Musik - Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Minden

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Musik - Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Minden
Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Minden
Lehramt Gymnasium/ Gesamtschule
Handlungssituationen und inhaltliche Bezüge/ B. Fachlich: Musik
gemäß Kerncurriculum für die Ausbildung im Vorbereitungsdienst 2011
Die Ausbildung im Lehramt Gymnasium / Gesamtschule orientiert sich am Kerncurriculum (vgl. dazu auch Seminarprogramm).
Die fachspezifischen Präzisierungen lehnen sich an die Abfolge der Schwerpunkte der überfachlichen Ausbildung an. Diese Taktung
durch die überfachliche Ausbildung stellt einen Orientierungsrahmen dar, dessen Übernahme durch die Fachseminare im Einzelnen
durch zeitliche Verschiebungen und thematische Fokussierungen und Ergänzungen gekennzeichnet sein kann.
Der Buchstabe P steht für Praxistage. Diese finden regelmäßig statt. Im Zentrum stehen praxisorientierte Lernarrangements, in denen
individuelle Handlungsmuster erprobt und Handlungskompetenzen zu allen Handlungsfeldern systematisch aufgebaut werden.
Da im Fachseminar Musik standortübergreifend überdurchschnittlich viele LAA mit sehr unterschiedlichen beruflichen Werdegängen
und damit heterogenen Einstiegsvoraussetzungen aufeinander treffen (reguläre Schulmusiker mit zweitem Fach, Schulmusik„Doppelfächler“/=-„Einfächler“, Pädagogische
Einführungen, OBAS-Seiteneinsteiger), geht es im nachfolgenden
Ausbildungskonzept um eine primär auf individuelle Förderung angelegte und zeitnah flexible, an den tatsächlichen Bedarfen der
LAA orientierte, teilmodularisierte Fachseminararbeit.
Dies manifestiert sich vor allem in der durchgehend gemeinsamen Auswertung und Weiterplanung der Fachseminararbeit, in den
flexibel einzusetzenden (Wahl-) Praxistagen und Fachexkursionen, den jährlich stattfindenden Fachtagungen des Studienseminars
Rostock und der ZfsL Minden und Bielefeld sowie eigenständigen Anteilen der LAA - orientiert an den jeweiligen heterogenen
beruflichen Vorerfahrungen und Kompetenzen - in den Fachseminarsitzungen/ Praxistagen/ Fachtagungen sowie in zusätzlichen,
außerhalb der Unterrichtsbesuche stattfindenden, individualisierten Beratungen (persönliche Beratungen, auch telefonisch) sowie in
Beratungen/ individuellem Materialversand via Internet. Die aufgeführten Ausbildungselemente, Praxistage und Fachtagungen sind
Schwerpunktsetzungen, werden flexibel, bedarfsorientiert verknüpft und stellen nur in Teilen eine Chronologie der Fachseminararbeit
dar.
1. Quartal
Phase 1 Erziehungsauftrag wahrnehmen und Unterricht gestalten
Die Phase dient der praxisorientierten Erschließung aller sechs Handlungsfelder. Sie ist für Vorbereitungsdienst wie anschließende
berufliche Praxis von zentraler Bedeutung, wie zahlreiche Evaluationen zeigen. Kennzeichnend für das Vorgehen sind die
konsequente Entscheidungsorientierung sowie die systematische Einübung von Formen kollegialer Zusammenarbeit.
