehörigen Spiel den gleichen Effekt. Dass man dann jedoch
bitter enttäuscht wird, scheint nur
wenigen im Vorfeld klar zu sein.
Da jedoch immer wieder sehr viele den „Reinfall” erleben, gibt die
Spieleindustrie
diesen
Produktionszweig natürlich nicht auf.
76
Das Beispiel
Als negatives Beispiel ist der
wohl
bekannteste
Flop-Titel
zu nennen: “Enter The Matrix”.
Mit Entwicklungskosten von knapp
50 Millionen US Dollar hätte das renommierte Entwicklerstudio “Shiny
Entertainment” bei weitem mehr anstellen können. Was die Spieler zum
Erscheinungstermin jedoch erwartete
war eher ernüchternd: Passable Grafik, schlechtes Leveldesign, dumme
Gegner-KI, eintöniges Gameplay und
eine kurze Spieldauer prägten den
Titel. Immerhin waren die Zwischensequenzen eine nette Dreingabe.
Die Story des Spiels verläuft parallel
zu der des zweiten Kinofilms. Anstatt
in die Haut von Neo, Trinity oder Morpheus zu schlüpfen, bekommt der
Spieler die Auswahl zwischen zwei
Charakteren, die im Film nur kurz vorkamen: Zum einen Niobe (ehemalige
Freundin von Morpheus) und zum anderen Ghost (Waffenspezialist auf dem
Schiff Logos). Somit haben die Spieler
die Chance, mehr als nur die tatsächliche Story des Filmes wahrzunehmen.
Auch die Grafik und Soundeffekte des
Spiels sind eher durchschnittlich, dort
hätte man mit den knapp 50 Millionen US Dollar mehr machen können.
Die Steuerung hingegen ist recht gelungen, hier und da vermiest die stellenweise schlechte Kameraführung
gezielte Aktionen und die Prügeleien
mit nur zwei Mausklicks sind auch
nicht anspruchsvoll, doch der Rest
der Steuerung hält sich an die Standards eines Third-Person-Shooters.
Fazit
Trotz der groben technischen Mängel
zählt der Titel nicht unbedingt zu den
schlechtesten. Gerade für Fans ist das
Spiel ein Muss, aber auch für Leute,
die mit dem Matrix-Universum nicht
allzuviel anfangen können, bietet das
Spiel gute Unterhaltung.
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
VORSTELLUNG
Marco Schürmann
Über mich
Mein Name ist
Marco Schürmann
und ich bin 18 Jahre alt. Momentan
besuche ich das
Sophie-Scholl Gymnasium in Oberhausen und werde
im
kommenden
Schuljahr dort mein Abitur machen.
Was ich nach meinem Abitur machen
werde, ist mir noch nicht ganz bewusst.
Entweder werde ich in die Richtung Informatik pendeln - da mir dieses Gebiet
viel Spaß macht - oder werde versuchen,
mehr in redaktionellen Gebieten tätig zu
werden.
An das kreative Arbeiten und das Schreiben bin ich größtenteils durch meinen
Bruder Daniel gekommen, der mich
immer unterstützt, wo er nur kann.
Die meiste Zeit meiner Freizeit verbringe ich vor meinem PC, häufig dann vor
Computerspielen, doch natürlich bin
ich auch großer Fan von Science-Fiction
Serien wie zum Beispiel Stargate und
schaue mir fast jeden neuen Film an.
Bisher hat es mir besonders „Iron Man“
und „Transformers“ angetan. Meine Lieblingsserien sind Stargate, Prison Break
und Smallville.
Meinung zu Spieleverfilmungen
Nun, die Vergangenheit hat leider zu oft
gezeigt, dass Spieleverfilmungen mehr
schlecht als recht sind. Diese objektive
Meinung deckt sich auch mit meiner
eigenen. Viele dieser Spiele werden
durch die schlechten Verfilmungen in
den Dreck gezogen. Sie sind teilweiserufschädigend für die Spiele. Es sollten
sich mehr Top-Regisseure an dieses
komplizierte Medium der Computerspiele heranwagen, denn Potential sehe
ich bei sehr vielen Spielen. Die Entwicklung in den nächsten Jahren werde ich
gespannt mitverfolgen, in der Hoffnung auf Besserung in dem Business.
e’Magazin | ARTIKEL | UWE BOLL ANVISIERT
UWE BOLL ANVISIERT
Deutscher Skandal-Regisseur im Visier
TEXT: MARCO SCHÜRMANN
BILDER: 20th CENTURY FOX, EUROVIDEO
mag keiner so richtig zu verstehen. So
verwundert es nicht, dass es Petitionen
gegen Uwe Bolls Zukunftspläne gibt.
Unter petitiononline.com läuft schon
seit etwas längerer Zeit eine Stimmensammlung, mit dem Ziel, Uwe Bolls
Karriere zu beenden. Momentan zählt
die Petition knapp 300.000 Stimmen.
In einem Interview mit fearnet.com
sagte Uwe Boll: „Das sind noch nicht
genug, um mich zu überzeugen. [...]
Eine Millionen müssen es schon sein.“
Til Schweiger als Jack Carver im neuen Uwe Boll Film: FarCry
P
assend zum Thema Spieleverfilmungen darf Uwe Boll natürlich
nicht fehlen. Bekannt für seine vielen
misslungenen Werke und umstritten
unter Kritikern, gibt Uwe Boll dennoch
seine Verfilmungspläne nicht auf. Er
wagt sich immer wieder an Verfilmungen zu Spielen und bereits bevor
die Filme fertig gestellt sind, ist den
meisten klar: Da wird nichts ‚draus.
