Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert

Transcription

Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Die Krebstherapie
hat mein Aussehen
verändert
Tipps und Ideen für Haut und Haare
Ein Ratgeber der Krebsliga
Inhalt
Editorial
5
Impressum
Die Bedeutung des Körperbildes
6
_Herausgeberin
Krebsliga Schweiz KLS
Effingerstrasse 40
Postfach 8219
3001 Bern
Telefon 031 389 91 00
Fax 031 389 91 60
[email protected]
www.swisscancer.ch
Mit Veränderungen umgehen
6
_Konzeption und Text
Susanne Csorba
Irène Bachmann-Mettler, Onkologiepflege Schweiz
_Redaktion
Rosmarie Borle
Susanne Lanz
Anne Rüegsegger
_Fotos
Titel: imagePoint, Zürich
S. 11, 18–20, 39 Fotostudio Samuel Wimmer,
Zürich
S. 4, 13, 15, 17, 32 Peter Schneider, Thun
_Wir danken
Verena Flügel, Leiterin Pflege Onkologie/
Visagistin, Spital Thun, für die Beratung und
Unterstützung.
Annette Pfister von Image Pool Zürich
(www.image-pool.ch), für die Beratung und die
Tipps fürs Knüpfen der Tücher (S. 18–20).
Vreni Lorenzini, Atelier «Textiles», Ostermundigen
(www.vrenilorenzini.ch) für ihren Beitrag (S. 32).
Aurelia Burkhardt, Ostermundigen,
Madeleine Bertolino-Zumbach, Gwatt und
Robert Mühlematter, Thun, sowie den weiteren
nicht namentlich genannten Fotomodellen für
ihr Mitwirken.
_Design
Wassmer Graphic Design, Langnau i. E.
_Druck
Koprint AG, Alpnach Dorf
Diese Broschüre ist auch in französischer und
italienischer Sprache erhältlich.
«Die positive Einstellung ist für mich
das A und O»
8
Erfahrungen einer erkrankten Frau
8
Haar- und Kopfhautpflege bei Haarausfall
12
Haarpflege während der Therapie
12
Die Pflege der Kopfhaut
13
Kopfbedeckungen als Haarersatz
14
Perücken/Zweitfrisuren
14
Mit Tüchern spielen
16
Bindetechniken für Tücher
18
Make-up und Gesichtspflege
21
Pflege- und Schminktipps21
Haarwachstum im Gesicht25
Narben25
«Wieder die Sterne am Himmel zählen
können»
26
Erfahrungen eines erkrankten Mannes26
Die Pflege der Nägel
28
Allgemeine Hautpflegetipps
30
Zahnpflege
31
Wer gut aussieht, fühlt sich besser
33
Wählen Sie passende Farben
33
Wählen Sie die passenden Kleider
37
Sich pflegen – in jeder Beziehung
38
Familien- und Freundeskreis
38
Die Kinder offen informieren
39
Partnerschaft und Sexualität
40
Anhang
42
© 2003 Krebsliga Schweiz
3., überarbeitete Auflage
KLS/7.2005/10
000 D/1020
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Liebe Leserin, lieber Leser
Hinweis zur
Schreibweise: Wird
im Text nur die
weibliche oder
männliche Form
verwendet, gilt
sie jeweils für
beide Geschlechter.
Eine Krebstherapie ist ein Ereignis, das nicht nur eine grosse psychische Belastung mit sich bringt,
sondern auch äusserlich unangenehme Folgen haben kann. Wie
man mit diesen Veränderungen
des eigenen «Körperbildes» besser umgehen kann, zeigt diese
Broschüre.
Was kann ich tun, wenn sich während einer Chemotherapie das
Haar lichtet und dann vielleicht
ganz ausfällt? Es wächst in den
allermeisten Fällen wieder nach,
also gilt es, die Übergangssituation möglichst geschickt und
phantasievoll zu überbrücken.
Welche Farben stehen mir gut
und lassen mich nicht so blass
wirken? Eine Frage, die gerade
während und nach einer onkologischen Behandlung besonders
wichtig sein könnte.
Die Broschüre bietet keine Hilfestellung für die Behandlung der
Krankheit selbst. Dafür ist Ihr
Behandlungsteam zuständig, das
Sie in allen medizinischen Belangen berät.
Männer nehmen, von aussen betrachtet, den Haarverlust oftmals
«salopper» als Frauen. Sie sind
es gewohnt, sich auch in gesunden Tagen mit dem Haarverlust
zu befassen, wenn sie zum Bei-
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
spiel altersbedingt etwas Haare
verlieren und eine etwas höhere
Stirn bekommen. Aber im Krankheitsfall ist alles anders. Selbst
dann, wenn ab und zu sehr kurze Frisuren oder gar radikale Kahlschnitte Mode sind, ist es kein
selbst gewählter Entscheid. Eine
therapiebedingte Kahlheit sieht
anders aus als eine rasierte Kopfhaut. Zudem stört es viele, vor
allem junge Männer, wenn sie
aufgrund ihrer Glatze politisch einem Lager zugeordnet werden,
dem sie nicht angehören wollen.
Verlieren Sie – trotz der unerwünschten Wirkungen, die eine
Therapie haben kann – den Mut
nicht. Achten Sie auch auf Ihr Äusseres. Pflegen Sie sich, schminken Sie sich, kleiden Sie sich so
vorteilhaft wie möglich. In einer
Situation, in der Sie ohnehin vieles über sich ergehen lassen müssen, ist dies eine Möglichkeit,
selbst aktiv zu werden und sich
nicht einfach dem Schicksal zu
ergeben.
Ich pflege mein Körperbild und
damit mein Selbstwertgefühl. So
helfe ich mir selbst – und meiner
Umgebung. Denn: Wer mit seinem Aussehen zufrieden ist, fühlt
sich besser!
Ihre Krebsliga
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Die Bedeutung des Körperbildes
Das Körperbild ist das geistige Bild, das wir uns von unserem Körper machen. Es basiert
auf vergangenen und gegenwärtigen Erfahrungen und setzt sich
zusammen aus unseren Werten,
Haltungen, Gefühlen und persönlichen Reaktionen. Dieses geistige Bild ist verwoben mit dem
persönlichen Gefühl, das wir für
unseren Körper empfinden. Kultur, Zeitepoche und die soziale
Struktur, in der wir leben, wirken
sich ebenfalls bestimmend auf
unser Körperbild aus.
Das Körperbild ist also individuell
und sozial geprägt, es ist, wie alle
unsere Empfindungen und Vorstellungen, wandelbar und kann
sich jederzeit ändern. Überflüssig zu sagen, dass das Körperbild
eng mit dem Selbstwertgefühl gekoppelt ist: positives Körperbild =
gutes Selbstwertgefühl, negatives Körperbild = beeinträchtigtes
Selbstwertgefühl.
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Bei einer schwer wiegenden Erkrankung wird das «Körperbildgebäude» unter Umständen stark
ins Wanken gebracht. Erst kämpft
man ums Überleben, später (oft
Monate später) realisiert man,
dass einen die Krankheit oder deren Therapie innerlich und äusserlich massgeblich geprägt haben.
Veränderungen werden sichtbar,
fehlende Haare, Gewichtsverlust
oder Gewichtszunahme sind unübersehbar. Es gilt nun, mit diesen Veränderungen umgehen zu
lernen und allmählich ein neues
Körperbild, vielleicht sogar eine
neue Identität aufzubauen. Dieser Prozess wird von jedem Menschen anders erlebt und kann unterschiedlich lange dauern.
Mit Veränderungen
umgehen
> Gespräche mit Angehörigen,
Freunden und Ihrem Behandlungsteam können Erleichterung bringen. Auch Ehepartner und Lebensgefährtinnen
brauchen manchmal ein offenes Ohr von Freunden oder
Verwandten, um die Sorgen
abzuladen, die sie im Zusammenhang mit Veränderungen
an ihrem erkrankten Partner
erleben.
> Holen Sie Rat bei Fachpersonen, wie Perückenherstellern,
Kosmetikerinnen, Imageberaterinnen, möglichst bei solchen
mit einer Sonderausbildung
für die Beratung krebskranker
Menschen. Ihr Pflegeteam
oder Ihre kantonale Krebsliga
kann Ihnen entsprechende
Adressen vermitteln.
> Im Internet unter www.google.ch
finden sich unter dem Suchbegriff «Imageberatung» oder
«Farb- und Stilberatung» mehrere hundert Adressen allein
aus der Schweiz. Die speziellen
Fähigkeiten für die Beratung
Krebskranker sind daraus
allerdings nicht ersichtlich.
> Auch für Männer gibt es
entsprechende Angebote,
die ständig ausgebaut werden.
Zudem drängen zunehmend
kosmetische Pflegelinien
«for men only» auf den
Markt.
> Manchmal ist die Hilfe eines
Seelsorgers, einer Psychologin oder eines Therapeuten
notwendig. Mal- und Musiktherapie oder individuell
abgestimmte Sportaktivitäten
können helfen, mit dem
neuen Körperbild umgehen
zu lernen. Fragen Sie auch
Ihren Arzt, Ihre Ärztin, das
Pflegeteam.
> In einer Selbsthilfegruppe haben
Sie die Möglichkeit, sich mit
Menschen auszutauschen, die
ähnliche Erfahrungen gemacht
haben. Das kann entlastend sein.
Adressen finden Sie im Anhang.
> Viele Patientinnen und Patienten klagen über grosse Müdigkeit und das Gefühl, ausgelaugt
zu sein. Männer und Frauen,
die vor der Erkrankung beruflich stark gefordert waren,
können sehr unter der eingeschränkten Leistungsfähigkeit
und dem Energieverlust leiden.
In der Broschüre der Krebsliga
«Rundum müde» erfahren Sie,
wie Sie besser damit umgehen
können. Die Broschüren «Medikamentöse Tumortherapie»
und «Radiotherapie» enthalten ebenfalls viele Tipps zur
Bewältigung unerwünschter
Wirkungen (siehe Anhang).
