MIBL 03/10 - UNIVERSITAS Austria

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MIBL 03/10 - UNIVERSITAS Austria
UNIVERSITAS 3/10
Mitteilungsblatt
ISSN 1996-3505
In dieser Ausgabe
¡Hola presidenta!
Ehrungen und Auszeichnungen
Das Mentoring-Programm Nachlese Workshop Notizentechnik
Berufseinstiegschancen für
DolmetscherInnen
Rezensionen
IT-Ecke
Das Gruselkabinett der Übersetzung
Verbandsmitteilungen
Das Letzte
Mitglied der Fédération Internationale des Traducteurs
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UNIVERSITAS
Mitteilungsblatt 3/10
EDITORIAL
Bühne frei für den Hieronymus-Tag
Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen,
Dagmar Jenner, Redaktion
PS: Das stimmungsvolle Titelbild stammt auch diesmal
von Elisabeth Prantner-Hüttinger – vielen Dank dafür!
nach tropischen Temperaturen im Sommer naht
der Herbst … und mit ihm der Hieronymus-Tag.
Bitte reservieren Sie den 30. September für diesen Termin, an dem wir ÜbersetzerInnen und
DolmetscherInnen vor den Vorhang treten und
uns ein wenig selbst feiern. Diesmal erwartet
Sie etwas ganz Besonderes: eine Filmvorführung
samt Diskussion mit dem Filmemacher Matthias
van Baaren im Literaturhaus Wien. Dessen Dokumentarfilm „Im Fluss“ steht ganz im Zeichen
der Arbeit von KonferenzdolmetscherInnen.
UNIVERSITAS Austria und die Übersetzergemeinschaft freuen sich, mit Ihnen gemeinsam
diesen Film zu sehen, darüber zu diskutieren
und anschließend am Buffet „unseren“ Tag ausklingen zu lassen.
Bis dahin haben Sie noch genügend Zeit, in der
vorliegenden Herbstausgabe des Mitteilungsblattes zu schmökern. Da der schweißtreibende Sommer wenige Namensvorschläge für das
Mitteilungsblatt gebracht hat, haben Sie auch
weiterhin die Möglichkeit, Ihre diesbezüglichen
Geistesblitze an [email protected] zu schicken – für die beste Idee winkt,
zusätzlich zur „Verewigung“, ein 50-Euro-Büchergutschein.
Informationen über die Verbandsarbeit erfahren Sie auch diesmal in der „Hola presidenta“Kolumne von Eva-Holzmair-Ronge auf Seite 3.
Einen Zwischenbericht über das sehr erfolgreich
wiederbelebte Mentoring-Programm von UNIVERSITAS Austria bietet der Artikel von Alexandra Jantscher-Karlhuber auf Seite 6. Warum
die Mitgliedschaft in einem Berufsverband wie
UNIVERSITAS Austria klare Vorteile bei der Auftragslage mit sich bringt und warum Englisch
als Arbeitssprache nicht der Weisheit letzter
Schluss sein muss, berichtet Stefanie Falk auf
Seite 9 in einem auf ihrer Diplomarbeit basierenden Artikel mit dem Titel „Berufseinstiegschancen für DolmetscherInnen“. Natürlich gibt
es auch diesmal Bewährtes wie Rezensionen,
die IT-Ecke, das Gruselkabinett der Übersetzung
und Vera Ribarichs Training für die grauen Zellen auf der letzten Seite.
Viel Spaß beim Lesen wünscht
Dagmar Jenner
[email protected]
IMPRESSUM
Das Mitteilungsblatt von UNIVERSITAS Austria, Berufsverband für Dolmetschen und Übersetzen, dient dem Informationsaustausch
zwischen den Verbandsmitgliedern. ISSN 1996-3505
Herausgeber: UNIVERSITAS Austria, Berufsverband für Dolmetschen und Übersetzen, Interpreters‘ and Translators‘ Association,
Gymnasiumstraße 50, A – 1190 Wien, Tel. + Fax: + 43 1 368 60 60, [email protected]
Sekretariat: Martha Böhm • Redaktion: Dagmar Jenner, Tel.: + 43 1 913 10 76, [email protected],
[email protected] • Ständige Mitarbeit: Vera Ribarich • Koordination Rezensionen: Andrea Bernardini
Beiträge, Wünsche, Anregungen, LeserInnenbriefe bitte an eine der oben stehenden E-Mail-Adressen senden – danke!
Das Mitteilungsblatt erscheint vierteljährlich. Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 1. November 2010.
Grafik und Layout: Sabina Kargl-Faustenhammer
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Mitteilungsblatt 3/10
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¡Hola presidenta!
Eva Holzmair-Ronge
D
er nachdenklichen Kolumne über unseren
Beruf in Heft 2/10 folgt diesmal ein Überblick über die Arbeit der letzten Monate, sozusagen ein
Halbjahresbericht des Vorstands
Im ersten Halbjahr wurde versucht, einerseits
den in der Vollversammlung geäußerten Wünschen nachzukommen und andererseits die
eingeschlagene Richtung fortzusetzen bzw. ein
paar neue Akzente zu setzen.
Julia Oslansky und Inge Pinzker hatten bereits zwei Treffen mit Kommunaldolmetscherinnen im Rahmen einer Arbeitsgruppe, die laut
Vollversammlungsbeschluss eingerichtet wurde,
um das Thema CI weiter zu bearbeiten.
Zudem sind Inge und ich als Vertreterinnen
von UNIVERSITAS Austria nun auch im Komitee
239, jenem Ausschuss, der die ursprüngliche
österreichische Übersetzungsnorm ausgearbeitet hatte, ehe sie von der EN-15038 abgelöst
wurde. Wir beide sind zwar keine Verfechterinnen des Normenwesens in unserem Beruf, glauben aber, dass wir zumindest die derzeitigen
Entwicklungen aus der Nähe kennen sollten, um
uns selbst ein Bild zu machen.
Es fanden natürlich wieder Fortbildungen aller Art statt, und zwar nicht nur in Wien, wo
u.a. Notizentechnik (Alexandra Krause), Web
2.0 (Dagmar Jenner) oder Virenschutz (Georg
Lechner) die Themen waren, sondern auch in
Graz (Entrepreneurial Linguist mit Judy Jenner; Freiberuflich dolmetschen und übersetzen
– Hindernislauf oder Zielgerade? mit Steuerberater Walter Juschitz) und in Innsbruck (siehe unten). Damit versuchen wir dem Wunsch
unserer Mitglieder nachzukommen, den Kontakt
mit dem Verband außerhalb Wiens zu ermöglichen. In Graz sind wir durch Helga BenigniCokan bestens vertreten. Sie kann zudem an
eine lange Tradition von ausgezeichneten GrazVerbindungen anknüpfen.
Mit Innsbruck sind die Beziehungen des Verbands nicht ganz so eng, aber Alena Petrova
und Andrea Bernardini als Innsbruck-WienTandem bemühen sich sehr. Anfang Juni hatte
der Verband sogar ein UNIVERSITAS-AustriaFortbildungsfestival in Innsbruck mit drei sehr
unterschiedlichen Veranstaltungen innerhalb
weniger Tage. Neben dem alljährlich stattfindenden Workshop des Ausschusses für Übersetzen, dem ich für den Zeitaufwand herzlich
danken möchte, gab es wie in Graz auch eine
Fortbildung zum Thema ÜbersetzerInnen als
UnternehmerInnen sowie eine durch Vermittlung unseres Verbands zustandegekommene
Informationsveranstaltung über das im Juli
2010 stattfindende EU-Auswahlverfahren für
Übersetzerinnen und Übersetzer deutscher
Sprache.
Unterdessen haben sowohl Alexandra Jantscher
(die vorbildhaft das Mentoring-System betreut)
und ich Alena Petrova getroffen und weitere
Möglichkeiten besprochen. So soll es (abgesehen von den traditionellen Herbstveranstaltungen in Wien und Graz, die von Elisabeth Holub,
Sabina Illmer und Helga Benigni-Cokan betreut
werden) im November wieder Fortbildungen in
Innsbruck geben, mit denen drei sich teils überlappende Zielgruppen angesprochen werden:
Berufsbilder für Anfänger, d.h. Studierende der ersten Semester, die nicht wirklich eine
Vorstellung davon haben, wohin das Studium
eigentlich führen soll und wird.
Vorstellung des Mentoring-Systems in Verbindung mit einem Fachthema für Endsemester des Masterstudiums.
Ein noch nicht näher ausformuliertes Fortbildungsangebot für ordentliche UNIVERSITASAustria-Mitglieder im Westen Österreichs.
Alena Petrova wird sie direkt anschreiben, um
auch so den Kontakt zu stärken.
Selbstverständlich sollen diese Angebote allen
Altersgruppen offenstehen, d.h. sie werden organisatorisch so ablaufen, dass Interessierte
ein, zwei oder sämtliche drei Veranstaltungen
besuchen können. Im Verlauf der Gespräche
wurde auch diskutiert, ob es nicht von Vorteil
wäre, wenn sich die Unterrichtenden an den drei
österreichischen Instituten mehr vernetzen und
regelmäßig zu einem didaktischen Austausch
treffen. Gerade PraktikerInnen, die ihr Wissen
Eva Holzmair-Ronge ist
Übersetzerin und
Konferenzdolmetscherin
für Englisch und Französisch
und Präsidentin von
UNIVERSITAS Austria
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UNIVERSITAS
Mitteilungsblatt 3/10
an die Studierenden weitergeben wollen, könnten sehr davon profitieren, die Tipps und Tricks
ihrer KollegInnen zum didaktischen Aufbau von
Lehrveranstaltungen kennenzulernen. UNIVERSITAS Austria steht dafür gerne Pate.
Aber natürlich waren Vorstandsmitglieder auch
noch anderweitig tätig.
