[printed] 04/2007: Musikalische Begleiter

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[printed] 04/2007: Musikalische Begleiter
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Musikalische Begleiter
Zehn aktuelle Boxensets probegehört
Unser letzter großer Boxentest liegt nun schon über ein Jahr zurück. Höchste Zeit also einmal zu überprüfen, was sich auf dem Boxenmarkt alles getan hat. Einige Hersteller haben die von uns getesteten
Systeme durch Nachfolger ersetzt, andere haben beliebte Systeme weiter aufgewertet. Aber welches
Boxensystem stellt eine langfristige Investition dar und für wen lohnt sich ein Upgrade?
von A. Kaspar
Der Boxenmarkt ist ins Rollen gekommen: Dauerte der Produktzyklus eines Boxensystems vor noch
nicht allzu langer Zeit mehrere Jahre, hat sich das Blatt gerade in den
Low- bis Mid-Range-Bereichen gewendet. Im Jahres- oder teils Halbjahres-Takt ersetzen Hersteller ihre
Systeme. Augenfällig sind natürlich
Veränderungen in der Optik. Was
hat sich aber in Sachen Klang getan?
Auch wenn Surround-Systeme
in den letzten Jahren mehr und
mehr Zuspruch der Konsumenten
erfahren haben, so scheint derzeit
eine Trendwende stattzufinden.
Stereo-Systeme,
insbesondere
mit dediziertem Subwoofer, finden
wieder zunehmend Anklang bei
der Käuferschaft. Überraschend ist
diese Entwicklung nicht, denn oft
bieten Stereo-Setups einen deutlich besseren Klang als ein ähnlich
teures Surroundsystem - das ohnehin in den meisten Haushalten
nur Musik wiedergeben darf.
Zu einfach wollen wir es den
Systemen dabei aber nicht machen, denn von dieser Ausgabe
an müssen sich alle Systeme mit
einem vollwertigen THX-Set von
Teufel messen, das wir separat
vorstellen. Beginnen wollen
wir auch in diesem Boxentest mit
der Stereo-Klasse.
Creative Inspire T3100
Das erste Stereo-Boxensystem
stammt von Creative und gehört
der Inspire-Serie an, die der amerikanische Konzern im Mittelfeld
seiner Boxen-Lineup positioniert
hat. Mit einem Straßenpreis von
rund 40 Euro zählt das Set zu den
günstigsten in unserem Test.
Schick
Zunächst möchten wir uns mit den
Satelliten-Lautsprechern befassen.
Diese sind in glänzendem, sowie
mattem Schwarz gehalten und
besitzen eine silberne Einfassung
des Tieftöners, was einen hochwertigen Eindruck hinterlässt.
Optisch äußerst ansprechend
ist auch die extrem flache Bauweise der Satelliten-Lautsprecher.
Klanglich hat eine solche Bauart
aber meist alles andere als einen
positiven Einfluss, da insbesondere der Mitteltonbereich unter dem
fehlenden Volumen leidet - eine
Wiedergabe, die „dünn“ wirkt, ist
die Folge. Lobenswert ist hingegen der Einsatz eines
Kostengünstig: Das Inspire T3100 ist das mit Abstand günstigste Set in
unserem Test - das macht sich auch durch den Klang bemerkbar.
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2-Wege-Systems in den Satelliten.
So muss jedes Chassis lediglich einen kleineren Ausschnitt des Frequenzbandes darstellen.
In Sachen Verarbeitung gibt
es an Creatives Boxenset wenig
auszusetzen - insbesondere in
Relation zum sehr günstigen Anschaffungspreis. Gleichzeitig sollte
jedem Käufer aber auch klar sein,
dass Creative in dieser Klasse
auch nicht die Verarbeitungsqualität eines Logitech Z2300 oder
Creative S750 bieten kann.
Für ein Set dieser Preisklasse völlig normal ist die feste Integration der Lautsprecherkabel in
die Satelliten-Lautsprecher. Da
Creative auf gewöhnliche CinchAnschlüsse setzt, ist es problemlos
möglich die Kabel zu verlängern,
was allerdings nur in den seltensten Fällen nötig sein wird, denn die
verbauten Kabel besitzen eine vollkommen ausreichende Länge.
Der günstige Verkaufspreis
des T3100 schlägt sich unter anderem in der Bedienung des Sets nieder. So fehlen sowohl eine Kabel-,
als auch eine Funkfernbedienung.
Die Lautstärke kann lediglich am
rechten
Satelliten-Lautsprecher
justiert werden. In Zeiten, in denen
Keyboards häufig über Funktionstasten verfügen, fällt dieser Nach-
teil aber nur minimal ins Gewicht.
Störender ist dagegen die Platzierung des Bass-Reglers auf der
Rückseite des Subwoofers. Eine
Einstellmöglichkeit am SatellitenLautsprecher hätte den Bedienungskomfort noch einmal deutlich
erhöht. In diesem Bereich liegt die
Konkurrenz klar vorn.
Minimalist
Minimalistisch präsentiert sich
auch der Subwoofer - er gehört
zu den kleinsten Modellen, die wir
bislang getestet haben. Da StereoSysteme aber meist mit deutlich
niedrigeren Pegeln betrieben werden als Surroundkombinationen,
ist Creatives Zusammenstellung
durchaus nachvollziehbar und kostensparend.
Um aus dem kleinen Gehäuse
einen möglichst hohen Pegel erzielen zu können, wird der Subwoofer
nach dem Bassreflex-Prinzip gefertigt, was zulasten der Präzision
geht. Aus einem geschlossenen
Gehäuse dieser Größe ist es aber
nahezu unmöglich, einen ansprechenden, lauten Bass zu generieren.
Leider fällt auch die Verarbeitung des Subwoofers den Sparmaßnahmen zum Opfer. Gerade
Löblich: Creative setzt bei seinen Satelliten auf eine 2-Wege-Konstruktion. Über eine Fernbedienung verfügt das Set leider nicht.
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Ungewöhnlich: Die verwendeten Treiber sind, anders als gewohnt, vollkommen plan - dadurch entsteht eine extrem schicke Optik.
Stylisch: Logitechs Z-4 gehört zweifellos zu den schicksten derzeit erhältlichen Lautsprecher-Sets.
beim Tieftöner des Sets wäre ein
etwas höheres Gewicht von Vorteil, um lästige Schwingungen zu
verhindern.
gel des Subwoofers kann mit Hilfe
der Fernbedienung justiert werden.
Dies ist ein echter Vorteil gegenüber der Konkurrenz von Creative.
Ähnlich überzeugend gestaltete sich auch die Verarbeitungsqualität von Logitechs Stereo-Set.
So kommen die Satelliten-Lautsprecher in einem schicken PianoLack-Outfit daher, das zusammen
mit den schweren Standfüßen in
dieser Preisklasse sowohl optisch,
als auch in Sachen Verarbeitung
die Messlatte weiter nach oben
schraubt.
Dünn
In Sachen Verarbeitung konnte
uns Creatives Einsteiger-Set angesichts des Preises überzeugen.
Wie schlagen sich die Boxen aber
im wichtigen Klangtest? Unsere
Stereosysteme mussten sich allesamt der Stereo-Version unseres
Referenz-Songs „Forgiven Not
Forgotten“ stellen.
Bereits nach wenigen Sekunden des anfänglichen Geigensolos offenbaren die Corrs erste
Schwachstellen des T3100. So
klingt die Geige wenig luftig, sondern stets angespannt und neigt
zu Verzerrungen. Auch in Sachen
Bühnenabbildung lassen die Satelliten-Lautsprecher Raum für
Verbesserungen. Eine ähnliche
Vorstellung liefert auch der Subwoofer des Sets. Angesichts seiner
geringen Größe ist es zwar beachtlich, was der kleine Woofer leistet,
einen knackigen, präzisen Bass
sucht man aber leider vergebens.