Selbstverständlich steht Ihnen
auch Ihr Behandlungsteam
beratend zur Seite.
> Weitere Möglichkeiten, gewisse
Folgen einer Therapie zu lindern, sind Gesichts-, Teil- oder
Ganzkörpermassagen, Gesichtsgymnastik und therapeutische
Bäder. Die Berührung der Haut
wirkt wohltuend auf Körper
und Seele. Fragen Sie Ihren
Arzt oder das Pflegeteam für
Hinweise und Adressen.
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
«Die positive Einstellung ist für mich
das A und O»
Erfahrungen einer
erkrankten Frau
Bina befand sich zum Zeitpunkt
der Aufzeichnung dieses Gesprächs in einer intensiven Chemotherapie.
«Als ich zum ersten Mal in der
Brust einen Knoten verspürte,
habe ich mich mehrmals beim
Arzt angemeldet und den Termin immer wieder verschoben –
aus Angst vor der Diagnose. Als
sicher war, dass es ein Tumor ist,
und es sogar hiess, man müsse
die Brust entfernen, war das ein
riesiger Schock. Ich bin 32, noch
nicht verheiratet, habe keine Kinder und im Moment auch keinen
Partner. Natürlich hat man dann
auch Angst, dass man vielleicht
niemanden mehr finden wird.
Eine medizinische Zweitabklärung
ergab, dass es nicht unbedingt notwendig ist, die ganze Brust zu entfernen, sondern dass man zuerst
eine Chemotherapie und dann
eine brusterhaltende Operation
machen könne. Nach langer Überlegung entschied ich mich für diese
Variante und war dann auch sehr
erleichtert, die Brust nicht preisgeben zu müssen.
Ich wusste, dass ich durch die
Chemotherapie mein Haar verlieren würde – und ich hatte sehr
dichtes, langes kastanienbraunes Haar. Das machte mir Angst.
Aber ich dachte, ich habe so viel
Gesundes in mir – das Herz, die
Lunge, die Knochen, und, und
..., dass ich diese Chemotherapie schon packen würde. Meiner
Meinung nach kann man mit einer
positiven Einstellung viel machen!
Ein schmerzlicher Verlust
Als nach der ersten Chemotherapie die Haare nicht gleich ausgingen, hoffte ich, bei mir würde das
vielleicht nicht passieren. Nach
einer gewissen Zeit begann der
Haarausfall dann doch – da bekam ich eine Art Panik. Ich hatte
einen Zopf gemacht und gedacht,
jetzt können die Haare nicht mehr
weg – völlig irrational, ich weiss.
Ich hatte auch Angst, mich zu
kämmen, die Haare zu waschen.
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Nach 20 Tagen wurde es ganz extrem, die Haare gingen büschelweise aus, die Kopfhaut fing an
zu schmerzen – ich weiss nicht, ob
ich mir diesen Schmerz nur eingebildet hatte. Es ist, als ob man
einen Teil von sich selber verlöre.
Eines Tages nahm ich die Schere
und schnitt mir die restlichen
Haare ab, auch den Zopf, der ganz
verfilzt war. Für mich war wichtig, dass ich das selber machen
konnte. Dann liess ich mir vom
Coiffeur noch die letzten Haarzipfelchen wegrasieren. Ich würde
allen Frauen raten, schon früh einen
flotten Kurzhaarschnitt machen zu
lassen. Das ist viel einfacher und
sieht besser aus. Aber ich selber
– ich würde nochmals warten, bis
es nicht mehr anders geht ...
Das Gesicht neu entdecken
Da hatte ich also diesen Glatzkopf und schaute mich im Spiegel von allen Seiten an. Mein erster Gedanke war, dass das gar
nicht so schlimm ist – im Gegenteil, es ist auch ein schönes Gefühl: Man lernt seinen Kopf kennen, kann mit der Hand darüber
fahren und die Vertiefungen und
Höcker spüren. Es ist ein gutes
Gefühl, wenn beim Duschen das
Wasser über die Kopfhaut rieselt.
Auch eine Kopfhautmassage tut
gut. Überhaupt sieht man einmal
sein Gesicht neu, wenn die Haare
nicht so viel verdecken. Man
sollte sich während der Chemotherapie besonders viel Zeit zur
eigenen Pflege nehmen: sich ein
Bad, eine Massage, vielleicht eine
Fussreflexzonentherapie gönnen.
Das kostet oftmals Überwindung.
Aber es ist wichtig, diese Anstrengungen zu machen und sich nicht
gehen zu lassen.
Ich gehe auch jeden Tag ein
wenig an die frische Luft, obwohl
mir das zu Beginn zuwider war.
Man hat ja auch Angst, dass die
Leute etwas merken. Aber es tut
gut, das Haus zu verlassen, vielleicht auch einen Kaffee trinken zu
gehen, eine Freundin zu treffen –
man kann auftanken und fühlt
sich viel besser nachher. Ich bin
überzeugt, dass die psychische
Verfassung den Heilungsprozess
beeinflusst. Man muss sich zu
den positiven Gedanken zwingen,
denn die negativen sind ganz von
selbst da. Das heisst nicht, dass
man nicht zwischendurch auch
einmal traurig sein darf oder
einen Tag im Bett bleiben soll,
wenn einem ganz mies ist.
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Haar- und Kopfhautpflege
bei Haarausfall
Die Perücke als Schutz
Die Perücke habe ich erst nach
meiner Kahlrasur ausgewählt,
weil ich mich vorher nicht mit
dem Thema befassen wollte. Ich
hatte grosse Widerstände – aus
meiner Erfahrung kann ich nun
sagen, dass niemand vor diesem Schritt Angst haben muss.
Die Perücken sind heute auf
einem Super-Stand, und alle finden eine passende Zweitfrisur. Ich
setze die Perücke nur draussen
auf, als Schutz vor Fragen und
Blicken. Zuhause trage ich meist
ein Käppchen, auch nachts, weil
ich sonst friere! Daran denkt man
nicht, wenn man die Haare noch
hat, dass sie als Wärmespender
wichtig sind. Ich habe mich mit
meinem Kahlkopf ganz gut arrangiert – aber ich freue mich riesig
darauf, dass meine eigenen Haare
wieder wachsen!»
(Aufzeichnung: Anne Rüegsegger)
Die Kraft für den Umgang mit der Krankheit holt Bina nicht nur
in der Geborgenheit ihrer Familie und im engeren Freundeskreis,
sondern auch in einer Musiktherapie, wo sie Gefühle wie Angst,
Trauer, Verzweiflung, Wut ausdrücken und loswerden kann –
in Gegenwart einer Fachperson, die nicht emotional, sondern
sachlich reagiert. Diese wöchentliche Musiktherapie empfindet
Bina als eine Art innere Reinigung.
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Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Sowohl Chemotherapien als auch
Radiotherapien (Bestrahlung) können zu Haarausfall (Alopezie) führen. Nebst den Kopfhaaren kann
jede Körperpartie betroffen sein,
auch Augenbrauen und Wimpern.
Nicht jede Chemotherapie führt
zu einem Haarverlust. Das hängt
von der Art der Medikamente ab!
Ihr Behandlungsteam kann Ihnen
sagen, wie das Medikament, das
Sie erhalten, wirkt. Das Haar kann
lichter werden oder komplett ausfallen. Im Normalfall wächst es
nach Beendigung der Therapie
wieder nach, in manchen Fällen
allerdings in einer anderen Farbe
oder in einer anderen Beschaffenheit.
Leicht gekraustes Haar nimmt im
späteren Verlauf wieder die ursprüngliche glatte Struktur an.
Bei manchen Leuten wächst das
Haar bereits während der Therapie neu. Meistens verliert man
die Haare nicht sofort zu Beginn
der Therapie, sondern nach und
nach.
Bei der Radiotherapie ist das Ausmass des Haarausfalls von der verabreichten Strahlendosis und der
Art der Strahlentherapie abhängig. Bei niedriger Bestrahlungsdosis beginnt das neue Haarwachstum ungefähr sechs Monate
nach Beendigung der Radiotherapie. Bei hoher Intensität gibt es
manchmal Körperstellen, wo das
Haar unter Umständen nicht mehr
wächst.
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
11
Haarpflege während
der Therapie
> Überlegen Sie sich, ob Sie vor
Therapiebeginn einen Kurzhaarschnitt machen lassen
oder das Haar ganz abschneiden wollen. Damit mildern oder
umgehen Sie die unangenehme
Erscheinung des Haarausfalls.
Fachleute der Onkologiepflege
empfehlen Frauen mit langen
Haaren Zwischenschnitte bis
hin zu einer Kurzhaarfrisur.
Wenn dann eine Kurzhaarperücke gewählt wird, hat sich
die Umgebung schon an die
neue Frisur gewöhnt.
> Tragen Sie während des Haarausfalles nachts ein Haarnetz
oder decken Sie das Kopfkissen mit einem Tuch ab.
> Gehen Sie sachte mit dem
Haar um, denn durch die
Chemotherapie kann es in
nassem wie trockenem
Zustand brüchig werden.
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Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
> Waschen Sie Ihr Haar mit
lauwarmem Wasser und verwenden Sie möglichst wenig
mildes Shampoo, das Ihrem
Haartyp entspricht.
> Eine Pflegespülung gibt dem
Haar die Feuchtigkeit zurück,
die während des Waschens
verloren geht. Sollten Sie
speziell fettiges Haar haben,
achten Sie darauf, dass die
Pflegespülung nicht mit der
Kopfhaut in Berührung kommt.
Das Haar danach sachte mit
einem weichen Tuch trocken
tupfen. Da nasses Haar besonders brüchig ist und leicht
beschädigt wird, vermeiden
Sie besser kräftiges Trockenreiben Ihrer Haare.