P 1 (Praxistag FÜ)
Lehrer werden und vorbildhaft wirken
Handlungssituationen
•
Berufliche Erfahrungen gemeinsam reflektieren und Konsequenzen ziehen (Handlungssituation: 6.1)
•
Motivierende Lernsituationen schaffen (1.4)
Inhaltliche Bezüge
•
Vorerfahrungen, Erwartungen und Kompetenzen in Bezug auf professionelle Lehrertätigkeit
•
Rechtliche Vorgaben und dienstliche Pflichten; Handlungssituationen des Kerncurriculums
•
Auseinandersetzen mit Vorstellungen des idealen Lehrers
•
Trainingsprogramme „Auftreten vor Gruppen“ und „Umgehen mit großen Gruppen“
P2
Den Erziehungsauftrag vertreten
Handlungssituationen
•
Erziehungsauftrag und das Erziehungskonzept der Schule vertreten , z.B. auf Elternabenden, Tagen der offenen Tür (2 .6)
•
Unterricht als erziehenden Unterricht langfristig anlegen (2.1)
Inhaltliche Bezüge
•
Entscheidungsorientierte Trainingsphasen und Positionsbestimmungen zu Erziehungsverständnissen als Lehrer/in
•
Forschungsergebnisse zur Bedeutung der Erziehung im Unterricht
•
Aktivierende Methoden zur Erziehung zum „Aktiven Zuhören“ im Unterricht
Musik 1
P3
Unterricht professionell auswerten und kollegial reflektieren
Handlungssituationen
•
Auswertung von Unterricht und Gruppenhospitationen (1. 6)
•
Beratungssituationen kollegial reflektieren (4. 3)
•
Kollegiale Beratung als Unterrichtsentwicklung praktizieren (6. 3)
Vorstellungen zum „Geschehen Unterricht“ werden mit Unterrichtsbeispielen und Ergebnissen der empirischen
Unterrichtsforschung konfrontiert, so dass Kategorien der Analyse präzisiert werden können. Gleichzeitig werden kollegiale
Beratungsformen vermittelt, die sich an dem an der Universität Utrecht (IVLOS) entwickelten „Reflexionszyklus“ orientieren.
Inhaltliche Bezüge
•
Empirische Unterrichtsforschung; Gewichtung und Systematisierung von identifizierten Kategorien der Unterrichtsanalyse
•
Unterrichtsmethoden und Lehrerverhalten
•
Kollegiale Beratungsverfahren, Reflexionszyklus
Praxistage/Fachexkursionen/ Fachtagungen im Fachseminar Musik
(Mögliche Wahlmodule in allen sechs Quartalen)
Praxistage und Fachexkursionen im Fachseminar Musik finden in regelmäßigen Abständen - an den jeweiligen Bedürfnissen der
Fachseminarteilnehmer orientiert - statt. Im Zentrum stehen praxisorientierte, häufig instrumental- oder vokalpraktisch geprägte
Lernarrangements, in denen fachspezifische Methoden erlernt und geübt, individuelle Handlungsmuster erprobt und
Handlungskompetenzen in allen Handlungsfeldern systematisch aufgebaut werden. Zusätzlich findet einmal pro Jahr eine mehrtägige
Fachtagung in Kooperation der Fachseminare Musik am Studienseminar Rostock und den ZfsL Minden und Bielefeld statt. Inhalte
der Praxistage, Fachexkursionen und Fachtagungen überschneiden sich in Teilen mit Inhalten der regulären Ausbildungselemente,
ergänzen oder vertiefen diese.
Themen der (Wahl-)Praxistage/ Fachexkursionen/ Fachtagungen:
•
1. Fachtagung: Funktionale Musik und Politik: „Rechtsrock“ und Extremismus in der Rock- und Popmusik/ Bildungspolitische
Entwicklungen des Schulsystems und der Lehrerausbildung
•
2. Fachtagung: Methodisch-didaktische Aspekte von Arrangement, Komposition und Produktion mit Neuen Medien als innovativer Bereich
des Musikunterrichtes/ Arbeit in einem Tonstudio
•
Formen des Musizierens im Musikunterricht: Bandmusizieren im Klassenverband, Vokales Musizieren, Stimmbildung und Chorarbeit,
Musizieren mit Boomwhackers/ Drumcircle etc.
•
Grundlagen und Methoden eines aktuellen Musikunterrichtes: Die Methode des „Live-Arrangements“, Offene Unterrichtsformen am Beispiel
„Stationenlernen“, Einsatz Neuer Medien im Musikunterricht, Literatur- und Mediensichtung audiovisueller Unterrichtsmedien etc.