Wie unser Klangtest zeigt,
eignet sich Creatives Einsteigerset nicht für ambitionierte Musikfreunde, sondern fühlt sich in
erster Linie bei gelegentlicher Tonwiedergabe von anspruchslosem
Musikmaterial Zuhause. Dennoch
klingt es um einiges besser als so
manches Discount-System eines
No-Name-Anbieters.
Logitech Z-4
Auch unser zweites Stereo-System
stammt von einer mittlerweile bekannten Größe des PC-Lautsprechermarkts - Logitech. Mit einem
Straßenpreis von rund 70 Euro
kostet das Set aber beinahe das
Doppelte des Creative-Systems.
Triple
Auf den ersten Blick fallen sicherlich die ungewöhnlichen Membrane der Z-4-Satelliten auf, denn
der obere sowie untere Treiber
sind vollkommen plan. Eine solche Konstruktion bietet keine
nennenswerten Vorteile gegenüber der gewohnten Konstruktion
von Membranen. Den zentralen
Hochton-Treiber hat Logitech in
gewohnter Manier konstruiert, was
optisch gut in das Gesamtkonzept
passt. Auch wenn die Bauweise
der Logitech-Satelliten etwas mehr
Volumen zur Verfügung stellt, als
es bei Creative der Fall ist, so bietet auch das Z-4 seinen Akustikelementen relativ wenig Raum um zu
agieren. Einen festen Stand bieten
die massiven, aber dennoch filigranen Metall-Füße, die sich optisch
gut in das Gesamtbild einfügen.
Eine Wandhalterung bietet das Z4
leider nicht, auch die Füße sind
fest integriert.
Wie Creative setzt auch
Logitech auf fix angebundene Lautsprecherkabel, was wenig überraschend ist, besitzt doch auch
Logitechs Top-Stereo-System integrierte Kabel. Für den normalen
Einsatz bietet auch dieses Set ausreichend lange Kabel, so dass nur
bei Ausnahmeaufstellungen verlängert werden muss - was dank
der normalen Cinch-Anschlüsse
problemlos möglich ist.
Erfreulich fällt die Bedienung
des Sets aus, denn dem Z-4 wurde eine Kabelfernbedienung spendiert, die sich sehr gut bedienen
lässt und über ein ausreichend
langes Kabel verfügt. Auch der Pe-
Ergänzend
Wie Creative, unterstützt auch
Logitech seine Satelliten-Lautsprecher mit Hilfe eines dedizierten
Subwoofers. Dieser spielt aus
einem relativ kleinen Gehäuse
und besitzt einen 203 mm durchmessenden Tieftöner - was ausreichend ist, um normale Räume mit
Musik zu beschallen. Tiefbassattacken, wie sie gerade bei der Filmwiedergabe häufig vorkommen,
stellen für einen solchen Treiber
aber ein Problem dar.
Anders als Creative setzt
Logitech auf ein geschlossenes
Gehäuse, was der Präzision des
Basses zuträglich ist, die Pegelfestigkeit des Woofers aber erneut
minimiert. Auch dieser Sachverhalt
deutet darauf hin, dass Logitech
das Z-4 als reines Musiksystem
konzipiert hat.
Optisch fällt der Subwoofer
nicht hinter die Satelliten zurück.
So ist es fast zu schade, den Tieftöner in Piano-Lack-Optik unter
den Schreibtisch zu verbannen.
Lediglich ein wenig mehr Gewicht
hätte auch diesem Modell gut
gestanden, um lästigen Schwingungen den Kampf anzusagen.
Begrenzt
Auch das Z4-Set muss sich zunächst bei „Forgiven Not Forgotten“
beweisen. Hierbei überraschte uns
das Set anfänglich positiv, denn es
besitzt eine angenehme, nie nervende Spielweise. Einher damit
ging die Leistung des Subwoofers,
der mit knackigen Bässen überzeugen konnte. Leider trifft diese
Klangbeschreibung aber nur für
moderate Pegel zu. Mit ansteigender Lautstärke klang das Set
zunehmend schroffer und neigte
im Bassbereich sehr schnell zum
unsauberen Arbeiten - ein Tribut
an das recht kleine, geschlossene
Gehäuse des Subwoofers.
Logitechs Z4 ist jedem zu
empfehlen, der auf der Suche nach
einem optisch ansprechenden
Lautsprecher-Set ist, das gut verarbeitet ist und einen angenehmen
Klang besitzt, Musik allerdings nur
bei moderater Lautstärke genießen
möchte. Wer noch einmal zusätzliche 30 Euro investieren kann,
erhält mit Teufels Concept C ein
deutlich pegelfesteres und noch
einmal besser klingendes StereoSystem.
Sony SRS-DZ10
Unser drittes Testsystem stellt
gleichzeitig eine Premiere für Hardwareluxx dar - noch nie hatten wir
ein Boxensystem des Traditionsunternehmens Sony im Test. Verwunderlich ist das aber nicht, war
es, was Lautsprecher betrifft, in
letzter Zeit doch ruhig um den Unterhaltungs-Multi. Mit einem Preis
von rund 180 Euro gehört das Set
mit zu den teuersten in unserem
Testfeld und übertrifft preislich so
manches Surround-Setup um ein
Vielfaches.
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Massiv
Dass Sony frei nach dem Motto
„Nicht kleckern, sondern klotzen“
arbeitet, fällt sofort nach dem
Auspacken der 2-Wege-SatellitenLautsprecher auf. Das Gehäuse
der relativ kleinen Boxen besteht
komplett aus Aluminium. Die runde
Form soll zusätzlich störende Resonanzen verhindern. Leider nicht
abnehmbar ist das ebenfalls aus
Metall gefertigte Boxengitter der
Satelliten. Einzig eine etwas bessere Entkopplung der Satelliten
vom Tisch wäre wünschenswert
gewesen.
In Sachen Membranbestückung hält sich Sony dezent zurück - lediglich zwei 39 mm durchmessende Chassis beherbergt das
Metallgehäuse. Der Schluss, dass
ein potenter Subwoofer frühzeitig
ins Geschehen eingreift, liegt also
nahe. Sony schließt sich der breiten Masse an und integriert die
ausreichend langen Lautsprecherkabel in die Lautsprecher. Eine
Verlängerung ist aber auch hier
problemlos möglich.
Erfreulich ist auch die Bedienung des Sets gelöst worden, denn
eine schicke Kabelfernbedienung,
die eine getrennte Justierung des
Subwoofers ermöglicht, liegt dem
Set bei.
Gemischte Gefühle
Eigentlich ließen die sehr kleinen
Satelliten-Lautsprecher vermuten, dass Sony auf einen großen
Subwoofer setzt. Damit haben
wir uns aber geirrt, denn auch
der Tieftöner besitzt nur wenig
Membranfläche - lediglich einen
77-mm-Treiber verbaut Sony.
Optisch beweist das Set,
dass Subwoofer nicht immer
große schwarze Kästen sein müssen, sondern in einem schicken Äußeren daherkommen können. So
wäre es eine Schande, den Woofer
des DZ10 unter dem Schreibtisch
zu platzieren. Ein optisches Gimmick ist die zusätzliche blaue Beleuchtung.
Gemischte Gefühle hinterlässt die Haptik des Tieftöners. So
besteht die eigentliche Boxenbehausung auch hier aus Aluminum,
der Sockel ist allerdings aus einem
Kunststoff gefertigt, der keinen
sonderlich hochwertigen Eindruck
hinterlässt.
Glasklar
Die Soundwiedergabe des DZ10
gestaltete sich äußerst präzise.
Insbesondere die Satelliten-Lautsprecher konnten mit einer glasklaren Wiedergabe überzeugen.
Positiv wirkte sich dies auch auf die
Bühnenabbildung aus - Instrumente verharrten fest an ihren Positionen und Positionswechsel auf der
Bühne konnten klar nachvollzogen
werden.
Überraschend gut verkaufte
sich auch der Style-Subwoofer des
Systems. Er schreckte auch vor
höheren Pegeln nicht zurück, ließ
aber ab und an etwas Präzision
vermissen - ein Zugeständnis an
die Bassreflex-Konstruktion.