> Verzichten Sie auf Färbemittel
und lassen Sie keine Dauerwellen machen, bis die Therapie beendet ist.
> Föhnen Sie die Haare möglichst auf der kühlsten oder
lauwarmen Stufe oder lassen
Sie sie an der Luft trocknen.
Der Gebrauch von heizbaren
Frisierstäben und Lockenwicklern ist nicht zu empfehlen.
> Verwenden Sie eine weiche
Bürste, verzichten Sie auf starkes Bürsten und Kämmen.
> Möglichst den Gebrauch von
Haarschaum, Gel und Haarspray unterlassen.
> Während einer Kopfbestrahlung die Haare nicht waschen.
Wird das Waschen unumgänglich, verwenden Sie ein BabyShampoo und reiben Sie
weder Haare noch Kopfhaut.
> Nach Abschluss der Strahlentherapie Haut und Haare drei
Wochen lang wie während der
Behandlungszeit pflegen.
Die Pflege der Kopfhaut
Auch eine Kopfhaut ohne Haare
braucht Pflege. Sie wird am besten mit lauwarmem Wasser und
einem milden Shampoo gewaschen und dabei sanft massiert.
Dies fördert die Durchblutung.
Sachte mit weichem Tuch trocknen. Die Kopfhaut kann nach Verlust der Haare empfindlich werden wie ein Babypo; gehen Sie
also sorgfältig mit ihr um!
Fetthaltige Salben schützen Ihre
Kopfhaut vor dem Austrocknen.
Empfehlenswert sind ein Sonnenschutzmittel mit einem hohen
UV-Schutzfaktor (ab 20) und eine
Kopfbedeckung im Freien, da
die Kopfhaut besonders sonnenbrandgefährdet ist.
Im Winter empfiehlt sich eine
warme Kopfbedeckung, um den
Wärmeverlust über die Kopfhaut
zu beschränken.
Für die Nacht eignen sich weiche
Mützen oder ein Turban als Wärmeregulatoren.
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
13
Kopfbedeckungen als Haarersatz
Verlieren Sie durch die Behandlung Ihrer Krankheit Haare, so ist
das Tragen einer Kopfbedeckung
oder einer Perücke, einer so genannten Zweitfrisur, zu empfehlen, da der Körper sonst über die
Kopfhaut zu viel Wärme verliert.
Mit Kappen, Bérets, Hüten, Strickmützen, Turbanen, Tüchern und
Kombinationen von Hüten und
Tüchern lässt sich die haarlose
Zeit überbrücken. Ideen für das
Experimentieren mit Hüten und
Tüchern finden Sie auf den Seiten 16 bis 20.
14
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Perücken/Zweitfrisuren
Wenn Sie sich dazu entscheiden,
eine Perücke zu kaufen, sollten Sie
folgende Punkte beachten:
> Wählen Sie die Perücke nach
Möglichkeit bereits vor Beginn
der Therapie. Lassen Sie sich
von einer Person begleiten,
die Ihnen bei der Auswahl
behilflich sein kann.
> Am besten erwerben Sie die
Perücke in einem spezialisierten Coiffeurgeschäft.
Dort kann man Sie kompetent
beraten. Adressen erhalten Sie
von Ihrem Behandlungsteam
oder bei Ihrer kantonalen
Krebsliga.
> Bei der Wahl der Perücke
beachten Sie am besten Ihre
jetzige Frisur und Haarfarbe.
Falls Sie einen anderen Farbton wählen, so suchen Sie
sich eher einen helleren Ton
aus. Achten Sie dabei gut
darauf, dass die Perücke
zum Farbton Ihres Gesichts
passt.
> Um die Perücke definitiv anzupassen und von einer Fachperson schneiden und frisieren zu lassen, sollten Sie
warten, bis Ihre eigenen Haare
etwas ausgegangen sind.
> Qualitativ gute, natürlich aussehende Perücken oder Haarteile sind aus Kunst- oder Naturhaar erhältlich. Die meisten
Experten empfehlen Kunsthaarperücken, da diese kostengünstiger und pflegeleichter sind.
Pflegetipps
Waschen Sie Ihre Kunsthaarperücke ein- bis zweimal pro Woche
mit einem milden Shampoo in
lauwarmem Wasser. Nur im Wasser schwenken, ohne zu reiben,
gut spülen, abtupfen, ausschütteln und aufhängen (z. B. auf
einem Perückenständer). Nicht
oder nur auf der niedrigsten
Stufe föhnen, keine elektrischen
Lockenwickler benutzen – diese
verbrennen das Kunsthaar. Ihr
Coiffeur oder Ihre Coiffeuse kann
Ihnen ebenfalls nützliche Pflegetipps geben.
Nehmen Sie für die Wahl Ihrer Perücke eine
kompetente Beratung in Anspruch, damit Sie
das für Sie bestmögliche Resultat erzielen.
Die Bildsequenz zeigt, wie die Frisur das Aussehen verändern kann.
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
15
Kaschieren und Befestigen
Kämmen Sie sich die verbleibenden eigenen Haare ins Gesicht
und setzen Sie die Perücke auf.
Durch das Zusammenkämmen
der eigenen Haare mit jenen der
Perücke wird der Perückenrand
versteckt.
Spezielle Antigliss-Tupfen oder
-Streifen verhindern das Verrutschen der Perücke.
Kosten der Perücken
In der Schweiz übernimmt die
Invalidenversicherung IV die Perückenkosten bei Haarverlust durch
Chemo- oder Radiotherapie (Maximalbetrag Fr. 1500.– pro Kalenderjahr, Stand 2004). Eine Bestätigung des Arztes muss vorgelegt
werden. Diese Regelung gilt bis
zur Erreichung des AHV-Alters.
Danach wird die Bezahlung des
Haarersatzes zu drei Vierteln
(Maximalbetrag Fr. 1000.– pro
Jahr, Stand 2004) durch die AHV
übernommen. In diesem Kostenrahmen wird unter Umständen
auch ein anderer Haarersatz (z. B.
Hair-Weaving) vergütet. Spezielle
Anmeldeformulare können beim
Sozialdienst, im Spital oder direkt
bei der AHV-/IV-Stelle bezogen
werden. Rat und Unterstützung
finden Sie auch bei Ihrer kantonalen Krebsliga (Adressen siehe Anhang).
16
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Mit Tüchern spielen
Wer sich nicht für eine Perücke
entschliessen mag oder diese
nicht immer tragen will, kann
zu Tüchern und Bändern, Hüten
und Bérets, Turbanen und Mützen greifen, um die Zeit des Haarausfalls zu überbrücken. Es gibt
eine Vielzahl von Möglichkeiten,
mit Tüchern und Hut-Tuch-Kombinationen zu spielen – experimentieren Sie selber, und lassen
Sie sich von unseren Tipps inspirieren.
> Bummeln Sie durch Kaufhäuser – Sie werden viele
preisgünstige Angebote aus
hautfreundlichen Naturfasern
finden. Nehmen sie zur Beratung einen Freund oder eine
Freundin mit. Nicht alle haben
ein modisches Flair oder die
Möglichkeit, Tücher hinter
dem Kopf zu binden. Es gibt
auch eine grosse Auswahl
an Tüchern, die bereits vorgeknüpft sind und nur noch
im Nacken verknotet werden
müssen.
> Wer Lust hat, kann auch Kurse
besuchen, in denen das richtige Binden von Kopftüchern
gelernt wird. Erkundigen
Sie sich bei Ihrer kantonalen
Krebsliga.
> Material: Am besten eignen
sich Tücher aus reiner Seide,
Baumwolle und Viskose.
Kunststofftücher verrutschen
leicht und lassen sich weniger
gut fixieren.
> Ideale Grösse: ca. 90 x 90 cm
oder 50 x 160 cm, alleine oder
zum Kombinieren mit kleineren Tüchern, Käppchen und
Mützen.
> Achten Sie auf Farbe, Dessin
und Struktur des Tuchs,
Sie setzen damit Akzente.
Bänder und Schmuck dekorieren die Kopfbedeckung
zusätzlich. Grosse Ohrringe
sind als Blickfang besonders
gut geeignet. Der Phantasie
sind keine Grenzen gesetzt.
> Tücher lassen sich auch mit
Perücken, Hüten und Bérets
gut kombinieren.
> Für Männer gibt es topmodische Baseballkäppis und
witzige Strickmützen, die dank
Snowboard- und anderen
Sportszenen Kultstatus erlangten. Auch Bérets und Schlapphüte können je nach Typ gute
Alternativen sein.
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
17
Bindetechniken
für Tücher
«Caroline»
«Fatima»
Das Tuch (ca. 90 x 90 cm) zu
Schal (ca. 50 x 160 cm) so
einem Dreieck zusammenlegen.
Dreieck mit der Spitze zum
Nacken tief ins Gesicht
(Nasenansatz) ziehen.
Die beiden andern Enden seitlich zum Nacken nehmen und
über der Tuchspitze verknoten.
über den Kopf legen, dass die
seitlich herunterhängenden
Enden gleich lang sind.
Schal tief ins Gesicht ziehen
(Nasenansatz).
Die beiden Schalhälften im
Nacken mit den Händen
zusammennehmen und zweibis dreimal (direkt am Kopf)
zusammendrehen. Mit der
einen Hand festhalten, mit der
andern zur Stirn gehen und
das Tuch nach vorne ziehen,
den Griff der hinteren Hand
dabei etwas lockern.
Weiterhin mit der einen Hand
die «Wurst» dicht am Nacken
festhalten und mit der andern
Hand die Tuchenden locker weiterdrehen.
«Wurst» um den Kopf legen.
Den Tuchrand vom Ende
(Nacken) bis zur Stirn über die
«Wurst» rollen, den restlichen
Rand nach oben unter die
«Wurst» schieben.
