“Changing Food Cultures” als PDF

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“Changing Food Cultures” als PDF
Changing Food Cultures 6/16
kuratiert von Gunar Splanemann, Innovations-Stratege für
Food & Beverage-Kunden wie Hero, Bongrain und Carlsberg.
Food ist längst die neue Popkultur. Ob Vegan
oder Beef-Abo, Gluten-frei oder Weißbrotstulle, das
sagt heute so viel über meine Person wie früher
mal die Lieblingsband. Mein Job ist es, in der
vielfältigen und oft widersprüchlichen
Massenbewegung Food den Überblick zu behalten,
Signale für kulturelle Veränderungen zu entdecken
und zu bewerten. Und so starte ich heute den
neuen Lieferservice von STURM und DRANG:
ein regelmäßiges Trend-Update aus der FoodSzene, kommentiert von unseren
Branchenexperten.
Ob Sie im Marketing oder der Innovationsabteilung
eines Food-Produzenten arbeiten oder einfach nur
gerne essen – Ich bin der Meinung, diese
Veränderungen in der Esskultur dürfen Sie nicht
verpassen: das Ganztagsfrühstück, neue Formen
der Resteverwertung, Fast Food in Perfektion und
die Live-Schaltung auf die Herkunft unserer
Lebensmittel.
Guten Appetit!
Trendsignal #1: Brinner
Was bedeutet es eigentlich für den Abverkauf unzähliger Cereals und
Marmeladen, wenn die heutige Frühstückskultur immer mehr „to
go“ stattfindet? Das fragen sich unsere aufmerksamen Food-Kunden zu Recht.
Aber es ist wie so oft: Bedrängte Spezies wie das morgendliche Frühstück sterben
nicht aus, sie suchen sich einfach einen neuen Lebensraum. Frühstück findet ab
jetzt dann statt, wenn einem danach ist. Lesen Sie selbst.
TRAVELBOOK
Food-Trend aus den USA: Was
verbirgt sich hinter "Brinner"?
Pancakes, Rührei und Müsli zum Abendessen? Was im ersten Moment
merkwürdig klingt, ist ein Food-Trend aus den USA. Beim „Brinner“,
der Kombi aus Breakfast und Dinner, isst man abends das, was
normalerweise zum Frühstück auf den Teller kommt.
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Trendsignal #2: Schiefes Gemüse
Oft heißt es bei unseren Kunden ja: „Essen muss perfekt aussehen. Erst dann ist
es appetitlich – und erzielt Premiumpreise.“ Und die Blaubeeren und Erdbeeren
werden immer praller, die Äpfel immer symmetrischer. Im Zeitalter der
Gentechnik lässt ein Gegentrend nicht lange auf sich warten. Morgen, so
glaube ich, wird es immer öfter heißen: Je hutzeliger und krummer, desto echter,
desto teurer. Hier der erste Beleg aus dem Guardian:
THE GUARDIAN
Tesco liefert krummes Gemüse nach
Hause
Die größte britische Supermarktkette Tesco hat den Lieferservice
„Wonky Vegetables“ für Gemüse gelauncht, das nicht dem gängigen
Schönheitsideal oder dem Aussehen nach nicht den EU-Richtlinien
entspricht. Registrierte Nutzer der Seite können sich regelmäßig eine Kiste
mit regionalem Gemüse liefern lassen, das andernfalls im Müll landen
würde.
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Trendsignal #3: Resteessen
Was macht der Handel mit Ware, die sich ihrem Mindesthaltbarkeitsdatum nähert?
Ich gestehe: Auch ich greife im Supermarkt meist reflexartig in die letzte Reihe des
Kühlregals nach der frischesten Milch und dem neuesten Joghurt. Und so wird
großzügig ausrangiert, was eigentlich noch genießbar ist: über eine halbe Million
Tonnen Lebensmittel jährlich. Bislang bietet der Handel nur einen kleinen Teil
davon vergünstigt an. Lesen Sie hier, wie ein Berliner Verein mit der Verfallsware
schon ein ganzes Restaurant bestreitet. Ein erster Schritt zu neuen
Verwertungswegen und raus aus der Wegwerfdebatte?
F A Z
Die Allesverwerter
Alt? Das Restaurantteam des Vereins „Restlos Glücklich“ würde sagen:
gerettet. Mehr als neunzig Prozent der Zutaten, die an diesem Abend auf den
Tisch kommen, waren eigentlich für den Müll bestimmt – wegen eines
abgelaufenen Verfallsdatums, einer gammeligen Stelle oder aus anderen
Gründen, die Lebensmittel für den Handel unverkäuflich machen.
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Trendsignal #4: Connaisseur-Cuisine
Misstrauen Sie auch Vietnam-China-Thai-Restaurants oder Pizza-PastaMexikanisch? Food-Kunden werden immer anspruchsvoller, denn in einer
Popkultur des Essens ist Ernährung zum Stilmittel geworden. Um dieser neuen
Kennerschaft zu genügen, verabschieden sich immer mehr Restaurants von einer
breiten Auswahl an Gerichten und verschreiben sich stattdessen einem Thema –
in dem sie Perfektion versprechen. Auch in der Gastronomie heißt es also
Simplify: der Trend zurück zur Kernkompetenz.
D E R
T A G E S S P I E G E L
"One Food Wonders":
Monothematische Restaurants
Total out: seitenlange Speisekarten. Total in: nur ein Gericht zu
servieren – aber mit bester handwerklicher Qualität. Das kann Gulasch
sein, Porridge, Flammkuchen, Pizza ... Ein Streifzug durch die Berliner
Szene.
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Trendsignal #5: Transparente Herkunft
War die Kuh auf der Wiese oder auf Antibiotika?, frage ich mich manchmal an der
Fleischtheke. In einem Zeitalter der Lebensmittelskandale und verunsicherter
Verbraucher ist das Vertrauen der Kunden alles. Auf totale Transparenz setzt die
britische Supermarktkette Waitrose. Eine Liveschalte zum Bauernhof bringt die
Kundschaft direkt an den Ort der Produktion, auf die Farmen des Händlers und
seiner Zulieferer. So beantwortet Waitrose die Frage „Wo kommt mein Fleisch
eigentlich her?“ mit idyllischen Bildern von Kuhglocken, Rapsfeldern und
summenden Bienen.
T H E
G U A R D I A N
Livestream von der Supermarktfarm
Die britische Supermarktkette Waitrose hat auf einer Zuliefererfarm
eine Kuh mit einer GoPro-Kamera ausgestattet. So werden die Tiere rund
um die Uhr gefilmt, die Aufnahmen live auf YouTube gesendet. Darüber
hinaus möchte Waitrose an stark frequentierten Bahnhöfen in Großbritannien
Passanten und Pendler mit Liveaufnahmen aus seiner eigenen Farm
bespielen.
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