Das traurigste aber ist: Nur weil
ein Film billig ist, muss er ja nicht
schlecht sein. Mit nur ein bisschen
mehr Aufwand und Mühe z.B. durch
ein anständiges Drehbuch oder einem halbwegs guten Regisseur hätte Boll aus seinen Machwerken auch
etwas Anständiges machen können. Aber das war wohl nicht drin.
gefallen. Die jüngsten Verfilmungen zu
„Dungeon Siege“ oder „Postal“ waren
alles andere als klasse. Dungeon Siege
verschlang knapp 60 Millionen US-$,
spielte aber nur knapp 10 Millionen
wieder ein. Damit ist klar: Uwe Boll muss
einen riesigen Schuldenberg haben.
Dass dies auch tatsächlich stimmt, kann
man in den Rechnungen und Bußgeldbescheinigungen ansehen, die Uwe
Boll auf der Homepage boll-kg.de der
Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat.
Wieso Uwe Boll trotz der immensen
Verluste immer noch weiter macht,
In Zukunft können wir von ihm noch
Verfilmungen wie „Far Cry“, „Alone in the Dark II“ oder „Blood Rayne
3“ erwarten, jedoch braucht man
sich auch hier nicht viele Hoffnungen auf gute Verfilmungen machen.
Im Folgenden eine kurze Übersicht der „bekanntesten” und der
noch geplanten Werke Uwe Bolls:
House of the Dead (2003)
Alone in the Dark (2005)
Blood Rayne (2005)
Schwerter des Königs –
Dungeon Siege (2007)
Postal (2007)
Far Cry (2008)
Alone in the Dark II (2009)
Blood Rayne 3 (2009)
Zombie Massacre (2010)
Schon in seiner Jugend produzierte
Uwe Boll Kurzfilme auf Super 8 und Video. Er studierte Filmregie in Wien und
München, später Literatur, Film und
Betriebswirtschaft in Köln und Siegen.
Er ist seit 1991 „professionell“ als Regisseur und Produzent tätig und neben den Produktionen von Werbespots für E-Plus, Lucky Strike, Porsche
und Pall Mall macht er Kinofilme. Seit
2000 führt er dabei immer selbst Regie und übernimmt die Produktion.
In der letzten Zeit ist Uwe Boll immer
häufiger durch seine Fehlschläge auf-
Postal war ein typisches “Bollwerk”
www.das-emagazin.de
Fühlt sich als Gewinner:
Uwe Boll
2/2008 e’ Magazin
77
e’Magazin | ARTIKEL | BLU RAY
Blu-ray
Die Zukunft sieht blau!
TEXT: DOMINIK HORST
BILDER: SONY PICTURES
Lang herrschte der Kampf von Bluray gegen das Konkurrenzformat HDDVD. Wir fassen die entscheidende
Phase erneut zusammen und stellen
das Siegerformat vor.
Rückblick
04.01.2008 - Warner Home Entertainment kündigt an, von nun an exklusiv
auf Blu-ray statt auf das HD-DVD Format zu setzen. Man begründet diese
Entscheidung wie folgt: „Das Zeitfenster für High-Definition DVDs könnte
verpasst werden, wenn die Unsicherheit der Formate weiter existiert. Wir
denken das es das beste ist, nun exklusiv auf das Blu-ray Format zu setzten,
um so auf dem Markt erfolgreich zu
sein und dies letztendlich den Händlern, Produzenten und am wichtigsten, den Käufern, zu Gute kommt.“
Die Meldung kam plötzlich und brachte eine vorläufige Entscheidung mit
sich. Toshiba reagierte schnell und
startete eine Preisoffensive. So wurde
das HD-DVD Einstiegsmodell, welches
bislang 300 US-Dollar kostete, nun für
den halben Preis verkauft. Im Nachhinein kann man eindeutig von einer
Art Räumungsverkauf sprechen.
29.01.2008 – Saturn startet in
Deutschlang eine Verkaufsaktion bei
der man seine alten HD-DVD-Player
in Zahlung geben kann, wenn man
einen Blu-ray Player von Sony erwirbt.
19.02.2008 – Der „Krieg“ ist vorbei,
auf einer kurzfristig in Tokio stattfin-
78
denden Pressekonferenz verkündet
Toshiba: „Wir haben die Gesamtstrategie für die HD DVD überdacht und
sind zu dem Schluss gekommen, HDDVD-Player und -Recoder nicht weiterzuentwickeln, herzustellen und zu
vermarkten.“
Damit wurde die HD-DVD endgültig
beerdigt und der Sieger stand endgültig fest: Blu-ray.
Eine Analyse
Der Sieger steht fest, aber wie sieht es
seitdem mit den Verkaufszahlen aus?
Wie lange werden wir noch an der
DVD unseren Spaß haben? Lohnt sich
ein Umstieg? Wir geben Antworten
auf die wichtigsten Fragen rund um
das Blu-ray Format und analysieren
den momentanen Markt.
Alle großen Verleihe setzen nun auf
Blu-ray, da der Formatkrieg ein Ende
hat. Dadurch steigt das Angebot von
Filmen auf dem neuen Format enorm.
Eigentlich wurde damit gerechnet,
dass nun ein riesen Ansturm auf das
neue Format einsetzen würde. Medien- und Technologiekonzerne begründeten die bisherige Zurückhaltung einfach durch die Verwirrung der
Käufer durch die zwei verschiedenen
Formate. Nach Angaben der NPDGroup sank jedoch die Zahl der verkauften Blu-ray-Player bis zum Mai um
40 Prozent. Ein Sprecher der Blu-ray
Disc Associationen sagte daraufhin,
dass die ermittelten Zahlen auf ein
Angebotsmangel zurückzuführen ist.
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de
Das Ende des Formatkrieges kam so
überraschend, dass in allen Läden zu
wenig Geräte vorrätig gewesen sind.
Der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) veröffentlichte eine Marktanalyse des ersten Quartals 2008.