•
Grundkenntnisse im Bereich Veranstaltungs- und Bühnentechnik
•
Möglichkeiten zu Fachexkursionen: Pop- und Rockmuseum Gronau, Stadttheater Bielefeld, WDR-Studios Bielefeld, musikbezogene
Praktikumsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler
•
Vorgezogenes Wahlangebot für LIA´s: Reihenplanung und Klausurerstellung/ Korrektur von Klausuren im Rahmen des Zentralabiturs,
rechtlicher Rahmen, Allgemeine Test- und Klausurerstellung + Korrektur
Intensivphasen (FA) an den Schulen der Ausbildenden
(ggf. weitere, dann individuelle Fördermaßnahmen an deren Schulen)
Handlungssituationen:
•
Lerngegenstände für die spezifische Lerngruppe differenziert aufbereiten und Medien begründet einsetzen (1. 3)
•
Auswertung von Unterricht unter Anleitung sowie Gruppenhospitationen (1. 6)
•
Der schulische Erziehungsauftrag, Unterricht als erziehenden Unterricht langfristig anlegen (2.1)
•
Beratungssituationen kollegial reflektieren (4. 3)
•
Sprachstand differenziert erfassen und Schülerinnen und Schülern sprachlich individuell fördern (5. 4)
Musik 2
Inhaltliche Bezüge:
Im Mittelpunkt stehen Planung und Umsetzung von Unterricht durch alle Auszubildenden. Formen der Lerninitiierung und
Lernsteuerung werden fachbezogen umgesetzt. Unterricht wird, wie in Handlungsfeld 1 vorgesehen, im Rahmen von
Gruppenhospitationen ausgewertet (auch Ausbilderunterricht), dabei orientieren sich Beratungsformen am Reflexionszyklus.
• Merkmale erfolgreichen Musikunterrichts
• Merkmale eines erfolgreichen Musiklehrers und Möglichkeiten der Selbstorganisation
• Vorerfahrungen, Erwartungen und Kompetenzen in Bezug auf professionelle Lehrertätigkeit
• Kooperative Planung von Unterrichtsvorhaben und Medieneinsatz, der schriftliche Unterrichtsentwurf
• Durchführung von gemeinsam geplanten Unterrichtsvorhaben sowie Gruppenhospitationen und deren Reflexion
• Einblicke in das Schulleben: Schulsozialarbeit und schulische Förderkonzepte (Gespräch mit Schulsozialarbeitern); aktive
Teilnahme an Methodentagen (Hospitation und Mitarbeit in Klassenlehrer-/ Verfügungsstunden); Das dreigliedrige
Schulsystem (Gespräch mit Schulleitung/ Didaktischer Leitung)
• CD-Rom mit Einstiegsmaterialien (Curriculum des Fachseminares Musik, Beispielentwürfe und schriftliche
Auswertungen, fachbezogene Literaturübersicht/ Materialquellen/ fachbezogene Newsgroups und Bildungsserver,
Materialien zur Allgemeinen Musikelementarlehre, Materialien für musikbezogene Unterrichtseinstiege, Materialien zur
Vermittlung von Musikgeschichte, Materialien zur Musikpraxis, Materialien zur Planung, Durchführung und Reflexion
von Unterricht)
Phase 2. Unterricht gestalten sowie Leistungen erfassen, rückmelden und beurteilen
(reguläre Seminararbeit vor Beginn des selbstständigen Unterrichts, FA: zwei Zeitstunden wöchentlich)
Modul 1.1
Lerngegenstände aufbereiten und Unterricht gestalten
Handlungssituationen
•
Unterrichtsziele lerngruppenbezogen und fachdidaktisch begründet bestimmen (1. 2)
•
Lerngegenstände für die spezifische Lerngruppe differenziert aufbereiten und Medien begründet einsetzen (1. 3)
Inhaltliche Bezüge:
• Merkmale erfolgreichen Musikunterrichts
• Merkmale eines erfolgreichen Musiklehrers (z. B. Moderative Lehrerrolle versus Lehrerzentrierung)
• Erste unterrichtliche Erfahrungen reflektiert auswerten (Schwerpunkte: Planung + Durchführung, Lehrerrolle, erzieherische
und organisatorische Aspekte etc.)