Tuch aus dem Gesicht schieben,
eventuell auch einen kleinen Rand
nach oben rollen, Ohren ca. zur
Hälfte sichtbar, etwas Stoff beim
Hinterkopf herauszupfen, um einen
schönen Hinterkopf zu formen.
Varianten:
> Sie können die Spitze im
Nacken über den Knoten ziehen oder alle Enden unter dem
Tuch wegstecken.
> Nach Schritt 1 und 2 nur einen
einfachen Knopf machen und
die drei Enden miteinander zu
einem Zopf verarbeiten, verknüpfen oder mit Haargummi
schliessen, hängen lassen
oder mit einer Brosche seitlich
am Tuch befestigen.
> Alle drei Enden im Nacken
zusammennehmen und mit
einem Haargummi fixieren.
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Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Variante:
> Sie können die «Wurst» mit
einer Brosche oder Hutnadel
befestigen.
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
19
Make-up und Gesichtspflege
«Brigitte»
Kombination eines kleineren
Tuchs (z. B. 60 x 60 cm) mit
einem Schal oder grösseren
Carré.
Das kleine Tuch mit Spitze zur
Stirn über den Kopf legen.
Den Schal (leicht gedreht)
oder das Carré (zur Krawatte
zusammengelegt) über das
kleine Tuch um den Kopf
legen, die Enden im Nacken
verknoten.
Allenfalls einzelne oder alle
vier Ecken des kleinen Tuchs
über das Band nehmen und
befestigen, die nicht verwendeten Ecken unter dem Band
verstecken.
Varianten:
> Sie können das kleine Tuch
durch ein gestricktes Käppchen ersetzen.
Sie können den leicht gedrehten Schal in der Mittel falten
(= doppelt nehmen), vom
Nacken her um den Kopf
legen, vorne an der Stirn ein
Ende von oben, das andere
von unten durch die durch das
Falten entstandene Schlaufe
ziehen und die Enden wegstecken.
Ein gepflegtes Aussehen hilft
Ihnen, in der Begegnung mit anderen Menschen Sicherheit zu
gewinnen.
Etwas Schminke kann Wunder wirken, sofern Farben und Applikationen stimmen. Es geht darum,
Ihre vorteilhaftesten Merkmale
zu betonen und kritische Stellen
zu tarnen. Gerade für Menschen,
die unter den unerwünschten Wirkungen einer Chemo- oder Radiotherapie leiden, kann es wichtig
sein, mit etwas Make-up korrigierend einzugreifen. Eher abzuraten
ist von Permanent-Make-up, da
sich das Gesicht verändern und
das Permanent-Make-up so maskenhaft wirken kann.
Der Besuch bei einer Kosmetikerin, Visagistin
oder Farbberaterin kann eine Hilfe sein.
Adressen von geeigneten Fachpersonen in Ihrer
Nähe erhalten Sie von Ihrer Pflegefachperson
oder von Ihrer kantonalen Krebsliga.
Pflege- und
Schminktipps
> Der erste Schritt vor dem
Auftragen des Make-ups ist
die gründliche Reinigung der
Haut. Es empfiehlt sich, das
Gesicht mindestens einmal,
besser zweimal täglich zu
reinigen. Benützen Sie keine
Seife (ausser bei fettiger Haut),
sondern lauwarmes Wasser,
milde Lotionen oder Reinigungsmilch, alle Produkte
möglichst ohne Alkohol.
> Gehen Sie bei der Gesichtsreinigung sanft mit Ihrer Haut
um. Wenn Ihre Blutplättchenzahl tief ist, vermeiden Sie
damit das Entstehen von kleinen Blutergüssen und zusätzlichen blauen Flecken.
> Der zweite Schritt ist das
Auftragen eines Feuchtigkeitsspenders. Damit wird ein
Feuchtigkeitsverlust der äussersten Hautschicht vermieden
und etwas Fett zugeführt;
das hilft, die natürlichen Öle
zurückzuhalten. Wählen Sie
eine Feuchtigkeitscrème oder
Lotion, die Ihrem Hauttyp entspricht. Feuchtigkeitsspender
wirken am besten, wenn sie
auf die feuchte Haut aufgetragen werden.
(Kopftuchbinden: © 1998 by Image Pool,
Adresse im Anhang)
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Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
21
Das Make-up
Die Wahl des Make-ups hängt
vom Farbton Ihrer Haut ab. Erkrankung und/oder Therapie können den Ton der Haut verändern.
Daher ist es hilfreich, vor Beginn
der Behandlung den Hautton
zu ermitteln und zu unterscheiden, ob er «kalt» oder «warm» ist
(siehe Seite 32 ff.).
Seien Sie vorsichtig mit der Menge Farbe, die Sie auftragen. Lieber
zu wenig als zu viel. Falls Sie eine
Perücke tragen, braucht es nur
wenig Make-up.
Der Lippenstift
Auch ein dezenter Lippenstift bringt
Farbe in das Gesicht und vervollständigt das Make-up. Wählen
Sie Farben, die zu Ihrem Farbtyp
passen.
Beim Bemalen empfiehlt es sich,
zuerst die Lippen etwas einzufetten, dann eventuell mit einem
zum Lippenstift passenden Konturenstift die Lippen zu umranden und anschliessend mit Lippenstift auszufüllen. Vorsicht mit
matten Lippenstiften: sie trocknen
die Lippen aus.
22
Die Augenbrauen
Bei gewissen Chemotherapien
kann es vorkommen, dass auch
die Augenbrauen in Mitleidenschaft gezogen werden.
Beim Nachmalen der Brauen achten Sie darauf, dass Sie zwei verschiedene Augenbrauenstifte zur
Verfügung haben. Der eine sollte die dunklere Farbkomponente
Ihres Kopfhaars haben, der zweite
den mittleren Farbton Ihres Haars
aufnehmen. Dadurch wirkt die
nachgemalte Braue natürlicher.
Malen Sie feine, fedrige, aufwärtsführende Striche. Sind die Augenbrauen noch teilweise vorhanden,
so lassen sich die Farbstriche mit
den vorhandenen Haaren kombinieren. Zum Abschluss kann man
die Augenbrauen fein bürsten und
damit die eigenen Haare mit den
Farbstrichen verbinden.
Müssen die Augenbrauen vollständig imitiert werden, so gehen
Sie wie folgt vor: Setzen Sie drei
Punkte (siehe Illustrationen  bis
) und verbinden Sie diese mit feinen, fedrigen Strichen. Dabei benützen Sie die zwei verschiedenfarbigen Brauenstifte. Achten
Sie darauf, dass die nachgezeichneten Augenbrauen möglichst
natürlich aussehen: Man sollte
zwischen den Farbstrichen noch etwas Haut durchschimmern sehen.
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Zum Schluss können die Brauen mit einem hellen Puder überstäubt werden.
Lidschatten – einige Tipps
> Wählen Sie Farben, die zu
Ihrem Hautton, Ihrem Farbtyp
und Ihrer Augenfarbe passen.
> Wer Falten verbergen möchte,
sollte auf perlmuttglänzende,
schimmernde Farben verzichten.
> Frauen mit dunkleren Hauttönen vermeiden besser
metallene oder schillernde
Lidschatten; auch Töne mit
einer weissen Basis können
die Haut fahl erscheinen
lassen.
> Auch hier gilt: Zu viel Farbe
kann störend wirken!
Die Wimpern
Es gibt wasserfeste, wasserlösliche und Wimpern verlängernde
Wimpertusche. Am geeignetsten
ist die wasserlösliche Sorte, da
sie einfach zu entfernen ist. Damit
ist auch die Gefahr von Augeninfektionen kleiner.
Es empfiehlt sich, die Wimperntusche nach einem Monat zu ersetzen, da die meisten dieser
Tuschen tierische Fette enthalten – ein idealer Nährboden für
Bakterien! Waschen Sie deshalb
einmal pro Woche das Applikationsbürstchen gründlich in Seifenwasser aus.
In folgenden Fällen ist es ratsam,
auf Wimperntusche zu verzichten,
da eine erhöhte Infektionsgefahr
besteht:
> Bei einer tiefen Zahl der
weissen Blutkörperchen
> Bei allgemeiner Immunschwäche (fragen Sie Ihren
Arzt, Ihre Ärztin)
> Bei trockenen Augen aufgrund
von verminderter oder fehlender Tränenproduktion
> Bei immer wiederkehrenden
Augeninfektionen
> Bei starkem Haarausfall, da die
Wimpern beim Abschminken
leicht abbrechen oder ausfallen
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
23
Das Ankleben künstlicher Wimpern gefährdet das eh schon geschwächte Immunsystem; zudem
kann es sehr unnatürlich wirken. Deshalb raten Fachleute davon ab.
Wenn Sie auch keine Wimperntusche verwenden möchten, so
bietet sich die «Tupf-Wisch»-Methode an. Sie eignet sich ebenfalls, wenn noch eigene Wimpern
vorhanden sind.
Wählen Sie einen gespitzten
Augenbrauenstift, der die
gleiche Farbe wie Ihr Haar
oder Ihre Wimpern hat.
Machen Sie mit dem Stift feine
Punkte entlang der Wimpernlinie. Verwischen Sie nun die
Punkte mit einem Wattestäbchen. Dies vom äusseren zum
inneren Augenwinkel hin.
Mit dem Konturenstift nun das
untere Lid betonen. Beginnen
Sie im äusseren Augenwinkel
und ziehen Sie den Strich bis
zur Mitte der Pupille.
Im Allgemeinen sollten Augenkonturenstifte eine neutrale oder
rauchige Schattierung Ihrer eigenen Augenfarbe haben.
24
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Das Entfernen von Augen-Make-up
Da bei Chemo- oder Radiotherapie die Anfälligkeit für Infektionen und Blutungen erhöht sein
könnte, sollten Sie beim Reinigen
der Augengegend besonders vorsichtig sein.