Demnach konnte die Home-Entertainment-Branche zu Beginn dieses Jahres
einen Umsatzanstieg verbuchen. Der
Umsatz aus dem Verkauf und Verleih
von DVDs und HD-Bildtonträgern
wie der Blu-ray Disc ist von 366 Millionen Euro aus dem Vergleichszeitraum von 2007 auf nun 379 Millionen
Euro gestiegen. Damit ergibt sich ein
Plus von 3,6 Prozent. Joachim A.Birr,
seines Zeichens geschäftsführendes
Vorstandsmitglied des BVV erklärte:
„Die aktuellen Daten belegen, dass
die Verbraucher offensichtlich die Einigung auf ein High-Definiton-Format
abgewartet haben, um nun zukunftssicher auf ein DVD-Nachfolgeformat
setzen zu können. Da die traditionell
verkaufsstarken Zeiten des Jahres
noch vor uns liegen, erwarten wir spätestens im Weihnachtsgeschäft dieses
Jahres den Durchbruch der Blu-ray
Disc.“ Diesen Bericht muss man allerdings auch mit Vorsicht genießen.
Im Bericht des BVV ist nachzulesen,
dass im ersten Quartal bereits 10 Millionen Euro mit HD-Bildtonträgern
erwirtschaftet wurde - und damit fast
mehr als im gesamten Jahr 2007. Der
Hacken an der Sache ist jedoch, dass
das HD-DVD Format mit eingerechnet
wurde. Dazu zählt also auch der große HD-DVD Schlussverkauf bei dem
die Händler teilweise HD-DVD für 6€
verkauft haben und HD-DVD Player wie oben erwähnt stark reduziert
wurden.
Aktuelle Zahlen aus diesem Monat
zeigen aber, dass der Aufwärtstrend
für HD-Medien weiterhin anhält. So
sagte der stellvertretende BVV-Geschäftsführer Oliver Trettin: „Unsere
Blu-ray-Umsatzprognosen von 50 bis
60 Millionen Euro bis Ende dieses Jahres scheinen sich offensichtlich zu bewahrheiten“.
Nach Aussage des Berichtes für das
erste Halbjahr 2008 seien in Deutsch-
e’Magazin | ARTIKEL | BLU RAY
land 800.000 Bildtonträger mit Filmen
in hoher Auflösung verkauft worden.
Damit wurde ein 5-mal so hoher Umsatz als noch im ersten Halbjahr 2007
erreicht.
Es zeigt sich also, dass sich immer weiter ein Trend Richtung HD-Medien
bzw. Blu-ray abzeichnet.
Gerade die Playstation 3 gilt als eines
der Zugpferde des Blu-ray Formats,
sie ist im Vergleich zu anderen StandAlone Playern günstig und bietet dazu
noch, dass es eine Spielkonsole ist.
Was man allerdings mit Sicherheit sagen kann: Noch ist die DVD-Ära nicht
vorbei, also keine Angst beim Kauf
von gewöhnlichen DVDs: Man wird
daran noch etwas länger seinen Spaß
haben.
Die Technik
Wie die DVD einen Anstieg von fünf
bis zehnmal soviel Speicherkapazität
im Vergleich zur CD bedeutete, bietet
die Blu-ray Disc den gleichen Anstieg
im Vergleich zu einer DVD.
Dies wird unter anderem erreicht
durch die Nutzung eines blauen Lasers anstelle eines roten Lasers und
verbesserten Linsen-Eigenschaften,
welche es erlauben, einen viel kleineren Laserstrahl zu erzeugen. So kann
man viel kleinere „Gruben“ auf dem
Datenträger erzeugen und erreicht so
die erhöhte Speicherkapazität. (siehe
Bild Bla)
Dadurch das die Datenschicht auf einer Blu-ray viel „näher“ an dem Laserstrahl ist als eine DVD, gibt es weniger
Störungen und es wird eine erhöhte
Präzision erreicht.
Blu-ray Discs werden aus einer einzigen Substrat-Disc gefertigt, vergleichbar zu einer CD, aber anders als
eine DVD. Der Herstellungsprozess
beinhaltet nicht das zusammenfügen
zweier Schichten, was zu niedrigeren
Produktionszeiten und Kosten führt.
Blu-ray Discs haben dieselben physikalischen Eigenschaften wie DVDs
und CDs. Dadurch ist es möglich, Geräte zu erschaffen, welche kompatibel
mit CDs und DVDs sind.
Die Filme
Eine vollständige Liste aller in Europa
veröffentlichter Blu-ray Filme findet
man unter http://www.blu-raydisc.
com/en/Press/EuropeanBDTitles.
html. Mittlerweile kommen fast alle
Filme, die auf DVD erscheinen, auch
auf Blu-ray heraus. Nach und nach erscheinen auch immer mehr „alte“ Filme auf dem neuen Format, leider wartet man teilweise noch vergeblich auf
Filme wie „Bad Boys“. Wir haben für
sie allerdings eine Liste zusammengetragen von den zukünftigen Blu-ray
Erscheinungen.