Auch wenn das Set klanglich
durchaus überzeugen konnte, so
rechtfertigen die
Aluminium-Gehäuse leider nicht
den extrem
h o h e n
Preis des
Sets. Wer
Tower: Sonys Boxenset ist größtenteils aus massivem Aluminium gefertigt. Der runde Subwoofer ist eine Augenweide.
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bereit ist, diese Summe zu investieren, greift besser zu Logitechs
Z2300 oder Teufels Concept E Magnum PE.
Speed-Link Gravity 2.1 XXL
Wie in unserem letzten großen
Test rundet auch dieses Jahr ein
Speed-Link-Set den Stereo-Test
ab. Dabei handelt es sich um die
XXL-Version des bereits getesteten
Gravity 2.1. Was die Produktpflege
gebracht hat, und ob sich der Aufpreis lohnt, wird sich zeigen. Mit
einem Preis von rund 60 Euro ist
das Set im mittleren Preissegment
angesiedelt.
Großformat
Verglichen mit den Satelliten-Lautsprechern der Konkurrenz wirken
Speed-Links Boxen geradezu gigantisch - so werden sogar Sets
übertroffen, die vollends ohne dedizierten Woofer auskommen müssen. Optisch wirken die Satelliten
dabei wenig modern, was klanglich
aber nicht unbedingt ein Nachteil
sein muss. Treibertechnisch setzt
Speed-Link auf eine normale 2Wege-Konstruktion.
Die Verarbeitungsqualität liegt
auf einem für diese Preisklasse
normalen Niveau, lediglich die
Haptik der verwendeten Materialien könnte ein wenig hochwertiger sein. Um so erfreulicher ist
es da, dass Speed-Link nicht auf
integrierte Boxenkabel setzt, sondern gewöhnliche Lautsprecherstrippen verwendet. Ein einfaches
Aufrüsten auf höherwertiges Kabel
ist somit kein Problem - angesichts
der Preisklasse des Sets eine vorbildliche Leistung.
Leider wurde die Bedienung
für die XXL-Version nicht überar-
beitet. So kommt nachwievor eine
zu kleine und leichte Kabelfernbedienung zum Einsatz, die festintegrierte Kabel besitzt. Hier ist das
unwesentlich teurere Logitech Z-4
deutlich überlegen.
Fundament
Trotz der stattlichen Abmessungen
der Satelliten-Lautsprecher stellt
Speed-Link den Satelliten einen
ausgewachsenen Subwoofer zur
Seite - ein lobenswertes Unterfangen.
Der Subwoofer kann auf einen
16 cm durchmessenden Tieftöner
zurückgreifen, was für ein Stereosystem ausreichend ist. Um einen
möglichst hohen Pegel zu generieren, ist der Woofer in BassreflexBauweise konstruiert.
Optisch fällt die Tieftonunterstützung des Gravity XXL trotz
blauer Beleuchtung hinter die
Konkurrenz zurück. Die Verarbeitungsqualität liegt auf einem ordentlichen, wenn auch nicht überragendem Niveau. In Anbetracht
des Preises ist dies aber kein
Grund für Beanstandungen.
Aufgewertet
Bislang konnte die XXL-Version
des Gravity 2.1 überzeugen, aber
wurde auch der Klang des Sets
verbessert?
Die Spielweise des XXL-Sets
überraschte uns von der ersten
Sekunde an. Die Satelliten-Lautsprecher besitzen eine entspannte
Wiedergabe, wie wir sie bislang nur
von deutlich teureren Systemen
gekannt haben. Störend war lediglich die schlechte Entkopplung der
Satelliten vom Schreibtisch. Wie
die normale Version schwächelte
auch dieses Set nur ein wenig bei
Minimalist: Sowohl die Membranen der Satelliten, als auch der Subwoofer-Treiber sind sehr klein gehalten.
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Darfs ein wenig mehr sein?
Wie teuflisch ist ein THX-Select-Set für unter 1000 Euro?
Dass Teufel gute Boxensysteme
für den PC bauen kann, haben
die Berliner in zahlreichen unserer
Tests bewiesen. Da das System
5, Teufels Einstiegs-THX-Set, vor
Kurzem drastisch im Preis gefallen ist und nun anstelle von ehemals rund 1700 Euro für knappe
900 Euro zu bekommen ist, wollen
wir wissen, ob es lohnenswert ist,
gleich in ein „echtes“ Kino-System
zu investieren.
Interessenten müssen sich vor
dem Kauf des Sets allerdings bewusst machen, dass es sich nicht
um ein vollaktives Boxensystem
handelt. Zum Einsatz wird also ein
vollwertiger Surround-Verstärker
oder -Receiver benötigt, der noch
einmal mit einigen hundert Euro zu
Buche schlägt.
Erste Linie
Als Front-Boxen kommen bei unserem Set die bewährten DirektStrahler M500 FCR zum Einsatz.
Wie vom THX-Select-Protokoll gefordert, werden als Front-Lautsprecher drei identische Zwei-WegeBoxen eingesetzt.
Diese besitzen in etwa die
Front-Fläche eines Din-A4-Blattes
und sind 10 cm tief, lassen sich
also bequem in einem Bücherregal
platzieren. Wer seine Lautsprecher
ungern in einem Regal verstaut,
hat die Möglichkeit, separat erhältliche Ständer zu erwerben.
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Die Verarbeitungsqualtiät der
Front-Lautsprecher liegt auf einem
hohen Niveau, kann aber materialtechnisch nicht mit noch hochwertigeren Stereo-Boxen mithalten, da
es sich nicht um einen EchtholzKorpus handelt.
Die verbauten Schraubklemmen, die auch für Bananas geeignet sind, machen hingegen einen
sehr hochwertigen Eindruck. So
halten sie auch dicke Boxenkabel
ohne Probleme.
Diffus
Schreibt sie die THX-Ultra-Norm
vor, sind sie beim abgeschwächten THX Select keine Pflicht mehr:
Dipol-Lautsprecher. Dennoch setzt
Teufel bei seinem Cinema-Set
nachwievor auf Lautsprecher, die
nach vorne und hinten zugleich
abstrahlen und auf der Vorder- und
Rückseite je einen Hoch- und zwei
Mitteltöner besitzen. Das soll zur
Folge haben, dass ein deutlich diffuserer Surround-Bereich entsteht
und an mehreren Plätzen ein optimaler Klangeindruck für die Zuschauer im Heimkino entsteht.
Leider bringt diese Lautsprecher-Konstruktion aber eine etwas
kompliziertere Aufstellung mit sich,
denn die Boxen müssen neben
dem Sofa an der Wand hängen.
Zusätzlich dürfen diese nicht zu
nah, aber auch nicht zu weit von
der Rückwand des Kino-Zimmers
entfernt sein, da das Dipol-Prinzip
auf Reflektionen des Schalls an der
Rückwand basiert. Die Zuschauer
sollen förmlich in einer „SoundWolke“ sitzen.
Auch die Surround-Boxen
sind gut verarbeitet und verfügen
über massive Anschlussterminals.
Wuchtig
Schon bei der Ankunft des Teufel-Sets wird sofort klar, dass es
sich um ein ausgewachsenes
Boxensystem handelt. Allein die
Verpackung des Subwoofers ist
voluminöser als die Verpackung
der meisten Oberklasse-PC-Systeme. So besitzt der Subwoofer
eine Endstufe mit 350 Watt Nennleistung und einen 300 mm durchmessenden Tieftöner. Die Endstufe gestaltet sich äußerst flexibel.
So lassen sich sowohl Phase als
auch Übergangsfrequenz stufenlos
einstellen. Damit der Subwoofer
nicht immer laufen muss, verfügt er
über eine Abschaltautomatik.
Spektakulär
Aber wie klingt es nun, ein echtes
THX System, wenn auch nur nach
der Select-Norm? In unserem Test
betreiben wir das Set mit einem Pioneer VSX 2011, der ebenfalls das
THX-Select-Zertifikat besitzt.