Unsere PR-Arbeit im Hintergrund versiegt
nicht. Wir schreiben weiter unermüdlich „Erziehungsbriefe“ an Firmen, die ÜbersetzerInnen
bzw. DolmetscherInnen zu unseriösen Bedingungen suchen, und erhalten zuweilen sogar
einsichtige Antworten, was insbesondere Dagmar Jenner und mich freut, die wir abwechselnd
als Absenderinnen derartige Briefe fungieren.
Außerdem (auch ein Wunsch der Mitglieder bei
der letzten Vollversammlung) haben wir unter
Dagmars Federführung eine Annonce geschaltet, und zwar im Magazin „Austrian Convention
Business“. In der gleichen Ausgabe des Magazins wurde ein kurzer Artikel über die Translationsplattform untergebracht.
Um diese Translationsplattform bemühen
sich verbandsseitig Margit Hengsberger, Andrea Bernardini und ich. Beim letzten Treffen
mit den Vertreterinnen der beteiligten Verbände wurde u.a. vereinbart, gemeinsam die FIT
zu ihrer nächsten Ratssitzung im März 2011
nach Wien einzuladen, die Website weiter zu
ergänzen und bei Fortbildungen untereinander
„Tarife für befreundete Verbände“ einzuheben,
d.h. hier konkret den Mitgliedern der jeweils
anderen Verbände günstigere Konditionen einzuräumen.
Andrea Lövenberger mischt die Jungmitglieder-Runde ordentlich auf und informiert im
StV-Forum über den Verband.
Die beiden Ausschüsse (für Dolmetschen
bzw. Übersetzen) haben gemeinsam einen Fragebogen für eine Honorarumfrage erstellt, die
bei Erscheinen dieses Hefts entweder schon angelaufen ist oder bald anlaufen wird.
Wahrscheinlich habe ich bei dem Umfang an
Aktivitäten die eine oder andere übersehen.
Trotzdem meine ich, dass es doch ein recht guter Halbjahresbericht ist, der ohne Gewinnwarnung auskommt, dafür aber das durch Martha
Böhm gestützte Engagement der kleinen Freiwilligenschar im Vorstand und in den Ausschüssen anschaulich wiedergibt.
In diesem Sinne:
¡Hasta luego! Bis bald!
Offenlegung gemäSS § 25 Mediengesetz
Vorstand UNIVERSITAS Austria, Berufsverband für Dolmetschen und Übersetzen
Präsidentin: Mag. Eva Holzmair-Ronge, Vizepräsidentin: Dr. Andrea Bernardini
Generalsekretärin: Mag. Margit Hengsberger, Stellvertreterin: Mag. Dagmar Jenner
Redaktion: Mag. Dagmar Jenner
Layout: Sabina Kargl-Faustenhammer
1190 Wien, Gymnasiumstraße 50, Tel. + Fax: 01/368 60 60
E-Mail: [email protected], Website: www.universitas.org
Das Mitteilungsblatt dient dem Informationsaustausch zwischen den Verbandsmitgliedern.
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Ehrungen und Auszeichnungen
Ehrendoktor der Universität
Tampere für Mary Snell-Hornby
Univ-Prof. Dr. Mary Snell-Hornby, Professorin am Zentrum für Translationswissenschaft
Wien, wurde unlängst die Ehrendoktorwürde
der Universität Tampere, Finnland, verliehen.
Der Vorstand von UNIVERSITAS Austria gratu-
liert herzlich zu dieser Würdigung als herausragende Vertreterin der Translationswissenschaft und der Anerkennung der intensiven
Förderung des fachlichen Austausches mit der
finnischen Universität.
Vorankündigung
Hieronymus-Tag 2010: Filmvorführung und
Diskussion
30. September 2010
19:00 Uhr, Literaturhaus Wien
Seidengasse 13, 1070 Wien
Die traditionellerweise abwechselnd von der
Übersetzergemeinschaft und UNIVERSITAS
Austria ausgetragene Feier zum HieronymusTag (Schutzpatron der ÜbersetzerInnen und
DolmetscherInnen) findet am 30. September
2010 im Literaturhaus statt. Ausgerichtet von
UNIVERSITAS Austria steht sie erstmals im
Zeichen einer Filmvorführung: „Im Fluss“ (Arbeitstitel) von Matthias van Baaren.
Nach drei Jahren Vorbereitung und Einarbeitung in das Thema holt der junge Filmemacher
Matthias van Baaren mit diesem Dokumentarfilm die oft als unsichtbar bezeichneten
DolmetscherInnen ins Rampenlicht. Mittels
Interviews und Live-Aufnahmen zeichnet er
ein differenziertes Porträt von Vollprofis mit
ausgezeichneten Sprachkenntnissen, flinkem
Verstand und großer Eloquenz. Eine ungewöhnliche Dokumentation über Sprache, Verstehen – und die Kunst, zwischen den Zeilen
zu lesen.
Im Anschluss an die Filmvorführung (Dauer
ca. 40 Minuten) Podiumsgespräch mit dem
Filmemacher. Danach lädt UNIVERSITAS Austria zum kollegialen Austausch am Buffet.
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UNIVERSITAS
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Unser Mentoring- und Stage-Programm
startet durch!
Alexandra Jantscher-Karlhuber
W
ie im Mibl 4/09 berichtet, wurden die beiden Aktionsprogramme von UNIVERSITAS Austria, das Mentoring- und das Stage-Programm,
zusammengelegt. Ziel dieser „Neuauflage“ war
es, für den beruflichen „Nachwuchs“ ein hilfreiches Angebot zu bieten, mit dem auf die jeweiligen Fragestellungen der TeilnehmerInnen
flexibel eingegangen werden kann.
Sollten Sie über die Ziele und Inhalte dieser
Programme mehr wissen wollen, darf ich Sie auf
den Artikel in 4/09 verweisen. Im Folgenden
werde ich über die durchwegs erfreuliche Entwicklung berichten!
Mentoring – ein guter Grund,
(Jung-)Mitglied zu sein …
so lautete damals eine der Überschriften. Nach
dem Durchforsten der Ende des Vorjahres vorhandenen „Altbestände“ blieben genau drei
Mentoring-Teams über, die nach wie vor bestanden. Die meisten anderen waren im Sand
verlaufen, einige hatten sich aufgelöst, da der
Beratungsbedarf nicht mehr gegeben war.
Mittlerweile halten wir bei 28 solchen Teams,
ein Mentee ist „abgesprungen“, weil er einen
sehr interessanten und anspruchsvollen Vollzeit-Job angenommen hat, einige Anfragen haben noch nicht endgültig zu einer Teambildung
geführt, insgesamt ist das Interesse nach wie
vor groß.
Die Anfragen zeigen deutlich, dass die jungen
KollegInnen unser Angebot sehr gerne annehmen. Prinzipiell ist auch die Bereitschaft der
von mir angesprochenen erfahrenen KollegInnen, als MentorInnen zur Verfügung zu stehen,
sehr hoch. Das freut mich, und ich möchte diese Gelegenheit dazu nützen, allen herzlich zu
danken!
Die Anfragen zeigen leider ein Problem auf, das
offenbar an den Unis alleine nicht lösbar ist:
es gibt VIEL zu viele junge KollegInnen, die
Spanisch als erste oder zweite Fremdsprache
studieren und dolmetschen wollen. Wenngleich
diese Sprache sicherlich eine gewisse Nachfrage
hat, ist das Angebot aber im Moment UNGLEICH
größer. Dazu kommt noch, dass einige Spanisch
mit einer anderen Sprache als dem Englischen
kombinieren, was die Einsatzmöglichkeit auf
dem freien Markt in Österreich noch weiter einschränkt. Im EU-Kontext ist das wahrscheinlich
nicht so ein großes Thema, allerdings ist dort
Spanisch eine recht häufig angebotene Sprache
und die Chancen sind somit mit „nur“ 2 Fremdsprachen nicht besonders hoch. Ich denke, wir
sind hier wirklich aufgefordert, schon im Vorfeld Beratung anzubieten und die Universitätsinstitute in diesem Zusammenhang in der Studieneingangsphase zu unterstützen. Ich weiß,
dass wir in Österreich SEHR gute Spanisch-Lehrgänge haben und viele Studierende Spanisch
(nicht nur aus diesem Grund) sehr attraktiv
finden. Es wäre aber aus meiner Sicht ungeheuer wichtig, die Studierenden am Studienbeginn
zu beraten, welche Kombinationen Ihnen eine
möglichst gute Chance gewährleisten, mit dem
Erlernten nach dem Studium auch reüssieren zu
können. Für Anregungen, Informationen, Vorschläge, etc. in diesem Zusammenhang wäre ich
sehr dankbar!
Das Stage-Programm von
UNIVERSITAS Austria – bitte vor
den Vorhang! ...
so lautete eine zweite Überschrift. Mittlerweile
hat es sich schon recht gut bewährt, Stage-Anfragen nicht isoliert zu beantworten, sondern
die Interessierten auf das Mentoring-Programm
aufmerksam zu machen. Bis jetzt konnten alle
jungen KollegInnen in das Mentoring-Programm
eingegliedert werden, das sich als beste Basis
für Stage-Einsätze bewährt hat. Das hat 2 wesentliche Gründe:
Erstens sind MentorInnen, wenn sich die Gelegenheit bietet, sehr gerne bereit, ihre Mentees
UNIVERSITAS
auch zu einem Stage-Einsatz mitzunehmen.
Solche Möglichkeiten bieten sich manchmal
recht „unverhofft“, und dann ist es einfach naheliegend, jemanden dazu einzuladen, den/die
man ohnehin schon recht gut kennt. Und Zweitens hatten wir einfach ein wenig Glück!
Durch Zufall erhielten wir als UNIVERSITAS Austria die Möglichkeit, für einen gemeinnützigen
Verein gegen (durchaus angemessene!) Bezahlung nicht eine einzelne DolmetscherIn zu einem mehrtägigen Einsatz zu schicken, sondern
ein recht beachtliches Team von Stagiaires,
jeweils begleitet durch mich als Einsatzleiterin
und „Fangnetz“ (als das ich aber nie benötigt
wurde). Das Honorar (das leider noch nicht
überwiesen wurde) wird dazu verwendet, die
Unkosten der Stagiaires zu decken (auf diese
Weise war es möglich, für den in Wien stattfindenden Einsatz auch Mentees aus der Steiermark zu „importieren“) und im Rahmen des
Mentoring-Programmes spezielle Angebote zu
finanzieren (dazu müssen wir aber noch auf das
Geld warten).