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
79
e’Magazin | ARTIKEL | BLU RAY
Blu-ray Filme 2008
September 2008
Leergut
P.S. Ich liebe dich
elevenfourteen - 11:14
7 Sekunden
American Pie
Die gefürchteten Vier
Halb Tot
Kill Bobby Z
Step up to the Streets
xXx - The Next Level
27 Dresses
Der Goldene Kompass
Der Teufel trägt Prada
Saw IV
Astronaut Farmer
Mr. Brooks
Alatriste
Codename: The Cleaner
Cry Wolf
21
Der Unbeugsame
Die neunte Kompanie
First Sunday
Jerry Maguire
Love Vegas
Machtlos
Pale Rider
Fluch der Karibik - Trilogie
The Nightmare before Christmas
No Man‘s Land
Das Waisenhaus
Oktober 2008
Iron Man - Uncut
Sleepy Hollow
The Sixth Sense
Cloverfield
Der Manchurian Kandidat
Der Pate - Trilogie
No Country for Old Men
80
Shooter
Die Welle
Manhattan Love Story
Mona Lisas Lächeln
Basic Instinct
Der ewige Gärtner
Stargate
The Fog
Die Geistervilla
High School Musical 1+2
Constantine
Gremlins
Transformers
November 2008
Penelope
The Eye
Doomsday - Tag der Rache
Hancock
Kill Bill Volume 1+2
Signs - Zeichen
Stirb Langsam 3
Unbreakable
Revolver
Bank Job
Der unglaubliche Hulk
Interview mit einem Vampir
Ocean‘s Trilogie
American Gangster
Hulk
Miami Vice
Indiana Jones und
das Königreich des Kristallschädels
James Bond 007 versch. Teile
Sex and the City
Verliebt in die Braut
Das fünfte Element
Die Klapperschlange
Die purpurnen Flüsse
Halloween(2007)
Hannibal
L.A. Crash
Reservoir Dogs
The Transporter
Tödliche Versprechen
Zimmer 1408
Das Omen
Omen II
Omen III
Shutter
The Happening
e’ Magazin 2/2008
Dezember 2008
Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian
Kopf über Wasser
Der mit dem Wolf tanzt
Dune - Der Wüstenplanet
Fight Club
Risky Business
Awake
Death Proof - Todsicher
Der Hexenclub
Ghostbusters 1+2
Johanna von Orleans
Juno
Planet Terror
Snatch - Schweine und Diamanten
www.das-emagazin.de
e’Magazin | ARTIKEL | GOLDENE STUNDEN DER FILMGESCHICHTE
Goldene Stunden der
Filmgeschichte
Zurück in die Zukunft
TEXT: DAVID THOMANEK
BILDER: UNIVERSAL PICTURES
Doc Brown und Marty
S
traßen? Wo wir hinfahren, brauchen wir keine... Straßen!
1985, ein Jahr nach Orwells vermeintlicher Unheilsbotschaft, eroberte
Robert Zemecki mit seinem Kinohit
„Back to the Future“ die Herzen der
Zuschauer. Für immer in Erinnerung
bleiben sollte Michael J. Fox‘ Paraderolle als lässiger und oftmals planloser
Teenager Marty McFly und der zerstreut verwirrte „Doc“ Emmett Brown
(Christopher Lloyd), sowie die kultige
Zeitmaschine in Form eines silbernen
De Loreans DMC-12.
Das eGuide-Magazin hat dieses FilmJuwel noch einmal Revue passieren
lassen und ist schlichtweg begeistert,
wie genial einfach eine gute Komödie
funktionieren kann.
Und bei aller aktueller Forschung: Wo
bleibt der Fluxkompensator..?
Für die damalige Zeit handelte es sich
bei diesem Film um ein perfides Action-Feuerwerk, das sich extrem vom
vorherrschenden Typus des ScienceFiction und Jugendfilms abgrenzte.
Die Zeitreise und ihre Auswirkungen,
das kultige Hoverboard, ein fliegendes Skateboard, womit Marty die Gegend und verschiedenen Zeitalter unsicher macht, das alles machte schnell
Lust auf Mehr. Wer hätte denn nicht
gerne einmal die alten Geschichten
seiner Eltern überprüft, indem er sie
einfach in der Zeit ihrer Jugendblüte
besucht? Wenn man seinem eigenen
Vater dann jedoch Schützenhilfe leisten muss, damit er seine eigene Mutter herumbekommt, kann so ein Zeit-
sprung katastrophal werden.
Vorallem dann, wenn man
knapp am Paradoxon vorbeischrappt, sein eigener Vater
zu werden.
Urwitzig und komisch, mit
viel Charme und Liebe zum
Genre, so wurde aus einer
nicht ganz ernst gemeinten
Idee ein Kino-Unikat und aus
einem Film plötzlich drei.
Denn niemand, nicht einmal die Regisseure, dachten
damals daran, eine Trilogie rund um
das merkwürdige Duo zu basteln.
Das Ende schien es wohl heraufzubeschwören, wenn der Doc Marty und
seine Freundin Jennifer darauf aufmerksam macht, dass ihre Kinder in
der Zukunft Probleme machen würden. Und so war es auch.
Letztlich war es wohl der großartige
kommerzielle Erfolg, der die Reise in
die Zukunft möglich machte. Dazu
kam, dass der Hype die Werbetrommel
für sämtliches Merchandising rührte.
Und diesmal mussten die Eltern in die
Zukunft reisen, um ihre Kinder auf den
rechten Weg zu bringen.
Auch das Sequel leitete raffiniert die
Überleitung zum dritten Teil ein, indem Doc Brown unbeabsichtigt in die
Vergangenheit reist, genauer in den
Wilden Westen, und Martin eine über
100 Jahre alte Post in die Gegenwart
zukommen lässt...
Für den an Parkinson erkrankten
Schauspieler Michael J. Fox begründeten diese drei Kassenschlager seine
eigene Karriere. Er wurde für den Rest
der Welt von einem auf den anderen
Tag bekannt und verschaffte sich so
Ansehen bei Kollegen und Regisseuren. Spätere Filme wie beispielsweise
„Teen Wolf“ mit ihm in der Besetzung
bauten auf den einstigen Hype auf
und ließen auch sie international erfolgreich werden, wenngleich nicht
direkt anknüpfen.
Kurz
Es ist eine geheime Empfehlung wieder einmal einen Blick in die Zukunft
von Gestern zu wagen. Und wo heutzutage Millionen an Dollar für SpezialEffekte und reißerische Schlachten
ausgegeben wird, ist „Zurück in die
Zukunft“ noch einer der letzten seiner
Art, die uns zeigen wollen, was futuristische Comedy wirklich ausmacht:
Charme, Witz und die Idee, welche dahinter steckt.