Schon nach den ersten Minuten „The Day After Tomorrow“
wird klar, dass sich das Mehrvolumen der Boxen und der Einsatz
von Dipol-Surround-Lautsprechern
bezahlt macht. Die Front-Lautsprecher liefern einen sehr direkten Klang, der sich gerade bei
der Filmwiedergabe enorm positiv
bemerkbar macht. Der SurroundBereich wirkt noch einmal deutlich
geschlossener und lebendiger als
bei unseren PC-Systemen.
Auch der große Subwoofer
kann sein ganzes Potential in Action-Sequenzen entfachen. Größere Pegel stellen für ihn dabei lange
Zeit kein Problem dar, erst bei sehr
hohen Lautstärken entstehen Nebengeräusche.
Gerade bei Filmen, die surround-technisch etwas zu bieten
haben, stellt das System 5 Cinema
5.1 alle bisher von uns getesteten
Systeme in den Schatten. Bei der
Musikwiedergabe tut sich das Set
hingegen etwas schwerer sich zu
distanzieren. Aber für diesen Bereich ist das Boxenset auch nicht
ausgelegt.
Aufgrund des niedrigen Einstiegspreises und des enormen
Spaßpotentials, welches das Set
besitzt, lohnt es sich für jeden FilmFan auf jeden Fall ein paar Euro
mehr zu investieren. Daher erhält
das System 5 unseren ExcellentHardware-Award und ist das Boxensystem, an dem sich zukünftig
unsere getesteten High-End-Boxensets messen müssen.
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der Wiedergabe von sehr komplexen Musikpassagen.
Überzeugen konnte auch der
Subwoofer, der sich gekonnt in
das Klanggeschehen eingliederte
und die Satelliten-Lautsprecher gut
unterstützte. Lediglich an Präzision
fehlte es dem Tieftöner ab und an
ein wenig. Bei Bedarf stellte es für
den Subwoofer kein Problem dar,
es auch einmal richtig krachen zu
lassen - vorbildlich für ein StereoSetup dieser Preisklasse.
Mit dem Gravity 2.1 XXL ist
Speed-Link ein kleines Meisterstück gelungen. So wird zu einem
günstigen Preis eine klanglich
sehr gute Performance geboten.
Bloß absoluten Top-Systemen wie
dem Z2300 muss es sich letztlich
doch beugen. Nachdem wir uns
bislang mit Stereo-Systemen beschäftigt haben, wollen wir uns im
Folgenden der Surroundfraktion
unserer Testmuster widmen.
Altec Lansing FX5051
Wie Sony ist auch die Firma Altec
Lansing erstmals in einem unserer Tests vertreten, gehört aber
zu den erfahrensten Boxen-Produzenten im PC-Bereich. In den
letzten Jahren ist es in Deutschland allerdings relativ ruhig um den
amerikanischen Hersteller geworden. Grund genug für uns, dem
aktuellen
Top-Surround-System
FX5051 etwas Aufmerksamkeit zu
schenken. Mit einem Preis von rund
230 Euro stellt das 5.1-Setup die
finanzielle Speerspitze des Testfeldes dar.
Dabei bieten Altec Lansings
High-End Boxen einige Besonderheiten, wie einen Subwoofer
mit zwei Chassis und eine integrierte USB-Surround-Soundkarte.
Man darf also gespannt sein.
Schick und handlich
Die Satelliten-Lautsprecher des
FX5051 verfügen über ein äußerst ansprechendes Äußeres. Die
schwarz-silbernen Boxen besitzen
ein fest integriertes, schwarzes Boxengitter, das die Treiber zuverlässig vor Fremdeinwirkung schützt.
Für einen möglichst guten
Klang soll in den Satelliten-Lautsprechern eine 2-Wege-Konfiguration sorgen. Neben einem 18-mm
Hochtöner wird ein 40-mm-Mitteltöner verbaut. So ist auch der
Center-Speaker bestückt, der allerdings in einem um 90 Grad gedrehten Gehäuse daher kommt,
um eine möglichst problemlose
Positionierung unter dem Monitor
zu ermöglichen. Da in allen Satelliten-Lautsprechern die gleichen
Chassis zum Einsatz kommen,
wird ein möglichst homogener
Klang garantiert, denn ein Ton wird
so, egal aus welcher Richtung er
kommt, von den gleichen Bauteilen
wiedergegeben. Folglich können
lediglich räumliche Gegebenheiten
den Klang beeinflussen.
Leider hat Altec Lansing die
Boxenkabel fest in den Lautsprecher integriert. Sollte es also einmal zu einem Kabelbruch kommen,
muss die gesamte Box getauscht
werden. Bei Boxensystemen dieser Preisklasse ist das unüblich
und sollte bei einer neuen Version
überarbeitet werden. Ungewöhnlich ist auch die Durchführung des
Boxenkabels, da nur ein paar Millimeter des Standfußes ausgespart
wurden. Optisch will dies leider
nicht so recht zu den sehr gelungenen Satelliten passen.
Auch wenn die Boxenkabel
fest integriert sind, so sollte es zu
keinerlei Problemen bei der Verlängerung kommen, da Altec Lansing
Old School: Das Gravity 2.1 XXL wirkt auf den ersten Blick etwas altmodisch. Klanglich ist das aber kein Nachteil.
gewöhnliche
Cinch-Anschlüsse
verbaut. Lediglich die farbige Kodierung der Kanäle geht verloren.
Zur Steuerung der unterschiedlichen Funktionen des Boxensystems hat Altec Lansing dem
Lieferumfang eine Kabelfernbedienung beigelegt. Diese bietet
ein ansprechendes Design und
gewährt schnellen Zugriff auf alle
Funktionen. Zur einfachen Bedienung liegt dem Set zusätzlich eine
Fernbedienung bei. Diese besitzt
eine interessante Optik und eine
durchdachte
Tastenanordnung,
könnte aber etwas hochwertiger
verarbeitet sein.
Überzeugen kann der handwerkliche Teil des FX5051. Sowohl Haptik als auch Verarbeitung
liegen auf einem hohen Niveau.
Hier muss sich Altec Lansing nicht
hinter der Konkurrenz verstecken.
Raffiniert
Gerade bei der Filmwiedergabe
spielt ein Lautsprecher eine zentrale Rolle: Der Subwoofer. Für
den Tieftöner des FX5051 hat Altec
Lansing tief in die Trickkiste gegriffen, um aus einem möglichst kleinen Gehäuse einen tiefen Bass zu
generieren.
So verbaut der amerikanische
Hersteller zwei 6,5-Zoll-Treiber, die
sich in Sandwich-Bauweise gegenüberliegen. Der obere Tieftöner
befindet sich dabei nicht in einem
geschlossenen Gehäuse, sondern
versteckt sich gut sichtbar hinter einer Gitterabdeckung. Somit
kann dieses Chassis das Volumen
des gesamten Raumes mitnutzen,
während das gegenüberliegende
in einem geschlossenen Gehäuse
spielt. Durch diese Konstruktion
sollen die Vorteile beider Bauarten miteinander vereint werden.
Der offen verbaute Teil generiert
einen wuchtigen Bass aus einem
großen Volumen, während das geschlossen verbaute Pendant einen
präzisen, knackigen Bass generieren soll, dem es bauartbedingt
allerdings an Tiefgang mangelt. Ob
das Konzept aufgeht, wird unser
Hörtest zeigen.
Auf der Rückseite des
Subwoofers ist die Endstufe des
Sets verbaut, die eine nominelle
Leistung von 89 Watt besitzt. Für
ein Boxensystem dieser Größenordnung ist dies angemessen,
allerdings zeigt Teufel, dass es
auch zum halben Preis mehr Leistung geben kann. Anschlussseitig gestaltet sich der Subwoofer
durchdacht. Neben den üblichen
Klinken-Steckern zum Anschluss
an eine Surround-Soundkarte besitzt die Endstufe einen USB-Anschluss. Eine dedizierte Karte im
PC soll somit überflüssig werden.