Dieser große Stage-Einsatz hat bei allen Beteiligten viel Bewusstsein generiert! Unsere
Auftraggeber hatten noch nie mit DolmetscherInnen zu tun und mussten lernen, dass
Dolmetschen nicht mit Betreuung von TeilnehmerInnen gleichzusetzen ist – nach anfänglichen Ungereimtheiten hat das bestens
funktioniert und dem „Team“ sehr viel Lob
eingebracht. Die jungen KollegInnen mussten
lernen, mit Kritik umzugehen und sich auf ein
sehr spezielles Zielpublikum (ein Teil der Kunden war intellektuell beeinträchtigt) einzustellen. Nach anfänglichem Frust hat das sehr viel
Bewusstsein für nicht „genormte“ bzw. von der
Unterrichtssituation her bekannte Gegebenheiten geschaffen. Das Team war höchst motiviert,
sich auf Neues einzustellen und dabei trotzdem
die professionelle DolmetscherInnenrolle nicht
zu verlassen! Für mich war es in vieler Hinsicht
lehrreich, vor allem aber war der Einsatz ein
Lehrbeispiel dafür, wie wichtig es ist, nicht nur
dolmetschend zu kommunizieren, sondern auch
flexibel zu sein und die Bedürfnisse des Kunden
mit den Grundsätzen einer guten und wirkungsvollen Dolmetschung zu vereinbaren – manchmal eine Kommunikationsherausforderung der
besonderen Art. Ich hoffe, die jungen KollegInnen konnten auch in dieser Hinsicht ein wenig
Erfahrung sammeln!
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Wo bleiben
die ÜbersetzerInnen??
Es ist auffallend, dass die Mentees fast ausschließlich eine Dolmetsch-Ausbildung absolviert haben (oder gerade beenden). Es haben
sich nur zwei (!) angehende ÜbersetzerInnen
gemeldet. Das finde ich schade, vor allem auch
deshalb, weil man beim Übersetzen in der Regel ohnehin viel weniger oft mit KollegInnen in
Kontakt ist. Dadurch ergeben sich weniger Gelegenheiten, Erfahrungen auszutauschen, Fragen zu stellen, aber auch, im KollegInnenkreis
bekannt zu werden. Umso hilfreicher könnte es
meiner Meinung nach für junge ÜbersetzerInnen sein, das Mentoring-Angebot von UNIVERSITAS Austria in Anspruch zu nehmen! Ich habe
einige MentorInnen aus dem Übersetzungs-Bereich an der Hand, die sehr gerne zur Verfügung
stehen würden! Deshalb hoffe ich, dass sich
bald ein paar weitere angehende ÜbersetzerInnen bei mir melden werden. Sie können sich an
das UNIVERSITAS-Austria-Sekretariat wenden
([email protected]), oder gleich direkt an
mich ([email protected]). Ich werde
allen Interessierten gerne ausführlichere Informationen zukommen lassen. Ich freue mich
aber auch über andere Anfragen, Angebote,
Ideen, …
Es ist schön, dass das Programm so gut angelaufen ist. Übrigens: Sollten Sie Stage-Angebote haben, melden Sie sich doch bitte bei mir.
Sie müssen nicht MentorIn sein, um eine/n Stagiaire mitzunehmen!
Ich werde Sie über unsere Aktivitäten auf dem
Laufenden halten – nächstes Mal können Sie
dann einen Bericht der „Betroffenen“ lesen,
die Erfahrung eines Mentees mit unserem
Programm.
Alexandra JantscherKarlhuber ist freiberufliche
Dolmetscherin und
Übersetzerin und Lehrende
am ITAT.
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UNIVERSITAS
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Notizentechnik – eine erlernbare Kunst?
Elisabeth Holub
UNIVERSITAS Austria-Workshop „Notizentechnik“ am 27.05.2010 in Wien
Konsekutivdolmetschen – die verkannte
Königsdisziplin?
Obwohl das Simultandolmetschen gemeinhin
als Königsdisziplin gilt, ist es jedoch gerade das
Konsekutivdolmetschen, das DolmetscherInnen
in ihrer Berufspraxis Probleme oder zumindest
Unbehagen bereitet. Die beim Konsekutivdolmetschen genommenen Notizen stellen dabei
oft nicht die erhoffte Gedächtnisstütze, sondern
vielmehr ein Hindernis dar.
Elisabeth Holub ist Übersetzerin und Dolmetscherin für
Englisch und Italienisch in
Wien und im Vorstand von
UNIVERSITAS Austria Mitglied
des Fortbildungsteams.
Darüber hinaus ist sie die
Kontaktperson zu anderen
Verbänden in der ganzen
Welt.
In ihrem Workshop ging Alexandra Krause, Lehrende am Zentrum für Translationswissenschaft
und freiberufliche Dolmetscherin und Übersetzerin, den Schwierigkeiten beim Konsekutivdolmetschen auf den Grund und präsentierte
allgemeine Lösungsansätze. Dabei hörten ihr
nicht nur „junge Hüpfer“, sondern auch viele
„alte Hasen“ aufmerksam zu und wurden mit einer gut strukturierten Einführung in die Theorie
belohnt:
Sind Sie „linkshirnig“?
Aus neurolinguistischer Sicht ist Sprache ein
ganzheitliches Phänomen, das beide Gehirnhälften beansprucht. Vor allem beim Konsekutivdolmetschen, bei dem sowohl ein hoher Grad
an Abstraktionsfähigkeit (linke Gehirnhälfte)
als auch kreatives Denken (rechte Gehirnhälfte)
erforderlich sind, müssen rechte und linke Hemisphäre aktiviert und miteinander verknüpft
werden. Jedoch setzen wir unsere Gehirnhälften nicht immer gleich stark ein. DolmetscherInnen, die sich gerne auf Zahlen und Fakten
stützen, sind „linkshirnig“, d.h. sie tendieren
dazu, ihre linke Gehirnhälfte zu aktivieren,
während diejenigen, die sich eher auf die generelle Stimmung sowie die Mimik und Gestik der
RednerInnen konzentrieren, vermehrt ihre rechte Hemisphäre einsetzen. Dieser Aspekt kann
für die Wahl der eigenen Notationstechnik von
großer Bedeutung sein, denn für „linkshirni-
ge“ Typen ist es einfacher, Fakten und logische
Strukturen zu notieren, während „rechtshirnige“ DolmetscherInnen lieber die Intention der
RednerInnen und ihre Eindrücke aufschreiben
und nur die nötigsten Zahlen festhalten. Ebenso konzentrieren sich „auditive“ Typen auf das
Gesagte und „visuelle“ Typen auf die Gestik.
High-context oder low-context?
Wie viele kontextuelle Faktoren in einer Dolmetschung wiedergegeben (und somit auch memorisiert bzw. notiert) werden müssen, hängt von
der (Sprach-)Kultur des Zielpublikums ab. In
High-Context-Kulturen sind Wörter ausschließlich aufgrund ihres Kontextes zu interpretieren,
während in Low-Context-Kulturen viel weniger
Kontext benötigt wird, um die Bedeutung der
Wörter zu eruieren. Dolmetscht man in eine
Sprache, die einer Low-Context-Kultur zuzuordnen ist, muss man High-Context-Elemente
explizit machen und mehr Informationen liefern, um eine unmissverständliche Kommunikation zu ermöglichen. Gleichermaßen sind in
einer High-Context-Kultur nur wenige Wörter
nötig, um eine Situation zu schildern, was aber
gleichzeitig auch bedeutet, dass der Wortwahl
in diesen Kulturen eine stärkere Bedeutung zukommt.
Einige Grundprinzipien
Zum Abschluss ihres Workshops gab die Vortragende den TeilnehmerInnen einige Tipps mit
auf den Weg. Diese können wie folgt zusammengefasst werden:
Beim Konsekutivdolmetschen gilt die Maxime: Weniger ist mehr. Schreiben Sie so viel wie
nötig und so wenig wie möglich auf.
Die Notizen sollten klar strukturiert sein. Lassen Sie genügend Platz, um auch im Nachhinein
wichtige Informationen hinzufügen zu können.
Da deutsche Texte vor allem von Substantiva
geprägt sind, sollten bei einer Dolmetschung
aus dem Deutschen die wichtigsten Schlagwör-
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ter notiert werden. Ansonsten sollten eher Konzepte statt Wörter festgehalten werden.
Bringen Sie die Texthierarchie zum Ausdruck
und kennzeichnen Sie temporale und lokale Beziehungen.
Verwenden Sie immer dieselben Symbole für
dieselben Konzepte.
Bereiten Sie sich gut vor. Informieren Sie sich
über RednerInnen und Thema und legen Sie
Symbole für Namen und Schlüsselwörter fest.
Die verwendeten Abkürzungen sollten immer
individuell und eindeutig sein. Das erleichtert
die Lesbarkeit Ihrer Notizen.
Die Vortragende Alexandra Krause
mit der Verbandspräsidentin Eva Holzmair-Ronge.
Berufseinstiegschancen für
DolmetschabsolventInnen
Stefanie Falk
Wer suchet, der findet?
Mit diesem Titel war die Idee für meine Diplomarbeit geboren, in der ich mich mit den Berufseinstiegschancen für DolmetschabsolventInnen beschäftige. Und welches Thema hätte
auch naheliegender sein können? Schließlich
war ich ja dabei, mich auf die Abschlussprüfung
vorzubereiten, und leise hatte sich die Frage
eingeschlichen, wie es denn so aussähe mit den
Chancen, sich auf dem freien Markt zu etablieren. Soweit der Plan.