Zurück in die Zukunft!
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
81
e’Magazin | ARTIKEL | PERRY - UNSER MANN IM ALL
PERRY - Unser Mann im All
TEXT: DANIEL SCHÜRMANN
BILDER: ALLIGATOR FARM
P
erry - Unser Mann im All ist ein Science-Fiction-Comic aus den 70er
Jahren. Die Zielgruppe damals waren
12 jährige und selbst mein Vater hat
in jungen Jahren die Comics regelmäßig gelesen, wie auch die Bücher (da
war er noch nicht mal 10 Jahre jung).
Perry-Comics waren keine Comics für
Erwachsene. Sie boten vieles, aber
leicht überdrehtes: Raumschiffe die in
wilden Farborgien durchs All flogen
und an jeder Ecke im Universums gab
es für die Leser - aber auch für Perry
- leicht bekleidete üppig ausgestattete weibliche Schönheiten zu bestaunen. Doch damals forderten die Leser
„mehr Roboter und weniger Sex“.
1968 erschien der erste Comic. Er
war brav gezeichnet und hatte einen ebenso zahmen Erzählstil. Doch
es wurde ein Kult geboren. Mit dem
37. Comic erhielt die damals aufkommende Pop-Art Einzug in den Comics
– damals einzigartig in der deutschen
Comic-Welt: Es gab plötzlich fließende Formen und knallbunte Farben,
die ebenso wie die nackte Haut zu
einem Markenzeichen der Serie wurden. Doch der Verlag hatte nach einiger Zeit arge Probleme mit dem
neuen Stil und so wurde Perry wieder
zahmer – von Ausgabe zu Ausgabe.
Und dann folgte plötzlich das Ende.
Nur sieben Jahre nach dem ersten
Comic erschien Ausgabe 129 und war
zugleich die letzte. Noch schlimmer
für die Fans: Die Comic-Serie wurde
mitten in einem Mehrteiler eingestellt. Heute sind die damaligen Perry
Leser erwachsen und erinnern sich
82
e’ Magazin 2/2008
mit Freuden zurück an die damalige
Zeit. Mein Vater verschlang den Comic wie damals – und auch mir, einem
neuen Leser, gefiel der Comic sehr. Er
bot interessante Unterhaltung, gute
Zeichnungen und ich bin gespannt
auf die nächste Ausgabe.
Jetzt ist Perry zurück! Herausgeber
des neuen PERRY-Comics ist Karl Nagel, der im Januar 2005 die Alligator
Farm ins Leben rief. Dieses Zeichenstudio mit Sitz in Hamburg ist für den
Inhalt des Comics verantwortlich. Eine
Gruppe meist junger Leute bereitet
dort gleich mehrere Comic-Projekte
vor. Alle jung geblieben und neuen
Leser können sich auf Alaska Seadelaere und Bostich, den Schwarm, auf
Monochrom-Mutanten, Aphilie, Icho
Tolot, und natürlich auf die SOL freuen.
Dabei verspricht Alligator Farm: „Ganz
traditionsbewusst versprechen wir
Euch: PERRY wird auch weiterhin ein
sehr, sehr merkwürdiger Comic bleiben.“ So sollen die neuen Perrys eine
lupenreine Adaption der Romanserie
sein, aber in der eigenen „Alligator
Farm“-Version.
Mir lag Band 135 (nach neuer Zählweise Band 5) „Wer ist hier das Monster?“,
der seit Anfang August im Comicladen, Kiosk oder im Internet zu haben
ist, vor. Wie oben schon geschrieben, war ich sofort fasziniert von den
Zeichnungen, der Story. Ich muss
jedoch sagen, es war recht schwer
rein zu finden – ich kenne keinen der
www.das-emagazin.de
Charaktere. Der Comic hat 68 Seiten,
kostet und bietet mehrere Geschichten. Einmal die große „Wer ist hier
das Monster?“, aber auch „Schatten
der Vergangenheit“ sowie „Roi Daton
in Zygoia“, „Wilder Weiber wollen es
wissen“ und „Atlan in Not!“. Zusätzlich
gibt es noch einige Hintergrundinfos
zu den Charakteren, dem Flaggschiff
„Crest II“ und einige teils lustige Hintergrundstorys zum Perry-Comic.
Perry ist erhältlich in Comicläden,
im Bahnhofsbuchhandel, auf www.
perry-comic.de und bei Amazon. Der
Band 136 soll nach aktuellen Voraussagen am 10. Februar 2009 erscheinen. Ich bin gespannt!
Danke an Alligator Farm für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars sowie
für das Gewinnspiel.
e’Magazin | ARTIKEL | EUReKA AUF DIE FEDCON
TEXT: CHRISTIAN SPIELER
WIR BRINGEN EUReKA AUF DIE FEDCON
D
ie Serienseite des e’Guide-Networks zur Science-Fiction-Comedy-Serie „Eureka - Die geheime Stadt“
hat vor einigen Wochen eine Kampagne gestartet, mit der versucht wird,
einen der Schauspieler aus der Serie
auf die nächste FedCon zu holen.
Dafür brauchen wir jedoch weiterhin
die Hilfe der Fans - eure Hilfe!
Denn, liebe „Eureka“-Fans: Da bis jetzt
noch kein Darsteller von „Eureka“ auf
einer deutschen Convention war, liegt
es weiterhin an euch, das zu ändern.
Ihr könnt dabei mithelfen, dass bei der
nächsten FedCon, die vom 1. bis 3. Mai
2009 im Maritim-Hotel in Bonn stattfindet, vielleicht auch ein Schauspieler
aus der Serie „Eureka“ auf der Gästeliste steht. Unsere Aktion läuft seit fast
drei Monaten, unser Ziel haben wir
jedoch noch lange nicht erreicht.