In Sachen Klang und Funktionsumfang kann das integrierte
USB-Gerät aber nicht mit eigenständigen Pendants mithalten. Wer
in ein Boxensystem dieser Preisklasse investiert, sollte also lieber
zusätzlich in eine Soundkarte der
Klasse einer Audigy 2 ZS und höher investieren.
Anders als die Satelliten-Lautsprecher hätte der Subwoofer eine
etwas massivere Verarbeitung
erhalten können. Gerade bei der
Basswiedergabe ist ein schweres
Gehäuse der Grundstein zu einer
sauberen Wiedergabe, die frei von
lästigem Dröhnen ist. Auch hier
bieten andere Hersteller zu einem
günstigeren Preis deutlich mehr.
Lohnenswert?
Wie die aufwendige SubwooferKonstruktion und die Integration
Justierbar: Der Subwoofer des Gravity 2.1 XXL besitzt auf der rechten
Seite umfangreiche Einstellmöglichkeiten.
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Fortschrittlich: Der USB-Anschluss auf der Rückseite des Subwoofers
macht den Einsatz einer dedizierten Soundkarte überflüssig.
Teuer: Altec Lansings FX5051 ist das teuerste System im Test, bietet dafür aber raffinierte technische Konstruktionen und einen guten Klang.
einer Soundkarte zeigen, hat sich
Altec Lansing einige Gedanken bei
der Ausarbeitung des FX5051 gemacht. Aber wird dies auch durch
einen guten Klang belohnt?
Schon bei der ersten Inbetriebnahme fällt das zu hohe
Grundrauschen der Endstufe auf.
Bei normalen Lautstärkeeinstellungen ist ein klares Rauschen
wahrnehmbar, das erst weicht,
wenn Musik wiedergegeben wird.
Für ein Set dieser Preisklasse ist
das leider nicht akzeptabel.
Gut schlägt sich das System bei unserem Stereo-Test.
Den Referenz-Song „Forgiven
Not Forgotten“ der Corrs stellen
die Satelliten-Lautsprecher sehr
luftig, aber dennoch präzise dar.
Die Räumlichkeit liegt dabei auf
einem sehr hohen Niveau. Auch
der Subwoofer kann sich gekonnt
in Szene setzen und bietet einen
präzisen, druckvollen Bass, der zu
keiner Zeit ortbar ist. Altec Lansings Bemühungen haben sich also
gelohnt.
Auch im Filmeinsatz können
die Satelliten-Lautsprecher auf
der ganzen Linie punkten, denn
ihr räumlicher Klang kommt dem
Surround-Einsatz sehr entgegen.
Bei Filmen mit einer lebendigen
Surround-Kulisse wie Roland Emmerichs „The Day After Tomorrow“
ergibt sich somit ein sehr geschlossenes Klangbild. Weniger überzeugen beim Film konnte der Subwoofer. Gerade bei Action-Krachern
besitzt er eine zu unspektakuläre
Abstimmung. Mit ein wenig Justierarbeit kann dies aber teilweise minimiert werden.
systems zu verstellen. Eine Justierung der einzelnen Hochton-Kanäle ist leider nicht möglich. Lediglich
der Pegel des Subwoofers lässt
sich mittels eines Drehknopfes auf
der Rückseite anpassen. Für alle
weiteren Einstellungen muss auf
das Menü der Soundkarte zurückgegriffen werden.
Creative Inspire T6100
Unser zweiter 5.1-Testkandidat
kommt von Creative und stammt
70 - Hardwareluxx - 4/2007
wie sein Stereo-Pendant aus der
Inspire-Serie. Dies zeigt sich unter
anderem am günstigen Straßenpreis des Surroundsets von rund
60 Euro.
Flachmänner
Als Satelliten-Lautsprecher kommen beim Inspire T6100 zumindest
teilweise die Boxen des Stereo-Setups zum Einsatz, so dass es hier
keine Unterschiede bzgl. Verarbeitung und Optik gibt.
Leider bestückt Creative die
Satelliten-Lautsprecher mit verschiedenen Chassis. So besitzen
die Main-Speaker die bekannte 2Wege-Konstruktion, während alle
anderen Boxen lediglich ein CoaxChassis besitzen - eine dem Klang
nicht gerade zuträgliche Kostenreduktion. Gemessen am Preis des
Inspire T6100 liegt die Verarbeitungsqualität auf einem hohen Niveau. Zwar müssen Abstriche bei
der Materialgüte in Kauf genommen werden, was unter anderem
bei den Satelliten-Lautsprechern
auffällt, wirklich verwunderlich ist
dies aber nicht.
Für ein Surroundsystem ist die
Länge der integrierten Kabel völlig
ausreichend. Sofern die SatellitenBoxen nicht über mehrere Ecken
verkabelt werden müssen, steht
einem problemlosen Einsatz nichts
im Wege. Sollten die Kabel aber
doch einmal nicht ausreichen, stellt
eine Verlängerung der Kabel auch
bei der Surroundversion kein Problem dar - auch hier setzt Creative
auf gewöhnliche Cinch-Anschlüsse. Bereits von der Stereoversion
bekannt ist das Fehlen einer Funkoder Kabelfernbedienung. So besitzt auch hier lediglich die rechte
Front-Box einen Regler um die
Lautstärke des gesamten Boxen-
Kleingewachsen
Wie die Satelliten verfügt auch der
Subwoofer über eine sehr kompakte Bauweise. So entstehen
auch unter noch so engen Schreibtischen keine Platzprobleme.
Das Chassis wird seitlich
verbaut und setzt auf eine Bassreflex-Bauweise. Für Woofer dieser Größe ist dies sicherlich der
beste Kompromiss, um aus einem
kleinen Gehäuse dennoch einen
möglichst tiefen Bass zu erzeugen.
Das Bassreflexrohr wird auf der
Front nach außen geführt. Wenig
Anschlussmöglichkeiten bietet die
Endstufe des T6100, denn die Klinkenkabel wurden fest integriert.
Auch der Subwoofer weist
keinerlei Schwächen bei der Verarbeitung auf, hätte aber ein wenig
schwerer sein dürfen.
Durchwachsen
Natürlich musste sich auch Creatives Set in unserem Hörtest
sowohl stereo- als auch surroundtechnisch beweisen.
Zuerst stand dabei wie üblich der Stereo-Test auf dem Programm. Gestaltet das Set „Forgiven Not Forgotten“ anfänglich
überraschend ansprechend, ändert
sich der Eindruck nachdem der
Subwoofer das erste mal gefordert
wurde. So ließ sich der Subwoofer
deutlich orten und gelangte we-
sentlich zu früh an seine Grenzen.
Dieses Phänomen machte dem
Set auch beim Film-Test einen
Strich durch die Rechnung. So eignet sich das Set zwar für den gelegentlichen Film-Einsatz, all diejenigen aber, die großen Wert auf
krachende Explosionen legen, sollten lieber zu einem Set mit einem
größeren Woofer greifen.
Logitech X-540
Auch unser drittes 5.1-Boxenset,
das Logitech X-540, gehört mit
einem Preis von rund 70 Euro zu
den preisgünstigeren Systemen.
Dafür bietet auch Logitech ein 5.1Boxensystem ohne große Überraschungen, aber mit einem ansprechenden Design.
New Edge
Optisch wissen die Satelliten-Lautsprecher des X-540 auf Anhieb
zu gefallen. Die ganz in Schwarz
gehaltenen Boxen besitzen zwei
Chassis. Mit Volumen-Problemen
wie ihre Pendants des Inspire
T6100 haben die Boxen erfreulicherweise nicht zu kämpfen.
Wie Altec Lansing bestückt auch
Logitech alle Satelliten, die in 2Wege-Bauweise gefertigt werden,
mit den gleichen Chassis, was der
Homogenität zuträglich ist.