• Lehrerverhalten (insbes. Unterrichtssteuerung, Frage- und Impulstechnik, Umgang mit Störungen, Motivation von
Lerngruppen)
• Rechtliche Vorgaben und dienstliche Pflichten
• Curriculum des Fachseminares Musik, Handlungssituationen des Kerncurriculums, Kompetenzen und Standards,
ausbildungsbezogene Bewertungsaspekte und -kriterien
• Der schriftliche Unterrichtsentwurf (Vertiefung: Methodisch-didaktischer Kommentar, Verknüpfung von
Lerngruppencharakteristika mit Einzelentscheidungen, unterrichtliche Zielsetzungen und deren Transparenz)
• Analyse von Beispielentwürfen und schriftlichen Auswertungen
• fachbezogene Literaturübersicht/ Materialquellen/ fachbezogene Newsgroups und Bildungsserver
• Sichtung, kritische Beurteilung und Erprobung von Materialien zur Allgemeinen Musikelementarlehre, Materialien für
musikbezogene Unterrichtseinstiege, Materialien zur Vermittlung von Musikgeschichte, Materialien zur Musikpraxis
• Sichtung und Auswertung von Materialien zur Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht
Modul 1.2 Leistungen erfassen, dokumentieren und beurteilen
Das Modul muss vor Beginn des selbstständigen Unterrichts (BdU) umgesetzt werden.
Musik 3
Handlungssituationen
•
Rechtliche Vorgaben zur Leistungserziehung und -bewertung im Schulalltag (3. 1)
•
Herausfordernden Unterricht planen und durchführen (3. 3)
Inhaltliche Bezüge:
• Fachbezogene Anforderungsmaßstäbe und Kriterien für Leistungsbewertung klären
• Analyse von Klausuren und Erstellung von Erwartungshorizonten
• Lösung und Korrektur von Klausuren; Reflexion von Bewertungs- und Korrekturstrategien
• Praxismaterialien zur Leistungsbewertung
• Gesprächssituationen/ -strategien zur Leistungsbewertung (Simulation und Reflexion)
• Dokumentation von Schülerleistungen
P4
Unterrichtstörungen reflektiert wahrnehmen und bewältigen
Handlungssituationen
•
Störungen reflektiert wahrnehmen und darauf eindeutig und angemessen reagieren (2. 3)
Inhaltliche Bezüge
• Simulation von Unterrichtssituationen; Rollenspiele mit fallbezogener Klärung von Störungsmustern
• Strategien zur Vermeidung problematischer Kommunikationsspiralen
P5
Projekttage fachliche Ausbildung: Unterrichtsreihen planen
Handlungssituationen
•
Unterrichtsziele lerngruppenbezogen und fachdidaktisch begründet bestimmen (1. 2) bezüglich konkreter Unterrichtsreihen
•
Lerngegenstände für die spezifische Lerngruppe differenziert aufbereiten und Medien begründet einsetzen (1. 3)
•
Motivierende Lernsituationen schaffen (1.4)
•
Auswertung von Unterricht unter Anleitung sowie Gruppenhospitationen (1. 6)
•
Sprachstand differenziert erfassen und Schülerinnen und Schüler sprachlich individuell fördern (5. 4)
Inhaltliche Bezüge
• Unterrichtliche Zielsetzungen und deren Transparenz
• Modelle für Reihenstrukturen
• Fachdidaktische Modelle, Konzepte induktiven, schülerorientierten Lernens und Arbeitens, pädagogische Leitlinien als
übergeordnete Denkstrukturen zur Reihenplanung
• Analyse von Beispielentwürfen im Hinblick auf Reihenplanungen
• Skizzierung von unterschiedlichen Reihenplanungen orientiert an tatsächlichen Unterrichtsvorhaben der Referendarinnen
und Referendare
2. Quartal:
Erfolgreich selbständig unterrichten (Beginn BdU)
P6
Gesprächsführung im Unterricht kompetent einsetzen
Handlungssituationen
•
Sprachentwicklung der Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung von Unterricht in allen Fächern berücksichtigen (5. 5)
Inhaltliche Bezüge
• Gesprächsformen und Gelingensbedingungen für Unterrichtsgespräche
• fallbezogene Konzeptentwicklung professioneller Gesprächsführung
Musik 4
Modul 2.1 Unterrichtsgesprächsführung und Lernprogression
Handlungssituationen
•
Unterrichtsziele lerngruppenbezogen und fachdidaktisch begründet bestimmen (1. 2)
•
Selbstständigen Unterricht auswerten (1. 6)
•
Unterricht als erziehenden Unterricht langfristig anlegen (2.1)
•
Heterogenität als Potential für Unterricht und Schulleben nutzen (5. 2)
•
Sprachstand differenziert erfassen und Schülerinnen und Schülern sprachlich individuell fördern (5. 4)
Inhaltliche Bezüge:
• Initiierung und Aufrechterhaltung eines Unterrichtsgespräches
• Individualisierung und individuelle Förderung
• Gesprächsformen und Gelingensbedingungen für Unterrichtsgespräche
• Simulation von Gesprächssituationen
• Lernbereiche und fachspezifische Arbeitsweisen
Modul 2.2 Unterrichtsprozesse theoriegeleitet planen und durchführen
Handlungssituationen
•
Unterricht schülerorientiert planen (Erkenntnisse der Entwicklungs- und Lernpsychologie anwenden) (1. 1)
•
Unterschiedliche Formen der Lerninitiierung und Lernsteuerung binnendifferenziert umsetzen (1. 5)
Inhaltliche Bezüge
• Themen für den Unterricht bestimmen und Entscheidungen transparent begründen
• Richtlinien, Kernlehrpläne, schuleigene Curricula; Didaktische Begründungen, Kompetenzorientierung, Aufgabenkultur;
Aufbau von Wissen und Können
• Einführung in die Planung von Musikunterricht/ schriftliche Unterrichtsentwürfe:
• Kategorien des Unterrichtsprozesses und Planungsaufgaben
• Grundbegriffe, Grundhaltungen und Konzepte der Unterrichtsplanung (z. B. Induktion, Deduktion; Vertiefung des Modells
„Aufbauender Musikunterricht“ etc.)
• Begabungsförderung im Fach Musik
• Motivierende Unterrichtseinstiege gestalten
• Lernerfolgskontrollen und Feedbackgespräche als Evaluationsinstrumente des Unterrichts
Modul 2.3 Didaktische Prinzipien im Unterricht anwenden
Handlungssituationen
•
Unterricht fachdidaktisch begründet bestimmen (1.2)
•
Lernbedingungen in den Lerngruppen orientiert an Erziehungszielen kontinuierlich individuell lernförderlich gestalten (2. 2)
Inhaltliche Bezüge
• Leitprinzipien des Musikunterrichtes: Schülerorientierung, Handlungsorientierung: Verständnisse und Umsetzungen;
Induktion und Antizipation: Musikalische Phänomene aus der Schülerperspektive denken; Wissenschaftspropädeutik und
Problemorientierung: Lerntheoretische Bedeutung, Verständnisse, Bedeutung in Kerncurricula und Lehrplänen
• Exemplarische , didaktische Konzepte des Musikunterrichtes (Konzepte werden vorgestellt, theoretisch erarbeitet,
praktisch erprobt und reflektiert; z.B. handlungs- und produktionsorientierter Musikunterricht, didaktische Interpretation
(hermeneutischer Ansatz), Lebensweltorientierung, Integration von musikalischem Elementarunterricht (Musiktheorie, geschichte, Instrumentenkunde durch Sachtexte, Filme, Schülerreferate, Lehrervorträge), das Modell des Aufbauenden
Musikunterrichtes etc.)
• Kernlehrplan/ Richtlinien und Lehrpläne für das Fach Musik Sek. I+II unter besonderer Berücksichtigung der Lernziele
und Lernbereiche (Erarbeitung der curricularen Vorgaben; Lernbereiche und Leistungsstandards; Formen der
Leistungsbewertung)
• Simulation von Planungsvorhaben
Musik 5
3. Quartal
Kompetent beraten und Lernprozesse nachhaltig anlegen
Modul 3.1
Beratungskonzepte situationsspezifisch einsetzen
Handlungssituationen
•
Schulische Beratungsanlässe erkennen und aktiv gestalten (Schülerinnen und Schüler beraten zu Lernen, Leisten,
Erziehen, Schullaufbahn, Prävention, Konflikten) (4. 1)
•
Eltern anlass- und situationsbezogen beraten (4. 2)
•
Schülerinnen, Schüler und Eltern zu Leistungsanforderungen, Beurteilungskriterien und zu erbrachten Leistungen beraten
(3. 4)
•
Die Kompetenz zur Kriterien geleiteten Selbsteinschätzung der S. ausbilden (3.5)
Inhaltliche Bezüge
• Fachbezogene Anforderungsmaßstäbe und Kriterien für Leistungsbewertung im Beratungsgespräch adressatengerecht
vermitteln
• Schülerarbeiten und -leistungen als mögliches Diagnoseinstrument und als Grundlage für ein Beratungsgespräch
• Beratungen bezüglich schulischer Anforderungen und möglicher fachbezogener Berufsfelder
P7
Mit Beratungssituationen professionell umgehen
Handlungssituationen
•
Berufliche Erfahrungen gemeinsam reflektieren und Konsequenzen ziehen (6.1)
•
Beratungssituationen kollegial reflektieren (4. 3) sowie mit externen Beratungseinrichtungen kooperieren (4.4)
Das Modul wird im Kontext mit dem ersten Elternsprechtag im Rahmen selbstständig erteilten Unterrichts (bdU) umgesetzt, bei
dem die Referendarinnen und Referendare auf sich allein gestellt ihren Unterricht, Kriterien der Leistungsbewertung sowie
Benotung transparent machen müssen. Es steht in Zusammenhang mit P 6 „Gesprächsführung“ im ersten Halbjahr.
Inhaltliche Bezüge
• Auftreten und flexibles Reagierens in Beratungssituationen
• Umgehen mit Widerständen (Handlungssituationen)
• Vertiefung des Verständnisses vom Lehrer als Erzieher
Modul 3.2 Motivieren und Erkenntnisse der Lernforschung anwenden
Handlungssituationen
•
Motivierende Lernsituationen in heterogenen Lerngruppen schaffen (1. 4)
•
Diagnostische Verfahren einsetzen, Ergebnisse auswerten und die individuelle Förderplanung sachgerecht gestalten und
fortschreiben (3. 2)
•
Herausfordernden Unterricht planen und durchführen (3. 3)
•
Störungen reflektiert wahrnehmen und darauf eindeutig und angemessen reagieren (2. 3)
•
Außerunterrichtliche Situationen erzieherisch wirksam werden lassen (z.B. bei Pausenaufsichten, Klassenfahrten,
Schulfesten. Unterrichtsgängen, Hausbesuchen, informellen Gesprächen) (2. 5)
Inhaltliche Bezüge:
• Die Rolle des/ der Musiklehrers/in: Eigenes Rollenverständnis und äußere Erwartungen
• Vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung von Unterrichtsstörungen, Motivation im „Nebenfach“ Musik
• Verzahnung von analytischen und instrumentalpraktischen Lernzugriffen, induktives Lernen/ Sinnhaftigkeit von
Lernvorhaben als vorbeugende Mittel zur Vermeidung von Störungen
• Aufsuchen außerschulischer Lernorte, originale Begegnungen mit Musik, Teilhabe am Schulleben
Musik 6
• Grundlagen der Motivationsforschung und Konsequenzen für den Musikunterricht
• Fehler in der didaktischen Analyse als Ursache von Unterrichtsstörungen
4. Quartal:
Vielfalt als Chance wahrnehmen und kooperativ lernen
Modul 4.1 Heterogenität und individuelle Förderung
Handlungssituationen
•
Heterogenität als Potential für Unterricht und Schulleben nutzen (5. 2)
•
Unterricht schülerorientiert planen (1. 1)
•
Die Kompetenz zur Kriterien geleiteten Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler ausbilden (3. 5)
•
Schülerinnen, Schüler und Eltern zu Beurteilungskriterien und zu erbrachten Leistungen beraten (3. 4)
•
Sprachentwicklung der Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung von Unterricht in allen Fächern berücksichtigen (5. 5)
•
Arbeiten im gemeinsamen Unterricht (5.6)
Inhaltliche Bezüge:
• Faktoren des Gefährdens und des Gelingens von Gruppenarbeiten; Erarbeitung und Erprobung verschiedener Arten der
kooperativen Zusammenarbeit und Differenzierung; Individuelle Förderung und innere Differenzierung im Unterricht
• Referate im Unterricht/ Facharbeit und besondere Lernleistung in der Oberstufe
• Selbstreguliertes Lernen und Metakognition
• Offene Lernprozesse im Musikunterricht und Probleme der Bewertung (Gruppenmusizieren, Lernen an Stationen, Projekte
etc.)
• Übungsformen und Sicherung von Ergebnissen im differenzierenden Unterricht
• Individuelle Schwerpunktsetzungen in facherverbindendem Unterricht
Modul 4.2
Medien und Präsentationen im Unterricht
Handlungssituationen
•
Lerngegenstände für die spezifische Lerngruppe differenziert aufbereiten: Medien begründet einsetzen (1. 3)
Inhaltliche Bezüge:
• Urheberrecht und Musikunterricht
• Funktionaler und kritischer Umgang mit audiovisuellen Medien im Musikunterricht
• Schulung medienpädagogischer Kompetenz im Fachseminar Musik, Schwerpunkt „Neue Medien“ (z. B. Videodownload,
Videoschnitt und -konvertierung, Extraktion von Audiospuren)
• Einsatzmöglichkeiten von Computern und Musiksoftware im Musikunterricht anhand von Unterrichtsbeispielen
• Medienkritik und Medienerziehung im und durch den Musikunterricht
• Vermittlung veranstaltungstechnischer Kompetenzen
• Selbstständige Schülerarbeiten mit elektronischen Medien (Projektideen; z. B. SuS gestalten eigene
Kompositionsvorhaben: Arrangements, Songwriting, Filmmusik etc.)
P8
Lerninitiierung und Steuerung: Kooperatives Lernen gestalten
Handlungssituationen
•
Die Kompetenz zur Kriterien geleiteten Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler ausbilden (3. 5)
•
Unterschiedliche Formen der Lerninitiierung und Lernsteuerung binnendifferenziert umsetzen (1. 5)
Inhaltliche Bezüge
Musik 7
•
Faktoren des Gefährdens und des Gelingens von Gruppenarbeiten
•
Erarbeitung und Erprobung verschiedene Arten der kooperativen Zusammenarbeit und Differenzierung
•
Experiment zur Wirkung verschiedener Sozialformen und deren Auswertung
5. Quartal
Effiziente Arbeitsorganisation unter Berücksichtigung inner- und außerschulischer
Anforderungen
Modul 5.1 Konflikte bewältigen
Handlungssituationen
•
Unterricht als erziehenden Unterricht langfristig anlegen (2.1)
•
Lernbedingungen in den Lerngruppen orientiert an Werten und Erziehungszielen lernförderlich gestalten (2. 2)
•
In Gewalt- und Konfliktsituationen deeskalierend handeln (2. 4)
•
Konflikte in ihren heterogenen Ursachen differenziert wahrnehmen und bearbeiten (5. 3)
•
Heterogenität in den Lerngruppen (genderbezogen) wahrnehmen und diagnostizieren (5. 1)
Inhaltliche Bezüge
• Interkulturelles Lernen, Außereuropäische Musik als kulturelle Horizonterweiterung im Musikunterricht
• Vermarktung von Musik als Auslöser der Globalisierung popularmusikalischer Ausdrucksweisen, Auswirkungen auf den
Musikunterricht
• Musik als Vermittler antidemokratischer Haltungen: Umgang mit der Rezeption extremistisch geprägter Musik und
Subkulturen
• Konzepte vokalen und instrumentalen Gruppenmusizierens als Anlässe zur Werteerziehung und Vermittlung sozialer
Kompetenz
Modul 5.2 Evaluation, Schulentwicklung und organisatorische Lehreraufgaben
Handlungssituationen
•
Außerunterrichtliche Situationen erzieherisch wirksam werden lassen, z.B. bei Pausenaufsichten, Klassenfahrten (2. 5)
•
das Erziehungskonzept der Schule vertreten (2.6)
•
Leistungserziehung und -bewertung evaluieren und Ergebnisse zur Weiterentwicklung des Unterrichts nutzen (3. 6)
•
mit externen Beratungseinrichtungen kooperieren (4. 4)
•
Sich an internen und externen Evaluationen beteiligen und Ergebnisse für Unterrichts- und Schulentwicklung nutzen (6. 4)
•
In schulischen Gremien aktiv mitwirken (6. 5)
•
Schulinterne Zusammenarbeit praktizieren (6.6)
Inhaltliche Bezüge:
• Fachbezogene Exkursionen zu Theatern, Museen, musikbezogene Praktika für Schülerinnen und Schüler;
Kooperationsmodelle mit regionalen Kulturschaffenden
• Fachkonferenzarbeit: Erstellung eines schulinternen Curriculums, Schultheaterarbeit und musikbezogene
Arbeitsgemeinschaften, Konzert- und Theaterprojekte, Leistungsbewertungskonzepte
• Evaluationsmöglichkeiten und Unterrichtsentwicklung im Fach Musik
• Vertretungsunterricht, außerunterrichtliche Ensemblearbeit, Chor-, Orchester-, Bigband-Freizeiten und Konzepte zur
Selbstorganisation
Modul 5.3 Den Lehreralltag effizient organisieren
Handlungssituationen
•
Mit außerschulischen Partnern kooperieren (2.7)
Musik 8
•
Sich an Planung und Umsetzung schulischer Vorhaben beteiligen und Neues in kollegialer Zusammenarbeit erproben (6. 2)
•
Schulinterne Zusammenarbeit und Kooperation mit schulexternen Partnern praktizieren (6. 6)
Inhaltliche Bezüge
•
Zeitmanagement und Selbstreflexion im Berufsalltag
•
kollegiale Zusammenarbeit in der Fachschaft „Musik“, Chancen und Möglichkeiten einer systematischen Teamarbeit
•
Kooperation mit außerschulischen Partnern, insbesondere im Rahmen von Klassenmusizierkonzepte in Zusammenarbeit
mit Jugendmusikschulen
•
Nutzung externer Fortbildungsangebote
6. Quartal: Vertiefung der Ausbildungsbeiträge in allen Handlungsfeldern
Zunächst werden in diesem Quartal - bedarfsorientiert - Ausbildungsbeiträge in allen Handlungsfeldern vertiefend wiederholt.
Anschließend wird der Focus der Fachseminararbeit auf den im Anschluss an die Ausbildung folgenden Berufseinstieg gelegt.
Musik 9