Angeregt durch ein e’Guide-Interview
mit dem Moderator und Mit-Organisator der FedCon Marc B. Lee haben wir
diese Fan-Aktion gestartet. Wir stellten
Marc zu jener Zeit die Frage, welche
Kriterien das Team hinter der Convention veranlassen würden, einen Star
einzuladen. Er meinte, dass die Serie
in Deutschland natürlich bekannt und
beliebt sein sollte und dass das Publikum die Schauspieler kennt.
Er nannte aber auch eine viel simplere
Formel: Wenn sich 300 Leute für ein
Wochenendticket anmelden würden,
um Colin Ferguson oder einen der anderen Bewohner von “Eureka” live sehen zu können, dann würde man den
Schauspielern der Serie eine Einladung
schicken und sich dafür einsetzen, dass
einer von ihnen - oder vielleicht sogar
mehr - nach Deutschland kommt.
Wenn es uns nun also gelingt, dass
sich 300 Leute für die FedCon 2009 anmelden, weil diese einen Star aus „Eureka“ dort sehen wollen, dann würden
auch die Organisatoren zu ihrem Wort
stehen. Wir haben zwar schon einige Einsendungen erhalten, doch die
magische Summe ist noch lange nicht
erreicht.
Wenn du nun selbst ein Fan der Serie bist und außerdem gern im nächsten Jahr die größte europäische „Star
Trek“- und Science-Fiction-Convention
besuchen willst, dann verbinde doch
einfach das Praktische mit dem Nützlichen und schreib uns eine E-Mail,
bevor du dich bei der Convention
anmeldest, in der du uns deinen Namen, deine Postanschrift und deinen
Geburtstag mitteilst. Die E-Mail sende
bitte an [email protected].
Nachdem du uns deine E-Mail zugesandt hast, kannst du dich auf der
Homepage der FedCon anmelden.
Schreib bitte zusätzlich bei der Anmeldung in das Kommentarfeld ganz
unten, dass du bei der e’Guide-Aktion
„Wir bringen ‘Eureka’ auf die FedCon
18“ mitgemacht hast.
Ein paar Wochen läuft unsere Aktion
noch und dann wollen wir dem Veranstalter eine Liste mit den Postadressen
von mindestens 300 „Eureka“-Fans
vorlegen, die der Meinung sind, dass
die Anwesenheit eines Schauspielers
von „Eureka“ ein Grund für sie ist, auf
die FedCon 18 zu gehen. Das ist eine
Chance für alle Fans der Serie, die wir
unbedingt nutzen sollten.
Also, schreibt uns eure E-Mail, meldet
euch dann bei der Convention an und
erzählt dann euren Freunden von dieser Aktion. Jede Stimme zählt!
Natürlich werden eure Postadressen
und Daten nicht an Dritte weitergegeben und nur für diese Fan-Aktion
gespeichert. Nach dem Ende der Aktion erhält diese Daten nur noch das
FedCon-Büro, danach werden sie
gelöscht.
Wir weisen jedoch darauf hin, dass
keine Garantie gegeben werden kann,
dass wirklich ein Schauspieler der Serie „Eureka“ an der Veranstaltung teilnimmt, da erst herausgefunden werden
muss, ob die Schauspieler überhaupt
Interesse daran haben oder ob ihre
Termine eine Reise nach Deutschland zulassen. (Eine Garantie gibt es
übrigens von keiner Convention, da es
immer Komplikationen geben kann.)
Man hat uns jedoch versichert, dass
man bei einem Erfolg dieser Aktion
nichts unversucht lassen wird, um „Eureka“ auf die FedCon zu bringen.
Wenn ihr Fragen zu dieser Aktion habt
oder eigene Ideen mit einbringen
wollt, dann besucht unseren Thread
im e’Guide-Forum hierzu.
Weitere aktuelle Nachrichten, einen
Episodenguide und Interviews zu „Eureka“ findet ihr auf der entsprechenden
Serienseite des e’Guide-Networks
unter folgendem Link: www.eguideonline/eureka.
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
83
e’Magazin | SERIEN | DAS AUS VON BABYLON 5
DAS AUS VON
Joseph Michael Straczynski spricht (s)ein Machtwort
E
ine Serie über eine Raumstation in
den dunklen Weiten des Alls. Eine
Serie die auf einer durchgehenden,
von Anfang bis zum Ende geplanten,
Handlung basiert: Das war „Babylon
5“
Von 1993 bis 1998 begeisterte diese
Serie Millionen von Fans auf der ganzen Welt und zeigte uns, dass es auch
noch etwas anderes gab außer „Star
Trek“. Nach dem geplanten Ende der
Serie folgten der Spin-Off „Crusade“,
welcher schon nach 13 produzierten
und noch nicht ausgestrahlten Folgen
wieder eingestellt wurde, der Film
„Legende der Ranger“, welcher als Pilot für einen weiteren Spin-Off dienen
sollte, das nie verwirklichte Kinoprojekt „The Memory of Shadows“ sowie
zuletzt „Babylon 5: Die Vergessenen
Legenden“.
Mit den vergessenen Legenden hatte
der Erfinder von Babylon 5 – Joseph
Michael Straczynki – vor, das Franchise wieder auferstehen zu lassen.
Geplant waren zuerst drei Mini-Filme,
die jeweils eine Geschichte aus dem
Babylon 5-Universum erzählen sollten. Heraus kam letztlich eine kleine
Enttäuschung:
Eine DVD, 69 Minuten, nur zwei Geschichten. In der ersten Geschichte flieht ein Dämon im Körper eines Mannes
von der Erde, um auf Babylon 5 exorziert zu werden um somit seinem
Gefängnis zu entkommen. Dies kann
natürlich von Captain Lochley (Tracy
Scoggins) mit Hilfe eines Priesters
(Alan Scarfe) verhindert werden.