Auch Logitech versieht sein
Mid-Range-Set mit fest integrierten
Kabeln - hier gibt es also keine
Überraschungen. Ein nachträgliches Wechseln bei einem Kabelbruch scheidet also auch hier aus.
Wie die Konkurrenz setzt auch
Logitech auf Cinch-Anschlüsse,
was ein nachträgliches Verlängern
problemlos möglich macht.
Zur Bedienung hat Logitech
eine Kabelfernbedienung inte-
Multimedia
Vermischt: Creative spendiert seinem Einsteigersystem leider verschiedene Chassis in Main- und Surroundboxen.
Eingeschränkt: Das Inspire T6100 verfügt lediglich über eine Justiermöglichkeit am rechten Front-Lautsprecher.
griert, mit der auch das Level des
Subwoofers gesteuert werden
kann. Darüber hinaus besitzt sie
eine Anschlussmöglichkeit für
Kopfhörer.
Auf einem sehr hohen Niveau
liegt die Verarbeitung des Sets. So
müssen sich Logitechs kleine Boxen nicht hinter deutlich teureren
Systemen verstecken. Die Anfassqualität der verbauten Materialien
führt diesen ersten Eindruck fort,
was nicht nur für die Satelliten,
sondern auch für den Subwoofer gilt. Hier hat sich Logitech ein
großes Lob verdient.
der Stereo-Wiedergabe, denn bei
unserem Corrs-Sound besaß es
eine offene und luftige Wiedergabe. Ebenfalls wusste das Set in
Sachen Präzision zu überzeugen.
Problematisch war dabei auch bei
diesem Woofer die Ortbarkeit bei
höheren Lautstärken, was ihm
aber dennoch besser gelang, als
der Konkurrenz von Creative.
Wer es bei Filmen gerne ruhiger mag, für denjenigen stellt
das X-540 eine kostengünstige
Alternative zu teureren Systemen
dar, denn es besitzt eine sehr gute
Räumlichkeit und eine hervorragende Homogenität. Leider ist
aber auch dieser Subwoofer für
von Haus aus laute Action-Kracher
unterdimensioniert.
Abwärts
Wie der Subwoofer der direkten
Konkurrenz ist auch der Tieftöner
des X540 alles andere als ein Riese. Anders als Creative gestaltet
Logitech aber die Bauweise des
Subwoofers. Zwar basiert auch
dieser Tieftöner auf der Bassreflexbauweise, allerdings ist das Chassis bei diesem Woofer auf den
Boden gerichtet, was noch einmal
einen satteren Bass bringen soll,
aber zulasten der Präzision geht.
Gefallen konnte die Endstufe des Systems. Zwar bietet auch
sie keinerlei Einstellmöglichkeiten,
zumindest ließen sich aber alle
Kabel entfernen, was ein echter
Pluspunkt gegenüber der Konkurrenz von Creative ist. So kann der
Subwoofer auch nach einem Kabelbruch noch gerettet werden und
muss nicht komplett ausgetauscht
werden.
Stereofreunde
Gespannt waren wir auf den Praxistest des X-540, denn seine äußeren Werte wussten zu gefallen.
Überraschen konnte uns
das Set dabei in erster Linie bei
Schick: Logitechs Einsteigersystem wartet mit einer guten Verarbeitung
und einem schicken, modernen Design auf.
72 - Hardwareluxx - 4/2007
Logitech Z-5400
Unser nächstes Boxensystem
kommt ebenfalls von Logitech,
gehört mit einem Preis von rund
170 Euro aber zur gehobenen Mittelklasse. Stammlesern dürfte das
Set bekannt vorkommen, denn wir
hatten mit dem Z-5450 bereits die
Funkversion im Test.
Dekodiert
Umfangreich gestaltet sich der Lieferumfang des Systems. So spendiert Logitech dem Z-5400 einen
THX-zertifizierten Digitaldecoder,
der Dolby Digital, Dolby Prologic II
und DTS beherrscht. Somit ist es
möglich, einen DVD-Player direkt
mit dem Boxensystem zu verbinden, um anschließend in den Genuss von modernem Raumklang zu
kommen. Zur einfachen Bedienung
des Decoders spendiert Logitech
dem Set eine Funkfernbedienung,
die sehr gut in der Hand liegt und
ansprechend verarbeitet ist. Alle
Funktionen lassen sich schnell
Hochwertig: Die Kabelfernbedienung des X-540 macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Der Subwoofer hat einen Tieftöner am Boden.
Multimedia
Entschlüsselt: Auch ein Decoder ist mit an Board. So kann es direkt mit
jedem DVD-Player verbunden werden und Surround-Sound ausgeben.
Zertifiziert: Logitechs Z-5400 ist das einzige Boxensystem in diesem Test,
welches das THX-Logo von George Lucas trägt.
über die logisch gruppierten Tasten
erreichen.
Magnum, das in unserem letzten
großen Test einen Excellent-Hardware-Award gewann, überarbeitet
und mit einer stärkeren Endstufe
ausgestattet.
Wie üblich gewährt Teufel
auch bei diesem System die Möglichkeit des Tests in den eigenen
vier Wänden. So ist es kein Problem, die Boxen acht Wochen lang
Zuhause probezuhören. Das ist ein
enormer Vorteil, denn die Soundwiedergabe hängt sehr von den
räumlichen Bedingungen ab.
Coaxial
Alle Satelliten-Lautsprecher des
Z-5400 besitzen je einen Treiber in
Coaxial-Bauweise, was in der Regel zu einem sehr räumlichen und
homogenen Klangbild führt, da keine Laufzeit­unterschiede zwischen
den verschiedenen Chassis bestehen. Dass Logitech in allen Boxen
die gleichen Chassis nutzt, führt
natürlich zu einer größtmöglichen
Homogenität. Ebenso ist dies Bestandteil des THX-Spezifikationskatalogs von George Lucas.
Die Verkabelung des Z-5400
bietet Grund zur Freude, denn
Logitech verzichtet bei seinem
Set auf die feste Integration der
Lautsprecherkabel. So ist es von
vornherein problemlos möglich, ein
längeres oder höherwertiges Kabel
zu nutzen. Die dem Boxensystem
beiliegenden Standard-Kabel sind
bereits zurechtgeschnitten und
besitzen eine völlig ausreichende
Länge.
Wie nicht anders zu erwarten,
besitzt das Z-5400 ein hervorragendes Verarbeitungsniveau und
eine sehr gute Haptik. Gepaart mit
dem guten Design der Boxen ergibt
sich so ein hochwertiges Auftreten
des gesamten Sets.
Massiv
Der von Logitech verwendete Subwoofer besitzt ein recht kleines
Chassis mit 16,5 cm Durchmesser.
Es ist verwunderlich, dass Logitech
bei einem seiner Top-SurroundSysteme auf ein recht kleines
Modell setzt, denn gerade bei der
Tieftonwiedergabe zählt jeder Kubikzentimeter, wenn es um einen
sauberen, voluminösen Bass geht.
Als Bauart nutzt Logitech auch bei
diesem Set die Bass-Reflex-Bauweise.
Etwas leer wirkt die Rückseite
des Subwoofers. Abgesehen von
massiven Kühlrippen, Klemmen für
Boxenkabel und einem Anschluss
im D-Sub-Format wird wenig geboten. Das liegt aber daran, dass
alle nötigen Einstellungen über die
Decoderbox vorgenommen werden können.
Klangkünstler
Auch das Z-5400 musste sich zunächst in unserem Stereo-Test beweisen. In dieser Disziplin punktete
das Set mit einer seidenweichen
und äußerst luftigen Wiedergabe,
ohne dass dabei die Präzision auf
der Strecke blieb. Der Bass konnte
durch eine trockene und präzise
Wiedergabe punkten. Dabei waren hier deutlich höhere Pegel als
mit unseren Low-Cost-Systemen
möglich.
Auch der Movie-Check gestaltete sich als voller Erfolg - so
spielte das System ungemein frei
und losgelöst und baute dabei eine
sehr plastische Raumdarstellung
auf. Bei der ein oder anderen Explosion gelangte der Subwoofer
dann aber doch an seine Grenzen
und verlor an Präzision.
Ein größeres Chassis wäre
hier ein deutlicher Vorteil gewesen.
Von diesem Fauxpas einmal abgesehen, lieferte das Z-5400 aber
eine rundum gelungene Vorstellung ab.
Teufel Concept E Magnum
Power Edition
Unser vorletzter Testkandidat ist
ein neuer, alter Bekannter, denn
der Berliner Direktversender hat
das Erfolgssystem Concept E
Klein aber oho
Die Satelliten-Lautsprecher des
Teufel-Sets fallen relativ klein aus
und sind als 2-Wege-System konzipiert. Gemessen an der geringen
Größe ist das hohe Gewicht durchaus überraschend, aber erfreulich.
So ist die Gefahr, dass Bauteile unerwünscht mitschwingen, deutlich
minimiert.
Einen anderen Weg als die
Konkurrenz geht Teufel bei diesem Set, wenn es um den Center-Speaker geht. Da gerade der
zentrale Front-Lautsprecher bei
der Filmwiedergabe kontinuierlich
gefordert wird, spendieren ihm die
Berliner ein größeres Gehäuse und
einen zweiten Mittel-Töner.
Auf der Rückseite befinden
sich neben Klemmen für die Boxenkabel, Bohrungen für Ständer
und eine integrierte Wandhalterung. Leider verbaut Teufel auch
bei der Neuauflage des Concept
E nicht die massiven Schraubklemmen des Concept G. Damit es
nicht zu Klangveränderungen kommen kann, werden die gleichen
Treiber wie bei den Surroundboxen
genutzt. Ob das Konzept aufgeht,
wird unser Klangtest zeigen.
Als äußerst praktisch erweist
sich die Fernbedienung. Diese
liegt gut in der Hand und besitzt lediglich drei Tasten, mit denen sich
aber alle relevanten Funktionen
bedienen lassen.
Verbessert hat sich die Qualität des Sets. So liegen Haptik und
Verarbeitungsqualität zwar auf dem
gleichen hohen Niveau wie bei der
Vorgängerversion, verschwunden
ist aber der chemische Geruch, der
uns beim letzten Test begleitete.
Wuchtbrumme
Mit einem 25 cm durchmessenden
Chassis stellt der Subwoofer des
überarbeiteten Concept E die gesamte Konkurrenz in den Schatten.
Gerade bei der Basswiedergabe
ist nichts wichtiger, als die reine
Membranfläche.
Wie beim Logitech X-540-Set
ist auch der Teufel-Woofer nach
dem Down-Fire-Prinzip konstruiert,
sprich der Treiber strahlt Richtung
Boden ab, von wo aus sich die
Schallwellen weiter verbreiten können.
Bei einem Blick auf die erstarkte Endstufe der Power Edition
fällt sofort Teufels Herkunft aus dem
HiFi-Bereich auf, denn kein Konkurrenz-Modell bietet ähnlich viele
Einstellmöglichkeiten. So lassen
sich sowohl Phase als auch Übergangsfrequenz zwischen Satelliten
und Subwoofer auf der Rückseite
einstellen - die Trennfrequenz sogar stufenlos. Auch die Verwendung von Cinch-Buchsen deutet
auf die HiFi-Herkunft hin. Adapter
zum Anschluss an eine Soundkarte
liegen dem System aber bei.
Der Name Power Edition rührt
von der neuen, noch potenteren
Endstufe des Concept E, denn die­
se bietet nun eine nominelle Ausgangsleistung von 300 Watt, was
eine höhere Maximallautstärke zur
Folge haben soll.
Hardwareluxx - 4/2007 - 73
Multimedia
Boxensysteme
Hersteller und
Modell
Creative
Inspire T3100
Straßenpreis
Homepage
Logitech
Z-4
Sony
SRS-DZ10
Speed-Link
Gravity 2.1 XXL
Altec Lansing
FX5051
ca . 40 €
ca. 70 €
ca. 180 €
ca. 60 €
ca. 230 €
www.creative.com
www.logitech.de
www.sony.de
www.speed-link.de
www.alteclansing.de
Eigenschaften
Satelliten-Lautsprecher
2 Wege
2 Wege
2 Wege
2 Wege
2 Wege
1 x 120 mm
1 x 203 mm
1 x 77 mm
1 x 160 mm
2 x 165 mm
40 Hz - 20 kHz
35 Hz - 20 kHz
35 Hz - 20 kHz
40 Hz - 20 kHz
30 Hz - 20 kHz
Subwoofer
Frequenzbereich
Abmessung (Sat)
80 x 70 x 183 mm
228 x 76 x 95 mm
63 x 143 x 63 mm
107 x 198 x 171 mm
80 x 58 x 177 mm
Abmessung (Sub)
182 x 196 x 263 mm
228 x 228 x 238 mm
374 x 149 x 183 mm
176 x 396 x 374 mm
250 x 250 x 337 mm
89 W
29 W
40 W
37 W
45 W
Decoder
Leistung (RMS)
-
-
-
-
-
USB-Anschluss
-
-
-
-
Ja
High-Fidel
Nachdem uns bereits die Ur-Version des Concept E Magnum auf der
ganzen Linie überzeugen konnte,
gingen wir mit entsprechend hohen Erwartungen an den Hörtest
der überarbeiteten Version heran und wurden nicht enttäuscht.
Die Stereo-Wiedergabe liegt,
wie von Teufel gewohnt, auf einem
sehr hohen Niveau. So gibt es neben dem Concept G kein weiteres
Boxenset, das HiFi so nah an den
PC heranbringt. Stimmen werden
klar, präzise und luftig dargestellt.
Die Räumlichkeit, wie auch die
Bühnenabbildung liegen auf einem
sehr hohen Niveau. Noch überzeugender gelang Teufels Filmauftritt.
Trotz der unterschiedlichen Chassisbestückung spielte das Set sehr
homogen und schaffte es, den
Raum gut in die Tiefe zu staffeln.
In Action-Szenen blühte Teufels Subwoofer regelrecht auf. Kein
anderer Tieftöner im Testfeld konnte solche Pegel mitgehen.
Aber nicht nur der Subwoofer,
auch die Satelliten zeigten sich von
hohen Pegeln gänzlich unbeeindruckt und spielten zu jeder Zeit
souverän auf. Einzig der Konkurrenz aus eigenem Haus, dem System 5, musste sich das Concept
E Magnum aber doch deutlich geschlagen geben. In Anbetracht der
Preisdifferenz ist dies aber keine
Schande.
Teufel Concept E²
Auch Teufels zweiter Beitrag zu
diesem Test dürfte vielen Lesern
bereits bekannt vorkommen. Wie
die Power Edition des Concept E
Magnum unterscheidet sich auch
das quadrierte Concept E lediglich
durch eine überarbeitete Endstufe
mit zusätzlichen Eingängen und
einer erhöhten Ausgangsleistung
von seinem Vorgänger. Klanglich
soll auch hier alles beim alten bleiben - was nicht wirklich ein Nachteil wäre.
Natürlich gelten auch bei diesem Set die gewohnten Vorteile
des Berliner Boxenherstellers.
Gut bestückt
Trotz ihrer geringen Abmessungen
beherbergen die fünf baugleichen
Satelliten-Lautsprecher alles­amt
Wuchtig: Der Subwoofer des Concpet E Magnum P.E. ist das leistungsstärkste Exemplar in unserem Testfeld.
74 - Hardwareluxx - 4/2007
ein ausgewachsenes 2-Wege-System, bestehend aus einem 13-mmHochtöner und einem 80-mm-Mitteltöner. Auf Standfüße muss leider
auch bei diesen Satelliten verzichtet werden, dafür ist eine Wandhalterung von vornherein fest in die
Gehäuse integriert.
Wie von Teufel nicht anders
zu erwarten, liegt auch die Verarbeitungsqualität des Concept E²
auf einem hohen Niveau. Der zu
beanstandende chemische Geruch
ist auch hier verschwunden.
Ebenfalls bekannt sind die
Lautsprecherklemmen des Concept
E². Somit ist es kein Problem, bereits liegende Boxenkabel weite
zuverwenden, oder hochwertigere
Kabel als das in ausreichender
Länge beiliegende zu verwenden.
Die Bedienung des Sets geht
dank der beiliegenden Fernbedienung problemlos von der Hand.
Leider ist der IR-Empfänger des
Sets nach wie vor auf der Front des
Subwoofers positioniert.
Großformat
Zwar fällt der Subwoofer des
Concept E² kleiner aus als sein
Bruder des Concept E Magnum
P.E. - ein 200 mm Chassis, das
mit einer Sinus-Leistung von 150
Watt angetrieben wird, ist dennoch
mächtiger als vieles, was die Konkurrenz zu bieten hat.
Bekannt ist die Konstruktion
des Woofers, denn auch hier setzt
Teufel auf das Down-Fire-Prinzip.
Leider bietet das Concept E² weniger Einstellmöglichkeiten als das
Concept E Magnum P.E., eine Einstellung der Übernahmefrequenz
ist aber dennoch möglich.
In Sachen Verarbeitung kann
auch Teufels kleiner Woofer überzeugen. Raum für Beanstandungen lässt der Berliner Boxenbauer
nicht. Sowohl Haptik als auch Gewicht sind sehr gut.
High-Fidel die Zweite
Teufels kleinstem Surround-Set
hört man seine Wurzeln schnell an,
denn das Set besitzt eine deutlich
audiophilere Abstimmung als viele
Konkurrenzprodukte. So klingt unser Corrs-Song auch bei diesem
Set sehr luftig und dynamisch und
auch bei hohen Lautstärken nie
nervig. Die Bühnenabbildung liegt
Umfangreich: Die Endstufe des Concept E Magnum Power Edition besitzt
viele Einstellmöglichkeiten.
Multimedia
Creative
Inspire T6100
Logitech
X-540
Logitech
Z-5400
Teufel Concept E
Magnum Power Edition
Teufel
Concept E²
ca. 60 €
ca. 70 €
ca. 170 €
159 €
129 €
www.creative.com
www.logitech.de
www.logitech.de
www.teufel.de
www.teufel.de
2 Wege (Main) + Coax
2 Wege
Coax
2 Wege
2 Wege
1 x 160 mm
1 x 133 mm
1 x 165 mm
1 x 250 mm
1 x 200 mm
40 Hz - 20 kHz
40 Hz - 20 kHz
35 Hz - 20 kHz
K.A.
K.A.
80 x 70 x 183 mm
213 x 80 x 127 mm
105 x 85 x 200 mm
95 x 130 x 115 mm
90 x 125 x 105 mm
182 x 253 x 286 mm
285 x 165 x 247 mm
400 x 305 x 320 mm
300 x 420 x 405 mm
275 x 420 x 380 mm
76 W
70 W
310 W
300 W
150 W
-
-
Dolby Digital, Prologic II, DTS
-
-
-
-
-
-
.
ebenfalls auf dem von Teufel gewohnten, hohen Niveau.
Die Surroundwiedergabe des
Concept E² weiß ebenfalls zu gefallen. Zwar fehlt dem Set etwas
die Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit des großen Bruders,
was aber in erster Linie bei einem
direkten Vergleich auffällt. Wer bei
seinen Lieblingsfilmen nicht auf
den letzten Kick verzichten möchte,
bekommt mit dem Concept E²
zwar ein überzeugendes Angebot,
ist aber mit dem großen Bruder
Concept E Magnum Power Edition
doch noch einmal ein Stück besser
bedient.
Fazit
Unser Testfeld gestaltet sich in diesem Roundup ausgesprochen interessant, denn es erstreckte sich
in erster Linie auf Boxensysteme,
die in einem preislich attraktiven
Rahmen liegen. Lediglich Altec
Lansings und Sonys Boxensysteme stachen nach oben heraus,
sind dabei aber alles andere als
unerschwinglich.
Unseren Excellent-HardwareAward hat sich Teufels Concept E
Magnum Power Edition auf ganzer
Linie verdient, denn kein anderes
Boxensystem kann dem Berliner
Set klanglich das Wasser reichen.
Teufels Idee, eine stärkere Endstufe zu verbauen, ist voll und ganz
aufgegangen, denn so konnte das
gesamte Set hohe Lautstärken
noch gelassener mitgehen.
Wer etwas Geld sparen
möchte, kann bedenkenlos zum
kleinen Bruder, dem Concept
E² greifen. Das Set klingt zwar
nicht immer so locker leicht wie
der Testsieger, hat sich unseren
Preis-/Leistungs-Award aber aufgrund einer rundum gelungenen
Vorstellung redlich verdient. Sowohl Verarbeitung, Klang als auch
Preis passen.
Überzeugen konnte auch
Logitechs Z-5400, denn es besitzt
einen guten Klang, eine schicke
Optik und bringt sogar einen Decoder für alle gänigen Surround-Formate mit. Klanglich konnte es aber
nicht ganz an Teufels Concept E
Magnum Power Edition heranreichen.
Schwierig gestaltete sich
der Einstand von Altec Lansing in
unsere Tests. Zwar besitzt auch
Erweitert: Erfreulicherweise hat Teufel die Anzahl der Anschlussmöglichkeiten um einen Stereo-Eingang erweitert.
dieses Set einen hervorragenden
Klang aus kleinem Gehäuse, ist
aber ver­glichen mit der Konkurrenz
einfach ein wenig zu teuer und besitzt dafür ein deutlich zu hohes
Grundrauschen.
Unsere beiden Surround-Sets
der mittleren Preisklasse hatten
gegenüber den teureren Systemen
leider deutlich das Nachsehen. Gerade die kleinen Subwoofer machten beiden Systemen einen Strich
durch die Rechnung. Wer auf der
Suche nach einem Boxensystem
ist, sollte daher lieber etwas mehr
investieren, denn ein Boxensystem
ist meist ein treuer Begleiter für einen längeren Zeitraum.
Wieder von steigendem Interesse ist auch der Markt von Stereo-Setups.
Hier konnte uns besonders
Speed-Links Lösung überzeugen,
denn das Gravity 2.1 XXL besitzt
einen ausgewogenen Klang und
kann es bei Bedarf auch einmal
richtig krachen lassen. Optische
Finessen sucht man bei SpeedLink leider vergeblich, was
der günstige Kaufpreis
von rund 60 Euro aber
wieder wettmacht. Mehr
Klang gibt es erst in der Klasse
eines Logitech Z2300 oder Teufel Concept C. Für diese Leistung
hat sich das Gravity XXL unseren
Preis-Leistungs-Award verdient.
Optisch auf ganzer Linie
überzeugen konnte das Z-4 von
Logitech. Auch der Klang bei moderater Lautstärke stimmt bei diesem Set. Lediglich der schwache
Subwoofer macht ihm eine bessere Platzierung zunichte.
Preislich am oberen Ende der
Stereo-Systeme siedelt sich Sonys
Lösung an. Diese ist zwar optisch
und teils auch haptisch allen anderen Boxensets überlegen, kann
klanglich aber weniger überzeugen.
Am preislich entgegengesetzten Ende unserer Boxen-Line-Up
ist das Creative Inspire T3100
zu finden. Das Set befindet sich
klanglich zwar ebenfalls am unteren Ende unseres Testfeldes,
angesichts des niedrigen Preises
kann beim Kauf des Sets aber
praktisch nichts falsch gemacht
werden, denn es klingt nach wie
vor besser als viele Sets aus
Baumärkten oder Lebensmittel-Discountern.
Schnäppchen: Gemessen an seiner Leistung ist das Concept E² eines
der besten Angbote auf dem Markt.
Hardwareluxx - 4/2007 - 75