> Sauberes Wattestäbchen mit
etwas mildem Augen-Makeup-Entferner versehen und
vom äusseren Augenwinkel
zur Nase hin führen. Stäbchen
nur einmal verwenden.
> Augengegend mit warmem,
klarem Wasser abspülen.
Sorgfältig trockentupfen.
Haarwachstum
im Gesicht
Narben
Bei der Einnahme gewisser Medikamente können plötzlich Haare im Gesicht wachsen, die störend wirken.
Bürsten Sie diese überschüssigen
Haare mit einem Augenbrauenbürstchen flach, dann übermalen
Sie die Haare mit einem Abdeckstift. Applizieren Sie keinen Puder,
denn damit würden die zu versteckenden Haare noch betont.
Operative Eingriffe hinterlassen
manchmal auffallende Spuren.
Manche Narben können mit den
Kleidern versteckt werden, andere befinden sich aber im Gesichtsoder Halsbereich, wo es schwieriger ist, sie zu verbergen. Bis zur
vollständigen Verheilung der Narbe sollte diese nicht kosmetisch
behandelt werden. Danach kann
man sie mit Puder oder einer Abdeckpaste (Camouflage) bestreichen. Frische Narben unbedingt
vor Sonnenbestrahlung schützen.
Wichtig: Bevor Sie andere Methoden zur Haarentferung in Betracht ziehen, sprechen Sie mit
Ihrer Onkologin. Je nach Behandlung ist die Infektionsgefahr generell erhöht, und Ihre Haut ist zu
empfindlich für eine Wachsentfernung, Epilation oder Enthaarungscrème. Erlaubt Ihr Onkologe die Haarentfernung, so lassen
Sie diese von einem Hautarzt machen.
Männer müssen – eventuell nach
einem längeren Unterbruch –
beim Wiedereinsetzen des Bartwuchses einen neuen RasierRhythmus finden.
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
25
«Wieder die Sterne am Himmel
zählen können»
Erfahrungen eines
erkrankten Mannes
Es ist eine schwierige Zeit für den
56-jährigen Robert, in der er seine Krankheitsgeschichte erzählt.
Nach vermeintlicher Besserung
erlebte er einen Rückfall, und die
abgeschlossene zweite Chemotherapie brachte nicht die erhofften Resultate. Er ist zuversichtlich
und träumt davon, bald wieder
in den Bergen nach Kristallen zu
suchen.
26
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Weil sein damals 9-jähriges Töchterchen Tamara mit ihm Sterne
am Himmel zählen wollte, merkte Robert vor zwei Jahren, dass
irgendetwas nicht mehr stimmte. «Die Kleine sagte mir, wenn
ich zehn Sterne fände, könne ich
mir etwas wünschen.» Aber da
war diese Geschwulst am Hals,
die ihn daran hinderte, den Kopf
zu heben und zum Himmel zu
blicken.
Da der Hausarzt an diesem Freitagabend nicht erreichbar war,
ging er zum Kinderarzt, der Tamara betreute. «Ich dachte, das
sei mit einem Antibiotikum erledigt», erinnert sich Robert. Aber
der Arzt machte Ultraschall- und
Röntgen-Untersuchungen, schrieb
ihn krank und wies ihn am Montag ins Spital ein. Um die KrebsDiagnose machte er kein Geheimnis. Es war schon ein Ableger des
Lungenkrebses, der sich am Hals
schmerzhaft bemerkbar machte.
Nach dem Skelettröntgen wurde
Robert bestrahlt und mit einer
ersten Chemotherapie behandelt.
Sein Körpergewicht ging von 82
auf 62 Kilogramm zurück und
er verlor alle seine Haare. Im Moment zeigt die Waage rund 75 Kilo,
«damit kann ich gut leben».
Vor der Krankheit hatte er eine
leichte Stirnglatze, nun machte
ihm der Verlust aller Kopfhaare zu
schaffen. «Aber was will man?»
Nach der Behandlung wuchsen
die Haare wieder, aber ein Rückfall machte eine weitere Chemotherapie nötig. Da habe er die
Haare abgeschnitten, denn sie
seien büschelweise ausgefallen.
Er trägt nun eine Mütze oder einen «Tschäppu», vor allem auch,
weil er häufig am Kopf friert. «Es
ist oft passiert, dass ich am Morgen nach dem Duschen mit der
Bürste wie früher die Haare kämmen wollte.» Das veränderte Äussere blieb nicht verborgen, aber
von Geheimnissen um die Krankheit Krebs hält Robert nicht viel.
«Das bringt gar nichts, ich habe
viele getroffen mit dem gleichen
Schicksal. Das Reden hilft», ist der
ehemalige Chauffeur überzeugt.
Die Körperpflege, das «Zu-sichSchauen» sei während der ganzen Krankheit sehr wichtig.
Wichtig ist für Robert natürlich
auch, dass er dank der Therapie
nun wieder zum Himmel blicken
und mit Tamara Sterne zählen
kann. Wenn er zehn findet, kann
er sich etwas wünschen … Ein
Wunsch ist, dass er sein Hobby,
das Strahlen (Kristallsuchen), bald
wieder ausüben kann.
(Aufzeichnung: Rosmarie Borle)
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
27
Die Pflege der Nägel
Ihre Nägel können je nach Medikament wegen vermehrter Pigmentierung dunkler werden. Linien,
Rillen und Verdickungen können
auftreten, die Nägel trocken und
brüchig werden. Ein guter Nagellack kann die Nägel stärken und
vor Brüchigkeit schützen. Sollten die Nägel trocken werden und
sich schälen, verwenden Sie Nagelcrèmes. Vermeiden Sie den
Gebrauch alkohol- oder azetonhaltiger Nagellacke und Nagellackentferner.
28
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Da durch die Therapie häufig die
Zahl der weissen Blutkörperchen
und der Blutplättchen sinkt, ist die
Nagelpflege sorgfältig durchzuführen (Infektions- und Blutungsgefahr).
Künstliche Nägel sind während
der Dauer der Chemo- oder Radiotherapie ungeeignet und unangenehm.
Durch vereinzelte Medikamente
kann es auch zu Rötungen der
Hand-Innenflächen und der Fusssohlen kommen. Stark fettende
Haut- oder Handcrème kann diese unangenehme Erscheinung
lindern. Fragen Sie Ihre Pflegefachperson oder erkundigen Sie
sich in der Apotheke.
Tipps
> Eine Wegwerfnagelfeile ist
das sanfteste Instrument zur
Nagelpflege, da sie weniger
rau ist als Metallfeilen und
Scheren. Durch das Feilen
entstehen weniger Risse in
den Nägeln. Auch durchsichtige Feilen mit einem farbigen
Ansatz bewähren sich gut.
> Den Nagel von unten nach
oben feilen und dabei immer
in der gleichen Richtung
arbeiten. Fährt man mit der
Feile hin und her, können die
Nägel leichter reissen.
> Die Pflege des Nagelhäutchens kann eine heikle Sache
sein, besonders bei tiefen
Blutwerten. Achten Sie darauf,
dass die Haut intakt bleibt.
> Gönnen Sie Ihren Fingerspitzen ein lauwarmes Bad
während ein bis zwei Minuten und trocknen Sie sie mit
einem weichen Tuch ab.
> Massieren Sie sanft ein Pflegeöl, z. B. Babyöl, ins Nagelbett
ein. Lassen Sie das Öl ca. eine
Minute auf das Nagelhäutchen
einwirken.
> (Hobby-)Gärtnerinnen und
-Gärtner sollten bei Gartenarbeiten zum Schutz vor
Verletzungen immer Handschuhe tragen.
Zehennägel
Die Zehennägel sollten Sie nicht
zu kurz schneiden. Eine Nagelzange oder ein Nagelclip sind die geeigneten Werkzeuge. Wegen der
Verletzungsgefahr ist es besser,
die Ecken rund zu feilen statt zu
knipsen.
Das Nägelschneiden geht einfacher nach einem ca. 10-minütigen
Fussbad. Zum Schluss tut es gut,
die Füsse mit einer Körpermilch
oder Fusscrème etwas zu massieren, und zwar von den Zehen aufwärts Richtung Fuss und Bein.
Sie können sich auch an eine
Podologin oder Fusspflegerin
wenden. Das sind ausgebildete
Fachpersonen, die eine besonders vorsichtige und wohltuende
Fusspflege anbieten.
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
29
Allgemeine Hautpflegetipps
Um einer trockenen Haut vorzubeugen, duschen oder waschen
Sie sich. Lange, heisse Bäder
trocknen die Haut aus.
Tragen Sie regelmässig Körpermilch oder andere Feuchtigkeitsspender auf. Diese ziehen am
besten ein, wenn Ihre Haut noch
leicht feucht ist.
Bei erhöhter Blutungsneigung tragen Sie Hautpflegemittel sanft
und vorsichtig auf.
Bei Entzündungen konsultieren
Sie möglichst bald Ihre Ärztin.
Die Hautpflege während einer
Radiotherapie ist von der Bestrahlungsart abhängig. Ihr Behandlungsteam wird Sie entsprechend
beraten.
Manche Zytostatika (Chemotherapie) können Ihre Haut sonnenempfindlicher machen und die
Hautpigmentierung verstärken.
Verwenden Sie während der Chemotherapie ein Sonnenschutzmittel mit hohem Schutzfaktor und
schützen Sie sich durch Kopfbedeckung, langärmlige Hemden
oder Blusen und lange Hosen.
Bei heikler Haut sind extreme
Temperaturen wie Hitze und Kälte nicht zu empfehlen.
Versuchen Sie, bei Juckreiz möglichst nicht zu kratzen. Luftzufuhr,
Kühlung, Mentholpuder oder eine
gekühlte(!) Körpermilch können
Erleichterung bringen. Juckt es
längere Zeit, fragen Sie Ihren Arzt
oder Ihre Ärztin um Rat.