Die zweite Geschichte dreht sich um
84
e’ Magazin 2/2008
Präsident Sheridan (Burce Boxleitner),
der bei einem Flug nach Babylon 5
einen Gast mit an Board nimmt. Dabei
handelt es sich um den Prinzregenten
Dius Vintari der Centauri Republik der
anstatt Imperator Londo (Peter Jurasik) kommt. Gleichzeitig bekommt
Sheridan von seinem alten Bekannten, dem Technomagier Galen, besuch,
der ihn im Traum darum bittet, Vintari
zu töten, da dieser in der Zukunft die
Erde vernichten wird.
Wenn auch von vielen Fans als
geglückt angesehen und auch die
Verkaufszahlen der DVD deutlich dafür
sprechen, haben sich viele mehr von
den vergessenen Legenden erhofft.
Auf der zweiten DVD, welche alle für
sicher hielten, hätte man höchstwahrscheinlich mit einer besseren Story
aufwarten können.
Angeblich war eine Geschichte rund
um Michael Garibaldi und dem Mars
geplant. Doch es sollte anders kommen als alle gedacht haben. Am Montag, dem 14. Juli 2008, gab Joseph
Michael Straczynski, Erfinder und
Produzent der Serie, in der Babylon
5-Newsgroup bekannt, dass er an
einer Weiterführung der „Lost Tales“ in
der ursprünglichen Form nicht mehr
interessiert sei.
Für die erste DVD stand lediglich ein
Budget von 2 Millionen Dollar zur
Verfügung, was man der Produktion
anhand der Kulissen und der Anzahl
an Statisten sowie den wenigen CGISzenen auch ansah. Schon vor längerer
Zeit hatte Straczynski erzählt, dass er
weitere Teile nur machen würde, wenn
www.das-emagazin.de
TEXT: MICHAEL BARTL
VORSTELLUNG
Michael Bartl
Michael Bartl ist 22
Jahre alt, kommt aus
St. Pölten Österreich
und ist ausgelernter Bürokaufmann.
Schon seit frühester
Kindheit war er von
Science-Fiction und Co. fasziniert. Angefangen hat natürlich alles mit dem
klassischem Star Trek und Star Wars .
Es folgten Filme wie „Der Wüstenplanet“ und eine Serie Namens „Babylon
5“, welche seine Auffassung von Sci Fi
veränderte: Eine Story muss sein!
Meinung zu „The Dark Knight“: WOW…
für mich der beste Film des Jahres.
Christopher Nolan hat es geschafft
den Comic-Stoff perfekt umzusetzen.
Christian Bale macht seine Sache
einfach perfekt im zweiten Teil und
Heath Leadger überzeugt komplett
als psychisch gestörter Massenmörder
und schizophrener Clown. Ich kann
nur hoffen, dass Teil 3, wann er auch
immer kommen sollte, genau so gut
werden wird.
Lieblingsserie(n): Babylon 5 sowie
Stargate SG-1 und Stargate Atlantis
Lieblingsfilm: „Der Wüstenplanet“
Darauf warte ich: „Watchmen“
e’Magazin | SERIEN | DAS AUS VON BABYLON 5
das Budget bei den weiteren Episoden
erhöht wird. Dazu ist Warner Bros., der
Geldgeber, aber offenbar nicht bereit.
Straczynski zieht daher nun die Konsequenzen und verkündet, dass er kein
Interesse an einer Fortführung der
DVD-Reihe oder an anderen im „Babylon 5“-Universum spielenden LowBudget-Projekten hat.
Auch merkte er durchaus selbstkritisch
in seinem Statement an, dass die erste
DVD und auch schon der ebenfalls
mit niedrigem Budget gedrehte Fernseh-Film „Legende der Ranger“ nicht
seinen gewünschten Ansprüchen
entsprochen hätten. Heute würde er sie
nicht noch einmal drehen. Auf diesem
Niveau weiterzumachen, würde „Babylon 5“ nicht gerecht werden, daher
wird er es in Zukunft unterlassen mit
billigen Produktionen den Ruf von „Babylon 5“ zu schädigen.
Es gehe nicht darum, einfach nur mehr
zu liefern, sondern es müsse dann auch
gutes Material sein. Für ihn kommt
daher nur noch ein Kinofilm in Frage,
wenn etwas Neues im B5-Universum
erzählt werden soll.
Auch auf der diesjährigen Comic Con
in San Diego war Straczynski wieder anwesend. Bei seinem Panel, bei
dem in diesem Jahr vor allem seine
Comic- sowie seine laufenden und
kommenden Filmprojekten im Vordergrund standen, gab er auch noch ein
letztes Statement zu seiner Aussage,
dass es keine weiteren vergessenen
Legenden mehr geben wird, ab:
„Man fragte mich ob ich einen weiteren
Film für zwei, vielleicht fünf Millionen
drehen würde und ich antwortete:
‘Wisst Ihr was? Nein.’ Die Fans von
Babylon 5 haben so lange hinter der
Serie gestanden und wenn ich dafür
in finanziellen Fesseln schreiben
soll, bringt es mich dazu, auch kreativ gefesselt zu sein. Man kann keine
zusätzlichen Schauspieler bekommen,
man kann keine Kämpfe zeigen, man
kann keine Stunts haben, man kann
eine Menge nicht haben. Wissen Sie
was? Ich habe eine Menge Filme an
denen ich aktuell arbeite, was mir eine
gewisse Glaubwürdigkeit verleiht.
Ich warf die Würfel und sagte Warner:
‘Spielfilm mit großem Budget oder
gar nichts’. Ich besitze schließlich die
Spielfilmrechte.“ Nachdem wir alle angenommen hatten, dass es dieses Jahr
mit den Arbeiten zu einer neuen “Lost
Tales” beginnen würden, gab JMS zu
verstehen, dass er keine Lust mehr
darauf habe, mit einem so geringen
Budget arbeiten zu müssen. Leider hat
Warner Bros. nicht dazu gelernt.