Ein Jahr später machte ich mich auch tatsächlich an die Arbeit, einen Fragebogen auszuarbeiten, der das Kernstück meiner Arbeit bilden
sollte. Verschickt wurde dieser an DolmetschabsolventInnen des ITAT Graz und des FASK Germersheim, wobei ehemalige Diplom- und EMCIStudierende gleichermaßen befragt wurden. In
diesem Artikel liegt der Fokus auf den Antworten der AbsolventInnen des Diplomstudiums.
Englisch als aktive Sprache bietet laut
Umfrage keinen klaren Vorteil auf dem
Arbeitsmarkt.
Sind Sie als DolmetscherIn tätig?
Das war die Frage, die mir am meisten unter den
Nägeln brannte. Auf diese Frage antworteten
82,4 % der Germersheimer AbsolventInnen und
im Vergleich dazu nur 59,1 % der Grazer AbsolventInnen mit ja - ein Unterschied von immerhin 20 %. Ebenso interessant war das Ergebnis,
dass keine(r) der Befragten den Dolmetscherberuf zu 100 % ausübte, der Durchschnitt lag bei
ca. 40 %. Da es eine Weile dauern kann, bis man
sich auf dem Markt etabliert hat, raten Diewald
et al. (2006)1 zu einem zweiten Standbein. Das
1) Diewald, Gloria/Illek, Sigrid/Lexa,
Monika (2006) „Flexibilität, Geduld und
Kompetenz –Bausteine für den erfolgreichen
Berufseinstieg“, in: Mitteilungsblatt der
UNIVERSITAS 4/2006, 9-10.
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Stefanie Falk ist freiberufliche Konferenzdolmetscherin und Übersetzerin für
Deutsch, Englisch und
Französisch mit den
Berufswohnsitzen Wien und
Karlsruhe.
www.stefanie-falk.at
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Dolmetschen kombinierten die meisten mit dem
Übersetzen, auch Lehrtätigkeit wurde häufig als
zweites Standbein genannt.
Diejenigen, die sich gegen das Dolmetschen
entschieden hatten, gaben unter anderem Mangel an Aufträgen und zu viel Stress als Gründe
an, waren jedoch alle beruflich tätig, als ÜbersetzerInnen, Lehrende, Angestellte in den Bereichen Marketing oder Sales. Dies zeigt, dass
der Einstieg in verwandte oder nicht so sehr
verwandte Berufe nach einem abgeschlossenen Dolmetschstudium möglich ist, lässt aber
auch anklingen, dass es aufgrund der starken
Konkurrenz auf dem freien Markt schwierig sein
kann, sich als DolmetscherIn zu etablieren, was
auch Anke Lutz (2006)2 in ihrem Artikel „Existenzgründung. Eine existenzielle Angelegenheit“ beschreibt.
Die Auftragslage
Frage Nummer zwei, die sich automatisch stellt,
wenn man von seinem Beruf auch seinen Lebensunterhalt bestreiten möchte, ist jene nach
der Auftragslage. Im ersten Jahr nach erfolgreichem Studienabschluss hatten die Germersheimer AbsolventInnen durchschnittlich elf
Aufträge, während es bei ihren Grazer KollegInnen nur vier waren. Dieser Trend setzte sich
auch bei den Aufträgen im letzten Jahr vor
der Befragung fort, wo es 26:16 für die Germersheimer KollegInnen stand. Auf jeden Fall
lässt sich ein Anstieg der Auftragszahlen feststellen, ein beruhigendes Ergebnis für alle, die
sich fragen, wie sie von zu wenigen Dolmetschaufträgen langfristig leben sollen. Dass die
Aufträge mit Zeit zahlreicher werden, wird im
„Frage-Antwort-Katalog.
Konferenzdolmetschen“ (N.N.:2006)3 im Existenzratgeber des
ADÜ Nord ebenfalls bestätigt.
2) Lutz, Anke (2006) „Existenzgründung.
Eine existentielle Angelegenheit“, in: MDÜ
2/2006, 46-47.
3) N.N. (2006) „Frage-Antwort-Katalog.
Konferenzdolmetschen“, in: ADÜ Nord (ed.)
Grünes Licht. Ein Ratgeber zur Existenzgründung für Übersetzer und Dolmetscher. Ergebnisse aus der Arbeitsgruppe Berufseinstieg.
Hamburg: ADÜ Nord, 130-145.
4) Scheuer, Thomas (2005) Marketing für
Dienstleister. Wie Sie unsichtbare Leistungen
erfolgreich vermarkten. Wiesbaden: Gabler.
Bei der Frage nach der Vermittlung der Aufträge ließ sich feststellen, dass, während die
VermittlerInnen im ersten Jahr hauptsächlich
KollegInnen und Bekannte waren, im letzten
Jahr vor der Befragung StammkundInnen ganz
oben auf der Liste standen. Insgesamt waren
KollegInnen jedoch eindeutig die Spitzenreiter,
sie wurden am öftesten genannt.
Machen Sie Werbung?
In seinem Ratgeber Marketing für Dienstleister
beschreibt Thomas Scheuer (2005)4 Werbung
als Maßnahme zur Vertrauensgewinnung und
KundInnenbindung. Für DolmetscherInnen als
DienstleisterInnen sollte Werbung also eine
hohe Priorität haben.
Für 82,4 % der befragten Germersheimer AbsolventInnen traf dies zu, jedoch nur für 45,5 %
ihrer Grazer KollegInnen. Ganz vorne bei den
Werbemitteln lagen Visitenkarten, aber auch
Einträge ins Telefonbuch und die Gelben Seiten
wurden genannt. Die eigene Website bildete das
Schlusslicht, was mich überraschte. Mittlerweile weiß ich, dass die hohen Kosten viele KollegInnen vor dieser Investition zurückschrecken
lassen, obwohl die meisten KundInnen als erstes nach der Internetpräsenz fragen.
Mitgliedschaft im Berufsverband
Eng mit der Werbung verbunden ist die Mitgliedschaft im Berufsverband, da diese für die
KundInnen eine Qualitätsgarantie darstellt.
Gleichzeitig sind KollegInnen wichtige AuftragsvermittlerInnen, und somit lohnt es sich,
gute und verlässliche Netzwerke zu bilden. Diese Möglichkeit bietet sich unter anderem im
Berufsverband.
Deshalb war es für mich erstaunlich, dass nur
31,8 % der Grazer KollegInnen Mitglieder in
einem Berufsverband waren. Bei ihren Germersheimer KollegInnen waren es 70,6 %. Diese
hohe Diskrepanz bei Werbung und Verbandsmitgliedschaft könnte mit ein Grund sein, warum
die Germersheimer AbsolventInnen dieser Studie im Durchschnitt mehr Erfolg auf dem Markt
zu haben scheinen.
Erfolg durch Englisch als BSprache, mehr Sprachen - mehr
Aufträge?
Diese Studie gab mir außerdem die Gelegenheit, Hypothesen zu verifizieren, die sich durch
Aussagen und Meinungen von DozentInnen,
erfahreneren KollegInnen sowie Bekannten fast
wie von selbst in meinem Kopf formulierten.
Zwei möchte ich an dieser Stelle herausgreifen:
„AbsolventInnen mit Englisch als B-Sprache
haben bessere Chancen auf dem freien Markt.“
UNIVERSITAS
Um diese Hypothese zu verifizieren, errechnete ich den Durchschnittswert der Angaben
zur Frage, zu wie viel Prozent die Befragten
den Dolmetschberuf ausüben. Dieser lag bei
41,8 %. Dann verglich ich ihn mit dem Durchschnittswert jener, die Englisch als aktive Sprache in ihrer Kombination angegeben hatten.
Das Ergebnis: Der Wert lag sogar leicht unter
dem Durchschnitt. Englisch als aktive Sprache
scheint also keinen klaren Vorteil darzustellen.
„Je mehr Arbeitssprachen man hat, desto mehr
Aufträge bekommt man.“
Um herauszufinden, ob ich mit dieser Annahme
richtig lag, sah ich mir die durchschnittliche
Auftragsanzahl der AbsolventInnen mit mehr
als drei Arbeitssprachen an. Diese lag im letzten Jahr vor der Befragung mit 30 über dem
allgemeinen Durchschnitt von 24 Aufträgen.
Im Allgemeinen lässt sich also annehmen, dass
über mehr als drei Arbeitssprachen zu verfügen
Mitteilungsblatt 3/10
11
für den Erfolg auf dem Markt von Vorteil sein
könnte. Dennoch lagen auch die Auftragszahlen
einiger AbsolventInnen mit „nur“ drei Sprachen
klar über dem Durchschnitt.
Fazit
Das Fazit für mich war ein klares „Ja!“. Ja, es ist
möglich, als freiberufliche Dolmetscherin auf
dem freien Markt Fuß zu fassen. Dazu nötig sind
der Wille, in harten Zeiten durchzuhalten, ein
zweites Standbein oder mehrere, gute Kontakte
zu KollegInnen, klare Ziele, Spaß an der Arbeit
und eine gute steuerliche Vertretung, mit der
Fragen zu Gewerbeschein, Versicherung, Steuer,
Rechnungsstellung, etc. geklärt werden können. Berufsverbände wie UNIVERSITAS Austria,
BDÜ und VKD bieten Unterstützung durch Seminare, Mentoring-Programme und auch durch
ihre Publikationen5, die ich an dieser Stelle
wärmstens empfehlen möchte.
5) Weiterführende Literatur:
ADÜ Nord (ed.) (2006) Grünes Licht.
Ein Ratgeber zur Existenzgründung für
Übersetzer und Dolmetscher. Ergebnisse aus
der Arbeitsgruppe Berufseinstieg. Hamburg:
ADÜ Nord, 31-50.
BDÜ (ed.) (32006) Erfolgreich selbständig
als Dolmetscher und Übersetzer. Ein Leitfaden für Existenzgründer. Berlin: Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V.
(Schriften des BDÜ 1).