30
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Zahnpflege
Rötungen können während oder
nach einer Bestrahlungstherapie
auftreten. Bei manchen Patienten, die nach der Bestrahlung
eine Chemotherapie erhalten,
kann sich das Bestrahlungsgebiet
plötzlich röten. Die Rötung kann
leicht bis stark sein, kann jucken
oder brennen und unter Umständen Stunden bis sogar Tage dauern. Das Jucken oder Brennen
kann durch Auflegen von kühlen,
in Kamillentee getauchten Kompressen gelindert werden (zweimal 10 Minuten pro Tag). Melden
Sie solche Hautreaktionen unbedingt Ihrer Ärztin!
Hin und wieder kommt es vor,
dass die Haut empfindlich auf
Waschmittel reagiert, die man
zum Kleiderwaschen verwendet
hat. Waschen Sie in einem solchen Fall mit milden, neutralen
Produkten und verzichten Sie auf
Weichspüler.
Während einer onkologischen
Therapie ist die Pflege der Zähne
besonders wichtig, weil sich durch
die Medikamente die Beschaffenheit des Speichels verändert und
damit der Karies Vorschub geleistet wird. Zuckerloser Kaugummi
regt die Speichelbildung an und
ist zu begrüssen.
Reinigen Sie Ihre Zähne nach
jeder Mahlzeit sorgfältig mit einer weichen Zahnbürste (harte
Borsten können das Zahnfleisch
verletzen) und spülen Sie den
Mund regelmässig mit einem milden, fluorhaltigen Mundwasser.
Aggressive, stark desinfizierende Produkte sind nicht geeignet.
Lassen Sie Ihre Zähne alle sechs
Monate bei der Zahnhygienikerin
oder dem Zahnarzt kontrollieren.
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
31
Wer gut aussieht, fühlt sich besser
Wählen Sie
passende Farben
Die sorgfältige Auswahl der Farben für Ihre Kleidung trägt zu einem besseren Aussehen und
damit auch zu einer besseren
Stimmung bei: Manche Farben
schmeicheln Ihnen, während andere Sie blass machen. Farben haben zudem einen starken Einfluss
auf die Psyche.
Viele Menschen kennen die Farben, die ihnen gut stehen, andere
brauchen manchmal etwas Unterstützung. Eine Farbberatung kann
hier hilfreich sein. Dabei wird anhand Ihrer Haut-, Haar- und Augenfarbe Ihr Farbtyp festgestellt.
Diese Beratung ist selbstverständlich auch für Männer zu empfehlen. Anhand verschiedener Tests
vor dem Spiegel können Sie selbst
nachvollziehen, warum gewisse
Farbtöne besser zu Ihnen passen
als andere. Am Schluss der Beratung erhalten Sie Ihre Farbpalette,
die Ihnen beim künftigen Kleiderkauf dienlich sein kann und Fehlkäufe verhindern hilft.
Die Farbtypen werden nach den
Jahreszeiten benannt: Sie sind
entweder ein Winter-, ein Sommer-, ein Frühlings- oder ein
Herbsttyp. Aufgrund Ihres Typs
stehen Ihnen zum Beispiel starke Farben besser als Pastelltöne,
warme Töne besser als kalte oder
hellere besser als dunklere.
Es ist durchaus möglich, dass die
Farbtöne, die zu Ihrem Typ passen, bislang nicht Ihre Lieblingsfarben waren!
32
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
33
Die vier Farbtypen
Wir können hier lediglich einen
kleinen Überblick geben, der die
persönliche Farbberatung nicht
ersetzen kann. Wenn Sie sich eine
solche nicht leisten können oder
mögen, finden Sie im Buchhandel
oder in Bibliotheken entsprechende Bücher, auch im preisgünstigen Taschenbuchformat.
Der Winter
Die meisten Wintertypen (aber
nicht alle!) haben dunkles Haar
– braun bis blau-schwarz – und
eine klare, intensive Augenfarbe
– Eisblau, Veilchenblau, Tiefblau,
unverfälschtes Grau, glasklares
Grün und Dunkel- bis Schwarzbraun. Die Wintertypen teilen den
bläulich-kühlen Unterton ihrer
Farbpalette mit den Sommertypen, ihre Farben sind jedoch klarer und leuchtender als jene des
Sommertyps.
Gut wirken:
kräftiges Blau, intensives Rubinund Scharlachrot, Schwarz und
Anthrazit, kräftige Pink- und Azaleentöne, kühles Lila und dunkles
Violett, reines Weiss.
Zu vermeiden:
verwaschene, milchige, gelbliche
oder orange Töne.
34
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Der Sommer
Die Haarfarbe des Sommertyps
reicht von Mausbraun bis Aschblond. Die Augen sind oft blau, grün,
wasserfarbig oder haselnussbraun.
Der Frühling
Charakteristisch für die Haarfarbe
der Frühlingstypen sind verschiedene Blondtöne – von strahlend
blondem bis zu golden-braunem
Haar, selten auch Dunkelbraun bis
Schwarz. Die Augenfarbe variiert
von Blautürkis, Blau und Graugrün bis hin zu Goldbraun.
Gut wirken:
rauchiges Blau bis Marine, bläuliches Grün (von hellem Türkis bis
zu ziemlich dunklen Tönen), zartes, kühles Zitronengelb, Himbeerrot, Weinrot, Alt- bis Fliederrosa,
Pastelltöne mit sanftem blauem
oder grauem Unterton, rosig kühles Weiss oder sanft grau getöntes Weiss, Braun mit rosigem oder
grauem Stich. Die Farben sind
weniger intensiv als jene für den
Wintertyp. Leicht verwaschene
beziehungsweise rauchige Töne
sind in jedem Fall den grellen oder
kräftigen Farben vorzuziehen.
Gut wirken:
warme, klare, zarte oder starke Farben mit gelbem Unterton. Helle, graublaue Töne, gelblich getönte Rosa- und Rottöne,
z. B. Apricot in allen Abstufungen, Lachs, Korallenrot, sanfte
Kamelhaarfarben, warme, gelbliche Grüntöne, Eierschalenfarbe,
Crèmeweiss, warme Beige- und
Brauntöne, sanftes helles Türkis,
klares Aquamarin.
Zu vermeiden:
gelbliches Lachsrosa, Apricot oder
Pfirsich, Karottenrot, Tomatenrot
und Schwarz.
Zu vermeiden:
dunkle Farben, Schwarz, Grau
(ausser feines Silbergrau), hartes
Weiss.
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
35
Der Herbst
Häufig ist die Haarfarbe der
Herbsttypen Rot bis Kastanienbraun mit einem goldenen bis
rötlichen Schimmer. Die Augenfarben reichen von Petrol über
Bernstein bis zu hellem Schilfgrün und sattem Olive, von Goldbraun bis zu intensivem Dunkelbraun. Spuren von Orange,
Metall und Braun sowie Gold ergänzen die Palette. Die Herbsttypen teilen den gelben Unterton
ihrer Farben mit den Frühlingstypen, wobei die ihren stärker
sind und zum Teil erdige Schattierungen haben.
Wählen Sie
die passenden Kleider
Gut wirken:
warme und goldene Brauntöne,
Erbsengrün bis Oliv, helles und
kräftiges Khaki, Petrol, Russischgrün, dunkles Tannengrün, dunkleres Türkis, milchiges Jadegrün,
dunkles Schokoladebraun, gelbliche Blautöne, leuchtendes Orange, gebrochenes Weiss, Senf- und
Maisgelb, Warme Rosa- und Rotabstufungen wie Lachs, Apricot,
Mohnblumenrot, Tomaten- und
Kupferrot.
Zu vermeiden:
Graubraun, Blaugrün, Schwarz,
reines Weiss, Pinktöne.
Mehr über Farbtypen …
… erfahren Sie im Taschenbuch «Knaurs kleine
Farb- und Typ-Beratung» von Heidi Grund-Thorpe
(Buchhandel, ca. Fr. 9.–).
Bei den Farbpaletten …
… auf den Seiten 34–36 sind bei einem herkömmlichen Vierfarbendruck Farbabweichungen
leider nicht auszuschliessen.
36
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Unter Umständen hat sich während der Krankheit und Behandlung Ihr Erscheinungsbild etwas verändert. Sie sind vielleicht
schlanker geworden oder haben
zugenommen.
Mit Ihrer Kleidung können Sie Vorteile hervorheben, Mängel, Narben und Ähnliches verstecken.
Einige Beispiele:
> Schulterpolster lassen Blusen
und Kleider locker über die
Brust fallen. Sie sind z. B. ideal
für schmalschultrige Frauen,
die eine Brust verloren haben.
> Weiche Stoffe fallen am schönsten, sie sind gut geeignet zum
Cachieren von implantierten
Kathetern; diese lassen sich zusätzlich mit drapierten Tüchern
und Foulards verstecken.
> Haben Sie im Halsbereich
Umfang verloren oder hat sich
die Haut verändert, kann ein
Foulard dies abdecken. Falls
Ihr Hals kurz ist, vermeiden Sie
es, viel Stoff in Gesichtsnähe
zu tragen. Lassen Sie nur einen
Teil des Tuches beim Kragen
herausgucken. Achten Sie auch
auf die Lage des Foulards.
> Bei Frauen mit grosser Oberweite sollte das Tuch nicht auf
der Brust liegen, sondern zum
Beispiel seitlich lose hinunterhängen.
> Fledermausärmel eignen sich
bestens, um den Blick von der
Brustpartie abzulenken. Auch
ein Lymphödem lässt sich so
verstecken.
> Weite Ärmel verstecken
schmal gewordene Arme.
> Ein runder Kragen lässt das
Gesicht voller erscheinen.
Ein V-Ausschnitt verlängert
den Hals und macht das
Gesicht optisch schmaler.