Mit den ca. 2 Millionen US-Dollar für
“The Lost Tales” hat Straczynski doch
etwas Beachtliches geschaffen. Doch
leider eben auf Grund des geringen
Budgets hatte “TLT” große Schwächen,
die vielen Fans ein Dorn im Auge war.
Weiter lässt dieses Statement von JMS
vermuten, dass nicht nur das geringe
Budget der Grund für seine Entscheidung ist, sondern auch, dass er sich
wohl auf seine größeren Kino-, Filmund Comic-Projekte kümmern will.
Wir können nur hoffen, dass Straczynski wieder Lust auf “Babylon 5” bekommt sowie Warner Bros. einsieht,
dass man mit einem größeren Budget
mehr erreichen kann. Ich hoffe es
jedenfalls.
www.das-emagazin.de
2/2008 e’ Magazin
85
e’Magazin | MAGAZIN | VORSCHAU
VORSCHAU
Das e’Magazin #3
IN
M
R
TE 08/09
S
G
UN AR 20
N
I
CHE /JANU
S
R
E
ER
B
M
E
DEZ
IMPRESSUM
Herausgeber
e’Guide Online
Christian Spieler Siedlerstraße 1
90574 Roßtal
Martin Wendel
Albrechtsgasse 88-94/7/1
2500 Baden (Österreich)
Chefredaktion
Daniel Schürmann (V.i.S.d.P.)
Am Ziegelkamp 101
46149 Oberhausen
Tel.: 0208-6292695
[email protected]
Dominik Horst (Stellv. Chefredakteur)
Am Ziegelkamp 22
46149 Oberhausen
[email protected]
Redaktion
Daniel Höhne ([email protected]), David Thomanek ([email protected]),
Nenad Grujic ([email protected]), Max
Bläser ([email protected]), Heiko Henning ([email protected]), Christian Vajda ([email protected]), Marco Schürmann
([email protected])
EIN QUANTUM TROST
Freie Mitarbeiter
Christian Spieler, Michael Bartl, Timo Schürmann,
Kevin Kaczmarek
HOW I MET YOUR MOTHER
Anzeigen im e’Guide Magazin
Sie wollen eine Anzeige im e’Guide Magazin schalten? Setzen Sie sich mit der Chefredaktion in Verbindung, um individuell für Ihren Fall, die beste
Lösung zu finden.
Der neue Bond ist da - wir haben ihn gesehen und
werden ihn natürlich ausführlich Analysieren
US-Hit-Serie kommt
nach Deutschland!
Layout: Daniel Schürmann, Dominik Horst, Nenad
Grujic
Cover: © 20th Century FOX Home Entertainment,
© Warner Bros., © THE CW
FRINGE
D
ie dritte Ausgabe des e‘Magazins
ist beschlossen. Der Erfolg der
ersten Ausgabe und der Spaß am
Projekt lassen uns nicht aufhören.
Dennoch fehlen uns noch einige
tatkräftige Mitarbeiter - sei es für die
Texte oder für das Design.
Uns ist klar, dass noch nicht alles perfekt und Fehlerfrei ist, daher hoffen
wir auf rege Kritik und vor allem Anfragen zur Mitarbeit.
Und, wichtig: Wir suchen noch Mitarbeiter!
Wenn Interesse besteht, würden
wir uns über Rückmeldung unter
d.schuermann@eguide - online.de
freuen. Vielen Dank und bis zur nächsten Ausgabe!
86
JJ Abrams neuestes Projekt
P
artner aufgepasst: Wenn Sie das
e‘Magazin ebenfalls auf Ihrer
Webseite anbieten wollen, dann
dürfen Sie das. Wir bitten einzig um
Rückmeldung per E-Mail, wo das
Magazin zum Download angeboten
wird. Außerdem ist ein Link zurück zur
e‘Magazin Webseite erwünscht.
Erscheinungsweise: Das e’Magazin ist kostenlos
über das Internet verfügbar und steht jederzeit
zum Download als PDF-Dokument zur Verfügung.
Für etwaige Schäden, Fehlfunktionen oder sonstige unerwartete Ereignisse, die durch das Ansehen
und Öffnen der Datei geschehen, sind wir nicht zur
Verantwortung zu ziehen. Das Projekt ist komplett
nicht-komerziell. Für Werbeanzeigen stellen die
werbenden lediglich Gewinnspiele zur Verfügung.
Partner die helfen, das Magazin zu
verbreiten, dürfen in der kommenden
Ausgabe eine Anzeige schalten (je
nach größe des Webepartners auch
eine größere Anzeige).
Urheberrecht: Das Copyright der Artikel liegt,
wenn nicht anders angegeben, bei den Autoren und dem e’Magazin. Kopieren einzelner
Artikel oder Auszüge ist ohne vorherige schriftliche Genehmigung (z.B. E-Mail) nicht gestattet. Das Magazin darf auf anderen Webseiten
zum Download angeboten werden, solange
ein Link zur e’Magazin Webseite vorhanden ist.
Wir haften nicht für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos. Mit der Einsendung von
verwertbarem Inhalt räumen Sie uns ein uneingeschränktes Nutzungsrecht ein.
Weitere Informationen und Fragen
bitte an Chefredakteur Daniel Schürmann (d.schuermann@eguide-online.
de) stellen.
Schutzrechtsverletzung
Falls Sie vermuten, dass diese Publikation eines
Ihrer Schutzrechte verletzt, teilen Sie das bitte umgehend durch elektronische Post mit, damit zügig
Abhilfe geschaffen werden kann.
Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!
Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Die zeitaufwändigere Einschaltung eines Anwaltes zur für den
Diensteanbieter kostenpflichtigen Abmahnung
entspricht nicht dessen wirklichen oder mutmaß-
e’ Magazin 2/2008
www.das-emagazin.de