Mitteilungsblätter und Leitfäden der UNIVERSITAS AUSTRIA und des BDÜ
Rezension „Terminologiemanagement. Von der Theorie zur Praxis“
Julia Harrer
M
it diesem Werk liefern die Herausgeber Felix
Mayer und Uta Seewald-Heeg einen kompakten
Überblick vom Wesen der Terminologielehre bis
zu ihrer praktischen Anwendung. Die Einführung in derzeit am Markt verfügbare Software
zur Erstellung und Verwaltung von Terminologiedatenbanken erleichtert Ein- oder UmsteigerInnen die Orientierung im Produkt-Dschungel
immens.
Das vom BDÜ verlegte und 2009 erschienene
Buch umfasst acht Artikel verschiedener AutorInnen zu folgenden Themen:
1. Überblick über Terminologielehre und Terminologiemanagement
2. Von der Theorie zur Praxis
3. Terminologieverwaltungssysteme
4. Webbasierte Terminologiearbeit
5. Terminologieaustausch
6. Toolgestütze Terminologieextraktion
7. Terminologieportale
8. Terminologie in der Ausbildung
Erklärtes Ziel des Werks ist es, eine leicht verständliche Einführung in die unterschiedlichen
Facetten der übersetzungsorientierten Terminologie zu geben, wobei das Thema nicht nur
aus wissenschaftlicher, sondern – wie bereits
aus dem Titel hervorgeht – auch aus praktischer Sicht beleuchtet wird. Beschäftigen sich
Kapitel eins und zwei mit der theoretischen
Julia Harrer ist Übersetzerin und Dolmetscherin
für Deutsch, Spanisch und
Englisch in Graz.
12
UNIVERSITAS
Mitteilungsblatt 3/10
„Terminologiemanagement.
Von der Theorie zur Praxis“
Verlag Bundesverband der
Dolmetscher und Übersetzer
e.V. (BDÜ)
ISBN: 978-3-938430-27-9
150 Seiten
€ 20,00
ob firmenintern oder bei Einbindung Dritter:
Wie können alle beteiligten Personen die gesammelte Information für ihre Arbeit nutzen,
damit eine terminologische Konsistenz sichergestellt werden kann? Mögliche Szenarien,
warum ein solcher Austausch erforderlich sein
und wie dieser aussehen kann, teilt Zerfaß in
Kapitel fünf in sechs Stufen, wobei sie für jedes
Szenario auch eine gangbare Lösung anbietet.
Einen sehr wertvollen Beitrag für das tägliche
Arbeiten leistet Raupach mit dem Kapitel „Terminologieportale mit Mehrwert“: Online-Termbanken – die frei zugänglich und zum Großteil
von universitären Ausbildungsstätten kreiert
wurden – und die Motivation, aus welcher heraus diese geschaffen wurden sowie die, zur
Freude der Leserschaft, funktionierenden Links
werden kompakt auf sieben Seiten zusammengefasst.
Einführung in das Thema, so wird bereits in Kapitel drei die Brücke zwischen der Theorie von
Terminologieverwaltungssystemen und deren
Nutzung zur Umsetzung der Datenbankerstellung und Verwaltung terminologischer Informationen geschlagen. Ob TermStar NXT, SDL MultiTerm, UniTerm Pro, GFT-DataTerm .net 2009
u.a. – die Funktionen und Möglichkeiten, die
all diese Programme bieten, werden detailliert
beschrieben. Damit es aber nicht bei einer abstrakten Abhandlung bleibt, sind zum besseren
Verständnis Screen Shots der unterschiedlichen
Arbeitsoberflächen hinzugefügt – dank dieses
Bildmaterials sehen die zukünftigen UserInnen
bereits, ob sie die Oberfläche anspricht.
Sowohl eigenständige Terminologieverwaltungsprogramme als auch solche, die mit Anbindung an ein Translation Memory arbeiten,
finden im Artikel von Seewald-Heeg Platz und
werden ausführlich beschrieben.
Ist erst einmal eine Terminologiedatenbank geschaffen, stellt sich die Frage: Wie erreiche ich
es, dass jene, die mit der Terminologie arbeiten
sollen, auch Zugang zu dieser erhalten – egal,
Abschließend geht Schmitz auf die Rolle der
Terminologiearbeit für translatorische Studiengänge ein, wobei das Thema sehr klar in unterschiedliche Bereiche gegliedert wird – von
den theoretischen Grundlagen, den Arten der
Terminologiearbeit, der Planung und Durchführung von Terminologieprojekten über das
Arbeiten mit Terminologieverwaltungssystemen
bis hin zur Terminologienormierung und den
wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekten.
Das Werk richtet sich nach eigener Angabe an
Studierende, BerufseinsteigerInnen, professionelle Dolmetscher- und ÜbersetzerInnen, aber
auch an technische RedakteurInnen und all
jene, für die die Beschäftigung mit Terminologie von Interesse sein kann. Ob sich das Werk
allerdings für völlige NeueinsteigerInnen in das
Thema computergestützte Terminologiearbeit
eignet, ist fraglich, da z. B. Grundkenntnisse
zu einschlägigen Computerprogrammen bzw.
Dateiformaten vorausgesetzt werden.
Besonders gut gelungen ist die kompakte Zusammenfassung der Produkte unter Angabe der
jeweiligen Internetadresse, die sich für die Terminologieverwaltung eignen (S.33) oder auch
die Vorstellung von Terminologieverwaltungssystemen (S. 81) und deren wesentlichen Merkmalen (gegliedert in allgemeine Produktinformation, Datenhaltung, Austauschformate und
Schnittstellen), die tabellarisch und somit auf
einen Blick gut erfassbar aufgelistet sind.
UNIVERSITAS
Mitteilungsblatt 3/10
13
Rezension „Der Webfehler – Erinnerungen“
Annie Weich
I
m Abstand von genau drei Wochen (12. April
– 5. Mai) haben zwei bemerkenswerte Kolleginnen, beide literarische Übersetzerinnen, beide
Ende der 20er-Jahre geboren, je ein schmales
Bändchen ihrer Erinnerungen der Öffentlichkeit präsentiert. Diese beiden Bücher, die die
gleiche bewegte Periode der Zwischenkriegs-,
Kriegs- und Nachkriegszeit des 20. Jahrhunderts aus politisch verwandten, geographisch
aber verschiedenen Blickwinkeln beleuchten,
werden von zwei Rezensentinnen vorgestellt,
die, 1937 geboren, ein Jahrzehnt später in jene
unruhige Zeit eingetreten sind.
„Es war nicht ratsam, von meinem ‚Webfehler’, wie Vater das scherzhaft nannte, andere überhaupt wissen zu lassen.“
Roy-Seyfert, Ulla (2010):
„Der Webfehler“
Limbus Verlag
ISBN: 3902534354
125 Seiten
€ 14,90
Ich kenne Utta Roy-Seifert seit Anfang de 80erJahre, als Jeanne Gauster und ich im Auftrag
des „Universitas“-Vorstandes vergeblich versuchten, sie davon zu überzeugen, ihre „Österreichische Interessengemeinschaft literarischer
und wissenschaftlicher Übersetzer“ nicht außerhalb, sondern innerhalb der „Universitas“ zu
konstituieren. Vergeblich, wie gesagt, dennoch
entstand eine gegenseitige Sympathie, die bis
heute währt – vielleicht auch, weil wir drei von
ähnlicher „Webart“ sind. Inzwischen hat sich
erwiesen, dass Utta recht und wir unrecht hatten – ihrer Übersetzergemeinschaft ist es gelungen, die Stellung der literarischen Übersetzer
wesentlich zu verbessern, und die immer enger
werdenden Beziehungen zur „Universitas“ wurden im vergangenen Jahr durch die Gründung
der Translationsplattform institutionalisiert.
Obwohl Roy-Seyferts Erinnerungen hautsächlich persönlicher bzw. historisch-politischer
Natur sind, findet sich bereits auf der ersten
Seite ein Hinweis auf ihren Beruf: „Mit der
Sprache gearbeitet habe ich als Übersetzerin seit
Jahrzehnten. Ich habe einen zwar schlecht, aber
doch bezahlten und einigermaßen anerkannten
Beruf, der mich obendrein befriedigt hat. ... Ich
glaube auch erkannt zu haben, wieso nicht nur
ich, sondern viele Frauen sich gerade für diesen
Schreibberuf entscheiden: Er erfordert unbedingte Konzentration auf den Text, der mit dem eigenen Leben wenig oder gar nichts zu tun hat.
So brauchen sie sich nicht allzu intensiv mit den
eigenen Problemen zu beschäftigen, die dadurch
an Gewicht verlieren. Für mich jedenfalls war das
so.“
Die Autorin, der man nach 66 Jahren Österreich noch deutlich den deutschen Akzent anhört, wurde 1926 im damals deutschen, heute
polnischen Breslau als sogenannter „Mischling
zweiten Grades“ geboren. Erinnerungen aus der
Kindheit werden durch Eindrücke bei zwei Besuchen Jahrzehnte später ergänzt: „Ich empfand
Respekt für die wahrlich beachtliche Leistung
(Polens, Anm.), die aus einer vom Krieg fast
völlig zerstörten Stadt wieder eine ansehnliche,
sehenswerte gemacht hatte, deren deutsche Geschichte nicht verleugnet wird, sondern überall
sichtbar ist.“
Die erste Hälfte des Buches schildert das
schwierige und unstete Leben einer zwar nicht
unmittelbar verfolgten, aber doch von Verfol-
14
UNIVERSITAS
Dipl.-Dolm. Annie Weich,
Übersetzerin/Dolmetscherin
für Deutsch/Französisch/
Englisch, ehemalige
Präsidentin der Universitas
Mitteilungsblatt 3/10
gung stets bedrohten Familie, die es aus Breslau vorerst nach Berlin und 1944 nach Wien
verschlägt. Im Zusammenhang mit der Emigration eines Verwandten schreibt sie: „So erschien
mir der Krieg zunächst weniger bedrohlich als
die Verfolgungen von Juden und Nazigegnern.
In meiner Familie war schon wegen des nicht
ganz einwandfreien Stammbaumes eindeutig
klar – dem jüdischen Großvater sei Dank –, dass
die Sache der Nazis nicht die unsere war...“
Umso bemerkenswerter sind ihre einfühlsamen
Überlegungen bei einem Klassentreffen nach
dem Krieg in Berlin: „ ... für die meisten meiner ehemaligen Mitschülerinnen war eine ganze
Welt, ihre Welt zusammengebrochen. Sie wussten überhaupt nicht, wohin sie nun gehörten.“
Wohingegen „... war ich mir, war meine Familie in sich selbst im Reinen, was unsere Haltung
während der Naziherrschaft, während des Krieges
und zu deren Ende betraf.“
Uttas Schilderungen des Lebens in Wien zu
und unmittelbar nach Kriegsende sind gerade
jetzt, 65 Jahre danach, besonders berührend:
Angsterfüllte Stunden in einem Keller in der
Innenstadt, dann die erlösende Nachricht,
„Vom Stephansdom weht eine weiße Fahne!“;
die herbeigesehnten und dennoch gefürchteten
Russen – wir erinnern uns an den Bericht unserer verstorbenen Kollegin Marina Kratochwyl;
die Hungerszeit. Als „Reichsdeutsche“, der die
Wiener plötzlich feindlich gegenüberstehen,
bemüht sie sich, ihrer „Isolation im Nachkriegswien zu entkommen“. Im sogenannten Schwedenkreis, „einer Gruppe junger Christen – Protestanten und Katholiken“, später im „Verband
sozialistischer Studenten“ findet sie gleichgesinnte Gleichaltrige.
Nun erfolgen die Weichenstellungen zu ihrem
späteren Beruf. Sie inskribiert Anglistik: „... ich
... las zunehmend englische Bücher, plagte mich
anfänglich noch damit, aber mit Hemingways
‚Whom the Bell Tolls’ und Steinbecks ‚Of Mice and
Men’ schaffte ich die Hürde, wenn mir auch etliche umgangssprachliche und Slang-Wendungen
zunächst noch rätselhaft erschienen. ... Was in
Anglistik geboten wurde, legte den Grundstein
für meinen späteren Beruf als literarische Übersetzerin. Zumal ich schon in der Schule, vom ersten Tag an, an dem ich Englisch lernen durfte
– so hatte ich es empfunden -, darüber geradezu
glücklich gewesen war.“ Später: „Im dritten Jahr
nach Kriegsende bot sich mir eine wunderbare
Gelegenheit, meine Englischkenntnisse zu erproben und zu vertiefen“: Bald fährt sie als Begleiterin eines Kindertransports der Anglo-Austrian
Society nach England. Viele von uns haben über
diese, heute offenbar nicht mehr existierende
Organisation ihre ersten Englandreisen unternommen. 1948 ging es nicht um drei Wochen
Sprachferien, sondern um einen mehrmonatigen Aufenthalt zum Aufpäppeln ausgehungerter
Wiener Kinder. So verbringt Utta vier Monate in
Cambridge und lernt in der malerischen Universitätsstadt die britische Lebensart kennen.
1951 gelang es ihr, „eine Anstellung bei der
amerikanischen Marshallplan-Behörde zu bekommen. ... ich konnte meine Englischkenntnisse
beträchtlich vervollkommnen, übersetzte viel...“.
Und dann die entscheidende Wende: „Mitte der
Fünfzigerjahre fragte mich eines Tages ein Freund
... , der bei einem Wiener Verlag beschäftigt war,
ob ich Lust hätte, ein paar amerikanische Kurzgeschichten zu übersetzen. Und ob ich Lust hatte! Er, der selbst an einer Übersetzung arbeitete,
bot mir an, mich sozusagen in die Feinheiten des
literarischen Übersetzens einzuführen. Während
meiner Tätigkeit bei der Marshallplan-Mission
hatte ich ja viel übersetzt, aber eben keine Literatur. Doch mit Sprache zu arbeiten hatte mich
schon immer gefreut. Also stürzte ich mich mit
Feuereifer in meine neue Aufgabe.“
Nun aber geht das Buch bald zu Ende. Die Autorin schließt ihre Memoiren so: „Gewiss gäbe es
noch mehr zu berichten aus den späteren Jahren, Jahrzehnten: von fast fünfzig Jahren Ehe,
den beiden Töchtern, den Enkelkindern, von anderen Weggefährten, etlichen, die mir zur Seite
standen bei meinen Aktivitäten seit Anfang der
1980er Jahre im Interesse literarisch Übersetzender, dann auch für verfolgte Autoren.“
So legt man Utta Roy-Seyferts Buch mit dem
Bedauern aus der Hand, nicht weiterlesen zu
können.
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Rezension „Moskau ist viel schöner als Paris
– Leben zwischen zwei Welten“
Jeanne-Catherine Gauster-Glaubauf
Markstein, Elisabeth
(2010): „Moskau ist viel
schöner als Paris – Leben
zwischen zwei Welten“
Milena Verlag
ISBN: 3852861918
400 Seiten
€ 17,90
„Ich schreibe keine Erinnerungen, ich schreibe
auch nicht Geschichte und auch keine Autobiografie, ich schreibe von Ereignissen, die mich
bewegt haben, und von Menschen, die ich mochte“, meint Elisabeth Markstein einleitend zu
ihrem Buch und hat damit recht.
D
as kleine hin- und her geschobene Kommunistenkind wächst, endlich mit seinen Eltern
vereint, in der vom Kampf mit Hitlerdeutschland geprägten Sowjetunion auf, erlebt dort
die Evakuierung auf das Land, geht zur Schule
und schließt lebenslange Freundschaften. Bald
nach dem Krieg folgt Lisa ihren Eltern in das
ihr fremde Österreich, wo sie studiert und zu
arbeiten beginnt. Sie wird Dolmetscherin und
Übersetzerin, bleibt dabei aber stets mit ihren
Freunden aus Kinder- und Jugendtagen in Kontakt, sieht das „gelobte Land“ nach und nach
immer mehr als das, was es wirklich ist.
Im Zuge ihrer Reisen in die Sowjetunion lernt
sie viele sogenannte Dissidenten kennen und
bringt deren Werke in den Westen. Als Übersetzerin Solschenizyns unterstützt sie, zusammen
mit Heinrich Böll, den weltfremden Schriftsteller, sich in der ihm unbekannten Welt zurechtzufinden.
Als Lehrerin an österreichischen Ausbildungsstätten für Dolmetscher und Übersetzer – und
einer texanischen Universität – gelang es ihr,
viele junge Menschen für russische Literatur
zu begeistern und vielen von ihnen ein Gefühl
auch für ihre Muttersprache zu wecken.
In ihrem bewegten und ereignisreichen Leben
begegnete Lisa zahlreichen interessanten –
zum Teil auch berühmten – Menschen, gewann
viele Freunde, die sie uns behutsam und mit
großer Liebe vorstellt.
Es ist dieses Buch ein anrührendes, unprätentiöses, mit viel Fingerspitzengefühl in meisterlicher Sprache geschriebenes Zeitdokument, das
angesichts seiner Vielschichtigkeit nur schwer
zu rezensieren ist, vor allem für mich, die ich
mit Lisa befreundet bin. Dieses behutsam geschriebene Werk ist ein Musterbeispiel für echte Zurücknahme der Autorin, dessen Lektüre ich
nur wärmstens empfehlen kann.
Dipl.-Dolm. Jeanne-Catherine
Gauster-Glaubauf,
Dolmetscherin/Übersetzerin
für Französisch,
Deutsch und Englisch
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UNIVERSITAS
Mitteilungsblatt 3/10
Rezension „Richard Ernst: Taschenwörterbuch
der industriellen Technik. Deutsch –Englisch“
Eva Holzmair-Ronge
Im Schatten des großen Bruders.
Kleiner Mann – was nun?
Ernst, Richard (2009):
„Taschenwörterbuch der industriellen Technik
Deutsch-Englisch“
Oscar Brandstetter Verlag
548 Seiten
€ 33,90
G
enerationen von ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen haben auf Richard Ernsts Wörterbuch der industriellen Technik vertraut, ein
Standardwerk, wenn nicht sogar das Standardwerk schlechthin für diesen Bereich. Auch heute noch wartet die Translationsgemeinde stets
mit Ungeduld auf die nächsten überarbeiteten
und erweiterten Auflagen, die es neben D-E und
E-D auch in anderen wichtigen Sprachkombinationen gibt.
Nun hat der Oscar Brandstetter Verlag diese traditionelle Reihe durch ein von Udo Amm erarbeitetes Taschenwörterbuch ergänzt. Der kleine
Bruder enthält laut Vorwort 46.000 Stichwörter,
die „das Wesentliche aus dem uferlosen Meer
des technischen Wortschatzes“ bieten, und ist
mit rund € 34 auch relativ preiswert.
Für ein derartiges Unterfangen, das die reiche
Ausbeute des großen Vorbilds auf etwa ein
Fünftel reduziert und bearbeitet hat, ist Ökonomie in der Auswahl angesagt. In diesem Fall
konzentriert sich das handliche und übersichtlich gestaltete Taschenbuch auf die Bereiche
Maschinenbau, Elektrotechnik, Elektronik,
Verfahrenstechnik, Daten- und Telekommunikationstechnik/IT nebst Einträgen zu Luftfahrtund Kerntechnik, Bau- und Verkehrswesen, Fördertechnik, Fotografie, Glas-, Kunststoff- und
Umwelttechnik oder gar Hausgeräte-, Fahrrad-,
Audio- oder Bürotechnik.
Hoppla, wo bleibt hier die gezielte Fokussierung aufs Wesentliche? Ein weiterer Blick aufs
Vorwort gibt Aufschluss: „Besonderes Augenmerk gilt in diesem Wörterbuch dem allgemein-
UNIVERSITAS
technischen Wortschatz.“ Es wurde also nicht
an der Breite, sondern an der Tiefe gespart. Die
Zielgruppe ist nicht unbedingt unter erfahrenen TranslatorInnen zu suchen, eher schon unter den EinsteigerInnen in unseren Beruf oder
überhaupt unter Menschen, die mit den verschiedensten Gebieten der industriellen Technik zu tun haben und ein kleines Nachschlagwerk am Arbeitsplatz brauchen.
Für diese Zwecke eignet es sich durchaus, denn
die Verlässlichkeit und Qualität der gebotenen
Einträge entspricht dem gewohnten Standard
des großen und allseits geschätzten Bruders,
nur manchmal vermisst die Rezensentin bei
„allgemeintechnischen“ Stichwörtern den einen
oder anderen Terminus. So etwa findet sich bei
der Umweltverträglichkeitsprüfung zwar environmental impact assessment oder environmental impact statement, jedoch nicht der äußerst
gängige Begriff environmental audit. Automationsgestützte Verfahren kennt der Wörterbuchknirps überhaupt nicht, obwohl sie doch in der
Industrie zum ebenfalls aufgelisteten Stand der
Technik (state of the art) gehören. Dafür erklärt
er keck, was bei Kameras eine Halbautomatik
(semiautomatic control) oder bei Autos ein
Automatikgetriebeöl (automatic transmission
fluid) ist. Auch Alltagsgegenstände wie Klettverschluss (hook and loop fastener bzw. Velcro®
fastener) und Telefonkabel (telephone cable)
Mitteilungsblatt 3/10
17
sind ihm Einträge wert.
Er kann’s aber viel besser, etwa wenn er Druckpropellerflugzeug (pusher aircraft), Ringschmierlager (ring-oiled bearing) oder Tiefziehen ([deep] draw) im Anschlag bzw. im Erstzug
(first draw, first-operation drawing) mit entsprechenden Begriffserklärungen
(Zugdruckumformen eines Blechzuschnitts zu einem Hohlkörper) bietet, was wohl nicht mehr ganz der
Allgemeintechnik zuzuordnen ist.
Die gebotenen Abkürzungen sind durchwegs
brauchbar und aufschlussreich, etwa AAS (atomic absorption spectroscopy), BZ (Brennstoffzelle) – FC (fuel cell), HSS (high-speed steel)
oder PC, was nicht nur für den uns allen vertrauten Personal Computer steht, sondern auch
für Polycarbonat bzw. polycarbonate.
Das heißt, der kleine Mann geriert sich streckenweise durchaus als vollmundiger Nachahmer des großen Bruders. Ob diese Attitüde für
fachspezifische Übersetzungen und die Vorbereitung auf ebensolche Dolmetscheinsätze ausreicht, ist wohl eher mit nein zu beantworten,
aber diese Verwendungszwecke hatte der Verlag auch nicht angedacht. Für uns gibt es ja
nach wie vor den „richtigen“ Ernst, und an den
kommt ein noch so überlegt konzipiertes Taschenbuch nicht heran.
Eva Holzmair-Ronge ist
Übersetzerin und
Konferenzdolmetscherin
für Englisch und Französisch
und Präsidentin von
UNIVERSITAS Austria
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UNIVERSITAS
Mitteilungsblatt 3/10
IT-Ecke
Viele Ohren, ein Gespräch:
Telefonkonferenzen leicht gemacht
Während Telefonkonferenzen vor der digitalen
Ära aufwändig und teuer waren, ist es heute
kein Problem mehr, mit mehreren GesprächspartnerInnen – etwa Mitwirkenden an einem
gemeinsamen Übersetzungsprojekt – gleichzeitig ein Telefongespräch zu führen. Der Mobilfunkanbieter Orange etwa bietet, wohlgemerkt
sowohl vom Festnetz als auch von einem beliebigen Handy aus, die Möglichkeit solcher Telefonkonferenzen. Der Service funktioniert ein-
wandfrei und ist mittlerweile auch bei großen
Firmen im Einsatz. Informationen dazu gibt es
hier: www.orange.at/Content.Node/business/
telefonieren/telefonkonferenz/
Auch die hervorragende Alternative zu Skype,
www.jajah.com, ein Voice-over-IP-Service, bei
dem das eigene Festnetz verwendet wird, bietet
solche Telefonkonferenzen an.
Kostenlose Alternative zu Photoshop:
Bildbearbeitung mit Mugtug.com
Wer gelegentlich mit Fotos zu tun hat, sei es
für die eigene Website, für andere Marketingmaterialien oder beim Erstellen eines digitalen Fotoalbums, wünscht sich oft, die Fotos
etwas retouchieren zu können – etwa bei der
Helligkeit, beim Kontrast, durch das Ausmer-
zen störender Elemente usw. Während Profis
in diesem Fall zur teuren Software Photoshop
greifen, kommt für unsereins die kostenlose
und ohne Anmeldung auskommende Online
-Software www.mugtug.com in Frage – einfach
beim nächsten Foto ausprobieren!
Projektmanagement fürs Berufliche oder Private: Todoist.com
Wenn das Geschäft brummt und/oder private Aktivitäten kaum mehr überschaubar sind,
schafft ein Projektmanagement-Tool Abhilfe.
Ein empfehlenswertes Tool, das nach der Registrierung kostenlos alle Projekte im Auge behält,
ist www.todoist.com.
Projekte und Aufgaben können unterteilt, mit
Datum versehen und genau verfolgt werden.
Außerdem bietet Todoist eine Schnittstelle zu
Gmail.
UNIVERSITAS
Mitteilungsblatt 3/10
Das Gruselkabinett der Übersetzung –
Sommer-Edition
Einen Orden für die wohl gruseligste Übersetzung des Sommers bekommt die amerikanische
Behörde Transportation Security Administration (TSA), die unter anderem für die Gepäckskontrolle der aufgegebenen Gepäckstücke auf
Flügen in die USA und aus den USA zuständig
ist. Obwohl natürlich längst nicht alle Gepäckstücke geöffnet und durchwühlt werden, findet
Dagmar Jenner alljährlich die diesbezüglichen
Zettelchen in beiden Gepäckstücken vor – und
ärgert sich jedes Mal über die grauenhaften
Übersetzungen ins Spanische. Hier das englische Original …
… und hier der Versuch einer Übersetzung ins
Spanische. Am „schönsten“ wohl folgende Passage: „De TSA los pesares sinceramente que tienen que hacer esto, no obstante TSA no es obligado para el daño a sus cerradoras resultando
de esta precaución necesaria para la seguridad”.
Auch sehr ansprechend: „La seguridad elegante
ahorra tiempo“ für das englische „Smart Security Saves Time“.
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UNIVERSITAS
Mitteilungsblatt 3/10
Diese Highlights der Italienisch-Englisch-Übersetzung hat Brigitte Höfert aus Rom mitgebracht. Herzlichen Dank dafür! Hier
das italienische Original …
… und die originelle Übersetzung.
Aus Italienisch wird im Englischen ...
Poesie pur!
UNIVERSITAS
Mitteilungsblatt 3/10
21
Verbandsmitteilungen
Neuaufnahmen
Agnieszka Bidas JM
PL/DE/EN
BürgInnen: Ott-Spracklin, Žigo
Rauchgasse 36/10
1120 Wien
Mobil: 0676/949 83 55
E-Mail: PL/DE/EN
Sabine Figl, Bakk.phil. JM
DE/EN/FR
BürgInnen: Rittsteuer, Žigo
Victoria Fill JM
DE/FR/RU
Bürginnen: Jenner, Petrova
Tamperstein 3A
6094 Axams
Mobil: 0650/728 33 07
E-Mail: [email protected]
Lisa Goidinger JM
DE/FR/EN
Bürginnen: Jenner, Petrova
Bahnstraße 5d
6401 Inzing
Mobil: 0676/556 09 53
E-Mail: lisa.goidinger@
student.uibk.ac.at
Yvonne Gstrein JM
DE/FR/IT
Bürginnen: Jenner, Petrova
Viktor-Franz-Hess-Str. 7
6020 Innsbruck
Mobil: 0699/194 982 04
E-Mail: yvonne.gstrein@
student.uibk.ac.at
Irene Haid JM
DE/EN/RU
Bürginnen: Jenner, Petrova
Kreuzweg 28
6091 Götzens
Mobil: 0650/640 26 10
E-Mail:
[email protected]
Irina Höll, Bakk. JM
DE/EN/ES
BürgInnen: Lion, Spath
Beckmanngasse 52/5-6
1150 Wien
E-Mail:
[email protected]
Verena Kövari, Mag. JM
DE/EN/ES
BürgInnen:
Budin, Lövenberger
Hirschengasse 17/2/17
1060 Wien
Mobil: 0650/700 20 21
E-Mail:
[email protected]
Esther Krenn JM
DE/EN/ES
Bürginnen: Jenner, Petrova
Kapfstraße 97
6800 Feldkirch
Mobil: 0664/896 51 51
E-Mail: [email protected]
Christa Mandl JM
DE/EN/HU
Bürginnen: Griessner, Holzmair-Ronge
Otto-Loewi-Gasse 10/3/15
8042 Graz
Mobil: 0664/150 77 27
E-Mail: [email protected]
Barbara Mairleitner,
Bakk.phil. MA JM
DE/FR/ES
BürgInnen: Millischer, Spath
Grabnergasse 15/1/6
1060 Wien
Mobil: 0676/536 60 26
E-Mail: [email protected]
Martina Mayer JM
DE/FR/EN/ES
Bürginnen:
Bernardini, Petrova
Josef-Hirn-Straße 1, Top 18a
6020 Innsbruck
Mobil: 0664/205 53 63
E-Mail: martina.mayer
@student.uibk.ac.at
Lisa Radovanic JM
DE/EN/ES
BürgInnen: Lion, Spath
A-Stifterstraße 6
3300 Amstetten
Mobil: 0664/154 80 63
E-Mail:
[email protected]
Julia Reisinger JM
DE/FR/RU
Bürginnen: Fukari, Griessner
Brockmann Gasse 118
8010 Graz
Mobil: 0699/816 863 66
E-Mail:
[email protected]
Andrea Tabery JM
DE/ES/FR
BürgInnen: Millischer, Spath
Brentenmaistraße 10
A-3012 Wolfsgraben
E-Mail:
[email protected]
Angelika Zwerger JM
DE/IT/EN
Bürginnen: Griessner,
Jantscher-Karlhuber
Kalchberggasse 5
8010 Graz
Mobil: 0650/481 66 51
E-Mail: angelika.zwerger@
brennercom.net
Claudia Amor, Mag.phil. OM
DE/EN/IT
Bürginnen: Cisotto, Desole
Raingasse 14
I-39100 Bozen
Tel.: 0039/0471/05 27 61
Mobil: 0039/339/82 34 19
E-Mail:
[email protected]
Gerrit Bayer-Hohenwarter,
Mag.phil. OM
DE/EN/FR/IT
BürgInnen:
Fleischmann, Griessner
Ringsteinerweg 30g
8075 Hart bei Graz
Tel.: 0316/42 58 49
Mobil: 0676/480 17 19
E-Mail: [email protected]
Stefanie Falk, Mag.phil. OM
DE/EN/FR
Bürginnen: Holzmair-Ronge,
Jantscher-Karlhuber
Anton-Paar-Siedlung 1b
A-8605 Kapfenberg
Mobil: 0650/815 03 81
E-Mail: [email protected]
Stefanie Göstl,
Mag., MA OM
DE/EN/RU
BürgInnen: Hodonsky, Žigo
Schadinagasse 11/2/10
1170 Wien
Mobil: 0664/891 88 02
E-Mail:
[email protected]
22
UNIVERSITAS
Mitteilungsblatt 3/10
Verbandsmitteilungen
Neuaufnahmen
Ingrid Kirchleitner,
Mag.phil. OM
DE/FR/ES/EN
Bürginnen:
Hörmanseder, Springer
Hans von der Sanngasse 1
A-8045 Graz
Mobil: 0650/290 55 11
E-Mail:
[email protected]
Hemma-Maria Kuttner,
Mag.Dr. OM
DE/IT/EN
Bürginnen:
Griessner, Jantscher-Karlhuber
R.-Wagner-Str. 5/7
9020 Klagenfurt
Tel.: 0463/59 17 22
Mobil: 0664/133 52 09
E-Mail:
[email protected]
Sabine Meyer, Mag.phil. OM
DE/EN/FR
Bürginnen: Jenner, Lenhart
Hauptstraße 26/E/4/3
A-2351 Wiener Neudorf
Mobil: 0680/115 57 02
E-Mail: [email protected]
Inna Mironovskaja,
Dipl. Ü. OM
DE/RU/EN
Bürginnen:
Holzmair-Ronge, Hengberger
Wintergasse 4-6/7/1
3002 Purkersdorf
Tel.: 02231/204 70
Mobil: 0680/134 93 89,
0049/171 288 67 63
E-Mail: [email protected]
Aleksandra Nuc,
Mag.phil. OM
SL/DE/EN
Bürginnen:
Jantscher-Karlhuber, Teppey
Askerceva ulica 4
SL-2000 Maribor
Mobil: 0038/641/60 96 18
E-Mail:
[email protected]
Christina Preiner, Mag. OM
DE/EN/FR
Bürginnen:
Fukari, Schnitzer
Rauscherstraße 7/37
1200 Wien
Tel.: 01/946 44 88
Mobil: 0699/194 644 88
E-Mail: [email protected]
Janna Rosenauer, Mag. OM
DE/CS/IT
Bürginnen:
Soukup-Unterweger, Weginger
Auhofstraße 4/13
1130 Wien
Mobil: 0650/767 89 82
E-Mail:
[email protected],
[email protected]
Sabine Steinlechner,
Mag.phil. OM
DE/EN/FR
Bürginnen:
Jantscher-Karlhuber, Tippelt
Mühlgasse 2/14
8330 Feldbach
Mobil: 0650/217 98 03
E-Mail:
[email protected]
Website: www.tradukisto.eu
Ursula Vetschera,
MMag.phil. OM
DE/EN/ES/FR/PT
Bürginnen: Jenner, Lenhart
Anton-Krieger-Gasse 1-23/C2
1230 Wien
Tel.: 01/887 22 96
Mobil: 0676/450 29 85
E-Mail: [email protected]
Marion Welsch,
Dipl. Kauffr. OM
DE/EN/FR
Bürginnen:
Holzmair-Ronge, Illmer
O.-Milser-Straße 15a
6068 Mils
Tel.: 05223/99 48 88
Mobil: 0699/100 674 18
E-Mail: [email protected]
Iris Lechner, Mag.phil. OM
DE/AR/EN
Weinheimergasse 8/36
1160 Wien
Mobil: 0650/524 63 04
E-Mail:
[email protected]
Andrea Lövenberger,
Bakk.phil. MA OM
DE/EN/HU/FR
Steingasse 6/20
1030 Wien
Mobil: 0650/910 91 21
E-Mail:
[email protected]
Umwandlung von JM zum OM
Sanja Baltic,
´ Mag.phil. OM
DE/BO/SR/HR/EN
Breitenfurter Straße 310/3/6
1230 Wien
Mobil: 0699/109 942 85,
0699/171 559 79
E-Mail: [email protected]
Stefanie Fuchs, M.A. OM
DE/ES/EN
Josef Dunkl-Straße 18
2130 Mistelbach
Mobil: 0699/171 527 14
E-Mail: [email protected]
UNIVERSITAS
Mitteilungsblatt 3/10
23
Verbandsmitteilungen
Umwandlung zum OM
Margareta Mittermayer,
MMMag.phil. OM
DE/FR/EN
Favoritenstraße 202/26
1100 Wien
Mobil: 0699/190 205 70
E-Mail:
[email protected]
Stillegung/ Austritt
Monschein Kerstin,
Mag. OM
DE/EN/RU
Raiffeisengasse 36
8280 Fürstenfeld
Mobil: 0664/738 465 06
E-Mail:
[email protected]
Razocher Daniela,
Mag.phil. OM
DE/EN/ES
10 Sheldon St. Patrick’s Hill
IR-Cork City, Cork
Mobil: 0664/188 100 23
E-Mail:
[email protected]
Website:
www.communicateforyou.at
Adressänderungen
Stilllegung
Aneta Pietraszko,
Jana Übelbacher
Tanja Bruxmeier
Franz Jonas Ring 34
8054 Pirka
Margarete Dissauer, Mag.
Wiedner Hauptstraße 135/14
1050 Wien
Gabriele Geistlinger,
Mag.phil.
Hans-Pfitzner-Str. 10/3/7
5020 Salzburg
Austritt:
Grünberg Agnes,
Klausner Karola,
Koppitsch Gerlinde,
van Kooij Isabella
Michaela Hackl
Erdbergstraße 52-60/1/42
1030 Wien
Alena Petrova, Dr. phil.
Innstraße 30
6020 Innsbruck
Elisabeth Petz-Höllrigl,
Mag.phil.
Ketzergasse 356/7
1230 Wien
E-Mail: elisabeth.petz@
hoellrigl.name
Judith Anna Plattner, Mag.
Breitenfeldergasse 4/6
1080 Wien
Petra Rabitschova, Mag.phil.
Reihergraben 10/3
3400 Klosterneuburg
Karin Reithofer, Mag.phil.
Schulgasse 33/23
1180 Wien
Eva Repolusk-Stoppel, Mag.
Abtshalde 9
6832 Röthis
Katerina Sinclair, Mag.
Kahlgasse 3/5
1210 Wien
Mobil: 0676/364 42 88
Peter Strauss, Master
Rue du Noyer 42-5h
B-1030 Brüssel
Rosemarie Wölkart, Mag.
E-Mail:
[email protected]
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Das Letzte
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von Vera Ribarich
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Waagrecht:
1/ Mit kad mittig ergänzbar, das A und O vom
Zauberspruch
8/ Ein Wort, von vorn und hinten richtig: So
heißt’s, wenn aus Roma Amor wird
9/ Von rechts schreiben: Aufforderung zur
reisevorbereitenden Vollkofferei bringt dich im
Steirischen auf den Sattel
10/ Irgendwie hoffnungsvoll klingt die Kunstsprache schon
11/ Vornämliche Ergänzung fürs Schiele(Selbst-)Bildnis
12/ Neudefinition des Starts laut Formel 1
13/ Erfüllung des Kinderwunsches auf Französisch, wobei ich erzittere?
16/ Feines Domizil im Grünen kam für Pippi nur
kunterbunt in Frage
17/ Das deutsche Fremdwort dient in England
als Substitut
21/ Apothekers Auszug, aus der deutschen Kulturhauptstadt bis zur Quint zu bilden? (Mz.)
22/ Wer darauf spielt, kann alle Register ziehen
23/ Grotten-schlechter Glitschkerl macht sich in
der Quargelmetropole ützlich
24/ Als tempo-räre Einheit mit der Navy verknüpft
Lösungen
aus Ausgabe 2/2010:
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Senkrecht:
2/ Kurzkritik des „Wohltemperierten Klaviers“?
Worin saß Morgensterns Wiesel um des Reimes
willen?
3/ Kanton-esisch benannter Käse reift westlich
von Vorarlberg
4/ K-alkig erweiterte Kussmund-Komponente
findest du an der Kanalküste (Mz.)
5/ Auftakte, nach Umstellung in rot zu notieren
6/ Beim Pokern groß-artiges Ergebnis kann ein
wenig spanisch erscheinen
7/ Dort nehmen im Theater die Hochstrebenden
Platz?
14/Ein Biss-chen aus dem Datensatz
15/ Als Ferdinand war französischer Linguist,
wer als James Patentierer vom Scrabble ist
18/ Der Freunderlwirtschaftstreibende hat nicht
nur in Spanien System
19/ Gewebliches Einzelteil, für Einzelgänger
bewohnbar
20/ Sommers in Bodennähe gibt’s das noch und
noch, atmosphärisch aber fehlt’s … oje, ein
Loch!
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Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe:
1. November 2010