> Weite, lose fallende Kleider
eignen sich nach Bauchoperationen besonders gut, vor
allem auch für Patientinnen
und Patienten mit einem künstlichen Darm- oder Harnwegsausgang (Stoma). Beengende
Kleidung in der Gegend des
Stomas ist zu vermeiden,
Wickeljupes und Trikothosen
sind ideal. Lose Gürtel können
optische Akzente setzen.
Binden Sie Schals oder Gürtel
auf der dem Stoma gegenüberliegenden Seite (Stomaträgerinnen und -träger finden
in den kostenlosen Broschüren
der Krebsliga «Die Ileostomie», «Die Colostomie» und
«Die Urostomie» weitere nützliche Hinweise; Bezugsadressen im Anhang).
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
37
Sich pflegen – in jeder Beziehung
Familien- und
Freundeskreis
Die Krebsdiagnose, die damit verbundenen Behandlungen und ihre
Auswirkungen beeinflussen auch
das persönliche Umfeld. Angehörige, Freunde, Kolleginnen und
ganz besonders der Lebenspartner, die Lebenspartnerin und die
Kinder sind mitbetroffen.
Ihre Mitmenschen werden unterschiedlich auf Ihre Krankheit
und die damit verbundenen Veränderungen reagieren: anteilnehmend, fürsorglich, ängstlich,
schockiert. Manchmal lernt man
sich und andere plötzlich von einer neuen Seite kennen.
Einige werden sich zurückziehen
oder versuchen, das Wort Krebs
in Ihrer Gegenwart zu meiden,
andere werden Sie unumwunden
fragen, womit sie Ihnen eine Stütze sein könnten, oder werden Sie
spüren lassen, dass sie für Sie da
sind, Dritte werden mit Ratschlägen aufwarten oder Wunderheilmethoden aus dem Internet anpreisen.
38
Es gibt kein Patentrezept, wie Sie
den Weg zurück ins häusliche und
gesellschaftliche Umfeld am besten schaffen. Gehen Sie von Ihren
persönlichen Bedürfnissen aus.
Je klarer sie Ihnen sind, je offener
Sie sie äussern, desto besser kann
Ihre Umgebung darauf eingehen.
Das gibt allen Beteiligten Sicherheit und hilft, Missverständnissen
vorzubeugen.
Nehmen Sie sich auch das Recht,
nicht über Ihr Befinden oder über
Ihre Erkrankung zu sprechen,
wenn Sie dies nicht möchten.
Auch in diesem Falle ist Offenheit
angebracht.
Vielleicht gelang es Ihnen bislang nicht so gut, Ihre Wünsche
klar zu äussern und sich gegenüber Forderungen, die Sie nicht
erfüllen wollen oder können, klar
abzugrenzen. Es kann sein, dass
Sie nun bestimmter auftreten und
ihre Bedürfnisse anmelden und
ausleben.
Mehr über den Umgang mit Krebs …
… im Familien- und Bekanntenkreis erfahren Sie
und Ihre Nächsten in der Krebsliga-Broschüre
«Krebs trifft auch die Nächsten» (siehe Anhang).
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Verwöhnen Sie sich – mit einem
Kinobesuch, einem Fussballmatchticket, einem Konzert, einem Wohlfühlwochenende, was immer Sie
mögen. Es ist in dieser Lebensphase besonders wichtig, einen
gesunden, eigenen Rhythmus zu
finden, der zu Ihnen passt.
Die Kinder offen
informieren
Wenn Sie Kinder haben, sprechen Sie mit ihnen so wie immer,
in der ihnen vertrauten Sprechweise und ihrem Alter entsprechend. Kinder haben äusserst feine Antennen, sie spüren, wenn
«etwas» in der Luft liegt, und
stellen sich manchmal die wildesten Sachen vor. Dieses Nichtoder Halbwissen plagt sie mehr
als die Wahrheit. Zeigen Sie den
Kindern die Narbe oder erzählen
Sie, weshalb Ihr Haar ausfällt und
warum Sie nun eine Perücke tragen. Verschweigt man die Diagnose und ihre Auswirkungen, so
beunruhigt man die Kinder mehr
als gewollt. Durch das Sich-einander-Mitteilen kann ein Fundament
gemeinsamen Verstehens gebaut
werden, das durch die kommenden Zeiten trägt.
Die Krebsliga verfügt noch über keine Broschüre
zum Thema «Wie rede ich mit meinen Kindern?».
Wenn Sie englisch verstehen, empfehlen wir
Ihnen die Homepage www.cancerbacup.org.
Unter «Resources & support / Relationship &
communication» können Sie den Text «Talking to
children» herunterladen.
Literatur für Kinder
Es gibt zahlreiche Bücher, die Kindern helfen
können, Krebskrankheiten und Behandlungen
besser zu verstehen. Fragen Sie Ihre kantonale
Krebsliga (siehe Anhang) danach. Zum Teil können Sie dort auch welche ausleihen.
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
39
Partnerschaft und
Sexualität:
gemeinsam einen Weg
finden
Eine Krebserkrankung und die
damit verbundenen Veränderungen berühren auch die Paarbeziehung. Der oder die Betroffene
selbst fühlt sich müde und erschöpft, oder nicht mehr attraktiv. Der Körper braucht jetzt viel
Energie, um gesund zu werden.
Der Partner oder die Partnerin
hält sich aus Unsicherheit oder
Rücksicht zurück. Auch Unausgesprochenes bleibt in der Luft
hängen.
Die Sexualität eines Menschen ist
eng verwoben mit seinem Körper- und Selbstwertgefühl. Manche Leute empfinden sich nicht
mehr liebenswert; sie befürchten,
abgewiesen zu werden und vermeiden körperlichen Kontakt.
Häufig hat auch der Partner, die
Partnerin Bedenken oder Angst
und ist völlig verunsichert, wie er
oder sie der Lebensgefährtin, dem
Lebensgefährten begegnen soll.
40
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Hinzu kommt, dass Krebstherapien nicht selten den Hormonhaushalt durcheinander bringen.
Das kann vorübergehend Beschwerden wie in den Wechseljahren hervorrufen und das sexuelle Lustempfinden einschränken.
Es ist wichtig zu wissen, dass
Krebs nicht ansteckend ist. Ihr
Partner, Ihre Partnerin braucht
nicht zu befürchten, dass während der sexuellen Vereinigung,
beim Küssen oder beim Austausch von Zärtlichkeiten Krebszellen «rüberspringen».
Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie
daran denken, dass nicht nur Ihr
Körper Sie begehrenswert macht.
Es gibt all diese feinen, kaum erfassbaren Qualitäten, die Ihr Partner, Ihre Partnerin an Ihnen attraktiv findet. Sei es Ihren Humor, Ihr
Lachen, Ihre Herzlichkeit, Ihren
Intellekt oder eine bestimmte
Geste, ein spezielles Talent. Die
Einzigartigkeit jedes Menschen
führt weit über die blosse Anatomie hinaus. Es kann wohltuend
sein, wenn man spürt, dass man
für den Partner, die Partnerin nach
wie vor attraktiv ist.
Wenn Sie gerne beisammen sein
möchten, signalisieren Sie es
Ihrem Partner. Es gibt auch andere Ausdrucksmöglichkeiten als
Geschlechtsverkehr – zum Beispiel Zärtlichkeit –, um Liebe und
Verbundenheit auszudrücken.
Ängste und Unsicherheiten teilen
Offene Gespräche sind das A und
das O einer Beziehung. Manche
Männer tun sich schwerer damit
als Frauen. Erst wenn der Leidensdruck zu gross wird, öffnen sie
sich ein wenig – und sind dann
überrascht, wie hilfreich, wohltuend, erleichternd und beruhigend dies sein kann.
Sollten Sie mit Ihren gemeinsamen Gesprächen nicht klar kommen, scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu
nehmen. Jemand Aussenstehender – eine Paartherapeutin oder
ein Eheberater – kann Ihre Situation objektiver betrachten als Sie,
die Sie mittendrin stecken.
Wenn Sie nicht wissen, an wen Sie sich wenden
könnten, oder sich einfach mal anonym aussprechen möchten, empfehlen wir Ihnen, sich
beim Krebstelefon zu melden (siehe Anhang).
Anruf und Beratung sind kostenlos.
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
41
Anhang
Ein offenes Ohr
für Ihre Fragen
Fragen Sie ...
... Ihr Behandlungsteam
Zögern Sie nicht, Ihre Fragen auch
laut zu stellen und allfällige Zweifel und Ängste zu äussern. Ihr Behandlungsteam wird darauf eingehen. Notieren Sie sich auch Fragen,
die Ihnen zwischen zwei Sprechstunden in den Sinn kommen.
Wenn nötig, rufen Sie ohne Zögern
Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an.
... Ihre kantonale Krebsliga
Sie berät, begleitet und unterstützt Sie und Ihre Angehörigen und vertritt Ihre Anliegen bei
krebsbedingten Problemen auch
am Arbeitsplatz oder bei Versicherungsfragen. Sie bietet Kurse
oder Tagungen an und vermittelt
den Kontakt zu Selbsthilfegruppen. All dies kann Ihnen bei der
Bewältigung Ihres Leidens eine
Stütze sein.
42
... das Krebstelefon 0800 55 88 38
Möchten Sie mit jemandem über
Ihre Krankheit reden? Liegt Ihnen eine Frage zuvorderst auf der
Zunge? Das Krebstelefon ist für
Sie da. Es hört zu, informiert und
antwortet auf Ihre Fragen im Zusammenhang mit Krebs. Anruf
und Auskunft sind kostenlos. Sie
brauchen Ihren Namen nicht zu
nennen.
Publikationen
der Krebsliga
... andere Betroffene im Internet
Wenn Sie Ihre Erfahrungen direkt
mit andern Betroffenen austauschen möchten, empfehlen sich
www.krebsforum.ch – eine Dienstleistung des Krebstelefons – und
www.forum.krebs-kompass.de.
Bitte beachten Sie dabei, dass vieles, was einem anderen Menschen
geholfen oder geschadet hat, auf
Sie nicht zuzutreffen braucht. Umgekehrt kann es aber Mut machen
zu lesen, wie andere die Krankheit
erlebt und bewältigt haben.
> Rundum müde
Ein Ratgeber mit vielen Anregungen für den Umgang mit
krebsbedingter Müdigkeit
> Medikamentöse Tumor-
therapie
Ein Ratgeber über Möglichkeiten und Grenzen von
Chemo- und anderen medikamentösen Tumortherapien
> Radio-Onkologie
Ein Ratgeber über Möglichkeiten und Grenzen der TumorBestrahlung
> Körperliche Aktivität bei Krebs
Schenken Sie Ihrem Körper
wieder Vertrauen
> Ernährungsprobleme bei Krebs
Ein Leitfaden zur Überwindung von Appetit- und Verdauungsproblemen bei Krebs
> Alternativ? Komplementär?
Eine Information über Risiken
und Nutzen unbewiesener
Methoden in der Onkologie
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Die Publikationen der Krebsliga
können Ihnen helfen, mit Ihrer
Situation besser umzugehen. Sie
werden Ihnen, sofern nichts anderes vermerkt ist, von Ihrer kantonalen Krebsliga kostenlos zur Verfügung gestellt.
> Krebs trifft auch die Nächsten
Ein Ratgeber für Angehörige
und Freunde
> Krebs: von den Genen zum
Menschen
Wie entwickelt sich die
Krankheit? Wie wehrt sich
der Körper dagegen? Welche
Behandlungen gibt es? Eine
CD-Rom, die in Bild und Text
(zum Hören und/oder Lesen)
einfach und klar Einblick in das
komplexe Krebsgeschehen
gibt (Fr. 25.– plus Porto und
Verpackung).
Sie haben verschiedene Bestellmöglichkeiten:
> Krebsliga Ihres Kantons
> Telefon 0844 85 00 00
> [email protected]
> www.swisscancer.ch
Im Internet finden Sie auch das
vollständige Verzeichnis aller bei
der Krebsliga erhältlichen Broschüren sowie eine kurze Beschreibung jedes Ratgebers.
Diese Dienstleistungen sind nur
möglich dank der vielen Spenderinnen und Spender, die regelmässig die Krebsliga unterstützen.
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
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Unterstützung und Beratung –
die Krebsliga in Ihrer Region
Krebsliga Aargau
Ligue fribourgeoise
Ligue neuchâteloise
Thurgauische Krebsliga
Ligue vaudoise
Krebshilfe Liechtenstein
Milchgasse 41
contre le cancer
contre le cancer
Bahnhofstrasse 5
contre le cancer
Im Malarsch 4
5000 Aarau
Krebsliga Freiburg
Faubourg du Lac 17
8570 Weinfelden
Av. Gratta-Paille 2
FL-9494 Schaan
Tel. 062 824 08 86
Route des Daillettes 1
case postale
Tel. 071 626 70 00
case postale 411
Tel. 00423 233 18 45
Fax 062 824 80 50
case postale 181
2001 Neuchâtel
Fax 071 626 70 01
1000 Lausanne 30 Grey
Fax 00423 233 18 55
[email protected]
1709 Fribourg
tél. 032 721 23 25
[email protected]
tél. 021 641 15 15
[email protected]
www.krebsliga-aargau.ch
tél. 026 426 02 90
[email protected]
www.tgkl.ch
fax 021 641 15 40
www.krebshilfe.li
PK 50-12121-7
fax 026 426 02 88
CCP 20-6717-9
PK 85-4796-4
[email protected]
PK 90-4828-8
[email protected]
www.lvc.ch
Krebsliga beider Basel
www.liguecancer-fr.ch
Krebsliga Schaffhausen
Lega ticinese
Mittlere Strasse 35
CCP 17-6131-3
Kantonsspital
contro il cancro
CCP 10-22260-0
8208 Schaffhausen
Via Colombi 1
Krebsliga Zentralschweiz
Tel. 061 319 99 88
Ligue genevoise
Tel. 052 634 29 33
6500 Bellinzona 4
Hirschmattstrasse 29
Krebsliga Schweiz
Fax 061 319 99 89
contre le cancer
Fax 052 634 29 34
tel. 091 820 64 20
6003 Luzern
Effingerstrasse 40
[email protected]
17, boulevard des Philo-
[email protected]
fax 091 826 32 68
Tel. 041 210 25 50
Postfach 8219
www.krebsliga-basel.ch
sophes, 1205 Genève
PK 82-3096-2
[email protected]
Fax 041 210 26 50
3001 Bern
PK 40-28150-6
tél. 022 322 13 33
www.legacancro.ch
[email protected]
Tel. 031 389 91 00
CCP 65-126-6
www.krebsliga.info
Fax 031 389 91 60
PK 60-13232-5
[email protected]
4056 Basel
fax 022 322 13 39
Krebsliga Solothurn
Bernische Krebsliga
[email protected]
Dornacherstrasse 33
Ligue bernoise
www.lgc.ch
4500 Solothurn
Ligue valaisanne
contre le cancer
CCP 12-380-8
Tel. 032 628 68 10
contre le cancer
Krebsliga Zug
Fax 032 628 68 11
Walliser Liga
Alpenstrasse 14
Marktgasse 55
www.swisscancer.ch
PK 30-4843-9
Postfach 184
Krebsliga Glarus
[email protected]
für Krebsbekämpfung
6300 Zug
Krebstelefon
3000 Bern 7
Kantonsspital
PK 45-1044-7
Siège central:
Tel. 041 720 20 45
Tel. 0800 55 88 38
Tel. 031 313 24 24
8750 Glarus
Rue de la Dixence 19
Fax 041 720 20 46
Montag, Dienstag und
Fax 031 313 24 20
Tel. 055 646 32 47
Krebsliga
1950 Sion
[email protected]
Mittwoch 10.00–18.00 Uhr,
[email protected]
Fax 055 646 43 00
St. Gallen-Appenzell
tél. 027 322 99 74
www.krebsliga-zug.ch
Donnerstag und Freitag
www.bernischekrebsliga.ch
[email protected]
Flurhofstrasse 7
fax 027 322 99 75
PK 80-56342-6
14.00–18.00 Uhr
PK 30-22695-4
PK 87-2462-9
9000 St. Gallen
[email protected]
Tel. 071 242 70 00
Beratungsbüro:
Krebsliga Zürich
[email protected]
www.krebsforum.ch
Anruf kostenlos
Bündner Krebsliga
Ligue jurassienne
Fax 071 242 70 30
Spitalstrasse 5
Klosbachstrasse 2
Alexanderstrasse 38
contre le cancer
[email protected]
3900 Brig
8032 Zürich
7000 Chur
Rue de l’Hôpital 40
www.krebsliga-sg.ch
Tel. 027 922 93 21
Tel. 044 388 55 00
Broschüren-Bestellung
Tel. 081 252 50 90
case postale 2210
PK 90-15390-1
Mobile 079 644 80 18
Fax 044 388 55 11
Tel. 0844 85 00 00
Fax 081 253 76 08
2800 Delémont
Fax 027 922 93 25
[email protected]
[email protected]
[email protected]
tél. 032 422 20 30
[email protected]
www.krebsliga-zh.ch
www.krebsliga-gr.ch
fax 032 422 26 10
CCP/PK 19-340-2
PK 80-868-5
PK 70-1442-0
[email protected]
Ihre Spende freut uns.
CCP 25-7881-3
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Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
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Selbsthilfeorganisationen von
Krebsbetroffenen
Leben wie zuvor,
Schweizer Selbsthilfegruppe
Schweizer Verein brust-
für Pankreaserkrankungen
operierter Frauen
SSP
Selbsthilfeorganisation für
Präsident:
ilco, Schweizerische
Frauen nach einer Brust-
Conrad Rytz
Vereinigung der regionalen
krebserkrankung
chemin du Chêne 10
Ileostomie-, Colostomie- und
Kontakt:
1260 Nyon
Urostomie-Gruppen
Dr. h.c. Susi Gaillard
Tel. 022 361 55 92
Selbsthilfeorganisation
Geschäftsleiterin
Fax 022 361 56 53
für Menschen mit einem
Postfach 336
[email protected]
künstlichen Darm- oder
4153 Reinach 1
Kontakt:
Urinausgang
Tel. und Fax 061 711 91 43
Barbara Rubitschon
Präsident:
[email protected]
Zollikerstrasse 237
Bruno Leiseder
www.leben-wie-zuvor.ch
8008 Zürich
Rothenburgerstrasse 10
Tel. 044 422 72 90
6274 Eschenbach
Kinderkrebshilfe Schweiz
Tel. 041 448 29 22
Kontakt:
Sekretariat:
Marianne Würsch
SFK, Stiftung zur
Peter Schneeberger
Geschäftsleiterin
Förderung der Knochenmark-
Buchenweg 35
Sonnenrain 4
transplantation
3054 Schüpfen
4534 Flumenthal
Candy Heberlein
Tel. P 031 879 24 68
Tel. 032 637 30 85
Vorder Rainholzstrasse 3
Tel. G 031 634 41 02
Fax 032 637 30 16
8123 Ebmatingen
Fax G 031 634 41 19
[email protected]
Tel. 044 982 12 12
peter.schneeberger@
www.kinderkrebshilfe.ch
Fax 044 982 12 13
tiscalinet.ch
www.ilco.ch
[email protected]
Union Schweizerischer Kehlkopflosen-Vereinigungen
Selbsthilfeorganisation für
kehlkopflose Menschen
Kontakt:
Claire Monney
Sekretariat
av. de la Piscine 18
1020 Renens
Tel. 021 635 65 46
Fax 021 635 65 61
[email protected]
www.kehlkopfoperiert.ch
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www.pancreas-help.com
Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert
www.knochenmark.ch
Überreicht durch Ihre Krebsliga: